GERICHTE MIT GESCHICHTE:

Heute geht es um den im Volksmund auch bekannten Kalten Hund oder Schokoladen-Kekskuchen, der in den 60iger und 70iger Jahren an keinem Kindergeburtstag fehlen durfte. Mein Sohn wünschte sich schon als Kind immer zum Geburtstag einen „kalten Hund“ als Kuchen. Dieses Rezept war auch an den jährlichen Kindergeburtstagen mit den Freunden immer der „Renner“… Na ja, die vielen „Schokoladenmäulchen“ und Händchen danach waren oft nur ein kleines Problem…
Zeit also für einen absoluten Kindheitsklassiker, den ich mit diversen Kindergeburtstagen verbinde: Kalter Hund. Ein leckerer Kekskuchen, auch bekannt als Kalte Schnauze

Es ist egal, ob dunkle Schokolade oder helle Schokolade genommen wird – …ob eine hohe Kuchenkastenform oder eine flache breite Terrinenform – wie hier – „Chacun à son goût“…sagte unsere Tante Finchen immer: Jeder nach seinem Geschmack oder einfacher: Jedem, wie es ihm gefällt 😉

HISTORISCHES

Die Geschichte dieses „Kuchens ohne Backen“ lässt sich bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen; die Firma Bahlsen gab in den 1920er Jahren ein Rezept für einen „Schokoladenkuchen aus Leibniz-Keks“ heraus. Heute wird der Kuchen aber vor allem mit der Küche der deutschen Wirtschaftswunderzeit (50er/60er-Jahre) assoziiert. Der „Kuchen“ besteht original aus in Kakao-Kokosfett-Crème aufgeschichteten Butterkeksen.

In Italien ist eine ähnliche Speise unter dem Namen salame di cioccolato (Schokoladensalami) oder Salame turco („Türkische Salami“), in Griechenland als Mosaïkó („Mosaik[kuchen]“) bekannt. In Dänemark nennt man ihn Kiksekage („Kekskuchen“), in Norwegen Delfiakake („Delfia-Kuchen“) nach einer Markenbezeichnung von Kokosfett. In Großbritannien gibt es den chocolate biscuit cake, der meist eine runde Form hat und aus zerbröckelten Tea Biscuits hergestellt wird.

Der Weltrekord für den längsten „Kalten Hund“ liegt bei 994,9 Metern. Er wurde im Oktober 2019 in Ronneburg (im hessischen Main-Kinzig-Kreis) aufgestellt. Dabei wurden rund 93.000 Kekse verwendet. (Quelle: Wikipedia)


Andere Sachen sind nur Essen. Aber Schokolade ist Schokolade.” © Patrick Skene Catling (*1925) gebürtiger Brite und US-amerikanischer Schriftsteller.

Eine Option: Zartbitterschokolade bester Qualität wählen.

Nichts ist wertvoller als ein guter Freund, außer ein Freund mit Schokolade.”© Charles Dickens (1812-1870) – englischer Schriftsteller –


Kalter Hund

Zutaten für eine Kastenkuchenform von 25 cm Länge (1, 5 Liter):


Zutaten:
200 g Zartbitter-Kuvertüre, 200 g Vollmilch-Kuvertüre, 250 g Kokosfett (z. B. Pa..in), 2 Eier, 75 g Puderzucker, 2 EL Kakao, 5 EL Milch, 2 P. Vanillinzucker, 1 Prise Salz, 1 P. geriebene Orangenschale, 250 g Butterkekse, Kakao zum Verzieren, 1 P. gehackte Mandeln, Frischhaltefolie oder Backpapier.

