Gedichte von folgenden Schriftstellern (nummeriert):

Matthias Claudius (1740 -1815): 01
Rainer Maria Rilke (1875-1926): 02, 07
Theodor Fontane
(1819-1898): 03,13,16
Joseph von Eichendorff (1788-1857): 04, 17
Joachim Ringelnatz (1883-1934): 05, 06
Karl van Gerok (1815-1890): 08
Anna Ritter (1865-1921): 09
Karl Stieler (1842-1885): 10
Heinrich Hoffmann v. Fallersleben (1798-1874): 11,15
Adele Schopenhauer (1797-1849): 12
Verfasser unbekannt: 14
Ernst Moritz Arndt (1769-1860): 18
Gustav Falke (1853-1916): 19
Johann Wolfgang von Goethe
(1749-1832): 20

Anmerkung: Persönlichen Daten und Angaben zu den Autoren stammen von Wikipedia.


Schönes, altes Brauchtum…

  • Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich zahlreiche Bräuche heraus, zu denen z.B. in Deutschland unter anderem auch das Lesen und Vortragen von Weihnachtsgedichten gehören. Es sind Gedichte – die zu Herzen gehen – und auf diese besinnliche Zeit hinweisen.
  • Die Weihnachtsgeschichte ist die Erzählung aus dem Neuen Testament über die Geburt Jesu. Man findet diese in der Bibel (Lukas 1 und 2) – diese Version ist die bekannteste…
  • Von alters her hatten sich zahlreiche Bräuche – die rund um Weihnachten schon immer alte, schöne Traditionen waren – bis heute erhalten.
  • Dazu zählt im deutschsprachigen Raum unter anderem auch das Vortragen von Weihnachtsgedichten in der Familie. Gerade Weihnachten hat für die Christen neben dem Osterfest eine sehr hohe Bedeutung.
  • Es gibt völlig unterschiedliche Adventsgedichte, kurze und lange, lustige, nachdenkliche, traurige und tief religiöse Gedichte. Lassen Sie sich überraschen – hier bei einer kleinen Auswahl schönster Advents- und Weihnachtsgedichten…
  • So vielfältig die Weihnachtsbräuche auch in aller Welt sind, so verschieden sind übrigens auch die Termine: Die westliche Kirche feiert das Christfest am 25. Dezember, wobei der Heiligabend bei uns wichtiger ist, als etwa in England und Amerika.

01.)

Im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!
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Autor: Matthias Claudius (1740 -1815)
Er war ein deutscher Dichter und Journalist, bekannt als Lyriker mit intensiv empfundener Verskunst
auch sein schönes Abendlied: „Der Mond ist aufgegangen“… zählt zu seinen bekanntesten Gedichten.
Die Melodie stammt vom Kapellmeister Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800). Dieser war auch der Komponist des Weihnachtsliedes „Ihr Kinderlein, kommet“. (Text von Christoph von Schmid – wohl um 1808 verfasst.)

02.)

Im Winterwalde

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit!
________________________________________________

Autor: Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Er ist einer der größten deutschsprachigen Dichterpersönlichkeiten zur Zeit der Jahrhundertwende.
Er ist weithin anerkannt als einer der lyrisch intensivsten deutschsprachigen Dichter. 

03)

Advent-Vers

Noch ist Herbst nicht ganz entfloh`n,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
____________________________________________________

Autor: Heinrich Theodor Fontane (1819-1898)
Er war ein deutscher Schriftsteller, Journalist,Theater-Kritiker und Apotheker.
Er gilt als bedeutender Vertreter des Realismus. Fontane war vor allem in der Lyrik und Epik vertreten. 

04.)

Weihnachts-Gedicht

Markt und Straßen steh`n verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein steh`n und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!
_________________________________________________

Autor: Joseph von Eichendorff (1788-1857)
war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik.
Seine Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ gilt als Höhepunkt und zugleich Ausklang der Romantik.

05)

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –

Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.
__________________________________________________

Autor: Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Er hieß eigentlich mit „bürgerlichem“ Namen Hans Gustav Bötticher und war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der vor allem für seine humoristischen Gedichte um die Kunstfigur – den Seemann Kuttel Daddeldu – bekannt ist. Anno 1909 wurde er „Hausdichter“ in der Münchner Künstlerkneipe „Simplicissimus“, wo er im Moritaten- und Bänkel-Sangton rezitierte. Quelle: Sächsische Biografie (Zitat: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde)

06.)

