GERICHTE MIT GESCHICHTE:

Da das „Ei“ zum Huhn gehört, gibt es auch unendlich viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat für feine Vorspeisen: Mein derzeitiges Lieblings-Rezept, dass auch unbedingt „Party“ – tauglich ist:
Rote bzw. pinkfarbende gefüllte Eier…diese passen natürlich als „Ei-Catcher“ perfekt auf jedes Party-Buffet—und sind – wie bei uns zuhause – als Amuse Gueule (Vorspeise), als köstliche „Happen“ für Gäste der Renner…

Hier wird in dem Rezept das Gelbe vom Ei, nämlich der „Eidotter“ mit weichen Avocados „verarbeitet“ und diese Crème-Füllung mit einer Spritzbeutel-Tülle sanft als „Sternchen“ in seine urprüngliche, heimatliche Mulde transportiert…Nicht nur ein Augenschmaus! Dazu jedoch später ausführlicher mit feinem Rezept und genauer Anleitung…

WIR BRAUCHEN ALSO DAS EI … also viele Eier… und zwar vor allem auch das Gelbe vom Ei!


„Das Gelbe vom Ei?“
Diese sprichwörtliche Aussage meint wohl eigentlich: „Etwas ist absolut noch nicht so perfekt, so wie es eigentlich sein sollte…da fehlt doch noch etwas … ?“ Dann ist das Ding wohl doch noch nicht „das Gelbe vom Ei“ … sagt man … Und wenn alles dann endlich gelingt..dann ist es auch wunderbar und endlich doch „das Gelbe vom Ei“ … einfach das Beste … das Aller-, Allerbeste!
Ob Spiegelei oder Frühstücks-Ei: Der wachsweiche Eidotter, also „das Gelbe vom Ei“, ist ja doch einfach der absolut leckerste, d. h. der beste Teil vom ganzen Ei…hier muss also alles stimmen…

Das Ei und Ich? Ei like it … 😉
Ei-jei-jei…


Zunächst die Frage aller Fragen: Was war eigentlich zuerst da? Eine ebenso alte wie scheinbar doch recht knifflige Frage:
DIE HENNE ODER DAS EI? 

„Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist.“ Zitat: Abraham Lincoln (1809-1865) war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Diese Redensart: „Wer war zuerst da…die Henne oder das Ei?“ bezeichnet eine eigentlich kaum zu beantwortende Frage nach dem ursprünglichen Auslöser einer Kausalkette, deren Ereignisse wechselseitig mal Ursache und mal Wirkung darstellen.
Das gute alte Hühner-Ei… „Das erste Ei sei wohl doch sicher ein Hühnerei gewesen, weil es ein Huhn in sich trug,“… führte der Wissenschaftsphilosoph und Professor David Papineau (*1947) vom renommierten Londoner King’s College aus. Na…der Philosoph kannte sich wohl aus..Wirklich?
So heißt es auch bei „Plutarch“ : „Wenn es einen ersten Menschen gegeben hat, dann müsste er ohne Vater oder Mutter geboren worden sein, – was der Natur völlig zuwiderläuft, denn es könnte gar kein erstes Ei gegeben haben, um Vögel zu gebären,.. Oder es hätte einen ersten Vogel geben müssen, der Eiern den Anfang gab; denn der Vogel kommt doch aus einem Ei.“
Ei…Verflixt…

DAS EI: Wer war also nun doch zuerst da? Diese Frage wurde – wie oben erwähnt – schon in der Antike von „Plutarch“ (*um 350; † um 432) gestellt. Er war ein bekannter spätantiker griechischer Philosoph der neuplatonischen Richtung. Er verfasste zahlreiche biographische und philosophische Schriften und widmete dem Ei ein ganzes Kapitel in seinen Tischgesprächen: In den „Saturnalia des Macrobius“ wird diese Frage ausführlich behandelt. (Wikipedia)
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Sogar Goethe hat sich damit beschäftigt (Balladen-Theorie, Metapher des Ur-Eis etc. )...
(Nachzulesen bei ww.grin.com > document). Doch viele „Evolutionsforscher“ hätten diese Frage aller Fragen angeblich schon geklärt: Es sei wohl doch letztendlich das Ei als Erstes da gewesen …  Dass sich die Vögel einst aus Dinosauriern entwickelten, ist schon länger bekannt. Hühner gehören ja zu den Vögeln – und Vögel gibt es auf der Erde erst seit etwa rund 160 Millionen Jahren.
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>>> EIER sind aber doch schon von Riesenlibellen vor 300 Millionen Jahren gelegt worden! <<< Ei-jei-jei.. Was stimmt nun?
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Philosophen und Theologen glauben allerdings wohl schon lange gemeinsam, dass ganz am Anfang weder Huhn noch Ei, sondern Gottes Plan stand. Die „Evolutionsbiologie“ muss aber gar nicht im Widerspruch mit der göttlichen Schöpfungsgeschichte stehen, sagt Johannes Hübner.


„Vielleicht hat Gott sein Konzept einfach nur erdacht, alle Naturgegebenheiten geschaffen und all den Dingen mit dem Urknall einfach seinen Lauf gelassen.“ meinte Prof. Johannes Hübner, Philosoph (Professor für Theoretische Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.).


Nehmen wir nun einmal an, das Ei war zuerst da...

Unsere Hühner sind ja doch ein Ergebnis der Evolution. Durch Mischung und Mutation der elterlichen Gene im Ei entwickelte sich dann ganz allmählich eine neue „Spezies“ mit völlig neuen Merkmalen. Hieraus entstand dann gaanz allmählich eine Vogelart, welche „die Erste“ ihrer Art war und fortan als „Huhn“ bezeichnet wurde. Das heißt also: „Das Ei war anscheinend wirklich zuerst da“.
Laut „Diethardt Tautz* ist somit die Frage für „Evolutionswissenschaftler“ beantwortet, aber die Philosophen könnten sich gerne weiter bis in alle Ewigkeit darüber streiten. Und das tun sie natürlich … unentwegt …
(Prof. Diethard Tautz* (*1957) ist ein deutscher Biologe, Molekulargenetiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.)


😉 … Ei like you … 😉

Die Sache mit dem Ei ist also wirklich eine runde Sache – naja, fast rund zumindest…

In diesem Fall hat Gott also die Evolution als Teilkonzept in die Schöpfung miteingebaut. Wie wir es also drehen und wenden, das Ei war und ist seit ewigen Zeiten DIE Fortpflanzungsmethode Nummer EINS: Sowohl bei Fischen, Amphibien, Reptilien, Dinosauriern und Vögeln hat es sich schon seit Urzeiten bewährt.
>>Und auch beim Menschen ist eine befruchtete Eizelle die Quelle neuen Lebens<<


DAS REZEPT:

Eier aus dem Rote-Bete-Sud mit Avocadocrème

Eine rosarote Brille braucht man für diese farblich und auch geschmacklich perfekt abgestimmten Rote Bete-Eier bestimmt nicht, sie sind ein Highlight auf jedem Vorspeisenteller oder Buffet. Und der Vorteil: Alles lässt sich schon tagszuvor vorbereiten…


Zutaten

Für sechs ROTE BETE EIER:
Man nehme: Sechs XXL-Eier, hart gekocht…(es lohnt sich große Eier zu nehmen, auf den Fotos sind kleine Eier zu sehen, es ist wesentlich mehr Arbeit diese arg kleinen Mulden zu füllen…)
Dann braucht man noch 1 Knolle Rote Bete, groß, roh oder 2 kleine „Knöllchen“ 😉
Für den ROTE-BETE-SUD: 650 ml Wasser, 250 ml Weißweinessig, mild, ½ TL Salz, 1 TL Zucker, und eine Gewürznelke, ein halbes Lorbeerblatt und einige Pfefferkörner bitte im Sud mitkochen.


1. Zubereitung der Eier-Färbung:
Rote Bete-Knolle waschen, schälen, in Stücke schneiden. Beim Kochen wird der Rote-Bete-Sud schon von ganz alleine immer rot. Für die Würze: Die Knolle mit der Wasser-Essig-Mischung (SUD), Zucker und Salz aufkochen lassen, zwanzig Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen, danach abkühlen lassen und durch ein Sieb in einen separaten Topf gießen. Die Knolle auf dem Sieb gut abtropfen und erkalten lassen. Den Sud aufheben.

2. Die hartgekochten Eier vorsichtig „pellen“, mit dem noch warmen Rote-Bete-Sud komplett begießen, (Achtung: diese müssen vollständig von dem Sud bedeckt sein, sonst gibt es „Flecken“)… Je nach gewünschter Farbintensität die Eier mindestens eine Stunde (für dunkelrot über Nacht) marinieren.

TIPP: Das Einlegen der Eier kann man schon ruhig ein paar Tage zuvor erledigen und gut abgetropft, abgetrocknet – kühl (mit Folie bedeckt) aufbewahren.

3. Später dann – am Tag* der Zubereitung – die roten Eier mit Küchenpapier nochmals sorgsam vollständig trocken tupfen, mit einem sehr scharfen Messer längs vorsichtig halbieren. Das Eigelb mit einem kl. Löffel aus jedem Ei herausheben. Die Eigelbe in ein Schüsselchen geben und schon einmal mit einer Gabel fein zerdrücken, gut abgedeckt kühl stellen.
(*Auch diesen Schritt könnte man tagszuvor schon erledigen…)

Meine Über-Nacht-Eier sind komplett schön rot geworden.

Zutaten für die Füllung: Zwei reife Avocados, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Zucker, 100 g Schmand, 100 g Frischkäse.

Fertigstellung

1.) Zubereitung der Avocado-Ei-Füllung: Die Avocados schälen, Stein entfernen, Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch der Avocado mit einer Gabel schön fein zerdrücken und mit (wenig!) Limettensaft beträufeln. Die geschmeidige Avocadocreme – mit Schmand und Frischkäse vermischen – zu den ebenfalls schön weich zerdrückten Eigelben geben und nochmals alles fein und innig „cremig“ vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Limettensaft „kräftig“ abschmecken. TIPP: Nicht zuviel Limettensaft nehmen. sonst wird die Füllung zu weich! Die Rote-Bete-Knolle akkurat gleichmäßig in feine, kleine Würfel schneiden, für die Deko beiseite stellen.

2) Die Eigelb-Avocado-Füllung in einen Spritzbeutel geben (das geht zur Not auch ohne, z.B. mit 2 Teelöffelchen): Die Mulden der Eihälften vorsichtig (und sauber!) mit der Avocadocrème füllen, mit ein paar Kresseblättchen und feinen Rote Bete-Würfelchen drumherum garnieren, evtl. Avocadospalten dazu reichen. Et VOILÀ …es kann serviert werden 😉

Dieser letzte Schritt der Zubereitung sollte zeitnah vor dem Servieren durchgeführt werden, Die Prachtückche können aber auch gut gekühlt ein paar Stündchen (mit Folie) zugedeckt – ruhen.
Da fällt mir ein: Man könnte vorher evtl. auch etwas aufgelöste „Gelatine“ zur Eigelb-Avocado-Mischung geben…damit die Crème – falls sie länger auf einem Buffet etc. stehen sollte – nicht zusammenfällt.


Für die Garnitur: Ein paar Kresseblättchen, einige Würfelchen Rote Bete, schmale Spalten von der Avocado zur Dekoration.


ZEIT-SPAREN:
Kürzlich habe ich bei dieser Vorspeise die Rote-Bete-Zubereitung variiert:
So habe ich ein großes Glas fertig eingelegte „Rote-Bete-Kugeln“ aus dem Handel genommen und den (von mir leicht erwärmten) Sud davon benutzt, um die gekochten Eier (6 kleine Eier) einzulegen. Das geht auch sehr gut. Der Sud ist bereits schön würzig und die Eier werden sehr schön rot…So kann man Zeit sparen. Achtung: Die Flüssigkeitsmenge sollte dann aber alle Eier wirklich gut bedecken…sonst gibts unschöne „Flecken“ auf der Ei-Oberfläche…

Ein paar der kleinen Rote-Bete-Kugeln aus dem Glas später in kleine hübsche Würfel schneiden und als Deko für die Eierhälften verwenden. Den Rest des Rote Bete-Suds zurück ins Glas zu den vielleicht noch übrig gebliebenen Rote-Bete-Kugeln schütten und fest verschließen… hält sich im Kühlschrank ein paar Tage…

P.S:. Es müssen natürlich keine Rote-Bete „Kugeln“ sein…Hauptsache, es ist genug Würz-Flüssigkeit im großen Glas, um auch alle Eier wirklich komplett zu bedecken. Ansonsten kann man die o.a. Rezeptur der Wasser-Essig-Mischung (SUD) noch mit dazu nehmen und passend auffüllen. Ei-jei-jei-je-jei…..sagte meine Oma früher immer, wenns nicht schnell genug ging. 😉


DIE VORSPEISE …

EIN KÖSTLICHES SOMMER-TERRASSEN-HIGHLIGHT


Sehr lecker sind auch Soleier mit Rote Bete:
Tipp – Für eine Blitzversion: 300 ml Rote-Bete-Saft, 1 TL Salz, 1 TL Zucker und 1 EL Essig verrühren. Hart gekochte und geschälte Eier in den Sud ein paar Stunden einlegen.

Mehr Rezepte von „ars_vivendi“ oder „sparkling_cherry“ oder „Küchengötter.de“ oder „frag-mutti.de“ – und andere…diese Rote- Bete-Eier-Rezepte sind wärmstens zu empfehlen.


Ei-jei-jei-je-jei… 😉

HISTORIE…REDEWENDUNGEN:

Das Ei des Kolumbus – zum Beispiel – was war das eigentlich noch?

Es ist einfach eine Redensart, die eine verblüffend einfache Lösung für ein schier unlösbar scheinendes Problem beschreibt.

Als der Italiener Christoph Kolumbus, der angebliche Entdecker Amerikas, dann doch endlich wieder zurück in Spanien war. soll ihm während eines Fest-Essens bei Kardinal Mendoza von einigene Neidern vorgehalten worden sein, dass es doch ein Leichtes gewesen sei, diese „Neue Welt“ zu entdecken… das hätte ja jeder vollbringen können. Christoph Kolumbus gab den Anwesenden daraufhin die Aufgabe: Nämlich ein gekochtes Ei auf der Spitze aufzustellen. Es wurde viel herumprobiert, aber niemand schaffte es. Schließlich sind alle davon überzeugt, dass es sich um eine schier unlösbare Aufgabe handele. Jetzt solle doch Kolumbus diese Aufgabe selber lösen.
Und: Er schlägt das Ei mit der Spitze leicht auf den Tisch, so dass es, leicht eingedrückt, stehen blieb. Alle schimpften und protestieren lautstark, so hätten sie es auch gekonnt. Daraufhin soll Kolumbus gesagt haben:

„Meine Herren, wenn man weiß, wie es geht, ist alles ganz einfach. Der Unterschied ist, dass Sie es „hätten“ tun können, ICH hingegen habe es getan… “


„Zwischen Können und Tun liegt ein großes Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.“ Zitat: Marie von Ebner Eschenbach (1830–1916) war eine bekannte österreichische Schriftstellerin.

DAS WAR DAS EI DES KOLUMBUS

KURZE HISTORIE … wer war er und was passierte danach?
Wer war eigentlich dieser Christoph Kolumbus (1451-1506)? Er war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der ein bisher unbekanntes Land entdeckte, als er eine Insel der heutigen Bahamas erreichte. Und es begab sich im Jahre 1493: Christoph Kolumbus wollte eigentlich auf dem westlichen Seeweg nach „Ostasien“ gelangen. Dort kam er jedoch nie an.

Die „Entdeckung Amerikas“ am 12. Oktober 1492 war ein reiner Zufall – und ein ganz großes Missverständnis: Kolumbus ging sein Leben lang davon aus, dass er einen Weg zum „chinesischen“ Festland gefunden hatte. Die Entdeckung Amerikas basierte auf einem Rechenfehler …. Auf seinen letzten vier Reisen verlor Kolumbus insgesamt neun Schiffe. Nicht zuletzt dieser Umstand sorgte dafür, dass Kolumbus seinen Mythos als Held und Eroberer einbüßte. Die letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen und von der Öffentlichkeit völlig unbeachtet.
Alles, was man heute über ihn weiß, beruht ausschließlich auf Überlieferungen. Selbst sein Geburtsjahr lässt sich nur schätzen. Wahrscheinlich kam Cristoforo Colombo – so sein italienischer Name – im Jahre 1451 in Genua zur Welt – ironischerweise im selben Jahr wie der Seefahrer „Amerigo“ Vespucci, nach dem später Amerika benannt wurde.
Amerigo Vespucci (1451-1512) war ein Kaufmann, Seefahrer und Entdecker. Während seiner Fahrten erforschte er auch weite Teile der Ostküste Südamerikas. (Wikipedia)

Vasco da Gama erfüllte dann fünf Jahre später die Aufgabe von Christoph Kolumbus. Er fand den Seeweg nach Asien schließlich im Jahre1498 – auf einer Südroute um Afrika herum.
Übrigens ist überliefert, dass bereits die Wikinger schon Im Jahre 1000 n.Chr. an den Küsten Kanadas gestrandet waren…so gab es in Nordamerika damals schon Wikinger-Siedlungen.

Nachbildung des originalen Cristoph-Kolumbus-Schiffes

DIE „EI“-ANEKDOTE:

Die Verbindung mit Kolumbus geht auch auf „Girolamo Benzoni“ (* um 1519 – † nach 1572) zurück. Dieser war ein italienischer Reisender und Historiker aus der Renaissance, der diese „Ei“-Anekdote in seiner Schrift über die „echte“ Geschichte der Neuen Welt (Historia del mondo nuovo, Venedig 1565) in der Kolumbus-Version erzählte, dabei aber einräumte, dass er die Sache nur vom Hörensagen kannte. Er gilt als Überlieferer der berühmten Geschichte um das Ei des Kolumbus.
In Südamerika ist eine ganz andere Version verbreitet, nach der Kolumbus das Ei nicht eingedrückt, sondern in aufgehäuftes Salz gestellt hat.
Laut einem Zeitungsartikel in der Zeitschrift “Der Islam” (1910 gegründet), der im Jahre 1922 erschien, sehen die deutschen Herausgeber den Ursprung des „Ei-Tricks“ im Orient. Die Herkunft des berühmten “Ei des Kolumbus” – Tricks ist also nicht eindeutig geklärt….im Gegensatz zur Entdeckung Amerikas 😉


„Einen Eiertanz aufführen?“

Diese Redewendung verdanken wir dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der eines Tages ein Mädchen sah, welches EIER in einem bestimmten Muster auf einen Teppich legte und mit verbundenen Augen zwischen ihnen umher tanzte. Sie berührte kein einziges Ei und das erstaunte Goethe so sehr, dass er das Gesehene aufschrieb. Da so viele Menschen seine Geschichte gelesen hatten, verbreitete sich so die Redewendung “einen Eiertanz aufführen” und findet Anwendung, wenn jemand sehr, sehr vorsichtig sein muss.

Da dieser Tanz äußerst diffizil und kompliziert ist, beschreibt die Redewendung auch Personen, die sehr umständlich sind.
Z.B.:…„Er will es allen recht machen und niemandem auf die Füße treten. Deshalb führt er diese Eiertänze auf. “ Bedeutung: Sich winden; extrem vorsichtig sein und klare Aussagen vermeiden; sich nicht festlegen wollen … (ZItat: Deutschlernerblog)


… und noch ein Gedicht:


Kolumbus auf großer Fahrt …

Als Kolumbus von seiner Amerikafahrt
nach Spanien heimkam mit Gold und mit Bart
und, hochgeehrt und umjubelt, schritt
durch die Hauptstadt des Landes, nämlich Madrid,
entdeckte er plötzlich da drüben rechts
eine hübsche Person femininen Geschlechts.
Bei ihrem Anblick – was war schon dabei –
entschlüpfte ihm was und zwar das Wort “Ei”…

Seitdem sind die Forscher sich darüber klar,
daß das das “Ei” des Kolumbus war!

Gedicht: Heinz Ehrhard (1909-1979) war ein bekannter deutscher Komiker, Musiker, Komponist, Unterhaltungskünstler, Kabarettist, Schauspieler und Dichter, einfach ein wunderbares „Allround-Genie“…


Wissenswertes…Das Beste zum Schluss…ein Loblied auf das Ei!


DAS EI – ein Glücks-Bringer und Küchen-Klassiker…

Für die Christen ist das Ei ein göttliches Symbol. Es steht für Auferstehung, ewiges Leben und Fruchtbarkeit. Das passt natürlich gut in die Osterzeit.
Das Ei soll sogar Glück und Wohlstand bringen: Im Frankreich des 17. Jahrhunderts glaubte man, eine Ehe könne nur glücklich und kinderreich sein, wenn die Braut vor Betreten ihres neuen Heimes ein Ei auf der Türschwelle zerschlug.


Die alten Römer… 
Bei uns entdeckte man das Ei erst, als die Römer – vor weit über 2000 Jahren – die ersten Hühner mit über die Alpen brachten. Dann aber begann das Ei auch hier seine steile Karriere:
Seit dem Jahre 1884 kannten unsere Vorfahren bereits rund 600 verschiedene Gerichte mit Ei. In seinem über 570 Seiten starken „Appetit-Lexikon“ schrieb Rudolf Habs im 19. Jahrundert ein Hohelied auf das Ei und schwärmte von den vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten. Sein Fazit: „Kurzum, das Ei ist zu allem fähig“.


Aber trotz Aberglauben und Frömmigkeit:

Wer den vollen Geschmack schätzt, braucht nun mal ein Ei von glücklichen Hühnern. Im Klartext heißt das: Es sollte möglichst aus Freiland- und Bodenhaltung stammen oder gleich von Bio-Bauern. Denn nur dann ist auch garantiert, dass das Federvieh mit Körnern und Grünzeug statt mit künstlichem Futter aufwächst.

Das aber ist nicht nur fürs Wohlbefinden der Hühner wichtig, es bestimmt eben auch den besonderen Geschmack. Und nicht nur das:

Ein Bio-Ei enthält im Vergleich auch mehr Vitamin E und Carotinoide, die der Körper in Vitamin A umwandelt. Dabei enthalten Eier auch noch andere wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Lecithin und Jod.
Braune Hühner legen braune Eier, weiße Hühner weiße – dieser „Mythos“ hält sich hartnäckig. Doch auch er ist so nicht richtig. Welches Huhn welche Eier legt, ist zwar genetisch bedingt, hat aber nichts mit dem Gefieder zu tun. Der Schlüssel liegt vielmehr genetisch in den Farbpigmenten, die in der Kalkschale der Eier eingelagert sind: Rote und gelbe Pigmente vermischt führen zu braun.


Ob weiß oder braun? Hartnäckig hält sich das Vorurteil, braune Eier seien gesünder und „bio“. Dabei sagt die Farbe der Schale überhaupt gar nichts über die Inhaltsstoffe aus – denn die bleiben immer gleich. Eier sind gesund, haben viel Vitamin D, B und K und  Mineralstoffe – das alles hat unser Körper zwingend nötig.

Das Ei und Ich? Ob gross … ob klein … Wir mögen uns …
Ei like it … Ei-jei-jei …


Blog-Artikel: „Gefüllte Eier…pretty in pink“ veröffentlicht am 10. August 2020