von Ulla Gottschlich | Rezepte

Der Kürbis (Cucurbita):

Die Ernte der Kürbisse beginnt meist schon im Spätsommer (Ende August/Anfang September) und zieht sich weit bis in den Spät-Herbst hinein. …

Reife“ Kürbisse erkennt man entweder an deren Farbe (z.B. sattes Orange) sowie an deren Reifezustand, wie z.B. harte Schale, harter und trockener Stielansatz. Eine andere Methode ist die gute alte „Klopfprobe“: Klingt er beim Klopfen hohl und gibt auf Fingerdruck leicht nach, ist er reif und kann verarbeitet werden. Zudem gilt je kleiner, desto feiner: Beim Einkauf sollte man also eher kleinere Exemplare bevorzugen: Ihr Fruchtfleisch ist fester, hat mehr Geschmack und ist weniger faserig. In der Küche verwendbares Kürbisfleisch riecht und schmeckt neutral bis aromatisch, meist auch leicht süßlich, aber niemals bitter (!).
Angeschnittene Kürbis-Teile sollten nicht länger als zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Man sollte Hokkaido-Kürbisse auch nicht vor der Lagerung waschen: Sie dürfen nicht mit Wasser in Berührung kommen, ansonsten faulen sie. Es sei denn, sie werden danach sofort verarbeitet.

Das Einfrieren von Kürbis ist die beste Methode, ihn über einen längeren Zeitraum aufzubewahren. Damit ist er 4 bis 6 Monate haltbar. Der besondere Vorteil: Man kann kleinere Portionen einfrieren. Je nach Verwendungszweck schneidet man entweder einzelne Stücke klein oder friert den Kürbis als feines „Püree“ ein.


Ganze Kürbisse, die nicht sofort nach der Ernte verarbeitet werden, sollte man an einem trockenen, kühlen Ort lagern. Allerdings ist ein Kürbis direkt nach der Ernte wiederum am schmackhaftesten. Im Laufe der Lagerung verliert er Wasser und wird dadurch härter. Bestimmte (ganze) Kürbis-Sorten, wie beispielsweise Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis und Spaghetti-Kürbis lassen sich sogar bis zu acht Monate lagern.


Der Butternut-Kürbis hat die Form einer Birne, die Schale ist reif meist beige und sollte vor der Zubereitung entfernt werden. Wie der Name schon sagt, schmeckt das Fruchtfleisch nussig. Man kann ihn füllen, braten, zu Suppe und Püree verarbeiten.
Der Muskatkürbis ist meist sehr groß, er hat ein Muskataroma und wird daher idealerweise zu Kürbis-Suppen oder Kürbis-Mus (Püree) verarbeitet.
Hokkaido-Kürbisse erfreuen uns durch ihr saftiges, faserarmes Fruchtfleisch mit dem nussigen Geschmack. Zudem lässt sich die Schale mitessen, was die Zubereitung erleichtert. Nicht zu vergessen, dass Hokkaidos auch in Sachen Lagerung ausgesprochen pflegeleicht sind. Ist der Hokkaido Kürbis schon angeschnitten, hält er sich bis zu vier Tage im Kühlschrank. Dazu gibt es später mehr noch mehr Infos…


Bereits vor dem Kauf sollte man sich unbedingt erst den Verwendungszweck genau überlegen, denn kleine Kürbisse besitzen ein festeres Fruchtfleisch und sind deutlich geschmackvoller, während größere Exemplare doch oft faseriger sind.


DAS BESTE ZUM JAHRES-SCHLUSS – DIE HERBST-ÜBERRASCHUNG 

Die schöne Kulinarik des Herbstes: Wir freuen uns auf Herzhaftes und Süßes, das die Seele streichelt und den Gaumen verwöhnt. Ein Klassiker der Herbstküche sind hierzulande eher Flamm- bzw. Zwiebelkuchen und Federweißer….Aber KÜRBIS?


Kein Genuss ist vorübergehend,
denn der Eindruck,
den er hinterlässt,
ist bleibend.

