2.Teil:
Blumenkinder im Garten der vier Jahreszeiten:
DER HERBST – die dritte Jahreszeit…

„Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt.“
Zitat: © Victor Hugo (1802-1885) war ein französischer Schriftsteller und Politiker. Er verfasste Gedichte sowie Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist.


INHALTS-ANGABE:
1.) Einstimmung
2.) Was blüht noch im Herbst?
3.) Herbstzeit/Erntezeit: Die Weinlese
4.) Kalendarisches: Der Herbstanfang
5.) Sternschnuppen und Meteoriten
6.) Altweibersommer
7.) Der Spätherbst
8.) Tiere im Herbst: „Der Igel“ und „Die Zugvögel“
9.) Der Herbst als Übergang zum Winter
10.) „Indian Summer“ – die herbstliche Laubfärbung
11.) Feste im Herbst und Herbstzeit ist Erntezeit

14.) Erntedank-Fest
15.) „Hygge“
16.) Einige Zitate zum Thema „Herbst“
17.) Buntes Herbstlaub
18.) Halloween
19.) Pilze im Herbst
20.) Warum ist der Herbst so schön?
21.) Herbstliche Köstlichkeiten (Rezepte)
22.) Zeit-Umstellung im Herbst
23.) Schlussbemerkung


LESEZEIT (ausführlich): circa 30 min… ein gutes Buch liest man auch schon mal über ein paar Tage…sagte kürzlich mein Göttergatte… 😉 Denn Lesen ist eine der wertvollsten Gewohnheiten, die man genussvoll ausführen kann. Wenn man entspannt in Muße liest, tauchst man in eine andere Welt ab. Man lernt oft dazu, wird unterhalten oder schafft es, für einen kurzen Moment komplett zu entspannen. Hier gibt es Wissenswertes, Erstaunliches, Unterhaltsames und zum Schluss ein paar Köstlichkeiten zum Genuss dazu…


Lebe so…wie es dir gefällt in unserer schönen Welt…

Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauch von Blüten und Blättern und man möchte zum Marienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und all seine Nahrung finden zu können.“ – Zitat: © Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung


Neues aus dem Jahreszeiten-Quartett… der Sommer ist vorüber, es ist mittlerweile Herbst geworden…

Ich liebe das Septembergelb, den Morgentau auf Spinnenfäden, das Blatt, das nichts am Baum mehr hält, der kurzen Tage stummes Reden. Der Krähe Ruf, das Stoppelfeld – mehr, als des Frühlings Drang und Hast, ist es der Herbst, der zu mir passt.“ – Zitat: © Adam Smith (1723-1790) war ein schottischer Philosoph.

Die Melancholie der schwindenden Blütenvielfalt in der Natur

  • Manche Menschen neigen oft dazu, sich über jedes Wetter zu beklagen. Im Sommer ist es zu warm, der Winter mit seinen kalten Tagen erfreut sie auch nicht gerade. Der Herbst ist ähnlich trist für manchen – viele Menschen verbinden damit trübe Tage, kühle Winde, Nebelschwaden und Niesel-Regen…und fühlen sich oft unbehaglich, wenn der Herbst beginnt.
  • Doch jeder liebt die fröhlichen Sonnentage, die es auch im Herbst oft noch gibt und uns mit ihrem noch immer hellen und freundlichen Licht milde stimmen. Umso schwerer ist es, in jedem Jahr, der schönen Sommer-Jahreszeit Adieu zu sagen.

„Der schöne Sommer ging von hinnen.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feine Festgewand.“

Zitat: © Wilhelm Busch (1832-1908) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands.


Allgemeinhin findet die Weinlese auf der Nordhalbkugel im September und Oktober statt: Im Herbst, wenn die Trauben reifen, beginnen die Winzer den Zuckergehalt in den Fruchtzuckergehalt, der in Grad Oechsle gemessen wird – zu messen. Es ist ein Maßstab für die Reife der Trauben und bestimmt im wesentlichen das Mostgewicht, das in „Oechslegraden“ ausgedrückt wird. Der Erfinder der Messeinheit „Oechsle“ war Christian Ferdinand Oechsle (1774-1852). Der Pforzheimer arbeitete als ApothekerGoldschmied und Physiker. Er entwickelte die Methode zur Bestimmung des Mostgewichts. 


Eigentlich hat für mich immer jede Jahreszeit ihren eigenen, ganz besonderen Charme:

Im „Frühling“ blühte nach dem langen Frost alles wieder in zartem Grün, Im „Sommer“ herrschten (meistens!) meine absoluten Lieblings-Temperaturen, im „Herbst“ ist nun alles so schön farbig, und es ist noch nicht so kalt und im „Winter“ malte früher die klirrende Kälte die schönsten filigranen Eisblumen an die Fenster und der Schnee verzauberte die winterliche Landschaft. Zumindest letzteres wird nun vom Klima her wohl eher immer seltener.

LESEDAUER: Zirka 30-40 min.


It`s the ultimate fall musthave … sagte kürzlich jemand…

Der Herbst ist da im goldenen Schein…Raschelndes Laub unter meinen Füßen…Würziger Waldgeruch…herrliche Farben erfreuen die Sinne…ein Stück vom Glück…


Der Überschwang der Sinnesfreuden…überall in der reifen Natur…wohin das Auge reicht, bringen bunte Farben, reife Früchte, steigende Drachen… die volle Lust am Leben.

  • Wer gerne Herbstlyrik, Herbstpoesie oder Herbstgedichte mag, findet hierzu wieder ausgesucht schöne Verse bekannter Autoren … Ich finde, Spruchweisheiten und Gedichte über den Herbst zeugen von dem ganz besonderen Charme dieser bunten Jahreszeit.

ALS KRÖNENDEN ABSCHLUSS GIBT ES AM ENDE HIER UNSER
BESTES KUCHEN-REZEPT DES HERBSTES:
Tante Finchens berühmten
ÄPFELCHEN-KUCHEN


„Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder…und der Herbst beginnt…“ Da kommt mir doch gerade dieses schöne Herbstlied in den Sinn, das wir oft als Kinder sangen … Der lange Gesamt – Lied -Text ist nachzulesen bei Wiki et al. (Der Autor dieses schönen Herbst-Liedes ist „Johann Gaudenz von Salis-Seewis“ (1762 – 1834). Er war ein bekannter Schweizer Dichter.


BLÜHT DA EIGENTLICH NOCH ETWAS IM HERBST?

Natürlich blühen im Herbst doch noch unzählig viele Blumen und viele Stauden, Hecken und Gräser um diese Jahreszeit und zaubern aus dem Herbstgarten – von September bis Oktober – oft noch einmal eine wunderbare Blütenpracht und somit ein wunderbar buntes Farbenmeer:

Dahlien blühen zum Beispiel pausenlos von Ende Juni bis zum ersten Frost.


Gefunden habe ich hier die schönsten Blumenkinder des Herbstes:

  • Astern-Bartblume-Blaukissen-Borretsch-Buschklee-Chrysantheme-Dahlien-Duftnessel-Efeu-Eisenhut-Eisenkraut-Fetthenne-Fünffingerstrauch-Goldrute-Hagebutten der Rosen-Heide-Herbstalpenveilchen-Herbstanemone
  • Herbstzeitlose-Kapuzinerkresse-Katzenminze-Kürbis-Lavendel-Löwenmäulchen(wild)-Mädchenauge-Mimose-Pelargonien-Phlox-Rittersporn-Salbei-Schmuckkörbchen-Schwarzäugige Susanne-Silberkerze
  • Steingartengewächse-Sterngladiole-Sterndolde-Sonnenbraut-Sonnenhut-Springkraut-Stockrosen-Topinambur (gelb blühend)-Verbene-Weigelie-Wicke… es gibt sicher noch einige andere mehr…

Na…? da blüht ja doch noch einen ganze Menge …
im herbstlichen Garten der Mutter Natur …


„Wenn einer einen blütenreichen Frühling, Sommer und einen satten Herbst erlebt, so muss er sich doch eingestehen, dass es schön ist, Mensch zu sein.“ Zitat: © Kumagai Naoyoshi (1782-1862) war ein bekannter japanischer Poet.

Und er hatte recht, der Herr „Kumagai Naoyoshi“: Der bekannte japanische Dichter hatte sicher zu seinen Lebzeiten auch den einen oder anderen Herbst in den wunderbar malerischen hohen Berglandschaften Japans verbracht… Der Herbst ist nicht bloß eine Jahreszeit, der Herbst zeigt überhaupt die schönsten Farben, die das Jahr zu bieten hat: Rote Äpfel, orangefarbene Kürbisse, blaue Trauben, golden verfärbte Blätter und die oft noch wärmende Sonne, welche die Welt da draußen im schönsten Licht zeigt…und so unendlich wohltuend ist…

Warme-goldene Töne… die Natur läuft in dieser schönen Jahreszeit zur Hochform auf!


KURZER AUSFLUG in die herbstlich Pflanzenwelt,
der nicht ganz ungefährlich ist:


Es ist mir ein großes Bedürfnis – die hier wachsenden herbstlichen GIFTPFLANZEN – kurz GENAU für alle exakt zu beschreiben, gerade für Kinder (und natürlich auch für die Eltern…) ist dieses WISSEN um die Giftigkeit dieser Pflanzen beim Blumenpflücken oft lebensrettend… In meiner früheren Zeit als Kinderärztin habe hier so einiges erlebt…


DIE HERBSTZEITLOSE
Giftige Schönheit mit krokusähnlichen Blüten

  • VORSICHT – GEFAHR: – NICHT NUR FÜR KINDER – Die Herbstzeitlose trägt im Frühling nur grüne Blätter keine Blüte, die große Blüte erscheint erst im Herbst – dann aber ohne Blätter.
  • Die frühen Blätter der Herbstzeitlose sehen den Blättern des BÄRLAUCHS zum Verwechseln ähnlich.
  • Man muss unbedingt beim Bärlauch sammeln im Wald die Unterschiede kennen… Bei jedem Verdacht auf eine Vergiftung durch Kontakt mit den Blättern der Herbstzeitlosen sollte man sofort zum Arzt gehen! Viel trinken, am besten viel Wasser, um das Gift zu verdünnen. 
  • IM HERBST: Herbstzeitlose sehen nur im Herbst aus wie „große“ Krokusse und haben vor allem aber auch eine hohe Wuchshöhe von über 20 Zentimeter… Sie werden oft verwechselt, gerade von Kindern, die Herbstblumensträuße pflücken möchten…

„Ach wie schön…da ist ja ein großer Krokus“…meinen viele Kinder im HERBST: Daher sollte man vor allem KINDER vorher über die Gefahren aufklären und dafür sorgen, dass sie früh lernen, diese speziellen Blumen auch selbst zu erkennen und vor allen Dingen nicht anzufassen.

6 Staubgefäße hat die Herbstzeitlose (!)
im Gegensatz zum Krokus mit seinen nur 3 Staubgefäßen.


*Anm.: Die Herbstzeitlose gehört in die Familie der „Zeitlosengewächse“ und ist in Süd- und Mitteleuropa heimisch. Die meist lila oder gelb blühende Knollenpflanze wurde 2010 zur „Giftpflanze“ des Jahres gewählt. Das in ihr enthaltene Alkaloid „Colchicin“ ist nicht nur für Menschen hochgradig giftig, sondern stellt auch für Nutztiere, vor allem „Weidetiere“ wie Schafe, Kühe und Pferde, eine sehr große Gefahr da

  • Wichtigster Unterschied: Die grünen Frühlings-Blätter der Herbstzeitlosen sind – wie gesagt – länglich-schmal und wachsen (ohne Blüte) zu „mehreren“ Blättern über – und aneinander – lanzettenförmig) an einem langen Stiel“ dicht gedrängt – wie ein grüner, üppiger Blumen-Strauß.also NUR im Frühjahr. Vorsicht. Diese Blätter nicht mit pflücken.
  • Eine unbedachte Verwechslung (z.B. mit den ganz ähnlichen ungiftigen lanzettenförmigen Blättern des Bärlauchs) ist im Frühling also sehr leicht möglich!
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    Im Herbst aber zeigt die Herbstzeitlose dann (ganz OHNE Blätter) NUR eine einzige große Blüte mit „6 Staubgefäßen“ am langen, nackten Stiel… : Siehe FOTO…

FOTO: DIE STARK GIFTIGE HERBSTZEITLOSE OHNE BLÄTTER neben dem herbstlichen Fallobst (Äpfel)
und hohen grünen Gras-Stängeln.


Kurzer Rückblick vom HERBST in den Frühling:

Bärlauch-Blätter:
Unterschiede zu den „Herbstzeitlosen-Blättern“ im Frühling:


HIER SIEHT MAN AUF DEN BILDERN AUSSCHLIESSLICH BÄRLAUCH:
Getrocknet / in voller Blüte / und als gepflückte Bärlauchblätter zum Gebrauch in der Küche.

IM FRÜHLING:
Der grüne Bärlauch duftet stark nach Knoblauch und ist ein Tausendsassa in der heimischen Küche​. Sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr den Boden erwärmt haben, kommt der Frühlingsbringer aus der Erde geschossen und bleibt dort – bis der Bärlauch im Mai (mit weißen Blüten – siehe Foto mittig) geblüht hat... uns als feines Würzkraut erhalten.

Bärlauchblätter ähneln sehr stark den Blättern der Herbstzeitlosen im Frühling.


Herbstzeitlosen-Pflanzen haben im Frühjahr also – wie oben beschrieben – ausschließlich grüne lanzenförmige Blätter, fast gleich aussehend, wie die Bärlauchblätter (!)

Die eigentliche „BLÜTE“ der Herbstzeitlosen zeigt sich immer erst im Herbst… in den Farben rosa/violett, selten weiß oder gelb…

IM FRÜHLING sind jedoch – wie gesagt – vor allem die giftigen Blätter dieser herbstlichen Blüten-Pflanze eine tödliche GEFAHR…MAN MUSS DIESE ERKENNEN…man darf sie keinesfalls mit den Bärlauchblättern verwechseln! Bärlauchblätter sehen tatsächlich den lanzenförmigen, grünen Blättern der hochgiftigen Herbstzeitlose- Blättern zum Verwechseln gefährlich ähnlich...


Am Knoblauch-Geruch kann man den Bärlauch gut erkennen…
Die Herbstzeitlosen-Blätter sind jedoch vollkommen geruchlos.

Kommt es tatsächlich zu einer Verwechselung der beiden Pflanzen, drohen schwerste, lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen. (!) Daher auch immer nach dem Pflücken unbedingt später gründlich die Hände waschen (oder zunächst im Wald erst Feuchttücher benutzen).

Die Herbstzeitlose blüht also – wie gesagt – nur im Herbst: Sie hat charakteristisch in der späteren recht großen Herbst-Blüte exakt 6 Staubgefäße, anstatt 3 wie beim Krokus.und trägt dann überhaupt keine Blätter im Herbst, die lanzenförmigen, grünen Blätter sieht man daher also nur im Frühjahr.

Die Staubgefäße in der Blüte sollte man niemals berühren… das ist kein Safran, sondern pures Gift.


Aber auch die wunderbar duftenden Maiglöckchen (die auch – wie der Bärlauch – einen lanzenförmigen, grünen Blattwuchs haben) werden nicht selten verwechselt und im Frühjahr (vor der Blüte, also als grüne Blätter) einfach mit gepflückt Nach Kontakt unbedingt die Hände gut waschen. Alle Teile des Maiglöckchens sind also ebenfalls stark giftig, besonders aber die Blätter, Blüten und später auch die roten Früchte. Die Früchte (rote Beeren) entwickeln sich erst viel später im Sommer und werden von Tieren, die deren Samen wieder ausscheiden, wieder weiter in den Wäldern verbreitet.


Ach… schau doch mal wie schön… doch Vorsicht!


Die schöne Herbstzeitlose…
blüht nur im Herbst in voller Pracht
(ohne Blätter)

BITTE NICHT PFLÜCKEN (!)

Die hochwachsende Herbstzeitlose hat meist rosa- bis lilafarbene Blüten. Die sechs gleich gestalteten, meist auch blassrosa bis violett, selten weiß oder gelb gefärbten „Blütenhüllblätter“ sind nur mit einer einzigen, langen Stengel-Röhre (keine Blätter am Stengel) verwachsen (siehe obiges Foto).

  • Von August bis Oktober strahlen diese bis zu 20-25 cm hochwachsenden Herbstzeitlosen also weithin in leuchtend lila, rosa, himmelblauen und selten auch weiß oder gelben Farbtönen mit der Herbstsonne meist auf den Wiesen und Weiden um die Wette.

Die drohende Gefahr für Mensch und Tier bei Berührung wird hier oft nicht erkannt oder bedacht – bzw. meist durch Unwissen – nicht wahrgenommen.


  • Zusammen mit Schwertlilien und Gladiolen gehören alle Krokusse zur großen Familie der Irisgewächse.
  • Genauer gesagt: Der ungiftige Krokus gehört also auch zur Familie der Schwertlilien-Gewächse (Iridaceae) und die Herbstzeitlose gehört ebenso dazu.
  • Alle Teile der Herbstzeitlosen enthalten das extrem hochgiftige Alkaloid Colchicin.

Ach…gibt es denn noch einen Herbst-Krokus?
„Safran“ … er ist`s…Er wird schon immer im HERBST geerntet.


Ach…gibt es denn noch einen Herbst-Krokus?
„Safran“ … er ist`s…Er wird schon immer im HERBST geerntet.

DER SAFRAN – die weltberühmte, begehrte Pflanze
(von arabisch/persisch زعفران , DMG zaʿfarān, ‚das Gelbe‘:

  • VORSICHT: Sehr ähnlich sieht die giftige Herbstzeitlose auch dem „Safran“ – der ebenfalls eine Herbstblüher-Pflanze ist. Der echte Safran-Krokus ist also eine ganz bestimmte, besondere Krokusart, die im Herbst immer violett blüht. Sie gehört ebenfalls zur Familie der Irisgewächse.
  • Der echte große Safran-Krokus wird ca. 8-15 cm hoch, hat hellviolette Blüten und in der Mitte der Blütenblätter sitzt die leuchtend rote, dreischenkelige lange Narbe.
  • Safran hat also – wie der kl. Krokus – ebenfalls nur 3 Staubgefäße und – nur ER – also „als Einziger“ hat die rot-orangen-farbenen weltweit begehrten Safran-Fäden. 
  • Entstanden ist der Safran-Krokus vermutlich aus einer Mutation des – im östlichen Mittelmeerraum heimischen – recht kleinen Crocus cartwrightianus. Diese ist der mutmaßliche wilde Vorläufer des domestizierten Crotus sativus – des eigentlichen Safran-Krokus.
  • Safran-Krokus ist insgesamt deutlich größer als der Vorläufer, besitzt auch längere Stempel (Safran-Fäden) und ist aus diesem Grund als „SafranQuelle“ auch deutlich ergiebiger. Auch der Safran-Krokus ist schwach giftig.
  • Typische Merkmale: Die Blätter sind nicht verzweigt, sondern lanzenförmig und sehr schmal. Die Blüten stehen einzeln und sind trichterförmig. 

EINZIGARTIG:
DAS TEUERSTE GEWÜRZ DER WELT – Safran wird auch das rote Gold der Gewürze genannt:

Der Safran-Krokus blüht nur 2-3 Wochen im Oktober, über die sich auch die gesamte Erntezeit erstreckt... Wenn der Krokus voll aufgeblüht ist, ist es dann auch sofort Zeit für die schnelle Ernte der Stempelfäden. Die Blüten müssen in den frühen Morgenstunden per Hand geerntet werden: Die orangenen Fäden verlieren durch zu hohe Sonneneinstrahlung bei der Ernte sonst schnell an Farbe und vor allem Aroma. Der Name Safran kommt vom arabischen Wort „azafran“ und bedeutet „gelb sein“… Safran wird – wie oben erwähnt – aus der ganz bestimmten Krokusart „Crokus sativus“ gewonnen.

Der hohe Preis des begehrten Safran – bis zu 30.000 Euro pro Kilogramm – liegt auch in dessen aufwändiger Ernte bzw. Herstellung begründet: Für die Herstellung von 1 kg Safran müssen 150.000 bis 200.000 Blüten des Safran-Krokus von Hand geerntet werden.

  • In Kulturen angebaut wird SAFRAN oft im Hochgebirge… So kommt der Safran ursprünglich aus dem Himalaya – Gebiet, Kälte bis zu minus -18 Grad macht ihm nicht das Geringste aus.
  • Heute gibt es den Anbau/Ernte z.B. von Marokko bis über Spanien, Irak, Iran, Himalaya, Afghanistan, Indien bis hin nach China. Ursprünglich stammt der Safran wahrscheinlich aus Griechenland und dem vorderen Orient (Kleinasien).
  • Das Problem bei der Herkunftsbestimmung ist, dass Safran stark kultiviert ist. Dadurch kommt der Safran erst gar nicht zur Samenreife, weil man sonst die wertvolle Blütennarbe (GEWÜRZ) nicht mehr verwenden kann.
  • Für ein Kilogramm SAFRAN werden also – wie erwähnt – etwa bis zu 200.000 Blüten benötigt, was den hohen Preis für dieses edle Gewürz erklärt. In einer guten Qualität kostet ein Kilogramm der rot-orangenen Blütenfäden ab zirka 15.000 Euro. (Quelle: www. schuhbeck.de)

Nun geht es weiter im Jahresverlauf – was gibt es denn so im Herbst Wichtiges zu berichten?


Wann ist eigentlich der Herbstbeginn Herbstbeginn
nach dem Kalender?

Die Herbst-Tagundnachtgleiche markiert das Ende des Sommers. Tag und Nacht haben zum kalendarischen Herbstanfang dann exakt je 12 Stunden von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Und das überall auf der Erde, denn dann steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Das ist entweder am 22. oder am 23. September der Fall. Es ist also der Tag der Tag- und Nachtgleiche. Das gleiche gilt auch für den Frühlingsanfang.

Der kalendarische Herbstbeginn fällt – wie gesagt – mit der Herbst-Tagundnachtgleiche zusammen. Auf der Nordhalbkugel beginnt der Herbst im September, südlich des Äquators erst im März. Das Datum der Tagundnachtgleiche im September ändert sich jedoch von Jahr zu Jahr. Etwa um den 22., 23. September kann man also – mit dem astronomischen – wie der kalendarische auch genannt wird Herbstanfang immer rechnen.


Wann ist eigentlich der Herbstbeginn
meteorologisch?

Meteorologen verwenden wieder eine andere Definition des Herbstbeginns. Danach beginnen die Jahreszeiten immer am ersten Tag jenes Monats, in den der kalendarische Termin fällt. Nach meteorologischer Definition fängt der Herbst also bereits am 1. September 2022 an. Meteorologischer Herbstanfang ist immer am ersten September und endet immer am 30. November. (Quelle: www.wetter.de)


HERBST-ZEIT… nun endlich kommt sie endlich:
Die Ernte-Zeit:


Das deutsche Wort „Herbst“ geht auf das germanische Wort „harbista“ (Herbst=Erntezeit) zurück.
Von der Sprachgeschichte her hat der Begriff: „HERBST“ denselben Ursprung wie im „englischen“ Sprachraum, nämlich „The HARVEST“: Die Ernte-Zeit als „landwirtschaftliche“ Bedeutung ist im Englischen ursprünglich erhalten geblieben, während in Deutschland mit dem Begriff Herbst eher die allgemeine „Jahreszeit“ gemeint ist.

HERBSTLESE – TRAUBENLESE – WEINLESE

  • Bei der „manuellen“ Wein-Lese werden die Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei kann man auch nur die gesunden und reifen Trauben auswählen. Die „maschinelle“ Lese erfolgt durch einen „Vollernter“, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird.
  • Geerntet werden die Trauben dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Traubenbeeren werden von einem sog. Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leite.
  • Bei diesem Verfahren gerät leider auch einiges an Laub und kleinen Ästen ins Lese-Gut. Diese werden aber durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.
  • Die Lese erfolgt in Mitteleuropa weit bis in den Herbst hinein, je nach Lage und auch Traubensorte ist die Lesezeit recht unterschiedlich. (Wikipedia)

DIE WEINPROBE…der neue Wein ist da…

Schon im Frühherbst wird der neue Wein bevorzugt aus früh reifenden Rebsorten wie Bacchus, Ortega oder der Siegerrebe hergestellt … muss man unbedingt kosten … 😉

Önologen, Weinkritiker, Sommelière und andere Experten des Weinmarktes sowie für Weinliebhaber und Verbraucher selbst veranstalten meist eine „Weinprobe“, um die Qualität oft mehrerer Weine zu beurteilen…. ein „köstliches“ und geselliges Erlebnis für alle Sinne…sollte man sich nicht entgehen lassen!


HERBSTEN?

  • Es gibt eine einzige Ausnahme im südwestdeutschen Sprachraum: Hier lebt das ursprüngliche Wort „HERBST“ als Dialekt- bzw. Fachausdruck für die „Weinlese“ fort:
  • Diese Tätigkeit wird dort verbreitet mit herbsten“ bezeichnet. In der Weinlese schneiden also die Herbster“ die Weintrauben ab und hier heißt diese Jahreszeit auch „Spätjahr“ (als Spiegelform von Frühjahr).

Kaum eine Jahreszeit ist in der Lyrik so häufig und intensiv behandelt worden wie der Herbst. Daher „schmückt“ sich mein Blog-Artikel – dem Herbst zu Ehren – vor allem auch mit der schönsten Auswahl an „Herbstgedichten“ und mit vielen herbstlich anmutenden Bildern…
Und? Für die Kulinarik gibt es natürlich auch in meinem anderen Blog-Artikel „KÜRBIS-KÜRBIS-KULINARIK“... für alle eine „Überraschung“… nämlich das Original-Rezept aus den USA:
DER KÜRBIS-KUCHEN (PUMPKIN-PIE) und unter anderem ein köstliches Kürbis-Crème-Süppchen…neugierig? Schaut mal nach…

Neuer Blog-Artikel: Kürbis…Kürbis…Kulinarik…herbstliche Überraschungen


Herbstzeit ist`s…

„Der Herbst begehret Einlass // Schon rüttelt er stürmisch an Tür und Tor. // Ein Meer von Regen schüttet er aus // Kälte kriecht empor. // Grau und verhangen die Tage in der Zukunft liegen // Und Dunkelheit gespenstisch wächst. “ – Verfasser unbekannt.

Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit // Schrägstrichen // wird weiter unten beschrieben.


DER GOLDENE OKTOBER NAHT…

DER PRÄCHTIGE BUNTE FÄCHERAHORN (Acer palmatum) :
Selbst trübe Herbsttage verlieren bei genauem Hinsehen ihre graue Tristesse,

denn an vielen Büschen und Bäumen haben sich die Blätter spektakulär schön bunt verfärbt...


Wenn die Tage wieder kürzer werden, die Blätter der Bäume in allen Farben leuchten, die letzte Ernte eingefahren wird, Kraniche und Wildgänse sich am Himmel in Formationen einfinden, um in wärmere Gefilde zu fliegen, dann ist er da, der Herbsttag, wie ich keinen sah!


Es war einst Heinrich Heine... der so schön den Herbst beschrieb – in „Der scheidende Sommer“: „Das gelbe Laub erzittert, es fallen die Blätter herab. Ach, alles was hold und lieblich, verwelkt und sinkt ins Grab“… 

HERBSTANFANG:

  • Tag-und-Nacht-Gleiche:
  • Der „Herbstanfang“ beginnt – nach dem kalendarischen (astronomischen) Kalender in diesem Jahr 2022 am Freitag, den 23. September, genau um 03:03 Uhr. 😉
  • Tag und Nacht haben zum kalendarischen Herbstanfang dann exakt jeweils 12 Stunden – von Sonnen-Auf- bis Sonnen-Untergang. Und das überall auf der Erde, denn dann steht die Sonne senkrecht über dem Äquator. Der kalendarische Winteranfang im Jahr 2022 ist aber erst offiziell am 21.12.2022 in Deutschland und allen europäischen Ländern – also 3 Wochen später als der meteorologische....
  • Der meteorologische Herbstanfang beginnt jedes Jahr (immer gleich) am 1. September und dauert bis zum 30. November also genau drei Monate lang. Der meteorologische Winteranfang ist dann der 01. Dezember 2022.

Die Pole der Erde sind von ewigem Eis bedeckt, in der Äquatorregion ist es dagegen meist brütend warm. Dazwischen herrschen mildere Verhältnisse. Aufgrund dieses Temperaturgefälles teilen die Meteorologen die Erde in fünf Klimazonen ein.

Um Nord- und Südpol: Polare Klimazonen sind Kältewüsten…An die Polaren Klimazonen schließt sich die schmale Subpolare Zone an: Charakteristisch sind lange Winter mit geringem Niederschlag sowie der halbjährliche Wechsel von außertropischen Westwinden im Sommer und polaren Ostwinden im Winter


Die polaren Eiswüsten: Sie umfassen das gesamte südhemisphärische Teilgebiet der Erde.

Die Subpolare Zone liegt am nördlichen Polarkreis und ist durch den halbjährlichen Wechsel von außertropischen Westwinden im kurzen Sommer und polaren Ostwinden im Winter gekennzeichnet. Hier ist es das ganze Jahr feucht. Hier können Niederschläge oft nicht versickern (Permafrostböden!) , so dass trotz der geringen Niederschläge das Klima ganzjährig eher feucht ist. Der Subpolaren Klimazone kann die Vegetationszone der Tundren zugeordnet werden. Die Subpolare Zone liegt am nördlichen Polarkreis direkt unterhalb der Polaren Zone und verläuft von der Grenze zur Polaren Zone bis zur polaren Baumgrenze.

