NEUES AUS DEM JAHRESZEITEN-QUARTETT… der Sommer geht langsam vorüber, es ist mittlerweile Herbst geworden…

BLUMENKINDER IM GARTEN DER VIER JAHRESZEITEN: DER HERBST

Ich liebe das Septembergelb, den Morgentau auf Spinnenfäden, das Blatt, das nichts am Baum mehr hält, der kurzen Tage stummes Reden. Der Krähe Ruf, das Stoppelfeld – mehr, als des Frühlings Drang und Hast, ist es der Herbst, der zu mir passt.“ – Zitat: Adam Smith (1723-1790) war ein schottischer Philosoph.

Die Melancholie der schwindenden Blütenvielfalt in der Natur

Manche Menschen neigen oft dazu, sich über jedes Wetter zu beklagen. Im Sommer ist es zu warm, der Winter mit seinen kalten Tagen erfreut sie auch nicht gerade. Der Herbst ist ähnlich trist für manchen – viele Menschen verbinden damit trübe Tage, kühle Winde, Nebelschwaden und Niesel-Regen…und fühlen sich oft unbehaglich, wenn der Herbst beginnt.

Doch jeder liebt die fröhlichen Sonnentage, die es auch im Herbst oft noch gibt und uns mit ihrem noch immer hellen und freundlichen Licht milde stimmen. Umso schwerer ist es, in jedem Jahr, der schönen Sommer-Jahreszeit Adieu zu sagen.


Eigentlich hat für mich immer jede Jahreszeit ihren eigenen, ganz besonderen Charme:

Im „Frühling“ blühte nach dem langen Frost alles wieder in zartem Grün, Im „Sommer“ herrschten (meistens!) meine absoluten Lieblings-Temperaturen, im „Herbst“ ist nun alles so schön farbig, und es ist noch nicht so kalt und im „Winter“ malte früher die klirrende Kälte die schönsten filigranen Eisblumen an die Fenster und der Schnee verzauberte die winterliche Landschaft. Zumindest letzteres wird nun vom Klima her wohl eher immer seltener.
LESEDAUER: Zirka 30-40 min.

Der Herbst ist da im goldenen Schein…Raschelndes Laub unter meinen Füßen…Würziger Waldgeruch…herrliche Farben erfreuen die Sinne…ein Stück vom Glück…

Wer gerne Herbstlyrik, Herbstpoesie oder Herbstgedichte mag, findet hierzu wieder ausgesucht schöne Verse … Ich finde, Spruchweisheiten und Gedichte über den Herbst zeugen von dem ganz besonderen Charme dieser bunten Jahreszeit.


ALS KRÖNENDEN ABSCHLUSS GIBT ES AM ENDE HIER UNSER BESTES KUCHEN-REZEPT DES HERBSTES:
Tante Finchens berühmten
ÄPFELCHEN-KUCHEN

TIPP … WER GEDICHTE LIEBT:
Zusätzlich findet man als EXTRA einen neuen, kurzen Blog-Artikel: „DER HERBST – EIN GEDICHT“ eine schöne Auswahl an einigen stimmungsvollen, herbstlichen Gedichten und Gedanken bekannter Autoren 😉

„Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder…und der Herbst beginnt…“ Da kommt mir doch gerade dieses schöne Herbstlied in den Sinn, das wir oft als Kinder sangen … Der lange Gesamt-Text ist nachzulesen bei Wiki et al. (Der Autor des Herbst-Liedes ist „Johann Gaudenz von Salis-Seewis“ (1762 – 1834). Er war ein bekannter Schweizer Dichter.


BLÜHT DA EIGENTLICH NOCH ETWAS IM HERBST?

Natürlich blühen doch noch unzählig viele Blumen und viele Stauden, Hecken und Gräser um diese Jahreszeit und machen aus dem Herbstgarten – von September bis Oktober – oft noch einmal eine Blütenpracht und somit ein wunderbar buntes Farbenmeer:

Gefunden habe ich hier die schönsten Blumenkinder des Herbstes:

Astern-Bartblume-Blaukissen-Borretsch-Buschklee-Chrysantheme-Dahlien-Duftnessel-Efeu-Eisenhut-Eisenkraut-Fetthenne-Fünffingerstrauch-Goldrute-Hagebutten der Rosen-Heide-Herbstalpenveilchen-Herbstanemone-*Herbstzeitlose*-Kapuzinerkresse-Katzenminze-Kürbis-Lavendel-Löwenmäulchen(wild)-Mädchenauge-Mimose-Pelargonien-Phlox-Rittersporn-Salbei-Schmuckkörbchen-Schwarzäugige Susanne-Silberkerze-Steingartengewächse-Sterngladiole-Sterndolde-Sonnenbraut-Sonnenhut-Springkraut-Stockrosen-Topinambur (gelb blühend)-Verbene-Weigelie-Wicke…es gibt sicher noch einige andere mehr …

Na…? da blüht ja doch noch einen ganze Menge …
im herbstlichen Garten der Mutter Natur …


„Wenn einer einen blütenreichen Frühling, Sommer und einen satten Herbst erlebt, so muss er sich doch eingestehen, dass es schön ist, Mensch zu sein.“ Zitat: Kumagai Naoyoshi (1782-1862).

Wie recht er doch hat, dieser „Kumagai Naoyoshi“. Der bekannte japanische Dichter hat zu Lebzeiten sicher auch den einen oder anderen Herbst in den wunderbaren Berglandschaften Japans verbracht… Der Herbst ist nicht bloß eine Jahreszeit, der Herbst zeigt überhaupt die schönsten Farben, die das Jahr zu bieten hat: Rote Äpfel, orangefarbene Kürbisse, blaue Trauben, golden verfärbte Blätter und die oft noch wärmende Sonne, welche die Welt da draußen im schönsten Licht zeigt…und so unendlich wohltuend ist…

Warme-goldene Töne… die Natur läuft in dieser schönen Jahreszeit zur Hochform auf!


Ach…schau doch mal wie schön…doch Vorsicht!

DIE BLÜHENDEN HÜBSCH ANZUSEHENDEN HERBSTZEITLOSEN* sind absolut „hochgiftig“!
Es sind dekorative grazile Blüten (wichtig: ganz „ohne“ (!) Blätter), in lila, gelb oder weiß oder rosa oder rotblühend – oft auf Blumen-Wiesen zu finden.
VORSICHT: ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH…
Sie sehen aus wie „große“ Krokusse, haben eine Wuchshöhen von 15 bis über 20 Zentimeter und werden oft verwechselt, gerade von Kindern, die Herbstblumensträuße pflücken möchten…Daher sollte man sie vorher aufklären, dass sie diese speziellen Blumen auch selbst erkennen und sie davor warnen.

*Anm.: Die Herbstzeitlose gehört in die Familie der Zeitlosengewächse und ist in Süd- und Mitteleuropa heimisch. Die meist lila blühende Knollenpflanze wurde 2010 zur „Giftpflanze“ des Jahres gewählt. Das in ihr enthaltene Alkaloid „Colchicin“ ist nicht nur für Menschen hochgradig giftig, sondern stellt auch für Nutztiere, vor allem „Weidetiere“ wie Schafe und Pferde, eine sehr große Gefahr da…Das muss man z.B. vor allem Kindern unbedingt erklären.

Die ganz ähnlich aussehenden kleinen „Krokusse“ blühen also ausschließlich nur im Frühjahr, werden nur höchstens 5-10 cm groß  und haben – ganz wichtig – vor allem auch lange, grüne, schmale, lanzenförmige Blätter. Diese kl. Krokusse sind übrigens nur „schwach“ giftig…aber auch für Kinder nicht ungefährlich.


HERBST-ZEIT…ERNTE-ZEIT


Das deutsche Wort „Herbst“ geht auf das germanische Wort „harbista“ (Herbst=Erntezeit) zurück.
Von der Sprachgeschichte her hat der Begriff: „HERBST“ denselben Ursprung wie im „englischen“ Sprachraum, nämlich „The HARVEST“: Die Ernte-Zeit als „landwirtschaftliche“ Bedeutung ist im Englischen ursprünglich erhalten geblieben, während in Deutschland mit dem Begriff Herbst eher die allgemeine „Jahreszeit“ gemeint ist.

HERBSTLESE – TRAUBENLESE – WEINLESE

Bei der „manuellen“ Wein-Lese werden die Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei kann man auch nur die gesunden und reifen Trauben auswählen. Die „maschinelle“ Lese erfolgt durch einen „Vollernter“, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Geerntet werden die Trauben dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Traubenbeeren werden von einem sog. Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leite. Bei diesem Verfahren gerät leider auch einiges an Laub und kleinen Ästen ins Lese-Gut. Diese werden aber durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.
Die Lese erfolgt in Mitteleuropa weit bis in den Herbst hinein, je nach Lage und auch Traubensorte ist die Lesezeit recht unterschiedlich. (Wikipedia)

DIE WEINPROBE…der neue Wein ist da…

Schon im Frühherbst wird der neue Wein bevorzugt aus früh reifenden Rebsorten wie Bacchus, Ortega oder der Siegerrebe hergestellt … muss man unbedingt kosten … 😉

Önologen, Weinkritiker, Sommelière und andere Experten des Weinmarktes sowie für Weinliebhaber und Verbraucher selbst veranstalten meist eine „Weinprobe“, um die Qualität oft mehrerer Weine zu beurteilen…. ein „köstliches“ und geselliges Erlebnis für alle Sinne…sollte man sich nicht entgehen lassen!

HERBSTEN?

Es gibt eine einzige Ausnahme im südwestdeutschen Sprachraum: Hier lebt die ursprüngliche Wortbedeutung als Dialekt- bzw. Fachausdruck für die „Weinlese“ fort: Diese Tätigkeit wird dort verbreitet mit „herbsten“ bezeichnet. In der Weinlese schneiden also die „Herbster“ die Weintrauben ab und hier heißt diese Jahreszeit auch „Spätjahr“ (als Spiegelform von Frühjahr).

Kaum eine Jahreszeit ist in der Lyrik so häufig und intensiv behandelt worden wie der Herbst. Daher „schmückt“ sich mein Blog-Artikel – dem Herbst zu Ehren – vor allem auch mit der schönsten Auswahl an „Herbstgedichten“ und mit vielen herbstlich anmutenden Bildern…
Und 😉 für die Kulinarik gibts natürlich auch in meinem anderen neuen Blog-Artikel „KÜRBIS-KÜRBIS-KULINARIK“… für alle eine „Überraschung“… nämlich das Original-Rezept aus den USA:
DER KÜRBIS-KUCHEN (PUMPKIN-PIE) und ein köstliches Kürbis-Crème-Süppchen…

„Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.“ – Zitat: Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

HERBSTANFANG:

Der Herbstanfang war – nach dem kalendarischen (astronomischen) Kalender – in diesem Jahr 2020 am Dienstag, den 22. September, genau um 15.31 Uhr. 😉 Er dauert sogar noch bis Montag, den 21. Dezember!
Nach dem „meteorologischen Kalender“ aber endet der Herbst 2020 bereits schon viel früher, nämlich am 30. November und der WINTER beginnt schon am Dienstag, den 01. Dezember 2020.
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Genaugenommen gibt es immer zwei unterschiedliche Jahres-Zeiten-Anfänge: den meteorologischen und den kalendarischen. Etwas verwirrend … oder?
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Kalendarischer (astronomischer) Herbstanfang ist, wenn die Sonne auf ihrer sichtbaren Bahn den „Himmelsäquator“ von Norden nach Süden wandert und dann genau senkrecht über dem Äquator steht. So sorgt sie auf der Nordhalbkugel dann für kürzere Tage und fallende Temperaturen. Zu dieser Zeit also beginnt nach dieser Berechnung der kalendarische Herbst.
Kalendarisch
bzw. astronomisch endet der Herbst also deutlich später als im „meteorologischen“ Kalender, nämlich erst am 21. Dezember auf der Nordhalbkugel (zur Wintersonnenwende). (Quelle: Wikipedia)


(Dazu folgt später noch Ausführlicheres in meinem nächsten Blog-Artikel: „WINTER…die unterschätzte Jahreszeit…“, der demnächst erscheinen wird.)


Die „Tag-und-Nacht-Gleiche“

Es gibt nur zwei Mal im Jahr – nämlich im „März“ und nun im „September“ (zum Herbstanfang) – jeweils einen Tag, an dem der Tag und die Nacht gleich lang sind. Beide Tage haben seit Menschengedenken eine ganz besondere Bedeutung. So wurde einst am Herbstbeginn das „Erntedankfest“ gefeiert. Dazu später mehr…Das Fest, an dem schon vor Urzeiten den Feld- und Fruchtbarkeits-Göttern mit Opfergaben gedankt wurde, aber es ist auch der Tag, an dem die Schwelle zur dunklen Jahreszeit überschritten wird…(Quelle: Reader`s Digest)

Auf die „Tag-und-Nacht-Gleiche“ folgend werden die Tage zum Winter hin – auf der Nordhalbkugel der Erde – kürzer und die Nächte werden länger. Auf der Südhalbkugel ist es dann genau umgekehrt.

Den Beginn nennt man auch„Equinox“ oder Herbst-Äquinoktium (von lateinisch aequus ‚gleich‘ und nox ‚Nacht‘) oder Tagundnachtgleiche (auch Tag-und-Nacht-Gleiche)…

Wissenswertes: Ein Jahr dauert
(laut Kalender) 365 Tage. Das stimmt aber nicht so ganz…Tatsächlich hat das kalendarische bzw. astronomische Jahr aber 365 Tage „plus 5 Stunden und 49 Minuten„. So lange braucht die Erde, um einmal um die Sonne zu kreisen. Um die Differenz auszugleichen, gibt es alle vier Jahre ein „Schaltjahr“, in dem der Februar nur 29 Tage hat. So verschiebt sich die dann die darauffolgende „Tag-und-Nacht-Gleiche“ einen Tag nach vorne.


ÜBRIGENS: In der Regel bemerkt diesen Unterschied niemand, er ist aber interessant für manche Berufszweige.

Die Orioniden: Wer hat einen Wunsch offen?

ÜBRIGENS – Am 21. und 22. Oktober 2020 haben die Orioniden ihren Höhepunkt. 
Sie sind ein Meteorstrom (Sternschnuppenstrom)…eine wichtige Neuigkeit: Der berühmte Sternschnuppenstrom soll nun im Oktober am Himmel zu sehen sein, natürlich bei klarem Sternen-Himmel. In der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 2020 erreicht der Orioniden-Regen sein Maximum. Dann werden – bei viel Glück – an unserem Nachthimmel bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde (auf der Nordhalbkugel) zu sehen sein. Die beste Beobachtungszeit für die Orioniden ist dann, wenn das Sternbild Orion bereits hoch oben am Himmel steht – also deutlich nach Mitternacht und vor allem in den frühen Morgenstunden. Wichtig ist beim Sternschnuppen-Zählen natürlich immer, dass der Himmel unbedingt möglichst ganz dunkel ist. Es lohnt sich, dafür nicht stark bewohnte Gegenden auszusuchen. In einer Stadt mit vielen Lichtern wird es schwierig…

Überraschend lang ist der Zeitraum, in dem die Orioniden auftreten. Er reicht vom 2. Oktober bis zum 7. November 2020. Die Sternschnuppen rasen blitzschnell über den Nachthimmel und hinterlassen sekundenlang sichtbare Spuren (siehe Fotos). Der Sternschnuppenstrom der herbstlichen „Orioniden“ ist einer der fünf aktivsten Meteorströme. Seinen Namen hat er vom Sternbild Orion. Die Orioniden sind nicht so hell wie andere Sternschnuppenregen – dafür hinterlässt aber etwa die Hälfte der Sternschnuppen sekundenlang eine stark leuchtende, lineare Spur am Himmel.


Sternschnuppen entstehen, wenn die Erde sich auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne durch eine Gegend bewegt, in der ein „KOMET“ eine deutliche „Staubspur“ hinterlassen hat. Im Fall der Orioniden handelt es sich um den Staub des Halley’schen Kometen.
Neben einzeln auftretenden Meteoren gibt es aber auch ganze Meteorströme. Sie sind eine „Häufung von Sternschnuppen“ zu gewissen Jahreszeiten und entstammen großteils den Staubteilchen von aufgelösten älteren Kometen. Viele Sternschnuppen-Ströme – auch die Orioniden – treten immer regelmäßig auf, da die Erde immer wieder durch dieselben Staubspuren fliegt. Zu den bekannten Sternschnuppen-Strömen gehören auch die Perseiden (August), die Leoniden (November), die Geminiden (Dezember) und Lyriden (April). Mehr dazu bei www.wetter.de

Manchmal hat man Glück und findet sogar ein kleines Meteoriten-Bruchstück durch Zufall auf einer Wiese oder im Wald…Ein Stück vom Glück aus dem… ach so fernen All….so sagt man…Eine seltene – seltsam anmutende Requisite.


Herbstzeit – Abschiedszeit…

„Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt.“
Zitat: Victor Hugo (1802-1885) war ein französischer Schriftsteller und Politiker. Er verfasste Gedichte sowie Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist.

Die Herbstnebel und der Altweibersommer:
Herbstlaub, Herbststimmung. raschelnde Blätter, der Tau auf dem morgendlichen Laub und der Geruch nach Pilzen und feuchter Erde … etwas melancholisch … aber schön

Der Geruch des Waldes ist ausgeprägt in meiner Erinnerung, wie liebe ich den herben Duft des Laubes. Das Rascheln unter meinen Füßen singt mir ein Lied und ganz leise kommen meine Kindheitserinnerungen wieder…


Alles leuchtet noch einmal, bevor es dunkler wird: Der September ist ein goldener Monat. Im Oktober färben sich zwar die Blätter der Bäume rot bis gelbgold, aber jetzt im September ist das Licht des Tages sehr weich und golden, vor allem um die Zeit der Tag- und Nachtgleiche: Wenn auch die Sommermonate die lichtintensivsten sein mögen, der September hat – meiner Ansicht nach – einfach das schönste Licht.


Wenn du abends in herbstlicher, leicht nebliger Dämmerung ganz verschwommen von Ferne viele flackernde Lichterpünktchen siehst und dazu plötzlich fröhliche Kinderstimmen hörst die Lieder singen, – da weißt du gleich: Es ist Laternenzeit … St Martin ist unterwegs – hoch zu Roß teilt er seinen Mantel in alter Tradition sinnbildlich mit armen Menschen.

Langsam wird es kälter, die Sonne erwärmt die Erde nicht mehr so kräftig, wir frieren leichter und ziehen uns lieber in die heimelige Stube zurück und machens uns gemütlich…

Herbstbeginn … nach dem meteorologischen Kalender:

Für die Meteorologen beginnt der Herbst 2020 – wie oben schon erwähnt – schon früher, nämlich bereits am 1. September und endet am 30. November. Diese Spanne von genau drei Monaten ist jedes Jahr dieselbe – das ist praktisch für Statistiken und Vergleiche. Genauso verhält es sich aus meteorologischer Sicht auch jährlich immer beim Winter-, Frühlings- und Sommeranfang.

Geschafft…ausgepowert, aber glücklich…wie schön, den ganzen Tag im wunderbaren Herbst-Laub herumzutoben und dann vom Tun zufrieden auszuruhen…

DIE IGEL-FAMILIE

Jetzt wird’s stachelig:

Wie ich gelesen habe, kommen in Deutschland nur zwei Arten von Igeln vor: Das ist einmal fast ausschließlich der „Braunbrustigel“ (Erinaceus europaeus), der im ganzen Land weit verbreitet ist. Der seltenere „Nördliche Weißbrustigel“ (Erinaceus roumanicus) kommt wohl eher nur in wenigen Randgebieten Ostdeutschlands vor.

Auch hier wird es langsam herbstlich… Igel halten allgemein ihren ausgedehnten Winterschlaf (Hibernation), um die kalte und nahrungsarme Jahreszeit zu überbrücken. Igel gehören zu den sogenannten homiothermen (gleichwarmen) Tieren, die im Winter ihre Körpertemperatur herabsenken und die Stoffwechselaktivität reduzieren. Die Tiere sind nachtaktive Einzelgänger, die den Tag in einem Nest verbringen, um in der Nacht auf Nahrungssuche zu gehen. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten, Regenwürmern, Tausendfüßlern und Ameisen.
Für die Dauer des späteren Winters verkriecht sich der Igel in ein gegen die Witterung gut geschütztes Nest, welches er im Normalfall bis zum Frühling, wenn die Temperaturen wieder steigen, nicht mehr verlässt. In der Zwischenzeit verfallen Igel nämlich in eine Art Winterstarre, in der sie sich gar nicht mehr bewegen.

AHA…daher kommt der Begriff : “sich einigeln“… 😉 Der Begriff ist aber eher von dem Verhalten der Igel abgeleitet, die sich bei Gefahr einrollen, so dass nur noch ihr Äußeres und die Stacheln zu sehen sind (auch „Igelball“ genannt)…meint Wikipedia 😉
Ideal sind für den Winterschlaf für den Igel die „Laubhügel“ in der Natur…Im Herbst herrscht aber bei den Tieren noch emsiges Treiben: Die Tiere sammeln eifrig für den kalten Winter alles, was sie finden können: Heu, Stroh und Blätter. Dann suchen sie sich ein ruhiges Plätzchen. Dort machen sie es sich gemütlich und bauen sich aus ihrer Ausbeute ein bequemes Nest…Im Allgemeinen bekommt der heimische Igel (Erinaceus europaeus) in Deutschland nur einmal pro Jahr Nachwuchs und zwar in den Monaten August und September.
Auch Siebenschläfer oder Murmeltiere sind sehr bekannt für ihren ausgeprägten Winterschlaf.

Wissenswertes

Alle Stacheligel“ haben einen sehr leistungsfähigen Gesichts-, Geruchs- und Gehörsinn, womit sie sich in der Nacht bestens orientieren können. Die Augen sehen sehr gut, jedoch vermutlich schwarz-weiß. Sie verlassen sich hauptsächlich auf Geruch und Gehör. (Wikipedia)
Alle „Kleinohr-Igel“ (Erinaceus) erreichen eine Kopf-Rumpflänge von 14 bis 30 Zentimeter und ein Gewicht von 0,4 bis 1,1 Kilogramm. Ihr Körper ist nur an der Oberseite mit Stacheln bedeckt, die Unterseite ist mit weichem Fell bedeckt. Die hellen Abschnitte der Unterseite sind bei den „weißen“ Igeln fast weiß, und die Brustmitte ist immer weiß und umgekehrt bei den „Braunen“ – eben braun.


Herbstliche Zugvögel…zum Überwintern gehts ins Warme…

Störche gehören zu den bekanntesten Zugvögeln. Schon Ende September fliegen sie zum „Überwintern“ nach Zentral-Afrika oder in südeuropäische Länder und legen dabei oft mehr als 10.000 Kilometer zurück. Im endgültigen warmen Winterquartier bleiben sie dann etwa von November bis Februar und ab Ende Februar bis Anfang April – pünktlich im Frühjahr – sind sie dann wieder bei uns in ihren europäischen Brutgebieten vorzufinden.

Immer wieder fasziniert mich die Rückkehr der Störche im Frühjahr und etwas wehmütig bin ich, wenn sie sich im Herbst wieder auf die Storchenreise in den Süden machen. Ein Trost, sie kommen wieder, das hoffe ich jedenfalls.

Bereit zum Abflug in wärmere Gefilde.
Der Herbst naht, der Storch verlässt uns bald, hier wird’s dem Armen ja zu kalt, drum fliegt er fort in weite Ferne…die warme Sonne hat er gerne“…Auszug eines Gedichtes von Sándor Petőfi (1823 – 1849). Er war ein ungarischer Schauspieler und Dichter.


HERBSTGEDICHT

Schon ins Land der Pyramiden // flohn die Störche übers Meer; // auch die Lerche singt nicht mehr. // Seufzend in geheimer Klage // streift der Wind das letzte Grün; // Und die süßen Sommertage, // ach, sie sind dahin, dahin! // Nebel hat den Wald verschlungen, // der dein stillstes Glück gesehn; // Ganz in Duft und Dämmerungen // will die schöne Welt vergehn. // Nur noch einmal bricht die Sonne // und ein Strahl der alten Wonne // rieselt über Tal und Kluft. // Und es leuchten Wald und Heide, // dass man sicher glauben mag, hinter allem Winterleide // liegt ein ferner Frühlingstag. // Die Sense rauscht, die Ähre fällt. // Die Tiere räumen scheu das Feld. // Der Mensch begehrt die ganze Welt. // Und sind die Blumen abgeblüht, // so brecht der Äpfel goldne Bälle; // Hin ist die Zeit der Schwärmerei, // so schätzt nun endlich das Reelle! //

Gedicht: Theodor Storm (1817-1888) war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war.

Anmerkung: Manche Gedichte sind so schön, aber oft sehr lang… d.h.: Sie brauchen eigentlich für einen Blog-Artikel „zu viel Platz“…Ich wollte aber nicht auf sie verzichten…daher wurden die kurzen Vers-Zeilen durch Schrägstriche unterteilt: Laut Duden wird heute diese Art von Schrägstrich üblicherweise als Satzzeichen nur noch gebraucht, um Verse im Fließtext voneinander abzugrenzen (zum Beispiel wie hier im Gedicht-Satz, um die Länge abzukürzen).


Traumhafter Septembermorgen
„Im Nebel ruhet noch die Welt, // noch träumen Wald und Wiesen; // bald siehst du, wenn der Schleier fällt, // den blauen Himmel unverstellt, // herbstkräftig die gedämpfte Welt // in warmem Golde fließen.“ –  Gedicht: Eduard Mörike (1804 – 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter.

HERBST – die dritte Jahreszeit –

Nun werden die Tage kürzer und die Nächte länger…
Das freut den berühmten „Morgenmuffel“: Die Fähigkeit mit Schwung und Elan frühzeitig aufzustehen ist von Person zu Person unterschiedlich. Viele erfolgreiche Personen führen ihren eigenen Erfolg unter anderem auf das Aufstehen in der „Früh“ zurück. Scheinbar sind manche Menschen morgens irgendwie produktiver.
Dafür gibt es die gegenteilige Veranlagung mancher, abends doch wesentlich kreativer zu sein, auch dies gerne länger mit Elan und Freude ...
Jedenfalls fällt in der morgendlichen noch recht „dunklen“ Jahreszeit doch den meisten Menschen das Aufstehen oft schwerer.

HERBSTTAG
Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. // Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren lass die Winde los. // Befiehl den letzten Früchten voll zu sein // gib Ihnen noch zwei südlichere Tage // dränge sie zur Vollendung hin und jage //die letzte Süße in den schweren Wein. // Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr // wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, // wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben // und wird auf den Alleen hin und her //unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. – Gedicht: Rainer Maria Rilke (1875-1926)

>>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben erwähnt.


So gibt es ja doch bei uns Menschen – und völlig unabhängig von der Jahreszeit – die „Lerchen“ und die „Nachtigallen“…hier findet sich wohl auch eine deutlich „genetische“ Komponente. Menschen sind eben auch im Schlafverhalten unterschiedlich.
Hierzu gibt es Interessantes in meinem neuen Blog-Artikel: „Die wundersame Welt der Träume“ zu entdecken…


Lebt so…wie es Euch gefällt in unserer schönen Welt…

Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauch von Blüten und Blättern und man möchte zum Marienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und all seine Nahrung finden zu können.“ © Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung


Oh, lasst uns doch den bunten Herbst begrüßen, der uns den süßen Augenblick der vollen Früchte schenkt. Lasst uns auch den goldnen Wald genießen, den herrlich erd`gen Duft des bunten Laubs, der unsere Sinne ganz und gar gefangen hält.

Nun sind wir also in der dritten Jahreszeit, im Herbst angekommen…wie schön.

Der Herbst beginnt – Ende September – als ein sehr farbenreicher Monat. Wenn sich die buntgefärbten Blätter der Bäume zwischen September und November zeigen, finden wir immer noch reizvolle Blumen in unserer Natur, die zu dieser Jahreszeit ihre farbigsten Blüten entfalten und uns die oft noch recht sonnigen Herbsttage versüßen.
Herbstliche Blumen (siehe auch die ausführliche Blumen-Liste oben) finden wir jetzt im September doch noch oft auf Feld, Wiesen und im Wald (oder aber auch beim Blumenlädchen 😉 wo die schönsten Herbstblumen-Sträuße für uns gebunden werden können… Floristen verstehen ihr schönes Handwerk).

Warme Herbstsonne, ganz klare Fernsicht, feine Spinnfäden an Sträuchern, Bäumen und Gräsern – das sind die typischen Merkmale des Altweibersommers.