Weihnacht

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
dass die kleinste Welt die größte ist
__________________________________________________

Autor: Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Er war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der vor allem für seine humoristischen Gedichte – zunächst in der Jahrhundertwende und darüber hinaus – sehr bekannt war. Ringelnatz‚ Karriere als Vortragskünstler begann in der Berliner Kleinkunstbühne „Schall und Rauch“: Diese waren berühmte Kabaretts in Berlin von 1901 bis 1903 unter der Leitung von Max Reinhardt und später von 1919 bis 1921 mit Kurt Tucholsky. 

07.)
Wunderweiße Nächte

Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.
Weit wie mit dichtem Diamantenstaube bestreut,
erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut. 
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Autor: Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Rainer Maria Rilke ist eine der größten deutschsprachigen Dichterpersönlichkeiten zur Zeit der Jahrhundertwende.  Zu seinen bekanntesten Werken gehören das Gedicht „Der Panther“ sowie der Roman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“.

08.)

Frohe Weihnachten

Die Kindlein sitzen im Zimmer
Weihnachten ist nicht mehr weit,
 bei traulichem Lampenschimmer,
Und jubeln es schneit, es schneit.

Das leichte Flocken Gewimmel
es schwebt durch die dämmerte Nacht,
herunter vom hohen Himmel,
am Fenster vorüber so sacht.

Und wo ein Flöckchen im Tanze den Scheiben vorüberschweift
da schimmerts im silbernen Ganzen von Lichtern der Lampe gestreift.

Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken
Sie drängen ans Fenster sich dicht,
sie verfolgen die silbernen Flocken,
Die Mutter lächelt und spricht:

Wisst, Kinder, die Englein schneidern im Himmel jetzt früh und spät,
An Puppendecken und Kleidern, wird auf Weihnachten genäht.

Da fällt von Säckchen und Röckchen
manch silberner Flitter beiseit,
Von Bettchen manch Federflöckchen
auf Erden sagt man – es schneit.

Und seid ihr recht lieb und vernünftig,
Wird Schönes für euch auch bestellt,
Wer weiß was Schönes euch künftig,
vom Tische der Engelein fällt.

Die Mutter spricht vor Entzücken
Den kleinen das Herze da lacht.
Sie schaun mit seligen Blicken,
Hinaus in die zaubrische Nacht.
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Autor: Karl van Gerok (1815-1890)
war der Sohn einer Pfarrers, deutscher evangelischer Theologe und Lyriker.

09.)

Eine Ode an Weihnachten

Vom Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde,
das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise,ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!
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Autor: Anna Ritter (1865-1921) deutsche Schriftstellerin und Dichterin. 
Die Literatur-Epochen Realismus, Naturalismus, Moderne, Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus und Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit fallen zeitlich betrachtet genau in die Lebenszeit von Anna Ritter.

10.)

Weihnachtsglocken

O Winterwaldnacht, stumm und her,
mit deinen eisumglänzten Zweigen,
lautlos und pfadlos, schneelastschwer,
wie ist das groß, dein stolzes Schweigen!

Es blinkt der Vollmond klar und kalt;
in tausend funkelharten Ketten
sind festgeschmiedet Berg und Wald,
nichts kann von diesem Baum erretten.

Der Vogel fällt, das Wild bricht ein,
der Quell erstarrt, die Fichten beben;
so ringt den großen Kampf ums Sein
ein tausendfaches banges Leben.

Doch in den Dörfern traut und sacht,
da läuten heut` zur Welt hinieden
die Weihnachtsglocken durch die Nacht
ihr Wunderlied – vom ew`gen Frieden
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Autor: Karl Stieler (1842-1885) lebte in München und war
ein deutscher Schriftsteller, Mundartdichter, Kunstarchivar und arbeitete auch als Jurist.

11.)

Der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeife und Gewehr,
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer,
Möcht‘ ich gerne haben.

Bring‘ uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring‘ auch morgen, bringe,
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Ross und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge.

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennest unsere Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
Auch sogar der Großpapa,
Alle, alle sind wir da,
Warten dein mit Schmerzen
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Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874).
Sein Nachnahme war eigentlich nur Hoffmann. Aber er nannte sich „von Fallersleben“: In diesem Ort wurde er geboren. Er war ein deutscher Hochschullehrer für Germanistik und Autor des „Deutschland-Liedes“ (Nationalhymne).

