MUTATIONEN-VARIANTEN: Das eine „einzigartige“ Coronavirus gibt es nicht. Mutationen produzieren immer wieder neue Varianten von SARS-CoV-2. 

Der Begriff Mutation bezeichnet hier die Virus-Veränderung an sich. Der Begriff Mutante bezeichnet das mutierte Virus selbst sowie alle seine Nachkommen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Variante des Virus.

Der Bellinzona Wildtyp D614G...war der Erste:


Corona-Virus-Varianten gab es also auch bei uns schon ganz zu Anfang der Pandemie 2020:
Eine Variante von SARS-CoV-2 mit einer D614G – Mutation (für das Spike-Protein kodierende Gen) – trat schon Ende Januar bzw. Anfang Februar 2020 in Europa auf.

05.03.2021: Prof. Dr. Martin Beer, Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, berichtet über eine aktuelle Studie zur D614GMutation von SARS-CoV-2: Während der ersten Wochen der SARS-CoV-2-Pandemie (letztes Jahr 2020) hatte sich ein klares Muster ergeben: Eine Mutation im Spikeprotein von 614D zu 614G setzte sich damals weltweit durch: Die D614G-Variante…

Die bisher bekanntesten VIRUS-Varianten –


B.1.1.7 : Im Vereinigten Königreich (UK) entstand eine Variante von SARS-CoV-2,
bekannt auch als B.1.1.7.

B.1.351: In Südafrika trat unabhängig von B.1.1.7 eine andere Variante von SARS-CoV-2 auf, die nun als B.1.351 bekannt ist. 

P.1 : In Brasilien entstand eine Variante von SARS-CoV-2, bekannt als „P.1“ . Diese wurde erstmals im Januar 2021 bei Reisenden aus Brasilien identifiziert, die nach Japan kamen.


INDIEN-NEWS: 22.04.2021:

Die indische Corona-Virus-Mutation B.1.617 – die auch als „Doppelmutante“ bezeichnet wird – ist bisher in 21 Ländern aufgetreten und tritt nun auch NEU in Deutschland auf… häufiger als zunächst angenommen. Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) am 19.04.2021 noch von erst acht Fällen der Mutation (B.1.617) in Deutschland (Sachsen) gesprochen hatte, sind es nun schon 25 Fälle, wie das RKI mitteilte. In Deutschland ist also im April 21 die indische Variante bislang schon über 20 mal nachgewiesen worden.
03.05.2021: DOPPEL-MUTANTE? Genauer erläutert dies der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“:
„Es ist nicht so, dass man eine Kreuzung von zwei verschiedenen Mutanten hat, wie das in einigen Medienquellen gestanden hat.“ Verändert an den Rezeptor-Bindungsstellen hätten sich die Positionen 484 und 452, letzteres Phänomen sei etwa von der in Kalifornien zirkulierenden Variante bekannt. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch dieses eine Mutante ist mit einem Immunescape“, schlussfolgerte Drosten.

DIE GEFAHR: Unter einer „Immunescape oder -evasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich pathogene Viren mit Hilfe von spezifischen Mechanismen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Das Immunsystem wird so wirkungsloser.
Diese derzeit neueste B.1.617 steht bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher lediglich unter Beobachtung, sie wird auf englisch als „Variant of Interest“ (VoI) bezeichnet. Würde sie als ernsthaft besorgniserregend eingeschätzt, trüge sie eine höhere Einstufung als „Variant of Concern“ (VoC). 

Welche Folgen hat es, wenn das Virus seine Erbinformation verändert? Der Virologe Christian Drosten sagt: Impfstoffe sind wohl nicht beeinträchtigt, aber wesentlich ansteckender könnte es werden...

Was bedeutet dies für unser Immunsystem?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden diese „Virus-Veränderungen“ mit einer „reduzierten“ Neutralisierbarkeit durch Antikörper oder T-Zellen in Verbindung gebracht, deren „Umfang noch nicht eindeutig“ geklärt sei. Konkret könnte dies bedeuten, dass Geimpfte sowie Genesene vor einer Ansteckung mit dieser neueren Variante womöglich weniger gut geschützt sind.

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer dürfte nach erster Einschätzung der beiden Unternehmen auch gegen die indische Virusvariante wirken. BionNtech-Chef Sahin sagte, die entsprechenden Tests liefen zwar noch, aber er sei derzeit „zuversichtlich“, dass das BioNTech-Vakzin auch gegen B.1.617 wirke.


Survival of the Fittest 

bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. Dieser Ausdruck wurde im Jahr 1864 durch den britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägt. So übernahm Charles Darwin den Ausdruck ab der 5. englischsprachigen Auflage seines Werkes Die Entstehung der Arten von 1869 ergänzend zu seinem – zum Fach-Terminus gewordenen – Begriff Natural Selection = natürliche Selektion. (Quelle: Wikipedia )


NEU: Geniale Kombi?

10.03.2021: So „kombiniert“ die derzeitige Mutation B.1.525 die drei Eigenschaften der britischen, brasilianischen und südafrikanischen Variante und weist zudem auch zusätzlich noch die gefährliche Mutation E484K auf.

Eine neuere Mutation B.1.525 wurde Ende Dezember 2020 erstmals in Großbritannien und Nigeria nachgewiesen und steht nun auch in Deutschland immer mehr unter der Beobachtung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die neue Variante B.1.525 tauchte laut „Gelber Liste“ bereits in 23 Ländern weltweit nachweislich auf. Laut RKI gilt die Variante bisher allerdings nicht wie etwa die britische B.1.1.7 als „Variant of Concern“, sondern lediglich als Variante „unter Beobachtung“.
B.1.525 enthält verschiedene Mutationen, drei davon betreffen das Spike-Protein: Q52R, E484K und Q677H. Mit diesem Protein kann ein Virus an die Oberfläche der menschlichen Zellen leichter andocken. Durch diese Veränderung scheinen unser Körper-Zellen bestimmte Antikörper auch nicht mehr binden zu können. Das Virus lässt sich also nicht mehr so leicht neutralisieren, es entkommt zumindest teilweise der Immunantwort des Körpers. Man spricht hier – wie schon erwähnt – von FLUCHT- oder sogenannten „Immun-Escape-Mutationen“.
 B.1.525 ist aufgrund seiner genetischen Veränderungen also potenziell in der Lage, deutlich mehr Menschen zu infizieren als der ursprüngliche Wildtyp. Auch, dass der Erreger möglicherweise den bislang zugelassenen Impfstoffen entkommen kann, ist nun ebenfalls möglich.

Einer dänischen Studie zufolge erhöht die Infektion mit der britischen B.1.1.7-Variante das Risiko einer Klinikeinweisung um 64 Prozent.


Folgerung: Die zuerst bekannte – oben angeführte – erste spezifische Mutation, auch D614G genannt, wird von diesen oben genannten drei Varianten geteilt. Es gibt den „Varianten“ die Möglichkeit, sich deutlich schneller zu verbreiten als die bisher vorherrschenden Viren, die nun wiederum von der neueren Variante verdrängt werden… (Quelle: CDC – Centers for Disease Control and Prävention)


https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/

Harter Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie? Corona-Virusvarianten… Mutanten…ist die Sars-CoV-2 Impfung wirkungslos?

Was genau bewirken Virus-Mutationen?
Das Spike-Protein von SARS-CoV-2 dient dem Virus als Eintrittspforte in die Zelle, indem es z.B. an der „D614G-Mutation“ andockt. Die Mutation besteht aus drei kleineren Peptiden, die in offener oder geschlossener Konformation vorliegen können. Je mehr Peptide „offen“ sind, desto leichter kann das Spike-Protein des Virus dort andocken. Die neue Mutation scheint diese Peptidverbindungen auch deutlich zu lockern, was eine offene *Konformation (Änderung der Molekülstruktur) erheblich begünstigt und damit auch eine sofortige Infektion wahrscheinlicher machen könnte.
Anm,: Die *Konformationsänderung bezeichnet ein zentrales Konzept in der Molekularbiologie, nach dem Proteine in der Lage sind, ihre räumliche Struktur zu ändern als Teil ihrer Funktion (zum Beispiel Motorproteine) oder um eine neue Funktion leichter auszuüben. (Wikipedia)

VoC = Variants of Concern: Besorgniserregende Virus-Varianten sind Virus-Mutanten, die sich in ihren Erreger-Eigenschaften – wie beispielsweise der Übertragbarkeit, der Virulenz oder der „Empfänglichkeit“ (gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen) nun relevant von den bisher bekannten, herkömmlichen VirusMutanten unterscheiden. (RKI)



VoC = besorgniserregende Varianten:

Variante VoC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01, auch B.1.1.7 genannt, ist die bekannte sog. englische Variante: 

HISTORIE: Die im April 2020 durch ein Team um den Virologen David Montefiori (USA: Duke University in North Carolina) erstmals entdeckte D614G-Variante von SARS-CoV-2 hatte sich damals schon rasend schnell weltweit ausgebreitet. Lange wusste man nicht, welche Funktion diese Mutation hat, wie oder ob sie gefährlich ist. Das können Wissenschaftler jetzt beantworten und deutlich bejahen. Diese wird nun aber durch ihre „follower“ ersetzt bzw. komplett verdrängt:

Erstmals im „November“ 2020 in England festgestellt wurde – die damals noch neue B.1.1.7-Linie: Auch bezeichnet als „Variant of Concern“ 202012/01) zuerst von „Public Health England (PHE) GOV.UK“ – entdeckt.
So kann man derzeit aber fast dabei zusehen, wie sich diese B.1.1.7 Variante, die nun – wie gesagt – erst Ende 2020 erstmals in England entdeckt wurde, sich bei uns rasant ausbreitet und die D614G-Variante (ursprüngliche Linie) komplett verdrängt.
So gebe es derzeit aber auch Hinweise, dass die B.1.1.7 Variante auch für deutlich mehr Todesfälle verantwortlich sei. Grundlage hierfür war eine Vorab-Veröffentlichung der „New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Groupeiner Beratungsgruppe der britischen Regierung. Darin berechneten die Autoren, dass das Sterberisiko für Personen, bei denen eine Infektion mit dieser neuen Variante bestätigt wird, um etwa 35 % höher ist. Die britische Variante B.1.1.7 hat nun schon wieder bereits verschiedene neuere Mutationen entwickelt. Das heißt: Die B.1.1.7 Variante mutiert derzeit ständig weiter.

Es gibt noch mehr beunruhigende Neuigkeiten zur B.1.1.7 Variante: Kürzlich haben britische Wissenschaftler in Proben dieser Variante eine zusätzliche Mutation entdeckt. Dabei handelt es sich um die gefährlichere E484K-Mutation (s.o.) im Spike-Gen, die auch sowohl bei der südafrikanischen (B.1.351) als auch der brasilianischen (P.1) Variante schon vorkommt.

Da diese Virus-Linien (= Varianten) selbst jeweils ein individuelles Set an diversen Mutationen aufweisen, kann es sich auch nicht um irgendeine eingeschleppte Variante aus Südafrika oder Brasilien handeln. Die Veränderung sei – laut Wissenschaftlern des Francis-Crick-Institute – ganz „spontan“ und offenbar mehrfach „völlig unabhängig voneinander“ in den einzelnen Ländern entstanden…

Anm.: The Francis-Crick-Institut – kurz auch „The Crick“ genannt – bis Juli 2011 – UK-Centre for Medical Research and Innovation, ist ein renommiertes britisches Forschungsinstitut für das Gebiet der Biomedizin.

Aktuelles im Fokus – 10.03.2021: Bei Reisenden ist am Berliner Flughafen BER eine wiederum neuere  SARS-CoV-2-Variante B.1.525 entdeckt worden. Diese Variante ähnelt (nach Angaben des Diagnostik-Unternehmens Celgene, das die Probe untersucht hat), sehr der englischen Variante B.1.1.7, weist aber in ihrem Genabschnitt für das Spike-Protein zusätzlich – wie die südafrikanische und brasilianische SARS-CoV-2-Variante – die gefährliche Mutation E484K auf. So „kombiniert“ die Mutation B.1.525 die Eigenschaften der britischen, brasilianischen und südafrikanischen Variante.

Die derzeitige (noch aktuelle) B.1.1.7 Variante hat bisher bereits über 25 Mutationen – darunter nun auch die gefährliche Mutation: N501Y.Diese Mutation scheint vor allem für die deutlich erhöhte Infektiosität dieser Variante generell verantwortlich zu sein. Zu schwereren Erkrankungen soll es jedoch wohl nicht führen. Auch die Wirksamkeit von Impfungen sei laut aktueller Studien hier wohl noch nicht eingeschränkt.
Diese Variante herrscht derzeit auch bei uns z.Zt. in Europa und vor allem auch in den USA vor.
Großbritannien hat auf den Anstieg von B.1.1.7 mit strengen Sperren reagiert und auch andere Länder haben versucht, seine Ausbreitung mit Reisebeschränkungen zu verhindern. Bei der Variante B.1.1.7 gehen immer mehr Experten davon aus, dass sie tatsächlich in der Lage ist, sich deutlich schneller (aucimmerh wieder erneut mutiert!) zu verbreiten.

Die B.1.1.7-Linie wurde inzwischen in über 50 weiteren Ländern entdeckt. Diese trägt nun auch neben der E484K-Mutation noch zusätzlich die gefährlichere Mutation N501Y:

Diese gefährlichere TYP-Virus-Variante V2 alias N501Y.V2 oder auch die B.1.351 genannt, ist eine wieder durch Mutation entstandene neuere Variante des Coronavirus. Auch für diese Variante B.1.351 geht man von einer höheren, d.h. schnelleren Übertragbarkeit aus.
Mehrere Studien weisen auch darauf hin, dass Menschen, die an der ursprünglichen Variante schon einmal erkrankt waren oder einen auf dieser beruhenden Impfstoff erhalten haben, weniger gut (vor einer erneuten Infektion) geschützt sind – da die neutralisierenden Antikörper, die das Immunsystem gebildet hatte, gegen das veränderte Virus wesentlich weniger wirksam sind.


Die Südafrika- und Brasilien-Varianten

SÜDAFRIKA: Die B.1.351-Linie (N501Y.V2) hat sich zuerst in Südafrika ausgebreitet. Neben der N501Y verstärken hier weitere Mutationen (N501Y, E484K, K417N) mit „vereinten Kräften“ nun die Bindungsfähigkeit des Spike-Proteins.

Die N501Y.V2 Variante stammt aus der Linie: B.1.351. Südafrika hat nun die neue V2 „Variante“ wegen der N501Y-Mutation nun auch einfach N501Y.V2 genannt.

Bereits am 18. Dezember 2020 kündigten die nationalen Behörden in Südafrika die Entdeckung dieser neueren Variante N501Y.V2 von SARS-CoV-2 an, die sich in drei Provinzen Südafrikas rasch verbreitet hat.

Die alte Linie B.1.351 (oder auch alias N501Y.V2), die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, weist genauso wie die britische B.1.1.7 ebenfalls auch die neuere Mutation N501Y auf. Daneben zeichnet sie sich zusätzlich auch durch die E484K-Mutation aus, die sich – wie die britische Variante in England – selbst in Südafrika entwickelt hat.

ESCAPE-MUTATIONEN MACHEN DEUTLICH SORGE:
Diese zusätzliche Mutation E484K gilt unter Experten als mögliche sog. Fluchtmutation:

Bei der gefährlicheren E484K-Mutation gab es schon 2020 erste Labor-Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim Impfstoff erwarten ließen. Diese Mutation stand damals schon im Verdacht, eben diese „Immun-Evasion“ des Virus zu ermöglichen:
So könne eine „Erstinfektion“ mit der ursprünglichen Viruslinie nicht sicher vor immer neueren „Reinfektionen“ mit dieser oder neueren Varianten schützen. Diese zusätzliche Mutation E484K gilt (unter Experten) also – wie erwähnt – als mögliche Fluchtmutation: Also eine „Flucht-Anpassung“ des Coronavirus an das menschliche Immunsystem. Das könnte bedeuten, dass unsere wichtigen Antikörper, die das Immunsystem gegen die ursprüngliche Form von Sars-CoV-2 entwickelt hat, B.1.351 nicht mehr vollständig erkennen könnten. Die Betroffenen könnten sich also leicht ein zweites Mal anstecken.

Anm.: Unter einer „Immunevasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich Pathogene (z.B. VIREN) mit Hilfe von spezifischen Mechanismen oder Mutationen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Das Immunsystem wird so vollkommen wirkungslos.

Während B.1.1.7 – die englische Variante aus Großbritannien ebenfalls unter anderem die Mutation N501Y aufweist, hat die phylogenetische Analyse gezeigt, dass die Typ-Variante N501Y.V2 aus „Südafrika“ – wie oben erwähnt – wiederum aus derzeit „zwei“ unterschiedlichen Virus-Mutationen (V2) besteht… (!)

Südafrika

Seit Ende 2020 breitet sich in Südafrika bereits eine Variante mit der Bezeichnung B.1.351 oder 501Y.V2 aus, die acht charakteristische Mutationen im Spike-Gen aufweist, von denen drei die Rezeptor-Bindedomäne betreffen (K417N, E484K und N501Y).

Diese neuere V2-Typ-Variante: N501Y.V2 kommt also nun aus Südafrika = Die Variante ist auch – wie schon erwähnt – als ursprüngliche B.1351- Linie bekannt. Sie trägt, ebenso wie die B.1.1.7-Linie auch: Die E484K-Mutation und die gefährlichere Mutation N501Y. Kürzlich hieß es aus dem südafrikanischen Expertengremium, dass diese Variante zwar um 50 Prozent ansteckender sei, als die ursprüngliche Variante, aber nicht tödlicher. Diese neue V2-Typ-Variante: N501Y.V2 ist mittlerweile nun auch bei uns in Europa angekommen…

Brasilien

22.01.2021: Eine wiederum neuere Corona-Virus-Variante kommt nun derzeit zu uns aus Brasilien:
B 1.1.28. die aber schon bereits wieder erneut in die P.1 Linie mutiert ist… Ihre Eigenschaften deuten manche Forscher in Manaus als erstes Zeichen, dass es im Kampf gegen Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zu einem harten Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie kommen könnte: Die P.1 – Mutation war zuvor bekannt als (B.1.1.28.1). Diese also von der Linie B.1.1.28 abstammende SARS-CoV-2-Variante P.1. wurde erstmals Ende 2020 im brasilianischen Staat Amazonas entdeckt und ähnelt stark in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante B.1351-Linie.  So weist auch P.1 die wichtige N501Y Mutation auf. Auch dieser P.1 Virus-Stamm ist hoch ansteckend. Eine erhöhte Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet. Fachkreise sind zudem beunruhigt, weil P.1 – neben anderen – auch die Mutation E484K aufweist. So mehren sich Berichte aus der schwer betroffenen Amazonas-Region, dass P.1 nachweislich bereits genesene Covid-19 Patienten erneut infizieren kann

12.02.2021 — Die neuere CoronavirusVariante mit dem Kürzel B1.1.28 wurde im Januar 2021 nun auch bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen. 


DIE LINIEN: B.1.1.7, B.1.351 und P.1 breiten sich nun rasant weltweit und in einigen Staaten mit großer Dynamik aus (Risk Assessment des ECDC). Ob und in welchem Maße die neuen Varianten (Linien) die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe beeinträchtigen, ist derzeit noch nicht sicher abzuschätzen. Diese Aspekte werden derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.

Die Wirkung liege nun daher aufgrund der Mutanten bei einigen Impfstoffen – wie z.B. dem Vektor-Impfstoff von Janssen (J&J) – nur noch unter 60 %.

VoC: Besorgniserregende Varianten… Schutz?

Der BioNTec-Impfstoff „Comirnaty“ sei sehr wirksam gegen die beiden Mutanten B.1.1.7 und B.1.351:

HOHER SCHUTZ:

Real-World-Daten aus Katar zeigen: Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer bietet auch vor den beiden als »Variants of Concern (VoC)« eingestuften SARS-CoV-2-Varianten B.1.1.7 und B.1.351 einen sehr guten Schutz. (Quelle: »New England Journal of Medicine«)

Wie schnell mutiert Sars-CoV-2?

Es ist anzunehmen, dass auch in Zukunft sich Sars-CoV-2 durch immer wieder neuere Mutationen weiter an das menschliche Immunsystem anpassen wird. Wie schnell das geschieht, hängt maßgeblich von der Größe der aktiv infizierten menschlichen Population ab. Je mehr Infektionsfälle – regional, national wie international – auftreten, desto stärker vermehrt sich das Coronavirus – und desto häufiger treten dann auch immer wieder neuere Mutationen auf.
Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/

Das heißt:
Je mehr von uns Menschen die „AHA“-Regeln mit allen Konsequenzen streng beachtet werden – umso weniger Infektionsfälle, umso schlechter kann sich Sars-CoV-2 verbreiten. Wenn dann noch die Menschheit mit wirksamem Impfungstoff versorgt ist, dann…bekommen wir vielleicht unser altes, liebes Leben wieder zurück…Die AHA+L-Formel bezeichnet die drei gängigen wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung: Abstand, Hygiene und medizinische Alltagsmasken (FFP2), zu denen – entsprechend neuer Erkenntnisse – die Lufthygiene (cave: Aerosolbildung) noch hinzukommt.


HIER GEHT ES WEITER IM TEXT:

Oder direkt ein anderes Kapitel lesen (einfach auf den folgenden Link klicken):

1. Einleitung

2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung

4.3 Mutanten-Varianten (diese Seite)

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten