MUTATIONEN-VARIANTEN:

Das eine „einzigartige“ Coronavirus gibt es nicht. Mutationen produzieren immer wieder neuere Varianten von SARS-CoV-2. 

https://www.br.de/nachrichten/wissen/faq-welche-corona-mutanten-gibt-es-und-wie-gefaehrlich-sind-sie,SNlN0gw


Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung…

Panta rhei („Alles fließt“) 

Nichts ist so beständig wie der Wechsel… Im übertragenen Sinne meint die Aussage „Alles fließt …“, dass nichts von Bestand ist. Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen *Heraklit hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.
Anm.: *Heraklit von Ephesos  (*um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.) war ein vorsokratischer Philosoph aus dem ionischen Ephesos, das in der heutigen Türkei nahe Izmir liegt. 


Begrifflichkeiten

Der Begriff Mutation bezeichnet hier eine Virus-Veränderung an sich. Durch Mutation entstehen als die Varianten: Der Begriff Mutante bezeichnetdas mutierte Virus selbst– sowie alle seine Nachkommen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Variante des Virus.

Inzwischen haben sich einige Corona-Mutanten verbreitet, die sich anders verhalten als die „ursprüngliche“ Variante des SARS-CoV-2-Virus, des sogenannten „Wildtyps“. 


Alpha-Beta-Gamma-Delta-Kappa…?? 

In ihren Ursprungsländern Großbritannien (Alpha, B1.1.7), Südafrika (Beta, B.1.351), Brasilien (Gamma, P.1) und Indien (Delta, B1.617.2), machen sie jeweils einen großen Anteil aus. Sie sind mittlerweile weltweit verbreitet…
Bei der sogenannten indischen Variante B.1.617 wird unterschieden zwischen der (VoC) besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Variante B.1.617.1, die derzeit nur als „von Interesse“ eingestuft wird. Sie heißt nun Kappa.

31. Mai 2021 
Die WHO hat nun beschlossen, die verschiedenen Coronavirus-Varianten künftig nach griechischen Buchstaben zu benennen. Die Varianten nach dem Land zu benennen, wo sie entdeckt wurden, sei „stigmatisierend und diskriminierend“ – so habe sich Indien bereits beschwert (!)

Der Bellinzona Wildtyp D614G...war schon Anfang 2020 bei uns der Erste:


Corona-Virus-Varianten gab es also auch bei uns schon ganz zu Anfang der Pandemie 2020:
Eine Variante von SARS-CoV-2 – mit einer D614G – Mutation (für das Spike-Protein kodierende Gen) – trat bereits schon Ende Januar bzw. Anfang Februar 2020 in Europa auf.

05.03.2021: Prof. Dr. Martin Beer, Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, berichtet über eine aktuelle Studie zur D614GMutation von SARS-CoV-2: Während der ersten Wochen der SARS-CoV-2-Pandemie (letztes Jahr 2020) hatte sich ein klares Muster ergeben: Eine kleine Mutation im Spikeprotein von 614D zu 614G setzte sich damals weltweit durch: Die D614G-Variante...

Die bisher bekanntesten HAUPT-VIRUS-Varianten (VoC=Variant of Concern)


B.1.1.7 (ALPHA): Im Vereinigten Königreich (UK) entstand im November 2020 eine erste sog. KENT- oder ALPHA-Variante von SARS-CoV-2. Diese Mutante gilt als deutlich ansteckender als der zuvor vorherrschende Wildtyp des Virus und geht auch einher mit einem erhöhten Sterberisiko. (Wikipedia)

B.1.351 (BETA): In Südafrika trat „unabhängig“ von der ALPHA (B.1.1.7) eine andere Variante von SARS-CoV-2 auf, die nun als BETA (B.1.351) bekannt ist. 

P.1 (GAMMA): In Brasilien entstand wiederum eine neuere Variante von SARS-CoV-2, nun bekannt als GAMMA (P.1). Diese wurde erstmals im Januar 2021 bei Reisenden aus Brasilien identifiziert, die nach Japan kamen.

B.1.617.2 (DELTA): In Indien entstand im Frühjahr 2021 diese neuere Variante – als „Doppel-Mutante“ – die derzeit als „VoC = Variant of concern“ eingestuft wird. Sie gilt als wesentlich schneller ansteckender…Sie heißt nun DELTA. Es handelt sich dabei um eine Doppelmutation, das heißt: Die bekannten Mutationen E484Q und L452R sind in dieser Virusvariante kombiniert.
Diese hat wiederum eine zweite Variante: Die B.1.617.1 (KAPPA) die derzeit nur als „Variante – von Interesse“ eingestuft wird. In Indien sind im Juni 2021 auch Fälle einer wiederum neueren „Delta Plus“ -Variante (B1.617.2.1 oder AY.1) registriert worden. 


Virus-Variante: ETA (B.1.525)

NRW – 25. Juni 2021: Auf einer Paderborner Krankenhausstation ist wegen des erstmaligen Auftretens der soge­nannten Eta-Variante des Coronavirus ein Besuchs- und Aufnahme-Stopp verhängt worden. Heute bestätigte der Kreis Paderborn dann den Nachweis von fünf weiteren Fällen, darunter bei vier Pa­tienten aus dem Krankenhaus und einer engen Kontaktperson. Ebenso gab es einen Fall im benachbarten Kreis Höxter ebenfalls einen Fall.


22.07.2021: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 22.07. 2021 lag sie bei 12,2 – am Vortag betrug der Wert 11,4 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. 

Juli 2021: Alpha ist nun wohl kein Problem mehr… BETA und DELTA schon:

Corona-Neuinfektionen:
Die ursprünglich in Indien beschriebene Delta-Variante von SARS-CoV-2 hat in Sachen COVID-19 weitgehend die Weltherrschaft übernommen: Auch in Deutschland steigen die Infektionszahlen seit zwei Wochen wieder an.
Die Delta-Variante ist also nun weltweit derzeit das größte Problem…

Indische Mutante – die „Delta-Variante“ (B.1.617.2): Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass Delta zur weltweit dominierenden Variante wird. Bislang wurde sie in mehr als 120 Ländern nachgewiesen, Tendenz steigend.

Die Zahl der Corona-Fälle sinkt – wie gesagt – mittlerweile allgemein schon wieder etwas in den Sommermonaten… Der Blick derzeit nach Großbritannien ist für uns ein Stück weit ein Blick in unsere nahe Zukunft. Mediziner sind sich sicher, dass die Delta-Variante alle bisherigen Varianten verdrängen wird.

Delta scheint jedenfalls einen sogenannten Fitness-Vorteil gegenüber Alpha zu besitzen: In Großbritannien, wo sehr viele Proben sequenziert und auch andere Daten erhoben werden, machte Delta Mitte Juni gut 90 Prozent aller Infektionen aus, in den USA „noch“ bei 40 Prozent. Entscheidend ist aber nicht, inwiefern Delta anteilig überhandnimmt, sondern ob die Variante auch zu einem Anstieg der Infektionszahlen insgesamt führen wird. 

Juli 2021: Mittlerweile ist auch die Delta-Variante in Deutschland in allen Bundesländern vertreten: Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 79 Prozent, hieß es in der jüngsten Auswertung des Robert Koch-Instituts.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, betont denn auch, er sehe keinen Grund zur Panik. Die Variante sei nach den ihm bekannten Daten zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk.


Die Infektiosität wird durch die R-Zahl geschätzt.(Reproduktionszahl = R-Zahl = Kennzahl für Epidemien)

Es gibt viele Möglichkeiten die Infektiosität abzuschätzen und es gibt sogar schon Varianten von R.
Die R-Zahl für Influenza (Grippe) liegt (ungefähr) ~2. Bei Covid 19 sind es aber schon 3-4. Die Delta-Virus-Variante aber scheint etwa 2–3 mal so ansteckend zu sein wie das übliche SARS-COV-2 also das Covid-19-Virus.

Die Reproduktionszahl (R) beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt.

  • Wenn die Reproduktionszahl größer als 1 ist, dann steigt die Anzahl täglicher Neuinfektionen.
  • Wenn die Reproduktionszahl gleich 1 ist, dann bleibt die Anzahl täglicher Neuinfektionen konstant.
  • Wenn die Reproduktionszahl unter 1 liegt, dann sinkt die Anzahl täglicher Neuinfektionen.

Ausführliche Erläuterungen zu den R-Werten sowie Beispielrechnungen finden Sie auf den Seiten des RKI.


Juni 2021: Insgesamt gehen zwar die Infektionszahlen derzeit – nicht nur bei uns – in den Sommermonaten rapide zurück – und zwar bei allen Varianten. „Die Gesamtzahl der Delta-Infektionen ist stabil bzw. eher rückläufig. Daher ist das hier noch kein eindeutiger Hinweis auf stark erhöhte Infektionszahlen durch „Delta“, wie etwa der deutsche Immunologe Carsten Watzl betont. Experten halten es aber für ausgesprochen wahrscheinlich, dass die Delta-Variante die derzeit noch dominierende britische Alpha-Variante – wie gesagt – früher oder später auf Dauer auch ablösen wird.

Delta-Variante = variant of concern, VoC
Impfschutz womöglich vermindert? Die Wirksamkeit z.B. von BioNTech funktioniere noch gut und biete hier hohen Schutz.

09.07.2021: RKI-Bericht: Die Virusvariante Delta bleibt mit einem Anteil von knapp 60% in Deutschland derzeit die vorherrschende, nahm also in den letzten Wochen stetig zu. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Der Anteil von Alpha (B.1.1.7) beträgt nur noch 33 %, d.h. diese Variante wird zur Zeit nur
in jeder dritten Proben nachgewiesen. In Deutschland ist keine starke Ausbreitung der Varianten
Beta (B.1.351) und Gamma (P.1) zu beobachten, ihr Anteil war in den letzten Wochen konstant
niedrig (ca. 1%).


„Der große Unsicherheitsfaktor im Corona-Krankheitsgeschehen ist gerade diese nun neuere Mutation DELTA (B.1.617.2), die – wie gesagt – noch ansteckender als die derzeitige englische Variante ALPHA (B.1.1.7) sein soll“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx,

06.07.2021: Eine Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen in den nächsten Herbst-Monaten sei nicht ausgeschlossen. Genährt werden die Sorgen nun auch durch Zahlen einer aktuellen britischen Studie zur verminderten Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Delta-Variante. Deutsche Intensivmediziner rechnen nun bereits damit, dass sich besagte Delta-Variante des Virus in Deutschland nun bevorzugt durchsetzen wird. (@aerzteblatt.de)

mRNA

Danach sei – wie man heute weiß – die Immunität gegen diese Variante zunächst nach Impfung mit den mRNA-Vakzine – unter anderem von BioNTech/Pfizer – nur „nach der ersten“ Impfdosis – etwas vermindert:
„Die damit Geimpften hätten Labor-Untersuchungen zufolge weniger neutralisierende Antikörper gegen die Delta-Variante entwickelt, als gegen die zuvor in Großbritannien verbreiteten anderen Varianten“ … berichten Wissenschaftler um Dr. David Bauer vom Francis-Crick-Institute in London im Fachmagazin „The Lancet“. (Quelle: univadis from medscape). So können bereits gebildete Antikörper nach einer Impfung das Virus nicht mehr ganz so gut neutralisieren (!).
Fachleute nennen das „Immune Escape“ . Die Wirksamkeit ist – wie gesagt – besonders nach der ersten von zwei Impfdosen reduziert. Die „zweifache“ Impfung mit den Impfstoffen von BioNTech und AstraZeneca lieferte aber – einer aktuellen Studie zufolge – dann doch einen noch guten Schutz.

„Der Virus wächst mit seinen Aufgaben!“ Diese Aussage scheint sich in der augenblicklichen Situation einmal mehr zu bewahrheiten. Wie wir ihm Grenzen setzen können, ist bekannt…

IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN... was das Zeug hält…. und hier sind die „Impfgegner“ das größte Problem…


Für die Gefahr, die von Delta (B.1.6.1.7.2) ausgeht, gibt es also derzeit ein gutes Mittel: Einen vollen Impfschutz (!)

Juli 2021: Weltärztechef warnt wegen der Delta-Variante vor zu vorschnellen Lockerungen. Bei Anstieg sollte man sofort „Lockerungen zurücknehmen“ : Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, äußert sich schon besorgt über die gefährliche Delta-Variante: Er befürchtet eine raschere Ausbreitung der als besonders infektiös geltenden Delta-Variante des Coronavirus und sieht Handlungsbedarf vor allem bei der Politik.

Wie weit die jetzigen Virus-Varianten Alpha (B.1.1.7), Beta (B.1.351) und Delta (B.1.617.2) bisher in Deutschland verbreitet sind, erhebt regelmäßig das RKI. Delta wird wohl nicht wieder verschwinden, und sollte es eine vierte Welle geben, könnte diese Mutante eine wichtige, gefährliche Rolle spielen. Der Zeitpunkt und die Anzahl der vollständigen Impfungen werden dabei mitbestimmen, wie viel Schaden das Virus noch anrichten kann.
Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien hat die Regierung dort die eigentlich für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen nun bis zum 19. Juli 2021 hin verschoben.
Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach geht davon aus, dass die Delta-Variante in Deutschland vor allem im kommenden Herbst nun die dominierende Rolle spielen wird, weil sie so sehr viel ansteckender sei. „Die voll Geimpften werden mit der Delta-Variante wohl keine Probleme haben“, betonte der SPD-Politiker. Gegen die eingesetzten Impfstoffe komme auch diese Virusvariante derzeit nicht an.


England: Variante Delta bereits für über 90 % der COVID-19-Erkrankungen verantwortlich

Großbritannien: Delta-Variante von SARS-CoV-2 breitet sich – bei dort doch offenbar verminderter Impfstoffwirkung – weiter aus…

16.06.2021: DIE VARIANTE „DELTA“ (B.1.6.1.7.2) ist in Groß Britannien also schon seit Wochen recht weit in Stadt und Land verbreitet:
Epidemiologen der London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM) kamen in einem „interim roadmap assessment“ zu dem Ergebnis, dass die neu nun geplante Umsetzung von Lockerungen („Step 4“) am 21. Juni 2021 wegen der aktuellen sehr ansteckenden „Flucht-Variante“ eine erneute, heftige 3. Welle auslösen würde.

VORHERSAGE: Sie könnte im August oder Anfang September 2021 einen neuen Höhepunkt erreichen und bis Ende Oktober zu 49.700 Todesfällen (Schätzbereich 35.600 bis 67.200) führen, warnten bereits Rosanna Barnard – Infektions-Epidemiologin  (London School Of Hygiene) und Mitarbeiter.

Die Berechnungen beruhen auf der Annahme einer mittleren Immunevasion („Immunescape“ – Fluchtvariante) und einer – gegenüber der Variante Alpha (B.1.1.7)um 90 % erhöhten Übertragbarkeit der Delta-Variante (B.1.6.1.7.2).

Die britischen Epidemiologen raten deshalb dringend, den „Step 4“ (Lockerungen) bis August zu verschieben, bis die derzeitige Impfkampagne abgeschlossen ist. Die Regierung ist nun diesem Schritt bereits teilweise gefolgt. In den nächsten Wochen sollen vor allem aber die Impfungen im ganzen Land intensiviert werden. Bisher haben 79,2 % der Bevölkerung die erste Impf-Dosis erhalten. Insgesamt 56,9 % sind bereits durchgeimpft. (www.aerzteblatt.de)


DELTA – neu: Die „K417N-Variante“ :

25.06.2021: Neu-Delhi. Die erste hochansteckende „Delta“-Variante des Coronavirus ist nun zudem auch noch zum neueren „Delta Plus“ oder „AY.1“ mutiert.. Diese K417N-Variante sei jedoch nicht wesentlich ansteckender…Es gibt derzeit noch keinen Hinweis darauf, wie tödlich die Krankheit – durch die neuere Variante des Virus evtl. noch werden kann…


Neuesten Erforschungen zufolge ist die indische Corona-Mutation nicht nur gefährlicher und ansteckender, sondern auch vor allem resistenter. Der „Wachstumsvorteil“ der Variante liege nach Erkenntnissen des Expertengremiums „SAGE“ bei rund 60 Prozent, sagte Matt Hancock, Gesundheitsminister von Großbritannien, dem Sender BBC.

Juni 2021:

Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich auch weiter in Russland

26.06.2021: Moskau – Im Zusammenhang mit der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante hat Russland gestern mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Nach Angaben der Regie­rung starben knapp 600 Menschen innerhalb eines Tages, so viele wie zuletzt im Januar 2021. (Quelle: www.aerzteblatt.de)
Eine landesweite Impfpflicht in Russland lehnte Putin erneut ab. Zugleich verteidigte er aber die „verpflichtenden“ Impfungen, die in einigen Regionen Russlands für Angestellte in bestimmten Branchen eingeführt wurden. Mehrere (18) russische Regionen – von Moskau über St. Petersburg bis zum abgelegenen Sachalin – verhängten eine Impfpflicht für Angestellte im Einzelhandel und im Dienstleistungsgewerbe, in Gesundheitsberufen sowie für Lehrerinnen und Lehrer.


Indische Virusvariante–nun auch in Australien gelandet…

Ein äußerst harter vierter Lockdown soll nun in dem australischen Bundesstaat Victoria (hier herrscht jetzt Winter) – die aus Indien kommende Virusvariante DELTA (B1.617.2) aufhalten. Sie breitet sich derzeit rasend schnell im ganzen Land aus.


Auch die Sydney – Behörden im australischen Sydney haben für mehrere zentrale Stadtteile einen einwöchigen Lockdown gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhängt.