12.)

Weihnachten für die Welt

Weihnachten wird es für die Welt!
Mir aber – ist mein Lenz bestellt,
Mir ging in solcher Jahresnacht
Einst leuchtend auf der Liebe Pracht!
Und an der Kindheit Weihnachtsbaum
Stand Englein gleich der erste Traum!
Und aus dem eiskrystall’nen Schoß
Rang sich die erste Blüte los –
Seitdem schau‘ ich nun jedes Jahr
Nicht was noch ist – nur was einst war!
__________________________________________

Autorin: Adele Schopenhauer (1797-1849)
war eine hochbegabte deutsche Schriftstellerin und die Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer.
Henriette Sommer und Adrian van der Venne waren von ihr weiter verwendete Pseudonyme.

13.)

Verse zum Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahne
____________________________________________________

Autor: Heinrich Theodor Fontane (1819-1898)
war ein bedeutender Schriftsteller des Realismus, Dichter und Apotheker. Eines seiner Werke, das die Epoche beispielhaft widerspiegelt, ist sein Roman „Effie Briest“. Fontane war vor allem in der Lyrik und Epik vertreten.

14.)

Lieber Weihnachtsmann!

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach‘ dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm‘ doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!
____________________________________________________

(Verfasser unbekannt)

15.)

Weihnachten

Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein
Stets harren in süßer Lust und Pein.

O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
Teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
So kommt der heilige Christ hinein,
Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,
Die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an Alle denkt,
Ein Jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu’n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.
________________________________________________________________________

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
war ein deutscher Schriftsteller und Wissenschaftler. Er war ein Liberaler und wollte, dass Deutschland ein freieres Land wird. Bekannt ist er heute vor allem auch, weil er das „Lied der Deutschen“ d.h. die Nationalhymne von Deutschland geschrieben hat – sowie zahlreiche populäre Kinderlieder. 

16.)

Alles still!

Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.

Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! Die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht –
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.
_________________________________________

Autor: Theodor Fontane (1819-1898)
Er war ein deutscher Schriftsteller und schrieb neben literarischen Werken
auch als Journalist und übersetzte Shakespeares „Hamlet“. Die Ballade: Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland (1889) und Effi Briest (1895) waren unter anderem mit seine bekanntesten Werke.

17.)

Weihnacht

Markt und Straßen steh`n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so friedlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderlich beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt´s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!
________________________________________________

Autor: Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)
Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff war ein bedeutender Schriftsteller
der deutschen Epoche Romantik. Er war Lyriker und Dramatiker.

18.)

Goldener Baum

Blüh denn, leuchte, goldner Baum,
Erdentraum und Himmelstraum;
blüh und leuchte in Ewigkeit
durch die arme Zeitlichkeit!

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen fröhlich sein,
fröhlich durch den süßen Christ,
der des Lebens Leuchte ist.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen tapfer sein
auf des Lebens Pilgerbahn,
kämpfend gegen Lug und Wahn.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen heilig sein,
rein wie Licht und himmelskl
___________________________________________

Autor: Ernst Moritz Arndt (1769-1860)
Als Publizist und Dichter widmete er sich damals hauptsächlich der
Mobilisierung gegen die Herrschaft Napoleon Bonapartes in Deutschland.

19.)

Weihnachtskerzen

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?

Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.
__________________________________________________

Autor: Gustav Falke (1853-1916)
war ein norddeutscher Schriftsteller, der vor allem als Dichter Bekanntheit erlangte.

20.)

Weihnachts-Abend

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend.
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend.

Solch ein Fest ist uns bescheret.
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und Her und immer wieder.

Aber, Fürst, wenn dir’s begegnet
Und ein Abend so dich segnet,
Dass als Lichter, dass als Flammen
Von dir glänzten all zusammen.

Alles, was du ausgerichtet,
Alle, die sich dir verpflichtet:
Mit erhöhten Geistesblicken
fühltest herrliches Entzücken.
_______________________________________________________

Autor: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
war ein berühmter deutscher Dichter und Naturforscher.
Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.

GEDICHTE-BLOG-ENDE

22.)


Begrifflichkeiten – kurz erklärt:


  • Die Begriffe Schriftsteller und Autor werden häufig synonym verwendet. Schriftsteller sind Urheber und Verfasser literarischer und nicht-literarischer Texte und zählen damit zu den Autoren (Schöpfer sprachlicher Werke). Im Laufe der Jahrhunderte gab es hier sich wandelnde Zuordnungen…sagt Wikipedia.

