Zauber-Dips… und Sößchen, was noch so dazu gehört… ideal für den Jahreswechsel…

Inhaltsübersicht

Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… DIPS… HURRA…


GERICHTE MIT GESCHICHTE…


Nun wird wieder gedippt… Ruck-Zuck-Fertig… Für Weihnachten oder Silvester ist z.B. ein FONDUE bestens geeignet…Jeder liebt Dips – jeder kann sie auch superleicht zu- bzw. vorbereiten: Dips sind einfach perfekt geeignet für Gemüsesticks, Brot-Schnittchen, Cracker, Chips oder andere Snacks… im Folgenden werden diverse Dips z.B. die berühmte Sauce Gribiche, Sauce Tartare oder eine köstlichen Avocado-Sauce vorgestellt…auch ein Kurz-Bericht über das berühmt-berüchtigte Glutamat ist dabei.


Jaaahh…. Wie heißt denn eigentlich unser Favorit – die formidable Zauber-Sauce zum Dippen nun eigentlich?

Besonders für feste Gemüsestifte ist sie einfach perfekt… Und tunken kann man allerhand Gemüsesticks in die köstliche, raffinierte Sauce – wie z.B. Salat-Gurke, Zucchini, Möhren-Stifte, Spargel, Staudensellerie, Radieschen, Artischockenblätter oder – herzen oder auch Paprika, Tomaten etc. gehören zu einem Dip ebenso dazu.

Hier habe ich unseren „pikant gewürzten“ Geheimtipp einmal – nur für Euch meine lieben Leser – aufgeschrieben… unsere Zaubersauce ist sooo köstlich, schnell zubereitet und einfach unschlagbar lecker: Ein französischer Saucenklassiker – zubereitet mit gehacktem, gekochtem Ei – feinen Kräutern und jede Menge „Pep“…. gerade richtig für einen lauschigen Grill-Abend…


Natürlich gibt es bei uns auch ein Dip-Saucen „RANKING“…
The winner is… the Number One:


DIE SAUCE GRIBICHE

(Aussprache:“Gribisch“)

DIE SAUCE GRIBICHE
sieht ja recht unscheinbar aus,
aber sie hat es in sich,
sie ist echt eine Wucht…


GESCHICHTE

Woher stammt die „Sauce Gribiche“ eigentlich? Man könnte es fast vermuten: Aus unserem schönen Nachbarland Frankreich! Genauer gesagt aus dem Elsass… und sie wurde traditionell schon immer zu warmem und kaltem Fleisch gereicht. Typischerweise wird im Elsass gerne z.B. zu fein gegartem Kalbskopf, Kalbszunge oder pikanten Sülzen „die Gribiche“ serviert. Diese fantastisch pikant und angenehm würzige Sauce ist absolut ein köstlicher Klassiker der französischen Küche. 

  • WAS GIBT ES SONST NOCH SO ZUR SAUCE GRIBICHE DAZU?
  • Zum Beispiel ist der allseits bekannte frische „Lachs-Tatar“ (in Sushi-Qualität) oder auch ein milder Räucherlachs serviert mit einem „Klecks“ der Sauce gribiche absolut köstlich… (Dazu passt als Beilage z.B. ein Feldsalat/Radicchio-Mix mit feinem Dressing).
  • Ebenso zu empfehlen ist der Dip – köstlich auch zu fein gekochtem Rind- oder Kalbfleisch – natürlich auch zu allen Arten von Krustentieren wie Garnelen, Scampi… und wenn es ganz edel sein soll – sogar zu gegrilltem Hummer.

Sauce Gribiche:
DAS GENAUE REZEPT WIRD WEITER UNTEN BESCHRIEBEN.

Wir lassen Senf und Ketchup beim Grillen einfach mal links liegen und machen die große Bühne frei für unsere köstliche, kalte Sauce... sie mundet – garantiert – in aller Munde – und ist somit „The Very Best of“…

Typisch französisch ist die Lieblingssoße der Franzosen z.B. zu
Kalbskopf (Tête de veau)… dieser wird zunächst wie ein Rollbraten zusammengebunden,
dann gekocht und erkaltet in dicke Scheiben geschnitten.
Er enthält

natürliche Gelatine: Der klare Eiweißextrakt aus Knochen z.B. von
Rindern ist in der Küche – dank seines bindenden und gelierenden
Effekts – ein nützlicher Helfer. 
Köstliche Rezepte hierzu: „Tête de veau en tortue“ und „Tête de veau en Sauce verte“ findet man zahlreich – bei www… im World-Wide-Web…unter anderen z.B. bei: https://zumfressngern.ch/2014/11/tete-de-veau/


Délicieux: „La tête de veau avec Sauce gribiche“…
(Une tête de veau cuite lentement dans un bouillon parfumé
aux aromates et aux légumes, accompagnée
d’une mayonnaise aux oeufs durs et aux herbes) .

Knuspriges Bauernhuhn mit allerlei würzig-leckeren Dips...
Die Sauce gribiche darf nicht fehlen…für Gäste und Feste…


Zunächst folgt nun ein kleiner Ausflug ins Schlaraffenland:

Wo liegt das denn? Natürlich in Frankreich…vor allem auch in der Gegend um LYON:

Die „Bouchons Lyonnais“ sind eine kulinarische Tradition aus Frankreich: Auf unserer Durchreise durch das schöne LYON fanden wir – weit entfernt von der Sterneküche – zahlreiche einladende Bistros und ortstypische Bouchons („urige Gaststätten“) mit rustikalem, köstlichen Angebot für Gourmets und andere Feinschmecker: Andouillette (Kuttelwurst), Quenelles (eine Art Knödel), Cervelle des Canuts (wörtlich: eine Art Frischkäse mit feinen Innereien), Saucisson brioché (Wurst im Teigmantel) und vieles mehr… dabei darf unter anderem – als Beilage – die köstliche Sauce Gribiche natürlich nicht fehlen…

Bild: Wikipedia

Gebratene, fein gewürzte leckere Kutteln


KUTTELN IGITT?... NEIN – SIE SCHMECKEN EINFACH GANZ KÖSTLICH – ZUMINDEST FÜR DEN CONNAISSEUR. 
Kutteln gelten unter den verschworenen Feinschmeckern (wie der Trippa in Italien) als Delikatesse. Und in Portugal gibt es Tausende Fans der Dobrada (Bohneneintopf mit Kutteln). Dobradinha ist auch ein traditionelles portugiesisches und brasilianisches Kuttel-Gericht.
Kutteln sind kalorienarm und enthalten wenig Fett. Küchenfertig vorbereitet sind sie weiß bis elfenbeinfarben und haben eine weiche, gelatinöse Struktur, die dennoch noch einen gewissen feinen Biss hat. Sie haben ein ganz eigenes, leicht süßliches und einzigartiges Aroma.
(Mehr unter: https://www.minubasel.ch/node/14220)
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LYON

Lyon – eine Stadt mit 2.000-jähriger Geschichte – liegt am Zusammenfluss von Rhône und Saône. Lyon nennt sich – nach dem entsprechenden Lob des berühmten Restaurantkritikers *Curnonsky (1872-1956) – schon seit 1935 „DIE Welthauptstadt der Gastronomie„.

Anm.: Maurice-Edmond Sailland, genannt *Curnonsky (1872-1956), gilt als Begründer der modernen Restaurantkritik und Vater des „Guide Michelin“. Er galt als „Prince élu de gastronomes“ – gewählter Prinz der Gastronomen, Verteidiger und Illustrator der französischen Küche. (Quelle: Wikipedia)


Sein elementarer Grundsatz gilt bis heute:
„Gute Küche heißt, dass die Dinge einfach so schmecken sollen, wie sie sind.“

Eigentlich ist die Sauce gribiche in unserer Familie
schon seit vielen Jahren ein GEHEIMTIPP…

  • Sie hat allgemein nur nicht so den Bekanntheitsgrad wie Mayonnaise, Ketchup oder Tartare-Sauce und schmeckt uns in der Familie einfach nur unvergleichlich gut. Eigentlich sieht sie auch gar nicht aus wie eine Sauce, eher schon fast wie eine Beilage auf dem Teller:
  • Sie ist nicht püriert und homogen wie zum Beispiel eine BBQ-Sauce, sondern eher stückig – z.B. durch die kleingeschnittenen, pikanten Cornichons und fein gehackten, gekochten Eier.
  • Die Sauce ist wirklich einmal etwas absolut anderes als die typischen 0815-Saucen, die oftmals zum Grillen oder zu Buffets (meist aus der Tube oder Flasche) gereicht werden.
  • Wer mit der Sauce gribiche seine Gäste überrascht, hat bei diesem leckeren Dip definitiv einen außerordentlich kulinarischen „Stein im Brett“!

Anstelle der üblichen „weißen Sosse“ (wie hier auf dem Bild) zu frischem Spargel, schmeckt uns – statt dessen – dazu eine Sauce Gribiche einfach sensationell gut…


Die Sauce Gribiche ist – wie gesagt – eine kalte Dip-Sauce der traditionellen französischen Küche mit betont pikant-würzigem, diskret säuerlichem – aber äußerst delikatem Geschmack. Es ist eine sehr vielseitige und sehr aromatische Sauce. Kein Vergleich mit den fertigen Saucen aus dem Handel… Meine Mutter sagte früher dazu immer: „Es ist ein himmelweiter Unterschied“… (zu anderen Soßen).

Sauce gribiche: Es gibt hier keine Fertig-Majo, alles wird selbst schnell frisch zubereitet... da weiß man, was man auf dem Teller hat… Alle Zutaten der Sauce sollten vor der Zubereitung der Sauce immer zimmerwarme Temperatur haben.

TIPP: Die Sauce gribiche passt perfekt auch zu anderen feinen Gerichten, wie z.B.: Fleischfondue, Grillgerichten, gekochtem Hähnchenfleisch, Tafelspitz oder Fisch z. B. gebratenem Lachsfilet… Eine sehr vielseitige, pikante, kalte Sauce – die das I-Tüpfelchen zu vielen Fleischgerichten ist. Wie gesagt – kein Vergleich mit den fertigen Saucen aus dem Handel… Im Sommer auch bestens zu allen Grillgerichten geeignet… oder zu Crudités mit Sauce Gribiche... Manche Rezepte empfehlen zur Würzung der Sauce noch einige Tropfen englische Sauce (Typ Worcestershire-Sauce) hinzuzufügen. Das ist Geschmacksache und natürlich nicht typisch elsässisch…

ANM.: CRUDITE ist eine leichte Knabber-Gemüse-Mischung aus nur knapp gekochten und rohen Gemüsen,

NEUGIERIG GEWORDEN?

Eh voilà… Nun folgt unser altes Lieblings-Familien-Rezept der Sauce Gribiche:

Welche Zutaten braucht man zur Sauce Gribiche?

EINKAUFS-ZETTEL (was man nicht zuhause hat) für 3-4 Personen:
3-4 gekochte Eier, 1 kl. Becher Saure Sahne, 3-4 kl. Cornichons, 2-3 Sardellenfilets (Glas), 2 Tl. Kapern, 1 Tl. Dijonsenf, 2 kl. Zwiebeln (Schalotten), 1 Knoblauchzehe, 1 Zitrone, frisch-feingeschnittene Kräuter wie  Kerbel/Estragon/Petersilie/Schnittlauch. Anm.: Frischer Estragon gibt der Sauce vor allem die ganz besondere Note.


Es ist eine kalte, unglaublich leckerere Sauce aus der traditionellen französischen Küche. Sie schmeckt superlecker, pikant-würzig, leicht säuerlich, einfach herrlich!

TATAA….Hier kommt nun endlich das Rezept:

Die Sauce Gribiche

Alle Zutaten zunächst erst einmal nur zurechtschneiden/hacken oder zerdrücken – wie im Rezept vorgegeben und alles zusammen in einer Schüssel beiseite stellen… (Tipp: Dies könnte man auch schon Stunden oder tags zuvor zubereiten und abgedeckt kühl stellen) .

DIE ZUTATEN:

Grund-Sauce:

  • 3-4 hartgekochte Eier (Eiweiß/Eigelbe getrennt aufbewahren)
  • 150 ml feines Oliven- oder Rapsöl nach Gusto
  • Saft 1 Zitrone (oder 1 El Essig)
  • 1 Tl Dijonsenf
  • 1 kl. Becher Saure Sahne
  • Gewürze: Salz, kräftig schwarzer Pfeffer, Zuckerprise, ein paar Chiliflocken (nach Gusto)

  • ZUTATEN: 6 kl. Cornichons , 4 kl. Sardellenfilets (in Öl), 1 Gläschen Kapern, frische Kräuter wie Kerbel/Estragon/Petersilie/Schnittlauch.
  • 2 kl. Zwiebeln (Schalotten), 1 Knoblauchzehe: ALLES FEINGEHACKT (!)
  • Zubehör: Schneebesen, Zauberstab (Pürierstab) oder Handrührer mit Rührbesen

DIE ZUBEREITUNG:

Vorbereitung der Grundsauce:
RÜHRSCHÜSSEL: Die drei gekochten Eigelbe mit der Gabel cremig zerdrücken, Eiweiße fein hacken, mit je 1 Tl. Dijon-Senf und Zitronensaft innig verrühren, mit 150 ml Öl und den Gewürzen langsam schön cremig zu einer Sauce aufschlagen. Die Saure Sahne unterrühren. Beiseite kühl stellen.


Nun die frischen Kräuter/Zwiebeln/Sardellenfilets/Cornichons/Knoblauch und das gekochte Eiweiß (der drei gekochten Eier) fein klein würfeln. Kapern aus dem Gläschen in ein Sieb abgießen. Die Sorte „Non pareille“ Kapern sind die feinen kl. Blütenknospen des halbmeterhohen Kapernstrauchs, der wild an südlichen Küsten wächst.

Anm.: Kapern, die Knospen des wild wachsenden Strauches, werden in aufwendiger Handarbeit geerntet und verlesen. Danach werden die noch roh ungenießbaren Kapern in Salzlake und Essig eingelegt und entwickeln dabei erst ihren würzig-pikanten, unnachahmlichen Geschmack.

Fertigstellung der Sauce Gribiche:

SAUCE: Alle oben genannten Zutaten miteinander innig vermischen und locker – mit den Kapern – unter die bereits fertig zubereitete crèmige Grund-Sauce (s.o.) mischen. Abgeschmeckt wird zum Schluss alles nochmals alles mit Salz, Pfeffer, Essig und einer Prise Zucker.

TIPP: Falls es keinen frischen Estragon gibt – tun es zur Not auch etwa 2 Tl. getrockneter Estragon, diesen aber (erst kurz vor der Zubereitung) mit einem kl. Mörser-Stempel (oder Löffelrücken) ganz fein zerreiben – das gibt dann deutlich mehr Aroma).


Die fertige „Sauce gribiche“ in eine Saucière oder Bowl umfüllen. 
Für die beste Sauce Gribiche muss sie dann (abgedeckt) noch mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden. Kurz vor dem Servieren nochmals kräftig abschmecken – nicht vergessen!!! Mit der Zeit wird sie immer besser 😉 Falls hartgekochte Eier übrigbleiben – diese z.B. in Scheibchen (geschnitten als Deko) oben auf die Soßen-Schale legen oder feingehackt untermischen…

All dies kann man schon gut
am Vortag vorbereiten und kühlstellen.


Was ist eigentlich der Unterschied zwischen
Remoulade und Sauce Tartar?

Ursprünglich ist die Sauce Tartare eine Art Majonaise. die mit hartgekochtem Eigelb und feingehacktem Schnittlauch zubereitetet wird, – wohingegen in die Remoulade auch noch dazu gehackte Gewürzgurken, Kapern, Senf, Sardellenpaste und Kräuter wie Petersilie und Estragon kommen

TATAAA… Der kleine, feine Unterschied zur Sauce tartare?

Die Sauce tartare, Tartarsauce oder Tartarensauce ist eine pikante kalte Sauce der traditionellen, feinen französischen Küche. Nach klassischer Definition handelt es sich – wie oben erwähnt – also um eine mit hartgekochtem Eigelb zubereitete Mayonnaise, die mit fein gehackten grünen Lauchzwiebeln oder Schnittlauch vermischt wird. (Wikipedia)

Eine mit der Sauce gribiche verwandte Soße ist also die Sauce tartare. Diese stammt ebenfalls aus der französischen Küche. Die Sauce tartare kann auch zu Fleisch, Fisch und Schalentiere serviert werden. Hierfür benötigt man aber nur das gekochte Eigelb, welches ebenfalls fein cremig zerdrückt wird. Gewürzt wird „die kl. Schwester“ unserer Sauce gribiche (wie oben beschrieben) neben allen Zutaten – nur hauptsächlich mit Salz und Pfeffer… FERTIG!


Die Sauce tartare jedoch – stammt ursprünglich aus Frankreich und ist heute aber auch im Rest der Welt sehr beliebt…

  • Die Entstehung der bekannten Tartare-Sauce – geht angeblich auf französische Köche des 19. Jahrhunderts zurück, die in Diensten russischer Adliger – mit dieser Tartare-Bezeichnung – eine exotische Herkunft (aus dem fernen Land der Tataren) als etwas ganz Exquisites suggerieren wollten... sagt Koch-Wiki.
  • Erst wenn die klassische Sauce tatare mit Gewürzgurken, Kapern, Petersilie, Estragon erweitert wird, bezeichnet man diese Sauce in der klassischen französischen Küche erst dann als „Sauce gribiche“ . 
  • Im Gegensatz zur Sauce tatare verfügt die Sauce gribiche über einen pikant-säuerlichen, leicht rauchigen und sehr angenehm würzigen Geschmack:
  • Diese besondere Geschmacks-Note wird = UMAMI genannt.

Anm.: DAS LAND DER TATAREN: Woher stammt der Name? Tataren, veraltet auch Tartaren, ist seit der ausgehenden Spätantike (anno 476 und 641 n. Chr.), in den alttürkischen Quellen und seit dem Mittelalter eine Sammelbezeichnung verschiedener, überwiegend islamisch geprägter Bevölkerungsgruppen (sog. Turkvölker): Die Republik Tatarstan ist heute eine autonome Republik im östlichen Teil des europäischen Russlands. (Wikipedia)

TARTAR? Die Legende besagt, dass die mongolischen Reiter einst das gejagte Fleisch während ihrer Reisen unter dem Sattel platziert haben, bis es dann am Abend weich und mürbe geritten war.

Der fünfte Grundgeschmack

Alle Menschen besitzen die dafür tatsächlich spezialisierten Rezeptoren. Das Wort umami stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „wohlschmeckend“, „köstlich und würzig“.
Zu Umami zählt auch die Geschmacksrichtung fleischig.


Einen pikant würzigen Geschmack
nennt man „Umami“.

Der Umami-Geschmack ist herzhaft-fleischig wie der Geschmack von konzentrierter Bouillon, also von kräftiger Hühner- oder Fleischbrühe; er findet sich auch in gereiftem Käse, getrockneten Tomaten und anderen eiweißhaltigen Lebensmitteln wie gebratenem Fleisch oder Fisch...sagt Wikipedia.


  • UMAMI: Das Wort umami stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „wohlschmeckend“ , „schmackhaft“ oder „köstlich und würzig“ – oder „g`schmackig“ sagen die Bayern…. Tatsächlich hatte einst ein Japaner, ein gewisser Herr Ikeda, diesen *fünften Grundgeschmack tatsächlich auch selbst entdeckt, das war wohl damals schon um die Jahrhundertwende... etwa im Jahre 1908.
  • Die Bezeichnung umami geht also zurück auf den japanischen Chemiker Kikunae Ikeda (1864-1936) – welcher das Glutamat entdeckte…
  • Er hatte – aufgrund eigener Geschmackserlebnisse – neben den vier Empfindungsvermögen für Ausprägungen des Süßen, Sauren, Salzigen und Bitteren einer Speise noch eine fünfte Grundqualität des Geschmacks vermutete.

CONDIMENT = WÜRZE

  • Umami ist definiert als ein herzhaft-deftiger, fleischiger Geschmack und typisch z.B. für eine kräftige Brühe – wie eine gute alte herzhafte Bouillon…Ob Hühnerbrühe, Fleischbrühe, Gemüsebrühe oder Fischbrühe, ein Braten- oder Saucenfonds – das sind alles die sog. Umami-Bomben und jeder kennt heutzutage diesen speziellen Geschmack, den nicht nur die Japaner lieben. (Quelle: Shizuko Yamaguchi and Kumiko Ninomiya, Universität Tokio, 2000)
  • Das für die Geschmacksempfindung „Umami“ verantwortliche Glutamat ist also hier etwas ganz Natürliches. Ohne Glutamat kann der Mensch nicht leben. Glutamat hat wichtige Neurotransmitter Funktionen im menschlichen Gehirn.
  • Glutamat wird z.B. Hefeextrakt nicht beigemischt, sondern ist – wie gesagt – hier ein ganz natürlicher Eigen-Bestandteil der Hefe.
  • Roquefort und Parmesan enthalten z.B. am meisten ganz natürliches Glutamat per se. (Quelle: https://www.schuhbeck.de/blogs/news/umami-die-5-geschmacksrichtung)

Seit ungefähr 100 Jahren gilt Umami bereits als der *fünfte Geschmack neben Salzig, Sauer, Süß und Bitter. Glutamat kommt natürlicherweise praktisch in allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor: Omas kräftige Hühnerbrühe allein – ist absolut „Umami“ pur: Vom Käse z.B. unter anderem – auch Nüsse, Getreide, Gemüse, Eier, Fleisch, Fisch bis zu Milchprodukten. Auch Muttermilch enthält hier zehn mal mehr UMAMI als z.B. Kuhmilch. Das Prinzip Würzsauce aus fermentiertem Fisch war aber auch schon in der *Antike bekannt. (Quelle:http://www.umamiinfo.com)

Anm.: Die *Antike war eine Epoche im Mittelmeerraum von etwa 800 vor Christus bis etwa 500 nach Christus.

Hier folgt nun ein kurzer Ausflug in die Welt
der Botenstoffe (sog. Transmitter):


  • Das im Menschen selbst vorkommende Glutamat ist für uns also – wie erwähnt – ein wichtiger Neurotransmitter, der vor allem auch im Gehirn (Gedächtnis!) eine sehr wichtige Rolle spielt, es ermöglicht eine Signalübertragung zwischen Zellen.
  • Anm.: Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, welche für die Informationsübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn und dem gesamten Körper zuständig sind. Sie beeinflussen Muskeln, Blutgefäße und die Hormonbildung, aber auch unseren mentalen Zustand, die Schmerzverarbeitung und unseren Schlaf.
  • Es ist absolut unwahrscheinlich, dass Glutamate (aus der Nahrung) die Hirn-Blut-Schranke überwinden und ins Gehirn gelangen.
  • Der Körper nimmt beim Essen sowohl natürliches Glutamat als auch Mononatriumglutamat gut auf und sorgt dabei auch für den vollständigen Abbau desselben im Körper.
  • Künstlich hergestelltes Glutamat wird dagegen mittels Mikroorganismen gewonnen und als Natriumglutamat vielen Lebensmitteln isoliert oft in großen Mengen zugesetzt. (Beipackzettel lesen…)

Nur ein ZUVIEL an Glutamat ist nicht ungefährlich…
weil es in das System des Körpers eingreift, was die Botenstoffe betrifft. Ein „Zuviel“ bringt die Körper-Funktionen durcheinander.

  • ?? „Natur pur“-Tütensuppen von Maggi werben mit dem Hinweis „ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker“. Sie enthalten jedoch mit dem Hefextrakt die Geschmacksverstärker Glutamat, Inosinat und Guanylat.

In normalen Mengen wird Glutamat jedoch als völlig unbedenklich eingestuft. Glutamat ist also, als ein geltender Lebensmittelzusatzstoff, EU-weit zugelassen (mit den E-Kennungen E620 bis E 625). Es gilt offiziell als gesundes „Würzmittel“

Ob ein Lebensmittel Glutamat enthält, zeigt immer ein Blick auf die Zutatenliste: Laut Lebensmittel-Kennzeichnungs-Verordnung (LMKV – § 6) muss Glutamat darin deklariert sein, zum Beispiel in Form von „Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat“ o.ä.. das schreibt die Bundesrechtsverordnung vor. Glutamate sind als geschmacksverstärkender Zusatzstoff in Mengen von bis zu zehn Gramm pro Kilogramm in Nahrungsmitteln zugelassen.

FAZIT: Von Natur aus ist Glutamat ein äußerst wichtiger *Neurotransmitter im Gehirn sowie im Zentralnervensystem. Ohne Glutamat (Glutaminsäure) könnten wir nicht leben. Unser Körper stellt den Stoff Glutamat aber auch selbst in großer Menge her, weil er unbedingt zum Muskelaufbau und als Neurotransmitter vom Körper gebraucht wird. Wenn der Mensch jedoch oft deutlich zu viel an Glutamat durch die Nahrung zu sich nimmt – könnte dies nicht ungefährlich für ihn werden…

Anm.: *Neurotransmitter sind biochemische Botenstoffe, die sich in der Verbindungsstelle zwischen den Nervenzellen befinden. Dort sind sie für die Signalübertragung zuständig. Das bedeutet, dass sie Informationen von einer Nervenzelle zur nächsten übertragen.
  • GLUTAMAT ist per se nur ein Geschmacksverstärker: Das sind keine Gewürze, es sind chemische Substanzen. Die meist bekannten Nebenwirkungen von zu viel an Glutamat sind bei empfindlichen Personen: Kopfschmerz, Taubheitsgefühl, Hitzewallungen, Herzrasen etc. 
  • Glutamat geriet vor vielen Jahren in Verruf und wurde als Hauptursache für das ChinaRestaurant-Syndrom angesehen. Daher kommt die synonyme Bezeichnung „Glutamat-Unverträglichkeit“, die für das China-Restaurant-Syndrom oft verwendet wird: Symptome wie Übelkeit oder Kopfschmerzen nach Mahlzeiten sind typisch. 
  • Nicht zu verwechseln mit Gluten-Unverträglichkeit (!) (= Kleber-Eiweiß z.B. in Getreide) Die meisten Getreidesorten sind glutenhaltig – zum Beispiel Weizen, Roggen, Dinkel und Gerste.

Einen direkten Zusammenhang zwischen Glutamat-Verzehr und China-Restaurant-Syndrom ließ sich jedoch bisher durch keine Studie weltweit belegen. Es ist jedoch möglich, dass es Menschen gibt, die einfach sensibler als andere – auf Glutamat reagieren. Dazu mehr…

„Zu wenig und zu viel ist beides ein Verdruss.
So fehl ist über`m Ziel wie unter`m Ziel ein Schuss.
Zu wenig und zu viel ist gleich sehr unvollkommen;
Im Ernst ist und im Spiel das rechte Maß willkommen“ .

Zitat: Friedrich Rückert (1788 – 1866), alias Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer, persischer und chinesischer Dichtung. Quelle: Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen.


Thema – Geschmacksverstärker: „Glutamat“
ist für viele Verbraucher ein Reizwort – absolut zu Unrecht…

Während Glutamat in Ostasien äußerst beliebt ist, trägt die Glutamat-Phobie in Europa und den USA durchaus fast schon merkwürdige Züge.


  • Die Aminosäure Glutaminsäure, deren Salz man auch als „Glutamat“ Lebensmittelzusatzstoff (E 620 = Glutaminsäure) bezeichnet, ist in jedem natürlichen eiweißhaltigen Nahrungsmittel– von Natur aus – vorhanden, also – wie gesagt – ein ganz natürliches Produkt Beispiele sind u. A.: Pilze, Porree, Hülsenfrüchte, Soja und Sojasprossen, reife Tomaten und Parmesankäse.

*Hefeextrakt – der beispielsweise Saucen, Brühen, Suppen, Fertiggerichten und herzhaften Snacks oftmals zugegeben wird, um sie geschmacklich zu verfeinern sowie andere ganz natürliche Lebensmittel, die einen hohen Glutamatgehalt aufweisen, zeichnen sich durch einen recht herzhaften Eigengeschmack aus und werden daher auch gern als Geschmacksgeber in vielen traditionellen Gerichten eingesetzt.

Viele Menschen streuen gerne auch etwas geriebenen Parmesan zur geschmacklichen Abrundung z.B. über ein Spaghetti-Gericht. In normalen Mengen wird dies aber als völlig unbedenklich eingestuft.

So enthält *Hefeextraktneben höchstens nur 5 % Glutamat – vor allem auch wertvolle Aminosäuren, Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und etwas Salz.
Anm.: *Hefeextrakt enthält also viele gesunde Mikronährstoffe Vitamine und Mineralstoffe aus der Hefezelle, so auch – wie gesagt – etwas Glutaminsäure, die zusätzlich für eine geschmackliche Abrundung sorgt und in geringen Mengen völlig unbedenklich ist (!!).

Quelle-Auszüge: Birthe Wulf – Ernährungs-Expertin (EDEKA). Mehr erfahren auf: https://www.edeka.de/ernaehrung/expertenwissen/experten-tipps/ernaehrungs-expertin/browser-ernaehrung.jsp


Glutamat selbst – scheint also nach den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht ungesund zu sein.

Schon Paracelsus sagte: „Die Dosis macht das Gift“?

Im Original heißt das Zitat von Paracelsus „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift.“ Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Der schweizerisch-österreichische Arzt wurde als Theophrastus Bombast von Hohenheim geboren (1493 oder 1494) und starb im Jahr 1541. Er befasste sich damals schon intensiv mit den Wirkstoffen von Heilpflanzen.




REZEPTE

Feine Kräuter kleingeschnitten sind das I-Tüpfelchen der
Sauce Gribiche

Ein feines Lieblings-Rezept aus Ullas kitchen

Frischer grüner Spargel mit unserer Lieblings-Sauce „Gribiche

ZUTATEN: Grüner, bereits (sparsam) geputzter *Spargel (pro Person etwa 5-6 Stangen – je nach Dicke), Rapsöl, ca. 1-2 El Butter.
Für die feine Sauce – Zutaten wie oben: 3 hart gekochte Eier, geschält, 1 TL Dijon-Senf, 2 El Weißweinessig, 4 El Rapsöl, Salz/Pfeffer, 4 Cornichons, 2 Tl Kapern. Kräuter: 4 El frische, fein gehackte Kräuter wie Estragon, Kerbel, Petersilie, Schnittlauch, etwas Zitronensaft, Parmesan frisch gerieben oder gehobelt.
Evtl. noch ein paar knusprige Baguette -Scheiben zum dippen… 😉

Anm.: Die grüne und weiche *Spargelhaut von frischem Grün-Spargel braucht man eigentlich nicht zu schälen. Die meisten Vitamine stecken direkt unter der Schale. Man kann bei frischem jungen Spargel – nach dem Waschen – auch nur die äußere Hülle (mit kl. scharfem Küchenmesser) etwas abschaben...Sind die Spargelstangen trotzdem sehr dick und fühlt die Schale sich hart an, schält man lediglich das untere Drittel. Man schneidet den unteren Ansatz – das Ende fingerbreit ab. Am einfachsten zubereitet wird frischer grüner Spargel in kochendem Salzwasser. Damit der Spargel seine kräftige grüne Farbe behält, kann man zusätzlich etwas weißen Essig oder Zitronensaft in das Kochwasser geben. Die Garzeit ist dabei deutlich kürzer als bei Bleichspargel und beträgt, je nach Dicke, nur etwa sechs bis acht Minuten. 

Frisch vom Markt schmeckt grüner Spargel natürlich am besten. Im Kühlschrank kann man ihn wenn nötig, eingewickelt in einem feuchten Tuch, ein paar Tage frischhalten.

Wenn`s mal eilig ist…

Schnelle Sauce Gribiche: Bereits gekochte 3 Eigelbe, etwas Senf, 2 El Essig, Salz, Pfeffer und 4 El Rapsöl miteinander verrühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Die 3 gekochten Eiweiße, Kräuter, Kapern und Cornichons fein hacken und mit der Eigelbcrème innig vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. RUCK-ZUG FERTIG!


Zubereitung: Den grünen, schon vorbereiteten Spargel in einer großen Pfanne in etwas Rapsöl, mit ein paar (1-2 El) aufgeschäumten Butterstückchen vermischt, auf dem Herd – auf beiden Seiten nur kurz (je nach Dicke – etwa 3-5 Minuten pro Seite) – braten, bis er leicht angebräunt ist – in der Pfanne kurz schwenken. Beiseitestellen und in der Pfanne evtl. noch etwas nachziehen lassen. Er darf noch etwas „knackigen“ Biss haben, – auf keinen Fall sollte der Spargel zu weich sein!

Den grünen, gegarten und gewürzten Spargel (vorher etwas abgetropft in einem Sieb) auf einem Teller hübsch anrichten, mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen, dazu mit ein wenig Zitronensaft beträufeln und mit etwas frisch gehobeltem Parmesan bedecken. Alles mit fein gezupften Kerbelblättchen bestreuen. Die fertige Sauce Gribiche nun separat zum Spargel reichen. Dazu passt ein knuspriges Baguette.

Grüner Spargel“ (Asparagus officinalis) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und Vorderasien. Schon bei den alten Ägyptern und Griechen wurde dieser Spargel als Heilpflanze und Delikatesse genutzt und angebaut…sagt Wikipedia.


Aber auch zu „frischem weißen Spargel“ mit oder ohne Schinken passt der Klassiker der traditionellen französischen Küche die „Sauce gribiche“ ausgesprochen gut.

SAUCE GRIBICHE – zu Fisch und Krustentieren –
einfach perfekt.

  • Exquisit auch zur Kombi: Herzhaft gebratenes Steak und Scampis:
  • Die „Sauce Gribiche“ kann also ebenso perfekt zu gegrillten *Steaks, zu warmem oder kaltem Fisch (Lachs), Krebsen oder anderen Schalentieren serviert werden.
  • TIPP: Die bereits gepulten Riesen-Garnelen mit klein geschnittenen Knoblauchzehen (nach Gusto) in heißem Butterschmalz etwa 1-2 Minuten bei großer Hitze braten.… sofort mit der kalten Sauce gribiche servieren.
  • Die Sauce gribiche ist übrigens bestens geeignet zu dem berühmten Gericht: „Surf and Turf“: Dieses beliebte Gericht (stammt von der Westküste der USA) besteht aus einer Kombination von Meeresfrüchten mit saftig gegrilltem Steak-Fleisch… (Normalerweise auch mit Amerikanischem Hummer oder Garnelen und Steaks...)

„Surf and turf oder Surf ’n’ Turf“ ist ein Hauptgericht, das vor allem in nordamerikanischen Steakhäusern populär ist. Es besteht aus einer Kombination von Meeresfrüchten mit saftigem American-Beef-Steak-Fleisch. Man bevorzugt dort normalerweise die Schwänze von Amerikanischen Hummern oder Garnelen zum saftigen *Steak. (Wikipedia)

TIPP: Zu Krustentieren einfach perfekt: American *Beef – dry aged …the very best (!) Bekannt ist das Dry Aged Verfahren besonders für Rindfleisch. Es hat auch die längste Reifezeit aller Fleischsorten und ist resistenter gegen KeimeDas Fleisch wird bei der Trockenreifung in einem kühlen Klima am Knochen abgehangen und wird dadurch genussreif und sehr zart. (Wikipedia).

LOBSTER-REZEPT: Feiner Krebsfleisch-Cocktail:
Kamchatka-Krebsfleisch (hier aus der Dose) zerpflücken, Chitinpanzer entfernen und vorsichtig das stückige Krebsfleisch mit der „Sauce gribiche“ mischen, nochmals kräftig abschmecken, kühl stellen…z.B. in einer breiten Champagner-Kelch-Schale als Amuse-Gueule (Appetit-Happen) – mit Dillzweiglein garniert – servieren… einfach „délicieux“… und fix vorbereitet.




Traraa!

IM SOMMER GIBT ES SIE NUN ENDLICH WIEDER:
FRISCHE ARTISCHOCKEN (meist aus der Bretagne)
hier passt unser Lieblings-DIP „SAUCE GRIBICHE“
ebenso absolut perfekt dazu:

Geerntet werden kann in Deutschland im August und September – zumindest im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr kann die Ernte schon im Juni/ Juli beginnen… sagt Wikipedia.

«Die Königin des Gemüses»


Monat Mai/Juni: Frühe Artischockenernte im französischen Anbaugebiet Nord-Bretagne

Die Artischocken-Pflanze (Artichaut) kann bis zu 1,5 m hoch werden und wird vor allem in der Bretagne (vor allem  im Norden der Finistère), im Mittelmeerraum, in Nordafrika, sowie im Nahen und mittleren Osten kultiviert. Die Artischocke ist besonders in der mediterranen Küche beliebt und wird dort häufig als Vorspeise serviert. Artischocken (botanische Bezeichnung Cynara scolymus) gehören zu der Familie der Korbblütler. Die Artischockenherzen in den Blütenköpfen sind eine beliebte Delikatesse.

Zu vielen feinen Dip-Soßen – wie z. B. der Sauce Gribiche passen sie bestens … die Artischocken: Diese sind ganz easy vor- und zuzubereiten: Ein Festessen, in dem man von gekochten Artischocken, Blatt für Blatt abreißt – in einen Dip taucht und die Blättchen genussvoll aussaugt… und dann zum Schluss das „Highlight“ den Boden genussvoll verspeist…Hhmmm…

Wann ist die beste Zeit für Artischocken?

Auch wenn die grünen Blütenköpfe meist das ganze Jahr über erhältlich sind, sollten Sie bevorzugt Artischocken kaufen, während sie Saison haben. Die Haupterntezeit dauert von Juni bis Oktober, in dieser Zeit schmeckt das gesunde Gemüse meist am besten.

Dazu folgt nun mehr: Ausführlicheres über die Zubereitung von Artischocken & Co.: Es ist tatsächlich ganz easy…


Die Zubereitung von Artischocken:

  1. Von den Artischocken mit der Handfläche die Stiele abbrechen oder einfach quer abschneiden (Vorsicht: Nicht den Boden anschneiden!). Das obere Drittel (zirka 3 cm) der Artischockenspitze mit scharfem Messer flach abschneiden (siehe Foto unten) . Alle dornigen Blattspitzen mit der Küchenschere zirka 1,5 cm abschneiden.
  2. Alle Schnittstellen großzügig mit einer Zitronenhälfte einreiben. So geht man sicher, dass die Artischocken auch ihre schöne grüne Farbe behalten.
  3. Eine weitere Zitrone auspressen. Artischocken mit dem Zitronensaft (oder Essig) in leicht gesalzenem, kochenden Wasser mit kräftiger Zuckerprise in ca. 40 Minuten (je nach Größe) gar kochen.
  4. GARZEIT? Man kann diese prüfen, in dem man eine Artischocke aus dem heißen Wasser herausnimmt und kurz versucht, ein Artischocken-Blättchen heraus zu ziehen – Vorsicht: HEISS…
  5. Das Blättchen sollte dabei ganz leicht heraus zu ziehen sein – ansonsten nochmals ein paar Minuten weiterkochen lassen.
  6. Handschuhe tragen… ist anzuraten…
FRISCHE NOCH RECHT JUNGE ARTISCHOCKEN AUS DER BRETAGNE

Das große grüne Etwas auf dem Teller ist zunächst (für Anfänger) eine echte Herausforderung.

  1. Jeder bekommt natürlich seine eigene Artischocke, von der er nun Blatt für Blatt abzupft. Jedes Blatt wird in einen feinen Dip (wie die „Sauce gribiche“) getaucht und dann wird das Fruchtfleisch daraus genussvoll mit den Zähnen abgezogen. Messer und Gabel sind absolut verpönt, diese Delikatesse wird in die Hand genommen und eben Blatt für Blatt mit den Zähnen „ausgezutzelt„!
  2. Man arbeitet sich so – dann langsam zum köstlichen Boden hin durch, wobei man – zum Schluss – die inneren hauchdünnen Artischocken-Fäden (mittig) am Boden mit den Fingern einfach im Ganzen „abhebt“ und zum Schluss so – die keinesfalls essbaren „Heu-Fädchen“ freilegt und komplett z.B. auf einem Teller entsorgt.
  3. Mit einem Teelöffel entfernt man danach vorsichtig – komplett das *gesamte „Rest-Heu“ (es ist absolut ungenießbar, man legt dies daneben – wie gesagt, separat auf ein Tellerchen. Das Heu wird später mit den „ausgezutzelten“ Artischocken-Blättern gemeinsam entsorgt.

Danach ist die die große Bühne frei: Nun ist die feine, glatte Unterseite des schönen Artischocken-Bodens komplett freigelegt. Man genießt nun das eigentliche Highlight der Artischocke an sich – den feinen, zarten Boden, der mit z.B. der leckeren Sauce Gribiche obendrauf belegt – dazu – genussvoll verzehrt wird.

Nur, wer auch das sog. *gesamte“ Heu“ vorher gründlich ganz entfernt, kommt in den wirklichen Genuss des feinen, köstlichen Artischockenbodens Dazu noch ein Löffelchen der feinen Sauce Gribiche auf den köstlichen Boden und der Genuss ist einfach perfekt.


LINKS – Kleine Artischockenherzen at its best. RECHTS

Die „SAUCE GRIBICHE“ passt perfekt zum Dippen der gekochten, zarten Artischockenblättchen zu genussvollen „Aus-Zuzzeln – wie man in Bayern sagt….


„In England gibt es drei Saucen und dreihundertsechzig Religionen, und in Frankreich gibt es drei Religionen und dreihundertsechzig Saucen“.

Zitat: © Charles Maurice Talleyrand (1754-1838) war einer der bekanntesten französischen Staatsmänner sowie Diplomat während der Französischen Revolution, der Napoleonischen Kriege und beim Wiener Kongress.

LAST BUT NOT LEAST:
Nun verrate ich noch einen anderen unserer Lieblings-Dips:


Lieblings-Dip Nr. 2
DIE AVOCADO-CRÈME
etwas abgewandelt auch Guacamole genannt.

(Anm.: Die Guacamole [ɡu̯akaˈmoːlə] ist ein Avocado-Dipp aus der mexikanischen Küche: Sie ist in der sog. Tex-Mex-Küche sehr beliebt und weltweit verbreitet. )

Der Avocadobaum hat seinen Ursprung in Südmexiko
und wurde bereits von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán
kultiviert. Im tropischen und subtropischen Zentralamerika
wird die Frucht schon seit etwa 10.000 Jahren genutzt.
Im Mittelmeerraum wird die Avocado erst seit Anfang
des 20. Jahrhunderts kultiviert. (Wikipedia)

Avocadobäume (Persea Americana)


ANBAU: Heute werden Avocados in tropischen und subtropischen Gebieten der ganzen Welt angebaut. Auch auf Teneriffa haben wir Avocadobäume gesehen. Haupterzeuger ist aber immer noch Mexiko: Ein Drittel der weltweit produzierten Früchte stammen aus dem nordamerikanischen Land. Da die Früchte unreif geerntet werden, finden sich in den Supermarktregalen überwiegend harte Avocados. Was tun?

TIPP: In Zeitungspapier eingewickelt und bei Zimmertemperatur reifen die Früchte in einigen Tagen schnell nach: Man legt am besten einen reifen Apfel neben die Avocado. Sein – die Reife beschleunigendes – Gas „Ethylen“ sorgt für schnellere Reife. Möchte man nur eine halbe Avocado verwenden, sollte man die andere Hälfte mit Kern kühl (und unbedingt gut bedeckt) aufbewahren. Der Kern sorgt dafür, dass die Avocado länger frisch bleibt.

GESUNDHEIT PUR: Die Avocado enthält gesundes, pflanzliches Fett aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Avocados enthalten auch Vitamin E, Vitamin B6 und Provitamin A. Letzteres ist zum Beispiel wichtig für Augen und den Aufbau der Haut. Vitamin E wehrt als Antioxidans freie Radikale ab. Vitamin B6 ist unter anderem am Eiweißstoffwechsel beteiligt und an der Produktion des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin=rote Blutkörperchen=Erythrozyten). Bei den Mineralstoffen ist der hohe Kalium-Gehalt bei Avocados zu nennen. Zu viel und zu wenig Kalium im Blut ist ungesund, daher die Frucht maßvoll genießen. Wenn Sie nach dem Verzehr einer Avocado an Symptomen wie Jucken im Mundbereich leiden, könnte das die Folge einer seltenen Avocado-Allergie sein. Das sollte man testen lassen…

Bekannter Dip aus Mexiko

Eine Guacamole besteht aus zerdrücktem oder püriertem Fruchtfleisch reifer Avocado, Zitronen- oder Limettensaft, gehacktem Koriander und Salz. Auch werden oft noch Zwiebeln, Knoblauch, grüne Chilis oder Tomatenwürfel hinzugefügt.

Die Guacamole wird zum Beispiel zu Taquitos, Tortillas und Tortilla-Chips oder als Beilage zu Fleisch z.B. in Mexiko gegessen. Guacamole kommt also ursprünglich aus Mexiko. In der aztekischen Sprache bedeutet der Begriff übersetzt so viel wie „Avocado Sauce“. Bereits vor Hunderten von Jahren wurde eine solche Sauce von *Azteken zubereitet: Und zwar damals noch ganz simpel nur aus reifer Avocado und Salz.

Anm.: Die *Azteken waren ein mittelamerikanischer Indianerstamm, der in der Region des heutigen Mexiko eine Hochkultur mit komplexer Mythologie und Religion entwickelte. Im 14. bis 16. Jahrhundert n.Chr. herrschten sie über ein gewaltiges Reich in Zentral- und Südmexiko, das sich vom Pazifik bis zum Golf von Mexiko erstreckte. (Wikipedia)

Tipps zur Vorbereitung unseres Avocado-Dips:


1.) Die Frucht in die eine Hand nehmen, das Messer in die andere Hand. Mit der scharfen, glatten Messer-Klinge die Schale nun rundherum – bis man den Kern spürt – vorsichtig tief einschneiden. Nun mit beiden Händen die Avocado-Hälften gegeneinander drehen, so dass sie sich in zwei Hälften voneinander lösen. In der einen steckt der Kern, in der anderen nicht. 😉

Wie entfernt man ganz einfach einen Avocado Kern?
2.) Die Avocado-Hälfte samt Kern in die eine Hand nehmen, das Messer in die andere. Mit der scharfen, glatten Messer-Klinge kräftig auf bzw. in den Kern schlagen, so dass dieser leicht eingeschnitten wird. (Oder die Avocado-Hälfte mit dem Kern auf ein Brett legen, mit einer Hand vorsichtig festhalten und so mit dem Küchen-Messer längs in den Kern schlagen, diesen dann aus der Frucht mit dem Messer heraushebeln. Vorsicht mit der Hand…) Nun lässt sich der Avocado-Kern mit dem Messer leicht „hebelnd“ am Stück herausziehen, ohne dass Fruchtfleisch verloren geht. Dabei darauf achten, dass die Avocado-Frucht dabei nicht zerdrückt wird.
TIPP: Es gibt für ein paar Euro – schnittfeste Handschuhe (beschichtete Glasfaser) im Handel! Diese haben mir schon oft geholfen (auch bei Krustentieren…)

Falls man die Avocado-Schale später noch benutzen will (z.B. für eine Füllung) das Fruchtfleisch vorsichtig mit einem kl. Löffel aus der Schale heben. Das nun von der Außenschale ausgelöste Fruchtfleisch sofort mit etwas frischem Zitronensaft beträufeln und bedeckt aufbewahren. Die Außenschale sollte „unverletzt“ sein – diese mit etwas Zitronensaft beträufeln und in Klarsichtfolie gewickelt bis zur baldigen Verwendung aufbewahren.


TIPP: Falls man nur das Avocado-Fleisch braucht: Die beiden entkernten Avocado-Hälften halbiert man mittig noch einmal, so dass man vier Teile erhält. Die Schale kann man nun einfach schnell ablösen, indem man sie an der Ecke anfasst und sie nach unten mit dem Finger abzieht – so einfach wie bei einer Banane…. (Omas Trick!)

  • Das Avocado-Fruchtfleisch (zirka 250 g) nun fein zerkleinern (z.B. mit einer Gabel zerdrücken) oder bei größeren Mengen – falls man hat – einen „Zauberstab“ oder Mixer benutzen und das Mus sofort mit Zitronensaft oder etwas Olivenöl beträufeln.
  • Das Avocado-Mus keinesfalls an der Luft stehen lassen, den Zitronensaft nicht vergessen… sonst sieht das Mus schnell (innerhalb weniger Minuten) unansehnlich grau/braun aus…
  • Oxidation: Jeder kennt es, man schält einen Apfel und innerhalb weniger Minuten hat sich dieser oft hässlich braun verfärbt. Hervorgerufen wird die bräunliche Verfärbung letztendlich durch einen etwas komplexeren Oxidationsprozess, der durch den Luft-Sauerstoff hervorgerufen wird.
  • Aus diesem Grund die Avocado zeitnah verzehren oder aber unmittelbar nach dem Schälen bzw. Öffnen, luftdicht (z.B. mit Klarsicht-Folie) verpacken und kühl stellen. 

Unreife Avocados sollten nicht iKühlschrank gelagert werden. Dadurch würde der Reifeprozess der Frucht gestoppt – es dauert also länger, bis sie bereit zum Verzehr ist.
Achtung: Werden unreife Avocados zu stark gekühlt oder sogar gefroren, wird die Konsistenz der Frucht gummiartig und die Frucht wird ungenießbar. So kann sich auch ein stark bitterer Geschmack entwickeln, wonach die Avocado nicht mehr verzehrt werden sollte.

Ullas feiner AVOCADO-DIP
schnell und einfach zubereitet…


Zutaten: Zirka 250 g Avocado-Fruchtfleisch, 1 TL Zitronensaft, 120 g Natur-Frischkäse, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, etwas Dill oder Kerbel, 1 kl. rote Zwiebel, 1 kl. rote Paprikaschote, 1 Msp. Chili. Zur Deko: Chiliflocken. (TIPP: Je nach Gewicht kommt man pro Avocado auf zwischen 150 und 350 Gramm Fruchtfleisch)

  • Den Frischkäse, Salz, Pfeffer, Zuckerprise und den restlichen Zitronensaft zur feinen Avocado-Crème zufügen, alles zusammen innig verrühren oder pürieren und in eine Schüssel umfüllen. Die rote Paprika und die rote Zwiebel in gleichmäßig winzige Würfelchen schneiden.
  • Den Dill (oder Kerbel) waschen, abtropfen lassen und gut trocken tupfen. Stängel entfernen und die Kräuter fein hacken. Die Zwiebel-/Paprikawürfelchen und Kräuter unter die Creme mischen. Nochmals pikant abschmecken, die Avocado-Crème hübsch anrichten und ON TOP – nach Belieben – mit Chiliflocken und ein paar Kerbel- oder Dill-Zweiglein bestreuen. FERTIG.
  • Ach jaaah: Der gut gewürzte Avocado-Dip schmeckt auch sehr, sehr gut auf einer frischen Brotschnitte – schön dick aufgestrichen…Figure It Out… Hhmmm ;-)

Na? Appetit bekommen?

Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… DIPS… HURRA…

😉 Unsere kleine Dip-Runde 😉

Blog-Artikel „Zauber-Dips“
wurde erstmals veröffentlicht am 22. Januar 2021
Blogartikel zuletzt aktualisiert im Dezember 2023 

(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)
Alle Blog-Artikel sind zu finden unter: www.bienchenhamster.de


URHEBERRECHT: Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind mit © Copyright und Namen versehen.


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