Die Entstehung der Urmenschen und Prähistorisches:

Was war zuerst da – die Henne oder Ei?
Diese Frage wurde schon in der Antike von Plutarch (*um 45/ † um 125 n.Chr.) gestellt. Er war ein antiker griechischer Schriftsteller. Sogar Goethe hatte sich damit beschäftigt. Die Evolutionsbiologie muss aber gar nicht im Widerspruch mit der göttlichen Schöpfungsgeschichte stehen, sagte Johannes Hübner. Vielleicht hat Gott sein Konzept erdacht, alle Naturgegebenheiten geschaffen und den Dingen mit dem Urknall seinen Lauf gelassen… meinte Prof. Johannes Hübner (Professor für Theoretische Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.)


Blogartikel verfasst am 26.09.2022 (Bilder/Fotos von Pixabay/Pexels/Unsplash et al.)
by Ulla (Auch zu finden unter: www.bienchenhamster.de)


BLOG-ARTIKEL: ÜBERSICHT

1. Neue wissenschaftliche Forschungen zur Entstehung des Weltalls und zur Evolution
2. Die Entstehung des Lebens auf unserer Erde
3. Das Zeitalter der Dinosaurier
4. Die weitere evolutionäre Entwicklung bis hin zum Menschen
5. Genetischer Überblick über die menschlichen Abstammungslinien
6. Prähistorische Kultstätten
7. EXKURS: Die Entwicklung der Menschen im ostasiatischen Raum.


Oktober 2022 – NEWS FIRST:
Der schwedische Mediziner, Paläogenetiker, Biologe und Wissenschaftler Prof. Dr. Svante Pääbo erforschte, wie viel vom frühen Urmenschen noch in uns Menschen heute steckt. Jetzt hat er aktuell für seine Leistungen den Nobelpreis für Medizin erhalten. Die Nobelversammlung zeichnet ihn „für seine Entdeckungen über die Genome ausgestorbener Homininen und die menschliche Evolution“ aus. Er sequenzierte als erster das Genom des Neandertalers und entdeckte den Denisova-Menschen: Dazu Ausführlicheres am Ende dieses Blog-Artikels.


Die Evolutionstheorie 

Hierunter versteht man die wissenschaftliche und in sich stimmigen Beschreibung der Entstehung und Veränderung biologischer Prozesse, speziell der Lebewesen (Arten), als Ergebnis der Evolution der Organismen, d. h. eines Entwicklungsprozesses im Laufe der bisherigen Erdgeschichte, der mit der Entstehung des Lebens einsetzte und bis heute weiterhin andauert. (Wikipedia) 

Die Geschichte der Evolutionstheorie beginnt bereits in der Antike und reicht über Charles Darwin (1809–1882) bis in die Gegenwart, wo sie in die  Evolutionstheorie mündet. Nach der Evolutions-Theorie sind wir Menschen entfernte Verwandte der heutigen Primaten. Theorie? Die Evolutionstheorie ist die wissenschaftliche Methode, die, wie der Name zunächst nicht vermuten lässt, doch ein wissenschaftlich anerkanntes Konzept liefert. Nach ihr sind wir Menschen also eindeutig Verwandte und nicht Nachkommen der Primaten. Tatsächlich ist aber inzwischen eine beachtliche Anzahl von Fossilfunden dieser so genannten *missing links dokumentiert. Die Darwinische Evolutionstheorie ruht also auf einem äußerst massiven Fundament, auch wenn sie „nur“ eine Theorie ist. Charles Robert Darwin war ein britischer Naturforscher. Er gilt wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler (Wikipedia).

*Anm.; missing links (engl. = fehlende Bindeglieder) = Ein Missing Link ist eine noch unentdeckte fossile Übergangsform zwischen entwicklungsgeschichtlichen Vor- und Nachfahren, die aufgrund evolutionstheoretischer Überlegungen bereits vorhergesagt worden ist und die Überlieferungslücken im Fossilbericht schließen würde. Ursprünglich wurde der Begriff etwa ab 1860 von Charles DarwinThomas Huxley und Ernst Haeckel für das noch fehlende Glied in der Entwicklungsreihe von affenartigen Vorfahren zum Menschen verwendet. (Quelle: Duden)


  • Die Evolutionstheorie: Darwins erste Hauptthese besagt, dass sich die Natur allmählich entwickelt hat und nicht auf einen Schlag von Gott geschaffen wurde. In seiner Theorie zur Entstehung der Arten behauptet Darwin außerdem, dass sich alles Leben auf der Erde aus verschiedenen Urformen entwickelt hat.
  • So zweifelt heute kein ernstzunehmender Forscher mehr die Grundsätze seines Werks an.
  • Charles Robert Darwins Theorie zur Entstehung der Arten ist längst zur Grundlage der modernen Biowissenschaften geworden.

Tempora mutantur, nos et mutamur in illis„, bedeutet im Lateinischen: „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“. Es ist ein Hexameter, der bereits seit dem 16. Jahrhundert als Sprichwort belegt ist. 

Unter Evolution (von lateinisch: evolvere – „entwickeln“) versteht man im deutschsprachigen Raum in erster Linie die biologische Evolution. Darunter wird die – von Generation zu Generation – stattfindende allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen und von anderen organischen Strukturen (z. B. Viren) verstanden. (Wikipedia)


Mensch und Affe: Was haben diese gemeinsam? Wir haben mit ihnen einen gemeinsamen (noch unbekannten) Vorfahren, der etwa vor etwa 7 Millionen Jahren in Afrika gelebt hat.


Ein Beitrag aus populärwissenschaftlicher Sicht:

Die meisten Wissenschaftler sind sich heute einig: Das Universum und alles, was sich darin befindet, entstand mit dem Urknall: Aus einem unendlich winzigen Punkt soll vor rund 14 Milliarden Jahren unser Universum entstanden sein. Unser Kosmos, aller Raum und alle Zeit existieren erst seit diesem Punkt: Das ist gängige Lehrmeinung.

Das Universum ist unendlich groß und es war doch wohl schon immer da? Nein… sagte der Physiker Stephen Hawking (*1942-/+2018) damals noch in einer US-amerikanischen Talkshow „StarTalk“ mit Neil deGrasse *Tyson. Was war denn dann vor dem Urknall? Hawkins Antwort lautete: „Nichts“...Seiner Ansicht nach gab es vor dem Urknall so etwas wie Zeit gar nicht. „Vor dem großen Urknall existierte einfach nichts“, erklärte Stephen Hawking. (Anm.: Neil deGrasse *Tyson (geb.1958) ist ein US-amerikanischer Astrophysiker und Kosmologe.)

Obwohl Wissenschaftler noch zu Beginn es 20. Jahrhunderts tatsächlich von einem statischen Universum ausgegangen sind, fanden sie seither doch heraus: Das Universum dehnt sich aus, es expandiert. Alle Galaxien bewegen sich voneinander weg. Es gibt keinen Mittelpunkt des Universums. Das bedeutet aber auch, dass es irgendwann vor langer Zeit überhaupt erst damit begonnen haben muss, sich auszudehnen. Diesen Beginn, diesen Anfang von Allem, nennen die Wissenschaftler den Urknall.

Der Urknall

Es bezweifelt kein ernstzunehmender Forscher die Grundsätze seines Werks an: Charles Robert Darwins Theorie zur Entstehung der Arten ist längst zur Grundlage der modernen Biowissenschaften geworden.

  • Georges Henri-Joseph-Edouard Lemaître (*1894-/+1966) war ein belgischer Theologe und Astrophysiker. Er gilt als Begründer der Urknalltheorie: Das klassische Standardmodell der Urknalltheorie wird nach ihm Lemaître-Universum genannt. Davor gab es nichts… rein gar nichts…keine Materie, keinen Raum, keine Zeit.
  • Was unsere Vorstellungskraft absolut übersteigt, ist heute – wissenschaftlich gesehen – eine der hieb- und stichfestesten Theorien der Wissenschaft überhaupt…, sagt Hendrik Hildebrandt, Professor für beobachtende Kosmologie an der Uni Bochum.
  • Glaubt man der Urknalltheorie (englisch: Big Bang) mit der Entstehung des Universums, verbietet sich die Frage nach dem „Davor“. Materie, Raum und Zeit existierten einfach nicht.
  • Das gesamte Universum bündele sich in einem Punkt, der tausendmal kleiner als ein Stecknadelkopf sei – so heiß und dicht, jenseits jeder Vorstellungskraft…
  • Der Urknall – eine immer noch umstrittene These: Vor etwa 13,8 Milliarden Jahren explodierte wohl dieser „Stecknadelkopf“ : Das Universum ward geboren.

Als Urknall wird in der Kosmologie also der Beginn des Universums, somit der Anfangspunkt der Entstehung von Materie, Raum und Zeit bezeichnet. Nach dem kosmologischen Standardmodell ereignete sich der Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren.


  • Innerhalb eines Sekundenbruchteils dehnte sich damals – nach dieser o.a. These – das Universum in einen unvorstellbar großen Raum aus. Während sich das Universum also immer weiter und weiter ausdehnt, hält einzig und allein die *Gravitationskraft alles zusammen.
  • Das Universum wächst bis heute noch in einem unglaublichen Tempo weiter – fast alle Galaxien entfernen sich immer weiter von der Milchstraße. Seit knapp hundert Jahren wissen wir, wo sich unser Sonnensystem in der Milchstraße befindet.
  • Die Milchstraße ist eine Galaxie. Galaxien sind – einfach erklärt – große Ansammlungen von Sonnen, Planeten, Gasnebeln, Staubwolken und sogenannter Dunkler Materie.
  • Darunter versteht man eine Materie, die nicht leuchtet – aber durch *Gravitation auch für den Zusammenhalt in einer Galaxie sorgt. (Wikipedia)
  • (Anm.*Gravitation: Alle Körper, die eine Masse haben, ziehen sich gegenseitig an. Die Kraft, die zwischen den Körpern aufgrund ihrer Masse wirkt, heißt deshalb auch *Gravitationskraft)

Weltall-Universum


  • Eigentlich sollte die gegenseitige Anziehung der Materie die Ausdehnung des Kosmos langsam abbremsen, doch stattdessen expandiert der Kosmos immer schneller.

Was treibt den Kosmos denn immer schneller auseinander?

  • Irgendetwas treibt den Kosmos also immer schneller auseinander – und niemand weiß, was dieses „Irgendetwas“ sein könnte und was physikalisch dahinter steckt. Die Expansion wird wohl immer schneller weitergehen und nie ein Ende finden?
  • Verantwortlich dafür soll die sog. „Dunkle Energie“ sein, eine rätselhafte Kraft, wie oben kurz erwähnt.
    Ohne Dunkler Materie ist nicht zu erklären, was Galaxien überhaupt zusammenhält. Diese Dunkle Energie allein wirkt über die Gravitation.
  • Für diese ungeheure Entdeckung wurde den Astrophysikern Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam Riess der Physiknobelpreis im Jahre 2011 verliehen.
  • Wie groß ist das Universum? Woraus besteht es? Wie ist es entstanden? Und wie wurde es so, wie wir es heute kennen? Mit diesen Themen beschäftigt sich die Kosmologie, die Lehre von der Entstehung und Entwicklung des Universums. Sie ist ein Teilgebiet der Astronomie, das in enger Beziehung zur Astrophysik  steht. 
  • Aufnahmen des bekannten Weltraum-Teleskops Hubble zeigen Galaxien, die bis zu 13 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sind.
  • Das Licht, das wir hier sehen, ist also 13 Milliarden Jahre lang durch das Universum unterwegs gewesen – und wir können damit also weit in die Vergangenheit zurückblicken. (Quelle: ScienceBlogs.de – © 2022 Konradin Medien GmbH.)