Von draußen vom Walde komm ich her…“ dichtete einst Theodor Storm.
Es ist ein beliebtes und langes Gedicht unter den Adventsgedichten – das fast jeder kennt – zumindest die erste Strophe… 😉 Das Gedicht habe wohl nicht so sehr einen christlichen Hintergrund als vielmehr den festen und tiefen, alten Volksglauben… so sagt man. Dennoch ist das Gedicht für uns alle heutzutage tief in der Weihnachtszeit verwurzelt und gibt die adventliche Stimmung – bei schon winterlicher Landschaft, wärmenden Kerzen, Tannenduft und frisch- duftendem Advents-Gebäck – bestens wieder.


WAS TUN IN DUNKLER ZEIT AM ABEND?

Im Dunkeln lässt sich gut munkeln:
Dieser Spruch findet sich schon früh bereits in der Geschichte
„Wunderliche und warhafftige Gesichte Philanders von Sittewald“
von Hans Michael Moscherosch aus dem Jahr 1642. 

Das sanft flackernde Licht der Flammen im Kamin-Ofen oder der Tischkerzen wirft schöne Schatten an die Wand… Mit oder ohne Kinder kann man sich dabei gegenseitig tolle Fantasie-Geschichten erzählen… Es war einmal: „Mama…`Schichte zählen“… sagte damals unsere Kleinste… Als unsere Kinder also damals noch klein waren, haben wir uns alle gegenseitig – mit wachsender Begeisterung – an stillen Abenden kurze selbst erdachte Geschichten erzählt. Schön war` s… Am liebsten vor dem Schlafengehen in den Betten… so konnten die Kids die Schlafens-Zeit noch etwas länger hinausziehen… 😉

Oder wie wärs einmal mit einer spannenden Nachtwanderung? Draußen ist’s schon früh dunkel und oft ein sternenklarer Himmel zu sehen… Dann nichts wie raus – warm eingepackt – am besten früh abends in die freie Natur: Sonnenuntergang ist im Dezember bereits um 16:30 Uhr… dann wird es schnell dunkel. Denn Sterne gucken und am Himmelszelt den „Großen Wagen“ oder das „Dreieck“ entdecken, das geht überall nachts (bei klarem Sternen-Himmel) – in der freien Natur besonders dort gut, wo Straßenlaternen und hohe Häuser den freien Blick nicht trüben.

Oder wie schön wärs mit einem Candle-Light-Dinner für unsere Liebsten zuhause: Lampen aus, Kerzen an! Das flackernde Licht der Flammen wirft schöne Schatten an die Wand – und kuschelig warm wird’s dabei auch noch. Bei leiser Musik dazu – lässt sich herrlich ein gemütlicher Abend genießen.


Wer bringt denn nun eigentlich all die Weihnachts-Päckchen und die schönen Geschenke?

All about the
„Nikolaus“


Ja, gibt es denn einen Weihnachtsmann?

Niemand hat den Weihnachtsmann je wirklich gesehen, aber das ist noch lange kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Es gibt durchaus wichtige Dinge in der Welt – die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Hinter seinem Namen steckt im Kern deutlich mehr als massenhafter Konsum, der alle Jahre wieder diskutiert wird. Seine Figur führt zurück auf eine jahrhundertelange Tradition, die eng mit dem liebevollen Schenken und Gedenken verknüpft ist.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieses Zitat aus dem Buch „Der Kleine Prinz“ ist mittlerweile weltweit bekannt. Nur Glaube, Phantasie, Poesie und Romantik können diesen geheimnisvollen Schleier lüften… und die Schönheit und den Zauber dahinter betrachten und beschreiben. Größere Kinder wissen bereits, dass diese – als Weihnachtsmann verkleidete Gestalt – nicht der Weihnachtsmann selbst ist und er kann ja auch schließlich nicht überall gleichzeitig sein… meinte kürzlich dazu die kleine Lisa.

  • Zunächst erst einmal hat der Weihnachtsmann in jedem Land unserer Erde einen anderen Namen, zum Beispiel heißt er Santa Claus in Kanada und den USA: Er leitet sich vom holländischen „Sinterklaas“ ab und wurde durch Einwanderer schon früh mit in die USA gebracht.
  • Es gibt den „Samichlaus“ in der Schweiz. „Kleeschen“ heißt er in Luxemburg. In Russland nennt er sich Väterchen Frost und Père Noël in Frankreich. In den Niederlanden trägt er den Namen „Sinterklaas“ („Heiliger Klaus“). Der Nikolaus (Sinterklaas) ist in den Niederlanden dort deutlich wichtiger als der Weihnachtsmann.

Zum Nikolaustag gibt es verschiedene
Nikolaustraditionen aus der ganzen Welt

  •  Während in Deutschland der Nikolaustag nur ein kleines Event im vorweihnachtlichen Warten darstellt, ist es in den Niederlanden das zentrale Fest. Am „Pakjesavond“, dem Paketabend am 5. Dezember, findet dann in den Niederlanden schon die eigentliche Bescherung statt.
    Die Kinder warten nicht sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann oder das Christkind, sondern auf den „Sinterklaas“. Sinterklaas ist die niederländische Bezeichnung für eine volkstümliche, an den historischen Nikolaus von Myra angelehnte Gestalt.
  • Die Geschenke werden dabei liebevoll und originell verpackt und mit kurzen Reimen und lustigen Sprüchen versehen.  Eine Bescherung, die in vielen Familien und Freundeskreisen dem „Wichteln“ in Deutschland ähnlich ist. Anschließend wird mit der Familie gegessen und gefeiert.

  • In Deutschland jedoch beschenkt das Christkind oder der Weihnachtsmann die Kinder und die Erwachsenen meist immer erst am 24. Dezember an Heiligabend. Wer bringt die Gaben? Wenn es um Weihnachten geht, ist Deutschland seit Langem gespalten. Im eher protestantisch geprägten Norden und Osten bringt der Weihnachtsmann die Geschenke. In überwiegend katholischen Gegenden übernimmt dies das Christkind.
  • In den süd- und westdeutschen, vor allem katholischen Regionen, wo der christliche Glaube von jeher stärker verankert war, wird also das Christkind inzwischen wieder höher geschätzt. Es versinnbildlicht einen direkteren Bezug zum eigentlichen Kern des religiösen Ereignisses. Als Weihnachtsgeschichte bezeichnet man die Erzählungen im Neuen Testament (NT) zur Geburt Jesu von Nazareth.
  • Seinen Ursprung hat der Weihnachtsmann jedoch in der Figur des heiligen *Nikolaus. Der heilige Nikolaus galt übrigens seit jeher schon als der heilige Schutzpatron für Kinder.
  • In vielen skandinavischen Ländern wird jedoch die Rolle des Weihnachtsmannes nicht von einer großväterlichen bärtigen Figur übernommen, sondern vielmehr von vielen eifrigen Elfen und Wichteln, die in der Folklore seine Helferlein sind.
  • Ost- und Westkirche feiern Weihnachten immer am 25. Dezember, aber die Mehrzahl der Ostchristen lebt noch immer nach dem alten, julianischen Kalender, so dass Weihnachten dort erst später auf den 7. Januar fällt. (Quellen: Wikipedia)

Ja, wo befindet sich denn der Nikolaus die restlichen knapp 364 Tage im Jahr?

Während man in Nordamerika davon ausgeht, dass sich die „Santa Headquarters“ am Nordpol befinden, weiß man es in Nordeuropa viel besser: Der Nikolaus wohnt natürlich an Finnlands östlichster Grenze zu Russland, genauer gesagt im finnischen Lappland, auf dem Gipfel des Korvantunturi (Ohrenberg) = einem fast 500 m hohem Berg im finnischen Lappland – wo er und seine eifrigen Elfen eine Weihnachtswerkstatt betreiben. Man kennt ihn dort nur als Joulupukki. (Aussprache: Tschaullupuki) .. 😉 Aus dem Englischen übersetzt – ist Joulupukki eine finnische Weihnachtsfigur. Für die Finnen ist ihr Weihnachtsmann (Joulupukki) der einzig Wahre: Er ist – der Legende nach – der direkte Nachfolger des Heiligen Nikolaus von Myra… Der jetzige Joulupukki wohnt auf dem Berg Korvatunturi in Nordfinnland und hat sogar eine Frau namens Joulumuori.  Joulupukki bringt in Lappland seine Gaben wie sein Kollege Santa Claus weltweit mit dem Rentierschlitten, kommt dann aber nicht wie sein US-Kollege durch den Kamin, sondern durch die Haustür… Andere Länder andere Sitten…

Der Sage nach fliegt der Weihnachtsmann den weiten Weg mit einem Schlitten, der von neun Rentieren gezogen wird – durch die LuftWenn es Anfang Dezember in der Abendluft heftig saus und braust – ist er wohl unterwegs… Seine Rentiere heißen übrigens : Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitz und natürlich Rudolph 🙂 the red nosed Reindeer...

Übrigens: Die Nikolaus-Website: http://www.santaclausvillage.info/ muss man übrigens wirklich einmal gesehen haben.


Die Namen des Gabenbringers zu Weihnachten sind
genauso vielfältig, wie die kulturellen Traditionen der einzelnen Länder. 

Wochen vor Weihnachten fangen die meisten Kinder überall auf der Welt an, ihre Wunschzettel zu schreiben, auf dem sie ihre Wünsche an Weihnachtsgeschenken äußern. Diese Tradition geht schon auf einen Brauch aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts zurück.

Wenn Kinder ihre Wünsche heute durch die Weihnachtspost an den Nikolaus oder das Christkind – lieber beiden persönlich senden möchten, gibt es dafür tatsächlich zwei verschiedene reale Adressen zur Auswahl zum Beispiel:

Letzter Eingangstermin für den Weihnachtsmann ist immer der 3. Advent – Adresse:
An den Weihnachtsmann, Weihnachtspostfiliale – 16798 Himmelpfort.
Das Örtchen liegt im Norden des Landes Brandenburg und ist seit 2003 ein Ortsteil der Stadt Fürstenberg/Havel. 

Letzter Post-Eingangs-Termin für das Christkind dagegen ist immer der 14. Dezember – Adresse: 
An das Christkind, 51777 Engelskirchen. Die Gemeinde Engelskirchen liegt im Bergischen Land im Südosten des Landes Nordrhein-Westfalen.


Im nordöstlichen Himmelpfort kamen bereits schon im Jahre 1984 dort die ersten Briefe ans Christkind an. Mittlerweile kommen dort aus 65 unterschiedlichen Ländern Weihnachtsbriefe an, hauptsächlich aus China, Polen und Taiwan. Aber auch aus Litauen, Italien, Russland, den USA und der Schweiz schreiben Kinder dem Weihnachtsmann. Den weitesten Weg hatte ein Wunschzettel aus Neuseeland hinter sich…. berichteten von dort seine vielen Helferlein. (Quelle: https://finestwords.de/adresse-weihnachtsmann/)


Die Nikolaus-Legende – mit wahrem Kern

Der Ursprung der Nikolaus-Legende fand sich schon früh in der eigentlichen Person des Heiligen Nikolaus: Nikolaus war nachweislich bereits im vierten Jahrhundert n.Chr. als Bischof von Myra (270 n. Chr.–343 n. Chr.) in *Lykien in Kleinasien allgemein bekannt. Kein anderer Heiliger ist derart im christlichen Volksbrauchtum verankert wie der Bischof von Myra, der in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts im kleinasiatischen Lykien wirkte. Myra ist eine antike Stadt in Lykien. Der Ort heißt heute Demre und liegt in der Provinz Antalya (im Südwesten am Mittelmeer) in der Türkei (heute Anatolien) . (Anm.: *Lykien: Dies ist die antike griechische Bezeichnung einer Landschaft im Südwesten Kleinasiens in der heutigen Türkei (lat. Lycia) ).

  • Nach übereinstimmenden Überlieferungen wurde Nikolaus im 3. Jh. n. Chr. etwa im Jahre 270 in Patara (einer früheren Stadt in Lykien) geboren – ein Ort, der sich heute – wie oben erwähnt – in Antalya in der Türkei befindet. (Anm.: Patara, Lykien, Römisches Reich (heute Türkei)
  • Der Überlieferung zufolge wurde Nikolaus von Myra bereits mit 19 Jahren von seinem Onkel Nikolaus, dem Bischof von Myra, dort zum Priester geweiht und wurde später dann Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra..
  • Zeitgenössischen alten Quellen zufolge nahm Nikolaus von Myra im Jahr 325 am ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte teil dem Konzil von Nizäa.
  • Das Erste Konzil von Nicäa wurde von Kaiser Konstantin I. dem Großen (*270/+337) im Jahre 325 n. Chr. – in Nizäa (heute Iznik,Türkei) bei Byzantion (heute Istanbul) einberufen. Konstantin I. war von 306 bis 337 römischer Kaiser. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe)

Nikolaus von Myra

  • Zirka um 343 nach Christus – soll der Bischof Nikolaus von Myra an einem 6Dezember im Alter von 73 Jahren gestorben sein.
  • Jahrhunderte später (anno 1087) raubten römische Kaufleute die heiligen Reliquien des Bischofs Nikolaus von Myra aus der Grabstätte des Heiligen in der St. Nikolaus-Kirche in Demre (Türkei) und überführten diese ins heimatliche Bari (Süd-Italien).
  • Diese Reliquien befinden sich noch heute dort, in der damals dafür eigens errichteten „Basilika San Nicola“ in Süditalien…sagt Wikipedia.
  • Die größte Sehenswürdigkeit von Bari ist also die Basilika San Nicola, deren Krypta bereits anno 1089 fertig gestellt war, um die in Kleinasien geraubten Gebeine des Heiligen Nikolaus aufnehmen zu können. Diese ist so heute noch ein bedeutendes Pilgerziel für römisch-katholische und orthodoxe Christen... sagt Wikipedia.

Der heilige Nikolaus feierte bisher in allen Jahrhunderten immer am 6. Dezember seinen Gedenktag. In diesem Jahr 2022 begeht er also seinen 1752. Geburtstag!

  • Zu Lebzeiten kümmerte sich der Heilige Nikolaus – der Legende nach – besonders um die Armen, gab ihnen einen großen Teil seines Vermögens und war wegen seiner Güte und Großzügigkeit zu den Menschen überall bekannt.

„Ward Ihr Kinder auch schön brav gewesen???“

  • Allerdings war der Nikolaus spätestens ab dem 19. Jahrhundert nicht nur gütiger Gabenbringer, sondern auch mit seinem Knecht Ruprecht „der Bestrafer unartiger Kinder“ unterwegs. Kommt der Nikolaus also mit seinem Sack voll mit Geschenken und Süßigkeiten zu den Kindern, verlangt er meist auch von den Kleinen eine kleine Gegenleistung, z.B. ein Lied oder eins der vielen Nikolausgedichte.
  • Schließlich hatten er und sein Geselle, wie Knecht Ruprecht, ja auch einen sehr langen Weg hinter sich.
  • Häufig begleitet ihn – in genau dieser Rolle – ein furchterregender, schwarz gekleideter Mann, der Kinder erschrecken soll und je nach Region einen anderen Namen trägt: Z.B. Knecht Ruprecht.. auch Beelzebub oder Krampus genannt… Statt eines Geschenke-Sacks hat der Knecht Ruprecht in der Regel immer eine Rute (Reisig= Geäst, Astwerk) ) dabei.

Es gibt von Theodor Storm das Gedicht „Knecht Ruprecht: “ Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!… Nun sprecht, wie ich’s hier innen find‘! Sind’s gute Kind‘, sind’s böse Kind‘?… Das Gedicht „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm stammt aus dem Jahre 1862 und beinhaltet 34 Verse, die einen Paarreim aufweisen…. das komplette, recht lange Gedicht findet man bei „Wiki“…

Im süddeutschen Raum zeigt sich der Heilige Nikolaus bis heute meist im traditionellen roten Bischofsgewand mit Stab und Mitra, der hohen Bischofsmütze. Im hohen Norden hat sich dagegen die Vorstellung vom Nikolaus als gemütlichem alten Mann mit weißem Rauschebart und dickem roten Mantel durchgesetzt – und kommt damit der des „Weihnachtsmannes“ ( „Santa Claus“) im englischsprachigen Raum) gleich.

Interessantes zu Nachlesen über unser heimisches altes Brauchtum findet man hier unter Weblinks: http://www.nikolaus-von-myra.de/


EINE WUNDERBARE ADVENTSZEIT UND
FRÖHLICHE WEIHNACHTEN WÜNSCHE
ICH VON HERZEN All MEINEN LESERN


Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist nicht einfach…
Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam einfach viel stärker.


Blogartikel
Advents-und Weihnachts-Gedichte
verfasst im November 2022
(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)


WICHTIGES COPYRIGHT: Die schönsten Gedichte aus den vergangenen Jahren darf ich leider hier nicht veröffentlichen… das Urheberrecht bestimmt es so…
URHEBERRECHT: Der Teil der hier veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. in meinem Blog-Artikel sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar.


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