LESEDAUER: 30-40 min. (je nachdem wie intensiv)
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“-Display… 😉

Zitat von © Ernst Ferstl: Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt..


Anm.: Die ausführliche Beschreibung der Impfstoffe und deren „Hersteller“ folgt – für Interessierte –
im zweiten Blog-Artikel: Corona-Fakten aktuell // 4.2 Hersteller (siehe hier am Seiten-Ende zum Anklicken).


»Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Wir haben keine Ahnung, welche Überraschungen wir noch alles in einem Virus finden könnten, das wir erst seit einem Jahr kennen« (Zitat: Gregory Poland, Impfspezialist des US-Forschungszentrums „Mayo Clinic“)


„Abgesehen von sauberem Trinkwasser hat in der Geschichte der Menschheit bisher nichts die „Sterblichkeit“ der Menschen so stark reduziert wie die Immunisierung durch Impfungen“, sagt der Infektionsforscher „Paul Heath“ von der Londoner St.-Georges-Universität überzeugt.

Historisches

Keine Geschichte des Impfens kommt an Dr. „EDWARD JENNER (1749-1823) vorbei. Der englische Landarzt gilt als der Erfinder der „Pockenimpfung“. Die Pocken war nun vor über 250 Jahren das erste „Experimentierfeld“ für Impfungen, viele davon folgten…Impfkritiker bzw. Impfgegner gab es schon immer, Was man nicht versteht…lehnt man erst einmal ab: Auch damals schon zu Jenners Zeiten waren Impfgegner bestrebt ein Klima grundsätzlichen Misstrauens zu schüren. Da stecke doch wohl der Teufel dahinter und andere finsteren Dinge wurden Dr. Jenner vorgeworfen. (Näheres hierzu bei Wikipedia)

Bis heute haben sich ihre Thesen nicht verändert: „Das bringt alles doch gar nichts“…Oder: „Mutter Natur regelt das alles schon von selbst“…oder „Ach, es geht hier ja doch nur ausschließlich ums Geld“… Diese Thesen zeugen nicht nur von großer Unkenntnis, sie sind weder stichhaltig noch hilfreich – wie man bei den abertausenden Infektionskrankheiten in den vergangen Zeiten sieht, die seit Jahren durch eine Impfung weitgehend „entwaffnet“ bzw. auch als fast „ausgerottet“ gelten…wie z.B. Pocken-Polio-Masern-Diphterie-Tetanus etc. Hieran verstarben reihenweise vor allem auch Kinder noch vor über 60 Jahren. Ich habe selbst damals meinen älteren Bruder an Diphtherie verloren, da er nicht geimpft war.

Und nun bei „Corona“ ? Auch hier finden sich wieder die altbekannten Bedenkenträger
Welche „schweren“ Nebenwirkungen gibt es? Die Forschung sagt uns: Diese sind sehr unwahrscheinlich.
Mit Hinblick auf die zu bestürzende, erwartete Verschlimmerung der Pandemie dürfen wir – jeder Einzelne von uns – nicht zulassen, dass diese uns allen über Jahre hart an die Substanz geht. Abwarten ist keine Lösung. Es würde viele, viele Jahre dauern, bis man ohne Impfung in Deutschland eine Herdenimmunität erreicht hätte und dies auf Kosten von Millionen Menschenleben.

Wenn die Ansteckungsgefahr größer wird, stehen wir vor neuen Herausforderungen. Deswegen fordern Fachleute jetzt noch härtere Kontaktbeschränkungen.


09.04.2021: Der geplante Corona-Gipfel wurde nun offiziell abgesagt:
Kanzlerin Merkel fordert einen neuen Lockdown – und will ein Gesetz für bundeseinheitliche Notbremsen im Eilverfahren verabschieden:

  • Angela Merkel forciert aktuell nun einen neuen „kurzen Lockdown“ in Deutschland. Jens Spahn unterstützt die Forderungen nach Verschärfungen. Im ZDF spricht sich Wolfgang Schäuble (CDU) für mehr Kompetenzen des Bundes aus.
    Bund und Länder streben bundesweit einheitliche Regelungen zu Corona-Ausgangssperren und Schulschließungen an. Entsprechende Vorgaben sollen im neuen Infektionsschutzgesetz verankert werden, das kommende Woche auf den Weg gebracht wird, sagte Vizekanzler Olaf Scholz in Berlin.
  • Ein neues Notbremsen-Gesetz soll im Eilverfahren auf den Weg gebracht werden. (Quellen: Tagesschau.de)

Jeder Einzelne von uns muss sich selbst schützen… so einfach ist das.

DAS VIRUS KANN SICH NICHT SELBST BEWEGEN… es braucht UNS: „Man muss sich immer wieder klar machen: Das Virus kann sich nicht selbst bewegen und es kann sich im Freien nicht selbst fortpflanzen.
Es muss vom Menschen bewegt werden. Das heißt, wir sind diejenigen, die es spazieren tragen“, sagt die Virologin Ulrike Protzer (*1962) – Ulrike Protzer ist eine deutsche Virologin. Seit 2007 ist sie Professorin am Lehrstuhl für Virologie an der Technischen Universität München.


Prost-Covid!
Sich mit anderen eine Limo-Flasche zu teilen, ist großzügig, in Zeiten von Corona aber eine Schnapsidee.

Nach neueren Erkenntnissen besteht auch das Risiko einer oralen Infektion. Corona-Forscher haben sich deshalb genauer angesehen, wie viel gefährliches Potenzial in unserer Spucke steckt. Es fanden sich Mundgewebszellen, die von Menschen mit mildem oder asymptomatischem COVID-19 in den Speichel ausgeschieden wurden, diese enthielten sowohl SARS-CoV-2-RNA als auch RNA für die Eintrittsproteine berichtete die Studie, die in Nature veröffentlicht wurde. Darin untersuchten Huang et al., ob das menschliche Mundgewebe anfällig für eine SARS-CoV-2-Infektion ist. Zusammengenommen, so die Forscher, so deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass der Mund – über infizierte orale Zellen – eine größere Rolle bei der SARS-CoV-2-Infektion spielen könnte als bisher angenommen. Möglicherweise stammt das Virus im Speichel zum Teil aus dem Nasenausfluss oder dem aus der Lunge hochgehusteten Sputum.
(Quellen: New @NatureMedicine: „The oral cavity is an important site for SARS-CoV-2 infection and implicate saliva as a potential route of SARS-CoV-2 transmission.“ (https://nature.com/articles/s41591-021-01296-8)


Allgemeine Blog-Artikel-Quellen: Assoc. Prof. Adam Kucharski, London School of Hygiene and Tropical Medicine; European Centre for Disease Prevention and Control; Imperial College London; Johns Hopkins University; Nature; Public Health England; Science; Prof. Ulrike Protzer, TU München; World Health Organization

Der neue „Corona“- Impfstoff ist ein medizinischer Trick:

Er soll dem Körper vorgaukeln, er sei mit einem aggressiven Erreger wie SARS-CoV-2 infiziert. Gelingt die Täuschung, bildet das Immunsystem sogleich spezifische Antikörper und T-Zellen zur Virenabwehr. Impfungen führen so zur wichtigen Bildung unseres Immungedächtnisses: Wenn der gleiche Erreger erneut eine Infektion beginnt, kann das Immunsystem direkt reagieren und es kommt oft gar nicht mehr erst zu einer Erkrankung.

Es besteht keine Gefahr eines Einbaues z.B. von mRNA in das menschliche Erbmaterial.Genbasierte“ Impfstoffe kommen ohne Krankheitserreger oder deren Bestandteile (komplette Virus-Antigene) aus. Bei Lebend- und Totimpfstoffen werden hingegen dem Körper die abgeschwächten Erreger oder Erregerantigene mit dem Impfstoff zugeführt…dazu später noch ausführlicher.
Ein abgeschwächtes (attenuiertes) *Virus dient (z.B. bei Vektor-Impfstoffen) als Transportmittel (Vektor) für einen ungefährlichen Teil der Erbinformation von SARS-CoV-2 in wenige Körperzellen, dazu später mehr.

Anm.: „Attenuierte Viren“ sind vermehrungsfähige, in ihrer Virulenz abgeschwächte Viren (abgeschwächte Krankheitserreger), die – im Vergleich zum krankheitserregenden Ausgangsvirus – nur eine begrenzte Infektion (Virusinfektion) ohne oder mit nur geringen Symptomen hervorrufen. Die Herauszüchtung von Viren mit abgeschwächter Virulenz wird als Attenuierung (Attenuation) bezeichnet.

*Attenuierte Viren kennt man schon sehr lange: Sie werden als Lebendimpfstoffe (attenuierte Vakzine) zu Schutzimpfungen (aktive Immunisierung) gegen verschiedene Viruskrankheiten eingesetzt (beim Menschen z. B. gegen Poliomyelitis, Masern, Mumps, Röteln und Gelbfieber). Der Impfschutz ist effektiv und sehr lang anhaltend, da eine Infektion mit attenuierten Viren sowohl die humorale als auch die zellvermittelte Immunantwort auslöst.

Quelle: spectrum.de und Paul-Ehrlich Institut (PEI)


Wie funktioniert das eigentlich alles?

Die Zacken in der Viruskrone – die Spike-Proteine:

Das Spike-Protein ist nicht nur die schärfste Waffe des Virus, es ist auch seine Achillesferse, denn seine exponierte Lage macht es zum bevorzugten Angriffspunkt für unser Immunsystem. Unsere Antikörper können das Virus anhand des Spike-Protein eigentlich sofort erkennen, sofort daran binden und es so als Ziel für Immunzellen markieren.

Eigentlich? Ja… das Virus hat noch einen weiteren Trick auf Lager: Mithilfe von Zuckermolekülen versucht es, seine Spike-Proteine vor den Immunzellen zu verbergen. Max-Planck-Forscher analysieren daher nicht nur das Spike-Protein selbst, sondern auch den Zucker-Schutzschirm sowie die Membranhülle des Virus. Diese Berechnungen werden winzigste Details der Proteinstruktur enthüllen. Sie sind aber extrem aufwendig: „Wir brauchen dazu die Supercomputer der Max-Planck-Gesellschaft mit ihrer enormen Rechenleistung“, erklärte Prof. Dr. Gerhard Hummer,Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt am Main.

Die Wissenschaftler hoffen, so Bindungsstellen für Hemmstoffe am Spike-Protein zu entdecken: Diese wollen sie mit den Bindungseigenschaften bereits existierender Medikamente am Computer vergleichen und so Wirkstoffe identifizieren, die das Spike-Protein des Virus blockieren könnten… Soviel zur derzeitigen Forschungsarbeit…

Als Beispiel dient hier der Vektor-Impfstoff:

Der BAUPLAN:
Das Ziel der Impfung ist, dass der Körper selbst eigene „Spike-Proteine“ herstellen kann. Dafür „schleust“ der Impfstoff den Bauplan der Spike-Proteine in menschliche Zellen ein. Bei Vektorimpfstoffen wird ein Virus-Teil als „Transportmittel“ in die Zellen eingesetzt. Man nennt es „Vektor“. Dieser Vektor ist für den Menschen harmlos. Der Impfstoff von Johnson & Johnson nutzt als Vektor-Teil z.B. das Adenovirus „Ad26“. Es kann leicht (ohne Schaden zu verursachen) in dem „Vektor“ in menschliche Zellen (z.B. am Impf-Ort) eindringen.

SPIKE-PROTEINE WERDEN DEM IMMUNSYSTEM PRÄSENTIERT und es reagiert sofort…

Wie alles funktionioert: Die DNA dieser Spike-Proteine wird in die DNA des Transport-Virus eingesetzt.
Wenn der Vektorimpfstoff dann also im Körper ist und in die menschliche Zelle dringt, wird dort die DNA im Zellkern in mRNA „übersetzt“. Diese mRNA ist sozusagen der Bote, der den Bauplan für die Spike-Proteine übermittelt. Auf dieser Grundlage produziert die menschliche Zelle nun die Spike-Proteine (= Struktur einer Virus-Hülle). Sie haben eine wichtige Funktion bei der Bindung an die Wirtszelle.

Anschließend präsentieren die menschlichen Zellen unserem Immunsystem die Spike-Proteine.
Das menschliche Immunsystem erkennt die Spike-Proteine des Virus sofort als „Fremdkörper“ und reagiert darauf mit einer prompten Immunantwort. Daran ist eine Vielzahl unterschiedlicher, für die immunabwehr wichtiger Zellen in unserem Körper beteiligt:
Unsere Gedächtniszellen…T-Killer-Zellen… B-Zellen, T-Helferzellen… etc. alle zusammen reagieren sofort: Der Körper ist nun für eine echte Corona-Infektion vorbereitet.
Vektorimpfstoffe befähigen den Körper also mithilfe eines Transport-Virus, des Vektors, selbst die Spike-Proteine herzustellen, um dann die Immunreaktion selbst dafür zu entwickeln.

Damit unterscheiden sie sich in ihrer Wirkungsweise deutlich von den „mRNA-Impfstoffen“ z.B. der Hersteller Biontech und Moderna. Bei diesen wird die Information für die Herstellung der Spike-Proteine „direkt“ mittels der mRNA verabreicht.

Alle bisher zugelassenen Impfstoffe (ob mRNA oder Vektor) gelten übrigens nach Einschätzungen der deutschen und europäischen Behörden als absolut sicher und zuverlässig.


Quellen: Robert-Koch-Institut; Paul-Ehrlich-Institut, WHO, Verband forschender Pharma-Unternehmen; US Food and Drug Administration (FDA); Johnson & Johnson; Janssen; AstraZeneca; Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.;


Welche Impfstoffe gibt es schon?

Viele zugelassene Impfstoffe enthalten entweder „abgeschwächte Lebendimpfstoffe“ oder „inaktivierte Impfstoffe“, um eine Immunantwort auszulösen. Sie enthalten entweder den gesamten abgeschwächten (funktionslosen) Erreger oder nur einen Teil davon. Es gibt hier zwei Hauptansätze:

„Abgeschwächte“ Lebendimpfstoffe verwenden eine geschwächte Form des Virus, die immer noch replizieren kann, ohne eine Krankheit zu verursachen.
Abgeschwächte Lebendimpfstoffe mit „Vektor“-Viren: Diese Strategie kommt nun beispielsweise in den SARS-CoV-2-Projekten von Janssen (J&J), DZIF und der University of Oxford mit AstraZeneca u.a. zur Anwendung.

Bei mehreren Projekten dienen gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA)- und andere… Solche sogenannten Vektorviren können sich in Menschen vermehren, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie in großen Mengen vermehren kann. So “verkleiden” sie Forscher mit gentechnischen Mitteln als SARS-CoV-2 (konkret: Sie tauschen ein oder mehrere ihrer Oberflächenproteine durch SARS-CoV-2-Proteine aus), so dass sie dem Immunsystem eine COVID-19-Infektion vorgaukeln können.

Wer damit geimpft wird, baut einen echten Immunschutz auf, der auch eine echte Infektion abwehren kann. Aufbauend auf einem Vektorvirus sind auch der erste (schon vor Jahren zugelassene) Ebola-Impfstoff und auch der erste Dengue-Impfstoff und bisher weitere experimentelle Impfstoffe bereits vor Jahren entwickelt worden.

„Inaktivierte Impfstoffe“ (Totimpfstoffe) sind Impfstoffe, deren genetisches Material zerstört wurde, sodass sie nicht replizieren können, aber dennoch eine Immunantwort auslösen können.

Derzeit verfügbare Impfungen:

Die neuen – derzeit verfügbaren – Vektor- und mRNA-Impfungen dürfen als sicher gelten. Die äußerst strenge Methodik ihrer behördlichen Zulassung (EMA) verdient unser Vertrauen: Und das auch durch die strengen Hersteller-Prüfverfahren – die noch niemals so öffentlich und so transparent waren wie in diesen Zeiten…eben völlig anders als zu Jenners Zeiten… (Quelle: Rheinische-Post: Januar 2021)


Der Auftakt der Corona-Impfungen wird von einer Welle an „Desinformation“ begleitet. Im Netz verbreiten Impfgegner falsche Fotos und Gerüchte über angebliche Spätfolgen. Viele Menschen lassen sich dadurch offenbar verunsichern. FAKE NEWS: Die Mythen der Impfgegner…dazu später hier am Blog-Artikel-Ende mehr… oder am Seiten-Ende zum Anklicken: 3. Fake News


Doch COVID-19 ist und bleibt derzeit ein weltweiter Notfall, der uns Menschen langfristig bedroht.


Reicht es eigentlich, wenn 60-80 Prozent aller Menschen geimpft sind?

Die „Verbreitungsgeschwindigkeit“ dieser Viren ist entscheidend: Für Masern, die sich extrem schnell verbreiten gilt ein Wert von 95 %… Neuere Erkenntnisse zur Infektiosität von Sars-CoV-2 und aktuelle Meldungen aus Groß-Britannien lassen Experten – wie den US-Immunologen Anthony Fauci – Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (in Washington/Baltimore ) – vermuten, dass eine Impfquote von über 80 % notwendig sein wird. Das wird hier bei uns nicht nur in Deutschland – wo eine hohe Impfskepsis herrscht – wohl nicht so schnell erreicht werden… das Virus wird uns also weiterhin treu bleiben…Der US-Immunologe Anthony Fauci blicke daher pessimistisch auf die Entwicklung der Corona-Pandemie im neuen Jahr 2021. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Zur „Impfskepsis“ folgt Näheres gegen Blog-Artikel-Ende…


Wie lange sind wir eigentlich nach einer Impfung IMMUN?

Impfstoffe können die Zahl schwerer Erkrankungen senken. Das ist der Zahl neutralisierender Antikörper zu verdanken, die eine zelluläre Immunantwort des Impfstoffes stimulieren. Unsere Gedächtniszellen („t-memory-cells“) können noch sehr lange nach einer erneuten Begegnung mit  „Erregern“, die Produktion von Antikörpern und speziellen Lymphozyten veranlassen und die Viren angreifen bzw. eliminieren.

Bei einer „natürlichen“ Infektion mit dem Coronavirus verläuft die erste Infektion meist mild oder manchmal auch sogar asymptomatisch…ABER: Man kann nach derzeitigem Wissensstand davon ausgehen, dass erst eine Erkrankung mit sehr schwerem Verlauf – mit der „Immunität einer Impfung“ gleichzusetzen ist. Dazu später noch Ausführlicheres…

Alle Hoffnungen richten sich nun darauf, dass die Impfstoffe dazu beitragen werden, die Ausbreitung des Erregers in absehbarer Zeit aufzuhalten und die Pandemie einzudämmen.

