GERICHTE MIT GESCHICHTE:
Es gibt unendlich viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat für feine Vorspeisen: So präsentiere ich hier nun mein derzeitiges Lieblings-Rezept (dass auch unbedingt „Party-tauglich“ ist) mit roten bzw. pinkfarbenen gefüllten Eiern. Diese Prachtexemplare passen natürlich als „Ei-Catcher“ perfekt auf jedes Party-Buffet—und sind – wie bei uns zuhause – als Amuse Gueule (Vorspeise) – köstliche, beliebte Happen und für Gäste der Renner…

Hier wird in dem Rezept das Gelbe vom Ei, nämlich der „Eidotter“ mit weichen Avocados „verarbeitet“ und diese Crème-Füllung mit einer Spritzbeutel-Tülle sanft als „Sternchen“ in seine urprüngliche, heimatliche Mulde transportiert…Nicht nur ein Augenschmaus! Dazu jedoch später ausführlicher mit feinem Rezept und genauer Anleitung…


WIR BRAUCHEN ALSO DAS EI, also viele Eier… und zwar vor allem auch das Gelbe vom Ei!


„Das Gelbe vom Ei?“
Diese sprichwörtliche Aussage meint wohl eigentlich: „Etwas ist absolut noch nicht so perfekt, so wie es eigentlich sein sollte…da fehlt doch noch etwas … ?“ Dann ist das Ding wohl doch noch nicht „das Gelbe vom Ei“ … sagt man … Und wenn alles dann endlich gelingt..dann ist es auch wunderbar und endlich doch „das Gelbe vom Ei“ … einfach das Beste … das Aller-, Allerbeste!
Ob Spiegelei oder Frühstücks-Ei: Der wachsweiche Eidotter, also „das Gelbe vom Ei“, ist ja doch einfach der absolut leckerste, d. h. der beste Teil vom ganzen Ei…hier muss also alles stimmen…

Das Ei und Ich? Ei like it … 😉
Ei-jei-jei…


Da das Ei nun mal zum Huhn gehört: Zunächst die Frage aller Fragen: Was war eigentlich zuerst da? Eine ebenso alte wie scheinbar doch recht knifflige Frage:
DIE HENNE ODER DAS EI? 

„Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist.“ Zitat: Abraham Lincoln (1809-1865) war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.


In nur 21 Tagen entsteht aus einem befruchteten Hühnerei ein lebendiges Küken. Das Ei enthält alle Stoffe, die zur Entwicklung nötig sind, und wird von der Henne gepflegt…Die Henne legt über mehrere Tage hinweg Eier in ihr Nest und beginnt erst dann mit dem eigentlichen Brüten.


Diese Redensart: „Wer war zuerst da…die Henne oder das Ei?“ bezeichnet eine eigentlich kaum zu beantwortende Frage nach dem ursprünglichen Auslöser einer Kausalkette, deren Ereignisse wechselseitig mal Ursache und mal Wirkung darstellen.
Das gute alte Hühner-Ei… „Das erste Ei sei wohl doch sicher ein Hühnerei gewesen, weil es ein Huhn in sich trug,“… führte der Wissenschaftsphilosoph und Professor David Papineau (*1947) vom renommierten Londoner King’s College aus. Na…der Philosoph kennt sich wohl aus... – Wirklich?
So heißt es bei Plutarch : „Wenn es einen ersten Menschen gegeben hat, dann müsste er ohne Vater oder Mutter geboren worden sein,was der Natur völlig zuwiderläuft, denn es könnte ja gar kein erstes Ei gegeben haben, um Vögel zu gebären,.. Oder es hätte einen allerersten Vogel geben müssen, der Eiern den Anfang gab; denn der Vogel kommt doch aus einem Ei.“

Ei...Ei…Ei…Verflixt…

DAS EI: Wer war also nun doch zuerst da?

Sogar Goethe hatte sich schon früh mit dem Ei beschäftigt (Goethes Metapher des Ur-Ei`s und die Balladen-Theorie: Goethe bezeichnete Balladen als „Ur-Ei“ der Dichtung. Was meinte Goethe mit dem Ur-Ei der Dichtung? Goethe hat die Ballade das Ur-Ei der Literatur genannt, weil alle literarischen Gattungen – Epik, Lyrik und Drama – in ihr enthalten sind. (Nachzulesen bei www.grin.com > document).

Wer war zuerst da… Die Henne oder das EI…die Frage wurde schon in der Antike von „Plutarch“ (*um 350; /† um 432) gestellt. Diese kluge Mann war ein bekannter spätantiker griechischer Philosoph der neuplatonischen Richtung. Er verfasste zahlreiche biographische und philosophische Schriften und widmete dem Ei ein ganzes Kapitel in seinen berühmten Tischgesprächen: In den sog. „Saturnalia des Macrobius“ wird diese Frage ausführlich behandelt. (Wikipedia)


  • Gehen wir doch in der Geschichte der Menschheit ein paar tausend Jahre zurück.
  • So ungefähr bis ins Jahr 2500 vor Christus.
  • Aus dieser Zeit nämlich stammen die ältesten, gesicherten Nachweise darüber, dass Menschen Hühner bereits als Haustiere gehalten haben.
  • Das Bankiva-Huhn (auf Lateinisch „gallus gallus“) ist als eines dieser frühen Hühner bekannt. Es gilt als Urahn unserer heutigen Haushühner. Es ist die wildlebende Stammform des Haushuhns.
  • Von ihm stammt also unser heutiges Haushuhn (auf Lateinisch „gallus domesticus“) ab.
  • Auch das Bankiva-Huhn hatte schon Eier gelegt. (Anm.: Dies ist eine Hühnervogelart aus der Familie der Fasanenartigen. Es ist auch heute noch vor allem in Südostasien beheimatet). 
    ______________________________________________________________________________________________________
    WER WAR ALSO IN DER WELT ZUERST DA? Viele „Evolutionsforscher“ hätten diese Frage aller Fragen angeblich schon längst geklärt: Es sei wohl doch letztendlich das Ei als aller erstes da gewesen.
    Na Klar: ..Das Ei war doch schon VOR dem Huhn da, oder?
    __________________________________________________________________________________________________________
  • Dass sich die Vögel einst aus Dinosauriern entwickelten, sei schon länger bekannt.
  • Die Zeit der Dinosaurier beginnt aber erst mit dem Mesozoikum, dem Erdmittelalter, also vor etwa *245 Millionen Jahren.
  • Hühner gehören ja zu den Vögeln – aber Vögel gibt es auf der Erde wohl nachweislich aber „erst“ seit etwa rund 160 Millionen Jahren.
  • Also gehen wir doch noch etwas weiter zurück in die Vergangenheit – nämlich 135 Millionen Jahre: Das bringt uns mitten in der Kreidezeit. Und genau aus dieser Zeit hatte man kürzlich in China viele große und versteinerte Eier gefunden: Nämlich Eier, die nachweislich von Dinosauriern gelegt wurden – also vor etwa *245 Millionen Jahren… Das Ei war also schon VOR dem Huhn da…
    _______________________________________________________________________________________________________

    EIER sind aber auch schon nachweislich von Riesenlibellen vor über „300 Millionen Jahren“ gelegt worden…
    ________________________________________________________________________________________________________
  • Wer weiß, was Astrophysiker uns darüber noch alles berichten könnten… Unendliches Universum…Alle Galaxien im Universum fliegen voneinander weg – und zwar je schneller, umso weiter sie entfernt sind. Das Weltall dehnt sich heute also weiter aus und wird immer größer und größer.
  • Das bedeutet umgekehrt: In der Vergangenheit war das Weltall noch deutlich kleiner… fast winzig im Vergleich. Wenn man die Bewegung der Galaxien weit zurückverfolgt, treffen sich alle zu einem Zeitpunkt vor etwa 14 Milliarden Jahren...
  • Unvorstellbar für die meisten von uns Menschen… es sei denn, man ist Astrophysiker.


EI…JEI…JEI…Was stimmt denn nun?


Philosophen und Theologen glauben allerdings wohl schon lange gemeinsam, dass ganz am Anfang weder Huhn noch Ei, sondern Gottes Plan stand.Die „Evolutionsbiologie“ muss aber gar nicht im Widerspruch mit der göttlichen Schöpfungsgeschichte stehen“, sagte Johannes HübnerPhilosoph (Professor für Theoretische Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).


Das Ei kam vor dem Huhn, darin sind sich Evolutionswissenschaftler und Philosophen einig. Und nicht mal die Schöpfungsgeschichte schließt diese Theorie zwingend aus. Das Ei war also zuerst da. Denn der Vorfahre des Huhns hat sich nicht einfach im Laufe seines Lebens verändert und war plötzlich ein Huhn, erklärt der Biologe und Molekulargenetiker Diethard Tautz vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.


„Vielleicht hat Gott sein Konzept einfach nur erdacht, alle Naturgegebenheiten geschaffen und all den Dingen mit dem Urknall einfach seinen Lauf gelassen…“ meinte Prof. Johannes Hübner (Professor für Theoretische Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.).


Das Ei kam also vor dem Huhn, darin sind sich Evolutionswissenschaftler und Philosophen einig. Und nicht mal die Schöpfungsgeschichte schließt diese Theorie zwingend aus. Die Evolutionsbiologie muss aber gar nicht im Widerspruch mit der göttlichen Schöpfungsgeschichte stehen, sagt Johannes Hübner. Das Individuum als solches kann sich evolutionär nicht verändern, aber seine Nachkommen könnten verändert sein.


Nehmen wir nun einmal an, das Ei war zuerst da...

Unsere Hühner sind ja doch ein Ergebnis der Evolution. Durch Mischung und Mutation der elterlichen Gene im Ei entwickelte sich dann ganz allmählich eine ganz neue „Spezies“ mit völlig neuen Merkmalen. Hieraus entstand dann gaaanz allmählich eine Vogelart, welche „die absolut Erste“ ihrer Art war und fortan als „Huhn“ bezeichnet wurde. Das heißt also: „Das Ei war anscheinend wirklich zuerst da“.
Laut Diethard *Tautz ist somit die Frage für „Evolutionswissenschaftler“ hinreichend beantwortet, aber die Philosophen könnten sich gerne weiter bis in alle Ewigkeit darüber streiten. Und das tun sie natürlich unentwegt… mit wachsender Begeisterung...
Anm.:
Prof. Diethard *Tautz (*1957) ist ein deutscher Evolutions-Biologe, Molekulargenetiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (Schleswig-Holstein).


😉 … Ei like you … 😉


Die Sache mit dem Ei ist also wirklich eine runde Sache – naja, fast rund zumindest…

In diesem Fall hat Gott also die Evolution als Teilkonzept in die Schöpfung mit eingebaut. Wie wir es also drehen und wenden, das Ei war und ist seit ewigen Zeiten – nicht nur bei uns – DIE Fortpflanzungsmethode Nummer EINS: Sowohl bei Fischen, Amphibien, Reptilien, Dinosauriern und Vögeln hat es sich schon seit Urzeiten bewährt.

>>Und auch beim Menschen ist eine befruchtete Eizelle die Quelle neuen Lebens<<


Ei…ei…ei… nun gibt es doch zum Thema „Ei“ ein Anderes… nämlich ein kulinarisch – köstliches…


EIN REZEPT mit einer besonderen Überraschung –
nicht nur für Gäste und Feste: Es gibt rote Eier…

Eier aus dem Rote-Bete-Sud mit Avocadocrème

Eine rosarote Brille braucht man für diese farblich und auch geschmacklich perfekt abgestimmten Rote Bete-Eier bestimmt nicht, sie sind ein Highlight auf jedem Vorspeisenteller oder Buffet. Und der Vorteil: Alles lässt sich schon tags zuvor bestens vorbereiten…

RUBRIK: Schnell und leicht vorzubereiten:

Zutaten

Für sechs ROTE BETE EIER:
Man nehme: Sechs XXL-Eier, tags zuvor hart gekocht…(es lohnt sich große Eier zu nehmen, auf meinen Fotos sind kleine Eier zu sehen, es ist wesentlich mehr Arbeit diese arg kleinen Mulden zu füllen…)
Dann braucht man noch 1 große Knolle Rote Bete, roh oder 2 „Knöllchen“ 😉 – das wars eigentlich… na ja, für den Sud noch ein paar Gewürze.

__________________________________________________________________________________________________________
Für den ROTE-BETE-SUD: 650 ml Wasser, 250 ml Weißweinessig, mild, ½ TL Salz, 1 TL Zucker, und 1-2 Gewürznelken, ein Lorbeerblatt und einige Pfefferkörner bitte im Sud mit kochen.


1. Zubereitung der Eier-Färbung:
Rote Bete-Knolle waschen, schälen, in grobe Stücke schneiden.
Für die Würze: Die Knolle mit der Wasser-Essig-Mischung (SUD), Zucker und Salz aufkochen lassen, zwanzig Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen, danach abkühlen lassen und durch ein Sieb in einen separaten Topf gießen. Beim Kochen wird der Rote-Bete-Sud schon von ganz alleine immer dunkelrot. Die Knolle auf dem Sieb gut abtropfen und erkalten lassen. Den roten Sud in einem hohen Gefäß (Becher/Rührschüssel o.ä.) aufheben. Hier hinein kommen dann später die hartgekochten Eier zum Färben.

2. Die hartgekochten Eier vorsichtig „pellen“, mit dem noch warmen Rote-Bete-Sud komplett begießen, (Achtung: die Eier müssen absolut vollständig von dem Sud bedeckt sein, sonst gibt es „Flecken“). Je nach gewünschter Farbintensität die Eier mindestens 1-2 Stunden (für dunkelrot über Nacht) marinieren.

TIPP: Das Einlegen der Eier kann man schon ruhig ein paar Tage zuvor erledigen und gut abgetropft, mit Küchenkrepp abgetrocknet und schön kühl (mit Folie bedeckt) die Eier aufbewahren.

3. Später dann – am *Tag der Zubereitung – die roten Eier mit Küchenpapier nochmals sorgsam vollständig trocken tupfen, mit einem sehr scharfen Messer längs vorsichtig halbieren. Das Eigelb mit einem kl. Löffel aus jedem Ei sorgsam herausheben. Die Eigelbe in ein Schüsselchen geben und schon einmal mit einer Gabel fein zu „Mus“ zerdrücken. Gut abgedeckt kühl stellen. (*Auch diesen Schritt könnte man tags zuvor schon erledigen…)

Meine „Über-Nacht-Eier“ sind komplett schön rot geworden.


Zutaten für die Avocado-Füllung: Zwei reife Avocados, etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, 100 g Schmand, 100 g Frischkäse.

Fertigstellung

  • Frische Zubereitung der Avocado-Ei-Füllung: Die Avocados schälen, Stein entfernen, Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Das Fruchtfleisch der Avocado mit einer Gabel schön fein zerdrücken und mit etwas (wenig!) Limettensaft beträufeln.
  • Die geschmeidige Avocado-Creme – mit dem Schmand und dem Frischkäse vermischen – zu den ebenfalls schön weich zerdrückten Eigelben geben und zusammen nochmals alles fein und innig („cremig“) vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Limettensaft nochmals „kräftig“ abschmecken.
  • TIPP: Nicht zu viel Limettensaft nehmen, sonst wird die Füllung zu weich und zu sauer!
  • ROTE BETEDIE DEKO-WÜRFELCHEN: Die *Rote-Bete-Knolle akkurat gleichmäßig in feine, kleine, möglichst gleichgroße Würfel schneiden, für die Deko beiseite stellen. (*Auch diesen Schritt könnte man tags zuvor schon erledigen…)

DIE FÜLLUNG für die kl. Ei-Hälften:
Die feine Eigelb-Avocado-Füllung in einen Spritzbeutel (mit Spritztülle) geben (das geht zur Not auch ohne, z.B. mit 2 Teelöffelchen): Die Mulden der Eihälften vorsichtig (und sauber!) nicht zu üppig – mit der Avocado-Crème füllen, mit ein paar abgezupften Kresseblättchen und den feinen Rote Bete-Würfelchen drumherum garnieren, evtl. eine schöne, nicht zu dicke Avocado-Spalte dazu legen (siehe Foto).

Et VOILÀ …es kann serviert werden 😉

TPP: Der letzte Schritt der Zubereitung sollte zeitnah vor dem Servieren durchgeführt werden, Die Pracht-Stückchen können aber auch gut gekühlt ein paar Stündchen (unter einer „Haube“) zugedeckt – ruhen.

Da fällt mir ein: Man könnte vorher evtl. auch etwas aufgelöste „Gelatine“ (1-2 Blatt je nach Menge) zur Eigelb-Avocado-Mischung geben…damit die Crème – falls sie länger z.B. auf einem Buffet stehen sollte – nicht später zusammenfällt. Dann evtl. noch etwas nachwürzen.


Für die Garnitur: Ein paar gezupfte Kresse-Blättchen, einige Würfelchen Rote Bete, schmale Spalten von der Avocado zur Dekoration.


  • ZEIT-SPAREN:
    Kürzlich habe ich bei dieser Vorspeise die Rote-Bete-Zubereitung variiert: So habe ich ein großes Glas fertig eingelegte
    „Rote-Bete-Kugeln“ aus dem Handel genommen und den (von mir leicht erwärmten) Sud aus dem Glas davon benutzt, um die gekochten Eier (6 kleine Eier) – darin „einzulegen“… Vorteil: Der Sud ist schon gewürzt.
  • Das passt auch sehr gut: Der Sud ist bereits schön würzig und die Eier werden sehr schön rot...So kann man Zeit sparen.
  • Achtung: Die Flüssigkeitsmenge sollte dann aber alle Eier wirklich gut bedecken… sonst gibt es unschöne „Flecken“ auf der Ei-Oberfläche…
  • Ein paar der kleinen Rote-Bete-Kugeln aus dem Glas später in kleine hübsche Würfel schneiden und als Deko für die Eierhälften verwenden. Den Rest des Rote Bete-Suds zurück ins Glas (zu den vielleicht noch übrig gebliebenen Rote-Bete-Kugeln) schütten und das Glas fest verschließen… die Rote Bete hält sich so im Kühlschrank ein paar Tage…
  • P.S:. Es müssen natürlich keine (Rote-Bete) „Kugeln“ sein... Hauptsache, es ist genug rote Würz-Flüssigkeit im großen Glas, um auch alle Eier wirklich komplett damit zu bedecken. Ansonsten kann man die o.a. Rezeptur der Wasser-Essig-Mischung (SUD) noch mit dazu nehmen und passend das Rote-Bete-Glas weiter auffüllen.
  • Ei-jei-jei-je-jei…..sagte meine liebste Oma früher immer, wenns ihr nicht schnell genug ging. 😉

DIE VORSPEISE …

EIN KÖSTLICHES SOMMER-TERRASSEN-HIGHLIGHT


Sehr lecker sind auch „Soleier“ mit Rote Bete:
Tipp – Für eine Blitzversion: 300 ml Rote-Bete-Saft, 1 TL Salz, 1 TL Zucker und 1 EL Essig miteinander verrühren. Hart gekochte und geschälte Eier einfach in den Sud ein paar Stunden einlegen. Später kühl stellen…

Mehr Rote-Bete-Rezepte von „ars_vivendi“ oder „sparkling_cherry“ oder „Küchengötter.de“ oder „frag-mutti.de“ – und andere…diese dort aufgeführten Rote- Bete-Eier-Rezepte sind wärmstens zu empfehlen.


Ei-jei-jei-je-jei… 😉

HISTORIE…REDEWENDUNGEN…ANEKDOTEN:

Das Ei des Kolumbus – zum Beispiel – was war das eigentlich noch?

Es ist einfach eine Redensart, die eine verblüffend einfache Lösung für ein schier unlösbar scheinendes Problem beschreibt.

Christoph Kolumbus (*1451-/+1506) war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der im Jahr 1492 Amerika entdeckte, als er eine Insel der Bahamas erreichte. Er wurde der erste Vizekönig der „Las Indias“ genannten Gebiete.

Als der Italiener Christoph Kolumbus (geb. in Genua), der angebliche Entdecker Amerikas, dann doch – nach seiner langen Seefahrt – endlich wieder zurück in Spanien war, soll ihm (während eines Fest-Essens bei Kardinal Mendoza) von einigen Neidern vorgehalten worden sein, dass es doch ein Leichtes gewesen sei, diese „Neue Welt“ zu entdecken… das hätte ja jeder mit einem guten Schiff vollbringen können.
Christoph Kolumbus soll damals den Anwesenden daraufhin folgende Aufgabe gegeben haben: Nämlich ein „gekochtes“ Ei auf der Spitze aufzustellen. Es wurde viel herumprobiert, aber niemand schaffte es. Schließlich sind alle davon überzeugt, dass es sich um eine schier unlösbare Aufgabe handele. Jetzt solle doch Kolumbus diese Aufgabe selber lösen.
Und: Er schlägt das Ei mit der Spitze leicht auf den Tisch, so dass es, leicht eingedrückt, stehen blieb. Alle schimpften und protestieren lautstark, so hätten sie es auch gekonnt. Daraufhin soll Kolumbus gesagt haben:
„Meine Herren, wenn man weiß, wie es geht, ist alles ganz einfach. Der Unterschied ist, dass Sie es „HÄTTEN“ tun können, ICH hingegen habe es getan… “


Christoph Kolumbus  war also bisher als DER „Entdecker“ Amerikas (anno 1492) bekannt gewesen. Eigentlich muss man aber von „Wiederentdecker“ sprechen, denn vor Kolumbus waren schon unter anderem als erstes die Wikinger in Amerika – wie wir heute wissen. Die Entdeckung Amerikas hat also durch die Wikinger nun ein neues Datum: das Jahr 1021. Also vor 1000 Jahren…

Nicht Christoph Kolumbus überquerte demnach als Erster den Atlantik, sondern die Wikinger zuerst. Die Entdeckung und (kurze) Besiedlung Nordamerikas durch wikingerzeitliche Seefahrer ist seit den 1960er Jahren nun auch tatsächlich archäologisch belegt, (Wikipedia)


„Zwischen Können und Tun liegt ein großes Meer und auf seinem Grunde liegt gar oft die gescheiterte Willenskraft.“ Zitat:© Marie von Ebner Eschenbach (1830–1916) war eine bekannte österreichische Schriftstellerin.

DAS WAR DAS EI DES KOLUMBUS

  • Christoph Kolumbus… seine KURZE HISTORIE … wer war er und was passierte danach?
  • Wer war eigentlich dieser Christoph Kolumbus (1451-1506)? Er war ein italienischer Seefahrer in kastilischen Diensten, der ein bisher unbekanntes Land entdeckte, als er eine Insel der heutigen Bahamas erreichte.
  • Und es begab sich im Jahre 1493: Christoph Kolumbus wollte eigentlich auf dem westlichen Seeweg nach „Ostasien“ gelangen. Dort kam er jedoch nie an.
  • Die „Entdeckung Amerikas“ am 12. Oktober 1492 war also ein reiner Zufall – und ein Irrweg und ganz großes Missverständnis: Kolumbus ging sein Leben lang davon aus, dass er einen Weg zum „chinesischen“ Festland gefunden hatte. Die Entdeckung Amerikas basierte auf einem Rechenfehler ….
  • Auf seinen letzten vier Reisen verlor Kolumbus insgesamt neun Schiffe. Nicht zuletzt dieser Umstand sorgte dafür, dass Kolumbus seinen Mythos als Held und Eroberer einbüßte.

Welche Erfolge hatte Christoph Kolumbus? Kolumbus entdeckte eine Insel und nannte sie „San Salvador“. Außerdem entdeckte er Kuba und Hispaniola und gründete die erste Kolonie der neuen Welt, die „Isla Española“. Während seiner ersten Reise traf Kolumbus zum ersten Mal auf die Ureinwohner Amerikas und er nannte sie Indianer. Seiner Meinung nach betrat er ja Indien. Deshalb nannte er die Einwohner auch „Indianer“.

  • Die letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen und von der Öffentlichkeit völlig unbeachtet. Er starb in Spanien einsam und zurückgezogen.
  • Alles, was man heute über ihn weiß, beruht ausschließlich auf Überlieferungen. Selbst sein Geburtsjahr lässt sich nur schätzen. Wahrscheinlich kam Cristoforo Colombo – so sein italienischer Name – im Jahre 1451 in Genua zur Welt – ironischerweise im selben Jahr wie der Seefahrer „Amerigo“ Vespucci, nach dem später Amerika benannt wurde.
  • Amerigo Vespucci (1451-1512) war ein Kaufmann, Seefahrer und Entdecker. Während seiner Fahrten erforschte er auch weite Teile der Ostküste Südamerikas. (Wikipedia)

Vasco da Gama erfüllte dann fünf Jahre später die Aufgabe von Christoph Kolumbus. Er fand den Seeweg nach Asien schließlich im Jahre1498 allerdings auf einer Südroute um Afrika herum.

Nachbildung des originalen Christoph-Kolumbus-Schiffes


DIE „EI“-ANEKDOTE:

Die Verbindung mit Kolumbus geht auch auf „Girolamo Benzoni“ (* um 1519 – † nach 1572) zurück. Dieser war ein italienischer Reisender und Historiker aus der Renaissance, der diese „Ei“-Anekdote in seiner Schrift über die „echte“ Geschichte der Neuen Welt (Historia del mondo nuovo, Venedig 1565) in der Kolumbus-Version (siehe oben) erzählte, dabei aber einräumte, dass er die Sache nur vom Hörensagen kannte. Er gilt als Überlieferer der berühmten Geschichte um das Ei des Kolumbus.

Dagegen war in Südamerika wieder eine ganz andere Version verbreitet, nach der Kolumbus das Ei nicht eingedrückt, sondern einfach in aufgehäuftes Salz gestellt hat.
Laut einem Zeitungsartikel in der Zeitschrift “Der Islam” (1910 gegründet), der im Jahre 1922 erschien, sehen die deutschen Herausgeber den Ursprung des „Ei-Tricks“ im Orient.
Die Herkunft des berühmten “Ei des Kolumbus” – Tricks ist also bis heute nicht eindeutig geklärt….im Gegensatz zur Entdeckung Amerikas 😉


„Einen Eiertanz aufführen?“

Diese Redewendung verdanken wir dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der eines Tages ein Mädchen sah, welches EIER in einem bestimmten Muster auf einen Teppich legte und mit verbundenen Augen zwischen ihnen umher tanzte. Sie berührte dabei kein einziges Ei und das erstaunte Goethe so sehr, dass er das Gesehene aufschrieb.
Da so viele Menschen seine Geschichte gelesen hatten, verbreitete sich so die Redewendung “einen Eiertanz aufführen” und findet Anwendung, wenn jemand sehr, sehr vorsichtig sein muss.

Da dieser Tanz äußerst diffizil und kompliziert ist, beschreibt die Redewendung auch Personen, die sehr umständlich und übervorsichtig sind.
Z.B.:…„Er will es allen recht machen und niemandem auf die Füße treten. Deshalb führt er diese Eiertänze auf. “ Bedeutung: Sich winden; extrem vorsichtig sein und klare Aussagen vermeiden; sich nicht festlegen wollen … (ZItat: Deutschlernerblog ;-))


DIE EIER-UHR

 SML
weich3-4 Min.4-5 Min.5 Min.
wachsweich5-6 Min.6-7 Min.7-8 Min.
hart8-9 Min.9-10 Min.10-11 Min.
Tipp: Verwende am besten gleichgroße Eier, um ein einheitliches Garen zu ermöglichen. War das Ei vorher im Kühlschrank, sollte es zuerst auf Zimmertemperatur gebracht oder dementsprechend länger gekocht werden.

… und noch ein Gedicht:


Kolumbus auf großer Fahrt

Als Kolumbus von seiner Amerikafahrt
nach Spanien heimkam mit Gold und mit Bart
und, hochgeehrt und umjubelt, schritt
durch die Hauptstadt des Landes, nämlich Madrid,
entdeckte er plötzlich da drüben rechts
eine hübsche Person femininen Geschlechts.
Bei ihrem Anblick – was war schon dabei –
entschlüpfte ihm was und zwar das Wort “Ei”…

Seitdem sind die Forscher sich darüber klar,
dass das – das “Ei” des Kolumbus war!

Gedicht: © Heinz Ehrhard (1909-1979) war ein bekannter deutscher Komiker, Musiker, Komponist, Unterhaltungskünstler, Kabarettist, Schauspieler und Dichter, einfach ein wunderbares „Allround-Genie“…


Wissenswertes…Das Beste zum Schluss…ein Loblied auf das Ei!


DAS EI – ein Glücks-Bringer und Küchen-Klassiker…

Für die Christen ist das Ei ein göttliches Symbol. Es steht für Auferstehung, ewiges Leben und Fruchtbarkeit. Das passt natürlich gut in die Osterzeit.
Das Ei soll sogar Glück und Wohlstand bringen: Im Frankreich des 17. Jahrhunderts glaubte man, eine Ehe könne nur glücklich und kinderreich sein, wenn die Braut vor Betreten ihres neuen Heimes ein Ei auf der Türschwelle zerschlug.


Bei unserer Ei-Spurensuche müssen wir erst einmal „5000 Jahre“ zurückgehen und zwar ins heiße INDIEN:
Damals schon machte man dort – wie bereits oben erwähnt – die besondere Hühner-Rasse – „Bankiva“ genannt – zu Haustieren. Immerhin war schon damals ihr kleines gelbschaliges Ei ein echter Leckerbissen.

So waren auch den alten Griechen 3000 Jahre später allerdings diese Eier doch ein wenig zu klein. Sie züchteten aus dem Ur-Huhn „Bankiva“ neue Arten, die Eier wurden immer größer und größer und wahrscheinlich auch deutlich schmackhafter.

Gleichzeitig aber – war den alten Griechen das Ei heilig, denn es galt als sicher, dass das Universum auf jeden Fall aus dem „Welt-Ei“ entstanden sei. (Wikipedia)
Das Ei sollte auch jedem Glück und Wohlstand bringen. Was heute einfach ein fröhlicher Brauch ist, wurde in früheren Zeiten noch sehr ernst genommen.


Ach jaaa… und die alten Römer… 
Bei uns entdeckte man das Ei erst, als die Römer – vor weit über 2000 Jahren bereits – die ersten Hühner mit über die Alpen brachten. Dann aber begann das Ei auch hier unaufhaltsam seine steile Karriere:
Seit dem Jahre 1884 kannten unsere Vorfahren bereits rund 600 verschiedene Gerichte mit Eiern.
In einem über 570 Seiten starken „Appetit-Lexikon“ beschrieben (im ausgehenden 19 Jh. – anno 1894) – die beiden Autoren Rudolf Habs und Leopold Rosner ein Hohelied auf das Ei und schwärmten von den vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten.

Das Fazit: „Kurzum, das Ei ist zu allem fähig“…


Aber trotz Aberglauben und Frömmigkeit:

Wer den vollen Geschmack schätzt, braucht nun mal unbedingt ein Ei von glücklichen Hühnern. Im Klartext heißt das: Es sollte möglichst aus Freiland- und Bodenhaltung stammen oder gleich von Bio-Bauern. Denn nur dann ist auch garantiert, dass das Federvieh mit Körnern und Grünzeug statt mit künstlichem Futter aufwächst.

Das aber ist nicht nur fürs Wohlbefinden der Hühner wichtig, es bestimmt eben auch den besonderen Geschmack. Und nicht nur das:

Ein Bio-Ei enthält im Vergleich auch deutlich mehr Vitamin E und Carotinoide, die der Körper in Vitamin A umwandelt. Dabei enthalten Eier auch noch andere lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe, Lecithin und Jod.
Braune Hühner legen braune Eier, weiße Hühner weiße – dieser „Mythos“ hält sich hartnäckig. Doch auch er ist so nicht richtig. Welches Huhn welche Eier legt, ist zwar genetisch bedingt, hat aber nichts mit dem Gefieder zu tun. Der Schlüssel liegt vielmehr genetisch in den Farbpigmenten, die in der Kalkschale der Eier eingelagert sind: Rote und gelbe Pigmente vermischt führen zur Farbe braun…sagt Wiki.


Ob weiß oder braun? Wir alle lieben Eier…? Hartnäckig hält sich aber doch das Vorurteil, braune Eier seien gesünder und „BIO“. Dabei sagt die Farbe der Schale überhaupt gar nichts über die Inhaltsstoffe aus – denn die bleiben immer gleich. Eier sind gesund, haben viel Vitamin D, B und K und viele Mineralstoffe – und das alles hat unser Körper zwingend nötig.

Das Ei und Ich? Ob gross … ob klein … Wir mögen uns …
Ei like it … Ei-jei-jei …


Blog-Artikel: „Gefüllte Eier…pretty in pink“ veröffentlicht am 10. August 2020 – zuletzt bearbeitet 04.2022.


URHEBERRECHT: Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind mit Copyright und Namen versehen.