LESEDAUER: 30-40 min. (je nachdem wie intensiv)
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“-Display… 😉

Zitat von © Ernst Ferstl: Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt..


Anm.: Die ausführliche Beschreibung der Impfstoffe und deren „Hersteller“ folgt – für Interessierte –
im zweiten Blog-Artikel: Corona-Fakten aktuell // 4.2 Hersteller


„Abgesehen von sauberem Trinkwasser hat in der Geschichte der Menschheit bisher nichts die „Sterblichkeit“ der Menschen so stark reduziert wie die Immunisierung durch Impfungen“, sagt der Infektionsforscher „Paul Heath“ von der Londoner St.-Georges-Universität überzeugt.

Keine Geschichte des Impfens kommt an Dr. „EDWARD JENNER (1749-1823) vorbei. Der englische Landarzt gilt als der Erfinder der „Pockenimpfung“. Die Pocken war nun vor über 250 Jahren das erste „Experimentierfeld“ für Impfungen, viele davon folgten…Impfkritiker bzw. Impfgegner gab es schon immer, Was man nicht versteht…lehnt man erst einmal ab: Auch damals schon zu Jenners Zeiten waren Impfgegner bestrebt ein Klima grundsätzlichen Misstrauens zu schüren. Da stecke doch wohl der Teufel dahinter und andere finsteren Dinge wurden Dr. Jenner vorgeworfen. (Näheres hierzu bei Wikipedia)

Bis heute haben sich ihre Thesen nicht verändert: „Das bringt alles doch gar nichts“…Oder: „Mutter Natur regelt das alles schon von selbst“…oder „Ach, es geht hier ja doch nur ausschließlich ums Geld“… Diese Thesen zeugen nicht nur von großer Unkenntnis, sie sind weder stichhaltig noch hilfreich – wie man bei den abertausenden Infektionskrankheiten in den vergangen Zeiten sieht, die seit Jahren durch eine Impfung weitgehend „entwaffnet“ bzw. auch als fast „ausgerottet“ gelten…wie z.B. Pocken-Polio-Masern-Diphterie-Tetanus etc. Hieran verstarben reihenweise vor allem auch Kinder noch vor über 60 Jahren. Ich habe selbst damals meinen älteren Bruder an Diphtherie verloren.

Und nun bei „Corona“ ? Auch hier finden sich wieder die altbekannten Bedenkenträger…Welche „schweren“ Nebenwirkungen gibt es? Die Forschung sagt uns: Diese sind sehr unwahrscheinlich.
Mit Hinblick auf die zu bestürzende, erwartete Verschlimmerung der Pandemie dürfen wir – jeder Einzelne von uns – nicht zulassen, dass diese uns allen über Jahre hart an die Substanz geht. Abwarten ist keine Lösung. Es würde viele, viele Jahre dauern, bis man ohne Impfung in Deutschland eine Herdenimmunität erreicht hätte und dies auf Kosten von Millionen Menschenleben.

Vektor- und mRNA-Impfungen dürfen derzeit als sehr sicher gelten. Die äußerst strenge Methodik ihrer behördlichen Zulassung (EMA) verdient unser Vertrauen: Und das auch durch die strengen Hersteller-Prüfverfahren – die noch niemals so öffentlich und so transparent waren wie in diesen Zeiten…eben völlig anders als zu Jenners Zeiten… (Quelle: Rheinische-Post: Januar 2021)


Der Auftakt der Corona-Impfungen wird von einer Welle an Desinformation begleitet. Im Netz verbreiten Impfgegner falsche Fotos und Gerüchte über angebliche Spätfolgen. Viele Menschen lassen sich dadurch offenbar verunsichern. FAKE NEWS: Die Mythen der Impfgegner…dazu später am Blog-Artikel-Ende mehr…


Doch COVID-19 ist ein weltweiter Notfall, der uns Menschen langfristig bedroht.


Reicht es eigentlich, wenn 60-80 Prozent aller Menschen geimpft sind?

Die „Verbreitungsgeschwindigkeit“ dieser Viren ist entscheidend: Für Masern, die sich extrem schnell verbreiten gilt ein Wert von 95 %… Neuere Erkenntnisse zur Infektiosität von Sars-CoV-2 und aktuelle Meldungen aus Groß-Britannien lassen Experten – wie den US-Immunologen Anthony Fauci – Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (in Washington/Baltimore ) – vermuten, dass eine Impfquote von über 80 % notwendig sein wird. Das wird hier bei uns nicht nur in Deutschland – wo eine hohe Impfskepsis herrscht – wohl nicht so schnell erreicht werden… das Virus wird uns also weiterhin treu bleiben…Der US-Immunologe Anthony Fauci blicke daher pessimistisch auf die Entwicklung der Corona-Pandemie im neuen Jahr 2021. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Zur „Impfskepsis“ folgt Näheres gegen Blog-Artikel-Ende…


Wie lange sind wir eigentlich nach einer Impfung IMMUN?

Impfstoffe können die Zahl schwerer Erkrankungen senken. Das ist der Zahl neutralisierender Antikörper zu verdanken, die eine zelluläre Immunantwort des Impfstoffes stimulieren. Unsere Gedächtniszellen („t-memory-cells“) können noch sehr lange nach einer erneuten Begegnung mit  „Erregern“, die Produktion von Antikörpern und speziellen Lymphozyten veranlassen und die Viren angreifen bzw. eliminieren.

Bei einer „natürlichen“ Infektion mit dem Coronavirus verläuft die erste Infektion meist mild oder manchmal auch sogar asymptomatisch…ABER: Man kann nach derzeitigem Wissensstand davon ausgehen, dass erst eine Erkrankung mit sehr schwerem Verlauf – mit der Immunität einer Impfung gleichzusetzen ist.

Alle Hoffnungen richten sich nun darauf, dass die Impfstoffe dazu beitragen werden, die Ausbreitung des Erregers in absehbarer Zeit aufzuhalten und die Pandemie einzudämmen.

Doch wie lange besitzt der Körper zumindest einen gewissen Schutz vor den Viren? Das weiß man im Moment noch nicht so genau. Es gibt von Experten einige Vermutungen…
Eine kürzlich veröffentlichte Studie des kalifornischen „La-Jolla-Instituts für Immunologie“ hat infizierte Menschen untersucht. Demnach sind sowohl Antikörper als auch T-Zellen – zwei der zentralen Waffen unseres Immunsystems – zumindest fünf Monate nach dem Einsetzen der Symptome einer Erkrankung noch deutlich nachweisbar sind, selbst bei Verläufen mit milder Symptomatik. Die Studie wurde als sogenanntes Preprint veröffentlicht, ist also bislang noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet worden.

Für Thomas Jacobs vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg sind diese Beobachtungen mit Blick auf die Reaktionsweise unseres Immunsystems ermutigend. Er verweist auf zwei Punkte: So gebe es in dieser Studie die sogenannte sterile Immunität, die von einer hohen Zahl neutralisierender Antikörper abhänge.Solange es genügend Antikörper gebe, könne man von einer robusten, wenn nicht sogar sterilen Immunität ausgehen“ … so Jacobs. Entsprechende Sars-CoV-2-Impfstoffe würden sehr wahrscheinlich sogar noch eine bessere Antikörper-Antwort hervorrufen, als eine natürliche Infektion. Von einer sterilen Immunität, d.h. einer lebenslangen Schutzwirkung durch COVID-19- Impfstoffe könne indes derzeit aber keinesfalls ausgegangen werden.

Zudem sei derzeit noch ungewiss, ob eine Impfung auch davor schütze, den Erreger trotzdem weiterzugeben. „Bei einer hohen Antikörper-Antwort – nach einer Impfung – ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber sehr gering, dass der Erreger weitergegeben werde“, erklärt Jacobs.

Bei dem üblichen „Grippe-Impfstoff“ muss zum Beispiel jedes Jahr von neuem geimpft werden, da der Virus sich ständig verändert. Sars-CoV-2 würde so evtl. zu einem weiteren Erreger, gegen den man regelmäßig impfen muss. Nichtsdestotrotz würden die Ergebnisse der Preprint-Studie einen erfreulichen Rahmen für die erwartete Immunität durch die Vakzine (Impfstoff) setzen.
(Quelle: https://www.cio.de/a/wie-lange-die-covid-19-impfstoffe-wirken,3647615)


Bestehen Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Impfstoffen?

Dr. Klaus Cichutek ist es wichtig, einige Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Impfstoffen auszuräumen. „Die derzeit geäußerte Befürchtung, die mRNA könne zu Veränderungen im Erbgut führen oder in die menschliche DNA eingelagert werden, ist absolut unbegründet“, sagt er. „Die mRNA aus dem Impfstoff könne das Erbgut nicht verändern.

Das menschliche Genom bestehe aus doppelsträngiger DNA, in die sich die einzelsträngige Viren-RNA gar nicht einbauen lässt. Damit so etwas passieren könne, müsst die mRNA in DNA umgeschrieben werden. Doch dafür würden spezielle Enzyme benötigt, die in menschlichen Körperzellen nicht aktiv vorkämen…Auch Sicherheitsaspekte würden durch die beschleunigten Zulassungsverfahren nicht vernachlässigt“… betont der PEI-Präsident Cichutek. Verschiedene Prüf-Verfahren seien nicht nacheinander in einzelnen Studien, sondern miteinander koordiniert worden und weltweit parallel erfolgt, daher wurde auch relativ schnell ein neues Impfstoffverfahren möglich… (Quelle aktuell: Deutsches Ärzteblatt – Heft 1-2021)  

Zitat: Prof. Dr. rer.nat. Klaus Cichutek (*1959) ist ein deutscher Biochemiker und Professor für Biochemie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 2009 ist er Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.


NTV-Interview-Ausschnitt mit Dr. Rolf Hömke: Er ist Forschungssprecher des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA):

„Man weiß auch noch nicht, welcher Typ von Impfstoff bei Covid-19 und anderen Krankheiten den „dauerhaftesten“ Immunschutz hervorruft. Es könnte durchaus sein, dass sich Impfstoffe mit längerer Entwicklungszeit später als deutlich überlegen erweisen, oder aber vielleicht auch nicht. Wir werden das erst in den kommenden Monaten erfahren, wenn auch andersartige Covid-19-Impfstoffe neu zugelassen und eingesetzt werden. Insgesamt kann man froh sein, dass Unternehmen und Institute mehrere Impfstofftechnologien entwickelt haben, die nun gegen Covid-19 und andere Krankheiten zum Einsatz kommen können. Das erhöht die Erfolgschancen sehr“…so Hömke.

Frage: Mit wie vielen weiteren zugelassenen Covid-19-Impfstoffen anderer Firmen rechnen Sie in den kommenden Wochen und Monaten?

„…Ende Dezember 2020 wurde der neue mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen und bereits angefangen zu impfen. Dazu später mehr. Und Anfang Januar 2021 hat nun auch der von MODERNA (mRNA-1273) die Zulassung in der EU erhalten. Einige Wochen oder Monate später könnten dann Impfstoffe anderen Typs von z.B. Astrazeneca folgen. Im Verlauf von 2021 werden dann voraussichtlich noch weitere dazu kommen, deren Hersteller mit der EU oder speziell Deutschland schon länger Lieferverträge abgeschlossen haben“….meinte Hömke.


„…So kann es mit Schutzimpfungen für Jugendliche und Kinder auch erst viel später losgehen, wenn die Impfstoffe auch für diese Altersgruppen alle erprobt wurden. Die meisten Studien dafür werden aber erst beginnen, wenn sich die betreffenden Impfstoffe bei Erwachsenen bewährt haben. Also: Keinesfalls wird die Pandemie Ende 2021 schon weltweit überwunden sein. Das ist eine Aufgabe für mehrere Jahre“…Allerdings sind dem RKI zufolge Impfstudien, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen, nun bereits für 2021 in Planung und wurden in kleinem Rahmen auch schon begonnen. Auch an Schwangeren wurden die Covid-19-Impfstoffe noch nicht getestet“ ….so Dr. Hömke – (Seniorreferent Wissenschaftspresse, Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)


UND DIE KOSTEN?

Mehrere Hersteller haben übrigens angekündigt, ihre Impfstoffe gegen Covid-19 zunächst auf „no-profit-Basis“ zu liefern, solange die Pandemie besteht. Der Preis soll sich also an den Kosten orientieren, die dem Hersteller selbst entstehen. Mehrere Impfstoffprojekte werden von *CEPI, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, finanziell unterstützt….wie z.B.: CureVac (Tübingen, Deutschland), Moderna (USA)

Wer ist *CEPI?

„Die schlimme Ebola-Epidemie sei damals ein Weckruf gewesen, der dazu führte, dass die Impfstoffforschung zu Erregern mit pandemischen Potenzial verstärkt wurde. Hierzu wurde im Jahre 2017 die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) gegründet, eine weltweite Allianz von Regierungen, der WHO, der Pharmaindustrie und privaten Geldgebern, um auf zukünftige Pandemien schneller reagieren zu können. Diese wurde mit einer Milliarde US-Dollar ausgestattet“… berichtete Prof. Becker. So war es möglich, schon im Vorfeld „Impfstoffkandidaten“ gegen hochpathogene Viren wie das Lassavirus sowie die beiden älteren Coronaviren MERS-CoV (das 2012 erstmals auftrat) und SARS-CoV-1 (die 2002 und 2004 einen schweren Ausbruch verursachte) zu entwickeln. (Quelle: PZ, Pharmazeutische Zeitung)
Anm.: Prof. Dr. Stephan Becker (*1960 in Wetzlar) ist ein deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.

*CEPI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der sowohl staatliche Förderer als auch Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen zusammenarbeiten. Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder und hat CEPI bislang mit insgesamt 90 Millionen Euro unterstützt. Es ist eine „Product Development Partnership“, die unter anderem von Norwegen, Deutschland (Bundesforschungsministerium), Japan, Kanada, Australien und dem Wellcome Trust finanziert wird. Sie wurde – wie gesagt – bereits 2017 eigens dafür gegründet, um Impfstoffprojekte gegen größere Epidemien oder Pandemien schneller zu koordinieren, voranzutreiben und finanziell zu unterstützen.

Wie kompliziert und schwierig ist die Impfstoff-Forschung? Nur einer von 10.000 Wirkstoffen, die Forscher im Labor herstellen, wird einmal ein Medikament – vielleicht… Denn Arzneimittel-Forschung ist nicht nur teuer und langwierig, sie ist auch eine Reise mit ungewissem Ausgang. 


Virus-Partikel bestehen generell aus einer Nucleinsäure (DNA oder RNA) und einer sie umgebenden schützenden Proteinhülle.

Ein kleiner Ausflug in die „Genetik“ folgt weiter unten im Text.

Begrifflichkeiten…kurz erläutert:

Antigene sind körperfremde Stoffe (Krankheitserreger), die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen.
Antikörper – auch Immunglobuline (Ig) genannt – bekämpfen“ die Krankheitserreger: Es sind Eiweißstoffe (Moleküle), die von weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten) produziert werden. Sowohl B- als auch T-Lymphozyten können ein immunologisches Gedächtnis ausbilden, um bei wiederkehrenden Infektionen deutlich schneller reagieren zu können. Sobald also Viren, Bakterien oder Pilze in den Organismus gelangen, setzt das Immunsystem die Bildung von Antikörpern („Abwehrzellen“) in Gang. Man kann Antikörper auch gentechnisch herstellen.

Corona-Viren sind RNA-Viren. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren.
mRNA-Impfstoffe: Sie schleusen nicht das Virus, sondern nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meistens körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit Genen zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“. D.h.: Die Abwehrreaktionen des Körpers werden von u.a. „Antikörpern“ (Englisch: antibody) ausgeführt – das sind Proteine, die (wie oben erwähnt) unsere Immunabwehr gegen die Krankheitserreger einsetzt

Was passiert bei einer „Corona-Impfung“?

Zum Beispiel wird bei der mRNA-Impfung nur der Bauplan „für das Spike-Protein“ des Sars-Co2-Virus übermittelt, also nicht für den kompletten Erreger. Unsere Körperzellen bilden sofort spezifische Antikörper, wenn ihnen Fremd-RNA oder Fremd-DNA präsentiert wird.
Mit diesem neuen Impfstoff werden den Körper-Zellen also nur winzige Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind. Damit bekommen die Zellen die wichtigste Information, die sie brauchen, um einen kleinen Teil des Virus (ein sog. ANTIGEN) selbst herzustellen.
Gelangt diese Messenger-RNA in Zellen, stellen diese damit das wichtige Erreger-Antigen selbst sofort her, was wiederum auch sofort zu einer Immunreaktion unseres Körpers führt.
Diese Immunreaktion ist die Abwehrreaktion des Körpers auf Fremdstoffe und Krankheitserreger (wie z.B. das o.a. Erreger-Antigen). Das Erreger-Antigen vermehrt sich nur für eine eng „begrenzte“ sehr kurze Zeit in der geimpften Person, bis es durch das Immunsystem – bei Immunkompetenten – kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ wird.
Kommt es irgendwann später dann zu einem tatsächlichen direkten Kontakt mit dem „echten“ Virus, dem Krankheitserreger, erinnert sich unser Körper (memory cells) sofort daran, er ist schon vorbereitet und kann die eigene Abwehr schneller ankurbeln, um die Infektion dauerhaft abzuwehren.

Dazu gibt es gegen Blog-Artikel-Ende noch mehr Information (!)


Anm.: „Memory-cells“ = Gedächtniszellen sind eine Untergruppe der Lymphozyten. Unsere B-Gedächtniszellen (memory cells) sind also spezialisierte Lymphozyten und der Informationsspeicher für die Bildung von Antikörpern gegen eine Krankheit. Da sie bei jedem erneuten Antigenkontakt sofort eine schnelle Immunantwort auslösen, bilden sie das immunologische Gedächtnis des Körpers.

Im Impfstoff steckt nur die Bauanleitung für das Spike-Protein

Im Fall von Sars-CoV-2 enthalten die „Corona-Impfstoffe“ ganz bestimmte Eiweiß-Stoffe, also PROTEINE: Sie sind der wichtigste Bestandteil des sogenannten Spike-Proteins auf der Virusoberfläche (diese werden auch meist als „Stacheln“ dargestellt). Das Corona-Virus braucht diese unbedingt, um besser in die Zellen eindringen zu können.

Das Spikeprotein

Nachgebaut wird bei dieser Impfung dabei also nicht das gesamte Virus, sondern nur das kl. TeilstückSpike-Protein (als ANTIGEN) – Das Spikeprotein an sich ist völlig ungefährlich. Mit diesem neuen Impfstoff werden den Körper-Zellen – wie ober erwähnt – nur sehr kl. Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind. Gelangen diese „Antigene“ (in dem genannten Beispiel sind das also die neu hergestellten „Spike-Proteine) dann in das Blut, aktivieren diese sofort das menschliche Immunsystem und rufen im Erfolgsfall alsbald auch eine sofortige „Immunantwort“ hervor.


Das Erbgut wird also durch mRNA-Impfstoffe nicht verändert – denn diese mRNA ist nur ein kl. „Botenmolekül“, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und vom Körper so schnell wie möglich wieder abgebaut wird.


Das Prinzip der körpereigenen Abwehr nutzt die Medizin schon immer… auch bei jeder anderen Impfung: Denn der Impfstoff enthält immer abgeschwächte Krankheitserreger (Tot- oder Lebend-Impfstoffe), gegen die unser Immunsystem sofort entsprechende Abwehrstoffe bildet.
Auch Lebendimpfstoffe sind – wie erwähnt – in ihrer Wirkung so stark abgeschwächt, sodass die Erkrankung selbst nicht ausgelöst werden kann.


Weitere Informationen zu den Impfungen – zum Nachlesen – gibt es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts sowie des Paul Ehrlich-Instituts.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/COVID-19.html

https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/impfstoffe-node.html

ES GIBT VERSCHIEDENE ARTEN VON IMPFSTOFFEN

Lebend-, Tot-, Vektor- oder RNA-Impfstoffe…

(Quelle: VfA =Verband forschender Pharmafirmen)

1.) Lebendimpfung = lebendes, aber seiner schädlichen Eigenschaften beraubtes Virus löst über seine Erregerantigene eine Immunantwort aus.

2.) Totimpfung = abgetötetes Virus löst ebenso eine Immunantwort aus, Das geht auch hier, weil ganz bestimmte biologische Strukturen des Virus (die Erregerantigene) dies bewirken – ganz gleich, ob das Virus lebendig oder tot ist.

3.) NEU: mRNA- Impfstoffe = Genbasierte Impfung = die Virenantigene werden hier „nicht“ über deaktivierte oder tote Viren zugeführt, sondern die Viren-Gene (RNA-oder DNA-basiert) werden appliziert, damit mit deren Hilfe der Körper die (Erreger – ) „Antigene“ selbst herstellen kann. Sind diese erst einmal hergestellt und vorhanden, wird dann die Immunantwort (bei Immunkompetenten) auch sogleich ausgelöst…

4.) Bei „Vektorimpfstoffen“ wird das Genmaterial für ein Impfantigen in ein infektionsfähiges, gut bekanntes „Trägervirus“ eingebaut, das dann als Impfstoff injiziert wird. Dieser „Vektor“ dient sozusagen als eine Art „Genfähre“, die genetisches Material in die Körperzellen einschleust. Dazu später noch ausführlichere Infos…


Die bisher üblichen, herkömmlichen Impfstoffe präsentieren dem Immunsystem immer die Antigene selbst. UNTERSCHIED: Bei einer genbasierter Impfung z.B. mit den mRNA-Impfstoffen hingegen bekommt der Körper nur die genetische „Information“ geliefert. Der Körper bildet das Antigen dann selbst. Bei einem späteren Kontakt erkennt das Immunsystem im Prinzip das Antigen sofort wieder und kann das Virus gezielt sofort bekämpfen.


WICHTIG ZU WISSEN:
Die meisten sich derzeit in der Entwicklung befindlichen neuen SARS-CoV-2-Impfstoffe sind „nicht“ vermehrungsfähige sog. „Tot-Impfstoffe“: Diese enthalten also keine vermehrungsfähigen Keime (Viren etc.).


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„Die Coronavirus-Pandemie, der globale Lockdown und das Einfrieren der wirtschaftlichen Aktivität haben eine systematische Wirtschaftskrise ausgelöst, die die Welt seit der Großen Depression* nicht mehr gesehen hat“, sagte Putin erst kürzlich. (*Die Große Depression von 1929 in den USA gilt als Auslöser der gewaltigen Weltwirtschaftskrise in den 1930ern).


Wer ist eigentlich die europäische Arzneimittelagentur EMA?

Für die EU-Länder ist die europäische Arzneimittelagentur EMA für die Zulassung von Covid-19-Impfstoffen zuständig; Diese sind nicht allein: Die „Behörden aller Mitgliedstaaten“ wirken ganz wesentlich an den Zulassungsverfahren mit. In Großbritannien und den USA sind die Biontech-Impfungen mit *BNT162b2  schon bereits in vollem Gange, nachdem beide Länder schon im Dezember 2020 eine Notfall- Zulassung erteilt bekommen haben.
Mit diesem neuen Impfstoff werden den Körper-Zellen nur sehr kl. Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind.

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen zuständig für die Genehmigung der klinischen Prüfungen von Arzneimitteln und Impfstoffen, auch an der Zulassung in Europa durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) ist es beteiligt.


Dezember 2020:
Er war bei uns der Erste… der mRNA-Impfstoff

Comirnaty® – (vorher: BNT162b2) –  ist vorerst der offizielle Name des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer. Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.


Die Zulassung der Corona-Impfstoffe durch die EMA in Europa dauert zwar immer etwas länger, ist aber gründlicher und entlässt die Hersteller nicht aus der Haftung (!) – Die Zulassung ist nun Mitte Dezember 2020 bereits erfolgt – in England wurde damals mit den Impfungen bereits begonnen.

Wenn die Daten eines neuen Impfstoffs einer klinischen „Phase-3-Studie“ dann endlich auch mal tatsächlich vorliegen, dann werden sie durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und zusätzlich in Deutschland durch das Paul-Ehrlich-Institut nach absolut strengen Kriterien geprüft. Man ist hier nicht mit PI x Daumen unterwegs oder befindet sich hier auch nicht in irgendwelchen ostasiatischen Ländern – wo schon nach Test-Phase-2 produziert und konsumiert wird.


EMA-NEWS: MONTAG, 21. DEZEMBER 2020

EMA zog nun doch die Entscheidung vor: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung des neuen Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer empfohlen. Formell hat nun auch die EU-Kommission zugestimmt. So wurde nun direkt nach Weihnachten (ab 27.12.2020) auch in Deutschland mit den Impfungen begonnen.

NEWS: Auch der neue US-Moderna-Impfstoff (mRNA-impfstoff) konnte übrigens schon am 6. Januar 2020 auch in Europa zugelassen werden. Die offizielle Bezeichnung des Impfstoffs lautet „Covid-19 vaccine (mRNA-1273)“. Das Dosierungsschema umfasst 2 Dosen zu je 100 μg, die im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Dazu für Interessierte später im zweiten Corona-Blog-Artikel „IMPFUNGEN-HERSTELLER“ mehr…


EMA: Neue Virus-Mutation aus England?

Die EMA geht davon aus, dass der von ihr empfohlene Impfstoff auch gegen die in Großbritannien „neu“ aufgetretene Coronavirus-Variante (Typ B.1.1.7) wirksam ist. „Zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für die Annahme, dass der Impfstoff nicht gegen die neue Variante wirken könnte“, sagte EMA-Direktorin Emer Cooke. Es ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Über die neue Virus-Variante müssten noch mehr Informationen gesammelt werden. Dazu ausführlicher im zweiten Teil des Corona-Blog-Artikels “ Impfstoffe-Hersteller“.
„Außerdem könne ein neuer Impfstoff mit einer neuen Variante innerhalb von 6 Wochen hergestellt werden“, sagte BionTech Chef Ugur Sahin (Zitat: WAMS 27.12.2020)

23.12.2020 (WAZ): Der Charité-Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die Corona-Mutation bereits schon längst in Deutschland ist. Christian Drosten, hält eine Verbreitung der Coronavirus-Mutation aus Großbritannien in Deutschland für wahrscheinlich… sagte er der Deutschen Presse-Agentur.


12. 2020: Impf-Nebenwirkung in Groß-Britannien – als Schlagzeile:
„Schwere allergische Reaktion bei zwei Personen (bekannte Allergiker!) auf den neuen Corona-Impfstoff COMIRNATY (BNT162b2)
von BionTech/Pfizer in England“ .

„Wir vermuten, dass mit PEG (Polyethylenglykol) ein „Zusatzstoff“ in der Impflösung die allergischen Reaktionen bei den Patienten ausgelöst hat“, sagt Professor Ludger Klimek, Leiter des Allergiezentrums in Wiesbaden in einer Mitteilung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA)

Insgesamt enthalte der Corona-Impfstoff „COMIRNATY“ aber weniger allergene Substanzen als herkömmliche Impfstoffe, so der AeDA-Präsident. „Die hier noch fehlenden Daten zur Verträglichkeit bei „Anaphylaxie“ gefährdeten Patienten müssen nun schnellstmöglich erhoben werden“, wird Klimek in der Mitteilung zitiert. (AeDA – 24.12.2020)

WICHTIG: Am Schluss dieses Blog-Artikels gibt es noch wichtige Informationen zu ALLERGIEN – Immunsystem etc. in Zusammenhang mit der Corona-Impfung.

Früher dauerte die Impfstoff-Entwicklung 20 Jahre und länger:

Bei SARS-CoV-2 ist das allerdings völlig anders. Viel konnte man sich schon vor Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon damals – vor 10 Jahren – Impfstoffe entwickelt, die sich in klinischen Studien befanden. Man wusste zum Beispiel auch schon länger, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es „designt“. Und viele Corona-Impfstoffe in der Entwicklung basieren auch auf schon lange bekannten Impf-Methoden. Selbst im Fall der mRNA-Impfstoffe musste diese Technologie heute nicht extra neu erfunden werden. Das ist beruhigend zu wissen.


Man habe heute in der Forschung derzeit den Eindruck, doch schon sehr schnell zu sein.

NACH DER IMPFSTOFF-HERSTELLUNG LIEFEN ERSTE „KLINISCHE“ TESTS SCHON BEREITS AB SEPTEMBER 2020: „Wir sind ja schon länger auf das Thema Pandemie oder Ausbrüche von neuen Vi­ren vorbereitet“, sagte Prof. Dr. Becker.
„Wir waren in den letzten Jahren unserer Zusammenarbeit schon sehr darauf ausgerichtet, dass wir wirklich bei der Herstellung ei­nes Impf­stoffes extrem schnell sein können. In der öffentlichen Wahrneh­mung ist das alles aber nicht schnell genug. Aber das geht nicht anders: Impfstoffe brauchen ganz einfach ihre Zeit – und ich bin auch nicht bereit, Sicherheitsmaßnahmen zu drücken.“ (Quelle: © dpa/aerzteblatt.de)

Anm.: Prof. Dr. Stephan Becker (* 2. Dezember 1960 in Wetzlar) ist ein deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg

„Gute Neuigkeiten für Impfstoffentwickler“:

Unsere körpereigenen Immunabwehrzellen – die sogenannten T-Zellen – können erstaunlich weite Teile des neuen SARS-CoV-2-Virus erkennen. Das fand ein internationales Wissenschafter-Team um die Tiroler Forscherin Daniela Weiskopf vom „La Jolla“ Institute for Immunology (LJI) in Kalifornien heraus. Das eröffne auch zusätzliche Optionen bei der Impfstoffentwicklung, so die Forscher im Fachblatt „Science Immunology“. (Quelle: futurezone, Agenturen)

DIE WÄCHTER IN UNSEREM KÖRPER PASSEN GUT AUF:
Weiße Blutkörperchen, die T-Lymphozyten, sind das Herzstück unserer Immunabwehr. Im Kontakt mit den infektiösen Mikroorganismen stimulieren diese T-Lymphozyten die B-Lymphozyten. Diese B-Lymphozyten produzieren also die Antikörper, welche die körperfremden Zellen sofort erkennen und vernichten helfen.

Es gibt auch diese (inzwischen nachgewiesene) T-Killerzellen-Kreuzimmunität gegen SarsCov2, (wegen früherer durchgemachter „harmloser“ anderer Corona Infektionen, die damals eher „grippeartig“ bzw. „erkältungsartig“ waren…) insbesondere zu finden bei den „asymptomatischen“ oder wenig symptomatischen Verläufen – vorwiegend bei „jüngeren“ Personen.
Die Messung der Immunität gegen SARS-CoV-2 ist der Schlüssel zum Verständnis der Entwicklung von COVID-19 und den Impfstoffen…Näheres unter dem link:

https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(20)30610-3


Gentechnik: Die Impfstoffe der Zukunft

Die verschiedenen „neuen“ genbasierten Arten von Impfstoffen (Vakzine-Typen) gegen SARS-CoV-2 und die Risiken…

DNA-Impfstoffe… sind bisher noch nicht bei uns auf dem Markt…

DNA-Impfstoffe gelten als vielversprechende neue Technologieplattform. DNA-Impfstoffe sind sog. „Konstrukte“ (Vektoren oder Vehikel). Aus DNA wird RNA direkt im Impfling gebildet. Das heißt: Bei DNA-Impfstoffen muss das DNA-Molekül zunächst in den Zellkern gelangen und dieses wird dort in Form von mRNA abgelesen. Die mRNA wandert aus dem Zellkern heraus und wird dann in das Antigen übersetzt. Aktuell befinden sich allein mindestens zehn verschiedene Impfstoffkandidaten auf Basis von Plasmid-DNA zum Schutz vor COVID-19 zur Zeit noch in der klinischen Entwicklung.

Bis heute gibt es in Deutschland und weltweit noch keine zugelassenen DNA-Impfstoffe für den Menschen, sondern nur RNA-Impfstoffe. (Paul-Ehrlich-InstitutPEI)

Im Normalzustand ist DNA in Form einer Doppelhelix aufgebaut. Ihre Bausteine sind vier verschiedene Nukleotide…(ausführlicher nachzulesen bei Wikipedia)

RNA-Impfstoffe

RNA-Impfungen versprechen ein deutlich besseres „Sicherheitsprofil“… so Prof. Dr. rer. nat. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, der Zulassungsbehörde für Impfstoffe in Deutschland.

Die Boten-RNA-(mRNA)
Vom Aufbau her ist die RNA der DNA ähnlich. RNA-Moleküle sind – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA – in der Regel einzelsträngig. Eine wesentliche Funktion der RNA in der biologischen Zelle ist die Umsetzung von genetischer Information in Proteine (siehe Proteinbiosynthese, Transkription und Translation), in Form der mRNA fungiert sie hierbei als Informationsüberträger…
Ein Weg, zufällige DNA-Insertionen sicher zu verhindern, sind Boten-RNA-(mRNA-) basierte Vakzine (Impfstoffe). Hierfür werden RNA-Sequenzen ausgewählt und synthetisiert, welche die Proteine oder Proteinabschnitte (Peptide) des Erregers codieren. Hierzu werden „Nanopartikel“ verpackt in die Zellen gebracht – um Antikörper zu produzieren…vereinfacht ausgeführt 😉
Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag vor allem daran, dass RNA-Moleküle sehr schnell enzymatisch abgebaut werden. Als große Vorteile erachtet man aber ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und geringere Nebenwirkungen. Aufgrund der definierten Halbwertszeit von mRNA-Molekülen in vivo sei darüber hinaus die Dosierung so auch wesentlich leichter zu steuern.

Wissenschaftler/innen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) berichten in einer aktuellen Publikation, dass es bestimmte *Epitope gibt, die zwischen SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 unverändert erhalten sind. Das könnte bedeuten, dass Impfungen, die auf solche Epitope abzielen, „kreuz-protektiv“ wirken, also Schutz gegenüber ganz verschiedenen (!) Coronaviren und neu auftretenden Virusmutationen (!) vermitteln könnten. Ein großer Vorteil dieser „mRNA-Technologie“ besteht zudem darin, dass man das Molekül ohne tierische Zusätze herstellt und nur sehr geringe Mengen davon benötigt.
Anm.: *Epitope sind die Molekülabschnitte eines Antigens, die eine spezifische Immunantwort auslösen können. Gegen die Struktur *Epitope kann ein spezifischer Antikörper oder eine spezifische T-Zelle gebildet werden.

Allerdings ist man wohl zum Erfolg verdammt, denn „ohne einen SARS-CoV-2-Impfstoff werden wir nie wieder normal leben können“, resümiert der gerade wieder genesene COVID-19-Patient: Prof. Peter Piot, (*1949) belgischer Arzt und Mikrobiologe, der die renommierte London School of Hygiene & Tropical Medicine leitete.
Anm.: Prof. Dr. Dr. Peter Piot ist Arzt und Mikrobiologe und einer der Entdecker des Ebola‐Virus.
Er erforscht Infektionskrankheiten und Strategien dagegen. Er war früher Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen.


Kann der Impfstoff das Erbgut verändern?

Die mRNA des Impfstoffs gelangt „nicht“ in sämtliche Zellen des Körpers, sondern nur in diejenigen im Bereich der Einstichstelle im Muskelgewebe. Die mRNA gelangt dort auch nicht in die Nähe der DNA, denn diese befindet sich ja nur im „Zellkern“ . Doch selbst wenn sich beide treffen würden, dann könnte die RNA gar nicht ohne Weiteres in die DNA eingebaut werden. Sie unterscheiden sich chemisch viel zu stark voneinander.

Das Paul-Ehrlich-Institut sagt dazu: „Selbst wenn aber die Impfstoff-RNA in das Genom integriert würde (was wirklich kaum vorstellbar ist), dann wäre das Ergebnis, dass das SPIKE-Protein von der Zelle hergestellt und vom Immunsystem sofort als „Feind“ erkannt würde und dann die betroffene Zelle sofort abgetötet würde.“
Mit anderen Worten: Die wahrscheinlichste Wirkung des extrem unwahrscheinlichsten Falls wäre also nicht, wie oft befürchtet, eine Autoimmunkrankheit, sondern die erwünschte Impfwirkung. (!) 😉


Die Viren-Erbinformation kann keinesfalls in die menschliche DNA übergehen…

Da ist sich Prof. Dr. Leif Erik Sander (Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Berliner Charitè) ganz sicher – ein Übergang von Viren-mRNA in menschliche DNA ist nach bisherigem Erkenntnisstand praktisch ausgeschlossen: „Das ist eine Einbahnstraße“. Die mRNAs, die wir verabreichen, die erreichen unsere Zellen und dort gelangen sie an die sogenannten Ribosomen, wo dann die Eiweiße zusammengesetzt werden. Sie gelangen aber nicht in den Zellkern. Der Zellkern hat nochmals eine eigene Hülle und im Zellkern befindet sich unser Erbgut. Das heißt also, die mRNA kann überhaupt „niemals“ an diesen Ort im Zellkern gelangen.


GENETIK

KLEINER AUSFLUG IN DIE GENETIK: Das gesamte ERBGUT, die DNA (desoxyriboNucleic Acid) eines Menschen, steckt in unseren menschlichen Zellen. Der deutsche Fachbegriff DNS wird auch von uns benutzt, er steht für Desoxyribonukleinsäure steht.
DNA und RNA sind also DIE Schlüsselmoleküle des Lebens. Das ERBGUT ist gebündelt in jeder einzelnen Zelle (egal ob Muskel-, Herz- oder Gehirnzelle) und zwar in den 46 Chromosomen bei uns Menschen. Das Chromosomenpaar, das unser Geschlecht entscheidet, besteht dabei – wie wir sicher alle wissen – bei Frauen aus zwei XX-Chromosomen, bei Männern aus einem X- und einem Y-Chromosom.
Jedes einzelne Chromosom enthält diese DNA. Im Inneren der fadenförmigen Chromosomen befindet sich also nun die DNA. Vorstellen kann man sich die DNA wie eine in sich gewundene doppelte Leiter. Würde man diese „Leiter“ auseinanderziehen, so betrüge ihre Länge rund einen Meter achtzig. Die jeweils 23 Chromosomenpaare von der Mutter und vom Vater ermöglichen eine immer wieder völlig neue Durchmischung der Erbsubstanz. Die Chromosomen werden also bei jedem Kind ganz neu durchmischt.(Quelle: https://www.pharmgenetix.com/blog/dna/)


GENTECHNOLOGIE:

Weltweite Forschung und Entwicklung:

Auf Hochtouren arbeiten aktuell die Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit auf sehr unterschiedliche Impfstoffe hin. Mehrere Impfstoffprojekte werden von CEPI, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, auch „finanziell“ unterstützt wie z.B. CUREVAC (Tübingen).

Nun gibt es noch die neuen wichtigen

„Vectorbasierten“ Impfstoffe – die Basis bilden harmlose Viren…

Vektor-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 sind noch ziemlich neu. Sie sind einfacher herzustellen. Es gibt hier auch schon mit gutem Erfolg zugelassene Impfstoffe, etwa – wie unten erwähnt – u.a. gegen Ebola.

Vektor-Viren nur als Plattform: Der virale „Vektor“ kann sich im Körper nicht vermehren, simuliert aber eine Infektion und regt die Produktion von Antikörpern sowie zelluläre Schutzmechanismen im menschlichen Körper an. Bei Vektorimpfstoffen wird – wie gesagt – das Genmaterial für ein „Impfantigen“ in ein infektionsfähiges, gut bekanntes Trägervirus eingebaut, das dann als Impfstoff injiziert wird. Dieser Vektor dient als eine Art Genfähre, die genetisches Material in die Körperzelle einschleust.

Die Basis bilden harmlose Viren (z.B. Adenoviren = z.B. Schnupfenviren). Das Immunsystem reagiert auf dieses gebildete Fremd-Protein und bildet dagegen Abwehrstoffe (unter anderem Antikörper). Bei einem späteren Kontakt der geimpften Person mit SARS-CoV-2 erkennt das Immunsystem sofort die Oberflächenstruktur wieder und soll eine schwere COVID-19-Erkrankung verhindern und möglicherweise sogar die Weitergabe von SARS-CoV-2 von Mensch-zu-Mensch reduzieren.

„COVID-19-Vektorimpfstoffe enthalten also in ihrer Erbinformation ungefährliche Teile des Erbmaterials von SARS-CoV-2, vor allem den „Bauplan“ für das Spikeprotein oder für einen Teil davon“, heißt es in einer Information des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Berlin. Dass der MVA-Vektorimpfstoff (MVA=Modifiziertes Vaccinia-Virus Ankara) gegen SARS-CoV-2 die gewünschten Immunantworten und eine deutliche Schutzwirkung zeigt, konnte bereits in „präklinischen“ Modellen der Universitäten Marburg und München gezeigt werden.

Um es nochmals zu verdeutlichen: Diese etwas andere – auf Gentechnik basierende – Strategie zur Impfstoffentwicklung besteht darin, in ein für den Menschen ungefährliches Virus – ein sogenanntes Vektor-Virus – DAS BESTIMMTE GEN für die „Produktion“ eines Antigens gegen einen gefährlichen Erreger einzufügen. Das so entstandene Virus ist weiterhin harmlos, denn für eine schwere Infektion fehlen ihm völlig die übrigen gefährlichen Erreger-Gene. Wird ein Mensch damit geimpft, führt das zu einer sofortigen Immunreaktion gegen das fremde Antigen, die den Körper vor dem Erreger schützt, von dem es stammt. Mehrere Impfstoffe gegen Ebola und ein Dengue-Impfstoff basieren bereits schon lange auf diesem schon oft erprobten Prinzip ohne Probleme.

„Vektorimpfstoffe“ sind eine klassische Plattformtechnologie: Wenn einmal ein geeignetes Trägervirus eta­bliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine entwickeln. Wenn der Impfstoff gegen Ebola gerichtet sein soll, wird dem Vektorvirusgenom ein Ebola-Gen zugefügt, bei SARS-CoV-2-Impfstoffen ist es dann entsprechend ein Gen des Coronavirus usw.

„Virale Impfvektoren“ sind also immer so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der menschlichen Zielzelle integrieren können, um das Risiko einer Mutagenese durch die Impfung zu „minimieren“. Sie vermehren sich nur für eine eng begrenzte Zeit in der geimpften Person, bis sie durch das körpereigene Immunsystem kontrolliert und wieder sofort eliminiert werden.

Zusammenfassung aus der Klinischen Forschung… Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen: Impfstoffe – basierend auf viralen Vektoren – sind nun eine absolut vielversprechende Alternative zu den „klassischen“ Impfstoffen, besonders für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.

NEUER VEKTOR-IMPFSTOFF in Planung: Der „NonReplicating Viral Vector“ = neue Impfstoff-Erprobung (= „Adenovirus“ Type 5 Vector): …an dem auch „China“ gearbeitet hatte) ist da zur Zeit weltweit zur Erprobung vorhanden.

RUBRIK: „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren – wie unten erwähnt – sind in der „Forschung“ derzeit immer noch führend – z.B.: Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz), das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München) u.v.m.


Man habe schon einige Erfahrung mit der Forschung zu anderen früheren Coronaviren…

HISTORISCHES: Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek: „Wir profitieren im Fall der Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen davon, dass wir schon länger bereits Erfahrung mit den älteren MERS-Impfstoffen haben„, erklärt der Biochemiker. MERS ist eine Krankheit, die durch andere Coronaviren ausgelöst wird. Sie wurden 2012 entdeckt.
Seitdem versuchen Forscher, einen MERS-Impfstoff zu entwickeln. Nun können Wissenschaftler darauf aufbauen, um ein Mittel gegen das neue Coronavirus zu finden und konnten sich so mehrjährige Forschungsarbeiten sich sparen.
„Grundsätzlich seien in den vergangenen Jahren mehrere sogenannte „Plattform-Technologien“ für Impfstoffe entwickelt worden, “ sagt Rolf Hömke, Sprecher für Arzneimittelsicherheit beim Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) in Berlin. „Diese würden es erlauben, Impfstoff-Prototypen schnell an einen neuen Erreger anzupassen“…so Hömke.


WELCHE IMPFSTOFFE werden derzeit noch weiter erforscht?

VEKTOR-IMPFSTOFFE – z.B. Totimpfstoffe

Als Virale Vektoren werden gezielt veränderte „Viruspartikel“ bezeichnet, die in der Gentechnik dafür verwendet werden, genetisches Material in Zielzellen zu schleusen. Dies können Zellen eines lebenden Organismus oder aber auch Zellen einer Zellkultur sein.

Unternehmen und Forschungsinstitute arbeiten auf „unterschiedliche“ Impfstofftypen hin. Im „klassischen“ Ansatz enthält eine Vakzine als Antigen „inaktivierte“ Viren (Totimpfstoff) oder abgeschwächte Viren (attenuierte Impfstoffe), virale Proteine oder auch Impfviren mit „aufgepflanzten“ SARS-CoV-2-Hüllproteinen. Sie lösen die Immunreaktion mit Bildung von Antikörpern und T-Zellen aus.

Wie oben erwähnt – Beispiel Vektor-Impfstoff: Ein Vektorimpfstoff wurde bereits schon früher erfolgreich bei der Pockenimpfung eingesetzt. Die Pocken gelten heute offiziell als „ausgerottet“.

Totimpfstoffe“ enthalten also generell abgeschwächte, inaktivierte oder abgetötete Viren oder Bakterien…
Das ganze Material „inaktivierter“ Sars-CoV-2- Viren wird hierbei verwendet. Viele unserer bekannten Impfstoffe (z.B. Keuchhusten, Tetanus) beruhen auf diesem Prinzip. Diese unsere neueren Impfstoffe werden derzeit in China und Indien (Serum Institute) produziert. Ein neuer Impfstoff dieser Art ist dort bereits schon für das „Militär“ zugelassen.

NEU: Modified-Vaccinia-Ankara-Virus „in Planung“
MVA-VEKTOR (Uniklinik Hamburg)

*MVA-VIRUS: Bei dem neuen Impfstoffkandidaten handelt es sich – wie oben schon berichtet – um einen  Vektorimpfstoff auf Basis eines „modifizierten“ Pockenvirus (Ankara) mit stark „verminderter“ Virulenz (!)
Nach den guten Daten aus der Phase-I und II-Studie soll sich im vierten Quartal 2020 nun eine Phase-II-Studie mit 600 Probanden anschließen, berichtete Addo… (Anm.: Marylyn Addo: Sie leitet die Infektiologie des Uniklinikums Hamburg). Eine Phase-III-Studie mit mehr als 20.000 Teilnehmern sei für 2021 geplant.

(*Modified-Vaccinia-Ankara-Virus = MVA).

An deutschen Zentren wird hier mit Hochdrucke ein MVA-basierter Impfstoff: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA) entwickelt, dies ist – wie oben schon erwähnt – ein attenuiertes „Pockenvirus“, das nun zu Impfzwecken (VEKTOREN) verwendet werden soll.
Ein abgeschwächtes Virus wird „genetisch“ immer so modifiziert, dass es auf seiner Zellmembran das Spike-Protein“ (des Sars-CoV-2-Erregers) bildet. 
Für ihren möglichen neuen Vektorimpfstoff “Adenovirus“ Type 5-Vector nutzen nun auch das chinesische Impfstoffunternehmen CanSino Biologics und das Beijing Institue of Biotechnology (Pekinger Institut für Biotechnologie) diesen ganz bestimmten (replikationsdefekten) also nicht mehr (oder sehr stark abgeschwächten) virulenten „Adenovirus“. SIC!

WICHTIG: Bei der Entwicklung ihrer Covid-19-Vakzine konnten die Forscher schon – wie beschrieben – also auf ausreichend „Erfahrungen“ mit einem Impfstoff gegen das MERS-Coronavirus zurückgreifen, der auch ebenfalls auf einem MVAVEKTOR beruht.


VEKTOR-IMPFSTOFFE – z.B. sind Lebend-Impfstoffe und zur Zeit noch überwiegend in der Forschung

An einem solchen Vakzin forscht derzeit auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung.
Bei mehreren weltweiten Projekten – wie oben beschrieben – (z.B.: unter anderem: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (* DZIF) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE sowie Janssen Johnson & Johnson- und die Oxford University (UK) / Pall Life Science / Cobra Biologics) – die demnächst eine Zulassung ihres Impfstoffes durch die EMA wohl erhalten werden.
Hier dienen ebenso gut bekannte, „harmlose“ Viren als Ausgangspunkt der Forschung (ODER aber auch als Totimpfstoffe mit Virusproteinen), Es gibt mehrere Forschungs-Projekte, die auf „Impfstoffe mit Virusproteinen“ abzielen.

Anm.: * DZIF = Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) ist ein deutschlandweiter Forschungsverbund, welcher der Prävention, Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten dient. Mehr als 500 Ärzte und Naturwissenschaftler arbeiten hier an neuen Methoden zur Prävention. 35 DZIF-Forschungseinrichtungen arbeiten derzeit gemeinsam gegen die weltweite Bedrohung durch Infektionskrankheiten.


„Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren

Auf der „Gentechnologie“ basiert auch dieses weitere Prinzip der „Impfstoff-Forschung“:
Das Immunsystem des Geimpften reagiert darauf sofort mit der Bildung von Antikörpern, die dieses Protein erkennen und so z.B. ein Coronavirus abwehren können.

Bei dieser Methode werden – wie gesagt – also harmlose Viren (z.B. Adeno-Viren) mit Sars-CoV-2-Proteinen bestückt und quasi als „Träger“ (lateinisch: vector) genutzt. Die Impfung gaukelt sozusagen dem Körper eine Coronavirus-Infektion vor, der daraufhin sofort einen Immunschutz aufbaut. Bei mehreren Projekten dienen vor allem diese schon gut bekannte Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise auch das Virus aus dem Masernimpfstoff. Auch eine Ebola-Impfung basiert – wie oben erwähnt – z.B. genauso auf dieser Technologie.
Anm.: Adenoviren sind DNA-Viren, die z.B. unter anderem harmlose Erkältungen (z.B. Schnupfen) auslösen können. Man unterscheidet DNA-Viren (wie Herpes-, Pocken- oder Adenoviren) und RNA-Viren (wie Grippe-, Hepatitis-, Masern-, Corona- und HI-Viren).

WIE OBEN SCHON ERWÄHNT und um es nochmals zu betonen, ist es WICHTIG zu wissen:
Virale Impfvektoren sind in der Regel so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der Zielzelle integrieren, um das Risiko einer „Insertions-Mutagenese“ durch die Impfung zu minimieren. Sie vermehren sich also nur für eine sehr eng „begrenzte“ Zeit in der geimpften Person, bis sie durch das Immunsystem kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ werden.

DER MENSCH WIRD ALSO NICHT UMPROGRAMMIERT…WIE ES IN VIELEN „FAKE-NEWS“ HEISST!

Diese Impfstoffe – basierend auf viralen „Vektoren“ – sind nun eine vielversprechende Alternative zu „klassischen“ Impfstoffen, besonders z.Zt. für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die zur Zeit eben noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.


Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes braucht diese Zeit…

Die „Entwicklung“ eines neuen Impfstoffes gegen diese neue Sars-ähnliche „Lungenkrankheit“ läuft derzeit weltweit auf Hochtouren…Der neue Corona-Erreger (SARS-CoV-2) habe 70 Prozent Ähnlichkeit zur DNA-Sequenz des alten „SARS-Erregers“, heißt es in einem Fachartikel im «International Journal of Infectious Diseases». Aber leider nur 70 Prozent…

„SARS-CoV-2“ ist dieselbe Virusart, nur eben in einer anderen ebenso gefährlichen Variante«, erklärte Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin…..


Vektor-Impfstoffe… DNA oder RNA – alles Botenmoleküle

Zusammenfassung: Wie oben schon erwähnt, bestehen Vektorimpfstoffe aus (für den Menschen) harmlosen Erregern, den sog. Vektoren, die ein oder mehrere Moleküle (Antigene) des Krankheitserregers tragen. Es wird z.B. ein Molekül aus der Virushülle des Vektors gegen ein Molekül aus der Hülle des Krankheitserregers ausgetauscht. Bei diesen Veränderungen des Vektors wird streng darauf geachtet, dass seine Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt erhalten bleibt.


DNA oder RNA: „Genbasierten Impfstoffe“ enthalten „reine genetische“ Information in Form von DNA oder mRNA des Corona-Virus. „Einzelteile“ der Erbinformation von Erregern werden – in Nanoteilchen verpackt – in Zellen eingeschleust. Sind die Impfstoffe dann im Körper, werden sie dort Virusproteine bilden, die ungefährlich sind und den wichtigen Immunschutz aufbauen.

Es handelt sich z.B. also bei der mRNA um ein Botenmolekül, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und vom Körper schnell abgebaut wird. Eine Veränderung des Erbguts, d.h. eine Beeinträchtigung der Keimzellen (Eizellen bzw. Spermien), kann damit nicht stattfinden.

Alle diese theoretisch möglichen, aber praktisch nicht beobachteten Effekte beziehen sich auf einige wenige Zellen im Körper, nicht auf das gesamte Erbgut des Geimpften. Zudem vermehrt sich die Anzahl der DNA- bzw. RNA-enthaltenden Körperzellen nicht.

Die Behauptung, dass DNA- oder RNA-Impfungen das Erbgut eines Menschen, also seine Keimbahn verändern, ist daher falsch.

Das Helmholtz-Zentrum in München weist darauf hin, dass nur sehr wenige Viren überhaupt ein dafür nötiges Enzym mitbringen. „Es gibt eigentlich nur HIV, HTLV und HBV (HBV ist das Hepatitis-B-Virus und HTLV das Humane T-Zell-Leukämie-Virus), die überhaupt eine „Reverse Transkriptase“ haben.“ Das Enzym sei vor allem im Viruskapsid aktiv, der Hülle um die Viruserbinformation. Weil Sars-CoV-2 aber eine sehr lange RNA habe, sei da gar nicht genug Platz für die Umwandlung in DNA.

Hierzu gibt es auf der nächsten Seite – noch einige interessante Details aus den Forschungs-Gruppen. Dort werden auch die weiteren aktuellen Impfstoffobjekte (Erfolge versus Misserfolge) beschrieben.



Bleibt als Fazit: „Genbasierte“ Vakzine (mRNA) und Lebendimpfstoffe mit „Vektorviren“ gelten zur Zeit als heiße Kandidaten gegen SARS-CoV-2. Dazu später mehr…


Sicherheits-Risiken?

Für alle Skeptiker: Man kann es nicht oft genug betonen:
An sich kann die messenger RNA sich weder ins Erbgut einbauen, noch länger in der Zelle überdauern, mRNA wird abgelesen und dann vom Körper sehr schnell abgebaut, daher was das betrifft – sehe man keine Risiken. 


>>> Die Forschung in der Coronakrise ähnelt immer noch dem Wettlauf um die erste Mondlandung.


„Der Wettlauf mit der Zeit“: Es braucht eben doch unbedingt diese 7 Stufen…
Impfstoffentwicklung :

Jedes Projekt für einen Covid-19-Impfstoff umfasst „sieben“ Stufen, von denen einige parallel ablaufen: 1. Analyse des Virus / 2. Impfstoffdesign / 3. Tier-Erprobung / 4. Erprobung mit Freiwilligen in drei Phasen / 5. Zulassungsverfahren / 6. Impfkampagnen / 7. Großproduktion.

Bis vor wenigen Jahren hätte man „von der Virusanalyse bis zur Zulassung des Impfstoffs“ mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren machen heutzutage jedoch eine enorme Beschleunigung möglich.


VORTEILE von – mRNA-, DNA- und Vektor-Impfstoffen

mRNA-Impfungen versprechen ein besseres Sicherheitsprofil:
Ein Vorteil gegenüber den DNA-Impfstoffen liegt darin, dass RNA-Impfstoffe nicht in den Zellkern von Zellen gelangen müssen, um in Protein umgewandelt zu werden. DNA-Impfstoffe müssen dies, da DNA im Zellkern zu RNA umgewandelt wird und RNA zu Protein außerhalb des Zellkerns.

FORSCHUNG: Als weiteres „Plus“ gilt, dass die übertragenen Gene mit dem natürlichen Abbau der Zellen sofort wieder aus dem Körper verschwinden, während die Impfwirkung bleibt.
Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag aber vor allem daran – wie schon erwähnt – dass RNA-Moleküle sehr schnell enzymatisch wieder abgebaut werden.

Als Vorteile erachtet man also – wie gesagt – ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und auch „geringere Nebenwirkungen“. Derzeit arbeitet die Forschung der Pharma-Industrie weltweit an DNA-Impfstoffen vor allem auch gegen etwa zwanzig andere schwere Krankheiten, darunter Aids, Hepatitis B und C, Tollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom. Siehe Näheres hierzu im folgenden Link.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214122/Genbasierte-Impfstoffe-Hoffnungstraeger-auch-zum-Schutz-vor-SARS-CoV-2

DIE FORSCHUNG „Genbasierte Impfstoffe“ (mRNA) – und erfolgreiche Firmen

Diese „neuen“ Impfstoffe (in Erprobung) enthalten also – wie oben ausführlich beschrieben „ausgewählte“ Virus-Gene in Form von „mRNA (Boten-RNA) bzw. DNA. Diese sollen den Körper zur Herstellung von Virusproteinen anregen. Bei der Impfung werden erstmals keine fertigen Bestandteile eines Erregers mehr verabreicht, sondern lediglich die „Baupläne“ dafür. Diese mRNA-, DNA- und Vektor-Impfstoffe unterscheiden sich in der Art der genetischen Information und „wie“ diese in die Zellen gelangt. Sie bestehen aus RNA-Molekülen, also kurzen Abschriften des Erbguts. 
„Diese Metho­de ist so extrem neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgend­eine Krankheit“, sagte Hömke (vfa) noch im Juni 2020…das hat sich nun zum Jahresende ja zum Positiven hin geändert….

Große Hoffnungen setzt man also derzeit deshalb in diese RNA-Impfstoffe. Wie das „Science Media Center“ schreibt, könnten sich RNA-Impfstoffe womöglich besonders als Pandemie-Impfstoffe sehr gut eignen. Sie ließen sich im Vergleich zu konventionellen Impfstoffen auch zudem sehr viel schneller und in erheblich größeren Mengen herstellen.

mRNA-Impfstoffe bieten so also nun anerkannt viele Vorteile: Die RNA-Methode ist wohl der bisher zudem auch schnellste Weg zum Impfstoff: Diese neuartigen Impfstoffe gehen unkonventionell vor: Die Wissenschaftler wollen lediglich – wie erwähnt – nur den „Bauplan“ verabreichen:

Die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 enthält also sogenannte virale messenger RNA (mRNA), im Grunde genommen also das Virus-Erbgut, welches die Informationen für „Bestandteile“ des tatsächlichen Virus trägt. (Focus-online)

Die Impfstoffe werden im Labor künstlich hergestellt und enthalten eine präzise Bauanleitung für erregerspezifische Antigene. Das sind die für den jeweiligen Erreger typischen Eiweißstoffe, die eine Immunreaktion im Körper provozieren und gegen das Virus unseren menschlichen Körper immun machen.



IMPFSTOFF-NEBENWIRKUNGEN?

Die Firma Biontech aus Mainz gehört zu den ersten Firmen, die einen Corona-Impfstoff auf dem Markt bringen. Die folgenden Nebenwirkungen sind bereits bekannt.

Ähnlich wie die Nebenwirkungen einer regulären Grippeschutzimpfung sind es meist die Üblichen::
Bei den Testpersonen gaben knapp 4 Prozent Müdigkeit und Erschöpfung als Nebenwirkung an, 2 Prozent bekamen nach Verabreichung der zweiten Impfdosis auch Kopfschmerzen.


Dezember 2020: Nach kürzlich erfolgter britischer Erprobung bei schon zugelassenem Impfstoff in England seien zweimal vermehrt Allergien aufgetreten, daher werde vor einer Impfung nur bei immunsuppressiven Erkrankten und bei schwer erkrankten Allergikern (Anaphylaxie) gewarnt.


Der Pharmastandort Deutschland könnte durch „Impfstoff-Erfolge“ nun doch deutlich wieder stärker werden.


Wissenswertes: Doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure (= DNA – die sogenannte Doppelhelix)

mRNA= messenger-Ribonukleinsäure:

Die mRNA oder auch Boten-RNA (engl. messenger RNA) kopiert die – in einem Gen – auf der DNA liegende Information. Vom Aufbau her ist die RIBONUKLEINSÄURE: = RNA der DNA sehr ähnlich. RNA-Moleküle sind aber – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA (die sogenannte Doppelhelix) – in der Regel einzelsträngig…(!)


SO FUNKTIONIERT ES:

DER NEUE „mRNA-Impfstoff“: Der Botenstoff, der unserem Körper zeigt, wie es gehen soll:

Wie oben schon erwähnt, sind mRNA-Impfstoffe also völlig anders:
Injiziert wird kein richtiger Virus oder Teile davon, sondern eine ganz spezifisch entwickelte Boten-RNA = Ribonukleinsäure. Sie enthält einen Code – oder genauer: Eine genaue „Bauanleitung“ zur Herstellung von den wichtigen Antigenen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der genetische Code des bestimmten Virus auch entziffert ist.
Das Immunsystem übernimmt dann den Rest: Das von der Körperzelle produzierte Antigen wird von den Immunzellen erkannt; diese bauen sofort einen Schutz auf. mRNA-Impfstoffe sind rein synthetisch. Die RNA wird aus einem Template (Schablone) von DNA gewonnen und kann so per Computer in die ganze Welt verschickt werden. Um für eine Versuchsreihe eine entsprechende Impfstoffcharge herzustellen, brauchen die Forscher momentan nur noch rund eine Woche.
..


Wie funktionierte denn bisher die klassische Impfstoff-Entwicklung?

Die bisherige „klassische“ Impfstoffherstellung unterliegt ganz stark den Gesetzen der Biologie. Die Viren müssen zunächst erst identifiziert, abgeschwächt oder abgetötet werden. Sie müssen vermehrt und aufwändig gereinigt werden. All das lässt sich nur bedingt beschleunigen….das dauert immer mehrere Jahre…

Die Herstellung etwa einer einzelnen z.B. Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff-Dosis dauert z.B. bis zu zweieinhalb Jahren. Kein Wunder: Insgesamt sind rund 580 Arbeitsschritte notwendig. Das fertige Antigen wird injiziert; das Immunsystem baut als Reaktion einen Impfschutz auf. So war es also bisher… das Procedere braucht seine Zeit, um auch wirklich sicher zu sein…



Man weiß heutzutage immer noch viel zu wenig – wie unser Immunsystem überhaupt in diesem oder jenem Falle exakt bei COVID-19 reagiert.

Es gibt aber auch hier ein zusätzliches Problem: Wir wissen vor allem aber auch noch nicht, wie zuverlässig und langanhaltend bzw. ob überhaupt eine „Immunität“ nach einer COVID-Infektion länger besteht: In einer in „Nature“ erschienenen Studie (18.06.2020) wurden Personen untersucht, die asymptomatisch mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Ihre virusspezifischen IgG-Spiegel waren deutlich „niedriger“ als bei einer „symptomatisch“ erkrankten Vergleichsgruppe: Das heißt aber noch nicht, dass keine Immunität vorliegt, denn bei fast allen Personen wurden spezifische Gedächtniszellen gefunden. Das alles wird nun die Forschung erst in ferner Zukunft genauer erfahren.

Vielleicht ist es so wie bei der Virus-Grippe? Danach wird man ja auch nicht immun und muss sich jedes Jahr immer von neuem impfen lassen…

Ob das auch alles so funktioniert? Abwarten… Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser… Man soll sich nur auf das verlassen, was man selbst oder ein ausgewiesener Experte nachprüfen konnte.


Das Strategiepapier der vier Fachgesellschaften:
Bei Interesse nachzulesen unter: https://www.kbv.de/html/48910.php

25.11.2020: „Die Fallzahlentwicklung der zurückliegenden Wochen hat deutlich gemacht, dass die inzidenzbasierten, regional umgesetzten Maßnahmen nicht ausreichend waren. Eine deutliche Trendumkehr des Infektionsgeschehens wurde nicht erreicht.“
Mit dieser Zusammenfassung der aktuellen Lage beginnt das Strategiepapier der vier Fachgesellschaften:
Experten von vier Fachgesellschaften haben sich also zusammengesetzt und ein gemeinsames Positionspapier verfasst. Daran beteiligt waren:
die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie
die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin
die Deutsche Gesellschaft für Public Health und
die Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie


Noch lange ist der „Berg“ nicht erklommen…

Auch wenn effektive Impfstoffe in naher Zukunft zur Verfügung stehen sollten, können diese zunächst nur einen „Baustein“ der Infektionskontrolle darstellen. Die umfassende Immunisierung der Bevölkerung wird auch unter optimalen Bedingungen viele Monate erfordern. Bis eine effektive Immunisierung der Bevölkerung durch Impfung erreicht ist, bleiben NICHT pharmazeutische Interventionen (z. B. Kontaktreduktion, Abstandsgebote, Hygienemaßnahmen und mehr) in allen gesellschaftlichen Bereichen die einzige Option, um
die Bevölkerung effektiv zu schützen.

Weder der ausschließliche Schutz von Risikogruppen noch das passive Zuwarten auf hinreichende Durchseuchung der Gesamtbevölkerung (Herdenimmunität) stellen praktikable
oder ethisch vertretbare Alternativen dar – zumindest nicht auf Dauer…

Die Forscher arbeiten derzeit schon für die Zukunft:

Besser vorbereitet auf den demnächst neuesten „SARS-CoV-3“…

Die Viren bleiben uns jedenfalls für immer erhalten…

„Mit unseren Ergebnissen haben wir nun eine breite Basis gelegt, um künftig genau zu verstehen, wie das jetzige SARS-CoV-2 das Infektions-Geschehen steuert. Wissenschaftlich war das von uns allen hier ein gewaltiger, sehr arbeitsintensiver Kraftakt“, sagt Prof. Harald Schwalbe vom Zentrum für Biomolekulare Magnetische Resonanz der Goethe-Universität Frankfurt.

Viren mutieren ständig, sind wir gerüstet für künftige „SARS-CoV-3“?

Das Potenzial der Entdeckungen geht über neue Behandlungsoptionen für Infektionen mit SARS-CoV-2 hinaus, davon ist Schwalbe überzeugt: „Die Steuerungsregionen der viralen RNA, deren Struktur wir untersucht haben, sind zum Beispiel bei SARS-CoV-2 fast identisch und auch bei den anderen Beta-Coronaviren sehr ähnlich. Daher hoffen wir, dass wir einen Beitrag dazu leisten konnten, auch auf künftige ‚SARS-CoV-3‘-Viren besser vorbereitet zu sein.“


IMPF-SKEPSIS

EIN KURZES NACHDENKLICHES STATEMENT ZU DEN NEUEN IMPFSTOFFEN und den Skeptikern…

Es ist eines der beliebtesten Argumente all jener Menschen, die sich nicht impfen lassen oder öffentlich Zweifel an den Corona-Impfungen schüren wollen: Ach…wir wissen doch alle noch viel zu wenig über mögliche Langzeitfolgen einer Impfung…: Was wir aber wissen, sind die teilweise lebensbedrohenden Folgen einer Coronavirus-Infektion…

Was hilft? Innehalten. Durchatmen. Nachdenken… seelisch fit bleiben – auf sich und die Nächsten aufpassen… achtsam sein.

Was passiert ungeimpft?Wenn ich mich infiziere – ALSO DER VIRUS SCHON IN MEINEM KÖRPER IST – hat der Körper es mit deutlich mehr DNA, RNA und sonstigen Virusbestandteilen in ALLEN Körperzellen zu tun, da frage ich mich, was besser ist…. “ Bei einer Erst-Infektion nämlich injizieren die Viren sofort eine RNA in unsere Körperzellen, die den gesamten Bauplan (!!) für ein Virus enthält. Die befallenen Körperzellen setzen massenhaft neue, komplette Viren frei, die den Körper überschwemmen, noch bevor eine Immunantwort erfolgen kann. Die Körperzellen selbst gehen dabei zugrunde, Organversagen oder zumindest Organschäden sind oft die Folge der reaktiven Entzündungen. Ganz ehrlich, da zu fragen, was besser ist, Impfung oder Infektion, ist wie der bekannte Ritt auf der Kanonenkugel...

Meine Empfehlung ist PRO Impfung, genau WEIL die RNA nicht weiterwandert und WEIL nur die lokalen Zellen am Impf-Ort (Muskel) reagieren usw….

DER IMPFSTOFF: Die „RNA“ besteht aus genau den Nukleotiden, die zum Aufbau der Struktur-Proteine (Spike-Proteine) an der Oberfläche des Corona-Virus erforderlich sind. Die RNA selbst ist sehr instabil, deshalb wird sie bei einem Impfstoff auch in sog. Stabilisatoren (Polyethylenglykol, Nanopartikel) eingebettet und so stabilisiert. Die RNA wird nicht „von Zelle zu Zelle“ weitergegeben, der RNA-Strang wird in eine Körperzelle eingeschleust und verbleibt dort nur sehr kurz, bis er (oft sehr schnell) wieder abgebaut wird.
Bei der Erst-Impfung wird nur eine relativ geringe Menge m-RNA verabreicht. Die dadurch produzierten Corona-Spikes reichen aber für die Induktion einer Immunantwort zunächst aus. Die immunologische Antwort durch Produktion von Antikörpern wird aber erst nach der Zweit-Impfung so weit geboostert, dass erst dann ein Voll-Schutz für den Menschen erzielt wird.

Anm.: Booster = Verstärkung: Wichtig für unser „Immun-Gedächtnis“: Als Boostereffekt (Erinnerungsreaktion, Sekundärantwort) bezeichnet man eine verstärkte und beschleunigte Antwort des Immunsystems bei erneutem Kontakt mit einem Antigen. Das geschieht aufgrund der Bildung von sogenannten Gedächtniszellen (memory cells) bei der Erst-Reaktion des Immunsystems (beispielsweise bei einer Infektion oder einer Impfung) auf ein Antigen. Bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Antigen – sei es durch eine erneute Infektion oder eine erneute Impfung –, kommt es zum sogenannten sog. Boostereffekt: Die Gedächtniszellen erkennen das Antigen sofort wieder und können so viel schneller reagieren, um das Antigen zu neutralisieren oder zu zerstören.

ALLES GEHE HIER VIEL ZU SCHNELL?
NEIN- Keinesfalls: Das Prinzip der m-RNA-Immunisierung ist ja nicht erst seit gestern bekannt, das wurde schon zur Zeit von SARS-CoV-1 oder MERS im Jahr 2010 entwickelt. Der Rückgriff auf diese bereits bekannten Wirkprinzipien trug übrigen ebenfalls zur beschleunigten Entwicklung des Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 bei.

Warum gibt es die Zulassung denn nun plötzlich so schnell? Dass die verkürzte Zulassungsprozedur überwiegend auf einer Beschleunigung „bürokratischer“ Verfahren beruht, wird einfach nicht klar genug kommuniziert. Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung während der Zulassungsphasen I-III können und dürfen jedenfalls NICHT verkürzt werden, und deshalb sind Impflinge auch keine „Versuchskaninchen in einem großen Feldversuch“.

Es herrscht allgemeine Skepsis? Man kann nicht von allen Ärzt*innen und Pflegekräften erwarten, dass sie noch über alle grundlegenden Kenntnisse in Molekularbiologie und Immunologie verfügen – wie sie es vielleicht früher einmal gelernt haben, um den Wirkmechanismus eines m-RNA-Impfstoffs zu verstehen. Wem bitte sind denn noch die Mechanismen der Proteinbiosynthese – aus dem Studium – im Detail gegenwärtig? Weiß man denn noch alles über DNA-Struktur, Basenpaarung, Nukleotid-Aufbau und über die Bedeutung der Messenger-RNA? Und was macht die Transfer-RNA unserer Körperzellen, wenn sie einzelne Strukturproteine des Corona-Virus synthetisiert, aber keinesfalls ganze Viren? Solche Kenntnisse sind aber unbedingt erforderlich, um z.B. wirklich zu verstehen, dass ein m-RNA-Impfstoff eben „keine“ Veränderungen des menschlichen Genoms verursachen kann oder eine Vervielfältigung kompletter Viren, die dann Körperzellen massenhaft „kapern“.

Der irrige Gedanke vom Corona-Leugner, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich weniger gefährlich wäre, als die eventuellen Nebenwirkungen einer Impfung. Das könnte für ihn ein tödlicher Irrtum sein...

Medizinische News: PAUL-EHRLICH-INSTITUT (PEI)

07. Januar 2021- Corona-Impfung – PEI: Kein generell erhöhtes Risiko bei Allergikern (!)
Empfehlung des PEI:

So gab es bisher in den USA (pro einer Million Impfungen) insgesamt 11 bestätigte Fälle einer anaphylaktischen Reaktion. Dies seien zwar mehr Fälle als bei Grippeimpfungen (1,3 Fälle pro einer Million Impfungen), doch handele es sich immer noch um eine äußerst seltene Nebenwirkung, erklärt Dr. Nancy Messonnier MD. Sie ist eine amerikanische Ärztin, die als Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen an den Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten fungiert. Sie arbeitet in der US-Gesundheitsbehörde CDC an der Reaktion auf die COVID-19-Pandemie in den USA. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung)

Vermutlicher Auslöser von Allergien könnte – wie schon hier vermutet – ein Hilfsstoff der Impfung sein: Polyethylenglykol (PEG). Beschichtung der Partikel mit dem stark hydrophilen Polyethylenglycol (PEG).

Es besteht auch in der EU (nach derzeitigem Kenntnisstand) keine Kontraindikation für Allergikerinnen und Allergiker oder Menschen mit Anaphylaxien (= akute, allergische Reaktion des Immunsystems) in der Vorgeschichte. Sie können sich mit dem derzeit verfügbaren „Comirnaty“ Impfstoff gegen Covid-19 impfen lassen.
In der Zulassungs-Studie der Hersteller Pfizer und BioNTech traten sehr selten überhaupt allergische Reaktionen bei 0,63 Prozent der Probanden der Impfstoffgruppe auf, im Vergleich zu 0,51 Prozent in der Placebogruppe. Allerdings waren Patienten mit schweren Allergien von dieser Studie ausgeschlossen (www. aerztezeitung.de vom 23.12.2020)


Echte Kontraindikationen sind dagegen eine bekannte Allergie auf spezielle „Inhaltsstoffe“ des Covid-19-Impfstoffs (wie z.B. PEG) sowie eine allergische Reaktion auf die erste Dosis. Dann sollte die zweite Dosis nicht geimpft werden. Grundsätzlich soll jede Person entsprechend der europäischen Fachinformation nach der Impfung mindestens 15 Minuten vor Ort beobachtet werden. Für den Fall einer schweren (pseudo)allergischen Reaktion wie einer Anaphylaxie sollte immer eine angemessene medizinische Behandlung in der Impfstation bereitstehen.( Anm.: PEG (Polyethylenglykole) wirken als Emulgator),

Kontraindikationen zur Impfung?

Noch unklar ist weiterhin, ob Menschen mit Vorerkrankungen wie „Blutungsneigungen“ und „Immunschwächen“ geimpft werden können. Der Grund: Sie wurden in den Impfstoffstudien nicht berücksichtigt und es gibt keine Belege darüber, wie sie die Impfung vertragen.

Totimpfstoffe und auch Lebendimpfstoffe können grundsätzlich ohne Einschränkung, auch bei den meisten Autoimmunkrankheiten und chronisch entzündlichen Erkrankungen (ohne immunmodulierende Therapie) verabreicht werden. Es besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen durch Impfstoffe. Bei Unsicherheiten fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker…

Kontra-Indikation, die AUSNAHME:
NUR während einer Therapie mit immunmodulierenden Substanzen
(z.B. Cortisontherapie) sollten Patienten mit z.B. Autoimmunkrankheiten und anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden, da die Gefahr zum Teil schwerer Komplikationen besteht. Nur bei geringgradiger Immunsuppression z. B. durch niedrig-dosierte Glukokortikoide kann eine Lebendimpfung erwogen werden. Bei einigen Immunsuppressiva sind Lebendimpfungen in der Fachinformation als kontraindiziert beschrieben.
Anm.: Zu den immunmodulierenden Substanzen (kurz IMiDs für den englischen Begriff: Immunomodulatory Drugs) gehören z.B. neben Thalidomid auch die neueren Substanzen Lenalidomid und Pomalidomid. Körperfremde Immunmodulatoren sind z. B. Extrakte aus Echinacea purpurea oder Echinacea pallida, Medizinalhanf. (Quelle: pharmazeutische-zeitung.de)


Autoimmunerkrankungen?

Bei Autoimmunerkrankungen ist das eigene Immunsystem defekt. Liegt eine Autoimmunerkrankung vor, kann das Abwehrsystem nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Es gibt verschiedene Mechanismen zur Stimulierung einer Autoimmunerkrankung durch Pathogene, die derzeit diskutiert werden. Bei bestimmten genetisch veranlagten Personen könnte es also bei einer Impfung vorkommen, dass das Immunsystem nicht nur das „Spike-Protein“ als fremd erkennt, sondern auch strukturell ähnliche körpereigene Aminosäuresequenzen.
Wenn das körpereigene Abwehrsystem fehlgeleitet ist, reagiert es dann vielleicht auch völlig anders gegen mRNA-Impfstoffe? Vieles ist hier noch völlig ungeklärt...

https://www.coliquio.de/news/medizinische-news-100/allergie-impfung-100

BEKANNT WURDE KÜRZLICH IN ENGLAND:
NW: Allergien…beim neuen Impfstoff von Biontech? So war man sich hier wohl bewusst, dass man mit RNA-Impfstoff, wie eben diesem von Biontech, Allergien provozieren kann.
Bei anaphylaktischen Schock-Reaktionen in der Anamnese wird von der Impfung gegen Corona mit der Vakzine COMIRNATY „BNT162b2“ von BioNTech/Pfizer abgeraten. Das betont die Behörde MHRA in UK (England) nach zwei dieser Fälle bei frisch Geimpften.

Da manche Allergiker (mit oder ohne Autoimmunerkrankungen) vielleicht doppelt gefährdet sind, sollten diese sich wohl zum jetzigen Zeitpunkt erst mit ihrem Hausarzt besprechen…. dieses wurde in England wegen der aufgetretenen „schweren“ Allergien (anaphylaktischer Schock) erst kürzlich empfohlen.

»Das Problem ist, dass die Wirkung einer Impfung auf ein intaktes Immunsystem angewiesen ist: Es muss ja die Antikörper bilden, die später vor einer Infektion schützen.«  sagte der Rheuma-Experte Professor Hendrik Schulze-Koops (Rheumatologe am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München) .
Tot-Impfstoffe seinen kein Problem. Zur Vorsicht mahnen die Experten bei Lebendimpfstoffen, die abgeschwächte Krankheitserreger enthalten. Eine Impfung könne Risiken bergen.

Man hat ja bereits vermutet, dass die schweren Verläufe von Corona eher auf ein „übereifriges“ Immunsystem als auf ein zu schwaches zurückzuführen sind. Autoimmunerkrankungen sind sehr oft mit Allergien vergesellschaftet, somit liegt nahe, dass beide Beschwerdebilder zur Risikogruppe zählen sollten.

Impfen bei Autoimmunkrankheiten, bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie. (Näheres: Bundesgesundheitsbl 2019, 62:494–515)

Allergiker interessiert hier nun ebenfalls, ob man vorbeugen kann, ggf. mit einer H1-/H2-Blockade (Antihistaminika) zur Impfung. Vieles ist einfach noch völlig ungeklärt. Hier berät der eigene „Hausarzt“ am besten…


Spricht die Einnahme von Blutverdünnern gegen eine Impfung?

NEIN. Generell gilt: Alle Menschen die Marcumar oder andere Blutverdünner einnehmen, sollten bei allgemeinen Impfungen eher „subcutan“ als „intramuskulär“ sich spritzen lassen…
ABER: der Corona-Impfstoff MUSS intramuskulär verabreicht werden. Wahrscheinlich ist es, dass diese Impfungen eher nur einen größeren blauen Fleck (kl. Bluterguss) am Oberarm verursachen. Man sollte eine besonders „feine“ Impf- Nadel nehmen und nach der Injektion für 15 min. den Impf-Ort durch festen Druck „komprimieren“. Die Frage sollte trotzdem mit dem Impf-Arzt vor Ort besprochen werden.

Auch bei der Frage ob „Antikoagulantien“ (Blutverdünner) VOR einer Covid-19- Impfung „abgesetzt“ werden sollten, muss mit dem Haus-Arzt geklärt werden: Menschen unter Antikoagulantien sollten bei der Anmeldung zur Impfung aufgefordert werden, ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt rechtzeitig vom Impftermin zu benachrichtigen. Diese/r sollte dann entscheiden, wie zu verfahren ist. Als Anhaltspunkte können gelten z.B.:

Bei den „Neuen“ Antikoagulantien (NOAKS) wie z.B. Eliquis/Lixiana/Pradaxa/Xarelto wird in der Regel 24 Std. Pause vor der Impfung empfohlen und Wiederbeginn mit der nächsten Medikamenten-Dosis zur üblichen Zeit, sofern kein Hämatom an der Injektionsstelle bemerkt wird. Ausnahme: bei sehr hohem Schlaganfall- oder Thromboserisiko (z.B. Thrombose in den letzten 6 Wochen oder CHADS-VASc-Score >8) Impfung unter fortlaufender Therapie.


16. Januar 2021: Tests nun auch ab sofort in Apotheken und Zahnarztpraxen möglich

Corona-Tests sind ab sofort grundsätzlich auch in einigen Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat heute in Kraft. Voraussetzung ist allerdings jeweils ein Auftrag durch die Gesundheitsbehörden. Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.


FAKE NEWS:

Viel Wirbel derzeit um die Corona-Impfung:
Es häufen sich Fake-Gerüchte, viele sind verunsichert. Besonders bitter ist das Fake-Gerede, die Impfung mache unfruchtbar. Im Zusammenhang mit den Gerüchten stehen unter anderem Aussagen des bekannten „Corona-Leugners“ und (!) Arztes Wolfgang Wodarg. Schon seit Monaten fällt er durch abwegige Äußerungen auf, in denen er die Corona-Pandemie beispielsweise als „reine Panikmache“ bezeichnet.

Doch Wodargs Argument hinkt ohnehin ganz gewaltig: Zum einen werden Antikörper gegen das Spike Protein von SARS-CoV-2 nicht nur nach einer Impfung, sondern auch im Zuge einer normalen Infektion mit dem Virus gebildet. Das hieße im Umkehrschluss: Auch eine heftige Infektion mit dem Corona-Virus würde eine echte Gefahr z.B. für bestehende Schwangerschaften darstellen. Es existieren jedoch schon einige Studien, die nachweislich keinerlei negativen Effekte bei Impfungen für Schwangere nachweisen konnten. Siehe hierzu auch Wissenswertes in meinem anderen Blog-Artikel: „Fake News“ (Nr. 3) Klick – siehe hier unten.

Petra Brandt, Gynäkologin und DocCheck-Expertin, sagt dazu: „Ich halte es mit dem mRNA Impfstoff wie mit allen anderen Neuerungen in der Medizin: Für mich zählen verlässliche Expertenaussagen und wissenschaftliche Studien, kein Bauchgefühl. Im Moment gibt es in der Fachwelt keinerlei begründeten Hinweise, dass der neue Impfstoff die Fertilität negativ beeinflusst.“ (Quelle: Doc-Check-Team – MIRA KNAUF)



18. Dezember 2020: „Science“:
Die Entwicklung von Covid-19-Impf-Stoffen ist der Durchbruch des Jahres:

Die rasante Entwicklung effektiver Impfstoffe gegen Covid-19 ist für das renommierten „Science“-Magazins der wichtigste Forschungsdurchbruch des Jahres. Niemals zuvor hätten so viele Konkurrenten so offen und regelmäßig zusammengearbeitet. Ebenso einzigartig sei die gemeinsame Anstrengung von Regierungen, Industrie, Wissenschaft und Non-Profit-Organisationen, heißt es zur Begründung des „Breakthrough of the Year“.

Es gab und gibt natürlich – bei noch nicht zugelassenen neuen Impfstoffen – auch in dieser Zeit immer wieder Rückschläge, revidierte Aussagen und zurückgezogene Studien… (www. coliquio.de)


NACHTRAG:

19.01.2021:
Bund und Länder hatten nach mehrstündigen Beratungen am Dienstagabend die bestehenden Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis zum 14. Februar verlängert. Die oft genutzten Alltagsmasken aus Stoff reichen künftig vielerorts nicht mehr aus. In Bus und Bahn sowie beim Einkaufen müssen die besser schützenden FFP2-Masken oder OP-Masken getragen werde.

18. Januar 2021: FFP2-Masken wiederverwenden

Wissenschaftler raten zur Backofen-Methode

„Unser Ansatz besteht darin, eine Methode zu entwickeln, die es erlaubt, die als Einwegprodukte konstruierten FFP2-Masken für den Privatgebrauch so aufzubereiten, dass eine wiederholte Nutzung möglich wird”, erläutert Krankenhausexperte Prof. Dr. Christopher Niehues von der FH Münster.

Desinfektionsverfahren bei 80°C trockener Hitze:
Die FFP2-Maske vor der Ofentrocknung mindestens bis zum nächsten Tag an der Luft trocknen lassen. Danach trocknen im Ofen bei 80°C bei Ober- und Unterhitze:

Mit dem Verfahren „Trockene Hitze 80°C für 60 Minuten“ kann SARS-CoV-2 vollständig inaktiviert werden. Außerhalb des Backofens ist das saubere Backofenrost/Gitter mit Backpapier zu belegen. Legen Sie die trockene Maske und ein Braten- bzw. Backofenthermometer auf das Backpapier, belassen es aber noch außerhalb des Ofens. Stellen Sie den Backofen auf 80°C Ober- und Unterhitze (es ist nicht bekannt, ob sich bei Umluft/Heißluft Erreger von der Maske lösen können) ein.

Nach der Vorheizzeit schieben Sie das Rost samt Maske(n) in den Ofen. Achten Sie auf ausreichend Abstand der Masken zu Ober- und Unterboden des Ofens (ca. 10 cm; kleine Öfen sind ungeeignet). Belassen Sie die FFP2-Maske 60 Minuten im geschlossenen Ofen, öffnen Sie diesen bitte nicht zwischendurch. Stellen Sie den Ofen nach 60 Minuten ab und lassen die Maske anschließend auf dem Rost außerhalb des Backofens abkühlen. Die Maske sollte auf diese Art nur fünf Mal wieder aufbereitet und dann im Hausmüll entsorgt werden.
Bei 80°C sind nach 60 Minuten SARS-CoV-2 vollständig inaktiviert, andere Erreger deutlich reduziert. Die Filterleistung bleibt erhalten; die elastischen Haltebänder könnten an Zugkraft verlieren.

Mikrowelle sei nicht geeignet. Sie erzeugt unterschiedliche Temperaturen in unterschiedlichen Materialien und Lokalisationen. Daher ist eine gleichmäßige Desinfektion nicht gewährleistet. Zudem können nicht sichtbare Materialschäden verursacht und die Filterleistung beeinträchtigt werden.

LINK: https://www.fh-muenster.de/gesundheit/forschung/forschungsprojekte/moeglichkeiten-und-grenzen-der-eigenverantwortlichen-wiederverwendung-von-ffp2-masken-im-privatgebrauch/index.php



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2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

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4.2 Impfstoffe/Herstellung

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten


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