LESEDAUER: 30-40 min. (je nachdem wie intensiv)
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“-Display… 😉

Zitat von © Ernst Ferstl: Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt..


Eine ausführliche Beschreibung der Impfstoffe und deren „Hersteller“ folgt – für Interessierte…

im zweiten Blog-Artikel: Corona-Fakten aktuell // 4.2 Hersteller (siehe hier am Seiten-Ende zum Anklicken).


Mai 2021: Die neuen Impfstoffe wirken… doch langlebig ist der Immunschutz eher nicht. An einer Impf-Auffrischung führt kaum ein Weg vorbei. Die Impfung lässt mit der Zeit nach. Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut hält sich offiziell noch bedeckt, auch wenn der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens jüngst schon einmal „spätestens 2022“ als Datum für eine „Auffrisch-Impfung“ nannte…


Aktuelle Daten – weltweit:

Es wurden am 20. Juni 2021 gemeldet:
über 180 Mio bestätigte Erkrankungs-Fälle von COVID-19 –  
darunter über 3.9 Mio Corona-Todesfälle der WHO gemeldet. 

12.06.2021: EUROPA und die Welt verzeichnet derzeit dem Ranking absteigend, am stärksten betroffen bis
USA-INDIEN-BRASILIEN-FRANKREICH-RUSSLAND-ENGLAND-TRUTHAHN-ITALIEN-SPANIEN usw. die meisten COVID-19-Fälle…Deutschland steht nun an 12. Stelle…
Alle aktuellen Daten sind hier nachzulesen im WORLDOMETERSEiner der besten Links:

https://www.worldometers.info/coronavirus/

Eine sichere Quelle ist auch das WHO-dashboard (LINK):

https://covid19.who.int/

WHO: Die allgemeine Pandemie-Todesrate ist wohl real zwei- bis dreimal höher als die offiziellen Zahlen. Die Coronapandemie hat nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens zwei- bis dreimal so viele Menschenleben gekostet – wie offiziell gemeldet.

15-06-2021: Bisher wurden weltweit – wie oben erwähnt – rund 3,8 Millionen Corona-Todesfälle an die WHO übermittelt. Zusätzlich gebe es aber viele nicht registrierte Corona-Tote sowie Menschen, die an den indirekten Folgen der Pandemie gestorben seien, sagten Experten der UN-Behörde in Genf. Angesichts der noch ausstehenden Zahlen aus stark betroffenen Ländern wie Indien könne man jedoch erwarten, dass es zwei bis drei Mal so viele Pandemieopfer gebe – wie derzeit gemeldet wurden.


Wie alles begann…

SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2)
Die – durch diesen Virus ausgelöste – COVID-19 (Corona virus disease-19)-Pandemie hat unser aller menschliches Zusammenleben nachhaltig verändert. Einmalig sind auch die weltweiten Bemühungen einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln. Hunderte verschiedener Projekte laufen seit einem Jahr und eine große Zahl unterschiedlicher Ansätze wird ausgetestet.

»Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Wir haben keine Ahnung, welche Überraschungen wir noch alles in einem Virus finden könnten, das wir erst seit einem Jahr kennen« (Zitat: Gregory Poland, Impfspezialist des US-Forschungszentrums „Mayo Clinic“)


„Abgesehen von sauberem Trinkwasser hat in der Geschichte der Menschheit bisher nichts die „Sterblichkeit“ der Menschen so stark reduziert wie die Immunisierung durch Impfungen“, sagt der Infektionsforscher „Paul Heath“ von der Londoner St.-Georges-Universität überzeugt.

Historisches

Keine Geschichte des Impfens kommt an Dr. „EDWARD JENNER (1749-1823) vorbei. Der englische Landarzt gilt als der Erfinder der „Pockenimpfung“. Die Pocken war nun vor über 250 Jahren das erste „Experimentierfeld“ für Impfungen, viele davon folgten…Impfkritiker bzw. Impfgegner gab es schon immer, Was man nicht versteht…lehnt man erst einmal ab: Auch damals schon zu Jenners Zeiten waren Impfgegner bestrebt ein Klima grundsätzlichen Misstrauens zu schüren. Da stecke doch wohl der Teufel dahinter und andere finsteren Dinge wurden Dr. Jenner vorgeworfen. (Näheres hierzu bei Wikipedia)


Auch wenn es sich bei SARS-CoV-2 um ein neues Virus handelte, so sind Coronaviren der Wissenschaft durchaus schon länger vertraut. Vor allem durch die erste SARS-CoV-Pandemie im Jahr 2003 und die MERS-(­Middle East respiratory syndrome-related coronavirus) Epidemie im Jahr 2012 wurde die Forschung an dieser Virusfamilie intensiviert. Dieses Wissen half nun bei der Identifizierung von Strukturen, die am besten als Ziel bzw. Antigen für einen Impfstoff geeignet waren. So rückte auch weltweit damals schon das Spike-Protein des Virus als Zielstruktur in den Fokus.


Warum ist der Kampf gegen Corona so schwierig?

Anders als Bakterien, die sich mit Antibiotika bislang zuverlässig ausschalten lassen, ist Viren mit Medikamenten deutlich schwerer beizukommen. Im Gegensatz zu Bakterien vermehren sich Viren nicht selbst. Sie kapern Körperzellen ihres Wirts und zwingen diese dazu, unzählige Kopien des Erregers zu produzieren. Viren direkt anzugreifen, bringt deshalb wenig. Sie müssen stattdessen unbedingt daran gehindert werden, überhaupt erst in die Zellen einzudringen. Und das wird nun durch entsprechende Impfstoffe versucht – siehe hierzu Informationen weiter unten im Text.

Impfskepsis?

Die Skepsis bezüglich der neuen Corona-Impfstoffe war dann auch schneller da als deren Zulassung. Gefährliche Genveränderungen, so machte es bei Corona-Leugnern, Impfskeptikern und -gegnern die Runde, könnten die neuen Vakzine verursachen. Bei den ersten zugelassenen Impfstoffen ließen sich diese Befürchtungen oftmals bei Einigen einfach zerstreuen, dafür genügen einfach grundlegende Kenntnisse der Biologie.


Bis heute jedoch haben sich leider die Thesen der Corona-Leugnern, Impfskeptikern und -gegnern nicht verändert: „Das bringt alles doch gar nichts“…Oder: „Mutter Natur regelt das alles schon von selbst“…oder „Ach, es geht hier ja doch nur ausschließlich ums Geld“… Diese Thesen zeugen nicht nur von großer Unkenntnis, sie sind weder stichhaltig noch hilfreich – wie man bei den abertausenden Infektionskrankheiten in den vergangen Zeiten sieht, die seit Jahren durch eine Impfung weitgehend „entwaffnet“ bzw. auch als fast „ausgerottet“ gelten…wie z.B. Pocken-Polio-Masern-Diphterie-Tetanus etc. Hieran verstarben reihenweise vor allem auch Kinder noch vor über 60 Jahren. Ich habe selbst damals vor vielen Jahren meinen älteren Bruder an Diphtherie verloren, da es keine Impfstoffe gab und er somit nicht geimpft war.


Und nun bei „Corona“ ? Auch hier finden sich wieder die altbekannten Bedenkenträger…
Welche „schweren“ Nebenwirkungen gibt es? Die Forschung sagt uns: Diese sind sehr unwahrscheinlich.
Mit Hinblick auf die zu bestürzende, erwartete Verschlimmerung der Pandemie dürfen wir – jeder Einzelne von uns – nicht zulassen, dass diese uns allen über Jahre hart an die Substanz geht.
Abwarten ist keinesfalls keine Lösung.
Es würde viele, viele Jahre dauern, bis man ohne Impfung in Deutschland eine Herdenimmunität erreicht hätte und dies auf Kosten von vielen Millionen Menschenleben.
Wenn die Ansteckungsgefahr größer wird, stehen wir vor neuen Herausforderungen.
Deswegen fordern Fachleute jetzt härtere Kontaktbeschränkungen.
Siehe hier aktuelle Informationen am Blog-Artikel-Ende.

Jeder Einzelne von uns muss sich selbst schützen… so einfach ist das.

DAS VIRUS KANN SICH NICHT SELBST BEWEGEN… es braucht UNS: „Man muss sich immer wieder klar machen: Das Virus kann sich nicht selbst bewegen und es kann sich im Freien nicht selbst fortpflanzen.
Es muss vom Menschen bewegt werden. Das heißt, wir sind diejenigen, die es spazieren tragen“, sagt die Virologin Ulrike Protzer (*1962). Sie ist eine deutsche Virologin. Seit 2007 ist sie Professorin am Lehrstuhl für Virologie an der Technischen Universität München.


Prost-Covid!
Sich mit anderen eine Limo-Flasche oder anderes zu teilen, ist großzügig, in Zeiten von Corona aber eine Schnapsidee.

Nach neueren Erkenntnissen besteht auch das Risiko einer oralen Infektion. Corona-Forscher haben sich deshalb genauer angesehen, wie viel gefährliches Potenzial in unserer Spucke steckt. Es fanden sich Mundgewebszellen, die von Menschen mit mildem oder asymptomatischem COVID-19 in den Speichel ausgeschieden wurden, diese enthielten sowohl SARS-CoV-2-RNA als auch RNA für die Eintrittsproteine… berichtete die Studie, die in Nature veröffentlicht wurde. Darin untersuchten Huang et al., ob das menschliche Mundgewebe anfällig für eine SARS-CoV-2-Infektion ist. Zusammengenommen, so die Forscher, nun deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, dass der Mund – über infizierte orale Zellen – eine deutlich größere Rolle bei der SARS-CoV-2-Infektion spielen könnte als bisher angenommen. Möglicherweise stammt das Virus im Speichel zum Teil aus dem Nasenausfluss oder dem aus der Lunge hochgehusteten Sputum.
(Quellen: New @NatureMedicine: „The oral cavity is an important site for SARS-CoV-2 infection and implicate saliva as a potential route of SARS-CoV-2 transmission.“ (https://nature.com/articles/s41591-021-01296-8)


Allgemeine Blog-Artikel-Quellen: Assoc. Prof. Adam Kucharski, London School of Hygiene and Tropical Medicine; European Centre for Disease Prevention and Control; Imperial College London; Johns Hopkins University; Nature; Public Health England; Science; Prof. Ulrike Protzer, TU München; World Health Organization und andere…


07. Mai 2021: Menschen mit „Grippe-Impfung“ erkranken seltener und weniger schwer an Covid-19

Die Grippe-Impfung – eine Abwehr auch gegen SARS-CoV-2? Das zumindest legt eine wissenschaftliche Studie nahe, die fand: Wer dieses Angebot zur Grippe-Prävention nutzt, infiziert sich seltener mit Covid-19 als Nicht-Geimpfte, und falls doch, dann hat er eher einen milderen Verlauf.
„Darin sind Prof. Dr. Stefan Kaufmann, Emeritus-Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, und ich in langen Diskussionen übereingekommen, auch bezüglich der BCG-Impfung. Schon länger deuten Studien an, dass Menschen mit Grippe-Impfung weniger anfällig für Covid-19 sind oder zumindest leichtere Symptome haben“, so Prof. Dr. Thomas Mertens, Sprecher der STIKO-Arbeitsgruppe Influenza am Robert Koch-Institut (RKI).

Kreuzreaktivität käme hier als Ursache in Frage: Die Argumente pro Kausalität beruhen auf der Annahme einer Kreuzreaktivität: Untersuchungen zufolge gibt es plausible Anhaltspunkte, dass Impfungen biologische Mechanismen anstoßen, die nicht nur die eigentlichen Pathogene, sondern auch andersartige Erreger bekämpfen. Urheber dieser unspezifischen Kreuzreaktivität ist wohl vor allem unser angeborenes Immunsystem mit Makrophagen und natürlichen Killerzellen. Die Assoziation blieb auch nach der Kontrolle für andere Variablen wie ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter, Body-Mass-Index (BMI), Raucherstatus und viele Begleiterkrankungen signifikant.
Einige Fake News gaben übrigens der Grippe-Impfung auch noch die Schuld an Corona…
So sind solche Fake News nun endlich auch schon der wissentlichen Lüge durch die Corona-Leugner entlarvt. (Quelle: Coliquio… Dieser Beitrag ist im Original erschienen bei: Medscape:https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4909312)

Was ist das wichtigste im Kampf gegen COVID 19?

Prof. Ganten: Ganz klar: Transparenz, Kooperation, Kommunikation und: Bildung! Entscheidend ist, dass die Bevölkerung gut und deutlich informiert wird, damit Vorsichtsmaßnahmen verstanden und befolgt werden und sich keine Mythen verbreiten. „Education is the best vaccination“…

„Bildung ist die beste Impfung“….

Zitat: Prof. Dr. Detlev Ganten (*1941) – Facharzt für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie und emeritierter Professor am Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg und von 1997 bis 2001 Vorsitzender der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Der neue „Corona“- Impfstoff ist ein medizinischer Trick:

Er soll dem Körper vorgaukeln, er sei mit einem aggressiven Erreger wie SARS-CoV-2 infiziert. Gelingt die Täuschung, bildet das Immunsystem sogleich ganz spezifische Antikörper und T-Zellen zur Virenabwehr.

Impfungen führen so zur wichtigen Bildung unseres Immungedächtnisses: Wenn der gleiche Erreger erneut eine Infektion beginnt, kann das Immunsystem direkt reagieren und es kommt oft gar nicht mehr erst zu einer Erkrankung.

Wirkungsweise von – zum Beispiel – den mRNA-Impfstoffen:
Der Impfstoff wird intramuskulär injiziert und die mRNA wird durch Endozytose in die Zellen aufgenommen. Hier gelangt sie ins Zytoplasma und wird – wie auch die zelleigenen mRNAs – von den Ribosomen abgelesen.

Wichtig zu wissen: Eine Interaktion des mRNA-Impfstoffes mit der DNA im Zellkern findet nicht statt, so dass keinerlei Veränderung oder Manipulation des Erbguts möglich ist.

Es besteht also keine Gefahr eines Einbaues z.B. von mRNA in das menschliche Erbgut.Genbasierte“ Impfstoffe kommen ohne Krankheitserreger oder deren Bestandteile (komplette Virus-Antigene) aus. Bei Lebend- und Totimpfstoffen werden hingegen dem Körper die abgeschwächten Erreger oder Erregerantigene mit dem Impfstoff zugeführt…dazu später noch ausführlicher.
Ein abgeschwächtes (attenuiertes) *Virus dient (z.B. bei Vektor-Impfstoffen) als Transportmittel (Vektor) für einen ungefährlichen Teil der Erbinformation von SARS-CoV-2 in wenige Körperzellen, dazu später mehr.

„Attenuierte *Viren“ sind vermehrungsfähige, in ihrer Virulenz stark abgeschwächte Viren (also abgeschwächte Krankheitserreger), die – im Vergleich zum krankheitserregenden Ausgangsvirus – nur eine begrenzte Infektion (Virusinfektion) meist ohne oder mit nur geringen Symptomen hervorrufen. (Anm.: Die Herauszüchtung von Viren mit abgeschwächter Virulenz wird als *Attenuierung (Attenuation) bezeichnet. )

*Attenuierte Viren kennt man schon sehr lange: Sie werden als Lebendimpfstoffe (attenuierte Vakzine) zu Schutzimpfungen (aktive Immunisierung) gegen verschiedene Viruskrankheiten eingesetzt (beim Menschen z. B. gegen Poliomyelitis, Masern, Mumps, Röteln und Gelbfieber). Der Impfschutz ist effektiv und sehr lang anhaltend, da eine Infektion mit attenuierten Viren sowohl die humorale als auch die zellvermittelte Immunantwort auslöst.

Quelle: spectrum.de und Paul-Ehrlich Institut (PEI)


15.05.2021: Neuer Ansatz bei der Forschung zur Impfung

Einige junge Biotechnologieunternehmen verfolgen einen neuen Weg. Sie versuchen mit ihren Vakzinen, vor allem die T-Zellen zu stimulieren – also den Teil der Immunantwort, der sich darauf konzentriert, bereits infizierte Zellen zu finden und zu eliminieren, nicht das Virus selbst. Das heißt nicht, dass die bisherigen Impfstoffe gar keine T-Zellen-Antwort produzieren, das ist aber nicht ihr primäres Ziel.

T-Zellen haben in der Theorie mehrere Vorteile gegenüber Antikörpern. Sie können länger im Körper überleben und reagieren auf Bestandteile des Virus, die wahrscheinlich seltener mutieren als diejenigen, die von Antikörpern erkannt werden.

Kommt der Universalimpfstoff?

Start-ups forschen an Vakzin, das für Jahre und gegen neue Mutanten immun machen soll: Die sog. T-Zell-Impfung…

Wie lange wirkt die Corona-Impfung? Das ist eine der großen Unbekannten in der Pandemie. Die Befürchtung ist, dass der Impfschutz der derzeit verwendeten Vakzine mit der Zeit abnimmt und gegen Virusvarianten wirkungslos oder zumindest schwächer wirksam sein könnte. Mehrere Start-ups arbeiten deshalb an einem Impfstoff, der über Jahre und auch gegen immer neue Mutanten immun machen soll.

Vermutlich sei jedes Jahr eine Auffrischungsimpfung nötig, um den Schutz der Impfung zu verlängern und neue Varianten abzuwehren, räumte der Chef des US-Pharmariesen Pfizer, Albert Bourla, kürzlich ein. Die bisher zugelassenen Impfstoffe sollen in erster Linie die Bildung von Antikörpern anregen, die das Virus erkennen und zerstören, bevor es eine Zelle infiziert.

In Frankreich verfolgt diesen Ansatz OSE Immunotherapeutics. „Er könnte mehrere Jahre lang schützen“, sagt Unternehmenschef Alexis Peyroles. Eine andere französische Firma, Osivax mit Sitz in Lyon, arbeitet ebenfalls an einer T-Zell-Impfung und verspricht einen „universellen“ Impfstoff, der gegen jede mögliche Variante wirksam wäre.

Das T-Zell-Vakzin des US-Unternehmens ImmunityBio ist das bisher am weitesten fortgeschrittene derartige Projekt. Erste vorläufige Ergebnisse, die vergangenen Monat veröffentlicht wurden, sind überwiegend ermutigend. Die neuen Impfstoffe sollen frühestens nächstes Jahr 2022 einsatzbereit sein.

Viele Wissenschaftler betrachten die T-Zellen-Impfstoffe mit Skepsis. „Die massenhafte Impfung erzeugt selbst einen evolutionären Selektionsdruck“, sagt der britische Virologe Julian Tang – von der Universität Leicester… „Und dieser Druck könnte das Virus dazu bringen, sich so zu entwickeln, dass es vielleicht jedem Impfschutz entgeht.“
In Europa und den Vereinigten Staaten könnten aber die T-Zell-Impfstoffe, sollten sie zugelassen werden, jenen Menschen verabreicht werden, die bereits eine Antikörper-Impfung erhalten haben. Außerdem könnten die neuartigen Vakzine viele Menschen schützen, die aufgrund von Krankheiten wie Diabetes oder Krebs Schwierigkeiten haben, selbst genug Antikörper zu bilden. 

Wie funktioniert das eigentlich alles?

Die Zacken in der Viruskrone – die Spike-Proteine:

Das Spike-Protein ist nicht nur die schärfste Waffe des Virus, es ist auch seine Achillesferse, denn seine exponierte Lage macht es zum bevorzugten Angriffspunkt für unser Immunsystem. Unsere Antikörper können das Virus anhand des Spike-Protein eigentlich sofort erkennen, sich sofort daran binden und es so als Ziel für unsere Immunzellen markieren.

Eigentlich? Ja… das feindliche Virus hat aber noch einen weiteren Trick auf Lager: Mithilfe von Zuckermolekülen versucht es, seine Spike-Proteine vor unseren körpereigenen Immunzellen zu verbergensogenannte Immune-Escape-Varianten. Max-Planck-Forscher analysieren daher nicht nur das Spike-Protein selbst, sondern auch den Zucker-Schutzschirm sowie die Membranhülle des Virus. Diese Berechnungen werden dabei winzigste Details der Proteinstruktur enthüllen. Sie sind aber extrem aufwendig: „Wir brauchen dazu die Supercomputer der Max-Planck-Gesellschaft mit ihrer enormen Rechenleistung“, erklärte Prof. Dr. Gerhard Hummer, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik, Frankfurt am Main.

Die Wissenschaftler hoffen, so gewisse „Bindungsstellen für Hemmstoffe“ am Spike-Protein zu entdecken: Diese wollen sie mit den Bindungseigenschaften bereits existierender Medikamente am Computer vergleichen und so entsprechend Wirkstoffe identifizieren, die das Spike-Protein des Virus blockieren könnten… Soviel zur derzeitigen Forschungsarbeit…


Neu:
Entdeckung zu Covid-19:
Das gefährliche Spike-Protein schädigt vor allem das Gefäßsystem:


07.05.2021: Frankfurt/San Diego – Corona-Entdeckung: „Covid-19 ist doch keine ausschließliche Atemwegserkrankung, sondern vor allem auch eine Gefäßerkrankung...“ sagt Prof. Dr. Uri Manor, einer der Autoren der Studie, in einer Pressemitteilung des Salk-Institutes. Das könne erklären, warum manche Menschen (bei Covid-19) Schlaganfälle bekommen.

Forschende Wissenschaftler des Salk-Instituts für biologische Studien in La Jolla – San Diego, haben herausgefunden, dass Covid-19 in erster Linie eine Gefäßerkrankung ist.: Die Forschenden geben an, dass durch Impfung erzeugte Antikörper und/oder exogene Antikörper gegen das Spike-Protein nicht nur den Wirt vor Sars-CoV-2-Infektiösität schützen, sondern auch durch das Spike-Protein verursachte Endothelschäden (Gefäßschäden) hemmen.

Bisher wurde das Spike-Protein des Coronavirus vor allem mit der besonderen Ansteckungsgefahr von Sars-Cov-2 und Lungenschäden in Verbindung gebracht. Jetzt zeigt eine neuere Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Circulation Research“, wie das Sars-Cov-2-Virus das „Gefäßsystem“ auf zellulärer Ebene schädigt und angreift.
Über diesen Vorgang besteht bereits ein wachsender Konsens unter Wissenschaftler:innen. Doch wie genau das geschieht, war bisher nicht genau bekannt. So haben Forschende, die andere Coronaviren untersuchten, schon lange vermutet, dass das Spike-Protein zur Schädigung vaskulärer Endothelzellen beiträgt, aber dies ist das erste Mal, dass der Prozess auch genau dokumentiert wurde.
(Quelle: https://www.fr.de/wissen/corona-covid19-coronavirus-spike-protein-lungen-atemwege-gefaesse-erkrankung-90487114.html)


Die hier erwähnte Studie wird in einigen „Querdenker“-Kreisen im Netz als Beleg dafür benutzt, dass Corona-Impfstoffe nicht vor Covid-19 schützen, sondern die Krankheit auslösen würden… eine fatale Fehlinterpretation!


IMPFSTOFFE:

Als Impfstoff-Beispiel dient hier zunächst der „Vektor“-Impfstoff:

Der BAUPLAN:
Das Ziel der Impfung ist, dass der Körper selbst eigene „Spike-Proteine“ herstellen kann. Dafür „schleust“ der Impfstoff den „Bauplan“ der Spike-Proteine in menschliche Zellen ein: Bei „Vektorimpfstoffen“ wird ein Virus-Teil als „Transportmittel“ in die Zellen eingesetzt. Man nennt es „Vektor“. Dieser Vektor ist für den Menschen harmlos. Der Impfstoff z.B. von Johnson & Johnson nutzt z.B. als Vektor-Teil z.B. das Adenovirus „Ad26“ (zum Beispiel ein „Schnupfenvirus“). Es kann leicht (ohne Schaden zu verursachen) in dem „Vektor“ in menschliche Zellen (z.B. am Impf-Ort Oberarm) eingeschleust werden.

Das Vektor-System nutzt Impfviren, die für Menschen harmlos sind und sich nicht mehr vermehren können, als Transportmittel. In diese Impfviren wird ein kl. Stück Erbmaterial (DNA) des Virus (Erregers) – die genetische Information für das Spike-Protein – eingebaut. Per Spritze wird dieses „Trojanische Pferd“ mitsamt Fracht in die Körperzellen gebracht.

SPIKE-PROTEINE WERDEN DEM IMMUNSYSTEM PRÄSENTIERT und es reagiert sofort…

Wie alles funktioniert: Die DNA (Bruchstücke) der Spike-Proteine wird also in die DNA des (harmlosen) Transport-Virus z.B. einem Adenovirus (Schnupfenvirus) eingesetzt.
Wenn z.B. dieser Vektor-Impfstoff dann also im Körper ist und in die menschliche Zelle dringt, wird dort die DNA in der Zelle in eine Messenger= mRNA „übersetzt“. Diese mRNA ist sozusagen der Bote, der den Bauplan für die Spike-Proteine übermittelt. Auf dieser Grundlage produziert die menschliche Zelle nun die Spike-Proteine (= Struktur einer Virus-Hülle). Sie haben eine wichtige Funktion bei der Bindung an die Wirtszelle.

Anschließend präsentieren die menschlichen Zellen dem Immunsystem dann diese Spike-Proteine.
Das menschliche Immunsystem erkennt also sofort die Spike-Proteine des Virus als „Fremdkörper“ und reagiert darauf mit einer prompten Immunantwort. Daran ist eine Vielzahl unterschiedlicher, für die Immunabwehr wichtiger Zellen in unserem Körper beteiligt:
Unsere Gedächtniszellen…T-Killer-Zellen… B-Zellen, T-Helferzellen… etc. alle zusammen reagieren also sofort: Der Körper ist nun auf den Kampf mit einer echte Corona-Infektion vorbereitet.

Unsere Gedächtniszellen (memory cells)

Diese unsere Immunzellen (Gedächtniszellen) sind darauf spezialisiert, um nach einem „feindlichen“ Antigen-Kontakt über lange Zeit (Monate bis Jahre) ruhen können. So könnten sie schnellstens aber auch wieder sofort eine echte Immunantwort auslösen und zwar bei jedem erneuten Antigen-Kontakt-Angriff. Sie bilden also das für uns so extrem wichtige „immunologische Gedächtnis“ unseres Körpers. Unser Körper vergisst nichts!

Vektor-Impfstoffe – zum Beispiel – befähigen unseren Körper (also mithilfe eines „Transport-Virus“ – des eigentlichen Vektors) selbst die Spike-Proteine herzustellen, um danach dann auch sofort die Immunreaktion selbst dafür zu entwickeln.

Damit unterscheiden sie sich in ihrer Wirkungsweise deutlich von den „mRNA-Impfstoffen“ z.B. der Hersteller BioNTech und Moderna. Bei diesen wird die Information für die Herstellung der Spike-Proteine sofort, d.h. „direkt“ mittels der messenger-RNA (mRNA) dem Körper verabreicht.

Alle bisher zugelassenen Impfstoffe (ob mRNA oder Vektor) gelten übrigens – nach Einschätzungen der deutschen und europäischen Behörden – als absolut sicher und zuverlässig. Über seltene, evtl. auftretende Nebenwirkungen wird dann im weiteren Verlauf der Blog-Artikel noch ausführlicher berichtet.


Quellen: Robert-Koch-Institut; Paul-Ehrlich-Institut, WHO, Verband forschender Pharma-Unternehmen; US Food and Drug Administration (FDA); Johnson & Johnson; Janssen; AstraZeneca; Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.;


IMMUNOLOGIE:

Entscheidend ist unser „immunlogische“ Gedächtnis, welches durch eine Impfung generiert (und aufgefrischt) wird. Unsere Gedächtniszellen, die B- und T- Lymphozyten speichern diese Informationen sehr lange.
Unsere körpereigenen Antikörper haben aber leider – so weit man heute weiß – eine nicht so lange Lebensdauer, als dass sie in den nasalen und oralen Schleimhäuten eine wirklich feste erste Barriere darstellen könnten…


Welche Impfstoffe gibt es schon?

Viele zugelassene Impfstoffe enthalten entweder „abgeschwächte Lebendimpfstoffe“ oder *inaktivierte Impfstoffe, um eine Immunantwort auszulösen. Sie enthalten entweder den gesamten abgeschwächten (funktionslosen) Erreger oder nur einen Teil davon. Es gibt hier zwei Hauptansätze:

„Abgeschwächte“ oder *inaktivierte Lebendimpfstoffe verwenden eine stark abgeschwächte Form des Virus, die aber immer noch replizieren kann, ohne aber eine Krankheit zu verursachen und wirken dann ähnlich wie „Totimpfstoffe“.
Abgeschwächte Lebendimpfstoffe mit „Vektor“-Viren: Diese Strategie (siehe oben) kommt nun beispielsweise in den Vektor-SARS-CoV-2-Projekten von Janssen (J&J), DZIF und der University of Oxford mit AstraZeneca u.a. derzeit bei uns zur Anwendung.
*Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe) sind Impfstoffe, deren genetisches Material so zerstört wurde, sodass sie nicht replizieren können, aber dennoch eine Immunantwort auslösen können.

Bei mehreren, anderen Projekten dienen ebenfalls gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA)- und andere… Solche sogenannten „Vektorviren“ können sich in Menschen vermehren, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie (im Labor) in großen Mengen vermehren kann. So “verkleiden” sie Forscher mit gentechnischen Mitteln als SARS-CoV-2 (konkret: Sie tauschen ein oder mehrere ihrer Oberflächenproteine durch SARS-CoV-2-Proteine aus), so dass sie dem Immunsystem eine COVID-19-Infektion vorgaukeln können, das dann natürlich sofort reagiert.

Immunschutz

Wer geimpft wird, baut tatsächlich einen echten Immunschutz auf, der auch eine echte Infektion abwehren kann. Aufbauend auf einem damaligen Vektorvirus sind auch der erste (schon vor Jahren zugelassene) Ebola-Impfstoff und auch der erste Dengue-Impfstoff und bisher weitere experimentelle Impfstoffe bereits vor Jahren mit gutem Erfolg entwickelt worden. Die Technik ist also nicht neu, sondern bereits erprobt!

Derzeit verfügbare Impfungen:

2021: Die neuen – derzeit verfügbaren – Vektor- und mRNA-Impfungen dürfen als sicher gelten. Die äußerst strenge Methodik ihrer behördlichen Zulassung (EMA) verdient unser Vertrauen: Und das auch durch die strengen Hersteller-Prüfverfahren – die noch niemals so öffentlich und so transparent waren wie in diesen Zeiten…eben völlig anders als zu Jenners Zeiten…

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei“ . – Zitat: Paracelsus (1493–1541) war ein berühmter Schweizer Arzt, Alchemist, Mystiker und Philosoph.


FAKE NEWS

Der Auftakt der Corona-Impfungen wird derzeit von einer Welle an „Desinformation“ begleitet. Im Netz verbreiten die Gruppen „Querdenken“ und Impfgegner bewusst falsche Fotos und Gerüchte über angebliche Spätfolgen. Viele Menschen lassen sich dadurch offenbar stark verunsichern. FAKE NEWS: Die Mythen der Impfgegner…dazu später Interessantes – hier auch am Blog-Artikel-Ende mehr z.B. bei: „Nächste Themenseiten zum Anklicken…“ = 3.FAKE NEWS

DER HINWEIS:

Blog-Übersichts-Hauptseite-Navigations-Tipps:
Hier sind (siehe rechts oben) die Themenseiten einzeln klar gegliedert aufgelistet:

Home – About me – Blog – Corona-Fakten Aktuell – Lullabuy Design – Artwork – Kontakt –


Am einfachsten ist es also auf der HAUPT – BLOG – SEITE (oben rechts in der LEISTE) „Corona-Fakten Aktuell“ zum Anklicken: Hier geht dann ein Fenster auf, rechts beim Runterscrollen findet man dann sofort – unter anderem – z.B. den gewünschten Artikel „Fake-News“.


COVID-19 ist und bleibt derzeit ein weltweiter Notfall, der uns Menschen langfristig bedroht.

Reicht es eigentlich, wenn 60-80 Prozent aller Menschen geimpft sind?

Die „Verbreitungsgeschwindigkeit“ dieser Viren ist entscheidend: Für Masern, die sich extrem schnell verbreiten gilt bereits ein sehr hoher Wert von 95 %… Neuere Erkenntnisse zur Infektiosität von Sars-CoV-2 und aktuelle Meldungen aus Groß-Britannien lassen Experten – wie den US-Immunologen Anthony Fauci – Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (in Washington/Baltimore ) – vermuten, dass eine Impfquote von über 80 % notwendig sein wird. Das wird hier bei uns wahrscheinlich in Deutschland – wo eine hohe Impfskepsis herrscht – wohl nicht so schnell erreicht werden… das Virus wird uns also weiterhin treu bleiben…Der US-Immunologe Anthony Fauci blicke daher sehr pessimistisch auf die Entwicklung der Corona-Pandemie im neuen Jahr 2021. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Zur immer noch vorherrschenden „Impfskepsis“ – generell vor allem bei Impfgegnern – folgt Näheres gegen Blog-Artikel-Ende…


Wie lange sind wir dann eigentlich nach einer „Impfung“ immun?

Impfstoffe können generell die Zahl schwerer Erkrankungen senken. Dies ist der Zahl neutralisierender Antikörper zu verdanken, die eine zelluläre Immunantwort des Impfstoffes stimulieren. Unsere wichtigen Gedächtniszellen („t-memory-cells“) können – wie oben schon erwähnt – noch sehr, sehr lange nach einer erneuten Begegnung mit  „Erregern“, die Produktion von Antikörpern und speziellen Lymphozyten veranlassen und die Viren angreifen bzw. eliminieren.

Bei einer „natürlichen“ Infektion mit dem Coronavirus verläuft die erste Infektion (oft bei Jüngeren) meist recht mild oder manchmal auch sogar asymptomatisch…EIN WICHTIGES ABER: Man kann nach derzeitigem Wissensstand davon ausgehen, dass erst eine Erkrankung mit „sehr schwerem“ Verlauf – mit der „Immunität einer Impfung“ gleichzusetzen ist: Unser Wissen ist aber hierzu zur Zeit noch begrenzt. Dazu später noch Ausführlicheres…

Auch eine durchgemachte Sars-CoV-2 Erkrankung  schützt vor einer erneuten Ansteckung, wie eine Studie aus Dänemark (10.2020) zeigte: Demnach sind die meisten Menschen zunächst für eine Dauer von mindestens sechs Monaten geschützt. Das Risiko für Ältere ist hier aber deutlich höher: Bei Menschen über 65 Jahren traten erneute Infektionen häufiger auf als bei jüngeren.

Alle Hoffnungen richten sich nun darauf, dass die Impfstoffe dazu beitragen werden, die Ausbreitung des Erregers in absehbarer Zeit aufzuhalten und die Pandemie einzudämmen. Die Crux ist aber – wie gesagt – die „Impfmüdigkeit“ der Bevölkerung…

„Die Zukunft kann man am besten vorhersagen, wenn man sie selbst gestaltet“ .

„The best way to predict the future is to invent it. “ – Zitat: Alan Kay (*1940) ist einUS-amerikanischer Computerpionier. 


Überstandene Covid19-Infektion und immun?

Es ist leider möglich – wie oben erwähnt – , sich nach einer überstandenen Covid19-Infektion erneut mit dem Virus zu infizierendas Risiko ist aber sehr gering.
In Studien aus Katar (Januar 2021) wurden 133 266 Probanden untersucht, 54 davon steckten sich ein zweites Mal an – und zeigten Symptome. Das Risiko für eine Zweitinfektion mit Symptomen schätzten die Autoren daher auf 0,02 Prozent. 

Auch eine durchgemachte Erkrankung schützt vor einer erneuten Ansteckung, wie eine Studie aus Dänemark zeigt: Demnach sind die meisten Menschen zunächst für eine Dauer von mindestens sechs Monaten geschützt. Das Risiko für Ältere ist hier aber deutlich höher: Bei Menschen über 65 Jahren traten erneute Infektionen häufiger auf als bei jüngeren.
Auch eine Kohortenstudie aus Großbritannien hatte (unter 20 000 Krankenhausmitarbeiter) sogar etwas mehr Fälle gefunden. Das Fazit: Eine durchgestandene Infektion und der dadurch aufgebaute Immunschutz senken das Risiko, sich erneut mit dem Coronavirus anzustecken, um 83 Prozent – und das Risiko, noch einmal mit Symptomen zu erkranken, sogar um 95 Prozent. (Quelle: Quarks 26.01.2021)

Doch wie lange besitzt denn der Körper zumindest einen gewissen Schutz vor den Viren? Das weiß man im Moment noch nicht so genau. Es gibt von Experten aber doch einige Vermutungen…

06.04.2021: Wissenschaftler gehen bisher davon aus, dass die Immunität gegen SARS-CoV-2 nach einer durchgemachten Infektion mindestens vier bis sechs Monate anhält, auch wenn das noch nicht genau bewiesen ist. Auch nach einer erfolgreichen Corona-Impfung sollte man nach 6 Monaten eine Auffrisch-Impfung bekommen. (RKI)
11.2020: Eine veröffentlichte Studie des kalifornischen „La-Jolla-Instituts für Immunologie“ hatte – schon letztes Jahr – infizierte Menschen untersucht. Demnach sind sowohl Antikörper als auch T-Zellen – zwei der zentralen Waffen unseres Immunsystems – zumindest „fünf Monate“ nach dem Einsetzen der Symptome einer Erkrankung noch deutlich nachweisbar sind, selbst bei Verläufen mit milder Symptomatik.

Bei Personen, die sich erneut wieder mit SARS-CoV-2 angesteckt hatten, wurden aktuell hohe Virusmengen im Nasen- und Rachenbereich nachgewiesen. Dies könnte bedeuten, dass Personen, die sich erneut anstecken, auch andere Personen weiter anstecken können. Entsprechend sollte auch nach einer Erkrankung mit COVID-19 weiterhin die AHA+L+A Formel auch zwingend eingehalten werden.


Sterile Immunität? Die gibt es wohl nicht…

Für Thomas Jacobs vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg sind diese Beobachtungen mit Blick auf die Reaktionsweise unseres Immunsystems doch ermutigend. Solange es genügend Antikörper gebe, könne man von einer robusten, wenn auch nicht sterilen Immunität ausgehen“ … so Jacobs.
Entsprechende Sars-CoV-2-Impfstoffe würden sehr wahrscheinlich sogar noch eine deutlich bessere Antikörper-Antwort hervorrufen, als eine natürliche Infektion.
Von einer „sterilen“ Immunität, d.h. einer lebenslangen Schutzwirkung durch COVID-19- Impfstoffe könne indes derzeit aber keinesfalls ausgegangen werden: Es könnte so sein, dass wir alle – nur durch immer wiederkehrende Jährliche Impfungen (wie z.B. bei den derzeitigen Grippe-Impfungen) – geschützt sein werden. Zudem sei derzeit noch völlig ungewiss, ob eine Sars-CoV-2 Impfung auch davor schütze, den Erreger trotzdem weiterzugeben. „Bei einer hohen Antikörper-Antwort – nach einer Impfung – ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber sehr gering, dass der Erreger weitergegeben werde“, erklärt Jacobs. Es wird immer – unabhängig vom Vorhandensein von Antikörpern – nach einer Impfung eine zelluläre Immunität aufgebaut.

Derzeit sind für Geimpfte noch keine serologischen Korrelate definiert, die als Surrogatmarker (= Messwert in Studien) für bestehende Immunität geeignet wären, sodass kein Schwellenwert angegeben werden kann, ab dem ein tatsächlich sicherer Schutz angenommen wird. Ob im weiteren Verlauf ein serologisches Korrelat für die Wirksamkeit definiert werden kann, ist ebenfalls noch unsicher; auch bei anderen impfpräventablen Krankheiten (z.B. Pertussis) kann bisher immer noch kein sicheres serologisches Korrelat für Schutz angegeben werden. (RKI)


Insgesamt… so *Immunologe Watzl, würden die Impfstoffe aber zunächst für eine Beruhigung der Situation sorgen. „Selbst, wenn der Schutz nur 1-2 Jahre anhält, könnte – wie schon bei der „Grippe“ (Influenza) – z. B. jährlich nachgeimpft werden“, sagt er. „Das wäre zwar nervig, aber beherrschbar.“

Und Sars-CoV-2 würde so zu einem weiteren Erreger, gegen den man regelmäßig impfen muss. „Wir hätten dann aber keine Pandemie mehr und unser normales Leben zurück.“ (dpa/rs)
Anm.: *Prof. Dr. rer. nat. Carsten Watzl: Er ist Immunologe und leitet den Forschungsbereich Immunologie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund.

Bei dem uns allen bekannten üblichen „Grippe-Impfstoff“ muss zum Beispiel – wie wir wissen – ja auch jedes Jahr von Neuem geimpft werden, da das Virus sich ständig verändert. Sars-CoV-2 würde so evtl. zu einem weiteren Erreger, gegen den man regelmäßig impfen muss. Nichtsdestotrotz würden die bisherigen Ergebnisse der Preprint-Impf-Studien einen schon recht erfreulichen Rahmen für eine erwartete Immunität durch die Vakzine (Impfstoff) setzen. Wie lange diese jedoch wirklich anhält, ist jedoch derzeit noch nicht genau bekannt.
(Quelle: https://www.cio.de/a/wie-lange-die-covid-19-impfstoffe-wirken,3647615)


Bestehen Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Impf-Stoffen?

Dr. Klaus *Cichutek ist es wichtig, einige Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Impfstoffen auszuräumen. „Die derzeit geäußerte Befürchtung, die mRNA könne zu Veränderungen im Erbgut führen oder in die menschliche DNA eingelagert werden, ist absolut unbegründet“, sagt er. „Die mRNA aus dem Impfstoff könne das Erbgut „rein technisch“ gar nicht verändern :

Das menschliche Genom bestehe aus doppelsträngiger DNA, in die sich die einzelsträngige Viren-RNA gar nicht einbauen lässt. Damit so etwas passieren könne, müsst die mRNA in DNA extra umgeschrieben werden. Doch dafür würden sehr spezielle Enzyme benötigt, die in menschlichen Körperzellen gar nicht aktiv vorkämen... „Auch Sicherheits-Aspekte würden durch die beschleunigten Zulassungsverfahren nicht vernachlässigt“… betont der PEI-Präsident Cichutek. Verschiedene Prüf-Verfahren seien nicht nacheinander in einzelnen Studien, sondern miteinander koordiniert worden und weltweit parallel erfolgt, daher wurde auch relativ schnell ein solch neues Impfstoffverfahren erst möglich... (Quelle aktuell: Deutsches Ärzteblatt – Heft 1-2021)  

Zitat: *Prof. Dr. rer.nat. Klaus Cichutek (*1959) ist ein deutscher Biochemiker und Professor für Biochemie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 2009 ist er Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.


NTV-Interview-Ausschnitt mit Dr. Rolf Hömke: Er ist Forschungssprecher des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA) zum IMMUNSCHUTZ:

„Man weiß auch noch nicht, welcher „Typ“ von Impfstoff bei Covid-19 und anderen Krankheiten den „dauerhaftesten“ Immunschutz hervorruft. Es könnte durchaus sein, dass sich Impfstoffe mit längerer Entwicklungszeit später als deutlich überlegen erweisen oder aber vielleicht auch nicht. Wir werden das erst in den kommenden Monaten erfahren, wenn auch andersartige Covid-19-Impfstoffe neu zugelassen und eingesetzt werden. Insgesamt kann man froh sein, dass Unternehmen und Institute mehrere Impfstofftechnologien entwickelt haben, die nun endlich gegen Covid-19 und andere Krankheiten zum Einsatz kommen können. Das erhöht die Erfolgschancen sehr“…so Hömke.

Frage: Mit wie vielen weiteren zugelassenen Covid-19-Impfstoffen anderer Firmen kann man in den kommenden Wochen und Monaten rechnen?

„…Schon Ende Dezember 2020 wurde der neue mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen und es wurde sofort angefangen zu impfen. Und Anfang Januar 2021 hat nun auch der von MODERNA (mRNA-1273) die Zulassung in der EU erhalten. Nun hatte Ende Januar 2021 durch die EMA auch schon der dritte Impfstoff seine Zulassung bekommen: Astrazeneca. Im Verlauf von 2021 werden dann voraussichtlich noch weitere dazu z.B. Johnson&Johnson ist schon zugelassen und demnächst soll u.a. auch CUREVAC kommen, deren Hersteller mit der EU oder speziell Deutschland schon länger Lieferverträge abgeschlossen haben“….meinte Hömke.


Die Mutanten sind da…die Gefahr hatte sich nun mindestens potenziert:

13. März 2021: Die dritte Welle war nun da… Die Fallzahlen mit der ersten Corona-Variante B.1.1.7 und später anderen… stiegen seither exponentiell an – das Robert-Koch-Institut rechnete in einer Prognose deshalb Mitte April 2021 mit einer Sieben-Tages-Inzidenz „mind. über dem hohen Niveau von Weihnachten“. Grund seien unter anderem diese neuen Virus-Mutanten… (ZDF)


TIPPS:
Blog-Übersichts-Hauptseite-Navigation:

Hier sind (siehe rechts oben an der Kopf-Leiste) die Themenseiten – einzeln ganz klar gegliedert – aufgelistet:

Home – About me – Blog – Corona-Fakten Aktuell – Lullabuy Design – Artwork – Kontakt –

Am einfachsten ist es also auf dieser HAUPT-BLOG Seite (also oben rechts in der LEISTE) zum Beispiel: „Corona-Fakten Aktuell“ anklicken: Hier geht dann ein Fenster auf, beim Runterscrollen findet man dann sofort – unter anderem – z.B. den gewünschten Artikel – wie z.B. 4.3. Mutanten-Varianten.


Und die Kinder?

„…Leider kann es mit „Schutzimpfungen“ für Jugendliche und Kinder auch erst sehr viel später losgehen, wenn die Impfstoffe auch für diese Altersgruppen dann auch alle erprobt wurden. Die meisten Studien dafür werden aber erst beginnen, wenn sich die betreffenden Impfstoffe bei Erwachsenen bewährt haben. Also: Keinesfalls wird die Pandemie Ende 2021 schon weltweit überwunden sein. Das ist eine Aufgabe für mehrere Jahre“…

Allerdings waren dem RKI zufolge „Impfstudien“, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen sollen, nun bereits für 2021 schon in Planung und wurden in kleinem Rahmen auch schon begonnen. An Schwangeren wurden die Covid-19-Impfstoffe noch nicht getestet“ ….so Dr. Hömke – (Seniorreferent Wissenschaftspresse, Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)

12. 03. 2021 – RKI-Chef Wieler: Auch die Inzidenz von COVID-19 bei Kindern stieg im Frühjahr 2021 an. Die Schulen waren wieder in Betrieb. Die Inzidenzen stiegen insgesamt vor allem bei den unter 60 Jahre alten Menschen ebenfalls wieder – und seit Mitte Februar 2021 auch bei den Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren. Beobachtet würden auch wieder mehr Kita-Ausbrüche, sogar mehr noch als vor Weihachten. Es könnte sein, dass die ansteckendere englische Mutation B.1.1.7 hier eine Rolle spielte.

Schwere COVID-19 Verläufe sind bei Kindern eigentlich sehr selten.  Jedoch komme es gelegentlich zu immunologischen Folgeerkrankungen (PIMPS – Definition siehe unten), die man nicht unterschätzen dürfe.
„So haben bereits einige Hersteller begonnen, ihre Corona-Impfstoffe an Minderjährigen zu testen – auch um Erwachsene zu schützen“ . – so Dr. Dominik Schneider ist Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Dortmunder Klinikum.

Für Kinder ab zwölf Jahre haben die Firmen BioNTech und Pfizer in den USA aber für ihren Impfstoff bereits eine Notfallzulassung beantragt. Vorläufige Studienergebnissen zeigen einen Schutz von 100 Prozent.
Das Pharmaunternehmen BioNTech hatte nun am Freitag (30. April 2021) die Zulassung eines Vakzins für Jugendliche von 12 bis 15 Jahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beantragt.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt an, dass der Impfstoff „wenn nichts Ungewöhnliches passiert“ in den Sommerferien evtl. schon eingesetzt werden könnte. (IQ-Wissenschaft und Forschung – BR24.de)

Die Ankündigung, dass BioNTech einen Impfstoff für Kinder und Jugendliche auf den Markt bringt, sei für ihn ein „gutes Etappenziel“. Es sei gut, wenn eine Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren bald komme. Die Eltern müssten im Endeffekt über die Coronavirus-Impfung entscheiden.

Der Einsatz wird aber doch wohl noch dauern. Der Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Mainz, Professor Fred Zepp rechnet „frühestens Ende des Jahres 2021″ damit, dass alle Kinder in Deutschland dann auch vollständig geimpft werden könnten.

