Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… DIPS… HURRA…

GERICHTE MIT GESCHICHTE…

Nun wird wieder gedippt… Jeder liebt Dips – jeder kann sie auch superleicht zu- bzw. vorbereiten: Dips sind einfach perfekt geeignet für Gemüsesticks, Brotschnittchen, Cracker, Chips oder andere Snacks.

Jaaahh…. Wie heißt denn diese Zauber-Sauce zum Dippen nun eigentlich?


Besonders für Gemüsestifte ist sie einfach perfekt… Und tunken könnt ihr allerhand Köstlichkeiten in die raffinierte Sauce: Gemüse-Sticks wie z.B. Salat-Gurke, Staudensellerie, Artischockenblätter oder – herzen oder auch Paprika – und Tomatenstücke (z.B. kräftige Fleisch-Tomaten/Paprika ausgehöhlt) in lange – zirka 2 cm breite – Streifen geschnitten – gehören zu einem Dip ebenso dazu. Hier habe ich unseren „pikant gewürzten“ Geheimtipp einmal – nur für Euch meine lieben Leser – aufgeschrieben… die Zaubersauce ist sooo köstlich, schnell zubereitet und einfach unschlagbar lecker... ein pikanter französischer Saucenklassiker
mit gehacktem Ei….


DIE SAUCE GRIBICHE
sieht ja recht unscheinbar aus,
aber sie hat es in sich,
sie ist echt eine Wucht…

Natürlich gibt’s bei uns auch ein Saucen „RANKING“…
UND ???

And the winner is… the Number One: DIE SAUCE GRIBICHE

Woher stammt die „Sauce Gribiche“ eigentlich? Man könnte es fast vermuten: Aus unserem schönen Nachbarland Frankreich! Genauer gesagt aus dem Elsass… und sie wird traditionell zu warmem und kaltem Fleisch gereicht. Die Sauce wird im Elsass typischerweise gerne zu gegartem Kalbskopf, Kalbszunge oder pikanten Sülzen gegessen. Diese fantastisch pikant und angenehm würzige Sauce Gribiche ist ein Klassiker der französischen Küche. 

WAS GIBTS SONST NOCH SO DAZU?
Auch der allseits bekannte frische „Lachs-Tartar“ (in Sushi-Qualität) serviert mit der feinen Sauce gribiche ist absolut köstlich… (Dazu passt als Beilage z.B. ein Feldsalat/Radicchio-Mix). Ebenso zu empfehlen ist der Dip zu allen Arten von Krustentieren wie Garnelen, Scampi… und wenn es ganz edel sein soll – sogar zu gegrilltem Hummer.

Wir lassen Senf und Ketchup beim Grillen einfach mal links liegen und machen die große Bühne frei für unsere köstliche, kalte Sauce.

Délicieux: „La tête de veau avec Sauce gribiche“…
(Une tête de veau cuite lentement dans un bouillon parfumé
aux aromates et aux légumes, accompagnée
d’une mayonnaise aux oeufs durs et aux herbes) .

Eigentlich ist sie in unserer Familie schon seit vielen Jahren unser GEHEIMTIPP.

Sie hat allgemein nicht den Bekanntheitsgrad wie Mayonnaise, Ketchup oder Tartare-Sauce und schmeckt uns einfach nur unvergleichlich gut. Und sie sieht eigentlich auch gar nicht aus wie eine Sauce, eher schon fast wie eine Beilage auf dem Teller: Sie ist nicht püriert und homogen wie zum Beispiel eine BBQ-Sauce, sondern eher recht stückig – z.B.  durch die Eier und die fein kleingeschnittenen Cornichons.
Diese Sauce ist wirklich einmal etwas absolut anderes als die typischen 0815-Saucen, die oftmals zum Grillen oder zu Buffets gereicht werden. Wer damit seine Gäste überrascht, hat bei diesem leckeren Dip definitiv einen kulinarischen Stein im Brett!

Wie schmeckt die Sauce Gribiche eigentlich und welche Zutaten braucht man dazu? 
Sie ist also eine kalte Dip-Sauce der traditionellen französischen Küche mit betont pikant-würzigem, diskret säuerlichem Geschmack. Es ist eine sehr vielseitige und sehr aromatische Sauce. Kein Vergleich mit den fertigen Saucen aus dem Handel… Meine Mutter sagte immer: „…ein himmelweiter Unterschied“…

DIE ZUTATEN – keine Fertig-Majo, alles selbst gemacht…da weiß man, was man hat… Alle Zutaten der Sauce sollten vor der Zubereitung der Sauce zimmerwarme Temperatur haben.

Es sind ganz einfach hartgekochte Eier, Kapern, Gewürzgurken, Senf, Essig, Öl sowie frische Kräuter wie Estragon (wichtig!) und Kerbel. Zur Zubereitung werden die Eigelbe dann sehr fein gehackt oder durch ein Sieb passiert, dann mit Senf und Zitrone oder Essig verrührt und mit Öl zu einer Emulsion aufgeschlagen. Die ebenso fein gehackten Gurken, Kapern, Eiweiße und Kräuter werden am Ende kurz untergemischt. SCHNELL ZUBEREITET: FIX UND FERTIG… zum Genießen.

TIPP: Die Sauce gribiche passt perfekt auch zu: Fleischfondue, Grillgerichten, gekochtem Hähnchenfleisch oder Tafelspitz oder Fisch z. B. gebratenem Lachsfilet… Eine sehr vielseitige Sauce. Kein Vergleich mit den fertigen Saucen aus dem Handel…
Manche Rezepte empfehlen zur Würzung der Sauce noch einige Tropfen englische Sauce (Typ Worcestershiresauce) hinzuzufügen. Das ist natürlich nicht typisch elsässisch…


Eh voilà… Unser altes Familien-Rezept:

Sauce Gribiche

  • 3-4 hartgekochte Eier (getrennt gehackt)
  • 3 Sardellenfilet (in Öl),
  • 150 ml feinstes Oliven- oder Rapsöl nach Gusto
  • Saft 1 Zitrone & Abrieb (oder 1 El Essig)
  • 1 Tl Dijonsenf
  • Salz, kräftig Pfeffer, Zuckerprise, ein paar Chiliflocken (nach Gusto)
  • Zubehör: Schneebesen, Zauberstab (Pürierstab) oder Handrührer mit Rührbesen

Das Eiweiß in feine Würfelchen schneiden. Die Eigelbe mit der Gabel zerdrücken, mit Senf und Zitrone (oder Essig) verrühren, mit Öl und den Gewürzen fein aufschlagen. Sardellenfilets abtupfen (evtl. Salz entfernen), fein zerdrücken und zufügen. Kleingeschnittenes Eiweiß und die übrigen, feingehackten Zutaten später locker unter die Crème-Sauce mischen. Dazu:

  • 2 kl. feingehackten Zwiebeln (Schalotten) und 1 Knoblauchzehe in winzige Würfelchen geschnitten (in Butter nur kurz angeschmort und erkalten lassen)
  • 2 Tl Kapern (fein gehackt)
  • 6 kleine – in Würfelchen geschnittenen Cornichons
  • 1 gute Handvoll frische Kräuter wie: Kerbel/Estragon/Petersilie/Schnittlauch (feingeschnitten).
    TIPP: Falls es keinen frischen Estragon gibt – tut es zur Not auch 1-2 Tl getrockneter Estragon, diesen aber (erst kurz vor der Zubereitung) mit einem kl. Mörser-Stempel (oder Löffelrücken) fein zerreiben – das gibt mehr Aroma). Die fertige „Sauce gribiche“ in eine Saucière oder Bowl umfüllen. Für die beste Sauce gribiche muss sie dann noch mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden. Mit der Zeit wird sie immer besser.

Der Unterschied zur Sauce tartare

Eine mit der Sauce gribiche verwandte Soße ist übrigens die Sauce tartare. Diese stammt ebenfalls aus der französischen Küche. Die Sauce tartare kann auch zu Fleisch, Fisch und Schalentiere serviert werden. Hierfür benötigt man aber nur das Eigelb, welches ebenfalls zerdrückt wird. Original-Rezept: Nach klassischer Definition handelt es sich um eine mit hartgekochtem Eigelb zubereitete Mayonnaise, die mit fein gehackten grünen Lauchzwiebeln oder Schnittlauch vermischt wird. Gewürzt wird „die kl. Schwester“ unserer Sauce gribiche mit Salz und Pfeffer… FERTIG! (Wikipedia)

Feine Kräuter kleingeschnitten sind das I-Tüpfelchen der Sauce Gribiche

Und noch ein feines Lieblings-Rezept aus Ullas kitchen….

Frischer grüner Spargel mit Sauce Gribiche

ZUTATEN: Grüner Spargel (pro Person etwa 5-6 Stangen), ca. 1 El Butter.
Für die Sauce: 3 hart gekochte Eier, geschält, 1 TL Dijon-Senf, 2 El Weißweinessig, 4 El Rapsöl (+), Salz/Pfeffer, 4 Cornichons, 2 Tl Kapern, 4 El frische, fein gehackte Kräuter wie Estragon, Kerbel, Petersilie, Schnittlauch, etwas Zitronensaft, Parmesan frisch gerieben oder gehobelt. Evtl. noch ein Baguette zum dippen… 😉


Für die Sauce gribiche: Die bereits gekochten Eigelbe, Senf, 2 El Essig, Salz, Pfeffer und 4 El Rapsöl miteinander verrühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Die 4 gekochten Eiweiße, Kräuter und Gurken fein hacken und mit der Würzpaste innig vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitung: Den Spargel in einer großen Pfanne in etwas Rapsöl auf beiden Seiten nur kurz (etwa 2–3 Minuten pro Seite) braten, bis er etwas angebräunt ist, 1 El Butter dazugeben und den Spargel in der Pfanne darin schwenken. Beiseitestellen und in der Pfanne noch etwas nachziehen lassen, kurz vor dem Servieren sparsam salzen/pfeffern. Er darf noch etwas „knackigen“ Biss haben, – auf keinen Fall sollte er zu weich sein!

Den grünen Spargel auf einem Teller hübsch anrichten, mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen, mit ein wenig Zitronensaft beträufeln und mit etwas gehobeltem Parmesan bedecken. Alles mit fein gezupften Kerbelblättchen bestreuen. Die Sauce gribiche separat zum Spargel reichen. Dazu passt Baguette.


Aber auch zu „frischem weißen Spargel“ mit oder ohne Schinken passt der Klassiker der traditionellen französischen Küche ausgesprochen gut.


SAUCE GRIBICHE – zu Fisch und Krustentieren – perfekt.

Exquisit auch zur Kombi: Steak und Scampi:
Die „Sauce Gribiche“ kann – wie oben schon erwähnt – ebenso perfekt zu Steaks, zu warmem oder kaltem Fisch (Lachs), Krebsen oder anderen Schalentieren serviert werden. Und ist bestens geeignet zu „Surf and Turf“: Dieses berühmte Gericht (stammt von der Westküste der USA) besteht aus einer Kombination von Meeresfrüchten mit saftig gegrilltem Steak-Fleisch… (Normalerweise Amerikanischer Hummer oder Garnelen und Steaks…) TIPP: American Beef – dry aged -.


LOBSTER-REZEPT: Feiner Krebsfleisch-Cocktail:
Kamchatka-Krebsfleisch (aus der Dose) zerpflücken, Chitinpanzer entfernen und vorsichtig unter die fertige Sauce gribiche mischen, nochmals kräftig abschmecken, kühl stellen…z.B. in einer breiten Champagner-Kelch-Schale als Vorspeise – mit Dillzweiglein garniert – servieren… einfach „délicieux“… und fix & schnell vorbereitet.

IM SOMMER GIBT ES SIE NUN ENDLICH WIEDER:
FRISCHE ARTISCHOCKEN (meist aus der Bretagne) – hier passt unser Lieblings-DIP „SAUCE GRIBICHE“ ebenso absolut perfekt dazu:


😉

„In England gibt es drei Saucen und dreihundertsechzig Religionen, und in Frankreich gibt es drei Religionen und dreihundertsechzig Saucen“ …
Zitat: © Charles Maurice Talleyrand (1754-1838) war einer der bekanntesten französischen Staatsmänner sowie Diplomat während der Französischen Revolution, der Napoleonischen Kriege und beim Wiener Kongress.

und nun verrate ich noch einen anderen Lieblings-Dip:

Lieblings-Dip Nr. 2
AVOCADO-CRÈME


Der Avocadobaum hat seinen Ursprung in Südmexiko und wurde bereits von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán kultiviert. Im tropischen und subtropischen Zentralamerika wird die Frucht schon seit etwa 10.000 Jahren genutzt. Im Mittelmeerraum wird die Avocado erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts kultiviert. (Wikipedia)


Avocadobäume (Persea Americana)

ANBAU: Heute werden Avocados in tropischen und subtropischen Gebieten der ganzen Welt angebaut. Haupterzeuger ist Mexiko: Ein Drittel der weltweit produzierten Früchte stammen aus dem nordamerikanischen Land. Da die Früchte unreif geerntet werden, finden sich in den Supermarktregalen überwiegend harte Avocados. In Zeitungspapier eingewickelt und bei Zimmertemperatur reifen die Früchte in einigen Tagen nach. Tipp: Man legt am besten einen reifen Apfel neben die Avocado. Sein – die Reife beschleunigendes – Gas Ethylen sorgt für schnellere Reife. Möchte man nur eine halbe Avocado verwenden, sollte man die andere Hälfte mit Kern kühl und bedeckt aufbewahren. Der Kern sorgt dafür, dass sie länger frisch bleibt.

GESUNDHEIT PUR: Die Avocado enthält gesundes, pflanzliches Fett aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Avocados enthalten auch Vitamin E, Vitamin B6 und Provitamin A. Letzteres ist zum Beispiel wichtig für Augen und den Aufbau der Haut. Vitamin E wehrt als Antioxidans freie Radikale ab. Vitamin B6 ist unter anderem am Eiweißstoffwechsel beteiligt und an der Produktion des roten Blutfarbstoffs. Bei den Mineralstoffen ist der hohe Kalium-Gehalt zu nennen. (Wikipedia)


Ullas feiner AVOCADO-DIP
– schnell und einfach zubereitet…

Zutaten: Zirka 250 g Avocado-Fruchtfleisch, 1 TL Zitronensaft, 120 g Natur-Frischkäse, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, etwas Dill oder Kerbel, 1 rote Zwiebel, 1 kl. rote Paprikaschote, 1 Msp. Chili. Zur Deko: Chiliflocken. (TIP: Je nach Gewicht kommt man pro Avocado auf zwischen 150 und 350 Gramm Fruchtfleisch)

Zubereitung: Die Avocado der Länge nach mit einem Messer rings um den Kern einschneiden. Die Hälften mit beiden Händen vorsichtig gegeneinander drehen und eine Hälfte ablösen.
Dabei darauf achten, dass die Frucht nicht zerdrückt wird. Den Kern entfernen. Fruchtfleisch vorsichtig aus der Schale heben. Das nun von der Außenschale ausgelöste Fruchtfleisch mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Das Fruchtfleisch (zirka 250 g) fein zerkleinern (z.B. mit einer Gabel zerdrücken) oder bei größeren Mengen – falls man hat – einen „Zauberstab“ oder Mixer benutzen.


Den Frischkäse, Salz, Pfeffer, Zuckerprise und den restlichen Zitronensaft zufügen, alles fein pürieren. In eine Schüssel umfüllen. Die rote Paprika und die rote Zwiebel in winzige Würfelchen schneiden. Den Dill (oder Kerbel) waschen, abtropfen lassen und gut trocken tupfen. Stängel entfernen und die Kräuter fein hacken. Diese und die Zwiebel-/Paprika-Würfelchen unter die Creme mischen. Nochmals pikant abschmecken, die Crème hübsch anrichten und ON TOP mit Chiliflocken und ein paar Kerbel- oder Dill-Zweiglein bestreuen. FERTIG.
Ach jaaah: Der Dip schmeckt auch sehr, sehr gut auf einer frischen Brotschnitte…Hhmm… 😉


Na? Appetit bekommen?

Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… Dip… DIPS… HURRA…

😉

Blog-Artikel „Zaubersaucen“ wurde veröffentlicht am 22. Januar 2021


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