GERICHTE MIT GESCHICHTE:

Wer ist denn eigentlich der Kirschenmichel?

Dies ist eine traditionelle, altbekannte „Süßspeise“ der deutschen Küche und eigentlich eine „Reste-Verwertung“: Man verwendet „Toastbrot“ (oder wie früher auch Zwieback oder Brot/Brötchen vom Vortag): Vergleichbare süddeutsche Spezialitäten – zum Beispiel mit Äpfeln – sind der „Scheiterhaufen“ (eher in Oesterreich, Altbayern) oder „Ofenschlupfer“ („schlupft“ mehr in Südwestdeutschland) 😉 Dazu braucht man an Obst einfach nur ungefähr 1kg saftige Äpfel und eine Handvoll (ca. 50 g) Rosinen (nur bei den Äpfeln) oder aber die aromatischen, reifen dunklen Kirschen. Man kann diese „Mehlspeisen“ bzw. Aufläufe aber auch nach dem gleichen Rezept mit Pflaumen/Zwetschgen zubereiten. Die allseits beliebte „Arme Ritter“ Speise wird ebenfalls aus altbackenem Brot – allerdings ohne Kirschen – hergestellt. Interessant, wo sich die armen Ritter so überall herumgetrieben haben. Es gibt weitere, teils regionale Bezeichnungen: Rostige Ritter, Semmelschmarrn, Weckzämmädä, Kartäuserklöße, Bavesen (Bayern), Pofesen (Oesterreich), Blinder Fisch (mit Zwieback) sowie in der DeutschschweizFotzelschnitten“ (= Fotzel bedeutet Stück Fetzen Papier oder „Hallodri“ im Basler Dialekt) (Quelle: Wikipedia)

MEINE KINDHEITSERINNERUNGEN
Schätze aus Mutters Küche…unvergessliche Familien-Rezepte:

Der Kirschenmichel, den auch meine Mutter für uns Kinder später oft in den Sommermonaten zubereitet hatte, war auch einst von meiner liebsten Großmutter Christina Röcking (1892 -1981) aus Aschaffenburg (Unterfranken) – extra für mich zubereitet – mein absolutes Lieblings-Gericht – wenn ich sie im Sommer besuchen durfte. In Franken, der Heimat meiner Großmutter, gibt es heute noch riesige Kirschanbaugebiete z.B. in der „fränkischen Schweiz“ (zwischen Bamberg und Bayreuth). Omama hatte selbst viele Obstbäume in ihrem großen Garten hinter ihrem Haus in Aschaffenburg direkt am schönen „Pompeijanum“ gelegen…
„Erinnerungen verschönern das Leben: Allein das Vergessen macht sie erträglich“…heißt dieser schöne alte Vers… von Honoré de Balzac (1799 – 1850) einem französischen Philosophen und Romanautor. Nun vergessen möchte ich nichts, im Gegenteil, gerade die Erinnerungen an die eigene Kindheit – möge sie auch nicht immer perfekt gewesen sein – ist so wertvoll.
Besonders die guten, „alten“ Rezepte – die in meinem blog nun immer mal wieder auftauchen – dürfen einfach – in unseren jetzigen Zeiten der „Fusion kitchen“ – nicht in Vergessenheit geraten...
(Diese „Fusion-kitchen“- Kombination verschiedener landestypischer Esskulturen, Zubereitungsmethoden und Kochkünsten aus aller Herren Länder – hat aber auch ihren Reiz und wird von mir persönlich auch absolut geschätzt!)

In meiner Erinnerung hatte Großmama übrigens an ihren Kirschenmichel immer noch etwas Zimt und 1 Prise Nelkenpuder als Zutat dabei…aber das ist wohl Geschmacksache, wir fanden dies immer sehr lecker… „gschmackig“ (wie Oma es nannte…) d.h.: wohlschmeckend…Die Süßspeise wird übrigens warm serviert und wird in vielen Familien nach einer Suppe traditionell auch als Hauptgang gegessen.

Dass der Kirschenmichel nicht vom Michel aus Lönneberga stammt, verstehen ja alle Kinder, aber dass das Gericht einst als ein Arme-Leute-Essen galt, das habe ich nie verstanden. Auch heute wird es bei reichlicher Kirschen-Ernte als schöner, begehrter Sommer-Auflauf von uns allen sehr geschätzt…er ist sehr einfach…aber eben einfach sehr lecker 😉Woher die Bezeichnung „Kirschenmichel“ wohl stammt?… Nein, mit dem „deutschen Michel“ hat der Begriff eher weniger zu tun: Der Begriff leitet sich wohl von dem im 17. Jahrhundert gebräuchlichen Wort „mischel“ für etwas Vermischen ab. Man sagt…


WISSENSWERTES

Wenn die Kirschbäume jedes Jahr im Frühling zu blühen anfangen, ist jeder Baum ein Traum von bezaubernden Blüten…
Sie erreichen sie den Höhepunkt ihrer wunderschönen Blütezeit üblicherweise Mitte April.
Die Kirschen-Erntezeit ist später über einen Zeitraum von etwa sieben Wochen,
von Ende Mai / Anfang Juni (früheste Sorten) bis Mitte / Ende Juli (späte Sorten).

„Wenn ich unter einem blühenden Kirschbaum stehen und nach oben schauen würde, wärst du das eine Blütenblatt, welches sanft auf meine Lippen schweben würde.“ Japanisches Gedicht: Kazumi Shizukasato

Unterschiede

Reife Kirschen sind saftig, fruchtig und herzhaft erfrischend. Die Kirsche ist eine Steinfrucht und gehört zur Familie der Rosengewächse, die sich ihrerseits wieder in mehrere Hundert verschiedene Kirsch-Sorten aufteilen lassen. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wird zwischen Süß- und Sauerkirschen unterschieden.

Unter einer Süßkirsche versteht man diverse Kulturformen der wilden Vogelkirsche, wie zum Beispiel die köstliche „Knorpelkirsche“ mit ihrem festem, süßem Fruchtfleisch oder die Herzkirsche, Ein Süßkirschen-Baum kann zwischen 15 und 30 Metern hoch werden. Ursprünglich stammt die Süßkirsche aus der Gegend rund um das Schwarze Meer. Mittlerweile ist die beliebteste Steinfrucht weit verbreitet. Obwohl Süßkirschen weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut werden, stammen 80 Prozent der gesamten Ernte aus Europa. (Wikipedia)

Die Sauerkirsche – wie der Name schon sagt – enthält wesentlich mehr Fruchtsäure und eignet sich eher fürs Kochen, Backen oder Einmachen. Die Sauerkirschen wachsen eher niedrig an kl. Bäumen oder Sträuchern, die im Unterschied zu den Süßkirschensorten nur höchstens bis zu 10 Meter hoch werden können.


DIE ERNTE…lass uns in die Kirschen gehen…

Einige Pflücker legen Wert darauf, dass das Pflücken der Kirschen immer mit Stengel erfolgt, da sonst eine Wunde an der Kirsche entsteht und diese schneller verdirbt. All die wunderbaren Kirschbäume mit Süß – oder Sauerkirschen – die derzeit im Monat Juni übervoll und prall mit reifen Früchten hängen – sind für die Besitzer nicht nur ein Segen, sondern bedeuten für die Erntehelfer auch knallharte Arbeit mit den süßen Früchtchen…In einem Interview der MOPO (Hamburger Morgenpost), das ich kürzlich gelesen hatte, erklärte Obstbauer Thies Harms (aus dem Alten Land, u.a. einem bekannten großen Kirschanbau-Gebiet), wobei man beim Pflücken unbedingt achten muss:

„Man packt die Kirsche am Stengel und reißt sie nach oben weg. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht die „Bukett-Knospen“ mitpflückt. Sonst kommen im nächsten Jahr keine neuen Kirschen.“ Er nahm einen Eimer in die Hand. Zehn bis zwölf Kilogramm passen da rein. „Das sollte man in einer Stunde schon schaffen“, sagt Harms. „Ein geübter Pflücker schafft wesentlich mehr.“ Zehn Stunden arbeiten er und die anderen Erntehelfer pro Tag.

Nach dem Pflücken geht’s dann zum Sortieren. Nachdem die Kirschen bereits grob beim Pflücken aussortiert worden sind, werden sie jetzt noch mal nach verschrumpelten, zu hellen oder beschädigten Kirschen hin untersucht und in eine Kiste gefüllt. Dann müssen sie noch verarbeitet werden…WOW…ich glaube, ich könnte vor lauter Muskelkater mich jetzt gar nicht mehr bewegen…Wenn ich das nächste Mal eine Kirsche esse, werde ich sie auf jeden Fall bewusster essen. Schließlich weiß ich jetzt, wie enorm viel Arbeit es ist, sie zu ernten…Man sollte alle Kirschen feiern, weil sie so kostbar sind…


DER KIRSCHENMICHEL…ein echter Klassiker:
Oma Christinas Rezept aus ihrer Heimat Aschaffenburg

Zutaten für 4 Personen: 500 g frische Kirschen (oder heute auch 1 Glas Schattenmorellen (ca. 680 g, abgetropft ca. 370 g), 200 g Toastbrot (oder wie früher auch Zwieback oder Brot/Brötchen vom Vortag), 300 ml Milch, 2 Eier, 1 Prise Salz, 80 g Butter (zimmerwarm), 4 EL Zucker, 1 P. Vanillezucker, (oder ein paar Tropfen Vanille-Aroma), 2 TL Backpulver, 1 EL Puderzucker, 100 g gehackte Mandeln, etwas Zimt und 1 Prise Nelkenpuder nach Geschmack. Weiche Butter und Semmelbrösel für die Form. Eine Auflaufform (ca. 27 x 20 cm oder Ø 23 cm)

Zubereitung des Kirschenmichels:

1. Frische Kirschen waschen und entkernen oder Kirschen aus dem Glas gut abtropfen lassen. 200 g helles Brot oder Brötchen in kleine Stücke zupfen. Mit 300 ml Milch begießen und mind. 10 Minuten durchziehen lassen. Brot mit den Händen gut ausdrücken, es sollte nicht zu „nass“ sein.

2. Den Backofen auf 200 °C. vorheizen. Eine Auflaufform mit Butterflöckchen gleichmäßig gut fetten und mit 2-3 EL Semmelbröseln (auch an den Seiten) gut ausstreuen. Die 2 Eier trennen. Die beiden „Eiweiße“ mit 1 Prise Salz mit den Quirlen des elektrischen Handrührers in absolut fettfreier Rührschüssel schön steif aufschlagen.

3. Die beiden Eigelbe, 80 g weiche Butter, 4 EL Zucker, den Vanillezucker und 2 TL Backpulver mit dem Schneebesen in einer große Teigschüssel glattrühren. Alle Zutaten gleichmäßig mit dem vorher eingeweichten, ausgedrückten Brot innig vermischen. Zirka 3 EL gehackte Mandeln in die Teig-Masse geben. Alle Kirschen sanft unter den Teig rühren und zum Schluß den sehr steifgeschlagenen „Eischnee“ – gut verteilt – vorsichtig unterheben.

4. Sorgsam also den geschmeidigen Teig in die (gut gefettete und mit Semmelbröseln ausgekleidete) Auflauf-Form füllen und den „Kirschenmichel“ auf der unteren Schiene des vorgeheizten Ofens ca. 35-40 Minuten goldbraun backen. Falls die Oberfläche nicht richtig schön goldbraun wird, kann man den Auflauf für die letzten 5. Min. der Backzeit unter den Grill schieben…
Herausnehmen und den heißen Auflauf auf die kalte Herdplatte stellen. Anschließend mit 1-2 Esslöffeln Puderzucker (im Sieb) oder einfachem „Zimt-Zucker-Gemisch“ bestreuen. Den Kirschenmichel – wenn möglich noch schön warm frisch aus dem Ofen – genießen.
😉 Mann…ist der saftig und lecker… 😉

Man kann den Kirschauflauf aber auch vor der Mahlzeit gut wieder kurz aufwärmen (Oberfläche etwas mit Wasser besprenkeln und „abgedeckt“ bei 180 Grad – vorgeheizt – zirka 10-20 min. – erhitzen. Zum Schluss mittig unbedingt die Kerntemperatur z.B. mit Metallspieß (Schaschlik-Spieß) oder einem Metallmesser etc. in der Form prüfen, in der Mitte ist es immer am kältesten). In der Mikrowelle erwärmt, schmeckt er nicht mehr so gut…finde ich…

„…wovon sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt…“ meinte schon die Witwe „Bolte“ in der Bildergeschichte mit Reimen: „Max und Moritz – Zweiter Streich“ des deutschen humoristischen Dichters und Zeichners: Wilhelm Busch (1832 – 1908).

Zubereitungszeiten des Kirschenmichel-Rezepts:
Vorbereitungszeit: 20 min.
Backzeit: 35-40 min.
Ruhe-Zeit: 10 min.


Dazu gab es immer Omas selbstgemachte leckere kalte Vanille-Sauce, die man ruhig schon tagszuvor zubereiten kann (siehe Omas Rezept „Vanille-Soße“ in meinem anderen Blog-Thema: „Der Hoiber-Datschi“…Hoiber waas?...). Oder einfach eine fertige Vanillesoße vorher im Handel kaufen… 😉


Ein bisschen wie unser Kirschenmichel, aber doch ganz anders:
„Clafoutis aux cerises“


IN FRANKREICH gibt es schon immer eine ähnliche Möglichkeit, aus Kirschen ein sommerliches Kirsch-Dessert (Clafoutis) zu zaubern. Der berühmte französische Kirschauflauf stammt – wie es heißt – aus dem Limousin, also der Mitte – dem Herzen – Frankreichs und ist ein äußerst beliebtes traditionelles Sommer-Dessert. Im Limousin oder der Auvergne ist dieser Kirschauflauf auch unter dem Namen Milliard oder Millard bekannt.
Für einen original französischen „Clafoutis aux cerises“ , wird der Teig aber zusätzlich noch ein wenig aromatisiert. Kirschwasser, Vanille und Zimt werden hierfür am häufigsten genommen. Unbedingt muss die Auflaufform zuerst ordentlich mit flüssiger Butter eingepinselt und mit Zucker ausgestreut werden, damit während des Backens, am Rand ein wenig köstlicher Karamell entsteht!

Wir haben ihn „einst“ bei unseren Freunden kennen und lieben gelernt, wo „Michèle“ – die aus Mâcon, dem Süden der Bourgogne stammt (Präfektur des Départements Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté) ihn oft und gerne zubereitet. Der „Clafoutis“ ist also die französische Art eines süßen Kirsch-Auflaufs und ist blitzschnell und wirklich auch kinderleicht zubereitet – und sooo lecker…très délicieux…Goûtez de ce gâteau, il est exquis !


Clafoutis aux cerises (Kirschauflauf) DSC_8844jhkjh-640x480

Hier die Zutaten für den
„Clafoutis aux cerises“:
Man braucht dafür: 600 g frische Kirschen oder Sauerkirschen wie z.B. Schattenmorellen sind perfekt (auch aus dem Glas…), dazu 50 g geschmolzene Butter, 4 Eier, 250 ml Milch, 100 g Mehl, 100 g Zucker,  1 P. Vanillezucker, etwas Zimt und 1 Prise Salz.
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Die Zubereitung: Die gut gewaschenen, abgetrockneten, entkernten Kirschen in eine sehr gut gefettete und gezuckerte Auflaufform geben (wie oben erwähnt). Die restlichen Zutaten miteinander verquirlen und einfach schön gleichmäßig über die Kirschen gießen. Der Teig ist ähnlich flüssig wie ein Pfannkuchenteig.
Alles im vorgeheizten Backofen bei 170 °C circa 40-45 Minuten goldbraun backen.
Wie unser Kirschenmichel ebenfalls sehr, sehr lecker…da kann ich nur sagen: Hhmmm 😉 et voilà…„frongsösisch“ eben…😉 Parfaitement!

LE „CLAFOUTIS“: Natürlich kann man den Clafoutis auch mit anderen Früchten zaubern: Z.B. mit Rhabarber, Mirabellen, Himbeeren, Aprikosen, Blaubeeren – so ziemlich alle Früchtchen sind dafür geeignet. TIPP: Wir hatten ihn einst in Südfrankreich – mit frischen Lavendelblüten garniert – serviert bekommen…also wer diese im Garten hat… 😉 Die Deko sieht hinreißend aus!



Nun verrate ich heute noch eine besondere Köstlichkeit…

ULLAS SOMMERKUCHEN MIT KIRSCHEN

Alle Zutaten:

Für den Boden: 100 g Zucker, 200 g (weiche) Butter, 1 P. Vanillezucker oder Vanillearoma, 300 g Mehl, 1 Tl. Backpulver, 1 Voll-Ei.
Für die Füllung: 500 g frische Kirschen (oder 1 Glas entsteinte Schattenmorellen), 1 P. Vanille-Puddingpulver.
Für den Deckel-Guss-Belag: 3 Eigelb, 1 Becher Crème fraîche, 50 g Zucker, 1 EL Mehl, 3 Eiweiß, Prise Salz, 100 g blättrige Mandeln. Puderzucker zum Bestreuen. Zum Backen eine 26er Springform nehmen.


Foto: Kirschkuchen hier alternativ nur mit etwas Zuckerguss…

Zubereitung: Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Aus den Zutaten für den Boden einen geschmeidigen Mürbe-Teig herstellen:
Den Mürbeteig nur „kurz“ kneten, so dass alle Zutaten innig vermengt sind. Eine homogene Teig-Kugel formen und diese etwas größer als die Springform rund ausrollen. Tipp: wenn man den Teig zwischen zwei Seiten eines aufgeschnittenen Gefrierbeutels legt, geht es noch leichter. Die Teigplatte in eine 26er Springform geben, einen Rand hochziehen und andrücken, den Boden mit Gabelzinken „einpieksen“. Im Kühlschrank mind. 15-30 min. kaltstellen.


ULLAS TIPP: Dies ist meine ganz persönliche Art „Mürbeteig“ zu kühlen, anstatt eine dicke „Teigkugel“ erst im Kühlschrank zu lagern, bis sie „kalt und hart“ wurde, um sie dann später wieder bei Zimmertemperatur so passend zu „erwärmen“, damit sie dann auch gleich einigermaßen geschmeidig geknetet und geformt werden kann….grrr…So lege ich heute immer den schon fertig ausgerollten Teig (der übrigens nicht „klebrig“ ist) lieber sofort in der Kuchenform fix und fertig aus und kühle diese dann gut „abgedeckt“ im Kühlschrank...so wird der Teig perfekt gekühlt – und seither muss ich mich nicht mehr mit zu hartem Teig rumschlagen und mein Kuchenboden wird auch nicht „speckig“…


In der Zwischenzeit – in welcher der fertig ausgerollte Kuchenboden in der Form im Kühlschrank ruht – bereite ich schon einmal die Kirsch „Füllung“ zu:

Für die Füllung: Frische Kirschen waschen, entsteinen, halbieren. Den Pudding nach Packungsanleitung zubereiten, dann weiter – wie unten angegeben – verfahren…


Andere Zubereitung bei bereits entsteinten Kirschen „aus dem Glas“: Diese in ein Sieb abschütten, den gesamten Saft dabei auffangen und abmessen. Der Saft sollte etwa 400 ml ergeben, evtl. mit etwas Wasser auffüllen. Dann mit etwas Saft zuerst das Vanillepudding-Pulver und den Zucker in einem größeren Kochtopf schön glatt rühren und mit dem übrigen „Saft“ nach Packungsanleitung nur ganz kurz kräftig aufkochen und sofort vom Herd ziehen. (Ich nehme hierzu gern auch eine größere „Teflonpfanne“, da brennt nichts an ;-).
Anschließend die Kirschen in diesen heißen Pudding-Topf geben und hier sorgfältig untermengen.

Diese heiße „Pudding-Kirsch-Masse“ sogleich auf den vorbereiteten Mürbeteigboden in der 26er Spring-Form geben, schön gleichmäßig rundum verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa „35 Min.“ fertig backen.


Für den Deckel-Guss-Belag: In der Zwischenzeit die drei Eiweiße in einer absolut fettfreien Schüssel mit einer Prise Salz schön steif schlagen. Die anderen Zutaten wie die 3 Eigelbe, 1 Becher Crème fraîche , 50 g Zucker, 1 EL Mehlseparat“ in einer Rühr-Schüssel mit dem Rührbesen gut vermischen. Den Eischnee mit einem Teig-Spatel vorsichtig unter diese Eigelbmasse nur „locker“ – gleichmäßig verteilt – unterheben (nicht rühren!).

Den Kuchen nach „35 Minuten“ aus dem Ofen nehmen und den „Eier-Crème-Guss“ nun auf der Oberfläche schön locker über den heißen Kirschen verteilen, zuletzt noch obendrüber gleichmäßig ein paar blättrige Mandeln streuen und erneut bei etwas reduzierter Hitze (175°C.) nochmals „15 Minuten“ backen.


TIPP“: Nachdem der Kuchen erkaltet ist, ein Kuchengitter auf die Oberfläche drücken, so bekommt der Kuchen die schönen Abdrücke des Gitters. Oder vor dem Servieren evtl. gleichmäßig die Oberfläche noch mit etwas Puderzucker bestäuben.

Zubereitungszeiten des Rezepts:
Vorbereitungszeit: 20 min.
Backzeit: insg. zirka 60 min.
Teig-Ruhe-Zeit: 10 min.


EINLADUNG ZUM KÄFFCHEN UND FRISCH GEBACKENEM SOMMER – KIRSCHKUCHEN: KOMMT ALLE…HOCH LEBE DER SOMMER!
Nach dem gleichen Rezept:
SAFTIGER KIRSCHKUCHEN OHNE DECKEL-GUSS-BELAG
– wenns mal schnell gehen soll
KIRSCHMARMELADE…THE VERY BEST
Wer im Sommer fleißig Kirschmarmelade kocht, kann die roten Früchte auch im Winter noch zum Frühstück genießen.
Mit diesem unten angegebenen Blitz-Rezept gelingt Euch allen die köstliche Kirsch-Marmelade, die selbst unsere Großmütter nicht besser hätten machen könnten:
Daher unbedingt ausprobieren: 1-2-3 alles keine Hexerei und soooo köstlich!
CHERRY FÜR MEIN CHÉRIE:
Zutaten für 4 Gläser: 1 kg frische Kirschen – 1 Pfund Gelierzucker 1:2 – sowie 1 Schuss Zitronensaft

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Die gewaschenen, entkernten Kirschen halbieren und in einen Topf geben, den Gelierzucker hinzufügen, die Früchte leicht pürieren und das Ganze einmal aufkochen lassen. Einen Schuss Zitronensaft hinzufügen und auf kleiner Flamme für ca. 3-5 Minuten weiter kochen lassen, öfter dabei umrühren. Die Marmelade durch ein Sieb abseihen, sofort in Gläser füllen und gut verschließen…ET VOILÀ…Ruck-Zuck-Fertig! Und so köstlich…
P.S.: Den Kirsch-Sirup – der im „Sieb“ abgegossen wurde – kann man aufheben (hält sich ewig) und später für Desserts zum Süßen verwenden…

SOMMER-PICKNICK IM GRÜNEN…was braucht man mehr…

„Rote Kirschen ess‘ ich gern,
schwarze noch viel lieber.
In die Schule geh ich gern
alle Tage wieder“ .

(ALTES KINDERLIED – Autor unbekannt)

P.S.: Die feine Kombination von Gedanken und Bildern ist hier im Blog nicht einfach…Ich finde, Worte und Bilder kommunizieren gemeinsam viel stärker. Manch` bekannte oder unbekannte Zitate-Spruchweisheiten und kurze Gedichte umrahmen daher meine Gedanken in diesem Blog.

Blog-Thema: „Kirschenmichel“ veröffentlicht am 20.7.2020