Ostern

Inhaltsübersicht

– ein christliches Fest –
Heidnischer Ursprung geheimnisumwoben?


Dieser Artikel hier ist sehr ausführlich,
er ist wie ein kleines Buch zu lesen,
das liest man ja auch schon einmal in Etappen…
Man braucht also etwas Zeit…

Quellen: Wikipedia/Pexels/Pixabay (Bilder)


OSTERN…
Pfingsten… Muttertag
sind die schönsten Frühlingsfeste

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Wahrscheinlich denken viele bei Ostern
zuerst an Ferien, die Ostereiersuche oder an den Osterhasen…

Die meisten kleinen Kinder warten schon sehnsüchtig auf den
Schoko-Osterhasen und die Ostereier-Suche…Viele Menschen
freuen sich aber auch über schöne, arbeitsfreie Feiertage.

  • Die eigentlich christliche Bedeutung der Ostertage ist seit Jahren gesellschaftlich eher etwas in den Hintergrund gerückt. 

Ostern ist
– neben Weihnachten –
immer noch das bekannteste
Fest in Deutschland.

  • Das christliche Osterfest hat vor allem etwas mit Jesus Christus zu tun.
  • Kinder, die christlich erzogen werden, werden hier – oft schon von klein auf – in ihrer Erziehung durch Eltern, Schule und natürlich der Kirche „mit theologischen oder historischen Realitäten vertraut gemacht“.

Durch den Pfarrer oder Beauftragte für Kindergottesdienste wird Kindern schon früh ein meist behutsamer, schöner, emotionaler Zugang zur Osterbotschaft vermittelt. Dabei knüpfen Eltern meist an ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen an und tragen diese auch in der Familie weiter.

OSTER-BOTSCHAFT


Ostern ist das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr. 


An Ostern vollendet sich – im Christentum – der im Weihnachtsfest angekündigte Heilsplan Gottes. Jesus Christus, der zu uns Menschen kam als das „Licht der Welt“ (Johannes 8,12), wird an Ostern zum Licht der Hoffnung.

  • Die Lichtsymbolik spielt an Ostern eine ähnlich große Rolle wie an Weihnachten. Die Osternachtfeier, die entweder am Abend vor Ostersonntag oder aber am sehr frühen Ostermorgen stattfindet, beginnt in der Regel – in manchen Orten – außerhalb der Kirche an einem hell lodernden Feuer, dem sogenannten „Osterfeuer“, oft noch in der dunklen „Frühdämmerung“ – an dem die Menschen sich froh gemeinsam begegnen.

Am Osterfeuer wird dann auch die Osterkerze, Symbol für den auferstandenen Christus, angezündet und mit den Worten „Lumen Christi“ (lateinisch für: Licht Christi) brennend in die noch dunkle Kirche getragen. Die Flamme der Osterkerze wird an die Gläubigen in der Kirche weitergereicht, so dass der Kirchenraum immer mehr vom Licht, dem Symbol der Auferstehung, erhellt wird. Viele Menschen haben ihre eigene Kerze dabei, die an der kirchlichen Osterkerze nach der hl. Messe angezündet wird. Es ist für alle eine stimmungsvolle, schöne Symbolik…

Die Lichtsymbolik:
Alpha und Omega (Α und Ω), der erste und der letzte Buchstabe des
klassischen griechischen Alphabets, sind ein Symbol für Anfang und Ende.


Christliche Symbole im frühen Altertum:

Als es damals unter der Herrschaft der Römer mit ihrem „Vielegötterglauben“ noch streng verboten und gar lebensgefährlich war, sich Christ zu nennen, dachten sich die Menschen einen Geheimcode (Symbol) aus, um einander als Christen zu erkennen: Es war der Fisch, es ist eines der ältesten Symbole im Christentum und hat seinen Ursprung im frühen Christentum vor rund 2000 Jahren. Der Fisch ist also das Symbol, mit dem damals verfolgte Christen seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. auf das eigene „Christsein“ hinwiesen. 

DIE FRÜHE CHRISTEN-VERFOLGUNG:  Es gab damals drei weit verbreitete Verfolgungen der Christen unter Decius (249–250 n. Chr.), Valentinianus (257–258 n. Chr.) und Diokletian (303–312 n. Chr.)


  • Auf Griechisch heißt Fisch ICHTHYS. Der Fisch ist ein sehr frühes christliches Symbol und steht für die Kurzform des christlichen Glaubensbekenntnisses „Jesus Christus, Gottes Sohn und Erlöser“. Dabei stehen die Buchstaben ICHTHYS für:
  • I = Jesus, CH = Christus, TH = Gottes, Y = Sohn, S = Erlöser.
  • So entsteht das griechische Wort Ichthys (=Fisch).
  • Um einander gegenseitig als Christ erkennen zu können, dachten sich die Ur-Christen dieses geheime Symbol aus – Mit griechischen Buchstaben wurde der Fisch ICHTHYS so geschrieben: ΙΧΘΥΣ und für die frühen Christen hatte dieses Wort eine ganz besondere Bedeutung und Eigenschaft: Für sie stand – wie oben beschrieben – also jeder der fünf griechischen Buchstaben für ein Wort, das etwas mit Jesus Christus zu tun hatte.
  • Die Geschichte vom Fisch als Erkennungszeichen geriet im Laufe der Zeit in Vergessenheit und das Kreuz wurde später dann zum eigentlichen religiösen Symbol der Christen.

Im Laufe der ZEIT wurde also der Fisch – als Symbol des Christentums – dann vom KREUZ-SYMBOL abgelöst. Das ursprüngliche Symbol des frühen Christentums ist aber auch nicht das Kreuz, sondern es ist das sog. „Staurogramm“ – ein Buchstabenkreuz (=Symbol für Jesus Christus)

und es gab auch das Christusmonogramm ΧΡ (erste Buchstaben Chi und Rho der griechischen Schreibung ΧΡΙΣΤΟΣ „Christus“). Dies wurde aber schon früh auch ornamental in Kreuzform angeordnet. Erst im 5. Jahrhundert n. Chr. trat das Christusmonogramm ΧΡ zurück, und das schlichte Kreuz übernahm später dann die eigentliche Funktion bis heute.


Das Christusmonogramm, auch konstantinisches Kreuz genannt, 
setzt sich aus den verschachtelten Buchstaben X (Chi) und P (Rho)
zusammen und steht für den griechischen Namen Christi. Dabei handelt es sich um die ersten beiden Buchstaben des griechischen Wortes Χριστός Christós.
Im 2. Jahrhundert nach Christus nutzten die urchristlichen
Gemeinden das „Chi-Rho“ als Erkennungssymbol.

Passion: Kreuze – frühe Christen – geheime Symbolik



KARFREITAG
der allerhöchste Feiertag?


Karfreitag ist einer der höchsten Feiertage für alle Christen, vor allem für Protestanten, aber auch für katholische Christen. Für die katholischen Christen ist die Osternacht der Höhepunkt im KirchenjahrOstern, der Tag des neuen, ewigen Lebens ist für Christen ebenfalls der höchster Feiertag. Doch Karfreitag und Ostern gibt es nicht getrennt. Wir können das eine nicht ohne das andere feiern. Nur gemeinsam sind sie der höchste Feiertag – und das übrigens in allen christlichen Konfessionen…

  • Ab dem Jahre 1642 wurde der Karfreitag durch die Festordnung des römischen Papstes Urbans VIII. (1568-1644) in der ganzen katholischen Kirche zum gewöhnlichen Werktag, während sich hier bereits Martin Luthers (1483-1546) sog. „Guter Freitag“ („Kar-“ aus lateinisch carus, „lieb“, „gut“ oder „teuer“) im evangelischen Bereich damals schon in Deutschland als höchster kirchlicher Feiertag etabliert hatte.
  • So sagt die evangelische Kirche: „Protestanten betrachten den Karfreitag als ganz besonderen Feiertag. Doch Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu, ist auch für sie – wie für alle Christen – das höchste Fest.“

Pfingsten ist übrigens der dritthöchste christliche Feiertag. Die meisten Deutschen werden sich jedoch hier einfach über das lange Wochenende freuen…


Karfreitag ist in Deutschland
ein gesetzlicher Feiertag.


Bei Karfreitag handelt es sich
– wie erwähnt –
um den höchsten protestantischen
und einen deutschlandweiten gesetzlichen Feiertag.

  • Das „Kar“ im Wort Karfreitag kommt – laut ökumenischem Heiligenlexikon – aus dem Althochdeutschen. Der Name Kar-Freitag leitet sich (im Gegensatz zum lateinischen Namen) vom althochdeutschen »chara« bzw. »kara« ab, was auch »Trauer« und »Wehklage« bedeutet. 
  • Aus dem „Guten Freitag“ entwickelte sich die heutige Bezeichnung für Karfreitag schon früh im angelsächsischen Sprachraum << Good Friday >> .
  • Einige Bibel-Wissenschaftler sind der Ansicht, dass das Wort Good Friday“ von God’s Friday („Gottes Freitag“) her abstammt.
  • Der Karfreitag gehört zum »Triduum Sacrum« (Heilige drei Tage). Es umfasste ursprünglich den Freitag vor OSTERN als Tag des Todes von Jesus, den Samstag als Tag der Ruhe und den Ostersonntag als frohen Tag der Auferstehung. (Wikipedia)

  • Der Ostermontag erinnert an die – im Lukasevangelium – erzählte Geschichte, die besagt, dass sich an diesem Tag – nach der Kreuzigung Jesu – zwei Jünger auf dem Weg nach dem Ort *Emmaus machten.
  • Dort begegneten die Jünger Jesu, wie in der Bibel beschrieben am Abend auf dem Weg – Jesus Christus. Die Jünger verbreiteten danach froh in Jerusalem die Kunde von der Auferstehung Jesu. Alle vier Evangelien berichteten über das leere Grab und die Auferstehung Jesu.

JESUS MIT SEINEN JÜNGERN IM TEMPEL



DER APOSTEL PAULUS
HISTORISCHES

  • Der Apostel Paulus wurde zwischen 5 und 10 n. Chr. in Tarsos (Türkei) geboren. Der Ort liegt in der heutigen Südtürkei im Grenzgebiet zu Syrien. Paulus gehörte der gelehrten Schicht der Pharisäer an und lebte zunächst in strenger pharisäischer Familientradition.
  • Er wurde als Rabbiner (jüdischer Geistlicher) in der Tempelakademie Jerusalems ausgebildet. Paulus von Tarsus hatte von seinen Eltern das römische Bürgerrecht geerbt und hieß ursprünglich Saulus. „Vom Saulus zum Paulus“ – das sagen Menschen, wenn Leute – von heute auf morgen – ihr Leben sehr rasch und grundlegend positiv ändern.
  • Saulus hatte damals eine Vision, in der ihm Jesus erschien. Saulus stürzte von seinem Pferd und erblindete drei Tage lang. Daraufhin änderte sich sein Leben vollständig. Er nannte sich nicht mehr Saulus, sondern Paulus... und er wurde zum Christen… so berichtet die hl. Schrift.
  • Bereits 62 n. Chr. wurde die Stadt Emmaus (bei Jerusalem) von Paulus auf einer Reise nach Rom besucht. Emmaus ist ein im Lukas-Evangelium (Neues Testament) erwähnter Ort in der Nähe (30 km) von *Jerusalem. Emmaus lag auf dem Pilgerweg vom Hafen Jaffa nach Jerusalem. Heute befindet sich Emmaus im Westjordanland im nahen Grenzgebiet zu Israel.
  • Der Staat Israel liegt in Vorderasien am Ostufer des Mittelmeers. Israels Südspitze grenzt an den Golf von Akaba des Roten Meeres. Israel hat vier Nachbarstaaten – im Norden den Libanon, im Nordosten Syrien, im Osten Jordanien und im Südwesten Ägypten.
  • Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel: Der östliche Teil wird allerdings als Hauptstadt eines zukünftigen Staates Palästina von den Palästinensern beansprucht… sagt Wikipedia.

Anm.: *Jerusalem liegt etwa – 60 km östlich der Stadt Tel Aviv und dem Mittelmeer entfernt. Im Osten der Stadt Tel Avivs liegt das Tote Meer. Tel Aviv ist heute – nach Jerusalem – die zweitgrößte Stadt Israels.

  • Palästina dagegen bezeichnet ein insgesamt recht großes Gebiet, auf dem sich heute der Staat Israel, der Gazastreifen, das Westjordanland, Teile Syriens, des Libanon und Jordaniens (das Ostjordanland) befinden.
  • Heute umfasst die Bezeichnung Palästina üblicherweise das gesamte Gebiet zwischen Mittelmeer und dem Jordan – also das Staatsgebiet Israels, sowie die – seit 1967 – von Israel besetzten Palästinensergebiete (= Westjordanland einschließlich Ost-Jerusalem sowie den Gazastreifen).

JESUS

Jesus spricht mit den Menschen (Matthäus 5–6)

Viele Menschen versammelten sich am Fuß eines Berges.
Jesus stieg hinauf und setzte sich. So konnten ihn alle hören.


Die zwölf Jünger Jesu


Nach dem Markusevangelium (3,13ff) hießen die 12 Jünger:  Simon Petrus, Jakobus, Johannes, Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, Thaddäus, Simon, Judas. Die Zahl zwölf erinnert an die zwölf Stämme Israels.


Jesus berief ohne Ausnahme seine Jünger selbst – und zwar mit dem Satz: Folge mir nach! (Joh 1,35 ff.)


Die biblischen Texte über Jesus im zweiten Teil der Bibel, im Neuen Testament, sind erst (in etwa 20 Jahre) nach Jesu Tod (+33 n.Chr.) entstanden und wurden danach kaum verändert. Auch ältere nichtchristliche Berichte erwähnten Jesus. So beschrieb der Historiker Flavius Josephus (*37 n.Chr./+100 n.Chr.) etwa 60 Jahre nach Jesu Tod, dass auch der Jesus-Jünger „Jakobus“ damals hingerichtet wurde. Jakobus gehörte mit zu den erst berufenen Jüngern, er war vermutlich ein Bruder oder Vetter von Jesus, von Beruf Fischer; Laut Markus-Evangelium war Jakobus, der auch den Beinamen „der Gerechte“ trägt, wohl tatsächlich neben Joses, Judas und Simon der älteste Bruder von Jesus von Nazareth. Im katholischen Glauben sieht man in Jakobus einen „Vetter“ Jesu, da die Lehre von der Reinheit Marias keine Geschwister Jesu zulässt.

Anm.: Joses war also wohl einer der Brüder von Jesus (Mt 13,55; Mk 6,3). · der 2. Sohn von Maria, die der Jesus-Kreuzigung beiwohnte (Mt 27,56; Mk 15,40.47).


Historiker haben in etwa berechnet, dass Jesus entweder
am Freitag, den 7. April im Jahr 30 n.Chr. oder
aber am Freitag, den 3. April 33 n.Chr. starb.ab


DIE APOSTELN PETRUS UND PAULUS

  • Nach dem Tod von Jesus reiste Apostel Petrus – wie in den Schriften erwähnt – in andere Städte. Petrus predigte dort unermüdlich von Jesus, damit andere Menschen auch Anhänger von Jesus wurden. Simon Petrus (* 1 n.Chr. in Galiläa/+ um 64-67 in Rom)  war nach dem Neuen Testament einer der ersten Juden, die Jesus Christus in seine Nachfolge berief.
  • Um das Jahr 62 n.Chr. kam der Apostel Paulus nach Rom und dort möglicherweise in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero (+37 n.Chr.-/+68 n.Chr.) Rechenschaft über sein Wirken ablegen.
  • Der Legende nach traten damals Petrus und Paulus gemeinsam (ohne Erfolg) dem Tyrannen Nero entgegen. Der Legende nach wurde der Apostel Paulus als Erster unter Kaiser Nero im Jahre 64 n.Chr. in Rom enthauptet. Der Apostel Petrus starb um das Jahr 67 in Rom den Märtyrertod, hingerichtet durch Kaiser Nero nach dem großen Brand Roms.

