LESEDAUER: ca.15-20 min. je nachdem wie ausführlich 😉


Es gibt unzählige Pflanzen aus dem schönen Garten von Mutter Natur als „Zauber-Elixiere“, die sog. Aphrodisiaka für unser liebes Leben…doch was hat die Göttin „Aphrodite“ damit zu tun? Dazu folgt sogleich Ausführlicheres…

Tief verwurzelt im dunklen Aberglauben des Mittelalters versprachen immer „geheimnisvolle“ Pflanzen auf der Erde den Menschen damals fürs Liebesleben wertvolle Hilfe und Unterstützung. Sei es um ungestillte Liebes-Sehnsüchte zu erfüllen, den geeigneten Partner zu finden bzw. ihn an sich zu binden oder aber die schwindende Liebeslust zu steigern. Zu Heilkräutern, die einem erfüllten Liebesglück auf die Sprünge helfen sollten, gab es daher schon seit Jahrhunderten unzählige Tipps und Tricks für viele…je nach Lust und Liebe:

Über unsere geheimnisvollen Pflanzen der Liebe für den „himmlischen“ Garten der Lust – aus dem „irdischen“ Pflanzenreich – über Liebespflanzen, aber auch andere „Lebens-Elixiere“ d.h. Aphrodisiaka oder anderen Liebeszauber in Mythologie, Volksbrauchtum und Aberglaube…möchte ich heute hier berichten.

Deine Hände stehen für Zärtlichkeit, deine Arme für Geborgenheit, dein Körper für Wärme, in deinen Augen leuchten die Sterne. Unbekannter Verfasser

Zauberpflanzen:

Der „magische Umgang mit Pflanzen“ z.B. die Anfertigungen von Tinkturen, Ölen, Salben ist heute fast verloren gegangen. So ist auch das Bestücken und die Pflege der guten alten Hausapotheke – jahrhundertelang ein weithin geübter Brauch – ebenso fast verschwunden. Wären da nicht diese alten, wertvollen Kräuter- und Zauberpflanzen-Bücher, die man mit viel Glück noch antiquarisch oder in Bibliotheken finden kann…Dort finden sich noch die alten Rezepturen für die Küche, die man heute wieder (!) zu modernem „Küchen-Hokuspokus“ verwendet, vor allem auch zur Zubereitung von Aphrodisiaka, also „luststeigernden Zauber-Mitteln“…dazu später mehr…


Doch woher kommt eigentlich der Name „Aphrodisiakum“?

Der Name kommt aus dem Griechischen und ist von Aphrodite, der Göttin der Liebe, und ihrem Fest „Aphrodisia“ abgeleitet. Ein gegensätzlich wirkendes Mittel wird „Anaphrodisiakum“ genannt.

LUST & LIEBE in der „Mythologie“

Sagenhaft: Der schöne, junge Königssohn Paris fungierte einst in der Antike als Schiedsrichter bei der Frage, welche der drei Göttinnen Hera, Athena und Aphrodite wohl die Allerschönste von ihnen sei.
Aphrodite wurde von ihm auserkoren die Schönste von allen zu sein und ist in der „griechischen“ Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde. Sie ist also das Sinnbild für körperliche Freuden, aber auch die geistige Liebe und Libido.

Mit ihren „Insignien“ abgebildet sind:
Von links: Hera (mit Zepter), Mitte: Athene (mit Rüstung), Rechts: Aphrodite – Göttin der Liebe..mit Pfeil und Bogen.

Aphrodite – die Tochter des Zeus – war also eine der drei Göttinnen im legendären „Schönheitswettbewerb“ in der Antike mit Athene und Hera…PARIS war der griechische Prinz von Troja. Als Eris (griechische Göttin des Kampfes und der Zwietracht) einen Apfel mit der Aufschrift „der Schönsten“ zwischen den Göttinnen Aphrodite, Hera und Athene warf, sollte Paris entscheiden, welcher der Preis gebührte. Er entschied sich für Aphrodite, die ihm zum Raub der schönen Helena verhalf, was schließlich zum Trojanischen Krieg führte.
..Und das Meer trug „die Schaumgeborene“ an´s Ufer….dieses Wort bedeutet im Griechischen „Aphrodite“ .

In der „römischen“ Mythologie heißt die Göttin der Liebe: „Venus“. Es ist dieselbe Göttin, die in der „griechischen“ Mythologie: „Aphrodite“ genannt wird.

Ein berühmtes Gemälde von Sandro Botticelli (1445-1510) stellt die Göttin „Venus“ dar. Es befindet sich in den Uffizien in Florenz..(siehe Bild-Beschreibung in meinem anderen Blog-Artikel: Ist das Kunst?)

So erhielten bestimmte Pflanzen ihren Namen von der griechischen Liebesgöttin „Aphrodite“, die demnach „Aphrodisiaka“ genannt werden.
Aphrodisiaka wirken – medizinisch gesehen – in unserem Gehirn steuernd auf das „limbische System“ , wo „Endorphine“ ausgeschüttet und Emotionen empfunden werden… Unser Limbisches System ist das Zentrum der Emotionen, es steuert unsere unterschiedlichsten Emotionen wie Liebe, Angst oder Hass, lässt Menschen Neues lernen und ist zudem auch für unser Gedächtnis zuständig. Endorphine sind „Morphine“ , also auch an der „Schmerz-Empfindung und -bekämpfung“ beteiligt.
So sind „Endorphine“ zum einen ein körpereigenes Schmerzmittel, zum anderen sind Endorphine aber auch bestimmte Botenstoffe, die unser „Glücksgefühl“ steigern und zu einer Euphorie führen können. Das Ganze ist ganz schön kompliziert…daher geht es nun weiter im Text mit der Geschichte der Zauberpflanzen:

„Sehnsucht: Ich bin hier, du bist dort. Einer ist am falschen Ort!!!“
Unbekannter Verfasser – (Bild von Michelangelo)

HISTORIE

Schon vor über zweitausend Jahren entdeckte man ganz besondere aphrodisierenden Pflanzen:
„PLINIUS“ (anno 43-79 n.Chr.) war ein römischer Gelehrter, Offizier und Verwaltungsbeamter. Er beschrieb diese „Zauberpflanzen“ in seinen Kräuterbüchern ganz euphorisch. Zweck ist die intensivere Reizwahrnehmung und ein stärkeres Empfinden des Liebesaktes. Diese Zaubermittel der griechischen Liebesgöttin Aphrodite können helfen, unsere Gefühlswelt intensiver wahrzunehmen. Sie verfeinern bzw. Vertiefen das menschliche Empfinden.

ZAUBERPFLANZEN

In Aphrodites zauberhaftem Garten wächst also so einiges, was als natürliches Viagra gilt.
Feurige Gewürze und scharfes Gemüse zum Beispiel stehen hoch im Kurs. …hier eine kleine Auswahl aus Feld und Flur: Ginseng…Maca…Brennnesselsamen…Bohnenkraut…Fenchel…Ziegenkraut… Geilwurz…Liebstöckel…Sellerie…


Nachweisen lässt sich wohl tatsächlich eine „anregende“ Wirkung bei der Petersilie: Diese Pflanzen enthalten den Wirkstoff Apiol, einem ätherischen Öl. Die beste Wirkung entfaltet „Peterle“ (wie sie früher in Bayern genannt wurde) nur frisch gehackt und reichlich. Es empfiehlt sich, auch ein wenig von den Stängeln zuzugeben, da diese am meisten Apiol enthalten. Es bewirke eine bessere Durchblutung der Organe. Die Petersilie habe als Aphrodisiakum seit der Antike eine alte Tradition. Im Mittelalter wurde sie auch „Geilwurz“ genannt. Sie  wirke auch durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt belebend.
Eine andere alte Liebespflanze ist der Sellerie. Gewächse aus der Familie der Apiazeen, zu der neben dem ­Sellerie auch der Fenchel gehört, enthalten ebenfalls Stoffe, die die Durchblutung im Lendenbereich steigern…urteilte Professorin Sabine Glasl-Tazreiter, Expertin für pflanzliche Arzneimittel an der Universität Wien. Auch „Otto von Bismarck“, einem Liebhaber des Selleries, wurde nachgesagt, er habe diesen weniger wegen seines Geschmacks verspeist…

Gibt es denn tatsächlich wirkungsvolle Aphrodisiaka, die zudem auch noch unbedenklich sind? Vor allem milde Effekte sind nur sehr schwer nachzuweisen. Findet man keine Inhaltsstoffe, die auf einen Effekt schließen lassen, bleibe nur der eigene Praxistest. Doch zeigt sich hier die ganze Macht der Psyche. „Der Placebo-Effekt ist im erotischen Bereich besonders stark“, sagt Expertin Glasl-Tazreiter.

Ginseng und Safran halten wohl auch wissenschaftlichen Studien stand…

Allein der Glaube an die Macht der „Venusmittel“ kann Wirkung zeigen, vor allem wenn seelische Blockaden den Liebesgenuss hemmen. Dennoch gibt es einige Gewächse, die wissenschaftlicher Prüfung standhalten. Kanadische Forscher haben die Untersuchungen zu angeblichen Aphrodisiaka einer kritischen Analyse unterworfen.
Gut schnitten dabei Asiatischer Ginseng und Safran ab. So zeigte sich bei Test-Personen, die zehn Tage lang Tabletten mit 200 Milligramm Safran schluckten, eine verbesserte Manneskraft. Ginseng entfaltete ebenfalls seine erotisierenden Effekte…

Vorsicht bei „natürlichen“ Potenzmitteln aus dem Internet: Wie sieht es mit den gekauften „Wundermittelchen“ aus? Amerikanische Urologen der „Wake Forest School of Medicine“ in Winston-Salem machten den Test: Bei 20 Prozent der Präparate wurde bei der empfohlenen Menge die therapeutische Maximaldosis überschritten. „Das ist grob fahrlässig“, sagt Glasl-Tazreiter. Vor allem in Kombination mit bestimmten anderen Medikamenten schadet es nicht nur dem Liebesleben – die Einnahme kann sogar tödlich sein…

„Weltweit gibt es mehrere hundert Gewächse, denen eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird“, erklärt Prof. Dr. Johannes Mayer, Leiter der Forschungsgruppe Klostermedizin an der Universität Würzburg.

„In der Regel wurde die Brennnessel innerlich angewandt“, weiß Medizinhistoriker J. Mayer. So empfiehlt ein Kräuterbuch aus dem späten 11. Jahrhundert: „Der Samen mit Wein genossen erregt die Liebeskraft, noch mehr sogar, wenn du die Pflanze zerreibst, mit Honig und Pfeffer vermischst und dann mit dem Wein trinkst.“ Belegen lässt sich der Effekt allerdings nicht. Quelle: Auszug aus einem BERICHT VON SONJA GIBIS (Apothekenrundschau 11.10.2018)


 Ingwer als Heilmittel: Die „Wunderknolle“ soll gegen ganz unterschiedliche Leiden helfen und wird zum Beispiel auch als Aphrodisiakum eingenommen.

Ingwer

Ein wahres Aphrodisiakum ist auch der INGWER: Das ätherische Öl der Ingwerwurzel wirkt durchblutungsfördernd, wärmend und anregend auf die Libido. Ihre scharfen Bestandteile und ätherischen Öle wirken stimulierend und bringen den Kreislauf auf Trab. Zudem enthält die scharfe Knolle dazu noch die wertvollen Mikronährstoffe Vitamin C, Magnesium, Eisen und Calcium. (Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelement), Seit dem Mittelalter schätzt man den Ingwer vor allem auch als Aphrodisiakum. Die lustfördernde Wirkung wird dem Ingwer auch heute noch nachgesagt.
Und in der ayurvedischen Gesundheitslehre heißt es vom Ingwer, dass er „das innere göttliche Feuer“ entfache…


DER TRAUMFÄNGER ist ein indianisches Kult-Objekt. Er soll die sehnlichsten Wünsche – wie die Sehnsucht nach der großen Liebe – einfangen. Das Kultobjekt besteht im Wesentlichen aus einem geflochtenen Netz in einem Weidenreifen, der noch mit ganz persönlichen (ein Haar des Liebsten o.ä.) bzw. heiligen Gegenständen dekoriert wird. Leder, Perlen, Federn und einige andere Materialien verzieren häufig noch dazu das ganze traumhafte Gespinst.
Der Traumfänger soll – dem Glauben nach – den Schlaf verbessern, in dem er uns nur die allerschönsten Träume sendet….Es wird dabei angenommen, dass die guten Träume durch das Netz gehen, die schlechten im Netz hängen bleiben und später durch die Morgensonne neutralisiert würden.
Schon im berühmten „Gilgamesch-Epos“ (zirka 2000 vor Christus) wurden Traumfänger erwähnt und auch „Traumhauch-Hütten“ = (Tafel 4, Verse) die Bezeichnung einer mesopotamischen Hütte, die als Traumfänger-Ort von Traumdeutern erbaut wurde, um mittels Träumen in die Zukunft schauen zu können…aber das ist wieder eine ganz andere äußerst spannende Geschichte 😉

APHRODISIAKA – die Nachtschatten

Plinius“ berichtete – wie oben erwähnt – schon im 1. Jahrhundert n. Chr. über die medizinische und psychoaktive Wirkung der „Alraune“. Es ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtschattengewächse. Sie wurde seit der Antike als Zauberpflanze geschätzt, ihre Verwendung hat daher eine lange kulturgeschichtliche Tradition…
Von Theophrastus über Flavius und andere Dichter und Denker bis hin zu den Gebrüdern Grimm reichen die Aufzeichnungen über die geheimnisvollen Praktiken zur „gefährlichen“ Ausgrabung z.B. der Alraune-Wurzel – die einer menschlichen Gestalt ähnelt.
Nach den damals kursierenden Gerüchten bestand die Gefahr beim Herausziehen der Wurzel sofort tot umzufallen und so gab es viele andere Schreckensmeldungen…
Die Drogenwirkung der deliranten Nachtschattengewächse (Solanaceae) wie z. B. der Alraune (diese sei nur im sehr reifen Zustand ungiftig) wurde schon im Altertum (stark verdünnt) als Aphrodisiakum, aber auch als Schlaf-, Beruhigungs- und Betäubungsmittel genutzt. Auch bei anderen, deliranten und hochgiftigen Alkaloiden wie Atropin, Hyoscyamin (Bilsenkraut) und Scopolamin wurde der gefährliche Gebrauch – damals schon wie heute – oft zum riskanten Drahtseilakt zwischen Lust und Tod. Die Alraune wächst übrigens überwiegend im Mittelmeerraum.

Wie soll ich meine Seele halten, dass // sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie // hinheben über dich zu andern Dingen? // Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas // Verlorenem im Dunkel unterbringen // an einer fremden stillen Stelle, die // nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. // Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, // nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, // der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. // Auf welches Instrument sind wir gespannt? // Und welcher Geiger hat uns in der Hand? // O süßes Lied.
Liebesgedicht von Rainer Maria Rilke (1875 bis 1926)

GEDICHTE-Anmerkung: Manche Gedichte sind so schön, aber oft sehr lang… d.h.: Sie brauchen eigentlich für einen Blog-Artikel „zu viel Platz“…Ich wollte aber nicht auf sie verzichten…daher wurden die kurzen Vers-Zeilen durch Schrägstriche unterteilt: Laut Duden wird heute diese Art von Schrägstrich üblicherweise als Satzzeichen nur noch gebraucht, um Verse im Fließtext voneinander abzugrenzen (zum Beispiel wie hier im Gedicht-Satz, um die Länge abzukürzen).


EINE RECHT INTERESSANTE FAMILIE – diese Nachtschatten…

Die wichtigsten „Gattungen“ der Familie der Nachtschattengewächse sind: Stechapfel (Datura), Nachtschatten (Solanum), Tollkirsche (Atropa), Engelstrompete (Brugmansia), Alraune (Mandragora), Bilsenkraut (Hyoscamus).
Einige gefährliche „Giftstoffe“ der Nachtschattengewächse sind: Atropin, Scopolamin und Hyoscyamin
.

Wichtig zu wissen: Nicht wenige Nachtschatten-Pflanzen sind für den Menschen hochgiftig oder haben giftige Teile. Ursache sind zumeist diverse Alkaloide. 

Manche Nachtschattengewächse wirken vor allem auf das Bewusstsein.


In alten Rezepturen von Liebesmitteln stößt man zudem auf Gewächse, die von jeher auch in Hexensalben oder Zaubertränke gemischt wurden. Neben aus „Mohn“ gewonnenem Opium handelt es sich bei den magischen Kräutern vor allem um „Vertreter“ aus einer ganz bestimmten Familie der Nachtschattengewächse wie Tollkirsche, Stechapfel und Bilsenkraut.
Vermischt wurden diese – wie andere Aphrodisiaka – oft mit Wein. Schließlich wusste man schon in der Antike:

„Ohne Ceres und Bacchus würde Venus frieren“ ca. 1650 (Öl auf Eiche) von Peter Paul Rubens

Dies ist der Titel eines berühmten Ölgemäldes (weiblicher Akt) von Peter Paul Rubens (anno 1650). Es hängt im Nationalmuseum, Stockholm, Sweden.
(Info: „Ceres“ ist in der Mythologie die römische Göttin der Fruchtbarkeit) Im Griechischen heißt Ceres Demeter.

Cannabis ist der Name der indischen „Hanfpflanze“, die den psychoaktiven Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) enthält. Dieser Wirkstoff verursacht einen Rauschzustand. In unseren Breitengraden sind die zwei Cannabis-Varianten Haschisch und Marihuana gebräuchlich. Als Marihuana (Gras) bezeichnet man die getrockneten Blütenblätter, Stängel und Blätter der Pflanze. Unter Haschisch (Dope, Shit, Piece) versteht man das getrocknete Harz aus den Drüsenhaaren der weiblichen Pflanze. Marihuana ist in der Regel fünf Mal wirksamer als Haschisch. Erwerb, Besitz und Handel sind ebenso strafbar. Cannabis wird meist mit Tabak vermischt und geraucht. Cannabis bzw. Cannabisprodukte gehören nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz zu den illegalen Suchtmitteln, deren Besitz und Anbau ebenso wie Handel verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden. Quellen: http://www.mindzone.info/drogen/cannabis/

Generell gilt auch hier das folgende „Sprichwort“:
“NUR DIE DOSIS MACHT DAS GIFT“... Dies sagte schon vor hunderten von Jahren der berühmte „Paracelsus“: Er war ein bedeutender Arzt und Naturforscher, der von 1493-1541 in der Schweiz lebte. Er gilt heute noch als einer der berühmtesten europäischen Ärzte überhaupt.

Wie schon erwähnt ist der Hanf (Cannabis) ein bekanntes „Rauschmittel“. Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Er hat aber daneben weitere Eigenschaften, die bei einer Vielzahl von schweren Erkrankungen auch als sehr lindernd wahrgenommen werden können. Das im Hanf enthaltene Cannabidiol wirkt beruhigend und hilft beispielsweise gegen Angst- und Schlafstörungen, Migräne, Übelkeit, entzündungsbedingte Schmerzen und Epilepsie.


Macht ist immer lieblos. Liebe niemals machtlos. Unbekannter Verfasser

Jede Trance ist in unterschiedlich starker Intensität mit einer Einengung des Bewusstseins verbunden: Die Sinneswahrnehmungen und das Gefühl der persönlichen Identität – das Ichbewusstsein – werden vorübergehend stark eingeschränkt oder ganz ausgeblendet.

Mittlerweile gibt es im Handel z.B. das CBD Öl (aus natürlichem Hanf-Extrakt hergestellt) und ähnliche Produkte aus Hanf, die einen hohen Gehalt an Cannabidiol haben, aber nicht abhängig machen und nicht berauschen. Sie sind sogar legal und zur Selbstmedikation geeignet. Wie gesagt…die Dosis macht das Gift.

Heute bietet uns allen eine clevere Industrie für die „schönsten Stunden“ teure Spezial-Präparate als Pulver, Dragees, Tee, Wein, Cremes, Sprays bzw. auch ganz besondere andere Reizmittel an.
Ohne, dass die Wirkung detailliert wissenschaftlich nachgewiesen gewesen wäre, verkaufen sich Tinkturen und Pülverchen aus vermeintlichen Pflanzen der Liebe schon über Jahrhunderte hervorragend.


Aphrodisiaka – Lustmacher aus dem Meer:

Neben Austern sind auch andere Fische wie Lachs, Makrelen, Sardinen auf Grund ihres hohen Omega – III- Fettsäuren – Gehaltes, die allgemein die Durchblutung anregen, ein wahres, „natürliches“ Wundermittel.

Europäische Austern sind flach, rundlich und haben symmetrisch wirkende Schalenhälften. Nicht selten tragen sie Herkunftsbezeichnungen. Bei der berühmtesten Austernsorte der Welt handelt es sich um eine Europäische Auster mit dem Namen „Belon“ – nach dem gleichnamigen Fluss und dem Dorf Riec-sur-Belon  (südliche Bretagne)

Austern als Lustmacher: Nur eine Legende?

Austern sind sehr gesund. Sie enthalten viel wertvolles Eiweiß und unter anderem Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Natrium, Kalzium, Eisen und Kupfer. Dazu sind die schleimigen Meeresfrüchte äußerst vitaminreich. Sie enthalten die Vitamine A, B, D und E.
Entscheidend für die Wirkung von Austern als Aphrodisiakum soll jedoch ihr Gehalt an Zink sein. Eine einzelne Auster deckt den gesamten Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Im Körper des Mannes dient „Zink“ dazu, den Aufbau des Sexualhormons Testosteron zu unterstützen. Zwar führt ein Mangel an Zink bei Männern tatsächlich zu Impotenz, es ist jedoch nicht bewiesen, dass eine übermäßige Zufuhr von Zink im Gegenzug auch zur Luststeigerung führt.
Durch den hohen Eiweiß – und Zink – Gehalt z.B. von AUSTERN wird die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron gesteigert. 

Eine verhältnismäßig hohe Menge an „Zink“ ist auch enthalten z.B. in Mohnsamen, Kürbiskernen, Nüssen und Schokolade. Zink ist bekannt als „Testosteron-Bombe“…

FRISCHE AUSTERN – als Aphrodisiakum: Manchmal versetzt die Vorstellungskraft Berge. Glaubt ein Mann, durch den Verzehr von Austern zu Höchstleistungen im Bett angespornt zu werden, können die salzigen Meeresfrüchte für ihn durchaus als Lustmacher fungieren. So hat angeblich schon der venezianische Verführer Casanova bis zu fünfzig Austern am Tag gegessen – Wissenschaft hin oder her. Ob der Verzehr von Austern eine ähnliche Wirkung auf Frauen hat, ist nicht belegt. (Jessika Theiss, Quelle: Freundin.de)

SINNLICHE GENÜSSE

Wie oben schon erwähnt, wird seit einigen Jahren vor allem zumindest auch die sinnliche Komponente des „Würzens“ wiederentdeckt: Bekannte Kochbuchautoren erinnern sich an alte Liebesrezepte z. B. mit Safran.  Gewürze und Kräuter gelten wegen ihrer anregenden ätherischen Öle als besonders lustfördernd. Dabei haben jedoch nicht nur scharfe Gewürze wie Chili eine stimulierende Wirkung auf den Körper, sondern auch andere Gewürze wie Muskatnuss, Nelken und Zimt.Vanilleschoten sollen als Aphrodisiaka für sinnliche Verführung sorgen. Verabreicht werden auch gehackte Hasel- und Walnüsse, die mit Honig vermengt sind. Selbst wenn diese Mischung nicht aphrodisierend wirkt, klingt sie zumindest sehr lecker.

Im Mittelalter verwendete man sogar Rosmarin als „Liebeszauber“, während er bei den Schamanen als wichtiges „Zauberkraut“ galt. Begriff „SCHAMANE“: Bei bestimmten Naturvölkern sind dies – mit magischen Fähigkeiten, besonders der Fähigkeit, mit Geistern in Verbindung zu treten – ausgebildete Personen, die als Priester, Medizinmann o. Ä. fungieren…(siehe hierzu auch Interessantes in meinem anderen Blog-Artikel „MAGIE“ . )

Als kraftspendend und potenzsteigernd gelten proteinhaltige Speisen wie Nüsse oder Fisch.
Bei Äpfeln oder Trauben wecken eher wohl Form und Farbe die Sinne:
„All das sind Assoziationen an eine sinnliche Körperlichkeit“, erklärte kürzlich Sternekoch Alfons Schuhbeck…na – der muss es ja wissen, als langjähriger Promi- und Spitzenkoch.


Auch in der Literatur gibt es unzählige Bücher – Romane etc. über Sinnlichkeit, Liebeszauber, Herz & Schmerz und Sehnsüchte…da fällt mir gerade dieser Vers ein: „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“...So beginnt die wohl bekannteste Ballade des deutschen Lyrikers Paul Zech (1881-1946):  Die verliebte Ballade für ein Mädchen mit dem schönen Namen „Yssabeau“ stammt übrigens aus der Sammlung der lasterhaften Balladen und Lieder des „François Villon“ (1431-1463). Dieser gilt als bedeutendster Dichter des französischen Spätmittelalters.

Bekannt ist, dass die richtigen Aromen helfen, die meditative Stimmung zu verstärken und auch intensive, geheimnisvoll wirkende Düfte können den Energiefluss der Magie steigern. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Das aromatische Kraut „Basilikum“ wird gerne Liebestränken beigemischt. Es sollte stets frisch angewandt werden. Auch „Anis“ als intensives Gewürz gilt als Aphrodisiakum und soll die Liebes- und Leidenschafts-Bereitschaft verstärken…Daher trinken Franzosen wohl gerne ihren „Pastis“?

Kardamonkapseln, Granatapfel, Liebstöckel, Orangenblüten, Patchouli oder auch Ylang Ylang ist ein sehr weiblicher Duft, der die Sinne anregt…und es gibt unzählige „Zauberpflanzen“ mehr im schönen Garten der Lüste…

Auch Spezialgeschäfte bieten darüber hinaus ganz besondere Tee-Mischungen und spezielle Liköre aus aphrodisierenden Pflanzen an…
Hierzu gibt es viele bekannte und auch unbekannte Kräuter-Tipps in unserem World-Wide-Web…
Viel Vergnügen beim Entdecken!

Bei psychischen Ursachen können natürlich all dies „Mittelchen“ meist keine Abhilfe leisten. Stattdessen sind sie im normalen Alltag eine schöne Möglichkeit, das liebe Leben etwas aufregender zu gestalten und mehr Abwechslung und Leidenschaft ins Liebesleben zu bringen.

Mir wurde beigebracht: 1 Tag = 24 Stunden…1 Minute = 60 Sekunden…Aber mir wurde nicht gesagt,…dass eine Sekunde ohne dich eine Ewigkeit dauert! Unbekannter Verfasser

FAZIT: So ist die Wirkung von natürlichen Potenzmitteln auch nur teilweise bewiesen…man kann sich aber – meiner Meinung nach – sicher sein, das beste Aphrodisiakum ist immer noch die Vorstellungskraft und Fantasie!


HOHE KUNST

Da gab es doch im 15. Jahrhundert einen berühmten, niederländischen Maler der Renaissance: Hieronymus Bosch (= ursprünglich „Jheronimus van Aken“ genannt: allerdings signierte  er als „Jheronimus Bosch“ ). Er stammte aus einer Malerfamilie. Er hatte seine Auftraggeber vielfach im höheren Adel und Klerus. Das Fehlen einer lokalen Maler-Tradition oder einer regulierenden Malergilde (oder „Innung“ würden wir heute sagen) ermutigten Hieronymus Bosch, seinen „einzigartigen“ Stil völlig frei zu entwickeln.
Seine außergewöhnlichen Gemälde, meist in Öl auf Eichenholz, zeigen in der Regel auch religiöse Motive, aber auch andere Themen, wie das berühmte Bild: „DER GARTEN DER LÜSTE“…
Alle seine Bilder sind reich an wunderlichen Figuren, Fabelwesen und ungewöhnlichen Bildelementen.
Das TRYPTICHON: „Der Garten der Lüste“ waren dagegen eindeutig nicht für einen Altar gedacht, sondern zur Unterhaltung eines höfischen Publikums. (Quelle: Wikipedia)

Wir haben dieses wirklich sehr stark beeindruckende Bild vor einigen Jahren in seiner Heimatstadt: „s-Hertogenbosch“ in einer große Kunstausstellung sehen dürfen. Das „Het Noordbrabants Museum“ in der malerischen niederländischen Stadt „’s-Hertogenbosch“ zeigte damals vom 13. Februar bis zum 8. Mai 2016 die internationale Ausstellung „Hieronimus Bosch“ – Visionen eines Genies. Es war absolut fantastisch, dass im Jahre 2016 der größte Teil seines Œuvres in seiner Geburtsstadt ’s-Hertogenbosch für meine Familie und mich dort zu sehen war.

DER GARTEN DER LÜSTE gemalt im 15. Jh.: Sein charakteristisches Werk ist voller Illusionen und Sinnestäuschungen, wundersamer Ungeheuer und Albträume, der ursprüngliche Titel des Werks ist nicht bekannt – Das Gemälde verbindet eine erotische Szenerie mit biblischer Perspektive.

TRIPTYCHON: „DER GARTEN DER LÜSTE“ – Öl auf Holz – (um 1500 gemalt) Hieronymus Bosch (1450-1516) niederländischer Renaissance-Maler.
Maße: 185.8 x 172.5 cm (Mitteltafel); und die Seitenteile: 185.8 x 76.5 cm (linke und rechte Tafel)
– Das Tryptichon hängt heute in Madrid, im Museo Nacional del Prado. Depósito de Patrimonio Nacional) –

RELIGION

Auch im religiösen Bereich gab es schon früh EROTISCHE LYRIK mit Bezügen zur Wirkung von Aphrodisika:

Das sogenannte „Hohelied Salomons“ ist Teil der jahrhundertealten jüdischen wie christlichen Religions-Geschichte. Der Einfluss des Hohenlieds auf unsere Kulturgeschichte ist ebenfalls enorm, denn berühmte Dichter, Maler und Komponisten haben sich immer wieder mit dieser erotischen Lyrik auseinandergesetzt.

Eine Sekunde zu spät…Verlieb dich nicht…sagtest du, nachdem wir uns küssten. Doch da war es schon zu spät.Spruch © Damaris Wieser (*1977), deutsche Lyrikerin und Dichterin

DIE BIBEL

Deine Gewächse sind wie ein Lustgarten...
„Ein Lustgarten sprosset aus dir, Granatbäume mit köstlichen Früchten, Hennadolden, Nardenblüten, Krokus, Gewürzrohr und Zimt, alle Weihrauchbäume, Myrrhe, Aloe und allerbester Balsam.

Hohelied 4,13-14 (Luther-Bibel 1912)
Als „Hoheslied Salomons“ bezeichnet man übrigens ein Buch des Tanachs, das zu dem Alten Testament zählt. Es handelt sich um eine Sammlung von zärtlichen, teilweise explizit erotischen Liebesliedern, in denen das Suchen und Finden, das Sehnen und gegenseitige Lobpreisen zweier Liebender geschildert wird. (Wikipedia)


Kann nicht schlafen, kann nicht essen, kann Deine Stimme nicht vergessen. Die Zeit steht still, Du bist so fern, Du fehlst mir so, mein kleiner Stern. Unbekannter Verfasser

DER VALENTINSTAG

Verliebt…verlobt… Der 14. Februar: Wer wüsste es nicht, ist seit Jahrhunderten inoffizieller Festtag aller Verliebten.
Der Überlieferung nach war Valentin ein armer Priester, der im dritten Jahrhundert n. Chr. unter dem nicht sehr christenfreundlichen Kaiser Claudius II. (* um 214; † 270) in Rom lebte. Laut Legende schenkte Valentinus frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten. Außerdem sollen die Ehen, welche durch ihn geschlossen wurden, immer unter einem guten Stern gestanden haben.

Die Valentinus-Feier am 14. Februar wurde von Papst Gelasius im Jahre 469 n. Chr. für die ganze kath. Kirche eingeführt. Im Jahre 1969 jedoch wurde der Valentinstag vom Papst aus dem römischen Kalender wieder gestrichen, weil die Person des Valentins historisch nicht wirklich belegbar war. Das störte wohl niemanden auf der Welt…und so wird der Valentinstag denn trotzdem bis heute unverändert als Tag der Liebenden weiter gefeiert.

„Der Unterschied zwischen Lust und Liebe wird meist später entdeckt.“
Zitat: © Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer

Nach § 12 (3) des Liebesgesetzbuches sperre ich Dich ab sofort lebenslänglich in mein Herz ein. Gegen dieses Urteil ist keine Berufung zugelassen. Unbekannter Verfasser

ZAUBERPFLANZEN…geheimnisvolle Gewürze:

Früher schon – vor tausenden von Jahren – vertrauten die Menschen auf die Kraft der Pflanzen und bei den Naturvölkern hat sich bis heute daran kaum etwas geändert. Tatsächlich steckt dort, wo die meisten nur Geschmack vermuten, auch jede Menge Wirkung! Gewürze sind nicht nur einfache Aromaspender, sondern auch eine manchmal auch eine starke Mischung potenter Stimulanzien für Körper, Seele und Geist.

Für alles schien es schon im Mittelalter ein Kraut zu geben. Selbst bei Hildegard von Bingen finden sich Rezepturen für Liebesgetränke und Liebessalben. Zum Beispiel Arnika (Arnica montana) auf die Haut gebracht soll zu einem brennenden Verlangen zwischen den Liebenden führen. Angenehme Düfte und sinnlich schmeckende Gewürze – die Palette der Liebespflanzen ist lang...

Die klassische Heimat verführerischer Düfte und Gewürze ist aber doch der Orient. Einheimische Duftpflanzen wie Rosen oder das wohlriechende Veilchen (Viola odorata) hatten längst nicht die magisch-sinnliche Bedeutung wie z.B. exotisch und geheimnisvoll duftende Hölzer von Myrrhe, Weihrauch und Sandelholz.

LUST UND LIEBE

Hierbei sind Mann und Frau kein ungewöhnlicher Einzelfall, wenn auch angesichts der zahllosen „Beziehungs-Desaster“ dies fast zu glauben wäre…Lust ist ganz natürlich, ein göttliches Geschenk sozusagen, so dass es tragisch ist, dass sie in unserer Vergangenheit immer wieder verteufelt wurde…und auch oft noch wird…Auch Erotik war lange und ist auch heute noch oft ein Tabu-Thema…Hier begegnen uns immer wieder die Unterschiede zwischen den Geschlechtern…das ist ein ganz spannendes Thema, aber würde hier zu weit führen.


DUNKLE SCHOKOLADE

SINNLICHE VERFÜHRUNG:
Die intensive Beziehung zwischen dem Menschen und Schokolade schwankte schon immer zwischen absolut bedingungsloser Leidenschaft, zartester Versuchung und hoffnungsloser, sinnlicher Abhängigkeit. Widerstand zwecklos…

Die aphrodisierende Wirkung von zarter Schokolade…Oh là…là…

Im Kakao kommt die Serotonin-Vorstufe Tryptophan vor, ein natürliches Antidepressivum, das „stimmungsaufhellend“ wirken kann und daher empfänglich auf den Austausch von Zärtlichkeiten stimmt (siehe: Schokolade macht glücklich und hilft bei Stress).  Zudem enthält dunkle Schokolade die Aminosäure Arginin, welche die Durchblutung der Organe fördert.

Der Kakaobaum

„Verrückt nach Schokolade“…Schokolade wird aus Kakaobohnen hergestellt, den begehrten Früchten des Kakaobaumes. Nach einer Legende der Mayas zufolge, war der Kakaobaum göttlichen Ursprungs. Er wurde bis zu 15 m hoch und wuchs damals nur in Ländern um den Äquator.
Das erste Mal wurde der Kakaobaum (Theobroma cacao) vermutlich um 1500 v. Chr. von den Olmeken genutzt, die im Tiefland der mexikanischen Golfküste lebten. Um 600 n. Chr. wurde der Kakao dann von den Maya angebaut. (Wikipedia)

LEGENDE: Aus zerstoßenen Kakaobohnen, Wasser, Cayenne-Pfeffer und Vanille entstand bei den späteren Azteken ein Getränk, von dessen „aphrodisierender“ Wirkung der letzte Aztekenherrscher „Moctezuma“ so überzeugt war, dass er täglich mehr als 50 Tassen davon trank.
Der Name dieses Zaubergetränkes war Xocóatl, was übersetzt „Kakaowasser“ bedeutet. Die Namensentstehung der Schokolade kommt hingegen von den Spaniern, die aus dem aztekischen Namen Xocóatl schließlich Chocolate kreierten.

Erst zu Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Kakao nach Europa: Zuerst auf die Iberische Halbinsel und zwar zuerst als Medizin (!)…der Genuss wurde dann aber auch schnell entdeckt 😉

Trink-Schokolade gab es schon ab dem 15. Jahrhundert

Historie

„Flüssiges bricht das Fasten nicht“ war ein Grundsatz der „katholischen“ Fastenlehre. Und Schokolade – bis ins 18. Jahrhundert ohnehin nur in flüssiger Form genossen – wurde deshalb zu einem beinahe lebenswichtigen, weil nahrhaften Getränk „für die höhere Geistlichkeit“ , die davon nicht lassen wollte.

Im Jahr 1624 behauptete der deutsche Theologe Franciscus Rausch, dass Schokolade „leidenschaftliche Glut‘“und „Skandale“ in den Klöstern entfache. Deshalb sei ihr Genuss mit einem „Leben in sexueller Enthaltung“ unvereinbar.

Liebe..Liebe..Liebelei

Die amourösen Absichten der adeligen Damen gingen jedoch damals im 18. Jh. in die ganz entgegengesetzte Richtung. Madame de Pompadour (1721-1764), die Ludwig XV. (1710 -1774) enttäuscht hatte, trank heimlich Unmengen an dunkler, heißer Schokolade, um ihr Blut in Wallung zu bringen. Madame du Barry (1743 -1793) wiederum bot diese „heißen Getränke“ ihren Liebhabern vor gemeinsamen Nächten an. Vor allem Casanova (1725 -1798) und der Marquis de Sade (1740 -1814) – bekannte Persönlichkeiten mit notorisch sexuellem Appetit – tranken liebend gerne Schokolade zur Stimulation mit großen Freuden.
Sogar der französische „Arzt“ und Schriftsteller „Baron Guillaume-René Lefébure“ (1744 -1809) behauptete, eine „so extrem nützliche wie angenehm anregende Schokolade“ sei außer als Aphrodisiakum, sogar auch tauglich, andere Krankheiten zu heilen…

NA…ENDLICH!!!!

Als dann…endlich…im Jahre 1879 in der Schweiz die „feste“ Milchschokolade erfunden wurde, war plötzlich aus dem einstigen, sündhaft teuren Statusgetränk des Adels eine Spezialität (vor allem in „fester“ Form…) für Jedermann geworden. Dass die feste Schokolade aus der Schweiz ihren Siegeszug antrat, ist zum großen Teil Resultat einer entscheidenden Verbesserung im Herstellungsverfahren: Rudolf Lindt erfand im Dezember 1879 in Bern die „Conche“, eine Reibe-Rührmaschine, die die Kristallisation des Zuckers verhinderte.
Heutzutage ist die Schokolade aus unser aller Leben nicht mehr wegzudenken…LAST UND LUST nicht nur für die Hüften 😉
(Quellen: kurzer Auszug u.a. aus „Lust und Last der Götterspeise aus dem Regenwald“ (10.01.2004) von Bettina Billerbeck, Dr. Rolf Bloch, Prof. Helmut Krumbach.)


Kleiner medizinischer Exkurs … Hormone … Hormone …


Ganz schön kompliziert. wie unser Körper so  funktioniert:
Unser aller Wohlbefinden wird gesteuert…

WIE HORMONE UNSER LEBEN BEEINFLUSSEN

  • Serotonin– das „Glückshormon“ – sorgt für das psychische Wohlbefinden
  • Melatonin – das bekannte „Schlafhormon“ – sorgt für den Schlafrhythmus und damit für den wohligen, erholsamen Schlaf.

Zum Beispiel ist die essentielle Aminosäure „Tryptophan“ für das Gehirn nötig, um die wichtigen Botenstoffe „Serotonin“ und „Melatonin“ herzustellen. „Tryptophan“ ist somit die Aminosäure, die für unser aller Wohlbefinden mit verantwortlich ist. „Tryptophan“ kann aber nicht selbst vom Körper produziert, sondern muss erst über die Ernährung zugeführt werden.
Regelmäßig pflanzliche und/oder tierische Lebensmittel mit einen hohen Tryptophan-Gehalt verzehren. So sind zum Beispiel Käse, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Avocado, Bananen, Getreide, Nüsse und Eier besonders reich an diesem Eiweißstoff.

Serotonin und Melatonin sind unter anderem dafür da, um unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und vor allen Dingen natürlich auch um unsere „Lust & Laune“ im Gleichgewicht zu halten.
Das „Hormon“ Serotonin hebt die Stimmung und ist auch als körpereigenes Antidepressivum (Glückshormon) bekannt. Es wirkt entspannend, macht gute Laune etc. Das benötigte Serotonin muss aber erst vom menschlichen Gehirn selbst synthetisiert werden. Es wirkt als „Neurotransmitter“ und ist somit ein Botenstoff zur Erregung der Nervenzellen.
Zu den besten Serotonin-Lieferanten zählen: Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Nüsse, Kakao, Bananen und Avocados, fettreiche Fischsorten (z.B. Makrele, Lachs) und Lebertran. Und Vollkornprodukte (langkettige Kohlenhydrate) in Form von Nudeln, Reis und Brot bevorzugen. Auch die regelmäßige Zufuhr von B-Vitaminen (B6 und B12) ist für eine Anhebung des Serotoninspiegels unerlässlich.

Schokolade macht bekanntlich glücklich.

Serotonin ist darin zwar nicht enthalten, jedoch bestehen „Kakaobohnen“ unter anderem aus der Aminosäure „Tryptophan“, die, wie oben bereits beschrieben, im Gehirn zu Serotonin umgewandelt wird.
Dies ist auch der Grund, weshalb wir uns nach dem Genuss von Schokolade einfach besser fühlen und die Serotoninproduktion so ganz easy anregen können. 


UND WENN MAN VOR DEM EINSCHLAFEN EIN STÜCKCHEN SCHOKOLADE….

So muss ebenso das sog. „Einschlaf-Hormon“ Melatonin erst in der Zirbeldrüse des Gehirns aus Serotonin“ hergestellt werden: (siehe hierzu auch recht Interessantes in meinem Blog „Träume“….) – Es steuert dann so den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers. Dort wird es vor allem bei Dunkelheit ausgeschüttet und sorgt auf diese Weise dafür, dass wir uns abends müde fühlen und sich der Körper allmählich auf das Schlafen einstellt. In den frühen Morgenstunden sinkt die Konzentration des Schlafhormons wieder ab, da das Tageslicht die Produktion hemmt und dem Körper dadurch signalisiert, wieder wach und munter zu werden.
Bekannt als „Jetlag“ kann bei Fernreisen die Melatonin-Ausschüttung empfindlich gestört werden...Die Wirkung von Melatonin ist aber letztendlich wissenschaftlich noch nicht völlig geklärt… Hormon-Präparate (z.B. Melatonin) sind daher also mit Vorsicht zu genießen! In den USA ist Melatonin rezeptfrei in jedem drugstore, bei uns nur auf Rezept in Apotheken erhältlich…wohlweislich…!! Besser ist sicherlich die Schokolade… es muss ja nicht gleich eine ganze Tafel sein… 😉

Ich denk an Dich bei Tag und Nacht, ich denk an Dich, weil ich Dich mag, ich denk an Dich, ich hab Dich gern, ich liebe Dich, mein kleiner Stern! Unbekannter Verfasser (© Gedicht-und-Spruch.de)

DIE ROMANTIK – nicht vergessen…irgendwie gehört sie doch dazu…


Ein romantischer Abend zu zweit 

Dass die Liebe auch durch den Magen geht, wird spätestens dann klar werden, wenn das gemeinsame Essen in einer besonderen Atmosphäre und in einem einzigartigen Ambiente eingenommen werden kann. Denn wer kann sich schon dem zarten Kerzenlicht und der romantischen Umgebung mit der/dem Liebsten entziehen?

Verführerische, sinnlich betörende Düfte

Viele Pflanzen wirken deshalb schon allein über unseren Geruchssinn erotisierend. Ylang Ylang ist zum Beispiel – wie oben erwähnt – ein sehr süßer, weiblicher Duft, der die Sinne anregt.

Schon die alten Römer konnten sich den Liebesgenuss ohne diese Wohlgerüche gar nicht vorstellen und schwelgten buchstäblich im Blütenduft. In der Südsee gehören heute noch immer geheimnisvoll wohlduftende Blumen und aus Blüten gewonnene Duftwässerchen zur erotischen Ausstattung jeder Frau.


MAGISCHE KRÄFTE…

Wie oben erwähnt sind manche Pflanzen als wichtige Bestandteile z.B. bei Zaubersprüchen hilfreich.

Das Gänseblümchen sei bei der Liebes-Magie hilfreich, am wirksamsten bei Liebes-Weissagungen und -prophezeiungen; ER LIEBT MICH…ER LIEBT MICH NICHT…wer kennt nicht dieses Rätselraten noch aus seiner Kinderzeit?

Bedeutung von Liebespflanzen – hier eine kl. Auswahl:
Die Rose: Eheliche Liebe –
Die Linde: Hoffnungslose Liebe –
Die gelbe Tulpe: – Hoffnungsvolle Liebe-
Die Kornblume: Junge Liebe –
Der Flieder: Treue Liebe –
und viele andere mehr…

Da gibt es noch – als Beispiel – die Rosen oder den Lavendel: Hier sind die getrockneten, duftenden Blüten fürs „Liebeskissen“ beliebt…


Olfaktorisches Gedächtnis

In unserem Unterbewusstsein erinnern uns manche Gerüche oft an bestimmte Situationen und lassen uns sogar einen ganz bestimmten Ort wiedererkennen.

Der Geruchssinn ist – von der Entwicklungsgeschichte her – einer der ältesten Sinne, denn keine andere Wahrnehmung empfinden Menschen so unmittelbar wie das Riechen.

Dieser Prozess läuft größtenteils in unserem Unterbewusstsein ab. Wir Menschen haben alle ein sog. olfaktorisches Gedächtnis….einen sog. olfaktorische Sinn — also die Wahrnehmung von Gerüchen — ist tief in unserem menschlichen Sinnesapparat verankert. So lösen beispielsweise ganz bestimmte Gerüche, die man oft sogar mit der Kindheit verbindet, auch noch nach vielen Jahrzehnten z.B. ein Gefühl von Geborgenheit aus.
Unser olfaktorische Sinn ist stark „emotional“, denn bei der Wahrnehmung des eintreffenden Geruchs kommt es unmittelbar in unserem Gehirn zu einer Stimulierung der Amygdala und des Hypothalamus. Dies sind zwei Areale im Gehirn, die unter anderem für die Verknüpfung von Emotionen mit Gerüchen zuständig sind. Diese konkreten Verbindungen werden in unserem Gedächtnis „für immer“ als beständige, jedoch meist passive Erinnerungen gespeichert... Auch der Duft – wie der z.B. nach Plätzchen und Zimt – erinnert uns an die Weihnachtszeit in unserer Kindheit.
Der Hypothalamus als „Zentrale“ unseres vegetativen Nervensystems ist super gut vernetzt. Nicht zuletzt steht der mediale Kern mit den olfaktorischen Cortexarealen für die Geruchswahrnehmung in eng verknüpfter Verbindung…jetzt wird es aber doch zu medizinisch 😉 


Generell wäre zum Thema „Aphrodiska und ihre Wirkung“ anzumerken:
„Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens; deswegen schadet’s dem Dichter nicht, abergläubisch zu sein. Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen gedenkt, in die wunderlichsten Ecken und Winkel, von wo er auf einmal, wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt“. Zitat: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung .

Zum Schluss noch das Wichtige:

Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein:
Je mehr sie alt und klar
je stiller wird sie sein
.
Zitat: Angelus Silesius (1624 -1677)  war ein bekannter deutscher Lyriker, Theologe und Arzt. Seine tiefreligiösen, der Mystik nahestehenden Epigramme werden zu den bedeutendsten lyrischen Werken der Barockliteratur gezählt. (Wikipedia)

ABGESEHEN VON ZAUBERPFLANZEN wie Aphrodisiaka und anderem „Zauber“…

…ist eine gute Partnerschaft immerwährende Arbeit. Zu den besten Tipps von Paar-Therapeuten gehört übrigens, in einer Beziehung immer authentisch sowie neugierig zu bleiben und dem Partner seine eigenen Freiräume zu lassen...ich spreche hier aus langjähriger Erfahrung.

Damit eine Beziehung glücklich ist und es auch bleibt, sind auch einige andere Dinge wesentlich. Das haben die britischen Sexualforscher Dr. Meg John Barker und Dr. Jacqui Gabb nun herausgefunden und in dem Buch „The Secrets of Enduring Love: How to make relationships last“ („Geheimnisse anhaltender Liebe“) ausführlich beschrieben.

Liebe-Freundschaft-Sicherheit-Vertrauen-Kommunikation-Fürsorge-Verliebheit-Gemeinsame Werte und Interessen-Humor-eine gute Portion Glück und ab und zu etwas fantasievollen „Zauber“…Hokuss.pokuss…umso besser stehen die Chancen auf dauerhaftes Glück…ob mit oder ohne Aphrodisiaka..

Liebeserklärungen dienen dazu, seinem Schatz zu sagen, was man für ihn empfindet und wie sehr man ihn liebt. Hierfür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel ein romantischer Abend zu zweit…mit oder ohne Aphrodisiaka im fantasievollen Dinner.

In jeder Beziehung gleichen sich die Partner mit den Jahren an. Was nach Harmonie und Eintracht klingt, ist es meist auch…ABER: Zu viel Harmonie führt schnell dazu, dass es so gut wie nichts mehr gibt, was der Partner nicht wüsste oder selbst miterlebt hat. Und dann droht sehr schnell Langeweile…übrigens oft in allen Bereichen! So kann man sich zur Abwechslung einmal auch in den schönen Garten der Lüste begeben…und Neues entdecken…

„Wenn ein Mann und eine Frau sich einander anvertrauen,
geben sie im Grunde das einzige wirklich große Wagnis ein, das ein Menschenleben hat.
Alles steht auf dem Spiel, und nur wer das Ganze wagt,
wird auch die ganze Liebe kennenlernen.“

Zitat: Jörg Zink (1922-2016) war ein deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer, Publizist und einer der bekanntesten Sprecher der Friedens- und Ökologiebewegung.

Du bist die Sonne, die nicht untergeht, Du bist der Mond, der stets am Himmel steht; Du bist der Stern, der, wann die andern dunkeln, noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln. Du bist das sonnenlose Morgenrot; Ein heit’rer Tag, den keine Nacht bedroht; Der Freud’ und Hoffnung Widerschein auf Erden – Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden!
Gedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) war ein Dichter und deutscher Hochschullehrer für Germanistik.


ALTE SCHÖNE FILME GUCKEN…

Ein kleiner Tipp – die richtige Stimmung muss stimmen:
Zur Abwechslung sich einmal die „schönsten Liebesfilme“ aller Zeiten ansehen:
Zum Weinen, zum Lachen und zum Mitfühlen. Das tut gut…
Von „Notting Hill“ oder „Schlaflos in Seattle“ oder „PS. Ich liebe dich“…bis hin zu  „Zwei an einem Tag“ oder „Save the Last Dance“ oder „Ghost – Nachricht von Sam“ oder „Weil es Dich gibt“ oder, oder….: Das sind meiner Ansicht nach die romantischsten Filme – vor allem für weibliche Wesen – die nicht nur alle Verliebten sich einmal angesehen haben sollten.


Für echte Kerle eher geeignet – erscheinen mir 😉 außer Fußball 😉 folgende Filme:
Pures Testosteron: Filme für Männer! von Moviejones …kann man aber auch gut gemeinsam gucken…

  • Starship Troopers (1997) Science Fiction, Action, Romanverfilmung. mit Casper Van Dien, Dina Meyer, Denise Richards. …
  • The Big Lebowski (1998) Komödie, Krimi. mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore. …
  • Der Soldat James Ryan (1998) Action, Drama. …
  • Hangover (2009) Komödie. …
  • Showgirls (1995) Drama.

UND DAZU…fast hätte ich es vergessen: Restez chez vous, restez belle!…

Auf Deutsch: Chillen gemütlich zu zweit zuhause…lasst es Euch gut gehen…

Zum Filme gucken – lecker Knabberzeug:

REZEPTE FÜR EINEN ENTSPANNTEN SNACK:

CRÄCKER – zum pikanten Thema…pikante Snacks:
ZUTATEN: Insgesamt 200 g „Nüsse“: Z.B. Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Chia Samen...220 ml Wasser und an Gewürzen: Salz, Pfeffer, Oregano, für Liebhaber noch ordentlich Knoblauchpulver dazugeben. Natürlich kann man auch andere Samen und Saaten für diese Cracker verwenden: z.B. Sesam, Kürbiskerne, Buchweizen, Hanfsamen, Pinienkerne.

ZUBEREITUNG: Z.B. Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Chia Samen in einer großen Schüssel vermengen. Mit den o.a. Gewürzen verfeinern. Wasser hinzugeben und mit einem Löffel innig verrühren, bis eine zähe Teig-Masse entsteht. 15 Min. quellen lassen.
Den Backofen auf 170 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Diese Nuss-Masse auf ein Stück Backpapier gleichmäßig flach aufstreichen und mit angefeuchteten Händen oder einem Spachtel gleichmäßig flach und eben verteilen. Ein zweites Backpapier oben drauflegen und mit einem Nudelholz dünn ausrollen. Diese „Platte“ mit dem Backpapier auf einem Blech für 30-35 Min. knusprig backen. Auskühlen lassen, in beliebige Stücke brechen und mit Dips nach eigener Wahl servieren.

WER`S MAG?
😉 Chili-Gewürz an Gerichten ist oft eine echte Bereicherung 😉

Scharfes Essen ist gesund. Das „Piperin“ beim Pfeffer oder die positive Wirkung von Capsaicin: Chilis haben eine Reihe positiver Wirkungen auf Körper und Gesundheit. Es ist erwiesen, dass Capsaicin in Chilis einige gesundheitsfördernde Eigenschaften mit sich bringt. Die Produktion von „Endorphinen, Hormonen und anderen Muntermachern“ wird durch die Schärfe angeregt. Hier gibt es eine interessante Scoville Skala und Schärfegrade…wen es interessiert: https://www.pepperworldhotshop.com/de/scoville-schaerfegrad/

Scharf ist also nicht gleich scharf, sondern wird durch unterschiedliche Stoffe ausgelöst.

Alle Kreuzblütler produzieren Senföle: Dies dient den Pflanzen jeweils der Abwehr von Fressfeinden. Gegenüber diesen scharfen Lebensmitteln wie „Senf, Rettich, Radieschen, Wasabi und Ingwer“ wirkt Chili aber anders scharf.

Auf uns Menschen wirkt jedenfalls der Kick des Pikanten bis zu einem gewissen Level anregend.
Aus unserer körpereigenen Apotheke – Gehirn und Rückenmark – wird ein Glücks-Cocktail ausgeschüttet…


FÜR DIE DIPS:
Zum Beispiel hat die „Avocado“ ein cremig zartes Fruchtfleisch und einen nussigen Geschmack. Falls die Avocado einmal noch zu fest oder hart, d.h. noch nicht ganz reif ist, diese am besten mit einem Apfel oder Banane in einer Tüte bei Zimmertemperatur lagern, dann reift sie schnell nach.

😉 UND SEROTONIN UND TRYPTOPHAN (NÜSSE/AVOCADO) SIND AUCH KRÄFTIG MIT VON DER PARTIE…
(siehe oben: Kl. medizinischer Exkurs)


Dip it!

Jetzt kann mit den frisch gebackenen, knusprigen Cräckern herrlich gedippt werden! Wer mag sie nicht dazu? Echt lecker…
Ullas Tipps für drei würzige Dips:
Als Erstes zaubern wir einen schön crèmigen Avocado-Dip, der ist fix und einfach zubereitet: Folgendes sollte man im Hause haben: 1-2 reife Avocados, 2 El frischen Zitronensaft, 1 Becher Crème fraîche, Salz, Pfeffer und zum Garnieren evtl. ein paar Blättchen frisches Basilikum.

1.) Avocado-Dip: Avocado halbieren, entkernen: Fruchtfleisch herausnehmen, mit Zitronensaft beträufeln und mit einer Gabel fein zerdrücken. Crème fraîche untermischen, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken – fertig.

2.) Scharfer Tomaten-Gurken-Dip: 150 g Kirschtomaten, 150 g Salatgurke, 1 rote Chilischote (winzig kleinschneiden), 1-2 Tl feingehackte Petersilie, Salz und Pfeffer. Alles klein würfeln bzw. sehr fein kleinschneiden und innig vermischen.

3.) Scharfer Frischkäse-Dip: Zutaten: 1 Becher Crème fraîche, 1/2 Becher Naturjoghurt (oder Schmand), 1 rote Chilischote (klein), 1 El Petersilie, Salz und Pfeffer. Alles miteinander verrühren bzw. sehr fein kleinschneiden und innig vermischen.

BEISPIELE FÜR DIPS:
Die Auswahl an Dip-Rezepten ist groß…wer die Wahl hat…

DIE AVOCADO – Wissenswertes:

Diese wird nicht nur in Mexiko als „Liebesfrucht“ verwendet, sondern weltweit. Wie auch Nüsse (z.B. Walnüsse) enthalten Avocados wichtige „Botenstoffe: Die Avocado liefert einen ganz wichtigen Baustein im Hormonstoffwechsel und ist reich an Tryptophan.
„Tryptophan“ ist für das Gehirn nötig, um Serotonin und Melatonin herzustellen. Diese sind wichtige Hormone (Botenstoffe) um unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und auch um unsere „Lust & Laune“ im Gleichgewicht zu halten. Melatonin wird aus Serotonin produziert. Serotonin wirkt hier als Neurotransmitter und ist somit ein Botenstoff zur Erregung der Nervenzellen. (siehe hierzu auch meinen neuen Blog-Artikel über „TRÄUME“…) 😉

Die Avocado gilt so auch als „Abendfrucht“, denn sie sorgt für einen erholsamen Schlaf. Dies ist – wie oben erwähnt – also dem Tryptophan zu verdanken, eben dieser essenziellen Aminosäure, die für die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin wichtig ist. Und ein gesunder Schlaf ist wichtig, denn während des Schlafens regeneriert und „repariert“ sich unser Körper


Viel Vergnügen auch beim Lesen meiner anderen (mittlerweile über 50)
Blog-Artikel 😉 wünsche ich meinen lieben LeserInnen 😉
Eure Ulla G. Bleibt gesund und vergnügt…


BLOG-ARTIKEL veröffentlicht am 07. Juli 2020

Quellen u.a.: www.garten-literatur.de/Leselaube/am/htm