WINTER-WUNDER-ZEIT
Der Winter hat so viele schöne, faszinierende Seiten und ach, das Leben…so reich an Facetten…

Willkommen, lieber Winter, ich mag dich und deine besonderen Eigenheiten. Ich liebe den Duft des schon dahinwelkenden Laubes. Das Rascheln unter meinen Füßen singt mir ein Lied und ganz leise klingen dabei schon die Glocken des bald kommenden Advents in meinem Herzen mit. Jaah … und der Schnee? Wo bleibt der Schnee?


HIER FOLGT NUN DER DRITTE UND LETZTE TEIL DER BLUMENKINDER
IM GARTEN DER VIER JAHRESZEITEN:

Der Winter – die vierte Jahreszeit –

HISTORISCHES: Über Jahrtausende hinweg haben Menschen den Winter erlebt. Auch durch die alten Sitten und Gebräuche unserer germanischen Ur-Ahnen wurden wir stark geprägt. Keltische Druiden und ihre mystischen Rituale, die gerade in der Winterzeit stattfanden, faszinieren uns – auch heute noch – immer wieder. Über diese überraschend spannende alte und neuere Geschichte und das vielfältige Brauchtum, Sagen und Legenden aus unserer Winterzeit möchte ich heute hier berichten. Ach ja…und das Wetter im Winter… das bleibt wohl immer noch ein Geheimnis…


Die Natur scheint nun für Monate im Winterschlaf zu verharren…das Wetter ist meist kalt und regnerisch. Der Rheinländer sagt: „Wat is dat doch usselig“… da möchte man sich doch glatt „einmuckeln“, weil das Wetter so „usselig“ ist … Im richtigen Winter sind Bäume und Pflanzen morgens oft schon mit dickem Rauhreif bedeckt. Die zarten Eiskristalle glitzern an manchen Tagen in der schönen Morgensonne, die noch ein wenig wärmt. Wenn die Eiskristalle im Lichte glänzen, scheint im Winter die ganze Natur zu schlafen.


„Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter.“ – Zitat: © John Ruskin (1819-1900) war ein britischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph.

LESEDAUER: Zirka 40-50 min. (je nachdem wie ausführlich)

„Wenn du dich im Sommer über die Sonne freust, trägst du sie im Winter in deinem Herzen.“ – Zitat: Rainer Haak (*1947) ist ein deutscher Schriftsteller, Theologe und Aphoristiker.

Willkommen ist uns die vierte Jahreszeit ...

Es ist ganz langsam kalt geworden: Frost, Blitzeis, Neuschnee und um 16 Uhr bricht schon die dunkle Nacht herein… Alle Jahre wieder ist Winter… klare Luft und klirrende Kälte kündigen uns oft schon im November den nahenden Winter an…


Eigentlich bin ich wohl eher ein „Wintertyp“ … ich mag ihn sehr – den Winter –

…natürlich auch wegen der ultimativen winterlichen „Must-Haves“: Nach einem Spaziergang bei schon frostigen Temperaturen ist es doch wunderbar in die warme Wohnung zurückzukehren, sich in die weiche Decke zu kuscheln, Leseabende am Kamin oder gemütlich auf der Couch zu verbringen, Kerzenschein, heiße Wannenbäder etc. und diese besonderen Dinge als wohltuend zu genießen… Das alles trägt gerade im Winter zu unserem Wohlbefinden bei und stellt so einen liebenswerten Aspekt dieser Jahreszeit dar… und es erfreut uns auch, dass alle Wohnungen und Städte – wie in keiner anderen Jahreszeit – so wunderbar beleuchtet sind und dass die doch schon recht kalte Luft draußen beim Spazierengehen uns auch einen klaren Kopf verschafft.

Dunkle Winterabende können zuhause so gemütlich sein…wie schön ist z.B. ein zauberhafter Fondue-Abend bei Kerzenschein oder ein fröhlicher Spiele-Abend… der allen wohltuende Nähe und viel Spaß bringt z.B. mit Freunden oder der Familie.

Oder den Abend gemütlich alleine verbringen? Auf der Couch alte Fotos sortieren, mal wieder ausmisten, lange telefonieren … oder Lieblingsmusik hören und puzzeln … oder Lieblingsfilme anschauen … niemand redet einem rein 😉. Dabei ist es völlig egal, ob gerade „Terminator“ oder „Rudolph mit der roten Nase“ da ist, hier bestimme ich … Dank Netflix und Co. sind viele Klassiker nur einen Mausklick entfernt. 


Und dann kann man ja alles – trotz Corona – auch ins Positive wenden: Wir werden wieder feine Advents-Plätzchen selbst backen, (noch mehr) Bücher lesen, uns auf’s Sofa kuscheln, Geschenke und Weihnachtskarten basteln, die (ruhige) Zeit einfach mit Wonne geniessen. Dies alles versetzt uns zum Jahresende in festliche Stimmung … so freuen wir uns also auf die nahende Winterzeit und machens uns zuhause gemütlich.


Unser Winter in Europa dauert genau 89 Tage auf der Nordhalbkugel und 93 Tage auf der Südhalbkugel.

„METEOROLOGISCH“ endet der Herbst 2020 am 30. November und der WINTER beginnt 
Genaugenommen gibt es zwei Winteranfänge: den meteorologischen (oder klimatologischen) und den kalendarischen (astronomischen) Winteranfang.
Meteorologisch beginnt der Winter bei uns jedenfalls am 01. Dezember 2020. Das hat einen ganz praktischen, einfachen Grund: Daten und Statistiken der Meteorologen über Wetter und Klima lassen sich besser erheben, wenn der Winter am Anfang eines Monats beginnt. So hat man eine klarere zeitliche Einteilung als bei einem Beginn mitten im Monat. Deswegen hat die Meteorologie den Winteranfang auf den ersten Tag des Dezembers festgelegt. Dazu und zum kalendarischen (oder astronomischen) Winteranfang folgt später noch Ausführlicheres am Blog-Artikel-Ende.

Eisblumen
Eisblumen malt ans Fenster er, // In weissem Blütenkranz, // Die freuten uns noch immer sehr. // Mit ihrem Zauberglanz.“ – © Graf Franz von Pocci (1807-1876), deutscher Schriftsteller, Zeichner, Musiker und Komponist. Hier: Vers-Zitat aus WINTERS EINZUG: Gedicht für Kinder
.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen:
Manche Gedichte sind so schön, aber oft sehr lang… d.h.: Sie brauchen eigentlich für einen Blog-Artikel „zu viel Platz“…Ich wollte aber nicht auf sie verzichten…daher wurden die kurzen Vers-Zeilen durch Schrägstriche unterteilt: Laut Duden wird heute diese Art // durch Schrägstriche // üblicherweise als Satzzeichen nur noch gebraucht, um Verse im Fließtext voneinander abzugrenzen (zum Beispiel wie hier im Gedicht-Satz, um die Länge abzukürzen).


Winter: Wort-Bedeutung

Unser Begriff „Winter“ kommt vom althochdeutschen Wort „Wintar“ und bedeutet so viel wie „weiße Zeit“, zurückführbar auf gotisch wintrus mit germanischer Wurzel…von mittelhochdeutsch winder, schwedisch vinter, germanisch wentru: Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt. (Wikipedia)


Ich träume vom Winterwunderland mit Schneeflockenzauber, zarten Eis-Kristallen voller Schönheit, die vom Himmel uns entgegen tanzen. Schneeflöckchen … Weißröckchen …


Eiskalt erwischt?

Gerade spüre ich die ersten Schneeflocken, die auf meiner Nasenspitze schmelzen. Das Knirschen des Schnees unter meinen Stiefel-Sohlen ist für mich der Sound des Winters. Und tanzen erst die weißen Flöckchen am Himmelszelt, dann freuen sich auch alle Kinder mit großem „Juchhee“ über den ersten Schnee … 😉 Schlittenfahren…Schneemann bauen…Au jaaah…alle Kinder wollen unbedingt möglichst schnell nach draußen…hinaus in die schneeweiße Pracht…

ZAUBER-SCHNEE PUSTEN … WIE SCHÖN…DER ERSTE SCHNEE …

Lass uns mit den Schneeflocken tanzen, einen Schneemann bauen, Herzen in den Schnee stapfen, danach am warmen Kamin sitzen und heißen Tee schlürfen…


WINTER-SPASS

Schnee-Herzen stapfen…ohhh jaaa…
Was gibt es denn an Schnee-Spielen mit den Kleinen noch so alles – außer Schlitten-Fahrt oder „Schneeballschlacht“?
„Schnee-Engelchen“ im Schnee auf dem Boden … stellen auch Kinder sehr gerne dar: Man legt sich in die Schnee-Fläche rücklings mit seitlich ausgestreckten Armen hinein und rudert dann mit Armen und Beinen auf und ab bzw. hin und her. Dadurch entstehen im Schnee vier Mulden, welche die „Flügel“ und die „Gewand“-Hälften des Engels bilden. Oder man spielt ein lustiges Schnee-Kugel-Wett-Rollen … wer hat die größte Kugel gerollt? Glaubt mir… alle Kids (und wir!) fallen abends glücklich und zufrieden ins warme Bettchen und schöne Träume sind garantiert…

Magie

Der Winter zeigt, wie magisch die Natur ist. Sie verwandelt Wasser in Schnee und Eis. Einfach so…einfach magisch…


Der Winter ist die kälteste aller vier Jahreszeiten.

Das liegt daran, dass er auch die dunkelste Jahreszeit ist. Der Tag dauert nur acht Stunden, die Sonne steht tief – und häufig ist sie auch ganz von grauen Wolken verdeckt. Der „Winter-Blues“? Empfindsamen Menschen helfe hier manchmal eine „Licht-Therapie“ mit einem speziellen Lichttherapiegerät …
Und doch muss hier einmal ein oft vermuteter Wintermythos entzaubert werden: Es gibt nicht bei Jedem eine wirklich echte Winterdepression – wie vielfach gesagt wird…Eine lange Kälteperiode schlägt – medizinisch gesehen – nicht zwangsläufig jedem Menschen aufs Gemüt. Je nördlicher man z.B. im hohen Norden wohnt z. B. in Norwegen, desto mehr freuten sich die Leute dort auf den „hyggeligen“ Winter….hörte ich erst kürzlich. Die Dänen zum Beispiel scheinen mit ihrem hyggeligen Lifestyle auf jeden Fall etwas richtig zu machen und gehören laut „World Happiness Report“ zu den Glücklichsten … Anm.: Der Begriff „hyggelig“ kommt aus dem Norwegischen und Dänischen und bedeutet so viel wie „gemütlich“, aber auch „angenehm“, „geborgen“, „behaglich“ oder einfach „gut“…


NOVEMBER-GRAU: So nimmt der Kreislauf des Lebens dann doch seinen Fortgang: Es ist die November-Zeit, in der wir der Verstorbenen gedenken und ihre Gräber schmücken mit Kränzen, Farbe und Licht. Wir tragen sie in uns… und sie stehen uns in unseren Gedanken zur Seite – immer – nicht nur im November.

„Leben ist wie Schnee, Du kannst ihn nicht bewahren. Trost ist, dass Du da warst, Stunden, Monate, Jahre.“ – Zitat: Herman van Veen (*1945) ist ein niederländischer Singer-Songwriter, Violinist, Schriftsteller.

Kälte
„Erst wenn die Kälte einbricht in das Jahr, merkt man, dass Fichten und Zypressen grün sind, wenn andre Bäume längst verwelkt schon sind.“ – Zitat: Konfuzius (551-479 v.Chr.), chinesischer Philosoph.


… und die Blumenkinder … wo sind sie geblieben?

Da blüht doch sicher gar nichts mehr in dieser eisigkalten Jahreszeit…Oder?

Die Zaubernuss ist die Königin der Winterblüher… auch der Winterjasmin ist eine Augenweide – er ist pflegeleicht und blüht zwischen Dezember und April. Auch der rosa blühende Seidelbast (Daphne) sorgt für eine Farbexplosion im Winter.
Die meisten winterharten Blüh-Pflanzen sind winterblühende Ziersträucher und robuste Stauden, Gräser, Sträucher und Gehölze.

Und es gibt sie tatsächlich noch – die WINTERBLÜHER:

  • Adonisröschen, Bärenfell-Schwingel, Berberitze, Blau-Schwingel, Blaustrahlhafer, Christrose, Duftheckenkirsche, Immergrüne Mahonie, Lenzrose, Schneeball, Schneeglöckchen, Schnee-Marbel, Schnee-Forsythie, Seidelbast, Stechpalme, Winterjasmin, Zaubernuss und sicher noch einige mehr…

Wer im Dezember nach frischen Blumen sucht, wird eher im Haus fündig. Was jetzt dort blüht – wie die Amaryllis und der Weihnachtsstern – eignet sich nicht für den Winter im Garten.

DER RITTERSTERN

Der Blütenzauber des „Rittersterns“ – (Hippeastrum) – so ist der botanische Name des uns gut bekannten Winterblühers „Amaryllis“ – ist alljährlich in der Winterzeit ein Lichtblick. Die ursprüngliche Heimat der Amaryllis ist Südamerika. Seit beinahe 200 Jahren ist sie in Europa zu finden. Und weil die tropische Schönheit gerade im Winter die allerschönste Hauptblüte hat, ist sie eine so beliebte Pflanze für den adventlichen Zimmerschmuck geworden. Häufig wird die Amaryllis schon in der frühen Winterzeit in den Blumenläden als Schnittblume verkauft.

DIE AMARYLLIS:
Eigentlich zählt der Ritterstern wie die Tulpen und Hyazinthen zu den „Zwiebelblumen“ .
Bei guter Knollen-Pflege kommen die Blüten jedes jahr immer wieder…Manche werfen abgeblühte Amaryllis-Knollen weg, wenn der wunderbare Blütenzauber vorbei ist! Aber die dicken Amaryllis-Zwiebeln sind zu schade zum Entsorgen, denn man kann sie relativ leicht wiederverwenden, wenn man ihnen die entsprechende Pflege angedeihen lässt. Mit dem „grünen“ Daumen soll dies gut gelingen: Einfache Anleitungen gibt es hierzu zahlreich… z.B.bei – www.gartenjournal.net.


„Nur die Harten kommen in den Garten“

Ein bekanntes Sprichwort – welches wohl erst Ende des 20. Jahrhunderts entstanden sein soll. Umgangssprachlich soll es vom Gartenbau herstammen. Nur die abgehärteten und widerstandsfähigen Pflanzen werden ins Freie gesetzt. Eine weitere Deutung bezieht sich auf winterharte Pflanzen, die im Freien verbleiben können. Die Bedeutung der „Redensart“ aber ist: Wer etwas erreichen will, muss sich durchsetzen / durchkämpfen / durchbeißen; Wer Erfolg haben will, muss hart dafür arbeiten … (Quelle: https://www.redensarten-index.de/)

Die Kamelie blüht im Winter

Die Kamelie eignet sich nur für geschützte Plätze und muss (ab zirka minus 5 Grad) bei starkem Frost im Spätwinter durch ein Vlies vor Kälte und Frost geschützt werden.
Die Immergrünen: Kirschlorbeer, die Japan-Stechpalme (Ilex crenata), der Feuerdorn und auch die Kamelie sind jetzt draußen im Winter ein wunderbarer Hingucker.

KIRSCHBAUM BLÜTEN

Barbarazweige: Das Blühwunder pünktlich zu Weihnachten:

Die Heilige Barbara (4. Dezember): Die Schutzheilige der Bergleute ist eine der populärsten Heiligen. Sie soll in einem Kerker einen Kirschzweig mit Wasser versorgt und zum Blühen gebracht haben. … Der Sage nach blühte dieser Kirschzweig genau an dem Tag, an dem Barbara hingerichtet wurde. Deshalb werden diese Zweige also Barbarazweige genannt. Nach regionalem Volksglauben bringt das Aufblühen der Barbarazweige Glück im kommenden Jahr…

Anfang Dezember ist genau die richtige Zeit, um solche Barbarazweige zu schneiden. Sie blühen dann an den Weihnachtstagen, wenn sie in diesen Tagen geschnitten werden. Besonders gut eignen sich Kirsch- und Pflaumen-Bäume.

TIPP: Die Barbarazweige sollten nach dem Schnitt zunächst einmal über Nacht komplett bedeckt in lauwarmes Wasser gelegt werden und dann in eine Vase mit frischem, kalkarmen Wasser kommen. Kirsche, Haselnuss oder Forsythie sind zum Beispiel dafür am besten geeignet. Die Bäume sollten schon mehrere Frostphasen (vor dem Abschneiden) durchgemacht haben, damit das Antreiben der Zweiglein zuhause auch gelingt. Zur Not hilft der Tief-Kühlschrank kurz aus 😉


Es ist soweit…

Die Bäume haben – oft plötzlich über Nacht – ihren weißen Wintermantel an und am Wegrand glitzern die Schneekristalle. Schnee und Eis verändern die sonst karge Winter-Landschaft… Stapf, Stapf, Stapf….Ein Schritt nach dem anderen machen wir im Winter durch den noch jungfräulichen frischen Schnee und ziehen die ersten Spuren durch die unberührte Landschaft. Menschen – eingepackt in dicken Mänteln und Mützen – schlendern durch die schön beleuchteten Straßen.

Dick eingemummelt kommen sich alle Menschen draußen wieder näher. Und abends bei sanftem Kerzenschein oder Kaminfeuer spendet man sich dann gegenseitig Trost und Wärme bei einer heißen Tasse Tee oder Grog oder…oder. Der Winter ist auch für uns alle die schön ruhige Jahreszeit zum gemeinsamen Pläneschmieden für das kommende Jahr.


Schneemann bauen? Kinderkram?

NIEMALS… auch als Erwachsener baut man mit Begeisterung prächtige „Schneemänner“…am besten mit Freunden um die Wette… die alle das Bauen eines Schneemanns lieben werden. Auch mögen wir doch alle Schneeballschlachten…egal in welchem Alter, oder?


Der Schneemann auf der Straße // trägt einen weißen Rock, // hat eine rote Nase //und einen dicken Stock. // Er rührt sich nicht vom Flecke, // auch wenn es stürmt und schneit. // Stumm steht er an der Ecke // zur kalten Winterszeit. // Doch tropft es von den Dächern // im ersten Sonnenschein, // da fängt er an zu laufen, // und niemand holt ihn ein.“ – Gedicht: © Robert Reinick (1805 – 1852) war ein deutscher Maler und Dichter.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


GLATTEIS – GEFAHR

Auaaaah…Die Streupflicht kann nie garantieren, dass ein Ausrutschen verhindert werden kann. Nur wenn gar nicht gestreut wurde, kann ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen.

Auch Autofahren bei Glatteis kann gefährlich sein, wenn man den Fahrstil nicht anpasst. Vorsichtig  Intervall-/Stotterbremsen … hatten wir einst in der Fahrschule gelernt…das war noch vor der Einführung des Antiblockiersystems 😉 … Der Winter ist bei vielen Autofahrern nicht gerade die beliebteste Jahreszeit. Dunkelheit und Schneegestöber können vor allem die Sicht stark verschlechtern.



„Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut…“, sagte schon einst © Eduard Mörike (1804 – 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter.


Im Sommer sind die Menschen meist am liebsten draußen im Freien…im Urlaub oder Wochenenden auf Wanderungen unterwegs und zelten vielleicht nachts unter dem Sternenzelt, unter freiem Himmel.
Im Herbst dagegen ist das Wetter dann schon deutlich kühler, regenreicher und der Himmel abwechselnd sonnig – mit Wolken bedeckt oder durch einen hübschen Regenbogen geschmückt.
Im Winter dagegen bleibt man – nach kurzem Spaziergang in klirrender Kälte – dann am liebsten erst einmal in der schön warmen Bleibe… unserem Zuhause und macht es sich dort gemütlich.


Winterzeit

„So gehört denn auch zu unserem vögelsingenden, blütenschneienden Frühling, // wo der Fluß zwischen duftenden Kräutern tanzt und ein Herz im anderen lebt, // jener kalte, vom Wind und Schnee durchkreuzte Winter, // wo die eisige Luft mir den Atem an den Haaren zu Reif ansetzte, // wo ich so wenig wußte, was mich in den Wintersturm hinausjagte, // als wo der Wind herkam und wo er hineilte.“ Gedicht: © Bettina von Arnim (1785-1859) war eine deutsche Schriftstellerin und bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik.
>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

WINTERWELT – Ansichtskarte – wie es einmal alljährlich früher war…
Frischer Schnee bedeckt die Felder, nur noch Stille, weit und breit … und in einem Augenblick spüre ich die Ewigkeit. (Zitat von Unbekannt)

Hach ja … das Winter-Wetter…

Unser Winter ist nicht mehr das, was er einmal war. So ist vor allem auch die Bergwelt heutzutage vom Klimawandel besonders betroffen…Diese Entwicklungen hält Wetterexperte Jörg Kachelmann offenbar für bemerkenswert. Der Januar 2020 sei im Deutschlandmittel vier Grad wärmer gewesen, als all die Jahre zuvor und zwar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von anno 1881.
Hier ein Trend für jeden Ort: https://kachelmannwetter.com/de/wetter

Wenn der Schnee dann doch einmal kommt und leise rieselt und drinnen alles mollig warm ist, ist sie endlich da, diese besinnliche Winterzeit. Nicht überall aber gibt es noch solch bezaubernde Winterlandschaften. Die Chancen auf Schnee findet man wohl immer noch eher im südlichen Alpenvorland als an der Nordsee. Es ist generell wärmer geworden in Bayern – und das vor allem im Winter und besonders in den Bergen. Schon jetzt gibt es dort jährlich messbar weniger Schnee.

Werden unsere Winter nun grün? Und was bedeutet das für die Skigebiete? – Mit Hilfe von Kunstschnee sind momentan jedoch noch einige Skigebiete in den bayerischen Alpen schneesicher. Eine geschlossene Schneedecke über längere Zeit, das wird wohl aber in Zukunft überall eher zur Seltenheit werden. In höheren Lagen sieht es da noch etwas besser aus. ( Quelle: BR.de)


Alle Jahre wieder – hoffen wir auf weiße Weihnacht. So wie wir als Kinder früher… freuen wir uns auch heute noch über die ersten Flockenwirbel…Damals wurden wir mit dem Schlitten zur Schule gezogen und bauten große Schneemänner vor den Haustüren…Hachja…


Komm, lass uns gehen,
Schnee schauen, Sake trinken,
Taumeln wie Flocken.
..“

Matsuo Bashō (1644-1694) war ein japanischer Dichter. Er gilt als bedeutender Vertreter der japanischen Versform Haiku.

Wann wird es endlich mal wieder richtig Winter?

Viele sehnen sich nach dem ersten Schnee und hoffen auf weiße Weihnachten. In den vergangenen Jahren brachte der Winter in manchen Gegenden in Deutschland kaum Schnee und es war meist viel zu warm. Die einzige Ausnahme war der Alpenraum, wo im Januar 2019 aufgrund enormer Schneefälle sogar der Katastrophenzustand ausgerufen wurde.

Geringe Sonnenaktivität – wird es wirklich eiskalt?

In der letzten Winter-Prognose 2019/2020 deutete damals eine geringe Sonnenaktivität auf eine Rekordkälte hin. Diese Rekordkälte wurde durch eine schwächere Sonneneinstrahlung erst ermöglicht. Seit 1950 gab es bereits schon etliche Winter, in denen die Sonnenaktivität genau so schwach war wie jetzt. In diesen Jahren fiel der Dezember typischerweise überdurchschnittlich warm aus.
Aber: Im Januar und Februar machte sich dann doch die berüchtigte sibirische Kälte in Deutschland breit. So hatten eisige Luftmassen aus den Polarregionen leichtes Spiel und es kam zu heftigen Kaltlufteinbrüchen aus Sibirien, die uns besonders strengen Frost im neuen Jahr bescherten. (Quelle: weather.com/de-de gestaltet von der FOCUS Online Group GmbH)


Und wenn der Schnee dann wirklich rieselt? Dann gehts nix wie hinein ins Wintervergnügen…mit Juchee in den schönen Schnee…

Viele Wintersport-Gebiete laden jährlich zum Skifahren, Snowboarden, Langlaufen, Schneeschuhwandern oder Rodeln auf gepflegten Pisten ein…

Ski und Rodeln gut?

Wintersportvergnügungen – Eislaufen – Eisstockschießen…

Der Winter lädt uns alle auch zum Eislaufen ein. Sind im Winter die Seen sicher zugefroren, bietet sich großer Eislaufspaß oft in malerischer Kulisse. Dreht Eure Pirouetten oder gleitet relaxt über das Eis… Groß und Klein sind dort versammelt.


HEIDNISCHE UND CHRISTLICHE WINTERBRÄUCHE

Der Winter ist ansonsten langweilig? – Da gibt es doch noch etwas ganz Besonderes in der kalten Jahreszeit: Es gibt wunderbare Feste, die wir feiern … wie schön …So haben sich im Laufe der Jahrhunderte in der dunklen Winterzeit viele festliche Bräuche etabliert, die besinnlichen Kerzenschein oder große Feuer im Freien beinhalten. Natürlich steckt dahinter aber mehr als nur das Bedürfnis nach Licht: Die reinigende Kraft des Feuers sollte die bösen Geister verjagen und den Winter richtig austreiben, damit der Frühling endlich wieder Einzug halten kann.


Wie im Sommer gibt es also auch im Winter immer noch viel altes Brauchtum, das teilweise überlebt hat oder wiederbelebt wurde: Zum Beispiel den Advent, Nikolaus, Weihnachten, die Rauhnächte, die Winter-Sonnenwende (Alban Arthuan – keltisch), Julfest (nordisch/germanisch), Silvester (Neujahr), Lichtmess, Karneval/Fastnacht/Fasching…


Erster Advent…ein Lichtlein brennt…

ADVENT… ADVENT…

Heitere Vorfreude und fast kindliches Staunen auf die winterliche Zeit erwacht:
Man bemerkt auf einmal die kleinen Kinder, die abends – wenn es schon früh dunkel ist – mit großen Augen staunend auf all die Lichter schauen, die nach und nach die Fenster erleuchten. Die Sehnsucht nach „Advent“ erwacht.

DER ERSTE ADVENT BEGINNT IN DIESEM JAHR 2020 am Sonntag, den 29. November. Die drei folgenden Sonntage im Dezember sind die restlichen Adventssonntage.und dauern bis zu Heiligabend, er fällt dieses Jahr (2020) auf einen „Donnerstag“: Heilig-Abend ist – wie immer – am 24. Dezember.

Der Grund für diese unterschiedliche Länge der Adventszeit liegt in der Tatsache, dass der Beginn immer an einen Sonntag gebunden ist. Das Ende der Adventszeit fällt dann aber auf irgendeinen beliebigen Wochen -Tag im Monat – also den 24. bzw. 25. Dezember.
Die „kirchliche“ Adventszeit beginnt mit der ersten *Vesper* des ersten Adventssonntags und endet am Heiligen Abend mit der ersten Vesper von Weihnachten. Der 1. Adventssonntag ist der viertletzte Sonntag vor dem 25. Dezember, die Adventszeit endet also am Weihnachtstag.
Früher galt die Adventszeit als strenge Fasten- und Bußzeit, in der nicht getanzt und nicht geheiratet werden durfte.
Anm.: *VESPER* = katholischer (christlicher) Gottesdienst am frühen Abend. Im bayerischen Sprachraum bedeut VESPER dagegen ein kleines Abendessen oder eine Zwischenmahlzeit… 😉

Das Wort Advent geht auf das lateinische „adventus“ zurück, das übersetzt „Ankunft“ heißt und auf die Geburt Christi hinweist. Die Christen bereiten sich in dieser Zeit auf das Geburtsfest Jesu (25. Dezember) vor und denken an die Wiederkunft Christi am Ende der Welt. Die Kirche bezeichnet den Advent daher als eine Zeit „freudiger Erwartung“.

Zunächst war vor über hundert Jahren der Adventskalender vor allem Zählhilfe und Zeitmesser. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen; der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851…


Die „Adventszeit“ wurde – nach Überlieferungen – erstmals im 5. Jahrhundert n. Chr. im Gebiet um Ravenna (Italien) gefeiert. In Rom hielt eine Adventsliturgie erst im 6. Jahrhundert Einzug. Pabst Gregor, der Große, (540-604 n. Chr.) setzte erstmals die Zahl der Adventssonntage auf vier fest. Im 13. Jahrhundert wurde dann die römische Liturgie durch den Franziskanerorden weiter verbreitet. Der damalige Papst Pius V. schrieb anno 1570 die römische Adventsliturgie endgültig für die gesamte kath. Kirche fest. (Quelle: theology.de)

Advent und Weihnachten – war immer schon eine Zeit der Stille und Besinnung, bis jemand auf die Idee kam, dass Geschenke sein müssen…

Ich wünsche mir in diesem Jahr, eine so schöne Adventszeit wie sie früher war. Kein Hetzen zur Bescherung hin, kein Schenken ohne Herz und Sinn. Dem christlichen Glauben nach ist die Adventszeit die Zeit im Jahr, in der sich die Christen auf der ganzen Welt auf das „Fest der Geburt Jesu Christi“ vorbereiten – auf WEIHNACHTEN.

Gedicht: Advent

„Es treibt der Wind im Winterwalde // die Flockenherde wie ein Hirt // und manche Tanne ahnt wie balde // sie fromm und lichterheilig wird. // Und lauscht hinaus: den weißen Wegen // streckt sie die Zweige hin – bereit // und wehrt dem Wind und wächst entgegen // der einen Nacht der Herrlichkeit.“ – Gedicht: © Rainer Maria Rilke (1875-1926) gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

Aktuell ein kl. Hinweis auf meinen anderen Blog-Artikel zum aktuellen Thema „ADVENT“Hier zum Anklicken und Lesen:


IM DEZEMBER…

DER HEILIGE SANKT NIKOLAUS

6. Dezember – Nikolaus: Der Nikolaus war ein guter Mann… tatsächlich ist es jetzt nicht nur Zeit, Süßigkeiten in Stiefel zu füllen, sondern sich darauf zu besinnen, was das FestNikolaus“ eigentlich bedeutet. Es wird dem heiligen Nikolaus von Myra gedacht, der armen Menschen half. Es ist schön, an diesem Tag einmal die ganze Geschichte zu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra

Nikolaus wurde um 280 n. Chr. in Myra, einer Stadt in der heutigen Türkei, geboren. In welchem Jahr er starb, ist nicht genau überliefert – wahrscheinlich 365 n. Chr. Sein Todes-Tag ist jedoch bekannt. Nikolaus verstarb an einem 6. Dezember. Nikolaus von Myra war ein äußerst frommer Priester. Später war Nikolaus der „Abt“ des Klosters Sion und Bischof von Myra. Schon zu dieser Zeit kümmerte er sich um die Armen, gab ihnen einen Teil seines Vermögens und war wegen seiner Güte und Großzügigkeit zu den Menschen überall bekannt.

BIST DU AUCH SCHÖN BRAV GEWESEN?

Der Nikolaustag wird im gesamten Christentum begangen, die Bräuche unterscheiden sich jedoch je nach Region. Die verschiedenen Bräuche gehen alle auf Überlieferungen und Legenden zum Leben des Bischofs zurück. In der russisch-orthodoxen Kirche ist er nach Christus und Maria einer der bekanntesten verehrten Heiligen. In der orthodoxen Kirche, die sich immer noch am Julianischen Kalender orientiert, wird der Nikolaus-Gedenktag allerdings erst am 19. Dezember gefeiert.

Anm.: Manche orthodoxe Kirchen benutzen den „Julianischen Kalender“ (= einer der ältesten Solarkalender) heutzutage noch immer. Weil er 13 Tage hinter unserem jetzigen „Gregorianischen Kalender“ herhinkt, feiern sie nicht am 25. Dezember, sondern erst am 7. Januar den ersten Weihnachtstag. Den Julianischen Kalender führte Julius Cäsar 45 Jahre vor Christi Geburt ein. Neu an ihm waren die Schaltjahre, die auch heute noch auf unserem „Gregorianischen Kalender“ gelten. Der Monat Juli erinnert übrigens seither – wie der Name des Kalenders selbst – an seinen „Erfinder“ Julius Cäsar.


Der Nikolausabend ist in der westlichen Christenheit eigentlich der Abend des 5. Dezember, also der Vorabend des Heiligen Nikolaus. Am Nikolausabend stellen Kinder Ihre Stiefel vor die Tür oder hängen Strümpfe an den Kamin – in der Hoffnung, dass Nikolaus diese mit Leckereien füllt. Auch der persönliche Besuch des Nikolaus ist heute durchaus üblich. Ein Familienmitglied, ein Bekannter oder ein Mitglied der Pfarrgemeinde im Nikolauskostüm beehrt die lieben Kleinen mit seinen schönen Gaben. In manchen Gegenden wird der Nikolaus zusätzlich von „Knecht Rupprecht“ oder dem Krampus begleitet. Diese ist eher eine finstere Gestalt. Er soll die lieben Kleinen nur ein wenig erschrecken und so von Streichen abhalten.

Der Volksmund besagt, dass der heilige Nikolaus in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember mit seinem Schlitten unterwegs ist und die Schuhe und Strümpfe der Kinder mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten füllt.

Eine Reihe von volkstümlichen Nikolausliedern wird traditionell bei Nikolausfeiern gesungen, darunter:

  • Lasst und froh und munter sein und uns recht von Herzen freun, …
  • Dann stell ich den Teller auf, Niklaus legt gewiss was drauf, …
  • Niklaus ist ein guter Mann, dem man nicht genug danken kann, …

Heute stellt der Nikolaus bei seinem Besuch Fragen wie „Na…? warst du auch schön brav gewesen? „–“ Kannst du mir denn auch ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen?“. Er liest selbst aber eventuell auch vor, was ihm die Eltern oder der Kindergarten über das Kind verraten haben: Nämlich welche guten oder nicht so guten Dinge es getan habe 😉

Ich erinnere mich gut noch an einen Nikolausbesuch in unserem Haus – als unsere damals kleine Tochter an meinem Ärmel zupfte und mir zuflüsterte: „Mama…der Nikolaus hat ja – unter seinem langen roten Mantel – eine blaue Jeans und Sportschuhe an…!!!“ Neugierig war sie wohl schon immer… 😉

Der Weihnachtsmann

Dass die religiösen Wurzeln des Brauchs immer mehr in den Hintergrund geraten, liegt nicht zuletzt daran, dass die Kinder seit langem meist eine ganz andere Figur vor Augen haben, wenn es um den 6. Dezember geht. Der „Weihnachtsmann“, mit seinem roten Mantel, seinem langen, weißen Bart und seinen schweren, schwarzen Stiefeln, ist mittlerweile eine etablierte Werbefigur in unserer Gesellschaft. Der bärtige alte Mann, mit dem riesigen Sack voller Geschenke, wird von vielen mit dem heiligen Nikolaus verwechselt oder gleichgesetzt. 

Besonders kritisch werden von einigen Gruppierungen die rotweiß angezogenen Weihnachtsmänner betrachtet, die als „Werbefigur“ Nikolaus Leckereien in den Fußgängerzonen austeilen oder als kitschige Deko-Objekte an Balkonen hängen etc. Eine Aktion gegen diese Art Nikolaus ist die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ in manchen Städten.


Interessantes zu Nachlesen über unser heimisches altes Brauchtum findet man hier unter Weblinks: http://www.nikolaus-von-myra.de/


DAS FEST DER LICHTERKÖNIGIN – LUCIA –

Zu dem jährlichen Brauch in den vor allem „nordischen“ Ländern gehört, dass ein – in ein langes weißes Gewand mit einem rotem Gürtel gekleidetes – Mädchen, mit einer brennenden Lichterkrone aus Kerzen auf dem Kopf, eine Prozession ähnlich gekleideter Mädchen anführt. „Lucialieder“ singend ziehen sie alle abends, wenn es dunkel ist, durch die Straßen. Ein schöner Brauch…

Das „Luciafest“ ist ein auf ein Heiligenfest zurückzuführender Brauch, der vor allem in Skandinavien weit verbreitet ist. Das Fest fällt auf den 13. Dezember, den Gedenktag der heiligen Lucia.

Die sagenumwobene Lucia

Die heilige Lucia von Syrakus war eine Märtyrerin im 4. Jahrhundert nach Chr. Sie wird vor allem in Schweden mit einem besonderen Lichterfest verehrt. Der Brauch geht auf eine Legende zurück. Übersetzt bedeutet ihr Name „die Leuchtende“. Viele Mythen und Legenden ranken sich um die Heilige Lucia. Sie erlitt wahrscheinlich am 13. Dezember im Jahre 304 n.Chr. in der Verfolgung des Kaisers Diokletian als Christin den Märtyrer-Tod. Als frühestes gesichertes Zeugnis gilt die im Jahr 1894 entdeckte Grabinschrift von LUCIA in der Katakombe Sankt Giovanni in Syrakus. Bereits in byzantinischer Zeit (diese dauerte von 395 bis 638 n. Chr.) erbaute man über Lucias Grab eine Kapelle, im 12. Jahrhundert errichtete man dann dort eine große Basilika, die „Chiesa di San Lucia“. 

In Schweden feiert man seit Ende des 18.Jh. jeden Winter das bekannte Lucia-Fest. Der Brauch des Kerzenkranzes hat seinen Ursprung ebenfalls in Überlieferungen: Um verfolgten Christen in ihren Verstecken in dunklen Gängen unter der Stadt zu helfen und sie mit Essen und Trinken zu versorgen, brauchte Lucia – der Überlieferung nach – beide Hände und trug deshalb die Kerzen wie eine leuchtende Krone auf dem Kopf.
Ebenso wie die heilige Barbara und Odilia gehört auch „Lucia“ zu den „Lichtheiligen“ im Advent.


– DAS JUL-FEST – zur Wintersonnenwende:

„Verzage nicht! Sei stark und fasse Mut! // Gewiss, es wird noch alles, alles gut, // Und jeder Kummer hat ein Ende! // Die Hoffnung gießt, das wahre Weihnachtskind, // In alle Seelenwunden Balsam lind // zur Wonnezeit der Wintersonnenwende!“- Kurzer Text–Auszug aus dem Gedicht „Winter-Sonnwend-Fest“ von © Jakob Schiff (Dichter), Frankfurt am Main · (geb.1852-1920?)
>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben schon erwähnt.


Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest: An diesem Tag wurde die Rückkehr von Sonne und Licht – schon vor Jahrhunderten – in der heidnischen Zeit ausgiebig und vermutlich wild und heftig gefeiert. Das alte Julfest wurde zu Ehren des Gottes Odin* abgehalten. (*Odin der „Göttervater“ der Wikinger-Zeit…er stellt den Hauptgott der nordischen Mythologie dar, in der germanischen Götterwelt auch als „Wodan“ oder „Wotan“ bekannt..)

Die heidnischen Germanen feierten den kürzesten Tag im Jahr als den Tag der Wintersonnenwende und nannten ihn Yule (auch Jul). Das Jul- oder Mittwinterfest fand ursprünglich zum Vollmond jenes Monats – der unmittelbar nach der Wintersonnenwende beginnt – statt. Einige Bräuche und Riten zum Julfest sind vor allem in Skandinavien bis heute verbreitet. Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest, das je nach religiöser Zuordnung zwischen der Wintersonnenwende und Anfang Februar gefeiert wird.

Später ist das Julfest mit dem christlichen Weihnachtsfest verschmolzen.

Im Schwedischen, Dänischen und Norwegischen heißt Weihnachten heute Jul, im Isländischen jól, im Finnischen joulu, im Estnischen jõulud. Im niederländischen „Joelfeest“ wird das altgermanische Wort fortgesetzt … (Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Julfest)

Die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember ist die „längste“ Nacht des Jahres. Die Sonne hat den niedrigsten Stand am Himmel. Das Gegenstück bildet die Sommersonnenwende am 21. Juni, wenn die Sonne ihren höchsten Stand hat.


ZUHAUSE in der längsten, dunklen Nacht des Jahres…

Im Dunkeln ist gut Munkeln: Das Verb „munkeln“ steht zumeist für „flüstern“, „raunen“ oder „tuscheln“… im Geheimen sich etwas Spannendes erzählen…In den dunklen und kalten Monaten, wenn wir die Sonne nur noch selten zu sehen bekommen, sollten wir zumindest zu Hause nicht im Dunklen munkeln, sondern von einem schön stimmungsvollen, gedämpften Licht umgeben sein, da kann man sich die schönsten Geschichten erzählen. Es soll sogar Menschen geben, die keine „Kerzen“ mögen…Wenns auch kein Kerzenlicht oder flackerndes Kaminfeuer ist … zaubern heute schön dimmbare Lampen mit warmem Lichtschein – vielleicht sogar mit warmgelben Glühbirnen – ein wunderbar weiches Licht und einfach besinnliche Gemütlichkeit und Wärme.

Herein, herein denn, Wintermann! // Komm setz dich zum Kamin! // Wärm deine kalten Hände dran // und auf ein Märchen sinn! – // Erzähl es dann – wir hören zu, // wir haben sorgsam acht, // und ist es aus, gehn wir zur Ruh’ // und wünschen gute Nacht. –  Gedicht: © Graf Franz von Pocci (1807-1876), deutscher Schriftsteller, Zeichner, Musiker und Komponist. Hier: Vers-Zitat aus WINTERS EINZUG: Gedicht für Kinder.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


Die Wintersonnenwende ist eines der heiligsten Sonnenfeiern der frühen germanischen Völker und das größte Hochfest aller alten keltischen Jahresfeste. 

Der 21. Dezember
Wintersonnenwende – Thomasnacht – Julfest
– Rauhnächte

Zur Jahreswende wird das Julrad angehalten. Die Zeit bleibt stehen. Ein frisches Jahr sieht uns Menschen erwartungsvoll an. Bald setzt sich aber die Zeit wieder in Bewegung, und die Menschen schauen freudig vorwärts ins Neue Jahr… Wirds besser…wirds schlimmer, fragt man alljährlich… Nach dieser Sonnenwiederkehr beginnt sich das „Julrad“ endlich wieder zu drehen und gleich darauf beginnt dann auch das berühmte Julfest.

Einige Bräuche und Riten zum Julfest sind vor allem in Skandinavien seit Urzeiten bis heute verbreitet. Zur Wiederkehr der Sonne sollen einst große Feuer entzündet worden sein. Brennende Räder wurden symbolisch ins Tal hinab gerollt. Vermutlich brachte man zum Jul-Fest auch Tieropfer für die Götter dar und der Alkohol floss sicher in Strömen.


Der ungläubige Thomas

Das Christentum setzte den St. Thomas oder die Thomasnacht „anstelle“ der heidnischen Wintersonnenwende ein. Diese heilige Thomas-Nacht wurde schon in frühen Zeiten im Kreis der Familie, mit gutem Essen, Spielen und draußen mit einem Riesenfeuer gefeiert.
Für die Bitte um Fruchtbarkeit der Felder und Gärten, die in der Zeit überlebensnotwendig war, hing man schön getrocknete Getreideähren ins Haus. Es wurde auch mit Äpfeln, Nüssen, Gebackenem und Symbolen aus Stroh, das Haus feierlich geschmückt. Unsere heutigen Weihnachtskugeln symbolisieren die „Äpfel“ zu heidnischer Zeit und unser jetziger „Weihnachtsbaum“ ist ein Symbol für die grünen Zweige – mit denen die altgermanischen Lang-Häuser damals gedeckt waren. (Quelle: www.celticgarden.de)

Am 21. Dezember spricht man auch von dem Gedenktag des „ungläubigen Thomas“, da dieser zunächst nicht an die Auferstehung Jesu glaubte, sondern erst, als Jesu ihm noch einmal erschien war und er seine Finger in die Wunden legen konnte. Weil er am längsten von den tiefen Zweifeln geplagt war, wurde ihm die längste Nacht des Jahres – die vom 21. auf den 22.Dezember – zugesprochen.

Und das passt ja auch zu diesem Tag, der oft damals all den Menschen tiefe Angst, Zweifel und Unsicherheit vor dem kommenden, unbekannten neuen Jahr brachte. In vielen Orten läuteten während dieser Thomas-Nacht die Glocken die ganze Zeit, um die bösen Geister zu vertreiben. Andernorts trafen sich Frauen, um die Nacht auf ihren Spinnrädern durchzuspinnen und sich so von dem Bösen fernzuhalten und die Fäden des Schicksals neu zum Besseren zu wenden.

In der keltischen Tradition bildete die Thomasnacht auch den Auftakt der berüchtigten „Rauhnächte“ – Auch im Christentum wird dem Thomas-Tag und gleichzeitig auch dem keltischen Julfest (vor allem in Skandinavien) eine besondere Bedeutung beigemessen.


Weihnachten und Heilig-Abend

„Die Anbetung der Hirten“ – gemalt anno 1622 von Geritt van Honthorst, Das Bild hängt heute im Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Der niederländische Maler „Gerrit van Honthorst“ (1592-1656) war ein großer Anhänger des berühmten Malers „Caravaggio (1571-1610) – Den Maler faszinierte einfach die Art, wie der damals schon berühmte italienische Meister „Caravaggio“ das Licht meistervoll malte. Sein Gemälde – die Anbetung der Hirten – zeigt uns eine Gruppe von Menschen mit sehr ausdrucksstarken Gesichtern, die um das strahlende Kind versammelt sind. Das Jesuskind liegt auf einem großen weißen Tuch. Die Magie allerdings liegt in dem Licht. Gerrit van Honthorst malte das Werk 1622, auf dem Höhepunkt seines Schaffens.


Das Wort „Weihnachten“ leitet sich übrigens ab von der mittelhochdeutschen Wendung „(ze den) wîhen nahten“: (Zu den) heiligen Nächten… In der Bibel steht, dass zu dieser Zeit vor etwas mehr als 2000 Jahren, Jesus Christus geboren ist. Daher sind die Nächte um den 24. Dezember (Heiligabend) herum als heilig erklärt worden und diese Zeit von Christi Geburt feiern wir bis heute – nicht nur in den europäischen Ländern.

Das ursprüngliche Weihnachtsfest als tief religiöses Fest – wurde im Laufe der Zeit stark verweltlicht. Es wird heute auch oft als Fest der Liebe“ bezeichnet. Fällt nun manchmal noch der Begriff „Jule“ im Zusammenhang mit Weihnachten, ist damit das „ursprüngliche“ Weihnachtsfest der Kelten und Germanen gemeint. Das Julfest (21. Dezember) kann somit als Vorläufer unseres Weihnachtsfestes bezeichnet werden – wie oben schon erwähnt … Die Germanen sahen die Wintersonnenwende allerdings als das Geburtsfest der Sonne.



„Zwischen den Jahren“

…beschreibt als „Redewendung“ heute in der Regel die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr. Bis zur Kalenderreform durch Papst Gregor XIII. (15. Jh.) war im Mittelalter der Beginn des neuen Jahres in weiten Teilen Europas der 6. Januar. Dieses Datum geht auf altes römisches Brauchtum und Verschiebungen des Kalenders zurück.

Das „Jahresende“ wurde damals dagegen in heidnischer Zeit traditionell schon immer am 24. Dezember begangen, so dass die Zeit bis Beginn des nächsten Jahres „zwischen den Jahren“ lag.


DIE MYSTISCHEN RAUHNÄCHTE – die 12 heiligen Nächte
Die Rauhnächte waren im keltisch-germanischen Kulturkreis die 12 Nächte, die direkt auf das Julfest folgten. Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Die Rauhnächte sind daher mit dem Brauch verknüpft, die dunklen Dämonen des Winters zu vertreiben. Auch Odins wilde Jagd soll vor allem in den Rauhnächten stattgefunden haben. 

Die Rauhnächte:
Die zwölf Nächte nach Heiligabend sind – der Überlieferung nach – ganz besondere Nächte – die Rauhnächte sollen ankündigen, was im kommenden Jahr alles passieren wird. Jede Nacht steht dabei für einen Monat, also achtet in diesen Nächten besonders auf eure Träume und Eingebungen…sie gehen vielleicht in Erfüllung!
Herleitung des Wortes Rauhnacht geht vom traditionellen „Beräuchern“ der Ställe mit Weihrauch durch den Priester oder den Hofbauern aus.

So liegen die Rauhnächte fest zwischen dem 21. Dezember (Wintersonnenwende) und dem 6. Januar.

„Die zwolff naecht zwischen Weihenacht und Heyligen drey Künig tag ist kein hauß das nit all tag weiroch rauch in yr herberg mache / für alle teüfel gespenst vnd zauberey.“
Seinen Ursprung hat der Brauch vermutlich in der Zeitrechnung nach einem Mondjahr. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Es fehlen 11 Tage bzw. 12 Nächte.


Die wilde Jagd – das Geister-Reich…

Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich genau zu Silvester, soll jährlich die Wilde Jagd aufbrechen.. Für Götter und Geister, Hexen, Odin und sein Heer … Walküren und allerlei Tiere der Ober- und der Unterwelt stehe In dieser Zeit das Geister­reich weit offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang….so erzählte man sich in alter Zeit … Es waren – zwischen den Jahren – meist stürmische, angstgeprägte Zeiten mit Gewitter-Blitzen und grollendem Donner.
Die Wilde Jagd erhebt sich in die Lüfte…so hieß es…Odin – der Göttervater selbst ist es – so lauten die alten Geschichten, der den toten Seelen, den Geistern und Tieren, die Tore weit öffnet: Sie alle dürfen in den Rauhnächten als „Wilde Jagd“ ihr Unwesen treiben.
Die Dämonen könnten – so sagte man – ganze Umzüge veranstalten oder mit der „Wilden Jagd“ durch alle Lande ziehen. In die Zeit der Rauhnächte waren viele Märchen, Sagen und Mythen angesiedelt.


Silvester-Brauchtum

Angeblich sind die Rauhnächte auch für das Befragen von Orakeln bestens geeignet. Im „Silvesterbrauchtum“ wird dieser Glaube – wenngleich nun in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens oder auch des Wachsgießens bis heute weiter traditionell gepflegt.

Ursprünglich diente das Knallen dem Vertreiben von bösen Geistern und Dämonen. Das laute Geräusch und die Lichtblitze sollten sie fernhalten. Heute macht es vielen Menschen einfach Spaß, die Raketen in den Himmel zu schießen und die Lichtspiele zu bewundern. Auch Bleigießen ist einer der beliebtesten Silvesterbräuche zum Vorhersagen der Zukunft… Und mit dem klassischen Anstoßen um Mitternacht und dem Spruch „Prosit!“ wünschen wir uns übrigens gegenseitig Glück, er bedeutet nämlich so viel wie „Es möge uns nützen!“.


Wintersonnenwende und andere Fest-Tage

Neue Hoffnung in dunkler Zeit

Die „Wintersonnenwende“ und die folgenden Rauhnächte galten für die germanischen und keltischen Völker in vorchristlicher Zeit als magischer Wendepunkt und Neubeginn. Wann genau das Julfest der Kelten entstand, ist nicht gesichert bekannt.

Ein kleiner Ausflug und „Fahrplan“ der 12 Rauhnächte:

21. Dezember –  Wintersonnenwende: In der längsten Nacht wird das Licht wieder geboren. Dass wir nun überall Kerzen und Lichter anzünden, ist ein spirituelles Symbol für das, was auch im Inneren passiert – in der tiefsten Dunkelheit entzündet sich plötzlich ein Licht, nämlich das der inneren Stärke. Alle Rituale an diesem Tag arbeiten mit den Kräften des Lichts, das uns gegeben ist.

24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)

31.12. Jahreswechsel: Silvester feiern wir Menschen noch immer sehr schamanisch – wir knallen, um die bösen Geister zu vertreiben, orakeln beim Bleigießen und feiern, um das Gute ins Neue Jahr zu lassen. Ein perfekter Tag für Neuanfänge und um Altes loszuwerden. Eine gute Nacht, um Glücksamulette herzustellen oder Orakel zu befragen...

6. Januar – An diesem Tag enden die Rauhnächte – wir feiern am besten diesen Tag, räuchern das Alte aus unserem Haus und Garten aus und heißen mit einem Festmahl das Neue Jahr willkommen.
Der 6. Januar ist auch das christliche Fest der : „Heiligen Drei Könige … dazu folgt später Ausführlicheres …

Die Magie der Wintersonnenwende & die Rauhnachtszeiten

Die Zeit der Rauhnächte ist eine geheimnisvolle, mystische Zeit, in der – nach alter jahrtausender Jahre alter Tradition – die Tore der Anderswelt weit geöffnet sein sollen…

STONEHENGE“ ist KULT und nicht nur eine Touristenattraktion, sondern auch ein oft besuchter spirituell-okkulter Ort. Bei Ereignissen wie der „Wintersonnenwende“ wird das besonders deutlich – Um diese „metaphysische“ Zeit zieht es besonders viele Menschen dorthin…

Vor zirka 5000 Jahren…entstand diese prähistorische Stätte – „Der mythische Steinkreis“:

Wir waren selbst mehrmals dort und bewunderten fasziniert diesen magischen Ort – daher wird der Bericht hierüber auch etwas „ausführlicher“ 😉
Stonehenge“ ist ein in der *Jungsteinzeit* errichtetes und mindestens bis in die Bronzezeit (2000 bis 800 v. Chr,) genutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury, Süd-England.
(*Jungsteinzeit*: Heutzutage wird der Beginn der Jungsteinzeit im allgemeinen in dem Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu den Ackerbauern und Viehzüchtern gesehen. Dieses gilt deshalb als entscheidendes relevantes Kriterium, da damit die Sesshaftigkeit und mit ihr die Ausbildung größerer menschlicher Siedlungen beginnen konnte. Sie endete etwa 2000 v. Chr.)

Stonehenge besteht heute noch aus einem ringförmigen Erdwall, in dessen Innerem sich verschiedene, um den Mittelpunkt gruppierte Formationen aus bearbeiteten Steinen befinden. In frühesten Zeiten waren es wohl erst Holzpfähle: Hunderte Jahre später wurden dann die schweren Fels-Steine (tonnenschwere „Sarsen“-Megalithen) verbaut. Die „Quellen“ der Steine – aus denen Stonehenge zirka um 2500 v. Chr. erbaut wurde – sind seit Jahrhunderten umstritten.
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Anm.: Die großen *Sarsensteine – die in „Ost-England“ in großen Mengen gefunden werden – sind (verkieselte) Sandsteinblöcke: Ein sehr dichtes, hartes Gestein, das aus Sand besteht, der von einem Kieselsäurezement (mit natürlichem Silikon) fest gebunden wurde.
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Die Ursprünge dieser mächtigen *Sarsen-Megalithen (Silikon), welche die Primärarchitektur von Stonehenge bilden, sind noch nicht genau bekannt. Doch nach den jüngsten Forschungs-Untersuchungen sollen diese hohen Megalithen (vermutlich) sogar ganz aus der Nähe – aus den West Woods (Buchenwaldgebiet) in Wiltshire stammen. Das Gebiet ist nur rund 25 Kilometer von Stonehenge entfernt. Wie die Menschen in der Steinzeit in der Lage waren, die bis zu 30 Tonnen schweren, gewaltigen Felsbrocken über eine Entfernung von 25 Kilometern zu transportieren, ist bislang unbekannt. Die vorherrschende Meinung geht davon aus, dass sie auf Schlitten gezogen wurden. Keine leichte Aufgabe, zudem die Umgebung dort recht hügelig ist…
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WEIT…weit weg dagegen – wurden die kleineren „Blausteine“ (nahe der Mitte des Denkmals) bis in den „Südwesten“ von Wales zurückverfolgt: Über 200 km weit weg gelegen…(!) Diese verhältnismäßig niedrigen Steine ​​- zu denen Dolerite, Tuff-Steine, Rhyolithe und Sandsteine ​​gehören – sind eindeutig nicht im näheren Umfeld von Stonehenge beheimatet, das sich im Osten in einem Gebiet befindet, das ausschließlich von brüchigen Kreidefelsen unterlegt ist. Der Transport über diese weite Strecke ist noch immer ein großes Rätsel.
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(Quelle: https://advances.sciencemag.org/content/6/31/eabc0133).


„Für die Ewigkeit gebaut“: Das dachten sich offenbar auch die Menschen aus der Steinzeit, als sie Stonehenge bauten.

Stonehenge gilt als das bedeutendste Megalith-Monument Großbritanniens. Die gängigste Theorie für ihre Entstehung lautet, dass Menschen schon in der damaligen Zeit den astronomischen Kalender verstanden hätten. Die Steine von Stonehenge wurden demnach genau auf die Sonnenwende ausgerichtet.
Aufgrund der Ausrichtung der Steine zum Mittsommer-Sonnenaufgang wird Stonehenge von vielen als Kultstätte für die „Sonnenanbetung“ betrachtet. Es soll – wie erwähnt – bereits vor ungefähr 5.000 Jahren entstanden sein.

Stonehenge zieht die Besucher – nicht nur im Winter – immer wieder magisch in den Bann.
Die UNESCO nahm Stonehenge 1986 in seine Liste der Weltkulturerbestätten auf und verwies in seiner Begründung ebenfalls auf seine – noch ungeklärte – „astronomische“ Bedeutung.

Historische Druiden-Stein-Siedlung in Groß-Britannien

WER WAREN DENN DIE DRUIDEN?


Winter-Zeit-Rituale der Druiden…Dichtung und Wahrheit?

Weit verbreitet ist bis heute die Annahme, dass die *Druiden* in den Steinkreisen ihre Sonnenwend-Rituale durchführten. Bis heute erhalten hat sich auch der „Urtyp“ der Druiden in „MERLIN“ (dem Berater von König Artus). Merlin ist der Name eines der bekanntesten („sagenhaften“) mythischen Zauberer des westlichen Kulturkreises.
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Historisch: Die Übertragung der „Historia regum Britanniae“ – im Jahre 1155 – durch den normannischen Dichter „Wace“ (unter der Schirmherrschaft des Königs von England „Heinrich II.“) wurde damals schon in einer „Reim-Chronik“, genannt: Und zwar in dem „Roman-de-Brut“ oder auch nur einfach der „BRUT“ genannt (= Chronik der Geschichte der Könige von Großbritannien). Damals gelangte dieser fantastische „Sagenstoff“ auch in die französische Literatur.
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Merlin erscheint hier – in dem berühmten Vers-Roman – als Zauberer und wichtigster Ratgeber von König Artus, der sich an seinem Lebensende aus der Welt zurückzieht. Dichtung oder Wahrheit? Sie liegen oft nahe beisammen…


Benutzt wird das Pentagramm in der Religion/Okkultismus/Heraldik/Freimaurer-Symbol/Numismatik u.a.

„PENTAGRAMM“ (Fünfstern): Verbreitet sind auch die Bezeichnungen Drudenfuß bzw. Drudenstern, In mittelalterlicher und nachmittelalterlicher Zeit galt das Pentagramm als Bannzeichen gegen das Böse sowie als Zauber- und Abwehrzeichen gegen Dämonen. Das Pentagramm war in der Antike das Symbol der Venus, sowohl des Planeten als auch der Göttin.


Anm.: Die *Druiden* waren „keltische“ Priester und Gelehrte. Der Begriff der „Druiden“ geht auf eine lateinische Übersetzung des keltischen Wortes für eine Gesellschaftsschicht zurück, deren Mitglieder sich mit Ritualen und Prophezeiungen befassten. Sie galten als die Privilegiertesten unter den Kelten. Außer den Aufgaben als hohe Priester, Heilkundige und Wahrsager hatten sie noch eine andere wichtige Pflicht. Denn die frühen Kelten kannten noch keine Schrift: Alles Wichtige wurde von den Druiden auswendig gelernt. Damit es nicht vergessen wurde, wurde dieses Wissen sorgsam behütet und an die folgenden Generationen weitergegeben.

Die Druiden lebten damals in den Gebiete des heutigen Frankreichs und der britischen Inseln. Was wir heute über Druiden wissen, geht auf Berichte (von vor 2000 Jahren) von Außenstehenden zurück.
Insbesondere aber auf die Aufzeichnungen der alten Römer. Der berühmteste Mann, der über die Druiden geschrieben hat, war Julius Cäsar, ein römischer Feldherr, der (kurz vor Christi Geburt) bereits Gallien eroberte und das Leben der Menschen dort beobachtete und schriftlich festhielt (Werk: „De Bello Gallico“ verfasst in den Jahren ca. 58-50 vor Christus). Keltischsprachige Gruppen in ganz West- und Mitteleuropa übernahmen später erst in der Antike die Alphabete ihrer jeweiligen Nachbarn. Die frühsten detaillierten Berichte über Druiden stammen also aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.
Anm.: Die ANTIKE war eine Epoche im Mittelmeerraum, die etwa von 800 v. Chr. bis ca. 600 n. Chr. reichte. Davor die Zeit wird „Altertum“ genannt. Die darauffolgende Epoche war dann das „Mittelalter“ .
Die Einteilung vergesse ich immer wieder…aber wofür haben wir denn Wikipedia? 😉


DER JANUAR

Heilige Drei Könige: Es war einmal vor über 2000 Jahren…

Das Fest der Heiligen Drei Könige: Wo ist der 6. Januar heute noch ein Feiertag? Heute ist der Dreikönigstag nur noch in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag

Die Heiligen „Drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar:

Die christliche Legende bezeichnet damit die im Matthäus-Evangelium erwähnten „Weisen aus dem Morgenland“. Sie kamen, der Legende nach, von einem Stern geführt, nach Bethlehem und huldigten dort als erste dem Jesuskind. Aber wer waren sie wirklich?

Könige oder Heilige sind sie wohl nicht gewesen – in der Bibel ist lediglich von Weisen, Magiern oder Sterndeutern die Rede.

Selbst die Namen sind frei erfunden: Der Evangelist Matthäus, der als einziger im Neuen Testament von dieser Begebenheit erzählt, erwähnte weder die Anzahl noch die Namen der Weisen aus dem Morgenland. Die Namen kommen in der lateinischen Tradition erst ab dem 7. Jahrhundert in Variationen von Caspar, Melchior und Balthasar vor.
Dass es drei gewesen sein sollen, folgerten Gelehrte erst im 3. Jahrhundert n. Chr. aus der Zahl ihrer Gaben – sie brachten Weihrauch, Myrrhe und Gold.

Einen historischen Kern soll die Episode aus dem Matthäus-Evangelium aber durchaus haben:

Weissagung – Astrologie – Orakel – Magier – Astronomie

Mit den berühmten „Magiern aus dem Osten“ sind wohl Angehörige einer babylonischen „Priesterkaste“ gemeint, die bereits in der Zeit Jesu in Mesopotamien (Zweistromland: Euphrat und Tigris) Astronomie auf verblüffend hohem Niveau betrieben haben sollen.

HISTORIE: Magie – ist für viele Menschen seit Jahrtausenden, schon immer ein absolut geheimnisumwittertes Wort: Das deutsche Wort selbst ist von dem altpersischen maga-van abgeleitet, was so viel wie „Besitzer der Offenbarung“ bedeutet und deshalb wohl am besten mit „Seher“ oder Erkennender übersetzt wird. Die sog. „Magi“ oder Magoi waren ein medischer Stamm (um das Jahr 1000 v.Chr.), der die damalige „Priesterkaste“ bildete. Ein wichtiger Hinweis dafür, dass es sich bei „den Weisen aus dem Morgenland“ (Bibel) nicht um Könige handelte, sondern um Sternkundige, ist die – im griechischen Urtext des Matthäus-Evangeliums – vorkommende Bezeichnung ‚Magoi‘, was Magier also Priester bedeutet. (Quellen: Wikipedia)

Archäologen fanden vor einigen Jahren im Irak eine Keilschrifttafel, auf der die astronomischen Ereignisse des Jahres 7 v. Chr. vorausberechnet sind. Dies ist das wahrscheinliche Geburtsjahr des historischen Jesus. Diese Tafel sagt deutlich ein nahes Zusammenstehen der Planeten Jupiter und Saturn voraus. Diese ganz spezielle Jupiter-Saturn Konjunktion, welche  die Forscher inzwischen für den biblischen „Stern von Bethlehem“ halten, passt gut in die Erzählung von Matthäus.(Quellen: BR Wissen Dreikönigstag)


Das Zeichen: „20*C+M+B+20“ ist heutzutage vielen Christen bekannt:
Auf den oberen Türbalken der Haustür schreiben die Sternsinger mit gesegneter Kreide eine Formel: Die Jahreszahl und „C+M+B“. Das ist eine Abkürzung, die für die Initialen der drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) steht und seit Mitte des 20. Jahrhunderts oft auch als „Christus Mansionem Benedicat“ gedeutet wird: „Christus segne dieses Haus“

Als „Sternsinger“ bezeichnet man eine Gruppe von meist jungen Menschen – oft sind es Kinder – aus christlichem Hause – von denen dem Brauchtum gemäß – drei als die „Heiligen-Drei-Könige“ verkleidet sind. Sternsingergruppen ziehen in der Zeit von Weihnachten bis zum Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar durch die Gemeinde, bringen an den Türen von Häusern und Wohnungen den Sternsingersegen an, inzensieren dies oft mit Weihrauch und sammeln auch Geld für wohltätige Zwecke – die dann in der Pfarrei verteilt werden.. (Quelle: Wikipedia)


DER FEBRUAR

„Mariä Lichtmess“ beendete am 2. Februar schon immer die Weihnachtszeit:

1 . bis 3. Februar – LICHTMESS – Februarmond (Imbolic): Die keltische Göttin „Brighid“ stand hier schon immer im Mittelpunkt dieses Tages. Sie gilt als die Lichtbringerin und Fruchtbarkeitsgöttin. Brighid gehört vielleicht zu den ältesten Göttinnen Europas, die (teilweise zwar unter christlichem Mantel) ungebrochen bis heute verehrt wird. Viele ihrer Wurzeln greifen zurück auf die Mythologie der Steinzeit und Eisenzeit. Sie wurde unter vielen Namen bekannt und Ihre Verehrung findet sich nicht nur in der keltischen Mythologie in Irland und Nordengland, sondern auch auf dem Festland.

Unsere keltischen Ahnen kannten das Lichtfest als Imbolc (ausgesprochen „IM-bulk“), unsere christlichen Ahnen als Maria Lichtmess am 02. Februar... das sind genau 40 Tage nach Weihnachten.
Der Grund liegt in der katholischen Überlieferung: Nach dem Kirchenkalender endet die Weihnachtszeit erst am 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess. Es erinnert daran, dass gemäß der jüdischen Tradition Maria und Josef ihren erstgeborenen Sohn Jesus 40 Tage nach seiner Geburt in den Tempel brachten, um ihn Gott zu weihen.
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Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“, das bei uns auch „Mariä Lichtmess“ genannt wird. Worauf geht das Fest eigentlich zurück und was hat es mit den Lichtern und Weihnachten zu tun? Es ist eine schöne Szene im Lukas-Evangelium: Maria und Josef kommen mit ihrem neugeborenen Kind in den Tempel – und dort bemerken zwei Menschen – wie in einer „Erleuchtung“ – sofort, dass dies kein gewöhnliches Kind ist. Simeon und Hanna bekennen laut im Gotteshaus, dass dieses Kind der Jesus, der Erlöser ist. „Dieses Zeugnis des Simeon und der Hanna über Jesus“ (Lukas- Evangelium 2,22-40) ist der Ausgangspunkt für das kirchliche Hochfest, das die katholische Kirche am 2. Februar feiert: Die „Darstellung des Herrn“ – im Volksmund auch als „Maria Lichtmess“ bekannt.

Rembrandt: Simeon und Hanna im Tempel
Die Darstellung des Herrn: „Hanna und Simeon im Tempel“ heißt das berühmte Rembrandt-Gemälde, in der die Prophetin Hanna (oben) und der alte Simeon (rechts) in dem Jesuskind „den Erlöser“ erkennen. (Bild-Quelle: katholisch.de)

Historisches: Aus dem Grund – auch mit Blick auf den Lobgesang des Simeon – kam es schon im 7. Jahrhundert zu feierlichen Lichterprozessionen. Der Brauch der Kerzensegnung führte in Europa dazu, dass das Fest als „Maria Lichtmess“ bekannt wurde. Bis heute ist die Lichtsymbolik in dem Fest enthalten und in den Gottesdiensten werden alle Kerzen, die in der Kirche für das Jahr benötigt werden, gesegnet. Mancherorts bringen auch Gläubige ihre Kerzen mit und lassen sie segnen. (Quelle: katholisch.de – Von Agathe Lukassek).


TAUWETTER? Winterende …? Aber da war doch noch etwas … da kommt doch noch die fünfte Jahreszeit? 😉

„Als fünfte Jahreszeit wird ein mehrere Tage bis Wochen andauernder Zeitraum bezeichnet, in dem ein Ereignis stattfindet, das den Lebensrhythmus vieler Menschen so stark beeinflusst, wie es sonst nur der Wechsel der vier Jahreszeiten tut….“(Wikipedia)

Obgleich die Natur noch in winterlicher Starre verharrt, werden die Tage nun schon merklich länger. Die Sonne geht jeden Tag ein bisschen früher auf und kommt schon wieder über manche Berggipfel. Auch abends ist es ist es länger hell. Es ist langsam Tauwetter…Das Ende des Winters naht...

Im Februar

Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel // und schmilzt die Schneelast von den Dächern // und taut das Eis auf an den Fenstern // und lacht ins Zimmer: wie geht’s? wie steht’s? // Und wenn es auch noch lang nicht Frühling // so laut es überall tropft und rinnt … // du sinnst hinaus über deine Dächer … // du sagst, es sei ein schreckliches Wetter, // man werde ganz krank! und bist im stillen // glückselig drüber wie ein Kind. – Gedicht: Cäsar Flaischlen (1864 – 1920) deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur, Pseudonym Cäsar Stuart.

>>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben schon erwähnt.


„Karneval“ heißt nur in Deutschland die fünfte Jahreszeit. Sie beginnt am 11. November, um 11 Uhr 11, und endet mit dem Aschermittwoch im Februar oder März…

HELAU UND ALAAF…UND DIE FÜNFTE JAHRESZEIT BEGINNT:

Karneval: Carnem levare … Aus dem Lateinischen stammt der Ausspruch, der im Mittelalter die 40-tägige fleischlose Fastenzeit eingeläutet hat:
Carnevale heißt in etwa „Fleisch adé“… bevor der Aschermittwoch kommt, sollten wir nochmal kräftig auf die Pauke hauen… In Deutschland ist der Begriff Karneval erstmals Ende des 17. Jahrhunderts, im Rheinland erstmals im Jahr 1728 nachweisbar. In den Kölner Stadtakten taucht „Carneval“ erstmals um 1780 auf. (Wikipedia)


Die ersten Schneeglöckchen zeigen sich schon – jetzt wird es Zeit, sich langsam vom Winter zu verabschieden. Wir kleiden uns schon mal in bunte, verrückte Sachen und feiern ausgelassen.


HELAU… ALAAF…DIESE FÜNFTE JAHRESZEIT ist im Februar immer sehr lustig, laut und kunterbunt…Helau-Alaaf…


EIN ALTES BRAUCHTUM – mit vielen Variationen –

… beginnt meist am Donnerstag vor dem närrischen Rosenmontag – mit „Altweiberfastnacht“ oder schmutziger Donnerstag – im alemannischen Bereich – genannt. Der Rosenmontag fällt im kommenden Jahr auf den 15. Februar 2021…

Als Karneval, Fastnacht, Fasching, Fastabend, Fassenacht, Fastelovend, Fasnet, Fasteleer oder die fünfte Jahreszeit bezeichnet man also die alten Bräuche, mit denen die Zeit – vor der vierzigtägigen Fastenzeit – ausgelassen gefeiert wird. (Wikipedia)

Ursprünglicher Beginn der “Fastnacht“ ist immer der Dreikönigstag, der 6. Januar.
Der Karneval hingegen beginnt aber schon am 11. November.
Das Ende der närrischen Zeit ist der Aschermittwoch.
Weitere Begriffe dieser närrischen Zeit – je nach Region – sind „Fasnet“ (Baden und die deutschsprachige Schweiz), „Fassenacht“ (Mainz)…


Die närrische Zeit wird bei uns je nach Region ganz unterschiedlich gefeiert. Fasching, Fastnacht oder Karneval gehen aber alle auf ähnliche Ursprünge zurück. Waren alle Fastnachts- und Karnevalstraditionen früher vor allem in katholisch geprägten Regionen präsent, möchten mittlerweile auch bisher faschingsfreie Orte die fünfte Jahreszeit feiern.

„Fastnacht“ bezeichnet (nach dem Wortbegriff) die „Nacht vor dem Fasten“ und entstand bereits im 12. Jahrhundert. Heute wird es oft als Synonym für die schwäbisch-alemannische Fastnacht („mit den berühmten „Hansele“) verwendet, die als deutlich traditioneller und auch ernster gilt als der fröhliche rheinische Karneval. Die schwäbisch-alemannische Fasnacht wird heute, wie der Name schon sagt, im schwäbisch-alemannischen Sprachraum, also in Baden-Württemberg, Teilen von Bayern, Vorarlberg, der Schweiz und im Elsass, gefeiert. Dort wird sie in der Regel als Fasnet, Fastnacht oder Fasent bezeichnet.

Das Wort „Fasching“ erschien schon im 13. Jahrhundert, es wird vor allem im bayrischen Raum verwendet. Beim Fasching sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Erlaubt ist alles, was gefällt… vom Cowboy bis zum Piraten.

Karneval wird vor allem im Rheinland gefeiert. Beim Karneval fand der erste große Rosenmontagsumzug schon anno 1823 in Köln statt. Heute tummeln sich tausende Zuschauer auf den Straßen. Bei den Umzügen bekommen heutzutage vor allem die Politiker ihr Fett weg. Der Begriff Karneval stammt übrigens aus dem Lateinischen „carne levare“ (dt.: „Fleisch-Entzug“). Das deutet auf die bevorstehende Fastenzeit hin.
Karneval steht neben seinen Umzügen aber auch ganz im Zeichen von großen Prunksitzungen – und – Bällen, zum Beispiel in Köln, Düsseldorf oder Mainz. Bekannt sind hier vor allem die hübschen Garde-Kostüme der „Funkenmariechen“.
Auch „Narrenzünfte“ gibt es unzählige. Viele davon wurden bereits schon in den 1920er-Jahren gegründet.


Und da gibt es doch noch den „Mardi gras“

Mardi Gras (zu deutsch: Fetter Dienstag; italienisch: Martedì Grasso; englisch: u. a. Fat Tuesday) ist die französische Bezeichnung für den Faschingsdienstag, den letzten Tag des – vor allem in katholisch bevölkerten Gebieten – gefeierten Faschings vor dem Aschermittwoch, dem Beginn der österlichen Fastenzeit. Der Feiertag des Mardi Gras wird auch in den USA, vor allem in ganz Louisiana gefeiert, einschließlich der Stadt New Orleans … Die Franzosen brachten den Brauch einst mit in die „Neue Welt“. (Quellen: Wikipedia)


Während in Mainz, Köln und anderen Karnevalshochburgen die Jecken mit Funkenmariechen, Mottowagen und viel Musik feiern, springen und stampfen im Südwesten Baden-Württembergs Hexen, Hansele und Federahannes durch die Straßen.
Und während am Rhein der Karneval bereits am 11. November eingeläutet wird, beginnt die fünfte Jahreszeit der schwäbisch-alemannischen Fasnet – wie oben erwähnt – erst am Dreikönigstag ( 06. Januar).

Am Aschermittwoch ist noch lange nicht alles vorbei…

DIE BERÜHMTE „BASLER FASTNACHT“ beginnt erst eine ganze Woche später…

Die traditionelle Basler Fasnacht beginnt erst am Montag nach Aschermittwoch um vier Uhr früh: In den übrigen Ländern ist Karneval dann schon längst vorbei. Der Grund liegt in uralten, bis ins 11. Jahrhundert zurückreichenden Meinungsverschiedenheiten über den Beginn und die Länge der Fastenzeit.
Der berühmte „Morgestraich“ (Morgenstreich) um Schlag 4.00 Uhr morgens am Montag nach Aschermittwoch ist also der Auftakt der Basler Fasnacht. Zu diesem Zeitpunkt wird die Innenstadt vollständig verdunkelt, Die Basler Stadtwerke löschen dort die gesamte Straßen-Beleuchtung. Ein dreitägiges Feierspektakel mit vielen Highlights wird jedes Jahr geboten.
Bereits am Montagmittag um 13.30 folgt dann mit dem sagenhaften, bunten “Cortège” der nächste Höhepunkt des Spektakels. Bei diesem gigantischen Umzug, der am Mittwoch nochmals wiederholt wird, begeben sich rund 10.000 Fasnächtler mit Maske und Kostüm auf einen Rundkurs zwischen der Altstadt und Kleinbasel – mit Trommeln, Piccolos, Gugge-Instrumenten, Laternen und unzähligen skurrilen Accessoires ausgerüstet. Mimosen und Orangen werden als Vorboten des Frühlings verteilt sowie Süßigkeiten und Konfetti von den Wagen in die Menge – von tausenden Schaulustigen gesäumten Straßen – geworfen.

TRADITIONELLE BASLER FASNACHTSKOSTÜME

TROMMLER UND PFEIFER bei der Basler Fastnacht (Quelle: pixabay)

An der Basler Fasnacht sind die unterschiedlichsten Verkleidungen zu sehen. Einige dieser fantasievollen Kostüme blicken auf eine lange Tradition zurück. Teils entstammen sie der italienischen „Commedia dell’arte“, während andere auf lokale, traditionelle Gegebenheiten zurückzuführen sind. (Quelle: City-News-Verlag. Redaktion / djd )


Karneval in Venedig

Der historische Karneval in Venedig ist mit seinen fantastischen Masken, Herkulesspielen und Feuerwerken der bekannteste neben denen von Florenz und Rom.

Unvergessen und einmalig auf der Welt ist der „Carnevale di Venezia“

Seit fast 1000 Jahren wird der Karneval in Venedig gefeiert. Die kunstvoll gefertigten Masken boten damals jedem Anonymität – soziale Schranken waren somit aufgehoben. Adelige verkleiden sich als Diener und Diener als Adelige, Männer und Frauen tauschten die Gewänder und ihre Rollen. Für ein paar Tage im Februar wurde alles vergessen und Sitte, Anstand und Gruppenzugehörigkeit dem närrischen Treiben geopfert. Venedig war einst das europäische Zentrum der Vergnügungen, der Feste, der Liebe.


Und zu guter Letzt – möchte ich noch eine Lanze brechen für den Düsseldorfer Karneval:
Der Beginn ist am elften-elften-elf-Uhr-elf … HELAU!

Dies ist die Düsseldorfer närrische Variante der als Karneval, Fastnacht oder Fasching bezeichneten „fünften Jahreszeit“. Der Düsseldorfer Karneval beginnt immer schon am 11. November eines jeden Jahres mit dem symbolischen Erwachen des Hoppeditz und endet am Aschermittwoch des Folgejahres mit dessen Beerdigung. Die Zeit des Karnevals wird als Session (dt. Aussprache) bezeichnet und markiert in vielen Stadtteilen mit zahlreichen Sitzungen und Bällen einen Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens der Landeshauptstadt. Der Rosenmontagszug zählt zusammen mit den Veranstaltungen in Köln und Mainz zu den größten in Deutschland. Seine alljährliche Fernsehübertragung machte ihn bundesweit bekannt.

(Der Düsseldorfer Karneval wird hier nur besonders erwähnt, da wir in Düsseldorf wohnen und begeistert hier auch immer mitfeiern…die anderen Karnevals – Hochburgen sind aber nicht minder großartig!!!)

KINDER…KINDER…
sind hier die Stars auf der KÖ…

DAS GIBTS NUR EINMAL…DAS KOMMT NIE WIEDER…DAS IST ZU SCHÖN UM WAHR ZU SEIN…
DER DÜSSELDORFER „KINDERKARNEVAL“ auf der KÖNIGSALLEE ist etwas ganz Besonderes:
Für Familien gibt es am Karnevals-Wochenende gleich zwei karnevalistische Höhepunkte. Dabei sind originelle Kostüme besonders gefragt. Buntes Kö-Treiben in der Familie mit Kind und Kegel… Bei kaum einer anderen Karnevals-Großveranstaltung geht es so gelassen, friedlich, locker und fröhlich zu wie beim Kö-Treiben. Traditionell am Sonntag vor Rosenmontag treffen sich – ab Mittag – Jecken aller Generationen, Familien mit Kindern und Gruppen, um über die Königsallee zu flanieren und gemeinsam zu feiern. Viele Gruppen verkleiden sich deshalb gemeinsam besonders originell, genießen es dann, als beliebtes Fotomotiv zu dienen. Das wichtigste Utensil ist beim Kö-Treiben der eigene Bollerwagen, mit dessen Hilfe Bierfässer, lecker Essen, Musikanlagen und erschöpfte Kinder transportiert werden können.

REFRAIN: Das gibt’s nur einmal // Das kommt nicht wieder // Das ist vielleicht nur Träumerei // Das kann das Leben // Nur einmal geben // Vielleicht ist’s morgen schon vorbei // Denn jeder Frühling hat nur einen Mai…

Original-Songtext-Auszug aus „Christels Lied“…. 1931 erschien der berühmte Film „Der Kongreß tanzt“, in dem Lilian Harvey in einer Szene „Christels Lied“ singt, besser bekannt als „Das gibt’s nur einmal…“,  das bis heute ein „Evergreen“ geblieben ist. Anm.: Lilian Harvey (1906-1968) war eine berühmte britisch-deutsche Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin. Durch Musikfilme wie „Die Drei von der Tankstelle“ und „Der Kongreß tanzt“ wurde sie in den 1930er-Jahren zu einem berühmten und beliebten Star in Deutschland.


HINWEIS-TIPP:
Interessantes diese besondere Jahrezeit findet man auch in meinem anderen separaten, kurzen Blog-Artikel: 
„Karneval in Düsseldorf“ unter:
https://bienchenhamster.de/karneval-in-duesseldorf-2019/

Lecker Karnevalsgebäck: Kräppel, Berliner, Krapfen, Mutzen & Co. gehören einfach unbedingt zum Karneval dazu…


40 Tage ohne…

Nach diesem närrischen Treiben beginnt am Aschermittwoch in katholischen Gebieten die österliche Fastenzeit. Die österliche Bußzeit ist eine 40 Tage dauernde Vorbereitung auf das feierliche Oster-Fest, das am 04. April 2021 beginnt. Dann ist der Frühling – mit Amsel-Drossel-Fink-und-Star…ja auch wieder für uns alle da…


„Im Grunde des Herzens eines jeden Winters liegt ein Frühlings-Ahnen“. – Zitat: © Khalil Gibran (1883-1931) war ein libanesisch-US-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter.


ACH HERRJEH…WIE LANGE DAUERT EIGENTLICH DER WINTER?

Der Winter ist ja bekannt als die kälteste der vier Jahreszeiten in den subtropischen, gemäßigten, subpolaren und arktischen Klimazonen unserer Erde. Je nachdem, ob er gerade auf der Nord- oder der Südhalbkugel herrscht, spricht man vom Nordwinter oder Südwinter. Der Nordwinter findet gleichzeitig mit dem Südsommer statt. (Wikipedia)


Wie wird denn das Wetter definiert?

„Meteorologisch“ (oder auch klimatologisch genannt) versus „Kalendarisch“ (oder auch astronomisch genannt) … Ein Begriffs-Wirrwarr?

FRÜHLING-SOMMER-HERBST UND WINTER… Genaugenommen gibt es zu allen Jahreszeiten – wie oben schon erwähnt – eigentlich vier unterschiedliche Jahreszeiten-Anfänge: den „meteorologischen“ und den „kalendarischen“.

METEOROLOGISCH

Die „meteorologischen“ (oder klimatologischen) Jahreszeiten sind eine ganz vereinfachte Jahreszeiteneinteilung. Sie erleichtern den Meteorologen die Erhebung von Wetterdaten und ihre statistische Auswertung. Sie teilen das Jahr damit in genau vier mal drei ganze Monate. Es handelt sich aber um eine sehr vereinfachende Einteilung, Sie beginnen immer genau am 1. März (meteorologischer Frühlingsanfang), am 1. Juni (meteorologischer Sommeranfang), am 1. September (meteorologischer Herbstanfang) und am 1. Dezember (meteorologischer Winteranfang).

„Meteorologisch“ endete z.B. also der Herbst 2020 am Montag, den 30. November und der WINTER beginnt in unseren Gefilden – dieses Jahr am 1. Dezember 2020 … Die Spanne von genau drei Monaten ist also jedes Jahr bei der meteorologischen Zeiteinteilung dieselbe.

SONNENSYSTEM-PLANETEN

KALENDARISCH – hier wird es schon etwas komplizierter…

Die kalendarischen (oder astronomischen) Jahreszeiten richten sich immer „nach dem Stand der Erde zur Sonne“.
Sie werden deshalb auch astronomische Jahreszeiten genannt und entsprechen sozusagen den „natürlichen“ Jahreszeiten. Kalendarisch (astronomisch) endet der Herbst erst 3 Wochen später als der meteorologische … also erst am 21. Dezember auf der Nordhalbkugel. Hier wird der Winter-Beginn durch die „Wintersonnenwende“ (den kürzesten Tag des Jahres) – auch „Mittwinter“ genannt – um den 21. Dezember bestimmt: Zugleich markiert dieses Ereignis auch den „kürzesten“ Tag und die „längste“ Nacht im Jahr.– Es ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis der anderen Erdhälfte steht.

Dieser „kalendarische“ Winter endet im Folgejahr dann erst am 21. März 2021: „Meteorologisch“ ist dann am 21. März aber – schon drei Wochen vorher (!) – bei uns „Frühlingsanfang“ gewesen, nämlich am 1. März… Die Sonne befindet sich dann genau im Frühlingspunkt der Erdbahn.
Der „kalendarische“ Eintrittspunkt ist aber nicht konstant, sondern er variiert ständig und fällt, abhängig unter anderem vom Abstand zum letzten „Schaltjahr“ und der „Zeitzone“, auf den 19. / 20. oder 21. März… Muss ich mir das alles merken? Nö…

Alles klar?


Eine astronomische Uhr ist eine mechanische Uhr, die außer der Uhrzeit auch astronomische Sachverhalte wie die Lage von Sonne und Mond über dem Horizont und im Tierkreis, die Mondphasen und in seltenen Fällen auch die Stellungen der großen Planeten am Himmel anzeigt.

Frühling-Sommer-Herbst und Winter…Es ist ein ewiger Kreislauf im Leben auf unserer Erdkugel… davon und vom Wetter hatte man vor 500 Jahren noch keine Ahnung:

Wer sagte noch – voller Überzeugung – vor über 500 Jahren von unserer Erde: „Und sie dreht sich doch?“

Unter Androhung des Todes auf dem Scheiterhaufen zwingt ein Inquisitionsgericht im Jahre 1633 „Galileo Galilei“ sich von der These des Kopernikus* (1453-1543) zu distanzieren, der sagte, dass sich die Erde um die Sonne bewegt. Und sie dreht sich und dreht sich doch…
Kurze Historie: Der berühmte „Galileo Galilei“ war der bedeutendste Physiker und Astronom seiner Zeit. Er war ein angesehener Gelehrter, Schützling der de Medicis und befreundet mit dem Papst. Gefeiert, gefürchtet und am Ende doch zu Unrecht geschmäht…Er wurde in Pisa am 15. Februar 1564 geboren. Später zog er mit seiner Familie nach Florenz. Er entstammte einem reichen Patriziergeschlecht. Er studierte auch Medizin und Mathematik und war Professor an der Universität in Padua. Er war auch der Erfinder des „Fernrohrs“. Richtigen Ärger bekam er aber durch seine Erforschung des Sonnensystems. Galilei kannte die Theorie, dass die Planeten um die Sonne kreisten und somit die Erde nicht Mittelpunkt des Systems sein konnte. Diese Theorie stammte von *Nikolaus Kopernikus (1473-1543). Dieser war ein deutscher Astronom und Arzt und hatte seine Theorie bereits anno 1514 entwickelt, jetzt wurde sie Ende des 15. Jh. zum ersten Mal durch die naturwissenschaftlich-astronomischen Beobachtungen von Galilei auch bewiesen!
(Anm.: *Nikolaus Kopernikus (1473-1543) war ein deutscher Domherr des Fürstbistums Ermland in Ost-Preußen sowie bedeutender Astronom und Arzt, der sich auch der Mathematik und Kartographie widmete. Er behauptete, dass die Erde nicht der Mittelpunkt der Welt sei, sondern ein Planet, der sich um sich selbst und um die Sonne drehe.)

Das war damals eine absolute Sensation…Die katholische Kirche war entsetzt. Ihr gesamtes Weltbild geriet aus den Fugen. Schließlich behauptete sie nach wie vor, die Erde sei der Mittelpunkt des gesamten Universums. Papst Urban VIII reagierte empört, und so wurde Galilei in Rom vor Gericht gestellt. Galilei kam ins Gefängnis. Später wurde die Strafe in eine Verbannung umgewandelt. Vorher musste Galilei allerdings im Juni 1633 all seine Theorien für falsch erklären und seine Thesen widerrufen. (Quelle: „Was ist was? Bd. 35.)

Späte Einsicht der Kirche

Bis zu seinem Tod, am 8. Januar 1642, blieb Galileo Galilei auf seinem Landsitz in der Nähe von Florenz. Er widmete sich seinen Forschungen im Bereich der Mechanik, Bewegungs- und Gravitationslehre. Die katholische Kirche ließ sich bis ins Jahr 1992 Zeit, bis sie eingestand, dass Galilei und Kopernikus recht hatten...


Die acht Planeten des Sonnensystems
(Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun) 

Und man kann sagen: „Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unseren Nachthimmel.“ Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun.

Unsere Erde – unsere Heimat…

Auch wenn wir nichts davon mitbekommen: Wir alle bewegen uns ständig auf einem riesigen, rundlichen Himmelskörper aus Stein und Lava durch das Weltall. Unsere Erde dreht sich dabei innerhalb eines Jahres einmal um die Sonne. Zudem hat unser Heimatplanet eine Eigenrotation: In der Zeit, in der er sich einmal um sich selbst dreht, vergeht ein Tag.

Jahreszeiten und Temperaturunterschiede

Bedingt durch die Schrägstellung der Erde sind bei der Umrundung der Sonne zu bestimmten Zeiten jeweils immer andere Teile der Erde – unseres Planeten – der Sonne zugewandt. Deutschland befindet sich – wir wir alle wissen – zum Beispiel auf der Nordhalbkugel der Erde: Während der Sommermonate ist dieser Teil des Planeten der Sonne näher. Im Winter dagegen ist die Nordhalbkugel weiter von der Sonne entfernt. (Quelle: wetter.de)

Mystische „winterliche“ Polarlichter (Aurora)?

Früher galten „Polarlichter“ bei den Menschen als mystischer Zauber, als Vorboten für drohendes Unheil.
Heute weiß man, dass diese kosmische Erscheinung durch ein spannendes Wechselspiel zwischen Sonne und Erde entsteht. Polarlichter gibt es meist an Nord- und Südpol. Die Dämmerung kann die Beobachtung von Polarlichtern erschweren. Die Lichterscheinungen können jedoch trotzdem sichtbar sein – besonders in Perioden mit erhöhter Sonnenaktivität. Nur die hellsten Meteore (Sternschnuppen) und Sterne sind zu sehen. Die Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Sonne auf Gasteilchen der Luft treffen. Je nachdem, um welche Art von Gas es sich handelt, können dabei unterschiedliche Farben entstehen. Im Norden sind sie im Winter meist bis Ende März zu sehen. Manche Polarlichter sind sehr ruhig, andere erstrahlen wie ein phantastisches Feuerwerk.


Wie entstehen die Polarlichter?

Faszinierende Polarlichter deuten auf einen gewaltigen Sonnensturm“ hin, der durch eine größere Sonnenwindgeschwindigkeit als 300 Kilometer „pro Sekunde“ charakterisiert ist. Die Sonne schleudert Materie ins All. Wissenschaftler sprechen vom sogenannten Sonnenwind. Dieser Sonnenwind besteht vor allem aus Protonen und Elektronen und erreicht in einem Intervall von etwa ein bis drei Tagen die Erde. Er würde das Leben auf der Erde völlig unmöglich machen, wenn wir nicht von der Atmosphäre und besonders durch das Erdmagnetfeld vor dem Teilchenbombardement und vor der Strahlung geschützt würden. Etwa 150 Kilometer von der Erde entfernt stoßen die Elektronen dieses Sonnenwindes auf Moleküle der Atmosphäre. Dabei kommt es zu einem lebhaften Energieaustausch. Die Moleküle werden elektrisch und energetisch geladen und so zum Leuchten angeregt…. es entstehen so die bekannten bunten Polarlichter. (Quelle: Planet-wissen.de)

IM WELTALL….Das Weltall ist grenzenlos. Man muss schon zugeben, dass die endlose Weite, die unseren Planeten umgibt, anziehend und etwas unheimlich und mysteriös ist. Das Weltall fasziniert die Menschen schon immer…

Der berühmte Astronom „Johannes Kepler“ (1571-1630) erkannte, dass sich die Planeten nicht auf Kreis-, sondern auf Ellipsenbahnen um die Sonne bewegen. Dadurch variiert der Abstand zwischen Sonne und Erde bei der alljährlichen Umrundung der Sonne.
Die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ist also nicht kreisrund, sondern elliptisch (oval). Dies bedeutet, dass sich die Entfernung zwischen Erde und Sonne ständig ändert.

NORDWINTER

Die Nordwinter sind wegen der Sonnennähe am 3. Januar (Perihel = Punkt der Umlaufbahn, an dem die Erde der Sonne am nächsten ist) etwas kürzer und milder als die Südwinter. Im Südwinter (Nordsommer) herrscht am Südpol wegen der Neigung der Erdachse von der Sonne weg 24 Stunden lang tiefe Nacht. (Im Juli = Nordsommer=Südwinter).

Unsere Jahreszeiten entstehen, weil die Erdrotation nicht in der Ebene der Umlaufbahn um die Sonne erfolgt. Dadurch liegen Süd- und Nordpol abwechselnd ein halbes Jahr im streifenden Sonnenlicht. Der Zenit-Stand (Höchststand) der Sonne wechselt im Jahreszyklus immer stetig zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis.

Wo ist der kälteste Ort der Welt?

Der absolute Kälterekord wurde am 23. Juli 2004 mitten in der Polarnacht in der „Ost-Antarktis“ gemessen. Die Temperatur fiel auf eisige minus 98,6 Grad Celsius! Der Kälterekord auf der „Nordhalbkugel“ liegt bei „nur“ minus 67,8 Grad Celsius, gemessen im Ort Oimjakon im Osten Russlands, das kälteste, bewohnte Gebiet der Erde. Definitiv nichts für Frostbeulen!


Novemberkälte? Ganz im Gegenteil…

„Der Winter, der ein Sommer war? “ – (Der Spruch war einst ein TV-Klassiker aus den 60ern)

Von Novemberkälte fehlt jedenfalls jetzt hier in Deutschland noch Ende November und auch in den nächsten Tagen noch jede Spur… Stattdessen steigen die Temperaturen immer mehr an, sodass eher ein Frühlings – statt Winterfeeling aufkommt. Na ja…solange die Sonne scheint…

Aber noch ist der richtige Winter ja nicht da…ABER (!) die Chancen auf Schnee steigen vielleicht Anfang Dezember 2020? Da habe ich doch so etwas gehört:
AKTUELLES:
Im ersten Winter-Monat am 1. Dezember (nach meteorologischer Bestimmung) könnte es vielleicht doch noch schon richtig „winterlich“ werden…Es stünden die Chancen auf Schnee „gar nicht schlecht“: Das NOAA-Langfristmodell (= das Modell des amerikanischen Wetterdienstes) berechnet derzeit für Europa den Dezember 2020 nun deutlich kälter als noch vor wenigen Wochen.

Vor allem Ende November/Anfang Dezember könnte es in manchen Teilen Deutschlands schon doch recht winterlich werden. Grund dafür ist ein kräftiges Tief nordöstlich von uns. Dieses zapft wohl kalte Polarluft an. Damit steigen die Chancen in Sachen Schnee also deutlich an, wie die Meteorologin Corinna Borau (wetter.de) erklärt.

Droht Deutschland ein La Niña-Winter mit viel Schnee?

Der Winter 2020/2021 „könnte“ (vermutlich) in Deutschland besonders streng ausfallen. Begünstigt würde dies unter anderem durch das Wetterphänomen „La Niña“, das für die kommenden Monaten für Europa vorhergesagt wird.

EL Niño und La Niña sind weltweit gefürchtete Wetterextreme und treten häufig um die Weihnachtszeit auf: So wurde das Phänomen El Niño getauft – der Name steht in spanisch für „das Christkind“. Auch La Niña (spanisch: „Kl. Mädchen“) könnte also für einen kalten Winter in Deutschland sorgen. Die besonders kalte Strömung infolge des „La Niña-Phänomens“ begünstige auch hierzulande einen eher strengen Winter.

Aufgrund von veränderten Luft- und Meeresströmungen verschieben sich derzeit weltweit die Wetterbedingungen in der Folge von El Niño bzw. La Niña. Die Gegenspieler El Niño und La Niña beeinflussen also nicht nur die am Pazifik angrenzenden Länder, sondern auch unser Wetter in Deutschland.
Den Zusammenhang erläuterte hier der Meteorologe Hartmut Mühlbauer (Wetter.com) …Das Hochdruckwetter habe bald ausgedient, bald werde es wechselhafter. Neben Sturmböen sei auch Schnee zu erwarten. Erleben wir einen weißen 1. Advent?


DIE EISNACHT

Wie in Seide ein Königskind // schläft die Erde in lauter Schnee, // blauer Mondscheinzauber spinnt
schimmernd über der See. // Aus den Wassern der Raureif steigt, // Büsche und Bäume atmen kaum: // durch die Nacht, die erschauernd schweigt, // schreitet ein glitzernder Traum. – Gedicht: © Clara Müller-Jahnke (1860 – 1905), deutsche Dichterin


Schneemeers Glanz
Du bist so schön in des Schneemeers Glanz!
Dir schenk ich für ewig der Liebe Kranz!
Zitat: © Hans Christian Andersen, 1805-1875, dänischer Schriftsteller)
aus: „Die Schneekönigin

„Deutschland…. Ein Wintermärchen“

BUCH-TIPP:… Das Heine-Buch sollte jeder einmal (wieder) lesen. Es ist ein satirisches „Versepos“ voll Ironie und Polemik . Den äußeren Rahmen dafür bildet eine Reise, die der Autor im Winter 1843 unternahm und die ihn von Paris nach Hamburg führte.

Heinrich Heine (1797-1856) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Lyriker, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Schon seit 1815 prangerte Heinrich Heine die sozialen und politischen Verhältnisse – auch an Kirche und Klerus – in Deutschland an. Als einer der ersten stand der prominente Dichter in der Schusslinie der Zensurbehörde. Seine Schriften wurden verboten; 1831 verließ er fluchtartig seine Heimat Deutschland und ging ins Pariser Exil.


„Winter, ade! Scheiden tut weh.“- Dies ist der Titel eines alten Frühlings- und Kinderliedes….verfasst von August Heinrich Hoffmann (1798-1874)… bekannt als Hoffmann von Fallersleben. Er war ein Dichter und deutscher Hochschullehrer für Germanistik…und so freuen wir uns natürlich auch alle wieder auf den schönen Frühling im neuen Jahr 2021.

Sichere Hoffnung

Keine Hoffnung, die auf Erden
Der Erfüllung so gewiss –
Wintersturm und Leid vergiss,
Denn es muss ja Frühling werden.

Auszug-Gedicht-Vers von © Auguste Kurs (1815-1892): Deutsche Dichterin. (5. Strophe des gleichnamigen Gedichtes)

„Oh, wie ist es kalt geworden // und so traurig, öd und leer! // Rauhe Winde wehn von Norden, // und die Sonne scheint nicht mehr. // Schöner Frühling, komm doch wieder, // lieber Frühling, komm doch bald. // Bring uns Blumen, Laub und Lieder, // schmücke wieder Feld und Wald!“- Gedicht: © Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874) deutscher Schriftsteller, dichtete 1841 auf Helgoland »Das Lied der Deutschen«, dessen 3. Strophe die heutige Deutsche Nationalhymne ist.
>>>> Anmerkung zur Schreibweise bei längeren Gedichten wie oben schon erwähnt.


Träume
Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit.“ . Zitat: © Khalil Gibran (1883-1931), libanesisch-amerikanischer Dichter und Philosoph.


BLOG-ARTIKEL:
„WINTER … die unterschätzte Jahreszeit?“

VERÖFFENTLICHT ZUM

1. November 2020


Zur Vollendung des „Jahres-Karussells“ der
„Blumenkinder im Jahresverlauf“

– zum Jahres-Abschluss –
war dies hier
😉 – wie immer recht ausführlich – 😉

der letzte Teil der vier Jahreszeiten
DER WINTER …

Bunt zusammengefasst – mit Ansichten, Anekdoten, Geschichten und Gedichten.
😉 Und die fünfte Jahreszeit wurde auch nicht vergessen 😉


URHEBERRECHT: Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind mit © Copyright und Namen versehen.