Johann Wolfgang von Goethe


DER KÜRBIS-KUCHEN (PUMPKIN-PIE) Hhhmmm…

Hierzulande ist „Kürbiskuchen“ ja immer noch eher die Ausnahme – für Amerikaner gehört er fest zum „Thanksgiving“ Prozedere. Eigentlich schade…daher gibt es hier – für einige zum Kennenlernen – ein absolut köstliches Rezept – die „PUMPKIN-PIE“ – zum Nachbacken… Es ist ganz einfach: Man braucht dazu nur das Kürbispüree. Es ist recht schnell (z.B. am Vortag) zubereitet:

Kürbis-Zubereitung – Den Kürbis halbieren:
1.) Entkernen-aushöhlen-vierteln
2.) In Scheiben schneiden
3.) Würfeln
4.) Kerne evtl. aufheben


Man benötigt zunächst erst einmal dazu: 1 Kürbis (Hokkaido oder Butternut), ein langes scharfes Küchenmesser, Kochtopf und einen Topf mit Wasser…und dann das folgende Blitz-Rezept…

DER KÜRBIS-KUCHEN (PUMPKIN-PIE) Hhhmmm… 

ERST KOMMT DIE VORBEREITUNG:

  • Den Kürbis halbieren und Kerne etc. entfernen ist eigentlich recht harte Arbeit
    ABER: Zum Beispiel bei dem japanischen HOKKAIDO-KÜRBIS, der nur eine ganz dünne Schale aufweist und einen kastanienartigen Geschmack hat, muss man die „Schale“ NICHT entfernen – So ist der japanische Hokkaido-Kürbis auch zusätzlich noch wesentlich nährstoffreicher als andere Winterkürbisse. 
    Außerdem besitzt er sieben Mal (nach Alfons Schubeck) mehr Beta-Carotin als ein „Laternenkürbis“.
    Dieser ist im Übrigen meist recht groß ist und eher weniger für Kürbisgerichte geeignet ist, da das oft faserige Fruchtfleisch wenig schmackhaft und die Schale eh ungenießbar ist.
    Bei allen anderen Sorten kann man die sehr harte Schale gut (mit einem Sparschäler) entfernen, weil die Schale beim Kochen nicht weich wird.
  • Oder aber besser noch mit dem folgenden absolut genialen „Schachzug“ arbeiten:

Der Trick mit dem Backofen:

Ach, herrjeh…den Kürbis schneiden? Da braucht man echt viel Kraft… Ausser natürlich wie gesagt – beim Hokkido-Kürbis – gilt bei allen anderen Kürbis-Sorten – vorher schälenAlso am besten unbedingt ab damit in den Backofen: So erfolgt später die Kürbis-Zubereitung dann ganz easy – mit diesem genialem Trick:

Den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen: Den kompletten, also ganzen Kürbis auf ein Backblech mit Backpapier legen und diesen dann etwa eine gute halbe Stunde (30-40 min) im Ofen lassen.  Durch die Hitze werden Schale und Fruchtfleisch deutlich weicher. Danach den Kürbis abkühlen lassen und schon lässt er sich mit einem scharfen Messer leichter und ohne Widerstand schälen und schneiden. Wenn man möchte, kann man den Kürbis auch vor der weiteren Zubereitung dann erst vierteln und anschließend schälen. Die Kürbis-Kerne und Fasern mit dem Esslöffel im Innern vollständig entfernen und evtl.aufheben, um die Kürbiskerne später zu verwerten (siehe Rezept unten). Dann die ausgehöhlten Kürbis-Viertel in schöne gleichmäßige Spalten schneiden..


KÜRBIS-KUCHEN-ZUBEREITUNG:

So – nun ist der Kürbis – dank der Ofenwärme – bereits in grobe Stücke geschnitten:

KÜRBIS-PÜREE? Selber machen?
Da ich mich für einen Hokkaido-Kürbis entscheiden habe – geht natürlich auch mit jedem anderen Kürbis – kann ich nun aufs Schälen ganz verzichten. Das Tolle am Hokkaido ist nämlich – wie schon erwähnt – dass man die Schalte mitessen kann. Anders als bei Kartoffeln, die man fürs Püree noch extra schälen muss.
Und dann geht’s plötzlich ganz schnell: Einen Kochtopf mit Wasser aufsetzen, Kürbiswürfel hineingeben und weich kochen. Je nach Größe der Würfel dauert das zwischen 20 und 30 Minuten. Abgießen und im Mixer (oder Haarsieb) fein pürieren.
Das war’s? Ja, das war’s! Das Kürbis-Püree ist tatsächlich schon fix und fertig… 