Die Gemäßigte Zone, liegt ungefähr zwischen dem 40. und 60. Breitengrad. In dieser Klimazone liegt auch Deutschland. Hier sind die Jahreszeiten ausgeprägt und gehen – wie wir wissen – mit unterschiedlichen Temperaturen und Niederschlägen einher. Bei uns gibt es verschiedene Klimatypen, vom mildem Seeklima mit geringen Temperaturschwankungen und viel Niederschlag bis zum Kontinentalklima, das hohe Temperaturschwankungen aufweist und relativ trocken ist.

Die Subtropische Zone dagegen bildet zwischen 25 und 40 Grad nördlicher bzw. südlicher Breite ein weiteres breites Band. Sie lässt sich in trockene, winterfeuchte und immerfeuchte Subtropen unterteilen. Auf der Nordhalbkugel erstreckt sie sich vor allem über Südeuropa, Südasien, den Süden Nordamerikas und das nördliche Afrika mit seinen zahlreichen Wüsten und Halbwüsten. In der südlichen Hemisphäre durchzieht sie den Süden Südamerikas, das südliche Afrika sowie Südaustralien.
(Quelle: https://weather.com/de-DE/wissen/wetterlexikon/news/klimazonen-das-klima-der-erde)

  • Warum eigentlich ist der Herbst-Beginn genau am 01. September? 
  • Meteorologischer Herbstanfang 2022: Das bedeutet, dass für die „Wetterexperten“ von diesem Tag an der Sommer offiziell beendet ist – auch, wenn dann durchaus noch heiße Tage kommen können.
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    Genaugenommen gibt es immer zwei unterschiedliche Jahres-Zeiten-Anfänge: Den meteorologischen und den kalendarischen. Etwas verwirrend, oder?
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  • Kalendarischer (oder astronomischer) Herbstanfang ist, wenn die Sonne auf ihrer sichtbaren Bahn den „Himmelsäquator“ von Norden nach Süden wandert und dann – wie erwähnt – genau senkrecht über dem Äquator steht.
  • So sorgt sie auf der Nordhalbkugel dann für kürzere Tage und fallende Temperaturen. Zu dieser Zeit also beginnt – nach dieser Berechnung – der kalendarische Herbst.
  • Kalendarisch bzw. astronomisch endet der Herbst also genau drei Wochen später als im „meteorologischen“ Kalender festgelegt – wie oben erwähnt – nämlich erst am 21.12. 2022 auf der Nordhalbkugel (zur Wintersonnenwende). (Quelle: www.wetter.de)

(ANM.: Dazu folgt u.a. noch Ausführlicheres – und Wissenswertes in meinem anderen Blog-Artikel:
„WINTER…die unterschätzte Jahreszeit…


Die „Tag-und-Nacht-Gleiche“?

  • Es gibt – wie oben erwähnt – also nur zwei Mal im Jahr – nämlich im „März“ (zum Frühlings-Anfang) und im „September“ (zum Herbstanfang) – jeweils einen Tag, an dem der Tag und die Nacht gleich lang sind.
  • Beide Tage haben seit Menschengedenken eine ganz besondere Bedeutung. So wurde einst am Herbstbeginn das „Erntedankfest“ gefeiert. Dazu später mehr.
  • Das Fest, an dem schon vor Urzeiten den Feld- und Fruchtbarkeits-Göttern mit Opfergaben gedankt wurde, aber es ist auch der Tag, an dem die Schwelle zur dunklen Jahreszeit überschritten wird. (Quelle: Reader`s Digest)
  • Auf die „Tag-und-Nacht-Gleiche“ folgend werden die Tage zum Winter hin – auf der Nordhalbkugel der Erde – kürzer und die Nächte werden länger. Auf der Südhalbkugel ist es dann genau umgekehrt.
  • Den Beginn nennt man auch „Equinox“ oder Herbst-Äquinoktium (von lateinisch aequus ‚gleich‘ und nox ‚Nacht‘) oder Tagundnachtgleiche (auch Tag-und-Nacht-Gleiche).

    Wissenswertes:

    Ein Jahr dauert (laut Kalender) 365 Tage. Das stimmt aber nicht so ganz…Tatsächlich hat das kalendarische bzw. astronomische Jahr aber 365 Tage plus 5 Stunden und 49 Minuten. So lange braucht die Erde, um einmal um die Sonne zu kreisen. Um die Differenz auszugleichen, gibt es daher alle vier Jahre ein „Schaltjahr“, in dem der Februar nur 29 Tage hat. So verschiebt sich die darauffolgende „Tag-und-Nacht-Gleiche“ einen Tag nach vorne.
    ÜBRIGENS: In der Regel bemerkt diesen Unterschied niemand, er ist aber doch interessant für manche Berufszweige.

KOMETEN… STERNSCHNUPFEN… LEONIDEN… OREONIDEN…

Einfach erklärt:
Ein Komet ist ein Brocken im Weltall. Er ist ein „kleiner“ Himmelskörper von meist einigen Kilometern Durchmesser und wird auch Schweifstern genannt. Er ist viel kleiner als ein Planet, umrundet aber meist ebenfalls die Sonne. Kometen bestehen meist nur aus Eis, Staub und GesteinDas Eis verdampft, reißt den ganzen Staub mit sich, es entsteht so der lange Kometenschweif.

Kreuzt die Erde eine solche Kometen-Spur, entstehen Meteor-Ströme (wie die Perseiden) alljährlich ab Mitte August, die oft reiche Sternschnuppennächte bescheren. Dazu später mehr Informatives…

Wenn besonders viele Sternschnuppen über den Nachthimmel ziehen, sprechen viele von Meteoritenschauern. 

Die Leoniden, Orioniden, Perseiden und andere…
Die Sternschnuppen: Wer hat einen Wunsch offen?

Die Gegenstände, die als Sternschnuppen über unseren Nachthimmel flitzen, reisen meist schon mehrere Millionen Jahre durch das All. Die meisten Sternschnuppen sehen aus wie ein rasender Stern. Es gibt aber auch Meteore, die viel heller sind und einen Schweif hinterlassen. Je nach Jahreszeit haben die Sternschnuppen immer wieder andere Namen – Beispiele: Leoniden-Orioniden-Perseiden…

  • METEOREN: „Sternschnuppen“ (meist im August zu sehen) werden von Staubkörnern oder kleinen Gesteinsbrocken aus dem All erzeugt,
    die oft schon beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Wenn also ein Meteoroid in die Erdatmosphäre eintritt, verglüht er und erzeugt so einen Meteor (Sternschnuppe). Die Meteoroiden wurden meist von einem Kometen oder Asteroiden hinterlassen.
  • Anm.: Ein Meteorit ist ein Meteoroid, der bei Eintritt in die Erdatmosphäre nicht vollständig verglüht und so bei uns auf der Erde in den Erdboden einschlägt.

Einem Mythos zufolge heißt es, dass wir uns etwas wünschen können, sobald wir eine Sternschnuppe am Himmel sehen. 

Die bekanntesten Meteorströme:
LEONIDEN-Name: Sternbild des Löwen (lat. „leo“ = „der Löwe“).
ORIONIDEN-Name:
Sternbild „Orion“ (Orion = Held einer griechischen Sage – ist schon seit der Antike bekannt. Das Sternbild ist auch als der Jäger bekannt, da es in der griechischen Mythologie mit einem Jäger assoziiert wird.) Das Sternbild Orion ist eines der hellsten und bekanntesten Sternbilder am Nachthimmel.
PERSEIDEN-Name: Sternbild „Perseus“ (Sie sind nach dem Sternbild Perseus benannt, weil sie aus dem Zentrum dieses Sternbilds heraus in alle Richtungen über den Himmel zu ziehen scheinen. Perseus ist in der griechischen Mythologie ein heldenhafter Halbgott). Die Perseiden sind der ergiebigste Sternschnuppen-Schwarm im August des Jahres.


Auch die Perseiden sind bereits Anfang August 2022
wieder am Nachthimmel zu sehen. 

Wie schon der Sommer hält auch der Herbst besondere kosmische „Highlights“ bereit: Von Anfang Oktober bis in den November hinein haben wir also die Chance, kosmische Leuchtspuren am Himmel zu entdecken.

  • Am 08. und 09. Oktober 2022 haben die Orioniden dieses Jahr ihren Höhepunkt im Oktober….aber auch später noch im November sind sie noch häufig zu beobachten. Viele Sternschnuppen sind wohl mit den Orioniden zu sehen.
  • Sie zählen zu den aktivsten Meteorschauern des Jahres. Es handelt sich bei den Orioniden um eher kleinere Kometenbruchstücke.
  • Ihren Anfang hatten sie bereits am 2. Oktober und halten sogar bis in den November an. Ihr Maximum erreichen sie am 21. Oktober, Im frühen Oktober könnten es bis zu 30 Meteore mit 60 km/s in jeder Stunde sein. 
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  • Die Leoniden erreichen dann erst später im November den Höhepunkt in der Nacht – um zirka 3 Uhr – vom 17–18. November 2022.
  • Auch in den umliegenden Nächten lohnt sich ein Blick in den Nachthimmel. Aber aufgepasst: Mit 70 km/h handelt es sich hierbei um viele, sehr schnelle Sternschnuppen. Es gilt also die Augen offen zu halten.
  • Die Leoniden sind ein Meteor-Schauer (Sternschnuppenstrom): Sie rasen als kleine Blitze über den Nachthimmel und gelten als Glücksbringer. Meistens ist der Meteor nach etwa einer Sekunde wieder verschwunden.
  • Der berühmte Sternschnuppenstrom soll im Oktober/November am Himmel natürlich nur bei ganz klarem Sternen-Himmel zu sehen sein. Das Wichtigste ist also, eine klare Nacht zu erwischen.
  • Die Orioniden 2022 erreichen – wie oben erwähnt – den Höhepunkt- etwas früher – in der Nacht vom 20.–21. Oktober 2022. In dieser Jahreszeit durchquert die Erde die Umlaufbahn des Halleyschen Kometen, dessen Bruchstücke als Sternschnuppen in der Atmosphäre verglühen.
  • Dann werden – bei viel Glück – an einem „klaren“ Nachthimmel im Spätherbst… bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde (bei uns auf der Nordhalbkugel) zu sehen sein.
  • Die beste Beobachtungszeit für die Orioniden ist dann, wenn das Sternbild Orion bereits hoch oben am Himmel steht – und dies ist vor allem in den frühen Morgenstunden zu beobachten.
  • Wichtig ist beim Sternschnuppen-Zählen natürlich immer, dass die Beobachtungsumgebung und der Himmel unbedingt möglichst ganz dunkel ist. Es lohnt sich, dafür nicht stark bewohnte Gegenden auszusuchen. In einer Stadt mit vielen Lichtern wird es schwierig…

  • Asteroid: Genau wie Meteoroiden sind die Asteroiden bestimmte Objekte, welche die Sonne umkreisen – sie sind jedoch deutlich größer und werden deswegen auch Kleinplaneten oder Planetoiden genannt.
  • Bei einem Meteoritenschauer würden diese Riesen-Brocken aus dem All auf der Erde einschlagen – im Normalfall verglühen die Meteoroiden jedoch bereits in großer Höhe. Gelegentlich finden manche Menschen in ihrem Vorgarten merkwürdige „Bröckchen“ – diese könnten aus dem All stammen und sollten Fachleuten vorgestellt werden.

Und die Perseiden ?

Perseiden? Was ist das schon wieder?
Wie jedes Jahr erhellen die Perseiden auch 2022 den Nachthimmel im SOMMER zwischen Ende Juli und Ende August 2022. Die meisten Sternschnuppen sind wohl vom 9. bis 13. August 2022 sichtbar. In der sogenannten Sternschnuppennacht (12./13.August) sind die meisten Sternschnuppen zu sehen. Ungefähr lässt sich sagen, dass zwischen 21 Uhr und 6 Uhr die meisten Sternschnuppen (bei klarem Himmel) zu sehen sind.

Die Perseiden (Sternbild Perseus) sind ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorenstrom, der in den Tagen um den 12. August 2022 ein deutliches Maximum an Sternschnuppen aufweist. Sie haben eine extrem hohe Geschwindigkeit und können als sogenannte Feuerkugeln sogar die Helligkeit der Venus erreichen. (Quelle: Wikipedia)

  • In angenehm warmen Hochsommernächten lädt der Meteorschauer der Perseiden zum Zählen und Wünschen ein. Anm.: Perseiden (volkstümlich Laurentiustränen, Tränen des Laurentius genannt)

Sternschnuppen – wünsch Dir was…

Was wünscht man sich bei einer Sternschnuppe?

Die über den nachtblauen Himmel ziehenden Sternschnuppen interpretierte man in früheren Zeiten als Dochte, die den fleißigen Engelchen beim Putzen der Himmelskerzen herunterfielen. Und so hoffte man dann sehnlichst auf göttlichen Beistand oder einen hilfreichen Engel an seiner Seite, wenn man beim Anblick einer Sternschnuppe einen stillen Wunsch äußerte.

Der Begriff „Schnuppe“ bedeutete einfach das Abschneiden eines Kerzendochtes, wenn dieser zu lang war – damit es in der Stube nicht rußte… danach musste dieser Docht sauber geputzt werden. Dieser Begriff wurde dann bei Sichtung des Perseiden-Schweifs am hohen Himmel gleichgesetzt mit dem Ausdruck „die Sternen putzen sich“…


Die Orioniden – Oktober-November

  • Überraschend lang ist der Zeitraum, in dem die Orioniden auftreten. Er reicht vom 2. Oktober bis Ende November 2020. Die Sternschnuppen rasen blitzschnell über den Nachthimmel und hinterlassen sekundenlang sichtbare Spuren (siehe Fotos).
  • Der Sternschnuppenstrom der herbstlichen „Orioniden“ ist einer der fünf aktivsten Meteorströme. Seinen Namen hat er vom Sternbild Orion.
  • Die Orioniden sind nicht so hell wie andere Sternschnuppenregen – dafür hinterlässt aber etwa die Hälfte der Sternschnuppen sekundenlang eine stark leuchtende, lineare Spur am Himmel.

Die beobachtete Fallrate der Sternschnuppen ist meist knapp „vor“ der Morgendämmerung am allerhöchsten.


