Es handelt sich hier in meinem Blog-Artikel – bei diesem globalen „Corona“-Update – um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen – während einer sich rasend schnell entwickelnden Pandemie. Jede Einzelne dieser verfügbaren Informationen zu Covid-19 kann sich ständig mit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ändern.


MUTATIONEN-VARIANTEN:

Ein „einzigartiges“ Coronavirus gibt es nicht. Virus-Mutationen produzieren immer wieder neuere Varianten von SARS-CoV-2. 


  • https://www.br.de/nachrichten/wissen/faq-welche-corona-mutanten-gibt-es-und-wie-gefaehrlich-sind-sie,SNlN0gw

Es sind zuletzt mehrere beunruhigende Varianten von SARS-CoV-2 aufgetaucht, die sich durch eine höhere Infektiosität und auch einen Immun-Escape (Fluchtreaktion) auszeichnen:
Das bedeutet, dass eine durch eine überstandene Infektion oder vollständige Impfung erworbene Immunität gegenüber dem nicht mutierten Virus vor den Varianten nur teilweise schützt.


Viren sind extreme Winzlinge und schon seit Urzeiten auf unserer Erde

  • Viren gab es schon immer… sie entstanden noch vor der ersten Zelle und schon in jener „chemischen Ursuppe“, die auch primitivste Lebensformen hervorbrachte; Viren werden nicht zu den Lebewesen gezählt, da sie keinen eigenen Vermehrungsapparat (Replikationsapparat) und auch keinen eigenen Stoffwechsel haben.
  • Sie können sich nur in lebenden Wirtszellen vermehren, da sie auf den Stoffwechsel ihrer Wirtszellen angewiesen sind. Wir sind es, die sie spazieren tragen… Viren werden normalerweise auch nicht zu den Parasiten gerechnet, weil Parasiten Lebewesen sind. 
  • Die Ausbreitung von Virus-Varianten ist ein bekannter Trick von Viren, um auf unserer Erde weiter fortzubestehen. Erst verbreitet sich zunächst der Ursprungstyp rasant unter seinen Wirten, dann versucht der Erreger durch immer neuere Mutationen zu überleben.
  • Die bisherigen Strategien, auf die das Coronavirus mithilfe unterschiedlicher Varianten setzt, sind oft dieselben: IMMER ansteckender werden und den Immunschutz umgehen. Denn Sars-CoV-2 läuft die Zeit davon, da der Selektionsdruck mit immer mehr Geimpften und Genesenden rasant steigt. (Quelle: Wikipedia und Redaktionsnetzwerk Deutschland)

Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung…

Panta rhei („Alles fließt“) 

Nichts ist so beständig wie der Wechsel… Im übertragenen Sinne meint die Aussage „Alles fließt …“, dass nichts von Bestand ist. Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen *Heraklit hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.
Anm.: *Heraklit von Ephesos  (*um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.) war ein vorsokratischer Philosoph aus dem ionischen Ephesos, das in der heutigen Türkei nahe Izmir liegt. 


https://www.pharmazeutische-zeitung.de/virusvarianten-im-ueberblick-123903/

Coronaviren gelten als genetisch relativ stabil, doch auch sie verändern sich regelmäßig.

  • Bei jedem Replikationsprozess, also wenn das RNA-Genom kopiert wird, können Fehler (Mutationen) entstehen. Wirken diese sich günstig auf die Verbreitung des Virus aus, werden sie selektiert. Das heißt, die Mutante kann sich dann gegen andere Formen des Virus durchsetzen.
  • Virusvarianten werden im Volksmund oft vereinfacht und irreführenderweise als Mutationen bezeichnet. Auch vor den neuen Virusvarianten ist das Coronavirus SARS-CoV2 bereits mutiert

Ende 2020 veranlasste das Auftreten von Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2, die ein erhöhtes Risiko für die globale öffentliche Gesundheit darstellten, die Charakterisierung spezifischer Varianten des Virus als Variants of Interest, VOIs(Varianten von Interesse) und Variants of Concern, VOCs (besorgniserregende Varianten). (Wikipedia)

Mutanten? Varianten?

Für die Benennung der Varianten von SARS-CoV-2 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Bekanntgabe am 31. Mai 2021 ein eigenes Benennungssystem unter Verwendung ausgeschriebener Namen von Buchstaben des griechischen Alphabets eingeführt. Mit der Namensänderung will die Weltgesundheitsorganisation vermeiden, dass Länder oder Regionen mit bestimmten Virusvarianten verknüpft werden und Menschen, die dort leben oder von dort kommen, diskriminiert werden. (Wikipedia)

Virus-Begrifflichkeiten

  • Als Mutation (lat. mutare „ändern/verändern, verwandeln“) wird in der Biologie eine spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbgutes bezeichnet.
  • Eine Mutante kann sich also gegen andere Formen des Virus auch primär durchsetzen. Der Begriff Mutation bezeichnet hier also eine Virus-Veränderung an sich.
  • Durch eine Mutation entstehen also immer wieder selbstständig neuere Varianten: Der Begriff Mutante bezeichnetdas mutierte Virus selbst– sowie alle seine Nachkommen: Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Varianten des Virus.

Von Varianten spricht man also dann, wenn ein Set von bestimmten Mutationen – über mehrere Replikationszyklen hinweg – erhalten bleibt. Veränderungen werden offenbar von den Varianten weltweit völlig unabhängig voneinander entwickelt. Hat eine Variante völlig veränderte Eigenschaften, kann sie als Stamm bezeichnet werden.


Inzwischen haben sich jedoch auch einige deutlich aggressivere Corona-Mutanten verbreitet, die sich völlig anders verhalten als die „ursprüngliche“ Variante des SARS-CoV-2-Virus, des sogenannten „Wildtyps“. 

Anwendung der SARS-CoV-2 Varianten-Nomenklatur der WHO durch das RKI:

  • Varianten unter Beobachtung stehend = Variants of Interest (VOI), also in Proben entdeckte Viruslinien, die verschiedene besorgniserregende Mutationen auf einmal vorweisen, die zu gehäuften Fällen führen oder in mehreren Ländern auftreten.
  • So stehen weitere Viruslinien aufgrund verschiedener besorgniserregender Mutationen unter besonderer Beobachtung. 
  • Besorgniserregende Varianten = Variants of concern (VOC), also Viruslinien, die sich nachweislich besonders stark von herkömmlichen Varianten unterscheiden. Etwa weil sie übertragbarer sind, virulenter, und/oder die Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen schlechter ausfällt. Dies sind also Varianten von SARS-CoV-2, die sich in ihren Erregereigenschaften – wie beispielsweise der Übertragbarkeit oder der Virulenz gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen – relevant von den herkömmlichen Virusvarianten unterscheiden. (RKI)

Der Selektionsdruck für Sars-CoV-2 wird durch Geimpfte und Genesene immer größer. Das Coronavirus versucht deshalb, durch immer wieder neuere Mutationen in der Welt zu bestehen. Je mehr Menschen geimpft werden – um so geringer ist das Überleben der Viren. Das sollten „Impfgegner“ wissen…


Wie alles begann – 2020/21 kamen nacheinander die ersten, ernsthaften Varianten (VoC) – Variants of Concern. Alpha-Beta-Gamma-Delta…?? 

  • In ihren Ursprungsländern Großbritannien (Alpha, B1.1.7), Südafrika (Beta, B.1.351), Brasilien (Gamma, P.1) und Indien (Delta, B1.617.2), machten sie damals schon früh jeweils einen großen Anteil aus. Sie waren weltweit verbreitet…
  • Bei der sogenannten indischen Variante Delta (B.1.617) wird unterschieden zwischen der (VoC) besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Sub-Variante B.1.617.1, die derzeit nur als „von Interesse (VoI)“ eingestuft wird. Sie heißt nun Kappa.
  • Doch SARS-CoV-2 mutiert munter weiter – 7 noch unbekannte Virusvarianten stehen schon in der Warteschleife… 
  • Während die Mutanten von Alpha bis Delta nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit als besorgniserregende Varianten (oder VOC für „Variants of Concern“) gelten, werden die neuen Mutanten bislang lediglich als unter Beobachtung stehende Varianten (oder VoI für „Variants of Interest“) eingestuft. (August 2021)
  • Anders als ihre Verwandten gilt Kappa (= Delta-Virus-Variante) aber noch nicht als besorgniserregend (VoI)– allerdings könnte auch sie potenziell gefährlicher sein als die Ursprungsvariante von SARS-CoV-2. Diese Virusvariante spielt bei uns (noch) keine Rolle…

  • 31. Mai 2021 – Die WHO hatte beschlossen, die verschiedenen Coronavirus-Varianten künftig (anstatt Buchstaben/Zahlen) einfach alphabetisch nach griechischen Buchstaben zu benennen. Die Varianten nur nach dem Land zu benennen, wo sie entdeckt wurden, sei „stigmatisierend und diskriminierend“ – so habe sich Indien bereits beschwert.

Der Bellinzona Wildtyp D614G...war schon Anfang 2020 bei uns der Erste:


„HISTORISCHES“: Im April 2020 tauchte erstmals ein neuer Stamm des SARS-Coronavirus-2 auf: die Mutante D614G. Sie löste damals in vielen Regionen der Welt die bislang vorherrschenden Varianten ab. 
Corona-Virus-Varianten gab es also auch bei uns schon sehr früh – ganz zu Anfang der Pandemie 2020: Eine Variante von SARS-CoV-2 – mit einer D614G – Mutation (für das Spike-Protein kodierende Gen) – trat bereits schon Ende Januar bzw. Anfang Februar 2020 in Europa auf. Diese ist heute längst schon wieder verschwunden…


  • 05.03.2021: Prof. Dr. Martin Beer, Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, berichtete über eine aktuelle Studie zur D614GMutation von SARS-CoV-2: Während der ersten Wochen der SARS-CoV-2-Pandemie (letztes Jahr 2020) hatte sich ein klares Muster ergeben: Eine kleine Mutation im Spikeprotein von 614D zu 614G setzte sich damals weltweit durch: Die D614G-Variante...

Die bisher bekanntesten und besorgniserregenden
Haupt-Virus-Varianten (VoC=Variant of Concern)

  • B.1.1.7 (ALPHA): Im Vereinigten Königreich (UK) entstand im November 2020 eine erste sog. KENT- oder ALPHA-Variante von SARS-CoV-2. Diese Mutante galt als deutlich ansteckender als der zuvor vorherrschende Wildtyp des Virus. SIE IST NUN FAST GANZ VERSCHWUNDEN…
  • B.1.351 (BETA): In Südafrika trat „unabhängig“ von der ALPHA (B.1.1.7) eine andere Variante von SARS-CoV-2 auf, die nun als BETA (B.1.351) bekannt ist. 
  • P.1 (GAMMA): In Brasilien entstand wiederum eine neuere Variante von SARS-CoV-2, nun bekannt als GAMMA (P.1). Diese wurde erstmals im Januar 2021 bei Reisenden aus Brasilien identifiziert, die nach Japan kamen.
  • B.1.617.2 (DELTA): In Indien entstand im Frühjahr 2021 diese neuere Variante – als „Doppel-Mutante“ – die derzeit als „VoC = Variant of concern“ eingestuft wird. Sie gilt als wesentlich schneller ansteckender…Sie heißt nun DELTA. Es handelt sich dabei um eine Doppelmutation, das heißt: Die bekannten Mutationen E484Q und L452R sind in dieser Virusvariante kombiniert. Diese hat wiederum eine zweite Variante: Die B.1.617.1 (KAPPA) die derzeit aber nur als „Variante – von Interesse“ eingestuft wird. In Indien sind im Juni 2021 solitär auch Fälle einer wiederum neueren „Delta Plus“ -Variante (B1.617.2.1 oder AY.1 oder AY.3) registriert worden. 

Virus-Variante: ETA (B.1.525)

NRW – 25. Juni 2021: Auf einer Paderborner Krankenhausstation ist wegen des erstmaligen Auftretens der soge­nannten Eta-Variante des Coronavirus ein Besuchs- und Aufnahme-Stopp verhängt worden. Heute bestätigte der Kreis Paderborn dann den Nachweis von fünf weiteren Fällen, darunter bei vier Pa­tienten aus dem Krankenhaus und einer engen Kontaktperson. Ebenso gab es einen Fall im benachbarten Kreis Höxter ebenfalls einen Fall. Seither scheint diese Variante verschwunden zu sein…

Die Variante ETA (B.1.525) wurde seit Dezember 2020 in Ländern Zentralafrikas registriert, etwa in Angola und Nigeria, aber auch vereinzelt in Großbritannien. Seit März steht sie unter Beobachtung, weil sie Mutationen aufweist, mit denen eine erhöhte Übertragbarkeit und eine veränderte Immunantwort einhergehen könnte.


NEU: Lambda-Variante (C.37)

  • In Südamerika grassiert die Virusvariante Lambda
  • August 2021: Die Lambda Mutante ist auch unter C.37 bekannt und im August erstmals in Peru nachgewiesen worden. Nach Angaben aus Peru werde – wie oben schon erwähnt – die Lambda-Variante dort von der Gamma-Variante (P.1.) verdrängt. Seit April ist Lambda für 81 Prozent aller untersuchten Fälle in diesem Land verantwortlich. Ein Drittel der Neuinfektionen in Chile und Argentinien sind auf diese Mutante zurückzuführen.
  • Die in Südamerika NEU entdeckte Lambda-Variante (C.37) hat also bereits Europa und auch Deutschland – wenn auch noch spärlich – erreicht. Neuen Untersuchungen zufolge könnte sie evtl. den Impfschutz mindern. Die Ergebnisse wurden noch nicht von unabhängigen Experten überprüft.
  • Generell liegen auch noch zu wenige Informationen über diese neue Variante vor, um Vergleiche ziehen zu können. Die jüngsten Daten aus Japan zu möglicherweise problematischen Eigenschaften der Lambda-Variante des Coronavirus sorgen bei Fachleuten nicht für besondere Beunruhigung. Die WHO verwies auch auf eine derzeit nicht besonders starke Ausbreitung dieser Variante.
  • Seit April 2021 ist Lambda für 81 Prozent aller bisher untersuchten Fälle in dem Land verantwortlich. Ein Drittel der Neuinfektionen in Chile und Argentinien sind ebenfalls auf diese Mutante zurückzuführen.

August 2021: Alpha ist nun wohl kein Problem mehr… sie ist fast ganz verschwunden: BETA und vor allem DELTA aber schon noch… Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) breitet sich – wie gesagt – die Lambda-Variante derzeit in Europa nicht sonderlich stark aus.

  • Die Delta-Variante kann nun schon deutlich besser an die Zellen im oberen Atemtrakt des Menschen „anbinden“ als die ältere Variante, wie Alpha. Dadurch befinden sich schon deutlich früher, höhere Mengen von SARS-CoV-2 in der Ausatemluft und die Infektion kann sich viel leichter und schneller ausbreiten bzw. übertragen werden. Je höher die Erregermenge, desto eher und leichter erfolgt auch eine Infektion bzw. kann unsere Immunantwort vom Virus überwunden werden. Das ist dann ein weiterer Verbreitungs- und Überlebensvorteil für die Delta-Variante und daher wird Alpha – das diese Möglichkeit noch nicht hatte- seit Früh-Sommer 2021 immer seltener beobachtet.

  • Corona-Neuinfektionen:
    Die ursprünglich in Indien beschriebene Delta-Variante von SARS-CoV-2 hat in Sachen COVID-19 nun seit Sommer 2021 weitgehend die Weltherrschaft übernommen: Auch in Deutschland steigen die Infektionszahlen seit Juli 2021 wieder deutlich an. Die Delta-Variante ist also nun weltweit derzeit das größte Problem…
  • Die indische Mutante – die Delta-Variante“ (B.1.617.2): Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass Delta nun länger zur weltweit dominierenden Variante wird. Bislang wurde sie in mehr als 160 Ländern nachgewiesen, Tendenz steigend.

Delta scheint jedenfalls einen sogenannten Fitness-Vorteil gegenüber Alpha zu besitzen: In Großbritannien, wo sehr viele Proben sequenziert und auch andere Daten erhoben werden, machte Delta schon Mitte Juni 2021 gut 80 Prozent aller Infektionen aus, in den USA lag sie damals „noch“ bei 40 Prozent. Entscheidend ist aber nicht, inwiefern Delta anteilig überhandnimmt, sondern ob die Variante auch zu einem Anstieg der Infektionszahlen insgesamt führen wird. 

  • August 2021: Mittlerweile ist nun auch die Delta-Variante in Deutschland in allen Bundesländern vertreten: Sie dominiere hier erstmals mit einem Anteil von 98 Prozent, hieß es in der jüngsten Auswertung des Robert Koch-Instituts.

Die Infektiosität wird durch die R-Zahl geschätzt.
(Reproduktionszahl = R-Zahl = Kennzahl für Epidemien)

Es gibt viele Möglichkeiten die Infektiosität abzuschätzen und es gibt sogar schon Varianten von R.
Die R-Zahl für Influenza (Grippe) liegt (ungefähr) ~2. Bei Covid 19 sind es aber schon 3-4. Die Delta-Virus-Variante aber scheint etwa 2–3 mal so ansteckend zu sein wie das übliche SARS-COV-2 also das Covid-19-Virus.

Die Reproduktionszahl (R) beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt.

  • Wenn die Reproduktionszahl größer als 1 ist, dann steigt die Anzahl täglicher Neuinfektionen.
  • Wenn die Reproduktionszahl gleich 1 ist, dann bleibt die Anzahl täglicher Neuinfektionen konstant.
  • Wenn die Reproduktionszahl unter 1 liegt, dann sinkt die Anzahl täglicher Neuinfektionen.

Ausführliche Erläuterungen zu den R-Werten sowie Beispielrechnungen finden Sie auf den Seiten des RKI.


  • Juni 2021: Insgesamt gehen zwar die Infektionszahlen derzeit – nicht nur bei uns – in den Sommermonaten rapide zurück – und zwar bei allen Varianten. „Die Gesamtzahl der Delta-Infektionen ist „noch“ stabil bzw. eher leicht rückläufig. Daher ist das hier noch kein eindeutiger Hinweis auf stark erhöhte Infektionszahlen durch „Delta“, wie etwa der deutsche Immunologe Carsten Watzl betont. Experten halten es aber für sicher, dass die Delta-Variante die britische Alpha-Variante auf Dauer schon abgelöst habe. Ob dieser derzeitige sommerliche Rückgang der Infektionszahlen von Dauer sein wird – bezweifelten schon damals die Experten…

Besorgniserregende Virusvarianten (variants of concern, VOC) sind Virusvarianten, die sich in ihren Erregereigenschaften wie beispielsweise der Übertragbarkeit, der Virulenz, oder der Suszeptibilität gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen relevant von den herkömmlichen Virusvarianten unterscheiden. (Quelle: RKI)


Delta AY.3 die neueste Mutante…

27.08.2021: Jetzt aktuell auch belegt: Je höher die Impfquote, desto weniger Mutationen: Aus diesen Daten kann abgeleitet werden, dass die COVID-19-Impfung eine Virustransmission in erheblichem Maße reduziert und dass vollständig geimpfte Personen in Bezug auf die Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen.


DELTA-PLUS-VARIANTE mutiert: So droht nun eine neue Gefahr durch die neueste Unterform Delta AY.3. In Deutschland derzeit noch bei erst 3,4%…
Ein hoher Mutationsdruck durch unvollständig geimpfte Menschen könnte die Gefahr solcher neuen gefährlichen Varianten erhöhen. Die beste Strategie, diese Entwicklung zu verhindern, ist somit die möglichst zügige zweimalige Impfung großer Bevölkerungsanteile. (Quelle: Coliquio)


Die neueste Variante B.1.621, auch bekannt als Mu.

21.09.2021: Vor einer Woche wurde die WHO-Liste der VOI wieder um eine neue Mutante erweitert – Mu.
Viel war bisher noch nicht von ihr zu hören, doch eine aktuelle Studie gibt mehr Auskunft: Sie scheint resistenter als die meisten anderen Varianten zu sein.
Am 30. August 2021 aktualisierte die WHO ihre Liste der Variant of Interest (VOI) um eine weitere SARS-CoV-2-Linie – die Variante B.1.621, auch bekannt als Mu. Mittlerweile wurde sie in 39 Ländern nachgewiesen. Auffällig an der Variante MU sind acht Mutationen im Spike-Protein, darunter auch die allseits bekannten Übeltäter E484K und D614G. Jedoch teilt MU sich ebenfalls Mutationen mit Delta (Mutation D950N) und Alpha (Mutation P681H).

Mu: Eine neue „Variant of Interest“ (VOI)

  • Die Variante B.2.621, auch bekannt als Mu, wird nun von der WHO als Variant of Interest (VoI) eingestuft. Erstmals wurde die Variante im Januar 2021 in Kolumbien entdeckt und macht dort mittlerweile mehr als 39 Prozent der Infektionsfälle aus. Global liege die Verteilung der Mu-Variante noch niedrig. Jedoch wurde sie bereits in anderen südamerikanischen sowie europäischen Ländern detektiert. 
  • Die besagte Variante weise dabei Mutationen auf, die auf eine mögliche Resistenz gegen Impfstoffe hindeuten könnte. Bisher befinden sich erst fünf weitere Varianten auf der Liste der VoI: Eta, Iota, Kappa, Lambda und seit Anfang September 2021 nun auch „Mu“. In dieser Liste werden Varianten mit genetischen Veränderungen erfasst, von denen bekannt ist, dass sie Viruseigenschaften wie Übertragbarkeit, Krankheitsverlauf und Immunevasion beeinflussen und offensichtliche epidemiologische Auswirkungen vorweisen, die ein Risiko für die globale öffentliche Gesundheit darstellen.
  • Eine weitere Corona-Variante, C.1.2, die in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt hatte, wurde nun auf die Liste für Alerts for Further Monitoring aufgenommen. In dieser Liste werden SARS-CoV-2-Varianten mit genetischen Veränderungen erfasst, von denen vermutet wird, dass sie die Viruseigenschaften beeinflussen und ein zukünftiges Risiko darstellen könnten. Jedoch ist die Beweislage dieser gelisteten Varianten für phänotypische oder epidemiologische Auswirkungen unklar und erfordert somit eine verstärkte Überwachung.

Die gefährlichere Delta-Variante = variant of concern (VoC)
Impfschutz ist womöglich vermindert? Die Wirksamkeit z.B. von BioNTech funktioniere noch gut und biete hier hohen Schutz.

  • 02.08.2021: RKI-Bericht: Die Virusvariante Delta bleibt mit einem Anteil von über 90% in Deutschland derzeit die vorherrschende, nahm also in den letzten Wochen stetig zu. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Der Anteil von Alpha (B.1.1.7) beträgt nur noch < 10 %, d.h. diese Variante wird zur Zeit nur
noch in jeder 10. Probe nachgewiesen. Sie wird bald verschwunden sein. In Deutschland ist derzeit auch keine starke Ausbreitung der Varianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1) zu beobachten, ihr Anteil war in den letzten Wochen konstant
niedrig (ca. 1%). DELTA hat also nun die „Schirmherrschaft“ übernommen…


Juli 2021: „Der große Unsicherheitsfaktor im Corona-Krankheits-Geschehen ist gerade diese nun neuere Mutation DELTA (B.1.617.2), die – wie gesagt – noch deutlich ansteckender, als die vorherige englische Variante ALPHA (B.1.1.7) war“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx,

  • 06.08.2021: Eine erneute Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen in den nächsten Herbst-Monaten sei nicht ausgeschlossen. Genährt werden die Sorgen nun auch durch Zahlen einer aktuellen britischen Studie zur verminderten Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Delta-Variante. Deutsche Intensivmediziner rechnen nun bereits damit, dass sich besagte Delta-Variante des Virus in Deutschland sich nun bevorzugt durchsetzt hat. (@aerzteblatt.de)

mRNA – Impfstoff

Danach sei – wie man heute weiß – die Immunität gegen diese Variante zunächst nach Impfung mit den mRNA-Vakzine – unter anderem von BioNTech/Pfizer – nur „nach der ersten“ Impfdosis – etwas vermindert:
„Die damit Geimpften hätten Labor-Untersuchungen zufolge weniger neutralisierende Antikörper gegen die Delta-Variante entwickelt, als gegen die zuvor in Großbritannien verbreiteten anderen Varianten“ … berichteten Wissenschaftler um Dr. David Bauer vom Francis-Crick-Institute in London im Fachmagazin „The Lancet“.

So können unsere bereits gebildete Antikörper nach einer Impfung das Virus nicht mehr ganz so gut neutralisieren (!). (Quelle: univadis from medscape). Fachleute nennen das *Immune Escape. Die Wirksamkeit ist – wie gesagt – besonders nach der ersten von zwei Impfdosen reduziert. Die „zweifache“ Impfung mit den Impfstoffen von BioNTech und AstraZeneca lieferte aber – einer aktuellen Studie zufolge – dann doch einen noch guten Schutz.

Anm.: Als *Immunevasion oder Immun-Escape bezeichnet man einen Vorgang, bei dem Pathogene mithilfe von Mutation oder spezifischen Mechanismen einer Erkennung oder Abwehr durch das Immunsystem entgehen können.


  • „Der Virus wächst mit seinen Aufgaben!“ Diese Aussage scheint sich in der augenblicklichen Situation einmal mehr zu bewahrheiten. Wie wir ihm Grenzen setzen können, ist bekannt…

IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN… was das Zeug hält…. und hier sind die „Impfgegner“ das allergrößtes Problem…

Siehe hierzu Wissenswertes in meinem anderen Blog-Artikel unter: 3. Fake News (oben auf der Leiste oder unten am Blog-Artikel-Ende…)


Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. med. Klaus Reinhardt (*1960), betonte noch kürzlich am 17.08.2021, er sehe keinen Grund zur Panik. Die Delta-Variante sei nach den ihm bekannten Daten zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk.


Für die Gefahr, die von Delta (B.1.6.1.7.2) immer noch ausgeht, gibt es also derzeit (noch) ein gutes Mittel: Einen vollen Impfschutz (!) – wer weiß, wie lange noch?

  • Juli 2021: Weltärztechef Montgomery warnte noch im Frühsommer dringend – wegen der Delta-Variante – vor zu vorschnellen Lockerungen. Bei Anstieg sollte man sofort „Lockerungen zurücknehmen“ : Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, äußert sich sehr besorgt über die gefährliche Delta-Variante: Er befürchtete eine raschere Ausbreitung der als besonders infektiös geltenden Delta-Variante des Coronavirus und sieht Handlungsbedarf vor allem bei der Politik.
  • Die jetzigen Virus-Varianten Alpha (B.1.1.7), Beta (B.1.351) und Delta (B.1.617.2) die bisher in Deutschland verbreitet waren, erhebt regelmäßig das RKI. Diese sind derzeit hier fast verschwunden. Delta wird wohl nicht wieder so schnell verschwinden, und sollte es eine vierte Welle geben, könnte diese Mutante eine wichtige, gefährliche Rolle spielen. Der Zeitpunkt und die Anzahl der vollständigen Impfungen werden dabei mitbestimmen, wie viel Schaden das Virus noch anrichten kann.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach geht davon aus, dass die Delta-Variante in Deutschland vor allem im kommenden Herbst nun die dominierende Rolle spielen wird, weil sie so sehr viel ansteckender sei. „Die voll Geimpften werden mit der Delta-Variante wohl weniger Probleme haben“, betonte der SPD-Politiker.

ANSTECKEN… leicht gemacht: Ganz einfach und leicht mal eben so im Vorbeigehen…der Wind… der Wind…

August 2021: Neuere Daten aus den USA zeigen, dass Delta offenbar so ansteckend ist wie Windpocken, also stärker noch als ein gewöhnlicher Schnupfen. Infizierte „Geimpfte“ können demnach durch Rachen/Nase auch genauso das Virus verbreiten wie Nicht-Geimpfte.


Geimpfte seien zwar – wie oben erwähnt – doch weiterhin zu 90 Prozent vor einer schwer verlaufenden Erkrankung an Covid-19 geschützt. Sie könnten nun aber wieder schneller infiziert werden und würden in diesem Fall genauso viele Virenpartikel ausatmen wie Nicht-Geimpfte und seien somit auch ansteckend…

  • Grund für diesen Effekt scheint zu sein, dass sich die Delta-Variante viel schneller in den oberen Atemwegen (Nase/Rachen) vermehrt. Dort haben auch Geimpfte kaum schützende Antikörper. Sie erleben eine Infektion dann zwar nur ähnlich wie eine schwere Erkältung. Aber sie könnten so die Verbreitung des Virus wieder deutlich verstärken.

GENIALE FORSCHUNG: Eine Reihe neuer Impfstoffprojekte, die sich noch in der klinischen Testung befinden, wollen den Impfstoff künftig als „Nasenspray“ verabreichen und so die Immunität gegen Sars-CoV-2 direkt an der Eintrittspforte, nämlich in den oberen Atemwegen, stärken.


  • Zuletzt hatte die *CDC (US-Gesundheitsbehörde) ihre Richtlinien angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante angepasst und auch für Geimpfte in vielen geschlossenen Räumen wieder die AHA-Regeln und vor allem das Maskentragen empfohlen. (Anm.: *CDC = Centers for Disease Control and Prevention mit Sitz in Atlanta USA)

England: Variante Delta ist derzeit immer noch für über 90 % der COVID-19-Erkrankungen verantwortlich:

03. September 2021 – Groß-Britannien aktuell: 344,5 – Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)

  • Großbritannien: Die Delta-Variante von SARS-CoV-2 breitet sich – bei dort doch offenbar verminderter Impfstoffwirkung – weiter aus…
  • 16.08.2021: DIE VARIANTE DELTA“ (B.1.6.1.7.2) ist bereits in Groß Britannien schon seit Juli 2021 recht weit in Stadt und Land verbreitet:
  • Epidemiologen der London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM) kamen in einem „interim roadmap assessment“ zu dem Ergebnis, dass die neu nun geplante Umsetzung von Lockerungen („Step 4“) am 21. Juni 2021 wegen der aktuellen sehr ansteckenden „Flucht-Variante“ eine erneute, heftige 3. Welle in England auslösen würde. 23.08.2021: Aktuelle Inzidenz: 333,5 (!)
  • DELTA hat nun bereits schon Anfang September 2021 einen neuen Höhepunkt erreicht und bereits zu 133.244 Todesfällen geführt, warnten bereits Rosanna Barnard – Infektions-Epidemiologin  (London School Of Hygiene) und Mitarbeiter. Aktuelle Zahlen: 344,5 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)
  • Erkrankungen insgesamt: 6.894.915 ( fast 7 Mio.) Infektionen (gesamt)

Die Berechnungen beruhen auf der Annahme einer mittleren Immunevasion („Immunescape“ – Fluchtvariante) und einer – gegenüber der früheren Variante Alpha (B.1.1.7)um 90 % erhöhten Übertragbarkeit der Delta-Variante (B.1.6.1.7.2).

England

September 2021: Die britischen Epidemiologen raten dringend, den dortigen „Step 4“ (Lockerungen) bis Ende September 2021 zu verschieben, bis die derzeitige Impfkampagne abgeschlossen ist. Die Regierung ist nun diesem Schritt bereits teilweise gefolgt. In den nächsten Wochen sollen vor allem aber die Impfungen im ganzen Land intensiviert werden. Bisher haben 48.131.996 der Bevölkerung die erste Impf-Dosis erhalten. Insgesamte 63,08% Impfquote (vollständig) sind bereits durchgeimpft. (www.aerzteblatt.de)


DELTA – neu: Die „K417N-Variante“ :

25.06.2021: Neu-Delhi. Die erste hochansteckende „Delta“-Variante des Coronavirus ist nun zudem auch noch zum neueren „Delta Plus“ oder „AY.1“ mutiert.. Diese K417N-Variante sei jedoch nicht wesentlich ansteckender…Es gibt derzeit noch keinen Hinweis darauf, wie tödlich die Krankheit – durch die neuere Variante des Virus evtl. noch werden kann…


Neuesten Erforschungen zufolge ist die indische Corona-Mutation nicht nur gefährlicher und ansteckender, sondern auch vor allem resistenter. Der „Wachstumsvorteil“ der Variante liege nach Erkenntnissen des Expertengremiums „SAGE“ bei rund 60 Prozent, sagte Matt Hancock, Gesundheitsminister von Großbritannien, dem Sender BBC.

Juli 2021: Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich auch weiter in Russland

26.07.2021: Moskau – Im Zusammenhang mit der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante hatte Russland mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Nach Angaben der Regie­rung starben knapp 600 Menschen innerhalb eines Tages, so viele wie zuletzt im Januar 2021. (Quelle: www.aerzteblatt.de)
Eine landesweite Impfpflicht in Russland lehnte Putin erneut ab. Zugleich verteidigte er aber die „verpflichtenden“ Impfungen, die in einigen Regionen Russlands für Angestellte in bestimmten Branchen eingeführt wurden. Mehrere (18) russische Regionen – von Moskau über St. Petersburg bis zum abgelegenen Sachalin – verhängten eine Impfpflicht für Angestellte im Einzelhandel und im Dienstleistungsgewerbe, in Gesundheitsberufen sowie für Lehrerinnen und Lehrer.


Indische Virusvariante – nun auch in Australien gelandet…

  • Ein äußerst harter vierter Lockdown soll nun in dem australischen Bundesstaat Victoria (hier herrscht jetzt Winter) – die aus Indien kommende Virusvariante DELTA (B1.617.2) aufhalten. Sie breitet sich derzeit rasend schnell im ganzen Land aus.

Ausgangssperre in Melbourne wegen Corona (DELTA)

Der australische Bundesstaat Victoria hat wegen eines deutlichen Anstiegs der Corona-Infektionen durch „Delta“ den Notstand erklärt. Für die Menschen hat das eine massive Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zur Folge.

  • Auch die Sydney – Behörden im australischen Sydney haben für mehrere zentrale Stadtteile einen einwöchigen Lockdown gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhängt.
  • „Das sollte sicherstellen, dass wir keine Übertragungsketten übersehen haben“, sagte die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, 

Melbourne ging 2021 im Sommer (dortigen Winter) zurück in den strikten 4. Lockdown: Aus Sorge um eine rasche Verbreitung der zuerst in Indien aufgetretenen Virusvariante B1.617.2 (Delta) verhängt der australische Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne zum vierten Mal seit dem Beginn der Pandemie einen strikten Lockdown. Der „Circuit Breaker“ beginnt um Mitternacht in der Nacht auf Freitag und gilt zunächst nur für eine Woche. Die Vorschriften sind schon wie bei den früheren Ausgangssperren in dem Bundesstaat äußerst streng. Es soll nur noch fünf Gründe geben, um aus dem Haus zu gehen – für essentielle Besorgungen wie Lebensmitteleinkäufe, für die Arbeit, sofern diese als essentielle Tätigkeit eingestuft wird, für Arztbesuche und Angehörigenpflege, für Sport (maximal zwei Stunden am Tag), und um sich impfen zu lassen. Sport und Einkäufe müssen in einem Umkreis von maximal fünf Kilometern des Wohnorts erledigt werden oder so nah wie möglich. Nur eine Person pro Haushalt und pro Tag darf Einkäufe erledigen.… (Quelle: FAZ vom 27.05.2021)

NOVITÄT: EINE NEUE EIGENE QUARANTÄNE-STATION:
Einrichtung mit 500 Betten wird nun in Australien geplant…

Nachdem Melbourne derzeit im vierten Lockdown seit Beginn der Pandemie ist, hat die australische Regierung sich nun tatsächlich zum Handeln bewegen lassen. So will Canberra nun den Bau eines großen Quarantänezentrums finanzieren und zwar im derzeit betroffenen Bundesstaat Victoria, zu dem Melbourne gehört.


Auch genesene Covid-19-Patientïnnen könnten sich erneut anstecken und auch daran erkranken…

  • WHO-Wissenschaftlerin Maria van Kerkhove begründete die Warnung damit, dass DELTA (B.1.67.2) deutlich schneller ansteckender sei als alle bisherigen, anderen Varianten.
  • Zudem gebe es Hinweise, dass eine – durch bisherige Corona-Impfungen oder – Infektionen erworbene Immunabwehr auf DELTA (B.1.67.2) bei manchen Menschen doch viel schlechter reagiere.
  • Dadurch könnte sich auch die Wirkung von Impfstoffen verringern und auch bereits genesene Covid-19-Patientïnnen könnten sich erneut anstecken und auch daran erkranken.

Was ist eigentlich eine DOPPEL-MUTANTE?

Genauer erläutert dies der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“: „…Es ist nicht so, dass man eine neue Kreuzung von zwei verschiedenen Mutanten habe, wie das in einigen Medienquellen gestanden hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch diese DELTA- Variante eine ganz neue Mutante – mit einem sog. „Immunescape“ ist, schlussfolgerte Drosten.


DIE FLUCHT: IMMUNESCAPE… Perfekte Tarnung?

DIE GEFAHR: Unter einer „Immunescape oder -evasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich pathogene Viren mit Hilfe von spezifischen Mechanismen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Sie werden einfach „unsichtbar“… Das Immunsystem wird so wirkungsloser.
Diese derzeit neueste DELTA (B.1.67.2) aus Indien wird bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun als ernsthaft besorgniserregend eingeschätzt und trägt nun die höhere Einstufung als „Variant of Concern“ (VoC).
07.07.2021: Daten aus Großbritannien zeigen derzeit aber, dass dort die zur Zeit noch verfügbaren Impfstoffe (BioNTech/AstraZeneca) wohl vor allem vor schweren Verläufen doch gut schützen.


Wissenschaftler wie die Mathematikerin Prof. Christina Pagel gehen davon aus, dass die indische Delta-Variante bald in ganz Großbritannien und ganz Europa dominieren wird. Die rasche Ausbreitung von DELTA (B.1.617.2) in einigen Gebieten Englands hat Zweifel am Fahrplan des Landes geweckt, langsam Geschäfte, Restaurants und öffentliche Einrichtungen wieder zu öffnen. Die nächste Öffnungsphase soll am 21. Juni beginnen. Der Lockdown wurde nun doch um vier Wochen bis Ende August verlängert. Ab 21. Juli 2021 erprobt England unter Boris Johnson nun wieder „Normalität“… auf wessen Kosten?

Der Impfstoff von BioNTech wirke wohl etwas schwächer… zumindest in Israel:

  • ISRAEL: Israel verzeichnet trotz hoher Impfrate die höchsten Werte seit Ende Januar 2021. Israel versucht seit rund zwei Wochen, den massiven Anstieg der Infiziertenzahlen mit einer dritten Corona-Impfung zu bekämpfen. Ganz klar, die Delta-Variante hat den Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht gerade leichter gemacht. Sie breitet sich schneller aus, ist aggressiver – und steht im Verdacht, die Impfstoff – Wirkung herabzusetzen. Laut des Gesundheitsministeriums in Israel lässt etwa die Wirksamkeit des Impfstoffs Pfizer/Biontech seit der Delta-Variante im Land leicht nach. Demnach sei dort bereits die Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTech dort auf 64 % gesunken.

Auf Delta folgt Lambda: Das Coronavirus hat eine weitere Variante hervorgebracht, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunächst noch als „variant of interest“ (VoI), also als zu beobachtende Mutation des Coronavirus, geführt wird.

Juli 2021: Delta-Variante ist nun erst einmal die häufigste Mutation in Europa… aber die nächste steht vielleicht schon bereits vor der Tür… LAMBDA (C.37) steht schon in der Warteschleife…

  • Kein Land, das innerhalb der letzten vier Wochen mehr als 1.000 Covid-Neuinfektionen verzeichnet, weist weniger als 15 Prozent Positivtests auf die Delta-Mutation auf.

05.08.2021: Die neue Lambda-Mutante

  • Weitere Varianten stehen als sogenannte „Variants of Interest“(VoI) unter Beobachtung: In diese Reihe wurde Lambda (C.37) im Juni 2021 mit aufgenommen. Lambda wurde laut Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile in 40 Ländern nachgewiesen, erste Nachweise stammten von August 2020.
  • Bisher stuft die WHO die Lambda-Mutante zunächst lediglich als „Variante von Interesse“ ein. Als „besorgniserregend“ gelten im Vergleich dagegen Alpha, Beta, und Delta. Fachleute aus Japan forderte zuletzt im Rahmen einer vorveröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Expert:innen geprüften Studie, Lambda ebenfalls zur Liste der gefährlicherer Varianten hinzuzufügen.

  • Besonders angespannt ist die Lage nun wieder in Großbritannien – wo derzeit überwiegend jüngere Menschen erkranken, die meist nicht geimpft sind. Auch in Dänemark, Portugal, Spanien, Frankreich und Italien – In diesen Urlaubsländern ist noch die indische Mutation Delta stark vertreten.
  • RKI: Großbritannien ist bekanntes Virusvariantengebiet...Die Lockerungen wurden von der Regierung nicht zurückgenommen…
  • Deutschland machte hier aber schon im Mai 2021 sofort dicht: Schon ab Sonntag (23.05.2021): 0 Uhr, galten für Reisende, die aus Großbritannien kommen, drastische Einreisebeschränkungen nach Deutschland.

Wirksamkeit der Impfung?

23.06.2021: Der SPD-Politiker, Mediziner und Gesundheitsökonom Karl Lauterbach berichtet: „Wichtige Infos zu Wirkung von Impfungen gegen die neue indische Variante DELTA (B.1.617.2) finden sich im neuen UK Bericht: 80,9% Wirkung nach 2. Impfung. Vergleich: Britische Variante ALPHA (B.117) läge die Wirksamkeit bei 86,8%. Nur bei der 1. Corona-Impfung sei die Wirkung schwach. So sei DELTA (B.1.617.2) also gut durch eine zweite Impfung vermeidbar“ .
https: // assets.publishing.service.gov.uk/government/upl OADs / system / uploads / attachment_data / file / 988.619 / Variants_of_Concern_VOC_Technical_Briefing_12_England.pdf.

  • THE CRICK:
  • Forschenden der Francis Crick Institute und des National Institute for Health Research UCLH Biomedical Research Centre in London haben sich das mit der Wirksamkeit einmal genauer angeschaut. Sie führten ihre Untersuchungen an 250 Erwachsenen durch. Diese Ergebnisse wurden im Fachmagazin „The Lancet“ im Juni 2021 veröffentlicht:
  • DIE GUTE NACHRICHT… Am Ende gab es also die Erkenntnis: „dass die meisten Teilnehmer, die z.B. zwei volle Dosen von BioNTech: BNT162b2 (Corminaty) erhalten haben, vor einer DELTA – B.1.617.2 – Infektion und damit verbundenen Krankheiten geschützt wären“, wie es im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichten Artikel heißt. Ausnahmen gibt es immer…
  • Die neue Corona-Variante aus Indien scheint also das Immunsystem besonders gut austricksen zu können. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, die in The Lancet erschienen ist. Diese ist die – bis dato – größte Studie, welche die „impfstoffinduzierte Antikörperbildung“ gegen die neuesten Varianten untersucht hat.

Welche Folgen hat es, wenn das Virus seine Erbinformation verändert? Der Virologe Christian Drosten sagte: Impfstoffe wirken „meistens“… sie sind wohl nicht alle beeinträchtigt, aber wesentlich ansteckender könnte diese neuere Delta-Virus-Mutation wohl doch noch in Zukunft für uns werden...

Was bedeutet dies für unser Immunsystem?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden diese „Virus-Veränderungen“ mit einer „reduzierten“ Neutralisierbarkeit durch Antikörper oder T-Zellen in Verbindung gebracht, deren „Umfang noch nicht eindeutig“ geklärt sei. Konkret könnte dies bedeuten, dass doch auch – wenn auch wahrscheinlich selten – Geimpfte sowie „Genesene“ – die also an Covid-19 erkrankt waren – vor einer Wieder-Ansteckung mit dieser neueren Variante womöglich deutlich weniger gut geschützt sind.

07.Mai 2021: Auch Forscher aus Katar lieferten schon erste Beweise dafür, dass der Impfstoff von BioNTech/Pfizer doch auch vor Virusvarianten wie ALPHA (B.1.1.7) und BETA (B.1.351) schützt. (Quelle: Laith J Abu-Raddad et al. „Effectiveness of the BNT162b2 Covid-19 Vaccine against the B.1.1.7 and B.1.351 Variants.“, N Engl J Med. 2021 May 5. doi: 10.1056/NEJMc2104974. Epub ahead of print. PMID: 33951357)


Survival of the Fittest: 
So setzen sich ganz automatisch die vorteilhaftesten Merkmale durch.

Der Slogan bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. Dieser Ausdruck wurde bereits im Jahr 1864 durch den britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägt. So übernahm Charles Darwin den Ausdruck ab der 5. englischsprachigen Auflage seines Werkes Die Entstehung der Arten von 1869 ergänzend zu seinem – zum Fach-Terminus gewordenen – Begriff Natural Selection = natürliche Selektion. (Quelle: Wikipedia ).



Rasante Mutationen:

Immer neuere genetische Varianten von SARS-CoV-2 sind während der COVID-19-Pandemie nacheinander entstanden und zirkulieren auf der ganzen Welt.

  • Folgerung: Die schon 2020 zuerst bekannte – oben angeführte – erste spezifische Mutation, auch D614G genannt, wird von den oben genannten drei Varianten geteilt. Dies gibt den neueren „Varianten“ nun die allerbeste Möglichkeit, sich deutlich schneller zu verbreiten, als die bisher vorherrschenden Viren, die nun wiederum von einer immer wieder neueren Variante verdrängt werden und somit auch letztendlich alle langsam wieder „verschwinden“… (Quelle: CDC – Centers for Disease Control and Prävention)

https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/

Harter Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie?
Corona-Virusvarianten…ist die Sars-CoV-2 Impfung demnächst wirkungslos?

  • Was genau bewirken eigentlich diese Virus-Mutationen?
    Das Spike-Protein von SARS-CoV-2 dient dem Virus immer als Eintrittspforte in die Zelle, indem es z.B. an der frühen bzw. erst bekannten „D614G-Mutation“ angedockt hatte. Diese Mutation besteht aus drei kleineren Peptiden, die in offener oder geschlossener Konformation vorliegen können. Je mehr Peptide aber „offen“ sind, desto „leichter“ kann das Spike-Protein des Virus dort andocken.
  • Die neuere Mutation scheint diese Peptidverbindungen dann auch deutlich zu lockern, was wiederum eine offene *Konformation (Änderung der Molekülstruktur) erheblich begünstigt und damit auch eine sofortige Infektion wahrscheinlicher machen könnte.
  • Anm,: Die *Konformationsänderung bezeichnet ein zentrales Konzept in der Molekularbiologie, nach dem Proteine in der Lage sind, ihre räumliche Struktur zu ändern – als wichtiger Teil ihrer Funktion (zum Beispiel Motorproteine) oder aber um eine neue Funktion leichter auszuüben. (Wikipedia)

Alle Daten zu Fällen mit dem Nachweis einer „speziellen“ Virusvariante werden sofort über das Meldesystem gemäß IfSG an das RKI übermittelt.

Mittels der RKI-Testzahlerfassung werden Daten zu Genomsequenzierungen und
Punktmutationsanalysen in SARS-CoV-2 testenden Laboren in Deutschland erhoben.

Hierzu werden deutschlandweit Daten von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen
sowie klinischen und ambulanten Laboren zusammengeführt.
Die Daten werden unter
Berücksichtigung des Datums der Probennahme ausgewertet und direkt an das RKI
übermittelt.



2020 – Rückblick – wie alles damals begann:

VoC = besorgniserregende Varianten:

Eine der vielen „ersten“ Varianten z.B. VoC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01ALPHA (früher auch B.1.1.7 – genannt) – ist die bekannteste sog. englische Variante: 

HISTORIE: Die bereits im April 2020 durch ein Team um den Virologen David Montefiori (USA: Duke University in North Carolina) erstmals entdeckt – also ERSTE – D614G-Variante von SARS-CoV-2 hatte sich damals schon rasend schnell weltweit ausgebreitet. Lange wusste man nicht, welche Funktion diese Mutation hat, wie oder ob sie gefährlich ist. Das können Wissenschaftler jetzt beantworten und deutlich bejahen. Diese wird nun aber durch ihre mittlerweile zahlreichen „follower“ ersetzt bzw. komplett verdrängt:

  • Erstmals im „November“ 2020 in England – als Nachfolger – festgestellt wurde – die damals noch neue ALPHA (B.1.1.7-Linie): Auch bezeichnet als „Variant of Concern“ 202012/01) zuerst von „Public Health England (PHE) GOV.UK“ – entdeckt.
  • So konnte man letztes Jahr fast dabei zusehen, wie sich diese ALPHA (B.1.1.7) Variante, die nun – wie gesagt – erst Ende 2020 erstmals in England entdeckt wurde, sich bei uns rasant ausbreitete und die D614G-Variante (ursprüngliche Linie) komplett verdrängte.
  • So gab es schon seit 2020 Hinweise, dass die ALPHA (B.1.1.7) Variante auch für deutlich mehr Todesfälle verantwortlich sei. Grundlage hierfür war eine Vorab-Veröffentlichung der „New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Groupeiner Beratungsgruppe der britischen Regierung.
  • Darin berechneten die Autoren, dass das Sterberisiko für Personen, bei denen eine Infektion mit dieser neuen Variante bestätigt wird, um etwa 35 % höher ist.
  • Diese britische Variante ALPHA (B.1.1.7) hat nun schon wieder bereits verschiedene neuere Mutationen entwickelt. Das heißt: Die ALPHA (B.1.1.7) Variante mutiert derzeit ständig weiter…bis es auch sie nicht mehr „original“ gibt…sondern nur das neue „Gewand“….

Es gibt noch mehr beunruhigende Neuigkeiten zur ALPHA (B.1.1.7) Variante: Kürzlich haben britische Wissenschaftler in Proben dieser Variante eine zusätzliche Mutation entdeckt. Dabei handelt es sich um die gefährlichere E484K-Mutation (s.o.) im Spike-Gen, die auch sowohl bei der südafrikanischen BETA (B.1.351) als auch der brasilianischen GAMMA (P.1) Variante schon vorkommt.

  • Da diese Virus-Linien (= Varianten) selbst jeweils ein individuelles Set an diversen Mutationen aufweisen, kann es sich auch nicht um irgendeine „eingeschleppte“ Variante aus Südafrika oder Brasilien handeln. Die Veränderung sei – laut Wissenschaftlern des Francis-Crick-Institute – ganz „spontan“ und offenbar mehrfach „völlig unabhängig voneinander“ in den einzelnen Ländern entstanden…

Anm.: The Francis-Crick-Institut – kurz auch „The Crick“ genannt – bis Juli 2011 – UK-Centre for Medical Research and Innovation, ist ein renommiertes britisches Forschungsinstitut für das Gebiet der Biomedizin.

Die früh bekannte, bei uns zuerst aufgetretene ALPHA (B.1.1.7-Linie) wurde inzwischen in über 90 weiteren Ländern entdeckt. Diese trägt auch neben der E484K-Mutation noch zusätzlich die Mutation N501Y:

Diese – aus Südafrika – stammende gefährlichere TYP-Virus-Variante V2 alias N501Y.V2 oder auch die BETA (B.1.351) genannt, ist eine wiederum durch Mutation entstandene neuere Variante des Coronavirus. Auch für diese Variante BETA (B.1.351) geht man von einer höheren, d.h. schnelleren Übertragbarkeit aus.
Mehrere Studien weisen auch darauf hin, dass Menschen, die an der ursprünglichen Variante schon einmal erkrankt waren oder einen auf diese Variante ansprechenden Impfstoff erhalten haben, weniger gut (vor einer erneuten Infektion) geschützt sind – da die neutralisierenden Antikörper, die das Immunsystem gebildet hatte, gegen das nun veränderte Virus wesentlich weniger wirksam sind.


Die Südafrika- und Brasilien-Varianten… sind bereits schon wieder im Rückzug… bzw. werden abgelöst durch immer neuere Varianten… Mutanten…

  • SÜDAFRIKA: Die BETA (B.1.351) Linie (N501Y.V2) hat sich zuerst in Südafrika ausgebreitet. Neben der N501Y verstärken hier weitere Mutationen (N501Y, E484K, K417N) mit „vereinten Kräften“ nun die Bindungsfähigkeit des Spike-Proteins.
  • Die N501Y.V2 Variante stammt aus der Linie: BETA (B.1.351). Südafrika hat nun die neue V2 „Variante“ wegen der N501Y-Mutation nun auch einfach N501Y.V2 genannt.

Bereits am 18. Dezember 2020 kündigten die nationalen Behörden in Südafrika die Entdeckung dieser neueren Variante N501Y.V2 von SARS-CoV-2 an, die sich in drei Provinzen Südafrikas rasch verbreitet hat.

  • Die alte Linie BETA (B.1.351) oder auch alias N501Y.V2), die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, weist genauso wie die britische ALPHA (B.1.1.7) ebenfalls auch die neuere Mutation N501Y auf. Daneben zeichnet sie sich zusätzlich auch durch die E484K-Mutation aus, die sich – wie die britische Variante in England – selbst in Südafrika entwickelt hat.
  • Während ALPHA (B.1.1.7) – die alte englische Variante aus Großbritannien – ebenfalls unter anderem die Mutation N501Y aufweist, hat die phylogenetische Analyse gezeigt, dass diese Typ-Variante N501Y.V2 aus „Südafrika“ – wie oben erwähnt – wiederum aus derzeit „zwei“ neueren unterschiedlichen Virus-Mutationen (V2) besteht… (!)

Immun-Escape-Varianten sind bereits im Kommen…

«Es ist unausweichlich, dass wir Escape-Varianten bekommen werden», sagte der Mikrobiologe und Gesundheitsexperte Paul Hunter von der Universität East Anglia in einer parteiübergreifenden Expertenanhörung in London. Als Mutanten mit sogenanntem „Immun-Escape“ werden Varianten bezeichnet, die zumindest teilweise resistent gegen die Wirkung der derzeit verwendeten Corona-Impfstoffe sind.

ESCAPE-MUTATIONEN MACHEN DEUTLICH SORGE:
Die zusätzliche Mutation E484K gilt unter Experten auch als mögliche sog. Fluchtmutation:

Bei der gefährlicheren E484K-Mutation gab es schon 2020 erste Labor-Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim Impfstoff erwarten ließen. Diese Mutation stand damals schon im Verdacht, eben diese „Immun-Evasion“ des Virus zu ermöglichen:
So könne eine „Erstinfektion“ mit der ursprünglichen Viruslinie nicht sicher vor immer neueren „Reinfektionen“ mit dieser oder neueren Varianten schützen. Diese zusätzliche Mutation E484K gilt (unter Experten) also – wie erwähnt – als mögliche Fluchtmutation: Also eine „Flucht-Anpassung“ des Coronavirus an das menschliche Immunsystem. Das könnte bedeuten, dass unsere wichtigen Antikörper, die das Immunsystem gegen die ursprüngliche Form von Sars-CoV-2 entwickelt hat, B.1.351 nicht mehr vollständig erkennen könnten. Die Betroffenen könnten sich also leicht ein zweites Mal anstecken.

Anm.: Unter einer „Immunevasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich Pathogene (z.B. VIREN) mit Hilfe von spezifischen Mechanismen oder Mutationen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Das Immunsystem wird so weitgehend wirkungslos.

Südafrika

Seit Ende 2020 breitet sich in Südafrika bereits eine Variante mit der Bezeichnung BETA (B.1.351) oder 501Y.V2 aus, die acht charakteristische Mutationen im Spike-Gen aufweist, von denen drei die Rezeptor-Bindedomäne betreffen (K417N, E484K und N501Y).

Diese neuere V2-Typ-Variante: N501Y.V2 kommt also nun aus Südafrika = Die Variante ist auch – wie schon erwähnt – als ursprüngliche BETA (B.1351) – Linie bekannt. Sie trägt, ebenso wie die ALPHA (B.1.1.7) – Linie auch: Die E484K-Mutation und die gefährlichere Mutation N501Y. Kürzlich hieß es aus dem südafrikanischen Expertengremium, dass diese Variante zwar um 50 Prozent ansteckender sei, als die ursprüngliche Variante, aber nicht tödlicher. Diese neue V2-Typ-Variante: N501Y.V2 ist mittlerweile nun auch bei uns in Europa angekommen…

Brasilien: (P.1) GAMMA

22.01.2021: Eine wiederum neuere Corona-Virus-Variante erreichte uns nun aus Brasilien:
Die B 1.1.28. die aber schon bereits wieder erneut in die GAMMA (P.1) – Linie mutiert ist… Ihre Eigenschaften deuten manche Forscher in Manaus als erstes Zeichen, dass es im Kampf gegen Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zu einem harten Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie kommen könnte: Die GAMMA (P.1 ) Mutation war zuvor bekannt als (B.1.1.28.1). Diese also von der Linie B.1.1.28 abstammende SARS-CoV-2-Variante GAMMA (P.1) wurde erstmals Ende 2020 im brasilianischen Staat Amazonas entdeckt und ähnelt stark in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante BETA (B.1351) – Linie.  So weist auch die BETA (B.1351) – Linie die wichtige N501Y Mutation auf. Auch dieser BETA (B.1351) – Virus-Stamm ist hoch ansteckend. Eine erhöhte, schnellere Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet. Fachkreise sind zudem beunruhigt, weil GAMMA (P.1) neben anderen – auch die Mutation E484K aufweist. So mehren sich Berichte aus der schwer betroffenen Amazonas-Region, dass GAMMA (P.1) nachweislich bereits genesene Covid-19 Patienten erneut infizieren kann

12.02.2021 — Die neuere CoronavirusVariante aus Brasilien – mit dem Kürzel B1.1.28 – wurde im Januar 2021 nun auch bei einigen aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen. 


Die bisher bekanntesten VIRUS-Varianten (VoC=Variant of Concern)

DIE LINIEN: ALPHA (B.1.1.7), BETA (B.1.351) und GAMMA (P.1) hatte sich rasant weltweit ausgebreitet… in einigen Staaten mit großer Dynamik aus (Risk Assessment des ECDC). Ob und in welchem Maße die neuen Varianten (Linien) die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe beeinträchtigen, ist derzeit noch nicht sicher abzuschätzen. Diese Aspekte werden derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.

Die Wirkung liege nun daher – aufgrund der Mutanten – bei einigen „Impfstoffen“ – wie z.B. dem Vektor-Impfstoff von Janssen (J&J) – nur noch unter 60 %.

  • NEWS – 10.05.2021: Corona­-Ausbruch in Dänemark: 50 Fälle von einer wiederum neuen „mexikanischen“ Variante: Kopenhagen – In Dänemark haben sich etwa 50 Menschen mit einer zunächst in Mexiko entdeckten neueren – noch nicht klassifizierten – Corona-Variante infiziert. Es sei der größte Ausbruch dieser Variante in dem nordeuropäischen Land, teilte die nationale Behörde für Patientenschutz (durch den Gesundheitsminister Magnus Heunicke) nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ritzau mit. Zu der jüngsten Covid-19-Mutation, die sogenannte mexikanische Variante (die noch nicht benannt ist) und nun publik wurde, sagte der Direktor der Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm, dass diese momentan keinen Anlass zur Sorge gäbe. 

VoC: Besorgniserregende Varianten… Schutz durch Impfung?

Der BioNTech-Impfstoff „Comirnaty“ sei – wie von Experten derzeit gesagt wird – wirksam gegen die beiden Mutanten ALPHA (B.1.1.7) und BETA (B.1.351):

HOHER SCHUTZ:

Real-World-Daten aus Katar zeigen: Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer bietet auch vor den beiden als »Variants of Concern (VoC)« eingestuften SARS-CoV-2-Varianten ALPHA (B.1.1.7) und BETA (B.1.351) einen sehr guten Schutz. (Quelle: »New England Journal of Medicine«)

Die Wirksamkeit des Vakzins des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-amerikanischen Partners Pfizer hatte bereits im Juni 2021 in Israel deutlich nachgelassen. Parallel hatte sich die aggressivere Delta-Variante im Land ausgebreitet.

Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums sank die Verhinderung einer Infektion durch den Impfstoff auf 64 Prozent. Demnach zeigen nun mehr Geimpfte, welche sich nochmal mit dem Virus infizieren, auch Krankheitssymptome. Vor schweren Krankheitsverläufen schütze die Impfung allerdings zu 93 Prozent.

Wie schnell mutiert Sars-CoV-2?

Es ist anzunehmen, dass auch in Zukunft sich Sars-CoV-2 weiter stetig – durch immer wieder neuere Mutationen – weiter an das menschliche Immunsystem anpassen wird. Wie schnell das geschieht, hängt maßgeblich von der Größe der aktiv infizierten menschlichen Population ab. Je weniger- desto besser… 
Je mehr Infektionsfälle – regional, national wie international – auftreten, desto stärker vermehrt sich das Coronavirus – und desto häufiger treten dann auch immer wieder neuere Mutationen auf. Was folgt daraus?

Sind wir schon in der vierten Welle? Was sagt uns der Experte?

„Im Herbst kann es dann sein, dass wir wieder einen Anstieg bekommen, je nachdem, wie gut die Impfquote ist“, so Virologe Prof. Hendrik Streeck noch im Mai 2021 im RTL-Interview. „Aber ich denke, es ist gut, wenn wir uns darauf vorbereiten, damit wir nicht wieder mit einem harten Lockdown reagieren müssen.“ 

  • Das heißt: Je mehr von uns Menschen die „AHA“-Regeln mit allen Konsequenzen streng beachtet werden – umso weniger Infektionsfälle, umso schlechter kann sich Sars-CoV-2 verbreiten.
  • Wenn dann noch die Menschheit mit wirksamem Impfstoff versorgt ist, dann…bekommen wir vielleicht unser altes, liebes Leben wieder zurück…Die AHA+L-Formel bezeichnet die drei gängigen wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung: Abstand, Hygiene und medizinische Alltagsmasken (FFP2), zu denen – entsprechend neuer Erkenntnisse – als „L“ – die Lufthygiene (cave: Aerosolbildung) noch hinzukommt.
  • (Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/)

WHO benennt Corona-Varianten um ‒ Statt Zahlen & Länder-Namen… gibt es das griechische Alphabet:
Es gibt Virus-Mutationen die sind besorgniserregend (VOC) oder aber von Interesse (VOI):

ZUSAMMENSTELLUNG-AKTUELL

Juni 2021: Die neuen Namen der Variants of Concern (VOC):

  • B.1.1.7, die britische Variante, heißt nun Alpha
  • B.1.351 aus Südafrika: Beta
  • P1 aus Brasilien wird zu Gamma
  • B.1.617.2 aus Indien bekommt den Namen Delta
  • B.1.617.1, ebenfalls aus Indien, aber bislang nur eine „Variante von Interesse“ (VOI) heißt Kappa

Und hier die weiteren neuen Namen der „Variants of Interest“ (VOI):

World Health Organization (WHO)
@WHO


09.08.2021 – VORHERSAGE:
Szenarien für eine Zukunft mit SARS-CoV-2

Fachleute gehen eindeutig davon aus, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 vorerst nicht ausgerottet werden kann. Ob überhaupt und wann es ein Ende geben könnte und welche Risiken drohen, damit hat sich ein Wissenschaftlerteam jetzt auseinandergesetzt. (Der Beitrag ist in Nature erschienen (DOI: 10.1038/s41586-021-03792-w).

  • Der Artikel beginnt zwar optimistisch mit der Aussage, dass es eine realistische Erwartung sei, die Pandemie dank der globalen Anstrengungen beim Impfen unter Kontrolle zu bringen.
  • Das Autorenteam um Amalio Telenti und Davide Corti, das beim Pharmaunternehmen Vir Biotechnology und verschiedenen Forschungsinstitutionen arbeitet, geht aber auch auf noch unabsehbare Entwicklungen und Unsicherheiten ein.
  • Eine irgendwann mögliche Entwicklung hin zu einem grippe- oder erkältungsähnlichen Erreger vielleicht mit Spitzen in den Wintermonaten dürfte nach Schätzung der Autoren jedenfalls nicht eintreten, bevor es – unter anderem – eine weiter verbreitete Immunität (z.B. durch Impfungen) in der Bevölkerung gibt.

juli 2021: Das Autorenteam um Amalio Telenti und Davide Corti, das beim Pharmaunternehmen Vir Biotechnology und verschiedenen Forschungsinstitutionen arbeitet, sieht hier auch zurück auf die schwere Influenzapandemie von 1918/19: Nachkommen des Erregers H1N1 hätten noch bis in die 1950­er-Jahre hinein Epidemien hervorgerufen... Die beiden Wissenschaftler halten jedoch fest, dass bisher eine relativ begrenzte Zahl an Mutationen unabhängig voneinander in mehreren Varianten auftauchte, was auf eine konvergente und möglicherweise „eingeschränkte Evolution“ von Corona hinweise. (www.aerzteblatt)

  • Das deckt sich mit Einschätzungen des Berliner Virologen Christian Drosten: „Es gibt aus virologischer Sicht gute Gründe anzunehmen, dass SARS-2 gar nicht mehr so viel mehr auf Lager hat – als das, was es uns bisher zeigen konnte“, sagte er kürzlich in einem Interview mit dem Schweizer Onlinemagazin „Republik“.
  • Drosten rechnet auf lange Sicht damit, dass sich SARS-CoV-2 evtl. wie ein Erkältungscoronavirus verhalten werde. In den kommenden 2 bis 4 Jahren seien Übergangszustände zu erwarten – das Virus werde Impflücken nutzen, sagte er noch Ende Mai 2021 in einer Anhörung im Parlamentarischen Begleitgremium COVID-19-Pandemie des Bundestags. © dpa/aerzteblatt.de

Geimpft, Genesen oder Getestet = DIE 3-G-REGEL
oder doch die 2-G-Regel auf Dauer?

  • Sie gilt nun landesweit – und inzidenzunabhängig. Die Regierung hatte bei ihren letzten Beratungen im August 2021 beschlossen, dass diese Regelung greifen soll – ab einem Inzidenzwert von 35.

Keine Sieben-Tage-Inzidenz und auch keine Inzidenzstufen mehr:

NEUE 3 G-Regel: Neben der Inzidenz sind das auch noch die Impfquote, die Auslastung der Intensivbetten und die Zahl schwerer Krankheitsverläufe.

Die neue „Glücksformel“ aber… die ist noch nicht gefunden…


HIER GEHT ES NUN WEITER IM TEXT:

Oder direkt ein anderes Kapitel lesen (einfach auf den folgenden Link klicken):

1. Einleitung

2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4. Impfstoffe

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung

4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten (diese Seite)

4.4 Impfstoffe/Zukunft

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten