LESEDAUER: 30-60 min. (je nachdem wie intensiv) )
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“- Display… 😉


Dieser Artikel ist recht ausführlich. Er stellt – aus dem weltweiten „Feld der wissenschaftlichen Forschung und Hintergründe der Impfstoff-Hersteller“ – einige wenige aktuelle Ergebnisse derzeitiger Sars-CoV-2 – Impfstoff-Projekte nur ansatzweise dar. Für „Experten“ sicher viel zu wenig, für medizinische Laien vielleicht etwas schwierig…


Wer hätte vor zwölf Monaten gedacht, dass dieses Jahr 2020 in einem Lockdown endet? Mit einer Pandemie mit Tausenden Toten, mit Ärzten und Pflegepersonal am Rande der Erschöpfung. Mit Monaten des Streits um die richtigen Rezepte und „Goldstandards“ im Umgang mit der Krise. Am Silvestertag blickten wir im „EvidenzUpdate“ zurück und ziehen ein Resümee… Was haben wir gut gemacht in der Pandemie? Was lief schlecht? Auch Politiker und Ärzte sind nur Menschen und nicht allwissend… alle lernen wir im Moment täglich dazu und geben unser Bestes… Für Ärzte wird diese Impfung eine ungeheure Mammutaufgabe, zahlreiche Fragen tun sich auf…

Nationalismus mit der Spritze?

25.01.2021: Bei den EU-Quoten wurden von den Impfstoffherstellern viele zugesagte Lieferungen aktuell gestrichen, während andere Staaten pünktlich mit Corona-Vakzinen beliefert werden – in der Europäischen Kommission herrscht Empörung über Pfizer... Und Astra Zeneca – In Zahlen: Statt der vertraglich zugesicherten 80 Millionen Dosen sollen es nur noch 31 Millionen werden – zuvor werde England ausreichend erst beliefert.
Für die EU ist es der zweite Rückschlag nach der zuvor erfolgten Kontingent-Kürzung des BioNTech/Pfizer-Verbundes, der sich auf Umbauarbeiten in seinem belgischen Werk in Puurs berief…Die EU muss warten – und wird mit einem ziemlich üblen Trick abgespeist.

Beim US-Unternehmen BioNTech/Pfizer beugt man sich (allen Absprachen zum Trotz) dem Trump-Prinzip „America First“. Bei Astra Zeneca bremst man zwar die EU aus, nicht aber Großbritannien.
Eine Klage der EU gegen Impfstoffhersteller stehe sogar jetzt im Raum. (Quelle: Aeztezeitung.de: Von Detlef Drewes – veröffentlicht: 25.01.2021)

NEWS…NEWS…NEWS… findet man am Ende des Blog-Artikels.

DAS WICHTIGSTE ZUERST:

Wie viel Impfstoff sollte Deutschland ursprünglich von welchem Hersteller nach jetzigem Stand (Anfang Januar 2021) im Falle einer Zulassung bekommen? Ist dies alles nun hinfällig? Diese Frage ist derzeit (Ende Januar 202) noch völlig offen…

Ursprünglich vorgesehen und schon vor Monaten über die EU von Deutschland bestellt::

1. Biontech/Pfizer: mindestens 60 Millionen Dosen über die EU sowie eine „gesicherte“ Option auf weitere 30 Millionen Dosen national (Impfstoff bereits zugelassen. Die Europäische Union hat am Freitag, 8. Januar 2021, weitere 300 Millionen Impfdosen bei Biontech/Pfizer bestellt.
2. Moderna: 50,5 Millionen Dosen über die EU, auch wird hier über zusätzliche Dosen national verhandelt (Impfstoff bereits zugelassen)
3. CureVac: mindestens 42 Millionen Dosen über die EU sowie eine Option auf 20 Millionen Dosen national
4. AstraZeneca: 56,2 Millionen Dosen über die EU
5. Johnson&Johnson (JANSSEN): 37,25 Millionen Dosen über die EU

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/coronavirus-impfung-faq-1788988

Derzeit noch in der Erprobung sind u.a. auch folgende potentielle Coronavirus-Impfstoffe:
Impfstoffe der zweiten Generation (!)

  • Start-Up Prime Vector Technologies (PVT) (Tübingen) entwickelt auf der Basis eines viralen Virusvektor Plattformtechnologie innovative Impfstoffe der nächsten Generation.
  • Start-Up baseclick (Neuried bei München) – RNA-Impfstoff
  • Start-Up Belyntic (Berlin) entwickelt einen Peptid-COVID-19-Impfstoff mit der Uniklinik Bonn.

AKTUELLE ÜBERSICHT:
RNA-Impfstoffe:
BioNTech – Moderna – Curevac
Vektor-Impfstoffe:
Astrazeneca – Janssen – Sputnik V (russisch)…
(Neuere in Deutschland derzeit noch in Erprobung: UKT/IDT/)


FÜNF IMPFSTOFFE aktuell: EINE VISION?

Januar 2021: Derzeit oder in“ naher Zeit“ verfügbar sind drei „mRNA“- Impfstoffe und zwei „Vektor“- Impfstoffe.

Bei SARS-CoV-2 ist vieles anders. Nicht alles ist neu: Einiges konnten sich die Wissenschaftler auch schon vor vielen Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon Impfstoffe entwickelt, die sich in klinischen Studien befanden. Man wusste zum Beispiel auch schon, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es designt.

19.12.20: Die US-Arzneimittelbehörde „FDA“ hatte – außer dem Biontech/Pfizer-Impfstoff – ebenfalls für den mRNA-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna schon recht früh eine erste „Notfallzulassung“ für die USA sowie Israel erteilt.

NEWS: COVID-19: Die EU-Kommission erteilte nun auch dem mRNA-Impfstoff „Moderna“ im Januar 2021 eine EU-weite Zulassung…ein Hoffnungsschimmer…?

Nachdem also die Europäische Kommission nun (06.01.2021) auch dem (von „Moderna“ entwickelten) COVID-19-Impfstoff eine europaweite, bedingte Zulassung erteilt hat, ist dieser damit der zweite in der EU zugelassene Impfstoff gegen COVID-19. Die Zulassung erfolgte wenige Stunden nach der positiven wissenschaftlichen Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur „EMA“ und der anschließenden Billigung durch die Mitgliedstaaten. Die Empfehlung der EMA stützt sich auf eine sehr gründliche Bewertung der Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffs.

Nach den Phase-III-Studiendaten der Corona-Vakzine von MODERNA soll dieser Impfstoff auch bei „älteren“ Menschen sehr effektiv wirksam sein. Alle Phase-III-Studiendaten sind nun veröffentlicht: Dieser Moderna-Impfstoff (mRNA-1273) ist ähnlich wirksam und verträglich wie die mRNA-BioNTech/Pfizer-Vakzine – aber vor allem viel „einfacher zu lagern“:

BioNTech und Pfizer arbeiten außerdem vereint daran, den Impfstoff gemeinsam weltweit zu vermarkten (mit Ausnahme von China, das bereits durch die Kooperationen mit anderen Firmen gebunden ist).

Im Vergleich zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer braucht MODERNA (mRNA-1273) „keine ultratiefe Kühlung“. Die neue Vakzine kann nach Herstellerangaben bis zu 12 Stunden bei Raumtemperatur, 30 Tage im Kühlschrank (2-8°C) und bis zu vier Monate im Gefrierschrank (−20°C) gelagert werden. (Quellen: NEJM 2020; online 30. Dezember (COVE-Studie, Kommentar); Meldung von Moderna. (Quelle: ÄRZTEZEITUNG Januar 2021)

USA: Die Ergebnisse der Coronavirus Efficacy (COVE) Studie zum Moderna Impfstoff mRNA-1273 sind jetzt im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Die Vakzine wurde vom Unternehmen Moderna und dem US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) gemeinsam entwickelt.

Ähnlich wie bei der mRNA-Pfizer/BioNTech-Vakzine setze der volle Schutz bei „MODERNA“ ebenfalls etwa 10 Tage nach der ersten Dosis ein, mit einem „maximalen“ Effekt erst nach der zweiten Dosis.


1… 2… 3… 4… 5…

DIE ERSTEN FÜNF IMPFSTOFFE

Das Mainzer Unternehmen Biontech hatte in dem US-Konzern Pfizer einen renommierten Partner gefunden, der viele Millionen Vakzine herstellen kann. Das Mainzer-Unternehmen „BIONTECH“ und sein US-Partner PFIZER sowie der US-Konzern MODERNA“ , gefolgt vom britischen Pharma-Konzern ASTRAZENECA (der mit der Uni Oxford zusammenarbeitet) sind nun 2021 die „ERSTEN“:
Hier lag die letzte Phase III bis Jahresende 2020 der EMA vor. Und mit der Biontech-Auslieferung und der von Astrazeneca wurde zuerst im Dezember 2020 schon in Großbritannien begonnen. Nun wurden dann auch inzwischen im Januar 2021 die anderen EU-Länder – wie z.B. Deutschland – mit BioNTech und Moderna beliefert. Allerdings mit viel weniger Impfstoffen als geplant… dazu später mehr…

Ebenso auf gleicher Höhe sind offenbar derzeit das Tübinger Unternehmen „CUREVAC“ und der US-Konzern Johnsons & Johnson, hier dauere die Auslieferung aber doch noch länger, evtl. bis in den Herbst hinein…


Der mRNA – BioNTec – PFIZER – Impfstoff
mit dem neuen Namen „Comirnaty®(vorher: BNT162b2) war als Erster da: Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.

Auch der BioNTech-Impfstoff wurde nun doch schon am 21. Dezember 2020 von der EMA auch für Europa zugelassen. Seit 27.12.2020 wird auch in Deutschland (2x) damit geimpft: CORMINATY  ist vorerst der offizielle Name des Corona-Impfstoffs von BioNTech.

11. Januar 2021 – Wichtiger Hinweis: Die zweite Impfung NICHT verschieben!
INFO der STIKO: Zweite Dosis des Corona-Impfstoffes „nicht“ aufschieben: Der Hersteller Biontech hatte darauf hingewiesen, dass in der Phase-III-Studie die „Sicherheit und Wirksamkeit“ des Impfstoffs nur für den Fall untersucht wurde, dass auch die zweite Dosis exakt 21 Tage nach der ersten Impfung „zuverlässig“ erfolgt.(!)

Anders als in den USA hatte die EMA hier keine Notfall­zulassung, sondern eine „ordentliche“ Zulassung ausgesprochen. „Damit ist ein wichtiger Unterschied für die Menschen verbunden, die sich impfen lassen möchten“, sagt Professor Glaeske, „weil nur in diesem Fall der Hersteller für Impf­zwischenfälle und unerwünschte Ereig­nisse haftet.“ Der Experte vermutet, dass es viele Monate dauern wird, bevor alle, die sich impfen lassen wollen, ihre Impfung auch bekommen haben. Anm.: Professor Dr. Gerd Glaeske (*1945) ist Impfexperte, Pharmazeut und Gesundheitswissenschaftler an der Uni Bremen. (Quelle: www.aerztezeitung.de)

Auf die einzelnen Impfstoffe wird noch im weiteren Verlauf einzeln eingegangen.


DER 1. VEKTOR-IMPFSTOFF in Europa:

ASTRA-ZENECA („Lebend-Impfstoff“ als Vektor-Impfstoff) ebenfalls mit „Notfallzulassung“…bisher aber nur in „England“. Eine schnelle Zulassung für Europa sei nun evtl. für Ende Januar 2021 vorgesehen…

30.12.2020: London – Die britische Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) hat dem SARS-CoV-2-Impfstoff AZD1222 der Firma AstraZeneca, der von Forschern der Universität Oxford und ihrem Spin-out-Unternehmen (zu Deutsch: Ableger) „Vaccitech“ entwickelt wurde, eine Notfallzulassung erteilt. Ein „Antrag“ auf bedingte Marktzulassung bei der EMA erfolgte nun am 12. Jan. 2021.
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Dieser Vektor-Impfstoff AZD1222 (ChAdOx1 nCoV-19) (der University of Oxford und Astra Zeneca) verwendet eine nicht zur Replikation fähige Version eines harmlosen Adenovirus, das normalerweise Schimpansen befällt. Das Virus ist mit dem Gen für das komplette Spike-Protein von SARS-CoV-2 beladen. Nach der intramuskulären Injektion des Impfstoffs wird in den Muskelzellen dann das Spike-Protein gebildet, das eine Immunreaktion gegen SARS-CoV-2 mit der Produktion von Antikörpern und der Bildung von T-Zellen veranlassen soll.


Näheres hierzu weiter unten im Text…

Ein wichtiger Kritikpunkt unter EXPERTEN ist auch die Tatsache, dass dieser Vektor-Impfstoff ASTRAZENECA bisher ausschließlich nur an Probanden UNTER 55 Jahren getestet wurde (!)

Januar 2021 – Corona-Vakzin: AstraZeneca beantragt EU-Zulassung:
Bei der Europäischen Kommission ist nun auch – wie erwartet – der Antrag für die Zulassung dieses zweiten Astrazenica-Impfstoffs gegen COVID-19 eingegangen. Laut Behördeninformationen könnte es (nach der Prüfung) doch schon bis zum 29. Januar 2021 die Genehmigung für den Impfstoff geben.

Er eignet sich zum Einsatz in Hausarzt-Praxen!

AstraZeneca-Vakzin: Das Mittel könnte dann später auch der Hausarzt impfen… der Impfstoff kann bei Kühlschranktemperatur (2–8°C) transportiert und gelagert werden.



Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Es handelt sich um winzige Partikelchen… eigentlich nur um gut verpacktes Erbgut aus DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle (mit Spike-Proteinen) umgeben ist. Sie sind nur im Elektronenmikroskop sichtbar. Außerdem können sie sich nur mit Hilfe einer „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) vervielfältigen und verbreiten. Viren können nicht eigenständig leben, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen also eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können.

Im Folgenden werden nun aus Wissenschaft und Forschung – aus aller Welt – erfolgsversprechende alte und „neue“ Impfstoff-Ansätze vorgestellt :

SINOPHARM – klassische Tot-Impfstoffe – ohne gentechnisches Verfahren –
Sinopharm setzt bei der Impfstoffherstellung auf die Metho­de mit inaktivierten Viren.

CHINA – NEU: Am 30.12.2020 wurde ein Impfstoff von Sinopharm, einer Firma aus Wuhan für China „bedingt“ zugelassen. Dem Impfstoff der „China National Biotec Group“ (CNBG), einer Tochterfirma von Sinopharm, sei eine „bedingte Zulassung“ erteilt worden. Auch hier laufen noch parallel die Phase III- Studien…Es handelt sich um einen Impfstoff mit „inaktivierten“ Viren. Sinopharm hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor COVID-19 bietet.
Anm.: Totimpfstoffen  = inaktivierte Impfstoffe: Bislang fehlt es international weitgehend an Vertrauen in die chinesischen Vakzine, auch weil kaum Testergebnisse veröffentlicht wurden.
Bisherigen Angaben zufolge hat Sinopharm zwei inaktivierte „Ganzvirus“-Impfstoffe in der Entwicklung, also klassische Totimpfstoffe, die mittlerweile in mehreren Phase-III-Studie geprüft wurden.
Dabei gibt es in China neben Sinopharm mit „Anhui Zhifei Longcom“, CanSino, und Sinovac noch drei weitere Unternehmen, die auf Hochtouren an einem neuen Impfstoff arbeiten.
Sinopharm hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor COVID-19 bietet. Die Daten hätten gezeigt, dass der Impfstoff die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.
Laut der von Sinopharm angegebenen Daten ist das nun in CHINA schon zugelassene chinesische Präparat deutlich „weniger“ (!) wirksam als die mRNA-Impfstoffe von BioNTech-Pfizer und Moderna, die nach Angaben der Hersteller über eine Wirksamkeit von 95 Prozent verfügen. Allerdings kann das chinesische Vakzin nach Angaben des Herstellers bei normaler Kühlschrank-Temperatur gelagert werden. Im September 2020 hatte der Impfstoff auch eine Notfallzulassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten sowie Anfang November 2020 in Bahrain.
Anders als andere uns bekannte Impfstoffe nutzt die chinesische Vakzine „keine gentechnischen“ Verfahren. Vielmehr beruht es auf der klassischen Methode, durch abgetötete Coronaviren eine Immunreaktion auszulösen.

VEKTOR-IMPFSTOFF…der erste…

(11.08.2020) Russlands früher Corona-Vektor-Impfstoff: „Gam-Covid-Vac“ (SPUTNIK-V):
Hauptsache Erster…

Erster russischer Vektor-Impfstoff schon Im Sommer 2020

Der Sputnik-V-Impfstoff wurde in Russland bereits nach der Phase II zugelassen, aktuell läuft immer noch die Phase III.
Mit dieser Nachricht überraschten russische Medien im Sommer 2020 den Rest der Welt: Mit „Gam-COVID-Vac Lyo“ habe man den ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Die Tochter des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei bereits geimpft, so die skurrile Zusatzinfo, die alle bisherigen Berichte zum Thema gemeinsam haben. Es wurde damals erst das „Militär“ geimpft, dann die Bevölkerung.

Russischer Impfstoff ist „vektorbasiert“… und ähnelt anderen chinesischen Impfstoffen (und auch dem von AstraZeneca).
Am 11. August 2020 stellte Russland schon seinen Sputnik-V-Impfstoff vor. Es handelte sich also schon um einen sogenannten Vektorimpfstoff. Ein „viraler Vektor“ ist ein genetisch modifizierter Viruspartikel, mit dem genetisches Material gezielt in Zellen eingebracht werden kann. Der Ansatz des Impfstoffs basiert hier auf abgeschwächten „Adenovirus-Vektoren“. Wenn einmal ein geeignetes „Trägervirus“ etabliert ist, lässt sich auf dieser Basis (Plattform) prinzipiell gegen jeden gewünschten Erreger eine Vakzine (Impfstoff) entwickeln. Eigentlich genial… (Quelle: www.zeit.de)

DER CLOU: ZWEI VERSCHIEDENE PROTEIN-VEKTOREN in einer Dosis:
Da es bei Vektor-Impfstoffen bekanntermaßen zu Immunreaktionen gegen die Proteine des Vektors kommen kann und diese auch die Immunreaktion auf das SARS-CoV-2-Antigen abschwächen könnten, wird bei Sputnik-V für das Priming (die erste Dosis) ein rekombinanter Ad26-Vektor und für den Boost (die zweite Dosis) wieder ein „anderer“ (!) rekombinanter Ad5-Vektor verwendet. Das System der zwei verschiedenen Protein-Vektoren scheint sich durchzusetzen, hier sucht auch Astrazeneca derzeit den Kontakt zu den russischen Herstellern…

21.11.2020: Russland hat bisher für keinen seiner Impfstoffe eine internationale Zulassung. Die Wirksamkeit von „Sputnik-V“ ist von unabhängiger Seite bisher nicht nachgewiesen. Russland hat das Vakzin zur breiten Anwendung bereits zugelassen und schon recht früh Lieferverträge mit anderen Staaten geschlossen. Zwei weitere Impfstoffe sollen nun 2021 zum Einsatz kommen.


Die meisten anderen Impfstoffkandidaten in Europa können nun allerdings wirklich Hoffnungen wecken – wie z.B. die Oxford Vakzine: Astrazenica (The Lancet: Folegatti et al., 2020), sowie der des amerikanischen Biotechunternehmens Moderna (New England Journal of Medicine: Jackson et al., 2020) oder auch der Impfstoff chinesischer Forscher „Sinuvac“ (Impfstoff mit inaktivierten Viren). (The Lancet: Zhu et al., 2020).


NEWS – aus Russland –

21.11.2020: – Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vor kurzem beim G20-Gipfel der internationalen Gemeinschaft einen breiten Zugang zu dem in Russland entwickelten Impfstoff „Sputnik-V“ angeboten. Sein Land unterstütze die Entscheidung des G20-Gipfels, die Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung des Planeten zugänglich zu machen, sagte der 68-Jährige am Samstag bei dem von Gastgeber „Saudi-Arabien“ als Video-Konferenz organisierten Treffen. Russland sei bereit, seine selbst entwickelten Impfstoffe – es sind drei verschiedene – allen „bedürftigen“ Staaten zur Verfügung zu stellen. Es gehe ihm hier zuerst auch um die „humanitäre Seite“…

Nach Sputnik V gibt es nun also bereits einen zweiten Impfstoff gegen Covid-19 in Russland. Der Impfstoff wurde laut Putin im Forschungszentrum „Vektor“ in der sibirischen Großstadt Nowosibirsk entwickelt und trägt den Namen „EpiVacCorona“. „Soweit ich weiß, haben wir bereits einen dritten Impfstoff in der Entwicklung“, meinte der Kremlchef. Dieses Serum wird derzeit am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften getestet. (Quellen: DAZ= Die Deutsche Apothekerzeitung ist eine unabhängige pharmazeutische Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis)


vfa: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland

LINK: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov


Wie war denn nun bisher der Status der Impfstoff-Entwicklung?

Bis vor wenigen Jahren hätte man von der Virusanalyse bis hin zur Zulassung des Impfstoffs für „konventionelle“ Impfstoffe zirka 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neueste Technologien und auch viel Vorerfahrung durch die Forschung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren (siehe unten) machen nun endlich eine enorme Beschleunigung möglich.

06.01.2020: Wie weit ist aktuell die „weltweite“ Forschung für einen Impfstoff gegen Covid-19? Auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit ca. 247 Impfstoff-Projekte gelistet, von denen sich über 165 schon in einer der vorklinischen Prüfphasen befinden. 48 dieser Impfstoffkandidaten werden bereits in der „Phase III“ getestet.
Über 10 Impfstoffe werden weltweit nun in der abschließend letzten Phase drei der klinischen Studien derzeit an Freiwilligen getestet.

Laut WHO und VfA befinden sich in den letzten Prüfphasen also weltweit viele Impfstoffe, die auf völlig unterschiedlichen „Wirkprinzipien“ beruhen (z. B. DNA, RNA, Protein Subunit oder der besagte Vektor-Impfstoff).


„Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren

Wie funktioniert das Prinzip der Vektorimpfstoffe?
Replizierende virale Vektoren sind harmlose Viren wie etwa das bekannte Impfmasernvirus, in deren Genom nun hier ein Gen von SARS-CoV-2 integriert wurde. In der Regel ist dies das Gen für das Spike-Protein. Im Körper des Geimpften infizieren diese Vektorviren dann die Zellen und vermehren sich, wobei sie auch das Spike-Protein von SARS-CoV-2 bilden. In den Antigen-präsentierenden Zellen wird dann das Protein zerkleinert und „Fragmente“ davon als Antigen den anderen Immunzellen präsentiert, was eine sofortige Immunantwort bewirkt. Nicht replizierende Vektoren enthalten ebenfalls ein Coronavirus-Gen, sie können sich aber nicht mehr vermehren. In Körperzellen führen sie zur Bildung des Coronavirus-Proteins, was ebenfalls zu einer Immunantwort führt. Virale Impfvektoren sind immer so konstruiert, dass sie nicht ins Genom der Zielzelle integrieren, um das Risiko einer Insertionsmutagenese durch die Impfung zu verhindern.

Der neue multivalente Vektorimpfstoff wird zwei verschiedene Antigene des SARS-CoV-2-Virus präsentieren, von denen erwartet wird, dass sie die Immunantwort der mit dem Impfstoff immunisierten Personen verstärken. Die Wirksamkeit der ORFV-Plattform wurde in Tiermodellen zur effektiven Vermittlung von Immunität gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten bereits mehrfach nachgewiesen.

Dr. Ralf Amann, Projektleiter im ORFV-Labor am UKT (Uni-Klinik Tübingen), sagte: „Angesichts der Dringlichkeit, wirksame Therapien gegen COVID zu finden, ist es zutiefst befriedigend, diese historisch einmalige Gelegenheit zu haben, einen Impfstoffkandidaten von der ORFV-Plattform, an der unsere Labors am UTK seit so vielen Jahren fleißig arbeiten, in erste klinische Studien am Menschen zu bringen“ .

ANM.: Die ABL Europe ist die europäische Tochtergesellschaft von ABL, Inc. – ein führender CDMO und CRO, der jahrzehntelange bahnbrechende wissenschaftliche und produktionstechnische Expertise nutzt, um die Entwicklung innovativer Therapien und Impfstoffe voranzutreiben. ABL, Inc. — ist eine Tochtergesellschaft des französischen Bioindustriekonzerns Institut Mérieux,

RUBRIK: Die  „Lebendimpfstoffe“ mit Vektorviren – die schon in meinem anderen parallelen Blog-Artikel: „Corona – Fakten aktuell // 4.1 Impfstoff / Wissen“ beschrieben wurden – stehen in der Forschung derzeit im Mittelpunkt des Interesses – sagt z.B. das „Deutsche Zentrum“ für Infektionsforschung / CanVirex (Braunschweig / Basel, Schweiz) sowie das Start-Up „baseclick“ (Neuried bei München) u.v.m.


Zwei Vektor-Impfstoffe – von Janssen und AstraZeneca sind derzeit vielversprechend und sind teils bereits im Zulassungs-Vorgang. Dazu später mehr…


So wird zudem aber auch an weiteren „neuen“ MVA- basierten „Vektor“-Impfstoffen derzeit fieberhaft gearbeitet:

Ein aktueller MVA- basierter Vektor-Impfstoff (=Modified-Vaccinia-Ankara-Virus) kommt nun demnächst vielleicht aus Deutschland (siehe auch ORF-Virus weiter unten im Text):
Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE Hamburg / IDT Biologika (Dessau-Roßlau) ist hier involviert.

Es ist ein MVA-basierter Impfstoff, der bereits seit Oktober 2020 mit Freiwilligen erprobt wird…
Bei dem Vakzine-Kandidaten handelt sich um einen vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelten Vektorimpfstoff gegen SARS-CoV-2, teilte das PEI (Paul-Ehrlich-Institut) mit.

An diesen o.a. deutschen Zentren wird hier z.Zt. mit Hochdruck ein MVA-basierter Impfstoff entwickelt: Das Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA) ist – wie oben im Text (4.1) schon erwähnt – ein *attenuiertes Pockenvirus, das nun zu Impfzwecken verwendet werden soll. Das Ausgangs-Impfvirus MVA sei bereits schon „vor mehr als 30 Jahren“ an der Universität München entwickelt worden und auch der damals zugelassene Pockenimpfstoff „Imvanex“ sei hiervon abgeleitet worden. Er wurde in Bayern als Pockenvirus-Impfstoff lange verwendet und ist nun ein „Vektor“ zur Impfung gegen Nicht-Pockenvirus-Erkrankungen. (Die Pocken gelten ja bekanntlicherweise als „ausgerottet“).

(Anm.: *Attenuiert = Unter Attenuierung oder auch Virulenz- Minderung (Attenuation) versteht man in der Mikrobiologie die gezielte Verminderung der krankmachenden Eigenschaften eines Erreger.

In diesem neuen MVA-Vektorimpfstoff ist die genetische Information für das Spike-Oberflächenprotein des Corona-Virus nun in die genetische Information des Pocken-Impfvirus MVA („modified vaccinia virus ankara“) eingebaut. Der also mit der genetischen Information von SARS-CoV-2 bestückte virale Vektor „MVA“ kann sich nach Injektion nicht im Körper vermehren.
Die eingeschleuste RNA des SARS-CoV-2-Spikeproteins wird im Körper zum Bau des Spikeproteins nur kurz benutzt. Das Immunsystem erkennt das fremde Spikeprotein sofort und löst so eine Immunantwort aus. Angestrebt wird dabei die Bildung von Antikörpern, bestimmten Zytokinen und T-Zellen für einen anhaltenden Schutz vor SARS-CoV-2.
Dass der MVA-Vektorimpfstoff gegen SARS-CoV-2 die gewünschten Immunantworten und eine Schutzwirkung zeige, sei bereits in präklinischen Modellen der Universitäten Marburg und München demonstriert worden, heißt es in der Mitteilung. (www.aerztezeitung.de)

Durch einen geeigneten „Vektor“ kann also sofort die „Immunantwort“ gesteigert werden. Bei der Suche nach Pandemie-Impfstoffen sind „Vektorimpfstoffe“ derzeit prominent vertreten. Die Basis bilden – wie erwähnt – harmlose, schon gut bekannte Viren, deren Genom zusätzlich noch die „Bauanleitung“ für ein Coronavirus-Protein enthält. So wird das „Impfantigen“ von den Zellen des Geimpften selbst produziert. Zwei Impfstoff-Kandidaten (nach diesem Prinzip) sind – wie gesagt – schon in der klinischen Abschluss-Entwicklung III.


Die weltweite Suche geht weiter…

Nach der „englischen“ EMA-Zulassung des Vektorimpfstoffes von AstraZeneca (schwedisch-britischer Pharmakonzern) folgt hier nun demnächst evtl. die „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“. Der Gründer und Namensgeber des Unternehmens war der belgische Forscher und Chemiker Dr. Paul Janssen (1926-2003).

DER NEUESTE VEKTOR-IMPFSTOFF (mit nur einer Dosis ) (!) von
„Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen-Cilag GmbH“

hat nun bereits schon die klinische Phase III erreicht:
Ad26.COV2.S  nennt sich der Impfstoff von „Janssen-Cilag Internatioal NV“ – Er habe einige Vorteile: Eine EINZIGE Impf-Dosis reiche und er könne im „normalen“ Kühlschrank aufbewahrt werden!

Die EMA prüft seit Anfang Dezember 2020 im „Rolling-Review-Verfahren“ den fünften (vektorbasierten) Corona-Impfstoff: AD26.COV2-S von Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson (USA): Der US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ist der Mutterkonzern des forschenden belgischen Pharmaunternehmens Janssen mit deutschem „Sitz“ in Neuss/NRW. 

Dieser ist bereits auch in den USA, Brasilien und anderen Ländern schon in der Phase III und zugleich nun im „vorgezogenen“ Teil-Prüfverfahren der EMA.

ERFOLGSVERSPRECHEND
EIN IMPFSTOFF – NUR EINE EINZIGE DOSIS: Ad26.COV2.S von Janssen könnte nun (VOR AstraZeneca) schon der vierte (!) in der EU zugelassene Impfstoff werden.

Ende Januar 2021 sollen die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie (ENSEMBLE) nun erscheinen.
Im Februar 2021 könnte Johnson & Johnson dann schon die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Im Januar 2021 ist die Zwischenanalyse der Phase I/IIa von unabhängigen Experten begutachtet worden und im NEJM erschienen. (Anm.: NEJM=Die Zeitschrift „The New England Journal of Medicine“ ist weltweit eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften).

Die Vektor-Vakzine von Janssen bietet – wie oben schon erwähnt – einige andere wichtige Vorteile gegenüber den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna: Eine „einzige“ Impfdosis soll genügen, um eine ausreichende Immunantwort zu induzieren. Zudem kann er bei „Kühlschranktemperatur“ aufbewahrt werden. „Günstiger“ ist er auch noch: 8,50 Dollar pro Dosis verlangt J&J – deutlich weniger als Biontech (14,75 Dollar) und Moderna (18 Dollar).
Ob allerdings die Wirksamkeit des Vektorimpfstoffes an die der mRNA-Impfstoffe auch wirklich heranreicht, müssen die Daten der laufenden Phase-III-Studie aber erst noch zeigen. Zumindest was die Sicherheit und Immunogenität angeht, kann das Präparat erst einmal schon überzeugen. (Quelle: DocCheck)

*ROLLING REVIEW“ VERFAHREN für JANSSEN`s neuen Vektor-Impfstoff AD26.COV2.S:
Dieser neue Impfstoff auf Adeno-Vektor-Basis wurde entwickelt von Janssen-Cilag Internatioal NV, einem Unternehmen der Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson (USA).

Anm.: Eilverfahren – *Rolling review = Während die Impfstoff-Prüf-Phase III des Herstellers noch läuft, arbeitet die EMA bereits alle Forschungsergebnisse aus den Phase II -Studien schon einmal durch. Es ist die letzte Etappe vor dem eigentlichen Zulassungsverfahren. Die Zeit drängt…


JANSSENS VEKTOR-IMPFSTOFF – Ad26.COV2.S : Der COVID-19-Impfstoffkandidat von Janssen nutzt dieselbe AdVac®-Impfstoffplattform des Unternehmens, die auch zur Entwicklung und Herstellung des von der Europäischen Kommission zugelassenen „EBOLA“ Impfstoffes von Janssen und auch zur Konstruktion der Impfstoffkandidaten Zika, RSV und HIV verwendet wurde... (!)
Die EMA und Janssen stützen ihre Aussage auf eine Untersuchung an Schimpansen, die ersten Ergebnisse der Studie wurden schon recht früh im Juli 2020 im Fachjournal „Nature“ publiziert. Aktuell laufen noch die letzten Phase-III-Studien zur Sicherheit, Immunogenität und Wirksamkeit der vektorbasierten Vakzine. Liegt ein robuster Datensatz vor, kann Janssen-Cilag dann sofort auch eine bedingte Zulassung beantragen. Bald scheint es nun wohl soweit zu sein… Ein Hoffnungsschimmer! Veröffentlichte Daten im Fachjournal Nature zeigen, dass der Impfstoff an Primaten einen guten Schutz bietet.


ZWISCHENDATEN FÜR DEN JANSSEN-IMPFSTOFF: Laut Janssen rufe in der Studie der Impfstoffkandidat eine ordentliche Immunantwort hervor, die mindestens 71 Tage anhielte, er habe sich in der Zwischenanalyse auch als gut verträglich gezeigt. Auch Daten zur Dauerverfügbarkeit der Immunreaktionen bei Studienteilnehmern über 65 Jahren würden nun Ende Januar 2021 bekannt gegeben werden.

Janssen erwarte nun die Bekanntgabe für die Phase-III-Daten des Impfstoffes als EINZELDOSIS
zirka Ende Januar 2021. (Auszugs-Bericht aus der Rheinischen-Post (RP: 16.01.2021).

Auch – wie oben schon erwähnt – bleibt die Dessauer Pharma-Firma „IDT Biologika“ aussichtsreicher deutscher Mitwettbewerber um einen „vektorbasierten“ Corona-Impfstoff, der allerdings wohl erst Ende 2021 zur Verfügung steht.

Die Bundesrepublik unterstützt das Unternehmen, indem sie mindestens fünf Millionen Dosen abkauft und einen Vorschuss zahlt. Das gab Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag (23.11.2020) bei einem Treffen mit Konzernspitze und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bekannt. Längst laufen die Tests des Serums. Erst Ende 2021 soll ein beschleunigtes Zulassungsverfahren kommen.

Minister Spahn hob hervor, dass mit Biontech, Curevac und IDT insgesamt drei deutsche Unternehmen derzeit aussichtsreiche Impfstoffe entwickelten. „Impfstoffe sind der wichtigste Schlüssel aus dieser Pandemie heraus“, so der Minister. 
 


Auf die neuen „vektorbasierten“ Impfstoffe wird nun im Text nochmals erläuternd eingegangen.


Die Menschheit wird diese Pandemie nur besiegen, wenn der größte Teil der Bevölkerung geimpft ist… wie oben bereits erwähnt…

NEWS … Winter 2020

„Vier EU-Länder“ sicherten sich schon früh im Sommer 2020 zirka 300 Millionen diverser Corona-Impfstoffdosen: Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben „den Impfstoff“ bei dem britisch-schwedischen Pharmakonzern „AstraZeneca“ bestellt. In dem nun abgeschlossenen Vertrag geht es um bis zu 400 Millionen Dosen des Impfstoffs, den „AstraZeneca“ gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat...

VEKTOR-IMPFSTOFF

Astra-Zeneca mit neuem „Vektor-Impfstoff“ (Lebend-Impfstoff) … Probleme?
Neue Studie nun mit den Entwicklern der russischen Sputnik-V-Vakzine?

AstraZenecas Impfstoff schneidet leider bisher mit einer „Wirksamkeit von 70 % definitiv schlechter ab“ als die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und auch von Moderna (über 90 %). Dieser Wert wird auch bei Menschen mit Komorbiditäten erreicht (73 %).
Für über 55-Jährige kann allerdings auch noch keine klare Aussage zur Wirksamkeit getroffen werden, da sie in den klinischen Studien unterrepräsentiert waren (!)

„Hier geht es – wie bisher bei allen Corona-Impfstoffen – ebenfalls darum, den menschlichen Körper zur Bildung von Antikörpern gegen das „Spike-Protein“ anzuregen. Dies sind jene „Stacheln“ die dem Coronavirus sein besonderes Aussehen verleihen…so die Hamburger Infektiologin Marylyn Addo (Uniklinik Hamburg/Eppendorf).

Dezember 2020: Probleme bei der Herstellung gibt es immer wieder: So hilft nun aktuell wohl auch die neue Zusammenarbeit von Astrazeneca mit den russischen Kollegen…die zwei verschiedene Adenoviren (anstatt nur einem – wie bisher bei Astrazeneca) in ihrem ganz ähnlichen Vektor-Impfstoff benutzen…und das wäre für Astrazeneca wohl sehr interessant…Laut EMA ist die Zulassung wohl trotzdem noch im Januar 2021 vorgesehen…

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca, der mit der Universität Oxford zusammenarbeitet, war schon sehr früh am 23. Nov. 2020 der dritte westliche Konzern, der erste positive Impfstoff-Ergebnisse präsentierte.

JANUAR 2021: In einer neuen klinischen Studie will – wie oben schon erwähnt – der Pharmakonzern Astra-Zeneca, der zusammen mit der Universität Oxford den Vektor-Imfstoff AZD1222 entwickelt, nun aktuell testen, ob die Kombination seines Impfstoffs zusammen mit der „Vektorvakzine Sputnik V“ des russischen Gamaleya-Instituts sicher und immunogen ist. Dieser Sputnik-Impfstoff erhielt bereits sehr früh schon am 11. August 2020 eine Art Notfallzulassung in Russland. Seine Wirksamkeit liege – den „russischen“ Entwicklern zufolge – angeblich bei 92 Prozent… (!)

Dezember 2020: Das Unternehmen Astra-Zeneca plant nun also schon für ihren Covid-19-Impfstoff „AZD1222“ im Januar 2021 eine gemeinsame, „neue“ Studie mit den Entwicklern der russischen Sputnik-V-Vakzine, bei der „beide“ Vektorimpfstoffe kombiniert werden sollen. Das könnte deren Wirksamkeit erhöhen.


Auch hier wurde 2020 von Astra-Zeneca also ein Vektor-Impfstoff entwickelt, der derzeit noch „verbessert“ werden soll. Wie oben schon ausführlich erwähnt: Es handelt um ein einziges abgeschwächtes, für den Menschen per se harmloses Adeno-Virus, das ausschließlich als Transportmittel (Vektor) für einen „ungefährlichen“ Teil der Erbinformationen des Coronavirus dient.

Um es nochmals zu betonen: Vektor-Impfstoffe enthalten also nur den „Bauplan“ für sog. Antigene (Proteine), die das Immunsystem aktivieren…ähnlich wie dann (s.u.) die anderen neuen mRNA-Impfstoffe: Hier werden also keine „Krankheitserreger“ für die Immunisierung benötigt. Es wird eine natürliche Infektion mit dem Virus nur „simuliert“ und sofort danach beginnt die Zelle mit der Abwehrreaktion,, die – mit der Produktion von Antigenen (Proteine) – dann eine Immunantwort auslöst. Mit dieser Methode ist also prinzipiell keinerlei Infektionsrisiko verbunden.

Technologie: Das Vakzin von Astra-Zeneca beruht auf einer ganz herkömmlichen Herstellungsweise. Es handelt sich um einen Vektorimpfstoff, der auf Adenoviren von Schimpansen basiert.

Um es nochmals zu betonen: Es ist also kein mRNA-Impfstoff: Der von Astra-Zeneca eingesetzte Wirkstoff AZD1222 beruht NUR auf der abgeschwächten Version eines harmlosen Adeno – (Erkältungs) – Virus von Schimpansen. Dieses enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirke dann zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern – beide sind für die Immunabwehr sehr wichtig.

Ein großer Vorteil des Impfstoffs: Er kann den Angaben zufolge auch bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad aufbewahrt werden.

Der Nachteil:

Bei dem Impfstoff von Astra-Zeneca besteht z.Zt. der Nachteil, dass sich – wie nun erst bekannt wurde – bei „zwei“ vollen Dosen Impfstoff (im Abstand von mehreren Wochen) doch nur eine Wirkung von 62 % sich zeigt…(Biontech/Pfizer zeige zirka 95%).
Wegen eines Fehlers in der Wirksamkeitsstudie ist der Wert – der mit 90% angegeben wurde – deutlich unsicherer als bei den anderen beiden mRNA-Impfstoffen. Diese nicht unerhebliche Diskrepanz wird also – wie berichtet – derzeit noch weiter erforscht…gemeinsam mit den russischen Forschungsstellen.

Die Freigabe wird nun in Europa wohl doch durch die EMA noch Ende Januar 2021 erfolgen…?

Die EMA lässt nur äußerst gründlich geprüfte Impfstoffe zu, so gibt es hier für Europa erst dann evtl. für „AstraZeneca“ grünes Licht.

MEINE MEINUNG: Bei den beiden mRNA Impfstoffen (BioNTec und Moderna) wurden nur „symptomatische“ Teilnehmer der Studie mittels PCR untersucht. Bei der Studie von AstraZeneca hingegen ALLE Probanden (allerdings nur bis 55 Jahre). Aufgrund des unterschiedlichen Studiendesigns kann man, meiner Meinung nach, noch gar keine Aussage treffen, welcher Impfstoff hier besser oder schlechter ist.

So kann man aber doch schon AstraZeneca (Vektor-Impfstoff) heute schon eine Evidenz für die Reduktion der „Infiziertenrate“ und nicht nur wie bei Biontech und Moderna (mRNA-Impfstoffe) bezüglich der Reduktion von „schweren“ Verläufen einer Infektion konstatieren.

Allerdings ist verwunderlich, dass AstraZeneca überhaupt nicht auf die „Abnahme der Wirkung“ des Impfstoffes bei zweiter Impfung eingeht bzw. auch Konsequenzen daraus zieht… was beim russischen „Sputnik-Impfstoff“ – der für beide Impfungen „zwei“ verschiedene menschliche Erkältungsviren als Vektoren benutzt – offenbar nicht der Fall ist. So ist inzwischen vielleicht auch die neueste Kooperation von Astrazenica im Januar 2021 mit „den Russen“ zu erklären...

Sicher wird es mit der Astrazenica Auslieferung der geplanten 400 Mio. Impfstoff-Dosen – die der britische Konzern mit der EU bereits vereinbart hatte – wohl doch noch etwas dauern…

„Das Abkommen stelle aber auf jeden Fall sicher, dass „später“ Hunderte Millionen von „Europäern“ noch korrekten Zugang zu dem Impfstoff der Universität Oxford haben werden“… erklärte AstraZeneca-Chef Pascal Soriot (*1959). Er ist seit Oktober 2012 Geschäftsführer des multinationalen Pharma-Unternehmens AstraZeneca… „Man werde nun schon einmal rasch beginnen, eine Produktion in Europa aufzubauen“ … meinte er kürzlich. (Quelle: Tagesspiegel)

Unterstützende Forschung weltweit

Bei der Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe haben mehrere Unternehmen ausdrücklich Zusammenarbeit angeboten. So hat *GSK seine Adjuvantien (das sind wirkverstärkenden Impfstoffkomponenten) allen Unternehmen angeboten, die sie für ihre Impfstoffe gebrauchen können. Daraus sind eine ganze Reihe von Kooperationen hervorgegangen. Anm.: Die *GSK = GlaxoSmithKline plc. ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London.

Es gibt derzeit als Beispiel auch noch einige andere „aktuelle, vielversprechende Forschungs-Projekte“ bei folgenden Unternehmen und Instituten:

Bayer (Leverkusen), Merck (Darmstadt), Vibalogics (Cuxhafen), CEVEC Pharmaceuticals (Köln), Richter-Helm BioLogics (Hamburg) – Tropeninstitut der Universität Tübingen – im dänisch-niederländisch-deutschen PREVENT-nCoV-Konsortium, das einen Totimpfstoff entwickelt. Und die Universität Gießen – im Open-Corona-Konsortium (Führung: Karolinska-Institut, Schweden), Produktion von DNA-Material für Inovio (USA),

Deutschland zählt international zu den Ländern mit besonders vielen Projekten für Impfstoffe gegen Covid-19. Außerdem wirken viele (hier nicht aufgezeigte) Unternehmen und Forschungsinstitute unterstützend bei der Impfstoffentwicklung und -produktion mit: Trotz einiger Pannen ist Deutschland in der Krise derzeit sehr gut aufgestellt. Ob die aktuell geplanten Maßnahmen aber ausreichen und ob hier das erforderliche Budget zu dieser Mammut-Aufgabe passt, muss sich erst noch zeigen.


Zukunftsplan:

Zudem werden derzeit am Universitätsklinikum Tübingen neue Pläne konkret verfolgt, einen Vektorvirus-Impfstoff (mit Sednaviren) gegen Covid-19 zu entwickelt, der als „Nasenspray“ verabreicht werden kann. Die Projektleiter rechnen aber mit mindestens vier Jahren Entwicklungszeit bis zu einer möglichen Zulassung; und das auch nur, wenn für das Projekt eine Finanzierung gefunden werden kann.


Das Unternehmen CureVac (Tübingen) wird später ausführlicher noch erwähnt : Hier hat sich aktuell „die Bundesregierung“ Impfstoff gesichert…siehe Informatives weiter unten…wie auch andere Unternehmen hier tätig sinddas Unternehmen Leukocare (in Planegg) mit „ReiThera“ (Italien) und Univercell (Belgien), das Start-Up Prime Vector Technologies (PVT) (Tübingen), das Unternehmen ARTES Biotechnology (Langenfeld [Rheinland]), Und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE Hamburg / IDT Biologika (Dessau) – wie oben schon erwähnt.

RKI: Wirksame Coronavirus-Impfstoffe FÜR ALLE (!) werden ausreichend wohl erst Mitte/Ende 2021 verfügbar sein.


mRNA-Impfstoffe im Einzelnen…

MODERNA… ist hier dem seit 6. Januar 2021 zugelassener Impfstoff 

Moderna wurde bereits 2010 unter dem Namen „ModeRNA“ gegründet.
Die Hersteller-Firma „ModeRNA“, Inc. ist ein in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässiges Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln auf der Basis von Messenger-RNA (mRNA) konzentriert hat. Schon im Januar 2020 kündigte Moderna die Entwicklung eines Impfstoffs zur Hemmung der COVID-19 Viruserkrankung an…fast ein Jahr harte Forschungsarbeit: Nun ist es endlich soweit.

USA: Einer der Sieger im Impfstoff-Rennen ist nun auch : mRNA-1273 – „MODERNA“ -zugelassen.

06/01/2021: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Wir stellen den Menschen in Europa noch mehr COVID-19-Impfstoffe zur Verfügung. Mit dem Moderna-Impfstoff, dem zweiten nun in der EU zugelassenen Impfstoff, bekommen wir weitere 160 Millionen Dosen….Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich aber im Moment noch nicht beantworten“…

Der zweite Corona-Impfstoff (Moderna) erhielt nun im Januar 2021 von der EMA eine Zulassungsempfehlung für die EU.

Am schnellsten schon im letzten Jahr 2020 mit Erfolgsmeldungen war bisher das amerikanische Biotech-Unternehmen „Moderna“. Mitte März 2020 begann bereits die erste klinische Studie mit dem Impfstoff mRNA-1273 an 45 gesunden Freiwilligen. Zwei Monate später (Mai 2020) meldet das kleine Unternehmen „vielversprechende Ergebnisse“. Das Biotech-Unternehmen, das mit dem „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zusammenarbeitet, hatte bereits im Juli 2020 mit der „Phase 3“ der Studie begonnen. Dann sollte mit mindestens 10.000 Teilnehmern die Wirksamkeit nachgewiesen werden.

MODERNA (mRNA-1273) ist derzeit einer der erfolgversprechenden „genbasierten“ Impfstoffe, die den synthetisch hergestellten Bauplan eines kleinen Teils von Sars-CoV-2 verabreicht. Die Körperzellen selbst bilden dann Proteine, die der Hülle des Virus ähneln. Auf diese reagiert dann wiederum das Immunsystem sofort und produziert entsprechend Antikörper….

Die mRNA-Impfstoffe: Der innovativste Ansatz derzeit…

Genbasierte Impfstoffe sind die neuen Hoffnungsträger…Die mRNA-Vakzine des US-Unternehmens „Moderna“ schützt sogar zu 94,5 Prozent und wirkt sehr gut bei „Älteren“…

Covid-19 Vaccine Moderna (von ModernaBiotech): Moderna wird – ebenso wie auch die anderen – in die Muskulatur eines Oberarms gespritzt. Es sind zwei Spritzen erforderlich: Die zweite Impfdosis wird 4 Wochen nach der ersten gegeben. Neben Gesunden nahmen hier auch bei den klinischen Prüfungen Personen mit leichteren Erkrankungen oder chronischen Krankheiten teil. Unter letzteren waren auch Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes oder COPD, bei denen das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 erhöht ist. Es nahmen etwa gleich viele Frauen und Männer teil. Die Teilnehmenden waren zwischen 18 und 95 Jahren alt. Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam. (Quelle: www.aerztezeitung.de)


mRNA-Impfstoffe: FRANKREICH und SANOFI….? FLOP?

Corona-Impfstoff Sanofi – Frankreich wartet auf den eigenen Impfstoff

Corona-Impfstoff Sanofi – Frankreich wartet auf eigenen … (avalanches.com › dlf_coro1195846_07_01_2021)

Enttäuschende Zwischen-Ergebnisse gab es bei wichtigen Tests vermeldeten „Sanofi und sein britischer Partner GSK schon im Dezember 2020. Der Impfstoff-Kandidat führte bei älteren Erwachsenen zu einer viel schwächeren Immunisierung als bei jüngeren. Er verfehlte also die gewünschte Wirkung genau bei der Gruppe, die am meisten gefährdet ist. Auch aus den französischen und britischen Labors hieß es: Der Impfstoff enthalte wohl zu wenige Antigene. Sanofi und GSK wollen das bei einer neuen Testreihe, die im Februar 2021 beginnen soll, ändern. Wenn dann alles gut läuft, könnte ein Impfstoff gegen Ende dieses Jahres 2021 verfügbar sein…
Weit abgeschlagen im Vergleich zu Deutschland hat Frankreich gerade mal ein paar tausend Impfungen bisher vollzogen…  Alles dreht sich nun darum, dass die Impfungen durch Stoffe anderer Hersteller, die nun auf dem Markt sind, in der Praxis viel zu langsam vorankommen. Dabei ruhte auf Sanofi, dem einzigen französischen Pharma-Giganten, der weltweit agiert, auch jede Menge Hoffnung.


NEUESTER VEKTOR-IMPFSTOFF-VERSUCH:

Impfstoffe der zweiten Generation aus Deutschland in der Forschung – Excellente Wissenschaft.

TÜBINGEN

Noch Zukunftsmusik? Mit dieser neuen Generation an Impfstoffen werden die zwischenzeitlich am weitesten verbreiteten SARS-„CoV-2-Varianten“ direkt angegriffen:
Neuere virale „Vektoren“ – eine Zusammenarbeit von drei renommierten Firmen.
Ein multivalenter Vektor-Impfstoff ist hier vielversprechend derzeit in der Entwicklung. Der Impfstoffkandidat von PVT (Prime Vector Technologies) könnte gegen Ende 2021 in den Zulassungsprozess kommen.

ABL Europe, das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) und Prime Vector Technologies (PVT) entwickeln gemeinsam einen Impfstoff der zweiten Generation gegen COVID-19.

Der neue multivalente Vektorimpfstoff wird zwei verschiedene Antigene des SARS-CoV-2-Virus präsentieren, von denen erwartet wird, dass sie die Immunantwort der mit dem Impfstoff immunisierten Personen deutlich verstärken. Die Wirksamkeit der ORFV-Plattform wurde in Tiermodellen zur effektiven Vermittlung von Immunität gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten bereits mehrfach nachgewiesen. Das Forscherteam entwickelte dafür eine Plattformtechnologie, die den Orf-Virusvektor (ORFV) als Immunmodulator verwendet. Dieser kann zur Prävention gegen Infektionskrankheiten eingesetzt werden.

Dr. Ralf Amann, Projektleiter im ORFV-Labor am UKT, sagte: „Angesichts der Dringlichkeit, wirksame Therapien gegen COVID zu finden, ist es zutiefst befriedigend, diese historisch einmalige Gelegenheit zu haben, einen Impfstoffkandidaten von DER ORFV-Plattform, an der unsere Labors am UTK schon seit so vielen Jahren fleißig arbeiten, in erste klinische Studien am Menschen zu bringen.“ 

Orf-Virus- (ORFV-) Vektor-Plattform


Neue Impfstoffentwicklung auch auf der Grundlage von Vektor-Plattformen:

Frankreich, 6. November 2020 /PRNewswire/ – Die drei renommierten Firmen sind: Das Universitätsklinikum Tübingen (UKT), ein Zentrum für Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre, Prime Vector Technologies (PVT), ein Biotech-Startup, das sich auf die Entwicklung viraler, vektorbasierter Impfstoffe konzentriert. Die ABL Europe (ABL), a global Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) – ist eine globale Organisation für Auftragsentwicklung und -herstellung (CRO):

Die ABL gab bekannt, dass sie nun einen Entwicklungsvertrag unterzeichnet haben: ABL wird den COVID-Impfstoffkandidaten von UKT in Vorbereitung auf klinische Studien entwickeln und auch herstellen.

ABL Europe ist also die europäische Tochtergesellschaft von ABL, Inc. , die wiederum eine Tochtergesellschaft des französischen Bio-Industriekonzerns Institut „Mérieux“ ist und schon jahrzehntelange bahnbrechende, wissenschaftliche und produktionstechnische Expertise nutzt, um die Entwicklung innovativer Therapien und Impfstoffe voranzutreiben. Hört sich kompliziert an, ist aber für das wissenschaftlich excellente „Dreigespann“ SICHER machbar… einfach genial…

Der Impfstoff wird unter Verwendung eines proprietären
Orf-Virus (ORFV) entwickelt: Eine neuartige, vielversprechende Vektorplattform für individualisierte Impfstoffe…

Diese Entwicklungsarbeit wird vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Berlin) finanziert und vom UKT in enger Abstimmung mit dem PEI = Paul-Ehrlich-Institut (in Langen/Hessen) geleitet. 

Verschiedene Trägerviren kommen als replizierende virale Vektoren in Frage, darunter das Impfmasernvirus, das Pferdepockenvirus, ein attenuiertes Influenzavirus, VSV und das Schafpockenvirus (Orf-Virus).
Ein schon länger zugelassener, erfolgreicher Impfstoff auf Basis dieser Plattform ist der Ebola-Impfstoff VSV-ZEBOV (Ervebo®), in dem das Glykoprotein G des VSV gegen das Ebola-Glykoprotein ausgetauscht wurde.
Anm.: Ein prominentes Beispiel hierfür ist aktuell VSV-ZEBOV, ein auf dem Vesikulären Stomatitis-Virus beruhender Ebolavirus-Impfstoff, welcher derzeit zur Bekämpfung der Ebolavirus-Epidemie im Kongo – mit Erfolg eingesetzt – einen sehr wichtigen Beitrag in dem Land leistet. Neben Ebola sind es vor allem weitere Viren, gegen welche Vektor-basierte Impfstoffe entwickelt werden. Hierzu zählen HIV, weitere Filo-Viren (Marburg), Corona-Viren (SARS/MERS) und Flavi-Viren (z. B. Zika-Virus). Seit 2015 wird in Endemiegebieten mit Erfolg zudem die poly­valente Dengue-Virus-Impfung Denvaxia® eingesetzt, die auf einem genetisch modifizierten, attenuierten Gelbfieber-Virus basiert.

Die wiederholte erfolgreiche Erprobung des VSV-ZEBOV-Impfvektors im Ost-Kongo zeigt, dass Vektor-basierte Impfstoffe bereits jetzt imstande sind, einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung von gefährlichen Epidemien zu leisten. Das genaue Zusammenspiel zwischen Impfvektor, der Sequenz und Struktur des kodierten Impfantigens, der angeborenen und daraus resultierenden adaptiven Immunantwort und des Immungedächtnisses ist momentan Gegenstand intensiver Forschung. In der Zukunft sollte es deshalb möglich sein, durch „maßgeschneidertes“ Design auch Impfstoffe für „schwierige“ Pathogene zu entwickeln. (Quelle: Trilium.de > Aus der Klinischen Forschung > Design und Funktionsweise von Vektor-basierten Impfstoffen) Trillium-Immunologie.


Prime Vector Technologies (PVT) ist in Tübingen ein innovatives Forschungsunternehmen, das Impfstoffe der nächsten Generation auf der Grundlage der neuen ORFV-Vektorplattform entwickelt. Ein durch das Programm „EXIST“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördertes „Corona-Impfprojekt“… Auch international trifft das neuartige Impfstoffkonzept auf breite Aufmerksamkeit.

GLOBALE GEFANGENSCHAFT

Zusammenfassung: Das Unternehmen entwickelte (mit *ABL Europe und der *UKT) nun einen COVID-19 Impfstoff der „zweiten“ Generation. Das Start-up „Prime Vector Technologies – PVT“ aus Tübingen konnte damit auch aktuell unter Beweis stellen, wie wertvoll „wissenschaftliches“ Potential in Deutschland perfekt genutzt werden kann.
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Mit dieser neuen Generation an Impfstoffen werden die zwischenzeitlich am weitesten verbreiteten „SARS-CoV-2-Varianten“ direkt angegriffen. Zudem werden neben einer möglichst starken und breiten Antikörperbasierten Immunantwort SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen vom Körper gebildet. Damit wird auch der Schutz (bei etwaigen Mutationen) des Virus erhöht. (Quelle: BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
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Siehe auch – wie oben im Text schon erwähnt – Infos zu einem „ähnlichen“ MVA- basierten Vektor-Impfstoff (=Modified-Vaccinia-Ankara-Virus), der ebenso wie die „Orf-Vaccine“ in Deutschland derzeit ebenso noch in der Erprobungsphase ist .


Anm.: ABL, Inc. ist auch in den USA vertreten: Globales US-Hauptquartier: ABL, Inc.: 9800 Medical Center Drive, – Rockville, MD 20850, USA. Vereinigte Staaten. (Rockville ist die viertgrößte Stadt im US-Bundesstaat Maryland = Teil der Metropolregion Baltimore – Washington).

IN DEUTSCHLAND setzen ganz aktuell nun „zwei“ Biotech-Unternehmen auf diese möglicherweise revolutionäre Impfung mit den neuen sog. mRNA-Impfstoffen:
NÄHERES ZU DEN ERSTEN NEUEN POTENTIELLEN „ERFOLGSMODELLEN“:


CUREVAC`s neues Erfolgsmodell
„Genbasierter Impfstoff“ (mRNA)

Curevac hatte im Dezember 2020 schon in Aussicht gestellt, die klinischen Studien bis Mitte des Jahres 2021 abschließen zu können. 

November 2020: Curevac, dass im Jahr 2000 aus der Universität Tübingen heraus entstanden ist und 500 Mitarbeiter beschäftigt, hatte nach der Mainzer Firma BioNTec als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie des „neuen“ Impfstoffes bekommen.

Der Tübinger Infektiologe Prof. Dr. Peter *Kremsner (*1961) prüft derzeit den Corona-Impfstoff von Curevac: Allerdings zeige sich auch hier eines deutlich: „Die Abwehrreaktion im Körper hängt entscheidend von der Dosis ab.“

NEWS bei mRNA-Impfstoffen von CUREVAC:

Auch Katar stieg schon früh beim Impfstoffentwickler „Curevac“ ein:

Der „Tübinger“ Impfstoffentwickler „CureVac“ hat  nach dem britischen Pharmakonzern „GlaxoSmithKline“ (GSK) und dem Bund – einen dritten Großinvestor an Land gezogen:
Dieser „katarische“ Staatsfonds QIA und eine Gruppe bestehender und „neuer Investoren“ haben sich an der Firma beteiligt, teilte das Unternehmen mit.

„Corona-Viren mutieren weniger stark als Grippeviren, deshalb könnte es schon sein, dass ein Impfstoff nicht nur saisonal wirksam ist“, sagt *Kremsner. Allerdings deute aber auch vieles darauf hin, dass hier auch mehrere Impfdosen nötig sind, um eine Immunität aufzubauen. Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte ein Impfstoff mindestens eine Wirksamkeit von 50 Prozent betragen, bevor er zugelassen wird, erklärt er. „Das ist schon eine Menge.“ Auch die Wirksamkeit der „Grippeimpfung“ liegt lediglich zwischen 60 und 70 Prozent.
Anm.: Infektiologe Prof. Dr. Peter *Kremsner (*1961 in Wien) arbeitet seit über 20 Jahren am Tübinger Tropeninstitut, das er inzwischen leitet. Der vielfach ausgezeichnete Virusspezialist leitet nun ebenso die erste klinische Studie mit dem Corona-Impfstoffkandidaten der Firma CureVac aus Tübingen.

Das Curevac-Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ihm gehörenden großen Tübinger Anlagen die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.

Auch „der Bund“ stieg schon früh über die Förderbank (KfW) bei der Tübinger Firma ein, damit die Entwicklung des CUREVAC-Corona-Impfstoffes drastisch beschleunigt werden soll… das Mittel soll nun doch evtl. schon „Mitte 2021“ zur Verfügung stehen.

„CUREVAC“ ist ein börsennotiertes biopharmazeutisches Unternehmen mit rechtlichem Sitz in den Niederlanden und Zentrale in Tübingen.

*Investor-Typ: „Private Equity-Unternehmen„:
Der 79-jährige „SAP“-Gründer „Dietmar Hopp“ ist heute Mehrheitseigner und der Geldgeber des CUREVAC-Unternehmens: Die „Dievini-Hopp-BioTech-holding GmbH & Co. KG“ ist heute eine Beteiligungsgesellschaft von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp mit Investitionsschwerpunkt in innovative Biotechnologieunternehmen. Die Mitbegründer der Dievini GmbH im Jahre 2005 waren Christof Hettich und  Friedrich Bohlen. Das Unternehmen (Curevac) ist heute an insgesamt zehn Unternehmen – sieben in Deutschland, zwei in der Schweiz, eines in Italien – beteiligt, die fast alle auf Basis tiefer molekularer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffe gegen schwerste Erkrankungen wie Krebs, bakterielle und virale Infektionserkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen entwickeln. (Quellen: Medienarchiv unter http://www.dgap.de

Anm.: *Private Equity (PE) bezeichnet privates Beteiligungskapital, das in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird – oft in Form von Eigenkapital…Näheres unter: https://www.fuer-gruender.de/kapital/eigenkapital/private-equity/


Dietmar Hopp ist der Chef seiner Biotech-Holding. Es werde an der Entwicklung einer Vaccine mit Hochdruck gearbeitet… Bis zur Fertigstellung des Impfstoffs hofft man vielleicht auf den „späten“ Herbst 2021. Die Europäische Kommission will CureVac nun bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen.

Das „Tübinger“ Unternehmen CureVac hat mit klinischen Tests seiner noch namenlosen mRNA-Entwicklung bereits im Spätsommer begonnen. Es gilt als sicher, dass auch das Paul-Ehrlich-Institut eine Genehmigung erteilt hat. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den ihm gehörenden Tübinger Anlagen die Kapazität, jährlich mehrere hundert Millionen Impfeinheiten herzustellen.
Anm.: *Die DIEVINI Hopp BioTech Holding GmbH & Co. KG. ist eine Beteiligungsgesellschaft von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp mit Investitionsschwerpunkt in innovative Biotechnologieunternehmen. Sie ist eine Risikokapital-Investmentgesellschaft mit Sitz in Walldorf (Hessen) und ist an insgesamt zehn Unternehmen beteiligt. Sie Investiert – in Gebiete wie Europa – in der Regel in auf Biowissenschaften ausgerichtete Unternehmen – wie z.B. CUREVAC.
Dievini ist seit 2005 an der CureVac AG, Tübingen, beteiligt an der sie über 80% der Anteile hält.

Vom Biotechunternehmen „CureVac aus Tübingen“ kam in diesem Zusammenhang bereits schon sehr früh im Juni 2020 eine gute Nachricht: Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass sein mRNA-Impfstopffkandidat bei präklinischen Versuchen bereits bei einer Dosierung von nur 2 µg positive Ergebnisse erzielen konnte. 

Auch andere deutsche Biotechs mischen im Rennen um einen Impfstoff ganz vorne mit. Wie Konkurrent „CureVac“ aus Tübingen setzte auch „Biontech/Pfizer“ schon früh auf eine möglicherweise tatsächlich revolutionäre Technologie: mRNA-basierte Impfstoffe – die derzeit schon als erster Impfstoff ab Ende Dezember 2020 in England und im Januar 2021 in Europa geimpft werden.


Konkurrenz belebt das Geschäft…

Andere mRNA-Impfstoffe

Corona-Viren sind RNA-Viren. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren.
mRNA-Impfstoffe: Sie schleusen nicht das Virus, sondern nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meistens körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit Genen zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“. D.h.: Die Abwehrreaktionen des Körpers werden von u.a. „Antikörpern“ (Englisch: antibody) ausgeführt – das sind Proteine, die unsere Immunabwehr gegen die Krankheitserreger einsetzt. 

MAINZ – BioNTech: offizieller Name des Impfstoffs: Comirnaty® – (vorher: BNT162b2). Der genbasierte Impfstoff mit Messenger RNA (mRNA) – war als Erster Impfstoff vorne:

29.10.2020 – Corona-Impfstoff-Hoffnung BioNTech/PFIZER: Es konnte sich nur noch um Wochen handeln….Die Firma BioNTech aus Mainz stand damals schon dicht vor der Zulassung ihres Impfstoffs BNT162. Dies passierte dann aber erst Ende des Jahres 2020 – wie wir heute wissen.

Genbasierte mRNA-Impfstoffe:
Das Biotechnologieunternehmen „BioNTtech“ aus Mainz hatte gemeinsam mit dem amerikanischen Pharma-Riesen „Pfizer“ eine potentielle Vereinbarung mit der Europäischen Kommission über die Lieferung von Impfstoffdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Demnach sollten im Falle eines klinischen Erfolgs der Forschung an einem Impfstoff und der behördlichen Genehmigung von Ende 2020 an: 200 Millionen Impf-Dosen an Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert werden. Weitere 100 Millionen Dosen kann die EU-Kommission zusätzlich erwerben. Das BNT162-Programm beruht auf BioNTechs Technologie von Messenger RNA (mRNA).

„BioNTech“ Chef Ugur Sahin (*1965) ist ein deutscher Mediziner türkischer Herkunft, der als Mediziner mit Schwerpunkt „Immuntherapie“ bekannt wurde, ist überzeugt davon, dass in einer intensiven „Kooperation mit Pfizer“ – der Impfstoff bis „zum Jahresende“ in millionenfacher Ausfertigung zur Verfügung gestellt werden könnte. Na… das ist ja nun noch nicht ganz bei uns angekommen… Im Januar 2021 gab es noch viel zu wenig Impfstoff in Deutschland.

BioNTech und Pfizer: Am 20. Juli 2020 hatten die beiden Unternehmen schon eine erste Liefervereinbarung zum Jahresende mit der britischen und nun mit der deutschen Regierung bekanntgemacht.

Der Wettlauf bleibt spannend…

Weitere genbasierte mRNA-Impfstoffe werden nun nach und nach im Jahre 2021 mehr auf den Markt kommen: Deutsch-britische Allianz: BioNTech“ und „Curevac“ sind also auf dem Weg in die Weltspitze… zusammen mit dem weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK).

Nochmals zurück zu CUREVAC… hier mit britischer Forschungsallianz

Unterstützung kommt dabei – auch von eher unerwarteter Seite: Tesla-Chef Elon Musk hat angekündigt, mobile Produktionsanlagen für Curevac bauen zu wollen – „RNA-Minifabriken“, wie er es ausdrückte.

Deutschland hatte lange schon vorher all die Jahre den einstigen Vorsprung (Paul Ehrlich) in der Impfstoffentwicklung verspielt. Zwei junge Unternehmen bringen den Standort Deutschland nun endlich zurück auf die Weltkarte: Curevac (Tübingen) und BioNTech (Mainz)

Zum einen besiegelte „Curevac“ nun aktuell eine Forschungsallianz mit dem britischen Pharmakonzern und weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK). Es geht dabei nicht speziell darum, ein Immunserum gegen das Coronavirus zu finden, sondern generell um die Entwicklung von anderen bis zu fünf ganz neuen Impfstoffen.
GSK kaufte (für 150 Millionen Euro) zehn Prozent der „Anteile“ von Curevac“ , die mehrheitlich SAP-Gründer Dietmar Hopp gehört und an der sich zuvor schon die Bundesregierung mit 300 Millionen Euro beteiligte.
BÖRSENGANG: Wie die Agentur Reuters – von mit der Angelegenheit vertrauten Personen – erfuhr, vollzog CureVac im Oktober 2020 nun bereits den Gang aufs „Parkett“ (BÖRSE) in den USA.

Anm.: Die GlaxoSmithKline plc ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London. GSK- Deutschland (mit Hauptsitz in München) beschäftigt derzeit über 3400 Mitarbeiter an fünf Standorten in Deutschland.

BioNTech

Zum anderen vereinbarte „BioNTech“ (die auch zum Beteiligungsportfolio der *Strüngmann-Familie gehört) zudem mit der Regierung in London schon damals die Lieferung von 30 Millionen Einheiten ihres Covid-Impfstoffs BNT162.
„BioNTech“ hatte für ENDE 2020 die erste Zulassung – nun auch für Deutschland – erhalten, seither wird hier geimpft.
Anm.: Die Gebrüder *Strüngmann sind die Gründer des Pharmaunternehmens Hexal aus Holzkirchen in Oberbayern. Seit dem Verkauf von Hexal hat die Familie Strüngmann viel Kapital in Biotechfirmen gepumpt. Der unternehmerische Mut zahlte sich aus. Das Strüngmann Family Office ist seit geraumer Zeit Mehrheitsaktionär der Mainzer Firma BioNTech in Mainz.



Der Pharmastandort Deutschland könnte durch „Impfstoff-Erfolge“ nun endlich wieder stärker werden.


DIE DNA-TECHNOLOGIE… noch in der „Warteschleife“?

Auch der britische Konzern GlaxoSmithKline (GSK) und Sanofi (französischer Pharmakonzern, Paris) gehören zu den vier größten Impfstoffherstellern der Welt mit der neuen rekombinanten DNA-Technologie…

Für eine schnellere Entwicklung hatten sich diese beiden Pharmariesen bereits schon im April 2020 zusammengetan. Innerhalb des gemeinsamen Projektes steuerte Sanofi das „S-Protein“ (Covid-19-Antigen) – wie oben schon erwähnt – bei, das auf einer rekombinanten DNA-Technologie basiert.
Diese Technologie hat eine ganz genaue genetische Übereinstimmung mit den Proteinen auf der Oberfläche von Sars-CoV-2 erzielt.
GSK hingegen wird die neue „Pandemie-Adjuvans-Technologie“ mit ganz neu einbringen: Durch die Verwendung eines Adjuvans kann die pro Dosis erforderliche Menge an Impfstoffprotein deutlich reduzieren werden. (!)

Dennoch waren im Herbst 2020 die Fortschritte dieser Kooperation hier doch noch deutlich langsamer als die bei der „Konkurrenz“… und das kann wohl noch dauern…

DNA-Impfstoffe… sind bisher „nicht“ für Covid-19 zugelassen…

Die Immunogenität der DNA-Impfstoffe ist leider vergleichsweise gering, so dass nach derzeitigem Stand Wiederholungen der Immunisierung nötig und die Langzeitwirkungen nicht ausreichend gesichert wären. In der Forschung befinden sich DNA-Impfstoffe gegen Influenza, Aids, Hepatitis B und Hepatitis CTollwut, humane T-Zell-Leukämie sowie das Zervixkarzinom. Bisher sind DNA-Impfstoffe allerdings nur in der Tiermedizin zugelassen.

DNA-Viren schützen das Erbmaterial durch eine Proteinkapsel, das sogenannte Kapsid. Die DNA kann dort in unterschiedlicher Form vorliegen: Als Doppelstrang oder als Einzelstrang. Zu den DNA-Viren zählen Forscher über 20 Virusfamilien (Näheres nachzulesen bei Wiki)

Ein sich derzeit noch immer in der Corona-Impfstoff-Entwicklung befindlicher DNA-Impfstoff ist bspw. INO-4800 (*Inovio Pharmaceuticals). Das *Plasmid ist ein kreisförmiges Stück DNA, das von einem Bakterium zum Speichern und Teilen von Genen verwendet wird. Anm.: *Plasmide sind kleine, in der Regel ringförmige, autonom replizierende, doppelsträngige DNA-Moleküle, die u.a. in Bakterien vorkommen.
Plasmide
können sich unabhängig von der chromosomalen Haupt-DNA replizieren und bieten ein einfaches Werkzeug für den Transfer von Genen zwischen Zellen. Aus diesem Grund sind Plasmide im Bereich der Gentechnik ein bereits gut etabliertes System – aber eben bisher noch nicht auf dem Impfstoff-Markt.
Sobald sich die DNA oder RNA in der Zelle befindet und Antigene produziert, werden diese auf ihrer Oberfläche angezeigt, wo sie sofort vom Immunsystem erkannt werden können und eine Reaktion auslösen.
Diese Immun-Antwort umfasst vor allem auch sog. Killer-T-Zellen, die neue infizierte Zellen suchen und sofort zerstören, sowie Antikörper-produzierende B-Zellen und Helfer-T-Zellen, welche hier die Antikörperproduktion helfend unterstützen.
Hier wird die weitere Entwicklung noch andauern. Die Forschung wird derzeit von der „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) unterstützt.
Anm.: *Inovio Pharmaceuticals“ ist ein US-amerikanisches Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung synthetischer DNA-Produkte AUCH zur Behandlung von Krebs und anderen Infektionskrankheiten konzentriert.


Für die Gentherapie werden nur harmlose Varianten genutzt: Forscher entfernen zuvor die Krankheitsgene, so dass nur noch leere Transport-Vehikel übrigblieben. Mediziner vermeiden daher das Wort ‚Virus‘, sondern verwenden lieber den verständlicheren technischen Begriff ‚viraler Vektor‘.


WAS GIBT ES DENN SONST NOCH?
ZUNÄCHST ETWAS GANZ ALTBEKANNTES…

– Remdesivir –

Da wäre da noch ein altbekanntes VIROSTATIKUM – Remdesivir: Es ist ein Stoff, der die „Vermehrung“ von Viren „hemmt“. Virostatika werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von durch Viren verursachten Infektionskrankheiten (durch Virusinfektionen) verwendet.

Das schon lange bekannte Virostatikum „Remdesivir“ könnte evtl. die Zeit mit Covid-19 verkürzen…Im Durchschnitt wohl 11 statt 15 Tage…Ein HYPE?

Das Medikament Remdesivir des US-Biotechkonzerns „Gilead“ schlägt bei einzelnen Covid-19-Patienten offenbar an. „Zusätzlich“ wird jedoch auch eine Cortisongabe (Dexamethason) diskutiert…ein früher Therapiebeginn sei sinnvoll…spätere Gabe erhöhe eher sogar noch die Sterblichkeitsrate…CAVE!

In den USA hat der US-Biotechkonzern Gilead bereits eine Zulassung für das Medikament in Notfällen erhalten. In einer Anhörung vor dem EU-Parlament wurde bescheinigt, dass Experten die bisher vorliegenden Studiendaten als „robust genug“ einstufen. Auch Japan setzt den RNA-Polymerase-Inhibitor „REMDESIVIR“ immer noch ein. Der Hersteller von Remdesivir, Gilead Sciences, entwickelt derzeit eine inhalierbare Form des Arzneimittels, die ambulant leichter zu verabreichen sein sollte.


…auch die WHO bezweifelt eine Wirkung…

Eine WHO-Studie zweifelt stark an der Wirksamkeit von Remdesivir bei COVID-19-Patienten. Auch drei andere Wirkstoffe fallen komplett durch. (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117485/COVID-19-Remdesivir-und-Interferon-bleiben-in-WHO-Studie-ohne-Wirkung)
In einer großangelegten Studie mit über 11.000 Probanden aus 30 Ländern zeigte das Medikament Remdesivir „keinerlei Vorteile“ bei der Genesung von COVID-19-Patienten. Remdesivir ist das erste Arzneimittel, das auch in der EU eine bedingte Zulassung für die Behandlung von COVID-19-Patienten erhalten hat. Die Studie ist Teil des SOLIDARITY-Trials, der von der WHO in Auftrag gegeben wurde. Neben Remdesivir wurde darin auch die Wirkung von Hydroxychloroquin, dem HIV-Medikament Lopinavir/Ritonavir sowie von Interferon negativ getestet.

Alle vier Medikamente hätten nur einen geringen oder „keinen Einfluss“ auf die Sterblichkeit oder die Länge des Krankenhausaufenthalts der Patienten gezeigt, heißt es in der Studie. Noch muss die Studie allerdings das Peer-Review-Verfahren durchlaufen…es sieht wohl mit der Datenlage nicht gut aus.


Auch vor Chloroquin wird gewarnt: Nebenwirkung u.a. Halluzination:
Die Wirkstoffe Chloroquin und Hydroxychloroquin können schwere psychiatrische Störungen auslösen, warnt die *EMA. Sie wurden bei COVID-19-Patienten off-label eingesetzt. Jetzt sollen die Produktinformationen geändert werden. Besser wäre die Produktänderung…
Anm.: Die *EMA ist die Europäische Arzneimittel-Agentur und eine Agentur der Europäischen Union.


Molnupiravir – ein altes Grippe-Mittel? Ein aktuell „neuer“ Hoffnungsträger?


VIROSTATIKUM: Molnupiravir ist ursprünglich ein älteres experimentelles antivirales Medikament, das oral wirksam ist und schon vor vielen Jahren zur Behandlung von Influenza entwickelt wurde. Als experimentelles Virostatikum hemmt es SARS-CoV-2 im Tiermodell…

Der Wirkstoff „Molnupiravir (Entwicklungscodes MK-4482 und EIDD-2801) ist ein so genanntes Nukleosid-Analogon. Dies ist ein Molekül, welches den natürlichen Bausteinen der RNA (Ribonukleinsäure) stark ähnelt. Es baut aber „Kopierfehler“ in diese Viren-RNA ein und tötet die Viren auf diese Weise so ab. Das Mittel wird oral als Tablette verabreicht. Molnupiravir sei das erste oral verfügbare Medikament, das die Übertragung von Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden blockieren könnte.

Nachdem (schon im März 2020) festgestellt wurde, dass Molnupiravir auch gegen SARS-CoV-2 wirksam seinkönnte“, wurde es nun in einer vorläufigen Humanstudie auf „Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik“ bei gesunden Probanden in Großbritannien und den USA getestet. Am 19. Oktober 2020 begann Merck (USA) dann eine einjährige Phase-2/3-Studie, die sich auf Krankenhauspatienten konzentrierte. Am 3. Dezember 2020 wurde im medizinischen Fachmagazin „Nature Microbiology” – ein Artikel über die Ergebnisse einer Studie zur Behandlung von mit Covid-19 infizierten Frettchen mit Molnupiravir veröffentlicht. Die Studie ergab, dass das Medikament bei oraler Verabreichung an infizierte Frettchen wohl „wirksam“ war und die Übertragung des Virus zwischen Frettchen nach 24 Stunden nach Verabreichung des Medikaments blockierte.,.  berichtete das Team um Dr. Robert Cox und Josef Wolf.
Auch der deutsche Prof. Dr. Richard Karl Plemper, ein molekularer Virologe und Biochemiker (ebenfalls an der Georgia State University in Atlanta (USA) – arbeitet seit Jahren mit dieser Verbindung. „Wenn die Frettchen-Daten schon darauf hinweisen, was das Medikament bei Menschen bewirken kann, deutet dies darauf hin, dass wir auch – vor allem die wichtigen Übertragungsketten bei Menschen therapeutisch unterbrechen können“, sagt er… „Und das wäre ein echter Game Changer.“ sagte Dr. Plemper. Eine klinische Studie an Menschen steht jedoch aktuell noch aus, Versuche an Frettchen waren nach Angaben der Forscher aber extrem vielversprechend.



Der US-amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co., Inc. testet derzeit diesen Wirkstoff „Molnupiravir“ in Phase II/III-Studien  mit ambulanten und stationär aufgenommenen Patienten – nun in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „Ridgeback Biotherapeutics“ aus Miami/Florida – das mit Merck & Co. später zusammenarbeitete, um das Medikament schneller weiterzuentwickeln.
Mittlerweile gehört dieser Arzneistoff ins Portfolio von MSD. Es handelt sich um ein Ribonukleosid-Analogon, das Polymerasen von RNA-Viren hemmt.

Der Wirkmechanismus ist derselbe wie bei Remdesivir (Veklury®), doch hat Molnupiravir ihm gegenüber den Vorteil, dass es nicht infundiert werden muss, sondern oral bioverfügbar ist.

Der Wirkstoff komme evtl. als ein vielversprechendes antivirales Mittel zur Unterbrechung von Ansteckungsketten infrage, folgern die Wissenschaftler. Ob sich das in den klinischen Studien bestätigt, bleibt noch abzuwarten…(Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/sars-cov-2-ansteckungen-im-tierversuch-verhindert-122311/)

Am Rande erwähnt „HISTORISCHES“ – Anm.: „Merck“ ist das älteste deutsche pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Bereits im August 1668 erhielt Friedrich Jakob Merck die Erlaubnis, eine Apotheke in Darmstadt zu betreiben. Die heutige Merck KGaA in Darmstadt ist ein globales Unternehmen und heute unabhängig vom US-amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co., Inc. , welcher sich nur in Nordamerika „Merck & Co.“ nennen darf. Im Ausland firmiert die US-amerikanische Merck & Co., Inc. heute als Merck Sharp & Dohme (MSD) mit Sitz in Kenilworth (New Jersey). In Deutschland hat die Unternehmensgruppe MSD ihren Hauptsitz in Haar bei München. Die Firma MSD war ursprünglich vor dem 1. Weltkrieg das US-amerikanische Tochterunternehmen des Darmstädter Pharmakonzerns E. Merck. Beide Unternehmen haben also den gleichen Ursprung, gehen aber seit 1917 schon getrennte Wege.
In Darmstadt steht zudem heute die Merck KGaA als das größte globale Forschungs- und Entwicklungszentrum – EINES von insgesamt acht weltweit (!) – Es ist aber in den USA unter dem Namen „Merck“ NICHT vertreten. Die deutsche Merck KGaA verlor (nach dem 1. Weltkrieg) durch die Enteignung der US-Tochter sämtliche Rechte am Namen Merck in Nordamerika und darf diesen dort nicht mehr verwenden. Daher tritt sie in Nordamerika und Kanada unter dem Namen EMD (abgeleitet von Emanuel Merck, Darmstadt) auf.


Der deutsche Pharma-Konzern „Merck“ in Darmstadt:

  • Eine kürzlich entwickelte Herstellplattform ermöglicht Produktion eines neuen Impfstoffes im industriellen Maßstab
  • Gemeinsames Team reduzierte Verfahrensentwicklungsdauer von einem Jahr auf zwei Monate – ein entscheidender Schritt für Herstellung von Impfstoff gegen Covid-19 im industriellen Maßstab.
  • „Wir haben die Zukunft der Impfstoffherstellung in die Gegenwart geholt“, sagt Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck KGaA und CEO Life Science.

Merck (Darmstadt) unterstützt derzeit auch die Produktion des Impfstoffs von Oxford University/AstraZeneca und von Baylor College (University of Texas, USA)

Bei der Entwicklung und Produktion der Covid-19-Impfstoffe haben weltweit mehrere Unternehmen ausdrücklich Zusammenarbeit angeboten. So hat GSK seine Adjuvantien (das sind wirkverstärkende Impfstoffkomponenten) allen Unternehmen angeboten, die sie für ihre Impfstoffe gebrauchen können. Daraus sind eine ganze Reihe von Kooperationen hervorgegangen. Anm.: GSK = Die GlaxoSmithKline plc. ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London.

„Hinsichtlich des Zulassungsverfahrens – auch neuerer Impfstoff-Kandidaten – bin ich sehr optimistisch. Wir werden alles tun, das Zulassungsverfahren möglichst konstruktiv und mit der notwendigen Sorgfalt durchzuführen. Aber auch die entsprechende Geschwindigkeit dabei zu haben“… sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, er rechne Ende des Jahres 2029 – wie schon erwähnt – mit der Zulassung von „ersten“ Corona-Impfstoffen – und einer Impfung für die „Prio-Ersten“ BioNTech – was ja nun auch ab dem 27.12.2020 schon erfolgt ist.

DER IMPF-MARATHON KANN STARTEN… im Moment noch eher zögerlich, alles muss wohl noch erst „eingespielt“ werden… die EU – die in vorderster „FRONT“ wohl – der Presse nach – zu wenig Impfstoffe bestellt hat… verdient nun den schwarzen Peter…



Medizinische Hilfe durch monoklonale Antikörper („Tocilizumab“ ) bei Erkrankung an ADE (gefährliche Impfreaktion)

Es gibt hier ein Medikament, das vielversprechende Wirkung gegen ein gefährliches ADE-Phänomen verspricht: „Tocilizumab“ dockt an Zellen an, um die Entzündungsreaktion zu stoppen. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Tocilizumab, ein Wirkstoff, der einen Zytokinsturm verhindern kann. Tocilizumab blockiert die Zellrezeptoren, die Zytokine im Körper benötigen, um Entzündungen auszulösen. Vor dem Hintergrund, dass die Abwehrzellen von Covid-19-Patienten zu viel Interleukin-6 freisetzen und es so zu schweren entzündlichen Reaktionen kommt, setzen Mediziner aktuell große Hoffnungen in Präparate mit Tocilizumab.
Chinesische Mediziner hatten bereits Anfang Februar 2020 Covid-19-Patienten erfolgreich mit Tocilizumab behandelt und hierüber berichtet. (Quelle: PNAS: Proceedings oft he National Academy of Sciences of the United States of America).

Anm.: Das ADE-Phänomen (= infektionsverstärkende Antikörper!) wird am Blog-Artikel-Ende nochmals gesondert erwähnt!

Bekannt ist aber nun seit kurzem auch, dass bei der neuen Impfstoff-Produktion nun diese gefährliche Immun-Pathogenese „ADE“ (z.B. bei dem neuen SARS-CoV-2-Impfstoff) durch Zugabe eines bestimmten Adjuvans im Impfstoff (ein delta-Inulin-basiertes Polysaccharid) vielleicht doch vermieden werden kann. (!)

Die Zeit weilt, eilt, teilt und heilt. Deutsches Sprichwort

ES GIBT IMMER WIEDER NEUERE FORSCHUNGSANSÄTZE...

Und immer wieder Rückschläge…und einige Total-Fehlschläge…

GÖTTINGEN

Auch ein anderes Mittel „CAMOSTAD Mesitate“ verhindere wohl das „Eindringen des Virus“ in die Lungen-Zellen: „Camostad“ ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der „Proteaseinhibitoren“. Er verhindere also vor allem die Virus-Vermehrung. Damit sich eine Krankheit wie das neue Covid-19 überhaupt ausbreitet, müssen die Viren ja in die Körperzellen eindringen. Doch was ist, wenn sie einfach nicht in die Zellen hineinkommen?

Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen „glauben“ also, ein Mittel gefunden zu haben, welche das Corona-Virus sozusagen einfach „aussperrt“. Sog. „Klein-Studien“ laufen bereits auf Hochtouren…(z.B. die Göttinger Forschergruppe und Berliner Charité). Infektionsforscher vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen arbeiten ebenfalls mit Hochdruck an der Entwicklung weiter. Bisher ist hier aber noch nichts Neues bekannt…

Das Beste daran aber ist: Das Medikament „CAMOSTAD Mesitate“ gibt es schon. Es ist allerdings erst nur in Japan (für andere Krankheiten) zugelassen.


DIE ZELLE

08.2020 – HOFFMANN-LA-ROCHE: ERSTE HOFFNUNGEN SCHON GEDÄMPFT….

Ohne Erfolg: „Roche“ beendet seine „Corona-Studie“ mit Rheumamedikament…Laut dem Pharmakonzern Roche ist eine groß angelegte Studie mit dem Medikament „Tocilizumab“ bei Personen mit schwerer Covid-19-Erkrankung fehlgeschlagen.

So hat „Hoffmann-La-Roche“ Chef „Severin Schwan“ Hoffnungen auf eine „baldige“ Verfügbarkeit eines Coronavirus-Impfstoffs „gedämpft“. Er persönlich halte den Zeithorizont von zwölf bis 18 Monaten angesichts der zu bewältigenden Herausforderungen als für viel zu ehrgeizig. Üblicherweise dauere die Entwicklung eines Impfstoffs einige Jahre. Das wahrscheinlichste Szenario sei leider, dass „vor Ende 2021 hier kein Impfstoff“ verfügbar sei, erklärte Schwan. (QUELLE: XING).

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19

Nebenbei erwähnt hat Roche nun einen ersten Erfolg: aber nur bei der „Behandlung“ einer coronabedingten Lungenentzündung, leider nicht bei der Impfung…

21.09.2020: Ein Medikament des Pharmakonzerns Roche senkt nach Angaben des Unternehmens die Gefahr eines besonders schweren Verlaufs einer coronabedingten Lungenentzündung. Eine Phase-3-Studie habe gezeigt, dass Patienten, die das Roche-Mittel "Actemra/RoActemra (Tocilizumab)" bekommen hätten, eine um 44 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit hatten, an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden zu müssen, als eine mit Placebos behandelte Vergleichsgruppe. ( Siehe auch ADE-Bericht oben: monoklonaler Antikörper)


Ernüchternde Corona-Studie: Auch Novartis erleidet schweren Rückschlag:

06.11.2020: Das entzündungshemmende Medikament „Canakinumab“ zeigt bei Patienten mit schwerem Coronaverlauf nicht die erhoffte Wirkung. (www.luzernerzeitung.ch)

Anm.: Die Schweizer „Novartis AG“ ist ein Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Sitz in Basel. Novartis entstand 1996 aus einer Fusion der beiden Basler Pharma- und Chemieunternehmen Ciba-Geigy und Sandoz.


PLASMA–ANTIKÖRPER (Monoklonale Antikörper)
galten bisher unter anderen als besonders aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten:

Drei der bisher identifizierten Antikörper – für eine klinische Entwicklung – sind laut Charité immer noch besonders vielversprechend. Die Forscher arbeiten mit dem Unternehmen Miltenyi Biotec zusammen. Neben der Behandlung von Erkrankten sei auch der vorsorgliche Schutz von Gesunden, die Kontakt zu Infizierten hatten, eine mögliche Anwendung.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden diese sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann.

Aktuelles:

„MONOKLONALE“ ANTIKÖRPER (PLASMA–ANTIKÖRPER)–
was hoffnungsvoll begann…war nun doch erst einmal ernüchternd…

Donald Trump war im Oktober 2020 von seiner Antikörper-Therapie gegen Corona damals ganz begeistert.  Sowohl die Pharmafirmen Regeneron als auch Eli Lilly haben seit November dafür bereits eine US-Notfallzulassung. In der EU ist die Behandlungsmethode noch nicht zugelassen. Wissenschaftler hierzulande waren deutlich skeptischer. Unter anderem weil sich gezeigt hatte, dass die Antikörper bei einer fortgeschrittenen Covid-19-Erkrankung wohl nicht wirklich helfen können.
Die Antikörper sollten eigentlich verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann.

Definition: Monoklonale Antikörper sind von identischen Immunzellen gebildete Antikörper, welche aus ein und derselben Mutterzelle stammen. Sie weisen deshalb eine konstante Struktur auf und binden an dieselben Fremd-Marker, die man als Antigene bezeichnet.
Antikörper sind Eiweißmoleküle, die vom Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (z. B. Fremdkörper, Krankheitserreger) hergestellt werden und diese (spezifische Abwehr!) unschädlich machen können.

November 2020: So hatte die US-amerikanische Food and Drug Administration eine Notfallgenehmigung (EUA) für die monoklonale Antikörpertherapie (Bamlanivimab) zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem COVID-19 bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten erteilt. Die monoklonalen Antikörper-Therapie sei für Patienten mit positiven Ergebnissen direkter SARS-CoV-2-Virustests zugelassen, die 12 Jahre und älter sind, mindestens 40 Kilogramm wiegen und ein hohes Risiko haben, zu schwerem COVID-19 und zu gelangen / oder bei Krankenhausaufenthalt. Dies schließt aber auch diejenigen ein, die 65 Jahre oder älter sind oder an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden.

Zulassung ist derzeit nur in den USA. Regeneron plant aber, gemeinsam mit dem Pharmakonzern Roche als Partner, nun auch in der EU Zulassungen zu beantragen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eli Lilly und andere Firmen dürften bald folgen.

24.01.2021: Aktuell hat nun die Bundesregierung für Deutschland zwei neue Corona-Medikamente auf „Antikörper-Basis“ gekauft, darunter das, mit dem Ex-US-Präsident Trump behandelt wurde. Laut Bundesgesundheitsministerium betragen die Kosten rund 400 Millionen Euro. Bei den eingekauften Medikamenten handelt es sich um „Bamlanivimab“ des US-Pharmakonzerns Eli Lilly und um „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharmakonzerns Regeneron Pharmaceuticals, erklärte eine Sprecherin.

Skepsis und Zustimmung bei Experten

Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, sieht den Kauf der Medikamente kritisch. Aus seiner Sicht sei die Wirksamkeit bei der Behandlung von Covid-19 noch nicht ausreichend durch Studien belegt.
Biochemiker Prof. Patrick Cramer vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hält den Kauf des Medikaments dagegen für „sinnvoll“. Man schaffe damit zusätzliche „Handlungsoptionen“ im Kampf gegen Corona, schrieb er ZDF heute.


Der Wirkstoff ist eine Kombination aus zwei speziell entwickelten Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können.

Was bringen sie?

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-CoV2 mutiert…. und derzeit ist hier die Gefahr ja schon ganz konkret bei uns gegeben… (Quelle: ZDFheute)


Wie alles begann…

Die ersten Impfstoffstudien – Ergebnisse waren oft unbefriedigend:

30. Oktober 2020

Das Covid-19 – „Rekonvaleszenten-Serum“ zeigt in neuer Studie bisher keinen Erfolg!

Große Hoffnungen wurden in die Behandlung von Covid-19-Patienten mit Rekonvaleszenten-Serum gesetzt. Eine kontrollierte klinische Studie aus Indien konnte jetzt jedoch keinen positiven Effekt auf den Verlauf im Vergleich zur Standardtherapie zeigen – allerdings war die Konzentration an neutralisierenden Antikörpern vielleicht zu gering….daher muss man hier noch die weiteren Forschungsergebnisse abwarten…

12.01.2021 | COVID-19 | Neueste Nachrichten +++++

Rekonvaleszentenplasma beugt aber wohl doch schweren Verläufen vor: Werden Senioren innerhalb von drei Tagen nach dem Auftreten erster, milder COVID-19-Symptome mit Rekonvaleszentenplasma mit hoher SARS-CoV-2-Antikörperkonzentration behandelt, haben sie ein signifikant niedrigeres Risiko für einen schweren Verlauf. Das legt eine Studie mit 160 älteren COVID-19-Patienten aus Argentinien nahe. Die Patienten waren 75 Jahre oder älter und teilweise vorerkrankt. (https://www.springermedizin.de/covid-19/infektionserkrankungen-in-der-hausarztpraxis/neue-coronastudien/18126192)



DIE IMPFUNG

Die mRNA des Impfstoffs gelangt keinesfalls in alle Zellen des Körpers, sondern absolut nur in diejenigen Zellen direkt im Bereich der Impf-Einstichstelle z. B. in der Regel am linken Oberarm-Muskel (beim „Rechtshänder“).

Bisher nur eine Vermutung:
Eine Impfung macht wahrscheinlich sogar wesentlich immuner als eine durchgestandene Erkrankung:

Es ist medizinisch bewiesen, dass eine Infektion in unserem Körper zunächst eine angeborene unspezifische Immunantwort auslöst. Dabei setzen die weißen Blutkörperchen sofort eine Entzündung in Gang, die schon ausreichen kann, um das Virus zu beseitigen. Die Impfung gilt jedoch als besser, weil man dazu nicht das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes (und evtl. Tod) eingehen muss. Möglicherweise sorgt eine Impfung aber auch für eine deutlich bessere Immunantwort (Abwehr) des Körpers und damit für einen wesentlich sichereren Schutz.

Der Unterschied zu einer aktiven Impfung bestehe darin, dass bei der passiven Impfung fertige Antikörper verabreicht werden, die nach einer gewissen Zeit abgebaut werden. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive. „Dafür ist die Wirkung einer passiven Impfung quasi sofort vorhanden, bei einer aktiven Impfung muss diese sich erst langsam aufbauen“, so heisst es.

EINE NEUE HOFFNUNG?
Die Behandlung mit Antikörpern: Grundstein für eine passive Impfung?
Aus dem Blut von Menschen, die eine durch SARS-CoV-2 ausgelöste COVID-19-Erkrankung überstanden hatten, isolierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erneut zunächst fast 600 verschiedene Antikörper. Die Versuchsreihe geht weiter…

Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern ist nicht neu, sondern hat eine sehr lange Geschichte. Für Covid-19 wird dieser Ansatz auch im Zusammenhang mit der Verabreichung von Plasma aus dem Blut genesener Patientinnen und Patienten untersucht. Mit dem Plasma werden dann die Antikörper der Spender übertragen. „Idealerweise produziert man gezielt den wirksamsten Antikörper im industriellen Maßstab und in gleichbleibender Qualität. Das ist das Ziel, das wir verfolgen, sagt Dr. Momsen Reincke, der an der Studie beteiligt war und hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert hat: Sie berichten über diese Erkenntnisse jetzt im Fachmagazin Cell* ( = Dies ist eine wissenschaftliche Zeitschrift. Die publizierten Artikel unterliegen einem Peer-Review.) 


Berliner Charité: Das Team um Dr. Kreye, Dr. Reincke und Prof. Prüß befasst sich für gewöhnlich mit Erkrankungen des Gehirns und mit „Antikörpern“, die irrtümlicherweise Nervenzellen attackieren. „Angesichts der COVID-19-Pandemie lag es jedoch auf der Hand, unsere Ressourcen auch anderweitig zu nutzen“, sagt Prof. Prüß.

Für das aktuelle Vorhaben profitierten die Forschenden von einem Förderprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft, dem „BaoBab Innovation Lab“. In dessen Rahmen entwickeln und verfeinern sie Technologien zur Charakterisierung und Herstellung von Antikörpern, die sie nun anwenden. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unserem Industriepartner die Voraussetzungen zu schaffen, um die von uns identifizierten Antikörper am effektivsten in großen Mengen herzustellen“, so Prof. Prüß. „Der nun folgende Schritt sind klinische Studien, also die Erprobung am Menschen. Die Planungen dafür haben schon begonnen“ .

Passive Immunisierung… auch eine Zukunfts-Option?

O9.2020: Isolation, Selektion und Wirksamkeitstestung von Antikörpern für die Entwicklung einer passiven Immunisierung. Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern hat eine lange Geschichte...
„Drei der bisher identifizierten Antikörper sind für eine klinische Entwicklung besonders vielversprechend“, sagt Prof. Dr. Harald Prüß, Forschungsgruppenleiter am DZNE und Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité. „Anhand dieser Antikörper haben wir nun begonnen, eine passive Impfung gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln.“ Das geht nur in Kooperation mit einem Partner aus der Industrie. Deshalb arbeiten die Forschenden mit dem Unternehmen „Miltenyi Biotec“ zusammen. Anm.: Miltenyi Biotec ist ein global agierendes Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen mit deutschem Hauptsitz in Bergisch Gladbach.
(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (Quelle: ntv.de, jaz/AFP)


Covid-19 – Rekonvaleszenten-Serum / Monoklonale Antikörper etc.: Leider zeigten diese – wie oben schon erwähnt – auch in neuer Studie bisher noch keinen wirklich durchdringenden Erfolg! Aber trotzdem geht hier die Forschung unermüdlich weiter... und das ist auch gut so…

Never give up:
Erst wenn Du aufgibst, hast Du wirklich verloren. Doch solange Du Deiner Sache treu bleibst, wirst Du erfolgreich sein. Deshalb gib niemals Deine Träume auf. Gib niemals Dich selbst auf. Bewahre Deinen Glauben – auch an Wunder. Denn solange Du lebst, ist alles möglich…
(Songtext von Sia mit Lyrics…)

Von Chloroquin bis *Ritonavin – viele Behandlungsansätze gegen COVID-19 werden derzeit vielfach mit Hochdruck getestet, leider bisher bei den meisten Forschungsprojekten noch „ohne“ bewiesenen durchdringenden Erfolg.

Anm.: *Ritonavir ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der HIV-Proteaseinhibitoren und wird zur Therapie von HIV-Infektionen und AIDS eingesetzt.


Auch Kreuzreaktionen und Rest-Immunitäten können die Effektivität eines Impfstoffs erheblich reduzieren.

EIN BEKANNTES SELTENES PROBLEM…
Immunverstärkende Antikörper (ADE) GEFAHR gegen das eigene Immunsystem?

Es gibt bei einigen Impfungen allerdings auch eine sehr seltene Nebenwirkung. Es handelt sich um eine Reaktion des Immunsystems, die praktisch unvorhersehbar bei einigen Infektionen auftreten kann, aber eben auch durch die zwar stark abgemilderten, künstlichen Entzündungsprozesse, die eine Impfung nun einmal auslöst. Noch nicht restlos geklärt ist nun die Wirkung von ADE: ADE – zu Deutsch „Immunverstärkende Antikörper“ – sind ein ganz komplexes medizinisches Geschehen. Diese könnten die Immunantwort verändern, sodass es zu einer verstärkten Entzündung, Lymphopenie oder einem sog. Zytokinsturm kommt. Immunverstärkende Antikörper könnten bei „wiederholtem“ echten Viruskontakt von unserem Immunsystem selbst gebildet werden.
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Der kanadische Forscher für Biowissenschaften, Jason *Tetro, gab in seiner Publikation den Anstoß für die öffentliche Diskussion über ADE bei SARS-CoV-2. Er stellte die Hypothese auf, dass die schweren Verläufe bei Menschen auftreten könnten, die bereits ein „wiederholtes“ Mal mit dem Virus infiziert sind.
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Die erste Infektion könnte hingegen auch „unentdeckt“ geblieben sein, da sich keine oder nur sehr milde Symptome zeigten. Es gibt aber noch bisher – vielleicht wegen der noch zu kurzen Zeitdauer – keinerlei Anzeichen dafür, dass dieser ADE-Effekt häufig bei einer natürlichen Infektion mit Sars-CoV-2 auftritt – bei Sars und Mers allerdings beobachtete man bereits damals mehrfach dieses Phänomen bei natürlichen Infektionen.
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Anm.: Jason *Tetro ist ein US-amerikanischer Mikrobiologe mit über 25 Jahren Erfahrung in der Forschung, Er schreibt für The Huffington Post Canada, Popular Science und andere nationale und internationale Medien. Sein wissenschaftlicher Bestseller ist „The Germ Code“.


NEWS…NEWS…NEWS...

Selbst als die Eskalation des Coronavirus in den USA – in der Golfregion – auf dem Weg zur Stabilität zu sein schien, haben die Vereinigten Staaten nun doch am Dienstag (19.01.2021) einen weiteren, traurigen Meilenstein überschritten: 400.000 Todesfälle – nachweislich durch Corona. Die Johns Hopkins University berichtete, dass bis Dienstagmittag (19.01.2021) mindestens 401.120 Menschen in den USA an dem Coronavirus gestorben waren – fast 1 von 830 Amerikanern. (www.newssplinter.com)


MUTATIONEN nehmen aktuell zu…

NEWS – 20.01.2021: Aktuell wurde wieder eine neuere Virus-Varianten entdeckt: In den USA (Kalifornien) haben sich mittlerweile schon wieder verschiedene neuere Virus-Varianten verbreitet. Vor allem die neueste „L452R-Variante“ sei dort zunehmend in der genetischen Sequenzierung von Testprobe aufgetaucht. Die Mutation unterscheidet sich erneut von der erstmals in Südengland gefundenen Variante „B.1.1.7“.


Mutanten-Wirrwarr: B.1.1.7, N501Y, 501.V2, E484K u.a. – bei dem Buchstabensalat verliert man schnell mal den Überblick über neue Virus-Varianten und unterschiedliche Mutationen.

TRICKREICHER VIRUS:
Das Herzstück eines jeden Coronavirus ist sein Genom, ein verdrillter Strang aus fast 30.000 „Buchstaben“ RNA. Diese genetischen Virus-Anweisungen „zwingen infizierte menschliche Zellen“, bis zu 29 Arten von Proteinen zusammenzusetzen, welche die Vermehrung und Ausbreitung des Coronavirus unterstützen. Derzeit werden weltweit laufend immer wieder neuere Varianten von SARS-CoV-2 gesichtet.

Die erste „D614G-Mutation“ ist bereits seit April 2020 in Europa bekannt. Diese heute auch hier dominierende SARS-CoV-2-Linie hat sich auch mittlerweile in den USA, Kanada und Australien durchgesetzt.


Variante VOC-202012/01 (Variant of Concern-202012/01, früher VUI-202012/01, auch B.1.1.7)

Erstmals im November 2020 in England festgestellt wurde die B.1.1.7-Linie: Auch bezeichnet als „Variant of Concern“ 202012/01, diese Variante wurde von „Public Health“ England entdeckt. Sie hat bisher 23 Mutationen – darunter die gefährliche Mutation N501Y„… Diese Mutation scheint für die erhöhte Infektiösität dieser Variante generell verantwortlich zu sein. Zu schwereren Erkrankungen soll es nicht führen. Auch die Wirksamkeit von Impfungen ist laut aktueller Studien hier noch nicht eingeschränkt. Diese Variante herrscht derzeit auch bei uns, in Europa und vor allem in den USA. Großbritannien hat auf den Anstieg von B.1.1.7 mit strengen Sperren reagiert und andere Länder haben versucht, seine Ausbreitung mit Reisebeschränkungen zu verhindern. Bei der Variante B.1.1.7 gehen immer mehr Experten davon aus, dass sie tatsächlich in der Lage ist, sich deutlich schneller zu verbreiten. Die B.1.1.7-Linie wurde inzwischen in über 50 weiteren Ländern entdeckt.

Erste Entwarnung gab eine Studie diesbezüglich bereits Anfang Januar 2021: Das Immunsystem von Menschen, die mit „Biontechs BNT162b2-Impfstoff“ geimpft wurden, ist dazu in der Lage, ein von Forschern entwickeltes Pseudovirus mit einer der relevanten Punktmutationen im Spike-Protein (N501Y) zu neutralisieren. Diese Mutation soll für eine gesteigerte Infektiosität des Virus verantwortlich sein.

Immunschutz gibt es hier auch gegen die Variante B.1.1.7. Die Forscher (um Muik et al.) schließen daraus, dass der durch BNT162b2 Impfstoff-vermittelte Immunschutz „vermutlich“ auch bei der neuen B.1.1.7-Linie wirksam ist.

Ein neuerer Typ: 501.V2 kommt aus Südafrika = Diese Variante ist auch als B.1.351-Linie bekannt. Sie trägt, ebenso wie die B.1.1.7-Linie, die gefährliche Mutation N501Y. Kürzlich hieß es aus dem südafrikanischen Expertengremium, dass diese Variante zwar um 50 Prozent ansteckender sei, als die ursprüngliche Variante, aber nicht tödlicher.


Die Forscher sind am meisten besorgt über die mittlerweile nun schon ACHT (8!) dieser B.1.1.7-Mutationen, welche die Form des Coronavirus vor allem die „Spikes“ verändern, die das Virus verwendet, um sich an Zellen zu binden, um möglichst schnell hinein zu kommen.


Eine neue Mutation (E484K) sorgt in derzeitigen Forschungsobjekten für Probleme bei den beiden Moderna und BionTechImpfstoffen:

Chinesische Forscher (Wang et al.) haben aktuell keine guten Neuigkeiten über die Wirksamkeit der Impfung bei anderen Mutationen (Varianten) zu berichten. Sie untersuchten die Immunantworten auf verschiedene Pseudoviren von 20 Probanden, die entweder den Moderna (mRNA-1273)- oder den Biontech (BNT162b2)-Impfstoff erhalten haben. Eine relevante Mutation war dabei unter anderem die E484K-Mutation. Das ist eine der Hauptmutationen der „südafrikanischen“ Virusvariante (Typ 501.V2). Auch hier gab es schon erste Laboruntersuchungen, die etwas größere Probleme beim Impfstoff erwarten ließen.

Was Wissenschaftler hier beunruhigt ist, dass die neue Mutation (E484K) eine *Immun-Evasion des Virus und auch „Reinfektionen“ zu ermöglichen scheint. Untersuchungen haben gezeigt, dass „Antikörper“, die normalerweise gegen andere Corona-Virus-Varianten gebildet wurden, gegen diese E484KMutation weniger wirksam sind.

Anm.: Als *Immun-Evasion (von lateinisch evadere „entkommen, entrinnen“) bezeichnet man einen Vorgang, bei dem pathogene Keime – wie VIREN – mithilfe von Mutation oder spezifischen Mechanismen „einer Abwehr durch das Immunsystem entgehen“ können. (Quelle: Doc-Check-News – 20.01.2021)


KI sagt Mutationen voraus

ACH JA… Mutationen von Viren voraussagen – und zwar mit künstlicher Intelligenz: Offenbar funktioniert das schon ganz gut. Eine KI, die normalerweise Sprache analysiert, scheint dafür bestens geeignet zu sein. Wen es interessiert, findet hier Wissenswertes u. a. : https://healthcare-in-europe.com/de/adv_search/index.html?term=Infektion


NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…

Leider kann man sich die Impfstoffe derzeit nicht aussuchen… man muss das nehmen, was gerade da ist…

23.01.2021: Die Lieferengpässe großer Impfstoffhersteller sorgen aktuell für wachsende Verärgerung. Nach dem US-Konzern Pfizer kündigte auch das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca an, zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU-Staaten ausliefern zu können als geplant. Angesichts verzögerter Impfstofflieferungen hat EU-Ratspräsident Charles Michel den Herstellern mit rechtlichen Schritten gedroht. Die EU erwarte, dass die Verträge eingehalten werden. (www.tagesschau.de)


24.01.2021: Der Berliner Virologe Christian Drosten warnt auch vor der Verbreitung der britischen Corona-Mutation B.1.1.7. / Er warnte: „Das ist leider gefährlicher, als wenn es tödlicher geworden wäre; denn jeder neue Infizierte wird dadurch mehr Menschen anstecken und jeder dieser Menschen wiederum mehr Menschen, sodass die Zahl der Infizierten exponentiell wächst.“ Jetzt gebe es noch die Gelegenheit, die Ausbreitung der Mutation zu verhindern oder zu verlangsamen.

Die andere Coronavirus-Variante 501Y.V2 – auch als B.1.351 – wurde in Südafrika – wie oben erwähnt -zuerst entdeckt und ist mittlerweile in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, nachgewiesen.

25. Januar 2021: – Insgesamt sind nun in Deutschland über 2,106 Millionen Ansteckungen bestätigt und 50.642 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. (www. tagesschau.de)
01.2021-USA: Fast 25 Millionen bestätigte Infektionen aktuell in den USA: Das Land mit rund 330 Millionen Einwohnern verzeichnet in absoluten Zahlen gemessen weltweit die meisten Infektionsfälle und 430.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.


Ein schier unlösbares Problem, oder?
WIR SCHAFFEN DAS…!



Hier ein EMA- Link zur Comirnaty (Pfizer/BionTech Impfstoff) – Impfung für alle, die sich „vor“-bereiten wollen bzw. wissen wollen, wie geimpft wird: 😉 https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/comirnaty-epar-product-information_de.pdf


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