Der Altweibersommer verzaubert uns alle mit buntem Herbstlaub und wärmendem Sonnenschein.

Der Auslöser für den „Altweibersommer“ ist oft eine späte Schönwetterperiode, mit kühl-trockener Witterung.
Der Grund dafür ist meteorologisch gesehen – ein oft stabiles Hochdruckgebiet, das trockene kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Dadurch verfärbt sich auch das Laub der Bäume wesentlich früher. Diese ruhige Wetterlage kommt dann zustande, wenn es fast kaum Luftdruck-Schwankungen über den Landmassen gibt.

Wie schön und wohltuend ist doch der Altweibersommer: Noch einmal … ein kleiner, gemütlicher Kaffeeklatsch bei spätsommerlich warmem Wetter im schönen herbstlichen Garten…

Der goldene Oktober…

Dieser typische „Altweibersommer“ tritt meist ab Ende September – also etwa genau zu unserem kalendarischen Herbstbeginn – auf und das meist jedes Jahr regelmäßig und laut den meteorologischen Aufzeichnungen seit etwa 200 Jahren. Meteorologen nennen den Altweibersommer deshalb auch einen „Witterungs-Regelfall“. Damit sind diese besonderen „Wetterlagen“ gemeint, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.
Einmal eingetreten kann diese absolut wunderbare Schönwetterperiode auch schon manchmal bis Ende Oktober anhalten. Im November ist dann diese Schönwetterperiode eher die Ausnahme. Sanfte Nebelschleier umhüllen frühmorgens und abends die herbstliche Natur.

SPÄTHERBST:
Leichte Schatten dämmern schon, ein sachtes Flüstern erhebt sich in den Blättern…es wird Zeit…
In der Ferne erleuchten noch ein paar matte Sonnenstrahlen uns den Weg durch den herbstlich entl
aubten Wald.“
Gedanken von Ulla Gottschlich


NEBELSCHLEIER

Während das Thermometer tagsüber gelegentlich noch manchmal die 20-Grad-Marke überschreitet, kühlt es in den Nächten aufgrund des wolkenlosen Himmels doch schon sehr stark ab – erste Bodenfröste sind da keine Seltenheit.

Inversionswetterlage? Wie entsteht eigentlich der herbstliche Nebel?

Das heißt, die Temperatur nimmt mit der Höhe zu. In Bodennähe liegt daher die kalte und darüber die wärmere Luft.
Die Temperaturumkehrung entsteht beispielsweise durch diese nächtliche Ausstrahlung.
Da ja die Nächte im Herbst immer länger werden, kühlt die Luft immer stärker aus: Vor allem während einer sehr klaren und windschwachen Nacht sinken die Temperaturen in bodennahen Luftschichten viel stärker ab, als in den darüber liegenden wärmeren Luftschichten. Infolge der Abkühlung kondensiert so der Wasserdampf und es entsteht dann der herbstliche Bodennebel, der oft – vor allem für Radler oder Autofahrer – in der Früh gefährlich werden kann.


Abschiedsgefühle…ein wenig wehmütig…

… ein klein wenig Wehmut kommt schon auf… über die vergangenen, schönen Sommertage … Nun zeigt sich die Reife der Natur, die reiche Ernte, bunt gefärbte welkende Blätter, stürmische Winde mit kräftigem Gebraus, schon kürzere helle Tage, dunklere Nächte… und all dies – was mit dieser trotzdem wunderbaren Jahreszeit zu tun hat – umfassen meine „Herbstgedanken“. Erfreuen wir uns noch ein wenig an den bezaubernden Herbstfarben und erwärmen unser Herz – in Gedanken daran – damit die lange kalte Jahreszeit hindurch.

GOLDENER OKTOBER
Die leicht dunstigen, sanften Nebelschleier in der Ferne verhüllen unsere schöne herbstliche Welt und zaubern dadurch irgendwie etwas Geheimnisvolles…Wie feine glitzernde Glasperlen funkeln an Spinngeweben zwischen den Zweigen ganz winzige Regentropfen im Dämmerlicht. Und feucht duftet die Erde wunderbar würzig nach Laub. Die letzten Blätter rascheln schon ganz ungeduldig an den Bäumen – Bereit schon ist die müde Natur zum langen, langen Winterschlaf.

ALTWEIBER?

die berühmten Spinnfäden sind ein ganz typisches Merkmal:

Nämlich ganz typisch für den „Altweibersommer“ sind die Spinnfäden bereits schon in den „frühen“ Morgenstunden, welche dann die Wiesen, Weiden und Gärten mit ihrem silbrigen Glanz verschönern. Diese silbrig glitzernden Fäden stammen von jungen Baldachin-Spinnen, die mit ihrer Hilfe durch die Luft segeln können. So können sich die Spinnchen – aufgrund der Thermik – aber nur dann von der Luft tragen lassen, wenn es wirklich warm und ganz windstill ist. Wenn wir diese Spinnweben sehen, sagen diese uns also: In den kommenden Wochen gibt es schönes Wetter…

Der feuchte Morgentau – der in den feinen Spinnweben hängt – macht im Altweibersommer die feinen Fäden und zarten Netze der Spinnen gut sichtbar.

Warum spricht man zum Herbstanfang eigentlich oft vom „Altweibersommer“?

Der Ursprung des Begriffs „Altweibersommer“ liegt weit zurück. Im Altdeutschen steht „weiben“ für das Knüpfen von Spinnweben. An warmen Tagen im September kühlt es in den Nächten deutlich ab. Morgens sind dann die Spinnweben durch den Tau zu erkennen. Die silbernen Fäden glänzen in der Sonne wie lange, graue Haare…


Macht es Euch daheim richtig schön gemütlich….wenn es draußen stürmt und schüttet…

Die Kölner sagen: „Wat es dat hück usselich…“.

Schon sehr bald fallen im späteren Herbst dann doch auch die Temperaturen rapide. Die „Rheinländer kennen hier den Begriff für kühles Wetter: “ et is usselig“ … In Verbindung mit Wetter habe ich das – als Nicht-Rheinländerin – schon oft gehört. Es bedeutet sowas wie ungemütlich, sog. Schmuddelwetter bzw. typisches „Novemberwetter“ eben. Das Wetter kann also „usselig“ sein. Das Adjektiv bezeichnet dann ungemütlich nass-kaltes Wetter. Es ist nieselig und grau… brrr…so richtig nasskalt draußen an manchen Tagen.

– INDIAN SUMMER – DER HERBST –
>>> EIN FEUERWERK DER FARBEN <<<
Für viele ist der Herbst die Jahreszeit der Melancholie: Der noch wärmende Spät-Sommer ist zwar vorbei, der Herbst hat doch auch jede Menge schöne Seiten, nicht zuletzt das wunderbare Naturschauspiel der bunten Blätter.

Ach…eben erst ist der Herbst -Tag mit „usseligem“ Wetter zu Ende gegangen und schon ein paar Stunden später ist der sonnige, schöne Herbst ganz unverhofft plötzlich wieder da: So ist es oft bei den bekannten Hochdrucklagen im Herbst…

Zugegeben – kalt ist es dann schon auch – aber oft findet man – bei herrlichem Sonnenschein – doch gelegentlich wieder einen strahlend blauen, wolkenlosen Himmel: Die Blätter an den Bäumen verfärben sich bunt und bunter…schöner geht es nicht…TRARAAA… der Herbst ist immer noch da….So freuen sich vor allem alle Kinder riesig, die sich im bunten Laub spielend tummeln können.

MEIN BETT IM HERBSTLAUB
Wie schön weich ist doch mein „Bett“ im Herbstlaub…Im Herbst macht es den Kindern viel Spaß draußen rumzutollen, zu spielen, Drachen steigen zu lassen, den Wind sich um die Nase brausen zu lassen und dann glücklich vom vielen Toben auszuruhen…

So hat jede Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz, ihre besondere Schönheit und gerade der Herbst mit seiner bunten Vielfalt ist auch in Deutschland wirklich immer etwas ganz Besonderes.

INDIAN SUMMER

Wir hatten vor ein paar Jahren privat in Kanada an der Ostküste (Ende September/Anfang Oktober) den zauberhaften „Indian Summer“ erlebt…eine wahre Pracht...aber dies findet man eben oft auch bei uns – zur rechten Zeit und am rechten Ort – in manchen Gebieten Deutschlands….zugegebener Maßen nicht in dieser riesigen, absolut überwältigenden Dimension und so konzentriert und überwältigend wie dort. Man muss nur zeitlich auf der Hut sein, eine frostige Nacht und der Zauber ist vorüber…


GELB SIND SCHON DIE STOPPEL-FELDER…

In trauter Verborgenheit:
„Ade, ihr Sommertage, // wie seid ihr so schnell enteilt, // gar mancherlei Lust und Plage // habt ihr uns zugeteilt. // Wohl war es ein Entzücken, // zu wandeln im Sonnenschein, // nur die verflixten Mücken, // mischten sich immer darein. // Und wenn wir auf Waldeswegen // dem Sange der Vögel gelauscht, // dann kam natürlich ein Regen // auf uns hernieder gerauscht. // Die lustigen Sänger haben // nach Süden sich aufgemacht, // bei Tage krächzen die Raben,// die Käuze schreien bei Nacht. // Was ist das für ein Gesause! // Es stürmt bereits und schneit. // Da bleiben wir zwei zu Hause // In trauter Verborgenheit. // Kein Wetter kann uns verdrießen. // Mein Liebchen, ich und du, // wir halten uns warm und schließen // hübsch feste die Türen zu.“
Gedicht: Wilhelm Busch
(1832-1908) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands.

>>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben erwähnt.


Es gibt viele Menschen, die es immer wieder und gerade zu dieser Jahreszeit zu ausgedehnten Spaziergängen in die wunderbaren bunten Wälder und Wiesen treibt. Sich den Wind um die Ohren wehen lassen, mit zerzaustem Haar mit den eigenen Kindern oder Freunden sich fröhlich gegenseitig eine bunte Blätterschlacht zu liefern…das macht Spaß…Drachen steigen lassen…das hatte uns schon früher alle immer vergnügt…und es war vollkommen egal, wie kalt es draußen war. Die Kinder und wir waren alle glücklich und zufrieden.

„Vom Winde verweht“: Im Herbst steigen wieder die Drachen…Es geht wohl auf die Tradition zurück, dass im Herbst die Felder abgeerntet sind und auf Stoppelfeldern kann man gut Drachen steigen lassen.

Die Veränderung der Farben in der Natur – gerade in den Wäldern – hin zu Gold, Gelb und Rostrot beeindruckt als spektakuläre Pracht. Mit all diesen erdigen Farb-Tönen ist aber auch eine gewisse Melancholie“ verbunden – diese wechselnde Farbenvielfalt kündigt nun doch auch die baldige Ankunft des kalten Winters an.

Umso schöner ist es dann aber, wenn man sich auf sich selbst und die Natur besinnt und herbstlichen, aber auch manchmal melancholischen Gedanken nachhängt. Manche Menschen lieben gerade diese fast „morbide“ Stimmung vor allem meist sentimentale Menschen.
(Der Begriff „MORBIDE“ meint: Die Faszination des Verfalls, Vergänglichkeit, Endzeitstimmung, sowie Weltschmerz oder Ähnliches)

Novembertag
Unsichtbare Gestalten im Nebel, dunkel verhangene Wälder, alles zeigt sich in leichter Melancholie und ein klein bisschen Wehmut über die vergangenen Sommertage. Ein paar farbige Blätter leuchten noch am Baum oder herumwirbelnd in der frischen Luft und wild tanzend am Boden. Huuiih…Ein kleiner, wohltuender Lichtblick sind doch diese bunten Farbtupfer der herbstlichen Saison.

Die Herbstheide – ein oft unvergleichliches Schauspiel…Aber wann blüht die Heide eigentlich? Die Besenheide (Calluna Vulgaris) blüht von August bis September. Dann wird die ganze Heide-Landschaft in ein kräftiges Violett getaucht und entwickelt ihre ganz besondere Anziehungskraft. Wenn die Heide voll erblüht, versprüht z.B. die Landschaft der Lüneburger Heide ihren ganz besonderen Charme. Kräftiges Lila von vielen Millionen Heidekraut-Blüten, unterbrochen vom satten Grün der Wacholder und kleinen Kiefern und das silbrige Weiß der Birken – das im Herbstlicht glitzert – färben die ganze Region (z.B. zwischen Lüneburg und Celle- wie wir begeistert beobachteten).

EINE KLEINE INTERESSANTE HERBST-GESCHICHTE:


Früher waren in unserem großen Garten immer viele Nachbarskinder zum Spielen bei unseren beiden Kindern. Da hörte ich eines Tages: „Ach, der Herbst ist doch sooo langweilig“… und ich mischte mich ein und sagte: „Da bin ich aber ganz anderer Meinung … Na? Überlegt mal …
„…Im Herbst feiern doch ganz viele Leute immer ständig irgendwelche Feste“ meinte ich… „Echt, welche denn?“, fragte der kleine Peter. „Na,- nun ratet mal!“… „Da fällt mir nur Halloween ein mit richtig Grusel und Gespenstern“… “, rief Susi.
„Und das Fest mit den bunten Laternen…Sonne-Mond-und Sterne…da singen alle Kinder…“, meinte Benjamin.
„Und natürlich Sankt Martin….weiß ich doch“…sagte stolz unser kleine Martin.
Oh… „da gibt es doch noch das Erntedankfest, – das kenne ich von der Kirche her – die feiern da immer danach beim Pfarrer im Garten.“ meinte ich. Und Naaa?… „Das Oktoberfest?“ „Ach, das kennt man doch nur in Bayern, oder? Die trinken da immer Bier…bäääh…“ sagt Christof ganz altklug.
„Und dann gibt es doch auch noch das Kürbisfest“… fiel mir noch ein…das kannte niemand…
„Aber die Kirchweih…. Ja, die kenne ich gut…meine Oma kommt aus Aschaffenburg, das ist wie die Kirmes mit Karussels und so, da gibts immer leckere Sachen bei Oma zum Essen“…meinte unsere Carolin.
Nun erzählte ich, es gibt da noch – in manchen Gegenden – auch ein lustiges „Weinfest“, ein fröhliches „Dorffest“ – wo jedermann auf den Beinen ist…oder ein „Kartoffelfest“ mit einem riesigen, großen Kartoffel-Feuer bei manchen Bauern im Hof …

Hey…es gibt sooo viele Feste im Herbst zu feiern…Da ist es überhaupt gar nicht langweilig. Ganz gespannt sahen die Kinder mich an. Nie hätten sie gedacht, dass es im Herbst so viel zu feiern gibt… von wegen langweilig… 😉 „Und übermorgen habe ICH Geburtstag, da gibt es wieder ein Fest…und das Schönste daran ist: Ihr seid alle eingeladen!“ sagte Franzi ganz stolz 😉

ENDE SEPTEMBER BEGINNT AUCH DIE APFEL- UND DIE BIRNEN-ERNTE
Ein „Prachtapfel“ ist übrigens Bestandteil des unten beschriebenen, wunderbaren Apfelkuchen-Rezepts aus unserer Familie, das ausnahmsweise hier – für Euch meine lieben Leser – verraten wird… 😉

Der berühmte Geschichte des Apfel in Kurzfassung: So knackig, saftig, süß und säuerlich – ganz paradiesisch…schon Adam und Eva wussten, wie verführerisch ein Apfel sein kann. Der Apfel diente schon immer auch als Symbol – vom Sündenfall bis hin zu den mächtigen Kaisern und Königen:

Schon im antiken Persien galt der Apfel als Symbol herrschaftlicher Macht, ein Status-Symbol, die auch später von mittelalterlichen Kaisern weitergeführt wurde. Diese trugen als „Insignie“ eine goldene Kugel als Sinnbild für die Erde. Der „Reichsapfel“ symbolisierte im Heiligen Römischen Reich so die Weltherrschaft und war jahrhundertelang fester Bestandteil der feierlichen Krönungszeremonien von Kaisern und Königen.

Die heutigen Apfel-Kultursorten entstanden jedoch durch jahrhundertelange Züchtung und Veredelung. Heimisches Obst? Oder? Ursprünglich kommt der Apfel wohl aus Zentral- und Westasien. Er wurde bereits 10.000 v.Chr. in der Region des heutigen Kasachstan nachweislich angebaut. Die größte Stadt des Landes trägt bis heute den Namen Almaty, was übersetzt so viel wie „Stadt des Apfels“ heißt, sagt Wiki.

Der Apfel spielt nicht nur in der Küche eine große Rolle. Er begleitet uns Menschen seit Urzeiten als ewiges Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit und Leben. Noch heute wird zur Geburt eines Kindes in manchen Regionen traditionell ein Apfelbaum gepflanzt. Auch ist er Bestandteil von traditionellen alten Märchen – wer kennt sie nicht? Zum Beispiel „Schneewittchen“ oder von Legenden wie der von „Wilhelm Tell“ hat sicher jeder schon gehört. Auch der Nikolaus brachte früher keine Süßigkeiten, sondern die schönsten Äpfel als gute Gaben.

„An apple a day keeps the doctor away” – sein gesunder Ruf ist wohl bekannt…Was der Volksmund ja schon immer wusste. So haben auch z.B. unter anderem Forscher der Universität Oxford in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt: Der Apfel steckt voller gesundheitsfördernder Substanzen…Mineralien…Vitaminen…Ballaststoffen…sekundären Pflanzenstoffen … wer weiß, was er sonst noch so alles kann… und schmecken tut er…ganz saftig und süß!


DER ERNTE SEI DANK

Beim Datum für das „Erntedank-Fest“ (ein überwiegend katholischer Brauch) gibt es innerhalb von Deutschland auch überall regional deutliche Unterschiede. In der Regel wird das Erntedankfest von Katholiken am ersten Sonntag im Oktober gefeiert, dazu später mehr…. Im Jahre 2020 ist das der 4. Oktober gewesen.
Die evangelischen Freikirchen feiern das Fest in der Regel am ersten Sonntag nach Michaelis oder am ersten Sonntag im Oktober, also diese Jahrzufällig auich ebenfalls am 4. Oktober.

Erntedank“ oder vergleichbare Feste gibt es schon Jahrtausende. Man kennt sie zum Beispiel schon seit“biblischen“ Zeiten, auch später im Römischen Reich und sogar in der frühen Geschichte Japans waren diese Dankesfeste bekannt.
Derartige Bräuche sind folglich quer durch alle Kulturen und Religionen auf der ganzen Welt zu finden. Die ältesten Belege für ein Erntedankfest im Christentum stammen bereits aus dem dritten Jahrhundert n. Chr.
(https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Erntedank-Geschichte-und-Bedeutung-des-Erntedankfests/)

Im „Mittelalter“ hatte sich schon parallel zum kirchlichen Aspekt (nämlich der Danksagung an Gott) auch der „weltliche“ Aspekt entwickelt. Den reichen, mächtigen Großgrundbesitzern gehörten früher alle erwirtschafteten Erträge. Die Bauern mussten die komplette Ernte bei ihrem Grundherren abliefern. Symbolisch übergaben sie damals einen aus Ähren gebundenen kleinen Kranz oder eine Erntekrone, als Zeichen für den Abschluss aller Erntearbeiten – eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat. Im Gegenzug hatten die Bauern aber auch Anspruch auf Entlohnung sowie ein großes „Fest“ auf dem Hof mit gutem Essen, Bier und fröhlichem Tanzgeschehen.

Später mit der Industrialisierung und der Technisierung der Landwirtschaft seit dem 19. Jahrhundert verlor das Erntedank-Fest an Bedeutung – insbesondere, als die Bauern selbst Eigentümer der Flächen waren, die sie bestellten.

„In allen Bereichen, sowohl religiös als auch weltlich, sind die Ursprünge der Feste heute längst nicht mehr so präsent wie früher“. Das sei eine allgemein beobachtete Entwicklung – auch bei Weihnachten oder Ostern rücke der religiöse Zusammenhang immer weiter in den Hintergrund, die Bräuche würden zunehmend zu verweltlichten Konsum-Festen. Laut dem Bayerischen Verein für Landespflege verbreitete sich mit dem Christentum auch das Erntedankfest auf der ganzen Welt.

Den „Erntedank-FestTermin, nämlich im Oktober, der in Deutschland gilt, empfahl die katholische Kirche übrigens erst im Jahre 1972 – vorher wurde das Fest aber doch auch schon recht lange hierzulande an verschiedenen Tagen im Herbst gefeiert. (Quelle: Bayerischen Verein für Landespflege)

THANKSGIVING

THANKSGIVING – das amerikanische Äquivalent und High-Light des Jahres:
Die Amerikaner feierten schon nachweislich seit der Pilgerzeit – formlos und über das ganze Jahr verteilt – Thanksgiving, bis US- Präsident Franklin D. Roosevelt im Jahre 1941 den vierten Donnerstag im November zum nationalen Thanksgiving-Feiertag erklärte.
Traditionell kommt an „Thanksgiving“ die ganze Familie zu einem großen Festessen zusammen, wobei der Fokus nicht auf dem Truthahn-Essen, sondern auf dem gemütlichen Beisammensein mit Familie und engen Freunden liegt.

Jedenfalls ist „Thanksgiving“ eine sehr alte Tradition, die sich bis zum Jahre 1621 zurückverfolgt werden lässt.
„In den USA gibt es dazu eine Legende, die sich auf die Pilgerväter beruft: Diese sollen nach ihrer Ankunft im Spätherbst des Jahres 1621 gemeinsam mit Indianern – die selbst bereits einen ähnlichen Brauch gehabt haben sollen – ein dreitägiges Erntedankfest gefeiert haben.“

WIR DANKEN DEM HERBST
Wir danken freudig dem schönen, bunten Herbst, der uns die reifen Früchte gibt. Wir genießen noch -etwas wehmütig – das warme, goldene, sanfte Licht und den Duft der letzten Blüten in unserem Garten…der Winter muss doch noch warten.

HYGGE

Ich weiß gar nicht, warum viele Menschen den späten Herbst nicht mögen! Na gut, es gibt auch manchmal ein paar graue Tage mit Regen und Sturm…Ich mag aber diese stimmungsvolle Zeit sehr, sonst hätte ich nicht so begeistert diesen Blog-Artikel geschrieben… 😉
„Hygge“ nennt man das heutzutage…Wie gemütlich vieles doch zum Jahres-Ende hin ist! Man hat auch nicht mehr ständig das Gefühl bei schönem Wetter und Sonne unbedingt raus zu müssen. Es gibt noch keinen Advents – oder Weihnachtsstress und endlich hat man mal Zeit und Muse um ein schönes Buch zu lesen…bei einer warmen Tasse Tee/Kaffee, gemütlich auf dem Sofa – unter der Decke gekuschelt – geht es uns doch gut, oder?

Im Wesentlichen bedeutet ein Hygge eine gemütliche, herzliche Atmosphäre, in der man das Gute des Lebens auch mal in Ruhe und Entspannung alleine oder zusammen mit lieben Leuten genießt.
Das warme Licht von Kerzen ist auch Hygge. Freunde und Familie gehören mit zur Hygge. Unser deutscher Begriff „Gemütlichkeit“ ist etwas abgedroschen…finde ich…Hygge klingt wesentlich wärmer und auch viel freundlicher… geborgen… behaglich…HYGGE bedeutet einfach ein gutes, wunderbares, heimeliges LEBENSGEFÜHL.


Herbst (aus der Sammlung: Helldunkel)
Herbstsonnenschein, // Der liebe Abend lacht so still herein, // Ein Feuerlein rot // Knistert im Ofenloch und loht. // So! – Meinen Kopf auf deinen Knien, // So ist mir gut; // Wenn mein Auge so in deinem ruht. // Wie leise die Minuten ziehn!
Gedicht: Johannes Schlaf (1862 – 1941) deutscher Dramatiker und Erzähler

>>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben erwähnt.

Wikipedia meint: Der Begriff “Hyggelig“ ist ein im Dänischen und Norwegischen häufig verwendetes Adjektiv, das wörtlich „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und einfach „gut“ bedeutet 😉

Aus den so schön bunten Farben der herbstlichen Natur, aus dem strahlenden Blau des Himmels und der Schönheit eines bezaubernden Lächelns – irgendwo – irgendwann…ist dies ist wie neue frohe Hoffnung schöpfen – ein kleiner Lichtblick für unsere Seele – auch an neblig trüben Tagen…

Weit gerückt… in unbewegter Ruhe steht der Wald wie eine rote Stadt.
Und des Herbstes goldne Flaggen hängen von den höchsten Türmen schwer und matt. Zitat: Georg Heym (1887-1912)
war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Lyriker des frühen literarischen Expressionismus.

Herbst
Zu Golde ward die Welt // zu lange traf // der Sonne süßer Strahl // das Blatt, den Zweig. // Nun neig // dich, Welt, hinab // Bald sinkt’s von droben dir // in flockigen Geweben // verschleiernd zu // und bringt dir Ruh, // o Welt, // o dir, zu Gold // geliebtes Leben, // Ruh.
Gedicht: Christian Morgenstern (1871-1914)
 war ein bedeutender deutscher Dichter und Schriftsteller.

>>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben erwähnt.

„Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.“
Zitat: Hugo von Hofmannsthal (1874 – 1929), österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler

Wie man sieht, hat auch der Herbst die allerschönsten Seiten. Auch viele bekannte Autoren wie Dichter und Denker haben in besinnlicher Weise hier diese ungewöhnliche Stimmung eingefangen und in ihren Werken festgehalten.

„Der Herbst der, der Erde die Blätter wieder zuzählt, die sie dem Sommer geliehen hat.“
Zitat: Georg Christoph Lichtenberg, (1742-1799)
war ein Physiker, Naturforscher, Mathematiker, Schriftsteller und gilt als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.

. „Entstehen und Vergehen, das ist das Gesetz der Welt.“- Zitat: Publilius Syrus,1. Jh.v.Chr.
 war ein bekannter römischer Autor. Seine Nachwirkung geht zurück auf eine Sammlung seiner Sprüche, die Sententiae… Diese wurden bald Schullektüre und waren entsprechend bis in die Spätantike weit verbreitet. (Wikipedia)


Herbst – Aufschub…bleib doch noch ein wenig…bitte, bitte!
Ach, es ist doch nur der kräftige Wind, der plötzlich etwas kühler weht. Nein,- jetzt schon dicke Socken und Jacken anziehen…?
Och, nööö…Gemäß den klugen Meteorologen sollte doch der Altweibersommer doch noch viel länger sein warmes – buntes Gewand uns zeigen. Ja,- auch die Blätter müssen sich doch noch bunter färben und zu Boden fallen…und die Vögelchen warten dort nur darauf, dass eines aus dem Nest geworfen wird… noch haben sie es doch so schön warm, bei Muttern unterm kuscheligen Federkleid…

Denn ich will den Herbst!“
Ist es nicht, als wäre ER das eigentlich Schaffende,
schaffender denn der Frühling, der schon gleich ist und das viel zu fertige, viel zu befriedigte, schließlich fast bürgerlich-behagliche Bild des Sommers zerstört?
(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)

Der Herbst fängt an. Ich sehe es im Garten, an den Bäumen und Büschen. Ich spüre es an der Luft und den eigenen Gliedern. Der Sommer ist unwiderruflich vorbei. Gegen den Herbst ist kein Kraut gewachsen. Aber der Herbst ist doch so schön und kann so reich an Farben sein. Die letzten Freuden des Lebens sind stiller, aber auch tiefer. So will ich den Herbst ruhig zu mir kommen lassen.“ Zitat: © Phil Bosmans (1922 – 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller (›der moderne Franziskus‹).

„Wenn der Baum zu welken anfängt, tragen dann nicht alle seine Blätter die Farbe des Morgenrots?“- Zitat: (Johann Christian Friedrich Hölderlin – 1770-1843 – war ein bekannter deutscher Dichter.

Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein. “ – Zitat: Hugo von Hofmannsthal, (1874-1929)

Ach, willst du plötzlich doch schon kommen – du goldener Herbst, du…lass mich noch ein klein bisschen blühen und schick den Frost noch fort, denn ich möchte in voller Schönheit verblühen…

Die Edelkastanie, auch Esskastanie genannt, ist der einzige europäische Vertreter der Gattung Kastanien aus der Familie der Buchengewächse. Im Herbst fallen die Kastanien auf die Erde. Die Blätter verfärben sich und fallen ab. Wenn die Kastanie im Boden keimt, kann daraus ein kleiner Kastanien-Baum wachsen. Die meisten Edelkastanien-Bäume werden etwa 25 m hoch. Je nach Standort werden sie 200 bis 1000 Jahre alt. (Wikipedia)

BLÄTTER-REGEN
Im würzig-herbstlichen Duft der Wälder nimmt die Natur ihren Abschied vom Sommer. Unter meinen Füßen knistert feuchtes, raschelndes Laub. Es leuchtet noch einmal hell in den letzten kunterbunten Farben auf, bevor der November dem Herbst die Felder und bunten Blätter-Wälder raubt.

Der Herbst hat tausend Gesichter: Wunderbare Hochdrucklagen – aber oft schon mit Nachtfrost, Frühnebel und Raureif. So gibt es mittags fast noch hochsommerliche Temperaturen, aber manchmal schon tags darauf ein heftiges Sturmtief mit peitschendem Regen oder tagelanges Schmuddelwetter.


Herbstblätter

„Alle, die in Schönheit gehn, werden in Schönheit wieder auferstehn.“
Zitat: Rainer Maria Rilke (1875-1926) war ein österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.

Verlieren denn alle Bäume ihre Blätter im Herbst? Fast alle…aber die Mistel, Stechpalme oder Efeu behalten auch im Winter ihre Blätter. Dagegen verliert die „Lärche“, die ein Nadelbaum ist, im Herbst ihre sich zitronengelb verfärbenden Nadeln. Ohne ihre Nadeln jedoch kann die Lärche Temperaturen bis zu Minus 40 Grad Celsius unbeschadet aushalten! Die Lärche ist eine Besonderheit im Reich der Nadelbäume. Andere Nadelbäume wie Kiefer oder Tanne verwenden Tricks, um sich vor diesen Gefahren zu schützen: Ihre nadelförmigen Blätter haben eine kleinere Oberfläche als die Lärche und dickere Wände. Die feinen Blätter-Nadeln der Lärche aber sind ganz weich und wären im Winter nur schlecht geschützt.

Wenn das Laub in bunten Farben raschelt, ist der Herbst ins Land gezogen…


Kunterbunt und farbig fliegen leuchtende Herbstblätter durch die leicht stürmische Luft. Dabei steht der Bauer beim Keltern der Äpfel – ganz betört vom süßen Apfelduft – und sieht wie der Sommer zwischen den Zweigen davongeht“…

HALLOWEEN: Heut sind alle Geister wach…alle Hexen auf dem Dach…Monster schleichen um das Haus…Drum gib schnell was Süßes raus…Am 31. Oktober ist es wieder so weit…Hexen, Geister und Vampire dürfen um die Häuser ziehn: Spinnenbein und Besenstil, diese Hexe will nicht viel…nur etwas auf die Hand…schon ist sie wieder weggerannt…

Alles Blühen muss vergehen…alles Leben wird verwehen…nur die Freude bleibt bestehen – wenn Gedanken die Ewigkeit sehen…“ – Dies ist ein Zitat, das ich – so ungefähr – noch von meiner lieben Tante Finchen in Erinnerung habe.


Spinne, Frosch und Echse kommt alles in den Topf. Nun fehlt der kleinen Hexe ein süßer Nachtisch noch!

„Denn ich will den Herbst!
Ist es nicht, als wäre er das eigentlich Schaffende, schaffender denn der Frühling, der schon gleich ist, und das viel zu fertige, viel zu befriedigte, schließlich fast bürgerlich-behagliche Bild des Sommers zerstört? “ Gedanken von Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österr. Dichter.

Oh-je, oh-je, oh-jehe,…Wenn ich hier die vielen Blätter sehe…doch hab ich schnell den kleinen Berg – gehäufelt für den kleinen Zwerg – der IGEL lugt schon um die Ecke, er braucht ein warmes Bette im Garten und kann nun nicht mehr länger warten.

„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird “ . Zitat: Albert Camus 1913-1960, französischer Philosoph

Bunter Blätter tanzen im Wind. Darüber freut sich jedes Kind – Juchhu – es raschelt der Herbst, es stürmt der Wind…   

Auf der Suche nach Steinpilzen, Champignons, Pfifferlingen und Co.

Das wird dieses Jahr (2020) wegen der allgemeinen Trockenheit der Wald-Böden schwierig…mit der Suche…aber zwischendurch hat es ja auch mal wieder kurz geregnet…wir haben so also trotzdem noch im Oktober ein paar gefunden…

Doch normalerweise werden wir m Herbst – bis etwa Anfang November – beim Pilzesammeln im Wald am besten in den frühen – noch taufrischen Morgenstunden das meiste Glück haben. In unseren lichten Misch- und Laubwäldern finden wir dann vor allem frische Pfifferlinge und Steinpilze, die Wiesen- Champignons sind natürlich häufig auf den Wiesen anzutreffen, Maronen-Röhrlinge finden wir hingegen in kiefer- und fichtenbewachsenen Regionen. Das weiß eigentlich jeder Pilzsammler: Den Pilz-Fruchtkörper ganz knapp über dem Boden mit einem scharfen Messer abschneiden, um das Pilzgeflecht unter der Erde nicht zu verletzen. Empfehlenswert ist – bei Neulingen bzw. Anfängern – ein gutes Bestimmungsbuch oder am besten den prüfenden Blick eines Fachmannes zu Rate zu ziehen.

Liebschaften sind wie Pilzgerichte: Beide sollte man nicht aufwärmen.“ (Spruchweisheit)



Erfahrungen sammelt man wie Pilze:
Einzeln und mit dem Gefühl,
dass die Sache nicht ganz geheuer ist.

ZITAT: Erskine Caldwell (1903 – 1987), ein US-amerikanischer Schriftsteller



WARUM IST DENN DER HERBST SO SCHÖN? WEIL?

Weil im Wind die bunten, fallenden Blätter einfach unglaublich wunderschön anzusehen sind.
Weil unsere Natur in keiner anderen Jahreszeit in so ein sanftes goldenes Licht getaucht wird.
Weil uns allen die frische, kühlende Luft rosige Wangen beschert.
Weil nicht nur die Kinder, sondern wir alle die schönen Kastanien sammeln können.
Weil wir alle die bunten Laubhaufen durcheinanderwirbeln können.
Weil es endlich wieder Kürbisse in allen Formen und Farben gibt und zuhause unseren köstlichen Kürbiskuchen
Weil wir Kinder endlich an Halloween kostenlos Unmengen an Süßigkeiten ergattern können und
Weil sich alles um uns herum in ein buntes Sammelsurium witziger Monster mit ausgefallenen Kostümen verwandelt.
Weil es nichts Schöneres gibt, als sich nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang in warme, dicke Decken zu kuscheln und einen heißen Kakao zu trinken.,,,Weil, weil, weil…1000 Dinge könnte man dazu noch aufzählen.

Herbst-Romantik pur…eine Symphonie raschelnden herbstbunten Laubes…



Ein schönes Lied aus Kindertagen…
DIE APFELERNTE

In eine kleinen Apfel // da sieht es niedlich aus; // es sind darin fünf Stübchen // grad wie in einem Haus. //In jedem Stübchen wohnen // zwei Kernchen, braun und klein; // die liegen drin und träumen // vom lieben Sonnenschein. // Sie träumen auch noch weiter // gar einen schönen Traum, //wie sie einst werden hängen // am lieben Weihnachtsbaum. (Lied–Volksgut)

Auch wenn es jetzt noch mal im September so richtig schön warm geworden ist, finde ich doch, dass sich der Herbst schon mit großen Schritten ankündigt. Jetzt gilt es, die letzten feinen Dinge des (Spät-) Sommers zu genießen. Und da gehören auch köstliche kleine Äpfelchen aus dem herbstlichen Garten dazu. Der leckere Kuchen umhüllt hier die Äpfel mit einer köstlichen Crème aus Marzipan und macht den Genuss so noch himmlischer…

Unser „Äpfelchen-Kuchen“ hhmmm…

DAS BESTE ZUM SCHLUSS:


UNSER FEINES KUCHEN-REZEPT DES HERBSTES:

Tante Finchens leckerer
ÄPFELCHEN-KUCHEN
mit Marzipan…den wir schon als Kinder liebten…

  • Tante Finchen hatte immer vorher schon ALLE Zutaten abgewogen und bereitgestellt: 125 g (100-25) gemahlene Mandeln, 180 g (150-30) Mehl, 250 g (125-125) Butter, 75 g Puderzucker, 250 g Marzipan-Rohmasse, 50 g brauner Zucker, ½ TL gemahlener Zimt, 3 Eier (Größe M), 1 kg Äpfel, z.B. Boskoop, Aprikosen-Gelee oder Puderzucker.

Die Zutaten:

Für den Teigboden: 100 g gemahlene Mandeln, 150 g Mehl, 125 g Butter, 75 g Puderzucker – (später dazu: 25 g gemahlene Mandeln, etwas Puderzucker für den Boden).
Für die Marzipan-Füllung: 250 g Marzipan-Rohmasse (TK-Tipp), 125 g Butter, 1 P. (½) Vanillezucker, Prise Salz, 50 g brauner Zucker, ½ TL gemahlener Zimt, 3 Eier (Größe M), 1 kg Äpfel (z.B. Cox Orange ( = geschmacklich super…der Klassiker) oder Boskoop ( = fruchtig aromatisch, mit viel Vitamin C ), 30 g Mehl. (1 Zitrone für die Apfelscheiben)
Für die Oberfläche zum Bestreichen (nach dem Backen und Erkalten): 3-4 El. Aprikosen- oder Quitten-Gelee oder etwas Puderzucker (Sieb).

Wer Walnüsse liebt, kann eine gute Handvoll feingehackter Kerne mit in die Füllung noch hinzugeben, sie bilden einen schön nussig-herben Kontrast … und etwas „Crunch“ …
Zubehör: 26-er Springform, Back-Pinsel. Frischhaltefolie, Alufolie.


TK-TIPP:
Die Marzipanmasse im Block 15 min. einfrieren und noch leicht gefroren auf einer groben Reibe direkt über die zimmerwarme Butter in die Rührschüssel raspeln…so lässt sie sich leichter verarbeiten ohne zu „klumpen“. Siehe hierzu auch Hinweise für die Zubereitung des Marzipan-Gebäcks in meinem anderen Blog-Artikel: „Leipziger Lerchen“…

An der Luft verfärbt sich das Fruchtfleisch geschälter Äpfel rasch braun. Das kann man ganz leicht verhindern, indem man die Apfelstücke nach dem Schälen und Schneiden mit etwas Zitronensaft beträufelt.
Ein klassisches Gewürz zum Apfelkuchen backen ist übrigens etwas Zimt, er bringt ein ganz wohliges Aroma.


Die Zubereitung

1. Für den Teigboden:
100 g Mandeln, 150 g Mehl, 125 g Butter und 75 g Puderzucker zügig zu einem schön glatten Teig verkneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund (ca. 34 cm Ø) ausrollen und in eine (evtl. mit Backpapier belegte) 26er Kuchenform legen und glatt und gleichmäßig (mit hohem Rand) schön ausformen. Den Boden mit einer Gabel wie gewohnt mehrmals einstechen. Die restlichen 25 g gemahlenen Mandeln auf den Boden streuen und leicht andrücken. Mit etwas Puderzucker (Sieb) bestreuen. Die Kuchen-Form (mit Folie abgedeckt) für gut eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Anm.: Ein Trick von Tante Finchen: Dieses ist seit langem unsere andere Art den Teigboden einfacher vorzubereiten:
Der Trick: Den Teig nicht als Kugel kühlen, da man diesen kalten „Klumpen“ später schlecht ausrollen kann, (also den „weichen“ Teig vorher schon gleichmäßig mit hohem Rand in der Kuchen-Form verteilen. Die komplette Kuchen-Form mit dem Teigboden (oben mit Folie gut abgedeckt) dann während mindestens 30 min. – oder auch ruhig über Nacht – im Kühlschrank ruhen lassen, falls man den Kuchen anderntags backen möchte. Er sollte nur wieder Zimmertemperatur vor dem Füllen bzw. dem späteren Back-Vorgang haben.


2. Für die Marzipan-Füllung: 125 g Butter mit 50 g braunem Zucker, der Hälfte des Vanillezuckers, ½ Tl. Zimt und Prise Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Die „gefrorene“ Marzipan-Rohmasse locker flockig über die Butter-Mischung in die Schüssel reiben, 30 g Mehl darüberstreuen und alle Zutaten innig vermischen. Dann die 3 Eier (einzeln nacheinander) hinzugeben und alles homogen miteinander verkneten.


3. Nun die Äpfelchen schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel in gut 1 cm dicke gleichmäßige Spalten schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Die dünnen Apfelspalten mit der fertigen Marzipan-Füllung immer abwechselnd (mit zwei Löffeln) rundherum im Kreis in der Kuchen-Form schichten. Mit einer schön gleichmäßig kreisrunden Lage von Apfelspalten oben abschließen.
Kuchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C./ Umluft: 150 °C) zirka 50–60 Minuten backen.
Himmlisch, wenn der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen durchs Haus zieht...


4. Nach ca. 30 Minuten der Backzeit mit Alufolie die Oberfläche abdecken.


Nach Backzeit-Ende den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form gut auskühlen lassen. Die Oberfläche nach dem Abkühlen mit Puderzucker (und wer mag etwas Zimt dazu) bestreuen oder aber: Das Gelee leicht erhitzen, glattrühren und die Kuchen-Oberfläche damit einpinseln: …“Das gibt einen schönen Glanz.“..sagte Tante Finchen immer.
Den Kuchen komplett erkalten lassen, bevor man ihn aus der Form auf die Kuchenplatte hebt und anschneidet.


TIPP: Wer kein Marzipan mag, kann z.B. als Ersatz nehmen: Kokosnuss- oder Mandelpaste oder Püriertes Trockenobst (Datteln oder Feigen) …Bezugsquellen in Bio-Läden nachfragen.

Anm.: Nach Angabe unserer liebsten Tante „Finchen“ kann der Kuchen auch (statt mit Äpfeln) mit frischen, festen aber reifen Birnen (z.B. Abate-Fetel) zubereitet werden, Diese sollte man nur gut schälen, halbieren und vierteln (nicht kleiner schneiden) und das Kerngehäuse aus den Birnenvierteln herausschneiden...und die Garzeit abkürzen auf ca. 40 min. 😉

Abate Fetel: Diese Sorte ist eine typische Winterbirne. Sie ist groß und länglich und weist Punkte auf der Schale auf. Sie ist lange lagerbar und schmeckt schön saftig-süß.



ZUM SCHLUSS NOCH DAS LETZTE…DAS ALLERLETZTE:

MITTEN IM HERBST denken wir da schon an die Winterzeit und die kommende Sommerzeit? Die Uhren ticken hier leider anders…

Der Herbstanfang in diesem Jahr 2020 war der 22. September, genau um 15.31 Uhr. ; „ASTRONOMISCH“ endet der Herbst nun am 21. oder 22. Dezember auf der Nordhalbkugel und am 21. Juni auf der Südhalbkugel (Wintersonnenwende).

Doch nun kommt erst einmal die WINTERZEIT: Paulchen Panther-Wer hat an der Uhr gedreht?

OKTOBER – So heißt es momentan: Stellen Sie Ihre Uhren in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 25.10.2020 früh von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück dann beginnt die Winterzeit. Und die SOMMERZEIT? – Diese beginnt dann ab 28.03.2021…und endet am 31.10.2021.


WAS NUN?
Das EU-Parlament will schon länger das Ende der Zeitumstellung im Jahr 2021…das ist aber nun schon wieder – wegen Unstimmigkeiten der EU-Partner – in Frage gestellt…

In Deutschland gab es bereits mehrmals eine Zeitumstellung: Erst im Jahre 1978 beschloss die Bundesrepublik Deutschland erneut die Einführung der Sommerzeit, in Kraft trat diese Änderung 1980. Seitdem gibt es in Deutschland wieder die halbjährliche Zeitumstellung.

Etwa jeder Vierte (26 Prozent) kämpft nach der Zeitumstellung mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen, zeigt die Umfrage einer Krankenkasse. Unter anderem stört die Zeitumstellung den Schlafrhythmus vieler Menschen. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht sich aus gesundheitlichen Gründen für die konstante Beibehaltung der Normalzeit (Winterzeit, MEZ) aus. Der Hintergrund: Das Tageslicht sei der „Hauptzeitgeber“ für die innere Uhr des Menschen und für den Wach-Schlaf-Rhythmus.
Ich frage mich auch, warum wir am 25. Oktober 2020 wieder an der Uhr drehen müssen? Damit bin ich wohl nicht alleine.

Die Zeitumstellung sollte endlich abgeschafft werden – doch wann und wie? Wann die Abschaffung kommt, steht im Moment also noch völlig in den Sternen.

Es gibt bereits drei (!) Zeitzonen in der EU

Nun kann man sagen, dass es in großen Flächenstaaten wie Russland, den USA und Kanada ja auch mehrere Zeitzonen gibt. Und die EU hat auch jetzt schon drei Zeitzonen: In Deutschland und 16 anderen Staaten gilt dieselbe Zeit.
Acht Länder weitere Länder im Osten der EU sind eine Stunde voraus. Und drei Staaten – Irland, Portugal und Noch-Mitglied Großbritannien – liegen von uns aus gesehen einfach eine ganze Stunde zurück.
Wenn aber jedes Land seine eigene Entscheidung zu Sommer- oder Winterzeit trifft, wird alles ziemlich chaotisch. Oder?

Es bleibt leider so im Moment, wie es bisher war: Die Uhren werden also jetzt erst einmal wieder in der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober 2020 um eine Stunde zurückgestellt – von 3:00 auf 2:00 Uhr…
(Quellen: Wikipedia)


Hoffe, Ihr hattet viel Vergnügen beim Lesen meineseinmal wieder sehr „ausführlichen“ – Blog-Artikels… Eine goldene, wunderbare Herbstzeit auf häufigen Feld-Wald und Wiesen Erkundungen wünscht allen meinen Leser
Ulla G.


NACHTRAG zu meinem Blog: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch`bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten, Bilder und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.


UNSERE DRITTE GOLDENE WUNDERBARE JAHRESZEIT:
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen, die Blätter an den Bäumen verfärben sich kunterbunt – kein Zweifel, der Herbst ist nun da. Für viele ist der Herbst die Jahreszeit  der Melancholie: Der herrlich warme Sommer ist vorbei, der dunkle und kalte Winter steht vor der Tür. Doch der Herbst hat noch so viele schöne Seiten, nicht zuletzt das wunderbare Naturschauspiel der bunten Blätter und vieles – auch „Genussreiches“ – mehr… wie ihr hier erfahren habt.
Im Parallel-Blog „Kürbis-Kürbis-Kulinarik…herbstliche Überraschungen“…gibt es hierzu weiter Interessantes..Schmackhaftes und Wissenswertes…es bleibt spannend in Ullas Blog.


BLOG-ARTIKEL VERÖFFENTLICHT AM: 05. September 2020


Zur Vollendung des „Jahres-Karussells“ der
„Blumenkinder im Jahresverlauf“
folgt demnächst in Kürze

– zum Jahresabschluss –
noch der letzte Teil der vier Jahreszeiten:
„DER WINTER – die unterschätzte Jahreszeit“
Wie immer dann wieder – bunt zusammengefasst – mit den schönsten Ansichten, Geschichten und Gedichten…