BITTE BEACHTEN:
Wen die recht ausführliche Berichtererstattung über die Entwicklung der „Impfstoffe“ diverser Firmen nicht so interessiert, kann nun weiter nach unten scrollen: Es geht auf der nächsten Seite (Gegenmittelsuche) im Blog-Artikel spannend weiter mit der „IMMUNITÄT“ und der neuen Corona-Tracing-App … 😉 ROT gekennzeichnet


PLASMA…PLASMA…ANTIKÖRPER
(24.09.2020) Unter anderen besonders aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten:

Drei der bisher identifizierten Antikörper – für eine klinische Entwicklung – sind laut Charité besonders vielversprechend. Die Forscher arbeiten mit dem Unternehmen Miltenyi Biotec zusammen. Neben der Behandlung von Erkrankten sei auch der vorsorgliche Schutz von Gesunden, die Kontakt zu Infizierten hatten, eine mögliche Anwendung.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden diese sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann.

Eine Impfung macht wahrscheinlich immuner als eine durchgestandene Erkrankung: Es ist bewiesen, dass eine Infektion zunächst eine angeborene unspezifische Immunantwort auslöst. Dabei setzen die weißen Blutkörperchen eine Entzündung in Gang, die schon ausreichen kann, um das Virus zu beseitigen. Die Impfung gilt auch als besser, weil man dazu nicht das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes eingehen muss. Möglicherweise sorgt eine Impfung aber auch für eine deutlich bessere Immunantwort (Abwehr) des Körpers und damit für sichereren Schutz.

Der Unterschied zu einer aktiven Impfung bestehe darin, dass bei der passiven Impfung fertige Antikörper verabreicht werden, die nach einer gewissen Zeit abgebaut werden. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive. „Dafür ist die Wirkung einer passiven Impfung quasi sofort vorhanden, bei einer aktiven Impfung muss diese sich erst aufbauen“, so heisst es.

Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern ist nicht neu, sondern hat eine sehr lange Geschichte. Für Covid-19 wird dieser Ansatz auch im Zusammenhang mit der Verabreichung von Plasma aus dem Blut genesener Patientinnen und Patienten untersucht. Mit dem Plasma werden dann die Antikörper der Spender übertragen. „Idealerweise produziert man gezielt den wirksamsten Antikörper im industriellen Maßstab und in gleichbleibender Qualität. Das ist das Ziel, das wir verfolgen, sagt Dr. Momsen Reincke, der an der Studie beteiligt war und hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert hat: Sie berichten über diese Erkenntnisse jetzt im Fachmagazin Cell* (Dies ist eine wissenschaftliche Zeitschrift. Die publizierten Artikel unterliegen einem Peer-Review.


Berliner Charité: Das Team um Dr. Kreye, Dr. Reincke und Prof. Prüß befasst sich für gewöhnlich mit Erkrankungen des Gehirns und mit Antikörpern, die irrtümlicherweise Nervenzellen attackieren. „Angesichts der COVID-19-Pandemie lag es jedoch auf der Hand, unsere Ressourcen auch anderweitig zu nutzen“, sagt Prof. Prüß.

Für das aktuelle Vorhaben profitieren die Forschenden von einem Förderprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft, dem „BaoBab Innovation Lab“. In dessen Rahmen entwickeln und verfeinern sie Technologien zur Charakterisierung und Herstellung von Antikörpern, die sie nun anwenden. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unserem Industriepartner die Voraussetzungen zu schaffen, um die von uns identifizierten Antikörper am effektivsten in großen Mengen herzustellen“, so Prof. Prüß. „Der nun folgende Schritt sind klinische Studien, also die Erprobung am Menschen. Die Planungen dafür haben schon begonnen.“ (24.09.2020)

Isolation, Selektion und Wirksamkeitstestung von Antikörpern für Entwicklung einer passiven Immunisierung. Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (Quelle: ntv.de, jaz/AFP)

Die gute Nachricht zuerst:

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, rechnet Ende des Jahres 2020 oder Anfang nächsten Jahres mit der Zulassung von Corona-Impfstoffen. Derzeit befänden sich neun Impfstoffkandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte er ntv. „Hinsichtlich des Zulassungsverfahrens bin ich sehr optimistisch. Wir werden alles tun, das Zulassungsverfahren möglichst konstruktiv und mit der notwendigen Sorgfalt durchzuführen. Aber auch die entsprechende Geschwindigkeit dabei zu haben.“ Zwar sei der Zeitraum doch noch Spekulation: „Aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres oder mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen“.


Dann sei das Robert-Koch-Institut am Zug, um für Deutschland eine Priorisierung vorzunehmen. Die dortigen Experten müssen entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden. „Ich nehme an, dass noch einige Monate im nächsten Jahr ins Land gehen, bis wir von flächendeckender Verfügbarkeit reden“, sagte Cichutek weiter. „Weltweit kann das den größten Teil des nächsten Jahres, wenn nicht das gesamte nächste Jahr in Anspruch nehmen.“


Im Folgenden werden nun aus Wissenschaft und Forschung – aus aller Welt – neue Therapie-Ansätze für mögliche Impfstoffe vorgestellt :

(11.08.2020)
Russlands erster Corona-Impfstoff („SPUTNIK-V“) ist wohl da: Hauptsache Erster…

Mit dieser Nachricht überraschten russische Medien den Rest der Welt: Mit „Gam-COVID-Vac Lyo“ habe man den ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Die Tochter des russichen Präsidenten Wladimir Putin sei bereits geimpft, so die skurrile Zusatzinfo, die alle bisherigen Berichte zum Thema gemeinsam haben. Es werde derzeit erst das „Militär“ geimpft.

Russischer Impfstoff ist „vektorbasiert“... und ähnelt den chinesischen Impfstoffen.
Am 11. August 2020 stellte Russland seinen Sputnik-V-Impfstoff vor. Es handelt sich also um einen sogenannten Vektorimpfstoff. Ein „viraler Vektor“ ist ein genetisch modifizierter Viruspartikel, mit dem genetisches Material gezielt in Zellen eingebracht werden kann. Der Ansatz des Impfstoffs basiert auf abgeschwächten Adenovirus-Vektoren. Wenn einmal ein geeignetes „Trägervirus“ etabliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine (Impfstoff) entwickeln. Eigentlich genial…(Quelle: www.zeit.de)

Bis heute steht aber jede Art von wissenschaftlicher Publikation der russischen Ergebnisse noch aus.
Ganz anders als bei den meisten Impfstoffkandidaten, die wirklich Hoffnungen wecken – wie die Oxford Vakzine: (The Lancet: Folegatti et al., 2020), sowie der des amerikanischen Biotechunternehmens Moderna (New England Journal of Medicine: Jackson et al., 2020) oder der chinesischer Forscher (The Lancet: Zhu et al., 2020).

Covid-19 – Verdacht auf Manipulation bei Russlands Impfstoff „Sputnik V“…

16.09.2020: AKTUELL: „Photoshop oder würfeln“? – Westliche Forscher vermuten Betrug bei russischem Corona-Impfstoff…Eine Gruppe prominenter internationaler Wissenschaftler aus mehreren Ländern hat einen Manipulationsverdacht in einem Brief an das medizinische Fachblatt „The Lancet“ geäußert, dass einen Bericht veröffentlicht hatte….(Quelle: XING` – www.handelsblatt.com und spiegel.de)


Wie ist nun der Stand der Impfstoff-Projekte in der Forschung?

September 2020: Wie weit ist aktuell die „weltweite“ Forschung für einen Impfstoff gegen Covid-19? Auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit ca. 184 Impfstoffprojekte gelistet, von denen sich 28 schon in einer der drei klinischen Prüfphasen befinden. Sechs dieser Impfstoffkandidaten werden bereits in der „Phase III“ getestet.


Laut WHO und VfA befinden sich also mit Stand 7. Sept.2020 – weltweit viele Impfstoff-Kandidaten in der Entwicklung, die auf unterschiedlichen „Wirkprinzipien“ beruhen (z. B. DNA, RNA, Protein Subunit oder der besagten Vektor-Impfstoffe).

Die Impfstoffentwicklung gegen COVID-19 wächst derzeit weiter rasant an. Die meisten Impfstoff-Kandidaten befinden sich aber eher noch in der prä-klinischen bzw. explorativen Entwicklungsphase. Mittlerweile werden aber auch schon einige mögliche Impfstoffe in klinischen Studien an Menschen untersucht (Stand 7. Sept. 2020), wobei sich mehrere schon entweder bereits in einer klinischen „Phase III“ Studie oder in einer kombinierten „Phase III/IV“ Studien befinden. (RKI)


Man habe in der Forschung derzeit den Eindruck, schon sehr schnell zu sein.

Allerdings: „„Wir sind jetzt in der Phase, dass wir fi­nan­ziell und logistisch alles zusammenhaben, um die klinischen Phasen zu starten“, sagte Stephan Becker (*1960), der „Direktor des Instituts für Virologie an der Uni Marburg“ bereits im Juni 2020. Becker und sein Team sind an der Entwicklung eines Impfstoffes beteiligt und arbeiten dafür am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung mit anderen Wissenschaftlern zu­sammen.

KLINISCHE TESTS AB SEPTEMBER 2020: „Wir haben uns ja schon länger auf das Thema Pandemie oder Ausbrüche von neuen Vi­ren vorbereitet“, sagte Becker.
„Wir haben in den letzten Jahren unsere Zusammenarbeit schon sehr darauf ausgerichtet, dass wir wirklich bei der Herstellung ei­nes Impf­stoffes extrem schnell sein können. In der öffentlichen Wahrneh­mung ist das alles aber nicht schnell genug. Aber das geht nicht anders: Impfstoffe brauchen ganz einfach ihre Zeit – und ich bin auch nicht bereit, Sicherheitsmaßnahmen zu drücken.“ © dpa/aerzteblatt.de
Die Wissenschaftler planen daher bereits die ersten, erweiterten klinischen Prüfungen, die voraussichtlich ber erst Ende 2020 starten können.

„Gute Neuigkeiten für Impfstoffentwickler“:

Unsere körpereigenen Immunabwehrzellen – die sogenannten T-Zellen – können erstaunlich weite Teile des neuen SARS-CoV-2-Virus erkennen. Das fand ein internationales Wissenschafter-Team um die Tiroler Forscherin Daniela Weiskopf vom „La Jolla“ Institute for Immunology (LJI) in Kalifornien heraus. Das eröffne auch zusätzliche Optionen bei der Impfstoffentwicklung, so die Forscher im Fachblatt „Science Immunology“. (Quelle: futurezone, Agenturen) |

Es gibt diese (inzwischen nachgewiesene) T-Killerzellen-Kreuzimmunität gegen SarsCov2, (wegen früherer durchgemachter Corona Infektionen, die damals eher „grippeartig“ bzw. „erkältungsartig“ waren…) insbesondere zu finden bei den „asymptomatischen“ und wenig symptomatischen Verläufen. (siehe „link“)
Die Messung der Immunität gegen SARS-CoV-2 ist der Schlüssel zum Verständnis der Entwicklung von COVID-19 und den Impfstoffen…Näheres unter:

https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(20)30610-3


GENTECHNOLOGIE:

Die verschiedenen „neuen“ Arten von Impfstoffen – weltweite Forschung und Entwicklung:

Auf Hochtouren arbeiten aktuell die Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit auf sehr unterschiedliche Impfstoffe hin. Mehrere Impfstoffprojekte werden von CEPI, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, „finanziell“ unterstützt wie z.B. CUREVAC (Tübingen).

CEPI“ ist eine Product Development Partnership, die unter anderem von Norwegen, Deutschland (Bundesforschungsministerium), Japan, Kanada, Australien sowie von der Bill & Melinda Gates Foundation und dem Wellcome Trust finanziert wird.
CEPI wurde 2017 eigens dafür gegründet, um Impfstoffprojekte gegen größere Epidemien oder Pandemien zu koordinieren, voranzutreiben und finanziell zu unterstützen. (Wikipedia)

„Vectorbasierte“ Impfstoffe – die Basis bilden harmlose Viren…

Vektorimpfstoffe sind eine klassische Plattformtechnologie: Wenn einmal ein geeignetes Trägervirus eta­bliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform)  prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine entwickeln. Wenn der Impfstoff gegen Ebola gerichtet sein soll, wird dem Vektorvirusgenom ein Ebola-Gen zu-gefügt, bei SARS-CoV-2-Impfstoffen entsprechend ein Gen des Coronavirus.

Virale Impfvektoren“ sind in der Regel so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der menschlichen Zielzelle integrieren können, um das Risiko einer Mutagenese durch die Impfung zu „minimieren“. Sie vermehren sich nur für eine eng begrenzte Zeit in der geimpften Person, bis sie durch das körpereigene Immunsystem kontrolliert und wieder eliminiert werden. So sollte es funktionieren!

Aus der Klinischen Forschung… Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen: Impfstoffe – basierend auf viralen Vektoren – sind nun eine absolut vielversprechende Alternative zu den „klassischen“ Impfstoffen, besonders für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.

Der „NonReplicating Viral Vector“ = neue Impfstoff-Erprobung (= „Adenovirus“ Type 5 Vector: …an dem auch „China“ gearbeitet hatte) ist da zur Zeit weltweit zur Erprobung.
RUBRIK: „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren – wie unten erwähnt sind führend: Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz), das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München) u.v.m.


Durch einen geeigneten Vektor kann sofort die „Immunantwort“ gesteigert werden. Bei der Suche nach Pandemie-Impfstoffen sind „Vektorimpfstoffe“ derzeit prominent vertreten. Die Basis bilden – wie erwähnt – harmlose, schon gut bekannte Viren, deren Genom zusätzlich die „Bauanleitung“ für ein Coronavirus-Protein enthält. So wird das „Impfantigen“ von den Zellen des Geimpften selbst produziert. Zwei Kandidaten (nach diesem Prinzip) sind schon in der klinischen Entwicklung.


NEWS

„Vier EU-Länder“ sichern sich AKTUELL 300 Millionen diverser Corona-Impfstoffdosen: Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben „den Impfstoff“ bei dem britischen Pharmakonzern „AstraZeneca“ bestellt. In dem nun von Minister Jens Spahn geschlossenen Vertrag gehe es um bis zu 400 Millionen Dosen des Impfstoffs, den „AstraZeneca“ gemeinsam mit der Universität Oxford derzeit entwickelt.

Die vier EU-Staaten hätten sich deshalb zu einer Impfallianz zusammengeschlossen, erklärten das Bundesgesundheitsministerium und der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza. Sie seien auch mit mehreren anderen Unternehmen im Gespräch, die an aussichtsreichen Impfstoffen forschten, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Die Entwicklung „könnte“ Ende 2020 abgeschlossen sein. Genaueres wurde noch nicht bekannt gegeben…

„Alles hängt von den Impfstoff-Konstrukten ab. Ein Impfstoff, der z.B. die T-Zell-Antwort induziert, wie der Impfstoff AZD1222 von AstraZeneca, schützt nicht vor einer Infektion, aber beeinflusst den Schweregrad des Verlaufes, das kennen wir auch vom STEP-Trial aus dem HIV-Bereich“. (Zitat: Virologe Hendrick Streeck)

„Das Abkommen stelle sicher, dass Hunderte Millionen von „Europäern“ Zugang zu dem Impfstoff der Universität Oxford haben, „wenn er zugelassen wird“, erklärte AstraZeneca-Chef „Pascal Soriot“. Man werde rasch eine Produktion in Europa aufbauen. „AstraZeneca“ weist explizit darauf hin, dass der Erfolg der Impfstoff-Entwicklung noch nicht gesichert sei…(Quelle: XING`)

Man habe schon Erfahrung mit der Forschung zu anderen Coronaviren…

Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek: „Wir profitieren im Fall der Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen davon, dass wir bereits Erfahrung mit den älteren MERS-Impfstoffen haben“, erklärt der Biochemiker. MERS ist eine Krankheit, die durch andere Coronaviren ausgelöst wird. Sie wurden 2012 entdeckt.
Seitdem versuchen Forscher, einen MERS-Impfstoff zu entwickeln. Nun können Wissenschaftler darauf aufbauen, um ein Mittel gegen das neue Coronavirus zu finden und konnten sich so mehrjährige Forschungsarbeiten sparen.
„Grundsätzlich seien in den vergangenen Jahren mehrere sogenannte „Plattform-Technologien“ für Impfstoffe entwickelt worden, “ sagt Rolf Hömke, Sprecher für Arzneimittelsicherheit beim Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) in Berlin. „Diese würden es erlauben, Impfstoff-Prototypen schnell an einen neuen Erreger anzupassen“…so Hömke.

vfa: Die forschenden Pharma-Unternehmen:

AUGUST 2020: Gegen SARS-CoV-2, das erst seit etwa Neujahr bekannt ist, sind binnen kurzer Frist mindestens 183 Impfstoffprojekte angelaufen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 176 Projekte (Aufstellung vom 28.08.2020). Dazu kommen noch mindestens sieben weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet.

Bayer (Leverkusen), Merck (Darmstadt), Vibalogics (Cuxhafen), CEVEC Pharmaceuticals (Köln), Richter-Helm BioLogics (Hamburg) – Produktion von DNA-Material für Inovio (USA), Universität Gießen – im Open-Corona-Konsortium (Führung: Karolinska-Institut, Schweden), Tropeninstitut der Universität Tübingen – im dänisch-niederländisch-deutschen PREVENT-nCoV-Konsortium, das einen Totimpfstoff entwickelt.

Trotz einiger Pannen sei Deutschland in der Krise derzeit gut aufgestellt. Ob die geplanten Maßnahmen aber ausreichen, um eine zweite Welle zu verhindern und ob hier das erforderliche Budget zu dieser Mammut-Aufgabe passt, muss sich erst noch zeigen.


Viele renommierte Firmen sind (auch in Deutschland) an der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen bisher beteiligt:

Das Unternehmen CureVac (Tübingen) : Hier hat sich aktuell „die Bundesregierung“ Impfstoff gesichert…siehe Informatives weiter unten…wie auch die Unternehmen BioNTech / Pfizer (Mainz), das Unternehmen Leukocare (in Planegg) mit ReiThera (Italien) und Univercell (Belgien), das Start-Up Prime Vector Technologies (PVT) (Tübingen), das Unternehmen ARTES Biotechnology (Langenfeld [Rheinland]), das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE Hamburg / IDT Biologika (Dessau) – MVA-basierter Impfstoff: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA) ist ein attenuiertes Pockenvirus, das zu Impfzwecken verwendet wird.


Außerdem wirken viele andere Unternehmen und Forschungsinstitute hilfreich „unterstützend“ bei der Impfstoff-Entwicklung und -Produktion mit.

RKI: Ein wirksamer Coronavirus-Impfstoff wird wohl erst Mitte 2021 realistisch.

Kaum war das neue Coronavirus entschlüsselt, begann schon fieberhaft die intensive Suche nach einem Impfstoff dagegen. Die WHO listete (zuerst Mitte Mai 2020) insgesamt schon 118 Forschungsprojekte auf, der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) spricht nun von derzeit (September 2020) 184 Impfstoff-Projekten.


WELCHE IMPFSTOFFE gibt es oder werden erforscht?

Unternehmen und Forschungsinstitute arbeiten auf unterschiedliche Impfstofftypen hin. Im „klassischen“ Ansatz enthält eine Vakzine als Antigen „inaktivierte“ Viren (Totimpfstoff) oder abgeschwächte Viren (attenuierte Impfstoffe), virale Proteine oder auch Impfviren mit „aufgepflanzten“ SARS-CoV-2-Hüllproteinen. Sie lösen die Immunreaktion mit Bildung von Antikörpern und T-Zellen aus.

Wie oben erwähnt – Beispiele Vektor-Impfstoff: „Tot-Impfstoffe“

Ein Vektorimpfstoff wurde bereits schon erfolgreich bei der Pockenimpfung eingesetzt. Die Pocken gelten heute offiziell als „ausgerottet“.

Totimpfstoffe enthalten abgeschwächte, inaktivierte oder abgetötete Viren oder Bakterien…
Das ganze Material „inaktivierter“ Sars-CoV-2- Viren wird hierbei verwendet. Viele unserer bekannten Impfstoffe (z.B. Keuchhusten, Tetanus) beruhen auf diesem Prinzip. Diese Impfstoffe werden derzeit in China und Indien (Serum Institute) produziert. Er ist dort bereits schon für das „Militär“ zugelassen.

Ein abgeschwächtes Virus wird „genetisch“ so modifiziert, dass es auf seiner Zellmembran das Spike-Protein“ des Sars-CoV-2-Erregers bildet. Für ihren möglichen Vektorimpfstoff “Adenovirus“ Type 5-Vector nutzen das chinesische Impfstoffunternehmen CanSino Biologics und das Beijing Institue of Biotechnology (Pekinger Institut für Biotechnologie) diesen ganz bestimmten (replikationsdefekte) Adenovirus.


ODER Beispiele Vektor-Impfstoff: „Lebend-Impfstoffe“

An einem solchen Vakzin forscht derzeit auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung.
Bei mehreren weltweiten Projekten – wie oben beschrieben – (z.B.: unter Anderem: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE sowie Janssen – Johnson & Johnson- und die Oxford University (UK) / Pall Life Science / Cobra Biologics) dienen gut bekannte, „harmlose“ Viren als Ausgangspunkt der Forschung (ODER aber als Totimpfstoffe mit Virusproteinen), Es gibt mehrere Forschungs-Projekte, die auf „Impfstoffe mit Virusproteinen“ abzielen,

Auf der „Gentechnologie“ basiert also dieses weitere Prinzip der Impfstoff-Forschung: „Lebend-Impfstoffe“ mit „Vektorviren“.
Das Immunsystem des Geimpften reagiert darauf sofort mit der Bildung von Antikörpern, die dieses Protein erkennen und so das Coronavirus abwehren können.

Bei dieser Methode werden also harmlose Viren (z.B. Adeno-Viren) mit Sars-CoV-2-Proteinen bestückt und quasi als Träger (lateinisch: vector) genutzt. Die Impfung gaukelt sozusagen dem Körper eine Coronavirus-Infektion vor, der daraufhin sofort einen Immunschutz aufbaut. Bei mehreren Projekten dienen vor allem schon gut bekannte Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das Virus aus dem Masernimpfstoff. Auch eine Ebola-Impfung basiert z.B. genauso auf dieser Technologie.

WIE SCHON ERWÄHNT ist es WICHTIG zu wissen:
Virale Impfvektoren sind in der Regel so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der Zielzelle integrieren, um das Risiko einer „Insertions-Mutagenese“ durch die Impfung zu minimieren. Sie vermehren sich also nur für eine eng „begrenzte“ Zeit in der geimpften Person, bis sie durch das Immunsystem kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ werden.

DER MENSCH WIRD ALSO NICHT UMPROGRAMMIERT…WIE ES IN VIELEN FAKE-NEWS HEISST!

Diese Impfstoffe – basierend auf viralen Vektoren – sind nun eine vielversprechende Alternative zu „klassischen“ Impfstoffen, besonders z.Zt. für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die zur Zeit eben noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.


Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes braucht diese Zeit…

Die „Entwicklung“ eines neuen Impfstoffes gegen diese neue Sars-ähnliche „Lungenkrankheit“ läuft derzeit weltweit auf Hochtouren…Der neue Corona-Erreger (SARS-CoV-2) habe 70 Prozent Ähnlichkeit zur DNA-Sequenz des alten „SARS-Erregers“, heißt es in einem Fachartikel im «International Journal of Infectious Diseases».
Aber leider nur 70 Prozent…

„SARS-CoV-2“ ist dieselbe Virusart, nur eben in einer anderen ebenso gefährlichen Variante«, erklärte Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin…..


Genbasierten Impfstoffe enthalten reine genetische Information in Form von DNA oder mRNA des Corona-Virus. Einzelteile der Erbinformation von Erregern wird – in Nanoteilchen verpackt – in Zellen eingeschleust. Sind die Impfstoffe im Körper, werden sie dort Virusproteine bilden, die ungefährlich sind und einen Immunschutz aufbauen.

Alle diese theoretisch möglichen, aber praktisch nicht beobachteten Effekte beziehen sich auf einige wenige Zellen im Körper, nicht auf das Erbgut des Geimpften. Zudem vermehrt sich die Anzahl der DNA- bzw. RNA-enthaltenden Körperzellen nicht.

Die Behauptung, dass DNA- oder RNA-Impfungen das Erbgut eines Menschen, also seine Keimbahn verändern, ist daher falsch.

„Bis zur Anwendung des Impfstoffs brauche es eben unbedingt Zeit für die Forschung…“ erklärte aktuell auch der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Prof. Dr. Klaus Cichutek. Erste klinische Tests am Menschen erwartet der Fachmann im Laufe dieses Spätsommers 2020: „Für einen weiteren Ausbruch sind wir dann erst vielleicht nächstes Jahr gewappnet“.

Hierzu gibt es auf dieser Seite – weiter unten im Text – noch interessante Details. Zuächst jedoch werden die aktuellen Forschungsobjekte beschrieben.


Bleibt als Fazit: „Genbasierte“ Vakzine (mRNA) und Lebendimpfstoffe mit „Vektorviren“ gelten zur Zeit als heiße Kandidaten gegen SARS-CoV-2. Dazu später mehr…


ZUNÄCHST ALTE BEKANNTE…

– Remdesivir –

Da wäre da noch ein altbekanntes VIROSTATIKUM – Remdesivir: Es ist ein Stoff, der die „Vermehrung“ von Viren „hemmt“. Virostatika werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von durch Viren verursachten Infektionskrankheiten (durch Virusinfektionen) verwendet.

Das schon lange bekannte Virostatikum „Remdesivir“ könnte evtl. die Zeit mit Covid-19 verkürzen…Im Durchschnitt wohl 11 statt 15 Tage…Ein HYPE?

Das Medikament Remdesivir des US-Biotechkonzerns „Gilead“ schlägt bei vielen Covid-19-Patienten offenbar doch an. „Zusätzlich“ wird jedoch auch eine Cortisongabe (Dexamethason) diskutiert…ein früher Therapiebeginn sei sinnvoll…spätere Gabe erhöhe eher die Sterblichkeitsrate…

In den USA hat der US-Biotechkonzern Gilead bereits eine Zulassung für das Medikament in Notfällen erhalten. In einer Anhörung vor dem EU-Parlament wurde bescheinigt, dass Experten die bisher vorliegenden Studiendaten als „robust genug“ einstufen. Auch Japan setzt den RNA-Polymerase-Inhibitor „REMDESIVIR“ bereits ein.


Inhalatives Remdesivir: FDA genehmigt Phase 1 (an gesunden Freiwilligen)

Amsterdam (24.06.2020 (XING`): Das US-Pharmaunternehmen Gilead hat offiziell die „begrenzte“ Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt genehmigt bekommen. Das teilte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) aktuell in Amsterdam mit.

Die Diskussion um Remdesivir war vergangene Woche von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) angestoßen worden. EMA-Chef Guido Rasi hatte bei einer Anhörung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit des Europäischen Parlamentes von einer „bedingten“ Marktzulassung für Remdesivir in Europa gesprochen.
Bei stationären Patienten, die nicht beatmet werden, darf das Medikament nun auch in Europa eingesetzt werden.

25.7.2020: Remdesivir wird stark beforscht. Remdesivir zeige zwar Wirkung, aber nur bei einem Teil der Patienten. Fünf Tage Remdesivir scheinen demnach meist ausreichend und ein früher Therapiebeginn sinnvoll, während eine zu späte Gabe von Remdesivir vielleicht auch die Sterblichkeit erhöhen könnte?

Die publizierten Detailergebnisse der Studie zeigten indessen, dass der Wirkstoff letztlich eben leider nur einem Teil der Patienten hilft, nämlich jenen, die zwar stationär behandelt werden müssen, aber noch nicht invasiv beatmet werden. Bei besonders schwer erkrankten Patienten dagegen zeigte der Wirkstoff praktisch überhaupt keine Vorteile. (Quelle: Handelsblatt.com/DigitalHealth). Eine 5-tägige Behandlung mit Remdesivir soll angeblich 2.340 Dollar kosten (30.6.2020 – „Zeit-online“ et al.)

Vier Wirkstoffe bzw. Wirkstoffkombinationen werden in der Solidarity-Studie der WHO auf ihre Wirksamkeit gegen COVID-19 derzeit (Juli 2020) getestet… siehe unten…

„…Es ist besser Remdesivir zu haben als überhaupt nichts, aber insgesamt ist es nicht der Durchbruch in der COVID-19-Therapie, und wir warten auf effektivere Substanzen. Welche Patienten den besten Benefit haben wissen wir noch nicht“ sagt Professor Tobias Welte:  Er ist Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und einer der Koordinatoren der Solidarity-Studie in Deutschland.

NEWS vom 16.10.2020 – Remdesivir – WHO bezweifelt Wirkung

Eine WHO-Studie zweifelt an der Wirksamkeit von Remdesivir bei COVID-19-Patienten. Auch drei andere Wirkstoffe fallen durch.
In einer großangelegten Studie mit über 11.000 Probanden aus 30 Ländern zeigte das Medikament Remdesivir keinerlei Vorteile bei der Genesung von COVID-19-Patienten. Remdesivir ist das erste Arzneimittel, das auch in der EU eine bedingte Zulassung für die Behandlung von COVID-19-Patienten erhalten hat.Die Studie ist Teil des SOLIDARITY-Trials, der von der WHO in Auftrag gegeben wurde. Neben Remdesivir wurde darin auch die Wirkung von Hydroxychloroquin, dem HIV-Medikament Lopinavir/Ritonavir sowie von Interferon getestet.

Alle vier Medikamente hätten nur einen geringen oder keinen Einfluss auf die Sterblichkeit oder die Länge des Krankenhausaufenthalts der Patienten gezeigt, heißt es in der Studie. Noch muss die Studie allerdings das Peer-Review-Verfahren durchlaufen.


>>> Die Forschung in der Coronakrise ähnelt dem Wettlauf um die erste Mondlandung.

Na ja..der kritische Eindruck entsteht, das wird jetzt alles .mit „heißen Nadeln“ gestrickt….das hat meiner Meinung nach noch nie etwas gebracht, da bin ich eher skeptisch mit diesem weltweiten Wettlauf…Impfgegner hin, Impfgegner her. Natürlich gibt es viele Leute, die sämtlichen Impfungen leider zu Unrecht kritisch gegenüber stehen (siehe Masern). Aber ein Impfstoff der anstatt 5 -10 Jahre Forschung – am Ende – wenn überhaupt – höchsten ein Jahr (oder weniger) getestet wurde und zu dem jegliche Langzeitstudien fehlen werden?


„Wettlauf mit der Zeit“: Die 7 Stufen…
Stand der Impfstoffentwicklung (Juli 2020):

Jedes Projekt für einen Covid-19-Impfstoff umfasst „sieben“ Stufen, von denen einige parallel ablaufen: 1. Analyse des Virus / 2. Impfstoffdesign / 3. Tier-Erprobung / 4. Erprobung mit Freiwilligen in drei Phasen / 5. Zulassungsverfahren / 6. Impfkampagnen / 7. Großproduktion.

Bis vor wenigen Jahren hätte man „von der Virusanalyse bis zur Zulassung des Impfstoffs“ mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren machen heutzutage jedoch eine enorme Beschleunigung möglich.

Die mRNA-, DNA- und Vektorimpfstoffe unterscheiden sich in der Art der genetischen Information und wie diese in die Zellen gelangt: Bei Vektorimpfstoffen wird das Genmaterial in harmlose Trägerviren eingebaut, die als Impfstoff injiziert werden. Diese Träger-RNA-oder DNA-Moleküle werden sehr schnell enzymatisch vom Körper wieder „abgebaut„. So enthalten mRNA- und DNA-Impfstoffe „lediglich“ ausgewählte Virusgene in Form von Nukleinsäuren, die den humanen Zellen als Bauanleitung dienen.

mRNA-Impfungen versprechen ein besseres Sicherheitsprofil

FORSCHUNG: Als weiteres „Plus“ gilt, dass die übertragenen Gene mit dem natürlichen Abbau der Zellen wieder aus dem Körper verschwinden, während die Impfwirkung bleibt. Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag vor allem daran, dass RNA-Moleküle sehr schnell enzymatisch wieder abgebaut werden.
Als Vorteile erachtet man ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und geringere Nebenwirkungen.
Derzeit arbeitet die Forschung der Pharmamindustrie an DNA-Impfstoffen vor allem auch gegen etwa zwanzig andere schwere Krankheiten, darunter Aids, Hepatitis B und C, Tollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom. Siehe Näheres hierzu im folgenden Link.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214122/Genbasierte-Impfstoffe-Hoffnungstraeger-auch-zum-Schutz-vor-SARS-CoV-2

„Genbasierte Impfstoffe“ (mRNA):

Diese „neuen“ Impfstoffe (in Erprobung) enthalten also „ausgewählte“ Virus-Gene in Form von „mRNA (Boten-RNA) bzw. DNA.“ Diese sollen den Körper zur Herstellung von Virusproteinen anregen. Bei der Impfung werden erstmals keine fertigen Bestandteile eines Erregers mehr verabreicht, sondern lediglich die „Baupläne“ dafür. Diese mRNA-, DNA- und Vektor-impfstoffe unterscheiden sich in der Art der genetischen Information und „wie“ diese in die Zellen gelangt. Sie bestehen aus RNA-Molekülen, also kurzen Abschriften des Erbguts. 
„Diese Metho­de ist so extrem neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgend­eine Krankheit“, sagte Hömke (vfa).

Große Hoffnungen setzt man also derzeit deshalb in diese RNA-Impfstoffe. Wie das „Science Media Center“ schreibt, könnten sich RNA-Impfstoffe womöglich besonders als Pandemie-Impfstoffe sehr gut eignen. Sie ließen sich im Vergleich zu konventionellen Impfstoffen auch zudem sehr viel schneller und in erheblich größeren Mengen herstellen.

mRNA-Impfstoffe bieten so anerkannt also viele Vorteile: Die RNA-Methode ist wohl der bisher zudem auch schnellste Weg zum Impfstoff: Diese neuartigen Impfstoffe gehen unkonventionell vor: Die Wissenschaftler wollen lediglich – wie erwähnt – nur den „Bauplan“ verabreichen:

Die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 enthält also sogenannte virale messenger RNA (mRNA), im Grunde genommen das Virus-Erbgut, welches die Informationen für Bestandteile des tatsächlichen Virus trägt. (Focus-online)

Die Impfstoffe werden im Labor künstlich hergestellt und enthalten eine präzise Bauanleitung für erregerspezifische Antigene. Das sind die für den jeweiligen Erreger typischen Eiweißstoffe, die eine Immunreaktion im Körper provozieren und gegen das Virus immun machen.

USA: Erster (vorläufiger) Sieger im Impfstoff-Rennen: mRNA-1273

Am schnellsten mit Erfolgsmeldungen ist bisher das amerikanische Biotech-Unternehmen „Moderna“. Mitte März 2020 begann bereits die erste klinische Studie mit dem Impfstoff mRNA-1273 an 45 gesunden Freiwilligen. Zwei Monate später (Mai 2020) meldet das kleine Unternehmen „vielversprechende Ergebnisse“. Das Biotech-Unternehmen, das mit dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) zusammenarbeitet, will im Juli 2020 mit der „Phase 3“ der Studie beginnen. Dann soll mit mindestens 10.000 Teilnehmern die Wirksamkeit nachgewiesen werden.

mRNA-1273 ist derzeit einer der erfolgversprechenden „genbasierten“ Impfstoffe, die den synthetisch hergestellten Bauplan eines kleinen Teils von Sars-CoV-2 verabreicht. Die Körperzellen selbst bilden dann Proteine, die der Hülle des Virus ähneln. Auf sie reagiert dann wiederum das Immunsystem sofort und produziert entsprechend Antikörper….

Genbasierte Impfstoffe sind die neuen Hoffnungsträger…

Wie oben schon erwähnt, sollen diese neuen sog. mRNA-Impfstoffe viele Vorteile bieten: Etliche sind schon in die Erprobung mit Freiwilligen eingetreten oder planen, das in den kommenden Monaten zu tun. Z.B.: MODERNA (USA) oder mehrere chinesische Firmen wie z.B. Sinovac Biotech)

Der TYP ABX464 (mRNA) vom „französischen Hersteller“ Abivax soll zugleich auch ebenfalls antientzündlich und antiviral wirken: Doch das ist noch reine Theorie. Erst gilt es, auf die Ergebnisse der gerade erst gestarteten klinischen Studien zu warten, die unter anderem in Frankreich und Deutschland durchgeführt wird.


TÜBINGEN

Neuere Virale „Vektoren“

EIN START-UP-UNTERNEHMEN: „Prime Vector Technologies“ GmbH (PVT): PVT wurde im Oktober 2019 in Tübingen gegründet. Das Unternehmen entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Immunologie des Universitätsklinikums „Tübingen“ Impfstoffe gegen Infektionserkrankungen und Krebserkrankungen. Was das Konzept von dem der zahlreichen Mitbewerber im Rennen um einen COVID-19-Impfstoff unterscheidet, ist das zugrundeliegende Baukastensystem. Damit können Vakzine auf der Basis eines speziellen viralen Vektors, dem Parapox-Virus „Ovis„, auch Orf-Virus (ORFV) genannt, individuell kombiniert werden. Sie stehen in der Entwicklung noch am Anfang…

In Deutschland setzen zur Zeit „zwei“ Biotech-Unternehmen auf diese möglicherweise revolutionäre Impfung mit den neuen sog. mRNA-Impfstoffen:


CUREVAC`s Erfolgsmodell?
„Genbasierter Impfstoff“ (mRNA)

In Tübingen forscht übrigens ebenfalls derzeit (bereits seit Januar 2020) erfolgreich die Bio-Tech-Firma „CureVac“ (Impfstoff-Hersteller) mit Hochdruck an einem „genbasierten Impfstoff“ (mRNA) berichtete der Unternehmer Friedrich von Bohlen (CUREVAC) in einem RP-Zeitungs-Interview (19.3.2020).
Das „Tübinger“ Unternehmen CureVac hat im Juli 2020 mit klinischen Tests seiner noch namenlosen mRNA-Entwicklung bereits begonnen. Es gilt als sicher, dass auch das Paul-Ehrlich-Institut eine Genehmigung erteilt hat. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ihm gehörenden Tübinger Anlagen die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.
24. August 2020: Derzeit bereitet das Unternehmen die Phase-II-Studie vor. Sie wurde Ende August  im internationalen Studienregister eingetragen. Etwa 700 Probanden sollen daran teilnehmen.

16.6.2020: Nun stieg „der Bund“ (mit 300 Mio über die Förderbank KfW) bei der Tübinger Firma ein, damit die Entwicklung des Corona-Impfstoffes beschleunigt werden soll… das Mittel soll nun „Mitte 2021“ zur Verfügung stehen.

Der 79-jährige SAP-Gründer Dietmar Hopp“ ist Mehrheitseigner und der Geldgeber des Unternehmens sowie der Investor Dievini: Er ist der Chef seiner Biotech-Holding. Es werde an der Entwicklung einer Vaccine mit Hochdruck gearbeitet… Bis zur Fertigstellung des Impfstoffs hofft man vielleicht auf den „späten“ Herbst 2020. Die Europäische Kommission will CureVac mit bis zu 80 Millionen Euro bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen.

Das „Tübinger“ Unternehmen CureVac hat mit klinischen Tests seiner noch namenlosen mRNA-Entwicklung bereits begonnen. Es gilt als sicher, dass auch das Paul-Ehrlich-Institut eine Genehmigung erteilt hat. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ihm gehörenden Tübinger Anlagen die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.

Vom Biotechunternehmen „CureVac aus Tübingen“ kommt in diesem Zusammenhang jedoch bereits jetzt im Juni 2020 eine gute Nachricht. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass sein mRNA-Impfstopffkandidat bei präklinischen Versuchen bereits bei einer Dosierung von 2 µg positive Ergebnisse erzielen konnte. 

Auch andere deutsche Biotechs mischen im Rennen um einen Impfstoff ganz vorne mit. Wie Konkurrent „CureVac“ aus Tübingen setzt auch „Biontech“ auf eine möglicherweise tatsächlich revolutionäre Technologie: mRNA-basierte Impfstoffe.


MAINZ

Genbasierte mRNA-Impfstoffe – AKTUELL: 09.09.2020:
Das Biotechnologieunternehmen „Biontech“ aus Mainz hat gemeinsam mit dem amerikanischen Pharma-Riesen „Pfizer“ eine potentielle Vereinbarung mit der Europäischen Kommission über die Lieferung von Impfstoffdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Demnach sollen im Falle eines klinischen Erfolgs der Forschung an einem Impfstoff und der behördlichen Genehmigung von Ende 2020 an: 200 Millionen Dosen an Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert werden. Weitere 100 Millionen Dosen kann die EU-Kommission zusätzlich erwerben. Das BNT162-Programm beruht auf Biontechs Technologie von Messenger RNA (mRNA).

Bereits im Juli 2020 gab es eine neue Impfstoff-Hoffnung von BIONTECH (plus PFIZER) aus Deutschland (Mainz):

Die erste klinische Studie in Deutschland führte bereits das Mainzer Bio-Pharma-Unternehmen Biontech an gesunden Patienten durch, bald könnten genaue Daten vorliegen.
Als erstes deutsches Unternehmen bekam „BionTech“ aus „Mainz“ schon im April 2020 (vom Paul-Ehrlich-Institut) die Genehmigung für klinische Tests mit seinem Impfstoffkandidaten BNT162.

Gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer ist der Impfstoff nun an vielen gesunden Freiwilligen getestet worden.

„BionTech“ Chef Ugur Sahin, der als Mediziner mit Schwerpunkt „Immuntherapie“ bekannt wurde, ist überzeugt davon, dass im Falle einer Zulassung – und einer intensiven „Kooperation mit Pfizer“ – der Impfstoff bis „zum Jahresende“ in millionenfacher Ausfertigung zur Verfügung gestellt werden kann. Na… das ist ja nun in greifbare Nähe gerückt…

Biontech und Pfizer arbeiten eng bei der Entwicklung eines neuen Covid-19-Impfstoffes zusammen. Am 20. Juli 2020 hatten die beiden Unternehmen eine erste Liefervereinbarung mit der britischen und nun mit der deutschen Regierung bekanntgemacht.


Der Wettlauf wird spannend…

Genbasierte mRNA-Impfstoffe
Deutsch-britische Allianz: „Biontech“ und „Curevac“ sind also auf dem Weg in die Weltspitze… zusammen mit dem weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK).

Unterstützung kommt dabei von eher unerwarteter Seite: Tesla-Chef Elon Musk hat angekündigt, mobile Produktionsanlagen für Curevac bauen zu wollen – „RNA-Minifabriken“, wie er es ausdrückte.

Deutschland hatte lange schon vorher all die Jahre den einstigen Vorsprung (Paul Ehrlich) in der Impfstoffentwicklung verspielt. Zwei junge Unternehmen bringen den Standort Deutschland nun endlich zurück auf die Weltkarte.

Zum einen besiegelte „Curevac“ eine Forschungsallianz mit dem britischen Pharmakonzern und weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK). Es geht dabei nicht speziell darum, ein Immunserum gegen das Coronavirus zu finden, sondern generell um die Entwicklung von bis zu fünf neuen Impfstoffen. GSK kauft für 150 Millionen Euro zehn Prozent der „Anteile“ von „Curevac„, die mehrheitlich SAP-Gründer Dietmar Hopp gehört und an der sich zuvor schon die Bundesregierung mit 300 Millionen Euro beteiligte.
BÖRSENGANG: Wie die Agentur Reuters – von mit der Angelegenheit vertrauten Personen – erfuhr, plant CureVac im September oder Oktober 2020 den Gang aufs Parkett in den USA.

Zum anderen vereinbarte „Biontech“ (die zum Beteiligungsportfolio der „Strüngmann-Familie“ gehört) auch mit der Regierung in London die Lieferung von 30 Millionen Einheiten ihres noch in der Entwicklung befindlichen Covid-Impfstoffs. „Biontech“ erwartet noch für Herbst 2020 die erste Zulassung.



Der Pharmastandort Deutschland könnte durch „Impfstoff-Erfolge“ nun wieder stärker werden.


NEWS bei CUREVAC:

22.07.2020 Auch Katar steigt beim Impfstoffentwickler „Curevac“ ein:

Der „Tübinger“ Impfstoffentwickler „CureVac“ hat nach dem britischen Pharmakonzern „GlaxoSmithKline“ (GSK) und dem Bund – einen dritten Großinvestor an Land gezogen:
Dieser „katarische“ Staatsfonds QIA und eine Gruppe bestehender und „neuer Investoren“ haben sich mit 126 Millionen Dollar beteiligt, teilte das Unternehmen mit. Damit habe „CureVac „bei der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde insgesamt 640 Millionen Dollar eingesammelt.


Wissenswertes: Doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure (= DNA – die sogenannte Doppelhelix)

Die mRNA, Boten-RNA (engl. messenger RNA) kopiert die – in einem Gen – auf der DNA liegende Information. Vom Aufbau her ist die RIBONUKLEINSÄURE: = RNA der DNA sehr ähnlich. RNA-Moleküle sind aber – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA (die sogenannte Doppelhelix) – in der Regel einzelsträngig…


DER NEUE „mRNA-Impfstoff“: Der Botenstoff, der unserem Körper zeigt, wie es funktionieren soll:

Wie oben schon erwähnt, sind mRNA-Impfstoffe also völlig anders: Injiziert wird kein richtiger Virus oder Teile davon, sondern eine ganz spezifisch entwickelte Boten-RNA =Ribonukleinsäure. Sie enthält einen Code – oder genauer: Eine genaue „Bauanleitung“ zur Herstellung von den wichtigen Antigenen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der genetische Code des bestimmten Virus auch entziffert ist.
Das Immunsystem übernimmt dann den Rest: Das von der Körperzelle produzierte Antigen wird von den Immunzellen erkannt; diese bauen sofort einen Schutz auf. mRNA-Impfstoffe sind rein synthetisch. Die RNA wird aus einem Template (Schablone) von DNA gewonnen und kann so per Computer in die ganze Welt verschickt werden. Um für eine Versuchsreihe eine entsprechende Impfstoffcharge herzustellen, brauchen die Forscher momentan nur rund eine Woche.

Wie funktionierte denn bisher die klassische Impfstoff-Entwicklung?

Die bisherige „klassische“ Impfstoffherstellung unterliegt ganz stark den Gesetzen der Biologie. Die Viren müssen zunächst erst identifiziert, abgeschwächt oder getötet werden. Sie müssen vermehrt und aufwändig gereinigt werden. All das lässt sich nur bedingt beschleunigen.

Die Herstellung etwa einer einzelnen z.B. Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff-Dosis dauert bis zu zweieinhalb Jahren. Kein Wunder: Insgesamt sind rund 580 Arbeitsschritte notwendig. Das fertige Antigen wird injiziert; das Immunsystem baut als Reaktion einen Impfschutz auf. So war es also bisher… das Procedere braucht seine Zeit um auch wirklich sicher zu sein…


GlaxoSmithKline (GSK) und Sanofi gehören zu den vier größten Impfstoffherstellern der Welt.

Für eine schnellere Entwicklung haben sich diese beiden Pharmariesen bereits im April 2020 zusammengetan. Innerhalb des gemeinsamen Projektes steuert Sanofi das S-Protein „Covid-19-Antigen“ bei, das auf einer rekombinanten DNA-Technologie basiert.
Diese Technologie hat eine ganz genaue genetische Übereinstimmung mit den Proteinen auf der Oberfläche von Sars-CoV-2 erzielt.
GSK hingegen wird die neue „Pandemie-Adjuvans-Technologie“ mit einbringen: Durch die Verwendung eines Adjuvans kann die pro Dosis erforderliche Menge an Impfstoffprotein reduzieren werden. Dennoch sind derzeit (Juli 2020) die Fortschritte der Kooperation doch noch deutlich langsamer als bei der Konkurrenz…


NEUE FORSCHUNGSANSÄTZE:

GÖTTINGEN

Auch ein anderes Mittel „CAMOSTAD Mesitate“ verhindere das „Eindringen des Virus“ in die Lungen-Zellen: Camostat ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der Proteaseinhibitoren. Er verhindere also vor allem die Virus-Vermehrung. Damit sich eine Krankheit wie das neue Covid-19 ausbreitet, müssen die Viren ja in die Körperzellen eindringen. Doch was ist, wenn sie einfach nicht in die Zellen hineinkommen?
Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen glauben also, ein Mittel gefunden zu haben, welche das Corona-Virus sozusagen einfach „aussperrt“.
Sog. „Klein-Studien“ laufen bereits…(Göttinger Forschergruppe und Berliner Charité). Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung weiter.Das Beste daran ist: Das Medikament gibt es schon. Es ist allerdings erst nur in Japan (für andere Krankheiten) zugelassen.


08.2020 – HOFFMANN-LA-ROCHE: ERSTE HOFFNUNGEN ZUNÄCHST GEDÄMPFT….

Ohne Erfolg: „Roche“ beendet „Corona-Studie“ mit Rheumamedikament…Laut dem Pharmakonzern Roche ist eine groß angelegte Studie mit dem Medikament „Tocilizumab“ bei Personen mit schwerer Covid-19-Erkrankung fehlgeschlagen.

So hat der „Hoffmann-La-Roche“ Chef „Severin Schwan“ Hoffnungen auf eine „baldige“ Verfügbarkeit eines Coronavirus-Impfstoffs „gedämpft“. Er persönlich halte den Zeithorizont von zwölf bis 18 Monaten angesichts der zu bewältigenden Herausforderungen als für viel zu ehrgeizig. Üblicherweise dauere die Entwicklung eines Impfstoffs einige Jahre. Das wahrscheinlichste Szenario sei leider, dass „vor Ende 2021 kein Impfstoff“ verfügbar sei, erklärte Schwan. (QUELLE: XING).

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19

Nebenbei erwähnt hat Roche nun einen ersten Erfolg: aber nur bei der „Behandlung“ einer coronabedingten Lungenentzündung, leider nicht bei der Impfung…

21.09.2020: Ein Medikament des Pharmakonzerns Roche senkt nach Angaben des Unternehmens die Gefahr eines besonders schweren Verlaufs einer coronabedingten Lungenentzündung. Eine Phase-3-Studie habe gezeigt, dass Patienten, die das Roche-Mittel Actemra/RoActemra (Tocilizumab) bekommen hätten, eine um 44 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit hatten, an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden zu müssen als eine mit Placebos behandelte Vergleichsgruppe.


Von Chloroquin bis Ritonavin – viele Behandlungsansätze gegen COVID-19 werden derzeit vielfach mit Hochdruck getestet, leider bisher noch „ohne“ durchdringenden Erfolg.


Hier weiß man noch viel zu wenig – wie unser Immunsystem überhaupt in diesem Falle reagiert.

Es gibt aber auch hier ein zusätzliches Problem: Wir wissen noch nicht, wie zuverlässig und langanhaltend bzw. ob überhaupt eine Immunität nach einer COVID-Infektion auch länger besteht: In einer in „Nature“ erschienenen Studie (18.06.2020) wurden Personen untersucht, die asymptomatisch mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Ihre virusspezifischen IgG-Spiegel waren deutlich „niedriger“ als bei einer „symptomatisch“ erkrankten Vergleichsgruppe: Das heißt aber noch nicht, dass keine Immunität vorliegt, denn bei fast allen Personen wurden spezifische Gedächtniszellen gefunden. Das alles wird nun die Forschung erst in ferner Zukunft genauer erfahren.

Vielleicht ist es so wie bei der Virus-Grippe? Danach wird man ja auch nicht immun und muss sich jedes Jahr immer von neuem impfen lassen…

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2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4. Impfstoffe (diese Seite)

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten


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