CORONA sollte eigentlich endlich in wenigen Monaten vorbei sein, so die Hoffnung vieler Deutscher. Wissenschaftler bezweifeln jedoch, dass die Pandemie im Frühjahr 2022 überstanden ist. Immer neuere, gefährliche Virus-Varianten – wie derzeit „OMIKRON“- und auch schon „Nachfolger“ – tauchen auf.


Blog-Artikel aktualisiert am 17.06.2022

HIER FOLGT NUN TEIL 7: Rückblick und Aussichten


Aktualisiert: Die „7-Tage-Inzidenz“- erneuter Anstieg in Deutschland:

17.06.2022: Die „7-Tage-Inzidenz“ (Neu-Infektionen) in Deutschland beträgt aktuell: 427,8 (vor einer Woche noch 407,4) – Die 75,9% Impfquote (vollständig) ist immer noch viel zu niedrig.
28.118 aktuell heute gemeldete Neuinfektionen in BRD.
(Quelle: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/)

Aktuelle Daten weltweit: Corona-Erkrankungsfälle bisher: 538 Mio. und Todesfälle: 6,32 Mio.
(Quelle: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/)


Its not over yet!


Es gibt sie noch immer –
Corona-Neu-Infektionen


11. Mai 2022: Der bisherige Corona-Krisenstab wurde nun aktuell nun von Bundesregierung offiziell aufgelöst

Rund fünf Monate nach seiner Einrichtung wird der Coronakrisenstab im Bundeskanzleramt zur Koordinierung der bundesweiten Impfungen gegen das Virus SARS-CoV-2 aufgelöst. Mittlerweile gebe es eine völlig andere Situation bei den Infektionen und Corona-Impfungen, sagte die Journalistin und – seit Januar 2022 – stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann (*1967) heute in Berlin.

  • Die Aufgaben des von Generalmajor Carsten Breuer (*1964) geleiteten Krisenstabes würden nun in den üblichen Arbeitsstrukturen der Bundesregierung bearbeitet. Am 30. November 2021 wurde Breuer zum ersten Leiter des Bund-Länder-Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt bestimmt. Akutes Krisenmanagement braucht es nun derzeit nicht mehr… jetzt geht es um den Blick in den Herbst 2022.

Bundeskanzler Scholz besuchte Anfang Mai 2022 seinen Krisenstab und gab den Startschuss für neue Gespräche mit den Bundesländern.

Der Corona-Expertenrat der Regierung hingegen sei gerade dabei, eine neue Stellungnahme zur Situation in Herbst und Winter 2022 zu erarbeiten.

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man selbst gestalten“. – Zitat: Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) – war ein französischer Schriftsteller und Pilot.


Die Gesundheitsminister wollen nun genauen Corona-Maßnahmen-Katalog für den Herbst 2022

16. Mai 2022: Bund und Länder wollen sich möglichst schnell für eine mögliche neue Coronawelle ab dem Herbst rüsten. Das vereinbarte die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) heute bei einer gemeinsamen Videoschalte. „Die Coronapandemie ist noch nicht vorbei – wir dürfen uns nicht von den aktuell rückläufigen Inzidenzen täuschen lassen“, erklärte Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne (SPD), die derzeit der Gesundheitsministerkonferenz vorsitzt.

  • Im Herbst und Winter müsse mit dem Auftreten neuer Virusvarianten gerechnet werden. „Darum sollte das Bundesgesundheitsministerium möglichst rasch einen Masterplan zur Bekämpfung der Coronapandemie ausarbeiten und gemeinsam mit den Ländern abstimmen“, erklärte Grimm-Benne nach der Videoschalte mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
  • „Die Länder müssen in der Lage sein, auf ein mögliches Wiederaufflammen der Pandemie zu reagieren“, sagte der SPD-Politiker. Ein klarer gesetzlicher Rahmen gehört dazu“, sagte Lauterbach. Er hatte auch bereits ein neues Pandemiekonzept für den Herbst angekündigt.

Zu den Maßnahmen für den Herbst gehören laut GMK-Beschluss insbesondere die Möglichkeit zur Anordnung einer generellen Maskenpflicht in Innenräumen, die für 2G- oder 3G-Regelungen nötige Verpflichtung zur Vor­lage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises mit entsprechender Zugangsbeschränkung für risikogefährdete Bereiche und Einrichtungen sowie die Verpflichtung zur Erstellung von Infektionsschutzkonzepten.

  • Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mahnte, niemand dürfe sich „in falscher Sicherheit wiegen“.
  • In einem weiteren Beschluss hat sich die GMK für die Verlängerung der Coronavirus Surveillance-Verordnung zunächst um ein Jahr bis zum 30. September 2023 ausgesprochen. Diese Verordnung verpflichtet Labore zur Sequenzierung eines bestimmten Anteils an positiven SARS-CoV-2-Proben und zur Weiterleitung der Ergebnisse an das Robert-Koch-Institut (RKI).
  • QUELLE: © afp/dpa/aha/aerzteblatt.de

Der Krisenstab verschwindet – das Virus aber bleibt.

Das Corona-Virus kann einige Tage nach der Infektion ins Herz und Gehirn gelangen und monatelang auch in anderen Organen unseres Körper überleben. Zu diesem Ergebnis kam bereits Ende Dezember 2021 eine Studie der National Institutes of Health (NIH), die zum US-Gesundheitsministerium gehören und medizinische Forschung betreibe.

Das Coronavirus kann fast jedes Organsystem des Körpers infizieren, was zu den anhaltenden Symptomen bei „Long-COVID“-Patienten beitragen könnte, schrieben die amerikanischen Studienautoren von den NIH (National Institutes of Health).

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die höchste Virenlast durch SARS-CoV-2 zwar in den Atemwegen und der Lunge vorliegt, aber schon früh während der Infektion können sich die Viren auch auf Zellen im gesamten Körper ausbreiten, sogar im gesamten Gehirn“, fassten die Studienautoren zusammen.

Quelle: MedscapeResearch SquareBloomberg News


DAS VIRUS BLEIBT IM KÖRPER?

  • Bisher war noch nicht ganz sicher klar, warum die Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion bei einigen Patienten über mehrere Wochen anhalten. Möglicherweise spielt bei diesem Post-Covid die Virus-Persistenz eine wichtige Rolle, wie eine Untersuchung spanischer Mikrobiologen nahelegte:
  • Viele Patienten klagten noch über vier Wochen nach Symptombeginn über Fatigue, Muskelschmerzen, Dyspnoe, Tachykardie und subfebrile Temperaturen.
  • Eine „Virämie“  besteht immer über gewissen Zeitraum. Das wissenschaftliche Team von Francisco Tejeraina in Madrid hatte hier diesbezüglich aktuell untersucht, ob eine langanhaltende „Virämie“ möglicherweise auch bei Patienten mit persistierenden Symptomen die Ursache sein könnte.
  • (Anm.: Eine Virämie bezeichnet das Vorhandensein von Viren im Blut. Dies tritt bei fast allen Virusinfektionen für einen bestimmten Zeitraum auf. Klinisch macht sich eine Virämie meist durch hohes Fieber und Schüttelfrost bemerkbar.)
  • Bei sämtlichen antiviral behandelten Patienten zeigte sich eine deutliche Besserung des Funktionsstatus, bei unbehandelten Patienten war das nur zum Teil der Fall.

Es gibt hier einen nachweislichen Zusammenhang zwischen Long-Covid-19 und einer anhaltenden Virus-Persistenz d.h. das Virus bleibt deutlich länger im menschlichen Körper… und eine antivirale Therapie könnte hier möglicherweise tatsächlich sehr sinnvoll sein. Bei anhaltenden Symptomen nach Covid findet sich häufig auch später noch ein Nachweis von SARS-CoV-2-RNA in Plasma, Stuhl und Urin.

(Quelle: Coliquio.de (vom 05.05.2022) – (Prof. Dr. Francisco Leonardo Tejeraina-Garro vom Microbiology and Infectious Diseases Department am Hospital General Universitario Gregorio Marañon in Madrid, F., Catalan, P., Rodriguez-Grande, C. et al.) – Post-COVID-19 syndrome: SARS-CoV-2 RNA detection in plasma, stool, and urine in patients with persistent symptoms after COVID-19.)



Seit es Corona gibt, sagen Fachleute, dass wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben, weil es nicht mehr verschwindet…

Coronamaßnahmen adé…?

03.04.2022: In weiten Teilen von Deutschland sind zwei Jahre nach Beginn der Pandemie die meisten Corona-Maßnahmen beendet worden.

  • Wie viele Menschenleben darf es eigentlich kosten, ohne Maske in einer Menschenmenge zu stehen? Wir sollten ehrlich sagen, was uns unsere Bequemlichkeit wert ist: Viele Tote, jeden Tag…
  • Dies ist keineswegs polemisch, weil der Zusammenhang zwischen Masken, Tests und Totenzahlen erwiesen ist. Die Frage klingt nur deshalb schrill, weil man sie eigentlich gar nicht beantworten kann.

(Auszug: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-in-deutschland-maske-auf-oder-maske-runter…)

Post-Omikron-Ära?

Wie viel „Normalität“ unter uns Mitmenschen ist aktuell eigentlich jetzt möglich? Keine, glaubt man denn den Aussagen der Gelehrten.

Es ist ein schwieriger Übergang von der akuten Phase einer Corona-Ansteckung – evtl. anschließender Genesung –
in ein neues „Leben mit dem Virus“…

ja wir müssen davon ausgehen – dass wir damit leben müssen. Nun wird die Bekämpfung von Corona im kommenden Herbst wohl viel schwerer werden.


NEWS: Isolationspflicht bleibt – nur noch 5 Tage…

Mai 2022: NEUE LEITLINIE:
In Deutschland kann die vorgeschriebene Isolation für Corona-Infizierte künftig schon nach fünf Tagen enden – mit einem dringend empfohlenen negativen Test zum Abschluss.

Wenn man sich am fünften Tag noch positiv ist, bestehe die angeordnete Isolation also über den fünften Tag hinaus fort, erläuterte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Das sehen die neuen Leitlinien vor, die das Robert Koch-Institut (RKI) Anfang Mai 2022 veröffentlichte. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bekräftigte, dass die Isolation weiterhin von den Gesundheitsämtern angeordnet werden soll. Kontaktpersonen von Infizierten soll künftig nur noch dringend empfohlen werden, für fünf Tage Kontakte zu reduzieren. Bisher dauerten die Absonderungen in der Regel zehn Tage und können mit einem negativen Test nach sieben Tagen vorzeitig beendet werden.

Die geplante Corona-Impfpflicht ist durch die Politiker gescheitert – die Isolationspflicht bleibt, wenn auch verkürzt.


Bundestag: FDP & AFD stimmten überwiegend gegen eine Impfpflicht… -296 Ja-Stimmen, 378 Nein-Stimmen für den Antrag, der eine Impfpflicht ab 60 vorsah. Es gab neun Enthaltungen. Gewissensentscheidung oder politische Entscheidung der MdBs? Auch die Schaffung eines Impfregisters wurde abgelehnt.
Aktuelle Rolle rückwärts: Isolationspflicht soll nun doch bestehen bleiben… (Quelle: aerzteblatt.de)

  • Im Bundestag war am 07.04.2022 ein Gesetzentwurf für eine Corona-Impfpflicht ab 60 Jahren geschei­tert, den vor allem auch Lauterbach sehr engagiert immer unterstützt hatte. Die Enttäuschung war groß.
  • Tags zuvor war der Gesundheitsminister von dem Vor­haben abgerückt, Corona-Infizierten künftig nur noch eine Empfehlung zur häuslichen Isolation zu geben.
  • Damit gilt weiter derzeit unverändert eine Isolationspflicht bei Corona-Erkrankung. © afp/aerzteblatt.de

Isolation: Was müssen Corona-Infizierte beachten?

  • Infizierte mussten sich bisher – sobald sie ein positives Ergebnis eines Schnelltests oder PCR-Tests haben – grundsätzlich für zehn Tage in Isolierung begeben. Nun wurde diese – wie gesagt – auf 5 Tage gekürzt.
  • Im April 2022 lief die Hotspot-Regelung aus…
  • Wenn symptomfrei, kann man sich dann selbstständig freitesten.

Vielen kommt es vor, als wäre die Pandemie schon vorbei

13. April 2022: Seit Jahresbeginn 2022 starben bei uns – in etwa 4 Monaten – fast 20.000 Menschen an oder mit Covid-19. Insgesamt gab es bisher knapp 137.000 Covid-19-Todesfälle (gesamt) allein in Deutschland seit Pandemie-Beginn 2020.

https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/

07.05.2022: Die Neu-Erkrankungs-Zahlen sind derzeit bundesweit im Sinkpflug: Aktuell gibt es: 544,0 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) – sowie heute neu gemeldet:184 neue Todesfälle/Tag – d.h. an einer Covid-19-Infektion aktuell Verstorbenen.

Letzter Monat im April 2022: Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche noch am 13.04.2022 an – mit 1.044,7 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) und am 07.04.2022 mit 1251,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1322,2 gelegen. Eine Woche zuvor lag die bundesweite Inzidenz bei 1625,1.


Wir haben alle das Gefühl, dass derzeit (durch nun im Mai 2022 deutlich sinkende Inzidenzen) Corona auf dem Rückzug ist. Aber: Es gibt derzeit deutlich mehr Corona-Todesfälle.

Ein Widerspruch an sich? So gehen Experten seit einiger Zeit von einer sehr hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Erkrankungs-Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil noch lang nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur die RKI-Fälle zählen nämlich in der Statistik. Die Dunkelziffer ist wohl hier sehr hoch.


März 2022: – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht Deutschland jedoch noch nicht „überm Berg“ und hat die Länder zum Gegensteuern aufgefordert.


„Von einem ‚Freedom Day‘ kann derzeit überhaupt keine Rede sein – ganz im Gegenteil“, sagte der SPD-Politiker in Berlin.


  • Angesichts der zwar derzeit sinkenden, aber immer noch viel zu hohen Infektionszahlen sei im April 2022 eine Situation entstanden, in der man nicht einfach abwarten könne, bis besseres Wetter die Lage entspanne. „Wir können es nicht dabei lassen, wie es derzeit ist“, mahnte Lauterbach.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Abgeordneten des Bundestags dazu aufgerufen, gegen eine drohende weitere Coronawelle im nächsten Herbst 2022 schon einmal den Weg für eine Impfpflicht zu ebnen.
  • „Für mich heißt das vor allem: Wir werden alles dafür tun, dass eine neue Infektionswelle unser Land im Herbst 2022 nicht wieder zum Stillstand bringt.“ Dies könne z.B. mit einer neueren Virusvariante schnell geschehen, die viel gefährlicher sei als Omikron... so Scholz.

Hinter einer Impfpflicht für alle ab 18 Jahren stehen unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sowie Vertreter der Grünen. (Quelle: © afp/aerzteblatt.de)Größere Chancen in der Abstimmung im Plenum habe aber wohl eine Impfpflicht für Ältere…

  • „Eine stufenweise Umsetzung der Impfpflicht ist ein Ansatz, dem man sich annähern kann“, sagte Esken im Interview mit t-online.de. Auch die Forderung der Union nach einem Impfregister hält Esken für „vernünftig“.
  • „Aber man darf es nicht zur Voraussetzung machen – denn dafür fehlt uns die Zeit. Man könnte aber parallel zur Umsetzung der Impfpflicht ein Impfregister aufbauen.“
  • (Anm.: Saskia Christina Esken (1961) – Informatikerin – Sie ist deutsche Politikerin und seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2019 (zusammen mit Norbert Walter-Borjans) SPD-Parteivorsitzende.

07.04.2022: Die Corona-Impfpflicht ist vorläufig gescheitert. Doch die Debatte ist noch lange nicht vorbei.

Fehlende Einigkeit in der Koalition und keine Kompromissbereitschaft bei der Union…Die Regierung sei auf Lockerungskurs, gerade erst hat sie die Maskenpflicht abgeschafft – obwohl viele Mediziner warnten. Die Dringlichkeit für eine Impfpflicht schien den Parteien wohl nicht mehr allzu groß. Ob das ein schwerer Fehler der Politik war…wird sich spätestens im Herbst zeigen. So trägt ein Jeder nun selbst bestimmt Maske oder auch nicht…

Lauterbach rät vor allem nun zur 4. Impfung ab 60…

„Wir dürfen nicht vergessen, dass die Covid-Pandemie noch lange nicht zu Ende ist in Europa. Wir haben derzeit immer noch viel zu hohe Fallzahlen, wir haben leider auch dazu noch sehr hohe Sterbezahlen”, sagte der SPD-Politiker noch am 29.03.2022 am Rande von Beratungen mit seinen EU-Kolleginnen und -Kollegen in Brüssel. Er wolle eine Diskussion anstoßen, „ob wir nicht eine europäische Empfehlung für die vierte Dosis der Impfung bekommen bei den Über-60-jährigen. Aktuell sind wir immer noch in einer Hochinzidenzphase. Und das wird auch nach Ostern so bleiben, wenn man nicht eingreift”… Die Entwicklung von Impfstoffen, die an neuere Corona-Varianten angepasst sind, verzögere sich seiner Kenntnis nach, sagte Lauterbach. Er rechne im Herbst, womöglich im September 2022, mit den neueren – an Omikron angepassten- Impfstoffen.


Gefährdet die Omikronwelle aktuell unsere kritische Infrastruktur?

  • 24.03.2022: Prof. Dr. Leif Erik Sander hält es für eine gefährliche Illusion zu glauben, man könne die Omikron-Welle einfach so ungeschützt durch die Bevölkerung laufen lassen und damit die Immunitätslücke bei den vielen Ungeimpften schließen.
  • Denn mindestens jeder zweite Infizierte sei ja derzeit bereits geimpft…
  • Stecke sich innerhalb kürzester Zeit fast die ganze Bevölkerung an, könne das zum Zusammenbruch der Krankenhäuser und auch der kritischen Infrastruktur führen, so Sande.
  • Daher seien aktuell Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Ansteckungen weiter dringend für jeden Einzelnen von uns notwendig. (Quelle: MDR.de/ens/smc)

Anm.: Leif Erik Sander (*1977) ist Internist und Lungen-Facharzt und leitet an der Charité Berlin die DFG = Deutsche Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung: Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie (einschl. Arbeitsbereich ambulante Pneumologie) (CVK). Die Ernennung zum Professor für Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung am Lehrstuhl für Infektiologie erfolgte 2016.


CORONA NOCH IM SOMMER?

Geimpfte seien derzeit oft sehr unvorsichtig, weil sie wüssten, dass sie im Fall einer Ansteckung meist nicht so schwer erkrankten. Ungeimpfte dagegen aber seien dem Virus völlig schutzlos ausgeliefert.
Namhafte Virologen halten derzeit das geplante Auslaufen vieler Corona-Maßnahmen für punktuell viel zu weitgehend und sind sich auch teilweise in der Gesamtbewertung völlig uneinig.

  • „Man muss einfach nüchtern sehen, dass die Inzidenzen nicht mehr nur fallen, sondern 2022 auch wohl wieder ansteigen“, sagte der Freiburger Virologe Hartmut Hengel dem Südkurier. Breite sich die Omikron-Untervariante BA.2 noch weiter aus, müsse man befürchten, dass die Zahlen weiter in die Höhe gehen – mit entsprechend vielen Erkrankten…und Todesfällen.
  • Der Bund plane nur noch mit Corona-Hotspots als „Ausnahmeregelung“, obwohl derzeit „eine breite Welle bis in den Sommer hinein“ möglich erscheine, sagte Hengel. „Wie definiert man denn da Hotspots? Ihm fehle hier ein langfristigeres Denken der Politik“… sagte Prof. *Hengel in Freiburg.
  • „Die Pandemie ist nicht vorüber, wir sind eher mittendrin. Wir sollten uns vorsehen, sonst werden wir wieder erneut Opfer unseres Wunschdenkens.“
  • Anm.: Hartmut *Hengel (*1960 in Aalen) ist ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer am Universitätsklinikum Freiburg der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 

Ausbreitung von Infektionskrankheiten

  • Epidemisch = tritt seuchenartig auf. Epidemisch bedeutet „weit verbreitet“, bzw. auch „die zeitliche und örtliche Häufung einer Krankheit betreffend“.
  • Endemisch = bedeutet örtlich begrenzt auftretend
  • Pandemie = breitet sich die Krankheit überregional z.B. weltweit aus, wird die Epidemie zur Pandemie.

Virologe Hengel hofft auf Ende der Pandemie evtl. in einem Jahr… erst 2023?

Ein Blick in die Glaskugel?
NEIN: Impfen..Impfen…Impfen… Eine hohe Populations-Immunität könnte tatsächlich dazu beitragen, dass das Coronavirus nicht länger pandemisch ist, sondern endemisch. Das Virus würde sich nicht mehr wellenartig, sondern gleichmäßig, ausbreiten und damit nicht mehr uns und in dem Maße das Gesundheitssystem belasten. Eine endemische Lage würde eine Rückkehr zur Normalität möglich machen. Professor Dr. Hartmut *Hengel hofft, dass dies in einem Jahr (2023) der Fall ist.

  • Das neue Infektionsschutzgesetz sieht derzeit vor, dass es – auch nach dem Auslaufen der bisherigen Coronaregeln am 19. März 2022 – doch noch eine Reihe von Basisschutzmaßnahmen geben soll, darunter Testpflichten im Krankheitsfall sowie die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr.
  • Weitergehende Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen sollen künftig nur noch in Corona­Hotspots möglich sein. Der Bundestag befasste sich am 16.03.2022 erstmals mit der Vorlage; danach hatten Bundestag und Bundesrat diese beschlossen. © afp/dpa/aerzteblatt.de

DGKJ: Das neue Infektionsschutzgesetz diskriminiere Kinder:

Es gibt für Kinder unter 5 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff, für 5- bis 11-Jährige liegt keine allgemeine Impfempfehlung der STIKO für die ersten beiden Impfungen vor. Eine dritte Impfung (Boosterimpfung) ist in dieser Altersgruppe aktuell weder empfohlen – geschweige denn zugelassen. Somit bleibt ihnen nach der gewählten Formulierung definitionsgemäß vor allem der Status „vollständiger Impfschutz“ verwehrt. (Anm.:  Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

ENDE DER MASKENPFLICHT IN SICHT?


Es zieht sich – trotz unfassbarer medizinischer Fortschritte – ein aktuelles Problem durch unsere Pandemie: Die systematische Verharmlosung des Virus…

Eine Verdrängung – der immer noch bestehenden Bedrohung durch Corona – ist in der aktuellen Lage im Frühjahr 2022 keine Option. Das Virus verschwindet nicht einfach durch Wegsehen. Es hat sein Entwicklungspotential womöglich noch lange nicht ausgeschöpft, hohe Fallzahlen und eine löchrige Immunitätswand (Impflücken) sind ein perfekter Nährboden für das Virus.

  • Die Corona-Pandemie durchdrängt nicht nur die Erzählungen in den Verschwörungsgilden, sie kommt eben auch durch Unterlassungen und falsches Zureden zum Tragen.
  • Indem etwa z.B. „milde Infektionsverläufe“ bei Omikron (gilt nur mit bestehender Immunität) abgetan werden oder „die Impfung bringt eh` nicht mehr viel“ behauptet wird. Tatsächlich schützt sie aber die allermeisten Menschen vor schwerem Verlauf und vor allem auch vor Long-Covid.
  • So werde bei vielen die Sorglosigkeit befördert, die Impf- Bereitschaft gedämpft und die Ansteckungsrisiken unnötigerweise erhöht.
  • Schon der Anschein, nicht alles Mögliche dagegen unternehmen zu müssen, wie es die Politik gerade aktuell vermittelt, kann sich absolut für uns alle fatal auswirken.
  • Lauterbachs Berichte über die aktuellen – noch deutlich zu hohen Opferzahlen sind keineswegs unbegründet.
Japanisches Sprichwort:
“Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen”
Japan:Tōshō-gū-Schrein in Nikkō: Die Bedeutung der drei Affen geht vermutlich auf Konfuzius zurück, der gesagt haben soll: “Nichts ansehen, was nicht sittlich ist, nichts hören, was nicht sittlich ist, nichts sagen, was nicht sittlich ist, nichts tun, was nicht sittlich ist.”「非禮勿視,非禮勿聽,非禮勿言,非禮勿動」

Eine aktuelle „Lancet“-Fachpublikation zur weltumspannenden Übersterblichkeit kommt zu dem Schluss, dass global gesehen bisher dreimal so viele Menschen an Covid-19 vorzeitig gestorben sein dürften, als in der offiziellen Meldestatistik mit sechs Millionen Toten (weltweit) ausgewiesen ist. (Quelle: 14.03.2022 – FAZ – Bericht – Auszug: Joachim Müller-Jung – Redakteur im Feuilleton).


  • Wir sind hier bereits schon in der Größenordnung der damaligen „Spanischen Grippe“ (1918-1920) angekommen. Der Ausbruch der Spanischen Grippe (einer schwersten Influenza-Pandemie) jährt sich in diesem Frühjahr zum 100. Mal.
  • Das damalige Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) tötete damals schätzungsweise über 50 Millionen Menschen… Der Ausbruch dieser schwersten Pandemie, brach weltweit in drei Wellen vom Frühjahr 1918 bis 1920 über die Menschen herein.
  • Und dies alles geschah kurz nach dem schweren, verlustreichen Krieg: Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, in Vorderasien, in Afrika, Ostasien und auf den Ozeanen geführt. Etwa 17 Millionen Menschen verloren damals durch ihn ihr Leben.


Wiederholt sich die Geschichte? Vor fast genau hundert Jahren war der 1. Weltkrieg…

Der russische Angriffs-Krieg – der aktuelle tödliche Feldzug gegen die Ukraine – in Zeiten von Corona?
Im März 2022 gab es offizielle Zahlen von Opfern: Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden schon damals bisher 498 russische Soldaten getötet. Auf beiden Seiten – so berichtete die Ukraine – gebe es (jeweils auf jeder Seite) bereits mehr als 14.000 Tote…(Quelle: https://www.rnd.de/


,,Aussichten… gibt es vielleicht doch Licht am Ende des Tunnels? ”…

  • ,,Wegen der hohen Inzidenzen durchlaufen wir im Frühjahr 2022 wieder eine kritische Phase”, sagt Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen. ,,Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels”, betont Zeeb.
  • (Anm.: Hajo Zeeb (58) ist Epidemiologe und Professor an der Universität Bremen. Zeeb ist zudem Abteilungsleiter am Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie.)
  • ,,Der Anstieg wird in eine andere, neuere Phase der Pandemie münden.” Davon geht auch der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit von der Universität Hamburg aus.
  • ,,In Großbritannien bricht die Omikron-Welle gerade in sich zusammen. Das kann man mit etwas Verzögerung vielleicht auch hierzulande im Frühsommer 2022 erwarten.
  • . Es gibt bisher keine genauen Daten, die gegen dieses Szenario in Deutschland sprechen würden.” (Anm.: Prof.Dr. Jonas Schmidt-Chanasit (*1979) ist ein deutscher Virologe und Hochschullehrer an der Universität Hamburg. )

Wann wird der Scheitelpunkt voraussichtlich erreicht sein?

  • Die Experten rechnen noch durch die neue Omikron-Variante BA.2 mit deutlich hohen Inzidenzen fürs Frühjahr 2022. ,,Basierend auf den aktuellen Daten aus anderen Ländern und unseren Maßnahmen in Deutschland könnte diese Welle dann in einigen Monaten abflachen – sollte es keine neueren, gefährlicheren Varianten geben”, sagt Schmidt-Chanasit.
  • ,,Hinzu kommt dann ab dem Frühjahr die starke Saisonalität des Virus. Die hat einen sehr starken Einfluss auf das Infektionsgeschehen – ist jedoch auch abhängig von der Virusvariante.” © gie/aerzteblatt.de

Corona-Impfung, PCR-Tests, fallende Inzidenzen und im Sommer 2022 wird vielleicht endlich alles gut: Unser Leben ist zur Warteschleife geworden: Ein noch fernes Ziel mit Datum würde uns wohl alle besänftigen…

  • Die Bundesregierung nannte schon früh (viel zu früh!) das Ende des Monats März 2022 als wichtige Marke auf dem Weg zur Herdenimmunität: Achtzig Prozent wird die Impfquote dann wohl sicher doch noch nicht erreichen.
  • So heißt es – also weiter warten, als hätte man nicht schon längst zu oft und viel zu lange gewartet:
  • Zum Beispiel auf immer neuere Ministerpräsidenten-Beschlüsse, dass die Inzidenzwerte und Reisebeschränkungen endlich fallen, auf die erste Impfung, die zweite und schließlich die dritte Impfung, auf die unbeschwerten Treffen mit Freunden, die Wieder-Öffnung all unserer alten liebgewordenen Einrichtungen…

IMPFPFLICHT GESCHEITERT…

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen drang noch im März 2022 auf weiter nötige Schutzvorkehrungen beim geplanten schrittweisen Wegfall von Corona-Beschränkungen. „Mit Vorsicht und Umsicht kann ein Frühling mit mehr Freiheit gelingen“, sagte der Grünen-Politiker Dahmen. Für eine dauerhafte Rückkehr zur Freiheit werde aber eine allgemeine Impfpflicht gebraucht. „Ohne Impfpflicht könnten wir im kommenden Winter 2022/23 ein unerfreuliches Déjà-vu erleben… und das sollten wir alle gemeinsam verhindern.“ (dpa)

Es ist noch nicht vorbei…

RKI-Präsident Lothar Wieler: „Es könnte wohl bis über „drei Jahre“ dauern, bis die Pandemie weltweit vielleicht wirklich eingedämmt werden könne. In den nächsten Winter-Wochen und zu Frühlings-Beginn 2022 sei jedoch bereits zu sehen, ob das Wachstum der Zahlen bereits deutlich verlangsamt werden konnte – oder nicht“ … das war ja nun im letzten Mai/Juni 2021 der Fall…bis auf einige „Hot-Spots“. die noch immer mal wieder aufflammten aus Sorglosigkeit oder Ignoranz der Querdenker & Co..…oder in „Fleischfabriken“ oder Ähnlichem… wie bekannt…


Die einzige medikamentöse  ‚Waffe‘ neben den klassischen Schutzmaßnahmen, die uns Menschen derzeit zur Verfügung steht, nämlich die Impfung mit allgemeiner Impfpflicht, wurde von Politikern aus puren ideologischen und kurzfristigen wahltaktischen Gründen derzeit totdiskutiert und – am 07.04.22 – von der Mehrheit im Bundestag nicht befürwortet.

Sorgen über Long Covid?

Neues zu den Mechanismen hinter Long Covid:

10.03.2022: Die Ursachen der langanhaltenden Beschwerden nach einer SARS-CoV-2-Infektion sind noch nicht vollständig geklärt. Neue Studien deuten auf eine Beteiligung von Nervenschäden hin…. erklärte die Forscherin Dr. Anne Louise Oaklander – Professorin für Neurologie (MD, PhD – Boston, MA – Neurology) im Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School in Boston (USA).

  • Die Long-Covid-Symptome sind äußerst vielfältig und reichen von Fatigue, Atemnot, Brust- oder Muskelschmerzen bis hin zu neurokognitiven Problemen, auch Brain Fog genannt. Auch leicht Erkrankte oder asymptomatisch Infizierte können nach der Infektion Long Covid entwickeln.
  • Hier sind die Ursachen noch nicht vollständig geklärt. Einzelne kleine Studien weisen jetzt auf eine Beteiligung von Nervenschäden hin. Typische Symptome von peripheren Nervenschäden sind Muskelschwäche, Wahrnehmungsstörungen, Schmerzen in Händen und Füßen sowie chronische Fatigue. Die Ursache für die Neuropathien sehen die Forscher in einer infektionsbedingten Dysfunktion des Immunsystems.
  • Die Patienten wurden zum Teil mit Corticosteroiden und Immunglobulinen behandelt, die bei inflammatorischen Neuropathien eingesetzt werden.
  • Bei 52 Prozent der Betroffenen verbesserte sich die Symptomatik mit der Zeit, aber bei keinem war im Untersuchungszeitraum (im Mittel 1,4 Jahre) eine vollständige Genesung festzustellen.

DIE NÄCHSTE …
Omikron BA.2 -Variante – in der Warteschleife:

So hatte ein Team der TU Berlin in einem 23.02.2022 veröffentlichten Bericht geschrieben, wegen der neuesten Omikron-Variante BA.2 ab Ende Februar 2022 mit einem schnellen Wiederanstieg der Infektionszahlen zu rechnen. Verwiesen wurde dabei auch auf die rasante neueste Virus-Entwicklung in Dänemark. Auch wegen der leichteren Übertragbarkeit von BA.2 könne „eine deutlich langsamere Abnahme oder „erneute Zunahme der Fallzahlen“ nicht ausgeschlossen werden“, meint das RKI. Die weitere Entwicklung hänge auch stark von der Entwicklung der Kontakte im Rahmen der geplanten Lockerungen ab.


Its not over yet…

Der neueste Omikron-Subtyp BA.2 beunruhigt aktuell Stiko-Chef *Mertens 

  • 24.02.2022: Der neue Omikron-Subtyp BA.2 des Coronavirus ist schon vereinzelt da und könnte nach Ansicht des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko) „beunruhigend werden“.
  • Zur Frage, ob Subtyp BA.2 Menschen stärker erkranken lässt als BA.1, gebe es noch keine eindeutigen klinischen Daten, sagte Mertens. „Im ungünstigsten Fall“ könne es sein, „ dass BA.2 zu einem erneuten Anstieg, einer Verlängerung der aktuellen Infektionswelle und wieder mehr Erkrankungen führt“.
  • Mittlerweile sprechen Wissenschaftler davon, dass die Omikron-Variante BA.2 nicht nur leichter übertragbar ist, sondern auch zu schwereren Erkrankungen führen kann.
  • Anm.: *Prof.Dr. Thomas Mertens (*(1950) ist Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko)

So wiesen Labor-Experimente mit infizierten Tieren darauf hin, dass Antikörper gegen die hierzulande hauptsächlich verbreitete Untervariante BA.1 den neueren Subtyp BA.2 „weniger gut neutralisieren“.

Setze sich der neue Omikron-Subtyp weiter durch, so machte RKI-Vizepräsident Lars Schaade kürzlich deutlich, sei es ,,nicht auszuschließen, dass die Fallzahlen langsamer sinken oder auch wieder ansteigen könnten”.

(Anm.: Prof. Dr.med. Lars Schaade (* 1966) ist ein deutscher Mediziner, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie und seit 2011 Vizepräsident des Robert Koch-Instituts in Berlin. Seit 2017 ist er Honorarprofessor an der Charité Berlin.)

ZUNÄCHST EIN KURZES RESÜMÉE:
Wie alles begann:

  • Bis zum Jahre 2020 kannte man beim Menschen bereits sechs verschiedene Coronaviren, dieses neue Coronavirus ist jetzt das siebte. Sie alle lösten bisher – in unterschiedlichen Schweregraden – immer schwere Erkrankungen der Atemwege aus. Das SARS-Virus wurde im Jahr 2002 das erste Mal beobachtet und es ist seit 2003 (bis 2020) nicht mehr aufgetreten.
  • Auch in Deutschland stiegen Anfang 2020 zunächst die Fallzahlen initial sehr schnell an. Während der Sommermonate 2020 war dann das Virus in den meisten europäischen Ländern mehr oder weniger unter Kontrolle und breitete sich nur noch auf niedrigem Niveau aus.
  • Die Infektionszahlen in Nord- und Südamerika, in Afrika und auf dem indischen Subkontinent aber – nahmen damals schon rasant zu. Ab dem Spätsommer 2020 beschleunigte sich dann auch in Deutschland der Anstieg der Übertragungen.
  • SARS-CoV-2: Seit Jahresbeginn 2021 kommt es weltweit nun vermehrt zu Ansteckungen mit verschiedenen neueren Varianten des ursprünglichen Virus.

Diese neueren Mutationen scheinen deutlich schneller übertragbar zu sein. Nach einem Anstieg der Neuinfektionszahlen in Deutschland im Frühjahr 2021 gingen die Fallzahlen von Ende April bis Juli zunächst deutlich zurück. Dann stiegen die Zahlen wieder an, bis sie im Frühherbst 2021 kurz stagnierten – und dann in einem bisher beispiellosen Tempo in die Höhe schnellten. Von Anfang Dezember 2021 bis zum Jahresende ging die Inzidenz leicht zurück. Ein Auf und Ab der Inzidenzen war die Folge. Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 waren die aufgrund des neuartigen Coronavirus gemeldeten Erkrankungs- und Todesfälle zunächst ebenfalls schnell angestiegen. Die Meldungen kamen weltweit aus unterschiedlichen Regionen.


  • Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 wurde dann benannt nach seiner Fähigkeit, das schwere akute respiratorische Syndrom auslösen zu können (Severe Acute Respiratory Syndrome Corona Virus 2).
  • Die Krankheit wird durch Inhalation oder Kontakt mit infizierten Tröpfchen übertragen und weist nach derzeitigem Kenntnisstand eine Inkubationszeit von 2 bis 14 Tagen auf.
  • Das neue SARS-CoV-2 verbreitet sich nun auch deutlich schneller als seine beiden Vorfahren, das SARS-CoV-1 und das bekannte „Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus“ (MERS-CoV).
  • Mittlerweile haben sich weltweit zudem zahlreiche Corona-Varianten (Mutanten) verbreitet.

Wir stehen vor einem Virus, das derzeit nicht behandelbar ist. Es gibt zwar bereits Überlegungen und Anstrengungen zu möglichen neueren Impfstrategien. Das wird aber nur überwiegend denjenigen helfen, die noch nicht infiziert sind. Das heißt, die Behandlung beschränkt sich aktuell darauf, die Symptome zu lindern, also starke fieberhafte Reaktionen mit fiebersenkenden Medikamenten zu dämpfen, den Kreislauf unterstützen und wenn das Atmen schwerfällt, gibt man Sauerstoff.
Sonst kann man nur hoffen


Das RKI zählte Anfang 2021 schon fast 8 Millionen nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 und insgsamt bereits über 115.000 Todesfälle in Deutschland. Anfang 2022 waren es 125.000 Todesfälle… und es wurden immer mehr.

Anm.: Das RKI bezeichnet – laut Angaben einer Sprecherin – als Corona-Todesfälle alle diejenigen Menschen, die mit einer COVID-19-Erkrankung in Verbindung stehen. Dazu gehören erstens Menschen, die (direkt an der Erkrankung) gestorben sind („gestorben an“). Und zweitens die Patienten mit anderen Grundkrankheiten, die mit COVID-19 infiziert waren und bei denen sich nicht klar nachweisen lässt, was letzten Endes die Todesursache war („gestorben mit“).


TIPP: corona-in-zahlen.de/Deutschland kann man hier täglich aktualisiert nachlesen.
Die aktuellen Zahlen haben allerdings im Moment nur begrenzte Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Dunkel- Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind demnach vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen – die Infektion fließt damit also nicht in die offizielle Statistik ein. (dpa)


„WIR SCHAFFEN DAS…?“

Es geht uns derzeit hauptsächlich um einen effektiven, leistungsfähigen „Öffentlichen Gesundheitsdienst“. Das RKI leistet an zentraler Stelle schon entscheidende Arbeit, aber die derzeit völlig erschöpften Gesundheitsämter brauchen vor Ort zeitnah unbedingt noch mehr deutliche Unterstützung und stärkere Allianzen im Bund und den Ländern.

Deutschland geht 2022 in ein herausforderndes drittes Corona-Jahr- nun unter neuer politischer Führung von drei Parteien – die unterschiedlicher nicht sein könnten.


  • Der Virologe Prof. Dr. med. Hendrik Streeck (*1977) – seit 2019 tätig am Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn – zeigte sich noch zum Jahresanfang 2022 mit Blick auf die drohende fünfte Welle vorsichtig optimistisch: „Deutschland hat Glück, dass die anderen Länder uns voraus sind. Wir können sehen, was dort passiert und uns darauf einstellen“… erklärte der 44-Jährige.
  • Streeck gehört nun aktuell dem Corona-Expertenrat* an, der die Ampel-Regierung in ihrer Corona-Politik beraten soll. Für 2022 prognostiziert Streek vor allem im Sommer 2022 Besserung. Allein schon durch die dann wieder steigende, sommerlich warmen Temperaturen würde die Anzahl der Neuinfektionen wohl sicher wieder (wie letztes Jahr) deutlich zurückgehen. Aber auch Streek kann nicht in die Zukunft blicken…
  • Es wird nach zwei Jahren nun dringend Zeit, die Coronakrise stärker in ihren globalen und überdauernden Dimensionen zu begreifen und die Maßnahmen und Strukturen nicht nur für eine aktuelle Welle, sondern in Zukunft absolut nachhaltig zu gestalten.
  • (Anm.: Dem neuen *Corona-Expertenrat der Bundesregierung gehören z.B. die Virologen Christian Drosten, *Hajo Zeeb und Hendrik Streeck, sowie 17 weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.)

*Hajo Zeeb, Experte für Evaluation und Prävention am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, hat in dieser Hinsicht ein ganzes Paket an Vorschlägen:
Er attestierte eine auf Dauer nicht mehr länger „tragbare“ Dauerbelastung der Krankenhäuser – und fordert neue, schnell aktivierbare Einrichtungen. Adressat ist hier nun die neue Ampel-Koalition in Berlin.
(Anm.: *Prof. Dr. med. Hajo Zeeb (*1963) – (MSc) – Leibniz – Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen –  leitet seit Januar 2010 die Abteilung Prävention und Evaluation.)


Experte Zeeb fordert neues Maßnahmen-Paket der Ampel.

So müssten zunächst schnell Wege gefunden werden, die Krise aus den Krankenhäusern herauszuhalten, indem die wichtigsten Funktionen der primären gesundheitlichen Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung entschieden deutlicher gestärkt werden. Es ginge nicht an, dass – im Gegensatz zu den Nachbarländern (Österreich) derzeit z.B. PCR-Tests nicht in ausreichender Menge vorhanden seien. Eine hohe Kapazität zum Testen und Kontakt-Nachverfolgung ebenso wie für das schnelle und massenhafte Impfen muss einfach vorhanden und jederzeit abrufbar sein. Ärztliche Impfpraxen, Impfzentren und weitere Impfanbieter, dabei insbesondere multiprofessionelle mobile Impfteams (mit Kenntnis der lokalen Bedingungen), werden im Jahr 2022 und weit darüber hinaus dringend gebraucht.

Ein hoher Immunitätsgrad in der Bevölkerungbesser durch Impfung als in Folge einer Erkrankung – ist der Schlüssel zum Übergang in die Endemie, in der wir ohne Lockdown, sondern – wenn nötig – mit lokalen gezielten Maßnahmen auskommen. LEIDER SIND WIR DERZEIT NOCH NICHT SOWEIT!

(Anm.: Prof. Dr. Hajo Zeeb (*1963) ist Epidemiologe und Professor an der Universität Bremen. Zeeb ist zudem Abteilungsleiter am Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie.) 


Das Virus wird mit der Zeit aus dem Körper eliminiert, aber nicht spurlos.

Nicht immer töten Viren die befallenen Körperzellen. Viren brauchen vor allem die Infrastruktur von Körperzellen, um sich zu vermehren. Anhand eines Tiermodells konnten Forscher nachweisen, dass das Virus nach einer gewissen Zeit z.B. wieder aus den befallenen Leberzellen verschwindet. Wie genau dies geschieht, ist noch ungeklärt.

Jedoch konnten die Forschenden ausschließen, dass die Zellen dafür die Unterstützung von Immunzellen brauchen. «Die Leberzellen in unserem menschlichen Körper z.B. scheinen selbst über einen Mechanismus zu verfügen, ein Virus aus ihrem Inneren zu entfernen», sagt Dr. Peter Reuther, einer der beiden Erstautoren dieser Studie. Eine chronische Infektion durch solche Viren beruhe also auf einem fortlaufenden Befall neuer Zellen. Trotz der erstaunlichen Selbstheilungskräfte der Zellen geht die Infektion nicht spurlos an ihnen vorbei. Wie weitere Analysen zeigten, blieb das genetische Profil der geheilten Zellen doch stark verändert: Es wurden nicht mehr die gleichen Gene in gleicher Menge abgelesen – wie bei den Zellen, die keine Infektion durchgemacht hatten.

Bisher ging man grundsätzlich davon aus, dass solche Viren dauerhaft in den befallenen Körperzellen verweilen. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Daniel Pinschewer von der Universität Basel berichtet nun jedoch im «Journal of Experimental Medicine», dass dem nicht so ist. Für ihre Experimente verwendeten sie ein Maus-Virus namens Lymphozytisches Choriomeningitis-Virus (LCMV), welches bei Mäusen – ähnlich dem Verlauf bei Hepatitis C – eine chronische Infektionen auslöst und auch die Leber befällt. Mit diesem Tiermodell konnten die Forschenden also sicher nachweisen, dass das Virus nach einer gewissen Zeit wieder aus den befallenen Leberzellen verschwindet. (Prof. Dr. Daniel Pinschewer, Universitätsspital Basel, Departement Biomedizin)


Rückblick auf das Jahr 2021 und Vorschau auf das Jahr 2022

  • Die Bekämpfung der Corona-Pandemie war das beherrschende Thema und wird auch weiter das beherrschende Thema in naher Zukunft bleiben.

Pandemie: Die weltweite Ausbreitung: Breitet sich eine Krankheit nicht nur regional, sondern über Länder und Kontinente hinweg aus, sprechen Experten von einer Pandemie. Eine typische Krankheit, die immer wieder pandemische Ausmaße annimmt, ist die Grippe. An der Spanischen Grippe von 1918 starben – wie oben erwähnt – bis 50 Millionen Toten mehr Menschen als im 1. Weltkrieg. Auch die Schweinegrippe löste im Jahr 2009 eine weltweite Pandemie aus. Der Erreger der Schweinegrippe war ein Grippevirus vom Typ Influenza A-Virus H1N1.

Endemie = die ständige Bedrohung: Eine Krankheit, die in bestimmten Regionen regelmäßig auftritt, wird als endemisch bezeichnet. Bei einer Endemie bleibt die Zahl der Erkrankungen über die Zeit relativ konstant. Sie ist höher als in anderen Gegenden, nimmt im Laufe der Zeit aber nicht weiter zu. In einem gewissen Zeitraum erkranken ungefähr immer gleich viele Menschen neu. Ein typisches Beispiel ist die Malaria, an der jedes Jahr über 300 Millionen Menschen weltweit – meist in den Tropen – immer wieder erkranken.

Bereits im Mai 2020 ging die Weltgesundheitsorganisation (WHO), davon aus, dass das Coronavirus zu einem endemischen Virus werden könnte. Die Delta- und Omikron-Varianten haben seitdem gemeinsam gezeigt, wie anpassungsfähig das Virus ist: Ganz ähnlich der Grippe.
Das bedeutet, dieses VIRUS ist nun einmal in der Welt, wir müssen in bestimmten Erdregionen lernen, damit höchstwahrscheinlich für immer zu leben. Verschwinden wird es ziemlich sicher nicht mehr.


Der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters und Intensivmediziner Christian Karagiannidis warnte aktuell davor, COVID-19 nur als reine Lungenerkrankung zu sehen.
„Wir sollten nicht vergessen, dass COVID keine reine Lungenerkrankung ist, sondern eine Systemerkrankung, die insbesondere auch die Gefäße betrifft.“

Omikron: Die besonders ansteckende Mutation, aber ist sie auch gefährlicher?

  • Sorge bereitet jedenfalls aktuell die Variante OMIKRON („Omicron“ im Englischen) – die im neuen Jahr 2022 nun auch in Deutschland sich rasant verbreitet.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko an dieser neuen Corona-Variante zu erkranken als „sehr hoch“ ein.
  • Omikron gilt als wesentlich ansteckender, als alle bisher bekannten Varianten und ist laut Virologin Sandra Ciesek in der Lage, auch das Immunsystem Geimpfter und Genesener komplett „auszutricksen“... 
  • (Anm.: Prof. Dr. Sandra Ciesek (*1978) ist eine deutsche Medizinerin und Virologin. Sie ist Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Professorin für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität.)

Mildere Verläufe – und trotzdem kein harmloses Erkältungsvirus? Virologen hoffen und können dennoch nicht entwarnen:

Februar 2022: Erst ein gutes halbes Dutzend neuer Studien mit klinischen Daten sind im Laufe der vergangenen Tage öffentlich geworden, die alle in eine Richtung deuten:
Omikron kann zwar genauso krank machen wie Delta, das allerdings oft seltener. Zudem erkranken weniger Infizierte nach einer Ansteckung mit Omikron an Covid-19, wenn, dann aber nicht so schwer, dass sie klinisch behandelt werden müssten.

Damit gibt es für die Wissenschaftler gute Gründe anzunehmen, dass das Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf – jedenfalls gilt das ganz sicher für Geimpfte – deutlich geringer ist, als etwa bei der aktuell in Deutschland noch – wenn auch seltener – zu beobachtenden Delta-Variante. Trotzdem gibt es von fast keinem Experten hierzu eine Entwarnung. (Quelle-FAZ: https://www.faz.net/aktuell/wissen/omikron…)


Die OMIKRON-Variante BA.1 wird wohl die Pandemie deutlich erneut verlängern…

30.12.2021: OMIKRON: In einer Reihe von Ländern wie den USA, Großbritannien, Israel, Frankreich und Italien sei aktuell ein „sehr schneller An­stieg der Inzidenz“ zu beobachten, erklärte die WHO weiter. Das Risiko einer erneuten Infektion mit Omikron sei – im Vergleich mit Delta – wohl um das Fünffache erhöht. Dieser rasante Anstieg sei „wahrscheinlich“ auf eine Kombination aus dem über die Zeit abnehmenden Schutz durch Impfung oder Genesung sowie der deutlich gestiegenen Übertragbarkeit der Omikron-Variante zurückzuführen. Bei den beobachteten Fällen handele es sich derzeit wohl tatsächlich vor allem „um junge Leute mit guter Gesundheit in Ländern mit einer hohen Impfquote“, sagte Catherine Smallwood von der WHO-Europadirektion. (© afp/aerzteblatt.de)


Moderna rechnet mit Omikron-Booster erst im August 2022

Der US-Impfstoffhersteller Moderna geht von einem „Omikron-spezifischen“ Booster im August 2022 aus. „Wir glauben, dass eine aktuellere Auffrischungsimpfung erforderlich sein wird. Ich weiß noch nicht, ob es sich dabei um den bestehenden Impfstoff oder nur Omikron-Impfstoff oder um einen bivalenten Impftoff handeln wird: Es ist ein aus Omikron plus bestehender Impfstoff, zwei mRNA in einer Dosis“, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel. Das Unternehmen sammele derzeit noch klinische Daten, um festzustellen, ob der an Omikron angepasste Impfstoff einen besseren Schutz bietet als eine zusätzliche Dosis des bestehenden Vakzins. (Reuters)

Gerade jetzt in der ernsten Situation der vierten Pandemie-Welle sind Auffrischungsimpfungen, auch Booster-Impfungen genannt, besonders wichtig. Auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung können grundsätzlich alle Impfberechtigten ihren Impfschutz kostenlos auffrischen lassen. Die Auffrischungsimpfung kann schon ab drei Monaten nach der letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung erfolgen.


Kurzes Resümee…
Über zwei Jahre Corona:

  • Es fehlt noch immer eine Wunderpille gegen dieses Virus. Ja, es gibt zwar Medikamente, aber ihre Wirksamkeit ist deutlich begrenzt. Dabei hat die Forschung schon Anfang 2020 – als alles begann – sofort den Turbo-Gang angeworfen… weltweit und auch in Deutschland. Das sofortige Managen der Symptome ist auch heute noch immer entscheidend für das Überleben der Covid-19-Patienten auf der Intensivstation.

Weltweit wichtige Beiträge kamen bisher aus deutscher Forschung: Der PCR-Test und der BioNTech-Impfstoff kamen aus Deutschland…

  1. Der erste zugelassene PCR-Test kam aus dem Labor von Christian Drosten an der Berliner Charité.
  2. Andreas Greinacher konnte an der Universität Greifswald die Ursache der sehr seltenen Hirnvenenthrombosen bei der AstraZeneca-Impfung aufklären. (Anm.: Prof. Dr. med. Andreas Greinacher (*1959) ist Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.)

Wie alles begann:
Die entscheidenden Ereignisse Anfang 2020:

  • Clemens Wendtner aus München hat beim *Webasto-Ausbruch Infektionen durch Menschen ohne Symptome genau dokumentiert, ein ganz wichtiges Argument für die späteren AHA-Abstandsregeln.

Anm.: WIE ALLES BEGANN: Die Firma *Webasto, ein Autozulieferer aus der Nähe von München: Am Dienstagmorgen (19. Januar 2020) reiste – aus China – eine chinesische Mitarbeiterin (die wohl das Virus in sich trug – ohne es zu bemerken) mit dem Flieger aus China – für einen Workshop zum Firmensitz ins bayerische Stockdorf. Alle Mitarbeiter im Stockdorfer Unternehmen fühlten sich zunächst gut, mehrere Tage lang. 4 Tage später am Wochenende flog die Mitarbeiterin dann zurück nach China. Dort wurde sie positiv getestet. Diese informierte sofort die deutsche Firma: Mehr als 200 bereits schon angesteckte Kontaktpersonen in der deutschen Firma mussten daraufhin sofort in Quarantäne.

Diese waren wohl damals eine der allerersten Corona-Infizierten in Deutschland…

EXCELLENTE FORSCHUNG AUS DEUTSCHLAND:

„Deutsche Forscher waren – von Anfang an – auch an vielen internationalen Projekten beteiligt.


  • Die meisten Corona Projekte in Deutschland waren also international angelegt, und wenn man sich die Publikationen etwa in Nature oder dem New England Journal of Medicine ansehe, dann zählten deutsche Forscherinnen und Forscher im europäischen Vergleich immer noch absolut zur Spitzengruppe…“ meint Vehreschild.

  • „Einfach auch dadurch, dass hier sehr viel Grundlagenforschung vorher schon gelaufen ist und dass wir uns in hervorragender Weise auch an klinischen Studien beteiligt haben: Beispiele: Monoklonale Antikörper wie: Tocilizumab oder das alt bekannte Remdesivir und auch andere neue Medikamente, die ja auch alle in Deutschland mit erforscht worden sind.“

  • Prof. Dr. Maria J.G.T. Vehreschild (*1979) – Infektiologin – ist eine deutsche Ärztin und Hochschullehrerin an der Universität Köln und Frankfurt. Sie ist Teil des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI)

  • Prof. Dr. Jörg Janne Vehreschild ist ebenfalls Infektionsforscher. der auch an den Universitätskliniken Köln und Frankfurt arbeitet. Er meinte: „Aus der deutschen Wissenschaft, d.h. aus Deutschland kommt auch z.B. der BioNTech-Impfstoff, der zuerst einer der ganz wichtigen Beiträge weltweit gewesen ist. Insofern glaube ich, dass insgesamt der Beitrag der deutschen Forschung und Wissenschaft – von Anfang an – ausgesprochen hervorragend gewesen ist.“ (Quelle: XING)


Weltärztebund zur aktuellen Corona-Pandemie heute:


„Wir sind in einer Dauer-Welle“

„Wir werden uns darauf einrichten müssen, dass wir auf noch sehr lange Zeit mit diesem Virus leben müssen“, sagte Frank Ulrich Montgomery vom Weltärztebund im Dlf. Durch die Einhaltung der Maßnahmen könne man dafür sorgen, dass die Gesundheitssysteme dauerhaft mit dem Infektions-Geschehen klar kämen.( Dlf=Deutschlandfunk) 

01.10.2021: Der Virologe Christian Drosten hält die derzeitige Beruhigung der bundesweiten Corona-Infektionszahlen im Herbst 2021 nur für ein vorübergehendes Phänomen. Es sei bereits jetzt schon zu sehen, dass in ostdeutschen Bundesländern die Inzidenz offenbar nun wieder Fahrt aufnehme. „Ich denke, da deutet sich jetzt schon die Herbst- und Winterwelle an, die wir im November/Dezember 2021 und neuen Jahr 2022 leider wohl wieder sehen werden“, so Drosten. Und – wie immer – er hatte recht behalten.


CORONA-PROTESTE
Massen-Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Städten hatten schon früh bereits rituellen Charakter angenommen…

Februar 2022: Aktuell haben wieder Tausende auf den Straßen gegen eine Impfpflicht demonstriert, darunter auch zahlreiche Krankenschwestern und Pflegepersonal. Davon darf man sich nicht erpressen lassen. Dass diese Leute protestieren gegen eine Politik, mit der sie nicht einverstanden sind, ist natürlich ihr gutes Recht.

Wenn aber unter den Demonstranten medizinisches und pflegendes Personal ist, das erklärt, dass es sich keinesfalls impfen lassen wolle, oder wenn, wie z.B. kürzlich in Fulda, sogar eine Krankenschwester eine Demonstration gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht angemeldet hat?

So darf man sich wundern über Leute, die gerne vom besonderen Ethos ihrer helfenden „Heil“-Berufe sprechen und zugleich aber drastisch deren Ansehen schaden: Nämlich, indem sie das vermeintlich gefährdete Recht auf körperliche Unversehrtheit für sich selbst reklamieren, aber billigend in Kauf nehmen, dass jeder, der das hört, sich so seine Gedanken dazu macht, wie es denn wohl wäre, selbst als Patient oder Pflegling in der Hand von jemandem zu sein, der gar nicht an die helfende Medizin glaubt und nicht an das große Risiko, andere Menschen hiermit gefährden zu können.

So gibt es bereits eine Gegenbewegung:
„FRANKFURTER ERKLÄRUNG“: Breites Bündnis gegen Querdenker-Proteste:

Es gibt keine Alternative zur Impfpflicht: In Frankfurt rufen derzeit Vertreter aus Politik, Kirchen, Kultur und Wirtschaft dazu auf, sich „an den Demonstrationen der Coronaleugner“ nicht zu beteiligen. Sowohl Linke- wie auch CDU-Politiker unterstützen den Appell. Verurteilt wird auch, dass sich Rechtsextremisten und Verfassungsfeinde an den Protesten beteiligen und es zu antisemitischen Äußerungen, Holocaustleugnung und -verharmlosung gekommen ist. Den sog. „Spaziergängern“ und „Querdenkern“ aber werfen sie vor, das Bild zu verbreiten, Deutschland sei eine Diktatur.
Statt an den Protesten teilzunehmen, auf denen solche Falschinformationen verbreitet würden, solle man „den Menschen, die ehrenamtlich und in unterschiedlichsten Berufen für uns alle da sind“, doch den Rücken stärken. Der komplette Wortlaut dieses Appells findet sich übrigens für Interessierte im Internet unter frankfurt-stabil.de. Dort kann der Aufruf auch unterzeichnet werden. (Bericht-Auszug: FAZ-ONLINE)



FAKE NEWS

Frank Ulrich Montgomery im Gespräch mit Tobias Armbrüster, Moderator im Dlf (Deutschlandfunk):

Tobias Armbrüster: Was sagen Sie denn zu diesen Massen-Demonstrationen, die wir da auf den Straßen derzeit immer wieder von Coronaleugnern /Impfverweigerern erleben, die ja auch offenbar noch immer weiter anwachsen und immer mehr Zulauf finden? Was sagen Sie zu diesen Anti-Corona-Maßnahmen-Demonstranten?

Montgomery: Da stockt mir manchmal der Atem ob der geringen Intellektualität – ich will es wirklich vorsichtig ausdrücken –, der Argumente, die dort gebracht werden: Das ist ja ein krudes Sammelsurium von Verschwörungstheorien, von Realitätsverweigerern. Ich würde es auf gut Hamburgisch sagen, von verrückten Idioten. Sie haben ja das Recht zu demonstrieren, dagegen will ich gar nichts sagen, sie sollen auch ihre Meinung laut sagen können, nur man darf ihnen nicht zuhören und vor allem nicht folgen… (Seit 2011 ist Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery (*1952) Präsident des Ärzteverbandes und auch des Weltärzteverbandes).


Prognose des Weltärzte-Präsidenten:

Montgomery vermutet, dass das Coronavirus noch Jahrzehnte bleibt mit immer neueren Mutationen…die neue Omikron-Variante BA.2 ist schon in der Warteschleife…: Trotz sinkender Infektionszahlen…
Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery sagte, er rechne nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Virus-Pandemie. Wahrscheinlich wird es genauso sein – wie bei der Grippe (INFLUENZA). Alle Jahre wieder…

CORONA BLEIBT: DIE INFEKTIÖSE DAUERWELLE?

Deutschlands Virologen, seit Monaten im Fokus der Öffentlichkeit, debattierten noch im Frühjahr 2021 über die Begrifflichkeit. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck, Verfasser der Heinsberg-Studie, vermeidet zum Beispiel die Bezeichnung „zweite oder dritte oder vierte Welle“. Er sprach im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von einer „Dauerwelle, die immer wieder hoch- und runtergeht“. Diese Einschätzung teilt – wie gesagt – auch der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery. (25.05.2021)



Schon historisch?
Bisherige CORONA-LOCKDOWNS in Deutschland:

  • 1. Welle: März/April /Mai 2020 – mit Höhepunkt im April 2020. Der erste Lockdown wurde am 16. März 2020 beschlossen und trat am 22. März 2020 in Kraft. Es gab keine Ausgangssperre, sondern unter anderem vor allem Kontaktverbote. Am 15. April 2020 gab Angela Merkel bekannt, das Kontaktverbot bis Anfang Mai 2020 zu verlängern. Der erste Corona-Lockdown in Deutschland endet mit den ersten Lockerungen nach sieben Wochen am 4. Mai 2020.
  • 2. Welle: Aufgrund der im Herbst 2020 immer schneller steigenden Infektionszahlen wurde dann am 02. November 2020 der sogenannte „Lockdown Light“ in Deutschland ausgerufen. Die Gastronomie war u.a. bereits mit dem „Lockdown Light“ am 2. November 2020 geschlossen worden. Weihnachten/Silvester im Lockdown…
  • 3. Welle: Januar/Februar/März/April 2021 Am 06. Januar 2021 gab die Bundesregierung dann den dritten „harten“ Corona-Lockdown für Deutschland bekannt… mit Höhepunkt der Erkrankungsfälle im Februar/März 2021 – Die bisherige Maßnahmen des zweiten Corona-Lockdown in Deutschland blieben 4 Monate lang bis zum 18. April 2021 bestehen. 
  • 4. Welle: Ende August 2021 Die vierte Corona-Welle hat – laut Robert Koch-Institut – begonnen – anders als 2020 können sich nun aber nun 2021 alle Menschen – zunächst ab 12 Jahren , demnächst auch jüngere Kinder – mit Impfungen schützen.
  • 27. Oktober 2021: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt weiter extrem zu, die Inzidenz kletterte – wie wir alle wissen – zunächst im Herbst auf über 100
  • November/Dezember 2021 lag die Zahl schon bei fast 450… danach sanken die Inzidenz-Zahlen kurz wieder langsam.. um im neuen Jahr 2022 wieder auf über 1000 und weiter in noch nie geahnte Höhen anzusteigen...

  • Deutschland befand sich laut RKI zum Jahresende 2021/22 noch mitten in der vierten Welle. Und sie traf vor allem Jüngere und Ungeimpfte. Gleichzeitig nehme die Verbreitung auch unter den mittleren Altersklassen zu, hieß es im RKI-Wochenbericht. Ins Krankenhaus kämen dann in der Regel vor allem die noch Ungeimpften.
  • Ein Grund für die hohe Zahl der Ansteckungen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen könnte aber auch die mangelnde Impfbereitschaft in diesen Altersgruppen sein. 
  • Die Älteren mit dem höchsten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe sind größtenteils schon geimpft und zunächst geschützt: Diese könnten sich aber erneut – nicht nur aus Unachtsamkeit – leicht wieder anstecken (Impfdurchbrüche).
  • Impfdurchbrüche: Unter dem Begriff versteht man Fälle, bei denen Menschen sich trotz vollständiger Impfung mit dem Coronavirus infizieren und daran erkranken, also Krankheitssymptome der Infektion zeigen.
  • Omikron gilt als ansteckender als alle bisher bekannten Varianten und ist laut Virologin Sandra Ciesek in der Lage, auch das Immunsystem Geimpfter und Genesener auszutricksen.

  • Wenn die Immunität – wie bekannt – einige Monaten nach der Impfung sinke und dann nicht „geboostert“ werde…entsteht so ein dauerhafter Circulus Vitiosus – eine Abwärtsspirale auch Teufelskreis genannt.
  • Anm.: „Circulus vitiosus“: In der Medizin versteht man darunter einen Zustand, bei dem sich krankhafte Zustände beziehungsweise Erkrankungen einer Person gegenseitig negativ beeinflussen.
  • Dadurch verschlechtert sich ihr Allgemeinzustand zunehmend. Man spricht auch von einem Teufelskreis, wenn sich durch eine Behandlung – der einen Krankheit – die andere dabei immer weiter sich verschlimmert.

GRIPPE? WARNUNG VOR „TWINDEMIC“: Covid-19 plus „Influenza“ oder auch Covid-19 plus RSA (das Respiratorische Synzytial-Virus). Viruswelle im Doppel- oder Dreierpack?

  • FAZ – 01.10.2021: Ein bedrohliches Phantom einer vierten Corona-Welle zeige schon deutliche Spuren: Die Koinfektion oder Doppelinfektion. Covid-19 plus Influenza oder auch Covid-19 plus *RSA, das Respiratorische Synzytial-Virus, das vor allem für kranke Kleinkinder und Säuglinge durchaus gefährlich werden kann.
  • Aber auch Erwachsene liegen derzeit (im Spätherbst 2021) damit – schwer erkrankt – in der Klinik.
  • Alle gemeinsam haben diese Erreger den gleichen Ansteckungsmodus: Sie kommen alle über die Atemwege in den Körper. (AHA!!)
  • Und besonders gefährdet sind ungeschützte Risikopersonen mit geschwächtem Immunsystem.
  • Im „Control Covid“-Papier greift das RKI das Szenario auf, das sich mit dem Beginn des Herbstes derzeit in einigen Teilen der USA abzuzeichnen scheint: „Twindemic“ wird es dort genannt – eine Infektion mit gleichzeitig zwei unterschiedlichen Erregern.
  • THE WORST CASE? Ende Dezember 2021 ist hiervon jedenfalls in Deutschland noch nichts zu bemerken... jedenfalls scheint zumindest die GRIPPE-Welle – wie letztes Jahr – bisher weitgehend ausgeblieben zu sein.

Anm.: *RSA (das Respiratorische Synzytial-Virus) = Das Respiratorische SynzytialVirus (kurz RS-Virus oder RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von teilweise schweren Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege vor allem bei Kindern. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren epidemiologischen Entwicklung der RSV-Saison (Im Winter) könne eine län­ger als fünf Monate dauernde Prophylaxe mit Palivizumab erforderlich sein, heißt es in einer gemeinsa­men Erklärung der Fachgesellschaften. (Anm.: Palivizumab ist ein „monoklonaler Antikörper“, der zur Krankheitsprävention von Respiratory-Syncytial-Virus-Infektionen auch bei Kindern eingesetzt wird.)


Fällt die Grippe 2021/22 erneut wieder aus?

Winterzeit ist Erkältungszeit. Es ist aber auch die Zeit der Influenza, auch bekannt als „die Grippe“, die zwischen der 40. Kalenderwoche (Anfang Oktober) und der 20. Kalenderwoche (Mitte Mai) seit Jahren in unseren Breitegraden seit Jahrzehnten wütet. Eigentlich… Durch die strengen Corona-Hygienekonzepte war diese in der vergangenen Saison 2020/21 so gut wie gar nicht im Umlauf. So sieht es in diesem Winter fast genauso aus – wie im letzten Jahr 2020 – fällt die Grippe-Welle erneut wieder aus?


DER CIRCULUS VITIOSUS:
EIN AUF-UND-AB?

ACH JA…DIE ÜBLICHE ERKÄLTUNG…die gibt es auch noch…nicht vergessen…

  • Sie ist jährlich in den Wintermonaten also auch noch da, doch VORSICHT: „GRIPPALER INFEKT“: Erkrankte mit „Infektionen der oberen Atemwege“ waren bisher zwar immer noch meistens eher von „Erkältungsviren“ wie Parainfluenza–, Rhino-, Adeno- oder andere Viren betroffen…

DAS WIRD NUN IN ZUKUNFT ABER IMMER DIE BANGE FRAGE SEIN:

Kann sich nun auch hinter einer „normalen“ Erkältung nicht auch – mit zunehmender Wahrscheinlichkeit – eine Erkrankung durch SARS-CoV-2 mit grippeähnlichen Symptomen dahinter „verbergen“ ?


TEST…TEST…TEST…

  • Daher müssen ALLE betroffenen Mitbürger bei grippalen Symptomen – unbedingt und mehr als auch sonst – sich im „vermuteten“ Krankheitsfalle (d.h. bei Symptomen) z.B. bei ihrem Arzt testen lassen, ihr Verhalten anpassen, um nicht enge Kontaktpersonen evtl. anzustecken. Man muss nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Menschen schützen…
  • „…und im Herbst/Winter erwarten uns Corona-Anstiege, die bei weitem über dem jetzigen Niveau liegen“  – Zitat: Dies sagte damals noch im September 2020 Prof. Dr. med. Hendrik Streeck (*1977) – Damals aber gab es noch keine Corona-Impfungen... Da sind wir 2022 doch schon deutlich weiter…

Und STREECK hatte damals recht…wie wir heute wissen… wie es wohl nun aktuell im Frühjahr 2022 – wo bisher erst etwas über 75% der Gesamt­Bevölkerung in Deutschland komplett (2x) geimpft worden sind – aussehen wird – und nun Durchbruch-Infektionen drohen?

Geimpft, Genesen oder Getestet


Kurzer Rückblick –
oder vielleicht wieder ein Blick in die Zukunft?


2G, 2G+ und 3G – was steckte damals hinter diesen Regeln?

  • 2G: Zutritt oder Teilnahme nur für Genesene und Geimpfte
  • 2G+: Zutritt oder Teilnahme nur für Genesene und Geimpfte mit Test (maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder 48 Stunden alter PCR-Test)
  • 3G: Zutritt oder Teilnahme für Genesene, Geimpfte und Getestete (maximal 24 Stunden alter Schnelltest oder 48 Stunden alter PCR-Test)
  • Corona: Diese Regeln gelten jetzt in NRW… Stand: 22.02.2022.

https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/corona-lockdown-regeln-nrw-100.html

Geimpft-geimpft-geimpft

Anfang März 2022: So gilt man direkt nach der dritten impfung als geboostert. Das bedeutete früher: Noch am selben Tag war man von der Testpflicht der 2G-plus-Regel befreit. Außerdem musste man als Kontaktperson eines Corona-Infizierten dann nicht in Quarantäne.

https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-regeln-quarantaene-isolation-nrw-100.html


Die neue ultimative „Schutz-Formel“
ist jedoch hier wohl noch nicht gefunden…


Auch wenn jetzt im Frühjahr 2022 alles gelockert wird

Nach wie vor unbedingt WICHTIG und weiterhin sinnvoll: Impfen, Maske wenn nötig (in Menschenmenge) immer tragen und Abstand halten

  • Intensivmediziner/innen in Deutschland erwarten für die ersten Frühlings-Monate 2022 auch wieder verstärkt Menschen mit diversen Atemwegserkrankungen.
  • „Durch das Tragen von Masken und die anderen Regeln war die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Grippe und anderen viralen Krankheitserregern während der Corona-Zeit bisher verschwindend gering“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Deutschen Presse-Agentur.
  • Marx rief erneut zum Wahrnehmen der Impfangebote gegen Covid-19 auf: „Ich weiß nicht, woher dieses Wir-haben-es-geschafft-Gefühl mancher Menschen kommt, wo wir doch so viele noch nicht geimpft haben.
  • Zu glauben, dass man die Impfung nicht brauche, weil schon so viele geimpft seien, ist ein absoluter Trugschluss“, sagte Marx, der Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen ist.
  • Von der Impfbereitschaft und vernünftigem Verhalten mit Vorsicht, Abständen und Maske hänge die Zahl der Neuinfektionen ab… und ein neuer Lockdown.

Pandemie gemeinsam eindämmen?

„Mediziner rechneten bereits damit, dass die Zahl der Menschen, die das Coronavirus haben und es gar nicht merken, – bis zehnmal höher liege als die offizielle Zahl“sagte Armin Laschet (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen) noch 2021.

… aber schlimmer geht immer, die damaligen Corona-Erkrankungsdaten stiegen nach den schönen Sommermonaten – nun im Winter 2021/2022 wieder auf ungeahnte Höhen…


Infektionstreiber waren schon damals zusätzlich sicher die „Fake-News“ verbreitenden Corona-Leugner, die auch heute rücksichtslos noch zu tausenden – dicht an dicht – in den Städten Deutschlands – ohne Schutz-Masken – johlend durch die Städte ziehen… dazu mehr unter: 3. Fake-News (am Ende dieses Artikels zum Anklicken)

Alles, was momentan generell empfohlen wird, hilft die Ausbreitung zu reduzieren und die Pandemie zu verzögern („Flattening the curve“), damit unser Gesundheitssystem damit fertig wird.
(Aus dem Englischen übersetzt: Die Abflachung der Kurve ist immer noch eine Strategie der öffentlichen Gesundheit, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus in den frühen Stadien der COVID-19-Pandemie zu verlangsamen.)


Mittlerweile glaubt kaum noch ein Politiker mehr an das Märchen vom mündigen Bürger, der ohne restriktive Verbote (mit Strafandrohung) die Öffentlichkeit selbstbestimmt meidet und damit auch den bisher gewohnten gesellschaftlichen Kontakt freiwillig aufgibt. Das haben wir nun alle akzeptieren müssen…

Corona wird aktiv und passiv auf Dauer unser Leben verändern. wenns hart auf hart kommt, dann folgt eben wieder… Home-Office, Home-Schooling…Wir bleiben trotz allem in „Gedanken“ zusammen, mit unseren Liebsten, unseren Familien, Freunden…das Miteinander ist das, was zählt. Uns gegenseitig schützen… Du und ich… wir sind alle ein WIR…


Prof. Dr. Kekulé (Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg):

Das Glockenprinzip – wie es war und wohl wieder in Zukunft sein wird… ein Auf und Ab.


Die von „Gauß“ gefundene glockenförmige Kurve der Normalverteilung ist die wichtigste Wahrscheinlichkeitsverteilung. Die Normal- oder Gauß-Verteilung (nach Carl Friedrich Gauß) ist in der „Wahrscheinlichkeitsrechnung“ (Stochastik) ein wichtiger Typ stets gleicher  Wahrscheinlichkeitsverteilungen.

  • Basierend auf der Gauß-Verteilung hatten Forscher im Frühjahr 2020 die zeitliche Entwicklung der Infektionszahlen und Sterberaten im Zuge der COVID-19-Pandemie prognostiziert und so geschah es auch:
  • Das Corona-Infektionsgeschehen scheint wirklich einer Gauß`schen-Verteilung zu folgen: In ihrem Modell gingen die Forscher davon aus, dass sich der zeitliche Verlauf der Corona-Neuinfektionen und Sterberaten durch die glockenförmige Gauß-Verteilung beschreiben lässt.
  • Die Annahme beruht auf Daten zur zeitlichen Entwicklung, die auch bei früheren Epidemien mit anderen Erregern beobachtet wurden.
  • (Anm.: Das wissenschaftliche Genie „Johann Carl Friedrich Gauß“ (1777-1855) war ein deutscher Mathematiker, Statistiker, Astronom und Physiker aus Braunschweig)

Die weitere Entwicklung der Corona-Epidemie in Deutschland sah Professor Alexander Kekulé damals (16.4.2020) noch vorsichtig optimistisch. „Wir hatten zunächst keine andere Wahl als den mehr oder weniger vollständigen Lockdown“, erklärte damals der Virologe. Niemand ahnte damals, was die nahe Zukunft noch bringen würde.


  • Jeder Schritt in Richtung „Lockerung“ ist im Grunde genommen derzeit immer noch gefährlich und immer ein Schritt ins Unbekannte. Experten betonen immer wieder, dass die Pandemie noch lange nicht vorüber ist – und dass es immer noch eine beträchtliche Dunkelziffer bei den Infizierten gebe.
  • Und es gibt unverändert eine gefährliche Ignoranz sehr vieler Menschen, die diese Gefahr negieren…aus Unwissenheit oder Dummheit, das ist hier die Frage…wie hier in Düsseldorf zu beobachten ist: Viele – nicht nur junge Menschen – tragen noch Anfang 2022 keine Masken, tummeln sich ohne Abstand in Gruppen am Rheinufer oder in der Altstadt.. die Ordnungsbehörden sind derzeit völlig überfordert

DER 3. LOCKDOWN wurde bei uns im Frühjahr 2021 erneut durchgeführt. So geschah es auch bereits – am anderen Ende der Erde – schon im März 2021 in Australien (Melbourne) – in der dortigen „Winterzeit“ – wo die „VIERTE“ Welle besonders heftig zu beobachten war.


„Am Ende wird alles wieder gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende“. Zitat: Oscar Wilde (1854-1900)  war ein berühmter irischer Lyriker, Romanautor und Dramatiker.


„Auf dem Weg zum Wissen begegnen uns viele Zweifel.“ – Sprichwort –

  • „Das Coronavirus wird vielleicht irgendwann erneut mutieren – aber wohl weniger als das bekannte Influenza-Virus…“ erklärt der Experte Wieler.
  • Entsprechend sei z.B. bei influenza-Viren zu erwarten, dass diese Viren sich nach ihrer „Wanderung“ von der Südhalbkugel zurück zur Nordhalbkugel – dann (wenn wieder hier in Deutschland „Herbst“ ist) evtl. in genetisch „veränderter“ Form bei uns erneut auftreten.
  • Optimisten meinen, es schwäche sich nun vielleicht doch einmal ab? Wie dies aussehen wird, weiß noch niemand.

Die Dauerwelle?

JÄHRLICH EINE NEUE CORONA-WELLE: Dies würde dann immer wieder eine neuere Impfung (wegen der genetisch veränderten Viren-Form) unter Umständen nötig machen. Genauso wie bei der jährlichen Grippe-Impfung könnte es dann sein. Alle Jahre wieder… Jedes Jahr eine neue Grippe-Schutz-Impfung…
Auf der anderen Seite sei allerdings auch bekannt, so die gute Nachricht, dass Coronaviren nach ihrer Anpassung an den Wirt üblicherweise weniger gefährlich sind, also zu weniger schweren Krankheitsverläufen führendies ist voraussichtlich nun bei der (erstmals m Dezember 2021 aufgetretenen) OMIKRON-VARIANTE BA.1 – und der späteren Variante BA.2 auch vielleicht der Fall? (Quelle: coliquio – Ärztemagazin)

 „Nichts-sehen-nichts hören-nichts fühlen“ : Die drei Affen haben in Japan eigentlich die Bedeutung „über Schlechtes „weise“ hinweg zu sehen“…So kehrt Ruhe in die Seele ein. Sich Zurückziehen ist hier eine Möglichkeit.


Deutschland hat eines der besten Gesundheitssystem in unserer Welt: Am Allerwichtigsten war es zunächst daher die Geschwindigkeit der Virus-Verbreitung mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln – wie zum Beispiel durch „Kontaktvermeidung“ zu reduzieren. Das hat sich bisher immer im Sommer an den aktuellen Zahlen (bis auf einige „Hotspots“) auch als vernünftig gezeigt….nur sind die „Unvernünftigen“ mitten unter uns…

„Muße ist das Kunststück, sich selbst ein angenehmer Gesellschafter zu sein…“
Zitat: Karl Heinrich Waggerl (1897-1973) war ein bekannter österreichischer Schriftsteller.


„Einstein lag falsch, als er sagte ,Gott würfelt nicht‘. … Er hat die Würfel manchmal nur dorthin geworfen, wo wir sie nicht sehen.“ Zitat: Stephen Hawking (1942-2018) war ein britischer theoretischer Physiker und Astrophysiker. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten „Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik“ an der Universität Cambridge – „Zitat“ aus seinem Buch: „In meinem Kopf bin ich frei“ .

„Kümmere dich um deinen Körper, er ist der einzige Ort, den du zum Leben hast“ – Zitat: Jim Rohn (930-2009) war ein bekannter und erfolgreicher US-amerikanischer Unternehmer, Autor und Motivationstrainer.

„Das Coronavirus wird nicht durch Panik, sondern durch Intelligenz gestoppt“ .

Stress vermeiden… sich Zeit nehmen…

Entspannte Ruhepausen sind wichtig in unserem Leben: „Statt zu sagen: Sitz nicht einfach nur da – tu irgendetwas, sollten wir das Gegenteil fordern: Tu nicht einfach irgendetwas – sitz nur da.“ – Zitat: Thích Nhất Hạnh (*1926) ist ein vietnamesischer buddhistischer Mönch, Schriftsteller und Lyriker. Thích ist ein Titel vietnamesischer Mönche.

Maßnahmen zur Bekämpfung von SARS-CoV-2

  • Epidemiologen aus Singapur haben aktuell untersucht, wie wirkungsvoll die verschiedenen Maßnahmen zur Bekämpfung von SARS-CoV-2 sind. Ihre Studie ist in „The Lancet“ bereits schon sehr früh im März 2020 erschienen.
  • Je strenger die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sind, desto effektiver kann die Epidemie aufgehalten werden – das klingt logisch.
  • Mediziner raten deshalb unverändert dazu, die folgenden drei kombinierten Interventionen rational wirklich auch streng umzusetzen, um sehr hohe Infektionszahlen deutlicher reduzieren zu können:
  • Sofort „Isolation“ von Infizierten plus „Quarantäne“ der Familienangehörigen, “Schulschließungen“ plus Quarantäne, „Distanzierung“ vom Arbeitsplatz plus Quarantäne. Also haben wir bisher alles richtig gemacht? Die Folgen der ersten Lockdowns aber waren ebenfalls – wie bekannt – nicht nur für die Wirtschaft – absolut verheerend…

VORBEUGEN -VORSICHTSMASSNAHMEN bestehen weiterhin unverändert:

Wir alle befinden uns immer noch in einer nicht ungefährlichen Lage, die Gefahr ist noch längst nicht vorüber: WIR HABEN SIE SELBST SOZUSAGEN IN UNSEREN „HÄNDEN“:


  • Es ist wohl mittlerweile generell bekannt – man muss es sich nur immer wieder vor Augen führen: HÄNDE WEG von Augen-Mund und Nase...
  • Uns Menschen stehen einzig und allein nur – außer Kontaktvermeidung – die bisher üblichen sorgfältigen „Hygiene-Vorsorge-Maßnahmen“ zu Verfügung: Auf Handschlag-Umarmung etc. haben wir schon längst verzichtet… die Hände von Augen, Mund und Nase bewusst fernhalten – vergessen manche.
  • Auch das eigene Smartphone, welches man meist an das Gesicht hält, bitte öfters einmal desinfizieren…oder den Laptop…die Maus…etc.pp.

Die „HUSTEN-UND NIES-ETIKETTE“ – steht uns „ganz natürlich“ zur Verfügung: Wenn man selbst Niesen oder Husten muss, dann stets in die Armbeuge oder ein Papier-Taschentuch vor den Mund halten. Dieses schnellstmöglich in geschlossenen Mülleimern entsorgen. Vor allem sollte man sich nicht ins Gesicht fassen und NIE mit ungewaschenen Händen die Augen, Nase oder den Mund berühren. So kann man hier vor allem mit häufigem, gründlichen Händewaschen (mindestens 30 bis 40 Sekunden) mit „Seife“ o.ä. viel erreichen….diese beste Vorbeugung ist doch so einfach!


WICHTIGER Tipp: Sinnvoll ist auch – wie gesagt – eine gute „Mundhygiene“, da die Viren sich auch im „Rachen“ vermehren, z.B. Gurgellösungen, Zahnhygiene, weiche Nasen-Salbe (schützt die Nasenschleimhaut besser)


SPÜLI?

Es gibt da auch ein simples Mittel, welches das Virus zuverlässig zerstört und das sicher jeder im Haus hat: „Einfaches Spüli“zum Beispiel für Hände-/Oberflächen… zum Reinigen etc.
Denn das lässt die Fettmembran, aus der die Hülle des Corona „Virus“ besteht, platzen. Natürlich sind auch Desinfektionsmittel wichtig, um den Haushalt generell sauber zu halten – und damit möglichst viele Risiken auszuschließen. Aber viele „Desinfektionsmittel“ helfen meist eben nur gegen „Bakterien“. Und Corona ist ja ein „Virus“…da muss man schon genau prüfen, was auf der Verpackung steht.

„BUMP THE HANDSHAKE“ FÜR DIE HÄNDEHYGIENE.


DAS CORONAVIRUS IST ÜBRIGENS LÄNGST NICHT SO ROBUST WIE Z.B. DAS „NOROVIRUS“:
Gründliches HÄNDEWASCHEN (auch nur mit Seife o.ä.) tötet es ab! GUT ZU WISSEN…


Nun begrüßt man sich mit einer Faust oder einem kurzen „Ellenbogen-Kick“… von „Elle zu Elle“…klick-kick…wirkt ungewohnt, ist aber zumindest gesünder. So ecken heutzutage auch alle Politiker wieder aneinander an… ;-)

Eine einfache Blutprobe reicht aus, um mit einem Test die Konzentration an Antikörpern im Blut zu bestimmen, die gegen SARS-CoV-2 gerichtet sind und damit zu unserem Schutz gegen das Virus beitragen. Man spricht auch vom „Antikörpertiter“. Wenn ein solcher Antikörper-Test eine gewisse Zahl an Antikörpern nachweist, dann kann man davon ausgehen, dass das Immunsystem bereits Kontakt hatte mit SARS-CoV-2 – und dass es dabei eine gewisse Immun-Kompetenz erworben hat für die Bekämpfung künftiger Infektionen. 


31.03.2022: Trauer über mehr als 129.000 Coronatote in Deutschland: Bei der zentralen Gedenkfeier in Berlin rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf.

(Anm.: Frank-Walter Steinmeier (*1956) ist ein deutscher Politiker. Er ist seit 19. März 2017 der zwölfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Steinmeier wurde bei der Wahl am 13. Februar 2022 wiedergewählt.)


GEDANKEN-GEDENKEN:

31.03.2022: Hinter jedem Tod steckt ein Leben – weltweit sind es nun insgesamt schon über 6,14 Millionen CORONA-TOTE …und es gibt weltweit über 487 Millionen an Corona-Erkrankten.

Es ist ein nüchterner, statistischer Begriff hinter all dem unendlichen Leid und den trauernden Familien. Täglich werden unzählige, nüchterne Zahlen von „Toten“ veröffentlicht, in Statistiken eingefügt, einfach abgehakt…die dann als „Pixel“ Bestandteil irgendeiner Exel-Datei sind. Auch sind an vielen Orten Trauerfeiern und übliche Beerdigungen für die engsten Angehörigen oft schon nicht mehr möglich. Es sterben MENSCHEN, die nicht nur ihre Liebsten, trauernde Familien und viel Leid hinterlassen…Ich wünsche mir, es sollte einen Gedenktag geben: Ein Gedenken an all die MENSCHEN, die durch Covid-19 ihr Leben lassen mussten.


„Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.“ – ZITAT: Isaac Newton (1643-1727) war ein bekannter englischer Naturwissenschaftler und Forscher.

 „Ich glaube nicht, dass es einen vorhersehbaren Weg gibt. Der Weg kommt, indem wir ihn gehen“.
© Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker.


WER KENNT ES NICHT…dieses alte Lied:
„Nehmt Abschied Brüder“…Die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer…

Wikipedia: Auld Lang Syne (Scots, englisch wörtlich: old long since… (sinngemäß „längst vergangene Zeit“):
Es ist eines der bekanntesten Lieder im englischsprachigen Raum. Fast jeder kennt dieses alte Lied… So wird das aus Schottland stammende Lied traditionsgemäß zum Jahreswechsel gesungen, um der Verstorbenen des zu Ende gegangenen Jahres zu gedenken. Der deutsche Titel lautet: „Nehmt Abschied, Brüder“. In der Pfadfinderbewegung gilt es weltweit als berühmtes Abschiedslied… niemand weiß, was die Zukunft uns noch bringt…die Hoffnung aber bleibt… Die Impfung ist derzeit unsere EINZIGE…


ERSTER LIED-VERS:
Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss // ist alle Wiederkehr, // die Zukunft liegt in Finsternis // und macht das Herz uns schwer. // Der Himmel wölbt sich übers Land //Ade, auf Wiedersehn! // Wir ruhen all in Gottes Hand. // Lebt wohl auf Wiedersehn...


Auf einer schottischen Volksweise basiert hier das von dem Dichter Robert Burns (1758-1796) getextete Lied “Auld lang syne“ (englisch: Old Long Time). So griff Burns eine Melodie auf, die seit anno 1687 auch in England bekannt war. Es ist ein Freundschaftslied, das zuerst in Schottland (später fast weltweit) zum Jahreswechsel und zum Gedenken an Verstorbene gern gesungen wird.
Der Dichter und Schriftsteller Claus Ludwig Laue (1917 – 1971) hat den Text von „Nehmt Abschied Brüder“ im Jahre 1946 nach diesem bekannten schottischen Lied verfasst. Es betont sehr anrührend den Schmerz des Abschieds und der völligen Ungewissheit, die auf ihn folgt.


„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“.

(Originaltext: God, grant me the serenity to accept the things I cannot change, Courage to change the things I can, And wisdom to know the difference). – Zitat: Reinhold Niebuhr (1892-1971) war ein amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler


ZUM ABSCHUSS NOCH DAS ALLERLETZTE:

DISKUSSION ZUR MASKENPFLICHT…kontrovers diskutiert, da sie aktuell Ende März 2022 in Teilen – abgeschafft werden soll…

Informationen: Warum die Maskenpflicht wirklich Sinn macht und eine gute Ergänzung zu weiteren Maßnahmen ist:


Viren können nur über die Schleimhäute des Mund-und Nasen-Bereichs in den Körper aufgenommen werden. Es gibt derzeit keine ausreichenden Beweise bzw. Hinweise für eine Infektion über die Augenschleimhaut im Alltag. Eine Virusinfektion über die intakte Haut ist jedoch nicht möglich.

Es gibt drei Infektionswege – hier in absteigender Relevanz:

1.Tröpfcheninfektion: Verbreitung der Viren durch Sprechen, Singen und insbesondere durch Niesen und Husten, wodurch es zu einer starken Beschleunigung virenhaltiger Tröpfchen kommt.

2. Schmierinfektion: An Gegenständen haftende Viren gelangen an die Hände und über diese bei Berührungen an Mund und Nase oder auch beim Essen in den Körper.

3. Aerosolbildung: VIREN KÖNNEN NICHT FLIEGEN: Wie oben schon erwähnt sind an Aerosolpartikeln anhaftende Viren, die einige Zeit in der Luft schweben, im Alltag recht selten, können aber vor allem in geschlossenen Räumen, bei „Klima-Anlagen“ /Lüftungs-Systemen in Restaurants/Hotels – (Aufzügen/Lift) etc. doch tatsächlich relevant werden. Quelle: Coliquio (Dr. Torsten Heweit, Lungenfacharzt)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) änderte daher schon vor einiger Zeit seine Einschätzung und empfahl nun doch dringend bereits schon im Frühjahr 2021 das Tragen von FFP2-Schutzmasken, um das Infektionsrisiko verringern zu können: Manche Infizierte erkrankten gar nicht, könnten aber (unbewusst und unerkannt) den Erreger trotzdem weitergeben. Hygienevorschriften und Abstandsregeln sollten zudem unbedingt dazu streng eingehalten werden.


„Paracelsus“ war ein bedeutender Arzt und Naturforscher, der von 1493-1541 lebte. Seine altbekannte Weisheit wird verkürzt wiedergegeben als: „Die Dosis macht das Gift“ (Sola dosis facit venenum):


Von Pollenallergikern wissen wir: In einem Kubikmeter Luft könnten sich zum Beispiel 1600 Pollen befinden, was wieder alle Allergiker im Frühjahr zu spüren bekommen. „Wie hoch aber die Konzentration an Viren-Partikel um einen Corona-Patienten herum ist, ist bislang noch nicht ganz klar“… Fest steht bisher nur, dass das Sars-CoV-2 (unvorstellbar klein!) zirka 160 Nanometer groß ist – in vielen kleineren Partikeln in der Luft fänden sich also vielleicht mehr als 100 Viren. „Wie viele von diesen Viren-Partikel aber notwendig sind, um sich zu infizieren, ist immer noch nicht genau bekannt und auch ganz entscheidend vom Empfänger und seiner Empfänglichkeit (Immunsystem!) abhängig “ . (RKI)


SARS-CoV-2 Virus-Größe: Es ist rund 2.000 – mal kleiner als der Punkt am Ende dieses Satzes und somit für uns Menschen völlig unsichtbar ( . )


DER ODER DAS VIRUS? Da Substantive auf -us meist männlich sind, wurde das Virus allmählich zu der Virus“Heute existieren in der Alltagssprache beide Formen nebeneinander und beide gelten als korrekt. In der medizinischen Fachsprache dagegen blieb es bei der ursprünglichen sächlichen Form: das Virus.

Das Tragen von Masken ist keine Frage der Überzeugung, sondern entspricht dem klaren Menschenverstand: Auch die simpelsten Community-Masken halte ich für ein adäquates Instrument. Die Maske schützt den Maskenträger selbst nur wenig, aber den Gegenüber. Wenn der Gegenüber auch eine Maske trägt, dann schützt er eben auch mich.


Also schützen wir uns gegenseitig und alles ist gut. Einerseits haben wir eine physische Barriere, was den Hand-Gesichtskontakt minimiert, andererseits haben wir eine „gewisse“ Schutzwirkung beim Husten, Niesen und Sprechen, also der Aerosole, die so natürlich die Raumluft „besiedeln“. Außerdem ist die psychologische Wirkung „Achtung Ansteckungsgefahr“ hierdurch allgemein präsenter. Man geht eher instinktiv leichter auf „Abstand“.

  • Die Maskenpflicht bewirkt zumindest eine gewisse Wahrnehmung, dass wir keine normalen Zeiten habenseit wieder mehr erlaubt ist – wurden die Menschen nachlässiger – überall stehen Gruppen (vor allem Jugendliche) ohne Abstand wieder zusammen etc.
  • Deshalb sollte man unbedingt aufklären, die Masken vor allem dann zu tragen, wenn es nicht möglich ist, den gebührenden Abstand einzuhalten.

Fazit: Eine Maske „ergänzt“ sinnvoll andere Maßnahmen wie Abstand halten und konsequente Händehygiene, kann diese aber nicht ersetzen. Bei korrekter Anwendung kann sie in Kombination mit den anderen Maßnahmen das Infektionsrisiko auf ein Minimum reduzieren.


Die Maskengegner

Das Virus der Dummheit ist zwar noch nicht entdeckt worden, es spricht aber viel dafür, dass es derzeit sehr virulent und weit verbreitet ist und daher schon seit ewigen Zeiten existiert. Siehe auch den ausführlichen Blog-Artikel: „Fake News“ (KLICK: Oben auf der Blog-Leiste (Fake News) oder hier unten am Ende des Artikels)

JAPAN

Hat sich denn eigentlich irgendjemand mal gefragt, weshalb in den bisher häufig maskentragenden Ländern (Japan, Thailand, Vietnam u.a.) bisher relativ wenig SARS-CoV-2 Infektionen bisher auftraten?
Leider sind aber aktuell diese Länder derzeit erneut gefährdet durch leichter und schneller ansteckende Virus-Varianten.

So lag der Anteil der hochansteckenden Omikron-Mutante bei allen Fällen in Tokio anfangs bei etwa 70 Prozent – den wissenschaftlichen Prognosen entsprechend. Die Corona-Fallzahlen in Japan waren bereits schon im Sommer – Juli/August 2021- schon recht hoch, Grund dafür könnte Sorglosigkeit durch die Olympischen Spiele gewesen sein. Erfreulich war damals die Tendenz später im Oktober 2021 stark fallend.

Dabei hatte damals Japan für alle Olympia-Beteiligten aus dem Ausland strengste Regeln festgelegt: Bei der Abreise musste ein aktueller negativer PCR-Test vorgelegt werden, direkt nach der Ankunft folgt der nächste, danach galt eine zweiwöchige Quarantäne. Regelmäßige Coronatests blieben während des gesamten Aufenthalts Pflicht.

31.03.2022: Mit der Zahl der Corona-Infektionen von 6,5 Mio. und über 28.000 Todesfällen liegt Japan heute immer noch deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank bereits im November 2021 sehr stark und lag damals nach Angaben der Nachrichtenagentur AP landesweit bei nur 1,1 (!) pro 100.000 Einwohner. Die Corona-Impfungen sind in Japan (mit knapp 127 Mio. Einwohnern) generell nun gut angelaufen.

79,8% sind derzeit vollständig geimpft – Leider ist nun – dank der neuen OMIKRON-Variante die Inzidenz in Japan wieder leicht angestiegen. Aktuell gibt es 249,9 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz).

13.03.2022 – Damals lagen die Inzidenzen noch bei 302,0 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz), erfreulicherweise ist in Japan die Impfquote mit fast 80 % höher als in Deutschland.


Wenn die Symptome milder werden, ist ja alles halb so schlimm…?

P.S.: Ach, es ist ja alles halb so schlimm.Soziologen nennen das ein „Präventionsparadoxon“: Man sieht die Schäden nicht, die ausgeblieben sind! … („For many, the symptoms resemble a mild cold: there is a tendency for the public and politicians to take it less seriously” (THE ECONOMIST)


HOME SWEET HOME…


Es handelt sich hier in meinem Blog-Artikel – bei diesem globalen „Corona“-Update – um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen – während einer sich rasend schnell entwickelnden Pandemie. Jede Einzelne dieser verfügbaren Informationen zu Covid-19 kann sich ständig mit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ändern.


Bundesregierung;
Das Bund-Länder-Treffen bestimmte neue
Corona-Regeln…der Fahrplan für Lockerungen steht.


Das Ende der Corona-Pandemie wird weltweit herbeigesehnt. Spätestens im Frühjahr 2022 soll es nun aber – nach Meinung der Politiker – viele Lockerungen geben…?!?

  • SARS-CoV-2 wird bleiben… vielleicht wie die Grippe – wird wohl jährlich eine Impfung notwendig sein?
  • Professor Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie der Berliner Charité, schätzte die Lage im „Deutschlandfunk“ folgendermaßen ein: „Wir werden natürlich infektionsmedizinisch, epidemiologisch deutliche Nachwirkungen dieser Pandemie noch jahrelang haben.“
  • Weltweit sind Wissenschaftler davon überzeugt, dass SARS-CoV-2 langfristig bleiben und endemisch werden wird. Zukünftig wird also vielleicht das Coronavirus – wie Influenza-Viren – in der Bevölkerung zirkulieren und saisonale Ausbrüche verursachen.
  • Da die meisten Menschen dann aber eine Grundimmunität gegen das Virus aufgebaut haben – sei es durch eine vorherige Infektion oder Coronaschutzimpfung – ist in der Regel nicht mehr mit allzu schweren Krankheitsverläufen zu rechnen.

Das Virus wird mit der Zeit aus dem Körper eliminiert, aber nicht spurlos:
Oft – aber nicht immer – töten Corona-Viren die befallenen Körperzellen. Viren brauchen „überlebensnotwendig“ die Infrastruktur von Körperzellen, um sich zu vermehren. Anhand eines Tiermodells konnten Forscher nachweisen, dass das Virus nach einer gewissen Zeit z.B. wieder aus den befallenen Leberzellen verschwindet, wie oben – am Blog-Artikel-Anfang – bereits erwähnt wurde…Wie lange es beispielsweise im Gehirn bleibt, ist noch nicht sicher geklärt… man hat es jedoch dort bei Obduktionen gefunden. (Prof. Dr. Daniel Pinschewer, Universitätsspital Basel, Departement Biomedizin)


„We still do not know one thousandth of one
percent of what nature has revealed to us.“

„Wir wissen immer noch nicht ein tausendstel eines
Prozents von dem, was die Natur für uns bereit hält“ .

Zitat: Albert Einstein (1879-1955) war ein berühmter deutscher Physiker mit Schweizer – und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Er gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit.


Da fällt mir noch ein Zitat ein: „All we have is now“…
Wir haben nur das „Jetzt“… die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft hat noch nicht begonnen. Das „Jetzt“ aber ist eine Aneinanderreihung von zahlreichen Momenten, die gerade für uns stattfinden…und die wir bewusster erleben können.

So würde ich gerne heute mit einem Liedzitat ,
das ich sehr passend finde – diesen 7. und letzten Corona-Blog-Artikel beenden 😉
„When you can‘t do what you do, you do what you can.“ – by Bon Jovi 😉 

( „Wenn Sie nicht tun können, was Sie tun … tun Sie, was Sie können.“ Jon Bon Jovi und Sugarland Sänger hatten 2006 einen tollen Country-Hit: „Who Says You Can’t Go Home“)


„Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen“ !
Zitat: Immanuel Kant (1724-1804) deutscher Philosoph.


In diesem Sinne…passen Sie alle gut auf sich und ihre Liebsten auf!
<< BLEIBEN SIE ALLE GESUND >>>


Blog-Quellen:
Meine medizinischen Lehrbücher, Fachliteratur, ärztliche Zeitschriften (und teilweise „Wikipedia und Medien“)


Blog-Artikel „CORONA-VIRUS…versus Grippe: FAKTEN“

veröffentlicht zuerst am 12.03.2020…
und seither immer wieder von Autorin aktualisiert… zuletzt am 12.03.2022.

BLOG-ARTIKEL-ENDE


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