„Vielleicht ist das, was wir Leben nennen, ein Traum und das, was wir Traum nennen, das Leben.“ – Zitat: © Platon (428 – 347 v. Chr.) war ein Schüler von Sokrates.

Hatte Platon Recht? Ist das Leben ein Traum oder ist es tatsächlich möglich, dass wir unser Leben nur träumen? Träume können beflügeln, inspirieren, ängstigen – sich aber auch in Luft auflösen … Was vor über 2000 Jahren die alten Griechen noch für möglich hielten, wird in unserer heutigen Welt nicht mehr so ohne weiteres akzeptiert oder ist vielleicht doch etwas Wahres daran?

INHALT – Zum Anklicken:

  1. Was sind eigentlich Träume?
  2. Was passiert eigentlich in unserem Schlaf
  3. Schlaf und die Funktion des Immunsystems
  4. Die vier Schlaf-Phasen
  5. Weiteres zur „Traum-Schlaf“ Phase
  6. Was ist denn eigentlich ein „gesunder“ Schlaf?
  7. Die „Braindump-Methode“
  8. Stress-Bewältigung – leicht gemacht
  9. Schlafstörungen
  10. Der Mensch verschläft gut ein Drittel seines Lebens
  11. Das Traum-Ich
  12. Das Schlafverhalten im Alter
  13. Lösen sich „Probleme“ tatsächlich im Schlaf?
  14. Warum… haben wir Träume?
  15. Die Psycho-Analyse
  16. Die Historie der Traumdeutung
  17. Das Zeitalter der Vernunft – die Ratio
  18. Mythologien
  19. Was sind Träume: Traumbilder – Traumanalyse
  20. Das „Tages-Ich“
  21. Traumdeutung?
  22. Sigmund Freud
  23. Das „Ich-Bewusstsein“ /C.G.Jung
  24. Der Traumfänger
  25. „Träume sind Schäume“… sagt der Volksmund.
  26. Resümée – Ende.
  27. Quellen-Angaben

LESEDAUER: ca. 20-30 min. (je nachdem wie ausführlich)


1.)

Was sind eigentlich Träume ?

Unter Traum oder Träumen versteht man das Phänomen, während des Schlafes unbewusst irgendetwas zu erleben. Der Traum ist somit eine besondere Form unseres menschlichen Bewusstseins. Während der Körper – wenn man ihn von außen beobachtet – sich völlig entspannt, also sich in völliger Ruhe befindet – können dem tief Schlafenden im Traum bewegte Bildergeschichten erscheinen. Umgekehrt aber können auch Albträume das Schlafverhalten unruhig erscheinen lassen.

Prof. Dr. Michael Schredl, Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim beschreibt es wie folgt: Als Träumen bezeichnen wir das subjektive Erleben während des Schlafes, an das wir uns manchmal auch noch nach dem Aufwachen genau erinnern können.

  • Die *Zirbeldrüse (im Gehirn) bildet ein wichtiges Schlafhormon und gibt dieses dann ins Blut – sowie ins „Gehirnwasser“ (Liquor) ab. Somit steuert diese Zirbeldrüse auch unsere innere Uhr und reguliert unseren Schlaf.
  • Ihren Namen erhielt die Zirbeldrüse (Epiphyse) durch ihre Form, welche einem Pinienzapfen ähnelt.
  • Auch das Immunsystem ruht noch lange nicht, während man schläft. Im Gegenteil: Die *Makrophagen unseres körpereigenen Abwehrsystems sind im Schlaf besonders aufmerksam. Forschungsergebnisse belegen tatsächlich, dass zwischen Schlaf und Immunsystem eine sehr enge Wechselbeziehung besteht.
  • Als Beispiel überfällt z.B. manch einen bleierne Müdigkeit, wenn die eigene Gesundheit angeschlagen ist – so gilt das bekannte Motto: Schlaf ist die beste Medizin. Schlaf` Dich gesund… heißt auch eine alte Volksweisheit....
  • Anm.: *Makrophagen gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, da sie für die Vernichtung von eingedrungenen Viren, Bakterien und Toxinen und anderen Pathogenen zuständig sind.

Melatonin – das auch als Schlafhormon bezeichnet wird – ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse, einer kleinen Drüse im Hirn, bei Dunkelheit ausgeschüttet wird. In der Zirbeldrüse bildet Serotonin den Ausgangsstoff für Melatonin. Das Schlaf-Hormon ist eines der wichtigsten Hormone in unserem Körper. Melatonin macht uns müde und stärkt gleichzeitig das Immunsystem. Es regelt nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus – es sorgt auch für gute Laune. Eine mögliche Rolle des Schlafhormons bei der Regulierung der Schlaf-Wach-Rhythmik ist seit den 1950er Jahren bekannt. (Wikipedia)

  • Wie dieses subjektive Erleben während des Schlafens entsteht und wie es genau funktioniert, beschäftigt die Neuro-Wissenschaftler auch heute noch immer intensiv. Es gibt einige Theorien, aber letztlich ist diese Frage genauso schwer zu beantworten, wie die Frage nach der Entstehung des Bewusstseins im „Wachzustand“. Dies ist alles im Wesentlichen ebenfalls noch immer nicht ganz geklärt.
  • Was wir aber heute wissen: Ähnlich wie im Wachzustand ist auch im Schlaf das „gesamte“ Gehirn an der Entstehung unserer Gedanken beteiligt.

Bewegt man im Traum z.B. einen Arm, dann ist wahrscheinlich ein bestimmtes Gehirn-Areal (Motorcortex) gerade aktiv, das die willkürlichen Bewegungen steuert. Und wenn man im Traum spricht, dann wird auch das dafür zuständige ( motorische und sensorische) Sprachproduktionszentrum (u. a.: Broca-Areal, Wernicke-Zentrum) stark aktiv.

Wenn wir alle in einer Welt ohne Magie leben, brauchen unsere Träume und Fantasie.


2.)

Was passiert eigentlich in unserem Schlaf – damit wir träumen können?

  • Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers. Unser Körper schaltet im Schlaf in den Standby-Modus: Aber unser hormonelles System ist in der Nacht trotzdem aktiv. Die *Zirbeldrüse (Epiphyse) anatomisch – wie oben erwähnt – auch Glandula pinealis (Pinienzapfen) genannt – wandelt das am Tage im Gehirn gebildete *Schlaf-Hormon in der Dunkelheit der „Nacht“ um:
  • Gegen Abend beginnt die *Zirbeldrüse dann größere Mengen des Schlaf-Hormons Melatonin auszuschütten, wodurch unser Stoffwechsel gebremst wird. Man wird müde…
  • Bei beiden Hormonen (Serotonin und Melatonin) handelt es sich um körpereigene Botenstoffe, die als Verbindungsstellen in allen Nervenzellen des Körpers fungieren und von dort aus die elektrischen Impulse im Körper entsprechend weiterleiten.
  • Anm.: *Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert und schlaffördernd wirkt.

Eine wichtige Bedeutung kommt dem Botenstoff Serotonin zu, wenn es um die Erzeugung von Gefühlen wie Ausgeglichenheit, Wohlbefinden und Zufriedenheit geht.

  • Das „Glückshormon“ (Name korrekt: Serotonin) ist sowohl ein Gewebshormon, als auch ein Neurotransmitter, also ein Botenstoff. Serotonin übernimmt im Körper unterschiedliche Aufgaben – beispielsweise ist es am Schlaf-Wach-Rhythmus und am Appetit beteiligt.
  • Es wird als das Glückshormon bezeichnet, weil es für die gute Laune bzw. Stimmung mitverantwortlich ist.
  • In unserem Nervensystem wirkt Serotonin entspannend, stimmungsaufhellend, schlafregulierend, angstlösend, antidepressiv und hat einen positiven Einfluss auf viele kognitive Fähigkeiten.
  • Serotonin wird im Körper aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt. Tryptophan ist in Lebensmitteln wie Eiern, Fleisch, Nüssen und Samen (und SCHOKOLADE !!!) enthalten.

Anm.: “Glückshormon” ist kein fachlich korrekter Begriff. Der Begriff wird lediglich populärwissenschaftlich gebraucht und eignet sich in diesem sehr gut zum Verständnis.


3.)

Wie hängt eigentlich der Schlaf mit der Funktion unseres Immunsystems zusammen?  

Forscher konnten erst kürzlich einen neuen Mechanismus nachweisen, nämlich dass ausreichender Schlaf das Immunsystem anregt. Schlaf sei also sehr wichtig – vor allem auch für die Bildung eines immunologischen Gedächtnisses und damit wohl für die Entstehung von Immunität (!) gegenüber vielen Infektionskrankheiten. Das alles ist letztendlich – wie so vieles beim Schlaf – noch nicht genauestens bis ins kleinste Detail erforscht…

Träume sind wie Sterne am Himmel – sie sind unfassbar….


4.)

Die vier Schlaf-Phasen:

REM (Rapid Eye Movements): Experten nennen diese intensivste Traum-Schlaf-Phase den REM-Schlaf.
Die Entdecker des REM-Schlafes: Eugène Aserinsky (1921-1998) und der Schlafforscher Nathaniel Kleitman (1895-1999) beobachteten zusammen an der Universität Chicago bereits im Jahre 1953 erstmals eine sehr auffällige Hirnaktivität der vierten Schlaf-Phase, den sog. bewegten Traum-Schlaf.
Heute vermutet man, dass in dieser Phase insgesamt das Gehirn dem „Wachzustand“ viel näher zu sein scheint, als dem des Schlafes – daher wird der REM-​Schlaf auch als paradoxer Schlaf bezeichnet, in dem allerdings die Muskulatur normalerweise maximal entspannt ist.

Unsere Träume bestehen zu mehr als der Hälfte aus bewegten Bildern, zu einem Viertel aus akustischen Eindrücken, auch aus Körperempfindungen und sogar aus Gerüchen und Geschmacksempfindungen

Man unterscheidet also insgesamt vier Schlafphasen. In drei dieser ersten Schlaf-Phasen sind Körper und Gehirn noch so ruhig und entspannt, wie das für den Schlaf typisch ist.

1. Schlafphase: Einschlafphase (Non-REM-Phase): Weil das Gehirn häufig schon vor der Muskulatur zur Ruhe kommt und „abschaltet“, tritt in dieser Phase manchmal ein Gefühl des Fallens oder ein plötzliches Muskelzucken in den Beinen auf.
2. Schlafphase: Leichtschlafphase (Non-REM-Phase): In dieser Leichtschlafphase (mit etwa 90-minütigem Schlafzyklus) ist unser Schlaf jedoch nach wie vor oberflächlich, so dass wir durch kleine Reize oder Störungen in dieser Phase noch immer recht schnell aufwachen könnten.
3. Schlafphase: Tief-Schlafphase (Non-REM-Phase): Die Tiefschlafphase ist sowohl physisch als auch psychisch die erholsamste und daher die wichtigste unserer Schlafphasen. Es ist die Phase tiefster körperlicher Entspannung: Wir atmen rhythmisch und sowohl unsere Muskel-, als auch die Hirnaktivität sind auf ein Minimum beschränkt. In dieser Tiefschlafphase schlafen wir besonders fest und sind entsprechend nur sehr schwierig wach zu bekommen. Werden wir dennoch aus ihr geweckt, fühlen wir uns zunächst total benommen und müssen erst einmal ganz langsam wieder zurück in unser Bewusstsein finden.

4. Schlafphase: Nach etwa 60 bis 90 Minuten des Tiefschlafs folgt – nach der Reihe von Einschlaf-Phasen – dann die erste „Traum-Phase“ . Die echte Traum-Schlaf Phase (REM-Phase): Diese „Phase Vier“ geht mit beschleunigter Atmung und auffälligen, schnellen Augenbewegungen einher: Den REM = Rapid Eye Movements. Diese schnellen, unruhigen Augenbewegungen sind die Namensgeber des REM-​Schlafes, der seit seiner Entdeckung von den drei anderen Phasen des Nicht-​REM-​Schlafes – die ganz ruhig in der Nacht stattfinden – deutlich abgegrenzt wird.
Unser Schlaf ist in der REM-Phase wieder viel leichter, so dass wir aus dieser Schlafphase trotz intensiven Träumens wieder relativ schnell aufgeweckt werden können.

