Impfstoffe weltweit:
Zukünftige, neuere Impfstoffe – aktuell hoffnungsvoll noch in der Warteschleife…

Forscher entwickeln völlig neue Verfahren:
Neuer Super-Impfstoff könnte jahrelang gegen Corona schützen…

Wissenschaftler arbeiten derzeit an einer völlig neuen universellen Corona-Impfung: Diese neuesten Impfstoffe sollen frühestens nächstes Jahr 2022 einsatzbereit sein.

Einige junge, innovative Biotechnologieunternehmen verfolgen einen völlig neuartigen Weg. Sie versuchen mit ihren Vakzinen vor allem die T-Zellen zu stimulieren – also den Teil der Immunantwort, der sich darauf konzentriert, bereits infizierte Zellen zu finden und zu eliminieren, nicht aber das Virus selbst. Das heißt nicht, dass die „bisherigen“ Impfstoffe gar keine T-Zellen-Antwort produzieren, das ist aber nicht ihr primäres Ziel.
Die *T-Zellen haben in der Theorie mehrere Vorteile gegenüber *Antikörpern. Sie können länger im Körper überleben und reagieren sofort auf Bestandteile des Virus, die wahrscheinlich seltener mutieren als diejenigen, die von den Antikörpern erkannt werden.
05.2021: Das T-Zell-Vakzin des US-Unternehmens „ImmunityBio“ ist das bisher am weitesten fortgeschrittene derartige Projekt. Erste vorläufige Ergebnisse, die vergangenen Monat veröffentlicht wurden, sind überwiegend ermutigend.


Anm.: Kurz erklärt: *Antikörper sind Proteine die vom Immunsystem unseres Körpers (durch B-Zellen) als Reaktion auf fremde Eindringlinge = Makromoleküle (Antigene) gebildet werden.
Die spezifische Bindung von *Antikörpern an diese Antigene bildet einen wesentlichen Teil der körpereigenen Abwehr gegen eingedrungene Fremdstoffe.
*TZellen sind Abwehrzellen unseres Immunsystems mit unterschiedlichen Aufgaben und Teil unserer (erworbenen) Immunreaktion. Die T-(„Killer“)-Zellen sind z.B. auch verantwortlich für den Langzeitschutz vor Infektionen. Das alles geschieht z.B. in den Lymphknoten…Greift z.B. das echte Coronavirus an, können T-Killerzellen infizierte Körperzellen erkennen und zerstören.


IMPFSTOFFE: mRNA, Vektor oder proteinbasiert: Jeder dieser Corona-Impfstoffe funktioniert etwas anders.. alle haben aber das das gleiche Ziel… 


Die Super-Vakzine

….könnte „mehrere Jahre lang schützen“: Auch in Frankreich verfolgt man diesen Ansatz bei „OSE Immunotherapeutics“. Gerade hat dieses Biotech-Unternehmen begonnen, seinen Impfstoff in klinischen Studien zu erproben. „Er könnte mehrere Jahre lang schützen“, sagt Unternehmenschef Alexis Peyroles.
Eine andere französische Firma, Osivax mit Sitz in Lyon, arbeitet ebenfalls an einer T-Zell-Impfung und verspricht einen „universellen“ Impfstoff, der vermutlich gegen jede mögliche Variante wirksam wäre. Die Regierung in Paris unterstützt derzeit die Forschung mit Millionensummen. Allerdings: Das Virus könnte vielleicht doch auch immun gegen solche Impfstoffe werden. Vieles ist in diesen Zeiten einfach nicht genau vorhersehbar.(Bericht: 14.05.2021 | mwe, t-online, Nachrichtenagentur: AFP)

NAHE ZUKUNFT – Gute Nachrichten:
Die saRNA-Vakzine – Impfstoffe der zweiten Generation…

Experten setzen große Hoffnung auf Impfstoffe der zweiten Generation, die langfristiger wirken und einfacher zu verteilen sein könnten; etwa saRNA-Impfstoffe, bei denen die köpereignen Zellen in kontinuierlich produzierende Spike-Protein-Fabriken verwandelt werden, oder Impfstoffe, bei denen die Spike-Proteine selbst verabreicht werden. »Wir sitzen auf einer Schatztruhe«, meint Danny Altmann, Immunologe am Imperial College in London.

Neuere, vielversprechende „Impfstoff-Modelle“ sind aktuell in der nahen zukünftigen Entwicklung wie z.B. die saRNA-Vakzine (selbstamplifizierende RNA):
So kündigte das „Imperial College London“ die erste klinische Prüfung seiner neuen saRNA-Vakzine an. Der Kandidat enthält selbstamplifizierende“ RNA – die sich also im Geimpften selbst noch weiter vervielfältigt – und ebenfalls für das Spike-Protein des Virus kodiert.
Die saRNA-Strategie sorgt im Prinzip für einen „zweifachen“ Adjuvans-Effekt. An der Studie sollen nun insgesamt 300 Probanden teilnehmen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffs erhalten…
(Anm.: Das „Imperial College London“ ist eine der forschungsstärksten und renommiertesten Universitäten der WeltWikipedia)

Einer der vielversprechendsten, innovativsten Corona-Impfstoffe, die derzeit entwickelt werden, ist also laut „Spektrum“ nun diese ganz neuartige Technologie des „Imperial-College“ London. Die Impfung basiert auf der neuen *saRNA. Ähnlich wie bei sämtlichen – ebenfalls neuartigen – mRNA-Impfstoffen wird NUR das „genetische Material“ des Virus kopiert – nicht aber das Coronavirus selbst – und in den Körper geschleust. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung.de)


Anm.: *saRNA: Zu den viel versprechendsten Kandidaten zählen aktuell nun die Ergebnisse neuester Ansätze mit saRNA (Self-amplifying, also sich selbst vervielfältigender RNA). Ähnlich wie bei den bereits zugelassenen mRNA-Impfstoffen wird – wie oben erwähnt – bei diesem Verfahren nur genetisches Material des Virus „direkt“ in menschliche Zellen eingeschleust, was den Körper ausschließlich dazu sofort anregt, das berühmte »Spike«-Protein („Stacheln“) selbst herzustellen, mit dem die Oberfläche von Sars-CoV-2 bedeckt ist.


saRNA-Vakzine – Innovativster Ansatz bisher:

DER CLOU: Was diesen nun noch in der Entwicklung steckenden Corona-Impfstoff besonders vielversprechend macht:

Auch eine Auffrischimpfung soll hierzu später nicht mehr notwendig sein, da der Impfstoff zusammen mit körpereigenen Zellen ermöglicht, das Spike-Protein immer selbst herzustellen.


„Ich bin sehr gespannt darauf, ob sich dieser Ansatz vielleicht als ähnlich wirksam wie die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und ModerRNA erweist – nur als noch besser“, sagt Bundes-Minister Peter Altmeier (*1958) – noch im April 2021 – gegenüber „Spektrum“. Der Impfstoff könnte in den nächsten Monaten marktreif werden, schreibt die Ärztezeitung. (SPEKTRUM.DE)


Ein weitere neue Option: siRNA

12.06.2021: Mediziner haben aktuell eine Impfstrategie entwickelt, die zu 99% wirksam sein soll:

NEUE RNA-Technologie namens „small-interfering“ RNA, kurz siRNA.

Ein internationales Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Australien und den USA hat möglicherweise eine neue Behandlungsmethode gegen Covid-19 gefunden.

Gemeinsam entwickelte das Forscherteam eine experimentelle, direkt wirkende antivirale Medikamententherapie, die dazu in der Lage sein soll, die Viruslast bei erkrankten Personen um 99,9 Prozent zu senken. Die bisherigen Virostatika — wie Tamiflu, Zanamivir und Remdesivir —, die ebenfalls die Vermehrung von Viren hemmen, reduzieren dagegen nur die Symptome und helfen den Erkrankten bei der Genesung… sagte der Professor und stellvertretende Direktor des Zentrums für Gentherapie bei City of Hope, Kevin Morris.

Der neue antivirale Therapieansatz der Forscherinnen und Forscher verwendet eine sogenannte „Gen-Silencing“ – RNA-Technologie.  So wird das Genom des Virus direkt angegriffen und von der Replikation abgehalten. Unter dem Begriff Gen-Silencing wird der natürliche Vorgang in der Genetik beschrieben, bei dem die Nutzung der in den Genen vorkommenden Erbinformation gebremst wird. Beim neuen Behandlungsansatz handelt es sich – wie oben erwähnt – um eine ganz spezifische RNA-Technologie namens small-interfering RNA, kurz siRNA.


PROTEINE: Aktuelle Impfstoffe der dritten Technologie…


Neuer Impfstoff-Ansatz – proteinbasiert –
NOVAVAX

Der Impfstoff von NOVAVAX setzt hier nun auf eine „dritte“ Technologie und basiert auf „Proteinen“: Das Immunsystem soll bei der Impfung selbst die Antikörper gegen das Protein bilden und so den Körper auf eine Infektion vorbereiten. Das ist vergleichbar mit der Reaktion auf die Grippeimpfung.
Protein-basierte Impfstoffe enthalten einzelne virale Proteine, die für eine Immunreaktion besonders relevant sind.

Aussichten:
16.06.2021: Novavax hat bekannt gegeben, dass sein Corona-Impfstoffkandidat NVX-CoV2373 in einer Phase-III-Studie eine Gesamtwirksamkeit von 90,4% erreichte. Der rekombinante „Proteinbasierte Impfstoff“ rückt so der Zulassung einen Schritt näher.
Das Unternehmen NOVAVAX beabsichtigt im dritten Quartal 2021 eine behördliche Zulassung für seinen Impfstoff zu beantragen. Bis dahin sei eine Produktion von 100 Millionen Dosen pro Monat möglich.

Die Liste immer neuerer Covid-19 – Impfstoffe – die derzeit noch in klinischen Prüfungen beurteilt werden müssen – wird immer länger…Das Erscheinen NEUER proteinbasierter Impfstoffe „NOVAVAX“ (BAXTER) aus den USA ist nun auch in Europa – voraussichtlich frühestens im Herbst 2021 – doch endlich in Sicht…


Ein lange schon bewährtes Modell: Das Prinzip proteinbasierter Impfstoffe, wie z.B. etwa gegen Grippe oder Hepatitis B ist schon lange bekannt… So könnte mit dem Mittel von Novavax auch ein solcher Impfstoff gegen Covid-19 in der EU bevorzugt zugelassen werden. (pei.de)

Auch für diesen neuen Impfstoff wurden bisher sehr gute Wirksamkeitsdaten meldet das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen. – eine gute Nachricht in turbulenten Zeiten rund um die dringend benötigten Corona-Impfstoffe.

Der neue Novavax-Impfstoff soll auch vor der südafrikanischen MUTATION: BETA (B.1.351-Variante) schützen….wenn auch mit mäßigerer Effizienz. 

Die EMA – prüft… und prüft…

04.02.2021 – Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat schon früh – wie oben erwähnt – erst einmal ein Rolling-Review-Bewertungsverfahren dieses Covid-19-Impfstoffkandidaten von Novavax gestartet. Damit soll eine mögliche Zulassung des proteinbasierten Impfstoffs deutlich beschleunigt werden. Noch ist es nicht soweit und wird wohl auch noch dauern:

NEWS -14.04.2021: Novavax wird wohl die angestrebte Produktion von 150 Millionen Impfdosen pro Monat – wegen „Versorgungs-Engpässen“ erst frühestens im dritten Quartal erreichen. Das Vakzin ist immer noch nicht zugelassen.

Man hatte eigentlich doch schon deutlich früher damit gerechnet: Ein positiver Ausgang des EMA-Verfahrens kann jedoch nun als wahrscheinlich gelten, nachdem zuletzt in der Phase-III-Studie eine Wirksamkeit des Impfstoffs von 90,4 Prozent gezeigt werden konnte. Dies liegt etwas unter der Effektivität der beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von Biontech/Pfizer und der »Covid-19 Vaccine Moderna«, die bei etwa 95 Prozent angesiedelt ist, aber doch deutlich über der des Astra-Zeneca-Impfstoffs, für welches die EMA lediglich nur 59,5 Prozent angab.

NEU? NOVAVAX – Kombi?
Juni 2021: Sicherheit, Immunogenität und Wirksamkeit eines COVID-19-Impfstoffs (NVX-CoV2373), der zusammen mit saisonalen Influenza-Impfstoffen verabreicht werden kann… evtl. als Booster-Impfstoff?

Ein neues Rolling-Review-Verfahren laufe hier bei der EMA bereits. Es handelt sich hierbei um den allerersten Proteinimpfstoff, der in der EU zum Schutz vor COVID-19 zum Einsatz kommen könnte. Die gleiche Technologie wird übrigens bei anderen Impfstoffen schon seit vielen Jahren eingesetzt, wie etwa bei der jährlichen Grippeschutzimpfung… Zulassung sei nun doch schon im dritten Quartal geplant…sagte Novavax-Chef Stanley Erck. Das Unternehmen plant bis Ende September Eil-Anträge auf eine Zulassung in den USA und Europa zu stellen.