Das feine Kürbis-Püree erkalten lassen und in eine Schale füllen. So ist es nun fertig für die Zubereitung. Das Püree hält sich im Kühlschrank etwa 7 Tage. Auch zum Einfrieren bestens geeignet
(Als Tipp für ganz Eilige gibt es auch Kürbismus in guter Qualität in Dosen (425 g) fertig im Handel zu kaufen. (Z.B.: von RE.E oder Lib.y`s)


DER KÜRBIS-KUCHEN
Zutaten für den Teig: 200 g Mehl -120 g Butter (sehr kalt und in Stückchen) – 60 g ZuckerFür diesen „Kuchenboden“ übrigens extra noch dazugeben: 40 ml Eiswasser und eine Prise Salz. (Einfach 50 ml Wasser vorher 10 min. kurz in den Tiefkühler stellen.)

Teigboden-Zubereitung: Für den Teig Mehl, Zucker und eine Prise Salz in eine Schüssel geben. Danach die kalte Butter in kalten Stückchen unterkneten und das Eiswasser hinzufügen, so dass ein glatter Mürbeteig entsteht. Den Teig in einer Springform ausformen, den Boden mit einer Gabel gleichmäßig einstechen, den Rand hübsch verzieren und (mit Frischhaltefolie bedeckt) im Kühlschrank ca. 30 Minuten kaltstellen.


Den Ofen in der Zwischenzeit auf 200°C. vorheizen. 
TIPP: Die Kuchenform mit dem Teigboden „blindbacken“ d.h. den Boden zuerst mit einem kreisrund geschnittenen Stück Backpapier (in Kuchenformboden-Größe) belegen und dann Backerbsen oder andere getrocknete Hülsenfrüchte (Erbsen etc. ) darauf legen, sie würden sonst im Teigboden festbacken 😉
Danach den Boden bei 200 Grad für 10 -15 Minuten „blindbacken“ (d.h. ohne Füllung) – der Teig sollte eine leicht goldene Farbe bekommen haben. Herausnehmen, Backerbsen und Papier entfernen und den Boden auskühlen lassen.

*Blindbacken* bezeichnet das Vorbacken von Mürbeteig ohne Füllung oder Belag. Dadurch erhält man einen knusprigen Boden, der nicht aufweicht (wichtig bei z.B. Obstkuchen).
Weil man – wegen der Abdeckung – den Teig in der Backform während des Backens nicht sehen kann, wird dieser Back-Vorgang „Blindbacken“ genannt.
(Die Hülsenfrüchte kann man nach dem Backen mit Hilfe des Papiers gut abnehmen, in einem Glas bis zur nächsten Verwendung (aber nicht zum Kochen) aufbewahren.)


Während dieser Zeit schon einmal die „Zutaten“ für die „Kürbis-Füllung“ vorbereiten:


Zutaten für die Füllung:
500 g Kürbispüree, 100 g Zucker – ½ TL Salz – 1 TL gemahlener Zimt – ½ TL gemahlener Ingwer – Prise Nelkenpulver und Muskat – 1 Vanilleschote – 2 Eier – 250 ml Sahne – 120 ml Milch. (oder statt der Sahne/Milch: 370 ml gesüßte Kondensmilch (Nennt sich im Handel: „Milchmädchen“ = gibt es als 450 g Dose)

TIPPS FÜR DAS GEWÜRZ: Man kann die Gewürze nach Lust und Laune – aber vorsichtig – dosieren. Ich verwende entweder eine Mischung aus Zimt, gemahlenem Ingwer, etwas Muskat und Nelken oder aber 1-2 Teelöffel fertiges Spekulatiusgewürz. …


Mit ihrem strahlendem Orange stiehlt diese Kürbis-Pie jedem anderen Herbstkuchen die Show!