„Das sollte sicherstellen, dass wir keine Übertragungsketten übersehen haben“, sagte die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, 


Melbourne geht aktuell zurück in den strikten 4. Lockdown: Aus Sorge um eine rasche Verbreitung der zuerst in Indien aufgetretenen Virusvariante B1.617.2 (Delta) verhängt der australische Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne zum vierten Mal seit dem Beginn der Pandemie einen strikten Lockdown. Der „Circuit Breaker“ beginnt um Mitternacht in der Nacht auf Freitag und gilt zunächst nur für eine Woche. Die Vorschriften sind schon wie bei den früheren Ausgangssperren in dem Bundesstaat äußerst streng. Es soll nur noch fünf Gründe geben, um aus dem Haus zu gehen – für essentielle Besorgungen wie Lebensmitteleinkäufe, für die Arbeit, sofern diese als essentielle Tätigkeit eingestuft wird, für Arztbesuche und Angehörigenpflege, für Sport (maximal zwei Stunden am Tag), und um sich impfen zu lassen. Sport und Einkäufe müssen in einem Umkreis von maximal fünf Kilometern des Wohnorts erledigt werden oder so nah wie möglich. Nur eine Person pro Haushalt und pro Tag darf Einkäufe erledigen.… (Quelle: FAZ vom 27.05.2021)

NOVITÄT: EINE NEUE EIGENE QUARANTÄNE-STATION:
Einrichtung mit 500 Betten wird nun in Australien geplant…

Nachdem Melbourne derzeit im vierten Lockdown seit Beginn der Pandemie ist, hat die australische Regierung sich nun tatsächlich zum Handeln bewegen lassen. So will Canberra nun den Bau eines großen Quarantänezentrums finanzieren und zwar im derzeit betroffenen Bundesstaat Victoria, zu dem Melbourne gehört.


Auch bereits genesene Covid-19-Patientïnnen könnten sich erneut anstecken und auch daran erkranken…

WHO-Wissenschaftlerin Maria van Kerkhove begründete die Warnung damit, dass DELTA (B.1.67.2) deutlich schneller ansteckender sei als andere Varianten. Zudem gebe es Hinweise, dass eine – durch bisherige Corona-Impfungen oder -Infektionen erworbene Immunabwehr auf DELTA (B.1.67.2) bei manchen Menschen doch viel schlechter reagiere. Dadurch könnte sich auch die Wirkung von Impfstoffen verringern und auch bereits genesene Covid-19-Patientïnnen könnten sich erneut anstecken und auch daran erkranken.

Was ist eigentlich eine DOPPEL-MUTANTE?

Genauer erläutert dies der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“: „…Es ist nicht so, dass man eine neue Kreuzung von zwei verschiedenen Mutanten habe, wie das in einigen Medienquellen gestanden hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch diese DELTA- Variante eine ganz neue Mutante ist – mit einem sog. Immunescape“, schlussfolgerte Drosten.

Perfekte Tarnung?

DIE GEFAHR: Unter einer „Immunescape oder -evasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich pathogene Viren mit Hilfe von spezifischen Mechanismen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Sie werden einfach „unsichtbar“… Das Immunsystem wird so wirkungsloser.
Diese derzeit neueste DELTA (B.1.67.2) aus Indien wird bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun als ernsthaft besorgniserregend eingeschätzt und trägt nun die höhere Einstufung als „Variant of Concern“ (VoC). 

07.07.2021: Daten aus Großbritannien zeigen derzeit aber, dass dort die zur Zeit noch verfügbaren Impfstoffe (BioNTech/AstraZeneca) wohl vor allem vor schweren Verläufen schützen. Die neue DELTA (B.1.67.2) ist also in England derzeit – wie berichtet – schon mit über 95 % – weit verbreitet aufgetreten.


Wissenschaftler wie die Mathematikerin Prof. Christina Pagel gehen davon aus, dass die indische Variante bald in ganz Großbritannien dominieren wird. Die rasche Ausbreitung von DELTA (B.1.617.2) in einigen Gebieten Englands hat Zweifel am Fahrplan des Landes geweckt, langsam Geschäfte, Restaurants und öffentliche Einrichtungen wieder zu öffnen. Die nächste Öffnungsphase soll am 21. Juni beginnen. Der Lockdown wurde nun doch um vier Wochen verlängert. Ab 21. Juli 2021 erprobt England unter Boris Johnson nun wieder „Normalität“… auf wessen Kosten?

BioNTech wirke schwächer… zumindest in Israel:

Ganz klar, die Delta-Variante hat den Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht gerade leichter gemacht. Sie breitet sich schneller aus, ist aggressiver – und steht im Verdacht, die Impfstoff -Wirkung herabzusetzen. Laut des Gesundheitsministeriums in Israel lässt etwa die Wirksamkeit des Impfstoffs Pfizer/Biontech seit der Delta-Variante nach*. Demnach sei die Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTech dort auf 64 % gesunken.


Juli 2021: Delta-Variante ist nun die häufigste Mutation in Europa:

Kein Land, das innerhalb der letzten vier Wochen mehr als 1.000 Covid-Neuinfektionen verzeichnet, weist weniger als 15 Prozent Positivtests auf die Delta-Mutation auf.

Besonders brenzlich ist die Lage in Großbritannien und nun auch in Dänemark, Portugal, Spanien, Italien – In diesen Urlaubsländern ist bereits die indische Mutation stark vertreten.

RKI: Großbritannien ist Virusvariantengebiet…Lockerungen wurden erst zurückgenommen… Auch Deutschland machte schon im Mai 2021 sofort dicht: Schon ab Sonntag (23.05.2021): 0 Uhr, galten für Reisende, die aus Großbritannien kommen, drastische Einreisebeschränkungen nach Deutschland – bis heute. UND NUN?

England probt nun Normalität – mit der vierten Welle…

12.07.2021: Ab kommender Woche hebt England alle Maßnahmen gegen Covid-19 auf. Angesichts ansteigender Infektionszahlen solle die Bevölkerung aber dennoch vernünftig bleiben. (Akt: 12.07.2021 20:16Print) Wir sind gespannt, wie es dort weitergeht…


23.06.2021: Der SPD-Politiker, Mediziner und Gesundheitsökonom Karl Lauterbach berichtet: „Wichtige Infos zu Wirkung von Impfungen gegen die neue indische Variante DELTA (B.1.617.2) finden sich im neuen UK Bericht: 80,9% Wirkung nach 2. Impfung. Vergleich: Britische Variante ALPHA (B.117) läge die Wirksamkeit bei 86,8%. Nur bei der 1. Corona-Impfung sei die Wirkung schwach. So sei DELTA (B.1.617.2) also gut durch eine zweite Impfung vermeidbar“ .
https: // assets.publishing.service.gov.uk/government/upl OADs / system / uploads / attachment_data / file / 988.619 / Variants_of_Concern_VOC_Technical_Briefing_12_England.pdf.

