LESEDAUER: ca. 15 – 20 min. je nachdem wie ausführlich 😉

Diese Erde ist unsere Heimat. Heimat ist dort, wo wir leben, wo wir uns wohl fühlen. Die Heimat ist der Ort, wo die Zukunft unserer Kinder liegt. Wer euch verdrängen möchte, den werdet ihr wissen lassen, dass er die Heimat nicht in eurem Herzen verdrängen kann. Denn dort lebt sie weiter, bis an das Ende eures Lebens.“ Zitat: © „Kühne, Michael P.“ (*1937)

Dies war ein „Spruch aus dem vorigen Jahrhundert“. Jenseits der meist verklärten, weichgezeichneten Postkartenidylle hat sich der Begriff Heimat doch inzwischen ziemlich verändert. Wir gehen einmal auf Spurensuche.


Historisches

Zu unserer Erinnerung werden hier zunächst manche bereits bekannten Dinge aus der Vergangenheit zum Thema Heimat kurz „beleuchtet“: Das deutsche Wort „Heimat“ ist seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar. Es wird von dem Nomen „Heim“ abgeleitet, das zunächst einen Landstrich bezeichnete, sich aber später auf ein Gehöft und weiter nur auf ein Haus einschränkte.
„Laut Duden“ ist „Heimat“ ein Land, Landesteil oder Ort, in dem man geboren und/oder aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt einfach zu Hause fühlt. Der ursprüngliche Bedeutungsgehalt eines solchen Ortes lässt sich in etwa als „Stammsitz“ eingrenzen.
So taucht „Heimat-/heimat-“ häufig auch als Vorsilbe auf, die oftmals topografische Begriffe genauer bestimmte Dinge wie Heimatbrauch, Heimatberge, Heimatkirche oder aber auch Gefühle oder Zustände beschreibt, wie etwa heimatlich oder heimatlos. Übrigens ist der Heimatbegriff zunächst immer ein Rechtsbegriff gewesen. Heimat war eben der Ort, an dem jemand geboren oder in der Gemeinde „gemeldet“ war.


Ach, übrigens: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier in meinem Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch`bekannte oder unbekannte „heimatliche“ Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher sozusagen „bildhaft“ meine Gedanken in diesem Blog.

„HEIMAT KANN MAN NICHT VERERBEN: Sie ist in meinem Kopf. Und sie ist in meiner Seele“. Zitat: © „Horst Bienek“ (*1930), dt. Schriftsteller

ES WAR EINMAL

Vor über hundert Jahren entstanden zum „Heimat-Schutz“ vereinzelt sog. „Dachverbände“ wie zum Beispiel den Dürerbund (gegründet 1902 in Dresden) und der Bund Deutscher Heimatschutz (gegründet 1904 ebenfalls in Dresden). Beide waren auf die tiefe Idealisierung sowie die „Bewahrung“ und den „Schutz“ dessen, was wirklich „deutsch“ war (Natur-Kunst-Kultur) ausgerichtet. Die tiefe Verwurzelung des Menschen in seinem „Vaterland“ bzw. in dem deutschen Volkstum und in der Landschaft war sehr wichtig. Dabei waren diese Verbände damals doch kritisch ablehnend gegenüber allem was „fremd“ war, z.B. „der Moderne“ und der Industriegesellschaft, aber auch „fremdländischen“ Menschen.

So brachte vor über 100 Jahren der spätere Friedensnobelpreisträger Alfred Hermann Fried (anno 1908) in einem Aufsatz über „Patriotismusdas Heimatgefühl der „damaligen“ Zeit auf den Punkt: „Die menschliche Gewohnheit zeigt uns (an Personen, Dingen, Einrichtungen – soweit diese „mit allen Sinnen“ wahrgenommen werden können) das ursprüngliche und eigentlich „patriotische“ Empfinden des Menschen, das wahrhaftige Heimatgefühl.“


Patriotismus ist uns heute eher fremd.
Der sich stets wandelnde Begriff Heimat (oder auch Vaterland) verweist im Allgemeinen traditionell noch immer auch auf Stabilität, Vertrauen, Sicherheit, also auf eine Beziehung zwischen Menschen und einer Region. Das sei alles doch nur verstaubte trockene Theorie, so hört man, was im Duden oder in irgendwelchen Büchern geschrieben steht. Doch wer fragt denn die Menschen einmal direkt: Ist es eigentlich heute noch so richtig für uns, zu erleben, dass der Begriff „Heimat“ wirklich viel mehr ist, als nur ein Gefühl?


„Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis“ . Zitat: © Anatole France (1844-1924) französischer Schriftsteller (1921 erhielt er den Literaturnobelpreis).
Früher war alles besser, schöner…? Wirklich?

„Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen“ Zitat: Peter Ustinov (1921 – 2004), engl. Schriftsteller und Schauspieler,

DER BEGRIFF HEIMAT

In dem Wort Heimat stecken ja heutzutage doch so viele verschiedene, teils kontroverse „Ansichten“, so dass sie für jeden Menschen eigentlich – gerade in unserer „Multi-Kulti“ Gesellschaft – immer etwas ganz Anderes bedeuten.

„Wenn du jung bist, willst du nix wie weg, wenn du älter wirst und zurückwillst, dann nur in dein Zuhause: In deine „Heimat“ . (Deutsches Sprichwort) …obwohl es in unserer heutigen Welt mittlerweile immer unwichtiger ist, wo man eigentlich herkommt und wesentlich bedeutsamer, wie man sich auch vor allem innerlich entwickelt hat: So hat unsere städtische Jugend mit dem Heimatbegriff nun meistens eher „weniger am Hut“… d.h. es gibt in diesem Alter „Interessanteres“. Vielleicht wird dies noch in bestimmten ländlichen Gegenden anders gesehen, wo das Brauchtum im Ort in den Familien noch hochgehalten bzw. praktiziert wird.
Für einige Menschen hat der Begriff „Heimat“ aber auch etwas leicht „Spießbürgerliches“ an sich, ebenso wird er gerne missbraucht von eher rechtslastigen politischen Bewegungen. Genauso wenig mag ich hier das diametrale Gegenteil: Leute, die sich meist etwas großspurig als „Weltbürger“ und als „überall zuhause“ bezeichnen und den Begriff Heimat eher abfällig negieren. Weltanschauungen, die sich sehr bewusst gegen andere Ansichten stellen und nur die eigene Weltanschauung als richtig gelten lassen, nennt man „Ideologie“.

„Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die sich die Welt nicht angeschaut haben“.
Zitat: © Alexander Freiherr von Humboldt (1769 -1859) deutscher Naturforscher.


Wenn man schon erwachsen ist, dann kann „Heimataber auch sein, etwas selbst dort – wo man lebt – aktiv zu bewirken, zu gestalten, sich selbst einzubringen und zwar zusammen mit den Mitmenschen vor Ort und in der Gegenwart. So war ich früher – in unserer alten Heimat – neben meinem Beruf – auch ehrenamtlich über viele Jahre aktiv – für unser Umfeld und die Menschen in unserer damaligen Heimat. (Man findet hierzu in meinem anderen Blog „Auszeit“ – am Blog-Ende „Näheres“).
Eine sinnvolle Motivation wäre eventuell – wenn es einem liegt – sich auch schon früh in jungen Jahren politisch für unser Land einzusetzen und mitzureden…zumindest aber, indem man wählen geht, das ist ja heute auch nicht mehr selbstverständlich.

