Grünkohl-Eintopf

Inhaltsübersicht

Perfekt zur Winterzeit…


GERICHTE MIT GESCHICHTE

ES IST WINTER-ZEIT: Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich finde, wir könnten so langsam mal wieder – in diesen winterlichen Monaten – den leckeren und dazu noch sehr gesunden Grünkohl zubereiten und genießen. Unser persönliches Lieblings-Rezept findet man nun hier…

REZEPT:

To-Do-Liste: Grünkohl zupfen, waschen und anschließend ca. 1 Min. in kochendem Salzwasser blanchieren. Anschließend abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen…Kleingeschnittene Würstchen /Zwiebeln/Gewürze zugeben. Grünkohl in hohem Topf nun mit reichlich Brühe ablöschen und bei niedriger Hitze ca. 35 Min. mit geschlossenem Deckel köcheln lassen... FERTIG! Das leckere Rezept gibt es hier im Blog – weiter unten – genau beschrieben…

Gerichte, die in einem großen, hohen Topf zubereitet werden, sind schon sehr alt und weltweit verbreitet. Im deutschen Sprachgebrauch werden aber nur solche Gerichte als Eintopf bezeichnet, die einen geringen Flüssigkeitsanteil haben, also keine reinen Schmorgerichte (wie Gulasch etc.) sind.Eines der Lieblingsrezepte unserer Familie ist im Winter ein schöner, leckerer Grünkohleintopf. Das Rezept stammt von meiner lieben „Tante Finchen“ (Josefine Molitor (1902-1996) und ist für uns das Beste…
TIPP: Von ihr habe ich auch u.a. ein köstliches QuicheRezept bekommen. Zum Nachlesen findet man dieses in meinem anderen Blog-Artikel mit dem Titel: KNUSPRIGE LAUCH-QUICHE genau beschrieben.

Wir bereiten diesen Grünkohl-Eintopf traditionell nun schon „immer“ – nach ihrem Rezept – für unsere ganze Familie zu. Dieser leckere Eintopf lässt sich übrigens perfekt (auch am Tag zuvor) vorbereiten und dann ebenso schnell in einer großen, hohen Pfanne oder einem entsprechend großem Topf auf dem Herd immer wieder kurz erwärmen. TIPP: Im Gemüsefach des Kühlschranks ist frischer Grünkohl bis zu einer Woche haltbar.


Zitat: „Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt…“ – Das Zitat stammt von Witwe Bolte – aus dem »Zweiten Streich« von Wilhelm Buschs (1832 bis 1908) »Max und Moritz « .

Dem Grünkohl wird seit jeher auch eine heilende Wirkung nachgesagt. Schon in frühchristlicher Zeit war gebratener Kohl ein Mittel gegen den Kater nach einer Orgie. Das erklärt vielleicht, warum er heutzutage – bei den angesagten, lustigen Kohlfahrten im hohen Norden – präventiv gleich mit dem Alkohol zusammen – gerne konsumiert wird.

HISTORISCHES

Schon unsere Vorfahren wussten, dass es in der kalten Jahreszeit nichts Besseres gibt als einen warmen, herzhaften Eintopf, von dem die ganze Familie satt wird. Der klassische Eintopf hat eine sehr lange Geschichte, schon im Mittelalter, wo die Lebensmittel nicht selten knapp waren, wurde alles, was man in der Küche hatte, in einen Topf getan, gekocht und wer reich war, konnte diese auch „herzhaft abschmecken“ (Salz und Gewürze waren damals noch sehr rar und teuer).
Ein spezieller Topf für das Kochen über offenem Feuer war damals ein dreibeiniger Kessel. Solche Töpfe sind in verschiedenen Kulturen immer noch bekannt. Im arabischen Raum bestand früher z.B. teilweise die gesamte Küchenausstattung nur aus einer einzigen Feuerstelle (mit einem dreibeinigen Kochgefäß darüber), die sich im Haus oder auch im Hof befand.

Ähnliches traf auf die Küchen der unteren Schichten im antiken Rom und in Griechenland zu. Weiteres Beispiel ist das noch immer dort gebräuchliche nordafrikanische Tajine-Gefäß: Dies ist ein runder, aus Lehm gebranntes Schmor-Topf mit gewölbtem oder spitzem (konischem) Deckel (=Dampfkochtopfsystem)… Für Schmorgerichte stellt man in Nordafrika oder Arabien auch heute noch gelegentlich – wie wir auf unserer Marokko-Reise erlebt hatten – die Tajine klassischerweise auf ein Holzkohlefeuer.

Auch Hasen mögen das Frischgemüse… dies sollten Kaninchen/Hasen (in der Zucht )täglich erhalten…Dazu gehören Gemüse (Kohl, Karotten, Kohlrabiblätter, Spinat, gelber und roter Paprika, Brokkoli, Fenchel, Sellerie, Chicoree, Blattsalate) und natürlich GRÜNKOHL, aber auch Küchenkräuter und Obstsorten wie Apfel, Birne und Weintrauben. Vorsicht: Hartkohlsorten wie Rotkohl, Weißkohl, Rosenkohl und Wirsing können leichter zu Unverträglichkeiten führen.

Kreuzblütler…

  • Die Gattung: Cruziferae oder Brassica oleracea var. sabellica … (so ist der wissenschaftliche Name von „Grünkohl“) ist weltweit verbreitet.
  • Grünkohl war – als eine der ersten Kohlsorten – bereits schon sehr früh auf dem eurasischen Kontinent bekannt. Später haben dann Portugiesen, Briten und Niederländer ihn auf dem amerikanischen Kontinent eingeführt.
  • Grünkohl ist ein Blattkohl und besteht aus stark gekräuselten Blättern mit dicker Blattrippe (die später – vor dem Kochen – entsorgt werden kann).
  • Niedrig wachsende Grünkohl-Sorten werden 30 – 40 cm hoch bei einer Ausbreitung von etwa 30 cm. Bei besonders hohen Sorten wird eine Höhe bis zu 100 cm (bei einer Ausbreitung von 60 cm) erreicht.
  • Grünkohl wächst recht schnell und ist recht anspruchslos. Das typische Wintergemüse wird ab Oktober/November bis März geerntet.
  • Traditionell endet die Grünkohlsaison am Gründonnerstag vor Ostern.

