HIER FOLGT NUN TEIL 6:

Coronavirus in Deutschland: Die Inzidenz steigt weiter stark an

23.01.2022: Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich weiter stark aus. Das Robert-Koch-Institut registriert aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 806,7. Seit Pandemie-Beginn hat sich mindestens jeder Zehnte in Deutschland mit Covid-19 infiziert.

Impfpflicht
©kessler/stock.adobe.com

17.01.2022: Die Inzidenz steigt also – wie erwähnt – immer weiter… erneuter Höchstwert 806,7 : Davor hatte der Wert noch bei 515,7 gelegen, vor einer Woche bei 375,7.  Erkrankungen allein in Deutschland bisher: Über 8,7 Millionen Menschen. So stieg auch die Zahl der Menschen, die bisher hier an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, auf über hundertausend Tote (117.000).

NEWS:
RKI-Homepage: Die Gültigkeit des Genesenen-Status ist von 6 auf 3 Monate gekürzt worden und das PEI stufte mit den Einmal-Impfstoff Janssen®(Johnson & Johnson) Geimpfte plötzlich nicht mehr als vollständig immunisert ein.

So wird hier eine weitere Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung eingesetzt.

Auch als Genesener müsse man sich nun genau 3 Monate nach der Infektion impfen lassen, um wieder auf das 2G-System weiter Zugang zum gesellschaftlichen Leben zu haben.


Januar 2022: Die hochansteckende Omikron-Variante lässt derzeit wieder die Corona-Fallzahlen in die Höhe schnellen, die Krankheitsverläufe sind aber überwiegend milde. Das hat Folgen – auch für die Debatte um die allgemeine Impfpflicht.

Den vierten Tag in Folge meldete das Robert Koch-Institut über 135.000 Neu-Infektionen. das seien 58.000 mehr als vor einer Woche. Es gibt somit wieder deutlich hohe „Rekordwerte“ bei der Sieben-Tage-Inzidenz:
Berlin habe derzeit die höchste Inzidenz (mit 1473,1) aller Bundesländer.

  • Die aktuelle stark infektiöse Covid-19-Welle durch OMIKRON bringt das deutsche Gesundheitssystem aktuell mit sehr hohen Inzidenzen an seine Grenzen, vor allem im ambulanten, weniger im stationären Bereich. Hinzu kämen – gemäß RKI-Wochenbericht – derzeit tausende asymptomatische Infektionen – die oft nicht auffallen, aber stark ansteckend sind.
  • Zentrale Ursache hierfür sind hier vor allem auch die immer noch zu niedrigen Impfquoten, sagen die führenden internistischen Verbände.
  • Daher fordern die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und sieben weitere Fachgesellschaften dringend die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 für Erwachsene.
  • Einrichtungsbezogene Impfpflicht: Neue Regelungen zur Corona-Pandemie mit einer Impfpflicht – für Beschäftigte in Kliniken und Heimen- wurden bereits schon im Dezember 2021 beschlossen. 
  • Bis zum 15. März müssen Beschäftigte von Kliniken, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen einen Nachweis als Geimpfte oder Genesene dem Arbeitgeber vorlegen.
  • Als Impfstoff gebe es hier den neuen proteinbasierten „NOVAVAX“-Impfstoff. Das Gesundheitsministerium gab bekannt, dass der Impfstoff „Nuvaxovid“ von Novavax ab Anfang Februar 2022 in Deutschland dafür verfügbar sein soll.

Nach Einschätzung der Mediziner sei die Coronapandemie und ihre Auswirkungen derzeit nur mit einer stark ansteigenden Impfquote nachhaltig in den Griff zu bekommen.

SCHUTZ FÜR ALLE MENSCHEN DIESER ERDE

Von Herdenimmunität… oder auch Herdenschutz oder Gemeinschaftsschutz, spricht man, wenn eine große Gruppe von Personen davor geschützt ist, dass aus der gefährlichen Infektion von WENIGEN die Ansteckung von VIELEN weiteren resultiert.
Das gilt auch für die echte Grippe (Influenza), an der laut Robert Koch-Institut jährlich in Deutschland viele Tausende – vor allem alte Menschen – sterben.
Der beste Schutz vor einer Ansteckung überhaupt – wird erzielt, wenn so viele in der Gruppe durch Impfung (oder eine frühere Erkrankung) immun gegen die Krankheit geworden sind, dass jede Infektionskette sehr schnell wieder abbricht. So kann sich die Krankheit nicht weiter ausbreiten und auch Nicht-Geimpfte sind und bleiben geschützt. (Vfa)


UPDATES UND RÜCKBLICKE

NEWS: Vermutlich gibt es aktuell im neuen Jahr 2022 mildere Verläufe, durch OMIKRON ein neues – jedoch keineswegs harmloses – Erkältungsvirus. Virologen hoffen und können dennoch nicht entwarnen:

Christian Drostens Prognose zum Jahreswechsel 2021/2022: Omikron könnte manche Menschen seltener schwer krank machen – die rasante Verbreitung des Virus erhöhe aber trotzdem vor allem auch das große Risiko für ÄLTERE und Ungeimpfte – die schwer erkranken oder sterben könnten.

Jan. 2021: Eine US-Publikation besagt aktuell, dass die Omikron-Variante die Lunge „seltener“ angreift als andere Virusvarianten. Stattdessen aber würde die neueste Virusvariante eher auf die oberen Atemwege wie Nase, Rachen und Bronchien zielen, zitiert die „New York Times“ aus der Studie. Erst ein gutes halbes Dutzend neuer Studien mit klinischen Daten sind im Laufe der vergangenen Tage veröffentlicht worden, die alle aber in eine Richtung deuten:

Unter der Omikron-Variante scheint sich Covid-19 nun zu einer anderen Angriffs-Form der Krankheit zu entwickeln, die insbesondere die oberen Luftwege wie den Nasen-Rachen-Raum und die Luftröhre befällt und deutlich weniger in die Lunge eindringt. Damit kann sich Omikron zwar deutlich schneller als die früheren Varianten ausbreiten, verursacht aber eher grippeähnliche Erkältungssymptome und weniger kritische Erkrankungen der Lunge. 

  • Omikron vermehrt sich nun also vor allem in den oberen Atemwegen: Verschiedene Forschergruppen konnten unabhängig voneinander zeigen, dass die Viruslast in der Lunge tatsächlich deutlich geringer ist als bei Infektionen mit anderen Varianten. Dadurch erfolge auch die deutlich leichtere´und schnellere Ansteckung.
  • Omikron kann zwar genauso schwer krank machen wie Delta, das allerdings wohl seltener.

Januar 2022: Die Zahl der ins Krankenhaus eingelieferten jungen Kinder in den USA, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, stieg in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit Pandemie-Beginn. Das geht aus Daten der US-Seuchenschutzbehörde (CDC), dem amerikanischen Pendant zum deutschen Robert Koch-Institut (RKI), vom Freitag hervor. Die Zahl rüttelt auf …Die Daten der CDC zeigen, dass etwa vier von 100.000 Kindern im Alter von vier Jahren oder jünger am 1. Januar mit Corona infiziert waren, als sie ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Im Vergleich mit dem Vormonat hat sich die Rate verdoppelt, im Vergleich mit demselben Zeitpunkt im vergangenen Jahr sogar verdreifacht. Laut den CDC-Experten haben Kinder, die mit der Omikron-Variante infiziert waren, aber ein immer noch viel geringeres Risiko als Erwachsene, schwer zu erkranken. 

Sehr hohe Inzidenzwerte bei Kindern und Jugendlichen

  • Auffällig ist allerdings tatsächlich die Altersverteilung: Patienten, die mit Omikron infiziert waren und in eine Klinik eingewiesen werden mussten, waren deutlich jünger als noch in der Delta-Welle.
  • Aktuell gibt es für die Wissenschaftler gute Gründe anzunehmen, dass das Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf – jedenfalls gilt das sicher vor allem für Geimpfte – geringer ist, als etwa bei der aktuell in Deutschland noch – wenn auch weniger – vorhandenen Delta-Variante.
  • Trotzdem gibt es von fast keinem der Experten derzeit auch nur den Hauch einer Entwarnung – im Gegenteil. (Quelle: 23.12.2021: – FAZ: https://www.faz.net/aktuell/wissen/omikron…)
  • Omikron ist (aufgrund seiner Kombination von mehr als fünfzig(!) Mutationen) wie gesagt – deutlich schneller ansteckender als Delta und vor allem – wegen der Immunflucht des Virus insbesondere infektiöser auch für unvollständig Geimpfte bzw. auch noch ungeboosterte Menschen
  • Allerdings ist die Variante bei vielen jüngeren Menschen weniger gefährlich mit Blick auf die Covid-19-Krankheit.
  • Die Konsequenz: In den nächsten Januar/Februar-Wochen 2022 seien weltweit gesehen mindestens so viele Infektionen zu erwarten – wie schätzungsweise in der gesamten Pandemie bisher... also bei gut drei Milliarden Ansteckungen.
    Im Monat Januar 2022 (zum Höhepunkt) seien dies etwa 35 Millionen täglich gewesen.
  • Wer das Virus jedoch einmal in sich trägt – wird dies aber so schnell nicht immer wieder los – selbst wenn er zunächst nicht stark erkrankt – kann das Virus jederzeit wieder im Körper aktiv werden… es versteckt sich in allen Körperorganen…(Gehirn…Herz…Lunge…Niere etc.) – eine tickende „Zeitbombe“?

Spätfolgen einer Infektion mit COVID-19:
Überstanden und doch nicht gesund?

Es ist so, dass bei den schweren Verläufen das Virus über die oberen Atemwege meist auch bis zur Lunge gelangt und dort über die Lungenbläschen in die Blutbahn gelangen kann. Auf diesem Weg kann es sich in andere Organe ausbreiten, zum Beispiel in Gehirn, Nieren, die Leber oder den Darm.

Bekannte Spätfolgen der Infektion – gibt es aber auch bei denen, die nur zunächst milde Symptome hatten. Immunologin Prof. Dr. Christine Falk hat solche Corona-Folgen erforscht. Sie arbeitet als Immunologin an der Medizinischen Hochschule Hannover und im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung.

  • Es gibt auch Fälle von Personen, die sich gesund fühlen, keine bekannten Vorerkrankungen haben und trotzdem schwer erkranken.
  • Das heißt: Sie haben langfristig immer wieder Fieberschübe, sie sind körperlich nicht fit, fühlen sich auch geistig nicht so leistungsfähig, haben Magen-Darm-Beschwerden und Muskelschmerzen, also ein ganz breites Spektrum von unspezifischen Symptomen.
  • In einer großen Studie am King’s College London wurden Daten von 8065 positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen ausgewertet. Mehr als 30 Tage nach überstandener Infektion litten 857 von ihnen unter Langzeit-Symptomen, also jede zehnte. 

Meist ist aber allgemein eher bekannt, dass vor allem Menschen mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Lunge, Diabetes oder Übergewicht häufiger einen doch deutlich schwereren Verlauf von COVID-19 erleiden.


  • IMPFUNG SCHÜTZT – IMPFUNG NÜTZT:
  • ENGLAND: Aus UK gibt es dahingehend bereits eindeutige Ergebnisse, die zeigen, dass die Corona-Impfungen unverändert vor einem schweren Verlauf (ausgelöst durch die neue OmikronVariante) schütze:
  • Demnach ist das Risiko einer Hospitalisierung für dreifach geimpfte „Omikron-Infizierte“ um knapp 70 Prozent reduziert im Vergleich zu Ungeimpften.
  • Aber: Auch verglichen mit der – noch gelegentlich hier kursierenden – Delta-Variante ist das Risiko einer Hospitalisierung nur um knapp ein Drittel reduziert. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

WICHTIG ist die Immunantwort auf SARSCoV2, insbesondere die einer TZellAntwort: Der lang andauernde Schutz durch unsere sogenannte T-Zellen-Immunität ist weiterhin gut, wie immer mehr *Studien zeigen. Durch Impfung oder Infektion induzierte T-Zell-Antworten bleiben derzeit noch recht robust gegen Omicron und könnten Infektionen verhindern. (Quelle: *medRxiv).

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RESUMÉE: Ein Jahr Impfen gegen Corona:

Schwere Impf-Nebenwirkungen insgesamt extrem selten.

Schwere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Coronaimpfungen sind laut aktueller Datenlage extrem selten. Deutschland habe „von Beginn an die Verdachtsfallmeldungen zu Impfstoffnebenwirkungen und -komplikationen mit höchster Priorität beobachtet, auch sehr seltene Nebenwirkungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Risiko-Minimierung zeitnah eingeleitet“, schreiben die Chefs vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Klaus Cichutek und Karl Broich, in einer Bilanz ein Jahr nach Start der Impfungen.

  • Typische Beschwerden nach einer Impfung können – laut Deutscher Gesellschaft für Immunologie (DGfI) – wie bekannt – evtl. leichte Schmerzen an der Einstichstelle sein und Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Fieber könnten auftreten.
  • „Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit einem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab“, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) hierzu.

  • Im Frühjahr 2021 sorgten Berichte über sehr seltene Thrombosen für Aufregung – das Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS).
  • „Diese Erkrankung ist eine sehr seltene, aber potenziell gefährliche Nebenwirkung meist von vektorbasierten SARS-CoV-2-Impfstoffen“, betonte die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH).
  • Die Meldungen betrafen überwiegend die Vektorimpfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson.
  • Frauen waren hier überdurchschnittlich oft betroffen. Astrazeneca wird in Deutschland mittlerweile nicht mehr verwendet, auch Johnson & Johnson spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

„Wer sich nicht gegen COVID-19 impfen lässt, geht ein weit höheres Risiko durch die Gefahren eines schweren COVID-19-Krankheitsverlaufs ein.“ Auch die Fälle von Myokarditis oder Perikarditis als Impfreaktionen seien sehr selten… können aber auftreten. Wir sprechen hier von knapp fünf Fällen bezogen auf 100 000 Impfungen.“

Sie verliefen zudem in der Regel eher mild und heilten in nahezu allen Fällen aus. Die Verdachtsmeldungen betrafen hier hauptsächlich die beiden mRNA-Impfstoffe und überwiegend männliche Jugendliche (überwiegend in Israel.)


IMPFPFLICHT – wie bereits bei Masern?

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält eine allgemeine Coronaimpfpflicht weiterhin für unbedingt sinnvoll. „Eine Impfpflicht halte ich für wichtig, um im Herbst 2022 zu verhindern, dass wir dann schon wieder vor diesem Problem stehen, das wir jetzt haben“, sagte der SPD-Politiker im Fernsehsender Welt.

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Omikron die letzte wichtige Virusvariante sein werde. Und es könnten auch andere Varianten kommen, die so ansteckend wie Omikron aber deutlich gefährlicher seien. „Dafür muss ich vorbereitet sein und da wäre für mich eine Impfpflicht das Wichtigste, weil man dann sehr schnell die Bevölkerung vor einer solchen schweren Bedrohung immunisieren und somit schützen könnte.“

Lauterbach warnt davor, diesen Schritt in Frage zu stellen und Omikron „quasi als eine Durchseuchung, eine Art Impfung“ anzusehen. „Davor warne ich“, sagte der Minister. Er glaube, dass dies „sehr, sehr viele Menschen tatsächlich schwer krank hinterlassen würde“.


LONG COVID…? POST-COVID…?

Nach zwei Jahren Pandemie können Wissenschaftler nun durch Langzeitstudien erste Antworten geben: Belegt wurde, dass diese beiden sog. „Langzeitfolgen“ bei sämtlichen Corona-Verläufen auftreten könnten – im Schnitt 4 Wochen nach der Infektion bei Post-Covid und mehr als 12 Wochen bei Long-Covid.

Eine Infektion mit dem Virus führt zu einer Infektion im gesamten Körper – also auch in allen Organen…

Es gibt hier keine spezielle sondern ganz verschiedene Ursachen. Bei einem Patienten gibt es schwerpunktmäßig die Entzündung im gesamten Körper… bei einem Anderen ist wiederum z.B. durch die Infektion überwiegend zusätzlich die Blutgerinnung (Thrombosen-Blutgerinnsel) gestört. Bei wieder Anderen gibt es wieder andere Ursachen, da das Virus ja den ganzen Körper unterschiedlich schwer befällt: Lunge/Leber/Herz/Nieren/Gehirn etc.


OMIKRON?
Unsere körpereigene robuste T-Zell-Antwort schützt meistens – aber nicht immer – also nicht bei jedem Menschen – vor SARS-CoV-2-Re-Infektion.

06.01.2022: Zwei Jahre Pandemie haben uns mittlerweile fünf besorgniserregende Varianten, die sogenannten Variants of Concern (VOC), beschert. Wobei Omikron es in kürzester Zeit geschafft hat, sich neben Alpha, Beta, Gamma und Delta in die WHO-Liste einzureihen.
Alpha, Beta, Gamma und Delta
sind sich sehr ähnlich… sie haben etwa 7 bis 12 Mutationen im Spike-Protein, wohingegen Omikron nun schon 32 Varianten verzeichnet. Omikron unterscheidet sich nicht nur hier erheblich von seinen Vorgängern“.

  • Impfstoffe müssen immer aktuell angepasst werden: Ausschlaggebend ist die Antigendrift = also die zufällige Veränderung der Antigene im immer wieder neueren Coronavirus-Genom.
  • (Anm.: Antigendrift ist die langsame, kontinuierliche und zufällige Veränderung von immunitätsbildenden Oberflächenstrukturen (Antigenen) von Viren.)
  • Unabhängig vom Impfstoff (mRNA-1273, BNT162b2, Ad26.COV2.S, NVX-CoV2373) oder der VOC konnten nun amerikanische Forscher in einer weiteren Studie eine deutlich stabile T-Zellantwort erfassen.
  • (Anm.: Immunologie: Während die durch B-Zellen produzierten Antikörper sich an Viruspartikel binden und diese für u. a. Fresszellen sofort als fremd markieren, können T-Zellen alle infizierten Zellen direkt aufspüren und beseitigen.)
  • „Unsere Daten deuten darauf hin, dass die aktuellen Impfstoffe einen erheblichen Schutz gegen schwere Erkrankung durch die SARS-CoV-2 Omikron-Variante bieten können, trotz reduzierter neutralisierender Antikörper-Antworten und vermehrter Durchbruchinfektionen“, erklären die Wissenschaftler des UKE..
  • Bei Geimpften, die einen Booster erhalten haben, ist der Schutz gegen Hospitalisierungen sogar nahe 90 %. Nach der zweiten Impfung liege der Schutz bei 72 %.
  • Für Ungeimpfte aber – sei Omikron ähnlich gefährlich wie die Delta-Variante, was auf das höhere Infektionsrisiko der Variante zurückzuführen sei. (Quelle: doccheck.com)

„Die Erkenntnis, dass selbst ein milder Krankheitsverlauf mittelfristig zur Schädigung diverser Organe führen kann, hat höchste Bedeutsamkeit gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Omikron-Variante, die mehrheitlich mit milderen Symptomen einherzugehen scheint“, so Prof. Raphael Twerenbold, Wissenschaftlicher Studienzentrumsleiter und Kardiologe im Universitären Herz- und Gefäßzentrum des UKE, und Erstautorin Elina Petersen, Epidemiologin im Epidemiologischen Studienzentrum des UKE (=Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.)

05.01.2022:
Auch mildere Coronaverläufe hinterlassen ihre Spuren an Organen

Auch milde bis moderate Krankheitsverläufe von COVID-19 können – wie gesagt – die Funktionen von Herz, Lunge und Nieren mittelfristig beeinträchtigen und mit gehäuften Zeichen z.B. auch einer Beinvenenthrombose einhergehen. Das berichtet ebenfalls (siehe oben) ein Wissenschaftlerteam des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) im European Heart Journal (European Heart Journal 2021; DOI: 10.1093/eurheartj/ehab914).

„Die Erkenntnis, dass selbst ein milder Krankheitsverlauf mittelfristig zur Schädigung diverser Organe führen kann, hat höchste Bedeutsamkeit gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Omikron-Variante, die mehrheitlich mit milderen Symptomen einherzugehen scheint“, erklärten die Wissenschaftler. Es gebe jedoch derzeit keinerlei Entwarnung.

Die oben angegebene wissenschaftliche Arbeit erfolgte im Rahmen der Hamburg City Health Study (HCHS). Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe untersuchten 443 ehemals Infizierte im Mittel rund 10 Monate nach ihrer Erkrankung. Als Vergleichsgruppe dienten rund 1.300 Menschen mit ähnlichem demografischem und sozialem Hintergrund, die nicht an Corona erkrankt waren. Ziel der 30 beteiligten Kliniken und Institute des UKE ist es, individualisierte Behandlungsmöglichkeiten und eine gezielte Prävention zu entwickeln. Inzwischen sind laut UKE rund 16.000 Hamburger untersucht worden. © afp/hil/aerzteblatt.de

EXCELLENTE WISSENSCHAFT IN DEUTSCHLAND:
Die Hamburg City Health Study (HCHS) ist die größte lokale Gesundheitsstudie der Welt und findet auf Initiative des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt. In diesem Projekt arbeiten über 30 Kliniken und Institute des UKE zusammen, um interdisziplinär für die Medizin von morgen zu forschen.

Langzeitfolgen“
gibt es nur nach einer Erkrankung = COVID-Nebenwirkungen

  • >>>Post-Covid-Risiko: Wissenschaftliche Erklärungen aus der Forschung: Nach der akuten Phase einer Corona-Erkrankung bleiben Viren oft im Körper zurück und könnten später wieder aktiv werden und erneut Entzündungsreaktionen auslösen. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass eine Infektion überwiegend auch den Hirnstoffwechsel verändert, was spätere vor allem kognitive Probleme erklären könnte.
  • Möglicherweise haben die erkrankten Zellen auch zu wenig Kraft/Energie, was auch die später die recht extreme Schlappheit/Müdigkeit bei Betroffenen erklärt. Auch – nach überstandener Infektion – findet man oft noch multiple Entzündungsherde im Körper.
  • Auch die Psyche leidet…Angststörungen, Depression, posttraumatisches Stress-Syndrom, Interessenverlust etc. Aber auch nur schwach Erkrankte entwickeln oft ein Post-Covid-Risiko.
  • >>>Long-Covid-Risiko: Patienten- die zunächst einen milden Verlauf zeigten, stellte sich erst viel später eine anhaltende extreme Erschöpfung, Gedächtnisprobleme und der gefürchtete „Brain-Fog“ = ein Zustand, in dem man sich fühlt, als wäre das Gehirn vernebelt – dass man plötzlich nicht mehr weiß, wie man bis 5 zählt und alles vergessen hat, was man sonst immer wusste… das Gefühl einer schweren Demenz…. sagte Prof. Dr.med. Carmen Scheibenbogen – Leiterin des Fatigue-Zentrums und der Immundefekt-Ambulanz an der Berliner Charité.
  • „Bei einem Teil dieser Erkrankten entwickle sich auch ein „Chronic-Fatigue-Syndrom“ (ME/CFS).

Erste Studien zeigen jedoch, dass IMPFUNGEN das Risiko für Long-Covid oder Post-Covid deutlich reduzieren. Auch gibt es Hinweise aus Kliniken und Labor, dass sich schon recht früh im Körper sog. „Auto-Antikörper“ gebildet haben, die sich gegen körpereigene Proteine richten und die dann zum Problem für den Rekonvaleszenten werden könnten.

Dies befand eine Langzeit-Studie: Die Britische Post-Hospilisation-Covid-19-Studie (PHOSP-Covid) wurde geleitet von dem britischen renommierten Lungenspezialist: Professor Respiratory Medicine at University of Leicester Dr. Chris Brightling an der University of Leicester. Jeder vierte war dort später aufgrund erheblicher physischer und psychischer Folgeerscheinungen für lange Zeit arbeitsunfähig.

  • Die Langzeitbetroffenen: Nur drei von zehn der hospitalisierten Betroffenen berichteten nach 1 Jahr, dass sie sich wieder ganz erholt hätten. So waren auch im Labor später auch noch lange sehr hohe Entzündungswerte (CRP= C-reaktives Protein) vorhanden, d.h. dass die Patienten noch Monate nach der Infektion multiple Entzündungs-Herde im Körper hatten. Wer nach 5 Monaten noch Beschwerden hatte, dem ging es auch nach 12 Monaten noch nicht gut. Diese Langzeit-Betroffenen waren weniger leistungsfähig, litten an chronischer „Fatigue“, Atembeschwerden, Kopf-und Muskelschmerzen etc.
  • Auch die Ergebnisse der früheren Mainzer „Gutenberg-Covid-19-Studie“ zeigten, dass 1/3 der Probanden noch lange an Post-Covid Problemen litten. Solche Spätfolgen der Infektion sind für die Medizin bisher noch ein Buch mit sieben Siegeln – diese Spätfolgen sind bereits derzeit ein Teil der Forschung:

In der neueren interdisziplinären „Gutenberg Long-COVID Studie“ soll nun aktuell mit 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter ab 25 Jahre untersucht werden, welche Beschwerden wirklich auf die akute Erkrankung zurückzuführen sind.


Langzeitfolgen durch „Impfungen“ gibt es nicht:

IMPF-NEBENWIRKUNGEN kann es anfangs geben, aber keine Langzeitfolgen…
„Besorgte Bürgerinnen und Bürger verstehen unter Langzeitfolgen – häufig auch Spätfolgen genannt – , eine Erkrankung, die erst mit einer Verzögerung von vielen Monaten oder Jahren nach der Impfung dauerhaft auf­treten könnten“, heißt es weiter…
„Diese Sorgen sind absolut unberechtigt. Wir kennen solche spät einsetzenden Langzeitfolgen von Impfstoffen überhaupt nicht.“ Ein direkter Vergleich der Anzahl der gemeldeten Todesfälle (mit der statistisch zu erwartenden Anzahl der Todesfälle im gleichen Zeitraum) – „ergab für keinen einzigen – der vier bisher in Deutschland eingesetzten COVID-19-Impfstoffe – auch nur irgendein Risikosignal“, berichtet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). © dpa/aerzteblatt.de

Langzeitfolgen durch „COVID“ gibt es.


If you say that a task or a journey is a long haul, you mean that it takes a long time and a lot of effort

„Wenn Sie sagen, dass eine Aufgabe oder eine Reise ein langer Weg ist, meinen Sie damit, dass es viel Zeit und Mühe kostet.“ Bedeutung im Sinne von Xavier Naidoo: DIESER WEG WIRD KEIN LEICHTER SEIN…


Als „Impfdurchbruch“ wird eine unerwartete, symptomatische Infektion bei einem Geimpften bezeichnet, die mittels RT-PCR-Test oder Erregerisolierung (Labor) diagnostiziert wurde. Für Impfdurchbrüche gibt es verschiedene Ursachen. Eine Möglichkeit ist eine Mutation – z.B. von genau demjenigen VIRUS, gegen das eigentlich geimpft worden ist. Wikipedia

Sind Impfdurchbrüche ein Ausdruck von Impfversagen?

