Wahrscheinlich denken viele bei Ostern zuerst an die Ostereiersuche oder an den Osterhasen. Die eigentliche Bedeutung der Feiertage ist gesellschaftlich etwas in den Hintergrund gerückt. 

Ostern ist neben Weihnachten das bekannteste christliche Fest in Deutschland. Das Osterfest hat – wie Weihnachten – etwas mit Jesus Christus zu tun.
Kinder, die christlich erzogen werden, werden hier oft schon von klein auf in ihrer Erziehung durch Eltern, Schule und natürlich der Kirche „mit theologischen oder historischen Realitäten vertraut gemacht“.

Durch den Pfarrer oder Beauftragte für Kindergottesdienste wird Kindern schon früh ein meist behutsamer, schöner, emotionaler Zugang zur Osterbotschaft vermittelt. Dabei knüpfen wir Eltern an unsere eigenen Erfahrungen und Vorstellungen an und auch wir tragen diese weiter.

An Ostern vollendet sich der im Weihnachtsfest angekündigte Heilsplan Gottes. Jesus Christus, der zu uns kam als das „Licht der Welt“ (Johannes 8,12), wird an Ostern zum Licht der Hoffnung.

Die Lichtsymbolik spielt an Ostern eine ähnlich große Rolle wie an Weihnachten. Die Osternachtfeier, die entweder am Abend vor Ostersonntag oder aber am sehr frühen Ostermorgen stattfindet, beginnt in der Regel außerhalb der Kirche an einem Feuer, dem sogenannten „Osterfeuer“, an dem die Menschen sich froh begegnen.

Daran wird die Osterkerze, Symbol für den auferstandenen Christus, angezündet und mit den Worten „Lumen Christi“ (lateinisch für: Licht Christi) brennend in die noch dunkle Kirche getragen. Die Flamme der Osterkerze wird an die Gläubigen weitergereicht, so dass der Kirchenraum immer mehr vom Licht, dem Symbol der Auferstehung, erhellt wird. Es ist eine stimmungsvolle, schöne Symbolik…

Die Sichtweise auf Karfreitag änderte sich…

Für Protestanten ist heute der KARFREITAG der höchste Feiertag.
Nach der Reformation im Jahre 1517 blieb der Karfreitag in katholischen Regionen zunächst ein gewöhnlicher Werktag. Anders war dies in evangelischen Gemeinden: Hier wurde der Karfreitag aufgewertet, erst zu einem halben Feiertag, später zu einem Bußtag. Martin Luther bezeichnet den Tag sogar als „Guten Freitag“. Aus dem „Guten Freitag“ entwickelte sich die heutige Bezeichnung für Karfreitag im angelsächsischen Sprachraum „Good Friday“ Einige Wissenschaftler sind der Ansicht, dass das Wort Good Friday von God’s Friday abstammt. Das heißt übersetzt „Gottes Freitag“.


Biblische Erzählungen

Bei der Erklärung der biblischen Ostererzählungen lernen die Kinder, dass diese Erzählungen davon berichten, wie Menschen in der Begegnung mit Jesus, dem Auferstandenen, auf geheimnisvolle Weise verändert werden: Aus der tiefen Angst wird Freude, aus der unendlichen Traurigkeit wird Trost, aus der Verzweiflung wird Zuversicht und aus Hoffnungslosigkeit wird grenzenloses Vertrauen. Das erleben wir jetzt gerade an Ostern hautnah. Dass Kinder solche Gefühle früh auch erleben, ist für mich immer wieder wunderbar erfahren zu dürfen.


Und die Realität?

Leider ist die Realität – bei christlichen Feiern aktiv mitzuwirken – heute oft ganz anders als früher. Immer mehr Kinder und natürlich auch die Eltern bringen kaum Vorkenntnisse oder Verständnis im Hinblick auf das christliche Osterfest mit. Die biblischen Erzählungen zu Leidensgeschichte Jesu und was eigentlich wirklich „Ostern“ für uns Christen bedeutet, können kaum noch allgemein vorausgesetzt werden. Alte Traditionen gelten im Allgemeinen als „verstaubt“ und nicht mehr zeitgemäß… Das ist so und wird auch so weiter gehen. Die weitgehend tiefe Gläubigkeit, wie es sie z.B. heute im Islam gibt, ist hierzulande meist nicht mehr – wie früher – vorhanden. (Siehe hierzu auch meine anderen ausführlichen Blog-Artikel: „Christentum und Islam“).

Mein liebenswerter und kluger Schwiegervater Oskar Gottschlich (1902-2000) gab mir einen schönen Spruch mit auf den Weg, der für mich zum Leitspruch wurde: „Zwei Dinge soll`n den Menschen nicht mit Verdruss erfassen, die, die er nicht mehr ändern kann und die sich ändern lassen!“ (Zitat: Julius Lohmeyer (*1835 in Neisse – † 1903 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller) .

Ostern ist jedes Jahr an einem anderen Datum:

Das richtet sich nach den „Mondphasen“, dem ersten Frühlingsvollmond. Die Bibel erzählt davon, dass Jesus während des jüdischen *Pessach-Festes getötet wurde: Also ist Ostern – auch heute noch – genau zur gleichen Zeit. Die Osterzeit dauert übrigens 50 Tage, nämlich bis Pfingsten.

Anm.: Das mehrtägige *Pessach-Fest erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei. So gilt „Pessach“ als Beleg für eine besondere Verbindung zwischen den Juden und Gott, da er in die Geschichte ihres Volkes eingegriffen habe. Es gehört zu den Hochfesten im jüdischen Kalender. 


Die Göttin Ostara…

OSTERN – heidnischer Ursprung – geheimnisumwoben?

Ostern an sich hat – anders als viele vielleicht denken mögen – eigentlich keine wirklich christliche Tradition. Es ist ursprünglich ein heidnisches Fest und geht wohl auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara zurück. Der Name Ostara (Eostre) entstammt dem lateinischen Wort „Aurora“ und bedeutet „Morgenröte“ : Das Wort „Ostara“ wiederum geht vermutlich ebenfalls auf den Namen Eostre zurück, welche eine angelsächsische Frühlingsgöttin darstellt. Der angelsächsische Mönch (Benediktiner) und Kirchenhistoriker „Beda“ (*672 – 735) – auch „Beda Venerabilis“ genannt – gilt als erster zuverlässiger Chronist der englischen Geschichte. Er war Theologe und Geschichtsschreiber und erklärte die Herkunft des Wortes „Easter“ (Ostern) mit einer früheren Göttin namens „Eostrae“ . Ostara oder Eostre mag also eine „Gottheit“ des strahlenden Morgens, des aufsteigenden Lichts gewesen sein, eine freudige, heilbringende Erscheinung, deren Begriff für das Auferstehungsfest (Ostern) des christlichen Gottes später verwandt werden konnte.

Einer der berühmten Gebrüder Grimm, nämlich Jacob Grimm (*1785 – † 1863) war ein deutscher Jurist sowie Sprach- und Literaturwissenschaftler: Er galt als Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft. Er spekulierte (zirka 100 Jahre nach Beda) in seinem Werk „Deutsche Mythologie“ (1835) über eine germanische Göttin mit dem Namen Ostara, auf der Basis von „Bedas“ Eostrae… Zudem weisen auch u.a. verschiedene Flur- und Ortsnamen wie Osterode, Osterstedt, Ober-Ostern (Hessen), Osterholz… sowie der aus Westfalen stammende „Osta-Stein“ – eine im 16. Jh. gefundene Votivtafel – evtl. auf die einstige Existenz einer Ostara. Durch Grimms allgemeinen Einfluss auf die deutsche Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts fand Ostara eine weite Verbreitung.


Der Namensteil „Oster“ bedeute aber auch Osten oder Ost. Es gibt unterschiedliche „Deutungen“ der Herkunft des Namens „Ostern“, die aber letztendlich alle nicht wirklich sicher belegbar sind.


Der Legende nach, fliegt Ostara – die Tochter des obersten Germanengottes „Wotan“ – im damaligen Volksglauben – durch den Himmel, umgeben von Tieren und Engelsgestalten, während die Menschen zu ihr hinauf sehen und ihr zu Ehren ein Fest für den Sieg des Frühlings über den Winter feiern. Ostara ist – unter anderem – auch die Göttin der Morgenröte.

STRAHLENDE GÖTTINNEN:

Eos (altgriechisch Ἠώς, Ēōs) ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Morgenröte. Ihre römische Entsprechung ist die Aurora, nach der auch das rot-grünliche Polarlicht benannt wird.
Ostara ist unter anderem auch eine germanische Göttin der Fruchtbarkeit, der Morgenröte, eine Sonnen- und Frühlingsgöttin, die nach dem langen Winter die Auferstehung der Natur repräsentiert.


„Nichts Genaues weiß man nicht“…Eigentlich weiß man es, aber eigentlich auch nicht so richtig. Es ist eine beliebte Floskel dafür, dass an irgendeiner Sache schon was dran ist – aber was, weiß man eben nicht.

UND WOHER KOMMT DER HASE ZU OSTERN?
Der heilige Mondhase ist Ostaras Tier, der in einer Vollmondnacht im Sternbild am Himmelszelt zu sehen ist. Der HASE war also damals das heilige Tier an der Seite der germanischen Frühlingsgöttin Ostara. Anfangs wurden jedes Jahr – in vorchristlicher Zeit – zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (21. März) verschiedene Fruchtbarkeitsgöttinnen verehrt. Ostara versinnbildlicht dabei den Beginn des Frühlings, denn endlich ist der Winter wieder vorbei und die Tage beginnen wieder länger zu werden. Das Entzünden des Osterfeuers und die Feldweihe, das Segnungsritual zur Vorbereitung der Äcker sind wichtige Bestandteile des keltischen Frühlingsfestes.

Das Osterfeuer und das Entzünden der Osterkerze gelten heute aber – anders als früher – als „Sinnbilder“ für Jesu Auferstehung und das Ostarafeuer galt damals als heiliger Schutz gegen böse Mächte und die Bitte um den Segen der Götter.

Die alten Heidenvölker glaubten, dass alles Naturgeschehen, das nicht durch Menschen beeinflusst werden konnte, die Werke guter Götterwesen waren.

Die Frauen hüllten sich in weiße Gewänder, die auch „Ostara“ trug, und schmückten sich mit Blumen. Außerdem versinnbildlichte der Hase im Frühjahr, dass die Göttin der Morgenröte bereits nahe war, um Kälte und Frost zu vertreiben. Um Ostara anzukündigen, vergruben – der Sage nach – die „Hasen“ in den Wäldern bunte Eier… So entstand vermutlich der heutige Osterbrauch, Eier zu bemalen und zu verstecken.

https://www.questico.de/magazin/spiritualitaet/osterbraeuche.do

Während der Fastenzeit haben die Menschen früher streng auf viele Lebensmittel verzichtet: Darunter auch auf Eier. Aber natürlich haben die Hühner weiterhin Eier gelegt. Diese wurden aufgehoben. Damit man wußte, wie alt welches Ei schon ist, wurden sie damals in verschiedenen Farben eingefärbt. Eier sind aus vielen Gründen ein schönes Symbol. Ostern steht auch für Frühling und neues Leben. Und da passen bald schlüpfende Küken im Ei natürlich super dazu.


Die Karwoche ist unmittelbar vor Ostern. Sie ist die Kernzeit der österlichen Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres.
„Kar“ stammt vom althochdeutschen Wort  „chara“  oder  „kara“  und bedeutet Kummer, klagen oder trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die Bedeutung dieser Woche verständlich.

Das Fest der Auferstehung des Herrn am Ostersonntag ist das höchste Fest in der römisch-katholischen Kirche.

