Jedes Jahr im Mai, meist am 2. Maisonntag, schenken wir einen ganz besonderen Tag unseren Mamas und Müttern, den Muttertag:

MUTTERTAG… Rosen-Tulpen-Nelken?

Ultimativer Tipp: Schenkt Zeit. Es ist eigentlich wirklich so schön – nicht nur an diesem besonderen Tag – einfach nur Zeit zu schenken und diese magische Zeit miteinander zu verbringen z.B. vielleicht spät morgens oder so gegen Mittag gemeinsam mit einem schönen Brunch. Schließlich ist Zeit für uns ein wirklich wertvolles Gut. Unsere Mutter hatte IMMER Zeit für uns…

Ganz egal an welchem Tag der Muttertag rund um die Welt gefeiert wird, eines haben die Bewohner aller Länder gemeinsam: Den Wunsch, ihrer Mutter etwas Liebes und Gutes zu tun, ihr zu zeigen, wie wichtig sie ist. Die Mutter ist schließlich meist eine der bedeutendsten Personen im Leben jedes Menschen!

In über 70 Ländern rund um die Welt wird am Muttertag die Rolle der Mütter für die Gesellschaft hervorgehoben.

ZUM BEISPIEL in JAPAN ist der Muttertag auch ein japanischer Feiertag: In Japan feiert man, wie auch in Deutschland, jeweils am zweiten Sonntag des Monates Mai den Muttertag. Er heißt dort Haha no hi (母の日) – wobei haha (母) die (eigene) Mutter bezeichnet und hi (日) für den Tag steht. Seinen Ursprung hat der japanische Muttertag in der englischen und US-amerikanischen Frauenbewegung, wo schon 1865 Ann Maria Reeves Jarvis für die Rechte der Frauen kämpfte. Inspiriert vom amerikanischen Ursprung und Anna Marie Jarvis ist es auch in Japan schnell Tradition geworden rote oder rosa Nelken an die eigene Mutter zu verschenken. Andere beliebte Geschenke sind zum Beispiel Pralinen oder andere Süßigkeiten (z.B. Ghana Schokolade)…Neben einer kleinen Aufmerksamkeit bedankt man sich bei seiner Mutter mit den Worten Okā-san arigatō – Danke Mama.
(Quelle: BENTO DAISUKI webite: Sarah Brukiewa)


Ein interessanter Zusammenhang ist auch, dass das Wort für Mutter in vielen Sprachen mit einem „M“ beginnt: Mama, Mom, Maman, Mamma, Mamá… Ein Zufall ist das nicht. „Ma“ gehört zu den ersten Tönen, die ein Baby hervorbringen kann. Die innige Bindung zwischen Mutter und Kind ist immer etwas ganz Außergewöhnliches.

„Mama, Mama, es ist soweit!
Heute schenke ich dir Zeit.
Zeit zum Schlafen und zum Lesen –
Der letzte Muttertag
ist doch auch schön gewesen?“

An meine Mutter
(Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) war eine deutsche Schriftstellerin und Komponistin. Sie gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern des 19. Jahrhundert).


„Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten“.
Zitat: Jean Paul (1763-1825) war ein bekannter deutscher Schriftsteller.
Sein Werk steht literaturgeschichtlich zwischen den Epochen der Klassik und Romantik.
In Deutschland wurde der Muttertag erstmals 1922 gefeiert. Aber auch international hat die ganze Welt das Muttertags-Fieber ergriffen. Je nach Land fällt der Muttertag – oder sein Äquivalent – aber nicht auf den zweiten Maisonntag, sondern die Termine sind nahezu über das ganze Jahr verstreut. Die komplette Tabelle mit allen internationalen „Muttertagen“ findet man auf Wikipedia im Artikel „Muttertag“.

Woher kommt eigentlich der Muttertag?
(Wissenswertes nachzulesen bei Wikipedia) hier folgt nur ein kurzer „Auszug“:
Zirka 250 Jahre vor Christus sind es wohl römische und griechische Göttinnen gewesen, für die eine Art Muttertags-Fest abgehalten wurde.
Erst im 13. Jahrhundert wurde dann in England von König Heinrich III. der „Mothering Day” eingeführt. Die ursprüngliche Idee war es, der Kirche als religiöse Mutter zu huldigen.

Bald wurde dieser Tag auch dazu genutzt, sich zu versammeln und gemeinsam mit der Familie den Tag zu verbringen, um die Mütter zu ehren. Dieser Brauch ging jedoch zwischenzeitlich wieder verloren.

Muttertag: Maikäfer, fleißige Bienchen, Fliederblüten, Maibowle….

Etwa 200 Jahre später wurde in England um 1644 der Mothering Day verfestigt: „Every Mid-Lent Sunday is a great day at Worcester, when all the children and grandchildren meet at the head and chief of the Family and have a feast“ („Jeder Mitfasten-Sonntag ist ein Ehrentag in Worcester, an dem alle Kinder und Enkelkinder sich beim Familienoberhaupt versammeln und ein Fest feiern“). An diesem Sonntag (Lätare) besuchten alle Kinder ihre Mütter (to-go-a-mothering), brachten kleine Geschenke mit und den selbst gebackenen mothering cake.

Die Geschichte des „modernen“ Muttertags beginnt aber erst (Anfang des 19. Jhrd) in den USA. Der Muttertag, so wie wir ihn heute kennen, geht vor allem aber auf die amerikanische Frauenbewegung zurück. Die Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis versuchte zunächst damals, um die Jahrhundertwende, eine Mütterbewegung namens „Mothers Friendships Day“ zu gründen.
In den nachfolgenden Jahren organisierte Anna Jarvis eine landesweite Kampagne, um den Ehrentag für Mütter in allen amerikanischen Staaten einzuführen. Dank der Unterstützung von Geschäftsleuten, Geistlichen, Frauenvereinen und Politikern, machte Präsident Woodrow Wilson schließlich im Jahr 1914 den Muttertag zu einem offiziellen Feiertag.

Es gibt keinen Ort der Welt, an dem man sicherer geborgen wäre, als in den Armen der Mutter“.
Zitat: Selma Lagerlöf (1858-1940) war eine berühmte schwedische Schriftstellerin. Sie ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen des Landes; ihre Werke zählen zur Weltliteratur. 1909 erhielt sie als erste Frau den Nobelpreis für Literatur und wurde 1914 als erste Frau in die altehrwürdige „Schwedische Akademie“ aufgenommen.

Wegen der steigenden Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertags wandte sich die Begründerin des Feiertages von der Bewegung jedoch ab und bereute, diesen ins Leben gerufen zu haben. Sie kämpfte, leider erfolglos, für die Abschaffung des Feiertages, er wurde nun zum „Selbstläufer“…

Darum setzte sich (nach der Pioniersarbeit von Anna Jarvis) nach dem ersten Weltkrieg auch auf dem europäischen Festland die Feier des Muttertages durch. Darauf folgte 1917 die Schweiz, 1918 Norwegen, 1919 Schweden, 1922 Deutschland und 1924 schließlich Österreich.

„Die Liebe einer Mutter teilt sich nicht zwischen den Kindern, sie vervielfältigt sich“.
ZITAT: Maria Theresia (1717 – 1780), österreichische Kaiserin

In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert  und – noch betont unpolitisch – als Tag der „Blumenwünsche“ gefeiert, unter Hitler wurde dann „arisch“ gefärbt. (WIKIPEDIA)

Und ist es heute nicht auch eine Erleichterung, den Muttertag doch einfach „unpolitisch und frei von Ideologien“ zu feiern, einfach nur um allen Müttern zu zeigen, wie wichtig sie uns sind?

Rosen, Tulpen, Nelken…der Muttertag ist also keinesfalls nur eine Erfindung der Blumenindustrie, die natürlich hier besonders von profitiert.

MUTTER: “So nimm die einfach schlichte Gabe hin, von einfach ungeschmücktem Wort getragen, Und meine ganze Seele nimm darin: Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen“. Gedicht-Auzug: Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Manche Menschen sehen die Wandlung zum reinen Geschenktag kritisch. Viele bezweifeln den Sinn, „Mütter“ überhaupt zu ehren, finden dies ziemlich überholt, altmodisch und meinen, man würde Mütter auf „Kinder-Küche-Kirche“ reduzieren.

Da aber sind wir doch schon Jahrzehnte drüber weg…
Heutige Mütter sind selbständig, modern und selbstbewusst, stehen mit beiden Beinen im Leben und finden es aber auch schön, wenn Traditionen aufrechterhalten werden, wenn sich die Familie z.B. an solchen Feiertagen trifft, um gemeinsame Dinge zu unternehmen.
Für viele ist es eben auch mal wieder ein schöner Anlass die Mutter, die man vielleicht länger nicht gesehen hat, zu besuchen, sie anzurufen oder sie mit einer anderen Aufmerksamkeit zu beschenken. Die Freude wird immer groß sein!

HAPPY MOM`S DAY:
„Eine Mutter ist der einzige Mensch auf der Welt, der dich schon liebt, bevor er dich kennt“. Zitat: Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) war ein bekannter Schweizer Pädagog, Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph und Politiker.

Obwohl man die Verbreitung und Etablierung der Idee eines Muttertags wohl am Ende findigen Geschäftsleuten zu verdanken hat, muss man sich nicht über diese „Verkaufsidee“ aufregen. Es ist doch nur eine schöne Geste.
Dahinter steckt am Ende immer doch noch der Gedanke, speziell unsere Mütter zu ehren und zu feiern, was jeder auf seine eigene Art und Weise tun kann.
Immerhin verdanken wir unserer Mutter nicht nur unser Leben, sondern oft auch, wie wir als Menschen geworden sind oder was aus uns geworden ist, was als „Selbstverständlichkeit“ allzu schnell in Vergessenheit gerät. In der Regel war unsere Mutter ja immer für uns da…


Kein Vogel sitzt in Flaum und Moos
in seinem Nest so warm
als ich auf meiner Mutter Schoß,
auf meiner Mutter Arm.
Und tut mir weh mein Kopf und Fuß,
vergeht mir aller Schmerz,
gibt mir die Mutter einen Kuss
und drückt mich an ihr Herz.

Gedicht: Friedrich Wilhelm Güll (1812-1879) war ein deutscher Dichter, der vor allem durch seine Kinderlieder bekannt wurde.

Und es ist schön, dass es diesen Muttertag heute noch so gibt 😉

„Mutter sein heißt, kleine Atemzüge hören und leichte Herzschläge, scharfäugig werden wie ein Tier des Waldes für alle Gefahren, mutig sein im stillen, wie kein lauter Mann in Waffen, schaffen mit allem Blut, das einem gegeben ist, über sich hinauswachsen in allen Fähigkeiten des Wachens, Hungerns, Liebens und Handelns, vor allem aber sorgen. Mutter sein heißt, in Sorgen glücklich sein“. Autor: Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) war ein berühmter französisch-schweizerischer Philosoph, Dichter und Musiker
Muttertags-Sonntag
Das war ein gemütlicher Muttertags-Brunch für alle drei Mütter heute in unserer family-Runde!

Sein Glück darin zu finden, für das Glück anderer zu sorgen! Wer diesen Egoismus hat, für den ist es keine Kunst, auch glücklich zu sein.
(Gustav Freytag, 1816-1895)

Die besten Wünsche heute zum heutigen Ehrentag an alle Mütter für einen bezaubernden, wunderbaren Muttertag… Lasst Euch von Euren Lieben so richtig verwöhnen.


„Das höchste Glück im Leben besteht in der Überzeugung, dass wir geliebt werden“. Zitat: Victor-Marie Hugo (1802-1885) war ein berühmter französischer Schriftsteller und Politiker. Er verfasste Gedichte sowie Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist.

Ein Herz für jede Mutter: Carolins toll gedeckter Tisch zum gemütlichen Muttertagsbrunch mit der Familie war mir eine große Freude.

Vom Vater hab' ich die Natur, des Lebens ernstes Führen, vom Mütterchen die Frohnatur, die Lust zu fabulieren. (Johann Wolfgang von Goethe)

„Trage deine Mutter auf den Armen, wenn ihr die Beine versagen; sie trug dich im Schoß, als du noch keine hattest“.
Zitat: Friedrich Hebbel (1813-1863) war ein bekannter deutscher Dramatiker und Lyriker.


Die Mutter trägt im Leibe das Kind drei Viertel-Jahr,
Die Mutter trägt auf Armen das Kind, weil es schwach noch war,
Die Mutter trägt im Herzen die Kinder immerdar“.
(Friedrich von Logau, 1604-1655)
war ein deutscher Dichter und Epigrammist des Barockzeitalters.

BLOG-Artikel veröffentlicht im Mai 2009 – aktualisiert im April 2020