TIPP: Wer möchte kann der Schokolade auch noch 1,5 Tassen Espresso oder RUM (nur für Erwachsene!) hinzufügen: Zirka 1 Esslöffel zur Schokoladencrème geben und den Rest Espresso (1 Mini-Mokka-Tässchen) jeweils tropfenweise (sparsam, damit die Kekse nicht zu weich werden!) über die einzelnen Kekse „beim Einschichten“ mit einer Pipette o.Ä. träufeln. (Für Kinder nicht geeignet).
Das Originalrezept hat diese Zutaten nicht dabei.
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Gehackte Mandeln (optional) kurz mit etwas Zucker in einer trockenen Pfanne goldgelb anrösten, erkalten lassen.
Zubereitung: Die Schokoladen-Kuvertüre grob hacken. Das Kokosfett und die Schokoladen-Kuvertüre im heißen Wasserbad schmelzen. (Die Konsistenz sollte schön cremig sein: Ähnlich wie irgendeine gekaufte „Nuss-Nougat Crème“, evtl. noch etwas vor der weiteren Verarbeitung kurz kalt stellen.
In einer Rührschüssel die Eier, Puderzucker, Prise Salz, Orangenschale, Kakao und Milch mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Die etwas erkaltete geschmolzene Schokolade gut unterrühren. Alles in einne hohen Rührbecher mit Ausguss füllen:
Bauanleitung“:
Eine Kastenform (1,5 l Inhalt) mit Frischhaltefolie oder Backpapier auslegen. Den Boden der Form mit Schokocreme ausgießen (ausstreichen). Auf die Schokoladen-Schicht nun 4-5 Butterkekse eng nebeneinander in die Form legen. Den Schichtvorgang so lange wiederholen, bis alle Kekse und die Schokocreme verbraucht sind. Das Schichten mit einer Lage Kekse oben abschließen und den Kuchen im Kühlschrank fest werden lassen.
Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen, stürzen und die Frischhaltefolie bzw. Backpapier abziehen. Den fertigen Kuchen – nach dem Erkalten – oben dick mit Kakao bestäuben oder aber TIPP: Auf die Schokoladen-Oberfläche – wie oben erwähnt – ein paar, frisch in einer Pfanne gerösteten und noch heißen, gezuckerte, gehackte Mandeln (Krokant) aufstreuen.
Extra-Tipp: Wer eine Silikonbackform verwendet, kann die Schoko-Masse direkt einfüllen und auf das Auslegen der Backform verzichten.


Schokolade ist fassbar, greifbar und vor allem essbar gewordenes
Glücksgefühl.” © Wim Wenders (*1945) deutscher Regisseur

Die Schokolade sollte beim Schmelzen keine große Hitze abbekommen, sondern langsam schmelzen.

TIPPS – wie schon gesagt… um es nochmals zu betonen:

Die Kastenkuchenform etwas beölen, exakt ganz GLATT mit Frischhaltefolie auslegen. Mit Keksen am Boden der Form beginnen: Die Schokoladenmasse und die Kekse abwechselnd in Schichten (je nach benötigter Form bzw. Große Kekse vorsichtig mit spitzem kl. Küchenmesser „zuschneiden“ und akkurat dicht an dicht in die Form legen). Wenn Kekse dabei brechen sollten, kann man sie getrost wieder auf der Schokoladenschicht zusammendrücken.

Und alles immer schön gleichmäßig wieder mit der Schoko-Crème bestreichen (siehe Fotos), bevor die nächste Schicht (Keks-Crème-Keks-Crème) folgt, bis die Form dann bis zum Rand gefüllt ist. Die letzte Schicht sollte eine Schoko-Schicht sein. Mit Klarsichtfolie (die schon abgetrocknete Oberfläche) gut abdecken. Mindestens 4 Stunden (besser über Nacht) kaltstellen. Vor dem Servieren aus der Form stürzen, die Folie abziehen, (evtl. die Schoko-Oberfläche mit heißem Messer etwas erwärmen und mit gehackten Mandeln bestreuen) oder nur dick mit Kakao bestreuen. Den Kuchen in fingerdicke Scheiben schneiden und genießen.


Kalter Hund mit gerösteten, gehackten Mandeln in der Schokoladenfüllung und auf der Oberseite.

Wenn man den Kuchen länger aufheben will:

TIPP: Den „Kuchen“ (Zimmertemperatur) mit einem Elektromesser (es geht auch gut mit einem sehr scharfem, schmalen, glatten Messer) in gleichmäßige Scheiben (siehe Foto) schneiden und diese dann einzeln in Folie verpacken. Diese Scheibchen bleiben dann im Kühlschrank gelagert, so ist die Entnahme zum Verzehr für alle einfach 😉 „bequemer“ . Man findet nicht überall Abdrücke von „Schokoladen-Fingerchen“… 😉 Die einzelnen köstlichen „Schnittchen“ werden dann direkt frisch aus der Kühlung auf einem kl. Teller serviert…


Ich finde es süß, wie die Schweizer alles verkleinern. Ein „Schöggeli“ hört sich an wie fünf Kalorien. Dabei sind es 2000, die du dir reinpfeifst.
Gefunden auf: https://www.myzitate.de/schokolade/

TIPP:
*** Kalter – Hund – Pralinen ***
Hier sind die Keks-Würfelchen komplett mit Schoko-Kuvertüre überzogen (außen mit etwas „geraspelter „Borkenschokolde“ – Fertigprodukt – und Puderzucker bestreut). Kann man mit „Zahnstochern“ (oder hübschen Holz-Spießchen, die es im Handel zu kaufen gibt) servieren.

KALTER – HUND“ PRALINEN :

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EXTRA-TIPP für Gäste und Feste als Häppchen (mit Blattgold überzogen bei festlichem Anlass):
EINKAUF: 200 g Zartbitterschokolade und 1/3 der Rest-Zutaten wie oben angegeben – extra 1 P. dunkle Kuvertüre. Dekor: Grüne Mini-Minzeblättchen, extra Raspelschokolade und /oder ganz festlich: Auch nach Belieben Blattgold zum Verzieren (gibt es im Lebensmittelhandel (essbar) .

Zartbitterschokolade wie gewohnt im hei­ßen Wasserbad auflösen und dann mit den Zutaten in einer kl.Form schichten, wie oben angegeben. Der Kalte-Hund-Kuchen sollte „Zimmertemperatur“ haben. Den kalten, fertigen „Kuchen“ auf ein Küchenbrett stürzen und zunächst (mit sehr scharfem, glatten Messer) in zirka 3 cm dicke Scheiben, dann jede Scheibe nochmals exakt in ebenso passende Würfel schnei­den. Mit einem „Lineal“ arbeiten hilft hier 😉 . Fertige Kuvertüe im Wasserbad auflösen: Die Oberfläche mit der abgekühlten, aber noch cremigen, streichbaren Kuvertüre mit einem kl. Backpinsel überziehen und etwas antrocknen lassen (siehe Foto) : „ON TOP“ dann mit Raspel-Schokolade, einem kl. Minzeblatt oder Mini-Blatt-­Goldblättchen verzieren, so sieht man auch bei den Würfelchen die Keks-Struktur an den Seiten. Falls nicht gewollt, einfach komplett mit der Glasur überziehen… (siehe Foto oben).


Ich esse Schokolade nur an Tagen, die mit G enden. Und Mittwoch.

AUCH DIE ENGLÄNDER LIEBEN IHN:
(englisch: cold dog cake)

Very british…

Jeder scheint ihn irgendwie zu kennen, jedenfalls wenn man deutsche Wurzel hat. Die Briten haben so auch einen ähnlichen Kuchen (der auch mit Keksen bestückt wird) den sogenannten COLD DOG oder „Chocolate Biscuit Cake“, den Lieblingskuchen von Prinz William und Queen Elizabeth II .  😉


„No bake chocolate biscuit cake“ sieht etwas vornehmer aus….
This chocolate biscuit cake is Her Royal Majesty the Queen’s favorite afternoon tea cake by far,“ chef Darren McGrady, The Royal Chef and former personal chef to Queen Elizabeth II, told TODAY Food. „This cake is probably the only one that is sent into the royal dining room again and again until it has all gone.“

This traditional German chocolate cake is called „Kalter Hund“ . It is made by alternating layers of butter cookies and chocolate cream. Literally translated it means “cold dog” . This classic treat is sometimes also referred to as “Kalte Schnauze” (cold snout), “Schwarzer Peter” (Black Peter) or “Kellerkuchen” (cellar cake). There is no real agreement on how the name „cold dog“ originated. But the name is believed to refer to the fact that this amazing no-bake cake is best served cold and straight from the refrigerator. (Blog by: Andrea_TheKitchenLioness)

Übersetzung: Dieser traditionelle deutsche „Kuchen“ , der aus Schichten von Butterkeksen und Schokoladencreme besteht, heißt „Kalter Hund“ wird manchmal aber auch „Kalte Schnauze“ , „Schwarzer Peter“ oder „Kellerkuchen“ genannt.  Man ist sich nicht wirklich einig darüber, wie der Name des Kuchens entstanden ist. Aber es ist wahrscheinlich, dass der Name des Kuchens in Anlehnung an die Tatsache entstanden ist, dass er am besten kalt, direkt aus dem Kühlschrank (oder wie früher aus dem kalten Keller) serviert wird.


Beim Essen einer Tafel Schokolade verbrennt man 4 Kalorien.
Sport kann doch so einfach sein… 😉

COLD DOG CAKE, eine Biskuit-Variante mit dunklen Schokoladen-Keksen im Teig und Schoko-Crème…Hhmmm!

Schokolade ist himmlisch, mild, sinnlich, unergründlich, dunkel, üppig, stark, dicht, verführerisch, anregend, reich, verschwenderisch, seidig, sanft, luxuriös…

“Innere Stärke ist die Fähigkeit, eine Tafel Schokolade mit bloßen Händen in vier Stücke zu zerbrechen – und dann nur ein Stück davon zu essen.” © Judith Viorst (*1931) US-amerikanische Autorin.


Träume sind Schokolade für die Seele,
mal Vollmilch und mal Zartbitter …

„Gewogen scheinst du mir zu sein,
Du lächelst der kleinen Gabe;
Und wenn ich deine Gunst nur habe,
so ist kein Täfelchen zu klein.“
© Joh. Wolfgang Goethe im Jahr 1823 an Ulrike von Levetzo
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Eine Augenweide:
IN MUFFINFÖRMCHEN GEBACKENER „KALTER HUND“


Hierzu passt naürlich bestens ein frisch gebrühtes „Käffchen“ … für uns Erwachsene 😉


  • Du kannst nicht jeden Menschen glücklich machen – Du bist keine Schokolade
  • Schokolade ist Glück, das man essen kann.
  • Schöne Erinnerungen sind wie Schokolade: Man kann zwar nicht von ihnen leben, weil sie nicht nahrhaft sind, doch sie versüßen das Dasein.
  • Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel…

© Sprüche & Zitate zu Schokolade | chocri
www.chocri.de › wissensbereich › schokoladensprueche


Moelleux au chocolat:
Schokoladenkuchen auf Französisch.
Kalorien: „zéro“, Geschmack: oh là là! 😉
Das Rezept findet man in meinem Ostern-Blog-Artikel:
>>> „LAMMHÄXLE nicht nur zu Ostern…“ <<<

Zum Schluss das Allerletzte:

Darf Schokolade in den Kühlschrank?

Gesundheitlich gibt es bei richtiger Verpackung (vor allem luftdicht sollte diese sein) für die Lagerung der Schokolade im Kühlschrank keinerlei Bedenken. Im Gegenteil: Die Haltbarkeit wird verbessert. Schokolade im Kühlschrank hält sich mehrere Monate. Ist die Schokolade bereits geöffnet, sollte ein neues luftdichtes Gefäß gesucht werden, bevor die Schokolade in den Kühlschrank wandert. Andernfalls drohen der berüchtigte Fettreif, Geruchsübertragungen und andere unliebsame Überraschungen.
Am Ende aber gilt, dass Schokolade am besten luftdicht, dunkel, trocken und kühl gelagert werden sollte

Eine weitere Option ist der Gefrierschrank. In der Tat ist der Gefrierschrank oder das Gefrierfach für die Lagerung von Schokolade eine Alternative zur Lagerung im Kühlschrank, solange auch hier eine luftdichte, geschmacksneutrale Verpackung verwendet wird. Hier bleibt die Schokolade mehrere Jahre haltbar und nach dem Auftauen auch gut genießbar.

Trotzdem wird ein Feinschmecker die Schokolade niemals im Kühlschrank oder im Gefrierfach aufbewahren. Warum? Durch unterschiedliche Temperaturen kann sich der Schmelzpunkt der Schokolade verändern. Nur bei Temperaturen zwischen zwölf und 18 Grad hat die Schokolade ihren Schmelzpunkt bei idealen 32 Grad, was zur Folge hat, dass die Schokolade im Mund schmilzt. Und  so sollte es doch schließlich auch sein, oder?
Quelle: https://schokonews.de/2017/09/schokolade-kuehlschrank/


Die ganze
Welt
liebt
SCHOKOLADE


BLOG: Zuerst veröffentlicht im April 2019. Bearbeitung im Februar 2020.


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