Sternschnuppen 

  • Diese entstehen, wenn die Erde sich auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne durch eine Gegend bewegt, in der ein „KOMET“ eine deutliche „Staubspur“ hinterlassen hat. Im Fall der Orioniden handelt es sich um den Staub des Halley’schen Kometen.
  • Als Meteoroiden werden Objekte bezeichnet, die größer als interplanetare Staubkörner und kleiner als Asteroiden sind. Treten solche Meteoroiden in die Erdatmosphäre ein, so erzeugen sie durch Wechselwirkung mit den Luftteilchen eine Leuchterscheinung, die wiederum Meteor oder volkstümlich Sternschnuppe genannt wird.
  • Neben einzeln auftretenden Meteoren gibt es aber auch ganze Meteorströme. Diese sind eine „Häufung von Sternschnuppen“ zu gewissen Jahreszeiten und entstammen größtenteils den Staubteilchen von aufgelösten älteren Kometen.
  • Viele Sternschnuppen-Ströme – auch die Orioniden – treten immer regelmäßig auf, da die Erde immer wieder durch dieselben Staubspuren fliegt. Zu den bekannten Sternschnuppen-Strömen gehören – wie oben erwähnt – auch die Perseiden (August), die Leoniden (November), die Geminiden (Dezember) und Lyriden (April). Mehr Informatives dazu bei www.wetter.de

Unter Stein-Meteoriten versteht man richtige schwere Gesteinsbrocken, die auf die Erde stürzen können und auf die Erdoberfläche auftreffen. Beim Eintritt in die Atmosphäre leuchten sie auf und werden so zu „Sternschnuppen“ oder Meteoren.
Manchmal hat man Glück und findet sogar ein kleines Stein-Meteoriten-Bruchstück durch Zufall auf einer Wiese oder im Wald... Ein Stück vom Glück aus dem… ach so fernen All….so sagt man…Eine seltene – seltsam anmutende Requisite.... Oft sind das aber auch ganz schöne schwere „Brocken“… nicht ungefährlich…

  • Die Eisen-Meteoriten stammen wahrscheinlich aus dem Kern ehemaliger ASTEROIDEN, bei deren Entstehung sich die schweren Elemente Eisen und Nickel im Innern absetzten. Sie werden oft als Modell für die Zusammensetzung des ERDKERNS angesehen. WOW… wenn man so einen Schatz finden würde… das ist wohl sehr, sehr selten…

Es gibt zwei verschiedene Arten von Meteoriten: Die Steinmeteoriten und Eisenmeteoriten. Etwa 95 Prozent der Meteoriten, die auf die Erde niedergegangen sind, sind Steinmeteoriten.


Die Herbstnebel und der Altweibersommer:

Herbstlaub, Herbststimmung. raschelnde Blätter, der Tau auf dem morgendlichen Laub und der Geruch nach Pilzen und feuchter Erde… etwas melancholisch… aber doch so schön


HERBST
Kaum ist die heiße Zeit gegangen // Und Nebelschwaden steigen auf // Hat uns der kühle Herbst gefangen // Mit buntem Blätterreigen zuhauf. // Wie schön ist´s jetzt zu gehen // Durch bunten Blätterwald // Und manchmal bleibt man stehen // Auch wenn es schon ein bisschen kalt. // Doch noch wärmt uns die Sonne // Mit manchem lichtem Strahl // Der Tag ist pure Wonne // Ach wär`s nicht nur einmal // So freu`n wir uns am Leben // Bei Nebel und bei Licht // Was uns die Welt kann geben // Bis dass die Nacht anbricht. (Copyright by Ludwig Strunz)


Ludwig Strunz hat hier in seinem Gedicht „Herbst“ stimmungsvoll die Natur beschrieben... Es ist kühler geworden und die herbstliche Stimmung weckt die Sehnsucht nach einer schönen Tasse wärmendem Tee, eingekuschelt in eine dicke Decke oder am Fenster sitzend und etwas wehmütig den schöne, vergangenen Sommertagen nachtrauernd, aber doch auch hinausschauend und neugierig auf das, was der kommende Herbst/Winter uns wohl bringen wird…

Alles Laub liegt in den schönsten Farben und wie es duftet im Wald nach frisch grünen Moos, nach welkem Laub und auch nach frischen Pilzen. Die sonst eigentlich eher sich streitenden, krächzenden Rabenvögel sammeln sich in großen Scharen in den Baumwipfeln und unterhalten sich angeregt.

Die Krähe heißt Krähe, weil ihre Rufe sich erst einmal wie Krähkräh anhören, die Raben heißen Raben, weil sie Rarara sagen. – meinte unsere kleine Enkeltochter…kluges Kind…oder? So viele Waldtiere  – mehr als in all den anderen Jahreszeiten – kann man gerade jetzt im Herbst bei ihrer emsigen Nahrungssuche beobachten.


It`s absolutely magic


ES HERBSTET…

Und eines Morgens riechst du plötzlich den Herbst…. erdig – feucht… leicht modrig. Es ist noch nicht kalt; es ist auch nicht wirklich windig; es hat sich eigentlich gar nicht viel geändert – und doch ist alles anders: Das Licht ist hell, zarte Spinnenfäden schwirren durch die Luft, man spürt es mit allen Sinnen, dahin ist der geliebte Sommer, der Zauber, der Bann ist gebrochen – nun geht es in einen klaren, schönen, bunten Herbst…sowie wir ihn ebenso lieben.

Der Geruch des Waldes ist ausgeprägt in meiner Erinnerung, wie liebe ich den herben Duft des Laubes. Das Rascheln unter meinen Füßen singt mir ein Lied und ganz leise kommen meine Kindheitserinnerungen wieder…


Herbstzeit – Abschiedszeit…

Alles leuchtet noch einmal, bevor es dunkler wird: Der September ist ein goldener Monat. Im Oktober färben sich zwar die Blätter der Bäume rot bis gelbgold, aber jetzt im September ist das Licht des Tages sehr weich und golden, vor allem um die Zeit der Tag- und Nachtgleiche: Wenn auch die Sommermonate die lichtintensivsten sein mögen, der September hat – meiner Ansicht nach – einfach das schönste Licht.

DER BEGINN DES SPÄTHERBSTES

NOVEMBER

Wenn du abends in herbstlicher, leicht nebliger Dämmerung ganz verschwommen von Ferne viele flackernde Lichterpünktchen siehst und dazu plötzlich fröhliche Kinderstimmen hörst die Lieder singen, – da weißt du gleich: Es ist Laternenzeit… am 11.11. ist St. Martin unterwegs – hoch zu Ross teilt er seinen Mantel in alter Tradition sinnbildlich mit armen Menschen. Die einen singen an diesem Tag: „Laterne, Laterne“, die anderen rufen laut Helau oder „Alaaf!“
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Denn es werden gleich zwei wichtige Feste gefeiert. 
Der 11.11. markiert in Köln – und anderen Städten, wie in Mainz – auch zeitgleich den Beginn der Karnevals- oder Faschingszeit. Um 11.11 Uhr wird diese fünfte und bunte Jahreszeit eröffnet. Früher fasteten die Menschen nämlich streng vor Weihnachten. Die Adventszeit, die früher länger dauerte, war also eine ernste Fastenzeit. In der Zeit durfte nicht gefeiert und getanzt werden.
Der 11. November war also der Tag vor dieser vorweihnachtlichen Fastenzeit. Deshalb wollten die Menschen sich noch einmal richtig austoben, gut essen, trinken und ausgelassen fröhlich feiern.
Hierüber folgt in meinem anderen Blog-Artikel (wie oben erwähnt) noch Interessantes und recht Amüsantes unter dem Blog-Titel (mit Schneemann-Bild): „WINTER … die unterschätzte Jahreszeit?“


Langsam wird es kälter, die Sonne erwärmt die Erde nicht mehr so kräftig, wir frieren leichter und ziehen uns lieber in die heimelige Stube zurück und machens uns gemütlich…


Geschafft…ausgepowert, aber glücklich…wie schön, den ganzen Tag im wunderbaren Herbst-Laub herumzutoben und dann vom Tun zufrieden auszuruhen…


DIE IGEL-FAMILIE

Jetzt wird’s stachelig:

Wie ich gelesen habe, kommen in Deutschland nur zwei Arten von Igeln vor: Das ist einmal fast ausschließlich der „Braunbrustigel“ (Erinaceus europaeus), der im ganzen Land weit verbreitet ist. Der seltenere „Nördliche Weißbrustigel“ (Erinaceus roumanicus) kommt wohl eher nur in wenigen Randgebieten Ostdeutschlands vor.

  • Auch hier wird es langsam herbstlich… Igel halten allgemein ihren ausgedehnten Winterschlaf (Hibernation), um die kalte und nahrungsarme Jahreszeit zu überbrücken.
  • Igel gehören zu den sogenannten homiothermen (gleichwarmen) Tieren, die im Winter ihre Körpertemperatur herabsenken und die Stoffwechselaktivität reduzieren.
  • Die Tiere sind nachtaktive Einzelgänger, die den Tag in einem Nest verbringen, um in der Nacht auf Nahrungssuche zu gehen. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten, Regenwürmern, Tausendfüßlern und Ameisen.
  • Für die Dauer des späteren Winters verkriecht sich der Igel in ein gegen die Witterung gut geschütztes Nest, welches er im Normalfall bis zum Frühling, wenn die Temperaturen wieder steigen, nicht mehr verlässt.
  • In der Zwischenzeit verfallen Igel nämlich in eine Art Winterstarre, in der sie sich gar nicht mehr bewegen.
  • AHA…daher kommt der Begriff : “sich einigeln“… 😉 Der Begriff ist aber eher von dem Verhalten der Igel abgeleitet, die sich bei Gefahr einrollen, so dass nur noch ihr Äußeres und die Stacheln zu sehen sind (auch „Igelball“ genannt)…meint Wikipedia 😉
  • Ideal sind für den Winterschlaf für den Igel die „Laubhügel“ in der Natur…Im Herbst herrscht aber bei den Tieren noch emsiges Treiben: Die Tiere sammeln eifrig für den kalten Winter alles, was sie finden können: Heu, Stroh und Blätter. Dann suchen sie sich ein ruhiges Plätzchen.
  • Dort machen sie es sich gemütlich und bauen sich aus ihrer Ausbeute ein bequemes Nest…Im Allgemeinen bekommt der heimische Igel (Erinaceus europaeus) in Deutschland nur einmal pro Jahr Nachwuchs und zwar in den Monaten August und September.
  • Auch Siebenschläfer oder Murmeltiere sind sehr bekannt für ihren ausgeprägten Winterschlaf.

Wissenswertes

Alle Stacheligel“ haben einen sehr leistungsfähigen Gesichts-, Geruchs- und Gehörsinn, womit sie sich in der Nacht bestens orientieren können. Die Augen sehen sehr gut, jedoch vermutlich schwarz-weiß. Sie verlassen sich hauptsächlich auf Geruch und Gehör. (Wikipedia)
Alle „Kleinohr-Igel“ (Erinaceus) erreichen eine Kopf-Rumpflänge von 14 bis 30 Zentimeter und ein Gewicht von 0,4 bis 1,1 Kilogramm. Ihr Körper ist nur an der Oberseite mit Stacheln bedeckt, die Unterseite ist mit weichem Fell bedeckt. Die hellen Abschnitte der Unterseite sind bei den „weißen“ Igeln fast weiß, und die Brustmitte ist immer weiß und umgekehrt bei den „Braunen“ – eben braun.


Aus dem hohen Norden gehts ins Warme…

WILDGÄNSE
„Wildgänse rauschen durch die Nacht…mit schrillem Schrei nach Norden“ – ist ursprünglich ein bekanntes Lied-Text-Gedicht und Soldatenlied (1.Weltkrieg) von Walter Flex (*1886 /+1917) aus dessen Buch: „Der Wanderer zwischen beiden Welten“.
Aber auch unsere Winter-Gäste – die Wildgänse aus dem hohen Norden – aus den sibirischen Brutgebieten – rauschen durch die Nächte – und fliegen meist ab Ende August/September bei uns ein und überwintern am Unteren Niederrhein zwischen Duisburg und Nijmegen. – sagt NABU…

Wildgänse: Die Zugvögel zwischen Sibirien und Deutschland:
Die Gänse, die schon meist ab August den Niederrhein bevölkern, haben eine 6.000 Kilometer lange Reise hinter sich: Von ihren Brutgebieten in Sibirien aus starten die Zugvögel ihre Reise gen Süden, der sie weithin über Osteuropa bis nach Deutschland führt.

Bis Ende Februar „überwintern“ also die Wild-Gänse aus dem hohen Norden – auch in Deutschland. Auch 2022 wird wieder eine Spät-Sommer-Gänsezählung stattfinden, in NRW bereits zum 12. Mal, in Niedersachsen zum 5. Mal. Ziel ist es, landesweite Angaben zu Bestandsgrößen und zur Verbreitung der Gänse im Sommer zu bekommen, sowie in möglichst vielen Gebieten Informationen zum Bruterfolg zu ermitteln.

Herbstliche Zugvögel…zum Überwintern…

  • Auch die Störche gehören zu den bekanntesten Zugvögeln. Schon Ende September fliegen sie zum „Überwintern“ nach Zentral-Afrika oder in südeuropäische Länder und legen dabei oft mehr als 10.000 Kilometer zurück.
  • Im endgültigen warmen Winterquartier bleiben sie dann etwa von November bis Februar und ab Ende Februar bis Anfang April – pünktlich im Frühjahr – sind sie dann wieder bei uns in ihren europäischen Brutgebieten vorzufinden.

Immer wieder fasziniert mich die Rückkehr der Störche im Frühjahr und etwas wehmütig bin ich, wenn sie sich im Herbst wieder auf die weite Storchenreise in den Süden machen. Ein Trost, sie kommen wieder, das hoffe ich jedenfalls.

Bereit zum Abflug in wärmere Gefilde.
Der Herbst naht, der Storch verlässt uns bald, hier wird’s dem Armen ja zu kalt, drum fliegt er fort in weite Ferne…die warme Sonne hat er gerne“.
Auszug eines Gedichtes von: ©  Sándor Petőfi (1823 – 1849) war ein bekannter ungarischer Schauspieler und Dichter.



HERBSTGEDICHT

Schon ins Land der Pyramiden // flohn die Störche übers Meer; // auch die Lerche singt nicht mehr. // Seufzend in geheimer Klage // streift der Wind das letzte Grün; // Und die süßen Sommertage, // ach, sie sind dahin, dahin! // Nebel hat den Wald verschlungen, // der dein stillstes Glück gesehn; // Ganz in Duft und Dämmerungen // will die schöne Welt vergehn. // Nur noch einmal bricht die Sonne // und ein Strahl der alten Wonne // rieselt über Tal und Kluft. // Und es leuchten Wald und Heide, // dass man sicher glauben mag, hinter allem Winterleide // liegt ein ferner Frühlingstag. // Die Sense rauscht, die Ähre fällt. // Die Tiere räumen scheu das Feld. // Der Mensch begehrt die ganze Welt. // Und sind die Blumen abgeblüht, // so brecht der Äpfel goldne Bälle; // Hin ist die Zeit der Schwärmerei, // so schätzt nun endlich das Reelle! //
Gedicht: © Theodor Storm (1817-1888) war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen:
Manche Gedichte sind so schön, aber oft sehr lang… d.h.: Sie brauchen eigentlich für einen Blog-Artikel „zu viel Platz“…Ich wollte aber nicht auf sie verzichten…daher wurden die kurzen Vers-Zeilen durch Schrägstriche unterteilt: Laut Duden wird heute diese Art // durch Schrägstriche // üblicherweise als Satzzeichen nur noch gebraucht, um Verse im Fließtext voneinander abzugrenzen (zum Beispiel wie hier im Gedicht-Satz, um die Länge abzukürzen).


Traumhafter Septembermorgen
„Im Nebel ruhet noch die Welt, // noch träumen Wald und Wiesen; // bald siehst du, wenn der Schleier fällt, // den blauen Himmel unverstellt, // herbstkräftig die gedämpfte Welt // in warmem Golde fließen.“ –  Gedicht: © Eduard Mörike (1804 – 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter.