Der Grünkohl (auch Braunkohl, Hochkohl, Winterkohl, Krauskohl oder Oldenburger Palme genannt) ist ein typisches Wintergemüse und eine Zuchtform des Gemüsekohls: Zu der Gattung gehören auch Weißkohl, Rotkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl und Kohlrabi. (Quellen: Wikipedia). 

GESUNDE GEMÜSE WINTERKÜCHE:
Die Küche im Winter ist abwechslungsreich, gesund und vor allen Dingen köstlich.
Die Winterküche steht für leckere Eintöpfe, heiße Suppen, zahlreiche Wintergemüse etc.


One-Pot…Eintopfgerichte…

  • Diese Eintopf-Gerichte wurden früher regional auch als „Gemüse-Durcheinander“ bezeichnet. In Hessen- unserer ehemaligen Heimat hieß es: „Gemies-Dorschenanna“ – Haupsach: „Gudd Gess“ – hieß es damals im Saarland, meiner ersten Heimat… auch hier wurde Muttis Grünkohl-Eintopf in unserer Familie (bereits von uns Kindern) hochgeschätzt…. Und als ich meinen lieben Mann – der aus dem Rheinland bzw. dem Münsterland stammt – kennenlernte, gestand auch er mir seine Vorliebe für dieses prächtige Gemüse…

Auch im Rheinland z.B. am Niederrhein ist im Winter wieder Grünkohl-Land:
Ab November steht dort (auf den Speisekarten mancher Gastronomen)

Grünkohl in allen Variationen.
Viele Gastronomen machen mit bei der
„Aktion der Wirtschaftsförderungsgesellschaft“.
In Norddeutschland hat Grünkohl absolut Kultstatus:
Sogenannte Kohlfahrten (über Land) mit deftigem Grünkohlschmaus,
Pinkel und Kassler haben hier alte Tradition. Dazu später mehr…

Im Koch-Kessel lange ein Eintopf sanft schmurgelt…

  • Über das offene Feuer im Kamin konnte in einem wohlhabenden Haushaltin der mittelalterlichen Küche – bereits ein großer Kochkessel gehängt werden, in dem feine Schmorgerichte lange vor sich hin garen konnten.
  • Sowohl der Titel: „Eintopf“ als auch der deutlich häufiger benutzte Begriff „Eintopfgerichte“ wurden erstmals im Ersten Weltkrieg neu geschaffen. (Wikipedia)

Bis heute hat sich am Prinzip des Eintopf-Kochen nichts geändert, denn noch immer werden Kartoffeln mit Gemüse und Fleisch oder Wurst in einem großen Topf lange (nicht über 2 Stunden) leise vor sich hin geköchelt und mit frischen Kräutern zum Abschluss verfeinert. Und?… Jaah… wenn etwas im Topf noch übrig ist?


Wie ließ schon einst Wilhelm Busch Witwe Bolte sagen: „Wovon sie besonders schwärmt, wenn es wieder aufgewärmt.“ (Zitat: Wilhelm Busch (1832–1908). Dies trifft auch absolut für unseren Grünkohl-Eintopf zu: WENN… überhaupt etwas übrig bleibt 😉

Der Grünkohl, Braunkohl oder Krauskohl ist ein typisches Wintergemüse
und eine alte Zuchtform des Gemüsekohls.


Der Geschmack des Grünkohls ist angenehm würzig und süßlich-herb. 
In den vergangenen Jahrzehnten dagegen verlor die gesunde Grünkohl-Kost an Ansehen und galt eher als „Arme-Leute-Essen“. Derzeit aber gibt es hier ein „Come-Back“ des Grünkohls im Winter… Es werden die grünen, krausen Stängel als regionale Delikatesse weltweit wiederentdeckt und in New York sogar als Trendgemüse der Saison und als echtes Superfood gehyped…
  • Dank seines hohen Vitamin- und Eiweißgehaltes wird Grünkohl auch bei uns nun schon länger als Superfood gehandelt und gerne in gesunde Smoothies gemixt und zu Salat oder Suppe verarbeitet.
  • Grünkohl wird in Amerika „KALE“ genannt. Daher findet man hier auch öfters die Begriffe: Wie z. B. Kale-Chips, Kale-Salat, grüner Kale-Smoothie...Schonend gedünstet oder roh im Power-Smoothie – so lieben Amerikaner ihren „Kale“.

KALE – die Bezeichnung für amerikanischen Grünkohl –

Kreative Grünkohl-Küche:

  • In Form von knusprigen Gemüsechips – aus dem Ofen – werden die Blättchen zum perfekten Fingerfood und gesunden Snack. Dazu später mehr…
  • Mit Nüssen und Olivenöl gemixt, wird aus frischem Grünkohl ein leckeres Pesto – ebenso grün, aber mal eine aparte Alternative zum klassischen Basilikum.
  • Als Suppeneinlage oder winterlichen Gemüseeintopf sollte man sich den herzhaften Grünkohl auch nicht entgehen lassen.

Auch in Deutschland hat der winterliche Kohl schon lange absoluten Kultstatus erreicht:  Da werden sogar – wie oben erwähnt – in bestimmten Gegenden – wo Grünkohl angebaut wird – sog. „Grünkohlfahrten“ angeboten: „Hey… wir machen im Spätherbst einen Ausflug in die Natur, es gibt n`en Schnaps und danach wird eingekehrt und lecker Grünkohl gegessen. Wer die meisten Portionen verputzt, werde sogar als Grünkohl-König gekürt….“ sagt jedenfalls die Reiseleitung. 

  • Speziell in Norddeutschland zelebriert man die Kohlsaison mit geselligen Grünkohlfahrten und dem traditionellen Kohlessen. Schon im Jahre 1545 fand in Bremen der erste öffentliche Grünkohlschmaus zu Ehren des grünen Gemüses statt…sagt Wiki.
  • Die Termine für die beliebten Grünkohlfahrten nach Helgoland für 2024 stehen fest. Reisen kann man bis zum 24.03.2024 zum Grünkohlessen nach Helgoland. (Auskunft: „Helgoländer Botschaft“ Reisebüro)

GRÜNKOHL: Andere Namen sind «Oldenburger Palme» oder Krauskohl. Rund um Hannover und Hildesheim heißt das Wintergemüse Grünkohl. In England heißt er KALE. Iim Braunschweiger Land und auch im Nachbarbundesland Bremen jedoch sagt man Braunkohl dazu. Vielleicht deshalb, weil die dunkelgrünen Kohlblätter beim Kochen ihre Farbe verändern und braun werden?

Wer den Grünkohl fein pürieren möchte – der sollte das Pürée eher für ein
delikates „Grünkohl-Crème-Süppchen“ verwenden – und nicht für einen herzhaften
Eintopf, zu dem die gegarten Grünkohl-Blätter nur grob kleingeschnitten werden. 
Püriert hat er dann die Konsistenz von leckerem Rahmspinat. 


REZEPT


Das feine, besondere „Grünkohl-Crème-Süppchen“

Zutaten: 1 kg Grünkohl, 400 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, 3 Möhren, 1 Zehe Knoblauch, 50 g Butter, 1 EL Crème fraîche, 1 Liter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Muskat. DEKO: Pinien- oder Sonnenblumenkerne, Honig.

  • In einer großen hohen Pfanne die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch in Butter andünsten.
  • Geschälte Kartoffeln und Möhren ebenso fein würfeln.
  • Die geputzten Grünkohlblätter in kochendem Salzwasser etwa 5 Min. blanchieren und gut abgegossen – mit den Kartoffeln/Möhren in die Zwiebelpfanne geben und vor allem kräftig würzen.
  • Alles zusammen kräftig anbraten und mit reichlich Gemüsebrühe ablöschen.

Nach dem Kochvorgang

  • Zirka 25 min. weichköcheln lassen und zum Schluss mit dem Pürierstab (oder Mixer) den Kohl fein zerkleinern.
  • Crème fraîche einrühren, nun nur noch abschmecken, evtl. nachwürzen – und unbedingt heiß servieren.
  • Zum Schluss noch –  je nach Geschmack – Pinien- oder Sonnenblumenkerne mit etwas Honig vorsichtig (!) karamellisieren lassen und als „Topping“ über den fertigen Teller streuen…wer`s mag…
  • Oder evtl. einen kl. Crème fraîche – Klecks und gehackte Mini-Grünkohlblättchen als Deko und schon ist das feine, köstliche Süppchen servierbereit.

Kalettes, Flowersprout –
sind die neueste ultimative Grün-Kohlröschenzüchtung

NEWS: Die Pflanze heißt „Kalette“. Aus dem Englischen übersetzt ist „Kalette“ ein Hybridpflanzen-Markenname für Grünkohlsprossen. Es gibt diese neuartige Grünkohlzüchtung schon eine Weile: Die Kalettes sind zarte Kohlrosetten, die durch ihre Form und eine grün-violette Farbe auf dem Teller hübsch aussehen und auch gut schmecken. Erfunden haben das neue Gemüse britische Züchter. Doch leider kann man Kalettes noch nicht überall bei uns kaufen. Die Garzeiten in Topf, Pfanne und Mikrowelle liegen übrigens bei nur zwei bis fünf Minuten.

KALETTE

Das neue Super-Food-Wintergemüse

  • Das neue „Superfood“ Kalette ist das Versuchs-Ergebnis von 15 Jahren Veredelung. Es ist eine gelungene Kreuzung mit dem Geschmack von Rosenkohl, kombiniert mit dem milden, süßen, nussigen Geschmack von Grünkohl. Man kann sie leider noch nicht überall kaufen.
  • Kalettes ist das Ergebnis von 15 Jahren Veredelung. Eine Kreuzung mit dem Geschmack von Sprossenkohl, kombiniert mit dem milden, süßen, nussigen Geschmack von Grünkohl..
  • Die Kohlröschen enthalten die doppelte Menge an Vitamin B6 und C und A, Calcium und Eisen… mehr als der normale Sprossenkohl. Blanchiert man diese Kalettes nur, bleibt das Gemüse lecker knackig und die schöne Farbe erhalten. Man kann die Rosetten auch nur kurz anbraten oder roh – mariniert – als Kalette-Salat genießen.
  • Die Anbaumethode ist genauso, wie beim Sprossenkohl (Rosenkohl). Den Samen – zum Selbstanbau im Garten – gibt es im Handel (auch online) zu kaufen. Der hohe, kräftige „Stiel“ dieser neueren Gemüse-Sorte (Kalette) enthält viele kleine Rosetten-Köpfchen (Kalettes) dieses köstlichen Gemüses. (Quelle: Edeka)

Kalettes sind ein Gemüse.
Kalettes sind auch unter den Namen Kohlröschen, Wilder Rosenkohl oder Flower Sprout im Handel.
Mit ihrem leicht nussigen Aroma schmecken Flower Sprouts sowohl gekocht als auch gebraten und sogar roh.


Eine neuartige, aparte Grünkohlzüchtung: Kalette…
kleine grün- und altrosafarbene Blättchen-Strünke.
Sie sehen von der Form her aus wie winzige
„Romana“-Salatköpfe mit krausem Köpfchen.


Frostig sollte es draußen schon sein…

Als Faustregel für Hobby- und Kleingärtner gilt immer noch: Grünkohl am besten nach dem ersten Bodenfrost ernten. Doch Vorsicht: „Bei Temperaturen kälter als minus 10 Grad Celsius würde aber auch der Grünkohl erfrieren“…sagt der Gärtner.  

So trägt der Frost dazu bei, die Stärke im Kohl in Zucker umzuwandeln, sonst ist er zu bitter. Den gleichen Effekt gibt es aber, wenn der Kohl vor der Verwendung künstlich gefrostet wird. Dazu später mehr…

Wie wärs einmal mit selbstgemachten „Grünkohl-Nudeln“ dabei aber unbedingt „Spinatpulver“
(Fertig-Produkt) zugeben, damit er auch schön grün bleibt … Mmmhh – echt lecker!


Grünes Superfood:

  • Grünkohl liefert einen hohen Gehalt an Kalium, ein wichtiger Mineral-Stoff der dafür sorgt, dass Herz, Muskeln und Nerven funktionieren. Der Körper kann das Mineral nicht selbst herstellen und ist darauf angewiesen, es über die Nahrung aufzunehmen.
  • Gut zu wissen für alle Vegetarier: Grünkohl ist ein kalorienarmer Proteinlieferant, also eine Alternative zu tierischen Lebensmitteln mit Eiweiss.
  • Superfood: Das Chlorophyll in grünem Gemüse und in Kräutern sorgt nicht nur für eine frische grüne Farbe (im rohen Kohl).
  • Es versorgt uns mit vielen wichtigen Vitalstoffen und verbessert unser Wohlbefinden. Außerdem wirkt es unterstützend auf unsere Leberfunktion, Verdauung und Wundheilung!

Grünkohl ist auch sehr reich an Vitamin C und Vitamin K.
Zusätzlich enthält diese Kohlart reichlich gesunde Ballaststoffe. 


Vitamine…Vitamine…

  • Hervorstechend ist auch der hohe Mineralstoffgehalt, ganz besonders von Calcium und Eisen.
  • Nach Möhren ist Grünkohl der zweitstärkste Lieferant von Provitamin A, er enthält die Vitamine B1 und B2 sowie Folsäure in höheren Mengen als die meisten anderen Gemüsearten.
  • Der hohe Gehalt an Vitamin C (100mg/100g) bleibt bei der Lagerung und auch bei der Zubereitung teilweise erhalten, somit sind diese Kohlarten als Vitamin-C-Spender besonders im Winter gut geeignet…
  • Im Grünkohl sei mindestens zehnmal so viel Karotin enthalten wie im Weißkohl und sogar doppelt so viel Eiweiß wie im Blumenkohl und sogar viel mehr Vitamin C als in der Zitrone.
  • Zudem enthalte der Grünkohl einen beachtlichen Anteil an Folsäure, die zur Blutbildung und Versorgung unserer Körperzellen mit Sauerstoff benötigt wird….meinte Alfons Schubeck.
  • „Grünkohl sei eine Vitaminbombe“... sagte er schon vor vielen Jahren, als er seinen Grünkohl-Schwarzwurzel-Salat in seiner Fernsehsendung (BR) damals zubereitete.

Nebenbei bemerkt enthält Grünkohl ausreichend Ballaststoffe, die trotz der wenigen Kalorien auch nachhaltig sättigen.
Noch ein Tipp: Die Grünkohlblätter sollte man vor dem Dünsten oder Schmoren – zuerst kurz in Salzwasser vorkochen – vorher aber die Blätter von den harten, dicken Rippen abzupfen – das kurze Kochen in Salzwasser mache die Blätter deutlich milder und bekömmlicher. Die harten dicken Rippen muss man jedenfalls vorher entsorgen. Dazu gleich mehr…

Ein norddeutsches National-Gericht:

„Grünkohl und Pinkel“ (geräucherte Grützwurst) ist auch ein bekanntes norddeutsches Leibgericht. Die plattdeutsche Bezeichnung „Pinkel“ steht für eine herzhaft geräucherte Wurst aus Würfelspeck, Flomen, Gerstengrütze, Zwiebeln, Gewürzen, Salz, Pfeffer. Diese würzige Wurst schmeckt hervorragend zu frischem herzhaften Grünkohl-Gemüse.
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Die „Bregenwurst“ ist eine leicht geräucherte Mettwurst aus Schweinefleisch – verbreitet in Niedersachsen, besonders in Braunschweig und Umgebung.
Die „Kohlwurst“ ist eine kräftig geräucherte Rohwurst aus Schweinefleisch – verbreitet in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Im Schnitt werde pro Haushalt ein
Kilogramm Grünkohl im Jahr gegessen.
Dabei stammen allerdings zwei Drittel
aus der „Tiefkühltruhe“, nur ein Drittel
würde frisch zubereitet….sagt Wiki.

Warum muss Grünkohl Frost haben?

  • Niedrige Temperaturen bis zu max. 10°C schaden dem Grünkohl nicht. Durch Kälteeinwirkung verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse in der Grünkohlpflanze.
  • Dadurch steigt der Zuckergehalt in den Kohlblättern und der Kohl wird aromatischer und schmeckt weniger bitter.
  • Grünkohl kann den ganzen Winter über nach und nach geerntet werden. Liebhaber des schmackhaften Grüns warten bis zu den ersten Frösten.
  • Sobald die Temperaturen niedriger werden, sorgen Stoffwechselvorgänge im Grünkohl – wie gesagt – für den erhöhten Zuckeranteil. Erst bei Temperaturen um etwa zehn Grad Minus erfriert er.
  • Ist die Pflanze später komplett abgeerntet, wird sie aus dem Boden gegraben und im Kompost entsorgt.

ES IST ZEIT:
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich finde,
wir könnten so langsam mal wieder einen leckeren und noch

dazu sehr gesunden Grünkohl zubereiten und und uns schmecken lassen…
Unser Lieblings-Rezept findet man nun hier…

Dem Grünkohl wird seit jeher auch eine heilende Wirkung nachgesagt. Schon in frühchristlicher Zeit war gebratener Kohl ein Mittel gegen den Kater nach einer Orgie. Das erklärt vielleicht, warum er heutzutage – bei den angesagten, lustigen Kohlfahrten im hohen Norden – präventiv gleich mit Alkohol (einem „Schnäpschen“) zusammen konsumiert wird.


GESUNDE WINTER-KÜCHE:

Dass Ernährung und Gesundheit untrennbar miteinander
verbunden sind, dürfte schon aus der Frühzeit der 
menschlichen Evolution jedem bekannt sein.


REZEPTE – REZEPTE – REZEPTE…


UNSER LIEBLINGS-GRÜNKOHL-EINTOPF
The very best of…
Ein winterlich herzhaftes Soulfood:

Zutaten (Einkauf) für 6 Personen:

  • 1,5 kg frischen Grünkohl (alle Strünke entfernen),
  • 200 g geräuchertes, gut durchwachsenes „Gelderländer-Dörrfleisch“ in dicken Scheiben (oder andere geräucherte Schinkenspeck-Marken),
  • 4 große Zwiebeln (500 g), 2 dicke Knoblauchzehen,
  • 1 kg Kartoffeln,
  • 1 El Butter- oder Gänse-Schmalz
  • 6-8 Mettwürstchen oder Mettenden oder Räucherenden („vorgebrüht“),
  • Haferflocken (2-3 El)
  • 500 ml Gemüsebrühe oder Fond (oder auch 3-4 El Instant Gemüsebrühpulver ins Kochwasser).
  • Als Reserve nicht vergessen: 1 P. fertigen „TK-Grünkohl“ bereithalten…falls mehr Gäste kommen bzw. der Appetit größer ist…diesen könnte man dann noch schnell unter den bereits fertig gekochten Grünkohl mischen, danach das erneute Erhitzen und Abschmecken nicht vergessen… 
  • Sollte der Eintopf zu flüssig sein – am besten mit etwas Haferflocken binden und kurz nochmals kräftig aufkochen lassen.

Die wichtigen „Gewürze“:

Gewürze: Zucker, scharfer Senf, kräftig: Salz, Pfeffer, ordentlich *Muskatnuss (frisch gerieben, erst ganz zum Schluss zugeben). Zusätzlich „nach Gusto“: ein paar Haferflocken. Wer möchte (vorgegarte) Kasseler Koteletts (Knochen vorher schon entfernen) oder herzhafte Räucherwurst nach Gusto dazu servieren.

TIPP: Beachten sollte man dabei: *Muskat sollte nicht mitkochen, da das Gewürz sehr schnell an Aroma verliert, besser erst kurz vor dem Auftragen mit frisch geriebenem Muskat würzen.

Einen ausreichend großen hohen Kochtopf bereitstellen.


GRÜNKOHL PUTZEN: Die Blätter werden mit einem kl. scharfem Küchenmesser für die Zubereitung vom Strunk abgetrennt und die mittlere harte, faserige, helle Blattrippe (siehe Fotos oben) wird komplett herausgeschnitten und entsorgt. Im Anschluss die feinen Grünkohlblättchen auf ein Brett geben und mit einem Messer – je nach Vorliebe – grob oder etwas feiner schneiden/hacken.


Man kann Grünkohl natürlich auch ROH essen:
Allerdings kann roher Grünkohl durch die enthaltenen

Faserstoffe dann gelegentlich bei empfindlichen
Personen auch unangenehme Blähungen und
Bauchschmerzen (Unverträglichkeit) verursachen. 


WICHTIG: Blanchieren gegen die Bitterstoffe:


  • Die vom Strunk abgestreiften zarten Grünkohlblättchen gründlich waschen, verwelkte Blätter aussortieren…
  • In einem ausreichend großen Topf das Wasser zum Kochen bringen, kräftig salzen und den Grünkohl portionsweise – wie oben schon erwähnt – ca. 2-3 Minuten blanchieren, bis alles zusammenfällt.
  • Die Blätter danach kalt abschrecken. Im Sieb gut abtropfen lassen. Beiseite stellen.
  • Das überschüssige Wasser vorsichtig im Sieb mit den Händen aus den abgekühlten Grünkohlblättchen kräftig ausdrücken. In ein frisches Küchentuch wickeln und so etwas besser trocknen lassen.

Wissenswertes: Grünkohl zählt zu den Bittergemüsen. Die Bitterstoffe entstehen durch den Zerfall von Enzymen. Dieser Vorgang wird durch das wichtige Blanchieren jedoch weitgehend gestoppt. Blanchierwasser später entsorgen.

Der Grünkohl trägt eine Vielzahl an Namen
Oldenburger Palme, Blätter-, Kraus- oder Braunkohl  oder die englische Übersetzung “Kale”.


ZUBEREITUNG


Schmoren…schmurgeln…leise vor sich hin köcheln…


  • ZUTATEN-EINKAUFS-LISTE siehe oben:
    Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln, ebenso den Räucherspeck (mit scharfem Küchenmesser) in kl. Würfel schneiden und alles zusammen – in Butter- oder Gänseschmalz – kräftig in einer Pfanne goldgelb anbraten.
  • Diese köstliche, angebratene Zwiebel-Räucherspeck-Mischung in dem großen Topf mit dem fein gehackten, blanchierten Grünkohl gut vermischen, mit 500 ml Gemüsebrühe oder gekörnter Brühe auffüllen und zirka 1 Stunde mit leicht geöffnetem Deckel leise köcheln lassen
  • Aufpassen… dass genug Gemüse-/oder Fleischbrühe im Topf vorhanden ist und er am Topf-Boden nicht anbrennt (!!)... evtl. Brüh-Flüssigkeit später nach Bedarf nachfüllen.

  • 15 Minuten vor Ende der Garzeit nach Belieben die fleischlichen Zutaten wie *Pinkel , vorgegarte Schweinebäckchen oder Kassler und Co. zugeben und leise mitgaren oder Mettwürstchen/Kasseler etc. zum Grünkohl – kurz vor Ende der Kochzeit – im heißen Sud – dazugeben. Das Ganze gemeinsam noch etwas leise „simmern“ lassen… Kochzeit insgesamt ca. 50-60 Minuten.
  • Wenn man den Pinkel nicht bekommt, reicht das Kasseler-Fleisch völlig. Geräucherte Rohwurst oder Kasseler & Schweinebäckchen sind hier generell am beliebtesten. Das Schweinebäckchen hat eine hellrote Farbe und zeichnet sich durch eine feine Marmorierung aus.
  • Schweinebäckchen“ ist ein zartes, feines Muskelfleisch und wiegt pro Stück nur etwa um die 50-70g. Gesamt-Garzeit (leises „simmern“) für mehrere Bäckchen: 2 Std. 40 Min. Dies kann man gut am Vortag zubereiten.

Anm.: *Pinkel ist eine geräucherte, grobkörnige deftige Wurst, die vorwiegend in Nordwestdeutschland, besonders in der Gegend um Oldenburg und Bremen sowie in Ostfriesland, hauptsächlich zu Grünkohl verzehrt wird. Oldenburger Pinkel besteht z.B. aus Schweinefleisch, Speck, Hafergrütze, Zwiebeln und Gewürzen. Die grob vermahlene Menge wird in einen Schweinedarm (fest verschlossen) gefüllt, geräuchert und getrocknet… sagt Wikipedia.

Hhmmm… Kürzlich selbst gekochter, sehr schmackhafter Grünkohl-Eintopf von Sohn Martin G. (!!!)
Alles ist gar, wenn der Kohl seine typische, olivgrüne Farbe hat und Fleisch und Wurst auch durchgegart ist.


Und weiter gehts mit dem Rezept:

Während der Grünkohl-Eintopf leise schmurgelt und gart, die „Kartoffeln“ schälen, würfeln, salzen und wie üblich 20 min. separat kochen. Danach abgießen, noch heiß mit dem Kartoffelstampfer grob zerdrücken und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Kartoffelstampf später – kurz vor dem Servieren – unter den dann fertig gegarten Grünkohltopf gleichmäßig untermischen, d.h. (laut Tante Finchen) mit dem heißen Eintopf „innig“ vermengen und unbedingt nochmals abschmecken bzw. evtl. noch kräftig nachwürzen. „Kohl & Kartoffeln“ schlucken viel Geschmack…“ sagte Tante Finchen immer… 😉

  • Extra-Tipp: Wer den Grünkohl zusätzlich andicken möchte, gibt ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit noch ein paar Haferflocken dazu.
  • Man rechnet dabei zum Andicken mit etwa 1-2 EL blütenzarte Haferflocken auf 1 Kilo Grünkohl.
  • Ggf. noch etwas kräftige Fleisch – oder Gemüse-Brühe hinzufügen, falls der Grünkohl im Topf zu trocken erscheint, er sollte doch schön „saftig“ sein.

DIE WÜRZE


Der Geschmack muss tatsächlich auch richtig „herzhaft“ sein, also vor dem Servieren nochmals unbedingt kräftig mit Senf, Salz, Pfeffer, Muskat (!), etwas Zucker und evtl. einem kl. Schuss Zitronensaft (oder Essig) abschmecken. Auch ein Schuss Sahne und etwas Butter sind lecker dazu. Unsere liebe Tante Finchen tat damals sogar noch etwas „Ma..i“ dran.. wir waren als Kinder immer begeistert und freuten uns immer schon im Voraus auf diesen leckeren Eintopf.

BRAUNKOHL

 Grünkohl wird wegen seiner Farbe nach dem Kochen auch Braunkohl genannt.


WICHTIG IST, DASS DER EINTOPF SCHÖN HEISS SERVIERT WIRD!


To-Do-Liste:

„Vorgekochte“ Mettwürstchen entweder separat später (kurz erhitzt) auf einer Platte extra dazu reichen oder aber die Mettenden (vorher- so gut es geht – „enthäutet“) in Scheibchen schneiden und diese erst kurz vor dem Anrichten sorgfältig unter den heißen Grünkohleintopf in der großen Suppenschüssel mischen.
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TIPP: Übrigens müssen Mettwürstchen „immer komplett durchgegart sein“. Zudem ist die Haut oft sehr „fest oder hart“ und schwer verdaulich. Daher enthäute ich die Mettwürstchen gerne meist sofort – direkt nach dem Kochen – (sieht dann zwar etwas zerrupft aus, da die Haut sich oft sehr schwer lösen lässt, aber in kl. Scheiben geschnitten (unter den Grünkohleintopf gemischt), spielt das keine Rolle mehr und es ist alles dann dafür auch wunderbar bekömmlich.
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Auch die Kasseler Koteletts schneide ich vorher schon (bevor diese in den Eintopf kommen) in kl. mundgerechte Stücke. Es ist ja schließlich ein EINTOPF, der nur mit der Gabel oder dem Löffel gegessen wird.

Man kann aber die Wurst-/Fleisch-Zutaten auch unzerteilt – wie gesagt – separat zum Grünkohl auf einer EXTRA Platte servieren, so dass sich jeder selbst nach Gusto bedienen kann. Dazu dann später am Tisch das Messer zur Gabel neben dem Teller nicht vergessen. 😉

Traditionell trinkt man zu Grünkohl Bier oder einfach Wasser


TIPP: Leider hatte ich das letzte Mal etwas zu wenig „Eintopf“ für den großen Appetit der Gäste 😉 und es waren dann doch etwas mehr Gäste gekommen, als angekündigt…

So musste ich den Grünkohl-Eintopf kurzfristig „strecken“ und habe mir mit 2 P. fertigem „TK-Grünkohl“ von einer „bekannten“ Firma (I..u) ausgeholfen, der tatsächlich nicht schlecht war! Ich hatte ihn noch schnell später dann zu meinem bereits fertig gekochten Grünkohl im Topf mit untergerührt und gleich noch dazu kräftig nachgewürzt. Also besser schon früh auch an „TK-Vorrat“ denken!

Der Eintopf lässt sich sehr gut vorbereiten und wenn die Gäste kommen, dann einfach kurz wieder sachte auf „kleiner“ Hitze unter ständigem Umrühren aufwärmen (evtl. noch etwas kochende Brühe zugeben, damit er am Topf-Boden nicht anbrennt): Er muss – wie schon erwähnt – unbedingt heiß serviert werden!


Bedeutung: Nitrat Nitrit

  • Blattsalate, Rote Beete und Spinat können hohe Mengen Nitrat enthalten. Nitrat kommt natürlicherweise im Boden und im Grundwasser vor. Nitrat an sich ist für den gesunden und erwachsenen Menschen nicht direkt schädlich. Nitrate haben eigentlich ihren schlechten Ruf nicht verdient, sagen die Forscher.
  • Nitrat ist der Ausgangsstoff von NitritErst bei einer Überdosierung von Nitrat kann sich im Körper Nitrit bilden und die Gesundheit gefährden.
  • Der Nitratgehalt lässt sich verringern, wenn Gemüse blanchiert oder längere Zeit in viel Wasser gekocht wird. Das verringert den Nitratgehalt um 30 bis 50 %. Das Kochwasser von nitratreichem Gemüse jedoch besser weggießen.
  • Grünkohl und anderes nitratreiches Gemüse (z.B. Spinat) anderntags NICHT wieder häufiger aufwärmen. Es enthält wie gesagt das Nitrat. Denn der Körper baut NITRAT erst in Nitrit um und später dann in die schädlichen Nitrosamine: Dies ist in einer kleinen Menge jedoch nicht schädlich.
  • Das Gleiche gilt übrigens z.B. auch für den nitrathaltigen SPINAT und andere Kohlsorten.
  • Schädliche Nitrosamine: Die Belastung von gepökelten Waren mit Nitrosaminen ist in den letzten 20 Jahren erheblich zurückgegangen. Denn durch verbesserte Technologien ist weniger Nitritzusatz nötig. Zudem setzen die Wurst- und Fleischerzeuger ihren Produkten heute Ascorbinsäure (Vitamin C) zu, die die Nitrosaminbildung hemmt… sagt Wikipedia.

TIPP: Am besten kombiniert man die (potenziell nitrit– und nitratreichen) Lebensmittel immer mit etwas Vitamin-C und/oder Vitamin-E reichen Beilagen (z.B. Pflanzen-Öle wie z.B. Rapsöl… auch Leinsamen/Nüsse/Paprika-Mango-Avocado u.a.).

  • Auch Gemüse und Obst liefern außer Vit. C. auch jede Menge Vitamin E. 
  • Diese Antioxidanzien hemmen ebenfalls die Nitrosamin-Bildung im Magen. Evtl. könnte man später nach dem Essen auch z.B. noch ein Vitamin C haltiges Getränk (O`saft) zu sich nehmen.
  • Nitrit wird z.B. durch Vit. C unschädlich gemacht.
  • Nitrathaltiges Gemüse wird also z.B. im Körper zu Nitrit umgewandelt (!).
  • Die gute Nachricht: Vitamin C, Vitamine E und Polyphenole, also sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, hemmen – wie gesagt – die Nitrosamin-Bildung.
  • Da die meisten Gemüsesorten aber bereits schon recht reich an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen sind, ist die Bedenklichkeit von nitrathaltigem Gemüse für die menschliche Gesundheit doch eher gering.

UND DIE KARTOFFEL DARF NATÜRLICH HIER NICHT FEHLEN

„Denke nur: Auch die Kartoffel // Ist ein Kind der Erdenmutter // Und – erlaub` mir, alter Stoffel // Schmackhaft, namentlich mit Butter“. – Gedichts-Vers: Friedrich Theodor von Vischer (1807-1887) war ein deutscher Philosoph, Lyriker, Erzähler und Ästhetiker.

„Kartoffel in der Früh, zu Mittag in der Brüh´, zu Abend im ganzen Kleid, Kartoffel in Ewigkeit“ – dichtete angeblich Friedrich Schiller (1749-1805)  – Er war Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten.


Angeblich erwähnte auch Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) – der berühmte deutsche Dichter – die Kartoffel mehrfach in seinen Werken. Zudem wird ihm folgendes Zitat zugewiesen:


DIE KARTOFFEL:
„Morgens rund, mittags gestampft,
abends in Scheiben –
dabei soll’s bleiben. Es ist gesund.


Wie wärs denn einmal – statt Blumen – mit einem frischen Grünkohl-Strauß?


Was ist eigentlich ein One-Pot-Gericht? Ein neuer Trend?

Der Trend, der wohl auch von der amerikanischen „Küchen-Queen“ Martha Stewart (*1941)  erfunden wurde, verspricht einfache, zeitsparende und abwechslungsreiche „Ein-Topf“ Rezepte: Gemeint sind dabei nicht (nur) Omas altbewährte, klassische Eintöpfewie z.B. hier den Grünkohl …, sondern auch schnelle Köstlichkeiten mit Reis, Pasta, Gemüse, Fleisch und Fisch.

Begonnen hat hier auch alles vor einigen Jahren wohl mit einer Entdeckung in Italien. In einem kleinen Restaurant in Apulien stießen zwei Amerikanerinnen auf Recherche-Reise auf ein Gericht, das ebenfalls „gehypt“ als „One-Pot-Pasta“ weltweit Karriere machen sollte… One Pot Pasta ist auch – wie oben erwähnt – ein schnelles Pastagericht, das wohl auch (so andere Quellen) angeblich frei nach der US-amerikanischen Fernsehköchin Martha Stewart erfunden wurde….

Eine einfache „One Pot Pasta“ mit Hackfleisch verlangt gerade mal einen Topf. Die rohen Nudeln werden in der fruchtig-cremigen Tomatensoße samt dem Hackfleisch gegart. Umrühren und fertig.

Hauptsache es schmeckt: Dabei werden alle Zutaten inklusive der Nudeln nur in einem Topf zubereitet. Das funktioniert nicht? Doch, das funktioniert sogar sehr gut und bietet einen besonderen Geschmack, da die Nudeln in einer Art Brühe garen und auf diese Weise viele Geschmacksstoffe aufnehmen.


UNSER GUTER ALTER EINTOPF KOMMT WIEDER ZU EHREN…


Unser guter alter EINTOPF…
man muss dem Kind nur einen neuen Namen geben..


„Vor lauter Globalisierung und Computerisierung dürfen die schönen Dinge des Lebens wie „Kartoffeln oder Eintopf“ kochen nicht zu kurz kommen“. – ZITAT: Dr. Angela Dorothea Merkel (* 17. Juli 1954) war vom 22. November 2005 – bis Ende 2021 achter Bundeskanzler und als Frau die erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

ANHANG: Auf besonderen Wunsch… noch ein besonderes Rezept 😉

knusper…knusper…crunchy…

Gesund und fettarm Chips knabbern?


GRÜNKOHL-CHIPS mit leckerem Crunch-Feeling…


Statt Kartoffelchips: Gesund-Lecker-Leicht und vor allem gaaanz knusprig… und dazu noch – ganz easy – selbst gemacht… Endlich eine wirklich gesunde Snack-Alternative zum selber machen.

Grünkohl muss nicht immer ein deftiges Gericht sein. Der beste Beweis sind hier vor allem die sogenannten Kale Chips – das sind – wie wir das bei uns hier nennen: „Getrocknete Grünkohl-Chips“ frisch aus dem Backofen. Gesund und lecker sind sie, zudem auch noch superleicht und schnell zubereitet.

Unsere würzigen leckeren Grünkohlchips – nach einem US-amerikanisches Rezept – nennt man dort: Kale Chips – dort verwendet man statt Öl: ERDNUSSBUTTER (flüssig)

GRÜNKOHL-CHIPS
selbstgemacht


Zutaten: Zirka 500 g Grünkohl.
Für die Marinade: 5-6 El Olivenöl, einen knappen Teelöffel Salz – nach Geschmack etwas Zitrone sowie kräftig Gewürze wie Pfeffer, Chili- oder Paprikapulver, Thymian oder Sesam, (auch Bockshornklee und Currypulver sind angesagt) zugeben.
________________________________________________________________________
EXTRAS: Für 500 g Grünkohl-Blätter braucht man zwei Backbleche…oder man kann die Chips auch nacheinander backen. Grünkohl putzen, dabei alle etwas größeren Stücke von den dicken Blattrippen abzupfen. Die Blätter sollten keinesfalls zu klein sein und ungefähr alle die gleiche Größe haben. Im Backofen bei 175 Grad (vorgeheizt) etwa 10-15 Minuten backen.

Zubereitung der Chips


Ofen auf 175 Grad vorheizen:
  • Man schneidet als Erstes die Grünkohlblätter von dem Strunk ab und zupft die Blätter in mundgerechte Stücke. Da der Grünkohl im Ofen fast auf die Hälfte schrumpft, dürfen die Stücke keinesfalls zu klein sein.
  • Als Nächstes die Grünkohlblättchen gut waschen und – ganz wichtig (!) – gründlich trocknen lassen, am besten mithilfe einer Salatschleuder. Danach noch in ein großes Küchenhandtuch oder in Papierküchentücher (z.B. Z..a) einwickeln und erst ganz getrocknet wieder die Blättchen herausnehmen. TIPP: Die Blätter müssen also absolut komplett trocken sein, damit die Chips am Ende auch wirklich richtig knusprig werden.

Auch als Grünkohl-Salat ein feines Essen.... Die Blätter in einem großen Topf mit ca. 2 l kochendem Salzwasser 3–5 Minuten blanchieren. Mit einer Schaumkelle herausheben und in einem Sieb gut abtropfen lassen, mit Küchentuch gut abtrocknen, kleinschneiden und erkalten lassen. Vermischt mit z.B. kleingeschnittenem Apfel, einigen Schafskäse-Würfelchen und mit Salz, Pfeffer, Orangensaft, Weißweinessig, Olivenöl oder Leinöl angemacht – ein sehr leckerer leichter Imbiss.


Knusper ➤ Knupser ➤ Crunchy…


  • Die Marinade für die Grünkohl-Chips: Das Öl mit dem Salz, den Gewürzen, etwas Zitronensaft vermischen und die trockenen Grünkohlblätter damit vorsichtig einreiben, sie sollten gut mit Marinade bedeckt sein. Dazu die Marinade am besten mit den bloßen Händen in die Grünkohlblättchen vorsichtig leicht einmassieren.
  • Das könnte man auch bei größerer Menge in einer Salatschleuder tun, hier verteilt sich die Marinade wie im Flug an den zarten Blättchen…
  • Danach die so marinierten „Kale Chips“ auf einem – mit Backpapier ausgelegtem – Blech schön gleichmäßig verteilen. Die einzelnen Chips sollten nicht zu eng aneinander und nicht überlappend liegen, sonst werden sie nicht knusprig.

  • Nach ca. 5-10 Minuten alle Chips mit einem Pfannenwender schön gleichmäßig wenden und weiterbacken.
    Tipp: Zwischendurch öfters mal kurz für 1-2 min. die Ofentür komplett öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann.
    ..oder mit einem Holzlöffel die Ofentür während der gesamten Garzeit einen Spalt geöffnet halten.
  • Nach 10-15 min Garzeit die Chips herausnehmen, testen, ob sie schön knackig sind, wenn nicht… die Garzeit nochmals um 5 min. verlängern. Nach Belieben später evtl. nochmals vorsichtig nachsalzen und genießen.
  • Grünkohlchips schmecken als gesunder Apéro-Snack und eignen sich auch gut als Suppen-Topping.…das sieht hübsch aus.. WICHTIG: Die Chips komplett auskühlen lassen. Und dann kanns also losgehen…


Superfood – das auch aus südlichen Ländern exportiert wird:
Grünkohl steckt voller immunstärkender Vitamine.


Bekannte (meist kälteresistente) Variationen des Gemüsekohls heißen:

Lacinato-Kohl, Dinosaurier-, Toskanischer-Grünkohl /Rotrussischer Grünkohl (stammt aus Sibirien) / Chinesischer, /Russischer Grünkohl (blau/grün bis violett-rot/ /Cavolo nero (Schwarzkohl) / Ragged Jack (Kale) und viele andere Sorten mehr…

Grünkohl ist reich an Kalium und Antioxydantien wie z.B. Beta-Karotinoide, das der Körper in Vit. A umwandeln kann und eine hervorragende Quelle für Vitamin C, Vitamin K und Calcium. Er ist ein nährstoffreiches, kalorienarmes Gemüse, das viele Ballaststoffe und Flavonoide enthält und gehört wie Blumenkohl/Rosenkohl/Kohlrabi – zu den Kreuzblütengewächsen. Grünkohl enthält weniger Oxalat im Gegensatz zu Spinat! Es soll sogar den Cholesterin-Spiegel senken.

Nachteile: Es kann Allergien (bei Allergikern) auslösen und allzu viel ist sowieso immer ungesund – wie bei allen anderen Nahrungsmitteln auch.


GRÜNKOHL GERÖSTET – SCHÖN KNUSPRIG – FRISCH AUS DEM OFEN –


Es gibt zahlreiche Grünkohl-Importe – vor allem aus südlichen Ländern…

GESUNDES GEMÜSE
Grünkohl (hier rechts oben auf dem Bild) ist nicht nur lecker,
sondern auch gesund – sowie regional und saisonal.
Wie die meisten Kohlsorten ist auch Grünkohl reich an Vitaminen,

Mineralstoffen, Ballaststoffen und wertvollem, pflanzlichen Eiweiß.

Grünkohl roh essen ist sehr gesund, doch er ist nicht für jeden bekömmlich, weil
die Fasern die Verdauung stark beanspruchen und zu Magen-Darm-Problemen
führen könnten. Pochieren kann man den Kohl vor dem Verzehr kurz
in heißem Wasser, dann ist er meist gut verträglich…

„Grünkohl-Eintopf“
zuerst veröffentlicht im Februar 2019
Blogartikel zuletzt aktualisiert im Februar 2024 
(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)
Alle Blog-Artikel sind zu finden unter: www.bienchenhamster.de


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