Die Bedrohung für uns aus dem Kosmos?

Der berühmteste Meteoriteneinschlag auf die Erde liegt etwa 65 Millionen Jahre zurück. Er besiegelte das Ende der Dinosaurier mit und ermöglichte vermutlich den Aufstieg der Säugetiere. ( Quelle: Lesch`s Kosmos)
Dazu später mehr…

Der Asteroid

Als Asteroiden, Kleinplaneten oder Planetoiden werden astronomische Kleinkörper bezeichnet,
die sich auf keplerische Umlaufbahnen rund um die Sonne bewegen. Diese sind größer als Meteroiden,
aber kleiner als Zwergplaneten. (Quelle: Wikipedia)


Der Meteorit

Ein Meteorit ist ein Brocken aus Stein oder Metall, der aus dem Weltall kommt.
Wie entstehen Eisenmeteoriten? Eisenmeteoriten stammen wahrscheinlich aus dem Kern ehemaliger Asteroiden, bei deren Entstehung sich die schweren Elemente Eisen und Nickel im Innern absetzten. Sie werden oft als Modell für die Zusammensetzung des Erdkerns angesehen.


EISEN-METEORIT (Museum) – Ein Meteorit ist also ein Festkörper kosmischen Ursprungs, der die Erdatmosphäre durchquert und irgendwann den Erdboden erreicht hat. Wenn diese riesigen Stein-Eisenklumpen den glutheißen Flug durch die Atmosphäre überstehen und auf der Oberfläche des Planeten landen, werden sie zu Meteoriten. Als Meteor wird auch das Aufleuchten von Sternschnuppen bezeichnet, wenn sie als kleine Gesteins- oder Staubteilchen in der Hochatmosphäre verglühen. (Wikipedia)


Im Jahre 1920 wurde zuletzt in Namibia (südwestliches Afrika) in den dortigen Bergen (in der Nähe der Farm Hoba bei Grootfontein) ein 60 Tonnen (= 60.000 kg) schwerer „Eisenmeteorit“ entdeckt. (Alter: zirka 190 bis 410 Mio. Jahre).

Auch fand man Hinweise auf einen Meteoriteneinschlag in (380 Millionen Jahre alten) marokkanischem Gestein.

Wahrscheinlich durch den Einschlag eines Riesen-Asteroiden mit einem Durchmesser von etwa zehn Kilometern fanden auch die Dinosaurier einst ihr Ende (nach wissenschaftlichen Erkenntnissen) vor zirka 65 Millionen Jahren.
Noch heute sind sich die Forscher allerdings immer noch nicht ganz einig, warum die Dinos damals alle ausstarben. Auch viele andere Tierarten verschwanden damals von der Erde. Dies alles dauerte zwar tausende von Jahren, erdgeschichtlich gesehen ist dieser Zeitraum aber sehr kurz…


  • In der *Neuzeit hatten Meteoriten jedoch allerdings seither keine so drastischen Folgen mehr: Bisher gibt es keine gesicherten Berichte, dass ein Mensch jemals durch den Einschlag eines Himmelskörpers getötet worden wäre.
  • Meteoriten können sehr unterschiedlich groß sein. Die meisten verglühen und kommen gar nicht erst auf dem Erdboden an.
  • Große Meteoriten zerbrechen sehr oft schon im Flug, so dass nur kleinere Bruchstücke auf die Erde aufschlagen. Es kommt jedes Jahr meist nur zu weniger als 10 Meteoritenfällen (meist in kl. Brocken) auf der ganzen Welt… sagt Wiki.
  • Anm. *Neuzeit: Der Beginn der Neuzeit fand statt um das Jahr1500 mit der Erfindung des Buchdrucks, der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453, der so genannten „Entdeckung“ Amerikas 1492, der Erreichung Indiens auf dem Seeweg im Jahre 1498 und dem Beginn der Reformation anno 1517. Die Neuzeit ist nach Altertum und Mittelalter die dritte der großen historischen Epochen und reicht bis in die Gegenwart (Wikipedia).

Wie alles einst auf unserer Erde begann:

Die Erde ist der dichteste, fünftgrößte und der Sonne drittnächste Planet des Sonnensystems. Sie ist heute Ursprungsort und Heimat aller bekannten Lebewesen…

UNSERE ERDE: Das Alter unserer Erde wird geschätzt auf etwa 4,6 Milliarden Jahre. In ihren Anfangsjahren war die Erde über hunderte Millionen von Jahren lang so unfassbar heiß, dass sich ihre Oberfläche nicht verfestigen konnte: Später, als die Erde abkühlte, bildeten sich Wolken. Es regnete und regnete… über Millionen von Jahren, bis sich schließlich ein weltumspannender Ur­-Ozean bildete. Der Planet wurde blau und bot als blauer Planet damit einfachsten Bakterien eine Lebensgrundlage.

Vor knapp 4 Milliarden Jahren ereignete sich dann in den Tiefen des Ur-Ozeans etwas absolut Einmaliges: Aus organischen Molekülen entstanden die ersten lebenden Zellen. Die Einzeller – auch Prokaryoten genannt – sind Urahnen aller nachfolgenden Organismen.


Folgenreiche Kollision: Ein Objekt der Größe des Mars traf die Erde vor mehr als vier Milliarden Jahren. Der Mars ist nur wenig kleiner als die Erde…


  • Beim Aufprall dieses riesigen Himmelskörpers (Meteorit) wurde damals fast das erste komplette Leben auf der Erde ausgelöscht.

In der rund vier Milliarden dauernden Erd-Geschichte kam es dabei schon mehrfach zum Aufprall riesiger *Meteoriten auf die Erde. Der älteste bisher bekannteste *Meteoriteneinschlag hatte bereits vor über 3,47 Milliarden Jahren die – noch junge Erde – fast komplett verwüstet. Ein etwa 20 Kilometer großer Himmelskörper-Koloss erzeugte gigantische Flutwellen und riss möglicherweise jene riesigen Spalten, welche die Erdoberfläche dabei in diverse tektonische Platten – in ihre heutigen Kontinente – zerlegte.

Seit ihrer Entstehung hat sich die Erde stark verändert:

Berge, Meere und Kontinente sind entstanden und wieder vergangen, Tier- und Pflanzenarten haben sich ausgebreitet und sind ausgestorben. Die meisten dieser Veränderungen passierten sehr, sehr langsam, über viele Millionen Jahre hinweg. Aber es gab auch einschneidende Ereignisse: Innerhalb weniger tausend Jahre änderten sich die Umweltbedingungen drastisch.

  • Zu Beginn, vor 4,5 Milliarden Jahren war die Erde – wie gesagt – noch völlig unbewohnbar. Sie entstand einst als eine heiße Kugel aus glühendem geschmolzenem Gestein, umgeben von heißen, ätzenden und giftigen Gasen. Das klingt wie eine Beschreibung der Hölle – und vom griechischen Wort „Hades“ für Hölle stammt auch der Name dieser Zeit: Hadaikum.
  • Das Alles endete vor etwa vier Milliarden Jahren mit der ersten großen Veränderung: Die Erde war etwa so weit abgekühlt, dass die Oberfläche fest wurde – die Erde bekam eine Kruste.
  • Die Erde kühlte weiter ab, so dass sich auf der Kruste flüssiges Wasser sammeln konnte: Meere entstanden. Und in diesen Meeren begann vor etwa 3,8 Milliarden Jahren das Leben – zunächst aber – wie schon erwähnt – nur in Form einfachster Bakterien...

Nach Beschreibung der Forscher war die Erde – zur Zeit des ersten *Meteoriteneinschlag – gerade erst einmal eine Milliarde Jahre jung und damals – wie gesagt – lediglich von Bakterien, den einzigen Lebewesen bewohnt.

  • Richard Potts (Leiter des Human Origins Program an der US-amerikanischen Forschungs- und Bildungseinrichtung Smithsonian (Washington DC.), geht davon aus, dass die menschliche Evolution nicht durch eine einzelne Entwicklung, sondern durch mehrere klimatische Veränderungen beeinflusst wurde.
  • Das Auftreten des menschlichen Geschlechts vor fast drei Millionen Jahren fiel nach seinen Angaben in eine Zeit, in der es sehr starke Fluktuationen zwischen extrem feuchtem und extrem trockenem Klima gab.
  • „Die natürliche Selektion begünstigte erste Primaten, die mit den ständigen, unberechenbaren Änderungen der Natur zurechtkamen.
  • Unsere Anpassungsfähigkeit ist also das bestimmende Abgrenzungsmerkmal der Menschen...“ so Richard (Rick)Potts (*1953): Paläoanthropologe am College of Arts & Sciences der George Washington University.

(Anm.: Nachweise für den Zeitpunkt des ersten *Meteoriteneinschlages gaben im Jahre 2010 ein Gruppe bekannter US-Geologen (um Gary Byerly (*1963-/† 2022) von der Staatlichen Universität Louisianas und Prof. Donald R. Lowe (*1942) von der Stanford Universität in Palo Alto (Kalifornien) im Wissenschaftsjournal „Science“ bekannt. (Bd. 297, S. 1325).


Bis irgendwann am Ende dieser Periode ein völlig unscheinbares, auf den Hinterbeinen laufendes Reptil auftauchte, dessen mehr als hundertfache Nachkommen dann eines Tages als Dinosaurier die Welt für lange Zeit beherrscht hatten…Dazu später mehr…


Die Entstehung des Lebens auf der Erde

Das Mesozoikum wird gemeinhin als Blütezeit der Dinosaurier bezeichnet,

  • Die Dinosaurier entstanden aus einem Ei… Vor ungefähr 225 Millionen Jahren – mitten in der Trias, der ersten Periode des Mesozoikum (Erdmittelalter) – tauchten die ersten Dinosaurier auf.  (Anm.: Das Mesozoikum ist eine geologische Ära, die vor etwa 252 Millionen Jahren begann und vor etwa 66 Millionen Jahren endete). Fast 200 Millionen Jahre lang beherrschten diese Dino-Giganten die Erde.
  • Anm.: Das Mesozoikum (Erdmittelalter) teilt sich in drei Perioden, jede von der anderen durch ein großes Aussterbe-Ereignis, eine signifikante Umwelt-Veränderung oder generelle Veränderungen der Fauna & Flora getrennt.
  • In chronologischer Reihenfolge heißen diese Perioden: Trias, Jura und die Kreidezeit. 
  • Ab dem Jura entwickelten sich immer größere Dinosaurier in allen Familien.
  • Anfangs bildeten alle heutigen Erdteile noch eine große zusammenhängende Landfläche den Ur-Kontinent Pangäa (= „gesamte Erde“). So konnten die Dinosaurier sich über den ganzen Kontinent „ERDE“ ausbreiten, was heute auch erklärt, warum man fossile Überreste der ersten Dinosaurier-Arten auf allen fünf Kontinenten findet.

THYRANNOSAURUS REX ist eine Gattung fleischfressender Dinosaurier:
Der Tyrannosaurus rex wird häufig mit T. rex abgekürzt.

>> Als T-Rex & Co. noch die Erde beherrschten <<


Der frühe Giganoto-Saurus  (wörtlich: „südliche Riesen-Eidechse“) lebte vor etwa 100 Mio. Jahren im heutigen Südamerika. Er war einer der größten fleischfressenden Dinosaurier, der (nachweisbar) je gelebt hat. Mit bis zu 14 m Länge und über 7 Tonnen Gewicht übertraf er wahrscheinlich auch die Größe von Tyrannosaurus rex.
Von wegen kraftlos: Mit einer Kraft von bis zu 57.000 Newton konnte der Tyrannosaurus Rex zubeißen – und stellt damit bis heute alle Landlebewesen in den Schatten. (Wikipedia)

(Anm.: Es gibt hier eine Umrechnungstabelle bei Wikipedia: Wie viel sind 1000 Newton? 1 Kilonewton (Kraft) = 1000 N = 1000/9.81 kg = 102 kg (Gewicht).


Oft wird übersehen, dass vor den Dinos bereits ein ganzes Erdzeitalter mit einer völlig andersartigen Fauna existierte. Und diese Periode hält tatsächlich mehr als eine lehrreiche Überraschung bereit:

Das ist keine Science fiction:
Im Paläozoikum (Erdaltertum), beginnend vor ca. 550 bis 600 Millionen Jahren, bevölkerten nachweisbar Riesen-Monster u. a. Gliederfüßler (von der Größe eines Autos) die Erde. Im Wasser lauerten vier Meter lange Skorpione auf ihre Beute und zwei Tonnen schwere Fische, die mittels extrem kräftiger Flossen sogar auf dem Land jagten. In der Luft dröhnte der Flügelschlag von metergroßen Libellen...



Monströse Kreaturen entstanden schon früh…


In der Kreidezeit ( = die letzte Periode des Mesozoikums) setzte sich das Wachstum der Riesen-Lebewesen noch weiter fort. Spinosaurier (“Dornenechsen”) brachen den Rekord für das größte Landraubtier (18 m Körperlänge), Titanosaurier (“Riesenechsen”) waren das größte Tier überhaupt (40 m Körperlänge)

Der Ur-Kontinent Pangäa brach später – wie oben erwähnt – durch heftige Riesen-Meteoriten-Einschläge immer weiter auseinander, die heutigen Erdteile entstanden. Er brach zunächst in zwei, später in acht einzelne Fragmente auf.
Durch das Auseinanderbrechen der Landmassen verschwanden auch die damals noch wüstenartigen Landstriche immer mehr… es gab überall mehr Wasser auf der Erde. (Quelle: GeoWiki)

  • Es war damals – wie beschrieben – eine Welt voller fremdartiger und monströser Kreaturen entstanden: Riesige Skorpione, Riesenspinnen und gewaltige Insekten kämpften um die Vorherrschaft in der Evolution des Planeten Erde…

Nach den Welterfolgen mit den Kino-Filmen:  „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ und „Die Ahnen der Saurier: Im Reich der Urzeitmonster“ u.a. – schließt der britische Ausnahme-Film-Produzent Tim Haines den Kreis eines fast unbekannten Zeitalters ab. Nach mehreren BBC-Produktionen über prähistorisches Leben, beschloss Tim Haines 2002 eine eigene unabhängige Firma zu gründen: Impossible Pictures Limited ist seine englische TV-Produktionsfirma.

Anm.: Tim Haines ist bekannt auch für Filme wie Space Odyssey – Mission zu den Planeten, Primeval: New World u.a. (Quelle: https://www.presseportal.de/pm/25171/780336 – (Filme sind als DVD`s erhältlich – YouTube · Constantin Film.)


Die Zeit der Dinosaurier begann also – wie gesagt – mit dem „Mesozoikum“ – dem Erdmittelalter, also vor etwa 250 Millionen Jahren. Auch kleinere, weniger gefährliche „Urzeit-Echsen“ bevölkerten damals – im Mesozoikum – nahezu alle Kontinente. Diese wurden von den großen Monstern gerne vertilgt…

Fressen und gefressen werden… war auch der Titel eines niederländischer Tierfilms des Filmemachers und Drehbuchautors Bert Haanstra (*1915-/+1997) aus dem Jahr 1972.


Was ist im Paläozoikum passiert? Das Paläozoikum, auch Erdaltertum genannt, ist das erste von drei Ära-Themen im Phanerozoikum. Es begann mit dem Aufstieg des sichtbaren Lebens vor 541 Millionen Jahren und endete mit dem gravierendsten Aussterbeereignis der belebten Urgeschichte vor 251,9 Millionen Jahren.

  • Gehen wir doch hier noch etwas weiter zurück in die Vergangenheit. Das bringt uns mitten in die Kreidezeit (Zeitraum): Vor 145 bis 66 Millionen von Jahren.
  • Die Kreidezeit war die letzte Periode des Mesozoikums. Sie begann vor rund 145 Millionen Jahren. 
  • Am Ende der Kreidezeit starben – mit den Dinosauriern – fast alle damaligen Lebewesen, vermutlich in Folge von riesigen Meteoriten-Einschlägen. Die plausibelste These für das Aussterben der Dinosaurier sei wohl ein enormer Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko gewesen.

Dadurch brannte es überall auf der Welt… es wurde dunkel und eisig kalt, das Sonnenlicht auf der Erde war fast erloschen… die Pflanzen erfroren – die Erde wurde kahl… es gab für Lebewesen fast keine Nahrung mehr. So kam es zu langanhaltenden Klima-Veränderungen – danach kam die Eiszeit. Die Erde war kaum noch bewohnbar… und trotzdem haben einige Lebewesen überlebt... Survival of the Fittest.. bedeutet im Sinne der darwinschen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen.


ABBILDUNG: FLUGSAURIER -MODELL


Und es ging weiter mit immer neueren Lebewesen… Hühner zum Beispiel gehören ja zu den Vögeln – aber Vögel – wie wir sie heute kennen – gibt es auf der Erde wohl nachweislich „erst“ seit etwa rund 160 Millionen Jahren…

Dinosaurier – wie heute noch alle Reptilien – haben immer schon Eier gelegt, auch schon vor 230 Millionen Jahren, als die ältesten Dinosaurier auftauchten. Und damals gab es mit Sicherheit noch kein Huhn weit und breit. Deshalb kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen: Das Ei war VOR dem Huhn da.

EIER sind schon nachweislich von Riesenlibellen vor über „300 Millionen Jahren“ gelegt worden.

(Quelle: Wikipedia)

Das erste Vogel-Ei… stammte wohl von gefiederten Dinos… Dass sich die Vögel einst aus Dinosauriern entwickelten, ist schon länger bekannt.

  • Nicht bekannt ist aber, WANN der erste echte Vogel aus unzähligen Vorläuferformen entstand. Jetzt haben Paläontologen in China – die bisher ältesten Fossilien eines solchen echten Vogels entdeckt. Es handelt sich um die 130 Millionen Jahre alten Überreste eines urzeitlichen Watvogels (genannt auch die Regenpfeiferartigen).
  • Das damals etwa amselgroße Tier besaß schon ein relativ modernes Federkleid und war wahrscheinlich ein guter Flieger. Er besaß überproportional lange Beine. Diese waren im Gegensatz zu denen vieler anderer Urvögel nicht mit Federn bedeckt, sondern nackt.
  • Ibisse – Kraniche – Regenpfeifer – Reiher – Schnepfen – Störche …& mehr… Ja, auch die Reiher und die Störche gehören zu den Wat-, Schreit- und Stelzvögeln, die meist in Feuchtgebieten leben.

Der Watvogel als Urvogel…

  • Zusammen mit anderen Merkmalen spricht dies nach Angaben der Paläontologen dafür, dass der frühe „Arche-Ornithura“ eine Art Watvogel war, der im Wasser nach Nahrung suchte.
  • Seine Entdeckung lässt vermuten, dass der Urahn aller echten Vögel bereits in der frühen Kreidezeit, wenn nicht sogar noch früher existiert haben muss.
  • ANM.: Watvogel = Ein hochbeiniger Vogel, der staksend im flachen Wasser watet bzw. in Sümpfen oder Ähnlichem lebte. Die Familie der Schnepfenvögel ist auch heute noch in Deutschland am artenreichsten unter den Watvögeln vertreten. (Quelle: http://nature.com/articles/doi:10.1038/ncomms7987)

Die Welt der Saurier

  • Wie oben erwähnt, gab es damals schon kleine und große Saurier. So gab es auch gewaltige, riesige Flugsaurier, die größten Tiere, die je auf diesem Planeten geflogen sind. Später entstanden auch flugunfähige Formen, die dann jedoch besonders gut laufen und bzw. auch tauchen konnten. 
  • Der kleine – z.B. nur ca. 1 Meter große Sinosauropteryx lebte z.B. vor etwa 126 bis 113 Millionen Jahren. Er war ein kleiner Raubdinosaurier. Bei seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung 1996 war dieser „der erste Dinosaurier“ bei dem tatsächlich auch „Federn“ nachgewiesen werden konnten…sagt Wiki.

Für das Aussterben der Dinosaurier und vieler anderer Arten gibt es viele unterschiedliche Ursachen. Es geschah in einem großen Zeitraum, langsam und über die letzten Jahrtausende der Kreidezeit hinweg. Das damalige Auseinander-Driften der Kontinente blieb auch für die Dinosaurier nicht ohne Folgen. Die Umwelt veränderte sich rasch, Vulkanausbrüche, das Wetter und am Ende ein verheerender Meteoriteneinschlag auf die Welt sorgten für extreme Lebensbedingungen, denen sich die Dinosaurier einfach nicht mehr anpassen konnten. (Wikipedia)


  • Wissenschaftler hatten im Süden Chinas (anno 2010) das erste komplett erhaltene Skelett eines Urahnen der Sauropoden gefunden. Das vermutlich über 200 Millionen Jahre alte Skelett wurde 2005 von Sankar Chatterjee (*1943 – indisch-US-amerikanischer Wirbeltier-Paläontologe) und Kollegen – in einem Teil der chinesischen Provinz Yunnan gefunden, in dem schon vorher zahlreiche Dinosaurier-Knochen entdeckt wurden.
  • Das rund zehn Meter lange Knochengerüst samt Schädel soll dabei helfen zu klären, wie die riesigen vierbeinigen Pflanzenfresser (Sauropoden) entstanden sind.
  • Vögel und Dinosaurier sind eng verwandt – so viel wissen Forscher schon lange. Das gilt besonders für eine Gruppe von gefiederten Raubsauriern. Es ist also nicht verwunderlich, dass Paläontologen in der Vergangenheit immer wieder Dino-Nester und Dino-Eier entdeckt haben.

Doch nun sorgte vor kurzem im Jahre 2021 ein Fund für Aufsehen, der außergewöhnlich gut erhalten ist. Im Inneren des Eies befindet sich ein noch erstaunlich gut erhaltener Embryo, der offenbar kurz davor war zu schlüpfen, berichtete ein Forscherteam um Lida Xing von der China University of Geosciences in Peking im Fachmagazin „SCIENCE“.


Dinosaurier Eier (versteinert)


Das Ei der Erkenntnis: Kleiner als ein Hühnerei und doch eine paläontologisch absolute Sensation, das ist das fossile Flugsaurier-Ei, das Bauern in jurassischen Gesteinsschichten der nordostchinesischen Provinz Liaoning entdeckten.


Die Archäologie

An Nil und Jordan, an Euphrat und Tigris, am Toten Meer und am Mittelmeer fanden Archäologen mit Spitz-Hacken und Spaten eine solche Fülle uralter Zeugnisse biblischer Wirklichkeit – die, aus dem Schutt der Jahrtausende befreit – nun genauestens untersucht wurden. Somit konnten – nicht nur Geologen, Biologen, Botaniker, Sprachforscher und Physiker – auch wir alle durch diverse wissenschaftlich Veröffentlichungen Schritt für Schritt – den Tatsachen-Denkern mythischer Bibelerzählungen folgen.

Dennoch brachten die – in den letzten Jahren entwickelten – neuen Forschungstechniken auch eine riesige Menge neuerer Ergebnisse, sodass in den vergangenen 20-30 Jahren auch VIELES revidiert werden musste, was bisher als doch sehr gesichert galt. Andererseits wurde aber auch Einiges tatsächlich beweisbar, was man vor zwanzig Jahren noch gar nicht anzunehmen wagte.


ADAM UND EVA

WIE SCHÖN…

DAS PARADIES AUF ERDEN?

Eine schöne Geschichte:
Adam und Eva im Paradies.
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
ist ein Baum in der Paradieserzählung des Buches GENESIS der Bibel. 


  • Seit vielen Jahren galt Werner Kellers Buch: „Und die Bibel hat doch Recht“ (Erstausgabe 1955) als Standardsachbuch zur biblischen Forschung. Hier wird – nach Angabe des Autors – mit wissenschaftlicher Akribie nachgewiesen, was man vielfach nicht wahrhaben wollte, dass nämlich der geschichtliche Wahrheitsgehalt der Bibel nicht länger angezweifelt werden kann. (Eine schöne, spannende und lesenswerte Geschichte: Ein interessantes Buch von Werner Keller (1909-1980). „Und die Bibel hat doch recht“ : Forscher „beweisen die Wahrheit“ der Bibel… Gebundene Ausgabe – 1. Oktober 2002) – aktuell noch im Buchhandel erhältlich.

Die Wiege der Menschheit

  • Der Beginn der Menschwerdung war vor zirka sechs Millionen Jahren.
  • Vor etwa acht bis sechs Millionen Jahren war fast ganz Afrika noch zum größten Teil von tropischem Regenwald bedeckt.
  • Alle *Hominiden-Funde, die älter als zwei Millionen Jahre alt sind, stammen ausschließlich aus Afrika, das damit als »Wiege der Menschheit « gilt. Die einzige nicht ausgestorbene Art der Hominini ist heute – wie gesagt – der Mensch. (Anm.: Die Menschenaffen, eingedeutscht auch *Hominiden, sind eine Familie der Primaten.)
  • Ebenfalls in Afrika entstand – wie oben erwähnt – vor einer halben Million Jahren der Erfolgreichste der Hominiden – der Homo Sapiens... wie oben beschrieben.

Kurz gesagt: Wir Menschen stammen nicht vom Affen ab.

Sondern wir Menschen haben einen gemeinsamen (bisher noch unbekannten) Vorfahren, der vor sechs bis sieben Millionen Jahren lebte. Daher sind Affen uns Menschen auch etwas ähnlich. Aus diesem Urahn haben sich im Laufe der Evolution verschiedene Gattungen und Arten – in viele verschiedene Richtungen hin – entwickelt, von denen einige – wie z.B. die Neandertaler, die – wie bekannt – früh wieder ausgestorben sind.

Biologisch gesehen gehören wir Menschen jedoch – wie auch Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen – zur großen Familie der Hominiden oder Menschenaffen, die wiederum zu den Primaten gehören.

Nach heutigem Wissensstand begann – wie wir wissen – der Mensch seine Entwicklung wohl am Rande des tropischen Regenwaldes in Afrika…(wohl Äthiopien/Kongo, Nord-/Ostafrika). Und auch er ging – wie gesagt – früh auf Wanderschaft. Der Homo sapiens, der moderne Mensch, verließ also etwa 120.000 Jahren Afrika und zog hinaus in alle Welt. (Quellen: Wikipedia)


„Macht euch die Erde untertan und herrschet über die Fische des Meeres, die Vögel des Himmels, über das Vieh und alles Getier…“ So lautet der Auftrag Gottes an die Menschen aus Genesis 1,28 (der Lutherübersetzung folgend).


Die Geschichte von Neandertalern und dem Homo sapiens könnte eine echt spannende gewesen sein. Einen gemeinsamen Ursprung hatten Menschenarten ja alle – wie oben erwähnt.


Wie einst alles begann:


DIE BIOLOGISCHE EVOLUTION

Anm.: Biologische Evolution? Darunter wird die – von Generation zu Generation – stattfindende allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen und/oder von anderen organischen Strukturen verstanden. In enger Verbindung mit der biologischen Evolution verlief die kulturelle Evolution des Menschen dagegen anfangs äußerst langsam, seit etwa 80 000 Jahren jedoch sehr beschleunigt. Dabei handelt es sich auch um die Herausbildung von Traditionen und deren Weitergabe von Generation zu Generation.



Fest steht bisher nur:
Die ältesten Belege für den Homo sapiens stammen aus Nordafrika und sind rund 300.000 Jahre alt. 


Was genau sind eigentlich Menschenaffen?

Es gibt die Gattungen der Menschenaffen: In der Biologie unterscheidet man zwischen kleinen und großen Menschenaffen. Doch normalerweise verbindet man den Begriff nur mit den großen Menschenaffen, auch Hominiden genannt. Zur Gruppe der Hominiden zählen Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans.

Menschenaffen sind die größten lebenden Primaten. Sie erreichen ein Gewicht von 25 (weibliche Schimpansen) bis zu 200 (männliche Gorillas) Kilogramm und stehend eine Höhe (Größe) von rund 1 bis maximal 2 Metern.


Wer war der letzte gemeinsame Vorfahre von
Menschen und Menschenaffen?

Diese Frage lässt sich derzeit (noch) nicht beantworten…


  • Der Mensch – aber auch alle Affenarten sowie Halbaffen – haben eines gemeinsam: Alle stammen von den Urprimaten ab. Diese Urprimaten lebten bereits vor rund 60 Millionen Jahren.
  • Spätestens mit dem Frühmenschen-Fund „Lucy“ im Jahre 1974 in Äthiopien wurde klar, dass sich die Entwicklung des Menschen nicht als „einfach gerader Stammbaum“ darstellen lässt. 3,2 Millionen Jahre alt ist das Skelett eines Australopithecus afarensis, das Lucy genannt wird. 
  • Die ältesten bislang bekannten Nachweise von Vertretern unserer Art außerhalb Afrikas wurden auf der Arabischen Halbinsel gefunden und auf ein Alter von 85.000 Jahren datiert.
  • Die meisten Menschen kennen mittlerweile auch das traditionelle „Out of Africa“​​-Modell: Der moderne Mensch entwickelte sich demnach also früh – erst in Afrika, breitete sich dann sehr viel später über Asien aus und erreichte vor etwa 60.000 Jahren Australien und die umliegenden Regionen.
  • Die Bezeichnung „Out of Africa“ entstand Mitte der 1980er-Jahre – in Anlehnung an den 1985 verfilmten Roman von Karen Blixen „Jenseits von Afrika„. Als Hypothese wurde diese These bereits 1871 von Charles Darwin in seinem Werk „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“ vertreten…
  • (Quellen: https://dewiki.de/Lexikon/Ausbreitung_des_Menschen. )

Schimpansen gehören ebenfalls zur Familie der Menschenaffen. Das auffälligste Merkmal bei den Menschenaffen: Sie haben keinen Schwanz. Sie sind in der Regel größer und schwerer als andere Affen und halten sich deutlich aufrechter. 

Das ist echte Affenliebe
Schimpansenweibchen sind erfahren und
sorgen sich rührend um ihren Nachwuchs.


Die traditionelle Annahme einer einzelnen Ausbreitungswelle des anatomisch modernen Menschen aus Afrika heraus vor etwa 60.000 Jahren muss heute revidiert und um zahlreiche Facetten ergänzt werden.

  • Technologische Fortschritte in der DNA-Analyse und anderen Techniken zur Identifizierung von Fossilien sowie eine Stärkung multidisziplinärer Forschungsansätze revidieren also nun diese uralte Geschichte.

  • Mittlerweile können die Genetiker auf das Erbgut von rund 20 historischen und prähistorischen Gebeinen aus Afrika zurückgreifen. Die ältesten Knochen sind hier tatsächlich 8.500 Jahre alt. Sie belegen, dass der Homo sapiens also doch deutlich viel früher als bisher angenommen, auch in weit entlegene Regionen des asiatischen Kontinents und nach Ozeanien gelangte.
  • Jüngste Entdeckungen zeigen, dass Früh-Menschen bereits doch – vor deutlich weit mehr als 60.000 Jahren – Afrika verließen und sich in Eurasien in vielen Regionen mit anderen *Homininen vermischten. (Anm.: *Homininen = Menschenartige.)
  • Die Menschenaffen oder Hominidae, eingedeutscht auch Hominiden, sind eine Familie der Primaten.  Die Zugehörigkeit zu den Hominini wird als hominin bezeichnet, die Zugehörigkeit zu den Menschenaffen (Hominidae) als hominid.
  • Viele Menschen denken, Primat sei einfach eine andere Bezeichnung für Affe. Aber das stimmt so nicht ganz. Die Bezeichnung stammt vom lateinischen primus (der Erste) und bezieht sich auf den Menschen als „Krone der Schöpfung“. Die dem Menschen nächstverwandten heutigen Primaten sind die Menschenaffen Afrikas. Dazu später mehr…
  • Quelle: https://www.shh.mpg.de/742847/human-dispersals-africa (Max-Planck-Institut für Geoanthropologie 07.12.2017 – Publikation: Bae, C. J.; Douka, K.; Petraglia, M. D.On the origin of modern humans: Asian perspectives. Science 358 (6368), e9067 (2017))

Eine Zeitreise zu unseren ältesten Wurzeln
vor 25 Millionen Jahren: 

Der Vorfahre von Menschen und Schimpansen – lebte einst vor rund sieben Millionen Jahren in Afrika.
Afrika wird auch „die Wiege der Menschheit“ genannt.

Dieser letzte gemeinsame Vorfahre von Menschen und Menschenaffen ist auch heute noch immer ein unbekanntes, rätselhaftes Wesen. Forscher gehen aktuell davon aus, dass diese unbekannte Art wohl deutlich kleiner gewesen sein könnte, als bisher gedacht – etwa wie ein Gibbon (1,1-1,4 m) … berichtete PhD Dr. Mark Grabowski vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeo-Environment an der Universität Tübingen.

„Danach sieht es tatsächlich auch so aus, als ob die sog. frühen Vormenschen deutlich kleiner waren als ihre Vorfahren und dass die Körpergröße erst tatsächlich mit der späteren Entwicklung des „Homo erectus“ stetig anstieg.“ – so Grabowski. Der recht grazile Australopithecus (africanus) z.B. hatte eine Größe von nur etwa 1,2 m und einem Gewicht von 35 kg, er gehörte er zur kleinsten Gattung. Australopithecus (Betonung auf dem pi) ist eine nur aus Afrika bekannte, früh ausgestorbene Gattung der Menschenaffen. Er lebte vor rund 4 bis 2 Millionen Jahren.

  • Nachdem die Zuordnung der Gattung Australopithecus zu den Vormenschen jahrzehntelang umstritten war, konnte unter anderem der Fund eines Schädels diese Zuordnung bestätigen. Der – in der Sterkfontein-Höhle (liegt bei Johannesburg in der südafrikanischen Provinz Gauteng) – entdeckte Schädel wird heute auf ein Alter von zirka 2,1 Millionen Jahre datiert, er ist damit der jüngste Fund für Australopithecus africanus.
  • Von welchen Vorläufer-Arten nun der Australopithecus africanus abstammt und in welcher Nähe er zu den unmittelbaren Vorfahren des Menschen steht, ist derzeit noch ungeklärt. 
  • Ein Gebiet von gigantischem Ausmaß wurde damals als „Cradle of Humankind“, als Wiege der Menschheit, zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Eine dort weitere aufsehenerregende Entdeckung war im Jahre 1947, als ein fast vollständig erhaltener, weiblicher Schädel entdeckt wurde. Der Spitzname „Mrs. Ples“ ist von der Gattung Plesianthropus („Fast-Mensch“) abgeleitet.
  • Diese afrikanischen Höhlen entstanden vor etwa unvorstellbaren drei Milliarden Jahren. Weitere Funde dort – sind zahlreiche primitive Steinwerkzeuge, Knochenwerkzeuge und Hinweise darauf, dass bei den Vorzeitmenschen das Feuer-Anzünden durchaus schon bekannt war.

Metalle als Material für Werkzeuge waren seit der Kupferzeit (Chalkolithikum, Äneolithikum – etwa 3.000 v.Chr.) schon üblich. Die Analyse der Bälkchenstruktur von 3 Mio. Jahre alten Mittelhandknochen von Australopithecus africanus (mittels Computertomographie) lässt den Schluss zu, dass damals schon metallene Handwerkzeuge verwendet wurden. (Wikipedia)


PRIMATEN: Auch wir Menschen gehören– wie gesagt –  zu den Primaten. Die Primaten untereinander teilen, aufgrund ihrer gemeinsamen Abstammungsgeschichte, einige Merkmale. Schaut man sich die gemeinsamen Merkmale der Primaten an, so sind viele Merkmale von ihnen ursprüngliche Säugetiermerkmale, die auch in anderen Säugetierordnungen auftreten, wie zum Beispiel die Fünfgliedrigkeit der Hände und Füße. Auffällig ist die Betonung des Gesichtssinnes. Die Augen sind nach vorn gerichtet, was ein dreidimensionales Sehen ermöglicht. Der Geruchssinn ist demgegenüber bei den meisten Arten eher reduziert. Die Hände und Füße sind an das Greifen angepasst und haben Tastfelder, sogenannte Papillarleisten, an ihren Innenseiten sowie meistens flache Nägel. Zudem hatten Primaten auch schon Fingerabdrücke. Die Fortbewegung war damals früh noch von den Hinterbeinen dominiert, der Schwerpunkt lag hier näher an den hinteren Gliedmaßen. Die Gattung kommt nun immer näher der menschliche Art… Das Gehirn der damaligen Primaten war relativ groß und die Dichte von Nervenzellen in der Hirnrinde war auch deutlich höher als bei anderen Säugetieren. (Quelle: Deutsches Primatenzentrum GmbH/Leibniz-Institut für Primatenforschung-Göttingen)

Nachbildung von frühen Menschen-Gattungen bei der Jagd


Die Stammesgeschichte des Menschen begann – nach heutiger Auffassung – mit der Aufspaltung der letzten gemeinsamen Vorfahren-Population der  Schimpansen und des Menschen. Diejenige der beiden Teilpopulationen, aus der die Menschen hervorgingen, sowie alle ihre ausgestorbenen und noch lebenden Nachfahren werden als HOMINI bezeichnet. Die Erforschung der sog. Stammesgeschichte „zieht im Rahmen der von T.H. Huxley bereits 1863 begründeten Lehre von den Primaten, der Primatenkunde oder Primatologie, alle fossilen und heutigen Lebensformen der Affen in die Betrachtung ein“. (Wikipedia)

Survival of the fittest

Selektion: Diejenigen Individuen, die sich in der Konkurrenz gegenüber anderen durchsetzen, hatten einen größeren Fortpflanzungserfolg, von Darwin als Survival of the fittest (Überleben der Tauglichsten) bezeichnet. Aufgrund geologischer und geographischer Kenntnisse (wie auch eigener Forschungen in Südamerika) – wusste Charles Darwin, dass z.B. der südamerikanische Kontinent schon lange existierte und mit Pflanzen und Tieren belebt war, bevor die GALAPAGOS-INSELN in erdgeschichtlich junger Zeit aus unterseeischen Lavaausbrüchen entstanden. (Anm.: Charles Robert Darwin (1809-1882) war ein britischer Naturforscher. Er gilt wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler.)


HOMINIDEN: Die einzige nicht ausgestorbene Art der Hominini ist heute der Mensch.


Anm.: Begrifflichkeiten
Die Art (auch Spezies) – in der Biologie genannt, ist z.B. die Grundeinheit der Systematik. Jede biologische Art ist ein Resultat der Artbildung. Bislang gelang noch keine allgemeine Definition der Art oder Spezies, welche die Anforderungen aller biologischen Disziplinen gleichermaßen erfüllte.

Die Gattung (auch das Genus) bezeichnet in der Biologie eine Rangstufe innerhalb der Hierarchie der biologischen Systematik. Sie steht oberhalb der Art und unterhalb der Familie...In jedem Fall handelt es sich bei einer Gattung, die aus mehreren Arten besteht, um eine Gruppe von Arten gemeinsamer Abstammung, (Wikipedia)


  • Die frühe Gattung Australo-Pithecus zählt – wie oben erwähnt – zur Familie der „Vormenschen“
    (Hominiden (= Menschenartige/Urahnen der Menschen) und auch zur Ordnung der Primaten:
  • Diese lebten nachweislich vor circa 4 bis 1 Million Jahren und waren nur in Afrika präsent.
  • Diese Vormenschen werden allerdings streng getrennt von der Gattung Homo, also den eigentlichen
    Frühmenschen, betrachtet.
  • Bei den Australo-Pithecinen handelt es sich aber auch um eine früh ausgestorbene Gattung. 
  • Australis stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet „südlich“, während pithekos aus dem Griechischen stammt und „Affe“ bedeutet. (Quelle: Wikipedia)

Der damalige frühe Homo erectus ist – wie gesagt – auch eine ausgestorbene Art der Gattung Homo. Aus den, dem Homo erectus zugeschriebenen, *pleistozänen Populationen Afrikas entwickelte sich vermutlich in Europa später der Neandertaler und – parallel zu diesem, aber unabhängig von ihm – in Afrika wohl dann der anatomisch moderne Mensch. (Anm.: Das *Pleistozän ist ein früher Zeitabschnitt in der Erdgeschichte. (Beginn: vor 2,5 Mio. Jahren)

Mammut Stoßzähne: Was ein 17.000 Jahre alter Stoßzahn über das Leben eines Mammuts so alles erzählen könnte… Riesige Mammutzähne wurde am Flussufer auf der Wrangel-Insel (= russische Insel im Arktischen Ozean: Auch das kalte Paradies der Polartiere genannt) gefunden.


Ein genetischer Überblick menschlicher Abstammungslinien:

Bei den gefundenen afrikanischen Fossilien aus der Zeit vor etwa 1.8 Millionen Jahren handelt es sich wohl um Gruppen ein und derselben Art, die am besten als «Homo erectus» bezeichnet wird. Die Gattung «Homo erectus» ist demnach vor etwa zwei Millionen Jahren in Afrika entstanden und hat sich bald danach über Eurasien – dort unter anderem auch via Dmanisi – (Georgien) bis nach China und Java ausgebreitet, wo er ab etwa 1.8 Millionen Jahren nachgewiesen ist. Der Homo erectus (aufrechter Gang) ist – wie erwähnt – ebenfalls heute eine früh ausgestorbene Art der Gattung Homo. Er ist laut Fundlage der früheste Hominine, der sich von Afrika aus nach Eurasien ausgebreitet hat. Er gilt jedoch als Vorfahre des modernen Menschen.

  • Die ältesten Formen unseres Vorfahren Homo erectus haben also – von Afrika her – früh fast die ganze Welt besiedelt. Der Homo Erectus war vermutlich auch die erste Menschenart, die Feuer benutzte, zum Nahrungserwerb auf die Jagd ging, sich über Afrika hinaus ausbreitete und dem heutigen Menschen in Körpergröße und Gang ähnelte. Er war etwa gleich groß wie der heutige moderne Mensch.
  • Das erste weltweit erfolgreiche Modell des Menschen, der Homo erectus, entwickelte sein Gehirn allerdings erst allmählich zu einem modernen Denkapparat. Klar war dabei, dass die afrikanische Vormenschen, die vor 2,8 Millionen Jahren in Afrika lebten, noch kein in dieser Form typisch menschliches Gehirn hatten.
  • Das Gehirnvolumen war noch viel kleiner. Das Gehirn ähnelte dabei aber – zumindest am Anfang – also weniger dem eines modernen Menschen – sondern eher dem eines Menschenaffen.

Dies schließen Forscher um die UZH-Anthropologin Marcia S. Ponce de León (Senior Researcher) von der Universität Zürich und Kollegen, nachdem sie Schädel einiger besonders alter Exemplare von H. erectus mit modernsten Verfahren analysiert hatten, um die Gehirnstruktur der Hominiden exakter zu modellieren. Alle Funde zusammen zeigten also beweisend, dass bereits vor 1.85 Millionen Jahren die ersten Vertreter der frühen Gattung «Homo» sich aus Afrika über Eurasien auszubreiten begannen.


Der Homo erectus war der Erste, der in seinen Körpermaßen und Proportionen auch dem Menschen der Gegenwart ähnelte.  

Sein Name bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt „der aufrechte Mensch“.

  • Der nun – durch Ausgrabungen bekannte – Homo heidelbergensis ging ebenfalls aus dem „Homo erectus“ hervor und entwickelte sich vor etwa 200.000 Jahren in Europa zum Neandertaler (Homo neanderthalensis) weiter. Vor 117 000 bis 108 0000 Jahren gab es den Homo erectus noch.
  • Das erste Fossil von ihm (ein Kieferknochen), wurde bereits anno 1907 in Deutschland – südöstlich von Heidelberg entdeckt.
  • Es wurde damals vom deutschen Anthropologen und Paläontologen – Professor Dr. Otto Schoetensack (1850-1912) offiziell beschrieben, der dieses erste Fossil zum Typus-Exemplar einer neuen Art benannte: Den Homo heidelbergensis vom Stamm eines Homo erectus. 

Auch wenn Über-Reste des „Homo heidelbergensis“ zuerst in Heidelberg gefunden wurden, stammt dieser unser Vorfahre und Urmenschentyp ebenfalls aus Afrika. Wissenschaftler haben inzwischen durch Erbgut-Analysen schon früh nachgewiesen, dass dieser – wie auch der „Homo neanderthalensis“ – mit großer Sicherheit nicht zum direkten Stammbaum heutiger Menschen zählt. Quelle: © Nicolás Fernández Primola (*1968) A Coruña, Spain. Geologe.


Unsere frühen Vorfahren bauten früh schon Boote und stachen in See…

Zufallsereignisse? Viel früher als gedacht stachen unsere Vorfahren in See – und zwar nicht von Katastrophen getrieben – hatte sich die Menschheit zunächst im Mittelmeer mit selbst gebautem Floß und Booten auf die offene See gewagt: Bereits vor etwa 9000 Jahren, so lautete die bisherige Lehrmeinung, hatten die ersten Wagemutigen das Festland hinter sich gelassen und auch schon die ersten großen Inseln erreicht. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass die Geschichte der Hochsee-Schifffahrt doch noch deutlich älter ist. Viel älter… (Quelle: Urs Willmann – Zeit. online, 2018)

Abb.: Frühmensch-Neandertal-Steinzeit


Homo heidelbergensis und seine Nachfolger…

(Anm.: Die Bezeichnung der Gattung Homo ist abgeleitet von lateinisch  hŏmō = „Mensch“.) 

Der Denisova-Mensch war also – wie bekannt – eine Art Schwesterstamm der Neandertaler. Neandertaler und Denisova-Menschen trennten sich vor rund 640.000 Jahren. Alles andere ist ähnlich: Auch die Denisova-Menschen leisteten ihren Beitrag zum Genom des modernen Menschen. Deren Schwerpunkt lag hier im asiatischen Raum.

Der Denisova-Mensch wiederum stammt ebenso wahrscheinlich – wie der Neandertaler und auch der moderne Menschvom Homo heidelbergensis ab. Dieser Homo heidelbergensis verließ also vor 300 000 bis 400 000 Jahren Afrika und teilte sich danach bald in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe zog nach Europa und Westasien und entwickelte sich zum Neandertaler, die andere Gruppe wanderte weiter in den Osten und entwickelte sich dort zum sog. Denisova-Menschen. Diese uralten Denisova-Bewohner Asiens waren erst im Jahre 2010 identifiziert worden – anhand der Erbsubstanz eines 50.000 Jahre alten Fingerknochens aus der sibirischen Denisova-Höhle. Die Denisovas lebten wohl viel länger als Neandertaler.
(Quelle:https://www.riffreporter.de/de/wissen/gene-denisova-menschen-homo-sapiens)

Der moderne Mensch entstand von Anfang an also – wie wir wissen – in Afrika. Das gilt als gesichert, doch viele Details der Entwicklung vom Homo sapiens sind bisher noch ungeklärt.

  • Heute ist der moderne Mensch (Homo sapiens) die einzige existierende Menschenart auf unserer Erde.
  • Doch bis vor rund 40.000 bis 50.000 Jahren teilte sich der Urmensch den Lebensraum außerhalb Afrikas noch – wie erwähnt – mit vielen anderen Menschenarten und – Unterarten, beispielweise den heute bekannteren Neandertalern wie auch den *Denisova-Menschen. (Der Denisova-Mensch ist wiederum – wie erwähnt – ein entfernter Verwandter des Neandertalers.) Dazu später mehr…
  • Der Neandertaler siedelte sich also – wie gesagt- in Europa und Westasien an und der Denisova-Mensch vor allem auch in Ostasien. 
  • Vielerorts war der moderne Mensch aber nicht der allererste Bewohner. Große Teile der Alten Welt wurden damals bereits von anderen (heute noch unbekannten) Urmenschen bewohnt.
  • Sicher ist, dass es außerhalb von Afrika einen engen Austausch von Genmaterial zwischen Neandertalern und anatomisch modernen Ur-Menschen gegeben hat.

Frühe Menschen-Arten


„Wenn wir nicht absichtlich unsere Augen schließen, so können wir nach unseren jetzigen Kenntnissen annähernd unsere Abstammung erkennen und dürfen uns derselben nicht schämen.“, schrieb Charles Darwin anno 1871 in „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“ und löste damals weltweit einen Aufschrei aus.

Der Neandertaler ist – wie gesagt – ein ausgestorbener Verwandter des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens). Der bisher älteste Beleg  für den Homo sapiens in Afrika ist eine Sensation: Forscher datierten vor kurzem frühe Homo sapiens-Knochen in Nord-Afrika (aus Jebel Irhoud in Marokko, rund 100 Kilometer nordwestlich von Marrakesch) bereits auf ein Alter von rund 300.000 Jahren. Bis zum Jahre 2017 war man noch fest davon überzeugt, dass sich der moderne Mensch erst 100.000 Jahre später von Ostafrika aus – über den Kontinent verbreitet hat.

So hatte der Denisova-Mensch genauso wie der Neandertaler ein hervorstehendes Gesicht mit hohen Wangenknochen, sowie ein breites Becken. Eine Eigenheit dieser Denisova-Gruppe ist dagegen ein verlängerter Zahnbogen und dadurch noch ein deutlich breiteres Gesicht als es Homo sapiens und der Neandertaler je hatten. Die Studie wurde am 19. September 2019 im Fachmagazin „Cell“ veröffentlicht. (Anm.: Rekonstruktion – Thema: „So sah der Denisova-Mensch aus“. )

Die höhlenreichste Landschaft Deutschlands ist die Schwäbischen Alb…

  • Die Urmenschen: Ein internationales Forscherteam hatte vor kurzem aus einem uralten Knochen, der auf der Schwäbischen Alb (Lonetal) entdeckt wurde, das Erbgut (DNA) entschlüsselt – mit überraschenden Resultaten.
  • Die im Fachblatt „Nature Communications“ veröffentlichte Analyse ergab, dass der Knochen von einem Neandertaler stammt, der vor etwa 124 000 Jahren lebte. 
  • Zudem zeigt der Erbgut-Vergleich mit modernen Menschen, anderen Neandertalern und in Zentralasien gefundenen Denisova-Menschen, dass die mtDNA auch Sequenzen von Urmenschen enthält, die mit dem Homo sapiens wesentlich enger verwandt waren als die Neandertaler.
  • Das deutet auch auf einen gemeinsamen Vorfahren hin – der jedoch bis heute noch unbekannt ist.
  • (Erstautor: Archäogenetiker Dr. Cosimo Posth vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und (seit April 2020) Juniorprofessor für Archäo- und Paläogenetik, an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
  • Das Team um Posth (s.o.) analysierte (im Juli 2017) auch den Oberschenkelknochen, der aus der Höhle Hohlenstein-Stadel östlich von Ulm stammt. Im Achtal und im Lonetal (Schwäbische Alb) liegen viele noch unentdeckte Höhlensysteme…
  • UNESCO-Welterbe-Liste: Diese jüngste Welt-Erbe-Stätte Deutschlands liegt im östlichen Teil von Baden-Württemberg in den Tälern von Ach und Lone: Als zentrale Siedlungsareale der frühesten modernen Menschen in Europa hat sie eine große Bedeutung.

SPANIEN: Ältere Neandertaler-Knochen, die aus der nordspanischen Höhle Sima de los Huesos stammen und etwa 430 000 Jahren alt sind, enthielten keinerlei mtDNA-Sequenzen von diesen Urmenschen ebenso wenig wie Überreste von DenisovaMenschen, die eng mit Neandertalern verwandt sind. Daraus und aus dem Ausmaß der Erbgut-Veränderungen folgerte das Team um Prof. Cosimo Posth vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, dass Urmenschen irgendwann vor etwa 300 000 bis 400 000 Jahren tatsächlich von Afrika nach Europa gelangten und sich mit den dort lebenden Neandertalern vermischten.

In Eurasien hatte – während der „Altsteinzeit“ – neben dem Homo sapiens und Neandertaler also eine dritte Menschenform – wie oben erwähnt – gelebt, der DenisovaMensch. (Anm.: Die „Altsteinzeit“ war übrigens die erste und längste Periode der Urgeschichte. Sie dauerte etwa von 600.000 bis 10.000 v. Chr. und bezeichnet in Europa und Asien jeweils den ältesten Abschnitt der Steinzeit.)


Bei den Urmenschen – die länger überlebten – handele es sich entweder um den Homo sapiens oder auch um eine andere – damit sehr eng verwandte – bislang noch völlig unbekannte Art. Die ersten Urmenschen-Arten mischten sich schon früh mit Neandertalern… sagte Erst-Autor Archäo-Genetiker Prof. Dr. Cosimo Posth vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte.

Zusammenfassung: Nach bisheriger Lehrmeinung entstand der moderne Mensch (Homo sapiens) also vor etwa 300.000 Jahren – wie gesagt – in Afrika. Vor etwa 100.000 – 70.000 Jahren verlies er dann diesen afrikanischen Kontinent und breitete sich langsam in aller Welt aus.

Vor rund 40.000 Jahren erreichte der Urmensch zuerst Europa, das damals auch noch von Neandertalern bewohnt war. Die letzten Neandertaler sind kurz danach – vor spätestens 39.000 Jahren – sämtlich ausgestorben. 250.000 Jahre lang behaupteten sich die Neandertaler gegen alle Widrigkeiten ihrer Zeit: Warmzeit-Eiszeit-wilde Tiere… Doch dann verlor sich plötzlich ihre Spur vor rund 30.000 Jahren.

Diese Ergebnisse einer Studie wurden in der Ausgabe der Fachzeitschrift »Nature« (International weekly journal of science) veröffentlicht. (Anm.: Nature ist die weltweit am meisten zitierte interdisziplinäre Fachzeitschrift. Sie ist neben der US-amerikanischen SCIENCE die weltweit angesehenste Zeitschrift für Naturwissenschaften.)


  • Seit vielen Jahren ist sich die Forschung einig, dass die ersten anatomisch modernen *Menschen (Homo sapiens), von denen alle heute lebenden Menschen abstammen und die Spezies Neandertaler nur recht kurz nebeneinander existierten.

Anm.: Als archaischer „Homo sapiens“ (auch: anatomisch moderner *Mensch) werden Fossilien der Gattung Homo bezeichnet, die ihrer Datierung und ihrem Erscheinungsbild nach als früheste, ursprüngliche Exemplare der Art „Homo sapiens“ gedeutet werden. (Wikipedia)

Überall, wo der Homo sapiens auf seinem Eroberungszug um die Welt hinkam und auf andere Frühmenschen stieß, „sammelte“ er die vorteilhaftesten Gene von denen auf, die dort bereits optimal angepasst lebten.

Das machte der moderne Mensch auch, als er in Mittelasien (Tibet) auf den Denisova-Menschen traf. 80 Prozent aller Tibeter tragen genetische Varianten dieses Verwandten des Neandertalers in ihren Zellen, die ihnen helfen, in der dünnen Luft des tibetanischen Hochlands zu leben, sagt Pääbo.

Die neueste Forschung zeigt, dass sich die Ursprünge menschlicher Verhaltensweisen bereits viel früher entwickelt haben, als bisher gedacht.

  • So wissen wir heute auch, dass der Neandertaler ein relativ hoch entwickeltes, sehr soziales Wesen war und schon lange vor Ankunft des Homo sapiens in der Region an eine höhenbedingt sauerstoffarme Umgebung angepasst war. Und der Neandertaler war das erste Wesen, das es schaffte, die erste Eiszeit zu überleben... die zweite Eiszeit überlebte er jedoch nicht.
  • Die große Vereisung (Eiszeit) löschte damals die Neandertaler nördlich der Alpen aus. Wenige überleben jedoch am Südrand Europas – im milden Klima Mittelitaliens, Südfrankreichs und der Iberischen Halbinsel.

„Die Vielfalt an Werkzeugen die bei Ausgrabungen dort gefunden wurden – war fantastisch. Bereits in den 1920er Jahren wurden auch in England einige der ältesten Faustkeile gefunden, die jemals in Großbritannien entdeckt wurden. So hatten Forscher – wie oben erwähnt – nun zum ersten Mal zahlreiche Belege für Schab- und Stechwerkzeuge aus dieser sehr frühen Zeit gefunden. Der Großteil der Werkzeuge diente also möglicherweise zur Verarbeitung von erlegten Tieren – wie zum Beispiel von Hirschen, Pferden, Nashörnern und Bisons – sowie zur Beschaffung und Verarbeitung von Knollen und anderen groben Pflanzenteilen.


Der Neandertaler lebte also vom Beginn der letzten *Zwischen-Eiszeit (das war vor rund 125.000 Jahren) an – bis vor ungefähr 30.000 Jahren – in Asien und Europa, bis er plötzlich – wie oben berichtet – verschwand.
Wie Genetiker jüngst herausfanden, war dieser Frühmensch offenbar schon lange vor der Ankunft des Homo sapiens dem Untergang nahe gewesen. Vor 50 000 Jahren hatten schon einmal sehr starke Klimaschwankungen die Lebens-Bedingungen in Westeuropa derart stark verschlechtert, dass diese Frühmenschenart – die Neandertaler – nahezu vollständig dezimiert wurde.
(Anm.: Wenn eine Warmzeit innerhalb eines Eiszeitalters gemeint ist, so spricht man auch von Interglazial oder *Zwischeneiszeit. (Wikipedia) 


  • Und es wurde im Jahre 2010 – wie oben beschrieben – noch eine weitere Menschenart entdeckt, mit dem der anatomisch moderne Mensch etwa zur selben Zeit sexuelle Kontakte pflegte, der Denisova-Mensch.
  • Auch Teile seiner DNA finden sich in heutigen Menschen außerhalb Afrikas.
  • Die frühen Denisova-Menschen waren die erste Menschenform im Hochland von Tibet. (Anm.: Tibet liegt in Zentralasien, grenzt an Birma, Indien, Nepal und Bhutan und ist besonders durch das Himalaya-Gebirge geprägt.)
  • Gefunden wurden auch in Russland einige Denisova-Fossilfragmente aus der Denisova-Höhle in Sibirien: Zum Beispiel wurden im Jahre 2008 in der russischen Höhle Fingerknochen in einer Schicht gefunden, die auf ein Alter von 50.000 bis 30.000 Jahre datiert wurde. Dazu später mehr.

DER DENISOVA-MENSCH… im Osten

Bereits vor etwa 600.000 bis 700.000 (v. Chr.) Jahren trennten sich dann – nach Ansicht der Gelehrten – die Linien der heutigen Menschen und einer anderen noch unbekannten menschenähnlichen Gruppe, die ebenfalls Afrika verlassen hatte. Aus dieser frühen Menschenart gingen dann in Eurasien (Europa und Asien) die Neandertaler und der Denisova-Mensch (der – wie erwähnt – dem Neandertaler stark ähnelte) hervor.

Im Jahr 2019 fanden Wissenschaftler nun auch im Hochland von Tibet einen zerbrochenen Kieferknochen, der mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Denisova-Menschen stammt.
Damit wäre dieser Fund der erste Knochen dieser Gruppe von Urzeit-Menschen, der weit entfernt – außerhalb der Denisova-Höhle (Sibirien) gefunden wurde, die ihnen ihren eigentlichen Namen gab. Die sibirische Denisova-Höhle ist eine einzigartige archäologische Fundstätte in Russland, die wahrscheinlich bereits vor etwa 280.000 Jahren von Menschen bewohnt wurde, dazu später mehr…

  • Beim Denisova-Menschen handelt es sich – wie erwähnt – also um eine entfernte Schwestergruppe des Neandertalers (englisch: Denisovan Hominins oder kurz Denisovans) – die zuerst im Jahre 2010 in Tibet entdeckt wurde.
  • Denisova-Menschen waren also die erste Menschenarten im Hochland von Tibet. Diese hatten sich dort – schon lange vor der Ankunft des Homo sapiens – in der Region an die höhenbedingt sauerstoffarme Umgebung gut angepasst.
  • Sie gehörten einer Population an, die genetisch eng mit den Denisovaner – die aus Sibirien stammten – verwandt waren. Bisher waren diese nur durch einige wenige Fossilfragmente aus der Denisova-Höhle in Sibirien bekannt. Denisovaner lebten also vor rund 40.000 Jahren – während der Altsteinzeit auch im Altai-Gebirge im südlichen Sibirien. Auch die Denisovaner starben früh aus.
  • Der Beginn der Altsteinzeit war vor circa 2,6 Millionen Jahren und endete erst ungefähr 2200 v. Chr. Sie gilt deshalb auch als der längste Abschnitt der Menschheitsgeschichte.

Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hatten bereits 2012 das komplette Genom eines Denisova-Menschen entziffert.


Wie sah es eigentlich damals in unserer europäischen Nachbarschaft aus – z. B. in Groß-Britannien?


Beispiel:
Prähistorische Kultstätten gibt es dort einige…

Menhire und der 4.600 Jahre alte Steinkreis auf der südenglischen Hochebene Salisbury Plain wurde von Menschen erbaut. Ein Wunderwerk der steinzeitlichen Kunst wurde von damaligen Menschen erbaut zur Zeit der Pyramiden in Ägypten…(etwa 2700 bis 2200 v. Chr.)

Es ist den „Bauherren“ des Kult-Monuments gelungen, die Hufeisen und die ihren Öffnungen senkrecht vorangestellten Riesen-Steine exakt auf den damaligen Sonnenaufgang am Tag der Sommerwende auszurichten.

  • Das neolithische Monument STONEHENGE (Abb. links): Vor mehr als drei Jahrtausenden fügten Arbeiter in Südengland gewaltige Steine (Riesenfindlinge) zu einem Komplex zusammen, dessen Aura die Menschen noch immer ehrfürchtig erstaunen lässt.
  • Die Erbauer verwendeten Hirschgeweihe als Spitzhacken, Schulterblätter von Rindern als Schaufeln für die tiefen Löcher, in welche die Riesenfindlinge versenkt wurden. Der älteste Teil der Anlage datiert auf etwa 3000 Jahre vor Christus.  Die Findlinge stammten alle aus demselben Gebiet, das in einer Entfernung von 25 Kilometern zu der Stätte liegt.
  • Die Anfänge der Anlage als eigentlich megalithisches Monument liegen wohl noch deutlich weiter zurück als bislang angenommen; So scheint es schon bereits um 3000 v. Chr. eine erste Version steinerner Strukturen dort gegeben zu haben.
  • Die Steinkolosse des mächtigen Bauwerks wiegen einzeln bis zu 40 Tonnen und sie ragen sieben Meter in die Höhe. Allein die Vorbereitungen für den kreisrunden Bau dauerten wohl mehrere Jahrzehnte.
  • Steinerne Kultstätten wie Stonehenge waren Zeichen unserer Vorfahren: Sie hatten den eisernen Willen, die Landschaft zu einer Kultstätte umzuformen.
  • Schon Anfang des 20. Jahrhunderts stellte der britische Astronom Joseph Norman Lockyer (*1836-/+1920) fest, dass der sogenannte Heel-Stone der Kult-Stätten-Formation auf den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende ausgerichtet ist. (Anm.: Heel-Stein (Fersenstein), auch als Friars Heel (Mönchsferse) bekannt.)
  • Die Annahme, dass es sich bei Stonehenge um eine Art frühzeitlichen Kalender handelt, gilt deswegen in der Wissenschaft als hochwahrscheinlich. (Quelle: www.geo.de)

Zusammenfassung

In der Frühzeit der Menschwerdung gab es also zahlreiche diverse sog. Menschenarten: Neben dem Homo sapiens, dem Denisova-Menschen und dem Neandertaler gab es auch noch andere Spezies – unter anderem den Homo luzonensis, Homo naledi, Homo floresiensis, Homo habilis und den Homo erectus. Sie alle bevölkerten offenbar gleichzeitig die Erde.

Je mehr Wissenschaftler über den Ursprung des modernen Menschen herausfinden, desto deutlicher zeigt sich: Der Weg zum Homo sapiens verlief keineswegs geradlinig. Unser Ahnenstamm scheint vielfältiger zu sein als lange gedacht.

Über Jahre hinweg hatten die Forscher unter einer mittelalterlichen Ruinenstadt südwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis, gegraben und immer wieder neuere Fossilien zutage gefördert. Die Knochenfunde dort waren 1,8 Millionen Jahre alt, und allein dieses Alter war eine echte Überraschung: Diese lieferten endlich auch den Beweis, dass Frühmenschen den Kontinent ihrer Entstehung, Afrika, bereits tatsächlich vor so langer Zeit verlassen hatten und in Richtung Asien gezogen waren – deutlich früher als bis dahin vermutet. Quelle: GEO- Bericht von Henning Engel (15.07.2021)


  • Die Denisova-Menschen lebten also nicht nur in Sibirien, sondern – wie oben erwähnt – offensichtlich also auch in Tibet. Dort wohnten sie vor mindestens 160.000 Jahren und waren – wie gesagt – an das Hochland dort gut angepasst. Noch heute finden sich dort Teile ihrer DNA in der lokalen Bevölkerung.

Denisova-Mensch und Neandertaler teilten sich einen einzigen gemeinsamen (uns noch unbekannten) Vorfahren, das haben DNA-Untersuchungen gezeigt. Genau wie der Homo sapiens wanderte dieser frühe noch unbekannte Vorfahre ebenfalls von Afrika aus nach Asien bis nach Europa. Das war vor rund 300.000 bis 500.000 Jahren. Danach trennten sich die Wege: Während der Neandertaler sich hauptsächlich in Europa und Zentralasien gesiedelt haben soll, könnte der *Denisova-Mensch nach Ansicht von Wissenschaftlern von Sibirien bis weit in den südostasiatischen Raum hineingelebt haben. Dieser umfasst die Länder, die sich östlich von Indien und südlich von China befinden.

Da Neandertaler und Denisovaner gemeinsam in Eurasien lebten, kam es außerhalb Afrikas zum DNA-Austausch zwischen ihnen und auch dem anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens). Inwieweit moderne Afrikaner genetische Spuren anderer ausgestorbener Menschenarten in sich tragen, ist bislang noch zu wenig erforscht.

Anm.: Die russische Denisova-Höhle war seit den 1970er-Jahren intensiv erforscht worden. Die Ausgrabungen in der *Denissowa-Höhle (russisch:  Денисова пещера – Denissowa peschtschera, eigentlich: Die „Höhle von Denis“) fanden dort – nahe der Grenze zu KASACHSTAN (Zentralasien, am Kaspischen Meer gelegen) – statt. Die Ausgrabungen wurden vom russischen Naturkundemuseum von NOVOSIBIRSK durchgeführt.

BERUF: HÖHLENFORSCHER…
Noch immer gibt es viele unerforschte Höhlen und noch immer finden Wissenschaftler dort uralte Spuren von unseren Vorfahren. Auch in Deutschland gibt es hier noch viel zu entdecken: Knochenfunde, Tropfsteine, Wand-Zeichnungen – alles Spuren aus frühester Menschheitsgeschichte.


Ein neueres Stück im großen Gen-Puzzle
in „Ost-Indonesien“ auf Inseln entdeckt:

Ost-Indonesische Inseln liegt (hier auf der Karte sichtbar eingezeichnet) direkt über Australien. Anm.: Wallacea liegt dort zwischen Borneo und Neu-Guinea.

Um auch mehr Einblicke in die Besiedlungsgeschichte Ostindonesiens zu erhalten, hatte kürzlich im Jahre 2021 ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Max-Planck-Institute für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und für Menschheitsgeschichte in Jena sowie des „Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen“ vor kurzem – vor Ort – neuere genetische Studien dort durchgeführt.

  • Mithilfe dieser neuen Daten kann man heute belegen, dass die menschliche Durchmischung schubweise und kontinuierlich – seit mindestens 3.000 Jahren – hier auf den Inseln in Wallacea erfolgt sein muss“, erklärte Mark Stoneking (*1956) Er ist ein US-amerikanischer Genetiker vom Max-Plack-Institut (MPI) für evolutionäre Anthropologie (Leipzig). Er ist einer der Hauptautoren der Studie.
  • Malaysia/Philippinen: Die Inseln Wallaceas liegen im pazifischen Ozean und waren von Asien und *Ozeanien immer durch Tiefseegebiete getrennt. Dennoch dienten diese tropischen Inseln vor vielen tausend Jahren als geeignete Korridore für die Wanderung moderner Menschen auf die Landmasse Australiens und Neu- Guineas.
  • Die WallaceaInsel-Gruppe ist benannt nach dem Naturwissenschaftler Alfred Russel Wallace, der die Inseln bereits vor über 150 Jahren (zwischen 1854 und 1862) erforschte.
  • Die Inseln wurden nachweislich bereits vor mindestens 47.000 Jahren besiedelt.

Anm.: *Ozeanien ist die Bezeichnung für die Inselwelt des Pazifiks (mit über 7500 kl. Inseln) nördlich und östlich des Kontinents Australien: Ozeanien ist zwischen Asien und Australien oben auf der Weltkarten-Skizze zu finden.


Erst vor rund 70.000 Jahren begannen also die ersten Menschen von Afrika nach Europa und Asien zu siedeln. Von Asien aus konnten sie dann (in ihren selbstgebauten Schiffen) nach Nord- und Südamerika und über die Pazifikinseln und nach Australien. In Neuseeland kamen erste Menschen beispielsweise erst vor etwa 1.500 Jahren an.

Forscher fanden auch neuere Nachweise für mehrere genetische Durchmischungen von den frühen Menschen verschiedener Abstammung aus den Nachbarregionen in Asien und Ozeanien bereits vor mindestens 4.000 Jahren:

Ein Vergleich mit Genomdaten früherer Jäger und Sammler, die ungefähr zur gleichen Zeit – wie ein anderes, unbekanntes Individuum westlich von Wallacea (Ost-Indonesien) – lebten, lieferte weitere Hinweise:
„In der Region Wallacea könnten sich die Verbreitungsgebiete der DenisovaMenschen und der modernen Menschen überschnitten haben. Möglicherweise ist es sogar der Hauptort, an dem DenisovaMenschen und die Vorfahren der indigenen Australier und Papua gemeinsame Nachkommen zeugten“, sagte Cosimo Posth.

Das bisher älteste analysierte Genom eines modernen Menschen aus dem Gebiet Wallacea – den Inseln zwischen Westindonesien und Papua-Neuguinea – weist übrigens eine bisher noch nicht beschriebene, verhältnismäßig neuere Zusammensetzung menschlicher Verwandtschaft auf… es bleibt also spannend in der weiteren zukünftigen Erforschung unserer menschlichen Herkunft…


Quellen: Prof. Dr. Cosimo Posth, Universität Tübingen, Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie, Senckenberg
sowie: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig/Wikipedia/Nature/Spektrum.de/sowie https://hpd.de/artikel/erbgut-fruehesten-europaeer-19223.


  • Die Höhle von Lascaux ist eine Höhle aus der Jungsteinzeit, die sich im Département Dordogne in Frankreich befindet. Sie beeindruckt durch Höhlenmalereien, die sich der franko-kantabrischen Höhlenkunst zuordnen. Seit 1979 gehört z.B. die Höhle von Lascaux zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Es ist vor allem die bevorzugte Lage der dortigen reich bemalten Bilderhöhlen an den Ausläufern von Gebirgszügen (mit mächtiger Höhlenbildung und begünstigten Kalkformationen) welche am Rande von Flussrändern gelegen, vor allem für die Bereichen für Jagd und Fischfang recht günstig waren.
  • Steinzeitliche Bilderhöhlen befinden sich auch dort im Umkreis der frankokantabrischen Region (Nord-Spanien).

Anm.: In der Jungsteinzeit wurden die Menschen nach und nach sesshaft. Die Menschen änderten ihre Lebensweise: Die Menschen lebten in Großfamilien und Sippen. Sie begannen mit dem Ackerbau/Viehzucht und machten aus wilden Tieren Haustiere. Die Jungsteinzeit, Neolithikum – ist eine Epoche der Menschheitsgeschichte, die vor etwa 6.000 Jahren v. Chr. begann und etwa 3000 v. Chr. endete. (Wikipedia)

Was so alles seit dem Urknall passiert ist – haben wir nun in aller Kürze erfahren… Über 200.000 Jahre lang sind unsere Vorfahren also – als Homo sapiens – in Kleingruppen in der Welt herumgezogen. Vor rund 10.000 Jahren wurden wir dann doch endlich sesshaft, erfanden Ackerbau und Viehzucht. Es war der Beginn einer Erfolgs-Geschichte, an deren vorläufigem Ende vielleicht außer Weltraumraketen, Computer und einer weltweit total vernetzten Gesellschaft – doch Menschen stehen, die all das – was das Leben lebenswert macht – maßvoll genießen… Aber sind wir tatsächlich an das moderne, sesshafte Leben wirklich angepasst?


ENDE


Nobelpreis 2022 für Svante Pääbo

Der Vater der Paläogenetik

  • 03.10.2022: Der Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wurde für seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Paläogenetik ausgezeichnet, als deren Begründer er gilt. Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht in diesem Jahr an den schwedischen Mediziner, Biologe und Wissenschaftler Prof. Dr. Svante Pääbo (*1955 in Stockholm).
  • Seit 1997 arbeitet der Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Als Biologe forscht er in spezialisierter evolutionärer Genetik. 
  • Er sequenzierte als erster das Genom des Neandertalers und entdeckte den Denisova-Menschen: Sein Team kündigte bereits 2010 die Identifizierung einer neuen Hominiden Art aus genetischem Material, den Denisova-Hominiden an.
  • Zu seinen bedeutendsten wissenschaftlichen Erfolgen zählt auch die Entschlüsselung des Neandertaler-Genoms. „Seine Arbeiten haben unser Verständnis der Evolutionsgeschichte der modernen Menschen revolutioniert“… so Martin Stratmann (*1954), Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.
  • So habe der Schwede Svante Pääbo zum Beispiel nachgewiesen, dass Neandertaler und andere ausgestorbene Hominiden einen wesentlichen Beitrag zur Abstammung der heutigen Menschen geleistet haben.

Anm.: Die Paläogenetik ist ein relativ junger Wissenschaftszweig. Den Begriff der Paläogenetik bildeten die beiden US-Amerikaner Linus Carl Pauling und Emile Zuckerkandl bereits 1963. Pääbo wird heute teilweise als Begründer der Paläogenetik bezeichnet. (Wikipedia)



„Prähistorische Ballade“

Ein Ichthyosaur sich wälzte
Am schlammigen, mulstrigen Sumpf.
Ihm war in der Tiefe der Seele
So säuerlich, saurisch und dumpf,

So dämlich, so zäh und so tranig,
So schwer und so bleiern und stumpf;
Er stürzte sich in das Moorbad
Mit platschendem, tappigem Pflumpf.

Da sah er der Ichthyosaurin,
So zart und so rund und so schlank,
Ins schmachtende Eidechsenauge,
Da ward er vor Liebe so krank.

Da zog es ihn hin zu der Holden
Durchs klebrige Urweltgemüs,
Da ward aus dem Ichthyosauren
Der zärtlichste Ichthyosüß.

Autor: Vischer, Friedrich Theodor (1807-1887)
Er stammte aus Ludwigsburg und war ein deutscher Literaturwissenschaftler
und Philosoph im weiten Feld der Ästhetik und ein deutscher Politiker. (Wikipedia)



Blog-Artikel-Ende


BLOG-Artikel:
„Die Entstehung der Urmenschen und Prähistorisches“.
wurde zuerst veröffentlicht am 28. September 2022.