LESEDAUER: zirka 30-60 min. (je nachdem wie intensiv) )
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“- Display… 😉


PANTA RHEI: Alles fließt…

Die Aphorisme „Panta rhei“ (altgriechisch: πάντα ῥεῖ) geht auf den griechischen Naturphilosophen Heraklit von Ephesos (um 520 – um 460 v. Chr.) zurück. Nichts bleibt, wie es ist.

Heraklits berühmtes Flussbeispiel bringt diesen Gedanken gut zum Ausdruck. Nichts bleibt so, wie es ist. Wie das Wasser im Bach immer in Bewegung ist, so sind alle Dinge, Lebewesen und Erscheinungen in der Welt immer in stetiger Veränderung begriffen.

Eine Krise historischer Dimension…

Das Corona-Virus bringt für jeden Einzelnen unserer Gesellschaft nie dagewesene Herausforderungen mit sich. Aufgrund der enormen Dynamik der jetzigen COVID-19-Pandemie sind hier die wichtigsten und medizinisch relevanten Forschungs-Berichte der vergangenen Wochen und Monate aufgeführt. Es handelt sich dabei um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen während einer sich unerwartet rasend schnell entwickelnden Pandemie. Alle verfügbaren Informationen zu COVID-19 können sich derzeit von heute auf morgen durch wieder neuere wissenschaftliche Erkenntnisse komplett ändern.


Sind wir alle machtlos – gegenüber einem Pandemie-Virus?

Es gibt nur eine einzige Therapie-Alternative
die in anderen Ländern – wie z.B. Israel und Großbritannien – ihre Wirksamkeit immer deutlicher zeigt, nämlich:

Impfen, was das Zeug hält“.

Dieser Impfstoff-Tracker soll die wichtigsten Informationen über die derzeit am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffe liefern:
Wie wirksam sind diese neuesten Impfstoffkandidaten – und – was gibt es Wissenswertes über die „MUTANTEN“ – die sich ständig – von heute auf morgen – immer wieder aufs Neue verändern?
Viele meiner Daten hier – stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen wie z.B. dem RKI, der WHO, der Nicht-Regierungs-Organisation Milken Institute oder der London School of Hygiene and Tropical Medicine , Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und vielen anderen mehr…

(Anm.: Das „Milken Institute“ ist eine unabhängige wirtschaftliche Denkfabrik mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien. Es veröffentlicht u.a. neueste Forschungsergebnisse…(Wikipedia)


Dieser Artikel ist recht ausführlich, dazu braucht man etwas mehr Zeit… Er stellt – aus dem weltweiten „Feld der wissenschaftlichen Forschung und Hintergründe der Impfstoff-Hersteller“ – einige wenige aktuelle Ergebnisse derzeitiger Sars-CoV-2 – Impfstoff-Projekte (jedoch nur ansatzweise „schwerpunktmäßig“) dar. Für „Experten“ sicher viel zu wenig, für medizinische Laien vielleicht manchmal etwas schwierig… Auch neuere, hoffnungsvolle Therapie-Ansätze – die sich derzeit noch im Forschungsbereich befinden – werden hier ebenfalls ansatzweise vorgestellt.


In Deutschland wurden nun aktuell durch die Bundesregierung die meisten Beschränkungen (Lockdown) bis zum 18. April 2021 verlängert, allerdings mit Öffnungsmöglichkeiten je nach Infektionslage und Bundesland, eine stufenweise Öffnungsstrategie also – mit eingebauter Notbremse…allerdings ist jetzt nach Ostern wohl erneut ein strenger LOCKDOWN in Sicht?

CORONA-ZAHLEN DES RKI:
Am 11. März 2021 hatte RKI-Präsident Lothar Wieler noch erklärt, dass er angesichts der zuletzt beobachteten Entwicklung „sehr besorgt“ sei. „Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen“, sagte Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. Nun – Anfang April 2021 – ist sie voll im Gange… die dritte Welle…

Aktuell zeigt sich ein absolut deutlicher Anstieg der Todesfälle durch Corona und der Neuinfektionen, sowie auch der Sieben-Tage-Inzidenz.
30. März 2021: Die 7-Tage-Inzidenz liegt bundesweit – deutlich über 100 – aktuell bei 135,2 (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen), regional kann es dabei zu erheblichen Schwankungen kommen.

Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber doch wesentlich höher liegen, da viele Infektionen gar nicht erkannt werden. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt wieder in einigen Regionen Deutschlands also über 1.
Zu den aktuellen Virus-Mutationen – gegen Blog-Artikel-Ende – wesentlich Ausführlicheres. (AKTUALISIERT AM 30.03.2021)

„Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“,
erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel erst kürzlich nach der Videokonferenz.

Wer hätte vor zwölf Monaten gedacht, dass dieses Jahr 2020/21 erneut in einem Lockdown endet

… mit einer Pandemie mit Tausenden von Toten, mit Ärzten und Pflegepersonal am Rande der Erschöpfung, mit Monaten des Streits um die richtigen Rezepte und „Goldstandards“ im Umgang mit der Krise. So blicken wir – ein Jahr später – im „Evidenz-Update“ zurück und ziehen ein Resümee… Was haben wir gut gemacht in der Pandemie? Was lief schlecht? Auch Politiker und Ärzte sind nur Menschen und nicht allwissend… alle lernen wir im Moment täglich dazu und geben unser Bestes… Für Ärzte wird diese Impfung eine ungeheure Mammutaufgabe, zahlreiche Fragen tun sich auf…


Wieso geht das eigentlich alles plötzlich so schnell mit den Impf-Stoffen?

Ganz einfach: „Zu vielen Impfstoffkandidaten gab es bereits schon lange VOR der COVID-19-Pandemie (nach Mers und der SARS-Pandemie 2002/2003) ausreichend wissenschaftliche Grundlagenforschung. Zudem seien viele Entwicklungsphasen parallel abgelaufen und die Produktion des Impfstoffes bereits schon während der Entwicklung angelaufen“ erklärt Prof. Dr. rer. nat. Carsten Watzl (*1971). Er ist Biologe und leitet seit 2011 als wissenschaftlicher Direktor die Abteilung Immunologie am Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). Seit 2013 ist er als Generalsekretär „Mitglied des Vorstands“ der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.


Die unterschiedlichen, derzeitigen Ansätze der Impfstoffentwicklung
beruhen auf folgenden Strategien:

  • Genbasierte Impfstoffe (RNA-Impfstoffe und DNA-Impfstoffe)
  • Vektorimpfstoffe
  • Protein-Untereinheiten-Impfstoffe (Subunit-Impfstoffe)
  • Abgeschwächte Lebendimpfstoffe und inaktivierte Impfstoffe.

Zukunft

Viele weitere Projekte zu RNA-Impfstoffen befinden sich laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – zum Jahresanfang 2021 – noch in der Präklinik, darunter auch ein intranasal zu applizierender mRNA-Impfstoff der Firma ETheRNA aus Belgien.

Die „neuesten“ Corona-Virus-Mutationen legen aktuell nahe, dass das Virus weitere signifikante Varianten produzieren kann und der Verlauf des Ausbruchs durch immer neuere Mutationen sich gefährlich – auch hinsichtlich der Impfstoffe – verändern könnte. Die möglichst schnelle Unterdrückung der Pandemie durch neuere Impfstoffe (die auch gegen Mutanten sicher wirken) ist daher zu einer noch dringlicheren Aufgabe geworden.

02.02.2021: Wissenschaftler warnen:
Die neuen Corona-Mutanten aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika breiten sich immer weiter – auch in Europa – aus – und mit ihnen die absolut große Sorge, wie viele weitere Mutationen es noch geben wird. Dazu weiter unten (gegen Blog-Artikel-Ende) Ausführlicheres…

Gleichzeitig stellt sich die Frage: Können uns die bisherigen Corona-Impfstoffe denn auch gegen diese neuen Virus-Varianten schützen?

Die positiven Erkenntnisse über die Wirksamkeit der bislang zugelassenen mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer gegen einige der neuen Coronavirus-Varianten aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika lassen zwar aufatmen, doch Wissenschaftler warnen: Denn die Zulassung der neuen Impfstoffe bedeutet noch nicht, dass die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist. Immer weitere, neuere Corona-Mutationen – so wie es sie auch schon immer beim „Grippe-Virus“ gibt – sind bereits auch hier zu erwarten... Dazu später mehr…

Ein Blick auf die bisherigen Studienresultate und Praxiserfahrungen zeigt: An die hohen generellen Wirksamkeitsgrade, wie sie für die beiden mRNA-basierten Impfstoffe von BioNTech und Moderna ermittelt wurden, kommen die beiden „vektorbasierten“ Impfstoffe von Janssen (Johnson&Johnson) und Astra-Zeneca (oder Sputnik V) nicht heran. Dazu später mehr…

Bei dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer weisen erste Studien aus dem Vereinigten Königreich darauf hin, dass bereits mit der „ersten“ Impfung eine relevante Immunität besteht.


CUREVAC:
Neuere Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs der nächsten Generation – voraussichtliche Zulassung im Sommer 2021

Doe Impfstoffhersteller CureVac und GlaxoSmithKline GSK kooperieren aktuell eng bei diesen mRNA-Impfstoffen:

Erst die Firma „Bayer“, jetzt auch GlaxoSmithKline (GSK)… der Tübinger Impfstoffhersteller Curevac hat schon wieder die nächste Partnerschaft mit einem anderen britischen Großkonzern vereinbart. Aktuelles Ziel: Ein neuerer Impfstoff gegen Mutationen...

03.02.2021: Tübingen – Für die aktuell angelaufene Impfkampagne kommt der Impfstoffhersteller Curevac mit seinem derzeitigen Impf-Produkt möglicherweise zu spät, nun nimmt das Tübinger Unternehmen neuartige Corona-Mutationen ins Visier. Dazu habe man nun aktuell eine Kooperation mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) vereinbart, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung vom 03.02.2021. Ziel sei nun die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs der nächsten Generation.


NOT-ZULASSUNG für einen neuen Vektor-Impfstoff des Herstellers: J& J = Johnson & Johnson (Janssen)

März 2021: In den USA hat nun der Single-Shot-Impfstoff von Johnson & Johnson (Janssen) zuerst eine Notfall-Zulassung erhalten. Die FDA und nun auch die EMA stellten dem Vektor-Impfstoff ein gutes Zeugnis aus. Eine Schutzwirkung von 67 Prozent wird angegeben…
Die US-Arzneimittelbehörde FDA plant, abgewandelte Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 nun doch wesentlich schneller zuzulassen.
Auch die EMA hat dies nun aktuell ebenfalls beschlossen, dass – vor allem die – an die Varianten angepassten – Impfstoffe schneller auf den Markt kommen dürften.


NEU – Der J&J-Impfstoff:

+++ Gesundheitsminister Spahn zufolge soll schon eine erste kleinere Lieferung des Impfstoffes von Johnson & Johnson Mitte April in Deutschland ankommen. Es handelt sich Spahn zufolge vermutlich erst einmal um 275.000 Dosen. Der Stoff muss im Gegensatz zu vielen anderen nur ein Mal gespritzt werden.

Nationalismus mit der Spritze? America First… United Kingdom First?

Wenn z.B. die USA über viel Geld tatsächlich Millionen von Impfstoffen, die eigentlich von anderen Ländern bestellt waren, umleiten konnten –  wie „gemunkelt“ wurde – kommt das einer staatlichen Beschlagnahme gleich…

Der schwierige Anfang:

Zu Jahresanfang 2021 schon wurden bei den „EU-Quoten“ von den internationalen „Impfstoff-Herstellern“ viele zugesagte Lieferungen für Deutschland aktuell gestrichen, während andere Staaten pünktlich mit ausreichend Corona-Vakzinen beliefert wurden – in der Europäischen Kommission herrschte große Empörung über z.B. BioNTech/Pfizer und Astra Zeneca.
In Zahlen: Statt der vertraglich zugesicherten 80 Millionen Dosen sollen es nur noch 31 Millionen werden – zuvor wurde aber England ausreichend zuerst beliefert.
Für die EU ist es der zweite Rückschlag nach der zuvor ebenfalls erfolgten Kontingent-Kürzung des BioNTech/Pfizer-Verbundes, der sich auf dringende Umbauarbeiten in seinem belgischen Werk in Puurs berief...Die EU muss einmal mehr wieder warten.

Beim US-Unternehmen BioNTech/Pfizer beugt man sich (allen Absprachen zum Trotz) dem Trump-Prinzip „America First“. Bei Astra Zeneca bremst man zwar – wie gesagt – die EU aus, nicht aber Großbritannien. Eine Klage der EU gegen Impfstoffhersteller stehe sogar jetzt im Raum. (Quelle: Aerztezeitung.de: Von Detlef Drewes – veröffentlicht: 25.01.2021)

25.01.2021: Chaotischer Impfstart auch z.B. in NRW für Senioren… Zusammenbruch der Hotlines zur Impf-Anmeldung: … Nicht erreichbar… keine Lösung in Sicht. Na ja…so langsam läuft jetzt Ende Februar 2021 alles auch in NRW an…trotzdem sind wir hier in NRW in Deutschland absolutes Schlußlicht, was die Impfkampagne betrifft…

Die Kritik an der Impfstoff-Beschaffung durch die EU findet kein Ende: Der EU-Kommission in Brüssel habe nicht der Wille gefehlt, wohl aber an Risikofreude und damit an Geschwindigkeit“, schrieb im Januar 2021 der Berliner Publizist „Garbor Steingart“ (*1962). Er ist ein deutscher JournalistAutor und Medienmanager.

Immerhin hatte auch EU-Chefin von der Leyen am 10. Februar 2021 Versäumnisse hierzu eingestanden… (Anm: Das Europaparlament hatte am 1.12.2019 Ursula von der Leyen zur ersten EU-Kommissionspräsidentin der Geschichte gewählt) .

NEWS vom 03.02.2021: Um die Impfungen besser planen zu können, wollten Bund und Länder nun einen „nationalen Impfplan“ aufstellen, wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel schon damals in einer Pressekonferenz ankündigte. „Leider werde es auch in den kommenden Wochen nicht genügend Impfstoff geben“ – so auch Jens Spahn. „Bis Ende des Sommers könnte allerdings jedem Bürger dann ein Impfangebot gemacht werden“ , versprach erneut unsere Bundeskanzlerin.


Astrazeneca

01.03.2021: AstraZeneca galt bisher als Impfstoff der Jüngeren. Dabei zeigen wohl neuere Daten: Er sei nun auch bei älteren Menschen sehr wirksam. Eine aktualisierte Empfehlung: Weitere neue Forschungen (aus Schottland und Israel) hätten eine gute Wirksamkeit für Ältere ergeben. Dazu später mehr „Aktuelleres“…

30.03.2021: Zu den seltenen Nebenwirkungen – wie „Blutgerinnungsstörungen“ – und dem derzeitigen „Aussetzen“ des Impfstoffes – folgt im weiteren Verlauf dieses Berichtes noch – durch „Deutschlands neuen Astra-Sonderweg“ hierzu Ausführlicheres.

Zumindest in Deutschland handelt es sich bei den nach Astra- Impfungen beobachteten sog. Sinusvenen-Thrombosen um eine spezielle – eher sehr seltene – Form der Blutgerinnsel im Gehirn und nicht um gewöhnliche venöse Thrombosen. In welchem Ausmaß es speziell solche Fälle auch in anderen Ländern gab, ist derzeit noch nicht ganz klar bzw. noch nicht ausreichend publiziert.

Die Hypothese (von Forschern aus Greifswald, Wien und Graz) lautet, dass es infolge der inflammatorischen Reaktion auf das Impfantigen oder aber auf die Vektorkomponenten oder auf andere Trigger, das ist derzeit noch offen – zu einer Antikörperproduktion gegen Thrombozytenantigene kommen kann.  Die Hypothesen postulieren ein ähnlich krankhaftes Immungeschehen, wie es bereits früher anhand eines vergleichbaren Krankheitsbildes, der heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT), beschrieben worden ist. (Quelle: DAE@aerzteblatt.de). DAZU SPÄTER AUSFÜHRLICHERES…

Quellen: Untersuchung der britischen Universität von Edinburgh mit Preprints auf „The Lancet“.
(The Lancet ist eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, die ein Peer-Review einsetzen) .


»Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Wir haben keine Ahnung, welche Überraschungen ein Virus für uns noch parat haben könnte, ein Virus, das wir gerade erst seit einem Jahr kennen«, sagte Gregory Poland. Er ist Impfspezialist an der Mayo Clinic – einem US-amerikanischen Non-Profit-Medizin-Forschungszentrum – Die gute Nachricht ist aber, dass Forscher an der Entwicklung von Impfstoffen der »zweiten Generation« mit Hochdruck arbeiten. (www.spektrum.de)


Erste Testberichte der drei ersten Impfstoffe
Geschätzte Impfwirksamkeit gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2

mRNA-1273 (MODERNA):
SCHUTZ: 94% (90%-97%, 30.11.2020) Der Schutz gegen COVID-19 beginnt bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis und ist bereits eine Woche nach der zweiten Dosis maximal. Kein Autoimmunitäts-Signal.

BNT162 (Pfizer – BioNTech)
Schutz: 95% (91%-98%, 18.11.2020) Der Schutz gegen COVID-19 beginnt bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis und ist bereits eine Woche nach der zweiten Dosis maximal. Kein Autoimmunitäts-Signal.

ChAdOx1 (AstraZeneca)
Schutz: 70% (62%-78%, 23.11.2020) andere Untersuchungsergebnisse stehen noch aus.


QUELLE: Infovac – eine Plattform für Informationen zu und Beratungen über Impfungen. Infovac wurde im April 2000 von der Medizinische Fakultät der Universität Genf in Zusammenarbeit mit der Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie und Bundesamt für Gesundheit gegründet.


DIE ZUKUNFT

Hunderte weiterer Covid-Impfstoffe befinden sich derzeit in der Entwicklung mit teils neuen, raffinierten Ansätzen. Sie könnten viele Lücken schließen und könnten uns Menschen helfen, den Albtraum dieser jetzigen Pandemie zu beenden.

März 2021: Nach Angaben der WHO befinden sich aktuell 81 Impfstoffkandidaten in klinischer Testung und 182 Impfstoffe in präklinischer Entwicklung.. In Deutschland wurden bisher vier Impfstoffe zugelassen. (Gelbe Liste)



Spektrum.de

Gute Nachricht: Die saRNA-Vakzine – ein Impfstoff der zweiten Generation…

Neuere, vielversprechende „Impfstoff-Modelle“ sind aktuell in der nahen zukünftigen Entwicklung wie z.B. die saRNA-Vakzine (selbstamplifizierende RNA):
So kündigte das „Imperial College London“ die erste klinische Prüfung seiner neuen saRNA-Vakzine an. Der Kandidat enthält selbstamplifizierende“ RNA – die sich also im Geimpften selbst noch weiter vervielfältigt – und ebenfalls für das Spike-Protein des Virus kodiert.
Die saRNA-Strategie sorgt im Prinzip für einen „zweifachen“ Adjuvans-Effekt. An der Studie sollen nun insgesamt 300 Probanden teilnehmen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffs erhalten…
(Anm.: Das „Imperial College London“ ist eine der forschungsstärksten und renommiertesten Universitäten der Welt. Wikipedia)

Einer der vielversprechendsten, innovativsten Corona-Impfstoffe, die derzeit entwickelt werden, ist also laut „Spektrum“ nun diese ganz neuartige Technologie des Imperial College London. Dieser basiert auf *saRNA. Ähnlich wie bei sämtlichen – ebenfalls neuartigen – mRNA-Impfstoffen wird NUR das „genetische Material“ des Virus kopiert – und nicht das Coronavirus selbst – in den Körper geschleust. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung.de)


Anm.: *saRNA: Zu den viel versprechendsten Kandidaten zählen aktuell nun neueste Ansätze mit saRNA (Self-amplifying, also sich selbst vervielfältigender RNA). Ähnlich wie bei den bereits zugelassenen mRNA-Impfstoffen wird – wie oben erwähnt – bei diesem Verfahren nur genetisches Material des Virus „direkt“ in menschliche Zellen eingeschleust, was den Körper ausschließlich dazu sofort anregt, das berühmte »Spike«-Protein („Stacheln“) selbst herzustellen, mit dem die Oberfläche von Sars-CoV-2 bedeckt ist.


saRNA-Vakzine – Innovativster Ansatz bisher:

DER CLOU: Was diesen nun noch in der Entwicklung steckenden Corona-Impfstoff besonders vielversprechend macht:

Auch eine Auffrischimpfung sei hierzu später nicht mehr notwendig, da der Impfstoff mit körpereigenen Zellen ermöglicht, das Spike-Protein immer selbst herzustellen.

„Ich bin sehr gespannt darauf, ob sich dieser Ansatz vielleicht als ähnlich wirksam wie die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna erweist – nur noch besser“, sagt Bundes-Minister Peter Altmeier (*1958) gegenüber „Spektrum“. Der Impfstoff könnte in den nächsten Monaten marktreif werden, schreibt die Ärztezeitung. (SPEKTRUM.DE)


Es wurde vor einem Jahr… alles richtig gemacht?

Es gab in der EU – nachweislich eine ausreichende Impfstoff-Bestellung im Juni 2020 – wo sind die Impfstoffe nur geblieben? Wurde Deutschland übergangen?


EMA-NEWS:

27.03.2021: Derzeit prüfe die europäische Zulassungsbehörde EMA drei weitere Impf-Präparate in einem „Rolling-Review-Verfahren“. Dies seien ein mRNA-Impfstoff des Tübinger Unternehmens CureVac, das russische Vektor-Präparat Sputnik V, sowie eine protein-basierte Vakzine des Unternehmens Novovax. Beim „Rolling-Review-Verfahren“ werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Resultate vorliegen.


Aktuell neue Impfstoff-Ansätze…

Die Liste immer neuerer Covid-19 – Impfstoffe – die derzeit noch in klinischen Prüfungen beurteilt werden müssen – wird immer länger…

NEUER proteinbasierter Impfstoff „NOVAVAX“ (BAXTER) aus den USA nun in Sicht…

Auch der neueste Impfstoff von „Novavax“ (US-Pharmakonzern Baxter) meldet bisher sehr gute Wirksamkeitsdaten: 89,3 Prozent Wirksamkeit im Rahmen einer Phase-III-Studie zur Testung seines Impfstoffkandidaten sendet das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen. Weiterer neuer „Covid-19-Impfstoffkandidat“ von NOVAVAX aus den USA in Sicht – eine gute Nachricht in turbulenten Zeiten rund um die dringend benötigten Corona-Impfstoffe.

Die EMA – prüft…

04.02.2021 – Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat nun aktuell – wie oben erwähnt – ein Rolling-Review-Bewertungsverfahren dieses Covid-19-Impfstoffkandidaten von Novavax gestartet. Damit soll eine mögliche Zulassung des proteinbasierten Impfstoffs deutlich beschleunigt werden.

Ein positiver Ausgang des EMA-Verfahrens kann als sehr wahrscheinlich gelten, nachdem zuletzt in einer Phase-III-Studie eine Wirksamkeit des Impfstoffs von 89,3 Prozent gezeigt werden konnte. Dies liegt etwas unter der Effektivität der beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von Biontech/Pfizer und der »Covid-19 Vaccine Moderna«, die bei etwa 95 Prozent angesiedelt ist, aber deutlich über der des Astra-Zeneca-Impfstoffs, welche die EMA lediglich mit 59,5 Prozent angab.


Protein-Impfstoffe – demnächst in der Zulassung:

NVX-CoV2373 des US-Unternehmens Baxter „Novavax“ ist weder ein mRNA – noch ein Vektorimpfstoff.

Der NVX-CoV2373 gehört zur Gruppe der Protein-basierten Impfstoffe.
Impfstoffkategorie: rekombinierte Proteine:

Beschreibung des Impfstoffs: Nanopartikel, welche die Proteine umschliessen (mit oder ohne dem Matrix-M-Adjuvans)

Der IMPFSTOFF enthält „virusähnliche“ Partikel (Virus like Particles), die das Spike-Protein von SARS-CoV-2 präsentieren, plus ein Adjuvans, das die Immunreaktion verstärkt. Er ist kein mRNA- sondern ein proteinbasierten Totimpfstoff, der ein gentechnisch hergestelltes „Virusantigen“ enthält, das mittels Nanopartikeln zu den Zellen befördert wird.

Protein-basierte Impfstoffe enthalten einzelne virale Proteine, die für eine Immunreaktion besonders relevant sind. Häufig müssen solche Impfstoffe allerdings durch Adjuvanzien verstärkt werden. Dies ist bei den anderen „virusähnlichen Partikeln“ (VLP) – als Alternative zu den Protein-Impfstoffen – meist nicht erforderlich.
Durch den hohen Reinheitsgrad der Proteine sei ausgeschlossen, dass genetisches Material des Virus in diesen Impfstoffen enthalten ist.
Drei dieser Protein-basierten Kandidaten werden laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit bereits klinisch getestet. So untersucht das US-Unternehmen Novavax derzeit einen Kandidaten mit rekombinantem Spike-Protein und dem Adjuvans Matrix‑M™.  (Quellen: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/protein-basierte-impfstoffe-und-vlp-118565/)

MUTANTEN GEFÄHRDEN DEN IMPFERFOLG: In Großbritannien habe sich dabei zunächst eine schwächere Wirksamkeit gegen die Virus-Mutation B.1.1.7 gezeigt und in einer Phase 2b-Studie auch gegen die neueste südafrikanische Mutante: B.1.351-Linie.
Dieser gefährlichere Südafrika-TYP (Virus-Variante „V2“ alias N501Y.V2oder auch B.1.351 ist eine durch Mutation entstandene wieder neuere Variante des Coronavirus.

Der US-Pharma-Konzern und Hersteller von Novavax (aus Gaithersburg, einem Vorort von Washington D.C.) gehört zu den Firmen, die in den USA im Rahmen der „Operation Warp Speed“ bei der Impfstoffentwicklung in den USA staatlich unterstützt wurden.

Anm.: Das neue US-Baxter-Werk in Halle/Westfalen produziere nun bald den Impfstoff auch in Deutschland: Er will in seinem Werk in Halle spätestens Anfang März erst einmal mit der Auftragsfertigung des Corona-Impfstoffs von BioNtech beginnen. Später soll dann auch für das US-Unternehmen Novavax ein Vakzin in OWL hergestellt werden. So soll binnen 18 Monaten eine dreistellige Millionenzahl an Impfdosen produziert werden. (Anm.: OWL=Ostwestfalen-Lippe ist eine Region im Nordosten von Nordrhein-Westfalen).


Es handelt sich hier bei NOVAVAX also um einen proteinbasierten Covid-19-Impfstoff, der „als Antigen“ ein Spike-Protein enthält. Das Spike-Protein wird hier in Insektenzellen gentechnisch hergestellt. Der Impfstoff lässt sich auch bei 2 °C bis 8 °C stabil lagern und wird sogar in Form einer „gebrauchsfertigen“ Flüssigformulierung ausgeliefert. Großbritannien hat (laut DPA-Informationen) bereits 60 Millionen Dosen des Präparats vorbestellt.

Die EU-Kommission schloss erst am 17. Dezember 2020 ihre „Sondierungsgespräche“ mit dem Pharmaunternehmen BAXTER (Novavax) über den Erwerb des Impfstoffs ab, heißt es auf der Website der EU-Kommission. Nun wird der Impfstoff seit Anfang März 2021 zunächst erst einmal im „Rolling-Review-Verfahren“ von der EMA geprüft. Der geplante Vertrag würde allen EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit bieten, zunächst 100 Millionen Dosen zu erwerben — mit der Option auf weitere 100 Millionen…

NOVAVAX

Februar 2021: US-Notfallzulassung für den neuen Coronaimpfstoff NOVAVAX (Baxter) beantragt…

Der Impfstoff – wie oben schon erwähnt – an dem (neben Baxter) aber auch der US-Konzern Johnson & Johnson arbeitet, hat einen großen Vorteil: Er muss ebenfalls nur einmal gespritzt werden. Die Firma hat nun Daten zur Wirksamkeit vorgelegt.

04.02.2021: In einer Spätstudie wurde jetzt kürzlich gezeigt, dass der Impfstoff von Novavax zu 89% gegen Sars-CoV-2 wirksam ist. An dieser Studie nähmen auch ältere Probanden teil (27 Prozent waren älter als 65 Jahre). (Quelle: Fierce pharma)

Die Vakzinen sorgen allerdings nicht nur für Jubel…. wie oben schon erwähnt:
Die Wirksamkeit sei nur zirka knapp 60% „gegen die neuen Mutationen“ nachweisbar, so sei der Impfstoff insgesamt eher mäßig zu beurteilen. Dass die „Schutzwirkung“ des Impfstoffs vor moderaten bis schweren Verläufen bei Probanden in „Südafrika“ nur bei 57 Prozent lag, zeigt in jedem Fall, wie „robust“ diese südafrikanische Mutation „B.1.351“ im Vergleich zu der ursprünglichen Variante von SARS-CoV-2 ist. Das hatte kürzlich auch die „Novavax–Studie“ (s.o.) deutlich gezeigt. Dennoch kann der Impfstoff auch in Südafrika vor allem „vor schweren Verläufen“ schützen und Todesfälle vermeiden. (29.01.2021 – Quelle: www.aerzteblatt.de)

Bei den mRNA-Impfstoffen hatte sich das bislang noch nicht so eindeutig gezeigt. Zwar haben sowohl „Moderna“ als auch BioNTech neutralisierende Aktivität gegen die Südafrika-Variante „B.1.351“ nachgewiesen, wenn auch nur schwach. Reale Daten aus einer randomisierten Studie gebe es bisher jedoch jedoch nur für Novavax.

WAS HABEN WIR BEREITS BZW. IN KÜRZE AN IMPFSTOFFEN IN EUROPA ZUR VERFÜGUNG?

THE VERY BEST – HOFFNUNG?
BIONTECH, MODERNA, CUREVAC: Diese drei mRNA-Pioniere erobern nun – im ersten Quartal 2021 – den Pharmamarkt rasant… Biontech und Moderna hängen mit ihrer Impfstoff-Technologie derzeit alle anderen Konkurrenten (Vektor-Impfstoffe) ab.


Die Covid-19-Pandemie verläuft mit einer enormen Dynamik.

Am Mittwoch, den 17. März 2021 waren 100 Tage seit dem Start des britischen Impfprogramms vergangen. Mehr als 25 Millionen Briten haben nun eine erste Dosis des ersten Coronavirus-Impfstoffs erhalten, fast die Hälfte der erwachsenen britischen Bevölkerung im Gegensatz zu Deutschland.

Entwicklungsprojekte für Covid-19-Impfstoffe

Gegen Covid-19 sind seit Januar 2020 mindestens 278 Impfstoffprojekte angelaufen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 267 (Aufstellung vom 23.03.2021).

22.03.21: In der EU sind mittlerweile vier Impfstoffe zugelassen, und für drei weitere wurde schon ein Teil der Zulassungsunterlagen eingereicht.

Bisher hat die EU-Kommission im Namen von 27 Staaten Verträge mit sechs Impfstoff-Herstellern abgeschlossen und so rund 2,3 Milliarden Dosen verschiedener Mittel gesichert: Deutschland hatte sich somit insgesamt rund 94 Millionen Dosen davon gesichert.… und trotzdem stockt die Lieferung nicht nur in Deutschland, sondern europaweit…

20.03.2021: Wie weit sind die Corona-Impfungen in Deutschland?

10 Millionen Impfdosen sind mittlerweile bei uns verabreicht worden (das sind erst 7-8 % der Bevölkerung) – davon laut den aktuellen Zahlen des RKI rund 8 Millionen von BionTech/Pfizer, 1,78 Millionen von Astrazeneca und 0,35 Millionen von Moderna. (www.aerzteblatt.de)


Die Impfstoff-Planung war gut und dann kam alles anders…

Wie viel Impfstoff für Deutschland von der EU im Sommer 2020 „ursprünglich“ geplant war, sieht man in obiger Abbildung (Impfstoffbestellung der EU)… Es war mehr als ausreichend…Und dann kam alles doch anders – wie wir heute wissen… die hilflose Devise heißt bis heute: WARTEN…WARTEN…WARTEN…

Von welchem Hersteller – nach Stand (Frühjahr 2021) – erhalten wir nun eigentlich wieviele Impfchargen? Diese offene Frage ist derzeit recht brisant und aktuell noch immer nicht abschließend geklärt…Eine eigene Impfstoff-Wahl haben wir alle dabei nicht…

FAKT: „Ursprünglich“ vorgesehen und schon vor Monaten (Juli/August 2020) über die EU von Deutschland bei den Pharmafirmen bestellt (siehe auch frühere Abbildung oben) wurden:

1. Biontech/Pfizer: mindestens 60 Millionen Dosen über die EU sowie eine „gesicherte“ Option auf weitere 30 Millionen Dosen national (Impfstoff bereits zugelassen. Die Europäische Union hat am Freitag, 8. Januar 2021, weitere 300 Millionen Impfdosen bei Biontech/Pfizer bestellt.
2. Moderna: 50,5 Millionen Dosen über die EU, auch wird hier über zusätzliche Dosen national verhandelt (Impfstoff bereits zugelassen)
3. CureVac: mindestens 42 Millionen Dosen über die EU sowie eine Option auf 20 Millionen Dosen national.
4. AstraZeneca: 56,2 Millionen Dosen über die EU
5. Johnson&Johnson (JANSSEN): 37,25 Millionen Dosen über die EU

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988

AKTUELLE IMPFSTOFF-ÜBERSICHT:
Drei RNA-Impfstoffe sind derzeit die vielversprechendsten…
BioNTech ModernaCurevac (noch nicht zugelassen bzw. auf dem Markt)
Vektor-Impfstoffe:
Astrazeneca Johnson&Johnson (Janssen)
(Neuere Impfstoffe in Deutschland derzeit noch in Erprobung von UKT/IDT/: Näheres im Anschluss weiter unten…)

30.03.2021: Die Ständige Impfkomission (STIKO) empfiehlt auf Basis der verfügbaren Daten den Impfstoff von AstraZeneca in Deutschland nur noch bei Personen ab einem Alter über 60 Jahren einzusetzen. Dazu später Ausführlicheres…


Am 11. März 2021 wurde die COVID-19 Vakzine Johnson&Johnson (Janssen) (Ad26.COV2.S) zur aktiven Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 als 4. Corona-Impfstoff in der EU zugelassen.

Die US-Arzneimittelbehörde „FDA“ hatte – außer dem Biontech/Pfizer-Impfstoff – ebenfalls für den mRNA-Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna“ des US-Pharma-Unternehmens Moderna schon recht früh eine erste „Notfallzulassung“ zunächst nur für die USA sowie für Israel erteilt. Daher die frühere Lieferung an diese Länder…Anm.: FDA (Food and Drug Administration

FÜNF IMPFSTOFFE aktuell:

März 2021: Verfügbar sind also derzeit in Deutschland drei „mRNA“- Impfstoffe und zwei „Vektor“- Impfstoffe.

Bei SARS-CoV-2 ist vieles anders. Nicht alles ist neu: Einiges konnten sich die Wissenschaftler auch schon vor vielen Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon Impfstoffe entwickelt, die sich noch in klinischen Studien befanden. Man wusste zum Beispiel auch schon, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es designt.

ModeRNA

Die EU-Kommission erteilte erst spät dann auch dem mRNA-Impfstoff „Moderna“ am 6. Januar 2021 eine EU-weite Zulassung.

So war dieser damit der zweite in der EU zugelassene Impfstoff gegen COVID-19.
Die Zulassung erfolgte nur wenige Stunden nach der positiven wissenschaftlichen Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur „EMA“ und der anschließenden Billigung durch die Mitgliedstaaten. Die Empfehlung der EMA stützt sich immer auf eine sehr gründliche Bewertung der Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffs.

MODERNA (mRNA-1273)

Nach den Phase-III-Studiendaten der Corona-Vakzine von MODERNA soll dieser Impfstoff auch bei „älteren“ Menschen sehr effektiv wirksam sein. Alle Phase-III-Studiendaten sind nun veröffentlicht: Der Moderna-Impfstoff ist ähnlich wirksam und verträglich wie die mRNA-BioNTech/Pfizer-Vakzine – aber vor allem viel „einfacher zu lagern“… er ist nur noch nicht überall bei uns verfügbar…

Das US-Unternehmen Moderna hatte zuerst Ende November 2020 mitgeteilt, sein Impfstoff besitze eine Wirksamkeit von 94 Prozent – gemessen 14 Tage nach der zweiten Dosis.

Im Vergleich zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer braucht MODERNA (mRNA-1273) „keine ultratiefe Kühlung“. Die neue Vakzine kann nach Herstellerangaben bis zu 12 Stunden bei Raumtemperatur, 30 Tage im Kühlschrank (2-8°C) und bis zu vier Monate im Gefrierschrank (−20°C) gelagert werden. (Quellen: NEJM 2020; online 30. Dezember (COVE-Studie, Kommentar); Meldung von Moderna. (Quelle: ÄRZTEZEITUNG Januar 2021)

Laut dem „FDA-Briefing Document Moderna COVID-19 Vaccine“ lag die Wirksamkeit von MODERNA (mRNA-1273) nach nur einer Dosis bei 80,2% .

USA: Die Ergebnisse der Coronavirus Efficacy (COVE) Studie zum Moderna Impfstoff mRNA-1273 sind jetzt im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Die Vakzine wurde vom Unternehmen Moderna und dem US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) gemeinsam entwickelt.

Ähnlich wie bei der mRNA-Pfizer/BioNTech-Vakzine setze der volle Schutz bei „MODERNA“ ebenfalls etwa 10 Tage nach der ersten Dosis ein, mit einem „maximalen“ Effekt erst nach der zweiten Dosis.

Nebenwirkung

Nach einer Impfung mit Modernas Vakzin scheint es auch zu sehr späten lokalen Hautreaktionen kommen zu können. Eine Gruppe von Ärzten aus den USA berichtet von ihren Fällen: Die Allergologin und Forscherin K. Blumenthal, die auch an der Harvard Medical School unterrichtet, teilte ihre Ergebnisse auch auf Twitter. Als Reaktion berichten viele Menschen, dass es ihnen ähnlich ergangen war. Als Therapie rät sie eine anschließende Behandlung mit oralen Antihistaminika wie Fexofenadin, sowie NSARs oder Paracetamol und eine Kühlung mit Eis… Weniger Reaktionen gebe es dagegen nach zweiter Impfung.

Da weder lokale Reaktionen an der Injektionsstelle noch Überempfindlichkeitsreaktionen vom verzögerten Typ eine Kontraindikation für eine nachfolgende Impfung darstellen, wurden alle Patienten ermutigt, die zweite Dosis zu erhalten.


März 2021: Vier Impfstoffe wurden von der EMA bisher zugelassen und für drei weitere wurde schon ein Teil der Zulassungsunterlagen eingereicht.

Zu den neuen Corona-Impfstoffen, die sich aktuell im „Rolling-review-Verfahren“ der EMA befinden gehören:

  • NVX-CoV2373 von Novavax (seit 3. Februar 2021)
  • CVnCoV von CureVac (seit 12. Februar 2020)

1… 2… 3… 4…

BioNTech/Pfizer – clinicaltrials.gov unter “BNT162b”

Moderna – clinicaltrials.gov unter “mRNA-1273”

Oxford/Astra-Zeneca – clinicaltrials.gov unter “AZD1222”, “ChAdOx1 nCoV-19” und “ChAdOx1-S”

Johnson & Johnson – clinicaltrials.gov unter “Ad26.CoV2.S” und “JNJ-78436735”

Anm.: Als „Clinical Trials Registry“ oder Studienregister werden durchsuchbare Datenbanken bezeichnet, in denen zu klinischen Studien Eckdaten wie Studientitel, Kurzbeschreibungen, Ein- und Ausschlusskriterien, Studienstatus und Endpunkte gespeichert werden. Siehe: International Clinical Trials Registry Platform der WHO (ICTRP)


DIE ERSTEN IMPFSTOFFE im Einzelnen…

Das Mainzer Unternehmen BioNTech hatte in dem „US-Konzern Pfizer“ einen renommierten Partner gefunden, der viele Millionen Vakzine herstellen kann. Das Mainzer-Unternehmen „BIONTECH“ und sein US-Partner PFIZER sowie der US-Konzern MODERNA“ , gefolgt vom britischen Pharma-Konzern ASTRAZENECA (der mit der Uni Oxford zusammenarbeitet) waren 2021 die „ERSTEN“:
Hier lag die letzte Phase III bis Jahresende 2020 der EMA vor. Und mit der BioNTech-Auslieferung und der von Astrazeneca wurde zuerst im Dezember 2020 schon in Großbritannien begonnen. Nun wurden dann auch inzwischen im Januar 2021 die anderen EU-Länder – wie z.B. Deutschland – mit BioNTech und Moderna beliefert. Allerdings mit viel weniger Impfstoffen als geplant… dazu später mehr…

Ebenso – aber doch noch nicht ganz auf gleicher Höhe – sind offenbar derzeit das Tübinger Unternehmen „CUREVAC“ und auch der US-Konzern Johnsons & Johnson (Janssen), hier dauere die Auslieferung aber doch noch länger, evtl. sogar bis in den Sommer hinein… bis die EMA die Zulassung z.B. bei „CUREVAC“ auch für Europa genehmigt hat.


Der mRNA – BioNTech – PFIZER – Impfstoff:
Namen „Comirnaty® (vorher: BNT162b2)
Er war als Erster da: Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.

Das Mainzer Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer wollen in diesem Jahr 2021 unter bestimmten Voraussetzungen noch mindestens zwei Milliarden Dosen ihres Corona-Impfstoffs herstellen.

mRNA-Hersteller/Entwickler: BioNTechFosun PharmaPfizer:
Auch der BioNTechImpfstoff wurde am 21. Dezember 2020 von der EMA auch für Europa zugelassen. Seit 27.12.2020 wird nun auch in Deutschland (2x) damit geimpft. Der Impfstoff ist ein mRNA Impfstoff (eingebettet in Lipid-Nanopartikel) dazu später mehr Ausführlicheres.

Allergische Reaktionen auf mRNA-Impfstoffe bleiben selten.

11. Januar 2021 – Wichtiger Hinweis: Die zweite Impfung NICHT verschieben!
INFO der STIKO: Zweite Dosis des Corona-Impfstoffes „nicht“ aufschieben: Der Hersteller BioNTech hatte explizit darauf hingewiesen, dass in der Phase-III-Studie die „Sicherheit und Wirksamkeit“ des Impfstoffs nur für den Fall untersucht wurde, dass auch die zweite Dosis exakt 21 Tage nach der ersten Impfung „zuverlässig“ erfolgt (!)

30.03.2021: Nachdem der Hersteller Pfizer/BioNTech in der letzten Woche zeigen konnte, dass die Schutz­wirkung seines Impfstoffs BNT162b2 über mindestens 6 Monate anhält, kann auch „Moderna“, der Hersteller der 2. zugelassenen mRNA-Vakzine, in einer Studie belegen, dass die Impfung mit mRNA-1273 anhaltend hohe Antikörpertiter erzeugt. (NEJM, 2021; DOI: 10.1056/NEJMc2103916).

Anm.: (NEJM = The New England Journal of Medicine – ist weltweit eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften. ) 

06.04.2021: Die Effektivität von mRNA-Impfstoffen wird derzeit nicht infrage gestellt. Auch die Hoffnung auf eine längere Wirksamkeit erscheint vielen Experten berechtigt zu sein. Inwieweit derzeit aber die Labortests die klinische Schutzwirkung abbilden, ist noch nicht ganz sicher. Moderna hinkt hier auch etwas hinter Pfizer/Biontech her. (www.aerzteblatt.de)


NEWS

27.03.2021: Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist jetzt einfacher zu lagern: In normalen Medikamenten-Gefrierschränken kann er nun zwei Wochen lang bei minus 15 bis 25 Grad aufbewahrt werden.


Anders als in den USA hatte die EMA hier keine Notfall­zulassung, sondern eine „ordentliche“ Zulassung ausgesprochen. „Damit ist ein wichtiger Unterschied für die Menschen verbunden, die sich impfen lassen möchten“, sagt Professor Glaeske, „weil nur in diesem Fall der Hersteller für Impf­zwischenfälle und unerwünschte Ereig­nisse haftet.“ Der Experte vermutet, dass es viele Monate dauern wird, bevor alle, die sich impfen lassen wollen, ihre Impfung auch bekommen haben. Anm.: Professor Dr. Gerd Glaeske (*1945) ist Impfexperte, Pharmazeut und Gesundheitswissenschaftler an der Uni Bremen. (Quelle: www.aerztezeitung.de)

NEU: Genehmigung für Impfstoff-Produktion auch im Werk Marburg/Lahn erteilt:

Dass die Produktionskapazitäten für den Impfstoff nicht für den tatsächlichen Bedarf ausreichen, war von Anfang an ein großes Problem. Mit der Ausweitung der Produktion in Belgien machen Pfizer und BioNTech einen ersten Schritt, um es zu lösen. Der zweite Schritt ist ebenfalls da, denn BioNTech darf nun auch in seinem Werk in Marburg den Corona-Impfstoff herstellen. Das zuständige Regierungspräsidium in Gießen habe die Produktion genehmigt, teilte die hessische Landesregierung mit. Im Februar 2021 wurde dort begonnen und nach etwa vier Wochen fanden dann die ersten Auslieferungen statt.

BioNTech kann nun auch in Marburg den Impfstoff ausliefern:

Die EMA hat zwei Produktionsstandorten von Corona-Impftsoffen in Deutschland und den Niederlanden nun die Zulassung erteilt. Das Werk in Marburg PRODUZIERT den Impfstoff von BioNTech und die Firma Halix In nierländischen Leiden stellt das Präparat von AstraZeneca her. „Wir erwarten… sagte die EU-Gesundheitskommisarin Stella Kyriakides – dass diese Impfstoffe, die in diesem Werk nun hergestellt werden, auch umgehend in den nächsten Tagen an die EU ausgeliefert werden, als Teil der vertraglichen Verpflichtungen und festen Zusagen von AstraZeneca. Von den entäuschenden Lieferkürzungen seien viele Länder betroffen“…


22.03.2021: Pfizer will nun ohne BioNTech eigene mRNA-Impfstoffe entwickeln…

Der Corona-Impfstoff ist damals noch in Zusammenarbeit mit BioNTech entstanden. In Zukunft will der US-Pharmakonzern Pfizer jedoch allein seine eigenen, neuen Vakzinen auf mRNA-Basis entwickeln – und sieht »dramatisches Potenzial«. »Wir arbeiten gern mit BioNTech zusammen, aber wir müssen nicht mit BioNTech zusammenarbeiten«, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla dem »Wall Street Journal…Die eigenen Wissenschaftler hätten durch die Zusammenarbeit mit BioNTech im vergangenen Jahr viel gelernt…Bei Covid-19-Impfstoffen würden die beiden Unternehmen aber weiter gemeinsam kooperieren. „Wir sind wegen unserer Größe und unserer Expertise derzeit das Unternehmen, das am besten aufgestellt ist, um diesen nächsten Schritt zu gehen“, sagte Pfizer-Chef Bourla.

Auf die mRNA-Technologie setzt auch der US-Konkurrent „Moderna“, dessen Covid-19-Impfstoff ebenfalls schon in den USA und der EU zugelassen ist, sowie das Tübinger Biotechunternehmen CureVac.

Auf die einzelnen neuen Impfstoffe wird noch im weiteren Verlauf genauer eingegangen.


AKTUELL – wie oben schon erwähnt:

NOVAVAX:
Neuester Impfstoff NVX-CoV2373 nun in Sicht…


Aktuell: Das US-Pharmaunternehmen „Novavax“ von Baxter hat am Donnerstag (28.01.2021) in einer Pressemitteilung eine „gute Wirksamkeit“ gegen das Coronavirus bei einem seiner neuen proteinbasierten Impfstoff-Kandidaten bekanntgegeben. Erste Ergebnisse aus der Phase-3-Studie: Demnach soll die Wirksamkeit bei etwa 90 Prozent liegen.

NVX-CoV2373 ist ein Impfstoffkandidat, der rekombinant hergestelltes, trimeres SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein enthält und zusammen mit einem Matrix-M1-Adjuvans in Nanopartikeln formuliert ist. Die Ergebnisse einer Phase III-Studie bescheinigen der Vakzine ein gutes Sicherheits- und Immunogenitäts-Profil.

März 2021: Das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Novavax hat für seinen Impfstoff NVX-CoV2373 eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent bekanntgegeben.


NOVAVAX berichtet, dass sein Impfstoff NVX-CoV2373 sich erst in Phase-IIb und Phase-III-Studien bewährt habe. Das Vakzin soll gegen das Coronavirus sowie nun auch gegen die neue Virusvariante, die Mutante: B.1.17, die ihren Ursprung offenbar in Großbritannien hat, schützen, dagegen leider eher „mäßig“ gegen die neue südafrikanische Variante: B.1.351: Dazu weiter unten im Blog-Artikel informativ „Ausführlicheres“ über alle bisherigen neuesten Mutationen…
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John Moore, Professor für Mikrobiologie und Immunologie am Weill Cornell Medical College in New York, sagte gegenüber Reuters, dass die Studiendaten von Novavax Baxter etwa vergleichbar mit den Ergebnissen der beiden bereits zugelassenen Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna seien.
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Wissenschaftler um *Cheryl Keech von der Firma Novavax (Baxter) in Gaithersburg, USA, haben die Daten einer randomisierten, placebokontrollierten Phase I/II-Studie zur Überprüfung der Sicherheit und Immunogenität bekannt gegeben. Die Firma Novavax“ forscht bereits nun zusätzlich an einem neuen passgenauen Impfstoff-Design gegen die neue „südafrikanische“ Mutation. Derzeit läuft zudem auch (in den USA und in Mexiko) eine weitere Studie namens „PREVENT-19“, die bis Mitte Februar 2021 zirka 30.000 Probanden umfasst hat. Die britische Studie soll nun Grundlage für Zulassungsverfahren in Großbritannien, der EU und in anderen Staaten werden.
„Novavax“ rechnet damit, bereits entsprechende Anträge bei den Zulassungsbehörden im März oder April 2021 einreichen zu können.

Das wäre dann die Impfstoff-Nummer „SECHS“…?

Anm.: *Mrs. Dr. Cheryl Keech, MD, Ph.D., Chief Medical Officer, Senior Vice President ILiAD Biotechnologies, LLC und Executive VP für klinische Forschung in Gaithersburg, USA: Dr. Keech hat mehr als 25 Jahre Erfahrung als Kliniker, Forschungswissenschaftler und ist medizinische Direktorin (MD) für Pharma- und Vertragsforschungs-Organisationen mit umfassender Erfahrung in Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Sie hatte ebenfalls leitende Positionen als Medical Director bei Eli Lilly und GSK (Biologics) inne. (ILiAD Biotechnologies)


Mutationen sind absolut keine Besonderheit bei VIREN – wie auch bei SARS-CoV-2 – sie finden ständig statt. Dabei verändert sich auch das Erbgut des Erregers, um sich an seine Umwelt besser anpassen zu können.


Neuere Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern führender US-Universitäten…

deuten darauf hin, dass die Impfungen von Moderna, Johnson&Johnson, Astrazeneca/Pfizer und Sinovac gegen die zuerst in Südafrika gefundene Variante, namens B.1.351 weniger wirksam sind.

Studien haben ergeben, dass die englische B.1.1.7-Variante – die in 94 Ländern, darunter auch in den USA, nachgewiesen wurde – 50 bis 70 Prozent ansteckender ist als all ihre Virusvorgänger. Neuere Erkenntnisse deuten auch darauf hin, dass Menschen, die mit dieser Variante infiziert sind, ein höheres Sterberisiko haben als bei anderen Virusvarianten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Varianten eine Mutation besitzen, die verhindert, dass die Antikörper, die als Reaktion auf das ursprüngliche Virus gebildet werden, diese auch tatsächlich erkennen (sog. Flucht-Mutanten).

Sowohl Pfizer als auch Moderna erklärten im Januar 2021, dass sie planen, sog. „Auffrischungsimpfungen“ gegen die Variante B.1.351 zu entwickeln und zu testen. Das bedeute, dass auch für bereits geimpfte Personen möglicherweise noch eine Folgeimpfung hinzukommt.

Allerdings sind Menschen, die bereits geimpft wurden oder an COVID-19 erkrankt sind, bis dahin immer noch dem Risiko einer „erneuten“ Infektion u.A. der Varianten B.1.351 oder P.1 ausgesetzt. Das ist wichtig zu wissen!

SIEHE UNTEN (GEGEN BLOG-ARTIKEL-ENDE) AUSFÜHRLICHERES
über die neuesten Corona-Virus-Mutationen!

Die erstmals in Großbritannien entdeckte, ansteckendere Variante B.1.1.7 mache derzeit etwa sechs Prozent aller neuen Corona-Fälle in Deutschland aus, so Lothar Wieler (05.2.2021). In 13 von 16 Bundesländern sei sie damals schon nachgewiesen worden. „Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle“, sagte Wieler
(Anm.: Lothar Heinz Wieler (*1961) ist ein deutscher Tierarzt und Fachtierarzt für Mikrobiologie. Seit März 2015 ist er Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI).

Die derzeit dominante Variante

Das Problem: Die britische Mutation B.1.1.7 ist wesentlich ansteckender und verbreitet sich auch daher auch schneller als andere Corona-Varianten. Virologen und Immunologen sprechen nun davon, dass eine dritte Corona-Welle uns länger und heftiger belasten könnte.

Unter dem Namen „B.1.1.7“ werden einige der neuen Mutationen von SARS-CoV-2 aus Großbritannien zu EINER sogenannten Viruslinie zusammengefasst.

Studien deuten bisher darauf hin, dass die „Varianten“ – Viruslinie mit der Bezeichnung B.1.1.7 um gut ein Drittel ansteckender ist als die bisher kursierenden Viren; außerdem gibt es erste Hinweise, dass an dieser Variante – wie oben erwähnt – möglicherweise auch mehr Menschen sterben.
Zusätzlich hat die Linie B.1.1.7 inzwischen die – bisher aus Südafrika bekannte – Mutation E484K ebenfalls erworben, die das Virus mutmaßlich zum Teil vor Antikörpern gegen das Spike-Protein schützt. (Dies macht derzeit Probleme beim MODERNA-Impfstoff!)
Diese neue Variante Mutation E484K ist höchst besorgniserregend, weil sie noch übertragbarer ist und anscheinend weiter mutiert ist, als die (erste) neue Variante“, erklärt kürzlich (02.2021) der britische Gesundheitsminister Matt Hancock (*1978). (Anm.: Seit dem 9. Juli 2018 ist er Gesundheitsminister im Kabinett Theresa May II und seit 2019 im Kabinett Boris Johnson I und II).

Auch Mikrobiologe „Bergthaler“ (Österreich) vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist der Ansicht, dass die neuen Varianten die ursprüngliche Coronavirus-Variante zunehmend verdrängen werden.  (https://www.netdoktor.at/news/corona-mutation-b117-forschung-10562608)

Auf die bisher in Japan und Brasilien aufgetauchte neuere Mutation mit der Bezeichnung ( P.1 ) gibt es derzeit noch bei uns keine Hinweise.

„Survival of the Fittest“

Dies bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. Dieser Ausdruck wurde im Jahr 1864 durch den britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägtWikipedia (link)

>>> Das ist quasi das Erfolgs-Rezept der erfolgreichsten Virus-Mutanten! <<<


Ausführlicheres über Virus-Mutanten gegen Ende dieses Blog-Artikels.

NEWS – kurz zurück zum Impfstoff – zunächst wie alles begann:

ASTRAZENECA
DER 1. VEKTOR-IMPFSTOFF in Europa:
Impfstoff AZD1222 (ChAdOx1 nCoV-19)

VEKTOR: Diese Art Impfstoffe, die mit Hilfe eines Trägervirus funktionieren, nennt man Vektorimpfstoffe. Das Wirkprinzip ist recht neu, aber es existieren bereits andere Vek­torimpfstoffe, zum Beispiel gegen den Ebolaerreger.

Wie bei allen anderen Vektor-Impfstoffen wird auch bei dem Astrazeneca-Impfstoff der Bauplan für Erreger-Antigene in das Genmaterial von harmlosen Viren eingebracht, den sog. Vektoren. Diese Viren können ihre genetischen Informationen – inklusive dem Antigen-Bauplan – in menschliche Zellen einbringen und diese dazu befähigen, das gewünsch­te Antigen zu produzieren. Das von den körpereigenen Zellen erzeugte Antigen ruft das Immun­­system auf den Plan und induziert die Immunität.

ASTRA-ZENECA (inaktivierter „Lebend-Impfstoff“ als Vektor-Impfstoff) ebenfalls im Januar 2021 mit „Notfallzulassung“… zuerst gab es die aber nur in „England“. Eine EMA-Zulassung für Europa ist nun ebenfalls am 29.01.2021 erfolgt.

30.12.2020: London – Die britische Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) hat – wie erwähnt – dem SARS-CoV-2-Impfstoff AZD1222 der Firma AstraZeneca, der von Forschern der Universität Oxford und ihrem Spin-out-Unternehmen (zu Deutsch: Ableger) „Vaccitech“ entwickelt wurde, schon sehr früh eine Notfallzulassung erteilt
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Dieser Vektor-Impfstoff AZD1222 (ChAdOx1 nCoV-19) (der University of Oxford und Astra Zeneca) verwendet eine nicht zur Replikation fähige Version eines harmlosen Adenovirus, das normalerweise Schimpansen befällt. Das Virus ist mit dem Gen für das komplette Spike-Protein von SARS-CoV-2 beladen. Nach der intramuskulären Injektion des Impfstoffs wird in den Muskelzellen des menschlichen Körpers dann das Spike-Protein gebildet, das eine Immunreaktion gegen SARS-CoV-2 mit der Produktion von Antikörpern und der Bildung von T-Zellen veranlassen soll.

Neue Studie noch schnell nachgelegt?

26.01.2021:„Eine neueste Studie habe gezeigt, dass der Impfstoff nun doch auch bei Senioren eine Immunantwort auslösen sollte“ . Allerdings heißt es in einer weiteren Studie, dass es wegen zu geringer Fallzahlen bei Senioren noch zu wenig Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen gebe. (APA/dpa und Handelsblatt) 


ASTRAZENECA: 22. März 2021

AKTUELLES STATEMENT: 79% statistisch signifikante Wirksamkeit des Impfstoffs bei der Verhinderung von symptomatischem COVID-19. 100% Wirksamkeit gegen schwere oder kritische Krankheiten und Krankenhausaufenthalte. Vergleichbares Wirksamkeitsergebnis über ethnische Zugehörigkeit und Alter hinweg, mit 80% Wirksamkeit bei Teilnehmern ab 65 Jahren. Günstige Reaktogenität und allgemeines Sicherheitsprofil.

Wirksamkeit in klinschen Studien

  • Ein Dosierungsschema bestand aus einer halben Dosis gefolgt von einer vollen Dosis im Abstand von mindestens einem Monat und zeigte eine Wirksamkeit von 90%.
  • Ein anderes Dosierungsschema zeigte eine Wirksamkeit von 62%, wenn zwei volle Dosen im Abstand von mindestens einem Monat verabreicht wurden.
  • Hieraus ergibt sich eine durchschnittliche Wirksamkeit von 70%. (Quellen: Gelbe Liste Pharm-Index)

POSITIVUM: Er eigne sich zum Einsatz in Hausarzt-Praxen…so hieß es…

AstraZeneca-Vakzin: Das Mittel könnte dann später auch der Hausarzt impfen… der Impfstoff kann bei Kühlschranktemperatur (2–8°C) transportiert und gelagert werden.


Die Ereignisse überschlagen sich…immer wieder Hiobs-Botschaften: Nebenwirkungen bei AstraZeneca – Impfstoff?


Nebenwirkungen – bedenklich… ein Hin- und Her…?

Impfstoffe schützen nur vor einer Sache: Der Infektion oder der Infektion plus Krankheit“, sagte Susan Ellenberg, Biostatistikerin an der University of Pennsylvania, die einst die „Nebenwirkungen“ von Impfstoffen bei der FDA verfolgte. „Sie schützen dich nicht vor allem anderen, was dir möglicherweise noch alles passieren könnte“:

11.03.2021: Island, Dänemark, und andere skandinavischen Länder stoppten nach Berichten über einige schwere Fälle von Blutgerinnseln im Gehirn vorübergehend Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Norwegen, Deutschland und Island usw. zogen nun nach…

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Mitte März 2021 erneut zu entscheiden, „ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken“, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mit.

Auch Deutschland stoppte am 15. 03. 2021 ebenfalls alle AstraZeneca-Impfungen… aber nur kurz für 3 Tage… seit dem 19. 03. 2021 wurde dann wieder geimpft…

15.03.2021: Das EMA-Ergebnis nach sofortiger Überprüfung des Impfstoffes:

Fälle von Hirnvenenthrombosen mit Blutplättchenmangel in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung hatten zum Stopp der Astrazeneca-Impfungen geführt. Hinweise darauf, dass die Impfungen auch tatsächlich diese Vorfälle verursachten, habe die Europäische Arzneimittelbehörde EMA derzeit nicht gefunden.
Die EMA bekräftigte nochmals am Donnerstag (18.03.2021) die Sicherheit des AstraZeneca- Impfstoffs. Mögliche Nebenwirkungen…gibt es, aber diese seien extrem selten – so das Resümee der Behörde EMA…


DANN DAS DEBAKEL:

STOPP! DEUTSCHE KEHRTWENDUNG BEI ASTRAZENECA

30.03.2021 Impfungen mit „Astrazeneca“ bei Menschen unter 60 werden vorerst nun doch erneut wieder ausgesetzt…

Das Land Berlin setzt die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff des Herstellers Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich aus. Sprecherin der Charité, Manuela Zingl, sagte am Dienstag: «Dieser Schritt ist aus Sicht der Charité notwendig, da in der Zwischenzeit weitere Hirnvenenthrombosen in Deutschland bekannt geworden sind.»
In Nordrhein-Westfalen sprachen sich auch die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken für einen vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen mit Astrazeneca aus. Das Risiko von weiteren Todesfällen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- und Landesgesundheitsminister, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bislang 31 Fälle von Sinusvenenthrombosen nach Astrazeneca-Impfungen in Deutschland

In Deutschland sind bislang 31 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt, wie das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag berichtete. Bis Montagmittag (29. März) waren dem Institut 31 Fälle gemeldet worden, in 19 Fällen wurde zusätzlich eine Thrombozytopenie gemeldet. In neun Fällen war der Ausgang tödlich, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen (Hessen) berichtete.

Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen laut PEI alle Meldungen vor allem Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt.
Laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts wurden bis einschließlich 29. März 2021 zirka 2,7 Millionen Erstdosen und 767 Zweitdosen von Astrazeneca verimpft.

QUELLEN: Uni-Kliniken wollen Impfstopp für jüngere Frauen: „Dringender …
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de › 2021/03/3

31. März 2021: WHO und EMA widersprechen „zunächst“ Altersbeschränkung bei AstraZeneca:
Deutschland will Menschen unter 60 Jahren nicht mehr mit AstraZeneca impfen. Die Weltgesundheitsorganisation und EU-Arzneimittelbehörde sehen dagegen vorerst keinerlei Risiko. Diese teilen also die deutsche Sichtweise nicht.
Auch der strategische Impfrat der WHO hält an dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca fest. Es gebe keinen Anlass für eine Anpassung seiner Empfehlungen, wie die Direktorin der WHO-Abteilung Impfungen, Kate O’Brien, in Genf sagte. Weiter sagte sie: „Wir sind sehr klar in unserer Nutzen-und-Risiko-Einschätzung: Dies ist ein absolut sicherer Impfstoff.“ Oder?


Die NEUE Offenbarung der EMA

06.04.2021: EMA-Vertreter Marco Cavaleri : Die Sinusvenen-Thrombose hänge doch mit Astrazeneca zusammen.
Cavaleri ist ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA, nämlich  der Chef der EMA-Impfabteilung.
Marco Cavaleri berichtet: „Meiner Meinung nach können wir mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem AstraZeneca-Impfstoff gibt“, sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, mit Blick auf die Thrombosen in einem Interview mit der italienischen Zeitung „Il Messaggero“.
Cavaleri legte in dem Interview nahe, dass die EMA den Zusammenhang bald offiziell feststellen wird. Wie das Astrazeneca-Vakzin in wenigen Fällen Blutgerinnsel bei Geimpften auslöst, ist nach seinen Angaben jedoch noch nicht klar.

Die EMA glaubt also nun inzwischen auch an einen Zusammenhang zwischen Thrombose-Fällen und einer Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca. Das sagte zumindest der Chef der Impfabteilung der europäischen Behörde. Ein offizielles Statement steht… und werde folgen:

07.04.2021: Astra-Impfung und Sinusvenenthrombosen – die EMA verkündete nun schlussendlich einen „möglichen“ Zusammenhang, empfiehlt jedoch keine Einschränkung.

Thrombosen…Thrombenbildung in Venen…Blutblättchen-Ansammlungen in Gefäßen anschaulich erklärt…

Was passiert nun mit den Zweitimpfungen?

Zu klären ist nun auch die Frage der nötigen zweiten Impfdosis. Menschen unter 60, die schon die erste Dosis Astrazeneca erhielten, haben laut dem Beschluss zwei Möglichkeiten: Sie können auch die Zweitimpfung von Astrazeneca bekommen – nach Rücksprache mit dem Arzt, „sorgfältiger Aufklärung“ und „individueller Risikoanalyse“.

Zweite Option: Die Betroffenen warten auf eine Stiko-Empfehlung zur Zweitimpfung, die voraussichtlich bis Ende April kommen soll. Merkel sagte, dann werde klar sein, mit welchem der zugelassenen Impfstoffe auch für diese Menschen der volle Impfschutz erreicht werde.

09.04.2021: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wurden Kreuzimpfungen mit (zuerst geimpftem) Astrazeneca und einem weiteren, anderen Vakzin bisher für unbedenklich gehalten.
NEU: Die WHO spricht sich nun dagegen aus: „Keine Empfehlung für Wechsel zwischen den Impfstoffen“:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird einen Wechsel der Impfstoffe zwischen der ersten und der zweiten Dosis vorerst nicht empfehlen. Die bisherigen Daten reichten nicht aus, um sagen zu können, ob dies getan werden könne oder nicht, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris in Genf.

Schon vor der Entscheidung von Bund und Ländern hatten – wie schon erwähnt – Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen Astrazeneca-Impfungen für Menschen unter 60 ausgesetzt. In NRW sprachen sich die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken für einen vorläufigen kompletten Impfstopp bei jüngeren Frauen aus. (www.aerzteblatt.de)


Die sehr selten auftretende, doch oft tödlich ausgehende Astra-Komplikation heißt jetzt nun : „VIPIT

Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin (IHT), Universitätsklinikum Bonn:
„Die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) führt zu deren Verminderung. Dies ist ein besonders charakteristisches Merkmal der Autoimmun-Antikörperbildung, die dem altbekannten Phänomen der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) sehr ähnlich ist, aber nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin AZD1222 „ohne“ Exposition mit Heparin auftritt.“

Im Falle der Sinusthrombosen nach den COVID-19-Impfungen mit dem Astra-Impfstoff AZD1222 ist zwar nun ein sehr ähnlicher Mechanismus beschrieben, allerdings hängt er nicht mit der Gabe von Heparin zusammen, weshalb die Forschenden den Namen „Vaccine Induced immune Thrombocytopenia“ (VIPIT) vorschlagen, also „impfungsinduzierte Immun-Thrombozytopenie“ .

So können die Forschenden bisher noch nicht die Herkunft der Antikörper erklären, also ob sie schon VOR der Impfung vorliegen oder erst durch die Immunisierung gebildet werden.

Es gibt bisher keinen Hinweis darauf, dass das Phänomen auch bei anderen Impfstoffen auftritt. (Quelle: coliquio – Ärztemagazin)


Wann Geimpfte zum Arzt gehen sollten:

26. MÄRZ 2021: Menschen, die nach der Impfung ungewöhnlich starke Kopfschmerzen spüren, sollten demnach umgehend einen Arzt aufsuchen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie sei dabei allerdings die Immunreaktion, die ein bis zwei Tage nach der Impfung auftritt, zu unterscheiden von ECHTEN Komplikationen, die sich in der Regel erst ab Tag vier nach der Impfung bemerkbar machen. Auch im Falle einer Thrombose ist schnelles Handeln erfolgreich: Durch ein intravenöses Immunglobulin (ivIgG), also ein spezielles Eiweißmolekül, das dem Patienten gegeben wird, könnten die Blutplättchen blockiert werden, sodass der die Thrombose auslösende Mechanismus im Körper gehemmt würde. Die Blutgerinnsel könnten dann durch gerinnungshemmende Medikamente schnell aufgelöst werden. Diese sehr seltene Immunthrombozytopenie ist, im Gegensatz zu COVID-19, eine meist gut behandelbare Erkrankung.

Wissenschaftler der Uni Greifswald

„Ich rate aber Patientinnen und Patienten dann einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach drei bis vier Tagen noch immer deutliche Symptome haben oder diese nach kurzer Pause immer wieder neu auftreten“, erläutert Mediziner Prof. dr. med. Andreas Greinacher (Wissenschaftler der Uni Greifswald). Da die Thrombosen-Bildung (nach Impfung mit AZ) sehr unwahrscheinlich sei, gebe es aus seiner Sicht keinen Grund, bereits bei leichten Immunreaktionen ein bis zwei Tage nach der Impfung schon eine ärztliche Untersuchung auf eine mögliche Thrombose als Ursache zu beginnen. (Quellen: Deutschesgesundheitsportal.de und Focus online/Wochit)

Von unabhängigen Experten geprüft und in einem Fachjournal erschienen sind diese Ergebnisse jedoch noch nicht (!)
Über eine ähnliche Vermutung hatten vor kurzem bereits Forscher in Norwegen berichtet. Diese seltenen Blutgerinnsel sind – wenn früh erkannt – gut behandelbar.

RESÜMÉE: Nach Vorfällen mit Astrazeneca-Vakzin:
25. März 2021: Forscher der Universität Greifswald finden ebenfalls eine mögliche Thrombose-Ursache, damals hieß es noch: „Menschen können sich nun doch bedenkenlos impfen lassen“… Sie vermuten, dass es sich bei den Thrombosen um eine Abwehrreaktion der Thrombozyten (Blutplättchen) handelt.
Ob die Reaktion auf den Impfstoff selbst oder den Vektor (Adenovirus 5?) – also die „Verpackung“ des Wirkstoffes – zurückgehe oder es sich um eine allgemeine Entzündungsreaktion handele, müsse noch genau untersucht werden. Für ihre Forschung haben die Greifswalder mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zusammengearbeitet.

Die Greifswalder Forscher haben zudem ein „Testverfahren“ entwickelt, das helfen soll, die – nach der Corona-Impfung – auftretenden Antikörper zu erkennen. „Dieses Verfahren testet, ob die speziellen „Abwehrstoffe“ auch im Blut vorhanden sind. Dieser Test kann angewendet werden, wenn es nach der Impfung zu entsprechenden Symptomen z.B. einer Thrombose kommt“, erklärt Greinacher.

THROMBOSEN im Gehirn:

Science Media Center Germany (SMC): Die Nationale Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ berät: 

18.03.2021: Die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung beurteilt die Sachlage so:
„Wir sehen inzwischen eindeutige Hinweise dafür, dass die Sinusthrombose eine immunologisch verursachte Thrombose ist, die mit einer Thrombozytopenie einhergeht“, sagte Prof. Dr. Johannes Oldenburg in Bonn (UKUB = Uniklinik -Bonn: Hämostaseologie / Gerinnungsambulanz).
Er ist derzeit der Vorstandvorsitzende der Gesellschaft „Science Media Center“ (SMC) in Deutschland.
Anm.: Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist seit der Gründung des Science Media Center Germany (Klaus Tschira-Stiftung- GmbH) im Jahr 2016 dessen Kooperationspartner.

Gefährdete Impflinge könnten mit „Screeningtest“ erkannt werden und im Falle des einsetzenden Blutplättchenmangels – der Thrombozytopenie – behandelt werden. „Unter den vorliegenden Rahmenbedingungen, also der Möglichkeit spezifisch zu testen und zu therapieren, überwiege der Nutzen einer Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bei weitem das Risiko, durch die Impfung schweren Schaden zu erleiden“, urteilte kürzlich noch Prof. Dr. med. Johannes Oldenburg. (Uniklinik Bonn: Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin (IHT)


ALLES NEU? AUCH ASTRAS NEUER NAME… ?

VAXZEVRIA“ von ASTRAZENECA – ein neuer Name für einen alten Impfstoff…

Astrazeneca hat seit Wochen ein Imageproblem und nun eine aktuelle Namensänderung: Es gibt nun einen neuen Namen seit dem 25. März 2021…

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca heißt von jetzt an „Vaxzevria“...Diese Änderung sei schon länger geplant und nun auch bereits von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.



Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Es handelt sich um winzige Partikelchen… eigentlich nur um gut verpacktes Erbgut aus DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle (mit Spike-Proteinen) umgeben ist. Sie sind nur im Elektronenmikroskop sichtbar. Außerdem können sie sich nur mit Hilfe einer „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) vervielfältigen und verbreiten. Viren können nicht eigenständig leben, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen also eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können.

Allerlei „Corona-Impfstoffe“ aus aller Welt

Im Folgenden werden nun aus Wissenschaft und Forschung – aus aller Welt – erfolgsversprechende alte und „neue“ Impfstoff-Ansätze vorgestellt :

SINOPHARM – klassische Tot-Impfstoffe – ohne gentechnisches Verfahren –
Sinopharm setzt bei der Impfstoffherstellung auf die Metho­de mit inaktivierten Viren.

CHINA: Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe) wie bspw. von Wuhan Institute of Biological Products/Beijing Institute of Biological Products/Sinopharm oder Sinovac verwenden Viren, deren genetisches Material zerstört wurde, sodass sie nicht replizieren können, aber dennoch eine Immunantwort auslösen können.

CHINA – NEU: Am 30.12.2020 wurde ein Impfstoff namens „VERO“ von Sinopharm, einer Firma aus Wuhan für China „bedingt“ zugelassen. Dem Impfstoff der „China National Biotec Group“ (CNBG), einer Tochterfirma von Sinopharm, sei eine „bedingte Zulassung“ erteilt worden. Auch hier laufen noch parallel die Phase III- Studien…Es handelt sich um einen Impfstoff mit „inaktivierten“ Viren. Sinopharm hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor COVID-19 bietet.
Anm.: Totimpfstoffe  = inaktivierte Impfstoffe: Bislang fehlt es international weitgehend an Vertrauen in die chinesischen Vakzine, auch weil kaum Testergebnisse veröffentlicht wurden.
Bisherigen Angaben zufolge hat Sinopharm zwei inaktivierte „Ganzvirus“-Impfstoffe in der Entwicklung, also klassische Totimpfstoffe, die mittlerweile in mehreren Phase-III-Studie geprüft wurden.
Dabei gibt es in China neben Sinopharm mit „Anhui Zhifei Longcom“, CanSino, und „Sinovac“ noch drei weitere Unternehmen, die auf Hochtouren an einem neuen Impfstoff arbeiten.
Sinopharm hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor COVID-19 bietet. Die Daten hätten gezeigt, dass der Impfstoff die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, heißt es in einer „offiziellen“ Mitteilung der chinesischen Führung…
Laut der von Sinopharm angegebenen Daten ist das nun in CHINA schon zugelassene chinesische Präparat deutlich „weniger“ (!) wirksam als die mRNA-Impfstoffe von BioNTech-Pfizer und Moderna, die nach Angaben der Hersteller über eine Wirksamkeit von 95 Prozent verfügen. Allerdings kann das chinesische Vakzin nach Angaben des Herstellers bei normaler Kühlschrank-Temperatur gelagert werden. Im September 2020 hatte der China-Impfstoff auch eine Notfallzulassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten sowie Anfang November 2020 in Bahrain.
Anders als andere uns bekannte Impfstoffe nutzt die chinesische Vakzine „keine gentechnischen“ Verfahren. Vielmehr beruht es auf der klassischen Methode, durch abgetötete Coronaviren eine Immunreaktion auszulösen.

Peking – Der CoronaVac – Impfstoff des chinesischen Herstellers „Sinovac“ hat in einer Phase-3-Studie eine Schutzwirkung von nur etwa knapp 50 % erzielt. CoronaVac besteht genauso – wie der bereits in mehreren Staaten zugelassene Impfstoff Vero von „Sinopharm“ – aus inaktivierten Viren (SARS-CoV-2) = Tot-Impfstoffe.


Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe)… die bessere Wahl?

Inaktivierte Impfstoffe (Tot-Impfstoffe) gehören zwar zu den älteren Vakzinen. Sie sind deshalb jedoch nicht weniger wirk­sam. Da sie das komplette Virus enthalten, kommt es zu einem breiten Impfschutz, der manchmal sogar weitere verwandte Viren umfasst. Zu den theoretischen Vorteilen gegenüber mRNA-Vakzinen und adeno­basierten Impfstoffen gehört ein schnellerer Wirkeintritt, da die Proteine nicht erst von den Ribosomen der menschlichen Zellen gebildet werden müssen.


VEKTOR-IMPFSTOFF… er war der Erste…

(11.08.2020) Russlands früher Corona-Vektor-Impfstoff: „Gam-Covid-Vac“ (SPUTNIK-V): Hauptsache Erster…

MÄRZ 2021: The Lancet veröffentlichte eine Interimsanalyse der Phase-III-Studie von Sputnik V, wonach der Impfstoff eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent aufweisen soll.

In Russland wurde neben Gam-COVID-Vac / Sputnik V auch EpiVacCorona schon im Jahre 2020 zugelassen.


Erster russischer Vektor-Impfstoff schon Im Sommer 2020 zugelassen

Der Sputnik-V-Impfstoff wurde in Russland bereits im Sommer 2020 nach der Phase II zugelassen, so lief die Phase III parallel…
Mit dieser Nachricht überraschten russische Medien im Sommer 2020 den Rest der Welt:
Mit „Gam-COVID-Vac Lyo“ habe man den ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Die Tochter des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei bereits geimpft, so die skurrile Zusatzinfo, die alle bisherigen Berichte zum Thema gemeinsam haben. Es wurde damals erst das „Militär“ geimpft, dann die Bevölkerung.

24.03.2021 — Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nun doch – nach Kremlangaben – gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen. Erst habe er gezögert, dann aber erklärt, „Sputnik V“ sei nicht für sein Alter – er ist 68 Jahre alt – freigegeben. Danach wurde das Präparat dann doch in Russland plötzlich vor kurzem zugelas­sen für über 60-Jährige… (www.aerzteblatt.de) 


Der russischer Impfstoff ist „vektorbasiert“… und ähnelt anderen chinesischen Impfstoffen (und vor allem auch dem von AstraZeneca). Am 11. August 2020 stellte Russland schon seinen weltweit ersten „Sputnik-V-Impfstoff“ vor

Es handelte sich also schon um einen sogenannten Vektorimpfstoff. Ein „viraler Vektor“ ist ein genetisch modifizierter Viruspartikel, mit dem genetisches Material (z.B. Adenovirus-5) gezielt in Zellen eingebracht werden kann. Der Ansatz des Impfstoffs basiert hier auf „zwei“ verschiedenen abgeschwächten „Adenovirus-Vektoren“.

Wenn einmal ein geeignetes „Trägervirus“ etabliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine (Impfstoff) entwickeln. Eigentlich genial… (Quelle: www.zeit.de)

Anders als bei anderen Impfstoffen sind beim russischen Impfstoff die erste und die zweite Dosis der Vakzine nicht identisch: Es ist jeweils immer ein anderer (ein zweiter) Vektorvirus enthalten:

DER CLOU DES RUSSISCHEN IMPFSTOFFES: „ZWEI VERSCHIEDENE“ PROTEIN-VEKTOREN (!)

Diese ZWEI Vektoren sollen verhindern, dass Immunreaktionen auf das Vektor-Virus der ersten Impfdosis die Wirkung der zweiten Dosis abschwächen.

Da es bei Vektor-Impfstoffen bekanntermaßen zu „Immunreaktionen“ gegen die Proteine des Vektors kommen kann und diese auch die Immunreaktion auf das SARS-CoV-2-Antigen abschwächen könnten, wird also bewusst bei Sputnik-V für das Priming (die erste Dosis) ein rekombinanter „Ad26-Vektorund für den Boost (die zweite Dosis) wieder ein „anderer“ (!) rekombinanter Adenovirus-5 („Ad5-Vektor)verwendet. Seine Wirksamkeit liege den russischen Entwicklern zufolge somit bei 92 Prozent.
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DAS IST WOHL DIE LÖSUNG:
WICHTIG: Das System der zwei verschiedenen Protein-Vektoren scheint sich durchzusetzen, hier sucht derzeit auch „Astrazeneca“ den Kontakt zu den russischen Herstellern… Astrazeneca benutzt für seinen Vektor den gleichen Impfstoff, aber nur mit einem Vektor (!) und hat hiermit wohl Probleme…?

03. Februar 2021: Neuere Studien zu Sputnik V zeigen hohe Wirksamkeit:

Nach weltweit heftiger Kritik an fehlenden belastbaren Studien wurden nun weitere Details zu dem Corona-Impfstoff Sputnik V veröffentlicht.
Der „Vektor-Impfstoff“ Sputnik V ist ein Adenovirus-basierter Impfstoff: Die russischen Entwickler verwenden – wie oben erwähnt – also 2 Typen Adenoviren rAd26 und rAd5 – entsprechend in Dose 1 und 2. (AstraZeneca hat hier nur einen in beiden Komponenten). Dadurch ist die russische Impfung wohl auch deutlich effektiver. Zudem benötigt Gam-Covid-Vac-Lio auch nur eine Temperatur von nur -2-8 C°.

27.03.2021: +++ Russland will nach Aussage von Präsident Putin vermutlich bis zum Ende des Sommers 2021 die Herdenimmunität im ganzen Land erreichen. Entsprechend könnten dann die Beschränkungen aufgehoben werden, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den Präsidenten.


  • März 2021: SARS-CoV-2: Die EMA prüft derzeit die Zulassung von Sputnik V für EUROPA.
    Amsterdam – Die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat nun zunächst ein „rolling review“ des russischen Impfstoffs Gam-COVID-Vac, besser bekannt als Sputnik V, eingeleitet, der das Zulassungsverfahren beschleunigt. Der russische Staatsfond RDIF kündigte an, im Fall einer Vertriebserlaubnis ab Juni 2021 Impfstoffe für 50 Millionen Europäer bereitstellen zu können.

März 2021: Spahn führte nun Gespräche über eine baldige Sputnik-V-Produktion in Europa:

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es Überlegungen zur Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Europa. Bei Gesprächen mit der russischen Seite habe es die Bitte gegeben, zu schauen, ob es in Deutschland oder Europa Produktionskapazitäten geben könne, sagte Spahn – schon im Februar 2021 – bei einer Online-Konferenz von “Tagesspiegel”,  “Zeit”, “Handelsblatt” und “Wirtschaftswoche”.

Deutschland könnte den russischen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ in einem nationalen Notfallverfahren zulassen. So wie zum Beispiel Ungarn. Dafür wäre auch das Paul-Ehrlich-Institut zuständig. Das bedeutet: Die EMA, die Europäische Arzneimittelagentur entscheidet über die Zulassung, die dann auch für Deutschland gilt. Es ist denkbar, dass für Sputnik V spätestens im Mai 2021 eine Zulassung erteilt wird. Zugelassen ist Sputnik V bereits in über 40 Ländern. Produziert werden soll das Vakzin auch in Deutschland, am Standort der russischen Firma R-Pharm in Illertissen (Bayern).


21.11.2020: Russland hatte bisher für keinen seiner Impfstoffe eine „internationale“ Zulassung. Das scheint auch niemanden dort zu stören…Die Wirksamkeit von „Sputnik-V“ ist von unabhängiger Seite bisher nicht nachgewiesen. Russland (Putin?) hat das Vakzin zur breiten Anwendung bereits zugelassen und schon recht früh zahlreiche Lieferverträge mit anderen Staaten geschlossen. Zwei weitere neuere Impfstoffe sollen nun auch noch 2021 zum Einsatz kommen.


NEWS – 03.02.2021: Nach den im The „Lancet“ publizierten Daten hat der vektor-basierte russische Impfstoff Sputnik V nach einer aktuellen Zwischenauswertung in einer Placebo-kontrollierten Phase-3-Studie mit knapp 22.000 Probanden eine Wirksamkeit von fast 92 Prozent (bezogen auf die Erkrankungsrate) – zudem auch bei Älteren – erzielt. Wie oben schon erwähnt, erhielten die Probanden zwei Impfungen mit unterschiedlichen Vektoren des Impfstoffes – zuerst wurde ihnen der Impfstoff mit dem Adenovirus rAd26 verabreicht, 21 Tage später dann der Impfstoff mit dem Adenovirus rAd5. Nach Angaben der Autoren werde so die Immunreaktion verstärkt. (Quelle: Univadis von medscape)

März 2021: Der in Russland entwickelte Corona-Impfstoff Sputnik V wird momentan von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft. Anfang April 2021 wird die EMA Experten nach Russland entsenden, um sich die Ergebnisse klinischer Studien und die Produktionsbedingungen vor Ort anzusehen.

Russland wolle im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 178 Millionen Einzeldosen der russischen Impfstoffe Sputnik V, und die neueren russischen EpiVacCorona und CoviVak herstellen…sagte Russlands stellvertretende Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa, die für die Bekämpfung der Pandemie zuständig ist.


G20-Gipfel der internationalen Gemeinschaft

21.11.2020: – Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vor kurzem beim G20-Gipfel der internationalen Gemeinschaft einen breiten Zugang zu dem in Russland entwickelten Impfstoff „Sputnik-V“ allgemein angeboten. Sein Land unterstütze die Entscheidung des G20-Gipfels, die Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung des Planeten zugänglich zu machen, sagte der 68-Jährige am Samstag bei dem von Gastgeber „Saudi-Arabien“ als Video-Konferenz organisierten Treffen. Russland sei bereit, seine selbst entwickelten Impfstoffe – es sind drei verschiedene – allen „bedürftigen“ Staaten zur Verfügung zu stellen. Es gehe ihm hier zuerst auch um die „humanitäre Seite“…

Nach Sputnik V gibt es nun also bereits einen zweiten Impfstoff gegen Covid-19 in Russland. Der Impfstoff wurde laut Putin im Forschungszentrum „Vektor“ in der sibirischen Großstadt Nowosibirsk entwickelt und trägt den Namen „EpiVacCorona“.
„Soweit ich weiß, haben wir bereits schon einen dritten Impfstoff (CoviVak) in der Entwicklung“, meinte der Kremlchef. Dieses Serum wird derzeit am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften getestet. (Quellen: DAZ= Die Deutsche Apothekerzeitung ist eine unabhängige pharmazeutische Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis)


vfa: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland

LINK: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov


Wie war denn nun bisher der weltweite Status der Impfstoff-Entwicklung?

Gegen Covid-19 sind seit Januar 2020 mindestens 274 Impfstoffprojekte angelaufen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 269 (Aufstellung vom 05.04.2021).

Bis vor wenigen Jahren hätte man von der Virusanalyse bis hin zur Zulassung des Impfstoffs für „konventionelle“ Impfstoffe zirka 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neueste Technologien und auch viel Vorerfahrung durch die Forschung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren (siehe Erläuterung unten) machen nun endlich eine enorme Beschleunigung möglich.

Laut WHO und VfA befinden sich in den letzten Prüfphasen also weltweit viele Impfstoffe, die auf völlig unterschiedlichen „Wirkprinzipien“ beruhen (z. B. DNA, RNA, Protein Subunit oder der besagte Vektor-Impfstoff).


Abgeschwächte „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren

INAKTIVIERT? Da es sich bei diesen Impfstoffen lediglich um abgeschwächte Versionen natürlicher Krankheitserreger handelt, reagiert das Immunsystem wie bei jedem anderen Eindringling und mobilisiert sofort eine Reihe von Abwehrmechanismen, einschließlich Killer-T-Zellen und Helfer-T-Zellen und Antikörper produzierenden B-Zellen (die auf Krankheitserreger abzielen, die an anderer Stelle im Körper lauern könnten, z. B. im Blut).

Diese unsere menschliche Immunantwort setzt sich fort, bis das Virus völlig aus dem Körper entfernt ist, was bedeutet, dass unsere Gedächtniszellen gegen das Virus genügend Zeit haben, sich zu entwickeln. Aus diesem Grund können abgeschwächte Lebendimpfstoffe auch eine sofortige Immunantwort auslösen, die fast so gut ist wie die Exposition gegenüber dem echten Virus, ohne jedoch dabei krank zu werden.

Wie funktioniert das Prinzip der Vektorimpfstoffe?

Replizierende virale Vektoren (wie z.B. das Adenovirus) sind Erkältungs-Viren wie etwa das bekannte Impf-Masernvirus, in deren Genom nun hier ein Gen von SARS-CoV-2 integriert wurde. In der Regel ist dies das Gen für das Spike-Protein. Im Körper des Geimpften infizieren diese Vektorviren dann die Zellen und vermehren sich, wobei sie auch das Spike-Protein von SARS-CoV-2 bilden. In den Antigen-präsentierenden Zellen wird dann das Protein fein zerkleinert und nur winzige „Fragmente“ davon als Antigen den anderen Immunzellen präsentiert, was dann eine sofortige Immunantwort bewirkt. Nicht replizierende Vektoren enthalten ebenfalls ein Coronavirus-Gen, sie können sich aber nicht mehr vermehren. In Körperzellen führen sie dann zur Bildung des Coronavirus-Proteins, was ebenfalls zu einer raschen Immunantwort führt. Virale Impfvektoren sind also immer so konstruiert, dass sie „nicht“ ins Genom der Zielzelle integrieren, um das Risiko einer Insertions-Mutagenese durch die Impfung zu verhindern.


NEUERE FORSCHUNGS-OBJEKTE:
In Planung: Die neue *ORFV-Plattform: Orf-Virus-Vektor

Ein neuer multivalenter Vektorimpfstoff wird zwei verschiedene Antigene des SARS-CoV-2-Virus präsentieren, von denen erwartet wird, dass sie die Immunantwort – der mit dem Impfstoff immunisierten Personen – verstärken. Die Wirksamkeit der *ORFV-Plattform wurde in Tiermodellen zur effektiven Vermittlung von Immunität gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten bereits mehrfach nachgewiesen.

Dr. Ralf Amann, Projektleiter im *ORFV-Labor am UKT (Uni-Klinik Tübingen), sagte: „Angesichts der Dringlichkeit, wirksame Therapien gegen COVID zu finden, ist es zutiefst befriedigend, diese historisch einmalige Gelegenheit zu haben, einen Impfstoffkandidaten von der ORFV-Plattform, an der unsere Labors am UTK seit so vielen Jahren fleißig arbeiten, in ersten klinischen Studien nun endlich zum Menschen zu bringen“ .

(Anm.: *ORFV = PARAPOX-VIRUS – ORF VIRUS (ORFV) – NEW VIRUS VECTOR-PLATFORM- dazu später Ausführlicheres… )


Die in Tübingen neugegründete „PRiME Vector Technologies GmbH“ (PVT) konzipiert hochwirksame Impfstoffe mittels einer innovativen Plattformtechnologie, welche die individuelle Anpassung von Impfvektoren an verschiedenste Anforderungen ermöglicht.

„Prime Vector Technologies“ (PVT) ist in Tübingen ein innovatives Forschungsunternehmen, das Impfstoffe der nächsten Generation auf der Grundlage der neuen ORFV-Vektorplattform entwickelt. Es ist ein durch das Programm „EXIST“ des „Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie“ gefördertes „Corona-Impfprojekt“... Auch international trifft das neuartige Impfstoffkonzept auf breite Aufmerksamkeit.

INFO: Start-up aus Tübingen unterstützt den Kampf gegen Corona:
Die PRiME Vector Technologies GmbH ist ein junges Start-up in der BioRegio STERN Management GmbH.(Universität Stuttgart) , das Impfstoffe nach dem Baukastenprinzip konzipiert. Ihre Plattformtechnologie ermöglicht die individuelle Anpassung von Impfvektoren an verschiedenste Anforderungen. Mittels eines Vektors können genetische Informationen in eine Empfängerzelle transportiert werden. Die auf diesem Wege in die Empfängerzelle eingebrachten genetischen Informationen können im – zum impfenden – Organismus abgelesen werden, um dann als Antigene das Immunsystem zu aktivieren, um den Erreger zu eliminieren.

Anm.: Die PVT-Gründer sind Dr. Ralf Amann, Dr. Ferdinand Salomon und Dr. Melanie Müller. Unternehmensgründer Dr. Ralf Amann: Aktuell nutzt unser Unternehmen, das eine Ausgründung aus der Universität Tübingen ist, die Räumlichkeiten und Labore am Interfakultären Institut für Zellbiologie, Abteilung Immunologie, der Universität Tübingen.

RUBRIK: „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren –
wie schon in meinem anderen parallelen Blog-Artikel berichtet:
„Corona – Fakten aktuell // 4.1 Impfstoff / Wissen“ beschrieben wurde – stehen derzeit in der Forschung im „Mittelpunkt des Interesses“ der folgenden Unternehmen:


„Deutsches Zentrum“ für Infektionsforschung (DZIF) / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz) sowie das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München)


8.1.21: Leider verzögert sich derzeit auch die Entwicklung eines weiteren, neuen Corona-Impfstoffs unter Beteiligung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Impfstoff sei nach dem vorläufigen Ergebnis einer ersten klinischen Studie zwar gut verträglich, aber weniger wirksam als erwartet, teilte das Klinikum mit.

„Da wir uns unserer hohen Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung und eine bestmögliche Schutzwirkung des Impfstoffes bewusst sind, arbeiten wir nun an einer Optimierung des Impfstoffes, um dieses Ziel zu erreichen“, sagte Prof. Marylyn Addo, verantwortliche Prüfärztin der klinischen Studie und Leiterin der Infektiologie des UKE. Der Impfstoff wurde an verschiedenen Universitäten unter dem Dach des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) entwickelt. Das DZIF ist ein Zusammenschluss von insgesamt 35 Forschungseinrichtungen an sieben Standorten, die über die ganze Bundesrepublik verteilt sind.

THE HIDDEN CHAMPION auf dem Weg zum Global Player:

HISTORIE: Das mittelständische Unternehmen IDT Biologika mit Sitz in Sachsen-Anhalt (Dessau-Roßlau) könnte zum größten Impfstoff-Hersteller Europas werden. IDT produziert derzeit Covid-19-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Ein eigener Impfstoff stecke noch in der Entwicklung. Auch der russische Impfstoff „Sputnikkönnte evtl. in Dessau hergestellt werden.

IDT Biologika wurde bereits 1921 gegründet: Das Unternehmen blickt auf eine hundertjährige Geschichte zurück und ist auf dem Weg zum Global Player. Anfang der 2000er konnte das Unternehmen neben den Standorten in Dessau und Magdeburg auch in den USA eine eigene Produktionsstätte errichten. (www.businessInsider)

Das Dessauer Unternehmen IDT BIOLOGIKA hatte schon früh die ersten Impfstoffe für die Tests am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hergestellt. Die erste Studie war bereits im Oktober 2020 gestartet.

IDT Biologika

IDT Biologika hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Virusimpfstoffen, Gen- und Immuntherapeutika spezialisiert. Damit unterstützen sie weltweit biopharmazeutische und Biotech-Unternehmen – wie auch die US-amerikanische Regierung als Mitglied eines Forschungskonsortiums.

AstraZeneca und sein deutscher Herstellungspartner IDT Biologika wollen nun gemeinsam die Produktion fertiger Impfstoffe in Europa bis zum zweiten Quartal 2021 beschleunigen. Mit Blick auf die Zukunft planen beide Unternehmen, in eine Kapazitätserweiterung am Standort von IDT Biologika in Dessau zu investieren und bis zu fünf 2.000-Liter-Bioreaktoren zu bauen, die monatlich „zig Millionen“ COVID-Schussdosen produzieren können. Die neuen Bioreaktoren werden voraussichtlich aber erst Ende 2022 in Betrieb gehen.


Auch – wie oben schon erwähnt – bleibt die Dessauer Pharma-Firma „IDT Biologika“ aussichtsreicher deutscher Mitwettbewerber um den „vektorbasierten“ Corona-Impfstoff, der allerdings wohl erst Ende 2021 zur Verfügung steht. Dazu später mehr…

Die Bundesrepublik unterstützt das Unternehmen „IDT Biologika“, indem sie mindestens fünf Millionen Dosen abkauft und einen Vorschuss zahlt. Das gab Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 23.11.2020 bei einem Treffen mit Konzernspitze und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bekannt. Längst laufen die Tests des Serums. Erst Ende 2021 soll ein beschleunigtes Zulassungsverfahren kommen.


NEUERE VEKTOR-MPFSTOFF-MODELLE?

DIE NAHE ZUKUNFT:
So wird zudem aber auch an weiteren „neuen“ (MVA – basierten) „Vektor“-Impfstoffen derzeit fieberhaft gearbeitet:

Ein aktueller MVA- basierter Vektor-Impfstoff (=Modified-Vaccinia-Ankara-Virus) kommt nun demnächst vielleicht aus Deutschland (siehe auch der neue ORF-Virus weiter unten im Text):
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) (Braunschweig) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE Hamburg / IDT Biologika (Dessau-Roßlau) sind hier an vorderster Front involviert.

Es ist ein MVA-basierter Impfstoff, der bereits seit Oktober 2020 mit Freiwilligen erprobt wird…
Bei dem Vakzine-Kandidaten handelt sich um einen vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelten neuen „Vektorimpfstoff“ gegen SARS-CoV-2, teilte das PEI (Paul-Ehrlich-Institut) mit.


An diesen o.a. deutschen Zentren wird hier z.Zt. mit Hochdruck ein MVA-basierter Impfstoff entwickelt: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA) ist – wie oben im Text schon erwähnt – ein *attenuiertes Pockenvirus, das nun zu Impfzwecken verwendet werden soll. Das Ausgangs-Impfvirus MVA sei bereits schon „vor mehr als 30 Jahren“ an der Universität München entwickelt worden und auch der damals zugelassene Pockenimpfstoff „Imvanex“ sei hiervon abgeleitet worden. Er wurde in Bayern als Pockenvirus-Impfstoff lange schon verwendet und ist nun ein „Vektor“ zur Impfung gegen Nicht-Pockenvirus-Erkrankungen. (Die Pocken gelten ja bekanntlicherweise als „ausgerottet“).
(Anm.: *Attenuiert = Unter Attenuierung oder auch Virulenz- Minderung (Attenuation) versteht man in der Mikrobiologie die gezielte „Verminderung“ der krankmachenden Eigenschaften eines Erreger.

In diesem neuen MVA-Vektorimpfstoff ist die genetische Information für das Spike-Oberflächenprotein des Corona-Virus nun in die genetische Information des Pocken-Impfvirus MVA („modified vaccinia virus ankara“) eingebaut. Der also mit der genetischen Information von SARS-CoV-2 bestückte virale Vektor „MVA“ kann sich nach Injektion nicht im Körper vermehren.
Die eingeschleuste RNA des SARS-CoV-2-Spikeproteins wird im Körper (an der Impf-Einstichstelle im Muskel) zum Bau des Spikeproteins nur kurz benutzt. Das Immunsystem erkennt das fremde Spikeprotein sofort und löst auch sofort eine Immunantwort aus. Angestrebt wird dabei die zeitige Bildung von Antikörpern, bestimmten Zytokinen und T-Zellen für einen anhaltenden Schutz vor SARS-CoV-2. Dass der MVA-Vektorimpfstoff gegen SARS-CoV-2 die gewünschten Immunantworten und eine Schutzwirkung zeige, sei bereits in präklinischen Modellen der Universitäten Marburg und München demonstriert worden, heißt es in der Mitteilung. (www.aerztezeitung.de)

Pandemie-Impfstoffe:

Durch einen geeigneten „Vektor“ kann also sofort die „Immunantwort“ gesteigert werden. Bei der Suche nach Pandemie-Impfstoffen sind „Vektorimpfstoffe“ derzeit prominent vertreten. Die Basis bilden – wie erwähnt – harmlose, schon gut bekannte Viren, deren Genom zusätzlich noch die „Bauanleitung“ für ein Coronavirus-Protein enthält. So wird das „Impfantigen“ von den Zellen des Geimpften selbst produziert. Zwei Impfstoff-Kandidaten (nach diesem Prinzip) sind – wie gesagt – schon in der klinischen Abschluss-Entwicklung III.


Die weltweite Suche geht weiter…

Nach der „englischen“ EMA-Zulassung des Vektorimpfstoffes von AstraZeneca (schwedisch-britischer Pharmakonzern) erfolgte hier nun für die „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“ die USA-Zulassung. Der Gründer und Namensgeber des Unternehmens war der belgische Forscher und Chemiker Dr. Paul Janssen (1926-2003).


AKTUELLES der „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“

COVID-19 Vaccine Janssen (J&J) suspension for injection

JOHNSON UND JOHNSON IMPFSTOFF – sei eine erprobte „AdVac-Impfstoff-Plattform-Technologie“ (z.B. erprobt bereits beim Ebola-Impfstoff). ZIKA,HSV,HIV sind derzeit in der Erprobung. Er wird als „Game-Changer“ derzeit propagiert, da er ein „Single-Shot“-Impfstoff ist.

Am 27. Februar 2021 erteilte die US-amerikanische Food and Drugs Administration (FDA) die Emergency Use Authorization (EUA) für einen Impfstoff, der von der belgischen Firma Janssen Pharmaceuticals von J & J zur Anwendung bei Personen ab 18 Jahren entwickelt wurde.

AMERICA FIRST: Zuerst erfolgte nur die USA Notfallzulassungnun auch durch die EMA im März 2021 für Deutschland.

26.03.2021: Die Zahl der Todesopfer in den USA hat nun deutlich die halbe Million überstiegen: So war recht früh die FDA auch bereit, den Notfalleinsatz eines dritten Impfstoffs für Erwachsene zu genehmigen. Veröffentlicht wurde nun die wissenschaftliche Bewertung des Ein-Dosis-Impfstoffs von Janssen/Johnson & Johnson. Die Wissenschaftler kamen dabei zu dem Schluss, dass dieser nicht nur das Risiko einer schweren Erkrankung bei den Geimpften reduziert, sondern auch das Risiko einer asymptomatischen Infektion um 74 % verringert. (Quelle: https://www.medscape.com/viewarticle/946401). Der Single-Shot-Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson hatte in den USA schon am 28.02.2021 die Notfallzulassung erhalten. Die EMA folgte bald danach: DIE GUTE NACHRICHT:
Am 11. März 2021 hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) entschieden und den Corona-Impfstoffs vom US-Hersteller Johnson & Johnson zugelassen.11.03.2021: Auch die EU-Kommission genehmigte dies nun auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA.


15. März 2021: DER NEUESTE VEKTOR-IMPFSTOFF ist nun auch auf dem Markt:
„Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen-Cilag GmbH“
(Ad26.COV2.S)

Ad26.COV2.S ist zur aktiven Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 indiziert.

Wirksamkeit in klinischen Studien:

  • Insgesamt zeigt der Impfstoff in der Studie NCT04505722 nach 28 Tagen einen zu 66% wirksamen Schutz vor einer moderaten bis schweren COVID-19-Infektion. Das ist das Ergebnis einer großen Phase-3-Studie, die auf drei Kontinenten mit fast 44.000 Teilnehmer durchgeführt worden ist.
  • Die Wirksamkeit im Hinblick auf Schutz vor schweren COVID-19 betrug bei allen Erwachsenen ab 18 Jahren nach 28 Tagen 85%. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe: Schwerwiegende, unerwünschte Nebenwirkungen seien nicht festgestellt worden, erklärte der Mutterkonzern von Janssen: Die US-Firma Johnson & Johnson. Das jetzt zugelassene Präparat war von der Johnson-Tochter „Janssen“ in den Niederlanden entwickelt worden.

„Hier geht es – wie bisher bei allenanderen Corona-Impfstoffen – ebenfalls darum, den menschlichen Körper zur Bildung von Antikörpern gegen das „Spike-Protein“ anzuregen. Dies sind jene „Stacheln“ die dem Coronavirus sein besonderes Aussehen verleihen“…so die Hamburger Infektiologin Marylyn Addo (Uniklinik Hamburg/Eppendorf).

So ist die „Wirkungsweise“ von dem nun neu zugelassenene Impfstoff „Johnson & Johnson“ die gleiche, wie die des Impfstoffs von AstraZeneca, nur dass beide unterschiedliche Trägerviren verwenden: Die
Vektorvakzine (J&J): Adenovirus Typ 26, welcher für das SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein * (Ad26.COV2-S) codiert.

Der „Single-Shot“ mit nur einer Dosis (!): Es werde aber bereits über eine zweite spätere Dosis nachgedacht…
Ad26.COV2.S  nennt sich derzeit noch der Impfstoff von „Janssen-Cilag Internatioal NV“ – Er habe einige Vorteile: Eine EINZIGE Impf-Dosis reiche derzeit schon und er könne im „normalen“ Kühlschrank aufbewahrt werden!

(Quellen: www.aerzteblatt.de)


Johnson & Johnson will die EU aber erst im zweiten Quartal beliefern… (?)

Der US-Impfstoffhersteller Johnson & Johnson wird dieses Jahr eine Milliarde Dosen seines Corona-Impfstoffs ausliefern. „Nächstes Jahr können wir mehr als zwei Milliarden Impfungen schaffen, und sogar bis zu drei, wenn wir die Kapazitäten maximieren“, sagte der Chef-Wissenschaftler Paul Stoffels. 

11.03.2021 – Jens Spahn:
J&J-Impfstoffdosen kämen frühestens Mitte April/Mai 2021: „Die Wahrheit ist, dass nach Angaben von Johnson&Johnson frühestens, und ich sage jetzt ausdrücklich frühestens Ende April mit Lieferungen zu rechnen ist“, sagt Spahn in den ARD-„Tagesthemen. Nun wolle man aber auch „genau wissen“, warum die Impfstoffe nicht vor Mitte April in die EU geliefert werden könnten und warum andere Länder schon deutlich früher beliefert würden… (Quelle: ZDF)


„Johnson & Johnson“-Tochter: Janssen-Cilag GmbH
– VEKTOR-IMPFSTOFF

AD26.COV2-S von Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson (USA): Der US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ist der Mutterkonzern des forschenden belgischen Pharmaunternehmens Janssen mit deutschem „Sitz“ in Neuss/NRW. 

Janssens Vektor-Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen – J&J gewinnt…mit nur einer Spritze.


Erprobtes

JANSSENS VEKTOR-IMPFSTOFF – Ad26.COV2.S :
Die EMA und Janssen stützen ihre Aussage auf eine Untersuchung an Schimpansen, die ersten Ergebnisse der Studie wurden schon recht früh im Juli 2020 im Fachjournal „Nature“ publiziert. Bis vor kurzem lief noch die letzte Phase-III-Studien zur Sicherheit, Immunogenität und Wirksamkeit der vektorbasierten Vakzine… Doch ein Hoffnungsschimmer trotz nicht ganz so positiver Daten? Veröffentlichte Daten im Fachjournal Nature zeigten damals schon, dass der Impfstoff an Primaten (Menschenaffen) einen nur mäßigen Schutz biete.

Ende Januar 2021 erschienen dann die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie (ENSEMBLE). Im Januar 2021 war dann auch die Zwischenanalyse der Phase I/IIa von unabhängigen Experten begutachtet worden und im NEJM erschienen. (Anm.: NEJM= ie Zeitschrift „The New England Journal of Medicine“ ist weltweit eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften).

Die Vektor-Vakzine von Janssen bietet also – wie oben schon erwähnt – einige wichtige Vorteile gegenüber den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna: Eine „einzige“ Impfdosis soll erst einmal genügen, um eine ausreichende Immunantwort zu induzieren. Zudem kann er bei „Kühlschranktemperatur“ aufbewahrt werden. „Günstiger“ ist er auch noch: 8,50 Dollar pro Dosis verlangt J&J – deutlich weniger als BioNTech (14,75 Dollar) und Moderna (18 Dollar).

Ob allerdings die Wirksamkeit des Vektorimpfstoffes an die der anderen mRNA-Impfstoffe auch wirklich heranreicht, muss sich erst noch zeigen. Zumindest was die Sicherheit und Immunogenität angeht, kann das Präparat erst schon einmal überzeugen. (Quelle: DocCheck)

J&J: Einschränkung bei älteren Personen mit Komorbiditäten

Obwohl der Impfstoff im Vergleich zur Gesamtbevölkerung bei Personen ab 60 Jahren mit Komorbiditäten eine „geringere“ Wirksamkeit aufweist, sind in dieser Altersgruppe bisher noch keine Covid-19-Todesfälle und Fälle mit erforderlicher medizinischer Intensivpflege – wie bei AstraZeneca – bisher aufgetreten.
Für Personen ab 75 Jahren sind die Daten laut FDA allerdings nur bedingt aussagekräftig, da sie noch nicht für eine „Wirksamkeitsbewertung“ ausreichen. (Quellen: www.aerzteblatt.de)

*ROLLING REVIEW“ VERFAHREN für JANSSEN`s neuen Vektor-Impfstoff AD26.COV2.S wurde im januar 2021 abgeschlossen. Dieser neue Impfstoff auf Adeno-Vektor-Basis wurde entwickelt von Janssen-Cilag Internatioal NV, einem Unternehmen der Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson (USA).

Anm.: Eilverfahren – *Rolling review = Während die Impfstoff-Prüf-Phase III des Herstellers noch läuft, arbeitet die EMA immer schon bereits alle Forschungsergebnisse aus den Phase II -Studien noch einmal durch. Es ist die letzte Etappe vor dem eigentlichen Zulassungsverfahren. Die Zeit drängt…



Minister Spahn hob hervor, dass mit BioNTech, Curevac und IDT insgesamt drei deutsche Unternehmen derzeit aussichtsreiche Impfstoffe entwickelt haben. „Impfstoffe sind der wichtigste Schlüssel aus dieser Pandemie heraus“, so der Minister. 
 


Auf die neuen „vektorbasierten“ Impfstoffe wird nun im Text nochmals erläuternd eingegangen.

ASTRA-ZENECA – Winter 2020… Als alles begann:

„Vier EU-Länder“ sicherten sich schon früh im Sommer 2020 zirka 300 Millionen diverser Corona-Impfstoffdosen: Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben „den Impfstoff“ bei dem britisch-schwedischen Pharmakonzern „AstraZeneca“ bestellt. In dem nun abgeschlossenen Vertrag geht es um bis zu 400 Millionen Dosen des Impfstoffs, den „AstraZeneca“ gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat... Millionen Dosen, die nun nur noch fraglich für die EU zur Verfügung stehen... America first?

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca, der mit der Universität Oxford zusammenarbeitet, war schon sehr früh am 23. Nov. 2020 der dritte westliche Konzern, der erste positive Impfstoff-Ergebnisse präsentierte.

NEUERE STUDIEN?

Neue Studie ab Januar 2021: Astra-Zeneca mit Sputnik V? Das heißt mit zwei Vektoren nun vielleicht doch erfolgreicher?

JANUAR 2021: In einer neuen klinischen Studie will – wie oben schon erwähnt – der Pharmakonzern Astra-Zeneca, der zusammen mit der Universität Oxford den Vektor-Imfstoff AZD1222 entwickelt, nun aktuell testen, ob die Kombination seines Impfstoffs zusammen mit der „Vektorvakzine Sputnik V“ des russischen Gamaleya-Instituts sicher und immunogen ist. Dieser Sputnik-Impfstoff erhielt bereits sehr früh schon am 11. August 2020 eine Art Notfallzulassung in Russland. Seine Wirksamkeit liege – den „russischen“ Entwicklern zufolge – bei 92 Prozent… (!)

Dezember 2020: Das Unternehmen Astra-Zeneca plant nun also schon für ihre neuere Covid-19-Impfstoff – Charge „AZD1222“ im Januar 2021 eine gemeinsame, völlig „neue“ Studie mit den Entwicklern der russischen Sputnik-V-Vakzine, bei der „beide“ Vektorimpfstoffe kombiniert werden sollen. Das könnte evtl. die Wirksamkeit erhöhen.


Zwischenfälle, Mutanten und Astrazeneca...

Der Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca stößt nun doch – wegen der Mutanten-Minder-Wirksamkeit – auf erhebliche Vorbehalte.

Mutanten-Schutz? Studienergebnisse von ASTRAZENECA hatten offengelegt, dass das Präparat nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der zuerst in Südafrika entdeckten Variante B.1.351 schützt. Bei jungen Erwachsenen lag die Wirksamkeit demnach nur bei 22 Prozent. Daraufhin hatte Südafrika vorübergehend seine geplanten Impfungen mit dem Wirkstoff gestoppt und sie anderen afrikanischen Staaten angeboten.
So haben sich nun die meisten europäischen Länder auch hier von Astra zurückgezogen, es gab hier – wenn auch nur sehr wenige – „Impf-Zwischenfälle“ mit Blutungsneigungen…dazu später Ausführlicheres:

Zusammenhang zwischen AstraZeneca-Impfstoff und Blutgerinnsel nur zufällig? Dies ist von der EMA überprüft worden (15.03.2021)

Bis 10. März 2021 wurden der EMA (nach eigenen Angaben) „nur“ 30 Fälle von „thromboembolischen Ereignissen“ bei fast fünf Millionen mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpften Menschen in der EU gemeldet. Dies sei nicht mehr als statistisch zufällig…und komme auch ohne Impfung in der Bevölkerung vor. Die EMA erklärte bisher nur – unter Berufung auf ihren Sicherheitsausschuss – „dass der Nutzen des Impfstoffs weiterhin die Risiken überwiege und der Impfstoff weiterhin verabreicht werden kann, während die jetzige, sofortige EMA-Untersuchung von Fällen thromboembolischer Ereignisse aktuell weiter fortgesetzt werde“

AstraZeneca-Hersteller hält an Präparat fest.

Der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca betonte, die Analyse von mehr als zehn Millionen Fällen habe „keinerlei Beweise für ein erhöhtes Risiko für eine Lungenembolie oder Thrombose“ ergeben.

AstraZeneca: Mitentwickler Andrew Pollard, Leiter der Oxford Vaccine Group, erklärte, es gebe „sehr beruhigende Beweise“, dass das Vakzin in Großbritannien – bislang sein Haupteinsatzgebiet in Europa – bisher „nicht“ zu einer „Zunahme“ von Blutgerinnseln geführt habe.

DOCH WIE SIEHT ES MIT DER GEFAHR DURCH DAS VIRUS SELBST NACH EINER ANSTECKUNG AUS?

So bestehe „natürlich“ auch eine GENERELLE Gefahr durch das Corona-Virus selbst – bei Ansteckung: Z.B. bei einer Thrombose-Neigung:

Es besteht also bei einer „Ansteckung“ auch durch das Coronavirus selbst bei einer Erkrankung nicht nur bei hospitalisierten COVID-19-Patienten und intensivmedizinisch therapierte Patienten – sondern „bei jeder Infektion“ ein recht hohes Risiko für Thromboembolien (z.B. Sinusvenen-Thrombose im Gehirn!) und nun soll der Impfstoff von Astrazeneca dies auch noch begünstigen? Es gibt hierzu immer mehr Erkrankungsfälle, die dies auch bestätigen… (siehe hierzu den Kurz-Bericht im ersten Abschnitt oben).

Jemand mit einer „erhöhten“ Thromboseneigung (Faktor-V-Leiden-Mutation oder die Pille...) müsse ja vielleicht nicht unbedingt mit AstraZeneca geimpft werden, aber das sei doch noch lange kein Grund, die AstraZeneca-Impfung ALLEN ANDEREN vorzuenthalten…meinten bisher die Experten (RKI). Zur Not müsse man im Vorfeld eine individuelle – nicht von Sensationsmedien geprägte – sondern professionelle, medizinische Aufklärung jedem anbieten. Würden die Hausärzte impfen, wäre vieles deutlich einfacher… denn die kennen ja ihre Patienten genau.(Quelle: SPEKTRUM.DE – Lars Fischer und Esther Megbel 17.03. 2021)

Hoher Schutz durch Antikoagulatien (Gerinnungshemmer)

WICHTIG ZU WISSEN: Dagegen scheint eine vorbestehende Antikoagulantien (z.B. DOAK oder NOAK) – Therapie der Entstehung von Thrombosen bei einer COVID-19-Erkrankung von Beginn an tatsächlich entgegenzuwirken.
Anm.: Antikoagulantien sind Medikamente zur Hemmung der „Blutgerinnung“: Dies wird als Antikoagulation bezeichnet.


AstraZenca – Nebenwirkungen

24.03.2021: Schwer wiegende Nebenwirkungen nach allgemeinen Corona-Impfungen seien weiterhin die absolute Ausnahme. Das schrieb das für die Impfstoff-Sicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einem Bericht noch am 24.03.2021. Pro 10 000 Dosen, die verabreicht wurden, habe es bisher drei Meldungen über den Verdacht auf eine schwer wiegende Komplikation der Impfung und 22 Meldungen über einen Verdacht auf allgemeine Nebenwirkungen gegeben. Prozentual – also im Verhältnis zu den verimpften Dosen – wurden damit nach Impfungen mit AstraZeneca weniger schwere Verdachtsfälle gemeldet, als bei den beiden anderen Vakzinen. Bei den meisten Betroffenen bestanden laut PEI „zum Teil multiple Vorerkrankungen“. (Tagesschau-Tagesspiegel: Stand: 24.03.2021)

30.03.2021:
DIE MEINUNG HINSICHTLICH DIESER NEBENWIRKUNGEN HAT SICH NUN WOHL DEUTLICH IN DEUTSCHLAND GEÄNDERT:

Aktuelles hierzu schon weiter oben im Text…


Die Mutanten… Impfstoff-Wirksamkeit?
Impfstoff-Optimierung bei AstraZeneca geplant?

Impfstoff neuerer Generation in Sicht? AstraZeneca und die University of Oxford werden – hinsichtlich der neuen Mutationen – nun ihren Impfstoff so optimieren, dass er auch zusätzlich auf Virusvarianten mit Mutationen abzielt, die z.B. der südafrikanischen Version mit dem Namen B.1.351 ähneln…. und das wird wohl noch dauern… (Quelle: FIERCE pharma)


Auch hier wurde bereits 2020 von Astra-Zeneca also ein Vektor-Impfstoff entwickelt, der derzeit also – wegen der Mutanten – noch „verbessert“ werden soll. Wie oben schon ausführlich erwähnt: Es handelt sich (bei dem Vektor- Impfstoff) um ein einziges abgeschwächtes, für den Menschen (per se) harmloses Adeno-Virus, das ausschließlich als Transportmittel (Vektor) für einen „ungefährlichen“ Teil der Erbinformationen des Coronavirus dient.

Um es nochmals zu betonen: Vektor-Impfstoffe enthalten also nur den „Bauplan“ für sog. Antigene (Proteine), die das Immunsystem aktivieren…ähnlich wie dann (s.u.) die anderen neuen mRNA-Impfstoffe: Hier werden also keine „Krankheitserreger“ für die Immunisierung benötigt. Es wird eine natürliche Infektion mit dem Virus nur „simuliert“ und sofort danach beginnt die Zelle mit der Abwehrreaktion, die – mit der Produktion von Antigenen (Proteine) – dann eine Immunantwort auslöst. Mit dieser Methode sei also prinzipiell keinerlei Infektionsrisiko verbunden.

Der von Astra-Zeneca eingesetzte Wirkstoff AZD1222 (als Vektor) beruht „NUR“ auf der abgeschwächten Version eines harmlosen Adeno – (Erkältungs) – Virus von Schimpansen. Dieses enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Und unser Körper reagiert dann sofort mit einer Immunantwort. Das Mittel wirke dann zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern, als auch von „T-Zellen“ fördern – beide sind für die Immunabwehr sehr wichtig.

Ein großer Vorteil des AstraZeneca-Impfstoffs: Er kann den Angaben zufolge auch bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad aufbewahrt werden.

Der Nachteil:

Bei dem Impfstoff von Astra-Zeneca besteht – wie oben schon erwähnt – z. Zt. der Nachteil, dass sich – bei „zwei“ vollen Dosen Impfstoff (im Abstand von mehreren Wochen) doch nur eine recht schwache Wirkung von 62 % sich zeigt…(Biontech/Pfizer zeige zirka 95%).
Wegen eines „Fehlers“ in der Wirksamkeitsstudie ist der Wert – der mit von AstraZeneca noch mit 90% angegeben wurde – deutlich unsicherer als bei den anderen beiden mRNA-Impfstoffen (z.B. BioNTech etc.). Fehler…über Fehler?

Diese nicht unerhebliche Diskrepanz wird also – wie berichtet – derzeit noch weiter erforscht… gemeinsam wohl eben mit den russischen Forschungsstellen.

TATSACHE: Bei den beiden mRNA Impfstoffen (BioNTec und Moderna) seien nur „symptomatische“ Teilnehmer der Studie mittels PCR untersucht worden. Bei der Studie von AstraZeneca hingegen ALLE Probanden (damals aber allerdings leider nur bis 55 Jahre).

Aufgrund des unterschiedlichen Studiendesigns kann man, meiner Meinung nach, noch gar keine Aussage treffen, welcher Impfstoff hier besser oder schlechter ist

So kann man aber doch schon für AstraZeneca (Vektor-Impfstoff) heute eine Evidenz für die Reduktion der „Infiziertenrate“ und nicht nur wie bei BioNTech und Moderna (mRNA-Impfstoffe) bezüglich der Reduktion von „schweren“ Verläufen einer Infektion konstatieren. Was besser ist? Das ist hier derzeit wirklich die Frage…
Einiges ist recht „undurchsichtig“ und mir auch noch völlig unklar:
Es ist – meiner Ansicht nach – doch recht verwunderlich, dass AstraZeneca überhaupt nicht auf die „Abnahme der Wirkung“ des Impfstoffes bei zweiter Impfung eingeht bzw. auch Konsequenzen daraus zieht… was beim russischen „Sputnik-Impfstoff“ – der für beide Impfungen „zwei“ verschiedene humane Erkältungsviren als (zwei) Vektoren benutzt – offenbar nicht der Fall ist. So ist inzwischen vielleicht auch die neueste Kooperation von Astrazenica im Januar 2021 nun „mit den Russen“ zu erklären...?

Sicher wird es mit der Astrazenica Auslieferung der geplanten 400 Mio. Impfstoff-Dosen – die der britische Konzern mit der EU bereits vereinbart hatte – wohl doch noch etwas dauern… die bisherigen „Ausreden“ : „sie könnten nicht liefern…“ sind jedenfalls recht durchsichtig… für England jedenfalls galt dies bereits im Januar 2021 nicht… sie wurden ausreichend beliefert… Britain first…

„Das Abkommen stelle aber auf jeden Fall sicher, dass „später“(?) hunderte Millionen von „Europäern“ noch korrekten Zugang zu dem Impfstoff der Universität Oxford haben werden“… erklärte noch Ende letzten Jahres der AstraZeneca-Chef Pascal Soriot (*1959). Wann ist „später“? Bisher habe sich diese Zusage jedenfalls noch nicht erfüllt… „Man werde nun schon einmal rasch beginnen, auch eine neue Produktion in Europa aufzubauen“ … meinte er kürzlich. SORIOT ist seit Oktober 2012 Geschäftsführer des multinationalen Pharma-Unternehmens AstraZeneca... (Quelle: Tagesspiegel)

07.04.2021: Wie wir heute wissen, kam dann alles anders…


DIE PHARMA-FORSCHUNG:
Unterstützende Forschung weltweit

Bei der Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe haben mehrere Unternehmen ausdrücklich Zusammenarbeit angeboten. So hat *GSK seine Adjuvantien (das sind wirkverstärkenden Impfstoffkomponenten) allen Unternehmen angeboten, die sie für ihre Impfstoffe gebrauchen können. Daraus sind eine ganze Reihe von Kooperationen hervorgegangen. Anm.: Die *GSK = GlaxoSmithKline plc. ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London.

Es gibt derzeit als Beispiel auch noch einige andere „aktuelle, vielversprechende Forschungs-Projekte“ bei folgenden Unternehmen und Instituten:

Bayer (Leverkusen), Merck (Darmstadt), Vibalogics (Cuxhafen), CEVEC Pharmaceuticals (Köln), Richter-Helm BioLogics (Hamburg) – Tropeninstitut der Universität Tübingen – im dänisch-niederländisch-deutschen PREVENT-nCoV-Konsortium, das einen Totimpfstoff entwickelt. Und die Universität Gießen – im Open-Corona-Konsortium (Führung: Karolinska-Institut, Schweden), Produktion von DNA-Material für Inovio (USA),

Deutschland zählt international zu den Ländern mit besonders vielen Projekten für Impfstoffe gegen Covid-19. Außerdem wirken viele (hier nicht aufgezeigte) Unternehmen und Forschungsinstitute unterstützend bei der Impfstoffentwicklung und -produktion mit: Trotz einiger Pannen ist Deutschland in der Krise derzeit sehr gut aufgestellt. Ob die aktuell geplanten Maßnahmen aber ausreichen und ob hier das erforderliche Budget zu dieser Mammut-Aufgabe passt, muss sich erst noch zeigen.


Neuere IMPFSTOFFE – Zukunftspläne:

Derzeit werden am Universitätsklinikum Tübingen neue Pläne konkret verfolgt, einen Vektorvirus-Impfstoff (mit Sednaviren) gegen Covid-19 zu entwickelt, der als „Nasenspray“ verabreicht werden kann. Die Projektleiter rechnen aber mit mindestens vier Jahren Entwicklungszeit bis zu einer möglichen Zulassung; und das auch nur, wenn für das Projekt eine Finanzierung gefunden werden kann.


RKI: Wirksame Coronavirus-Impfstoffe FÜR ALLE (!) werden ausreichend wohl erst Mitte/Ende 2021 verfügbar sein.


MODERNA… ist nun seit dem seit 6. Januar 2021 in der EU zugelassener Impfstoff

mRNA-Impfstoffe: Moderna wurde bereits 2010 unter dem Namen „ModeRNA“ in den USA gegründet.

Die Hersteller-Firma „ModeRNA“, Inc. ist ein in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässiges Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln auf der Basis von Messenger-RNA (mRNA) konzentriert hat. Schon im Januar 2020 kündigte Moderna die Entwicklung eines Impfstoffs zur Hemmung der COVID-19 Viruserkrankung an…fast ein Jahr harte Forschungsarbeit: Nun ist es endlich soweit.

06/01/2021: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Wir stellen den Menschen in Europa noch mehr COVID-19-Impfstoffe zur Verfügung. Mit dem Moderna-Impfstoff, dem zweiten nun in der EU zugelassenen Impfstoff, bekommen wir weitere 160 Millionen Dosen….Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich aber im Moment noch nicht beantworten“.

Am schnellsten schon im letzten Jahr 2020 mit Erfolgsmeldungen war bisher das amerikanische Biotech-Unternehmen „Moderna“. Mitte März 2020 begann bereits die erste klinische Studie mit dem Impfstoff mRNA-1273 an 45 gesunden Freiwilligen. Zwei Monate später (Mai 2020) meldet das kleine Unternehmen „vielversprechende Ergebnisse“. Das Biotech-Unternehmen, das mit dem „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zusammenarbeitet, hatte bereits im Juli 2020 mit der „Phase 3“ der Studie begonnen. Dann sollte mit mindestens 10.000 Teilnehmern die Wirksamkeit nachgewiesen werden.

ACHTUNG-WICHTIG für Impfärzte:
Die MODERNA-Impfung ist strikt intramuskulär (i.m.) und keinesfalls intradermal, subkutan oder intravaskulär zu verabreichen.

MODERNA (mRNA-1273) ist derzeit einer der erfolgversprechenden „genbasierten“ Impfstoffe, die den synthetisch hergestellten Bauplan eines kleinen Teils von Sars-CoV-2 verabreicht. Die Körperzellen selbst bilden dann Proteine, die der Hülle des Virus ähneln. Auf diese reagiert dann wiederum das Immunsystem sofort und produziert entsprechend Antikörper….

Die mRNA-Impfstoffe: Der innovativste Ansatz derzeit… MODERNA

Genbasierte Impfstoffe sind die neuen wirklichen Hoffnungsträger…Die mRNA-Vakzine des US-Unternehmens „Moderna“ schütze sogar zu 94,5 Prozent und wirke gut bei „Älteren“... allerdings bevor sich die neuen Mutationen ausgebreitet hatten…
Das zugelassene Vakzin wirke auch gegen die englische und südafrikanische Mutante, allerdings bei Älteren etwas schwächer.

NEWS: Moderna gab Ende Februar 2021 bekannt, dass das Unternehmen die Herstellung eines variantenspezifischen Impfstoffkandidaten mRNA-1273.351 gegen die Variante B.1.351 abgeschlossen habe und diese nun für eine klinische Phase-I-Studie bereitgestellt werden. Getestet wird ein variantenspezifischer Booster-Kandidat, mRNA-1273.351, basierend auf der B.1.351-Variante, die erstmals in der Republik Südafrika identifiziert wurde, bei einer Dosis von 50 µg und ein multivalenter Booster-Kandidat, mRNA-1273.211, der mRNA-1273 mit mRNA-1273.351 in einem einzigen Impfstoff mit einer Dosis von 50 µg kombiniert.

Zur Sicherheit passe „Moderna“ den Wirkstoff nun an. „Moderna“ starte nun ein klinisches Programm zum Bau eines verbesserten (Booster-) Impfstoffs, der als sogenannte Auffrischung verabreicht werden könnte. ( Quelle: 25.01.2021- Handelsblatt.de)

Covid-19 Vaccine Moderna (von ModernaBiotech) mRNA-1273:
Moderna wird – ebenso wie auch die anderen Impfstoffe – in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind – wie üblich – zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis wird 4 Wochen nach der ersten gegeben. Neben Gesunden nahmen hier bei MODERNA auch bei den klinischen Prüfungen Personen mit leichteren Erkrankungen oder chronischen Krankheiten teil. Unter letzteren waren auch Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes oder COPD, bei denen das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 erhöht ist. Es nahmen etwa gleich viele Frauen und Männer teil. Die Teilnehmenden waren zwischen 18 und 95 Jahren alt. Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam. (Quelle: www.aerztezeitung.de)

BOOSTER-Impfstoffe gegen Mutanten – die Zukunft?

26.02.2021: Univadis  from medScape: Aktuell hat Moderna die Herstellung einer neueren Version seines Impfstoffs nun abgeschlossen, die eine Infektion durch die Virus-Variante B.1.351 verhindert: Eine Variante, die erstmals in Südafrika identifiziert wurde. Das Unternehmen schickte eigenen Angaben zufolge Dosen dieses mRNA1273.351Booster-Impfstoffs zunächst erst einmal an die National Institutes of Health zur Evaluierung in einer klinischen Studie. Noch ist es nicht soweit mit einer Zulassung… das dauert Monate….


mRNA-Impfstoffe: FRANKREICH und SANOFI….? TOP oder FLOP?

Corona-Impfstoff Sanofi – Frankreich wartet auf den eigenen Impfstoff…einen adjuvantierten proteinbasierten Impfstoff:

Corona-Impfstoff Sanofi – Frankreich wartet auf eigenen … (avalanches.com › dlf_coro1195846_07_01_2021)

Auch der französische Pharmakonzern Sanofi galt lange als mögliche große Hoffnung bei der Impfstoffentwicklung gegen Covid-19. Der Konzern entwickelt gleich zwei Impfstoffe: Einer basiert ebenfalls auf der mRNA-Technologie. Allerdings wird er bisher noch nicht an Menschen getestet.
Ein weiterer Impfstoff basiert auf viralen Proteinen und funktioniert ähnlich wie der Grippe-Impfstoff Flublok.

Im Dezember 2020 hatte bereits der französische Pharmakonzern Sanofi Probleme bei der Impfstoffforschung eingeräumt. Das Mittel von Sanofi soll nun frühestens Ende 2021 bereitstehen.

GSK (GlaxoSmithKline)

Sanofi/GSK: Schon im September 2020 hatte die EUKommission einen Vertrag mit den Pharmakonzernen aus Frankreich und Großbritannien geschlossenDoch bei der Entwicklung des Impfstoffs gab es erhebliche „Rückschläge“. Die Hersteller erwarten nun eine frühestmögliche Verfügbarkeit im vierten Quartal 2021. Sollte das Mittel zugelassen werden, könnten die EU-Staaten (evtl. Ende des Jahres) bis zu 300 Millionen Dosen aufkaufen.

19.03.2021: Bislang lief es – wie schon beschrieben – für Sanofi bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs nicht gut. Mitte Dezember teilte der Konzern mit, dass es bei dem gemeinsam mit GlaxoSmithKline (GSK) entwickelten Impfstoff eine unzureichende Immunreaktion bei älteren Personen gab. Daraufhin wurde der rekombinant hergestellte adjuvantierte proteinbasierte Impfstoff verbessert. Aktuell wird die Vakzine erneut geprüft.
Nun will auch der Pharmariese Sanofi doch noch einen solchen Impfstoff auf den Markt bringen. Gemeinsam mirt dem US-Partner Translate Bio wird ein mRNA-Impfstoff entwickelt. Die klinische Prüfung wurde nun gestartet.

Enttäuschende Zwischen-Ergebnisse gab es „bei ersten wichtigen Tests“… vermeldeten „Sanofi und sein britischer Partner GSK (GlaxoSmithKline) schon im Dezember 2020. Der Impfstoff-Kandidat führte bei älteren Erwachsenen zu einer viel schwächeren Immunisierung als bei jüngeren. Er verfehlt also die gewünschte Wirkung genau bei der Gruppe, die am meisten gefährdet ist. Auch aus den französischen und britischen Labors hieß es: Der Impfstoff enthalte wohl zu wenige Antigene. Sanofi und GSK wollen das nun bei einer neuen Testreihe, die im Februar 2021 begonnen wurde, ändern. Wenn dann alles gut läuft, könnte ein Impfstoff gegen Ende dieses Jahres 2021 verfügbar sein…

Weit abgeschlagen hat Frankreich gerade mal im Land ein paar tausend Impfungen bisher vollzogen…  Alles dreht sich nun darum, dass die Impfungen durch Stoffe anderer Hersteller, die nun auf dem Markt sind, in der Praxis viel zu langsam vorankommen. Dabei ruhte auf Sanofi, dem einzigen französischen Pharma-Giganten, der weltweit agiert, auch jede Menge Hoffnung.


NEWS:

Valneva: Mitte Januar 2021 schloss die „EU-Kommission“ Sondierungsgespräche mit dem französischen Biotech-Unternehmen ab. Der geplante Vertrag sieht den Kauf von bis zu 60 Millionen Dosen vor. Nach Angaben der EU-Kommission entwickelt Valneva einen „klassischen“ Impfstoff mit inaktivierten Viren.

Anm.: Das hier noch relativ unbekannte Unternehmen Valneva (Lyon) ging 2013 aus einer Fusion des französischen Biotech-Hersteller „Vivalis“ mit dem österreichischen Biotech-Unternehmen „Intercell“ hervor.


Experten sind sich einig, dass nur EIN wirksamer COVID-19-Impfstoff die Pandemie beenden wird. Erstaunlich ist, wie diese Pandemie die Entwicklung von neuen „Impfstoffplattformen“ beschleunigt hat, die sich von klassischen Impfstoffen total unterscheiden. Diese heute neuartigen Plattformen können auch vor allem auch die Reaktionszeit verlängern, wenn in Zukunft immer wieder neuere Viren auftreten.

NEUESTE „VEKTOR“ IMPFSTOFF-VERSUCHE für die Zukunft:

Impfstoffe der zweiten Generation aus Deutschland in der Forschung – Excellente Wissenschaft für die spezielle Plattformtechnologie„Immunmodulatoren“… Was das Konzept von dem der zahlreichen Mitbewerber im Rennen um einen COVID-19-Impfstoff unterscheidet, ist das zugrundeliegende Baukastensystem. Damit können Vakzine auf der Basis eines speziellen viralen Vektors, dem Parapoxvirus Ovis, auch Orf-Virus (ORFV) genannt, individuell kombiniert werden. 
Dr. Ralf Amann, CEO des Unternehmens und Gruppenleiter in der Abteilung Immunologie des Universitätsklinikums Tübingen, erklärt: „Das Orf-Virus hat den Vorteil, dass es ein großes eigenes Genom besitzt, in dem man die genetischen Informationen von mehreren Antigenen gleichzeitig unterbringen kann. Für die Nutzung als Impfvektor wurde es attenuiert, also abgeschwächt, und kann deshalb bedenkenlos als Shuttle für den geplanten Impfstoff eingesetzt werden.“ (www.aerzteblatt.de)

TÜBINGEN

Orf-Virus-Vektor (ORFV)? Noch Zukunftsmusik? Mit dieser neuen Generation an Impfstoffen sollen die zwischenzeitlich am weitesten verbreiteten „SARS-CoV-2-Varianten“ direkt angegriffen werden: Neuere virale „Vektoren“ – eine Zusammenarbeit von drei renommierten Firmen (PVTABLUKT):
Ein multivalenter Vektor-Impfstoff ist hier vielversprechend derzeit in der Entwicklung. Der Impfstoffkandidat von PVT (Prime Vector Technologies) könnte gegen Ende 2021 in den Zulassungsprozess kommen.
Anm.: Die Prime Vector Technologies GmbH (PVT) hat sich 2019 aus der Abteilung Immunologie der Universität Tübingen ausgegründet. Sie entwickelt auf Basis eines viralen Virusvektor Plattformtechnologie innovative Impfstoffe der nächsten Generation.

ABL Europe, das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) und Prime Vector Technologies (PVT) entwickeln gemeinsam einen neuen Impfstoff der zweiten Generation gegen COVID-19.


ANM.: Die ABL Europe ist die europäische Tochtergesellschaft von ABL, Inc. – ein führender CDMO und CRO, der jahrzehntelange bahnbrechende wissenschaftliche und produktionstechnische Expertise nutzt, um die Entwicklung innovativer Therapien und Impfstoffe voranzutreiben. ABL, Inc. — ist eine Tochtergesellschaft des französischen Bioindustriekonzerns Institut Mérieux.


Der neue multivalente „Vektorimpfstoff“ wird zwei verschiedene Antigene des SARS-CoV-2-Virus präsentieren (wie bei dem „russischen“ Impfstoff – wie oben erwähnt), von denen erwartet wird, dass sie die Immunantwort der mit dem Impfstoff immunisierten Personen wirklich deutlich verstärken. Die Wirksamkeit der „ORF-V-Plattform“ wurde bereits in Tiermodellen zur effektiven Vermittlung von Immunität gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten bereits mehrfach nachgewiesen. Das Forscherteam entwickelte dafür eine spezielle, neue Plattformtechnologie, die den Orf-Virusvektor (ORF-V) als „Immunmodulator“ verwendet. Dieser kann dann zur Prävention gegen Infektionskrankheiten eingesetzt werden.

Dr. Ralf Amann, Projektleiter im ORFV-Labor am UKT, sagte: „Angesichts der Dringlichkeit, wirksame Therapien gegen COVID zu finden, ist es zutiefst befriedigend, diese historisch einmalige Gelegenheit zu haben, einen Impfstoffkandidaten von der ORFV-Plattform, an der unsere Labors am UKT schon seit so vielen Jahren fleißig arbeiten, in erste klinische Studien am Menschen zu bringen.“ 

Anm.: Das Parapoxvirus ovis, Orf-Virus oder Schafpockenvirus ist ein Virus aus der Gattung Parapoxvirus der Pockenviren (Poxviridae).

(Quellen: www.aerzteblatt.de)

Näheres und Hintergründe zur Entwicklung der vielversprechenden neuen Orf-Virus- (ORF-V-) Vektor-Plattform nun hier:


Europäische Impfstoffentwicklung im „maßgeschneiderten“ Design auf der Grundlage von innovativen Vektor-Plattformen:

Frankreich, 6. November 2020 /PRNewswire/ – Die drei renommierten Firmen sind: Das Universitätsklinikum Tübingen (UKT), ein Zentrum für Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre, Prime Vector Technologies „PVT“ ein Biotech-Startup, das sich auf die Entwicklung viraler, vektorbasierter Impfstoffe konzentriert. Die ABL Europe (ABL), a global Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) – ist eine globale Organisation für Auftragsentwicklung und -herstellung (CRO):

Die ABL gab bekannt, dass sie nun einen Entwicklungsvertrag unterzeichnet haben: ABL wird den COVID-Impfstoffkandidaten von UKT in Vorbereitung auf klinische Studien entwickeln und auch herstellen.

ABL Europe ist also die europäische Tochtergesellschaft von ABL, Inc. , die wiederum eine Tochtergesellschaft des französischen Bio-Industriekonzerns Institut „Mérieux“ ist und schon jahrzehntelange bahnbrechende, wissenschaftliche und produktionstechnische Expertise nutzt, um die Entwicklung innovativer Therapien und Impfstoffe voranzutreiben. Hört sich kompliziert an, ist aber für das wissenschaftlich excellente „Dreiergespann“ SICHER machbar… einfach genial…

Der Impfstoff wird unter Verwendung eines proprietären (herstellergebundenen) Orf-Virus (ORFV) entwickelt: Eine neuartige, vielversprechende „Vektorplattform“ für individualisierte Impfstoffe…

Diese Entwicklungsarbeit wird vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Berlin) finanziert und vom UKT in enger Abstimmung mit dem deutschen PEI = Paul-Ehrlich-Institut (in Langen/Hessen) geleitet. 

Verschiedene Trägerviren kommen als replizierende virale Vektoren in Frage, darunter das Impfmasernvirus, das Pferdepockenvirus, ein attenuiertes Influenzavirus, VSV und das Schafpockenvirus (Orf-Virus). (Anm.: VSV=Vesikuläres Stomatitis-Virus)
Ein schon länger zugelassener, erfolgreicher Impfstoff auf Basis dieser Plattform ist bereits der bekannte Ebola-Impfstoff VSV-ZEBOV (Ervebo®), in dem das Glykoprotein G des VSV einfach gegen das Ebola-Glykoprotein ausgetauscht wurde.
Anm.: Ein prominentes Beispiel hierfür ist aktuell der Impfstoff VSV-ZEBOV, ein auf dem Vesikulären Stomatitis-Virus (VSV) beruhender Ebolavirus-Impfstoff, welcher derzeit zur Bekämpfung der Ebolavirus-Epidemie im Kongo – mit Erfolg eingesetzt – einen sehr wichtigen Beitrag in dem Land leistet. Neben Ebola sind es vor allem weitere Viren, gegen welche Vektor-basierte Impfstoffe entwickelt werden. Hierzu zählen HIV, weitere Filo-Viren (Marburg), Corona-Viren (SARS/MERS) und Flavi-Viren (z. B. Zika-Virus).
Seit 2015 wird in Endemiegebieten mit Erfolg zudem die poly­valente Dengue-Virus-Impfung Denvaxia® eingesetzt, die auf einem genetisch modifizierten, attenuierten Gelbfieber-Virus basiert.

Die wiederholte erfolgreiche Erprobung des VSV-ZEBOV-Impfvektors im Ost-Kongo zeigt, dass Vektor-basierte Impfstoffe bereits jetzt imstande sind, einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung von gefährlichen Epidemien zu leisten. Das genaue Zusammenspiel zwischen Impfvektor, der Sequenz und Struktur des kodierten Impfantigens, der angeborenen und daraus resultierenden adaptiven Immunantwort und des Immungedächtnisses ist momentan Gegenstand intensiver Forschung. In der Zukunft sollte es deshalb möglich sein, durch „maßgeschneidertes“ Design auch Impfstoffe für „schwierige“ Pathogene zu entwickeln. (Quelle: Trilium.de > Aus der Klinischen Forschung > Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen) Trillium-Immunologie.


GLOBALE GEFANGENSCHAFT

Zusammenfassung:
Renommierte europäische Pharma: UKTPVT-ABL

Das Start-up Prime Vector Technologies „PVT“ Unternehmen entwickelte (mit *ABL Europe und der *UKT) nun einen COVID-19 Impfstoff der „zweiten“ Generation. Das Start-up Prime Vector Technologies „PVT“ aus Tübingen konnte damit auch aktuell unter Beweis stellen, wie wertvoll „wissenschaftliches“ Potential in Deutschland perfekt genutzt werden kann.
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Mit dieser neuen Generation an Impfstoffen werden die zwischenzeitlich am weitesten verbreiteten „SARS-CoV-2-Varianten“ direkt angegriffen. Zudem werden neben einer möglichst starken und breiten Antikörperbasierten Immunantwort SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen vom Körper selbst gebildet. Damit wird auch der Schutz (bei etwaigen Mutationen) des Virus erhöht. (Quelle: BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).

Siehe auch – wie oben im Text schon erwähnt – Infos zu einem „ähnlichen“ MVA- basierten Vektor-Impfstoff (=Modified-Vaccinia-Ankara-Virus), der ebenso wie die „Orf-Vaccine“ in Deutschland derzeit ebenso noch in der Erprobungsphase ist.

Bei MVA-SARS-2-S handelt es sich um einen Corona-Impfstoffkandidaten der Ludwig-Maximilians-Universität München.Der zukünftige Impfstoff basiert auf einem modifizierten Vaccinia-Virus-Ankara (MVA) -Vektor, der das SARS-CoV-2-Spike-Protein exprimiert. Aktuell läuft erst eine klinische Phase-I-Studie (NCT04569383) an 30 Probanden…


Anm.: *ABL, Inc. ist auch in den USA vertreten: Globales US-Hauptquartier: ABL, Inc.: 9800 Medical Center Drive, – Rockville, MD 20850, USA. Vereinigte Staaten. (Rockville ist die viertgrößte Stadt im US-Bundesstaat Maryland = Teil der Metropolregion Baltimore – Washington).

IN DEUTSCHLAND setzen ganz aktuell nun „zwei“ Biotech-Unternehmen auf diese – andere möglicherweise „revolutionäre“ – Impfung mit den neuesten sog. mRNA-Impfstoffen:
NÄHERES ZU DEN NEUEN POTENTIELLEN „ERFOLGSMODELLEN“:


CUREVAC`s neues Erfolgsmodell… der Nächste?
„Genbasierter Impfstoff“ (mRNA)

Curevac hatte im Dezember 2020 schon in Aussicht gestellt, die klinischen Studien bis spätestens Mitte des Jahres 2021 abschließen zu können. 

November 2020: Curevac, dass im Jahr 2000 aus der Universität Tübingen heraus entstanden ist und 500 Mitarbeiter beschäftigt, hatte nach der Mainzer Firma BioNTec als „zweites“ deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie des „neuen“ Impfstoffes bekommen.

Der Tübinger Infektiologe Prof. Dr. Peter *Kremsner (*1961) prüft derzeit den Corona-Impfstoff von Curevac: Allerdings zeige sich auch hier eines deutlich: „Die Abwehrreaktion im Körper hänge entscheidend von der Dosis ab.“

NEWS bei mRNA-Impfstoffen von CUREVAC:

Auch Katar stieg schon früh beim Impfstoffentwickler „Curevac“ ein:

Der „Tübinger“ Impfstoffentwickler „CureVac“ hat  nach dem britischen Pharmakonzern „GlaxoSmithKline“ (GSK) und dem Bund – einen „dritten“ Großinvestor an Land gezogen: Dieser „katarische“ Staatsfonds QIA und eine Gruppe bestehender und „neuerer Investoren“ haben sich an der Firma beteiligt, teilte das Unternehmen mit.

„Corona-Viren mutieren zwar etwas weniger stark als Grippeviren, deshalb könnte es schon sein, dass ein Impfstoff nicht nur saisonal wirksam ist“, sagt *Kremsner. Allerdings deute aber auch vieles darauf hin, dass hier auch mindestens zwei Impfdosen nötig sind, um eine Immunität aufzubauen. Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte ein Impfstoff mindestens eine Wirksamkeit von 50-60 Prozent betragen, bevor er zugelassen wird, erklärt er. „Das ist schon eine Menge.“ Auch die Wirksamkeit der „Grippeimpfung“ liegt lediglich zwischen 60 und 70 Prozent.
Anm.: Infektiologe Prof. Dr. Peter *Kremsner (*1961 in Wien) arbeitet seit über 20 Jahren am Tübinger Tropeninstitut, das er inzwischen leitet. Der vielfach ausgezeichnete Virusspezialist leitet nun ebenso die erste klinische Studie mit dem Corona-Impfstoffkandidaten der Firma CureVac aus Tübingen.

Das Curevac-Unternehmen hat nach eigenen Angaben (in den ihm gehörenden großen Tübinger Anlagen) auch vor allem die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.

Auch „der Bund“ stieg schon früh über die Förderbank (KfW) bei der Tübinger Firma ein, damit die Entwicklung des CUREVAC-Corona-Impfstoffes drastisch beschleunigt werden soll… das Mittel soll nun doch evtl. schon „Mitte 2021“ zur Verfügung stehen. Ein vielversprechendes NOVUM…

„CUREVAC“ ist ein börsennotiertes biopharmazeutisches Unternehmen mit rechtlichem Sitz in den Niederlanden und Zentrale in Tübingen.

Produktion

Der Münchner Chemiekonzern Wacker will noch in diesem Frühjahr 2021 mit der Auftragsproduktion des Corona-Impfstoffs für das Biotech-Unternehmen Curevac beginnen. Die Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) werde bis Anfang Mai erwartet, sagte der designierte Vorstandschef Christian Hartel am Dienstag in München. Curevac selbst rechnet allerdings mit einer Zulassung seines Corona-Impfstoffs bis Ende Juni. Grund ist nach Auskunft des Curevac-Sprechers Thorsten Schüller vom Dienstag, dass die Corona-Varianten Einfluss hätten auf die Analysen der letzten klinischen Studie. Bis Juli soll die Produktion von Wacker allerdings auf die volle Kapazität von 100 Millionen Impfdosen pro Jahr erhöht werden. Auch der Chemie-Konzern Bayer hatte Anfang Februar Wochen angekündigt, in die Impfstoff-Produktion erstmalig einzusteigen. Ab 2022 sollen in Wuppertal ebenfalls Curevac-Impfstoffe produziert werden.

Dezember 2020: Wie „Focus“ schreibt, wolle Curevac „in Kürze“ eine große finale Testserie mit etwa 35.000 Probanden in Lateinamerika und in Europa starten. 

DIE FIRMA CUREVAC… *Investor-Typ: „Private Equity-Unternehmen“:

Der 79-jährige „SAP“-Gründer „Dietmar Hopp“ ist heute Mehrheitseigner und der Geldgeber des CUREVAC -Unternehmens:
Die Dievini-Hopp-BioTech-Holding GmbH & Co. KG ist heute eine Beteiligungsgesellschaft von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp mit Investitionsschwerpunkt in innovative Biotechnologieunternehmen. Die Mitbegründer der Dievini GmbH im Jahre 2005 waren Christof Hettich und  Friedrich Bohlen.
Das Unternehmen (Curevac) ist heute an insgesamt zehn Unternehmen – sieben in Deutschland, zwei in der Schweiz, eines in Italien – beteiligt, die fast alle auf Basis tiefer molekularer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffe gegen schwerste Erkrankungen wie Krebs, bakterielle und virale Infektionserkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen entwickeln. (Quellen: Medienarchiv unter http://www.dgap.de
Anm.: *Private Equity (PE) bezeichnet privates Beteiligungskapital, das in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird – oft in Form von Eigenkapital
Näheres unter: https://www.fuer-gruender.de/kapital/eigenkapital/private-equity/


Dietmar Hopp ist der Chef seiner Biotech-Holding. Es werde an der Entwicklung einer Vaccine mit Hochdruck gearbeitet… Bis zur Fertigstellung des Impfstoffs hofft man vielleicht auf den „frühen“ Herbst 2021. Die Europäische Kommission will CureVac nun ebenfalls bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen.

Das „Tübinger“ Unternehmen CureVac hat mit klinischen Tests seiner noch namenlosen mRNA-Entwicklung bereits im Spätsommer 2020 begonnen. Es gilt als sicher, dass auch das Paul-Ehrlich-Institut eine Genehmigung erteilt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ihm gehörenden Tübinger Anlagen die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.
Anm.: *Die DIEVINI Hopp BioTech Holding GmbH & Co. KG. ist eine Risikokapital-Investmentgesellschaft mit Sitz in Walldorf (Hessen) und ist an insgesamt zehn Unternehmen beteiligt. Sie Investiert – in Gebiete wie Europa – in der Regel in auf Biowissenschaften ausgerichtete Unternehmen – wie z.B. CUREVAC.
Dievini ist seit 2005 an der CureVac AG, Tübingen, beteiligt – an der sie über 80% der Anteile (!) hält.

04.03.2021: CureVac und Novartis unterzeichnen initiale Vereinbarung zur Produktion des COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV. Auf Grundlage eines finalen Vertrags beabsichtigt Novartis, die mRNA und den vorformulierten Wirkstoff für bis zu 50 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV bis Ende 2021 und bis zu rund 200 Millionen Dosen im Jahr 2022 herzustellen.
Der Beginn der Auslieferungen vom Produktionsstandort in Kundl, Österreich erfolgt voraussichtlich ab Sommer 2021.

März 2021: „Gemeinsam mit unserem neuen Partner „NOVARTIS“ können wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und unser Fertigungsnetzwerk auf eine noch breitere Basis stellen“, sagte Curevac-Vorstand Dr. Florian von der Mülbe (PhD, MBA): Er ist seit Oktober 2018 Chief Production Officer (CPO) bei Curevac und Geschäftsführer der CureVac Real Estate GmbH. Er ist zudem Mitgründer des Impfstoff-Entwicklers Curevac.

Im Aufsichtsrat sitzt auch der Krupp-Nachfahre Friedrich von Bohlen (*1970). Er ist Biochemiker und Neurobiologe und außerdem Geschäftsführer und Mitbegründer der Dievini Hopp BioTech Holding, die die Life-Science-Aktivitäten und Beteiligungen des SAP-Mitbegründers Dietmar Hopp und seiner Familie verwaltet.

Vom Biotechunternehmen „CureVac“ aus Tübingen kam in diesem Zusammenhang bereits schon sehr früh im Juni 2020 eine gute Nachricht: Das Unternehmen hatte damals schon bekannt gegeben, dass sein mRNA-Impfstopffkandidat bei präklinischen Versuchen bereits bei einer Dosierung von nur 2 µg positive Ergebnisse erzielen konnte. 

Auch andere deutsche Biotechs mischen im Rennen um einen Impfstoff ganz vorne mit. Wie Konkurrent „CureVac“ aus Tübingen setzte auch „Biontech/Pfizer“ schon recht früh auf eine möglicherweise tatsächlich revolutionäre Technologie: mRNA-basierte Impfstoffe – die derzeit schon als erster Impfstoff ab Ende Dezember 2020 in England und nun im Januar 2021 auch in Europa mit gutem Erfolg geimpft werden.


Konkurrenz belebt das Geschäft…

Wie funktioniert das?
mRNA-Impfstoffe… unterschiedlicher Firmen…

WIE FUNKTIONIERE DIESE EIGENTLICH GENAU?
Corona-Viren sind RNA-Viren. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren.
mRNA-Impfstoffe: Sie schleusen nicht das Virus, sondern nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meistens körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit Genen zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“. D.h.: Die Abwehrreaktionen des Körpers werden von u.a. „Antikörpern“ (Englisch: antibody) ausgeführt – das sind Proteine, die unsere Immunabwehr gegen die Krankheitserreger einsetzt. 

Näheres noch einmal zum genbasierten Impfstoff mit Messenger RNA (mRNA)

MAINZ – BioNTech/Pfizer:
offizieller Name des Impfstoffs: Comirnaty® – (vorher: BNT162b2).
Ein mRNA– impfstoff (eingebettet in Lipid-Nanopartikel)

WIRKUNGSWEISE (kurzgefasst): Comirnaty®: BNT162b2 wird zur aktiven Immunisierung von Personen ab 16 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 durch das SARS-CoV-2-Virus angewendet. Das Spike-Protein wird von Immunzellen als Fremdantigen erkannt. Dies löst sowohl T-Zell- als auch B-Zell-Reaktionen aus, um neutralisierende Antikörper zu erzeugen, die zum Schutz gegen COVID-19 beitragen können.


BioNTech ist kein klassisches, bekanntes Pharmaunternehmen. Seinen Sitz hat es nicht in einer amerikanischen Millionenstadt, sondern im beschaulichen Mainz. „An der Goldgrube 12“ lautet die Adresse der Firma…Seit Oktober 2019 ist BioNTech an der Nasdaq notiert. 

Genbasierte mRNA-Impfstoffe:
Das Biotechnologieunternehmen „BioNTech“ aus Mainz hatte gemeinsam mit dem amerikanischen Pharma-Riesen „Pfizer“ eine potentielle Vereinbarung mit der Europäischen Kommission über die Lieferung von Impfstoffdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Demnach sollten im Falle eines klinischen Erfolgs der Forschung an einem Impfstoff und der behördlichen Genehmigung von Ende 2020 an: 200 Millionen Impf-Dosen an Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert werden. Weitere 100 Millionen Dosen kann die EU-Kommission zusätzlich erwerben. Das BNT162-Programm beruht auf BioNTechs Technologie von Messenger RNA (mRNA).

„BioNTech“ Chef Uğur Şahin (*1965) ist ein deutscher Mediziner türkischer Herkunft, der als Mediziner mit Schwerpunkt „Immuntherapie“ bekannt wurde, ist überzeugt davon, dass in einer intensiven „Kooperation mit Pfizer“ – der Impfstoff bis „zum Jahresende“ 2020 in millionenfacher Ausfertigung zur Verfügung gestellt werden könnte. Na… das ist ja nun noch doch nicht ganz bei uns angekommen… Im Januar 2021 gab es noch viel zu wenig Impfstoff in Deutschland.

BioNTech und Pfizer: Am 20. Juli 2020 hatten die beiden Unternehmen schon eine erste Liefervereinbarung zum Jahresende mit der britischen und mit der deutschen Regierung bekanntgemacht.

BioNTech-Impfstoff neutralisiert südafrikanische Corona-Mutante – erzeugt aber dafür weniger Antikörper…

Februar 2021: Wie gut wirkt der Impfstoff von BioNTech gegen die südafrikanische Corona-Variante? Eine Laborstudie zeigt, dass die Zahl der Antikörper geringer ist. Das sei jedoch aber immer noch effizient genug, damit der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer das Virus neutralisieren könne. Eindeutige Schlüsse, so schreiben die Forscher im „New England Journal of Medicine“, ließen sich jedoch noch nicht ziehen, da eine klinische Patientenstudie noch fehle. BioNTech und Pfizer erklärten, dass es bisher keine klinischen Hinweise darauf gebe, dass die Mutante aus Südafrika den Impfschutz überwinden könne.

BioNTech bereitet sich aktuell nun auf einen neuen Boosterimpfstoff vor. Das bedeutet, dass bereits „Geimpfte“ eine weitere Spritze mit dem veränderten Impfstoff erhalten würden. „Ein weiterer Boost, eine Auffrischungsimpfung, würde also auf jeden Fall die Schutzwirkung steigern“… sagt Biontech-Chef Uğur Şahin (24.02.2021)  

Der Wettlauf bleibt spannend…

Weitere genbasierte mRNA-Impfstoffe werden nun nach und nach im Jahre 2021 mehr auf den Markt kommen: Deutsch-britische Allianzen: BioNTech“ und „Curevac“ sind also auf dem Weg in die Weltspitze… zusammen in Zukunft vielleicht mit dem weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK).

Nochmals zurück zu CUREVAC… hier ebenfalls mit britischer Forschungsallianz

Unterstützung kommt dabei – auch von eher unerwarteter Seite: Tesla-Chef Elon Musk hat angekündigt, mobile Produktionsanlagen für Curevac bauen zu wollen – „RNA-Minifabriken“, wie er es ausdrückte.

Deutschland hatte lange schon vorher all die Jahre den einstigen Vorsprung (Paul Ehrlich) in der Impfstoffentwicklung verspielt. Zwei junge Unternehmen bringen den Standort Deutschland nun endlich zurück auf die Weltkarte: Curevac (Tübingen) und BioNTech (Mainz)

Die Briten „GlaxoSmithKline“ (GSK) und Curevac

Zum einen besiegelte „Curevac“ nun aktuell eine Forschungsallianz mit dem „britischen“ Pharmakonzern und weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK). Es geht dabei nicht speziell darum, ein Immunserum gegen das Coronavirus zu finden, sondern generell um die Entwicklung von anderen bis zu fünf ganz neuen, aktuelleren Impfstoffen.
GSK kaufte (für 150 Millionen Euro) zehn Prozent der „Anteile“ von Curevac“ , die mehrheitlich SAP-Gründer Dietmar Hopp gehört und an der sich zuvor schon die Bundesregierung mit 300 Millionen Euro beteiligte.

Anm.: Die GlaxoSmithKline plc ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London. GSK- Deutschland (mit Hauptsitz in München) beschäftigt derzeit über 3400 Mitarbeiter an fünf Standorten in Deutschland.

BioNTech und die Engländer…

Zum anderen vereinbarte „BioNTech“ (die auch zum Beteiligungsportfolio der *Strüngmann-Familie gehört) zudem mit der Regierung in London schon im Jahre 2020 die Lieferung von 30 Millionen Einheiten ihres Covid-Impfstoffs BNT162.
„BioNTech“ hatte für ENDE 2020 die erste Zulassung – nun auch für Deutschland – erhalten, seither wird hier geimpft.
Anm.: Die Gebrüder *Strüngmann sind die Gründer des Pharmaunternehmens Hexal aus Holzkirchen in Oberbayern. Seit dem Verkauf von Hexal hat die Familie Strüngmann viel Kapital in Biotechfirmen gepumpt. Der unternehmerische Mut zahlte sich aus. Das Strüngmann Family Office ist seit geraumer Zeit Mehrheitsaktionär der Mainzer Firma BioNTech in Mainz. Das Geld für die Gründung von „BIONTECH“ kam damals maßgeblich von den Zwillingen Andreas und Thomas Strüngmann.



Der Pharmastandort Deutschland könnte durch neue „Impfstoff-Erfolge“ nun endlich wieder stärker werden.


DIE DNA-TECHNOLOGIE… ist noch in der „Warteschleife“…

Auch der britische Konzern GlaxoSmithKline (GSK) und SANOFI (französischer Pharmakonzern, Paris) gehören zu den vier größten Impfstoffherstellern der Welt mit der neuen rekombinanten DNA-Technologieder Zukunft…

Es ist tatsächlich möglich, die DNA mit Hilfe von Bakterien in großen Mengen zu produzieren. Sie gilt als sehr stabil. Allerdings wird vermutet, dass diese Impfstoffe keine sehr starke Immunantwort hervorrufen. 

Für eine schnellere Entwicklung hatten sich diese beiden Pharmariesen bereits schon im April 2020 zusammengetan. Innerhalb des gemeinsamen Projektes steuerte SANOFI das „S-Protein“ (Covid-19-Antigen) – wie oben schon erwähnt – bei, das auf einer rekombinanten DNA-Technologie basiert.
Diese Technologie hat eine ganz genaue genetische Übereinstimmung mit den Proteinen auf der Oberfläche von Sars-CoV-2 erzielt.
GSK hingegen wird vor allem die neue „Pandemie-Adjuvans-Technologie“ mit dazu ganz neu einbringen: Durch die Verwendung eines Adjuvans kann die (pro Dosis erforderliche) Menge an Impfstoffprotein deutlich reduzieren werden. (!)

Ähnlich funktionieren auch Impfstoffe, die statt mRNA ein Stück DNA mit einem Viren-Gen enthalten; daran arbeiten unter anderem das Unternehmen Inovio, das Genexine-Konsortium und das Open-Corona-Konsortium unter Führung des schwedischen Karolinska-Institut und Mitwirkung der Universität Gießen. Bislang ist allerdings noch kein Covid-19-Impfstoff auf DNA-Basis über die Test-Phase I hinaus gekommen...

Dennoch waren noch im Herbst 2020 die Fortschritte dieser Kooperationen hier doch deutlich langsamer als die bei der „Konkurrenz“… und das kann alles wohl noch dauern…

DNA-Impfstoffe… sind bisher noch „nicht“ für Covid-19 zugelassen…

Die „Immunogenität“ der DNA-Impfstoffe ist leider vergleichsweise „gering“, so dass nach derzeitigem Stand Wiederholungen der Immunisierung nötig und die Langzeitwirkungen nicht ausreichend gesichert wären. In der Forschung befinden sich DNA-Impfstoffe gegen Influenza, Aids, Hepatitis B und Hepatitis CTollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom. Bisher sind DNA-Impfstoffe allerdings nur in der Tiermedizin zugelassen.

DNA-Viren schützen das eigene Erbmaterial durch eine Proteinkapsel, das sogenannte Kapsid. Die DNA kann dort in unterschiedlicher Form vorliegen: Als Doppelstrang oder als Einzelstrang. Zu den DNA-Viren zählen Forscher über 20 Virusfamilien (Näheres nachzulesen bei Wiki)


Indien

„Zydus Cadila“ nCov Vaccine: Neues DNA-Studien-Experiment: ZyCov.D

  • Entwickler: Zydus Cadila Healthcare Limited ist ein indisches multinationales Pharmaunternehmen aus Ahmedabad.
  • Letztes Update: 06.03.2021
  • DNA-basierter Impfstoff geplant; Verwendet Plasmid-DNA (im Gegensatz zu mRNA) um menschliche Zellen anzuweisen, Sars-CoV-2 Antigene zu erzeugen, welches dann eine Immunantwort auslöst. Der Impfstoff könne gegen Varianten leichter variiert werden, als die mRNA- Impfstoffe. Er könne auch bei Kühlschrank-Temperatur gelagert werden.
  • Phase III – Studien seien derzeit im Gange:

Die Phase-III-Studie mit dem Impfstoffkandidaten hatte bereits im Januar 2021 begonnen. Der indische Pharmakonzern Zydus Cadila Healthcare Limited will das Vakzin derzeit an 30 000 Probanden untersuchen.

Die Entwicklung von DNA -Impfstoffen (*Inovio Pharmaceuticals) ist noch weiter in der US-Forschung…

Ein sich derzeit noch immer in der „Corona-Impfstoff-Entwicklung“ befindlicher DNA-Impfstoff ist bspw. INO-4800 (*Inovio Pharmaceuticals). Das *Plasmid ist ein kreisförmiges Stück DNA, das (von einem Bakterium) zum Speichern und Teilen von Genen verwendet wird.
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Anm.: *Plasmide sind kleine, in der Regel ringförmige, autonom replizierende, doppelsträngige DNA-Moleküle, die u.a. in Bakterien vorkommen. Plasmide können sich unabhängig von der chromosomalen Haupt-DNA selbst replizieren und bieten ein einfaches Werkzeug für den Transfer von Genen zwischen Zellen. Aus diesem Grund sind Plasmide im Bereich der Gentechnik ein bereits gut etabliertes System – aber eben bisher noch nicht auf dem Impfstoff-Markt... __________________________________________________________________________________________________________
Sobald sich die DNA oder RNA in der Zelle befindet und Antigene produziert, werden diese auf ihrer Oberfläche angezeigt, wo sie sofort vom Immunsystem erkannt werden können und eine Sofort-Reaktion auslösen.
Diese Immun-Antwort umfasst vor allem auch sog. Killer-T-Zellen, die neue infizierte Zellen suchen und sofort zerstören, sowie Antikörper-produzierende B-Zellen und Helfer-T-Zellen, welche hier die Antikörperproduktion helfend unterstützen.
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Hier wird die weitere Entwicklung noch andauern. Die DNA-IMPFSTOFF-Forschung wird derzeit von der „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) unterstützt.
Anm.: *Inovio Pharmaceuticals“ ist ein US-amerikanisches Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung synthetischer DNA-Produkte AUCH zur Behandlung von Krebs und anderen Infektionskrankheiten konzentriert.


Für die Gentherapie werden nur harmlose Varianten genutzt: Forscher entfernen zuvor sämtliche Krankheitsgene, so dass nur noch leere Transport-Vehikel übrigblieben. Mediziner vermeiden daher das Wort ‚Virus‘, sondern verwenden lieber den verständlicheren technischen Begriff ‚viraler Vektor‘.


WAS GIBT ES DENN SONST NOCH?
ZUNÄCHST ETWAS GANZ ALTBEKANNTES…

– Remdesivir –

Da wäre da noch ein altbekanntes VIROSTATIKUM – Remdesivir: Es ist ein Stoff, der die „Vermehrung“ von Viren „hemmt“. Virostatika werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von durch Viren verursachten Infektionskrankheiten (durch Virusinfektionen) verwendet.

Das schon lange bekannte Virostatikum „Remdesivir“ könnte evtl. die Zeit mit Covid-19 verkürzen…Im Durchschnitt wohl 11 statt 15 Tage…Ein HYPE?

In den USA hat der US-Biotechkonzern Gilead bereits eine Zulassung für das Medikament in Notfällen erhalten. In einer Anhörung vor dem EU-Parlament wurde bescheinigt, dass Experten die bisher vorliegenden Studiendaten als „robust genug“ einstufen. Auch Japan setzt den RNA-Polymerase-Inhibitor „REMDESIVIR“ immer noch ein. Der Hersteller von Remdesivir, Gilead Sciences, entwickelt derzeit eine inhalierbare Form des Arzneimittels, die ambulant leichter zu verabreichen sein sollte.


Das Medikament Remdesivir des US-Biotechkonzerns „Gilead“ schlägt bei einzelnen Covid-19-Patienten offenbar doch an. „Zusätzlich“ wird jedoch auch eine Cortisongabe (Dexamethason) diskutiert…ein früher Therapiebeginn sei sinnvoll…spätere Gabe erhöhe eher sogar noch die Sterblichkeitsrate…CAVE!

11. 02.2021: …So wirkt doch unterstützend die Gabe von Remdesivir plus Dexamethason

So steht das Virostatikum Remdesivir in der „Frühphase“ bei nicht beatmeten Patienten mit Pneumonie und Sauerstoffbedarf zur Verfügung.Es war insbesondere bei Patienten in Studien mit einer signifikanten Verkürzung der Zeit bis zur Genesung, nicht jedoch einer geringeren Mortalität, assoziiert.

Bei Patienten mit schwerer Lungenentzündung und einer Sauerstoffsättigung unter 90 Prozent soll eine immunmodulatorische Therapie mit Dexamethason erfolgen, da hier eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit nachweisbar war“, so Prof. Dr. Christoph Sarrazin (Direktor Zentrum Innere Medizin und Medizinische Klinik in Wiesbaden)

Auch Remdesivir selbst, dass für die Behandlung von Patienten mit COVID-19 per Notverordnung zugelassen wurde, war zuerst in Zellkulturen durch eine mögliche Wirkung aufgefallen. Doch auch bei diesem Wirkstoff haben sich die „klinischen“ Erwartungen nicht erfüllt.

REMDESIVIR… auch die WHO bezweifelt eine Wirkung…

Eine WHO-Studie zweifelt stark an der Wirksamkeit von Remdesivir bei COVID-19-Patienten. Auch drei andere Wirkstoffe fallen komplett durch. (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117485/COVID-19-Remdesivir-und-Interferon-bleiben-in-WHO-Studie-ohne-Wirkung)

In einer großangelegten Studie mit über 11.000 Probanden aus 30 Ländern zeigte das Medikament Remdesivir „keinerlei Vorteile“ bei der Genesung von COVID-19-Patienten. Remdesivir ist das erste Arzneimittel, das auch in der EU eine bedingte Zulassung für die Behandlung von COVID-19-Patienten erhalten hat. Die Studie ist Teil des SOLIDARITY-Trials, der von der WHO in Auftrag gegeben wurde. Neben Remdesivir wurde darin auch die Wirkung von „Hydroxychloroquin“, dem HIV-Medikament Lopinavir/Ritonavir sowie von „Interferon“ negativ getestet.

Alle vier Medikamente hätten nur einen geringen oder gar „keinen Einfluss“ auf die Sterblichkeit oder die Länge des Krankenhausaufenthalts der Patienten gezeigt, heißt es in der Studie. Noch muss die Studie allerdings das Peer-Review-Verfahren durchlaufen…es sieht wohl mit der Datenlage nicht gut aus.


Auch vor Chloroquin wird gewarnt: Nebenwirkung u.a. Halluzination:
Die Wirkstoffe Chloroquin und Hydroxychloroquin können schwere psychiatrische Störungen auslösen, warnt die *EMA. Sie wurden bei COVID-19-Patienten off-label eingesetzt. Jetzt sollen die Produktinformationen geändert werden. Besser wäre die Produktänderung…
Anm.: Die *EMA ist die Europäische Arzneimittel-Agentur und eine Agentur der Europäischen Union.


NEU: Medizinische Hilfe durch monoklonale Antikörper („Tocilizumab“ ) bei Erkrankung an ADE (gefährliche Impfreaktion)

Es gibt hier ein Medikament, das vielversprechende Wirkung gegen ein gefährliches ADE-Phänomen verspricht: „Tocilizumab“ dockt an Zellen an, um die Entzündungsreaktion zu stoppen. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Tocilizumab, ein Wirkstoff, der einen Zytokinsturm verhindern kann. Tocilizumab blockiert die Zellrezeptoren, die Zytokine im Körper benötigen, um Entzündungen auszulösen. Vor dem Hintergrund, dass die Abwehrzellen von Covid-19-Patienten zu viel Interleukin-6 freisetzen und es so zu schweren entzündlichen Reaktionen kommt, setzen Mediziner aktuell große Hoffnungen in Präparate mit Tocilizumab.
Chinesische Mediziner hatten bereits Anfang Februar 2020 Covid-19-Patienten erfolgreich mit Tocilizumab behandelt und hierüber berichtet. (Quelle: PNAS: Proceedings oft he National Academy of Sciences of the United States of America).

Anm.: Das ADE-Phänomen (= infektionsverstärkende Antikörper!) wird am Blog-Artikel-Ende nochmals gesondert beschrieben!

Bekannt ist aber nun seit kurzem auch, dass bei der neuen Impfstoff-Produktion nun diese gefährliche Immun-Pathogenese „ADE“ (z.B. bei dem neuen SARS-CoV-2-Impfstoff) durch Zugabe eines bestimmten Adjuvans im Impfstoff (ein delta-Inulin-basiertes Polysaccharid) vielleicht doch vermieden werden kann. (!)

Die Zeit weilt, eilt, teilt und heilt. Deutsches Sprichwort

ES GIBT IMMER WIEDER NEUERE FORSCHUNGSANSÄTZE...

Und immer wieder Rückschläge…und einige Total-Fehlschläge…

GÖTTINGEN

Auch ein anderes Mittel „CAMOSTAD Mesitate“ verhindere wohl das „Eindringen des Virus“ in die Lungen-Zellen: „Camostad“ ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der „Proteaseinhibitoren“. Er verhindere also vor allem die Virus-Vermehrung. Damit sich eine Krankheit wie das neue Covid-19 überhaupt ausbreitet, müssen die Viren ja in die Körperzellen eindringen. Doch was ist, wenn sie einfach nicht in die Zellen hineinkommen?

Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen „glaubten“ also, endlich ein Mittel gefunden zu haben, welche das Corona-Virus sozusagen einfach „aussperrt“. Sog. „Klein-Studien“ laufen bereits auf Hochtouren…(z.B. in der Göttinger Forschergruppe und Berliner Charité). Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen arbeiten ebenfalls mit Hochdruck an der Entwicklung weiter. Bisher ist hier aber noch nichts Neues bekannt… ein Flop?

Das Beste daran aber ist: Das Medikament „CAMOSTAD Mesitate“ gibt es schon. Es ist bisher allerdings erst nur in Japan (für andere Krankheiten) zugelassen.


DIE ZELLE

März 2021: Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln Medikamente mit monoklonalen antiviralen Antikörpern gegen das Coronavirus.
Zwei davon haben schon eine Notfallzulassung in den USA.

„Monoklonale Antikörper“:
Manche Medikamente, die gerade gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelt werden, enthalten nicht nur einen, sondern zwei verschiedene Sorten monoklonaler Antikörper; sie binden beide an das Corona-Virus, aber an verschiedenen Stellen.
In Europa sind REGN-CoV2 sowie ein weiteres Präparat namens Regdanvimab in einem so genannten Rolling Review Prozess. Das bedeutet, dass die Hersteller fortlaufend Ergebnisse zu ihren Medikamenten an die EMA liefern, um nach und nach alles einzureichen, was dann demnächst im Zulassungsverfahren abzuprüfen ist.

Die Bundesregierung hatte kürzlich 200.000 Dosen Antikörper REGN-CoV2 und Bamlavinimab schon einmal gekauft und an die deutschen Unikliniken verteilt. Wie in den USA werden auch hier die Mittel an Patienten verabreicht, die erwiesenermaßen eine SARS-CoV-2 Infektion mit milden oder mittelschweren Symptomen haben. 

Tocilizumab – HOFFMANN-LA-ROCHE: ERSTE HOFFNUNGEN AUF SCHNELLE ZULASSUNG GEDÄMPFT….

Wenig Erfolg: „Roche“ beendet zunächst seine „Antikörper-Corona-Studie“ mit einem Rheumamedikament…Laut dem Pharmakonzern Roche ist eine groß angelegte Studie mit dem Medikament „Tocilizumab“ bei Personen mit schwerer Covid-19-Erkrankung zunächst fehlgeschlagen.

So hat „Hoffmann-La-Roche“ Chef „Severin Schwan“ Hoffnungen auf eine „baldige“ Verfügbarkeit eines „monoklonalen Antikörpers“ erst einmal „gedämpft“. Er persönlich halte den Zeithorizont von zwölf bis 18 Monaten angesichts der zu bewältigenden Herausforderungen als für viel zu ehrgeizig. Üblicherweise dauere die Entwicklung eines Impfstoffs einige Jahre. Das wahrscheinlichste Szenario sei leider, dass die Entwicklung 2021 noch andauere… erklärte Schwan. (QUELLE: XING).

„Test“ auf SARS-CoV-2:

26.02.2021: Nachdem Hoffmann-La- Roche erst vor wenigen Tagen die Notfall-Zulassung für seinen hochautomatisierten Schnell-„Test“ auf SARS-CoV-2 vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hat, kündigte das Unternehmen den Start einer Phase-III-Studie mit seinem bereits in der Schweiz zugelassenen monoklonalem Antikörper-Medikament RoActemra® mit dem Wirkstoff Tocilizumab an.

NEUERE REMAP-CAP-Studie: Tocilizumab und Sarilumab senken das Sterberisiko bei schwerem COVID-19.

In der Studie sollen Sicherheit und Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers plus Standardbehandlung bei stationären erwachsenen Patienten mit schwerer Covid-19-Pneumonie im Vergleich zu Placebo plus Standardbehandlung untersucht werden

08.01.2021: Interleukin-6 hat eine wichtige Rolle in der angeborenen Immunabwehr. Die beiden Antikörper Tocilizumab und Sarilumab, die die Rezeptoren von Interleukin-6 neu­trali­sieren und damit einer Hyperinflammation entgegen wirken, haben in einer internationalen Studie die Sterblichkeit von Patienten mit schwerem COVID-19 signifikant gesenkt. Laut den in medRxiv (2021; DOI: 10.1101/2021.01.07.21249390) vorveröffentlichten Ergebnissen könnten die Medikamente die Wirkung von Steroiden verbessern, für die in einer früheren Studie eine lebensverlängernde Wirkung nachgewiesen wurde. Bei schweren Infektionen mit SARS-CoV-2 kommt es zu einer Hyperinflammation, die dem Körper mehr schadet als nutzt. Der Antikörper Tocilizumab, der eigentlich zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis entwickelt wurde, hat sich in solchen Situationen nun doch als hilfreich erwiesen. Bei der Krebsimmuntherapie wird er zur Behand­lung des „Zytokinsturms“ eingesetzt. Sarilumab hat den gleichen Wirkmechanismus. Eine Überprüfung durch externe Gutachter (Peer-Review) stehe jedoch noch aus.

19.03.2021: Der schweizerische Pharmakonzern Roche startet dezeit eine Phase-III-Studie bei Covid-19-Patienten mit dem Antikörper Tocilizumab. Das zur „Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassene Medikament“ soll zusätzlich zur Corona-Standardtherapie gegeben werden.

Tocilizumab bindet spezifisch sowohl an lösliche als auch an membrangebundene IL-6-Rezeptoren. Hierdurch wird die entzündungsfördernde Wirkung von IL-6 gehemmt. Dieser Mechanismus soll nun auch bei schweren Lungenentzündungen durch SARS-CoV-2 zum Tragen kommen. In Deutschland kam das Medikament bereits 2009 für Arthritis-Patienten auf den Markt.

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19


Ernüchternde Corona-Studie: Auch Novartis erleidet schweren Rückschlag:

06.11.2020: Das entzündungshemmende Medikament „Canakinumab“ zeigt bei Patienten mit schwerem Coronaverlauf nicht die erhoffte Wirkung. (www.luzernerzeitung.ch)
Novartis führt 2021 eine klinische Studie mit seinem Immunmodulator Canakinumab (einem Interleukin-1-beta-Blocker) in vielen Ländern durch, u.a. auch in Deutschland. Das Medikament ist zugelassen zur Behandlung u.a. mehrerer Autoimmunkrankeiten… 

Anm.: Die Schweizer „Novartis AG“ ist ein Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Sitz in Basel. Novartis entstand 1996 aus einer Fusion der beiden Basler Pharma- und Chemieunternehmen Ciba-Geigy und Sandoz.



PLASMA–ANTIKÖRPER (Monoklonale Antikörper)
galten bisher unter anderen als besonders aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten:

Drei der bisher identifizierten Antikörper – für eine klinische Entwicklung – sind laut Charité immer noch besonders vielversprechend. Die Forscher arbeiten mit dem Unternehmen Miltenyi Biotec zusammen. Neben der Behandlung von Erkrankten sei auch der vorsorgliche Schutz von Gesunden, die Kontakt zu Infizierten hatten, eine mögliche Anwendung.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden diese sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann.

Aktuelles:
was hoffnungsvoll begann…war nun doch erst einmal ernüchternd…

Donald Trump war im Oktober 2020 von seiner Antikörper-Therapie gegen Corona damals ganz begeistert.  Sowohl die Pharmafirmen Regeneron als auch Eli Lilly haben seit November 2020 dafür bereits eine US-Notfallzulassung. In der EU ist die Behandlungsmethode 2020 noch nicht zugelassen. Wissenschaftler hierzulande waren deutlich skeptischer. Unter anderem weil sich gezeigt hatte, dass die Antikörper bei einer fortgeschrittenen Covid-19-Erkrankung wohl nicht wirklich helfen können. Die Antikörper sollten eigentlich verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann.

Definition: Monoklonale Antikörper sind von identischen Immunzellen gebildete Antikörper, welche aus ein und derselben Mutterzelle stammen. Sie weisen deshalb eine konstante Struktur auf und binden an dieselben Fremd-Marker, die man als Antigene bezeichnet.
Antikörper sind also die Eiweißmoleküle, die vom Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (z. B. Fremdkörper, Krankheitserreger) hergestellt werden und diese (spezifische Abwehr!) unschädlich machen können.

November 2020: So hatte doch auch die US-amerikanische „Food and Drug Administration“ eine Notfallgenehmigung (EUA = Emergency Use Authorization,) für die monoklonale Antikörpertherapie (Bamlanivimab) zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem COVID-19 bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten erteilt. Diese spezielle monoklonalen Antikörper-Therapie sei für Patienten mit positiven Ergebnissen direkter SARS-CoV-2-Virustests zugelassen, die 12 Jahre und älter sind, mindestens 40 Kilogramm wiegen und ein hohes Risiko haben, zu schwerem COVID-19 und zu gelangen / oder bei Krankenhausaufenthalt. Dies schließt aber auch diejenigen ein, die 65 Jahre oder älter sind oder an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden.

Zulassung ist derzeit nur in den USA. „Regeneron“ plant aber, gemeinsam mit dem Pharmakonzern Hoffmann-La- Roche als Partner, nun auch in der EU Zulassungen zu beantragen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eli Lilly und andere Firmen dürften bald folgen.


Die „TRUMP-MEDIKAMENTE“

  • „Bamlanivimab“ des US-Pharmakonzerns „Eli Lilly und „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharma-Konzerns Regeneron“ Pharmaceuticals...REGN-COV2: Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

24.01.2021: Aktuell hat nun die Bundesregierung für Deutschland zwei neue Corona-Medikamente auf „Antikörper-Basis“ gekauft, darunter das, mit dem Ex-US-Präsident Trump behandelt wurde. Laut Bundesgesundheitsministerium betragen die Gesamt-Kosten rund 400 Millionen Euro.
Bei den eingekauften Medikamenten handelt es sich – wie oben erwähnt – um „Bamlanivimab“ des US-Pharmakonzerns Eli Lilly und um „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharmakonzerns Regeneron Pharmaceuticals, erklärte eine Sprecherin.


Corona-Verlauf: Von symptomlos bis schwer erkrankt…

Ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 mag den Betroffenen zunächst einmal schockieren. Doch Covid-19 kann sehr unterschiedlich verlaufen: Bei einigen Menschen kommt es schon einen Tag nach der Ansteckung zu Symptomen, bei anderen erst nach zwei Wochen (deshalb wird man bei Verdacht auf Corona auch für zwei Wochen in Quarantäne geschickt). In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen. Symptomfreie oder milde Verläufe werden oft teilweise gar nicht erfasst, daher vermuten Experten eine hohe Dunkelziffer bei Covid-19. Und trotzdem können diese Personen – ohne es zu wissen – das Virus weitergeben – das ist das Gefährliche…

Schwere der Erkrankung

Bei schwerem COVID-19-Erkrankungsverlauf gibt es auch hier in Deutschland bisher eine gute Evidenz bei bestimmten Medikamenten:
Hier senken z.B. ein humanisierter, monoklonaler Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor „Tocilizumab“ plus Dexamethason die Sterblichkeit bei progredientem Krankheitsverlauf… (21.02.2021 – Quelle: medRxiv; Lancet RespirMed.- von Dr. Nicola Siegmund-Schultze).

Potentielle Erkrankungsphasen:
Für COVID-19 kann es drei ganz typische Phasen geben: Eine frühe Phase der Infektion mit Virusvermehrung im Mund-Rachen-Raum, bei Progredienz eine zweite Phase mit Virusreplikation in der Lunge und pneumovaskulären Symptomen und eine dritte, schwere Phase, in der systemische inflammatorische Reaktionen dominieren. Diese Hyperinflammationsphase ist assoziiert mit einem erhöhten Risiko für Multiorganschäden und tödlichem Verlauf.


Skepsis und Zustimmung bei Experten für die „Trump“ – Medikation:

Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, sieht den Kauf dieser „Trump“ Medikamente sehr kritisch. Aus seiner Sicht sei die Wirksamkeit dieser Medikation bei der Behandlung von Covid-19 noch nicht ausreichend durch Studien belegt.

Biochemiker Prof. Patrick Cramer vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hält den Kauf des Medikaments dagegen für „sinnvoll“. Man schaffe damit zusätzliche „Handlungsoptionen“ im Kampf gegen Corona…. sagte er in einem ZDF-Interview.
Anm.: Stand: 26.01.2021: Der Biochemiker Professor Patrick Cramer erhielt aktuell den mit 500.000 Schweizer Franken dotierten Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2021. Die Begründung: Cramers wertvoller Beitrag zur Corona-Forschung.


Bamlanivimab und Casirivimab/Imdevimab (Trump-Medikamente.)… Die Ultima Ratio?

Der Wirkstoff ist eine Kombination aus „zwei „speziell entwickelten Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können.

Was bringen sie?

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus den zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-CoV2 mutiert…. und derzeit ist hier die Gefahr ja schon ganz konkret bei uns gegeben… (Quelle: ZDFheute)


Wie alles begann…

Die ersten Impfstoffstudien – Ergebnisse waren oft unbefriedigend:

30. Oktober 2020: Das Covid-19 – „Rekonvaleszenten-Serum“ zeigte in neuer Studie bisher wenig Erfolg!

Große Hoffnungen wurden in die Behandlung von Covid-19-Patienten mit Rekonvaleszenten-Serum gesetzt. Eine kontrollierte klinische Studie aus Indien konnte jetzt jedoch keinen wesentlich positiven Effekt auf den Verlauf im Vergleich zur Standardtherapie zeigen – allerdings war die Konzentration an neutralisierenden Antikörpern vielleicht zu gering….daher muss man hier noch die weiteren Forschungsergebnisse abwarten…

Es ist bisher übrigens noch n i c h t erwiesen, dass die „Escapes“ ( = neue Mutationen) durch Rekonvaleszentenserum in der Zellkultur n i c h t zu neutralisieren wären.


12.01.2021 | COVID-19 | Neueste Nachrichten +++++

Rekonvaleszentenplasma beuge wohl doch vor allem „schweren“ Verläufen vor: Werden Senioren innerhalb von drei Tagen nach dem Auftreten erster, milder COVID-19-Symptome mit Rekonvaleszenten-Plasma mit hoher SARS-CoV-2-Antikörperkonzentration behandelt, hätten sie ein signifikant niedrigeres Risiko für einen schweren Verlauf. Das legt eine Studie mit (älteren) COVID-19-Patienten aus Argentinien nahe. Die Patienten waren 75 Jahre oder älter und teilweise vorerkrankt. (https://www.springermedizin.de/covid-19/infektionserkrankungen-in-der-hausarztpraxis/neue-coronastudien/18126192)

Rekonvaleszentenserum kann nur wirksam sein, wenn es sehr früh gegeben wird, vor dem Auftreten von Symptomen, die auf eine Generalisation der Infektion hinweisen. Es kann einfach nicht sein, dass man mit einer Gabe von geringen Dosen Rekonvaleszentenserum (z.B. an 2 oder 3 aufeinanderfolgenden Tagen je 250 ml) am 12. oder 15. Krankheitstag bei schwer Symptomatischen noch einen Erfolg erwarten kann.



DIE IMPFUNG

Die mRNA des Impfstoffs gelangt keinesfalls in alle Zellen des Körpers, sondern absolut nur in diejenigen Zellen direkt im Bereich der Impf-Einstichstelle z. B. in der Regel am linken Oberarm-Muskel (beim „Rechtshänder“).

Bisher nur eine Vermutung: Eine Impfung macht wahrscheinlich sogar wesentlich immuner als eine durchgestandene Erkrankung:

Es ist medizinisch bewiesen, dass eine Infektion in unserem Körper zunächst IMMER eine angeborene unspezifische Immunantwort auslöst. Dabei setzen die weißen Blutkörperchen sofort eine Entzündung in Gang, die schon ausreichenkann“, um das Virus zu beseitigen. Die Impfung gilt jedoch als wesentlich sicherer, weil man dazu nicht das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes (und evtl. eines Todes) eingehen muss. Möglicherweise sorgt eine Impfung aber auch für eine deutlich bessere Immunantwort (Abwehr) des Körpers und damit für einen wesentlich sichereren Schutz.

Der Unterschied zu einer aktiven Impfung bestehe darin, dass bei der passiven Impfung fertige Antikörper verabreicht werden, die nach einer gewissen Zeit abgebaut werden. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive. „Dafür ist die Wirkung einer passiven Impfung quasi sofort vorhanden, bei einer aktiven Impfung muss diese sich erst langsam aufbauen“, so heißt es im medizinischen Kontext.

ANTIKÖRPER…bei Erkrankung? EINE NEUE HOFFNUNG?

Die Behandlung mit „Antikörpern“: „Neuer“, alter Grundstein für eine passive Impfung?
Aus dem Blut von Menschen, die eine durch SARS-CoV-2 ausgelöste COVID-19-Erkrankung überstanden hatten, isolierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erneut zunächst fast 600 verschiedene Antikörper. Die Versuchsreihe geht weiter…

Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern ist nicht neu, sondern hat eine sehr lange Geschichte. Für Covid-19 wird dieser Ansatz auch im Zusammenhang mit der Verabreichung von Plasma aus dem Blut genesener Patientinnen und Patienten untersucht. Mit dem Plasma werden dann die Antikörper der Spender übertragen. „Idealerweise produziert man gezielt den wirksamsten Antikörper im industriellen Maßstab und in gleichbleibender Qualität. Das ist das Ziel, das wir verfolgen, sagt Dr. Momsen Reincke, der an der Studie beteiligt war und hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert hat: Sie berichten über diese Erkenntnisse jetzt im Fachmagazin Cell* ( = Dies ist eine wissenschaftliche Zeitschrift. Die publizierten Artikel unterliegen einem Peer-Review.) 


Berliner Charité: Das Team um Dr. Kreye, Dr. Reincke und Prof. Prüß befasst sich für gewöhnlich mit Erkrankungen des Gehirns und mit „Antikörpern“, die irrtümlicherweise Nervenzellen attackieren. „Angesichts der COVID-19-Pandemie lag es jedoch auf der Hand, unsere Ressourcen auch anderweitig zu nutzen“, sagt Prof. Dr. med. Harald Prüß (Charité Berlin).

Für das aktuelle Vorhaben profitierten die Forschenden von einem Förderprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft, dem „BaoBab Innovation Lab“. In dessen Rahmen entwickeln und verfeinern sie Technologien zur Charakterisierung und Herstellung von Antikörpern, die sie nun anwenden. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unserem Industriepartner die Voraussetzungen zu schaffen, um die von uns identifizierten Antikörper am effektivsten in großen Mengen herzustellen“, so Prof. Prüß. „Der nun folgende Schritt sind klinische Studien, also die Erprobung am Menschen. Die Planungen dafür haben schon begonnen“ .

„Passive“ Immunisierung mit Antikörpern? Vielleicht auch eine Zukunfts-Option?

Isolation, Selektion und Wirksamkeitstestung von Antikörpern für die Entwicklung einer passiven Immunisierung. Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern hat eine lange Geschichte...
„Drei der bisher identifizierten Antikörper sind für eine klinische Entwicklung besonders vielversprechend“, sagt Prof. Dr. Harald Prüß, Forschungsgruppenleiter am DZNE und Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité. „Anhand dieser Antikörper haben wir nun begonnen, eine passive Impfung gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln.“ Das geht nur in Kooperation mit einem Partner aus der Industrie. Deshalb arbeiten die Forschenden mit dem Unternehmen „Miltenyi Biotec“ zusammen. Anm.: Miltenyi Biotec ist ein global agierendes Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen mit deutschem Hauptsitz in Bergisch Gladbach. (Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (Quelle: ntv.de, jaz/AFP)


Monoklonaler
Antikörper doch wirksam gegen Corona-Mutanten?

NEU: Der Regdanvimab – Antikörper… auch wirksam gegen „Mutanten“?

EMA-Empfehlung: Regdanvimab bei COVID-19 Erkrankten

30.03.2021: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat seine – zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 – Überprüfung des monoklonalen Antikörpers Regdanvimab abgeschlossen, die gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 gerichtet sind. Er kam zu dem Schluss, dass Regdanvimab zur Behandlung von bestätigtem COVID-19 bei Patienten angewendet werden kann, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf besteht.

Rolling-Review-Verfahren noch nicht abgeschlossen:

Parallel dazu befindet sich der monoklonale Antikörper seit dem 24. Februar 2021 außerdem im Rolling-Review-Verfahren der EMA. Erst wenn diese Überprüfung abgeschlossen ist, kann auf Basis der Ergebnisse ein EU-Zulassungsantrag gestellt werden.


Ist die Gabe von „zwei“ verschiedenen Antikörpern doch sinnvoller ist als eine Monotherapie?

Der Hersteller „Celltrion“ erklärt außerdem, dass eine Cocktailtherapie aus Regdanvimab und einem anderen monoklonalen Antikörperkandidaten eine neutralisierende Wirkung gegen die britische Variante (B.1.1.7) und die südafrikanische Variante (B.1.351) zeige.

16.02.2021 Die Firma *Celltrion hat diesen neueren therapeutischen „monoklonalen Antikörper“ zur Behandlung von SARS-CoV-2-Infizierten entwickelt. Der Regdanvimab – Antikörper soll auch bei der englischen B.1.1.7 Virusvariante wirksam sein, sowie in Kombination mit anderen neutralisierenden Antikörpern, auch bei der Südafrika-Variante B.1.351. Zugelassen ist er bereits in Südkorea. Die EU soll bald folgen.
Celltrion »verhandle« nach eigener Aussage derzeit mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) über eine bedingte Marktzulassung in der EU. Anm.: *Celltrion ist ein bekanntes biopharmazeutisches Unternehmen in Südkorea.

Wie die Firma mitteilt, sei die Notfallanwendung  in „Südkorea“ bereits nun möglich bei erwachsenen Patienten mit noch leichten Covid-19-Symptomen, die mindestens 60 Jahre alt sind oder mindestens eine Grunderkrankung (kardiovaskuläre Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck) aufweisen.

MONOKLONALER ANTIKÖRPER: Das Arzneimittel liegt als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung vor und muss vor der Anwendung mit 0,9%iger Natriumchloridlösung verdünnt werden. Die Applikation erfolgt als intravenöse Infusion durch medizinisches Fachpersonal. Regdanvimab wird einmalig in einer Dosierung von 40 mg/kg Körpergewicht über 90 Minuten infundiert. Die Behandlung sollte so früh wie möglich nach der COVID-19-Diagnose und nicht später als sieben Tagen nach dem Auftreten der Symptome erfolgen.


Wie die „Konkurrenten“ (Trump-Medikation)Casirivimab“ und Imdevimab (REGN-COV2) von Roche und Regeneron sowie „Bamlanivimab“ und Etesivimab von Lilly richte sich das südkoreanische Medikament Regdanvimab ebenfalls gegen die Rezeptor-Binde-Domäne des Spike-Proteins von SARS-CoV-2.
Erste Tests hätten ergeben, dass Regdanvimab auch gegen Mutanten des Virus wirksam sei.
Auch habe – wie bereits oben erwähnt – eine Kombinationstherapie – wie oben erwähnt – aus Regdanvimab und einem weiteren monoklonalen Antikörperkandidaten eine gute Wirkung gegen die britische Variante B.1.1.7 sowie auch gegen die südafrikanische Variante B.1.351 gezeigt. Möglicherweise wird sich also auch hier, wie zuvor schon bei „Bamlanivimab“, zeigen, dass die Gabe von „zwei“ verschiedenen Antikörpern sinnvoller ist als eine Monotherapie. (Bericht: XING-news.com)

»Eine Behandlung mit dem Antikörperkandidaten wäre innerhalb von drei bis fünf Tagen nach dem Viruspositiv-Test am sinnvollsten«, sagt Studienleiter Dr. Adrian Streinu-Cercel, Professor für Infektionskrankheiten an der Medizinischen und Pharmazeutischen Universität Carol Davila in Bukarest (Rumänien).


Immunität?

08.03.2021: Nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion entwickeln die meisten Patienten oft in der zweiten Woche nach Symptombeginn spezifische Antikörper, die gegen das N- oder S-Protein gerichtet sind. Aktuell ist noch unklar, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) deuten Erfahrungen mit anderen Coronaviren-Infektionen (SARS und MERS) darauf hin, dass die Immunität bis zu drei Jahre anhalten könnte... (Quelle: Gelbe Liste- Pharm-Index)

NEU-ANTIKÖRPER: Auch „Astrazeneca“ habe ein neues Ass im Ärmel“ … titelte die RP ihre Nachricht am 14.02.21.

Neuere Entwicklung von Antikörper-Präparaten:

Mit ihrem neuen Antikörper-Produkt- Präparat „AZD 7442– das sie gemeinsam mit der britischen Firma: „National Health Trust“ (NHS = britischer Gesundheitsdienst) des University College London Hospitals (UCHL) entwickelt hat – wären diese neueren „Antikörper-Präparate“ eine wertvolle Ergänzung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Es sei eine Mischung „zweier“ Antikörper, die aus dem Blutserum genesener Covid-19-Patienten gewonnen und im Labor aufbereitet und optimiert wurden. Studienzentren seien derzeit noch in den USA und britische Krankenhäuser hier federführend beteiligt.

Das Mittel wäre also als schneller Schutz für die Menschen interessant, die dem Virus schutzlos ausgesetzt seien, sozusagen also eine Art Notfallpräparat etwas für Bewohner, Mitarbeiter in Pflegeheimen oder Krankenhäuser, aber auch chronisch kranke, immungeschwächte oder Großeltern, die in Haushalten leben, in denen sich ein Familienmitglied infiziert habe, könnten so mit diesem Antikörpermix vor einer Erkrankung oder einem schlimmen Verlauf bewahrt werden. Der weitere große Vorteil sei, dass der Patient sofort geschützt sei! Noch ist nicht alles letztendlich geklärt und bedarf noch der weiteren Forschung.

Auch an deutschen Forschungsprojekten beschäftigen sich Molekularbiologen und andere Wissenschaftler mit diesen Antikörpertherapien schon seit längerem. Z.B. haben Wissenschaftler an der Technischen Uni Braunschweig und an der Charité Berlin (Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schon hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus aus dem Blut genesender isoliert und im Labor nachgebildet… die Forschung ist hier noch in vollem Gang.

„Die Werkzeugkiste im Kampf gegen das Virus ist noch lange nicht leer…“  schrieb hierzu die Rheinische-Post ihren Bericht. (14.02.2021)

Jens Spahn bestellte Antikörper-Präparate schon im Januar 2021:

200.000 Dosen der Trumpschen Antikörper-Präparate im Wert von rund 400 Millionen Euro hatte Jens Spahn bereits Ende Januar 2021 bestellt. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um Bamlavinimab von Eli Lilly und um Casirivimab/Imdevimab (REGN-COV2) von Regeneron Pharmaceuticals.
Zu Letzerem startete die EMA im Januar 2021 bereits ihr Rolling Review. Vielleicht können wir bald mit der Zulassung rechnen? Vor allem Risikopatienten sollen von den Präparaten in der Frühphase der Erkrankung profitieren, um sie vor einem schweren Verlauf zu schützen.


Die Gabe von hochdosierten Antikörpern (hier in Form z.B. von Rekonvaleszentenplasma) innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn reduziere bei älteren COVID-Patienten das relative Risiko eines schweren Verlaufs um ganze 48 Prozent. So die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Rekonvaleszentenplasma im NEJM (=The New England Journal of Medicine ist eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften). 


Never give up:
Erst wenn Du aufgibst, hast Du wirklich verloren. Doch solange Du Deiner Sache treu bleibst, wirst Du erfolgreich sein. Deshalb gib niemals Deine Träume auf. Gib niemals Dich selbst auf. Bewahre Deinen Glauben – auch an Wunder. Denn solange Du lebst, ist alles möglich…
(Songtext von Sia mit Lyrics…)

TOP ODER FLOP? Von Chloroquin bis *Ritonavin – viele Behandlungsansätze gegen COVID-19 werden derzeit vielfach mit Hochdruck getestet, leider bisher bei den meisten Forschungsprojekten noch „ohne“ bewiesenen durchdringenden Erfolg.

Anm.: *Ritonavir ist ein älterer Arzneistoff aus der Gruppe der HIV-Proteaseinhibitoren und wird zur Therapie von HIV-Infektionen und AIDS eingesetzt.


Auch Kreuzreaktionen und Rest-Immunitäten können die Effektivität eines Impfstoffs erheblich reduzieren.

EIN BEKANNTES SELTENES PROBLEM...
Immunverstärkende Antikörper (ADE) GEFAHR gegen das eigene Immunsystem?

Es gibt bei einigen Impfungen allerdings auch eine sehr seltene, schon lange bekannte und gefürchtete Nebenwirkung: Es handelt sich um eine Reaktion des Immunsystems, die praktisch „unvorhersehbar“ ganz plötzlich bei einigen Infektionen auftreten kann, aber eben auch hervorgerufen wird durch die (zwar stark abgemilderten), künstlichen Entzündungsprozesse, die eine Impfung nun einmal auslöst.
Noch nicht restlos geklärt ist diese Wirkung von ADE: ADE – zu Deutsch „Immunverstärkende Antikörper“ – Dies ist ein ganz komplexes medizinisches Geschehen.
ADE könnten die Immunantwort so extrem verändern, sodass es zu einer verstärkten Entzündung, Lymphopenie oder einem sog. Zytokinsturm kommt. Immunverstärkende Antikörper „könnten“ bei „wiederholtem“ echten Viruskontakt von unserem Immunsystem selbst gebildet werden.
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Der kanadische Forscher für Biowissenschaften, Jason *Tetro, gab in seiner Publikation den Anstoß für die öffentliche Diskussion über ADE bei SARS-CoV-2. Er stellte die „Hypothese“ auf, dass die schweren Verläufe bei Menschen auftreten könnten, die bereits ein „wiederholtes“ Mal mit dem Virus infiziert sind.
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Die erste Infektion könnte hingegen auch „unentdeckt“ geblieben sein, da sich keine oder nur sehr milde Symptome zeigten. Es gibt aber noch bisher – vielleicht wegen der noch zu kurzen Zeitdauer – keinerlei Anzeichen dafür, dass dieser ADE-Effekt auch wirklich häufig bei einer natürlichen Infektion mit Sars-CoV-2 auftritt – bei Sars und Mers allerdings beobachtete man bereits (damals) schon mehrfach dieses gefährliche Phänomen bei „natürlichen“ Infektionen.

Anm.: Jason *Tetro ist ein US-amerikanischer Mikrobiologe mit über 25 Jahren Erfahrung in der Forschung, Er schreibt für „The Huffington Post Canada“, „Popular Science“ und andere nationale und internationale Medien. Sein wissenschaftlicher Bestseller ist aktueller denn je: „The Germ Code“. = der „Keim-Code“: Seit Beginn der Menschheit haben uns Keime krank gemacht. Ob es sich bei der Krankheit um eine Erkältung, Grippe, Diabetes oder bestimmte Krebsarten handelt, die wahrscheinliche Ursache sind Keime. Unsere alten Feinde haben vier Familien – Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen – und viele Namen: Ebola, E. coli, Salmonellen, Norovirus, Gonorrhoe. . .und nun Corona… Menschen sind in einen „Krieg gegen Keime“ verwickelt… (Erhältlich im Buchhandel)


NEWS…NEWS…NEWS...

Selbst als die Eskalation des Coronavirus in den USA – in der Golfregion – auf dem Weg zur Stabilität zu sein schien, haben die Vereinigten Staaten nun doch am Montag (22.02.2021) einen weiteren, traurigen Meilenstein überschritten: Nachweislich seien 512.000 Todesfälle – durch Corona zu beklagen, berichtete die Johns Hopkins University – fast 1 von 800 Amerikanern. (www.newssplinter.com).

Siehe auch ausführlicher alle Daten beim WORLDOMETER: Zu finden hier am Ende dieser Seite zum weiterblättern unter: 6. News-Updates einfach anklicken…


Kleiner Ausflug in die Immunologie?

Killerzellen: Die primäre T-Zell-Antwort (einfach erklärt) auf im Blut zirkulierende Antigene wird ganz wesentlich im Knochenmark geprägt.

Unsere T-Lymphozyten können Tumorzellen, fremde Zellen oder virusinfizierte Zellen – in einem gesunden Immunsystem – gezielt abtöten. So entwickeln sich naive T-Zellen zu aktiven Killerzellen (zytotoxische Zellen) oder sog. Gedächtniszellen. Die T-Zell-Immunität bleibt derzeit weiterhin robust:
Eine Anfang des Monats auf dem Preprint-Server bioRxiv veröffentlichte Studie liefert erste Erkenntnisse zur T-Zell-immunität, die Hoffnung machen.

25.03.2021:„Es ist schon mehrfach gezeigt worden dass die Antikörperantwort bei den Corona-Varianten nicht mehr so gut ist, die T-Zell-Antwort scheint aber nach wie vor robust zu sein“, schreibt der Biochemiker Dr. Emanuel Wyler auf Twitter. Der Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin fasst die Ergebnisse in seinem Thread zusammen. „Das könnte eine Erklärung sein, warum die Impfstoffe auch bei den Varianten immer noch wirken, bzw. vor allem schwere Krankheitsverläufe, durch die nach wie vor funktionierende T-Zell-Antwort, verhindern.“ Derzeit wird bereits zu Impfstoffen der nächsten Generation geforscht. Sie sollen T-Zellen effektiver stimulieren können. Ein Team der Biotechnologie-Firma Gritstone Oncology aus Emeryville, Kalifornien, soll bereits an einem experimentellen Impfstoff arbeiten, der zusätzlich den genetischen Code für Fragmente mehrerer Coronavirus-Proteine enthält, von denen bekannt ist, dass sie T-Zell-Antworten auslösen. Die klinischen Versuche hierzu haben bereits im ersten Quartal 2021 begonnen.


MUTANTEN-VARIANTEN…

VIRUS-VARIANTEN VERÄNDERN SICH STÄNDIG SELBST – DURCH IMMER WIEDER NEUERE MUTATIONEN…

25.02.2021 – Derzeit bereiten drei neue Coronavirus-Varianten Experten Sorge: Sie scheinen noch ansteckender zu sein als der ursprüngliche Wildtyp von Sars-CoV-2. Interessant ist, dass sich diese Veränderung unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen des Erdballs entwickelt und durchgesetzt hat. Experten sprechen von einer konvergenten Mutation.

Folgende drei „Variants of Concern“ stehen gegenwärtig unter genauer Beobachtung:

  • Die B.1.1.7-Linie verbreitet sich ausgehend von Großbritannien. (mit der Mutation: N501Y und E484K).
  • Die B.1.351-Linie verbreitet sich ausgehend von Südafrika.
  • Die P.1 – Linie verbreitet sich ausgehend von Brasilien.

Zum Beispiel unter dem Namen „B.1.1.7“ werden einige der neuen Coronavirus-Mutationen aus Großbritannien zu einer sogenannten „Viruslinie“ zusammengefasst. Darunter auch die N501Y Mutation, die schon seit Ende 2020 für besonders viel Unruhe sorgt. (Quelle: netdoctor.at)

Diese 3 bekannten Virus-Linien tragen mittlerweile schon aktuell alle zusätzlich die neuen, gefährlicheren Mutationen N501Y und E484K.

Update

Die britische SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 ist daher nun wohl nicht nur ansteckender, sondern mit Blick auf die Mortalität auch gefährlicher…(www.aerztezeitung.de). 

06.04.2021: Der Anstieg der Neuinfektionen insgesamt und der durch die sehr ansteckende Variante B 1.1.7. wird laut RKI weiter zu einer „deutlich ansteigenden“ Anzahl von COVID-19-Patienten in Kliniken führen.


JAPAN – aktuell

26.02.2021: Die Gesundheitsbehörden in Japan haben mehrere Fälle einer neueren Variante von SARS-CoV-2 gemeldet, die die Wirksamkeit der derzeit verfügbaren COVID-19-Impfstoffe beeinträchtigen könnte. Die Variante mit der E484K-Mutation wurde bereits in 91 Fällen in der Kantō- Region (Tokyo et al.) und in zwei Fällen an Flughäfen nachgewiesen. Die Variante stammt wahrscheinlich aus Übersee, unterscheide sich aber wiederum etwas von der britischen und der Süd-Afrikanischen Variante E484K.
Quelle: https://www.aerzteblatt.de


März 2021: Die rekombinanten neuen Mutanten sind da…

Wieder einmal hat sich ausgezahlt, dass in Großbritannien die dort zirkulierenden Sars-CoV-2 intensiv genetisch überwacht werden: Britische Wissenschaftler konnten die ersten Fälle dokumentieren, in denen sich zwei verschiedene Linien von Sars-CoV-2 zu einer neuen Virusvariante vermischt haben, wie sie in einer noch nicht von Experten begutachteten Publikation auf virological.org schreiben.

Dies kann geschehen, wenn eine Person gleichzeitig mit zwei verschiedenen Viruslinien infiziert ist. Wenn sich beide in derselben Zelle vermehren, kann es passieren, dass beim Zusammenbau der neu entstehenden «Nachkommen-Viren» genetische Bruchstücke von beiden «Eltern-Linien» zufällig in einem einzigen Virus vereinigt werden.

Das auch „Rekombination“ genannte Phänomen ist von Coronaviren bekannt, aber auch bei Grippeviren sehr wichtig. Entsprechend ist auch derzeit bei allen der nun identifizierten Rekombinanten einer der «Elternteile» ein B.1.1.7-Virus.
Es war daher schon von Wissenschaftlern erwarte worden, dass es zur Entstehung von rekombinanten Sars-CoV-2 kommen würde. Insgesamt identifizierten die Forscher acht verschiedene Rekombinanten, sechs davon hatten bereits schon das Spike-Protein der B.1.1.7-Linie.

Laut einer in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift «Nature» publizierten Untersuchung aus Großbritannien haben Personen, die sich mit einem Virus aus der Linie B.1.1.7 des neuen Coronavirus angesteckt haben, ein erhöhtes Risiko, an der Infektion zu sterben.

Bereits Ende Januar hatten die Experten der britischen New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Group (Nervtag ) aus der Auswertung mehrerer Studien geschlossen, dass eine Infektion mit einem Virus aus dieser Linie mit einem höheren Hospitalisations- und Sterberisiko einhergehe.


Die neuen Varianten seien wesentlich ansteckender

Trotz vieler Unterschiede im Erbgut teilen alle drei derzeit diskutierten „Virusmutationen“ ein gemeinsames Merkmal: die o.a. Mutationen wie z.B. die N501Y. Sie betrifft das sogenannte Spike-Protein, mit dessen Hilfe das Coronavirus leichter in menschliche Zellen eindringt. Dank dieser Mutationen sind die Viren viel ansteckender als die ursprüngliche Form (Wildtyp).


Das Coronavirus hat mit der südafrikanischen und britischen Mutante einen „Raketenantrieb“ bekommen, sagen Virologen.

TRICKREICHER VIRUS:
Das „Herzstück“ eines jeden Coronavirus ist sein Genom, ein verdrillter Strang aus fast 30.000 „Buchstaben“ RNA. Diese genetischen Virus-Anweisungen „zwingen“ infizierte menschliche Zellen, bis zu 29 Arten von Proteinen zusammenzusetzen, welche die Vermehrung und Ausbreitung des Coronavirus unterstützen. Derzeit werden weltweit laufend immer wieder neuere Varianten von SARS-CoV-2 gesichtet.

Die erste „D614G-Mutation“ ist schon länger in Europa bekannt. Diese heute hier immer weniger dominierende SARS-CoV-2-Linie hatte sich letztes Jahr 2020 auch schnell in den USA, Kanada und Australien durchgesetzt und wird nun schon fast ersetzt durch immer wieder neuere Variationen…


Bellinzona Wildtyp D614G...war der Erste:


Corona-Virus-Varianten gab es also auch bei uns schon zu Anfang der Pandemie 2020:
Eine Variante von SARS-CoV-2 mit einer D614G – Mutation (für das Spike-Protein kodierende Gen) – trat schon Ende Januar bzw. Anfang Februar 2020 in Europa auf.

05.03.2021: Prof. Dr. Martin Beer, Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut, Insel Riems, berichtet über eine aktuelle Studie zur D614G-Mutation von SARS-CoV-2: Während der ersten Wochen der SARS-CoV-2-Pandemie (letztes Jahr 2020) hatte sich ein klares Muster ergeben: Eine Mutation im Spikeprotein von 614D zu 614G setzte sich damals weltweit durch: Die D614G-Variante…

ZUSAMMENFASSUNG – wie oben schon beschrieben – die bekanntesten drei VIRUS-Varianten –


B.1.1.7 : Im Vereinigten Königreich (UK) entstand eine Variante von SARS-CoV-2,
bekannt auch als B.1.1.7.

B.1.351: In Südafrika trat unabhängig von B.1.1.7 eine andere Variante von SARS-CoV-2 auf, die nun als B.1.351 bekannt ist. 

P.1 : In Brasilien entstand eine Variante von SARS-CoV-2, bekannt als „P.1“ . Diese wurde erstmals im Januar 2021 bei Reisenden aus Brasilien identifiziert, die nach Japan kamen.

NEWS: 10.03.2021: So „kombiniert“ die aktuell neueste Mutation B.1.525 die drei Eigenschaften der britischen, brasilianischen und südafrikanischen Variante und weist zudem auch zusätzlich noch die gefährliche Mutation E484K auf.

Eine erneute Mutation B.1.525 wurde Ende Dezember 2020 erstmals in Großbritannien und Nigeria nachgewiesen und steht nun auch in Deutschland immer mehr unter der Beobachtung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die neue Variante B.1.525 tauchte laut „Gelber Liste“ bereits in 23 Ländern weltweit nachweislich auf. Laut RKI gilt die Variante bisher allerdings nicht wie etwa die britische B.1.1.7 als „Variant of Concern“, sondern lediglich als Variante „unter Beobachtung“.
B.1.525 enthält verschiedene Mutationen, drei davon betreffen das Spike-Protein: Q52R, E484K und Q677H. Mit diesem Protein kann ein Virus an die Oberfläche der menschlichen Zellen leichter andocken. Durch diese Veränderung scheinen die Zellen bestimmte Antikörper auch nicht mehr binden zu können. Das Virus lässt sich also nicht mehr so leicht neutralisieren, es entkommt zumindest teilweise der Immunantwort des Körpers. Man spricht hier – wie schon erwähnt – von FLUCHT- oder sogenannten „Immun-Escape-Mutationen“.
 B.1.525 ist aufgrund seiner genetischen Veränderungen also potenziell in der Lage, mehr Menschen zu infizieren als der ursprüngliche Wildtyp. Auch, dass der Erreger möglicherweise den bislang zugelassenen Impfstoffen entkommen kann, ist nun möglich.

Einer dänischen Studie zufolge erhöht die Infektion mit der B.1.1.7-Variante das Risiko einer Klinikeinweisung um 64 Prozent.

Folgerung: Diese zuerst bekannte – oben angeführte – erste spezifische Mutation, auch D614G genannt, wird von diesen oben genannten drei Varianten geteilt. Es gibt den „Varianten“ die Möglichkeit, sich deutlich schneller zu verbreiten als die bisher vorherrschenden Viren, die nun wierum von der neueren Variante verdrängt werden… (Quelle: CDC – Centers for Disease Control and Prävention)


https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/

Harter Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie? Corona-Virusvarianten… Mutanten…

Was genau bewirken Virus-Mutationen?
Das Spike-Protein von SARS-CoV-2 dient dem Virus als Eintrittspforte in die Zelle, indem es z.B. an der „D614G-Mutation“ andockt. Die Mutation besteht aus drei kleineren Peptiden, die in offener oder geschlossener Konformation vorliegen können. Je mehr Peptide „offen“ sind, desto leichter kann das Spike-Protein des Virus dort andocken. Die neue Mutation scheint die Peptidverbindungen auch deutlich zu lockern, was eine offene Konformation erheblich begünstigt und damit auch eine sofortige Infektion wahrscheinlicher machen könnte.

VOC = variants of concern: Besorgniserregende Virus-Varianten sind Virus-Mutanten, die sich in ihren Erreger-Eigenschaften – wie beispielsweise der Übertragbarkeit, der Virulenz oder der „Empfänglichkeit“ (gegenüber der Immunantwort von genesenen oder geimpften Personen) nun relevant von den bisher bekannten, herkömmlichen VirusMutanten unterscheiden. (RKI)

Wie schnell mutiert Sars-CoV-2?

Es ist anzunehmen, dass auch in Zukunft sich Sars-CoV-2 durch immer wieder neuere Mutationen weiter an das menschliche Immunsystem anpassen wird. Wie schnell das geschieht, hängt maßgeblich von der Größe der aktiv infizierten menschlichen Population ab. Je mehr Infektionsfälle – regional, national wie international – auftreten, desto stärker vermehrt sich das Coronavirus – und desto häufiger treten dann auch Mutationen immer wieder erneut auf.
Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/covid-19/coronavirus-mutationen/?

Das heißt:
Je mehr von uns Menschen die „AHA“-Regeln mit allen Konsequenzen streng beachtet werden – umso weniger Infektionsfälle, umso schlechter kann sich Sars-CoV-2 verbreiten. Wenn dann noch die Menschheit mit wirksamem Impfungstoff versorgt ist, dann…bekommen wir vielleicht unser altes, liebes Leben wieder zurück…Die AHA+L-Formel bezeichnet die drei gängigen wichtigen Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung: Abstand, Hygiene und Alltagsmasken, zu denen entsprechend neuer Erkenntnisse die Lufthygiene (Aerosolbildung) hinzukommt.


Es folgt nun eine recht detaillierte Darstellung einzelner Mutanten (farblich differenziert): Wer sich hierfür nicht so interessiert, kann den längeren Abschnitt einfach ganz überspringen 😉


VoC = besorgniserregende Varianten:

Variante VoC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01, auch B.1.1.7 genannt, ist die bekannte sog. englische Variante: 

Die im April 2020 durch ein Team um den Virologen David Montefiori (USA: Duke University in North Carolina) erstmals entdeckte D614G-Variante von SARS-CoV-2 hatte sich damals schon rasend schnell weltweit ausgebreitet. Lange wusste man nicht, welche Funktion diese Mutation hat oder ob sie gefährlich ist. Das können Wissenschaftler jetzt beantworten und deutlich bejahen. Diese wird nun aber ersetzt bzw. verdrängt:

Erstmals im „November“ 2020 in England festgestellt wurde die damals noch neue B.1.1.7-Linie: Auch bezeichnet als „Variant of Concern“ 202012/01, diese Variante wurde zuerst von „Public Health England (PHE) GOV.UK“ – entdeckt.
So kann man derzeit aber dabei zusehen, wie sich diese B.1.1.7 Variante, die nun – wie gesagt – erst Ende 2020 erstmals in England entdeckt wurde, sich bei uns rasant ausbreitet und die D614G-Variante (ursprüngliche Linie) komplett verdrängt.
So gebe es auch Hinweise, dass die B.1.1.7 Variante auch für mehr Todesfälle verantwortlich sei. Grundlage hierfür war eine Vorab-Veröffentlichung der „New and Emerging Respiratory Virus Threats Advisory Groupeiner Beratungsgruppe der britischen Regierung. Darin berechneten die Autoren, dass das Sterberisiko für Personen, bei denen eine Infektion mit dieser neuen Variante bestätigt wird, um etwa 35 % höher ist. Die britische Variante B.1.1.7 hat erneut wieder bereits verschiedene Mutationen entwickelt. Das heißt: Die B.1.1.7 Variante mutiert derzeit erneut ständig weiter.

Es gibt noch mehr beunruhigende Neuigkeiten zur B.1.1.7 Variante: Kürzlich haben britische Wissenschaftler in Proben dieser Variante eine zusätzliche Mutation entdeckt. Dabei handelt es sich um die E484K-Mutation im Spike-Gen, die auch sowohl bei der südafrikanischen (B.1.351) als auch der brasilianischen (P.1) Variante vorkommt.

Da die Virus-Linien (= Varianten) selbst jeweils ein individuelles Set an Mutationen aufweisen, kann es sich auch nicht um irgendeine eingeschleppte Variante aus Südafrika oder Brasilien handeln.

Die Veränderung sei laut Wissenschaftlern des Francis-Crick-Institute ganz „spontan“ und offenbar mehrfach unabhängig voneinander in den einzelnen Ländern entstanden. Dies deute darauf hin, dass die britische Variante selbstständig diese neue E484K-Mutation entwickelt hat. Dies wurde nun erst Ende Januar 2021 bekannt.
Anm.: The Francis Crick Institute, kurz auch The Crick genannt, ist ein britisches Forschungsinstitut für das Gebiet der Biomedizin. (Wikipedia)

Aktuelles im Fokus – 10.03.2021: Bei einem Reisenden aus Sachsen ist aktuell am Berliner Flughafen BER eine wiederum neuere  SARS-CoV-2-Variante B.1.525 entdeckt worden. Diese Variante ähnelt nach Angaben des Diagnostik-Unternehmens Celgene, das die Probe untersucht hat, der englischen Variante B.1.1.7, weist aber in ihrem Genabschnitt für das Spike-Protein zusätzlich – wie die südafrikanische und brasilianische SARS-CoV-2-Variante – die gefährliche Mutation E484K auf. So „kombiniert“ die Mutation B.1.525 die Eigenschaften der britischen, brasilianischen und südafrikanischen Variante.

Die derzeitige B.1.1.7 Variante hat bisher bereits über 25 Mutationen – darunter nun auch die gefährliche Mutation: N501Y.Diese Mutation scheint für die deutlich erhöhte Infektiosität dieser Variante generell verantwortlich zu sein. Zu schwereren Erkrankungen soll es jedoch wohl nicht führen. Auch die Wirksamkeit von Impfungen sei laut aktueller Studien hier wohl noch nicht eingeschränkt.
Diese Variante herrscht derzeit auch bei uns z.Zt. in Europa und vor allem auch in den USA.
Großbritannien hat auf den Anstieg von B.1.1.7 mit strengen Sperren reagiert und auch andere Länder haben versucht, seine Ausbreitung mit Reisebeschränkungen zu verhindern. Bei der Variante B.1.1.7 gehen immer mehr Experten davon aus, dass sie tatsächlich in der Lage ist, sich deutlich schneller (auch wieder erneut mutiert!) zu verbreiten.

Die B.1.1.7-Linie wurde inzwischen in über 50 weiteren Ländern entdeckt. Diese trägt nun auch neben der E484K-Mutation noch zusätzlich die gefährlichere Mutation N501Y:

Diese gefährlichere TYP-Virus-Variante V2 alias N501Y.V2 oder auch die B.1.351 genannt, ist eine wieder durch Mutation entstandene neuere Variante des Coronavirus. Auch für diese Variante B.1.351 geht man von einer höheren, d.h. schnelleren Übertragbarkeit aus. Mehrere Studien weisen auch darauf hin, dass Menschen, die an der ursprünglichen Variante schon einmal erkrankt waren oder einen auf dieser beruhenden Impfstoff erhalten haben, weniger gut (vor einer erneuten Infektion) geschützt sind – da die neutralisierenden Antikörper, die das Immunsystem gebildet hat, gegen das veränderte Virus wesentlich weniger wirksam sind.


Die Südafrika- und Brasilien-Varianten

SÜDAFRIKA: Die B.1.351-Linie (N501Y.V2) hat sich zuerst in Südafrika ausgebreitet. Neben der N501Y verstärken hier weitere Mutationen (N501Y, E484K, K417N) mit „vereinten Kräften“ nun die Bindungsfähigkeit des Spike-Proteins.

Die N501Y.V2 Variante stammt aus der Linie: B.1.351. Südafrika hat nun die neue V2 „Variante“ wegen der N501Y-Mutation nun auch einfach N501Y.V2 genannt.

Bereits am 18. Dezember 2020 kündigten die nationalen Behörden in Südafrika die Entdeckung dieser neuen Variante N501Y.V2 von SARS-CoV-2 an, die sich in drei Provinzen Südafrikas rasch verbreitet hat.

Die alte Linie B.1.351 (oder auch alias N501Y.V2), die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, weist genauso wie die britische B.1.1.7 ebenfalls auch die neue Mutation N501Y auf. Daneben zeichnet sie sich zusätzlich auch durch die E484K-Mutation aus, die sich – wie die britische Variante in England – selbst in Südafrika entwickelt hat.

ESCAPE-MUTATIONEN MACHEN SORGE:
Diese zusätzliche Mutation E484K gilt unter Experten als mögliche sog. Fluchtmutation:

Bei der E484K-Mutation gab es schon 2020 erste Labor-Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim Impfstoff erwarten ließen. Diese Mutation stand im Verdacht, eben diese „Immun-Evasion“ des Virus zu ermöglichen:
So könne eine „Erstinfektion“ mit der ursprünglichen Viruslinie nicht sicher vor immer neueren „Reinfektionen“ mit dieser oder neueren Varianten schützen. Diese zusätzliche Mutation E484K gilt (unter Experten) also als mögliche Fluchtmutation: Also eine „Flucht-Anpassung“ des Coronavirus an das menschliche Immunsystem. Das könnte bedeuten, dass unsere wichtigen Antikörper, die das Immunsystem gegen die ursprüngliche Form von Sars-CoV-2 entwickelt hat, B.1.351 nicht mehr vollständig erkennen könnten. Die Betroffenen könnten sich also leicht ein zweites Mal anstecken.

Anm.: Unter einer „Immunevasion“ versteht man einen Vorgang, bei dem sich Pathogene mit Hilfe von spezifischen Mechanismen oder Mutationen einer Erkennung durch das Immunsystem entziehen. Das Immunsystem wird vollkommen wirkungslos.

Während B.1.1.7 – die englische Variante aus Großbritannien ebenfalls unter anderem die Mutation N501Y aufweist, hat die phylogenetische Analyse gezeigt, dass die Typ-Variante N501Y.V2 aus „Südafrika“ – wie oben erwähnt – wiederum aus derzeit „zwei“ unterschiedlichen Virus-Mutationen (V2) besteht:

Südafrika

Seit Ende 2020 breitet sich in Südafrika eine Variante mit der Bezeichnung B.1.351 oder 501Y.V2 aus, die acht charakteristische Mutationen im Spike-Gen aufweist, von denen drei die Rezeptor-Bindedomäne betreffen (K417N, E484K und N501Y).

Diese neuere V2-Typ-Variante: N501Y.V2 kommt also nun aus Südafrika = Die Variante ist auch – wie schon erwähnt – als ursprüngliche B.1351- Linie bekannt. Sie trägt, ebenso wie die B.1.1.7-Linie auch: Die E484K-Mutation und die gefährlichere Mutation N501Y. Kürzlich hieß es aus dem südafrikanischen Expertengremium, dass diese Variante zwar um 50 Prozent ansteckender sei, als die ursprüngliche Variante, aber nicht tödlicher. Diese neue V2-Typ-Variante: N501Y.V2 ist mittlerweile nun auch bei uns in Europa angekommen…

Brasilien

22.01.2021: Eine wiederum neuere Corona-Virus-Variante kommt nun derzeit zu uns aus Brasilien:
B 1.1.28. die aber schon bereits wieder erneut in die P.1 Linie mutiert ist… Ihre Eigenschaften deuten manche Forscher in Manaus als erstes Zeichen, dass es im Kampf gegen Covid-19 in den nächsten Wochen und Monaten zu einem harten Rückschlag in der Bekämpfung der Pandemie kommen könnte: Die P.1 – Mutation war zuvor bekannt als (B.1.1.28.1). Diese also von der Linie B.1.1.28 abstammende SARS-CoV-2-Variante P.1. wurde erstmals Ende 2020 im brasilianischen Staat Amazonas entdeckt und ähnelt stark in ihren Veränderungen der südafrikanischen Variante B.1351-Linie.  So weist auch P.1 die wichtige N501Y Mutation auf. Auch dieser P.1-Virus-Stamm ist hoch ansteckend. Eine erhöhte Übertragbarkeit wird ebenfalls als denkbar erachtet. Fachkreise sind zudem beunruhigt, weil P.1 – neben anderen – auch die Mutation E484K aufweist. So mehren sich Berichte aus der schwer betroffenen Amazonas-Region, dass P.1 nachweislich bereits genesene Covid-19 Patienten erneut infizieren kann. 

12.02.2021 — Die neue CoronavirusVariante mit dem Kürzel B1.1.28 war im Januar bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen 


DIE LINIEN: B.1.1.7, B.1.351 und P.1 breiten sich nun rasant weltweit und in einigen Staaten mit großer Dynamik aus (Risk Assessment des ECDC). Ob und in welchem Maße die neuen Varianten (Linien) die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe beeinträchtigen, ist derzeit noch nicht sicher abzuschätzen. Diese Aspekte werden derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.

Die Wirkung liege nun daher hier bei einigen Impfstoffen – wie z.B. dem Vektor-Impfstoff von Janssen (J&J) – nur noch unter 60 %.

Experten machen Mut: Corona-Impfstoffe können recht schnell an Mutationen angepasst werden…

SARS-CoV-2 verändert sich wohl immer wieder, aber Experten machen Mut: Die schon verfügbaren COVID-19-Impfstoffe können relativ schnell auf neue Coronavirus-Mutanten umgestellt werden. Auch die Zulassung für solche Varianten-Vakzinen sei einfach zu gestalten. 
Siehe link: https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/SARS-CoV-2-Varianten-Die-Impfstoffentwicklung-haelt-Schritt-417369.html

BioNTech

WICHTIG: Erste Entwarnung gab eine Studie diesbezüglich bereits Anfang Januar 2021: Das Immunsystem von Menschen, die mit „BioNTechs BNT162b2-Impfstoff“ geimpft wurden, ist dazu derzeit noch sicher in der Lage, ein von Forschern entwickeltes Pseudovirus mit einer der relevanten „Punktmutationen“ im Spike-Protein (N501Y.V2) zu neutralisieren. (!) Diese Mutation soll für eine gesteigerte Infektiosität des Virus verantwortlich sein. Immunschutz gibt es hier auch (noch) derzeit gegen die Variante B.1.1.7. Die Forscher (um Muik et al.) schließen daraus, dass der durch den BNT162b2 Impfstoff vermittelte Immunschutz „vermutlich“ auch bei der neuen B.1.1.7-Linie derzeit noch wirksam ist.

Molekulare Surveillance in Deutschland

Die Surveillance wird aktuell weiter ausgebaut: Zirkulierende SARS-CoV-2-Viren werden in Deutschland zunehmend auf der Ebene der Genombestimmung molekularbiologisch mit Hochdruck untersucht.

QUELLEN:
WHO und Robert-Koch-Institut (RKI) – Weitere Informationen und Empfehlungen des RKI zu besorgniserregenden Varianten finden sie dort ausführlicher.


Die Forscher sind am meisten besorgt über die mittlerweile nun schon ACHT (8!) dieser B.1.1.7– Mutationen, welche die Form des Coronavirus (vor allem die „Spikes“) verändern, die das Virus verwendet, um sich an Zellen zu binden, um möglichst schnell hinein in die Zellen zu kommen.

WICHTIG! Unser Umgang untereinander:

Das Potenzial für Virusmutationen steigt mit der Häufigkeit von Infektionen bei Menschen und Tieren. Daher ist die Verringerung der Übertragung von SARS-CoV-2 durch Verwendung etablierter Methoden zur Krankheitsbekämpfung ein kritischer Aspekt der „globalen“ Strategie zur Verringerung des Auftretens von Mutationen, die negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben.

Passen Sie gut auf sich auf… der Umgang untereinander ist entscheidend…

Die Politik ist gefragt: Die Aktivitäten zur Kommunikation und zum Engagement im eigenen Umfeld – der Stadt oder der Gemeinde – müssten derzeit erweitert werden, um der Öffentlichkeit die Auswirkungen von SARS-CoV-2-Varianten auf die öffentliche Gesundheit nochmals zu erläutern… und die Bedeutung fortlaufender vorbeugender Maßnahmen zur Verringerung der Übertragung wie das Tragen von Gesichtsbedeckungen, das Üben von Händehygiene und Hustenetikette (sowie das sich streng daran Halten) zu betonen: Physische Entfernung, gute Belüftung und totale Vermeidung überfüllter Orte.


NEU – Kassenleistung:
Neue SARS-CoV-2-Varianten-Labortestung bei positivem PCR-Test nun möglich…

18. Februar 2021: Corona-Virus- Mutationen – Eine labormedizinische Mutanten – Abklärung bei positivem PCR-Test ist jetzt möglich: Das Bundesgesundheitsministerium hat die Coronavirus-Testverordnung zum 16. Januar und erneut zum 25. Januar 2021 angepasst. Das sind die wesentlichen Neuerungen und Klarstellungen:

Bei einem positiven PCR-Test besteht „Anspruch“ auf eine variantenspezifische PCR-Testung, um eine Virusvariante frühzeitig zu erkennen und zu erfassen.
Anspruchsberechtigt sind alle Personen mit einem positivem PCR-Testergebnis – auch symptomatische Patienten, die im Rahmen der Krankenbehandlung getestet wurden. Ziel ist es, die sich hier derzeit ausbreitenden „SARS-CoV-2-Varianten“: B.1.1.7,  B.1.351 und B1.1.28 (Japan) schnellstens zu erkennen.


05.03.2021: Die Analyse der Genomsequenzdaten zeige, dass die Variante B.1.1.7 bereits die zweithäufigste in Deutschland detektierte Variante von SARS-CoV-2 sei, berichtet das RKI.

Impfstoffprobleme durch Virusmutation?

Während die Corona-Impfstoffe offenbar bei der B.1.1.7.-Variante weiterhin wirksam sind, zeigt sich bei der mutierten Version ein anderes Bild: Erste Laboruntersuchungen haben ergeben, dass Antikörper aus dem Blut von Menschen, die mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin geimpft wurden, diese neue Variante mit der zusätzlichen E484K-Mutation weniger gut neutralisieren können. Das war auch schon bei Experimenten mit der südafrikanischen Variante festgestellt worden.

Die neue Mutation (E484K) sorgt in derzeitigen „Forschungsobjekten“ auch für Probleme bei den beiden Moderna und BionTechImpfstoffen:

Chinesische Forscher (Wang et al.) haben aktuell keine guten Neuigkeiten über die Wirksamkeit der Impfung bei anderen Mutationen (Varianten) zu berichten. Sie untersuchten die Immunantworten auf verschiedene Pseudoviren von 20 Probanden, die entweder den Moderna (mRNA-1273)- oder den BioNTech (BNT162b2)-Impfstoff erhalten haben. Eine relevante Mutation war dabei unter anderem die E484K-Mutation. Das ist – wie gesagt – eine der Hauptmutationen der „südafrikanischen“ Virusvariante (Typ 501Y.V2). Auch hier gab es schon erste Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim neuen Impfstoff erwarten ließen.

Was Wissenschaftler hier deutlich beunruhigt ist, dass die neueste Mutation (E484K) eine gefährliche *Immun-Evasion des Virus und auch „Reinfektionen“ zu ermöglichen scheint. Untersuchungen haben gezeigt, dass „Antikörper“, die normalerweise gegen andere Corona-Virus-Varianten gebildet wurden, gegen diese E484KMutation weniger wirksam sind.

Anm.: Als *Immun-Evasion (von lateinisch evadere „entkommen, entrinnen“) bezeichnet man einen Vorgang, bei dem pathogene Keime – wie VIREN – mithilfe von Mutation oder spezifischen Mechanismen „einer Abwehr durch das Immunsystem entgehen“ können. (Quelle: Doc-Check-News – 20.01.2021)


Dass die Schutzwirkung der neuen Impfstoffe vor moderaten bis schweren Verläufen bei Probanden in Südafrika nur bei 57 Prozent lag, zeigt in jedem Fall, wie „robust“ und gefährlich die südafrikanische Mutante B.1.351 im Vergleich zu der ursprünglichen Mutante von SARS-CoV-2 („D614G-Mutation“) ist.

Das hatte auch die Novavax-Studie deutlich gezeigt. Dennoch kann der Impfstoff auch in Südafrika vor schweren Verläufen schützen und Todesfälle vermeiden.
Bei den mRNA-Impfstoffen ist das bislang noch nicht ganz so eindeutig. Zwar haben sowohl Moderna als auch BioNTech neutralisierende Aktivität gegen die Südafrika-Variante nachgewiesen. Reale Daten aus einer randomisierten Studie gibt es aber bisher hier nur für die neuen, sich noch nicht auf dem Markt befindlichen Impfstoffe von „Novavax“ und „Johnson & Johnson“ (J&J).


MODERNA…neuer Booster Impfstoff geplant

26.02.2021: Univadis  from medScape: Aktuell hat Moderna die Herstellung einer Version seines Impfstoffs abgeschlossen, die eine Infektion durch die Virus-Variante B.1.351 verhindert, eine Variante, die erstmals in Südafrika identifiziert wurde. Das Unternehmen schickt eigenen Angaben zufolge Dosen dieses mRNA-1273.351-Booster-Impfstoffs an die National Institutes of Health zur Evaluierung in einer klinischen Studie.

Neuere Impfstoff-Optimierung auch bei anderen Herstellern

AstraZeneca und die University of Oxford werden ihren Impfstoff nun ebenfalls so optimieren, dass er auf Virusvarianten mit Mutationen abzielt, die der südafrikanischen Version mit dem Namen B.1.351 ähneln. Im Herbst 2021 könnte es dann erst vielleicht soweit sein... „Es werden Anstrengungen unternommen, um eine neue Generation von Impfstoffen zu entwickeln, mit denen der Schutz auf neuere Varianten als „Booster Jabs“ umgeleitet werden kann, wenn sich herausstellt, dass dies erforderlich ist“ , sagte Sarah Gilbert , Ph.D., aus Oxford. Der Impfstoff war bisher deutlich weniger wirksam durch die Variante B.1.351. (Quelle: FIERCE pharma)


So bemerkten Forscher bei der südafrikanischen (B.1.351) und brasilianischen Variante (P.1) neben den veränderten Greifarmen die weitere Mutation im Erbgut, genannt E484K. Sie scheint der Knackpunkt bei der Immunabwehr zu sein. ForscherInnen schätzen, dass sich die Ansteckungsgefahr um 50 bis 75 Prozent erhöht hat.
So zeigt Untersuchungen, dass die Mutation E484K dem Virus helfen könnte, den schützenden Effekten von bereits gebildeten Antikörpern gegen SARS-CoV-2 teilweise zu entgehen: Das nennt man „Immun-Escape-Mutation“ (Flucht-Mutation).

NOCH im Februar 2021 sah es danach aus, als ob die neuen langen Lockdown-Wochen zum Jahresanfang sich gelohnt hätten: Der R-Wert lag zuletzt bei etwa 0,9. Zehn Infizierte steckten also im Durchschnitt nur neun andere an, die Fallzahlen sanken. Ist die Ansteckungsgefahr der Mutante allerdings wirklich um 35 Prozent höher, dann bedeutet das auch, dass ihr R-Wert höher ist.

März 2021: Das RKI schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als sehr hoch ein:

Und es kam wie es kommen musste:

  • Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) steigen die Fallzahlen in Deutschland wieder weiter stark an (18.03.2021)
  • Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt nun weiter deutlich.

Mitte März 2021: Der R-Wert liegt derzeit über der kritischen Schwelle von eins – was durchaus nun – durch die Mutationen – erklärbar ist, dann könnte das exponentielle Wachstum von vorne beginnen lassen und eine neue, dritte Infektionswelle anschwellen lassen. Wie gut der gerade verlängerte Lockdown ausreicht, um auch die Ansteckungen mit der englischen Variante B.1.1.7 & Co. zu bremsen, ist noch völlig unklar.


KI sagt Mutationen „voraussichtlich“ VORAUS…?

ACH JA… Die Zukunftsmusik: Mutationen von Viren voraussagen lassen – und zwar mit künstlicher Intelligenz: Offenbar funktioniert das aber schon ganz gut. Eine KI, die normalerweise Sprache analysiert, scheint dafür bestens geeignet zu sein. Wen es interessiert, findet hier Wissenswertes u. a. bei:
https://healthcare-in-europe.com/de/adv_search/index.html?term=Infektion


Prädiktoren – COVID-19:
Neuer klinischer „Score“ soll auch frühzeitig den Krankheitsverlauf voraussagen können:

15. Januar 2021: Damit COVID-19-Patienten mit voraussichtlich „mildem“ Verlauf früher aus dem Krankenhaus entlassen werden können, haben Wissenschaftler ein mathematisches Modell entwickelt. Es benötige ausschließlich Routinedaten und keine aufwendige Zusatzdiagnostik, heißt es in der Vorveröffentlichung der MedUni Wien

LABOR-BESTIMMUNG: Das Modell könne anhand des Verlaufs von 3 Laborwertendem C-reaktiven Protein (CRP), dem Kreatinin und der Thrombozytenzahl im Blut – in Kombination mit dem Patientenalter und der Körper­temperatur am Aufnahmetag (über oder unter 38°C) „günstigere Krankheitsverläufe von hospitalisierten COVID-19-Patienten mit hoher Treffsicherheit prognostizieren“, schrieben die Autoren. (DOI: 10.1101/2020.12.20.20248563v1). Die Arbeit wurde noch keinem Peer-Review Verfahren unterzogen.

Als Prädiktoren des klinischen Verlaufs wurden ausschließlich die Laborwerte untersucht, die in Österreich wie auch Deutschland innerhalb der ersten vier Krankenhaustage als Routine-Infektionsdiagnostik erfasst werden.

Studien-Erstautor Stefan Heber vom Institut für Physiologie am Zentrum für Physiologie und Pharma­kologie der MedUni Wien konnte bereits die Routinelabordaten von 363 COVID-19-Überlebenden und 78 mit COVID-19 verstorbenen Krankenhauspatienten aus 3 österreichischen Kliniken in seine Analyse einbeziehen. Ihre SARS-CoV-2-Infektionen waren zuvor per PCR-Test gesichert worden. (Quelle: www. aerzteblatt.de)


NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…

11.01.2021: Warten auf Evidenz: Ein Update zur weltweiten Forschung an COVID-19-Therapeutika…

Auch wenn die Entwicklung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus mit nie gekannter Geschwindigkeit vorangeht, richten sich doch Hoffnungen darauf, dass es auch gelingt, schnell andere Medikamente zur Behandlung bereits Infizierter zu finden. Im Fokus stehen da insbesondere Arzneimittel, die schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. Denn diese umzufunktionieren kann wesentlich schneller gelingen als eine grundständige Neuentwicklung.

Die weltweite Forschungstätigkeit ist immens und wird immer unübersichtlicher. Dieser Beitrag wirft einige Schlaglichter auf den aktuellen Stand der Entwicklung von COVID-19-Therapeutika. (26.01.2021: Quellen-Angaben nachzulesen bei: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19.)



Lieferengpässe – Widersprüche etc.:

Leider kann man sich die Impfstoffe derzeit nicht aussuchen… man muss das nehmen, was gerade da ist… wenn es denn dann da ist…

23.01.2021: Die Lieferengpässe und widersprüchliche Aussagen großer Impfstoffhersteller sorgen aktuell für wachsende Verärgerung nicht nur in Europa. Nach dem US-Konzern Pfizer kündigte nun auch das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca an, zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU-Staaten ausliefern zu können als geplant. Angesichts verzögerter Impfstofflieferungen hat EU-Ratspräsident Charles Michel den Herstellern mit rechtlichen Schritten gedroht. Die EU erwarte, dass die Verträge eingehalten werden. (www.tagesschau.de)


Bin ich nun schwer krank?

Corona: Frühphase: Wichtige Symptome…

In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 bisher mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen.

Nein, nicht jeder mit einem positiven Test wird zwangsläufig krank! Ist jemand infiziert („angesteckt“), bedeutet das zunächst einmal nur: Das Virus hat es geschafft, in den Körper zu gelangen und sich dort zu vermehren.

Dauer der Corona-Erkrankung: Es variiert stark von Mensch zu Mensch, wie lange Covid-19 andauert. Wer mild betroffen ist, erholt sich meist innerhalb von zwei Wochen wieder. Schon etwa eine Woche nach der Ansteckung bildet der Körper Abwehrstoffe („Antikörper“), die die Viren mithilfe weiterer Abwehrzellen unschädlich machen. Bei vielen Menschen funktioniert das offenbar so gut, dass sie keine oder nur geringe Symptome bekommen.

Bei mildem Verlauf: Viele Infizierte entwickeln Symptome, die einer schwereren Erkältung oder Grippe ähneln. Dazu zählen etwa Fieber, Husten, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, seltener auch Übelkeit und Durchfall. Auch ein Verlust des Geruch- und Geschmacksinns kann auftreten. Im Mittel dauert es fünf bis sechs Tage, bis (nach der Ansteckung) diese Symptome auftreten.

Bei einigen Menschen kommt es schon einen Tag nach der Ansteckung zu Symptomen, bei anderen erst nach zwei Wochen (deshalb wird man bei Verdacht auf Corona auch für zwei Wochen in Quarantäne geschickt). In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen. Ob sich dies durch die nun erwartete Zunahme an gefährlicheren MUTANTEN ändert, bleibt abzuwarten…


MUTANTEN

24.01.2021: Der Berliner Virologe Christian Drosten warnte nochmals vor der Verbreitung der britischen Corona-Mutation B.1.1.7. / „Das ist leider gefährlicher, als wenn es tödlicher geworden wäre; denn jeder neue Infizierte wird dadurch mehr Menschen anstecken und jeder dieser Menschen wiederum mehr Menschen, sodass die Zahl der Infizierten exponentiell wächst.“

Die andere Coronavirus-Variante (Mutante) 501Y.V2 – auch als B.1.351 – wurde in Südafrika – wie oben erwähnt – zuerst entdeckt und ist mittlerweile in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, bereits nachgewiesen.


DATEN:

15.03.2021: Das zugrunde liegende Coronavirus hat sich mittlerweile in mehr als 190 Ländern ausgebreitet. Derzeit werden aus den USA, Brasilien, Indien und Russland die höchsten Fallzahlen gemeldet.

In Europa verzeichnen ItalienSpanienFrankreichDeutschland und das Vereinigte Königreich die meisten Corona-Infektionen.

SARS-CoV-2 Infektionen/-Todesfälle:

Deutschland: Aktuell sind zirka 2,6 Millionen Corona-Erkrankungen (bei über 83 Millionen Einwohnern) bestätigt und fast 74.000 Todesfälle (in Verbindung mit oder an dem Virus) registriert.
USA: Fast 30 Millionen bestätigte Infektionen (EK) gibt es aktuell in dem Land (mit knapp 330 Millionen Einwohnern). In absoluten Zahlen gemessen, gibt es hier die meisten Corona-Infektionsfälle „weltweit“ und über eine halbe Million (535.000) Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus…
Weltweit finden sich insgesamt 120 Millionen Corona-Erkrankungen und 2,7 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Genaue, ständig aktualisierte Daten täglich nachzulesen bei: https://www.worldometers.info/coronavirus/


TEST..TEST..TEST..TEST..TEST..TEST..TEST..TEST..TEST..TEST..

medRxiv

MEDRIX – the Preprint service for health science

Antikörper-Cocktail

NEUE ERKENNTNISSE – COVID-19: Ist man *seropositiv oder seronegativ“?
Seropositivität begünstigt deutlich die erneute Antikörperantwort auf mRNA-Impfstoffe:
Bei den seropositiven, aber asymptomatischen Patienten, die bereits eigene Antikörper gegen das Virus gebildet hatten, hatte die Behandlung mit einem „Antikörpercocktail“ bisher sehr gute Erfolge erzielt:

USA: Die Forschungsgruppe (Institutional Review Board der Universität von North Carolina) untersuchte longitudinale SARS-CoV-2-spezifische Antikörper-Antworten vor und nach der Impfung bei Personen mit und ohne vorherige Infektion. Die Antikörperantwort auf die erste Impfstoffdosis war bei Personen, die vor der Impfung seropositiv waren, fast „doppelt so hoch“, wie bei Personen, die seronegativ waren, was darauf hindeutet, dass eine „vorherige“ SARS-CoV-2-Infektion eine gute Immunantwort auf die erste Dosis eines Impfstoffs auf mRNA-Basis auslöst.

Erkenntnis: Eine vorausgegangene SARS-CoV-2-Infektion scheint also eine ausreichende Immunantwort auf eine erste mRNA-Impfstoffdosis zu begünstigen. Man hat Antikörper gebildet. Warum das so wichtig ist: Eine einzelne mRNA-Impfstoffdosis könnte bei seropositiven Personen einen schon tatsächlich ausreichenden Schutz gegen SARS-CoV-2 bieten.

Anm.: Als *seropositiv bezeichnet man Personen, bei denen im LABOR mit Hilfe serologischer Untersuchungsmethoden „ANTIKÖRPER“ schon gegen spezifische „ANTIGENE“ nachweisbar sind.

Studiendesign

Longitudinale Beobachtungs-Kohortenstudie zur Untersuchung der Auswirkung von SARS-CoV-2 auf die Antikörperantwort auf mRNA-basierte Impfstoffe bei medizinischem Personal mit/ohne Nachweis einer vorausgegangenen Infektion.

Anm.: Dieser Artikel ist ein Preprint und wurde noch nicht von Experten begutachtet [was bedeutet das?]. Er berichtet über neue medizinische Forschungsergebnisse, die noch evaluiert werden müssen und daher noch nicht als Leitfaden für die klinische Praxis dienen sollten. (Quelle: Ciccone EJ & al – medRxiv  23.02.2021) Auszug: Bericht von Liz Scherer Clinical Essentials  01.03.2021 in UNIVADIS.

Es gibt viel häufiger – als man annimmt sog. Reinfektionen mit deutlich schwererem Verlauf – also nach überstandener Corona-Infektion, die leicht verlief bzw. auch bei unerkannt gebliebenen Infektionen – wie sie gehäuft z.B. in Krankenhäusern beim „Personal“ auftreten könnten.


PCR-Tests bleiben weiterhin der Goldstandard
bei der Detektion von Sars-CoV-2

Das gilt auch für den Nachweis von „mutierten“ Coronaviren: Bei der mobilen Point-of-Care-Lösung von „Medsan“ können auch Infektionen mit Mutationen weiterhin zuverlässig detektiert werden. Mit dem Ultra-RT-PCR Gerät „BioeXsen“ wird das RdRp-Gen (ORF1ab-Region) detektiert. (www.apotheke-adhoc.de)
Im Gegensatz zum Antigenschnelltest wird hier auch der sogenannte Ct-Wert ermittelt, mithilfe dieses Wertes können Aussagen darüber getätigt werden, wie ansteckend eine Person ist.

Siehe hierzu Ausführlicheres zum Ct-Wert unter: 6. News-Updates (Am Ende dieser Seite den Blog-Artikel anklicken)


Schnelltests sind unwirksam bei Mutanten:

„Schnelltests“ im engeren Sinne sind die Antigen-Tests: Wie bekannt, bleiben diese beim Nachweis der neuen Mutanten (Varianten) tatsächlich völlig unbeeinflusst, da sie nicht das Spike-Protein nachweisen, sondern nur das Nukleokapsid (N) – also das „Nukleo-Protein“, das durch diese Virus-Mutation nicht betroffen ist.

S-Protein und N-Protein beim Spike- Protein:

Die neuen Mutationen treten bislang u.a. in den Haupt-Domänen des S-Proteins auf. Sollte es jedoch auch zu Mutationen im N-Protein kommen, so tangiert dies dann vielleicht doch diese Antigen-Tests und erfordert vielleicht eine vielleicht erneute Evaluation (Erforschung)?
Anm.: Das SARS-CoV-2 wird aus vier Strukturproteinsorten aufgebaut: S (Spike), M (Membrane), E (Envelope) und N (Nucleocapsid).


NEU – Mutanten-Test:

10.02.2021: Bei einem „positiven“ PCR-Test können niedergelassene Ärzte nun aktuell also auch im Labor direkt eine Untersuchung auf eine „Virusvariante“ veranlassen: Eine wesentliche Neuerungen der Coronavirus-Testverordnung (!) Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) wurde vom Bundesge­sundheitsminis­terium (BMG) erneut angepasst.


AKTUELLES:
Sonntag, 28.03.2021

In der Corona-Pandemie steigt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz weiter und liegt aktuell bei 129,7.
Die Intensivbetten sind im Moment erneut so stark ausgelastet wie zu den Spitzenzeiten im Frühjahr 2020. Über 3000 Patienten werden dort behandelt. Es konnten aber weniger Todesfälle als in der Vorwoche verzeichnet werden. (Quelle: FOCUS Online)

Zum Beginn der Osterferien sind – trotz aller Appelle zum Reiseverzicht – Tausende Urlauber nach Mallorca geflogen. Der bayerische Ministerpräsident Söder fordert die strikte Umsetzung der Notbremse. Forderungen nach einem erneuten Bund-Länder-Treffen sieht er kritisch. „Es braucht nicht ständig immer wieder neuere Gespräche, sondern allein die exakt konsequente Umsetzung der Notbremse“, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“.


Macht Dänemark uns nun vor, wie es richtig funktioniert?

Nach einem Inzidenzwert über 600 (!) wurde in Dänemark ein harter Lockdown verhängt… nur die Grundschulen waren noch offen. Die Zahlen sanken so schnell und erfreulich, dass dänische Epidemiologen nun davon ausgehen, endlich die Lage im Griff zu haben, nämlich: Mit hoher Eigenverantwortung, gepaart mit konsequenter Nachverfolgung und strenger Quarantäne von Infizierten soll dies möglich machen, dass bald wieder gelockert werden kann. Hat Dänemark gelernt, mit Corona umzugehen?

Muss Deutschland nicht auch diesen Weg gehen? Der Virologe Prof. Timm von der Uniklinik Düsseldorf ist hier skeptisch: “ Vergleiche mit anderen Ländern sind schwierig“.., sagte er. „In Deutschland diskutieren wir sehr viel über alle möglichen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und weniger die Eigenverantwortung von uns Menschen. Werden neue Regeln verkündet, ging es bisher darum, was denn jetzt überhaupt noch erlaubt sei? Und nicht darum, wie wir unser eigenes Verhalten hinterfragen. Vom Verhalten jedes Einzelnen und zügigen Impfungen nämlich wird in den kommenden Wochen und Monaten alles Weitere abhängen.

Dänemark will die Corona-Beschränkungen nach und nach weitgehend aufheben, sobald alle Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind, geimpft sind. Die dänische Regierung geht davon aus, dass dieses Ziel bis Ende Mai 2021 erreicht sein wird. Mit weiteren Impfungen und einem Corona-Pass soll auch öffentliches Leben wieder möglich werden. Für die Lockerungen erhöht Dänemark seine ohnehin guten Testkapazitäten, um maximal 400.000 PCR- oder Coronaschnelltests pro Tag machen zu können. Andere Maßnahmen bleiben dagegen bis auf Weiteres bestehen – darunter auch die strengen Einreisebeschränkungen. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Für den Gesundheitsminister Spahn ist ein abermaliger, harter Lockdown mittlerweile bei uns wieder unvermeidlich. Erst nach dem Brechen der dritten Welle dürfe man über Öffnungsschritte reden. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen (27.03.2021) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 124,9. Damit ist der Wert so hoch wie seit dem 19. Januar (131,5) nicht mehr.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) wurde laut RKI am 03.04.2021 (Ostersamstag) schon mit 131,4 angegeben, drei Wochen zuvor lag die Zahl noch bei 79,1.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie (Anfang des Jahres 2020) genau 2.893.883 derzeit nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.013.


IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…

30.03.2021 – DOC CHECK-Beitrag:

ZUM SCHLUSS NOCH DAS LETZTE…das Allerletzte…

Der vermeidbare ständige Impf-Ärger:
Ein offensichtlicher Fehler nur in Deutschland?

Der wichtigste Weg aus der Pandemie aber ist das Impfen. Genau gesagt, begehen wir in Deutschland derzeit einen ganz gravierenden Fehler, der sich leicht beheben ließe:

„Hauptsache korrekt“: Ein typisch deutsches Prinzip mit Schwächen. Es gibt Therapiealternativen, die in anderen Ländern wie die USA, Israel und Großbritannien ihre Wirksamkeit immer deutlicher zeigen:
Die Länder impfen, impfen… impfen.., und zwar ganz unbürokratisch…was das Zeug hält.

GERMANY LAST MINUTE? Tja…die wichtigste Frage bleibt…wir haben ja wohl nicht genügend Impfstoff – wie kann dies geändert werden? Und jetzt noch das Drama in Deutschland um AstraZeneca…

Was läuft denn dort in den anderen Ländern eigentlich anders? Es wird dort sehr pragmatisch geimpft. Möglichst viele in möglichst kurzer Zeit. Und wenn noch was übrig ist, wird im Notfall draußen gefragt, wer noch keine Impfung hatte, bevor der Impfstoff verfällt.

Das heißt: Im Gegensatz zum deutschen „Hauptsache korrekt“, gilt dort „Hauptsache schnell und viele“. Und dieser „Therapieansatz“ funktioniert, in Israel fallen die Infektionsfälle – mehr oder weniger rasant – exponentiell.

Es hilft doch allen, wenn möglichst schnell geimpft wird. Im Endeffekt geht es ja vor allem auch um den Unterschied zwischen individuellem Schutz („möglichst korrekt die richtigen Impflinge identifzieren“) und Gemeinschaftsschutz („wenn ich möglichst viele in kurzer Zeit impfe, schütze ich damit doch auch die Schwachen“).

Natürlich sollte eine gewisse Priorisierung sein, die ja in diesen Ländern auch praktiziert wird (wenn auch deutlich grober als in Deutschland).

Aber die Neid-und-Bürokratie-Debatte, die hier gerade in Deutschland geführt wird, lähmt uns mehr, als sie nutzt. Sobald eine Gruppe die Impfung zugesagt bekommt, schimpft schon die nächste, dass sie doch viel wichtiger sei.


03.04.2021: GUTE IDEEN
Hausärztechef für allmähliche Aufgabe der Impfreihenfolge…

Bei einer Zunahme der Impfstoffliefermenge wirbt der Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt für eine allmähliche Aufgabe der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus:
„Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist“, sagte der Bundesvorsitzende des deutschen Hausärzteverbands der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (03.04.2021).
Bald müsse der Blick des Hausarztes aber deutlich stärker auf die Gesundheit der einzelnen Menschen wandern: „Ein Mann von 69 Jahren mit Hypertonus und Diabetes sollte vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin“, sagte Weigeldt.


CORONA? Ein schier unlösbares Problem, oder?
WIR SCHAFFEN DAS…!

Der Lauf der Zeit: Es ist so, wie es ist, die Welt dreht sich weiter und wird sich immer weiter verändern.

„Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung“… Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit (*um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.) hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.

Optimistisch…positiv denken: Wer in Veränderungen Chancen sieht und der Vergangenheit nicht nachtrauert, der lebt im Hier und Jetzt und freut sich auf die Zukunft…oder hofft in Coronazeiten doch wenigstens guten Mutes auf eine bessere…



Hier ein EMA- Link zur Comirnaty (Pfizer/BionTech Impfstoff) – Impfung für alle, die sich „vor“-bereiten wollen bzw. wissen wollen, wie geimpft wird: 😉 https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/comirnaty-epar-product-information_de.pdf


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