HERBST – die dritte Jahreszeit –

Nun werden die Tage kürzer und die Nächte länger…
Das freut den berühmten „Morgenmuffel“: Die Fähigkeit mit Schwung und Elan frühzeitig aufzustehen ist von Person zu Person unterschiedlich. Viele erfolgreiche Personen führen ihren eigenen Erfolg unter anderem auf das Aufstehen in der „Früh“ zurück. Scheinbar sind manche Menschen morgens irgendwie produktiver.
Dafür gibt es die gegenteilige Veranlagung mancher Menschen, abends bis in die Nacht hinein doch wesentlich kreativer zu sein, auch dies gerne länger mit viel Elan und Freude...
Jedenfalls fällt in der morgendlichen – noch recht „dunklen“ – Jahreszeit doch den meisten Menschen das Aufstehen oft schwerer.


Traumhafter Septembermorgen
„Im Nebel ruhet noch die Welt, // noch träumen Wald und Wiesen; // bald siehst du, wenn der Schleier fällt, // den blauen Himmel unverstellt, // herbstkräftig die gedämpfte Welt // in warmem Golde fließen.“ –  Gedicht: © Eduard Mörike (1804 – 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


HERBSTTAG
Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. // Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren lass die Winde los. // Befiehl den letzten Früchten voll zu sein // gib Ihnen noch zwei südlichere Tage // dränge sie zur Vollendung hin und jage //die letzte Süße in den schweren Wein. // Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr // wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, // wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben // und wird auf den Alleen hin und her //unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
– Gedicht: © Rainer Maria Rilke (1875-1926) war ein österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache und gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.


So gibt es auch viele Menschen – die sog. „Lerchen“ und die „Nachtigallen“ – die völlig unabhängig von der Jahreszeit sind …hier findet sich wohl auch eine deutlich „genetische“ Komponente. Menschen sind eben auch im Schlafverhalten recht unterschiedlich.

Hierzu gibt es auch Interessantes in meinem anderen Blog-Artikel zu entdecken – mit dem Titel::
„Die wundersame Welt der Träume“

Die Sonnenblume blüht den ganzen Sommer von Ende Juni bis Ende Oktober. Ihre tellergroßen Blütenköpfe gehören mit einem Durchmesser von um die 30 Zentimeter zu den Riesen unter den heimischen Blühpflanzen.


Lebe so…wie es dir gefällt in unserer schönen Welt…

Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauch von Blüten und Blättern und man möchte zum Marienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und all seine Nahrung finden zu können.“ – Zitat: © Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung


Oh, lasst uns doch den bunten Herbst begrüßen, der uns den süßen Augenblick
der vollen Früchte schenkt. Lasst uns auch den goldnen Wald genießen, den
herrlich erd`gen Duft des bunten Laubs, der unsere Sinne ganz und gar gefangen hält.


Nun sind wir also in der dritten Jahreszeit, im Herbst angekommen…wie schön.

Der Herbst beginnt – Ende September – als ein sehr farbenreicher Monat. Wenn sich die buntgefärbten Blätter der Bäume zwischen September und November zeigen, finden wir immer noch reizvolle Blumen in unserer Natur, die zu dieser Jahreszeit ihre farbigsten Blüten entfalten und uns die oft noch recht sonnigen Herbsttage versüßen.
Herbstliche Blumen (siehe auch die ausführliche Blumen-Liste oben) finden wir jetzt im September doch noch oft auf Feld, Wiesen und im Wald (oder aber auch beim Blumenlädchen 😉 wo die schönsten Herbstblumen-Sträuße für uns gebunden werden können… Floristen verstehen ihr schönes Handwerk).

Warme Herbstsonne, ganz klare Fernsicht, feine Spinnfäden an Sträuchern, Bäumen und Gräsern – das sind die typischen Merkmale des Altweibersommers.

„Ich gehe viel spazieren, einmal einfach nur, weil strahlendes Wetter ist, dann auch, weil ich schon die kommenden Herbststürme vorausahne. So nütze ich wie ein Geizhals aus, was Gott mir schenkt.“ Zitat: © Marie de Sévigné, (1626-1696) war eine Angehörige des französischen Adels. Als Autorin wurde sie durch ihre Briefe bekannt und wird zum Kreis der französischen Literatur-Klassiker gezählt.


Der Altweibersommer verzaubert uns alle mit buntem Herbstlaub und wärmendem Sonnenschein.

Der Auslöser für den „Altweibersommer“ ist oft eine späte Schönwetterperiode, mit kühl-trockener Witterung. Der Grund dafür ist meteorologisch gesehen – ein oft stabiles Hochdruckgebiet, das trockene kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Dadurch verfärbt sich auch das Laub der Bäume wesentlich früher. Diese ruhige Wetterlage kommt dann zustande, wenn es fast kaum Luftdruck-Schwankungen über den Landmassen gibt.


„Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.“ –
Zitat: © Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Librettist sowie Mitbegründer der Salzburger Festspiele.

Wie schön und wohltuend ist doch der Altweibersommer: Noch einmal … ein kleiner, gemütlicher Kaffeeklatsch bei spätsommerlich warmem Wetter im schönen herbstlichen Garten…


Wer kennt es nicht aus Kindertagen –
das 4-strophige Lied-Gedicht?

„Bunt sind schon die Wälder // gelb die Stoppelfelder, // und der Herbst beginnt. // Rote Blätter fallen, // graue Nebel wallen, // kühler weht der Wind….“ usw.

Auszug aus dem Herbst-Gedicht des Schweizer Dichters: Johann Gaudenz Freiherr von Salis-Seewis (1762-1834)) als Lied wurde es später vertont – von Johann Friedrich Reichardt  (1752-1814) im Jahre 1799. Er war ein deutscher Komponist und Musikschriftsteller. (Näheres Interessantes hierüber gibt es bei Wikipedia)


Der goldene Oktober…

  • Der typische „Altweibersommer“ tritt meist ab Ende September – also etwa genau zu unserem kalendarischen Herbstbeginn – auf und das meist jedes Jahr regelmäßig und laut den meteorologischen Aufzeichnungen seit etwa 200 Jahren.
  • Meteorologen nennen den Altweibersommer deshalb auch einen „Witterungs-Regelfall“.
  • Damit sind diese besonderen „Wetterlagen“ gemeint, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.
  • Einmal eingetreten kann diese absolut wunderbare Schönwetterperiode auch schon manchmal bis Ende Oktober anhalten. Im November ist dann diese Schönwetterperiode eher die Ausnahme. Sanfte Nebelschleier umhüllen dann oft schon frühmorgens und auch früh schon abends die herbstliche Natur.

SPÄTHERBST:
Leichte Schatten dämmern schon, ein sachtes Flüstern erhebt sich in den Blättern…es wird Zeit…
In der Ferne erleuchten noch ein paar matte Sonnenstrahlen uns den Weg durch den herbstlich entl
aubten Wald.“ Gedanken von Ulla Gottschlich


NEBELSCHLEIER wallen…

Während das Thermometer tagsüber gelegentlich noch manchmal die 20-Grad-Marke überschreitet, kühlt es in den Nächten aufgrund des wolkenlosen Himmels doch schon sehr stark ab – erste Bodenfröste sind da keine Seltenheit.

Inversionswetterlage? Wie entsteht eigentlich der herbstliche Nebel?

Wenn feuchte bodennahe Luft abkühlt, kommt es zu Kondensation. Das bedeutet, daß die in der Luft vorhandenen Wassermoleküle durch Zusammenschluß immer größere Tröpfchen bilden, bis diese als Nebel sichtbar sind und den sogenannten Nebelniederschlag bilden.

  • Das heißt, die Temperatur nimmt mit der Höhe zu. In Bodennähe liegt daher die kalte und darüber die wärmere Luft.
  • Die Temperaturumkehrung entsteht beispielsweise durch diese nächtliche Ausstrahlung.
  • Da ja die Nächte im Herbst immer länger werden, kühlt die Luft immer stärker aus: Vor allem während einer sehr klaren und windschwachen Nacht sinken die Temperaturen in bodennahen Luftschichten viel stärker ab, als in den darüber liegenden wärmeren Luftschichten.
  • Infolge der Abkühlung kondensiert so der Wasserdampf und es entsteht dann – wie oben erwähnt – der herbstliche Bodennebel, der oft – vor allem für Radler oder Autofahrer – in der Früh gefährlich werden kann.

Abschiedsgefühle…ein wenig wehmütig…

… ein klein wenig Wehmut kommt schon auf… über die vergangenen, schönen Sommertage … Nun zeigt sich die Reife der Natur, die reiche Ernte, bunt gefärbte welkende Blätter, stürmische Winde mit kräftigem Gebraus, schon kürzere helle Tage, dunklere Nächte… und all dies – was mit dieser trotzdem wunderbaren Jahreszeit zu tun hat – umfassen meine „Herbstgedanken“. Erfreuen wir uns noch ein wenig an den bezaubernden Herbstfarben und erwärmen unser Herz – in Gedanken daran – damit die lange kalte Jahreszeit hindurch.

GOLDENER OKTOBER
Die leicht dunstigen, sanften Nebelschleier in der Ferne verhüllen unsere schöne herbstliche Welt und zaubern dadurch irgendwie etwas Geheimnisvolles…Wie feine glitzernde Glasperlen funkeln an Spinngeweben zwischen den Zweigen ganz winzige Regentropfen im Dämmerlicht. Und feucht duftet die Erde wunderbar würzig nach Laub. Die letzten Blätter rascheln schon ganz ungeduldig an den Bäumen – Bereit schon ist die müde Natur zum langen, langen Winterschlaf.


ALTWEIBER?

die berühmten Spinnfäden sind ein ganz typisches Merkmal:

  • Nämlich ganz typisch für den „Altweibersommer“ sind die Spinnfäden bereits schon in den „frühen“ Morgenstunden, welche dann die Wiesen, Weiden und Gärten mit ihrem silbrigen Glanz verschönern.
  • Diese silbrig glitzernden Fäden stammen von jungen Baldachin-Spinnen, die mit ihrer Hilfe durch die Luft segeln können.
  • So können sich die Spinnchen – aufgrund der Thermik – aber nur dann von der Luft tragen lassen, wenn es wirklich warm und ganz windstill ist.
  • Wenn wir diese Spinnweben sehen, sagen diese uns also: In den kommenden Wochen gibt es schönes Wetter…

Der feuchte Morgentau – der in den feinen Spinnweben hängt – macht im Altweibersommer die feinen Fäden und zarten Netze der Spinnen gut sichtbar.


Warum spricht man zum Herbstanfang eigentlich oft vom „Altweibersommer“?

Der Ursprung des Begriffs „Altweibersommer“ liegt weit zurück. Im Altdeutschen steht „weiben“ für das Knüpfen von Spinnweben. An warmen Tagen im September kühlt es in den Nächten deutlich ab. Morgens sind dann die Spinnweben durch den Tau zu erkennen. Die silbernen Fäden glänzen in der Sonne wie lange, grau-weiße Haare…


Macht es Euch daheim richtig schön gemütlich….
wenn der Wind am Fenster rüttelt und es draußen stürmt und schüttet…

Die Kölner sagen: „Wat es dat hück usselich…“.

Schon sehr bald fallen im späteren Herbst dann doch auch die Temperaturen rapide. Die „Rheinländer kennen hier den Begriff für kühles Wetter: “ et is usselig“ … In Verbindung mit Wetter habe ich das – als Nicht-Rheinländerin – schon oft gehört. Es bedeutet sowas wie ungemütlich, sog. Schmuddelwetter bzw. typisches „Novemberwetter“ eben. Das Wetter kann also „usselig“ sein. Das Adjektiv bezeichnet dann ungemütlich nass-kaltes Wetter. Es ist nieselig und grau… brrr…so richtig nasskalt draußen an manchen Tagen.

INDIAN SUMMER – DER HERBST >>> EIN WAHRES FEUERWERK DER BUNTEN FARBEN <<<
Für viele ist der Herbst die Jahreszeit der Melancholie: Der noch wärmende Spät-Sommer ist zwar

vorbei, der Herbst hat doch auch jede Menge schöne Seiten, nicht zuletzt das wunderbare Naturschauspiel der bunten Blätter.


Unverhofft kommt oft…

Ach…eben erst ist der Herbst -Tag mit „usseligem“ Wetter zu Ende gegangen und schon ein paar Stunden später ist der sonnige, schöne Herbst ganz unverhofft plötzlich wieder da: So ist es oft bei den bekannten Hochdrucklagen im Herbst…

Zugegeben – kalt ist es dann schon auch – aber oft findet man – bei herrlichem Sonnenschein – doch gelegentlich wieder einen strahlend blauen, wolkenlosen Himmel: Die Blätter an den Bäumen verfärben sich bunt und bunter…schöner geht es nicht…TRARAAA… der Herbst ist immer noch da….So freuen sich vor allem alle Kinder riesig, die sich im bunten Laub spielend tummeln können.

MEIN BETT IM HERBSTLAUB
Wie schön weich ist doch mein „Bett“ im Herbstlaub…Im Herbst macht es den Kindern viel Spaß draußen rumzutollen, zu spielen, Drachen steigen zu lassen, den Wind sich um die Nase brausen zu lassen und dann ganz glücklich vom vielen Toben auszuruhen…

So hat jede Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz, ihre besondere Schönheit und gerade der Herbst mit seiner bunten Vielfalt ist auch in Deutschland wirklich immer etwas ganz Besonderes.

INDIAN SUMMER

Wir hatten vor ein paar Jahren privat in Kanada an der Ostküste (Ende September/Anfang Oktober) den zauberhaften „Indian Summer“ erlebt…eine wahre Pracht...aber dies findet man eben oft auch bei uns – zur rechten Zeit und am rechten Ort – in manchen Gebieten Deutschlands….zugegebener Maßen nicht in dieser riesigen, absolut überwältigenden Dimension und so konzentriert wie dort. Man muss nur zeitlich auf der Hut sein, eine frostige Nacht und der Zauber ist vorüber…


GELB SIND SCHON DIE STOPPEL-FELDER…

In trauter Verborgenheit:

„Ade, ihr Sommertage, // wie seid ihr so schnell enteilt, // gar mancherlei Lust und Plage // habt ihr uns zugeteilt. // Wohl war es ein Entzücken, // zu wandeln im Sonnenschein, // nur die verflixten Mücken, // mischten sich immer darein. // Und wenn wir auf Waldeswegen // dem Sange der Vögel gelauscht, // dann kam natürlich ein Regen // auf uns hernieder gerauscht. // Die lustigen Sänger haben // nach Süden sich aufgemacht, // bei Tage krächzen die Raben,// die Käuze schreien bei Nacht. // Was ist das für ein Gesause! // Es stürmt bereits und schneit. // Da bleiben wir zwei zu Hause // In trauter Verborgenheit. // Kein Wetter kann uns verdrießen. // Mein Liebchen, ich und du, // wir halten uns warm und schließen // hübsch feste die Türen zu.“
Gedicht:  Wilhelm Busch
(1832-1908) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


Es gibt viele Menschen, die es immer wieder und gerade zu dieser Jahreszeit zu ausgedehnten Spaziergängen in die wunderbaren bunten Wälder und Wiesen treibt. Sich den Wind um die Ohren wehen lassen, mit zerzaustem Haar mit den eigenen Kindern oder Freunden sich fröhlich gegenseitig eine bunte Blätterschlacht zu liefern…das macht Spaß…JUCHUUU…Drachen steigen lassen…das hatte uns schon früher alle immer vergnügt…und es war vollkommen egal, wie kalt es draußen war. Wir alle waren alle glücklich und zufrieden.

