Advent, Advent …

Inhaltsübersicht

GERICHTE MIT GESCHICHTE

ADVENT…ADVENT…ein Lichtlein brennt…Ja, ist es denn schon wieder soweit??? Es gibt sie wieder, die allgemeinen Adventsregeln: Adventskranz basteln oder kaufen…KERZEN anzünden…Plätzchen backen… NASCHEN… Roten Schal tragen, Wunschzettel schreiben, Weihnachtsmarkt besuchen, Punsch TRINKEN, lange AUSSCHLAFEN am Wochenende, alte Filme gucken, Adventskalender bestücken, Weihnachtssachen kaufen, Besuche machen, fürs „Christkindchen“ einkaufen gehen….

„Warten ist ja sooo schwer!
Wenn doch nur schon bald Weihnachten wär`“ .

Nun wird es langsam Zeit, dem lieben Christkind einen Wunschzettel zu schreiben…


Allgemeine Adventsregeln: Adventskranz basteln oder kaufen…KERZEN anzünden…Plätzchen backen… NASCHEN… Roten Schal tragen, Wunschzettel schreiben, Weihnachtsmarkt besuchen, Punsch TRINKEN, lange AUSSCHLAFEN am Wochenende, alte Filme gucken, Adventskalender bestücken, Weihnachtssachen kaufen, Besuche machen, fürs „Christkindchen“ einkaufen gehen….

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Dann steht das Christkind vor der Tür“. Dieser Vers gehört zu den berühmtesten Weihnachtsreimen. Überlieferungen – wie dieser Vers entstanden sein könnte – finden sich keine, er gehört sozusagen zum „Volksgut“.

Der Zauber der Adventszeit findet sich bei gemütlich flackernden Kerzen. Auf Tannenzweigen und grünem Kranz im Lichterschein zieht er mit weihnachtlichem Glanz in unsre Herzen ein.


ADVENT


  • Der Name »Advent« kommt vom lateinischen »adventus«, was mit »Ankunft« übersetzt wird. Advent, eigentlich adventus Domini, bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet.
  • Festtag ist der 25. Dezember, der Christtag. Christen feiern in dieser Zeit das Hochfest der Geburt des Jesus von Nazareth, die Menschwerdung Gottes – WEIHNACHTEN oder CHRISTFEST – dessen Feierlichkeiten am Vorabend, dem Heiligen Abend, beginnen.
  • Dem Weihnachtsfest gehen vier Adventssonntage voraus und mit dem ersten Adventssonntag beginnt zugleich auch das neue Kirchenjahr. Der Advent erinnert also vor allem an die Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi.

Die Adventszeit ist der Ursprung einer langen Tradition: Die Geschichte und die heute noch gelebte Tradition ist ein Teil unserer Kultur. In der Adventszeit folgen wir – wie seit unserer Kindheit gewohnt – Bräuchen, Sitten und Gewohnheiten. Manche davon sind weit verbreitet, wie z.B. Plätzchen backen oder den Weihnachtsbaum schmücken.

Alte Back-Tradition


Unsere feinen Mürbeteig-Plätzchen


Meine Großmutter Christina Röcking hatte zu Weihnachten immer gerne Plätzchen gebacken… Der Duft von gerösteten Mandeln und Zimt, der aus dem Ofen kam, ist für mich jedes Jahr eine wunderbare Erinnerung an diese heimelige, damalige Zeit, die ich nie vergessen werde.

Oh – wie schön ist die Weihnachtszeit, macht Euch für das Fest bereit! 
Und spätestens – wenn uns der Duft von frisch gebackenen Plätzchen in die Nase steigt,
dürfte wirklich jeder in die wunderbare Weihnachtsstimmung kommen….


Antike Ausgrabungen und frühe bildliche Darstellungen belegen, dass es bereits in vorchristlicher Zeit rituelles Backen zu Festzeiten gab. Der Ursprung unseres heutigen Weihnachtsgebäcks liegt jedoch vermutlich damals in den mittelalterlichen Klöstern. Zum Gedenken an die Geburt Jesu war dort besonders feines Backwerk üblich.
Der Christ-Stollen war z.B. ein klösterliches Adventsgebäck und auch Rezepte für den Lebkuchen entwickelten sich in den Klöstern. Die heilige Hildegard von Bingen beschrieb schon früh die positive Wirkung von Muskatnüssen in Lebkuchen und Pfeffernüssen… sagt Wikipedia.


Mein Blog-Thema „Gerichte mit Geschichte“ folgt nun – mit der Adventszeit – der schönen alten Tradition der Plätzchen-Bäckerei
mit drei bewährten, alten Rezepten meiner lieben bayrischen
Großmutter Christina Röcking (1893-1982) aus Aschaffenburg.

DIE ADVENTSZEIT


Der Advent (Adventus Domini) bezeichnete schon immer die Jahreszeit, in der sich die Christen in aller Welt auf das Fest der Geburt Jesu Christi – an Weihnachten – freuen.


  • Der Advent ist eine Zeit, mit der viele Menschen ganz bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind die vier Wochen, in denen alte, liebgewordene Bräuche für viele Menschen immer noch eine große Rolle spielen, eine Zeit einer ganz besonderen Stimmung, der Besinnung und bei manchen leider auch der Hektik….
  • Die meisten Menschen fühlen sich vor und an Weihnachten zwar extrem gestresst, machen aber den gewohnten Brauch dennoch mit. Wenn es um Traditionen geht, fällt es vielen besonders schwer, „Nein“ zu sagen oder einen anderen Weg zu gehen.

So finden wir in alten Weihnachts-Geschichten oder unseren altbekannten Weihnachtsliedern immer erneut den Zauber wieder, der schon in der Vorweihnachtszeit vielerorts – trotz aller Hektik – zu spüren ist. Irgendwie ist dies alles doch auch für uns – trotz aller Hektik – eine schöne Tradition… fast niemand möchte diese schöne Vorweihnachtszeit doch missen.

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können“ .
Zitat: Jean Paul (*1763- Wunsiedeln / † 1825-Bayreuth) eigentlich Johann Paul Friedrich Richter. Er war ein deutscher Schriftsteller. Die von ihm gewählte Namensänderung geht auf Jean Pauls große Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau zurück… sagt Wikipedia.

FROHE WEIHNACHT ÜBERALL… Der Zauber dieser Zeit: „Ein kleines Lied! Wie geht’s nur an, dass man so lieb es haben kann. Was liegt darin? Erzähle! Es liegt darin ein wenig Klang. Ein wenig Wohllaut und Gesang. Und eine ganze Seele.“


Zitat: © Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) war eine mährisch-österreichische Schriftstellerin. Ihre Erzählungen gehören zu den bedeutendsten deutschsprachigen Beiträgen des 19. Jahrhunderts.

Klirrend kalte Nächte, gemütliche Wochenenden im warmen Zuhause und leuchtende Kerzen prägen unseren Advent kurz vor der Weihnachtszeit und machen diesen zu einer ganz besonderen Zeit.


Nun zu unserer kulinarischen Vorweihnachtszeit:


Über selbstgemachte Köstlichkeiten aus der Küche freut sich ein Jeder! Schon seit der frühen Kindheit verbinden die meisten Menschen das Weihnachtsfest mit den charakteristischen Düften bestimmter Gewürze. Hhmm, wie das bei uns zuhause jährlich im Dezember duftet: Unsere köstlichen Terrassenplätzchen wie Lebkuchen, Buttergebäck, Vanillekipferl, Zimtsterne, Heidesand, Spritzgebäck gehören in unserer Familie jedes Jahr schon immer zum „Repertoire“.

LEBKUCHEN-PLÄTZCHEN HÜBSCH VERZIERT…


UNSER FAVORIT SIND… auch diese feinen Kekse, die „Linzer Augen“ – deren Ober- und Unterteil mit roter Marmelade zusammengesetzt werden und die durch das „Loch“ im oberen Plätzchen und den Puderzucker so wunderschön aussehen.


Die klassischen Linzer Augen sind typische Weihnachtskekse. Linzer Augen sind auch verwandt mit der Linzer Torte, die ebenfalls aus gewürztem Mürbteig, allerdings mit Nüssen und Mandeln zubereitet und mit Johannisbeermarmelade verfeinert wird. Die fruchtig-nussigen Linzer Plätzchen bringen Farbe auf jeden Plätzchenteller. Linzer Plätzchen sind ein echter Klassiker zu Weihnachten und auch als Spitzbuben oder Hildabrötchen bekannt.


REZEPT: LINZER AUGEN


Zutaten für 6 Portionen

LINZER AUGEN: Die klassischen Linzer Augen sind typische Weihnachtskekse. Unser Favorit zur Adventszeit…
Mit diesem Rezept verzaubern wir Groß und Klein… nicht nur zur Weihnachtszeit…

600gWeizenmehl, glatt (Type 700)
400gButter
2StkEidotter
200gStaubzucker
2PkVanillezucker
1PriseSchale einer Zitrone
1PriseSalz
Manche Rezepte geben noch 150 g fein gemahlene Mandeln dazu…
Man benötigt noch etwa 250 g Johannisbeer-Marmelade für die Füllung.
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Zubehör: Zwei runde Metall-Ausstecher-Formen (mit und ohne Loch) von 5 cm Durchmesser.

Es gibt im Handel auch runde Ausstechförmchen mit Wellenrand (ca. 5,5 cm Ø)
Sog. Linzer-Ausstechformen – hier lohnt sich auch zu googeln – 😉

Ein Herz für Weihnachtsplätzchen: Als Nummer eins unter den beliebtesten Plätzchen gelten in Deutschland laut einer forsa-Umfrage eindeutig Ausstechplätzchen (57 Prozent), dicht gefolgt von Vanillekipferl (53 Prozent) und Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladen-Füllung (43 Prozent).


 Zubereitung der Linzer-Augen-Plätzchen:

  1. Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und die in Stücke geschnittene Butter einarbeiten.
  2. Dann Eidotter, Puderzucker, Vanillezucker, Prise Zimtpulver (nach Gusto), eine Prise Salz und die fein abgeriebene Bio-Zitronenschale zufügen und alles rasch zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
  3. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180° C. Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Wenn man den Teig viertelt – geht das Durchkneten und Ausrollen leichter.
  5. Den Teig also gut durchkneten, ca. 5 mm dick ausrollen (ich mache das auf einer Silikon-Unterlage).
  6. Man nimmt nun die klassischen runden Keksausstecher-Förmchen, die wir alle kennen (mit und ohne Loch).
  7. Teig-Scheiben von ca. 5,5 cm Durchmesser ausstechen: Die Oberteile mit Löcher, die Linzer-Böden ohne Löcher ausstechen.
  8. Die ausgestochenen Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 10 Minuten backen.
  9. Zum Schluss die Hälfte der gebackenen, gut abgekühlten Keks-Böden mit der Johannisbeer-Marmelade (kein Gelee) bestreichen (oder mit einem Spritzsack auftragen). Achtung: Nicht zu viel Marmelade auf den Keksboden streichen…Die Linzer-Augen-Oberteile mit Löchern vorsichtig darüberlegen und etwas andrücken.
  10. Die rote Marmelade soll ein klein wenig aus den Löchern „herausgedrückt“ werden.
  11. Die Linzer Augen dann mit etwas Vanille-Zucker oder Puderzucker bestreuen und noch 1-2 Stunden auf einem Gitter trocknen. Alles gut durchziehen lassen. Dann in eine Keks-Dose – evtl. mit Butterpapier als Zwischenlage – geben. Kühl lagern.

HEY…ZEIT FÜRS PLÄTZCHEN BACKEN???

  • „Au Jahhh“…riefen unsere beiden Kinder immer, als sie noch klein waren, mit voller Begeisterung! Sie liebten diese Zeit! Kleine Engel und große Sterne: Ausstecherle lassen Kinderherzen höher schlagen: Plätzchen mit Kindheitserinnerungen. Ein kinderleichter „1-2-3 Teig“ , den man nach Belieben mit Zimt, Kakao oder Vanille verfeinern kannst.
  • Beispiel: 100 g Zucker, 200 g Butter, 300 g Mehl. Und damit die Plätzchen knuspriger werden noch 1 Ei dazu…
  • Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und 30 Minuten kalt stellen. „Ready to go“ ist dann unser Plätzchen-Teig, den die Kinder mit allerlei Förmchen ausstechen und mit bunten Streuseln, Nüssen etc. nach Belieben verzieren können… Backblech mit Backpapier auslegen. Bei 175 Grad ca. 5-7 Minuten die Plätzchen backen. FERTIG! Und dann erkaltet in der Weihnachtsdose verpacken – bevor alles gleich aufgegessen wird…

Holler boller Rumpelsack
Niklaus trägt ihn huckepack
Weihnachtsnüsse gelb und braun
Runzlig, punzlig anzuschau’n
Knack die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern
Komm immer wieder in dies Haus
Du guter alter Nikolaus…
(Volksgut)


Ein Nikolausgedicht vorzutragen hat lange
Tradition. Schon unsere Eltern, Großeltern und
Urgroßeltern lernten Verse auswendig, um sie
dann am großen Nikolaus-Tag aufzusagen.


Ihr Kinder, stellt die Schuh‘ hinaus, denn heute kommt der Nikolaus.
Und wart ihr immer gut und brav, dann lohnt’s euch Nikolaus auch im Schlaf.
Er bringt euch Äpfel, Feigen, Nüss‘ und gutes Backwerk, zuckersüß.
Doch für das böse, schlimme Kind legt er die Rute hin geschwind.

Verfasser unbekannt (Volkstum)


DER HEILIGE NIKOLAUS gilt als Schutzpatron der Kinder und Armen. Bischof Nikolaus von Myra wird schon lange als Heiliger verehrt, zunächst in der Kirche des byzantinischen Ritus (Orthodoxie) und später auch ab dem 10. Jahrhundert n.Chr. im lateinischen Ritual. Türkische kriegerische Stämme fielen im Jahre 1087 in Myra ein, und einige Seeleute transportierten heimlich den Nikolaus‘ Leichnam nach Bari in Italien. So kamen also im Jahr 1087 die Reliquien von Nikolaus von Myra aus der Türkei nach Bari in Italien, wo für diese Unterbringung zwischen 1087 und 1106 extra dafür eine Kirche errichtet wurde. Das bedeutet, dass Nikolaus spätestens zu dieser Zeit in der Römisch-Katholischen Kirche bereits als Heiliger betrachtet und verehrt wurde.


Die frühesten Berichte vom Nikolaustag als Feiertag gehen bis in das 4. Jahrhundert n.Chr. zurück. Zwar stammte Nikolaus von Myra ursprünglich aus der heutigen Türkei, jedoch hat sich die türkische Stadt Demre, das damalige Myra, erst seit etwa dem Jahre 1950 zu einer Nikolaus-Pilgerstadt entwickelt. 


Einige Namens-Beispiele: Auch der Name Sinterklaas (USA) geht traditionell auf Nikolaus von Myra zurück. Ebenfalls ist für Russland der Heilige Nikolaus ein wichtiger Landespatron. Im Elsass/Lothringen (Wallfahrtsort: Saint-Nicolas-de-Port, nahe Nancy) wird der Heilige Nikolaus jährlich mit einer großen Messe geehrt. Bereits im Jahr 1101 wurde dort die erste Wallfahrtskirche geweiht Der jährlich traditionelle Nikolaus-Umzug endet dort vor der Wallfahrtskirche...


TIPP: Hier findet man über den Hl. Nikolaus „Ausführlicheres aus dessen Leben und Wirken“… direkt nach den Gedichten in meinem anderen Blog-Artikel: Die 20 schönsten Advents- und Weihnachts-Gedichte – die ausführliche Nikolaus- Geschichte… nachzulesen unter: „All about the Nikolaus! „

https://bienchenhamster.de/advents-und-weihnachts-gedichte/

Hier zum Anklicken:

WEIHNACHTS-PLÄTZCHEN BACKEN MACHT JEDES JAHR VON NEUEM IMMER GROSSEN SPASS.


DIE FEINEN PLATZERL

Großmutter Christina Röcking (1892-1981) aus Aschaffenburg/Main hatte für uns Kinder damals gerade in dieser Zeit ihre eigenen „Platzerl“ schon bereitgehalten. In ihrem alten bayrischen Backbuch fand ich später die „angekreuzten“ Rezepte, die sie immer wieder Jahr für Jahr für die Familie gerne buk. Später als junge Mutter besuchte ich sie oft im Advent – um sog. „Christkindchen“ für meine Kinder mit ihr gemeinsam einzukaufen… Das war eine schöne Tradition. Sie liebte „Spielzeug-Geschäfte“ ! Anschließend half ich ihr in ihrer Küche dann beim Plätzchen backen, das ihr damals dann doch im Alter etwas schwerer fiel…

KULINARISCHE VORWEIHNACHTSZEIT

Weihnachtsplätzchen-Rezepte gibt es zahlreich… Hier folgen nun drei unserer Lieblings-Rezepte „aus Omas Plätzchen-Kiste“ von damals, die alle etwas „außergewöhnlich“ sind. Das erste Rezept ist etwas aufwändiger, die letzten beiden unkompliziert, d.h. recht einfach in der Zubereitung. Et voilà:


1. Oma Röckings „SEUFZERLE“

Die leicht kugelförmigen Doppel-Happen – auch Seufzer genannt – sind ein unwiderstehliches Gebäck, nicht nur, aber vor allem zur Weihnachtszeit: Der Seufzer kommt ganz automatisch, wenn sie im Mund zergehen… sie sind mandelig-saftig…


Backofen vorheizen: 170 Grad Celsius Ober- und Unterhitze.

  • Zutaten für jeweils ca. 50 Stück:
    300 g Mehl, 250 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Tütchen Vanillezucker, 150 g geschälte, geriebene Mandeln.
  • 200 g fein gehackte Mandeln, 2 Tafeln Vollmilch-Schokolade,
  • rote oder gelbe Marmelade von fester Konsistenz (z.B. Erdbeer- oder Aprikosen-Marmelade …nach Geschmack, kein Gelee!).
  • (Utensil): Wasserbad-Topf für den Herd fürs Auflösen der Schokolade),

1.) Zubereitung für den Teig:
Mehl, Zucker, Vanillezucker, gemahlene Mandeln und die zimmerwarme Butter zu einem geschmeidigen Teig kneten. Anschließend den Teig zu gleichmäßigen Rollen von zirka 3 cm Durchmesser formen. Diese langen Rollen einzeln in Klarsichtfolie wickeln und einige Stunden oder über Nacht kühlstellen.

DER WEIHNACHTLICHE PLÄTZCHEN-TELLER – die Vielfalt macht`s…

2.) Später die Teigrollen bei Zimmertemperatur (!) mit scharfem Messer in 1 cm gleich dicke Scheiben schneiden und diese in der Handfläche zu haselnussgroßen Kugeln formen. Nur die Unterseite jeder Kugel – z.B. mit einem Messerrücken – schön platt drücken und alle Plätzchen – nicht zu dicht – nebeneinander auf mit Backpapier belegtes Blech setzen. Alle „Kugeln“ sollten möglichst die gleiche Größe haben, das ist wichtig fürs spätere „Zusammen-Setzen“…

Plätzchen nun im vorgeheizten Ofen ca. 10-15 Minuten backen – sie sollen nicht bräunen, sondern noch blass bleiben. Die runden frisch gebackenen Plätzchen gut auskühlen lassen. Man könnte sie natürlich auch so gleich vernaschen.. Hhmmm... wie herrlich das duftet…

Endlich ist Advent, für uns eine Zeit der Vor-Freude, und ein jeder
fühlt im Herzen gemütliche Behaglichkeit.


SEUFZERLE: Die Füllung der Doppel-Plätzchen

Seufzerle… da ist der Name Programm… 😉
Die beiden feinen Tafeln Schokolade in einer kl. Metall-Schale derweil im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen, bis die Glasur etwas dickflüssiger, aber gerade noch streichfähig ist.

  • Die Marmelade im Pfännchen leicht erwärmen und glattrühren.
  • Die „platten“ Unterflächen der Plätzchen (mit einem Backpinsel) nicht zu dick mit der noch lauwarmen Marmelade bestreichen und je zwei bestrichene (gleichgroße) Plätzchen mit den Unterseiten fest gegeneinander zusammensetzen und kalt stellen. Die Marmelade mind. 30 min. gut antrocknen lassen.
  • Erst wenn die Marmelade (zwischen den Kugel-Hälften) wirklich fest ist (PROBE!) kommt über die Kugel dann die Schokoladen-Glasur.
  • Nun folgt die Schokoladen-Nuss-Hülle:

Man kann seine selbstgebackenen Lieblings-Plätzchen mit einem Pinsel oder einem Messer mit dem Zuckerguss bestreichen oder aber mit dem Spritzbeutel hübsch verzieren… oder den noch feuchten Guss mit einem Dekor-Mix, Zucker- oder Schokoladenstreuseln, Schokolinsen, Nonpareilles, Dekor-Konfetti oder Zuckersternchen – je nach Lust und Laune phantasievoll verzieren. Am besten sind Lebkuchen geeignet.


„SEUFZERLE“: Es geht nun weiter mit der Schokoladen-Nuss-Hülle


  • Die Doppel-Kugeln dann einzeln vorsichtig mit Hilfe von 2 Gabeln (nur ganz kurz) in die abgekühlte, aber noch leicht warme Schokoladenglasur tunken und über einem Kuchengitter zuerst gut abtropfen lassen.
  • Danach die schokoladigen, gut abgetropften, noch ein wenig feuchten Kugel-Plätzchen einzeln „nacheinander“ – mit zwei Gabeln – sachte in den fein gehackten Mandeln (in einer Schüssel) wenden/rollen:
  • Oder am besten eine breite Schüssel nehmen und vorsichtig die Kugeln rundherum in den gehackten Mandeln schwenken, sodass die Plätzchen komplett mit den feingehackten Mandeln bedeckt werden.
  • Die gehackten Nüsse danach später (von Hand) außen – vorsichtig – nochmals etwas fester an die Doppel-Kugeln „sachte“ andrücken.

TIPP: Omas „Schoko-Nuss-Hülle“ um die kl. Kugeln perfekt hinzubekommen funktioniert gut mit 2 Gabeln und einem Tortengitter oder Ähnlichem als Ablage. Das „Kugelgebäck“ mit dem Schoko-Nussmantel, dann – auf einem Gitter-Rost (kühlgestellt) – komplett trocknen lassen und später alles – in luftdichten Dosen verpacken – kühl aufbewahren.

ACHTUNG: NASCHKÄTZCHEN ….im Anmarsch…

Advent ist dann, wenn Kinderaugen wieder strahlen und wir begeistert von der
Freude aufs Weihnachtsfest mit ihnen gemeinsam Plätzchen backen…


Geschafft… das war nun das erste „Seufzerle“… Hinterher beim Probieren, war dann ganz entspannt das zweite zu hören…Hhhmmm!!!

Als Kinder haben wir uns immer gefreut, eigentlich zwei Plätzchen zu haben, das eine wurde erst genüsslich langsam abgebissen..hhmmm…dann erst kam das zweite dran 😉


Man kann natürlich auch die Marmelade ganz weglassen und die ganzen Kugeln einzeln nur mit der Schoko-Nuss-Hülle überziehen. Dann evtl. die Kugeln (nach Gusto) vor dem Backen doch deutlich größer formen. In jedem Fall waren diese Seufzerle für uns immer ein absoluter Hochgenuss! Für uns Kinder gabs von Oma dazu immer lecker warmen Kakao… den wir dann ganz genussvoll schlürften… Schön wars…damals.

„Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich“ .
Zitat von Honoré de Balzac (*20.05.1799, †18.08.1850) war ein bekannter französischer Schriftsteller.

Und noch eines von Großmutters bayrischen Lieblings-Rezepten:


FEINE HERREN-KEKSE… nicht nur zur Weihnachtszeit…


Unsere „Herrenkekse“… so nannte Oma sie immer – diese wurden auch in ihrem Rezeptbuch „Saure-Sahne-Plätzchen oder Knusperplätzchen“ genannt. Mein Großvater mochte sie wohl gerne...Auf jeden Fall gehörten diese Kekse schon – seit ich denken kann… bei meiner Oma immer zum Standard-Repertoire ihrer Weihnachtsbäckerei. Dazu kommt noch ein unschlagbarer Vorteil: Diese Kekse sind unglaublich schnell und einfach gebacken. Teig kneten, kaltstellen, ausrollen, mit Zimt-Zucker bestreuen, mit einem Ausstecher oder scharfen Messer zuschneiden, rasch auf’s Blech und backen. Das war’s. Schön sehen sie auch mit einer einfachen „STERN-FORM“ ausgestochen und goldgelb (oben Eigelb-Belag) gebacken aus… und sie schmecken himmlisch…

MÜRBETEIG-PLÄTZCHEN:
Feine Sterne, Rauten oder Quadrate oder Dreiecke,
alles ganz nach Wunsch…


2. Das Rezept „Herren-Kekse“

  • Zutaten für den Teig:
  • 200 g kalte Butter, 250 g Mehl, 100 g saure Sahne, Prise Salz
  • Zum Bestreichen: 2 Eigelbe, 2 EL Wasser, Zimt-Zucker-Mischung, evtl. Haselnüsse (ganz)

Zubereitung: Kalte Butter in kl. Stücke schneiden. Alle Zutaten für den Teig zügig verkneten. Bei mir übernimmt das heute die Küchenmaschine mit dem Knethaken bei hoher Geschwindigkeit. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kalt legen. Er sollte richtig gut durchgekühlt sein. Später bei Zimmertemperatur etwa 1 Std. ruhen lassen, dann lässt er sich später leichter ausrollen.

Die 2 Eigelbe gründlich mit 1-2 EL Wasser verquirlen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig (Zimmertemperatur) ca. 1,5 cm dick ausrollen, mit dem verquirlten Eigelb gleichmäßig dünn bestreichen und danach sogleich schön dick mit Zimt-Zucker bestreuen. Diese Mischung gut auf dem Teig festdrücken (Teig-Roller)

Hier nehme ich oft verschiedene Ausstech-Formen und steche den Teig zuerst in Sterne, Rauten oder Quadrate oder Dreiecke aus – ganz nach Wunsch – alles akkurat und schön gleichmäßig. Aus dem Teig-Rest werden kl. Kugeln gerollt und dann einfach etwas platt gedrückt, mit etwas Eigelb bestrichen und mittig wird – je nach Gusto – eine Haselnuss hineingedrückt. All diese Plätzchen dann mit etwas Abstand auf ein kaltes Backblech legen (TIPP: Backpapier aufs Blech). Das belegte Blech vor dem Backen für 20 Minuten in den Kühlschrank oder falls möglich – draußen kurz auf den kalten Balkon oder vors Fenster stellen.

Die Kekse danach im heißen Backofen für 10 bis 12 Minuten bei 200 Grad backen, bis der Zucker oben goldgelb karamellisiert. Öfters mal nachsehen: Die Kekse dürfen auf keinen Fall dunkel werden, jeder Ofen ist anders…

PLÄTZCHEN UND TEIG-BILDER: Pixabay


Die Kekse danach auf einem Gitterrost abkühlen lassen. Bevor die nächsten noch teigigen Kekse erneut zum Backen auf das Blech gelegt werden, das Blech erst abkühlen lassen – oder ggfs. ein zweites, kaltes Blech nehmen. Jetzt im Winter einfach die Bleche evtl. auf den kalten Balkon stellen – sofern man hat. 😉
Die Kekse später gut ausgekühlt in einer gut verschlossenen Dose lagern. Sie werden dann mit der Zeit etwas weicher und verlieren so aber auch die Knusprigkeit, die sie anfangs haben. Aber keine Sorge…sie sind eh „ratz-fatz“ verputzt.

Hhmmm… schnuppern, naschen und genießen – wie schön ist das in gemütlicher, vorweihnachtlichen Zeit – doch Vorsicht – die Plätzchen müssen doch wenigstens noch bis Heilig-Abend reichen….


UNSERE ALTEN WEIHNACHTS-TRADITIONEN IN DER FAMILIE:

  • Als wir noch kleine Kinder waren, hatten wir mit unseren Eltern oft die Weihnachtstage in Aschaffenburg bei den Großeltern verbracht. Oma Röcking hatte dieses „Heilig-Abend-Gebäck“ schon morgens vorbereitet.
  • Der Eischnee wurde dann allerdings erst kurz vor dem Backvorgang geschlagen und sorgfältig über das schon fertig mit der Marmelade belegte Blech verteilt und für zirka 20-30 min. (gleich nach der „Bescherung“ durch das Christkind) schnell in den heißen Ofen geschoben.
  • Dieser köstliche Duft der bis ins festlich geschmückten „Weihnachtzimmer“ drang – ist mir noch gut in Erinnerung. Nach der „Bescherung“ gabs „Glühwein“ für die Erwachsenen und für uns Kinder „Gänsewein“ (Mineralwasser mit einem Schuss Himbeersirup!) und vor allem – frisch gebacken – das leckere Weihnachts-Gebäck.
  • Die zarten Vanille-Kipferl waren damals mein Lieblings-Gebäck... Ich erinnere mich noch, dass wir ausnahmsweise etwas länger aufbleiben durften und nicht früh zu Bett gehen mussten…

3. Oma Röckings feines „Heilig-Abend-Gebäck

  • Zutaten für zirka 65 Stück:
  • Für den Teig: 400 g Weizenmehl, 100 g Zucker, 250 g Butter (in Flöckchen), 4 Eigelbe,
  • Für das Topping: 4 Eiweiße, 100 g Zucker, 200 g gemahlene Mandeln,
  • 1 Glas rote Marmelade (ohne Stückchen/kein Gelee) nach Gusto, ein Backblech (Backpapier).

  • Teigboden-Zubereitung: 400 g Mehl, 100 g Zucker, 4 Eigelbe (die 4 Eiweiß separat aufheben) und die in Flocken geschnittene (nicht zu harte) Butter innig miteinander verkneten. Den Teig danach zirka 1 Std. kühl stellen.
  • Den Teig wieder auf Zimmertemperatur temperieren (damit er sich weicher besser ausrollen lässt) und dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech (22 x 30 cm) mit den Händen zuerst gleichmäßig verteilen, mit einem „Backroller“ dann schön gleichmäßig auf dem Blech die Oberfläche egalisieren.

  • DAS TOPPING: Die 4 Eiweiße mit 100 g Zucker schön fest steif schlagen, danach vorsichtig (mit dem Schneebesen) die 200 g gemahlenen Mandeln gut unterheben – Achtung: Aufpassen, dass alles tatsächlich ganz homogen – ohne Klümpchen – gut miteinander vermischt ist.
  • Zunächst die rote Marmelade (ohne Stückchen, evtl. durch ein Sieb streichen) schön glattrühren und gleichmäßig auf dem gesamten Teigboden auf dem Back-Blech verteilen. Dann erst – schön akkurat bis in die Ecken – die Eischneemasse auf den (bereits mit Marmelade bestrichenen) Teig-Boden geben und alles gleichmäßig glattstreichen.
  • Meine Oma „malte“ mit dem Gabelzinken vorsichtig noch schön gleichmäßige „Zick-Zack-Wellen“ reihenweise in die noch weiche Baiser-artige Eiweiß-Oberfläche.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 190° C. zirka 20-30 Min. backen. Unbedingt darauf achten, dass die Oberfläche nicht zu braun wird!
  • Danach den noch warmen „Kuchen“ sofort (mit scharfem Messer) in 3 x 5 cm große Streifen schneiden.
  • Kühl stellen. Frisch aus dem Ofen aber – schmecken diese kl. Köstlichkeiten (nicht nur an Heilig Abend) am allerbesten…

Der Advents-Kalender

WISSENSWERTES:
Die wohl früheste Form eines selbstgebastelten Adventskalenders stammt aus dem Jahre 1851 
wohl im protestantischen Umfeld. Es ist nicht ganz eindeutig, wer der „Erfinder“ des Kalenders war.
Die ersten Adventskalender waren Strichkalender: 24 Kreidestriche an einer Zimmertür, die nach
und nach von den Kindern weggewischt werden durften.
Der erste gedruckte Adventskalender ist Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Auf jeden Fall
erschien – zwischen 1902 und 1908 – in Deutschland der erste Adventskalender, der damals noch
„Weihnachtskalender“ genannt wurde. Ab ca. 1920 gab es dann die ersten Kalender mit Türchen
zum Öffnen, so wie wir sie heute kennen. Auch heute noch sind diese Nostalgie- Adventskalender
besonders beliebt.
Der Schokoladen-Adventskalender, der uns die Wartezeit bis Weihnachten versüßt, wurde übrigens
erst Ende der 1950er Jahre das erste Mal produziert.

Hier ein „moderner“ Adventskalender mit Tierlein im Walde… (selbstgemacht)

Erst im 19. Jh. entstanden also die ersten Adventskalender, seither gehören sie zum Brauchtum der christlichen Vorweihnachtszeit. Vom aufwändigen Kunstwerk mit unterschiedlicher Bezifferung und Kitsch – haben diese sich im Laufe der heutigen Zeit zum beliebten Produkt vor allem für Kinder entwickelt….

Die schöne Weihnachts-Gebäck-Tradition war für uns Kinder in meiner Herkunfts-Familie immer ein Highlight. Nach einem „festlichen“, schön traditionellen Heilig-Abend mit der „Christkind-Bescherung“ – gab es danach bei unseren Eltern zuhause für alle traditionell dann ein eher einfaches Essen: Original „bayrische Weißwürste“, süßen Senf, Kartoffelsalat und Bier, für uns Kinder „Malzbier“…igitt.

  • Später dann – in meiner eigenen Familie – hatten wir (mit unseren Kindern, als diese schon etwas größer waren) immer an Heilig Abend ab 20 Uhr (nachdem das „Christkind“ da war und die Geschenke gebührend bewundert waren) ein Fondue oder aber auch ein ganz „besonderes „Menü“ also eher ein kl. festliches Essen (mit Vorspeise – Hauptgang und Dessert – welches gut vorzubereiten war (!) ) zubereitet.
  • Es wurde immer ein langer, schöner unterhaltsamer Abend in meiner eigenen Familie: Dabei gab es dann immer so viel zu erzählen… bis den Kindern die Augen zufielen… und dann in ihren Betten vom Christkind, Nikolaus und allen himmlischen Heerscharen selig und süß träumten… Schön war`s damals… und ist es
    auch heute noch, denn die Tradition lebt in der Familie weiter…

Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf der Suche nach dem Großen
und Außerordentlichen vor allem auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden,
das den eigentlichen Zauber der Weihnacht ausmacht.


„Adventszeit ist die Zeit der Sehnsucht. Das lateinische Wort für Sehnsucht – desiderium – kommt von „sidera“ = Sterne. Diese Sehnsucht bedeutet, die leuchtenden Sterne auf unsere Erde herab zu holen. So hatte jemand Sterne auf die Kölner Domplatte gemalt, um auszudrücken, dass an Weihnachten der Himmel auf die Erde kommt und so die Erde für uns zur Heimat wird. “ – Zitat: © Anselm Grün (*1945) deutscher Benediktinerpater, Betriebswirt und Autor spiritueller Bücher.

Es gibt einen wunderbaren Zauber in der Weihnachtszeit:
Er lebt in der Vorfreude auf das, was bald kommt, kleine Kinder können dies kaum erwarten…


Historisches

  • Der Name „Advent“ leitet sich aus dem lateinischen „adventus“ ab und bedeutet die Ankunft Christi. Die Adventszeit beginnt vier Sonntage vor Weihnachten.
  • Christen möchten in dieser Zeit innehalten, sich auf Weihnachten vorbereiten. Deshalb zünden sie zum Beispiel abends am Adventskranz die Kerzen an.
  • Auch „St. Nikolaus“ ist noch ein alter Brauch, der mit dem Advent verbunden ist. Wer wusste, dass die 4 Adventssonntage erst im 6. Jahrhundert n.Chr. von Papst Gregor dem Großen (*um 540 in Rom/ † 12. März 604 in Rom) festgesetzt wurden?
  • Die vier Adventssonntage vor Weihnachten standen symbolisch für die viertausend Jahre, in der die Menschheit (gemäß kirchlicher Berechnung) nach dem Sündenfall im Paradies auf den Erlöser warten musste.

Die ersten Weihnachtskarten wurden später übrigens bereits schon im Jahre 1843 in London gedruckt. Sie zeigten eine fröhlich feiernde Familie. Einige Jahre zuvor wurden die Portokosten in Großbritannien vereinheitlicht: So wurde das Verschicken von Postkarten damals erschwinglich und es entwickelte sich langsam der Brauch, schon im Advent Weihnachtskarten an die Lieben zu verschicken.

Manch` alte Traditionen sind uns seit jeher sehr vertraut, hier einige Beispiele:


Der Adventskranz:


Der erste (damals noch hölzerne) Kranz in Deutschland leuchtete anno 1839 in Hamburg mit 23 Kerzen auf – 20 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier große weiße für die Sonntage. Heute stecken wir an jedem Sonntag traditionell eine weitere Kerze an unserem Adventskranz an. Die 4 Kerzen des Adventskranzes weisen auf das Licht hin, das Christus in die Welt gebracht hat.

Die Adventszeit beginnt in den Herzen von uns Menschen.


  • Der erste Adventskranz war also eher eine Art „Riesen-Kronleuchter“ mit vier Kerzen.
  • Es war damals ein großes „Wagenrad“ mit vier weißen und 20 roten Kerzen, das erstmals am 1. Advent im Jahre 1839 im Betsaal des „Rauhen Hauses“ in Hamburg-Horn von der Decke hing.
  • Der Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881), Gründer des Rauhen Hauses, gilt als Erfinder des Adventskranzes. Wichern wollte mit seinem Adventskranz die Botschaft von Weihnachten veranschaulichen und auf das Kommen Jesu Christi als Licht der Welt hinweisen.

Erfunden wurde der Adventskranz also zuerst anno 1839 im protestantischen Norddeutschland; die katholischen Gegenden in ganz Deutschland übernahmen diese Tradition aber erst knapp 100 Jahre später. (Quelle: Wikipedia)

  • Der „Wichern-Kranz“ sollte den kl. Kindern damals aber auch die Zahl der Tage bis Weihnachten anschaulich machen. Die kl. Kinder lernten dadurch eben auch Zählen.
  • Anm.: Das Rauhe Haus war eine Bauernkate und eine von Johann Hinrich Wichern (Erzieher an einer privaten Waisenschule) zusammen mit Hamburger Bürgern damals gegründete rechtsfähige Stiftung (ein Waisenhaus für elternlose Kinder).
  • Der Name ist eine Abwandlung aus „Ruges Haus“, benannt nach einem früheren Bewohner.

Winter-Feste in ehemaliger Zeit

Jul – das Fest zur Wintersonnenwende 

Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest, das je nach religiöser Zuordnung zwischen der Wintersonnenwende (Dezember) und Anfang Februar gefeiert wird. Im Schwedischen, Dänischen und Norwegischen heißt Weihnachten auch noch heute jul, im Isländischen jól, im Finnischen joulu, im Estnischen jõulud.

Es gibt sogar Deutungen über eine Art Kranz, die weit bis ins germanische Brauchtum zurück reichen: Der Lichterkranz sei bereits Teil der frühen Jul-Feste zur Wintersonnwende gewesen, wenn ein Jahr endet und das neue beginnt – sagt man. Bevor man das christliche Weihnachtsfest feierte, wurde ursprünglich das Julfest zu Ehren des Gottes Odin abgehalten. Gott Odin war damals der höchste germanische und nordische Gott.
Jul – das Fest zur Wintersonnenwende – wurde am 21. Dezember gefeiert und war bereits für die Kelten und die Alten Germanen das wichtigste Fest im Jahr. Die Kelten prägten mit ihrer Kultur Europa ein Jahrtausend lang.

Die Saturnalien

In vielen europäischen Kulturen wurde der Mittwinter (= Wintersonnenwende, der 21. Dezember) – schon früh festlich begangen – zum Beispiel im Römischen Reich mit den Saturnalien. Dies war ein Winterfest, dem Gott Saturn zur Ehre. Es reichte von 17. bis zum 23. Dezember und bestand aus Opfergaben zu Saturn, einem Festmahl, dem Austauschen von Geschenken Die beliebtesten Festtage im römischen Reich, die Ende Dezember mehrere Tage lang stattfanden, waren im Römischen Reich also ein Festtag zu Ehren des Gottes Saturn. Er galt als Herrscher des Goldenen Zeitalters.

Anm.: Die Kelten lebten in der Eisenzeit, etwa zwischen 600 v.Chr. bis 43 n.Chr. einst in ganz Mitteleuropa. Von Anatolien bis nach Irland hinterließen sie Spuren ihrer Kultur. Sie bauten Städte, führten Handel und prägten Münzen, doch schriftliche Überlieferungen aus keltischer Feder gibt es nur wenige. Die Kelten siedelten sich nicht nur in einem bestimmten Gebiet an. Es gab nie ein keltisches Reich. Näheres z.B. über den Untergang der Kelten erfährt man z.B. bei Wikipedia.


Plätzchen, Stollen & Co…. Die Weihnachtszeit ist die verführerischste Jahreszeit zum Backen. 

Die Symbolik des Kerzenentzündens thematisieren auch unsere alten, schönen, liebgewordenen
Adventslieder wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“ sowie der weitverbreitete Kinderreim
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. (Wikipedia)

Unsere ersten etwas kitschigen Adventskalender aus den 50er Jahren….
Wir Kinder liebten diese sehr und fanden sie damals wunderschön… 😉


Der Adventskalender

Zu Beginn der 20. Jahrhundert entstand in Deutschland – wie oben erwähnt – im protestantischen Umfeld der „Brauch des Abzählens der Tage bis zum Weihnachtsfest“. Adventskalender mit 24 Türchen oder „Säckchen“ mit kleinen Geschenken, allen voran Schokolade, bereiteten Kindern immer schon große Vor-Freude und zeigen das kommende Weihnachtsfest an…

Advents-Türschmuck – DIE MISTEL:

Eine weitere schöne Tradition in der Adventszeit ist das Anbringen von Mistelzweigen an der Haustür. Diese sollen als Symbol für Weihnachten alle Besucher des jeweiligen Hauses begrüßen. Die Mistel gilt seit Alters her immer schon als Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod, also die Unsterblichkeit, weil sie auch im Winter besonders gut gedeiht und das grüne Laub als „Lichtblick“ besonders hervorsticht – in ansonsten meist grauen Tagen… Im Advent werden Mistelzweige häufig über Türen aufgehängt. In Nordamerika und Europa ist es üblich, dass sich zwei liebende Menschen, die darunter stehen, küssen.

Warum küsst man sich unter dem Mistelzweig?
Paare und Junggesellen schätzen ihre beziehungsfördernde Wirkung.
Die Mistel, eine zauberhafte Pflanze? Der landläufigen Legende nach:
Wer sich unter einem Mistelzweig küsst, bleibt für immer zusammen…
Neben dem Wunsch, die ewige Liebe zu sichern, wird der Mistel auch
eine heilende Wirkung nachgesagt. Ob als Tee bei leicht erhöhtem Blutdruck
oder als Salbe bei Entzündungen: Die Mistel ist ein bekanntes, natürliches Heilmittel.


Weihnachtsmärkte:

  • Was wäre die Adventszeit ohne unsere schönen Weihnachtsmärkte? Bereits im 17. Jahrhundert kamen die ersten Weihnachts- oder Christkindls-Märkte auf.
  • Diese wurden in der Regel um Kirchen herum aufgebaut. Hier waren beliebte Verkaufsartikel Spielzeug, Stollen, Weihnachtsgebäck, Krippenfiguren, Sterne, Lametta, Glaskugeln, exotische Gewürze etc..
  • Vieles davon hat sich bis heute erhalten. Dabei hat man heute eher das Gefühl, dass alles doch mehr kommerziell vermarktet wird. Schon als Kinder sind wir damals gerne über diese Märkte gegangen… Alles duftete nach Zuckerwatte…gebrannten Mandeln…hhhmmm!!

DAS BESTE ZUM SCHLUSS:

Ullas Bratapfel-Überraschung:


Köstliches zum Weihnachtsfest oder Silvester
(Ein winterliches „Schicht-Dessert“)


BRATAPFEL-DESSERT

Zutaten für ca. 5-6 Personen (oder Rezept halbieren oder verdoppeln) zur Nachahmung empfohlen…

Für den Printen-Boden: 200 g Aachener Printen, 6 EL Amaretto, 6 EL Apfelsaft
Für die Bratapfel-Füllung: 400 g Äpfel geschält & entkernt, 1 P. Dessert-Soße Vanille (zum Kochen), 50 g Zucker, 100 g Apfelsaft, 1 TL Zimt, 50 g Marzipan-Rohmasse
Für die Creme: 200 g Mascarpone, 200 g Magerquark, 200 g Schlagsahne, 50 ml Milch, 2 TL Vanillezucker
Für das Mandelkrokant: 100 g gehobelte Mandeln, 3 EL Zucker, 1 EL Butter/1 Tl. Öl.

Zubereitung:
Für den Printenboden: Die Printen (geht am besten mit der Reibe einer Küchenmaschine) grob reiben: Sobald sie schön bröselig sind, mit dem Amaretto und dem Apfelsaft innig vermengen und auf den Boden einer großen rechteckigen Auflauf-Form geben oder auf dem Boden kleinerer Dessertschalen oder Gläser verteilen.

Für den Mandelkrokant: In einer Pfanne 1 El Butter und 1 Tl. Öl schmelzen und darin die gehobelten Mandeln mit Zucker goldgelb (!) rösten. Anschließend auf Backpapier – so gut es geht – sofort noch heiß mit zwei Gabeln einzeln voneinander trennen und abkühlen lassen.

Für die Bratapfel-Füllung: Die Äpfel schälen, entkernen, in feine, kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Das Soßenpulver (Dessert-Soße Vanille) in einem Schälchen einfach mit Zimt, Zucker und dem Apfelsaft glattrühren und zu den Äpfeln geben. So lange alles leise auf kl. Hitze köcheln, bis die Äpfel ganz weich sind. Erkalten lassen.

Für die feine Crème: Das Marzipan in feine Flöckchen zupfen. Zum Schluss die Sahne steif schlagen und in einer gr. Schüssel mit Mascarpone, Magerquark, Marzipanflöckchen, Milch und Vanillezucker gut (ohne Klümpchen) verrühren.

Nun wird nur noch geschichtet: Auf den saftigen Printenboden im Glas (oder der Auflaufform) kommt die abgekühlte Bratapfelmasse, darauf die feine Crème (evtl. abwechselnd) und zum Schluss die knusprigen Mandelblättchen (Mandelkrokant) ON TOP… TIPP: Den Mandel-Krokant unbedingt erst kurz vor dem Servieren auf die Oberfläche streuen… so bleibt er schön knusprig.
All dies lässt sich super gut schon Stunden vorher vorbereiten… (kühlstellen) !


Bestens vorzubereiten… ist dieser weihnachtliche Nachtisch:


„LOGISTIK“: Die „Schicht-Dessert-Gesamtmenge“ reicht etwa für 6 Gläser à 250 ml oder 12 kleine Dessert-Gläser à 125 ml. Man kann aber auch eine große, mit etwas höherem Rand versehene „Auflaufform“ (Füllmenge mind. 1,5 Liter) dafür nehmen. So kann sich jeder – nach Gusto – aus der Form selbst bedienen…

TIPP: Anstatt Printen sind auch Spekulatius-Kekse perfekt.. Bei Kindern den Amaretto durch Apfelsaft ersetzen…

Der Bratapfel:
Kinder, kommt und ratet, was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt. Bald wird er aufgetischt…
Kinder, lauft schneller, holt einen Teller
(Spruch von Unbekannt, Volksgut)


Bratäpfel werden traditionell im Winter zur Weihnachtszeit aus lagerfähigen, festen und säuerlichen Apfelsorten wie Boskoop zubereitet. Aber auch Sorten wie ‚Berlepsch‘, ‚Jonagold‘, ‚Cox Orange‘ oder ‚Gravensteiner‘ eignen sich für das fruchtige Geschmackserlebnis aus dem Ofen.

So kann man die schönen, rotbackigen Winter-Äpfel als Bratapfel (s.u.) im Ganzen mit den folgenden Zutaten gefüllt im Backofen backen – für 4 Äpfel: Etwas Zitronensaft /150 g Marzipanrohmasse / 2 El feingehackte Nüsse / 3 El leicht braun geschmolzene Butter / 2 El Rosinen / 3 El brauner Rum (oder O-Saft) / Zimtprise.
  • TIPP: Das Apfel-Kerngehäuse mit einem Kugel-Ausstecher o.ä. entfernen, den Apfel innen mit Zitronensaft einpinseln.
  • Für die 4 Brat-Äpfel einfach alle obigen Zutaten miteinander mischen und mit einem Löffelchen den mittig ausgehöhlten Apfel jeweils damit füllen. Füllung oben gut fest andrücken.
  • Die gefüllten Äpfel am besten in gebutterte Auflaufförmchen oder ein Muffinform-Blech stellen. Bei 180 Grad C. im heißen Backofen zirka 25-30 min. backen.
  • Erst nach ca. 15 Minuten den Apfeldeckel auf die Äpfel legen. Noch schön lauwarm servieren.
  • Dazu passt später eine feine kalte Vanille-Soße.

Wenn im Winter die dunkeln Straßen wieder hell beleuchtete sind und der Duft von frisch gebackenen Plätzchen oder weihnachtlichem Tee auf den Weihnachtsmärkten in der Luft liegt und aus den Musikboxen draußen fröhliche Weihnachtslieder erklingen, beginnt für viele die wohl schönste Zeit des Jahres: die Vorweihnachtszeit. 
Traditionell stehen in den Familien für die Kids auch das Schreiben und Versenden des Wunschzettels an das Christkind oder den Weihnachtsmann als erstes auf dem Programm. Die Tradition des Wunschzettels lässt sich bereits – wie oben erwähnt – in die Zeit um 1800 zurückführen. Damit der Weihnachtsmann oder das Christkind noch ausreichend Zeit haben, die Geschenke zu besorgen, sollte der Wunschzettel unbedingt gleich zu Beginn der Adventszeit geschrieben werden.


Der erste Advent fällt immer auf einen Sonntag. Es ist somit auch der Beginn der Vorweihnachtszeit von Jahr zu Jahr veränderlich. Der erste Advent fällt frühestens auf den 27. November und spätestens auf den 3. Dezember.


Briefe fürs Christkind oder an den Weihnachtsmann


Letzter Post-Eingangs-Termin für das Christkind ist immer der 14. Dezember:
An das Christkind – PLZ: 51777 Engelskirchen – Kirchplatz 3.
Die Gemeinde Engelskirchen liegt im Bergischen Land im Südosten des Landes Nordrhein-Westfalen.

Letzter Post-Eingangstermin für den Weihnachtsmann ist immer (!!) der 3. Advent.
Adresse: Weihnachtspostamt: PLZ: 16798 – Himmelpfort liegt im Norden des Landes Brandenburg und ist ein Ortsteil der Stadt Fürstenberg (Havel). 

Im nordöstlichen Himmelpfort zum Beispiel – kamen schon im Jahre 1984 dort die ersten „Briefe ans Christkind“ an. Mittlerweile kommen dort bereits aus mindestens 65 unterschiedlichen Ländern Weihnachtsbriefe an, hauptsächlich aus China, Polen und Taiwan. Aber auch aus Litauen, Italien, Russland, den USA und der Schweiz schreiben Kinder dem Christkind oder dem Weihnachtsmann. Den weitesten Weg hatte ein Wunschzettel aus Neuseeland hinter sich…. berichteten seine vielen Helferlein aus Himmelspfort.

<<< ACHTUNG: WUNSCHZETTELSCHREIBEN NICHT VERGESSEN >>>

STIMMT DOCH…ODER?

URHEBERRECHT: Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. in meinen Blog-Artikeln sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind mit © Copyright und Namen versehen.

Nachtrag:

DER WINTER
Dass die Weihnachtsmärkte in den meisten Städten nun ihre Büdchen öffnen, Martinsumzüge, Weihnachtsfeiern, Adventsbasteln und all das – was in diesen trüben Monaten vor Weihnachten Freude bereitet – darüber freut sich jedes Kind. Wir genießen vor allem gemeinsam – die schöne und gemütliche Advents- und Weihnachtszeit mit Familie und guten Freunden.

Der aktuelle Blog-Artikel über den WINTER – ist hier finden unter:
https://bienchenhamster.de/winter-die-unterschaetzte-jahreszeit/

https://bienchenhamster.de/winter-die-unterschaetzte-jahreszeit/

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Blogartikel

aktualisiert im Dezember 2023 
(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)


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