INFO: Neue Protein-Impfstoffe – Wissenswertes:

Die aktuelle Impfstoffkategorie „Rekombinierte Proteine“ = Protein-basierte Impfstoffe, die als Impfantigen aufgereinigte „virale Proteine“ enthalten, gilt als sehr sicher. Durch den hohen Reinheitsgrad der Proteine ist praktisch ausgeschlossen, dass genetisches Material des Virus in den Impfstoffen enthalten ist.



Ausführliche Impfstoff-Beschreibung:
Der Impfstoff NVX-CoV2373 „Novavax“
des US-Unternehmens Baxter ist weder ein mRNA – noch ein Vektorimpfstoff, sondern ganz innovativ:

Der NVX-CoV2373 gehört zur Gruppe der Protein-basierten „Tot-Impfstoffe“.

12.05.2021: Novavax verwendet für sein Vakzin NVX-CoV2373 (einen sog. Tot-Impfstoff) das sogenannte inaktive (tote) Spike-Protein von SARS-CoV-2 und reproduziert es in Insektenzellen. Das menschliche Immunsystem bildet dann die hierfür notwendigen Antikörper gegen dieses Spikeprotein und kann dadurch eine COVID-19-Erkrankung abwehren.

Der Impfstoff-Kandidat von Novavax biete einen hohen Schutz vor Covid-19, meldete das Unternehmen am 15. Juni 2021. Die Wirksamkeit des Impfstoffs, der zweimal gespritzt werden muss, liege nach den vorläufigen Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 90,4 Prozent.  (br.24 newsletter)


Weitere Beschreibung des Impfstoffs: Nanopartikel umschließen die Proteine (mit oder ohne dem Matrix-M-Adjuvans) – wie ein „Fähre“… beladen mit dem Impfstoff…

Anm.: Siehe ausführlichen Kurz-Bericht über NANOPARTIKEL bei Impfstoffen – am Ende des Blog-Artikels unter Corona-Aktuell: 4.2 Impfstoffe/Herstellung (siehe oben in der Leiste oder am Ende dieser Seite zum Anklicken…)

Der IMPFSTOFF enthält also „virusähnliche“ Partikel (= VLP – Virus like Particles), die das Spike-Protein von SARS-CoV-2 präsentieren, plus ein Adjuvans, das die Immunreaktion verstärkt. Er ist also – wie bereits gesagt – kein mRNA, sondern ein proteinbasierten „Totimpfstoff„, der ein gentechnisch hergestelltes „Virusantigen“ enthält, das mittels Nanopartikeln dann zu den Körper-Zellen befördert wird.

Um es nochmals zu betonen: Protein-basierte Impfstoffe enthalten einzelne virale Proteine, die für eine Immunreaktion ganz besonders relevant sind. Häufig müssen solche Impfstoffe – zur Wirkstoff-Verstärkung – wie erwähnt – mit Adjuvanzien bestückt werden.

Drei dieser „Protein-Basierten“ Kandidaten werden laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit bereits klinisch getestet. So untersucht das US-Unternehmen Novavax derzeit auch noch einen anderen Kandidaten mit rekombinantem Spike-Protein und dem Adjuvans Matrix‑M™.  (Quellen: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/protein-basierte-impfstoffe-und-vlp-118565/)

Wenn nicht die Mutanten wären…
VIRUS-MUTANTEN GEFÄHRDEN EXTREM DEN IMPFERFOLG:

In Großbritannien habe sich dabei zunächst eine schwächere Wirksamkeit gegen die britische Virus-Mutation ALPHA B.1.1.7 gezeigt und in einer Phase 2b-Studie auch gegen die neueste südafrikanische Mutante: BETA – B.1.351-Linie. Dieser gefährlichere Südafrika-TYP (Virus-Variante „V2“ alias N501Y.V2oder auch die B.1.351 ist eine durch Mutation entstandene neuere Variante des Coronavirus.

„Delta ist noch ein Stück ansteckender als die derzeit vorherrschende Virusvariante Alpha. Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen“, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.

„Die gute Nachricht ist: Jeder, der vollständig geimpft ist, ist auch vor Delta geschützt“, sagte Watzl.


TIPP:
Zu diesem wissenswerten Thema weiter oben auf der Blog-Artikelseite anklicken: „Corona-Fakten-Aktuell“ zum Thema: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten scrollen…ODER unten am Blog-Artikel-Ende „Ausführlicheres“ zum Anklicken unter 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten – einfach hier Wissenswertes über alle bisherigen neuesten Mutationen erfahren…


Einige Studien zeigten bereits, dass Antikörper, die – nach einer Corona-Impfung gebildet werden – die bisherige Variante BETA – (B.1.351) schlechter neutralisieren können. Diese gefährlichere südafrikanische Variante scheint dem Impfschutz also besonders gut entkommen zu können. (Quelle:DocCheckhttps://www.doccheck.com)

Der US-Pharma-Konzern und Hersteller von Novavax (aus Gaithersburg, einem Vorort von Washington D.C.) gehört zu den Firmen, die in den USA im Rahmen der „Operation Warp Speed“ bei der Impfstoffentwicklung in den USA staatlich unterstützt wurden: AMERICA FIRST…

Anm.: Das neue US-Baxter-Werk in Halle/Westfalen produziere nun bald ebenso den „NOVAVAX“ Impfstoff auch in Deutschland: Der Hersteller wollte in seinem Werk in Halle spätestens im März 2021 erst einmal mit der Auftragsfertigung des Corona-Impfstoffs von BioNTech beginnen. Später im Jahr – soll dann auch für das US-Unternehmen Novavax ein Vakzin in OWL hergestellt werden. So soll binnen 18 Monaten doch mindestens eine dreistellige Millionenzahl an Impfdosen dort produziert werden. (Anm.: OWL=Ostwestfalen-Lippe).


Es handelt sich hier also bei NOVAVAX also – wie gesagt – um einen proteinbasierten Tot-Impfstoff, der „als Antigen“ ein Spike-Protein enthält. Das Spike-Protein wird hier in Insektenzellen „gentechnisch“ hergestellt. Der Impfstoff lässt sich auch bei 2 °C bis 8 °C stabil lagern und wird sogar in Form einer bequem zu handhabenden „gebrauchsfertigen“ Flüssigformulierung ausgeliefert. Großbritannien hat (laut DPA-Informationen) bereits 60 Millionen Dosen des Präparats vorbestellt.

Die EU-Kommission schloss erst am 17. Dezember 2020 ihre „Sondierungsgespräche“ mit dem Pharmaunternehmen BAXTER (Novavax) über den Erwerb des Impfstoffs ab, heißt es auf der Website der EU-Kommission. Nun wird der Impfstoff seit März 2021 zunächst erst einmal im „Rolling-Review-Verfahren“ von der EMA geprüft. Der geplante Vertrag würde allen EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit bieten, zunächst 100 Millionen Dosen zu erwerben — mit der Option auf weitere 100 Millionen… Im Herbst 2021 sollte es dann erst soweit sein…

NOVAVAX

USA – Februar 2021: US-Notfallzulassung für den neuen Coronaimpfstoff NOVAVAX (Baxter) beantragt…


Geplant ist nun ein Antrag auf Zulassung bei Behörden in Europa erst im dritten Quartal 2021. (ww.aerzteblatt.de)

04.02.2021: In einer Spätstudie wurde jetzt kürzlich gezeigt, dass der Impfstoff von Novavax zu 89% gegen Sars-CoV-2 wirksam ist. An dieser Studie nähmen auch ältere Probanden teil (27 Prozent waren älter als 65 Jahre). (Quelle: Fierce pharma)

Die Vakzinen sorgen allerdings nicht nur für Jubel…. wie oben schon erwähnt:
Die Wirksamkeit sei nur zirka knapp 60% „gegen die neuen Mutationen“ nachweisbar, so sei der Impfstoff insgesamt eher mäßig zu beurteilen. Dass die „Schutzwirkung“ des Impfstoffs vor moderaten bis schweren Verläufen bei Probanden in „Südafrika“ nur bei 57 Prozent lag, zeigt in jedem Fall, wie „robust“ diese südafrikanische Mutation BETA (B.1.351) im Vergleich zu der ursprünglichen Variante von SARS-CoV-2 ist. Das hatte kürzlich auch die „NovavaxStudie“ (s.o.) deutlich gezeigt. Dennoch kann der Impfstoff auch in Südafrika vor allem „vor schweren Verläufen“ schützen und helfen Todesfälle zu vermeiden. (29.01.2021 – Quelle: www.aerzteblatt.de)

Bei den anderen mRNA-Impfstoffen hatte sich das bislang noch nicht so eindeutig gezeigt. Zwar haben sowohl „Moderna“ als auch BioNTech neutralisierende Aktivität gegen die Südafrika-Variante BETA (B.1.351) nachgewiesen, wenn auch nur schwach. Reale Daten aus einer randomisierten Studie gebe es bisher jedoch nur für Novavax.


NOVAVAX: NEUERER DOPPEL-IMPFSTOFF IN SICHT?
Ein neuer Schutz gegen das Coronavirus und gleichzeitig die saisonale Grippe?

Mai 2021 – Wie oben schon kurz erwähnt: Das US-Unternehmen Novavax arbeitet derzeit auch an einem sog. Kombi-Impfstoff, der gleichzeitig gegen das Coronavirus und die saisonale Grippe schützen soll. In Tierversuchen zeigte die Vakzine eine gute Wirksamkeit, heißt es in einer ersten Veröffentlichung.
Novavax-Chef für Forschung und Entwicklung Gregory Glenn erklärte, in der Corona-Pandemie seien zwar die saisonalen Grippeerkrankungen weltweit stark zurückgegangen. „Influenza“ stelle aber – nach wie vor- ebenfalls eine große Gesundheitsgefahr dar: Der Doppelimpfstoff könne deswegen ein »wichtiges künftiges Instrument im langfristigen Kampf« gegen diese beiden respiratorischen Viren werden.

AKTUELL erwartet und wohl schon im Herbst 2021 in Sicht – wie oben schon erwähnt:

NOVAVAX:

Wissenswertes: Der Impfstoff enthält – wie bereits oben erwähnt – also das rekombinant hergestellte Spike-Protein des SARS-​CoV-2-Virus sowie ein neuartiges Adjuvans. Ob dieser Impfstoff die gleiche Verträglichkeit erzielt, wie die bisherigen genbasierten Impfstoffe, bleibt abzuwarten.

Achtung: ADJUVANS?

NOVAVAX enthält zur Verbesserung der Immunreaktion eben – wie gesagt – dieses Adjuvans. Es handelt sich um eine Eigenentwicklung vom Hersteller Novavax. Adjuvanzien führen erfahrungsgemäß häufiger zu einem Anstieg der Nebenwirkungen. (Quelle: © rme/alir/aerzteblatt.de)

DER FÄHREN-IMPFSTOFF: NOVAVAX ist ein Impfstoffkandidat, der – genauer gesagt – rekombinant hergestelltes, trimeres SARS-CoV-2-Spike-Glyko-Protein enthält und zusammen mit einem Matrix-M1-Adjuvans in Nanopartikeln (Fähre) formuliert ist. Die Ergebnisse einer Phase III-Studie bescheinigen der Vakzine bisher ein gutes Sicherheits- und Immunogenitäts-Profil.


Mutanten – Varianten – Wirksamkeit?

NOVAVAX berichtet, dass sein Impfstoff NVX-CoV2373 sich nun in den Phase-II b und Phase-III-Studien bestens bewährt habe. Das Vakzin soll gegen das Coronavirus sowie nun auch gegen die neue Virusvariante, die Mutante: B.1.17, die ihren Ursprung offenbar in Großbritannien hat, schützen, dagegen leider eher „mäßig“ gegen die neue südafrikanische Variante: BETA (B.1.351):

TIPP – zum neuen Blog-Artikel:
Zu diesem Thema weiter OBEN auf der Blog-Artikelseite: Corona-Fakten-Aktuell zum Thema: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten scrollen…
ODER UNTEN im Blog-Artikel informativ „Ausführlicheres“ unter: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten – einfach Wissenswertes über alle bisherigen neuesten Mutationen erfahren…
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John Moore, Professor für Mikrobiologie und Immunologie am Weill Cornell Medical College in New York, sagte gegenüber Reuters, dass die Studiendaten von Novavax Baxter etwa vergleichbar mit den Ergebnissen der beiden bereits zugelassenen Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna seien.
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Wissenschaftler um *Cheryl Keech von der Firma Novavax (Baxter) in Gaithersburg, USA, haben die Daten einer randomisierten, placebokontrollierten Phase I/II-Studie zur Überprüfung der Sicherheit und Immunogenität bekannt gegeben. Die Firma Novavax“ forscht bereits nun zusätzlich an einem neuen passgenauen Impfstoff-Design gegen die neue „südafrikanische“ Mutation BETA (B.1.351). Derzeit läuft zudem auch (in den USA und in Mexiko) eine weitere Studie namens „PREVENT-19“, die bis Mitte Februar 2021 zirka 30.000 Probanden umfasst hat. Eine andere britische Studie soll nun Grundlage für Zulassungsverfahren in Großbritannien, der EU und in anderen Staaten werden.
„Novavax“ rechnet damit, bereits entsprechende Anträge bei den Zulassungsbehörden im Herbst 2021 einreichen zu können.

Dann würde bald vielleicht der Impfstoff Nummer „SECHS“ zugelassen…?

Anm.: *Mrs. Dr. Cheryl Keech, MD, Ph.D., Chief Medical Officer, Senior Vice President ILiAD Biotechnologies, LLC und Executive VP für klinische Forschung in Gaithersburg, USA: Dr. Keech hat mehr als 25 Jahre Erfahrung als Kliniker, Forschungswissenschaftler und ist medizinische Direktorin (MD) für Pharma- und Vertragsforschungs-Organisationen mit umfassender Erfahrung in Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Sie hatte ebenfalls leitende Positionen als Medical Director bei Eli Lilly und GSK (Biologics) inne. (ILiAD Biotechnologies)

AUS ALLER WELT – Beispiel: China – Russland

Neue „Corona-Impfstoffe“ in anderen Ländern schon verfügbar…


Im Folgenden werden nun aus Wissenschaft und Forschung – aus aller Welt – erfolgsversprechende alte und „neue“ Impfstoff-Ansätze vorgestellt :

CHINA: SINOPHARM -VERO –

SINOPHARM produziert – klassische Tot-Impfstoffe – ohne gentechnisches Verfahren – Sinopharm setzt bei der Impfstoffherstellung auf die Metho­de mit inaktivierten Viren.

CHINA: Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe) wie bspw. von Wuhan Institute of Biological Products/Beijing Institute of Biological Products/Sinopharm oder aber auch die Hersteller-Firma Sinovac verwenden Viren, deren genetisches Material zerstört wurde, sodass sie nicht replizieren können, aber dennoch eine Immunantwort auslösen können.

CHINA – NEU: Am 30.12.2020 wurde ein Impfstoff namens „VERO“ von Sinopharm, einer Firma aus Wuhan für China „bedingt“ zugelassen. Dem Impfstoff der „China National Biotec Group“ (CNBG), einer Tochterfirma von Sinopharm, sei eine „bedingte Zulassung“ erteilt worden. Auch hier laufen noch parallel die Phase III- Studien…Es handelt sich um einen Impfstoff mit „inaktivierten“ Viren. Sinopharm hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor COVID-19 bietet.
Anm.: Totimpfstoffe  = inaktivierte Impfstoffe: Bislang fehlt es international weitgehend an Vertrauen in die chinesischen Vakzine, auch weil kaum Testergebnisse veröffentlicht wurden.
Bisherigen Angaben zufolge hat Sinopharm zwei inaktivierte „Ganzvirus“-Impfstoffe in der Entwicklung, also klassische Totimpfstoffe, die mittlerweile in mehreren Phase-III-Studie geprüft wurden.
Dabei gibt es in China neben Sinopharm mit „Anhui Zhifei Longcom“, CanSino, und „Sinovac“ noch drei weitere Unternehmen, die auf Hochtouren an einem neuen Impfstoff arbeiten.

Sinopharm hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor COVID-19 bietet. Die Daten hätten auch gezeigt, dass der Impfstoff die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, heißt es in einer „offiziellen“ Mitteilung der chinesischen Führung…
Laut den von Sinopharm angegebenen Daten ist das nun in CHINA bisher schon zugelassene chinesische Präparat deutlich „weniger“ (!) wirksam als die mRNA-Impfstoffe von BioNTech-Pfizer und Moderna, die nach Angaben der Hersteller über eine Wirksamkeit von 95 Prozent verfügen. Allerdings kann das chinesische Vakzin nach Angaben des Herstellers bei normaler Kühlschrank-Temperatur gelagert werden.

Bereits im September 2020 hatte der China-Impfstoff auch eine Notfallzulassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten sowie Anfang November 2020 auch in Bahrain.
Anders als andere uns bekannte Impfstoffe nutzt die chinesische Vakzine – wie gesagt – „keine gentechnischen“ Verfahren. Vielmehr beruht es auf der klassischen Methode, durch abgetötete Coronaviren eine Immunreaktion auszulösen.

05. Mai 2021: China beliefert viele Länder weltweit mit Vakzinen. Doch es gibt Zweifel an deren Wirksamkeit. Vor der Entscheidung der WHO über eine Notfallzulassung war die Anspannung in Peking groß.

07.05.2021- Aktuelles:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun doch für einen chinesischen Coronaimpfstoff „VERO“ von Sinopharm eine Notfallzulassung erlassen. So können zum Beispiel UNO-Organisationen das Mittel kaufen und weltweit auch an ärmere Länder verteilen.

ES IST KURZ VOR ZWÖLF – „Wer die Zeit drängt, den verdrängt die Zeit.“ – Zitat: Anonymus
 ( = Hacker…es ist ein Internetphänomen, das weltweit von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen innerhalb der Netzkultur verwendet wird).

Hersteller SINOVAC: „Coronavac“

Peking – DerCoronaVac“ Impfstoff des chinesischen Herstellers „Sinovac-Biotech“ hat in einer Phase-3-Studie eine Schutzwirkung von nur etwa knapp 50 % erzielt.

Der Impfstoff „CoronaVac“ besteht genauso – wie der bereits in mehreren Staaten zugelassene andere Impfstoff „Vero“ von der anderen chinesischen Hersteller-Firma „Sinopharm“ – aus inaktivierten Viren (SARS-CoV-2) = Tot-Impfstoffe.

Nach Angabe der EMA-Prüfung (04.05.2021) werde deutlich… „dass der Impfstoff des chinesischen Herstellers „Sinovac“ Biotech   die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen COVID-19 wirksam sein „könne“... erklärte die EMA in Amsterdam.

Doch die Skepsis scheint nicht unbegründet zu sein. Jüngst ergab eine Impfstoff „Coronavac“-Studie in Brasilien lediglich eine Wirksamkeit von 50,7 Prozent für diesen Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac, der bereits in mehr als 30 Ländern doch schon notfallmäßig zugelassen sein soll. 


Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe)… sind sie die bessere Wahl?

Inaktivierte Impfstoffe (Tot-Impfstoffe) gehören zwar zu den älteren Vakzinen. Sie sind deshalb jedoch nicht weniger wirk­sam. Da sie das komplette Virus enthalten, kommt es zu einem breiteren Impfschutz, der manchmal sogar weitere verwandte Viren umfasst. Zu den theoretischen Vorteilen gegenüber mRNA-Vakzinen und adeno­basierten Impfstoffen gehört auch ein schnellerer Wirkeintritt, da die Proteine nicht erst von den Ribosomen der menschlichen Zellen gebildet werden müssen. (www. aerzteblatt.de)


(11.08.2020) Russlands frühester Corona-Vektor-Impfstoff:
„Gam-Covid-Vac“(SPUTNIK-V): Hauptsache Erster…

Aktuelles:

MÄRZ 2021: The Lancet veröffentlichte eine Interims-Analyse der Phase-III-Studie von Sputnik V selbst, wonach der Impfstoff eigentlich eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent aufweisen sollte…

Warum sorgte Sputnik V aktuell für Ärger in der Slowakei?

Zwischen Russland und der Slowakei ist ein Streit um die Lieferung des Sputnik V Impfstoffs entbrannt. Die Slowakei hatte am 1. März eine Lieferung von 200.000 Dosen erhalten, nachdem eine Ausnahmegenehmigung für die Anwendung des russischen Serums erteilt worden war. Der tatsächliche Einsatz von Sputnik V sollte dennoch erst nach einer Prüfung durch das slowakische Institut für Arzneimittelkontrolle (SUKL) erfolgen.
Dieses äußerte aber erhebliche Zweifel an der Sicherheit der erhaltenen Charge: Sie habe „nicht die gleichen Merkmale und Eigenschaften“ wie die Chargen, deren klinische Testergebnisse in „The Lancet“ (s.o.) veröffentlicht worden waren. Mittlerweile fordert Russland alle gelieferten Sputnik-Dosen von der Slowakei zurück. (Quelle: https://www.dw.com/de/faktencheck-wie-wirksam-ist-sputnik-v/a-57188137)

14.04.2021: „Sputnik“-Stellungnahme zu den Sinusvenenthrombosefällen (SVT) bei Vektor-Impfstoff:

„UNSERE umfassende Analyse zu Nebenwirkungen während klinischer Untersuchungen im Zuge der Massen-Verimpfungen des Sputnik-V-Vakzins zeigten, dass es bisher bei uns zu keinen Fällen von zerebralen Sinusvenenthrombosen kam.“ So beginnt eine aktuelle Hersteller-Stellungnahme des „Gamaleya Centersvom 14. April 2021. „Alle bisherigen, sich nun auf dem Markt befindlichen Impfstoffe, die auf adenoviralen Vektor-Plattformen basieren, sind absolut unterschiedlich und einfach nicht direkt vergleichbar.“


VEKTOR – DER WIRKSTOFF:
„Sputnik V ist ein Zwei-Komponenten-Impfstoff aus den Adenovirus-Serotypen 5 und 26.

Es gibt das Konzept der „Vektorimmunität“, also einer Immunreaktion des Körpers gegen den Vektor. Deshalb werden beim Sputnik-Impfstoff für die 1. und 2. Impfung verschiedene Vektoren verwendet. Das könnte auch eine Erklärung für die etwas geringere Wirkung von Vaxzevria (AstraZeneca) sein und für die bessere Wirkung, wenn die Dosierungsabstände zeitlich weiter auseinander liegen. Allerdings fehlen bisher noch die genauen Daten, um diese Hypothese zu belegen… Wenn das Konzept der Vektorimmunität zutrifft, wäre eine 3. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff potentiell von Vorteil gegenüber einer erneuten Impfung mit einem Vektorimpfstoff…
(20.05.2021 – Quelle: Dr. Matthias Bräutigam – doccheck)


Gam-Covid-Vac-Lio (Sputnik V):
Erster russischer Vektor-Impfstoff wurde schon früh zugelassen…

In Russland wurde neben dem Gam-COVID-Vac / Sputnik V auch der EpiVacCorona schon 2020 zugelassen.

Der Sputnik-V-Impfstoff wurde ungewöhnlich früh – schon nach der Phase IIin Russland bereits im August 2020 zugelassen, so lief die Phase III einfach parallel…was extrem unüblich ist.
Mit dieser Nachricht überraschten damals russische Medien im Sommer 2020 den Rest der Welt:
Mit „Gam-COVID-Vac Lyo“ habe man WELTWEIT den ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Die Tochter des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei sogar bereits geimpft, so die skurrile Zusatzinfo, die alle bisherigen Berichte zum Thema gemeinsam haben. Es wurde damals erst das „Militär“ geimpft, dann die Bevölkerung.

24.03.2021 — Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nun doch auch selbst – nach Kremlangaben – gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auch impfen lassen. Erst habe er gezögert, dann aber erklärt, „Sputnik V“ sei nicht für sein Alter – er ist 68 Jahre alt – freigegeben. Danach wurde das Präparat dann doch in Russland plötzlich (Anfang März 2021) – auch für über 60-Jährige…zugelas­sen. (www.aerzteblatt.de) 

31.03.2021: Merkel, Putin und Macron sprachen nun auch über eine eventuelle Zulassung des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ in der EU.

Für Klarheit in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit soll nun ein sogenanntes Rolling-Preview-Verfahren der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) sorgen. Für eine EU-weite Zulassungsempfehlung braucht die EMA allerdings den vollständigen Datensatz. Aktuell sind Experten der EMA im Zuge des „Rolling Review“-Zulassungsverfahrens persönlich in Russland unterwegs, denn sie haben viele Fragen zu den bisher vorgelegten russischen Daten. Sie besuchen Kliniken, in denen geimpft wird, Produktionsstätten und Lagerräume etc. wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete.

20.04.2021: Wissenschaftler zweifeln Daten zu „Sputnik V“-Impfstoff an: Transparenz fehlt…

Wissenschaft braucht Vertrauen. Ohne Transparenz, etwa bei wichtigen Studien, geht das kaum. Doch da scheint in manchen Ländern noch immer nicht alles so zu sein, wie es sein sollte.

Eine russische Entscheidung erwartet der Gesundheitsexperte Jérôme Lepeintre bei der EU-Vertretung in Moskau frühestens im Juni oder Juli 2021. Wenn „Sputnik V“ zugelassen werde, soll der Impfstoff auch in Deutschland eingesetzt werden. Da ihr die bislang aus Russland bereitgestellten Daten nicht reichen, will sich die EMA in einem beschleunigten Prüfverfahren diese Informationen nun persönlich selbst in Russland beschaffen. Russland reagierte darauf bislang sehr zögerlich… (dw.com).

Wo gibt es denn bereits weltweit schon Zulassungen für Sputnik V?

Das russische Vakzin ist nach DW-Recherchen mittlerweile bereits in über 60 Staaten sowie in den palästinensischen Gebieten und in der Republik Srpska (in Bosnien, Serbien und Herzegowina) und San Marino bereits zugelassen und im Einsatz. Dazu gehören auch andere Länder auf der ganzen Welt, wie etwa Argentinien, Indien, Mexiko, Iran, Ghana, Sri Lanka… Auch die EU-Staaten Ungarn und Slowakei haben den Einsatz von Sputnik V jeweils per nationaler Notfallzulassung erlaubt – obwohl das Präparat in der EU noch nicht durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) freigegeben wurde… (!)

AKTUELLER EKLAT – wegen Sputnik V:

3. Mai 2021: Brasilien findet „vermehrungsfähige“ Viren in Russlands Impfstoff Sputnik V — und verweigert die Zulassung: In Proben hatten sie also tatsächlich lebende, vermehrungsfähige Viren gefunden, die normalerweise als Träger fungieren und eigentlich deaktiviert worden sein sollten. Schlamperei? Warum es zu dem Fehler kam, ist noch nicht klar.

Zwar handelt es sich dabei „nur“ um reguläre, harmlose Erkältungsviren, doch aus dem gebotenen „Vorsorgeprinzip“ habe man das Zulassungsverfahren (für den russischen Sputnik V) ausgesetzt, hieß es von brasilianischer Seite. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem könnte dies große Risiken implizieren.

Gustavo Mendes, der Leiter der brasilianischen Zulassungsbehörde Anvisa, erklärte gegenüber CNN Brasilien: „Der Impfstoff hat so damit (durch diesen o.a. Hersteller-Fehler) das Potenzial, ein genetisch verändertes Adenovirus zu erzeugen, dessen Reaktionen im menschlichen Körper und dessen potenzielle Risiken nicht bekannt sind. Wir haben Daten aus Russland analysiert und keinerlei Studien gesehen, welche die Sicherheit dieses Impfstoffs belegen. Das Vorsorgeprinzip hat uns dazu veranlasst, ihn nicht zu empfehlen.“ Der russische Hersteller wies die Vorwürfe – wie erwartet – prompt zurück. (Quelle: XING News Pharma & Medizintechnik news@mail.xing.com)


Ein russischer zweiter Vektor

Der russischer Impfstoff ist also „vektorbasiert“… und ähnelt auch den anderen chinesischen Vektor-Impfstoffen (und den bei uns bekannten Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca und J&J).


Der wichtige Unterschied:
Der Ansatz des russischen Impfstoffs basiert hier aber nicht auf einem, sondern auf „zwei“ Trägern mit verschiedenen abgeschwächten „Adenovirus-Vektoren“.… Wenn einmal ein geeignetes „Trägervirus“ etabliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine neuere Vakzine (Impfstoff) entwickeln. Eigentlich genial… (Quelle: www.zeit.de)


Anders als bei anderen Impfstoffen sind beim russischen Impfstoff also entscheidend die erste und die zweite Dosis der Vakzine nicht identisch: Es ist jeweils immer ein anderer (ein zweiter) abgeschwächter Vektorvirus enthalten:

Diese ZWEI Vektoren sollen verhindern, dass „Immunreaktionen“ auf das Vektor-Virus der ersten Impfdosis die Wirkung der zweiten Dosis abschwächen.

Da es bei anderen Vektor-Impfstoffen bekanntermaßen häufiger zu „Immunreaktionen“ gegen die Proteine des Vektors kommen kann und diese auch die Immunreaktion auf das SARS-CoV-2-Antigen abschwächen könnten, wird also bewusst bei Sputnik-V für das Priming (die erste Dosis) ein rekombinanter „Ad26-Vektorund für den Boost (die zweite Dosis) wieder ein „anderer“ (!) rekombinanter Adenovirus-5 („Ad5-Vektor) verwendet. Seine hohe Wirksamkeit liege – den russischen Entwicklern zufolge – somit bei knapp 92 Prozent. (Pharmazeutische Zeitung)

Der russische Sputnik-Impfstoff schließlich nutzt zwar – wie gesagt – auch Ad5, aber nur für den anderen zweiten Booster Shot. Bei der ersten Impfung verwendet das Gamaleya-Institut also den Vektor: Ad26. Dies soll verhindern, dass Immunreaktionen auf das Vektor-Virus der ersten Impfdosis die Wirkung der zweiten Dosis abschwächen.

Allen Impfviren gemeinsam ist, dass man ihnen ein für die Vermehrung wichtiges Stück Erbmaterial entnommen hat. Ihnen fehlt die Genregion E1, deren Produkt die Vermehrung des Virus startet. Dadurch kann sich das Impfvirus in Zellen nicht vermehren und dadurch auch keine Infektion hervorrufen.
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Neuere russische Studien zu Sputnik V hätten auch angeblich dessen „hohe“ Wirksamkeit erst kürzlich wieder bewiesen.
Diese Studien seien aber bisher jedoch nicht öffentlich erschienen..so heißt es in der internationalen Presse (!)…

Wissenschaftler entdecken nun verdächtige Auffälligkeiten

IMPFSTOFF: SIND DIE DATEN MANIPULIERT? WISSENSCHAFTLER ZWEIFELN „SPUTNIK V“– INFORMATIONEN AN…

20.04.2021: In einem von der britischen medizinischen Fachzeitschrift The BMJ veröffentlichten Brief stellen die Wissenschaftler Florian Naudet, Enrico Bucci und weitere Forscher „Auffälligkeitenbezüglich der Wirksamkeit von „Spuntik V“ fest, wie ntv berichtet. Bei den kritischen Wissenschaftlern handelt es sich nicht um Impfstoffforscher, sondern um Mediziner, die sich kritisch mit den vorgelegten Datensätzen zu den verschiedenen Testphasen auseinandergesetzt haben. Im Zentrum der Kritik stehen statistische Auffälligkeiten. Der russische Hersteller wies – wie immer – alle Vorwürfe zurück.


+++ Russland will – wenn man hier der Aussage glaubt – nun nach Präsident Putin vermutlich bis zum Ende des Sommers 2021 die Herdenimmunität im ganzen Land erreichen. Entsprechend könnten dann auch die Beschränkungen aufgehoben werden, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den Präsidenten. Dabei ist – laut Presse- die Impf-Müdigkeit bzw. -Verweigerung – in Russland bekanntermaßen sehr hoch…

08.2020: „Es ist ganz wichtig, dass man auf jeden Fall einen sicheren Impfstoff einsetzt und auch weiß, wo möglicherweise Nebenwirkungen liegen“, sagte auch Professor Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), der Deutschen Presse-Agentur. „Die russische Bevölkerung hatte da zu Recht kein Vertrauen mehr in den Impfstoff und sich wie Versuchskaninchen gefühlt“, sagte Schmidt-Chanasit.


Sputnik V doch bald auch in der EU verfügbar?

März 2021: Spahn führte bereits Gespräche über eine evtl. Sputnik-V-Produktion in Europa:

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es Überlegungen zur Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Europa. Bei Gesprächen mit der russischen Seite habe es die Bitte gegeben zu schauen, ob es in Deutschland oder Europa Produktionskapazitäten geben könne, sagte Spahn – schon im Februar 2021 – bei einer Online-Konferenz von “Tagesspiegel”,  “Zeit”, “Handelsblatt” und “Wirtschaftswoche”.


Deutschland könnte den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ in einem nationalen Notfallverfahren zulassen. So wie zum Beispiel schon in Ungarn geschehen. Dafür wäre hier auch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig.
Das bedeutet: Die EMA, die Europäische Arzneimittelagentur entscheidet letztendlich über diese Zulassung, die dann auch für Deutschland gilt. Es ist derzeit aber nicht denkbar, dass für Sputnik V noch im Juni 2021 eine Zulassung (EMA) erteilt wird. Produziert werden sollte das Vakzin eigentlich auch in Deutschland, am Standort der russischen Firma R-Pharm in Illertissen (Bayern). Dies wird derzeit (Mai 2021) nun aber wieder in Frage gestellt – wegen erheblicher „Ungereimtheiten“ bei der Vakzine…


11.05.2021: Ruhig geworden ist es – vor diesem Hintergrund – nun um die Bestellung von Sputnik V durch weitere europäische Staaten…


Russland hatte schon Ende letzten Jahres (2020) für keinen seiner Impfstoffe eine echte „internationale“ Zulassung. Das scheint auch niemanden dort zu stören…
Die Wirksamkeit von „Sputnik-V“ ist von unabhängiger Seite bisher also nicht nachgewiesen. Russland (Putin?) hat das Vakzin zur breiten Anwendung bereits selbst zugelassen und schon recht früh zahlreiche Lieferverträge mit anderen Staaten geschlossen. Zwei weitere neuere Impfstoffe – wie oben erwähnt – sollen nun auch noch dieses Jahr 2021 zum Einsatz kommen.


„EpiVacCorona“ und „CoviVac“… aus Russland

Nach Sputnik V gab es auch kurz danach bereits einen zweiten Impfstoff gegen Covid-19 in Russland: Der Impfstoff wurde laut Putin im Forschungszentrum namens „Vektor“ in der sibirischen Großstadt Nowosibirsk entwickelt und trägt die Bezeichnung „EpiVacCorona“. Er wurde in Russland bereits – nach Sputnik V – im Oktober 2020 zugelassen. Die Massenproduktion von EpiVacCorona begann im Februar 2021. EpiVacCorona kann in Standardkühlschränken aufbewahrt werden. Nach russischen Angaben wird durch den Impfstoff in 100 Prozent der Fälle eine Immunantwort ausgelöst…
„Soweit ich weiß, haben wir nun aber bereits sogar schon einen dritten Impfstoff (CoviVac) in der klinischen Entwicklung“, meinte der Kremlchef noch Anfang des Jahres 2021. Das Vakzin mit dem Namen „CoviVac“ wurde bereits ab März 2021 in Russland an die Bevölkerung verabreicht.

Dieses Serum wurde am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften getestet. (Quellen: DAZ= Die Deutsche Apothekerzeitung ist eine unabhängige pharmazeutische Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis)

Russland wolle nun im ersten Halbjahr 2021 insgesamt fast 2 Millionen Einzeldosen der russischen Impfstoffe Sputnik V, und die neueren russischen EpiVacCorona und CoviVak herstellen…sagte Russlands stellvertretende Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa, die für die Bekämpfung der Pandemie zuständig ist.


Neues aus Deutschland… exzellente Wissenschaft:

NEUERE FORSCHUNGS-OBJEKTE: Die „Plattformtechnologie“ mittels eines VEKTORS: In Planung – Die neue *ORFV-Plattform: Orf-Virus-Vektor

Ein neuer multivalenter Vektorimpfstoff wird zwei verschiedene Antigene des SARS-CoV-2-Virus präsentieren, von denen erwartet wird, dass sie die Immunantwort – der mit dem Impfstoff immunisierten Personen – verstärken. Die Wirksamkeit der *ORFV-Plattform wurde in Tiermodellen zur effektiven Vermittlung von Immunität gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten bereits mehrfach nachgewiesen.

Dr. Ralf Amann, Projektleiter im *ORFV-Labor am UKT (Uni-Klinik Tübingen), sagte: „Angesichts der Dringlichkeit, wirksame Therapien gegen COVID zu finden, ist es zutiefst befriedigend, diese historisch einmalige Gelegenheit zu haben, einen Impfstoffkandidaten von der ORFV-Plattform, an der unsere Labors am UTK seit so vielen Jahren fleißig arbeiten, in ersten klinischen Studien nun endlich zum Menschen zu bringen“ .

(Anm.: ORF (= open reading frame, offenes Lese-Raster)
*ORFV = hier mit einem PARAPOX-VIRUS – ORF VIRUS (ORFV) NEW VIRUS VECTOR-PLATFORM – dazu später Ausführlicheres… )


NEUERE FORSCHUNG:

Die in Tübingen neugegründete „PRiME Vector Technologies GmbH“ (PVT) konzipiert derzeit hochwirksame Impfstoffe ebenfalls mittels einer innovativen Plattformtechnologie, welche die individuelle Anpassung von Impf-Vektoren an verschiedenste Anforderungen ermöglicht.

„Prime Vector Technologies“ (PVT) ist in Tübingen ein innovatives Forschungsunternehmen, das Impfstoffe der nächsten Generation auf der Grundlage der neuen speziellen ORFV-Vektorplattform entwickelt. Es ist ein durch das Programm „EXIST“ des „Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie“ gefördertes „Corona-Impfprojekt“... Auch international trifft das neuartige Impfstoffkonzept auf breite Aufmerksamkeit.


PRiME wird Teil der deutschen Accelerator Life Sciences  Programm (Nov.2020)

„Accelerator-Modelle“ in den Life Sciences = Befähigung deutscher Startups zur globalen Skalierung (German Accelerator… ist ein starkes globales Netzwerk) 

INFO: Das PVT- Start-up aus Tübingen unterstützt den Kampf gegen Corona:
Die PRiME Vector Technologies GmbH ist ein noch recht junges Start-up in der BioRegio STERN Management GmbH.(Universität Stuttgart), das Impfstoffe nach dem Baukastenprinzip konzipiert. Ihre „Plattformtechnologie“ ermöglicht die individuelle Anpassung von Impfvektoren an verschiedenste Anforderungen. Mittels eines Vektors können genetische Informationen in eine Empfängerzelle transportiert werden. Die auf diesem Wege in die Empfängerzelle eingebrachten genetischen Informationen können im – zu impfenden – Organismus abgelesen werden, um dann als Antigene das Immunsystem zu aktivieren, um den Erreger zu eliminieren.

Anm.: Die PVT-Gründer sind Dr. Ralf Amann, Dr. Ferdinand Salomon und Dr. Melanie Müller. Unternehmensgründer Dr. Ralf Amann: Aktuell nutzt unser Unternehmen, das eine Ausgründung aus der Universität Tübingen ist, die Räumlichkeiten und Labore am Interfakultären Institut für Zellbiologie, Abteilung Immunologie, der Universität Tübingen.

RUBRIK: Inaktivierte „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren


„Deutsches Zentrum“ für Infektionsforschung (DZIF) / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz) sowie das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München)


8.1.21: Leider verzögerte sich auch die Entwicklung eines weiteren, neuen Corona-Impfstoffs unter Beteiligung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Impfstoff sei nach dem vorläufigen Ergebnis einer ersten klinischen Studie zwar gut verträglich, aber weniger wirksam als erwartet, teilte das Klinikum mit.

„Da wir uns unserer hohen Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung und eine bestmögliche Schutzwirkung des Impfstoffes bewusst sind, arbeiten wir nun an einer erneuten Optimierung des Impfstoffes, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte Prof. Marylyn Addo, verantwortliche Prüfärztin der klinischen Studie und Leiterin der Infektiologie des UKE.

Der Impfstoff wurde an verschiedenen Universitäten unter dem Dach des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) entwickelt. Das DZIF ist ein Zusammenschluss von insgesamt 35 Forschungseinrichtungen an sieben Standorten, die über die ganze Bundesrepublik verteilt sind.


IDT Biologika

THE HIDDEN CHAMPION auf dem Weg zum Global Player?

HISTORIE: Das mittelständische Unternehmen IDT Biologika mit Sitz in Sachsen-Anhalt (Dessau-Roßlau) könnte zum größten Impfstoff-Hersteller Europas werden. IDT produziert derzeit Covid-19-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Ein eigener Impfstoff stecke noch in der Entwicklung. Auch der russische Impfstoff „Sputnikkönnte evtl. in Dessau hergestellt werden.

IDT Biologika wurde bereits 1921 gegründet: Das Unternehmen blickt auf eine hundertjährige Geschichte zurück und ist auf dem Weg zum Global Player. Anfang der 2000er konnte das Unternehmen neben den Standorten in Dessau und Magdeburg auch in den USA eine eigene Produktionsstätte errichten. (www.businessInsider)

Das Dessauer Unternehmen IDT BIOLOGIKA hatte schon früh die ersten Impfstoffe für die Tests am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hergestellt. Die erste Studie war bereits im Oktober 2020 gestartet.


IDT Biologika ist Mitglied eines weltweiten Forschungskonsortiums

IDT Biologika hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Virusimpfstoffen, Gen- und Immuntherapeutika spezialisiert. Damit unterstützen sie weltweit biopharmazeutische und Biotech-Unternehmen – wie auch die US-amerikanische Regierung als Mitglied eines Forschungskonsortiums.

IDT Biologika und AstraZeneca vereinbaren strategische Partnerschaft.
AstraZeneca und sein deutscher Herstellungspartner: IDT Biologika wollen nun gemeinsam die Produktion fertiger Impfstoffe in Europa bis zum zweiten Quartal 2021 beschleunigen. Mit Blick auf die Zukunft planen beide Unternehmen, in eine Kapazitätserweiterung am Standort von IDT Biologika in Dessau zu investieren und bis zu fünf 2.000-Liter-Bioreaktoren zu bauen, die monatlich „zig Millionen“ COVID-Schussdosen produzieren können. Die neuen Bioreaktoren werden voraussichtlich aber erst Ende 2022 in Betrieb gehen.


Auch – wie oben schon erwähnt – bleibt die Dessauer Pharma-Firma „IDT Biologika“ aussichtsreicher deutscher Mitwettbewerber um den „vektorbasierten“ Corona-Impfstoff, der allerdings wohl erst Ende 2021 zur Verfügung steht. Dazu später mehr…

Die Bundesrepublik unterstützt das Unternehmen „IDT Biologika“, indem sie mindestens fünf Millionen Dosen abkaufte und einen Vorschuss zahlte. Das gab Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 23.11.2020 bei einem Treffen mit Konzernspitze und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bekannt. Längst laufen die Tests des Serums auf Hochdruck. So soll nun Ende 2021 ein beschleunigtes Zulassungsverfahren kommen. 
 


NEUERE „VEKTOR“ IMPFSTOFF-MODELLE?

DIE NAHE ZUKUNFT:
So wird zudem aber auch an weiteren „neuen“ (MVA – basierten) „Vektor“-Impfstoffen derzeit fieberhaft gearbeitet:

Ein aktueller MVA- basierter Vektor-Impfstoff (=Modified-Vaccinia-Ankara-Virus) kommt nun demnächst vielleicht aus Deutschland (siehe auch der neue ORF-Virus weiter unten im Text):
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) (Braunschweig) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE Hamburg / IDT Biologika (Dessau-Roßlau) sind hier an vorderster Front involviert.

Es ist ein MVA-basierter Impfstoff, der bereits seit Oktober 2020 mit Freiwilligen erprobt wird…
Bei dem Vakzine-Kandidaten handelt sich um einen vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelten neueren „Vektorimpfstoff“ gegen SARS-CoV-2, teilte das PEI (Paul-Ehrlich-Institut) mit.


An diesen o.a. deutschen Zentren wird hier z.Zt. mit Hochdruck ein MVA-basierter Impfstoff entwickelt: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA) ist – wie oben im Text schon erwähnt – ein *attenuiertes Pockenvirus, das nun zu Impfzwecken verwendet werden soll.

Das Ausgangs-Impfvirus MVA sei bereits schon „vor mehr als 30 Jahren“ an der Universität München entwickelt worden und auch der damals zugelassene Pockenimpfstoff „Imvanex“ sei hiervon abgeleitet worden. Er wurde in Bayern als Pockenvirus-Impfstoff lange schon verwendet und ist nun ein „Vektor“ zur Impfung gegen Nicht-Pockenvirus-Erkrankungen. (Die Pocken gelten ja bekanntlicherweise als „ausgerottet“).
(Anm.: *Attenuiert = Unter Attenuierung oder auch Virulenz- Minderung (Attenuation) versteht man in der Mikrobiologie die gezielte „Verminderung“ der krankmachenden Eigenschaften eines Erreger.

In diesem neuen MVA-Vektorimpfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) ist die genetische Information für das Spike-Oberflächenprotein des Corona-Virus nun in die genetische Information des Pocken-Impfvirus „MVA“ („modified vaccinia virus ankara“) eingebaut. Der also mit der genetischen Information von SARS-CoV-2 bestückte virale Vektor „MVA“ kann sich (nach der Impfung) nicht mehr im Körper vermehren.
Diese eingeschleuste RNA des SARS-CoV-2-Spikeproteins wird im Körper (an der Impf-Einstichstelle im Muskel) zum Bau des Spikeproteins nur sehr kurz benutzt. Das Immunsystem erkennt das fremde Spikeprotein sofort und löst auch sofort eine Immunantwort aus. Angestrebt wird dabei die zeitige Bildung von Antikörpern, bestimmten Zytokinen und T-Zellen für einen anhaltenden Schutz vor SARS-CoV-2. Dass der MVA-Vektorimpfstoff gegen SARS-CoV-2 die gewünschten Immunantworten und eine Schutzwirkung zeige, sei bereits in präklinischen Modellen der Universitäten Marburg und München demonstriert worden, heißt es in der Mitteilung. (www.aerztezeitung.de)


DIE ZUKUNFT DER PHARMA-FORSCHUNG:
Unterstützende Forschung weltweit

Bei der Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe haben mehrere Unternehmen ausdrücklich Zusammenarbeit angeboten. So hat *GSK seine Adjuvantien (das sind wirkverstärkenden Impfstoffkomponenten) allen Unternehmen angeboten, die sie für ihre Impfstoffe gebrauchen können. Daraus sind eine ganze Reihe von Kooperationen hervorgegangen. Anm.: Die *GSK = GlaxoSmithKline plc. ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London.

Es gibt derzeit als Beispiel auch noch einige andere „aktuelle, vielversprechende Forschungs-Projekte“ bei folgenden Unternehmen und Instituten:

Bayer (Leverkusen), Merck (Darmstadt), Vibalogics (Cuxhafen), CEVEC Pharmaceuticals (Köln), Richter-Helm BioLogics (Hamburg) – Tropeninstitut der Universität Tübingen – im dänisch-niederländisch-deutschen PREVENT-nCoV-Konsortium, das einen Totimpfstoff entwickelt. Und die Universität Gießen – im Open-Corona-Konsortium (Führung: Karolinska-Institut, Schweden), Produktion von DNA-Material für Inovio (USA),

Deutschland zählt international zu den Ländern mit besonders vielen Projekten für Impfstoffe gegen Covid-19. Außerdem wirken viele (hier nicht aufgezeigte) Unternehmen und Forschungsinstitute unterstützend bei der Impfstoffentwicklung und -produktion mit: Trotz einiger Pannen ist Deutschland in der Krise derzeit sehr gut aufgestellt. Ob die aktuell geplanten Maßnahmen aber ausreichen und ob hier das erforderliche Budget zu dieser Mammut-Aufgabe passt, muss sich erst noch zeigen.


Neuere IMPFSTOFFE – Zukunftspläne:

Derzeit werden am Universitätsklinikum Tübingen neue Pläne konkret verfolgt, einen Vektorvirus-Impfstoff (mit Sednaviren) gegen Covid-19 zu entwickelt, der als „Nasenspray“ verabreicht werden kann. Die Projektleiter rechnen aber mit mindestens vier Jahren Entwicklungszeit bis zu einer möglichen Zulassung; und das auch nur, wenn für das Projekt eine Finanzierung gefunden werden kann.


RKI: Wirksame Coronavirus-Impfstoffe FÜR ALLE (!) werden ausreichend wohl erst Mitte/Ende 2021 verfügbar sein.

NEWS aus Europa?

mRNA-Impfstoffe: FRANKREICH und SANOFI.…? NEWS

17.05.2021: Das von SANOFI – gemeinsam mit Glaxo-Smithkline (GSK) entwickelte – neue mRNA-Corona-Impfstoff-Präparat zeige aktuell in einer Phase-2-Studie bei allen Altersklassen eine starke Wirkung, teilte das Unternehmen mit. Bei Erfolg könnte der Impfstoff noch im vierten Quartal dieses Jahres zugelassen werden.

Sanofi prüft also derzeit noch dieses Corona-Vakzin auf Basis der mRNA-Technologie und arbeitet dazu unter anderem mit dem US-Unternehmen Translate Bio zusammen. Neben der Entwicklung eines eigenen Impfstoffs wird Sanofi auch zusätzlich noch den des Konkurrenten „BioNTech“ produzieren.
Ende Januar 2021 hatte der französische Pharmakonzern einen Vertrag mit BioNTech unterzeichnet. Ab Sommer will Sanofi mehr als 125 Millionen Dosen des Impfstoffs für die Europäische Union fertigen.

Corona-Impfstoff Sanofi – Frankreich wartet schon lange auf einen anderen eigenen Impfstoff…einen adjuvantierten proteinbasierten Impfstoff… Im 2. Quartal 2021 sollte eine Phase-III-Studie beginnen, so dass der Impfstoff im 4. Quartal (Herbst/Winter) zur Verfügung stehen könnte…


GSK (GlaxoSmithKline)

mRNA oder adjuvantierte proteinbasierte Impfstoffe? Es könnte auch ein SANOFI/GSK Impfstoff gegen Ende dieses Jahres 2021 verfügbar sein…

Sanofi/GSK: Schon im September 2020 hatte die EUKommission einen Vertrag mit den Pharmakonzernen aus Frankreich und Großbritannien geschlossenDoch bei der Entwicklung des Impfstoffs gab es erhebliche „Rückschläge“. Die Hersteller erwarten nun eine frühestmögliche Verfügbarkeit im vierten Quartal 2021. Sollte das Mittel zugelassen werden, könnten die EU-Staaten (evtl. Ende des Jahres) bis zu 300 Millionen Dosen aufkaufen.

19.03.2021: Bislang lief es – wie schon beschrieben – für Sanofi bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs nicht gut. Mitte Dezember teilte der Konzern mit, dass es bei dem gemeinsam mit GlaxoSmithKline (GSK) entwickelten Impfstoff eine unzureichende Immunreaktion bei älteren Personen gab. Daraufhin wurde der rekombinant hergestellte adjuvantierte proteinbasierte Impfstoff verbessert.

Nun will der Pharmariese Sanofi also doch noch einen solchen Impfstoff auf den Markt bringen. Gemeinsam mit dem US-Partner Translate Bio wird nun – wie oben erwähnt – ein mRNA-Impfstoff entwickelt. Die klinische Prüfung wurde aktuell erneut gestartet.

Enttäuschende Zwischen-Ergebnisse gab es „bei ersten wichtigen Tests“… vermeldeten „Sanofi und sein britischer Partner GSK (GlaxoSmithKline) schon im Dezember 2020. Der Impfstoff-Kandidat führte bei älteren Erwachsenen zu einer viel schwächeren Immunisierung als bei jüngeren. Er verfehlte also die gewünschte Wirkung genau bei der Gruppe, die am meisten gefährdet ist. Auch aus den französischen und britischen Labors hieß es: Der Impfstoff enthalte wohl zu wenige Antigene. Sanofi und GSK wollen das nun bei einer neuen Testreihe, die im Februar/März 2021 begonnen wurde, ändern. Wenn dann alles gut läuft, könnte dann – wie oben erwähnt – doch noch ein neuer Impfstoff gegen Ende dieses Jahres 2021 verfügbar sein…

Weit abgeschlagen hatte Frankreich bis vor kurzem gerade mal im Land ein paar tausend Impfungen bisher vollzogen… Das Hauptproblem ist, dass die Impfungen selbst durch Stoffe anderer Hersteller, die nun auf dem Markt sind, in der Praxis viel zu langsam vorankommen. Dabei ruhte auf Sanofi, dem einzigen französischen Pharma-Giganten, der weltweit agiert, auch jede Menge Hoffnung...


NEWS aus Frankreich
VALNEVA – Impfstoffkandidat VLA2001 der Zukunft

Valneva (Lyon): Mitte Januar 2021 schloss die EU-Kommission Sondierungsgespräche mit dem französischen Biotech-Unternehmen ab. Der geplante Vertrag sieht den Kauf von bis zu 60 Millionen Dosen vor. Nach Angaben der EU-Kommission entwickelt Valneva einen „klassischen“ Impfstoff mit inaktivierten Viren. Bei dieser klassischen Impftechnologie werden komplette, aber zuvor inaktivierte Viren verimpft. Das Vakzin sorgt – nach Firmenangabe – danach sowohl für die Produktion von Antikörpern als auch eine solide T-Zell-Reaktion bei den Probanden. Es wird in Kombination mit einem Impfverstärker der US-Firma Dynavax verabreicht. 


Valneva setzt auf Totimpfstoff gegen das Coronavirus

Valneva-Chef Thomas Lingelbach: Nach guten Daten in frühen Tests will das französische Unternehmen eine große Studie starten. Das Ziel: Im Herbst 2021 die Genehmigung bei der britischen Arzneimittelbehörde MHRA zu beantragen. Auch mit anderen Zulassungsbehörden führe man Gespräche. Die britische Regierung hat bereits 60 Millionen Dosen vorab geordert. Die Auslieferung werde sich bei erfolgreicher Zulassung bis ins erste Quartal 2022 hinziehen, teilte Valneva mit.
Die Studien von Valneva werden maßgeblich von der britischen Regierung unterstützt, die bereits im vergangenen September 2020 eine Allianz mit dem Impfstoffentwickler vereinbarte. Auch der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich zuversichtlich. „Wenn der Impfstoff erfolgreich ist und unsere robusten Sicherheitsstandards erfüllt, wird dieser dann in Schottland hergestellt und eine entscheidende Waffe in unserem Kampf gegen Covid sein“, schrieb er am Dienstag den 06.04.2021 auf Twitter.

Anm.: Das hier noch relativ unbekannte französische Unternehmen Valneva (Lyon) ging im Jahre 2013 aus einer Fusion des französischen Biotech-Hersteller „Vivalismit dem österreichischen Biotech-Unternehmen „Intercell hervor.


Zukünftige europäische Impfstoffentwicklung im „maßgeschneiderten“ Design auf der Grundlage von innovativen Vektor-Plattformen:

Frankreich, 6. November 2020 /PRNewswire/ – Die DREI renommierten Firmen sind: Das Universitätsklinikum Tübingen (UKT), ein Zentrum für Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre, Prime Vector Technologies „PVT“ ein Biotech-Startup, das sich auf die Entwicklung viraler, vektorbasierter Impfstoffe konzentriert. Die ABL Europe (ABL), a global Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) – ist eine globale Organisation für Auftragsentwicklung und -herstellung (CRO):

Die ABL gab bekannt, dass sie nun einen Entwicklungsvertrag unterzeichnet haben: ABL wird den COVID-Impfstoffkandidaten von UKT in Vorbereitung auf klinische Studien entwickeln und auch herstellen.

ABL – Europe ist also die europäische Tochtergesellschaft von ABL, Inc. , die wiederum eine Tochtergesellschaft des französischen Bio-Industriekonzerns Institut „Mérieuxist und schon jahrzehntelange bahnbrechende, wissenschaftliche und produktionstechnische Expertise nutzt, um die Entwicklung innovativer Therapien und Impfstoffe voranzutreiben.

Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen. Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast. Der Dumme lernt aus seinen Fehlern, der Kluge aus den Fehlern der anderen“ … Zitat: Konfuzius (*551 v. Chr. – +479 v. Chr.) – im Chinesischen auch Kǒng Zǐ genannt, war ein chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie. 


VEKTOR: Neuere innovative Impfstoffentwicklung – mit viralen Vektoren…

Prinzip: Wie oben schon erwähnt – wird der Impfstoff unter Verwendung eines proprietären (herstellergebundenen) Orf-Virus (ORFV) entwickelt: Eine neuartige, vielversprechende Vektor-Plattform für individualisierte Impfstoffe…

Diese Entwicklungsarbeit wird vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Berlin) finanziert und vom UKT in enger Abstimmung mit dem deutschen PEI = Paul-Ehrlich-Institut (in Langen/Hessen) geleitet. 

Verschiedene Trägerviren kommen als replizierende virale Vektoren in Frage, darunter das Impfmasernvirus, das Pferdepockenvirus, ein attenuiertes Influenzavirus, VSV und das Schafpockenvirus (Orf-Virus). (Anm.: VSV=Vesikuläres Stomatitis-Virus)
Ein schon länger zugelassener, erfolgreicher Impfstoff auf Basis dieser Plattform ist bereits der bekannte Ebola-Impfstoff VSV-ZEBOV (Ervebo®), in dem das Glykoprotein G des VSV einfach gegen das Ebola-Glykoprotein ausgetauscht wurde.


Anm.: Ein prominentes Beispiel hierfür ist aktuell auch der Impfstoff VSV-ZEBOV, ein auf dem Vesikulären Stomatitis-Virus (VSV) beruhender Ebolavirus-Impfstoff, welcher derzeit zur Bekämpfung der Ebolavirus-Epidemie im Kongo – mit Erfolg eingesetzt wird und einen sehr wichtigen Beitrag in dem Land leistet. Neben Ebola sind es vor allem weitere Viren, gegen welche Vektor-basierte Impfstoffe entwickelt werden. Hierzu zählen HIV, weitere Filo-Viren (Marburg), Corona-Viren (SARS/MERS) und Flavi-Viren (z. B. Zika-Virus).
Seit 2015 wird in Endemiegebieten mit Erfolg zudem die poly­valente Dengue-Virus-Impfung Denvaxia® eingesetzt, die auf einem genetisch modifizierten, attenuierten Gelbfieber-Virus basiert.


„Maßgeschneidertes“ Design für Impfstoffe:

Die wiederholte erfolgreiche Erprobung des VSV-ZEBOV-Impfvektors im Ost-Kongo zeigt, dass Vektor-basierte Impfstoffe bereits jetzt bereits imstande sind, einen enorm wichtigen Beitrag zur Eindämmung von gefährlichen Epidemien zu leisten. Das genaue Zusammenspiel zwischen Impfvektor, der Sequenz und Struktur des kodierten Impfantigens, der angeborenen und daraus resultierenden adaptiven Immunantwort und des Immungedächtnisses ist momentan Gegenstand intensiver Forschung. In der Zukunft sollte es deshalb möglich sein, durch „maßgeschneidertes“ Design auch Impfstoffe für „schwierigere“ Pathogene zu entwickeln. (Quelle: Trilium.de > Aus der Klinischen Forschung > Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen) Trillium-Immunologie.


GLOBALE GEFANGENSCHAFT IN GLOBALER PANDEMIE

Zusammenfassung – Zusammenarbeit:
Renommierte europäische Pharma: UKTPVT-ABL

Das Start-up Prime Vector Technologies „PVT“ Unternehmen entwickelt derzeit (mit *ABL Europe und der *UKT) nun einen COVID-19 Impfstoff der „zweiten“ Generation. Das Start-up Prime Vector Technologies „PVT“ aus Tübingen konnte damit auch aktuell unter Beweis stellen, wie wertvoll „wissenschaftliches“ Potential in Deutschland perfekt genutzt werden kann.
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Mit dieser neuen Generation an Impfstoffen werden die zwischenzeitlich am weitesten verbreiteten „SARS-CoV-2-Varianten“ direkt angegriffen. Zudem werden neben einer möglichst starken und breiten Antikörperbasierten Immunantwort SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen vom Körper selbst gebildet. Damit wird auch der Schutz (bei etwaigen Mutationen) des Virus erhöht. (Quelle: BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).

Siehe auch – wie oben im Text schon erwähnt – Infos zu einem „ähnlichen“ MVA- basierten Vektor-Impfstoff (=Modified-Vaccinia-Ankara-Virus), der ebenso wie die „Orf-Vaccinein Deutschland derzeit ebenso noch in der Erprobungsphase ist.


01.04.2021: Bei neuen MVA-SARS-2-S handelt es sich um einen Corona-Impfstoffkandidaten der LMU = Ludwig-Maximilians-Universität München. Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat nun die klinische Prüfung mit dem Impfstoff MVA-SARS-2-S gegen COVID-19 genehmigt.


Ab Mitte Oktober 2021 sollen dann schon erste Probanden am Universitätsklinikum Hamburg (UKE) gegen das Corona-Virus geimpft werden. Der sogenannte Vektor-Impfstoff MVA-SARS-2-S ist eine gemeinsame Entwicklung – wie oben erwähnt – mehrerer Forscherteams – ebenfalls beteiligt sind auch Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg. In der ersten klinischen Phase untersuchen die Mediziner, ob eine spezifische Immunantwort ausgelöst wird und der Impfstoff sicher und verträglich ist.

Präklinische Modelle hatten bereits eine Schutzwirkung gezeigt. Der zukünftige Impfstoff basiert – wie schon erwähnt – auf einem modifizierten Vaccinia-Virus-Ankara (MVA) -Vektor, der das SARS-CoV-2-Spike-Protein exprimiert. So laufen derzeit (seit 2020) noch klinische Studien (NCT04569383) an Probanden…Der Impfstoff basiere auf dem vor mehr als 30 Jahren an der LMU entwickelten und zuge­lassenen „Pockenimpfstoff“ Imvanex, der bereits erfolgreich für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das MERS-Coronavirus verwendet wurde und nun als Blaupause fun­giere, berichteten Prof. Dr. Gerd Sutter von der LMU und Prof. Dr. Stephan Becker (Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg). Der virale Vektor habe exzellente Stabilitäts- und Wachstumseigenschaften, könne sich aber nicht vermehren.

Die IDT Biologika GmbH, ein Dessauer Unternehmen, das biotechnologische Impfstoffe und Phar­mazeutika herstellt, habe ein Verfahren zur großtechnischen Produktion von hochreinen MVA-Vektorimpfstoffen in einer Zelllinie entwickelt. (© ER/aerzteblatt.de)


Anm.: *ABL, Inc. ist auch in den USA vertreten: Globales US-Hauptquartier: ABL, Inc.: 9800 Medical Center Drive, – Rockville, MD 20850, USA. Vereinigte Staaten. (Rockville ist die viertgrößte Stadt im US-Bundesstaat Maryland = Teil der Metropolregion Baltimore – Washington).

 „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance“ … – Zitat: Victor Hugo (1802-1885): Er war ein bekannter französischer Schriftsteller und Politiker. 

DIE DNA-TECHNOLOGIE der Zukunft… ist bisher noch in der „Warteschleife“…

REKOMBINANTE DNA: Die DNA-Technologie…der Zukunft.
Und immer wieder gibt es forciert neuere Impfstoff-Forschungen… Die belgische Janssen Pharmaceutica N. V. wurde 1953 von Paul Janssen (1926–2003) gegründet und ist Teil des amerikanischen Konzerns Johnson & Johnson
24.03.2021: Aktuell hat Janssen einen neueren rekombinanten DNA-Impfstoff in der Forschung entwickelt: Er wurde mit einer Technologie entwickelt, die früher schon für einen Ebola-Impfstoff zum Einsatz kam, Janssen arbeitet dafür mit der staatlichen OrganisationBiomedical Advanced Research and Development Authority“ (BARDA) in den USA zusammen. Mit der BARDA kooperiert auch der französische Konzern „Sanofi Pasteur“ mit seinen neuen DNA-Projekten.
Auch hier ist das Ziel – mit Hilfe der unternehmenseigenenen Technologieplattform für rekombinante DNA – einen neueren Covid-19-Impfstoff zu entwickeln.

Das Projekt knüpft an einem früheren an, das auf einen älteren SARS-Impfstoff abzielte. Zu den Corona-Viren gehört auch das MERS-CoV, das im Jahre 2012 von Kamelen auf den Menschen übersprang und seither immer noch weiter schwerste, oft tödliche Atemwegsinfektionen verursacht (genannt „Middle East Respiratory Syndrome“). Seit einigen Jahren arbeiten mindestens vier Unternehmen und mehrere Forschungsgruppen weltweit an Impfstoffen dagegen (z.T. mit CEPI-Unterstützung). Beteiligt ist u.a. das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit dem Unternehmen IDT Biologica.


Modell: OpenCorona

In ZUKUNFT…. d.h.: in zwei Jahren wird es erst „vielleicht“ soweit sein:
An einem DNA-Impfstoff arbeitet auch das Konsortium „OpenCorona“ unter der Leitung des schwedischen Karolinska-Instituts. Ebenfalls ist auch die Universität Gießen an diesem Projekt beteiligt. Die OPENCORONA-Konsortien werden in einer klinischen Phase-I-Studie in 24 Monaten einen Impfstoff entwickeln, der vor einer SARS-CoV-2-Infektion und/oder -Erkrankung schützt.

Auch der britische Konzern GlaxoSmithKline (GSK) und SANOFI (französischer Pharmakonzern, Paris) gehören zu den vier größten Impfstoffherstellern der Welt mit der neuen rekombinanten DNA-Technologieder Zukunft…

Es ist tatsächlich möglich, die DNA (mit Hilfe von Bakterien) in großen Mengen zu produzieren. Sie gilt zwar als sehr stabil, allerdings wird vermutet, dass diese Impfstoffe leider keine sehr starke Immunantwort bei Impfungen hervorrufen.

Für eine schnellere Entwicklung hatten sich die beiden (oben genannten) Pharma-Riesen bereits schon vor einem jahr (im April 2020) zusammengetan. Innerhalb des gemeinsamen Projektes steuerte SANOFI das „S-Protein“ (Covid-19-Antigen) – wie oben schon erwähnt – bei, das auf der bekannten rekombinanten DNA-Technologie basiert.
Mit dieser Technologie hat man eine ganz genaue genetische Übereinstimmung mit den Proteinen auf der Oberfläche von Sars-CoV-2 erzielt.
GSK hingegen wird vor allem die neue „Pandemie-Adjuvans-Technologie“ mit dazu ganz neu einbringen: Durch die Verwendung eines Adjuvans kann die (pro Dosis erforderliche) Menge an Impfstoff-Protein deutlich reduzieren werden. (!)

Ähnlich funktionieren auch Impfstoffe, die statt der mRNA nur ein Stück DNA mit einem Viren-Gen enthalten; daran arbeiten unter anderem das Unternehmen Inovio, das Genexine-Konsortium und – wie oben schon erwähnt – das Open-Corona-Konsortium unter Führung des schwedischen Karolinska-Institut und Mitwirkung der Universität Gießen.
Bislang ist allerdings noch kein Covid-19-Impfstoff auf DNA-Basis über die Test-Phase I hinaus gekommen...

6.2021: So waren noch im Herbst 2020 die Fortschritte dieser Kooperationen hier doch deutlich langsamer als die bei der „Konkurrenz“… ein „Durchbruch“ ist derzeit nicht in Sicht… und es gibt derzeit hier auch nichts Neues zu berichten…

DNA-Impfstoffe… sind also bisher noch nicht als Covid-19 Impfstoffe zugelassen…

Die „Immunogenität“ der DNA-Impfstoffe ist – wie oben erwähnt – leider vergleichsweise äußerst „gering“, so dass nach derzeitigem Stand häufige Wiederholungen der Immunisierung nötig seien und die Langzeitwirkungen auch nicht ausreichend gesichert wären. Immer noch in der Forschung befinden sich – nun schon geraume Zeit – diverse DNA-Impfstoffe gegen Influenza, Aids, Hepatitis B und Hepatitis CTollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom.
Bisher sind DNA-Impfstoffe allerdings nur in der Tiermedizin zugelassen.

DNA-Viren schützen das eigene Erbmaterial durch eine Proteinkapsel, das sogenannte „Kapsid“. Die DNA kann dort in unterschiedlicher Form vorliegen: Als Doppelstrang oder als Einzelstrang. Zu den DNA-Viren zählen Forscher über 20 Virusfamilien (Näheres nachzulesen bei Wiki)

Interessanter link: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/koennen-vektorimpfstoffe-das-erbgut-veraendern-123924/


Indien

„Zydus Cadila“ nCov Vaccine: Neues DNA-Studien-Experiment: ZyCov.D

  • Entwickler: Zydus Cadila Healthcare Limited ist ein indisches multinationales Pharmaunternehmen aus Ahmedabad.
  • Letztes Update: 06.03.2021
  • DNA-basierter Impfstoff geplant; Verwendet Plasmid-DNA (im Gegensatz zu mRNA) um menschliche Zellen anzuweisen, Sars-CoV-2 Antigene zu erzeugen, welches dann eine Immunantwort auslöst. Der Impfstoff könne gegen die Mutationen leichter variiert werden, als die mRNA- Impfstoffe. Er kann auch bei Kühlschrank-Temperatur gelagert werden.
  • Phase III – Studien seien derzeit im Gange:

Die Phase-III-Studie mit dem Impfstoffkandidaten hatte bereits im Januar 2021 begonnen. Der indische Pharmakonzern Zydus Cadila Healthcare Limited will das Vakzin derzeit bis zum Sommer 2021 an 30 000 Probanden untersuchen.

Die Entwicklung von DNA -Impfstoffen (*Inovio Pharmaceuticals) ist weltweit immer noch nicht abgeschlossen – auch in der US-Forschung geht diese weiter…

Ein sich derzeit noch immer in der „Corona-Impfstoff-Entwicklung“ befindlicher DNA-Impfstoff ist bspw. INO-4800 (*Inovio Pharmaceuticals). Das *Plasmid ist ein kreisförmiges Stück DNA, das (von einem Bakterium) zum Speichern und Teilen von Genen verwendet wird.
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Anm.: *Plasmide sind kleine, in der Regel ringförmige, autonom replizierende, doppelsträngige DNA-Moleküle, die u.a. in Bakterien vorkommen. Plasmide können sich unabhängig von der chromosomalen Haupt-DNA selbst replizieren und bieten ein einfaches Werkzeug für den Transfer von Genen zwischen Zellen. Aus diesem Grund sind Plasmide im Bereich der Gentechnik ein bereits gut etabliertes System – aber eben bisher noch nicht auf dem Impfstoff-Markt... __________________________________________________________________________________________________________
Sobald sich die DNA oder RNA in der Zelle befindet und dort Antigene produziert, werden diese auf ihrer Oberfläche angezeigt, wo sie sofort vom Immunsystem erkannt werden können und eine Sofort-Reaktion auslösen.
Diese Immun-Antwort umfasst vor allem auch sog. Killer-T-Zellen, die neue infizierte Zellen suchen und sofort zerstören, sowie Antikörper-produzierende B-Zellen und Helfer-T-Zellen, welche hier die Antikörperproduktion helfend unterstützen.

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Hier wird die weitere Entwicklung noch andauern. Die DNA-IMPFSTOFF-Forschung wird derzeit von der „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) unterstützt.
Anm.: *Inovio Pharmaceuticals“ ist ein US-amerikanisches Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung synthetischer DNA-Produkte AUCH zur Behandlung von Krebs und anderen Infektionskrankheiten konzentriert.


Für die Gentherapie werden nur harmlose Varianten genutzt: Forscher entfernen zuvor sämtliche Krankheitsgene, so dass nur noch leere Transport-Vehikel übrigblieben. Mediziner vermeiden daher das Wort ‚Virus‘, sondern verwenden lieber den verständlicheren technischen Begriff ‚viraler Vektor‘.

Die Zeit weilt, eilt, teilt und heilt. Deutsches Sprichwort

ES GIBT IMMER WIEDER NEUERE FORSCHUNGSANSÄTZE...

Und immer wieder gibt es enorme Rückschläge…

GÖTTINGEN

Wie kann man am Besten die Vermehrung des Coronavirus im Menschen verhindern?

Auch ein anderes Mittel ist seit langem bekannt: Das Medikament „CAMOSTAT Mesilate“ gibt es schon. Es ist bisher allerdings erst nur in Japan (für andere Krankheiten) zugelassen und verhindere wohl das „Eindringen des Virus“ in die Lungen-Zellen: „Camostat“ ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der „Proteaseinhibitoren“. Er verhindere also vor allem die Virus-Vermehrung. Damit sich eine Krankheit wie das neue Covid-19 überhaupt ausbreitet, müssen die Viren ja in die Körperzellen eindringen. Doch was ist, wenn sie einfach nicht in die Zellen hineinkommen?
„Wir haben nun SARS-CoV-2 von einem Patienten getestet und festgestellt, dass Camostat Mesilate das Eindringen des Virus in Lungenzellen blockiert“, sagt Markus Hoffmann, der Erstautor der Studie. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Camostat Mesilate auch vor der Krankheit COVID-19 schützen könnte“…
Göttinger Infektionsforscher haben also ein zelluläres Enzym (Protease TMPRSS2) nun genauer identifiziert, das für den Eintritt des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Lungenzellen unverzichtbar ist.
Es könnte daher eine erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeit darstellen. Klinische Studien sollen das nun prüfen. (Quelle: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) vom 30.03.2020)

Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen „glaubten“ also, vielleicht ein Mittel gefunden zu haben, welche das Corona-Virus sozusagen einfach „aussperrt“. Sog. „Klein-Studien“ laufen bereits auf Hochtouren…(z.B. in der Göttinger Forschergruppe und der Berliner Charité). Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen arbeiten ebenfalls mit Hochdruck an der Entwicklung weiter. (www.lungenfachaerzte-im-Netz.de)

Bisher ohne Erfolg…

April/Mai 2021: Gemäß einer doppelblind randomisierten kontrollierten Studie war die Behandlung mit Camostat-Mesilat nicht mit erhöhten unerwünschten Ereignissen während des Krankenhausaufenthalts wegen Covid-19 verbunden und hatte aber leider auch keinerlei Einfluss auf die Zeit bis zur klinischen Besserung, das Fortschreiten bis zur Aufnahme auf die Intensivstation oder die Sterblichkeit.

https://doi.org/10.1016/j.eclinm.2021.100849


Die Briten „GlaxoSmithKline“ (GSK) und die deutsche „Curevac“ – Allianz:

Zum einen besiegelte „Curevac“ schon früh im Jahre 2021 eine intensive Forschungsallianz mit dem „britischen“ Pharmakonzern und weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK). Es ging dabei nicht speziell darum, ein neues Immunserum gegen das Coronavirus zu finden, sondern generell um die Entwicklung von anderen innovativen – bis zu fünf – ganz neuen, aktuelleren Impfstoffen.

GSK kaufte (für 150 Millionen Euro) zehn Prozent der „Anteile“ von „Curevac“ , die mehrheitlich SAP-Gründer Dietmar Hopp gehören und an der sich zuvor auch schon die Bundesregierung mit 300 Millionen Euro beteiligte.

Anm.: Die GlaxoSmithKline plc ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London. UND GSK- Deutschland (mit Hauptsitz in München) beschäftigt derzeit über 3400 Mitarbeiter an fünf Standorten in Deutschland.

DER ABSTURZ
Die neuen Varianten haben die Impfstoff-Produktion hier erst einmal ausgebremst.

Unvorhergesehen seien auch vor allem die neuen „Mutanten“ derzeit das Haupt-Problem für die Verzögerungen. Doch nun folgte hier erst einmal nach dem Schock – der STOP. Doch parallel dazu geht es in der Forschung bei Curevac weiter:

Nun hies es, der neuere CUREVAC Impfstoff kommt… aber das kann noch dauern. Voraussichtlich erst im dritten Quartal 2021 werde man erst einmal eine neuere klinische Studie beginnen und plane die Markteinführung – vorbehaltlich der Genehmigung der Behörden – erst im kommenden Jahr 2022. Das Curevac-Vakzin bietet durchaus Vorteile für eine globale Impfkampagne, weil es sich lange im Kühlschrank lagern lässt. 

CUREVAC:
Neuere Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs der nächsten Generation geplant – voraussichtliche Zulassung erst 2022…

Der ältere Corona-Impfstoff-­Kandidat „CVnCov“:  Curevac erwartete eigentlich die Zulassung noch im Herbst 2021. Das hat sich nun wegen geringer (48%) Wirksamkeit der Vaccine zerschlagen…Er wird wohl kein Teil der jetzigen IMPFKAMPAGNE mehr… Noch lässt sich derzeit nur schwer abschätzen, wie wirksam der neuere Impfstoff der 2. Generation von Curevac sein wird. Im Vergleich zu den bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen verwendet Curevac eine andere ganz andere Form der m-RNA, die der menschlichen m-RNA im Körper näherkommt. Der Impfstoff sollte eigentlich mit deutlich weniger RNA auskommen – was sich jetzt möglicherweise als nicht ausreichend herausgestellt hat.
Es geht um einen von vier wichtigen Bausteinen der RNA – dem *Uridin.
Anm.: *Uridin ist ein wichtiger (essentieller) Baustein im Körper und besitzt vielfältige Funktionen im Zellstoffwechsel. Es ist in unserem Körper an der Bildung von Enzymen und der Zellregeneration beteiligt.  Es ist ein organisches Molekül, das aus einer Nukleobase (Baustein der DNS) und Pentosen (kohlenstoffreiche Monosaccharide) besteht.
Curevac verwendet Uridin: Für die menschlichen Zellen sei das der Normalfall. Dieses Uridin könnte eigentlich – so war es geplant – das unspezifische menschliche Abwehrsystem aktivieren und der Impfung so einen zusätzlichen Impuls verleihen. Biontech/Pfizer und Moderna setzten auf Pseudouridin, das gibt es unter anderem in vielen Viren.

Vor allem aber setze Curevac nun aktuell auf einen Impfstoff der zweiten Generation. Der habe nun eine neue chemisch veränderte RNA… sagte Curevac-Gründer Ingmar Hoerr.


In den vergangenen Monaten wurden mehrere Impfstoffe bereits zugelassen und millionenfach seither auf der Welt verimpft. Zur gleichen Zeit traten jedoch immer weitere neu mutierte Virusvarianten auf, die das ursprüngliche Virus, auf das z.B. der CureVac-Impfstoff und dessen Studienprotokoll genau ausgelegt waren, zunehmend verdrängten.

Curevac-Vorstandschef Haas sagte: „Aufgrund der sehr variantenreichen Virus-Umgebung zeigt sich darüber hinaus, dass die Entwicklung von Impfstoffen einer zweiten Generation sehr wichtig ist, da immer wieder neuere Varianten auftreten.“ An einer zweiten Generation eines Corona-Impfstoffkandidaten arbeiten nun aktuell mit Hochdruck die Tübinger in einer Partnerschaft mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline (GSK). Voraussichtlich im dritten Quartal werde man – wie oben erwähnt – damit eine klinische Studie beginnen und plane die Markteinführung – vorbehaltlich der Genehmigung der Behörden – im kommenden Jahr 2022.


Die Impfstoffhersteller CureVac und GlaxoSmithKline (GSK) kooperieren also aktuell eng bei diesen neuesten mRNA-Impfstoffen:

Juni 2021: Erst die Firma „Bayer“ und „Novartis“…jetzt auch GlaxoSmithKline (GSK)… der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hat nun – nach dem Rückschlag – schon wieder die nächste Partnerschaft mit einem anderen britischen Großkonzern vereinbart. Aktuelles Ziel: Ein neuerer Impfstoff gegen Mutationen...

Tübingen – Für die aktuell angelaufene Impfkampagne kommt der Impfstoffhersteller Curevac mit seinem derzeitigen Impf-Produkt nun leider zu spät, nun nimmt das Tübinger Unternehmen aber neuartige Corona-Mutationen ins Visier. Dazu habe man aktuell eine Kooperation mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) vereinbart, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Ziel sei nun die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs der nächsten Generation.

25.05.2021: Neuerer BOOSTER-Impfstoff war schon länger geplant: Wie das Unternehmen weiter bekanntgab, sollte der neue Coronaimpfstoff ab Anfang Juli 2021 in einer Studie in Großbritannien auf seine Sicherheit und Wirksamkeit als „Boosterimpfung“ überprüft werden. Erste Ergebnisse der Studie würden dann erst für September 2021 erwartet, hieß es.
Zusammen mit GSK entwickelt Curevac derzeit also einen neueren Corona-Impfstoff der zweiten Generation, der besser gegen neue Virusvarianten schützen soll. © dpa/aerzteblatt.de


„Corona-Viren mutieren zwar etwas weniger stark als Grippeviren, deshalb könnte es schon sein, dass ein Impfstoff nicht nur saisonal wirksam ist“, sagt *Kremsner. Allerdings deute aber auch vieles darauf hin, dass hier auch mindestens zwei Impfdosen nötig sind, um eine Immunität aufzubauen. Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte ein Impfstoff mindestens eine Wirksamkeit von 50-60 Prozent betragen, bevor er zugelassen wird, erklärt er. „Das ist schon eine Menge.“ Auch die Wirksamkeit der „Grippeimpfung“ liegt lediglich zwischen 60 und 70 Prozent. Der Tübinger Infektiologe Prof. Dr. Peter *Kremsner (*1961) prüft derzeit den Corona-Impfstoff von Curevac: Allerdings zeige sich auch hier eines deutlich: „Die Abwehrreaktion im Körper hänge entscheidend von der Dosis ab.“

Anm.: Infektiologe Prof. Dr. Peter *Kremsner (*1961 in Wien) arbeitet seit über 20 Jahren am Tübinger Tropeninstitut, das er inzwischen leitet. Der vielfach ausgezeichnete Virusspezialist leitet nun ebenso die erste klinische Studie mit dem Corona-Impfstoffkandidaten der Firma CureVac aus Tübingen.


Curevac hatte nun Mitte April 2021 bekanntgegeben, bis Herbst 2021 mit einer EU-Zulassung für seinen Corona­-Impfstoff nicht mehr zu rechnen. Momentan läuft eine bereits fortgeschrittene Studie mit rund 40.000 Teilnehmern zur Wirksamkeit des neuesten Impfstoffkandidaten. © dpa/aerzteblatt.de

CUREVAC`s Erfolgsmodell… muss nun noch warten.


All about CUREVAC
*Investor-Typ: „Private Equity-Unternehmen“:

Der 81-jährige „SAP“-Gründer „Dietmar Hopp“ (*April 1940) ist heute Mehrheitseigner und der Geldgeber des CUREVAC -Unternehmens: Die Dievini-Hopp-BioTech-Holding GmbH & Co. KG ist heute eine Beteiligungsgesellschaft von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp mit Investitionsschwerpunkt in innovative Biotechnologieunternehmen. Die Mitbegründer der Dievini GmbH im Jahre 2005 waren Christof Hettich und Friedrich Bohlen. Das Unternehmen (Curevac) ist heute an insgesamt zehn Unternehmen – sieben in Deutschland, zwei in der Schweiz, eines in Italien – beteiligt, die – fast alle auf der Basis eigehender molekularer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien – diverse Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffe gegen schwerste Erkrankungen wie Krebs, bakterielle und virale Infektionserkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen entwickeln. (Quellen: Medienarchiv unter http://www.dgap.de)

Anm.: *Private Equity (PE) bezeichnet privates Beteiligungskapital, das in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird – oft in Form von Eigenkapital…

Näheres unter: https://www.fuer-gruender.de/kapital/eigenkapital/private-equity/


WHO IS WHO?

Dietmar Hopp ist der Chef seiner Biotech-Holding. Es werde an der Entwicklung einer Vaccine von Anfang an mit Hochdruck gearbeitet… Bis zur Fertigstellung des Impfstoffs hofft man vielleicht auf den „frühen“ Herbst 2021. Die Europäische Kommission wollte CureVac ebenfalls bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen.

Das „Tübinger“ Unternehmen CureVac hat mit klinischen Tests seiner noch namenlosen mRNA-Entwicklung bereits im Spätsommer 2020 begonnen. Es galt fast schon als sicher, dass auch das Paul-Ehrlich-Institut eine Genehmigung erteilt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ihm gehörenden Tübinger Anlagen die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.

Anm.: *Die DIEVINI Hopp BioTech Holding GmbH & Co. KG. ist eine Risikokapital-Investmentgesellschaft mit Sitz in Walldorf (Hessen) und ist an insgesamt zehn Unternehmen beteiligt. Sie Investiert – in Gebiete wie Europa – in der Regel in auf Biowissenschaften ausgerichtete Unternehmen – wie z.B. CUREVAC.
Dievini“ ist seit 2005 an der CureVac AG, Tübingen, beteiligt – an der sie über 80% der Anteile (!) hält.


Vertragsabkommen

04.03.2021: CureVac und auch Novartis unterzeichneten im Frühjahr 2021 schon initiale Vereinbarung zur Produktion des noch namenlosen COVID-19-Impfstoffkandidaten „CVnCoV“. Auf Grundlage eines finalen Vertrags beabsichtigt Novartis, die mRNA und den vorformulierten Wirkstoff für bis zu 50 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV bis Ende 2021 und bis zu rund 200 Millionen Dosen im Jahr 2022 herzustellen. Das weitere, neuere Procedere – nach dem „Sturz“ ist noch nicht bekannt.

„Gemeinsam mit unserem neuen Partner „NOVARTIS“ könnten wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und unser Fertigungsnetzwerk auf eine noch breitere Basis stellen“, sagte noch im März 2021 der Curevac-Vorstand Dr. Florian von der Mülbe (PhD, MBA): Er ist seit Oktober 2018 Chief Production Officer (CPO) bei Curevac und Geschäftsführer der CureVac Real Estate GmbH. Er ist zudem Mitgründer des Impfstoff-Entwicklers Curevac.

Im Aufsichtsrat sitzt auch der Krupp-Nachfahre Friedrich von Bohlen (*1970). Er ist Biochemiker und Neurobiologe und außerdem Geschäftsführer und Mitbegründer der „Dievini Hopp BioTech Holding„, welche die Life-Science-Aktivitäten und Beteiligungen des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp und seiner Familie verwaltet.

Der Wettlauf der „Impf-Giganten“ bleibt spannend…

Weitere genbasierte mRNA-Impfstoffe anderer Hersteller werden nun – nach und nach – im Jahre 2021 immer mehr auf den Markt kommen:

Deutsch-britische Allianzen: „BioNTech“ und „Curevac“ sind derzeit auf dem Weg in die Weltspitze… zusammen in Zukunft vielleicht mit dem weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK)

Nochmals zurück zu CUREVAC… hier ebenfalls mit britischer Forschungsallianz:

Unterstützung kommt dabei – auch von eher unerwarteter Seite: Tesla-Chef Elon Musk hat angekündigt, mobile Produktionsanlagen für Curevac bauen zu wollen – „RNA-Minifabriken“, wie er es ausdrückte. Curevac wird ebenfalls auch durch „CEPI“ gefördert. (Anm.: CEPI steht für „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ und bezeichnet die internationale Impfstoff-Initiative, in der sich auch das DZIF engagiert: DZIF = Deutsches Zentrum für Infektionsförderung.)

Deutschland hatte lange schon vorher – all die Jahre – den einstigen Vorsprung (Paul Ehrlich) in der Impfstoffentwicklung verspielt…
Zwei junge Unternehmen bringen den Standort Deutschland nun endlich (hoffentlich) zurück auf die Weltkarte: BioNTech (Mainz) und evtl. später Curevac (Tübingen).


THE VERY BEST:
Diese deutschen Biotechs mischen im Rennen um einen Impfstoff ganz vorne weltweit mit. Wie Konkurrent „CureVac“ aus Tübingen setzte auch „Biontech/Pfizer“ tatsächlich schon recht früh auf eine möglicherweise tatsächlich revolutionäre Technologie: mRNA-basierte Impfstoffe – die damals schon als erster Impfstoff ab Ende Dezember 2020 in England und ab Januar 2021 auch in Europa mit gutem Erfolg bis heute – sowie auch weltweit – geimpft werden… Warten wir`s ab… es bleibt spannend… wie es 2022 weitergeht…


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1. Einleitung

2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4. Impfstoffe

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung

4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

4.4 Impfstoffe/Zukunft (diese Seite)

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten