GERICHTE MIT GESCHICHTE: Wann beginnt eigentlich die Erdbeerzeit? In der Regel beginnt die Erdbeersaison bei uns in Deutschland Mitte Juni und endet Ende Juli. Mit unterschiedlichen Anbaumethoden kann die Ernte über den normalen Zeitraum ausgedehnt oder verfrüht werden. Bereits Anfang Mai können wir die ersten saftig-roten köstlichen „Aromabomben“ aus geschütztem Anbau (Folientunnel) pflücken.



Frisch, fruchtig, saftig, sinnlich, fleischlich…
einfach zum Reinbeissen… köstlich!

  • Erdbeeren (Fragaria) zählen zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und gehören damit zur selben Pflanzenfamilie wie Äpfel, Kirschen oder Quitten und viele andere Obstarten… dazu später mehr…

Dichter-Denker-Literaten… feierten die Erdbeere…

„Ich bin verrückt nach deinem Erdbeermund…ist eine gelungene Nachdichtung des deutschen Dichters Paul Zech (1881-1946 ) entstanden um 1930 im Stile des französische Dichter François Villon (1431-1464). Sicher ist, dass die rote Frucht für Anmut und Schönheit steht. Da wandert die Dichtung auch mal gern in Richtung sinnliche Erotik, Verlockung und Verführung. Aphrodite lässt grüßen…„Rot wie die Liebe, süß wie die Sünde“ – um Erdbeeren ranken sich allerlei erotische Vorstellungen.

Die Erdbeere war auch ein wichtiges Attribut von vielen antiken Liebesgöttinnen, von Frigg/Freya bis zu Venus. In Ingmar Bergmanns Schwarzweiß-Film „Wilde Erdbeeren“ (1957) erinnern die Erdbeeren die männliche Hauptperson, die einen Lebensrückblick vornimmt, an die Süße der vergangenen, vergeudeten Jugend.

„Strawberry Fields Forever“

  • „Erdbeerfelder für immer“ … ist ein von John Lennon (1940-1980) komponiertes Stück der Beatles. Er wohnte damals in Liverpool ganz in der Nähe eines alten, verfallenen Hauses, dessen verwildertes Grundstück als Kind ein Zufluchtsort – wie er damals berichtete – für ihn war (Wikipedia).
  • Psychedelic Rock ist eine Spielart der Rockmusik, die sich um 1965 in Großbritannien und den USA entwickelte.  Bis heute gibt es weltweit psychedelisch geprägte Bands. (Wikipedia).
  • Das Lied wurde damals (man höre und staune) als die erst 14. (!!) Single der Beatles am 13. Februar 1967 veröffentlicht!
  • Zahlreiche Musikkritiker haben es zu einem der besten und für die Musikgeschichte einflussreichsten Musik-Stück der Gruppe erklärt.
  • „Strawberry Fields Forever“… ist eines meiner damaligen Lieblings-Songs, ebenso wie der zweite Titel der Single: Es war der von Paul McCartney geschriebene Song „Penny Lane.“

Text-Auszug: “Let me take you down…Cause I’m going to Strawberry Fields…Nothing is real…And nothing to get hung about…Strawberry Fields forever“…

BITTE… BITTE… BÜCK DICH… PFLÜCK MICH…
Endlich ist es wieder soweit, es beginnt die beliebte Erdbeerzeit. Auf den Erdbeerfeldern reifen, rot und bunt, die Früchtchen in der Sonne, prall und rund… – Auszug aus einem Gedicht von: Hannelore Knödler-Stojanovic, Ludwigsburg

Erdbeeren (Fragaria) sind eine Gattung in der Unterfamilie der „Rosoideae“ innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae):

Die Erdbeerpflanze gehört also zur Gattung der „Rosengewächse“ mit weißen Blüten. Im botanischen Sinne ist die Erdbeere aber keine Beere, sondern eine Sammel-Nussfrucht. Die eigentlichen „Früchte“ sind die kleinen, goldgelben „Nüsschen“, die sich auf der Fruchtoberfläche befinden…dazu später mehr.


Im Jahre 1859 beschrieb der Germanist und Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (*1798-/+1874), Verfasser des „Liedes der Deutschen“, in seinen „Kinderliedern“ die Erdbeersuche als beglückendes Ereignis. In der „Erdbeerlese“ heißt es u.a.:

Mariechen und Käthchen:

„Welch Entzücken! Erdbeern suchen
Und im Schatten bei den Buchen
Auf den Matten Erdbeer`n pflücken
Wollt`s uns glücken! Welch Entzücken!“

(Kurz-Auszug aus dem Gedicht von „Hoffmann von Fallersleben“.
Das ganze Gedicht kann am Artikel-Ende nachgelesen werden.)

Die Kult(-ur)-Erdbeere:
Auf die inneren Werte kommt es an...

  • Frisch, fruchtig, saftig, sinnlich, fleischlich, süß ist sie… unsere „Kult“- Beere… Aber auch auf die inneren Werte kommt es an.
  • Die Erdbeere mit 32 kcal pro 100g enthalte viel Vitamin C und Eisen sowie nennenswerte Mengen an Vitamin K, Biotin, Folsäure, Pantothensäure und Kalium.
  • In den kleinen gelben Kernen auf der Oberfläche stecken viele Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken.
  • Laut einer Langzeitstudie der „Harvard Medical School“ (Boston/USA) verlangsame der regelmäßige Verzehr von Erdbeeren sogar den Alterungsprozess unseres Gehirns um mehrere Jahre… (Quelle: http://www.pflichtlektuere.com/22/05/2012/vive-la-fraise-es-lebe-die-beere/)

Na…? Dann kann ja ab jetzt nichts mehr schief gehen, wir essen ab jetzt zur Erdbeerzeit nur noch: ERDBEEREN…ERDBEEREN…ERDBEEREN…satt.



  • REZEPT-TIPP:
  • Erfrischender Sommer-Erdbeer–Shake für uns und unsere Liebsten:
  • Ein Schälchen Erdbeeren, 1-2 P. Vanillezucker, 250 g Vanilleeis, 200 ml Milch.
  • Schnelle Zubereitung: Die Erdbeeren putzen, zerschneiden, in den Mixer geben.
  • Danach die Milch mit hineingeben und alles gut mixen. Nun das Vanilleeis
  • und den Zucker (nach Gusto) dazugeben und noch einmal kräftig durchrühren
  • und evtl. in Longdrink-Gläsern oder wie oben im Cocktailglas servieren.

EIN HOCH AUF DEN SOMMER UND DIE ERDBEERE 😉


ERDBEEREN…ERDBEEREN… ERDBEEREN…ERDBEEREN…

und am besten gleich den leckersten aller Erdbeerkuchen ruckzuck zubereiten:
Dies ist für unsere Familie der köstlichste Erdbeerkuchen nach Art von „Tante Finchen“: Wie schon in zwei meiner anderen „Blogs“ (die knusprige Lauch-Quiche und unser „Tante Finchen-Kasten-Kuchen“ dort zum (!) Nachlesen) erwähnt, war Josephine Molitor für uns Kinder in der Familie das große Vorbild…nicht nur beim Kuchen-Backen…

….und so gibt`s den für uns besten aller Erdbeerkuchen:

UNSER ERDBEER-KUCHEN
nach Tante Finchens Art


Erdbeer-Vanille-Crème-Kuchen
für ein Backblech (40×30 cm)

Die Zutaten bereitstellen:

  • 1 P. Butter (250 g), 200 g feiner Zucker, ½ Röhrchen Butter-Vanille-Aroma, 1 Prise Salz, 6 frische Eier (Größe M), 100 ml kalte Schlagsahne, 250 g Weizenmehl, 4 Tl. Backpulver, 2 x 500 g Fertig-Vanille-Pudding im Becher.
  • Für den Erdbeerbelag: Zirka 1 kg frische Erdbeeren.
  • Für den Fruchtaufstrich: 1 Glas Erdbeermarmelade (ohne Fruchtstücke) – 1 Becher Sahne zum Aufschlagen.
  • Fakultativ: Evtl. gehackte Pistazien oder zart geröstete Mandelsplitter bereit halten – um diese später auf den Fruchtaufstrich als Deko zu streuen.
  • Separat noch 1 Becher Schlagsahne (200 ml) bereitstellen: Die später frisch aufgeschlagene Schlagsahne nach Gusto dann am Tisch im Schälchen dazu reichen.

Nach langem Warten ist`s soweit… Es ist wieder Erdbeerzeit…
Rot und saftig, handlich klein… Süß und schmackhaft soll sie sein…

Vorbereitung:

Zunächst die (oft noch sandigen) Erdbeeren gründlich waschen, gut trocken tupfen, putzen und die Früchte halbieren oder vierteln – in der Kühlung beiseitestellen…
Das Backblech fetten oder mit Backpapier belegen.
Den Backofen vorheizen: Ober-/Unterhitze etwa 180 °C. (Einschub: Mitte).


Für den Rührteig:

Zubereitung:

  • 250 g weiche Butter in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Nach und nach 200 g Zucker, 1/2 Röhrchen Vanille-Aroma und 1 Prise Salz unter Rühren hinzufügen, bis ein schön homogener, gebundener weicher Teig entsteht.
  • Jedes der 6 Eier etwa 1/2 Min. auf höchster Stufe einzeln unterrühren. 100 ml kühlschrank-kalte Sahne ebenfalls unterrühren.
  • Danach das – mit 4 Tl. Backpulver vermischte – Mehl (250 g) nur kurz (auf schwacher Stufe des Rührquirls – oder mit einem Teig-Schaber) – gut verteilt vorsichtig unterheben.
  • Den Rühr-Teig auf ein (evtl. mit Backpapier belegtes) Blech geben und dann noch schön glatt gleichmäßig mit einem gr. Löffelrücken oder Spatel bis in die Ecken hin – gleichmäßig dick – verstreichen.
  • In den vorgeheizten Ofen schieben.

Backzeit: etwa 30 Minuten… Den Kuchen vom Blech (mit dem Backpapier) vorsichtig herunterziehen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.


Alternativ wurde hier der Erdbeerkuchen in einer runden Kuchenform
gebacken. Er ist hier nur mit Puderzucker bestreut…

Für den Vanille-Crème-Belag:

Zubereitung:
Wie unsere liebste Tante Finchen – kann man den Vanillepudding auch selbst zubereiten…der Pudding muss aber erst erkalten…bei mir brennt er übrigens (traditionell zubereitet) immer am Topf-Boden an…so dass mir die folgende Alternative (mit 2 x 1 P. Fertig-Puddingpulver und 1 Liter Milch) hier lieber ist, zumal geschmacklich – wie ich meine – kaum ein Unterschied besteht:

  • Daher nehme ich hier also gerne 2 x 500 g fertigen Vanillepudding (im Becher… es gibt es ihn von Dr. Oe…r zu kaufen, man findet ihn in der Kühlung). Diesen Fertig-Pudding im Becher einfach in eine Rührschüssel geben und mit dem Rührbesen kurz kräftig aufschlagen.
  • Diese Vanillepudding-Mischung auf dem erkalteten, gebackenen Rührteig-Boden – der nun wieder (fürs spätere Anschneiden) mit dem Backpapier auf dem Back-Blech liegt (!) – schön gleichmäßig und glatt auf der Kuchen-Oberfläche verstreichen. Je nach Gusto braucht man nur 1 und ½ Becher Vanillepudding, das muss man aber selbst ausprobieren.
  • So ist der Kuchenboden sehr schnell fix & fertig vor- bzw. zubereitet… Nun fehlt nur noch der Belag.

Erdbeeren sind oft noch recht sandig, daher immer sehr gut waschen….

Für den Erdbeer-Belag:

Zubereitung – Finish:

  • Alle – schon frisch vorbereiteten, d.h. gewaschenen und gut abgetupften Erdbeeren auf dem Boden mit dem Vanille-Pudding-Belag – dicht aneinander geschmiegt – schön hübsch gleichmäßig (im Ganzen, halbiert oder geviertelt) – auf dem Boden verteilen und nur leicht in den Crème-Belag andrücken.
  • Die Erdbeermarmelade leicht erhitzen, kräftig durchrühren und (nur noch lauwarm) die Erdbeer-Früchte mit der Marmelade (mit einem breiten Backpinsel o.ä.) schön gleichmäßig auf der Oberfläche bestreichen.
  • Besonders hübsch und als Farbkontrast sehen – auf der Kuchenoberfläche gleichmäßig verteilt – (wie oben erwähnt) fein gehackte Pistazien oder zart braun geröstete Mandelsplitter ausstreuen…
  • Den fertigen Erdbeer-Kuchen auf dem Blech (z.B. bei Sommerhitze) bis zum Servieren evtl. besser – kühl stellen.
  • Den Boden backe ich schon mal öfters bereits am Vortag, dann geht der Rest anderntags recht schnell von der Hand…und man hat mehr Zeit für seine Gäste…

All you need is Love und ERDBEEREN…


Auf den Kuchen-Anschnitt warten schon alle:

TIPP: So lasse ich den Kuchen mit dem Belag – wie schon erwähnt – gerne bis zum Anschneiden lieber noch (in der Küche) auf dem Backblech. Da die Erdbeer-Kuchenstücke besser frisch aufgeschnitten werden sollten, lege ich diese dann auch gleich – also sofort – nach dem Anschneiden einzeln auf die – schon zum Verzehr bereitgestellten – einzelnen Kuchenteller.… et voilà: Es wird frisch – vom Blech weg – an jeden einzelnen Gast serviert 😉 Geschlagene Sahne im Schüsselchen dazu servieren – so kann sich dann – nach Gusto – ein Jeder am Tisch damit selbst bedienen…

Wetten, dass Ratz-Fatz alles weggeputzt ist…und kein Krümelchen mehr übrigbleibt?

  • Einkaufzettel für den Kuchen:
  • 1 P. Butter (250 g),1 kl. Röhrchen Butter-Vanille-Aroma, 6 frische Eier (Größe M), 1 Becher (200 ml) flüssige Schlagsahne, 2 x 500 g Fertig-Vanille-Pudding im Becher.
  • Für den Erdbeerbelag: Zirka 1 kg frische Erdbeeren
  • Für den Fruchtaufstrich: 1 Glas Erdbeermarmelade (ohne Fruchtstücke) – 1 Becher Sahne zum Aufschlagen – evtl. Pistazien/Mandelsplitter...
  • … sowie die übrigen Zutaten wie Backpulver, Mehl, Zucker, Salz… etc. also Zutaten, die man meist schon zuhause hat.
TANTE FINCHENS ERDBEER-CREME-KUCHEN – frisch gebacken und serviert nach dem obigen Rezept.. aber bitte mit Sahne 😉

Warum heißt die Erdbeere eigentlich Erdbeere?
Hildegard von Bingen (*1098-/+1179) eine bedeutende natur- und heilkundige Universalgelehrte – nannte die Pflanze in ihrem Hauptwerk „Physica“ aus dem 12. Jahrhundert, in dem sie die Heilkräfte der Natur beschwörte: Die ERPERE. Im Althochdeutschen heißt es ertberi.
So beschrieb den Namen auch bereits 1943 der Arzt und Botaniker Heinrich Marzell, der damals zu den Vätern der „Botanik“ zählte: „Der Name bedeutet die nahe an der Erde wachsende Beere.“ – AHA (!) –

Schon rund 400 Jahre zuvor wurde die Erdbeeren bereits erwähnt – von dem – damals in der Zeit (zwischen Mittelalter und Neuzeit) schon bekannten Botaniker Hieronymus Bock (*1498-/+1554) genannt „Tragus“. Er war ein deutscher Arzt und bekannter lutherischer Prediger :

„diß kraut kreücht und fladert auff der erden. “


HISTORISCHES…Interessantes und Kurioses…

PRAEHISTORISCH: An verschiedenen Stellen der Erde fand die Jungsteinzeit (6.000 bis ca. 3.000 Jahre v. Chr.) auch zu unterschiedlichen Zeiten statt. Während im Orient (Mesopotamien) bereits um 8.000 v. Chr. die Menschen Ackerbau betrieben, kann man für Mitteleuropa etwa die Zeit zwischen 5.500 v. Chr. (Frühneolithikum) und 1.800 v. Chr. hierfür angeben. (Wikipedia)

  • Forscher gehen heute davon aus, dass die Erdbeere bereits in der Steinzeit als Nahrungsmittel von Menschen verzehrt wurde. Die beliebten Walderdbeeren gab es tatsächlich – wie gesagt – schon nachweislich in der Jungsteinzeit. Die ersten schriftlichen Zeugnisse von Erdbeeren haben wir von den römischen Dichtern Vergil (19. v. Chr.) und Ovid (17 n. Chr.), welche die rote Erdbeer-Frucht „frega oder fregum“ nannten.
  • Erst spät – im 17. bzw. 18. Jahrhundert – gelangten erstmals die ganz besonders groß-früchtige amerikanische Arten – die „Scharlach-Erdbeere“ (Fragaria virginiana) und die „Chile Erdbeere“ (Fragaria chiloensis) – nach Europa. Dazu später mehr…
  • Aus der Kreuzung der Beiden entstand bereits (um 1750) in der Bretagne die Urform der Gartenerdbeere (Fragaria × ananassa), von der die meisten heute kultivierten Sorten abstammen.
  • Unsere Garten-Erdbeere, Ananas-Erdbeere oder auch einfach nur Kultur-Erdbeere ist also eine Nutzpflanze aus der Gattung der Erdbeeren.
  • So ist die „Fragaria ananassa“ (so lautet der „botanische“ Name) bei uns zu Lande heute noch die beliebteste. Das Hybrid aus Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana) und Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis) wird heute weltweit kultiviert: Die „Hybridzüchtung“ ist eine Sonderform der Kreuzung. Dazu folgt später noch kurz mehr Informatives.

Französische Gärtner begannen bereits schon sehr früh im 14. Jhdt. die kleinen schmackhaften „Walderdbeeren“ systematisch anzubauen. Der französische König Karl V. (1338-1380) – auch Charles V le Sage: Also auch „der Weise“ genannt – regierte anno 1364-1380. Karl V. war einer der mächtigsten europäischen Herrscher der Geschichte. 


Er soll bereits damals schon ca. über 1000 Erdbeerpflanzen in dem königlichen Garten sein Eigen genannt haben. Bereits im frühen 15. Jhdt. verzierten Mönche ihre Manuskripte schon mit wunderschön gezeichneten und kunstvoll gemalten Erdbeeren. Diese bewunderungswürdigen Erdbeerbilder tauchten zudem damals so – schon früh in der Kunst Frankreichs, Italiens, Flanderns, Deutschlands und auch Englands auf Gemälden auf. (Quelle: https://dewiki.de/Lexikon/Erdbeeren)



Und die Nüsschen?

  • Die Erdbeere selbst ist nur eine sog. „Scheinfrucht“. Die eigentlichen „Früchte“ sind die kleinen gelben Nüsschen, die auf ihr wachsen. Sie wächst wild als Rosettenstaude mit langen Ausläufern an Waldrändern und Lichtungen auf gut durchlässigen, nährstoff- und humusreichen Waldböden.
  • In ihrer Blütezeit von Mai bis Juni hat sie weiße Blüten, die mit ihrem Nektar viele Insekten anlockt.

Die Nüsschen beziehen ihren Namen von den flohgroßen Samen,
die gut sichtbar im Fruchtfleisch stecken.
Diese Samen nun haben das Geheimnis der Erdbeere verraten. Genauer unter die Lupe genommen kamen Botaniker zu dem Schluss, dass es sich bei den Erdbeeren (im botanischen Sinne) um Nüsse und bei den roten Früchtchen somit um Sammelnussfrüchte handelt.