DIE ZUBEREITUNG DER FÜLLUNG:

Das Kürbispüree in einen Topf oder eine weite große Pfanne geben und bei mittlerer Hitze für etwa 10 Minuten „köcheln“ – das Püree sollte etwas Flüssigkeit verlieren und leicht karamellisieren. Immer wieder rühren, rühren, rühren und Vorsicht: Nichts anbrennen lassen! Das Püree vom Herd nehmen und zur Seite stellen.
WÜRZEN: Den Zucker mit Salz, ausgekratztem Vanilleschotenmark, Zimt und Ingwer (oder – wie oben erwähnt – nur 1-2 Tl. Spekulatiusgewürz) vermischen, abschmecken (!) und zum Kürbispüree zugeben und alles gut unterrühren, etwas abkühlen lassen.

DIE FÜLLUNG FERTIGSTELLEN: In einer weiteren Rühr-Schüssel die Eier mit der Sahne und Milch kurz verquirlen und dann in den Topf oder Pfanne zum „leicht abgekühlten“ Kürbismus geben. Alles zu einer glatten, homogenen Masse kräftig verrühren… FAST FERTIG!

ALLE BITTE ZUGREIFEN…
Ein herbstlich kulinarisches Erlebnis ist garantiert…

BACKEN:

Diese Kürbismus-Füllung in die Kuchen-Form auf den vorgebackenen Teig geben und im vorgeheizten Ofen bei zunächst 200 Grad C. für 10 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 175 Grad reduzieren und nochmals ca. 30 Minuten backen – die Mitte wird sich in der Mitte noch etwas bewegen, wenn man an der Kuchenform rüttelt, der Rest sollte aber weitestgehend fest geworden sein. 
Sollten die Ränder anfangen zu dunkel zu werden, die Mitte aber noch flüssig sein, die Oberfläche mit Alufolie abdecken...Der Kuchen sollte nicht zu lange gebacken werden, sondern darf ruhig in der Mitte noch etwas weich sein.
Den Kuchen dann im Ofen für 15 Minuten bei leicht offener Tür abkühlen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen. Am besten frisch genießen. 

INFO: Wenn man den süßen Kürbiskuchen zum ersten Mal backt, wundert man sich vielleicht, wie flüssig die Creme ist. Das soll so sein. Ich backe ihn auf der untersten Backofen-Schiene, bis die Creme stabil, aber in der Mitte noch ein klein wenig wackelig ist. Langsames Abkühlen ist hier wirklich am besten – wie oben erwähnt – im ausgeschalteten, leicht geöffneten Herd. So wird der Kürbiskuchen schon von selbst fester. Mit einem Klecks Schmand warm oder kalt genießen.

Was soll ich sagen…EIN GEDICHT…hhmmm…

 Wers mag? Chiligewürz an Kürbisgerichten ist eine echte Bereicherung… 


SONST NOCH WAS ?
FRISCHES KÜRBIS-OFENGEMÜSE-REZEPT…leicht gemacht und lecker…

Wofür der OFEN sonst noch gut ist: Zum Beispiel für ein einfaches, köstliches „Ofengemüse“ – einen Hokkaido-Kürbis – den man ja nicht schälen muss – nehmen, vierteln und mit breitem, langen, scharfen Messer in schön gleichmäßig – mundgerechte – „schmale“ Spalten schneiden.

Diese Spalten in einer Schüssel kräftig mit einem Schuss „Öl“, Salz und Pfeffer mischen und nach Belieben noch frischen Rosmarin, Salbei, (Chili) und je nach Geschmack mehr oder weniger Knoblauch dazugeben. Oder vielleicht auch stattdessen eher die süße Variante wählen… nur mit Zucker, ZIMT und Zitronenschale.

Tipp: Wähle für das Ofengemüse ein „hocherhitzbares“ Speiseöl wie raffiniertes Oliven- oder Rapsöl, denn es wird heiß! Das Ganze kommt dann (je nach Menge) für 20-30 Minuten in den 200 Grad vorgeheizten Backofen – fertig!


