Mit goldner brauner Butter…gabs Spargel früher schon bei Mutter. Mit feinem, zartem Schinken, uns noch mehr Genüsse winken. Solch Genuss bringt Wohlbehagen, an diesen köstlichen Spargeltagen…



Im Monat Mai tönts weit und breit – es ist soweit die Spargelzeit…

So geht es weiter mit saisonalen Highlights aus Ullas „kitchen“:
Köstlicher weißer Stangen-Spargel steht natürlich saisonal ganz oben auf unserer Liste: Bei uns gibt es alljährlich im Frühling – für die ganze Familie – den weißen STANGEN-SPARGEL – zubereitet nach dem Lieblingsrezept meiner Großmutter Christina Röcking (1892-1981). Es ist ein sehr einfaches Rezept, aber einfach absolut delikat und für uns DAS BESTE


Weißes Gold – auch königliches Gemüse genannt…

Weißer Spargel ist eine deutsche Entwicklung.

Die bekannteste und beliebteste Spargelsorte ist also hierzulande der weiße Spargel, auch Bleichspargel genannt. Zwar liege Deutschland mit rund 113.000 Tonnen Spargelernte noch deutlich hinter China, Peru und Mexiko… weltweit aber doch schon auf Platz vier der Ernteländer. In Deutschland wird in fast allen Bundesländern weißer Spargel-Anbau betrieben.
Weißer Spargel ist bei uns beliebt seit eh und jeh… So passt Spargel auch zudem – mit seinen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen – Experten zufolge perfekt zu einer gesundheitsbewussten Ernährung.
Und die PURINE? 
Die „Purin-Warnung“ an Gichtpatienten muss allerdings doch auch ins richtige Verhältnis gesetzt werden: Schaut man sich die Purin-Werte von Lebensmitteln an, stellt man fest, dass der Purin-Wert von Spargel (10 mg Purine auf 100 g Spargel) im Vergleich zu anderen Gemüsesorten keineswegs außergewöhnlich hoch ist: Brokkoli (21 mg Purine auf 100 g) oder Lauch (17 mg Purine auf 100 g) weisen etwa doppelt so hohe Werte auf – ohne dass hier Verzehrwarnungen zu lesen sind. Auch Obst wie Bananen und Erdbeeren hat sogar einen höheren Purin-Wert als Spargel, Fleisch und Fisch wie z.B. Schweinefleisch (63 mg Purine auf 100 g) oder Forelle mit 83 mg Purine auf 100 g…(!)
Es kommt also generell auf die verzehrte Menge an. Nierenkranke und Gichtpatienten sollten auf die verzehrte Menge achten und darauf, was zum Spargel sonst noch so dazu gegessen wird… (Quelle: Pascoe-Naturmedizin)

Letztlich macht jedoch – wie immer – die Dosis das Gift. Spargel – in Maßen – kann in den meisten Fällen sicher – bei Gicht- Erkrankung oder Ähnlichem – überwiegend unbedenklich verzehrt werden.


Das Frühlingsgemüse ist nicht nur aus kulinarischer Sicht ein Highlight – es enthält auch viele Nährstoffe und wirkt sich positiv auf den Körper aus.

Nach Alfons Schuhbeck deckt man damit 90 Prozent des Vitamin E-Bedarfs und jeweils 50 Prozent des Bedarfs an Vitamin B1 und B2. Außerdem enthält Spargel Eiweiß, Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium, Natrium, Niacin und Eisen. Das macht ihn zu einer der nährstoffreichsten Gemüsesorten.


Als sehr bekanntes „Frühlings-Gemüse“ wird jährlich der weiße Spargel in Deutschland immer beliebter. Seine weißen Stangen entstammen aus mehr als 34 deutschen Anbaugebieten mit über 21000 Hektar. Die bekanntesten liegen u.a. in Baden, der Pfalz, hoch im Norden (Hamburg), der Lüneburger Heide, am Niederrhein und der bekannte Spargel aus dem hessischen Ried südlich von Frankfurt. – aus unserer alten Heimat – ist nicht zu vergessen! Bekannt ist auch der köstliche Beelitzer Spargel  aus Brandenburg: Immer am ersten Juniwochenende gibt es das Spargelfest in Beelitz…wie mein lieber Cousin Martin R. beschrieb.

Die Spargelernte beginnt – je nach Witterung – meistens etwa gegen Ende April…
Fest steht jedoch der Schluss:
Spätestens am 24. Juni, dem Johannistag, ist das Ende mit der Ernte gekommen. Danach darf sich die Pflanze fürs nächste Jahr erholen. (Quelle: Wikipedia)

Merkwürdig… da fällt mir auf, dass es weltweit – und auch im europäischen „Ausland“ – fast nur den „Grün-Spargel“ zu kaufen gibt… vielleicht, weil dieser einfacher zu ernten ist?

Der deutsche Spargelanbau hat zwei große Vorzüge: Zum einen dient er dem Genuss der Menschen. Zum anderen nützt er auch der Natur. Denn durch die intensive Pflege der Felder und die gute Versorgung mit Wasser und Dünger bilden Spargelpflanzen nach der Erntezeit reichlich Blüten. Sie sind eine wertvolle Nahrungsquelle unter anderem für Bienen. So kann Honig einen Anteil von bis zu 90 Prozent an Spargelpollen aufweisen, wenn er aus Regionen mit Spargelanbau stammt. Das haben Analysen des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V. ergeben. (FGG Förderungsgesellschaft Gartenbau mbH) 

Woran erkennt man frischen Spargel?

TYPISCH: Frischer Spargel glänzt leicht, ist prall und knackig. Eine saftiges Schnittende und fest verschlossene Köpfe sind Indizien für Frische. Frisch geerntete Spargelstangen, die man aneinander reibt, erzeugen leicht quietschende Töne.

Und sie sind nicht namenlos…

Die verschiedenen Spargelsorten haben interessant klingende Namen wie z.B. „Schwetzinger Meisterschuss“, „Ruhm von Braunschweig“, „Huchels Leistungsauslese“, „Raffaelo“, „Cumulus“, Ramires“, „Eros“, „Mondeo“, „Frühbote“, „Mary Washington“, „Ravel“ oder niederländische Sorten mit den Namen „Backlim“, „Boonlim“, „Horlim“, „Gijnlim“, Thielim“, „Grolim“, „Herkolim“…und andere mehr…

Wenn wir über den Spargel sprechen, ist normalerweise der Gemüsespargel (Asparagus officinalis L.) gemeint, der auch Gemeiner Spargel genannt wird. Er wächst als mehrjährige Pflanze und kommt vor allem in West- und Südeuropa vor.

Die Grün-Spargelstangen werden nicht – wie der weiße Spargel – unter der Erde gestochen,
sondern direkt über dem Boden abgeschnitten, wenn sie eine Länge von ca. 20-25 cm aufweisen.

Bei weißem, grünen oder lila Spargel handelt es sich genau genommen keinesfalls um verschiedene Spargelsorten, diese unterscheiden sich nur in ihrer Züchtung sowie Anbau- bzw. Ernteweise, durch die sie eben auch ihre charakteristische Farbe erhalten.


Zum Beispiel: Violetter Spargel ist im Grunde genommen ein weißer Spargel, der überwiegend an der Oberfläche wächst und sich nur durch die Sonne verfärbt: Die Strahlung regt die Ausschüttung von Anthocyan an, dieser Pflanzenfarbstoff sorgt dann für die lila Verfärbung der Stangen. So ist grüner Spargel dagegen eine Spargel-Züchtung, die über der Erde wächst und durch die Sonneneinstrahlung den Farbstoff Chlorophyll bildet – dieser ist verantwortlich für die grüne Farbe. 


Historisches:

Spargel war schon in der Antike wohlbekannt und auch etwas Besonderes. Die Wildform des Spargels wurde schon von den Römern geschätzt, welche diesen noch in Wäldern mit sandigem Boden gesammelt haben sollen.  Bis in das 17. Jahrhundert war allerdings nur der Grünspargel generell bekannt, der überirdisch wächst. Ohne Zweifel ist mit dem Anbau von grünem Spargel auch in Deutschland wesentlich früher begonnen worden.
Anno 1852 schreibt der französische Schriftsteller „Louis Huot“ (*1822- †1896) schon in seinem Buch: “Der verbesserte Spargelanbau”, dass in vielen Gegenden Deutschlands, wie auch in England und Frankreich, der grüne Spargel bevorzugt werde. Lediglich in Norddeutschland werde der weiße Bleichspargel bevorzugt. Anm.: Louis Huot war der „Künstlername“ des „Edmond Louis Antoine Huot de Goncourt“. Dieser war ein bekannter französischer Schriftsteller, Literaturkritiker, Kunstkritiker und Gründer der *Académie Goncourt.
Anm.: Die *Académie Goncourt ist eine französische Literaturorganisation mit Sitz in Paris. Der Prix Goncourt ist ein französischer Literaturpreis, der seit 1903 von der Académie Goncourt bis heute vergeben wird. Er wird alljährlich im November für den besten Roman vergeben und gilt als ältester und bedeutendster Literaturpreis Frankreichs.


Also gab es den weißen Spargel damals schon im Norden Deutschlands. Erst später setzte sich in Deutschland der weiße Spargel hier bei uns allgemein durch. Meines Wissens hatte schon die Familie meiner Großmutter Christina Röcking (*1892 in Aschaffenburg) diesen weißen Spargel schon damals – um die Jahrhundertwende – zubereitet. Das Rezept hier im Blog-Artikel, stammt – wie schon erwähnt – auch von ihr.

Der hohe Preis der feinen Stangen jedoch war von jeher für viele kaum erschwinglich und veranlasste – den Annalen nach – den römischen Kaiser Diokletian (*244 n.Chr. bis +311n.Chr.) schon damals per Erlass den Spargelpreis zu regeln. Allerdings liegt der Hauptgrund für den auch heute noch relativ teuren Preis, tatsächlich im sehr aufwendigen, pflege- und arbeitsintensiven Geschehen und daher also im relativ teuren Anbau wohl begründet.

Noch im 19. Jahrhundert schätzte man Spargel nicht nur wegen seines Wohlgeschmacks, sondern auch wegen seiner vermeintlichen Heilwirkung (harntreibend). So war Spargel im amtlichen Arzneibuch vermerkt, musste also möglichst in Apotheken (zur Spargelzeit) vorrätig sein.

Veronika der Lenz ist da, … Veronika der Spargel wächst …“ gesungen von der Gruppe „Comedian Harmonists„- bekannt auch als die „glorreichen Sechs“. Kometenhaft stiegen die Comedian Harmonists einst mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Ein Freund, ein guter Freund…“ weltweit in den Showhimmel auf. (Dies war also – in den legendären zwanziger Jahren – ein international bekanntes berühmtes Berliner Vokalensemble (1928–1935).

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Und tatsächlich geraten heute im „Lenz“ alle Genießer sofort in Verzückung, wenn mit dem „Lenz“ dann endlich der erste heimische „Spargel“ auf den Märkten Einzug hält.


DER SPARGEL

Die Zubereitung

TO – DO – LISTE:

Lagerung nach Einkauf: Spargel sollte kühl, feucht und möglichst dunkel gelagert werden. Wird der Spargel nicht sofort verarbeitet, dann wickelt man ihn in ein feuchtes Tuch und gibt dieses dann in eine Plastiktüte. So kann er im Kühlschrank gelagert werden. Unter diesen Bedingungen behält der Spargel ca. 2 bis 3 Tage seine Frische. Man kann den Spargel aber auch schon vorher schälen und dann unter den gleichen Bedingungen – wie oben beschrieben – lagern. In diesem Fall ist aber nur eine Lagerung von max. einem Tag anzuraten. Diese Möglichkeit nutze ich immer gerne, wenn viele Gäste da sind.

Es gibt dünne, dicke, krumme, lange und kurze Spargelstangen:
Sehr wichtig ist für den Kochvorgang aber tatsächlich,
dass die Spargelstangen alle gleichmäßig dick, gerade gewachsen und gleich lang sind…

Schäl-Tipps:

Weißer Spargel wird mit einem speziellen Spargelschäler oder alternativ mit einem kl. scharfen Küchenmesser sorgfältig vom Ende des Spargelkopfes bis zum Schnittende geschält. Dabei wird der Spargel mit dem Kopf nach oben in die Innenhand gelegt und mit den Fingern am Kopf festgehalten, sodass der Spargel in einem Zug von oben bis unten zügig durchgehend geschält werden kann. Das meist „holzige“ Schnittende wird danach zirka 1 cm unten abgeschnitten. Wichtig ist hier, dass keine Stelle ausgelassen wird, da die Schale des weißen Spargels beim Kochen nicht weich wird und dies beim Verspeisen des Spargels nicht sehr angenehm ist. Es gibt viele andere Methoden den Spargel zu schälen…jeder hat wohl seine „eigene“…

OPTIMAL: In einem hohen Spargeltopf sollte man nur so viel Wasser bzw. Spargelfond füllen, dass die Spargelköpfe noch gerade aus dem Wasser rausschauen. Dadurch werden die Köpfe nur durch den Dampf gegart und werden nicht zu weich.


Lieblingsessen

Wir genießen am liebsten den Spargel (nach unserem Familien-Rezept) mit Schinken, Schnittlauch und Ei oder aber auch gelegentlich (z.B. zu Fisch oder Steaks) mit einer feinen – selbst gemachten „Sauce Hollandaise“. Köstlich ist er aber auch – ganz puristisch – mit leicht gebräunter, zerlassener Butter und neuen Frühlings-Kartöffelchen…


Teil 1


Spargelrezept „tricolore“ (Grün/Rot/Gelb)

Seit ewigen Zeiten unser altes Lieblings-Familienrezept: Es stammt von unserer Großmutter Christina Röcking (1892-1989) aus Aschaffenburg, die es sicher auch von ihrer Mutter… Großmutter… Urgroßmutter etc. einst bekommen hatte.

ZUTATEN:

Meine Oma hatte immer großzügig gerechnet: Pro Person 1 Pfund Spargel…100 g Schinken, 1 Ei…

Zutaten für 4 Personen: 2 kg Stangenspargel je nach Dicke
(Fürs Kochwasser: Salz, Prise Zucker, Schuss Weißwein, Butterstück)
100 g Butter (lieber etwas mehr, reicht dann noch fürs Tisch-Butterpfännchen zum evtl. Nachnehmen)
GARNITUR: 4 Eier (hartgekocht ca. 8-10 Minuten)
400 g gekochten mageren Schinken (in dünnen Scheiben geschnitten),
2-3 Bund Schnittlauch
neue junge Frühlingskartöffelchen (Drillinge)

Weißer Stangenspargel frisch aus der Region

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Tatsächlich konsumieren wir Bundesbürger im Frühjahr fast nur vorrangig „weißen“ Spargel,
während in all den anderen Ländern wie z.B. Frankreich, England und Italien oder auch China
und den USA dagegen die grüne Variante der Spargel bevorzugt angebaut wird.

VORBEREITUNG:

Die Stangenspargel wirklich sehr sorgfältig schälen, Enden etwas abschneiden, die Stangen in ein feuchtes Tuch wickeln und bis zum Kochvorgang darin aufheben. Die Zutaten – wie gekochte Eier und gekochten Schinken – klein würfeln. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Kartoffeln kochen, pellen, evtl. im Butterpfännchen kurz etwas braun anrösten, würzen…das war`s. ..FERTIG? Ach ja… die „braune“ Butter im Pfännchen nicht vergessen…die wird zum Schluß über das köstliche „Gedicht-Gericht“ darübergeträufelt… Hmmm!

Zubereitung:

TIPP: Gekochter Schinken, gekochte (8-10 Minuten) Eier, Schnittlauch alles feingehackt portioniert in Schüsselchen aufheben. Das alles lässt sich super gut vorbereiten (Belag: Einzeln in Schüsselchen – mit Folie abgedeckt – kühl aufbewahren).

Zubereitung: Spätestens 30 min. vor dem Servieren: Die bereits gut geschälten Stangen-Spargel (mit den Köpfchen nach oben schauend) in 1-2 ausreichend große, hohe Töpfe („Spargel-Topf“) geben und nur kurz aufkochen lassen, dann nur noch leise „simmernd“ garen. Das Wasser wird angereichert mit etwas Salz/Prise Zucker/kl. Stück Butter/1 Schuss Weißwein.
In einer entsprechend großen Pfanne – im heißem SUD schwimmend – und leicht zugedeckt, habe ich sie auch schon mal auf dem Herd zubereitet, sie müssen allerdings immer gut mit heißem Wasser bedeckt sein.


So zirka 15 – 20 (+) Minuten nicht zu heiß (!) nur „leise sprudelnd“ garen lassen: Je nach Dicke (!) unbedingt (am Spargelstück-Ende) eine „Garprobe“ machen (ins Spargel-Ende mit kl. Küchenmesser reinpieksen). Wer die Spargel lieber knackig mag, früher aus dem Wasser heben. Wir mögen sie am liebsten noch gerade leicht schnittfest, nicht zu weich.
TIPP: Damit man sie am besten beim Essen schneiden kann, decke ich hierzu am Tisch sogar am liebsten unsere superscharfen „Steakmesser“ ein.

Inzwischen: Die Butter in einem Pfännchen erhitzen, bis sie fast „goldbraun“ ist. Vorsicht! Die Butter verbrennt recht schnell, alles im Butterpfännchen auf dem Herd (bei Stufe 1) warmhalten. Die heiße Butter später in kl. Saucieren geben und dann separat zu Tisch reichen.

TIPP: Nach dem Garvorgang: Die Spargel aus dem Topf vorsichtig langsam über dem Spülbecken abgießen, gut abtropfen lassen (und abgetupft – noch heiß – neben bzw. übereinander) in ein bis zwei große Küchenhand-Tücher einrollen.
Diese Spargel-Kissen dann „zum Warmhalten in den Backofen“ (bei 50 Grad) mit den Tüchern auf den Ofen-Rost legen, bis alle anderen Zutaten servierbereit sind.

Servieren

Die gekochten, gut abgetropften Stangen-Spargel (zirka 5-6 Stück je nach Dicke) auf die einzelnen (evtl. vorgewämten) Teller nebeneinander legen. Darüber (siehe Foto) abwechselnd mit 2 Löffeln die folgenden Zutaten der „Tricolore“: Feingeschnittene Schinken/Eier/Schnittlauch (rot/gelb/grün) sorgfältig quer nacheinander portionsweise üppig auf dem heißen Spargel verteilen oder TIPP: die Beilagen separat in Schüsselchen servieren zur Selbstbedienung…

Alternativ alle Spargel zusammen auf eine große Servier-Platte exakt neben-/bzw. hoch übereinander aufgetürmt legen und die Beilagen separat dazu reichen. Der Spargel wird so leider schnell kalt…. Danach kann sich dann jeder selbst am Tisch auch zum Schluss – nach Gusto – mit einem Löffelchen die heiße „braune“ Butter über die Spargel (und den Mix: Eier/Schinken/Schnittlauch) überall gut verteilen.

Dazu schmecken frisch gekochte kl. Pellkartoffeln, evtl. im Butter-Pfännchen goldgelb angeröstet…
Einfach & köstlich! Guten Appetit!
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TIPP FÜR VIELE GÄSTE:

ALLE PERSONEN AM TISCH FREUEN SICH BEI UNS AUF DEN FEINEN SPARGEL „TRICOLORE„…

„Es kann nur der kochen, dem es gelingt, Spargel ohne Zutat in wonnigster Vollendung aufzutischen“ – Zitat:  Lucius Licinius Lucullus (117 v. Chr. – 56 v. Chr.) war ein römischer Senator und Feldherr, der – seit über tausend Jahren –  vor allem für seine üppigen Festmahle (lukullisches Mahl) bekannt ist.

Anm.: Zu Lucullus-Zeiten gab es nur den wilden grünen Spargel…der naturbelassen gegart z.B. mit deftigem Wildbret aufgetischt wurde…damals ging es Lukullus wohl – bei diesem überlieferten Zitat – um die „Garzeit“…


Zum Familien-Fest
SPARGEL VOM BLECH

Bei unserem Familien-Zusammen-Treffen mit 6-7 Personen oder mehr… wird die Zubereitung (pro Person rechnet man mit etwa 5-6 Stangen) beim Stangenspargel doch wesentlich schwieriger, daher folgt unten ein genialer TIPP!
ULLAS TIPP bei mehr als vier Personen:
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Für 6-8 Personen Spargel (perfekt knackig) im Topf zubereiten? Das war bisher dagegen doch immer eher für mich eine Herausforderung!! Im Gänsebräter auf dem Herd funktionierte dies zur Not auch, aber ich habe jetzt etwas im „world-wide-web“ entdeckt und ausprobiert. Der Garvorgang wird so nun wirklich für die Köchin sehr vereinfacht (vor allem, wenn wir dann (siehe unten) zu dritt später „beim Servieren der köstlichen Spargelstangen“ gemeinsam sehr schnell „Hand in Hand“ arbeitet):


Teil 2


Zutaten für 6-8 Portionen:

Etwa 4 kg weißer Spargel (pro Person je nach Dicke 5-6 Stück), 250 ml Spargel- oder Gemüsefond, 200ml Weißwein, 4 El Rapsöl, Salz, 4 El Zucker, schwarzer Pfeffer. Für die Buttersoße als Beilage: 1 P. Butter.

Zubereitung: Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die einzelnen – vorher gut gewaschene – Stangen-Spargel vorsichtig und sorgfältig schälen und die Enden knapp – gleichmäßig lang – abschneiden. Fond und Wein mit den Gewürzen kurz am Herd aufkochen. Eine Lage reißfeste Alufolie oder Backpapier auf das tiefe Back-Blech legen. Den Spargel eng aneinander aufs Blech legen, diese oben mit ein paar Butterflöckchen belegen. Falls nicht alle Spargel auf das Blech passen, den Rest wie gewohnt im Topf auf dem Herd zubereiten.
Spargel mit dem heißen Fond im Ofen begießen und die Oberfläche mit Folie verschließen. Im schon vorgewärmten, heißen Backofen dann auf der 2. Schiene von unten 25 – 30 Minuten (je nach Spargeldicke) garen. Zwischendurch nach 15 min. ruhig mal in den Ofen schauen, eine kl. Ecke der Folie lüften und mit einer Messerspitze „das Spargel-Ende“ anpieksen, so hat man den Gar-Grad optimal getestet.


Some like it hot…doch Vorsicht:

ACHTUNG-VORSICHT: Das sehr heiße Spargel-Blech (nach dem Garvorgang) dann gaaanz vorsichtig und langsam, am besten mit zwei Isolier-Hitzeschutz-Handschuhen aus dem heißen Ofen herausnehmen.

ACHTUNG – Verbrühungsgefahr: Man verschüttet sehr leicht die kochend heiße Flüssigkeit auf dem Transport-Weg zum Spülbecken. Daher unbedingt besser vorsorgen und lieber eine entsprechende Schürze zum Schutz o.ä. und z.B. Silikon-Hitzeschutzhandschuhe beim Transport tragen. Zu zweit das Blech transportieren funktioniert nicht so gut…
Eine gute Möglichkeit wäre auch, die heiße Flüssigkeit (auf dem Backblech) direkt (über Eck) in einen breiten hohen Topf sofort gleich am Backofen abzugießen – je nach Entfernung vom Waschbecken.

Ansonsten das noch heiße Blech am besten – so man hat – auf einen Servierwagen (mit Alu-Hitzeschutz unter dem Blech) stellen und den Wagen (auf einem vielleicht längeren Weg) zum Spülbecken langsam und vorsichtig rollen…je nach Entfernung zum Waschbecken – wie gesagt…! Dann über dem Spülbecken die Folie an einer Ecke lüften und nur über diese eine Ecke, die Flüssigkeit ganz LANGSAM UND VORSICHTIG komplett ins Becken abgießen. Die Stangen dann gut in einer „Stoff-Serviette“ abgetupft, mit einer Spargelzange oder Spargelheber auf die einzelnen Teller oder eine große Platte legen. Oder – wie nun unten erwähnt – einfach Hand in Hand… gemeinsam händeln…


Einfacher bzw. schneller geht dann das SERVIEREN
gemeinsam – mit vereinten Kräften – Hand in Hand:


ULLAS TIPP:
Sobald das Spargelblech sicher aus dem Ofen (d.h.: am Spülbecken lagert) ist, „arbeiten“ wir zu dritt dann schnell „Hand in Hand“:
Zum Beispiel legt einer die erste Portion Spargel (z.B. 5 – 6 Stangen mit breiter Spargel-Servier-Zange) schnell auf ein trockenes Küchentuch oder Stoffserviette, tupft die Stangen kurz ab und rollt die heißen Stangen dann „vom Tuch“ vorsichtig und gleichmäßig nebeneinander auf die einzelnen Teller. Das geht ganz easy…
Der Nächste verteilt dann jeweils auf dem Spargelteller mit einem Löffel die „tricolore“ Zutaten (die schon fix und fertig geschnitten und portioniert in Töpfchen vor ihm bereit stehen) und der Dritte bringt jeden fertigen einzelnen Teller sofort ganz schnell zu Tisch – wo schon die Gäste warten.. und sich dann z.B. mit kl. Kartöffelchen danach selbst bedienen, so bleiben die Stangen schön heiß.
Die fertig belegten Teller werden dann noch von jedem selbst (je nach Gusto) mit mehr oder weniger heißer, goldgelb gebräunter Butter beträufelt…Hhmm! Lecker! Dazu gibs noch – wie gesagt – frisch gekochte, evtl. leicht angebratene, „neue“ Kartöffelchen sog. „Drillinge“. Und als Dessert vielleicht frische Erdbeeren vom hiesigen Bauern, frisch vom Erdbeerfeld…

BON APPETIT!

😉 WO IST DENN AUF DEM FOTO DER SPARGEL NUR VERSTECKT“ ? 😉



Manche mögen gerne die traditionelle Art der Spargelzubereitung mit einer holländischen Soße: HIER KOMMT NUR FÜR EUCH MEIN GEHEIM-REZEPT

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BLITZ-HOLLANDAISE
hmm…einfach & schnell zubereitet

Genauso frühlingshaft frisch zum Spargel: So verrate ich nun auch mein geniales Rezept für eine blitzschnelle Sauce Hollandaise. So bereitet man schnell mit wenigen Zutaten und Handgriffen den beliebten Saucen-Klassiker zu. Hier kommt unser schnelles Sauce Hollandaise Rezept!

Zutaten: 120 g Butter, 3 Eigelb (Kl. M), 3 El Weißwein, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, etwas Zitronensaft.

Zubereitung: 120 g Butter kurz zerlassen (nicht bräunen). Lauwarm abkühlen lassen. 3 Eigelb und 1 El Wasser in einer hohen Metallschüssel kräftig mit den Quirlen des elektr. Handrührers aufschlagen. 3 El Weißwein langsam unter Rühren zugeben. Die Schüssel in ein heißes Wasserbad stellen. Die Masse so lange weiterschlagen, bis eine cremige Eigelb-Sauce entsteht. Die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen. Die flüssige Butter jetzt vorsichtig erst tropfenweise, dann mit sehr dünnem Strahl unterrühren und „immer kräftig weiterschlagen“… Mit Salz, Pfeffer, Prise Zucker und einem Spritzer Zitronensaft zum Schluss – wenn die Konsistenz der Soße schön dick cremig ist – abschmecken. Et voilà! Bon appétit!

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Wissenswertes: Holländische Soße

SAUCE HOLLANDAISE stammt sie etwas aus Holland?

NEIN: ihr Ursprung liegt im Land der Saucen – in Frankreich. Ursprünglich soll das Rezept aus der für ihre hochwertige Butter berühmte Normandie stammen, sie kam also aus der klassischen französischen Küche des 18. Jahrhunderts und gehört zu deren Grundsaucen.

Die meisten Historiker und Internetquellen sind sich darin einig. Die Sauce Hollandaise hat also ihren Ursprung in der Normandie, Frankreich. Damals hatte das gleiche Rezept der heutigen Sauce Hollandaise den Namen: „Sauce Isigny“, in Anlehnung an die Stadt Isigny-sur-Mer. Damals war Isigny-sur-Mer, in der Normandie gelegen, weitberühmt für seine hervorragende Butterherstellung, wo es immer nur beste Butter gab und auch noch gibt. Diese kann man in gut sortierten Geschäften auch heute noch kaufen, sie schmeckt wie einst bei meiner Oma, welche die „gute Butter“ damals noch selber zubereitete.

Die meisten werden sich jetzt sicherlich fragen, warum dann der Name „Hollandaise“, wenn doch die Sauce aus Frankreich stammt? Ganz einfach! Während des ersten Weltkrieges kam die Butterproduktion in Frankreich völlig zum Erliegen. Daraufhin wurde „die gute Butter“ ausschließlich und recht lange nur aus Holland importiert. Fortan blieb wohl der Name „Sauce Hollandaise“ erhalten.

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Liebhaber – Spruchweisheiten… zum Schluss das letzte…

Er: Juhu! Es gibt endlich wieder Spargel!
Kollegin: Nee, mag ich nicht…
Er: Ach komm! Spargel schmeckt köstlich, ist wertvoll und lässt sich in unzähligen Varianten zubereiten.
Kollegin: Bäh! Fad und ohne Geschmack!
Er: Na dann tu halt ein bissl mehr Salz und Zucker oder einen Spritzer Zitrone in das Kochwasser.
Kollegin: Ach nö! Die sind hart, kochen viel zu lange und man kann nicht richtig reinbeißen.
Er: Hmmm… Vielleicht hast Du den Spargel zu dünn geschält?
Kollegin: WAAAAAS??? DEN MUSS MAN AUCH NOCH SCHÄLEN?!


Charles de Gaulle

  • “Es hat mich nie gestört, dass man mich manchmal mit einem Spargel verglichen hat… denn am Spargel ist der Kopf das Wichtigste.“

Frei nach Carl Zuckmayer

  • Wenn Du Kartoffeln oder Spargel isst, denkst Du an den feinen Sand der Felder und den Wurzelsegen, den blauen Himmel, die warmen Sonnenstrahlen und den sanften Regen, kühles Wasser und den warmen Mist.. 😉

OB GRÜN ODER WEISS – SPARGEL MUNDET NUR HEISS…

Lob-Lied für den Spargel aus NRW: Walbeck (Geldern):

„Die Rose ist schon oft besungen,
das Veilchen und der Fliederstrauß.
Jedoch kein Dichter lobt den Spargel.
Ich mein, der verdient es auch.
Ich fühl´ mich immer wie verhext,
in Walbeck, wenn der Spargel wächst“ ..
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UND ALS DESSERT?

Hierzu passen perfekt: ERDBEEREN…ERDBEEREN…ERDBEEREN… in allen VARIATIONEN..
Wann beginnt eigentlich die Erdbeerzeit? In der Regel beginnt die Erdbeersaison bei uns in Deutschland Mitte Juni und endet Ende Juli. Mit unterschiedlichen Anbaumethoden kann die Ernte über den normalen Zeitraum ausgedehnt oder verfrüht werden. Bereits Anfang Mai können wir oft schon die ersten saftig-roten köstlichen „Aromabomben“ aus geschütztem Anbau (Folientunnel) selbst pflücken..

Siehe hierzu meinen aktuellen Blog-Artikel für Erdbeerliebhaber:
https://bienchenhamster.de/die-erdbeere-ein-koestliches-fruechtchen-sie-wird-als-koenigin-der-beeren-bezeichnet/


Blog-Artikel veröffentlicht zuerst 2019 – aktualisiert im Mai 2021.