Kinder, die christlich erzogen werden, werden hier oft schon von klein auf in ihrer Erziehung durch Eltern, Schule und natürlich die Kirche „mit theologischen oder historischen Realitäten vertraut gemacht“. Durch Pfarrer oder Beauftragte für Kindergottesdienste wird Kindern schon früh ein meist behutsamer, schöner, emotionaler Zugang zur Osterbotschaft vermittelt. Dabei knüpfen wir Eltern an unsere eigenen Erfahrungen und Vorstellungen an und auch wir tragen dies weiter.

OSTER-NACHT 2019

Bei der Erklärung der biblischen Ostererzählungen lernen die Kinder, dass diese davon erzählen, wie Menschen in der Begegnung mit Jesus, dem Auferstandenen, auf geheimnisvolle Weise verändert werden: Aus der Angst wird Freude, aus der tiefen Traurigkeit wird Trost, aus der Verzweiflung wird Zuversicht und aus Hoffnungslosigkeit wird grenzenloses Vertrauen. Das erleben wir jetzt gerade hautnah. Dass Kinder solche Gefühle auch erleben, ist für mich immer wieder wunderbar erfahren zu dürfen.


Leider ist die Realität aber oft ganz anders, immer mehr Kinder und natürlich auch die Eltern bringen keinerlei Vorkenntnisse oder Verständnis im Hinblick auf Ostern mit. Die biblischen Erzählungen zu Leidensgeschichte Jesu und was eigentlich wirklich „Ostern“ für uns bedeutet, können kaum noch vorausgesetzt werden. Das ist so und wird so weiter gehen. (siehe hierzu auch meinen Blog: „Christentum und Islam“).

Mein liebenswerter und kluger Schwiegervater Oskar Gottschlich (1902-2000) gab mir einen seiner „Weisheiten“ mit auf den Weg, der für mich zum Leitspruch wurde: 

 „Zwei Dinge soll`n den Menschen nicht mit Verdruss erfassen, die, die er nicht mehr ändern kann und die sich ändern lassen!“

Der Lauf der Zeit: Es ist so, wie es ist, die Welt dreht sich weiter und wird sich immer weiter verändern.


Auf der anderen Seite ist da aber auch die heftige Kommerzialisierung von Ostern, es gibt Unmengen von Süßigkeiten etc. Alles von und über den Osterhasen wird feil geboten. Doch schon am „Oster-Dienstag“ gibt’s satte Rabatte auf alles vom Osterhasen, möglichst schnell weg damit, denn nichts ist so alt wie das „Gestern“… Der kommerzialisierte Muttertag steht schon jetzt im Fokus des Handels vor der Tür…

Aber auch das ist letztendlich alles zum Brauchtum geworden. Selbst wir als Kinder haben uns früher mächtig darüber gefreut, auch das wird immer so bleiben und sich nie ändern…Es gehört zu unserer Tradition.


Ja…da war doch noch was,…?? Da kommt ja doch auch noch der Osterhase heimlich still und leise… Dieser kommt jedenfalls regelmäßig auch zu uns und vergisst NIE für unsere Kinder und Enkel und natürlich auch für die „alten Eltern“ (die dürfen doch nicht traurig sein!) ein paar nette Überraschungs-Eier etc. zu verstecken… Wo er die Eier nur her hat…??? Das bleibt aber noch ein Geheimnis! Unsere achtjährige Clara ahnt da wohl schon sowas…

Und das Ganze wird natürlich gekrönt von einem festlichen „Oster-Menu“, auf das vor allem der Nachwuchs nicht gerne verzichten würde…

Mein Oster-Menu wird jedes Jahr variiert und bestand in diesem Jahr 2019 für jeden aus einem kleinen Lamm-Häxle mit frischen grünen, breiten Bohnen-Kirschtomaten-Gemüse (gratiniert mit einer Parmesan-Panko-Thymian Mischung), knusprigem Kartoffel-Gratin und natürlich einem sehr aromatischen, dunklen „Sössle“. Als Dessert gabs: „Chocolat“-Törtchen „moelleux“ mit einer Kugel Vanille-Eis und/ oder einer echten „Ganache“ hinterher…Da hat sich die lange Fastenzeit ja gelohnt….


>>>> FROHE OSTERN <<<<

Blog-Artikel veröffentlich im April 2019