Der Clou der herbstlichen Küche:
EINE KÖSTLICHE KÜRBIS-CREME-SUPPE

Hokkaidokürbisse sind breite, runde, orangerote Speisekürbisse mit einem Gewicht von etwa 0,5 bis 1,5 Kilogramm, deren dünne Schale, wie bereits erwähnt – anders als bei den meisten übrigen Kürbissorten – beim Kochen weich wird und mitverzehrt werden kann. Das Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma, ähnlich Maroni, und eine stabile Konsistenz, obwohl es kaum spürbare Fasern enthält. (Wikipedia)

Das Geheimnis einer gelungenen Kürbissuppe liegt auf jeden Fall vor allem in der kräftigen „Würzung“. Man genießt das süße Aroma des Kürbis-Gemüses und setzt mit der Würzung die pikanten Akzente, die aus dem sonst fast neutralen Kürbis-Geschmack einen köstlichen, charaktervollen Genuss für alle Gerichte garantieren…

TIPP
Als Topping gibt es hier geröstete Kürbiskerne (siehe Rezept unten) und pro Teller einen Esslöffel „gewürztes“ Kürbis-Paprika-Mus: Einfach ein paar rote Paprikawürfelchen mit Kürbismus (2:1) mit Salz & Pfeffer würzen und in der Moulinette o.ä. kl. Mixer pürieren… Nicht nur in Augenschmaus…

ULLAS FEINE KÜRBISCREME-SUPPE

ZUTATEN: 1 Kürbis, (Hokkaido), 3 cm Ingwer,1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Möhre, 1 Kartoffel.
2 Äpfel, 1 EL Butter, 1 EL brauner Zucker, 750 ml Gemüsebrühe (Fond), 100 ml Weißwein, 200 ml Sahne.  
GEWÜRZE: ½ Zimtstange, 2 Lorbeerblätter, 1 TL Currypulver, 1 TL Kurkuma, ½ TL Muskatnuss, 1 TL Pfeffer, ½  EL Salz, ½ Tl. Chili (Piment d`Espelette = ist unser „favorite“, eine aromatische und fruchtige Chili–Sorte, die aus dem französischen Baskenland stammt und auch bei uns erhältlich ist).
Zum „Anrösten“ für das Topping: 20 g Butter (oder ½  El. Öl), 100 g Kürbiskerne, Apfel, 125 g rohen Schinkenspeck, gewürfelt. Evtl. noch 100 % reines Kürbiskernöl aus der Steiermark und etwas saure Sahne.


Den Kürbis waschen, aufschneiden, Kerne und Fasern entfernen und in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Die Schale wird nicht entfernt. Die Kürbiswürfel mit der Brühe in einen ausreichend großen Topf geben.

Nun die Zwiebel, Möhre, Knoblauch und die Kartoffel schälen und feinwürfeln.
Einen Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und würfeln. Die Butter in einer gr. Pfanne schmelzen und den Zucker darin karamellisieren. Jetzt die Zwiebel, Knoblauchzehe, Kartoffel, den Kürbis und den Apfel hinzugeben. Alles kurz in der Pfanne anbraten und mit dem Weißwein ablöschen, dann zum Kürbisgemüse in den Topf geben.



…und hier geht es weiter im Text:

DIE GEWÜRZE: Nun nur noch den Ingwer schälen, reiben oder fein hacken und mit Zimtstange und Lorbeerblättern ebenfalls zur Suppe geben. Zugedeckt die Suppe ca. 25 min garen, bis der Kürbis weich ist.
Bei Bedarf immer noch einmal etwas Brühe nachgießen.
Die Suppe sollte am Kochende schön „sämig“ bzw. cremig bleiben – nicht zu dick und nicht zu dünnflüssig…die goldene Mitte eben 😉 Nun die Zimtstange und die Lorbeerblätter aus dem Suppentopf entfernen.

Anschließend die Suppe mit dem Pürierstab kräftig aufmixen (evtl. vorher etwas abkühlen lassen, wegen heißer Spritzer). Die flüssige Sahne hinzufügen und mit den „übrigen“ Gewürzen: (Curry, Kurkuma, Muskat, Pfeffer, Salz, Chiliprise) kräftig abschmecken. Vorsichtig mit Salz und Chili…hier kann man immer noch nachwürzen…
ULLAS TOPPING TIPP: Nun noch den zweiten Apfel schälen, fein würfeln, mit den Kürbiskernen und den Schinken-Würfelchen nur kurz in der Pfanne in dem Butter/Ölgemisch anbraten.

Vor dem Servieren die „Kürbissuppe“ nochmals 5 min. leise kurz aufköcheln lassen. Sie sollte heiß serviert werden.

Zum Schluss kurz vor dem Servieren mit einem Teelöffel die Suppe (Im Teller) ein klein wenig mit dem gerösteten Mix aus Kürbiskernen, Schinkenwürfeln und Apfelwürfeln (Tellermitte) bestreuen.
Wer mag, bekommt zuvor noch einen Klecks „Saure Sahne“ und einige dunkle Tropfen-Schlieren „Kernöl“ aus der Steiermark über jeden Teller dazu… sieht hübsch aus und ist sehr gesund! Man kann diese „Toppings“ aber auch separat zur „Selbstbedienung“ in Schälchen zur Suppe dazu servieren.

Je nachdem kann diese Kürbiskernsuppe eine rustikale Hauptmahlzeit (mit einem Stück Bauernbrot dazu) sein oder aber – in kleinen Suppenschalen serviert – ist das Süppchen, als eine feine Vorspeise, zum Menü einfach perfekt für ein Herbstdinner.


KÖSTLICHE RESTEVERWERTUNG: 
Frische Kürbiskerne selber rösten…Hhmm…

Die äußerst gesunden, leckeren Kürbiskerne enthalten unter anderem Vitamin E, wertvolle Enzyme, Beta-Carotin sowie ungesättigten Fettsäuren. Als besonders positiv gilt auch die Wirkung – für unseren Organismus – der enthaltenen „Omega-3-Fettsäuren“ wie beispielsweise die wertvolle Alpha-Linolsäure (dreifach ungesättigte Fettsäure)…

Die Kürbiskerne aus dem Kürbis sozusagen „herausschälen“, man sollte sie aufheben und über Nacht in leicht gesalzenes Wasser einlegen, damit sich die restlichen Fruchtfleisch-Fäden lösen. Dann abgießen, „putzen“ d.h. von „Fäden“ befreien, sorgsam trocken tupfen und in einem Sieb bzw. auf einem sauberen Geschirrtuch einige Stunden trocknen lassen.

KÖSTLICHES GEWÜRZÖL:
Für eine herzhafte Note alternativ vorher schon „das Oliven- oder Rapsöl“ herzhaft würzen z.B. mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch, Chilipulver, Kümmel, Rosmarin, Curry. Die Kerne damit in einer Schüssel innig vermischen und auf einem Backblech gleichmäßig ausbreiten:
Danach die Kürbiskerne auf dem Blech etwa 10-15 Minuten bei 200 °C. bei Ober-/Unterhitze goldbraun rösten.
Zwischendurch nachsehen: Ein- bis zweimal mit zwei Gabeln o.ä. alle Kerne wenden, damit diese auch schön gleichmäßig braun werden. Doch „Vorsicht“: Nicht zu trocken werden lassen, denn sonst verlieren sie an Geschmack oder verbrennen auch leicht.

Die so fertig „gerösteten“ Kürbiskerne können erkaltet mit und ohne Schale gegessen werden. Sie schmecken wirklich knusprig am besten, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen und in dem o.a. „Gewürzöl“ vorher gewendet bzw. besprüht wurden. Wunderbar schmecken sie aber auch, wenn einfach nur „ein paar“ davon über eine köstliche „Kürbis-Crème-Suppe“ (siehe oben) direkt kurz vor dem Servieren – locker gestreut werden…

Zur Zubereitung gibt es unzählig viele leckere Rezepte..leider wird hier mein Blog-Artikel zu lang für weitere Rezepte, diese findet man aber in großer Vielzahl im „Netz“....

Viel Vergnügen beim Lesen dieses herbstlichen Blogs  und vor allem „Guten Appetit“ und gutes Gelingen der köstlichen PUMPKIN-PIE…und herbstlichen Kürbis-Crème-Suppe…

Einen schönen, ereignisreichen, bunten Herbst wünscht allen meinen Lesern Ulla G.

NICHT VERPASSEN:
TIPP-HINWEIS…in meinen anderen aktuellen Blog-Artikel: „HERBST-ZEIT-LOSE-GEDANKEN“…passend zum Thema gibt es hierzu Erstaunliches, Interessantes und Amüsantes zu lesen!



BLOG-ARTIKEL VERÖFFENTLICHT: 12. September 2020