Nein – keinesfalls: Die häufig in sozialen Netzwerken aufgestellte Behauptung, Impfdurchbrüche belegten das Versagen oder die mangelnde Wirksamkeit von Impfungen, ist absolut falsch. Richtig ist hingegen, dass bisher kein Impfstoff dieser Welt – auch nicht der Corona-Impfstoff –  einen 100-prozentigen Schutz gegen eine Infektion bietet.

Doch – auch wenn der Impf-Schutz vor Infektionen mit der Zeit zurückgeht – bleibt der Schutz vor schweren Erkrankungen weiterhin bestehen.

Es gilt: „DER KÖRPER VERGISST KEINE IMPFUNG“… jede Impfung zählt und eine bereits begonnene Impfserie muss nicht neu begonnen werden – man macht da weiter, wo man aufgehört hat… Beispiel: Auffrisch-Impfungen.

Laut der *CDC-Studie sind Geimpfte „achtmal weniger gefährdet, sich zu infizieren, und 25 mal weniger gefährdet, im Krankenhaus behandelt zu werden oder zu sterben“. (Anm.: (*CDC) = US-Gesundheitsbehörde CDC – Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention)

12. 2021: Sind Ungeimpfte für diese Impfdurchbrüche verantwortlich?

Nein. Aber ihr Verhalten hat gravierende Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie und die Belastung der jeweiligen nationalen Gesundheitssysteme. 

12.2021: Der Anstieg der Hospitalisierung passiert – laut RKI-Wochenbericht – aktuell fast ausschließlich bei den Ungeimpften berichtete Immunologin Falk. „Die sehr wenigen Geimpften, die ins Krankenhaus müssen, sind aktuell überwiegend aus der Gruppe der über 60-jährigen Älteren.“
(Anm.: Christine Falk (*1966) ist eine deutsche Biologin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin am Institut für Transplantationsimmunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie)
(Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/interview-omikron-immunologin-christine-falk-100.html)

Die aktuell neue Omikron-Variante breitet sich derzeit im Winter 2022 deutlich schneller aus, als 2021 im letzten Sommer die Delta-Variante und davor im letzten Winter die Alpha-Variante.

Die SARS-CoV-2-Variante OMIKRON (englisch Omicron) ist die derzeit neueste Corona-Mutation, die sich seit Dezember 2021 weltweit und nun auch auf ganz Deutschland aktuell ausweitet.

ENGLAND und Omicron

26. Dezember 2021: London/Edinburgh – Hohe Impfquote – und doch täglich über 1000 Neu-Infektionen...
Die hohe Zahl von Geimpften und Genesenen könnte in England und Schott­land schwerere Erkrankungen durch die Omicron-Variante von SARS-CoV-2 verhindert haben. Die meisten Menschen in England verfügten deshalb bereits schon über eine mehr oder weniger gute Immunität, als Omicron im Land eintraf. Aus beiden Ländern wird eine relativ geringe Zahl von Hospitalisierungen gemeldet, jedoch unverändert sehr hohe Infektions-Zahlen. Aktuell wurden 1.030,5 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) bei fast 12 Millionen Omicron-Erkrankungen im Vereinigten Königreich gemeldet.

(Omikron = english: Omicron)

Erste Omikron-Erfahrungen aus Südafrika:

30.12.2021: Kapstadt – Während sich die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 durch zahlreiche Mutationen dem Zugriff von Antikörpern entziehen kann, scheint unsere T-Zell-Antwort auch ohne Booster weitgehend erhalten geblieben zu sein.
Die in medRxiv (2021; DOI: 10.1101/2021.12.26.21268380) vorgestellten Ergebnisse könnten erklären, warum Omikron offenbar zu weniger schweren Verläufen von COVID-19 bisher führt.

Was passiert in unserem Körper? Während B-Zellen die Viren außerhalb der bereits „infizierten“ Zellen schon abfangen, ist der Angriff der T-Zellen auch auf diejenigen Körperzellen gerichtet, in denen sich das Virus vermehrt. Zytotoxische CD8-positive T-Zellen zerstören also die durch Omikron infizierten Zellen und verhindern so die Replikation.

  • Eine weitere Gruppe von T-Zellen, die CD4-positiven T-Helfer-Zellen, regen unsere B-Zellen zur Bildung von Antikörpern an. Eine vergleichbare T-Zell-Antwort wurde auch bei 19 Patienten gefunden, die wegen Omikron hospita­lisiert wurden.
  • Ein Team um Catherine Riou und Wendy Burgers von der Universität in Kapstadt hat die Reaktion der T-Zellen auf Omikron-Viren bei insgesamt 70 Personen untersucht.
  • Riou und Burgers hoffen deshalb, dass die Immunreaktion – trotz des Ausfalls der Antikörper, die (bei schon länger geimpften Personen) ihre neutralisierende Wirkung weitgehend verloren haben – trotzdem ausreicht, um die nun frisch Infizierten wenigstens vor schweren Verläufen zu schützen.

Die derzeitige Entwicklung in Südafrika scheint dies zu bestätigen. Die Omikron-Welle hatte dort bereits am 16. Dezember 2021 mit 24.785 Erkrankungen ihren Höhepunkt erreicht. Am 29. Dezember 2021 wurden nur noch 9.020 Fälle gezählt. Ein Anstieg der Todesfälle wie in der Beta-Welle und der Delta-Welle ist dort bisher weitgehend ausgeblieben.
(Quelle: www.aerzteblatt.de)


2022: Die Booster-Impfung verspricht einen hohen Schutz vor einer schweren Erkrankung an Covid-19.

Doch klar ist, dass die Wirkung der erworbenen Antikörper im Körper mit der Zeit nachlässt. Daher hat Israel schon die vierte Impfung begonnen – also mit dem zweiten Booster.

Wie lange hält die dritte Impfung? Man wisse inzwischen, dass „etwa drei Monate nach der Booster-Impfung der Antikörperschutz wieder abnimmt“… „Aber Geboosterte sind weiterhin sehr gut vor einem schweren Verlauf geschützt“, sagte der Virologe Streeck.

Wenn es bald einen speziell angepassten Impfstoff gegen die Omikron-Variante gibt, dürfte dieser deutlich effektiver als eine Auffrischung mit dem bisherigen Impfstoff sein. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte angekündigt, dass im Laufe des Jahres 2022 sehr wahrscheinlich eine vierte Impfung mit einem speziell auf die Omikron-Variante abgestimmten Impfstoff notwendig sei.

Boostern…boostern…boostern…

Personen, die ZWEI beziehungsweise 3 Dosierungen eines mRNA-Impfstoffs erhalten haben, mussten zu 74 % (Hazard Ratio 0,26) beziehungsweise 63 % (Hazard Ratio 0,37) seltener im Krankenhaus behandelt werden. Dass das Risiko nach dem Booster höher sein soll,  als nach der 2. Dosis, erscheint absolut unwahrscheinlich und zeigt die Grenzen der mathematischen Modelle auf, welche die Epidemiologen z.B. am Imperial College London benutzen.

Diese Studie zeigt, dass es tatsächlich zu einer erheblichen Immunevasion (Flucht-Variante) durch Omikron kommt. (Anm.: Immunevasion = deutsches Synonym = Immunflucht, also das Virus kann z.B. der Abwehr durch unser Immunsystem entgehen = als sog. Fluchtmutante, das Virus wird vom Immunsystem nicht als solches erkannt, es wird unsichtbar). Der britische Experte Paul Hunter von der Universität East Anglia warnte jüngst bei einer Expertenanhörung in London: Unausweichlich sei es, „dass wir weitere Escape-Varianten (Flucht-Mutanten) bekommen werden“.

Alle Hoffnungen ruhen jetzt also auf einer Boosterung, die einen Teilschutz wieder neu herstellen könnte. Eine zuverlässige Wirkung würde nach Einschätzung von Snape nur durch einen speziellen Impfstoff gegen Omikron erzielt, den es aber derzeit noch nicht gibt. (Anm.: Mike Snape – PH.D.- at AMO Pharma Ltd. (England) – CSO (Chief Scientific Officer.) (Quelle: © rme/aerzteblatt.de)


Aktuelles-First:

Stiko empfiehlt Auffrischimpfungen nun bereits nach drei Monaten:

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Auffrischimpfungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus bereits nach mindestens drei statt nach sechs Monaten. Die Empfehlung zum verkürzten Impfabstand gelte ab sofort für Erwachsene, teilte das Gremium mit. Sie ziele ab auf einen deutlich verbesserten Schutz vor schweren, durch Omikron hervorgerufenen Erkrankungen in der Bevölkerung und auf eine verminderte Übertragung der Variante. Es sei damit zu rechnen, dass Omikron das Infektions-Geschehen hierzulande «innerhalb kürzester Zeit» bestimmen werde.
(Quelle: 21. Dezember 2021 – Coliquio)


Es handelt sich hier in meinem Blog-Artikel – bei diesem globalen „Corona“-Update – um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen – während einer sich rasend schnell entwickelnden Pandemie. Jede Einzelne dieser verfügbaren Informationen zu Covid-19 kann sich ständig mit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ändern.

Lauterbach geht von fünfter Welle durch Omikron Anfang 2022 aus

17.12.2021: Hannover – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine baldige massive fünfte Coronawelle durch die neue Omikron-Variante.
„Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass die Omikron-Welle, vor der wir stehen, die wir aus meiner Sicht nicht mehr verhindern können, eine massive Herausforderung für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstatio­nen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze wird“, sagte er.

Lauterbach warnte, die Situation werde „leider noch immer stark unterschätzt“, sagte er. In England, wo sich Omikron bereits stark verbreitet habe, verdoppele sich derzeit die Zahl der Fälle inzwischen alle ein bis zwei Tage. Und es sei weiter immer noch sehr unsicher, ob diese Variante bei erwachsenen Infizierten tatsächlich auch mildere Verläufe hervor­rufe als bisherige Varianten… (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)


Die SARS-CoV-2-Variante OMIKRON (englisch Omicron)

  • Dezember 2021: Nach der Einschätzung von Prof. Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel, könnte „Omikron in etwas zwei bis vier Wochen komplett in ganz Europa vorherrschend sein“. 
  • Im Moment könne auch noch nicht viel über die Sterblichkeit bei einer Omikron-Infektion gesagt werden. Die Berichte über mildere Krankheitsverläufe seien wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich tatsächlich derzeit insbesondere Rekonvaleszente aber auch bereits Geimpfte mit der Variante anstecken, erklärt Neher.
  • „Die Pandemie ist irgendwann zu Ende, aber das Virus bleibt uns wohl auf Dauer erhalten.“

Auch Biontech-Gründer Dr. Uğur Şahin meldet sich in einem Spiegel-Interview zu Wort: „Mit Blick auf Omikron sind zwei Dosen noch keine abgeschlossene Impfung mit ausreichendem Schutz.“ Es sei aus wissenschaftlicher Sicht mehr als sinnvoll – wenn sich die Variante – wie erwartet – nun rasant weiter ausbreitet, bereits nach mindestens 3 Monaten nach der 2. Impfung auch zu boostern.


DIE POLITIKER: MPK setzt vor allem auf schnelles boostern gegen Omikron

  • Vielen Medizinern und Wissenschaftlern gehen aktuell die Beschlüsse der letzten MinisterpräsidentInnen (MPK)-Konferenz vom 21.12.2021 nicht weit genug.
  • Derzeit zeigen sich politisch und medizinisch unterschiedliche Ansichten zur „Corona-Strategie“.
  • Während das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf „besonders offensive Booster-Kampagnen“ setzt, wie Minister Karl Lauterbach, bei der heutigen Bundes-Pressekonferenz betonte, hat das RKI unter seinem Chef Prof. Dr. Lothar H. Wieler /RKI) gestern eine Aktualisierung seiner Empfehlungen publiziert, in der in erster Linie auf „maximale Kontaktbeschränkungen ab sofort“ gegen Omikron gesetzt wird.
  • Und der derzeitige Leiter der MPK der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst (CDU) ließ bei der Pressekonferenz auf eine Journalistenfrage ebenfalls deutlich Unzufriedenheit erkennen:
  • „Wann, wenn nicht jetzt, haben wir eine epidemische Lage von nationaler Tragweite“, sagte er. „Insofern ist der Beschluss, dass diese „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ nicht ab sofort gilt, aus meiner Sicht ein klarer Fehler.“

Eine 4. Boosterung wird bereits empfohlen:
Lauterbach geht nun bereits von 4. Impfung im neuen Jahr 2022 gegen Corona aus. (Anm.: Prof. Dr. Karl Lauterbach ist aktuell nun unser neuer Bundesminister für Gesundheit)

  • 23.12.2021: Bundesgesundheitsminister Lauterbach erwartet zum Jahreswechsel eine starke „Omikron“-Corona-Welle.
  • Die Variante mache 2022 wohl eine 4. Impfung nötig. Zudem geht Lauterbach davon aus, „dass Omikron nicht die letzte Variante in dieser Pandemie sein wird, die sich bei uns ausbreitet.“
  • „Ob die neueren Varianten zukünftig immer gefährlicher werden, kann niemand sagen“, erklärte der Minister. 
  • Er setze voll und ganz auf die aktuelle Booster-Kampagne, um das Ausbreiten von Omikron in Deutschland zumindest zu verzögern, sagte Lauterbach.
  • Mithilfe der Impf-Auffrischung lassen sich sicher 70 bis 80 Prozent der symptomatischen Krankheitsfälle verhindern, erklärte der Minister. (https://www.waz.de – Dagobert Ernst)

23.12.2021: Deutschland stehe vor einer der heftigsten Corona-Wellen. Das RKI meldete aktuell hier den ersten Omikron-Todesfall. Angesichts der sich nun abzeichnenden Omikron-Welle schließt auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einen erneuten Lockdown im neuen Jahr nicht mehr aus. (WAZ.de)


VIRUS-WISSEN?

  • Derzeit wissen wir immer noch viel zu wenig über dieses aktuell neue Virus OMIKRON: Das SARS-Cov-2 Virus hat auch nach 1,5 Jahren Pandemie Deutschland und den Rest der Welt weiterhin noch fest im Griff.

18.01.2021: Weltweit gibt es bereits mehr als 331 Millionen bestätigte Corona-Infektionen… und über 5,55 Millionen Todesfälle. Das ging aktuell aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervor. Deutschland liegt mit bisher 8,1 Mio. Erkrankungen und 116.000 Todesfällen (mit – oder an Corona) weltweit weiter vorn – bereits an 8. Stelle.

(www.corona-in-zahlen.de/weltweit)


  • Die ganz jungen Menschen sind derzeit die Hauptbetroffenen
    • Nov./Dez. 2021: Wenn man zum Beispiel auf die Seite des RKI geht und dort aktuell in die Übersichtsseiten Corona auf die Trends schaut, dann sieht man dort zum Beispiel diese Inzidenz-Zahl (der Melde-Inzidenz) aufgelistet nach Altersgruppen.
    • Was man da sieht, ist, dass die jungen und zwar die ganz jungen Menschen derzeit die Hauptbetroffenen sind in Bezug auf die Infektion. Die jungen Kinder erkranken meist nicht schwer, aber es gibt auch ältere Kinder, die an Covid heftiger erkranken können:
    • Meist handelte es sich hierbei um Kinder, die bereits an schweren Vorerkrankungen litten. Eine Impfung würde diese Kinder schützen: Vor der Krankheit, ihren möglichen Folgen, vor dem Tod.
    • Gott sei Dank sind Kinder im allgemeinen aber nicht die Hauptbetroffenen der Corona-Infektion im Sinne einer deutlichen Krankheitslast. Das sind die Älteren… Zu Kinder-Impfungen später (weiter unten im Text) mehr Ausführlicheres…

    Pünktlich zur Weihnachtszeit ist die Pandemie 2021 wieder in vollem Gange. Feiern oder nicht feiern? Das ist hier die Frage… Und wenn ja, wer mit wem und mit wie vielen? Wie man dieses Jahr das Weihnachtsfest verbringt- ist bei vielen Familien noch unsicher… Große Familienfeste könnten in diesem Jahr zum Superspreader-Ereignis werden.

    ITS NOT OVER YET

    Nach derzeitigem Kenntnisstand , weiß man noch nicht so genau, wer überhaupt gegen Corona immun ist und wer nicht. Auch über die Dauer der Immunität lässt sich noch nichts Konkretes sagen...“ – (Zitat: PD Dr. Irit Nachtigall, Helios Fachgruppenleiterin Infektiologie)

    SARS-CoV-2: Zweitinfektionen von bereits Genesenen?

    NEWS-25.11.2021: Von COVID-19 genesene Menschen können auch ein 2. Mal erkranken.
    SARS-CoV-2: Zweitinfektionen von Genesenen: Der Verlauf sei – nach den jetzt im „New England Journal of Medicine“ vorgestellten Erfahrungen aus dem Emirat Katar – jedoch meist milde. (Quelle: © rme/aerzteblatt.de)

    • Es ist so, dass bei den schweren Verläufen das Virus über die oberen Atemwege bis zur Lunge gelangt und dort über die Lungenbläschen in die Blutbahn gelangen kann. Auf diesem Weg kann es sich in vielen anderen Organe ausbreiten, zum Beispiel in die Nieren, die Leber oder den Darm.

    Hinweise auf die Immunität geben normalerweise Antikörper, die im Blut des Menschen nachweisbar sind. Aber: „Bei Covid-19 ist man sich derzeit weder sicher, ob die Antikörper auch tatsächlich eine sichere Immunität nachweisen, noch, dass man wirklich nicht immun ist, wenn man keine Antikörper gebildet hat“, so PD Dr. Nachtigall.
    Einen spezifischen Titer kann man derzeit noch nicht angeben, unklar ist auch weiterhin, ob man das jemals kann. Denn Menschen reagieren sehr unterschiedlich, manche mehr über ihre Antikörper, manche mehr über ihre zelluläre Immunität. Anm.: Priv.-Doz. Dr. med. Irit Nachtigall, MHBA (Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin, und Regionalleiterin Infektiologie, Infektionsprävention und „Antibiotic Stewardship“ bei Helios Region Ost)


    6.12.2021: Die neue Bundesregierung hat nun einen neuen Corona-Expertenrat berufen.

    Wie die „Welt am Sonntag“ aktuell berichtete, gehören dem sogenannten „Wissenschaftlichen Expertengremium“ laut Mitgliederliste unter anderem Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité, sowie Hendrik Streeck, Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn an.
    Beide Experten hatten sich in der Vergangenheit teils sehr unterschiedlich zu den nötigen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise geäußert.
    Weiterhin sollen auch Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO), Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie die Virologin Melanie Brinkmann (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung), die Physikerin Viola Priesemann (Max-Planck-Institut) und Intensivmediziner Christian Karagiannidis (Divi-Intensivregister) dem Expertenrat angehören. (Anm.: Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung newsletter@nl.faz.net)


    Neue EU-Regel: Impfnachweise „ohne Booster“ sind ab sofort nur noch neun Monate gültig.

    • Dezember 2021: Die neue Regelung sei mit den EU-Staaten abgestimmt worden und werde auch im jüngsten Gipfelbeschluss erwähnt, so ein Kommissionssprecher.
    • Mit den neuen Regeln sollen einheitliche Reiseregeln innerhalb der EU garantiert werden.
    • Der EU-Impfnachweis besteht – wie schon bekannt – aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren erstellt wird oder nachträglich in Deutschland etwa in Apotheken erhältlich ist.
    • Die Codes werden trotz verschiedener Apps der einzelnen Länder überall in der EU erkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise über Impfungen, frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.
    • Wie lange mit einer Booster-Impfung vereinfachtes Reisen in der EU garantiert wird, ist noch nicht genau geregelt.

    Die einzige Corona-Strategie…
    RKI fordert sofortige Rückkehr zu massiven Einschränkungen (!)

    • 30.11.2021: Das Robert Koch-Institut (RKI) fordert angesichts der Wucht der für Januar 2022 erwarteten fünften Corona-Welle die Rückkehr zu massiven Einschränkungen in Deutschland. Man rate “dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte – auch an den Feiertagen – zu reduzieren”, heißt es im Wochenbericht der Behörde

    WIR MÜSSEN UNS EINIGE ZEIT VOR DEM VIRUS VERSTECKEN


    Düstere Coronalage

    RKI-Chef Wieler hatte gerade die Politik in einem Vortrag für die sächsisches Landeregierung völlig zerlegt und zwar schonungslos, warnend, klar – und verzweifelt. Angesichts der zuerwartenden explodierenden Zahlen durch OMIKRON machte RKI-Chef Lothar Wieler jetzt eine klare Ansage: Er warnte vor einer weiteren Eskalation der Corona-Pandemie, einem deutlichen Anstieg der Todesfälle und einem „sehr schlimmen neuen Jahr, wenn wir jetzt nicht handeln“.
    „Wir waren noch nie so beunruhigt“, sagt Wieler darin. „Es herrscht eine absolute Notlage in unserem Land. Wer das nicht sieht, macht einen sehr großen Fehler.”

    • Wieler fordert u.a. nun die absolut konsequente Durchsetzung von 2G-Regeln.
    • Impfverweigerern dürfe nicht die Chance gegeben werden, die Impfung einfach zu umgehen, indem sie sich frei testen.
    • Eine Impfpflicht für jeden wäre unumgänglich.
    • Die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland stieg zunächst noch seit Ende November 2021, immer mehr Menschen wurden auf Intensivstationen behandelt…. Nun Ende Dezember 2021 gehen die Corona-Infektionszahlen eher leicht zurück: Die Ruhe vor dem Sturm, der sich unter dem Namen Omikron zusammenbraut?
    • So hatte der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler – wie oben erwähnt – kürzlich noch ein dramatisches Bild der Coronalage in Deutschland für 2022 gezeichnet.

    „Wir laufen momentan in eine ernste Notlage. Wir werden wirklich ein sehr schlimmes neues Jahr erleben, wenn wir jetzt nicht durch Impfungen gegensteuern“, sagte Wieler noch am 18.11.2021 noch bei einer Online-Diskussion mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU).

    Stand: 15. Dezember 2021: Die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen lag bundesweit (statt vor 4 Wochen bei über 450) nun noch bei 353,0 (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen). Nun im neuen Jahr am 02.01.2022 liegt die vollständige Impfquote bei 71,08, die Anzahl der Todesfälle bei 112,55 – die 7-Tages-Inzidenz nun bei 222,7…es wird immer weniger?

    Die Inzidenz sinkt?
    Seit Mitte Dezember 2021 sinkt nun die Inzidenz wieder etwas – ist dies von Dauer – das ist die bange Frage? Liegt es an der deutlichen Zunahme von Impfungen oder nur an der völligen Überlastung der Test-Zentren, sie kommen wohl mit der hohen Anzahl der Meldungen nicht nach?

    AKTUELLES
    25.11.201: In Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen müssen Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher (keine Patienten(!) nur Begleitpersonen) nun einen tagesaktuellen Antigentest vorlegen – unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind. Dies schreibt das geänderte Infektionsschutzgesetz (IfSG) vor, das am Mittwoch 24. November 2021, veröffentlicht wurde.


    Hohe Haftstrafen für Impfpassfälscher

    11.2021: NEU: Wer Impfnachweise fälscht oder solche in der Apotheke einlöst, muss künftig mit einer langen „Haftstrafe“ rechnen. Die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht und trat im November 2021 in Kraft. Geändert wurden entsprechend die Paragrafen 277, 278 und 279 des Strafgesetzbuches (StGB). Strafbewehrt sind künftig mehrere Tatbestände im Zusammenhang mit gefälschten Impfpässen. Gesundheitszeugnisse werden außerdem in §281 StGB den Ausweispapieren und Zeugnisse/Urkunden gleichgestellt.


    Corona-Aussichten für Deutschland: Boostern…boostern…

    18.11.2021: Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium dringt beim weiteren Vorgehen in der Coronapandemie auf unbedingt schnellere Fortschritte bei den Verstärkungen (Booster) bereits länger zurückliegender Impfungen (5-6 Monate). Gemeinsames Ziel sollten 20 bis 25 Millionen Auffrischimpfungen bis zum Ende des Jahres 2021 sein, heißt es in einem Bericht zu den Beratungen von Bund und Ländern heute. „Dafür müssen sich bundesweit durchschnittlich drei Millionen Menschen in den kommenden Wochen für eine Auffrischimpfung entscheiden.“


    Beispiele im Ausland?

    • ISRAEL schien bisher weltweit der Vorreiter bei Corona-Maßnahmen zu sein… das hat sich durch OMIKRON nun geändert. Die Lage hat derzeit im neuen Jahr 2022 erneut extrem ernst zugespitzt.
    • Die Corona-Lage Israels war im September 2021 sogar noch dramatischer als jetzt in Deutschland.
    • Doch Israel hatte die Welle damals gebrochen…
    • Neben dem individuellen Schutz zeigten internationale Daten besonders aus Israel den hohen Nutzen von Drittimpfungen (BOOSTER) zur Eindämmung des Infektionsgeschehens.
    • Denn sie führten zu einer niedrigeren Virenlast und damit geringeren Weiterverbreitung des Virus. „Gerade in der gegenwärtigen Phase ist das ein ganz entscheidender Faktor.“  (Quelle: © dpa/afp/may/aerzteblatt.de)

    GROSS-BRITANNIEN:
    Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon warnte schon früh vor einem „Tsunami an Infektionen“ im Vereinigten Königreich. Nach Einschätzung der britischen Gesundheitsbehörden wurde Omikron nun ab Mitte Dezember 2021 die dominierende Coronavirus-Variante in Groß-Britannien – welches aktuell davon sehr stark getroffen ist. (t-online.de)


    RKI-Chef Wieler fordert nun u.a. die konsequente Durchsetzung von 2G-Regeln. Impfverweigerern dürfe nicht die Chance gegeben werden, die Impfung zu umgehen, indem sie sich einfach „frei“ testen.


    15.11.2021 • Sprunghafter Anstieg der Inzidenz in Thüringen und Sachsen/Thüringen. Das Bundesland Sachsen bleibt mit großem Abstand DER Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut ermittelte eine Sieben-Tage-Inzidenz in manchen Bezirken weit über 1000

    HARTE CORONA-MASSNAHME: Solidarität der Geimpften

    Auch wenn es in manchen Ohren zu pathetisch klingen mag, ist es tatsächlich ein „Akt der nationalen Solidarität“, der sich im Schulterschluss von Bund und Ländern zeigt – über Parteigrenzen hinweg und mit Zumutungen auch für die übergroße Mehrheit der fast 70 Prozent vollständig Geimpften und damit Vernünftigen im Land.

    Denn die Einschränkungen auch für Geimpfte tragen dazu bei, Gesundheit und Leben ihrer nichtgeimpften Mitbürger zu schützen. Und sie tragen solidarisch dazu bei, die bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung auf den Intensivstationen arbeitenden Krankenpfleger und Ärzte zu entlasten.

    Für Millionen Impfzauderer, Impffaule und Impfgegner wird es dagegen richtig ungemütlich. Die bundesweite 2-G-Regel, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zum öffentlichen Leben haben, bedeutet de facto einen Lockdown für Ungeimpfte – und hoffentlich die Motivation, sich doch impfen zu lassen. (03.12.2021: FAZ – EIN KOMMENTAR VON THOMAS HOLL)


    Impfgegner

    • DIE IMPF-PFLICHT kommt…
    • Eine Impfpflicht könnte – nach Einschätzung des Sozialpsychologen Ulrich Wagner – die Haltung von „Impfgegnern“ eher ändern als weiterhin nur einen „sanften Druck“ zum Impfen aufzubauen.
    • «Ein substanzieller Teil der Bevölkerung hat sich in dem Selbstverständnis felsenfest eingemauert, sich nicht impfen zu lassen», sagt der Marburger Ulrich Wagner, Professor für Sozialpsychologie an der Uni Marburg.
    • Seine eigene Meinung zu ändern und das gegen seine eigene *Peergroup, nämlich die eigene Impfgegner-Gruppe zu verteidigen, sei tatsächlich sehr schwer.
    • Eine Impfpflicht brächte dagegen ein völlig neues Argument ins Spiel, sowohl für die eigene Überzeugung als auch gegenüber der eigenen Gruppe:
    • «Der äußere Zwang wäre also demgegenüber quasi eine Entschuldigung.» Man kann ja selbst nichts dafür – man muss ja…..
    • (Anm.: Eine *Peergroup (von peer, Ebenbürtiger, Gleichgestellter oder -altriger‘) ist eine soziale Gruppe mit sehr großem Einfluss, der sich ein Individuum sehr eng zugehörig und abhängig fühlt) .

    23.11.2021: Wie sieht es tatsächlich denn mit einer Impfpflicht aus?

    • Fakten gegen Falschmeldungen zur Corona-Schutzimpfung: Die Pflicht-Impfung ist immer noch umstritten – doch angesichts steigender Infektionszahlen finde eine Impfpflicht unter den meisten Bundesbürgern immer mehr Anhänger.
    • Die neue Bundesregierung – die jetzigen Ampel-Parteien, die eine Impfpflicht früher „eigentlich“ noch eher abgelehnt hatten, sind nun darüber doch nun einig.
    • Auch eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Corona-Impfpflicht zumindest für bestimmte Berufsgruppen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut -YouGov– im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 44 Prozent sogar dafür aus, alle Menschen in Deutschland zur Immunisierung gegen das bedrohliche Virus zu verpflichten.
    • Weitere 24 Prozent wollen die Pflicht nur auf einzelne Berufsgruppen wie Pflegekräfte oder Krankenhauspersonal beschränken.
    • Nur 27 Prozent sind generell gegen eine Impfpflicht. Dazu im weiteren Blog-Artikel-Verlauf noch mehr Informatives…

    Einrichtungsbezogene Impfpflicht ist nun besiegelt

    14.12.2021: Teil des Gesetzes zur „Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie“ ist nun aktuell die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Beschäftigte in medizinischen und pflegerischen Bereichen müssen den Nachweis bis zum 15. März 2022 vorlegen. (Univadis)

    Die Politiker sind nun immer weniger zögerlich je höher die Inzidenzen steigen…die Sorge wächst.

    • Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen empfahl noch im November 2021 nun auch der Deutsche Ethikrat – als unabhängiges Gremium – der Bundesregierung – nun die umgehende Prüfung einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen.
    • In Berufsgruppen, die z.B. „besonders vulnerable Menschen“ versorgen, solle der Gesetzgeber eine Impfpflicht prüfen, rät das unabhängige Gremium.
    • So hat sich auch der Diakonie-Präsident Ulrich Lilie kürzlich für eine derzeitige Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen und im Gesundheitswesen ausgesprochen. 

    25.11.2021: Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Klaus Reinhardt, forderte nun sofort die Einführung einer Coronaimpfpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen bereits in wenigen Wochen. „Jeder Tag ohne diese Regel ist ein verlorener Tag im Kampf gegen die Pandemie.“ Bisher gibt es über 107.000 Corona-Tote allein in Deutschland…

    So wird es nun doch eine generelle Impfpflicht in Pflegeheimen und Kliniken zum Jahreswechsel 2021/22 geben. Dies sieht eine Formulierungshilfe des Bundesgesundheitsministerium für ein entsprechendes Gesetz vor, das im Auftrag der Ampel-Parteien noch im November gemeinsam erarbeitet worden ist.


    DIVI – die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin:

    • 26.11.2021: „Es gilt alle unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem totalen Kollaps zu bewahren“, sagte der DIVI-Präsident Gernot Marx.
    • DIVI – die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin fordert eine allgemeine Impfpflicht…
    • DIVI fordert sogar eine umgehende Impfpflicht für alle Bürger über 18 Jahre.

    Bundes-Ärzte-Kammer:
    BÄK-Chef plädierte für umgehende Impfpflicht

    Corona-Impfpflicht für alle?

    Die Regierung schließt nun auch aktuell eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona nicht mehr aus. Juristisch und ethisch sei das legitim. Bei immer noch über 15 Millionen Nichtgeimpften und immer noch weit mehr als 70.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland täglich, ist es wohl nun allerhöchste Zeit zum handeln. 

    Auch der BÄK-Chef plädiert dringend ZUNÄCHST für eine Impfpflicht in Gesundheit und Pflege schon aktuell ab Dezember 2021. Das sei nun schon beschlossene Sache.

    • Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) und des Deutschen Ärztetages, Dr. med. Klaus Reinhardt (*1960) sagte:
    • „Unbedingt wichtig sind deutlich „bessere Kontrolle“ der G-Regeln und spürbare Bußgelder, um möglichst viele Menschen zur Impfung bringen.
    • „Wenn nichts passiert, brauchen wir einen erneuten, harten Lockdown für alle oder wir haben im Jahresverlauf 2022 dann wieder genau die gleiche Situation wie jetzt“, warnte der BÄK-Präsident Reinhardt.
    • Dann komme die nächste gefährlichere Welle und es gebe immer noch Millionen von Ungeimpften.

    23.11.2021 | Diakonie Deutschland
    Diakonie-Präsident Lilie: Allgemeine Impfpflicht ist zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Weg | EKD-Ratsvorsitzende Kurschus: „Jetzt drängt die Zeit“

    • Anm.: Ulrich Lilie (*1957) ist ein deutscher evangelischer Theologe, seit 2014 Präsident der Diakonie Deutschland und seit 2020 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung.
    • Auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält eine Impfpflicht für bestimmte Gruppen für sinnvoll..
    • Am 04.11.2021 schloss sich auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft der Empfehlung des Ethikrats an.
    • „Die Politik ist jetzt gefragt, die Impfpflicht gründlich für bestimmte Berufsgruppen zu prüfen, das Thema aber auch nicht auf die lange Bank zu schieben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß.
      Anm.: Dr. Gerald Gaß ist Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
    • „Die dramatische Pandemielage erlaube nun keine unnötigen Verzögerungen mehr“ … (Quelle: EKMD)

    24.11.2021: Pflegebonus, Expertengruppe, Impfpflicht für Pfleger – Scholz verkündete neue Corona-Maßnahmen:

    • Der designierte Bundes-Kanzler Olaf Scholz hat – vor der Vorstellung des neuen Koalitionsvertrages – nun zuerst über die stark ansteigende Corona-Situation in Deutschland gesprochen und neue Maßnahmen verkündet, darunter einen Pflegebonus in Höhe von einer Milliarde Euro. Die Lage sei sehr ernst.
    • Die neue Bundesregierung werden nun umgehend die Einrichtung eines neuen Krisenstabes veranlassen, sagte Scholz am 24.11.2021 bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags von SPD, Grünen und FDP in Berlin.
    • Er sprach sich aktuell zugleich für eine Impfpflicht in bestimmten Einrichtungen mit Risikogruppen aus. „Impfen ist der einzige Ausweg aus dieser Pandemie.“
    • Scholz sagte weiter: „In Einrichtungen, in denen besonders vulnerable Gruppen betreut werden, sollten wir die Impfung verpflichtend machen. Eine Ausweitung dieser Regelung bleibt zu prüfen.“ 
    • Zudem werde im Kanzleramt eine Expertengruppe eingerichtet, welche die Corona-Lage täglich beurteilen und an die Regierung berichten solle.
    • Darunter würden Virologen, Epidemiologen, Soziologen und Psychologen sowie weitere Fachleute sein. 

    Wie sieht es denn im benachbarten Ausland aus?

    BEISPIEL-BELGIEN:
    18.11.2021 – Brüssel:  Um die neue Coronawelle in Belgien zu brechen, setzt die Regierung nun auf zunehmend mehr Home-Office-Telearbeit und vor allem auch auf die verstärkte Impfung von Kindern.

    Eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal hat die belgische Regierung bereits länger schon auf den Weg gebracht. Pflegekräften, die bis Anfang April 2022 nicht geimpft sind, droht die Suspendierung. Die Impfkampagne für Kinder ab fünf Jahren soll nun „in Kürze“ beginnen, auch Auffrischungsimpfungen für die breite Bevölkerung sind nun geplant.


    Auffrisch-Impfungen…
    DER BOOSTER – also für alle?
    Die versprochene STIKO-Empfehlung

    Kernbotschaften

    • Dezember 2021: Der Schutz vor Infektion durch die Omikron-Variante war z.B. bei beiden Impfstoffen (BioNTech und AstraZeneca) nach 2 Dosen deutlich niedriger als er gegen die Delta-Variante war.
    • Vor einer symptomatischen Erkrankung durch die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 schützt die Grundimmunisierung plus eine Booster-Impfung sofort zu 71 bis 75 % – zumindest zeitnah nur sicher bis zu 2 Wochen nach der Auffrischungsdosis.

    Zu einem Schutzeffekt dieser Booster-Impfungen länger als 2-3 Wochen nach dem Boostern ist derzeit noch nichts Genaues bekannt. (Quelle: UNIVADIS von Medscape)


    Es wird nun aufgefrischt…

    • AKTUELLES: Endlich ist sie nun da – wie oben schon erwähnt:
    • Die STIKO-Empfehlung für COVID-19-Auffrischimpfungen ab 18 Jahren.
    • BOOSTERN WIRD NUN FRÜHESTES NACH 3-4 MONATEN nach einer Zweit-Impfung empfohlen.

    09.12.2021: Booster-Impfungen gegen Covid-19 könnten nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA also nun auch schon frühestens nach drei Monaten erfolgen, ein flexibler Abstand sei aber möglich. Ungeachtet der unverändert geltenden Empfehlungen, die Auffrischung nach sechs Monaten zu verabreichen, „sprechen die derzeit verfügbaren Daten nun doch schon für eine sichere und wirksame Auffrischungsdosis bereits drei Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung“, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategie Marco Cavaleri aktuell bei einer Pressekonferenz der Behörde in Amsterdam.

    • Die Infektionszahlen sind so hoch wie nie, nun sollen Auffrischimpfungen die Pandemie endlich in Schach halten?
    • Warum es ohne Booster keinen dauerhaften Impfschutz geben kann und wir trotzdem neue Impfstoffe brauchen können, erklärte der Immunologe Reinhold Förster:
    • Professor Förster: So hat der Leiter der Ständigen Impfkommission in einer Talkshow kürzlich angekündigt, dass die STIKO nun doch Booster-Impfungen für alle Bürger über 18 Jahren deutlich früher empfehlen wird.
    • Die Booster-Immunisierung ist tatsächlich extrem wichtig und es ist gut, dass die STIKO nun verkündet hat, diese dritten Auffrischimpfungen allen Menschen nun zur Verfügung zu stellen.
    • Tatsächlich war die Regelung bisher so, dass die STIKO bisher Booster erst für Ältere – ab 70 Jahren empfohlen hat.

    Booster-Impfung: Der ultimative Shot?

    05.12.2021: Gesundheitsminister Lauterbach verweist aktuell auf wichtige, notwendige Booster-Impfungen im Kampf gegen die Corona-Variante Omikron. Die Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer hatten aktuell erklärt, ihr Vakzin weise doch eine geringere Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante des Coronavirus auf. Für einen umfänglichen Schutz sind demnach – wie erwähnt – nun drei Dosen des Impfstoffes nötig – wie man heute weiß…

    • Die dritte Booster-Impfung: Die Booster-Impfung sorgt für eine deutlich stärkere Immunreaktion als die zweite Dosis. Für Experten ist deswegen schon klar: Die dritte Impfung wird auf Dauer wohl sicher auch Teil der Grundimmunisierung in Zukunft werden.

    Die zeitnahen Corona-Boosterimpfungen bewirken – einer neueren Preprint-Studie zufolge – einen viel stärkeren Schutz gegen OMIKRON – die neue Corona-Variante – als eine bisher als vollständig geltende Impfung mit nur zwei Dosen der Impfstoffe von Biontech oder Moderna. (Quelle: Doc-Check-News)


    22.11.2022: BioNTech-Booster:
    Interimsdaten zeigen zwar noch derzeit Schutz und Sicherheit

    USA: Nach einem Treffen des APIC (Advisory Committee on Immunization, Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta hat Dr. John L. Perez (Vice President Vaccine Clinical Research & Development bei Pfizer) nun wichtige Interimsresultate einer Studie zur Effektivität und Sicherheit der dritten Impfung mit BIONTECHBNT162b2 – vorgestellt.

    Diese klinischen Test-Interimsresultate belegten deutlich, dass eine bisher übliche Auffrischung mit dem BioNTech-Impfstoff (BNT162b2) bei Erwachsenen 5-6 Monate nach der zweiten Impfung (Mittelwert ~10 Monate) den Schutz vor symptomatischen COVID-19 verbessert hatte und zudem bisher auch als sehr sicher galt. Was die Daten aber aktuell noch nicht genau zeigen ist, wie lange der Schutz anhält. Es wird nun – durch die neue Variante – bereits vermutet, dass eine Dritt-Impfung – wie gesagt – als Auffrischung doch etwas früher – und auch auf Dauer notwendig sein wird. Quelle: Univadis from Medscape


    Dänemark führt gerade erneut den digitalen Corona-Pass wieder ein:

    • Schauen wir uns einfach einmal andere Länder wie z.B. Dänemark oder Portugal/Spanien an:

    Diese Länder hatten – nach anfänglichen Problemen – einen sehr guten Weg zu einer recht hohen Impfrate gefunden: Die Politik steht immer noch engagiert hinter den staatlichen Institutionen, die unermüdlich für Impfungen in der Bevölkerung warben: In diesen Ländern wurden bereits im Sommer/Herbst Träume wahr – weil, wie man an den Impfungen sieht und vor allem derzeit die Menschen dort alle auch für die Booster-Impfungen sehr offen sind.
    SIE BRAUCHEN KEINE IMPFPFLICHT….
    Diese Menschen haben alle verstanden:
    Je höher die Impfrate, desto geringer die Zahl der hospitalisierten Patienten und der Todesfälle…
    und desto freier wird das LEBEN.

    • Also sind Impfungen und gute Masken für diejenigen Menschen, die eine Intensivstation keinesfalls von der Klinik-Bettseite erleben wollen, weiterhin die allerbeste Option…

    Wie ich kürzlich gelesen habe, werde Deutschland – von bestimmten „Kreisen“ – durch Diskreditierung – unseren souveränen und professionellen Institutionen – wie dem RKI und der STIKO – vorgeworfen, viel zu langsam zu handeln. Dabei mangele es wohl doch eher an einer gezielt straffen Organisation gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen… Hier ist auch vor allem die Politik der „NEUEN“ Regierung gefragt… (Quelle: 9.11.2021- Auszug: Rheinische Post Bericht Gesundheit)


    Herbst/Winter: Infektionslage in Deutschland – sie stieg im November 2021 zunächst weiter… um Wochen später wieder leicht zurückzugehen… NUR EIN KURZES DURCHATMEN?

    DIE INZIDENZ STEIGT NUN 2022 rapide – durch OMIKRON:

    20.01.2022: AKTUELL: 638,7 (=7-Tage-Inzidenz) und insgesamt über 160 Tausend (116,315 Tsd.) Corona-bedingte Todesfälle. In Deutschland gab es bisher über 8.3 Millionen Infektionen (gesamt). – 73,05 Prozent der Gesamtbevölkerung sind aktuell vollständig gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft. Dies entspricht einer Infektionsrate von über 9 % sowie eine Todes- bzw. Letalitätsrate von über 3% = Zirka jeder FÜNFZIGSTE stirbt an Corona… Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.

    Sind die steigenden Inzidenzen ein Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt noch kommt?

    „Leider besteht hier derzeit kein Grund zur Entwarnung“ … sagte Janosch Dahmen, der „Grünen“-Gesundheitsexperte und Notfallmediziner schon im Dezember 2021. So tagte am 14.12.202 erstmals der neue Corona-Expertenrat der „neuen“ Regierung.

    Zum ständigen Rat gehören nun unter anderem:
    Christian Drosten (Chefvirologe der Berliner Charité), Hendrik Streek, Leiter der Virologie der Uniklinik Bonn, Thomas Mertens (Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), sowie die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der Intensivmediziner Christian Karagiannidis.
    ANM.: Prof. Dr. Christian Karagiannidis (*1973): Geschäftsführender Oberarzt, Leiter des ECMO Zentrums und Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Intensivmedizin – Lungenklinik Köln-Merheim, Kliniken der Stadt Köln und der Universität Witten/Herdecke. (Anm.: ECMO=„Extrakorporale Membranoxygenierung -Therapie bei Herz-Lungen-Versagen).


    Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis sieht in der nun folgenden fünften Welle der Corona-Pandemie vor allem eine Maßnahme als ganz zentral: Das Tempo für die Auffrischimpfungen (Booster) müsse drastisch erhöht werden. dann sinken auch die Inzidenzen...

    • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz des Coronavirus ist nun 2 Wochen infolge im Vergleich zum Vortag – wie oben erwähnt – erneut rasant gestiegen.
    • Nur die Inzidenz in Sachsen sinkt aktuell leicht: Trotzdem gibt es auch dort überdurchschnittlich viele Corona-Tote.
    • DIE HÖCHSTE ANZAHL VON TODESFÄLLEN BISHER:
    • Deutschlandweit wurden den neuen RKI-Angaben zufolge (binnen 24 Stunden) 532 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es (pro Tag) noch 460 Todesfälle.
    • Das sei ein bisher nicht erklärbarer Anstieg, der zuletzt ebenfalls vor einem Jahr 2021 zu beobachten war…

    20.01.2022: Bis zum heutigen Tag hat sich das Virus in mehr als 190 Ländern ausgebreitet und weltweit über 335 Millionen Menschen infiziert. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Virus beläuft sich aktuell auf über 5,5 Millionen. (statista.de)

    Januar 2022: CORONAVIRUS IN DEUTSCHLAND – die Lage ist wieder sehr ernst:

    • Das RKI registrierte – wie oben erwähnt – Mitte November 2021 den bisherigen absoluten Höchststand an SARS-CoV-2-Neu­infektionen…
    • Januar 2022: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der winterlichen Infektionswelle hat nun bereits mit über 638,7 (!) schon den Höchststand der dritten Coronawelle im Frühjahr 2021 bei weitem übertroffen.
    • Am 26. Oktober 2021 hatte die Zahl noch bei 169,3 gelegen.
    • Den Höchstwert der Inzidenz in der bisherigen Pandemie gab es für letztes Jahr 2020 – damals in der zweiten Welle – kurz vor Weihnachten – am 22.12.2020 – dann mit 197,6. Dieser damals bisher höchste Wert (genau vor 1 Jahr) wurde nun nicht nur übertroffen…sondern dieses Jahr 2022 mehr als verdoppelt.
    • Aktuelle wissenswerte INFOS unter: https://www.corona-in-zahlen.de › weltweit › deutschland

    2G oder 3G? oder 3G plus?
    Nach knapp zwei Jahren Pandemie dreht sich die politische Debatte noch immer im Kreis.

    Vor allem die „neuen“ Parteien waren sich bisher völlig uneins… das hat sich nun – angesichts der dramatisch schlechter gewordenen Corona-Lage – im Januar 2022 geändert… man wächst in der Notlage doch zusammen. Dazu später mehr…

    NOVEMBER 2021: Die meisten Länder stimmen nun aktuell für 2G bzw. 2G plus…(z.B. u.a. Restaurants)

    10.11.2021: Der Virologe Christian Drosten erwartet nun aktuell „einen sehr anstrengenden Winter“ und hält neue Kontakt-­Beschränkungen für absolut unverzichtbar. „Wir haben jetzt im Moment erneut eine echte Notfallsituation“, sagte der Leiter der Virologie in der Berliner Charité angesichts der Lage auf den Intensivstationen im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“. „Wir müssen jetzt sofort etwas tun.“

    Auch der SPD-Gesundheits-Minister Karl Lauterbach forderte erneut die flächendeckende Anwendung von 2G. Wir brauchen entweder einen Lockdown oder eine 2G-Regel, und einen Lockdown wird es nicht mehr geben“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

    Der Marburger Bund mahnte laut RND: „Sollten wir keine bundesweite 2G-Regel einführen, wäre das der nächste Fehler in der Pandemiebekämpfung.“ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte ebenfalls für eine bundesweite 2G-Regelung im Freizeitbereich plädiert.

    Lauterbach fordert drastische Strafen
    bei Verletzung von 2G-Kontrollen

    Politiker appellieren an Restaurant-Betreiber, die 2G-Regeln hart durchzusetzen. Für Wirte, die den Impfstatus ihrer Kunden nicht überprüfen, fordert SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach drastische Maßnahmen wie Zwangsschließungen.


    Vielleicht kommt ja irgendwann danach bald im Frühjahr 2022 auch die 3G oder 4G-Regelung bei Corona… 😉
    TIPP: (5G aber ist schon anderweitig vergeben: 5G (=fünfte Generation des Mobilfunks) ist ein Mobilfunkstandard, der seit 2019 an Verbreitung gewinnt. Der Begriff steht für die fünfte Generation der neun Übertragungsverfahren im Mobilfunk… 😉


    Der Katastrophenfall wird – wie genau vor etwa einem Jahr – erneut wieder in Deutschland ausgerufen:

    • 10.11.2021: Angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen ruft Bayern nun erneut den landesweiten Katastrophenfall aus. Ministerpräsident Söder hat „die Feststellung des Katastrophenfalls angeordnet
    • Dies ist pandemiebedingt bereits das zweite Mal im Freistaat.
    • Die bayernweit höchste Inzidenz hat der Landkreis Freyung-Grafenau mit einem Wert von 1569,8. Danach folgen die Kreise Rottal-Inn mit 1426,9 und Landshut 1157,6. 
    • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe aufgrund „der aktuellen besorgniserregenden Situation in der Coronapandemie die Feststellung des Katastrophenfalls ab dem 11. November 2021 bereits für BAYERN angeordnet“, teilte die Staatskanzlei heute in München mit.
    • Die -zigfach höhere Inzidenz bei Ungeimpften mache eine bundesweite 2G-Regelung nun dringend erforderlich. Am Arbeitsplatz, im Bahn- und Nahverkehr aber müssten strenge Zugangsregeln für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) gelten.

    Der 1. Katastrophenfall wurde zuletzt deutschlandweit in der Pandemie letztes Jahr – bereits am 9. Dezember 2020 – ausgerufen, er wurde dann erst am 4. Juni 2021 wieder aufgehoben. Ein Auf und Ab…

    In der Arbeitsschutzverordnung solle nun zudem „eine angemessene Regelung zur Offenlegung des Impfstatus“ von Beschäftigten festgeschrieben werden. Bislang durften Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten nicht erfragen. Und die Impfpflicht? Da sind sich die Parteien noch so uneinig wie nie…
    © afp/dpa/may/aerzteblatt.de


    Das RKI warnte noch im Herbst 2021 vor einem beschleunigtem Anstieg der Corona-Fallzahlen:

    «Eine absehbar schwere Winterwelle» mit vielen Covid-19-Toten und – Patienten, aber auch Erkrankten mit anderen Atemwegsinfektionen – wie Grippe – könne die Intensivmedizin in Deutschland «erneut an und über ihre Belastungs-Grenzen bringen», wurde Stefan Kluge zitiert, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    «Die 5. Welle hat begonnen und nimmt weiter Fahrt auf», schrieb nun auch der Divi-Experte Christian Karagiannidis bei Twitter. Es gebe noch immer eine sehr enge Korrelation zwischen Inzidenz und Neuaufnahmen auf Intensivstationen. Dort ist die Zahl der Covid-19-Patienten laut Divi-Intensivregister mittlerweile wieder auf rund 4.540 angestiegen.


    Der schwierige 4. Spät-Sommer-Welle
    mit bisher über 100.000 Todesfällen in Deutschland
    folgt nun die 5. Welle…

    Höheren Inzidenzen hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Kanzleramtschef Helge Braun bereits im Sommer für den späten Herbst/Winter 2021 erwartet. Aber dass diese im Januar 2022 so hoch ansteigen würden – damit hatte niemand gerechnet…

    Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer bestätigten Infektion mit SARS-CoV-2 starben, lag am 20.01.2022 schon bei 116.300 Todesfällen. In Deutschland sind aktuell erst über 73% der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. (coliquio).


    Rückblick: Im Sommer schien sich noch alles positiv u entwickeln…

    • Das RKI führte in seinem frühen Herbst-Wochenbericht 2021 gleich vier Gründe für die zunächst Ende September noch positive Entwicklung des Infektionsgeschehens an:
    • Erstens ging der Sommerreiseverkehr zurück, zweitens wurden meist weniger Infektionen im Rahmen der Herbstferien (11.10.-23.10.2021) diagnostiziert, drittens stieg die Impfquote weiter an, und viertens haben die Bundesländer in vielen Bereichen bereits 2G‑ und 3G‑Regeln eingeführt.
    • Das hat sich nun – wie wir jetzt wissen – dramatisch geändert. Denn mit kälteren Temperaturen und der Verlagerung des sozialen Lebens in die Innenräume (Aerosolbildung!) dürften auch die Ansteckungen dann erneut hier wieder deutlich zunehmen…. so hieß es bereits von Medizinern im September 2021.
    • DIE WELLE: Auch im vergangenen Jahr 2020 gab es auch nach den Sommerferien – bei niedrigeren Inzidenzen – zwischenzeitlich kurz einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen. Und was dann folgte ist uns ja noch bekannt…

    Die Zukunft ist uns ungewiss…

    „Wir haben ganz klar eine andere Situation als letztes Jahr, aber wenn wir eines gelernt haben, dann doch: Die Pandemie verläuft in Wellen, und die Höhepunkte der Wellen liegen nun mal eher in den kalten Jahreszeiten“, sagte Epidemiologe Zeeb. „Insofern ist es gute Vorsicht, schon früh damit zu rechnen, dass die Zahlen nun im Herbst/Winter erneut wieder ansteigen“ . Das hieß aber auch schon immer, alle Vorsichtsmaßnahmen fallen zu lassen, könnte erneut kräftig daneben gehen. Das nie dagewesene gefährliche Resultat (mit einer Inzidenz über 600) hatten wir jetzt bereits schon in dergerade beginnenden 5. Welle.

    Anm.: Prof. Dr. med. Hajo Zeeb (*1963) ist Co-Sprecher des Wissenschaftsschwerpunkts Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. Als Sprecher des Direktoriums leitet er seit 2019 den Leibniz-Wissenschafts-Campus Digital Public Health Bremen.


    Die Jugend…

    • November 2021: Die Jüngeren sind derzeit diejenigen, die sich am häufigsten mit dem Coronavirus infizieren. In Deutschland wurden nun Impfstoffe gegen COVID-19 für Menschen ab 12 Jahren zugelassen.
    • Ende Dezember 2021 komme nun auch die Impfung für Kleinkinder.
    • Zu dieser Altersgruppe zählen 73,9 Mio. Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben bisher 56,7 Mio. Menschen erhalten. Davon sind 53,8 Mio. Menschen bereits vollständig geimpft.
    • Allein in der Altersgruppe der 10‑bis 14‑jährigen lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der ersten Novemberwoche bei über 200.
    • Seit kurzem dürfen in den USA Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. In Deutschland empfiehlt die STIKO die Impfung lediglich bisher für alle 12- bis 17-Jährigen. Das soll sich aber nun aktuell bald ändern. Ab Dezember 2021 sei es dann soweit.
    • Für die 9,2 Mio. in Deutschland lebenden Menschen im Alter von 0 bis 11 Jahren steht nun auch ein zugelassener reduzierter Impfstoff zur Verfügung …

    Statistiker Christian Hesse, der Leiter der Abteilung für mathematische Statistik an der Universität Stuttgart – ist sich nur dann sicher: Wenn die Impfquote weiter wächst, gibt es bald keine neue Welle mehr… Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre…

    • Wichtig wäre dem Statistiker auch, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) endlich die Inzidenzen bei Geimpften und Ungeimpften gesondert herausgibt.
    • Hesse hofft, dass sich auch dies bald ändert. Eine solche Unterscheidung würde die Infektionslage dann doch wesentlich klarer wiedergeben.
    • „Und es würde auch den Ungeimpften noch einmal deutlicher vor Augen führen, welches enorme Risiko sie damit eingehen, wenn sie sich nicht impfen lassen.“
    • (https://www.merkur.de/welt/corona-vierte-welle-statistiker-infektionen-geimpfte-ungeimpfte-pandemie-inzidenz-herbst-herdenimmunitaet-91018350.html)

    RKI: Wie wirksam ist die COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche?

    In klinischen Studien zur Zulassung zeigte eine vollständige Impfung mit Comirnaty (BioNTech/ Pfizer) bei 12- bis 15-Jährigen eine Wirksamkeit gegenüber einer COVID-19-Erkrankung von bis zu 100 %. Es ist davon auszugehen, dass die Wirksamkeit in Bezug auf eine schwere COVID-19-Erkrankung ähnlich hoch ist.

    Der bei Kindern von 5 bis 11-Jahren eingesetzte Impfstoff Comirnaty für Kinder (BioNTech/ Pfizer) hat in dieser Altersgruppe mit etwa 90% eine sehr hohe Wirksamkeit zur Verhinderung symptomatischer COVID-19-Erkrankungen.

    Es ist derzeit noch unklar, ob die Impfstoffe das Risiko von Nebenwirkungen – wie PIMS-TS oder Long-COVID – bei Kindern und Jugendlichen reduzieren können.

    Wie lange der Impfschutz genau anhält, ist derzeit auch noch nicht bekannt. Der Schutz setzt auch nicht sofort nach der Impfung ein und einige geimpfte Personen bleiben ungeschützt.

    Die STIKO empfiehlt in der 13. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung für Personen unter 30 Jahren die ausschließliche Impfung mit Comirnaty (BioNTech/ Pfizer).

    Stand: 17.12.2021


    Pressemitteilung der STIKO zur COVID-19-Impfempfehlung für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren (9.12.2021)

    Die STIKO aktualisierte ihre COVID-19-Impfempfehlung und empfiehlt nun aktuell vor allem Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen die Impfung gegen COVID-19. Bei individuellem Wunsch können auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden. Der Beschlussentwurf ist soeben in das vorgeschriebene Stellungnahme-Verfahren gegangen (siehe oben) (RKI)

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) will auf die – um eine Woche vorgezogene – Auslieferung des Coronaimpfstoffs von BioNTech gegen SARS-CoV-2 für Kinder von fünf bis elf Jahren reagieren. Beim Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige geht es um ein 1/3 deutlich niedriger dosiertes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen BioNTech-Impfstoff.


    ZULASSUNG FÜR KINDER-IMPFUNG in der EU

    Bereits Anfang Oktober 2021 hatten die Unternehmen Biontech und Pfizer für ihren Coronaimpfstoff Comirnaty® eine entsprechende Zulassungserweiterung für Fünf- bis Elfjährige bei der EMA beantragt. In den USA hat der mRNA-Impfstoff nun bereits schon früh eine Notfallzulassung für diese Altersgruppe von der Zulassungsbehörde FDA erhalten.


    09.11.2021: Auch das US-Unternehmen Moderna hat eine Erweiterung der bedingten Marktzulassung seines Covid-19-Impfstoffs für Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) beantragt.

    Der Covid-19-Impfstoff Spikevax® auf mRNA-Basis soll in der Altersgruppe der Sechs- bis Elfjährigen als Zwei-Dosis-Stoff mit jeweils nur 50 µg eingesetzt werden.

    • 25.11.2021: EMA gibt nun auch grünes Licht für den BioNTech-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren
    • Kinder ab fünf Jahren sollen von dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenendosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen.
    • Die EMA betonte, das Vakzin sei (nach Studien) sehr sicher und effektiv.

    Was sagen denn die Eltern?

    • SARS-CoV-2: Die Hälfte der Eltern sei unbedingt zur Impfung ihrer Kinder bereit… zeigte eine aktulle Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Ärzteblattes.
    • Ein klares Bild zeichnet sich bei einem Blick auf die Wählerschichten ab. Wähler der AfD sagten in 84,3 Prozent der Fälle, dass sie ihr Kind auch nach einer STIKO-Empfehlung nicht impfen lassen würden. Nur 13,2 Prozent der AfD würden dies tun.
    • Eine recht niedrige Quote der Befürworter gibt es auch unter den FDP-Wählern. Davon sprachen sich 38,9 Prozent dafür und 56,9 Prozent dagegen aus.
    • Die wenigsten Bedenken haben die Wähler der Grünen. Dort sagten 85,3 Prozent, dass sie ihr Kind impfen lassen würden. 8,1 Prozent würden davon absehen.
    • Demnach sind sich derzeit über 40 Prozent ganz sicher, dass sie der STIKO-Empfehlung für eine Impfung unbedingt folgen wür­den. 14,8 Prozent sagten, dass sie „ja, eher“ zur Impfung tendieren. Auf der anderen Seite erklärten 31,4 Prozent ihr „Nein, auf keinen Fall“ zur Impfung ihrer Kinder. Der Rest war noch „unentschieden“ …
    • Die Befragung fand zwischen dem 20. Oktober und 22. November 2021 statt – als eine Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Ärzte­blattes.

    Anm.: Civey-Umfragen: Die Civey GmbH ist ein Berliner Start-up-Unternehmen, das Online-Umfragen für Meinungs- und Marktforschung durchführt, wobei Ergebnisse unmittelbar angezeigt werden (Wikipedia)


    KINDER…KINDER…

    November 2021:
    Corona-Impfung nun also auch für Fünf- bis Elfjährige:

    • Bisher konnten in Deutschland nur Kinder erst ab zwölf Jahren bereits schon gegen Covid-19 geimpft werden.
    • Die ersten Impfstoffhersteller, die jetzt – wie oben erwähnt – eine Zulassung für jüngere Kinder anstreben, waren schon recht früh Biontech/Pfizer. Dieselben Daten wurden ebenfalls bereits der US-Arzneimittelbehörde FDA übergeben.

    Gute Verträglichkeit in Studien nachgewiesen

    Die klinischen Studien zeigen nach Angaben von Biontech und Pfizer, dass der Impfstoff von Kindern gut vertragen wird und auch eine stabile Immunantwort hervorruft. Anders als bei ab Zwölfjährigen wurde den Kindern dieser Altersgruppe nur ein Drittel der Dosis verabreicht.

    Ziel der RKI-Empfehlung ist es u.a. schwere COVID-19-Verläufe und Todesfälle bei Kindern im Alter von 5-11 Jahren zu verhindern. Zwar ist die 7-Tagesinzidenz in der Altersgruppe sehr hoch, so dass man davon ausgehen kann, dass ohne Impfung ein Großteil der 5- bis 11-Jährigen mittelfristig infiziert werden wird, allerdings verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch – aber manche Kinder können auch schwer erkranken..

    • Eine Impfempfehlung für Fünf- bis Elfjährige ist – auch aus Sicht der Stiko – wichtig. Die für 12- bis 17-Jährige – dürfen ja – wie gesagt – schon länger geimpft werden.
    • Es ist vom RKI empfohlen, die Impfung mit 2 Impfstoffdosen des (reduzierten) mRNA-Impfstoffs Comirnaty (10µg) im Abstand von 3-6 Wochen durchzuführen.
    • Kaum ein Kind unter 17 sei bisher in Deutschland ausschließlich an Covid-19 gestorben, aber bereits sehr viele erkrankt“ , sagte der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens vor kurzem der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten«. Einige Ältere hatten wohl Vorerkrankungen und seien schwer erkrankt..
    • Weil aber die „Krankheitslast“ bei den 12- bis 17-Jährigen bisher so gering gewesen sei, sei die Entscheidung zur Impfung – in der Nutzen-Schaden-Abwägung – schwierig gewesen.

    KINDER-IMPFUNGEN:

    • Dezember 2021: Der Epidemiologe Hajo Zeeb rechnet bereits in wenigen Tagen nun mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für jüngere Kinder.
    • Eine höhere Durchimpfung der Bevölkerung könnte auf jeden Fall auch für wesentlich weniger Corona-Einschränkungen sorgen, mutmaßt der Forscher.

    (Prof. Dr. med. Hajo Zeeb ist Professor für Epidemiologie an der Universität Bremen. (Leibniz – Institut für Präventionsforschung und Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie)


    Die größte Welle steht uns später wohl auch noch bevor:
    Long-COVID… einmal erkrankt… immer krank? Nie mehr gesund?

    Nachdem alle Welt lange Zeit bisher nur auf Impfstoffe, Infektionsraten und die Belegung der Intensivstationen geblickt hatte, gehen Wissenschaftler vom Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) nun davon aus, dass uns die größte Welle noch bevorstehe:

    Long-COVID. Patienten, diejenigen welche die Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus überlebt haben, aber nun unter den – oft erheblichen – Langzeitfolgen leiden, werden das Gesundheitssystem aller Voraussicht nach noch sehr lange beschäftigen. „Diese größte Welle steht uns noch bevor“… Davon ist heute der 55-jährige Professor Dr. Georg Duda, (*BIH: Chair for „Engineering Regenerative Therapies“) überzeugt.

    • Viele der Genesenen litten noch Wochen und Monate unter den Folgen der Infektion, darunter Atembeschwerden, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Herz-Kreislauf- und Verdauungsproblemen bis hin zu Haarausfall oder Hautausschlägen.
    • Die Folgen seien vielfältig differenziert und unterschieden sich von Patient zu Patient. Allen gemeinsam sei die sehr lange Genesungszeit.
    • (Anm.: *Prof. Dr. Georg Duda (*1966) hat eine W3-Professur auf Lebenszeit für „Engineering Regenerative Therapies“ am Berlin Institute of Health (=BIH) und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin) .

    „Spaltung“ als Problem der Gesamtgesellschaft?

    • OST GEGEN WEST? Als problematisch sieht der Epidemiologe Prof. Zeeb, dass in Deutschland „viele Millionen Menschen“ – vor allem in den östlichen Gebieten – die Impfungen strikt ablehnten oder auch auf Zweitimpfungen verzichteten. Eigentlich sei Deutschland „ganz gut in der Lage“, die Infektionssituation einzugrenzen und zu verringern.
    • Überhaupt sei aber vor allem auch das bedrohliche Auseinanderdriften von sog.“Lagern“ in der Gesellschaft ein sehr hohes Risiko der Pandemie.
    • Corona zeige deutlich, dass es „Gläubige und Nichtgläubige“ gebe – also Leute, die sich mit wissenschaftlichen Aspekten der Pandemie beschäftigten und darauf ihr Verhalten ausrichteten und andererseits aber Menschen, die etwa alles in Frage stellen, „bösen, finsteren Mächten“ zuschrieben und/oder den Fake-News der Coronaleugnern blind vertrauen, da sie hier oft in einer Peergroup (oft extrem abhängig) gebunden sind.
    • Siehe hierzu den informativen, sehr ausführlichen Blog-Artikel: 3. FAKE-NEWS:
      (Zum Auswählen: Oben in der Zeile oder hier unten an diesem Blog-Artikel-Schluss)
    • Dieses gravierende gesellschaftliche Problem müsse – für künftige Pandemien – unbedingt primär gelöst werden. Aber wie? Und von wem? Und wann?
    • Ein Patentrezept ist wohl schon erfunden…3G oder 2G … und vor allem deutlich mehr Überzeugungsarbeit – nicht nur von Politik und Wissenschaft – leisten und das WICHTIGSTE: Der Hausarzt ist hier ein guter Ansprechpartner.
    • UND ZUDEM VOR ALLEM ANDEREM:
    • Durch Überzeugung IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…was das Zeug hält…

    Ende der Corona-Pandemie noch im Jahre 2022?
    Wohl kaum…oder doch?

    Die Maske wird uns mindestens bis Ostern 2021 erhalten bleiben…

    • „Ein schnelles „intensiveres Impfen“ sieht auch der Bremer Epidemiologe und Forscher des BIPS (der Universität Bremen und der Universität Bielefeld) *HAJO ZEEB als zwingende Voraussetzung für ein Ende der Pandemie im nächsten Jahr 2022.
    • Er sagte, er rechne dann mit einem Auslaufen der Seuche – unter der Voraussetzung, dass nicht wieder neuere, gefährlichere sog. Flucht-Varianten des Coronavirus – wie jetzt in der 5. Welle durch Omikron – auftauchten…
    • Anm.: *Hajo Zeeb vom BIPS ist Mitglied der Koordinierungsgruppe des Netzwerks. Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie hier: https://www.public-health-covid19.de/

    Kompetenz-Netz „Public Health“ zu COVID-19

    • Das Ende März 2020 gegründete Kompetenznetz „Public Health“ zu COVID-19 ist ein Ad hoc-Zusammenschluss von über 20 wissenschaftlichen großen Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Bereich Public Health, die hier ihre methodische, epidemiologische, statistische, sozialwissenschaftliche und (bevölkerungs)-medizinische Fachkenntnis gemeinsam bündeln, um der COVID-19-Pandemie zu begegnen.
    • Gemeinsam vertritt das Netzwerk mehrere Tausend Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
    • Das Netzwerk will schnell und flexibel interdisziplinäre Expertisen zu COVID-19 für die aktuelle Diskussion und Entscheidungsfindung zur Verfügung stellen.
    • Dafür werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengestellt, aufbereitet und in möglichst leicht verständlicher Form verbreitet.
    • Diese Informationen richten sich primär nur an Behörden, Institutionen und politische Entscheidungsträger*innen.
    • Angehörigen der Heilberufe werden die Seiten des RKI (Robert-Koch-Institut) und der jeweiligen medizinischen Fachgesellschaften empfohlen. Für die Öffentlichkeit werden primär die Seiten der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) benannt.

    KI: Die medizinische Forschung und excellente Wissenschaft arbeiten mit Hochdruck hinter den Kulissen.


    KÜNSTLICHE INTELLIGENZ (KI) hilft vielleicht Corona zu besiegen?

    KI enthüllt die raffinierte SARS-CoV-2-Strategie:

    • KI`s können recht viel – auch bei der Aufklärung zu Coronavirus-Proteinen: Dadurch wurde nun enthüllt, wie raffiniert das Virus unser Immunsystem austrickst.
    • Es ging hierbei um die wichtige wissenschaftliche Frage: „Wie gelingt es eigentlich dem SARS-CoV-2-Virus, sich so raffiniert der Immunabwehr zu entziehen und sich in den Zellen von Patienten zu replizieren?
    • Ganz einfach durch Imitation:
    • Mithilfe der „Machine-Learning-Algorithmen“ identifizierte kürzlich ein internationales Forschungsteam die drei wichtigsten gefährlichen Coronavirus-Proteine (NSP3, NSP13 und NSP16), welche die menschlichen Proteine einfach „nachahmen“ und den Wirtszellen erfolgreich vorgaukeln, sie seien körpereigene Proteine, die im besten im Interesse der Zelle arbeiten.

    „Dieses Wissen bietet nun einen beispiellosen Detail-Reichtum, der Forschenden helfen wird, die molekularen Mechanismen der COVID-19-Infektion besser zu verstehen und neuere Therapien zur Bekämpfung der Pandemie zu entwickeln, beispielsweise – indem sie potenzielle neue Angriffspunkte für zukünftige Behandlungen oder Impfstoffe identifizieren“, sagte Prof. Dr. Burkhard Rost (*1974), Inhaber des Lehrstuhls für Bioinformatik an der TU München (TUM).

    • Die Modellierung ergaben hier auch – wie früher erwähnt – diese nun entdeckten „fünf bestimmten gefährlichen Coronavirus-Proteine (NSP1, NSP3, Spike-Glykoprotein, Hüllprotein und ORF9b-Protein), welche tatsächlich sehr wichtige Prozesse in menschlichen Zellen „zweckentfremden“ oder einfach nur stören oder zerstören.
    • Auf diese Weise gelingt es dem Virus perfekt, schnell die volle Kontrolle zu übernehmen, seinen eigenen Lebenszyklus zu vervollständigen und sich in unserem Körper schneller auszubreiten.
    • „Bei der Analyse dieser Strukturmodelle haben wir außerdem neue Hinweise darauf gefunden, wie das Virus sein eigenes Genom kopiert – das ist der zentrale Prozess, der es dem Virus ermöglicht, sich bei Infizierten auch so schnell im Körper komplett auszubreiten“… Diese wichtigen Erkenntnisse aus unserer Studie bringen uns näher an das Verständnis, wie das Virus funktioniert und was wir tun können, um es zu stoppen.“ sagt Burkhard Rost.

    DER VERURSACHER – DAS VIRUS… das man nicht sehen kann?

    • Das Virus ist ein kleinster, einem Lebewesen ähnlicher Krankheitserreger. Das Wort stammt aus dem griechischen Wort für (v)ios „Saft, Gift“.
    • Doch nicht nur für den menschlichen Körper kann ein Virus Gift sein, auch Rechenmaschinen sind anfällig dafür.
    • Bei einem Computervirus passiert im Grunde dasselbe wie beim Menschen: ein Programm wird in das System (den Organismus) eingeschleust und richtet dort von innen her erheblichen Schaden an.

    Es sind zuletzt mehrere beunruhigende Varianten von SARS-CoV-2 aufgetaucht, die sich durch eine deutlich höhere Infektiosität und auch einen Immun-Escape (FLUCHTMUTANTEN) auszeichnen:
    Das bedeutet, dass eine – durch eine überstandene Infektion oder vollständige Impfung – erworbene Immunität gegenüber dem „nicht“ mutierten Virus – vor den Varianten (Fluchtmutanten) nur teilweise schützt.

    Jetzt haben Wissenschaftler um Benedikt Agerer (im Labor von Andreas Bergthaler (CeMM),vom CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Medizinischen Universität Wien) gezeigt, dass SARS-CoV-2 sich bei Vorliegen bestimmter Mutationen – auch der Immunkontrolle durch unsere körpereigenen T-Killerzellen völlig entziehen kann.
    Ihre wichtige Forschungs-Arbeit wurde bereits im März 2021 im Journal »Science Immunology« publiziert. 


    Über ein Jahr ist vorüber…

    Es war einmal im Mai/Juni 2021 – Die Sieben-Tages-Inzidenz lag erstmals wieder unter 10… Länger als 8 Monate war es her, dass die bundesweite Corona-Inzidenz so niedrig lag. Nur stieg nun deutschlandweit ab 03. 09. 2021 nach den „Lockerungen“ wieder die Inzidenz auf zunächst 84,2 – dann im Oktober 2021 auf 95,1 und am 10. November 232,1 (!)... wie es weiter ging… wissen wir heute… Die Inzidenz ist nun im Herbst/Winter 2021 in Deutschland so hoch wie noch nie und steigt nun immer noch weiter… allerdings mit deutlichen Unterschieden in den einzelnen Landkreisen.


    Ein Kluger sieht das Unglück kommen und verbirgt sich; aber die Unverständigen laufen weiter und leiden nicht nur selbst Schaden.

    • Der Spruch stammt schon aus der Bibel: Griechisch: tà biblia, Die Bücher, Buch der Bücher, Heilige Schrift, das Wort Gottes, durch Kirchenvater Chrysostomus im 4. Jh. eingeführter Name des Religionsbuches der Christenheit. (Quelle: Altes Testament. Die Sprüche Salomos (Spr 27,12)

    Siehe auch den lesenswerten, interessanten Blog-Artikel-Abschnitt: 3. Fake News oben in der Blog-Leiste („Corona-Fakten aktuell) oder unten – hier am Seiten-Ende.


    Die Pandemie-Todesrate ist – laut WHO – aktuell wohl deutlich höher als die offiziellen Zahlen.

    21.11.2021: Bisher wurden weltweit rund 5,3 Millionen Todesfälle an die WHO übermittelt. Zusätzlich gebe es aber sehr viele nicht registrierte Tote sowie Menschen, die an indirekten Folgen der Pandemie gestorben seien, sagten Experten der UN-Behörde in Genf. Angesichts der noch ausstehenden Zahlen aus stark betroffenen Ländern wie nun z.B. Indien könne man jedoch erwarten, dass es mindestens zwei bis drei Mal so viele Pandemieopfer gebe, wie bisher der WHO gemeldet wurden.

    Nach wie vor unbedingt sinnvoll – sich selbst zu schützen…koste es, was es wolle:
    STRIKTES Impfen, Maske tragen und Abstand halten.

    Die Maske wird uns mindestens bis Sommer 2022 erhalten bleiben…

    • Intensivmediziner/innen in Deutschland rechneten bereits für Herbst/Winter 2021 wieder verstärkt mit Menschen – auch mit den vielen anderen diversen Atemwegserkrankungen.
    • „Durch das Tragen von Masken und den anderen Regeln war die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Grippe und anderen viralen Krankheitserregern – während der ersten Corona-Zeit – tatsächlich verschwindend gering“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Deutschen Presse-Agentur.

    Marx rief erneut dringend zum Wahrnehmen der Impfangebote gegen Covid-19 auf: „Ich weiß nicht, woher dieses Wir-haben-es-geschafft-Gefühl mancher Menschen plötzlich im Spät-Sommer 2021 kam, wo wir doch so viele noch gar nicht geimpft haben. Corona sei bald vorbei… meinte auch mancher „Politiker“… ein Blick in die „Glaskugel“? Welcher Trugschluss!

    • Zu glauben, dass man die Impfung nicht brauche, weil schon so viele geimpft seien, ist ebenfalls ein absolut gefährlicher Trugschluss“, sagte Marx, der Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen ist.
    • Ausschließlich von der Impfbereitschaft und vernünftigem Verhalten mit Vorsicht, Abständen und Maske hänge die Zahl der Neuinfektionen ab.

    Die Pandemie

    ist seit über einem Jahr weltweit bekannt… und sie entwickelt sich immer weiter… ein ENDE ist noch lange nicht in Sicht….ein UP and DOWN… ein ewig wellenförmiger Verlauf?

    Wer oder was ist denn überhaupt das winzige, unsichtbare Virus – dass die Menschheit in ihrer Existenz bedroht?

    Es sind seine kleinen Stacheln,
    die das Coronavirus SARS-CoV-2 so gefährlich machen

    Ihnen verdankt es seinen Namen, denn ihre Form erinnert an den Kranz der Sonne, die Korona. Und mit ihnen dockt es an seine Wirtszellen. Enzyme dieser Wirtszellen öffnen ein – an den Stacheln sitzendes – Protein, das Spikeprotein, und lassen das Virus so in ihr Inneres, wo sie es vervielfältigen.

    • Im Laufe der Pandemie haben sich dabei unzählbar viele Virus-Mutationen ergeben, von denen einige dem Virus noch leichter Zugang zu fremden Zellen gewähren, es also deutlich infektiöser machen. Sog. Escape-Mutationen können das Spikeprotein zudem weniger anfällig oder aber auch immun gegen bestimmte Antikörper machen. Der „Angreifer“ wird „unsichtbar“ (Flucht-Variante) und wird von unserem Immunsystem nicht mehr als solcher erkannt. Gegen einen unsichtbaren Feind kann man nicht kämpfen…Die größte Corona-Gefahr lauert im Innenraum, warnt Aerosolforscher Christof Asbach. Dazu später (Kapitel Aerosole) mehr…

    Solche „Escape-Mutationen“ können – auf Grundlage des Viruswildtyps – entwickelte Impfstoffe völlig nutzlos machen. Mutationen des Spikeproteins frühzeitig zu entdecken und zu beobachten, in welchen Ländern, Regionen oder auch Städten sie zirkulieren, ist daher ganz entscheidend für die Entwicklung der Pandemie.

    • Möglich macht das die neue Plattform „Covradar“, die gemeinsam vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) für Digital Engineering und dem Robert Koch-Institut (RKI) entwickelt wurde.
    • Hier sind auf einer interaktiven Deutschlandkarte „Labore“ verzeichnet, die Gesamt-Genom-Sequenzierungen positiver SARS-CoV-2-Proben durchführen. „Die Idee, ein Tool zur gezielten Überwachung von Mutationen im Spikeprotein zu entwickeln, entstand bereits zu Beginn der Pandemie am RKI und wurde dann sehr schnell in Kooperation mit dem HPI verfeinert und mit der Umsetzung begonnen“, sagt Dr. rer. nat. Stephan Fuchs, kommissarischer Leiter des Bereichs Bioinformatik am RKI und verantwortlicher Ansprechpartner für Covradar. Gefördert wird das Projekt vom Bundesforschungsministerium. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

    Immun-Escape-Varianten werden immer wieder unweigerlich kommen…

    «Es ist abzusehen und unausweichlich, dass wir weitere Escape-Varianten bekommen werden», sagte der Mikrobiologe und Gesundheitsexperte Paul Hunter von der Universität East Anglia – in einer Expertenanhörung in London. Als Mutanten mit sogenanntem Immun-Escape werden Varianten bezeichnet, die zumindest teilweise resistent gegen die Wirkung der derzeit verwendeten Corona-Impfstoffe sind. Daher arbeitet die Pharma-Forschung bereits an neueren Impfstoffen.


    Und so gibt es immer wieder neuere „Mutationen“ des Corona -Virus:
    Bisher war ausschließlich die „indische“ Delta-Variante in aller Munde…

    Die anderen Varianten verschwinden langsam – aber sicher. Neuere kommen und gehen… Informatives ist hierzu nachzulesen im Sonder-Blog-Artikel: 4.3 Mutanten-Varianten (siehe Leiste oben oder am Seiten-Ende hier)


    Schon historisch:

    Die indische Corona-Virus-Mutation Delta B.1.617 – die auch als „Doppelmutante“ bezeichnet wird – ist bisher weltweit in fast allen Ländern aufgetreten und tritt seit dem Sommer 2021 in Europa – auch in Deutschland – verstärkt auf… häufiger als zunächst angenommen.

    • 14.08.2021: Neue Daten aus den USA zeigen, dass Delta (B1.6.1.7) doch offenbar so ansteckend ist wie Windpocken, also stärker als ein gewöhnlicher Schnupfen. Infizierte „Geimpfte“ können demnach genauso viel Virus verbreiten wie „Nicht-Geimpfte“.
    • Seit geraumer Zeit steht fest: Auch wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann sich dennoch damit infizieren. Das ist zwar nicht sehr wahrscheinlich – aber durchaus möglich. Eine Rolle spielen dabei der Zeitpunkt der Impfung und die Virus-Variante, mit der ein Geimpfter in Kontakt kommt. – und natürlich auch sein Schutz (AHA).
    • Neu ist: Das gilt offenbar unabhängig von ihrem Impfstatus. Ergebnisse von Untersuchungen haben gezeigt: Die Viruslast bei Geimpften, die sich dennoch mit der Delta-Variante anstecken, ist genauso hoch wie bei ungeimpften Delta-Infizierten. Das würde die derzeit stark steigende Zahl der Erkrankten erklären.

    „Geimpfte“ seien zwar weiterhin zu einem hohen Prozent vor einer schwer verlaufenden Erkrankung an Covid-19 geschützt. Sie könnten nun aber – durch „Einatmen“ des Virus – wieder schneller infiziert werden und würden in diesem Fall genauso viele Virenpartikel ausatmen wie Nicht-Geimpfte. So wäre man also – trotz Impfung – erneut wieder ansteckend für Andere…

    • Grund für diesen Effekt scheint zu sein, dass sich die Delta-Variante viel schneller in den oberen Atemwegen vermehrt. Dort aber haben auch Geimpfte an dieser Stelle kaum schützende Antikörper – die sich z.B. vor allem in der Lunge bilden. Sie erleben eine Infektion selbst dann zwar nur ähnlich wie eine schwere Erkältung. Aber sie könnten so die Verbreitung des Virus wieder allgemein deutlich verstärken.

    Eine Reihe neuer Impfstoffprojekte, die sich noch in der klinischen Testung befinden, wollen den Impfstoff künftig als Nasenspray verabreichen und so die Immunität gegen Sars-CoV-2 direkt an der Eintrittspforte, nämlich auch in den oberen Atemwegen, stärken.

    • Kürzlich hatte auch die CDC (US-Gesundheitsbehörde) ihre Richtlinien – angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante – angepasst und auch für Geimpfte in vielen geschlossenen Räumen wieder das Maskentragen dringend auch dort empfohlen. (Anm.: CDC = Centers for Disease Control and Prevention mit Sitz in Atlanta, USA)

    Problem:
    Kontrolle der Corona-Zugangsregeln z.B. zu Restaurants & Co.

    Kommunalverbände ermahnen nun Gastronomen und Veranstalter. Richard Sager, kündigte in der «Rheinischen Post» (Donnerstag) verstärkte Überprüfungen an. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte in der ARD-Sendung «Maischberger. Die Woche»: «Das muss ganz streng kontrolliert werden.» Wenn beispielsweise ein Restaurant 2G nicht kontrolliere und dann auffalle, sollte das sofort geahndet und zu sechs Wochen Schließung führen.


    KAMPF GEGEN CORONA:

    10.11.2021: Deutscher Ethikrat empfiehlt berufsbezogene Impfpflicht: In Berufsgruppen, die „besonders vulnerable Menschen“ versorgen, solle der Gesetzgeber eine Impfpflicht prüfen, rät das unabhängige Gremium.  Die Impflicht könnte dann für Ärzte und Pfleger, aber auch Mitarbeiter sozialer Hilfsdienste gelten. Diese trügen „eine besondere Verantwortung dafür, die ihnen Anvertrauten nicht zu schädigen“, heißt es in der Erklärung des Gremiums.

    CORONA-IMPFPFLICHT?
    Kommt sie auch bei uns in Deutschland?

    • Wie oben schon erwähnt, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weiter auf mehr Tempo – bei Impfverstärkungen („Booster“) auf breiter Front – gebeten: Der Minister forderte mehr Tempo bei den Auffrischimpfungen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen
    • „Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei“, sagte er in Berlin. „Wir erleben vor allem auch dazu noch eine Pandemie der Ungeimpften – und die ist massiv.“
    • Der Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie an der Berliner Charité, Leif Erik Sander, erklärte bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Minister Spahn und RKI-Präsident Wieler, dass aus seiner Sicht der Schutz nach einer dritten Impfung sogar höher liegen könne als nach der zweiten.
    • „Deswegen gehe ich fest davon aus, dass sich für die mRNA-Impfstoffe über kurz oder lang ein Drei-Do­sis-Regime etablieren wird und wir im Verlauf auch allen Erwachsenen eine Booster-Impfung anbieten werden“, sagte er. Sander verwies darauf, dass Studien aus Israel einen nach der dritten Impfung um das 20-Fache erhöh­ten Schutz belegten.
    • Auf der anderen Seite gibt es nach seinen Angaben gerade bei Älteren bereits ganz klare Erkenntnisse über einen nachlassenden Impfschutz: Fast 40 Prozent der Menschen über 70 Jahren wiesen nach sechs Monaten keine neutralisierenden Antikörper gegen die Delta-Variante mehr auf. Die nachlassende Schutzwirkung der Vakzine war Sander zufolge „vollkommen erwartbar“. Daher sei ein „Booster“ absolut unerlässlich.

    Impf-Pflicht in Europa? Wie sieht es denn in den Nachbarländern derzeit aus?

    09.11.2021: ENGLAND:
    Ab April 2022 droht Jobverlust: England beschließt Impfpflicht für Pflegepersonal:
    In England
    gilt für alle Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes NHS ab dem 1. April 2022 eine Impfpflicht. Wer an vorderster Front des NHS arbeite und bis dahin nicht vollständig geimpft sei, riskiere seinen Arbeitsplatz, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid im britischen Parlament.

    Auch in anderen Ländern gilt bereits eine Impfpflicht für Beschäftigte des Gesundheitswesens, etwa in Italien oder Griechenland. In Frankreich müssen seit September alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen, Pflegediensten, Rettungsdiensten und der Feuerwehr geimpft sein. Es kam zu etlichen Entlassungen von Impfskeptikern.


    09.11.2021: Frankreich bereitet sich bereits auf die vierte Corona-Welle vor:
    Bereits zu Beginn der Sommerferien 2021 ging MACRON ein hohes Risiko ein, als er die Franzosen mit dem Schlagwort „Gesundheitspass“ zu der 3G Regel zwang.

    • Seit Macrons Fernsehansprache vom 12. Juli 2021 ist die Corona-Impfquote im ganzen Land rapide nach oben geschnellt.
    • 87,1 Prozent der impfberechtigten Franzosen über 12 Jahren sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen vollständig geimpft.
    • Im Land der Impfskeptiker zeugt diese Impfquote von einer beachtlichen Aufholjagd.
    • Die 7-Tages-Inzidenz betrug nur 93,9 am 10.11.2021 (!) derzeit – im Gegensatz zu Deutschland (mit 249,1).
    • Macron war damals ein Aufstand prophezeit worden, als er zu Mitte September 2021 eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen durchsetzte.
    • Letztendlich trug die Impfpflicht aber doch zu einer höheren Impfquote bei. (derzeit 68,5)
    • Das Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der widerspenstigen Impfgegner im Gesundheitswesen auf über 20.000 Beschäftigte.
    • Sie werden nun mit Gehaltskürzungen und in letzter Instanz mit Gehaltsausfall sanktioniert.
    • Klagen der Betroffenen sind vor Gericht abgeschmettert worden.

    Große Impfbereitschaft:

    15.11.2021 • Spanien und Portugal – trotz großer Impfbereitschaft – mit steigenden Corona-Zahlen: Die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigen nun auch im November 2021 in Spanien und Portugal langsam wieder, wenn auch auf wesentlich niedrigerem Niveau als in Deutschland. In Portugal liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei knapp 100; vor einem Monat wurde sie mit etwa 40 angegeben.

    In Spanien sind fast 80 Prozent, in Portugal sogar bald 90 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. In beiden Ländern gibt es zurzeit nur wenige Corona-Beschränkungen.


    Die Infektionszahlen in den Niederlanden sind zuletzt wieder auf absolute Rekordhöhen gestiegen: Binnen sieben Tagen wurden mehr als 100.000 Ansteckungen registriert und damit so viel wie noch nie in einer Woche seit Beginn der Pandemie. Seit Samstag gilt dort wieder ein Teil-Lockdown. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen nimmt vor allem die Belastung der Krankenhäuser in den Niederlanden immer stärker zu.


    Herbst 2021:

    Australien

    Am 8. November 2021 wurden in Sydney, Australien, die Covid-19-Beschränkungen weiter gelockert, nachdem der Impfschutz zu 90 % erreicht war. Die Beschränkungen für Hausbesuche und Versammlungen im Freien wurden nun für geimpfte Personen aufgehoben.

    Singapur

    Um der zögerlichen Haltung gegenüber dem Impfstoff entgegenzuwirken, hat Singapur angekündigt, dass ungeimpfte Menschen mit Covid-19 ab dem nächsten Monat ihre medizinischen Kosten selbst tragen müssen.

    Japan

    Am 7. November 2021 wurden in Japan zum ersten Mal seit über einem Jahr täglich null Covid-19-Todesfälle verzeichnet. Der letzte Fall dieser Art war am 2. August 2020.


    WELTWEIT
    Beispiel: USA-Impfpflicht

    USA überschreiten Schwelle von knapp 755.000 Corona-Toten – und derzeit 46,5 Millionen Erkrankte (06.11.2021)
    IMPFKAMPAGNE?
    06.11.2021: Durchschnittlich wurden in den USA bisher über 1000 Corona-Todesfälle pro Tag verzeichnet. Die Impfkampagne stagniert derweil, nur 57,9 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.
    (Quelle: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/vereinigte%20staaten/)
    Immerhin ein Anfang:
    ERSTER US-BUNDESSTAAT Kalifornien schreibt nun ab sofort ein Pflicht zur Corona-Impfung für Schüler vor: Sobald der Impfstoff demnächst für unter 16-Jährige vollständig zugelassen ist, soll die Impfpflicht ab der Grundschule greifen. Seit August 2021 schreibt Kalifornien für Lehrer und Schulpersonal bereits regelmäßige Tests vor. Der Westküstenstaat ist damit der erste US-Staat, der eine Corona-Impfpflicht an allen Schulen einführt. Andere Bundesstaaten ziehen derzeit nach…
    „Wir wollen diese Pandemie unbedingt beenden. Wir sind alle davon so erschöpft“, sagte Newsom in seiner Ansprache in einer Schule. Quelle: click.nl.faz.net (Anm.: Gavin Christopher Newsom (*1967) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei und seit dem 7. Januar 2019 Gouverneur von Kalifornien.)

    Das einzig Beständige im Leben ist der Wandel:

    (Zitat: Frei nach Heraklit von Ephesus, 535-475 v. Chr.) 

    • Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist „klüger“ geworden… es nutzt – anders als sein Vorgänger SARS-CoV-1 – neben dem Rezeptor ACE2 nun noch einen weiteren Rezeptor zum Eintritt in die Zellen. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass Coronaviren mit ihren Spike-Proteinen am ACE2-Rezeptor binden und dann – nach einer „Aktivierung“ durch eine Protease – erst in die Zellen eindringen.


    ITS NOT OVER YET –
    Es ist noch nicht vorbei… es kommen bereits ständig neu auftretende genetische Virus-Veränderungen auf uns zu…

    Das Sanger-Institut
    ist eines der größten Genomforschungsinstitute und Sequenzierungszentren der Welt sowie Europas größtes „biologisches“ Rechenzentrum mit Sitz in England.

    • Die oben erwähnte neuere Corona-Viruslinie = Variante ist die sog. N501Y-Mutation. Es teilen alle drei Virus-Linien von Beta (B.1.351) dieses eine Merkmal: Die „Neue“ wurde vom bekannten britischen Forschungsinstitut: „COVID-19 Genomics UK (COG-UK)-Konsortium“ entdeckt, das zufällige genetische Sequenzierungen positiver COVID-19-Proben in ganz Großbritannien durchführt.
    • Das Konsortium wurde gegründet, um lokalen NHS-Zentren (Staatl. Gesundheitsdienst) und der britischen Regierung eine groß angelegte und schnelle Sequenzierung von Gesamt-Genom-Viren zu ermöglichen.
    • Das Konsortium (COG-UK) ist eine Partnerschaft – im ständigen Austausch – der vier britischen Gesundheitsbehörden sowie des Wellcome „Sanger“ Institutes und 12 wichtigen akademischen Einrichtungen. Es ist ein international bekanntes britisches Genomforschungsinstitut in der Nähe von Cambridge. Es spielte eine wesentliche Rolle im Humangenom-Projekt. Das Institut wurde nach dem zweifachen Nobelpreisträger Frederick Sanger benannt.

    Wie das Konsortium funktioniert? Stich-Proben von Patienten mit COVID-19-Infektion werden von nationalen Coronavirus-Testzentren im Rahmen ihrer routinemäßigen diagnostischen Arbeit gesammelt und genauestens ausgewertet. (https://www.sanger.ac.uk/collaboration/covid-19-genomics-uk-cog-uk-consortium/)

    • Diese wichtigen Daten werden es zukünftig dann Forschern auch ermöglichen, neu auftretende genetische Veränderungen schneller zu identifizieren und zu bewerten und zu verstehen, wie sie die Fähigkeit des Virus von Person zu Person genau beeinflussen und übertragen und so schwerere Formen der Krankheit evtl. auch zu verursachen.

    Schon die dritte Welle rollte unaufhaltsam… nach dem erneuten Lockdown (Juni 2021) war die Welle danach wieder deutlich am Abflachen… danach aber im August 2021 auch langsam wieder im Anstieg… im September 2021 wieder am Abflachen… ein stetes Auf und Ab.

    Nun ist also derzeit die vierte Welle im November 2021 voll da.. bei uns in Deutschland…


    • Oktober 2021: Das Robert Koch-Institut sah schon für die Herbst-/Winter-Monate 2021/2022 den Beginn der vierten Pandemie-Welle VOR ALLEM BEI JUNGEN MENSCHEN:
      Der starke Positivanteil der Corona-Tests ist bereits seit Oktober /November in den vergangenen Wochen sprunghaft gestiegen.
    • Für das RKI ein klares Indiz für die neue 4. Corona-Welle. Besonders in den Altersgruppen zwischen 10 und 49 Jahren breitet sich das Virus derzeit sehr stark aus. Die Intensivstationen füllen sich nun wieder… vor allem auch mit jungen, ungeimpften Menschen…

    Datenquelle für Corona-Infektionen in Deutschland:
    Die Daten des Robert-Koch-Instituts

    Für Corona-Kennzahlen in Deutschland (sowie auf Ebene der 16 Bundesländer oder aller Städte und Landkreise) werden die offiziellen Statistiken des Robert Koch Instituts verwendet. Das Robert Koch Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Es ist die biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung. Zentrale Aufgabe des RKI ist die öffentliche Gesundheitspflege.

    Wie aktuell sind die Daten?

    Die Daten werden am RKI einmal täglich jeweils um 00:00 Uhr prozessiert und stehen in den frühen Morgenstunden aktualisiert zur Verfügung. Es werden nur Fälle veröffentlicht, bei denen eine labordiagnostische Bestätigung unabhängig vom klinischen Bild vorliegt. Auf www.Corona-in-Zahlen.de werden die verfügbaren Daten jeden Vormittag neu abgefragt und in allen Tabellen und Diagrammen aktualisiert. Ebenfalls werden auch weltweit die aktuellen Daten/Zahlen hier veröffentlicht.


    Die Pandemie verläuft weiterhin mit einer enormen Dynamik…

    Länder – Beispiele:

    • NEWS: Ab 15. Dezember 2021 sind Booster-Impfungen für alle Menschen über 65 Jhr. In Frankreich verpflichtend (!)
    • Frankreichs vierte Welle erreichte noch im Sommer 2021 den Höhepunkt… – und scheint nun dort im beginnenden Herbst/Winter fast vorbei zu sein…
    • *FRANKREICH befand sich im Sommer noch in einer paradoxen Situation. Während sich die Epidemie landesweit zu stabilisieren schien, stiegen die Fallzahlen damals in einigen Regionen und Territorien sprunghaft an und überforderten die Krankenhäuser. Aufgrund der raschen Ausbreitung der Delta-Variante in Frankreich überstieg damals noch die Zahl der ins Krankenhaus eingelieferten COVID-19-Patienten zwischenzeitlich die 10.000er-Marke. Auf den Intensivstationen hielt der Anstieg ebenfalls weiter an. „Santé Publique France“ (=eine staatliche französische Organisation zur öffentlichen Gesundheitspflege) legte Zahlen vor, die “die schlimmen Auswirkungen dieser vierten Epidemiewelle auf die Krankenhäuser bestätigen”. Das hat sich nun im Oktober 2021 deutlich reduziert: Die Zahl der Neuinfektionen ist seit einigen Wochen wieder deutlich rückläufig. Der Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner lag damals noch bei 49,6 (Stand: 18. Oktober, Quelle: Johns Hopkins University). Trotzdem verlängerte Frankreich den umstrittenen Gesundheitspass bis 2022: Nur mit dem Gesundheitspass dürfen Franzosen Cafés, Kinos, Theater, Busse und Züge betreten. Das erregt Unmut, der Gesundheitsminister beschwichtigt. (Zitat: F.A.Z. Newsletter – Michaela Wiegel, Paris)

    • ENGLAND: Großbritannien geht mit seiner aktuellen Corona-Strategie Experten zufolge ein echt gefährliches Experiment ein: Bei recht hoher Impfquote, aber gleichzeitig auch extrem hohen Fallzahlen gilt das Risiko für neue gefährliche neuere Mutationen als besonders groß. Die Aufhebung aller Beschränkungen in England am 19. Juli 2021 hatte nun aber doch – seit Anfang August – zu einem erneuten Stark-Anstieg der positiven Fälle in den täglichen Daten geführt. Mit Stand vom Montag (09. August) sind zwar immerhin doch 73 % der Erwachsenen im Vereinigten Königreich vollständig geimpft (88,7 % haben sogar eine erste COVID-19-Impfdosis erhalten) – aber die neuen hohen Erkrankungszahlen zeigen, dass aktuell nun überwiegend jüngere Menschen erkranken, die meist nicht geimpft waren. Aktuelle Neu-Infektionen am 21. November 2021: 418,3 (!) lautet die recht hohe 7-Tages-Inzidenz (!) noch am 21.11.2021 in Groß-Britannien als Hochrisiko-Gebiet ist England nun eingestuft.
    • DÄNEMARK: Steigende Coronazahlen auch in Dänemark (21.11.2021) Kopenhagen – Dänemark erlebt seit einigen Tagen wieder stark steigende Neuinfektionszahlen: 464,1 (Inzidenzwerte). (Vollständige Impfquote 76,1). – So meldete das staatliche Gesundheitsinstitut (SSI) aktuell über 1.500 neue Coronafälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Zum Vergleich: Seit Ende August 2021 waren täglich lediglich einige Hundert Fälle verzeichnet worden, seit knapp einer Woche liegt die Tageszahl wieder im vierstelligen Bereich. Dänemark verfehlt zudem sein ambitioniertes Impfziel…
    • ITALIEN: Hier ist die Zahl der neuen Fälle im Sommer zunächst weiter gestiegen und hat die Schwelle von 50 Fällen/100.000 Einwohner erreicht. Die Zahl der neuen Fälle, die nicht mit Übertragungsketten in Verbindung gebracht werden können, hat sich nahezu verdoppelt. Nach den letzten Daten sind 72,95 % der Bevölkerung über 12 Jahren vollständig geimpft…Die Inzidenz hat sich nun geändert:
      Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz lautet am 21.11.2021: 105,2 (!)
    • JAPAN: Die Zahl der COVID-19-Infektionen in Japan steigt weiterhin (nach den Olympischen Spielen) an. Japan hat den strengen Ausnahmezustand in einigen Regionen des Landes, einschließlich Tokyo verlängert. Am 01. Oktober 2021 gab es (bei 125 Millonen Einwohnern) noch über 1,7 Millionen Erkrankungen und 18.000 Todesfälle. Auch hier sind nun im November 2021 die 7-Tages-Inzidenzen mit „0,8“ sehr niedrig geworden.

    Nachtrag: „Frankreich“ war in der Vergangenheit von der Corona-Pandemie schon recht früh viel stärker betroffen als Deutschland. Die Zahl der Neuinfektionen war dann nach einigen Wochen – nach Macrons strikten Sanktionen im Sommer – dort wieder deutlich rückläufig.
    21. November 2021: Aktuelle Impfquote (vollständig) liegt nun bei: 68,95. Der Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner lag noch im Oktober bei nur 56, 8 (Stand: 27. Oktober 2021) – das war schon einmal deutlich niedriger als damals in Deutschland .
    Aktuell am 21.11.2021 liegt die Zahl bei 178,2 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)


    Lockdown seit März 2021

    Australien: Die örtlichen Behörden in Sydney, Australien, hatten derzeit Militärpersonal abgestellt, das bei der Durchsetzung der laufenden Lockdown-Abriegelung helfen sollte. Das Personal werde auch die Wohnungen von Personen aufsuchen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, um sich zu vergewissern, dass sie die Quarantänevorschriften auch strikt einhalten. Brisbane und die umliegenden Gebiete in Queensland haben die Quarantäne bis Ende August 2021 verlängert. Dort ist jetzt WINTER.

    • 20.08.2021: Melbourne verlängerte am 16. August seine Abriegelung um zwei Wochen und verschärfte nochmals die Beschränkungen. Es wurde eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens verhängt. New South Wales meldete am 18. August 2021 eine Rekordzahl von 633 neuen täglichen Fällen von COVID-19.

    Mit nur 45,63% war die Impfquote (vollständig) – im Oktober 2021 – im 4. Lockdown im Land sehr niedrig…7-Tages-inzidenz liegt derzeit (05.10.2021) auf dem Land lag sie bei 57,7.

    • In der australischen Metropole herrschte – wie gesagt – ein harter Lockdown. Die Landesgrenzen waren – wie gesagt – schon seit März 2021 geschlossen. Trotzdem stiegen die Infektionen kräftig an: Die Maßnahmen sollten also bis mindestens Ende August 2021 gelten. Auch in Melbourne und der Hauptstadt Canberra galten die strengen Beschränkungen für die Bevölkerung. Allerdings war kein anderer Landesteil so betroffen wie New South Wales.

    Australien – mit seinen über 25,7 Millionen Einwohnern – war wegen extrem strikter Regeln lange sehr erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante häuften sich trotzdem die Fälle.
    In Australien sind gerade einmal 45 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Das soll sich nun wohl ändern… (Quelle: faz.net)

    Der Oktober 2021 in Australien – 262 Tage: Längster Lockdown der Welt endete im Großraum Melbourne…

    Aufatmen bei Millionen Menschen im Großraum Melbourne: Endlich wird der weltweit bisher längste Lockdown aufgehoben. Grund dafür ist die gestiegene Impfquote.

    27.10.2021: AUSTRALIEN will nun wieder für Touristen öffnen. Die Bedingung: Die komplette Impfquote muss zwingend nachweisbar sein. Seit Beginn der Pandemie hatte sich das Land weitgehend abgeschottet. Selbst viele Australier konnten nicht in die Heimat reisen. Jetzt wird wieder eine Öffnung angestrebt. Hier sind die 7-Tages-Inzidenzen bei fast 26 Millionen Einwohnern mit „56,1“ mittlerweile sehr niedrig geworden. Impfquote (vollständig) liegt bei 61,01.

    Die „Null-Covid“-Strategie ist nun Geschichte. Nach 106 Tagen im strikten Lockdown hebt New South Wales viele der Beschränkungen für Menschen mit vollständigem Impfschutz auf. Familien und Freunde sehen, Haare schneiden, zusammen Essen gehen, in den Pub gehen und mit den Kumpels ein Bier trinken. Das sind die Dinge, die die Menschen in ganz New South Wales und besonders in Sydney im Oktober 2021 wieder tun konnten. Aber leider nur kurz:

    22.01.2022: Der Corona-Anstieg war wohl vorprogrammiert – von wem ist unbekannt… Im Januar 2022 liegt die 7-Tages-Inzidenz erneut wieder in ungeahnten Dimensionen aktuell bei: 2.002,6 bei einer aktuellen Impfquote von knapp 78 % und über 2 Mio. Infektionen (gesamt).


    ES WAR EINMAL IM SOMMER:
    Rapide gesunken waren zunächst – Anfang Juni 2021 – auch die 7-Tages-Inzidenzen in Deutschland:

    • Die 7-Tage-Inzidenz lag bundesweit damals noch bei etwas über 20 (=Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Stand: 05.08.2021). Regional aber kam es bei der 7-Tage-Inzidenz zu erheblichen Schwankungen.
    • 03.09.2021: Sieben-Tage-Inzidenz: 80,2 (Noch im Juli 2021: 22,6; Vorwoche: 17,8 von da an gings bergauf…)

    Nordrhein-Westfalen hatte zunächst noch im Juli 2021 bei weiter fallenden Corona-Fallzahlen zahlreiche Öffnungsschritte beschlossen. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 35 würde die Außengastronomie auch für Gäste ohne Corona-Tests öffnen, unter 35 werde das auch für Innenräume von Kneipen und Restaurants der Fall sein, kündigt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an. Auch für den Einzelhandel solle es Lockerungen geben. Die dritte Corona-Welle sei nun kurz gebrochen. „Wir sind an einem schönen Punkt der Corona-Schutzverordnungen angekommen“, sagt Laumann damals noch: „Die Inzidenzen lassen Anfang August 2021 doch ein wenig mehr Freiheiten zu.“ (Reuters) –

    Am 11. Oktober 2021 lag in Deutschland die Inzidenz noch nur bei 66,5… (Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)

    • 21.10.2021: Deutschland: Laut Robert Koch-Institut (RKI) gab es in Deutschland bereits 80,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.
    • Zum Vergleich: Am Vortag (20.10.2021) lag die Inzidenz bei 75,1, vor einer Woche bei 65,4, im Vormonat bei 71,0. Innerhalb eines Tages gab es 17.015 neue Corona-Infektionen.
    • Die Zahl der Menschen, die an oder mit einer bestätigten Infektion mit SARS-CoV-2 starben, lag bei fast 95.000.
    • In Deutschland waren Mitte Oktober 2021 erst 55.8 Millionen Menschen (65,9% der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. (coliquio)

    Das Hochfahren des Tourismus in der EU und in aller Welt im Sommer – ab Mitte Juli 2021 war ein Wagnis…

    EU-Kommissions-Vize Margaritis Schinas (*1962) erwartete schon im Sommer 2021 wieder ein Erstarken des Tourismus und der Reisetätigkeit ab Mitte Juli. Er verwies auf den neuen digitalen Impfausweis, der dabei helfen dürfte. Margaritis Schinas bestätigt das „Ziel“, dass bis zum 14. Juli 2021 zirka 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der EU geimpft sein sollten… Von der griechischen Regierung wurde Schinas bereits im Juli 2019 als EU-Kommissar der Kommission von der Leyen nominiert. Er ist seit Dezember 2019 Kommissar für die Förderung des europäischen Lebensstils und für Asyl- und Migrationsfragen zuständig.(Reuters)


    Kommt nun ein neues Corona-Gesetz im März 2022 und der Lockdown für Ungeimpfte?

    • GERÜCHTEKÜCHE:
      November 2021: Die neue Koalition mit FDP, Grüne und SPD planen nun die neuesten Maßnahmen gegen die vierte Welle. Angesichts rasant steigender Corona-Zahlen berät die neue Ampel-Koalition nun über ein aktualisiertes „Corona“-Gesetz. Es soll auf die Bestimmungen der epidemischen Notlage folgen, die aufgehoben wurde. Die einzelnen Bundesländer sollen dann bis zum Frühlingsanfang – am 20. März 2022 – entsprechende Maßnahmen verhängen können. Dazu zählen etwa die bekannte Maskenpflicht, Abstandsgebote, die Durchsetzung von 3-G (geimpft, genesen, getestet) oder sogar wie in Sachsen 2-G (geimpft oder genesen) für Veranstaltungen, Restaurants oder auch Kinos.  

    Spahn: Für Geimpfte kein erneuter Lockdown…

    Berlin (dpa) – Nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern im Sommer 2021 – hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn allen Geimpften damals noch deutlich Hoffnung auf einen entspannteren Herbst und Winter gemacht. Das hat ich nun zerschlagen…
    «Für die drei von vier Erwachsenen, die sich haben impfen lassen, wird es keinen erneuten Lockdown geben», sagte der CDU-Politiker noch im August 2021 in einem ARD-«Extra». Das sei derzeit die aktuelle Rechtslage und bundesgesetzlich bereits schon geregelt. Die Geimpften könnten sich sicher sein, dass es für sie keinerlei neuen Beschränkungen gebe…. für „Ungeimpfte“ aber schon…

    Lockdown für Ungeimpfte wie aktuell eingeführt in Österreich?

    In Österreich gilt – seit 1. November 2021 eine flächendeckende 2G-Regelung. Zudem müssen sich Mitarbeiter und Besucher von Pflegeheimen künftig – sofern das Gesetz kommt –  täglich testen lassen und zwar unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenen-Status. Hier dürfen also Ungeimpfte derzeit keine Gaststätten, Hotels, Friseure, Events (mit mehr als 25 Personen), Kultureinrichtungen, Freizeiteinrichtungen oder Sportveranstaltungen besuchen. Lediglich nachweislich Genesene und Geimpfte haben hier überall noch Zutritt.

    Weil ab 1.November 2021 für Gastronomie- und Vergnügungsstätten eine 2-G-Regelung gilt, erlebt Österreich einen Ansturm auf die Impfzentren. Ob daraus eine dauerhafte Trendwende folgt, ist aber noch nicht abzusehen.

    Einen bundesweiten Lockdown für Menschen ohne Corona-Impfung, wie es ihn beispielsweise in Österreich gibt, soll es zumindest offiziell in Deutschland derzeit (noch?) nicht geben, heißt es in dem Bericht. (Quelle: Berliner Zeitung )


    England probt nun Normalität – mit der vierten Welle…ein Wagnis?

    Noch im Juli 2021 – hob England alle Maßnahmen gegen Covid-19 auf. Angesichts stark ansteigender Infektionszahlen „solle die Bevölkerung aber dennoch vernünftig bleiben“ (Akt: 12.07.2021 – 20:16Print) – so hieß es vom Premier. Der Staat gibt die Verantwortung für die Corona-Regeln ab, Bürger und Unternehmen sollen nun selbst entscheiden, welches Gesundheitsrisiko sie sich und anderen zumuten wollen. Unglaublich…

    AKTUELLES IM NOVEMBER:
    Am 07.11.2021 lag die Inzidenz für England liegt derzeit – etwas niedriger – als noch im Oktober – bei 372,9 (eher ansteigende Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz))
    bei einer ähnlich hohen Impfquote wie in Deutschland: 67,17% Impfquote (in Großbritannien vollständig geimpft)
    Quelle: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/vereinigtes%20k%C3%B6nigreich/


    Der erneut starke Anstieg der Herbst-Welle in England… Hochrisikogebiet

    21.10.2021: ENGLAND: Das Coronavirus hatte im Oktober 2021 im Vereinigten Königreich den höchsten Tageswert seit Anfang März erreicht. Die Zahl der Fälle ist so hoch wie seit fast drei Monaten nicht mehr. Matthew Taylor, Chief Executive der NHS Confederation, sagte: “Die Regierung sollte nicht warten, bis die COVID-Infektionen in die Höhe schießen und der Druck auf den NHS ins Unermessliche steigt, bevor sie Panikalarm auslöst.” Die wöchentliche Fallrate ist von 367 Fällen pro 100.000 Einwohner – nun Anfang Oktober auf derzeit 470 pro 100.000 gestiegen.

    • 05.08.2021: Nach einem ersten kurzen Rückgang der Corona-Zahlen in Großbritannien ist zunächst die Zahl der Neuinfektionen nun erneut wieder deutlich gestiegen.
    • Am 19. Juli 2021 waren noch in England fast alle geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben worden – auch Nachtclubs öffneten wieder und die Maskenpflicht wurde vielerorts abgeschafft. Auch fast alle anderen Beschränkungen bleiben aber auch aufgehoben…
    • Für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen soll es Berichten zufolge allerdings bald eine strikte Corona -Impfpflicht geben. Großbritannien gilt immer noch unverändert als Hochrisikogebiet.

    22.10.2021: Neuinfektionen (7‑Tage‑Inzidenz): 476,8 Inzidenzwerte (!) noch im Oktober 2021- Vollständige Impfquote damals: 66,61


    JUNGE ERWACHSENE (ungeimpft)… in England nun mitten in der vierten Corona-Welle:

    • 03.09.2021: Junge Erwachsene sind derzeit in der jüngsten Infektionswelle in England am stärksten betroffen. Das geht aus Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurden.
    • Demnach lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in dieser Altersgruppe (Mitte August 2021) bei zuletzt knapp 1.155 – der höchste je festgestellte Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr.
    • Gründe für die hohe Ansteckungsrate dürfte nach Ansicht von Experten unter anderem sein, dass die Impfrate bei jüngeren Menschen zudem deutlich niedriger ist als bei den Älteren.
    • Erklärte Hochrisikogebiete: 03.09.2021 – Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete. 

    Wie war der Urlaub in Europa im Sommer 2021?
    Zum Beispiel in Frankreich? Inzidenz, Risikogebiet, Einreise…

    Noch am 26. Mai 2021 lag – als Beispiel – Frankreich bei einer 7-Tage-Inzidenz bei 111,4...
    Frankreich wurde somit immer noch als Risikoregion vom Auswärtigen Amt eingestuft. Lockerungen der Corona-Regeln kamen dort aber trotzdem: Präsident Emmanuel Macron hatte dennoch ab Ende Mai 2021 einige Lockerungen der Corona-Regeln umgesetzt…

    • Das hatte sich im Herbst 2021 zunächst deutlich geändert:
    • Auch die Einführung des Gesundheitspasses im Juli 2021 habe dazu geführt, dass die Corona-Lage unter Kon­trolle sei. Seit Juli müssen die Franzosen beim Besuch von Restaurants, Cafés und vielen anderen Ein­richtungen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) in Frankreich hat sich deutlich verringert und lag nun bei 72,7. Impfquote: 68,2
    • Einzelne Regionen (z.B. die Côte d’Azur) in Frankreich wurden allerdings vom RKI (für deutsche Urlauber) immer noch zu Hoch-Risikogebieten erklärt.
    • Das RKI stufte ab 1. August 2021 Länder nur noch in zwei Kategorien ein: Virusvariantengebiet und Hochinzidenzgebiet.
    • Frankreich-Urlaubern drohen schärfere Reiseauflagen. Die Bundesregierung hatte im Sommer noch Südfrankreich zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt.
    • Laut Auswärtigem Amt ist die Einreise nach Frankreich z.B. aus Deutschland und aus allen EU-Staaten zwar noch möglich, wenngleich Frankreich auch sicher seine EU-Binnengrenzen bis Ende 2021 weiter kontrolliert.
    • Einreisende aus diesen Ländern mussten bisher noch einen höchstens 72 Stunden vor Reisebeginn vorgenommenen negativen PCR-Test an den Grenzen vorweisen.

    22.11.2021: Paris – Auch in Frankreich schnellen die Coronainfektionszahlen derzeit wieder in die Höhe. „Die fünfte Welle ist in Frankreich blitzschnell gestartet“, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal bei einer Pressekonferenz.

    „Wir beobachten einen sehr starken Anstieg bei den Infektionen, aber wir wissen auch, dass wir in Frankreich eine recht hohe Impfrate haben und unseren Nachbarn bei den Auffrischungsimpfungen voraus zu sein scheinen“, betonte der französische Staatssekretär und Regierungssprecher Gabriel Attal.

    Auch die Einführung des Gesundheitspasses im Juli habe dazu geführt, dass die Coronalage auch derzeit immer noch unter Kontrolle sei. In Frankreich sind fast 75 Prozent der Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. 
    3G-Regel: Seit Juli 2021 müssen die Franzosen beim Besuch von Restaurants, Cafés und vielen anderen Einrichtungen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder negativ auf das Coronavirus getestet wurden. (Quelle: www.aerzteblatt.de)


    Die Zukunft ist uns ungewiss… und macht das Leben schwer…

    (Der Liedtext – „Nehmt Abschied Brüder“ – stammt von einer alten schottischen Volksweise und basiert auf dem von dem Dichter Robert Burns (1758-1796) getexteten Lied Auld lang syne)


    Seit Ende August/September 2021 steigt – wie wir alle wissen – die Zahl an SARS-CoV-2-Infektionen kontinuierlich wieder an – mittlerweile sind wir wieder weit über dem bisherigen Maximalwert.

    Auch Erkrankte mit anfänglich mildem Verlauf sind nicht immer „überm Berg“, sondern können im Krankheitsverlauf nach ca. einer Woche plötzlich eine deutliche Verschlechterung erleiden.

    • Noch im April 2021 hatten wir wieder einen Höchststand bei Corona-Neuinfektionen seit 6 Monaten: Das zugrunde liegende Coronavirus hat sich mittlerweile in mehr als 200 Ländern extrem schnell ausgebreitet. Derzeit werden – WELTWEIT – dieser Reihe nach im „Worldometers folgende Länder angegeben: – DIE NUMMER 1 ist unverändert die  USA, (1) Indien (2), Brasilien (3), Russland (4), Frankreich (5) die höchsten Fallzahlen gemeldet. Aktualisierungen bitte – wie erwähnt – unten im „worldometers“ nachlesen.

    Ranking:

    • 02.01.2022: EUROPA und die Welt verzeichnet derzeit dem Ranking absteigend, am stärksten betroffen sind..
      USA-INDIEN-BRASILIEN-ENGLAND-RUSSLAND-FRANKREICH-TÜRKEIDEUTSCHLAND…usw.
      Die ersten 8 Länder mit den meisten COVID-19-Fälle...Deutschland steht nun an 8. Stelle…
    • THE VERY BEST: Alle aktuellen Daten sind hier nachzulesen im link – WORLDOMETERS hier unter:

    https://www.worldometers.info/coronavirus/


    Rückblick: CORONA – GENESENE:

    24.08.2021 – Berlin: Apotheken können nun auch Genesenen-Nachweise ausstellen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat die entsprechende Funktion im Portal freigeschaltet, wie auch Apotheken bestätigen.

    • Von Covid-19 genesene Patientinnen und Patienten können ab heute ein digitales Genesenen-Zertifikat in vielen Apotheken bundesweit bekommen. Die Funktion ist freigeschaltet; mittels des Verbändeportals schafft der DAV laut eigenen Angaben allen Apotheken einen sicheren Zugang über die Telematik-Infrastruktur (TI) auf den Zertifikatsserver des ausstellenden Robert-Koch-Instituts (RKI).
    • Wer als Patient:in eine entsprechende Apotheke in der Nähe sucht, kann diese laut DAV ganz leicht über das Verbraucherportal (Mein-Apothekenmanager.de) finden.
    • Genesene müssen den Personalausweis oder ein anderes gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild und den Nachweis eines positiven PCR-Tests, zum Beispiel mittels ärztlicher oder behördlicher Bescheinigung, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, in die Apotheke mitbringen.
    • Das digitale Genesenen-Zertifikat ist damit laut DAV nach den digitalen Impfzertifikaten für Geimpfte und Genesene ein weiteres digitales Produkt, das die deutschen Apotheken vor Ort für viele Menschen ab sofort ausstellen können… betonte der DAV-Vorsitzende Thomas Dittrich. (DAV= Deutscher Apotheken-Verband) Dittrich weiter: „Für Patientinnen und Patienten ist das Angebot kostenfrei“ .

    TEST…TEST…TEST: welcher Test ist der Richtige?

    Bei einem positiven PCR-Test können niedergelassene Ärzte aktuell auch eine Untersuchung auf eine Virusvariante veranlassen: Eine wesentliche Neuerung der Coronavirus-Testverordnung.

    Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) wurde vom Bundes-Ge­sundheits-Minis­terium (BMG) erneut angepasst.

    4.1 Impfstoffe/Wissen in diesem Abschnitt (siehe unten am Ende dieses Artikels bitte anklicken) werden alle bisherigen Corona-Testverfahren ausführlich beschrieben…


    Die PCR ist immer noch der Goldstandard in der Diagnose von SARS-CoV-2.

    PCR-Tests – Coronatests…. und was u. a. der Ct-Wert bedeutet:

    • Während der Pandemie haben sich Realtime-PCR-Tests zum Standard entwickelt. Die Sensitivität, also der Prozentsatz richtig erkannter Infizierter, liegt bei PCR-Tests, den Herstellern zufolge, bei nahezu 100 Prozent.
    • Der teure PCR-Test gilt also derzeit NOCH als »Goldstandard« für den Nachweis des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 anerkannt…
    • Man weiß inzwischen: Ein positiver PCR-Test ist nicht gleichbedeutend mit Infektiosität: Der PCR-Test ist bei der empfohlenen Abstrich-Technik stets, in einigen Fällen sogar mehrere Wochen, länger positiv als vermehrungsfähige Viren überhaupt nachweisbar sind.

    BEDEUTET POSITIV GETESTET AUCH GLEICHZEITIG ANSTECKEND? Je niedriger der Wert, desto ansteckender ist man…

    • PCR-Corona-Test:
      Was der Ct-Wert und der „Interleukinwert“ (IL-6) bedeuten:
      Der Ct-Wert (engl. cycle-threshold-Wert) gilt als ein Maß für die Infektiosität:
      Ein hoher CT-Wert bedeutet, dass eine Person eine niedrige Viruslast hat und wenig ansteckend ist.
      Ein niedriger CT-Wert sagt aus, dass eine Person eine hohe Viruslast hat und hoch ansteckend ist.
      Ein CT-Wert von größer 30 gilt als Richtwert des Robert Koch-Instituts dafür, dass ein Infizierter nicht ansteckend ist…

    Der Ct-Wert gibt also an, ob ein Coronavirus-Infizierter tatsächlich auch ansteckend ist. Zumindest theoretisch… Praktisch ist der Ct-Wert nur ein Richtwert für die Ansteckungsgefahr, weil PCR-Tests nicht standardisiert und die Ergebnisse abhängig von der Probenentnahme sind.

    Ein – unter anderem – in diesem Fall hoher Ct-Wert (> 30) deutet – wie oben schon erwähnt – auf eine geringe Viruslast und somit geringe Ansteckungsfähigkeit hin, die z.B. ein Argument für die Entlassung aus einer Quarantäne sein kann. Deshalb sollte man den behandelnden Arzt immer hierzu befragen.

    CAVE: Ein „niedriger“ (!) Ct-Wert sagt aus, dass eine Person eine recht „hohe“ Viruslast hat und auch „hoch“ ansteckend ist.
    WISSENSWERTES: Was die Aussagekraft des Ct-Werts immer einschränkt: Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass der Ct-Wert nur einen semiquantitativen Messwert darstellt und von Labor zu Labor nicht unmittelbar verglichen werden kann… (!)


    „Interleukinwert“ (IL-6)

    Ein erhöhter IL-6 – Wert – als Biomarker – kann – bei einer Corona-Erkrankung – den Verdacht auf „Lungenversagen“ voraussagen:

    Der „INTERLEUKIN-WERT“ (= Parameter für stationäre Aufnahme): Bei Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen ist auch die Konzentration von Interleukin-6 im Blut stark erhöht. Ein erhöhter Zytokinspiegel lässt dagegen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch recht frühzeitig die Notwendigkeit eines Intensivaufenthaltes im Krankenhaus erkennen. 


    PCR-Tests werden von verschiedenen Herstellern produziert.

    • LABOR: „PCR-Tests sind ausdrücklich für die Infektionsdiagnostik zugelassen. Der Hersteller legt fest, für welche Erreger der Test einsetzbar ist.“ sagte Gabriele Köhne, Sprecherin des Verbandes der Diagnostica-Industrie.
    • PCR-Tests kommen nur leider – wie gesagt – nicht zwangsläufig alle zu den gleichen Testergebnissen.
    • Eine Normierung des PCR-Tests wäre auf Dauer aber sehr wichtig, um belastbarere Aussagen darüber zu treffen, ob ein auf SARS-CoV-2 positiv Getesteter wirklich ansteckend ist oder nicht. Es ist zum Beispiel ein Unterschied, ob nur ein Rachen-Abstrich oder ein Nasen-Rachen-Abstrich gemacht wird.
    • Zur Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion hat sich der NasenRachenAbstrich zum Nachweis von Virusgenen etabliert. Bitte darauf achten…(!)
    • Der mit Rachenabstrichen vorgenommene PCR-Test ist im Übrigen auch nur in der „ersten“ Woche (bei Verdacht auf Infektion) zuverlässig. Anschließend kann das Virus im Rachen verschwinden, während es sich in der Lunge weiter vermehrt. Am Tag des „Symptombeginns“ testen rund 40 % der Patienten. Am achten Tag nach vermuteter Exposition (Ansteckung) zeigte sich aber bisher doch die beste Sensitivität mit rund 80 %. Neben dem – zuerst an der Berliner Charité entwickelten – Test haben weitere Institutionen mittlerweile eigene Tests entwickelt. (Quellen: RKI)
    • Bleibt als Fazit: An PCR-Tests wird derzeit wohl erst einmal kein Weg vorbeiführen.
      Zwei wesentliche Nachteile der PCR-Tests: Sie sind mit rund 80-100 Euro einfach noch recht teuer…Solche Untersuchungen sind methodisch anspruchsvoll und kosten in den Laboren Zeit. Sie eignen sich weder für kleine Arztpraxen noch für Laien.
    • Diese Tests werden derzeit im Oktober 2021 teilweise um die Hälfte billiger – Preisvergleiche lohnen sich … da die Test ja nun nicht mehr bezahlt werden…

    ANTIKÖRPER-TESTS:

    Wie der Name schon sagt, basieren Antikörpertests auf dem Vorhandensein von Antikörpern. Diese werden vom menschlichen Immunsystem als Antwort auf eine Infektion mit einem Krankheitserreger selbst hergestellt. Eine zurückliegende Infektion mit SARS-CoV-2 lässt sich durch die Aufspüren von Antikörpern auf das Virus nachweisen. Antikörpertests können im Labor vorgenommen werden, es gibt aber auch bereits die günstigeren Schnelltests. Doch wie sicher sind diese? Das weiß man im Moment noch nicht so ganz genau…


    Eine schnelle und einfache Methode, um Personen zu testen, die keinerlei Symptome von COVID-19 haben – aber vielleicht das Virus trotzdem weiter verbreiten:

    • Einfach funktionieren hier die sog. „Lateral-Flow-Tests“, wie man sie von Schwangerschaftstests kennt.  Gibt es auch im Test-Center und in Apotheken. Grundlage ist die Chromatographie. Der große Vorteil: Ergebnisse liegen in 15 Minuten vor. Roche und Abbott beispielsweise geben als Sensitivität 96,52 Prozent an: Von Abbott gibt es so einen Antigen-Schnelltest bereits schon länger.
    • Das Testen von Lateral Flow Devices (LFD) ist eine schnelle und einfache Methode, um Personen zu testen, die keine Symptome von COVID-19 haben, aber möglicherweise das Virus noch verbreiten. Etwa jeder Dritte mit COVID-19 hat keine Symptome. Ein Test, der diese ansonsten verborgenen Fälle schnell erkennt, ist daher ein sehr nützliches zusätzliches Instrument zur Bekämpfung des Virus.
    • Der Test benötigt virales Antigen in ausreichender Menge. Deshalb wird hier mit Nasenabstrichen gearbeitet: eine Technik, die sich für Laien nicht unbedingt eignet: Das hat aber auch noch einen anderen Grund: Kits zum Nachweis meldepflichtiger Erkrankungen gehören laut Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) nur in die Hand von Health Professionals...
    • Die klinische Bewertung durch Public Health England (PHE) und die Universität Oxford zeigt, dass die Tests am besten funktionieren, wenn die Viruskonzentration am höchsten ist. Mit diesen Tests wurden bereits Tausende positive COVID-19-Fälle – die keine Symptome zeigten – festgestellt.

    Antigen-Schnelltests gibt es schon länger, aber auch noch andere neue Methoden werden derzeit mit Hochdruck geprüft…und das braucht alles seine Zeit…

    • Studie: „Antigentests“ schlagen nur bei höherer Konzentration von SARS-CoV-2 an!
    • Antigentests sind beim Nachweis von SARS-CoV-2 weniger genau als der Gennachweis mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Die Sensitivität steigt jedoch mit der Konzentration der Viren im Abstrich an, so dass hoch-ansteckende Personen „vermutlich“ auch erkannt werden. 
    • Die einfachste Form von Antigentests sind sogenannte Diffusionstests, die – wie oben erwähnt – auch wie ein Schwangerschaftstest funktionieren und aussehen. Als Probe wird Speichel verwendet. In den Produkten befindet sich ein Medium mit einem Antikörper, der das virale Antigen aus der Probe bindet und eine Farbreaktion auslöst. Schnelltests ist nicht gleich Schnelltest. Die Antigenschnelltests zu SARS-CoV-2 weisen erhebliche Qualitätsunterschiede auf. (www.aerzteblatt.de)

    Die „Antigen-Tests“ seien also (bei nur kurzfristig erforderlichem Ergebnis) eine denkbare Ergänzung: Ihre Resultate müssten aber sicherheitshalber durch PCR-Tests bestätigt werden

    • Zur „Akutdiagnostik“ eignen sich Antikörpertests nicht. Und wie lange die Antikörper im Blut überhaupt persistieren, ist immer noch unklar.

    Der Markt ist groß, und viele Firmen sind derzeit im Rennen. Es gibt also immer wieder neue Teststrategien, aber sicher ist sicher…möglichst in ärztlicher Hand... (Quelle: DOC-CHECK – Dipl.-Chem. Michael van den Heuvel -Medizinjournalist-)

    Schnelltests weniger sensitiv gegen Omikron

    28.12.2021: Laut der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA weisen die Antigen-Tests eine geringere Sensitivität bei Omikron auf. Sie erkennen Omikron nicht so gut wie bisherige Varianten. Demnach könnte dies zu vermehrten falsch-negativen Testergebnissen führen. Im Rahmen der Untersuchung führten die Forscher die Schnelltests mit Patientenproben durch, die bereits mit der Omikron-Variante infiziert waren.

    FDA: „Es ist wichtig zu beachten, dass die Labordaten die laufenden klinischen Studienbewertungen mit Patientenproben mit Lebendviren nicht ersetzen.“ Die Laborergebnisse basieren vor allem auf Experimenten mit lebenden SARS-CoV-2Viren; zuvor hatte die Behörde die Untersuchung mit inaktivierten Viren durchgeführt und keine Unterschiede zwischen den Varianten ermitteln können.

    Schnelltests: Antigen-Tests weisen generell eine niedrigere Empfindlichkeit auf als PCR-Tests und erkennen oft keine frühe Infektion. Daher empfiehlt die FDA: Wenn der Antigen-Test negativ ausfällt, obwohl eine COVID-19-Infektion wahrscheinlich ist und Symptome vorhanden sind, sollte unbedingt noch ein PCR-Test durchgeführt werden.


    TÄGLICH „AKTUELLE“ DATEN findet man – wie oben erwähnt – im worldometers… so hat das Virus nun – nach über 1,5 Jahren –

    …praktisch jedes Land der Erde erreicht, wie die Johns Hopkins University Daten zeigen. Und selbst in die Länder, aus denen keine Fälle gemeldet wurden, dürfte SARS-CoV-2 längst vorgedrungen sein

    • Insgesamt wurden (02.01.2022) weltweit über 290 Millionen Infektionen und über 5,4 Millionen Todesfälle registriert.
    • Allein in Deutschland gibt es knapp 7,82 Mio. Erkrankte und über 112 Tausend Todesfälle.
    • Die meisten Covid-19-Fälle und -Toten verzeichnen derzeit die USA. Über 55 Mio. Erkrankungen und fast 900 Tsd. Tote… Außerdem haben noch 25 weitere Länder die „Eine-Million-Fälle-Marke“ überschritten, darunter – wie erwähnt – auch Deutschland…
    • Die Liste der Länder und Gebiete und ihre kontinentale regionale Klassifizierung basiert auf dem Geoschema der Vereinten Nationen. Das „Live–Update“ im WORLDOMETERS erfolgt dort stündlich… sagt man… Nun nach den – im Frühjahr 2021 – zunehmenden Impfungen gegen Corona…und dem Lockdown – werden die Infektionszahlen wohl derzeit im Juni/Juli 2021 wieder niedriger… doch der Kurvenverlauf wird – wie nun erlebt (im August 2021) wieder erneut ansteigen… die 4. Welle lag damals schon in der Warteschleife…eine never-ending-story…

    Wie war das eigentlich noch im Jahre 2020? Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verbesserte sich – wie wir heute wissen – auch im Sommer 2020 nur kurz die Lage in Europa, aber wenig später in Europa und „global“ sah man erneut ab Herbst 2020 bzw. Anfang des Jahres 2021 eine deutlich rapide Verschlechterung – bzw. ein immer wieder erneutes „Aufflammen“ in der Coronavirus-Pandemie, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus.
    Ein ständiges AUF und AB… als Zukunftsvision?
    Auch in Osteuropa, Zentralasien, Australien und Lateinamerika gebe es immer noch bis heute – im Oktober 2021 – deutlich rasant mehr neue Erkrankungs-Fälle. Brasilien war immer auch ein hohes Epizentrum des Virus. Und in den USA ist die Zahl der Infektionen immer noch wesentlich höher als hier. (Quelle: www.faz.net)


    • Auch das „European Centre for Disease Prevention and Control (CDC)“ ist vor allem für Ärzte und Wissenschaftler eine hervorragende Informations „Quelle“… Ebenso zu empfehlen ist die interaktive Karte der bekannten „John Hopkins“ University:

    https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6


    Island… Frühere Vorbild-Funktion – ade…?

    • „BEI UNS“ in den westlichen Ländern werden nur Menschen getestet, die Symptome haben oder zu haben scheinen…In ISLAND war dies gleich zu Anfang ganz anders, dort ging man schon früh einen Weg, die gesamte Bevölkerung lückenlos zu testen, um so eine reelle Aussage zu bekommen, wieviele Menschen unauffällig doch den Virus in sich tragen und diesen unbewusst zu verbreiten… Clever!
    • Na, ja…ist ja auch ein sehr kleines Landdas heute aber seit August/September 2021 erneut von Covid-19 wieder stark betroffen ist… sich in Sicherheit wiegen…kann also brandgefährlich sein..
    • 07.11.2021: Die 7-Tages-Inzidenz für Island beträgt aktuell 222,2 . Trotz hoher Impfquote von : 81,7 (!!!) (vollständig).
    • So hat unverändert Island zudem auch noch vorbildlich eine der höchsten COVID-19-Impfquoten weltweit.  Die gute Nachricht ist: Die Impfbereitschaft der Isländerinnen und Isländer ist sehr hoch. Man impft derzeit fast die komplette Bevölkerung…das Land verfügt über ein absolut modernes, stabiles GesundheitssystemWenn da nur nicht das mutierte Delta-Virus wäre…

    Brasilien – und seine vermeidbare Katastrophe:

    Brasilien steht – nach Indien – immer noch an 3. Stelle mit den höchsten – Covid-19 – Fällen weltweit: Präsident „Jair Bolsonaro“ und seine vermeidbare Mega-Krise – Was Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro immer wieder als „kleine Grippe“ verharmloste (und 2020 selbst auch „Corona – positiv“ getestet wurde), hat sich dort – nun mehr und mehr für alle Menschen – zu einem katastrophalen Desaster entwickelt. In Brasilien ist neben ihm – auch die First Lady Michelle Bolsonaro schon früh positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    Bolsonaro – Kommentar: „Menschen sterben… So ist das Leben“…

    • Der brasilianische Präsident fordert seine Landsleute auf, „sich dem Virus zu stellen“. Es gebe nichts zu befürchten.
    • Der Staatschef aber verharmlost unverändert die Pandemie weiterhin
    • Pandemie-Missmanagement hin, Korruptionsvorwürfe her: Die Beliebtheitswerte des brasilianischen Präsidenten sind unverändert hoch.
    • Die aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-University* sprechen allerdings Bände: Brasilien ist unverändert der neue, alte Corona-Hotspot, eine Katastrophe folgt dort nach der anderen…auf Kosten von tausenden Menschenleben.

    >>> HOT-SPOTS: Brasilien (3) steht schon immer oben an 3. Stelle direkt hinter Indien (2) – wie erwähnt – im „Ranking“ des worldometers…

    Es waren zunächst im OKTOBER 2021 – IM BRASILIANISCHEN FRÜHLING – zuletzt rückläufigen Zahlen – nun zum neuen Jahr 2022 gibt es erneut hohe INFEKTIONSZAHLEN.

    Brasilien verzeichnet neuen Höchststand an Coronainfektionen

    19. Januar 2022: Wie in zahlreichen anderen Ländern hatten die Infektionen zuletzt wieder deutlich angezogen. „Der Höhepunkt dürfte im Februar 2022 erreicht sein und die Situation könnte sich wieder stabilisieren“, erklärte die Epidemiologin Ethel Maciel von der Hochschule Universidade Federal do Espírito Santo (Ufes). „Aber wir wissen noch nicht, wie sich der Karneval auswirken wird“, der nun Ende Februar beginnt, warnte sie.

    Der Straßenkarneval wurde in den meisten brasilianischen Metropolen bereits abgesagt. Es ist immer noch unklar, ob die Paraden der Sambaschulen im symbolträchtigen Sambodrom von Rio de Janeiro überhaupt stattfinden wird. (© afp/aerzteblatt.de)



    DIE USA

    Sommer – 21.08.2021: HOT-SPOTS: In den USA-Bundesstaaten stieg im vergangenen Sommer erneut die Zahl von Infektionen (über 37,6 Mio) und Klinik-Aufenthalten und fast 630 tausend Toten. primär dort, wo auf Trumps Druck mit einem „Re-Opening“ zu früh begonnen wurde. „Die Heilung darf nicht schlimmer werden als das Problem“, lautete damals Trumps Mantra.

    Na…das Thema Trump ist ja nun nach Bidens Wahlsieg hoffentlich – zumindest für die nächsten vier Jahre – erledigt..

    • In Texas, Florida, Georgia konnte man nun die verheerenden Konsequenzen der missglückten Trump-Aera besichtigen. Der republikanische Gouverneur von Texas sprach im Sommer 2020 damals von einem „massiven Corona-Ausbruch in den gesamten USA“ und flehte seine Bürger an, daheim zu bleiben.
    • Und Trump? Der appellierte offenherzig, man möge weniger testen, dann gebe es weniger Covid-Fälle. (Quelle vom 26.8.20: „msn-Nachrichten“ von Microsoft News.)
    • 2020 – USA-RETTUNGSPAKETE…damals: Rund 269 Milliarden Dollar wurden 2020 anfangs ausgeschüttet: Um Menschen in der Corona-Krise direkt zu helfen, versendete die Regierung von US-Präsident Donald Trump Schecks in Höhe von mindestens 1200 Dollar an Betroffene.
    • Diese wurden irrtümlich aber auch an mehr als eine Million Tote verschickt, wie der US-Rechnungshof in einem Bericht schreibt. Demnach gingen bis Ende April fast 1,1 Millionen Zahlungen mit einem Gesamtwert von knapp 1,4 Milliarden Dollar an Verstorbene, die nun auch noch zurückgezahlt werden sollen… unglaublich. (Quelle: „msn“ von Microsoft News)
    • Das gesamte Rettungspaket, das auch Hilfen für krisengeplagte Konzerne sowie kleine und mittlere Unternehmen vorsah, hatte letztes Jahr einen Umfang von rund zwei Billionen Dollar.

    RUSSLAND

    Russland war damals noch im Herbst 2020 (direkt nach Brasilien) – wie auch heute noch – bereits schon das Land mit den „viertmeisten“ Corona-Infektionen der Welt – (Quelle: Das weltweite „Ranking“ ist oben im „worldometer“ nachzulesen).


    Deutschland steht nun weiter unten im Ranking in der Tabelle an 8. Stelle… unser Nachbar Frankreich liegt leider noch – wieder deutlich zurückgestuft – immer noch auf Platz 6 – der mit am stärksten betroffenen Länder.


    DIE GEFAHR: Es gibt derzeit leider noch nur recht „begrenzt“ wirklich aussagefähige „epidemiologische“ Modellrechnungen:

    Die Dunkelziffer…

    • Für das Virus „SARS-CoV-2“ sind zwar schon einige epidemiologische „Schätzungen“ bekannt, deren Aussagen aber mit größter Vorsicht betrachtet werden müssen, weil vor allem „erhebliche“ Unsicherheiten im Hinblick auf „genaue“ epidemiologische Kennzahlen und die Anzahl der „asymptomatischen“ Verläufe bestehen:
    • Möglicherweise werden etwa nur fünf Prozent aller Infektionen überhaupt identifiziert! Die „Dunkelziffer“ scheint doch sehr hoch zu sein.
    • Dazu kommt noch, dass derzeit nur getestet wird, wenn Symptome vorliegen, so liegt wohl die Dunkelziffer der „asymptomatisch“ Infizierten doch wesentlich höher… und die Gefahr bei einem Re-Opening steigt… und steigt wieder…

    Pest, Cholera, Spanische Grippe, Corona: Seuchen gabs schon immer auf unserer Welt

    WIE ES FRÜHER WAR – AM RANDE ERWÄHNT: Diejenigen Fälle von „früheren“ Virus-Epidemien wie z.B. „SARS“ (ab 2002: 8000 Fälle/800 Tote) und MERS (ab 2012: 2.494 Fälle/858 Tote) sind nun derzeit jedenfalls schon bei weitem millionenfach „übertroffen“ … EIN TRAURIGER REKORD…
    Als Inbegriff der Seuche gilt heutzutage noch die Pest, die im 14. Jahrhundert in Europa wütete und mehr als 20 Millionen Menschen dahinraffte. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte dann der Schweizer Arzt Alexandre Yersin den Pest-Erreger – heute ist dieser benannt nach seinem Erfinden mit dem wissenschaftlichen Namen: Yersinia pestis.

    Und erst 1942 kommt mit dem Wirkstoff Penicillin, entdeckt vom Briten Alexander Fleming, das erste Antibiotikum gegen Bakterien auf den Markt .Im Mittelalter entstanden im Norden Deutschlands die ersten Pesthäuser, um Erkrankte zu isolieren. Das erste Gesetz zur Seuchenbekämpfung entstand 1400 in Deutschland… Diese Formen der Seuchenkontrolle gelten heute als absolut beispielhaft in der Medizingeschichte – und finden bis heute Anwendung, wie zum Beispiel in der Abschottung ganzer Viertel, Städte, Regionen und Länder zu Beginn der Corona-Pandemie… Nachzulesen bei Quelle: ndr.de/Geschichte…

    MEINER ANSICHT NACH IST DER ENGLISCHE BEGRIFF „SOCIAL DISTANCING“ absolut Unsinn: Eigentlich müsste es „PHYSICAL“ Distancing heißen, da es nicht darum geht, dass wir die „soziale“ Nähe einschränken, sondern nur die „physische“ Nähe zwischen Personen durch entsprechenden Schutz sorgsam einschränken! Die Begrifflichkeiten sind nicht conform.


    Die „Corona-Tsunami-Welle“ hatte Ende 2020 noch lange nicht den Strand erreicht…die Welle war wohl nur kurz im Rückzug…um nun mit Macht 2021/2022 zurückzukehren… ein Auf und Ab… endlich oder unendlich? 1…2…3…4…Wellen?

    Wir folgen weiter dem roten Faden…und das ist der Geduldsfaden…


    Die „Reproduktionszahl“ Ro

    • Eine wichtige prognostische Größe – die auch von VIROLOGEN immer wieder genannt wird – ist die „Reproduktionszahl“, auch „RO“ (R-NULL) genannt: Sie gibt an, wie viele Menschen „EIN“ INFIZIERTER ansteckt.
    • Ziel ist es, diese Zahl UNTER 1 zu senken: Je kleiner diese Reproduktionszahl ist, desto flacher die Erkrankungskurve. „R0“ ist vor allem wichtig, weil anhand dessen berechnet werden kann, ob die derzeit zur Verfügung stehenden Intensivbetten ausreichen werden.
    • Diese Zahl war Anfang Mai 2020 unter 1…nach der „Öffnung“ ist sie derzeit wieder im Anstieg begriffen…Das alles sind allerdings nur „Schätzwerte“ und keine Messwerte!
    • Die (R0) Basisreproduktionszahl (Zahl der Ansteckungen bei einer infizierten Person) lag also im März 2020 bei Covid-19 zwischen 2 und 2,5 was damals dann auch zum kurzzeitigen Shutdown führte.
    • Auch die Mortalität von Covid-19 ist bislang weltweit mit über 4,2 Millionen Todesfällen wesentlich höher als bei normalen saisonalen „Grippewellen“. Für die Influenza liegt die Rate durchschnittlich jährlich unter 0,1%.

    Auch die Frage, wie viele Personen „von einer Person“ im Mittel angesteckt werden (R0), ist noch nicht wirklich völlig geklärt:


    • Januar 2021: „Die Fallzahlen könnten nicht nur exponentiell wachsen, sondern mittels Eindämmungsmaßnahmen auch exponentiell sinken“ , bekräftigte damals Drosten. Selbst minimal erscheinende Veränderungen der Reproduktionszahl hätten große Auswirkungen: Liege der R-Wert bei 0,9 – dauere es nach einer Faustformel etwa einen Monat, bis sich die Zahl der Infizierten halbiere – bei einem R-Wert von 0,7 nur eine Woche. Der R-Wert beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt. So lag er laut RKI-Angaben noch zu Jahresanfang (19.01.2021) bei 0,87.
    • 7-Tage-R-Wert: Laut Situationsbericht des RKI lag die Ansteckungsrate (Reproduktionszahl) mit dem Coronavirus in Deutschland im Januar 2021 noch bei 1,01 (7-Tage-RWert). Die Reproduktionszahl R bezeichnet die Anzahl der Personen, die ein Covid-19-Infizierter im Durchschnitt angesteckt.

    „Ro“: BASIS-REPRODUKTIONS-ZAHL:

    RO=Begriff aus der „Infektionsepidemiologie“ – (R0 = ausgesprochen „R-naught“ oder „R-zero“) :

    Mit Hilfe der Basisreproduktionszahl „R0“ kann man also nur „abschätzen“, wie die Ausbreitung zum Beginn einer Epidemie verläuft und welcher Anteil der Bevölkerung immun bzw. durch Impfung immunisiert sein muss, um eine Epidemie zu verhindern.

    • Über 83 Millionen Menschen leben derzeit in Deutschland:
    • Seit Wochen geistert eine Zahl durch die vom Coronavirus gebannte Republik: Mindestens 60 bis 70 Prozent der Deutschen werden sich wohl bereits mit Sars-CoV-2 infiziert haben.…
    • Einer derjenigen, der diese Zahl in die Welt gebracht hat, ist der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. Im täglichen NDR-Podcast erklärte er bereits Anfang März 2020, wie diese Zahl zu verstehen ist.
    • „Diese 60 bis 70 Prozent sind eigentlich nur eine Zahl, die sagt, wann die Pandemie vorbei ist“, erklärte der Experte, der auch die Bundesregierung berät.
    • „Herden-Immunität“ nenne man das, es muss eine sehr weite „Durchseuchung“ geben. Dazu später mehr
      Wenn ein Virus sehr schnell übertragen wird, hat man eine hohe R0...
      Zum Beispiel haben die gefährlichen „Masern“ eine hohe RO. Gott sei Dank gibt es hier schon lange eine Masern-Impfung. Hierzu ist nun eine Reglementierung (bei Kindern) vom Staat geplant: Es dürfen derzeit (ab März 2020) nur noch nachweislich „Masern geimpfte“ Kinder/Jugendliche/Erzieher/Lehrer den Hort bzw. die Schule besuchen.

    RÜCKBLICK… wer lernt hieraus?

    • September/Oktober 2020 – die Reproduktionszahl (Ro ) stieg damals wieder in Deutschland nach den Lockerungsmaßnahmen (bzw. den Sommer-Urlaub nicht nur an Europas fernen Stränden) an – Ohne MNS oder Abstand – war dies abzusehen… wir haben von damals nichts gelernt… 2021 im Spätsommer – gleiches Bild – gleiche Situation… die 4. Welle ist da…

    DAMALS ZU BEGINN DES INFEKTIONSGESCHEHENS – NACH RKI-ANGABEN:

    Nach RKI-Schätzungen lag damals bereits der Sieben-Tage-R-Wert mit Datenstand vom 11.9.2020, schon bei 1,04. Dieser R-Wert zeigt das zurückliegende Infektions-Geschehen von vor 8 bis 16 Tagen an.

    23.09.2020: Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist damals also schon recht früh ein erneuter erweiterter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten gewesen.

    17.10.2020: In Deutschland wurde der R-Wert dann schon ansteigend auf 1,56 geschätzt, allein im Saarland lag er damals schon bei 2,0 – das heißt ein Infizierter steckte im Schnitt zwei weitere Menschen an. 


    Immunisierung damals in Deutschland

    • August 2021: Nimmt man nur den Anteil der vollständig Geimpften an der volljährigen Bevölkerung, also allen ab 18 Jahren, liegt der Wert höher: Laut Klaus Holetschek (*1964) haben fast 70 Prozent mindestens eine Impfung… „und rund 60 Prozent der Volljährigen haben schon den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus“.
    • In Bremen und im Saarland ist nach Daten des Robert-Koch-Instituts nun mehr als jeder Zweite vollständig immunisiert. (Anm.: Klaus Holetschek (MdL) ist ein deutscher Jurist und Politiker, Memminger Landtagsabgeordneter und Staatsminister für Gesundheit und Pflege) .

    „Das ist jetzt der Moment unser aller „Selbstverantwortung“. Wir müssen verstehen, dass wir uns wirklich auch alle an diese bisherigen Maßnahmen halten müssen. Wir dürfen nicht glauben, schlau zu sein, wenn wir diese umgehen. Wir müssen unsere Gesundheit und die unserer Liebsten schützen.“ – Zitat von „Giuseppe Conte“ (als Ministerpräsident von Italien)


    Stephen Riley, Forscher für Infektionskrankheiten am Imperial College London:

    „…Vollständig geklärt sei bisher noch nicht, „ob überhaupt der Schutz vor Infektiosität nach der dritten Dosis im gleichen Maße nachlassen wird“…. trotzdem seien „Booster“ das Einzige – das wir bisher in der Pandemie bereits haben…

    Vorbeugende BOOSTER-Impfungen… sind sie die Zukunft?

    DELTA: 19.08.2021: Jeder zehnte Corona-Patient in deutschen Kliniken ist derzeit trotz vorhandener Impfung erkrankt:

    „Extrem wichtig ist es deshalb, dass jetzt insbesondere den Patienten, die ein gedämpftes Immunsystem haben, eine dritte Impfdosis als Booster angeboten wird“ …

    • „Aktuell haben wir in Nordrhein-Westfalen nur wenige – ca. zwölf bis 13 Prozent der schwer erkrankten COVID-Patienten – in den Kliniken mit Impfschutz“, sagte der Kölner Intensivmediziner Christian Karagiannidis von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Diese Quote dürfte auch der bundesweiten Quote entsprechen. (Quelle: © afp/aerzteblatt.de)

    Das, was sich im Augenblick gerade entwickelt und aufbaut zu einer vierten Welle, ist vor allen Dingen durch die Tatsache begründet, dass wir noch nicht so viele Menschen geimpft haben, wie einfach notwendig wäre, um diese Welle flach zu halten. Das Virus kann ungehindert zirkulieren unter den Ungeimpften.

    • KINDER…KINDER…
    • Dazu gehören leider auch die jüngeren Altersgruppen, also Kinder bis 12 Jahre, die bisher noch gar nicht geimpft werden können, oder die Jugendlichen, für die jetzt erst die Impfempfehlung von der STIKO herausgegeben worden ist. Da soll sich nun bald ändern… (Zitat: Epidemiologe Prof. Dr. TIMO ULRICHS ist Professor für Medizin, Mikrobiologie und Katastrophenhilfe an der Akkon-Hochschule in Berlin) .

    SYMPTOMLOS und trotzdem krank?

    SARS-CoV-2: Warum manche Menschen bei Covid-19 keine Symptome entwickeln

    Newcastle/EnglandDie Reaktion unseres Immunsystems entscheidet mit darüber, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 asymptomatisch verläuft oder zum tödlichen COVID-19 fortschreitet. Dies zeigt eine *Multi­Omics-Analyse, deren Ergebnisse jetzt in Nature Medicine (2021; DOI: 10.1038/s41591-021-01329-2) veröffentlicht wurden.

    • DIE ARMEE UNSERES KÖRPERS STEHT BEREIT:
    • Das Eintreffen der Viren in den Alveolen der Lungen ruft zunächst die Makrophagen auf den Plan, die zur „angeborenen“ Immunantwort gezählt werden. Dendritische Zellen begeben sich danach in die angrenzenden Lymphknoten, um dort die spezifische Immunantwort zu alarmieren, die B- und T-Zellen auf den Plan ruft. Gleichzeitig werden Signale ins Knochenmark gesandt, um Nachschub für die verbrauchten Makro­phagen anzufordern. Diese Zellen der ersten Abwehrlinie werden durch Monozyten aus dem Blut ersetzt.

    Im Knochenmark werden außerdem „Megakaryozyten“ mobilisiert, welche die Produktion von Thrombozyten steigern. Wenn alles gut geht, werden die Viren von den Makrophagen solange in Schach gehalten, bis die B-Zellen mit der Produktion der spezifischen Antikörper begonnen haben. So werden die Aktionen der Immunantwort vom „Infizierten“ unter Umständen gar nicht bemerkt.

    • Gelingt aber die Abwehr der Viren nicht, kann es zu einer sehr schweren Erkrankung mit Hyperinflammation (übermäßige Entzündungsreaktion) und Zytokininsturm ( lebensgefährliche Entgleisung des Immunsystems) kommen, der die Erregerabwehr deutlich behindert. Bei COVID-19 kommt oft eine erhöhte Thrombose-­Neigung hinzu, die für viele tödliche Verläufe verantwortlich gemacht wird.

    • Warum Infektionen mit SARS-CoV-2 so unterschiedlich verlaufen können, versucht ein Team um Muzlifah Haniffa von der Universität Birmingham in einer sogenannten „Multi Omics Analyse“ zu ergründen.
    • Die Untersuchungen fanden im Rahmen der *Human Cell Atlas-Initiative statt, die seit 2016 einen Katalog aller im menschlichen Körper vorkommenden Zellen erstellt…
    • Anm.: *Multi Omics Analyse = komplexe Computer-Datenanalyse, um relevante Biomarker zu lokalisieren (z.B. bestimmte „OME“ wie das Genom oder Mikrobiom) und ausgeklügelte Marker für z.B. Krankheit und Physiologie zu erstellen.
    • Die *Multi Omics Analyse (MOFA) ist also dazu geeignet, in der biomedizinischen Forschung durch vergleichende Studien wichtige Zusammenhänge aufzudecken. (Quelle: Wikipedia)

    (Bericht-Auszug: www.aerzteblatt.de vom 21.04.2021):


    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123199/SARS-CoV-2-Warum-manche-Menschen-keine-Symptome-entwickeln?rt=f4e73df759403646ccdba5c396fcf5eb


    Excellente Wissenschaft:

    Anm.: Der *Human Cell Atlas ist ein Projekt zur Beschreibung „sämtlicher Zelltypen“ im menschlichen Körper. Diese Initiative wurde von einem Konsortium (s.o.) nach seiner Eröffnungssitzung in London im Oktober 2016 angekündigt. (Wikipedia) – Der „Human Cell Atlas“ wird sich in Zukunft auf fast jeden Aspekt der Biologie und Medizin auswirken und letztendlich zu einem tieferen Verständnis der grundlegendsten Einheiten und Prinzipien des Lebens führen.

    ALTERSVERTEILUNG DER „CORONA-INFEKTIONEN“ :

    21.08.2021: Welche Altersgruppe ist gerade am stärksten betroffen? Mit Impfungen sind die Älteren aus der Gefahrenzone gekommen. Eine vierte Welle könnte aber nun ganz besonders die Schulen treffen.
    Ein deutlicher Anstieg bei 5- bis 15-Jährigen zeigte sich nun bereits nach den Sommerferien…

    • 21.08.2021: COVID-19: In fast 90 % der Fälle sind die 15-34 jährigen Menschen derzeit die am meisten betroffene Gruppe. Siehe hier die aktuelle interaktive Skala unter diesem link zum anklicken:

    https://interaktiv.morgenpost.de/corona-inzidenz-kinder-alter-kita-schule/

    Bereits seit Ende Juli 2021 steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder – durch die hochansteckende Delta-Variante. Wie hart eine vierte Welle im Herbst wird, war damals noch unklar. Doch es zeichnete sich vor allem doch schon deutlich eine Welle der Ungeimpften ab. Die Pandemie trifft längst überwiegend die Altersgruppen, die sich erst spät impfen lassen konnten – oder überhaupt nicht: Die Kinder und Jugendlichen…


    CORONA-VIRUS-ERKRANKUNGEN IN DEUTSCHLAND

    • Die angegeben „links“ sind dafür da, hier aktuelle Zahlen/Daten sich selbst auf den entsprechenden websites anzusehen…

    Welche Aussagekraft hat eigentlich heutzutage die 7-Tage-Inzidenz, wenn immer mehr Menschen gegen COVID-19 geimpft sind?

    • Eine wachsende Grundimmunität durch z.B. eine Corona-Impfung in der Bevölkerung bedeutet keinesfalls, dass die 7-Tage-Inzidenz vernachlässigt werden kann.
    • Noch sind viele Millionen Menschen in Deutschland entweder noch nicht oder nicht vollständig geimpft, auch für Kinder unter 12 Jahren ist noch keine Impfung zugelassen.
    • Zudem schützt die Impfung nicht zu 100 %. Somit können sich also – wenn auch sehr selten – auch Geimpfte infizieren (schwere Verläufe sind in solchen Fällen jedoch äußerst selten) und könnten das Virus unter Umständen weitergeben – daher ist die AHA+A+L-Formel auch für Geimpfte weiterhin (unbedingt immer und überall) nach wie vor empfohlen.
    • Also sind Impfungen und gute Masken für diejenigen Menschen, die eine Intensivstation keinesfalls von der Bettseite erleben wollen, weiterhin die allerbeste Option…

    WICHTIGE QUELLEN – TÄGLICH MEHRFACH AKTUALISIERT:


    Schon historisch? Die vergangene Datenlage….
    wie alles im Frühjahr 2020 begann…

    Die Anzahl der neu“ übermittelten Todesfälle erschien im „April 2020“ schon relativ hoch, die Sterberate lag nach der Statistik erfasster Fälle damals bei 3,8 Prozent. In die Statistik fließen immer hauptsächlich Fälle ein, bei denen eine Corona-Infektion bereits vor dem Tod bereits bekannt war. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), hatte schon Anfang des Monats April 2020 gesagt, er halte die Todesfallzahlen in Deutschland für völlig unterschätzt. Nicht jeder Gestorbene sei zuvor auch getestet worden, sagte er. „Ich gehe davon aus, dass wir wesentlich mehr Corona-Tote haben, als offiziell gezählt werden.“ (Quelle: coliquio). Daran hat sich bis heute wenig geändert…

    „Pi mal Daumen“ – eine merkwürdige Formel…

    Viele Medien warten für ihre eigenen Auswertungen nicht erst auf die offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts, sondern rufen in einem teilweise automatisierten Prozess direkt die Zahlen der Gesundheitsämter, Ministerien und Staatskanzleien ab.


    • Deshalb sind diese Zahlen – denen der „Gesundheitsministerien“ oder des bundeseigenen Robert-Koch-Instituts (RKI) – oft recht wenig voraus und ungenau, die Methodik der Datenerhebung ist leider nicht so transparent wie bei den offiziellen Zahlen des RKI.

    WICHTIGER HINWEIS: Auch die weltweite „Datenlage“ ist immer noch heute hochdynamisch. So kann es bei den „aktuellen“ Fallzahlen auch hier bei uns in Deutschland zu „Abweichungen“ anderer Darstellungen kommen. Die offiziellen Zahlen fallen insbesondere zwischen dem Robert-Koch-Institut und den Meldungen der Bundesländer und Gesundheitsämtern – wie erwähnt – leider etwas „unterschiedlicher“ aus. Das liegt eben an den zeitlich abweichenden Ständen und den Meldeketten. Zudem kommt es auch bei der Zahl der „wieder gesundeten“ Menschen oft ebenfalls zu zeitlichen Verzögerungen.

    Nicht sehr schön…dass wir gerade die Worte lernen wie „Herden-Immunität“…“Durchseuchung“…

    „Herden-Immunität“?? Dies ist (wie auch in meinem anderen Blog-Artikel: „IMPFUNGEN… ja oder nein…? „ genau beschrieben) also der „Anteil“ einer Population (der „Herde“), welcher gegenüber „bestimmten“ übertragbaren „Infektionskrankheiten“ immun geworden ist:

    Experten beobachteten (Mitte April 2020) eine tendenziell langsame Abschwächung der Krankheits-Zahlen, die Hoffnung gab. So bemerkten wir aber in den letzten Herbstmonaten schon wieder einen neuen explosionsartigen Anstieg der Erkrankungszahlen… Seit Oktober 2020 gab es täglich wieder sehr hohe Neu-Erkrankungszahlen.


    • „Wir werden noch viele schwere Krankheitsverläufe sehen“, sagte RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn und Merkel.“
    • „Natürlich werden bei uns auch noch deutlich mehr Menschen sterben.“ Es handele sich eben um ein „pandemisches Virus“, mit dem sich insgesamt voraussichtlich mehr als „60 bis 70“ Prozent der „Bevölkerung“ in Deutschland infizieren werden.
    • Die “ Herdenimmunität“ bedeutet bei über 83 Millionen Einwohnern in Deutschland, (wenn 75% eine Infektion durchmachen müssen), enorm viele Todesfälle. Auch wenn es viele „stille“, unerkannte Infektionen geben mag und daher statt jetzt ca. 2,5 % Todesfälle der Erkrankten es nur 0,5 % der Infizierten wären, würde das immer noch >310 Tausend Tote bedeuten (ohne die dauerhaft Geschädigten) bis eine endgültige „Herdenimmunität“ erreicht wäre.
    • Vermeidbar ist diese hohe Zahl einzig und allein nur durch Kontaktvermeidung, alle anderen Schutzmaßnahmen und die baldige Entwicklung eines „Impfstoffes“ und wirksamer Therapie. Die etwas rückläufigen Zahlen im Frühsommer 2020 zeigten doch schon einmal die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen. Nun werden Schutzmaßnahmen teilweise im Frühjahr 2021 von ganzen Bevölkerungsgruppen als „Fake News“ in unserem Land negiert… Doch wir hören alle täglich in Funk und Fernsehen, was uns das bringt.

    Siehe hierzu Wissenswertes auch oben in der Leiste oder unten am Ende dieser Seite den interessanten, ausführlichen Bericht über: 3. Fake News


    Wenn der Alltag zurückgekehrt und alles wieder sich öffnet, ist die Vorsicht schnell vergessen –

    • dann erfolgt – wie wir schon letztes Jahr im September 2020 beobachteten – ein erneuter, gefährlicher Anstieg…so ist das eben… Dabei schienen ja Abstand, MNS und Vermeidung von Menschenaufläufen bei der Kontrolle der Infektionsrate doch gut zu helfen.

    ABSTAND…ABSTAND ist sehr wichtig… aber der Mensch hat auch ein gewisses Bedürfnis nach Wärme… was auch zu berücksichtigen ist:

    EINE PARABEL*:

    Das erinnert mich positiv an die wunderbaren Stachelschweine (von ARTHUR SCHOPENHAUER, Philosoph (1788-1816), die im strengen Winter vorsichtig zusammen rückten, bis sie den idealen Abstand zum Nächsten gefunden hatten:
    Es war einmal: An einem kalten Tag entwickelte eine Gruppe Stachelschweine ein allen gemeinsames Wärmebedürfnis. Um es zu befriedigen, suchen sie die gegenseitige Nähe. Doch je näher sie aneinanderrücken, desto stärker schmerzen die Stacheln der Nachbarn. Da aber das Auseinanderrücken wieder mit Frieren verbunden ist, verändern sie ihren Abstand, bis sie die erträglichste Entfernung zwischen „Wärme und Stachel-Stich-Verletzung“ gefunden hatten…
    (PARABEL*: Dies ist eine lehrhafte, auf einem Vergleich beruhende Dichtung)

    WENN DIESE VIRUS-ZEIT VORBEI IST…SOLL UNS DIE SCHOPENHAUER`SCHE Überlegung immer vor Augen stehen… Und natürlich sehr wichtig ist der „Abwägung“, die hohe Kunst der Improvisation…die wir jetzt in diesen Zeiten lernen.


    • Sehr viele Menschen würden sterben beim Versuch der unkontrollierten „Herdenimmunisierung“ ohne Rücksichten…(z. B. wie in Skandinavien), d. h wenn alles sich wieder für Jedermann öffnet.. Das kann sich jeder ausrechnen…um es einfach zu rechnen: 5 % Corona-Tote von 80 Mio. Menschen – ergeben immer noch 4 Mio.Tote…

    Rückblick

    Oktober 2020:

    Waren das damals alles seriöse epidemiologische Studien? Wenn man die damals überall veröffentlichten Zahlen der nachgewiesen infizierten Patienten zu der Zahl der Gesamtbevölkerung in Beziehung setzt, kommt man weltweit fast überall auf ca. 0,3 +/- %! – Nimmt man eine 10-fach erhöhte Dunkelziffer dazu, dann wären aktuell erst ca. 3% der Bevölkerung „durchseucht“ – von einer weltweit erwünschten Herdenimmunität (60 %) war und ist man da doch noch meilenweit entfernt….

    ES FUNKTIONIERT WOHL NUR MIT IMPFUNGEN:

    • Man kommt nicht umhin, endlich zu verstehen, dass man diese Herdenimmunität eben nicht so schnell wie möglich erreichen sollte, bei aller Ungeduld. Das ginge nur mit immens vielen Opfern und wäre auch wirtschaftlich sicher für alle das viel größere Disaster.
    • Wenn die einfachsten Regeln von uns Menschen einfach tatsächlich IMMER und korrekt befolgt werden würden, wie: Verdecktes Husten, Lüften. Nicht ins Gesicht fassen und Händewaschen… mind. 2 m Abstand zum Nächsten, MNS…dann wäre schon wenigstens etwas erreicht.

    STAY AT HOME … BE SAFE… AVOID THE BLUES…

    Wie alles 2020 begann…

    Die Sorge vor der neuen deutschen Welle war schon damals früh berechtigt…

    Wir werden das neue Virus wohl so schnell nicht wieder los…Mit der Öffnung von Schulen und Geschäften wollte Deutschland zunächst im Sommer 2020 nun doch erstmals wieder zur Normalität zurückkehren. Doch Wissenschaftler befürchteten damals schon früh, dass eine Lockerung der Distanzierungsmaßnahmen zu einer erneuten Infektionswelle führt. In dem Fall mussten die strikten Distanzierungsmaßnahmen wieder von vorn beginnen…das war dann im Oktober 2020 in einigen Städten schon Tatsache…auf dem „platten“ Land eher weniger.

    • Als Reaktion auf den erneuten Anstieg von Covid-19 hatten schon damals auch einige asiatischen Länder ihre Distanzierungsmaßnahmen wieder verschärft.
    • In Singapur mit einer damals recht hohen inzidenz von 392,1 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) sprach man sogar schon von einer fünften Infektionswelle – hier lassen Neuinfektion unter Gastarbeitern die Infektionszahlen erneut explodieren. In Singapur wurde damals auch künstliche Intelligenz (KI) in Form von „Robotern“ in Krankenhäusern zu Desinfektion oder in Parks eingesetzt, die die Menschen auf genügend Abstand aufmerksam machen u.a. Gute Idee…

    FOLGEN FÜR DIE WIRTSCHAFT – EINE RASANTE ZEITENWENDE –


    IMMUNITÄT

    WIE WERDE ICH EIGENTLICH IMMUN? FRAGEN ÜBER FRAGEN… Ab wann gilt man wieder als gesund?

    Wie war das doch noch erst kürzlich? Das Problem der vielen derzeit laufenden Immunitäts-Test-Studien ist schlicht und einfach noch fehlendes Wissen über die genaue Immunologie von dem neuen SARS-CoV-2.

    Laut Definition des Robert-Koch-Instituts [rki.de] muss man „nach drei Kategorien“ unterscheiden: Die Schwerst-Erkrankten im Krankenhaus, die Leicht-Erkrankten in häuslicher Isolation und die positiv Getesteten ohne jegliche Symptome.

    • Antikörper gelten – medizinisch gesehen – als hervorragende Marker dafür, dass der Mensch immun gegen ein Virus ist, Aber…nur weil unsere Körperabwehr hier anspringt, heißt das noch lange nicht, dass dies auch auf Dauer so ist, d.h. dass wir nun auch dauerhaft vor diesem Erreger geschützt sind….das wäre zu schön!
    • Z. Zt. laufen weltweit viele sog. „Antikörperstudien“, die versuchen, mit Tests nicht nur die „Dunkelziffer“ der Infizierten zu bestimmen, sondern auch eine der wichtigsten Frage zu klären: „Ist man NACH einer Corona-Infektion tatsächlich IMMUN gegen Sars-CoV-2? Und wenn ja, für wie lange? Wochen, Monate, Jahre?“ Ein Vergleich mit der schon lange bekannten Influenza – der Grippe-Erkrankung lässt uns so Einiges ahnen…

    So stehen also die Wissenschaftler hier alle noch am Anfang mit ihrem Wissen…da dieses spezielle Virus noch nicht lange genug in unserer Welt ist und uns „befallen hat“. Bei den früheren SARS-Ausbrüchen (2002/2003) hat man Überlebende jahrelang untersucht, bei den meisten „sank“ die Antikörperkonzentration bereits nach 2 Jahren deutlich wieder… Sars-CoV-1 und Sars-CoV-2 sind eng miteinander verwandt!! SIC!

    ENDLICH IMMUN?
    WENN MAN DAS NUR HEUTE SCHON WÜSSTEDurch die Antikörper-„Tests“ von infizierten Patienten lässt sich nur bisher der „Verlauf“ einer „Immun-Antwort“ genauestens beobachten. An der „Havard-Medical-School“ in Boston haben Tests mit bestimmten Rhesus-Affen – die mit dem Virus infiziert waren – ergeben, dass diese, auch wenn sie nur leicht infiziert waren, eine deutliche IMMUNANTWORT zeigten: Sie produzierten nämlich bestimmte Zelltypen, Antikörper und die wichtigen T-Zellen. T-Zellen sind übrigens schwieriger im Labor nachzuweisen, als Antikörper, daher sind sog. „Schnelltests“ dafür nicht geeignet.


    • IMMUNITÄTS-FRAGE?
      Nun möchte ich hier nicht in die weitere tiefe Wissenschaft einsteigen, sondern ganz einfach das folgende Ergebnis als vielleicht gute, aktuelle Nachricht aufzeigen:
    • Es scheint also tatsächlich so, dass vorhandene Antikörper und T-Zellen im Blut ein Beweis dafür sind, dass man „zunächst“ erst einmal vor einer weiteren Infektion mit dem Virus sicher ist. Doch leider sind da die Wissenschaftler doch noch recht skeptisch: Nur weil eine Immunantwort anspringt, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie auch gut und vor allem langfristig anhält… Diese Fragen sind also – mangels Wissen – noch völlig offen.

    IMMUNGEDÄCHTNIS?

    Unser Immunsystem „vergisst“ oft einfach irgendwann den Erreger wieder. Das gleiche Schema gibt es übrigens auch bei den „Schnupfen-Viren“ oder Grippe. Allerdings vermuten Wissenschaftler wohl eine „Kreuz-Immunität“ unter den sieben unterschiedlichen bekannten Coronaviren…wie oben in meinem Bericht schon ausführlicher erwähnt, gibt es davon sechs verschiedene alte Bekannte und nun eben noch DEN gänzlich “Neuen“ dazu… (Siehe hierzu Informatives auch in meinem anderen Blog-Artikel: „Impfungen“ ja oder nein…)

    Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“ (wirksam gegen behüllte Viren) geeignet. Siehe hierzu: Robert-Koch-Institut – Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie (Stand: 04.04.2020)

    „Kreuzimmunität“ …Kinder…Kinder…

    • Noch ist das Neue Corona-Virus – auch für Wissenschaftler – nicht gänzlich erforscht…wer also schon Schnupfen“ wegen anderer harmloser Corona-Viren hatte, könnte also evtl. gegen das NEUE Virus sogar schon gewappnet sein.aber wer weiß das schon…
    • „Kreuzimmunität“ ist vielleicht (??) auch eine Erklärung dafür, dass KINDER – die zwar genauso wie Erwachsenen das Virus übertragen können – jedenfalls seltener und weniger heftig an Covid-19 erkranken, als z.B. Senioren. Kinder haben ja in den Wintermonaten oft ständig Schnupfen…vielleicht sind da ja auch ein paar harmlose Coronaviren dabei gewesen…??
    • Bei anderen Viren allerdings, wie z.B. den MASERN, weiß man schon recht lange, dass Antikörper und T-Zellen nach einer „Impfung“ hier tatsächlich eine LEBENSLANGE Immunität bringen! Das ist aber eher immer noch eine Ausnahme…

    DESWEGEN ist eine Impfung gerade im Kindesalter auch so immens wichtig! Noch komplizierter wird es bei bestimmten Tropen-Erkrankungen (z.B. Gelbfieber), da weiß man sicher z.B., dass nur eine ganz bestimmte T-Zellen-Antwort vor einer erneuten Infektion schützt…aber unser Immunsystem ist extrem kompliziert und etwas für „echte“ Impf-Experten, die einen sicher auch hierzu gerne beraten!


    Was sagt uns der Experte?

    1…2…3…4…und schwupps ist die 5.Welle da…

    „Es zeichnet sich wohl schon deutlich ab… Im Winter 2022 kann es dann sein, dass wir wieder einen Anstieg bekommen, je nachdem, wie gut die Impfquote ist“, so Virologe Prof. Hendrik Streeck kürzlich im RTL-Interview. „Aber ich denke, es ist gut, wenn wir uns schon darauf vorbereiten, damit wir nicht wieder mit einem Lockdown reagieren müssen.“ 

    • Wir sind nun erst einmal vorsichtig optimistisch: Wenn wir nun im Jahre 2022 endlich alle einen wirksamen Impfstoff erhalten haben, könnte Covid-19 vielleicht einmal zu einer Erkrankung werden, gegen die sich Risikogruppen dann einmal im Jahr (wie bei der Grippe) impfen lassen müssten – und das war`s…und wir alle Menschen wären glücklich und zufrieden... Ja, wenn…


    Stephen Riley, Forscher für Infektionskrankheiten am Imperial College London: COVID-Impfung: Der Schutz der Anderen?

    „…Vollständig geklärt sei bisher noch nicht, „ob bzw. wie schnell der Schutz vor Infektiosität nach der dritten Dosis im gleichen Maße nachlassen wird“….Dabei werfen Booster-Kampagnen eine neue Unsicherheit auf, so Stephen Riley, Forscher für Infektionskrankheiten am Imperial College London.“. (Quelle: 10.11.2021 – Doc-check)


    Das Virus wird uns wohl unser Leben lang immer weiter begleiten…

    • „Wirds besser? Wirds schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich“ . – Erich Kästner (1899-1974) war ein bekannter deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Kabarettdichter.

    • Wir wissen derzeit noch nicht wirklich, wie oben erwähnt, ob es überhaupt eine konstante „Immunität“ nach SARS-CoV-2-Erkrankung geben wird oder ob es einen “Shift” wie beispielsweise beim „Influenza-Virus“ geben kann:
    • Als Antigen-Shift bezeichnet man die ständige „Änderung“ der Antigene eines Virus, die durch einen veränderten Gen-Austausch zwischen verschiedenen Viruslinien zustande kommt, also den ständigen Austausch genetischer Informationen zwischen verschiedenen Virusarten oder -subtypen untereinander. (DocCheck)

    NIEMAND KANN IN DIE ZUKUNFT SCHAUEN:
    Ärzte erwarteten nun nicht mehr im nächsten Frühling 2022 ein Ende der Pandemie: Unter Ärzten wächst der berechtigte Zweifel.

    Dr. Andreas Gassen (*1962) – Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung –  Optimist – rechnete viel zu früh mit einem Ende der Corona-Pandemie: „Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) damals noch im Herbst 2021 der Zeitung Rheinische Post .
    Bis dahin wird die Impfquote wohl noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden.“ Weit gefehlt… aber wer kann schon in die Zukunft blicken…

    Damals kannte Gassen die neue Variante Omikron noch nicht... Man muss in diesen Zeiten aber mit allem rechnen… Ein Wunsch – den wir wohl alle haben – Aber die neue OMIKRONVARIANTE macht uns mit ziemlicher Sicherheit hier noch im Frühjahr 2022 einen Strich durch die Rechnung,

    LICHTBLICK: Der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Kinderarzt PD Dr. Florian Hoffmann (*1978) rechnet nun ab 2022 auch mit neuen Impfstoffen für Kleinkinder und Säuglinge. „Wir gehen fest davon aus, dass es ab dem kommenden Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen“, sagte der Florian Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    Aktuell liefen verschiedene Studien von BioNTech und Moderna, zum Teil sogar mit Säuglingen. Einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren erwarte er bereits Ende 2021, so Hoffmann. Diese Gruppe werde eine deutlich reduzierte Impfstoffdosis bekommen.

    • AKTUELLE ZAHLEN – QUELLE: COVID-19 Impfdashboard / oder https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/

    21.01.2021: COVID-19-Update:

    Deutschland: Mit Verzögerung zu anderen EU-Ländern erreichen die COVID-19-Fallzahlen auch in Deutschland bisher unbekannte Höhen – Tendenz steigend. Am 21. Januar 2022, wurden – laut Robert Koch-Institut (RKI) – seit Beginn der COVID-19-Pandemie erstmals mehr als 100.000 Infektionen innerhalb eines Tages übermittelt. Auch die 7-Tage-Inzidenz erreichte mit 706.2 einen nie dagewesenen Höchststand (Vorwoche: 407,5; Vormonat: 315,4).

    Kurzes aktuelles COVID-19-Update einiger Nachbarländer:

    Vereinigtes Königreich: Im Vereinigten Königreich scheinen die Omikron-Zahlen endlich zu sinken. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen hat sich nun stabilisiert.

    Frankreich erreicht mit der durchschnittliche Zahl der über 7 Tage bereinigten COVID-19-Fälle einen Höchstwert (309.433), die 7-Tages-Inzidenzrate der Krankheit bleibt hoch (3.063/100.000), ebenso die Testpositivitätsrate (23,9 %). Experten sind dort jedoch der Meinung, dass die fünfte Welle wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht hat.

    Belgien: Die Hälfte aller in Belgien lebenden Menschen hat inzwischen eine COVID-19-Auffrischungsdosis erhalten, da die Zahl der neuen Fälle aufgrund der Omikron-Variante weiterhin rapide ansteigt. Laut des Virologen Steven Van Gucht ist jedoch keine bevorstehenden Flutwelle von Infektionen zu befürchten.

    Österreich: Hier zeichnet sich aktuell ein absoluter neuer Rekordwert ab: Die 7-Tage-Inzidenz wird mit 1288 angegeben. Die österreichische Regierung hat am Sonntag, den 16. Januar 2022, den Entwurf eines Gesetzes zur Impfpflicht vorgelegt. Die Impfpflicht soll ab Februar 2022 landesweit gelten.

    Schweiz: Die Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz liegt derzeit bei 29.151 und die 7-Tage-Inzidenz bei 2203,2. In der Schweiz stagniert die Zahl der COVID-19-Fälle – laut Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG) – auf einem sehr hohen Niveau.

    In Italien steigt die Zahl der Fälle weiter an, wenn auch langsamer als in der vergangenen Woche, und erreicht nach Angaben des Gesundheitsministeriums fast 2.000 Fälle pro 100.000 Einwohner.

    ZUM SCHLUSS DIE NACHRICHT
    aus dem noch jungen, neuen Jahr 2022:
    HOCHRISIKO-GEBIETE:
    Luxemburg, Schweden und Israel werden unter anderen nun Hochrisikogebiete.

    Beschränkten sich die Corona-Hochrisikogebiete im vergangenen November 2021 noch hauptsächlich auf Osteuropa, hat das Virus schon Anfang 2022 dank der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante mittlerweile fast jedes europäische Land fest im Griff. 

    Bei dem schon lange bisher als Hochrisikogebiet geltenden Frankreich kommen noch die Übersee-Departements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Saint-Martin und Saint-Barthélemy hinzu – wie auch die niederländischen Überseegebiete Aruba und Curaçao.

    07.01.2022: Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Luxemburg sowie fast 40 weitere Länder wegen hoher Coronainfektionszahlen im Januar 2022 ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete ein. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

    • Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.
    • Neben Luxemburg werden alsbald – unter anderem Schweden, Australien, Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Winterurlaubsziel Dubai, Israel und Kenia auf die Risikoliste gesetzt. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Hochrisikogebiete weltweit auf einen Schlag auf mehr als 100 Länder.
    • Das bedeutet, dass etwa jedes zweite Land weltweit wieder Hochrisikogebiet ist. Als einziges Land von der Liste gestrichen wird die Ukraine. Von den Nachbarländern Deutschlands ist nun nur noch Österreich kein Hochrisikogebiet mehr.
    • Als Hochrisikogebiete gelten künftig vor allem noch Angola, Bahrain, die Bahamas, Belize, Bolivien, Cabo Verde, die Demokratische Republik Kongo, Estland, Fidschi, Island, Jamaika, Katar, Kuwait, Panama, Uruguay, die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire), Gabun, Ghana, Guinea, Kenia, die Inselgruppe Komoren, Mali, Mauretanien, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südsudan, Togo und Uganda.

    Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. (Quelle: © dpa/aerzteblatt.de)


    Das Ende der Corona-Pandemie wird weltweit herbeigesehnt. Wissenschaftler rechnen aber eher nicht damit.
    Nun ist 2022 bereits die 5. Welle mit OMIKRON im Anmarsch…

    • SARS-CoV-2 wird bleiben
    • Professor Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie der Berliner Charité, schätzte die Lage im „Deutschlandfunk“ folgendermaßen ein: „Wir werden natürlich infektionsmedizinisch, epidemiologisch Nachwirkungen der Pandemie noch jahrelang haben.“
    • Weltweit sind Wissenschaftler davon überzeugt, dass SARS-CoV-2 langfristig bleiben und endemisch werden wird. Zukünftig wird also das Coronavirus – wie z.B. die Influenza-Viren – in der Bevölkerung zirkulieren und saisonale Ausbrüche (evtl. wie bei der Grippe) verursachen.
    • Da die meisten Menschen dann aber schon eine gewisse Grundimmunität gegen das Virus aufgebaut haben – sei es durch eine vorherige Infektion oder Corona-Schutzimpfung – ist wohl in der Regel nicht mehr mit allzu schweren Krankheitsverläufen zu rechnen. In ärmeren Ländern mit hohem Impfstoff-Mangel weltweit sieht es da sicher nicht so rosig aus…

    Die Situation ist immer noch – nach fast zwei Jahren – absolut dynamisch; täglich erreichen uns neue Erkenntnisse. Mein „Kurz-Bericht“ 😉 – hier kann nur versuchen, die derzeitige Situation „aktuell“ bestmöglichst abzubilden; weitere Updates werden zeitnah folgen…


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    Oder direkt ein anderes Kapitel lesen (einfach auf den folgenden Link klicken):

    1. Einleitung

    2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

    3. Fake News

    4. Impfstoffe

    4.1 Impfstoffe/Wissen

    4.2 Impfstoffe/Herstellung

    4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

    4.4 Impfstoffe/Zukunft

    5. Gegenmittelsuche

    6. News-Updates (diese Seite)

    7. Aussichten