VIRUS-GRIPPE oder Erkältungen…alle Jahre wieder? Nicht jede Erkältung ist eine „echte“ Grippe, auch wenn umgangsprachlich „fiebrige Infekte“ oft so bezeichnet werden. Erkältungen werden jedoch von völlig anderen Viren verursacht als eine „echte“ Grippe, gegen diese anderen Viren gibt es keine Impfung. Man sagt zu einer schweren „Erkältung“ auch „grippaler Infekt“. Die „echte“ d.h. gefährliche, oft tödlich endende Grippe nennt man auch „Influenza“ , hervorgerufen durch das Influenza-Virus.

Wortherkunft: Der Begriff „Grippe“ (der auch in Frankreich und Rußland verwendet wird) kommt vom französischen „grippe“ und bedeutet „Laune“ und ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Grippe plötzlich und launenhaft ausbricht. Der Begriff „Influenza“ wird seit dem 18. Jahrhundert verwendet und stammt vom italienischen Wort „influenza“ ab, das „Beeinflussung“ bedeutet: zum Beispiel Einfluss der Sterne und die altertümliche Annahme, dass bestimmte Sternenkonstellationen „Krankheiten und Seuchen“ verursachen.

Laut Duden: Gen. –, Pl. Viren. Fachsprachlich wird – insbesondere im medizinischen Kontext – nur das neutrale Genus verwendet: das Virus. Allgemeinsprachlich wird jedoch auch der Virus verwendet. Beide Formen gelten als richtig.


Was kann man tun, wie kann man sich schützen? Hierüber erfahrt ihr nun das Wichtigste:
In jedem Winter fordert die Grippe viele Opfer. Der „echten“ Grippe, also der Influenza, fallen jährlich weltweit bis zu 500.000 Menschen zum Opfer. Man vergißt das alles so schnell wieder: „Vor zwei Jahren erst gab es in „Deutschland“ im Winter 2017/2018 eine extrem heftige Grippewelle mit 25.100 Toten„: Dieser Wert liegt deutlich weit über dem Durchschnitt. So eine hohe Zahl an Todesfällen ist bisher demnach „sehr selten“, in anderen Jahren gab es nur einige hundert Fälle. Das Robert-Koch-Institut (RKI) mahnte dringend, sich durch eine Impfung zu schützen, da die „Impfmüdigkeit“ seit einiger Zeit besorgniserregend zunimmt. Außerdem sind die Grippeviren recht resistent. Auf Banknoten zum Beispiel können sie länger als zwei Wochen überleben, wie „spektrum.de“ berichtet. Man stelle sich vor, durch wie viele Hände eine mit Viren verseuchte Banknote während dieser Zeit wandern kann…

Unser körpereigenes Immunsystem arbeitet ständig und hält uns viele Erreger fern. Doch bei Virus-Erkältungen versagt es – immer wieder. Es gibt unendlich viele Krankheitserreger, z.B. Ebola, Aids und Grippe: diese Viren sind meist tödliche Krankheitserreger.
So verwandeln sich „Grippe-Viren“ ständig.
Gegen die „echte“ Influenza werden jedes Jahr immer wieder aktuell neuere Impfstoffe entwickelt. Von bedeutendem „Vorteil für die Forschung“ ist, dass die Anzahl der gerade grassierenden echten Grippe-Erreger absolut überschaubar ist: Pro Jahr sind es zwischen drei und sechs…diese Viren werden dann in den Forschungslabors saisonal genauestens untersucht. (Quelle: stern.de/Gesundheit)



Mediziner kann nur derjenige genannt werden, der als den letzten Zweck seines Strebens das Heilen betrachtet“ . Zitat: Rudolf Virchow (1821-1902) war ein deutscher Pathologe, Anthropologe, Prähistoriker und Politiker. In Würzburg und Berlin (Charité) erlangte er Weltruf. 

WHO (Weltgesundheitsorganisation): Diese häufigen, raffinierten „Virus-Mutationen“ (Antigendrift und Antigenshift = Austausch genetischer Information der Viren untereinander, welche zum Auftreten immer wieder neuerer hoch pathogener Varianten führt, ist wirklich beängstigend). Sonderformen dieser genetischen Veränderungen werden von den besten Virologen der WHO sorgsam beobachtet. Viele Labors auf der ganzen Welt analysieren ständig, wie Influenza-Erreger derzeit aussehen werden.
So können jedes Jahr die „vermutlich“ genau passenden Grippe-Impfstoffe für die Weltbevölkerung auch hergestellt werden. Die WHO analysiert also, welche Grippestämme gerade auf der Südhalbkugel grassieren. Daraus leiten die Experten ab, welche Virusvarianten dann im kommenden Winter bei uns im Norden zu erwarten sind. Das ist dann die Basis für den nächsten Impfstoff.
Doch wenn die Prognose nicht stimmt und plötzlich ein nicht erwarteter Virus dominiert, dann funktioniert die Schutzimpfung natürlich nur eingeschränkt. Wer jetzt denkt, ach, dann lass ich’s doch gleich ganz, liegt aber falsch: Mit keiner Impfung lassen sich so viele Leben retten wie mit der Grippeimpfung“…hatte der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler gerade wieder betont. (Quelle: RKI – 14.10.19)
Der derzeit (Januar 2020) in China kursierende gefährliche „neue Erreger“ ist dem Berliner Virusforscher „Professor Christian Drosten“ zufolge ein Sars-Virus (Corona-Virus)… ähnlich dem bei der Sars-Pandemie 2002/03. «Es ist dieselbe Virusart, nur in einer anderen Variante», sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. Ein Team des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat aktuell ein Nachweisverfahren für dieses derzeit in China kursierende Coronavirus entwickelt. Verdachtsfälle können nun schnell auf das Virus untersucht werden. (SARS=schweres akutes respiratorisches Syndrom).


NEU: Im Gegensatz zu hühnereibasierten „Grippe-Impfstoffen“ werden unsere aktuellen Grippe-Impfstoffe übrigens auch schon teilweise aus Zellkulturen gewonnen, die noch wirksamer sein sollen, z.B. Flucelvax® Tetra (Seqirus): Tetravalenter Grippeimpfstoff zugelassen seit Dezember 2018, der nicht in Hühnereiern produziert werden muss. EIN FORTSCHRITT: Nicht nur für Hühnerei-Allergiker ein Segen!

SCHUTZ FÜR DIE GANZE FAMILIE UND ALLE MENSCHEN AUF UNSERER ERDE: Impfungen gehören zu den größten Erfolgen der Medizingeschichte. Ganze mitunter tödlich verlaufende Krankheiten wie etwa die Pocken konnten so ausgerottet werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat gerade eine Liste mit „ZEHN“ der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit veröffentlicht. Neben schwersten Infektionskrankheiten(wie z.B. Ebola, HIV, Zika, SARS u.a.) und schwierigen Lebensbedingungen tauchen erstmals vor allem „Impfskeptiker“ in der Aufzählung auf. Doch dazu später ausführlicher…
Die WHO ist sich übrigens seit kurzem sehr sicher, dass eine weitere weltweite „Influenza- Pandemie“ kommen wird. Die Frage ist nur, wann und in welchem Ausmaß. Das ist keine Panikmache, sondern aus Sicht der Forschungs-Wissenschaftler, leider Realität. Die globale Verteidigung gegen die Infektionskrankheit ist nur so effektiv wie das schwächste Glied in der Kette der Antwortsysteme. Die Verbreitung von Influenza-Viren wirdstets konstant überwacht, um potenziell „pandemische“ Stämme zu identifizieren. Hierbei beteiligen sich derzeit inzwischen 153 Institutionen in 114 Ländern. (Quelle:“ Coliquio-Ärztemagazin“ Januar 2020).


„Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat“. – Deutsches Sprichwort

EIN ZWEITES WICHTIGES THEMA IN DIESEM BLOG BETRIFFT DIE MASERN:

Aktuellstes größtes „Sorgenkind“ sind weltweit derzeit die wieder grassierenden „Masern“. Dazu später mehr…
NEWS: Die neuesten Berichte zum Thema sind immer ganz am Ende dieses Blog-Artikels gelistet.


V I R E N

Im Einzelnen berichte ich nun, wie unser Körper auf diese teils gefährlichen „Eindringlinge“ reagiert und welches „Schutzmaßnahmen“ es für uns gibt.

Durch eine Impfung geschützt, kann unser körpereigenes Immunsystem oft tödliche Krankheiten überwinden. Es ist wichtig, dass sich das jeder bewusst macht, dass er geimpft nicht nur sich selbst schützt, sondern auch zum Schutze unserer Gesellschaft beiträgt!

Warum und wann wir uns impfen lassen sollten, erfahrt ihr hier in diesem Bericht: Da ich in meiner früheren kinderärztlichen Tätigkeit auch eine Zusatzausbildung als „Impfärztin“ absolviert habe, habe ich heute das wichtige „Impfthema“ hier von allen Seiten her genau „beleuchtet“:Halbwissen“ ist schlimmer als Nichtwissen, da der Halbwisser nicht weiß, daß er nur Halbwisser ist, sondern sich selbst als Fachmann ansieht… Das ist das typische Scenario von „Gut gemeint und schlecht gelaufen“. Daher habe ich nun hier versucht, diesen Artikel, in dem es für uns alle um unser Leben bzw. um unser höchstes Gut – nämlich die Gesundheit geht – so gut wie möglich auch allgemein verständlich zu halten. 😉

Dieser Artikel ist insgesamt etwas länger geworden, als geplant…es gab so viel Wichtiges und Neues zu berichten…daher empfehle ich ihn – evtl. in „Etappen“ – weiter zu lesen 😉 Hauptsache, er wird genau gelesen, damit erwirbt man sich auch ein wenig mehr „Wissen“ und Verständnis für die eigene „Gesundheit“. Dieses „Wissen“ auch an Andere weiterzugeben, ist eminent wichtig.


Fangen wir doch einfach erst einmal mit der Vergangenheit an:

HISTORISCHES: Die letzte große Pockenepidemie Deutschlands wütete Ende des 19. Jahrhunderts. In den „Annalen“ ist festgehalten, dass 180.000 Menschen in Deutschland daran starben. Wer überlebte, war taub oder blind, hatte angegriffene Organe, auf jeden Fall war sein Gesicht von den Pockennarben furchtbar entstellt.
Kaiser Wilhelm I.“ hatte genug: Im Frühjahr 1874 führte er eine Impfpflicht für Neugeborene ein. Dass eine Impfung vor Pocken schützt, hatte der englische Landarzt Edward Jenner (durch Kuhpocken) schon vorher zirka um das Jahr 1800 entdeckt.
Der Kaiser war zudem kategorisch: Eltern, die sich weigerten, kamen in Haft oder hatten eine hohe Geldstrafe zu zahlen.
Damit begann der Siegeszug der Impfung – aber erst ab 1979 galten die Pocken als ausgerottet. Ein weltweites Abkommen sicherte, dass die verbliebenen Virusbestände vernichtet wurden. Nur zwei Laboratorien durften den Erreger (bis heute streng bewacht) zu Forschungszwecken aufbewahren, eines in den USA, das andere in Russland.


Wer glaubt, keine Zeit für seine Gesundheit zu haben, wird früher oder später Zeit zum Kranksein haben müssen. (Sprichwort aus China)
Foto © pixabay
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Das absolut schreckliche Bild von Pockenkranken ist inzwischen völlig in Vergessenheit geraten, leider ebenso wie die Tatsache, dass Impfungen unser Leben retten können: So stellen zurzeit wieder einige Eltern generell die Notwendigkeit von Impfungen infrage. Aus Unwissen oder aus Glaubensgründen? Glauben heißt nicht wissen…


Dabei lassen die Zahlen des RKI (Robert Koch-Instituts) überhaupt keinen Platz mehr für Zweifel: In den vergangenen zehn Jahren starben allein „in Deutschland“ rund 190.000 Menschen an Krankheiten, gegen die es eine Impfung gegeben hätte!


Fakt ist: Impfen ist sicher, solidarisch und sinnvoll.

Was ist denn mit >>> Pflichtimpfungen<<< ? Ist das denn die Lösung?
In Europa herrscht derzeit ein gemischtes Bild: Zuletzt haben Italien, Rumänien, Frankreich und Finnland ihre Impfgesetze deutlich verschärft. „Italien“ hat aktuell 10 Impfungen auf die Liste der „Pflichtimpfungen“ gesetzt und Rumänien und Frankreich bereiten neue Gesetze vor, die Strafen oder zumindest deutliche Nachteile für Eltern vorsehen, die ihre Kinder nicht impfen lassen.


Unsere Regierung in Berlin hat nun ebenfalls ein Gesetz für eine „Masern-Impfpflicht“ in Deutschland auf den Weg gebracht. Ab März 2020 müssen „ALLE Eltern“ dann (vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule) nachweisen, dass diese geimpft sind.

Masernviren“ sind wirklich extrem ansteckend. In einem Umfeld, in dem niemand geimpft ist, steckt eine Infizierte Person rund 15 bis 18 weitere an. Zum Verhängnis kann die Krankheit vor allem Menschen mit einer Immunschwäche werden. Masern werden rasend schnell per Tröpfcheninfektion übertragen. Gefürchtete Komplikationen sind Lungen- oder eine Gehirnhautentzündung, die bleibende Behinderungen hinterlassen oder sogar tödlich verlaufen können.Wie das „Institute for Healh Metrics and Evaluation“ (Washington DC.) berichtet, starben im Jahr 2018 immer noch rund 100.000 Menschen an Masern.

„Ein guter „Präventivmediziner“ rettet mehr Menschenleben als ein Notarzt.“ – Zitat: Gerhard Kocher (*1939) ist ein Schweizer Publizist, Politologe, Gesundheitsökonom und Aphoristiker.

Nur „aufgrund zu niedriger Impfungsraten“ sind die „MASERN“ noch immer nicht besiegt. Im Gegenteil: Diese sind nun wieder weltweit auf dem Vormarsch. Auch in Europa ist die Verbreitung dieser Infektionskrankheit derzeit absolut besorgniserregend: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) schlägt Alarm: Allein in „Europa“ sind derzeit doppelt so viele Menschen an Masern erkrankt wie noch im Jahr zuvor. Die Masernerkrankungen haben sich 2018 weltweit „vervierfacht“ ! Im 1. Quartal 2019 seien ihr mehr als 112.000 Infektionen in 170 Ländern gemeldet worden, berichtete die WHO. Ein Jahr zuvor seien es noch gut 28.000 Fälle in 163 Ländern gewesen. Nach Angaben der WHO wird nur jeder zehnte Fall überhaupt gemeldet. Das könne bedeuten, dass die erfassten Zahlen für das erste Quartal 2019 die Schwere der Masern-Ausbrüche gar nicht abbildeten. (Quelle: Aezteblatt.de)
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Die Masernerkrankung gehört zu den ansteckendsten Krankheiten überhaupt, die nicht nur Kinder betrifft. Auch erwachsene „Überlebende“ können Gehirnschäden davontragen oder blind und taub werden.
Es gibt zahlreiche Hilfsaktionen, die weltweit in armen Ländern unentgeltlich Impfaktionen durchführen, z. B. startet derzeit auch UNICEF weltweit erneut groß angelegte Impfkampagnen zu Masern.
NEWS: Trotz Ende der Waffenruhe in Nordostsyrien werden dort aktuell von UNICEF Flüchtlingskinder in den Lagern gegen Polio und Masern geimpft. (Quelle: Unicef)

Jahrzehnte lange Anstrengungen hätten die Masern fast ausgerottet, aber die extreme Zunahme der Impfmüdigkeit….sagte kürzlich die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab. Das ist wirklich deprimierend: „Jetzt sei es Zeit, alles, was möglich ist, dagegen zu unternehmen, damit sich das (mitunter tödlich wirkende) Masern-Virus immer weiter verbreiten kann bzw. hartnäckig halten könne. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden, Kindern diese Routine-Impfung zu geben und Erwachsene über ihren Impfstatus aufzuklären und gegebenenfalls zu impfen“.
Bei einem von 1.000 Patienten kommt es zur Gehirnhautentzündung, die wiederum fast jeder Fünfte nicht überlebt. Manchmal tritt dieselbe Krankheit sechs bis acht Jahre später dann erneut noch einmal auf, weil die Erreger im Körper stumm überleben – um dann aber mit einer schweren chronischen Hirnhautentzündung erneut wieder in Erscheinung zu treten, die dann immer tödlich endet.

Wie unser Immunsystem tatsächlich reagiert, erkläre ich kurz weiter unten im Text.

Kinderarzt Dr. Thomas Fischbach: Die Impfpflicht ist nicht ausreichend: „So brauchen wir unbedingt ein Impf-Informationssystem, mit dem Eltern automatisch erinnert werden, ihre Kinder rechtzeitig impfen zu lassen – etwa wenn die Versicherten-Karten beim Arztbesuch eingelesen werden und über internetbasierte Methoden wie Apps.“ Der Impfpass sollte nicht auf Papier, sondern elektronisch vorliegen, mit einer klaren Erinnerungsfunktion und moderner Interaktivität.

Fischbach: „Wir benötigen ebenso dringend Impfungen auch gegen andere „Krankheiten“:

Diesen sog. Ärzten, die vor Impfungen warnen, sollte man die „Approbation“ entziehen. „Für Impfgegner unter den Medizinern“ forderte er harte Strafen: „Solche Ärzte, die Eltern etwa z.B. vor Masern-Impfungen warnen, handeln unverantwortlich und müssen von den Ärztekammern sanktioniert werden, bis hin zur Aberkennung der Approbation. Die Ärztekammern dürfen hier nicht länger die Augen verschließen“, sagte Thomas Fischbach, „Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte“ (bvkj), im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (aktuell NOZ- 30.10.2019).

Der „Eid des Hippokrates“ bzw. die derzeitige Formulierung moderner Alternativen, etwa der Genfer Deklaration des Weltärztebundes sollte auch heute noch wichtiger Bestandteil ärztlicher Ethik sein (z.B. „PRIMUM NON NOCERE“: Das ärztliche Gebot Kranken nicht zu schaden).


Masern-Schutz-Impfungen sollen demnach ab März 2020 nicht nur für Kinder in Schulen, sondern auch öffentlichen Betreuungseinrichtungen und Asylbewerberunterkünften sowie auch für „die dort Beschäftigten“ verpflichtend (!) werden. „Vertrauen ist gut…Kontrolle ist besser“ ? Was wäre, wenn es genau umgekehrt wäre – was viele Menschen sich sehnlichst wünschen – : Kontrolle ist gut, aber Vertrauen ist besser….das hat sich in unserer Gesellschaft bisher leider nicht bewährt…im Gegenteil…


UNSER MENSCHLICHES IMMUNSYSTEM:
Es lernt intensiv ein Leben lang. Wenn es auf Krankheitserreger trifft, bildet es sog. Antikörper, um dann beim nächsten Mal besser geschützt zu sein. Es verfügt zudem über hervorragende „Gedächtniszellen“ : Diese „memory cells“ sind hoch spezialisierte weiße Blutkörperchen, sie erinnern sich immer, auch nach langer Zeit wieder an den „Feind“.



Kümmere dich um deinen Körper. Es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast“. Zitat: Jim Rohn (1930-2009) bekannter US-amerikanischer Unternehmer und Motivationstrainer.

Foto © pixabay

Es gibt also eine „Lernfähigkeit“ unserer Schützlinge, den sog. „Memory cells“, die sich die Medizin beim Impfen zunutze macht: Mit jeder einzelnen Impfung bringt der Arzt abgeschwächte (Lebendimpfstoff) oder abgetötete (Totimpfstoff) Viren oder Virusbestandteile in den Körper. Diese lösen aber keine Infektion aus, sondern erwecken sofort „die ganze Aufmerksamkeit“ unseres körpereigenen Immunsystems.
Dieses bildet umgehend die wichtigen Antikörper und immer wieder neue Gedächtniszellen. Und alle diese vielen Helferchen reagieren prompt: Falls später dann der echte Erreger angreift, wissen sie schon Bescheid, sind in „Alarmzustand“ und vernichten möglichst sofort die Erreger.


Folgendes ist noch sehr wichtig zu wissen: Zum Beispiel ist nach einer Maserninfektion die „Körperabwehr sehr lange stark geschwächt“. Die Forscher– Gruppe um Michael Mina von der Universität Princeton-USA) haben jetzt gezeigt, dass diese Viren tatsächlich in der Lage sind, das „Gedächtnis unseres Immunsystems“ teilweise auszulöschen! Diese Immunschwächung ist wirklich extrem problematisch, denn sie hält nicht – wie bislang gedacht – nur für ein oder zwei Monate, sondern über viele Jahre an. „Das bedeutet ganz konkret, wenn ein Mensch an Masern erkrankt, kann er möglicherweise Jahre später durch seine schwere „Immunschwäche“ an einer anderen Krankheit versterben, die sonst nicht tödlich verlaufen wäre“, erklärt Jessica Metcalf, Co-Autorin der Studie. (Ass.Professor of Ecology and Evolutionary Biology, University-Princeton, USA). Das vor der Infektion aufgebaute Immungedächtnis, d.h. unsere Gedächtniszellen (memory cells) wurde durch die Infektion demnach deutlich dezimiert.

Das nennt man eine „IMMUNOLOGISCHE“ AMNESIE: Masern schwächen die Immunabwehr also langfristig über mehrere Jahre und machen Betroffene daher auch nachweislich äußerst anfällig für andere Infektionskrankheiten. (Quelle: Fachzeitschrift: SCIENCE: „The toll of measles on the immune System“ aktuell: 1. Nov. 2019)

Eine weitere, in der „Science Immunology“ veröffentlichten Studie zeigt zudem, dass vor allem auch die Vielfalt der anderen sogenannten „B-Gedächtniszellen“ nach einer durchgemachten Masern-Erkrankung „rapide“ ebenfalls absinkt. Auch dies trägt zur schädlichen „Amnesie des Immunsystems“ nach einer Erkrankung bei. (Wissenswertes: Unsere „B–Gedächtniszellen“ sind der Informationsspeicher für die Bildung von Antikörpern gegen eine Krankheit, die der Körper bereits durchlebt hat).

SEHR WICHTIG ZU WISSEN:
Die Masern-Impfung hat diesen schädlichen Effekt nicht“!
Und man hat den vollen lebenslangen Schutz gegen eine Masernerkrankung erhalten. Hier funktionieren auch vor allem unsere „Gedächtniszellen“ absolut perfekt.

Diese neuen Erkenntnisse erklären den Mechanismus der Immunschwäche und die schon Jahre lang beobachtete vermehrte, unsägliche Infektionsanfälligkeit nach einer Maserninfektion“, sagt der Kinder-Infektiologe PD. Dr. Johannes Trück (Forschungsgruppenleiter Immunologie vom Universitäts-Kinderspital Zürich in der Schweiz). (Quelle: sciencemediacenter vom 21. 10. 2019)

DEM GESUNDEN FEHLT VIEL, DEM KRANKEN NUR EINES…(Deutsches Sprichwort)

IMPFUNGEN – IMPFSTOFFE – ERKÄLTUNGEN – GRIPPE:


IMPFSTOFFE:
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den einzelnen Impfstoffen?
„Lebend-Impfstoffe“ (wie jene z.B. gegen Virusekrankungen wie: Masern, Mumps, Röteln, orale Polio, Windpocken, Tuberkulose, Typhus (oral), Rotavirus, Gelbfieber, nasaler Influenzaimpfstoff) belasten den Körper ein wenig stärker, dafür bleiben sie aber unserem Immunsystem „ewig“ in Erinnerung. Nach einer erfolgten, kompletten „Grundimmunisierung“ besteht nun endlich ein Schutz für den Rest unseres Lebens vor diesen speziellen Erkrankungen. Wie oben schon erwähnt: Durch den erneuten Kontakt mit den spezifischen Antigenen des Erregers (Virus) werden dann nämlich auch die Gedächtniszellen – die sich im Rahmen einer Grundimmunisierung ausgebildet haben – erneut „reaktiviert“. So kann man sich ein breites Spektrum an Immunität erwerben. Das heißt: Der Körper vergißt keine Impfung! Das ist Fakt! Und das gilt hier für alle diese Impfungen. Voraussetzung ist ein gut funktionierendes Immunsystem. _________________________________________________________________________________________________________
Tot-Impfstoffe“ (wie jene z.B. gegen die Viren wie: Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A und B, FSME, Polio, Keuchhusten, Influenza, Typhus, Cholera, Tollwut, Hib, Pneumokokken und Meningokokken-Infektionen): Hier muss hingegen unser Immun-System öfters sozusagen „trainieren“. Deshalb müssen diese Impfungen unter anderem z.B. gegen Diphtherie, Hepatitis oder Tetanus etc. regelmäßig „aufgefrischt“ werden, d.h. sie müssen auch bei Erwachsenen unbedingt regelmäßig (alle 10 Jahre) erneuert werden, um auch einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten! >>>Bitte im Impfheft nachsehen oder dies dem Arzt zur Überprüfung zeigen.
Diese sog. „Totimpfstoffe“ enthalten entweder ganze, „abgetötete“ Erreger oder aber auch nur Bruchstücke davon. So können sie sich weder vermehren, noch die Krankheit auslösen, sie sind also tot. In der Regel sind von Totimpfstoffen kaum bzw. nur selten Nebenwirkungen zu erwarten als von Lebendimpfstoffen.
Für die Influenza-Impfung wird hierzu jährlich (wie oben schon erwähnt) ein neuer inaktivierter Impfstoff (Totimpfstoff) produziert, der aus neu zu erwarteten oder den typischen Influenzaviren des vergangenen Winters hergestellt wird. Dieser Impfstoff wird also jedes Jahr auch erneut gegen die Influenza („Grippe“) geimpft werden müssen: Er bietet einen hohen Schutz gegen diese gefährliche Erkrankung. (Quelle: DocMedicus)

FAKE-NEWS: Da es sich bei der „Grippe-Impfung“ um einen „Totimpfstoff“ d.h. um nicht „vermehrungsfähige“ Virusbestandteile handelt, kann man durch die Impfung gar „KEINE GRIPPE“ bekommen, wie „gerüchteweise“ immer wieder behauptet wird.


„Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf der Gesundheit“. – Zitat: Arthur Schopenhauer (1788-1860) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Schopenhauer entwarf eine Lehre, die gleichermaßen Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik umfasst.

GRIPPE-IMPFUNG UND DOCH SO KRANK GEWORDEN?
Ooh, jeeh…ich bin gerade gegen Grippe geimpft und trotzdem so schlimm krank geworden…“ hört man gelegentlich.
Neben Grippe-Viren sind im Herbst und Winter auch zahlreiche Bakterien oder Virus-Erreger unterwegs, die Atemwegsinfektionen mit Fieber, Husten oder Schnupfen verursachen. Hinter so einer „Erkältung“ können über 200 völlig andere unterschiedliche Viren stecken. So ist es natürlich durchaus möglich sich direkt VOR oder direkt nach einer Grippeimpfung „eine fiebrige Erkältung“ einzufangen. Denn, gegen diese vielen anderen Viren oder auch Bakterien schützt eine Grippeimpfung nicht, sondern nur gegen das vorherrschende „Influenza“- Grippe-Virus.
Allerdings schützt eine Impfung erst nach einer gewissen Latenz-Zeit (nach ca. 10 bis 14 Tagen). Wer sich kurz vor dem Impfen mit der echten Grippe angesteckt hat, bekommt leider die echte Grippe.

In solchen Fällen die Influenzaimpfung zu verdächtigen, ist falsch.
Unabhängig von der Impfstoff-Art können „nach“ einer Grippe-Impfung einmal leichte Symptome „wie bei einer Erkältung“ auftreten. Etwas Fieber, Frösteln oder Schwitzen, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen. Solche Reaktionen eines „perfekten“ Immunsystems sind „eher selten“ und klingen in der Regel innerhalb von „ein bis zwei Tagen“ folgenlos wieder ab. 

Wenn man eine echte Grippeerkrankung wirklich überstanden hat, ist der Körper zunächst „immun gegen dieses spezielle Influenzavirus“ , welches diese Erkrankung ausgelöst hatte. Es gibt allerdings viele Varianten von Influenzaviren. Daher bedeutet eine überstandene Grippe nicht, dass man nicht ein weiteres Mal daran erkranken kann.
Da sich das Influenza-Virus ja ständig verändert, muss diese Grippeschutz-Impfung „JEDES JAHR“ – am besten im Herbst vor Beginn der Grippesaison – wiederholt werden.

„Prävention ist die Zukunft der Medizin – sie war es immer, und sie wird es immer sein.“ – Zitat: Gerhard Kocher (*1939) ist ein Schweizer Publizist, Politologe, Gesundheitsökonom und Aphoristiker.

Was kann man denn tun, um sich auch vor „ganz banalen Erkältungen“ zu schützen? Den Spruch kennen alle: „Zieh’ dich warm an, sonst erkältest du dich.” (Volksmund)

Es steckt doch schon einiges an Erfahrung in diesem Satz: Erkältungen müssen doch eigentlich mit Kälte zu tun haben. Ob allein die Kälte die Abwehrkräfte des Körpers so sehr schwächt, dass eine Infektion begünstigt wird, ist sehr umstritten. Forscher fanden jedoch biologische Hinweise darauf, dass unsere Immunzellen bei Kälte „Viren“ schlechter bekämpfen können.

Das Immunsystem braucht viele verschiedene Treibstoffe. Obst und Gemüse liefern sie. Ernähren wir uns dabei möglichst bunt: U.a. Orangen, rote Paprika, grünes Blattgemüse, Blaukraut liefern ein buntes Potpourri an Vitaminen und viel natürliches Vitamin C.

Unser Immunsystem ist bei einem grippalen Infekt sofort immer auf Hochtouren, damit sich unser Körper schnell wieder erholt. Daher ist es besonders wichtig, ganzjährig darauf zu achten, dass das körpereigene Abwehrsystem auch kontinuierlich gestärkt wird. So bleibt es sinnvoll, den Körper durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ausreichend zu kräftigen.


Nur Menschen, die Gerinnungshemmer einnehmen, sollten auf Ingwer verzichten.
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ANTIBIOTIKA?
Viele Menschen bitten ihren Arzt bei Erkältungen mit Fieber oft um Antibiotika und wissen dies nicht: „Antibiotika“ sind bei viraler Grippe und Erkältung absolut völlig wirkungslos. Antibiotika können nur „Bakterien“ bekämpfen. Seit mehreren Jahren gibt es hierzu z.B. u.a. einen speziellen Bluttest, den z.B. eine Arztpraxis durchführen kann. Dieser zeigt meist verlässlich, ob ein Patient tatsächlich an einem viralen Infekt leidet oder aber an einer „bakteriellen“ Infektion erkrankt ist. Bestimmte „Entzündungswerte“ sind dann (bei Bakterienbefall) meist deutlich „erhöht“ im Blut nachweisbar. Je nachdem, welcher Erregertyp der Auslöser für eine „bakterielle“ Infektion ist, wird der Arzt dann auch evtl. ein passendes Antibiotikum für den Patienten auswählen.

VITAMINE?
„Ohne Vitamin C und Zink dauert eine Erkältung eine Woche, mit Vitamin C und Zink dauert sie 7 Tage.” (Volksmund)

„Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel“.
ZITAT: Hippokrates von Kos (griechisch Ἱπποκράτης ὁ Κῷος; * um 460 v. Chr. auf Kos, † um 370 v. Chr. in Larisa, Thessalien) war ein griechischer Arzt und gilt als der berühmteste Arzt des Altertums.

Zu der herbstlichen Jahreszeit werden die Tage kürzer, im Dunkeln fährt man zur Arbeit und im Dunkeln hat man Feierabend. Gut und gerne jeder Zweite niest oder hustet in der U-Bahn, nicht wenige verstecken ihr Gesicht in ihrem Mantelkragen. Die Blätter fallen, der Stress nagt an jedem: Die Rheinländer sagen hier : Et is „usselig“…. Die Erkältungszeit hat ab dem Spätherbst Hochkonjunktur.


Diese hochinfektiösen „Erkältungs“-Viren werden – wie wohl manche wissen – vor allem über „Tröpfcheninfektion“ auf die Schleimhäute übertragen. Das heißt: Beim „Sprechen, Husten und Niesen“ entstehen kleine Tröpfchen, die sich über eine „nur sehr geringe Distanz“ auf dem Luftweg sehr schnell auf den Schleimhäuten (Nase/Augen) anderer Menschen ansiedeln. Daher unbedingt bei erkälteten „Nachbarn“ z.B. in Bussen und Bahnen Abstand halten!
Es gibt auch Studien, die andeuten, dass kontaminierte Flächen, zum Beispiel Türgriffe, Einkaufswagen, Geldscheine ebenfalls als Übertragungsweg eine Rolle spielen. Sehr wichtig ist eine gute Hygiene.


„Händeschütteln“ bei Mitmenschen vermeiden, am besten auch jeglichem Stress aus dem Weg gehen. Wer bereits krank ist, sollte sich viel Ruhe und Schlaf gönnen und wenn wirklich Fieber dabei ist, muss man ausreichend Flüssigkeit trinken: Mind. 2 Liter am Tag: TIPP: Tagesration morgens schon bereitstellen.
„OH, jeeh…Das schaff ich nicht“, sagen manche, daher der Tipp: Immer ein gefülltes Trinkgefäß ganz in der Nähe haben und ein paar Schlückchen trinken und immer wieder auffüllen. Sobald man das Glas sieht, erneut wieder etwas trinken. Bestenfalls Wasser oder Grün-/Früchtetee, z. B. Ingwertee mit Honig zu sich nehmen.
In Ingwer sind sogar Stoffe enthalten, die gegen „Rhinoviren“ wirken sollen, einen der häufigsten Verursacher der klassischen Erkältung. Zudem kann die „Wurzel“ der Pflanze Entzündungen entgegenwirken.
Im Falle eines akuten grippalen Infekts sollte man natürlich gänzlich auf Sport verzichten. Hier ist die körperliche Ruhe immens wichtig.


In Erkältungszeiten sollte man sich daher ebenfalls viel häufiger die Hände waschen (mind. 30 sec. lang gründlich mit Seife!).

VIRUS-ALARM: „Hartnäckige Viren erfordern hartnäckige Virologen“. Zitat: Harald zur Hausen (*1936) ist ein deutscher Mediziner. Am 6. Oktober 2008 wurde ihm der Nobelpreis für Physiologie der Medizin zuerkannt.  

Übrigens: Dass es bei einem grippalen Infekt hilft, besonders viel zu trinken, ist wissenschaftlich nicht belegt. ABER: wie gesagt bei fieberhaftem Infekt ist es wirklich wichtig, da der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit verliert, doch zusätzlich mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen: Erkältungstees, andere warme Getränke oder die klassische Hühnersuppe (siehe Uromas Rezept in Ullas neuem Blog_Thema) können bei einer Erkältung eben aber auch wirklich recht wohltuend sein.

Oft beginnt eine „Erkältung“ mit Halsschmerzen. Zur lokalen Schmerzlinderung können auch aus der Apotheke entsprechende entzündungshemmende Lutschtabletten eingesetzt werden. Vielen hilft aber auch schon Salbeitee oder ein warmer Schal.


„Das besondere Gefühl von Gesundheit erwirbt man sich nur durch Krankheit“. Zitat: Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) war ein Mathematiker, Physiker, Naturforscher, Schriftsteller und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik im Zeitalter der Aufklärung.

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„Ach, herrjeh…mir gehts schlecht, ich hab` bestimmt die Grippe... sagt so mancher, dabei ist es nur eine schwere Erkältung…wie oben schon erwähnt.

WICHTIGE DIFFERENZIERUNG:
Erkältung oder Grippe“? Das ist hier die Frage…
Weil die echte Grippe von ihrer Symptomatik her auch anderen Erkrankungen der Atemwege ähnelt, gibt es in der Arztpraxis verschiedene Analyseverfahren „zur sicheren Erkennung“ , aber „nur am Anfang“ der Erkrankung ist eine gute Nachweisbarkeit sicher! Hierfür ist meist ein Nasenabstrich nötig. Influenzaviren sind nur ein bis drei Tage in der Nasenschleimhaut nachweisbar. Es gibt in der Arzt-Praxis z.B. u.a. einen Schnelltest (Influenza A/B – oder PCR-Test), den auch der Arzt durchführen sollte. Eine sofortige klare, rasche Diagnose ermöglicht dann den Einsatz von Antigrippemedikamenten, die nur durch den Arzt verabreicht werden dürfen: Antigrippemedikamente wie Zanamivir oder Oseltamivir sind rezeptpflichtig. Solche Neuraminidasehemmer bremsen die Ausbreitung des Virus und „können die Krankheitsdauer“ verkürzen. „Doch sie wirken nur, wenn man sie innerhalb von 24 bis 30 Stunden einnimmt“, betont Nikolaus Müller-Lantsch, Direktor des Instituts für Virologie am Uniklinikum des Saarlandes und Präsident der Gesellschaft für Virologie.
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1.) ERKÄLTUNG (oder grippaler Infekt): Beginn schleichend, etwas erhöhte Temperatur (bis 38 Grad), Schnupfen (verstopfte Nase), Halsschmerzen, leichte Kopf- und Gliederschmerzen möglich, trockener Reizhusten oft zu Beginn und am Ende, dazwischen meist verschleimter Husten. Erkrankte fühlen sich meist geschwächt. Krankheitsverlauf normalerweise nach circa sieben bis neun Tagen überwunden. Auslöser einer Erkältung sind verschiedene Erkältungsviren, von denen es etwa 200 Arten gibt. Besonders häufig stecken „Adeno- oder Rhinoviren“ dahinter.
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2.) GRIPPE = „Influenza“= echte Grippe: Plötzlicher Beginn mit sehr hohem Fieber, oft über 39 Grad, schmerzhaft-trockener Husten ist typisch von Anbeginn. Selten Halsschmerzen, meist heftige Kopfschmerzen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, typisch ist die rasch auftretende, heftige Entkräftung. Man ist sprichwörtlich schachmatt. Dauer mindestens sieben bis 14 Tage. Bis zur vollständigen Erholung können mehrere Wochen vergehen. Körper und Kreislauf werden dabei immer sehr stark belastet.
Eine echte Grippe“ wird ausschließlich durch „Influenzaviren“ hervorgerufen.

Die Influenzaviren sind in A-, B-, und C-Typen unterteilt. Die Typen B und C rufen eine leichte Form der Grippe hervor, sie können außerdem nur den Menschen befallen. Dagegen kann es zu schwereren Erkrankungen bei Infektion mit Viren des Typ A kommen, denn dieser ist sehr wandlungsfähig und infiziert auch Tiere. Dieses A-Virus tritt ebenfalls bei menschlichen Grippe-Erkrankungen auf. Grippale Krankheitsbilder vom „Typ A“- die wie gesagt auch Menschen befallen können – sind bekannt als „Vogelgrippe“ und die „Schweinegrippe“ (wie oben bereits kurz erwähnt).

Manchmal nimmt die echte Grippe auch einen eher gemäßigten Verlauf. Dagegen gibt es aber auch je nach Erreger und Konstitution andere recht heftige Symptome bis zu Todesfällen. Auch die Herzschädigung (Cardiotoxizität) von Influenzaviren als Risiko sollte erwähnt werden, zum Beispiel die erhöhte Gefahr eines Herzinfarktes oder einer chronischen Myocarditis (Herzmuskelentzündung).

Jede „Grippe-Virus-Erkrankung“ , kann also auch schwerwiegende, unter Umständen sehr ernsthafte und lebensbedrohliche Folge-Erkrankungen nach sich ziehen: Zum Beispiel zusätzlich eine schwere Lungenentzündung oder Entzündungen des Mittelohrs u.a. Und Todesfälle sind – wie gesagt – möglich.

Auch durch die Grippe-Impfung kann „eine Ansteckung mit Influenza-Viren nicht immer vollständig vermieden werden“. Aber wer geimpft ist, durchlebt nachweislich einen „deutlich milderen“ Verlauf der Krankheit.


Fakt ist: Impfen ist sicher, solidarisch und sinnvoll.


Die nächste „Grippewelle“ steht uns jetzt im Winter oft bis ins Frühjahr hinein bevor, der optimale Zeitpunkt für eine Schutzimpfung ist jährlich der Oktober und November.
Die Influenza, auch („echte“) Grippe oder Virusgrippe genannt, ist, wie oben schon beschrieben, eine überwiegend durch Viren aus der Gruppe der Orthomyxoviridae („echte Myxoviren“) und den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit beim Menschen.


Die jährliche GRIPPE-SCHUTZ-Impfung im Herbst erfolgt immer mit einem Impfstoff mit „aktueller“, von der WHO empfohlener „Antigenkombination“. Die Grippeschutzimpfung ist in der Regel gut verträglich.

Die STIKO empfiehlt nun erstmals die GRIPPE-VIERFACH-IMPFUNG: also die „tetravalente“ Influenza-Impfung:

Zur Zeit gibt es – laut „STIKO“ (ständige Impfkommission) – die besten Impfstoffe aller Zeiten: nämlich diejenigen für eine „Vierfach-Impfung“ mit 2 A-Stämmen und 2 B-Stämmen. (Bisher hatten meine Familie und ich (auf Wunsch) diese 4 -fach-Impfung in den letzten Jahren immer privat bezahlen müssen, jetzt ist sie ab sofort Krankenkassen-Leistung).
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Jedes Jahr zur Grippezeit tauchen sie aus ihren oft „vergessenen“ Verstecken wieder auf: Die kleinen, „gelben“ Hefte. Jeder hat eins, kaum einer versteht es. Ich spreche vom „Impfausweis“.

„Deutschland sucht den Impfpass“ – wirklich? Nein…Nach einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)1 suchte 2016 nur jeder 5. Deutsche tatsächlich danach.

Wisst ihr, wo der Impfausweis aktuell liegt? Ja? das ist sehr lobenswert!! 😉 Die meisten Erwachsenen müssen darüber länger nachdenken. Aber auch Erwachsenen wird empfohlen, den eigenen Impfschutz regelmäßig z.B. vom Hausarzt überprüfen zu lassen, spätestens alle 10 Jahre. Schaut doch einmal nach…Wir können aktiv unsere eigene gesundheitliche Zukunft gestalten! Das ist doch super!

Übrigens ist vielleicht für manche wichtig zu wissen: Die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln sollte im Säuglingsalter und die 2. Impfung dazu im 2. Lebensjahr durchgeführt werden. Diese 2. Impfung ist dabei keine so genannte „Auffrischimpfung“, sondern sehr wichtig für einen sicheren und kompletten Impfschutz. Daher sollte man bzw. der Hausarzt im Impfpass nachsehen, ob man auch diese sehr wichtige zweite Impfung bekommen hat! Diese kann man jetzt auch als Erwachsener noch nachholen.

„Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat“.
Zitat: Deutsches Sprichwort


Das ganze Impf-Procedere, die Empfehlungen der STIKO und dann auch noch das Lesen des Impf-Ausweises sind auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend. Der Impfarzt erklärt aber gerne jedem, was-wo-wann wirklich wichtig ist. Vor allem deswegen, weil es so extrem notwendig ist, unser Immunsystem durch Impfungen zu stärken, wie wir oben erfahren haben.


Impfverweigerung: Eine gefährliche Wohlstandspsychose?
Gerade in den letzten Jahren hat mal wieder die Anzahl der Impfverweigerer deutlich zugenommen. „Infiziert“ durch »Falschinformation, Misstrauen und Gleichgültigkeit«? Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zu Beginn des Jahres die Impfmüdigkeit zu einer der zehn größten Gesundheitsbedrohungen 2019 erklärt.

Ich sage es, weil ich es als Ärztin weiß : Seine Kinder nicht impfen zu lassen, ist fahrlässig, egoistisch, ignorant und eine klassische Wohlstandspsychose.

Wir wissen nur noch aus Erzählungen, dass in den vergangenen Jahrhunderten ganze Jahrgänge durch Viruskrankheiten dahingerafft wurden, sowie auch noch in den fünfziger Jahren Kinder reihenweise an Polio starben. Hätte hier ein Elternteil erst noch überlegt, ob ein kleiner „Piekser“ bzw. die Impfung dem Kind schaden würde? Sie hätten ALLES dafür gegeben.

Kleinere Kinder leiden am meisten unter den hartnäckigen, banalen Erkältungen. Doch wird dadurch auch ihr körpereigenes Immunsystem gestärkt durch Antikörperbildung und wie beschrieben unseren „memory cells“.

AKTUELL steht übrigens nur FÜR KINDER zum GRIPPESCHUTZ ein neuer Impfstoff mit abgeschwächten Impfviren aller vier Stämme als „Nasenspray“ zur Verfügung. Er ist nur für Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis einschließlich 17 Jahren zugelassen. Also kein Pieks…
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Impfungen sind für uns Menschen die Lebensrettung, ein Segen und ist es unverändert bis heute!
Dieser Segen steht selbst heute leider nicht allen Menschen zur Verfügung: In vielen Ländern der Welt sind Impfungen oft einfach nicht möglich. Meist haben sie nur das Nötigste an Nahrung und einfach kein Geld für eine Impfung. Die meisten Eltern können diese sich einfach nicht leisten, die nächste Anlaufstelle ist zu weit entfernt oder Konflikte erschweren den Weg dorthin.
Mütter in Tansania könnten das nicht verstehen“, sagt der Münchner Kinderarzt Hübner. „Sie sind arm, nehmen trotzdem weite Wege in Kauf, um ihre Kinder impfen zu lassen, weil sie andere an den Krankheiten sterben sehen.“
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Mit den Folgen wachsender „Impf-Unschlüssigkeitbefasste sich kürzlich ein Symposium von Sanofi Pasteur während des 47. Herbst-Seminar-Kongresses des BVKJ 2019.
Ebola, Klimawandel und – „Impfunschlüssigkeit“ sind 3 der 10 größten Bedrohungen für die weltweite Gesundheit – stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für das Jahr 2019 fest. Als Hauptgründe für das „Nicht-Impfen“ nennt die WHO: Selbstzufriedenheit, mangelndes Vertrauen in das Gesundheitssystem, Unanehmlichkeiten bei der Impfung, eingeschränkter Zugang zu Impfstoffen z.B. in Drittländern oder Krisengebieten.
Den Impf-Skeptikern berichtet Kinderarzt Hübner gerne aus seinem Berufsalltag:
„Ich bin seit 1993 Kinderarzt und habe so einiges gesehen. Kinder, die an Diphtherie starben, oder weinende Eltern, die sich schwerste Vorwürfe machten, ihr Kind nicht geimpft zu haben.“ Mehr dazu von Dr. Hübner weiter unten im Text.

Erst kürzlich behandelte Prof. Hübner auf der Intensivstation der Klinik einen Dreijährigen mit Wundstarrkrampf (Tetanus), den er sich in der Erde auf dem Spielplatz eingefangen hatte. „Dass wir Tetanus im 21. Jahrhundert noch sehen müssen, ist eine absolute Katastrophe.“
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In Deutschland gibt es zunehmend eine deutliche Anzahl kritischer, unfundierter Meinungen zu Impfstoffen, die über alle Medien – insbesondere im Internet – verstreut sind und es denjenigen, die sich informieren möchten, sehr schwer machen, sich eine sachgerechte und fundierte Meinung zu bilden.

Sorry, dass ich das jetzt einmal ganz deutlich in meinem Blog sagen muss: Eine der „10 größten Gefahren für die menschliche Gesundheit“ ist die menschliche Borniertheit, verbunden mit Vorurteilen und dem Negieren von logischen Schlussfolgerungen sowie vor allem wissenschaftlich erwiesenen Tatsachen.

Wenn die Impfgegner recht hätten, würde ja stets die ähnliche Zahl von Influenza-bedingten Todesfällen auftreten, da der Impfstoff ja angeblich nicht wirkt.

De facto“ ist es aber so, dass mit Einführung der Grippeimpfung, insbes. bei älteren Patienten, die Todesrate z.B. durch Pneumonien nach Influenza deutlich rückläufig ist.

De facto“ steigt die Lebenserwartung der Bevölkerung in Höhen, die vor 30-40 Jahren noch niemand erahnen konnte. Zunehmend sind heute mehr Menschen mit >65 Jahren noch so fit wie nie zuvor. Über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird bereits diskutiert.

Wie kann denn das passieren, wenn alles durch die moderne Medizin „aus der Sicht der Impfgegner“ so furchtbar schrecklich geworden ist?
Ergänzend möchte ich auch noch erwähnen, dass in der Generation meiner Großeltern, vor allem aber in der Generation davor, NIEMALS alle Kinder das Erwachsenenalter überhaupt erreicht haben, überwiegend als Folge von Kinderkrankheiten, insbesondere Diphterie, aber auch Tuberkulose. Oft bleiben eben schwere Schäden zurück oder das Kind überlebt diese schwere Erkrankung nicht. Es wird von vielen Menschen einfach verdrängt oder vergessen, wie es einmal war, als es noch keine Impfungen gab.

Ich habe selbst meinen älteren Bruder an Diphtherie verloren, er starb mit nur zwei Jahren (damals – im Krieg – standen keine Impfung und kein Penicillin zur Verfügung), ich habe ihn nie kennengelernt….

Wenn man Zweifel hat, sollte man besser kritisch alles genau hinterfragen und sich dies nur von wirklich „echten Impf-Experten“ erklären lassen. Das ist die beste Methode für sich selbst ein unverfälschtes, ehrliches Bild zu machen und nicht auf gefährliche „Fake News“ hereinzufallen.

Leider aber entscheiden sich hier und heute immer mehr Eltern gegen das Impfen. Eine arge Absicht möchte hier niemand unterstellen, die meisten handeln nämlich eher aus „Unkenntnis“ und Sorge um ihre Kinder. Manchen geht es aber vielleicht lediglich darum, sich nicht mit den „bösen Pharmakonzernen“ einzulassen. Oder sie haben die irrige Meinung, dass „ihr Kind“ eine schwere Viruserkrankung mit seinem Immunsystem durch die „Natur“ selbst am besten selbst übersteht, bzw. dieses dadurch auch noch dadurch stärken soll. Ein fataler, oft tödlicher Irrtum…
Wie schmerzhaft ist dies nicht nur für ein kleines Kind, sondern für Alle, wenn die Eltern ihren Kindern diese Qual und die drohende „Gefahr“ (durch evtl. Behinderung/Tod) bewusst zumuten! Jeder Mensch weiß, wie man sich mit unerträglichen Schmerzen und 40 Grad Fieber fühlt. Wer sein Kind nicht impfen lässt, verweigert ihm seinen wichtigen Schutz. (Siehe hier auch einen „Aktuellen Nachtrag“ am Blog-Ende)

Das große Problem hierbei ist, dass sich (Impf-) Mythen, sobald sie einmal in die Welt gesetzt wurden, hartnäckig halten. Oft werden bewußt falsche Berichte über Nebenwirkungen verbreitet, „die bei näherer Untersuchung entweder gar nicht stattgefunden haben oder sehr milde waren“, so Nobelpreisträger Harald zur Hausen kürzlich im DW-Interview. Einen „großen Skandal“ nennt er die Skepsis gegenüber Impfungen. „Hier ist kontinuierliche Aufklärungsarbeit notwendig. Da sind vor allem alle Ärzte und Gesundheitsbehörden gefordert“, sagt er. „Das Risiko einer äußerst seltenen Impfkomplikation ist viel geringer als das hohe Erkrankungsrisiko“.


Die Mythen der Impfgegner, den sogenannten Anti-Vaxxern (das Wort kommt von Vakzine = Impfstoff): Unsäglich sind diese ungeprüften „Fake News“, die vielfach kursieren: Viele Menschen werden häufig durch bewusste Falschinformationen in die Irre geführt und „glauben“ blind den „Mythen“, für die es noch nicht einmal einen Nachweis gibt. Diese „fatalen“ Wirkungen von Fake News werden hauptsächlich leicht über das Internet verbreitet und von vielen einfach unüberlegt übernommen und wie die „Stille Post“ auch noch weitergetragen. Militante „Gegner der evtl. geplanten Impfpflicht“ riefen kürzlich in Berlin sogar zu einer Groß-Demo vor dem Bundeskanzleramt auf.
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) warnt derzeit dringend vor diesen „Falschinformationen“ über Impfungen. Impfgegner seien zwar nur ein kleines Phänomen: „Aber sie können ihre Botschaft mit den sozialen Medien heute überall schneller weiterverbreiten als früher.“ Diese Botschaften schürten Ängste. In zahlreichen Ländern gingen die Impfquoten derzeit oft dramatisch zurück. Dies alles verunsichert zudem die Öffentlichkeit. Die WHO führt die „Impfzurückhaltung“ (Vaccine hesitancy) auf ihrer Liste der größten globalen Bedrohungen 2019 – zusammen mit Luftverschmutzung, Klimawandel, Ebola und HIV.

ZITAT von Unbekannt:
Impfgegner – Arroganz = grenzenloses, „missionarisches“ Selbstbewusstsein bei völliger Ahnungslosigkeit“.

Im gemeinsamen Kampf gegen Fehlinformationen“ hat „in Bezug auf Impfungen“ (in Zusammenarbeit mit der WHO = Weltgesundheits-Organisation) nun auch „Facebook“ seine Richtlinien dahingehend geändert, dass künftig diesbezüglich „entsprechende Gruppen“ gesperrt oder bestimmte Seiten „nicht mehr in der Suchfunktion“ und dem „News Feed“ des Sozialen Netzwerks auftreten. Das betrifft auch die zu Facebook gehörende Plattform „Instagram“. (Quelle: www. aerztezeitung.de)
Bei Nutzern in den USA öffnet sich bei der Suche nach Impf-Inhalten nun automatisch nur ein Fenster, das direkt auf Infos der WHO verweist, um Falschinformationen zuvorzukommen.
Doch Mythen sind nicht das einzige Problem. Auch aus ideologischen oder religiösen Gründen gibt es in einigen Ländern große Vorbehalte gegen Impfungen: So werden Impfkampagnen zum Beispiel einfach als „westliche Verschwörung“ angesehen oder als unvereinbar mit der Religion erklärt. (Quelle: dw.com)
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Die im Übrigen sehr gute Wirksamkeit z.B. der Masernimpfung sei bei vielen Millionen von Menschen belegt, schreibt kürzlich das Robert-Koch-Institut (RKI), die zentrale Einrichtung der Bundesregierung zur Überwachung von Infektionskrankheiten.
Damit Impfstoffe überhaupt eingesetzt werden können, müsse deren Wirksamkeit und Verträglichkeit durch regelmäßige strenge Kontrollen nachgewiesen sein. Auch nach der Zulassung würden Impfstoffe laufend überprüft. Allein dass gerade Polio weltweit signifikant zurückgedrängt und Todesfälle vermieden werden konnten, zeige deutlich, wie wirksam diese Impfungen seien.
Dass keine Impfung aber ausnahmslos komplett jeden Menschen (z.B. sog. „Non Responder“ = meist genetische Veranlagungen) vor Erkrankung schützen kann, räumt auch das RKI ein.
Nur NICHT geimpfte Personen können bei Kontakt mit Erkrankten, z.B. an „Masern“ mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erkranken, da diese immer noch weltweit „grassieren“.


Bildung“ schützt vor Fake News:
An dieser Stelle möchte ich gerne im Folgenden mit den vielen Märchen und Mythen aufräumen, die mit einer Art von geheimer „Verschwörungsmentalität“ um „Impfungen“ von Ignotanten in bestimmten „Mütter-Kreisen“ und sogar manchen Kitas fahrlässig ständig von Neuem kursieren. In diesen Foren kursiert reichlich gefährliches Halbwissen.

Impfungen sind sehr sicher und verursachen weder Autismus noch Alzheimer oder Allergien usw. Das haben zahllose Studien bewiesen. Bevor überhaupt ein Impf-Serum die Marktzulassung erhält, muss sein Hersteller in jahrelangen aufwendigen Testverfahren dessen Wirksamkeit und Verträglichkeit beweisen. Hier gibt es unentwegt sehr strenge Prüfungen von ausgewiesenen Experten.

IMPFKOMPLIKATIONEN“:
Wie jedes andere Arzneimittel sind „Impfstoffe“ aber manchmal „nicht ohne Nebenwirkungen“. Übliche Beschwerden sind – wie weiter unten noch erwähnt wird – bei bis zu 20 Prozent Rötungen, Schwellungen oder leichte Schmerzen an der Einstichstelle, die aber schnell von selbst abklingen. Bei weniger als zehn Prozent kann es zu leichtem Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden kommen. Impfkomplikationen treten in der Regel sehr selten auf und haben meist keine langfristigen Folgen.

So blieben nach einer Auswertung des PEI (= „Paul-Ehrlich-Institut“: Das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) z.B. im Jahr 2017 in nur 1,1% der Fälle bleibende Schäden zurück. Am häufigsten wurden in den Jahren 2001 bis 2016 Fieber (19,6 %), Schmerz (10,3 %) und Erytheme (=Rötung an der Impfstelle) (9,6 %) gemeldet.
Echte anerkannte Impfschäden? Ein Blick in den Arzneimittelatlas zeigt, dass die Zahl verschwindend gering ist. (www.arzneimittel-atlas.de/amnog).
Das öffentliche Bild der Impfrisiken ist eher von „Gerüchten“ und seltenen Einzelfällen geprägt, beklagt „Wolfram Hartmann„, selbst Kinder- und Jugendarzt und Vorsitzender seines Berufsverbandes. Näheres hierzu ausführlich: https://www.rki.de › Content › Kommissionen › STIKO › Impfsicherheit.

Impfstoffe sind verträglich, sicher und wirksam. Der Einsatz von Impfstoffen befreit uns und unsere Kinder weitgehend von der Bedrohung unserer Gesundheit durch verschiedene schwere Infektionskrankheiten.

Persönlich finde ich als Ärztin es einfach inakzeptabel, dass im 21. Jahrhundert Kinder in Deutschland und anderen EU-Ländern heute noch an Krankheiten sterben müssen, die längst durch Impfungen hätten ausgerottet sein könnten.


Es heißt im Volksmund nicht umsonst „Lügen wie gedruckt“ : Hier kommt nun eine kurze Auflistung der derzeit am häufigsten kursierenden Fake News (oder Hoaxes): Dies sind manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten, die (als Text-, Bild- oder Videoformat sich besonders schnell und oft unreflektiert geteilt) sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien wie ein „Lauffeuer“ verbreiten:

Hier folgen nun „acht“ aktuelle Fake-News:

1. Immer noch gibt es „Fake News“ um den „Autismus“ :
„Andrew Wakefield“ ist ein Arzt aus Großbritannien, dem inzwischen die Berufserlaubnis entzogen wurde, weil seine Behauptungen zum „Zusammenhang“ der MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln Impfung) und Autismus nicht reproduzierbar waren und sich herausstellte, dass nicht nur seine Studien grobe Fehler enthielten, sondern er soll vor allem auch bis zu einer halben Millionen Pfund von einer Anwaltsfirma erhalten haben, die Eltern autistischer Kinder vertritt. Inzwischen haben mehrere Studien den eindeutigen Nachweis erbracht, dass Autismus „auf gar keinen Fall durch Impfungen“ ausgelöst wird.
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2. Und was ist mit dem in Verruf geratene „Aluminium“ ?
Das Geschäft mit der Angst: Macht Aluminium in Impfstoffen krank? In einem Artikel auf Spiegel Online schreibt der Journalist Silvio Duwe: Trotz fehlender wissenschaftlicher Belege ziehe der Medizinjournalist Ehgartner mit seinen Warnungen durchs Land – und mache aus der Angst vor dem Metall ein gutes Geschäft. Wen es interessiert: Nachzulesen ist der interessante Artikel bei Spiegel Online: „Das Geschäft mit der Aluminium-Angst“.
FAKTEN: Laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt es zudem bisher keinen einzigen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass die äußerst geringe Beigabe von Aluminium aus „Impfstoffen“ irgendwie unserem Organismus gegenüber gefährdend wirkt.
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Aluminium wird in „minimaler“ Form von Aluminiumhydroxid den Impfstoffen als Wirkverstärker zugesetzt. Ohne Aluminium wäre die Impfung also weniger effektiv. Es kann an der Einstichstelle zu kleinen lokalen Reaktionen kommen, die Aufnahme des Aluminiums in den Körper führt jedoch nicht zur Vergiftung.

Das Europäische Arzneibuch (Ph. Eur.) begrenzt in der Monografie „Impfstoffe für den Menschen“ den Aluminiumgehalt: Danach liege der Al-Wert für die in Deutschland zugelassenen „Impfstoffe“ deutlich unter dem Grenzwert-Bereich: 0,125–0,82 Milligramm Aluminium/ Dosis).
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt an, dass sich „die lebenslang angehäufte Gesamtbelastung“ im Körper bei angenommenen ca. 20 Impfungen auf zirka 0,5 mg Aluminium belaufe.
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Das Leichtmetall Aluminium steckt in u.a. in Lebensmitteln, Kosmetika, Alu-Verpackungen und manchen Arzneien. Die lebenslang aufgenommene Gesamtbelastung des Körpers mit Aluminium, also die Menge, die „im gesamten Leben“ durch alle anderen externen Quellen aufgenommen wird, schätzen Experten auf etwa bis 60 mg.
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Schon der Schweizer Arzt und Gelehrte Theophrastus Bombastus von Hohenheim genannt Paracelsus (1493 – 1541) gilt als Wegbereiter der modernen Medizin und wusste, dass nur „die Dosis“ das Gift macht. ZITAT: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“
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„99 Prozent“ (!) der üblicherweise in „Lebensmitteln“ aufgenommenen Menge von Aluminium (10 bis 40 mg pro Tag) werden unresorbiert wieder im Darm komplett ausgeschieden.
Der Wert für eine tolerierbar „wöchentliche Aufnahme“ in den Körper wurde vom gemeinsamen Expertengremium (JECFA) für Lebensmittelzusatzstoffe der Welternährungsorganisation (FAO) und der WHO auf „1-2 mg/kg Körpergewicht“ pro Woche festgelegt, aber wer erreicht schon diesen Wert? So werden derzeit die Menschen immer älter…..komisch, wo alles angeblich doch immer „verseuchter“ wird. Der Mensch scheint mehr auszuhalten, als uns so mancher Panikmacher weis machen möchte. Alles viel Lärm um Nichts? 
Bislang konnte wissenschaftlich „kein kausaler Zusammenhang“ zu den behaupteten Gefahren hergeleitet werden. Nachzulesen (Prof.Dr. Bernd Schäfer) in diesem link: https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/aluminium-imalltag-ein-gesundheitliches-risiko.pdf ___________________________________________________________________________________________________
3. Und dann gibt’s noch das „gefährliche“ Quecksilber? NEIN:
„Thiomersal“ ist eine organische Quecksilberverbindung, die Impfstoffe früher sehr wirksam vor Verunreinigungen schützte. Inzwischen wird Quecksilber aber schon länger nicht mehr als Konservierungsstoff in Impfstoffen verwendet, da es nun durch die Forschung neuere Stoffe gibt.
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4. Plötzlicher Kindstod (SIDS) = von engl.: Sudden Infant Death Syndrome.
Einige Todesfälle, die im zeitlichen Zusammenhang mit der 6-fach-Impfung festgestellt wurden, untersuchte kürzlich das RKI (Robert Koch-Institut). Es gab 254 plötzliche und unerwartete Todesfälle im Zeitraum von 2005 bis 2008. Es wird angemerkt, dass nicht alle Daten von damals zugänglich waren und kein vollständiges Impfregister vorlag.
Unabhängig davon konnte in der Studie jedoch kein erhöhtes Sterberisiko belegt werden. Kinder, die am „Plötzlichen Kindstod“ verstarben, wiesen meist noch viele andere Risikofaktoren auf (Raucherhaushalt, Schlafen auf dem Bauch oder im Bett der Eltern, dicken Kissen, Vorerkrankungen etc.). 
Den Zusammenhang von SIDS und der Impfung gegen „Diphtherie, Tetanus und Polio“ untersuchte eine Studie aus dem Jahr 2015:

Es kam dabei erstaunlicherweise heraus, dass in den 70er-Jahren ein deutlicher „Rückgang“ der allgemeinen Impfquoten zu einem Anstieg des SIDS führte. Erst, als die Impfquoten wieder zunahmen, gingen auch die Fälle an SIDS wieder zurück. 
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5. Durchgemachte Krankheiten stärken das kindliche Immunsystem?
Eine durchgemachte Masern- oder Grippe-Erkrankung ist kein Kinderspiel und schwächt den Körper absolut nachhaltig. Auch wenn Impfgegner, Heilpraktiker oder sogenannte anthroposophische Ärzte einen positiven Effekt auf das Immunsystem oder die berühmten Entwicklungssprünge festgestellt haben mögen, kann nur davor gewarnt werden, Kinder dieser immensen Gefahr auszusetzen. Dinge wie Masernpartys sind schlicht „schwere Körperverletzung“. Studien zeigen eine nachhaltige Schwächung des Allgemeinzustandes nach selbst überstandener Erkrankung über einen sehr langen Zeitraum (bereits erwähnt im obigen Masern-Bericht). 



6. Impfungen überfordern das kindliche Immunsystem?
Wenn kleine Kinder aufwachsen, werden sie täglich mit infektiösen Dingen konfrontiert. Das ist normal. Sie stecken sich Sand, Vogeldreck schmutziges Wasser, Erde etc. auf dem Spielplatz oft unbemerkt in den Mund. Und wir sind immer wieder erstaunt, wie gut sie das verkraften. 
Eine Mehrfachimpfung ist für das Kind eine Entlastung, weil es nicht mehrfach gepiekst werden muss. Der kindliche Körper kommt damit absolut zurecht. Wer solch schmutzige Finger übersteht, kann auch eine Sechsfach-Impfung aushalten.
.„Impfschäden sind extrem selten“, bestätigt Dr. Hübner. „Doch viele verunsicherte Eltern reiten darauf oft herum.“
Der Kinderarzt kennt die Einwände der Kritiker nur zu gut. Ein Kind bekäme viele Abwehrstoffe von seiner Mutter? „Stimmt, manche Antikörper überwinden die Plazenta-Schranke“, erklärt Hübner den sogenannten Nestschutz. „Aber spätestens nach sechs Monaten sind alle mütterlichen Moleküle abgebaut.“
Mehrfachimpfstoffe überfordern das kindliche Immunsystem, meinen einige. „Das ist Quatsch“, entgegnet Dr. Hübner. „Der kindliche Körper hat es täglich mit zahllosen, neuen Mikroorganismen zu tun. Auf eine Impfung kommt es da überhaupt nicht an.“
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7. Alles nur für die böse Pharma-Industrie?
Impfstoffherstellung ist nur etwas für ausgewiesene Experten. Exzellente Wissenschaft: Die Pharma-Industrie finanziert mit sehr viel Geld auch „wertvolle Studien“, die vor allem auch für die Sicherheit der Impfstoffe und Arzneimittel sorgen. Im Gegensatz zu homöopathischen „Arzneimitteln“, die nur aufgrund von „Erfahrungswerten“ ungeprüft in den Verkauf gelangen, müssen Impfstoffe und Arzneimittel in der Pharma-Industrie mehrere klinische Studien (Phase I bis Phase III) teilweise über viele Jahre durchlaufen! Von den sagenhaften „Inhaltsstoffen“ in der homöopathischen „Zubereitung“ wollen wir hier lieber nicht berichten.
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8. Impfen und „Allergien“: ein Mythos auf dem Prüfstand?
Mit der Einführung von Schutzimpfungen ging die Häufigkeit von schweren Erkrankungen zurück. Die Autoren eines „systematischen Reviews“ (Cochrane: Systematic Literature Reviews and Meta-Analyses-Series on Evaluation of Scientific Publications) kamen zu dem Ergebnis, dass die Verabreichung von Impfungen das Auftreten spezifischer „allergischer“ Sensibilisierungen sowie allergischer Erkrankungen, wie Asthma, allergische Rhinitis oder Nahrungsmittelallergien, nachweislich „nicht“ begünstigt. Dieser Ansicht schließt sich auch die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) an.
„Alle Kinder, auch allergiegefährdete, sollen nach den STIKO-Empfehlungen geimpft werden.“ (STIKO: Die Ständige Impfkommission ist eine derzeit 18-köpfige Expertengruppe in der Bundesrepublik Deutschland, welche beim Robert Koch-Institut in Berlin angesiedelt ist).
Nur bei „nachgewiesenen“ Allergien gegen bestimmte Impfstoff-Bestandteile (z.B. Hühnereiweiss) sollte mit dem Arzt dies weiter diagnostisch abgeklärt werden.

Die Zunahme allergischer Erkrankungen sei vielmehr auf eine mangelnde Stimulation des Immunsystems im frühen Kindesalter zurückzuführen. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Weniger Unterbringung in Kindertagesstätten, weniger Tierkontakte, „übertriebene“ Hygiene, d.h. weniger Kontakt mit „Schmutz“ d.h. schädlichen Mikroorganismen sowie die schrumpfende Biodiversität (Ökosysteme).
Gemäß dieser „Hygiene-Hypothese“ könnten sich Impfungen unterschiedlich auswirken: Auf der einen Seite werden durch „Impfen“ die auslösenden Erreger als wichtige Einflussfaktoren ausgeschaltet, gleichzeitig können die, in der Impfung enthaltenen Antigene das kindliche Immunsystem jedoch „auch positiv stimulieren“.
Im Großteil der ausgewerteten Studien zeigte sich, wie beschrieben, dass Impfungen keinerlei Auswirkungen auf die Krankheitshäufigkeit z.B. allergischer Erkrankungen hatten.
In einer niederländischen Studie konnte sogar eine „Risiko-Reduktion“ für allergische Erkrankungen nach der Pertussis-Impfung festgestellt werden. Gleiches gilt für die Masern-Mumps-Röteln (MMR) – Impfung: Auch hier konnte in Summe keinerlei Zusammenhang mit dem Auftreten allergischer Erkrankungen festgestellt werden. QUELLE: (https://www.coliquio.de/wissen/Aktuelle-STIKO-100/impfen-und-allergien-100)


„Ein weiteres Argument von Impfskeptikern ist, dass der Staat kein Recht hat, die persönliche Freiheit seiner Bürger einzuschränken“ . Diese Begründung empfindet der Immunologe Prof Dr. Stadler als besonders ärgerlich. Er plädiert ganz klar dafür, sich und seine Kinder ganz klar impfen zu lassen. Denn: „Man impft sich nicht, um sich selbst zu schützen, sondern zusätzlich auch um solidarisch zu sein. Kein Mensch hätte das Recht dazu, einen anderen Menschen gefährdend anzustecken und ihm damit zu schaden“ , sagt der Immunologe. Das sei einer der wenigen Momente, in denen die Freiheit des Einzelnen auf jeden Fall aufhöre. (Quelle-Fokus): Beda Martin Stadler (* 21. Juni 1950 in Visp, Schweiz) ist ein Schweizer Biologe sowie emeritierter Professor und ehemaliger Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern).

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ – Zen Weisheit.


ÜBER RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN FRAGEN SIE IHREN ARZT ODER IHRE ÄRZTIN: auch Ihr Apotheker kennt sich meist aus…

NEWSDie „GroKo“ macht jetzt Ernst: „Apotheker“ sollen nun ab 2020 auch Grippeimpfungen durchführen dürfen (vielleicht weil hier das „Weißkittel-Syndrom“ fehlt?) : In Deutschland lassen sich – wie bekannt – bei Weitem nicht alle Menschen gegen die Grippe impfen, denen dieser Schutz dringend empfohlen wird. Die Große Koalition will nun „im Rahmen von regionalen Modellprojekten“ ermöglichen, dass Apotheker diese Impfung verabreichen dürfen. Ärzte sind davon natürlich wenig begeistert! „Die Koalition ebnet gerade den Weg fürs Impfen in der Apotheke“ . Das kürzlich beschlossene Masernschutzgesetz erlaubt es Apothekern, Gruppen von Apothekern oder den Landesapotheker-Verbänden, mit Krankenkassen entsprechende Verträge über Modellvorhaben zu vereinbaren.

Während Grippeschutzimpfungen in Apotheken hierzulande immer noch hoch umstritten sind, läuft die Immunisierung gegen Influenza in den „Apotheken anderenorts in Europa“ wie geschmiert. Insbesondere aktuelle Zahlen aus der „Schweiz“ belegen das. Weitere „Paradebeispiele“ sind „Frankreich“ und „Großbritannien“.… (Quelle: Spiegel Online.de – gelesen bei „XING – News“)


Alle anderen Impfungen sind auch für uns „Erwachsene“ sehr wichtig:
Wir können froh sein, dass wir geimpft viele Erkrankungen nicht mehr erleben müssen. Kinderkrankheiten sind keine Harmlosigkeit, auch wenn der Name es suggeriert. Bei vielen Krankheiten muss jedoch – um einen ausreichenden Schutz zu erlangen – dringend eine „Auffrischimpfung“ im Erwachsenenalter erfolgen, daher ist die Dokumentation im Impfpass so wichtig und die Kontrolle (evtl. durch den Hausarzt) des eigenen Impfheftes.


SCHON VERGESSEN? Vor hundert Jahren – also 1918 (1.Weltkrieg) – fegte eine Grippeepidemie (Spanische Grippe) als tödliche Seuche wie ein Orkan um unsere Erde. Bis heute lässt sich die Zahl der Todesopfer nur grob schätzen, wahrscheinlich waren es über 50 Millionen!

AUCH vergessen? Die echte „Grippe“ grassierte bei uns erst vor Kurzem zuletzt „im Winter 2017/18“ besonders heftig. „Mindestens 25.100 Menschen sind nachweislich an dieser Grippe-Infektion allein in Deutschland gestorben! erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler. Das alles ist ja noch gar nicht so lange her, aber schon ist es – nur zwei Jahre später – wieder völlig aus dem Gedächtnis vieler Menschen verschwunden.


ZUR ERINNERUNG: Meist, wenn der Winter zu Ende geht, geht es mit der echten Grippe erst richtig los: Besser früh im Spätherbst impfen, bevor bei einer Pandemie evtl. der Impfstoff knapp wird. Die Entwicklung und Produktion neuer Impfstoffe dauert immer sehr lange. Die Viren sind leider viel schneller.

WAS IST EIGENTLICH DER UNTERSCHIED?

  • EPIDEMIE, auch Seuche genannt, ist das vermehrte Auftreten von Krankheitsfällen einheitlicher Ursache innerhalb einer menschlichen Population, solange es zeitlich und örtlich begrenzt bleibt, und entspricht damit einem großen Ausbruch einer Krankheit. Etwa alle zwei bis drei Jahre treten lokal begrenzte Infektionswellen (Epidemien) auf.
  • PANDEMIE: Unter einer „Pandemie“ versteht man eine „globale“ Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen. (Wikipedia).
    Die letzte sehr schwere Grippe-„Pandemie“ war 2009 mit der sogenannten Schweine-Grippe: Ein äußerst gefährlicher Virus vom Typ H1 N1 ähnlicher Typ wie bei der Spanischen Grippe damals. Nur ein paar kleine molekulare Unterschiede – und doch eine ganz andere äußerst gefährliche und potente Wirkung. Jüngste Schätzungen sprechen von etwa 200.000 Todesfällen vor 10 Jahren.
  • Gar nicht so lange her…und alles schon vergessen? Ein wirkliches Phänomen…ist unser schlechtes Erinnerungsvermögen…

    „Diese Zahl sollte schon doch auch allen Impfskeptikern zu denken geben“, erklärte kürzlich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
    Gemeinsame Erklärung von „Europäischen Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten“ (ECDC) und dem WHO-Regionalbüro für Europa: Eine „niedrige Akzeptanz“ der saisonalen Grippeimpfung in der Europäischen Region kann den Schutz der „gesamten“ Bevölkerung während einer nächsten möglichen „Pandemie“ absolut gefährden!
    Es gibt übrigens ein sehr genaues Register: Alle Todesfälle mit Influenza-Infektion werden umgehend an das RKI im elektronischen Übermittlungssystem „SurvNet“ übermittelt und angegeben, dass die Person an der Influenzaerkrankung erkrankt bzw. an deren Folgen verstorben ist.

Als Erwachsener („ohne“die erforderlichen Auffrisch-Impfungen!) kann man übrigens ebenfalls „erneut immer wieder an Tetanus, Masern oder Keuchhusten erkranken„. Jeder Erwachsene, der nach 1971 geboren wurde und z.B. nur eine „Masern-Impfung“ im Impf-Ausweis stehen hat, sollte sogleich beim Hausarzt seinen Impfpass dringend nachsehen lassen und – wie oben schon erwähnt – die fehlende „zweite“ Masern- u.a. Impfungen unbedingt bei seinem Arzt nachholen bzw. „auffrischen“ lassen. Das wieder erstarkte Immunsystem wird es uns danken.
Auch Keuchhusten oder Influenza im Erwachsenenalter zu erleiden, ist wirklich kein Spaß, sondern bitterer Ernst.


„Vielen Menschen fehlt leider einfach das grundlegende Bewusstsein dafür“, sagt Kinderarzt Hübner (Prof. Dr. med. Johannes Hübner: Stellv. Klinikdirektor, Abteilungsleiter Infektiologie, FA Kinder- und Jugendmedizin, FA Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, Universitäts-Klinikum, München): „Fährt jemand Auto, ohne sich anzuschnallen, ist das sein Problem.
Lässt sich jedoch jemand nicht z.B. gegen Masern impfen, bringt er aber auch all jene in Gefahr, die sich nicht impfen lassen können: „Neugeborene“, „Schwangere“ oder „Menschen, deren Immunsystem nach einer Organtransplantation oder Krebserkrankung“ geschwächt ist. Dieser Mensch ist praktisch ein wandelnder „Todes-Engel“ .
Sie alle sind nur dann vor einer Krankheit gefeit, wenn die Menschen in ihrer Umgebung geimpft sind und den Erreger daher nicht weitergeben können“ .
„HERDEN-IMMUNITÄT“ nennt man das merkwürdigerweise medizinisch…


FAZIT: „Durch Impfungen hätten in den letzten zehn Jahren Hunderttausende Leben gerettet werden können. Dennoch gibt es in Deutschland noch keine Impfpflicht – Frankreich ist da schon wesentlich weiter“ . Das wird sich in Zukunft wohl doch auch bei uns hoffentlich ändern.


„Gesundheit ist nicht alles,
aber ohne Gesundheit ist alles nichts“
.
Zitat: Arthur Schopenhauer (1788-1860) war ein deutscher Philosoph. Er sah sich selbst als Schüler von Immanuel Kant, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffasste.

Die echte Grippe kann immer noch – nicht nur für ältere Menschen – sondern für jeden Menschen in jedem Lebensalter wirklich lebensgefährlich sein.


M E M O : Also – möglichst gleich den Impfausweis schnappen, zum Hausarzt gehen, diesen überprüfen lassen und sich ggffls. (nach-) impfen lassen! Eine „Auffrischimpfung“ reaktiviert die Gedächtniszellen und löst eine erneute Immunantwort aus. Die Zahl der Antikörper steigt, und die Immunabwehr kann wieder besser reagieren.

In diesem Sinne…nehmt vieles in meinen Blogs mit Humor…, denn gute Laune sollte das Einzige sein, mit dem ich Euch heute hier anstecken möchte … 😉


Fakt ist: Impfen ist sicher, solidarisch und sinnvoll. Hierzu wird auch weiter ganz am Blog-Ende in einem Artikel zum Thema vom Arzt Dr. „Ekkehard von Hirschhausen“ Interessantes berichtet.

UND bleibt vor allem alle gesund!
Das wünscht allen meinen Blog-Lesern jetzt im NEUEN JAHR 2020 von ganzem Herzen
Ulla G.


NEWS: Aktueller interessanter Nachtrag der Zeitung „WELT-AM-SONNTAG“ (WAMS):

WAMS-Bericht (17.11.19): „…Darf man Menschen eigentlich zu Gesundheit zwingen“? Kurzer Textauszug aus der Welt am Sonntag (Nr.46) von den Autoren: „Hendryk Broder und Kathrin Spoerr“:

Kathrin Spoerr (* 1965) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin: …“Wir bekommen nun eine Impfpflicht „light“, es ist eher ein „Komfort-Beschränkungsgesetz“ für trittbrettfahrende Impfgegner. Jedem bleibt es nämlich weiter frei seine Kinder oder sich impfen zu lassen: Er verliert lediglich das Recht auf Zugang zu den Gemeinschafts-Einrichtungen wie z.B. Kindergärten, in denen „bisher jeder, der an Masern erkrankt war“, frei war, ein Todesengel für andere zu werden.

Meist problemlos fanden daher Impfgegner-Eltern für die Kids z.B. in Waldorfkindergärten einen Platz. Die Zeiten sind nun vorbei. Mit der starken Einwanderungswelle kamen die Masern zurück nach Deutschland und die Waldorfkindergärten (mit hohen Quoten von Ungeimpften) verloren den Komfort des Trittbrettfahrens. Sie wurden zu Orten, von denen „Masernepidemien“ ausgingen. Wer sein Kind nicht impfen lassen will, der wird auch zukünftig nicht dazu gezwungen. Sie riskieren lediglich einen Kindergartenplatz, schlimmstenfalls ein Bußgeld. Ja, das neue Gesetz beschränkt die Freiheit, „nämlich die Freiheit anderen zu schaden“. Niemand aber nimmt ihnen die Freiheit sich selbst, beziehungsweise die eigenen Kinder in tödliche Gefahr zu bringen. Das sollte ihnen genügen.“


Henryk M. Broder (*1946) ist ein deutscher Publizist und Buchautor meinte hierzu unter Anderem:….“Viele der Impfgegner hängen obskuren Verschwörungs-Theorien an oder meinen, man sollte der Natur einfach freien Lauf lassen. Sie werde es schon richten. Es sind auch Anhänger von „Samuel Hahnemann“ darunter, des Erfinders der Homöopathie, die glauben, auch schwere Krankheiten mit „Globuli“ heilen zu können. Das hat schon so manchen das Leben gekostet…“


NEWS: Impfgegner“ stehen nun aktuell direkt auf der WHO-Liste mit an erster Stelle mit den „zehn“ der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit weltweit“ .

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat nun vor kurzem eine Liste der zehn größten Gefahren für die globale Gesundheit aktuell veröffentlicht. Neben den Auswirkungen von Umweltzerstörung und Klimawandel oder multiresistenten „Killerkeimen“ wurden erstmals „IMPFGEGNER“ zur internationalen Bedrohung für uns und unsere Welt erklärt.

Die Einschätzungen der WHO zur globalen Gesundheit sind derzeit teils extrem alarmierend.

QUELLEN:
„Blog-Gesamt-Text“ – © 2019 DocCheck Community GmbH
und PEI = Paul-Ehrlich-Institut. https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/bundesgesundheitsblatt/2009/2009-sicherheit-impfstoffe.pdf?__blob=publicationFile&v=3


Kein Schnupfen ist so schlimm wie der eigene.
(Deutsches Sprichwort)

„Wer sich nicht impfen lässt, ist ein asozialer Trittbrettfahrer“

27.04.2018 | Von Eckart von Hirschhausen.
Wer diesen Artikel von Eckart von Hirschhausen ganz lesen möchte, für den ist hier die Quellenangabe: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article175833877/Eckart-von-Hirschhausen-Wer-sich-nicht-impfen-laesst-ist-ein-asozialer-Trittbrettfahrer.html
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BLOG-Nachtrag in eigner Sache – P.S.: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch` bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.
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„Grippe-Blog“ veröffentlich im Oktober/November 2019