Wir könnten unsere Politik im Lande
eigentlich auch derzeit eine sog. „Identitätspolitik“ nennen.

Vielerorts sind die Populisten in unserem Land im Aufwind, sie arbeiten meist digital, sind auf allen Kanälen/Bildschirmen präsent. Auch haben sie gelernt, die kritischen Medien zu umgehen, sie reden direkt mit den Leuten, dem „Volk“ (vor allem im Osten der Republik) und das schafft so eine gefährliche Parallelwelt. Die letzten Wahlen vor kurzem haben es leider absolut bestätigt.

Nach dem „Identitätsprinzip“ ist eben bei manchen die Frage, wer bekennt sich überhaupt zu seiner Heimat, nimmt sie wahr, bringt sich vielleicht ein? Wer ist es, der also dazugehört bzw. zugehören möchte und wer nicht. Für viele ist das nicht so wichtig. All das bedient jedenfalls aktuell der „Heimatbegriff“ und deshalb hat dieser Begriff tatsächlich heute wieder absolut „Hoch-Konjunktur“ in manchen Regionen.


„Du bist da zuhause, wo dich das Leben lächeln lässt“. © Angelika Emmert (*1968)

Gerade in Deutschland sind in den letzten Jahrzehnten durch Migration und Integration immer mehr in größeren „Problemzonen“ sich etablierende Parallelgesellschaften entstanden, die jeweils nach ihren eigenen Gesetzen leben und den Heimatbegriff in unserem Sinne wohl gar nicht erst kennen und auch nicht kennenlernen wollen, aber das ist wohl doch schon wieder ein ganz anderes Thema….

„Freundschaft – das ist wie Heimat“. Zitat: Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller  

Das Wort „Heimat“ gibt es nur in der Einzahl. Es wird dringend Zeit für einen offiziellen Plural des Wortes: Das findet die ZDF-Moderatorin „Dunja Halali“ als Tochter irakischer Einwanderer: „Käme ich aus Indonesien, England oder China, wären diese Länder ganz bestimmt auch wichtige Puzzleteile für meinen ganz eigenen Begriff von Heimat: Meine Heimat“en“. Sie forderte dafür ein neues Wort im Duden. Denn Heimat ist heutzutage doch in den seltensten Fällen nur ein einziger Ort.
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Albert Camus machte es sich bequem: „Meine Heimat ist dort, wo ich grad bin. Also bin ich immer zu Haus und immer daheim.“ Albert Camus (1913-1960) war ein französischer Schriftsteller und Philosoph. 1957 erhielt er für sein publizistisches Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur. Camus gilt als einer der bekanntesten und bedeutendsten französischen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Der wohl berühmteste Redner Roms, der Philosoph und Schriftsteller „CICERO“ (106 v. Chr. – 43 v. Chr.) beschäftigte sich schon damals intensiv mit dem Thema Heimat. Seiner Ansicht nach entwickeln sich „Heimatgefühle“ vor allem durch unsere positiven Erlebnisse an einem bestimmten Ort...Das Wohlbefinden…Zufriedenheit…ist wichtig.
„Wiederholen sich dort diese schönen, intensiven Erlebnisse“, dann kommt es zu einer Manifestation im Gehirn, in dem dann immer positive Gefühle hervorrufen werden, sobald überhaupt z.B. an die „Heimat“ nur gedacht wird.

HEIMAT-GEFÜHLE…ein Thema für die Neurowissenschaft?

Der Begriff Heimat ist für mich immer mit einem guten Gefühl verbunden“ … sagte 2017 in einem Interview mit „Cicero“ (Magazin für politische Kultur) – bei den Heimattagen Baden-Württembergs – der Oberbürgermeister von Karlsruhe, Frank Mentrup.

Eine interessante Aussage, die heute auch von allen modernen Neurowissenschaftlern bestätigt wird: Ein gutes Gefühl haben…Beständigkeit…Wohlbefinden…glücklich und zufrieden sein…
Die vielfältigen Wege unserer Gehirnströme, über unser Zentralnervensystem (ZNS) und wie unsere Hormone uns permanent unbewußt „steuern“ sind gut erforscht: Die meisten dieser Prozesse laufen unbewusst ab, Mein Mann als Neurowissenschaftler hat Jahrelang in der „Gehirn-Forschung“ gearbeitet…so war der Gedankenaustausch mit mir als Ärztin – immer recht unterhaltsam und lehrreich. Unsere jährlich besuchten „Neuro-Science-Kongresse“ weltweit haben dazu ebenfalls viel beigetragen.

Näheres und Interessantes zum Thema wird hierzu auch in meinen anderen Blog-Artikeln ausführlicher beschrieben: „Die wundersame Welt der Träume/Positives Feedback/Glück/Freundschaft/Auszeit“


„Ubi bene, ibi patria“. (Wo es dir gut geht, dort ist die Heimat). Oder auch etwas variiert: „Wo ich ein guter Mensch sein kann, da ist mein Vaterland, da bin ich gern zuhause“. Dies sagte schon: „Pacuvius“ (220 – 130 v. Chr.) ein römischer Tragödiendichter.


Umformuliert wurde dieses „Ubi bene ibi patria“ erst viel später: „Unsere Heimat ist die Welt – wo es uns „wohl“ geht, das heißt, wo wir Mensch sein können, da ist unser Vaterland“. Dies formulierte schon so „Wilhelm Liebknecht“ (1826-1900) anno 1871.
Als „radikaldemokratischer“ Revolutionär beteiligte er sich damals aktiv an den Revolutionen von 1848/49 – nach der französischen Februarrevolution vor allem im deutschen „Baden“ (=Lage des Großherzogtums Baden im Deutschen Kaiserreich. Baden ist ein historisches Territorium im Westen Baden-Württembergs).

HEIMATLAND = VATERLAND?

In Frankreich sah dies vorher im 17./18.Jhrh. ganz anders aus: Das Volk war völlig machtlos, hatte überhaupt keinerlei Rechte, wurde total unterdrückt. Die oberste Gesellschaft besaß dagegen alle Privilegien. Die Staatskassen waren leer. Und der König schwach und zögerlich. Genügend Gründe also für den gewaltigen Ausbruch einer Revolution „der Kampf für ein neues Vaterland“:
„Allons enfants de la Patrie, le jour de gloire est arrivé! Contre nous de la tyrannie, l’étendard sanglant est levé“... (Übersetzt heisst es „im Text zu Anfang“: Auf, Kinder des Vaterlands! Der Tag des Ruhms ist da. Gegen uns wurde der Tyrannei blutiges Banner erhoben...)
Die berühmte französische Nationalhymne „Marseillaise“ wurde von „Claude Joseph Rouget de Lisle“ wohl in Straßburg anno 1792 verfasst. Er war ein bekannter französischer Komponist, Dichter und Offizier.

LA PATRIE – das Vaterland

Die Französische Revolution von (1789 bis 1799): „Liberté, égalité, fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit): Bis heute ist diese Parole untrennbar mit den Errungenschaften der „Französischen Revolution“ verbunden. Die drei Phasen waren: Frankreich vor der Revolution, das Ende der Monarchie und der Weg zur Republik.

„Marianne“ die Nationalfigur der Franzosen.

