GERICHTE MIT GESCHICHTE
Allgemeine Adventsregeln: Adventskranz basteln oder kaufen…KERZEN anzünden…Plätzchen backen… NASCHEN… Roten Schal tragen, Weihnachtsmarkt besuchen, Punsch TRINKEN, lange AUSSCHLAFEN, alte Filme gucken, Adventskalender bestücken, Weihnachtssachen kaufen, Besuche machen, fürs „Christkindchen“ einkaufen gehen….

LESEDAUER: Zirka 8 min.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier. Dann steht das Christkind vor der Tür“. Dieser Vers gehört zu den berühmtesten Weihnachtsreimen. Überlieferungen – wie dieser Vers entstanden sein könnte – finden sich keine, er gehört sozusagen zum „Volksgut“.

„Warten ist ja sooo schwer! Wenn doch nur schon bald Weihnachten wär`“ .

„Der Zauber dieser stillen Zeit fängt sich im Kerzenschein. Auf Tannenzweig und grünem Kranz umwirbt er uns im Flammenkranz und zieht mit weihnachtlichem Glanz in unsre Herzen ein“. Zitat: © Anita Menger

In der Adventszeit folgen wir – wie seit unserer Kindheit gewohnt – Bräuchen, Sitten und Gewohnheiten. Manche davon sind weit verbreitet, wie Plätzchen backen oder den Weihnachtsbaum schmücken.

Mein Blog-Thema „GERICHTE MIT GESCHICHTE“ folgt nun mit der Adventszeit der alten Tradition der Plätzchenbackerei mit drei bewährten, alten Rezepten meiner lieben bayrischen Großmutter Christina Röcking (1893-1982).

Die Adventszeit ist der Ursprung einer langen Tradition: Die Geschichte und die heute noch gelebte Tradition ist ein Teil unserer Kultur.

„Der Nikolaus mit seinen Gaben und die Engel hätten es heute, in unserem modernen Zeitalter des Internets und E-Mailprogramms, mit der Verkündigung der Geburt des Jesuskindes bedeutend einfacher als damals. Auch die Hirten könnten ihre Schafe auf einem virtuellen Feld weiden lassen“. Zitat: © Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin.

Der Advent ist eine Zeit, mit der viele Menschen ganz bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind vier Wochen, in denen alte, liebgewordene Bräuche für viele Menschen immer noch eine große Rolle spielen, eine Zeit einer ganz besonderen Stimmung, der Besinnung und leider auch der Hektik….
Aber fast niemand möchte diese Vorweihnachtszeit missen. Die meisten Menschen fühlen sich vor und an Weihnachten gestresst, machen aber den gewohnten Brauch dennoch mit. Wenn es um Traditionen geht, fällt es vielen besonders schwer, „Nein“ zu sagen oder einen anderen Weg zu gehen. Trotzdem finden wir in alten Weihnachts-Geschichten oder unseren altbekannten Weihnachtsliedern immer erneut den Zauber wieder, der schon in der Vorweihnachtszeit vielerorts zu spüren ist.

Der Zauber dieser Zeit: „Ein kleines Lied! Wie geht’s nur an, dass man so lieb es haben kann. Was liegt darin? Erzähle! Es liegt darin ein wenig Klang. Ein wenig Wohllaut und Gesang. Und eine ganze Seele.“ Gedicht: Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916).


„Advent ist die Zeit der Besinnung. Mancher hetzt von Besinnungsstunde zu Besinnungsstunde“. Zitat: © Gabriella Leone-Eckhardt (*1946)

Nun zu unserer kulinarischen Vorweihnachtszeit: Über selbstgemachte Köstlichkeiten aus der Küche freut sich ein Jeder!
Hhmm, wie das bei uns zuhause jährlich im Dezember duftete: Unsere köstlichen Terrassenplätzchen, Buttergebäck, Vanillekipferl, Zimtsterne, Heidesand, Spritzgebäck gehören in unserer Familie jedes Jahr schon immer zum „Repertoire“.

HEY…ZEIT FÜRS PLÄTZCHEN BACKEN???
„Au Jahhh“…riefen unsere beiden Kinder immer, als sie noch klein waren, mit voller Begeisterung! Sie liebten diese Zeit! Kleine Engel und große Sterne: Ausstecherle lassen Kinderherzen höher schlagen: Plätzchen mit Kindheitserinnerungen. Ein kinderleichter „1-2-3 Teig“ , den man nach Belieben mit Zimt, Kakao oder Vanille verfeinern kannst. Zum Beispiel: 100 g Zucker, 200 g Butter, 300 g Mehl. Und damit die Plätzchen knuspriger werden noch 1 Ei dazu…
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und 30 Minuten kalt stellen. „Ready to go“ ist dann der Plätzchen-Teig, den die Kinder mit Förmchen ausstechen und mit bunten Streuseln, Nüssen etc. nach Belieben verzieren können… Backblech mit Backpapier auslegen. Bei 175 Grad ca. 7 Minuten backen. FERTIG!


„Advent ist, wenn Kinderaugen wieder zu strahlen beginnen und wir uns anstecken lassen von der Vorfreude auf Weihnachten.“ Zitat: © Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin.


Gucken, riechen, naschen,
naschen, naschen, naschen.
Die letzten drei beliebig oft
wiederholen“. Zitat: © M.B. Hermann


Meine liebste Großmutter Christina Röcking aus Aschaffenburg/Main hatte für uns Kinder damals gerade in dieser Zeit ihre eigenen „Platzerl“ für uns schon bereitgehalten. In ihrem alten bayrischen Backbuch fand ich später die „angekreuzten“ Rezepte, die sie immer wieder Jahr für Jahr für die Familie gerne buk. Später als junge Mutter besuchte ich sie oft im Advent um sog. „Christkindchen“ für meine Kinder mit ihr einzukaufen… Sie liebte „Spielzeuggeschäfte“ ! Anschließend half ich ihr in ihrer Küche dann beim Plätzchen backen, das ihr damals dann doch im Alter etwas schwerer fiel…

KULINARISCHE VORWEIHNACHTSZEIT


Hier folgen nun drei unserer Lieblings-Rezepte „aus Omas Plätzchen-Kiste“ von damals. Das erste Rezept ist etwas aufwändiger, die letzten beiden unkomplizierter, d.h. recht einfach. Et voilà:

Oma Röckings „SEUFZERLE“


Die leicht kugelförmigen Doppel-Happen sind ein unwiderstehliches Gebäck, nicht nur, aber vor allem zur Weihnachtszeit:

Zutaten für jeweils ca. 50 Stück: 300 g Mehl, 250 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Tütchen Vanillezucker, 150 g geschälte, geriebene Mandeln.
2 Tafeln Schokolade, 200 g fein gehackte Mandeln, rote oder gelbe Marmelade von dicker Konsistenz (z.B. Himbeer oder Aprikosen…nach Geschmack, keine Gelee!).

Zubereitung für den Teig: Mehl, Zucker, Vanillezucker, gemahlene Mandeln und die zimmerwarme Butter zu einem geschmeidigen Teig kneten. Anschließend den Teig zu gleichmäßigen Rollen von zirka 2 cm Durchmesser formen. Diese langen Rollen einzeln in Klarsichtfolie wickeln und einige Stunden oder über Nacht kühlstellen.

Später die Teigrollen mit scharfem Messer in 1 cm dicke Scheiben schneiden und in der Handfläche kleinhaselnussgroße Kugeln formen. Die Unterseite jeder Kugel platt drücken und alle Plätzchen nicht zu dicht nebeneinander auf mit Backpapier belegtes Blech setzen.

Plätzchen bei 170 Grad Celsius Ober- und Unterhitze ca. 10-15 Minuten backen – sie sollen nicht bräunen, sondern blass bleiben.

Die Plätzchen gut auskühlen lassen. Die Schokolade in einer kl. Metall-Schale derweil im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen, bis die Glasur etwas dickflüssiger, aber noch streichfähig wird.

Die Marmelade glattrühren. Die Unterflächen der Plätzchen (mit einem Backpinsel) nicht zu dick mit der Marmelade bestreichen und je zwei bestrichene Plätzchen mit den Unterseiten fest zusammensetzen. Marmelade ca. 30 min. gut antrocknen lassen. Wenn die Marmelade anfängt, fest zu werden: Diese Doppel-Kugeln dann einzeln vorsichtig mit Hilfe von 2 Gabeln kurz in die Schokoladenglasur tunken, diese danach in einem Sieb (über einer Schale) etwas abtropfen lassen.

Danach die schokoladigen, gut abgetropften Plätzchen einzeln „nacheinander“ in den fein gehackten Mandeln (in einer Schüssel) wenden: Am besten die Schüssel „mit dem Plätzchen“ vorsichtig rundherum schwenken. Die gehackten Nüsse danach von Hand außen noch etwas fester an die Doppel-Kugeln andrücken.

Diese „Schoko-Nuss-Hülle“ um die kl. Kugeln perfekt hinzubekommen funktioniert wirklich gut mit 2 Gabeln und einem Tortengitter als Ablage. Also das „Kugelgebäck“ mit dem Schoko-Nussmantel, dann auf einem Gitter-Rost zirka eine Stunde bei Zimmertemperatur gut trocknen lassen. Das Gebäck später (mit Folie abgedeckt) ein paar Stunden (oder über Nacht) recht kühlstellen, dann alles in luftdichten Dosen verpacken.

Geschafft…das war nun das erste „Seufzerle“… Hinterher beim Probieren, war dann ganz entspannt das zweite zu hören…Hhhmmm!!!

Als Kinder haben wir uns immer gefreut, eigentlich zwei Plätzchen zu haben, das eine wurde erst abgebissen..hhmmm…dann erst kam das zweite dran 😉

Man kann natürlich auch die Marmelade ganz weglassen und die Kugeln einzeln nur mit der Schoko-Nuss-Hülle überziehen. Dann evtl. die Kugeln (nach Gusto) vor dem Backen etwas größer formen. In jedem Fall waren diese Seufzerle für uns ein Hochgenuss! Für uns Kinder gabs von Oma dazu immer lecker warmen Kakao.


„Die Adventszeit ist eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen“. Zitat: © Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin.

Und noch eines ihrer bayrischen Rezepte:

FEINE HERREN-KEKSE

Herrenkekse“ nannte Oma sie – Saure-Sahne-Plätzchen, Knusperplätzchen sind andere Namen, die es dafür gibt. Auf jeden Fall gehörten diese Kekse schon bei meiner Oma immer zum Standard-Repertoire ihrer Weihnachtsbäckerei. Dazu kommt noch ein unschlagbarer Vorteil: diese Kekse sind unglaublich schnell und einfach gebacken. Teig kneten, kaltstellen, ausrollen, mit Zimt-Zucker bestreuen, mit einem scharfen Messer zuschneiden, rasch auf’s Blech und backen. Das war’s.


Zutaten für den Teig: 200 g kalte Butter, 250 g Mehl, 100 g saure Sahne, Prise Salz. Zum Bestreichen: 2 Eigelbe, 2 EL Wasser, Zimt-Zucker

Zubereitung: Alle Zutaten für den Teig zügig verkneten. Bei mir übernimmt das heute die Küchenmaschine mit dem Knethaken bei hoher Geschwindigkeit. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kalt legen. Er sollte richtig gut durchgekühlt sein.

Die Eigelbe gründlich mit 2 EL Wasser verquirlen. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Teig ca. 5 Millimeter dick ausrollen, mit dem Eigelb gleichmäßig dünn bestreichen und dick mit Zimt-Zucker bestreuen.

Heute nehme ich einen Teigroll-Cutter (oder wie Oma ein scharfes Messer) und teile den Teig in Rauten oder Quadrate oder Dreiecke – ganz nach Wunsch – alles akkurat und gleichmäßig schneiden. Diese Stücke dann mit etwas Abstand auf ein kaltes Backblech (heute nehme ich Backpapier aufs Blech) legen. Das Blech vor dem Backen für einige Minuten in den Kühlschrank oder draußen kurz auf den kalten Balkon stellen.

Die Kekse für 10 bis 12 Minuten bei 200 Grad backen, bis der Zucker goldgelb karamellisiert. Öfters nachsehen, dass die Kekse nicht dunkel werden, jeder Ofen ist anders…

Die Kekse auf einem Gitterrost abkühlen lassen. Bevor die nächsten Kekse erneut zum Backen auf das Blech gelegt werden, das Blech erst abkühlen lassen. Jetzt im Winter einfach auf den kalten Balkon stellen ? Oder man hat ein zweites Blech… Die Kekse in einer gut verschlossenen Dose lagern. Sie werden mit der Zeit etwas weicher und verlieren auch die Knusprigkeit, die sie anfangs haben. Aber keine Sorge…sie sind eh „ratz-fatz“ verputzt ?


Omas „Heilig-Abend-Gebäck

Zutaten für zirka 65 Stück: 400 g Weizenmehl, 300 g Zucker, 250 g Butter, 4 Eigelbe, 4 Eiweiße, 200 g Mandeln, gemahlen, 1 Glas rote Marmelade nach Gusto.


Zubereitung: 400 g Mehl, 100 g Zucker, 4 Eigelbe und die in Flocken geschnittene kalte Butter innig verkneten. 1 Std. kühl stellen. Den Teig etwas auf Zimmertemperatur temperieren (damit er sich besser ausrollen lässt)…und dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech (22 x 30 cm) mit den Händen gleichmäßig verteilen, mit einem „Backroller“ schön gleichmäßig egalisieren.

Die vier Eiweiße mit 200 g Zucker sehr steif schlagen, danach vorsichtig die gemahlenen Mandeln unterheben. Marmelade glattrühren und zuerst gleichmäßig auf dem gesamten Teig verteilen. Darauf dann akkurat die Eischneemasse geben. Im vorgeheizten Backofen bei 190° C. zirka 30 Min. backen, danach den noch warmen Kuchen in 2 x 4 cm große Streifen schneiden. Kühl stellen. Frisch schmecken diese (nicht nur an Heilig Abend) am besten…
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UNSERE ALTEN WEIHNACHTS-TRADITIONEN IN DER FAMILIE:
Als wir noch kleine Kinder waren, hatten wir mit unseren Eltern oft die Weihnachtstage in Aschaffenburg bei den Großeltern verbracht. Oma Röcking hatte dieses o.a. Gebäck schon morgens vorbereitet. Der Eischnee wurde dann allerdings erst kurz vor dem Backvorgang geschlagen und sorgfältig über der Marmelade auf dem Blech verteilt und für zirka 30 min. nach der „Bescherung“ durch das Christkind in den heißen Ofen geschoben. Dieser köstliche Duft im festlich geschmückten „Weihnachtzimmer“ ist mir noch gut in Erinnerung. Nach der „Bescherung“ gabs „Glühwein“ für die Erwachsenen und für uns Kinder „Gänsewein“ (Mineralwasser mit einem Schuss Himbeersirup!) und Weihnachts-Gebäck. Ich erinnere mich, dass wir recht früh zu Bett gehen mussten.

Später war diese Gebäck-Tradition für uns Kinder in meiner Herkunfts-Familie eher selten. Nach einem „festlichen“, schön traditionellen Heilig-Abend gab es immer zuhause in unserem Esszimmer für alle original „bayrische Weisswürste“, süßen Senf, Kartoffelsalat und Bier, für uns Kinder „Malzbier“…igitt. Das wurde später dann in meiner eigenen family umgehend alles geändert…

In meiner eigenen Familie hatten wir dann immer an Heilig Abend ab 20 Uhr (nach dem das „Christkind“ da war und die Geschenke gebührend bewundert waren) „ein besonderes „Menue“ – also eher ein festliches Essen, vor allem als die Kinder größer waren. Es wurde immer ein langer, unterhaltsamer Abend: Dabei gab es dann immer so viel zu erzählen..bis den Kindern die Augen zufielen… und dann in ihren Betten vom Christkind, Nikolaus und allen himmlischen Heerscharen friedlich träumten...

Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf der Suche nach dem Großen und Außerordentlichen vor allem auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden, das den eigentlichen Zauber ausmacht.

Adventszeit ist die Zeit der Sehnsucht. Das lateinische Wort für Sehnsucht – desiderium – kommt von „sidera“ = Sterne. Diese Sehnsucht bedeutet, die Sterne auf unsere Erde herab zu holen. So hat jemand Sterne auf die Kölner Domplatte gemalt, um auszudrücken, dass an Weihnachten der Himmel auf die Erde kommt und so die Erde für uns zur Heimat wird. „Zitat“: Anselm Grün (*1945) deutscher Benediktinerpater, Betriebswirt, Autor spiritueller Bücher.

„Es gibt einen Zauber, der ist jenseits von Erfolg und Reichtum. Er lebt in der Melancholie der Sehnsucht, einem Flötenspiel bei sanftem Regen gleich, das das Herz mit trauriger Süße zu erfüllen vermag.“ © Thomas S. Lutter (*1962), Lyriker und Musiker
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Historisches:
Der Name „Advent“ leitet sich aus dem lateinischen „adventus“ ab und bedeutet die Ankunft Christi. Die Adventszeit beginnt vier Sonntage vor Weihnachten. Christen möchten in dieser Zeit innehalten, sich auf Weihnachten vorbereiten. Deshalb zünden sie zum Beispiel abends am Adventskranz die Kerzen an.
Auch „St. Nikolaus“ ist noch ein Brauch, der mit dem Advent verbunden ist. Wusstet ihr, dass die 4 Adventssonntage erst im 6. Jahrhundert von Papst Gregor dem Großen festgesetzt wurden? Die vier Adventssonntage vor Weihnachten standen symbolisch für die viertausend Jahre, in der die Menschheit gemäß kirchlicher Rechnung nach dem Sündenfall im Paradies auf den Erlöser warten mussten.

„Die Adventszeit beginnt in den Herzen der Menschen. Licht ist etwas, das sich im Inneren entfaltet und nach außen strahlt“. ZITAT: © Gudrun Kropp (*1955), Lyrikerin, Aphoristikerin.
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Manch` alte Traditionen sind uns seit jeher sehr vertraut, hier einige Beispiele:

Adventskranz: An jedem Sonntag stecken wir traditionell eine weitere Kerze an unserem Adventskranz an. Die 4 Kerzen des Adventskranzes weisen auf das Licht hin, das Christus in die Welt gebracht hat. Der erste (damals noch hölzerne) Kranz in Deutschland leuchtete 1839 in Hamburg mit 23 Kerzen auf – 19 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier große weiße für die Sonntage. Der ursprüngliche Kranz hatte aber noch kein Tannengrün. Das kam erst rund zwanzig Jahre später hinzu. Dieser Brauch ist sicherlich der bekannteste von zahlreichen Traditionen im Advent und ist nicht zuletzt aufgrund der schmückenden und meditativen Wirkung mit seinen grünen Zweigen und den leuchtenden Kerzen sehr beliebt. Vier Wochen sind für Kinder soo unendlich lang: …Erst 1, dann 2, dann drei…dann vier…dann steht das Christkind vor der Tür!

Adventskalender: Zu Beginn der 20. Jahrhundert entstand in Deutschland im evangelischen Umfeld der Brauch des Abzählens der Tage bis zum Weihnachtsfest. Adventskalender mit 24 Türchen oder „Säckchen“ mit kleinen Geschenken, allen voran Schokolade, bereiteten Kindern immer schon große Vor-Freude und zeigen das kommende Weihnachtsfest an…

Advents-Türschmuck: Eine weitere Tradition in der Adventszeit ist das Anbringen von Mistelzweigen an der Haustür. Diese sollen als Symbol für Weihnachten alle Besucher des jeweiligen Hauses begrüßen. Die Mistel gilt seit altersher immer schon als Symbol für die Unsterblichkeit, weil sie auch im Winter besonders gut gedeiht.

Weihnachtsmärkte: Was wäre die Adventszeit ohne die Weihnachtsmärkte? Bereits im 17. Jahrhundert kamen die ersten Weihnachts- oder Christkindls-Märkte auf. Diese wurden in der Regel um Kirchen herum aufgebaut. Hier waren beliebte Verkaufsartikel Spielzeug, Stollen, Krippenfiguren, Sterne, Lametta, Glaskugeln, exotische Gewürze etc.. Vieles davon hat sich bis heute erhalten. Dabei hat man heute eher das Gefühl, dass alles doch mehr kommerziell vermarktet wird. Als Kinder sind wir damals noch gerne über diese Märkte gegangen… Zuckerwatte…gebrannte Mandeln…hhhmmm!!



„Wertvolle Zeit geniessen mit Freunden, Familie oder allein. Die Seele baumeln lassen, Kräfte tanken. Farben und Düfte einatmen, Atmosphäre der Geborgenheit zaubern, Zeit haben für anderes“.
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Alles Liebe und vorweihnachtliche beste Grüße
sendet allen meinen Blog-Lesern von Herzen
Ulla G.



DAS BESTE ZUM SCHLUSS:

Ullas Bratapfel-Überraschung:

Köstliches zum Weihnachtsfest oder Silvester
(Ein winterliches „Schicht-Dessert“)


Zutaten für ca. 5-6 Personen (oder Rezept halbieren oder verdoppeln) 😉 ?

Für den Boden: 200 g Aachener Printen, 6 EL Amaretto, 6 EL Apfelsaft

Für die Bratapfelmasse: 400 g Äpfel geschält & entkernt, 1 P. Dessert-Soße Vanille (zum Kochen), 50 g Zucker, 100 g Apfelsaft, 1 TL Zimt

Für die Creme: 200 g Mascarpone, 200 g Magerquark, 200 g Schlagsahne, 50 ml Milch, 2 TL Vanillezucker

Für das Mandelkrokant: 100 g gehobelte Mandeln, 3 EL Zucker, 1 EL Butter


Zubereitung:
Für den Printenboden: Die Printen (geht am besten mit der Reibe einer Küchenmaschine) grob reiben: Sobald sie schön bröselig sind, mit dem Amaretto und dem Apfelsaft innig vermengen und auf den Boden einer großen Form geben oder auf dem Boden kleinerer Dessertschalen oder -Gläser verteilen.

Für den Mandelkrokant: In einer Pfanne 1 El Butter schmelzen und darin die gehobelten Mandeln mit Zucker goldgelb (!) rösten. Anschließend auf Backpapier – so gut es geht – sofort noch heiß mit zwei Gabeln einzeln voneinander trennen und abkühlen lassen.

Für die Bratapfelmasse: Die Äpfel schälen, entkernen, in feine, kleine Würfel schneiden und in einen Topf geben. Das Soßenpulver in einem Schälchen einfach mit Zimt, Zucker und dem Apfelsaft glattrühren und zu den Äpfeln geben. So lange alles leise köcheln, bis die Äpfel weich sind. Erkalten lassen.

Für die Crème: Zum Schluß die Sahne steif schlagen und mit Mascarpone, Magerquark, Milch und Vanillezucker gut verrühren.

Nun wird nur noch geschichtet: Auf den saftigen Printenboden im Glas (oder der Auflaufform) kommt die abgekühlte Bratapfelmasse, darauf die feine Creme und zum Schluss die knusprigen Mandeln (Mandelkrokant).
Lässt sich super gut schon Stunden vorher vorbereiten! Den Krokant unbedingt erst kurz vor dem Servieren auf die Oberfläche streuen.

TIPP: Man kann anstatt Printen auch Spekulatius-Kekse nehmen. Bei Kindern den Amaretto durch Apfelsaft ersetzen.

„LOGISTIK“: Die „Schicht-Dessert-Gesamtmenge“ reicht etwa für 6 Gläser à 250 ml oder 12 kleine Dessert-Gläser à 125 ml. Man kann aber auch eine große, mit etwas höherem Rand versehene „Auflaufform“ (Füllmenge ca. knapp 1,5 Liter) dafür nehmen.

STIMMT DOCH…ODER?