Forschenden der Francis Crick Institute und des National Institute for Health Research UCLH Biomedical Research Centre in London haben sich das genauer angeschaut. Sie führten ihre Untersuchungen an 250 Erwachsenen durch. Diese Ergebnisse wurden im Fachmagazin „The Lancet“ im Juni 2021 veröffentlicht:

DIE GUTE NACHRICHT: Am Ende gab es also die Erkenntnis, „dass die meisten Teilnehmer, die z.B. zwei volle Dosen von BioNTech: BNT162b2 (Corminaty) erhalten haben, vor einer DELTA – B.1.617.2 – Infektion und damit verbundenen Krankheiten geschützt wären“, wie es im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichten Artikel heißt.

Die Corona-Variante aus Indien scheint also das Immunsystem besonders gut austricksen zu können. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, die in The Lancet erschienen ist. Sie ist die bis dato größte Studie, welche die „impfstoffinduzierte Antikörperbildung“ gegen die neuesten Varianten untersucht hat.


Welche Folgen hat es, wenn das Virus seine Erbinformation verändert? Der Virologe Christian Drosten sagte: Impfstoffe wirken „meistens“… sie sind wohl nicht alle beeinträchtigt, aber wesentlich ansteckender könnte diese neuere Virus-Mutation wohl doch noch in Zukunft für uns werden...

Was bedeutet dies für unser Immunsystem?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden diese „Virus-Veränderungen“ mit einer „reduzierten“ Neutralisierbarkeit durch Antikörper oder T-Zellen in Verbindung gebracht, deren „Umfang noch nicht eindeutig“ geklärt sei. Konkret könnte dies bedeuten, dass doch auch -wenn auch wahrscheinlich selten – Geimpfte sowie „Genesene“ – die also an Covid-19 erkrankt waren – vor einer Wieder-Ansteckung mit dieser neueren Variante womöglich deutlich weniger gut geschützt sind.

07.Mai 2021: Auch Forscher aus Katar liefern erste Beweise dafür, dass der Impfstoff von BioNTech/Pfizer auch vor Virusvarianten wie ALPHA (B.1.1.7) und BETA (B.1.351) schützt. (Quelle: Laith J Abu-Raddad et al. „Effectiveness of the BNT162b2 Covid-19 Vaccine against the B.1.1.7 and B.1.351 Variants.“, N Engl J Med. 2021 May 5. doi: 10.1056/NEJMc2104974. Epub ahead of print. PMID: 33951357)


Survival of the Fittest: 
So setzen sich ganz automatisch die vorteilhaftesten Merkmale durch.

Der Slogan bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. Dieser Ausdruck wurde bereits im Jahr 1864 durch den britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägt. So übernahm Charles Darwin den Ausdruck ab der 5. englischsprachigen Auflage seines Werkes Die Entstehung der Arten von 1869 ergänzend zu seinem – zum Fach-Terminus gewordenen – Begriff Natural Selection = natürliche Selektion. (Quelle: Wikipedia ).


NEU: Eine Super-Mutation hat sie … alle drei…oder vier?
ETA – B.1.525 – Geniale Super-Virus-Kombi?

10.03.2021: So „kombiniere“ schon seit März 2021 die derzeitige Mutation B.1.525 (die noch keinen „neuen“ Namen hat) ALLE drei Eigenschaften der britischen, brasilianischen und südafrikanischen Variante und weise zudem auch zusätzlich noch die gefährliche Mutation E484K auf.

Diese neuere Mutation ETA (B.1.525) wurde schon Ende Dezember 2020 erstmals in Großbritannien und Nigeria nachgewiesen und steht nun auch in Deutschland immer noch unter der „Beobachtung“ des Robert-Koch-Instituts (RKI). Noch ist diese im Hintergrund… Die neue Variante ETA (B.1.525) tauchte laut „Gelber Liste“ aber bereits in 23 Ländern weltweit nachweislich auf. Laut RKI gilt die Variante „bisher“ allerdings nicht wie etwa die britische ALPHA (B.1.1.7) als „Variant of Concern“, sondern lediglich als Variante „unter Beobachtung“ – ob sie sich evtl. wieder erneut verändere.
ETA (B.1.525) enthält verschiedene Mutationen, drei davon betreffen das Spike-Protein: Q52R, E484K und Q677H. Mit diesem Protein kann ein Virus an die Oberfläche der menschlichen Zellen leichter andocken.

Durch diese neuere Veränderung scheinen unser Körper-Zellen bestimmte Antikörper auch nicht mehr richtig binden bzw. auch erkennen zu können. Das Virus lässt sich also nicht mehr so leicht neutralisieren, es entkommt zumindest teilweise der Immunantwort des Körpers. Man spricht hier – wie schon erwähnt – von FLUCHT- oder sogenannten „Immun-Escape-Mutationen“.
ETA (B.1.525) ist aufgrund seiner genetischen Veränderungen also potenziell in der Lage, deutlich mehr Menschen zu infizieren als der ursprüngliche Wildtyp. Auch, dass der Erreger möglicherweise den bislang zugelassenen Impfstoffen entkommen kann, ist nun ebenfalls möglich geworden – wenn auch noch selten.

Die Super-Mutation: ETA (B.1.525) … Survival of the fittest…


Genetische Varianten von SARS-CoV-2 sind während der COVID-19-Pandemie nacheinander entstanden und zirkulieren auf der ganzen Welt.

Folgerung: Die zuerst bekannte – oben angeführte – erste spezifische Mutation, auch D614G genannt, wird auch von diesen oben genannten drei Varianten geteilt. Es gibt den „Varianten“ die beste Möglichkeit, sich deutlich schneller zu verbreiten, als die bisher vorherrschenden Viren, die nun wiederum von einer immer neueren Variante verdrängt werden und somit auch letztendlich langsam „verschwinden“… (Quelle: CDC – Centers for Disease Control and Prävention)


https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/

Harter Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie? Corona-Virusvarianten… Mutanten…ist die Sars-CoV-2 Impfung demnächst wirkungslos?

Was genau bewirken eigentlich diese Virus-Mutationen?
Das Spike-Protein von SARS-CoV-2 dient dem Virus als Eintrittspforte in die Zelle, indem es z.B. an der frühe „D614G-Mutation“ angedockt hatte. Diese Mutation besteht aus drei kleineren Peptiden, die in offener oder geschlossener Konformation vorliegen können. Je mehr Peptide „offen“ sind, desto „leichter“ kann das Spike-Protein des Virus dort andocken. Die neuere Mutation scheint diese Peptidverbindungen dann auch deutlich zu lockern, was wiederum eine offene *Konformation (Änderung der Molekülstruktur) erheblich begünstigt und damit auch eine sofortige Infektion wahrscheinlicher machen könnte.
Anm,: Die *Konformationsänderung bezeichnet ein zentrales Konzept in der Molekularbiologie, nach dem Proteine in der Lage sind, ihre räumliche Struktur zu ändern – als wichtiger Teil ihrer Funktion (zum Beispiel Motorproteine) oder aber um eine neue Funktion leichter auszuüben. (Wikipedia)

VoC = Variants of Concern: Besorgniserregende Virus-Varianten sind Virus-Mutanten, die sich in ihren Erreger-Eigenschaften – wie beispielsweise der Übertragbarkeit, der Virulenz oder der „Empfänglichkeit“ (gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen) nun relevant von den bisher bekannten, herkömmlichen VirusMutanten unterscheiden. (RKI)

VoI= Variants of interest: Diese haben unter anderem ganz spezifische genetische Marker, von denen vorhergesagt wird, dass sie die Übertragung, Diagnostik, Therapie oder Immunabwehr beeinflussen.

Alle Daten zu Fällen mit dem Nachweis einer „speziellen“ Virusvariante werden sofort über das Meldesystem gemäß IfSG an das RKI übermittelt.

Mittels der RKI-Testzahlerfassung werden Daten zu Genomsequenzierungen und
Punktmutationsanalysen in SARS-CoV-2 testenden Laboren in Deutschland erhoben.
Hierzu werden deutschlandweit Daten von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen
sowie klinischen und ambulanten Laboren zusammengeführt.
Die Daten werden unter
Berücksichtigung des Datums der Probennahme ausgewertet und direkt an das RKI
übermittelt.



Wie alles begann:

VoC = besorgniserregende Varianten:

Eine der vielen „ersten“ Varianten z.B. VoC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01ALPHA (auch B.1.1.7 – genannt) – ist die bekannteste sog. englische Variante: 

HISTORIE: Die bereits im April 2020 durch ein Team um den Virologen David Montefiori (USA: Duke University in North Carolina) erstmals entdeckt – also ERSTE – D614G-Variante von SARS-CoV-2 hatte sich damals schon rasend schnell weltweit ausgebreitet. Lange wusste man nicht, welche Funktion diese Mutation hat, wie oder ob sie gefährlich ist. Das können Wissenschaftler jetzt beantworten und deutlich bejahen. Diese wird nun aber durch ihre mittlerweile zahlreichen „follower“ ersetzt bzw. komplett verdrängt:

Erstmals im „November“ 2020 in England – als Nachfolger – festgestellt wurde – die damals noch neue ALPHA (B.1.1.7-Linie): Auch bezeichnet als „Variant of Concern“ 202012/01) zuerst von „Public Health England (PHE) GOV.UK“ – entdeckt.
So konnte man letztes Jahr fast dabei zusehen, wie sich diese ALPHA (B.1.1.7) Variante, die nun – wie gesagt – erst Ende 2020 erstmals in England entdeckt wurde, sich bei uns rasant ausbreitete und die D614G-Variante (ursprüngliche Linie) komplett verdrängte.


So gab es schon seit 2020 Hinweise, dass die ALPHA (B.1.1.7) Variante auch für deutlich mehr Todesfälle verantwortlich sei. Grundlage hierfür war eine Vorab-Veröffentlichung der „New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Groupeiner Beratungsgruppe der britischen Regierung. Darin berechneten die Autoren, dass das Sterberisiko für Personen, bei denen eine Infektion mit dieser neuen Variante bestätigt wird, um etwa 35 % höher ist. Diese britische Variante ALPHA (B.1.1.7) hat nun schon wieder bereits verschiedene neuere Mutationen entwickelt. Das heißt: Die ALPHA (B.1.1.7) Variante mutiert derzeit ständig weiter…bis es auch sie nicht mehr „original“ gibt…sondern nur das neue „Gewand“….

Es gibt noch mehr beunruhigende Neuigkeiten zur ALPHA (B.1.1.7) Variante: Kürzlich haben britische Wissenschaftler in Proben dieser Variante eine zusätzliche Mutation entdeckt. Dabei handelt es sich um die gefährlichere E484K-Mutation (s.o.) im Spike-Gen, die auch sowohl bei der südafrikanischen BETA (B.1.351) als auch der brasilianischen GAMMA (P.1) Variante schon vorkommt.

Da diese Virus-Linien (= Varianten) selbst jeweils ein individuelles Set an diversen Mutationen aufweisen, kann es sich auch nicht um irgendeine „eingeschleppte“ Variante aus Südafrika oder Brasilien handeln. Die Veränderung sei – laut Wissenschaftlern des Francis-Crick-Institute – ganz „spontan“ und offenbar mehrfach „völlig unabhängig voneinander“ in den einzelnen Ländern entstanden…

Anm.: The Francis-Crick-Institut – kurz auch „The Crick“ genannt – bis Juli 2011 – UK-Centre for Medical Research and Innovation, ist ein renommiertes britisches Forschungsinstitut für das Gebiet der Biomedizin.

Die früh bekannte ALPHA (B.1.1.7-Linie) wurde inzwischen in über 70 weiteren Ländern entdeckt. Diese trägt nun auch neben der E484K-Mutation noch zusätzlich die gefährlichere Mutation N501Y:

Diese gefährlichere TYP-Virus-Variante V2 alias N501Y.V2 oder auch die BETA (B.1.351) aus Südafrika genannt, ist eine wieder durch Mutation entstandene neuere Variante des Coronavirus. Auch für diese Variante BETA (B.1.351) geht man von einer höheren, d.h. schnelleren Übertragbarkeit aus.
Mehrere Studien weisen auch darauf hin, dass Menschen, die an der ursprünglichen Variante schon einmal erkrankt waren oder einen auf dieser beruhenden Impfstoff erhalten haben, weniger gut (vor einer erneuten Infektion) geschützt sind – da die neutralisierenden Antikörper, die das Immunsystem gebildet hatte, gegen das veränderte Virus wesentlich weniger wirksam sind.


Die Südafrika- und Brasilien-Varianten

SÜDAFRIKA: Die BETA (B.1.351) Linie (N501Y.V2) hat sich zuerst in Südafrika ausgebreitet. Neben der N501Y verstärken hier weitere Mutationen (N501Y, E484K, K417N) mit „vereinten Kräften“ nun die Bindungsfähigkeit des Spike-Proteins.

Die N501Y.V2 Variante stammt aus der Linie: BETA (B.1.351). Südafrika hat nun die neue V2 „Variante“ wegen der N501Y-Mutation nun auch einfach N501Y.V2 genannt.

Bereits am 18. Dezember 2020 kündigten die nationalen Behörden in Südafrika die Entdeckung dieser neueren Variante N501Y.V2 von SARS-CoV-2 an, die sich in drei Provinzen Südafrikas rasch verbreitet hat.

Die alte Linie BETA (B.1.351) oder auch alias N501Y.V2), die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, weist genauso wie die britische ALPHA (B.1.1.7) ebenfalls auch die neuere Mutation N501Y auf. Daneben zeichnet sie sich zusätzlich auch durch die E484K-Mutation aus, die sich – wie die britische Variante in England – selbst in Südafrika entwickelt hat.

ESCAPE-MUTATIONEN MACHEN DEUTLICH SORGE:
Diese zusätzliche Mutation E484K gilt unter Experten als mögliche sog. Fluchtmutation:

Bei der gefährlicheren E484K-Mutation gab es schon 2020 erste Labor-Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim Impfstoff erwarten ließen. Diese Mutation stand damals schon im Verdacht, eben diese „Immun-Evasion“ des Virus zu ermöglichen:
So könne eine „Erstinfektion“ mit der ursprünglichen Viruslinie nicht sicher vor immer neueren „Reinfektionen“ mit dieser oder neueren Varianten schützen. Diese zusätzliche Mutation E484K gilt (unter Experten) also – wie erwähnt – als mögliche Fluchtmutation: Also eine „Flucht-Anpassung“ des Coronavirus an das menschliche Immunsystem. Das könnte bedeuten, dass unsere wichtigen Antikörper, die das Immunsystem gegen die ursprüngliche Form von Sars-CoV-2 entwickelt hat, B.1.351 nicht mehr vollständig erkennen könnten. Die Betroffenen könnten sich also leicht ein zweites Mal anstecken.

Anm.: Unter einer „Immunevasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich Pathogene (z.B. VIREN) mit Hilfe von spezifischen Mechanismen oder Mutationen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Das Immunsystem wird so vollkommen wirkungslos.

Während ALPHA (B.1.1.7) – die alte englische Variante aus Großbritannien ebenfalls unter anderem die Mutation N501Y aufweist, hat die phylogenetische Analyse gezeigt, dass die Typ-Variante N501Y.V2 aus „Südafrika“ – wie oben erwähnt – wiederum aus derzeit „zwei“ unterschiedlichen Virus-Mutationen (V2) besteht… (!)

Südafrika

Seit Ende 2020 breitet sich in Südafrika bereits eine Variante mit der Bezeichnung BETA (B.1.351) oder 501Y.V2 aus, die acht charakteristische Mutationen im Spike-Gen aufweist, von denen drei die Rezeptor-Bindedomäne betreffen (K417N, E484K und N501Y).

Diese neuere V2-Typ-Variante: N501Y.V2 kommt also nun aus Südafrika = Die Variante ist auch – wie schon erwähnt – als ursprüngliche BETA (B.1351) – Linie bekannt. Sie trägt, ebenso wie die ALPHA (B.1.1.7) – Linie auch: Die E484K-Mutation und die gefährlichere Mutation N501Y. Kürzlich hieß es aus dem südafrikanischen Expertengremium, dass diese Variante zwar um 50 Prozent ansteckender sei, als die ursprüngliche Variante, aber nicht tödlicher. Diese neue V2-Typ-Variante: N501Y.V2 ist mittlerweile nun auch bei uns in Europa angekommen…

Brasilien: (P.1) GAMMA

22.01.2021: Eine wiederum neuere Corona-Virus-Variante kommt nun derzeit aus Brasilien zu uns:
B 1.1.28. die aber schon bereits wieder erneut in die GAMMA (P.1) – Linie mutiert ist… Ihre Eigenschaften deuten manche Forscher in Manaus als erstes Zeichen, dass es im Kampf gegen Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zu einem harten Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie kommen könnte: Die GAMMA (P.1 )– Mutation war zuvor bekannt als (B.1.1.28.1). Diese also von der Linie B.1.1.28 abstammende SARS-CoV-2-Variante GAMMA (P.1) wurde erstmals Ende 2020 im brasilianischen Staat Amazonas entdeckt und ähnelt stark in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante BETA (B.1351) – Linie.  So weist auch die BETA (B.1351) – Linie die wichtige N501Y Mutation auf. Auch dieser BETA (B.1351) – Virus-Stamm ist hoch ansteckend. Eine erhöhte, schnellere Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet. Fachkreise sind zudem beunruhigt, weil GAMMA (P.1) neben anderen – auch die Mutation E484K aufweist. So mehren sich Berichte aus der schwer betroffenen Amazonas-Region, dass GAMMA (P.1) nachweislich bereits genesene Covid-19 Patienten erneut infizieren kann

12.02.2021 — Die neuere CoronavirusVariante aus Brasilien – mit dem Kürzel B1.1.28 – wurde im Januar 2021 nun auch bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen. 


Die bisher bekanntesten VIRUS-Varianten (VoC=Variant of Concern)

DIE LINIEN: ALPHA (B.1.1.7), BETA (B.1.351) und GAMMA (P.1) breiteten sich rasant weltweit und in einigen Staaten mit großer Dynamik aus (Risk Assessment des ECDC). Ob und in welchem Maße die neuen Varianten (Linien) die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe beeinträchtigen, ist derzeit noch nicht sicher abzuschätzen. Diese Aspekte werden derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.

Die Wirkung liege nun daher – aufgrund der Mutanten – bei einigen „Impfstoffen“ – wie z.B. dem Vektor-Impfstoff von Janssen (J&J) – nur noch unter 60 %.

NEWS – 10.05.2021: Corona­-Ausbruch in Dänemark: 50 Fälle von einer wiederum neuen „mexikanischen“ Variante: Kopenhagen – In Dänemark haben sich etwa 50 Menschen mit einer zunächst in Mexiko entdeckten neueren – noch nicht klassifizierten – Corona-Variante infiziert. Es sei der größte Ausbruch dieser Variante in dem nordeuropäischen Land, teilte die nationale Behörde für Patientenschutz (durch den Gesundheitsminister Magnus Heunicke) nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ritzau mit. Zu der jüngsten Covid-19-Mutation, die sogenannte mexikanische Variante (die noch nicht benannt ist) und nun publik wurde, sagte der Direktor der Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm, dass diese momentan keinen Anlass zur Sorge gäbe. 


VoC: Besorgniserregende Varianten… Schutz durch Impfung?

Der BioNTech-Impfstoff „Comirnaty“ sei – wie von Experten derzeit gesagt wird – wirksam gegen die beiden Mutanten B.1.1.7 und B.1.351:

HOHER SCHUTZ:

Real-World-Daten aus Katar zeigen: Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer bietet auch vor den beiden als »Variants of Concern (VoC)« eingestuften SARS-CoV-2-Varianten ALPHA (B.1.1.7) und BETA (B.1.351) einen sehr guten Schutz. (Quelle: »New England Journal of Medicine«)

Wie schnell mutiert Sars-CoV-2?

Es ist anzunehmen, dass auch in Zukunft sich Sars-CoV-2 weiter stetig – durch immer wieder neuere Mutationen – weiter an das menschliche Immunsystem anpassen wird. Wie schnell das geschieht, hängt maßgeblich von der Größe der aktiv infizierten menschlichen Population ab. Je weniger- desto besser… 
Je mehr Infektionsfälle – regional, national wie international – auftreten, desto stärker vermehrt sich das Coronavirus – und desto häufiger treten dann auch immer wieder neuere Mutationen auf. Was folgt daraus?

Gibt es bald eine vierte Welle? Was sagt uns der Experte?

„Im Herbst kann es dann sein, dass wir wieder einen Anstieg bekommen, je nachdem, wie gut die Impfquote ist“, so Virologe Prof. Hendrik Streeck noch im Mai 2021 im RTL-Interview. „Aber ich denke, es ist gut, wenn wir uns darauf vorbereiten, damit wir nicht wieder mit einem harten Lockdown reagieren müssen.“ 

Das heißt:
Je mehr von uns Menschen die „AHA“-Regeln mit allen Konsequenzen streng beachtet werden – umso weniger Infektionsfälle, umso schlechter kann sich Sars-CoV-2 verbreiten. Wenn dann noch die Menschheit mit wirksamem Impfstoff versorgt ist, dann…bekommen wir vielleicht unser altes, liebes Leben wieder zurück…Die AHA+L-Formel bezeichnet die drei gängigen wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung: Abstand, Hygiene und medizinische Alltagsmasken (FFP2), zu denen – entsprechend neuer Erkenntnisse – als „L“ – die Lufthygiene (cave: Aerosolbildung) noch hinzukommt.
(Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/)

ZUSAMMENSTELLUNG-AKTUELL

Juni 2021: Die neuen Namen der Variants of Concern (VOC):

  • B.1.1.7, die britische Variante, heißt nun Alpha
  • B.1.351 aus Südafrika: Beta
  • P1 aus Brasilien wird zu Gamma
  • B.1.617.2 aus Indien bekommt den Namen Delta
  • B.1.617.1, ebenfalls aus Indien, aber bislang nur eine „Variante von Interesse“ (VOI) heißt Kappa

Und hier die neuen Namen der „Variants of Interest“ (VOI):

World Health Organization (WHO)
@WHO


09.07.2021 – VORHERSAGE:
Szenarien für eine Zukunft mit SARS-CoV-2

Fachleute gehen davon aus, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 vorerst nicht ausgerottet werden kann. Ob und wann es ein Ende geben könnte und welche Risiken drohen, damit hat sich ein Wissenschaftlerteam jetzt auseinandergesetzt. Der Beitrag ist in Nature erschienen.
(DOI: 10.1038/s41586-021-03792-w).

Der Artikel beginnt zwar optimistisch mit der Aussage, dass es eine realistische Erwartung sei, die Pandemie dank der globalen Anstrengungen beim Impfen unter Kontrolle zu bringen.
Das Autorenteam um Amalio Telenti und Davide Corti, das beim Pharmaunternehmen Vir Biotechnology und verschiedenen Forschungsinstitutionen arbeitet, geht aber auch auf noch unabsehbare Entwicklungen und Unsicherheiten ein.
Eine irgendwann mögliche Entwicklung hin zu einem grippe- oder erkältungsähnlichen Erreger vielleicht mit Spitzen in den Wintermonaten dürfte nach Schätzung der Autoren jedenfalls nicht eintreten, bevor es – unter anderem – eine weiter verbreitete Immunität in der Bevölkerung gibt.

Telenti und Corti blicken hier auch zurück auf die schwere Influenzapandemie von 1918/19: Nachkommen des Erregers H1N1 hätten noch bis in die 1950­er-Jahre hinein Epidemien hervorgerufen... Sie halten jedoch fest, dass bisher eine relativ begrenzte Zahl an Mutationen unabhängig voneinander in mehreren Varianten auftauchte, was auf eine konvergente und möglicherweise eingeschränkte Evolution von Corona hinweise.

Das deckt sich mit Einschätzungen des Berliner Virologen Christian Drosten: „Es gibt aus virologischer Sicht gute Gründe anzunehmen, dass SARS-2 gar nicht mehr so viel mehr auf Lager hat als das, was es uns bisher zeigen konnte“, sagte er kürzlich in einem Interview mit dem Schweizer Onlinemagazin „Republik“.

Drosten rechnet auf lange Sicht damit, dass sich SARS-CoV-2 evtl. wie ein Erkältungscoronavirus verhalten werde. In den kommenden 2 bis 4 Jahren seien Übergangszustände zu erwarten – das Virus werde Impflücken nutzen, sagte er noch Ende Mai 2021 in einer Anhörung im Parlamentarischen Begleitgremium COVID-19-Pandemie des Bundestags. © dpa/aerzteblatt.de


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1. Einleitung

2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4. Impfstoffe

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung

4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten (diese Seite)

4.4 Impfstoffe/Zukunft

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten