Winterapfel …einfach zauberhaft

Inhaltsübersicht


  • Apfel-Wintersorten sollten im Gegensatz zu Sommer- und Herbstsorten möglichst lange am Baum hängen, da sie erst mit der Zeit an Süße und Aroma gewinnen.
  • Diese erreichen ihre Genussreife in der Regel im Dezember oder Januar, können aber bei guter Lagerung auch sogar bis März oder April im Folgejahr noch kühl gelagert werden.

MALUS – DER APFEL:
Lateinischer Name: Pyrus malus (Wildapfel), Malus domestica (Kultursorten)
Malus entspricht dem lateinischen „mālus“ (Apfelbaum), der Artname „sylvestris“ bedeutet „im Wald wachsend“… Als Ur-Apfelbaum gilt der wilde Holzapfel (Malus sylvestris).


Lesedauer: Zirka 10-15 min. je nachdem wie ausführlich… 😉


MALUS heißt der Apfel auf Latein: Das Böse…

Warum das Böse? Diese Bezeichnung rührt daher, dass Äpfel – laut der biblischen Geschichte – mit ihren verführerischen Kräften den sogenannten Sündenfall heraufbeschworen und die Menschen aus dem Paradies vertrieben haben sollen. Die – in der Bibel benannte – „sündhafte“ Frucht aus dem Garten Eden befeuerte schon früh die Phantasie in all den Jahrhunderten und regte zu zahlreichen Legenden an, die eine Verbindung von Altem und Neuem Testament gerade im Sinn-Bild des Paradiesapfels suchten. So war der Apfel – durch die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies – auch nicht ganz unschuldig…

Einen strittigen Punkt in einer Diskussion nennt man heute allgemein noch einen „Zankapfel“, und natürlich „fällt der Apfel hier nicht weit vom Stamm“… und Wilhelm Tell durchschoss den Apfel auf dem Kopf seines Sohnes… Auch die Geschichte des heiligen Nikolaus ist eng mit dem Apfel verknüpft… und das arme Schneewittchen wäre fast an einem Apfel erstickt

  • Schon rund 10.000 vor Christus gab es den Apfelanbau in der Region des heutigen Kasachstans. Die Hauptstadt des Landes heißt seit 1941 Almaty (früher Alma Mater), was so viel wie „Stadt des Apfels“ bedeutet, russisch bleibt die Bezeichnung weiterhin Alma-Ata.
  • Kasachstan liegt in Zentralasien und grenzt an Russland, China, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan und das Kaspische Meer. 
  • Als einstige Urheimat des Apfels gelten Turkestan und der Kaukasus. Turkestan ist auch eine Stadt in Kasachstan. Das Land Kasachstan liegt in Zentralasien und ist der neuntgrößte Staat der Erde. Der Staat liegt mittig zwischen Russland im Norden und China im Süd-Osten.
  • Anm.: Turkestan bedeutet in persischer Sprache „Land der Türken“. Turkestan (auch Kaukasien oder einfach Kaukasus genannt) nennt sich auch ein vielfach lang gegliedertes Gebirgsland auf dem Territorium Russlands, Georgiens, Aserbaidschans, Armeniens und sogar der Türkei. 

Historisches: Die Heimat des Apfels war – wie oben erwähnt – einst Kleinasien. Von dort aus kam er über die Jahrhunderte z.B. nach Griechenland, nach Italien und die alten Römer brachten ihn dann damals mit zu uns an den Rhein. Für die frühen Kelten war damals der Apfel (Malus) einst ein Symbol für den Tod.

  • Die Zeit von etwa anno 450 bis Christi Geburt war die große Zeit der Kelten: Die Germanen sind in gewisser Weise ein Zweig der Kelten. Die Kelten haben viele Spuren in der deutschen Kultur hinterlassen, einschließlich des Namens „Deutschland“ selbst, der aus dem keltischen Wort „Teutoburg“ abgeleitet ist. Die Teutonen waren – nach römischen Quellen – ein altes germanisches Volk der Antike.
  • Die Römer nannten alle Stämme nördlich ihres Imperiums „Germanen“. Dazu gehören Friesen, Chauken, Kimbern, Teutonen, Sueben, Langobarden und nicht zuletzt auch die Cherusker- die im heutigen Ostwestfalen-Lippe und in Niedersachsen bis zur Elbe wohnten.

Die Germanen sind nicht nur die Ahnen der Deutschen, sondern sie haben die Entwicklung nahezu aller Völker in Mitteleuropa beeinflusst. Einige Germanenstämme sind sogar bis auf den Balkan, auf die Iberische Halbinsel und nach Nordafrika gewandert. Beide – die Germanen und die Kelten – waren Indoeuropäer mit ursprünglich gemeinsamen Wurzeln. Es gibt bis heute keine einheitliche Definition dessen, wer als „Vorfahr der Deutschen“ gelten kann, da die deutsche Nation selbst erst im Laufe der Geschichte langsam entstanden ist. 

Die goldenen Äpfel der Göttin IDUNA – diese war – laut einer Sage – eine nordische Göttin und Hüterin eines mythischen Apfelbaumes, dessen goldene Äpfel die ewige Jugend schenkten…

IDUNA

Die germanische Göttin Iduna wachte einst über goldene Äpfel…
Die Asen (= eine nordische Bezeichnung der germanischen Götter)
erhielten durch deren Verzehr die ewige Jugend…. so heißt es in den Annalen.
IDUNA ist in der nordischen Mythologie die Göttin der Jugend und der Unsterblichkeit.


Der Gott und seine Göttinnen:
Mythen, Sagen und Legenden rund um den Apfel…

Ishta-Aphrodite-Venus-Iduna = Unterschiedliche Namen ein und derselben der Göttin – nämlich die Göttin der alten Babylonier, Griechen, Römer und der Germanen..
Dionysos-Bacchus... .Die unterschiedliche Benennung ein und desselben Gottes = Der Gott der alten Römer und Griechen.

DER APFEL
spielte schon früh eine große Rolle in der Sagenwelt:

  • Bei den *Babyloniern war es einst die Göttin Ishtar (Ištar), die mit dem Emblem des Apfels verehrt wurde. Bei den Griechen hieß diese Göttin dann Aphrodite und bei den Germanen hieß diese Iduna.
  • Die römische Venus entspricht der griechischen Aphrodite – die Göttin der Liebe und Schönheit. 
  • Bei den Germanen bewachte früh also die Göttin Iduna ihre goldenen Äpfel, die Unsterblichkeit bringen sollten. Iduna ist übrigens in der nordischen Sage die Göttin der Jugend und der Unsterblichkeit
  • Dionysos (Bacchus), der Gott des Weines und Sohn des Zeus, „erschuf“ einst – der Sage nach – einen ganz besonderen goldenen Apfel und schenkte diesen der Aphrodite, der Göttin der Liebe. 
  • Bacchus – der Gott des Weins wurde bei den GriechenDionysos und erst später bei den RömernBacchus genannt.
  • Und der Gott Paris (altgriechisch Πάρις Páris [ˈpaːrɪs]) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des trojanischen Königs Priamos und der schönen Helena. 

(Anm.: *Babylon/Mesopotamien: Gebiet des heutigen Irak und dem Nordosten des heutigen Syrien.


Griechische Göttin Aphrodite
(Bild: Pixabay)

Alte Kulturen des Mittleren Ostens sahen in der Venus Ištar – eine Göttin der Liebe und des Krieges. Ištar ist eine Göttin und gehört zu dem Bündnis der damaligen Göttinnen. Ištar war die wichtigste babylonische Göttin. Sie wurde sowohl als Morgen- als auch als Abendstern verehrt.
Ihr Symboltier ist der Löwe.


Der Streit- und Zank-Apfel
der Eris, der Göttin des Streits und der Zwietracht

In der griechischen Mythologie gibt es den goldenen Apfel der Eris. ERIS ist die griechische Göttin des Streits und der Zwietracht. ERIS wurde später aus der griechischen auch in die römische Mythologie als Göttin übernommen…sagt Wikipedia. In den griechischen Sagen (Theokrit, Plato, Vergil) war mit dem Apfel damals meist die Quitte oder der Granatapfel gemeint. Dazu später noch Ausführlicheres…

Die griechische Göttin HERA ist wiederum die Schutz-Göttin der Ehe, der Frauen und der Familie. Sie ist eine Tochter von Kronos und Rhea. In seinem Lebens als olympischer Gott verführte Zeus, den Sagen nach, eine große Zahl an Frauen. Verheiratet war Zeus jedoch mit seiner Schwester HERA, mit der er vier Kinder hatte… heißt es in der Historie.

Bei der Hochzeit des Peleus und der Thetis soll Eris, die Göttin der Zwietracht und des Streites, einen goldenen Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ zwischen die Göttinnen geworfen haben, weil sie darüber verärgert war.

  • Zu der Hochzeit des Peleus und der Thetis waren alle olympischen Götter eingeladen. Aus Rache wirft die Göttin Eris einen Apfel mit der Aufschrift „der Schönsten” unter die Göttinnen, um dort Zank und Streit hervorzurufen.
  • Ein Gegenstand oder eine Tatsache, die zu einer heftigen Auseinandersetzung führt, wird deshalb bis heute noch als Zankapfel bezeichnet.
  • Gott Paris ist in der griechischen Mythologie der Sohn des trojanischen Königs Priamos.
    Helena galt damals als die schönste Frau ihrer Zeit. Ihre Schönheit soll so sagenhaft groß gewesen sein, dass jeder Mann, der Helena sah, sie besitzen wollte.
  • Helena hatte sich jedoch in den Gott Paris verliebt. Als der Gott Paris damals die schöne Helena entführte, löste er damit den Trojanischen Krieg aus. (weiteres hierzu bei Wikipedia).

GÖTTER IM OLYMP




Hier geht es nun weiter mit dem
Römischen Reich Deutscher Nation
(lateinisch: Sacrum Imperium Romanum Nationis Germaniae)

Reichskrone, Reichsapfel und Zepter

Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation wurden damals Reichskrone, Reichsapfel und Zepter dem jeweiligen Herrscher während der Krönungszeremonie überreicht. Der Reichsapfel gehörte also schon früh zu den berühmten Insignien des *Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Apfel symbolisierte die Weltkugel und wurde von mächtigen Herrschern als wichtiges Tribut in der linken Hand gehalten. Über Jahrtausende galten Äpfel auch als Symbol für Reichtum, Liebe und Fruchtbarkeit.

Anm.: *Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, war vom Spätmittelalter bis anno 1806 die offizielle Bezeichnung für das seit dem 10. Jahrhundert bestehende Herrschaftsgebiet der römisch-deutschen Kaiser.

Zepter rechts – Reichsapfel links

Kaiser Karl, Aachen (*747-/+814) war von 768 bis 814 n.Chr. König des Fränkischen Reichs. Karl der Große stammte aus dem Geschlecht der Karolinger (westgermanischen Franken). Politischer Höhepunkt seines Lebens war die Kaiserkrönung durch Papst Leo III. zu Weihnachten des Jahres 800. 

Im Dezember 800 n.Chr. krönte Papst – Leo III. (Nachfolger von Hadrian I.) erstmals einen fränkischen König namens Karl zum Kaiser. Karl der Große war tatsächlich – für die damaligen Verhältnisse – recht groß, nämlich 184 cm und das vor 1200 Jahren, dies war zu der Zeit tatsächlich eine deutlich überdurchschnittliche Körpergröße. Er herrschte 46 Jahre über ein Riesenreich.

Schon zu Lebzeiten führte Karl den Titel „der Große“. Im Herzen Europas hatte er das größte Reich (nach dem Untergang des Römischen Imperiums) unter sich vereinigt und konnte so auf eine außergewöhnlich lange Regierungszeit zurückblicken.

MONUMENTALES STANDBILD IN AACHEN:
Der mächtige Kaiser Karl der Große mit Zepter rechts – und dem Reichsapfel links.
Auch bei den alten Römern wurde der Apfel als ein Zeichen der Vollkommenheit der Kaiser angesehen.


Krone, Zepter und Schwert waren damals die Insignien des Königs. Ein Zepter ist ein Stab aus wertvollem Metall, meist reich verziert mit Edelsteinen. Als königlicher Herrscherstab symbolisiert es die weltliche Macht des Königs.
Der Reichsapfel wird immer in der linken Hand gehalten und geht historisch auf den Globus der Römer zurück, der die Weltherrschaft des Römischen Reichs symbolisierte. Z.B. sind auf mittelalterlichen Münzen die deutschen Kaiser und Könige nicht selten mit dem Reichsapfel in der linken Hand dargestellt (Wikipedia).


Schon im antiken Persien galt der Apfel auch als Symbol herrschaftlicher Macht, ein sog. Status-Symbol, das auch später von mittelalterlichen Kaisern im Westen traditionell weitergeführt wurde. Diese trugen als *Insignie eine goldene Kugel als „Sinnbild für die Erde“. Dieser „Reichsapfel“ symbolisierte – im Heiligen Römischen Reich – so die Weltherrschaft und war jahrhundertelang fester Bestandteil der feierlichen Krönungszeremonien von Kaisern und Königen.

Anm.: Als *Insignie wird ein Kennzeichen von Macht oder Würde bezeichnet, z. B. eine Krone oder ein Zepter.


Der Apfel ist in aller Munde...

So taucht der Apfel vor allem auch in zahlreichen Märchen auf. Unter den – von den Gebr. Grimm gesammelten -Werken sind das unter anderen – Frau Holle: Das Mädchen (Goldmarie) trifft auf seinem Weg durch die Unterwelt auf einen Apfelbaum, der sagte. „Ach, rüttle mich, ach, schüttle mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif.“

  • Ein Sprichwort heißt auch „In den sauren Apfel beißen“. Es heißt sprichwörtlich, etwas Unangenehmes, aber dennoch Notwendiges tun zu müssen. Synonym: Akzeptieren, hinnehmen, kapitulieren…. Diese Redewendung ist schon einige hundert Jahre alt. Bei Martin Luther gibt es dieses Sprichwort als erstes zu lesen…
  • Mit der Redensart “veräppeln” ist gemeint, sich über jemanden lustig zu machen.
  • Und für einen Apfel und ein Ei denkt man, dass man etwas billig oder für wenig Geld bekommt. 
  • “An apple a day keeps the doctor away.” Diese Redewendung kann man natürlich nicht wortwörtlich nehmen, denn es heißt nicht, dass man nicht mehr krank wird, bloß weil man einen Apfel pro Tag isst. Richtig ist, dass Äpfel viele wertvolle und gesunde Stoffe für uns enthalten.

Hoch lebe der Apfel…wer mag ihn nicht?

ALLERGIKER? Heutzutage ist der Apfel das vielleicht alltäglichste Produkt, das wir haben… die Massenproduktion hat dies alles ermöglicht. Apfelallergiker haben hier heute sogar die Auswahl: Es gibt für sie allergenfreie Äpfel-Züchtungen – dazu später unten noch Ausführlicheres..

Bei einer Apfelallergikern sind Äpfel wie Alkmene, Eifeler Rambur, Goldparmäne, Gravensteiner, Jonathan und Boskoop – allesamt sehr alte Apfelsorten empfehlenswert, raten Wissenschaftler der Berliner Charité.

1.) Kindheits-Erinnerungen


Großmutters Apfelbaum

Es gab eine Zeit in meiner Kindheit, als sich unsere Wünsche noch in Wirklichkeiten verwandelten, da wuchs inmitten des großen Gartens meiner Oma in Aschaffenburg – direkt nahe am *Pompejanum – ein schöner Apfelbaum, der im Spätherbst/Winter noch voller rotbackiger Äpfel hing… wir durften sie pflücken und sie schmeckten – in meiner Erinnerung – wie süßer Honig und saftig wie frisches Quellwasser.

Anm.: Das *Pompejanum in Aschaffenburg ist ein Nachbau einer römischen Villa. Diese steht – hoch oben – am Ufer des Mains (in einem Park) in Aschaffenburg am Main und ist einem antiken Haus aus Pompeji nachempfunden. Die Villa liegt nahe beim großen Aschaffenburger Schloss (Schloss Johannisburg). Diese römische Villa war bis anno 1803 die zweite Residenz der Mainzer Kur-Erzbischöfe und liegt heute im Zentrum Aschaffenburgs – direkt oberhalb des Ufers des Mains – in einer gepflegten Parkanlage. Direkt gegenüber dieses Pompejanums (Ziegelbergstrasse) wohnte meine Großmutter damals mit ihrer Familie. Meine Kindheits- Erinnerungen daran sind auch heute noch sehr schön und lebendig… ein wenig wehmütig auch…


Erinnerungen verschönern das Leben, allein das Vergessen macht sie erträglich“… (Zitat: Honoré de Balzac (1799-1850) französischer Schriftsteller.) 


  • Omas Röckings Winter-Apfel-Kuchen: Schon beim Anschnitt strömte ein unvergleichlicher Apfelduft einem entgegen … einfach zum Anbeißen! Das alte, köstliche Rezept des „Winterapfelkuchens“ meiner liebsten Großmama aus Aschaffenburg  wird hier ganz zum Schluss verraten.

In fast allen Kulturen hoch geschätzt, war der Apfel zumeist ein Symbol für „Mutter Erde“
und deshalb einigen Göttinnen zugeordnet wie Ischtar, Venus, Hera, Iduna.


2.) WINTERAPFEL-SORTEN – auch „Lager-Äpfel“ genannt…


  • GOLDPARMÄNE…oder COX ORANGE, RENETTE… und der schöne rote Boskoop, im Deutschen zumeist kurz Boskop genannt, ist ebenfalls eine – zu den Renetten zählende Sorte des Kulturapfels und den Winteräpfeln zuzurechnen. Ein ursprünglicher „edler“ Name ist *Renette von Montfort.
  • Auch „Golden Delicious“ – Jonagold, Berlepsch, Kaiser Wilhelm und viele andere gehören zur Gattung der Winteräpfel.

Anm.: Was sich eher nach einem vornehmen Adelstitel anhört – ist die ursprüngliche Bezeichnung für den beliebten Winterapfel Boskoop: *Renette von Montfort ist ein Apfelbaum der anno 1856 als fruchtender Trieb eines Wildlings in Boskoop in den Niederlande entdeckt wurde. Boskoop ist ein holländisches Dorf und eine ehemalige Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Südholland. 

Der Apfel gilt als männlich, die Birne als weiblich. So wurde früher
traditionell bei der Geburt eines Mädchens ein Birnbaum und
für einen Knaben ein Apfelbaum gepflanzt.

3.) Die Apfelblüte


Ein Apfel-Leben beginnt im zeitigen Frühjahr:

Die Apfelblüte markiert einen bestimmten Zeitpunkt innerhalb des Frühjahres, den sog. Vollfrühling. Dann stehen alle Zeichen auf mildere Temperaturen und endlich, endlich das Ende des Winters.
Astronomisch gesehen, beginnt das Frühjahr auf der Nordhalbkugel am 19., 20. oder 21. März. Ausschlaggebend für das genaue Datum ist die erste Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) im Kalenderjahr – an dem lichter Tag und Nacht etwa gleich lang sind. Das gilt an jedem Ort der Erde. Im Jahr 2023 war der kalendarische Frühlingsbeginn am Montag, den 20. März.
Meteorologisch, also für die Meteorologie-Statistik, beginnt der Frühling auf der Nordhalbkugel jedoch am 1. März. Nach den Lehren des Christentums fängt der Frühling aber immer erst am 21. März an, denn nach diesem Datum berechnet sich auch das Datum für das Osterfest, das immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert wird.

Vorfrühling

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung // an der Wiesen aufgedecktes Grau. // Kleine Wasser ändern die Betonung. // Zärtlichkeiten, ungenau, // greifen nach der Erde aus dem Raum. // Wege gehen weit ins Land und zeigens. // Unvermutet siehst du seines Steigens // Ausdruck in dem leeren Baum“. – Gedicht: © Rainer Maria Rilke (1875-1926) war ein bekannter österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen:
Manche Gedichte sind so schön, aber oft sehr lang… d.h.: Sie brauchen eigentlich für einen Blog-Artikel „zu viel Platz“…Ich wollte aber nicht auf sie verzichten…daher wurden die kurzen Vers-Zeilen durch Schrägstriche //unterteilt: Laut Duden wird heute diese Art // durch Schrägstriche // üblicherweise als Satzzeichen nur noch gebraucht // um Verse im Fließtext voneinander abzugrenzen //zum Beispiel wie hier vor allem im Gedicht-Satz // um die Länge abzukürzen.

  • Mir fällt spontan auf – wenn ich das „Rilke“- Gedicht „Vorfrühling“ noch einmal auf mich wirken lasse – die ganz besondere Stimmung… von einer Art von Neuem, Aufbrechendem in einem gerade erst beginnenden Jahr…
  • Behutsam legen die kleinen, knappen Gesten des Vorfrühlings, den zarten Blick auf Details dessen – was hier im knospenreichen Natur-Geschehen des Frühlings so alles – durch den oft schon recht warmen Sonnenschein (meist explosionsartig) passiert.
  • Wir alle sind jedes Jahr von neuem gespannt, was diese frühe Jahreszeit an neuen, frohen Erwartungen und Gefühlen in uns weckt. So lässt der Anblick des noch „kahlen Baumes“ im noch oft recht kühlen Vorfrühling „unvermutet“ eine besondere Ahnung aufsteigen – von den sich nun anbahnenden prächtigen Veränderungen der schönen Natur… mit dem „Ausdruck“ einer neuen Jahreszeit und einfach einem neuen, frischen, frohen Lebensgefühl…

Er ist’sFrühling lässt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte..., das wunderbare Gedicht (von © Eduard Mörike geschrieben), ist eines der bekanntesten und beliebtesten Frühlingsgedichte. Neun Verse hat das kurze Gedicht… welches um das Jahr 1829 entstand und 1832 veröffentlicht wurde.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ …
soll angeblich Martin Luther (1483-1546) einst gesagt haben.

Das Zitat kann schriftlich erst um 1944 benannt werden. Der Satz lasse aber nicht belegbar von Luther nachweisen…so heißt es… Europa lag in Trümmern, und die Leute sahen ihre vertraute Welt untergehen. Das sog. „Lutherwort“ vom Apfelbäumchen vermittelte den Menschen damals Lebensmut in ihrer großen Not, damit sie hoffnungsvoll weiterleben konnten.


Anm.: Der emeritierte Theologieprofessor, Kirchenhistoriker und Luther-Forscher © Martin Schloemann (*1931,Wien/+2022,Bochum) – der ein Buch über dieses o.a. Zitat schrieb – kam bei seinen Recherchen – zu dem Ergebnis, dass dieses Zitat wohl doch nicht von Martin Luther stamme... von wem ist wohl immer noch unbekannt.  


4.) ALLER ANFANG IST DER FRÜHLING…

und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… – wie es Hermann Hesse (1877-1962) so trefflich in seinem Gedicht „STUFEN“ beschreibt… Hermann Hesse war ein berühmter deutsch-schweizerischer Dichter, Lyriker, Autor und Buchkritiker. 

Ein „Apfel-Leben“ im Jahres-Verlauf:

Es gibt sie noch, die wunderbare, sich langsam öffnende Natur im Frühling… und die prächtige Apfelblüte: Es ist ein Naturschauspiel der Superlative! Ende April beginnt die schöne Blütezeit
der Apfelbäume.

  • IM FRÜHLING: Die Winterblüher im Garten sind längst verblüht, gelb leuchtende Narzissen stehen nun in voller Pracht auf den Wiesen und die rosa-weißen Apfelblüten harmonieren wunderschön mit den späten farbigen Tulpen im Beet.
  • Der Apfelbaum ziert sich mit seinen hübschen kleinen Büscheln voll weiß-rosiger Blüten im Wonnemonat Mai. Die kleinen Blüten öffnen sich und bieten begehrte Nahrung für Wild- und Honigbienen.
  • Manch` ein Apfelbaum trägt aber auch noch Sorten uralter „Kulturäpfel“ aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der „Wild-Apfel“ ist aktuell eine gefährdete Baum-Art unter den Sorten uralter „Kulturäpfel“.

April 2023 – Wenn die Apfelbäume blühen, dann hat der Frühling endgültig Einzug gehalten.
„Vollfrühling“ nennen das die Experten. Die Hauptblütezeit von Apfelbäumen in Deutschland
lag 2023 zwischen Anfang April und Anfang Mai.


Die Apfelblüte folgt nach der Kirschblüte etwa mit etwa 2 Wochen Verzögerung und dauert ebenfalls bis zu drei Wochen. Es darf keinen Frost mehr geben. Auch ein kurzer Hagelschauer kann die empfindlichen Blüten zerstören. Die Bienen brauchen Sonne und Wärme, sonst fliegen sie nicht und befruchten auch keine Blüten… und dann gäbe es auch keine Äpfelchen…


Oh…schaut doch nur nach oben in den blauen Himmel…ein laues Lüftchen säuselt durch die wunderbar duftenden Apfelblüten und wie sie so schön tanzen mit dem Wind…sie färben unsere Welt zart rosarot…

HANAMI (japanisch 花見, „Blüten betrachten“) = In Japan wird die Kirschblüte groß gefeiert. In Japan und China gelten die Blüten des Apfels als Symbole des Frühlings und zugleich auch der Schönheit der Frauen.


  • Winteräpfel lassen sich in einigen Fällen – kühl aufbewahrt – oft bis in den späten Frühling hinein gut einlagern. Wenn man Äpfel richtig lagert, bleiben sie länger frisch und schmackhaft und können so viele Monate auf Vorrat aufbewahrt werden. Bei kurzer Lagerung empfiehlt sich der Kühlschrank. Äpfel sind druckempfindlich und sollten nach Möglichkeit nicht gestapelt gelagert werden.
  • Am günstigsten liegen sie kühl und dunkel, mit Folien locker abgedeckt, bei hoher Luftfeuchtigkeit und gut durchlüftet, zum Beispiel im Keller, in der frostsicheren Garage oder auf den noch kühlen Dachböden. 
  • Äpfel sondern das Reife-Gas Ethylen ab, das die Reifung bei anderem Obst und Gemüse beschleunigt. Vorsicht: Daher sollten Obst und Gemüse immer getrennt gelagert werden.
  • Anm.: Ist der Raum zu trocken, schrumpeln Äpfel… ist die Temperatur aber zu hoch, reifen und verderben sie schneller... sagt Wiki.

FRISCHE NEUE APFEL-ERNTE AUS NIEDERSACHSEN (bei Cuxhaven)


UND IM HERBST/WINTER? – Dann wird nun endlich geerntet…


  • Mit Winteräpfeln sind die Apfelsorten gemeint, die nach der Ernte im Herbst – meist im Oktober oder November – noch zwei Monate oder länger lagern müssen und für gewöhnlich erst im Dezember oder noch später genussreif sind.
  • Bei Winteräpfeln handelt es sich demnach um so genannte Lagersorten. Oft wird auch der Kühlschrank benutzt, der genauso ideale Kühle (in unteren Schubfächern bei geringerer Kälte) für das Lagern von Obst bietet.
  • Jedoch sollten Äpfel immer separat gelagert werden, da sie – wie gesagt – Ethylen abgeben. Dieses Gas führt z.B. bei Gemüse – das daneben gelagert wird – sehr schnell zum Verderb.

Apfel-Gesundheit: Dass ein Apfel zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, weiß fast jeder. Ein weiterer Grund für seinen guten Ruf könnte auch das alte, englische Sprichwort sein: „An apple a day keeps the doctor away“ (deutsch: Wer jeden Tag einen Apfel isst, spart sich den Arztbesuch – wie oben erwähnt…).

„An apple a day keeps the doctor away“

„Der Äpfelchen begehrt Ihr sehr, // Und schon vom Paradiese her. //
Von Freuden fühl ich mich bewegt, // Dass auch mein Garten solche trägt.“ – 
Zitat aus Faust I, Vers 4132 ff. / Die Schöne…
© Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war ein deutscher Dichter und Naturforscher.
Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


VITAMINE….


Forscher der Universität Oxford haben es in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt: Der Apfel steckt voller gesundheitsfördernder Substanzen. Mineralien…Vitamine…Ballaststoffe…sekundären Pflanzenstoffe … wer weiß, was er sonst noch so alles kann… und schmecken tut er… ganz und gar saftig und süß!


5.) Historisches:


Eine Studie aus dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte warf – im Jahre 2019 – ein neues Licht auf die Kulturgeschichte des Apfels. In frühen Zeiten brachten fliegende Händler in ihren langen, beschwerlichen Karawanen die Obst-Bäume zusammen mit anderen Nutzpflanzen über die „Seidenstraße“ in viele Gegenden Eurasiens (von China bis ans Mittelmeer). (Anm.: Studie von Robert Spengler vom Jenaer MaxPlanckInstitut

  • Als *Seidenstraße bezeichnet man ein uraltes Netz von Karawanenstraßen, dessen Hauptroute den Mittelmeerraum auf dem Landweg über Russland – Zentralasien mit Ostasien bis China verband.
  • Die Bezeichnung „Seidenstrasse“ geht auf den deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen (1833-1905) zurück, der den Begriff erstmals 1877 verwendete. Auf dieser antiken Seidenstraße wurde in westliche Richtung hauptsächlich Seide, gegen Osten vor allem aber auch Wolle, Gold und Silber gehandelt.
  • Die Seidenstraße war der wichtigste Handelsweg zwischen Europa und China bereits in der Antike und im Mittelalter. Heute arbeitet China an einer neuen Seidenstraße, an die auch die Häfen Duisburg und Mukran auf Rügen angebunden sind.
  • Ursprungsland? Der Apfel kommt wohl ursprünglich aus Zentral- und Westasien und wurde bereits rund 10.000 vor Christus in der Region des heutigen Kasachstans angebaut.
  • Irgendwann begannen die Menschen damit, Apfelbäume zusätzlich zu veredeln... Beim Veredeln werden zwei Pflanzen zu einer, indem man auf einem Baum ein Stück der anderen Apfelsorte aufsteckt.
  • Durch dieses sogenannte „Umpfropfen“ ist es möglich, dass auf einem Baum eine ganz andere Sorte wächst und sich die Wuchseigenschaften verändern.
  • Diese Technik soll schon in der Antike bekannt gewesen sein. Die heutigen Apfelsorten sind das Ergebnis von Vermischung und Veredelung über die Jahrhunderte hinweg.

Die Wurzeln der Geschichte des modernen Apfels sind wohl exakt im Tien-Shan-Gebirge Kasachstans zu finden. Die größte Stadt des Landes trägt bis heute den Namen Almaty (= die größte Metropole Kasachstans), was übersetzt so viel wie „Stadt des Apfels“ heißt, sagt Wiki. – Von hier kommt der Großteil des genetischen Apfel-Materials, haben wissenschaftliche Studien gezeigt. Der heutige Apfel enthält Spuren von mindestens vier verschiedenen Wildapfelarten. (Wikipedia)

DER BAUM DER ERKENNTNIS WURDE SCHON IN DER BIBEL BESCHRIEBEN:


Adam und Eva lebten einst im schönsten Garten Eden. Mitten im Garten stand ein Baum von dem Adam nichts essen durfte. Eines Tages kam Eva zu dem Baum mit den verbotenen Früchten. Plötzlich hörte sie die Stimme einer Schlange, die ihr dazu riet, von den schönen Früchten des Baumes zu essen. Obwohl Gott es verboten hatte, aß Eva einen Apfel und brachte auch diesen ihrem Mann Adam. Auch Adam aß davon und hielt sich nicht an das Verbot Gottes. Danach schämten die beiden sich darüber sehr, dass sie Gott nicht gehorcht hatten. Gott war sehr bedrückt darüber, dass Adam und Eva nicht auf ihn, sondern auf die Schlange (den Teufel), gehorcht hatten. So mussten Adam und Eva den Garten von Eden verlassen, weil sie ungehorsam gegenüber Gott waren. Der Garten Eden wurde in der Bibel – im 1. Buch Mose (Genesis) – erwähnt.

Gemälde von Lukas Cranach d. Ä. (*1472-/+1535): Das Paradies, um 1530, Wien


Der biblische Baum des Lebens wird als Apfelbaum gedeutet. In der Bibel spielt der Granatapfel eine Rolle, die entscheidende überhaupt! Es wuchs im Paradies vermutlich gar kein echter Apfelbaum als Baum der Erkenntnis, sondern ein Granatapfelbaum... sagt Wikipedia. So kommt der Apfel in der Bibel nicht vor, weil er im Heiligen Land damals gar nicht heimisch war. Er kann also auch nicht die Frucht vom Baum der Erkenntnis sein. Nur ein „falscher Apfel“, der Granatapfel (Punica granatum), wird in der Bibel häufig genannt.

FAZIT: Es geht kein Weg an der Erkenntnis vorbei: „Paradise lost“ – das Paradies auf Erden haben wir Menschen schon damals für immer verloren… Anm.: Paradise Lost (deut. Das verlorene Paradies), wurde veröffentlicht (anno 1667). Es ist ein umfangreiches, episches Gedicht des bekannten englischen Dichters John Milton (*1608-/+1674).

Wird ein Apfel „quer“ halbiert, zeigt sich in der Mitte ein Pentagramm
so sehen manche Mythologien auch hierin ein magisches Symbol.


Das Pentagramm bezeichnet eine Form des fünfzackigen Sterns, auch Fünfstern genannt. Das Kerngehäuse des Apfels bildet also, quer aufgeschnitten, ein Pentagramm. Hier weist das Symbol auf die Erdgöttin Kore. Die Apfelfrucht ist – der nordischen Mythologie nach – als Frucht der ewigen Jugend und Unsterblichkeit bekannt. Die nordischen „Gottheiten“ (Asen) verzehrten regelmäßig Äpfel der Göttin Iduna. Sie ist- wie oben schon erwähnt – in der nordischen Mythologie die Hüterin der *goldenen Äpfel, die den Göttern die ewige Jugend und damit auch die Unsterblichkeit verleihen. Das der Apfel gesund ist, ahnten wir schon länger… aber dass er auch ewige Jugend und Unsterblichkeit uns bringt...? sagt Wiki.

Das Kerngehäuse des Apfels bildet also, quer aufgeschnitten, ein Pentagramm. In mittelalterlicher und nachmittelalterlicher Zeit galt das Pentagramm als Bannzeichen gegen das Böse sowie als Zauber- und Abwehrzeichen gegen Dämonen


6.) Apfelbäume gab es bereits schon nachweislich
Millionen Jahre vor ihrer Kultivierung.


Wie Robert Spengler vom „Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte“ in einer neuen Studie darlegt, zeigen fossile und genetische Belege, dass Apfelbäume bereits Millionen Jahre vor ihrer Kultivierung recht große fleischige und süße Früchte entwickelten, die für die damalige Tierwelt wertvolle Nahrungsquellen waren… (Quellen:https://www.mpg.de/13511941/ursprung-des-apfels)

  • Der Apfelbaum als Baum des ewigen Lebens taucht in vielen anderen Kulturen in unterschiedlicher Weise auf.
  • Der Apfelbaum hatte aber auch schon in den vorchristlichen Mythen große Bedeutung.
  • Schon bei den alten Babyloniern war es die Göttin Ištar*, die mit dem Symbol des Apfels verehrt wurde.
  • (Anm.: Ištar*: ist der Name einer in Mesopotamien verehrten Göttin. Dieser Gottheit ist der Planet Venus zugeordnet).

Auch in der griechischen Mythologie
wurde der Apfel berühmt
:


DER ZANK-APFEL: Der junge Prinz Paris musste einst – wie oben erwähnt – das Urteil fällen, welche von drei Göttinnen des Olymp – die Schönste ist: Hera, Athene oder Aphrodite.

  • Als der junge Königssohn Paris die allerschönste Göttin wählen sollte, indem er ihr einen Apfel gab, wurden die anderen Göttinnen so eifersüchtig, dass es zum Trojanischen Krieg kam. In der griechischen Mythologie ist der junge Paris – der Sohn des trojanischen Königs Priamos.
  • Paris, also, der Sohn des Königs von Troja, wird dazu aufgefordert, die Schönheit dreier Göttinnen des Olymp zu beurteilen. Für sein Urteil wird ihm Helena, die schönste Frau der Welt, versprochen. Helena wählte aber als ihren Gatten Menelaos, den Prinzen von Mykene und späteren König von Sparta. Weil Helena aber schon mit dem Menelaos – dem König Spartas – verheiratet war, entführte Paris sie nach Troja.

Der Sage nach soll Aphrodite den Trojanischen Krieg (anno 1182 v.Chr.) ausgelöst haben, als sie (mit den Göttinnen Hera und Athene) den trojanischen Königssohn Paris um das Urteil ersucht habe. Paris entschied sich für Aphrodite, da diese ihm die schönste Frau der Welt, nämlich Helena, versprochen hatte. Mythischer Auslöser des Trojanischen Krieges war also die Entführung der schönen Helena (der Ehefrau des Menelaos) durch Paris, den Sohn des trojanischen Königs Priamos… sagt Wikipedia.

Die erste schriftlich überlieferte Olympiade fand bereits nachweislich im Jahre 776 v.Chr. in Griechenland statt. Der Sieger bekam damals einen Apfel als Preis… heute gibt es dafür eine Goldmedaille.

Ebenfalls wird in der griechischen Mythologie auch
von den goldenen Äpfeln der Hesperiden erzählt:

  • Die sagenhaften goldenen Äpfel der Hesperiden (= *Nymphen der griechischen Mythologie): Der Sage nach wuchsen diese goldenen Äpfel nur im Garten der Götter im äußersten Westen der Erdscheibe (mythologischer Ort), dem Wohnsitz der *Hesperiden, streng bewacht von dem Drachen Ladon (= ein mehrköpfiger Drache, der auf Befehl der *Hera die Goldenen Äpfel der Hesperiden bewachte).
  • Die goldenen Äpfel bzw. der Baum, an dem sie wuchsen, waren ein Geschenk von *Gaia (=griech.=Erde) zur Vermählung zwischen *Hera und Zeus. Anm.: *Gaia gehört zu den Elementargöttern, die von den Griechen damals verehrt wurden. Sie ist in der griechischen Mythologie die personifizierte ERDE und eine der ersten Gottheiten.
  • Anm.: *Hera ist in der griechischen Mythologie die Gattin und gleichzeitig die Schwester von Zeus und somit die Tochter von *Kronos und Rhea.*Kronos oder Chronos (altgriechisch Χρόνος Chrónos, deutsch ‚Zeit‘) ist in der griechischen Mythologie die Personifizierung der Zeit. (daher kommt der Begriff: Chronometer

Die Äpfel verliehen den Göttern ewige Jugend… so die Legende.
Herakles (Sohn der höchsten griechischen Gottheit Zeus) überlistete den Atlas (ein mächtiger Titan, der das Himmelsgewölbe am westlichsten Punkt der damals bekannten Welt stützte) ihm die begehrten Äpfel zu pflücken, die er daraufhin dem Eurystheus (König von Mykene) im Rahmen seiner Heldentaten überbringen musste. Eurystheus wiederum übergab die Äpfel aber der Athene (Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes u.a.), welche diese Äpfel wieder an ihren ursprünglichen Platz zurücklegte… Es ist tatsächlich interessant diese alten Sagen und Legenden einmal wieder zu lesen… (Quelle: Wikipedia)

Anm.: Die TITANEN sind in der griechischen Mythologie Riesen und Riesinnen in Menschengestalt und ein mächtiges Göttergeschlecht, das in der legendären Goldenen Ära herrschte. Die Titanen bildeten das älteste Göttergeschlecht in der griechischen Mythologie.


7.) Hier geht es nun weiter mit Sagen und Legenden rund um den Apfel:


So ist auch die Geschichte des heiligen Nikolaus eng mit dem Apfel verknüpft. Nikolaus wird oft mit drei goldenen Äpfeln dargestellt, weil er – der Legende nach – in jedem Jahr, kurz vor der Weihnachtszeit, dick vermummt durch seine Heimatstadt „Myra“ zog und vergoldete Äpfel und Nüsse vor die Hütten der Armen legte. Myra ist eine antike Stadt. Der Ort heißt heute „Demre“ und liegt in der Provinz Antalya in der Türkei. Nikolaus ist um circa 270 n.Chr. in der heutigen Türkei auf die Welt gekommen. Damals war Anatolien noch überwiegend römisch, später byzantinisch… Die türkische Stadt Myra ist heute ein berühmter Wallfahrtsort wegen des von dort stammenden Nikolaus von Myra. Die sterblichen Überreste von Nikolaus von Myra wurden jedoch bereits – im Jahre 1087 n.Chr. – aus der heutigen Türkei in die adriatische Hafenstadt Bari gebracht. Damals hätten Seefahrer – den Annalen nach – die Reliquien des Heiligen von Myra gestohlen und nach Bari (Italien) gebracht. Die Reliquien befinden sich seither in der damals eigens dafür errichteten Basilika San Nicola in Bari. Bari ist eine italienische Hafenstadt an der Adria und Hauptstadt der süditalienischen Region Apulien. Sie ruhen seither bis heute in einer Art betoniertem „Behälter“ mit schmiedeeisernem Kamingitter…sagt Wikipedia. Die süditalienische Stadt Bari behauptet, schon lange im Besitz der sterblichen Überreste vom Heiligen Nikolaus zu sein.

Nikolaus Gedenktag ist der 6. Dezember.

Auch in den Märchen begegnen wir den Äpfeln:

Für „Schneewittchen“ ging es vor dem späteren „Happy End“ erstmal unglücklich aus, als sie in den vergifteten Apfel der bösen Stiefmutter biss. Und auch bei „Frau Holle“ sollten „Goldmarie“ und Pechmarie“ den reifen Apfelbaum schütteln und rütteln… Oder auch in Legenden wie „Wilhelm Tell“ finden wir den berühmten Apfel wieder…

So knackig, saftig, süß und säuerlich – ganz paradiesisch…schon Adam und Eva wussten, wie verführerisch ein Apfel sein kann. Der Apfel diente schon immer auch als Status-Symbol – vom Sündenfall bis hin zu den mächtigen Kaisern und Königen.

„Adam war auch nur ein Mensch… er wollte den Apfel von Eva doch nur, weil er verboten war…“
Zitat: © Mark Twain (1835-1910) war ein bekannter amerikanischer Schriftsteller. Er ist vor allem
als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn bekannt geworden.


8.) Der Liebesapfel als Symbol


Der Apfel ist in unser aller Munde – ist er doch die liebste Frucht – nicht nur im Apfel-Land der Norddeutschen. Er kommt in Religionen und Mythen vor, im Volksglauben und in Sprichwörtern und ist Gegenstand bildender Kunstwerke. Keine Frucht ist so mit Symbolik aufgeladen wie der Apfel: Er steht für die Liebe (Liebesapfel) – wie auch für Streit (Zankapfel). (Quelle: Apfellust – Nordische Esskultur (https://www.nordische-esskultur.de › apfellust)

Liebesäpfel – meist auf Jahrmärkten zu finden – sind ganze Äpfel,
die mit einer meist roten Kandiszuckerbeschichtung bedeckt sind,
wobei ein stabiler Stab als Griff eingesetzt ist…
Einen festen, kräftigen Biss muss man hier schon haben: Der knusprig, rote Zuckerüberzug ist nicht ganz so einfach zu knacken. Und doch: Der traditionelle Liebesapfel erfreut sich immer noch großer Beliebtheit auf Jahrmärkten-Kirmes & Co.


  • Äpfel und Menschen verbindet seit jeher viel. Die Frucht wurde – wie gesagt – angeblich schon für Adam und Eva zum Objekt der Begierde – was aus dem herzhaften Biss ins köstliche, verbotene Fruchtfleisch folgte, ist hinlänglich bekannt.
  • Dass die Geschichte von Äpfeln und Menschen – trotz dieser eher abschreckenden Erzählungen – doch noch eine Erfolgsstory wurde, war trotzdem auch vielleicht diesen schönen „märchenhaften Geschichten“ zu verdanken. 😉
  • Mehr als eine Million Tonnen Äpfel haben deutsche Obstbauern im vergangenen Jahr bei uns geerntet.
  • Die Frucht gehört heute einfach immer noch zu den beliebtesten Obstsorten. Nicht zu vergessen – gibt es auch ein erfrischendes Getränk, das in Frankfurt unter der Bezeichnung „Stöffche“ bekannt ist – den hessischen „Äppelwoi“ oder auf hochdeutsch „Apfelwein“.

9.) BIG APPLE

In der Jazzszene wurde der Begriff „Big Apple“ in den 1930er Jahren zum feststehenden Ausdruck für Harlem und New York als Jazzmetropole der Welt. (Wikipedia)

1976 wurde Apple gegründet.

Steve Jobs (*1955-/+2011), der Gründer von Apple Computer nannte seinen ersten selbstgebauten Computer „Apple-I“ nach seinen Lieblingsfrüchten. Später erhielt der Macintosh seinen Namen von der Apfelsorte McIntosh, da dies die Lieblings- Apfelsorte von Jef Raskin (*1943/+2005) – einem US-amerikanischen Informatiker – war.

  • Last but not least… begegnet uns noch heute der Apfel weltweit oft als Symbol – das ein Jeder kennt… den Begriff „Big Apple“. Das ist der Spitzname der US-amerikanischen Metropole New York. Zur Herkunft dieser Bezeichnung existieren verschiedene Theorien: Mehr dazu weiß „Wiki“…und natürlich kennen wir alle auch das Symbol des „Apple“ Computers…mit dem berühmten Apfelzeichen.
  • Das bekannte Logo mit einem Apfel wurde zuerst von Ronald Gerald Wayne (*1934) (dritter Gründer und Freund von Apple-Mitbegründer und langjähriger CEO von Apple Inc. Steve Jobs entworfen. Aus praktischen Gründen, musste das Logo allerdings später geändert werden.
  • Rob Janov (Grafikdesigner) veränderte später (1977) die Silhouette des Apfels in der heutigen Form: Zusätzlich zu der ironischen Nebenbedeutung des Wortes (natürlicher Apfel und künstliche Computer) wurde das Logo dann vor allem durch den Biss auf der rechten Seite:
  • Dabei nutzte das Unternehmen ein Wortspiel. So heißt „beißen“ im Englischen „to bite“ und klingt identisch wie das Wort „byte“, einer Maßeinheit in der Computerwissenschaft.


Eine Erinnerung an unsere Kindheit ist dieses entzückende alte Kinderlied
„In einem kleinen Apfel // da sieht es niedlich aus; // es sind darin fünf Stübchen , // grad wie in einem Haus. // In jedem Stübchen wohnen // zwei Kernchen, braun und klein; // die liegen drin und träumen // vom lieben Sonnenschein. //Sie träumen auch noch weiter // gar einen schönen Traum // wie sie einst werden hängen // am lieben Weihnachtsbaum. “ (Text: Volksgut)
Melodie: © Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) aus »Die Zauberflöte« (»Das klinget so herrlich« soll Mozart gesagt haben.) >>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<


10.) DER WINTER-APFEL-APFELKUCHEN


WINTERAPFEL-FREUDEN… tataaa…

  • Der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der goldbraune Apfel!…. wer kennt es nicht, das alte Gedicht aus dem „Volksgut“ ?
  • Hört, wie’s knallt und zischt. Bald wird er aufgetischt, der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der gelbrote Apfel. Kinder, lauft schneller, holt einen Teller, holt eine Gabel! Sperrt auf den Schnabel für den Zipfel, den Zapfel, den Kipfel, den Kapfel, den goldbraunen Apfel! (Volksgut aus Bayern)

HURRA: Es ist Winterapfelzeit:
Köstlichkeiten… weit und breit…

REZEPTE…

MEIN KÖSTLICHER WINTERAPFEL-KUCHEN –
mit ausführlicher Anleitung:

ZUTATEN für den Teig:
100 g weiche Butter, 75 g Zucker, 1 Ei, 250 g Mehl,1 TL Backpulver,1 Prise Salz, etwas Zimt.


ZUTATEN für die Apfel-Füllung
schon einmal zusammenstellen:

  • 4 Winter-Äpfel z.B. Boskoop,
  • 1 Bio-Zitrone,
  • 150 g weiche Butter, 1 Ei,
  • 150 g Zucker,
  • 5 Eier, 1 TL Zimt
  • 100 g Marzipanrohmasse,
  • 200 gemahlene Mandeln,
  • 1 EL Mehl,
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • etwas Zucker und flüssige Butter für die Kuchen-Oberfläche (Back-Pinsel)

Zusätzlich für die Kuchenoberfläche: 50 g flüssige Butter, 50 g Zucker
Zubehör: 26er Tarte- oder evtl. Springform, Backpapier, 1 grobe Küchenreibe, Backpinsel.

VORBEREITUNG für die Füllung:

  • Backofen auf 170° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Eine Tarte-Kuchenform oder 26er Springform gut fetten oder mit Folie den Boden belegen.
  • 100 g *Marzipanrohmasse im Block kurz einfrieren. Danach fein *reiben s.u.
  • Zitronenschale einer ganzen Bio-Zitrone fein abreiben. Die Zitrone halbieren und
    den Saft der ganzen Zitrone gut ausdrücken.
  • Einen ganzen – geschälten – Apfel extra fein reiben und mit etwas Zitronensaft gut vermischen.
  • Alles beiseitestellen.

TOP-TIPP: Man kann das *Marzipan vorher mind. 10-15 min. tiefkühlen, dann lässt es sich später – am besten mit einer groben *Haushalts-Reibe direkt auf bzw. in die Füllung reiben und so – viel besser (grob gerieben) – locker verarbeiten, d.h. ohne die übliche „Klumpen-Bildung“ … (ULLAS TRICK)

Wer kein Marzipan mag, kann dies durch Nougat oder 1 Tafel Schoko ersetzen…

Zunächst folgt nun die
ZUBEREITUNG – FÜR DEN MÜRBETEIG – BODEN:

Für den Kuchen-Boden:
100 g Butter, 75 g Zucker, 1 Ei, Prise Salz und Prise Zimt für 2 Minuten schaumig aufschlagen. 250 g Mehl und 1 Tl. Backpulver auf die Masse sieben und zu einem Mürbeteig verarbeiten: Diese Teigmischung mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgerätes oder mit den Händen gut (aber nur ganz kurz) homogen verkneten.

TIPP: Je länger man Mehl und Wasser knetet, desto mehr Gluten entsteht. Das ist z.B. beim Brotbacken sogar gewollt. Beim Mürbeteig stört jedoch die Gluten-Struktur und macht den fertig gebackenen Teig eher (unschön) speckig und brandig (= bröselig). Ein richtig gut gelungener Mürbeteig sollte aber nur so wenig wie möglich Gluten besitzen. ALSO: Nur „kurzes Kneten“ begrenzt das Aufquellen von Glutenproteinen. Hier wollen wir ja eine eher lockere, mürbe Struktur, also den richtig feinen „Mürbeteig“ haben.

Mürbeteig sollte vor dem Backen immer zunächst gut kühl gestellt werden (siehe *Tipp unten) – also kühl zirka 30-60 Minuten ruhen (je länger, desto besser). Die Butter wird dadurch wieder fester und der Zucker hat später beim Backen eine Chance, sich sachte aufzulösen. Letzteres wiederum sorgt dafür, dass der Teig beim Backen nicht auseinanderläuft und gleichmäßiger bräunt.

Bekannte Apfelkuchen-Rezepte meiner Großmutter…
German Apple Pie – at its Best.. meinte kürzlich Sue – eine amerikanische Verwandte – die nun in Australien lebt.


*TIPP: Nicht den Teig als Teig-Kugel kühlen – Omas Trick benutze ich schon jahrelang:

  • Also den Teig nicht als Kugel kühlen, da man diesen kalten „Klumpen“ später schlecht ausrollen kann – man muss ihn erst bei Zimmertemperatur wieder lange weich knetbar werden lassen..
  • Küchen-Trick: Besser den „weichen“ Teig also vorher schon gleichmäßig mit einem hohem Rand in der Kuchen-Form verteilen, den Boden mit Gabelzinken – wie gewohnt – mehrmals einstechen und
  • dann erst die komplette Kuchen-Form mit dem Teigboden (oben mit Folie gut abgedeckt) mindestens 30 min. – oder auch ruhig über Nacht – im Kühlschrank ruhen lassen, falls man den Kuchen anderntags erst backen möchte. Er sollte nur wieder Zimmertemperatur – vor dem Füllen bzw. dem späteren Backvorgang – haben.

DIE ZUBEREITUNG der feinen Apfel-Füllung:

  • DIE APFEL-NUSS-MARZIPAN-FÜLLUNG:
  • 150 g Butter und 150 g Zucker in der Teigschüssel mit dem Rührgerät miteinander verquirlen, die noch leicht gefrorene Marzipanrohmasse (s.o.) auf einer groben Reibe direkt auf diese Mischung in der Schüssel reiben und alles sofort mit den Knethaken der Küchenmaschine zusammen schön homogen miteinander verrühren.
  • Danach die 5 Eier einzeln mit dem elektrischen Rührgerät (oder Schneebesen) in einer separaten Rührschüssel gut verquirlen und anschließend diese Eiermischung gut unter die Marzipanmasse mengen.
  • Zum Schluss den bereits schon geriebenen Apfel (s.o.) und die restlichen Zutaten wie 200 g gemahlene Mandeln, 1 El. Mehl, Prise Zimt und die Prise Nelkenpulver mit einem Teigspachtel schön gleichmäßig unter die Apfel-Füllung in der Rührschüssel heben. Alles miteinander innig vermischen.

Diese Apfel-Nuss-Füllung auf den schon vorbereiteten Mürbeteigboden in der Backform gleichmäßig verteilen und die Oberfläche schön glattstreichen.

Omas alte, praktische Apfel-Schälmaschine…Tempora mutantur…


ZUBEREITUNG FÜR DAS APFEL-TOPPING:

  • Die restlichen drei Äpfel schälen, entkernen, halbieren und vierteln.
  • Mit einem scharfen Messer, diese Apfel-Viertel einzeln schön gleichmäßig in schmale Spalten, also sorgsam „blättrig“ schneiden – oder (nicht zu fein) hobeln – und alles mit dem „restlichen“ Zitronensaft beträufeln und gut vermischen.
  • Die Apfelscheibchen/-Spalten – in der Kuchenform – obenauf schön kreisrund locker nebeneinander (nicht zu eng) rundum auf die Marzipan-Crème-Füllung legen und nur leicht etwas andrücken (siehe Foto unten).
  • Je nach Apfelgröße hat man evtl. Apfelstücke übrig. (Die gehören dann uns – zum „Schnabulieren“ – wie Omama immer sagte…).
  • Etwas Butter im Pfännchen schmelzen lassen.
  • Die Apfelstücke (Scheibchen) oben auf der Kuchenoberfläche nun abschließend mit der flüssigen Butter bepinseln und danach hier mit einem Teelöffel den Zucker darüber schön gleichmäßig darüber „wedelnd“ verteilen. Dies gibt später den schönen, leichten Crunch… sagte Omama immer…

NUN GEHT ES IN DEN BACKOFEN:

Im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 170° C für ca. 50 – 60 Minuten backen.

(Foto: Pixabay)


Hhhmmm… wie das aus dem Ofen duftet!!!


  • TIPP: Sollte der Apfelkuchen zu stark bräunen, den Kuchen nach 30 Minuten mit Backpapier abdecken.
  • WICHTIG: Nach dem Backvorgang, den Ofen zunächst ausschalten und die Backofen-Türe einen Spalt breit öffnen (z.B. einen Holzlöffel dazwischen stecken) und den Apfelkuchen im Ofen vollständig auskühlen lassen.

GUTEN APPETIT…

TIPP: Das gleiche Rezept kann man auch in 12 kl. Muffinförmchen
als Apfeltörtchen (mit fein blättrig geschnittenen Apfel-Scheibchen) zubereiten:

LECKERLI…

In einem beliebten Gedicht – das ich eigentlich hier veröffentlichen wollte – über den „Herrn von Ribbeck“ von Theodor Fontane steht zwar ein prächtiger Birnbaum, denn die goldene Herbstzeit ist sowohl für Birnen als für Äpfel die absolut beste Erntezeit.

Das wunderbare Gedicht ist leider viel zu lang für diesen Blog-Artikel: Nachzulesen ist das schöne Gedicht jedoch für Interessierte unter: https://www.vonribbeck.de/gedicht-herr-von-ribbeck-auf-ribbeck-im-havelland/


ZUM ABSCHLUSS NOCH eine kl. interessante Geschichte am Rande...


11.) Historisches: Der Kaiser Wilhelm Apfel


Eine kleine, nette Geschichte aus unserer neuen Heimat im schönen Düsseldorf fand ich zufällig kürzlich – zum Thema „Der Winterapfel“…
„Kaiser Wilhelms“ – royale Delikatesse:

Es gibt hier eine sehr alte Apfelsorte, die im Rheinland zunächst im 18 Jh. unter dem Namen Peter Broich bekannt war. Diese alte Apfelsorte wurde bereits anno 1864 als veredelter Baum im Garten von Haus Bürgel in Witzhelden (Bergisches Land) in der Nähe von Düsseldorf in Urdenbach entdeckt.

Der damals recht bekannte „Pomologe“ Carl Hesselmann (1830–1902) aus dem Bergisches Land ließ diese alte, feine Apfelsorte im Jahre 1875 sogar dem damaligen Kaiser Wilhelm zur Geschmacksprobe vorlegen, der daraufhin die Namensverwendung für „diesen wahrhaft majestätischen Apfel“ huldvoll genehmigte und sich sogar mit einer gerahmten Fotografie mit eigenhändiger Unterschrift bei Hesselmann bedankte... sagt Wiki.

So wurde diese schön rote Apfelsorte dann in WILHEMS-APFEL umbenannt. Dieser ist also auch heute noch eine wahrhaftig royale Delikatesse. Er zählt mit zu den beliebtesten alten Apfelsorten und begeistert mit einem unverkennbaren – feinsäuerlichem Aroma. Er ist ein wohlschmeckender Saft- und Kuchenapfel und die Früchte sind druckunempfindlich. Die köstlichen Früchte sind ab Mitte Oktober zu ernten und bis zum April lagerfähig. Die Sorte nennt der Kenner Wilhelmsapfel. Der Wilhelmsapfel ist eine begehrte alte Sorte und sein Obst weist einen hohen Polyphenolgehalt auf. Aus diesem Grund ist die Sorte auch für manche Kernobst-Allergiker bestens geeignet. (Wikipedia).

Anm.: Polyphenole sind in allen Obst- und Gemüse-Sorten enthalten und sollen eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Polyphenole wirken antioxidativ, entzündungshemmend, antikanzerogen und schützen sogar
das Herz… sagt Wiki. Polyphenole stecken auch in Nüssen – Gewürzen – Schokolade – Artischocken – Chicorée… u.A.

Laborexperimente haben gezeigt, dass: „Polyphenole antioxidativentzündungshemmend und blutdruckregulierend wirken und das Immunsystem beeinflussen können“, so das BzfE. (Bundeszentrum für Ernährung, Bonn)

Bekannt ist, dass der Fruchtzucker-Anteil
in fertigen Apfel-Produkten deutlich höher ist.

Äpfel und Apfel-Fertig-Produkte unterscheiden sich zum Teil doch recht deutlich in ihrem Gehalt an Fruchtzucker:
So enthält zum Beispiel:
Ein 100 gr. schwerer Apfel rund 6 gr. Fruchtzucker.
250 ml Apfelsaft enthalten in etwa 25 gr. Fruchtzucker.
100 gr. getrocknete Apfelringe enthalten zirka 54 gr. Fruchtzucker.

Ein Großteil der Vitamine und Polyphenole sitzt direkt unter der Schale. Deshalb sollte man Äpfel am besten ungeschält essen – sie vorher aber gründlich waschen und abtrocknen. Polyphenole sind wertvolle Antioxidantien, die unsere Zellen vor Schäden schützen... berichtete ein Versuch am Max-Rubner-Institut für Ernährungsforschung in Karlsruhe.

12.) ALLERGIE und Äpfel?

Leider kann nicht jeder diese vielen Vorzüge des Apfels genießen: Schätzungen zufolge leiden bis zu vier Millionen Menschen in Deutschland an einer Apfelunverträglichkeit oder sogar an einer schweren Allergie. Gut verträglich und problemlos zu genießen – und in BIO-Märkten – oft auf Anfrage erhältlich – gibt es laut BUND eine Reihe von „allergenarme“ Apfelsorten, hier die bekanntesten:

  • Roter Boskoop – Finkenwerder Herbstprinz – Alkmene – Berlepsch – Gravensteiner – Goldparmäne... oder der SANTANA: Dieser AllergikerApfel ist eine Kreuzung aus dem beliebten Elstar und der Priscilla, einer älteren und weniger bekannten Apfelsorte.
  • Von den Sorten Golden Delicious und Granny Smith (als Beispiele) sollten APFEL-ALLERGIKER sich dagegen lieber fernhalten.

Dass Äpfel gesund sind, wissen wir…, denn sie enthalten wenig Kalorien und viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch die Antioxidantien im Apfel schützen unsere Körper-Zellen vor freien Radikalen. Bei einer leichten Apfel-Allergie eignen sich vor allem die alten Apfelsorten zum Verzehr. Allergiker können sich auch beim Arzt testen lassen: Man muss dann später einfach doch selbst ausprobieren, was man alles verträgt oder nicht…


Auch Kochen bzw. Erhitzen zerstört meistens das Allergen. Wer aber auf Nummer Sicher gehen will, kann gut „erhitzte“ Apfelprodukten wie Apfelmus und pasteurisierten Apfel-Säfte meistens doch genießen.


TIPP: Einfach selbst einmal Ullas Winter-Apfelkuchen (s.o.) oder auch einen köstlichen „Apple-Crumble“ – welche beide hoch erhitzt werdenbacken – für Allergiker meist gut verträglich.

Et voilà:
Mein schnelles feines Apple-Crumble-Rezept:

  • Apple Crumble – Zutaten: 600 g Äpfel schälen, vierteln und entkernen, in 1 cm große Würfel schneiden, 
  • und mit Zitronensaft, Vanillinzucker und Zimt mischen.
  • 120 g Butter, 100 g Zucker, Prise Salz, 180 g Mehl, 100 g gemahlene Mandeln, 2 Tl. Zimt nach Geschmack, 1 Zitrone, 4 El. Saft davon und ein paar Butterflöckchen für die Oberfläche. Nach Gusto: Rumrosinen bzw. etwas Calvados, 1 P. Vanille-Eis.
    _____________________________________________________________________________________________________
  • Apfelstücke in einer gut gebutterte Auflaufform auslegen.
  • Mit dem Knethaken eines Handmixers die zimmerwarme Butter, Zucker, Mehl, Salz, gemahlene Mandeln und etwas Zimtpulver zu Streuseln verarbeiten, und diese Streusel locker auf den Äpfeln gleichmäßig verteilen.
  • Auf die Oberfläche ein paar Butterflöckchen geben…
  • Bei 180-200 Grad im vorgeheizten Ofen ca. 30-40 Minuten backen.
  • Falls die Oberfläche zu braun wird, diese mit Folie abdecken.
  • TIPP: Noch schön warm mit einer Vanille-Eiskugel servieren…
  • Manche Rezepte nehmen noch – vor dem Backvorgang – in den Streusel-Teig ein paar Rumrosinen oder etwas Calvados mit hinzu…
  • Meist wird dazu auch eine „Vanille-Sauce“ gereicht.
  • Insgesamt ein ganz köstlicher Apfel-Genuss…

Aber: Bitte mit Sahne…


TIPP: Die Engländer nehmen hier gerne dazu noch ein feine Sauce namens „CUSTARD-SAUCE“ dazu: Es ist eine englische Crème (französisch „Crème anglaise“) und zwar eine aus Eigelb, Zucker und Milch hergestellte Creme, die zu den Grundrezepten der gehobenen engl. Küche zählt. Sie ist eine besondere Variante des schön aufgeschlagenen „Sabayon“ (Weinschaumcreme).

Anm.: Sabayon ist der französische Name für Zabaglione, eine der bekanntesten Nachspeisen der italienischen Küche. Es ist eine Dessert-Saucenart, die auf der Basis von im Wasserbad aufgeschlagenem Eigelb plus Aroma-Stoffen hergestellt wird. Man sagt das Sabayon – aber die Zabaglione… sagt Wikipedia.

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet, // was im Ofen bratet! // Hört, wies knallt und zischt. // Bald wird er, // aufgetischt, // der Zipfel, der Zapfel, // der Kipfel, der Kapfel, // der gelbrote Apfel. // Kinder, lauft schneller, // holt einen Teller, // holt eine Gabel! // Sperrt auf den Schnabel // Für den Zipfel, der Zapfel, // den Kipfel, den Kapfel, // den goldbraunen Apfel. // Sie pusten und prusten, // sie gucken und schlucken, // sie schnalzen und schmecken, // sie lecken und schlecken //den Zipfel, den Zapfel, // den Kipfel, den Kapfel, // den knusprigen Apfel. – Gedicht: von Unbekannt – altes Volksgut.

>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

BRATÄPFELCHEN WERDEN IN FEUERFESTEN FÖRMCHEN PERFEKT IM BACKOFEN GEGART.
DAZU PASST EINE FEINE VANILLE-SOSSE.


DER GEFÜLLTE BRATAPFEL – EINE WEIHNACHTLICHE KÖSTLICHKEIT


DAS FEINE FRISCHE APFEL-KOMPOTT:


Ullas schnelles Apfel-Kompott-Rezept, ist ein wahrer Klassiker, es ist schnell und einfach zubereitet, gelingt immer und schmeckt einfach himmlisch:

Zutaten für 2 Personen: 500 g Äpfel, 250 ml Wasser, 4 Tl. Zucker, Prise Zimt…


Zubereitung:

  1. Die Äpfel schälen, in Viertel schneiden und das Kerngehäuse mit einem Messer herausschneiden – die Viertel stückig kleinschneiden.
  2. In einem Topf das Wasser zusammen mit den Apfelstückchen und dem Zucker zum Kochen bringen.
  3. Die Hitze reduzieren und die Äpfel zugedeckt höchstens 10 Minuten leise köcheln lassen.
  4. Danach gegebenenfalls einzelne größere Apfelstücke mit Hilfe einer Gabel zerdrücken.
  5. Vor dem Servieren das Apfelkompott nochmals mit Zucker und einer Prise Zimt abschmecken.
  6. Erkalten lassen. FERTIG!

14.) DER WINTERANFANG


Und wenn der Winter dann wirklich kommt, hatten bereits früher schon unsere „Altvorderen“ den köstlichen Winterapfel – schön aufgeschichtet und luftig gelagert – im kühlen Keller – offen auf Bretter-Regalen – verwahrt…

  • Winteräpfel (Erntezeit: Oktober) kann man am längsten lagern – wenn die Voraussetzungen stimmen – sogar bis zu 3 Monaten:
  • Ein geeigneter Lagerraum ist ein Keller in dem Temperaturen von 2 bis 4 Grad Celsius herrschen.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit von ca. 90% ist ideal. Aber wer hat das heute noch? Der Kühlschrank ist zur Not auch noch da… Der Raum sollte nur dunkel, gut durchlüftet und vor allem frostsicher sein.

Der Winterapfel  weist in der Regel eine gute Frost-Härte auf. Äpfel sind gesund, weil sie viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthalten. Außerdem verfügt der Apfel über sekundäre Pflanzenstoffe wie oben erwähnt – etwa verschiedenste polyphenole Verbindungen und Antioxidanten mit entzündungshemmender Wirkung.


Auszug aus einem Adventsgedicht (von Ernst von Wildenbruch):


Christkindl kam in den Winterwald…
Christkindlein trat zum Apfelbaum, // erweckte ihn aus dem Wintertraum. // “Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart, // schenk Äpfel mir von aller Art!” // Der Apfelbaum, er rüttelt sich, // der Apfelbaum, er schüttelt sich. // Da regnet’s Äpfel ringsumher; // Christkindlein’s Taschen wurden schwer. // Die süßen Früchte alle nahm’s, // und so zu den Menschen kam’s. // Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt, // was euch Christkindlein hat beschert.

Gedicht: © Ernst von Wildenbruch (1845-1909) war ein bekannter deutscher Schriftsteller, Arzt und Diplomat


>>>> Anmerkung: Die korrekte Schreibweise von längeren Gedichten mit Schrägstrichen wurde weiter oben beschrieben. <<<<

15.) GUTE ALTE APFELSORTEN

Weltweit gibt es Schätzungen zufolge rund 20.000 Apfelsorten, so die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Im Handel findet sich jedoch nur ein Bruchteil davon: Mengenmäßig von Bedeutung sind nur etwa 20 Sorten….



  • Willkommen bei den „Alten Obstsorten“… Es gibt eine komplette Liste (von A bis Z) aller fast vergessenen alten Apfelsorten und es gibt ein wunderbares „Obstmuseum“ „Pomarium Anglicum“… im Norden Deutschlands: Winderattfeld, 24966 Sörup.

>>> Es gibt sie also noch…die guten alten Apfelsorten… <<<

ALTE FAST UNBEKANNTE APFELSORTEN:

Kleiner Auszug:

Altländer Pfannkuchenapfel (Hamburg um 1840) säuerlich aromatisch, Verwendung: als Tafelsorte, in der Küche, mittelstarker Wuchs.
Adams Parmäne (Norfolk, England, 1826): mürbe, genügend saftig, zitronenartig gewürzt, Verwendung: als Tafelsorte, in der Küche, mittelstarker Wuchs.
Ananasrenette (Rheinland, um 1820): saftige und aromatische Spitzensorte, Verwendung: als Tafelsorte, in der Küche, zum Entsaften, schwacher Wuchs….
_________________________________________________________________________________
Bismarckapfel (Neuseeland, 1870): große rotbackige Frucht, Verwendung: als Tafelsorte, starker Wuchs.
Blutroter Gravensteiner (Dänemark): dunkelrote Spitzensorte, aromatisch, Verwendung: als Tafelsorte, starker Wuchs.
Borsdorfer Herbstrenette (Deutschland): süßsäuerliche Frucht, Verwendung: als Tafelsorte, mittelstarker Wuchs..
_________________________________________________________________________________
Cludius Herbstapfel – Synonym: Weißer Früher Spitzapfel – (Deutschland 1850 – saftig angenehm gewürzt mit milder Säure, Verwendung: als Tafelsorte, in der Küche, mittelstarker Wuchs.
Champagner Renette (Champagne, Frankreich, 1799): säuerlich, grüner, später, später gelber Apfel, Verwendung: in der Küche, zum Entsaften, mittelstarker Wuchs.
Cornish Gilliflower (Cornwall, um 1800): süßer, sehr guter Tafelapfel, Verwendung: als Tafelsorte,....hier geht weiter im ABC: https://www.alte-obstsorten.de/sortenuebersicht.html


So kann man auch vor Ort einen schönen Herbst-Urlaub im „Alten Apfelgarten“ buchen. Der hübsche Ort liegt ganz in der Nähe von Flensburg (Flensburger Förde).
„Pomarium Anglicum“ Waldweg 2 – Ortssteil Winderatt – 24966 Sörup – Tel: 04635-2745 empfohlen.



😉 Juchhuuuh…
Mit „Kopfstand“ im Apfelbaum herumzuturnen
macht riesig Spaß… 😉


„Was wär ein Apfel ohne -Sine? Was wären Häute ohne Schleim? Was wär’n die Vita ohne -Mine? Was wär’n Gedichte ohne Reim? Was wär das E ohne die -llipse? Was wär veränder ohne -lich? Was wär ein Kragen ohne Schlipse? Und was wär ich bloß ohne Dich?“

Gedicht von © Heinz Erhardt (1909-1979): Er war ein bekannter, beliebter deutscher Komiker, Musiker, Komponist, Unterhaltungskünstler, Kabarettist, Schauspieler und Dichter.


Bei einem Wirte wundermild… 

Bei einem Wirte wundermild // da war ich jüngst zu Gaste, // ein gold’ner Apfel war sein Schild // an einem langen Aste. Es war der gute Apfelbaum, // bei dem ich eingekehret; // mit süßer Kost und frischem Schaum // hat er mich wohl genähret. Es kamen in sein grünes Haus // viel leicht beschwingte Gäste, // sie sprangen frei und hielten Schmaus // und sangen auf das Beste. // Ich fand ein Bett zu süßer Ruh // auf weichen, grünen Matten. // Der Wirt, der deckte selbst mich zu // mit seinem kühlen Schatten. // Nun fragt‘ ich nach der Schuldigkeit, // da schüttelt er den Wipfel. // Gesegnet sei er allezeit, // von der Wurzel bis zum Gipfel...

Gedicht von © Ludwig Uhland


Anm.: Ludwig Uhland (*April 1787 in Tübingen; /† November 1862 ebenda). Er war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker).

Plötzlicher und unerwarteter Wintereinbruch und die Winter-Äpfel hängen noch an den schneebedeckten Bäumen.


😉 TIPP-HINWEIS…auf meinen anderen aktuellen Blog-Artikel 😉


DER WINTER KOMMT…

„WINTER … die unterschätzte Jahreszeit?“
passend zum Thema WINTER gibt es hierzu
Erstaunliches, Interessantes und recht Amüsantes zu lesen!

Was braucht man im Winter?

Der Apfel ist auch im Winter sehr begehrt: Zum Beispiel ist ein Apfeltee nicht nur wohltuend und wärmend,
der fruchtige Tee soll sich auch positiv auf deine Gesundheit auswirken.

SCHNELLES REZEPT
APFEL-TEE
Für eine Tasse Apfeltee 1 EL Apfelstückchen mit kochendem Wasser übergießen, mit einer Prise Zimtpulver würzen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Mit etwas Honig süßen.



Gerade in den kalten Wintermonaten braucht man Wärme… von innen und außen…z.B. hilft Wärme oft nach einem schönen Winterspaziergang in der Kälte – z.B. mit einer schönen Tasse Tee – oder „Käffchen“ – die Lebensgeister wieder zu erwecken….Viele Philosophen, Autoren und Schriftsteller haben die Magie des Tees schon in Worte gefasst…


Schmecken und fühlen kannst Du ihn,
doch nicht beschreiben,
den köstlichen Zustand der Ruhe,
den der Tee hervorbringt,
jener unschätzbare Trank,
der die fünf Ursachen des Kummers vertreibt.

Kaiser Chien Lung (1710-1799) aus der Mandschu-Dynastie (  (1644–1912).
Sie löste die Ming-Dynastie ab und endete nach der Xinhai-Revolution von 1911
mit der Ausrufung der Republik China am 1. Januar 1912.


Die fünf Ursachen des Kummers: Unwissenheit, Egoismus, Verlangen, Abneigung und Hass.


Dieser Blog-Artikel
„WINTERAPFEL…EINFACH ZAUBERHAFT“ –
wurde erstmals veröffentlicht am: 18. November 2020
Blogartikel zuletzt aktualisiert im November 2023 
(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)


Mein Blog ist eine private – nicht kommerzielle – Website, die regelmäßig aktualisiert wird. Webseiten mit ausschließlich privaten Inhalten sind nicht dazu verpflichtet ein Impressum vorzuhalten. Das sagt zumindest das Telemediengesetz in Deutschland.

Alle meine Blog-Artikel sind zu finden unter: www.bienchenhamster.de



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