Doch wie lange besitzt der Körper zumindest einen gewissen Schutz vor den Viren? Das weiß man im Moment noch nicht so genau. Es gibt von Experten einige Vermutungen…
Eine kürzlich veröffentlichte Studie des kalifornischen „La-Jolla-Instituts für Immunologie“ hatte infizierte Menschen untersucht. Demnach sind sowohl Antikörper als auch T-Zellen – zwei der zentralen Waffen unseres Immunsystems – zumindest „fünf Monate“ nach dem Einsetzen der Symptome einer Erkrankung noch deutlich nachweisbar sind, selbst bei Verläufen mit milder Symptomatik. Die Studie wurde aktuell als sogenanntes Preprint veröffentlicht, ist also bislang noch nicht von unabhängigen Experten abschließend begutachtet worden.

Sterile Immunität?

Für Thomas Jacobs vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg sind diese Beobachtungen mit Blick auf die Reaktionsweise unseres Immunsystems doch ermutigend. Er verweist auf zwei Punkte: So gebe es in dieser Studie die sogenannte sterile Immunität, die von einer hohen Zahl neutralisierender Antikörper abhänge.Solange es genügend Antikörper gebe, könne man von einer robusten, wenn nicht sogar sterilen Immunität ausgehen“ … so Jacobs.
Entsprechende Sars-CoV-2-Impfstoffe würden sehr wahrscheinlich sogar noch eine bessere Antikörper-Antwort hervorrufen, als eine natürliche Infektion. Von einer sterilen Immunität, d.h. einer lebenslangen Schutzwirkung durch COVID-19- Impfstoffe könne indes derzeit aber keinesfalls ausgegangen werden: Es könnte so sein, dass wir alle – nur durch immer wiederkehrende Jährliche Impfungen (wie z.B. bei den Grippe-Impfungen) – geschützt sein werden.

Zudem sei derzeit noch völlig ungewiss, ob eine Sars-CoV-2 Impfung auch davor schütze, den Erreger trotzdem weiterzugeben. „Bei einer hohen Antikörper-Antwort – nach einer Impfung – ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber sehr gering, dass der Erreger weitergegeben werde“, erklärt Jacobs.
Dazu gegen Blog-Artikel-Ende nochmals „Ausführlicheres“.

Bei dem üblichen „Grippe-Impfstoff“ muss zum Beispiel jedes Jahr von neuem geimpft werden, da der Virus sich ständig verändert. Sars-CoV-2 würde so evtl. zu einem weiteren Erreger, gegen den man regelmäßig impfen muss. Nichtsdestotrotz würden die bisherigen Ergebnisse der Preprint-Impf-Studien einen schon recht erfreulichen Rahmen für die erwartete Immunität durch die Vakzine (Impfstoff) setzen.
(Quelle: https://www.cio.de/a/wie-lange-die-covid-19-impfstoffe-wirken,3647615)


Bestehen Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Impf-Stoffen?

Dr. Klaus Cichutek ist es wichtig, einige Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Impfstoffen auszuräumen. „Die derzeit geäußerte Befürchtung, die mRNA könne zu Veränderungen im Erbgut führen oder in die menschliche DNA eingelagert werden, ist absolut unbegründet“, sagt er. „Die mRNA aus dem Impfstoff könne das Erbgut „rein technisch“ gar nicht verändern“ :

Das menschliche Genom bestehe aus doppelsträngiger DNA, in die sich die einzelsträngige Viren-RNA gar nicht einbauen lässt. Damit so etwas passieren könne, müsst die mRNA in DNA extra umgeschrieben werden. Doch dafür würden spezielle Enzyme benötigt, die in menschlichen Körperzellen gar nicht aktiv vorkämen... „Auch Sicherheits-Aspekte würden durch die beschleunigten Zulassungsverfahren nicht vernachlässigt“… betont der PEI-Präsident Cichutek. Verschiedene Prüf-Verfahren seien nicht nacheinander in einzelnen Studien, sondern miteinander koordiniert worden und weltweit parallel erfolgt, daher wurde auch relativ schnell ein neues Impfstoffverfahren erst möglich… (Quelle aktuell: Deutsches Ärzteblatt – Heft 1-2021)  

Zitat: Prof. Dr. rer.nat. Klaus Cichutek (*1959) ist ein deutscher Biochemiker und Professor für Biochemie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 2009 ist er Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.


NTV-Interview-Ausschnitt mit Dr. Rolf Hömke: Er ist Forschungssprecher des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA) zum IMMUNSCHUTZ:

„Man weiß auch noch nicht, welcher „Typ“ von Impfstoff bei Covid-19 und anderen Krankheiten den „dauerhaftesten“ Immunschutz hervorruft. Es könnte durchaus sein, dass sich Impfstoffe mit längerer Entwicklungszeit später als deutlich überlegen erweisen oder aber vielleicht auch nicht. Wir werden das erst in den kommenden Monaten erfahren, wenn auch andersartige Covid-19-Impfstoffe neu zugelassen und eingesetzt werden. Insgesamt kann man froh sein, dass Unternehmen und Institute mehrere Impfstofftechnologien entwickelt haben, die nun gegen Covid-19 und andere Krankheiten zum Einsatz kommen können. Das erhöht die Erfolgschancen sehr“…so Hömke.

Frage: Mit wie vielen weiteren zugelassenen Covid-19-Impfstoffen anderer Firmen rechnen Sie in den kommenden Wochen und Monaten?

„…Ende Dezember 2020 wurde der neue mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen und es wurde sofort angefangen zu impfen. Und Anfang Januar 2021 hat nun auch der von MODERNA (mRNA-1273) die Zulassung in der EU erhalten. Nun hatte Ende Januar 2021 durch die EMA auch schon der dritte Impfstoff seine Zulassung bekommen: Astrazeneca. Im Verlauf von 2021 werden dann voraussichtlich noch weitere dazu kommen, deren Hersteller mit der EU oder speziell Deutschland schon länger Lieferverträge abgeschlossen haben“….meinte Hömke.


Die Mutanten sind da…

13. März 2021: Die dritte Welle ist da… Die Fallzahlen mit der Corona-Variante B.1.1.7 steigen exponentiell an – das Robert-Koch-Institut rechnet in einer Prognose deshalb Mitte April mit einer Sieben-Tages-Inzidenz „über dem hohen Niveau von Weihnachten“. Grund seien die neuen Virus-Mutanten und die Öffnung von Schulen und Kitas usw. (ZDF)

Und die Kinder?

„…Leider kann es mit „Schutzimpfungen“ für Jugendliche und Kinder auch erst sehr viel später losgehen, wenn die Impfstoffe auch für diese Altersgruppen alle erprobt wurden. Die meisten Studien dafür werden aber erst beginnen, wenn sich die betreffenden Impfstoffe bei Erwachsenen bewährt haben. Also: Keinesfalls wird die Pandemie Ende 2021 schon weltweit überwunden sein. Das ist eine Aufgabe für mehrere Jahre“… Allerdings sind dem RKI zufolge „Impfstudien“, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen sollen, nun bereits für 2021 in derzeit schon Planung und wurden in kleinem Rahmen auch schon begonnen. An Schwangeren wurden die Covid-19-Impfstoffe noch nicht getestet“ ….so Dr. Hömke – (Seniorreferent Wissenschaftspresse, Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)

12. 03. 2021 – RKI-Chef Wieler: Auch die Inzidenz von COVID-19 bei Kindern steigt derzeit an. Die Schulen sind wieder in Betrieb: : Die Inzidenzen stiegen insgesamt vor allem bei den unter 60 Jahre alten Menschen ebenfalls wieder an – und seit Mitte Februar 2021 auch bei den Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren.
Beobachtet würden auch wieder mehr Kita-Ausbrüche, sogar mehr als vor Weihachten. Es könne sein, dass die ansteckendere englische Variante B.1.1.7 hier eine Rolle spiele.

Bei Kindern nimmt aktuell die Zahl der Corona-Erkrankungen immer weiter zu!

26.03.2021: Über ein Jahr nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland hat sich die Corona-Infektions-Lage dahingehend drastisch geändert:

1:1000 – MULTISYSTEM-ERKRANKUNG (PIMS):
Es kann auch zu heftigen Symptomen bei Kindern – die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben – kommen. Für schnelle Impfungen bei Kindern machen Experten aber wenig Hoffnung. Der Biochemiker und Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth erklärt in einem Beitrag des Deutschlandfunks, dass eines von 1000 Kindern „vier bis sechs Wochen nach der Infektion plötzlich erneut wieder krank und zwar sehr krank“ werden könne: Die Symptome könnten dabei variieren: Die Palette besteht aus hohem Fieber, Schwäche, Probleme am Herzen sowie im Darm, rote Haut, Lunge und Blutgerinnung.

Dieses Krankheitsbild nennen Ärzte“ Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome“, kurz PIMS. Dabei handelt es sich um eine Entzündungserkrankung in verschiedenen Organen bei Kindern.
„In der dritten Corona-Welle ist bei wachsenden Corona-Zahlen der Anteil der infizierten Kinder deutlich höher als bei der ersten und der zweiten Welle, warnte bereits Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Inzidenzen bei Kindern steigt derzeit wesentlich schneller als in anderen Altersgruppen. Mit den steigenden Zahlen nimmt aber auch die Schwere der Verläufe bei Kindern zu. Corona-Impfungen für Kinder gibt es frühestens Ende des Jahres 2021… . „Der Biontech-Impfstoff ist ja bereits für 16-Jährige zugelassen“ … sagte Thomas Mertens, Chef der Ständige Impfkommission (Stiko), jüngst im Interview der RP (Rheinischen Post).


In Hamburger Kliniken werden auch mit dem Coronavirus infizierte Babys und Kleinkinder behandelt. Die Klinik beobachte jedoch besorgt die Entwicklung der Infektionszahlen insbesondere bei Kindern. Im Kreis Stormarn war ein vierjähriges Kind kürzlich mit einer Corona-Infektion gestorben.

Stand: 28. März 2021 –  ntv.de / mmo Quelle: Fallzahlen der Landesbehörden, Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI

26. März 2021

Multisystem-Entzündung (MIS-A) in den Wochen nach einer SARS-CoV-2-Infektion auch bei Erwachsenen möglich

Das MIS (Multisystem Inflammatory Syndrome) ist eine seltene, aber schwere Komplikation, die infolge einer SARS-CoV-2-Infektion auftreten kann. Es wurde zunächst nur bei Kindern beobachtet. Jetzt berichten Mediziner der DRK-Kliniken Berlin-Westend in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ über die ersten Fälle eines „Multisystem Inflammatory Syndrome-Adults“ (MIS-A) in ihrer bei Erwachsenen.

Während MIS-C mittlerweile bei hunderten Kindern weltweit beschrieben wurde, sind Fälle von MIS-A in Deutschland bisher kaum bekannt.
„Die hier aufgeführten Fälle zeigen jedoch, dass auch bei Erwachsenen, die sich mit Fieber, erhöhten Entzündungswerten ohne Infektfokus sowie Erkrankungen verschiedener Organsysteme vorstellen, ein zeitlicher Zusammenhang mit einer möglicherweise asymptomatischen SARS-CoV-2-Infektion in Betracht gezogen werden muss“, erklärten die Mediziner Dr. med. Karl Rieper und Professor Dr. med. Andreas Sturm (DRK-Kliniken Berlin-Westend) der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“. Die Personen wurden mit Kortison behandelt. Zusätzlich erhielten sie Immunglobuline (Antikörper) zur Neutralisierung von Immunkomplexen, um so die übermäßige Immunreaktion im Körper abzufangen. Ihr Zustand verbesserte sich rasch. (Bericht: Coliquio)


UND DIE IMPFSTOFF-KOSTEN?

Einige Hersteller hatten Mitte 2020 übrigens angekündigt, ihre Impfstoffe gegen Covid-19 zunächst auf „no-profit-Basis“ zu liefern, solange die Pandemie besteht. Der Preis soll sich also an den Kosten orientieren, die dem Hersteller selbst entstehen. Mehrere Impfstoffprojekte werden von *CEPI, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, finanziell unterstützt….wie z.B.: CureVac (Tübingen, Deutschland), Moderna (USA). (Quelle: www.wallstreet-online.de)

Wer ist *CEPI?

Die schlimme Ebola-Epidemie (2013) sei damals ein Weckruf gewesen, der dazu führte, dass die Impfstoffforschung zu Erregern mit pandemischen Potenzial verstärkt wurde. Hierzu wurde im Jahre 2017 die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (*CEPI) gegründet, eine weltweite Allianz von Regierungen, der WHO, der Pharmaindustrie und privaten Geldgebern, um auf zukünftige Pandemien schneller reagieren zu können. Diese wurde mit einer Milliarde US-Dollar ausgestattet“… berichtete Prof. Becker.
Anm.: Prof. Dr. Stephan Becker (*1960 in Wetzlar) ist ein deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.

So war es möglich, schon im Vorfeld „Impfstoffkandidaten“ gegen hochpathogene Viren wie das gefährliche Lassavirus sowie die beiden älteren Coronaviren MERS-CoV (das 2012 erstmals auftrat) und SARS-CoV-1 (die 2002 und 2004 einen schweren Ausbruch verursachten) zu entwickeln. (Quelle: PZ, Pharmazeutische Zeitung)
(MERS-CoV = englisch Middle East respiratory syndrome-related coronavirus)
EBOLA ist übrigens noch nicht ausgerottet… Aktuell (16.03.2021): Der aktuell neueste afrikanische Ebola-Ausbruch in Guinea (liegt im Westen, grenzt an die Elfenbeinküste) könnte auf einen Überlebenden der Epidemie in Westafrika von 2013 zurückgehen…


Anm.: *CEPI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der sowohl staatliche Förderer als auch Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen zusammenarbeiten. Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder und hat CEPI bislang mit insgesamt 90 Millionen Euro unterstützt.
Es ist ein „Product Development Partnership“, die unter anderem von Norwegen, Deutschland (Bundesforschungsministerium), Japan, Kanada, Australien und dem Wellcome Trust finanziert wird.
CEPI wurde – wie gesagt – bereits 2017 eigens dafür gegründet, um Impfstoffprojekte gegen größere Epidemien oder Pandemien schneller zu koordinieren, voranzutreiben und finanziell zu unterstützen.

Wie kompliziert und schwierig ist die Impfstoff-Forschung? Nur einer von 10.000 Wirkstoffen, die Forscher im Labor herstellen, wird einmal ein Medikament – vielleicht… Denn Arzneimittel-Forschung ist nicht nur teuer und langwierig, sie ist auch eine Reise mit ungewissem Ausgang. 


Virus-Partikel bestehen generell aus einer Nucleinsäure (DNA oder RNA) und einer sie umgebenden schützenden Proteinhülle.

Ein kleiner Ausflug in die „Genetik“ folgt weiter unten im Text.

Begrifflichkeiten…kurz erläutert:

ANTIGENE“ sind körperfremde Stoffe (Krankheitserreger), die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen.
„ANTIKÖRPER“ auch Immunglobuline (Ig) genannt – bekämpfen“ die Krankheitserreger: Es sind Eiweißstoffe (Moleküle), die von weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten) produziert werden. Sowohl B- als auch T-Lymphozyten können ein immunologisches Gedächtnis ausbilden, um bei wiederkehrenden Infektionen deutlich schneller reagieren zu können. Sobald also Viren, Bakterien oder Pilze in den Organismus gelangen, setzt das Immunsystem die Bildung von Antikörpern („Abwehrzellen“) in Gang. Man kann Antikörper auch gentechnisch herstellen.


Corona-Viren sind RNA-Viren. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren. Zu den RNA-Viren gehören wichtige stark pathogene Viren wie die bekannten Ebola- oder auch Masern-Viren.


mRNA-Impfstoffe:

Sie schleusen nicht das ganze Virus, sondern nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meist körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit „Genen“ zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“.
Die „kämpferischen“ Abwehrreaktionen des Körpers gegen z.B. Antigene werden u.a. dann von den „Antikörpern“ (Englisch: antibody) direkt ausgeführt – das sind Proteine, die (wie oben erwähnt) unsere Immunabwehr gegen die Krankheitserreger einsetzt

Was passiert bei einer „Corona-Impfung“?

Zum Beispiel wird bei der mRNA-Impfung – wie oben schon erwähnt – „nur“ der Bauplan „für das Spike-Protein“ des Sars-Co2-Virus übermittelt, also nicht für den kompletten Erreger. Unsere Körperzellen bilden normalerweise sofort spezifische ANTIKÖRPER, wenn ihnen Fremd-RNA oder Fremd-DNA präsentiert wird.
Mit diesem neuen Impfstoff werden also den Körper-Zellen nur winzige Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind. Damit bekommen die Zellen die wichtigste Information, die sie brauchen, um einen kleinen Teil des Virus (ein sog. ANTIGEN) selbst herzustellen.
Gelangt diese Messenger-RNA (mRNA) in die Zellen, stellen diese damit das wichtige Erreger-Antigen selbst sofort her, was wiederum auch sofort zu einer Immunreaktion unseres Körpers führt.
Diese Immunreaktion ist die „Abwehrreaktion“ des Körpers auf Fremdstoffe und Krankheitserreger (wie z.B. das o.a. Erreger-Antigen). Das Erreger-Antigen vermehrt sich nur für eine eng „begrenzte“ sehr kurze Zeit in der geimpften Person, bis es durch das Immunsystem – bei Immunkompetenten – kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ wird.
Kommt es irgendwann später dann zu einem tatsächlichen direkten Kontakt mit dem „echten“ Virus, dem Krankheitserreger, erinnert sich unser Körper (memory cells) sofort daran, er ist schon vorbereitet und kann die eigene Abwehr schneller ankurbeln, um die Infektion dauerhaft abzuwehren.

Dazu gibt es gegen Blog-Artikel-Ende noch mehr Information (!)


Unser wichtiges „Immungedächtnis“:

Unsere „Memory-cells“ = Gedächtniszellen sind eine Untergruppe der Lymphozyten. Diese sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).  Es zählen dazu die B-Lymphozyten (B-Zellen), die T-Lymphozyten (T-Zellen) und die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen).
Unsere wichtigen B-Gedächtniszellen (memory cells) sind also spezialisierte Lymphozyten und der Informationsspeicher für die Bildung von Antikörpern gegen eine Krankheit. Da sie bei jedem erneuten Antigenkontakt sofort auch eine schnelle Immunantwort auslösen, bilden sie das immunologische Gedächtnis des Körpers.

Im Impfstoff steckt also nur die „Bauanleitung“ für das Spike-Protein:

Im Fall von Sars-CoV-2 enthalten die „Corona-Impfstoffe“ ganz bestimmte Eiweiß-Stoffe, also PROTEINE – wie oben schon erwähnt: Sie sind der wichtigste Bestandteil des sogenannten Spike-Proteins auf der Virusoberfläche (diese werden auch meist als „Stacheln“ dargestellt). Das Corona-Virus braucht diese Spikes unbedingt, um besser in die Zellen des Körpers eindringen zu können.

Das Spikeprotein

Nachgebaut wird bei dieser Impfung dabei also nicht das gesamte Virus, sondern nur das kl. TeilstückSpike-Protein (als ANTIGEN) – Das Spikeprotein an sich ist völlig ungefährlich. Mit jedem neuen Impfstoff werden den Körper-Zellen – wie ober erwähnt – nur sehr kl. Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind. Gelangen diese „Antigene“ (in dem genannten Beispiel sind das also die neu hergestellten „Spike“-Proteine) dann in das Blut, aktivieren diese sofort das menschliche Immunsystem und rufen im Erfolgsfall alsbald auch eine sofortige „Immunantwort“ hervor. 
Immunantwort: Hier entwickelt der Körper ganz spezifische Antikörper, die sich an die Antigene andocken und diese bekämpfen. Das Immunsystem „lernt“ im Laufe des Lebens immer mehr Erreger und Toxine „kennen“ und speichert deren Strukturen, um sie bei einem erneuten Eindringen effektiver bekämpfen zu können. So entsteht unser wichtiges „Immungedächtnis“.


Um es nochmals zu betonen:
Das Erbgut wird also durch mRNA-Impfstoffe nicht verändert – denn diese mRNA ist nur ein kl. „Botenmolekül“, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und vom Körper so schnell wie möglich wieder abgebaut wird.


Das Prinzip der körpereigenen Abwehr nutzte die Medizin schon immer… auch bei jeder anderen Impfung bisher: Denn der Impfstoff enthält immer nur abgeschwächte Krankheitserreger (Tot- oder Lebend-Impfstoffe), gegen die unser Immunsystem sofort entsprechende Abwehrstoffe bildet.
AuchLebendimpfstoffe“ sind – wie erwähnt – in ihrer Wirkung so stark abgeschwächt, sodass die Erkrankung selbst gar nicht ausgelöst werden kann.


Weitere Informationen zu den Impfungen – zum Nachlesen – gibt es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts sowie des Paul Ehrlich-Instituts.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/COVID-19.html

https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/impfstoffe-node.html

ES GIBT GENERELL SCHON IMMER VERSCHIEDENE ARTEN VON IMPFSTOFFE Wie oben schon kurz erwähnt:

Lebend-, Tot-, und die neuen Vektor- oder mRNA-Impfstoffe…

(Quelle: VfA =Verband forschender Pharmafirmen)

1.) Lebendimpfung = lebendes, aber seiner schädlichen Eigenschaften beraubtes Virus löst über seine Erregerantigene eine Immunantwort aus.

2.) Totimpfung = abgetötetes Virus löst ebenso eine Immunantwort aus, Das geht auch hier, weil ganz bestimmte biologische Strukturen des Virus (die Erregerantigene) dies bewirken – ganz gleich, ob das Virus lebendig oder tot ist.

3.) NEU: mRNA- Impfstoffe = Genbasierte Impfung = die Viren-Antigene werden hier „nicht“ über deaktivierte oder tote Viren zugeführt, sondern die Viren „Gene“ (RNA-oder DNA-basiert) werden appliziert, damit mit deren Hilfe der Körper die (Erreger – ) „Antigene“ selbst herstellen kann. Sind diese erst einmal hergestellt und vorhanden, wird dann die Immunantwort (bei Immunkompetenten) auch sogleich vom Körper ausgelöst…

4.) NEU: Bei „Vektorimpfstoffen“ wird das Genmaterial für ein Impfantigen in ein (oder zwei) infektionsfähiges, gut bekanntes „Trägervirus“ eingebaut, das dann als „Impfstoff“ injiziert wird. Dieser „Vektor“ dient sozusagen als eine Art „Genfähre“ (wie ein Boot), die genetisches Material in die Körperzellen einschleust. Ein medizinischer Trick… Dazu später noch ausführlichere Infos…


Die bisher üblichen, herkömmlichen Impfstoffe präsentieren dem Immunsystem schon immer die Antigene selbst.
UNTERSCHIED: Bei einer genbasierter Impfung z.B. mit den mRNA-Impfstoffen hingegen bekommt der Körper „nur“ die genetische „Information“ geliefert. Der Körper bildet das Antigen dann sofort selbst. Bei einem späteren Kontakt erkennt das Immunsystem im Prinzip das Antigen sofort wieder und kann dann das Virus gezielt sofort bekämpfen.

VEKTOR-IMPFSTOFF:

Der Impfstoff der Firma Astra-Zeneca (zum Beispiel) basiert auf Viren-Teilstückchen, die sich NICHT im Körper vermehren können. Damit erfüllt auch dieser Impfstoff NICHT die Definition eines Lebend-Impf-Stoffes, sondern wird als sog. „Vektor-Impfstoff“ oder „Vektor-basierter Impfstoff“ bezeichnet.


WICHTIG ZU WISSEN:
Die derzeit benutzten, neuen SARS-CoV-2-Impfstoffe sind „nicht“ vermehrungsfähige sog. „Tot-Impfstoffe“: Diese enthalten also keine vermehrungsfähigen Viren.


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Miteinander- Nebeneinander-Füreinander: Gemeinsam ist man einzigartig… und zusammen ist man stark.

„Die Coronavirus-Pandemie, der globale Lockdown und das Einfrieren der wirtschaftlichen Aktivität haben eine systematische Wirtschaftskrise ausgelöst, die die Welt seit der Großen Depression* nicht mehr gesehen hat“, sagte Putin erst kürzlich. (*Die Große Depression von 1929 in den USA gilt als Auslöser der gewaltigen Weltwirtschaftskrise in den 1930ern).


Wer ist eigentlich die europäische Arzneimittelagentur EMA?

Für die EU-Länder ist die europäische Arzneimittelagentur EMA für die Zulassung von Covid-19-Impfstoffen zuständig; Diese sind nicht allein: Die „Behörden aller Mitgliedstaaten“ wirken ganz wesentlich an den Zulassungsverfahren mit. In Großbritannien und den USA sind die Biontech-Impfungen mit *BNT162b2  schon bereits früh zugelassen worden, nachdem beide Länder schon im Dezember 2020 eine Notfall- Zulassung erteilt bekommen haben.


Um es nochmals zu betonen: Mit diesem neuen Impfstoff werden den Körper-Zellen also nur sehr kl. Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind.

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen zuständig für die „Genehmigung“ der klinischen Prüfungen von Arzneimitteln und Impfstoffen, auch an der „Zulassung“ in Europa durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) ist es beteiligt.


Dezember 2020: BioNTech und Pfizer
Er war bei uns der Erste… der mRNA-Impfstoff:

Comirnaty® – (vorher: BNT162b2) –  ist vorerst der offizielle Name des Corona-Impfstoffs: Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.


Die Zulassung der Corona-Impfstoffe durch die EMA in Europa dauert zwar immer etwas länger, ist aber gründlicher und entlässt die Hersteller nicht aus der Haftung (!) – Die Zulassung ist nun Mitte Dezember 2020 bereits erfolgt – in England wurde damals schon mit den Impfungen bereits begonnen.

Wenn die Daten eines neuen Impfstoffs einer klinischen „Phase-3-Studie“ dann endlich auch mal tatsächlich vorliegen, dann werden sie durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA (und zusätzlich in Deutschland durch das Paul-Ehrlich-Institut) nach absolut strengen Kriterien geprüft. Man ist hier nicht mit PI x Daumen unterwegs oder befindet sich hier auch nicht in irgendwelchen ostasiatischen Ländern – wo schon nach Test-Phase-2 produziert und konsumiert wird.


EMA-NEWS: MONTAG, 21. DEZEMBER 2020

EMA zog nun doch die Entscheidung vor: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung des neuen Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer empfohlen. Formell hat nun auch die EU-Kommission zugestimmt. So wurde nun direkt nach Weihnachten (ab 27.12.2020) auch in Deutschland mit den Impfungen begonnen.

NEWS: Auch der neue US-Moderna-Impfstoff (mRNA-impfstoff) konnte übrigens schon am 6. Januar 2020 auch in Europa zugelassen werden. Die offizielle Bezeichnung des Impfstoffs lautet „Covid-19 vaccine (mRNA-1273)“. Das Dosierungsschema umfasst 2 Dosen zu je 100 μg, die im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Dazu für Interessierte später im zweiten Corona-Blog-Artikel „IMPFUNGEN-HERSTELLER“ mehr…


EMA-Bericht: Neue Virus-Mutation aus England?

Die EMA geht davon aus, dass der von ihr empfohlene Impfstoff auch gegen die in Großbritannien „neu“ aufgetretene Coronavirus-Variante (Typ B.1.1.7) wirksam ist. „Zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für die Annahme, dass der Impfstoff nicht gegen die neue Variante wirken könnte“, sagte EMA-Direktorin Emer Cooke. Es ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Über die neue Virus-Variante müssten noch mehr Informationen gesammelt werden. Dazu ausführlicher im zweiten Teil des Corona-Blog-Artikels “ Impfstoff-Hersteller“.
„Außerdem könne ein neuer Impfstoff mit einer neuen Variante innerhalb von 6 Wochen hergestellt werden“, sagte BionTech Chef Ugur Sahin (Zitat: WAMS 27.12.2020)


12. 2020: Impf-Nebenwirkung in Groß-Britannien – als Schlagzeile:
„Schwere allergische Reaktion bei „zwei“ Personen (bekannte schwere Allergiker!) auf den neuen Corona-Impfstoff COMIRNATY (BNT162b2)
von BionTech/Pfizer in England“ .

„Wir vermuten, dass mit PEG (Polyethylenglykol) ein „Zusatzstoff“ in der Impflösung die allergischen Reaktionen bei den Patienten ausgelöst hat“, sagt Professor Ludger Klimek, Leiter des Allergiezentrums in Wiesbaden in einer Mitteilung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA)

Insgesamt enthalte der Corona-Impfstoff „COMIRNATY“ aber weniger allergene Substanzen als herkömmliche Impfstoffe, so der AeDA-Präsident. „Die hier noch fehlenden Daten zur Verträglichkeit bei „Anaphylaxie“ gefährdeten Patienten müssen nun schnellstmöglich erhoben werden“, wird Klimek in der Mitteilung zitiert. (AeDA – 24.12.2020)

WICHTIG: Am Schluss dieses Blog-Artikels gibt es noch wichtige Informationen zu ALLERGIEN – Immunsystem etc. in Zusammenhang mit der Corona-Impfung.

Früher dauerte die Impfstoff-Entwicklung 20 Jahre und länger:

Bei SARS-CoV-2 ist das allerdings völlig anders. Viel konnte man sich schon vor Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon damals – vor 10 Jahren – Impfstoffe entwickelt, die sich in klinischen Studien befanden.
Man wusste zum Beispiel auch schon länger, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es „designt“. Und viele Corona-Impfstoffe in der Entwicklung basieren auch auf schon lange bekannten Impf-Methoden. Selbst im Fall der mRNA-Impfstoffe musste diese Technologie heute nicht extra neu erfunden werden. Das ist beruhigend zu wissen.


Man habe heute in der Forschung derzeit den Eindruck, doch schon sehr schnell zu sein.

NACH DER IMPFSTOFF-HERSTELLUNG LIEFEN ERSTE „KLINISCHE“ TESTS SCHON BEREITS AB SEPTEMBER 2020: „Wir sind ja schon länger auf das Thema Pandemie oder Ausbrüche von neuen Vi­ren vorbereitet“, sagte Prof. Dr. Becker.
„Wir waren in den letzten Jahren unserer Zusammenarbeit schon sehr darauf ausgerichtet, dass wir wirklich bei der Herstellung ei­nes Impf­stoffes extrem schnell sein können. In der öffentlichen Wahrneh­mung ist das alles aber nicht schnell genug. Aber das geht nicht anders: Impfstoffe brauchen ganz einfach ihre Zeit – und ich bin auch nicht bereit, Sicherheitsmaßnahmen zu drücken.“ (Quelle: © dpa/aerzteblatt.de)

Anm.: Prof. Dr. Stephan Becker (* 2. Dezember 1960 in Wetzlar) ist ein deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg

„Gute Neuigkeiten für Impfstoffentwickler“:

Unsere körpereigenen Immunabwehrzellen – die sogenannten T-Zellen – können erstaunlich weite Teile des neuen SARS-CoV-2-Virus erkennen. Das fand ein internationales Wissenschaftler-Team um die Tiroler Forscherin Daniela Weiskopf vom „La Jolla“ Institute for Immunology (LJI) in Kalifornien heraus. Das eröffne auch zusätzliche Optionen bei der Impfstoffentwicklung, so die Forscher im Fachblatt „Science Immunology“. (Quelle: futurezone, Agenturen)

Die meisten Viren haben zahlreiche Wege entwickelt, um die Immunabwehr der Wirtszellen auszutricksen bzw. ihr „auszuweichen“ (sog. Immunevasion) – auch bei Impfungen… 

DIE WÄCHTER IN UNSEREM KÖRPER PASSEN JEDOCH GUT AUF UNS AUF:
Weiße Blutkörperchen, die T-Lymphozyten, sind das Herzstück unserer Immunabwehr. Im Kontakt mit den infektiösen Mikroorganismen stimulieren diese T-Lymphozyten die B-Lymphozyten. Diese B-Lymphozyten produzieren also die Antikörper, welche die körperfremden Zellen sofort erkennen und vernichten helfen.

Es gibt auch diese (inzwischen nachgewiesene) T-Killerzellen-Kreuzimmunität gegen SarsCov2, (wegen früherer durchgemachter „harmloser“ anderer Corona Infektionen, die damals eher „grippeartig“ bzw. „erkältungsartig“ waren…) insbesondere zu finden bei den „asymptomatischen“ oder wenig symptomatischen Verläufen – vorwiegend bei „jüngeren“ Personen.
„Die Messung der Immunität“ gegen SARS-CoV-2 ist der Schlüssel zum Verständnis der Entwicklung von COVID-19 und den Impfstoffen…Näheres unter dem link:

https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(20)30610-3


Gentechnik: Die Impfstoffe der Zukunft

Die verschiedenen „neuen“ genbasierten Arten von Impfstoffen (Vakzine-Typen) gegen SARS-CoV-2 und die Risiken…

DNA-Impfstoffe… sind noch in der Forschung, aber bisher noch nicht bei uns auf dem Markt…

DNA-Impfstoffe gelten als vielversprechende neue Technologieplattform. DNA-Impfstoffe sind sog. „Konstrukte“ (Vektoren oder Vehikel). Aus DNA wird RNA direkt im Impfling gebildet. Das heißt: Bei DNA-Impfstoffen muss das „gebaute“ DNA-Molekül zunächst in den Zellkern gelangen und dieses wird dort in Form von mRNA abgelesen. Die mRNA wandert aus dem Zellkern heraus und wird dann in das Antigen übersetzt. Aktuell befinden sich allein mindestens zehn verschiedene Impfstoffkandidaten auf der „Basis von Plasmid-DNA“ (zum Schutz vor COVID-19) zur Zeit noch in der klinischen Entwicklung (Paul-Ehrlich-InstitutPEI)

Bis heute gibt es in Deutschland und weltweit noch keine zugelassenen DNA-Impfstoffe für den Menschen, sondern nur RNA-Impfstoffe (oder Vektor-Impfstoffe).

Im Normalzustand ist DNA in Form einer Doppelhelix aufgebaut. Ihre Bausteine sind vier verschiedene Nukleotide…(ausführlicher nachzulesen bei Wikipedia)

RNA-Impfstoffe – mit sehr gutem Sicherheitsprofil

RNA-Impfungen versprechen ein deutlich besseres „Sicherheitsprofil“… so Prof. Dr. rer. nat. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, der Zulassungsbehörde für Impfstoffe in Deutschland.

Die Boten-RNA-(mRNA)
Vom Aufbau her ist die RNA der DNA ähnlich. RNA-Moleküle sind – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA – in der Regel einzelsträngig. Eine wesentliche Funktion der RNA in der biologischen Zelle ist die Umsetzung von genetischer Information in Proteine (siehe Proteinbiosynthese, Transkription und Translation). In Form der mRNA fungiert sie hierbei als Informationsüberträger…
Ein Weg, zufällige DNA-Insertionen sehr sicher zu verhindern, sind Boten-RNA-(mRNA-) basierte Vakzine (Impfstoffe). Hierfür werden RNA-Sequenzen ausgewählt und synthetisiert, welche die Proteine oder Proteinabschnitte (Peptide) des Erregers codieren. Hierzu werden „Nanopartikel“ verpackt in die Zellen gebracht – um Antikörper zu produzieren…vereinfacht ausgeführt 😉
Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag vor allem daran, dass RNA-Moleküle „sehr schnell“ enzymatisch abgebaut werden. Als große Vorteile erachtet man aber ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und geringere Nebenwirkungen. Aufgrund der definierten Halbwertszeit von mRNA-Molekülen (in vivo) sei darüber hinaus die Dosierung so auch wesentlich leichter zu steuern.

Wissenschaftler/innen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) berichten in einer aktuellen Publikation, dass es bestimmte *Epitope gibt, die zwischen SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 unverändert erhalten sind. Das könnte bedeuten, dass Impfungen, die auf solche Epitope abzielen, „kreuz-protektiv“ wirken, also Schutz gegenüber ganz verschiedenen (!) Coronaviren und neu auftretenden Virusmutationen (!) vermitteln könnten. Ein großer Vorteil dieser „mRNA-Technologie“ besteht zudem darin, dass man das Molekül ohne tierische Zusätze herstellt und nur sehr geringe Mengen davon benötigt.
Anm.: *Epitope sind die Molekülabschnitte eines Antigens, die eine spezifische Immunantwort auslösen können. Gegen die Struktur Epitope kann ein spezifischer Antikörper oder eine spezifische T-Zelle gebildet werden.

Allerdings ist man wohl zum Erfolg verdammt, denn „ohne einen SARS-CoV-2-Impfstoff werden wir nie wieder normal leben können, resümiert der gerade wieder genesene COVID-19-Patient: Prof. Peter Piot, (*1949 in Leuven) niederländischer Arzt und Mikrobiologe, der die renommierte London School of Hygiene & Tropical Medicine leitete.
Anm.: Prof. Dr. Dr. Peter Piot ist Arzt und Mikrobiologe und einer der Entdecker des Ebola‐Virus.
Er erforscht Infektionskrankheiten und Strategien dagegen. Er war früher Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen.


Kann der Impfstoff das Erbgut verändern?

Die mRNA des Impfstoffs gelangt „nicht“ in sämtliche Zellen des Körpers, sondern nur in diejenigen im Bereich der Einstichstelle im Muskelgewebe am Oberarm. Die mRNA gelangt dort auch nicht in die Nähe der DNA, denn diese befindet sich ja (gut geschützt) nur im „Zellkern“ . Doch selbst wenn sich beide treffen würden, dann könnte die RNA gar nicht ohne Weiteres in die DNA eingebaut werden. Sie unterscheiden sich chemisch viel zu stark voneinander.

Das Paul-Ehrlich-Institut sagt dazu: „Selbst wenn aber die Impfstoff-RNA in das Genom integriert würde (was wirklich kaum vorstellbar ist), dann wäre das Ergebnis, dass das SPIKE-Protein von der Zelle hergestellt und vom Immunsystem sofort als „Feind“ erkannt würde und dann die betroffene Zelle sofort abgetötet würde.“
Mit anderen Worten: Die wahrscheinlichste Wirkung des extrem unwahrscheinlichsten Falls wäre also nicht, wie oft befürchtet, eine Autoimmunkrankheit, sondern die erwünschte Impfwirkung. (!) 😉


Die Viren-Erbinformation kann also keinesfalls in die menschliche DNA übergehen… das sei technisch nicht möglich…

Da ist sich Prof. Dr. Leif Erik Sander (Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Berliner Charitè) ganz sicher – ein Übergang von Viren-mRNA in menschliche DNA ist nach bisherigem Erkenntnisstand praktisch ausgeschlossen: „Das ist eine Einbahnstraße“. Die mRNAs, die wir verabreichen, erreichen unsere Zellen und dort gelangen sie an die sogenannten Ribosomen, wo dann die Eiweiße zusammengesetzt werden. Sie gelangen aber nicht in den Zellkern. Der Zellkern hat nochmals eine eigene Hülle und im Zellkern befindet sich die DNA, unser Erbgut. Das heißt also, die mRNA kann überhaupt „niemals“ an diesen Ort im Zellkern gelangen.


GENETIK

KLEINER AUSFLUG IN DIE GENETIK:


Das gesamte ERBGUT, die DNA (Desoxyribo-Nucleic-Acid) eines Menschen, steckt in unseren menschlichen Zellen. Der deutsche Fachbegriff DNS wird auch von uns benutzt, er steht für Desoxyribonukleinsäure steht. Desoxyribonukleinsäure ist eine aus unterschiedlichen Desoxyribonukleotiden aufgebaute Nukleinsäure. Sie trägt die Erbinformation bei allen Lebewesen und vielen Viren. 
DNA und RNA sind also DIE Schlüsselmoleküle des Lebens.
Das ERBGUT ist gebündelt in jeder einzelnen Zelle (egal ob Muskel-, Herz- oder Gehirnzelle) und zwar in den 46 Chromosomen bei uns Menschen. Das Chromosomenpaar, das unser Geschlecht entscheidet, besteht dabei – wie wir sicher alle wissen – bei Frauen aus zwei XX-Chromosomen, bei Männern aus einem X- und einem Y-Chromosom.
Jedes einzelne Chromosom enthält diese DNA. Im Inneren der fadenförmigen Chromosomen befindet sich also nun im Kern die DNA. Vorstellen kann man sich die DNA wie eine in sich gewundene doppelte Leiter. Würde man diese „Leiter“ auseinanderziehen, so betrüge ihre Länge rund einen Meter achtzig. Die jeweils 23 Chromosomenpaare von der Mutter und vom Vater ermöglichen eine immer wieder völlig neue Durchmischung der Erbsubstanz. Die Chromosomen werden also bei jedem Kind ganz neu durchmischt.(Quelle: https://www.pharmgenetix.com/blog/dna/)


GENTECHNOLOGIE:

Weltweite Forschung und Entwicklung:

Auf Hochtouren arbeiten aktuell die Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit auf sehr unterschiedliche Impfstoffe hin. Mehrere Impfstoffprojekte werden von „CEPI“, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, auch „finanziell“ unterstützt wie z.B. CUREVAC (Tübingen).

„Vectorbasierte“ Impfstoffe – die Basis bilden harmlose Viren…

(Dazu noch Ausführlicheres im folgenden Blog-Artikel: 4.2 Impfstoffe/Herstellung)

Vektor-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 sind noch ziemlich neu. Sie sind einfacher herzustellen. Es gab hier auch schon – vor Jahren – mit gutem Erfolg zugelassene Impfstoffe, etwa – wie unten erwähnt – u.a. gegen Ebola.

Vektor-Viren nur als Plattform:
Ein viraler „Vektor“ kann sich im Körper nicht vermehren, simuliert aber unserem Körper eine Infektion und regt so die Produktion von Antikörpern sowie zelluläre Schutzmechanismen im menschlichen Körper an. Bei Vektorimpfstoffen wird das Genmaterial für ein „Impfantigen“ in ein infektionsfähiges, gut bekanntes Trägervirus eingebaut, das dann als Impfstoff injiziert wird. Dieser Vektor dient – wie schon erwähnt – als eine Art Genfähre (wie ein Boot), die genetisches Material in die Körperzelle einschleust.

Die Basis bilden harmlose Viren (z.B. Adenoviren = z.B. Schnupfenviren). Das Immunsystem reagiert auf dieses gebildete Fremd-Protein und bildet dagegen Abwehrstoffe (unter anderem Antikörper). Bei einem späteren Kontakt der geimpften Person mit SARS-CoV-2 erkennt das Immunsystem sofort die Oberflächenstruktur wieder und soll z.B. eine schwere COVID-19-Erkrankung verhindern und möglicherweise sogar die Weitergabe von SARS-CoV-2 von Mensch-zu-Mensch reduzieren.

„COVID-19-Vektorimpfstoffe enthalten also in ihrer Erbinformation ungefährliche Teile des Erbmaterials von SARS-CoV-2. Vor allem enthalten sie den „Bauplan“ für das Spikeprotein oder für einen Teil davon“… heißt es in einer Information des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Berlin. Dass der sich in der Entwicklung befindliche „MVA-Vektorimpfstoff“ (MVA=Modifiziertes Vaccinia-Virus Ankara) gegen SARS-CoV-2 die gewünschten Immunantworten und eine deutliche Schutzwirkung zeigt, konnte bereits in „präklinischen“ Modellen der Universitäten Marburg und München gezeigt werden. Dazu später mehr…

Es ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört: Um es nochmals zu verdeutlichen: Diese etwas andere – auf Gentechnik basierende – Strategie zur Impfstoffentwicklung besteht darin, in ein (für den Menschen „ungefährliches“) sogenanntes Vektor-Virus – ALSO EIN GANZ BESTIMMTES (INAKTIVIERTES) VIRUS – zur „Produktion“ eines Antigens gegen einen gefährlichen Erreger einzufügen. Das so entstandene Virus ist weiterhin harmlos, denn für eine schwere Infektion fehlen ihm völlig die übrigen gefährlichen Erreger-Gene. Wird ein Mensch damit geimpft, führt das zu einer sofortigen Immunreaktion gegen dieses fremde Antigen, die den Körper „vor dem Erreger“ sofort schützt. Mehrere Impfstoffe gegen Ebola und ein Dengue-Impfstoff basieren bereits schon lange auf diesem schon so oft erprobten Prinzip ohne Probleme.

Austauschbare Plattform

„Vektorimpfstoffe“ sind – wie schon erwähnt – eine klassische Plattformtechnologie: Wenn einmal ein geeignetes Trägervirus eta­bliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine entwickeln. Wenn der Impfstoff gegen Ebola gerichtet sein soll, wird dem Vektorvirusgenom ein Ebola-Gen zugefügt, bei SARS-CoV-2-Impfstoffen ist es dann entsprechend ein Gen des Coronavirus usw.

„Virale Impfvektoren“ sind also immer so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der menschlichen Zielzelle integrieren können, um das Risiko einer Mutagenese durch die Impfung zu „minimieren“. Sie vermehren sich nur für eine eng begrenzte Zeit in der geimpften Person, da sie sofort durch das körpereigene Immunsystem kontrolliert und eliminiert werden.

Zusammenfassung aus der Klinischen Forschung… Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen: Impfstoffe – basierend auf viralen Vektoren – sind nun eine absolut vielversprechende Alternative zu den „klassischen“ Impfstoffen, besonders für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.

NEUERE VEKTOR-IMPFSTOFFE sind bereits in Planung:
Der „NonReplicating Viral Vector“ = neue Impfstoff-Erprobung (= „Adenovirus“ Type 5 Vector): …an dem auch „China“ gearbeitet hatte) ist da zur Zeit weltweit zur Erprobung vorhanden. (Dazu noch Ausführlicheres im nächsten Blog-Artikel: 4.2 Impfstoffe/Herstellung)

RUBRIK: „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren – wie unten erwähnt – sind in der „Forschung“ derzeit immer noch führend – z.B.: Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz), das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München) u.v.m.


Man habe schon einige Erfahrung mit der Forschung zu anderen früheren Coronaviren…

HISTORISCHES: Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek: „Wir profitieren im Fall der Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen davon, dass wir schon länger bereits Erfahrung mit den älteren MERS-Impfstoffen haben, erklärt der Biochemiker. MERS ist eine Krankheit, die durch andere Coronaviren ausgelöst wird. Sie wurden 2012 entdeckt.
Seitdem versuchen Forscher, einen MERS-Impfstoff zu entwickeln. Nun können Wissenschaftler darauf aufbauen, um ein Mittel gegen das neue Coronavirus zu finden und konnten sich so mehrjährige Forschungs-Arbeiten sich sparen.
„Grundsätzlich seien in den vergangenen Jahren mehrere sogenannte „Plattform-Technologien“ für Impfstoffe bereits mit gutem Erfolg entwickelt worden, “ sagt Rolf Hömke, Sprecher für Arzneimittelsicherheit beim Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) in Berlin. „Diese würden es erlauben, Impfstoff-Prototypen schneller an einen neuen Erreger anzupassen“…so Hömke.


WELCHE IMPFSTOFFE werden derzeit noch weiter erforscht?

VEKTOR-IMPFSTOFFE – z.B. als Totimpfstoffe

Als Virale Vektoren werden gezielt veränderte „Viruspartikelchen“ bezeichnet, die in der Gentechnik dafür verwendet werden, genetisches Material in ganz bestimmte Zielzellen zu schleusen. Dies können Zellen eines lebenden Organismus oder aber auch Zellen einer Zellkultur (Labor) sein.

Unternehmen und Forschungsinstitute arbeiten auf „unterschiedliche“ Impfstoff-Typen hin. Im „klassischen“ Ansatz enthält eine Vakzine als Antigen sog. „inaktivierte“ Viren (Totimpfstoff) oder aber abgeschwächte Viren (attenuierte Impfstoffe), virale Proteine. Auch Impfviren mit „aufgepflanzten“ SARS-CoV-2-Hüllproteinen. werden genutzt. All diese lösen die sofortige Immunreaktion mit Bildung von Antikörpern und T-Zellen aus.

Wie oben erwähnt – Beispiel Vektor-Impfstoff: Ein Vektorimpfstoff wurde bereits schon früher erfolgreich bei der Pockenimpfung eingesetzt. Die Pocken gelten heute offiziell als „ausgerottet“.

Totimpfstoffe“ enthalten also generell abgeschwächte, inaktivierte oder abgetötete Viren oder Bakterien…
Das ganze Material „inaktivierter“ Sars-CoV-2- Viren wird hierbei verwendet. Viele unserer bekannten Impfstoffe (z.B. Keuchhusten, Tetanus) beruhen auf diesem Prinzip. Diese unsere neueren Impfstoffe werden derzeit in China und Indien (Serum Institute) produziert. Ein neuer Impfstoff dieser Art ist dort bereits schon für das „Militär“ zugelassen.

ZUKUNFT: Modified-Vaccinia-Ankara-Virus = MVA-VEKTOR (Uniklinik Hamburg) in Planung…

Bei dem neuen Impfstoffkandidaten handelt es sich – wie oben schon berichtet – um einen  Vektorimpfstoff auf Basis eines „modifizierten“ Pockenvirus (Ankara) mit stark „verminderter“ Virulenz (!)
Nach den sehr guten Daten aus der Phase-I und II-Studie soll sich im vierten Quartal 2020 nun eine Phase-II-Studie mit 600 Probanden anschließen, berichtete Addo… (Anm.: Marylyn Addo: Sie leitet die Infektiologie des Uniklinikums Hamburg). Eine Phase-III-Studie mit mehr als 20.000 Teilnehmern sei für 2021 geplant.

An deutschen Zentren wird hier mit Hochdrucke ein MVA-basierter Impfstoff entwickelt: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA). Dieser ist – wie oben schon erwähnt – ein attenuiertes „Pockenvirus“, das nun zu Impfzwecken (VEKTOREN) inaktiviert verwendet werden soll.
Ein abgeschwächtes Virus wird „genetisch“ immer so modifiziert, dass es auf seiner Zellmembran das Spike-Protein“ (des Sars-CoV-2-Erregers) bildet. 
Für ihren möglichen neuen Vektorimpfstoff “Adenovirus“ Type 5-Vector nutzen nun auch das chinesische Impfstoffunternehmen CanSino Biologics und das Beijing Institue of Biotechnology (Pekinger Institut für Biotechnologie) diesen ganz bestimmten (replikationsdefekten) also nicht mehr (oder sehr stark abgeschwächten) virulenten „Adenovirus“. SIC!

WICHTIG: Bei der Entwicklung ihrer Covid-19-Vakzine konnten die Forscher schon – wie beschrieben – also auf ausreichend „Erfahrungen“ mit einem Impfstoff gegen das frühere *MERS-Coronavirus zurückgreifen, der auch ebenfalls auf einem MVAVEKTOR beruht.

Anm.: *MERS-CoV (englisch: Middle East Respiratory Syndrome – related Coronavirus) ist ein im Jahr 2012 erstmals identifiziertes Virus aus der Familie der Coronaviren, das beim Menschen damals schon eine schwere Infektion der AtemwegeLungenentzündung und Nierenversagen verursachte. Hier hatten übrigens sämtliche Infektionen ihren Ursprung auf der Arabischen Halbinsel mit Schwerpunkt in Saudi-Arabien: Daher auch der Name: Middle East Virus... (Wikipedia)


VEKTOR-IMPFSTOFFE

Bei einem Vektorimpfstoff wird in ein (für Menschen ungefährliches) bestimmtes Virus (= der Vektor oder auch Trägervirus) die Information für die Herstellung eines Stücks der Spike-Hülle des Coronavirus (SARS-CoV-2) eingebaut.

An einem solchen Vakzin forscht derzeit auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung.
Bei mehreren weltweiten Projekten – wie oben beschrieben – (z.B.: unter anderem: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (* DZIF) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE sowie Janssen Johnson & Johnson- und die Oxford University (UK) / Pall Life Science / Cobra Biologics) – die demnächst eine Zulassung ihres Impfstoffes durch die EMA wohl erhalten werden.
Hier dienen ebenso gut bekannte, „harmlose“ Viren als Ausgangspunkt der Forschung (ODER aber auch als Totimpfstoffe mit Virusproteinen), Es gibt mehrere Forschungs-Projekte, die auf „Impfstoffe mit Virusproteinen“ abzielen.

Anm.: * DZIF = Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) ist ein deutschlandweiter Forschungsverbund, welcher der Prävention, Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten dient. Mehr als 500 Ärzte und Naturwissenschaftler arbeiten hier an neuen Methoden zur Prävention. 35 DZIF-Forschungseinrichtungen arbeiten derzeit gemeinsam gegen die weltweite Bedrohung durch Infektionskrankheiten.


GENTECHNOLOGIE

Vektorimpfstoffe bestehen- wie schon erwähnt – aus (für den Menschen harmlosen) kl. Viren-Bruchstücken, den sogenannten Vektoren – in diese wird die Information für die Herstellung eines Stücks der Hülle des Coronavirus SARS-CoV-2 eingebaut. Der Vektor gibt diese Information nach der Impfung an wenige Zellen im menschlichen Körper weiter. Die Vektoren sind im Menschen nicht oder nur sehr begrenzt vermehrungsfähig und werden rasch vom Körper wieder abgebaut.

Auf der „Gentechnologie“ basiert auch dieses weitere Prinzip der „Impfstoff-Forschung“:
Das Immunsystem des Geimpften reagiert bei diesen Impfstoffen sofort mit der Bildung von Antikörpern, die dieses Protein erkennen und so z.B. das Coronavirus abwehren können.

Bei dieser Methode werden – wie gesagt – also harmlose Virenteilchen (z.B. Adeno-Viren) mit Sars-CoV-2-Proteinen bestückt und quasi als deren „Träger“ (lateinisch: vector) genutzt.

Die Impfung gaukelt sozusagen dem Körper eine Coronavirus-Infektion vor, der daraufhin sofort einen Immunschutz aufbaut. Bei mehreren Projekten dienen vor allem schon gut bekannte Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise auch das Virus aus dem „Masernimpfstoff“. Auch eine „Ebola“-Impfung basiert – wie oben erwähnt – z.B. genauso auf dieser Technologie.
Anm.: Adenoviren sind DNA-Viren, die z.B. unter anderem harmlose Erkältungen (z.B. Schnupfen) auslösen können. Man unterscheidet DNA-Viren (wie Herpes-, Pocken- oder Adenoviren) und RNA-Viren (wie Grippe-, Hepatitis-, Masern-, Corona- und HI-Viren).

WIE OBEN SCHON ERWÄHNT und um es nochmals zu betonen, ist es WICHTIG zu wissen:
Virale Impfvektoren sind in der Regel so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der Zielzelle integrieren, um das Risiko einer „Insertions-Mutagenese“ durch die Impfung zu minimieren. Sie vermehren sich also nur für eine sehr eng „begrenzte“ Zeit in der geimpften Person, bis sie durch das Immunsystem kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ werden.

DER MENSCH WIRD ALSO NICHT UMPROGRAMMIERT…WIE ES IN VIELEN „FAKE-NEWS“ HEISST!

Diese Impfstoffe – basierend auf viralen „Vektoren“ – sind nun eine vielversprechende Alternative zu den alten „klassischen“ Impfstoffen, besonders z.Zt. für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die zur Zeit eben noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.


Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes braucht diese Zeit…

Die „Entwicklung“ neuerer Impfstoffe gegen diese neue Sars-ähnliche „Lungenkrankheit“ läuft derzeit weltweit auf Hochtouren…Der neue Corona-Erreger (SARS-CoV-2) habe 70 Prozent Ähnlichkeit zur DNA-Sequenz des alten „SARS-Erregers“, heißt es in einem Fachartikel im «International Journal of Infectious Diseases». Aber leider nur 70 Prozent…

„SARS-CoV-2“ ist dieselbe Virusart, nur eben in einer anderen ebenso gefährlichen Variante«, erklärte Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin…..


Vektor-Impfstoffe… DNA oder RNA – alles Botenmoleküle

Zusammenfassung: Wie oben schon erwähnt, bestehen Vektorimpfstoffe aus (für den Menschen) harmlosen Erregern, den sog. Vektoren, die ein oder mehrere Moleküle (Antigene) des Krankheitserregers tragen. Es wird z.B. ein Molekül aus der Virushülle des Vektors gegen ein Molekül aus der Hülle des Krankheitserregers ausgetauscht. Bei diesen Veränderungen des Vektors wird streng darauf geachtet, dass seine Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt erhalten bleibt.

Das Corona-Virus fühlt sich besonders
wohl bei kaltem und feuchtem Wetter…

RNA: „Genbasierten Impfstoffe“ enthalten „reine genetische“ Information in Form von mRNA des Corona-Virus. „Einzelteile“ der Erbinformation von Erregern werden – in Nanoteilchen verpackt – in Zellen eingeschleust. Sind die Impfstoffe dann im Körper, werden sie dort Virusproteine bilden, die ungefährlich sind und den wichtigen Immunschutz aufbauen.

Es handelt sich z.B. also bei der mRNA um ein Botenmolekül, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und vom Körper schnell abgebaut wird. Eine Veränderung des Erbguts, d.h. eine Beeinträchtigung der Keimzellen (Eizellen bzw. Spermien), kann damit nicht stattfinden.

Alle diese theoretisch möglichen, aber praktisch nicht beobachteten Effekte beziehen sich auf einige wenige Zellen im Körper, nicht auf das gesamte Erbgut des Geimpften. Zudem vermehrt sich die Anzahl der DNA- bzw. RNA-enthaltenden Körperzellen nicht.

Die Behauptung, dass DNA- oder RNA-Impfungen das Erbgut eines Menschen, also seine Keimbahn verändern, ist daher falsch.

Das Helmholtz-Zentrum in München weist darauf hin, dass nur sehr wenige Viren überhaupt ein dafür nötiges Enzym mitbringen. „Es gibt eigentlich nur HIV, HTLV und HBV (HBV ist das Hepatitis-B-Virus und HTLV das Humane T-Zell-Leukämie-Virus), die überhaupt eine „Reverse Transkriptase“ haben.“ Das Enzym sei vor allem im Viruskapsid aktiv, der Hülle um die Viruserbinformation. Weil Sars-CoV-2 aber eine sehr lange RNA habe, sei da gar nicht genug Platz für die Umwandlung in DNA.

Hierzu gibt es auf der nächsten Seite – noch einige interessante Details aus den Forschungs-Gruppen. Dort werden auch die weiteren aktuellen Impfstoffobjekte (Erfolge versus Misserfolge) beschrieben.



Bleibt als Fazit: „Genbasierte“ Vakzine (mRNA) und abgeschwächte Lebendimpfstoffe mit „Vektorviren“ gelten zur Zeit als heiße Kandidaten gegen SARS-CoV-2. Dazu später mehr…


Sicherheits-Risiken?

Für alle Skeptiker: Man kann es nicht oft genug betonen:
An sich kann die eingebrachte messenger RNA sich weder ins Erbgut einbauen, noch länger in der Zelle überdauern, mRNA wird schnell vom Körper abgelesen und dann auch vom Körper sehr schnell wieder abgebaut, daher was das betrifft – sehe man keine Risiken. 

(Quellen: www.helmholtz-muenchen.de › genforschung ›


>>> Die Forschung in der Coronakrise ähnelt immer noch dem Wettlauf um die erste Mondlandung.


„Der Wettlauf mit der Zeit“: Es braucht eben doch unbedingt diese 7 Stufen… in der Impfstoffentwicklung :

Jedes Projekt für einen Covid-19-Impfstoff umfasst „sieben“ Stufen, von denen einige parallel ablaufen: 1. Analyse des Virus / 2. Impfstoffdesign / 3. Tier-Erprobung / 4. Erprobung mit Freiwilligen in drei Phasen / 5. Zulassungsverfahren / 6. Impfkampagnen / 7. Großproduktion.

Bis vor wenigen Jahren hätte man „von der Virusanalyse bis zur Zulassung des Impfstoffs“ mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren machen heutzutage jedoch eine enorme Beschleunigung möglich.


VORTEILE von mRNA-Impfstoffen

mRNA-Impfungen versprechen ein besseres Sicherheitsprofil:
Ein Vorteil (gegenüber den DNA-Impfstoffen) liegt darin, dass RNA-Impfstoffe nicht in den Zellkern von Zellen gelangen müssen, um in Protein umgewandelt zu werden. DNA-Impfstoffe müssen dies, da die DNA im Zellkern zu RNA umgewandelt wird und RNA zu Protein außerhalb des Zellkerns. Es gibt übrigens zur Zeit noch keine DNA-Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 auf dem Markt…wohl aber schon in der Forschung…

FORSCHUNG: Als weiteres „Plus“ gilt, dass die übertragenen Gene mit dem natürlichen Abbau der Zellen sofort wieder aus dem Körper verschwinden, während die Impfwirkung aber bleibt.
Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag aber vor allem daran – wie schon erwähnt – dass RNA-Moleküle sehr schnell enzymatisch wieder abgebaut werden.

Als Vorteile erachtet man also – wie gesagt – ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und auch „geringere Nebenwirkungen“. Derzeit arbeitet die Forschung der Pharma-Industrie weltweit an DNA-Impfstoffen vor allem auch gegen etwa zwanzig andere schwere Krankheiten, darunter Aids, Hepatitis B und C, Tollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom. Siehe Näheres hierzu im folgenden Link.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214122/Genbasierte-Impfstoffe-Hoffnungstraeger-auch-zum-Schutz-vor-SARS-CoV-2

DIE FORSCHUNG „Genbasierte Impfstoffe“ (mRNA) – und erfolgreiche Firmen

Diese „neuen“ Impfstoffe (in Erprobung) enthalten also – wie oben ausführlich beschrieben „ausgewählte“ Virus-Gene in Form von „mRNA (Boten-RNA) bzw. DNA. Diese sollen den Körper zur Herstellung von Virusproteinen anregen. Bei der Impfung werden erstmals keine fertigen Bestandteile eines Erregers mehr verabreicht, sondern lediglich die „Baupläne“ dafür. Diese mRNA-, DNA- und Vektor-Impfstoffe unterscheiden sich in der Art der genetischen Information und „wie“ diese in die Zellen gelangt. Sie bestehen aus RNA-Molekülen, also kurzen Abschriften des Erbguts. 
„Diese Metho­de ist so extrem neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgend­eine Krankheit“, sagte Hömke (vfa) noch im Juni 2020…das hat sich nun zum Jahresende ja zum Positiven hin geändert….

Große Hoffnungen setzt man also derzeit deshalb in diese RNA-Impfstoffe. Wie das „Science Media Center“ schreibt, könnten sich RNA-Impfstoffe womöglich besonders als Pandemie-Impfstoffe sehr gut eignen. Sie ließen sich im Vergleich zu konventionellen Impfstoffen auch zudem sehr viel schneller und in erheblich größeren Mengen herstellen.

mRNA-Impfstoffe bieten so also nun anerkannt viele Vorteile: Die RNA-Methode ist wohl der bisher zudem auch schnellste Weg zum Impfstoff: Diese neuartigen Impfstoffe gehen unkonventionell vor: Die Wissenschaftler wollen lediglich – wie erwähnt – nur den „Bauplan“ verabreichen:

Die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 enthält also sogenannte virale messenger RNA (mRNA), im Grunde genommen also das Virus-Erbgut, welches die Informationen für „Bestandteile“ des tatsächlichen Virus trägt. (Focus-online)

Die Impfstoffe werden im Labor künstlich hergestellt und enthalten eine präzise Bauanleitung für erregerspezifische Antigene. Das sind die für den jeweiligen Erreger typischen Eiweißstoffe, die eine Immunreaktion im Körper provozieren und gegen das Virus unseren menschlichen Körper immun machen.


IMPFSTOFF-NEBENWIRKUNGEN?

Die Firma Biontech aus Mainz gehört zu den ersten Firmen, die einen Corona-Impfstoff auf dem Markt bringen. Die folgenden Nebenwirkungen sind bereits bekannt.

Ähnlich wie die Nebenwirkungen einer regulären Grippeschutzimpfung sind es meist die Üblichen::
Bei den Testpersonen gaben knapp 4 Prozent Müdigkeit und Erschöpfung als Nebenwirkung an, 2 Prozent bekamen nach Verabreichung der zweiten Impfdosis auch Kopfschmerzen. Beim Impfstof MODERNA sind allergische Hautreaktionen bekannt.


Dezember 2020: Nach kürzlich erfolgter britischer Erprobung bei schon zugelassenem Impfstoff in England seien zweimal vermehrt Allergien aufgetreten, daher werde vor einer Impfung nur bei immunsupprimiert Erkrankten und bei schwer erkrankten Allergikern (Anaphylaxie) gewarnt.


Der Pharmastandort Deutschland könnte durch „Impfstoff-Erfolge“ nun doch endlich deutlich wieder stärker werden.


Wissenswertes: Doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure (= DNA – die sogenannte Doppelhelix)

mRNA= messenger-Ribonukleinsäure:

Die mRNA oder auch Boten-RNA (engl. messenger RNA) kopiert die – in einem Gen – auf der DNA liegende Information. Vom Aufbau her ist die RIBONUKLEINSÄURE: = RNA der DNA sehr ähnlich. RNA-Moleküle sind aber – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA (die sogenannte Doppelhelix) – in der Regel einzelsträngig…(!)


SO FUNKTIONIERT ES:

DER NEUE „mRNA-Impfstoff“: Der Botenstoff, der unserem Körper zeigt, wie es gehen soll:

Wie oben schon erwähnt, sind mRNA-Impfstoffe also völlig anders:
Injiziert wird kein richtiger Virus oder kl. Teile davon, sondern eine ganz spezifisch entwickelte Boten-RNA = Ribonukleinsäure. Sie enthält einen Code – oder genauer: Eine genaue „Bauanleitung“ zur Herstellung von den wichtigen Antigenen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der genetische Code des bestimmten Virus auch entziffert ist.
Das Immunsystem übernimmt dann den Rest: Das von der Körperzelle produzierte Antigen wird von den Immunzellen erkannt; diese bauen sofort einen Schutz auf. mRNA-Impfstoffe sind rein synthetisch. Die RNA wird aus einem Template (Schablone) von DNA gewonnen und kann so per Computer in die ganze Welt verschickt werden. Um für eine Versuchsreihe eine entsprechende Impfstoffcharge herzustellen, brauchen die Forscher momentan nur noch rund eine Woche.
..


Wie funktionierte denn bisher die klassische Impfstoff-Entwicklung?

Die bisherige „klassische“ Impfstoffherstellung unterliegt ganz stark den Gesetzen der Biologie. Die Viren müssen zunächst erst identifiziert, abgeschwächt oder abgetötet werden. Sie müssen vermehrt und aufwändig gereinigt werden. All das lässt sich nur bedingt beschleunigen….das dauert immer mehrere Jahre…

Die Herstellung etwa einer einzelnen z.B. Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff-Dosis dauert z.B. bis zu zweieinhalb Jahren. Kein Wunder: Insgesamt sind rund 580 Arbeitsschritte notwendig. Das fertige Antigen wird injiziert; das Immunsystem baut als Reaktion einen Impfschutz auf. So war es also bisher… das Procedere braucht seine Zeit, um auch wirklich sicher zu sein…


Wenn da nicht die aktuelle Gefahr durch Corona-Mutanten wäre – Herdenimmunität? Experten zweifeln…

Hierzu gibt es wesentlich Informativeres zu diesem Thema im nächsten Blog-Artikel (gegen Schluss): 4.2 Impfstoffe/Herstellung (zu finden einfach hier am Seiten-Ende durch Anklicken…klick-klick…)


Man weiß heutzutage immer noch viel zu wenig – wie unser Immunsystem überhaupt in diesem oder jenem Falle exakt bei COVID-19 reagiert.

Es gibt aber auch hier ein zusätzliches Problem: Wir wissen vor allem aber auch noch nicht, wie zuverlässig und langanhaltend bzw. ob überhaupt eine „Immunität“ nach einer COVID-Infektion länger besteht: In einer in „Nature“ erschienenen Studie (18.06.2020) wurden Personen untersucht, die asymptomatisch mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Ihre virusspezifischen IgG-Spiegel waren deutlich „niedriger“ als bei einer „symptomatisch“ erkrankten Vergleichsgruppe: Das heißt aber noch nicht, dass keine Immunität vorliegt, denn bei fast allen Personen wurden spezifische Gedächtniszellen gefunden. Das alles wird nun die Forschung erst in ferner Zukunft genauer erfahren.

Vielleicht ist es so wie bei der Virus-Grippe? Danach wird man ja auch nicht immun und muss sich jedes Jahr immer von neuem impfen lassen…

Ob das auch alles so funktioniert? Abwarten… Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser… Man soll sich nur auf das verlassen, was man selbst oder ein ausgewiesener Experte nachprüfen konnte.


Das Strategiepapier der vier Fachgesellschaften sagte schon vor Monaten:
Bei Interesse nachzulesen unter: https://www.kbv.de/html/48910.php

25.11.2020: „Die Fallzahlentwicklung der zurückliegenden Wochen hat deutlich gemacht, dass die inzidenzbasierten, regional umgesetzten Maßnahmen nicht ausreichend waren. Eine deutliche Trendumkehr des Infektionsgeschehens wurde nicht erreicht.“
Mit einer Zusammenfassung der aktuellen Lage (oben) beginnt das Strategiepapier der vier Fachgesellschaften:
Experten von vier Fachgesellschaften haben sich also zusammengesetzt und ein gemeinsames Positionspapier verfasst. Daran beteiligt waren:
die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie
die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin
die Deutsche Gesellschaft für Public Health und
die Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

Ausschnitt: Wieder auf Lockdowns zu setzen, könnte – in der Hoffnung Infektionszahlen zu senken – die reflexartige Konsequenz darauf sein. Aber wir alle haben in den Monaten der Pandemie deutlich dazugelernt.
Der Rückgang der Fallzahlen ist politisch zwar eine dringende Aufgabe, aber nicht um jeden Preis. Wir erleben bereits die Unterlassung anderer dringlicher medizinischer Behandlungen, ernstzunehmende Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen durch soziale Deprivation und Brüche in Bildungs- und Berufsausbildungsgängen, den Niedergang ganzer Wirtschaftszweige, vieler kultureller Einrichtungen und eine zunehmende soziale Schieflage als Folge.
Wir berufen uns auf das grundlegende medizinisch-ethische Prinzip des ärztlichen Handelns: „primum nihil
nocere“ („erstens nicht schaden“). Dieser Grundsatz auf die momentane Situation angewendet bedeutet,
die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie so zu wählen, dass wir schwere Verläufe wirksam mindern,
ohne neue Schäden zu verursachen.

Dabei sind wir auf die Bereitschaft der Bevölkerung zur Mitarbeit angewiesen. Ohne ihre Kooperation
laufen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ins Leere…

https://www.kbv.de/media/sp/KBV-Positionspapier_Wissenschaft_Aerzteschaft_COVID-19.pdf


Noch lange ist der „Berg“ nicht erklommen…

Auch wenn effektive Impfstoffe in naher Zukunft zur Verfügung stehen sollten, können diese zunächst nur einen „Baustein“ der Infektionskontrolle darstellen. Die umfassende Immunisierung der Bevölkerung wird auch unter optimalen Bedingungen viele Monate erfordern. Bis eine effektive Immunisierung der Bevölkerung durch Impfung erreicht ist, bleiben NICHT pharmazeutische Interventionen (z. B. Kontaktreduktion, Abstandsgebote, Hygienemaßnahmen und mehr) in allen gesellschaftlichen Bereichen die einzige Option, um
die Bevölkerung effektiv zu schützen.

Weder der ausschließliche Schutz von Risikogruppen noch das passive Zuwarten auf hinreichende Durchseuchung der Gesamtbevölkerung (Herdenimmunität) stellen praktikable
oder ethisch vertretbare Alternativen dar – zumindest nicht auf Dauer…

Die Forscher arbeiten derzeit schon für die Zukunft:

Besser vorbereitet auf den demnächst neuesten „SARS-CoV-3“…

Die Viren bleiben uns jedenfalls für immer erhalten…

„Mit unseren Ergebnissen haben wir nun eine breite Basis gelegt, um künftig genau zu verstehen, wie das jetzige SARS-CoV-2 das Infektions-Geschehen steuert. Wissenschaftlich war das von uns allen hier ein gewaltiger, sehr arbeitsintensiver Kraftakt“, sagt Prof. Harald Schwalbe vom Zentrum für Biomolekulare Magnetische Resonanz der Goethe-Universität Frankfurt.

Viren mutieren normalerweise ständig, sind wir gerüstet für künftige „SARS-CoV-3“?

Das „Rüstzeug“ haben wir, allerdings kann niemand in die Zukunft schauen… Das Potenzial der Entdeckungen geht über neue Behandlungsoptionen für Infektionen mit SARS-CoV-2 hinaus, davon ist Schwalbe überzeugt: „Die Steuerungsregionen der viralen RNA, deren Struktur wir untersucht haben, sind zum Beispiel bei SARS-CoV-2 fast identisch und auch bei den anderen Beta-Coronaviren sehr ähnlich. Daher hoffen wir, dass wir einen Beitrag dazu leisten konnten, auch auf künftige ‚SARS-CoV-3‘-Viren besser vorbereitet zu sein.“


06.04.2021:
Hausärzteverband setzt sich aktuell ein, für eine allmähliche Abkehr von einer Impf-Priorisierung:

Der Deutsche Hausärzteverband riet dazu, nach dem breiten Start der Coronaimpfungen in den Arztpraxen die Priorisierung beim Impfen mit steigenden Liefermengen an Impfstoff in den Hintergrund treten zu lassen. „Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte, solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist“, sagte Ulrich Weigeldt (Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands) der Rheinischen Post am 05.04.2021.

„Allerdings werden wir bald nicht mehr so sehr auf Zahlen, sondern zunehmend auf die Gesundheit der Menschen schauen müssen“, fügte Weigeldt hinzu. „Ein Mann von 69 Jahren mit Hypertonus und Diabetes sollte vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin“, sagte der Verbandschef. Wenn die Impfstoffmenge ein bestimmtes Maß überschritten habe, müsse die Priorität sein: „Den zugelassenen Impfstoff schnellstmöglich allen, die können und wollen, zu impfen.“


Ich bin geimpft: Kann ich mich trotzdem noch anstecken?

Der Körper benötigt nach der Impfung eine gewisse Zeit, um den Impfschutz aufzubauen.

Im Idealfall schützt die Corona-Impfung davor, dass sich Menschen überhaupt erst mit dem Virus infizieren. Klar ist aber schon: Ist man zweimal geimpft, bieten die beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und von Moderna nach bisherigen Erkenntnissen einen bis zu 95-prozentigen Schutz gegen das Coronavirus.

Es gibt schon seit vielen Jahren die bekannten üblichen Impfungen:
Einen hundertprozentigen Schutz durch einen Impfstoff gab es und gibt es nicht, auch wenn einige dieses Ziel so gut wie tatsächlich erreichen. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln etwa hat eine Effektivität von 93 bis 99 Prozent. Das ist ein Wert, von dem die saisonale Grippeimpfung weit entfernt ist. Laut Angaben des RKI (Robert Koch-Institut) lag die Wirksamkeit der Grippe-Impfung in der Saison 2019/2020 zwischen 61 und 73 Prozent, je nachdem, um welchen Influenza-Stamm es sich handelte.
Hier werden allerdings – anders als bei der Corona-Impfung mit RNA–Impfstoffen – sogenannte Tot- oder Lebendimpfstoffe verabreicht. Beim Totimpfstoff wird zum Schutz sicher keine Grippe hervorgerufen, die Impfviren können nicht an andere Personen weitergegeben werden, sie sind tot.

Anders ist das, wenn ein Lebendimpfstoff gegeben wird. Er enthält „abgeschwächte“ Viren. In einem Zeitraum von etwa ein bis zwei Wochen nach der Impfung könnte (sehr selten) das Virus auf andere übertragen werden.

Bin ich trotz Corona-Impfung noch ansteckend?


Sicher ist, dass die Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung schützen kann. Grundsätzlich ist aber trotz Impfung möglich, aber sehr unwahrscheinlich, dass Geimpfte das Virus aufnehmen und an andere weitergeben („klinische Immunität“). Ob das Immunsystem die Viren nach einer Impfung „vollständig“ beseitigt, sodass geimpfte Personen nicht mehr ansteckend sind („sterile Immunität“), ist noch nicht ganz sicher. Geimpfte Personen sollten sich deshalb weiter an die Abstands- und Hygieneregeln halten.


Laut RKI (Robert Koch-Institut) ist noch nicht gänzlich geklärt, ob und in welchem Maße geimpfte Menschen das Coronavirus übertragen könnten. „Die bisher vorliegenden Daten erlauben noch nicht, die Wirksamkeit der COVID-19-mRNA-Impfstoffe hinsichtlich einer Verhinderung oder Reduktion der Transmission abschließend zu bewerten“ . Bis diese Daten zum Schutz der Impfung vor Transmission vorlägen, müssten deshalb auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen sicherheitshalber weiterhin eingehalten werden. Das sind die bekannten AHA-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – weiter wie bisher…
(Quelle: https://www.dw.com/de/)

Noch sind wichtige Fragen zur Immunität und den Impfstoffkandidaten also weiter offen. Doch sinkende Antikörpertiter sollten auch nicht zu große Sorgen bereiten, denn unser Immunsystem verfügt in der Regel (bei Gesunden) auch über ein gutes Immun-Gedächtnis und außerdem scheinen die Titer auch nicht gänzlich auf null abzusinken. Letzteres legt eine Studie nahe, die aktuell die Forscher um „Tyler Ripperger“ (University of Arizona in Tuscon) schon im August 2020 auf »MedRxiv« veröffentlichten.

IMPF-SKEPSIS?

EIN KURZES NACHDENKLICHES STATEMENT ZU DEN NEUEN IMPFSTOFFEN und den Skeptikern…

Es ist eines der beliebtesten Argumente all jener Menschen, die sich nicht impfen lassen oder öffentlich Zweifel an den Corona-Impfungen schüren wollen: Ach…wir wissen doch alle noch viel zu wenig über mögliche Langzeitfolgen einer Impfung…: Was wir aber mittlerweile wirklich WISSEN, sind die teilweise oft auftretenden, lebensbedrohlichen Folgen einer Coronavirus-Infektion muss nicht sein…kann aber…

Was hilft? Innehalten. Durchatmen. Nachdenken… seelisch fit bleiben – auf sich und die Nächsten aufpassen… achtsam sein.

Was passiert ungeimpft?Wenn ich mich infiziere – ALSO DER VIRUS SCHON IN MEINEM KÖRPER IST – hat der Körper es mit deutlich mehr DNA, RNA und sonstigen Virusbestandteilen in ALLEN Körperzellen zu tun, da frage ich mich, was besser ist…. “ Bei einer „Erst-Infektion“ nämlich injizieren die Viren sofort ihre gesamte RNA in all unsere Körperzellen, die den gesamten Bauplan (!!) für ein Virus enthält. Die befallenen Körperzellen setzen sofort massenhaft neue, komplette Viren frei, die den Körper überschwemmen, noch bevor eine Immunantwort unseres Körpers erfolgen kann. Die Körperzellen selbst gehen dabei zugrunde, Organversagen oder zumindest Organschäden sind oft die Folge der reaktiven Entzündungen.

Ganz ehrlich, da zu fragen, was besser ist, Impfung oder Infektion, ist wie der bekannte Ritt auf der Kanonenkugel...

Meine Empfehlung – als Ärztin – ist PRO Impfung, genau WEIL die RNA der Impfstoffe nicht weiterwandert und WEIL nur die lokalen Zellen am Impf-Ort (Muskel) reagieren usw….

DER IMPFSTOFF: Die „RNA“ besteht aus genau den Nukleotiden, die zum Aufbau der Struktur-Proteine (Spike-Proteine) an der Oberfläche des Corona-Virus erforderlich sind. Die RNA selbst ist sehr instabil, deshalb wird sie bei einem Impfstoff auch in sog. Stabilisatoren (Polyethylenglykol, Nanopartikel) eingebettet und so stabilisiert. Die RNA wird nicht „von Zelle zu Zelle“ weitergegeben, der RNA-Strang wird in eine Körperzelle eingeschleust und verbleibt dort nur sehr kurz, bis er (oft sehr schnell) wieder abgebaut wird.
Bei der Erst-Impfung wird nur eine relativ geringe Menge m-RNA verabreicht. Die dadurch produzierten Corona-Spikes reichen aber zunächst für die Induktion einer „Immunantwort“ zunächst aus. Die immunologische Antwort durch Produktion von Antikörpern wird aber erst nach der Zweit-Impfung so weit geboostert, dass erst dann ein Voll-Schutz für den Menschen erzielt wird.

Anm.: Booster = Verstärkung: Wichtig für unser „Immun-Gedächtnis“: Als Boostereffekt (Erinnerungsreaktion, Sekundärantwort) bezeichnet man eine verstärkte und beschleunigte Antwort des Immunsystems bei erneutem Kontakt mit einem Antigen. Das geschieht aufgrund der Bildung von sogenannten Gedächtniszellen (memory cells) bei der Erst-Reaktion des Immunsystems (beispielsweise bei einer Infektion oder einer Impfung) auf ein Antigen. Bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Antigen – sei es durch eine erneute Infektion oder eine erneute Impfung –, kommt es also zum sogenannten sog. Boostereffekt: Die Gedächtniszellen erkennen das Antigen sofort wieder und können so viel schneller reagieren, um das Antigen zu neutralisieren oder am besten zu zerstören.

ALLES GEHE HIER VIEL ZU SCHNELL?

NEIN- Keinesfalls: Das Prinzip der m-RNA-Immunisierung ist ja nicht erst seit gestern bekannt, das wurde schon früher zur Zeit von SARS-CoV-1 oder MERS im Jahr 2010 entwickelt. Der Rückgriff auf diese bereits bekannten Wirkprinzipien trug übrigen ebenfalls zur beschleunigten Entwicklung des heutigen Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 bei.

Warum gibt es die „Zulassung“ dann nun plötzlich so schnell? Dass die verkürzte Zulassungsprozedur überwiegend auf einer Beschleunigung „bürokratischer“ Verfahren beruht, wird einfach nicht klar genug kommuniziert.
Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung während der Zulassungsphasen I-III können und dürfen jedenfalls NICHT verkürzt werden, und deshalb sind Impflinge auch keine „Versuchskaninchen in einem großen Feldversuch“.

Es herrscht allgemeine Skepsis? Man kann nicht von allen Ärzt*innen und Pflegekräften erwarten, dass sie noch über alle grundlegenden Kenntnisse in Molekularbiologie und Immunologie verfügen – wie sie es vielleicht früher einmal im Studium gelernt haben, um den Wirkmechanismus eines m-RNA-Impfstoffs sofort zu verstehen.
Wem bitte sind denn noch die Mechanismen der Proteinbiosynthese – aus den Erstsemestern – im Detail gegenwärtig? Weiß man denn noch alles über DNA-Struktur, Basenpaarung, Nukleotid-Aufbau und über die Bedeutung der Messenger-RNA? Und was macht die Transfer-RNA unserer Körperzellen, wenn sie einzelne Strukturproteine des Corona-Virus synthetisiert, aber keinesfalls ganze Viren? Auch Ärzte müssen vieles derzeit an Wissen wieder „auffrischen“ und Neues in der Wissenschaft hinzulernen… Das ist ein (Über) -Lebensprozess!

Solche Kenntnisse sind unbedingt erforderlich, um z.B. wirklich zu verstehen, dass ein m-RNA-Impfstoff eben absolut „keine“ Veränderungen des menschlichen Genoms verursachen kann oder eine Vervielfältigung kompletter Viren, die dann Körperzellen massenhaft „kapern“. Das ist wirres Querdenken.

Wissen ist wichtig… wichtig zu wissen…

Der „irrige“ Gedanke vom Corona-Leugner, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich weniger gefährlich wäre, als die eventuellen Nebenwirkungen einer Impfung. Das könnte für ihn ein tödlicher Irrtum sein...

Wer Näheres erfahren möchte, kann hier am Blog-Artikel-Ende den ausführlichen Abschnitt: 3. Fake News (durch Anklicken) lesen.

Medizinische News: PAUL-EHRLICH-INSTITUT (PEI)

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI)  ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). 

Corona-Impfung – PEI: Kein generell erhöhtes Risiko bei Allergikern (!)


Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI):

So gab es bisher in den USA (pro einer Million Impfungen) insgesamt 11 bestätigte Fälle einer anaphylaktischen Reaktion. Dies seien zwar mehr Fälle als bei Grippeimpfungen (1,3 Fälle pro einer Million Impfungen), doch handele es sich immer noch um eine äußerst seltene Nebenwirkung, erklärt Dr. Nancy Messonnier MD. Sie ist eine amerikanische Ärztin, die als Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen arbeitet. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung)

Vermutlicher Auslöser von Allergien könnte – wie schon hier vermutet – ein Hilfsstoff der Impfung sein: Polyethylenglykol (PEG). Beschichtung der Partikel mit dem stark hydrophilen Polyethylenglycol (PEG).

Es besteht auch in der EU (nach derzeitigem Kenntnisstand) keine Kontraindikation für Allergikerinnen und Allergiker oder Menschen mit Anaphylaxien (= akute, allergische Reaktion des Immunsystems) in der Vorgeschichte. Sie können sich z.B. u.a. mit dem derzeit verfügbaren „Comirnaty“ Impfstoff gegen Covid-19 impfen lassen.
In der Zulassungs-Studie der Hersteller Pfizer und BioNTech traten sehr selten überhaupt allergische Reaktionen bei 0,63 Prozent der Probanden der Impfstoffgruppe auf, im Vergleich zu 0,51 Prozent in der Placebogruppe. Allerdings waren Patienten mit schweren Allergien von dieser Studie ausgeschlossen (www. aerztezeitung.de vom 23.12.2020)

ALLERGIEN

Echte Kontraindikationen sind dagegen eine bekannte Allergie auf spezielle „Inhaltsstoffe“ des Covid-19-Impfstoffs (wie z.B. PEG) sowie eine allergische Reaktion auf die erste Dosis. Dann sollte die zweite Dosis nicht geimpft werden. Grundsätzlich soll jede Person entsprechend der europäischen Fachinformation nach der Impfung mindestens 15 Minuten vor Ort beobachtet werden. Für den Fall einer schweren (pseudo)allergischen Reaktion wie einer Anaphylaxie sollte immer eine angemessene medizinische Behandlung in der Impfstation bereitstehen.( Anm.: PEG (Polyethylenglykole) wirken als Emulgator),


THROMBOSEN?
AKTUELLES von AstraZeneca

AstraZeneca Impfstoff Aussetzung war völlig überzogen?

MÄRZ 2021

„Überzogene Reaktion“ bei nur ein paar „Thrombose-Fällen“ gegenüber Millionen von Impflingen, die vergeblich auf ihren Impfstoff warten“ ? – liest man vielfach in der „Presse“… Geimpfte Menschen warten auf Zweitimpfung etc.

Groß-Britannien und andere Länder impfen schon lange erfolgreich mitAstraZeneca ohne ernstere Komplikationen…

Es handelt sich hier – bei den „Verdachtsfällen“ – übrigens nicht um Thrombosen (Blutgerinnsel) im üblichen Sinne – wie z.B. „Tiefe Beinvenen -Thrombosen (TVT)“ oder ähnliche Blutgerinnsel-Störungen – wie vielfach falsch in der Presse berichtet wurde – sondern ausschließlich um Gehirnblutungen (Sinusvenenthrombosen)…

STOPP! AKTUELLE KEHRTWENDUNG in Deutschland…

30.03.2021 Impfungen mit Astrazeneca bei Menschen unter 60 vorerst nun doch erneut wieder ausgesetzt… und zwar nur in Deutschland, andere Länder impfen wie bisher…

Das Land Berlin setzt als erstes die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich aus. Sprecherin der Charité, Manuela Zingl, sagte am Dienstag: «Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen in Deutschland bekannt geworden sind.»
In Nordrhein-Westfalen sprachen sich auch die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken für einen vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen mit Astrazeneca aus. Das Risiko von weiteren Todesfällen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- und Landesgesundheitsminister, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bislang gebe es 31 Fälle von Sinusvenenthrombosen nach Astrazeneca-Impfungen in Deutschland

In Deutschland sind also bislang 31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete. Bis Montagmittag (29. März) waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden, in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen (Hessen) berichtete.

Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen laut PEI alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich Montag 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astrazeneca verimpft.

QUELLEN: Uni-Kliniken wollen Impfstopp für jüngere Frauen: „Dringender …
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de › 2021/03/3


In Deutschland gab es bis Mitte März 2021 schon 13 gemeldete Fälle (davon 3 Todesfälle) solcher Blutgerinnsel in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte.
Dass solchen „Verdachtsfällen“ von Experten – wenn auch die Anzahl der Fälle gering ist – sofort nachgegangen wurde, halte ich für sinnvoll, wichtig und richtig: Unter dem Gesichtspunkt, dass man durch entsprechende hygienische (z.B. auch AHA) Maßnahmen sich selbst auch (in begrenztem Maße) vor Covid-19 – in der Zwischenzeit – wie bisher – schützen kann, halte ich diese kurze „Aussetzung“ (von 4 Tagen) der Impfung mit dem besagten Impfstoff und genaueste Überprüfung durch Experten für wichtig und richtig.

18.03.2021: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wurde von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) nach eingehender Überprüfung wieder empfohlen.

Laut EMA gebe es „bisher keinen nachweisbaren Zusammenhang“ zwischen den aufgetretenen Hirnvenen-Thrombosen und Verimpfungen mit Astrazeneca. Im Gegenteil: Der Wirkstoff sei in EU und Großbritannien bereits mehr als 18 Millionen Menschen verimpft worden und es habe fast keine Berichte über schwere Nebenwirkungen gegeben, erklärte die EMA. 

Bei einer extrem seltenen Sinusvenenthrombose (SVT)…über die hier in diesem Fall diskutiert wird – …handelt es sich um die Verstopfung eines der großen venös‎en Blutgefäße im Gehirn (Sinūs oder Sinusvenen genannt) durch ein Blutgerinnsel (Thrombose‎). Die Sinusvenen (Blutleiter) verlaufen innerhalb der harten Hirnhaut und transportieren einen Großteil des sauerstoffarmen (venösen) Bluts aus dem Gehirn Richtung Herz.

12.03.2021: „Cerebrale Sinus- und Venenthrombosen (CSVT) treten in Deutschland jedes Jahr – auch ohne Impfungen – bei einem bis zwei von 100.000 Personen [10–20 / 1 Mio.] auf und betreffen mehrheitlich Frauen“, heißt es etwa in einer aktuellen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Epidemiologisch gesehen dürfte das Risiko, an einer Covid-19-Erkrankung zu sterben, höher sein, als an einer Sinusvenenthrombose zu sterben.

Nach einer (unbehandelten) cerebralen Thrombose (SVT) leiden die erkrankten Patienten oft an bleibenden neurologischen Spätschäden wie körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerungen, Lähmungen, Krampfanfällen und Sehstörungen.

Eine SVT ist IMMER ein dringender Notfall… je eher diese erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Nicht jede „Migräne“…aber sehr starke Kopfschmerzen – die ungewöhnlich plötzlich auftreten – sind hier ein Zeichen für eine evtl. drohende Gefahr und müssen abgeklärt werden.

Die gute Nachricht: Ein Medikament löse diese Gerinnsel sofort auf. Dabei handelt es sich um Immunglobuline, also Antikörper, die das Gerinnungsgeschehen unterbrechen. Nach Ansicht der Forscher “ …sinkt das Risiko für die Hirnvenenthrombosen 14 Tage nach der Impfspritze rapide…“ heißt es in einer kurzen Mitteilung der Universität Greifswald.

Wann treten Impf-Nebenwirkungen auf?

Man muss unterscheiden zwischen Impfreaktionen und Nebenwirkungen. Impfreaktionen treten direkt, also sofort im Anschluss an eine Impfung auf und dauern zumeist nur einen Tag. Sie sind Zeichen einer Immunreaktion des Körpers und deshalb unbedenklich. Wer aber – mit vier bis 16 Tagen Abstand zur Impfung – allerdings noch „Nebenwirkungen“ feststellt, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen


Noch nicht ganz klar ist weiterhin, ob Menschen mit Vorerkrankungen wie „Blutungsneigungen“ und „Immunschwächen“ geimpft werden können. Der Grund: Sie wurden bisher in den Impfstoffstudien nicht berücksichtigt und es gibt noch ungenügend Belege darüber, wie sie die Impfung vertragen…. siehe – wie unten erwähnt – die AstraZeneca-Nebenwirkung.

mRNA-Impfstoffe sind „keine“ Lebendimpfstoffe. Das hat kürzlich Thomas Mertens nochmals bestätigt, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut. Die Aussage gilt auch für den Impfstoff von AstraZeneca (Vektor-Impfstoff).

Welche Art von Impfstoffen gibt es?

Totimpfstoffe und auch Lebendimpfstoffe können grundsätzlich ohne Einschränkung, auch bei den meisten Autoimmunkrankheiten und chronisch entzündlichen Erkrankungen (ohne immunmodulierende Therapie) verabreicht werden. Es besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen durch Impfstoffe. Bei Unsicherheiten fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker…

Zu den Lebendimpfstoffen – stark abgeschwächte Erreger – die man schon lange kennt – gehören beispielsweise Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.
Zu den Totimpfstoffen gehörten bisher – die bereits schon lange bekannten – Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Hib (Haemophilus influenzae Typ b), Kinderlähmung, Keuchhusten und Tetanus...

Die neuen Corona-Vektorimpfstoffe (Vektorvirenimpfstoffe) gehören zur Gruppe der genbasierten Impfstoffe: Der Fremdstoff ruft sofort das Immunsystem auf den Plan:

Diese Immunsystem beginnt dann sofort, spezifische Antikörper sowie spezifische T-Zellen (spezielle Abwehrzellen) gegen das fremde Antigen zu produzieren. So baut der Geimpfte auch sofort einen Impfschutz gegen den betreffenden Erreger auf.
Vektorimpfstoffe bestehen aus für den Menschen zwar infektionsfähigen, aber harmlosen, abgeschwächten Viren, die sich zumeist auch nicht mehr vermehren können (sie sind „nicht mehr replikationsfähig“); diese „gelten“ dann auch als Totimpfstoffe. 

„Totimpfstoffe“ enthalten also „inaktivierte“ Erreger oder nur Bestandteile von Krankheitserregern (bzw. deren Toxine).

„Lebendimpfstoffe“ gibt es bisher nur zu Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Typhus-Gelbfieber…


AUSNAHME:

NUR während einer Therapie mit immunmodulierenden Substanzen (z.B. Cortisontherapie) sollten Patienten mit z.B. Autoimmunkrankheiten und anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen (Rheuma) nicht mit Lebend-Impfstoffen geimpft werden, da die Gefahr zum Teil schwerer Komplikationen besteht. Nur bei geringgradiger Immunsuppression z. B. durch niedrig-dosierte Glukokortikoide kann eine Lebendimpfung erwogen werden. Bei einigen Immunsuppressiva sind Lebendimpfungen in der Fachinformation als kontraindiziert beschrieben. Hier muss der Arzt entscheiden.
Derzeit sind aber echte „Corona-Lebend-Impfstoffe“ noch „nicht auf dem Markt“. Es wird aber derzeit mit Hochdruck daran geforscht.

Anm.: Zu den immunmodulierenden Substanzen (kurz IMiDs für den englischen Begriff: Immunomodulatory Drugs) gehören z.B. neben Cortison und Thalidomid auch die neueren Substanzen Lenalidomid und Pomalidomid. Körperfremde Immunmodulatoren sind z. B. Extrakte aus Echinacea purpurea oder Echinacea pallida, Medizinalhanf. Diese Substanzen werden oft beim MULTIPLEN MYELOM eingesetzt. Das Multiple Myelom wird auch als Knochenmarkkrebs bezeichnet. ( (Quelle: pharmazeutische-zeitung.de)


Impfstoffe gegen Corona: Hinweise für Rheuma-Betroffene:

Die Impfstoffe der Firmen Biontech/Pfizer und Moderna basieren auf mRNA (Boten-RNA) und sind Totimpfstoffe. Die Vektor-Impfstoffe von Astrazeneca und die von Janssen (J&J) sind ebenfalls als Tot-Impfstoffe anzusehen: Totimpfstoffe sind bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (z.B. Rheuma) und bei Patienten unter entsprechender Therapie uneingeschränkt einsetzbar.
Einige andere klassische Totimpfstoffe gegen SARS-CoV-2 befinden sich derzeit noch in der Entwicklung, also Impfstoffe, bei denen z.B. Eiweiße bzw. Teile des Virus gemeinsam mit Hilfs-Stoffen verabreicht werden.

VEKTOR-IMPFSTOFF: Der Impfstoff der Firma Astra-Zeneca basiert auf Viren, die sich NICHT im Körper vermehren können. Damit erfüllt auch dieser Impfstoff NICHT die Definition eines Lebendimpfstoffes sondern wird als sog. „Vektor-Impfstoff“ oder „Vektor-basierter Impfstoff“ bezeichnet.

Zu den Vektorviren-Impfstoff-Lieferanten zählt auch der russische Impfstoff des Gamaleya-Instituts („Sputnik V“), das Konsortium ReiThera / Leukocare / Univercells und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit IDT Biologika.


Autoimmunerkrankungen?

Bei Autoimmunerkrankungen ist das eigene Immunsystem defekt. Liegt eine Autoimmunerkrankung vor, kann das Abwehrsystem nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Es gibt verschiedene Mechanismen zur Stimulierung einer Autoimmunerkrankung durch Pathogene, die derzeit diskutiert werden. Bei bestimmten genetisch veranlagten Personen könnte es also bei einer Impfung vorkommen, dass das Immunsystem nicht nur das „Spike-Protein“ als fremd erkennt, sondern auch strukturell ähnliche körpereigene Aminosäuresequenzen.
Wenn das körpereigene Abwehrsystem fehlgeleitet ist, reagiert es dann vielleicht auch völlig anders gegen mRNA-Impfstoffe? Vieles ist hier noch völlig ungeklärt...

https://www.coliquio.de/news/medizinische-news-100/allergie-impfung-100

BEKANNT WURDE KÜRZLICH IN ENGLAND:
NW: Allergien…beim neuen Impfstoff von BioNTech? So war man sich hier wohl bewusst, dass man mit RNA-Impfstoff, wie eben diesem von BioNTech, Allergien provozieren kann.
Bei anaphylaktischen Schock-Reaktionen in der Anamnese wird von der Impfung gegen Corona mit der Vakzine COMIRNATY „BNT162b2“ von BioNTech/Pfizer abgeraten. Das betont die Behörde MHRA in UK (England) nach zwei (!) dieser Fälle bei frisch Geimpften.

Da manche Allergiker (mit oder ohne Autoimmunerkrankungen) vielleicht doppelt gefährdet sind, sollten diese sich wohl zum jetzigen Zeitpunkt erst mit ihrem Hausarzt besprechen…. dieses wurde in England wegen der beiden aufgetretenen „schweren“ Allergien (anaphylaktischer Schock) erst kürzlich wieder empfohlen.

»Das Problem ist, dass die Wirkung einer Impfung auf ein intaktes Immunsystem angewiesen ist: Es muss ja die Antikörper bilden, die später vor einer Infektion schützen.«  sagte der Rheuma-Experte Professor Hendrik Schulze-Koops (Rheumatologe am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München) .
Tot-Impfstoffe seien kein Problem. Zur Vorsicht mahnen die Experten bei Lebendimpfstoffen, die abgeschwächte Krankheitserreger enthalten. Eine Impfung könne hier Risiken bergen.

Man hat ja bereits vermutet, dass die schweren Verläufe von Corona eher auf ein „übereifriges“ Immunsystem als auf ein zu schwaches zurückzuführen sind. Autoimmunerkrankungen sind sehr oft mit Allergien vergesellschaftet, somit liegt nahe, dass beide Beschwerdebilder zur Risikogruppe zählen sollten.

Impfen bei Autoimmunkrankheiten, bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie. (Näheres: Bundesgesundheitsbl 2019, 62:494–515)

Allergiker interessiert hier nun ebenfalls, ob man vorbeugen kann, ggf. mit einer H1-/H2-Blockade (Antihistaminika) zur Impfung. Vieles ist einfach noch völlig ungeklärt. Hier berät der eigene „Hausarzt“ am besten…


Spricht die Einnahme von Blutverdünnern gegen eine Impfung?

NEIN. Generell gilt: Alle Menschen die Marcumar oder andere Blutverdünner einnehmen, sollten bei allgemeinen Impfungen eher „subcutan“ als „intramuskulär“ sich spritzen lassen…
ABER: Der Corona-Impfstoff MUSS intramuskulär verabreicht werden. Wahrscheinlich ist es, dass diese Impfungen eher nur einen größeren blauen Fleck (kl. Bluterguss) am Oberarm verursachen. Man sollte eine besonders „feine“ Impf- Nadel nehmen und nach der Injektion für 15 min. den Impf-Ort durch festen Druck „komprimieren“. Die Frage sollte trotzdem mit dem Impf-Arzt vor Ort besprochen werden.

Auch bei der Frage ob „Antikoagulantien“ (Blutverdünner) VOR einer Covid-19- Impfung „abgesetzt“ werden sollten, muss mit dem Haus-Arzt geklärt werden: Menschen unter Antikoagulantien sollten bei der Anmeldung zur Impfung aufgefordert werden, ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt rechtzeitig vom Impftermin zu benachrichtigen. Diese/r sollte dann entscheiden, wie zu verfahren ist. Als Anhaltspunkte können gelten z.B.:

Bei den „Neuen“ Antikoagulantien (NOAKS) wie z.B. Eliquis/Lixiana/Pradaxa/Xarelto wird in der Regel 24 Std. Pause vor der Impfung empfohlen und Wiederbeginn mit der nächsten Medikamenten-Dosis zur üblichen Zeit, sofern kein Hämatom an der Injektionsstelle bemerkt wird. Ausnahme: bei sehr hohem Schlaganfall- oder Thromboserisiko (z.B. Thrombose in den letzten 6 Wochen oder CHADS-VASc-Score >8) Impfung unter fortlaufender Therapie.


16. Januar 2021: Tests nun auch ab sofort in Apotheken und Zahnarztpraxen möglich

Corona-Tests sind ab sofort grundsätzlich auch in einigen Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat heute in Kraft. Voraussetzung ist allerdings jeweils ein Auftrag durch die Gesundheitsbehörden. Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.


FAKE NEWS:

Viel Wirbel derzeit um die Corona-Impfung:
Es häufen sich derzeit üble Fake-Gerüchte, viele sind verunsichert. Besonders bitter ist das Fake-Gerede, die Impfung mache unfruchtbar. Im Zusammenhang mit den Gerüchten stehen unter anderem Aussagen des bekannten „Corona-Leugners“ und (!) Arztes Wolfgang Wodarg. Schon seit Monaten fällt er durch abwegige Äußerungen auf, in denen er die Corona-Pandemie beispielsweise als „reine Panikmache“ bezeichnet.
Siehe hierzu auch Wissenswertes in meinem anderen Blog-Artikel: „Fake News“: Unten am Blog-Artikel-Ende findet man das Inhaltsverzeichnis zum Anklicken: 3. Fake News

Doch Wodargs Argument hinkt ohnehin ganz gewaltig: Zum einen werden Antikörper gegen das Spike Protein von SARS-CoV-2 nicht nur nach einer Impfung, sondern auch IMMER im Zuge einer normalen Infektion mit dem Virus gebildet. Das hieße im Umkehrschluss: Auch eine heftige Infektion mit dem Corona-Virus würde eine heftige, echte Gefahr z.B. für bestehende Schwangerschaften darstellen. Es existieren jedoch schon mehrere wissenschaftliche Studien, die nachweislich keinerlei negativen Effekte bei Impfungen für Schwangere nachweisen konnten.

Petra Brandt, Gynäkologin und DocCheck-Expertin, sagt dazu: „Ich halte es mit dem mRNA Impfstoff wie mit allen anderen Neuerungen in der Medizin: Für mich zählen verlässliche Expertenaussagen, Fakten und wissenschaftliche Studien, kein Bauchgefühl. Im Moment gibt es in der gesamten Fachwelt keinerlei begründeten Hinweise, dass der neue Impfstoff die Fertilität negativ beeinflusst.“ (Quelle: 15.02.2021-Doc-Check-Team – MIRA KNAUF)


Gefährliche Infektionstreffs: Demos – höchstrichterlich genehmigt?

RISIKOFAKTOR: Einer davon sind nach wie vor jene Menschen, die sich weigern, COVID-19 ernstzunehmen: Wenn eine einzige Querdenkerdemo für tausende Neuinfektionen verantwortlich ist, dann ist das ein sehr hoher Preis, den die vernünftige Allgemeinheit für die Versammlungsfreiheit egoistischer Schwurbler zahlen muss.

Warum nehmen wir Rücksicht auf die Rücksichtslosen? Es ist keinesfalls der finanzielle Aufwand, aber man muss hier doch auch erst einmal sich klar machen – wie ein Mensch – der schwerstkrank auf Intensivstationen landet – leidet und auch oft stirbt. Oft kann er nie wieder ein normales Leben führen…
Auch harmlose COVID-Verläufe ohne Beatmung kosten im Schnitt etwa 7.000 Euro. Schwere Verläufe kosten schnell mal zwischen 30.000 bis 100.000 Euro (!). Und hier reden wir nur über die Akutphase, von #LongCovid, vom Verlust der Arbeitskraft, des gewohnten Lebensstandards und den Kosten ganz zu schweigen.

Warum dulden wir das? Diese Verwirrten sind davon überzeugt, in einer Diktatur zu leben, die ihre Freiheitsrechte einschränkt und sie glauben, sie zurückzugewinnen, indem wir ihre Superspreaderevents weiter genehmigen?
?>Meinungsfreiheit<? Auf Kosten der Gemeinschaft von uns Menschen? Ein Trauerspiel…

Masken-Verweigerer, Quer-„Denker“, „Covidioten“, Corona-Leugner und weitere, die Gesellschaft zerstörende Kräfte wie Rechtspopulisten, Reichsbürger etc. verschlimmern als „Pandemie-Treiber“ mit höchstrichterlich genehmigten „Massendemonstrationen“ aktiv die Infektionszahlen. Ein Skandal? Leider sind hier auch einige Ärzte darin verwickelt…siehe hierzu den ausführlichen Bericht: 3. Fake News (unten im Anhang zum „Anklicken“…)


Deutsche Ärztekammer: 
«Bei Nachweis eines Verstoßes gegen die ärztliche Berufsordnung wird dieser geahndet.»

Coronaleugner unter Ärzten? „Wenn wir Beschwerden erhalten, prüfen wir diese sofort berufsrechtlich und holen in diesem Rahmen auch Stellungnahmen der betroffenen Ärzte ein“, sagte der Sprecher der Ärztekammer, Thomas Spieker M.A.. Gegebenenfalls werde ein berufsrechtliches Ermittlungs-Verfahren eingeleitet mit den Möglichkeiten, eine Rüge zu verhängen oder aber ein berufsgerichtliches Verfahren um den Entzug der ärztlichen Approbation – zu beantragen. „Im Einzelfall kann es sehr sinnvoll sein, Strafanzeigen gegen diese sog. Ärzte zu erstatten“, sagte Spieker.

In Arztpraxen müsse auch die politische Neutralität streng gewahrt bleiben, hatte die Kammer erklärt. Außerdem müsse ein Arzt seine Tätigkeit an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten sowie den Infektionsschutz und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen in der Praxis umsetzen. Zuwiderhandlungen der Berufsordnung seien ein ernster Verstoß gegen die ärztliche Berufsordnung.© dpa/aerzteblatt.de

Sars-CoV-2

März 2021 – Seit Pandemiebeginn wurden in Deutschland bisher 2,6 Millionen nachgewiesene Corona-Infektionen behördlich registriert. In Deutschland sind inzwischen mehr als 74.000 Menschen nachweislich an oder mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gestorben. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

REINFEKTION


Eine neue CDC-Studie ergab, dass einige ältere Menschen, die sich anscheinend von dem Coronavirus schon erholt hatten, später einen zweiten, noch schlimmeren Fall hatten – was darauf hinweist, dass asymptomatische oder milde Fälle möglicherweise keinen großen Schutz gegen eine erneute Infektion mit COVID-19 bieten. Die Studie, die am Donnerstag [25. Februar 2021] im wöchentlichen Bericht über Morbidität und Mortalität der „Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten“ veröffentlicht wurde, untersuchte separate Ausbrüche, die im Abstand von drei Monaten in einer qualifizierten Pflegeeinrichtung auftraten.

Laut den Forschern der Studie war dies „bemerkenswert“, da es die Möglichkeit nahelegt, dass Menschen, die während ihrer ersten Infektion nur leichte bis keine Symptome zeigen, „keine ausreichend robuste Immunantwort erzeugen, um eine erneute Infektion zu verhindern“. Die Ergebnisse „legen die Möglichkeit nahe, dass COVID-19 während einer zweiten Infektion meist deutlich schwerwiegender sein kann.“

ANM.: Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten ist eine Agentur der Europäischen Union (mit Sitz in Schweden) um die Verhütung und Kontrolle übertragbarer Krankheiten in der Eu zu verbessern. (Wikipedia)


Kann der Corona-Impfstoff Krebs verursachen?

mRNA-Impfstoffe

Um neue Errungenschaften kursieren häufig viele Gerüchte, vor allem, wenn die Besonderheiten oder Unterschiede nicht verständlich erklärt werden. So befürchten viele, dass der mRNA-Wirkstoff Autoimmunkrankheiten oder gar Krebs auslösen könnte.
Dabei besteht diese Gefahr bei mRNA-Impfstoffen nicht, da die mit der Impfung verabreichte mRNA nicht bis in den menschlichen Zellkern eingeschleust wird.

Vektor-Impfstoffe

Doch in Deutschland sind nicht nur mRNA-Impfstoffe zugelassen worden, sondern auch Vektor-Impfstoffe. Mit diesem wird mittels eines abgetöteten Virus die DNA-Information für das Spike-Protein in den menschlichen Zellkern transportiert. Theoretisch besteht bei DNA-Impfstoffen die Möglichkeit, dass sich verstärkt Tumore bilden. Dennoch wird das Risiko dafür als sehr gering eingeschätzt, da für die Entstehung von Krebs in der Regel mehrere genetische Veränderungen nötig sind. (Quelle: coliquio)

März 2021 – NEU:
CORONA-SELBST-TESTS:

03.03.2021 – Pharmazeutische Zeitung (PZ): Mittlerweile haben sechs Coronavirus-Selbsttests die Sonderzulassung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Damit sind bald auch Speichel-Selbsttests auf dem Markt. Die Selbsttests werden frei verkäuflich in Apotheken, aber auch in Drogerie- und Supermärkten (Rossmann, Lidl & Co.) oder im Internet zu kaufen sein. Eine Meldepflicht gibt es nicht. Allerdings muss ein positives Selbsttest-Ergebnis zwingend mittels PCR-Test bestätigt werden. »Ein negatives Testergebnis schließt aber eine SARS-CoV-2-Infektion nicht aus!«, heißt es fettgedruckt im Bulletin. Merkwürdig… dann doch lieber gleich den PCR? Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker…

WAS IST WICHTIG?

An Verständnis und Eigenverantwortlichkeit der Anwender würden bei Eigentests sehr hohe Anforderungen gestellt, so das RKI. So könne zum Beispiel das sichere Ablesen schwacher Testreaktionen für medizinische Laien recht schwierig sein.
Selbst bei korrekter Durchführung dieser neuen Selbst-Tests bleiben viele Unsicherheiten, über die die Anwender aufgeklärt werden müssen.
So können Antigentests nur eine wirklich sehr hohe Viruslast in den oberen Atemwegen auch tatsächlich erkennen. Antigentests können also eine sonst unerkannte Infektion am ehesten erkennen, wenn sie entweder kurz vor Auftreten von Symptomen oder in der frühen „symptomatischen“ Phase einer Infektion durchgeführt werden.
»Die Sensitivität ist deutlich geringer, wenn die Tests ungezielt „ohne“ Vorliegen von Symptomen und nur sporadisch eingesetzt werden«, warnt das RKI.

Was ist also zu tun, wenn das Testergebnis (+) vorliegt?

Ein positiver Selbsttest (Schnell-Test) ist vorerst nur ein Verdacht und noch lange keine Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion. Auf jeden Fall ist sofort vorsichtshalber eine rigorose Kontaktreduzierung unbedingt nötig, wobei vom Wort »Quarantäne« nicht die Rede ist, sondern von »eigenverantwortlicher häuslicher Absonderung«. In der Praxis heißt das: Zu Hause bleiben – Kontaktpersonen informieren und niemanden treffen.
Der oder die Betroffene soll per Telefon als nächstes umgehend den Hausarzt und ein geeignetes Testzentrum anrufen. Dann folgen als erstes ein richtiger PCR-Test und eine ärztliche Beurteilung. Danach erhält der Betroffene wichtige Hinweise zum weiteren Vorgehen. Auch die vorgeschriebene Meldung ans Gesundheitsamt erfolgt durch den Arzt oder das Testzentrum. Dies muss der Testende nicht selbst machen.



BIN ICH NACH EINER IMPFUNG IMMUN?

Schützt auch schon die erste Impfdosis?

BioNTec/Pfizer-Impfstoff (Corminaty): Etwa 2 Wochen nach der ersten Dosis hat man schon einen gewissen Schutz gegen eine Covid-19-Erkrankung. Den vollen Impfschutz hat man erst eine Woche nach der zweiten Dosis.

In Tierversuchen haben die Impfstoffhersteller festgestellt, dass sich zwar die Viruslast in der Lunge durch die Impfung effizient verringern ließ, die in der Nase aber nicht oder nur mit sehr hohen Impfdosen. Falls sich das Ergebnis der Tierversuche auf den Menschen übertragen lässt, könnte das bedeuten, dass ein Geimpfter das Virus für „einige“ Tage noch verbreiten könnte. Experten sind aber vorsichtig optimistisch, dass sich die Übertragung des Virus (durch die Impfung) zumindest reduzieren lässt.

Die Corona-Impfung führt nicht zu einer sterilen Immunität, eine Infektionsgefahr besteht auch danach noch. Aber wie hoch ist diese? Das Virus könnte sich – wie oben erwähnt – trotz Impfung in der Nase und im Mund noch vermehren. Expert*innen vom Robert-Koch-Institut halten das beim Coronavirus für denkbar. „Der Geimpfte könnte dann noch ansteckend sein. Aber wahrscheinlich nicht mehr so stark wie ohne Impfung“... sagte Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut.

“Wir gehen allerdings davon aus, dass bei einer Verminderung der schweren Verläufe doch auch zumindest eine Reduktion der Viruslast in den oberen Atemwegen passiert.” Prof. Klaus Cichutek, Paul-Ehrlich-Institut.
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Beim Impfstoff von BioNTech und Pfizer gibt es erste Hinweise, dass er auch vor Ansteckung schützt. Zu dem Ergebnis kommt eine israelische Studie. Einschränkend wies hier Lauterbach aber darauf hin, dass die Daten aus Israel „in der Routine“ erhoben wurden, „nicht unter den Bedingungen einer Studie“. Dennoch seien die Erkenntnisse „gut aufbereitet worden und ein wichtiger Hoffnungsschimmer“.

Und genauso ist es schon EINMAL VOR VIELEN Jahren (1955) bei POLIO vorgekommen: So konnte der erste Impfstoff damals gegen die Kinderlähmung nur die Geimpften vor der Krankheit schützen, eine Ansteckung für andere jedoch nicht verhindern.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ist kein Lebendimpfstoff. Er kommt deshalb grundsätzlich auch für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem infrage.


Sind über Mund oder Nase verabreichte Impfstoffe in Zukunft vielleicht DEUTLICH wirksamer?

Sollten die aktuellen Impfstoffe nicht vor Ansteckungen schützen, dann könnten eventuell später einmal andere Impfstoffe, die gerade noch entwickelt werden, doch vielleicht einen kompletten Impfschutz ermöglichen. Zur Zeit sind weltweit mehrere Impfstoffe in der Entwicklung, die über den Mund oder die Nase verabreicht werden können. (Quelle:  WDR 5 Morgenecho – Online-Kommentar 20.02.2021)

Befreit uns die Corona-Impfung nun endlich von Maskenschutz & Co?

NEIN: Die meisten Corona-Impfkandidaten haben eine falsche Erwartung an das eigentliche Ziel der Impfstoffe: Den Eigenschutz vor Tod und Krankenhauseinweisung.
Leider hat die öffentliche Kommunikation der letzten Monate suggeriert, dass die Impfung uns schnell zu der Zeit „vor Corona“ bringt. Dass wir keine Masken mehr brauchen und reisen können, da man sich mehr anstecken kann. Das ist leider nicht der Fall und auch ich habe diese Enttäuschung oft gespürt. Es ändert sich erstmal nichts.

Auch befreit uns erst einmal ein voller Impfschutz nicht vom Maske-Tragen und Abstand halten. Weder beruflich, noch im Bus oder beim Einkaufen. Es geht auch um Gruppendynamik und „Vorbildfunktion“… Noch kann sich niemand in „Sicherheit“ wiegen.


TIPP: Für weitergehende wichtige Fragen zur Corona-Pandemie empfiehlt sich zu lesen:

Wissenschaftliche Informationen zur Pandemie: Autor: Dr. med. Michael Schön, zuletzt bearbeitet am 30.01.2021, 7. Fassung. Im Inhaltsverzeichnis sind wichtige „Fragen und Antworten“ schön gegliedert und werden detailliert und ausführlich beantwortet,

https://www.uniulm.de/fileadmin/website_uni_ulm/presse/Corona/Corona_Fakten_Schoen/Wissenschaftliche_Informationen_zur_Pandemie_7._Fassung.pdf


18. Dezember 2020: „Science“:
Die Entwicklung von Covid-19-Impf-Stoffen ist der Durchbruch des Jahres:

Die rasante Entwicklung effektiver Impfstoffe gegen Covid-19 ist für das renommierten „Science“-Magazins der wichtigste Forschungsdurchbruch des Jahres. Niemals zuvor hätten so viele Konkurrenten so offen und regelmäßig zusammengearbeitet. Ebenso einzigartig sei die gemeinsame Anstrengung von Regierungen, Industrie, Wissenschaft und Non-Profit-Organisationen, heißt es zur Begründung des „Breakthrough of the Year“.

Es gab und gibt natürlich – nicht nur bei noch nicht zugelassenen neuen Impfstoffen – auch in dieser Zeit immer wieder Rückschläge, revidierte Aussagen und zurückgezogene Studien von neuen Impfstoffen… (www. coliquio.de)


NACHTRAG:


NACHTRAG – WISSENSWERTES –
MUTANTEN – VARIANTEN?
Alles nur Kopierfehler der Natur?

Bei einem Virus funktioniert das „Mutieren“ folgendermaßen: Um sich zu verbreiten, kopiert es sich selbst. Man kennt das vielleicht noch vom Fotokopierer früher, spätestens bei der Kopie von der Kopie von der Kopie muss man Abstriche machen im Vergleich zum Original – sie wird immer schwächer… in der Natur gibt es aber dabei doch manchmal eine Überraschung:

Da es vom Virus aber oft sehr, sehr viele Kopien gibt, kann es schon mal vorkommen, dass ein Kopierfehler das Virus plötzlich auch wesentlich besser, schneller oder gefährlicher macht, zumindest aus dessen Sicht bzw. zu seinem Vorteil:

Zum Beispiel, dass es sich – durch eine oft nur winzige Struktur-Veränderung – plötzlich wesentlich schneller verbreiten kann. Ein anderer Vorteil kann auch sein, dass es plötzlich besser an eine Wirtszelle (der zu infizierenden Person) andocken kann als andere Varianten, die oft untergehen.

Auch bei einem Virus passieren also Kopierfehler. Das ist nichts Neues und passiert oft in der Natur:

Aus diesem Grund ist die Mutation von Coronaviren aber für uns Menschen eine gefährliche Sache, weil sich auf diese Weise immer wieder auch schnellere bzw. »bessere« Varianten zu ihrem eigenen Vorteil durchsetzen können, die sich dabei auch manchmal der Kontrolle unseres Immunsystems entziehen können (sog. Fluchtvarianten).

Hier muss man also unterscheiden –
zwischen Mutation und Mutant (oder Variante):


Mutation: Das ist eine entscheidende Veränderung an einem Virus selbst – eine neue Kopie, meist zu seinem eigenen Vorteil.
Mutant oder Variante ist das bereits schon veränderte Virus selbst bzw. auch alle seine Nachkommen – häufig ist umgangssprachlich aber auch hier einfach nur immer von Mutation die Rede.

(Quellen: MDR-WISSEN: FAQ – CORONAVIRUS-MUTATION: DAS MÜSSEN SIE WISSEN von Florian Zinner – Freier Journalist – vom 15.02.2021)

DIE NEUE CORONAWELLE MIT NEUEN MUTANTEN

Im Moment dreht sich in unserer Pandemie alles um drei Varianten (britische, brasilianische und südafrikanische) die mit gefährlich hohen Ansteckungszahlen in Verbindung gebracht werden.

Hier wird die aktuelle britische Mutation B.1.1.7 mit ihren Variationen beschrieben.

Die südafrikanische Variante ist – wie im anderen Blog-Artikel – siehe unten: 4.2 Impfstoffe/Herstellung hier ausführlicher beschrieben,,,
SÜDAFRIKA: Die B.1.351-Linie (N501Y.V2) hatte sich zuerst in Südafrika ausgebreitet. Neben der N501Y verstärken hier weitere Mutationen (N501Y, E484K, K417N) mit „vereinten Kräften“ nun die Bindungsfähigkeit des Spike-Proteins, was wiederum die Linie deutlich gefährlicher macht…diese ist nun mittlerweile auch schon in Europa gelandet!

Britisches Beispiel – B.1.1.7: Die VoC: „Variant of Concern“ genannt, ist eine durch erneute Mutationen entstandene, ernsthaft gefährliche Variante des Coronavirus = Variante VoC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01, auch B.1.1.7 genannt: Dies ist die derzeit bekannteste sog. englische Virus-Mutation (Variante).

 „Alles deutet derzeit darauf hin, dass diese britische Mutations-Variante nun selbstständig die schon wieder neuere E484K-Mutation entwickelt hat“, sagte Experte „Jonathan Stoye“ vom Francis Crick Institute/London. Er ist Leiter des Labors „The Crick“ für Retrovirus-Wirt-Interaktionen.
Warum bereitet diese Entdeckung den Experten Sorge?
Die Variation E484K war bisher ganz typisch für die Südafrika-Mutante B.1.351-Linie:
Diese verstärkt – ähnlich wie die britische Mutante B 1.1.7– die Bindungseigenschaften des „Spike-Proteins“ an den Rezeptor der Zielzellen – und führt so zu einer deutlich erhöhten Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr.
Forscher attestieren ihr mittlerweile noch eine weitere unschöne Eigenschaft: E484K gilt auch als sogenannte „Flucht-Mutante“. Es gibt Hinweise aus Labortests, dass Viren mit dieser Mutante den Antikörpern unserer Immunabwehr entkommen können, d.h. diese Mutanten können sich „verstecken“ – also unsichtbar werden für unser Immunsystem (einfach ausgedrückt), so dass das immunsystem machtlos wird.
Die britische Mutante B 1.1.7 verändert sich nun aber derzeit schon wieder erneut – offenbar auch an der Mutanten-Stelle E484K und könnte damit somit deutlich resistenter gegen die neuen Impfungen werden.

Die bekannte britische Variante des Coronavirus (B 1.1.7) zeigt nun wiederum noch eine andere neue Auffälligkeit. In ihrem Erbgut fanden Forscher erstmals auch einen Bestandteil der Linie aus Südafrika: B.1.351-Linie (N501Y.V2).

Bevor es nun noch komplizierter und umfangreicher wird, kann man diese und mehrere Infos nachlesen unter: https://www.mdr.de/wissen/corona-virus-mutation-faq-100.html#sprung0

Virus-Experte Jonathan Stoye betont nun: „Es ist wahrscheinlich, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Mutationen dem neuen Corona-Virus wirklich einen Wachstumsvorteil verschaffen werden“ …


Außerdem: Dass die Immunantwort etwas schlechter ausfällt, bedeutet noch lange nicht, dass Impfungen ihren Nutzen verlieren. Selbst bei einer Verringerung um das Zehnfache sollte der Impf-Schutz laut Experten noch wirken.

(Quellen: https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-mutante-e484k-neue-flucht-mutation-taucht-in-variante-aus-england-auf_aid-56041195)


Mit härterem Lockdown die dritte Coronawelle brechen?

SPD-Gesundheits-Experte Karl Lauterbach sieht den derzeitigen Umgang mit der Pandemie kritisch. Lauterbach schrieb bei Twitter: “Es ist eigentlich Wahnsinn. Die Intensivmediziner betteln geradezu um einen Lockdown, so sehr spitzt sich die Lage zu. Die Berater der Regierung fordern alle dringend schnelles Handeln. Und wir feiern erstmal Ostern, sehen dann weiter. Das erfindet so schnell keiner…“

EIN BRÜCKEN-LOCKDOWN?

CDU-Chef Armin Laschet hat nun aktuell – nach Ostern – einen konkreten „Brücken-Lockdown“ gefordert – einen zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown im Kampf gegen die dritte Corona-Welle. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viel mehr Menschen geimpft seien. Zudem müsse eine bundesweite Inzidenz von unter 100 als Zielmarke gelten, so der CDU-Chef.

06.04.2021: NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet musste für seinen Vorstoß zum „Brücken-Lockdown“ viel Kritik und Spott einstecken. Nun ergreift Kanzlerin Merkel das Wort – und spricht sich ebenfalls für einen neuen Lockdown aus. Auch springt Laschet ausgerechnet Bayerns Landeschef Markus Söder zur Seite: Er begrüßte die Idee eines zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdowns. Es sei wichtig, durch ein sehr konsequentes Management bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aus der Endlosschleife herauszukommen. „Ich habe diese These eigentlich, wenn ich das so sagen darf, immer vertreten, die Kanzlerin auch“, sagte Markus Söder bei Markus Lanz (ZDF). „Jeder, der mitmacht – finde ich super, weil es die Basis jener verstärkt, die für Umsicht und Vorsicht eintreten.“

Der NRW-Landeschef Armin Laschet argumentierte weiter: „Jetzt sagen uns die Wissenschaftler, für diese Brücke – und da geht es um zwei bis drei Wochen – sollten wir alle noch einmal eine Anstrengung unternehmen und so schnell als möglich – noch einmal das öffentliche Leben reduzieren.“

NEWS: So soll nun auch im Eilverfahren das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden, wie die stell­vertre­tende Regierungssprecherin Ulrike Demmer heute in Berlin mitteilte.


Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen härteren Lockdown gefordert, um die dritte Coronawelle zu brechen. Erst wenn die Inzidenzzahlen wieder niedriger seien, könne man mit Testen und Impfen aus der Pandemie herauskommen, sagte er…


ZUM SCHLUSS DAS LETZTE:

SPD-Gesundheits-Experte Karl Lauterbach sieht den derzeitigen Umgang mit der Pandemie kritisch. Lauterbach schrieb bei Twitter: “Es ist eigentlich Wahnsinn. Die Intensivmediziner betteln geradezu um einen Lockdown, so sehr spitzt sich die Lage zu. Die Berater der Regierung fordern alle dringend schnelles Handeln. Und wir feiern erstmal Ostern, sehen dann weiter. Das erfindet so schnell keiner…“


HINWEIS: Im nächsten Blog-Artikel sind – kurz VOR Artikel-Ende – alle derzeitigen Mutanten/Varianten im Einzelnen sehr ausführlich (!) beschrieben.
Bei Interesse einfach hier unten 4.2 Impfstoffe/Herstellung anklicken…


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