Schlafforscher vermuten, dass in dieser Traumphase nicht nur Informationen, sondern insbesondere emotionale Sinneseindrücke verarbeitet werden. Eine REM-Phase dauert meist zwischen fünf und zwanzig Minuten lang: Gegen Morgen werden diese Phasen dabei länger. Die REM-Phase kann während einer Nacht vier- bis sechsmal auftreten.


Träume bestehen zu mehr als der Hälfte aus Bildern, zu einem Viertel aus akustischen Eindrücken, zu 20 Prozent aus Körperempfindungen und zu 0,5 Prozent aus Gerüchen und Geschmacksempfindungen.
(https://medizin-aspekte.de/traumphasen_33031-53274/)


PERFEKT…oder? Oh – wie schön…Genau so habe ich dies alles schon einmal in meinem Traum gesehen und mir dies ganz deutlich vor Augen gestellt…wie war das noch gleich? Wem ist das nicht auch schon einmal so passiert? Und…aufgewacht, war alles weg oder nur noch bruchstückhaft vorhanden…


5.)

Weiteres zur „Traum-Schlaf“ (REM-Phase)

REM ist die Abkürzung für „rapid eye movement“, also schnelle Augenbewegungen. Diese kennzeichnen eine besondere Schlafphase, die gelegentlich auch als paradoxer Schlaf bezeichnet wird, da sie Ähnlichkeiten zum Wachsein aufweist.  Im REM-Schlaf bewegen sich die Augen unter den geschlossenen Augenlidern hin und her. Die Herzfrequenz erhöht sich und ist unruhiger als in anderen Schlafphasen.

Unser körpereigenes  Einschlafhormon steigt an, sobald es dunkel wird. Während einer Traum-Schlaf-Phase (REM-Schlaf) (siehe oben Punkt 4) zum Beispiel – ist unser Körper (wie oben erwähnt) besonders aktiv – wie auch die Schlafforscher damals schon beobachteten: Die Atmung ist unregelmäßig, die Herzfrequenz schwankt, und der Blutdruck steigt. Gehirn und alle Organe werden besser durchblutet.

Heute zeigen messbare Hirnströme im EEG (Elektroenzephalogramm) dies genauestens auf: Es gibt also – wie erwähnt – verschiedene Schlaf-Phasen während der Nacht: Die erste Tiefschlafphase mit ihren noch sehr langsamen Hirnstromwellen dauert ungefähr 90 Minuten, dann stellt sich wieder ein neuer Rhythmus ein. Der Mensch wird sozusagen NACHTAKTIV.

EEG = Die Elektroenzephalografie ist eine Methode der medizinischen Diagnostik und der neurologischen Forschung zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns.


Zusammengefasst beschreibt der Begriff Traumschlafnach der Einschlafphase – sehr eindrücklich, was ganz genau beim Träumen mit uns geschieht: Die Hirnströme werden – wie erwähnt – unruhiger und schneller, die Herzfrequenz beschleunigt sich, die Augen bewegen sich unruhig hin und her. Auch bestimmte Regionen der *Sehrinde im Gehirn werden aktiver als im Wachzustand – eine Erklärung dafür, weshalb wir (im Traum) Konturen überscharf und Farben auch viel heller sehen.
Und auch die für die Bewegung zuständigen Hirnregionen werden aktiviert: Es entstehen oft völlig bizarre Bilder, in denen wir fallen, fliegen, rennen und klettern…. Im REM-Schlaf (siehe oben) treten die heftigsten Träume auf, aus denen man manchmal verängstigt hochschrecken kann und an deren Inhalt man sich direkt beim Aufwachen auch gelegentlich noch deutlich erinnern kann.
(Anm.: *Sehrinde im Gehirn: Der visuelle Cortex (auch Sehrinde) ist derjenige Teil der Großhirnrinde, der zum visuellen System zählt, welches wiederum die visuelle Wahrnehmung ermöglicht.)


Das Gehirn arbeitet wie ein Computer?

Aber noch niemand hat je eine Speicherbank im Gehirn gefunden, die auch nur annähernd so funktioniert wie der Datenspeicher eines Computers. Hinzu kommt die absolute Einzigartigkeit jedes Gehirns, die auch auf die Einzigartigkeit der Lebensgeschichte jedes Menschen zurückzuführen ist. Das Gehirn arbeitet nicht einfach – wie ein Computer. Den Versuchen, es zu verstehen, steht diese Metapher hier im Weg.
Bislang kann kein Mensch wirklich sagen, worin der Trick des Gehirns liegt, dass es tut, was es tut und Dinge wie Gedächtnis, Bewusstsein und Kreativität realisiert.
Vielleicht mag es so kommen, dass in einigen Jahren eine technische Nachbildung des (homo sapiens-) Gehirns dieselbe Anzahl an Neuronen und deren unendliche Verbindungen enthält.…wer weiß? Es ist alles wohl nur eine Frage der Zeit: Die Menschheit hat ja irgendwann einmal als Einzeller angefangen… Das gilt natürlich nur, wenn man nicht an eine göttliche Vorsehung glaubt… 😉


Siehe hierzu auch oben im Register meinen neuen Blog-Artikel: DIE EVOLUTION.
Die Entstehung der Menschen


Babys träumen nicht nur nach, sondern sogar schon vor der Geburt
Denn schon in der Schwangerschaft, etwa ab dem 6. oder 7. Monat,
kommt es nachweisbar bei einem Kind zu REM Phasen während des Schlafs.
Babys schlafen bis zu 20 Stunden lang, damit ihr Gehirn reifen kann…
(Schlafforscher: Uni Bern (CH) – Claudio Bassetti und Fred Mast)


6.)

Was ist denn eigentlich ein „gesunder“ Schlaf?

Das merken wir vor allem am frühen Morgen nach dem Aufwachen. Sind wir fit oder eher gerädert? Aktuelle Studien empfehlen rund 7,5 Stunden in der Nacht zu schlafen, um erholt und gesund durch den Tag zu kommen.
Der Tiefschlaf, der später im Verlaufe des Nachtschlafes stattfindet, ist für die Erholung am allerwichtigsten:
Die biologische Mitte der Nacht liegt zwischen 3 und 4 Uhr morgens. Dann ist die Körpertemperatur am niedrigsten und die Produktion unserer körpereigenen Wachstumshormone ist noch gut eingestellt. Später wird der Körper mit der Ausschüttung des Stresshormons wieder langsam auf den kommenden Tag eingestimmt.

Anm.: Stress führt zu einer hohen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Das verhindert gleichzeitig die Produktion von Melatonin. Die wichtigsten Stresshormone sind auch z.B. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, die bei akutem und chronischem Stress freigesetzt werden

Anm.: Adrenalin wird in den Nebennieren gebildet und bei Stress, Angst und Aufregung ausgeschüttet. Faktoren, die zu einem hohen Adrenalinspiegel führen können, sind u.A. : Stress; Unterzuckerung (Hypoglykämie); Bluthochdruck (Hypertonie).


`Die unmögliche Tatsache (Palmström): „Und er kommt zu dem Ergebnis// nur ein Traum war das Erlebnis. // Weil, so schließt er messerscharf, // nicht sein kann, was nicht sein darf.“ – Kompl. Vers nachzulesen bei: Christian Morgenstern (1871-1940) war ein bekannter Lyriker, deutscher Dichter, Schriftsteller.


7.)

Bei Schlafstörungen: Die Brain-Dump-Methode:

Das “Timeboxing Timesheet” – ist eine einfache Methode – wie z.B. das „Braindump“, was übersetzt so viel bedeutet wie „das Gehirn entleeren“ oder „das Gehirn auf den Müll werfen“… Diese Methode hilft, Stress abzubauen, den Kopf wieder freizubekommen und seine Gedanken einfach zu sortieren.

Hilfe… Wenn uns einfach ein Problem nicht schlafen lässt…

Die *Braindump-Methode: Eine sehr effektive Methode zur Stressreduktion. Das Ziel besteht darin, mit der Zeit die eigenen Verhaltensmuster zu erkennen und so belastende Situationen langfristig gar nicht mehr entstehen zu lassen. Grundsätzlich beschreibt die BraindumpMethode nichts anderes, als alles, was im Kopf herumschwirrt, möglichst genau aufzuschreiben…das Gedankenchaos einfach lösen mit der BraindumpMethode
Endlich, endlich ruhig schlafen: To-dos, Deadlines, private Probleme… alles ohne Ende…verschwinden…

  • Mit dieser neueren Methode sortiert man also das Chaos des Tages im Kopf...das verspricht jedenfalls die neue Braindump-Methode – was übersetzt einfach so viel bedeutet wie das Gehirn zu leeren:
  • Wer abends im Bett liegt und wegen kreisender Gedanken schlaflose Nächte hat, kann damit ganz einfach das Chaos im Kopf systematisch in den Griff kriegen.
  • Was steckt dahinter? Wer regelmäßig abends im Bett liegt und darüber nachdenkt, was er oder sie am nächsten Tag alles noch unbedingt erledigen muss, ist im Grunde schon mit dem Problem konfrontiert – und findet keine Ruhe... er kann nicht einschlafen oder schläft schlecht…

Anm: Der *Braindump ist also – wie oben erklärt – eine einfache aber sehr effektive Methode um gelassener zu werden. Höchste Zeit also für einen sogenannten „Braindump“… 

Entweder am Morgen, z.B. beim Frühstück schon direkt kurz notieren, was erledigt werden muss. Oder noch früh am Abend, bevor man den Tag abschließt, schon mal aufschreiben, welche wichtigsten Aufgaben am nächsten Tag unbedingt erledigt werden müssen.

Aufschreiben…aufschreiben…aufschreiben…
PRIO: Fange an deine niedergeschriebenen Gedanken systematisch zu sortieren – was ist zunächst am wichtigsten?

Ein ganz einfacher Tipp am Abend:
To-Do-Listen sind der absolute Klassiker gerade hier für mehr Produktivität. Wichtig sind nur ein paar Minuten Zeit, einen ruhigen Ort, Stift und Zettel. Einfach einmal alles aufschreiben, was einem durch den Kopf geht... berufliche und private Aufgaben, Ängste, Sorgen, Wünsche, Ideen. Den Zettelblock möglichst immer dabei haben – falls einem wieder etwas einfällt – um es sogleich nieder zu schreiben. Dabei sind keine Grenzen gesetzt: Wer sich beispielsweise besonders über einen Kunden oder Freunde, Verwandte ärgert, kann auch das festhalten. Es entspannt. Nicht nur Ärger, sondern auch Positives schriftlich festhalten... Diese Gedanken auf Papier festzuhalten, bringt sie aus dem Kopf, das erleichtert… man kann ab leichter abschalten – es ist für heute alles getan.man kann abends beruhigter und entspannter einschlafen… So einfach ist es…


Stress-Bewältigung – leicht gemacht?

Wenn einem das Entspannen einfach schwerfällt, man vor lauter Aufgaben nicht weiß, wo man anfangen soll, oder man abends kaum einschlafen kann, weil man – wie oben erwähnt – an all die anstehenden Aufgaben immer noch denken muss, dann ist es an der Zeit für Braindumping:
Der englische Begriff bedeutet also so viel wie das Gehirn zu entleeren“. Das Impuls-Magazin hatte darüber bereits 2021 in einem Ratgeber ausführlich berichtet. (https://www.impulsmagazin.de/)

  • So hatte der US-amerikanische Unternehmer, Bestseller-Autor von New York-Times, Unternehmer und Coach Michael S. Hyatt (*1955) diesen Tipp des Braindumpings beschrieben – um den eigenen Überblick im Geschehen nicht zu verlieren und gleichzeitig Ruhe in den eigenen Denkapparat zu bekommen – Die Rede ist also hier – wie gesagt – von der Braindump-Methode, die nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Kontext für eine positive, gute Entlastung im Kopf sorgen kann.

(Online-Enzyklopädie aus den Wissenschaften Psychologie und Pädagogik (Stangl, 2022). Verwendete Literatur
Stangl, W. (2022, 7. August). Braindump-Methode . Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. (/https://lexikon.stangl.eu/33972/braindump-methode).

