Zeitreise Kunst

Inhaltsübersicht

LESEDAUER: Zirka 15-20 min. je nachdem wie ausführlich 😉



Was versteht man alles unter Kunst? Kunst ist eigentlich alles, was von Menschen in einem kreativen Prozess geschaffen wurde. Kunst umfasst viele Bereiche. Wichtige Kunstgattungen sind die Bildende Kunst, die Darstellende Kunst, Musik und Literatur. Nicht immer ist eine Zuordnung eines Kunstwerks zu diesen Gattungen eindeutig möglich.


1.) GEDANKENGÄNGE – zur Kunst –

Es geht mir nicht darum, dass der Betrachter meiner Bilder alles weiß und alles versteht, wie ich es verstehen will. Ein Bild, ein Kunstwerk muss in meinen Augen etwas sein, was die Fantasie anregt und entflammt in ganz ekstatischer Weise. Der Betrachter darf nicht um seine sinnliche Erfahrung gebracht werden. (Zitat: „Arik Brauer“, (*1929 in Wien/ † Jan.2021 in Wien), Expressionist, er galt als einer der Hauptvertreter der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“.)


  • Meine Ausführungen zu diesem interessanten Thema beginnen zunächst „mit Künstler-Zitaten“ aus aller Welt und mit dieser Aussage: „Kunst entsteht im Kopf des Betrachters. Der Künstler liefert dafür nur die Voraussetzung“. Spruch: © Peter von Krusenstern (*1954, Kunstmaler, Maler, Autor).

Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Begabung, Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist. Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. (Wikipedia).

MONA LISA

Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ ist das berühmteste Gemälde der Welt.
Es ist unter anderem deshalb so bekannt, weil der Blick und das Lächeln

der Dame – also beides – wirklich einzigartig ist.


Bei den weltweit bekannten Künstler-Bildern – wie als Beispiele – Leonardo da Vincis «Mona Lisa» (gemalt anno 1503) oder Monets «Seerosen» (gemalt um 1915) – sind sich die meisten Menschen einig: „Das ist wirklich Kunst“.

Mona Lisa ist ein Ölgemälde von „Leonardo da Vinci“ aus der Hochphase der italienischen Renaissance. Das auf Italienisch als „La Gioconda“ – davon abgeleitet ist ihr französischer Name „La Joconde“ – bekannte Bild wurde vermutlich zwischen 1502 und 1506 in Florenz gemalt und nach der Florentinerin „Lisa del Giocondo“ (*1479-/+1542) benannt – der Gattin des Florentiner Tuch- und Seidenhändlers Francesco di Bartolomeo di Zanobi del Giocondo (*1460-/+1539). (Wikipedia)

Anm.: Das Guinness-Buch der Rekorde (1999) nennt beispielsweise die – im Pariser Louvre – ausgestellte Mona Lisa als Gemälde mit dem höchsten Versicherungswert: Es wurde bereits am 14. Dezember 1962 auf 100 Millionen Dollar geschätzt, was heute – im Jahr 2023 – unter Berücksichtigung der Inflation etwa 843 Millionen Dollar entspricht.



2.) HISTORISCHES: WANN BEGANN DIE KUNST… KUNST ZU SEIN?

Der Kunst-Beginn und der Verlauf durch die Jahrhunderte in aller Kürze…

Antike Kunst (800 v. Chr. bis 600 n. Chr.) – Kunst des Mittelalters (600 n. Chr. bis 15. Jh.) – Kunst der Renaissance (15. bis 16. Jh.) – Kunst der Neuzeit – ab 15. Jh. bis heute (Barock-Rokkoko-Klassizismus.Romantik-Biedermeier-Realismus-Historismus-Impressionismus-Jugendstil-Symbolismus-Expressionismus-Kubismus-Futurismus-Dadaismus-Surrealismus-Russische Avantgarde-Bauhaus-Neue Sachlichkeit-Amerikanischer Realismus…)
Ausführlicheres ist hier zu lesen bei www.wikipedia.org


KUNST-BEGRIFF: Im Wandel der Jahrhunderte…

  • Bildende Kunst:

Die Bildende Kunst wird unterschieden von den darstellenden Künsten (wie Theater, Tanz und Filmkunst), Literatur und Musik. Die bildendenden Kunst unterteilt sich in die Gattungen Malerei, Grafik, Bildhauerei und auch der Kunstfotografie.

Die Definitionen von „Kunst“ gelten heute – nicht nur im europäischen Raum – für wirklich herausragende Werke, auch für die beeindruckende „Bilderhauer-Kunst“ der alten Griechen und Römer, also für die Gesamtheit der Werke von Künstlern ganzer Epochen und somit für das künstlerische Schaffen generell.

Eine unglaubliche Faszination der in Stein gemeißelten, makellosen
Schönheit alter Skulpturen ergreift den Betrachter immer wieder.


3.) Ein kurzer „Ausflug“ zur europäischen Geschichte in der Kunst:

  • Es wird allgemein angenommen, dass Kunst eine schöpferische Tätigkeit menschlicher Natur ist. Künstlerisches Schaffen ist einer der Grundtriebe des Menschen und bereits seit Urzeiten (also schon in der Eiszeit bei den sog. „Höhlenmenschen“ z.B. in Lascaux) eines seiner wichtigsten Ausdrucksmittel.
  • In früheren Zeiten wurde in Europa „Kunst“ ausschließlich von den herrschenden „Autoritäten“ definiert, deren Entscheidung nicht hinterfragt werden durfte.
  • So legte z. B. im *Feudalismus ein Fürst fest, was Kunst ist und was nicht – u. a. wurden auch die „nur von ihm“ zusammengesetzten und kontrollierten Kunstakademien allgemein akzeptiert.

Anm.: Der *Feudalismus war eine Wirtschafts-Ordnung, die es vor allem im europäischen Mittelalter und der frühen Neuzeit gab. In dieser Zeit gehörte das ganze Land nur dem König. Weil er sich selbst nicht um alles kümmern konnte, verlieh er einzelne Landstriche an Adelige, die Grund und Boden zur Bewirtschaftung nutzten. Als Gegenleistung für dieses sogenannte „Lehen“ mussten Kriegsdienste von den Rittern erbracht werden… sagt Wiki.

Das weltberühmte Gemälde „Die Erschaffung Adams“ ist das zentrale Werk des „Deckenfreskos“ von Michelangelo (Michelangelo Buonarroti (*1475-/1564), das auch als „Genesis-Fresko“ bekannt ist. Es gehört zu einer Reihe von Michelangelos Gemälden „Genesis“ in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan in Rom, die Papst Julius II. (*1443 -/† 1513) damals in Auftrag gab.


  • Eine weitere Definitionsebene für Kunst war früher auch die „Kunstfertigkeit“ des Künstlers. Dessen gute handwerklichen Fähigkeiten waren hier das wesentliche Kriterium, aber auch das Vermögen den Unterschied eines Kunstgegenstands vom Alltagsgegenstand abzugrenzen.
  • In der „Renaissance“ (1300-1600) kam es dann zu einer völlig neuen Betrachtungsweise der Kunst. Die reine Natur-Nachahmung mittels großartiger handwerklicher Fähigkeiten war zuvor zur Perfektion getrieben worden. Es begann bereits im Mittelalter ein ständiger Kampf gegen die alten Regeln.
  • Die spätere Renaissance [rənɛˈsɑ̃s] – entlehnt aus französisch renaissance „Wiedergeburt“ – beschreibt die europäische Kulturepoche in der Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert. (Wikipedia)

DAS BERÜHMTE BILD DER VENUS VON BOTTICCELLI
Sandro Botticelli (*1445-/1510) war einer der bedeutendsten italienischen Maler und Zeichner der frühen Renaissance: Die Venus (griechisch Aphrodite: die Meerschaumgeborene) steht auf einer Muschel im Meer, die von den Göttern des Windes, von einem Regen aus Rosen begleitet, ans Ufer getrieben wird.
An Land wird sie von einer der Göttinnen – sie galten den Griechen als Göttinnen der Jahreszeiten – mit einem beschützenden rot-violetten Umhang empfangen. „Trotz ihrer Nacktheit ist die Göttin kein Symbol der bloß körperlichen, sondern der geistigen Liebe. Venus erscheint so als unendlich zartes und empfindsames Wesen, das als Geschenk des Himmels in einer Muschel sanft an die Küste getragen wird“ . (Zitat: blog,- Singulart.com)


EUROPÄISCHE KUNST

Die europäische Kunst sollte uns früher die Welt zeigen, verklären und erklären und dabei auch dazu noch moralisch sein. Sie sollte Sinn stiften, die Menschen zusammenführen. Aber das vermochte damals schon die Religion eines Tages nicht mehr, aus deren Zwängen sich die Kunst in einem jahrhundertelangen Prozess befreit hat. „In einer weitgehend „agnostischen“ Welt wird der Kunst allerhand aufgebürdet“… Zitat: tagesspiegel.de (02./18)

Immer „neuere“ Regeln für die Kunst wurden damals aufgestellt, bis diese wieder von den „Avantgardisten“ der nächsten Generation abgeschafft wurden. Solange ein z.B. „modernes“ Kunstwerk noch als solches leicht erkennbar war, also z. B. auf Leinwand gemalt war und einen „Rahmen“ hatte, wurde es von vielen Kunstinteressierten noch mehr oder weniger problemlos als solches akzeptiert.

  • Später hatten dann sog. bürgerliche Kreise versucht, „die Definitionsmacht“ für Kunst zu übernehmen. Professoren drängten sich damals verstärkt in die Kunstakademien. Diese frühen „hierarchischen“ Strukturen bzw. eine einseitige „Einflussnahme“ gibt es heutzutage (in Bezug auf die Kunst) nicht mehr.
  • Auch gibt es nirgendwo auf der Welt einen sog. „Kunstpapst“, der als allgemein anerkannte „Jury“ über gute und schlechte Kunst entscheidet. Solch eine Person würde heute wohl auch von niemand mehr ernst genommen.
  • „DAS KANN ICH AUCH“Wer hat das nicht schon mal gedacht, wenn er im Museum vor einem Stapel „Gips-Pappe“ stand. Oder vor einem riesigen Gemälde, das nichts anderes zeigt als eine zart schimmernde Spraywolke.
  • Na ja…denkt da doch mancher, das hätte ich auch machen können: Es gibt auf diesen Spruch nur die einzig mögliche Antwort: „Und warum hast du es dann nicht gemacht?“
  • In der Kunst funktioniert es – wie im Patentamt: „Erfunden ist erfunden“. Allerdings wurde doch schon seit Ur-Zeiten immer wieder gegen dieses „Gebot“ verstoßen: Schon die alten Römer hatten die Statuen der alten Griechen kopiert… (Zitat Kolja Reichert/FAZ 02.2017)

ZURÜCK ZUR ALLGEMEINEN GESCHICHTE DER KUNST

Zum strengen *Klassizismus, der auf Farbigkeit auch verzichten konnte, zählte der bekannteste Vertreter „Jean-Auguste-Dominique Ingres“ (*1780–/+1867). Als Gegenpol zu Ingres erschien u.a. Eugène Delacroix (*1789–/+1863). Ihm war die „Farbe“ und nicht nur die Linie wichtiger. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts (etwa um die Jahre 1820) war Frankreich an der Schwelle zwischen Klassizismus und Romantik.

Damals verweigerten der Romantik „die Klassizisten der Académie Française“ lange Zeit die Zuwahl in dieses allerhöchste Gremium französischer Künstler.
„Eugène Delacroix“ wurde danach zum weiteren Vorbild vieler Impressionisten, die sich dann ganz entschieden, sowohl von der romantischen Schule (in der Zeit zwischen 1795 und 1830) als auch dem Klassizismus abgewendet haben.

Anm.: Der *Klassizismus ist eine kunstgeschichtliche Epoche zwischen 1770 und 1840, die sich international in der bildenden Kunst und Architektur niederschlug. Die Malerei des *Impressionismus entstand aus einer Bewegung französischer Maler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 

Stilrichtung des Impressionismus

Impression meint ein rasches, intuitives und (scheinbar) improvisiertes Festhalten eines flüchtigen Augenblicks.


Das Museum Barberini (Potsdam) präsentierte im Jahre 2020 mit über 100 Gemälden die umfangreichste Retrospektive – die dem bekannten Impressionisten Claude Monet (*1814-(+1926) jemals an einem deutschen Museum gewidmet wurde.
Das Frühwerk bis zur Mitte der 1860er Jahre umfasst realistische Bilder, von denen Monet einige damals sogar im Pariser Salon ausstellen durfte. Der „Salon de Paris“ war damals eine regelmäßige Kunstausstellung, die schon früh von König Ludwig dem XIV. im Jahre 1667 initiiert wurde, um den offiziellen höfischen Kunstgeschmack zu propagieren. Im 19. Jahrhundert war der Salon „DER“ absolute Mittelpunkt und Bühne des französischen Kunstbetriebes.


4.) DER IMPRESSIONISMUS

Der Kunstkritiker Louis Leroy (*1812-/+1885) prägte den Begriff Impressionismus, indem er den Titel von Claude Monets „Impression: Soleil levant“ (1872 → Monet: Impression, Sonnenaugang) zu einem Gruppen- und Stilbegriff ausweitete. (Anm.: Leroy war ein französischer Grafiker, Maler und Dramatiker des 19. Jahrhunderts).

Die wichtigsten Vorläufer des Impressionismus sind die romantischen Maler Eugène Delacroix, die englischen Landschaftsmaler John Constable, William Turner, und Richard Parkes Bonington, die Künstler der Schule von Barbizon. Die Schule von Barbizon wurde von einer Gruppe französischer Landschaftsmaler gegen Ende des ersten Drittels des 19. Jahrhunderts gebildet. 

Impressionismus (1863 – 1883): In den folgenden Jahren des 19. Jahrhunderts breitet sich der Impressionismus in weiten Teilen Europas aus.

Schon ein paar Jahre zuvor wurde der „Impressionismus“ vor allem von seinen bekanntesten Vertretern mit geprägt wie z.B. von: Camille Pissarro, Paul Cézanne, Claude Monet, Alfred Sisley, Auguste Renoir und Edouard Manet, Edgar Degas, Rodin und „Berthe Morisot“ : Morisot war damals die einzige bedeutende Malerin im französischen Impressionismus.


Es werde Licht… die „Lichtmaler“

Den impressionistischen Malern ging es zunehmend auch um Bilder der Welt mit Ewigkeitswert, was Künstler wie Renoir, Cézanne oder auch die Maler des Pointillismus mit unterschiedlichen Mitteln erreichen wollten,

„Einen Gegenstand um der Farben willen zu malen und nicht um seiner selbst willen, das ist es, was den Impressionisten von den anderen Malern unterscheidet“… (Georges Rivière (+1855-/+1943) Kunstkritiker, Rezension der dritten Impressionisten-Ausstellung). Er redigierte die Zeitung L’Impressionniste und andere Publikationen kritisch impressionistischer Künstler. Georges Rivière war ein enger Freund des impressionistischen Malers Pierre-Auguste Renoir. 

Zu den technischen Voraussetzungen des Impressionismus zählen synthetische Farben, deren Aufbewahrung in Zinntuben waren und transportable Staffeleien. Dazu kommen noch vorgrundierte und auf Keilrahmen aufgespannte Leinwände und Sonnenschirme. Die Schirme sollten nicht nur die Malerinnen und Maler vor Sonneneinstrahlung schützten, sondern auch das Eigenlicht der Farben wahren.

  • So erlebte der „Impressionismus“ dann seine volle Blütezeit in den Jahren zwischen den Jahren 1863 – 1883.
  • Die Impressionisten bestanden darauf, dass sich in ihren Augen, die farbige Erscheinung des Lichts, eines Gegenstandes, der Umgebung sowie der Schatten ständig verändere und nur sie allein diese verschiedenen, dabei entstehenden Farbwelten nachempfinden bzw. malen könnten.
  • Nur das sei für sie absolute Kunst. Sie behaupteten, ihren Zeitgenossen in dieser Hinsicht weit voraus zu sein.
  • DIE LICHTMALER: Die Impressionisten malten häufig unter freiem Himmel. So war in den meisten ihrer Bilder die Reflexion des Lichtes sehr wichtig.

Mit „der Treue zur Natur“ war die Haltung „realistischer“ Maler mit ihrem Hauptstreiter „Gustave Courbet“ ebenfalls grundlegend für den Impressionismus. Die Maler dieser Zeit waren Impressionisten in dem Sinn, dass sie nicht eine Landschaft wiedergeben, sondern die von ihr hervorgerufenen Sinneswahrnehmung. Der Künstler Claude Monet hatte der künstlerischen Richtung zu ihrem Namen verholfen: Auf einer Ausstellung wurde Monet nach dem Titel seines Werkes gefragt, das eine Hafenansicht im Nebel zeigte, und da antwortete der Maler Claude Monet, es handele sich einfach um eine „Impression“, einen Sinneseindruck. So entstand der Begriff Impressionismus.

Damals entwickelte sich auch die Technik des „Pointillismus“: das Bild bestand „aus winzigen, wie im Raster gesetzten farbigen Punkten“. Sie hatte in den Jahren zwischen 1889 und 1910 ihre Blütezeit.


Der deutsche „Impressionismus“

Der deutsche Impressionismus ist eine Kunstrichtung des ausgehenden 19. Jahrhundert und beginnenden 20. Jahrhunderts. Er entstand in Deutschland als Reaktion – auf die in Deutschland staatlich geförderte, akademische Malerei und stand aber auch ganz im engen Austausch mit dem französischen Impressionismus. Als Ursprungsort des Impressionismus in Deutschland gilt München, wo sich neben Düsseldorf eine der beiden führenden Kunstakademien Deutschlands befand.

Die Berliner Sezession mit Wilhelm Leibl, Max Slevogt und Lovis Corinth, Max Liebermann, Adolph Menzel u.a.) wurde später vor allem in den 1890er Jahren auch von der Entwicklung der Freilichtmalerei in Deutschland inspiriert sowie der holländischen Malerei des 19. Jahrhunderts (Haager-Schule (1870-1920): Unter anderem galt damals Vincent van Gogh aber schon als Vorläufer des Expressionismus. Sein Hauptwerk, das stilistisch dem Post-Impressionismus zugeordnet wird, übte starken Einfluss auf viele Künstler aus, vor allem auf die „Fauves“ und die Expressionisten.

„Kunst macht sichtbar. – Dieser Gedanke steht hinter meinem Schaffen. Unsichtbares sichtbar zu machen. Vergessenes aus der Phantasie hervorzubringen und in eine Welt einzutauchen, wie sie nur die Kunst hervorbringen kann“ . Zitat: © Heinz Rupp (*1940) Bildhauer und Maler


5.) Fauvismus (Info „les Fauves“)

  • „Fauvismus“ wird in der Kunstgeschichte einer Stilrichtung der Malerei (Spätimpressionismus) zugeordnet: Dieser Stil stammte aus Frankreich und in französischer Sprache bedeutet les fauves: „wilde Tiere“ oder „wilde Bestien“.
  • Ein Kunstkritiker hatte diesen FAUVES-Begriff damals aufgebracht und er war damals eher negativ zu verstehen.
  • Der „Fauvismus“ (ab ca. 1905) bildete dann später die erste Bewegung der klassischen Moderne. In den Anfangsjahren bestand der Fauvismus vorwiegend aus französischen Künstlern. Wegbereiter waren beispielsweise Henri Matisse und André Derain.
  • Fauvistische Kunst ist gekennzeichnet von expressiven Farben, nicht-naturalistischen Darstellungen und texturierten Pinselstrichen  (=mehrzeilige Pinselstriche auf der Arbeitsfläche: Es wirkt so, als würde man nasse Pinselstriche über eine Schicht trockene Farbe legen.)
  • Die Hauptvertreter der zunächst geschmähten Bewegung waren z.B. u.a. Henri Matisse. Hier schlossen sich unter anderen vor allem die Künstler „Raoul Dufy“ und „Georges Braque“ an.
  • Die Wurzelndes Fauvismus entstammen „noch“ dem Impressionismus, Ziel war aber, der „Flüchtigkeit“ impressionistischer Bilder entgegenzuarbeiten, um dem Werk deutlich mehr „leuchtende“ Farbigkeit und vor allem „Dauer“ (frz. durée) zu verleihen.
  • Einer neueren Sichtweise zufolge habe der Fauvismus auch Gemeinsamkeiten mit dem Expressionismus. Bereits 1907 löste der Kubismus dann den Fauvismus ab. (Quellen: Wikipedia)
  • Es ist etwas ungewöhnlich, gleichzeitig d.h. parallel nebeneinander verlaufend – verschiedene Kunstrichtungen bereits zu Anfang des 19. Jh. zu sehen.

DER JUGENDSTIL

Kennzeichnend bzw. typisch für den Jugendstil sind außergewöhnliche florale ornamentale Abstraktionen, dekorative fließende Linien sowie geometrische Formen. Neben mythologischen Gestalten galten vor allem Frauendarstellungen zu den beliebtesten Hauptmotiven dieser Stilrichtung.

Bekannte Jugendstil-Künstler z.B. Gustav Klimt/Otto Wagner/Joseph Maria Olbrich/Koloman „Kolo“ Moser u.A.

Jugendstil: Entstehung und Entwicklung: Ihre Blüte erlebte in Deutschland diese Strömung von ca. 1890-1910. William Morris und die „Arts and Craft“ Bewegung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts galten dabei als wichtige Vorläufer des deutschen Jugendstils. Zu dieser Zeit hatte der Jugendstil den Ruf, eine junge, moderne und originelle Bewegung zu sein. Bei der Jugendstil-Kunst handelt es sich um eine „Nachahmung“ der Natur... sagt Wikipedia.

Ein kurzer Einblick über die Entstehung des Jugendstils: Zwischen 1893 und 1910 ist zuerst in Brüssel (vor über 100 Jahren) der Jugendstil entstanden… Es gibt auch heute noch – wie in vielen anderen Städten (z.B. in Darmstadt/Hessen die „Mathildenhöhe“ z.B. von Joseph Maria Olbrich) und vor allem auch noch im europäischen Ausland – wie in Brüssel – (z.B. auch im Straßenbild) immer noch diese wunderschöne Architektur des Jugendstils – wenn auch oft etwas versteckt....

Sowohl der Stil als auch der Inhalt des Jugendstils ähneln der britischen „Arts and Crafts Bewegung“ (englisch: „Arts and Crafts Movement“ ). Diese Bewegung befasste sich zwischen ca. 1850 und 1920 mit ähnlichen Grundlagen und Prinzipien wie der Jugendstil.

DER JUGENDSTIL: Hier wird nicht weiter auf diesen schönen Stil eingegangen, da es hier den Rahmen sprengen würde.


6.) Der frühe Expressionismus

Der Expressionismus ist eine Stilrichtung in der bildenden Kunst (auch in der Literatur und Musik), die ihre Hochphase zwischen 1910 und 1925 besonders in Deutschland hatte. Die Vorliebe für das negative Extreme mit den Themen Tod, Verfall, Zerstörung, Hinrichtung, Untergang und Wahnsinn ist ein weiteres Merkmal der Epoche des Expressionismus. Ihre Anfänge und Vorläufer finden sich im ausgehenden 19. Jahrhundert. Wie der Impressionismus, der Symbolismus und der Fauvismus ist der Expressionismus eine Bewegung gegen die Tendenzen des Naturalismus. (Wikipedia)

SELBST-PORTRAIT von Vincent van Gogh (*1853-/ 1890). Der Niederländer Vincent van Gogh gilt als einer der Begründer der modernen Malerei.


  • Als Vincent van Gogh im Jahre 1890 mit 37 Jahren noch recht jung starb, hatte er sich in Kreisen der künstlerischen Avantgarde bereits einen bekannten Namen gemacht. Mit wachsender Präsenz der Werke van Goghs auf dem Markt mehrte sich auch die Zahl der Künstler, die dadurch wichtige Impulse für ihr eigenes Schaffen empfingen.
  • Zu den ersten, welche seinem Werk schon früh Aufmerksamkeit schenkten, gehörten Henri Matisse und die ihn umgebenden Fauves. Henry Matisse lernte Gemälde des Niederländers wahrscheinlich schon Mitte der 1890er Jahre kennen; sie inspirierten ihn zu einer Steigerung des Ausdrucks durch intensive Farbigkeit.
  • Paula Modersohn-Becker (*1876-/ 1907) war eine deutsche Malerin und ebenfalls eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus.
  • Großen Einfluss hatte auch van Gogh auf die deutschen „Expressionisten der Brücke und des Blauen Reiters“. Dazu später mehr…

Die Stilrichtung des Expressionismus sollte als Kunst des gesteigerten Ausdrucks (von lat. expressio „Ausdruck„) nicht nur in der Malerei verstanden werden. Der Expressionismus stand deutlich im absolut „konträren“ Gegensatz zu dem Impressionismus, welcher nur wirklich „flüchtige, aber ganz lichtstarke Augenblicke“ darzustellen versuchte.

Es wird generell in der Malerei – vor allem aber besonders im „Expressionismus“ – der Betrachter „emotional“ angesprochen. Bekannteste Vertreter waren hier unter anderem „Franz Marc, Edvard Munch, Paul Gauguin, Henri Matisse, Oskar Kokoschka, Amedeo Modigliani u.a.“ Diese „Bilder der Realität“ wurden oft völlig verzerrt als Abstraktion und mit kräftigen, knalligen, fast schrillen Farben gemalt. Zur damaligen Zeit war dies für Viele oft ungewöhnlich schockierend.


  • Künstler des Expressionismus waren zum Teil in „Künstlergemeinschaften“ zusammengeschlossen. Dazu gehörten Künstlergemeinschaften wie zum Beispiel „Blauer Reiter“ oder „Die Brücke“.
  • Diese Künstlergemeinschaften hatten es am Anfang nicht leicht.
  • Die realitätsferne Darstellung von Emotionen und Ereignissen fand bei den Kunstkritikern zunächst überhaupt keinen Anklang, weshalb die Künstler „nicht in den großen Salons“ des Landes ausstellen durften.
  • Sie galten in der „feinen“ Gesellschaft eher als „Misfits“ (englisch für „Außenseiter, Unangepasste“), also als nicht gesellschaftsfähig.

Das Künstler-Team „Blaue Reiter“ organisierte bereits in den Jahren 1911 und 1912 zwei große Ausstellungen in München, um seine kunsttheoretischen Vorstellungen anhand der ausgestellten Kunstwerke zu belegen. Es folgten daraufhin Wanderausstellungen in vielen deutschen und europäischen Städten. Die Gruppe „Blaue Reiter“ löste sich allerdings schon zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 auf.

7.) Künstlergemeinschaften:
„Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“


  • Zwischen den Jahren 1900 und 1905 bildete sich in Dresden zunächst die Künstlergemeinschaft:
  • „DIE BRÜCKE“: Diese wurde am 7. Juni 1905 in Dresden von vier jungen „Architekturstudenten“ gegründet (Kirchner, Bleyl, Heckel, Schmidt-Rottluff). Hinzu kamen noch damals mehrere noch recht junge Künstler u.a. Pechstein, Brückner, Nolde und Otto Mueller.
  • Ein großes Vorbild der „Brücke“ war jedoch damals „Vincent van Gogh„. Zu den erklärten Zielen der Brücke gehörte ein „einheitlicher“ Gruppenstil. Wesentliche malerische Merkmale waren eine kontrastreiche, intensive Benutzung von Farbe, die Veränderung der Form durch „bewusste“ Vergröberung und „Verzicht“ auf Details, oder ein holzschnittartiger Charakter mit kantigen Formen und eine kühne Raumgestaltung. Weitere Techniken umfassten die Radierung, den Holzschnitt, die Lithografie und das Aquarell.
  • Zu den bevorzugten Motiven der Brücke-Maler zählten der Mensch: Vor allem in Bewegung, Tanz, Zirkus und Varieté, der Nacht, dem Hintergründigen, Mensch und Natur, Leben in der Großstadt, Akte und Badende.
  • Die meist „brotlosen“ Künstler waren in den Augen der sog. Gesellschaft „Bohèmiens“… unbekümmerte, leichtlebige und unkonventionelle Künstlernaturen.

„Emil Nolde“ hatte der „Brücke“- Künstlergruppe nicht nur kunsthistorisch folgenreiche Kontakte vermittelt, sondern auch die Kunst der Radierung. Er verließ jedoch unwillig die Gruppe schon im Jahre 1907: Er fühlte sich von dem „Trend zum Einheitsstil“ künstlerisch empfindlich „gestört“ und äußerte spöttisch: „Ihr solltet euch nicht Brücke, sondernvan Goghiana“ nennen“… Auch Ernst-Ludwig Kirchner (*1880-/1938) hatte sich früh von der Gruppe distanziert…

Diese berühmte Brücke-Künstler-Gruppe gilt jedoch heute noch als einst wichtiger Vertreter des Expressionismus und als Wegbereiter der klassischen Moderne.

Kurz nach der Auflösung „Der Brücke“ (zirka 1912) entstand als „Gegen-Protest“ erneut wieder eine völlig andere Art von Künstler-Bewegung: „DER BLAUE REITER“.


Das Team „Blaue Reiter“ organisierte bereits in den Jahren 1911 und 1912 zwei Ausstellungen in München, um seine kunsttheoretischen Vorstellungen anhand der ausgestellten Kunstwerke zu belegen. Es folgten Wanderausstellungen in deutschen und anderen europäischen Städten. Auch Der Blaue Reiter löste sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 auf. Am 1. August 1914 erklärte das Deutsche Reich dem russischen Zarenreich den Krieg. (Wikipedia)

  • Initiativ waren hier Künstler wie: Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter, Paul Klee u.a. – welche „wegen deutlicher Meinungsverschiedenheiten“ mit „den sog. Anderen der „Brücke“ sich komplett neu orientierten und ihre Bewegung: „Der Blaue Reiter“ nannten.
  • Diese Künstler mochten keine schrillen Farbdissonanzen, sondern liebten eher die sanften Farbharmonien.

„Kandinsky ist voll unbegrenzten Lebens. Die Flächen, über die man hinüber träumt, sprühen und schlafen nie“.  Zitat: August Macke (1887-1914) war einer der bekanntesten deutschen Maler des Expressionismus. Er beteiligte sich an den beiden Ausstellungen des Blauen Reiters. Er starb früh als Soldat im 1. Weltkrieg.


BILD: Wassily Kandinsky


Wassily Kandinsky war ein russischer Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker, der auch in Deutschland und Frankreich lebte und wirkte. Mit Franz Marc war er Begründer der Redaktionsgemeinschaft „Der Blaue Reiter„, die am 18. Dezember 1911 ihre erste Ausstellung in München eröffnete. Wikipedia


Wassily Kandinsky (*1866-/+1944) hatte bereits im Jahre 1909 diese Neue Künstlervereinigung München mit anderen Künstlern mitgegründet, die er jedoch wegen Meinungsverschiedenheiten früh verließ. Der „Blaue Reiter“ war aber zunächst nur eine Buch-Bezeichnung von Wassily Kandinsky und Franz Marc für ihre eigenen Ausstellungs- und Publikationstätigkeit gewesen, bei der beide Künstler in dem erstmals Mitte Mai 1912 herausgegebenen gleichnamigen „Almanach“ (Jahrbuch mit Bildern) als alleinige Herausgeber fungierten.

BILD: Franz Marc (1880-1960) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des Expressionismus in Deutschland. Neben Wassily Kandinsky war er Mitbegründer der Gemeinschaft: Der Blaue Reiter.


Die Künstler-Gruppe

Die im Umfeld der Redaktion des „ Blauen Reiters“ tätigen Künstler (s.u.) waren später dann wichtige Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts: Sie bildeten alle untereinander ein lockeres Beziehungsnetz… sie organisierten gemeinsame Ausstellungen, waren aber keine Künstlergruppe im engeren Sinne, wie z.B. die Brücke in Dresden. Das Werk der angeschlossenen Brücke-Künstler wird dem deutschen Expressionismus zugeordnet.


  • Einen absolut großen Einfluss auf die Kunsttheorien des „Blauen Reiters“ hatte das 1910 erschienene fantastische Buch von Wassily Kandinsky „Über das Geistige in der Kunst“ (Literatur bei „google books“ einsehbar).
  • Kandinsky gilt allgemein hin als einer der ersten modernen Künstler, der zwischen 1910 und 1911 rein abstrakte Bilder ohne erkennbaren Objektbezug malte. 
  • Kandinsky sieht hier in der abstrakten Kunst das Geistige und somit auch das Religiöse. Allerdings definiert er diesen Begriff des Abstrakten nur vage, also nicht wirklich konkret.
  • Es ist aber – wie oben beschrieben – in seinen Ausführungen deutlich zu sehen, dass nur ER allein das „Abstrakte“ für die absolut wahre Realität in der Kunst hält. (Quelle: Wikipedia)

8.) Der Suprematismus – die rein gegenstandslose Kunst

Der Suprematismus mit Verwandtschaft zum Futurismus und Konstruktivismus. (von altlateinisch supremus, „der Höchste“) ist eine Stilrichtung der Moderne der bildenden Kunst.. Sie entstand ursprünglich in Russland und hatte von 1913 bis zum Beginn der 1930er Jahre eine bedeutende Geltung. (Wikipedia)

Der Suprematismus ist eine avantgardistische Kunstrichtung, die Kasimir Malewitsch im Jahre 1913 zu entwickeln begann. Der Begriff Suprematismus selbst bezieht sich auf eine künstlerische Praxis, die auf abstrakten Formen aufbaut und sich durch „die Vorherrschaft des reinen künstlerischen Gefühls“ gegenüber der repräsentativen, meist imitierenden Kunsttradition auszeichnet.

Vor zirka hundert Jahren

…da kam dann plötzlich jemand „auf die Idee“ und malte einfach nur ein „großes schwarzes Quadrat“– mit Öl auf Leinwand – (Dieser Jemand war: Kasimir Malewitsch (*1879-/†1935) russische Avantgarde). Der Künstler, Theoretiker und Lehrer ist heute noch vor allem als Begründer des „Suprematismus“ – der reinen gegenstandslosen Kunst – bekannt.


«In meinem verzweifelten Bemühen, die Kunst vom Ballast der gegenständlichen Welt zu befreien, floh ich zur Form des Quadrats.»
© Kasimir Malewitsch (1913)


Anm.: Kasimir Malewitsch (*1879-/† 1935) war ein bekannter Maler und Hauptvertreter der Russischen Avantgarde, Wegbereiter des Konstruktivismus und Begründer des Suprematismus.

Kasimir Malewitsch (1879-1935) war ein Maler und Hauptvertreter der Russischen Avantgarde (= künstlerische Epoche in Russland, die zwischen etwa 1905 und 1934 stattfand). Er publizierte 1927 im Verlag des Bauhauses seine Vision einer „Welt als Ungegenständlichkeit“.
(Anm.: Das „Bauhaus war eine 1919 vom deutschen Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründete KUNSTSCHULE: Neben Ludwig Mies van der Rohe, Frank Lloyd Wright und Le Corbusier gilt GROPIUS als ein Pionier der internationalen modernistischen Architektur). Das Bauhaus existierte (wegen der Naziherrschaft) nur 14 Jahre – von 1919 bis 1933. Trotzdem wurde es zur bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert.


  • „In meinem verzweifelten Bemühen, die Kunst vom Ballast der gegenständlichen Welt zu befreien, floh ich zur Form des Quadrats,“ sagte Kasimir Malewitsch, als er im Jahre 1915 sein Schwarzes Quadrat auf weißem Grund in einer Ausstellung in Petrograd (heute St.Petersburg) der Welt zeigte und dabei auf ganz viel Empörung und Widerstand des Publikums stieß.
  • Als „totes Quadrat“, als „personifiziertes Nichts“ wurde dieses erste Werk des Malewitsch’en Suprematismus beschimpft. Aber was als Ausdruck des Tadels gemeint war, kann aber auch doch als Lob gelesen werden: Es ging Malewitsch ja schließlich tatsächlich darum, ein Nichts zu schaffen. „Das ist kein Bild, sondern ein Nichts“.
  • Und auch die Zuschreibung „tot“ kann als Tabubruch verstanden werden.  
  • „Das ist keine Pfeife,“ schrieb auch z.B. der surrealistische Maler René Magritte unter sein Bild einer Pfeife – denn es war ja auch keine Pfeife, die man rauchen konnte, sondern nur ein Bild davon…

Entklassifizierung ist der Keim aller Möglichkeiten„…sagte Kasimir Malewitsch – das war seine Überzeugung und die Welt als Ungegenständlichkeit zu sehen war seine feste Überzeugung.

Ein „großes schwarzes Quadrat“– mit Öl auf Leinwand – (Kasimir Malewitsch (*1879-/†1935)


  • So wurde auch Malewitsch damals von den verschiedenen Kunstbewegungen seiner Zeit beeinflusst und zwar überwiegend vom Symbolismus und Kubismus. Er war ebenfalls auch von den französischen „Spät-Impressionistenund dem Fauvismus stark geprägt.
  • Er brachte später mit seinem „Quadrat auf schwarzem Grund“ die Malerei in eine völlig neue Zeit und mit seinen exakt geometrischen Kompositionen war er einer der Väter der Moderne, er wurde hochgelobt auf der einen Seite…( Quelle: Bundeskunsthalle Bonn: Kasimir Malewitsch und die russische Avantgarde (Ausstellung: 8. März bis 22. Juni 2014)
  • ABER manch einer bezeichnete dieses Bild – „großes schwarzes Quadrat“– auch „als absoluten Nullpunkt in der bisherigen Kunst“ . (Quelle: kurier.at)

Der Fauvismus wird in der Kunstgeschichte einer neuen Stilrichtung der Malerei zugeordnet. Diese entstand aus einer Bewegung innerhalb der französischen Avantgarde – zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Fauvismus bildet die erste Kunst-Bewegung der klassischen ModerneWikipedia

Der Fauvismus ist eine Stilrichtung der klassischen Moderne in der Malerei, welche sich durch intensive Farben und eine Herangehensweise mit groben Strichen und stark vereinfachter Darstellung auszeichnet. Der Wegbereiter des Fauvismus war der frühere Impressionismus. Der Fauvismus ist ein Stilbegriff für das Werk einer heterogenen Künstlergruppe, die etwa zwischen 1904 und 1908 Bestand hatte: Der wichtigste Künstler des Fauvismus war Henri Matisse (*1869-/+1954), der als „König der Wilden“ bekannt wurde. Er zählt mit Pablo Picasso schon damals zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne.


Die spätere „Geschichte der Kunst“ z.B. dem „nach“ dem Fauvismus beginnenden „Kubismus“ (Pablo Picasso, Georges Braque et al.), Surrealismus, Realismus, Symbolismus, Moderne und anderen mehr… wird hier daher „im Einzelnen“ von mir nicht weiter vertieft, dies würde in diesem Blog den „Rahmen sprengen“.

>>>Über diese weitere recht spannende „Geschichte der Kunst“ gibt es unzählig viele Literaturquellen im Netz, die man bei Interesse dort nachlesen kann.

DIE WA(H)RE KUNST… Kunst als Ware oder wahre Kunst?

Hier endet nun mein „kurzer Ausflug in die Kunst der frühen Jahrhunderte“ – überwiegend die der Malerei. Einiges „Wissenswertes“ (Daten /Fakten) hierzu habe ich nachgelesen, vor allem in meinen vielen „alten Kunstbüchern/Lexika“ und den angegebenen üblichen Quellen, wie z.B. Wikipedia.

Steve Johnson (*1953): Später „Abstract Expressionist“ Painter and Artist (Canvas print – Fine art-America)


Die Literaturepoche des Expressionismus gehört zur Epoche der Moderne und dauerte von 1905 bis 1925, aber auch später erschienene Werke (wie hier z.B. vom englischen Bildhauer und Maler Steve Johnson (*1953) können noch dem Expressionismus zugeordnet werden…sagt Wikipedia.


Back to the roots

Eigentlich wollte ich früher – in jungen Jahren – unbedingt „Kunst“ studieren, da ich mich „damals“ schon recht früh begeistert mit Zeichnungen und „Malerei“ beschäftigte… es wurde dann doch das „Medizinstudium“…Das „Schicksal“ wollte es anders… meine Familie und mein Beruf ließ mir wenig Zeit…So blieb aber das Zeichnen und „Malen“ für erfreuliche Muse-Stunden...Später in unserem regen „Kunst-und Kulturkreis“ – vor Ort (in meiner alten Heimat) hatte ich dann aber auch eine eigene Kunst-Ausstellungen meiner Bilder…

„Alles hat im Leben seine Zeit, es gibt eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille“ (Teil eines Zitates wahrscheinlich von „Dietrich Bonhoeffer“ oder aus der Bibel: Prediger Salomon“: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“…)

„Kunst ist Magie – befreit von der Lüge Wahrheit zu sein“ . – Zitat: © Theodor W. Adorno


„KUNST-SZENE“ im Umbruch der Zeit

So folgt nun eine kurze Beschreibung einiger tatsächlich recht interessanter „Kunst-Geschehnisse“ auf diesem „Markt“ und vor allem einige „Events“ der Kunst-Szene, die später auch aktuell als kleiner Einblick in den interessanten Bereich des imposanten, mächtigen „Kunsthandels“ und dessen berühmte Mäzene geben.
Eine neue Zeit war also nun um die 19. Jahrhundertwende geboren, d.h. die Kunst war im kompletten Umbruch.



Surrealismus bezeichnet eine geistige Bewegung, die sich bereits
seit den 1920er Jahren als Lebenshaltung und Lebenskunst
gegen traditionelle Normen äußert… dazu später mehr…

„Dada“ war nicht nur eine Kunstbewegung im herkömmlichen Sinn, es war wie ein Gewitter, das über die Kunst jener Zeit hereinbrach, wie der Krieg über die Völker. 
    – Hans Richter (1888 – 1976) –


Anm.: Hans Richter war ein deutscher Maler, Graphiker, Kunstschriftsteller, auch bekennender Dadaist, Filmpionier und Filmkünstler. Er orientierte sich zunächst nur am Kubismus und Expressionismus. Bereits 1916 schloss sich Hans Richter in Zürich dann den „Dadaisten“ an.



Der Dadaismus (kurz: Dada) bestand von 1916 bis 1922. Er lehnte konventionelle Kunst strikt ab und wollte für ein neues, freies Kunstverstehen sorgen, das nicht durch Konventionen bestimmt wird. Alles sollte Kunst sein können… DADA gehört zur AVANTGARDE-BEWEGUNG (1915–1925) welche in die Zeit des Expressionismus – also parallel dazu – fiel (1905–1925). Nach dem Dadaismus folgten als weitere Avantgarde-Epochen der FUTURISMUS (1910–1925) und der SURREALISMUS (1920–1933) – die sich oft überschneiden. 

9.) DER DADAISMUS:

Dadaismus war eine internationale revolutionäre Kunst- und Literatur-Richtung um 1920, die jegliches künstlerisches Ideal verneinte und die absolute Freiheit der künstlerischen Produktion sowie einen konsequenten Irrationalismus in der Kunst fordert. Sie wird heute als eine interdisziplinäre und kulturkritische Kunstströmung bezeichnet, die sich in den letzten „Kriegsjahren“ zwischen 1916 und 1917 zuerst in der Schweiz entwickelte und anschließend nach ganz Europa, sowie in die Vereinigten Staaten sich ausbreitete. Obwohl die Bewegung nur kurz andauerte, fand sie weltweit großen Anklang. 


Die Dadaisten lehnten damals sämtliche politischen, moralischen und ästhetischen Werte ab und nutzten die Bewegung als eine Form des Protestes gegen die vorherrschenden gesellschaftlichen und künstlerischen Konventionen.

Die Kunstrichtung „Dada“ verachtete völlig sämtliche bürgerlichen Ideale und reagierte durch eine strikte Ablehnung „konventioneller“ Kunstformen, die damals von den bereits anerkannten Künstlern – wie z.B. Salvador Dali, Joan Miró, Duchamp, René Magritte, Max Ernst et al. – oft eher belächelt und oft parodiert wurden.

Es entstanden u.a. auch Fotomontagen, Collagen aus Fotos, Verfremdungen von Alltagsgegenständen und Zeitungsausschnitten. In Frankreich entwickelte sich der Dadaismus zum „Surrealismus“ weiter. Der Kunst-Begriff „DADA“ soll der „Kindersprache“ entnommen worden sein… so sagt man.. (Wikipedia)

Dadaismus“ oder auch Dada war also eine künstlerische und aber auch eine literarische Bewegung, die bereits etwa 1916 von Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich gegründet wurde.(Wikipedia)

BILDNIS MIT MASKE VERFREMDET – „KÜNSTLER“ UNBEKANNT


Marcel Duchamp

Marcel Duchamp (*1887-/†1968) – eigentlich Henri Robert Marcel Duchamp, war ein französisch-amerikanischer Maler und Objektkünstler. Er ist Mitbegründer der Konzeptkunst und zählt zu den Wegbereitern des Dadaismus und Surrealismus.

„Nein, man muss Duchamp nicht mögen – oder jedenfalls nicht alles von ihm –, aber kennen sollte man ihn auf jeden Fall, denn vielleicht war er der einflussreichste Künstler des 20. Jahrhunderts, derjenige, der die traditionelle Kunst mit zahlreichen provozierenden Objekten und Aktionen zu Grabe tragen half. Wohl aber sind es damals andere sog. Readymades, so der vielleicht zweitberühmteste seiner Angriffe auf den bürgerlichen Kunstgeschmack, der „mit einem Schnurrbart verunstaltete“ Kunstdruck der „Mona Lisa“….  (Stefan Diebitz) KUNSTAUSSTELLUNG 2019 Marcel Duchamp – TITEL: Das Unmögliche sehen Staatliches Museum Schwerin, Alter Garten 3, 19055 Schwerin.

  • Von Marcel Duchamp (französisch-amerikanischer Maler und Objektkünstler) stammt übrigens als „Persiflage“ das „berühmte“ verfremdete „Mona-Lisa“-Gemälde: „L.H.O.O.Q.“ Das Bild entstand 1919 in Paris. Es war die Zeit des Dadaismus.
  • Die Abkürzung sei ein „Vulgärausdruck“: frz. buchstabiert: „èl ache o o qu“: spricht man die Buchstaben französisch aus, ergibt sich daraus der Satz „Elle a chaud au cul“ :
  • Dies sei laut Duchamp ein Wortspiel und bedeute so viel wie „Madame habe Feuer im Hintern“. Oh là là…quelle frivolité!…le scandale… quelle horreur! Nicht nur ganz Paris stand Kopf.

  • Marcel Duchamp hatte später – wie gesagt – der Mona Lisa auch einen Bart gemalt und auch sonst neue Wege in der Kunst beschritten: Das Staatliche Museum Schwerin zeigte das Bild im Jahre im Jahre 2019 : „Das Unmögliche sehen“ – eine Schau über „DUCHAMP“, einen DER großen Klassiker der Moderne.

„Marcel Duchamps“ Reproduktion von „Leonardo da Vincis“ weltberühmtem Gemälde MONA LISA (mit Bart), ist heute übrigens eines der bekanntesten „Ready-mades“ des französisch – amerikanischen Malers und Objektkünstlers Marcel Duchamp aus der Zeit des Dadaismus, das er in verschiedenen Versionen schuf. Die erste Mona-Lisa-Version von ihm – stammt schon aus dem Jahr 1919.

An einer Wand im Museum ist zu lesen:
„Der Geschmack ist der Feind der K.u.n.s.t.“
© Marcel Duchamp (*1887-/† 1968), französischer Maler


10.) Sexismus in der Kunst

Das Ziel der MeToo Bewegung ist es, auf sexuelle Belästigung und Gewalt aufmerksam zu machen und zu zeigen, wieviele Personen alltäglich davon betroffen sind.

Sexismus“ Debatten gab es also damals schon vor über hundert Jahren. Sollte (und alles, was heute daraus folgt!) revolutionären Charakter haben, dann geht es bei Missbrauch auch um die Existenz der Kunst. Starke Kunst hält es aus, wenn sie mit anderen Augen betrachtet wird. (tagesspiegel.de). Das bedeutet aber auch, dass man sie ernst nimmt.


  • „Gustave Courbet“ (*1819/†1877) : Jean Désiré Gustave Courbet war ein französischer Maler des Realismus. Er malte damals schon 1866 (im Auftrag eines türkischen Diplomaten) in Paris das Bild „L’origine du monde“. (welt.de).
  • Im Jahre 1889 wurde das Bild bei einem französischen Antiquitätenhändler entdeckt: Versteckt hinter einem anderen Bild.  Jahrzehntelang wurde das Skandalbild „Ursprung der Welt“ dann auch vor der Öffentlichkeit heimlich verborgen.
  • Dargestellt ist ein nackter weiblicher Torso (Unterleib). Erst seit 1985 hängt dieses außergewöhnliche Werk nun im Musée d`Orsay in Paris: Sichtbar für die gesamte Öffentlichkeit.

„Philipp Demandt“ (*1971), Direktor des Städel Museums, des Liebieghauses und der Schirn-Kunsthalle in Frankfurt am Main, hat kürzlich in einem Gespräch mit der „FAZ“ treffend von der „eigenen Autonomie und Wahrheit“ von Kunstwerken gesprochen, die man weder mit dem Dargestellten noch mit dem Künstler gleichsetzen könne: „Kunstwerke werden immer auch im Kontext des Begehrens geschaffen.“ (tagesspiegel.de). Bei all dem geht es aber auch um Individualität und Menschenwürde, um Werte, die unser Grundgesetz schützt.

Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen, so hieße es Wunst“.
(Zitat: © Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph (*15.10.1844, /† 25.08.1900)


  • Und… es war ja auch der Künstler Marcel Duchamp (*1887-/† 1968), der später einfach so einen ganz normalen Flaschentrockner in einer Kunst-Galerie ausstellte und die Welt stand Kopf…oder es gab auch als bekanntes Beispiel später den Düsseldorfer Künstler mit seinem Werk: Joseph Beuys (1921-1986) und „der Fetthaufen“.
  • So fanden sich immer öfter viele andere etablierte, berühmte „Künstler“, die neuere Wege gingen...und plötzlich gab es überhaupt (fast) keine Regeln mehr.
  • Weil hier wirklich alles fehlte, von dem man vorher dachte, dass es tatsächlich ein Kunstwerk ausmache, bleibt hier für manche nur noch ein fader Geschmack… bzw. der Eindruck „ein Kaiser ohne Kleider“ übrig

Kunst ist Kunst? Ist das Kunst?

Die „Kunst“ selbst wird für viele Menschen einfach unsichtbar.
*P.S.: Das Märchen: „des Kaisers neue Kleider“ ist sicher allgemein bekannt.


Nicht nur das äußere Auge ist das von der Kunst eigentlich angesprochene Organ…„Wir wissen alle, dass Kunst nicht Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können. Der Künstler muss wissen, auf welche Art er die anderen von der Wahrhaftigkeit seiner Lügen überzeugen kann“. Zitat: © „Pablo Picasso“ (1881-1973) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken, deren Gesamtzahl auf 50.000 geschätzt wird.


Wir hatten damals schon in der Schule gelernt, dass die „abstrakte“ Kunst – also später die Loslösung von anerkannten, festen Strukturen – eine Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts ist: Allgemein gilt der russische Maler „Wassily Kandinsky“ (*1866-/†1944) mit seinen organisch-geometrischen Formen – wie oben erwähnt – als einer der frühesten Vertreter der abstrakten Kunst.


11.) PIET MONDRIAN

Die geometrische Abstraktion – Neoplastizismus 

Neoplastizismus (= neue Gestaltung in der Kunst) ist eine um 1920
definierte Stilrichtung in der Malerei – welche vom niederländischen
Maler Piet Mondrian [1872–1944] entwickelt wurde.  


PIET MONDRIAN (1872-1944) war ein niederländischer Maler der klassischen Moderne. Mondrian begann zunächst um 1900 im impressionistischen Stil der Den Haager Schule zu malen. Ab etwa 1908 arbeitete er unter dem Einfluss von VINCENT VAN GOGH und des FAUVISMUS. Nach seiner Übersiedlung 1911 nach Paris wandte er sich unter dem neueren Einfluss von GEORGES BRAQUE  und PABLO PICASSO komplett dem KUBISMUS zu. Ab den 1920er Jahren schuf Mondrian die bekannten streng geometrischen Gemälde, die dem Neoplastizismus zugerechnet werden: Neoplastizismus ist eine künstlerische Philosophie und ein moderner Kunststil, der abstrakt ist und nur vertikale und horizontale Linien sowie klar definierte Primärfarben verwendet hatte. (Wikipedia)


Die OP-Art

VICTOR VASARELY (*1906 / †1997 in Paris) war ein französischer Maler und Grafiker ungarischer Abstammung. Er zählt zu den Mitbegründern der künstlerischen Richtung Op-Art. Im Jahre 1930 zog er nach Paris, wo er zwischen 1930 und 1940 als Werbegrafiker arbeitete und hauptsächlich POSTER entwarf. Er entwickelte dabei die Technik: TROMPE-L`OEIL (franz.: „täusche das Auge“), mit grafischen Mustern und Illusionen des Raumes. Ab 1947 konzentrierte sich Vasarely auf konstruktiv geometrische, abstrakte Motive. (Wikipedia)


Abstrakte und/oder provokantere Kunst

  • Die später aufkommende, also zunehmend abstraktere und/oder provokantere Kunst, die sich durch ihre totale „schöpferische Freiheit“ stark facettenreich parallel in der Malerei und der Bildhauerei entwickelt hatte (und z. T. bewusst überhaupt schon jeglichen Bezug zur klassischen Kunst ablehnte!) hatte es da später doch schon deutlich schwerer.
  • Es entstanden neue, abstrakte „Bildräume“ voller Unschärfen und lichten Farben….Die Wirklichkeit verschwimmt hier oft zunehmend, die Formen weisen kaum noch Bezug zur Realität auf.
  • Die „gegenstandslose oder gegenstandsfreie“ Kunst wurde plötzlich etabliert.
  • Nichts ist mehr so, wie es scheint, ist Kunst denn nur ein schnöder Schein?

Man muss Kunst nicht verstehen,
man muss sie „erfahren“ – mit allen Sinnen auch
spüren, ob oder wie sie einen selbst berührt…


12.) Kunst und Ästhetik / Beuys und Warhol

Wichtig ist für die meisten Menschen in der Kunst auch die „Ästhetik“:
Diesen Punkt als wichtigen Teil der „Philosophie der Kunst“ hatte auch Georg Friedrich Wilhelm HEGEL (*1770-/†1831) deutscher Philosoph, (der als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus gilt) besonders herausgestellt. Siehe hierzu auch (bei Wiki o.ä.) die „Hegelsche Ästhetik“: Seine interessanten Vorlesungen hierzu (bis anno 1826) sind vollzählig überliefert.  So ist die Meinung entstanden, dass die Mitschriften aus dem Jahre 1823 die eigentliche Hegelsche Ästhetik beinhalten. Das Ende der Kunst, von Hegel selbst in einem Kapitel der Ästhetik behandelt, in dem er nämlich über die Auflösung der frühen romantischen Kunstform und auch das Ende der Kunst in der Ästhetik spricht… wird in seinen Werken ausführlich beschrieben.


Wichtig ist für die meisten Menschen in der Kunst auch die Ästhetik… Dies wurde mit der „Fett-Ecke“ ad absurdum geführt… Ist das Kunst oder kann das weg…?

Die „Fettecke“ war ab 1963
ein gestalterisches Element im Schaffen
des deutschen Künstlers Joseph Beuys:
„Fettecke“ weggeputzt: „Kunst im Eimer“
titelte damals die Zeitung „DIE ZEIT“…

Kann das weg?

  • Zweimal wurden Kunstwerke von Beuys unbeabsichtigt entsorgt: 1973 reinigten zwei SPD-Politikerinnen bei einer Feier im Museum für Gegenwartskunst in Morsbroich in Leverkusen eine Wanne, die eine Kunstinstallation von Beuys war.
  • 1986 wurde die, auch deswegen berühmt gewordene, „Fettecke“ in der Düsseldorfer Kunstakademie irrtümlich vom Hausmeister oder einer Putzfrau entsorgt. Beide Male verlangte Beuys Schadensersatz und kam damit wiederum in die Medien.
  • Heute wird der Satz benutzt, wenn ein Kunstwerk nicht als ein solches anerkannt wird.

Mit seiner Kunst stieß Joseph Beuys (*Mai 1921-/† Jan.1986) immer wieder auch auf völliges Unverständnis. Eine von ihm mit Heftpflastern und fettgetränkten Mullbinden ausgekleidete Babybadewanne wird als Bierkühler missbraucht, eine im Atelier der Düsseldorfer Kunstakademie hinterlassene „Fettecke“ fällt – wie oben werwähnt – einer Putzfrau zum Opfer. Joseph Beuys hatte Düsseldorf geprägt, nicht nur in der Kunst. Sein Satz „Jeder Mensch ist ein Künstler“ inspiriert die Stadt bis heute.


  • Joseph Beuys starb am 23. Januar 1986, erst 64-jährig, nach einer Lungen-Entzündung an Herzversagen. – in seinem schönen Atelier am Düsseldorfer Rheinufer (Oberkassel).​ Joseph Heinrich Beuys war ein bekannter deutscher Aktionskünstler, Bildhauer, Medailleur, Zeichner, Kunsttheoretiker und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.
  • Im Jahr 2021 hätte Joseph Beuys seinen 100. Geburtstag gefeiert. Beuys Werke setzten sich stets mit tief greifenden sozialen und gesellschaftlichen Fragen auseinander. Dabei zielte er beispielsweise als Aktionskünstler darauf ab, Menschen zum Nachdenken anzuregen und auch zu provozieren.
  • Ob er einen Batzen Fett auf einen Stuhl packte (Stuhl mit Fett, 1964) – seine Werke und Aktionen bleiben oft umstritten… bis heute gilt BEUYS als einer der weltweit einflussreichsten Künstler der modernen Kunst und prägte ganze Generationen von Kunstschaffenden.

Pop-Art Künstler Andy Warhol:

Joseph Beuys traf sich das erste Mal 1979 mit Andy Warhol (*1928 /✝1987). Warhol fertigte damals einige Polaroids von Beuys an, diese Porträtaufnahmen dienten ihm später als Vorlage für mehrere berühmten Serigraphien mit Diamantstaub (Diamond-Dust). Im April 1980 trafen sich Beuys und Warhol in der Galerie Lucio Amelio in Neapel. Dort stellte Warhol seine neuen Siebdruckportraits mit dem Titel „Joseph Beuys by Andy Warhol“ aus. (Wikipedia)


Wir leben in einer Zeit, in der eigentlich alles und jedes Objekt Kunst werden kann. Dies wird von einigen oft als eine Entwertung des Kunstbegriffes angesehen.


KUNST = Mensch = Kreativität = Freiheit 

Joseph Beuys (*1921-/† 1986) war ein allseits anerkannter, berühmter deutscher Aktionskünstler, Bildhauer, Medailleur, Zeichner, Kunsttheoretiker und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.

„Die Schönheit ist die vollkommene Übereinstimmung des Sinnlichen mit dem Geistigen“.
Zitat: © Franz Grillparzer (*1791-/†1872) österreichischer Schriftsteller.


Wem gehört denn eigentlich „die Kunst“?

  • Bei den Museen – die Kunstwerke schon immer aufgekauft hatten, gibt es häufig aber nur kurzfristig auch „Leihgaben“ namhafter Künstler.
  • Als der Direktor des Krefelder „Kaiser Wilhelm Museums“ im Jahre 1954 ein „Mobile“ vom Künstler „Alexander Calder“ (1898-1976) kaufte, da waren 3000 Mark für sein armes Museum damals noch viel Geld.
  • Heute würde er für das gleiche „Mobile“ mehr als 100 000 Euro zahlen müssen.
  • „Alexander Calder“ war ein US-amerikanischer Bildhauer der Moderne. Ein Großteil seines Werkes ist der kinetischen Kunst zuzuordnen. Er gilt als Erfinder des Mobiles. (Quelle: Zeit.de)
  • Die o. a. Frage stellt sich besonders, wenn es um Ankäufe der Jahre 1933 bis 1945 geht. Meist geht es hier um sogenannte Raubkunst, die in der NS-Zeit den Besitzer mehrfach wechselte – .
  • Seit 1998 sind deutsche Museen verpflichtet, die Herkunft ihrer Bestände zu prüfen und für Kunstwerke, die in der NS-Zeit beschlagnahmt wurden, gerechte Lösungen zu suchen – wie z.B. die ursprünglichen Besitzer zu finden. (DIE ZEIT-Archiv)

Es ist klar, dass die zeitgenössische Kunst auch immer als Dokument unserer Zeit betrachtet werden muss. Es ist die Zeit, in der wir leben und in der die Kunst teilweise auf diese oder jene wieder ganz neue Art definiert wird. Das ist nicht besser oder schlechter als in den vergangenen Jahrhunderten, in denen es eben sehr viele festgelegte Reglements gab, was als Kunst überhaupt zu betrachten sei.

Der französische Begriff „Gravure“ enthüllt die Herkunft des Kupferstichs.


13.) Die Bildende Kunst als eine von mehreren Künsten?

  • Für alle „visuell“ gestaltenden Künste („bildend“)bedeutet hier „gestaltend“ als angewandte Kunst), gilt dieser Begriff. Ursprünglich war es auch die Baukunst, Bildhauerei, Grafik, Zeichnung, Malerei und Fotografie sowie das Kunsthandwerk.
  • Die bildende Kunst wird unterschieden von den „darstellenden“ Künsten (wie Theater, Tanz und Filmkunst), und Literatur und Musik.
  • Und was sind eigentlich „Bildende Künstler“? Künstler der „Angewandten Kunst“ oder derDarstellenden Kunst“ werden so bezeichnet. Der Ausbildungsweg für jemanden, der freier Künstler werden will, ist heute klar: Die eigentliche Ausbildung beginnt meist an einer Kunsthochschule (z.B. drei Jahre Bachelorstudium), FH oder Kunstakademien. Hier sollte man heute eine abgeschlossene Berufs-Ausbildung als Künstler absolviert haben.

Bildende Künstler/innen drücken ihre gestalterischen Ideen durch Kunstwerke in anderen verschiedenen Kunst-Arten wie Skulptur, Grafik, Malerei, Raum, Installation, Performance, Fotografie und Video, Live-Art oder den neuen Medien aus.

„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle“. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.
Zitat: © ALBERT EINSTEIN (*1879-/†1955) gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit.


14.) WAS IST NUN KUNST?

ODER BESSER: WAS IST EIGENTLICH
WIRKLICH KUNST FÜR MICH PERSÖNLICH?

Kunst beflügelt unsere eigene Fantasie
Meine Gedanken“ zur individuellen Beurteilung von Kunst:
Was ist mir persönlich hier eigentlich wirklich wichtig…?
Warum spricht uns eigentlich ein Kunstwerk an…?
Welche Gründe spielen dabei für mich eine Rolle…?

Folgende „für mich“ absolut wichtige, entscheidende Begriffe kann ich dazu aufzeigen:

  • Die „Schönheit“ bzw. die „Ästhetik“ des Kunstwerkes!
  • Die „Kunstfertigkeit“, mit der das Kunstwerk geschaffen wurde!
  • Die „Erinnerung“ an erlebte Dinge des Betrachters, die eventuell durch das Kunstwerk ausgelöst wird!
  • Das „Rätselhafte oder Magische oder Geniale“ eines Kunstwerkes!
  • Eine „religiöse“ Komponente! Eine bestimmte „Stimmung“ oder „Harmonie“, die das Kunstwerk schafft…

Wenn „eines oder mehrere“ dieser oben angeführten Kriterien erfüllt sind, kann man – meiner Ansicht nach – durchaus guten Gewissens von einem Kunstwerk sprechen und zwar unabhängig von der Reputation des Künstlers oder der Materialbeschaffenheit des Objektes.


Wie gesagt…das ist meine ganz persönliche Meinung.

  • KREATIV – SUBJEKTIV – OBJEKTIV? Jeder Mensch hat andere Ansichten, andere Gefühle…Was empfinde ich persönlich eigentlich als Kunst?
  • Etwas Gestalterisches zu erschaffen, was nicht jeder zu erschaffen in der Lage ist und was viele Menschen wirklich berührt, das ist in meinen Augen Kunst.
  • Beispielsweise ein tolles Theaterstück zu schreiben, welches die Zuschauer fesselt, ist für mich ebenfalls Kunst oder ein Tanztheater mit dem starken Ausdrucks-Tanz einer wunderbaren „Primaballerina“… oder ein fantastisches Konzert, das alle Sinne berührt…

Andere Menschen haben oft einen anderen Zugang zur Kunst… wer hat nicht auch schon mal vor einem Gemälde gestanden und war dabei gleichzeitig von dessen visueller Kraft fasziniert – aber von seiner Bedeutung völlig verwirrt? Was soll das denn überhaupt darstellen? Ist das Kunst oder kann das weg? Was will mir der Künstler damit nur sagen?


15.) Der Wert eines Kunstwerkes
– der Kunsthandel und -Wandel


GELD REGIERT DIE WELT…

Nun folgt auch der „pekuniäre“ Aspekt der Kunst,
d.h. der äußerst lukrative „Kunsthandel – und – Wandel“ in unserer Zeit.

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“. – Zitat: © Walter Gropius ( *1883-/ †1969) amerikanischer Architekt deutscher Herkunft.


WIE FUNKTIONIERT EIGENTLICH DER KUNSTHANDEL?

Der vor allem in Europa und den USA (z.B. „Art Miami“) konzentrierte „Kunsthandel“ wird seit den 1990er Jahren nun zunehmend auch durch Schwellenländer wie z. B. Brasilien, Südafrika, Korea oder die Golfstaaten erweitert, die zum Beispiel *eigene Biennalen veranstalten.

Was wird denn nun eigentlich so an Kunst alles verkauft z.B. auf der „Art Basel“: DER weltweit berühmtesten Kunst-Messe? Wir haben sie mehrmals selbst begeistert besucht.

Welcher Unterschied besteht hier zur „Biennale“ (Venedig) oder zur „Documenta“ (Kassel)? Die Biennale von Venedig hat eine viel längere Tradition als die Documenta in Kassel, sie geht auf das kompetitive Weltausstellungskonzept des 19. Jahrhunderts zurück, bei dem die beteiligten Nationen ihre Leistungsfähigkeit auf den Gebieten von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik in eigens dafür erbauten Pavillons demonstrierten…

Der Reiz der Biennale (Venedig) besteht in der Vielfalt der nationalen Pavillons, die zum Teil die Dimensionen kleiner Museen haben und in den Giardini (italienisch für „Gärten“) sowie rund um das Arsenale erwandert und erkundet werden können. Die Giardini von Venedig oder Giardini della Biennale sind eine Parklandschaft in der historischen Stadt Venedig, in der das Kunstfestival der Biennale von Venedig stattfindet, ein wichtiger Teil der kulturellen Biennale der Stadt.

Vor allem sind aber auf der „Art Basel (oder auf der „Art Basel“ in Hongkong) die sog. „Blue Chips“ des Kunstmarkts zu sehen, die dort „sofort“ gekauft und mitgenommen werden können (im Gegensatz zum Beispiel zur Biennale oder Documenta als große weltbekannte „Ausstellungen“).

Von „Gerhard Richter“ (geb. 1932) zum Beispiel wurde ein Bild (ein „zwei auf zwei Meter“ messendes Quadrat) im Jahre 1994 gemalt, das in warmen Karmintönen gehalten ist. Es war jetzt dort in Basel zum Preis von 19 Millionen US-Dollar erhältlich!

Anm.: *Biennalen sind alle zwei Jahre stattfindende Ausstellungen, Festivals oder Schauen. Der Begriff ist vom Biennium abgeleitet, einem Begriff für den Zeitraum von zwei Jahren. Triennalen finden im Gegensatz dazu alle drei Jahre statt, Quadriennalen alle vier Jahre. .. sagt WIKIPEDIA.


SALVATOR DALI
(1904-1989)

„Das Leben ist zu kurz, um unbemerkt zu bleiben.“
(Salvador Dalí)

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Quelle: https://berühmte zitate.de/autoren/salvador dali/zitate-uber-leben/


Er war ein berühmter spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Bühnenbildner – ein Genie?  Als einer der Hauptvertreter des SURREALISMUS zählt er zu den bekanntesten Malern des 20. Jahrhunderts. Um das Jahr 1929 hatte Dalí seinen persönlichen Stil und sein Genre gefunden, die Welt des Unbewussten, die in Träumen erscheint. Schmelzende Uhren, Krücken und brennende Giraffen wurden zu Erkennungsmerkmalen in Dalís Malerei. Sein malerisches technisches Können erlaubte es ihm, seine Gemälde in einem altmeisterlichen Stil zu malen, der an den späteren FOTOREALISMUS erinnert.

Was ist typisch für Salvador Dali? Traumhaftes, Unbewusstes, Absurdes und Phantastisches sind Merkmale des literarischen, bildnerischen und filmischen Surrealismus. Um das Jahr 1929 hatte Dali seinen persönlichen Stil gefunden, der ihn berühmt machen sollte – die Welt des Unterbewusstseins, die während unserer Träume zurückgeholt wird...

FRIDA KAHLO (1907-1954): Die weltbekannte mexikanische Malerin zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen einer volkstümlichen Entfaltung des Surrealismus, wobei ihr Werk bisweilen Elemente der Neuen Sachlichkeit zeigte. Ein Selbstportrait, das im Jahr 1940 entstand, spiegelte in der unruhigen Farbgebung ihre emotionale Lage zu ihrer privaten Situation wider. (https://whoswho.de/bio/frida-kahlo.html)

POP-ART


  • „Roy Lichtensteins“ (*1923-/†1997) Riesenformat-Werk «Cosmology» ist der Blickfang in NY bei „Lévy Gorvy“ (Diese Galerie ist in New York eine ganz neue Größe auf dem internationalen Parkett): «Cosmology»: Dieses kapitale Werk von 1978 kostete hier schon 2019 bereits 20 Millionen Dollar.
  • So wird ein „Sammler“ oft zum Investor, zum Spekulanten. Und: „Wie die Großsammler sind auch die Spitzengalerien mit ihren weltweiten Verbindungen und Partnerunternehmen machtbewusste Spieler im lukrativen Kunstbetrieb.“ (Quelle: Literaturkritik.de)
  • Wie ich finde, werden all diese gehypten Künstler, meiner Meinung nach, oft völlig „ikonisiert“ … wenn solch horrende Summen fließen. Das ist rational oft einfach nicht mehr zu erklären…
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    Zum Beispiel gibt es ein Werk des berühmten Fotokünstlers Andreas Gursky (geb. 1955): Für dieses Oeuvre d`art: „Paris. Montparnasse“ (1993 – ein Plattenbau) wurden vor kurzem in London 1,75 Millionen Euro erzielt. Man kann vor diesen monumentalen Bildern (mit einer Länge bis zu 5 Metern!) andächtig verharren, sie bieten wirklich Ehrfurcht gebietende Ausmaße. Man staunt über das vermeintlich völlig Unspektakuläre…(und manch einer schüttelt vielleicht nur den Kopf).
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    Bei „White Cube“ – dem Platzhirschen der Londoner Galerienszene – fand ein Werk von „Georg Baselitz“- geb.1938 – in „Deutschbaselitz“ in Sachsen, sein eigentlicher Name ist Hans-Georg Kern)
    für 575 000 Euro einen Käufer. (www.nzz.ch).
    Georg Baselitz ist weltweit bekannt durch seine wild figurativen, expressiven Gemälde und vor allem ist er auch ein Begriff, weil seine Motive oft auf dem Kopf stehen – sein unverwechselbares Markenzeichen seit Anfang der 1970er Jahre. Bei seiner Suche nach „dem Bild hinter dem Bild“ (Baselitz) schafft er damit eine völlig neue Sehweise in der Kunst.
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    Die Geschäfte in diesem Preissegment laufen alle sehr, sehr gut: Und die Welt sieht erstaunt zu, wie weltweit bzw. international diese „Kunstwerke“ zu absurden, horrenden Höchstpreisen gehandelt werden.

Kunsthandel – weltweit –

Es ist ein Markt, der sich mit Absicht sehr bedeckt und für sehr elitär hält. Ist das ein Zeichen der Wertschätzung des Objekts? Oder doch eher ein Symptom für einen immer gieriger werdenden MarktDER DIE PREISE HOCHTREIBEN LÄSST?

Diese Prestige-Objekte bzw. hochpreisigen Kunstwerke werden meistens nur als Wertanlage ersteigert und finden sich dann einsam wieder in dunklen Tresoren oder in von der „Securité“ bewachten Räumen. Die Öffentlichkeit wird ausgesperrt.


„So lockt der Kunstmarkt seine Opfer“…

Eigentlich ist es in der Kunst ähnlich wie im „Fußball“. Es gibt ein paar Welt-Berühmte, die sehr, sehr viel Geld damit verdienen und die große Masse der Anderen...

Einen ganz einfache Erkenntnis aber bleibt:
„Geld ist rund und rollt weg… die Kunst (Bildung) aber bleibt“…
Zitat „frei nach“ Heinrich Heine (*1797-/†1856) deutscher Dichter und Romancier, Begründer des modernen Feuilletons.

ALLES IST BEZAHLBAR. Wirklich alles?

Happy Place, Los Angeles, United States (Joshua Coleman) Foto: „unsplash“


Es war der größte Konkursfall der US-Geschichte: Investmentbank Lehman Brothers.Diese Krise löste in vielen Industriestaaten eine tiefe Rezession aus und war letztlich auch mitverantwortlich für die Eurokrise. 


Die Kunstpreise der Boom-Phase fielen damals schon nach dem Lehman-Crash dramatisch….“ Über 14 Jahre sind seit der Pleite (2008) der Investmentbank Lehman vergangen. Inzwischen ist der Preis für Kunstwerke wieder astronomisch gestiegen.


Rückblick: 2019-2022:
In „Corona-Zeiten“ änderte sich nun doch wieder so Einiges rapide: „Gehypte Kunstmarktpreise kollabierten… Die Rezession entzauberte die PR-Künstler… Vor allem für viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler war die finanzielle Lage durch die Corona-Pandemie weltweit existenzgefährdend bedrohlich…

Zu jeder Kunst gehören immer zwei: Einer, der sie macht, und einer, der sie braucht.
Zitat: © Ernst Barlach (*1870-/†1938) war ein berühmter deutscher Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner.


KUNST ALS WARE ODER WAHRE KUNST?

16.) KUNST-KRITIKER… einmal kritisch…

Nehmen wir doch einmal ein großes, schwarzes Quadrat das auf edle Leinwand gemalt wurde:
Ich habe noch deutlich in Erinnerung, dass ich vor einiger Zeit in einem Feuilleton einen Artikel gelesen habe, in dem über ein „Kunstbild mit einem schwarzen Kubus“ berichtet wurde: In der Bild-Beschreibung wurden recht „geschraubte und erhabene“ Text-Formulierungen („Worthülsen der Kunstkritiker-Szene“) verwendet, die mich doch etwas irritierten…

Übrigens war hier in dieser Beschreibung NICHT das berühmte, gemalte schwarzes Quadrat
von Kasimir Malewitsch (*1879-/†1935) – dem russischen Avantgardist – (wie oben erwähnt) gemeint, sondern wohl ein ähnliches, derzeitiges Werk, irgendeines wohl noch unbekannten Künstlers unserer Zeit.
Ich habe den „Laudatio-Text“ jetzt zufällig wiedergefunden, leider ohne genauere Angaben über den Namen des Künstlers und des Mäzens oder Museumskurators.

Aufgeblasene Phrasen? Die Kunstwelt ist narzisstisch und beweihräuchert sich oft selber... so heißt es hier. Kunstkritik und Kunstwissenschaften sollten – jedenfalls auf der Basis ästhetischer und ethischer Kompetenz die Kriterien der Unterscheidung zwischen den Leistungen der einzelnen Künstler herausarbeiten und für die Öffentlichkeit bewertbar werden lassen. [Süddeutsche Zeitung, 01.07.2022]

Ist das Kunst?
Ein gemaltes schwarzes Quadrat
ist ein gemaltes schwarzes Quadrat.

„LAUDATIO“

Beispiel einer Beschreibung – die ich irgendwann einmal gelesen hatte…

So dient der Text hier als Beispiel für die Art der leider oft üblichen sog. überbordenden „Kunst-Beschreibung“:

Der schwarze Kubus“ auf Leinwand besticht, obwohl seine ebenso minimalistischen wie raumgreifenden, auf ganz wenige, stets wiederkehrende, ausschließlich schwarze Farbtöne reduzierte Werke genau das haben, was diese scheinbar perfektionistischen Strenge, aber eben auch ein, den formalen Konventionen verhaftetes Prinzip „aufbrechen“ lässt, bevor es in steril-dekorativer Langeweile zu ersticken droht. Mit diesen schlichten Eingriffen bereichert der Künstler genial die Bildwelten der Kunst unserer Zeit. Wie treffend ist hier doch die Wirklichkeit abgebildet und wie virtuos wurde der schwarze Farbauftrag gehandhabt…“!

??
Unser Gedanken-Labyrinth arbeitet…und arbeitet…und?


Diese Bild-Hymne“ über den schwarzen Kubus stammte bestimmt von einem recht kunstbeflissenen, sicher auch berühmten „Kunst-Lektor“ (oder auch evtl. wohlgesinnten Mäzen).

WOW… Hier findet sich nun wieder ein gehyptes Kunstobjekt und zwar hochgelobt in „den Augen eines Betrachters“.
Aber… ist dieses „subjektive“ Element einer Lektor-Beschreibung wirklich ganz entscheidend bei der „objektiven Bewertung“ eines Kunstobjektes?
Diese „beeindruckende“, überbordende sog. Beschreibung über dieses „Werk“ ist hier nur als Beispiel gedacht für die – meiner Meinung nach – oft „unverhältnismäßig stark ikonisierende Kunst-Huldigung“ so manchen Lektors oder Mäzens. Der Verdienst daran ist für diesen sicher nicht schlecht…

Warum hört sich das Gerede über Kunst in einer Laudatio – eigentlich immer so geschwollen an? Man kann sich danach über solch „hochgestochene“, aber leere Kunst-Erklärungen oder -Artikel nur noch wundern.
Ein derart „extrem gehypter“ Künstler wird vielleicht erst dann durch eine öffentliche Ausstellung bekannt werden, um seinen Wert zu steigern.


„Man merkt die Absicht und ist verstimmt“
Man verwendet dieses Zitat, wenn man schlecht verborgene persönliche Interessen deutlich erkennt.

„Rezensionen“ dürfen wohl so sein…, diese sind aber manchmal im Gegenteil auch durchaus kritisch – in geeigneten Einzelfällen dann auch völlig „vernichtend“: Sie sollten aber immer dem Gebot der Redlichkeit entsprechen.

Das Mäzenatentum in der Förderung von Kunst ist auch in unserer heutigen Zeit bei Künstlern sehr gefragt, vor allem auch lieb und vor allem sehr, sehr teuer!

HAUPTWERK VON GERHARD RICHTER
WIRD VERSTEIGERT…
und die Welt steht Kopf…


Das Bild „192 Farben“ (200 cm x 150 cm) Öl auf Leinwand – von Gerhard Richter (*9.2.1932 ) wurde am 14. Oktober 2022 bei Sotheby`s in London versteigert. Das 1966 in Düsseldorf entstandene Gemälde gilt als Schlüsselwerk des berühmten Malers, der einer der teuersten und einflussreichsten lebenden Künstlern der Welt ist:


Der Schätzpreis betrug 13 bis18 Millionen Pfund (= 15 bis 21 Millionen Euro). Der heute 91-jährige Gerhard Richter entwarf das „zweimal eineinhalb Meter“ große Bild auf der Basis einfacher industrieller Farbkarten-Muster – inspiriert wurde er damals von der amerikanischen POP-ART.


Marylin Monroe

Marilyn Monroe war eine bekannte US-amerikanische Filmschauspielerin, Filmproduzentin
und Fotomodel. Sie wurde in den 1950er Jahren zum Weltstar, ist eine Pop-Ikone und gilt
als archetypisches Sexsymbol des 20. Jahrhunderts. (Wikipedia)

Marylin Monroe (*1926-/†1962) war verheiratet von 1956–1961
mit Ehepartner Arthur Miller (*1915-/†2005)
Sie starb am 05. August 1962 im Alter von 36 Jahren an einer Überdosis Barbiturate.
Die genauen Umstände von Monroes Tod sind bis heute ungeklärt.

Marylin Monroe – Werbefoto: Das Bild ist heute fast 200 Millionen Dollar wert –
es wurde aktuell im Mai 2022 bei „CHRISTIES“ für 180 Millionen Dollar versteigert…
Es ist laut Christie’s „DAS“ Kunstwerk des 20. Jahrhunderts, das jemals bei einer Auktion
zu diesem Preis versteigert wurde, und gehört heute zu den ikonischsten Gemälden der Geschichte.
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Andy Warhol hatte im Jahre 1962 – nur kurze Zeit nach Marylin Monroes Tod – dieses Portrait-Foto (angeblich auf einem Flohmarkt) erworben, es handelte sich um ein älteres Siebdruck-Werbefoto aus dem Film „Niagara“ aus 1953, in dem Marilyn Monroe zu sehen war. Warhol war zu jener Zeit begeistert vom fotografischen Siebdruck, diese Technik führte schließlich auch zu seinem eigenen berühmten Stil. 
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Andy Warhol

„Nun war da plötzlich eine Kunst, die ein Thema anbot, das alle kannten und viele Interessierte… Vor allem waren dies ganz einfache Suppendosen, Hot Dogs, Wirtschaft, Werbung, Comics und schöne Mädchen“…WOW!
(Anm.: Andy Warhol (*1928-/†1987) war ein bekannter amerikanischer Künstler, Filmemacher und Verleger sowie Mitbegründer und bedeutendster Vertreter der amerikanischen Pop Art.)
https://www.grin.com/document/268053 – (Quelle: Weber 1970, 5).

DONALD TRUMP – POP-ART


17.) POP-ART

  • Pop-Art gab es bereits in Großbritannien schon in den 50er Jahren. In diesen 50er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand also vor allem in England und Amerika eine ganz neue Kunstrichtung, die im Gegensatz zum damals verbreiteten abstrakten Expressionismus einfach wieder Gegenstände in gut erkennbarer Form darstellen wollte.
  • Die Entdeckung der Pop-Art (Abkürzung für „popular Art“): Es war 1960, als Andy Warhol (*1928-/†1987), US-amerikanischer Künstler und kreativer Künstler, in den Bann dieser Pop-Art geriet.
  • Es ist kaum zu glauben, dass die Pop-Art-Bewegung bereits existierte, bevor Warhol sich mit ihr beschäftigte. Er war sofort äußerst von ihr begeistert, vor allem – wie oben erwähnt – von dem fotografischen Siebdruck

Andy Warhol“ experimentierte damals mit „Serienverfremdungen im Siebdruck“ und sollte kurze Zeit später mit Marilyn Monroe eine Ikone der Moderne geschaffen haben.

„Ohne das Mäzenatentum vergangener Zeiten hätten Malerei, Musik und Literatur nicht das heutige Level oder Niveau erreicht. Mit „Ethik“ hatten edle Spender und Investoren „heute wie damals wenig am Hut“. Kunst war und ist ein äußerst lukratives Geschäft und ein Jahrmarkt der Eitelkeiten.“ (Quelle: RT Deutsch, 04. April 2019)
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Einige Menschen würden vielleicht eher wohl nur verständnislos beim Anblick so manchen „Kunstwerks“ den Kopf schütteln. Wahrscheinlich hat jeder schon einmal vor einem Kunstwerk gestanden, mit dem er rein gar nichts anfangen konnte.
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Meist fehlt hier aber auch ganz einfach die Bereitschaft,
sich „mit dieser Art“ Kunst ernsthaft auseinanderzusetzen.


Und das aber muss man unbedingt immer und immer wieder in jeden Fall tun: MIT KUNST AUSEINANDER SETZEN.

Mit Kunst die Welt verändern, indem sie in der Lage ist und die Kraft hat, neue Perspektiven zu schaffen, das Leben aus anderen Blickwinkeln zu sehen und über die Grenzen hinaus zu denken. Warum gehen Menschen in ein Museum, auch wenn sie sich sonst nicht mit Kunst auseinandersetzen? Kunst kann auf uns Menschen ganz unterschiedliche Wirkungen habe: Werke können uns zutiefst berühren, aber auch ihre Betrachter*innen gleichgültig werden lassen.

Was Kunst ist…

Das Wichtigste hat der Künstler „Duchamp“ nämlich uns dann doch ganz einfach „mit seinem Flaschentrockner “ gezeigt:

WAS KUNST IST, entscheidet der Künstler: Er erhebt ganz einfach das durch ihn designierte „simple Massenprodukt“ zum Kunstwerk. (Mancher denkt vielleicht, weil er dem „Kunstmarkt“ mit seiner Ironie den Spiegel vorhält?)

Anm.: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…Diese Worte beruhen übrigens interessanterweise auf einer Übersetzung des französischen Wahlspruchs des Hosenbandordens: »Honi soit qui mal y pense.«
(Der vom englischen König Eduard III. anno 1348 gestiftete Hosenbandorden ist der exklusivste Orden des Vereinigten Königreichs und einer der angesehensten Europas).

Warum kann eigentlich nicht jeder moderne Kunst machen?


SEIN UND SCHEIN: Da stellt sich natürlich die wichtigste Frage, wer entscheidet eigentlich „wer“ überhaupt ein Künstler ist?
Das tun dann vor allem die „wichtigen“ sog. Kunstexperten in den Museen. Warum können sie das entscheiden? Weil sie einfach die fachliche Expertise haben (sollten).

  • Außerdem entscheidet natürlich der (Kunst-)Markt, wer als Künstler anzusehen ist und entsprechende Preise für seine Werke verlangen darf.
  • So mancher vertritt heutzutage vielleicht die Auffassung: Ein Maler, Bildhauer oder Fotograf, der alle seine Werke vom ersten bis zum letzten Stück verschenken würde, wäre überhaupt gar kein Künstler:
  • Kunst muss also richtig teuer sein, es muss also ordentlich etwas kosten, sonst ist es keine Kunst…???

„Genialität ist die Eigentümlichkeit der Auffassung, Talent ist die Fähigkeit des Wiedergebens“.
Zitat: © Franz Grillparzer (*1791-/†1872) österreichischer Schriftsteller.




PABLO PICASSO (*1881-/†1973)

  • PICASSO soll am 2.Mai 1952 in Madrid eine sensationelle Rede gehalten haben, in der er sagte: „Seit die Kunst nicht mehr die Nahrung der Besten ist, kann der Künstler seine Talente für alle Wandlungen und Launen seiner Phantasie verwenden. Alle Wege stehen einem intellektuellen Scharlatanismus offen. Das Volk findet in der Kunst weder Trost noch Erhebung. Aber die Raffinierten, die Reichen, die Nichtstuer und die Effekthascher suchen in ihr eine Neuheit, Seltsamkeit, Originalität, Verstiegenheit und Anstößigkeit“.

18.) Bedenkenswerte Picasso-Zitate zur Kunst

  • Seit dem Kubismus, ja schon früher, habe ich selbst alle diese Kritiker mit zahllosen Scherzen zufriedengestellt, die mir so einfielen und die sie umso mehr bewunderten, je weniger sie ihnen verständlich waren.
  • Durch diese Spielereien, diese Rätsel und Arabesken habe ich mich schnell berühmt gemacht. Und der Ruhm bedeutet für den Künstler: Verkauf, Vermögen, Reichtum.
  • Ich bin heute nicht nur berühmt, sondern auch reich. Wenn ich aber allein mit mir bin, kann ich mich nicht als Künstler betrachten im großen Sinne des Wortes:
  • Wirklich große Maler waren für mich Tizian, Rembrandt, Giotto und Goya.
  • Ich bin nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles, was er konnte, herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit all seiner Zeitgenossen“ . (Picasso)

ÜBER DEN KÜNSTLER PABLO PICASSO:
„Jeder Versuch, Picasso zu verstehen, bleibt hoffnungslos, wenn wir nicht davon ausgehen, dass er niemals einen Menschen so nah an sich heranließ, dass dieser hätte erahnen können, welch immense Unruhe in ihm lauerte. Eine seiner beachtlichsten Leistungen während der mehr als neunzig Jahre seines Lebens bestand darin, diese große innere Angst soweit zu beherrschen, sodass sie ihn zum Arbeiten anregte – und wie er arbeitete! Arbeit war sein Zaubertrank gegen die Angst“ .
(Zitat:© Norman Mailer (*1923-/†2007) berühmter US-amerikanischer Schriftsteller, Regisseur)

Kunst wollte schon immer, dass wir die Welt mit anderen Augen sehen. Ob sie das tatsächlich auch fertigbringt, hängt nicht allein vom Können des Künstlers ab, sondern auch von unserem Können als Betrachter. Denn nachdem sich moderne Kunst von allen traditionellen Formen der Gestaltung befreit hat, bekommt man immer wieder zu hören, ob denn das noch Kunst sei? Bilder tauchen auf...in uns selbst, wir können sie uns schaffen, jeder in sich selbst. Schön, dass jeder Mensch für sich selbst entscheiden kann, was für ihn Kunst ist.


WE SEE – WHAT WE WANT.

Unser Leben ist ein weißes Blatt, die Farben sind in uns. Malt es schön bunt und leuchtend…Hier hoffe ich, als recht kunstinteressierter Laie, allen meinen Blog-Lesern gegenüber einen kleinen Beitrag zu diesem interessanten Thema geleistet zu haben.

Picassos berühmtes Anti-Kriegsgemälde „GUERNICA“: Die gleichnamige spanische Stadt (im Baskenland) wurde 1937 von der deutschen Wehrmacht zerstört. Nach der Pariser Weltausstellung 1937 reiste Picassos „Guernica“ (für 40 Jahre ins Exil) ins New Yorker Museum of Modern Art. Eine Ausstellung in Spanien war damals undenkbar. General und Diktator Franco verbot alle Nachdrucke und stellte den heimlichen Besitz einer Reproduktion unter Strafe. Künstler: Pablo Picasso, 1937.
BILD: Öl auf Leinwand. 27 Quadratmeter groß (349 × 777 cm). Heute: im Museo Reina Sofía (Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía) in Madrid. 


19.) Bilder-Auswahl von Kunstwerken – Impressionen.

Als Abschluss habe ich eine kleine bunt-gemischte Bilder-Reihe mit „Impressionen“ zum Thema „Ist das Kunst?“ zusammengestellt, sie ist sicher nicht repräsentativ bzw. weit davon entfernt – für den derzeitigen Kunstmarkt, jedoch passend als „Bilder-Potpourri“ mit unterschiedlichen Techniken und Motiven gemalt. Nur der schwarze Kubus, der fehlt…


Dieser Blog-Artikel über Kunst stellt meine persönliche Ansicht/Meinung dar und er kann natürlich längst nicht vollständig bzw. repräsentativ sein… hier folgt nun eine kleine Bilder-Auswahl an Werken unbekannter und bekannter Künstler.


„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“.
©
Zitat von „Thukydides“ (um 455 – 396 v. Chr.),
(griechischer Flottenkommandant im Peloponnesischen Krieg und Historiker)


P.S.: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch` bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.
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Blog-Thema: „KUNST“ veröffentlicht am 16. 8. 2019
Blogartikel zuletzt aktualisiert im November 2023. 



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HUHUUUH…

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„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“.
© Zitat von „Thukydides“ (um 455 – 396 v. Chr.),
(griechischer Flottenkommandant im Peloponnesischen Krieg und Historiker)


P.S.: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch` bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.


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