Die Osterfeiertage beginnen eigentlich schon am Gründonnerstag. Am Abend dieses Tages hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmal gefeiert.
Am Karfreitag ist Jesus gestorben – da wird in vielen christlichen Familien gefastet – also zum Beispiel kein Fleisch gegessen. Es ist ein “stiller Feiertag” – wie oben erwähnt – ist es der höchste Feiertag der evangelischen Christen. Das heißt, dass keine lauten Feste gefeiert werden dürfen.
Karfreitag erinnern wir uns daran, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, der Karsamstag steht im Zeichen des Wartens. Und am Morgen des Ostersonntags wird freudig mit Osterfeuern und Osterkerzen die Auferstehung Jesu symbolisiert. Danach werden traditionell dann auch die Eier gesucht.


Geschenkeritis?

Auf der anderen Seite ist da aber auch die heftige Kommerzialisierung von Ostern, es gibt Unmengen von Süßigkeiten etc. Alles von und über den Osterhasen wird feil geboten. Doch schon am „Oster-Dienstag“ gibt’s satte Rabatte auf alles vom Osterhasen, möglichst schnell weg damit, denn nichts ist so alt wie das „Gestern“… Der kommerzialisierte, kommende Muttertag steht schon jetzt im Fokus des Handels vor der Tür… Anm.: Siehe hierzu auch meinen anderen Blog-Artikel „Muttertag“ unter: https://bienchenhamster.de/muttertag/

Ostern hat sich – nicht nur bei uns – rasant zum neuen Hochfest des Konsums entwickelt. Den Einzelhandel freut’s, die Kirchen aber fürchten einen Sinnverlust.
Satte zehn Prozent des jährlichen Grundumsatzes macht die Süßwaren-Branche allein im Ostergeschäft… sagt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI) e. V.

Aber auch das ist letztendlich alles fest zum „Brauchtum“ geworden. Selbst wir – als Kinder – haben uns früher mächtig darüber gefreut, auch das wird immer so bleiben und sich nie ändern… Es gehört eben zu unserer guten Tradition.

So wird hier (auf der Abbildung) – als altes Brauchtum – auch das perfektionierte Bemalen von Ostereiern durch sorbische Künstler gezeigt.

Ähnlich wie bei anderen slawischen Völkern ist dies auch bei den Sorben Tradition. So zeichnen sich die prächtigen Eier durch eine besonders kunstvolle und aufwändige Verzierung aus. Die Muster auf den Eiern sollen im Volksglauben bestimmte magische Effekte auf den Beschenkten haben. Traditionell wird hierzu ein Hühnerei bemalt – manchmal auch die größeren Enteneier. (Wikipedia)

Der Sorbische Ostereiermarkt findet jedes Jahr fünf Wochen vor Ostern statt und ist mit dem kunstvollen Verzieren farbenprächtiger sorbischer Ostereier eine Attraktion für tausende Menschen in Sachsen. Besucher können den Künstlern zusehen, wenn diese die Eier wachsen, färben, polieren oder reichhaltige Muster in die Schale kratzen. 

Die Sorben

Die Sorben sind ein westslawisches Volk, das in der „Lausitz“ im östlichen Deutschland zu Hause ist. In Sachsen leben die Obersorben, in Brandenburg die Niedersorben bzw. die Wenden: Diese sind alle wiederum eine westslawische Ethnie und Minderheit. Nach offiziellen Angaben gibt es dort etwa 60 000 Sorben.
Es gibt zwei sorbische Schriftsprachen – Obersorbisch und Niedersorbisch: Obersorbisch (hornjoserbšćina) wird heute in der Oberlausitz und Niedersorbisch (dolnoserbšćina) in der Niederlausitz gesprochen.
Die niedersorbische Sprache ist akut vom Aussterben bedroht. Bund und Länder unterstützen den Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur, es gibt in Brandenburg und Sachsen sorbische Kindergärten, Zeitungen und Radioprogramme. Im zweisprachigen Siedlungsgebiet wird Sorbisch an den Schulen gelehrt. Während das Obersorbische dem Tschechischen und Slowakischen näher steht, ist das Niedersorbische dem Polnischen ähnlicher. (Wikipedia)

Geschichtliches:
Die Sorben können auf eine 1500-jährige wechselvolle Geschichte zurückblicken. Im Zuge der Völkerwandung im 5. Jahrhundert kamen slawische Stämme nach Mitteleuropa. Sie ließen sich schon damals auf dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands – in dem Gebiet zwischen Oder und Elbe / Saale – nieder. (Wikipedia)

FÜRST PÜCKLER:
Ein Beispiel berühmter Sorben:
Hermann Fürst von Pückler-Muskau (*1785 in Muskau – † 1871 in Branitz bei Cottbus) war Gartengestalter und Schriftsteller. Von ihm wurden die weltberühmten Parkanlagen in Muskau und Branitz, mit gestalteter Natur geschaffen.

„Wer mich ganz kennenlernen will,
muß meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz.“
Zitat: Fürst Pückler – Muskau

Zu seinen schriftstellerischen Werken gehören zudem auch z.B. kulturgeschichtlich interessante Reiseberichte. UND DAS FÜRST-PÜCKLER-EIS? Das älteste bekannte Rezept für ein Eis dieses Namens stammt von dem Königlich-Preußischen „Hofkoch“ Louis Ferdinand Jungius, der Hermann Fürst von Pückler-Muskau bereits im Jahre 1839 in seinem Kochbuch ein dreischichtiges Sahneeis widmete.
Näheres unter: http://www.fuerstpueckler.de/


Ja…da war doch noch was… ?? 

Unterm Baum im grünen Gras
Sitzt ein kleiner Osterhas‘!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
Macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist’s? Ein Osterei!

Gedichts-Auszug: Emmanuel Geibel (1815-1884)
Es war ein deutscher Lyriker und ein literarisch hoch geschätzter
und außergewöhnlich populärer Autor.


Da kommt ja doch auch noch der Osterhase heimlich still und leise… Dieser war jedenfalls bisher regelmäßig auch immer bei uns und vergisst NIE für unsere Kinder und Enkel und natürlich auch für die „alten Eltern“ (die dürfen doch nicht traurig sein!) ein paar nette Überraschungs-Eier etc. zu verstecken… Wo er die Eier nur her hat…??? Das bleibt aber immer noch ein Geheimnis! Unsere Enkelin ahnt da wohl schon sowas…

Es war einmal vor über 500 Jahren…

Der Brauch, dass verschiedene Tierarten – und nicht nur der Osterhase – für das Färben und Verstecken der Eier zuständig sind, reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert. In Tirol legte lange Zeit die Osterhenne die Eier, in Schleswig-Holstein, Westfalen, Niedersachsen und Bayern kam der Fuchs oder der Osterhahn, in der Schweiz versteckte der Kuckuck die Eier und in Thüringen sogar der Storch…


OSTERN… EIN FAMILIEN-FEST…

Und das Ganze wird natürlich gekrönt von einem festlichen „Oster-Menu“, auf das vor allem der Nachwuchs nicht gerne verzichten würde…

Mein Oster-Menu wird jedes Jahr variiert und bestand im Jahr 2019 für jeden aus einem kleinen Lamm-Häxle mit frischen grünen, breiten Bohnen-Kirschtomaten-Gemüse (gratiniert mit einer Parmesan-Panko-Thymian Mischung), knusprigem Kartoffel-Gratin und natürlich einem sehr aromatischen, dunklen „Sössle“. Als Dessert gabs: „Chocolat“-Törtchen „moelleux“ mit einer Kugel Vanille-Eis und/ oder einer echten „Ganache“ hinterher…Da hat sich die lange Fastenzeit ja gelohnt….

Das Rezept findet man hier in meinem anderen Blog-Artikel – hier der „LINK“:

„LAMMHÄXLE nicht nur zu Ostern“>>


Die Oster-Botschaft:

Wer die christlichen Feste im Jahresverlauf anschaut, meint oft, Weihnachten sei das wichtigste Fest der Christen. Doch dabei wird übersehen, welche Bedeutung Ostern hat.
Denn tatsächlich gilt Ostern als das höchste Fest der katholischen Christenheit. Ostern, das stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird, vermittelt nicht nur Erwachsenen wichtige Botschaften….vor allem die frohe Botschaft:
Es ist das Bekenntnis der Menschen zu Gott und Jesus Christus, seinem von ihm gesandten Sohn. Christen sehen in der Auferstehung Jesu Christi die Nachricht: Gott will das Leben! … Dieses Versprechen Gottes gilt bis in alle Ewigkeit. Das ist die christliche Botschaft am Ostersonntag.

Ostern ist also das wichtigste und höchste Fest des katholischen Christentums. Die Christen feiern die Auferstehung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. „Im Frühling gibt es in allen Kulturen ähnliche Feste, bei denen das Erwachen der Natur und damit das Leben gefeiert wird“, erklärt Ludwig Mödl (*1938), emeritierter Professor für Pastoraltheologie der LMU München.


Alle Christen feiern den auferstandenen Jesus Christus und seinen Sieg über den Tod. Jesu Auferstehung hat für das Christentum grundlegende Bedeutung. Der Apostel Paulus schreibt, der Glaube sei sinnlos, wenn es keine Auferstehung der Toten gäbe und Christus nicht auferweckt worden sei. Der Glaube daran ist von Anfang an Bekenntnis der Jünger Jesu und im Glaubensbekenntnis der Kirche fest verankert.

Nach Einsichten der neueren Physik geht Energie niemals verloren, sondern wird immer nur „umgewandelt“. Auf diesem Hintergrund ist die Vorstellung, dass irdisches Leben im Sterben in einen anderen Zustand übergehen könnte, keine „mythologische Vorstellung“, sondern durchaus einleuchtend. Auch Materie und Geist gelten heute nicht mehr als Gegensätze, sondern als zwei Erscheinungsformen der einen Wirklichkeit… „Ich lebe – und ihr sollt auch leben!“ hat Jesus gesagt. Das trifft und tröstet mich… aber das wird jetzt doch zu philosophisch… 😉


MIMOSEN – eine meiner Lieblingsblumen im Frühling…
Sie gehören für mich zum Osterfest dazu, sie werden meist aus Südfrankreich (Grasse und Umgebung) in dieser Zeit auch nach Deutschland versendet… und wie sie duften… hhmmm.

So wird Ostern auch als das Fest der Hoffnung benannt:

Hoffnung und ansteckende Lebensfreude!

FROHE OSTERN WÜNSCHE ICH ALLEN MENSCHEN AUF ERDEN

MÖGE UNSERE HOFFNUNG AUF EIN ENDE DER DERZEITIGEN PANDEMIE BALD WIRKLICHKEIT WERDEN…


Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich! (Wilhelm Busch)

Und der Osterhase?

Die Jünger haben nicht geglaubt, dass Jesus wieder lebt, solange sie ihn nicht sehen konnten. Trotzdem war er da. Auch ein Küken im Ei lässt sich nicht sehen, und dennoch lebt es. Weil ein Ei also so schön zeigt, wie jemand da sein kann, obwohl er nicht zu sehen ist, freuen sich die Menschen in der Osterzeit besonders über Eier. Und da der Hase im Frühling so viel Nachwuchs bekommt, also so viel neues Leben entstehen lässt, darf er als Osterhase die Eier verstecken. Der Hase ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben.

https://www.familienleben.ch/ueber-uns-11


Osterhas’, Osterhas’
komm mal’ her,
ich sag’ dir was,
„Hopse nicht an mir vorbei,
bring mir ein großes Osterei!“

(Volksgut)


Blog-Artikel veröffentlich im April 2019 – aktualisiert im März 2021.