LINKS:

Zulassung für Teenager beantragt: Biontech macht Tempo beim Corona-Impfstoff für Kinder
Biontech-Chef Uğur Şahin rechnet schon im September mit ausreichend Daten für die Zulassung des Corona-Impfstoffs für Kinder.

Bei Kindern nimmt aktuell die Zahl und auch die Schwere der Corona-Erkrankungen immer weiter zu.

April 2021: Über ein Jahr nach den ersten Corona-Fällen in Deutschland hat sich die Corona-Infektions-Lage dahingehend auch drastisch geändert: Wenn Kinder mit Symptomen erkranken, dann sind sie länger krank. Aber lange, schwere Post-Covid-Erkrankungen (Kawasaki-Syndrom oder das PIMS-Syndrom) sind bei Kindern nach bisherigem Kenntnisstand bislang äußerst selten.

DIE GEFAHR – 1:1000 – DIE MULTISYSTEM-ERKRANKUNG (PIMS):
Es kann, wenn – wie gesagt – auch sehr selten, zu heftigen Symptomen bei Kindern – die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben – kommen. Der Biochemiker und Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth erklärt in einem Beitrag des Deutschlandfunks, dass eines von 1000 Kindern „vier bis sechs Wochen nach einer Corona-Infektion plötzlich erneut wieder krank und zwar sehr krank“ werden könne: Die Symptome könnten dabei variieren: Die Palette besteht aus hohem Fieber, Schwäche, Probleme am Herzen sowie im Darm, rote Haut, Lunge und Blutgerinnung.

Dieses Krankheitsbild nennen Ärzte “Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome“, kurz PIMS. Dabei handelt es sich um eine Entzündungserkrankung in verschiedenen Organen bei Kindern.
„In der dritten Corona-Welle ist bei wachsenden Corona-Zahlen der Anteil der infizierten Kinder deutlich höher als bei der ersten und der zweiten Welle, warnte bereits Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Inzidenzen bei Kindern steigt derzeit wesentlich schneller als in anderen Altersgruppen. Mit den steigenden Zahlen nimmt aber auch die Schwere der Verläufe bei Kindern zu. Corona-Impfungen für Kinder gibt es wohl frühestens Ende des Jahres 2021… . „Der BioNTech-Impfstoff ist ja bereits für 16-Jährige zugelassen“ … sagte Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), jüngst im Interview der RP (Rheinischen Post).


In Hamburger Kliniken werden auch mit dem Coronavirus infizierte Babys und Kleinkinder behandelt. Die Klinik beobachte jedoch auch besorgt die Entwicklung der Infektionszahlen insbesondere bei älteren Kindern. 26.03.2021: Im Kreis Stormarn (Schleswig-Holstein) war ein vierjähriges Kind kürzlich mit einer Corona-Infektion gestorben. „Wir haben in dieser Woche sowohl ambulant als auch stationär Kinder im Alter von wenigen Wochen bis 4 Jahren behandelt, die an einer Covid-19-Infektion erkrankt sind“, sagte Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz. Keines musste beatmet werden. „Alle Kinder wurden in gebessertem Gesundheitszustand wieder entlassen.“ Die Klinik beobachte jedoch nun besorgt die neuere Entwicklung der Infektionszahlen insbesondere gerade bei Kindern. (28.03.2021)

Stand: 28. März 2021 –  ntv.de / mmo Quelle: Fallzahlen der Landesbehörden, Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI

26. März 2021

Durch den Virus selbst verursacht:
Eine Multisystem-Entzündung (MIS-A) in den Wochen nach einer SARS-CoV-2-Infektion ist auch bei Erwachsenen möglich!

Das MIS (Multisystem Inflammatory Syndrome) ist eine seltene, aber schwere Komplikation, die infolge einer SARS-CoV-2-Infektion auftreten kann. Es wurde zunächst nur bei Kindern beobachtet. Jetzt berichten Mediziner der DRK-Kliniken Berlin-Westend in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ über die ersten Fälle eines „Multisystem Inflammatory Syndrome-Adults“ (MIS-A) bei Erwachsenen.

Während die MIS-C mittlerweile bei hunderten Kindern schon weltweit beschrieben wurde, sind Fälle von MIS-A in Deutschland bisher weniger bekannt.
„Die hier aufgeführten Fälle zeigen jedoch, dass MIS-A auch bei Erwachsenen auftreten kann – die sich mit hohem Fieber, erhöhten Entzündungswerten (ohne Infekt-Fokus) sowie Erkrankungen verschiedener Organsysteme vorstellen, so dass ein zeitlicher Zusammenhang mit einer möglicherweise asymptomatischen SARS-CoV-2-Infektion in Betracht gezogen werden muss“, erklärten die Mediziner Dr. med. Karl Rieper und Professor Dr. med. Andreas Sturm (DRK-Kliniken Berlin-Westend) der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“. Die Personen wurden hochdosiert mit Kortison behandelt. Zusätzlich erhielten sie Immunglobuline (Antikörper) zur Neutralisierung von Immunkomplexen, um so die übermäßig gefährliche Immunreaktion im Körper abzufangen. Ihr Zustand verbesserte sich rasch. (Bericht: Coliquio)


UND DIE IMPFSTOFF-KOSTEN?

Einige Hersteller hatten Mitte 2020 übrigens angekündigt, ihre Impfstoffe gegen Covid-19 zunächst auf „no-profit-Basis“ zu liefern, solange die Pandemie besteht. Der Preis soll sich also an den Kosten orientieren, die dem Hersteller selbst entstehen. Mehrere Impfstoffprojekte werden auch zusätzlich von *CEPI finanziell unterstützt….wie z.B.: CureVac (Tübingen, Deutschland), Moderna (USA). (Quelle: www.wallstreet-online.de)

Wer ist *CEPI?

Die schlimme Ebola-Epidemie (2013) sei damals ein Weckruf gewesen, der dazu führte, dass die Impfstoffforschung zu Erregern mit pandemischen Potenzial verstärkt wurde.

Hierzu wurde im Jahre 2017 die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (*CEPI) gegründet, eine weltweite Allianz von Regierungen, der WHO, der Pharmaindustrie und privaten Geldgebern, um auf zukünftige Pandemien schneller reagieren zu können. Diese wurde mit einer Milliarde US-Dollar ausgestattet“… berichtete Prof. Becker. (Anm.: Prof. Dr. Stephan Becker (*1960 in Wetzlar) ist ein deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg.)

So war es möglich, schon im Vorfeld „Impfstoffkandidaten“ gegen hochpathogene Viren wie das gefährliche „Lassavirus“ sowie die beiden älteren Coronaviren MERS-CoV (das 2012 erstmals auftrat) und SARS-CoV-1 (die 2002 und 2004 einen schweren Ausbruch verursachten) zu entwickeln. (Quelle: PZ, Pharmazeutische Zeitung)
(MERS-CoV = englisch Middle East Respiratory Syndrome-related coronavirus)
EBOLA ist übrigens noch längst nicht ausgerottet… Aktuell (16.03.2021): Der aktuell neueste afrikanische Ebola-Ausbruch in Guinea (liegt im Westen, grenzt an die Elfenbeinküste) könnte auf einen Überlebenden der Epidemie in Westafrika von 2013 zurückgehen…


Anm.: *CEPI (= Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der sowohl staatliche Förderer als auch Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen zusammenarbeiten. Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder und hat CEPI bislang mit insgesamt 90 Millionen Euro unterstützt.
Es ist also ein „Product Development Partnership“, die unter anderem von Norwegen, Deutschland (Bundesforschungsministerium), Japan, Kanada, Australien und dem Wellcome Trust finanziert wird.
CEPI wurde – wie gesagt – bereits 2017 eigens dafür gegründet, um Impfstoffprojekte gegen größere Epidemien oder Pandemien schneller zu koordinieren, voranzutreiben und finanziell zu unterstützen.

Wie kompliziert und schwierig ist die Impfstoff-Forschung? Nur einer von 10.000 Wirkstoffen, die Forscher im Labor herstellen, wird einmal ein Medikament – vielleicht… Denn Arzneimittel-Forschung ist nicht nur teuer und langwierig, sie ist auch immer noch eine Reise mit ungewissem Ausgang. 


Virus-Partikel bestehen generell aus einer Nucleinsäure (DNA oder RNA) und einer sie umgebenden schützenden Proteinhülle.

Ein kleiner Ausflug in die „Genetik“ folgt weiter unten im Text.


Als Antigen bezeichnet man eine Substanz oder Struktur, die vom Immunsystem als „fremd“ erkannt wird und daraufhin von ihm bekämpft wird: – wie zum Beispiel ein VIRUS = das Antigen Eine prompte Immunantwort bilden dann in unserem Körper daraufhin die Antikörper – die das Antigen bekämpfen:

Begrifflichkeiten…
ANTIGENEANTIKÖRPER:

Die „ANTIGENE“ (Ag) sind körperfremde Stoffe (Krankheitserreger), die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Antigene werden von Antikörpern „angegriffen“.


„ANTIKÖRPER“- auch Immunglobuline (Ig) genannt – bekämpfen“ die Krankheitserreger: Es sind Eiweißstoffe (Moleküle), die von weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten) produziert werden. Sowohl B- als auch T-Lymphozyten können unser immunologisches Gedächtnis ausbilden, um bei wiederkehrenden Infektionen deutlich schneller reagieren zu können. Sobald also Viren, Bakterien oder Pilze in den Organismus gelangen, setzt das Immunsystem die Bildung von Antikörpern („Abwehrzellen“) in Gang. Man kann Antikörper auch gentechnisch herstellen.


Corona-Viren sind keine DNA-Viren sondern „RNA-Viren„. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren. Zu den RNA-Viren gehören auch wichtige stark pathogene Viren wie die bekannten Ebola- oder auch Masern-Viren.


Impfstoffe sind Beispiele für Antigene in immunogener Form, die einem Empfänger absichtlich verabreicht werden, um die Gedächtnisfunktion des adaptiven Immunsystems gegenüber Antigenen des in diesen Empfänger eindringenden Pathogens (z.B. Virus) zu induzieren. Impfstoffe gegen das bekannte saisonale Grippevirus sind hier ein häufiges Beispiel. (Wikipedia)


mRNA-Impfstoffe:

Sie schleusen nicht das ganze Virus, sondern als „Botenstoffe“ (messenger) nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meist körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit „Genen“ zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“.

Die „kämpferischen“ Abwehrreaktionen des Körpers gegen z.B. diese eingeschleusten Antigene werden (u.a. direkt nach einer Infektion) sofort von den „Antikörpern“ (Englisch: antibody) ausgeführt – das sind Proteine, die (wie oben erwähnt) unsere körpereigene Immunabwehr gegen die Krankheitserreger einsetzt

DIE BAU-ANLEITUNG: Die Präparate z.B. von BioNTech/Pfizer und Moderna enthalten mRNA, die im Zellplasma in ein Protein übersetzt wird – so wie gleichzeitig tausende andere mRNAs im Körper.

In den Zellkern, wo unser eigenes Genom lagert, gelangt die mRNA nicht. Sie ist ähnlich bzw. vergleichbar – wie der papierene Ausdruck eines exakten Bauplans – also eine Kopie des Originals… (Quellen: https://www.der-niedergelassene-arzt.de/medizin/kategorie/coronaktuell/der-durchbruch-der-mrna-impfstoffe)

Was passiert bei einer „Corona-Impfung“?

Zum Beispiel wird bei der mRNA-Impfung – wie oben schon erwähnt – „nur“ der Bauplan „für das Spike-Protein“ des Sars-Co2-Virus übermittelt, also nicht für den kompletten Erreger. Unsere Körperzellen bilden normalerweise sofort spezifische ANTIKÖRPER, wenn ihnen Fremd-RNA oder Fremd-DNA präsentiert wird.
Mit diesem neuen Impfstoff werden also den Körper-Zellen nur winzige Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind. Damit bekommen die Zellen die wichtigste Information, die sie brauchen, um einen kleinen Teil des Virus (ein sog. ANTIGEN) selbst herzustellen.
Gelangt diese Messenger-RNA (mRNA) in die Zellen, stellen diese damit das wichtige Erreger-Antigen selbst sofort her, was wiederum auch sofort zu einer Immunreaktion unseres Körpers führt.
Diese Immunreaktion ist die „Abwehrreaktion“ des Körpers auf Fremdstoffe und Krankheitserreger (wie z.B. das o.a. Erreger-Antigen). Das Erreger-Antigen vermehrt sich nur für eine eng „begrenzte“ sehr kurze Zeit in der geimpften Person, bis es durch das Immunsystem – bei Immunkompetenten – kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ wird.
Kommt es irgendwann später dann zu einem tatsächlichen direkten Kontakt mit dem „echten“ Virus, dem Krankheitserreger, erinnert sich unser Körper (memory cells) sofort daran, er ist schon vorbereitet und kann die eigene Abwehr schneller ankurbeln, um die Infektion dauerhaft abzuwehren.

Dazu gibt es gegen Blog-Artikel-Ende noch ausführlichere Informationen.


Unser wichtiges „Immungedächtnis“:

Unsere „Memory-cells“ = Gedächtniszellen sind eine Untergruppe der Lymphozyten. Diese sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).  Es zählen dazu die B-Lymphozyten (B-Zellen), die T-Lymphozyten (T-Zellen) und die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen).
Unsere wichtigen B-Gedächtniszellen (memory cells) sind also spezialisierte Lymphozyten und der Informationsspeicher für die Bildung von Antikörpern gegen eine Krankheit. Da sie bei jedem erneuten Antigenkontakt sofort auch eine schnelle Immunantwort auslösen, bilden die „Memory-cells“ = Gedächtniszellen – das immunologische Gedächtnis des Körpers.

Im mRNA-Impfstoff steckt also nur die „Bauanleitung“ (s.o.) für das Spike-Protein:

Im Fall von Sars-CoV-2 enthalten die „Corona-Impfstoffe“ ganz bestimmte Eiweiß-Stoffe, also PROTEINE – wie oben schon erwähnt: Sie sind der wichtigste Bestandteil des sogenannten Spike-Proteins auf der Virusoberfläche (diese werden auch meist als „Stacheln“ dargestellt). Das Corona-Virus braucht diese Spikes unbedingt, um besser in die Zellen des Körpers eindringen zu können.


Der Aufbau der mRNA-Vakzine „orientiert“ sich an dem der natürlich vorkommenden mRNAs:
Ein Unterschied zu den natürlich vorkommenden mRNAs ist die Verwendung von sogenannter modRNA, bei deren Synthetisierung (in vitro) modifizierte Nukleoside verwendet werden. Während BioNTech/Pfizer und Moderna – die sog. modRNAs in ihren Impfstoffen verwenden, setzt Curevac auf nicht-modifizierte, natürliche mRNA in seinen Vakzinen. Dazu später mehr…

Das Spikeprotein

Nachgebaut wird bei dieser Impfung dabei also nicht das gesamte Virus, sondern nur das kl. TeilstückSpike-Protein (als ANTIGEN) – Das Spikeprotein an sich ist völlig ungefährlich. Es ist übrigens nicht STARR, sondern im Gegenteil recht flexibel beweglich.

Mit jedem neuen Impfstoff werden den Körper-Zellen – wie oben schon erwähnt – nur winzige Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind. Gelangen diese „Antigene“ (in dem genannten Beispiel sind das also die neu hergestellten „Spike“-Proteine) dann in das Blut, aktivieren diese sofort das menschliche Immunsystem und rufen im Erfolgsfall alsbald auch eine sofortige „Immunantwort“ hervor. 

Immunantwort: Hier entwickelt der Körper ganz spezifische Antikörper, die sich an die Antigene andocken und diese bekämpfen. Das Immunsystem „lernt“ im Laufe des Lebens immer mehr Erreger und Toxine „kennen“ und speichert deren Strukturen, um sie bei einem erneuten Eindringen effektiver bekämpfen zu können. So entsteht also unser wichtiges „Immungedächtnis“.


Wichtig zu wissen: Eine „Interaktion“ des mRNA-Impfstoffes mit der DNA im Zellkern findet nicht statt, so dass keinerlei Veränderung oder Manipulation des Erbguts möglich ist.

Um es nochmals zu betonen:
Das Erbgut wird also durch mRNA-Impfstoffe nicht verändert – denn diese mRNA ist nur ein kl. „Botenmolekül“, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und vom Körper so schnell wie möglich wieder abgebaut wird.


Das Prinzip der körpereigenen Abwehr nutzte die Medizin schon immer… auch bei jeder anderen Impfung bisher: Denn der Impfstoff enthält immer nur abgeschwächte Krankheitserreger (Tot- oder Lebend-Impfstoffe), gegen die unser Immunsystem sofort entsprechende Abwehrstoffe bildet.
AuchLebendimpfstoffe“ sind – wie erwähnt – in ihrer Wirkung so stark abgeschwächt, sodass die Erkrankung selbst gar nicht ausgelöst werden kann.


Weitere Informationen zu den Impfungen – zum Nachlesen – gibt es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts sowie des Paul Ehrlich-Instituts.
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/COVID-19.html

https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/impfstoffe-node.html

ES GIBT GENERELL SCHON IMMER VERSCHIEDENE ARTEN VON IMPFSTOFFE Wie oben schon kurz erwähnt:

Lebend-, Tot-, und die neuen Vektor- oder mRNA-Impfstoffe…

(Quelle: VfA =Verband forschender Pharmafirmen)

1.) Lebendimpfung = lebendes, aber seiner schädlichen Eigenschaften beraubtes Virus löst über seine Erregerantigene eine Immunantwort aus.

2.) Totimpfung = abgetötetes Virus löst ebenso eine Immunantwort aus, Das geht auch hier, weil ganz bestimmte biologische Strukturen des Virus (die Erregerantigene) dies bewirken – ganz gleich, ob das Virus lebendig oder tot ist.

3.) NEU: mRNA- Impfstoffe = Genbasierte Impfung = die Viren-Antigene werden hier „nicht“ über deaktivierte oder tote Viren zugeführt, sondern die Viren „Gene“ (RNA-oder DNA-basiert) werden appliziert, damit mit deren Hilfe unser Körper die (Erreger – ) „Antigene“ selbst herstellen kann. Sind diese erst einmal hergestellt und vorhanden, wird dann die Immunantwort (bei Immunkompetenten) auch sogleich vom Körper ausgelöst…

4.) NEU: Bei „Vektorimpfstoffen“ wird das Genmaterial für ein Impfantigen in ein (oder zwei) infektionsfähiges, gut bekanntes „Trägervirus“ eingebaut, das dann als „Impfstoff“ injiziert wird. Dieser „Vektor“ dient sozusagen als eine Art „Genfähre“ (wie ein Boot), die genetisches Material in die Körperzellen einschleust. Ein medizinischer Trick… Dazu später noch ausführlichere Infos…


Die bisher üblichen, herkömmlichen Impfstoffe präsentieren dem Immunsystem schon immer die Antigene selbst.
UNTERSCHIED: Bei einer genbasierter Impfung z.B. mit den mRNA-Impfstoffen hingegen bekommt der Körper „nur“ die genetische „Information“ geliefert. Der Körper bildet das Antigen dann sofort selbst. Bei einem späteren Kontakt erkennt das Immunsystem im Prinzip das Antigen sofort wieder und kann dann das Virus gezielt sofort bekämpfen.

VEKTOR-IMPFSTOFF:

Der Impfstoff der Firma Astra-Zeneca (zum Beispiel) basiert auf abgeschwächten Viren-Teilstückchen, die sich NICHT im Körper vermehren können. Damit erfüllt auch dieser Impfstoff NICHT exakt die Definition eines Lebend-Impf-Stoffes, sondern wird als sog. „Vektor-Impfstoff“ oder „Vektor-basierter Impfstoff“ bezeichnet.


WICHTIG ZU WISSEN:
Die derzeit benutzten, neuen SARS-CoV-2-Impfstoffe sind also „nicht“ vermehrungsfähige sog. „Tot-Impfstoffe“: Diese enthalten also keine vermehrungsfähigen Viren.

Um es nochmals zu betonen: Mit diesem neuen mRNA-Impfstoff werden den Körper-Zellen also nur winzige Bruchstücke als stark abgeschwächte Teile der Erbinformation des Virus (bestimmte Proteine) geliefert, die in der sogenannten mRNA (messenger Ribonucleic Acid) gespeichert sind.


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Miteinander- Nebeneinander-Füreinander: Gemeinsam ist man einzigartig… und zusammen ist man stark.

„Die Coronavirus-Pandemie, der globale Lockdown und das Einfrieren der wirtschaftlichen Aktivität haben eine systematische Wirtschaftskrise ausgelöst, welche die Welt seit der Großen Depression* nicht mehr gesehen hat“, sagte Putin erst kürzlich. (*Die Große Depression von 1929 in den USA gilt als Auslöser der gewaltigen Weltwirtschaftskrise in den 1930ern).


Wer ist eigentlich die europäische Arzneimittelagentur EMA?

Für alle EU-Länder ist die europäische Arzneimittelagentur EMA für die Zulassung von Covid-19-Impfstoffen zuständig; Diese ist aber nicht allein: Die „Behörden aller Mitgliedstaaten“ wirken ganz wesentlich an den Zulassungsverfahren mit. In Großbritannien und den USA sind die BioNTech-Impfungen mit *BNT162b2  schon bereits recht früh zugelassen worden, nachdem beide Länder schon im Dezember 2020 eine Notfall- Zulassung erteilt bekommen haben.


In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen zuständig für die „Genehmigung“ der klinischen Prüfungen von Arzneimitteln und Impfstoffen, auch an der „Zulassung“ in Europa durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) ist es beteiligt.


BioNTech und Pfizer
Er war bei uns der Erste… der mRNA-Impfstoff:

Comirnaty® – (vorher: BNT162b2) –  ist vorerst der offizielle Name des Corona-Impfstoffs: Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.


Die Zulassung der Corona-Impfstoffe durch die EMA in Europa dauert zwar immer etwas länger, ist aber gründlicher und entlässt die Hersteller nicht aus der Haftung (!) – Die Zulassung ist Mitte Dezember 2020 bereits früh erfolgt – in England wurde damals schon mit den Impfungen bereits begonnen.

Wenn die Daten eines neuen Impfstoffs einer klinischen „Phase-3-Studie“ dann endlich auch mal tatsächlich vorliegen, dann werden sie durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA (und zusätzlich in Deutschland durch das Paul-Ehrlich-Institut) nach absolut strengen Kriterien geprüft. Man ist hier nicht mit PI x Daumen unterwegs oder befindet sich hier auch nicht in irgendwelchen ostasiatischen Ländern – wo schon nach Test-Phase-2 produziert und konsumiert wird.


Wie alles begann…

EMA:

Die EMA zog nun doch die Entscheidung vor: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte die Zulassung des neuen Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer empfohlen. Formell hatte dann auch die EU-Kommission zugestimmt. So wurde nun direkt nach Weihnachten (ab 27.12.2020) auch in Deutschland mit den Impfungen begonnen.

NEWS: Auch der neue US-Moderna-Impfstoff (mRNA-impfstoff) konnte übrigens schon am 6. Januar 2020 auch in Europa zugelassen werden. Die offizielle Bezeichnung des Impfstoffs lautet „Covid-19 vaccine (mRNA-1273)“. Das Dosierungsschema umfasst 2 Dosen zu je 100 μg, die im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Dazu für Interessierte später im zweiten Corona-Blog-Artikel „IMPFUNGEN-HERSTELLER“ mehr…


EMA-Bericht: Virus-Mutation – aus England

Die EMA geht nun aktuell davon aus, dass der von ihr empfohlene Impfstoff BioNTech auch gegen die in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Variante (Typ B.1.1.7) wirksam ist. „Zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für die Annahme, dass der Impfstoff nicht gegen die neue Variante wirken könnte“, sagte EMA-Direktorin Emer Cooke. Es sei sehr unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Über die neue Virus-Variante müssten noch mehr Informationen gesammelt werden. Dazu ausführlicher im zweiten Teil des Corona-Blog-Artikels “ Impfstoff-Hersteller“.
„Außerdem könne ein neuer Impfstoff mit einer neuen Variante innerhalb von 6 Wochen hergestellt werden“, sagte BioNTech Chef Ugur Sahin (Zitat: WAMS 27.12.2020)


Früher dauerte die Impfstoff-Entwicklung 20 Jahre und länger:

Bei SARS-CoV-2 ist das allerdings völlig anders. Viel konnte man sich schon vor Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon damals – vor 10 Jahren – Impfstoffe entwickelt, die sich in klinischen Studien befanden.
Man wusste zum Beispiel auch schon länger, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es „designt“. Und viele Corona-Impfstoffe in der Entwicklung basieren auch auf schon lange bekannten Impf-Methoden. Selbst im Fall der mRNA-Impfstoffe musste diese Technologie heute nicht extra neu erfunden werden. Das ist beruhigend zu wissen.


Man habe heute in der Forschung derzeit den Eindruck, doch schon sehr schnell zu sein.

BEI DER IMPFSTOFF-HERSTELLUNG GAB ES ERSTE „KLINISCHE“ TESTS SCHON BEREITS AB SEPTEMBER 2020: „Wir sind ja schon länger auf das Thema Pandemie oder Ausbrüche von neuen Vi­ren vorbereitet“, sagte Prof. Dr. Becker.
„Wir waren in den letzten Jahren unserer Zusammenarbeit schon sehr darauf ausgerichtet, dass wir wirklich bei der Herstellung ei­nes Impf­stoffes extrem schnell sein können. In der öffentlichen Wahrneh­mung ist das alles aber nicht schnell genug. Aber das geht nicht anders: Impfstoffe brauchen ganz einfach ihre Zeit – und ich bin auch nicht bereit, Sicherheitsmaßnahmen zu drücken.“ (Quelle: © dpa/aerzteblatt.de)

Anm.: Prof. Dr. Stephan Becker (* 2. Dezember 1960 in Wetzlar) ist ein deutscher Virologe, Professor für Virologie und Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg

„Gute Neuigkeiten für Impfstoffentwickler“:

Unsere körpereigenen Immunabwehrzellen – die sogenannten T-Zellen – können erstaunlich weite Teile des neuen SARS-CoV-2-Virus erkennen. Das fand ein internationales Wissenschaftler-Team um die Tiroler Forscherin Daniela Weiskopf vom „La Jolla“ Institute for Immunology (LJI) in Kalifornien heraus. Das eröffne auch zusätzliche Optionen bei der Impfstoffentwicklung, so die Forscher im Fachblatt „Science Immunology“. (Quelle: futurezone, Agenturen)

Die meisten Viren haben zahlreiche Wege entwickelt, um die Immunabwehr der Wirtszellen auszutricksen bzw. ihr „auszuweichen“ (sog. Immun-Evasion) – auch bei Impfungen… 

DIE WÄCHTER IN UNSEREM KÖRPER PASSEN JEDOCH GUT AUF UNS AUF:
Weiße Blutkörperchen, die T-Lymphozyten, sind das Herzstück unserer Immunabwehr. Im Kontakt mit den infektiösen Mikroorganismen stimulieren diese T-Lymphozyten die B-Lymphozyten. Diese B-Lymphozyten produzieren also die Antikörper, welche die körperfremden Zellen sofort erkennen und vernichten helfen.

Es gibt auch diese (inzwischen nachgewiesene) T-Killerzellen-Kreuzimmunität gegen SarsCov2, (wegen früherer durchgemachter „harmloser“ anderer Corona Infektionen, die damals eher „grippeartig“ bzw. „erkältungsartig“ waren…) insbesondere zu finden bei den „asymptomatischen“ oder wenig symptomatischen Verläufen – vorwiegend bei „jüngeren“ Personen. „Die Messung der Immunität“ gegen SARS-CoV-2 ist der Schlüssel zum Verständnis der Entwicklung von COVID-19 und den Impfstoffen…Näheres unter dem link:

https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(20)30610-3


Gentechnik: Die Impfstoffe der Zukunft

Die verschiedenen „neuen“ genbasierten Arten von Impfstoffen (Vakzine-Typen) gegen SARS-CoV-2 und die Risiken…

DNA-Impfstoffe… sind noch in der Forschung, aber bisher noch nicht bei uns auf dem Markt…

DNA-Impfstoffe gelten als vielversprechende neue Technologieplattform. DNA-Impfstoffe sind sog. „Konstrukte“ (Vektoren oder Vehikel). Aus DNA wird RNA direkt im Impfling gebildet. Das heißt: Bei DNA-Impfstoffen muss das „gebaute“ DNA-Molekül zunächst in den Zellkern gelangen und dieses wird dort in Form von mRNA abgelesen. Die mRNA wandert aus dem Zellkern heraus und wird dann in das Antigen übersetzt. Aktuell befinden sich allein mindestens zehn verschiedene Impfstoffkandidaten auf der „Basis von Plasmid-DNA“ (zum Schutz vor COVID-19) zur Zeit noch in der klinischen Entwicklung (Paul-Ehrlich-InstitutPEI)

Bis heute gibt es in Deutschland und weltweit noch keine zugelassenen DNA-Impfstoffe für den Menschen, sondern nur RNA-Impfstoffe (oder Vektor-Impfstoffe).

Im Normalzustand ist DNA in Form einer Doppelhelix aufgebaut. Ihre Bausteine sind vier verschiedene Nukleotide…(ausführlicher nachzulesen bei Wikipedia)

Unsere RNA-Impfstoffe – mit sehr gutem Sicherheitsprofil

RNA-Impfungen versprechen ein deutlich besseres „Sicherheitsprofil“… so Prof. Dr. rer. nat. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, der Zulassungsbehörde für Impfstoffe in Deutschland.

Die Boten-RNA-(mRNA)
Vom Aufbau her ist die RNA der DNA ähnlich. RNA-Moleküle sind – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA – in der Regel einzelsträngig. Eine wesentliche Funktion der RNA in der biologischen Zelle ist die Umsetzung von genetischer Information in Proteine (siehe Proteinbiosynthese, Transkription und Translation). In Form der mRNA fungiert sie hierbei als Informationsüberträger…
Ein Weg, zufällige DNA-Insertionen sehr sicher zu verhindern, sind Boten-RNA-(mRNA-) basierte Vakzine (Impfstoffe). Hierfür werden RNA-Sequenzen ausgewählt und synthetisiert, welche die Proteine oder Proteinabschnitte (Peptide) des Erregers codieren. Hierzu werden „Nanopartikel“ verpackt in die Zellen gebracht – um Antikörper zu produzieren…vereinfacht ausgeführt 😉
Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag vor allem daran, dass RNA-Moleküle „sehr schnell“ enzymatisch abgebaut werden. Als große Vorteile erachtet man aber ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und geringere Nebenwirkungen. Aufgrund der definierten Halbwertszeit von mRNA-Molekülen (in vivo) sei darüber hinaus die Dosierung so auch wesentlich leichter zu steuern.

Wissenschaftler/innen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) berichten in einer aktuellen Publikation, dass es bestimmte *Epitope gibt, die zwischen SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 unverändert erhalten sind. Das könnte bedeuten, dass Impfungen, die auf solche Epitope abzielen, „kreuz-protektiv“ wirken, also Schutz gegenüber ganz verschiedenen (!) Coronaviren und neu auftretenden Virusmutationen (!) vermitteln könnten. Ein großer Vorteil dieser „mRNA-Technologie“ besteht zudem darin, dass man das Molekül ohne tierische Zusätze herstellt und nur sehr geringe Mengen davon benötigt.
Anm.: *Epitope sind die Molekülabschnitte eines Antigens, die eine spezifische Immunantwort auslösen können. Gegen die Struktur Epitope kann ein spezifischer Antikörper oder eine spezifische T-Zelle gebildet werden.

Allerdings ist man wohl zum Erfolg verdammt, denn „ohne einen wirksamen SARS-CoV-2-Impfstoff werden wir nie wieder normal leben können, resümiert der gerade wieder genesene COVID-19-Patient: Prof. Peter Piot, (*1949 in Leuven) niederländischer Arzt und Mikrobiologe, der die renommierte London School of Hygiene & Tropical Medicine leitete.
Anm.: Prof. Dr. Dr. Peter Piot ist Arzt und Mikrobiologe und einer der Entdecker des Ebola‐Virus.
Er erforscht Infektionskrankheiten und Strategien dagegen. Er war früher Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen.


Kann der Impfstoff das Erbgut verändern?

Die mRNA des Impfstoffs gelangt „nicht“ in sämtliche Zellen des Körpers, sondern nur in diejenigen im Bereich der Einstichstelle im Muskelgewebe am Oberarm. Die mRNA gelangt dort auch nicht in die Nähe der DNA, denn diese befindet sich ja (gut geschützt) nur im „Zellkern“ . Doch selbst wenn sich beide treffen würden, dann könnte die RNA gar nicht ohne Weiteres in die DNA eingebaut werden. Sie unterscheiden sich chemisch viel zu stark voneinander.

Das Paul-Ehrlich-Institut sagt dazu: „Selbst wenn aber die Impfstoff-RNA in das Genom integriert würde (was wirklich kaum vorstellbar ist), dann wäre das Ergebnis, dass das SPIKE-Protein von der Zelle hergestellt und vom Immunsystem sofort als „Feind“ erkannt würde und dann die betroffene Zelle sofort abgetötet würde.“
Mit anderen Worten: Die wahrscheinlichste Wirkung des extrem unwahrscheinlichsten Falls wäre also nicht, wie oft befürchtet, eine Autoimmunkrankheit, sondern die erwünschte Impfwirkung. (!) 😉


Die Viren-Erbinformation kann also keinesfalls in die menschliche DNA übergehen… das sei technisch gar nicht möglich…

Da ist sich Prof. Dr. Leif Erik Sander (Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Berliner Charitè) ganz sicher – ein Übergang von Viren-mRNA in menschliche DNA ist nach bisherigem Erkenntnisstand praktisch ausgeschlossen: „Das ist eine Einbahnstraße“. Die mRNAs, die wir verabreichen, erreichen unsere Zellen und dort gelangen sie an die sogenannten Ribosomen, wo dann die Eiweiße zusammengesetzt werden. Sie gelangen aber nicht in den Zellkern. Der Zellkern hat nochmals eine eigene Hülle und im Zellkern befindet sich die DNA, unser Erbgut. Das heißt also, die mRNA kann überhaupt „niemals“ an diesen Ort im Zellkern gelangen.


GENETIK

KLEINER AUSFLUG IN DIE GENETIK:


DAS ERBGUT

Das gesamte ERBGUT, die DNA (Desoxyribo-Nucleic-Acid) eines Menschen, steckt in unseren menschlichen Zellen. Der deutsche Fachbegriff DNS wird auch von uns benutzt, er steht für Desoxyribonukleinsäure steht. Desoxyribonukleinsäure ist eine aus unterschiedlichen Desoxyribonukleotiden aufgebaute Nukleinsäure. Sie trägt die Erbinformation bei allen Lebewesen und vielen Viren. 


DNA und RNA sind also DIE Schlüsselmoleküle des Lebens.
Das ERBGUT ist gebündelt in jeder einzelnen Zelle (egal ob Muskel-, Herz- oder Gehirnzelle) und zwar in den 46 Chromosomen bei uns Menschen. Das Chromosomenpaar, das unser Geschlecht entscheidet, besteht dabei – wie wir sicher alle wissen – bei Frauen aus zwei XX-Chromosomen, bei Männern aus einem X- und einem Y-Chromosom.
Jedes einzelne Chromosom enthält diese DNA. Im Inneren der fadenförmigen Chromosomen befindet sich also nun im Kern die DNA. Vorstellen kann man sich die DNA wie eine in sich gewundene doppelte Leiter. Würde man diese DNA „Leiter“ auseinanderziehen, so betrüge ihre Länge rund einen Meter achtzig. Die jeweils 23 Chromosomenpaare von der Mutter und vom Vater ermöglichen eine immer wieder völlig neue Durchmischung der Erbsubstanz. Die Chromosomen werden also bei jedem Kind ganz neu durchmischt. (Quelle:https://www.pharmgenetix.com/blog/dna/)


GENTECHNOLOGIE:

Weltweite Forschung und Entwicklung:

Auf Hochtouren arbeiten aktuell die Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit auf sehr unterschiedliche Impfstoffe hin. Mehrere Impfstoffprojekte werden von „CEPI“, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations, auch „finanziell“ unterstützt wie z.B. CUREVAC (Tübingen).

Nochmals zurück zu den
„Vektorbasierten“ Impfstoffen – die Basis bilden harmlose Viren…

(Dazu noch Ausführlicheres im folgenden Blog-Artikel: 4.2 Impfstoffe/Herstellung)

Vektor-Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 sind noch ziemlich neu. Sie sind einfacher herzustellen. Es gab hier auch schon – vor Jahren – mit gutem Erfolg zugelassene Impfstoffe, etwa – wie unten erwähnt – u.a. gegen Ebola.

Vektor-Viren nur als Plattform:
Ein viraler „Vektor“ kann sich im Körper nicht vermehren, simuliert aber unserem Körper eine Infektion und regt so die Produktion von Antikörpern sowie zelluläre Schutzmechanismen im menschlichen Körper an. Bei Vektorimpfstoffen wird das Genmaterial für ein „Impfantigen“ in ein infektionsfähiges, gut bekanntes Trägervirus eingebaut, das dann als Impfstoff injiziert wird. Dieser Vektor dient – wie schon erwähnt – als eine Art Genfähre (wie ein Boot), die genetisches Material in die Körperzelle einschleust.

Die Basis bilden harmlose Viren (z.B. Adenoviren = z.B. Schnupfenviren). Das Immunsystem reagiert auf dieses gebildete Fremd-Protein und bildet dagegen Abwehrstoffe (unter anderem Antikörper). Bei einem späteren Kontakt der geimpften Person mit SARS-CoV-2 erkennt das Immunsystem sofort die Oberflächenstruktur wieder und soll z.B. eine schwere COVID-19-Erkrankung verhindern und möglicherweise sogar die Weitergabe von SARS-CoV-2 von Mensch-zu-Mensch reduzieren.

„COVID-19-Vektorimpfstoffe enthalten also in ihrer Erbinformation ungefährliche Teile des Erbmaterials von SARS-CoV-2. Vor allem enthalten sie den „Bauplan“ für das Spikeprotein oder für einen Teil davon“… heißt es in einer Information des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Berlin. Dass der sich in der Entwicklung befindliche „MVA-Vektorimpfstoff“ (MVA=Modifiziertes Vaccinia-Virus Ankara) gegen SARS-CoV-2 die gewünschten Immunantworten und eine deutliche Schutzwirkung zeigt, konnte bereits in „präklinischen“ Modellen der Universitäten Marburg und München gezeigt werden. Dazu später mehr…

Es ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört: Um es nochmals zu verdeutlichen: Diese etwas andere – auf Gentechnik basierende – Strategie zur Impfstoffentwicklung besteht darin, in ein (für den Menschen „ungefährliches“) sogenanntes Vektor-Virus – ALSO EIN GANZ BESTIMMTES (INAKTIVIERTES) VIRUS – zur „Produktion“ eines Antigens gegen einen gefährlichen Erreger einzufügen. Das so entstandene Virus ist weiterhin harmlos, denn für eine schwere Infektion fehlen ihm völlig die übrigen gefährlichen Erreger-Gene. Wird ein Mensch damit geimpft, führt das zu einer sofortigen Immunreaktion gegen dieses fremde Antigen, die den Körper „vor dem Erreger“ sofort schützt. Mehrere Impfstoffe gegen Ebola und ein Dengue-Impfstoff basieren bereits schon lange auf diesem schon so oft erprobten Prinzip ohne Probleme.

Austauschbare Plattform

„Vektorimpfstoffe“ sind – wie schon erwähnt – eine klassische Plattformtechnologie: Wenn einmal ein geeignetes Trägervirus eta­bliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine entwickeln. Wenn der Impfstoff gegen Ebola gerichtet sein soll, wird dem Vektorvirusgenom ein Ebola-Gen zugefügt, bei SARS-CoV-2-Impfstoffen ist es dann entsprechend ein Gen des Coronavirus usw.

„Virale Impfvektoren“ sind also immer so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der menschlichen Zielzelle integrieren können, um das Risiko einer Mutagenese durch die Impfung zu „minimieren“. Sie vermehren sich nur für eine eng begrenzte Zeit in der geimpften Person, da sie sofort durch das körpereigene Immunsystem kontrolliert und eliminiert werden.

Zusammenfassung aus der Klinischen Forschung… Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen: Impfstoffe – basierend auf viralen Vektoren – sind nun eine absolut vielversprechende Alternative zu den „klassischen“ Impfstoffen, besonders für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.

NEUERE VEKTOR-IMPFSTOFFE sind bereits in Planung:
Der „NonReplicating Viral Vector“ = neue Impfstoff-Erprobung (= „Adenovirus“ Type 5 Vector): …an dem auch „China“ gearbeitet hatte) ist da zur Zeit weltweit zur Erprobung vorhanden. (Dazu noch Ausführlicheres im nächsten Blog-Artikel: 4.2 Impfstoffe/Herstellung)

RUBRIK: „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren – wie unten erwähnt – sind in der „Forschung“ derzeit immer noch führend – z.B.: Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz), das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München) u.v.m.


Man habe schon einige Erfahrung mit der Forschung zu anderen früheren Coronaviren…

HISTORISCHES: Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek: „Wir profitieren im Fall der Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen davon, dass wir schon länger bereits Erfahrung mit den älteren MERS-Impfstoffen haben, erklärt der Biochemiker. MERS ist eine Krankheit, die durch andere Coronaviren ausgelöst wird. Sie wurden 2012 entdeckt.
Seitdem versuchen Forscher, einen MERS-Impfstoff zu entwickeln. Nun können Wissenschaftler darauf aufbauen, um ein Mittel gegen das neue Coronavirus zu finden und konnten sich so mehrjährige Forschungs-Arbeiten sich sparen.
„Grundsätzlich seien in den vergangenen Jahren mehrere sogenannte „Plattform-Technologien“ für Impfstoffe bereits mit gutem Erfolg entwickelt worden, “ sagt Rolf Hömke, Sprecher für Arzneimittelsicherheit beim Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) in Berlin. „Diese würden es erlauben, Impfstoff-Prototypen schneller an einen neuen Erreger anzupassen“…so Hömke.


WELCHE IMPFSTOFFE werden derzeit noch weiter erforscht?

VEKTOR-IMPFSTOFFE – z.B. als Totimpfstoffe

Als Virale Vektoren werden gezielt veränderte „Viruspartikelchen“ bezeichnet, die in der Gentechnik dafür verwendet werden, genetisches Material in ganz bestimmte Zielzellen zu schleusen. Dies können Zellen eines lebenden Organismus oder aber auch Zellen einer Zellkultur (Labor) sein.

Unternehmen und Forschungsinstitute arbeiten auf „unterschiedliche“ Impfstoff-Typen hin. Im „klassischen“ Ansatz enthält eine Vakzine als Antigen sog. „inaktivierte“ Viren (Totimpfstoff) oder aber abgeschwächte Viren (attenuierte Impfstoffe), virale Proteine. Auch Impfviren mit „aufgepflanzten“ SARS-CoV-2-Hüllproteinen. werden genutzt. All diese lösen die sofortige Immunreaktion mit Bildung von Antikörpern und T-Zellen aus.

Wie oben erwähnt – Beispiel Vektor-Impfstoff: Ein Vektorimpfstoff wurde bereits schon früher erfolgreich bei der Pockenimpfung eingesetzt. Die Pocken gelten heute offiziell als „ausgerottet“.

Totimpfstoffe“ enthalten also generell abgeschwächte, inaktivierte oder abgetötete Viren oder Bakterien…
Das ganze Material „inaktivierter“ Sars-CoV-2- Viren wird hierbei verwendet. Viele unserer bekannten Impfstoffe (z.B. Keuchhusten, Tetanus) beruhen auf diesem Prinzip. Diese unsere neueren Impfstoffe werden derzeit in China und Indien (Serum Institute) produziert. Ein neuer Impfstoff dieser Art ist dort bereits schon für das „Militär“ zugelassen.

ZUKUNFT: Modified-Vaccinia-Ankara-Virus = MVA-VEKTOR (Uniklinik Hamburg) in Planung…

Bei dem neuen Impfstoffkandidaten handelt es sich – wie oben schon berichtet – um einen  Vektorimpfstoff auf Basis eines „modifizierten“ Pockenvirus (Ankara) mit stark „verminderter“ Virulenz (!)
Nach den sehr guten Daten aus der Phase-I und II-Studie soll sich im vierten Quartal 2020 nun eine Phase-II-Studie mit 600 Probanden anschließen, berichtete Addo… (Anm.: Marylyn Addo: Sie leitet die Infektiologie des Uniklinikums Hamburg). Eine Phase-III-Studie mit mehr als 20.000 Teilnehmern sei für 2021 geplant.

An deutschen Zentren wird hier mit Hochdrucke ein MVA-basierter Impfstoff entwickelt: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA). Dieser ist – wie oben schon erwähnt – ein attenuiertes „Pockenvirus“, das nun zu Impfzwecken (VEKTOREN) inaktiviert verwendet werden soll.
Ein abgeschwächtes Virus wird „genetisch“ immer so modifiziert, dass es auf seiner Zellmembran das Spike-Protein“ (des Sars-CoV-2-Erregers) bildet. 
Für ihren möglichen neuen Vektorimpfstoff “Adenovirus“ Type 5-Vector nutzen nun auch das chinesische Impfstoffunternehmen CanSino Biologics und das Beijing Institue of Biotechnology (Pekinger Institut für Biotechnologie) diesen ganz bestimmten (replikationsdefekten) also nicht mehr (oder sehr stark abgeschwächten) virulenten „Adenovirus“. SIC!

WICHTIG: Bei der Entwicklung ihrer Covid-19-Vakzine konnten die Forscher schon – wie beschrieben – also auf ausreichend „Erfahrungen“ mit einem Impfstoff gegen das frühere *MERS-Coronavirus zurückgreifen, der auch ebenfalls auf einem MVAVEKTOR beruht.

Anm.: *MERS-CoV (englisch: Middle East Respiratory Syndrome – related Coronavirus) ist ein im Jahr 2012 erstmals identifiziertes Virus aus der Familie der Coronaviren, das beim Menschen damals schon eine schwere Infektion der AtemwegeLungenentzündung und Nierenversagen verursachte. Hier hatten übrigens sämtliche Infektionen ihren Ursprung auf der Arabischen Halbinsel mit Schwerpunkt in Saudi-Arabien: Daher auch der Name: Middle East Virus... (Wikipedia)


Wie funktioniert ein
VEKTOR-IMPFSTOFF?

Bei einem Vektorimpfstoff wird in ein (für Menschen ungefährliches) bestimmtes Virus (= der Vektor oder auch Trägervirus) die Information für die Herstellung eines Stücks der Spike-Hülle des Coronavirus (SARS-CoV-2) eingebaut.

An einem solchen Vakzin forscht derzeit auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung.
Bei mehreren weltweiten Projekten – wie oben beschrieben – (z.B.: unter anderem: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (* DZIF) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE sowie Janssen Johnson & Johnson- und die Oxford University (UK) / Pall Life Science / Cobra Biologics) – die demnächst eine Zulassung ihres Impfstoffes durch die EMA wohl erhalten werden.
Hier dienen ebenso gut bekannte, „harmlose“ Viren als Ausgangspunkt der Forschung (ODER aber auch als Totimpfstoffe mit Virusproteinen), Es gibt mehrere Forschungs-Projekte, die auf „Impfstoffe mit Virusproteinen“ abzielen.

Anm.: * DZIF = Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) ist ein deutschlandweiter Forschungsverbund, welcher der Prävention, Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten dient. Mehr als 500 Ärzte und Naturwissenschaftler arbeiten hier an neuen Methoden zur Prävention. 35 DZIF-Forschungseinrichtungen arbeiten derzeit gemeinsam gegen die weltweite Bedrohung durch Infektionskrankheiten.


GENTECHNOLOGIE

Vektorimpfstoffe bestehen- wie schon erwähnt – aus (für den Menschen harmlosen) kl. Viren-Bruchstücken, den sogenannten Vektoren – in diese wird die Information für die Herstellung eines Stücks der Hülle des Coronavirus SARS-CoV-2 eingebaut.

Der Vektor gibt diese Information nach der Impfung an wenige Zellen im menschlichen Körper weiter. Die Vektoren sind im Menschen nicht oder nur sehr begrenzt vermehrungsfähig und werden rasch vom Körper wieder abgebaut.

Auf der „Gentechnologie“ basiert auch dieses weitere Prinzip der „Impfstoff-Forschung“:
Das Immunsystem des Geimpften reagiert bei diesen Impfstoffen sofort mit der Bildung von Antikörpern, die dieses Protein erkennen und so z.B. das Coronavirus abwehren können.

Bei dieser Methode werden – wie gesagt – also harmlose Virenteilchen (z.B. Adeno-Viren) mit Sars-CoV-2-Proteinen bestückt und quasi als deren „Träger“ (lateinisch: vector) genutzt.

Die Impfung gaukelt sozusagen dem Körper eine Coronavirus-Infektion vor, der daraufhin sofort einen Immunschutz aufbaut. Bei mehreren Projekten dienen vor allem schon gut bekannte Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise auch das Virus aus dem „Masernimpfstoff“. Auch eine „Ebola“-Impfung basiert – wie oben erwähnt – z.B. genauso auf dieser Technologie.
Anm.: Adenoviren sind DNA-Viren, die z.B. unter anderem harmlose Erkältungen (z.B. Schnupfen) auslösen können. Man unterscheidet DNA-Viren (wie Herpes-, Pocken- oder Adenoviren) und RNA-Viren (wie Grippe-, Hepatitis-, Masern-, Corona- und HI-Viren).

WIE OBEN SCHON ERWÄHNT und um es nochmals zu betonen, ist es WICHTIG zu wissen:
Virale Impfvektoren sind in der Regel so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der Zielzelle integrieren, um das Risiko einer „Insertions-Mutagenese“ durch die Impfung zu minimieren. Sie vermehren sich also nur für eine sehr eng „begrenzte“ Zeit in der geimpften Person, bis sie durch das Immunsystem kontrolliert und vollkommen „eliminiert“ werden.

DER MENSCH WIRD ALSO NICHT UMPROGRAMMIERT…WIE ES IN VIELEN „FAKE-NEWS“ HEISST!

Diese Impfstoffe – basierend auf viralen „Vektoren“ – sind nun eine vielversprechende Alternative zu den alten „klassischen“ Impfstoffen, besonders z.Zt. für „neuartige“ Krankheitserreger, gegen die zur Zeit eben noch keine wirksamen Impfstoffe zur Anwendung im Menschen zur Verfügung stehen.


Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes braucht diese Zeit…

Die „Entwicklung“ neuerer Impfstoffe gegen diese neue Sars-ähnliche „Lungenkrankheit“ läuft derzeit weltweit auf Hochtouren…Der neue Corona-Erreger (SARS-CoV-2) habe 70 Prozent Ähnlichkeit zur DNA-Sequenz des alten „SARS-Erregers“, heißt es in einem Fachartikel im «International Journal of Infectious Diseases». Aber leider nur 70 Prozent…

„SARS-CoV-2“ ist dieselbe Virusart, nur eben in einer anderen ebenso gefährlichen Variante«, erklärte Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin…..


Vektor-Impfstoffe… DNA oder RNA – alles Botenmoleküle

Zusammenfassung: Wie oben schon erwähnt, bestehen Vektorimpfstoffe aus (für den Menschen) harmlosen Erregern, den sog. Vektoren, die ein oder mehrere Moleküle (Antigene) des Krankheitserregers tragen:

Es wird z.B. ein Molekül aus der Virushülle des Vektors gegen ein Molekül aus der Hülle des Krankheitserregers ausgetauscht. Bei diesen Veränderungen des Vektors wird streng darauf geachtet, dass seine Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt erhalten bleibt.

Das Corona-Virus fühlt sich besonders
wohl bei kaltem und feuchtem Wetter…

RNA: „Genbasierten Impfstoffe“ enthalten „reine genetische“ Information in Form von mRNA des Corona-Virus. „Einzelteile“ der Erbinformation von Erregern werden – in Nanoteilchen verpackt – in Zellen eingeschleust. Sind die Impfstoffe dann im Körper, werden sie dort Virusproteine bilden, die ungefährlich sind und den wichtigen Immunschutz aufbauen.

Es handelt sich z.B. also bei der mRNA um ein sog. Botenmolekül, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und vom Körper schnell abgebaut wird. Eine Veränderung des Erbguts, d.h. eine Beeinträchtigung der Keimzellen (Eizellen bzw. Spermien), kann damit nicht stattfinden.

Alle diese theoretisch möglichen, aber praktisch nicht beobachteten Effekte beziehen sich auf einige wenige Zellen im Körper, nicht auf das gesamte Erbgut des Geimpften. Zudem vermehrt sich die Anzahl der DNA- bzw. RNA-enthaltenden Körperzellen nicht.

Die Behauptung, dass DNA- oder RNA-Impfungen das Erbgut eines Menschen, also seine Keimbahn verändern, ist daher falsch.

Das Helmholtz-Zentrum in München weist darauf hin, dass nur sehr wenige Viren überhaupt ein dafür nötiges Enzym mitbringen. „Es gibt eigentlich nur HIV, HTLV und HBV (HBV ist das Hepatitis-B-Virus und HTLV das Humane T-Zell-Leukämie-Virus), die überhaupt eine „Reverse Transkriptase“ haben.“ Das Enzym sei vor allem im Viruskapsid aktiv, der Hülle um die Viruserbinformation. Weil Sars-CoV-2 aber eine sehr lange RNA habe, sei da gar nicht genug Platz für die Umwandlung in DNA.

Hierzu gibt es auf der nächsten Seite – noch einige interessante Details aus den Forschungs-Gruppen. Dort werden auch die weiteren aktuellen Impfstoffobjekte (Erfolge versus Misserfolge) beschrieben.



Bleibt als Fazit: „Genbasierte“ Vakzine (mRNA) und abgeschwächte Lebendimpfstoffe mit „Vektorviren“ gelten zur Zeit als heiße Kandidaten gegen SARS-CoV-2. Dazu später mehr…


Sicherheits-Risiken?

Für alle Skeptiker: Man kann es nicht oft genug betonen:
An sich kann die eingebrachte messenger RNA sich weder ins Erbgut einbauen, noch länger in der Zelle überdauern, mRNA wird schnell vom Körper abgelesen und dann auch vom Körper sehr schnell wieder abgebaut, daher was das betrifft – sehe man keine Risiken. 

(Quellen: www.helmholtz-muenchen.de › genforschung ›


>>> Die Forschung in der Coronakrise ähnelt immer noch dem Wettlauf um die erste Mondlandung.


„Der Wettlauf mit der Zeit“: Es braucht eben doch unbedingt diese 7 Stufen… in der Impfstoffentwicklung :

Jedes Projekt für einen Covid-19-Impfstoff umfasst „sieben“ Stufen, von denen einige parallel ablaufen: 1. Analyse des Virus / 2. Impfstoffdesign / 3. Tier-Erprobung / 4. Erprobung mit Freiwilligen in drei Phasen / 5. Zulassungsverfahren / 6. Impfkampagnen / 7. Großproduktion.

Bis vor wenigen Jahren hätte man „von der Virusanalyse bis zur Zulassung des Impfstoffs“ mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren machen heutzutage jedoch eine enorme Beschleunigung möglich.


VORTEILE von mRNA-Impfstoffen

mRNA-Impfungen versprechen ein besseres Sicherheitsprofil:
Ein Vorteil (gegenüber den DNA-Impfstoffen) liegt darin, dass RNA-Impfstoffe nicht in den Zellkern von Zellen gelangen müssen, um in Protein umgewandelt zu werden. DNA-Impfstoffe müssen dies, da die DNA im Zellkern zu RNA umgewandelt wird und RNA zu Protein außerhalb des Zellkerns. Es gibt übrigens zur Zeit noch keine DNA-Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 auf dem Markt…wohl aber schon in der Forschung…

FORSCHUNG: Als weiteres „Plus“ gilt, dass die übertragenen Gene mit dem natürlichen Abbau der Zellen sofort wieder aus dem Körper verschwinden, während die Impfwirkung aber bleibt.
Die Verwendung von mRNA als Impfstoff wurde zunächst nur zögernd entwickelt. Das lag aber vor allem daran – wie schon erwähnt – dass RNA-Moleküle sehr schnell enzymatisch wieder abgebaut werden.

Als Vorteile erachtet man also – wie gesagt – ein deutlich besseres Sicherheitsprofil und auch „geringere Nebenwirkungen“. Derzeit arbeitet die Forschung der Pharma-Industrie weltweit an DNA-Impfstoffen vor allem auch gegen etwa zwanzig andere schwere Krankheiten, darunter Aids, Hepatitis B und C, Tollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom. Siehe Näheres hierzu im folgenden Link.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214122/Genbasierte-Impfstoffe-Hoffnungstraeger-auch-zum-Schutz-vor-SARS-CoV-2

DIE FORSCHUNG „Genbasierte Impfstoffe“ (mRNA) – und erfolgreiche Firmen

Diese „neuen“ Impfstoffe (in Erprobung) enthalten also – wie oben ausführlich beschrieben „ausgewählte“ Virus-Gene in Form von „mRNA (Boten-RNA) bzw. DNA. Diese sollen den Körper zur Herstellung von Virusproteinen anregen. Bei der Impfung werden erstmals keine fertigen Bestandteile eines Erregers mehr verabreicht, sondern lediglich die „Baupläne“ dafür. Diese mRNA-, DNA- und Vektor-Impfstoffe unterscheiden sich in der Art der genetischen Information und „wie“ diese in die Zellen gelangt. Sie bestehen aus RNA-Molekülen, also kurzen Abschriften des Erbguts. 
„Diese Metho­de ist so extrem neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgend­eine Krankheit“, sagte Hömke (vfa) noch im Juni 2020…das hat sich nun zum Jahresende ja zum Positiven hin geändert….

Große Hoffnungen setzt man also derzeit deshalb in diese RNA-Impfstoffe. Wie das „Science Media Center“ schreibt, könnten sich RNA-Impfstoffe womöglich besonders als Pandemie-Impfstoffe sehr gut eignen. Sie ließen sich im Vergleich zu konventionellen Impfstoffen auch zudem sehr viel schneller und in erheblich größeren Mengen herstellen.

mRNA-Impfstoffe bieten so also nun anerkannt viele Vorteile: Die RNA-Methode ist wohl der bisher zudem auch schnellste Weg zum Impfstoff: Diese neuartigen Impfstoffe gehen unkonventionell vor: Die Wissenschaftler wollen lediglich – wie erwähnt – nur den „Bauplan“ verabreichen:

Die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 enthält also sogenannte virale messenger RNA (mRNA), im Grunde genommen also das Virus-Erbgut, welches die Informationen für „Bestandteile“ des tatsächlichen Virus trägt. (Focus-online)

Die Impfstoffe werden im Labor künstlich hergestellt und enthalten eine präzise Bauanleitung für erregerspezifische Antigene. Das sind die für den jeweiligen Erreger typischen Eiweißstoffe, die eine Immunreaktion im Körper provozieren und gegen das Virus unseren menschlichen Körper immun machen.


IMPFSTOFF-NEBENWIRKUNGEN?

Die Firma Biontech aus Mainz gehört zu den ersten Firmen, die einen Corona-Impfstoff auf dem Markt bringen. Die folgenden Nebenwirkungen sind bereits bekannt.

Ähnlich wie die Nebenwirkungen einer regulären Grippeschutzimpfung sind es meist die Üblichen::
Bei den Testpersonen gaben knapp 4 Prozent Müdigkeit und Erschöpfung als Nebenwirkung an, 2 Prozent bekamen nach Verabreichung der zweiten Impfdosis auch Kopfschmerzen. Beim Impfstof MODERNA sind allergische Hautreaktionen bekannt.


Dezember 2020: Nach kürzlich erfolgter britischer Erprobung bei schon zugelassenem Impfstoff in England seien zweimal vermehrt Allergien aufgetreten, daher werde vor einer Impfung nur bei immunsupprimiert Erkrankten und bei schwer erkrankten Allergikern (Anaphylaxie) gewarnt.


Der Pharmastandort Deutschland könnte durch „Impfstoff-Erfolge“ nun doch endlich deutlich wieder stärker werden.


Wissenswertes: Doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure (= DNA – die sogenannte Doppelhelix)

mRNA= messenger-Ribonukleinsäure:

Die mRNA oder auch Boten-RNA (engl. messenger RNA) kopiert die – in einem Gen – auf der DNA liegende Information. Vom Aufbau her ist die RIBONUKLEINSÄURE: = RNA der DNA sehr ähnlich. RNA-Moleküle sind aber – im Gegensatz zur doppelsträngigen DNA (die sogenannte Doppelhelix) – in der Regel einzelsträngig…(!)


SO FUNKTIONIERT ES:

DER NEUE „mRNA-Impfstoff“: Der Botenstoff, der unserem Körper zeigt, wie es gehen soll:

Wie oben schon erwähnt, sind mRNA-Impfstoffe also völlig anders:
Injiziert wird kein richtiger Virus oder kl. Teile davon, sondern eine ganz spezifisch entwickelte Boten-RNA = Ribonukleinsäure. Sie enthält einen Code – oder genauer: Eine genaue „Bauanleitung“ zur Herstellung von den wichtigen Antigenen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der genetische Code des bestimmten Virus auch entziffert ist.
Das Immunsystem übernimmt dann den Rest: Das von der Körperzelle produzierte Antigen wird von den Immunzellen erkannt; diese bauen sofort einen Schutz auf. mRNA-Impfstoffe sind rein synthetisch. Die RNA wird aus einem Template (Schablone) von DNA gewonnen und kann so per Computer in die ganze Welt verschickt werden. Um für eine Versuchsreihe eine entsprechende Impfstoffcharge herzustellen, brauchen die Forscher momentan nur noch rund eine Woche.
..


Wie funktionierte denn bisher die klassische Impfstoff-Entwicklung?

Die bisherige „klassische“ Impfstoffherstellung unterliegt ganz stark den Gesetzen der Biologie. Die Viren müssen zunächst erst identifiziert, abgeschwächt oder abgetötet werden. Sie müssen vermehrt und aufwändig gereinigt werden. All das lässt sich nur bedingt beschleunigen….das dauert immer mehrere Jahre…

Die Herstellung etwa einer einzelnen z.B. Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff-Dosis dauert z.B. bis zu zweieinhalb Jahren. Kein Wunder: Insgesamt sind rund 580 Arbeitsschritte notwendig. Das fertige Antigen wird injiziert; das Immunsystem baut als Reaktion einen Impfschutz auf. So war es also bisher… das Procedere braucht seine Zeit, um auch wirklich sicher zu sein…


Wenn da nicht die aktuelle Gefahr durch Corona-Mutanten wäre – Herdenimmunität? Experten zweifeln…

Hierzu gibt es wesentlich Informativeres zu diesem Thema im nächsten Blog-Artikel (gegen Schluss): 4.2 Impfstoffe/Herstellung (zu finden einfach hier am Seiten-Ende durch Anklicken…klick-klick…)


Man weiß heutzutage immer noch viel zu wenig – wie unser Immunsystem überhaupt in diesem oder jenem Falle exakt bei COVID-19 reagiert.

Es gibt aber auch hier ein zusätzliches Problem: Wir wissen vor allem aber auch noch nicht, wie zuverlässig und langanhaltend bzw. ob überhaupt eine „Immunität“ nach einer COVID-Infektion länger besteht: In einer in „Nature“ erschienenen Studie (18.06.2020) wurden Personen untersucht, die asymptomatisch mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Ihre virusspezifischen IgG-Spiegel waren deutlich „niedriger“ als bei einer „symptomatisch“ erkrankten Vergleichsgruppe: Das heißt aber noch nicht, dass keine Immunität vorliegt, denn bei fast allen Personen wurden spezifische Gedächtniszellen gefunden. Das alles wird nun die Forschung erst in ferner Zukunft genauer erfahren.

Vielleicht ist es so wie bei der Virus-Grippe? Danach wird man ja auch nicht immun und muss sich jedes Jahr immer von neuem impfen lassen…

Ob das auch alles so funktioniert? Abwarten… Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser… Man soll sich nur auf das verlassen, was man selbst oder ein ausgewiesener Experte nachprüfen konnte.


Das Strategiepapier der vier Fachgesellschaften sagte schon vor Monaten:
Bei Interesse nachzulesen unter: https://www.kbv.de/html/48910.php

25.11.2020: „Die Fallzahlentwicklung der zurückliegenden Wochen hat deutlich gemacht, dass die inzidenzbasierten, regional umgesetzten Maßnahmen nicht ausreichend waren. Eine deutliche Trendumkehr des Infektionsgeschehens wurde nicht erreicht.“
Mit einer Zusammenfassung der aktuellen Lage (oben) beginnt das Strategiepapier der vier Fachgesellschaften:
Experten von vier Fachgesellschaften haben sich also zusammengesetzt und ein gemeinsames Positionspapier verfasst. Daran beteiligt waren:
die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie
die Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Präventivmedizin
die Deutsche Gesellschaft für Public Health und
die Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

Ausschnitt: Wieder auf Lockdowns zu setzen, könnte – in der Hoffnung Infektionszahlen zu senken – die reflexartige Konsequenz darauf sein. Aber wir alle haben in den Monaten der Pandemie deutlich dazugelernt.
Der Rückgang der Fallzahlen ist politisch zwar eine dringende Aufgabe, aber nicht um jeden Preis. Wir erleben bereits die Unterlassung anderer dringlicher medizinischer Behandlungen, ernstzunehmende Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen durch soziale Deprivation und Brüche in Bildungs- und Berufsausbildungsgängen, den Niedergang ganzer Wirtschaftszweige, vieler kultureller Einrichtungen und eine zunehmende soziale Schieflage als Folge.
Wir berufen uns auf das grundlegende medizinisch-ethische Prinzip des ärztlichen Handelns: „primum nihil
nocere“ („erstens nicht schaden“). Dieser Grundsatz auf die momentane Situation angewendet bedeutet,
die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie so zu wählen, dass wir schwere Verläufe wirksam mindern,
ohne neue Schäden zu verursachen.

Dabei sind wir auf die Bereitschaft der Bevölkerung zur Mitarbeit angewiesen. Ohne ihre Kooperation
laufen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ins Leere…

https://www.kbv.de/media/sp/KBV-Positionspapier_Wissenschaft_Aerzteschaft_COVID-19.pdf


Noch lange ist der „Berg“ nicht erklommen…

Auch wenn effektive Impfstoffe in naher Zukunft zur Verfügung stehen sollten, können diese zunächst nur einen „Baustein“ der Infektionskontrolle darstellen. Die umfassende Immunisierung der Bevölkerung wird auch unter optimalen Bedingungen viele Monate erfordern. Bis eine effektive Immunisierung der Bevölkerung durch Impfung erreicht ist, bleiben NICHT pharmazeutische Interventionen (z. B. Kontaktreduktion, Abstandsgebote, Hygienemaßnahmen und mehr) in allen gesellschaftlichen Bereichen die einzige Option, um
die Bevölkerung effektiv zu schützen.

Weder der ausschließliche Schutz von Risikogruppen noch das passive Zuwarten auf hinreichende Durchseuchung der Gesamtbevölkerung (Herdenimmunität) stellen praktikable
oder ethisch vertretbare Alternativen dar – zumindest nicht auf Dauer…

Die Forscher arbeiten derzeit schon für die Zukunft:

Besser vorbereitet auf den demnächst neuesten „SARS-CoV-3“…

Die Viren bleiben uns jedenfalls für immer erhalten…

„Mit unseren Ergebnissen haben wir nun eine breite Basis gelegt, um künftig genau zu verstehen, wie das jetzige SARS-CoV-2 das Infektions-Geschehen steuert. Wissenschaftlich war das von uns allen hier ein gewaltiger, sehr arbeitsintensiver Kraftakt“, sagt Prof. Harald Schwalbe vom Zentrum für Biomolekulare Magnetische Resonanz der Goethe-Universität Frankfurt.

Impfstoffe sind die Fitness-Trainer unseres Immunsystems:

Zu den genbasierten Impfstoffen zählen neben DNA- und mRNA-Impfstoffen auch die sogenannten Vektorimpfstoffe. DNA-Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 gibt es weltweit (außer aktuell neu in Indien) noch nicht, wohl aber DNA-Impfstoffe (bei Retroviren) gegen HIV, Hep.B, HTLV oder andere Krankheiten z.B. bestimmte Tumorarten…Die Hauptvorteile von DNA-Impfstoffen gegenüber einer Impfung mit mRNA-Impfstoffen (den gereinigten oder rekombinanten Antigenen) liegen in der recht einfachen und sehr kostengünstigen Herstellung.
Dass mRNA-Impfstoffe das menschliche Erbgut schädigen beziehungsweise verändern könnten, ist nahezu ausgeschlossen. Das hat mehrere Gründe:

Die mRNA gelangt gar nicht erst nicht in den Zellkern (Nucleus): Die mRNA kann rein technisch gar nicht in die DNA integriert werden. Dazu ist später mehr bzw. Ausführlicheres ist nachzulesen im World-Wide-Web…

Der mRNA-Impfstoff (= Bauanleitung) enthält also nur die genetische Information für das Spike-Protein. Der Körper antwortet daraufhin mit einer gewünschten Immunreaktion. Ein mRNA-Molekül enthält einen genetischen Code, der von den Proteinfabriken, den sogenannten Ribosomen, abgelesen werden kann, um daraus das entsprechende Protein herzustellen.

mRNA-Impfstoffe liefern also nur den Bauplan für das Spike-Protein. Sie docken an das Spike-Protein des Virus (Stacheln) an und verhindern, dass dieses sich an den ACE2-Rezeptor („Türöffner“ in die Zelle) binden und somit die Wirtszelle infizieren kann. Sie schleusen also den genetischen Bauplan für Erreger-Antigene in menschliche Zellen ein. Die Zellen bauen dann anhand dieser Anleitung selbst die Antigene zusammen, welche dann eine spezifische Immunantwort im Körper hervorrufen: So wird ein Teil der früher sehr aufwendigen Impfstoff-Produktion – nämlich die Gewinnung der Antigene – aus dem Labor in die menschlichen Zellen verlagert.

Anm.:
Als Antigene bezeichnet man „körperfremde Substanzen“ – also eine Substanz oder Struktur, die von unserem Immunsystem als „fremd“ erkannt wird und daraufhin meistens von ihm (dem Immunsystem) bekämpft wird.
Antikörper sind dagegen Proteine die vom Immunsystem des Körpers (durch B-Zellen) selbst – als Reaktion auf fremde Makromoleküle (Antigene) gebildet werden. Durch deren schnelle Anbindung an das Virus können die Antikörper z. B. die Rezeptoren eines Virus blockieren, sodass dieses gar nicht mehr in der Lage ist, irgendwelche Zellen zu befallen.
Antigene sind also schnelle Immunreaktionen des Immunsystems auf einen körperfremden Eindringling. Daraufhin werden von unserem Immunsystem sofort die Antikörper gebildet, die diese Eindringlinge dann umgehend „bekämpfen“.

So existieren verschiedene Immunglobulin-Klassen (Immunglobuline), bei denen die Antikörper teilweise untereinander verbunden sind und die dann in unserem Immunsystem unterschiedliche Aufgaben erfüllen.


Viren mutieren normalerweise ständig, sind wir gerüstet für das künftige Virus: „SARS-CoV-3“?

Das „Rüstzeug“ haben wir, allerdings kann niemand in die Zukunft schauen… Das Potenzial der Entdeckungen geht über neue Behandlungsoptionen für Infektionen mit SARS-CoV-2 hinaus, davon ist Schwalbe überzeugt: „Die Steuerungsregionen der viralen RNA, deren Struktur wir untersucht haben, sind zum Beispiel bei SARS-CoV-2 fast identisch und auch bei den anderen Beta-Coronaviren sehr ähnlich. Daher hoffen wir, dass wir einen Beitrag dazu leisten konnten, auch auf künftige ‚SARS-CoV-3‘-Viren besser vorbereitet zu sein.“


Ich bin geimpft: Kann ich mich trotzdem noch anstecken?

Der Körper benötigt nach der Impfung eine gewisse Zeit, um den Impfschutz aufzubauen.

Im Idealfall schützt die Corona-Impfung davor, dass sich Menschen überhaupt erst mit dem Virus infizieren. Klar ist aber schon: Ist man zweimal geimpft, bieten die beiden Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und von Moderna nach bisherigen Erkenntnissen einen bis zu 95-prozentigen Schutz gegen das Coronavirus.

April 2021: Nach einer Impfung oder durchgemachten Krankheit gehen Wissenschaftler derzeit von einem mindestens sechsmonatigen Schutz aus. Wie sieht’s danach aus? – Braucht man einen dritten Piks? Das ist derzeit noch nicht sicher bekannt, aber wohl wahrscheinlich.

Es gibt schon seit vielen Jahren die bekannten üblichen Impfungen:
Einen hundertprozentigen Schutz durch einen Impfstoff gab es und gibt es nicht, auch wenn einige dieses Ziel so gut wie tatsächlich erreichen. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln etwa hat eine Effektivität von 93 bis 99 Prozent. Das ist ein Wert, von dem die saisonale Grippeimpfung weit entfernt ist. Laut Angaben des RKI (Robert Koch-Institut) lag die Wirksamkeit der Grippe-Impfung in der Saison 2019/2020 zwischen 61 und 73 Prozent, je nachdem, um welchen Influenza-Stamm es sich handelte.
Hier werden allerdings – anders als bei der Corona-Impfung mit RNA–Impfstoffen – sogenannte Tot- oder Lebendimpfstoffe verabreicht. Beim Totimpfstoff wird zum Schutz sicher keine Grippe hervorgerufen, die Impfviren können auch nicht an andere Personen weitergegeben werden, sie sind tot.

Anders ist das, wenn ein Lebendimpfstoff gegeben wird. Dieser enthält „abgeschwächte“ Viren. In einem Zeitraum von etwa ein bis zwei Wochen nach der Impfung könnte (sehr selten) das Virus auf andere übertragen werden.


Erste Impfdosis senke Corona-Risiko bereits um 65 Prozent: Ob AstraZeneca oder BioNTech

Stand: 23.04.2021: Schon die erste Impfdosis reduziere das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus um etwa zwei Drittel. Das geht aus einer großangelegten Studie der Universität Oxford in Kooperation mit der britischen Statistikbehörde ONS und dem Gesundheitsministerium des Landes hervor. Eine Weitergabe der Infektion „in beschränktem Maße“ sei dennoch möglich. Beide Impfstoffe erwiesen sich dabei als genauso effektiv gegen die britische Variante B.1.1.7 wie gegen den ursprünglich kursierenden Typ.

Sicher ist, dass die Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung schützen kann. Grundsätzlich ist aber trotz Impfung möglich, aber sehr unwahrscheinlich, dass Geimpfte das Virus aufnehmen und an andere weitergeben („klinische Immunität“). Ob das Immunsystem die Viren nach einer Impfung „vollständig“ beseitigt, sodass geimpfte Personen nicht mehr ansteckend sind („sterile Immunität“), ist noch nicht ganz sicher. Geimpfte Personen sollten sich deshalb weiter an die empfohlenen Abstands- und Hygieneregeln halten. Das sind die bekannten AHA-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – weiter wie bisher… (Quelle: https://www.dw.com/de/)

Noch sind wichtige Fragen zur Immunität und den Impfstoffkandidaten also weiter offen. Doch sinkende Antikörpertiter sollten auch nicht zu große Sorgen bereiten, denn unser Immunsystem verfügt in der Regel (bei Gesunden) auch über ein gutes Immun-Gedächtnis und außerdem scheinen die Titer auch nicht gänzlich auf null abzusinken. Letzteres legt eine Studie nahe, die aktuell die Forscher um „Tyler Ripperger“ (University of Arizona in Tuscon) schon im August 2020 auf »MedRxiv« veröffentlichten.

IMPF-SKEPSIS?

EIN KURZES NACHDENKLICHES STATEMENT ZU DEN NEUEN IMPFSTOFFEN und den Skeptikern…

Es ist eines der beliebtesten Argumente all jener Menschen, die sich nicht impfen lassen oder öffentlich Zweifel an den Corona-Impfungen schüren wollen: Ach…wir wissen doch alle noch viel zu wenig über mögliche Langzeitfolgen einer Impfung…: Was wir aber mittlerweile wirklich WISSEN, sind die teilweise oft auftretenden, lebensbedrohlichen Folgen einer Coronavirus-Infektion muss nicht sein…kann aber…

Was hilft? Innehalten. Durchatmen. Nachdenken… seelisch fit bleiben – auf sich und die Nächsten aufpassen… achtsam sein.

Was passiert ungeimpft?Wenn ich mich infiziere – ALSO DER VIRUS SCHON IN MEINEM KÖRPER IST – hat der Körper es mit deutlich mehr DNA, RNA und sonstigen Virusbestandteilen in ALLEN Körperzellen zu tun, da frage ich mich, was besser ist…. “ Bei einer „Erst-Infektion“ nämlich injizieren die Viren sofort ihre gesamte RNA in all unsere Körperzellen, die den gesamten Bauplan (!!) für ein Virus enthält. Die befallenen Körperzellen setzen sofort massenhaft neue, komplette Viren frei, die den Körper überschwemmen, noch bevor eine Immunantwort unseres Körpers erfolgen kann. Die Körperzellen selbst gehen dabei zugrunde, Organversagen oder zumindest Organschäden sind oft die Folge der reaktiven Entzündungen.

Ganz ehrlich, da zu fragen, was besser ist, Impfung oder Infektion, ist wie der bekannte Ritt auf der Kanonenkugel...

Meine Empfehlung – als Ärztin – ist PRO Impfung, genau WEIL die RNA der Impfstoffe nicht weiterwandert und WEIL nur die lokalen Zellen am Impf-Ort (Muskel) reagieren usw….

DER IMPFSTOFF: Die „RNA“ besteht aus genau den Nukleotiden, die zum Aufbau der Struktur-Proteine (Spike-Proteine) an der Oberfläche des Corona-Virus erforderlich sind. Die RNA selbst ist sehr instabil, deshalb wird sie bei einem Impfstoff auch in sog. Stabilisatoren (Polyethylenglykol, Nanopartikel) eingebettet und so stabilisiert. Die RNA wird nicht „von Zelle zu Zelle“ weitergegeben, der RNA-Strang wird in eine Körperzelle eingeschleust und verbleibt dort nur sehr kurz, bis er (oft sehr schnell) wieder abgebaut wird.
Bei der Erst-Impfung wird nur eine relativ geringe Menge m-RNA verabreicht. Die dadurch produzierten Corona-Spikes reichen aber zunächst für die Induktion einer „Immunantwort“ zunächst aus. Die immunologische Antwort durch Produktion von Antikörpern wird aber erst nach der Zweit-Impfung so weit geboostert, dass erst dann ein Schutz für den Menschen erzielt wird.

Anm.: Booster = Verstärkung: Wichtig für unser „Immun-Gedächtnis“: Als Boostereffekt (Erinnerungsreaktion, Sekundärantwort) bezeichnet man eine verstärkte und beschleunigte Antwort des Immunsystems bei erneutem Kontakt mit einem Antigen. Das geschieht aufgrund der Bildung von sogenannten Gedächtniszellen (memory cells) bei der Erst-Reaktion des Immunsystems (beispielsweise bei einer Infektion oder einer Impfung) auf ein Antigen. Bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Antigen – sei es durch eine erneute Infektion oder eine erneute Impfung –, kommt es also zum sogenannten sog. Boostereffekt: Die Gedächtniszellen erkennen das Antigen sofort wieder und können so viel schneller reagieren, um das Antigen zu neutralisieren oder am besten zu zerstören.

ALLES GEHE HIER VIEL ZU SCHNELL?

NEIN- Keinesfalls: Das Prinzip der m-RNA-Immunisierung ist ja nicht erst seit gestern bekannt, das wurde schon früher zur Zeit von SARS-CoV-1 oder MERS im Jahr 2010 entwickelt. Der Rückgriff auf diese bereits bekannten Wirkprinzipien trug übrigen ebenfalls zur beschleunigten Entwicklung des heutigen Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 bei.

Warum gibt es die „Zulassung“ dann nun plötzlich so schnell? Dass die verkürzte Zulassungsprozedur überwiegend auf einer Beschleunigung „bürokratischer“ Verfahren beruht, wird einfach nicht klar genug kommuniziert.
Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung während der Zulassungsphasen I-III können und dürfen jedenfalls NICHT verkürzt werden, und deshalb sind Impflinge auch keine „Versuchskaninchen in einem großen Feldversuch“.

Es herrscht allgemeine Skepsis? Man kann nicht von allen Ärzt*innen und Pflegekräften erwarten, dass sie noch über alle grundlegenden Kenntnisse in Molekularbiologie und Immunologie verfügen – wie sie es vielleicht früher einmal im Studium gelernt haben, um den Wirkmechanismus eines m-RNA-Impfstoffs sofort zu verstehen.
Wem bitte sind denn noch die Mechanismen der Proteinbiosynthese – aus den Erstsemestern – im Detail gegenwärtig? Weiß man denn noch alles über DNA-Struktur, Basenpaarung, Nukleotid-Aufbau und über die Bedeutung der Messenger-RNA? Und was macht eigentlich noch die Transfer-RNA unserer Körperzellen, wenn sie einzelne Strukturproteine des Corona-Virus synthetisiert, aber keinesfalls ganze Viren? Auch Ärzte müssen vieles derzeit an Wissen wieder „auffrischen“ und Neues in der Wissenschaft hinzulernen… Das ist ein (Über) – Lebensprozess!

Solche Kenntnisse sind unbedingt erforderlich, um z.B. wirklich zu verstehen, dass ein m-RNA-Impfstoff eben absolut „keine“ Veränderungen des menschlichen Genoms verursachen kann oder eine Vervielfältigung kompletter Viren, die dann Körperzellen massenhaft „kapern“. Das ist wirres Querdenken (!)

Wissen ist wichtig… wichtig zu wissen…

Der „irrige“ Gedanke vom Corona-Leugner, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 deutlich weniger gefährlich wäre, als die eventuellen Nebenwirkungen einer Impfung. Das könnte für ihn ein tödlicher Irrtum sein...

Wer Näheres erfahren möchte, kann hier am Blog-Artikel-Ende den ausführlichen Abschnitt: 3. Fake News (durch Anklicken) lesen.

Medizinische News: PAUL-EHRLICH-INSTITUT (PEI)

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI)  ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). 

Corona-Impfung – PEI: Kein generell erhöhtes Risiko bei Allergikern (!)


Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI):

So gab es bisher in den USA (pro einer Million Impfungen) insgesamt 11 bestätigte Fälle einer anaphylaktischen Reaktion. Dies seien zwar mehr Fälle als bei Grippeimpfungen (1,3 Fälle pro einer Million Impfungen), doch handele es sich immer noch um eine äußerst seltene Nebenwirkung, erklärt Dr. Nancy Messonnier MD. Sie ist eine amerikanische Ärztin, die als Direktorin des Nationalen Zentrums für Immunisierung und Atemwegserkrankungen arbeitet. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung)

Vermutlicher Auslöser von Allergien könnte – wie schon hier vermutet – ein Hilfsstoff der Impfung sein: Polyethylenglykol (PEG). Beschichtung der Partikel mit dem stark hydrophilen Polyethylenglycol (PEG).

Es besteht auch in der EU (nach derzeitigem Kenntnisstand) keine Kontraindikation für Allergikerinnen und Allergiker oder Menschen mit Anaphylaxien (= akute, allergische Reaktion des Immunsystems) in der Vorgeschichte. Sie können sich z.B. u.a. mit dem derzeit verfügbaren „Comirnaty“ Impfstoff (BioNTech) gegen Covid-19 impfen lassen.
In der Zulassungs-Studie der Hersteller Pfizer und BioNTech traten sehr selten überhaupt allergische Reaktionen bei 0,63 Prozent der Probanden der Impfstoffgruppe auf, im Vergleich zu 0,51 Prozent in der Placebogruppe. Allerdings waren Patienten mit schwersten Allergien von dieser Studie ausgeschlossen (www. aerztezeitung.de vom 23.12.2020)

ALLERGIEN

Echte Kontraindikationen sind dagegen eine bekannte Allergie auf spezielle „Inhaltsstoffe“ des Covid-19-Impfstoffs (wie z.B. PEG) sowie eine allergische Reaktion auf die erste Dosis. Dann sollte die zweite Dosis nicht geimpft werden. Grundsätzlich soll jede Person entsprechend der europäischen Fachinformation nach der Impfung mindestens 15 Minuten vor Ort beobachtet werden. Für den Fall einer schweren (pseudo)allergischen Reaktion wie einer Anaphylaxie sollte immer eine angemessene medizinische Behandlung in der Impfstation bereitstehen.( Anm.: PEG (Polyethylenglykole) wirken als Emulgator),


Die Geschichte des Corona-Impfstoffs AstraZeneca

24.4.2021: Die Impfgeschichte hat in Deutschland schon mehrere Kapitel. Zunächst galt er als guter Impfstoff für Jüngere. Dann folgte eine Impfpause, weil es einige wenige Todesfälle nach der Impfung gegeben hatte. Danach hieß es von Seiten der Ständigen Impfkommission (STIKO), einer 18-köpfigen Expertengruppe: Der Impfstoff sei hauptsächlich für Leute über 60 Jahre geeignet. Nun ist alles für alle ab Juni 2021 freigegeben…

Noch im April 2021 schlugen einige Bundesländer – bislang Bayern, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern einen ganz neuen Weg ein: AstraZeneca durfte in den Bundesländern an alle über 18-Jährigen, die den Impfstoff wollen und nach einer verpflichtenden ärztlichen Beratung, verimpft werden.

Damit wichen diese Bundesländer von der – im übrigen Deutschland geltenden – Impf-Priorisierung ab. Diese sah noch eine streng vorgegebene Impfreihenfolge und definierte Prioritätengruppen vor. Die Priorisierung war insbesondere zum Schutz der am stärksten Gefährdeten, also vor allem den Älteren, von der Ständigen Impfkommission, dem Deutschen Ethikrat und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina skizziert worden. Dass überhaupt anfangs priorisiert wurde, hängt damit zusammen, dass in Deutschland derzeit noch immer nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht. (Quelle: https://www.dw.com/de/)

Cerebrale Sinus-Venen-Thrombose (SVT) oder „neu“ auch genannt: „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS)

Sehr seltene Fälle des „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) nach Impfung.

Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich 01.06.2021 exakt 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astrazeneca verimpft.

Bis zum 01.06.2021 wurde dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wie folgt gemeldet:

In Deutschland sind bislang insgesamt 102 Fälle einer cerebralen Sinus-Venen-Thrombose (SVT) oder „neu“ auch genannt: „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) nach Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete. in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. 21 Personen sind an den Folgen des TTS verstorben: 13 Frauen und acht Männer… wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen (Hessen) berichtete.

Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen laut PEI alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. 

35 Meldungen betrafen Männer. In 20 Fällen lag das Alter zwischen 20 und 59 Jahren. In neun Fällen lag das Alter zwischen 60 und 69. In zwei Fällen lag das Alter zwischen 70 und 79 Jahren und in einem Fall zwischen 80 und 89 Jahren. In drei Fällen gab es keine Angaben zum Alter.

Für mRNA-Impfstoffe besteht kein Signal für TTS. Daher stellt das PEI ausschließlich Meldungen eines TTS nach Vektorimpfstoffen aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht dar.

QUELLEN: Uni-Kliniken wollen Impfstopp für jüngere Frauen: „Dringender …
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de › 2021/03/3


In Deutschland gab es schon bis Mitte März 2021 exakt 13 gemeldete Fälle (davon 3 Todesfälle) solcher Blutgerinnsel in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte.
Dass solchen „Verdachtsfällen“ von Experten – wenn auch die Anzahl der Fälle gering ist – sofort nachgegangen wurde, halte ich für sinnvoll, wichtig und richtig: Unter dem Gesichtspunkt, dass man durch entsprechende hygienische (z.B. auch AHA) Maßnahmen sich selbst auch (in begrenztem Maße) vor Covid-19 – in der Zwischenzeit – wie bisher – schützen kann, halte ich diese kurze „Aussetzung“ (von 4 Tagen) der Impfung mit dem besagten Impfstoff und genaueste Überprüfung durch Experten für wichtig und richtig.

18.03.2021: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca wurde von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) nach eingehender Überprüfung nun wieder empfohlen.

Laut EMA gebe es „bisher keinen nachweisbaren Zusammenhang“ zwischen den aufgetretenen Hirnvenen-Thrombosen und Verimpfungen mit Astrazeneca. Im Gegenteil: Der Wirkstoff sei in EU und Großbritannien bereits mehr als 18 Millionen Menschen verimpft worden und es habe fast keine Berichte über schwere Nebenwirkungen gegeben, erklärte die EMA. 

Bei einer extrem seltenen „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) nach Impfung. …über die hier in diesem Fall diskutiert wird – …handelt es sich um die Verstopfung eines der großen venös‎en Blutgefäße im Gehirn (Sinūs oder Sinusvenen genannt) durch ein Blutgerinnsel (Thrombose‎). Die Sinusvenen (Blutleiter) verlaufen innerhalb der harten Hirnhaut und transportieren einen Großteil des sauerstoffarmen (venösen) Bluts aus dem Gehirn Richtung Herz.

12.03.2021: „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) treten in Deutschland jedes Jahr – auch ohne Impfungen – bei einem bis zwei von 100.000 Personen [10–20 / 1 Mio.] auf und betreffen mehrheitlich Frauen“, heißt es etwa in einer aktuellen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Epidemiologisch gesehen dürfte das Risiko, an einer Covid-19-Erkrankung zu sterben, höher sein, als an einer Sinusvenenthrombose zu sterben.

Nach einer (unbehandelten) cerebralen Sinus-Venen-Thrombose (SVT) oder „neu“ auch genannt: „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) leiden die erkrankten Patienten oft an bleibenden neurologischen Spätschäden wie körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerungen, Lähmungen, Krampfanfällen und Sehstörungen.

Cerebralen Sinus-Venen-Thrombose (SVT) oder „neu“ auch genannt: „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS)

Eine TTS ist IMMER ein dringender Notfall… je eher diese erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Nicht jede „Migräne“…aber sehr starke Kopfschmerzen – die ungewöhnlich plötzlich auftreten – sind hier ein Zeichen für eine evtl. drohende Gefahr und müssen abgeklärt werden.

Die gute Nachricht: Ein Medikament löse diese Gerinnsel sofort auf. Dabei handelt es sich um Immunglobuline, also Antikörper, die das Gerinnungsgeschehen unterbrechen. Nach Ansicht der Forscher “ …sinkt das Risiko für die Hirnvenenthrombosen 14 Tage nach der Impfspritze rapide…“ heißt es in einer kurzen Mitteilung der Universität Greifswald.

Auch „Arterielle“ Thrombosen?

26.05.2021: London – Die impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT), eine seltene Kom­plikation von Vektor-basierten SARS-CoV-2-Impfstoffen, kann offenbar auch arterielle Thrombosen aus­lösen.
Britische Mediziner berichten im Journal of Neurology Neurosurgery & Psychiatry (2021; DOI: 10.1136/jnnp-2021-326984)  aus­lösen. Britische Mediziner berichten im Journal of Neurology Neurosurgery & Psychiatry (2021; DOI: 10.1136/jnnp-2021-326984

Anzeichen und Symptome einer cerebralen Sinus-Venen-Thrombose (SVT) oder „neu“ auch genannt: „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS)

Die geimpften Personen sollen sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustkorbschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen entwickeln. Außerdem sollen alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome aufweisen, wie starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen, oder bei denen nach einigen Tagen Hautblutungen (Petechien) außerhalb des Verabreichungsortes der Impfung (Arm) auftreten, umgehend einen Arzt aufsuchen.


Wann treten Impf-Nebenwirkungen auf?

Man muss unterscheiden zwischen Impfreaktionen und Nebenwirkungen. Impfreaktionen treten direkt, also sofort im Anschluss an eine Impfung auf und dauern zumeist nur einen Tag. Sie sind Zeichen einer Immunreaktion des Körpers und deshalb unbedenklich. Wer aber – mit vier bis 16 Tagen Abstand zur Impfung – allerdings noch „Nebenwirkungen“ – z.B. starke Kopfschmerzen – feststellt, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen


Noch nicht ganz klar ist weiterhin, ob Menschen mit Vorerkrankungen wie „Blutungsneigungen“ und „Immunschwächen“ geimpft werden können. Der Grund: Sie wurden bisher in den Impfstoffstudien nicht berücksichtigt und es gibt noch ungenügend Belege darüber, wie sie die Impfung vertragen…. siehe – wie unten erwähnt – die AstraZeneca-Nebenwirkung.

mRNA-Impfstoffe sind „keine“ Lebendimpfstoffe. Das hat kürzlich Thomas Mertens nochmals bestätigt, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut. Die Aussage gilt auch für den Impfstoff von AstraZeneca (Vektor-Impfstoff).

Welche Art von Impfstoffen gibt es?

Totimpfstoffe und auch Lebendimpfstoffe können grundsätzlich ohne Einschränkung, auch bei den meisten Autoimmunkrankheiten und chronisch entzündlichen Erkrankungen (ohne immunmodulierende Therapie) verabreicht werden. Es besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen durch Impfstoffe. Bei Unsicherheiten fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker…

Zu den Lebendimpfstoffen stark abgeschwächte Erreger – die man schon lange kennt – gehören beispielsweise Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.
Zu den Totimpfstoffen gehörten bisher – die bereits schon lange bekannten – Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Hib (Haemophilus influenzae Typ b), Kinderlähmung, Keuchhusten und Tetanus...

Die neuen Corona-Vektorimpfstoffe (Vektorvirenimpfstoffe) gehören zur Gruppe der genbasierten Impfstoffe: Der Fremdstoff ruft sofort das Immunsystem auf den Plan:

Diese Immunsystem beginnt dann sofort, spezifische Antikörper sowie spezifische T-Zellen (spezielle Abwehrzellen) gegen das fremde Antigen zu produzieren. So baut der Geimpfte auch sofort einen Impfschutz gegen den betreffenden Erreger auf.
Vektorimpfstoffe bestehen aus für den Menschen zwar infektionsfähigen, aber harmlosen, abgeschwächten Viren, die sich zumeist auch nicht mehr vermehren können (sie sind „nicht mehr replikationsfähig“); diese „gelten“ dann auch als Totimpfstoffe. 

„Totimpfstoffe“ enthalten also „inaktivierte“ Erreger oder nur Bestandteile von Krankheitserregern (bzw. deren Toxine).

„Lebendimpfstoffe“ gibt es bisher nur zu Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Typhus-Gelbfieber…


AUSNAHME:

NUR während einer Therapie mit immunmodulierenden Substanzen (z.B. Cortisontherapie) sollten Patienten mit z.B. Autoimmunkrankheiten und anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen (Rheuma) nicht mit Lebend-Impfstoffen (z.B. Masern/Mumps/Röteln/Varicellen etc.) geimpft werden, da die Gefahr zum Teil schwerer Komplikationen besteht. Nur bei geringgradiger Immunsuppression z. B. durch niedrig-dosierte Glukokortikoide kann eine Lebendimpfung erwogen werden. Bei einigen Immunsuppressiva sind Lebendimpfungen in der Fachinformation als kontraindiziert beschrieben. Hier muss der Arzt entscheiden.
Derzeit sind aber echte „Corona-Lebend-Impfstoffe“ noch „nicht auf dem Markt“. Es wird aber derzeit mit Hochdruck daran geforscht.

Anm.: Zu den immunmodulierenden Substanzen (kurz IMiDs für den englischen Begriff: Immunomodulatory Drugs) gehören z.B. neben Cortison und Thalidomid auch die neueren Substanzen Lenalidomid und Pomalidomid. Körperfremde Immunmodulatoren sind z. B. Extrakte aus Echinacea purpurea oder Echinacea pallida, Medizinalhanf. Diese Substanzen werden oft beim MULTIPLEN MYELOM eingesetzt. Das Multiple Myelom wird auch als Knochenmarkkrebs bezeichnet. ( (Quelle: pharmazeutische-zeitung.de)


Impfstoffe gegen Corona: Hinweise für Rheuma-Betroffene:

Die Impfstoffe der Firmen Biontech/Pfizer und Moderna basieren auf mRNA (Boten-RNA) und sind Totimpfstoffe. Die Vektor-Impfstoffe von Astrazeneca und die von Janssen (J&J) sind ebenfalls als Tot-Impfstoffe anzusehen: Totimpfstoffe sind bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (z.B. Rheuma) und bei Patienten unter entsprechender Therapie uneingeschränkt einsetzbar.
Einige andere klassische Totimpfstoffe gegen SARS-CoV-2 befinden sich derzeit noch in der Entwicklung, also Impfstoffe, bei denen z.B. Eiweiße bzw. Teile des Virus gemeinsam mit Hilfs-Stoffen verabreicht werden.

VEKTOR-IMPFSTOFF: Der Impfstoff der Firma Astra-Zeneca basiert auf Viren, die sich NICHT im Körper vermehren können. Damit erfüllt auch dieser Impfstoff NICHT die Definition eines Lebendimpfstoffes sondern wird als sog. „Vektor-Impfstoff“ oder „Vektor-basierter Impfstoff“ bezeichnet.

Zu den Vektorviren-Impfstoff-Lieferanten zählt auch der russische Impfstoff des Gamaleya-Instituts („Sputnik V“), das Konsortium ReiThera / Leukocare / Univercells und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mit IDT Biologika.


Autoimmunerkrankungen?

Bei Autoimmunerkrankungen ist das eigene Immunsystem defekt. Liegt eine Autoimmunerkrankung vor, kann das Abwehrsystem nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Es gibt verschiedene Mechanismen zur Stimulierung einer Autoimmunerkrankung durch Pathogene, die derzeit diskutiert werden. Bei bestimmten genetisch veranlagten Personen könnte es also bei einer Impfung vorkommen, dass das Immunsystem nicht nur das „Spike-Protein“ als fremd erkennt, sondern auch strukturell ähnliche körpereigene Aminosäuresequenzen.
Wenn das körpereigene Abwehrsystem fehlgeleitet ist, reagiert es dann vielleicht auch völlig anders gegen mRNA-Impfstoffe? Vieles ist hier noch völlig ungeklärt...

https://www.coliquio.de/news/medizinische-news-100/allergie-impfung-100

BEKANNT WURDE KÜRZLICH IN ENGLAND:
NW: Allergien…beim neuen Impfstoff von BioNTech? So war man sich hier wohl bewusst, dass man mit RNA-Impfstoff, wie eben diesem von BioNTech, Allergien provozieren kann.
Bei anaphylaktischen Schock-Reaktionen in der Anamnese wird von der Impfung gegen Corona mit der Vakzine COMIRNATY „BNT162b2“ von BioNTech/Pfizer abgeraten. Das betont die Behörde MHRA in UK (England) nach zwei (!) dieser Fälle bei frisch Geimpften.

Da manche Allergiker (mit oder ohne Autoimmunerkrankungen) vielleicht doppelt gefährdet sind, sollten diese sich wohl zum jetzigen Zeitpunkt erst mit ihrem Hausarzt besprechen…. dieses wurde in England wegen der beiden aufgetretenen „schweren“ Allergien (anaphylaktischer Schock) erst kürzlich wieder empfohlen.

»Das Problem ist, dass die Wirkung einer Impfung auf ein intaktes Immunsystem angewiesen ist: Es muss ja die Antikörper bilden, die später vor einer Infektion schützen.«  sagte der Rheuma-Experte Professor Hendrik Schulze-Koops (Rheumatologe am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München) .
Tot-Impfstoffe seien kein Problem. Zur Vorsicht mahnen die Experten bei Lebendimpfstoffen, die abgeschwächte Krankheitserreger enthalten. Eine Impfung könne hier Risiken bergen.

Man hat ja bereits vermutet, dass die schweren Verläufe von Corona eher auf ein „übereifriges“ Immunsystem als auf ein zu schwaches zurückzuführen sind. Autoimmunerkrankungen sind sehr oft mit Allergien vergesellschaftet, somit liegt nahe, dass beide Beschwerdebilder zur Risikogruppe zählen sollten.

Impfen bei Autoimmunkrankheiten, bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie. (Näheres: Bundesgesundheitsbl 2019, 62:494–515)

Allergiker interessiert hier nun ebenfalls, ob man vorbeugen kann, ggf. mit einer H1-/H2-Blockade (Antihistaminika) zur Impfung. Vieles ist einfach noch völlig ungeklärt. Hier berät der eigene „Hausarzt“ am besten…


Spricht die Einnahme von Blutverdünnern gegen eine Impfung?

NEIN. Generell gilt: Alle Menschen die Marcumar oder andere Blutverdünner einnehmen, sollten bei allgemeinen Impfungen eher „subcutan“ als „intramuskulär“ sich spritzen lassen…
ABER: Der Corona-Impfstoff MUSS intramuskulär verabreicht werden. Wahrscheinlich ist es, dass diese Impfungen eher nur einen größeren blauen Fleck (kl. Bluterguss) am Oberarm verursachen. Man sollte eine besonders „feine“ Impf- Nadel nehmen und nach der Injektion für 15 min. den Impf-Ort durch festen Druck „komprimieren“. Die Frage sollte trotzdem mit dem Impf-Arzt vor Ort besprochen werden.

Auch bei der Frage ob „Antikoagulantien“ (Blutverdünner) VOR einer Covid-19- Impfung „abgesetzt“ werden sollten, muss mit dem Haus-Arzt geklärt werden: Menschen unter Antikoagulantien sollten bei der Anmeldung zur Impfung aufgefordert werden, ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt rechtzeitig vom Impftermin zu benachrichtigen. Diese/r sollte dann entscheiden, wie zu verfahren ist. Als Anhaltspunkte können gelten z.B.:

Bei den „Neuen“ Antikoagulantien (NOAKS) wie z.B. Eliquis/Lixiana/Pradaxa/Xarelto wird in der Regel 24 Std. Pause vor der Impfung empfohlen und Wiederbeginn mit der nächsten Medikamenten-Dosis zur üblichen Zeit, sofern kein Hämatom an der Injektionsstelle bemerkt wird. Ausnahme: bei sehr hohem Schlaganfall- oder Thromboserisiko (z.B. Thrombose in den letzten 6 Wochen oder CHADS-VASc-Score >8) Impfung unter fortlaufender Therapie.


Tests in Apotheken und Arztpraxen

Corona-Tests sind grundsätzlich auch in Apotheken und in Zahnarztpraxen möglich. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat schon im Januar 2021 in Kraft. Voraussetzung ist allerdings jeweils ein Auftrag durch die Gesundheitsbehörden. Zugleich wurde die Anzahl der Tests für ambulante Pflegedienste, insbesondere solche der ambulanten Intensivpflege sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe, auf 20 Tests pro Betreuten und Monat erhöht. Künftig können auch Tests in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erfolgen.


FAKE NEWS:

Viel Wirbel derzeit um die Corona-Impfung:
Es häufen sich derzeit üble Fake-Gerüchte, viele sind verunsichert. Besonders bitter ist das Fake-Gerede, die Impfung mache unfruchtbar. Im Zusammenhang mit den Gerüchten stehen unter anderem Aussagen des bekannten „Corona-Leugners“ und (!) Arztes Wolfgang Wodarg. Schon seit Monaten fällt er durch abwegige Äußerungen auf, in denen er die Corona-Pandemie beispielsweise als „reine Panikmache“ bezeichnet.
Siehe hierzu auch Wissenswertes in meinem anderen Blog-Artikel: „Fake News“: Unten am Blog-Artikel-Ende findet man das Inhaltsverzeichnis zum Anklicken: 3. Fake News

Doch Wodargs Argument hinkt ohnehin ganz gewaltig: Zum einen werden Antikörper gegen das Spike Protein von SARS-CoV-2 nicht nur nach einer Impfung, sondern auch IMMER im Zuge einer normalen Infektion mit dem Virus gebildet. Das hieße im Umkehrschluss: Auch eine heftige Infektion mit dem Corona-Virus würde eine heftige, echte Gefahr z.B. für bestehende Schwangerschaften darstellen. Es existieren jedoch schon mehrere wissenschaftliche Studien, die nachweislich keinerlei negativen Effekte bei Impfungen für Schwangere nachweisen konnten.

Petra Brandt, Gynäkologin und DocCheck-Expertin, sagt dazu: „Ich halte es mit dem mRNA Impfstoff wie mit allen anderen Neuerungen in der Medizin: Für mich zählen verlässliche Expertenaussagen, Fakten und wissenschaftliche Studien, kein Bauchgefühl. Im Moment gibt es in der gesamten Fachwelt keinerlei begründeten Hinweise, dass der neue Impfstoff die Fertilität negativ beeinflusst.“ (Quelle: 15.02.2021-Doc-Check-Team – MIRA KNAUF)


Gefährliche Infektionstreffs: Demos – höchstrichterlich genehmigt?

RISIKOFAKTOR: Einer davon sind nach wie vor jene Menschen, die sich weigern, COVID-19 ernstzunehmen: Wenn eine einzige Querdenkerdemo für tausende Neuinfektionen verantwortlich ist, dann ist das ein sehr hoher Preis, den die vernünftige Allgemeinheit für die Versammlungsfreiheit egoistischer Schwurbler zahlen muss.

Warum nehmen wir Rücksicht auf die Rücksichtslosen? Es ist keinesfalls der finanzielle Aufwand, aber man muss hier doch auch erst einmal sich klar machen – wie ein Mensch – der schwerstkrank auf Intensivstationen landet – leidet und auch oft stirbt. Oft kann er nie wieder ein normales Leben führen…
Auch harmlose COVID-Verläufe ohne Beatmung kosten im Schnitt etwa 7.000 Euro. Schwere Verläufe kosten schnell mal zwischen 30.000 bis 100.000 Euro (!). Und hier reden wir nur über die Akutphase, von #LongCovid, vom Verlust der Arbeitskraft, des gewohnten Lebensstandards und den Kosten ganz zu schweigen.

Warum dulden wir das? Die Verwirrten sind davon überzeugt, in einer Diktatur zu leben, die ihre Freiheitsrechte einschränkt und sie glauben, sie zurückzugewinnen, indem wir ihre Superspreader-Events weiter genehmigen? Wir leben doch in einer Demokratie… da darf man alles?
?>Meinungsfreiheit<? Auf Kosten der Gemeinschaft von uns Menschen? Ein Trauerspiel…?

Masken-Verweigerer, Quer-„Denker“, „Covidioten“, Corona-Leugner und weitere, die Gesellschaft zerstörende Kräfte wie Rechtspopulisten, Reichsbürger etc. verschlimmern als „Pandemie-Treiber“ mit höchstrichterlich genehmigten „Massendemonstrationen“ aktiv die Infektionszahlen. Ein Skandal? Leider sind hier auch einige Ärzte darin verwickelt…siehe hierzu den ausführlichen Bericht: 3. Fake News (unten im Anhang – oder oben auf der Leiste „Corona-Aktuell“- zum „Anklicken“…)


Deutsche Ärztekammer: 
«Bei Nachweis eines Verstoßes gegen die ärztliche Berufsordnung wird dieser geahndet.»

Coronaleugner unter Ärzten? „Wenn wir Beschwerden erhalten, prüfen wir diese sofort berufsrechtlich und holen in diesem Rahmen auch Stellungnahmen der betroffenen Ärzte ein“, sagte der Sprecher der Ärztekammer, Thomas Spieker M.A.. Gegebenenfalls werde ein berufsrechtliches Ermittlungs-Verfahren eingeleitet mit den Möglichkeiten, eine Rüge zu verhängen oder aber ein berufsgerichtliches Verfahren um den Entzug der ärztlichen Approbation – zu beantragen. „Im Einzelfall kann es sehr sinnvoll sein, Strafanzeigen gegen diese sog. Ärzte zu erstatten“, sagte Spieker.

In Arztpraxen müsse auch die politische Neutralität streng gewahrt bleiben, hatte die Kammer erklärt. Außerdem müsse ein Arzt seine Tätigkeit an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten sowie den Infektionsschutz und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen in der Praxis umsetzen. Zuwiderhandlungen der Berufsordnung seien ein ernster Verstoß gegen die ärztliche Berufsordnung.© dpa/aerzteblatt.de

Bericht: 3. Fake News (oben oder unten im Anhang zum „Anklicken“…)

Sars-CoV-2

Juni 2021 – Seit Pandemiebeginn wurden in Deutschland bisher 3,7 Millionen nachgewiesene Corona-Infektionen behördlich registriert. In Deutschland sind inzwischen mehr als 89.000 Menschen nachweislich an oder mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gestorben. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

REINFEKTION


Eine neue CDC-Studie ergab, dass einige ältere Menschen, die sich anscheinend von dem Coronavirus schon erholt hatten, später einen zweiten, noch schlimmeren Fall hatten – was darauf hinweist, dass asymptomatische oder milde Fälle möglicherweise keinen besonders großen Schutz gegen eine erneute Infektion mit COVID-19 bieten. Die Studie, die – über Morbidität und Mortalität der „Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten“ – veröffentlicht wurde, untersuchte separate Ausbrüche, die im Abstand von drei Monaten in einer qualifizierten Pflegeeinrichtung auftraten.

Laut den Forschern der Studie war dies „bemerkenswert“, da es die Möglichkeit nahelegt, dass Menschen, die während ihrer ersten Infektion nur leichte bis keine Symptome zeigen, „keine ausreichend robuste Immunantwort erzeugen, um eine erneute Infektion zu verhindern“. Die Ergebnisse „legen die Möglichkeit nahe, dass COVID-19 während einer zweiten Infektion meist deutlich schwerwiegender sein kann.“

ANM.: Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten ist eine Agentur der Europäischen Union (mit Sitz in Schweden) um die Verhütung und Kontrolle übertragbarer Krankheiten in der Eu zu verbessern. (Wikipedia)


Kann der Corona-Impfstoff Krebs verursachen?

mRNA-Impfstoffe

Um neue Errungenschaften kursieren häufig viele Gerüchte, vor allem, wenn die Besonderheiten oder Unterschiede nicht verständlich erklärt werden. So befürchten viele, dass der mRNA-Wirkstoff Autoimmunkrankheiten oder gar Krebs auslösen könnte.
Dabei besteht diese Gefahr bei mRNA-Impfstoffen nicht, da die mit der Impfung verabreichte mRNA nicht bis in den menschlichen Zellkern eingeschleust wird.

Vektor-Impfstoffe

Doch in Deutschland sind nicht nur mRNA-Impfstoffe zugelassen worden, sondern auch Vektor-Impfstoffe. Mit diesem wird mittels eines abgetöteten Virus die DNA-Information für das Spike-Protein in den menschlichen Zellkern transportiert. Theoretisch besteht bei DNA-Impfstoffen die Möglichkeit, dass sich verstärkt Tumore bilden. Dennoch wird das Risiko dafür als sehr gering eingeschätzt, da für die Entstehung von Krebs in der Regel mehrere genetische Veränderungen nötig sind. (Quelle: coliquio)

FRAGE: Inwiefern ist eine regelmäßige Testung auf SARS-CoV-2 mittels Schnelltest auch 2 Wochen nach der Zweitimpfung mit dem Biontech-Impfstoff noch erforderlich?

ANTWORT: Solange keine offizielle Empfehlung des Bundes dazu besteht, muss weiterhin ein negativer Test vorgewiesen werden. Überall dort, wo er gefordert wird. Es gibt aber bereits Pläne des Gesundheitsministeriums, eine vollständige Impfung mit einem negativen Testergebnis gleichzusetzen. Dazu braucht es aber derzeit noch einen Nachweis: Näheres hierzu am Blog-Artikel-Ende weiter unten im Text…News zum QR-Code etc.

CORONA-SELBST-TESTS:

Pharmazeutische Zeitung (PZ): Mittlerweile haben nun (im Frühjahr 2021) einige Coronavirus-Selbsttests eine Sonderzulassung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. So gibt es viele Speichel-Selbsttests mittlerweile auf dem Markt. Die Selbsttests werden frei verkäuflich in Apotheken, aber auch in Drogerie- und Supermärkten (Rossmann, Lidl & Co.) oder im Internet zu kaufen sein. Eine Meldepflicht gibt es nicht. Allerdings muss ein positives Selbsttest-Ergebnis zwingend mittels PCR-Test bestätigt werden. »Ein negatives Testergebnis schließt aber eine SARS-CoV-2-Infektion nicht aus!«, heißt es fettgedruckt im Bulletin. Merkwürdig… dann doch lieber gleich den PCR? Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker…


COVID-19-Testverfahren..Antigen…Antikörper…oder?
UNTERSCHIEDE:

Antikörper-Test: Antikörpertests beruhen – anders als PCR-Tests und Antigentests – auf dem Nachweis auf Antikörpern, nicht aber auf dem direkten Nachweis des Virus selbst, geeignet also nur zum indirekten Nachweis des Virus. Hier ist der Test-Zeitpunkt sehr wichtig. Im Körper können normalerweise erst 4-7 Tage nach der Infektion – unter Umständen aber auch erst nach drei Wochen zuverlässig Antikörper nachgewiesen werden. Dadurch sind diese Antikörpertests ungeeignet für den Nachweis einer akuten SARS-CoV-2 Infektion. Hier wird versucht IgG- und IgM-Antikörper im Kapillarblut nachzuweisen. Da es nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus – wie erwähnt – bis zu drei Wochen dauern kann, bis das Immunsystem Antikörper gebildet hat, sind diese Tests zur Diagnose einer aktiven Erkrankung also nicht geeignet. Insbesondere gilt dies für Tests, die alleine zu Hause vorgenommen werden.
VORSICHT: Im Internet werden für Patienten Corona-Antikörper-Schnelltests teilweise aus dubiosen Quellen zur Selbstdurchführung (ca.20-80€) angeboten. Dafür wird üblicherweise Kapillarblut auf eine Testkassette gegeben; diese zeigt ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest dann gegebenenfalls eine Farbmarkierung an. Falsch negative und vor allem falsch positive Ergebnisse kommen häufig vor.
FAZIT: Corona-Antikörper-Selbsttests aus Kapillarblut in Patientenhand machen derzeit wenig Sinn, da – wie gesagt – mit zu vielen falsch negativen, aber insbesondere vielen falsch-positiven Ergebnissen zu rechnen ist und es derzeit noch keinen zuverlässigen Bestätigungstest gibt.

Antigen-Schnelltests: Anders als beim PCR-Test werden mit Antigentests nicht das Erbmaterial des Virus, sondern ganz bestimmte Oberflächenproteine des Virus (Antigene) nachgewiesen. Im Unterschied zum PCR-Test ist zur Auswertung des Antigentests keine Laboran-Analyse notwendig. Sie sind also zum direkten Nachweis des Virus nur bedingt geeignet: Diese Tests bestätigen meist – richtig ausgeführt – eine akute Covid-19 Infektion durch den Nachweis von Virus-eigenen Eiweißstrukturen (Virusproteinen) in der Probe. Das Ergebnis liegt innerhalb von rund 15 bis 20 Minuten vor. Diese Tests haben aber derzeit keine Expertise, ihre Ergebnisse sind daher immer noch sehr unsicher.
Wichtig zu wissen: Ein negatives Ergebnis im Antigentest schließt eine Infektion nicht sicher aus. Denn insbesondere zu einem frühen Zeitpunkt der Infektion, kurz nach Ansteckung, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt, kann der Test trotz bestehender Infektion ein negatives Ergebnis bringen.

PCR-Test­-Verfahren: Mit einem PCR-Test kann bei einer Person direkt eine bestehende Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen werden. Hier wird beim PCR-Verfahren vorher entnommene DNA durch verschiedene chemische Abläufe vervielfältigt. Da Viren keine DNA sondern RNA haben, wird vorher noch eine Reverse Transkriptase (RT) durchgeführt, mittels eines Enzyms, das RNA in DNA umschreiben kann. Beim Testen wird nur die Virus-DNA vervielfältigt. Wenn dieses Virus dann nicht vorhanden ist, ist der Test negativ. In speziell ausgebildeten Laboren wird die Probe auf das Vorhandensein des Virus untersucht. Die reine Auswertungszeit des Tests beträgt meist nur wenige Stunden.


Wichtig zu wissen: Ein negatives Ergebnis im Antigen-Schnelltest schließt eine Infektion nicht aus. Denn insbesondere zu einem frühen Zeitpunkt der Infektion, kurz nach Ansteckung, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt, kann der Test – trotz bestehender Infektion – ein negatives Ergebnis bringen. 

SELBST-TEST? WAS IST WICHTIG?

An Verständnis und Eigenverantwortlichkeit der Anwender würden bei den erfolgten „Eigentests“ sehr hohe Anforderungen gestellt, so das RKI. So könne zum Beispiel das sichere Ablesen schwacher Testreaktionen für medizinische Laien recht schwierig sein.
Selbst bei korrekter Durchführung dieser neuen Selbst-Tests bleiben viele Unsicherheiten, über welche die Anwender eigentlich auch genau aufgeklärt werden müssten.
So können Antigentests nur eine wirklich sehr hohe Viruslast in den oberen Atemwegen auch tatsächlich erkennen:
Antigentests werden (also eine sonst unerkannte Infektion) am ehesten nur dann erkennen, wenn sie entweder kurz vor Auftreten von Symptomen oder in der frühen „symptomatischen“ Phase einer Infektion durchgeführt werden. Man kann sich einfach NICHT sicher sein! Dazu ist der PCR-Test da
»Die Sensitivität ist also deutlich geringer, wenn die Selbst-Tests ungezielt „ohne“ Vorliegen von Symptomen und nur sporadisch eingesetzt werden«, warnt das RKI.

Der PCR-TEST gilt als Goldstandard, er ist also der zuverlässigste Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2. Aufgrund des Funktionsprinzips von PCR-Tests und hohen Qualitätsanforderungen liegt hier die analytische Spezifität bei korrekter Durchführung und Bewertung bei nahezu 100%.

Was ist also zu tun, wenn das Testergebnis (+) vorliegt?

Ein positiver Antigentest (Schnell-Test) ist vorerst nur erst einmal ein „Verdacht“ und noch lange keine Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion. Auf jeden Fall ist sofort vorsichtshalber eine rigorose Kontaktreduzierung unbedingt nötig, wobei vom Wort »Quarantäne« nicht die Rede ist, sondern von »eigenverantwortlicher häuslicher Absonderung«. So heißt das: Zu Hause bleiben – Kontaktpersonen informieren und niemanden treffen.
Der oder die Betroffene soll per Telefon als nächstes umgehend den Hausarzt und ein geeignetes Testzentrum anrufen. Dann folgen als erstes dort ein professioneller PCR-Test und eine ärztliche Beurteilung. Danach erhält der Betroffene wichtige Hinweise zum weiteren Vorgehen. Auch die vorgeschriebene Meldung ans Gesundheitsamt erfolgt durch den Arzt oder das Testzentrum. Dies muss der Testende nicht selbst machen.



BIN ICH NACH EINER IMPFUNG IMMUN?

Schützt auch schon die erste Impfdosis?

BioNTec/Pfizer-Impfstoff (Corminaty): Etwa 2 Wochen nach der ersten Dosis hat man schon einen gewissen Schutz gegen eine Covid-19-Erkrankung. Den vollen Impfschutz hat man erst zwei Wochen nach der zweiten Dosis. Das bedeutet, dass trotz einer vollständigen Impfung noch eine Restwahrscheinlichkeit bleibt, mit der man sich – nach Impfung – mit SARS-CoV-2 – durch Erkrankte – infizieren kann. Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt dazu: „Es kann also auch – trotz COVID-19-Impfung – zu einer COVID-19-Erkrankung kommen, da die Impfung keinen 100%igen Schutz bietet.“

Wird jemand – also nach der Impfung – positiv auf Corona getestet, hat er oder sie – sich daher wahrscheinlich bereits kurz vor oder kurz nach der Impfung mit dem Virus angesteckt. Der Impfstoff selbst kann keinen positiven Test verursachen.

Die mittlere Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 5 bis 6 Tage. Die Person, die geimpft wurde, könnte sich also kurz nach Impfung angesteckt haben. Denn erst 10 bis 14 Tage nach der ersten Impfung tritt eine Wirkung ein.

Die Corona-Impfung führt nicht zu einer sog. *sterilen Immunität, eine geringe Infektionsgefahr besteht also auch danach noch. Aber wie hoch ist diese? Das Virus könnte sich – trotz Impfung – (bei Kontakt mit Infizierten) in der Nase und im Mund noch vermehren. Expert*innen vom Robert-Koch-Institut halten das also beim Coronavirus für denkbar. „Der Geimpfte könnte – nach Kontakt – selbst dann für andere ansteckend sein. Aber wahrscheinlich nicht mehr so stark wie ohne Impfung“... sagte Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut.
Anm.: *Sterile Immunität“ bedeutet, dass das Immunsystem alle Coronaviren im Körper vollständig eliminiert. Die geimpfte Person trägt das Virus dann nicht mehr in sich und kann es folglich auch nicht weitergeben.

“Wir gehen allerdings davon aus, dass bei einer Verminderung der schweren Verläufe doch auch zumindest eine Reduktion der Viruslast in den oberen Atemwegen passiert.” Prof. Klaus Cichutek, Paul-Ehrlich-Institut.
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Beim Impfstoff von BioNTech und Pfizer gibt es erste Hinweise, dass er auch vor einer Ansteckung schützt. Zu dem Ergebnis kommt eine israelische Studie. Einschränkend wies hier Lauterbach aber darauf hin, dass die Daten aus Israel „in der Routine“ erhoben wurden, „nicht unter den Bedingungen einer Studie“. Dennoch seien die Erkenntnisse „gut aufbereitet worden und ein wichtiger Hoffnungsschimmer“.

Und genauso ist es schon EINMAL VOR VIELEN Jahren (1955) bei POLIO vorgekommen: So konnte der erste Impfstoff damals gegen die Kinderlähmung nur die Geimpften vor der Krankheit schützen, eine Ansteckung für andere jedoch nicht verhindern.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ist kein Lebendimpfstoff. Er kommt deshalb grundsätzlich auch für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem infrage.


Sind über Mund oder Nase verabreichte Impfstoffe in Zukunft vielleicht DEUTLICH wirksamer?

Sollten die aktuellen Impfstoffe nicht vor Ansteckungen schützen, dann könnten eventuell später einmal andere Impfstoffe, die gerade noch entwickelt werden, doch vielleicht einen kompletten Impfschutz ermöglichen. Zur Zeit sind weltweit mehrere Impfstoffe in der Entwicklung, die über den Mund oder die Nase verabreicht werden können. (Quelle:  WDR 5 Morgenecho – Online-Kommentar 20.02.2021)


Die Installations-Seite der SafeVac-App im Appstore ist auf einem Smartphone-Bildschirm zu sehen (www.imago-images.de/Thomas Dinges/EP_TDS)

SafeVac: Impf-Nebenwirkungen

Klaus Cichutek, der PEI-Präsident, sagte dem Deutschlandfunk, die SafeVac-App werde gut angenommen…

Wer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung mögliche Reaktionen an sich beobachtet, sollte diese in jedem Fall melden, etwa beim Hausarzt oder über das Nebenwirkungsportal des Bundes. Erstmals in Deutschland gibt es dazu auch eine eigene App, sie heißt „SafeVac“.

Letzte Änderungen: SafeVac iPhone- / iPad-App wurde zuletzt am 14.05.2021 aktualisiert und steht allen in der Version 2.1.0 zum Download zur Verfügung.

Telefon-Support für SafeVac iPhone- / iPad-App und mehr: Unter der kostenfreien Festnetznummer 069 2991 7711 erhält man Hilfe von erfahrenen Experten rund um Ihren PC und die Software.


Befreit uns die Corona-Impfung nun endlich von Maskenschutz & Co?

NEIN: Die meisten Corona-Impf-Kandidaten geben uns eine falsche Erwartung an das eigentliche Ziel der Impfstoffe: Das Ziel ist der Eigenschutz vor Erkrankung, Tod und Krankenhauseinweisung.
Leider hat die öffentliche Kommunikation der letzten Monate suggeriert, dass die Impfung uns schnell zu der Zeit „VOR Corona“ bringt, dass wir keine Masken mehr brauchen werden und reisen können, da man sich ja nicht mehr anstecken könne. Das ist leider nicht der Fall und auch ich habe diese Enttäuschung gespürt. Es ändert sich erstmal nicht viel.

Was die meisten unserer Mitbürger nicht verstehen: So befreit uns zuerst einmal ein voller Impfschutz nicht vom Masken-Tragen und Abstand halten. Weder beruflich, noch im Bus oder beim Einkaufen. Es geht um die INZIDENZ… genauer gesagt – um die Erkrankungszahlen. Es geht aber auch um die Gruppendynamik und „Vorbildfunktion“… Man muss dieses Wissen weitergeben: Noch aber kann sich niemand absolut in „Sicherheit“ wiegen. Auch wenn wir derzeit am 20. Juni 2021 eine Sieben-Tage-Inzidenz von 9,3 vorweisen können… Juchhuuu… wir können draußen wieder z.B: im Biergarten ohne Masken grillen oder massenhaft die Düsseldorfer Altstadt besuchen… doch man fragt sich – wie lange noch? Die Unsicherheit bleibt und verlangt umsichtiges Verhalten.

Lohnen sich denn Masken später auch tatsächlich noch nach Corona?

Die Menschen in Japan waren schon vor der Pandemie Maskenweltmeister – aus Rücksicht und sicher auch aus Eigennutz. Es lohnt sich auch für uns, daraus für die Zeit nach der Impfung zu lernen. Aus japanischer Perspektive stellt sich die Frage, ob die gesamte Welt für die Nach-Corona-Zeit nicht doch etwas mehr Maskenliebe vom Maskenweltmeister übernehmen sollte. Denn die Japaner zeigen, dass eine Maske auch ohne eine aggressive Pandemie wirklich Sinn macht – für die gesamtgesellschaftliche und individuelle Gesundheitsvorsorge: Vor allem auch in Zukunft in den nächsten „Erkältungszeiten“… wer weiß denn, ob da nicht doch vielleicht noch ein anderer „Virus“ dahintersteckt? Auf der sicheren Seite stehen – wollen wir doch alle…


Der digitale Impfpass ist da und was kann er?

Juni 2021: Der digitale Impfnachweis in Deutschland soll nicht nur als Bescheinigung eines vollständigen Impfschutzes dienen, sondern auch offizielle negative Corona-Testergebnisse anzeigen können.
Außerdem soll die Smartphone-App, die unter dem Namen „CovPass“ veröffentlicht werden soll, auch für Genesene zum Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung dienen. Die App befindet sich zurzeit noch in Entwicklung und soll noch vor den Sommerferien fertig werden.

Der Nachweis soll aber auch über andere Apps angezeigt werden können, unter anderem durch die Corona-Warn-App des Bundes, die bereits 27,5 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Hier soll ein künftiges Update für eine entsprechende Erweiterung sorgen.

Für Menschen, die kein Smartphone besitzen, gibt es einen Nachweis auf Papier mit einem QR-Code, der an Prüfstellen digital eingelesen werden kann.


Der „CovPass“ soll den Betroffenen die Möglichkeit geben, schnell und fälschungssicher nachzuweisen, dass sie wieder bestimmte Grundrechte in Anspruch nehmen können, etwa bei Urlaubsreisen. Der Nachweis soll aber auch über andere Apps angezeigt werden können, unter anderem durch die Corona-Warn-App des Bundes, die bereits 27,5 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Hier soll ein künftiges Update für eine entsprechende Erweiterung sorgen.

Wer bereits vor dem Start des „CovPass“ in einem Impfzentrum vollständig geimpft wurde, soll den QR-Code mit den für den Nachweis wichtigen Informationen per Post zugesendet bekommen. Mit den Bun­des­ländern gebe es bereits Gespräche über eine unbürokratische Lösung, hieß es aus Regierungskreisen. Die entsprechende Regelung soll über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes erfolgen.

„CovPass“-App soll auch auf älteren Smartphones laufen: Bei den iPhones wird das Betriebssystem iOS 12 oder ein neueres vorausgesetzt, so dass alle Apple-Smartphones ab dem iPhone 5s kompatibel sind.

Der Code kann dann auf Papier als Nachweis eingesetzt werden oder mit der „CovPass“-App eingescannt und vorgezeigt werden. Eine Verpflichtung, den Code einzusetzen, gibt es nicht. Der gelbe Impfausweis gilt auch ohne den QR-Code als Nachweis. Siehe link:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123791/Digitaler-Impfnachweis-So-bekommen-bereits-vollstaendig-Geimpfte-den-CovPass


Science: The „Breakthrough of the Year“:
Die Entwicklung von Covid-19-Impf-Stoffen ist der Durchbruch des Jahres 2021:

Die rasante Entwicklung effektiver Impfstoffe gegen Covid-19 ist für das renommierten „Science“-Magazins der wichtigste Forschungsdurchbruch des Jahres. Niemals zuvor hätten so viele Konkurrenten so offen und regelmäßig zusammengearbeitet. Ebenso einzigartig sei die gemeinsame Anstrengung von Regierungen, Industrie, Wissenschaft und Non-Profit-Organisationen, heißt es zur Begründung des „Breakthrough of the Year“.

Es gab und gibt natürlich – nicht nur bei noch nicht zugelassenen neuen Impfstoffen – auch in dieser Zeit immer wieder herbe Rückschläge, revidierte Aussagen und zurückgezogene Studien von neuen Impfstoffen… Enttäuschungen…


KINDER-SCHUTZ VOR CORONA-INFEKTION:

Juni 2021: EMA lässt nun BioNTech-Impfstoff für Zwölf- bis Fünfzehnjährige zu: Es ist der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 empfohlen wird. „Wir haben Daten, die zeigen, dass die Anwendung bei Kindern sicher ist“, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategien, Marco Cavalleri.



Ausführlicher:

Anm.: Siehe hierzu Ausführlicheres oben auf der Themen-Leiste: Bei CORONA-FAKTEN-AKTUELL: 4.3 Mutanten-Varianten und unten zum Anklicken des Wunschthemas…

NACHTRAG – WISSENSWERTES –
MUTANTEN – VARIANTEN?
Alles nur Kopierfehler der Natur?

Bei einem Virus funktioniert das „Mutieren“ folgendermaßen: Um sich zu verbreiten, kopiert es sich selbst. Man kennt das vielleicht noch vom Fotokopierer früher, spätestens bei der Kopie von der Kopie von der Kopie muss man Abstriche machen im Vergleich zum Original – sie wird immer schwächer… in der Natur gibt es aber dabei doch manchmal eine Überraschung:

Da es vom Virus aber oft sehr, sehr viele Kopien gibt, kann es schon mal vorkommen, dass ein Kopierfehler das Virus plötzlich auch wesentlich besser, schneller oder gefährlicher macht, zumindest aus dessen Sicht bzw. zu seinem eigenen Vorteil:

Zum Beispiel, dass es sich – durch eine oft nur winzige Struktur-Veränderung – plötzlich wesentlich schneller verbreiten kann. Ein anderer Vorteil kann auch sein, dass es plötzlich besser an eine Wirtszelle (der zu infizierenden Person) andocken kann als andere Varianten, die dann oft untergehen.

Auch bei einem Virus passieren also Kopierfehler. Das ist nichts Neues und passiert oft in der Natur:

Aus diesem Grund ist die Mutation von Coronaviren aber für uns Menschen eine wirklich ganz gefährliche Sache, weil sich auf diese Weise immer wieder auch schnellere bzw. »bessere« Varianten zu ihrem eigenen Vorteil durchsetzen können, die sich dabei auch manchmal der Kontrolle unseres Immunsystems gänzlich entziehen können (sog. Fluchtvarianten).


So muss man also hier unterscheiden –
zwischen Mutation und Mutant (oder Variante):

Mutation: Das ist eine entscheidende Veränderung an einem Virus selbst – eine nagelneue Kopie, meist zu seinem eigenen Vorteil.
Mutant oder Variante ist das bereits schon real veränderte (mutierte) Virus selbst bzw. auch alle seine Nachkommen – häufig ist umgangssprachlich aber auch hier einfach nur immer von Mutation die Rede.

(Quellen: MDR-WISSEN: FAQ – CORONAVIRUS-MUTATION: DAS MÜSSEN SIE WISSEN von Florian Zinner – Freier Journalist – vom 15.02.2021)


In ihren Ursprungsländern Großbritannien (Alpha, B1.1.7), Südafrika (Beta, B.1.351), Brasilien (Gamma, P.1) und Indien (Delta, B1.617.2), machen die Mutationen jeweils einen großen Anteil aus. Sie sind mittlerweile weltweit verbreitet…


Juni 2021: Indische Delta-Mutante (B.1.6.1.7.2) laut WHO bereits in über 60 Ländern entdeckt.

DIE NEUE CORONAWELLE MIT DEN NEUEN MUTANTEN ist im anderen Blog-Artikel – siehe unten: 4.3 Mutanten-Varianten dort sehr ausführlich beschrieben.

Im Moment dreht sich in unserer Pandemie alles um vier Varianten (britische, indische, brasilianische und südafrikanische) die mit gefährlich hohen Ansteckungszahlen in Verbindung gebracht werden.

SÜDAFRIKA: Die Beta-Mutante B.1.351-Linie (N501Y.V2) hatte sich zuerst in Südafrika ausgebreitet. Neben der N501Y verstärken hier weitere Mutationen (N501Y, E484K, K417N) mit „vereinten Kräften“ nun die Bindungsfähigkeit des Spike-Proteins, was wiederum die Linie deutlich gefährlicher macht…diese ist nun mittlerweile auch schon in Europa gelandet! Die südafrikanische Variante ist – wie im anderen Blog-Artikel – siehe unten: 4.3 Mutanten-Varianten dort ausführlicher beschrieben.

Britisches Beispiel – ALPHA-Mutante B.1.1.7: Die VoC: „Variant of Concern“ genannt, ist eine durch erneute Mutationen entstandene, ernsthaft gefährliche Variante des Coronavirus = Variante VoC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01, auch B.1.1.7 genannt: Dies ist noch die derzeit bekannteste sog. englische Virus-Mutation (Variante).

 „Alles deutet derzeit darauf hin, dass diese britische Mutations-Variante nun selbstständig eine schon wieder neuere E484K-Mutation entwickelt hat“, sagte Experte „Jonathan Stoye“ vom Francis Crick Institute/London. Er ist Leiter des Labors „The Crick“ für Retrovirus-Wirt-Interaktionen.
Warum bereitet diese Entdeckung den Experten Sorge?
Die Variation E484K war bisher ganz typisch für die Südafrika-Mutante B.1.351-Linie:
Diese verstärkt – ähnlich wie die britische Mutante B 1.1.7– die Bindungseigenschaften des „Spike-Proteins“ an den Rezeptor der Zielzellen – und führt so zu einer deutlich erhöhten Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr.
Forscher attestieren ihr mittlerweile noch eine weitere unschöne Eigenschaft: E484K gilt auch als sogenannte „Flucht-Mutante“. Es gibt Hinweise aus Labortests, dass Viren mit dieser Mutante den Antikörpern unserer Immunabwehr entkommen können, d.h. diese Mutanten können sich „verstecken“ – also unsichtbar werden für unser Immunsystem (einfach ausgedrückt), so dass das Immunsystem machtlos wird.
Die britische Alpha-Mutante B 1.1.7 verändert sich nun aber derzeit schon wieder erneut – offenbar auch an der Mutanten-Stelle E484K und könnte damit somit deutlich resistenter gegen die neuen Impfungen werden.

Die bekannte ältere britische Variante des Coronavirus (B 1.1.7) zeigt nun wiederum noch eine andere neue Auffälligkeit. In ihrem Erbgut fanden Forscher erstmals auch einen Bestandteil der Linie aus Südafrika: B.1.351-Linie (N501Y.V2).

Bevor es nun noch komplizierter und umfangreicher wird, kann man diese und mehrere Infos nachlesen unter: https://www.mdr.de/wissen/corona-virus-mutation-faq-100.html#sprung0

Virus-Experte Jonathan Stoye betont nun: „Es ist sehr wahrscheinlich, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Mutationen dem neuen Corona-Virus wirklich einen neuen Wachstumsvorteil verschaffen werden“ .


Außerdem: Dass die „Immunantwort“ nach einer Impfung etwas schlechter ausfällt, bedeutet noch lange nicht, dass Impfungen ihren Nutzen verlieren. Selbst bei einer Verringerung um das Zehnfache sollte der Impf-Schutz laut Experten noch wirken.


März/April 2021: Mit härterem Lockdown die dritte Coronawelle brechen?

SPD-Gesundheits-Experte Karl Lauterbach sieht den derzeitigen Umgang mit der Pandemie kritisch. Lauterbach schrieb bei Twitter: “Es ist eigentlich Wahnsinn. Die Intensivmediziner betteln geradezu um einen Lockdown, so sehr spitzt sich die Lage zu. Die Berater der Regierung fordern alle dringend schnelles Handeln. Und wir feiern erstmal Ostern, sehen dann weiter. Das erfindet so schnell keiner…“

EIN BRÜCKEN-LOCKDOWN…

Noch am 08.04.2021 musste NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet für seinen Vorstoß zum „Brücken-Lockdown“ viel Kritik und Spott einstecken. Der „Brücken-Lockdown“ von CDU-Chef Armin Laschet wurde schnell kassiert – und die Länder stritten – wieder einmal – heftig über Öffnungsstrategien, Notbremsen und Modellprojekte.

Bald darauf ergriff Kanzlerin Merkel das Wort – und sprach sich ebenfalls für einen schnellen, neuen Lockdown aus.

10.04.2021: Die dritte Corona-Welle musste gebrochen werden – darüber herrschte also endlich Einigkeit. Der Bund will dafür mehr Macht an sich ziehen und legte nun einen ersten Gesetzesentwurf vor. Dessen Kern: Schärfere und vor allem verbindliche Maßnahmen.

Erster Gesetzesentwurf des neu überarbeiteten Infektionsschutzgesetzes liegt nun vor:
Der Kern des Papiers: Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Corona-Neuninfektionen pro 100.000 Einwohnern greift künftig eine „verbindliche Notbremse“ – und zwar eine, für die der Bund zuständig ist. Die Bundesregierung wäre dann befugt, „zur einheitlichen Festsetzung von Corona-Maßnahmen Rechtsverordnungen mit Zustimmung des Bundesrates zu erlassen.
„Der Bund bekomme dann „dieselben Handlungsmöglichkeiten wie die Länder“. Übersetzt heißt das: Der Bund legt Maßnahmen verbindlich fest – ALLE Länder, Kreise und Städte müssen diese ohne Wenn und Aber umsetzen.

Wie lange die vom Bund verhängten Maßnahmen gelten, hängt von der Entwicklung der Inzidenz ab: Liegt sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100, werden die Maßnahmen gelockert und die Länder übernehmen wieder die Zuständigkeit.


Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen härteren Lockdown gefordert, um die dritte Coronawelle zu brechen. Erst wenn die Inzidenzzahlen wieder niedriger seien, könne man mit Testen und Impfen aus der Pandemie herauskommen, sagte er.


HINWEIS: Im anderen Blog-Artikel 4.3 Mutanten-Varianten sind – kurz VOR Artikel-Ende – alle derzeitigen Mutanten/Varianten im Einzelnen sehr ausführlich (!) beschrieben. Bei Interesse einfach hier oben in der Kopf-Leiste oder unten 4.3 Mutanten-Varianten – anklicken…


24.04.2021: Das galt noch im April: Bundesregierung beschließt einheitliche Corona-Notbremse

Die Bundesregierung hatte eine Gesetzesänderung für eine bundesweit verbindliche „Notbremse“ auf den Weg gebracht. Demnach sollen in Deutschland künftig regional automatisch schärfere Corona-Schutzmaßnahmen wie eine nächtliche Ausgangssperre greifen, wenn die Zahl der neuen Corona-Fälle den Schwellenwert von 100 pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschreitet. Der Entwurf sieht auch vor, dass Schulen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Fällen ihren Präsenzunterricht einstellen müssen. Per Verordnung aus dem Arbeitsministerium werden zudem Arbeitgeber verpflichtet, ihren Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten.

Corona-Regeln: „Bundes-Notbremse“ und erste Lockerungen….

Stand: 10.05.2021: Mit der „Bundes-Notbremse“ ist das Infektionsschutzgesetz in Deutschland geändert worden, um ab einer Inzidenz von 100 landesweit einheitliche Regelungen für den Corona-Lockdown zu schaffen. Es gibt im Norden aber auch schon erste Öffnungsschritte. Näheres ist nachzulesen bei z.B.:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-Lockdown-Aktuelle-Regeln-der-Bundes-Notbremse,bundlaenderberatungen100.html


Impfen…impfen… was das Zeug hält…

Juni 2021- Deutschland: Fast 60 Millionen Corona-Impfungen wurden bisher in den letzten Monaten verimpft…

UND ES HAT SICH GELOHNT… die Inzidenzen sind im dritten Lockdown bundesweit im „Sinkflug“…

15. JUNI 2021: Berlin – Laut Prognose wird ein nur mäßiges Corona-Infektionsgeschehen im Sommer erwartet …„ Wir gehen dem Ende der dritten Pandemiewelle entgegen.“ Das sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis.


Australien

Juni 2021: Eine neue Gefahr… die indische Corona-Variante Delta (B1.617.2)
siehe hierzu Wissenswertes ausführlicher bei: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten (Link)


Schwerere Krankheitsverläufe sind mit der indischen Corona-Variante Delta wohl nun doch wahrscheinlicher – wie Australien aktuell zeigt…

DIE INDISCHE DELTA-VIRUS-VARIANTE – ist nun unter anderem auch in Australien gelandet… Hier soll ein harter 4. Lockdown – in dem australischen Bundesstaat Victoria – die aus Indien kommende Virusvariante DELTA (B1.617.2) aufhalten. Sie breitet sich derzeit rasend schnell im ganzen Land aus.

Juni 2021: Melbourne (hier herrscht jetzt „Winter“) – geht nun erneut zurück in den strikten Lockdown: Aus Sorge um eine rasche Verbreitung der – zuerst in Indien aufgetretenen – Delta-Virusvariante (B1.617.2) verhängt der australische Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne zum „vierten Mal“ seit dem Beginn der Pandemie einen strikten Lockdown.

Der „Circuit Breaker“: Die Vorschriften sind schon wie bei den früheren Ausgangssperren in dem Bundesstaat äußerst streng. Es soll nur noch fünf Gründe geben, um aus dem Haus zu gehen: Nur für essentielle Besorgungen wie Lebensmitteleinkäufe, für die Arbeit, sofern diese als essentielle Tätigkeit eingestuft wird, für Arztbesuche und Angehörigenpflege, für Sport (maximal zwei Stunden am Tag), und um sich impfen zu lassen. Sport und Einkäufe müssen in einem Umkreis von maximal fünf Kilometern des Wohnorts erledigt werden oder so nah wie möglich. Nur eine Person pro Haushalt und Tag darf Einkäufe erledigen…. (Quelle: FAZ vom 28.05.2021)


VORHERSAGEN? EHER SKEPTISCH?

+++ 30. Mai 2021: Der Virologe Hendrik Streeck rechnet in Deutschland nicht mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus bis Herbst. Er sei skeptisch. Die Impfstoffe würden nicht vollständig vor einer Infektion schützen, sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur. Auch Geimpfte mit hoher Antikörperreaktion könnten sich noch mit dem Virus infizieren und es an andere weitergeben. Weiter also mit AHA+L+A?  Abstand halten, Hygiene beachten, Alltags-Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen?


2. Juni 2021: Berlin: Jens Spahn (CDU) bereitet sich im Gegensatz zum Vorjahr bereits jetzt auf eine mögliche weitere Welle mit rasant steigenden Corona-Infektionszahlen vor. In diesem Jahr wolle er schon früher Risiken besprechen und Strategien zur Vermeidung einer vierten Welle durchgehen.

„Die Gespräche habe ich schon mit Experten und dem Robert-Koch-Institut begonnen“, sagte Spahn im ZDF-Morgenmagazin. Die Sensibilität dafür habe auch damit zu tun, dass sich die Lage im vergangenen Jahr nach einem Sommer mit niedrigen Inzidenzen im September und Oktober schlagartig verschlechtert habe. Insgesamt zeigte sich Spahn aber zufrieden mit der derzeitigen Situation: „Die Stimmung ist gerade zurecht gut, die Inzidenzen sind niedrig, die Impfzahlen sind hoch, aber wir sehen in Ländern wie dem Vereinigten Königreich: Es kann auch schnell wieder schief gehen.“ Auch dort ist nun die neue indische Variante angekommen…


Berlin – Vor allem Intensivmediziner haben sich – vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen – gegen eine „ver­frühte“ Entwarnung in der Coronapandemie gerichtet.

31.05.2021: „Wir behandeln aktuell noch immer mehr als 3.000 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den Intensiv­sta­tionen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfall­me­dizin (DIVI) Gernot Marx, der Passauer Neuen Presse. Dies sei immer noch deutlich mehr als „in der Spitze der ersten Welle“ im Frühjahr 2020. 

Für eine Entwarnung ist es jedoch – trotz all den erfreulich niedrigen „Inzidenzen“ – noch zu früh…

In Deutschland ist die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle weiter rückläufig: Das Robert-Koch-Institut meldete am 20.06.2021 eine Sieben-Tage-Inzidenz von 9,3 .


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2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

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4. Impfstoffe

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4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

4.4 Impfstoffe/Zukunft

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6. News-Updates

7. Aussichten