Braindumping:

Zusammenfassung: Grundsätzlich beschreibt die BraindumpMethode nichts anderes, als alles, was im Kopf herumschwirrt, aufzuschreiben…Der Braindump ist also eine tatsächlich recht einfache, aber sehr effektive Methode zur Stressreduktion. TIPP: AUSPROBIEREN…

  • Tagsüber das eigene Gedankenchaos ordnen – möglichst nicht vor dem Schlafengehen, sondern irgendwann in einer ruhigen Minute tagsüber sich kurz Zeit nehmen: Und zwar nicht am PC… sondern lieber auf Stift, Papier (und einem ruhigen Raum) zurückzugreifen.
  • Michael Hyatt empfiehlt, die Gedanken systematisch nach den folgenden Kriterien zu Papier zu bringen – Was belastet? Things to do list: 1. Berufliche To-dos, 2. Persönliche To-dos, 3. Ärgernisse, 4. Sorgen und 5. Ideen zum „Entschleunigen“.
  • Das Prinzip benötige zwar zunächst erst einmal etwas Zeit, jedoch würden Anwender sich anschließend damit doch wesentlich leichter fühlen.
  • Eine Braindump-Liste kennt natürlich keine inhaltlichen Grenzen. Alles, was im Kopf ist und einen berührt, muss raus.

8.)

Stressbewältigung – durch Priorisierung mit der sog. Eisenhower-Matrix?

Der namensgebende damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower wird zitiert: „I have two kinds of problems, the urgent and the important. The urgent are not important, and the important are never urgent.“ Anhand der Kriterien „Wichtigkeit“ wichtig/nicht wichtig) und Dringlichkeit (dringend/nicht dringend) gibt es vier Kombinationsmöglichkeiten. (Wikipedia)
Die vier Aufgabentypen werden A-, B-, C- und D-Aufgaben genannt:

  • ALLE „To-dos“ lassen sich auch priorisieren – beispielsweise mithilfe der sogenannten *Eisenhower-Matrix:
  • Die Eisenhower Matrix ist eine Methode des Zeitmanagements zur Unterscheidung von wichtigen und unwichtigen, von dringenden und nicht dringenden Aufgaben…
  • Diese ist ein ganz einfaches Werkzeug zur Priorisierung von Aufgaben. Sie teilt Aufgaben in vier Kategorien ein. Sie ist ein visuelles Instrument, um Aufgaben genau in die vier Kategorien zu sortieren:
  • Der Buchstabe A steht für „wichtig und dringend“,
  • der Buchstabe B steht für „wichtig und nicht dringend“,
  • der Buchstabe C steht für „dringend aber nicht wichtig“ und
  • der Buchstabe D steht für „nicht dringend und nicht wichtig“.
  • Nachdem das Gehirn nun tatsächlich frei (entspannt) ist, sollte es erst einmal zur Ruhe kommen können, rät der Experte.
  • Wenn die Aufgaben priorisiert sind, können sie am nächsten Tag deutlich schneller und konzentrierter abgearbeitet werden.
  • Das Prinzip hilft also dabei, strategisch wichtige und dringende Aufgaben stets im Blick zu behalten.
  • Separate Hilfsmittel – neben einem Blatt Papier und einem Stift – sind nicht nötig. Als Ergebnis entstehen idealerweise Listen mit Aufgaben, die sofort zu erledigen sind, die geplant werden können, die delegiert werden sollten oder die einfach ignoriert bzw. gelöscht werden können.

Anm.: Das *Eisenhower-Prinzip wurde nach dem ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower (1890-1969) benannt. Er empfahl – bereits in den 50`er Jahren – um sich nicht zu „verzetteln“ – anstehende Aufgaben in Kategorien einzuteilen. Dadurch sollen die wichtigsten Aufgaben zuerst erledigt und unwichtige Dinge aussortiert werden.

(Quelle: Digital pioneers: https://t3n.de/news/endlich-ruhig-schlafen-methode-1216524/?xing_share=news)

9.)

Schlafstörungen

Interessanterweise hat die Natur es bereits so vorgesehen, dass im REM-Schlaf (einer der 4 Schlaf-Zyklen – wie oben erwähnt) die Impulse in unserem Gehirn zu den Muskelzellen – im Hirnstamm aktiv blockiert werden, um sicherzustellen, dass wir sicher und ruhig schlafen können, während wir doch meist intensiv träumen. Unser Stammhirn verhindert also normalerweise in dieser „Traum-Phase“, dass der Körper die Traum-Bewegungen auslebt und sich womöglich auch noch selbst verletzt.

  • Es gibt über 80 verschiedene Schlafstörungen, die in der Schlafmedizin gegeneinander abgegrenzt werden können. Hier einige Beispiele:
  • Fehlfunktionen (im Bereich einer dieser vier Schlaf-Zyklen) können einige Störungen des Traumschlafs – zu denen zum Beispiel insbesondere die REM-Schlaf-Störung des Traumschlafs und die „Narkolepsie“ (umgangssprachlich auch „Schlafkrankheit“) zählen – verursachen.

INSOMNIE (Schlafstörung)

Die Leitsymptome beim nicht erholsamen Schlaf bzw. Schlafstörungen sind zum einen die Insomnie – in Gestalt von Ein- und/oder Durchschlafstörungen – und zum anderen die Narkolepsie in Form von Tagesschläfrigkeit.

  • Die Betroffenen von Schlafstörungen sind oft tagsüber ungewöhnlich schläfrig und neigen dazu, urplötzlich einzuschlafen. Der Grund dafür ist keinesfalls ein Schlafmangel, sondern eine Schlafstörung (organische Störung im Gehirn).
  • Experten sprechen von einer Schlafstörung, einer Insomnie, wenn Ein– und Durchschlafstörungen länger als einen Monat anhalten und die Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt ist. Oft wird von Fachärzten vermutet, dass bei Insomnie ein Ungleichgewicht herrscht zwischen dem Wach– und dem Schlafsystem. Es könnte die Folge einer genetischen Veranlagung sein.
  • Narkolepsie (Tagesschläfrigkeit) ist bisher nicht heilbar. Mit Hilfe von Medikamenten können die Betroffenen aber ein besseres, wacheres Leben führen. Narkolepsie ist eine seltene neurologische Erkrankung und betrifft aktuell ca. 40.000 Menschen in Deutschland.
  • Erste Symptome treten oftmals bereits während der Pubertät bzw. im jungen Erwachsenenalter auf, aber auch kleine Kinder können schon betroffen sein.
  • (Anm.: Ko-Erstautor der Studie und Forschungsgruppenleiter für Klinische Schlaf- und Neuroimmunologie am Institut für Immunologie der UW/H (Witten) ist Dr. Ulf Kallweit). Weitere Informationen: Dr. Ulf Kallweit, Klinische Schlaf- und Neuroimmunologie, Institut für Immunologie, Universität Witten/Herdecke.)

Die REM-Schlaf-Störung

  • Die REM-Schlaf-Störung (Rem sleep behavior disorder – RBD) ist die wichtigste Traumschlafstörung des höheren Lebensalters. Sie ist jedoch noch relativ wenig bekannt.  RBD wurde erstmals 1986 vom Schlafforscher Carlos Schenck/USA beschrieben. Die Störung ist an den REM-Schlaf gebunden und tritt hauptsächlich in der zweiten Nachthälfte auf. (REM=Rapid-Eye-Movement)
  • Diagnose und Therapie erfolgt heute am besten durch einen neurologischen Schlafspezialisten. Z.B. Schlafuntersuchung im Schlaflabor unter Videokontrolle (Video-Polysomnografie).
  • Bei Untersuchungen ergaben sich Hinweise, dass oft eine genetische Komponente der *idiopathischen REM-Schlaf-Störung bestehen könnte.
  • Besonderes Augenmerk wird hier gelegt auf Frühsymptome eines Morbus Parkinson.
    Quelle: Springer Link- Somnologie – Schlafforschung und Schlafmedizin P. Joung 2014.
  • Anm.: *Idiopathisch bedeutet ohne erkennbare Ursache, selbstständig, unabhängig von anderen Krankheiten entstanden. 
  • Auch – wie oben erwähnt – ist die Narkolepsie (Schlafkrankheit/Schlafsucht) eine Schlaf-Wach-Störung, bei der es zu erhöhter Schläfrigkeit – auch oft schon im Jugendalter – während des Tages und plötzlichen Schlafattacken kommt. Früher noch wurden diese Kinder oft bestraft und als notorische Faulenzer bezeichnet.
  • Die zentrale Schlafapnoe: Hier setzt die Atmung im Schlaf für mindestens 10 Sekunden aus, weil das Gehirn dem Körper keine Signale zum Einatmen mehr sendet. Hier gibt es verschiedene Ursachen. Häufig tritt sie in Zusammenhang mit Schnarchen auf und bezeichnet nächtliche Atemaussetzer. Sie bleiben vom Schläfer meist unbemerkt und bewirken aber, dass sich der Betroffene trotz vermeintlich ausreichendem Schlaf morgens – wie „gerädert„, müde und kraftlos fühlt. Auch hier gibt es medizinische Hilfe bei Fachärzten.

Restless Legs Syndrom

Obwohl das Restless Legs Syndrom mit fast acht Millionen Betroffenen in Deutschland nach der  Migräne die zweithäufigste neurologische Erkrankung ist, sind die genauen Ursachen bis heute noch unbekannt. 

  • Restless-Legs-Syndrom (RLS): Eine weitere Schlafstörung sind die Restless-Legs. Betroffene verspüren ein starkes Unruhegefühl, Kribbeln oder Ziehen und Schmerzen in den Beinen, das zu stetigen Bewegungen zwingt. Die eigentliche Ursache ist bislang noch weitgehend unbekannt.
  • Experten vermuten als Auslöser der Erkrankung den Mangel eines bestimmten Botenstoffes im Gehirn (Dopamin). So zählt das RLS zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Koffein und Alkohol wirken anregend und können die Schlafstörungen und die unruhigen Beine noch deutlich verstärken.
  • Das primäre RLS ist bis heute nicht heilbar. Doch vom Arzt bestimmte Medikamente können die Beschwerden lindern und die Lebensqualität der Patienten enorm verbessern.

Die gute Nachricht: Das Restless Legs Syndrom (RLS) ist zwar – wie erwähnt – als chronische Erkrankung nicht heilbar, aber mit der richtigen (neurologischen) Behandlung – kann man die Beschwerden gut in den Griff bekommen. Die Therapie wird dann langfristig fortgeführt.

Für Probleme im Bereich der Nerven und des Gehirns ist immer ein Neurologe zuständig. Vermutet der Arzt jedoch eine psychische Erkrankung hinter den Schlafproblemen, werden ein Psychotherapeut oder Psychiater der beste nächsten Ansprechpartner sein.

SchlafwandelnPavor nocturnusAlpträume
REM-Schlaf-VerhaltensstörungSchlaftrunkenheit:

PARASOMNIEN sind insgesamt alle Schlafstörungen, die durch körperliche Phänomene oder Aktivitäten im Schlaf – wie unbewusste Blasenentleerung, Schlafwandeln, Zähneknirschen oder panikartiges Aufschrecken (Pavor nocturnus) gekennzeichnet sind.

  • Eigentlich wissen wir schon seit langer Zeit, dass seelische und körperliche Krankheiten unseren Schlaf und unsere Träume beeinflussen. REM-Schlafstörungen – gibt es auch schon bei jungen Menschen, wenn auch eher seltener – diese Störungen können Vorboten oder Ursachen von Krankheiten sein, die noch weit in der „Zukunft“ liegen.
  • Dass ein ungewöhnliches Schlafverhalten mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen kann, ist eigentlich gar nicht so unwahrscheinlich. Schon in der Antike glaubten Hippokrates und Sokrates, dass Trauminhalte die Vorboten späterer Krankheiten sind.
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  • Später schloss sich auch Sigmund Freud (1856-1939) diesen frühen Theorien an. Beweise dafür gab es schon damals nicht.
  • Der österreichische Neurologe und Tiefenpsychologe Sigmund Freud ist der Begründer der theoretischen und praktischen Psychoanalyse und Traumdeutung.
  • Sigmund Freud entwickelte mit seiner Schrift „Das Ich und das Es“ von 1923 sein berühmtes Modell – bestehend aus den Komponenten des „Es“ (das Unterbewusste), des „Ich“ (die bewusste Vermittlungsinstanz zwischen Wünschen des Es – sowie den Anforderungen der Umwelt) und des „Über-Ich“ (anerzogene Normen und Verhaltensmuster).

10.)

Der Mensch verschläft gut ein Drittel seines Lebens

Die lange Nacht des tiefen SchlafsDiesen ständigen Wechsel zwischen Tiefschlaf und REM-Phase durchläuft der Mensch jede Nacht vier bis sechsmal. Diese unterschiedlichen Schlafstadien – wie oben beschrieben – lassen sich auch schon beim ungeborenen Kind beobachten.

Im letzten Drittel unseres Schlafes macht der Körper sich dann aber schon bereits wieder fit für den nächsten Tag: Unser Gehirn schüttet größere Mengen eines *Stresshormons aus, das ja anfangs im Schlaf deutlich abgesunken war. Etwa eine Stunde vor dem Aufwachen gleitet der Schlafende wieder in einen ganz leichten Dämmerschlaf, ähnlich wie anfangs – während des Einschlafens…

Anm.: Wie oben erwähnt: Die wichtigsten *Stresshormone sind Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, die bei akutem und chronischem Stress freigesetzt werden.

Auch das Gehirn braucht einmal Pause…
Aus neurophysiologischer Sicht ist der Traum ein – für den Körper- überaus wichtiger Mechanismus.
Der Neurologe Michel Jouvet (1925-2017) vertrat schon früh die These, dass die Bilder und Szenen des Traums zur ständigen „Programmierung“ unserer Gehirnzellen unbedingt mit dazu gehören. Michel Jouvet war ein bekannter französischer Neurowissenschaftler und Traumforscher.

Bis dass der Wecker klingelt…

Es empfiehlt sich, nach dem Klingeln des Weckers noch etwas liegen zu bleiben, die Gedanken zu sortieren und alles ganz gemächlich anzugehen… dann ist der Tag dein Freund 😉


Bis wir aufgewacht sind, erleben wir also pro Nacht etwa bis zu sieben solcher Schlafzyklen … Innerhalb dieser Schlafphasen schlafen wir aber auch „unterschiedlich tief“ – und immer auch unterschiedlich „erholsam“ …

Im Laufe der Nacht finden übrigens bei den meisten Menschen im Schlaf zirka 20 bis 60 ständige Bewegungen und „Lagerungswechsel“ im Bett statt, auch wenn wir dies nicht bewusst mitbekommen. Das alles geschieht also im völlig unbewussten Zustand.


11.)

Das „Traum-Ich“

Das Traum-Ich… ist die Person im Traum, mit der sich der Träumer oder die Träumerin identifiziert. Es ist die Person, die man im Traum als sich selbst empfindet und mit deren Augen man alles sieht.

Dieser Begriff ist – nach „Sigmund Freud“ – auch „Traum-Symbol“ eine völlig auseinander divergierende Realität. Ich meine, das alles sind recht merkwürdige „Realitäten“, die schon immer Dichter, Denker und Philosophen beschäftigten und noch beschäftigen… Zur psychologischen Sicht der Traumdeutung von Traumsymbolen gibt es interessante Literatur…es lohnt sich hier zu „googeln“ 😉 So wurde also der Traum schon früh zum Objekt der psychoanalytischen Forschung.

Dein „Traum – Ich“:
Dein Unbewusstes ist immer für Dich da


Kopfkino im Schlaf?

Auch die Art des Traumerlebens ist im Lauf der Nacht oft wie wildes nächtliches Kopfkino und individuell sehr unterschiedlich: „Diese Art des Traum-Erlebens liegt an diesen unterschiedlichen Zyklen, die unser Körper während des Schlafens durchläuft“, erläutert Alfred Wiater.

(Anm.: Der Kinder- und Jugendarzt Dr. med. Alfred Wiater (*1954) war Chefarzt der Kinderklinik des Krankenhauses Porz am Rhein in Köln und bis 2018 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Schlafstörungen bei Kindern und hat an verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Kinderschlaf mitgewirkt. Derzeit berät er den DGSM-Vorstand (=Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. ) – als Vorstandsreferent, ist wissenschaftlich und auch als Dozent und Buchautor tätig.


Man weiß schon lange, dass der Mensch nach dem Einschlafen – über den Leichtschlaf zunächst in eine längere „Tiefschlafphase“ sanft hinübergleitet. Der Körper ist total entspannt, das Gehirn arbeitet kaum. Die Träume in diesen Schlafphasen sind sehr kurz und unwirklich. Dann geht es hinüber in den sog. REM-Traum-Schlaf. „Im REM-Schlaf sind die Träume am intensivsten“, so WIATER (Schlafmediziner und Schlafforscher). (Quelle: lokal26.de)

Traumdeutung: Wird z.B. intensiv von einem Ufo-Angriff geträumt, soll dies aufzeigen, dass der Betroffene sich danach sehnt, seine Gefühle zu zeigen und auszuleben, sich jedoch hiervor fürchtet…wers glaubt? Es wird viel zu viel gedeutelt… So gibt es sogar ein Lexikon für Traumdeutung, mit unzähligen Traumsymbolen, die immer eine ganz bestimmte Bedeutung haben sollen… Die generelle Deutung von Traumsymbolen ist allerdings noch eine sehr umstrittene, wenn auch extrem beliebte Disziplin...


Schlaf ist ein passiver Zustand, er wird auch
als kleiner Bruder des Todes bezeichnet.


12.)

Wie ist das Schlafverhalten eigentlich im Alter?

Der Volksmund sagt ja, im Alter brauche man weniger Schlaf… – „Das ist Unsinn! Ein Mythos, der sich leider wacker hält“ sagt Prof. Dr. med. Ingo *Fietze (*1960) (Schlafmediziner). Kann man denn den Schlaf am nächsten Tag nachholen, geht das überhaupt? „Na ja… Es gibt drei Müdigkeitsfenster, die liegen normalerweise zwischen 9 und 10 – zwischen 12 und 14 und zwischen 16 und 18 Uhr. Mein Müdigkeitsfenster ist täglich zwischen 16 und 18 Uhr… das muss jeder Mensch selbst ausprobieren“… meinte Prof. Dr. Fietze im Interview mit der taz.

(Anm.: Prof.Dr. Ingo *Fietze ist Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums, Facharzt für Innere Medizin, Pulmologe, Somnologe an der Charité in Berlin.)

Bei manchen älteren Menschen, die nachts oft kürzer durchschlafen, ist täglich ein kurzes Nickerchen also Mittags-Schläfchen wohltuend und wichtig. Man kann übrigens keinen Schlaf nachholen… wie oft behauptet wird. Der Körper reguliert in gewissem Maße selbst eventuelle Schlafdefizite. „Gelegentlich“ versäumter Schlaf wird von unserem Körper also ohne Probleme ausgeglichen, ein chronischer Schlafmangel dagegen nicht, der kann einen wirklich langfristig krank machen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass höhere Temperaturen im Schlafzimmer den Anteil an REM-Phasen verringern können. Für einen optimalen Schlaf sollte die Temperatur in deinem Schlafzimmer daher möglichst nicht über 23 Grad Celsius liegen – man muss sich selbst aber vor allem damit wohlfühlen. 

„Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.“ – Zitat: Eleonor Roosevelt (1884-1952)
war eine US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin und Diplomatin sowie die Ehefrau des 32. US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945).


EXKURS: Lehrreiche Trauminhalte?

Forscher der Universität Bern haben bewiesen, dass Menschen im Schlaf Informationen aufnehmen und im Wachzustand wiedergeben können. Das funktioniert jedoch nur während einer ganz bestimmten Schlafphase. Der Mensch kann selbst im Tiefschlaf lernen… Meine Oma wusste das schon lange, als sie sagte: „Kind, du brauchst deinen Schlaf…“ 😉 Aber jetzt haben auch Wissenschaftler herausgefunden, dass man neue Lerninhalte, die man während des Tages gelernt hat, im Schlaf vertiefen kann. So konnten Testpersonen „nach einer Mütze Schlaf“ plötzlich alle Zahlenrätsel lösen, an denen sie tags zuvor noch gescheitert waren… berichteten Forscher (Claudio Bassetti et al.) der Universität Bern .

Wichtig ist, dass die Kinder ihren eigenen Rhythmus finden können, und dieser Rhythmus,
den haben wir in uns, das ist unsere innere Uhr, die diesen inneren SchlafWachRhythmus bestimmt…
berichtete Dr. Alfred WIATER – Somnologe (Schlafmediziner und Schlafforscher)
und Chefarzt der Kinderklinik im Krankenhaus Porz am Rhein in Köln – wie oben erwähnt…

13.)

Manchmal lösen sich Probleme also tatsächlich im Schlaf ganz von alleine…


Wer sagt: „Ach herrjeh…ich hab die ganze Nacht kein Auge zugetan …“ , der erfährt spätestens im Schlaflabor, dass er doch – wenn auch nur wenig fest geschlafen hat. Bereits eine kurze Schlafzeit gewährleistet doch ein Minimum an Erholung und verhindert, das wir an Schlafmangel leiden.


Wie ist das mit den alten Volksweisheiten: „Morgenstund` hat Gold im Mund“. Oder: „Mit den Hühnern zu Bett gehen – ist das gesund“ ?? Diese „weisen“ Aussagen gelten nur für sog. Morgenmenschen, die „Lerchen„.
Für Abendmenschen, also die „Eulen„, treffen diese „Weisheiten“ überhaupt nicht zu.

„Träume entspringen wachen Gedanken!“ – Zitat: © Cheng-En (um 1500 – 1582), chinesischer Schriftsteller


Die Fähigkeit, sich morgens an Träume zu erinnern, ist verschiedenen Studien zufolge bei allen Menschen sehr variabel (von fast nie bis jeden Morgen).

Träume und Gedanken, kennen keine Schranken.“ – Deutsches Sprichwort.


14.)

Wieso-Weshalb-Warum… haben wir eigentlich Träume?

  • Wieso träumt man? Man verarbeitet damit am Tag Erlebtes, Verdrängtes, unbewusst Wahrgenommenes. Auch Vorahnungen können „erträumt“ werden.
  • Weshalb erinnert man sich nur an manche Träume? Im REM-Schlaf träumt jeder. Nur, wenn ein Teil des Gehirns noch aktiv ist, erinnert man sich an den Traum, oft sogar an kleinste Einzelheiten, etwa wie Farben oder Beschaffenheit eines Objekts.
  • Warum wiederholen sich manche Träume? Verdrängtes wird einem plötzlich wieder bewusst, damit man sich damit auseinandersetzt. Tut man’s nicht, kann der Traum zum Albtraum werden.

Und wie lange träumen wir eigentlich? Es gibt 4 bis 5 Traumphasen in denen wir – so die Forschung – nachts ca. 1,5 Stunden lang träumen. Die ersten Phasen dauern zirka 5 min., die letzten bis zu 20 min. In jeder Phase träumt man wieder einen neuen Traum, nach der letzten Phase wacht man dann oft auf.

Nichts Ewiges kann das Glück uns geben, denn flüchtiger Traum ist ein Menschenleben. Und selbst die Träume sind ein Traum!“- Zitat: © Pedro Calderón de la Barca (1600 – 1681), Pedro Calderón de la Barca y Barreda González de Henao Ruiz de Blasco y Riaño, spanischer Dichter.


Der richtige Schlaf beeinflusst auch unsere Träume

Wenn du dich nie oder nur sehr selten an deine Träume erinnern kannst, liegt dies häufig auch an viel zu wenig Schlaf und zu viel Stress. Wenn du völlig übermüdet ins Bett gehst, nutzt der Körper die ganze Zeit zur Regeneration und hat weniger Energie für unser Traumgedächtnis.

Leise sein…pssst! Selbst die kleinsten Geräusche können den Schlafenden stören…


Ausreichend und ruhig schlafen ist also sehr wichtig für die erholsame Regeneration von Körper und Geist. Jeder Mensch sollte auch darauf achten, dass er genügend Schlaf bekommt. Die Dauer des benötigten Schlafs ist dabei sehr individuell und hängt vor allem auch vom Alter ab. Außerdem sollte es im Schlafzimmer eher kühl und wirklich dunkel sein. Während aber doch Kälte verspannt, entspannt die Wärme. Zu empfehlen ist eine Temperatur zwischen 18 und 20°C. unter 16°C sollten es nicht sein. Die Luftfeuchtigkeit sollte jedoch bei etwa 50 % liegen.

Kinder besitzen eine zauberhafte Kraft sich schnell in alles zu verwandeln, was immer sie sich wünschen…


15.)

Die Psycho-Analyse

  • Die Psychoanalyse hatte früher behauptet, dass der Schlaf ein völlig unbewusster Zustand sei.
  • Das erscheint jedoch nur so, weil der Träumer schläft und nicht mit der Umgebung kommuniziert. Im Traum sind aber immer auch Themen und Elemente des Wach-Erlebens dabei, doch die Inhalte werden kreativ gemischt.
  • Man kann aber z.B. auch von merkwürdigen Dingen träumen, die man vorher noch nie gesehen hat.
  • So – wie man sich auch im Wachzustand irgendwelche Dinge in seiner Fantasie bunt ausmalen kann.
  • Man geht heute davon aus, dass diese kreative Mischung von alten und neuen Erfahrungen, die man im Traum hat, bei unserer Gedächtnisfunktion mithelfen kann.
  • So gibt es feste Verknüpfungen zwischen verschiedenen Gedächtnis-Inhalten, die zwar nicht direkt inhaltlich, aber doch auf der emotionalen Ebene etwas miteinander zu tun haben…sagt so die Psychoanalyse heutzutage.

„Träume entstehen aus „zufällig“ ablaufenden Nervensignalen“… behaupteten die Psychoanalytiker noch vor dem Jahre 1953, als gerade – wie berichtet – der REM-Schlaf entdeckt wurde. So hat sich doch in der Forschung seither einiges getan...REM = Rapid-Eye-Movement:


Der REMSchlaf ist – wie oben erwähnt – eine Schlafphase, die von raschen Augenbewegungen und erhöhter Hirnaktivität gekennzeichnet ist. Die meisten Träume finden während der REM-Schlafphase statt. Das Gehirn durchlebt im REM-Schlaf die Ereignisse und Empfindungen der vergangenen Tage im Prinzip ein weiteres Mal. Es ist (noch) nicht abschließend geklärt, wofür genau der REM-Schlaf wichtig ist.
Man vermutet: Im Gedächtnis – insbesondere im sogenannten REM-Schlaf (siehe oben die genannten Schlafstadien) werden wichtige Informationen gespeichert, unwichtige aussortiert

„Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unseren Körper eingeschlossen sind, wie es scheint.“ – Zitat: © Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) war ein bekannter deutscher Dramatiker und Lyriker.


16.)

Die Historie der Traumdeutung

Sigmund Freud (1856-1939) – Wiener Psychologe und Arzt sowie Neurologe gilt als der „Vater der Psychoanalyse und Traumdeutung“ – sowie Carl Gustav Jung (1875-1961) der Begründer der „Analytischen Psychologie“und die modernen Neurowissenschaften prägten die heutige Traumdeutung und das allgemeine Verständnis von Träumen.

So stellt man heute fest, dass die Traumdeutung vor der Ära Sigmund Freuds sich in ihren Grundzügen deutlich von der heutigen unterschied. Während aktuell mit Träumen eher vergangene Erinnerungen und Ängste aufgearbeitet werden, so interpretierten die Menschen früher ihre eigenen Träume eher als eine Offenbarung des Schicksals, als eine Art Orakel. So versuchten die frühen Traumdeuter, durch die Träume und ihre Symbolik die Zukunft vorherzusagen.

  • Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen glauben aber noch heute fest daran, dass Träume gewisse Botschaften unseres Unterbewusstseins sind. Da die Menschen schon immer an der Bedeutung ihrer Träume interessiert waren, hat die Traumdeutung eine sehr lange Geschichte.
  • Man hat dank moderner wissenschaftlicher Methoden in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte bezüglich der Frage gemacht, warum wir träumen und was Träume sind. Auch in der Psychotherapie haben Träume und deren Deutung bereits im letzten Jahrhundert einen wichtigen Stellenwert gefunden. Und doch bleiben Träume gleichzeitig etwas immer noch Unbekanntes, fast «Mystisches», welches wahrscheinlich auch aus diesem Grund die Neugier der Menschheit immer wieder von Neuem erweckt.
  • Lange Zeit glaubten früher viele Menschen wirklich, Träume seien indirekte oder verschlüsselte Botschaften von Göttern und Dämonen. Oft wurden sie auch für Weissagungen oder Orakel gehalten. So glaubten Kriegsherren wie der persische König Xerxes (519 – 465 vor Chr.) – sie könnten ihre Schlacht nur gewinnen, wenn das Orakel im Traum zu ihnen sprach. (Anm.: Xerxes war König des persischen Achämenidenreichs) 

Nicht erst mit dem ersten Buch zur Traumdeutung (anno 1300 v.Chr.), sondern sogar wesentlich früher, also schon etwa seit dem Jahr 4000 v.Chr. soll das Aufzeichnen von Träumen bekannt gewesen sein: Es brachte große Veränderungen im menschlichen Kulturgeschehen. In dieser Zeit erfolgte der Übergang zur Bronzezeit und die Einführung der Schrift. Bereits ab etwa 3200 v. Chr. kam es zur Entwicklung der Schrift in Sumer (Keilschrift) und Ägypten (Hieroglyphen). Anm.: Die Keilschrift wurde wahrscheinlich von den Sumerern erfunden. So war also das Aufzeichen der „Schrift“ damals schon bekannt.

  • In der Antike glaubten alle Menschen, dass Träume von höheren Mächten gesendet werden.
  • Träume, aber vor allem Alpträume wurden sehr ernst genommen und die vermeintlich spirituellen und „göttlichen“ Botschaften entsprechend gedeutet.
  • Einer Legende zufolge soll der mesopotamische König „Gilgamesch“  (Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr.) in seinen Träumen Anweisungen von Gott erhalten haben, wie er seine Kriege zu führen hat.
  • Auch der Sagengestalt des Odysseus soll die Idee mit dem Trojanischen Pferd im Traum gekommen sein…. so heißt es(Anm.: Odysseus ist in der griechischen Mythologie (Homer) eine heldenhafte Figur. Homer hatte im 8. Jh. vor Christus gelebt (Wikipedia).

„Die Zukunft gehört denen, die fest an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.“ – Zitat: © Eleanor Roosevelt (1884-1952) war eine US-amerikanische Menschenrechts-Aktivistin und Diplomatin sowie die Ehefrau des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. 


  • Schon die alten Römer und Griechen sahen Träume als Omen und Vorzeichen an. Auch die alten Ägypter legten großen Wert auf Traumdeutung. Sie glaubten fest daran, dass Träume ein Fenster in die Zukunft darstellen und auch eine Verbindung zu den Göttern herstellen, die wiederum von den Menschen volle Unterwerfung verlangten, dafür diese aber auch vor Bedrohungen warnten und auch ihre Fragen indirekt durch Zeichen beantworteten.
  • Der Ruhm altägyptischer Traumdeuter drang damals schon weiter über die Grenzen des Landes hinaus. Von sog. Traumbüchern ist heute noch das sogenannte *hieratische Traumbuch teilweise erhalten. Es entstand vor ca. 4000 Jahren. Es sind die ersten schriftlich niedergelegten Empfehlungen zur Traumdeutung.

Anm.: Die *hieratische Schrift ist eine mit den Hieroglyphen eng zusammenhängende Kursivschrift, die ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten bis in die Mitte des 1. Jt. n. Chr. verwendet wurde und die als eigentliche Schrift des alten Ägypten gelten darf.


17.)

Das Zeitalter der Vernunft – die Ratio –

Mit dem Zeitalter der *Aufklärung veränderte sich auch der Ansatz der Traumdeutung. In der um das Jahr 1700 stattgefundene Reformbewegung gewann das rationale *Denken enorm an Bedeutung.
Die Berufung auf die Vernunft und die Hinwendung zu den Naturwissenschaften ließen Zweifel am Charakter des Traums als Überbringer von Botschaften aus dem Jenseits aufkommen. Wissenschaftler und Philosophen sprachen sich damals schon für eine klare Abgrenzung von Traum und Wirklichkeit aus, versuchten aber gleichzeitig ein System aus verschiedenen Arten von Träumen aufzubauen, um diese zu interpretieren. Die Kritik der reinen Vernunft ist das erkenntnistheoretische Hauptwerk des Philosophen Immanuel Kant, in dem er den Grundriss für seine Transzendental-Philosophie lieferte.

Anm.: Der Begriff *Aufklärung bezeichnet die – um das Jahr 1700einsetzende neue Entwicklung, durch rationales Denken alle – den Fortschritt behindernde – Strukturen zu überwinden. (Wikipedia)


Zum ersten Mal wurden damals schon für Träume nicht nur übernatürliche Ursachen, sondern ganz natürliche – wie Gefühle und Erinnerungen – für die Träume und deren Inhalt verantwortlich gemacht.

„Mein Herz im Traume Wunder sieht, was nie geschah und nie geschieht.“
Zitat: © „Freidank“ (* um 1200 – † um 1240). mittelhochdeutscher Dichter. 


18.)

Mythologien

  • Nur kurz erwähnt (und bei Wiki ausführlich nachzulesen) sind unsere wichtigsten Traum-Mythologien:
  • Griechische Mythologie: Der Gott „Hypnos“ (deutsch ‚Schlaf‘) ist eine Gottheit der griechischen Mythologie. Er gilt gemeinhin als der Gott des Schlafes. Die Oneiroi sind in der griechischen Mythologie die Verkörperung der Träume. Der Singular Oneiros als Bezeichnung für den Gott des Traumes gibt es auch. Nach dem Dichter „Homer“ ist das Land der Träume (demos oneiroi) ein Teil der Unterwelt (Hades).

  • In der römischen Mythologie – als „Gegenstück“ – entsprechen dem griechischen Wort für Träume die Oneiroi: „Die Somnia“, die auch hier Kinder der Nox (Nacht) sind. *Ovid nennt Somnus als Vater aller Träume. (Anm.: *Ovid (*43 v.Chr. -/† 17 n.Chr.) zählt in der römischen Literaturgeschichte neben Horaz und Vergil zu den drei großen Poeten der klassischen Epoche.
  • Ovid berichtet in den Metamorphosen von tausend Söhnen des Somnus, darunter namentlich die drei Brüder Morpheus („Gestalt“), Phobetor („Schrecken“) und Phantasos („Einbildung,Fantasie“), welche die drei Götter des Traumes sind.
  • Von diesen Göttern ist Morpheus der allermächtigste... Morpheus sollte in den Träumen menschliche Akteure formen. (Zeiträume der Entstehungsphasen bei beiden Mythologien etwa von 1600 bis 27 v. Chr.)
  • So stammen heute viele lateinische medizinische Fachausdrücke für Schlafstörungen wie z.B. Insommnie oder „mementor somnium“ (ein von Schlafforschern entwickeltes Online-Training) noch von diesen alten mythologischen Sagengestalten im alten Rom.

Anm.: Der antike römische Dichter *OVID (Publius Ovidius Naso (*43 v.- Chr. -/+ 17 v. Chr.) war ein bekannter Dichter seiner Zeit. Er zählt in der römischen Literaturgeschichte neben Horaz und Vergil zu den drei großen Poeten der klassischen Epoche.


19.)

Doch was sind eigentlich genau Träume?

In früher Zeit verstand man – woe oben erwähnt – den Traum als Pforte zur Welt der Götter. In der Nacht offenbarten die Götter der Menschheit ihre Existenz und sagten Zukünftiges voraus. Doch schon Platon (*427 – /† 347 v. Chr. ) ein antiker griechischer Philosoph, sah im Traum besonders den wilden Teil der Seele, mit dem der Mensch seine Triebe zu befrieden suchte. Platon glaubte aber auch an eine Wirklichkeit hinter den sichtbaren Dingen: Die Welt der Ideen. Alle Dinge sind Abbilder dieser Ideen und nicht reell, also von geringerem Wirklichkeitsgrad.
Die wirkliche Welt aber sei die unsterbliche Welt der Ideen. Platon verdeutlicht dies in seinem berühmten „Höhlengleichnis“… (Dies kann man ausführlich bei Wikipedia nachlesen, da es hier denn Rahmen sprengen würde).

Die Traumdeutung aber ist die „Via regia“ zur Kenntnis
des Unbewussten im Seelenleben.“ Zitat: Sigmund Freud (1856-1939)
Die Traumdeutung (1900). GW II/III, S. 613


Platon, Träume und die Seele

  • Was heißt eigentlich platonisch? Der Begriff ist nicht sinnlich, sondern rein seelisch-geistig… er bezeichnet eine Art „Seelenverwandtschaft“.
  • Was ist die menschliche Seele? Sie wird als die Gesamtheit dessen, was das Fühlen, Empfinden, Denken eines Menschen ausmacht, angesehen. Unsere Psyche ist also demnach die menschliche Seele.
  • Die Seele wird als ein substanzloser, körperloser Teil des Menschen, der nach religiösem Glauben unsterblich ist und nach dem Tode weiterlebt – angesehen. Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen damit gemeint. In diesem Sinne ist der Begriff „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit der Psyche, also dem griechischen Wort für Seele: Ψυχή (Psychí).

Platonisch ist vom griechischen Philosophen Platon abgeleitet und bedeutet so viel wie „zur Philosophie Platons gehörend“ oder „auf der Philosophie Platons“ bezogen.  Gemeint ist eine freundschaftliche Beziehung rein geistlicher oder seelischer Natur. (Wikipedia)

DIE TÜRE ZUM INNEREN „ICH“: Innere Türen öffnen. Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine der verbreitetsten und am besten untersuchten Formen von Psychotherapie. Es gibt eine begleitende Meditation für den Umgang – mit Hilfe eines Kartensets namens „The Keys to the Inner Universe“. ( Erfinder war der US-amerikanische Sportler und Bodybuilder Bill Pearl Oregon/USA)


  • Wie Platon schon den wilden Teil der Seele in unseren Träumen sah, schien auch Sigmund Freud diese platonische Betrachtungsweise zu übernehmen. Er war der Begründer der modernen Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts.

20.)

Das Tages-Ich

Sigmund Freud (1856-1939) sah im Traumerleben eine Kompensation unseres Tages-Ichs – all jener Bereiche, die ins Unterbewusste abgedrängt worden waren. Allerdings, so Sigmund Freud, geben sich diese speziellen Botschaften nur in verschlüsselter Form zu erkennen, weshalb die Traumerinnerungen in oft „mühseliger“ Analyse anhand der persönlichen Biografie des Träumers von sog. „Traum-Experten“ (meist Psychologen) interpretiert werden müssen.

Alle Märchen sind nur Träume von jener heimatlichen Welt, die überall und nirgends ist.“ –
Zitat: © Novalis (1772 – 1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, deutscher Lyriker.


  • So hatte erst im Jahre 2010 der französische Neurophysiologe „Michel Magnin“ entdeckt, dass der Übergang vom Wach- in den Schlafzustand doch noch einige Bruchlücken hat: „Wie ein Computer beim Herunterfahren ein Programm nach dem anderen beendet, verabschieden sich Teile des Gehirns zu ganz unterschiedlichen Zeiten“.

Michel Magnin hat lokale – sog. „Schlafspindeln“ – im menschlichen Gehirn (Thalamus) gefunden:
Es gibt die bekannten Wachsamkeits-Stadien (REM-Schlaf und Wachheit sowie der Nicht-REM-Schlaf). Diese entsprechen klar den differenzierten, diskreten und globalen Zuständen unseres Gehirns. Die Mechanismen, durch die Thalamus und Kortex bei der Erzeugung dieser Schlafphänomene interagieren, sind jedoch noch zu wenig bekannt.

Was versteht man unter einem „Schlafmodus“?

Bekannt ist, dass einzelne Zentren in unserem Gehirn beim Einschlafen noch im „Wachbetrieb arbeiten, während andere sich schon länger im Schlafmodus befinden“, schreibt der Wissenschaftsautor Stefan Klein, dessen Bestseller ›Die Glücksformel‹ ein internationaler Erfolg wurde.

„Chef dieses Löschens aller Lichter“ ist in unserem Gehirn der *Thalamus, eine kleine Gehirn-Schalt-Zentrale: Der „Thalamus“ ist die Sammelstelle für alle „Sinneseindrücke“, die sämtliche Signale von Augen und Ohren, Nase, Zunge und Haut an das Großhirn weitergibt. (Anm.: Der *Thalamus wird auch Sehhügel genannt, weil er eine Beziehung zur zentralen Sehbahn hat).


Anm.: Der *Thalamus bildet den größten Teil des Zwischenhirns und das ist ein Teil des Hirnstamms. Es hat vor allem auch Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus und vieles mehr… Das Zwischenhirn fungiert so als Tor zum Bewusstsein…
Dort kommen sämtliche Sinnesreize aus der Umwelt an… Diese werden aussortiert oder aber direkt an das Großhirn weitergeleitet. Der Hypothalamus liegt ebenfalls im Zwischenhirn. Dieser Bereich kontrolliert unsere Gefühle. (Kleiner Ausflug in die Anatomie: Dies alles ist sehr komplex …wird aber hier gut und einfach erklärt z.B. bei: Wikipedia
.

Schließt dieser Thalamus nun nachts jedes einzelne Programm für Programm und entlässt bestimmte Zentren in die Nacht, bleiben andere Regionen der Großhirnrinde jedoch noch hellwach. Das erklärt uns auch, wieso wir uns schon mit einem Fuß im wundersamen Land der Träume befinden, mit einem anderen Teil unseres Bewusstseins jedoch noch im Tag verhaftet sind. Aus diesem merkwürdigen Transit-Raum gleiten wir also langsam unbemerkt in die Phase des Tiefschlafs über.


  • „Träume können Empfindungen, Szenen und Bilder so eindringlich und schön gestalten wie der wache Künstler es nicht kann.“ – Zitat: © Emil Nolde (1867-1953) war einer der führenden Maler des Expressionismus. Er war auch einer der großen Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Nolde ist bekannt für seine ausdrucksstarke Farbwah

Ein schöner Traum ist wohl wirklich nur dann schön, wenn er ein Traum bleibt. Er verliert nichts
von seiner Faszination, niemand kann dir diese nehmen.


Diverse Traumarten

Klar-Träume: So gibt es auch einen Klar-Traum, auch luzider Traum (von lateinisch lux, lūcis „Licht“) genannt, ist ein Traum, in dem der Träumer sich dessen ganz klar bewusst ist, dass er jetzt tatsächlich träumt. Die Fähigkeit, Klarträume zu erleben, hat vermutlich jeder Mensch, und man kann wohl auch lernen, diese Form des Träumens herbeizuführen.


„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

  • Zitat: © Albert Einstein (1879-1953) gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit.

KLAR-TRAUM: Die Zeit anhalten, die Welt auf den Kopf stellen – alles kein Problem… Schweben, mit „Traumfiguren“ reden, um die Welt reisen – Menschen, die ihre Träume bewusst manipulieren können, erleben dies als berauschendes Gefühl. Klarträume werden heute immer öfters zum Freizeit-Vergnügen..Klarträumen kann man erlernen….Die MILD-Technik nach „Stephen LaBerge“ (*1947) amerikanischer Psychologegilt nach wie vor als eine sehr erfolgreiche Methode, um das Klarträumen zu erlernen.  Neben dem 1998 verstorbenen Paul Tholey ist Laberge der heute führende Forscher auf dem Gebiet der Klarträume… sagt Wikipedia… (Quelle: https://www.getlucid.de/luzides-traeumen-lernen/)

Anm.: Paul Tholey (1937-1998) stammte aus St.Wendel. Er war ein deutscher Psychologe, Traumforscher und Sportwissenschaftler. 


Tag-Träume

Wie der Name schon verrät, träumt man hier am hellichten Tag und bei klarem Bewusstsein und im Wachzustand. Im Grunde sind diese Tag-Träume also eher eine Fantasievorstellung, auf die man sich voll konzentriert und somit von seiner Umgebung in dieser Phase nichts mehr mitbekommt. Bestimmte Regionen im Gehirn werden bei diesen entspannten Tagträumen aktiviert, es sind die gleichen wie auch beim Schlafen und bei Patienten, die im Koma liegen.

Anm.: Der Schlafforscher und Schlafexperte Prof. Dr. med. Ingo Fietze (*1960) ist einer der Begründer der Schlafmedizin und forscht seit 30 Jahren über den Schlaf. Er stellte fest, dass gerade in Situationen, in denen der äußere Anreiz fehlt, das Gehirn beginnt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die schönen Tagträume, denen wir uns nur allzu gerne hingeben, sind manchmal ganz wichtig, um einfach nur mal abzuschalten.

DER TAGTRÄUMER:
Tagträume sind bildhafte, mit Träumen vergleichbare Phantasievorstellungen und
Imaginationen, die im völlig wachen Bewusstseinszustand erlebt werden. (Wikipedia)


Entspannung pur… have a break..

Einfach mal die Augen zu… kleine Verschnaufpausen, Entspannen im Arbeitsalltag machen den Kopf fit für neue Aufgaben und erhalten die Gesundheit. Manchmal wird sogar ein kurzes Nickerchen daraus… Also kurz einmal abschalten, dann schläft es sich auch in der Nacht ruhiger und die schönste Träume sind garantiert… 😉

21.)

Die Traumdeutung

Die Traumdeutung hat eine lange Historie. Menschen waren schon immer äußerst interessiert an der Bedeutung ihrer Träume. In den meisten Fällen sind aber unsere Traum-Botschaften sehr komplex, sodass diese erst durch Ihre Deutung einen Sinn ergeben. Das Geträumte lässt sich oft mit einem Symbol beschreiben. Diese Traum-Symbole bildeten früher schon eine Möglichkeit zur Entschlüsselung der Traumbedeutung durch Experten.

Die Traumdeutung mit Traumsymbolen sei in der heutigen Forschung längst überholt...“ sagt Prof. Dr. phil. Michael Schredel (*1962) – der Traumforscher und Wissenschaftlicher Leiter eines deutschen Schlaflabors (Institut für Seelische Gesundheit in Mannheim). So spiegeln unsere Träume meist solche Themen wider, die uns tagsüber beschäftigen. Emotionen werden in Träumen meist in dramatisierter Form, also überspitzt, dargestellt: „Eine kleine Sorge kann sich im Alptraum in ein riesiges Monster verwandeln…“ so Schredel.

Die Entwicklung der modernen Traumdeutung steht in enger Beziehung zur Emanzipation der Psychologie – von der Theologie, Philosophie und Medizin im 19. Jahrhundert. Dadurch wurde sie schon früh zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin, die allerdings bis heute eine Art Zwitterstellung einnimmt, weil man sie teils den Naturwissenschaften, teils den Geistes- Wissenschaften zuordnet. Während man früher davon ausging, dass wir nur in bestimmten Schlafphasen träumen, weiß die Forschung heute: Sobald wir schlafen, träumen wir – meist durchgehend. 

Die moderne Traumdeutung beruht auf den frühen Forschungen Sigmund Freuds (1856-1939) – dessen psychoanalytische Theorie das Traumgeschehen als wichtige Informationsquelle über unbewusste Erlebensweisen des Menschen auffasst. (Wikipedia)

Tief-Schlaf-Träume entstehen also – wie oben ausführlich beschrieben – über Nacht innerhalb der REM-Phase des Schlafs, häufig können wir uns nicht einmal mehr an sie erinnern. Aber genauso passiert es auch, dass Träume so lebhaft und realistisch im Traumgeschehen sind, dass man sie nie wieder vergisst und sich an sämtliche Einzelheiten erinnern kann. Von Bedeutung können auch kleinste Details sein, etwa wie Farbe oder Beschaffenheit eines Objekts oder das Empfinden von Freude oder Angstgefühlen.

„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“ – Zitat: © Albert Einstein (geb.1879 in Ulm-/+1953 in Princeton (New Jersey USA). Er war ein deutscher Physiker mit Schweizer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Er gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit. (Wikipedia)

Die Relativitätstheorie machte Albert Einstein berühmt. Er gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als einer der bekanntesten Wissenschaftler
der Neuzeit. Doch der Physiker hinterließ auch eine ganze Reihe von Weisheiten, die zum Nachdenken anregen.

Beispiel: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Zitat: Albert Einstein.


Schlaf-Traumbilder

  • Unsere Traumbilder, die im Schlaf in uns aufsteigen, empfinden wir selbst – wenn wir uns erinnern können – als bewegt, sie verändern sich ständig während des Träumens:
  • Da verschmelzen plötzlich Personen miteinander, Schauplätze und Situationen wechseln scheinbar übergangslos in Bruchteilen von Sekunden.
  • Auch die Alpträume unterscheiden sich von einem normalen Traum in ihrer Intensität. Der Schlafende wird von Angst und Ohnmacht gepackt, der Herzschlag rast.
  • Zum Schluss wacht der Betreffende oft angstvoll und schweißgebadet auf. Was passiert da mit mir?

Die moderne Traumdeutung beruht – wie erwähnt – auf den frühen Forschungen Sigmund Freuds, dessen psychoanalytische Theorie das Traum-Geschehen als wichtige Informationsquelle über unbewusste Erlebensweisen des Menschen auffasst.

DER ALPTRAUM
Der Tag als Tretmühle: Wenn Du aufgibst, wirst Du zermahlen...


Traumanalyse

Die wichtigsten Impulse zur Traumanalyse gingen – wie erwähnt – von dem Wiener Neurologen Sigmund Freud aus, aber auch viele andere Schlafforscher trugen ihren Teil dazu bei.

Die meisten Traumdeuter lehnen deshalb auch so genannte Traum-Lexika (mit einer Vielzahl unterschiedlicher Traumbilder, bzw. – Symbole) ab. In diesen Büchern werden wichtige Begriffe aus der Traumsymbolik – wie zum Beispiel Feuer oder Liebe – erklärt. Das wäre viel zu banal...Ob die Erklärungen – auch von sog. „Traumdeutern“ aber einen allgemein gültigen Charakter haben, darf man sicher bezweifeln.

In der Traumdeutung gelten schlechte Träume als Warnzeichen. Vor allem dann, wenn derselbe Alptraum immer und immer wiederkehrt. Traumdeuter versuchen deshalb, die Ursachen für den unruhigen Schlaf herauszufinden. Viele Alpträume handeln von gewalttätigen Angriffen, Horrorszenen, unheilvollen Erscheinungen und dem Gefühl zu ersticken, aber auch alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Verspätungen, das Verpassen irgendeiner wichtigen Sache treten oft als Alpträume in Erscheinung.

„Willst du deinen Traum realisieren, dann erwache. „
Zitat: © Rudyard Kipling (1865-1936) war ein britischer Schriftsteller und Dichter.


Die Traumdeutung bleibt für die Wissenschaft sicherlich weiter immer noch ein schwieriges Gebiet. Unbestreitbar ist, dass jeder Mensch träumt. Unklar ist aber noch, warum wir träumen. Die Funktion eines Traumes ist immer noch nicht eindeutig geklärt.

  • In Träumen verarbeiten wir Erfahrungen, und wir tun dieses mit einem Ziel, wir wollen, was vor uns liegt, besser verstehen, auf zukünftige Situationen besser vorbereitet sein.
  • Verarbeiten wir früher Erlebtes? Das bedeute aber auch: „Freud hatte vielleicht Unrecht, er meinte ja, Träume kämen aus dem Unbewussten…

TAROT-KARTEN: Es sind Spielkarten, der zu psychologischen Zwecken oder als Wahrsagekarten verwendet wird.


  • Ich finde es erstaunlich, das alle sich wundern, wenn man dem Psychologen Sigmund Freud widerspricht, sein Werk die Traumdeutung war ja doch so sehr epochal, aber eben vor 115 Jahren…Damals gab es noch keine Computertomografen“ . (Zitat: SWR2 Impuls. Ralf Caspary im Gespräch mit Stefan Klein)
  • Oder schaltet unser Gehirn etwa einfach nur eine Art Zufallsgenerator ein? In Schlaflaboren versuchen Forscher dem Rätsel auf die Spur zu kommen und um mehr zum Thema Traumdeutung zu erfahren.

Das große praktische Problem bei der Schlaf-Forschung ist: Träume können nicht im Wachzustand untersucht werden. Einen schlafenden Menschen kann man aber nicht befragen. Und ein Aufwachender kann sich aber nur nicht immer ganz exakt an alle Details des eigentlichen Traumgeschehens erinnern. Das ist hier die Crux…

Lasst uns immer in den großen Traum des Lebens kleine bunte Träume weben.“ –
Zitat: © Jean Paul (1763 – 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher
Dichter, Publizist und Pädagoge.


22.)

Sigmund Freud –
Der Begründer der modernen Psychoanalyse

Sigmund Freud sah – wie weiter oben schon erwähnt – im Traumerleben eine Kompensation unseres Tag-Ichs – all jener Bereiche, die ins Unterbewusste abgedrängt worden waren. Er sah in Träumen keine Verarbeitung der tagesaktuellen Erfahrungen. Stattdessen würde nächtliches Träumen unsere allergeheimsten Wünsche abbilden – und so als Eingangstor in unser Unterbewusstsein dienen. Im Jahre 1900 veröffentlichte er sein Buch Traumdeutung. Darin schrieb er nicht nur zum Thema „Traumdeutung“, sondern er begründete gleichzeitig damit auch als Erster die moderne Psychoanalyse.

Der Wiener Psychiater Sigmund Freud (1856-1939) war ein österreichischer Arzt, Neurophysiologe und Tiefenpsychologe. Er war der Begründer der Psychoanalyse und gilt heute noch als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. (Wikipedia)


Das Über-Ich

Das Ich und das Es“ ist eine Schrift von Sigmund Freud, die im Jahre 1923 veröffentlicht wurde. Darauf möchte ich hier aber nicht näher eingehen, das würde den Rahmen dieses Blog-Artikels sprengen…Interessantes ist ausführlich nachzulesen im Netz. Laut Sigmund Freud sind also Träume weitaus mehr als nur die Verarbeitung unserer Erlebnisse. Besonders bei Kindern stehen die Träume oft mit heftigen Wunscherfüllungen im Zusammenhang.

Bei Erwachsenen ist dies deutlich schwieriger zu erforschen. Um die wahre Bedeutung des Traums (latente Inhalte) zu erkennen, müssen die oft verzerrten und undeutlichen Trauminhalte (manifeste Inhalte) erst einmal gründlich analysiert werden, um überhaupt gedeutet werden zu können..

 Eine Hängematte im Traum symbolisiert oft die Sehnsucht der Seele des Träumers nach seiner Kindheit, dem gebotenen Schutz. Das Wiegen in der Hängematte ist schön und gleichzusetzen mit dem Wiegen in einer Wiege. In der Regel ist die Hängematte ein Symbol für Ruhe und Frieden.


Traumdeutung als „Königsweg“?

Sigmund Freud war damals schon der Meinung, dass das „Über-Ich all unsere unterdrückten Wünsche im Wachzustand aus dem Bewusstsein fernhält, diese im Schlaf aber erneut zum Vorschein kommen. Zur Selbsterkenntnis können diese dann entschlüsselt werden. Dazu muss der Patient natürlich zunächst seine Trauminhalte schildern, ehe er dann – in der freien Assoziation – alle Gedanken und Gefühle preisgibt. Anschließend kombiniert dann der Psychoanalytiker erst die veritablen Trauminhalte und die freie Assoziation zur tatsächlichen Traumaussage.

  • Sigmund FREUD bezeichnete die Traumdeutung deshalb gerne als »via regia«, den „Königsweg“ zur Erforschung des Unbewussten bei der Psychoanalyse.
  • Seine grundlegende Arbeit dazu veröffentlichte Freud bereits im Jahr 1900 unter dem Titel »Die Traumdeutung«. In diesem Werk legt er dar, dass Träume weder Botschaften von Göttern und anderen Mächten – noch bloße körperliche Vorgänge sind – sondern aus dem unbewussten Bereich unserer Psyche stammen.
  • Da Freud durch seine Erkenntnisse vom Unbewussten und von den Träumen völliges Neuland beschritt, wurde er zum Vordenker praktisch aller Psychologen seiner Zeit.

„Was der Schlaf für den Körper, ist die Freude für den Geist: Zufuhr neuer Lebenskraft.“ – Zitat: © Rudolf von Jhering (1818 -1892) war ein deutscher Jurist (Der Zweck im Recht)

Wir sollten nicht verlernen, zu träumen … denn Träume entstehen aus Liebe,
genau wie wir selbst. Jeder Mensch ist der Traum eines anderen. Das ist es,
was uns verbindet … überall auf der Welt.


23.)

Das „Ich-Bewusstsein“

Eine ganz andere Art der Traumdeutung hatte zeitgleich Carl Gustav Jung (1875-1961) meist kurz C. G. Jung genannt. Er war ein Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie (Wikipedia):

„Carl Gustav Jung“ (C.G.Jung) sah die – unter Sigmund Freud – wichtige Phase der freien Assoziation als nicht besonders notwendig an, um Träume verstehen zu können.
Er war der völlig anderen Meinung, dass Träume ausschließlich die tatsächlich innerste Wirklichkeit des Träumenden darstellen. An der freien Assoziation kritisierte er das Abdriften vom ganz spezifischen Traum-Sinn. Stattdessen reicherte C.G. Jung jedes Traumsymbol mit der direkten persönlichen Assoziation und der kollektiven Bedeutung des jeweiligen Symbols an. Er betrachtet Träume nicht als reine Wunscherfüllung, sondern als einen Prozess, der als „Ausgleich und Kompensation des Ichbewusstseins“ dient.

Albträume – schlecht geträumt? An schlechte Träume können wir uns immer besser noch erinnern, als an die schönen. Klar, schließlich hinterlassen sie bei uns nicht all zu selten ein beklemmendes Gefühl. Und immer wieder fragen wir uns: Was will uns unsere Psyche damit wohl sagen?


Genauso wie Sigmund Freud (1856-1939) war aber auch C.G. Jung (1875-1961) der Auffassung, dass Träume der einzig reale Zugang zu unserem Unterbewusstsein sind. So stellte der Psychologe C.G. Jung auch erstmals eine Beziehung zwischen den mystischen Vorstellungen des Altertums und der wissenschaftlichen Traumdeutung her.

  • In unseren Träumen verarbeiten wir Ereignisse, reflektieren Fantasien und erfahren über unser Unterbewusstsein mehr über unsere Bedürfnisse, Sorgen und Ängste. Die Traumdeutung kann dabei helfen, unsere Träume zu deuten, zu verstehen, indem sie bestimmte Traumsymbole erfasst. Sie kann dabei helfen Traumbilder zu entschlüsseln.
  • Allerdings sollte uns bewusst sein, dass ein Traum niemals vollständig gedeutet und interpretiert werden kann. Man kann nur einige gewisse Traumsymbole entschlüsseln und sollte bedenken, dass diese auch von der jeweiligen Lebenssituation und der Kultur abhängig sein könnten.
  • Der Schweizer C.G. Jung (Psychologe) kritisierte an Sigmund Freuds Lehre vor allem die absolute „Fixierung“ auf die Sexualität.
  • Die Freud`schen Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“ stehen gemeinsam mit der Traumdeutung im Zentrum von Freuds psychoanalytischer Deutung.
  • Sigmund Freud war Doktor der Medizin und betrachtete seine Überlegungen als exakte Wissenschaft. Er wusste aber auch, dass die genaue chemische Funktionsweise der psychischen Vorgänge noch der Klärung bedurfte. Das hat auch unsere heutige Zeit noch immer nicht gänzlich geklärt.
  • In der von C.G. Jung begründeten recht komplexen Psychologie stehen nicht so sehr die sexuellen Inhalte im Vordergrund, sondern vor allem die tiefen Konflikte, die bei der Entfaltung des Selbst auftreten.

Anm.: Sigmund Freuds zum Teil gewagte „Konstruktionen“ gelten heute in vieler Hinsicht als überholt, ebenso wie die von „C. G. Jung“ (1875-1961) geprägte Theorie einer universellen Traumsprache, die sich bestimmter Symbole bedient. „C. G. Jung“ war ein bekannter Schweizer Psychiater und der Begründer der analytischen Psychologie.

„So wie nicht jeder träumt, der schläft, so schläft auch nicht jeder der träumt.“ –
Zitat: © Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus.


WAS BEDEUTET EIN LEBENSTRAUM? Eine konkrete Vision, der wir gerne unsere Zeit widmen würden und die wir im Idealfall im Laufe unseres Lebens wahr machen möchten.

So hat noch lange nicht jeder Traum eine tiefere Bedeutung…

  • Wir ahnen sicher alle, dass sich Dinge, die im Unterbewusstsein schlummern, im Traum in unser Bewusstsein schleichen. Was man träumt, steht oft im Zusammenhang mit Erlebnissen oder unverarbeiteten Situationen.
  • Dinge, vor denen man sich fürchtet, die man verdrängst oder man sich herbeisehnt, können die Grundlage für unsere Träume sein. Was sich im Traum als vollkommen real anfühlt, entpuppt sich aber oft auch nach dem Aufwachen als völliges Hirngespinst.

Der Engel des guten Schlafes möge dich des Nachts behüten. Er möge dir auch den Engel des Traumes senden, damit er dir in deinen Träumen deinen Weg zeigt. Möge der Engel über dich wachen, wenn du schläfst, damit du jeden Tag erholt, mit neuer Energie und frohen Mutes in deinen Tag startest. (Zitat von Unbekannt)


Das Traumtagebuch … ein Abendbuch …

Um es nochmals zu wiederholen: Im Morgengrauen werden die Traumphasen nur noch von leichtem Schlaf unterbrochen. Deswegen können sich Menschen morgens direkt nach dem Aufwachen auch einfacher an den Traum erinnern. Nicht nur für glückliche Träumer wäre ein Traumtagebuch eine wunderbare Sache. Denn durch das Aufschreiben kommt man mit der fantastischen, oft unrealistischen Nachtseite seines Ichs in Kontakt. Diese soll jedoch echt äußerst kreativ sein, wie zum Beispiel der weltberühmte Song „Yesterday“ beweist, dessen Melodie Paul McCartney wohl – nach seinen Angaben – im Traum empfing.

  • DAS ABENDBUCH: Manchmal reicht eben auch Müdigkeit nicht aus, wenn Sorgen und Grübeleien das Einschlafen verhindern. Dann hilft es, sich vor dem Schlafengehen den Kopf frei zu machen.
  • Zum Beispiel, in dem man einfach sofort aufschreibt, was einen nicht loslässt oder bewegt.
  • Die Probleme des vergangenen Tages genauso wie etwas Wichtiges für den kommenden Tag. Solch ein Tagebuch (oder besser Abendbuch) nimmt einem die Angst, etwas zu vergessen.
  • Auf dem Nachttisch deponiert, können diese Gedanken vor dem Einschlafen niedergeschrieben werden.

TRAUMFÄNGER
Unterschätzt bloß Eure Träume nicht! Zu träumen haben wir Menschen ja schon angefangen, bevor wir überhaupt logisch denken konnten… (Spruchweisheit)


24.)

Die Traumfänger

Nach der alten „indianischer“ Mythologie fangen die Traumfänger ihre Träume in der Nacht. Sie vernichten die schlechten Träume an den Knotenpunkten des sorgsam geflochtenen Netzes. Diese verbrennen dann sofort im Morgengrauen durch die ersten Sonnenstrahlen. Nur die guten Träume finden den richtigen Weg zum Mittelloch und gleiten sanft vorbei an den Federn hinab zu dem Träumenden.

INDIANISCHER URSPRUNG: Der Traumfänger kommt aus der Ojibwe-Kultur (Chippewa). Ojibwe asabikeshiinh ist eine Wortform für „Spinne“ oder bawaajige nagwaagan in der Bedeutung einer sog. Traumfalle. Die Sprache der Ojibwe Indianer wird in großen Teilen Kanadas sowie im Norden der USA gesprochen.

Die TRAUMFÄNGER Tradition mit spirituellen Symbolen indianischer Völker – wurde erst während der Pan-Indianer-Bewegung in den 1960er und 1970er Jahren von vielen anderen indigenen Völkern Nordamerikas übernommen, Im Zentrum der Traumfänger steht der Kreis: Und der Kreis ist eigentlich in allen alten Kulturen ein Symbol für Einheit, Ganzheit und Harmonie. Mit Perlen und Federn verziert bekam der Traumfänger seine wunderschöne Optik.

Schlecht geschlafen? Etwas Böses geträumt? Mama tröstet…


  • TRÄUM`WAS SCHÖNES“: Der Satz bekommt so ein ganz neues Image und kann noch einmal an Bedeutung gewinnen.
  • Traumfänger sollten demnach ganz in der Nähe des Schlafenden oder des Bettes angebracht sein. Nur dort können sie nach indianischer Tradition auch ihre schlaffördernden Pflichten verrichten.
  • Die Ähnlichkeit zu dem indianischen Medizinrad fällt einem vielleicht gleich ins Auge:
    Der klassische Traumfänger besteht meist aus einem hölzernen, kreisrunden Reifen aus Weide, in den ein Geflecht eingearbeitet ist.
  • Dieses bestand früher noch aus tierischen, getrockneten Darmschnüren, Knochenteilen oder Sehnenfäden, heute aber meist aus Naturgarnen.
  • Er kann aber auch aus ganz anderen Materialien bestehen zum Beispiel: Weiches Leder, den schönsten Perlen, sanfte Federn, hübsche Muscheln, auch wertvolle Edelsteine… Fantasievoll werden heute aber auch oft ganz private Materialien den eigenen Traumfänger verzieren.

Hinweis: Weiter Interessantes und Wissenswertes über Traumfänger findet man in meinem anderen Blog-Artikel: „Alles nur Magie?“

„Es ist eine Ferne,
die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne,
die sein wird, zu der wir gehen.“

Autor: © Johann Wolfgang von Goethe (*1749-/+1832) gilt als bedeutendster deutscher Dichter.
Seine Werke gehören zu den wichtigsten der Weltliteratur.

25.)

„Träume sind Schäume“… sagt der Volksmund

  • Sind Träume denn einfach nur nächtliche Unterhaltung, mehr nicht? Dieses alte Sprichwort versucht hier, wohl nur den Abergläubigen und Ängstliche zu beruhigen.
  •  „Sie zerplatzen meist wie Seifenblasen“ sagt man. Ob Tag-Traum oder nächtlicher Traum: Wir Menschen träumen alle. Wie wichtig aber doch diese Seelenbilder für uns sind, erfahren wir immer wieder.
  • Traumforscher meinen, aus dem Geträumtem lässt sich doch häufiger schon einmal die eine oder andere Erkenntnis gewinnen.
  • An den Traumdeutungen beteiligen sich – wie berichtet – seit der Antike Heerscharen von Ärzten und Philosophen, von Aristoteles über Freud und Jung bis hinein in unsere heutigen Tage.
  • Warum wir träumen, kann allerdings noch niemand genauer erklären. Dies wird möglicherweise ein ewiges Geheimnis bleiben.

Mögen alle deine Träume in Erfüllung gehen.
Denn was wäre das Leben ohne einen Traum?

26.)

RESÜMEE:

Als Ärztin habe ich vieles an medizinischer Literatur über dieses spannende Thema gelesen. Dass dieses nächtliche Erleben so individuell, so intim ist, machte und macht es den Neurowissenschaften heute immer noch sehr schwer, den Vorgang des Traums genauer zu erklären…Hypothesen dazu gibt es unendlich viele, aber deutlich weniger echt gesicherte Erkenntnisse. Immerhin habe ich hier einiges Bekanntes als (derzeitiges) „Wissen“ aufzeigen können…

Es gibt leider noch viel zu wenig neuere Grundlagen-Forschung am schlafenden (träumenden) Gehirn…alle Erkenntnisse sind bisher doch letztendlich sehr oft nur vage Vermutungen: Wir lernen wohl auch im Tiefschlaf, indem unser Gehirn unsere Erfahrungen noch alle einmal durchspielt. Und das, vermuten US-Forscher, lässt uns dann träumen…

  • Träume gehören auch in unserem modernen Zeitalter immer noch zu den „größten Rätsel der Wissenschaft“...
  • Wozu sind sie überhaupt gut? Wodurch entstehen sie? Wer hat sie erfunden? 😉 Viele Fragen müssen also doch noch offen bleiben…
  • Freuen wir uns doch einfach auf unsere schönsten Träume… und ein entspanntes (Er)-Leben...

„Träume nicht Dein Leben? Lebe deinen Traum.“ –
Zitat: © Tommaso Campanella (1568-1539) Dominikaner, Philosoph und Dichter.


Die Herkunft des Wortes Traum: Mittel – und althochdeutsch *troumgoh, germanisch *drauma. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert n. Chr. belegt. Der Traum ist übrigens verwandt mit dem Verb *trügen (mhd. triegen, ahd. triugan, triogan), es ist demnach von einer Grundbedeutung wie „etwas, das trügt, das Trugbild“ auszugehen; Eine weitere Wort-Herkunft ist hier noch immer nicht genau bekannt. (Wikipedia)

  • Beispiele bekannter Redewendungen: Aus der Traum / der Traum meiner schlaflosen Nächte / nicht im Traum etwas denken / Ach, träum weiter… / nicht im Traum einfallen / Träume sind Schäume / die Frau seiner Träume / der Mann ihrer Träume  / Traum-Suse und Träumerchen / der Traum ist ausgeträumt…/ das Leben ein Traum?

„Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.“ – Zitat: © Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916) war eine bekannte österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin.

TIPP-HINWEIS…auf meinen anderen Blog-Artikel: „Alles nur Magie?“... passend zum Thema gibt es hierzu Erstaunliches, Interessantes und recht Amüsantes zu lesen!


27.)

Quellen-Angaben:

  • das gehirn.info. Questioner: BG (Prof. Dr. Michael Schredl, Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim) Kurz-Bericht aufgezeichnet von Dr. Jochen Müller.
  • https://www.academics.de/ratgeber/warum-traeumt-man
  • Die Glücks-Formel – Wissenschaftsautor Stefan Klein (Physiker), dessen Bestseller ein internationaler Erfolg wurde. Wikipedia (Träume)
  • www,dgsm.de Dr.med. Alfred Wiater. Der Kinder- und Jugendarzt ist Vorstandsreferent der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.


  • http://traumdeutung.blogspot.com/2010/11/die-moderne-traumanalyse.html?m=0
  • Buch: Therapeutisches Arbeiten mit Träumen. Theorie und Praxis der Traumarbeit.
  • Schlummerphase © Copyright 2020 NetDoktor.de – Christiane Fux, Medizinredakteurin
  • Kurz-Interview von „Ingo Fietze“ – Schlafforscher – mit der taz („Schlaf braucht ein neues Image“ – Sofie Schmalz – freie Autorin) vom 15.03.2020. (Prof. dr. med. Ingo Fietze: Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums, an der Charité Berlin.)
  • Informationen: Dr. Ulf Kallweit, Klinische Schlaf- und Neuroimmunologie, Institut für Immunologie, Universität Witten/Herdecke.
  • Bericht „Coliquio“ 24.07.2020: Dr. Luciana Besedovsky, Leiterin der Gruppe „Schlaf und Immunsystem“ am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie an der Universität Tübingen.
  • Verein für REM-Schlaf-Verhaltensstörung, c/o Philipps-Universität Marburg, Neurologie- 35043 Marburg.E-Mailsittig@med.uni-marburg.de
  • https://link.springer.com/article/10.1007/s11818-014-0679-4
  • Verwendete Literatur: Stangl, W. österreichischer Psychologe und Schriftsteller (2020). Neuronen und Gehirn in der Computersimulation. Werner Stangls Arbeitsblätter.
  • https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/Gehirn-Computer.shtml (2020-08-02).
  • Stefan Klein, Buch: „Träume“ eine Reise in unsere innere Wirklichkeit. (Zitat: SWR2 Impuls. Ralf Caspary im Gespräch mit Stefan Klein – Bestseller-Autor). –
  • https://www.uniaktuell.unibe.ch/2019/wir_sollten_uns_mehr_schlaf_goennen/index_ger.html.
    Schlafforscher der Universität Bern (CH): Prof. Dr. med. Claudio L. Bassetti (Professor für Neurologie und Direktor der Universitätsklinik für Neurologie) und Prof Dr. Fred Mast (Professor für Allgemeine Psychologie und Quantitative Methoden am Institut für Psychologie und Leiter der Abteilung Kognitive Psychologie, Wahrnehmung und Methodenlehre)

Blog-Artikel
„Die wundersame Welt der Träume“
veröffentlicht am: 01. August 2020
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Blogartikel zuletzt aktualisiert im Januar 2023
(Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)
Alle Blog-Artikel sind zu finden unter: www.bienchenhamster.de

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