Nach der erfolgreichen Befruchtung wächst also die Erdbeerfrucht heran, deren Erbgut zu einem Teil von einer Sorte A und zum anderen Teil von einer anderen Sorte B stammt. Die Pflanze hat sich also aus den Samen der Erdbeere, den goldenen Punkten auf der Erdbeerhaut, heraus entwickelt. Die Früchte (im biologischen Sinne die Träger des Erbgutes) sind, wie gesagt, die – auf dem Fruchtfleisch aufsitzenden – kleinen Nüsschen.
Auf einer Frucht befinden sich – je nach Größe – weit über 100 Nüsschen (!). Die aus der Kreuzung gewonnenen Nüsschen – werden vom Fruchtfleisch getrennt – getrocknet – und im nächsten Jahr auf den Feldern ausgesät. (Wikipedia)


ERDBEEREN IM FOLIENTUNNEL GEREIFT


Eine Erdbeerblüte sieht einer Apfelblüte recht ähnlich, denn beide sind Rosengewächse. Fünf weiße Blütenblätter bilden eine kl. flache Schale, in deren Mitte viele gelbe Staubblätter ihre Blüte-Pollen anbieten. In einem Ring darum herum produziert die Blüte den Nektar.

Der Tisch ist bereits gedeckt:
Das ist ein Fest für Bienen… Hummeln & Co.


Yipiie… happy…

Amerika… ein neues Land entdeckte die Erdbeere:

Christoph Kolumbus (*1451-/+1506) ist als der Entdecker Amerikas (anno 1492) bekannt. Eigentlich muss man aber von „Wiederentdecker“ sprechen, denn vor Kolumbus waren schon unter anderem die Wikinger in Amerika.

  • „Französische Siedler“ waren es wiederum – die in Amerika dann im frühen 17. Jhdt. entlang des nordamerikanischen Sankt-Lorenz-Stromes (Nord-Osten) –  leuchtend „scharlachrote“ Erdbeeren entdeckten, die sehr aromatisch schmeckten und zugleich recht groß waren.
  • Als „amerikanische Scharlach-Erdbeere“ fand diese Frucht – dann alsbald rasch auch Eingang in die botanischen Gärten von Europa.
Unsere „Gartenerdbeere“ entstand durch Züchtung bereits im 18. Jahrhundert in Europa aus der zufälligen Kreuzung der beiden amerikanischen Erdbeerarten (F.chiloensis) Chile-Erdbeere und (F.virginiana) Scharlach-Erdbeere. (Näheres hierzu unter:  https://pflanzen-bild.de/372/erdbeere-frucht-gruen-fragaria/)

Es war einmal…


  • So entdeckten auch zeitgleich im 17. Jhdt. „englische Siedler“ damals in Virginia (Atlantikküste der Vereinigten Staaten) die noch deutlich größere Form der früheren Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana). Eine erste erfolgreiche englische Siedlung in Amerika wurde bereits anno 1607 in Jamestown, Virginia gegründet.
  • Diese neuere Scharlach-Erdbeeren-Art reifte auch noch vor der Walderdbeere. Die ansehnliche Fruchtgröße tat dann das ihre, um die kleine Walderdbeere rasch aus dem Anbau wieder zurück auf ihr ursprüngliches Gebiet – nämlich wildwachsend im Wald – zu verdrängen.
  • Anno 1820 gab es bereits schon über 70 verschiedene Sorten der großen amerikanischen „Scharlach-Erdbeere“. Sie ist eine der beiden Stammarten der unserer heutigen Garten-Erdbeere. 


Es gibt inzwischen weit über 1000 Sorten mit recht unterschiedlichen Boden- und
Klimaansprüchen, verschiedenem Aussehen, Geschmack und Wuchshabitus.
Jedes Jahr kommen ein paar neue Sorten hinzu. Traditionelle Sorten verschwinden
leider nach und nach wieder aus dem Erwerbsanbau.

Unsere heutige, deutlich größere Gartenerdbeere stammt – wie erwähnt – nicht von der Wald-Erdbeere ab. Die Garten-Erdbeere ist heute also eine vor vielen Jahren in den Niederlanden erzeugten Kreuzung der kanadischen Scharlacherdbeere und einer chilenischen Erdbeer-Art (Fragaria chiloensis). Die Chile-Erdbeere ist sogar in Höhenlagen zu finden. Ihr Verbreitungsgebiet reicht heute zum einen von Alaska bis Kalifornien sowie von Peru über Bolivien bis in das südliche Chile sowie nach Argentinien.
Die Chile-Erdbeere wird in Amerika auch „Beach Strawberry „(Strand-Erdbeere) genannt und ist eine der Elternarten der heutigen Gartenerdbeere (Fragaria ananassa) -wie oben beschrieben wurde.

Wissenswertes


  • Die meisten Garten-Erdbeeren sind selbstfruchtbar:
  • Die meisten Erdbeer-Sorten haben zwittrige Blüten und können sich, wie bereits erwähnt, selbst befruchten.
  • Wie funktioniert das eigentlich? Entweder der Wind verteilt den Blütenstaub im Erdbeerbeet oder emsige Bienchen und Hummeln tragen den Pollen zur Blüte oder die Schwerkraft lässt die Pollen herabfallen auf die Blütenstängel...Die Insekten sind hier optimal: Sie tragen sehr viel mehr Pollen mit sich und verteilen ihn besser, weil sie ständig auf den Blüten umherkrabbeln.

Bei rein weiblichen Sorten wie zum Beispiel der alten und sehr aromatischen ‚Mieze Schindler‘ ist aber doch das Pflanzen einer sog. Befruchter-Sorte in der Nähe zwingend notwendig. Es ist hier also als Beispiel die alte Sorte: „Mieze Schindler“, die ganz überwiegend nur weibliche Blüten ausbildet und deshalb vom Blütenstaub anderer Sorten befruchtet werden muss. (vgl. Enzmann et al., S. 243, a.a.O.).

Erdbeeren, rot und süß und rund
gehören eindeutig in meinen Mund
😉

DER SONNENKÖNIG liebte Erdbeeren…

Ludwig XIV (*1638-/† 1715) am Hofe von Versailles, der sicher gern auch selbst kultiviert hätte, war es, der als Erster damals schon die amerikanische Scharlach-Erdbeere mit der chilenischen Erdbeere kreuzen ließ.

„La fraise – c’est moi!“ hatte er wahrscheinlich voll Stolz und Freude ausgerufen...

Ihm ganz allein haben wir schließlich zu verdanken, dass es heute die uns bekannte Gartenerdbeere gibt. In der Bretagne und auch in Amsterdam tauchte „anno 1750“ diese neue Art von Erdbeeren erstmals auch im größeren Anbau auf. Die Holländer nannten sie – auch wegen ihres Geschmackes und der Form: „Ananas-Erdbeere.“ Der botanische Name war aber schon früher den ersten Züchtern bekannt. Diese Mischung also – aus der Chile-Erdbeere und der Scharlach-Erdbeere (als Ankreuzung) – ist also die Stammform unserer heutigen Garten-Erdbeere, die uns gut bekannte „fragaria ananassa“.


VIVE LA FRAISE – Es lebe die Erdbeere…
Fragaria ananassa

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Unsere heutige Gartenerdbeere – die Ananas-Erdbeere oder auch Kultur-Erdbeere – ist eine Nutzpflanze aus der Gattung der Erdbeeren.
Den Namenszusatz Ananas bekam die Pflanze, da sie in Form, Geruch und Geschmack an eine Ananas erinnere. Die Eltern-Arten dieser Art-Hybriden stammen – wie oben beschrieben – vom amerikanischen Kontinent.



Erdbeer-Lese

Erdbeeren, sie lachen von fern mich schon an,
ich hab‘ so recht meine Freude dran.
So oft ich sie kostete, hab‘ ich gedacht,
Gott hat sie wohl nur für die Engel gemacht.

So duftig, so schön von Farb‘ und Gestalt,
die herrlichste Frucht im ganzen Wald!
O könnt‘ ich sie pflücken
an jedem Ort,
Ich würde mich bücken
in Einem fort!

Auszug“ aus dem Gedicht „ERDBEER-LESE“ von © Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Anm.: Komplettes Gedicht hier am Blog-Artikel-Ende…


Die Erdbeere sei mit 32 kcal pro 100g auch äußerst „figurfreundlich”. Sie enthalte viel
Vitamin C und Eisen sowie nennenswerte Mengen an Vitamin K, Biotin, Folsäure,
Pantothensäure und Kalium. In den kleinen gelben Kernen auf der Oberfläche stecken
angeblich viele Ballaststoffe, die besonders verdauungsfördernd wirkten... sagte Herr Duden (!)

Die Erdbeer-Blüten bieten übrigens bestäubenden Insekten ein hohes Pollenangebot und
außerdem am Blütengrund leicht zugänglichen Nektar. Zu den bestäubenden Insekten
zählen vor allem Bienen und Schwebfliegen.


Erdbeer-Symbolik  in der Literatur und Kunst:

  • Im Christentum wurde die Erdbeere, Pflanze und Früchte eher als ambivalent angesehen: Einerseits konnte sie Demut, Bescheidenheit, zurückhaltende Schönheit und das vergossene Blut Christi symbolisieren, andererseits aber auch durch ihre sinnliche Wirkung Verführung zu Sünde und ewiger Verdammnis.

  • Der spanische José de Sigüenza (*1544 / +1606), war Historiker, Mönch und Prediger am Hofe Philipp II. (*1527-(+1598) im *Escorial.
  • José de Sigüenza interpretierte u.a. das Bild des niederländischen Malers Hieronymus Boschs (1450-1516) „Garten der Lüste“ allegorisch:
  • Insbesondere das dort vielfach auftauchende Motiv der Erdbeere deutete er auch als Zeichen der Vergänglichkeit und Unbeständigkeit alles Irdischen.
  • Das Gemälde „Der Garten der Lüste“ zählt zu Boschs bedeutendsten Werken. Das Triptychon hängt im renommierten Madrider „Prado“.
  • Das riesige Gemälde „Der Garten der Lüste“ hat eine Größe von 220 x 400 cm und ist um 1503 entstanden.
  • Anm.: Das *ESCORIAL ist eine mächtige Palast- und Klosteranlage, die anno 1563 bis 1584 auf Initiative des Königs Philipp II. von Spanien im Nordwesten der Region Madrid errichtet wurde. Die Klosterburg ist der größte Renaissancebau der Welt und Unesco-Weltkulturerbe.

Die Königin der Beeren

  • Auf der andere Seit malte Hieronymus Bosch (*1450–/+1516) unzählige z.T. überdimensionierte Erdbeeren als Ausdruck von Sinnlichkeit, Begehren und erotisch- sexuellen Aspekten in z.B. diesem seinen „Garten der Lüste“ (ca. um 1500 entstanden). Dieses großformatige Werk ist – wie gesagt – heute noch im Original zu sehen – im Prado-Museum zu Madrid.
  • Hieronymus Bosch war ein berühmter niederländischer Maler der Spätgotik bzw. der Renaissance. Er hatte seine Auftraggeber vielfach im höheren Adel und Klerus. (Quellen: Wikipedia)
  • Anm.: Aktuell findet man auch die Abbildungen dieses berühmten erotischen „Gartens“ – von Hieronymus Bosch gemalt – hier in auch meinem anderen „Blog-Artikel“ mit dem Thema: „Ist das Kunst?“ (Abgebildet – als TRIPTYCHON: „DER GARTEN DER LÜSTE“ (gemalt um 1500).
Typisches Blumen-und Früchte-Stillleben des ausgehenden 17. Jahrhunderts. In vielen Stillleben werden Früchte als Zeichen für Fruchtbarkeit und Fülle, Reichtum und Wohlstand dargestellt.

  • „Erdbeeren“ sind ein häufiges Motiv in der Bildenden Kunst.
    Sie sind schon immer durch ihre niedrige Wuchsform ein Symbol für Demut und Bescheidenheit, insbesondere als Attribut Jesu, und da sie zu den Rosengewächsen gehören, auch vor allem der Jungfrau Maria.
  • Wegen der dreiteiligen Blätter galten sie als Symbol der Dreieinigkeit, die fünf Blütenblätter standen bereits im Mittelalter für die fünf Kreuzigungswunden Christi.
  • Der nach unten hängende, rote Fruchtkörper wurde symbolisch als das vergossene Blut Christi und anderer Märtyrer gedeutet. Des Weiteren gelten Erdbeeren als „Paradiespflanzen“ in der christlichen Kunst.

Schon bei Ovid erschienen Erdbeeren als Speise des „Goldenen Zeitalters“.

Das Goldene Zeitalter (altgriechisch χρύσεον γένος chrýseon génos = ‚Goldenes Geschlecht‘, lateinisch aurea aetas oder aurea saecula) ist ein Begriff aus der antiken Mythologie. Er bezeichnet die als „Idealzustand“ betrachtete friedliche „Urphase der Menschheit“ vor der Entstehung der Zivilisation. (Wikipedia)


Doch nun zurück ins 21. Jahrhundert –
ins heimatliche Erdbeer-Paradies…


Die als „Königin der Erdbeeren“ und „ganz besondere Frucht“ angepriesene Sorte Senga-Sengana gehört zu den Standardsorten in der Konfitürenherstellung.


DAS BESTE ZUM SCHLUSS:

MEIN ERDBEER-TIRAMISU… das Familien-Geheim-Rezept (!)

Sommerbeeren – Tiramisu

Zutaten für 8 Personen:
1 kg frische ERDBEEREN, 250 g Puderzucker (in 100-100-50 Gramm aufteilen), 200 ml Rotwein, Je 3 El Orangensaft, Kirschlikör, 4 Esslöffel Cassislikör, 2 sehr frische Eigelbe, 2 Päckchen Vanillezucker, 6 Esslöffel Amaretto, 400 g Mascarpone, 400 ml Schlagsahne (steifgeschlagen), 300 g Löffelbiskuits, 100 g Mandelblättchen (schön goldgelb geröstet), Minzeblättchen als Deko. Zutaten: Rechteckige Auflauf-Form
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Anm.: Man kann auch (außerhalb der Erdbeerzeit zur Not) eine (750 g) Packung – Tiefkühlmischung „Beeren“ (z.B. u.a. von R.we oder E..ka) verwenden. Die Beeren aufgetaut gut abtropfen lassen und den Sud aufheben!


Zubereitung:


Zubereitung:
Erdbeeren waschen, trocknen, putzen und danach bei großen Erdbeeren evtl. vierteln oder halbieren oder in Scheiben schneiden. Kalt stellen.


Der Karamell:

  • VORSICHT beim KARAMELL kochen: 100 g Puderzucker in einer weiten beschichteten Pfanne bei guter Hitze schmelzen, bis er goldgelb wird (vorsichtig, da er schnell verbrennt…) Den Karamell mit 200 ml Rotwein ablöschen, sofort den exakt abgemessenen Orangensaft, Kirschlikör, Cassis zugeben.
  • Diesen Karamell-Sirup komplett klar kochen, etwas (lau) abkühlen lassen, die Erdbeeren darin nur kurz wenden, herausnehmen und die Pfanne vom Herd nehmen.
  • Den Karamell- Sirup gut auskühlen lassen.
  • Für die Sahne-Mascarpone-Crème die Sahne zunächst sehr gut steif schlagen.
  • Die sehr frischen 2 Eigelbe (erst mit 100 g Puderzucker gut angerührt) separat in einer Metall-Rühr-Schüssel – im Wasserbadmit 6 El Amaretto und 2 P. Vanillezucker heiß mit dem Schneebesen (Elektroquirl) aufschlagen – bis sie schön schaumig fest ist (z.B. wie bei Zabaione…) und danach in eine kalte Rührschüssel umfüllen und gut abkühlen lassen.
  • Danach erst die kalte Mascarpone dazu geben und gut unterrühren sowie die schön steifgeschlagene Sahne vorsichtig unter diese Crème unterziehen. Die Mascarpone-Crème kalt stellen.

  • Die geputzten und frisch gewaschenen Erdbeeren in einem Sieb gut abtropfen lassen und mit Küchenkrepp vorsichtig gut abtupfen….
  • Die Hälfte der Löffelbiskuits im bereits zubereiteten Sirup nur ganz kurz wenden und sofort den Boden einer rechteckigen Form damit zügig auslegen.
  • Die Hälfte der Mascarponecreme darüber streichen und die Hälfte der frischen Erdbeeren (oder TK-Beerenmischung) schön gleichmäßig darüber verteilen.
  • Die restlichen Löffelbiskuits leicht im Sirup tränken und weiter in die Form schichten, jetzt die zweite Lage Erdbeeren und dann die restliche Mascarpone-Creme einfüllen. Als Abschluss die Oberfläche schön glatt streichen.
  • Die Mandelblättchen nicht zu dunkel anrösten, mit 2 Esslöffeln Puderzucker vermischen, bis dieser leicht karamellisiert, komplett erkalten lassen.
  • TIPP: Erst kurz vorm Servieren diese knusprig gebräunten Mandelblättchen als Abschluss auf der Oberfläche dicht an dicht verteilen. oder aber die Oberfläche nur mit Kakao bestäuben und mit ein paar kleinen, gleichgroßen Erdbeeren bzw. kleinen grünen Minze-Blättchen als Deko hübsch garnieren… Et voilà… Bon appétit!


Und eine Erdbeere im Sekt… macht den Genuss doch ganz perfekt…

Geliebte Märchen…
Die drei Männlein im Walde -von Brüder Grimm. Auszug: … bitte, bitte, geh hinaus in den Wald und hol mir ein Körbchen voll Erdbeeren; ich habe Verlangen danach.“

In vielen Legenden und Märchen spielt die Walderdbeere eine Rolle. In der germanischen Mythologie ist die Walderdbeere mit der Göttin Frigg verknüpft. Auch in unzähligen Märchen kommen die Erdbeeren vor, wie z.B. in den Märchen von den Gebrüdern Grimm: „Die Haselrute“ oder „Drei Erdbeeren im Schnee“ oder „Die drei Männlein im Walde“… Einer Legende zufolge soll die Gottesmutter Maria einmal im Jahr vom Paradies auf die Erde herabsteigen, um dort Erdbeeren für die verstorbenen und nun im Paradies lebenden Kinder zu sammeln.


Märchenhafte Lesestunden und eine genussreiche Erdbeerzeit wünsche ich Euch…



Erdbeerlese

         Elise.
Wohin? wohin, ihr lieben Mädchen?
Sophiechen, Mariechen und Gretchen und Käthchen?

          Sophie.
Wir wollen im Schatten
Der hohen Buchen
Auf grünen Matten
Erdbeeren uns suchen.

          Elise.
Erdbeeren, sie lachen von fern mich schon an,
Ich hab‘ so recht meine Freude dran.
So oft ich sie kostete, hab‘ ich gedacht,
Gott hat sie wohl nur für die Engel gemacht.
So duftig, so schön von Farb‘ und Gestalt,
Die herrlichste Frucht im ganzen Wald!
O könnt‘ ich sie pflücken
An jedem Ort,
Ich würde mich bücken
In Einem fort!

          Gretchen.
Doch um gut sie heimzubringen,
Mein‘ ich, wird es nöthig sein,
Daß wir jetzt vor allen Dingen
Körbchen flechten groß und klein.
Seht, dort am Graben
Sind Binsen zu haben!

          Alle.
Lasst uns denn aus Binsen winden
Körbchen groß und klein!
Alle Beeren, die wir finden,
Legen wir darein.

          Mariechen und Käthchen.
Welch Entzücken! Erdbeer‘n suchen
Und im Schatten bei den Buchen
Auf den Matten Erdbeer‘n pflücken!
Wollt‘s uns glücken! Welch Entzücken!

          Alle.
Es wird uns glücken,
Wir werden sie pflücken!
Klein ist die Mühe, groß der Gewinn:
Heißa wohlan! zum Walde hin!

Autor: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) – war ein deutscher Hochschullehrer für Germanistik, der wesentlich zur Etablierung des Fachs als wissenschaftliche Disziplin beitrug. Er war ein bekannter Dichter sowie Sammler und Herausgeber alter Schriften aus verschiedenen Sprachen. (Wikipedia)
ERDBEER-LESE


P.S.: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch` bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.


ERDBEER-Blog-Artikel veröffentlicht am 01.06.2020 – zuletzt aktualisiert im Mai 2022


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