Eugène Delacroix“ (1798-1863), Vertreter der Romantik, malte dieses (2,60 × 3,25 Meter) große berühmte Ölgemälde nach der Juli-Revolution im Jahre“1830″. Dabei überließ er nichts dem Zufall: Die versteckten Botschaften sind in dem berühmten Meisterwerk: „Die Freiheit führt das Volk“ (La Liberté guidant le peuple). Das Bild befindet sich heute im „Louvre“ in Paris.


Heimat = Ursprungsland?

Es gibt auch in Frankreich kein Wort, das ähnlich klingt wie unser Wort: „HEIMAT“: In Frankreich heißt es: la patrie (das Vaterland), pays d’origine (Ursprungsland), le Pays oder la ville natale oder la ville de la naissance (Geburtsstadt) . Über weitergehende geschichtliche Exkursionen möchte ich hier nicht berichten, denn diese kann man am besten direkt bei Wikipedia o.ä. nachlesen.
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Heimat ist einfach da, wo man sich nicht erklären muss“, formulierte ganz einfach einst – zu dieser Zeit: © „Johann Gottfried von Herder“ (1744-1803). Herder war ein berühmter deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik.


CHRISTENTUM:

„Unsere ewige Heimat ist bei Gott im Himmel“ sagen die Christen. Einige kennen dieses große Pauluswort aus dem Philipperbrief, 3,20. Die Erzählung von dem Sündenfall, von Babylon, vom Verlust der Heimat, des Paradieses und Gottes Gnade, die uns Menschen in Jesus Christus (vermittelt durch die Kirche) den Weg zurück in die „Ewige Heimat“ weisen soll, bilden das Zentrum christlicher Religiosität.

Vor kurzem gab es einmal CDU Kampagnen wie „Unsere Heimat. Unsere Werte“ (2018). Diese besagten: „Wir leben seit Jahrhunderten in einem vom Christentum geprägten Land, es ist für uns alle sehr wichtig, diese Wurzeln zu bewahren und christliche Grundsätze und Werte auch in dem politischen Kurs wiederzufinden“.

Das alles ist nun in unserem jetzigen Zeitalter total im Wandel begriffen… (siehe hierzu in meinen anderen Blog-Artikel: „Christentum aktuell: Probleme und Chancen “ einem interessanten, sehr ausführlichen Bericht ohne Tabus…)


„Ubi bene, ibi patria“. (Wo es dir gut geht, dort ist die Heimat)

PHILOSOPHIE:

Die „Philosophen“ finden dann oft noch einen weiteren Weg zurück in die angeblich „wahre Heimat“, der über die biologische Durchgangsstation im Mutterleib hinaus gehen soll und in einer vielleicht noch früheren Heimaim Ur-Dasein seinen Ursprung haben soll… Der Begriff der Heimat ist hier unlösbar mit dem des menschlichen Ursprunges, des „Woher-Kommens“ verbunden. Ein Weg in die Spiritualität ginge vielleicht – philosophisch gesehen – durch das Tor der Vergangenheit, hin zu einer Reise zur Geburt, vielleicht in den Uterus oder gar zur Empfängnis. Hier lässt sich trefflich philosophieren…

„Wer bin ich nur, wo komm ich her? Sind es die Sterne, ist es das Meer? Wo ich die Liebe für mich fand, dort ist gewiss mein Vaterland“. Zitat: © Hubert Joost (*1939) Aphoristiker.


PSYCHOLOGIE:

In der „Psychologie“ – wie auch in Teilen der Kulturanthropologie – gilt beispielsweise „Heimat“ als ein Grundprinzip menschlicher Identität, der sog. „Ich-Identität“. Es beschreibt eine Verflechtung von menschlichen Beziehungen, welches die Position von Menschen in Gruppen und Gesellschaft „lokal, regional, national und global“ bestimmt.Heimatgefühle“ manifestieren sich, psychologisch gesehen, durch eine wiederholte Prägung. Emotional bejaht, könnten dann auch mehrere Orte auf der Welt für Menschen zur Heimat werden. Auf ähnliche Weise entstehen dann die nicht-ortsgebundenen Heimatgefühle z.B. wie das „Sich-Heimisch-Fühlen“ in einem ganz anderen neuen Gebiet.
Letztendlich ließe sich hiermit aber auch ein Grundkonzept jeder modernen Vergesellschaftung fassen – unabhängig davon, um welche Kultur und welchen Sprachraum es sich handelt.

„Heimat erkennt und schätzt der Mensch meistens erst, wenn er ganz weit entfernt von daheim, im Ausland ist, da erfüllt ihn die Sehnsucht“. (Zitat: Autor unbekannt)


„Ein Mensch, der keine Heimat mehr hat, gleicht einem windverwehten Blatt“.
Zitat: © „Erich Limpach“ (1899 – 1965), deutscher Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker.

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ANDERE LÄNDER – ANDERE SITTEN:
Der deutsche Philosoph Otto Friedrich Bollnow setzt dem Begriff „Heimat“ den Begriff „die Fremde“ gegenüber. Wie sieht es denn überhaupt in den anderen Ländern unserer Erde aus?

„Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde“. Zitat: © „Karl Jaspers“ (1883-1969), dt. Philosoph.


UNSER DEUTSCHES WORT „HEIMAT“ ist einzigartig?

Ist unser deutsches Wort „Heimat“ denn wirklich so absolut einzigartig auf der Welt? Zumindest muss man konstatieren: „In der Tat gibt es in der Bildung des Wortes keine genaue Entsprechung in anderen Sprachen“ so die Siegener Sprachwissenschaftlerin Carolin Baumann (Interview in Westfalenpost).

Auffällig ist, dass es tatsächlich zum Beispiel auch „im angelsächsischen Sprachraum“ keinen wirklich richtigen Begriff für unser Wort „Heimat“ gibt: „my own country – native country – homeland – home town- natural-habitat – my native land“. Also im Sinne von: „Here is my home, here I live“. Hier ist mein Haus, in dem ich lebe. ODER: Es wird im Englischen oft auch so umschrieben: „its my country, where I come from“... es ist mein Land, wo ich herkomme…Doch ein altes englische Sprichwort besagt auch: „Home is where the heart is”…

Schon der Schweizer Schriftsteller Max Frisch (1911-1991) hatte das deutsche Wort „Heimat“ immer für „unübersetzbar“ gehalten. Er schrieb dazu: „My country“ erweitert und limitiert die Heimat von vorneherein auf ein Staatsgebiet, „homeland“ setzt Kolonien voraus, „motherland“ tönt zärtlicher als „Vaterland“, das mit Vorliebe etwas fordert und weniger beschützt, als mit Leib und Leben geschützt werden will, „la patrie“, das hisst sofort eine Flagge…“ 😉

Merkwürdig ist eigentlich, bei Menschen, die fast ihr ganzes Leben im Ausland verbracht hatten und dort auch die Sprache übernommen haben, dass, wenn sie träumen, in der Regel in der Muttersprache träumen.


„Der Mensch bereist die ganze Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es endlich zu finden“ . Zitat: © George Moore (1852-1933) Irischer Schriftsteller.


Nun kurz doch noch zur „Geschichte“ des Begriffes „Heimat“ ein paar Anmerkungen:
Schon das Wort „Heimat“ findet sich in unterschiedlicher Schreibweise bereits in mittel-, alt- und mittelniederdeutschen Sprachquellen. Die Heimatbewegung der Weimarer Republik entfaltete schon früh eine verstärkte Heimat-Kultur, weil „Heimatkunde“ damals schon stärker in den schulischen Lehrplänen verankert wurde. Der Begriff fand sich bei völkisch-chauvinistischen Bewegungen aber auch als Abwehrbegriff gegen alles Moderne und alles „Fremde“.

„Einheimische lieben es selten, wenn Fremde bei ihnen heimisch werden wollen“. Zitat: © Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor.


Der Nationalsozialismus

Fremde unerwünscht…alles ist Deutsch. Dies wurde dann – wie wohl allen bekannt – in radikaler Form in der NS-Zeit verstärkt umgesetzt. So zielten die Machthaber darauf, die Heimatbewegung zu zentralisieren und sie den ideologischen Vorgaben des Regimes entsprechend radikal rassistisch umzuwandeln mit der Idee: „Heimatliebe = Vaterlandsliebe“ in einer übergreifenden, ethnisch homogenen rein arischen „Volksgemeinschaft“. Wer nicht Teil der „Volksgemeinschaft“ war, erlebt Ausgrenzung: Wer nicht dazu gehörte, wurde „entfernt“.

Wie eine Gegenreaktion- auch auf die erschütternden Umstände der Nachkriegszeit – wurden in Westdeutschland die sog. „Heimatfilme“ gedreht, die ihre Blütezeit in den 1950er Jahren erlebten. Ihre Hauptaufgabe war, eine heile Welt zu zeigen, um die sozialen Folgen des Zweiten Weltkriegs auf idyllische Art aufzuarbeiten.


„Heimat ist doch nicht „irgendein Ort“, sondern die Gemeinsamkeit der Gefühle“. Zitat: Autor unbekannt

Patriotismus

Das eigentlich echte „patriotische“ Empfinden, „das Heimatgefühl“ wurde dann allerdings später durch die neue„Heimatbewegung“ wieder erneut gestärkt. Der Begriff „Heimat“ wurde zum absolut „ortlosen“ Begriff, der in der DDR ausschließlich auf die „sozialistische“ Gemeinschaft zielte.

„In der DDR hat man von mir eine Weltanschauung verlangt, ohne dass ich die Welt anschauen durfte“. Zitat: © Manfred Krug (1937-2016) deutscher Schauspieler, Sänger und Schriftsteller.

„Ich bin nicht unbedingt stolz auf den biologischen Zufall, ein Deutscher zu sein – aber auf zuhause: hier ist es einfach am schönsten“. Zitat: © Justus Vogt (*1958), denkender Lebender und lebender Denker.

Heimatvertriebene

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben „Heimatvertriebene“ durch Flucht und Vertreibung gezwungen, massive Bevölkerungs-verschiebungen in Ost- und Westdeutschland ausgelöst und einen neuen Platz in den Nachkriegs-Gesellschaften gesucht. Sie alle hofften teilweise inständig auf eine Rückkehr in ihre alte Heimat in den „verlorenen“ Gebieten. – Der Verlust von Heimat wirkt sich immer mit unendlicher Trauer und starkem Heimweh aus: Meist folgt später dann eine totale Idealisierung der alten Heimat, die man zwangsmäßig verlassen musste.

„Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon“. Zitat: Jean de La Fontaine (1621-1695) war ein französischer Schriftsteller und als einer der größten ihrer Klassiker mit einigen seiner Fabeln jedem bekannt. (Wikipedia)


„Alle denken gewiß, in kurzen Tagen zur Heimat
Wiederzukehren; so pflegt sich stets der Vertriebne zu schmeicheln;
Aber ich täusche mich nicht mit leichter Hoffnung in diesen
Traurigen Tagen, die uns noch traurige Tage versprechen:
Denn gelöst sind die Bande der Welt; wer knüpfet sie wieder
Als allein nur die Not, die höchste, die uns bevorsteht! „

Zitat: „Johann Wolfgang von Goethe“ (1749 – 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung. Quelle: Goethe, Hermann und Dorothea. Versepos, 1797. Erato. Dorothea. Diese zu Hermann

HEIMAT: Nimm dir Zeit den Himmel zu betrachten, suche Gestalten in den Wolken. Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser. Gehe mit leisen behutsamen Schritten. Wir sind hier Eindringlinge, die von einem unendlichen Universum und nur für kurze Zeit geduldet werden.
(Autor unbekannt)

Die neue Heimat: Migration in alle Welt

Der andere Aspekt bei „Heimatvetriebenen“ ist natürlich dann später die Kompensation von „Heimat“ .
Wenn man an Migrationen denkt, heißt das, dass man Heimat im Sinne von Vertrautheit irgendwo anders wieder unbedingt kompensieren muss. Die Einrichtung einer „Heimat“ in der Fremde ist eine Kompensation des Verlustes.
So, dass es weltweit tatsächlich viele realistische Nachbildungen der Orte gibt, von denen die Leute einst herkamen. Also, als Beispiel gibt es im Ausland viele deutsche Zentren, die gewissermaßen vor Ort „die alte deutsche Heimat“ dort simulieren.

Dies haben wir erstaunt öfters an diversen Orten in den USA, z.B. in Nordamerika im Staat Washington („Leavenworth“) erlebt. Wir empfanden dies irgendwie befremdlich, als „Deutschtümelei“ mit u.a. kitschigen Alpen-Ort-Nachbildungen ( und permanenter „Volksmusik-Untermalung“) so ganz und gar „unecht“. Der Tourismus aber blüht an solchen Orten. Und von „good old Germany“ bleibt die Erinnerung an Kitsch und Remmidemmi… In diesem Zusammenhang steht natürlich auch die Frage nach der historischen und gegenwärtigen Kommerzialisierung von „Heimat“ in Form von Kitschobjekten, Souvenirs etc.
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Und sogar in Australien haben wir ganz überraschend im „Barossa-Valley“ (das heute im australischen Bundesstaat „South Australia“ ein weltberühmtes Weinanbaugebiet ist) dieses wirklich erstaunliche „Phänomen“ erlebt:

Hierhin sind bereits 1838 die ersten Deutschen (die auf der Suche nach (religiöser) Freiheit aus preußischen Provinzen Brandenburg, Schlesien und Posen ausgewandert waren), hingezogen. Da es durch die geographischen (im Süden) und klimatikalischen Verhältnisse (in Meeresnähe) bestens geeignet war, haben schon früh diese deutschen „Siedler“ dort ihren Wein angebaut (der übrigens seit langem weltweilt wirklich sehr geschätzt wird).

Sieben Generationen von Winzern und Weinerzeugern haben während der vergangenen 160 Jahre durch ihre stets tatsächlich hervorragenden Jahrgänge dieses fruchtbare Land zu einer der besten Weinregionen Australiens gemacht. Und ihre Häuser in einigen wenigen kleinen Dörfern – die wir dort besucht hatten – wurden prächtig nach deutschem „Folklore“- Vorbild gebaut und beschriftet, wie z.B. das hübsch geschmückte „Café zur Gemütlichkeit“, die Metzgerei „Lewwerworscht“ und vieles Kuriose mehr. Heimat zwischen Kitsch und Utopie. Das ist natürlich dort im Lande heute ebenso „DIE Touristenattraktion“ . Die Älteren sprachen natürlich dort englisch (mit deutlichem Akzent) und reagierten ganz erfreut als wir uns mit ihnen unterhielten…die Jungen haben meist die deutsche Sprache gar nicht mehr gelernt.


„Gastsein ist gut. Heimkommen ist besser“. Verfasser unbekannt.

Bei der Besiedlung „Australiens“ spielten deutschstämmige Personen eine nicht unerhebliche Rolle, vor allem in der Landwirtschaft. Einen erheblichen Anteil an der Entwicklung des australischen Weinbaus hatten deutsche Winzer. Aber auch kulturelle deutsche Gepflogenheiten sind in Australien sehr geschätzt. (Wikipedia)

Wir alle sind heutzutage meist dermaßen europäisiert und in der Welt unterwegs gewesen und das seit so vielen Jahren – dass ich dieses Gefühl einer sicheren Heimat eigentlich nicht habe und auch nicht brauche.

Aber da ich selbst mit meinem Mann viel in der Welt (in fast allen Kontinenten) über Jahrzehnte zu Urlaubs- und Tagungsreisen unterwegs war und viele Menschen in meinem Leben beruflich getroffen habe, habe ich gemerkt, dass „manche Menschen doch deutlich mehr Glück mit ihrer Heimat“ haben als andere.
Beispiele dazu gibt es leider seit Jahrzehnten fast ohne Ende. Es ist sehr traurig, dass es heute immer noch Millionen heimatloser Menschen durch Flucht, Folter und Vertreibung durch immer aggressivere, gierigere Regime auf unserer Welt gibt.

„Die Liebe zur Heimat ist die Erinnerung an etwas, das es so heute wohl nicht mehr gibt“ . Zitat: © Stefan Rogal (*1965), Autor, Herausgeber und Kolumnist.

Irgendwie macht dies einen traurig…Doch es gibt einen lehrsamen Spruch meines Schwiegervaters „Oskar“: “ Zwei Dinge, soll den Menschen nicht mit Verdruss erfassen: Die, die er nicht mehr ändern kann…und die sich ändern lassen…“ Recht so, oder?


ES WAR EINMAL:
Fotografie aus den 1930`er Jahren

Umweltschutz – heimatlicher Naturschutz

In den 1970er Jahren wurde dann auch im Kontext mit der Umweltbewegung ein neues Kapitel im Umgang mit „Heimat“ aufgeschlagen: „Unser Dorf soll schöner werden“ im Kontext der Umweltbewegungen. Neuere Heimatkonzepte wurden favorisiert: „Naturschutz, Umweltschutz und Anti-Atomkraftbewegungen“ beginnend in den 1980er Jahren und bis heute gibt es hier noch viele aktive Gruppierungen.


Horst Seehofers „Heimatministerium“ plant nun „das neue Deutschland“.
Nun gibt es in Deutschland inzwischen schon drei Heimatministerien. Dies ist eine Folge der Entwicklung in unserer Gesellschaft, wo sich die Diskussion immer wieder um „Fremdenfeindlichkeit, Integration, Toleranz, Kulturbruch oder den Umgang mit dem Islam“ dreht.
Die Bundesregierung will nun seit gut einem Jahr endlich „Heimatpolitik“ betreiben, also dem drohenden Zerfall der Gesellschaft in den extrem boomenden Ballungsräumen und den im Gegenteil oft völlig abgehängten Landstrichen entgegenwirken.

Viele Menschen, die auf dem Land groß geworden und später weggezogen sind, kennen dieses Gefühl, nach Monaten mal wieder nach Hause zu kommen: Der spezielle Geruch, die Vertrautheit, diese himmlische Ruhe und die Menschen – die man noch kennt – auf dem Lande sind einfach einzigartig …

Heimatschutz?

In ländliche Räume verlagerte Verwaltungsjobs und Studienplätze sollen dabei wiederum auch einige andere Unternehmen anziehen und so die Wirtschaftskraft „auf dem Land“ stärken.
Zudem sollen Heimatpreise verteilt werden: Im Mai 2018 wurden die hundert besten bayerischen Wirtshäuser mit jeweils tausend Euro und einer Urkunde ausgezeichnet. So stand Bayerns Minister Markus Söder – außer für einen offenen Geldbeutel – auch für volkstümliche Schwärmereien: “ Heimat sei für ihn „Glockenläuten, Bratwurstduft, Lebkuchen“ . Na, jaa…Er ist nun seit dem 16. März 2018 Ministerpräsident des Freistaates Bayern und seit dem 19. Januar 2019 auch CSU-Parteivorsitzender.


TRADITIONEN – heimatliches Brauchtum

Genauso alt wie „die Tradition des Maifeuers“ am 1. Mai ist die Tradition des reich geschmückten Maibaumes. Er ist als altes heimatliches Brauchtum in fast allen deutschen Bundesländern erhalten geblieben… Maifeuer, Maibäume, Maitänze gehören zu den alten Überlieferungen unserer Heimat.
Ursprünglich wurden diese Baumfeste im Wald abgehalten, denn dort war der „beseelte“ Wald-Geist zu Hause. Erst später wurde es Sitte, einen gefällten Baum, meist eine Birke – von jungen Burschen – mit Gesängen und Klängen (in einer Art Prozession) aus dem Wald ins Dorf zu holen und ihn mitten auf dem Dorfplatz aufzustellen.

Der Tanz in den  Mai in der „Walpurgisnacht“ gehört ebenso dazu. Hierzu steht Interessantes in meinem Blog „MAGIE“ .

<< MAI-BAUM >>
Das prächtige „Maibaum-Foto“ stammt hier aus „Buttenwiesen“,
das ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau.
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HEIMATPFLEGE

Die Heimat hegen und pflegen, den Menschen Halt, Sicherheit und klare Orientierung bieten, das war schon immer Seehofers Ziel, als er noch Ministerpräsident von Bayern war. Nun ist Markus Söder, der bayrische Ministerpräsident sein emsiger Nachfolger.

Es gibt den Begriff: „Heimat-Liebe“ , der schnell auch zur „Heimat-Tümelei“ werden kann oder zu sog. „Erweckungserlebnissen“ von „Vaterländischen“ – Verbänden oder – Interessen führt. Man könnte das gut für eine „misslungene Symbolpolitik“ halten. Und seit dem Wahlerfolg der rechtspopulistischen AfD bei den Bundestagswahlen hat das Thema leider auch im Rest des Landes enormen Auftrieb bekommen. Quelle: https://www.handelsblatt.com

Das erste Heimatministerium gab es tatsächlich in Bayern schon 2014 unter dem damaligen Finanz- und Heimatminister Markus Söder (*1967), und seine Aufgabe bestand interessanterweise gar nicht mal darin, irgendwelche romantischen Heimatvorstellungen zu pflegen, sondern sich um ähnliche Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu kümmern.
Es ist ja durchaus ein positives Ziel, dies zu fördern. Das bedeutet in Bayern vor allem Modernisierung, das „Hinterland“ darf nicht abgehängt werden: Breitbandausbau und Umgehungsstraßen usw.
Söder…der „Kümmerer“…Das alles zu organisieren ist längst überfällig gewesen und eigentlich gar selbstverständlich, dass der Staat sich darum kümmert und hat mit Heimatsförderung m.E. eigentlich wenig zu tun.
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Die neue CDU-geführte Landesregierung von Nordrhein-Westfalen übernahm übrigens schon 2017 das bayerische Modell eines Heimatministeriums und auch ein bisschen das Volkstümliche. Bei ihr darf nun Volksmusiker „Heino“ nun als „Heimatbotschafter“ werben. 😉 Näheres für Interessierte steht geschrieben im „Netz“.
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In meiner Heimat, meinem Zuhause, da bin ich daheim:
Wenn man über Heimat nachdenkt, schwingen für jeden von uns immer besondere persönliche Erfahrung und Empfindung mit.


„Wir sichern uns unsere Heimat nicht durch den Ort, wo wir leben, sondern durch die Art, wie wir leben“ . Zitat: © Georg von Oertzen (1829 – 1910) deutscher Lyriker.

Für viele Menschen in unserem Land ist aber der Begriff „Heimat“ jedoch häufig noch viel mehr als nur „Lebensart“ – es ist z.B. die Familie, die da ist. Es ist vielleicht der Garten, wo man jedes Frühjahr sich freut und darauf wartet, dass die ersten Blumen wiederkommen.

„Heimat ist der Ort, der uns nicht nur Geborgenheit, sondern auch Aufbruch und stets Rückkehr gewährt“. Zitat: © Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Heimisch? Daheim…

Es sind unsere eigenen Kinder, welche man zuhause aufwachsen sieht. Eine landschaftliche Silhouette, die einen täglich wieder willkommen heißt oder der Duft der Erde, die Wälder und Felder. Es ist ein Ort, der mit wohltuenden Erinnerungen verbunden ist. Wenn man von einer weiten Reise zurückgekehrt ist, fühlt man, das man zuhause ankommt. Man fühlt das Vertraute, das Geborgene. Man fühlt sich heimisch.
Dazu fallen mir interessanterweise oftmals eher sinnliche Kategorien ein. Also gar nicht die Dinge, die man jetzt kognitiv beschreibt, sondern die eher sinnlich vermittelt sind, ein bestimmter Duft oder „Dialekt“ zum Beispiel. Oder eine „Melodie“ oder ganz bestimmte Gerüche, die mit Olfaktorischem (alles, was den Geruchssinn betrifft) und vom Feinsinn her mit bestimmten Klängen, z.B. mit Musik zu tun hat. So hat sicher jeder Mensch diesbezüglich seine eigenen, wunderbaren Sinnes-Empfindungen, die oft heimatlich-vertraut in unserer Erinnerung wohltuend anklingen….weißt Du noch, damals als wir dort…?
Etwas wehmütig wird manchem zumute.


Heimat kann aber auch ein Ort sein, zu dem man eine starke emotionale Bindung hat und sich mit den Menschen dort, die einem vertraut sind – im sog. sozialen Netz – geborgen fühlt.
Auch Freundschaft ist so etwas wie Heimat“. Zitat: Kurt Tucholski (1890-1935) Schriftsteller, er zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik.


MÄRCHENHAFTE KINDHEITS-ERINNERUNGEN an eine Art „Heimat“ bei unserer Großmutter in Aschaffenburg:

Als kleine Kinder waren wir in den Ferien zum Beispiel oft mit den Eltern in Aschaffenburg am Main bei unseren Großeltern und vor allen Dingen dann auch oft im nahen Spessart. Dort gingen wir Kinder gespannt in den alten Häusern mit unseren dortigen Freunden auf Spurensuche.
Oder auf dem uns recht „unheimlich“ vorgekommenen, mit Spinnweben und allerlei alten Sachen zugestellten riesigen Dachboden im Haus unserer Großmutter in Aschaffenburg hatten wir doch immer leichtes „Herzklopfen“. Aber die Neugier war wohl doch größer als die Angst vor „Gespenstern“.

Hier gab es auch ein verstaubtes „Turmzimmer“ mit gruselig knarrendem Holzfußboden und einem schönen alten Spinnrad, was natürlich für uns „verzaubert“ war!….wie alt mag ich damals wohl gewesen sein? Vielleicht so 10…11…12 Jahre?

Hierzu gibt es auch Interessantes…in meinem anderen Blog-Artikel: „SAGENHAFT“ zu lesen…
https://bienchenhamster.de/sagenhaft/

Das schöne, alte Haus unserer Großmutter (mit Turmzimmer) in Aschaffenburg am Schloßgarten (Pompeijanum) ist heute noch in Familienbesitz.

„Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich“. „Zitat“: Honoré de Balzac (1799-1850) französischer Schriftstelle


So schnell will ich aber nicht vergessen:

MEIN ZUHAUSE MIT MEINER EIGENEN FAMILIE WAR SPÄTER AUCH MEIN ECHTES STÜCK HEIMATfür immerhin fast 45 Jahre:
Ich denke manchmal jetzt gerne (vielleicht etwas zu sentimental) zurück an unser schönes selbst erbautes Haus mit dem großen Garten… an unseren Seerosenteich mit den Birken und viel Schnee im Winter, an unsere Kinder in ihren Schneeanzügen mit dem Schlitten…an alte schöne Weihnachtslieder, die auf unserem Klavier gespielt wurden, den „Duft“ unserer frisch gebackenen Weihnachtsplätzchen und den schön geschmückten großen Tannenbaum, der bis an die Decke ging… Und an unsere wunderbaren,fröhlichen Kids: An Pommes und Gummibärchen und die Sendung mit der Maus und die selbst erfundenen Geschichten, die wir uns ( ich als junge „Mama“ mit meinen beiden Kindern) leise kichernd in den kuscheligen Betten – phantasievoll ausgemalt – erzählten. Heimat hat eben auch etwas mit dieser Art inniger Geborgenheit und frühesten Kindheitserinnerungen in der eigenen Familie zu tun.
Ist dies Wehmut oder Heimweh? Sehnsucht nach der Heimat…so wie es einmal war? Man ist etwas traurig, aber auch zufrieden, weil es eine wunderbare Zeit für uns alle war. Na, ja…wir sind doch nicht sentimental, oder?

„Erinnerungen verschönern das Leben, allein das Vergessen macht sie erträglich.“
Honoré de Balzac (*20.05.1799, † 18.08.1850 war ein berühmter französischer Schriftsteller


„Seine Heimat hat man dort gefunden, wo man die Jahreszeit am Duft erkennt und dabei eine Gänsehaut bekommt“. Zitat: © K. Michael Mühlfeld Bonn (Schreibfeder.de)

NATURGENUSS IM ODENWALD: Dies war einmal bis vor kurzem unsere alte Heimat, in der wir mit unseren Kindern lange Zeit gelebt haben…Grüne Felder, Wiesen und Wälder bis zum Horizont. Der Odenwald – ein „Mittelgebirge“ mit Streuobstwiesen und viel Wald.
In den Dörfern, Fachwerkstädtchen, Burgen und Schlössern gibt es immer Vieles zu entdecken.

An solch einem Ort haben wir in Hessen (am Rande des Odenwaldes) – bis vor wenigen Jahren – glücklich und zufrieden gelebt, gearbeitet, unsere Kinder großgezogen. Zurückblickend – vielleicht doch deutlich noch mit ein bisschen Wehmut – war dieses mein Zuhause – mein Stück Heimat – (gemeint ist nicht die Stadt oder die Landschaft) in welchem wir alle in unserer kleinen Familie glücklich und zufrieden waren.

War das alles (von meinem heutigen Gefühl her rückblickend) eher „cosy“? Etwa so wie „geborgen sein“…Wie soll ich mein Empfinden beschreiben? Wie einen Schutzmantel? Wie eine Burg, die Sicherheit und Zuflucht für meine Familie und mich war? „My home is my castle?“

Merkwürdig: Ich empfinde manchmal heute noch in Gedanken eine gewisse „Sehnsucht“ nach diesem Ort, den es gar nicht mehr so – wie damals – gibt, obwohl wir objektiv nun heute viel schöner und besser leben und wohnen. War dieser Ort vielleicht doch so etwas wie eine Heimat für mich?


Der deutsche Sänger „Herbert Grönemeyer“ drückt es so aus: „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“, welches ich jetzt heute doch auch so gut nachempfinden kann. Es war – nun im Rückblick gesehen – einfach dort ein tatsächlich nicht zu beschreibendes „gutes“ Gefühl – sich zufrieden, wohl und einfach zuhause zu fühlen.
Also es war wohl doch eher – in dieser kleinen Welt im Odenwald – die Familie, Geborgenheit, Freunde, die hessischen Dialekte, die Kultur und Traditionen vor Ort, die mir über 40 lange Jahre lang persönlich eben das besondere Gefühl von „HEIMAT“ gab.


„Oh, welche Zauber liegen in diesem kleinen Wort: Daheim“ . Zitat: © Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Lyriker.

„Heimat – tiefes, liebes Wort der Seele – leise hingehaucht. Kaum vernommen, schon zerronnen. In der Seele blüht es wieder auf“. Zitat: © Carl Peter Fröhling (*1933) Dr. phil., deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker.

Spurensuche…

Und so begibt man sich mit dieser Frage doch auf eine recht interessante Spurensuche. War dies wirklich die einzig wahre Heimat? Das Wort „Heimat“ muss für mich sicher nicht – wie ich gemerkt habe – immer mit dem „Ort“ verbunden sein, in dem ich geboren wurde oder aufgewachsen bin. Ich habe in meinem ganzen Leben, unter Anderem während des Studiums, bisher immer an vielen, ganz unterschiedlichen Orten gerne auch länger „gewohnt“.
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Jeder weiß aber sicher, wie es ist, „Heimweh“ zu haben, also seine Heimat zu „vermissen“, irgendwie habe ich dies damals als Kind bei meiner streng katholischen „Internats-Erziehung“ – fern des Elternhauses – diffus auch oft so verspürt. Ich empfand es immer als Geschenk – zumindest ein paar vertraute Menschen (Freundinnen) dort vor Ort zu haben. Es gab mir durch diese oft das Gefühl, sicher und geborgen zu sein, das Gefühl des Willkommen-Seins und das Gefühl akzeptiert zu werden, so wie man ist.
Meine „Heimat“ ist also „heute“ immer dort, wo ich auch „selbstbestimmt“ und frei leben kann und meine Persönlichkeit entfalten darf, dies war damals in meiner Kindheit nicht der Fall.


UNSERE NEUE HEIMAT

„Unsere Metropole Düsseldorf“ : Sie ist die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und der Behördensitz des Regierungsbezirks Düsseldorf. Die kreisfreie Stadt am Rhein ist mit über 600.000 Einwohnern nach Köln die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt im Kern des zentralen europäischen Wirtschaftsraumes liegt seit Längerem unter den TOP-TEN im Ranking „auf Platz sechs“ der Mercer-Studien über die „Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit“. (Wikipedia)

Heimat ist für mich also heute mit einem guten Gefühl verbunden…und nicht unbedingt ein ganz bestimmter „physischer“ Ort.

Unser neue HEIMAT FÜR IMMER UND EWIG? Na ja…ewig sicher nicht: Nun haben wir vor kurzem – nach fast 45 Jahren – an unserem neuen Wohnort, in der für mich schönsten Stadt am Rhein, in „Düsseldorf“ – noch dazu in einer tollen Wohnlage – eine „zweite“ Heimat gesucht und gefunden. Mein Mann ist hier in Düsseldorf aufgewachsen. Schon Ende der 60er-Jahre hatte ich seine Eltern – die dort einst in der Wildenbruchstrasse (Oberkassel) wohnten – kennengelernt. Wir waren sehr oft – später auch mit den Kindern – bei ihnen, so dass die Stadt und Umgebung mir schon immer seither sehr vertraut war. Auch unsere Kinder leben nun seit einigen Jahren in Düsseldorf.
Ich bin absolut – nun nach unserem Umzug – begeistert von allem. Vor allen Dingen aber, dass wir nun wieder nahe bei unseren Kindern sind. So bin ich mir ganz sicher, dass auch dieses „Heimatgefühl“ sich irgendwann wieder einfinden wird. Heimat ist für mich also heute mit einem guten Gefühl verbunden…man fühlt sich heimisch. Es ist nicht unbedingt ein ganz bestimmter „physischer“ Ort, sondern eine Umgebung, wo keine Gefahren drohen und ich in Frieden leben und alt werden kann.

Mit meiner jetzigen Heimat verbinde ich angenehme Gefühle, Wärme, meine wunderbaren Kinder mit liebreizender Schwiegertochter und Enkelin, die erlebten schönen Jahreszeiten, Verwandtschaft und Familien-Feiern und unser schönes neues Zuhause. Heimat ist für mich aber auch meine Kultur, meine Traditionen und meine Sprache, sogar das Vogelgezwitscher und die schöne Natur hier – ganz nahe in unserem schönen neuen Zuhause direkt am Ufer des Rhein zu wohnen – dies alles gehört nun zu meiner neuen Heimat!


„HOME IS WHERE MY COMPUTER IS“ … Zitat: „Graffito“

„Man ist ganz bei sich zuhause, wenn man viel lieber heimkommt, als fortgeht“. Quelle: „Autor unbekannt


„Du bist Zuhause, wo dich das Leben lächeln lässt“.
Zitat: © Angelika Emmert (*1968)

Valleri juchhe!


Das Daheim-Sein ist …

Das „Vertraut-Sein“ ist hier wichtig, das eigentliche „Geborgensein“, das „Daheim-Sein“, d. h. alles, wodurch das Gefühl von Wohlbefinden und Wärme vermittelt wird. Und wo ich auch die Freiheit habe, dass ich mehr oder weniger uneingeschränkt tun und lassen kann, was ich möchte (natürlich „im Rahmen“! 😉
Meine jetzige „Heimat“ ist also nun für immer der Platz, wo ich mit meinem liebsten Ehemann wohne. Dass dort auch ganz in der Nähe meine Kinder mit Familie, Freunde und Bezugspersonen leben ist einfach wunderbar.
So kann ich abschließend sagen, die Familie ist unsere Heimat. Dort, wo wir mit unseren Familienangehörigen zusammen sind, fühlen wir uns geborgen, einfach „heimisch“: „Heimat“ ist hier keine Frage nach einem ganz speziellen Ort. Es ist einfach ein Gefühl der innigen Liebe und Verbundenheit.


„UNSERE HEIMAT IST ALSO DA, WO UNSERE LIEBSTEN SIND“ … Es ist für mich also heute einfach dort, wo man geschützt und in Frieden leben kann, wo man in dieser kleinen Welt um einen herum geliebt und willkommen ist.


„Der Mensch braucht solch ein Plätzchen: Und wär’s noch so klein. Von dem er kann sagen: Sieh! Dieses ist mein! Hier leb‘ ich, hier lieb‘ ich, hier ruh‘ ich mich aus. Hier ist meine Heimat. Hier bin ich zuhaus“. Quelle: „Autor unbekannt“.


Heimatliches Brauchtum

Da wären noch die Schützenfeste…diese sind in der deutschen Kultur, nicht nur im Rheinland – wo wir nun wohnen – fest verankert und begeistern viele Menschen. Die schön dekorierten riesigen Bierzelte gehören dazu, die so groß sind, dass man sich fragt, wie sie überhaupt alleine so (bei Wind und Wetter) stehen können.
In Bayern nicht zu vergessen sind die bayrische illusionistische Fassadenmalerei, die Zwiebeltürme auf den bayerischen Kirchen und das Schloss Neuschwanstein, das so einzigartig ist, dass man sich beim Betreten in eine Märchenwelt versetzt fühlt.
Zum Ruhme Bayerns trägt auch das berühmte und einzigartige Oktoberfest in München bei, zu dem Jahr für Jahr Millionen Menschen aus der ganzen Welt kommen. Wir saßen einmal an einem Tisch zwischen einigen Japanern, die von den ungewohnt zünftigen Mengen Bier ganz rote Gesichter hatten, aber leuchtende Augen …
Mit großer Beständigkeit und großem Erfolg vermarkten die Bayern eben auch ihr Brauchtum, und so verwundert es nicht, dass sehr viele Ausländer glauben, ganz Deutschland liefe in Lederhosen und bayerischen Trachten herum….;-)

Bratwurst und Big Business

Leutselige Lederhosenträger, schnelle Autos, Bierzelt-Romantik? DIE VORURTEILE KENNEN WIR ALLE

Das Deutschland-Bild vor allem der meisten Amerikaner ist bayerisch weiß-blau und recht freundlich…So sieht auch nur ein kleiner Teil der amerikanischen Bevölkerung – wie z.B. Studenten, Intellektuelle, Kreative in New York oder San Francisco – Deutschland als modernes und hippes Land, das Land, in dem Berlin liegt, die Hauptstadt alles absolut Coolen. „Berlin ist wie New York in den achtziger Jahren“, schrieb kürzlich die „New York Times“. UNGLAUBLICH…Couldn`t believe it…

Für die Mehrheit der Amerikaner bedeutet Deutschland noch immer und vor allem: Bier und Bratwurst, Sauerkraut, Schnitzel und Schnaps, Dirndl, Lederhosen immer und überall...
Allerdings haben Amerikaner auch großen Respekt vor deutscher Ingenieurskunst, vor deutschem Design, deutscher Effizienz und deutscher Qualität. Wer in den USA als etabliert und kosmopolitisch daherkommen möchte – Unternehmensberater, Wirtschaftsführer oder Galeristen zum Beispiel – der fährt deutsch: Vorzugsweise natürlich Mercedes, BMW oder für die etwas Fescheren: Den Porsche…

Eigentlich liegt das sog. Deutschland-Bild in den USA sogar voll im Trend, wenn auch unfreiwillig: Denn alles, was irgendwie mit Heimat zu tun hat, boomt derzeit in Deutschland: Schrebergärten erobern – nicht nur in Bayern – die Innenstädte (und heißen dann, weil’s besser klingt, „Urban Gardening“), Heimat-Krimis werden wieder begeistert gelesen, Es gibt kaum einen Designer-Laden, von dessen Decke kein Hirschgeweih hängt, der nicht Deko-Kuhglocken oder Tischdecken mit Edelweiß-Print anbietet… (Quelle: spiegel.de)


Journalisten-Frage: Was gehört eigentlich zu Deutschland?

Eine Antwort auf die Journalisten-Frage, ob zum Beispiel „Poké Bowls“ zu Deutschland gehören. Sie lautet: Es ist ein hawaiianisches Nationalgericht: roher Fisch, in Scheiben gecuttet, verschiedene Flavours, Toppings oder auch Premium Toppings. Das liegt in Deutschland voll im Zeitgeist der New Wave des „Clean Eating.“

„Wer isst denn das?‘

„Ach, das sind „Foodie“, die sich ausschließlich trendbewusst ernähren wollen. Blogger und Influencer haben immer ihr Smartphone auf dem Tisch liegen und machen Bilder von ihren diversen Bowls. Poké ist enorm instagrammable. Wer Poké isst, der denkt nicht mehr in Schubladen und Grenzen.“ (Quelle: Der Spiegel, Nr. 16/2018)

Ist es also das, was wir brauchen? Hulahula auf dem Teller?

Weltoffen… „Multi-Kulti“ – wir akzeptieren alles…

Kosmopolitismus auch Weltbürgertum genannt, ist eine Weltanschauung, die eher philosophisch-politisch ist und die als ihre HEIMAT den ganzen Erdkreis sieht. Das Konzept gab es schon in der Antike.geht Es steht zum Nationalismus und Provinzialismus im krassen Gegensatz.
Eigentlich sind es interessante Nachrichten, die das Umfrage-Institut „Globescan“ vor einiger Zeit veröffentlicht hat: Erstmals seit Beginn seiner internationalen Erhebungen vor 15 Jahren sehen sich über die Hälfte der Befragten eher als „Weltbürger“ und nicht als Bürger des eigenen Landes…Allerdings zeichne sich ein deutlicher Bruch zwischen „Schwellenländern“ (diese werden traditionell noch zu den Entwicklungsländern gezählt) und den „Industriestaaten“ ab, wobei vor allem Deutschland und Russland der Idee des Weltbürgertums eher wenig abgewinnen können. Auch in vielen Industriestaaten fühlen sich immer mehr Befragte in ihren Nationalstaaten eher tief verwurzelt – und dem Kosmopolitismus gegenüber zunehmend skeptisch eingestellt. (Quelle:Spiegel online 8.05.2018)


Ohhh, Germany? Deutschland? …I know…das ist doch ein so schön kleines Land…

Für manche Amerikaner gibt es nur zwei Städte in Deutschland, die beide Frankfurt heißen. Frankfurt am Main ist eine Stadt mit vielen Hochhäusern im Südwesten. Daneben gibt es noch ein „Frankfurt“ an der Oder,..Oder? 😉

Als wir vor vielen Jahren einmal wieder in den USA waren und uns mit einem amerikanischen Ehepaar unterhielten, kam von ihnen die FRAGE: “ Wie haben Freunde in Hamburg, kennen Sie dort die Familie Lehmann?“ Tatsächlich…wie waren platt...


So…nun muss ich langsam zum Blog- Ende kommen…in der Hoffnung. dass der Bericht „HEIMAT“ alle ein wenig interessiert hat 😉 folgt nun zum Schluss noch eine kl. schöne Bilder-Serie aus längst vergangenen, wunderbaren Tagen.


BILDER AUS UNSERER „ALTEN“ HEIMAT – wie sie einst in vorigen Jahrhunderten war…und die immer noch unser Land in einigen Gebieten intensiv – vor allem im traditionellen Bereich der „FOLKLORE“ – auch heute immer noch prägen:


Es folgen einige (nicht repräsentative) Foto-Impressionen bzw. Bilder unserer „altehrwürdigen“ Heimat von „Anno Dazumal“…

Das „Schloss Neuschwanstein“ sieht aus wie ein „Zauberschloss“
und steht bei Füssen im südöstlichen bayerischen Allgäu.
Dieser Bau wurde anno 1869 für den bayerischen König Ludwig II.
(als idealisierte Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters) errichtet.
Deutschland ist unser schönes „Heimat-Land“, in West-Europa gelegen,
mit großen und auch kleinen Städten, Wäldern, Flüssen,
Bergketten und Stränden an der Nord – und Ostsee.
Unser Heimatland hat eine über 2.000 Jahre alte bewegte Geschichte.

P.S.: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch` bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.



Ullas Blog-Artikel „Heimat“ vom 07. September 2019