„Vom Winde verweht“: Im Herbst steigen wieder die Drachen…Es geht wohl auf die Tradition zurück, dass im Herbst die Felder abgeerntet sind und auf Stoppelfeldern kann man gut Drachen steigen lassen.


Die Veränderung der Farben in der Natur – gerade in den Wäldern – hin zu Gold, Gelb und Rostrot beeindruckt als spektakuläre Pracht. Mit all diesen erdigen Farb-Tönen ist aber auch eine gewisse Melancholie“ verbunden – diese wechselnde Farbenvielfalt kündigt nun jedoch auch die baldige Ankunft des kalten Winters an.

Umso schöner ist es dann aber, wenn man sich auf sich selbst und die Natur besinnt und herbstlichen, aber auch manchmal melancholischen Gedanken nachhängt. Manche Menschen lieben gerade diese fast „morbide“ Stimmung vor allem meist sentimentale Menschen.
(Der Begriff „MORBIDE“ meint: Die Faszination des Verfalls, Vergänglichkeit, Endzeitstimmung, sowie Weltschmerz oder Ähnliches)


Novembertag

Unsichtbare Gestalten im Nebel, dunkel verhangene Wälder, alles zeigt sich in leichter Melancholie und ein klein bisschen Wehmut über die vergangenen Sommertage. Ein paar farbige Blätter leuchten noch am Baum oder herumwirbelnd in der frischen Luft und wild tanzend am Boden.


Huuih…Ein kleiner, wohltuender Lichtblick sind doch diese bunten Farbtupfer der herbstlichen Saison.

Die Herbstheide – ein oft unvergleichliches Schauspiel…Aber wann blüht die Heide eigentlich? Die Besenheide (Calluna Vulgaris) blüht von August bis September. Dann wird die ganze Heide-Landschaft in ein kräftiges Violett getaucht und entwickelt ihre ganz besondere Anziehungskraft. Wenn die Heide voll erblüht, versprüht z.B. die Landschaft der Lüneburger Heide ihren ganz besonderen Charme. Kräftiges Lila von vielen Millionen Heidekraut-Blüten, unterbrochen vom satten Grün der Wacholder und kleinen Kiefern und das silbrige Weiß der Birken – das im Herbstlicht glitzert – färben die ganze Region (z.B. zwischen Lüneburg und Celle – wie wir kürzlich erst begeistert auf unserer Reise dorthin beobachteten).


EINE KLEINE INTERESSANTE HERBST-GESCHICHTE:


Kinder…Kinder…

  • Früher waren in unserem großen Garten immer viele Nachbarskinder zum Spielen bei unseren beiden Kindern. Da hörte ich eines Tages: „Ach, der Herbst ist doch sooo langweilig“… und ich mischte mich ein und sagte: „Da bin ich aber ganz anderer Meinung … Na? Überlegt mal …
  • „…Im Herbst feiern doch ganz viele Leute immer ständig irgendwelche Feste“ meinte ich… „Echt, welche denn?“, fragte der kleine Peter. „Na,- nun ratet mal!“… „Da fällt mir nur Halloween ein… mit richtig Grusel und echten Gespenstern“… “, rief Susi.
  • „Und das Fest mit den bunten Laternen…Sonne-Mond-und Sterne…da singen alle Kinder…“, meinte Benjamin.
    „Und natürlich Sankt Martin….weiß ich doch“…sagte stolz unser kleiner Martin.

  • Oh… „da gibt es doch noch das Erntedankfest, – das kenne ich von der Kirche her – die feiern da immer danach beim Pfarrer im Garten.“ meinte ich. Und Naaa?… „Das Oktoberfest?“ „Ach, das feiert man doch nur in Bayern, oder? Das kenne ich von meinem Opa…Die trinken da immer Bier…bäääh…“ sagt Christof ganz altklug.
  • „Und dann gibt es doch auch noch das Kürbisfest“… fiel mir noch ein…das kannte niemand…
    „Aber die Kirchweih…. Ja, die kenne ich gut…meine Oma kommt aus Aschaffenburg, das gibts wie bei der Kirmes Karussels und so, und immer leckere Sachen bei Oma zum Essen“…meinte unsere Carolin.
  • Nun erzählte ich, es gibt da noch – in manchen Gegenden – auch ein lustiges „Weinfest“, ein fröhliches „Dorffest“ – wo jedermann auf den Beinen ist…oder ein tolles „Kartoffelfest“ mit einem riesigen, großen Kartoffel-Feuer bei manchen Bauern im Hof …

Hey…es gibt sooo viele Feste im Herbst zu feiern…Da ist es überhaupt gar nicht langweilig. Ganz gespannt sahen die Kinder mich an. Nie hätten sie gedacht, dass es im Herbst so viel zu feiern gibt… von wegen langweilig… 😉 „Und übermorgen habe ICH Geburtstag, da gibt es wieder ein Fest…und das Schönste daran ist: Ihr seid alle eingeladen!“ sagte Franzi ganz stolz 😉

ENDE SEPTEMBER BEGINNT AUCH DIE APFEL- UND DIE BIRNEN-ERNTE
Ein „Prachtapfel“ ist übrigens Bestandteil des unten beschriebenen, wunderbaren Apfelkuchen-Rezepts aus unserer Familie, das ausnahmsweise hier – nur für Euch meine lieben Leser – verraten wird… 😉


Der Herbst-Apfel

Die berühmte Geschichte des Apfel in Kurzfassung: So knackig, saftig, süß und säuerlich – ganz paradiesisch…schon Adam und Eva wussten, wie verführerisch ein Apfel sein kann. Der Apfel diente schon immer auch als Symbol – vom Sündenfall bis hin zu den mächtigen Kaisern und Königen:

  • Schon im antiken Persien galt der Apfel als Symbol herrschaftlicher Macht, ein Status-Symbol, die auch später von mittelalterlichen Kaisern weitergeführt wurde. Diese trugen als „Insignie“ eine goldene Kugel als Sinnbild für die Erde.
  • Der „Reichsapfel“ symbolisierte im Heiligen Römischen Reich so die Weltherrschaft und war jahrhundertelang fester Bestandteil der feierlichen Krönungszeremonien von Kaisern und Königen.
  • Die heutigen Apfel-Kultursorten entstanden jedoch durch jahrhundertelange Züchtung und Veredelung. Heimisches Obst? Oder? Ursprünglich kommt der Apfel wohl aus Zentral- und Westasien.
  • Er wurde bereits 10.000 v.Chr. in der Region des heutigen Kasachstan nachweislich angebaut. Die größte Stadt des Landes trägt bis heute den Namen Almaty, was übersetzt so viel wie „Stadt des Apfels“ heißt, sagt Wiki.
  • Der Apfel spielt nicht nur in der Küche eine große Rolle. Er begleitet uns Menschen seit Urzeiten als ewiges Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit und Leben. Noch heute wird zur Geburt eines Kindes in manchen Regionen traditionell ein Apfelbaum gepflanzt.
  • Auch ist er Bestandteil von traditionellen alten Märchen – wer kennt sie nicht? Zum Beispiel „Schneewittchen“ oder von Legenden wie der von „Wilhelm Tell“ hat sicher jeder schon gehört. Auch der Nikolaus brachte früher keine Süßigkeiten, sondern die schönsten Äpfel als gute Gaben.

„An apple a day keeps the doctor away” – sein gesunder Ruf ist wohl bekannt…Was der Volksmund ja schon immer wusste. So haben auch z.B. unter anderem Forscher der Universität Oxford in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt: Der Apfel steckt voller gesundheitsfördernder Substanzen…Mineralien…Vitaminen…Ballaststoffen…sekundären Pflanzenstoffen … wer weiß, was er sonst noch so alles kann… und schmecken tut er…ganz saftig und süß!


DER ERNTE SEI DANK

Beim Datum für das „Erntedank-Fest“ (ein überwiegend katholischer Brauch) gibt es innerhalb von Deutschland auch überall regional deutliche Unterschiede. In der Regel wird das Erntedankfest von Katholiken am ersten Sonntag im Oktober gefeiert, dazu später mehr…. Im Jahre 2020 ist das der 4. Oktober gewesen.
Die evangelischen Freikirchen feiern das Fest in der Regel am ersten Sonntag nach Michaelis oder am ersten Sonntag im Oktober, also diese Jahrzufällig auich ebenfalls am 4. Oktober.

  • Erntedank“ oder vergleichbare Feste gibt es schon Jahrtausende. Man kennt sie zum Beispiel schon seit „biblischen“ Zeiten, auch später im Römischen Reich und sogar in der frühen Geschichte Japans waren diese Dankesfeste schon lange bekannt.
  • Derartige Bräuche sind folglich quer durch alle Kulturen und Religionen auf der ganzen Welt zu finden. Die ältesten Belege für ein Erntedankfest im Christentum stammen bereits aus dem dritten Jahrhundert n. Chr. (Nähere Infos: https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Erntedank-Geschichte-und-Bedeutung-des-Erntedankfests/)
  • Im „Mittelalter“ hatte sich schon parallel zum kirchlichen Aspekt (nämlich der Danksagung an Gott) auch der „weltliche“ Aspekt entwickelt. Den reichen, mächtigen Großgrundbesitzern gehörten früher alle erwirtschafteten Erträge. Die Bauern mussten die komplette Ernte bei ihrem Grundherren abliefern.
  • Symbolisch übergaben sie damals einen aus Ähren gebundenen kleinen Kranz oder eine Erntekrone, als Zeichen für den Abschluss aller Erntearbeiten – eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat.
  • Im Gegenzug hatten die Bauern aber auch Anspruch auf Entlohnung sowie ein großes „Fest“ auf dem Hof mit gutem Essen, Bier und fröhlichem Tanzgeschehen.

Laut dem Bayerischen Verein für Landespflege verbreitete sichmit dem Christentum – auch das Erntedankfest auf der ganzen Welt.

Später mit der Industrialisierung und der Technisierung der Landwirtschaft verlor – ab dem 19. Jahrhundert – das Erntedank-Fest an Bedeutung – insbesondere, als die Bauern selbst Eigentümer der Flächen waren, die sie bestellten.

  • „In allen Bereichen, sowohl religiös als auch weltlich, sind die Ursprünge der Feste heute längst nicht mehr so präsent wie früher“.
  • Das sei eine allgemein beobachtete Entwicklung – auch bei Weihnachten oder Ostern rücke der religiöse Zusammenhang immer weiter in den Hintergrund, die Bräuche würden zunehmend zu verweltlichten Konsum-Festen.

Den << Erntedank-Fest >> Termin – nämlich im Oktober – der in Deutschland gilt, empfahl die katholische Kirche übrigens erst im Jahre 1972 – vorher wurde das Fest aber doch auch schon (von alters her) recht lange hierzulande – je nach Region – an unterschiedlichen Tagen im Herbst gefeiert. (Quelle: Bayerischen Verein für Landespflege) .

THANKSGIVING –

  • Das amerikanische Äquivalent und High-Light des Jahres:
  • Die Amerikaner feierten schon nachweislich seit der Pilgerzeit – formlos und über das ganze Jahr verteilt – Thanksgiving, bis US- Präsident Franklin D. Roosevelt im Jahre 1941 den vierten Donnerstag im November zum nationalen Thanksgiving-Feiertag erklärte.
  • Traditionell kommt an „Thanksgiving“ die ganze Familie zu einem großen Festessen zusammen, wobei der Fokus nicht auf dem Truthahn-Essen, sondern auf dem gemütlichen Beisammensein mit Familie und engen Freunden liegt.

Jedenfalls ist „Thanksgiving“ eine sehr alte Tradition, die sich bis zum Jahre 1621 zurückverfolgt werden lässt.
„In den USA gibt es dazu eine Legende, die sich auf die Pilgerväter beruft: Diese sollen nach ihrer Ankunft im Spätherbst des Jahres 1621 gemeinsam mit Indianern – die selbst bereits einen ähnlichen Brauch gehabt haben sollen – ein dreitägiges Erntedankfest gefeiert haben.“

WIR DANKEN DEM HERBST
Wir danken freudig dem schönen, bunten Herbst, der uns die reifen Früchte gibt. Wir genießen noch – etwas wehmütig – das warme, goldene, sanfte Licht und den Duft der letzten Blüten in unserem noch so schönen Garten…der Winter muss doch noch warten.


HYGGE
Im Wesentlichen bedeutet es eine gemütliche, herzliche Atmosphäre, in der man das Schöne und Gute des Lebens zusammen mit lieben Leuten genießt. Das warme Licht der Kerzen ist Hygge. Freunde und Familie gehören auch zur Hygge.

  • Ich weiß gar nicht, warum viele Menschen den späten Herbst nicht mögen! Na gut, es gibt auch manchmal ein paar graue Tage mit Regen und Sturm…Ich mag aber diese stimmungsvolle Zeit sehr, sonst hätte ich nicht so begeistert diesen Blog-Artikel geschrieben… 😉
  • „Hygge“ nennt man das heutzutage im hohen Norden… Wie gemütlich vieles doch zum Jahres-Ende hin ist! Man hat auch nicht mehr ständig das Gefühl bei schönem Wetter und Sonne unbedingt raus zu müssen. 
  • Es gibt noch keinen Advents – oder Weihnachtsstress und endlich hat man mal Zeit und Muse um ein schönes Buch in Ruhe zu lesen…bei einer warmen Tasse Tee/Kaffee, gemütlich auf dem Sofa – unter eine Decke gekuschelt – geht es uns doch gut, oder?

Im Wesentlichen bedeutet ein Hygge in Skandinavien eine gemütliche, herzliche Atmosphäre, in der man das Gute des Lebens auch mal in Ruhe und Entspannung alleine oder zusammen mit lieben Leuten genießt.
Das warme Licht von Kerzen ist auch Hygge. Freunde und Familie gehören mit zur Hygge. Unser deutscher Begriff „Gemütlichkeit“ ist etwas abgedroschen…finde ich…Hygge klingt wesentlich wärmer und auch viel freundlicher… geborgen… behaglich...HYGGE bedeutet einfach ein gutes, wunderbares, heimeliges LEBENSGEFÜHL.

Hygge ist sowohl ein Verb als auch ein Substantiv und ein Adjektiv (hyggelig) sagt WIKI…


Herbst (aus der Sammlung: Helldunkel)
Herbstsonnenschein, // Der liebe Abend lacht so still herein, // Ein Feuerlein rot // Knistert im Ofenloch und loht. // So! – Meinen Kopf auf deinen Knien, // So ist mir gut; // Wenn mein Auge so in deinem ruht. // Wie leise die Minuten ziehn! – Gedicht: © Johannes Schlaf (1862 – 1941) deutscher Dramatiker und Erzähler

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

Wikipedia meint: Der Begriff “Hyggelig“ ist ein im Dänischen und Norwegischen häufig verwendetes Adjektiv, das wörtlich „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und einfach „gut“ bedeutet 😉


Aus den so schön bunten Farben der herbstlichen Natur, aus dem strahlenden Blau des Himmels und der Schönheit eines bezaubernden Lächelns – irgendwo – irgendwann…unterwegs…ist dies ist wie neue frohe Hoffnung schöpfen – ein kleiner Lichtblick für unsere Seele – auch an neblig trüben Tagen…

Weit gerückt… in unbewegter Ruhe steht der Wald wie eine rote Stadt.
Und des Herbstes goldne Flaggen hängen von den höchsten Türmen schwer und matt.
Zitat: © Georg Heym (1887-1912) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Lyriker des frühen literarischen Expressionismus.


Goldener Herbst

Zu Golde ward die Welt // zu lange traf // der Sonne süßer Strahl // das Blatt, den Zweig. // Nun neig // dich, Welt, hinab // Bald sinkt’s von droben dir // in flockigen Geweben // verschleiernd zu // und bringt dir Ruh, // o Welt, // o dir, zu Gold // geliebtes Leben, // Ruh.
Gedicht: :
Christian Morgenstern (1871-1914) war ein bedeutender deutscher Dichter und Schriftsteller.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

„Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.“
Zitat: Hugo von Hofmannsthal (1874 – 1929), österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler


Wie man sieht, hat auch der Herbst die allerschönsten Seiten. Auch viele bekannte Autoren wie Dichter und Denker haben in besinnlicher Weise hier diese ungewöhnliche Stimmung eingefangen und in ihren Werken festgehalten.

„Der Herbst der, der Erde die Blätter wieder zuzählt, die sie dem Sommer geliehen hat.“
Zitat: : ©
Georg Christoph Lichtenberg, (1742-1799) war ein Physiker, Naturforscher, Mathematiker, Schriftsteller und gilt als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

„Ein ewig Entstehen und Vergehen, das ist das Gesetz der Welt.“- Zitat:: © Publilius Syrus,1. Jh.v.Chr.
 war ein bekannter römischer Autor. Seine Nachwirkung geht zurück auf eine Sammlung seiner Sprüche, die Sententiae… Diese wurden bald Schullektüre und waren entsprechend bis in die Spätantike weit verbreitet. (Wikipedia)


Herbst – Aufschub…bleib doch noch ein wenig…bitte, bitte!

Ach, es ist doch nur der kräftige Wind, der plötzlich etwas kühler weht. Nein,- jetzt schon dicke Socken und Jacken anziehen…? – Och, nööö…

Gemäß den klugen Meteorologen sollte doch der Altweibersommer doch noch viel länger sein warmes – buntes Gewand uns zeigen. Ja,- auch die Blätter müssen sich doch noch viel bunter färben und zu Boden fallen…und die Vögelchen warten dort nur darauf, dass eines aus dem Nest geworfen wird… noch haben sie es doch so schön warm, bei Muttern unterm kuscheligen Federkleid…der Winter kann doch noch warten!

Denn ich will den Herbst!“
Ist es nicht, als wäre ER das eigentlich Schaffende, schaffender denn der Frühling, der schon gleich ist und das viel zu fertige, viel zu befriedigte, schließlich fast bürgerlich-behagliche Bild des Sommers zerstört? – Zitat: © Rainer Maria Rilke (1875-1926), deutsch-österr. Dichter
.


Der Herbst fängt an. Ich sehe es im Garten, an den Bäumen und Büschen. Ich spüre es an der Luft und den eigenen Gliedern. Der Sommer ist unwiderruflich vorbei. Gegen den Herbst ist kein Kraut gewachsen. Aber der Herbst ist doch so schön und kann so reich an Farben sein. Die letzten Freuden des Lebens sind stiller, aber auch tiefer. So will ich den Herbst ruhig zu mir kommen lassen.“ Zitat: © Phil Bosmans (1922 – 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller (›der moderne Franziskus‹).

„Wenn der Baum zu welken anfängt, tragen dann nicht alle seine Blätter die Farbe des Morgenrots?“- Zitat: © Johann Christian Friedrich Hölderlin – 1770-1843 – war ein bekannter deutscher Dichter.

„Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein. “ – Zitat: © Hugo von Hofmannsthal, (1874-1929) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker, Librettist. Er gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de Siècle und der Wiener Moderne.


GOLDENER HERBST

Ach, willst du plötzlich doch schon kommen – du… lass mich doch noch ein bisschen blühen und bitte… bitte… schick den Frost noch fort, denn ich möchte doch in voller Schönheit verblühen…

Die Edelkastanie, auch Esskastanie genannt, ist der einzige europäische Vertreter der Gattung Kastanien aus der Familie der Buchengewächse. Im Herbst fallen die Kastanien auf die Erde. Die Blätter verfärben sich und fallen ab. Wenn die Kastanie im Boden keimt, kann daraus ein kleiner Kastanien-Baum wachsen. Die meisten Edelkastanien-Bäume werden etwa 25 m hoch. Je nach Standort werden sie 200 bis 1000 Jahre alt. (Wikipedia)

BLÄTTER-REGEN
Im würzig-herbstlichen Duft der Wälder nimmt die Natur ihren langsamen Abschied vom Sommer. Unter meinen Füßen knistert feuchtes, raschelndes Laub. Es leuchtet noch einmal hell in den letzten kunterbunten Farben auf, bevor der November dem Herbst die Felder und bunten Blätter-Wälder raubt.


Der Herbst hat tausend Gesichter: Wunderbare Hochdrucklagen – aber oft schon mit argem Nachtfrost, Frühnebel und Raureif… Brrr… So gibt es mittags fast noch hochsommerliche Temperaturen, aber manchmal schon tags darauf ein heftiges Sturmtief mit peitschendem Regen oder tagelanges Schmuddelwetter.


Herbstblätter

„Alle, die in Schönheit gehn, werden in Schönheit wieder auferstehn.“
Zitat: © Rainer Maria Rilke (1875-1926) war ein österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.


  • Verlieren denn alle Bäume ihre Blätter im Herbst? Fast alle…aber die Mistel, Stechpalme oder Efeu behalten auch im Winter ihre Blätter. Dagegen verliert die „Lärche“, die ein Nadelbaum ist, im Herbst ihre sich zitronengelb verfärbenden Nadeln.
  • Ohne ihre Nadeln jedoch kann die Lärche Temperaturen bis zu Minus 40 Grad Celsius unbeschadet aushalten! Die Lärche ist eine Besonderheit im Reich der Nadelbäume.
  • Andere Nadelbäume wie Kiefer oder Tanne verwenden Tricks, um sich vor diesen Gefahren zu schützen: Ihre nadelförmigen Blätter haben eine viel kleinere Oberfläche als die Lärche und wesentlich dickere Wände.
  • Die feinen Blätter-Nadeln der Lärche aber sind ganz weich und wären im Winter nur schlecht geschützt.

Wenn das Laub in bunten Farben raschelt, ist der Herbst ins Land gezogen…


Kunterbunt und farbig fliegen leuchtende Herbstblätter durch die leicht stürmische Luft. Dabei steht der Bauer beim Keltern der Äpfel – sinnend und ganz betört vom süßen Apfelduft – und sieht wie der Sommer zwischen den Zweigen davongeht“… Zitat: Ulla Gottschlich

HALLOWEEN:

Heut sind alle Geister wach…alle Hexen auf dem Dach…Monster schleichen um das Haus…Drum gib schnell was Süßes raus…Am 31. Oktober ist es wieder so weit…Hexen, Geister und Vampire dürfen um die Häuser ziehn: Spinnenbein und Besenstil, diese Hexe will nicht viel…nur etwas auf die Hand…schon ist sie wieder weggerannt…


Alles Blühen muss vergehen…alles Leben wird verwehen…nur die Freude bleibt bestehen – wenn Gedanken die Ewigkeit sehen…“ – Dies ist ein Zitat, das ich – so ungefähr – noch von meiner lieben Tante Finchen in Erinnerung habe.


HALLOWEEN
Spinne, Frosch und Echse… kommt alles in den Topf.
Nun fehlt der kleinen Hexe… ein süßer Nachtisch noch!


„Denn ich will den Herbst! Ist es nicht, als wäre er das eigentlich Schaffende, schaffender denn der Frühling, der schon gleich ist, und das viel zu fertige, viel zu befriedigte, schließlich fast bürgerlich-behagliche Bild des Sommers zerstört? “ – Gedanken von © Rainer Maria Rilke (1875-1926) – deutsch-österr. Dichter.

Oh-je, oh-je, oh-jehe,…Wenn ich hier die vielen Blätter sehe…doch hab ich schnell den kleinen Berg – gehäufelt für den kleinen Zwerg – der IGEL lugt schon um die Ecke, er braucht ein warmes Bette im Garten und kann nun nicht mehr länger warten.


„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird “ . Zitat: © Albert Camus 1913-1960, war ein bekannter französischer Philosoph.

Bunter Blätter tanzen im Wind. Darüber freut sich jedes Kind –
Juchhu – es raschelt der Herbst, es stürmt der Wind…   


Auf der Suche nach Steinpilzen, Champignons, Pfifferlingen und Co.

  • Das wird dieses Jahr (2020) wegen der allgemeinen Trockenheit der Wald-Böden schwierig… mit der Pilz-Suche…aber zwischendurch hat es ja auch immer mal wieder kurz geregnet…wir haben so also trotzdem noch im Oktober ein paar gefunden…
  • Doch normalerweise werden wir im Herbst – bis etwa Anfang November beim Pilzesammeln im Wald am besten in den frühen – noch taufrischen Morgenstunden das meiste Glück haben.
  • In unseren lichten Misch- und Laubwäldern finden wir dann vor allem frische Pfifferlinge und Steinpilze, die Wiesen – Champignons sind natürlich häufig auf den Wiesen anzutreffen, Maronen-Röhrlinge finden wir hingegen in kiefer- und fichtenbewachsenen Regionen.
  • Das weiß eigentlich jeder Pilzsammler: Den Pilz-Fruchtkörper ganz knapp über dem Boden mit einem scharfen Messer abschneiden, um das Pilzgeflecht unter der Erde nicht zu verletzen.
  • Empfehlenswert ist – bei Neulingen bzw. Anfängern – ein gutes Bestimmungsbuch oder am besten den prüfenden Blick eines Fachmannes zu Rate zu ziehen.

Liebschaften sind wie Pilzgerichte: Beide sollte man nicht aufwärmen.“ (Spruchweisheit)

Gerade mit den prächtigsten Pilzen verhält es sich ungefähr so,
wie mit den schönsten Komplimenten:
Sie sind erst einmal mit höchster Vorsicht zu genießen...


Erfahrungen sammelt man wie Pilze:
Einzeln und mit dem Gefühl,
dass die Sache nicht ganz geheuer ist.

ZITAT: ©
Erskine Caldwell (1903 – 1987) war ein bekannter ein US-amerikanischer Schriftsteller



WARUM IST DENN DER HERBST SO SCHÖN? WEIL?

Weil im stürmischen Wind die bunten, fallenden Blätter einfach unglaublich wunderschön anzusehen sind.
Weil unsere schöne Natur in keiner anderen Jahreszeit in so ein sanftes goldenes Licht getaucht wird.
Weil uns allen die schon recht frische, kühlende Luft rosige Wangen beschert.
Weil nicht nur die kleinen Kinder, sondern wir alle die schönen Kastanien sammeln können.
Weil wir alle – mit großem Hurra -die bunten Laubhaufen durcheinanderwirbeln können.
Weil es endlich wieder riesige Kürbisse in allen Formen und Farben gibt und zuhause unseren köstlichen Kürbiskuchen.
Weil wir Kinder endlich… endlich mal wieder an Halloween kostenlos Unmengen an Süßigkeiten ergattern können und
Weil sich einfach alles um uns herum in ein buntes Sammelsurium witziger Kostüm-Monster verwandelt.
Weil es einfach gar nichts Schöneres gibt, als sich nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang in warme, dicke Decken zu kuscheln und einen heißen Kakao zu trinken… Weil, weil, weil…1000 Dinge könnte man dazu noch aufzählen.

Herbst-Romantik pur…eine Symphonie raschelnden herbstbunten Laubes…

„Im Nebel ruhet noch die Welt, // noch träumen Wald und Wiesen. // Bald siehst Du, wenn der Schleier fällt, // den blauen Himmel unverstellt, // herbstkräftig die gedämpfte Welt // in warmen Golde fließen. “ – Gedicht: © Eduard Mörike (1804-1875) war ein bekannter deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler und Übersetzer.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


Der Herbst: “ Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird. “ . Zitat: © Albert Camus (1913-1960) war ein bekannter französischer Philosoph.


Ein schönes Lied aus Kindertagen…
DIE APFELERNTE

In eine kleinen Apfel // da sieht es niedlich aus; // es sind darin fünf Stübchen // grad wie in einem Haus. //In jedem Stübchen wohnen // zwei Kernchen, braun und klein; // die liegen drin und träumen // vom lieben Sonnenschein. // Sie träumen auch noch weiter // gar einen schönen Traum, //wie sie einst werden hängen // am lieben Weihnachtsbaum. (Lied–Volksgut)

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

Und sind die Blumen abgeblüht, // so brecht der Äpfel goldne Bälle! // Hin ist die Zeit der Schwärmerei, // nun schätzt endlich das Reelle! – Zitat: © Theodor Storm (1817-1888) war ein bekannter deutscher Schriftsteller. Mit seiner Lyrik und Prosa gehört er zu den bedeutendsten Vertretern des bürgerlichen Realismus.


Kuchen backen im Herbst

  • Auch wenn es jetzt noch mal im September so richtig schön warm geworden ist, finde ich doch, dass sich der Spät-Herbst schon mit großen Schritten ankündigt. Jetzt gilt es, die letzten feinen Dinge des (Spät-) Sommers zu genießen
  • Und da gehören auch köstliche kleine Äpfelchen aus dem herbstlichen Garten dazu.
  • Der leckere Kuchen umhüllt hier die Äpfel mit einer köstlichen Crème aus Marzipan und macht den Genuss so noch um so himmlischer…
  • Siehe auch delikate Apfel-Rezepte in meinem anderen Blog-Artikel: „Winterapfel…die unterschätzte Jahreszeit“ .

Unser „Äpfelchen-Kuchen“ hhmmm…


DAS BESTE ZUM SCHLUSS:


UNSER FEINES KUCHEN-REZEPT DES HERBSTES:

Tante Finchens leckerer
ÄPFELCHEN-KUCHEN
mit Marzipan…den wir schon als Kinder liebten…

  • Damit es später schneller mit dem Backen gehe…hatte Tante Finchen immer vorher schon ALLE Zutaten abgewogen und auf Schüsselchen bereitgestellt:
  • 125 g (100-25) gemahlene Mandeln, 180 g (150-30) Mehl, 250 g (125-125) Butter, 75 g Puderzucker, 250 g Marzipan-Rohmasse, 50 g brauner Zucker, ½ TL gemahlener Zimt, 3 Eier (Größe M), 1 kg Äpfel, z.B. Boskoop, Aprikosen-Gelee oder Puderzucker.

Die Zutaten:

  • Für den Teigboden: 100 g gemahlene Mandeln, 150 g Mehl, 125 g Butter, 75 g Puderzucker – (später dazu: 25 g gemahlene Mandeln, etwas Puderzucker für den Boden).
  • Für die Marzipan-Füllung: 250 g Marzipan-Rohmasse (TK-Tipp), 125 g Butter, 1 P. (½) Vanillezucker, Prise Salz, 50 g brauner Zucker, ½ TL gemahlener Zimt, 3 Eier (Größe M), 1 kg Äpfel (z.B. Cox Orange ( = geschmacklich super…der Klassiker) oder Boskoop ( = fruchtig aromatisch, mit viel Vitamin C ), 30 g Mehl. (1 Zitrone für die Apfelscheiben)
  • Für die Oberfläche zum Bestreichen (nach dem Backen und Erkalten): 3-4 El. Aprikosen- oder Quitten-Gelee oder etwas Puderzucker (Sieb).

Wer Walnüsse liebt, kann eine gute Handvoll feingehackter Kerne mit in die Füllung noch hinzugeben, sie bilden einen schön nussig-herben Kontrast … und etwas „Crunch“ …
Zubehör: 26-er Springform, Back-Pinsel. Frischhaltefolie, Alufolie.


Ullas TK-TIPP:
Die Marzipanmasse im Block zirka 15 min. einfrieren und noch leicht gefroren auf einer groben Reibe direkt über die zimmerwarme Butter/Mehl etc. in die Rührschüssel raspeln…so lässt sie sich leichter verarbeitenohne zu „klumpen“. (Siehe hierzu auch meine Hinweise für die Zubereitung des Marzipan-Gebäcks in meinem anderen Blog-Artikel: „Leipziger Lerchen“…)

  • An der Luft verfärbt sich das Fruchtfleisch geschälter Äpfel rasch braun. Das kann man ganz leicht verhindern, indem man die Apfelstücke nach dem Schälen und Schneiden mit etwas Zitronensaft einreibt.
  • Ein klassisches Gewürz zum Apfelkuchen backen ist übrigens etwas Zimt, er bringt ein ganz wohliges Aroma. Aber dies mag nicht jeder…

Kommt, von allerreifsten Früchten // mit Geschmack und Lust zu speisen! // Über Rosen lässt sich dichten, // in die Äpfel muss man beißen“ . – Zitat: © Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.
>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


Die Zubereitung

  • 1. Für den Teigboden:
  • 100 g Mandeln, 150 g Mehl, 125 g Butter und 75 g Puderzucker zügig zu einem schön glatten Teig verkneten.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund (ca. 34 cm Ø) ausrollen und in eine (evtl. mit Backpapier belegte) 26er Kuchenform legen und glatt und gleichmäßig (mit hohem Rand) schön ausformen.
  • Den Boden mit einer Gabel wie gewohnt mehrmals einstechen.
  • Die restlichen 25 g gemahlenen Mandeln auf den Boden streuen und leicht andrücken.
  • Mit etwas Puderzucker (Sieb) bestreuen. Die Kuchen-Form (mit Folie abgedeckt) für gut eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Anm.: Ein Trick von Tante Finchen: Dieses ist seit langem unsere andere Art den Mürbe-Teigboden für die Kuchenform einfacher vorzubereiten:
Der Trick: Den Teig nicht als Kugel kühlen, da man diesen kalten „Klumpen“ später schlecht ausrollen kann, (also den „weichen“ Teig vorher schon gleichmäßig mit hohem Rand in der Kuchen-Form verteilen. Die komplette Kuchen-Form mit dem Teigboden (oben mit Folie gut abgedeckt) dann während mindestens 30 min. – oder auch ruhig über Nacht – im Kühlschrank ruhen lassen, falls man den Kuchen anderntags backen möchte. Er sollte nur wieder Zimmertemperatur vor dem Füllen bzw. dem späteren Back-Vorgang haben.


  • 2. Für die Marzipan-Füllung:
  • 125 g Butter mit 50 g braunem Zucker, der Hälfte des Vanillezuckers, ½ Tl. Zimt und Prise Salz in einer Schüssel schaumig schlagen.
  • TIPP: Marzipan etwas „anfrieren“, dann kann es später – leicht gefroren grob gerieben – nicht mehr bei der Teigverarbeitung „verklumpen“…
  • Die „etwas angefrorene“ Marzipan-Rohmasse locker flockig z.B. mit einer Metall-Reibe – über die Butter-Mischung in die Rühr-Schüssel reiben, 30 g Mehl darüberstreuen und alle anderen Zutaten mit dem Knethaken des Handrührers oder der Küchenmaschine innig vermischen.
  • Dann die 3 Eier (einzeln nacheinander) hinzugeben und die weiche Füllung homogen miteinander gut vermengen.

  • 3. Nun die Äpfelchen schälen,
  • diese vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel in gut 1 cm dicke, schön gleichmäßige Spalten schneiden und diese mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  • Nun zunächst auf den Teig-Boden eine Schicht Marzipan-Füllung geben… dann als nächste Schicht eine Reihe Apfelspalten rundherum… usw.
  • Also die dünnen Apfelspalten immer „abwechselnd“ (schichtweise) mit der fertigen Marzipan-Füllung (mit zwei Löffeln) rundherum im Kreis in der Kuchen-Form schichten. Mit einer schön gleichmäßig kreisrunden Lage von Apfelspalten oben abschließen.
  • Kuchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C./ Umluft: 155 °C.) zirka 50–60 Minuten backen.
  • Himmlisch, wenn der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen durchs Haus zieht...

  • 4. Nach ca. 30 Minuten der Backzeit evtl. mit Alufolie die Oberfläche abdecken, falls diese zu braun wird. Stäbchenprobe machen. Später nach dem Abkühlen kommt auf die Oberfläche noch Puderzucker oder eine Glasur.

  • 5. Nach Backzeit-Ende den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form gut auskühlen lassen. Die Oberfläche nach dem Abkühlen mit Puderzucker (und wer mag etwas Zimt dazu) bestreuen oder aber: Das Aprikosen- oder Quitten-Gelee leicht erhitzen, glattrühren und die Kuchen-Oberfläche damit einpinseln: …“Das gibt einen schönen Glanz.“… sagte Tante Finchen immer.
  • Den Kuchen komplett erkalten lassen, bevor man ihn aus der Form auf die Kuchenplatte hebt und anschneidet.

TIPP: Wer kein Marzipan mag, kann z.B. als Ersatz nehmen: Kokosnuss- oder Mandelpaste oder püriertes Trockenobst (Datteln oder Feigen) …Bezugsquellen in Bio-Läden nachfragen.

Anm.: Nach Angabe unserer liebsten Tante „Finchen“ kann der Kuchen auch (statt mit Äpfeln) mit frischen, festen aber reifen Birnen (z.B. Abate-Fetel) zubereitet werden, Diese sollte man nur gut schälen, halbieren und vierteln (nicht kleiner schneiden) und das Kerngehäuse aus den Birnenvierteln herausschneiden...und die Garzeit abkürzen auf ca. 40 min. 😉

Abate Fetel: Diese Sorte ist eine typische Winterbirne. Sie ist groß und länglich und weist Punkte auf der Schale auf. Sie ist lange lagerbar und schmeckt schön saftig-süß.


Feiner Puderzucker rieselt hier leise aus dem Sieb auf den frisch
gebackenen Kuchen – um die Restsüße als I-Tüpfelchen zu garantieren…


ZUM SCHLUSS NOCH DAS LETZTE…DAS ALLERLETZTE:

  • MITTEN IM HERBST denken wir da schon an die Winterzeit und die kommende Sommerzeit?
  • Die Uhren ticken hier weltweit leider immer wieder anders… ganz schön kompliziert…
  • Der Herbstanfang in diesem Jahr 2022 ist Freitag, der 23. September, genau um 21:21 UHR;

Zur Sommersonnenwende hat die Sonne die größte Mittagshöhe über dem Horizont. Auf der Nordhalbkugel der Erde erreicht die Sonne den Sommerpunkt am 20., 21.,  oder 22. Juni.
Zur Wintersonnenwende hat die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont. Auf der Nordhalbkugel der Erde erreicht die Sonne den Winterpunkt am 21. oder 22. Dezember. (Quelle: Wikipedia)


Wann wird die Zeit umgestellt?
Im Frühling wird die Uhr vorgestellt – im Winter zurückgestellt…

Bildergebnis für wann beginnt die winterzeit in diesem Jahr 2022 ?

Sonntag, 30. Oktober 2022: Zeit-Umstellung von Sommerzeit auf MEZ/Winterzeit. Die Uhr wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 03:00 Uhr auf 02:00 zurückgestellt. Die Nacht ist also eine Stunde länger.


GEMACH…GEMACH…sagte damals mein Großvater immer…
Nun kommt erst einmal die WINTERZEIT:
Paulchen Panther: Wer hat an der Uhr gedreht?

Anm.: Als Pink-Panther-Reihe bezeichnet man die US-amerikanischen Spielfilme, die seit 1963 entstanden sind und den Pariser Polizeiinspector Jacques Clouseau zur Hauptfigur haben.


DIE UHRZEIT im Herbst…

OKTOBER – So heißt es momentan: Stellen Sie Ihre Uhren in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 30.10.2022 früh von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück dann beginnt die Winterzeit – diese endet am Sonntag, 26. März 2023,

Und die nächste SOMMERZEIT? – Diese beginnt dann erst wieder nächstes Frühjahr (Ende März) – ab dem 26.03.2023…und endet dann wieder im Herbst 29.10.2023 im Jahresverlauf…

… und so haben wir alle dieses Jahr wieder brav an der Uhr gedreht …


Herbstliche Einkehr
„Bei einem Wirte wundermild, // Da war ich jüngst zu Gaste; // Ein goldner Apfel war sein Schild // An einem langen Aste. // Es war der gute Apfelbaum, // Bei dem ich eingekehret; // Mit süßer Kost und frischem Schaum / Hat er mich wohl genähret…“
Auszug aus einem Gedicht: © LUDWIG UHLAND (1787-1862): Er war ein bekannter deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker.


ALLES HAT EIN ENDE…oder?

WAS NUN?
Das EU-Parlament will schon länger endlich DAS ENDE der Zeitumstellung im Jahr…das ist aber nun schon wieder – wegen Unstimmigkeiten der EU-Partner – in Frage gestellt…

In Deutschland gab es bereits mehrmals eine Zeitumstellung: Erst im Jahre 1978 beschloss die Bundesrepublik Deutschland erneut die Einführung der Sommerzeit, in Kraft trat diese Änderung 1980. Seitdem gibt es in Deutschland wieder die halbjährliche Zeitumstellung.

Etwa jeder Vierte (26 Prozent) kämpfe nach der Zeitumstellung mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen, zeigt die Umfrage einer Krankenkasse. Unter anderem störe die Zeitumstellung den Schlafrhythmus vieler Menschen. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht sich aus gesundheitlichen Gründen für die konstante Beibehaltung der Normalzeit (Winterzeit, MEZ) aus. Der Hintergrund: Das Tageslicht sei der „Hauptzeitgeber“ für die innere Uhr des Menschen und für den Wach-Schlaf-Rhythmus. Ich frage mich auch, warum wir am 31. Oktober 2022 wieder an der Uhr drehen müssen? Damit bin ich wohl nicht alleine.


Die Zeitumstellung sollte endlich abgeschafft werden – doch wann und wie? Wann die Abschaffung kommt, steht im Moment also noch völlig in den Sternen.

Dabei gibt es schon bereits drei (!) Zeitzonen in der EU.

Nun kann man sagen, dass es in großen Flächenstaaten wie Russland, den USA und Kanada ja auch mehrere Zeitzonen gibt. Und auch die EU hat drei Zeitzonen: In Deutschland und 16 anderen Staaten gilt dieselbe Zeit.
Acht weitere Länder im Osten der EU sind eine Stunde voraus. Und zwei Staaten – Irland und Portugal – liegen von uns aus gesehen einfach eine ganze Stunde zurück.
Wenn aber jedes Land seine eigene Entscheidung zu Sommer- oder Winterzeit trifft, wird alles ziemlich chaotisch. Oder?

WER HAT AN DER UHR GEDREHT?

Es bleibt also immer noch so im Moment, wie es bisher war: Die Uhren werden nun erst einmal wieder – wie oben erwähnt – in der Nacht auf Sonntag, den 30. Oktober 2022 um eine Stunde zurückgestellt – von 3:00 auf 2:00 Uhr… Länger ausschlafen…Jucheee!
(Quellen: Wikipedia)


Hoffe, alle hatten viel Vergnügen beim Lesen meineseinmal wieder sehr „ausführlichen“ – Blog-Artikels… Eine goldene, wunderbare Herbstzeit auf häufigen Feld, Wald und Wiesen Erkundungen wünscht allen meinen Leser alljährlich…
Ulla G.


NACHTRAG zu meinem Blog: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch`bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten, Bilder und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.


UNSERE DRITTE GOLDENE WUNDERBARE JAHRESZEIT:
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen, die Blätter an den Bäumen verfärben sich kunterbunt – kein Zweifel, der Herbst ist nun da. Für viele ist der Herbst die Jahreszeit  der Melancholie: Der herrlich warme Sommer ist vorbei, der dunkle und kalte Winter steht vor der Tür. Doch der Herbst hat noch so viele schöne Seiten, nicht zuletzt das wunderbare Naturschauspiel der bunten Blätter und vieles – auch „Genussreiches“ – mehr… wie ihr hier soeben erfahren habt.


WIE SCHÖN:
Im Parallel-Blog „Kürbis-Kürbis-Kulinarik…herbstliche Überraschungen“…gibt es hierzu weiter Interessantes… Schmackhaftes und Wissenswertes…es bleibt eben spannend in Ullas Blog.


BLOG-ARTIKEL VERÖFFENTLICHT AM:
05. September 2020

… zwischenzeitlich immer wieder regelmäßig aktualisiert…zuletzt am 27. August 2022


SCHAUT… ACH SCHAUT… SCHAUT DOCH NUR, WIE SCHÖN ER IST…


DER WINTER KOMMT!

Zur Vollendung des „Jahres-Karussells“ der
„Blumenkinder im Jahresverlauf“
gibt es nun aktuell im neuen Blog-Artikel

– zum Jahresabschluss –
noch den letzten – spannenden – Teil der vier Jahreszeiten – mit dem Titel:


„DER WINTER – die unterschätzte Jahreszeit


Wie immer wieder – bunt zusammengefasst – mit den schönsten Ansichten, Geschichten und Gedichten…


URHEBERRECHT: Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind mit © Copyright und Namen zu versehen.