Der heilige Matthias


Der heilige Matthias (jüdischer Schriftgelehrter) wurde erst nach dem Tod Jesu und dessen Himmelfahrt – anstelle des Verräters Judas – zum Apostel gewählt. Als Nachfolge-Apostel wird Matthias deshalb auch als der 13. Apostel bezeichnet – wegen Judas, der Jesus verraten hatte.

Auch Apostel Matthias († um 63 in Jerusalem) soll den Märtyrer-Tod gestorben sein. Er ist der einzige Apostel, der nördlich der Alpen begraben ist und zwar in Trier. Die Gebeine von Matthias kamen Jahre später mittels der Kaisermutter Helena (= Mutter des römischen Kaisers Konstantins des Großen) im vierten Jahrhundert nach Trier. Das Grab des Apostel Matthias befindet sich dort seit dem Jahr 1127 in der Basilika der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier.


Die heilige Helena


  • Nach dem Zeugnis des Bischofs Ambrosius von Mailand und des Eusebius von Caesarea  reiste Helena im Alter von vermutlich 76 Jahren nach Palästina. Der Überlieferung nach hat die hl. Helena (* 248 – / † 330 n.Chr.) den Heiligen Rock bei ihrer Pilgerfahrt in Jerusalem gefunden und anschließend der Trierer Kirche geschenkt. Der Heilige Rock, die Tunika Christi, ist die bedeutendste Kostbarkeit des Trierer Doms. Helena stirbt im Jahr 330 n.Chr. in Gegenwart ihres Sohnes Konstantins.
  • Die heilige Helena (*250–/+330 n. Chr.): Der Name bedeutet „die Leuchtende“. Helena kennt man vor allem heute als Mutter Konstantins des Großen. Sie wurde am Bosporus geboren. Im Jahr 312 wurde Helena Christin und förderte das sich ausbreitende Christentum. Es heißt heute: Sie wurde zu einer wichtigen Schlüsselfigur für die Verbreitung des Christentums. In der katholischen und der orthodoxen Kirche wird sie heute als Heilige verehrt.

Nach dem Zeugnis des Bischofs Ambrosius von Mailand und des Eusebius von Caesarea  reiste Helena im Alter von vermutlich 76 Jahren nach Palästina. Der Überlieferung nach hat die hl. Helena (* 248 – / † 330 n.Chr.) den Heiligen Rock bei ihrer Pilgerfahrt in Jerusalem gefunden und anschließend der Trierer Kirche geschenkt. Der Heilige Rock, die Tunika Christi, ist die bedeutendste Kostbarkeit des Trierer Doms. Helena stirbt im Jahr 330 n.Chr. in Gegenwart ihres Sohnes Konstantins.

Die heilige Helena (*250–/+330 n. Chr.): Der Name bedeutet „die Leuchtende“. Helena kennt man vor allem heute als Mutter Konstantins des Großen. Sie wurde am Bosporus geboren. Im Jahr 312 wurde Helena Christin und förderte das sich ausbreitende Christentum. Es heißt heute: Sie wurde zu einer wichtigen Schlüsselfigur für die Verbreitung des Christentums. In der katholischen und der orthodoxen Kirche wird sie heute als Heilige verehrt. Elf der zwölf Apostel starben – der Überlieferung nach – ebenfalls später den Märtyrertod. Allein Apostel Johannes starb als Einziger später eines natürlichen Todes. Als Letzter der Apostel verstarb er wahrscheinlich friedlich.


KAISER NERO

Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus
(* 37 n.Chr. in Antium; / † 68 n.Chr. bei Rom)
war von 54 bis 68 n.Chr. Kaiser des Römischen Reiches. Trotz seiner Blutsverwandtschaft mit Kaiser Augustus mütterlicher- und väterlicherseits schien er alles andere als römisch zu sein:
Nero war blond, blauäugig, sommersprossig, mit eher künstlerischer als kriegerischer Begabung.


  • Nero liebte einen exzessiven Lebensstil und wie Domitian die Verfolgung von Christen.
  • Kaiser Nero (*37-/+68 n.Chr.) war von 54 bis 68 Kaiser des Römischen Reiches. Nero verurteilte damals wahrscheinlich den Apostel Paulus zum Tode. Möglicherweise fand Apostel Paulus aber auch im Zuge von Neros Christenverfolgung im Jahr 64 n.Chr. den Tod. Paulus starb – wohl nach verbreiteter Auffassung – in Rom durch Enthauptung. Eine Kreuzigung wäre ihm als römischem Bürger erspart geblieben. Das römische Bürgerrecht, das der Apostel Paulus besaß, war ein Privileg und ein Symbol für einen hohen Status zu dieser Zeit.

Kaiser Nero und der große Brand in Rom


  • Beim großen Brand (im Jahre 64 n.Chr.) in Rom wurden bis zu zwei Drittel der antiken Metropole zerstört…. das Ausmaß der Vernichtung war so gewaltig, dass man nicht an Zufall glauben wollte.
  • Nero bezichtigte „die Christen“ den Brand gelegt zu haben, die von da an von ihm verfolgt wurden.
  • Nero wurde jedoch später von verschiedenen Quellen (wie zum Beispiel von Tacitus) selbst als Brandstifter und Verbrecher verdächtigt.  „Selbst Tacitus, der große Ankläger Neros, schreibt, niemand wisse, ob der Brand gelegt wurde oder zufällig ausbrach“, berichtet die Autorin Marisa Ranieri Panetta. Tacitus (* um 58 -/ † um 120 n.Chr.) war damals ein bedeutender römischer Geschichtsschreiber, Politiker und Senator.
  • Nero habe den Brand von Rom selbst verursacht und sich an diesem Ereignis ergötzt… sagte man damalsDass Kaiser Nero die Stadt Rom angezündet habe, gilt heute als Allgemeingut; auch einige antike Quellen bezeichnen Nero ausdrücklich als den Brandstifter.
  • Der Feuersturm, der in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 64 nach Christus in Rom ausbrach, war so gewaltig, dass Geschichtsschreiber Tacitus diese Feuersbrunst sogar in seinen Annalen erwähnte.
  • Nach einer Inschrift aus der Zeit von Kaiser Domitian soll das Feuer über neun Tage in Rom gewütet haben. Domitian (* 51 in Rom; /† 96 ebenda) war von 81 n.Chr. bis zu seinem Tod römischer Kaiser als Nachfolger seines Bruders Titus. Domitian war der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier..

NERO CLAUDIUS CAESAR


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Die Mutter Neros – „Agrippina“ (*15 n.Chr.-/+59 n.Chr.) wurde in Köln geboren und wuchs in Rom auf. Sie war eine vornehme Römerin und Urenkelin des Kaisers Augustus (*63 v.Chr.-/+14 n.Chr.). Sie war – den Annalen nach – eine Schönheit und ein Machtmensch.
Es gelang ihr, den Kaiser Claudius (*10 v. Chr.-/+54 n. Chr.) zu verführen, obwohl er ihr Onkel war. Die beiden heiraten – Agrippina in dritter Ehe. Kaiser Claudius war bereits 58 Jahre alt, Agrippina war gerade mal 33 Jahre alt. Kaiser Claudius war der vierte römische Kaiser der julisch-claudischen Dynastie. Kaiser Claudius regierte von 41 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 54 n.Chr.


  • Agrippinas Sohn Nero aus erster Ehe wurde von Kaiser Claudius adoptiert.
  • Nachdem „Agrippina“ den Philosophen und Schriftsteller Seneca zum Mentor ihres jungen Sohnes bestimmt hatte, erklärte die ehrgeizige Agrippina Nero für würdig, die Thronfolge anzutreten, was er kurz vor seinem 17. Geburtstag im Jahr 54 n. Chr. auch tat.  
  • Nachdem Agrippina den Philosophen und Schriftsteller Seneca zum Mentor ihres jungen Sohnes bestimmt hatte, erklärte Agrippina Nero für würdig, die Thronfolge anzutreten, was er kurz vor seinem 17. Geburtstag im Jahr 54 n. Chr. auch tat.

Nero wurde bereits mit elf Jahren verlobt und mit fünfzehn Jahren mit seiner Adoptivschwester Claudia Octavia, der Tochter des Kaisers Claudius, die zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt war – verheiratet. Ein Jahr später – im Jahr 54 n.Chr. ließ der erst 16-jährige Nero seine eigene Mutter Agrippina und ihren Mann den Kaiser Claudius kaltblütig vergiften. Nero war nun Allein-Herrscher.

KAISER NERO (*37 n.Chr. -/ + 68 n.Chr.)


  • Agrippinas Sohn Nero (geboren 37 n.Chr. in der Nähe von Rom) übernahm im Alter von nur 16 Jahren – nach dem Tod seines Vaters als nachfolgender Kaiser (von 54 n.Chr. bis 68 n. Chr.) die Regentschaft. In den 14 Jahren seiner grausamen Regentschaft hatte der römische Kaiser Nero eine eindrucksvolle Liste an Perversionen – wie vernunftwidrige Handlungen und Gewalt-Verbrechen – zusammengetragen… so heißt es in den Annalen.
  • Schon Neros Großvater habe jenes zwiespältige Charakterbild gezeigt, das sich im Enkel gefährlich vergrößern sollte.
  • Seinen Stiefbruder Britannicus ließ Nero heimlich kaltblütig durch Gift ermorden, allein einfach aus purer Eifersucht. 
  • Schauergeschichten über Nero gibt es viele… Schon zu seinen Lebzeiten machten Beispiele seiner Grausamkeit die Runde.
  • Kaiser Nero starb mit nur 30 Jahren am 9. Juni 68 n. Chr. durch Selbstmord, bevor er wegen vielen seiner grausamer Taten vom römischen Senat als Staatsfeind zum Tode verurteilt werden sollte.

Der römische Imperator Nero gilt als der Inbegriff eines größenwahnsinnigen Tyrannen. Er gehörte zu den umstrittensten Kaisern in der gesamten Geschichte des Römischen Reiches. Nero galt also als einer der berüchtigtsten Herrscher Roms und war wegen seiner Grausamkeit und Ausschweifungen gefürchtet. Kaiser Nero kam – wie oben erwähnt – im Jahr 54 n. Chr. im Alter von nur 16 Jahren bereits an die Macht, er soll eindrucksvoll von stattlicher Größe (1.90m) gewesen sein.

Basilika Kuppel Rom


DER APOSTEL PAULUS

Auf dem Grab von Apostel Paulus in Rom wurde später eine Basilika errichtet. Als „Sankt Paul vor den Mauern“ ist sie heute eine der meistbesuchten Kirchen Roms.

  • PAULUS VON TARSUS  (* vermutlich vor dem Jahr 10 n.Chr. in Kilikien; † nach 60 vermutlich in Rom) war nach dem Neuen Testament der bedeutendste Missionar des Urchristentums und einer der ersten christlichen Theologen…. sagt Wikipedia.
    (Anm.: Kilikien war eine antike Landschaft im Südosten Kleinasiens, entspricht etwa dem östlichen Teil der heutigen türkischen Mittelmeerregion) 

  • Der heilige Paulus war – wie oben erwähnt – ein christlicher Apostel, der die Lehren Jesu in der Welt des ersten Jahrhunderts n.Chr. verbreitete.
  • In seinem – im „Neuen Testament“ – überlieferten Brief an Titus (Kapitel 3, Vers 12) berichtete der Apostel Paulus, dass er plante, länger in Nikopolis (im Nord/Westen Griechenlands gelegen) zu bleiben. Im Brief an Titus Kapitel 3 geht es darum, dass Christen sich unter die Autorität der Regierung stellen sollten, um Streitigkeiten zu vermeiden.
  • Titus (*39 n.Chr.-/+81 n.Chr.) war der zweite römische Kaiser und als Nachfolger seines Vaters Vespasian der zweite römische Kaiser der flavischen Dynastie. Während seiner zehnjährigen Regentschaft gelang es dem toleranten und weltoffenen Herrscher Titus das Reich politisch und finanziell zu stabilisieren. Kaiser Titus vollendete den Bau des Flavischen Amphitheaters, heute besser bekannt als Kolosseum in Rom. Der römische Kaiser Titus verstarb 81 n.Chr..

Nikopolis (=Stadt des Sieges), ist die Stadt, wo Paulus nachweislich überwintern wollte (Titus 3:12). Möglicherweise wurde der Apostel Paulus in Nikopolis damals (60 n.Chr.) dort wohl verhaftet und dann – wie oben erwähnt – zur Überführung als Gefangener nach Rom gebracht, wo der Apostel Paulus hingerichtet wurdePaulus soll 70 Jahre alt geworden sein.

Anm.: Unter den verschiedenen Städten des Altertums, wo viele den Namen Nikopolis trugen, scheint das Nikopolis in Epirus – auf einer Halbinsel im Nord-Westen Griechenlands gelegen – am besten in den Bibelbericht zu passen… sagt glosbe`s Wörterbuch.


Die Sichtweise auf Karfreitag änderte sich im Laufe der Jahrhunderte deutlich.

Biblische Erzählungen

  • Bei der Erklärung der biblischen Ostern-Erzählungen lernen Kinder schon früh im Religions-Unterricht, dass diese Erzählungen davon berichten, wie Menschen in der Begegnung mit Jesus, dem Auferstandenen, auf geheimnisvolle Weise verändert werden:
  • Aus der tiefen Angst wird Freude, aus der unendlichen Traurigkeit wird Trost, aus der Verzweiflung wird Zuversicht und aus Hoffnungslosigkeit wird grenzenloses Vertrauen.
  • Das erleben viele Christen – die noch eine enge kirchliche Bindung haben – jetzt gerade an Ostern hautnah.
  • Dass Kinder solche Gefühle früh auch erleben, ist für mich – gerade jetzt bei meiner jungen Enkelin – die derzeit auch als „Messdiener(-in)“ in Gottesdiensten tätig ist – immer wieder wunderbar erfahren zu dürfen.

Die vier Evangelisten 
Markus, Matthäus, Lukas und Johannes 
verfassten ihre Bibel-Texte über Jesus erst viele Jahre nach dessen Kreuzigung,
etwa zwischen den Jahren 70 und 100 n.Chr.
<< Keiner von ihnen kannte Jesus persönlich>> 


Diese vier Evangelisten griffen auf das zurück, was man sich in den frühchristlichen Gemeinden in Palästina, Syrien, Griechenland und Kleinasien so alles über den „Nazarener“ erzählte und bereits aufgeschrieben hatte.

DIE BIBEL-ENTSTEHUNG:


Wissenschaftler wissen heute, dass die ältesten Schriften der Bibel
– tatsächlich nachgewiesen – etwa 3000 Jahre alt sind.
Vieles vom „Alten Testament“ wurde lange nur immer weitererzählt,
bevor es jemand dann schriftlich festhielt. Der Prophet Moses, weitere Propheten und ihre Schüler schrieben die ersten Bibeltexte nieder. Beim „Neuen Testament“ war es nicht viel anders. Hier werden allgemein vier Autoren namens Matthäus, Markus, Lukas und Johannes genannt. Das Neue Testament ist – wie oben erwähnt – eine umfangreiche Sammlung von 27 Schriften, die in der Zeit zwischen 50 und 120 n. Chr. von verschiedenen Autoren verfasst wurden.


Herodes wurde 73 vor Christus in dem jüdischen Idumäa geboren, das südlich von Judäa lag, es entspricht heute im Wesentlichen dem südlichen Teil des vom Staat Israel besetzten Westjordanlandes. Das Land wurde auch Kanaan oder Gelobtes Land genannt. König Herodes war der letzte römische Kaiser und regierte von 476 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 480 n. Chr. Magier haben König Herodes darüber informiert, dass sie Zeichen gesehen hatten, welche die Geburt des Königs der Juden anzeigten.


KÖNIG HERODES
und die unschuldigen Kinder


Im Matthäus-Evangelium (2,1) wird die Geburt Jesu in die späte Zeit des Königs Herodes datiert:
„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen „Magier“ (Sterndeuter) aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ – Mt 2,1–2 EU

Die meisten Gelehrten schätzen, dass Jesus zwischen 6 und 4 v. Chr. geboren wurde – noch während der Herrschaft des Herodes – wie das Matthäusevangelium aufzeigt.


Das Evangelium nach Matthäus erzählt davon, dass der herrschende König Herodes bei dieser Nachricht der Magier „erschrickt“ und die Schriftgelehrten Israels befragt, wo diese Geburt denn stattgefunden habe. Diese nennen Bethlehem als Geburtsort. Bethlehem galt damals schon als Stadt Davids, dem Gott verheißen hatte, sein Nachkomme werde auf ewig den Thron erben. – (2 Sam 7,16 EU)

  • So steht es in der Bibel geschrieben: „Als Herodes merkte, dass ihn Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig und er ließ in Bethlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte.“ – Mt 2,16 EU. Das kirchliche Gedenk-Fest der Unschuldigen Kinder wird in der Kirche nur wenige Tage nach dem Weihnachtsfest, am 28. Dezember begangen. 

Josef wurde in einem Traum von Gott vorher gewarnt und aufgefordert, das Land zu verlassen und mit seiner Frau Maria und dem Kind nach Ägypten zu fliehen (Mt 2,13-15 EU). So entging Jesus noch rechtzeitig dem Zorn des Herodes.


Jesus wurde – wie erwähnt – vermutlich um das Jahr 4 v.Chr. in Nazareth geboren. Wissenschaftler vermuten heute, dass der Messias nicht in einem Stall in Betlehem, sondern in Nazareth geboren wurde. Im Matthäus-Evangelium (2,1) wird auch die Geburt Jesu in die späte Zeit des Herodes datiert. Jesus wurde erst gegen Ende der Regierungszeit von König Herodes (*72 v.Chr.-/ +4. v.Chr.) geboren. Herodes wurde im Jahr 37 v. Chr. von den Römern zum König von Judäa ernannt und regierte mit strenger Hand das Land bis zu seinem Tod im Jahr 4 v. Chr. – dem Geburtsjahr von Jesus.

  • Für das Neue Testament ist die Sache eindeutig: Herodes trachtete dem neugeborenen Jesuskind nach dem Leben, weil er seine eigene Herrschaft bedroht sah: Herodes war etwa 73 Jahre alt, als Jesus geboren wurde. Es war wohl Herodes, der das Massaker (wohl kurz vor seinem Tod) an allen Klein-Kindern von Bethlehem anordnete.
  • Als Kindermord in Bethlehem bezeichnet die christliche Tradition die – in der Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) überlieferte – Tötung aller männlichen Kleinkinder in Bethlehem, welche von König Herodes dem Großen angeordnet wurde, um den – wie ihn der Evangelist nennt – neugeborenen König der JudenJesus von Nazareth zu beseitigen. (Wikipedia)

Als brutaler Kindermörder von Bethlehem ist
Herodes in die Welt-Geschichte eingegangen.


Eine Mehrheit der Herodes-Biographen und „wahrscheinlich auch eine Mehrheit der Bibelforscher“ halten das Ereignis jedoch für fiktiv.
Im Neuen Testament ist die Sache aber doch eindeutig: Herodes trachtete wohl tatsächlich demnach dem Jesuskind nach dem Leben, weil er seine Herrschaft bedroht sah. Auch im Matthäus-Evangelium – spielt Herodes eine zentrale Rolle als Rivale und Verfolger des neugeborenen Jesus von Nazareth… (katholisch.de: Nach neueren Quellen ist der in der Bibel beschriebene Kindermord in Bethlehem eher fraglich).


Jesus wurde vermutlich um das Jahr 4 oder 6 vor
unserer Zeitrechnung in Nazareth geboren. 


  • Christi Geburt ist also wohl ein paar Jahre „vor Christus“ zu datieren. Die Daten fallen auch in die lange Herrschaftszeit des ersten römischen Kaisers „Augustus“ (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.).
  • Das Lukasevangelium datiert die Geburt Jesu auf die Zeit des Kaisers Augustus. Dieser regierte von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr.
  • Jesus wurde zwar in Bethlehem geboren, er lebte jedoch wahrscheinlich in Nazareth.
  • Etwa ab dem Jahr 28 n. Chr. trat Jesus öffentlich mit seinen „Reden“ in Galiläa und Judäa auf. Er war schon früh ein bekannter jüdischer Wanderprediger.
  • Das antike Israel war im Wesentlichen damals in zwei verschiedene Provinzen unterteilt: Judäa im Süden und Galiläa im Norden.
  • Das Lukas-Evangelium gibt an:Jesus war, als er auftrat, etwa 30 Jahre alt‘ (3,23)…“ – wozu eine Geburt von Jesus frühestens 6 n. Chr. nicht so gut passte, wie eine spätestens 4 v. Chr. „… Christi Geburt ist also wohl eher ein paar Jahre „vor Christus“ zu datieren.… sagen heute die Gelehrten.

 „Du mein Gott, in deine Hand lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, HERR, du Gott der Treue. “ (Ps 31,5–6).
Auch im Lukasevangelium bleibt Psalm 22 zur Deutung des Todes Jesu wichtig.
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ein Psalm Davids.


DER KREUZES-TOD

  • Jesus starb – noch als junger Mann – den Kreuzestod zwischen den Jahren 30 und 33 n. Chr. in Jerusalem (Golgatha). Nach allen Evangelien steht geschrieben, dass Jesus auf Befehl des römischen Statthalters Pontius Pilatus (Mk 15,15) von römischen Soldaten gekreuzigt wurde.
  • Nach römischem Recht war Jesus schuldig. Sich als Messias oder König zu bezeichnen, galt als Hochverrat gegen den Kaiser. Das ist der Grund, warum auf der Tafel über seinem Kreuz das juristische Urteil stand: «Jesus von Nazareth, König der Juden».
  • Es existieren außer biblischen – auch noch andere, spätere Quellen, wie z.B. die – vom römisch-jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus (*37 n.Chr.-/+ 100 n.Chr. in Rom) – der vom Kreuzestod berichtete – genauso wie es auch der römische Historiker Tacitus (* um 58 n.Chr.-/ † um 120 n.Chr.) tat. Flavius Josephus war ein jüdischer Priester, Gelehrter und Historiker.
  • Die Kreuzigung von Jesu von Nazareth steht im Zentrum des Neuen Testaments (NT) und der christlichen Botschaft. Sie gilt als gesicherte Tatsache, da sie auch in sehr frühen außerbiblischen Dokumenten belegt ist. Die weitaus meisten Historiker entnehmen den vielen Quellen, dass Jesus tatsächlich gelebt hatDass es Jesus gab und er gekreuzigt wurde, gilt heute als sicher. 

Die Urchristen identifizierten Jesus von Nazareth mit dem im Alten Testament verheißenen Messias (griechisch/latinisiert Christus). Aus dem Glaubensbekenntnis „Jesus ist der Christus“ entstand früh der Name „Jesus Christus“:
Christen glauben an den einen Gott und dass Gott zugleich Vater, Sohn und Heiliger Geist (= Gott) ist. Diese Vorstellung nennen wir Menschen Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit oder Trinität. Mit „Vater“ meinen Christen Gott, den Schöpfer aller Lebewesen und Dinge. Der „Sohn“ ist Jesus Christus, der Mensch geworden ist. Der „Heilige Geist“ schenkt uns Menschen Weisheit, den Glauben und die Liebe zwischen Gott und den Menschen

Die Realität an österlichen Riten?

So ist heute die Realität – bei christlichen Feiern aktiv mitzuwirken – oft ganz anders als früher. Immer mehr Kinder und natürlich auch die Eltern bringen kaum noch Vorkenntnisse oder Verständnis im Hinblick auf das christliche Osterfest mit.


  • Die biblischen Erzählungen zu Leidensgeschichte Jesu und was eigentlich wirklich „Ostern“ für uns Christen bedeutet, können also kaum noch allgemein vorausgesetzt werden. Alte Traditionen gelten meist als „verstaubt“ und nicht mehr zeitgemäß… Das ist so und wird wohl auch so weiter gehen...

Aus katholischer Sicht ist Ostern das wichtigste Fest
im *liturgischen Kalender der Kirche.

Das Osterfest feiert die zentralen Ereignisse des christlichen Glaubens – nämlich den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. An Ostern feiern Christen also mit dieser Auferstehung Jesu den Sieg des Lebens über den Tod und damit das zentrale Ereignis ihrer Religion.

Während Jesu Geburt (der Bibel-Erzählung nach) in einem Stall stattfand – was Forschern zufolge lediglich eine fromme Legende ist stellt somit Ostern tatsächlich doch ein „historisch“ nachweisbares, christliches Fest dar, über das auch die Bibel ausführlich berichtet.

Anm.: Die *Liturgie bezeichnet die einzelnen christlichen Rituale zur Verehrung Gottes und umfasst das gesamte gottesdienstliche Geschehen.

Es steht geschrieben…
Überlieferungen der Bibel-Texte


Während die Schriften des Alten Testaments vor allem die Geschichte des alten Volkes Israel als Gottes erwähltes Bundesvolk darstellen, berichten die späteren Schriften des Neuen Testaments von Jesus Christus und seinem Wirken bis hin zur Entstehung der ersten christlichen Gemeinden in Israel.

  • Der Prophet Moses (*1279-/-1213 v. Chr.) und weitere Propheten und ihre Schüler schrieben die ersten Bibeltexte nieder. 
  • Etwa 600 v. Chr. sollen die ersten Schreiber in Ländern östlich vom Mittelmeer mündliche Überlieferungen niedergeschrieben haben. Sie alle hielten die ersten, früh erzählten Geschichten fest, wie z.B. das jüdische Volk aus Ägypten fliehen musste.
  • Im neuen Testament wurde dann das Leben von Jesus Christus und seine Taten beschrieben. Die Texte stammen von unterschiedlichen Verfassern. Im „Kanon“ des Neuen Testaments sind 14 Briefe überliefert, die dem Apostel Paulus als Verfasser zugeschrieben werden.
  • Ein „Kanon“ ist eine Liste von Schriften (Richtschnur/Regel/Norm), die das Judentum und das Christentum als Bestandteile ihrer Bibel festgelegt und so zum Maßstab ihres Glaubens und ihrer Lebensgestaltung gemacht haben. Die 66 Bücher der Bibel nennt man «kanonische» Bücher. Das Wort «Kanon» bedeutet: «Regel». Der „Kanon“ des Neuen Testaments ist in der katholischen, den reformatorischen und den orthodoxen Kirchen einheitlich.
  • Heute zählen die Briefe des Apostels Paulus als älteste Werke aus dem Neuen Testament.
  • Markus, Matthäus, Lukas und Johannes gelten ebenfalls als Autoren der Evangelien im Neuen Testament.
  • Das Neue Testament (NT) ist eine Sammlung von 27 Schriften in griechischer Sprache, die in der Zeit zwischen 50 und 120 n. Chr. von verschiedenen Autoren verfasst wurden. Zwischen dem Tod Jesu und der Niederschrift des ersten Evangeliums liegen etwa vierzig Jahre sagt die Bibel. (kirche-mv.de)

Anm.: Altes/Neues Testament? Die christliche Religion übernahm einst die alte jüdische Bibel (den «Alten Bund») als „Altes Testament“ und ergänzte die Bibel später mit dem „Neuen Testament“ (dem «Neuen Bund»). Der neue Bund (oder das Neue Testament) ist das Versprechen, das Gott der Menschheit gibt, dass er die Sünden vergeben wird und die Gemeinschaft mit denen wiederherstellt, deren Herzen sich zu ihm hinwenden. Jesus Christus ist der Mittler des neuen Bundes, und sein Tod am Kreuz ist die Basis für dieses Versprechen (Lukas 22,20).

GRAB-LEGUNG CHRISTI


Die weitgehend tiefe Religiosität, wie es sie z.B. heute meist nur noch im Islam gibt, ist hierzulande meist nicht mehr – wie früher – vorhanden. Das ist so… und wird wohl weiter auch so bleiben… Siehe hierzu auch meinen anderen Blog-Artikel: „Der Islam und das Christentum“.


Ostern ist jedes Jahr an einem anderen Datum:


Das „deutsche“ Ostern haben wir vermutlich – schon früh – missionierenden irisch-schottischen Mönchen zu verdanken. Wie im englischen „Easter“ steckt in dem Wort entweder ein altgermanisches Wort für Morgenröte (das mit Eos, der griechischen Göttin verwandt sein könnte) oder der Name einer angelsächsischen Lichtgöttin „Ostara“. Dazu folgt später mehr Informativeres.

  • Der Ostersonntag fällt – nach einem alten Brauch – stets auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond. Die kath. Kirche hat bereits früh im 4. Jh. n.Chr. festgelegt, dass Ostern auf einen bestimmten Sonntag fällt, nämlich den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Nach dem gregorianischen *Kalender war das damals frühestens am 22. März und spätestens am 25. April.

Dies alles und noch viel mehr – wurde bereits schon früh auf dem ersten christlich ökumenischen Konzil von *Nizäa im Jahre 325 n.Chr. unter der Leitung von Konstantin I. („dem Großen“) so beschlossen. Das Konzil wurde von Kaiser Konstantin vor allem auch einberufen mit dem Ziel, eine Art *dogmatischen Frieden zu erreichen, der die Einheit zwischen den verschiedenen Zweigen des jungen Christentums ermöglichen würde. Auch der katholische Glaube sollte früh in Abgrenzung zu den Protestanten neu bestimmt werden. Das erste christliche Konzil (325 n.Chr.) wurde damals in *Nizäa (heute Iznik, Türkei) bei Byzantion (heute Istanbul) abgehalten.
(Anm.: *Dogmatische Menschen sind oft der Ansicht, dass ihre Weltanschauung der absoluten Wahrheit entspricht. In Folge weigern sie sich häufig, ihre Meinung zu ändern. Zum Beispiel im Zusammenhang politischer Fragestellungen…Dogmatisch hier: z.B. Akzeptans anderer Glaubensrichtungen)


Reform des alten julianischen Kalenders


Der frühe julianische Kalender wurde bereits im Jahr 45 v. Chr. von JULIUS CAESAR (*100 v. Chr.- /+ 44 v. Chr.) – daher auch der Name „Julianischer“ Kalender – im Römischen Reich eingeführt.

Der gregorianische Kalender entstand erst später gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch eine Reform des julianischen Kalenders. Benannt wurde er nach Papst Gregor XIII. – der ihn anno 1582 mit der päpstlichen Bulle (=Urkunde) namens „Inter gravissimas“ verordnete.


Der gregorianische Kalender

  • SEIT ANNO 1582: Der gregorianische *Kalender ist heute der – in den meisten Ländern der Welt, Deutschland eingeschlossen – allgemein gültige Kalender.
  • Er entstand gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch eine Reform des julianischen Kalenders, dennoch gibt es Kulturen in unserer Welt, die ein ganz anderes Kalendersystem besitzen. Er orientiert sich am scheinbaren „Lauf“ der Sonne und dessen Wendepunkten und ist daher auch zudem noch ein sogenannter astronomischer Kalender.
  • Der gregorianische Kalender, auch bürgerlicher Kalender genannt, ist also heute immer noch der weltweit meist benutzte Kalender. Die Länder, die den Gregorianischen Kalender nicht übernommen haben, sind z.B. Äthiopien, Nepal, Iran, Saudi-Arabien und Afghanistan.

  • Der Gregorianische Kalender richtet sich vor allem nach den „Mondphasen“, dem ersten Frühlingsvollmond.
  • Zur Berechnung des Osterfests müssen hier drei Dinge feststehen: das genaue Datum des Frühlingsanfangs, die Bestimmung des Frühlingsvollmonds und schließlich die Bestimmung des darauf folgenden Sonntags, an dem dann „Ostern“ zu feiern ist.
  • Den „liturgischen“ Frühlingsbeginn hatte das Konzil von Nicäa (325 n.Chr.) – damals korrekt – auf den 21. März des Jahres festgelegt.

Kaiser Konstantin I.
auch „Konstantin der Große“ genannt.


Das Erste *Konzil von Nicäa wurde vom römischen Kaiser Konstantin I. (im Jahre 325 n. Chr.) in Nicäa bei Byzantion (südöstlich vom heutigen Istanbul) einberufen – um innerchristliche Streitigkeiten (arianischer Streit) mit allen Beteiligten beizulegen. Zentraler Streitpunkt war damals die Frage nach der Natur von Jesus und seiner Stellung gegenüber Gott dem Vater und dem Heiligen Geist.

  • Die Bischöfe kamen im Übrigen nicht allein; Jeder hatte die Erlaubnis, zwei Priester und drei Diakone mitzubringen, so dass die Gesamtzahl der Teilnehmer weit über 1.800 betragen konnte.
  • Eusebius (*260 n.Chr. in Palästina/+340 n.Chr. in Israel) spricht von einer fast unzähligen Schar begleitender Priester, Diakone und Ministranten. Eusebius wurde (anno 314 n. Chr.) Bischof und diente während der Herrschaft von Kaiser Konstantin I. (reg. 306–337 n. Chr.) als Hofbischof. Eusebius wird auch vielfach als der „Vater der Kirchengeschichte“ bezeichnet. 

Anm.: Eusebius von Caesare (geb.* 260/64 in Palaestina /+ 339 n. Chr.) wurde um 313 n.Chr. Bischof von Cäsarea – heute Haifa (Israel). Er war ein spätantiker christlicher Theologe und Geschichtsschreiber. Seine Aufzeichnungen bilden eine der wichtigsten Quellen für die frühe Kirchengeschichte.


Anm.: Ein *Konzil ist hier eine Versammlung von allen Bischöfen, die versuchen, wichtige, bestimmte Fragen innerhalb der Kirche zu klären.


  • Unter den Kaisern der Spätantike war damals „Konstantin der Große“ (etwa *280 in Niš/Serbien – /+337 n.Chr. in Izmir/heute Türkei) wohl der bedeutendste. Er war – von 306 bis 337 n.Chr. – römischer Kaiser.
  • Konstantin war nicht nur römischer Kaiser, sondern vor allem auch dafür bekannt, endlich die Christenverfolgung zu beenden. Er war zudem nicht nur kriegerisch erfolgreich, sondern trug auch wesentlich – noch zu Lebzeiten – dazu bei, dass sich das Christentum als Weltreligion etablieren konnte. Außenpolitisch gelang ihm zudem eine Sicherung und Stabilisierung der Grenzen seines Landes… (Näheres hierzu bei Wikipedia)

DIE BERÜHMTE SCHULE VON ATHEN

Raffael vereinte in seinem Fresko „Die Schule von
Athen“ hier die klügsten Geister aller Zeiten. Im Zentrum des Bildes
kommen zwei Männer auf uns zu: Platon und sein Schüler Aristoteles. Im Jahre
1510 bis 1511 malte Raffael das Fresco „Die Schule von Athen“ für den
römisch-katholischen Papst Julius II. (1443-1513)
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Der weltberühmte Maler Raffael (*1483/+-1520) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance. Raffael verstarb im Alter von nur 37 Jahren am 6. April 1520 in
Rom. Sein Tod wurde von seinen Zeitgenossen als großes Unglück empfunden und bereits damals wurde er als einer der herausragendsten Künstler seiner Zeit gewürdigt.

Er hat hier auf diesem monumentalen Wandgemälde alle Geistesgrößen der Antike – aber auch die seiner Zeit – zusammenkommen lassen und alle im Gemälde meisterlich zu einem harmonischen
Ganzen vereint. Und wer sind eigentlich all die anderen Männer auf dem Gemälde?
Die meisten von ihnen sind berühmte Dichter und Denker, Philosophen und Wissenschaftler der Antike – ein wahres „Who is who“ der Gelehrsamkeit. Angefangen von Sokrates und Pythagoras über Archimedes, Diogenes und Euklid bis hin zu Zarathustra haben sich alle in Raffaels Schule von Athen versammelt. Raffael wäre nicht Raffael, wenn er sich nicht auch selbst ein kleines Plätzchen im
Reigen der Großen gegönnt hätte: Ganz rechts außen, am Bildrand, fast verdeckt von einem weißgekleideten Mann, steht ein Jüngling mit schwarzer Kopfbedeckung
…. Raffaels weltberühmtes Fresko „Die Schule von Athen“ befindet sich heute im zweiten Stock des Vatikanpalastes im Rom. (Wikipedia)


DAS OSTERFEST

OSTER-PROZESSION: Die feierlichen Prozessionen in der Osterwoche ( Semana Santa ist die spanische Bezeichnung für die Karwoche) zählen – zum Beispiel in Spanien zur alten Tradition – zu den Höhepunkten des kulturellen Kalenders. Auch wenn der Einfluss der Katholischen Kirche zurückgeht, die Feierlichkeiten über Ostern in der Kirche sind für viele Menschen mehr als eine religiöse Angelegenheit.


Die Bibel ist eigentlich eine riesige *Bibliothek


Die Bücher der Bibel wurden zunächst von Hand auf Papyrusrollen geschrieben und wieder abgeschrieben. Erst ab dem 9. Jahrhundert vor Christus sind die Texte bzw. die ersten Teile des Alten Testamentes schriftlich festgehalten worden. Ab dem 5. Jahrhundert vor Christus ordneten dann jüdische Gelehrte die Texte, beginnend mit der Tora, den fünf Büchern Mose. Die letzten Bücher des Alten Testaments wurden dann erst im 2. Jahrhundert vor Christus niedergeschrieben.

    • Die eigentliche Übertragung der Bibel in die deutsche Sprache leistete später Martin Luther (*1483-/ +1546). Die Bibel war nämlich ursprünglich auf Hebräisch und Griechisch verfasst. Der Mönch Martin Luther arbeitete an der Wittenberger Universität in Sachsen als Professor für Bibelkunde.

    • Die Arbeit des Reformators begann mit dem Neuen Testament, das der streitbare Kirchenmann in den Jahren 1521/1522 n.Chr. in nur vier Monaten niederschrieb. Er übersetzte also das Neue Testament ins Deutsche, um dem Volk die Möglichkeit zu geben, „Gottes Wort“ selbst zu lesen.

    • Anno 1545 erfolgten dann die letzten Korrekturen der „Biblia Deudsch“ von Luthers eigener Hand. Die Lutherbibel ist eine frühe protestantische Bibelübersetzung aus dem 16. Jahrhundert und das Werk des Reformators Martin Luther unter Mitarbeit weiterer Theologen.
        • (Wikipedia)


Eine *Bibliothek… nennt man die Bibel deswegen, weil sie eine Sammlung
von zahlreichen Büchern ist, von unterschiedlichen Autoren über
einen langen Zeitraum von über 1500 Jahren verfasst und heute eingebunden
verwahrt wurde – in nur einem einzigen Band. Schon dies allein macht
die Bibel absolut einzigartig unter den großen Büchern der Welt.


    • Die Bibel erzählt davon, dass Jesus während des jüdischen *Pessach-Festes getötet wurde: Also ist Ostern – auch heute noch – kalendarisch genau zur gleichen Zeit. Der Brauch des Osterlamms geht also auf das jüdische Pessach-Fest zurück, bei dem – zur Ehre Gottes – immer ein Lamm geopfert – und nach strengen Regeln zubereitet wird.

    • Auch Jesus war Jude und beging das Pessach-Fest mit seinen Jüngern. (Agnus Dei): „Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt…“ (Joh. 1,29).


Das *Pessachfest (Passover) beginnt am Karfreitag und gehört zu den Hochfesten im jüdischen Kalender. Das mehrtägige Fest erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei (zur Zeit des Pharaos Ramses II. (*1279 bis +1213 v. Chr.). Pessach, auch Passa, Passah oder Pascha genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Im Jahre 2024 beginnt Pessach am Abend des 22. April und endet am Abend des 30. April.

MOSES
In der antiken Ikonographie des Nahen Ostens sind Hörner eine übliche Art, die Stärke und Macht eines Gottes oder eines ihn repräsentierenden Königs auszudrücken. Die Hörner drücken somit eine innige Nähe zwischen Jahwe und Moses aus.


Das Pessachfest erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die ersehnte Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei, von der das 2. Buch Mose im Tanach (= Hebräische Bibel) erzählt. Wer hatte die Israeliten befreit? Es war einst Moses etwa 1440 v. Chr.: Held der Bibel, Befreier der Israeliten – [GEO – ] Moses gilt im Islam als bedeutender Prophet und ist im Koran die am häufigsten namentlich genannte Person. In der hebräischen Bibel – und im christlichen Alten Testament wird Moses als Prophet dargestellt, der die Zehn Gebote von Jahwe/Gott empfängt. Im Ökumenischen Heiligenlexikon wird das Geburtsjahr des Moses mit dem Jahr 1651 v. Chr. und das Todesjahr mit 1531 v. Chr. angegeben.


Nach *Dtn 34 sei Moses mit 120 Jahren auf dem Berg Nebo im Ostjordanland gestorben. Der Berg Nebo – mit einer Höhe von über 800 m – bietet eine Aussicht in das Jordantal, auf das Tote Meer und nach Palästina und Israel. 
Anm.: (Dtn 34: *Deuteronium ist das 5. Buch (Moses) des Pentateuch (Zweitausfertigung des Gesetzes) Kapitel 34). Der Inhalt des Buches ist der letzte Tag im Leben seiner Hauptperson Moses. Das Pentateuch ist die griechische Bezeichnung für die fünf Bücher Moses.

Die Zehn Gebote gehören zu den wichtigsten Geboten
des Christentums und des Judentums.


    • Pessach beginnt mit dem ersten Vollmond im Frühjahr und dauert acht Tage. „Pessach“ gilt als Beleg für eine besondere Verbindung zwischen den Juden und Gott, da Gott in die Geschichte ihres Volkes aktiv eingegriffen habe.

    • Der Auszug aus Ägypten oder der Exodus ist daher – wie erwähnt – die Erzählung von der Rettung der Israeliten aus der Sklaverei des Pharaos Ägyptens, die im Buch Exodus in Kapitel 1–15 zu finden ist.

    • Die Thora ist der erste Teil des Tanach, der hebräischen Bibel. Damit beginnt im TANACH (= hebräische Bibel) die besondere Geschichte Israels mit seinem Gott JHWH (=Jah·we oder Jehova), durch die Gott sich seinem Volk bekannt machte.

    • Anm.: Thora =die fünf Bücher Mose


JHWH = gedeutet als „Ich bin, der ich bin (und der ich sein werde)“

Moses und die zehn Gebote


    • So war Moses z.B. auch der Führer von den Hebräern bei ihrem Auszug aus Ägypten. (Siehe: Zweites Buch Moses des Alten Testaments). Moses nannte man auch den „Äthiopier„. Mosekönnte etwa 10 Jahre nach Ramses II., also im Jahr 1304 v. Chr. geboren worden sein und im Jahr 1184 v. Chr. gestorben sein. 

    • Nach Dtn 34 – sei Moses mit 120 Jahren auf dem Berg Nebo im Ostjordanland gestorben, (vgl. Num 14; 20,12; Dtn 4,21f. ), nachdem er von diesem Berg aus das Land jenseits des Jordans erblickt hatte: In dieses Land habe er – wie alle anderen Israeliten seiner Generation – nicht eintreten dürfen (vgl. Num 14; 20,12; Dtn 4,21f. ).

    • Und die Israeliten beweinten Moses in den Steppen von Moab dreißig Tage lang heißt es im fünften Buch des *Pentateuch. Sowohl im Judentum als auch im Christentum spielt Moses eine zentrale Rolle.

    • Zu Moses Tod gibt es verschiedene Theorien… Zahlreiche Historiker und Ägyptologen haben zudem versucht, Moses mit – aus ägyptischen Quellen – bekannten „Menschen“ erfolglos zu identifizieren.

    • Dtn = Das Deuteronium ist das fünfte Buch des *Pentateuch: Der Inhalt des Buches beschreibt den letzten Tag im Leben seiner Hauptperson Moses. In den meisten evangelischen Bibelübersetzungen wird Dtn als Fünftes Buch Moses bezeichnet. Das erste der fünf Bücher Mose heißt Genesis, weil es von der Entstehung der Welt, der Menschheit und des Volkes Israel handelt.

Die Tora ist der erste Teil des Tanach,
der hebräischen Bibel. Sie besteht aus fünf Büchern…

*Pentateuch: Um ca. 440 v. Chr. wurde der Pentateuch als Tora kanonisiert und bildet seitdem den Hauptteil des Tanach für die jüdische Religion. Die Tora ist für die Rabbiner in etwa die „göttliche Weisung“. Der Terminus Pentateuch bezeichnet die Einheit der fünf Bücher Moses, ein Gefüge aus fünf (gr. penta) Rollen… Die Päpstliche Bibel-Kommission bekräftigte die traditionelle Auffassung, dass Moses den ganzen Pentateuch verfasst habe. Er habe das Werk wohl wahrscheinlich nicht unbedingt eigenhändig niedergeschrieben oder diktiert, aber das Werk der Schreiber wohl gebilligt – heißt es in den Annalen. (De mosaica authentia Pentateuchi).

Die zehn Gebote

    • Die rabbinische Tradition besagt, dass Moses die gesamte Thora lernte, während er 40 Tage und Nächte auf dem Berg Sinai lebte. Moses blieb auch auf dem Berg Sinai, um von Gott das Gesetz zu empfangen, die Weisung des Lebens. Die Zehn Gebote gehören zu den wichtigsten Geboten des Christentums und des Judentums. Der biblischen Erzählung zufolge hat Gott dem Moses auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote auf zwei steinernen Tafeln gegeben.


Anm.: Als Hebräer werden in der hebräischen Bibel Angehörige der Israeliten, später aber auch ihre Nachfahren, als das Volk der Juden, bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)


Pfingsten

 

DAS PFINGST-FEST

    • Pfingsten: (= griechisch für 50. Tag) Also 50 Tage nach Ostern findet das Pfingstfest statt. Daher auch der Name: Pfingsten leitet sich von dem griechischen Wort „pentekosté“, der Fünfzigste, ab


Mit den Pfingsttagen endet auch die Osterzeit.

Pfingsten fällt dieses Jahr auf den 19. Mai 2024


DIE TAUBE

Ist die Taube hier noch ein Symbol für Versöhnung und Frieden,
so wird sie im Neuen Testament zu einem Sinnbild für den
Heiligen Geist und somit auch für Pfingsten. 

Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Gottesfurcht und
Frömmigkeit gelten als die sieben Gaben des Heiligen Geistes.

    • Pfingsten wird von Christen – wie erwähnt – genau 50 Tage nach Ostern gefeiert. Es markiert also den Tag, an dem der Heilige Geist auf die Apostel herabkam, als diese nach der Auferstehung Jesu um ihn trauerten und sich hinter verschlossenen Türen zunächst versteckten.

    • Nachdem die Apostel die Kraft und die sieben Gaben des Heiligen Geistes empfangen hatten, gingen sie hinaus in die Welt und predigten „die Botschaft Jesu“ allen Menschen… so heißt es in der Bibel.


Wer wusste, dass das Pfingstfest oft als Geburtstag der Kirche bezeichnet wird?
Es wird so genannt, weil Pfingsten die Zeit ist, an der die Apostel unter das Volk gingen und begannen, die neue Botschaft Jesu überall zu verbreiten und so den Anfang der christlichen Kirche zu begründen.


Im Wandel der Zeit…

    • Pfingsten ist heute für viele nicht mehr – als nur ein schön entspanntes, langes Wochenende. Die schönen Pfingsttage im Frühling bieten sich für schöne Ausflüge ins Grüne an…

    • Gleichzeitig aber hat Pfingsten für gläubige Christen doch heute noch oft eine große Bedeutung und gilt als wichtiges Fest, das – wie Weihnachten und Ostern – mit zwei gesetzlichen Feiertagen gewürdigt wird.

    • Vielfach steht in den Kirchenbüchern eine weiße Taube als Symbol für den Heiligen Geist und somit für Pfingsten.

 

Die germanische Göttin Ostara…

OSTERN – das Frühlingsfest hat tatsächlich auch einen heidnischen Ursprung…


Ostern an sich hat – anders als viele vielleicht denken mögen –
eigentlich gar keine ausschließlich christliche Tradition.


OSTERN ist ursprünglich ein sehr altes, heidnisches Fest und geht wohl auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara oder Eostre zurück. Der Name Ostara entstammt dem lateinischen Wort „Aurora“ und bedeutet „Morgenröte“ : Das Wort „Ostara“ wiederum geht vermutlich ebenfalls auf den nordischen Namen „Eostre“ zurück, welche die angelsächsische Frühlingsgöttin Eostre darstellt. Diese ist – in der nordischen Mythologie – die Göttin der Morgendämmerung, des Frühlings, der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt.


 

DER MÖNCH UND DIE OSTER-GÖTTIN

Der angelsächsische Benediktiner-Mönch „Beda“
und die Oster-Göttin Eostrae („Ostara“)


    • Tatsächlich findet sich nur eine einzige Quelle, die von einer Frühlings–Göttin spricht: Der angelsächsische Mönch (Benediktiner) und Kirchenhistoriker „Beda“ (*672 – /† 735 n.Chr.) – auch „Beda *Venerabilis genannt – gilt als erster zuverlässiger Chronist der frühen englischen Geschichte. Anm.: *Venerabilis= Verehrungswürdig.

    • Beda gilt als einer der damals bedeutendsten Gelehrten des *Frühmittelalters. Dieser war schon bereits ein bekannter englischer Theologe und Geschichts-Schreiber und erklärte die Herkunft des Wortes „Easter“ (Ostern) mit der früheren Göttin namens „Eostrae“ (germanische Frühlingsgöttin).

    • Ostara oder Eostrae ist die Tochter der nordischen Götter Frigg und Wotan. Sie soll eine „Gottheit“ des strahlenden Morgens, des aufsteigenden Lichts gewesen sein, eine freudige, heilbringende Erscheinung, deren Begriff für das Auferstehungsfest (Ostern) des christlichen Gottes so später verwendet werden konnte.

    • Der Name Ēostra ist also tatsächlich erstmals im Jahre 738 n.Chr. nach Beda *Venerabilis (De Tempore ratione 15) sicher belegt.

De temporum ratione (DTR) ist eine Schrift, die Beda Venerabilis im Jahr 725 n.Chr. in lateinischer Sprache verfasst hat. Er arbeitete darin die Themen seiner früheren Schrift De temporibus weiter aus. Im Zentrum des Werkes steht der Osterzyklus, eine tabellarische Aufstellung der Osterdaten.

Vor dem Christentum feierten die Germanen im Frühling
das Fest für die Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, daher auch der Name Ostern.
Imbolc ist eines der drei großen Feste mit beweglichem Datum im keltischen Jahreskreis. 
Der Name Imbolc stammt aus dem Altirischen und bedeutet so viel wie „Rundum-Reinigung“.


Anm.: Das *Frühmittelalter oder frühes Mittelalter ist eine moderne Bezeichnung für den ersten der drei großen Abschnitte des Mittelalters – bezogen auf Europa und den Mittelmeerraum – in etwa für die Zeit von der Mitte des 6. Jahrhunderts bis hin zu ca. anno 1050. Dem Frühmittelalter geht die Spätantike (ca. 300 bis 600/700) voran… sagt Wikipedia.


Der bekannte deutsche Sprach- und Literaturwissenschaftler Jacob Grimm (*1758–/+1863) – einer der beiden Gebrüder Grimm – benutzte Bedas Ausführungen, als er später (um das Jahr 1835) die Herkunft des Wortes „Ostern“ nachvollzog. Grimm passte dabei den Namen der Göttin Ostara sprachlich an. Aus dem alten mittelhochdeutschen „ôstarmânôt“ entstand so der Name „Ostara“.


QUELLE: https://allsherjargode.beepworld.de/ostara.html


Tatsächlich geht die Sonne nur zur Tag- und Nachtgleiche genau im Osten auf, wenn das christliche Oster-Fest begangen wird. (Anm.: Äquinoktium = Tag- und Nachtgleiche werden die beiden Kalendertage eines Jahres genannt, an denen Tag und Nacht etwa gleich lang sind. (Im Jahre 2024 war es der 20. März)

Da die Sonne sich immer in die gleiche Richtung dreht, von West nach Ost, erscheint uns die Sonne, unabhängig von der Hemisphäre, immer als im Osten auf- und im Westen untergehend. Man sollte hierbei jedoch wissen, dass genauen Richtungen von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht nur von der geografischen Breite des Standorts, sondern auch von der Jahreszeit abhängen. Es ist natürlich die Erde, die sich um sich selbst dreht und in 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden, also einem Tag, eine komplette Umdrehung macht…sagt Wikipedia.


    • Es gebe aber nun noch weitere Überlieferungen, Erwähnungen oder Belege – wie der sog. „Osta-Stein“: Dies ist eine angeblich im 16. Jh. n.Chr. gefundene Votivtafel, die heute nicht mehr erhalten ist. – davon gebe es jedoch noch genaue Zeichnungen. Auf diesen war eine männliche oder weibliche Figur mit Hörnerhelm zu sehen, sie habe ein überquellendes Füllhorn getragen.

    • Daneben befand sich ein Kreis, der entweder als Sonne oder Vollmond gedeutet wird, sowie ein Halbmond. Auf der Tafel waren auch uralte Zeichen (Runen) zu sehen, die man allerdings ganz unterschiedlich deuten kann. Es gibt davon wohl mehrere alte Nachzeichnungen – so heißt es.

Die älteste noch vorhandene Votivtafel stammt aus dem Jahr 1686. „Votivtafeln wurden als Dank für überstandenes Unheil oder Krankheit angefertigt und in einer Kirche oder Kapelle, in welcher Gott, Maria oder bestimmte Heilige um Beistand und Hilfe angefleht wurden, aufgehängt. Votivtafeln sind Zeichen der Volksfrömmigkeit. (Wiktionary)


 

Die Gebrüder Grimm

Einer der berühmten Gebrüder Grimm, nämlich Jacob Grimm  (1785–1863) war ein deutscher Jurist sowie Sprach- und Literaturwissenschaftler: Er galt als Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft. Er berichtete damals (zirka 100 Jahre nach Beda) in seinem Werk „Deutsche Mythologie“ (anno 1835) über eine germanische Göttin mit dem Namen Ostara, auf der Basis von Bedas früh benannter Göttin „Eostrae“.

Anm.: Die Brüder Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) kamen in Hessen (Hanau) zu Welt und stammten aus einer hessischen Beamten- und Pastorenfamilie.

Insgesamt haben die Brüder Grimm mehr als 200 Märchen gesammelt. Zu den bekanntesten gehören „Schneewittchen“, „Aschenputtel“, „Dornröschen“. Sie gelten als Begründer der Germanistik. Ihr Lebenswerk war die Erforschung der Wurzeln der deutschen Sprache.

 

Ostara [‚o:stara] ist der von Jacob Grimm (1785–1863),
durch philologischen Vergleich, hergeleitete Name
für eine – vermutlich – germanische Frühlingsgöttin.


Zudem weisen auch u.a. viele verschiedene alte Flur- und Ortsnamen wie Osterode, Osterheide, Osterstedt, Osterhusen, Ober-Ostern (Hessen), Osterholz… sowie der aus Westfalen stammende „Osta-Stein“ (eine im 16. Jh. gefundene Votivtafel) – im Glauben der Menschen – evtl. auf die einstige Existenz einer Göttin Ostara hin. Durch Jakob Grimms damaligen Einfluss auf die deutsche Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts fand die Frühlingsgöttin Ostara so eine weitere Verbreitung im Volk.


Anm.: Jacob Grimm (1785-1863): Grimm war als Professor der Deutschen Sprache und Literatur und Bibliothekar der Universitätsbibliothek in Göttingen tätig. Sein Lebenslauf und Werk ist eng mit denen seines ein Jahr jüngeren Bruders Wilhelm Grimm verbunden, worauf die oft gebrauchte Bezeichnung die Gebrüder Grimm hinweist. (Quelle: Wikipedia)

 

Warum heißt die Oster-Insel denn „OSTERINSEL“?

    • Der Name „Osterinsel“ hat also mit dem Tag ihrer Entdeckung zu tun. Am Ostersonntag des Jahres 1722 stießen mit ihrem Boot holländische Seefahrer durch reinen Zufall auf diese kleine Insel im Stillen Ozean zwischen Südamerika und Australien. Da gerade „Ostern“ war – lag wohl nahe, ihr den Namen „Paaschen“, auf Deutsch „Osterinsel“, zu geben. So einfach war das damals…

    • Die Osterinsel  ist vulkanischen Ursprungs und gehört zu den Polynesischen Inseln im zentralen Pazifik, auf denen traditionell Polynesier leben.

    • Bekannt ist die Osterinsel vor allem wegen ihrer riesigen, sagenhaften Steinskulpturen, den sogenannten „Moais“. (Der Name heißt steinerne Figur)

    • Die teils über „zehn Meter“ hohen Figuren bestehen aus Oberkörper, Armen, einem Kopf mit langer Nase, langen Ohren und Kopfschmuck. Sie wurden von Ureinwohnern damals mit einfachsten Werkzeugen aus Vulkanfelsen geschlagen. 

    • Forscher vermuten, dass die Statuen die Insel bewachen sollten.

    • Seit 1995 gehört die Osterinsel zum UNESCO-WELTKULTUR-ERBE.


Anm.: Die Osterinsel ist eine isoliert gelegene kl. Insel im Südostpazifik, die politisch zu Chile gehört, geographisch jedoch zu Polynesien. Sie liegt südlich des südlichen Wendekreises. Als Polynesier wird eine Gruppe von indigenen Völkern bezeichnet, die polynesische Sprachen spricht und zu der unter anderen der Volksstamm der Māori auf Neuseeland, aber auch die Bewohner von Hawaii, Tahiti, Samoa, Tonga, der Osterinsel und der östlichen Inseln von Fidschi zählen... sagt Wikipedia.

OSTERN – woher kommt denn nun eigentlich der Name?


Der Name Ostern ist von der Wort-Herkunft vermutlich auch mit der Himmelsrichtungs-Bezeichnung „Osten verwandt und geht wie diese wahrscheinlich auf die indogermanische Wurzel „ausos“ in der Bedeutung ‚Morgenröte‘ zurück. Mit der Hinwendung zur aufgehenden Sonne verbindet das Christentum symbolisch die Auferstehung Jesu Christi.


Es gibt – wie oben erwähnt – Ortschaften in Deutschland, die „Ostern“ oder „Hase“ im Namen haben: Oberostern (Hessen)/ Osterburken (Baden-Würtemberg)/ Ostereistedt (Niedersachsen)/ Osterhausen (Sachsen-Anhalt)/Osterhofen (Bayern)/ Ostern (Bayern)/ Häschendorf (Mecklenburg-Vorpommern)/ Hasenhäge (Mecklenburg-Vorpommern)… Quelle: Travelpunkt.de.


    • Im Deutschen und auch im Englischen ist die Herkunft des Wortes Ostern oder Easter keineswegs so eindeutig: Die Bibel erzählt beispielsweise, dass das leere Grab Jesu „früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“ entdeckt wurde. Deshalb wurde die „Morgenröte“ im frühen Christentum auch zum „Symbol der Auferstehung Jesu“ und des Neuanfangs.


 

Morgenröte/Morgenrot: So wird eine rötliche Färbung des Osthimmels genannt, die als Dämmerungserscheinung vor dem eigentlichen Sonnenaufgang im Osten eintritt.

    • Der Namensteil „Oster“ könne so also auch die aufgehenden Sonne, also auch Osten oder Ost gemeint haben. Es gibt hier unterschiedliche „Deutungen“ der Herkunft des Namens „Ostern“, – wie – oben erwähnt – z.B. die der Göttinnen „Ostara oder Eostre“, die aber letztendlich alle nicht wirklich sicher belegbar sind. (Wikipedia)

    • Der Legende nach, fliegt also Ostara – die Tochter des obersten Germanengottes „Wotan“ – im damaligen Volksglauben – durch den Himmel, umgeben von wunderbaren Tieren und Engelsgestalten, während die Menschen zu ihr hinauf sehen und ihr zu Ehren ein großes Fest für den „Sieg des Frühlings über den Winter“ feiern.

Der oberste Gott wurde von den südlichen Germanen „Wotan“ genannt. In Skandinavien hieß er „Odin“.


DAS PESSACH-FEST:
Ob französisch paques, italienisch pasqua, schwedisch paskdagen oder Niederländisch pasen: Alle diese Bezeichnungen leiten sich alle eindeutig vom frühen“ jüdischen Pessach“ ab, dem Fest, an dessen Vorabend sich – der Bibel nach – die Kreuzigung Jesu ereignete.

 

STRAHLENDE GÖTTINNEN:

Ostara ist – unter anderem – auch die germanische Göttin der Fruchtbarkeit und auch eine Sonnen- und Frühlingsgöttin, die nach dem langen Winter die Auferstehung der Natur repräsentiert.


EOS (altgriechisch Ἠώς, Ēōs) dagegen ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Morgenröte. Ihre römische Entsprechung ist die Aurora, nach der auch das rot-grünliche Polarlicht im hohen Norden benannt wird.


„Nichts Genaues weiß man nicht“…Eigentlich weiß man es, aber eigentlich auch nicht so richtig. Es ist eine beliebte Floskel dafür, dass an irgendeiner Sache schon was dran ist – aber was, weiß man eben nicht.

UND WIE KOMMT DENN NUN
DER HASE ÜBERHAUPT ZU OSTERN?

    • Der heilige Mondhase ist Ostaras Tier, der in einer Vollmondnacht im Sternbild am Himmelszelt zu sehen ist. Der HASE war also damals das heilige Tier an der Seite der germanischen Frühlingsgöttin Ostara.

    • Anfangs wurden jedes Jahr – in vorchristlicher Zeit – zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (2024: 20. März auf der Nordhalbkugel) verschiedene Fruchtbarkeitsgöttinnen bei nächtlichen Feiern verehrt.


Ostara versinnbildlicht dabei den Beginn des Frühlings, denn endlich ist der Winter wieder vorbei und die Tage beginnen wieder länger zu werden. Das Entzünden des Osterfeuers und die Feldweihe, das Segnungsritual zur Vorbereitung der Äcker waren damals schon wichtige Bestandteile des keltischen Frühlingsfestes.


DAS OSTER-FEUER

Sowohl die Osterkerze als auch das Osterfeuer gelten als ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus. So heißt es auch, dass das Osterfeuer dazu genutzt wurde, den Winter offiziell zu verabschieden oder auszutreiben und gleichzeitig den Frühling einzuläuten.

Das Ostarafeuer galt damals als heiliger Schutz gegen böse Mächte und die Bitte um den Segen der Götter. Das Osterfeuer und das Entzünden der Osterkerze sind heute aber – anders als früher – auch „Sinnbild“ für die Auferstehung Jesu.

Die alten Heidenvölker glaubten, dass alles Natur-Geschehen, das nicht durch Menschen beeinflusst werden konnte, die Werke guter Götterwesen waren.


Die Frauen hüllten sich damals an diesen feierlichen Ostara-Tagen in lange, weiße Gewänder, die auch die Göttin „Ostara“ trug, und schmückten sich mit vielen Blumen. Außerdem versinnbildlichte auch der Hase im Frühjahr, dass die Ostara – die Göttin der Morgenröte – bereits nahe war, um die strenge Kälte und den Frost zu vertreiben.


Um Ostara anzukündigen, vergruben – der Sage nach –
die „Hasen“ in den Wäldern ihre bunten Eier…
So entstand vermutlich der heutige traditionelle
Osterbrauch die Eier bunt zu bemalen und zu verstecken.

Was hat Ostern eigentlich mit Eiern zu tun?
Und woher kamen damals schon die bunten Eier?


Ein klassisches Beispiel für die Verschmelzung religiöser christlicher Traditionen mit Traditionen der regionalen Naturreligionen: Der frühe germanische Raum war kulturell vom heidnischen Frühlingsfest mit der Frühlingsgöttin vorgeprägt. Kulturelle Prägung, religiöse Deutung und die Entwicklung von Brauchtum gehen Hand in Hand“, sagte die Diplom-Theologin Diana Freyer (*1977) Geschäftsführerin des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin.


Um die Bedeutsamkeit der Eier zu kennzeichnen, wurden Eier im Mittelalter zuerst vor allem nur rot eingefärbt. Die rote Farbe sollte an das vergossene Blut Jesu und somit an seinen Opfertod am Kreuz erinnern. Erst viel später wurden die Eier auch in anderen Farben angemalt.


    • Eier, die in der Karwoche gelegt wurden, galten als besonders heilig. Am Ostersonntag schließlich durfte man nach 40 Tagen Fasten endlich wieder Eier essen.

    • Warum herrschte am Ostersonntag ein regelrechter Überfluss an Eiern? Freyer erklärt den Brauch damit, dass der Verzehr von Eiern während der Fastenzeit früher streng verboten war. „Durch Kochen konnte man die Eier aber gut haltbar machen und dann kamen sie am Ostersonntag auf den Tisch“, sagte die Theologin Freyer.

    • Während der Fastenzeit haben die Menschen früher streng auf viele Lebensmittel verzichtet: Darunter auch auf Eier. Aber natürlich haben die Hühner weiterhin Eier gelegt. Diese wurden aber sorgsam aufgehoben:

    • Damit man wusste, wie alt welches Ei schon ist, wurden sie damals in verschiedenen Farben eingefärbt. Eier sind aus vielen Gründen ein schönes Symbol. Die Tradition des Eierfärbens ist uns bis heute geblieben. 

    • Ostern steht auch für den jungen Frühling und neues Leben.

    • Und da passen bald schlüpfende Küken im Ei natürlich super dazu.


DIE KARWOCHE

 Das Wort „Kar“ oder althochdeutsch „Chara“ bedeutet die Woche rückt hier den Leidensweg von Jesus in den Mittelpunkt.

    • Die Karwoche ist unmittelbar vor Ostern. Sie ist die Kernzeit der österlichen *Passionszeit und für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres.

    • Der Wort-Teil „Kar“ stammt vom althochdeutschen Wort  „chara“  oder  „kara“  und bedeutet Kummer, klagen oder trauern. Schon aus dieser Übersetzung wird die Bedeutung dieser Woche verständlich.


Anm.: Die *Passionszeit bezeichnet in der katholischen Kirche die beiden Wochen vom 5. Sonntag der FASTENZEIT (auch Passionssonntag genannt) bis zum KARSAMSTAG… in der evangelischen Kirche dagegen die 40 Tage von ASCHERMITTWOCH bis zum Karsamstag.

 

Das Fest der Auferstehung des Herrn am Ostersonntag
ist das höchste Fest in der römisch-katholischen Kirche.


    • Die Osterfeiertage beginnen eigentlich schon am Gründonnerstag. Am Abend dieses Tages hatte Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gefeiert.

    • Am Karfreitag ist Jesus gestorben – da wird in vielen christlichen Familien gefastet – also zum Beispiel kein Fleisch gegessen. Es ist ein “stiller Feiertag” – wie oben erwähnt – ist es der höchste Feiertag der evangelischen Christen.


Ein stiller Feiertag?
Das heißt, dass keine lauten Feste gefeiert werden sollten. Karfreitag erinnern wir uns daran, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, der Karsamstag steht im Zeichen des Wartens auf Ostern.


    • Und am frühen Morgen des Ostersonntags wird freudig dann – mit der Gemeinde in Stadt und Land – mit Osterfeuern und Osterkerzen die Auferstehung Jesu symbolisiert. Unsere Kinder haben diese Zeremonie immer mit Begeisterung miterlebt.

    • Danach werden traditionell dann auch die (vom „Osterhasen versteckten) Eier in den Familien in Haus und Garten meist von den Kindern eifrig gesucht.


„Ich glaube nicht, dass mit dem Tod alles aus ist. Dieser wunderbare menschliche Körper, dieses so unendlich komplizierte System, unsere Seele, unsere Phantasie, unserer Gedanken – alles nur für ein einmaliges kurzes Erdenleben? Nein, das glaube ich nicht. Kein Schöpfer wäre so verschwenderisch. Wir verlassen die Erde. Aber wir kommen wieder“. Zitat: *Heinz Rühmann* (1902-1994) war ein beliebter deutscher Schauspieler, Regisseur und Sänger. 

 

Geschenkeritis?

Alles von und über den Osterhasen wird feil geboten


Auf der anderen Seite ist da aber auch die heftige Kommerzialisierung von Ostern, es gibt Unmengen von Süßigkeiten etc. Doch schon am „Oster-Dienstag“ gibt’s satte Rabatte auf alles vom Osterhasen, möglichst schnell weg damit, denn nichts ist so alt wie das „Gestern“…


MUTTERTAG

Der kommerzialisierte, folgende Muttertag (im Mai) steht schon jetzt bereits im Fokus des Handels vor der Tür. Der Muttertag ist in Deutschland zwar kein offizieller Feiertag mehr, aber immerhin fällt er auf einen Sonntag.

Muttertag fällt auf den zweiten Sonntag im schönen Monat Mai.


Anm.: Siehe hierzu auch meinen anderen Blog-Artikel „Muttertag“ unter: https://bienchenhamster.de/muttertag/

Ostern hat sich – nicht nur bei uns – rasant zum neuen Hochfest des Konsums entwickelt.
Den Einzelhandel freut’s, die Kirchen aber fürchten einen Sinnverlust.


    • Aber auch das ist letztendlich alles fest nun zum „Brauchtum“ geworden. Selbst wir – als Kinder – haben uns früher mächtig darüber gefreut, auch das wird immer so bleiben und sich nie ändern… Es gehört eben zu unserer guten Tradition mit dazu.

 

Frühe germanische Stämme


    • Bereits schon früh – in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts nach Christus verließen zahlreiche germanische Stämme (vor allem wegen der kriegerischen Hunnen) im Zuge der Völkerwanderung (Beginn: 375 n.Chr. bis Ende: 700 n.Chr.) ihre alte Heimat…

    • Die Vorfahren der heutigen Sorben/Wenden, ursprünglich slawische Stämme nordöstlich der Karpaten, kamen nach Norden bereits schon vor rund 1500 Jahren in das Gebiet zwischen Ostsee und Erzgebirge. Wahrscheinlich kamen die ehemaligen *Nomaden aus dem Gebiet des heutigen Kasachstan und sind dann im Norden sesshaft geworden…? Dazu später mehr…

    • Anm.: Die Karpaten bilden im Süden eine 1.500 km lange Gebirgskette in Zentral- und Osteuropa. Von Westen nach Osten erstrecken sie sich bogenförmig von Tschechien bis weit nach Rumänien hin.


Anm.: *Nomaden sind Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben… d.h. sie ziehen mit ihren Familien und Tieren von Ort zu Ort. Man sagt: Nomaden sind nicht sesshaft. Sie leben nicht in Häusern. Stattdessen wohnen sie zum Beispiel in Zelten. Nomaden gibt es auch heute noch auf allen Kontinenten. Zum Beispiel die Beduinen in Afrika oder die Eskimos in der Arktis werden ebenfalls als Nomaden eingestuft.


Das Volk der Sorben


Die Sorben/Wenden gehören zu den slawischen Volksstämmen:
Die Sorben sind eine westslawische Ethnie (Volksgruppe), die vor über 1000 Jahren aus den gebirgigen *Karpaten kam und seither in der Lausitz lebt. Sie zählt zu einen der 4 anerkannten ethnischen bzw. nationalen Minderheiten in Deutschland. (Anm.: Die *Karpaten sind ein – nördlich von Ungarn – in der Slowakei/Rumänien liegender bewaldeter Gebirgszug.)

    • Die Sorben waren ursprünglich slawische Stämme: Sie zogen vom Osten nach Westen und siedelten sich etwa 600 n. Chr. in einem damals noch unbewohnten Gebiet von etwa 40.000 Quadratkilometern zwischen Ostsee und Erzgebirge an.

    • Seitdem lebten die Sorben (obersorbisch Serbja, niedersorbisch Sorby) im Osten Deutschlands im Gebiet zwischen Saale und Neiße.

    • So besiedelten also die Sorben – als Ureinwohner Sachsens, noch vor der Ost-Expansion *Heinrichs I. im 10. Jahrh. ganz allein – das damals noch unbewohnte Land zwischen Neiße und Elbe.

Anm.. *Heinrich I. (* um 876; † 2. Juli 936 n.Chr. in der Pfalz) stammte aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Liudolfinger und war ab 912 n.Chr. Herzog von Sachsen.

Alte Tradition der Sorben: Der Oster-Ritt...Das Osterreiten oder der Osterritt (obersorbisch: Jutrowne jěchanje) ; Synonym Kreuzreiten) ist ein altes religiöses Ritual in Form einer Prozession, bei welchem die Auferstehung Jesu Christi verkündigt wird. Es wird bis heute im katholischen Teil der Oberlausitz als alter sorbischer Brauch gepflegt. (Wikipedia)


In Sachsen und auch Brandenburg gibt es in den Gebieten, in denen viele Sorben leben, sogar Schulen mit zweisprachigem Unterricht (Sorbisch und Deutsch) und Schulen, an denen Sorbisch als Fremdsprache gelehrt wird.


    • So wird hier (unten auf der Abbildung) – als altes Brauchtum – auch das perfektionierte Bemalen von Ostereiern durch sorbische Künstler gezeigt. Sowohl hartgekochte als auch ausgepustete Eier werden mithilfe von Wachs und Eierfarben zu kleinen Kunstwerken gestaltet, die so schön und fast zu schade sind, um gegessen zu werden.

    • Ähnlich wie bei anderen slawischen Völkern ist dies auch bei den Sorben uralte Tradition. Zur Gestaltung sorbischer Ostereier gibt es verschiedene TechnikenSo zeichnen sich die prächtigen Eier durch eine besonders kunstvolle und aufwändige Verzierung aus. Die Muster auf den Eiern sollen im Volksglauben bestimmte magische Effekte auf den Beschenkten haben. Traditionell wird hierzu ein Hühnerei bemalt – manchmal auch die größeren Enteneier. (Wikipedia)


DIE SORBEN
und ihre prächtig bemalten sorbischer Ostereier


Traditionelle sorbische kunstvolle Oster-Eier-Bemalung


Der Sorbische Ostereiermarkt (z.B. in Bauzen) findet jedes Jahr fünf Wochen vor Ostern (Anfang März) statt und ist mit dem kunstvollen Verzieren farbenprächtiger sorbischer Ostereier eine Attraktion für tausende Menschen in Sachsen. Besucher können den Künstlern zusehen, wenn diese die Eier wachsen, färben, polieren oder reichhaltige, kunstvolle Muster in die Schale kratzen. 

 

Sorben, Obersorben, Niedersorben?

    • Die Sorben sind ein westslawisches Volk, das in der „Lausitz“ im östlichen Deutschland zu Hause ist. In Sachsen leben die Obersorben, in Brandenburg leben die Niedersorben bzw. die Wenden: Diese sind alle wiederum eine westslawische Ethnie und Minderheit. Nach offiziellen Angaben leben dort aktuell noch etwa 60 000 Sorben.

    • Es gibt auch zwei sorbische Schriftsprachen Obersorbisch und Niedersorbisch: Obersorbisch (hornjoserbšćina) wird heute in der Oberlausitz und Niedersorbisch (dolnoserbšćina) in der Niederlausitz gesprochen.(Wikipedia)


HISTORISCHES:


    • Die Sorben können auf eine 1500-jährige wechselvolle Geschichte zurückblicken. Im Zuge der Völkerwandung im 5. Jahrhundert n.Chr. kamen bereits einige slawische Stämme nach Mitteleuropa. Sie ließen sich – wie oben erwähnt – schon damals auf dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands – in dem Gebiet zwischen Oder und Elbe / Saale – nieder. (Wikipedia)

 

FÜRST PÜCKLER


Ein Beispiel berühmter Sorben:
Hermann Fürst von Pückler-Muskau (*1785 in Muskau – † 1871 in Branitz bei Cottbus) war einst ein berühmter Gartengestalter und Schriftsteller. Von ihm wurden die weltberühmten Parkanlagen in Muskau und Branitz, mit perfekt gestalteter Natur geschaffen.

Zu seinen schriftstellerischen Werken gehören zudem auch z.B. kulturgeschichtlich interessante Reiseberichte.


UND DAS FÜRST-PÜCKLER-EIS? Das älteste bekannte Rezept für ein Eis dieses Namens stammt von dem Königlich-Preußischen „Hofkoch“ Louis Ferdinand Jungius, der seinem Dienst-Herrn – dem Fürst von Pückler-Muskau bereits im Jahre 1839 in seinem Kochbuch ein dreischichtiges Sahne-Eis widmete. Näheres unter: http://www.fuerstpueckler.de/


Und wer kennt ihn nicht… noch zumindest aus der Schule?

Gotthold Ephraim Lessing – war ebenfalls einer der berühmter Sorben…


GOTTHOLD EPHRAIM LESSING (* 1729 (in Kamenz/Sachsen/Obersorbisch) -/ † 1781 (in Braunschweig):
Er war ein berühmter Dichter und Gelehrter. Aus seiner Feder stammen Fabeln wie z. B. „Der Esel und der Wolf“, „Der hungrige Fuchs“, „Der Rabe und der Fuchs“, „Die Nachtigall und die Lerche“ und „Minerva“, und Theaterstücke wie das Lustspiel „Minna von Barnhelm“ und das Schauspiel „Nathan der Weise“.

Quelle: https://www.oberlausitz.de/die-oberlausitz/beruehmte-mitbuerger/


    • Der Rabe und der Fuchs ist z.B. eine Fabel von Lessing. Diese Fabel ist eine ironische Abwandlung der „antiken“ äsopischen Fabel (600 vor Christus) vom Fuchs und dem Raben und greift wie diese das Thema der „Schmeichelei“ und ihre Konsequenzen auf. 
    • Mit seinen Fabeln drückte Lessing das aus, was nicht gesagt werden durfte und in seinen Theaterstücken wurde für alle Menschen nicht „gekünstelt“ (wie damals üblich), sondern ganz normal und für alle verständlich gesprochen. (Quelle: Wikipedia)

Auch Äsops Fabeln sind eine Sammlung von Fabeln und Gleichnissen, welche der antike Dichter Äsop, einem Sklaven und Geschichtenerzähler, der zwischen 620 und 564 v. Chr. auf der Insel Samos im antiken Griechenland gelebt haben soll, zugeschrieben hatte... sagt Wiki. Beispiele: Das Lamm und der Wolf · Das Pferd und der Esel · Das Rebhuhn und die Hühner · Das Schilfrohr und der Ölbaum · Der Adler und der Fuchs · Der Adler und die Dohle . Das Kamel . Der Adler und die Schildkröte . Die Taube und die Krähe…

Anm.: Äsop – ein antiker griechischer Dichter von Fabeln und Gleichnissen – soll im 6. Jahrhundert vor Christus auf der ionischen Insel Samos gelebt haben. Im 17. und 18. Jahrhundert belebten Jean de la Fontaine (1621–1695) und Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) die Fabeln Äsops neu. Lessing berief sich beim Schreiben seiner Fabeln explizit auf Äsop.

 

 

Doch nun zurück zum Osterfest:

 

 

Es ist das Osterfest alljährlich
für den Hasen recht beschwerlich!
(Wilhelm Busch)


Ja…da war doch noch was… ?? 

Unterm Baum im grünen Gras
Sitzt ein kleiner Osterhas‘!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
Macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist’s? Ein Osterei!

Gedichts-Auszug: © Emmanuel Geibel (1815-1884)
Es war ein deutscher Lyriker und ein literarisch hoch geschätzter
und damals außergewöhnlich populärer Autor.

 

Da kommt ja doch auch noch der Osterhase still und leise…niemand hat ihn jemals gesehen… Dieser war jedenfalls bisher regelmäßig heimlich auch immer bei uns und vergisst NIE für unsere Kinder und Enkel und natürlich auch für die „alten Eltern“ ein paar nette Überraschungs-Eier etc. zu verstecken… Wo er die Eier nur her hat…??? Das bleibt aber immer noch ein Geheimnis! Unsere kl. Enkelin ahnt da wohl schon sowas…

Das Küken

Das bunteste Ei von allen,
hat uns am besten gefallen.
Doch riss es plötzlich ein,
da muss wohl etwas drinnen sein.

Ein Küken steckt den Schnabel raus
und sieht doch leicht verwundert aus.
An Ostern wurd` es pünktlich geboren,
und wurde gleich zum Haustier erkoren.

(c) by schoene-gedichte.com


Es war einmal vor über 500 Jahren…

Der Brauch, dass verschiedene Tierarten – und nicht nur der Osterhase – für das Färben und Verstecken der Eier zuständig sind, reicht weit zurück bis ins 16. Jahrhundert.
In Tirol legte lange Zeit die Osterhenne die Eier, in Schleswig-Holstein, Westfalen, Niedersachsen und Bayern kam der Fuchs oder der Osterhahn, in der Schweiz versteckte sogar der Kuckuck die Eier und in Thüringen sogar der Storch...

 

Das Osterei

·         Hei, juchei! Kommt doch herbei!
·         Suchen wir das Osterei!
·         Immerfort, hier und dort
·         und an jedem Ort!
·         Ist es noch so gut versteckt.
·         Endlich wird es doch entdeckt.
·         Hier ein Ei! Dort ein Ei!
·         Bald sinds zwei und drei.

Gedicht: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (*1798 – /+1874), deutscher Schriftsteller.


OSTERN… EIN SCHÖNES FAMILIEN-FEST…

 

Und das Ganze wird natürlich gekrönt von einem festlichen „Oster-Menu“, auf das vor allem der Nachwuchs nicht gerne verzichten würde…


DAS OSTER-MENU

Unser Oster-Menu wird jedes Jahr variiert und bestand aktuell (siehe Fotos) für jeden aus einem kleinen geschmorten Lamm-Häxle mit frischen grünen, breiten Bohnen-Kirschtomaten-Gemüse (gratiniert mit einer Parmesan-Panko-Thymian Mischung), knusprigem Kartoffel-Gratin und natürlich einem sehr aromatischen, dunklen „Sössle“. Als Dessert gab es: „Chocolat„-Törtchen „moelleux“ mit einer Kugel Vanille-EisNa – da hat sich ja die lange Fastenzeit doch gelohnt….


„LAMMHÄXLE nicht nur zu Ostern“>>

Glauben heißt nicht wissen…
Hier folgt nun für Interessierte ein etwas längerer Bericht über Religionen, Mythologien, „Historisches“… den „Glauben“ und die physikalische Deutung des „Geistigen“.


HISTORISCHES


Die frohe Oster-Botschaft:

Wer heute die christlichen Feste im Jahresverlauf anschaut, meint oft, Weihnachten sei das wichtigste Fest der Christen. Doch dabei wird meist übersehen, welch` wichtige  Bedeutung Ostern für Christen hat.


    • Denn tatsächlich gilt Ostern als das höchste Fest der katholischen Christenheit. Ostern, das stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert wird, vermittelt nicht nur Erwachsenen wichtige Botschaften….vor allem aber die frohe Botschaft:

    • Es ist das Bekenntnis der Menschen zu Gott und Jesus Christus, seinem von ihm gesandten Sohn. Christen sehen in der Auferstehung Jesu Christi die Nachricht: Gott will das Leben! Dieses Versprechen Gottes gilt bis in alle Ewigkeit. Das ist die christliche Botschaft am Ostersonntag.

 

Ostern ist also das wichtigste und höchste Fest des katholischen Christentums.
So geht es – dem Glauben nach – nach dem Tod mit einem zweiten Leben weiter. „Im Frühling gibt es in allen Kulturen ähnliche Feste, bei denen das Erwachen der Natur und damit einfach das Leben gefeiert wird“, erklärt Ludwig Mödl (*1938), emeritierter Professor für Pastoraltheologie der LMU München.


    • Alle Christen feiern an Ostern den auferstandenen Jesus Christus und seinen Sieg über den Tod. Jesu Auferstehung hat für das Christentum eine grundlegende Bedeutung. 

    • Der Apostel Paulus schreibt, der Glaube sei sinnlos, wenn es keine Auferstehung der Toten gäbe und Christus nicht auferweckt worden wäre.

    • Der Glaube daran ist von Anfang an ein fundamentales Bekenntnis der Jünger Jesu und ist heute im Glaubensbekenntnis der Kirche fest verankert.

    • Im Bibel-Text steht bei Hebr 11,1: «Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.»


Der österliche Glauben


Viele Menschen glauben nicht wirklich an ein ewiges Leben im Himmel mit weichen Wattewolken, Engelchen usw… aber viele doch an eine völlig andere Form einer zukünftigen Existenz. Hierzu gibt es tausende Theorien, wie z.B. der Wechsel in einen anderen Seins-Zustand oder die Reinkarnation (= Übergang der Seele eines Menschen in einen neuen Körper und in eine neue Existenz, die Lehre von der “Seelenwanderung” bzw. Wiedergeburt….usw.)


Visionen – Mythologien – Reinkarnation –
Karma – Seelenwanderung…


    • So berichten manche Menschen von ihren Visionen im Hinblick auf einen jenseitigen Daseinsbereich. So geht es – ihrem Glauben nach – nach dem Tod mit einem zweiten Leben weiter.  Und Schamanen sollen ja auch schon das Jenseits besuchen, um Wissen und Hilfestellungen für das gegenwärtige Leben zu erhalten.
    • In vielen Mythologien haben manche „Götter“ sogar die Möglichkeit, zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt zu „pendeln“.
    • Generell sind diese Vorstellungen in Bezug auf eine Reinkarnation häufig und weltweit verbreitet, zum größten Teil jedoch ohne konkreten Bezug auf solche Religionen zu nehmen, die z.B. die Wiedergeburt in ihren Lehren enthalten.
    • Der Reinkarnationsglaube ist allerdings heute noch „dogmatischer“ Bestandteil der Weltreligionen Hinduismus und Buddhismus.
    • Karma und Seelenwanderung sind zentrale Bestandteile fernöstlicher Religionen und auch diverser, zahlreicher esoterischer Strömungen.
    • Die einen glauben, dass das Jenseits ein Zurück zur Natur ist, andere träumen dagegen vom Nirwana.
    • Das Nirwana ist für Buddhisten ein Zustand der Vollkommenheit, das echte, wahre Paradies. In ihm gibt es kein Gut und kein Böse, keine Trauer, keine Wut

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Die christliche Hoffnung auf die Auferstehung des Menschen
und seine Erlösung durch die Gnade Gottes ist mit den Mythologien nicht zu vereinbaren.
(Quelle: https://www.evangelisch.de/inhalte/)


    • Mythologie (=Sagenwelt) – Der mit am ältesten schriftlich überlieferte Mythos der Geschichte (das aus dem babylonischen Raum stammt) ist z.B. das berühmte Gilgamesch-Epos – siehe hierzu Ausführlicheres in meinem anderen Artikel: „Der Islam und das Christentum“.
    • Anm.: Das GilgameschEpos – in seinen verschiedenen Fassungen – ist das bekannteste Werk der frühen akkadischen (semitischen) und der sumerischen (mesopotamischen)Literatur… Es ist auch heute (sehr lesenswert) noch als kl. Büchlein (übersetzt) erhältlich (Am..on)
    • Als Gesamtkomposition trägt es den ab der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. belegten Titel „Derjenige, der die Tiefe sah“ (ša naqba īmuru).

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Im Buddhismus – zum Beispiel – herrscht schon seit Jahrhunderten die Vorstellung, dass das eigene Leben nicht durch die Geburt und den Tod begrenzt ist, sondern dass man ( je nachdem, was man im Leben an Positivem oder Negativem (Karma) erwirbt ) immer eine Wiedergeburt erfährt und somit ein neues Leben... Dieses neue Leben richtet sich in seiner Qualität nach dem im vorhergehenden Leben erworbenen Karma.


    • Was meint man mit Karma? Das Wort Karma kommt aus der altindischen Sprache „Sanskrit“ und bedeutet “Tat” bzw. “Wirkung”…. d.h. die reelle Bewertung und das Handeln von Menschen. Der Begriff Karma bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie auch geistig – unweigerlich immer auch eine besondere Folge hat.
    • Karma bedeutet somit – im Prinzip (sehr vereinfacht) nur, dass man das wiederbekommt, was man selbst an andere Personen weitergibt. Wir alle – kennen die „Goldene Regel“ der Gegenseitigkeit:

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„Was du nicht willst, was man dir tut,
das füg` auch keinem andern zu. “
Das Zitat stammt aus der Bibel, aus der berühmten Bergpredigt
von Jesus (Evangelium des Matthäus, Kapitel 7, Vers 12)

 

Der Energieerhaltungssatz als Basis für weitergehende Überlegungen:
Dem physikalischen Gesetz der Energieerhaltung zufolge kann Energie
nie verschwinden oder aufhören, jedoch in eine andere Form
umgewandelt werden.


Glauben aber, heißt nicht wissen…?


    • Wie wir heute aber tatsächlich wissen, so heißt es jedenfalls in der Physik, dass Energie niemals verloren geht, sondern sie wird allenfalls „umgewandelt“:
    • So ist die heutige Vorstellung vor diesem Hintergrund, dass alles irdische Leben im Sterben in einen völlig anderen Zustand umgewandelt werden könnte, absolut kein „MYTHOS“, sondern durchaus mit physikalischen Gesetzen kompatibel, wenn auch heute noch keineswegs vorstellbar und „unglaublich“.
    • So gelten aber doch schon heute Materie und Geist nicht mehr als Gegensätze, sondern als zwei verschiedene Erscheinungsformen der einen Wirklichkeit…
    • „Ich lebe – und ihr sollt auch leben!“ hatte Jesus uns Menschen in seiner Botschaft gesagt. Das trifft und tröstet… aber das wird jetzt doch hier zu philosophisch… 😉

 

Dank Albert Einstein wissen wir also, dass hinter der Materie die Energie steckt und man weiß auch ,,dass man Energie nur umwandeln und NIE zerstören kann… Energie als Strom und Bewusstsein, sind in diesen Vorstellungen miteinander eng verbunden.

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Apostel Paulus, der Jesus gar nicht persönlich gekannt hatte, war überzeugt davon, dass ihm der Auferstandene in einer Vision erschienen war.

    • In einem Brief an die *Thessalonicher schrieb er: „Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird Gott auch diejenigen, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.“ (1. Thessalonicher 4,14).

    • Der 1. Brief des *Paulus an die Thessalonicher ist ein Buch des Neuen Testaments und eines der frühesten erhaltenen schriftlichen Dokumente des Christentums.

    • ( Anm.: *Thessaloniki ist bekannt als die Heimat Alexanders des Großen und gilt als das Herz des hellenistischen Reiches. Sie ist heute eine griechische Hafenstadt (Halbinsel) am Golf der Ägäis (Meeresgebiet der Nordwestägäis nordöstlich.) So wird der Golf von Thessaloniki als Ausläufer des Ägäischen Meeres bezeichnet.


Diese ältesten erhaltenen Schriften des Neuen Testaments haben nicht nur berühmte Theologen wie Augustinus von Hippo, Martin Luther und Karl Barth, sondern auch Philosophen wie Sören Kierkegaard oder Karl Jaspers geprägt und damit die europäische Geistesgeschichte stark beeinflusst. In der Nachfolge der paulinischen Lehre (Apostel *Paulus) entwickelten diese ihre Theologie. (Quelle: Anthrowiki)


Anm.: *Paulus von Tarsus (*geboren vermutlich vor dem Jahr 10 (v.Chr.) in Tarsus/Kilikien (*Türkei); / gestorben: † 60 n. Chr. vermutlich in Rom) war nach dem Neuen Testament (NT) ein erfolgreicher Missionar des Urchristentums und einer der ersten christlichen Theologen. Seine Historizität (Apostel Paulus) gilt den allermeisten Forschern als gesichert. (Wikipedia) 
(Anm.: *TARSUS/KILIKIEN war eine antike Landschaft  im Südosten Kleinasien (südl. Taurusgebirge).
Das Armenische Königreich von Kilikien (anno 1199–1375 v. Chr.) entspricht etwa dem östlichen Teil der heutigen türkischen Mittelmeerregion (nahe heutiger syrischer Grenzregion)

Die physikalische Deutung des Geistigen

    • Ganz neu sind solche Vision-Ideen – wie sie damals der Apostel Paulus beschrieb – nicht, denn der berühmte Psychologe und Psychiater C. G. Jung (*Carl Gustav Jung) (1875-1961) hatte mit dem bekannten Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Pauli (1900-1958) – der ebenfalls zu den bedeutendsten Physikern des 20. Jahrhunderts zählt – bereits ab 1947 einen lebhaften Briefwechsel geführt und nach einer physikalischen Deutung des Geistigen sogenannter *Synchronizitäten (d.h. zeitlich korrelierende Ereignisse) gemeinsam mit ihm gesucht.

    • Seine These: „Auch Ereignisse, die im Grunde nichts miteinander zu tun haben, können trotzdem eng miteinander verbunden sein“ ... d.h. dass zwei Dinge gleichzeitig paralell ablaufen…

    • Momente der Synchronizität werden von uns als magisch wahrgenommen. Als ob ein höheres Prinzip uns ermutigt, uns leitet und lenkt. 

    • Die Duplizität der Ereignisse: Zufall oder mehr? Dahinter verbergen sich oft Zufälle oder zeitnah aufeinander folgende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, vom Beobachter jedoch als absolut „sinnhaft“ und logisch empfunden werden. (Quelle: Wikipedia)


Anm.: Als *Synchronizität bezeichnete der Psychiater und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung zeitlich korrelierende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, jedoch als miteinander verbunden, aufeinander bezogen wahrgenommen und gedeutet werden.(Wikipedia)


Anm.: Das Phänomen der Synchronizität umfasst relativ zeitnah aufeinander folgende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind. Das Phänomen der Synchronizität wurde von dem Psychiater Carl Gustav Jung (C.G. Jung) entdeckt und folgendermaßen definiert: „Es handelt sich um das zufällige Auftreten zweier Ereignisse, die scheinbar in einem engen Zusammenhang zu einander stehen, ohne dass es dafür eine erkennbare kausale Erklärung gibt.Man kann auch ganz allgemein von einer glücklichen (oder göttlichen) Fügung sprechen.

Anm.: *Carl Gustav Jung, meist kurz C.G. Jung (1875-1961) war ein bekannter Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie.

„Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, Horatio, von denen sich eure Schulweisheit nichts träumen lässt.“

ZITAT aus der Tragödie von Hamlet von William Shakespeare (*1564-/+1660 ) Er war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. 


Metaphysisches

    • Erst in jüngerer Zeit hatte – unter anderen – der bekannte Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger (*1945) experimentelle Hinweise daraufhin gesehen, dass dieser Effekt: Das Phänomen der Synchronizität  – in der Realität tatsächlich existiert. Anton Zeilinger ist Österreichs populärster Quantenphysiker.

    • „Was ich meine… ist, dass es etwas *Metaphysisches gibt – mehr, als man in den Naturwissenschaften sehen und messen kann“…. sagte Prof. Zeilinger (anno 2008) in einem Interview der Furche. (Anm.: Die Furche ist eine österreichische Wochenzeitung.)

    • Und auch einer der renommiertesten Quantenphysiker der Gegenwart, Professor Hans-Peter Dürr (1929-2014) ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München, hatte schon früh die Auffassung vertreten, dass der Dualismus kleinster Teilchen nicht auf die *subatomare Welt beschränkt, sondern vielmehr allgegenwärtig ist. Unter einem subatomaren Teilchen versteht man ein Teilchen, das kleiner (aber nicht unbedingt leichter) ist als ein Atom.  

        • Anm.: *Subatomar? Unter einem subatomaren Teilchen versteht man ein Teilchen, das unvorstellbar kleiner ist als ein Atom. Mit subatomaren Teilchen beschäftigen sich vor allem die Teilchenphysik und die Kernphysik. (Wikipedia)


Längst sind Anwendungen der Quantenphysik konkreter Bestandteil unseres Lebens geworden. Elektronik, Digitaltechnologien, Laser, Mobiltelefon, Satelliten, Fernseher, Radio, Nukleartechnik, die moderne Chemie, medizinische Diagnostik – all diese Technologien beruhen auf den Gesetzen der Quantentheorie: Begründet wurde einst die Quantentheorie von dem deutschen Physiker Max Planck (1858 – 1947), der bereits um die Jahrhundertwende die elektromagnetische Strahlung schwarzer Körper untersuchte.


Anm.: *Metaphysik bedeutet grob erklärt: Jenseits der Physik (Naturwissenschaften) …also Dinge, die mit dem Verstand einfach nicht zu fassen – bzw. zu erklären sind.


Wissenschaftler*Innen … Atome – die Quarks & Co.

„Dass ich erkenne – was die Welt, im Innersten Zusammen hält“ – Dieses Zitat aus Goethes Faust aus dem frühen 19. Jahrhundert zeigt, dass die Frage nach der Beschaffenheit der grundlegenden Bausteine der Welt schon lange vor dem Aufkommen der modernen Physik eine große Rolle im Leben der Menschen gespielt hat.


– MARIE CURIE –
die weltweit berühmteste Physikerin und Chemikerin


Marie Curie (1867-1934) war eine Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich lebte und wirkte. Madame Curie untersuchte die (anno 1896) – von Henri Becquerel (1852-1908) einem berühmten französischen Physiker – beobachtete Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das damals neue Wort „radioaktiv“. Quelle: Wikipedia.


Wie wir heute aber tatsächlich wissen, so heißt es jedenfalls in der Physik, dass Energie niemals verloren geht, sondern sie wird allenfalls „umgewandelt“


Die Quantenphysik beschreibt die Naturgesetze im atomaren und subatomaren Bereich und sagt ebenso Eigenschaften von viel größeren Systemen voraus. Ohne die Quantenphysik gäbe es heute weder Computer noch Laser oder Solarzellen. Sie ist das physikalische Fundament der digitalen Revolution.


Alles ist im Wandel – nichts bleibt wie es ist…


Die Technik um uns verändert sich rasant...Auch wir Menschen ändern uns… Wer nicht mit der Zeit geht… Es ist nicht unrealistisch, dass in den nächsten zehn Jahren wahrscheinlich der erste Quantencomputer einen herkömmlichen Rechner bei weitem übertrifft.… sagte kürzlich der Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger (*1945). Seit Jahren schon arbeiten Forscherinnen und Forscher daran, Quantencomputer zu entwickeln, die klassische Rechner übertreffen.

    • Bis vor kurzem galt noch als modern, wer bei sich zuhause eine eigene IT-Anlage hatte. Heute verschwinden schon die Computer, denn die Daten werden meist irgendwo bei einem grossen Anbieter – in der *Cloud – gelagert. Das ergibt gigantische neue Anwendungsmöglichkeiten, stellt aber auch uns Benutzer vor neue Herausforderungen.

    • Wissenschaftliche Forscher und die Industrie werden unabhängig davon, wo sie sich in Europa befinden, Zugang zu diesen bisher sechs (euopäischen) Quantencomputern auf der Grundlage modernster europäischer Technologie haben.

    • Die ersten kleinen Quanten-Computer gibt es ja schon, allerdings erst nur für sog. „Nischenanwendungen„.

    • Der Gemini Mini von SpinQ ist der erste tragbare Quantencomputer der Welt. Quantencomputer sind aktuell so etwas wie der heilige Gral der Computerwissenschaft. Ihre Rechenpower übertrifft die von herkömmlichen Prozessoren bei Weitem. Zumindest, wenn es um bestimmte Rechenoperationen geht.


Anm.: Die ersten sechs europäischen Quantencomputer werden nun in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Polen und Tschechien stehen. Das hat das Europäische Gemeinsame Unternehmen für Hochleistungsrechnen (EuroHPC – JU) bereits im Oktober 2022 bekannt gegeben. Sie werden vor Ort in bestehende Supercomputer integriert und bilden ein breites Netz in ganz Europa. Die geplanten Gesamtinvestitionen belaufen sich dabei auf über 100 Millionen Euro,


Ein *Cloud-Speicher lagert die Daten auf einem Remote-Server (=eigenes kleines Rechenzentrum) anstatt auf der Festplatte Ihres Computers oder auf Servern vor Ort. Die gespeicherten Daten lassen sich dann über das Internet für weitere Zwecke abrufen, z.B. zum Herunterladen und Teilen.

    • Anm.: Der Text enthält Exklusivauszüge aus dem Buch des Autors „Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal“. Verlag BoD Norderstedt, ISBN 3833474203.


Unsere Vorstellung, dass das Geistige, unsere Seelenzustände und die unbelebte Welt um uns – miteinander eng verknüpft sind und aufeinander wirken sollten, ist nicht neu.


WAS HAT DAS DENN ALLES MIT OSTERN ZU TUN?

OSTERN und die AUFERSTEHUNG?

Auf diesem Ereignis begründet sich das Christentum:
Jesu Auferstehung und der Sieg des Lebens über den Tod.


Energie geht niemals verloren, sondern sie wird allenfalls „umgewandelt“


    • Ein großer Teil der menschlichen Vorstellungen geht von der Grundüberzeugung aus, dass das Leben vor dem Tod total überschaubar verläuft, der Tod aber den Übergang in eine andere, weitere völlig unbekannte Existenzform darstellen kann.

    • Diese Vorstellungen können sich auf christliches Gedankengut stützen, wobei man entweder direkt auf Informationen aus der Bibel zurückgreift oder einzelne Gedanken aus anderen Lehren – wie die Unsterblichkeit der Seele bei Plato – hier Verwendung finden.

    • Menschen mit Nah-Tod-Erlebnissen berichten überdurchschnittlich häufig von rätselhaften Phänomenen – häufig von einem Tunnel, an dessen Ende Licht erstrahlt. Hinzu kommt, dass Nah-Tod-​Erfahrungen durch eigene religiöse Ansichten und evtl. die eigene Biographie wohl auch geprägt werden könnten.

    • Das Tunnelphänomen ist in der Laienliteratur wohl ein Symbol für den Übergang vom Leben zum Tod“ geworden, das zeigt schon das berühmte Ölgemälde „Aufstieg in das himmlische Paradies“ des niederländischen Malers Hieronymus Bosch (*geb. um 1450 in ´s-Hertogenbosch; † August 1516 ebenda) wenn über den Nah-Tod berichtet wird.

    • Nah-Tod-Erlebnisse sind tiefgreifende Erfahrungen von Menschen, die sich in einer lebensbedrohlichen Situation befanden und später davon berichteten…


Die Frage von uns Menschen nach einem Leben nach dem Tod – ist seit Jahrhunderten unter anderem ein spirituelles, philosophisches und auch vor allem ein religiöses Thema, dessen Erörterung bereits seit dem Altertum belegt ist.

    • Dabei berichteten – je nach Studie – aber doch nur 10 bis 20 Prozent derjenigen, die einen klinischen Tod überlebt haben, von solch einer Tunnel-​Erfahrung.

    • Quanten-Physik? Einige Forscher behaupten: Die Seele gibt es wirklich, und das unsterbliche Bewusstsein ist genauso wie Raum, Zeit, Materie und Energie ein Grundelement der Welt. Das klingt nach Halluzination oder Esoterik? So soll es tatsächlich eine physikalisch beschreibbare Seele geben?


Das Fundament für diese atemberaubende These liefere
das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung…


    • Von Verschränkung spricht man in der Quantenphysik, wenn ein zusammengesetztes physikalisches System, z. B. ein System mit mehreren Teilchen, als Ganzes betrachtet – einen wohldefinierten Zustand einnimmt, ohne dass man auch jedem der Teilsysteme – einen eigenen wohldefinierten Zustand zuordnen kann.

    • Bei der „quantenphysikalischen Verschränkung“ sind die Zustände von zwei Teilchen so eng miteinander gekoppelt, dass der Zustandswechsel des einen – automatisch den des Anderen (Partners) verursacht.

    • Albert Einstein bezeichnete dieses Phänomen deshalb auch als „spukhafte Fernwirkung“. 

    • In der modernen Quanten-Physik scheinen viele Gesetze der „normalen“ Logik aufgehoben…


Link: https://www.welt.de/wissenschaft/article160310020/Einsteins-spukhafte-Fernwirkung.html


Bunte Science-Fiction?


    • Ein interessanter Ansatz… hierzu gibt es – für Interessierte – unendlich Vieles nachzulesen im großen world-wide-web... verständlich und unterhaltend – Literatur wie z.B.:

    • Populärwissenschaftliche Literatur-Beispiele: Quantenphilosophie und Spiritualität: Wie unser Wille Gesundheit und Wohlbefinden steuert – von Ulrich Warnke (*1945) deutscher Biologe (Wikipedia) und als anderes Beispiel Prof. Dr. Hans Schwarz (*1939): Er ist ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe: Herder-Taschenbuch: Wir werden weiterleben… oder Rolf Froböse (*1949) Chemiker: Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal.


    • Dies ist keinesfalls eine Empfehlung von mir zum Kauf dieser Bücher – sondern nur eine Beschreibung bzw. Beispiele, was derzeit (unter anderem) an Literatur zum Thema so auf dem „Markt“ ist (!)

    • Fragen Sie…Die Buchhandlung ihres Vertrauens berät hier gerne optimal weiter...


Hat die Naturwissenschaft tatsächlich etwas zu solchen Vorstellungen zu sagen? Inzwischen gibt es eine Reihe von namhaften Physikern, die solche Effekte für absolut real halten. Dabei kommen manche zu dem revolutionären Schluss, dass es eine physikalisch beschreibbare Seele gibt. Das Fundament für diese atemberaubende These liefert – wie oben erwähnt – das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung


Näheres erklärt WIKI hier für Interessierte tatsächlich sehr ausführlich:
https://de.wikipedia.org › wiki › Quantenverschränkung.


So wird Ostern auch als das Fest der Hoffnung benannt:


Hoffnung für alle Menschen und ansteckende Lebensfreude!


<< FROHE OSTERN >>


„Wenn der Frühling aufersteht – ist die Henne froh, denn sehet nur:
Sie legt fleißig in das Nest… Eier für das Osterfest“ (Volksgut)


Eier sind zum Osterfest aus vielen Gründen ein tolles Symbol. Ostern steht auch für den Frühling und neues Leben. Und da passen bald schlüpfende Küken im Ei natürlich super dazu.


Die Jünger hatten nicht geglaubt, dass Jesus wieder lebt, solange sie ihn nicht sehen konnten. Trotzdem war er da. Auch ein Küken im Ei lässt sich nicht sehen, und dennoch lebt es. Weil ein Ei also so schön zeigt, wie jemand da sein kann, obwohl er nicht zu sehen ist, freuen sich die Menschen in der Osterzeit besonders über Eier. Und da der Hase im Frühling so viel Nachwuchs bekommt, also so viel neues Leben entstehen lässt, darf er auch als Osterhase die Eier verstecken…


Der Hase war schon immer ein Symbol
für Fruchtbarkeit und neues Leben.

Osterhas’, Osterhas’
komm mal’ her,
ich sag’ dir was,
„Hopse nicht an mir vorbei,
bring mir ein großes Osterei!“

(Volksgut)

Der Ostern-Blog-Artikel zuerst veröffentlicht im April 2019
(Er wurde zuletzt aktualisiert im März 2024 )
(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)
Alle anderen Blog-Artikel sind zu finden unter: www.bienchenhamster.de

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Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Auch manche bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.


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Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind – so vorhanden – mit © Copyright und Namen zu versehen.


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