Dass das Corona-Virus sich so schnell weltweit ausgebreitet hat und die Systeme damit so schnell auch oft überfordert waren – mit all den katastrophalen Konsequenzen… das hätte ich so nicht gedacht. Schließlich kannten wir Ärzte ja alle schon viele Jahre die schweren Grippewellen, die aber alle letztendlich gut kontrollierbar waren.

PANTA RHEI: Alles fließt …

Der Aphorismus „Panta rhei“ (altgriechisch: πάντα ῥεῖ) geht auf den griechischen Naturphilosophen Heraklit von Ephesos (um 520 – um 460 v. Chr.) zurück. Nichts bleibt, wie es ist.

Heraklits berühmtes Flussbeispiel bringt diesen Gedanken gut zum Ausdruck. Nichts bleibt so, wie es ist. Wie das Wasser im Bach immer in Bewegung ist, so sind alle Dinge, Lebewesen und Erscheinungen in der Welt immer in stetiger Veränderung begriffen.

Eine Krise historischer Dimension…

Das Corona-Virus bringt für jeden Einzelnen unserer Gesellschaft nie dagewesene Herausforderungen mit sich. Aufgrund der enormen Dynamik der jetzigen COVID-19-Pandemie sind hier die wichtigsten und medizinisch relevanten Forschungs-Berichte der vergangenen Wochen und Monate aufgeführt. Alle verfügbaren Informationen zu COVID-19 können sich – wie oben erwähnt – derzeit von heute auf morgen durch wieder völlig neue wissenschaftliche Erkenntnisse komplett ändern.


LESEDAUER: zirka 30-60 min. (je nachdem wie intensiv) )
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem Smartphone oder kleinen „Handy“- Display… 😉


Sind wir alle machtlos – gegenüber einem Pandemie-Virus?

  • Dezember 2021 • Ulrich Montgomery warnte aktuell vor einem schweren Corona-Winter. Angesichts der neuen Omikron-Variante mit deutlich schnellerer Ansteckungsmöglichkeit und daraus resultierenden extrem hohen Corona-Infektionszahlen forderte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, eine Verlängerung der epidemischen Lage.
  • „Wir haben weiterhin eine Pandemie nationalen Ausmaßes. Es ist absolut absurd, angesichts von hohen Inzidenzen von einer Aufhebung der epidemischen Lage sprechen zu wollen“, sagt Montgomery der Zeitung „Rheinische Post“.
  • „Der Winter wird kalt. Es liegt an uns, dass er nicht auch noch bitter und tödlich wird.“ Wer sage, ‚keine Impfpflicht und nie wieder Lockdown‘, der habe die Epidemiologie des Virus nicht verstanden und spiele ihm nur in die Hände.
  • Wer sich nicht impfen lasse, spiele nicht nur mit dem eigenen Leben – sondern auch dem vieler anderer.warnte der Radiologe Dr. Frank Ulrich Montgomery (*1952): Von 1989 bis 2007 bekleidete der Arzt das Amt des Ersten Vorsitzenden des Bundesvorstandes der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, deren Ehrenvorsitzender er seit 2007 ist. Ebenfalls 2007 wurde er zum Vizepräsidenten der Bundesärztekammer berufen (Wikipedia).

NEUE IMPFSTOFFE… gegen neuere Virus-Mutanten – in Sicht?

Es gibt derzeit außer den AHA-Regeln nur eine einzige Therapie-Alternative

Impfen, impfen… was das Zeug hält“.

Und AHA-Regeln streng beachten…
So AHA+L+A = keep your distance, observe hygiene, wear a mask in everyday life, ventilate regularly and use the corona warning app.

  • DER SCHUTZ GEGENÜBER EINEM PANDEMIE-VIRUS DURCH EINE IMPFUNG IST IMMENS WICHTIG:
  • Die Evolution des Corona-Virus durch immer neuere Varianten/Mutanten geht weiter, und so lange die Zahl der UNGEIMPFTEN bzw. Infizierten derzeit immer noch so hoch bleibt, kann es seine Fitness mit immer neueren Versionen in der Bevölkerung austesten.
  • Die evolutionären Reserven des Coronavirus sind lange unterschätzt worden.
  • Nun macht es die Ausbreitung von dem neuesten Virus „OMIKRON“ nötig, das Impf-Management – von Seiten der Impfbehörden – für alle Menschen so schnell als möglich – dem neuen Virus-Geschehen – anzupassen.
  • Neuere Impfstoffe müssen – an OMIKRON angepasst – wenn irgendmöglich frühzeitig 2022 zur Verfügung gestellt werden.

Experten erwarten eine sehr schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante.

„Wir rechnen damit, dass diese Mutation nun Anfang 2022 sehr schnell die hiesige dominante Variante wird“, sagte der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, der „Passauer Neuen Pressse“. Sein Kollege Christian Karagiannidis geht davon aus, dass dies spätestens Ende Januar 2022 in Deutschland der Fall sein wird.

Anm.: Prof. Dr. med. Gernot Marx (*1966) ist Klinik-Direktor des Aachener Universitätsklinikums.
Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis (*1973) hat die Wissenschaftliche Leitung des DIVI-Intensivregisters in Köln (Fakultät für Gesundheit – Department für Humanmedizin)

OMIKRON – DIE FLUCHT-VARIANTE:

  • 08.12.2021: Expertenstatement: Prof. Dr. Carsten Watzl – Leiter des Forschungsbereichs Immunologie und wissenschaftlicher Direktor, Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo), Dortmund, und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) – sagte dazu:
  • „Ein Immunescape ist möglich: Omikron hat damit das Potenzial, der Immunantwort des Körpers zum Teil zu entgehen.
  • Die Daten deuten allerdings ebenfalls daraufhin, dass Auffrischungsimpfungen (BOOSTER) oder eine vorangegangene Infektion plus zweifacher Impfung noch eine stärkere Wirkung gegen die neue Virus-Variante entfalten können, als die Immunantwort von erst nur zweifach geimpften Menschen.
  • Generell wird es notwendig werden, die Impfstoffe an das neue Virus anzupassen und das dauert…
  • Ein Booster aber – mit einem angepassten Impfstoff – würde dann genau die bestimmten Gedächtniszellen stimulieren, welche die Antikörper produzieren, die so auch Omikron neutralisieren können. Daher würde eine Booster-Impfung mit einem angepassten Impfstoff sicherlich auch einen guten Schutz gegen Omikron vermitteln.“

Da die neuen – an die OMIKRON-Variante angepassten – Impfstoffe frühestens nächstes Jahr 2022 im Februar oder März kommen werden, sollte man aber nicht darauf warten, sondern sich jetzt sofort mit den uns zur Verfügung stehenden – sich bisher gut bewährten – Impfstoffen impfen bzw. boostern lassen. (Quelle: coliquio.de)


Das RKI zählt seit Beginn der Coronapandemie über 7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2.

Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

30.12.2021: Die aktuelle bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt… und liegt laut Angaben des RKI bei 205,5 –  (Am Vortag hatte die bundesweite Inzidenz bei 215,6 gelegen, vor einer Woche bei 289,0 (Vormonat: 442,9). Wobei sich diese Inzidenzen innerhalb der Bundesländer stark unterscheiden. So ist sie derzeit in Thüringen mit 451,9 am höchsten und in Niedersachsen mit 128,3 am niedrigsten.
Innerhalb eines Tages verzeichneten die Ämter 40.043 neue COVID-19-Fälle sowie 414 neue Todesfälle. In Deutschland ist die Gesamtzahl der Menschen, die – bisher in den Pandemie – an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, auf über Hunderttausend (111.219) angestiegen.

DIE PANDEMIE-IMPFSTOFFE:
Excellente Forschung…

Die Impfstoffe auf der Grundlage der mRNA-Technik sind ein absoluter Glücksfall in dieser Pandemie. Hätten Unternehmen wie BioNTech in Mainz oder Moderna in Cambridge nicht schon seit vielen Jahren abseits der ganz großen Medienaufmerksamkeit an der Technik gearbeitet, wäre es sicher nicht möglich gewesen, so schnell – so gut ausgereifte und effektive – Impfstoffe gegen das Sars-CoV-2-Virus zu entwickeln.

08.12.2021: Inzwischen hat auch BioNTech als erster Impfstoffhersteller einige vorläufige Ergebnisse seiner eigenen Laborstudien öffentlich gemacht. Sie zeigen, dass die dritte Impfdosis  mit dem bisherigen Impfstoff wohl die Omikron-Erreger neutralisieren konnten. Die Booster würden – wie schon erwähnt – die Antikörpermenge in unserem Körper gegen die Omikron-Variante – verglichen mit einer Zweifachimpfung – um den Faktor 25 erhöhen. Doch Virologen können noch längst keine Entwarnung geben. (Quelle: https://www.faz.net › Nachrichten bei faz.net › Wissen)

Die Evolution des Virus geht weiter, und so lange die Menschen nicht vollständig geimpft sind bzw. die Zahl der Infizierten immer noch so hoch bleibt, kann es seine Fitness mit immer neueren Mutationen/Varianten in der Bevölkerung austesten. Eine echte Entwarnung wird man derzeit somit lange von keinem seriösen Virologen oder Epidemiologen hören.

Hier kann jeder erkennen: Alles ist im Fluss. Die Unsicherheit bleibt.
Impfen, impfen…was das Zeug hält und boostern, solange der Impfstoff reicht…

DIE IMPFUNG… Wissenswertes in Kürze:

Die mRNA des Impfstoffs gelangt keinesfalls in alle Zellen des Körpers, sondern in diejenigen Zellen direkt im Bereich der Impf-Einstichstelle z. B. in der Regel am linken Oberarm-Muskel (beim „Rechtshänder“).

Die mRNA (engl. Messenger RNA) wird auch Boten-RNA genannt: Verpackt in eine Hülle aus kleinsten Lipidpartikeln wird die Impfstoff-mRNA mit einer kl. Kanüle direkt in den Oberarm injiziert und zwar ins Muskelgewebe.
Körpereigene Zellen „lesen“ an Ort und Stelle die mRNA ab:

  • „Das Muskelgewebe ist besonders am Oberarm gut durchblutet und dort findet diese wichtige Impf-Botschaft sofort die richtigen Zellen, von denen sie aufgenommen werden soll… “ erklärt der Virologe Alexander Dalpke – Forscher der TU Dresden.
  • (Anm.: Prof. Dr. Alexander Dalpke (*1971) ist Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie / Institutsdirektor der Dresdner Uni-Medizin sowie Fachimmunologe in Dresden) .

Bei Medikamenten, die auf mRNA basieren, produzieren unsere körpereigenen Zellen – nach der hierdurch eingebrachten „Impfstoff-Information“ – dann das jeweils wirksame Protein: Dieses kann zum Beispiel bei mRNA-Impfstoffen als notwendiges Antigen wirken.

  • Die mRNA (Boten-RNA oder messenger Ribonukleinsäure) ist also lediglich ausschließlich die „Bauanleitung“ für jedes einzelne Eiweiß des Körpers und ist nicht mit der menschlichen Erbinformation – der DNA – zu verwechseln.
  • Diese Impfbotschaft erreicht zeitgleich wichtige Zellen unseres Körpers. Aber die wichtigsten Zellen, die vor allem in der Lage seien, solche von außen zugelieferte Informationen (in winzigen Lipidpartikeln) aufzunehmen, seien die sog. „Antigene“ präsentierenden Zellen.
  • Diese antigenpräsentierenden Zellen (z.B. Monozyten/B-Lymphozyten) ermöglichen umgehend die Erkennung von Krankheitserregern in unserem Organismus und leiten so deren sofortige Beseitigung durch eine zelluläre Immunantwort ein.
  • Nur diese Zellen allein seien speziell in der Lage, die aufgenommene RNA abzulesen. „Und dann stellt sozusagen eine körpereigene Zelle dieses fremde virale Eiweiß – für das die mRNA codiert ist – von selbst her“, erklärt *Alexander Dalpke.
  • Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand ist es absolut rein technisch gar nicht möglich, dass die – über einen Impfstoff transportierte – RNA in der Körperzelle direkt dort in die DNA der Zelle eingebaut wird. (Anm.: *Professor Dr. Alexander Dalpke, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Institut für Virologie, Dresden)

Anm.: Antikörper sind Eiweiß-Stoffe die vom Immunsystem des Körpers (durch B-Zellen) als Reaktion auf fremde Makromoleküle (Antigene) gebildet werden.


  • Bei der Corona-Impfung enthält also die mRNA sofort einen „Baubefehl“ für das Spike-S-Protein vom Coronavirus. Dieses Spikeprotein ist der „Schlüssel“ des SARS-CoV-2 Krankheitserregers zum menschlichen Körper.
  • Eingeschleust in einzelne Zellen, produzieren unsere Zellen auf Basis dieser Bauanleitung das S-Protein. Dieses Spikeprotein kann sich nicht selbstständig vermehren. Die im Impfstoff enthaltene mRNA wird nicht ins menschliche Erbgut eingebaut, sondern in der Zelle nach einigen Tagen wieder völlig abgebaut. Dann wird auch kein Spikeprotein mehr hergestellt.
  • Die nach der Impfung vom eigenen Körper (in Muskelzellen an der Impfstelle und in bestimmten Abwehrzellen) gebildeten Spikeproteine werden vom Immunsystem als Fremdeiweiße erkannt, dadurch werden sofort spezifische Abwehrzellen aktiviert:
  • Es werden Antikörper gegen das Virus sowie weitere Abwehrzellen ausgebildet. So entsteht eine schützende Immunantwort. Auch diese Spikeproteine werden wieder abgebaut.
  • Wird das Virus also frühzeitig vom Immunsystem in unserem Körper als fremd erkannt, kann der „Feind“ sofort mit Antikörpern blockiert werden… berichtet Prof. Dr. rer. nat. habil Karsten Mäder (Professor für pharmazeutische Technologie und Direktor des Instituts für Pharmazie an der Martin-Luther-Universität in Halle).

Eine Impfung macht höchstwahrscheinlich sogar wesentlich immuner als eine durchgestandene Erkrankung:

  • Es ist mittlerweile schon lange medizinisch bewiesen, dass eine Infektion in unserem Körper zunächst IMMER zuerst eine angeborene unspezifische Immunantwort bei Immunkompetenten auslöst. Dabei setzen die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Körper sofort eine Entzündung in Gang, die oft schon ausreichen „kann“, um das Virus zu beseitigen.
  • Die Impfung gilt jedoch als wesentlich sicherer, weil man dazu nicht das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes (und evtl. eines Todes) eingehen muss.
  • Möglicherweise sorgt eine Impfung also auch für eine deutlich bessere Immunantwort (Abwehr) des Körpers und damit für einen wesentlich sichereren Schutz.

DIE DELTA-VARIANTEN sind – trotz „OMIKRON“ immer noch – wenn auch immer schwächer – weltweit aktiv…

26.11.2021: OMIKRON (B.1.1.529) ist also der neue Name einer aktuell neuartigen Variante von Sars-CoV-2. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sie bereits am 26. November 2021 als „besorgniserregend“ eingestuft („Variant of Concern“). Dazu später Ausführlicheres.

Bisher aber waren die Delta-Varianten B.1.617.1 mit Subkladen (Subvarianten),  B.1.617.2 (Delta) und B.1.617.3, (alle zuerst in Indien identifiziert) durch Mutationen neu entstandenen Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 bereits seit Sommer 2021 uns bekannt. DELTA wird wohl in wenigen Wochen – im neuen Jahr 2022 – gänzlich verschwunden sein – mit OMIKRON – als Nachfolger wird es wohl für die Menschheit nicht leichter werden.

Braucht es neuere Varianten-Impfstoffe?

08.12.2021: STIKO-Chef Professor Thomas Mertens hatte aktuell eine unerfreuliche Botschaft verkündet:
Er rechne erst in einigen Monaten mit möglichen neuen Impfstoffen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus… sagte so der Ulmer Virologe in der „Rheinischen Post“.
Mertens: „Drei bis sechs Monate dürften die Hersteller im Labor brauchen. Das ist nicht ganz trivial: Sie müssen einen Impfstoff kreieren, der sowohl gegen Omikron als auch gegen Delta wirkt, denn noch ist Delta weit verbreitet.“ Zudem müsste der Impfstoff dann noch zugelassen werden…. und das dauert!


SARS-CoV-2: mRNA-Impfstoffe schützen? Wie gut wirken die verfügbaren Impfstoffe gegen die neue Variante OMIKRON?

14.12.2021: Die Wirkung der verfügbaren Impfstoffe gegen die Omikron-Variante hat die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek untersucht. Erstes Ergebnis: Wohl ALLE derzeit verfügbaren Covid-19-Impfstoffe schützen nicht mehr so gut vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Ciesek hat mit ihrem Team herausgefunden, dass selbst doppelt Geimpfte wohl kaum vor einer Ansteckung mit Omikron absolut sicher sind.


13.12.2021:
Während vor einigen Monaten noch vier unterschiedliche Vakzine verimpft wurden, werden aktuell nur noch die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna zur Immunisierung genutzt.

  • Vaxzevria (AstraZeneca) wird derzeit nicht mehr ausgeliefert, der Impfstoff von Janssen wird nur noch in Restdosen verimpft. Je nachdem, wie alt eine Person ist und mit welchem Vakzin grundimmunisiert wurde, wird für die Booster-Impfung ein anderer Impfstoff benutzt.
  • Generell gilt: Personen unter 30 Jahre und Schwangere erhalten ausschließlich Comirnaty (BioNTech)– sowohl für die Grundimmunisierung als auch für die Auffrischimpfung.

Seltene Nebenwirkungen

Risiko Myokarditis: Spikevax (MODERNA) soll nicht mehr unter 30 Jahren verimpft werden, da aktuelle Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) nach der Impfung mit Spikevax bei Personen unter 30 Jahren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty (BioNTech). Es erkranken an diesen Nebenwirkungen mehr männliche als weibliche Personen.

UNTERSCHIEDE BEI IMPFUNGEN – aktiv oder passiv – kurz erklärt:

Der Unterschied zu einer aktiven Impfung bestehe darin, dass bei der passiven Impfung fertige Antikörper verabreicht werden, die nach einer gewissen Zeit abgebaut werden. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive. „Dafür ist die Wirkung einer passiven Impfung quasi sofort vorhanden, bei einer aktiven Impfung muss diese sich erst langsam im Körper aufbauen“, so heißt es im medizinischen Kontext.

  • Bei einer aktiven Immunisierung wird das Immunsystem zum Beispiel durch die Impfstoff-Gabe von Virusantigenen (z. B. Bestandteile des Erregers oder mRNA, die damit den Bauplan für ein Protein von der Virusoberfläche enthält) zu einer Immunantwort angeregt, um unter anderem – durch die Bildung von Antikörpern – beim Menschen eine schützende Immunantwort aufzubauen.
  • Bei einer passiven Immunisierung wird die Verabreichung von Antikörpern (durch die Impfung) zur Vorbeugung (Impfung) oder Therapie eingesetzt.
  • Im Unterschied zur aktiven Immunisierung, die auch eine Gedächtnisfunktion des Immunsystems auslöst und somit über einen längeren Zeitraum anhält, ist die Wirkung einer passiven Immunisierung an das Vorhandensein einer ausreichenden Menge – der durch die Impfung verabreichten spezifischen Antikörper – gebunden, die keine direkte Gedächtnisfunktion auslösen und daher nur über einen kurzen Zeitraum einen Schutz bieten.

Beispiel Coronavirus SARS-CoV-2: Bei der aktiven Immunisierung rufen hier Antigene des Virus (in der Regel nur das virale Spike-Protein (Oberflächenprotein) oder ein Teil davon) im Impfstoff eine sofortige Immunantwort hervor. Im Falle einer echten Infektion kann das Immunsystem dadurch später auch recht schnell den Erreger erkennen und sofort bekämpfen…. man wird nicht krank.

Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch immer noch nicht ausreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. (Quellen: Impfen-Info.de)


DIE IMPFUNG:

Das Erbgut wird nicht verändert

Eine Impfung mit mRNA – und das wird oft verwechselt – ist keine Gentechnik, bei der unser menschliches Erbgut verändert würde. Sondern diese Impfung greift letztlich auf einen ganz natürlichen Mechanismus zurück, der im Körper regelmäßig abläuft“ … sagt Alexander Dalpke. Das sei der große Vorteil dieser RNA-Impfstoffe.  Dazu später mehr…(Anm.: Professor Dr. Alexander Dalpke, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Institut für Virologie, Dresden)


Sind Veränderungen im menschlichen Erbgut durch genbasierte Impfstoffe also tatsächlich unmöglich und sind entsprechende Ängste somit völlig unbegründet?

Die mRNA aus dem Impfstoff kann – wie oben schon erwähnt – das Erbgut des Menschen – rein technisch – tatsächlich gar nicht verändern. Das menschliche Genom besteht aus „doppelsträngiger“ DNA, in die sich die „einzelsträngige“ Viren-RNA gar nicht erst einbauen lässt. Damit so etwas passieren könnte, müsste die mRNA in DNA umgeschrieben werden. Doch dafür würden ganz spezielle Enzyme benötigt, die in menschlichen Körperzellen überhaupt gar nicht vorkommen. Auch vererbt werden kann diese Information für die Spike-Proteine nicht, da die Impfstoff-mRNA absolut nicht – rein technisch – in die Keimbahnzellen gelangen kann“ … so Klaus Cichutek.
(Anm.: Prof. Dr. rer. nat. Klaus Cichutek (*1956) ist ein deutscher Biochemiker und seit 2009 Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) – in Langen, wo er seit 1988 als Wissenschaftler arbeitet) .


Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

STIKO: Die bisherige Impf-Priorisierung wurde bereits zum 7. Juni 2021 generell aufgehoben. Damit kann jeder und jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden. 

21.11.2021: Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) empfahl bisher, den Impfabstand bei mRNA-Impfstoffe auszureizen und die Zweitimpfung erst nach sechs Wochen zu verabreichen. Zwei Wochen nach der 2. Impfung sei dann auch tatsächlich der volle Impfschutz durch die mRNA-Impfstoffe gegeben (RKI) .

18.11.2021: „Die Stiko hat das Boostern ab 18 Jahren empfohlen. Boostern ist sehr wichtig, ganz klar. So wie Herr Professor Mertens das schon früher gesagt hat. Auch Herr Sander, der Immunologe aus der Charité, hatte es auch gesagt: Risikoadaptiert von oben nach unten“. (Quelle: Christoph Specht im Gespräch mit Dirk Müller (*1968). Dirk Müller ist ein deutscher Börsenmakler, Fondsmanager und Buchautor. Anm.: Dr.med. Christoph Specht (*1960) ist ein deutscher Arzt, Medizinjournalist .

  • November 2021: Die Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech sind für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Die STIKO empfiehlt die Impfung mit mRNA-Impfstoffen inzwischen allgemein für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, da der Nutzen der Impfung die Risiken überwiegt.
  • Ab dem 20. Dezember 2021 jedoch ist es dann soweit und die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen werden möglich – so die Erwartung des Gesundheitsministeriums. Über die Verteilung der ersten Lieferung des Kinder-Impfstoffs wird aktuell beraten werden.

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass ein Corona-Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wohl bis kurz vor Weihnachten verfügbar sein könnte. Eine mögliche Zulassung für diese Altersgruppe könne für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer noch im November 2021 erwartet werden, heißt es in einem Bericht des Ressorts zu den Bund-Länder-Beratungen. 


Kinder haben ja meist leichte Verläufe, wenn sie sich anstecken, warum soll man sein Kind trotzdem impfen lassen? 

Dr. Stephan Borte: „Das ist richtig, dass Kinder meist leichte Verläufe haben, aber es gibt eben auch Hinweise, dass eine COVID-Erkrankung bei Kindern so genannte PIMS (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) auslösen kann. Das sind Entzündungen an verschiedenen Organen, die zu schweren Verläufen führen können, so dass die betroffenen Kinder auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Glücklicherweise gab es bisher keine Todesfälle oder schwere Folgeschäden in der Folge von PIMS. Aber das sind absolut vermeidbare Zustände, die eben auch sehr selten bei Kindern auftreten können“. (Anm.: Dr. med. Stephan Borte (Chefarzt) Klinikum St. Georg gGmbH – Leipzig)


Die frühe Freigabe der Vektor-Impfstoffe war damals keine medizinische, sondern eine „politische Entscheidung“…[sic!]

  • So sei die Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Politik schwer auflösbar, merkte Prof. Dr. Christian Bogdan von der STIKO an: „Alle Impfstoffe in Deutschland wurden hier einfach – ohne irgend eine Kontraindikationzugelassen.“ (Quelle: The lancet) – (Anm.: Prof. Dr. med. Christian Bogdan hat in Erlangen einen Lehrstuhl für Mikrobiologie und Infektionsimmunologie und ist Mitglied der STIKO seit 2011)

Die aktuelle „medizinische“ Empfehlung hat sich nun im November 2021 verändert – nämlich die mRNA-Zweitimpfung künftig immer schon spätestens „nach fünf Wochen“ zu verabreichen… was in der Regel nun auch so schon praktiziert wird. Die Booster-Impfung (3.Impfung) kann nun schon bereits (frühestens) drei Wochen danach durchgeführt werden.

SEIT DEZEMBER 2021 SPIELEN DIE VEKTOR-IMPFSTOFFE BEI UNS KEINE ROLLE MEHR.



Zu den Sars-CoV-2 Impfstoff-Projekten:

Dieser Artikel ist recht ausführlich, dazu braucht man etwas mehr Zeit… Er stellt – aus dem weltweiten „Feld der wissenschaftlichen Forschung und Hintergründe der Impfstoff-Hersteller“ – einige wenige aktuelle Ergebnisse derzeitiger wichtiger Sars-CoV-2 – Impfstoff-Projekte (jedoch nur ansatzweise „schwerpunktmäßig“) dar. Für „Experten“ sicher viel zu wenig, für medizinische Laien vielleicht manchmal etwas schwierig… Auch neuere, hoffnungsvolle Therapie-Ansätze – die sich derzeit noch im Forschungsbereich befinden – werden hier ebenfalls im Blog-Artikel schon ansatzweise vorgestellt:
Siehe hier wesentlich Ausführlicheres im Corona-Fakten-Aktuell-Blog-Artikel: 4.4 Impfstoffe/Zukunft (unten oder oben in der Leiste zum Scrollen)


„Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“,
erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel erst kürzlich nach der Videokonferenz.

Wer hätte noch vor zwölf Monaten gedacht, dass dieses Jahr 2021 erneut im Mai/Juni 2021 in einem dritten Lockdown endet… die Zahlen sanken kurz, um dann erneut im Spätherbst 2021 nun wieder dramatisch anzusteigen… die vierte Welle… und die fünfte Welle in Sicht… ein Auf und Ab.

29.12.2021: Wir leben mit einer Pandemie nun mit weltweit über 283 Millionen Corona-Erkrankungen und mehr als 5,4 Millionen Todesfällen, mit Ärzten und Pflegepersonal am Rande der Erschöpfung, mit Monaten des Streits um die richtigen Rezepte und „Goldstandards“ im Umgang mit der Krise. So blicken wir – ein Jahr später – im „Evidenz-Update“ zurück und ziehen ein Resümee… Was haben wir gut gemacht in der Pandemie? Was lief schlecht? Auch Politiker und Ärzte sind nur Menschen und nicht allwissend… alle lernen wir im Moment täglich dazu und geben unser Bestes… Für Ärzte wird diese Impfung eine ungeheure Mammutaufgabe, zahlreiche Fragen tun sich auf…

  • Eine Modellierung des Robert-Koch-Instituts geht im Moment davon aus, dass mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen gegen Covid-19 geimpft sein müssten, um eine schlimme neue Welle zu vermeiden. Bei den über 60-Jährigen müssten es sogar mehr als 90 Prozent sein… Das ist leider eine Illusion und wohl nicht zu erreichen.

29.12.2021: Die Impfungsraten sind derzeit in Deutschland noch völlig ungenügend: Erst etwas mehr als fast 71 Millionen Menschen haben bisher in Deutschland zwei Corona-Impfdosen erhalten.


Wieso ging das eigentlich alles plötzlich doch so schnell mit den Impf-Stoffen – im Frühjahr 2021?

Ganz einfach: „Zu vielen Impfstoffkandidaten gab es bereits schon lange VOR der COVID-19-Pandemie (nach MERS und der SARS-Pandemie 2002/2003) ausreichend wissenschaftliche „Grundlagenforschung“. Zudem seien viele Entwicklungsphasen parallel abgelaufen und die Produktion des Impfstoffes bereits schon während der Entwicklung angelaufen“ erklärt Prof. Dr. rer. nat. Carsten Watzl (*1971). Er ist Biologe und leitet seit 2011 als wissenschaftlicher Direktor die Abteilung Immunologie am Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). Seit 2013 ist er als Generalsekretär „Mitglied des Vorstands“ der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.


Welche Impfstoffe gibt es?

Die unterschiedlichen, derzeitigen Ansätze der Impfstoff-Entwicklung beruhen auf folgenden Strategien:

  • Genbasierte Impfstoffe (RNA-Impfstoffe und DNA-Impfstoffe)
  • Vektorimpfstoffe – spielen derzeit keine Rolle mehr.
  • Protein-Untereinheiten-Impfstoffe (Subunit-Impfstoffe)
  • Abgeschwächte Lebendimpfstoffe und inaktivierte Impfstoffe (Tot-Impfstoffe).
  • Proteinbasierte Impfstoffe

Bezogen auf Covid-19 waren bisher in Deutschland schon früh vier Impfstoffe zugelassen, von denen zwei Vektor-Impfstoffe (Astrazeneca und Johnson & Johnson) und zwei mRNA-Impfstoffe (Biontech und Moderna) sind.

Mit dem amerikanischen *Tot-Impfstoff „Novavax“ wird gerade ein neuer Kandidat der Protein-Impfstoffe vermarktet, der seit März 2021 von der EU-Arzneimittelbehörde EMA im Rolling-Review-Verfahren geprüft wurde….und nun zum Jahres-Ende 2021/2022 doch endlich zugelassen wurde…

Anm.: *Totimpfstoffe – oder auch inaktivierte Impfstoffe genannt – enthalten entsprechend ihrer Bezeichnung nur abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren und enthalten, wie ihr Name schon sagt, abgetötete Krankheitserreger oder auch nur geringe Bestandteile der Erreger. Sie können sich also nicht mehr vermehren und auch keine Krankheit verursachen. Die meisten Impfstoffe gehören übrigens zur Kategorie der Totimpfstoffe, so auch die meisten Grippeimpfstoffe. Weiterhin gehören zu den Totimpfstoffen – unter anderem – Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Polio (Kinderlähmung), Keuchhusten, Tetanus und Tollwut dazu. (Quelle: br.de)


WAS SIND
ADJUVANZIEN?

DIE WIRKVERSTÄRKER: Die hochaufgereinigten Proteine in Impfstoffen sind meist nicht ausreichend immunogen. Deshalb enthalten viele Vertreter dieses Impfstofftyps Adjuvanzien (Wirkverstärker), was prinzipiell völlig unproblematisch ist. Allerdings werden adjuvantierte Impfstoffe von vielen Menschen lokal meist als unangenehm empfunden. Das liegt in der Natur der Adjuvanzien, deren Aufgabe es ist, eine leichte, lokale Entzündung zu provozieren. Dadurch werden Komponenten des unspezifischen Immunsystems in die Nähe der eigentlichen Impfantigene gelockt und so die Impfreaktion verstärkt. Dies geht häufig einher mit einer lokalen Reaktion (Oberarm) und mit einem – von einigen Geimpften empfundenen – grippalen Gefühl, das aber nicht lange anhält. Manche Impflinge aber – merken gar nichts, trotzdem hat auch hier die Impfung ihre gewollte Wirkung – nämlich den Impfling zu schützen.

Forscher entwickeln derzeit völlig neue Verfahren:
DIE T-ZELLEN-IMPFUNG
Neuer Super-Impfstoff könnte jahrelang gegen Corona schützen…

05.2021: Mit einer sog. T-Zell-Impfung wird ein lang anhaltender Schutz vor Corona und neuen Mutanten versprochen. Doch das Verfahren könnte evtl. Risiken haben: Das Virus könnte immun gegen Impfstoffe werden…Derzeit ist hier vieles noch nicht geklärt bzw. ausgereift.
Siehe hierzu (unten oder oben in der Leiste): Ausführlicheres und Wissenswertes beim neuen Blog-Artikel: Corona – Fakten aktuell // 4.4 Impfstoffe / Zukunft


ARZNEIMITTEL-FORSCHUNG (vfa.de)
Neue Entwicklungsprojekte für Covid-19-Impfstoffe

Anm.: Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. 

Weltweit werden mindestens 328 Impfstoffprojekte vorangetrieben (die für bereits zugelassene Impfstoffe eingeschlossen): Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 335 (Stand 08.11.2021). Dazu kommen noch mindestens zwölf weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet. Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. (QUELLE: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov)

  • 29.12.2021: Mittlerweile wurden in Deutschland mehr als 250 Millionen Impfdosen verabreicht. Bei den verabreichten Impfdosen handelt es sich um alle Impfdosen, die bereits verabreicht wurden — also die Summe von Erstimpfungen und ggf. erforderlichen Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind aktuell : Knapp 71% der Gesamtbevölkerung. (Quelle: https://impfdashboard.de/)

Zukunft

Viele weitere Projekte zu RNA-Impfstoffen befanden sich – laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – schon zum Jahresanfang 2021 – noch in der Präklinik, darunter auch z.B. ein zukünftiger intranasal zu applizierender mRNA-Impfstoff der Firma ETheRNA aus Belgien. Zeitlich liegt sie wohl weit zurück…wie man hört… es wurde seither nichts mehr darüber publiziert…


Virus-Mutationen im Sekundentakt…daher wird es für die neue Impfstoff-Herstellung immer schwieriger…

  • Die „neuesten“ Corona-Virus-Mutationen legen aktuell nun nahe, dass das Virus ständig immer wieder weitere signifikante Varianten produzieren kann und der Verlauf des Ausbruchs durch immer neuere Mutationen sich gefährlich – auch vor allem hinsichtlich der Wirksamkeit von Impfstoffen – verändern könnte.
  • Die möglichst schnelle Unterdrückung der Pandemie durch neuere Impfstoffe (die vor allem auch gegen Mutanten sicher wirken) ist daher zu einer noch wesentlich dringlicheren Aufgabe in der Forschung geworden.
  • Siehe hierzu Interessantes & wesentlich Ausführlicheres (unten oder oben auf der Leiste) bei: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten
  • Wissenschaftler warnen: Die seit 2020 immer neueren Corona-Mutanten aus Großbritannien, Brasilien, Indien und Südafrika hatten sich seither weltweit immer weiter – auch in Europa – ausgebreitet – und mit ihnen die absolut große Sorge, wie viele weitere gefährliche Mutationen es in Zukunft noch geben wird. Neuere Impfstoffen werden dann vielleicht noch fehlen… .

OMIKRON steht in der Warteschleife und ist die nächste Dominante…

DIE DELTA VARIANTE ist derzeit immer weniger weltweit aktiv:

ISRAEL

  • Trotz der „Vorbild-Funktion“ in Sachen „Corona-Schutz-Impfungen“ – wo Israel bisher einsamer Spitzenreiter war – überschritt ISRAEL seit Juli 2021 wieder deutlich die 1000er-Marke an Neu-Infektionen (höchstwahrscheinlich wegen Delta (B.1617.2) .
  • Dies hat sich nun verändert: Aktuelle Daten am 29.12.2021: Niedrige 7-Tagesinzidenz von 29.12.2021= 140,3 -/ IMPFUNGEN (vollständig: allerdings noch mit niedriger Impfquote von nur 63,53 %)

Am 29.12.2021 gab es in Israel noch insgesamt 1,371 Millionen Infektionen gesamt (confirmed cases of COVID-19) und 8,243 tausend Todesfälle an oder mit Corona (WHO). 

  • Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte bei einer Beratung kürzlich gesagt, die Delta-Variante sorge weiter zu einem weltweiten Anstieg der Corona-Fälle: „Auch in geimpften Ländern wie Großbritannien, den USA und Israel“. Gegenwärtig setze sich die Einschätzung durch, „dass die Wirksamkeit der derzeit vorhandenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante (B.1.6.17.2) doch schwächer ist, als wir gehofft hatten“.
  • Es zeige sich, dass das Problem nicht allein nur durch Impfungen gelöst werden könne…. Die AHA-Regelungen werden oft auch hier im Land leider stark vernachlässigt…

17.11.2021: Die Schutzwirkung des Boosterns sei zudem auch in Israel deutlich geringer als erwartet ausgefallen… dies lege eine aktuelle israelische Studie nahe. (Abstract: Das Papier beschreibt eine Analyse, die auf Daten basiert, die das israelische Gesundheitsministerium (MOH) am 1. November 2021 auf seinem Kontroll-Dashboard veröffentlicht hat. (Quelle SSRN  Oz Koren/Shoshy Altuvia: Die Hebräische Universität Jerusalem). https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3963606)


AHA (!)

Gleichzeitig stellt sich die Frage: Können uns die bisherigen Corona-Impfstoffe denn – auch gegen die neueren Virus-Varianten – allein wirklich schützen? Oder gehört dazu nicht doch immer noch unverändert fest – die uns alle schützende AHA-Regel – die oft vernachlässigt wird? Darüber brauche man eigentlich gar nicht mehr lange nachdenken… einfach HANDELN…AHA (!)


  • Die positiven Erkenntnisse über die Wirksamkeit der bislang zugelassenen mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer gegen einige der neuen Coronavirus-Varianten aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika lassen zwar aufatmen, doch Wissenschaftler warnen: Denn die Zulassung der neuen Impfstoffe bedeutet noch lange nicht, dass die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist – im Gegenteil. Die neueren Varianten wie z.B. OMIKRON sind schon in der Warteschleife.
  • Immer weitere, neuere Corona-Mutationen – so wie es sie auch immer schon beim „Grippe-Virus“ gegeben hat und gibt – sind bereits auch hier zu erwarten... wie z.B. die nun seit November 2021 neuere OMIKRON-VARIANTE… Omikron werde wohl – laut EU – bald – nicht nur wie derzeit in England – auch bei uns ganz bald die vorherrschende Corona-Variante sein.
  • Dazu später mehr (siehe hier unten oder oben auf der Leiste) im Impfstoffe-Blog-Artikel: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

Dezember 2021: Ein Blick auf die bisherigen Studienresultate und Praxiserfahrungen zeigt: An die hohen generellen Wirksamkeitsgrade, wie sie für die beiden mRNA-basierten Impfstoffe von BioNTech und Moderna ermittelt wurden, scheinen die beiden „vektorbasierten“ Impfstoffe von Johnson&Johnson (Janssen) und Astra-Zeneca oder Sputnik V nicht heran zu kommen. Sie spielen derzeit – wie oben erwähnt – längst keine Rolle mehr. (Quellen: Harding Zentrum für Risikokompetenz – RKI)



EMA-Eilverfahren:
Ein neuerer Impfstoff gegen „Mutationen“… erst 2022?

Die US-Arzneimittelbehörde FDA plant aktuell, abgewandelte Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 nun doch wesentlich schneller zuzulassen. Auch die EMA hat dies nun aktuell ebenfalls beschlossen, dass – vor allem die – an die Varianten angepassten – Impfstoffe deutlich schneller auf den Markt kommen dürften. Das dürfte dennoch sicher erst 2022 soweit sein.

Anm.: Zum Eilverfahren der EMA generell allgemeine Information:

  • Eilverfahren – Rolling review = Während die Impfstoff-Prüf-Phase III des Herstellers noch läuft, arbeitet die EMA immer schon bereits alle Forschungsergebnisse aus den Phase II -Studien noch einmal durch. Es ist die letzte Etappe vor dem eigentlichen Zulassungsverfahren. Die Zeit drängt… der Virus wartet nicht.

November 2021:
Die Stiko empfiehlt generelle Booster-Impfung ab 18 Jahren

AUFFRISCH-IMPFUNG… die dritte Dosis –
mRNA-Impfstoff gegen Mutanten/Varianten

  • BIONTECH: NUN KOMMT DIE DRITTE DOSIS << DER BOOSTER >>
    New York und Mainz – Der US-Hersteller Pfizer plant aktuell zusammen mit dem Impfstoffentwickler BioNTech, in den USA die Zulassung einer 3. Dosis des mRNA-Impfstoffs BNT162b2 zu beantragen. Es soll hier die Immunität gegenüber der 2. Dosis deutlich verstärkt werden.
  • Die 3. Dosis wurde den Angaben der Firma zufolge von den Probanden gut vertragen. Die neutralisierende Wirkung der Seren soll gegenüber dem Wildtyp sogar um den Faktor 5 bis 8 gestiegen sein.
  • „Im Hinblick auf die anhaltende Bedrohung durch die Delta-Variante sowie das mögliche Auftreten weiterer Varianten müssen wir jedoch weiterhin wachsam bleiben
  • . Die Daten weisen darauf hin, dass die Antikörperlevel deutlich über dem bis jetzt verwendeten Zwei-Dosis-Schema liegen“… sagte Albert Bourla, Chairman und CEO von Pfizer.
  • Sie sollte im Regelfall sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen, im Einzelfall könne sie auch bereits früher erwogen werden.… sagt die STIKO.

BIONTECH: Gegenüber der Delta-Variante, die inzwischen auch seit dem Spätherbst 2021 in den USA dominiert, wurde durch die Impfstoffänderung eine stärkere Immunität erzielt. Die neutralisierenden Antikörpertiter stiegen in der Altersgruppe von 18 bis 55 Jahren um mehr als das 5-fache und bei den 65- bis 85-Jährigen sogar um mehr als das 11-fache. Die Firmen gaben heute die Einreichung von Phase-1-Daten bei der U.S.-amerikanischen Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, „FDA“) bekannt.

  • Oktober 2021: Der Hersteller rechnet aber erst für Januar 2022 mit einer Entscheidung der FDA. Eine frühere Zulassung erscheint jedoch nicht ausgeschlossen. Die FDA (USA) hatte Ende Oktober 2021 bereits eine 3. Impfdosis für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zugelassen. (Quelle: AERZTEBLATT.DE / BioNTech SE – Amy Rose)

Janssen-Cilag International NV  und AstraZeneca AB

Die beiden Vektor-Impfstoffe wie Astrazenica und J&J (Johnson)… spielen nun zum Jahres-Ende 2021 generell keine Rolle mehr…werden aber noch hier erwähnt:

  • Mai 2021: Der letzte bisher zugelassene VEKTOR-Impfstoff für Deutschlands Corona-Impfkampagne: Mit Janssen® von Johnson &Johnson ging das vierte Vakzin gegen das Coronavirus an den Start. Das Besondere: Für den vollständigen Impfschutz ist nur eine einzige Impfung notwendig – und die Priorisierung entfällt. Aufgrund mehrerer Fälle von Hirnvenenthrombosen in den USA empfiehlt die Ständige Impfkommission diesen Impfstoff jedoch zunächst für Personen ab einem Alter von 60 Jahren. Unter 60-Jährige können damit nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz geimpft werden… ähnlich wie bei AstraZeneca.

Die Fälle von Sinusvenenthrombosen (CVT) – die auch bei dem Vektor-Impfstoff J&J aufgetreten können- seien insgesamt „sehr selten“ und der Nutzen des Impfstoffs sei nach wie vor deutlich größer als die Risiken, sagte in den USA die kommissarische FDA-Chefin Janet Woodcock nun.

  • „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Medizinische Einrichtungen und Menschen, die sich impfen lassen wollen, sollen künftig aktualisierte Informationen über den Wirkstoff enthalten, die auch Hinweise auf diese seltene Sonder-Art von Thrombosen enthalten. (www.aerzteblatt.de)


  • WICHTIGE INFORMATION:
    Die schwere AUSWIRKUNG einer CVT-Erkrankung gibt es vor allem durch das „Corona -Virus“ selbst (bei einer Sars-CoV-2 – Erkrankung): Das Risiko von Sinusvenenthrombosen (CVT) sei durch eine „erworbene“ Virus-Infektion doch wesentlich höher als nach einer Impfung. (www. aerzteblatt.de vom 15.04.2021)

Nebenwirkung: HIT Typ II
Astrazeneca – der Vektor-Impfstoff – und andere…

30.03.2021: Zu den seltenen Nebenwirkungen – wie „Blutgerinnungsstörungen“ bzw. Sinusvenenthrombosen – folgt im weiteren Verlauf dieses Berichtes noch – durch „Deutschlands neuen Astra-Sonderweg“ hierzu Ausführlicheres.

Zumindest in Deutschland handelt es sich bei den nach bei Astra-Impfungen beobachteten sog. Sinusvenen-Thrombosen um eine spezielle – eher sehr seltene – Form der Blutgerinnsel im Gehirn und nicht um gewöhnliche venöse Thrombosen. In welchem Ausmaß es speziell solche Fälle auch in anderen Ländern gab, ist derzeit noch nicht ganz klar bzw. noch nicht ausreichend publiziert.

Die Thromboseforscherin „Alice Assinger“ von der medizinischen Universität Wien betont, dass die Vektorimpfung „nicht allgemein mit einem höheren allgemeinen Thromboserisiko einhergeht. Bedenkt man die große Zahl an abermillionen- fachen Impfungen wird anschaulich, wie selten Sinusthrombosen wirklich auftreten und wie gering doch das Risiko dafür auch ist.“ Aber wenn es einen selbst trifft…denkt man natürlich völlig anders…

AKTUELLES:

19.07.2021: Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) weist daraufhin, dass ein Forscherteam aus Greifswald zuvor bei Patientinnen und Patienten mit postvakzinalen (Hirnvenen) – Thrombosen einen speziellen immunologischen Pathomechanismus nachgewiesen hat, der die Thrombosen erklären kann. (NEJM 2021; DOI: 10.1056/NEJMoa2104840)

  • Er ähnelt dem Mechanismus einer bekannten immunologischen Koagulopathie, die als seltene Komplikation einer Heparingabe auftreten kann, der „HIT Typ II“ (heparininduzierte Thrombozytopenie).
  • „Wenn in den 2 Wochen nach der Impfung mit einem Vektorimpfstoff anhaltende Kopfschmerzen oder Durchblutungsstörungen auftreten, sollte die Thrombozytenzahl gemessen werden. Wenn eine Thrombozytopenie vorliegt, müssen die PF4-Antikörper bestimmt werden“, erläuterte der DGN-Generalsekretär Peter Berlit.
  • „Zum Glück wissen wir nun, wie diese seltene Komplikation erfolgreich behandelt werden kann“, betonte er. (Quelle: © hil/aerzteblatt.de)

NEBENWIRKUNG – sei sehr selten:

14.07.2021 – ASTRAZENECA (Vaxzevria): Warnung auch zusätzlich vor dem Guillain-Barré-Syndrom (GBS). Es handelt sich um eine sehr seltene Störung des Immunsystems, die eine Nervenentzündung hervorruft und zu Schmerzen, Taubheit, Muskelschwäche und Gehbehinderung führen kann. Das GBS wurde schon während des Zulassungsverfahrens als mögliches sehr seltenes unerwünschtes Ereignis identifiziert.


»Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Wir haben keine Ahnung, welche Überraschungen ein Virus für uns noch parat haben könnte, ein Virus, das wir gerade erst seit über einem Jahr kennen«, sagte Gregory Poland. 

  • Er ist Impfspezialist an der Mayo Clinic – einem US-amerikanischen Non-Profit-Medizin-Forschungszentrum – Die gute Nachricht ist aber, dass Forscher an der Entwicklung von Impfstoffen der »zweiten Generation« mit Hochdruck arbeiten. (www.spektrum.de)

Dezember 2021:
DIE ZUKUNFT – nach OMIKRON ist alles anders… als „Flucht-Mutante“ entgeht sie weitgehend den Impfstoff-Schutz. Trotzdem wird sicherheitshalber geimpft. Vieles ist hier noch wissenschaftlich ungeklärt…

Die Zukunft liegt in Finsternis
Und macht das Herz uns schwer…

Anm.: Auf einer schottischen Volksweise basiert das von dem Dichter Robert Burns (1758-1796) getextete Lied Auld lang syne…. (Nehmt Abschied Brüder…ungewiss etc.)

07.12.2021: DROSTEN: Wie gut schützen neue Impfstoffe z.B. der neu zugelassene Impfstoff Novavax oder Valneva vor Omikron?

  • Helfen diese neuen proteinbasierten – oft als „Totimpfstoffe“ bezeichneten – Impfstoffe auch gegen die Omikron-Variante?
  • Florian Krammer (Impfstoff-Experte an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in den USA) äußerte sich bereits besorgt: „Ich würde annehmen, dass die Wirksamkeit der Immunantwort durch die Impfung bei Totimpfstoffen am stärksten abnimmt.
  • „Inaktivierte Impfstoffe sind laut Krammer nicht so gut geeignet, eine T-Zell-Reaktion auszulösen und erzeugen auch weniger neutralisierende Antikörper.
  • Es sei aber sehr wichtig, dass man sich bei einer Infektion auf verschiedene Antworten unseres körpereigenen Immunsystems doch verlassen kann.

HOFFNUNGS-SCHIMMER:
Hunderte weiterer Covid-Impfstoffe befinden sich derzeit noch in der Entwicklung mit teils neuen, raffinierten Ansätzen.

  • Sie könnten viele Lücken schließen und könnten uns Menschen helfen, den Albtraum dieser jetzigen Pandemie zu beenden.

WAS HABEN WIR BEREITS AN IMPFSTOFFEN IN EUROPA ZUR VERFÜGUNG?

THE VERY BEST – HOFFNUNG?
BIONTECH, MODERNA: Diese beiden mRNA-Pioniere eroberten – schon im ersten Quartal 2021 – den Pharmamarkt… BioNTech und Moderna hängen mit ihrer Impfstoff-Technologie derzeit alle anderen Konkurrenten (Vektor-Impfstoffe) ab.


Wie alles begann:
Die Covid-19-Pandemie verlief anfangs schon mit einer enormen Dynamik…

  • Am Mittwoch, den 17. März 2021 waren bereits 100 Tage seit dem Start des britischen Impfprogramms vergangen. Mehr als 25 Millionen Briten hatten damals schon eine erste Dosis des ersten Coronavirus-Impfstoffs erhalten, fast die Hälfte der erwachsenen britischen Bevölkerung im Gegensatz zu Deutschland. (!)

  • IMPFSTOFFE-ÜBERSICHT:
  • Drei RNA-Impfstoffe sind derzeit die vielversprechendsten…
  • BioNTech ModernaCurevac (nicht zugelassen)
  • Vektor-Impfstoffe – werden kaum noch benutzt – wie:
  • Astrazeneca Johnson&Johnson (Janssen)
  • (Neuere Impfstoffe in Deutschland sind derzeit noch in Erprobung von UKT/IDT/: Näheres hierzu unten bei: 4.4 Impfstoffe/ZUKUNFT...)

  • Bei SARS-CoV-2 ist vieles anders. Nicht alles ist neu: Einiges konnten sich die Wissenschaftler auch schon vor vielen Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon Impfstoffe entwickelt, die sich noch in klinischen Studien befanden.
  • Man wusste zum Beispiel auch schon, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es designt.

„SPIKEVAX“ – MODERNA (mRNA-1273)

  • Nach den Phase-III-Studiendaten der Corona-Vakzine von MODERNA sollte dieser Impfstoff auch bei „älteren“ Menschen sehr effektiv wirksam sein. Alle Phase-III-Studiendaten wurden früh veröffentlicht: Der Moderna-Impfstoff ist ähnlich wirksam und verträglich wie die mRNA-BioNTech/Pfizer-Vakzine – aber vor allem viel „einfacher zu lagern“.

Im Vergleich zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer braucht MODERNA (mRNA-1273) – wie schon erwähnt – „keine ultratiefe Kühlung“. Die neue Vakzine kann nach Herstellerangaben bis zu 12 Stunden bei Raumtemperatur, 30 Tage im Kühlschrank (2-8°C) und bis zu vier Monate im Gefrierschrank (−20°C) gelagert werden. (Quellen: NEJM 2020; online 30. Dezember (COVE-Studie, Kommentar); Meldung von Moderna. (Quelle: ÄRZTEZEITUNG Januar 2021)

Laut dem „FDA-Briefing Document Moderna COVID-19 Vaccine“ lag die Wirksamkeit von MODERNA (mRNA-1273) nach nur einer Dosis bei 80,2% .

USA: Die Ergebnisse der Coronavirus Efficacy (COVE) Studie zum „Moderna“ – Impfstoff mRNA-1273 waren bereits Anfang 2021 im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Die Vakzine wurde vom Unternehmen Moderna und dem US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) gemeinsam entwickelt.

Ähnlich wie bei der mRNA-Pfizer/BioNTech-Vakzine setze der volle Schutz bei „MODERNA“ ebenfalls etwa 10 Tage nach der ersten Dosis ein, mit einem „maximalen“ Effekt erst nach der zweiten Dosis im Abstand von ca. 6 Wochen.


Nebenwirkungen

Nach einer Impfung – mit dem „Moderna“ Vakzin – scheint es sehr selten zu späten lokalen Hautreaktionen kommen zu können. Eine Gruppe von Ärzten aus den USA berichtet von ihren Fällen: Die Allergologin und Forscherin K. Blumenthal, die auch an der Harvard Medical School unterrichtet, teilte ihre Ergebnisse auch auf Twitter. Als Reaktion berichteten einige Menschen, dass es ihnen ähnlich ergangen war. Als Therapie rät sie eine anschließende Behandlung mit oralen Antihistaminika wie Fexofenadin, sowie NSARs oder Paracetamol und eine Kühlung mit Eis… Kaum allergische Reaktionen gebe es dagegen nach zweiter Impfung.


14. 07. 2021: Sehr selten Myokarditis und Perikarditis nach Impfungen mit mRNA-Vakzinen

Der PRAC ist zu dem Schluss gekommen, dass Myokarditis und Perikarditis in sehr seltenen Fällen nach der Impfung mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) auftreten können. Grundlage der Empfehlung sind nun Daten von 145 Patienten mit Myokarditis im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die Comirnaty erhalten hatten. (Anm.: PRAC=Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz ist ein wissenschaftlicher Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur).

Experten empfehlen deshalb, beide Krankheitsbilder als neue Nebenwirkungen in Produktinformationen aufzuführen. Ärzte und Patienten sollten sensibilisiert werden, auf Symptome zu achten. Dazu zählen Atemnot, ein unregelmäßiger, starker Herzschlag und Schmerzen in der Brust. (Quelle: DAE@aerzteblatt.de).


EMA empfiehlt nun auch den mRNA-Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche

Ende Mai 2021 schon war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent. Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA nun auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ab sofort gespritzt werden.

Das Präparat von Moderna «Spikevax» wäre damit also der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf.

25.11.2021: Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren freigegeben: 

Die EMA hat erstmals einen Corona-Impfstoff für Fünf- bis Zwölfjährige freigegeben. Der Impfstoff sei auch in dieser Altersgruppe wirksam, sicher und verträglich. Der Impfstoff für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren wird als Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von drei Wochen in den Oberarmmuskel verabreicht. Die Dosierung ist niedriger als bei den über 12-Jährigen: statt 30 Mikrogramm enthält eine Dosis zehn Mikrogramm. 


1… 2… 3… 4…


DIE ERSTEN IMPFSTOFFE im Einzelnen…

Das Mainzer Unternehmen BioNTech hatte in dem „US-Konzern Pfizer“ einen renommierten Partner gefunden, der viele Millionen Vakzine herstellen kann.

  • Das Mainzer-Unternehmen „BIONTECH“ und sein US-Partner PFIZER sowie der US-Konzern „MODERNA“ – gefolgt vom britischen Pharma-Konzern ASTRAZENECA (der mit der Uni Oxford zusammenarbeitet) waren 2021 die „ERSTEN“.

Der mRNA – BioNTech – PFIZER – Impfstoff:
Namen „Comirnaty® (Forschungsname: BNT162b2)

Er war als Erster da: Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.

Das Mainzer Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer wollen in diesem Jahr 2021 unter bestimmten Voraussetzungen noch mindestens zwei Milliarden Dosen ihres Corona-Impfstoffs herstellen.

mRNA-Hersteller/Entwickler: BioNTechFosun Pharma und Pfizer:
Auch der BioNTechImpfstoff wurde am 21. Dezember 2020 von der EMA auch für Europa zugelassen. Seit 27.12.2020 wird nun auch in Deutschland (2x) damit geimpft. Der Impfstoff ist ein mRNA Impfstoff (eingebettet in Lipid-Nanopartikel) dazu später mehr Ausführlicheres.


NEBENWIRKUNGEN? Eine vorläufige Studie habe „ein paar Dutzende von Fällen” von Myokarditis bei mehr als 5 Millionen Geimpften gezeigt, hauptsächlich nach der 2. Dosis und vor allem bei jungen Männern in ISRAEL, wie es in dem (an die Medien geleakten) Bericht heißt.

ISRAEL:

Sommer 2021: Israel untersuchte damals einige wenige Myokarditisfälle bei jungen Männern nach Impfung mit BioNTech/Pfizer-Impfstoff:

Das Unternehmen Pfizer erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters, dass es sich zwar der israelischen Beobachtungen der Erkrankung bewusst sei, die überwiegend bei jungen Männern aufgetreten sei, die den Impfstoff von Pfizer/Biontech erhalten hätten: Eine vorläufige Studie habe ein paar „Dutzende von Fällen” von Myokarditis bei mehr als 5 Millionen Geimpften gezeigt, hauptsächlich seien diese nach der 2. Dosis und vor allem bei jungen Männern aufgetreten,
„Es gibt aber derzeit keinerlei Hinweise darauf, dass Myokarditis ein Risiko im Zusammenhang mit der Anwendung des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer/BioNTech darstellt“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Impfstoffhersteller. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Allergische Reaktionen auf mRNA-Impfstoffe bleiben aber insgesamt sehr selten.


Wichtiger Hinweis: Die zweite Impfung NICHT verschieben!

  • INFO der STIKO: Zweite Dosis des Corona-Impfstoffes „nicht“ aufschieben: Der Hersteller BioNTech hatte explizit darauf hingewiesen, dass in der Phase-III-Studie die „Sicherheit und Wirksamkeit“ des Impfstoffs nur für den Fall untersucht wurde, dass auch die zweite Dosis 4 Wochen (früher 6 Wochen) nach der ersten Impfung „zuverlässig“ erfolgt (!)
  • Das geht aus ihrer neuen Covid-19-Impfempfehlung hervor. Diese hat das unabhängige Expertengremium nun zum vierten Mal aktualisiert und einen entsprechenden Entwurf vorgelegt.

Die Effektivität von mRNA-Impfstoffen wird derzeit weltweit nicht infrage gestellt. Auch die Hoffnung auf eine längere Wirksamkeit erscheint bisher vielen Experten berechtigt zu sein – wenn da nur nicht die neuen Mutanten – wie OMIKRON – wären. Inwieweit derzeit aber die Labortests die klinische Schutzwirkung abbilden, ist noch nicht ganz sicher. Moderna hinkt hier auch etwas hinter Pfizer/Biontech her. (www.aerzteblatt.de)


Komplizierte Impfstoff-Lagerung?

17.05.2021: Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist nun doch endlich einfacher zu lagern: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Bedingungen für die Lagerung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech und Pfizer nun doch erleichtert.

Der aufgetaute, unverdünnte Impfstoff kann bei Kühlschranktemperaturen von 2 Grad bis 8 Grad für 31 Tage gelagert werden, statt wie bisher 5 Tage, wie die EMA mitteilte.

Ende Mai 2021 schon war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für Jugendliche (12- bis 17-Jährige) zugelassen worden. Dezember 2021: Der Impfstoff für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren wird als Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von drei Wochen in den Oberarmmuskel verabreicht. Die Dosierung ist deutlich niedriger als bei den über 12-Jährigen Jugendlichen: statt 30 Mikrogramm enthält eine Dosis zehn Mikrogramm. 


  • Anders als in den USA hatte die EMA hier keine Notfall­zulassung, sondern eine „ordentliche“ Zulassung ausgesprochen. „Damit ist ein wichtiger Unterschied für die Menschen verbunden, die sich impfen lassen möchten“, sagt Professor Glaeske, „weil nur in diesem Fall der Hersteller für Impf­-Zwischenfälle und unerwünschte Ereig­nisse haftet.“
  • Der Experte vermutet, dass es viele Monate dauern wird, bevor alle, die sich impfen lassen wollen, ihre Impfung auch bekommen haben.
  • Anm.: Professor Dr. Gerd Glaeske (*1945) ist Impfexperte, Pharmazeut und Gesundheitswissenschaftler an der Uni Bremen. (Quelle: www.aerztezeitung.de.

BioNTech wird auch in Marburg produziert:

Die EMA hat zwei Produktionsstandorten von Corona-Impftsoffen in Deutschland und den Niederlanden nun die Zulassung erteilt. Das Werk in Marburg PRODUZIERT den Impfstoff von BioNTech und die Firma Halix In niederländischen Leiden stellt das Präparat von AstraZeneca her. „Wir erwarten… sagte die EU-Gesundheitskommisarin Stella Kyriakides – dass diese Impfstoffe, die in diesem Werk nun ausreichend dort hergestellt werden, auch umgehend an die EU ausgeliefert werden, als Teil der vertraglichen Verpflichtungen und festen Zusagen von AstraZeneca. Von den enttäuschenden Lieferkürzungen der letzten Monate seien viele Länder betroffen“…


Auf die einzelnen neuen Impfstoffe wird noch im weiteren Verlauf genauer einzeln eingegangen.


Mutationen sind absolut keine Besonderheit bei allen VIREN- Gattungen – wie auch bei SARS-CoV-2 – sie finden seit vielen Millionen Jahren ständig statt. Dabei verändert sich aber auch ständig das Erbgut des Erregers, um sich an seine Umwelt besser anpassen zu können….

Survival of the Fittest…


Neuere Mutationen: Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern führender US-Universitäten…

Mutationen deuten schon früh darauf hin, dass die Impfungen von Moderna, Johnson&Johnson, Astrazeneca/Pfizer und Sinovac auch gegen die zuerst in Südafrika gefundene Variante, namens B.1.351 (Beta) deutlich weniger wirksam sind.

Das haben Mutanten also so an sich… auch die neueste OMIKRON -Variante fällt unter diese Kategorie… sogar als „Flucht-Variante“: Sog. Escape-Mutationen sind Flucht-Varianten, auf die das Immunsystem noch nicht vorbereitet ist. Das Virus hat sich dabei so verändert, dass sich trotz der Verbreitung von Antikörpern die Virus-Zellen weiter ungehemmt vermehren können.


OMIKRON

Ende DEZEMBER 2021: Obwohl also jetzt in Deutschland bereits über 70 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz genießt, könnten die Neuinfektionen auch hier im Winter 2021/22 erneut wieder gefährliche Höhen erreichen, da die Delta-Variante (B.1.6.17.2) langsam verschwindet und OMIKRON nun weltweit das Zepter übernommen hat.

Die „NEUE“ – erstmals (Anfang 2021) in Großbritannien entdeckte, ansteckendere Variante ALPHA B.1.1.7 machte damals früh schon etwa sechs Prozent aller neuen Corona-Fälle in Deutschland aus, so Lothar Wieler. In 13 von 16 Bundesländern war sie schon früh nachgewiesen worden. „Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle“, sagte Wieler schon damals. (Anm.: Lothar Heinz Wieler (*1961) ist ein deutscher Tierarzt und Fachtierarzt für Mikrobiologie. Seit März 2015 ist er Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI).

Man kann sich also > auch wenn zweimal geimpft – und später geboostert < mit einem der neueren Corona-Virus „Mutanten“ z.B. derzeit noch der DELTA-Variante – und /oder neu – der neueren „OMIKRON-VARIANTE“ – anstecken.

Es gibt also keinen hundertprozentigen Schutz: Es gilt weiter, Kontakte zu beschränken und die AHA+L+A (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen!) einzuhalten – nur das ist wichtig zu wissen!


MUTATIONEN

Hierzu gibt es (unten oder oben in der Leiste) bei „4.3. Mutanten-Varianten“ Ausführlicheres…


„Survival of the Fittest“
Das ist quasi das Erfolgs-Rezept der erfolgreichsten Virus-Mutanten!

Dies bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der „am besten angepassten“ (!) Individuen. Dieser Ausdruck wurde im Jahr 1864 durch den britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägtWikipedia (link)

NEWS – Hintergrund-Informationen…kurz zurück zum AstraZeneca-Impfstoff – zunächst wie alles begann:

Der für Aufregung sorgende Astra-Zeneca-Impfstoff ist eigentlich gar kein Astra-Zeneca-Impfstoff.
Entwickelt wurde er von Experten der Universität Oxford und deren Ausgliederung die Firma „Vaccitech“: Diese Start-Up-Firma Vaccitech wurde 2016 gegründet von den Impfstoffforschern Sarah Gilbert und Adrian Hill, Professoren an der Universität Oxford.
Der Pharmariese Astra-Zeneca wurde dann dazu „auserkoren“, diese Impfstoff-Massenproduktion zu organisieren, Dem ursprünglichen Start-Up Vaccitech brachte die Weitergabe der Technologie später dann 2,5 Millionen Dollar ein.

ASTRAZENECA
Er war DER 1. VEKTOR-IMPFSTOFF in Europa:
Impfstoff AZD1222 (ChAdOx1 nCoV-19)

VEKTOR: Diese Art Impfstoffe, die mit Hilfe eines Trägervirus funktionieren, nennt man Vektorimpfstoffe. Das Wirkprinzip ist recht neu, aber es existieren bereits andere, ältere Vek­torimpfstoffe, zum Beispiel gegen den Ebolaerreger.

  • Wie bei allen anderen Vektor-Impfstoffen wird auch bei dem Astrazeneca-Impfstoff der Bauplan für Erreger-Antigene in das Genmaterial von harmlosen Viren eingebracht, den sog. Vektoren.
  • Diese Viren können ihre genetischen Informationen – inklusive dem Antigen-Bauplan – in menschliche Zellen einbringen und diese dazu befähigen, das gewünsch­te Antigen zu produzieren.
  • Das von den körpereigenen Zellen erzeugte Antigen ruft das Immun­­system auf den Plan und induziert die Immunität.


SCHON HISTORISCHES

Die Impfgeschichte hat in Deutschland nun seit diesem Jahr schon mehrere Kapitel.

Zunächst galt der Vektor-Impfstoff als guter Impfstoff für Jüngere. Dann folgte eine Impfpause, weil es einige wenige Todesfälle (durch Thrombosen) nach der Impfung gegeben hatte. Danach hieß es von Seiten der Ständigen Impfkommission (STIKO), einer 18-köpfigen Expertengruppe: Der Impfstoff sei hauptsächlich doch eher für Leute über 60 Jahre geeignet.

  • Astrazeneca nimmt für seinen Vektor-Impfstoff ein verändertes Schimpansenvirus, Johnson & Jonson ein humanes Schnupfenvirus.
  • „Die Tatsache, dass diese beiden Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der „Vektor“ selbst die Ursache für die Thrombose-Nebenwirkungen ist“, sagte Prof. Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn.

Bedenklich… ein Hin- und Her…?

Impfstoffe schützen nur vor einer Sache: Der Infektion oder der Infektion plus Krankheit“, sagte Susan Ellenberg, Biostatistikerin an der University of Pennsylvania, die einst die „Nebenwirkungen“ von Impfstoffen bei der FDA verfolgte. „Sie schützen dich nicht vor allem anderen, was dir möglicherweise noch alles passieren könnte“…


Die COVID-19-Impfkampagne läuft in Deutschland seit nun fast schon zwei Jahren. Seltene Nebenwirkungen sind bekannt…

Ausführlicheres zur seltenen „Nebenwirkung“ der COVID⁠-⁠19⁠-⁠Impfung – wie oben schon erwähnt:

TTS: Thrombosen und Todesfälle

  • „Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom“ [TTS]
  • bzw. einer „Vakzine-induzierten immunthrombotischen Thrombozytopenie“ [=VITT]: 

Sehr seltene Fälle nach einer Impfung:

Nunmehr ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass die Covid-19 Erkrankung wohl keine ausschließliche Lungenerkrankung ist – es ist wohl eher eine Gefäßerkrankung. Damit werden die häufig auftretenden Gefäßkomplikationen nach Infektion und auch nach Impfung, die bisher nur klinisch diskutiert wurden, auch biologisch erklärt.


Die meisten TTS-Meldungen beziehen sich auf Hirn-/Sinusvenenthrombosen.

Bis zum 01.06.2021 wurde dem Paul-Ehrlich-Institut wie folgt gemeldet:

102 Fälle einer TTS nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) gemeldet.

67 Meldungen betrafen Frauen. In 44 Fällen lag das Alter zwischen 20 bis 59 Jahren. In 16 Fällen lag das Alter zwischen 60 und 69 Jahren. In sechs Fällen zwischen 70 und 79 Jahren. In einem Fall gab es keine Information zum Alter.
35 Meldungen betrafen Männer. In 20 Fällen lag das Alter zwischen 20 und 59 Jahren. In neun Fällen lag das Alter zwischen 60 und 69. In zwei Fällen lag das Alter zwischen 70 und 79 Jahren und in einem Fall zwischen 80 und 89 Jahren. In drei Fällen gab es keine Angaben zum Alter.
21 Personen sind an den Folgen des TTS verstorben: 13 Frauen und 8 Männer.

Für mRNA-Impfstoffe besteht bisher kein Signal für TTS. Daher stellte das PEI Meldungen eines TTS nur nach Vektorimpfstoffen aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht dar.
(Quelle: https://www.pei.de/DE/service/presse/aktuelles/aktuelles-inhalt.html)

Vektor-Impfungen haben nun ihre Bedeutung verloren und werden – in der Regel – nicht mehr verimpft.


ENGLAND:

22.04.2021: London – In Großbritannien sind nach vorläufigen Erkenntnissen ebenfalls nun insg. 168 Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Zusammenhang mit der Coronaimpfung des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca aufgetreten. 32 der Fälle seien tödlich verlaufen.

Das Syndrom nennt man in England auch: „Vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia“ (VITT) – also eine – durch die Impfung verursachte – Erkrankung…


Die „Impfstoffinduzierte“ immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT)… ist insgesamt aber doch sehr selten:

  • 01.06.2021: Einer von 500.000 Impflingen:
  • Bisher aufgetreten sind also 0,0001 Prozent bei bisher 50 Millionen Impflingen d.h. einer von 500.000 Geimpften… Die seltene Störung kann typischerweise 4 bis 16 Tage nach der Impfung auftreten, wenn die Patienten sich von der normalen Impfreaktion schon erholt haben. 

Beispiel- man stelle sich vor: In einer Stadt mit 500.000 Einwohnern gebe es also eine einzige VITT bzw. TTS – Erkrankung… Sehr seltene Fälle des Impfstoffinduzierte“ immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT) könnten also nach einer Impfung auftreten. Bisher war dies also aber auch nur bei den Vektor-Impfstoffen der Fall…

  • Denver/Colorado ACHTUNG: KEIN HEPARIN GEBEN – Eine impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT), zu der es in seltenen Fällen nach COVID-19-Impfungen mit adenovirusbasierten Vakzinen (Vektor) kommen kann, darf nicht mit Heparin behandelt werden. US-Mediziner haben jetzt gute Erfahrungen z.B. mit dem Thrombin-Inhibitor Bivalirudin gemacht.

Ärztezeitung: Frühzeitige Behandlung verhindere Thrombosen nach Coronaimpfung:
Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung der Impfkomplikation VITT kann Patienten vor schwe­ren Thrombosen schützen. Dies zeigt ein Fallbericht, den Mediziner aus Österreich im Journal of Thrombosis and Haemostasis (2021; DOI: 10.1111/jth.15346) publizierten.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123928/VITT-Fruehzeitige-Behandlung-verhinderte-Thrombosen-nach-Coronaimpfung?fbclid=IwAR1xFpOI04yz-wQ4_FntIbDzC4LuVKhcOSqCKkJS1Glp6Lby_9Pb0jR9jXI

VITT:
Vakzin-induzierte immunthrombotischen Thrombozytopenie

  • Weiteren Untersuchungen wiesen darauf hin, dass die Aktivierung der Blutplättchen (Thrombozyten) durch eine Immunglobulintherapie und Antikoagulation gehemmt werden kann, was für die Behandlung von Patienten mit VITT von großer Bedeutung sein kann.

Die rechtzeitige Diagnose der impfinduzierten Thrombose ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung.
Nach klinischer Erkennung: Sofortige Labordiagnostik in Spezialzentren durchführen lassen. Unter der Ärztlichen Leitung von Professor Dr. Tamam Bakchoul etablierte das Zentrum für Klinische Transfusionsmedizin (ZKT) in Tübingen diese Spezial-Tests in seinem Labor und bietet sie auch bundesweit in anderen Krankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren an. (Quelle: Fachzeitschrift Haematologica  sowie: Journal of Thrombosis and Hemostasis)

  • 14.07.2021: Eine neue Studie analysierte nun umfangreiche Gerinnungsprofile gesunder Personen nach der ersten Gabe eines Vektor- oder mRNA-Impfstoffs.
  • Die Studie lieferte keinen Hinweis darauf, dass die Impfstoffe das generelle Thromboserisiko erhöhen. Das bedeutet, dass die beobachteten Komplikationen wahrscheinlich durch einen seltenen autoimmunologischen Prozess ausgelöst wurden.
  • „Zum Glück wissen wir, wie die seltene Komplikation erfolgreich behandelt werden kann.“ schlussfolgert DGN-Generalsekretär Prof. Peter Berlit (*1950) Neurologe – Professor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. – (Quelle: Coliquio)

Dazu später noch Ausführlicheres.


Thrombosen…Thrombenbildung in Venen…Blutblättchen-Ansammlungen in Gefäßen anschaulich erklärt…

13.04.2021: Diese seltene Nebenwirkung (VITT) ist nun aktuell – wie erwartet – auch bei dem zweiten anderen Vektor-Impfstoff aufgetreten, wie Johnson & Johnson.

Was passiert nun mit den Zweitimpfungen nach AstraZeneca?

Geklärt ist nun auch endlich die wichtige Frage der nötigen zweiten Impfdosis:

HETEROLOGE NACHIMPFUNGEN (!)

06.04.2021: Immer wieder neuere STIKO-Empfehlungen

  • So veröffentlichte die STIKO die vierte Version ihrer Empfehlung zur COVID-19-Impfung. Darin gehen die Experten auch auf die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca ein.
  • Eine begonnene Grundimmunisierung musste damals noch – nach derzeitigem Erkenntnisstand – mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden.
  • Eine Ausnahme gilt für Personen im Alter <60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit dem AstraZeneca-COVID-19-Impfstoff erhalten haben. Für diese Personen wurde damals schon empfohlen, anstelle der zweiten AstraZeneca-Impfdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen.

Nach AstraZeneca-Debakel: Die Erst- und als Booster die Zweit-Impfung?

Anfang Mai 2021 hat nun die Zeitschrift Lancet eine Interimsanalyse der britischen Com-COV-Studie der Corona-Studiengruppe an der Universität Oxford in Form eines Research Letter publiziert.
Diese Com-COV-Studie ist die Studie, auf die all jene Länder gespannt warten, in denen die zuständigen Gremien beschlossen haben, bei einer Erstimpfung mit dem COVID-19 Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) eine so genannte heterologe Booster-Impfung zu empfehlen, also eine Auffrischimpfung mit einem anderen, nämlich mRNA-basierten, Impfstoff z.B. BioNTech oder Moderna.

15.07.2021: DIE ERKENNTNIS:
Der Wechsel von dem Astrazeneca-Impfstoff „Vaxzevria“ auf einen mRNA-Impfstoff (z.B. BioNTech) führte (nachweislich) zu einer deutlich verbesserten Immunreaktion (auch gegen die Mutation „Beta“). Es komme allerdings auch häufiger zu Nebenwirkungen.(Deutsches Ärzteblatt)


Wann Geimpfte zum Arzt gehen sollten:

  • 26. MÄRZ 2021: Menschen, die nach der Impfung ungewöhnlich starke Kopfschmerzen spüren, sollten demnach umgehend einen Arzt aufsuchen.
  • Laut der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie sei dabei allerdings die Immunreaktion, die ein bis zwei Tage nach der Impfung auftritt, zu unterscheiden von ECHTEN Komplikationen, die sich in der Regel erst ab Tag vier nach der Impfung bemerkbar machen.
  • Auch im Falle einer Thrombose ist schnelles Handeln erfolgreich: Durch ein intravenöses Immunglobulin (ivIgG), also ein spezielles Eiweißmolekül, das dem Patienten gegeben wird, könnten die Blutplättchen blockiert werden, sodass der – die Thrombose auslösende – Mechanismus im Körper gehemmt würde.
  • Die Blutgerinnsel könnten dann auch durch gerinnungshemmende Medikamente schnell aufgelöst werden.
  • Diese sehr seltene Immunthrombozytopenie ist, im Gegensatz zu COVID-19, eine meist gut behandelbare Erkrankung.

Wissenschaftler der Uni Greifswald

„Ich rate Patientinnen und Patienten dann einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach drei bis vier Tagen noch immer deutliche Symptome haben oder diese nach kurzer Pause immer wieder neu auftreten“, erläutert Mediziner Prof. dr. med. Andreas Greinacher (Wissenschaftler der Uni Greifswald). Da die Thrombosen-Bildung (nach Impfung mit AZ) sehr unwahrscheinlich sei, gebe es aus seiner Sicht keinen Grund, bereits bei leichten Immunreaktionen ein bis zwei Tage nach der Impfung schon eine ärztliche Untersuchung auf eine mögliche Thrombose als Ursache zu beginnen. (Quellen: Deutschesgesundheitsportal.de und Focus online/Wochit)

  • Die Greifswalder Forscher haben zudem ein „Testverfahren“ entwickelt, das helfen soll, die – nach der Corona-Impfung – auftretenden „Antikörper“ zu erkennen.
  • „Dieses Verfahren testet, ob die speziellen „Abwehrstoffe“ auch im Blut vorhanden sind.
  • Dieser Test kann angewendet werden, wenn es nach der Impfung zu entsprechenden Symptomen z.B. einer Thrombose kommt“, erklärt Greinacher.

12.04.2021: SARS-CoV-2: Was tun bei Verdacht auf VITT (oder VIPIT) nach Impfung mit Vaxzevria? Zur Behandlung empfiehlt das Team um *Greinacher die hochdosierte intravenöse Gabe von Immunglobulinen mit dem Ziel die Thrombozytenaktivierung zu hemmen. Diese Behandlung habe sich in der HIT ( =Heparin-induzierte Thrombozytopenie) schon früher bewährt, wobei es meist rasch zu einem raschen Anstieg der Thrombozytenzahl kommen kann. Anm.: *Prof. Dr. med. Andreas Greinacher (*1992), Facharzt für Transfusionsmedizin – in Greifswald.


  • Gefährdete Impflinge könnten vorher übrigens mit einem bestimmten „Screeningtest“ erkannt werden und im Falle des einsetzenden Blutplättchenmangels – der Thrombozytopenie – auch sofort gut behandelt werden.
  • „Unter den vorliegenden Rahmenbedingungen, also der Möglichkeit spezifisch zu testen und zu therapieren, „überwiege der Nutzen“ einer Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bei weitem das Risiko, durch die Impfung schweren Schaden zu erleiden“, urteilte kürzlich noch Prof. Dr. med. Johannes Oldenburg. (Uniklinik Bonn: Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin (IHT)
  • Greifswald und OsloIm Falle der Sinusvenenthrombosen nach den COVID-19-Impfungen mit dem Astra-Impfstoff AZD1222 ist nun ein sehr ähnlicher „autoimmuner“ Mechanismus beschrieben worden.
  • Für diese seltene Impfkomplikation, die nach der Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff AZD1222 (Vaxzevria) aufgetreten ist, schlagen nun aktuell 2 Forschergruppen im New England Journal of Medicine (2021; DOI: 10.1056/NEJMoa2104840 und NEJMoa2104882) die neue Bezeichnung: „impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombzytopenie“ (VITT) vor.

Habe ich mich mit dem Corona Virus angesteckt?

Deutsches Ärzteblatt: Eine wesentlichere höhere Gefährdung sei – laut US-Kardiologen sei das Thromboserisiko durch das VIRUS (COVID-19) selbst – es ist statistisch „deutlich“ höher als durch die Impfung:

Das von der American Heart Association beauftragte Expertenteam um Karen Furie von der Brown University in Providence/Rhode Island weist darauf hin, dass eine CVST (Sinusvenenthrombose) auch im Rahmen einer Erkran­kung an COVID-19 stets – als Komplikation – auftreten kann. Das Risiko sei sogar 8 bis 10 Mal höher als nach Erhalt eines COVID-19-Impfstoffs. Die US-Kardiologen beziehen sich auf eine Untersuchung der Universität Oxford.


BioNTec / Moderna: mRNA – NEBENWIRKUNG?
Seltene Impfstoff-Komplikation in Israel:


  • Eine weitere derzeit von den Arzneimittelbehörden untersuchte mögliche Komplikation sind selten aufgetretene Myokarditiden (= entzündliche Erkrankungen des Herzmuskels), von denen im Anschluss an eine Impfung mit den beiden mRNA-Impfstoffen (BioNTec / Moderna) in Israel berichtet wurde. ((Quelle: www. aerzteblatt.de/nachrichten – 10.05.2021).
  • Aus Sicht des deutschen Experten sind Berichte aus Israel über einen möglichen Zusammenhang zwischen seltenen Fällen von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Corona-Impfungen wenig überraschend und sollten für Geimpfte kein Grund zur Sorge sein.
  • „Das kommt nicht unerwartet und beunruhigt mich nicht. Es geht um wenige Hundert Fälle einer Erkrankung mit meist mildem, kurzem Verlauf bei insgesamt mehr als fünf Millionen Geimpften“, sagte der Kardiologe und Pharmakologe Thomas Meinertz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Im aktuellsten Sicherheitsbericht zu Covid-19-Impfstoffen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom 7. Mai 2021 heißt es, auf der Basis der vorhandenen Daten aus Deutschland sei bisher „keinerlei Risikosignal“ in Bezug auf Herzmuskelentzündungen (wie in Israel) zu sehen.

  • Auch von anderen Impfungen sei bekannt, dass danach in sehr seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen auftreten könnten, ausgelöst durch eine überschießende Immunreaktion.
  • Ob es sich bei den Fällen in Israel um eine solche Reaktion handelt, sei aber noch völlig offen. Meinertz weist auch auf die geschärfte Selbstwahrnehmung vieler Menschen nach einer Impfung hin. „Viele Patienten haben eine Erwartungshaltung und berichten dann zum Beispiel von „Herzrhythmusstörungen“.
  • Dabei handle es sich um das normale Grundrauschen, das nun bemerkt werde“…so der Kardiologe. Eine Myokarditis könne nur mit einer Biopsie des Herzmuskels sicher diagnostiziert werden, sagte er. 
  • Bei den meist leichten Fällen in Israel sei sie „suggestiv“ diagnostiziert worden, zum Beispiel anhand von Beschwerden wie Brustschmerz, Echokardiogramm, Laborwerten, mittels MRT oder EKG.
  • So bleibt nur die Vermutung, aber kein handfester Beweis. Etwa die Hälfte der Myokarditis-Patienten litten den Angaben zufolge auch schon länger an Vorerkrankungen.
  • Die Erkrankung betreffe insbesondere jüngere Männer.

Wie entstehen Sinusvenen-Thrombosen?

„Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) sind – wie gesagt – sehr seltene Fälle des „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) nach Impfung.

08.04.2021 – THROMBOZYTOPENIE: Einer neuen Hypothese zufolge verursachen sog. „Autoimmun-Antikörper“, die sich vor allem gegen den Plättchenfaktor 4 richten, eine Thrombozytenaggregation mit nachfolgendem Blutplättchenmangel.


Thrombosen…Thrombenbildung in Venen…
Die Blutblättchen-Ansammlungen in Gefäßen

Labor-Nachweis: Thrombosen nach den COVID-19-Impfungen:

Eine Diagnose ist in Laboren meist durch den Nachweis von Antikörpern gegen bestimmte PF4/Heparinkomplexe jederzeit möglich.

WICHTIG: Nach der Gabe der beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und „ModeRNA“ ist – im Gegensatz zu Vektor-Impfstoffen – diese Komplikation bisher nicht beschrieben worden.

Es gibt bisher also keinen Hinweis darauf, dass das Phänomen auch bei den anderen mRNA-Impfstoffen auftritt, bisher also ausschließlich bei den beiden Vektor-Impfstoffen (Johnson& Johnson und Astrazeneca) – höchstwahrscheinlich auch noch beim russischen Vektor-Impfstoff Sputnik & Co. (??) – Aber dies bleibt wohl dort noch die große Unbekannte… (Quelle: coliquio – Ärztemagazin)

 (Quellen: Fachzeitschrift „Science“ und https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/)


Impfstoffinduzierte
SINUSVENEN-THROMBOSEN – wie oben schon erwähnt:
VITT: Zur Diagnose sei ein hochsensitiver ELISA-Test nötig.

Die impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT) ist – wie gesagt – eine sehr seltene Komplikation, zu der es nach der Impfung gegen SARS-CoV-2 mit adenovirusbasierten Vakzinen kommen kann. 

„Zur Diagnostik bei VITT-Verdacht sind die meisten HIT-Suchtests ungeeignet, und ein negatives Ergebnis schließt nach COVID-19-Impfung PF4-Antikörper nicht aus. Es muss nach Rücksprache mit dem Labor ein hochsensitiver HIT-ELISA-Test durchgeführt werden“, kommentiert DGN-Generalsekretär Prof. Peter Berlit.

THERAPIE- wie oben schon erwähnt: Bei Patienten mit VITT wird zur Behandlung die Gabe hochdosierter intravenöser Immunglobuline (IVIG) kombiniert mit einer Antikoagulation empfohlen. Dabei sollen die Immunglobuline die Autoantikörper neutralisieren und die Antikoagulation eine weitere Thrombenbildung verhindern.

Wenn in den zwei Wochen nach der Impfung mit einem Vektorimpfstoff anhaltende Kopfschmerzen oder Durchblutungsstörungen auftreten, sollte im Labor die Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie?) gemessen werden.


VIREN SIND NUR IM ELEKTRONENMIKROSKOP SICHTBAR:

WAS SIND EIGENTLICH VIREN?
Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Es handelt sich um winzige Partikelchen… – eigentlich nur um gut verpacktes Erbgut aus DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle (mit Spike-Proteinen) umgeben ist.  Sie atmen nicht, können sich nicht selbstständig vermehren und betreiben keinerlei Stoffwechsel. Sie haben keine eigene Energiegewinnung und keine Möglichkeit zur Proteinsynthese. Deshalb sind sie streng genommen auch keine Lebewesen. Viren sind winzig, nur rund 20 bis 300 Nanometer groß. Sie sind nur im Elektronenmikroskop sichtbar. Einige Viren sehen dort beinahe wie Kaulquappen mit einem langen Schwanz aus, andere sind rund oder auch stäbchenförmig.
Außerdem können sie sich nur mit Hilfe einer „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) vervielfältigen und verbreiten.
Viren dringen in tierische, pflanzliche oder menschliche Zellen ein. Sie verwenden diese lebenden Zellen als „Wirtszellen“. Viren können nicht eigenständig existieren, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen also eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können.

WIR SIND Z.B. DIE LEBEWESEN, DIE VIREN SPAZIEREN TRAGEN…

vfa: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland

LINK: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov


In der EU sind mittlerweile fünf Impfstoffe zugelassen, und für vier weitere wurde schon ein Teil der Zulassungsunterlagen eingereicht.

Wie ist denn nun bisher der weltweite Status der Impfstoff-Entwicklung?

Weltweit werden derzeit mindestens 342 neue Impfstoffprojekte vorangetrieben (die bereits zugelassenen Impfstoffe eingeschlossen): Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 331 Projekte (Stand 05.01.2022). Dazu kommen noch mindestens 12 weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet hat.

Bis vor wenigen Jahren hätte man von der Virusanalyse bis hin zur Zulassung des Impfstoffs für „konventionelle“ Impfstoffe zirka 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neueste Technologien und auch viel Vorerfahrung durch die Forschung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren (siehe Erläuterung unten) machen nun endlich eine enorme Beschleunigung möglich.

Laut WHO und VfA befinden sich in den letzten Prüfphasen also weltweit viele Impfstoffe, die auf völlig unterschiedlichen „Wirkprinzipien“ beruhen (z.B. DNA, RNA, Protein Subunit oder der besagte Vektor-Impfstoff).


Abgeschwächte „Lebendimpfstoffe“ mit Vektoren
haben mittlerweile keine Bedeutung mehr…

Diese sind weltweit noch vertreten und werden hier noch erwähnt:

Impfstoffe mit Vektoren? Da es sich bei diesen Impfstoffen lediglich um abgeschwächte Versionen natürlicher Krankheitserreger handelt, reagiert das Immunsystem – wie bei jedem anderen Eindringling – und mobilisiert sofort eine Reihe von Abwehrmechanismen, einschließlich Killer-T-Zellen und Helfer-T-Zellen und Antikörper produzierenden B-Zellen (die auf Krankheitserreger abzielen, die an anderer Stelle im Körper lauern könnten, z. B. im Blut).

Diese unsere menschliche Immunantwort setzt sich immer weiter fort, bis das Virus völlig aus dem Körper entfernt ist, was bedeutet, dass unsere Gedächtniszellen gegen das Virus genügend Zeit haben, sich immer wieder neu zu entwickeln. Aus diesem Grund können abgeschwächte Lebendimpfstoffe auch eine sofortige Immunantwort auslösen, die fast so gut ist wie die Exposition gegenüber dem echten Virus... ABER: Ohne jedoch dabei krank zu werden.



Die verzweifelte Suche nach den richtigen Pandemie-Impfstoffen:

Durch einen geeigneten „Vektor“ kann also sofort die „Immunantwort“ gesteigert werden. Bei der Suche nach Pandemie-Impfstoffen sind „Vektorimpfstoffe“ seit 2020 immer noch weltweit vertreten. Die Basis bilden – wie erwähnt – harmlose, schon gut bekannte Viren, deren Genom zusätzlich noch die „Bauanleitung“ für ein Coronavirus-Protein enthält. So wird das „Impfantigen“ von den Zellen des Geimpften selbst produziert.


Die weltweite Suche geht weiter…

Nach der „englischen“ EMA-Zulassung des Vektorimpfstoffes von AstraZeneca (schwedisch-britischer Pharmakonzern) erfolgte hier nun auch kürzlich für die „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“ die USA-Zulassung. Der Gründer und Namensgeber des Unternehmens war der belgische Forscher und Chemiker Dr. Paul Janssen (1926-2003).


SCHON HISTORISCH:
Der „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“

COVID-19 Vaccine Janssen (J&J) suspension for injection

  • JOHNSON UND JOHNSON IMPFSTOFF – war schon früh eine erprobte „AdVac-Impfstoff-Plattform-Technologie“ (z.B. erprobt bereits beim Ebola-Impfstoff). ZIKA,HSV,HIV waren ebenfalls in der Erprobung. Er wurde als „Game-Changer“ propagiert, da er ein „Single-Shot“-Impfstoff ist.
  • Bereits am 27. Februar 2021 erteilte die US-amerikanische Food and Drugs Administration (FDA) die Emergency Use Authorization (EUA) für einen Impfstoff, der von der belgischen Firma Janssen Pharmaceuticals von J & J zur Anwendung bei Personen ab 18 Jahren entwickelt wurde.

AMERICA FIRST: Zuerst erfolgte nur die USA Notfallzulassung… nun ist auch durch die EMA im März 2021 für Deutschland die Zulassung des Impfstoffs erfolgt.

  • 26.05.2021: Die Zahl der Todesopfer in den USA hatte damals schon deutlich 3,5 Millionen überstiegen: So war recht früh die FDA auch bereit, den Notfalleinsatz eines dritten Impfstoffs für Erwachsene zu genehmigen. Veröffentlicht wurde die wissenschaftliche Bewertung des „Ein-Dosis-Impfstoffs“ von Janssen/Johnson & Johnson. Die Wissenschaftler kamen dabei zu dem Schluss, dass dieser nicht nur das Risiko einer schweren Erkrankung bei den Geimpften reduziert, sondern auch das Risiko einer asymptomatischen Infektion um 74 % verringert.
  • (Quelle: https://www.medscape.com/viewarticle/946401).

15. März 2021: „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen-Cilag GmbH“
DER VEKTOR-IMPFSTOFF (Ad26.COV2.S) ist auf dem deutschen Markt zugelassen (produziert wird übrigens in Deutschland teilweise auch in NEUSS – NRW).

Der Impfstoff ist zur aktiven Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 indiziert.

Wirksamkeit in klinischen Studien:

  • Insgesamt zeigt der Impfstoff in der Studie NCT04505722 nach 28 Tagen einen zu 66% wirksamen Schutz vor einer moderaten bis schweren COVID-19-Infektion. Das ist das Ergebnis einer großen Phase-3-Studie, die auf drei Kontinenten mit fast 44.000 Teilnehmer durchgeführt worden ist.
  • Die Wirksamkeit im Hinblick auf Schutz vor schweren COVID-19 betrug bei allen Erwachsenen ab 18 Jahren nach 28 Tagen 85%. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe: Schwerwiegende, unerwünschte Nebenwirkungen seien nicht festgestellt worden, erklärte der Mutterkonzern von Janssen: Die US-Firma Johnson & Johnson. Das jetzt zugelassene Präparat war von der Johnson-Tochter „Janssen in den Niederlanden entwickelt worden.

„Hier geht es – wie bisher bei allenanderen Corona-Impfstoffen – ebenfalls darum, den menschlichen Körper zur Bildung von Antikörpern gegen das „Spike-Protein“ anzuregen. Dies sind jene „Stacheln“ die dem Coronavirus sein besonderes Aussehen verleihen“…so die Hamburger Infektiologin Marylyn Addo (Uniklinik Hamburg/Eppendorf).

So ist die „Wirkungsweise“ von dem nun neu zugelassenene Impfstoff „Johnson & Johnson“ die gleiche, wie die des Impfstoffs von AstraZeneca, nur dass beide unterschiedliche Trägerviren verwenden:
Die Vektorvakzine (J&J): Adenovirus Typ 26, welcher für das SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein * (Ad26.COV2-S) codiert. – und nicht den Adenovirus Typ 5 der kleine Unterschied…

Der „Single-Shot“ mit nur einer Dosis (!): Es werde aber bereits derzeit doch noch über eine zweite spätere „Booster“-Dosis nachgedacht… (Quellen: www.aerzteblatt.de)



Erprobtes?

  • Die Vektor-Vakzine von Janssen bietet also – wie oben schon erwähnt – einige wichtige Vorteile gegenüber den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna: Eine „einzige“ Impfdosis soll erst einmal genügen, um eine ausreichende Immunantwort zu induzieren.
  • Zudem kann er bei „Kühlschranktemperatur“ aufbewahrt werden. „Günstiger“ ist er auch noch: 8,50 Dollar pro Dosis verlangt J&J – deutlich weniger als BioNTech (14,75 Dollar) und Moderna (18 Dollar).
  • Ob allerdings die Wirksamkeit des Vektorimpfstoffes an die der anderen mRNA-Impfstoffe auch wirklich heranreicht, muss sich erst noch zeigen. Zumindest was die Sicherheit und Immunogenität angeht, kann das Präparat erst schon einmal überzeugen. (Quelle: DocCheck)

J&J: Einschränkung bei älteren Personen mit Komorbiditäten

  • Obwohl der Impfstoff im Vergleich zur Gesamtbevölkerung bei Personen ab 60 Jahren mit Komorbiditäten eine „geringere“ Wirksamkeit aufweist, sind in dieser Altersgruppe bisher noch keine Covid-19-Todesfälle durch Thrombosen etc. und Fälle mit erforderlicher medizinischer Intensivpflege – wie bei AstraZeneca – bisher aufgetreten.

Für Personen ab 75 Jahren sind die Daten laut FDA allerdings nur bedingt aussagekräftig, da sie noch nicht für eine „Wirksamkeitsbewertung“ ausreichen. (Quellen: www.aerzteblatt.de)


EMA – PRÜFUNG abgeschlossen:
„Johnson & Johnson“-Tochter: Janssen-Cilag GmbH

  • 20.04.2021: Die EMA-Prüfung von COVID-19-Impfstoff Janssen (J&J) ist nun abgeschlossen: Die EMA findet auch – wie erwartet – einen möglichen Zusammenhang mit sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel mit niedrigen Blutplättchen. Die EMA bestätigt, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis aber doch insgesamt positiv bleibt. (www. aerzteblatt.de)


Zwischenfälle, Mutanten…. Varianten…

Kein Mutanten-Schutz? Studienergebnisse von ASTRAZENECA hatten ebenfalls offengelegt, dass das Präparat bisher nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der zuerst in Südafrika entdeckten Variante BETA (B.1.351) schützt. Bei jungen Erwachsenen lag die Wirksamkeit demnach nur bei 22 Prozent. Daraufhin hatte Südafrika vorübergehend seine geplanten Impfungen mit dem Wirkstoff Astrazeneca gestoppt und sie anderen afrikanischen Staaten angeboten.
So haben sich nun die meisten europäischen Länder auch hier von AstraZeneca zurückgezogen, es gab hier – wenn auch nur sehr wenige – „Impf-Zwischenfälle“ mit Blutungsneigungen


Wenn man sich mit dem Virus selbst unwissentlich infiziert? WAS TUN?

WIE SIEHT ES DANN MIT DER THROMBOSE-GEFAHR DURCH DAS VIRUS SELBST NACH EINER ANSTECKUNG AUS? Wenn der Mensch also schon „infiziert“ ist?

Wie oben schon erwähnt – bestehe „natürlich“ auch eine GENERELLE hohe Gefahr durch das Corona-Virus selbst – bei Ansteckung…so RKI-Wissenschaftler.

Die „Ansteckung“ durch das Coronavirus selbst bei einer Erkrankung bestehe unverändert – nicht nur bei hospitalisierten COVID-19-Patienten und intensivmedizinisch therapierte Patienten – sondern „bei jeder Infektion“ als recht hohes Risiko für Thromboembolien (wenn auch seltener „Sinusvenen-Thrombosen“ im Gehirn!). Es gibt hierzu immer mehr Erkrankungsfälle, die dies auch bestätigen…


Jemand mit einer „erhöhten“ Thromboseneigung (Faktor-V-Leiden-Mutation oder die Pille...) müsse ja vielleicht nicht unbedingt mit AstraZeneca geimpft werden, aber das sei doch noch lange kein Grund, die AstraZeneca-Impfung ALLEN ANDEREN vorzuenthalten…meinten bisher die EMA und andere Experten (RKI).
Zur Not müsse man im Vorfeld eine individuelle – nicht von Sensationsmedien geprägte – sondern professionelle, medizinische Aufklärung jedem anbieten. Würden die Hausärzte impfen, wäre vieles deutlich einfacher… denn die kennen ja ihre Patienten genau. (Quelle: SPEKTRUM.DE – Lars Fischer und Esther Megbel 17.03. 2021)


(!)Hoher Schutz durch Einnahme von Antikoagulatien (Gerinnungshemmer) (!)


WICHTIG ZU WISSEN: Dagegen scheint eine „vorbestehende“ Antikoagulantien-Therapie der Entstehung von Thrombosen bei einer COVID-19-Erkrankung von Beginn an tatsächlich entgegenzuwirken(!)
Anm.: Antikoagulantien sind Medikamente zur Hemmung der „Blutgerinnung“: Dies wird als Antikoagulation bezeichnet: DOAK = Direkte orale Antikoagulanzien oder NOAK = neue orale Antikoagulanzien – Diese sind beides gerinnungshemmende und antithrombotische Wirkstoffe.)


Die neuen Mutanten… Impfstoff-Wirksamkeit?

Kaum vorherzusagen… Impfstoff-Optimierung aktuell bei AstraZeneca geplant?

Impfstoffe neuerer Generation in Sicht? AstraZeneca und die University of Oxford werden – hinsichtlich der neuen Mutationen – nun ihren Impfstoff so optimieren, dass er auch zusätzlich auf Virusvarianten mit Mutationen abzielt, die z.B. der südafrikanischen Version mit dem Namen OMIKRON ähneln…. und das wird doch wohl noch dauern…


Aufgrund des unterschiedlichen Studiendesigns kann man, meiner Meinung nach, noch gar keine Aussage treffen, welcher Impfstoff hier besser oder schlechter ist

  • So kann man aber doch schon damals für AstraZeneca (Vektor-Impfstoff) heute eine Evidenz für die Reduktion der „Infiziertenrate“ und nicht nur wie bei BioNTech und Moderna (mRNA-Impfstoffe) bezüglich der Reduktion von „schweren“ Verläufen einer Infektion konstatieren.
  • Was besser ist? Das ist hier derzeit wirklich die Frage… und wird sich erst in einigen Monaten zeigen…

MODERNA… ist ein – bereits seit dem
6. Januar 2021- in der EU zugelassener mRNA-Impfstoff

mRNA-Impfstoffe: Moderna wurde 2010 unter dem Namen „ModeRNA“ in den USA gegründet.

Die Hersteller-Firma „ModeRNA“, Inc. ist ein in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässiges Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln auf der Basis von Messenger-RNA (mRNA) konzentriert hat. Schon im Januar 2020 kündigte Moderna die Entwicklung eines Impfstoffs zur Hemmung der COVID-19 Viruserkrankung an…fast ein Jahr harte Forschungsarbeit: Nun ist es endlich soweit.

06/01/2021: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Wir stellen den Menschen in Europa noch mehr COVID-19-Impfstoffe zur Verfügung. Mit dem Moderna-Impfstoff, dem zweiten nun in der EU zugelassenen Impfstoff, bekommen wir weitere 160 Millionen Dosen….Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich aber im Moment noch nicht beantworten“.

  • Am schnellsten schon im letzten Jahr 2020 mit Erfolgsmeldungen war bisher das amerikanische Biotech-Unternehmen „Moderna“.
  • Mitte März 2020 begann bereits die erste klinische Studie mit dem Impfstoff mRNA-1273 an 45 gesunden Freiwilligen. Zwei Monate später (Mai 2020) meldet das kleine Unternehmen „vielversprechende Ergebnisse“.
  • Das Biotech-Unternehmen, das mit dem „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zusammenarbeitet, hatte bereits im Juli 2020 mit der „Phase 3“ der Studie begonnen.
  • Dann sollte mit mindestens 10.000 Teilnehmern die Wirksamkeit nachgewiesen werden.
ACHTUNG-WICHTIG für Impfärzte:
Die MODERNA-Impfung ist strikt intramuskulär (i.m.) und keinesfalls intradermal, subkutan oder intravaskulär zu verabreichen.

MODERNA (mRNA-1273) ist derzeit einer der erfolgversprechenden „genbasierten“ Impfstoffe, die den synthetisch hergestellten Bauplan eines kleinen Teils von Sars-CoV-2 verabreicht. Die Körperzellen selbst bilden dann Proteine, die der Hülle des Virus ähneln. Auf diese reagiert dann wiederum das Immunsystem sofort und produziert entsprechend Antikörper….

Die mRNA-Impfstoffe: Mit der innovativste Ansatz derzeit… ModeRNA

Genbasierte Impfstoffe sind die neuen Hoffnungsträger…Die mRNA-Vakzine des US-Unternehmens „Moderna“ schütze sogar zu 94,5 Prozent und wirke gut bei „Älteren“... allerdings bevor sich die neuen Mutationen ausgebreitet hatten…

Das zugelassene Vakzin wirke auch gegen die englische und südafrikanische Mutante, allerdings bei Älteren etwas schwächer.

  • NEWS – BOOSTER-IMPFSTOFF: Moderna gab Ende Februar 2021 bekannt, dass das Unternehmen die Herstellung eines variantenspezifischen Impfstoffkandidaten mRNA-1273.351 gegen die damalige Variante BETA (B.1.351) abgeschlossen habe und diese nun für eine klinische Phase-I-Studie bereitgestellt werden.

Aus einer noch nicht begutachteten Studie der Universität Oxford ging schon damals hervor, dass sich die südafrikanische Variante BETA (B.1.351) am stärksten der immunisierenden Wirkung von bisher allen derzeitigen Corona-Impfstoffen entzieht.

Zur Sicherheit passe nun „Moderna“ ihren aktuellen Wirkstoff nun an. „Moderna“ starte derzeit ein klinisches Programm zum Bau eines verbesserten (Booster-) Impfstoffs, der als sogenannte Auffrischung dann evtl. später verabreicht werden könnte. 

BOOSTER-Impfstoffe gegen Mutanten – ist das die Zukunft?



26.02.2021: Univadis  from medScape: So hatte Moderna die Herstellung einer neueren Version seines Impfstoffs schon früh abgeschlossen, die eine Infektion durch die BETA-Virus-Variante B.1.351 verhindert: Eine Variante, die erstmals in Südafrika identifiziert wurde. Das Unternehmen schickte eigenen Angaben zufolge Dosen dieses mRNA1273.351Booster-Impfstoffs zunächst erst einmal an die National Institutes of Health zur Evaluierung in einer klinischen Studie. Noch ist es nicht soweit mit einer Zulassung… und das dauerte Monate….


Konkurrenz belebt das Geschäft…

Wie funktioniert das?
mRNA-Impfstoffe… unterschiedlicher Firmen…

WIE FUNKTIONIEREN DIESE mRNA- IMPFSTOFFE EIGENTLICH GENAU?
Corona-Viren sind RNA-Viren. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren. DNA-Impfstoffe gibt es derzeit noch nicht.

mRNA-Impfstoffe: Sie schleusen nicht das Virus, sondern nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meistens körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit Genen zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“. D.h.: Die „Abwehrreaktionen“ des Körpers werden von u.a. „Antikörpern“ (Englisch: antibody) ausgeführt. Das sind Proteine, die unsere körpereigene Immunabwehr gegen die Krankheitserreger sofort einsetzt. 

Näheres noch einmal zum genbasierten Impfstoff mit Messenger RNA (mRNA)

MAINZ – BioNTech/Pfizer:
Offizieller Name des Impfstoffs ist Comirnaty® – (vorher: BNT162b2).
Es ist ein mRNA– impfstoff (eingebettet in Lipid-Nanopartikel)

WIRKUNGSWEISE (kurzgefasst): Comirnaty®: BNT162b2 wird zur aktiven Immunisierung von Personen (schon ab dem Alter von 16 Jahren) zur Vorbeugung von COVID-19 durch das SARS-CoV-2-Virus angewendet. Das Spike-Protein wird von Immunzellen als Fremdantigen erkannt. Dies löst sowohl T-Zell- als auch B-Zell-Reaktionen aus, um neutralisierende Antikörper zu erzeugen, die zum Schutz gegen COVID-19 beitragen können.

Mai 2021: Laut Aussage BioNTech liege der Impfschutz nach 6 Monaten bei 91 %. Das zeige, so die Studiendaten, die mit dem Sponsor Pfizer erhoben werden, dass der Impfschutz länger anhält, die Frage, wie lange – ist jedoch noch nicht final geklärt. 


Standort?

  • BioNTech ist kein klassisches, bekanntes Pharmaunternehmen. Seinen Sitz hat es nicht in einer amerikanischen Millionenstadt, sondern im beschaulichen Mainz. „An der Goldgrube 12“ (!) …so lautet die Adresse der Firma… 😉 Seit Oktober 2019 ist BioNTech an der Nasdaq notiert. (Anm.: Nasdaq ist DIE Computer-Börse der US-amerikanischen Freiverkehrshändler in New York. An ihr werden besonders wachstumsträchtige, aber auch spekulative Werte gehandelt.)

Genbasierte mRNA-Impfstoffe:
Das Biotechnologieunternehmen „BioNTech“ aus Mainz hatte gemeinsam mit dem amerikanischen Pharma-Riesen „Pfizer“ eine potentielle Vereinbarung mit der Europäischen Kommission über die Lieferung von Impfstoffdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Demnach sollten im Falle eines klinischen Erfolgs der Forschung an einem Impfstoff und der behördlichen Genehmigung von Ende 2020 an: 200 Millionen Impf-Dosen an Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert werden. Weitere 100 Millionen Dosen kann die EU-Kommission zusätzlich erwerben. Das BNT162-Programm beruht auf BioNTechs Technologie von Messenger RNA (mRNA).

  • „BioNTech“ Chef Uğur Şahin (*1965) ist ein deutscher Mediziner türkischer Herkunft, der als Mediziner mit Schwerpunkt „Immuntherapie“ bekannt wurde, war damals schon überzeugt davon, dass in einer intensiven „Kooperation mit Pfizer“ – der Impfstoff bis „zum Jahresende“ 2020 in millionenfacher Ausfertigung zur Verfügung gestellt werden könnte…
  • BioNTech und Pfizer: Am 20. Juli 2020 hatten die beiden Unternehmen schon eine erste Liefervereinbarung zum Jahresende mit der britischen und mit der deutschen Regierung bekanntgegeben.

BioNTech-Impfstoff neutralisierte im Frühjahr 2021 auch die „südafrikanische“ Corona-Mutante BETA (B.1.351)– erzeuge aber dafür weniger Antikörper… – derzeit wird hier „OMIKRON“ getestet…

„Anhand der veröffentlichten Zahlen können wir sicher sein, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTec/Pfizer bis zu 6 Monate nach der Impfung hoch bleibt“ … kommentiert Immunologin Prof. Helen Fletcher von der London School of Hygiene & Tropical Medicine noch im April 2021 die Ergebnisse. (06.04.2021 doc-check)

BioNTech bereitet sich aktuell nun auf einen neuen Boosterimpfstoff vor. Das bedeutet, dass bereits „Geimpfte“ eine weitere Spritze mit dem veränderten Impfstoff später erhalten könnten. „Ein weiterer Boost, also eine Auffrischungsimpfung, würde also auf jeden Fall die Schutzwirkung deutlich steigern“… sagt Biontech-Chef Uğur Şahin  

Der Wettlauf bleibt spannend…

Weitere genbasierte mRNA-Impfstoffe werden nun nach und nach im Jahre 2021 mehr auf den Markt kommen: Deutsch-britische Allianzen: BioNTech“ (und vielleicht später auch im nächsten Jahr 2022 evtl. „Curevac“) sind also auf dem Weg in die Weltspitze… zusammen in Zukunft vielleicht mit dem weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK)


BioNTech und die USA-PFIZER…

Die amerikanische Firma Pfizer Inc. ist heute ein börsennotierter Pharmakonzern mit Sitz in New York City. Er ist – nach Novartis und Rocheeines der größten Pharmaunternehmen der Welt.

Pfizer und BioNTech entwickelten vor einigen Jahren gemeinsam einen Impfstoff gegen COVID-19, zunächst in den USA und Europa und erhöhten die Produktionskapazitäten zur Unterstützung der globalen Versorgung:

So vereinbarte die deutsche Firma „BioNTech“ (die auch zum Beteiligungsportfolio der *Strüngmann-Familie gehört) zudem auch mit der Regierung in London schon im Jahre 2020 die Lieferung von 30 Millionen Einheiten ihres Covid-Impfstoffs BNT162.
„BioNTech“ hatte dann ENDE 2020 schon früh die erste Zulassung für ihren COVID-19Impfstoff – auch für Deutschland – erhalten, seit März 2021 wird hier damit auch weitgehend flächendeckend geimpft.
Anm.: Die Gebrüder *Strüngmann (*1950) sind ursprünglich die Gründer des Pharmaunternehmens Hexal aus Holzkirchen in Oberbayern. Seit dem Verkauf von Hexal hat die Familie Strüngmann sehr viel Kapital in Biotechfirmen gepumpt. Der unternehmerische Mut zahlt sich nun aus.
Das Strüngmann Family Office ist seit geraumer Zeit Mehrheitsaktionär der Mainzer Firma BioNTech in Mainz. Das Geld für die Gründung von „BIONTECH“ kam damals maßgeblich von den Zwillingen Andreas und Thomas Strüngmann. (Wikipedia). Seit Gründung ist Uğur Şahin Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer) von BioNTech.


BioNTech – gebildet aus dem englischen Begriff Biopharmaceutical New Technologies

Die beiden BioNTech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci kamen beide im Alter von vier Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Beide studierten später zunächst Medizin. Die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffes ist der vorläufige Höhepunkt des Ehepaares – vereint für die Forschung.
BioNTech wurde bereits 2008 auf der Grundlage langjähriger Forschungsarbeiten – die unter anderem damals schon – vom Bundesforschungsministerium in der Gründungsoffensive Biotechnologie (GO-Bio) gefördert und von Uğur ŞahinÖzlem Türeci und Christoph Huber als BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH gegründet.

Im Jahr 2019 erfolgte der Börsengang von BioNTech an der Nasdaq.  Biontech ist damit heute eines von acht deutschen Unternehmen, die an der US-Technologiebörse gelistet sind. (Wikipedia)


Der Pharmastandort Deutschland könnte durch neue „Impfstoff-Erfolge“ nun endlich wieder stärker werden.


Das menschliche Genom:

Nur „Gen-Schnipsel“ und keinesfalls das komplette GEN d.h. nicht die komplette virale RNA kann in die Zelle eingebaut werden.

Ein ungelöstes Problem der SARS-CoV-2-Krankheit besteht derzeit noch darin, dass Patienten häufig viele Wochen nach der Erstinfektion immer noch positiv auf „virale RNA“ bleiben, wie durch PCR nachgewiesen, auch wenn keine Hinweise mehr auf eine virale Replikation vorliegen.

Ende letzten Jahres sorgte ein Preprint für Aufsehen: Corona-Forschern war offenbar der Nachweis gelungen, dass sich SARS-CoV-2 – oder zumindest Teile davon – ins menschliche Genom integrieren kann. Das könnte eine Erklärung dafür liefern, warum in sehr seltenen Fällen Menschen, die sich von einer Sars-CoV-2-Infektion bereits erholt hatten, noch Monate später – wie oben erwähnt – immer noch einen positiven PCR-Test aufweisen.

Forschern ist es nun gelungen, Spuren von SARS-CoV-2 in der DNA von Zellen nachzuweisen, deren sogenannte LINE-1-Elemente aktiv waren. Bei den LINE 1-Elementen handelt es sich um Genabschnitte, die ihren Ort auf der DNA verändern können – sie werden deswegen auch als „springende Gene“ bezeichnet. Geschieht der Einbau zufällig an einer Stelle, die häufig abgelesen wird, können auch (nach dem Abklingen einer Infektion) noch einzelne Virus-Gene gebildet werden, die dann zu einem positiven PCR-Test ohne Infektion führen. Das bedeutet auch nicht, dass diese Menschen infektiös sind, da nur „Gen-Schnipsel“ und nicht das komplette GEN d.h. nicht die komplette virale RNA eingebaut wird. Diese Forschungsergebnisse könnten eine Erklärung für positive PCR-Tests nach durchgestandener Infektion liefern.

(https://www.pnas.org/content/118/21/e2105968118)


DIE PILLE für bereits Erkrankte?
Molnupiravir – ein neuer, großer Hoffnungsträger?

Der Wirkmechanismus des potenziellen Corona-Medikaments Molnupiravir wurde aktuell entschlüsselt:
Molnupiravir wird derzeit in der Klinik erprobt. Molnupiravir bremste in vorläufigen Studien das Coronavirus bei seiner Vermehrung aus. Forscher am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben jetzt den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus aufgeklärt.


Eine kleine braune Kapsel für bereits an Covid-Erkrankte… hergestellt vom US-Pharmaunternehmen Merck und Co. 

  • Eine kl. Tablette des Medikamentes MOLNUPAVIR soll aktuell das Risiko für Krankenhauseinweisung und Tod bei ambulant behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten erheblich reduzieren.

10.2021: Eigentlich ursprünglich als Grippemittel gedacht, blockiert Molnupiravir die Vermehrung (Replikation) des Virus in der Zelle, indem es als falscher Baustein in das Erbgut eingebaut wird und dort Mutationen verursacht. Merck & Co. berichtet, so schnell wie möglich nun eine Notfallzulassung bei der US-amerikanischen Behörde FDA und in der EU weitere Zulassungen bei der EMA und internationalen Behörden anzustreben.

Eine mögliche bessere antivirale Wirkung des potenziellen Corona-Medikamentes „Molnupiravir“ bei frisch Erkrankten?

  • NEUE HOFFNUNG? Der antivirale Arzneimittelkandidat Molnupiravir schleust RNA-ähnliche Bausteine in das Erbgut des Coronavirus SARS-COV-2 ein. So entstehen fehlerhafte RNA-Kopien, diese verhindern so dessen Ausbreitung…. berichten Forschende am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
  • Dadurch könne sich der Erreger nicht mehr vermehren, erläuterte auch Erstautor Florian Kabinger. Forschungsteams aus Würzburg und Göttingen haben den Wirkmechanismus des Medikaments Molnupiravir entschlüsselt und zeigen, warum es eine hohe Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 verspricht.
  • „Nach unseren Ergebnissen wirkt Molnupiravir in zwei Phasen“, erklärte auch Max-Planck-Direktor Patrick Cramer. Der Zwei-Phasen-Wirkmechanismus von Molnupiravir scheint auch bei anderen RNA-Viren Mutationen auszulösen und deren Ausbreitung zu verhindern.
  • Zurzeit befindet sich der Wirkstoff, der ursprünglich als Grippemedikament entwickelt wurde, in der letzten Entwicklungsphase, Phase III.
  • Ob Molnupiravir sicher ist und als Medikament zugelassen werden kann, sollte eigentlich erst Ende 2021 bekannt werden. Doch die Ereignisse überrollten sich: Die neuesten Ergebnisse wurden aktuell in „Nature structural & molecular biology“ publiziert (DOI: 10.1038/s41594-021-00651-0).

Remdesivir (Veklury®) muss noch als Infusion gegeben werden.
Dexamethason lindert nur die Symptome und richtet sich nicht direkt gegen den Erreger.
Bei einer Zulassung der Pille Molnupiravir (Lagevriowürde es sich um die erste gezielte orale Therapie handeln.


DIE PILLE: »2022 wird das Jahr der Covid-19-Medikamente«

Was es bei der Molnupiravir-Abgabe zu beachten gibt: Auch bei den RNA-Polymerase-Inhibitoren gab es Fortschritte. Neben dem zugelassenen Remdesivir (Veklury®) ist seit dem 3. Januar 2022 in Deutschland Molnupiravir (Lagevrio®) verfügbar. »Das Arzneimittel ist aber noch nicht zugelassen«, erinnerte ein Referent.

Molnupiravir sei wie Remdesivir keine maßgeschneiderte Entwicklung, sondern ursprünglich als Arzneistoff zur Behandlung der Grippe entwickelt worden. Im Vergleich zu Veklury habe das Anti-COVID-19 Arzneimittel Lagevrio (Molnupiravir) unter anderem den Vorteil, dass es oral appliziert werden könne.


ANTIVIRALER IMPFSTOFF-KANDIDAT

Merck beantragte ebenfalls in den USA die Notfall-Zulassung für die Antivirus-Pille… MOLNUPAVIR: Die Kapsel gegen Corona:

01.12.201: Knappes Votum für die US-Zulassung des neuen Covid-Mittels Molnupiravir

Fachleute plädieren für die Notfallzulassung des neu entwickelten Covid-Medikaments von Merck & Co. Doch das Potenzial scheint eher begrenzt.

  • Oktober 2021: Washington – Der US-Pharmariese Merck & Co. beantragte bereits früh die Zulassung für ein neues Medikament als die „PILLE“ gegen Covid-19 in den USA. Der Konzern Merck Sharp & Dohme (MSD) hatte jüngst „Erfolge“ bei der Behandlung von Corona-Patienten mit dem neuen Medikament „MOLNUPIRAVIR“ gemeldet.
  • TRANSKRIPTASEHEMMER: Ein zu schluckendes Medikament – eine PILLE – , das die Virusvermehrung hemmt, gibt es bisher gegen das neue Coronavirus nicht. Merck reichte nun in den USA den Antrag auf Zulassung der Arznei für Hochrisikopatienten und -patientinnen mit leichtem Verlauf ein.

Sollte es zu einer Zulassung kommen, würde es sich um die erste Pille handeln, die direkt die Virusvermehrung zuverlässlich blockieren kann. Fünf Tage hindurch sollen zweimal täglich die kl. braunen Kapseln eingenommen werden. Das Medikament soll bei Erwachsenen mit einer leichten bis mittelschweren Covid – 19 – Erkrankung zum Einsatz kommen, denen schwere Symptome oder auch ein Krankenhausaufenthalt drohen.

Die Arznei soll damit das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes der Patienten um etwa die Hälfte senken.

Die ebenfalls gegen die Virusvermehrung wirkende Substanz Remdesivir muss -etwas „umständlicher“ – noch per „Infusion“ verabreicht werden. Ein zu schluckendes Medikament, das die Virusvermehrung hemmt, gab es bisher gegen das neue Coronavirus noch nicht.

  • Angesichts der „Dringlichkeit“ im Kampf gegen die Pandemie habe sein Unternehmen bereits zehn Tage nach Erhalt der Daten aus der klinischen Phase-3-Studie einen entsprechenden Antrag bei der Gesundheitsbehörde FDA gestellt, erklärte Merck-Chef Robert Davis. Er kündigte weitere Anträge in anderen Ländern an.
  • Dieser Antrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer einfachen Pille zur Behandlung von COVID-19. Anfang Oktober 2021 hatten Merck und sein Partner Ridgeback Biotherapeutics mitgeteilt, dass Molnupiravir bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsver­laufes wohl halbiere.
  • Letztes Jahr 2020 gewann ebenfalls der antivirale Wirkstoff Remdesivir noch an Aufmerksamkeit, als er als erstes Covid-19-Medikament zugelassen wurde. Auch Molnupiravir ist ein antiviraler Wirkstoffkandidat, der ursprünglich – wie gesagt – als Grippemedikament entwickelt wurde.
  • Dieser nun aktuell angewendete „Zwei-Phasen-Wirkmechanismus“ von Molnupiravir scheint auch bei anderen RNA-Viren Fehl-Mutationen auszulösen und diese somit an einer weiteren Ausbreitung zu hindern. Ob Molnupiravir wirklich sicher ist und tatsächlich als Medikament zugelassen werden kann, sollte nun voraussichtlich erst Ende des Jahres 2021 – nach Prüfung durch die EMA – bekannt werden.

MOLNUPAVIR-Wirkungsweise:

  • In der Frühphase einer COVID-19-Infektion eingenommen, senkt Molnupiravir bei Risikopatienten mit milden bis moderaten Krankheitsverläufen die Hospitalisierungs- und Sterblichkeitsrate signifikant.
  • Nach positivem Zulassungsbescheid wäre es das erste orale Arzneimittel gegen COVID-19 auf dem Markt. Zunächst ist die Anwendung bei erwachsenen SARS-CoV-2-Infizierten mit milden bis moderaten COVID-19-Symptomen angedacht, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit Hospitalisierung aufweisen.
  • Die Zwischenergebnisse der globalen randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden, multizentrischen Phase-III-Studie MOVe-OUT überzeugen. Demnach senkt Molnupiravir – wie oben erwähnt – das relative Risiko für eine Hospitalisierung oder Tod innerhalb der ersten 29 Tage nach Studieneinschluss gegenüber Placebo um die Hälfte. Für eine optimale Wirkung muss die „Pille“ Molnupiravir innerhalb der ersten fünf Tage nach dem Auftreten von Symptomen eingenommen werden.
  • Der US-Pharmakonzern Merck & Co (außerhalb der USA und Kanadas als MSD bekannt) und sein Partner Ridgeback hatten – bereits im Oktober 2021 – bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) die Notfallzulassung für Molnupiravir beantragt. (Quelle: Gelbe Liste/Pharmindex-Dr. Christian Kretschmer)

08.11.2021: MOLNUPAVIR: Der neueste antivirale Wirkstoff des US – Pharma-Unternehmens MSD / Merck & Co. Ist als orales Arzneimittel gegen COVID-19 nun aktuell in Groß-Britannien zugelassen. Vielleicht auch bald in Europa?


PANDEMIE
Erstes Corona-Medikament in Tablettenform für Covid-Patienten auch in Europa zugelassen

19.11.2021: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat dem Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmariesen MSD eine Notfallzulassung erteilt. Ein zweites Medikament für COVID-19-Patienten prüft die EMA derzeit.

Die Tabletten des amerikanischen Pharmakonzerns Merck Sharp & Dohme (MSD) könnten zur Behandlung noch nicht beatmungspflichtiger COVID-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehe, schwer zu erkranken, teilte die EMA in Amsterdam mit.

Molnupiravir war ebenfalls schon Anfang November 2021 in Großbritannien als erstem Land weltweit zugelassen worden.


Kürz­lich sprach sich auch ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA mehrheitlich für die Zulassung aus.

  • Es wurde bereits schon damit gerechnet, dass die FDA dann bald auch tatsächlich eine Notfallzulassung für das Medika­ment erteilt. Dies ist nun – wie oben schon erwähnt, am 1.12.2021 erfolgt. © afp/aerzteblatt.de

NEWS:
05.11.2021: Nach den überzeugenden Ergebnissen des Transkriptasehemmers Molnupiravir® vom US-PHARMA-KONZERN MERCK & CO. –
gibt es nun weitere erfreuliche News vom US-PHARMA-UNTERNEHMEN „PFIZER“ an der medikamentösen Corona-Therapie der frühen oralen Therapie für bereits an Corona erkrankte Patienten:

  • Für einen Impfstoff gegen Corona haben aktuell US-Forscher nur knapp ein Jahr gebraucht – wirksame Medikamente waren aber bisher immer Mangelware.
  • Nun gibt es aber gleich zwei Hoffnungsträger. Und Experten sind sich sicher: Sie könnten einen Meilenstein in der Pandemiebekämpfung bedeuten.

Mit dem Präparat Paxlovid® stehe ein erster maßgeschneiderter Protease-Hemmer ante portas. Es enthält die antivirale Substanz Nirmatrelvir und Ritonavir.

  • DOCH VORSICHT – INTERAKTIONEN:
  • Cytochrome P450 (CYP) sind eine Familie von Enzymen, die für den Metabolismus der Arzneimittel von zentraler Bedeutung sind. 
  • Pharmazeutische Wirkstoffe, die von CYP-Isoenzymen verstoffwechselt werden, sind sehr anfällig für Arzneimittel-Wechselwirkungen.
  • Denn andere Medikamente können die Enzyme hemmen oder ihre Expression erhöhen. Dadurch steigt das Risiko für unerwünschte Wirkungen oder für einen Wirkungsverlust.

    Kombinations-GEFAHR: INTERAKTIONEN
  • Es gelte es bei einem Einsatz von z.B. Paxlovid zu bedenken, dass z.B. die gleichzeitige Gabe eines CYP-Hemmers zu potenziellen Arzneimittelinteraktionen führen kann:
  • Azolantimykotika sind beispielsweise starke CYP-3A4-Inhibitoren (Hemmer).
  • Auch 4 Antiepileptika wie Phenytoin (PHENHYDAN u.a.) und Tuberkulosemittel wie Rifampicin (RIFA u.a.) etc.
  • Arzneimittel-Kombination als pharmakokinetischer Booster müssen besonders streng geprüft werden:

»Der Interaktions-Check ist hier eine conditio sine qua non«, betonte Schubert-Zsilavecz. (Manfred Schubert-Zsilavecz ist seit 1997 Professor für Pharmazeutische Chemie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.)
(Anm.: Conditio-sine-qua-non = unabdingbare Voraussetzung)


Eine andere neue Pille von PFIZER heiße nun „Paxlovid“:

  • Eine neuere Covid-Pfizer-Pille ist nun aktuell verfügbar… USA:  Die neue Covid-Pille ist derzeit die große Hoffnung für frisch erkrankte Corona-Patienten: Was immer wieder vergeblich versucht wurde, scheint Pfizer jetzt tatsächlich gelungen zu sein.

Der neueste Protease-Hemmer (PF-07321332) des US-Pharmaunternehmens Pfizer konnte in Kombination mit Ritonavir in einer Wirksamkeitsstudie erfolgreich punkten: Unter dem Namen Paxlovid® wurde jetzt aktuell die USA Zulassung des neuesten Covid-Medikaments als „PILLE“ beantragt.

PFIZER-MITTEILUNG: Nach Angaben des US-Unternehmens Pfizer hat sich sein antiviraler Wirkstoff „Paxlovid“ gegen COVID-19 in einer placebo-kontrollierten Studie als sehr wirksam erwiesen: Das Risiko für einen COVID-19 bedingten Krankenhausaufenthalt oder Tod (primärer Endpunkt) sei dieser Studie zufolge um 89 Prozent reduziert worden, wenn das Medikament innerhalb von drei Tagen nach Beginn der Symptome verabreicht worden sei, so Pfizer in einer aktuellen Mitteilung. (Quelle: UNIVADIS)

  • „Unsere Fähigkeit, in Zukunft nicht mehr in Angst vor dem frühen Tod nach einer Infektion zu leben, ist jetzt zum Greifen nah“, sagte Mikael Dolsten, der leitende Wissenschaftler bei Pfizer

Die Zukunft hat viele Namen: „Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. // Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. // Für die Tapferen ist sie die Chance“  – Zitat: Victor Hugo, franz. Schriftsteller (1802–1885)


ALTBEKANNTE „ANTIVIRALE IMPFSTOFF-KANDIDATEN“

Bisher war erst ein einziges Medikament zur „Behandlung“ von Covid-19 in der EU zugelassen, das ist „Remdesivir“.

– Remdesivir –

Da wäre da noch das altbekanntes VIROSTATIKUM – Remdesivir: Es ist ein Stoff, der die „Vermehrung“ von Viren „hemmt“. Virostatika werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von durch Viren verursachten Infektionskrankheiten (durch Virusinfektionen) verwendet.

In der EU gibt es mit dem antiviralen Wirkstoff Remdesivir erstmals ein offiziell zugelassenes Corona-Medikament. Einige andere werden aber dennoch schon eingesetzt, wie zum Beispiel Dexamethason und neutralisierende Antikörper. Remdesivir muss als Infusion gegeben werden. Dexamethason lindert nur die Symptome und richtet sich nicht direkt gegen den Erreger. Bei einer Zulassung von Molnupiravir würde es sich um die erste gezielte orale Therapie handeln.

19.07.2021: Remdesivir galt einst als große Hoffnung für die Behandlung schwerer Fälle von Covid-19. Doch das war wohl unbegründet, zeigt nun eine aktuelle Studie aus den USA. Demnach verringert das Medikament das „Sterberisiko“ nicht so stark wie erhofft. (Spektrum.de)

Remdesivir wurde damals schon früh eingesetzt bei der Ebolafieber-Epidemie in den Jahren 2014 bis 2016 :
Das schon lange bekannte Virostatikum „Remdesivir“ könnte nun aber evtl. die Zeit mit Covid-19 verkürzen…Im Durchschnitt wohl 11 statt 15 Tage…
Alles wohl nur ein HYPE?… Das Sterberisiko wird jedenfalls wohl nicht verringert, wie man heute weiß…

In den USA hatte der US-Biotechkonzern Gilead 2020 eine Zulassung für das Medikament „Remdesivir“ in Notfällen erhalten. In einer Anhörung vor dem EU-Parlament wurde bescheinigt, dass Experten die bisher vorliegenden Studiendaten als „robust genug“ einstufen. Auch Japan setzte den RNA-Polymerase-Inhibitor „REMDESIVIR“ ein. Der Hersteller von Remdesivir
Gilead Sciences, entwickelt nun derzeit eine inhalierbare Form des Arzneimittels, die ambulant als Spray leichter zu verabreichen sein sollte.

12.05.2021: Die Entwicklung neuerer antiviraler Medikamente:
Veklury = Remdesivir habe nun ein zweites Ass im Ärmel?

  • GILEAD SCIENCES: Ein neuerer potenzieller Wirkmechanismus von Remdesivir gegen SARS-CoV-2 wurde entdeckt. Damit lassen sich womöglich auch andere Viren bekämpfen.
  • FUNKTIONSWEISE: Weil Remdesivir im Aufbau den natürlichen Nukleotiden der Zelle ähnelt, wird es von Viren zur RNA-Replikation (also Erbgutvermehrung) verwendet.
  • Sobald Remdesivir in den RNA-Strang eingebaut wurde, wird es aktiviert und hemmt das Enzym RNA-Polymerase, welches für die weitere Replikation benötigt wird.
  • Dadurch kommt es zu einem Kettenabbruch, was eine weitere Vermehrung des Virus in den infizierten Zellen verhindert. Infizierte Zellen werden zwar nicht vom Virus ‚befreit’ – die Vermehrung des Virus wird jedoch gestoppt. (Quelle: VIANTRO – Heidelberg)

Das Virostatikum Remdesivir wurde ursprünglich zur Störung eines wichtigen Schritts in der Vermehrung von RNA-Viren entwickelt, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört: Nämlich die Vervielfältigung des viruseigenen Erbguts.
Wie jetzt die Wissenschaftler um Prof. Stefan Knapp vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität Frankfurt herausfanden, zielt ein bestimmter Remdesivir-Metabolit genau auf ein bestimmtes Sars-CoV-2-Multifunktionsprotein (nsP3) welches unter anderem die Aufgabe hat, die Abwehrreaktion der Wirtszelle zu unterdrücken.
Diese unsere Zelle ist nämlich eigentlich einer Virenattacke nicht wehrlos ausgeliefert, sondern setzt zum Beispiel bestimmte Entzündungs-Mechanismen in Gang, um Zellen des körpereigenen Immunsystems zur Hilfe zu rufen.

Prof. Stefan Knapp erläutert: GS-441524 hemmt die Aktivität einer nsP3-Domäne, die für die Vervielfältigung von Viren wichtig ist, und die mit dem menschlichen zellulären Abwehrsystem kommuniziert.“ Die Strukturanalysen würden zeigen, wie diese Hemmung funktioniert und würden damit eine wichtige Grundlage zur Entwicklung neuer und potenterer antiviraler Medikamente bieten – nicht nur gegen SARS-CoV-2. (Quelle: ACS Med. Chem. Lette. 2021, 12, 4, 603–609)


…So wirke bei Erkrankung doch auch unterstützend die Gabe von Remdesivir plus Dexamethason

Remdesivir ist ein antiviraler Arzneistoff, der ursprünglich im Zuge der Ebola Krise entwickelt, aber nie für den Einsatz damals zugelassen wurde. Es wird von dem kalifornischem Biotechunternehmen Gilead Sciences produziert.

So stand 2020 das Virostatikum Remdesivir noch in der „Frühphase“ bei nicht beatmeten Patienten mit Pneumonie und Sauerstoffbedarf zur Verfügung.Es war insbesondere bei Patienten in Studien mit einer „signifikanten Verkürzung der Zeit bis zur Genesung“, nicht jedoch einer geringeren Mortalität, assoziiert.

Das Nukleotidanalogon Remdesivir ist als Virostatikum gegen COVID-19 in der stationären Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Real-World-Studienergebnisse bestätigen die Erfahrung von Ärzten, dass sich die Patienten rasch erholen und das Fieber schnell fällt.
Dtsch Arztebl 2021; 118(25): A-1268

04.06.2021: Bei Corona-Patienten mit schwerer Lungenentzündung und einer Sauerstoffsättigung „unter 90 Prozent“ soll z.B. eine immunmodulatorische Therapie mit Cortison (Dexamethason) erfolgen, da hier doch eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit nachweisbar war“, so Prof. Dr. Christoph Sarrazin (Direktor Zentrum Innere Medizin und Medizinische Klinik in Wiesbaden)

Auch Remdesivir selbst, dass für die Behandlung von Patienten mit COVID-19 per Notverordnung vor einem Jahr zugelassen wurde, war zuerst in Zellkulturen durch eine mögliche Wirkung aufgefallen. Doch auch bei diesem Wirkstoff hatten sich leider die hohen „klinischen“ Erwartungen bisher leider nicht erfüllt.


CHLOROQUIN

Im Kampf gegen Covid-19 konnten „Hydroxychloroquin“ beziehungsweise Chloroquin bisher nicht überzeugen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) warnt seit Anfang Juni 2021 vor den Risiken bei Anwendung von Hydroxychloroquin und Chloroquin zur Behandlung von COVID-19.

Vor Chloroquin wird also nun sogar gewarnt: Nebenwirkung u.a. Halluzination – aber es wird immer noch eingesetzt:
Die Wirkstoffe Chloroquin und Hydroxychloroquin können schwere psychiatrische Störungen auslösen, warnt die *EMA. Sie wurden bei COVID-19-Patienten off-label trotzdem eingesetzt. Jetzt sollen die Produktinformationen geändert werden. Anm.: Besser wäre wohl die Produktänderung…
Anm.: Die *EMA ist die Europäische Arzneimittel-Agentur und eine Agentur der Europäischen Union.

April 2021Dr. Till Koch: Die größten Studien zu Hydroxychloroquin war die SOLIDARITY-Study der WHO, in der fünf verschiedene Medikamente überprüft wurden, aber auch die britische RECOVERY-Studie. Diese konnten keinerlei Benefit für die die Patienten zeigen, eher doch ein erhöhtes Risiko für Intubationen oder sogar Todesfälle, ebenso eine QT-Zeit-Verlängerung im EKG. Eine Verlängerung der frequenzkorrigierten QT-Zeit geht mit einem erhöhten Herzrythmusstörungs-Risiko aus der Herzhauptkammer einher. 
Anm.: Dr. Till Koch ist Facharzt für Innere Medizin und an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Gastroenterologie mit Sektionen Infektiologie und Tropenmedizin) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig.


INTERESSANTE OPTIONEN:
Medizinische Hilfe durch monoklonale Antikörper („Tocilizumab“ ) z.B. bei Erkrankung an *ADE (gefährliche Impfreaktionen)

Es gibt hier ein Notfall-Medikament, das vielversprechende Wirkung gegen das gefährliche ADE-Phänomen = Infektionsverstärkende Antikörper (Antibody-Dependent Enhancement, ADE ) verspricht:

BEISPIEL: Tocilizumab dockt an Zellen an, um die Entzündungsreaktion zu stoppen. Es handelt sich um den Monoklonalen Antikörper Tocilizumab, ein Wirkstoff, der einen „Zytokinsturm“ verhindern kann. (Anm.: Ein Zytokinsturm ist eine potentiell lebensgefährliche Entgleisung des Immunsystems)
Tocilizumab blockiert die Zellrezeptoren, die Zytokine im Körper benötigen, um Entzündungen auszulösen. Vor dem Hintergrund, dass die Abwehrzellen von Covid-19-Patienten zu viel Interleukin-6 freisetzen und es so zu schweren entzündlichen Reaktionen kommt, setzen Mediziner aktuell große Hoffnungen in Präparate mit Tocilizumab.
Chinesische Mediziner hatten bereits Anfang Februar 2020 Covid-19-Patienten erfolgreich mit Tocilizumab behandelt und hierüber berichtet. (Quelle: PNAS: Proceedings oft he National Academy of Sciences of the United States of America).

Anm.: Das *ADE-Phänomen (= infektionsverstärkende Antikörper!) wird am Blog-Artikel-Ende nochmals gesondert beschrieben!


Bekannt ist aber seit kurzem auch, dass bei der neuen Impfstoff-Produktion nun diese gefährliche Immun-Pathogenese „ADE“ (z.B. bei SARS-CoV-2-Impfstoffen) durch Zugabe eines bestimmten Adjuvans im Impfstoff (ein delta-Inulin-basiertes Polysaccharid) vielleicht doch vermieden werden kann. (!)

Alle Impfstoffe, die das *Spike-Protein verwenden, könnten“wie bei Mers- und Sars-Studien beobachtet, zur Bildung von infektionsverstärkenden Antikörper (ADE) und einer Immunpathogenese führen. Anm.: (Z.B. *Proteinbasierte Impfstoffe und VLP)

Das Prinzip von Proteinbasierten Impfstoffen (z.B. auch die Grippe-Impfung) und den *VLP-Impfstoffen: In Protein-Impfstoffen sind also die Proteine des Erregers, gegen den die Impfung schützen soll, das Impfantigen.

Im Fall von SARS-CoV-2 ist dies hauptsächlich das Spike-Protein. Diese Spike-Proteine werden in speziellen Zellen des Immunsystems, den Antigen-präsentierenden Zellen, aufgenommen und dort auch aufgespalten. Diese Spaltprodukte werden dann dem Immunsystem präsentiert, was dann sofort auch eine Immunantwort auslöst. Die Impfung WIRKT…

  • Anm.: *VLP-Impfstoffe enthalten Virus-like Particles. Wie bei allen anderen COVID-19-Impfstoffen kommt auch bei diesem dritten Typ das Spikeprotein als Impfantigen zum Einsatz. Anders als Viren enthalten diese Partikel keine genetische Information. Als weiteres zugelassenes Beispiel für einen VLP-Impfstoff führt das „PEI“ zum Beispiel die Hepatitis-B-Impfstoffe auf. Das Oberflächen-Antigen des Hepatitis-B-Virus wird seit jeher schon lange in gentechnisch veränderten Zellen hergestellt.  (Quelle: Deutsche Apotheker-Zeitung)
  • Anders als Viren sind die VLP aber „nicht“ vermehrungsfähig. Beispiele für VLP-Impfstoffe sind die Vakzinen gegen Krankheiten, die von humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden.  
  • VLP = Dritte Impfstofftechnologie gegen COVID-19 in Europa – es sind sogenannte Untereinheitenimpfstoffe. Diese bestehen aus virusartigen Partikeln (VLP = Virus-like-Particles). (Quelle: DAZ-online)

Nach den Impfstoffen folgen nun Medikamente – die Pille: Derzeit drängen Präparate auf den Markt, die bereits Corona-Infizierte vor schweren Verläufen schützen sollen.


Was sind Monoklonale Antikörper?

  • Der Begriff bezieht sich auf die  Identifizierung von spezifischen Antikörpern, die zum Zweck der Diagnose und Behandlung von Krankheiten gegen ein spezifisches „Epitop“ gerichtet sind, wie z.B. gegen ein Coronavirus-Epitop bei der COVID-19-Erkrankung – allerdings am besten wirksam in der FRÜHPHASE der Erkrankung. Dazu später noch Ausführlicheres…

Monoklonale Antikörper (MAK oder MAB genannt (Mono-Clonal-Antibody)) können also zur frühzeitigen Therapie bei mit SARS-CoV-2 infizierten Personen eingesetzt werden, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.

Monoklonale Antikörper wirken wie eine „passive Impfung“:

  • Neben der Impfung gibt es mittlerweile neue Medikamente, die dem Virus entgegenwirken sollen:
  • Die im Labor hergestellten monoklonalen Antikörper werden im ersten, frühen Krankheitsverlauf eingesetzt. „Sie wirken wie eine passive Impfung“, erklärte damals der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.
  • Diese Antikörper verhindern, dass das Coronavirus überhaupt in Zellen eindringt. Somit kann es sich auch nicht vermehren.
  • „Diese Antikörper wirken aber nur sehr gut in einer ersten „frühen“ Phase der Erkrankung. Und sie sind geeignet für Patienten, die ein erhöhtes Risiko für einen sehr schweren Krankheitsverlauf haben“, sagt Torsten Feldt vom Universitätsklinikum Düsseldorf, wie der Spiegel berichtete.
  • Es könne zur Behandlung von erkrankten Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren eingesetzt werden.

Vor kurzem hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA eine Empfehlung für die monoklonalen Antikörper-Kombinationspräparate Ronapreve des Pharma-Unternehmens Roche ausgesprochen. Antivirale Medikamente dämmen also – nach einer frühen Infektion – das Virus ein.



Hier folgt nun ein längerer, ausführlicher Bericht über
MONOKLONALE ANTIKÖPER

  • COVID-19: Ein Antikörpercocktail erzielt nach intramuskulärer Injektion frühe Wirkung bei ambulanten Patienten: Monoklonale Antikörper, deren Gene aus den B-Zellen genesener Patienten stammen und die dann gentechnisch in größerer Menge hergestellt werden, können bei COVID-19-Patienten die Zeit – bis zur Produktion der körpereigenen Antikörper – überbrücken helfen.
  • Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Wirkung umso besser ist, je früher sie eingesetzt werden.

Ihre größte Stärke könnte der Infektionsschutz von Risikopersonen sein. Der britische Hersteller ASTRAZENECA hat die Halbwertzeit von 2 Antikörpern durch eine chemische Modifikation verdreifacht, um nach einer einmaligen Gabe eine Schutzwirkung von 9 Monaten oder länger zu erzielen (Außerdem wurde der Fc-Rezeptor modifiziert, um eine Infektionsverstärkung durch eine spätere Infektion zu verhindern).

  • Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln derzeit Medikamente mit „monoklonalen antiviralen Antikörpern“ gegen das Coronavirus. Zwei davon haben schon länger eine Notfallzulassung in den USA.
  • Manche Medikamente, die gerade gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelt werden, enthalten nicht nur einen, sondern zwei verschiedene Arten monoklonaler Antikörper; sie binden beide an das Corona-Virus, aber an unterschiedlichen Stellen.
  • In Europa waren REGN-CoV2 sowie ein weiteres Präparat namens Regdanvimab schon früh in einem so genannten Rolling Review Prozess. Das bedeutet, dass schon sehr lange vorher, die Hersteller fortlaufend Ergebnisse zu ihren Medikamenten an die EMA liefern, um nach und nach alles einzureichen, was dann demnächst im Zulassungsverfahren abzuprüfen ist.
  • Das Präparat von REGDANVIMAB (Celltrion Healthcare) erhielt die Zulassung nun bereits im November 2021.
  • (Anm.: MAB = Die Endsilbe „mab“ beim Wirkstoffnamen macht deutlich, dass z.B. die Substanz Tocilizumab zur Gruppe der gentechnisch hergestellten monoklonalen Antikörper gehört. „Mab“ steht also für „monoclonal antibody“.)

Die ProVENT-Studie, deren Ergebnisse im August 2021 – von ASTRAZENECA – vorgestellt wurden, hatte bereits gezeigt, dass eine einmalige intramuskuläre Injektion von Tixagevimab (AZD8895) und Cilgavimab (AZD1061) ein Erkrankungsrisiko über 1 Jahr um 77 % senkt.

Die Antikörper könnten deshalb eine kurzfristige Alternative zur Impfung sein (Langfristig könnte die Impfung aber doch besser sein, weil sie die Bildung von langfristigen Gedächtniszellen induziert).
(Anm.: ProVENT – Eine prospektive, Nicht-Interventionelle, multizentrische Beobachtungsstudie zur Bewertung der Wirksamkeit, des Anwendungsmusters und der subjektiv von Patienten angegebenen Ergebnisse von z.B. Dupilumab unter Alltagsbedingungen) . (Handelsname Dupixent – (Hersteller Sanofi-Aventis) – wird bei Neurodermitis und Asthma angewendet) 


Tocilizumab – HOFFMANN-LA-ROCHE: ERSTE HOFFNUNGEN mit monoklonalem Antikörper auf schnelle Zulassung wurden erst gedämpft…

Bisher wenig Erfolg: „Roche“ beendet zunächst seine „Antikörper-Corona-Studie“ mit einem RheumamedikamentLaut dem Pharmakonzern Roche ist eine groß angelegte Studie mit dem Medikament „Tocilizumab“ bei Personen mit schwerer Covid-19-Erkrankung zunächst ERST EINMAL fehlgeschlagen...Aber die HOFFNUNG GEHT WEITER.

So hat „Hoffmann-La-Roche“ Chef „Severin Schwan“ zunächst Hoffnungen auf eine „baldige“ Verfügbarkeit eines „monoklonalen Antikörpers“ zwar erst einmal „gedämpft“. Er persönlich halte den Zeithorizont von zwölf bis 18 Monaten angesichts der zu bewältigenden Herausforderungen als für viel zu ehrgeizig. Üblicherweise dauere die Entwicklung eines Impfstoffs einige Jahre. Das wahrscheinlichste Szenario sei leider, dass die weitergehende Entwicklung mindestens im kommenden Jahr noch andauere… erklärte Schwan. (QUELLE: XING).

EMA: Tocilizumab wurde bei schwerem COVID-19 zugelassen

Der Interleukin-6-Antagonist Tocilizumab, der seit 2009 bereits zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen ist, darf jetzt in Europa auch offiziell zur Behandlung von COVID-19 eingesetzt wer­den. Der Hersteller erhielt nun am 08.12.2021 eine Zulassung, nachdem sich auch die WHO bereits im Juli 2021 für den Einsatz von Interleukin-6-Antagonisten ausgesprochen hatte.

MAB=MONOKLONALE ANTIKÖRPER BEI SARS-CoV-2:

Nachdem der Schweizer Großkonzern „Hoffmann-La- Roche“ erst im Frühjahr 2021 die Notfall-Zulassung für seinen hochautomatisierten Schnell-„Test“ auf SARS-CoV-2 vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hat, kündigte das Unternehmen („Severin Schwan“) nun Anfang 2021 den Start einer Phase-III-Studie mit seinem bereits in der Schweiz zugelassenen aktuellen monoklonalem Antikörper-Medikament RoActemra® mit dem Wirkstoff „TOCILIZUMAB“ an. (Quelle: pharmazeutische-zeitung.de)


Die derzeitige Studienlage deutet darauf hin, dass eine Serumthe­rapie nur in den ersten Tagen der Erkrankung sinnvoll ist, in denen das Immunsystem der Patienten noch keine eigenen Antikörper gebildet hat.


Dies gilt auch für die Behandlung mit Antikörper-Cocktails, die sich ebenfalls nur in der „Frühphase“ als wirksam erwiesen haben

Die beiden ersten Antikörper Tocilizumab und Sarilumab, welche die Rezeptoren von Interleukin-6 neutralisieren und damit einer Hyperinflammation entgegen wirken sollten, hatten zunächst in einer internationalen Studie zu Anfang des Jahres 2021 – zumindest die Sterblichkeit von Patienten mit schwerem COVID-19 signifikant gesenkt.

  • Die „REMAB-CAP-Studie“: „Tocilizumab“ und „Sarilumab“ sollten ja zumindest das Sterberisiko bei schwerem COVID-19 vermindern. Diese REMAP-CAP-Studie („Randomised, Embedded, Multifactorial, Adaptive Platform Trial for Community-Acquired Pneumonia“) war bereits 2016, also schon weit vor dem Beginn der Coronapandemie von Intensivmedizi­nern ins Leben gerufen worden, um die Behandlung von ambulant erworbenen Pneumonien („communi­ty-acquired pneumonia“, CAP) deutlich zu verbessern.

SARS-CoV-2: Serumtherapie bei Intensivpatienten?
Nicht alle Langzeitantikörper können bei Erkrankung schützen! Serum-Therapie: Die Enttäuschung…

05.10.2021: SARS-CoV-2: Leider kommt nun aktuell die Serumtherapie bei Intensivpatienten doch zu spät: Eine Behandlung mit dem Plasma von genesenen Personen kann Patienten, die sich wegen einer schweren COVID-19 auf Intensivstation befinden, oft nicht mehr retten. Zu dieser Erkenntnis, die sich bereits in früheren Studien abgezeichnet hat, kamen jetzt die Initiatoren dieser REMAP-CAP-Studie, die ihre Forschungsarbeit nach einer Zwischenauswertung wegen fehlender Erfolgsaussichten auf eine Wirkung vor­zeitig abbrachen.

Diese Ergebnisse wurden nun aktuell im Oktober 2021 auf der Jahrestagung der European Society of Intensive Care Medicine vorgestellt und im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2021; DOI: 10.1001/jama.2021.18178) publiziert.

  • In einer Studie sollten vor allem die Sicherheit und Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers plus Standardbehandlung (bei stationären erwachsenen Patienten mit schwerer Covid-19-Pneumonie) im Vergleich zu Placebo plus Standardbehandlung untersucht werden.
  • Die REMAP-CAP-Studie („Randomised, Embedded, Multifactorial, Adaptive Platform-Trial for Community-Acquired Pneumonia“) war bereits 2016, also vor dem Beginn der Coronapandemie von Intensivmedizi­nern ins Leben gerufen worden, um die Behandlung von ambulant erworbenen Pneumonien („communi­ty-acquired pneumonia“, CAP) zu verbessern.
  • Nach zwei Negativstudien (RECOVERY und REMAP-CAP) dürfte die Serumtherapie auf der Intensivstation keinen besonderen Stellenwert mehr haben. Die Studie wurde nach einer Zwischenauswertung wegen einer „Futility“-Wahrscheinlichkeit von 96,4 % vorzeitig – im Oktober 2021 – abgebrochen. (© rme/aerzteblatt.de)
  • Eine Ausnahme könnten allerdings doch Patienten mit einer Immunschwäche (Autoimmunkrankheiten) sein.
  • Ein enttäuschendes Ende… einer großen Hoffnung…


Ernüchternde Corona-Studie: Auch Novartis erleidet herben Rückschlag bei monoklonalem Antikörper:
Ilaris® (Canakinumab) | Novartis Deutschland

  • 06.11.2020: Das entzündungshemmende Medikament „Canakinumab“ zeigt bei Patienten mit schwerem Coronaverlauf nicht die erhoffte Wirkung. (www.luzernerzeitung.ch)
  • Die pharmazeutische Firma „NOVARTIS“ führte bereits im April 2020 eine klinische Studie mit seinem Immunmodulator Canakinumab  in vielen Ländern durch, u.a. auch in Deutschland.
  • Canakinumab (Ilaris®) wirkt vor allem als „Entzündungshemmer“ und ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen Interleukin 1 beta.
  • Der gegen Interleukin-1β gerichtete monoklonale Antikörper Canakinumab ist bislang nur bei einigen seltenen rheumatologischen Erkrankungen und bei bestimmten periodischen Fiebersyndromen zugelassen.
  • Das Medikament ist ebenfalls zugelassen zur Behandlung u.a. mehrerer Autoimmunkrankeiten… 
  • Anm.: Die Schweizer „Novartis AG“ ist ein Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Sitz in Basel. Novartis entstand 1996 aus einer Fusion der beiden Basler Pharma- und Chemieunternehmen Ciba-Geigy und Sandoz.


HILFE NICHT NUR FÜR ERKRANKTE MENSCHEN – auch als vorsorglicher Schutz gedacht: Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten.

Monoklonale Antikörper
PLASMA–ANTIKÖRPER – galten bisher unter anderen als besonders aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten:

Drei der bisher identifizierten Antikörper – für eine klinische Entwicklung – waren laut Charité immer noch besonders vielversprechend. Die Forscher arbeiten mit dem Unternehmen Miltenyi Biotec zusammen. Neben der Behandlung von Erkrankten sei auch der vorsorgliche Schutz von Gesunden, die Kontakt zu Infizierten hatten, eine mögliche Anwendung.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden diese sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann. (Anm.: Miltenyi Biotec ist ein global agierendes Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen mit Hauptsitz in Bergisch Gladbach. )


Aktuelles… was hoffnungsvoll begann…war nun doch erst einmal 2020 noch ernüchternd…

Donald Trump war im Oktober 2020 von seiner Antikörper-Therapie gegen Corona damals ganz begeistert.  Sowohl die Pharmafirmen Regeneron als auch Eli Lilly haben seit November 2020 dafür bereits eine US-Notfallzulassung. In der EU war die Behandlungsmethode 2020 noch nicht zugelassen. Wissenschaftler hierzulande waren deutlich skeptischer. Unter anderem – weil sich gezeigt hatte, dass die Antikörper bei einer fortgeschrittenen Covid-19-Erkrankung wohl nicht wirklich helfen können. Die Antikörper sollten eigentlich verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Ein FLOP?

  • Definition: Monoklonale Antikörper sind von identischen Immunzellen gebildete „Antikörper„, welche aus ein und derselben Mutterzelle stammen. Sie weisen deshalb eine konstante Struktur auf und binden an dieselben Fremd-Marker, die man als „Antigene“ bezeichnet.
  • Antikörper“ sind also die Eiweißmoleküle, die vom Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (z. B. Fremdkörper, Krankheitserreger) sofort hergestellt werden und diese (als spezifische Abwehr!) unschädlich machen können.

November 2020: So hatte doch auch die US-amerikanische „Food and Drug Administration“ eine Notfallgenehmigung (EUA = Emergency Use Authorization,) für die monoklonale Antikörpertherapie zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem COVID-19 bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten erteilt. Diese spezielle monoklonalen Antikörper-Therapie sei für Patienten mit positiven Ergebnissen direkter SARS-CoV-2-Virustests zugelassen, die 12 Jahre und älter sind, mindestens 40 Kilogramm wiegen und ein hohes Risiko haben, zu schwerem COVID-19 und zu gelangen / oder bei Krankenhausaufenthalt. Dies schließt aber auch diejenigen ein, die 65 Jahre oder älter sind oder an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden.


Roche-Partner erzielte positive Resultate mit Corona-Therapie

November 2021: Der Pharma-Partner von Roche, Regeneron, hat mit seiner Corona-Therapie «Regen-Cov» positive Ergebnisse erreicht. Eine einzige Dosis soll langfristig schützen.

REGENERON

Der Pharma-Partner von Roche: „Regeneron“ hat mit seiner Corona-Antikörper-Therapie «Regen-Cov» positive Ergebnisse erreicht. Eine einzige Dosis soll langfristig schützen. «Regen-Cov» verringere das Risiko an Covid-19 zu erkranken deutlich. Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Therapie das Potenzial habe, eine tatsächlich recht lang anhaltende Immunität gegen eine Corona-Infektion zu verleihen. Das sei besonders für diejenigen Personen wichtig, die nicht auf Corona-Impfstoffe ansprächen, etwa Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem.

  • Zulassung ist derzeit nur in den USA. „Regeneron“ plant aber, gemeinsam mit dem Pharmakonzern Hoffmann-La- Roche als Partner, nun auch in der EU Zulassungen zu beantragen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eli Lilly und andere Firmen dürften bald folgen. Bisher gibt es hier aber noch nichts Neues zu berichten…

Die Bundesregierung hatte erst kürzlich 200.000 Dosen Antikörper REGN-CoV2 gekauft und an die deutschen Unikliniken verteilt. Wie in den USA werden auch hier die Mittel an Patienten verabreicht, die erwiesenermaßen eine SARS-CoV-2 Infektion mit nur milden oder mittelschweren Symptomen haben. 


Die „TRUMP-MEDIKAMENTE“

  • „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharma-Konzerns Regeneron“ Pharmaceuticals...REGN-COV2: Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

24.01.2021: Aktuell hat nun die Bundesregierung für Deutschland zwei neue Corona-Medikamente auf „Antikörper-Basis“ gekauft, darunter das, mit dem Ex-US-Präsident Trump behandelt wurde. Laut Bundesgesundheitsministerium betragen die Gesamt-Kosten rund 400 Millionen Euro. Bei den eingekauften Medikamenten handelt es sich – wie oben erwähnt – um „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharmakonzerns Regeneron Pharmaceuticals, erklärte eine Sprecherin.

EIN FLOP: „Bamlanivimab“ des US-Pharmakonzerns „Eli Lilly“  gilt mittlerweile als wirkungslos..

03.11.2021: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA teilte am Mittwochabend in Amsterdam mit, das Pharmaunternehmen habe selbst das Mittel zurückgezogen. Es ging dabei um ein Kombinationspräparat der beiden monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab. Eli Lilly sieht in absehbarer Zeit keinen größeren Bedarf für seinen Anti-SARS-CoV-2-Antikörper-Cocktail Bamlanivimab und Etesevimab. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat auf Bitte des Unternehmens das Rolling-Review-Verfahren gestoppt. Damit wird es wohl keine reguläre Zulassung geben. Trotzdem dürfen die monoklonalen Antikörper weiter eingesetzt werden.


Corona-Verlauf: Von symptomlos bis schwer erkrankt…

Ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 mag den Betroffenen zunächst einmal schockieren. Doch Covid-19 kann sehr unterschiedlich verlaufen: Bei einigen Menschen kommt es schon einen Tag nach der Ansteckung zu Symptomen, bei anderen erst nach zwei Wochen (deshalb wird man bei Verdacht auf Corona auch für zwei Wochen in Quarantäne geschickt). In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen. Symptomfreie oder milde Verläufe werden oft teilweise gar nicht erfasst, daher vermuten Experten eine hohe Dunkelziffer bei Covid-19. Und trotzdem können diese Personen – ohne es zu wissen – das Virus weitergeben – das ist das Gefährliche…

Die Schwere der Covid-19-Erkrankung

Bei schwerem COVID-19-Erkrankungsverlauf gibt es auch hier in Deutschland bisher eine gute Evidenz bei bestimmten Medikamenten:
Hier senken z.B. ein humanisierter, monoklonaler Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor „Tocilizumab“ plus Dexamethason die Sterblichkeit bei progredientem Krankheitsverlauf… (21.02.2021 – Quelle: medRxiv; Lancet RespirMed.- von Dr. Nicola Siegmund-Schultze).

  • Potentielle Erkrankungsphasen:
  • Für COVID-19 kann es drei ganz typische Phasen geben:
  • Eine frühe Phase der Infektion mit Virusvermehrung im Mund-Rachen-Raum, bei Progredienz eine zweite Phase mit Virusreplikation in der Lunge und pneumovaskulären Symptomen und eine dritte, schwere Phase, in der systemische inflammatorische Reaktionen dominieren.

Diese Hyperinflammationsphase ist assoziiert mit einem deutlich erhöhten Risiko für Multiorganschäden und tödlichem Verlauf.


Skepsis und Zustimmung bei Experten für die „Trump“ – Medikation:

NEGATIV (-) : Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, sieht den Kauf dieser „Trump“ Medikamente sehr kritisch. Aus seiner Sicht sei die Wirksamkeit dieser Medikation bei der Behandlung von Covid-19 noch nicht ausreichend durch Studien belegt.

POSITIV (+) : Biochemiker Prof. Patrick Cramer vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hält den Kauf des Medikaments dagegen für sehr „sinnvoll“. Man schaffe damit zusätzliche wertvolle „Handlungsoptionen“ im Kampf gegen Corona…. sagte er in einem ZDF-Interview.
Anm.: Stand: 26.01.2021: Der Biochemiker Professor Patrick Cramer erhielt aktuell den mit 500.000 Schweizer Franken dotierten Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2021. Die Begründung: Cramers wertvoller Beitrag zur Corona-Forschung.


Monoklonale Antikörper-Medikamente: Ronapreve und Regkirona.

11.2021: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg frei gemacht für die Zulassung von zwei neuen Medikamenten gegen Covid-19. Es gehe um die Antikörper-Therapie Ronapreve des Schweizer Pharmaunternehmens Roche sowie das Mittel Regkirona (Regdanvimab) des Herstellers Celltrion aus Südkorea.

Das Mittel Ronapreve besteht aus zwei Antikörpern (Casirivimab und Imdevimab) und ist bereits  für Infizierte ab 12 Jahren mit hohem Risiko für schweren Verlauf  freigegeben.

Mit dem Mittel Regkirona sollen Erwachsene mit einem hohen Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf behandelt werden, die an Covid-19 erkrankt sind, aber noch keinen Sauerstoff benötigen.

Beide Arzneimittel sollen in frühen Stadien der Infektion eingesetzt werden und beruhen auf antiviralen monoklonalen Antikörpern (MAB).

So war zuvor auch von der EMA als einziges Mittel Remdesivir (Handelsname Veklury) in der EU zugelassen – aber nur für bestimmte, schwer an Corona erkrankte Personen.

Casirivimab/Imdevimab – RONAPREVE
(Donald Trump-Medikamente-Cocktail)
Monoklonale Antikörper doch als „Ultima Ratio“?

Der Wirkstoff ist eine Kombination aus „zwei „speziell entwickelten monoklonalen Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können.

  • 12.10.2021: Die WHO empfiehlt erste „Präventiv-Therapie“ (ab 12 Jahren) gegen Sars-CoV-2.
  • Die Bundesregierung hatte sich bereits im Januar 2021 für 400 Millionen Dollar mit Antikörperpräparaten gegen COVID-19 eingedeckt, darunter war auch die Antikörperkombination Casirivimab/Imdevimab.
  • EMA und WHO haben ebenfalls schon früh ihre „Empfehlungen“ zur Anwendung von Casirivimab/Imdevimabdem Antikörper-Duo von „Regeneron“ und „Roche“ – ausgesprochen. Nun prüft die EMA auch die Zulassung dieser Antikörperkombination mit dem Namen Ronapreve zur Behandlung und Vorbeugung von COVID-19.

Was bringt die Wirkstoff-Kombination?

Bei Casirivimab/Imdevimab handelt es sich um humane monoklonalen Antikörper. Die Antikörper binden an das Spikeprotein von SARS-CoV-2 und verhindern dadurch, dass das Coronavirus in die menschlichen Zellen eindringen kann. Die Kombination aus den zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-CoV2 mutiert…. und derzeit ist hier die Gefahr durch Mutationen ja schon ganz konkret bei uns gegeben… (Quelle: ZDFheute)

Monoklonale Antikörper:
Casirivimab/Imdevimab (REGN-COV2/Ronapreve)

12.10.2021: Status: Die Hersteller Roche und Regeneron Pharmaceuticals haben einen Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) gestellt. Wirksamkeit: Das Präparat verringerte nach Angaben des Herstellers Roche in einer Phase-2/3-Studie die Virenlast von im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patientinnen und -Patienten „signifikant“ und erreichte damit das Hauptziel.


Monoklonaler Antikörper Sotrovimab:
17.12.2021:  EMA empfiehlt drittes Antikörper-Präparat Xevudy® bei Covid-19

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie steht nun ein weiteres Medikament bereit: Die Europäische Arzneimittelbehörde befürwortet nun die Zulassung des Präparate Xevudy (Sotrovimab) vom Hersteller GlaxoSmithKline (und Vir Biotechnology).

Ein positives Votum erhielt nun also (aktuell noch zum Jahresende 2021) der monoklonale Antikörper Sotrovimab zur Behandlung von Covid-19 2. Ärztinnen und Ärzte sollen das Präparat künftig Erwachsenen und Jugendlichen (ab zwölf Jahren und einem Gewicht von mindestens 40 Kilogramm) verordnen, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt. Sotrovimab ist ein Protein des Immunsystems, das sich an das Spike-Protein von SARS -CoV-2 anlagert. Auf Grundlage von Laborstudien ist davon auszugehen, dass Sotrovimab auch gegen andere Varianten (einschließlich Omikron) wirksam ist

Das Präparat ist der 3. monoklonale Antikörper, der in der EU für die Behandlung von Covid-19 empfohlen wird und folgt auf die Zulassung von Regkirona® und Ronapreve® im November 2021.

Der monoklonale Antikörper hat das Spike-Protein von SARS-CoV-2 zum Ziel. (Quelle: coliquio)

HISTORIE:
Wie alles vor über einem Jahr begann…

Die ersten Ergebnisse der Impfstoffstudien – im letzten Corona-Jahr 2020 – waren oft unbefriedigend:

  • 30. Oktober 2020: Das Covid-19 – „Rekonvaleszenten-Serum“ zeigte auch in neuerer Studie bisher wenig Erfolg!

Große Hoffnungen wurden einst in die Behandlung von Covid-19-Patienten mit Rekonvaleszenten-Serum gesetzt. Eine kontrollierte klinische Studie aus Indien konnte jetzt jedoch keinen wesentlich positiven Effekt auf den Verlauf im Vergleich zur Standardtherapie zeigen – allerdings war die Konzentration an neutralisierenden Antikörpern vielleicht zu gering….daher muss man hier noch die weiteren Forschungsergebnisse abwarten…

  • Januar 2021:
  • Es ist bisher übrigens noch n i c h t erwiesen, dass die „Escapes“ ( = neue Virus-Flucht-Mutationen) durch Rekonvaleszenten-Serum in der Zellkultur nicht zu neutralisieren wären. Vielleicht eine neue Hoffnung? Daran wird weiter gearbeitet…

12.01.2021 | COVID-19 | REKONVALESZENTEN-PLASMA

  • Rekonvaleszentenplasma beuge wohl doch vor allem „schweren“ Verläufen vor: Werden Senioren innerhalb von drei Tagen nach dem Auftreten erster, milder COVID-19-Symptome mit Rekonvaleszenten-Plasma mit hoher SARS-CoV-2-Antikörperkonzentration behandelt, hätten sie ein signifikant niedrigeres Risiko für einen schweren Verlauf.
  • Das legt eine Studie mit (älteren) COVID-19-Patienten aus Argentinien nahe. Die Patienten waren 75 Jahre oder älter und teilweise vorerkrankt. (https://www.springermedizin.de/covid-19/infektionserkrankungen-in-der-hausarztpraxis/neue-coronastudien/18126192)

Rekonvaleszentenserum kann nur wirksam sein, wenn es sehr früh gegeben wird, VOR dem Auftreten von Symptomen, die auf eine Generalisation der Infektion hinweisen.



Antikörper – Antigene? Das Schüssel – und Schloss – Prinzip…

Unsere Antikörper (deren genetische Codes im Impfstoff enthalten sind) „kleben“ sich sozusagen von außen an die ANTIGENE (Viren) und bedecken – um es bildlich zu formulieren – eine ganze Region (auf dem Spike Protein), die das Virus zum Andocken an die Zellen benötigt, so ist das Virus „schachmatt“… Nach dem „Schlüssel und Schloss- Prinzip“ müssen sie genau passen…Verändern sich die Viren (durch Mutation), dann passt die Form nicht mehr und das Virus kann den Antikörpern entkommen (Fluchtmutanten).

BionNTech und andere – zum Beispiel der *Tübinger Impfstoff 2.0 – haben bereits schon länger in den USA intensiv Studien zu Varianten-Impfstoffen gestartet. So sollen die wichtigsten Evolutionstrends identifiziert und in einem neuen Impfstoff gebunden werden. Vielleicht gelingt es den Entwicklern sogar einen mutationsfeste Immunantwort auszulösen.

Anm.: Corona-Impfstoffe der zweiten Generation: Die Universität *Tübingen testet einen neuen Impfstoff, der speziell immungeschwächte Menschen schützen soll... Die Universitäten arbeiten insbesondere daran, mit der zweiten Impfstoffgeneration einen guten und möglichst langfristigen Schutz vor Mutationen zu bieten.
DAS WÄRE DANN DER SUPER-IMPFSTOFF, DER DIE PANDEMIE BEENDET. Sicher ist dies nicht.


ANTIKÖRPER…bei Erkrankung? DOCH EINE NEUE HOFFNUNG?

  • Die Behandlung mit „Antikörpern“: „Neuer“, alter Grundstein für eine passive Impfung? Aus dem Blut von Menschen, die eine durch SARS-CoV-2 ausgelöste COVID-19-Erkrankung überstanden hatten, isolierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erneut zunächst fast 600 verschiedene Antikörper. Mit dem Plasma werden dann die Antikörper der Spender übertragen. Die Versuchsreihe geht derzeit weiter…

Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern ist nicht neu, sondern hat eine sehr lange Geschichte. „Idealerweise produziert man gezielt den wirksamsten Antikörper im industriellen Maßstab und in gleichbleibender Qualität. Das ist das Ziel, das wir verfolgen, sagt Dr. Momsen Reincke, der an der Studie beteiligt war und hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert hat: Sie berichten über diese Erkenntnisse jetzt im Fachmagazin *Cell* ( = Dies ist eine wissenschaftliche Zeitschrift. Die publizierten Artikel unterliegen einem Peer-Review.) 


  • Berliner Charité: Das Team um Dr. Kreye, Dr. Reincke und Prof. Prüß befasst sich für gewöhnlich mit Erkrankungen des Gehirns und mit „Antikörpern“, die irrtümlicherweise Nervenzellen attackieren. „Angesichts der COVID-19-Pandemie lag es jedoch auf der Hand, unsere Ressourcen auch anderweitig zu nutzen“, sagt Prof. Dr. med. Harald Prüß (Charité Berlin).

Für das aktuelle Vorhaben profitierten die Forschenden von einem Förderprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft, dem „BaoBab Innovation Lab“. In dessen Rahmen entwickeln und verfeinern sie Technologien zur Charakterisierung und Herstellung von Antikörpern, die sie nun anwenden. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unserem Industriepartner die Voraussetzungen zu schaffen, um die von uns identifizierten Antikörper am effektivsten in großen Mengen herzustellen“, so Prof. Prüß. „Der nun folgende Schritt sind klinische Studien, also die Erprobung am Menschen. Die Planungen dafür haben schon begonnen“ .

„Passive“ Immunisierung mit Antikörpern? Vielleicht auch eine Zukunfts-Option?

Isolation, Selektion und Wirksamkeitstestung von Antikörpern für die Entwicklung einer passiven Immunisierung. Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern hat eine lange Geschichte...
„Drei der bisher identifizierten Antikörper sind für eine klinische Entwicklung besonders vielversprechend“, sagt Prof. Dr. Harald Prüß, Forschungsgruppenleiter am DZNE und Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité. „Anhand dieser Antikörper haben wir nun begonnen, eine passive Impfung gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln.“ Das geht nur in Kooperation mit einem Partner aus der Industrie. Deshalb arbeiten die Forschenden mit dem Unternehmen „Miltenyi Biotec“ zusammen. Anm.: Miltenyi Biotec ist ein global agierendes Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen mit deutschem Hauptsitz in Bergisch Gladbach. (Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (Quelle: ntv.de, jaz/AFP)


Ist manch monoklonaler
Antikörper doch wirksam gegen Corona-Mutanten?

NEU: Der RONAPREVE (Regdanvimab) Antikörper… sei wirksam gegen die derzeit kursierenden „Mutanten“: Er ist ein künstlich entworfener monoklonaler Antikörper, der sich gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 richtet.

  • DIE EMA-Empfehlung: RONAPREVE (Regdanvimab) bei COVID-19 Erkrankten

25.05.2021: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat seine – zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 – Überprüfung des monoklonalen Antikörpers Regdanvimab abgeschlossen, die gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 gerichtet sind. Er kam zu dem Schluss, dass Regdanvimab zur Behandlung von bestätigtem COVID-19 bei Patienten angewendet werden kann, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf besteht.
Quelle: Gelbe Liste – 30.05.2021)


Ist die Gabe von „zwei“ verschiedenen Antikörpern doch sinnvoller ist als eine Monotherapie?
Es gebe viel Rückenwind für Antikörpercocktails:

Der Hersteller „Celltrion“ erklärt außerdem, dass eine „Cocktailtherapie“ aus RONAPREVE (Regdanvimab) und einem anderen monoklonalen Antikörperkandidaten eine bessere neutralisierende Wirkung gegen die britische Variante ALPHA (B.1.1.7) und die südafrikanische Variante BETA (B.1.351) zeige.

16.02.2021 Die Firma *Celltrion hat diesen neueren therapeutischen „monoklonalen Antikörper“ zur Behandlung von SARS-CoV-2-Infizierten entwickelt. Der RONAPREVE (Regdanvimab – Antikörper) soll auch bei der englischen ALPHA (B.1.1.7) Virusvariante wirksam sein, sowie in Kombination mit anderen neutralisierenden Antikörpern, auch bei der Südafrika-Variante BETA (B.1.351). Zugelassen ist er bereits in Südkorea. Die EU soll bald folgen.
Celltrion »verhandle« nach eigener Aussage derzeit mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) über eine bedingte Marktzulassung in der EU. Anm.: *Celltrion ist ein bekanntes biopharmazeutisches Unternehmen in Südkorea.

Wie die Firma mitteilt, sei die Notfallanwendung  in „Südkorea“ bereits nun möglich bei erwachsenen Patienten mit noch leichten Covid-19-Symptomen, die mindestens 60 Jahre alt sind oder mindestens eine Grunderkrankung (kardiovaskuläre Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck) aufweisen.

MONOKLONALER ANTIKÖRPER: Das Arzneimittel liegt als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung vor und muss vor der Anwendung mit 0,9%iger Natriumchloridlösung verdünnt werden. Die Applikation erfolgt als intravenöse Infusion durch medizinisches Fachpersonal. RONAPREVE (Regdanvimab) wird einmalig in einer Dosierung von 40 mg/kg Körpergewicht über 90 Minuten infundiert. Die Behandlung sollte so früh wie möglich nach der COVID-19-Diagnose und nicht später als sieben Tagen nach dem Auftreten der Symptome erfolgen. (Quellen: Gelbe Liste – 30.03.2021)


  • Wie die „Konkurrenten“ (Trump-Medikation)Casirivimab“ und Imdevimab (REGN-COV2) von Roche und Regeneron und Etesivimab von Lilly richte sich auch das südkoreanische Medikament RONAPREVE Regdanvimab ebenfalls gegen die Rezeptor-Binde-Domäne des Spike-Proteins von SARS-CoV-2.
  • Erste Tests hätten ergeben, dass RONAPREVE (Regdanvimab) auch gegen Mutanten des Virus wirksam sei – die NICHT resistent seien.
  • Auch habe – wie bereits oben erwähnt – eine Kombinationstherapie – wie oben erwähnt – aus Regdanvimab und einem weiteren monoklonalen Antikörperkandidaten eine gute Wirkung gegen die britische Variante B.1.1.7 sowie auch gegen die südafrikanische Variante B.1.351 gezeigt.
  • Möglicherweise wird sich also auch hier zeigen, dass die Gabe von „zwei“ verschiedenen Antikörpern sinnvoller ist als eine Monotherapie. (Bericht: XING-news.com)

»Eine Behandlung mit dem Antikörperkandidaten wäre innerhalb von drei bis fünf Tagen nach dem Viruspositiv-Test am sinnvollsten«, sagt Studienleiter Dr. Adrian Streinu-Cercel, Professor für Infektionskrankheiten an der Medizinischen und Pharmazeutischen Universität Carol Davila in Bukarest (Rumänien).


Immunität?

08.03.2021: Nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion entwickeln die meisten Patienten oft in der zweiten Woche nach Symptombeginn spezifische Antikörper, die gegen das N-(Nucleoprotein) oder S-Protein (Spikeprotein) gerichtet sind. Aktuell ist noch unklar, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) deuten jedoch Erfahrungen mit anderen Coronaviren-Infektionen (SARS und MERS) darauf hin, dass die Immunität evtl. bis zu drei Jahre anhalten könnte...wenn keine neueren Flucht-Mutanten auftauchen… Dazu später mehr. (Quelle: Gelbe Liste- Pharm-Index)

NEUE ANTIKÖRPER: Auch „Astrazeneca“ habe nun ein neues Ass im Ärmel“ …

Neuere Entwicklung nun von „Antikörper-Präparaten“:

August 2021: Klinischen Tests zufolge soll ein Antikörper-Medikament das Risiko einer Corona-Erkrankung bei noch nicht Infizierten um 77 Prozent reduziert haben. Mit ihrem neuen Antikörper-Produkt-Präparat „AZD 7442– das sie gemeinsam mit der britischen Firma: „National Health Trust“ (NHS = britischer Gesundheitsdienst) des University College London Hospitals (UCHL) entwickelt hat – wären diese neueren „Antikörper-Präparate“ eine wertvolle Ergänzung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Es sei eine Mischung „zweier“ Antikörper, die aus dem Blutserum genesener Covid-19-Patienten gewonnen und im Labor aufbereitet und optimiert wurden. Studienzentren seien derzeit noch in den USA und britische Krankenhäuser hier federführend beteiligt.

Das Mittel wäre also als schneller Schutz für die Menschen interessant, die dem Virus schutzlos ausgesetzt seien, sozusagen also eine Art Notfallpräparat etwas für Bewohner, Mitarbeiter in Pflegeheimen oder Krankenhäuser, aber auch chronisch kranke, immungeschwächte oder Großeltern, die in Haushalten leben, in denen sich ein Familienmitglied infiziert habe, könnten so mit diesem Antikörpermix vor einer Erkrankung oder einem schlimmen Verlauf bewahrt werden. Der weitere große Vorteil sei, dass der Patient auch schon sofort geschützt sei! Noch ist nicht alles letztendlich geklärt und bedarf noch der weiteren Forschung.

Auch an deutschen Forschungsprojekten beschäftigen sich Molekularbiologen und andere Wissenschaftler mit diesen Antikörpertherapien. Schon seit längerem. Z.B. haben Wissenschaftler an der Technischen Uni Braunschweig und an der Charité Berlin (Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schon hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus aus dem Blut „Genesender“ isoliert und im Labor nachgebildet… die Forschung ist hier jedoch noch in vollem Gange.

„Die Werkzeugkiste im Kampf gegen das Virus ist noch lange nicht leer…“  schrieb hierzu die Rheinische-Post ihren Bericht bereits am 14.02.2021…

29. Juni 2021: EU-Kommission nennt fünf neuere vielversprechende „Corona-Medikamente“ (Antikörper):

Brüssel – Die EU-Kommission hat fünf Medikamente vorgestellt, mit denen bald COVID-19-Erkrankungen behandelt werden könnten. Die Kandidaten seien bereits weit in der Entwicklung und könnten schon im Oktober zugelassen werden, teilte die Brüsseler Behörde heute mit. Bei der Europäischen Arzneimittel­behörde EMA laufen derzeit entsprechende Verfahren für die Medikamente.
Vier der Mittel enthalten sogenannte monoklonale Antikörper. Diese werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen.

Jens Spahn bestellte Antikörper-Präparate schon im Januar 2021:

200.000 Dosen der Trumpschen Antikörper-Präparate im Wert von rund 400 Millionen Euro hatte Jens Spahn bereits Ende Januar 2021 bestellt. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um Bamlavinimab von Eli Lilly und um Casirivimab/Imdevimab (REGN-COV2) von Regeneron Pharmaceuticals.

Vor allem Risikopatienten sollen von den Präparaten in der Frühphase der Erkrankung profitieren, um sie vor einem schweren Verlauf zu schützen.


Dexamethason – Standard bei schwerem Covid-19 auf Intensiv-Stationen:

Wirksamkeit: Die Recovery-Studie der britischen Universität Oxford, die unterschiedliche Therapieoptionen bei Corona-Patientinnen und -Patienten untersucht, hatte im Juni 2021 die Wirksamkeit von Dexamethason analysiert. Dabei zeigte sich, dass das Arzneimittel die Corona-Sterblichkeit senken kann. Das Mittel kommt in der Klinik erst vergleichsweise spät zum Einsatz, wenn jemand schon schwer an Covid-19 erkrankt ist und auf der Intensivstation behandelt wird.

Anm: Bei Dexamethason handelt es sich nicht um ein gegen das Coronavirus entwickeltes Medikament. Es ist bereits seit mehreren Jahren in Europa erhältlich – etwa zur Behandlung von Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Dexamethason wird vorrangig als Entzündungshemmer eingesetzt.


Die Gabe von hochdosierten Antikörpern (hier in Form z.B. von Rekonvaleszentenplasma) innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn reduziere bei älteren COVID-Patienten das relative Risiko eines schweren Verlaufs um ganze 48 Prozent. So die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Rekonvaleszentenplasma im NEJM (=The New England Journal of Medicine ist eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften). 


  • Never give up:
  • Erst wenn Du aufgibst, hast Du wirklich verloren. Doch solange Du Deiner Sache treu bleibst, wirst Du erfolgreich sein. Deshalb gib niemals Deine Träume auf. Gib niemals Dich selbst auf. Bewahre Deinen Glauben – auch an Wunder. Denn solange Du lebst, ist alles möglich… (Songtext von Sia mit Lyrics…)

TOP ODER FLOP? Von Chloroquin bis *Ritonavin – viele Behandlungsansätze gegen COVID-19 werden derzeit vielfach mit Hochdruck getestet, leider bisher bei den meisten Forschungsprojekten noch „ohne“ bewiesenen durchdringenden Erfolg.


Auch Kreuzreaktionen und Rest-Immunitäten können die Effektivität eines Impfstoffs erheblich reduzieren.

EIN BEKANNTES SELTENES PROBLEM...
Immunverstärkende Antikörper (ADE) GEFAHR gegen das eigene Immunsystem?

Es gibt bei einigen Impfungen allerdings auch eine sehr seltene, schon lange bekannte und gefürchtete Nebenwirkung: Es handelt sich um eine Reaktion des Immunsystems, die praktisch „unvorhersehbar“ ganz plötzlich bei einigen Infektionen auftreten kann, aber eben auch hervorgerufen wird durch die (zwar stark abgemilderten), künstlichen Entzündungsprozesse, die eine Impfung nun einmal auslöst.
Noch nicht restlos geklärt ist diese Wirkung von ADE: ADE – zu Deutsch „Immunverstärkende Antikörper“ – Dies ist ein ganz komplexes medizinisches Geschehen.
ADE könnten die Immunantwort so extrem verändern, sodass es zu einer verstärkten Entzündung, Lymphopenie oder einem sog. Zytokinsturm kommt. Immunverstärkende Antikörper „könnten“ bei „wiederholtem“ echten Viruskontakt von unserem Immunsystem selbst gebildet werden.
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Der kanadische Forscher für Biowissenschaften, Jason *Tetro, gab in seiner Publikation den Anstoß für die öffentliche Diskussion über ADE bei SARS-CoV-2. Er stellte die „Hypothese“ auf, dass die schweren Verläufe bei Menschen auftreten könnten, die bereits ein „wiederholtes“ Mal mit dem Virus infiziert sind.
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Die erste Infektion könnte hingegen auch „unentdeckt“ geblieben sein, da sich keine oder nur sehr milde Symptome zeigten. Es gibt aber noch bisher – vielleicht wegen der noch zu kurzen Zeitdauer – keinerlei Anzeichen dafür, dass dieser ADE-Effekt auch wirklich häufig bei einer natürlichen Infektion mit Sars-CoV-2 auftritt – bei Sars und Mers allerdings beobachtete man bereits (damals) schon mehrfach dieses gefährliche Phänomen bei „natürlichen“ Infektionen.

Anm.: Jason *Tetro ist ein US-amerikanischer Mikrobiologe mit über 25 Jahren Erfahrung in der Forschung, Er schreibt für „The Huffington Post Canada“, „Popular Science“ und andere nationale und internationale Medien. Sein wissenschaftlicher Bestseller ist aktueller denn je: „The Germ Code“. = der „Keim-Code“: Seit Beginn der Menschheit haben uns Keime krank gemacht. Ob es sich bei der Krankheit um eine Erkältung, Grippe, Diabetes oder bestimmte Krebsarten handelt, die wahrscheinliche Ursache sind Keime. Unsere alten Feinde haben vier Familien – Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen – und viele Namen: Ebola, E. coli, Salmonellen, Norovirus, Gonorrhoe. . .und nun Corona… Menschen sind in einen „Krieg gegen Keime“ verwickelt… (Erhältlich im Buchhandel)


Historisches

Selbst als die Eskalation des Coronavirus in den USA – in der Golfregion – auf dem Weg zur Stabilität zu sein schien, haben die Vereinigten Staaten nun doch im Februar 2021 einen weiteren, traurigen Meilenstein überschritten: Nachweislich seien 512.000 Todesfälle – durch Corona zu beklagen, berichtete die Johns Hopkins University – fast 1 von 800 Amerikanern. (www.newssplinter.com).


Kleiner Ausflug in die Immunologie?

Unsere Killerzellen: Die primäre T-Zell-Antwort (einfach erklärt) auf im Blut zirkulierende Antigene wird ganz wesentlich im Knochenmark geprägt.

Unsere T-Lymphozyten können Tumorzellen, fremde Zellen oder virusinfizierte Zellen – in einem gesunden Immunsystem – gezielt abtöten. So entwickeln sich naive T-Zellen zu aktiven Killerzellen (zytotoxische Zellen) oder sog. Gedächtniszellen. Die T-Zell-Immunität bleibt derzeit weiterhin robust:
Eine Anfang des Monats auf dem Preprint-Server „bioRxiv“ veröffentlichte Studie liefert erste Erkenntnisse zur T-Zell-immunität, die Hoffnung machen.

25.03.2021:„Es ist schon mehrfach gezeigt worden dass die Antikörperantwort bei den Corona-Varianten nicht mehr so gut ist, die T-Zell-Antwort scheint aber nach wie vor robust zu sein“, schreibt der Biochemiker Dr. Emanuel Wyler auf Twitter. Der Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin fasst die Ergebnisse in seinem Thread zusammen. „Das könnte eine Erklärung sein, warum die Impfstoffe auch bei den Varianten immer noch wirken, bzw. vor allem schwere Krankheitsverläufe, durch die nach wie vor funktionierende T-Zell-Antwort, verhindern.“ Derzeit wird bereits zu Impfstoffen der nächsten Generation geforscht. Sie sollen T-Zellen effektiver stimulieren können. Ein anderes Team der Biotechnologie-Firma Gritstone Oncology aus Emeryville, Kalifornien, soll bereits an einem experimentellen Impfstoff arbeiten, der zusätzlich den genetischen Code für Fragmente mehrerer Coronavirus-Proteine enthält, von denen bekannt ist, dass sie T-Zell-Antworten auslösen. Die klinischen Versuche hierzu haben bereits im ersten Quartal 2021 begonnen.


MUTANTEN-VARIANTEN…

VIRUS-VARIANTEN VERÄNDERN SICH STÄNDIG SELBST – DURCH IMMER WIEDER NEUERE MUTATIONEN… wie alles begann:

Zum Jahresanfang 2021 bereiteten vier neue Coronavirus-Varianten den Experten Sorge: Sie schienen noch ansteckender zu sein als der ursprüngliche Wildtyp von Sars-CoV-2. Interessant ist, dass sich diese Veränderung unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen des Erdballs entwickelt und durchgesetzt hat. Experten sprechen von einer konvergenten Mutation.

Folgende drei „Variants of Concern“ standen schon früh unter genauer Beobachtung:

  • Die ALPHA B.1.1.7-Linie hatte sich schon früh ausgehend von Großbritannien (mit der Mutation: N501Y und E484K)verbreitet.
  • Die BETA B.1.351-Linie war ausgehend von Südafrika nach APLPHA länger aktiv.
  • Die GAMMA P.1 – Linie verbreitete sich ausgehend von Brasilien.
  • Die KAPPA B.1.617 – Linie verbreitete sich ausgehend von Indien (NEU ab April 2021)

Eine recht detaillierte Darstellung einzelner Mutanten (farblich differenziert und ständig aktualisiert) folgt in dem separaten Blog-Artikel (4.3 – Mutanten-Varianten) im Anhang unten (zum Anklicken) oder oben auf der Leiste (Scrollen).


Experten machten schon früh Mut: Corona-Impfstoffe können recht schnell an Mutationen angepasst werden…

SARS-CoV-2 verändert sich wohl immer wieder, aber Experten machten Mut: Die schon verfügbaren COVID-19-Impfstoffe können relativ schnell auf neue Coronavirus-Mutanten umgestellt werden. Auch die Zulassung für solche Varianten-Vakzinen sei einfach zu gestalten. 
Siehe link: https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/SARS-CoV-2-Varianten-Die-Impfstoffentwicklung-haelt-Schritt-417369.html

BioNTech

WICHTIG: Erste Entwarnung gab eine Studie diesbezüglich bereits Anfang Januar 2021: Das Immunsystem von Menschen, die mit „BioNTechs BNT162b2-Impfstoff“ geimpft wurden, ist dazu derzeit noch sicher in der Lage, ein von Forschern entwickeltes Pseudovirus mit einer der relevanten „Punktmutationen“ im Spike-Protein (N501Y.V2) zu neutralisieren. (!) Diese Mutation soll für eine gesteigerte Infektiosität des Virus verantwortlich sein. Immunschutz gibt es hier auch (noch) derzeit gegen die Variante B.1.1.7. Die Forscher (um Muik et al.) schließen daraus, dass der durch den BNT162b2 Impfstoff vermittelte Immunschutz „vermutlich“ auch bei der neuen B.1.1.7-Linie derzeit noch wirksam ist.

Molekulare Surveillance in Deutschland

Die Surveillance wird aktuell weiter ausgebaut: Zirkulierende SARS-CoV-2-Viren werden in Deutschland zunehmend auf der Ebene der Genombestimmung molekularbiologisch überwacht und mit Hochdruck untersucht.

QUELLEN:
WHO und Robert-Koch-Institut (RKI)

Weitere Informationen und Empfehlungen des RKI zu besorgniserregenden Varianten finden sie dort ausführlicher.


Die Forscher sind am meisten besorgt über die mittlerweile nun schon ACHT (8!) dieser ersten B.1.1.7– Mutationen, welche die Form des Coronavirus (vor allem die „Spikes“) verändern, die das Virus verwendet, um sich an Zellen zu binden, um möglichst schnell hinein in die Zellen zu kommen.

WICHTIG! Unser Umgang untereinander:

Das Potenzial für Virusmutationen steigt mit der Häufigkeit von Infektionen bei Menschen und Tieren. Daher ist die Verringerung der Übertragung von SARS-CoV-2 durch Verwendung etablierter Methoden zur Krankheitsbekämpfung ein kritischer Aspekt der „globalen“ Strategie zur Verringerung des Auftretens von Mutationen, die negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben.

Passen Sie gut auf sich auf… der Umgang untereinander ist entscheidend…

Auch die Politik ist gefragt: Die Aktivitäten zur Kommunikation und zum Engagement im eigenen Umfeld – der Stadt oder der Gemeinde – müssten derzeit erweitert werden, um der Öffentlichkeit die Auswirkungen von SARS-CoV-2-Varianten auf die öffentliche Gesundheit nochmals zu erläutern… und die Bedeutung fortlaufender vorbeugender Maßnahmen zur Verringerung der Übertragung wie das Tragen von Gesichtsbedeckungen, das Üben von Händehygiene und Hustenetikette (sowie das sich streng daran Halten) zu betonen: Physische Entfernung, gute Belüftung und totale Vermeidung überfüllter Orte.


NEU – Kassenleistung:
Neue SARS-CoV-2-Varianten-Labortestung bei positivem PCR-Test nun möglich…

18. Februar 2021: Corona-Virus- Mutationen – Eine labormedizinische Mutanten – Abklärung bei positivem PCR-Test ist jetzt möglich: Das Bundesgesundheitsministerium hat die Coronavirus-Testverordnung zum 16. Januar 2021 und erneut zum 25. Januar 2021 angepasst. Das sind die wesentlichen Neuerungen und Klarstellungen:

Bei einem positiven PCR-Test besteht „Anspruch“ auf eine variantenspezifische PCR-Testung, um eine Virusvariante frühzeitig zu erkennen und zu erfassen.
Anspruchsberechtigt sind alle Personen mit einem positivem PCR-Testergebnis – auch symptomatische Patienten, die im Rahmen der Krankenbehandlung getestet wurden. Ziel war es, die sich hier damals ausbreitenden „SARS-CoV-2-Varianten“: ALPHA B.1.1.7,  BETA B.1.351 und B1.1.28 (Japan) schnellstens zu erkennen.


RÜCKBLICK:

05.03.2021: Die Analyse der Genomsequenzdaten zeigte, dass die Variante ALPHA (B.1.1.7) bereits schon sehr früh die zweithäufigste in Deutschland detektierte Variante von SARS-CoV-2 war, berichtete das RKI.

Impfstoffprobleme durch Virusmutation?

Während die Corona-Impfstoffe offenbar bei der frühen ALPHA (B.1.1.7) -Variante weiterhin damals wirksam waren, zeigte sich bei der neuen mutierten Version ein anderes Bild: Erste Labor-Untersuchungen hatten ergeben, dass Antikörper aus dem Blut von Menschen, die mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin geimpft wurden, diese neue Variante mit der zusätzlichen E484K-Mutation weniger gut neutralisieren konnten. Das war auch schon bei Experimenten mit der damaligen südafrikanischen Variante festgestellt worden.

Die neue Mutation (E484K) sorgte in den „Forschungsobjekten“ auch für Probleme bei den beiden Moderna– und BionTechImpfstoffen:

Chinesische Forscher (Wang et al.) hatten keine guten Neuigkeiten über die Wirksamkeit der Impfung bei anderen Mutationen (Varianten) zu berichten. Sie untersuchten die Immunantworten auf verschiedene Pseudoviren von 20 Probanden, die entweder den Moderna (mRNA-1273)- oder den BioNTech (BNT162b2)-Impfstoff erhalten haben. Eine relevante Mutation war dabei unter anderem die E484K-Mutation. Das ist – wie gesagt – eine der Hauptmutationen der „südafrikanischen“ Virus-Mutations-Varianten BETA (1.3.5.1) Auch hier gab es schon erste Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim neuen Impfstoff erwarten ließen.

Was Wissenschaftler hier deutlich beunruhigte- ist, dass die neueste Mutation (E484K) eine gefährliche *Immun-Evasion des Virus (Fluchtmutante) und auch „Reinfektionen“ zu ermöglichen scheint. Untersuchungen haben gezeigt, dass „Antikörper“, die normalerweise gegen andere Corona-Virus-Varianten gebildet wurden, gegen diese E484KMutation weniger wirksam sind.

Anm.: Als *Immun-Evasion (von lateinisch evadere „entkommen, entrinnen“) bezeichnet man einen Vorgang, bei dem pathogene Keime – wie VIREN – mithilfe von Mutation oder spezifischen Mechanismen „einer Abwehr durch das Immunsystem entgehen“ also „unsichtbar“ werden können. (Quelle: Doc-Check-News – 20.01.2021)


  • Dass die Schutzwirkung der neuen Impfstoffe vor moderaten bis schweren Verläufen bei Probanden in Südafrika nur bei 57 Prozent lag, zeigte in jedem Fall, wie „robust“ und gefährlich die damalige südafrikanische Mutante BETA (B.1.351) im Vergleich zu der ursprünglichen Mutante von SARS-CoV-2 („D614G-Mutation“) war.
  • Das hatte auch die damalige Novavax-Studie deutlich gezeigt. Dennoch kann der Impfstoff auch in Südafrika vor schweren Verläufen schützen und Todesfälle vermeiden.
  • Bei den mRNA-Impfstoffen ist das bislang noch nicht ganz so eindeutig. Zwar haben sowohl Moderna als auch BioNTech neutralisierende Aktivität gegen die Südafrika-Variante nachgewiesen. Reale Daten aus einer randomisierten Studie gibt es aber bisher hier nur für die neuen, sich noch nicht auf dem Markt befindlichen Impfstoffe von „Novavax“ und „Johnson & Johnson“ (J&J).

MODERNA…neuerer Booster Impfstoff geplant

26.02.2021: Univadis  from medScape: So hatte Moderna die Herstellung einer Version seines Impfstoffs schon früh abgeschlossen, die eine Infektion durch die damalige Virus-Variante BETA (B.1.351) verhinderte, eine Variante, die erstmals in Südafrika identifiziert wurde. Das Unternehmen schickte – eigenen Angaben zufolge – Dosen dieses mRNA-1273.351-Booster-Impfstoffs an die National Institutes of Health zur Evaluierung in einer klinischen Studie.

Immer neuere Impfstoff-Optimierungen laufen auch bei anderen Herstellern

  • AstraZeneca und die University of Oxford hatten ihren Impfstoff damals ebenfalls so optimiert, dass er auf aktuelle Virusvarianten mit Mutationen abzielte, die der südafrikanischen Version mit dem Namen BETA (B.1.351) ähneln. Im Herbst 2021 war es dann aber erst soweit...

„Es werden enorme Anstrengungen unternommen, um eine neuere Generation von Impfstoffen zu entwickeln, mit denen der Schutz auf neuere Varianten als „Booster Jabs“ umgeleitet werden kann, wenn sich herausstellt, dass dies erforderlich ist“ , sagte Sarah Gilbert , Ph.D., aus Oxford. Der Impfstoff war bisher deutlich weniger wirksam durch die frühe Variante BETA (B.1.351). (Quelle: FIERCE pharma)


  • So bemerkten Forscher erst bei der südafrikanischen BETA (B.1.351) und brasilianischen Variante (P.1) (eben den veränderten Greifarmen) diese weitere Mutation im Erbgut, genannt E484K. Sie scheint der Knackpunkt bei der Immunabwehr zu sein. ForscherInnen schätzten, dass sich die Ansteckungsgefahr nun bereits um 50 bis 75 Prozent erhöht hat.
  • So zeigt Untersuchungen, dass die Mutation E484K dem Virus helfen könnte, den schützenden Effekten von bereits gebildeten Antikörpern gegen SARS-CoV-2 teilweise zu entgehen: Das nennt man – wie oben erwähnt – „Immun-Escape-Mutation“ (Flucht-Mutation).
  • NOCH im Februar 2021 sah es danach aus, als ob die neuen langen Lockdown-Wochen zum Jahresanfang sich gelohnt hätten: Der R-Wert lag zuletzt bei etwa 0,9. Zehn Infizierte steckten also im Durchschnitt nur neun andere an, die Fallzahlen sanken. Ist die Ansteckungsgefahr der Mutante allerdings wirklich um 35 Prozent höher, dann bedeutet das auch, dass ihr R-Wert höher ist.

Wie war das noch Anfang des neuen Jahres 2021?
März 2021: Das RKI schätzte damals die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als sehr hoch ein:

Und es kam wie es kommen musste:

  • Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) stiegen im März 2021 die Fallzahlen in Deutschland wieder weiter extrem stark an (18.03.2021) Auch die Sieben-Tage-Inzidenz stieg schon damals weiter deutlich.

Mitte März 2021: Der R-Wert lag über der kritischen Schwelle von eins – was durchaus – durch die Mutationen – erklärbar war, dann würde wohl das exponentielle Wachstum von vorne beginnen und eine neue Infektionswelle anschwellen. Und es kam – wie es kommen musste… Wie gut der damals verlängerte Lockdown ausreichte, um auch die Ansteckungen mit der damaligen englischen Variante ALPHA (B.1.1.7) & Co. zu bremsen, war erst noch völlig unklar…. hat sich aber Ende Mai 2021 als doch positiv erwiesen…


KI sagt in Zukunft Mutationen „voraussichtlich“ VORAUS…?

ACH JA… Die Zukunftsmusik: Mutationen von Viren voraussagen lassen – und zwar mit künstlicher Intelligenz (KI): Offenbar funktioniert das aber schon ganz gut. Eine KI, die normalerweise Sprache analysiert, scheint dafür bestens geeignet zu sein. Wen es interessiert, findet hier Wissenswertes u. a. bei:
https://healthcare-in-europe.com/de/adv_search/index.html?term=Infektion


Prädiktoren – COVID-19:
Neuer klinischer „Score“ sollte schon damals auch frühzeitig den Krankheitsverlauf voraussagen können:

15. Januar 2021: Damit COVID-19-Patienten mit voraussichtlich „mildem“ Verlauf früher aus dem Krankenhaus entlassen werden können, hatten Wissenschaftler ein mathematisches Modell entwickelt: Es benötigte ausschließlich Routinedaten und keine aufwendige Zusatzdiagnostik, heißt es in der Vorveröffentlichung der MedUni Wien

  • LABOR-BESTIMMUNG: Das Modell könne anhand des Verlaufs von 3 Laborwertendem C-reaktiven Protein (CRP), dem Kreatinin und der Thrombozytenzahl im Blut – in Kombination mit dem Patientenalter und der Körper­temperatur am Aufnahmetag (über oder unter 38°C) „günstigere Krankheitsverläufe von hospitalisierten COVID-19-Patienten mit hoher Treffsicherheit prognostizieren“, schrieben die Autoren. (DOI: 10.1101/2020.12.20.20248563v1).
  • Als Prädiktoren des klinischen Verlaufs wurden ausschließlich die Laborwerte untersucht, die in Österreich wie auch Deutschland innerhalb der ersten vier Krankenhaustage als Routine-Infektionsdiagnostik erfasst werden.

Anm.: Studien-Erstautor Stefan Heber vom Institut für Physiologie am Zentrum für Physiologie und Pharma­kologie der MedUni Wien konnte bereits die Routinelabordaten von 363 COVID-19-Überlebenden und 78 mit COVID-19 verstorbenen Krankenhauspatienten aus 3 österreichischen Kliniken in seine Analyse einbeziehen. Ihre SARS-CoV-2-Infektionen waren zuvor per PCR-Test gesichert worden. (Quelle: www. aerzteblatt.de)


NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…

Warten auf Evidenz: Ein Update zur weltweiten Forschung an COVID-19-Therapeutika…

Auch wenn die Entwicklung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus mit bisher noch nie gekannter Geschwindigkeit vorangeht, richten sich doch die Hoffnungen darauf, dass es auch gelingt, schnell neuere Medikamente zur Behandlung bereits Infizierter zu finden. Im Fokus stehen da insbesondere Arzneimittel, die schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. Denn diese umzufunktionieren kann wesentlich schneller gelingen als eine grundständige Neuentwicklung. – die oft Jahre beansprucht…

  • Die weltweite Forschungstätigkeit ist immens und wird immer unübersichtlicher. Dieser Beitrag wirft einige Schlaglichter auf den aktuellen Stand der Entwicklung von COVID-19-Therapeutika. 
  • (EINE DER BESTEN: Quellen-Angaben nachzulesen bei: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19.)


Bin ich nun bei Covid-19 schwer krank?

Corona – Frühphase: Wichtige Symptome…

  • In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 bisher mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen.

Nein, nicht jeder mit einem positiven Test wird zwangsläufig krank! Ist jemand infiziert („angesteckt“), bedeutet das zunächst einmal nur: Das Virus hat es geschafft, in den Körper zu gelangen und sich dort zu vermehren.

  • Dauer der Corona-Erkrankung: Es variiert stark von Mensch zu Mensch, wie lange Covid-19 andauert. Wer mild betroffen ist, erholt sich meist innerhalb von zwei Wochen wieder.
  • Schon etwa eine Woche nach der Ansteckung bildet der Körper Abwehrstoffe („Antikörper“), die die Viren mithilfe weiterer Abwehrzellen unschädlich machen.
  • Bei vielen Menschen funktioniert das offenbar so gut, dass sie keine oder nur geringe Symptome bekommen.

Bei mildem Verlauf: Viele Infizierte entwickeln Symptome, die einer schwereren Erkältung oder Grippe ähneln. Dazu zählen etwa Fieber, Husten, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, seltener auch Übelkeit und Durchfall. Auch ein Verlust des Geruch- und Geschmacksinns kann – muss aber nicht – auftreten. Im Mittel dauert es fünf bis sechs Tage, bis (nach der Ansteckung) diese Symptome auftreten.

  • Bei einigen Menschen kommt es schon einen Tag nach der Ansteckung zu Symptomen, bei anderen erst nach zwei Wochen (deshalb wird man bei Verdacht auf Corona auch für zwei Wochen in Quarantäne geschickt).
  • In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen.
  • Ob sich dies durch die – nun für 2022 erwartete – Zunahme an gefährlicheren MUTANTEN ändert, bleibt abzuwarten…

MUTANTEN… aktuell hierzu gibt es hierzu einen gesonderten, sehr informativen Bericht unter: 4.3 Mutanten-Varianten (siehe unten auf der Seite zum Anklicken oder oben in der Blog-Leiste zum Scrollen…)

24.01.2021: Der Berliner Virologe Christian Drosten warnte damals schon sehr früh vor der Verbreitung der ersten britischen Corona-Mutation ALPHA (B.1.1.7): „Das ist leider gefährlicher, als wenn es tödlicher geworden wäre; denn jeder neue Infizierte wird dadurch mehr Menschen anstecken und jeder dieser Menschen wiederum mehr Menschen, sodass die Zahl der Infizierten exponentiell wächst.“

Auch die anderen ersten gefährlichen Nachfolger-Coronavirus-Varianten (Mutanten) wie z.B. die erste 501Y.V2 – auch als BETA (B.1.351) bekannt – wurden in Südafrika – wie nun auch im November 2021 die OMIKRON-Variantezuerst entdeckt. Einige Varianten sind mittlerweile in zahlreichen Ländern zugunsten neuerer Mutanten schon wieder völlig verschwunden.


NEWS: DATEN – weltweit…

Das zugrunde liegende Coronavirus hat sich mittlerweile in mehr als 200 Ländern ausgebreitet. Derzeit werden aus den USA, Indien, Brasilien und Russland die höchsten Fallzahlen gemeldet.

In Europa verzeichnen der Reihenfolge nach: USA-INDIEN-BRASILIEN-UK-RUSSIA-TÜRKEI-FRANCE- Deutschland (derzeit Platz 8) die meisten Corona-Infektionen.

  • 02.01.2022:
  • SARS-CoV-2 Infektionen/-Todesfälle:
  • Deutschland: Aktuell sind bei uns (nach über 1,5 Jahren) mehr als 7 Millionen Corona-Erkrankungen bestätigt und über 112-tausend Todesfälle (in Verbindung mit oder an dem Virus) registriert.
  • Die aktuellen Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) liegen bei 222,7 . Über 71,8% aller Menschen in Deutschland sind bereits vollständig geimpft.

27..12.2021: USA: Über 53 Millionen bestätigte Infektionen (EK) gibt es aktuell in dem Land (mit knapp 330 Millionen Einwohnern). In absoluten Zahlen gemessen, gibt es hier die meisten Corona-Infektionsfälle „weltweit“ (ohne die sicher vorhandenen Dunkelziffern) und fast 840.000 Todesfälle im Zusammenhang mit oder an dem Corona-Virus…
Weltweit finden sich derzeit insgesamt über 280 Millionen Corona-Erkrankungen (wie gesagt mit hoher Dunkelziffer) und über 5,5 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.


Genaue, ständig aktualisierte Daten täglich nachzulesen im folgenden LINK
https://www.worldometers.info/coronavirus/


Professor Jochen Maas ist Chef der Forschung des Pharmakonzerns Sanofi in Deutschland:
„Boostern hilft – aber Deutschland hat sich viel zu spät dazu entschlossen“…

Trotz allem sind wir doch in einer deutlich komfortableren Situation als im vergangenen Jahr 2020. Corona, vor allem schwere Verläufe, sind vor allem zu einem deutlichen Problem derjenigen geworden, die nicht geimpft sind. (XING)


EMA untersucht Paxlovid    

19.11.2021: Die EMA gab zugleich bekannt, dass sie mit der Prüfung des ebenfalls in Tablettenform zu verabreichenden Corona-Medikaments Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer begonnen hat. Nach Angaben des Unternehmens von Anfang November verhindert die Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Pfizer erklärte, eine Zwischenanalyse von Testergebnissen zeige, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Corona-Patienten um 89 Prozent senke.

ANTIKÖRPER-COCKTAILS – z.B. PAXLOVID – die neue Pille… stoppt die Virus-Vermehrung… nicht nur für leichte Fälle:

Impfen ist das eine, eine Behandlung von „schwerst erkrankten Corona-Patienten“ ist das andere. Warum sind wir da nicht schon deutlich weiter?

  • Prof. Jochen Maas: Wir sind weiter. Und zwar deutlich. Die Behandlung auch bei schwerst Erkrankten schlägt an. Es gibt inzwischen einen sehr guten Antikörper-Cocktail, der gegen einen schweren Verlauf hilft, wenn man ihn am besten natürlich ganz am Anfang der Krankheit bekommt.
  • Mt Paxlovid gibt es nun auch Medikamente, die als Tabletten eingenommen werden können.
  • Den Publikationen ist zu entnehmen, dass z.B. Paxlovid, das im Rahmen einer Notfallzulassung in den USA bereits auf dem Markt ist, die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs nachgewiesenermaßen um 89 Prozent senkt. (XING)
  • (Anm.: Paxlovid ist eine antivirale Pille, die oral eingenommen wird.)
  • Corona-Medikamente: Paxlovid, Molnupiravir und Co.:
  • 17.11.2021 — Zugelassen wurde das Medikament PAXLOVID für Menschen, die mindestens einen Risikofaktor für die Entwicklung eines schweren Krankheitsverlaufs aufweisen.
  • Die Pfizer-Pille „Paxlovid“ z.B. schütze vor schwerem Verlauf…Laut einer vom Unternehmen durchgeführten Studie reduziert die Einnahme des Medikaments das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls um 89 Prozent. (Quelle: Focus.de/online)

Medikament Paxlovid® des US-Unternehmens Pfizers: Eingenommen wird das Medikament zweimal täglich drei Tabletten über fünf Tage hinweg. Das Medikament soll mithilfe des Wirkstoffs Nirmatrelvir die Virusvermehrung stoppen. COVID-19-Infizierte ab dem Alter von 12 Jahren können mit dem Arzneimittel behandelt werden, um das Risiko eines schweren Verlaufs zu senken. Offiziell zugelassen ist das Medikament in der EU noch nicht. Doch die europäische Arzneimittelbehörde hatte mitgeteilt, dass das Medikament bei Erwachsenen eingesetzt werden kann, wenn sie mit COVID-19 infiziert sind und keine zusätzliche Sauerstoffbehandlung benötigen.

Die Bundesregierung kaufte eine Millionen Packungen des Medikaments Paxlovid® des US-Unternehmens Pfizers, es wird wohl in Deutschland im Januar 2022 verfügbar sein.


Pfizer: Paxlovid auch gegen Omikron wirksam

Berlin Pfizer hat die endgültigen Daten einer klinischen Studie zu Paxlovid gegen Covid-19 vorgelegt. Derzeit wird das Mittel in den USA und Europa durch die Zulassungsbehörden geprüft. Laut Hersteller ist es nach derzeitigen Erkenntnissen auch gegen die neue Omikron-Variante wirksam.
Das Medikament verringere die Fähigkeit von Sars-CoV-2, sich in den Körperzellen zu vermehren, dadurch wird die Infektion ausgebremst.
„…Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen“, erklärte Mikael Dolsten, Chief Scientific Officer bei Pfizer. Bei den Zulassungsbehörden in den USA und Europa laufen aktuell die Anträge auf eine Notfallzulassung. Die EMA teilte bereits mit, dass sie den Einsatz des Corona-Mittels für Notfälle unterstützt.

(Covid-Medikament in der Prüfung: Cynthia Möthrath, 20.12.2021)


FRÜHE ZULASSUNG VON ANTIKÖRPER-COCKTAILS BEREITS IN JAPAN

20.07.2021: Die japanischen Aufsichtsbehörden hatten „Ronapreve“ = der Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von Roche und Regeneron schon sehr früh die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Covid-19 erteilt.

Ronapreve und Regkirona wurden von der EMA erst Anfang November 2021 bei uns zugelassen.
Enthalten sind also in „Ronapreve“ zwei gegen unterschiedliche Stellen des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 gerichtete monoklonale Antikörper: Casirivimab und Imdevimab.


NEUERE
MONOKLONALE ANTIKÖRPER – z.B. geeignet für Patienten, die keinen Sauerstoff brauchen, bei denen jedoch die Gefahr einer schweren Erkrankung bestehe.

Für das Anfangsstadium:
Monoklonale Antikörper bisher nur wenigen Patienten vorbehalten

  • 09.2021: In Bezug auf die Behandlung von Covid-19 wies der Virologe Drosten schon früh darauf hin, dass es bei schweren Verläufen zwar inzwischen bessere Möglichkeiten gebe.
  • Im Anfangsstadium der Ansteckung jedoch stünden allenfalls monoklonale Antikörper zur Verfügung. Diese relativ teuren, laut Drosten nicht sehr breit verfügbaren Präparate – könnten frisch infizierte Ungeimpfte mit bestimmten Risikofaktoren erhalten. Mit diesen Mitteln soll die Entwicklung eines schweren Krankheitsverlaufs verhindert werden.

Er sehe monoklonale Antikörper eher als vorbehalten an – für die wenigen Patienten, die nicht geimpft werden können oder die nicht auf die Impfung reagieren, schilderte Drosten. Auch eine vorbeugende Anwendung bei hoch gefährdeten Patienten sei denkbar. „Aber das ist alles keine Lösung, die man allgemein empfehlen würde. Und das ist in Konkurrenz zur Impfung einfach immer noch die schlechtere Lösung.“ – so Drosten.


Derzeit verfügbare Monoklonale Antikörper (MAB)

19.11.2021: NEU -Wirkungsweise von Xevudy (Sotrovimab)

GlaxoSmithKline Trading Services Limited:
Sotrovimab auch bekannt als VIR-7831 und GSK4182136) ist ein monoklonaler Antikörper, der gegen COVID-19 wirkt. Ein monoklonaler Antikörper ist ein Protein, das sich an eine ganz bestimmte Struktur (Antigen) bindet.

Sotrovimab ist so konzipiert, dass es sich an das Spike-Protein von SARS-CoV-2 anlagert. Die Bindung an das Spike-Protein vermindert die Fähigkeit des Virus, in die Körperzellen einzudringen. Es wird erwartet, dass dies den Schweregrad der Krankheit und die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthalts bei Patienten mit COVID-19 verringert.

NEU:
Monoklonaler Antikörper Nr. 3 – wie oben schon beschrieben:
17.12.2021: Auch die EMA empfiehlt nun auch aktuell das dritte Antikörper-Präparat Xevudy® bei Covid-19

Ein positives Votum erhielt nun der monoklonale Antikörper Sotrovimab (VIR-7831) zur Behandlung von Covid-19 2. Ärztinnen und Ärzte sollen das Präparat künftig Erwachsenen und Jugendlichen (ab zwölf Jahren und einem Gewicht von mindestens 40 Kilogramm) verordnen, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt. Sotrovimab ist ein Protein des Immunsystems, das sich an das Spike-Protein von SARS -CoV-2 anlagert. Auf Grundlage von Laborstudien ist davon auszugehen, dass Sotrovimab auch gegen andere Varianten (einschließlich Omikron) wirksam ist.

Das Präparat ist der 3. monoklonale Antikörper, der in der EU für die Behandlung von Covid-19 empfohlen wird, und folgt auf die Zulassung von Regkirona® und Ronapreve® im November. Er hat das Spike-Protein von SARS-CoV-2 zum Ziel. (Quelle: coliquio)

Auf Grundlage von Laborstudien ist davon auszugehen, dass Sotrovimab auch gegen andere Varianten (einschließlich Omikron) wirksam ist.

COVID-19: Antikörper „Sotrovimab“ könnte also auch gegen „OMIKRON“ wirksam sein

  • 02.12.2021: San Francisco – Der monoklonale Antikörper Sotrovimab, der bereits in einigen angelsächsischen Ländern (sowie Saudi-Arabien und Japan) zur Behandlung von leichten bis mittelschweren COVID-19-Erkran­kungen zugelassen ist, hat in Labor-Experimenten bisher alle besorgniserregenden Varianten (VOC) neutralisiert.
  • Auch Omikron scheint sich nach Angaben in bioRxiv (2021; DOI: 10.1101/2021.03.09.434607) dem Zu­griff des Antikörpers nicht entziehen zu können.
  • Sotrovimab (VIR-7831) wurde bereits 2003 im Blut eines Patienten gefunden, der eine Infektion mit dem 1. SARS-Virus überlebt hatte. Im letzten Jahr stellte sich heraus, dass VIR-7831 auch SARS-CoV-2 neutralisieren kann.
  • Nach Angaben des Herstellers bindet der Antikörper an einer Stelle, die Coronaviren nicht verändern können, ohne ihre Stabilität zu verlieren. Dies spricht für eine gute Wirksamkeit gegen Virus-­Varianten, was die bisher durchgeführten Laborexperimente auch bestätigten.

Die Wirkung ist umso besser, je früher die Antikörper gegeben werden. Bei der für die Zulassung relevanten Studie COMET-ICE war der Einsatz auf die ersten 5 Tage seit Symptombeginn beschränkt.


EU-Kommission unterschrieb schon im Sommer 2021 Vertrag für weiteres neues COVID-19-Medikament

MONOKLONALE ANTIKÖRPER (MAB):
Es handele sich um die Kombination der beiden monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab zur Behandlung von COVID-Patienten, die keinen Sauerstoff brauchen, bei denen jedoch die Gefahr einer schweren Erkrankung bestehe. Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüfte damals eine Zulassung des Antikörper-Cocktails. 18 EU-Staaten beteiligten sich am gemeinsamen Kauf von 220.000 Behandlungen eines Medikaments mit den neuen monoklonalen Antikörpern, teilte die Brüsseler Behörde gestern mit. Die EU-Kommission hatte bereits weitere Verträge für andere Medikamente abgeschlossen. © dpa/aerzteblatt.de


Bei OMIKRON unwirksam?

Januar 2022: Die Antikörperkombination Casirivimab/Imdevimab zur Behandlung und Prophylaxe von Covid-19 ist bei der sich ausbreitenden Omikron-Virusvariante möglicherweise nicht wirksam. Darauf deuten erste In-vitro-Neutralisationstests des unter dem Markennamen Ronapreve® zugelassenen Arzneimittels hin, wie das Bundesministerium für Gesundheit und das Paul-Ehrlich-Institut mitteilten.


MAB: Monoclonal-Anti-Body – wie oben schon ausführlich erwähnt…
Antikörper – Hoffnungsträger… bereits in sehr früher Erkrankungs-Phase?

Bamblanivimab, Casirivimab, Imdevimab , Regdanvimab…
und wie sie alle heißen…

  • 12.11.201 – NEU ZUGELASSEN: Zwei neue monoklonale Antikörper-Medikamente:
    Die Präparate: Ronapreve (= Casirivimab und Imdevimab) und Regkirona (Regdanvimab)

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat nun den Weg frei gemacht für die Zulassung von zwei neuen Medikamenten gegen Covid-19. Es gehe um die Antikörper-Therapie Ronapreve (des Schweizer Pharmaunternehmens Roche) sowie das Mittel Regkirona (Regdanvimab) des Herstellers Celltrion aus Südkorea. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auch das Medikament REGEN-COV der US-Firma Regeneron und des Schweizer Unternehmen Roche empfohlen. Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Beide Arzneimittel sollen in frühen Stadien der Infektion eingesetzt werden und beruhen auf antiviralen monoklonalen Antikörpern.

  • Folgende Präparate mit monoklonalen Antikörpern gegen SARS-CoV-2 durchlaufen – seit Februar 2021 – bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA ein Rolling-Review-Verfahren:
  • 1. REGN-COV2 von Roche und Regeneron: das Casirivimab und Imdevimab enthält;
  • 2. Bamlanivimab/Etesevimab von Eli Lilly und
  • 3. das Monopräparat: Regkirona (Regdanvimab) von Celltrion. 
  • Auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) stockt das BMG (=Bundesministerium für Gesundheit)  außerdem die Antikörpervorräte der Bundesrepublik derzeit noch einmal auf

11.2021: Das Institut empfiehlt aufgrund eventueller Resistenzen neuer Virus-­Varianten (wie z.B. evtl. Omicron) prioritär früh die Anwendung einer Kombination von Antikörpern. Am stärksten profitierten der Firma REGENERON zufolge früh erkrankten Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hatte. Innerhalb der ersten zehn Tage – nach Infektion – habe es in Studien die besten Ergebnisse gegeben… sagte FDA-Kommissar Stephen M. Hahn (FDA=US-amerikanische Food and Drug Administration). 
Bei dem Präparat von „REGENERON“ mit den beiden monoklonalen Antikörpern Casirivimab und Imdevimab ist dies bereits gegeben.

Zu den Patientengruppen zählen laut der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegenden Stellungnahme – ausschließlich „Pa­tienten“ in einer recht frühen Phase der Erkrankung im leichten oder moderaten Stadium – die mindestens einen Risikofaktor“ für einen schweren Verlauf aufweisen.

  • DAS LABOR: Orientierende Laborparameter für den Einsatz monoklonaler Antikörper seien also der fehlende Nachweis von SARS-CoV-2-„Antikörpern und sehr hohe Virustiter = frühe Phase der Erkrankung…
  • Wenn ein Patient wegen einer COVID-19-Erkrankung in die Klinik schon schwerkrank ankommt, ist er dafür gar nicht mehr geeig­net“, erklärte kürzlich *Leif Erik Sander (Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie). der an der Berliner Charité die Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung leitet.
  • Diejenigen, die wirklich von den Antikörpermedikamenten profitieren würden, sind Sander zufolge „Pa­tienten mit einem Risikoprofil, etwa einem Alter über 70 Jahre, die noch nicht geimpft sind und jetzt in der dritten Welle positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, möglicherweise sogar mit der britischen Vari­ante des Virus“.
  • Das Medikament muss intravenös verabreicht werden...
  • Anm.: *Prof. Dr. Leif Erik Sander (*1977) ist Internist und Lungen-Facharzt und leitet an der Charité Berlin die Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung.

Antikörperlieferung per Rettungsdienst?

Um diese Herausforderung zu bewältigen, liefen derzeit Gespräche mit dem Bundesgesundheitsminis­te­rium, berichtete er. Eine Möglichkeit sei beispielsweise die Gabe über den KV-Dienst oder auch den Rettungsdienst. „Sie könnten die Antikörpermedikamente zu den Patienten nach Hause bringen, sie dort intravenös verabreichen und den Patienten anschließend überwachen“, so der Mediziner Leif Sander… © nec/aerzteblatt.de

Berlin: Charité eröffnet neue Ambulanz für COVID-19-Therapie mit monoklonalen Antikörpern.

Seit 19. April 2021 konnten dort bereits schon COVID-19-Patienten mit den im Januar 2021 vom Bund angeschafften Antikörpermedikamenten behandelt werden.

  • „Wir rechnen mit einer hohen Nachfrage. Versorgt werden in der Ambulanz Menschen im frühen Stadium der Infektion, welche die Therapie wegen Risikofaktoren am allerdringendsten brauchen“, sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor der Charité, Joachim Seybold.
  • Als großes Problem hatte sich nach der Beschaffung der Präparate (im Januar 2021) schnell die Logistik der Behandlung herausgestellt:
  • Die Antikörpermedikamente helfen Patienten vor allem in der Frühphase der Erkrankung, sprich „nur ambulanten Patienten“. Die Medikamente werden aber nur an Krankenhäuser ausgeliefert. Die Infusion dauere eine Stunde, hinzu komme eine einstündige Nachbeobachtungszeit. Ein Logistik-Problem?

Die Berliner Ambulanz löste nun das Logistikproblem:
Die neue Antikörperambulanz auf dem Charité-Campus im Berliner Bezirk Mitte soll die Lücke zwischen ambulanten Patienten und Krankenhaus schließen. Einen Termin für die einmalige Infusionstherapie in der Ambulanz auf dem Campus können nur die behandelnden Haus- oder Fachärzte vereinbaren, nicht Patienten selbst.

Die Charité betonte, dass alle Patienten ausführlich aufgeklärt würden; es handle sich jedoch nicht um eine Arzneimittelstudie. Für den Besuch der Ambulanz unterbrechen die (frisch an Corona erkrankten) Patienten kurz ihre vorgeschriebene häusliche Isolation.
Viele Antikörperpräparate haben in Europa bisher noch keine Zulassung. In frühen Phase der Erkrankung werden die Präparate derzeit einer Reihe von Klinik-Apotheken kostenfrei zur Verfügung gestellt... so Seybold. (Anm.: PD Dr. Joachim Seybold -Stv. Ärztlicher Direktor – Charité – Universitätsmedizin Berlin.)


Antikörper-Cocktails…. eine frühe Hoffnung?

  • NEUE ERKENNTNISSE – COVID-19: Ist man *seropositiv oder seronegativ“?
  • Seropositivität begünstigt deutlich die erneute Antikörperantwort auf mRNA-Impfstoffe: Bei den seropositiven, aber „asymptomatischen“ Patienten, die bereits körpereigene Antikörper gegen das Virus gebildet hatten, hatte die Behandlung mit einem „Antikörpercocktail“ bisher sehr gute Erfolge erzielt:

USA: Die Forschungsgruppe (Institutional Review Board der Universität von North Carolina) untersuchte longitudinale SARS-CoV-2-spezifische Antikörper-Antworten vor und nach der Impfung bei Personen mit und ohne vorherige Infektion.
Die Antikörperantwort auf die erste Impfstoffdosis war bei Personen, die vor der Impfung seropositiv waren, fast „doppelt so hoch“, wie bei Personen, die seronegativ waren, was darauf hindeutet, dass eine „vorherige“ SARS-CoV-2-Infektion eine gute Immunantwort auf die erste Dosis eines Impfstoffs auf mRNA-Basis auslöst.

Erkenntnis: Eine vorausgegangene SARS-CoV-2-Infektion scheint also eine ausreichende Immunantwort auf eine erste mRNA-Impfstoffdosis zu begünstigen. Man hat Antikörper gebildet. Warum das so wichtig ist: Eine einzelne mRNA-Impfstoffdosis könnte bei seropositiven Personen einen schon tatsächlich ausreichenden Erkrankungs-Schutz gegen SARS-CoV-2 bieten.

Anm.: Als *seropositiv bezeichnet man „erkrankte“ Personen, bei denen im LABOR mit Hilfe serologischer Untersuchungsmethoden „ANTIKÖRPER“ schon gegen spezifische „ANTIGENE“ nachweisbar sind – die also schon Kontakt mit dem Virus hatten.

Studiendesign zu RE-INFEKTIONEN?

Es gibt eine Longitudinale Beobachtungs-Kohortenstudie zur Untersuchung der Auswirkung von SARS-CoV-2 auf die Antikörperantwort auf mRNA-basierte Impfstoffe bei medizinischem Personal mit/ohne Nachweis einer vorausgegangenen Infektion.

Es gibt viel häufiger – als man annimmt – sog. Reinfektionen mit deutlich schwererem Verlauf – also nach überstandener Corona-Infektion, die leicht verlief bzw. auch bei unerkannt gebliebenen Infektionen – wie sie gehäuft z.B. in Krankenhäusern gelegentlich auch beim „Personal“ auftreten könnten.


Antikörpergabe (Infusionen) ambulant? Man hörte bisher leider kaum etwas davon…

  • Erst nur 1.300 der 200.000 (!!) eingekauften Antikörper-Dosen kamen bisher gegen COVID-19 zum Einsatz. Jetzt wurde erneut von der Regierung wieder dazu eingekauft. Sind sie ein Hoffnungs-Schimmer in der Früh-Phase?
  • Das Problem mit dem exakt richtigen Verabreichungszeitpunkt soll nun demnächst endlich gelöst werden – durch ambulante Ärzte. Schon im Januar 2021 wurden – wie oben schon erwähnt – bereits drei Antikörper-Medikamente gekauft, jetzt wird mit Etesevimab ein vierter beschafft.
  • Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) stockt seinen Bestand an SARS-CoV-2-Antikörpern auf, die zur Frühtherapie bei COVID-19 in Risikokonstellationen genutzt werden sollen. Das Medikament Etesevimab soll voraussichtlich ab Ende April 2021 nun zur Verfügung stehen, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Ein Grund dafür, warum es bisher schwierig war, diese bereits vorhandenen Antikörper in die Anwendung zu bringen, ist, dass sie bisher fast nur in Krankenhäusern zum Einsatz kommen.
  • De facto sind es aber Frühmedikamente, die möglichst rasch nach Infektion gegeben werden sollten und das ist wohl schiwerig…. Minister Spahn bringt derzeit aber auch eine neue Vergütungsverordnung auf den Weg, die- ganz aktuell – nun die Anwendung dieser (bisher noch nicht definitiv zugelassenen) Arzneimittel nach individueller Nutzen-Risiko-Einschätzung durch den behandelnden, ambulanten Arzt ermöglicht. Bisherige Daten sprechen bei frühem (!!) Einsatz für weniger Krankenhauseinweisungen und eine deutlich geringere Sterblichkeit.

TEST…TEST…TEST…

PCR-Tests bleiben derzeit weiterhin der Goldstandard
bei der Detektion von Sars-CoV-2

Das gilt auch für den Nachweis von „mutierten“ Coronaviren: Bei der mobilen Point-of-Care-Lösung von „Medsan“ können auch Infektionen mit Mutationen weiterhin zuverlässig detektiert werden. Mit dem Ultra-RT-PCR Gerät „BioeXsen“ wird das RdRp-Gen (ORF1ab-Region) detektiert. (www.apotheke-adhoc.de)
Im Gegensatz zum Antigenschnelltest wird hier auch der sogenannte Ct-Wert ermittelt, mithilfe dieses Wertes können Aussagen darüber getätigt werden, wie ansteckend eine Person ist.

Siehe hierzu Ausführlicheres zum Ct-Wert unter: 6. News-Updates (Am Ende dieser Seite den Blog-Artikel anklicken)


Schnelltests sind unwirksam bei Mutanten:

„Schnelltests“ im engeren Sinne sind die Antigen-Tests: Wie bekannt, bleiben diese beim Nachweis der neuen Mutanten (Varianten) tatsächlich völlig unbeeinflusst, da sie nicht das Spike-Protein nachweisen, sondern nur das Nukleokapsid (N) – also das „Nukleo-Protein“, das durch diese Virus-Mutation nicht betroffen ist.

S-Protein und N-Protein beim Spike- Protein:

Die neuen Mutationen treten bislang u.a. in den Haupt-Domänen des S-Proteins auf. Sollte es jedoch auch zu Mutationen im N-Protein kommen, so tangiert dies dann vielleicht doch diese Antigen-Tests und erfordert vielleicht eine vielleicht erneute Evaluation (Erforschung)?
Anm.: Das SARS-CoV-2 wird aus vier Strukturproteinsorten aufgebaut: S (Spike), M (Membrane), E (Envelope) und N (Nucleocapsid).


Mutanten-Test:

  • Bei einem „positiven“ PCR-Test können niedergelassene Ärzte nun auch im Labor direkt eine Untersuchung auf eine „Virusvariante“ veranlassen: Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) wurde vom Bundesge­sundheitsminis­terium (BMG) erneut angepasst.


Der dritte Lockdown ab Sonntag, 28.03.2021

Wie war das noch damals in Deutschland?

In der Corona-Pandemie stieg im März 2021 die bundesweite 7-Tage-Inzidenz weiter und lag damals bei 129,7.
Die Intensivbetten waren erneut so stark ausgelastet wie zu den Spitzenzeiten im Frühjahr 2020. Über 3000 Patienten werden dort behandelt. Es konnten aber weniger Todesfälle verzeichnet werden. (Quelle: FOCUS Online)

Zum Beginn der Osterferien waren – trotz aller Appelle zum Reiseverzicht – Tausende Urlauber sind nach Mallorca geflogen. Der bayerische Ministerpräsident Söder forderte die strikte Umsetzung der Notbremse. 

Forderungen nach einem erneuten Bund-Länder-Treffen sieht er kritisch. „Es braucht nicht ständig immer wieder neuere Gespräche, sondern allein die exakt konsequente Umsetzung der Notbremse“, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“.

Frühsommer 2021: Dänemark hatte schon früh einen neuen Öffnungsplan für den Tourismus. Schon ab Mai konnten geimpfte Urlauber aus bestimmten EU-Ländern trotz Corona wieder einreisen. Ab 26.06.2021 wurde dann die Einreise über den neuen Corona-Pass der EU geregelt.

Machte Dänemark uns mit Lockerungen im Spät-Sommer 2021 vor, wie es richtig funktioniert? Leider war diese Entspannung nur von kurzer Dauer…

  • Nach einem Inzidenzwert über 600 (!) wurde in Dänemark schon im Frühjahr 2021 zunächst ein harter Lockdown verhängt… nur die Grundschulen waren noch offen.
  • Die Zahlen sanken so schnell und erfreulich, dass dänische Epidemiologen davon ausgingen, endlich die Lage im Griff zu haben, nämlich:
  • Mit hoher Eigenverantwortung, gepaart mit konsequenter Nachverfolgung und strenger Quarantäne von Infizierten soll dies möglich machen, dass bald wieder gelockert werden kann.
  • Hatte Dänemark gelernt, mit Corona umzugehen?

Muss Deutschland nicht auch diesen Weg gehen? – fragten wir uns… Der Virologe Prof. Timm von der Uniklinik Düsseldorf war hier damals schon sehr skeptisch: Vergleiche mit anderen Ländern sind schwierig“.., sagte er. „In Deutschland diskutieren wir sehr viel über alle möglichen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und weniger die strikte Eigenverantwortung von uns Menschen. Werden neue Regeln verkündet, ging es bisher darum, was denn jetzt überhaupt noch erlaubt sei? Und nicht darum, wie wir unser eigenes Verhalten hinterfragen. Vom Verhalten jedes Einzelnen und zügigen Impfungen nämlich wird in den kommenden Wochen und Monaten alles Weitere abhängen.

In Dänemark stiegen dann im August 2021 die Corona-Zahlen wieder rapide – trotzdem wurden die Regeln für Reisende und Einheimische gelockert. Was war in unserem Nachbarland aktuell los? Nach zwei Monaten ohne Corona-Auflagen gilt nun im Herbst/Winter in Dänemark wegen stark gestiegener Infektionszahlen wieder an vielen Orten die 3G-Regel. Bei der Einreise müssen Touristen weiterhin einiges beachten.
Der dänische Epidemie-Rat hatte zuvor nun grünes Licht für die Notfall-Pläne von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gegeben. Überall wird künftig in Dänemark wieder ein Corona-Pass verlangt, der den 3G-Regeln entspricht.
Epidemiologische Lage: Auch Schweden ist von COVID-19 weiterhin derzeit stark betroffen.


Dänemark: Die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt derzeit erneut wieder bei 992,1 (!) (7-Tage-Inzidenz) – trotz hoher Impfquote von 77,50% und bei Infektionen von aktuell über 600.000 (Stand: 18.12.2021 – Quelle: Johns Hopkins University).


Wie war das noch im März 2021:
2. LOCKDOWN IN DEUTSCHLAND:

Für Ex-Gesundheitsminister Spahn war damals ein abermaliger, harter Lockdown mittlerweile im März 2021 auch bei uns wieder unvermeidlich. Erst nach dem Brechen der dritten Welle dürfe man wieder über Öffnungsschritte reden. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete noch am 27.03.2021 eine Sieben-Tage-Inzidenz von 124,9. Damit war damals der Wert so hoch wie seit dem 19. Januar 2021 (131,5) nicht mehr… danach sank die „Kurve wieder… ein ständiges UP & DOWN?


Und (?) hatte sich in Deutschland der dritte Lockdown denn gelohnt?

So lag am 08. Juli 2021 die Sieben-Tage-Inzidenz immer noch bundesweit – einige Wochen – sehr niedrig bei „sagenhaften“ 5,1 (!)… und weiter ging es dann doch – Wochen später ab August 2021 – mit den Inzidenz-Zahlen wieder langsam BERGAUF… um dann im November 2021 zu unfassbar extremen – bisher nie dagewesenen – Inzidenzen von über 440 bis teilweise weit über 1000 – in Deutschland zu kommen…


CORONA IN DEUTSCHLAND?
Langsam und stetig steigt die Kurve nun ab Oktober 2021 wieder… unaufhaltsam

EIN 4. LOCKDOWN mit Übergang in den 5. Lockdown 2022?

Eine never ending story? Dass die VERZWEIFLUNG bei vielen Menschen – direkt oder indirekt betroffen – unsagbar schwer ist, vermag niemand mehr zu leugnen.


IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…

Das RKI registrierte im Juni 2021 noch täglich nur rund 600 Neuinfektionen: Die meisten Ansteckungen gab es gemessen an der Bevölkerungsgröße im Saarland und in Baden-Württemberg. Im Herbst/Winter 2021 sind es Bayern und Sachsen... Und: Im Herbst/Winter 2021 sind es schon weit über 1000 Neuinfektionen…in einigen Bundes-Ländern.

LINK kopieren: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/
21.12.201: Tagesinzidenz: 306,3 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) / Gesamtzahl aller Infektionen: über 6 Millionen (6.833.050)


INZIDENZ?

Wichtig für die Bestimmung des Inzidenz-Wertes ist zunächst die Zahl der „Neuinfektionen“. Die lokalen Gesundheitsämter melden an das Robert Koch-Institut (RKI), wie viele Menschen sich aktuell neu mit dem Virus infizieren. Diese tägliche Fallzahl spiegelt das aktuelle tatsächliche Infektionsgeschehen wider. Berechnet man die Fallzahlen in Bezug auf 100.000 Einwohner erhält man so den Inzidenz-Wert.

30.03.2021 – DOC CHECK-Beitrag:

ZUM SCHLUSS NOCH DAS LETZTE…das Allerletzte…

Der vermeidbare ständige Impf-Ärger:
Ein offensichtlicher Fehler nur in Deutschland?

Der wichtigste (AUS)-Weg aus der Pandemie aber ist nach wie vor das Impfen. Dies ist in Deutschland bisher noch eher im unteren Niveau… Genau gesagt, begehen wir in Deutschland derzeit einen ganz gravierenden Fehler, der sich leicht beheben ließe:

  • „Hauptsache korrekt“: Ein typisch deutsches Prinzip mit Schwächen. Es gibt eben doch Therapiealternativen, die in anderen Ländern wie die USA, Israel und Großbritannien ihre Wirksamkeit immer deutlicher zeigen:
  • Die Länder impfen, impfen… impfen.., und zwar ganz unbürokratisch…was das Zeug hält. Die Hoffnung, dass die Impfstoffe – auch gegen die immer neueren Virus-Varianten – uns schützen, bleibt allerdings trügerisch… es ist aber die Einzige – die wir derzeit haben…

Was läuft denn in den anderen Ländern eigentlich anders?
Es wird dort oft sehr pragmatisch geimpft. Möglichst viele in möglichst kurzer Zeit. Und wenn noch was übrig ist, wird im Notfall draußen nachgefragt, wer noch keine Impfung hatte, bevor der Impfstoff verfällt. Das wäre doch die Lösung auch bei uns…
Das heißt: Im Gegensatz zum deutschen „Hauptsache korrekt“, gilt dort „Hauptsache schnell und viele“. Und dieser „Therapieansatz“ funktioniert, in Israel fallen die Infektionsfälle – mehr oder weniger rasant – exponentiell.
Es hilft doch allen, wenn möglichst schnell geimpft wird. Im Endeffekt geht es ja vor allem auch um den Unterschied zwischen individuellem Schutz („möglichst korrekt die richtigen Impflinge identifzieren“) und Gemeinschaftsschutz („wenn ich möglichst viele in kurzer Zeit impfe, schütze ich damit doch auch die Schwachen“).

EU: Digitale Impfnachweise sind nun ab Juni/Juli 2021 da… Hierüber hat die Presse ausführlich informiert…

picture alliance, Flashpic, Jens Krick

www.aerzteblatt.de: Brüssel – Das Grundgerüst der Europäischen Union (EU) für einen europaweit gültigen, digitalen Coronaimpfnachweis ist nun ab 1. Juni 2021 einsatzbereit.
Es soll die nationalen Impfzertifikate der Mitgliedsländer miteinander vernetzen, beispielsweise um Reisen innerhalb Europas wieder zu erleichtern. Spätestens ab dem 30. Juni standen den EU-Bürgern digitale Impfzertifikate in allen Mitgliedstaaten zur Verfügung, hieß es aus Kommissionskreisen. Wer kein Smartphone besitzt, bekommt dies schriftlich… dafür wurde schon gesorgt…

Digitaler Impfpass: QR-Code nach dem Pieks…?

Natürlich sollte eine gewisse Priorisierung sein, die ja in diesen Ländern auch praktiziert wird (wenn auch deutlich grober als in Deutschland).

Wir machen alle Fehler…Fehler sind keine Katastrophe, wohl aber, aus ihnen nicht zu lernen.

  • Die Neid-und-Bürokratie-Debatte, die hier gerade in Deutschland geführt wird, lähmt uns mehr, als sie nutzt. Sobald eine Gruppe die Impfung zugesagt bekommt, schimpft schon die nächste, dass sie doch viel wichtiger sei.

  • „Panta rhei… alles ist noch zu neu – auch für die Wissenschaft… Alles ist also noch im Fluss. Das soll heißen, dass Dinge sich verändern und dass man vielleicht noch nicht weiß, wohin sich das alles derzeit noch verändert. Es kann aber auch heißen, dass alles gut ist, harmonisch ist, dass alles gut fließt und alles gut ist oder wird….dies zu glauben, tut derzeit gut…

CORONA? Ein schier unlösbares Problem, oder?
WIR SCHAFFEN DAS…!

Der Lauf der Zeit: Es ist so, wie es ist, die Welt dreht sich weiter und wird sich immer weiter verändern.

„Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung“… Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit (*um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.) hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.

  • Optimistisch…positiv denken: Wer in Veränderungen Chancen sieht und der Vergangenheit nicht nachtrauert, der lebt im Hier und Jetzt und freut sich auf die Zukunft…oder hofft in Coronazeiten doch wenigstens guten Mutes auf eine bessere…

HARTE CORONA-MASSNAHME: Die Solidarität der Geimpften

Auch wenn es in manchen Ohren zu pathetisch klingen mag, ist es tatsächlich ein „Akt der nationalen Solidarität“, der sich im Schulterschluss von Bund und Ländern zeigt – über Parteigrenzen hinweg und mit Zumutungen auch für die übergroße Mehrheit der fast 70 Prozent vollständig Geimpften und damit Vernünftigen im Land.

Denn die Einschränkungen auch für Geimpfte tragen dazu bei, Gesundheit und Leben ihrer nichtgeimpften Mitbürger zu schützen. Und sie tragen solidarisch dazu bei, die bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung auf den Intensivstationen arbeitenden Krankenpfleger und Ärzte zu entlasten.

Für Millionen Impfzauderer, Impffaule und Impfgegner wird es dagegen richtig ungemütlich. Die bundesweite 2-G-Regel, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zum öffentlichen Leben haben, bedeutet de facto einen Lockdown für Ungeimpfte – und hoffentlich die Motivation, sich doch – so schnell als möglich – impfen zu lassen.
(03.12.2021: FAZ – EIN KOMMENTAR VON THOMAS HOLL)


ZUKUNFTSMUSIK?
Eine Pandemie zähmen

Fast 2 Jahre nach seinem ersten Auftreten ist das schwere Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) mit akutem respiratorischem Syndrom so weit verbreitet, dass wenig Hoffnung auf eine komplette Eliminierung besteht. Es gibt jedoch mehrere andere endemische humane Coronaviren, die auch mehrere Reinfektionen verursachen und eine ausreichende Immunität zum Schutz vor schweren Erkrankungen bei Erwachsenen erzeugen. Lavine et al. entwickelten ein Modell zur Analyse der Flugbahn von SARS-CoV-2 in die Endemizität. Hier ein kurzer Auszug;
(Anm.: Amerikanische Infektions-Forscherin Jennie Lavine (Emory University, Atlanta) et al. – Epidemiology & Infection, 1990; DOI: 10.1017/S0950268800048019).

SARS-CoV-2 konnte sich aus zwei Gründen so schnell über den ganzen Erdball verbreiten: Die Viren haben eine sehr hohe Reproduktionszahl, d.h. sie sind sehr ansteckend und zu Beginn einer Infektion besteht oft eine asymptomatische Phase, in der die Betroffenen unwissentlich ansteckend sind. Vor allem letzteres unterscheidet die neuen Coronaviren von Infektionen mit SARS-CoV-1 und MERS, die deutlich schwerer und häufiger tödlich verlaufen.

Auch ohne hohe Impfquoten und Herdenimmunität könnte SARS-CoV-2 irgendwann seinen Schrecken verlieren. Darauf deutet das „Modell“ von US-amerikanischen Infektiologen, welches vor allem auf der Epidemiologie der weltweit endemischen Coronaviren beruht, die meist nur harmlose Erkältungen auslösen.

Klinisch Immun? Eine Modell – Vorhersage

Ein Modell zeigte, dass eine hohe Infektionssrate der Bevölkerung im Allgemeinen – aus einer Kombination von hoher Übertragbarkeit durch Primärinfektionen (d.h. hohem R0), nachlassender Immunität und erheblicher erneuter Übertragung durch häufige Reinfektionen – vor allem bei älteren Personen – direkt gefahrvoll – resultieren kann.

Das rasche Nachlassen dieser sog. „klinischen“ Immunität wird auch bei experimentellen Covid-19 Infektionen des Menschen berichtet, die zeigten, dass eine Reinfektion zirka 1 Jahr nach einer früheren Infektion immer noch möglich ist, wenn auch mit milderen Symptomen und einer kürzeren Dauer…aber möglich!
Von einer vermutetensterilen“ (lebenslangen) Schutzwirkung durch die Impfstoffe könne derzeit jedoch nicht ausgegangen werden. Vielleicht wird es so – wie mit dem Grippe-Impfstoff… jedes Jahr erneut eine Impfung schützt.

Die Verlangsamung der Epidemie durch soziale Distanzierungsmaßnahmen, die R0 auf nahe 1 reduzieren, verzögere jedoch absolut deutlich neue Infektionen und verhindere, dass die meisten Todesfälle frühzeitig eintreten.

AUTOREN: *Jennie S. Lavine, Ottar N. Björnstad, Rustom Antia (Institut für Biologie, Emory University, Atlanta, GA 30322, USA.) QUELLE: Science 12 Feb 2021: Vol. 371, Ausgabe 6530, S. 741-745 – DOI: 10.1126 / science.abe 6522.


Anm.: „Sterile“ Immunität bedeutet einen wichtigen Schutz vor Weitergabe (Transmission) des Erregers an Dritte und damit ist diese sterile Immunität einer der Faktoren, die über das Erreichen einer Herden-Immunität entscheiden. Dagegen bedeutet eine Klinische“ Immunität – den (mehr oder weniger umfassenden) Schutz der geimpften Person vor „Symptomen“ einer Erkrankung… ABER: Eine solche klinische Immunität würde dafür sorgen, dass Erkrankte beispielsweise nur Erkältungssymptome wie bei harmloseren Coronaviren bekämen. (Wikipedia)


BOOSTER: Dritte Impfung?

Nach Expertenmeinung wird durch Vektor-Impfstoffe wie AstraZeneca besonders die zelluläre Abwehr stimuliert, während mRNA (BioNTech) die humorale Antikörperbildung steigert … So könnte ein Ak-Test dazu beitragen, ob die Impfung erfolgreich war…
Sind Antikörper dabei ausreichend hoch, kann man sich entspannen, falls nicht, wäre eine 3. Impfung analog den bekannten Nonrespondern bei Hep.B evtl. diskutabel…
Die einzigen Instanzen, die in Deutschland derzeit einen solchen boost empfehlen könnten, sind die StIKO und die Landesgesundheitsbehörden.

Die ImpfV BMG sieht eine solche Dritt-Impfung vor.

= Coronavirus-Impfverordnung – Bundesgesundheitsministerium –


NEWS: BOOSTER … die vierte Dosis?

DÄNEMARK: Binnen 24 Stunden 16.164 Coronafälle:

13.01.2022: Kopenhagen – Dänemark beginnt nun mit der Verabreichung einer vierten Impfdosis gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 – wegen rasant ansteigenden neuen Corona-Erkrankungen im gesamten Land.

Die vierte – wiederholte Impfstoff-Auffrischung werde den „am meisten gefährdeten Bürgern“ angeboten, insbesondere denjenigen, bei denen schwere Krankheiten diagnostiziert wurden, sagte der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke gestern. In Dänemark wurden binnen 24 Stunden 16.164 Corona-Fälle registriert.

Dänemark und auch Island melden neue Corona-Höchststände. Vor der Ausbreitung der Omikron-Variante hatten Dänemark und Island eine der niedrigsten Infektions-Raten in Europa aufgewiesen.Inzwischen haben Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) Dänemark als Hochrisikogebiet eingestuft. (Quelle: © afp/aerzteblatt.de)

ISLAND: Bisher gab es 40.037 Infektionen (gesamt)
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1621, das ist der bisher weltweit höchste Wert.


Prof. Dr. Carsten Watzl, Immunologe am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der Technischen Universität Dortmund, weist darauf hin, dass man früher bei anderen Coronaviren, die normale Erkältungen auslösten, im Mittel ein bis anderthalb Jahre vor einer erneuten Infektion geschützt gewesen sei. Eine natürliche Infektion sei allerdings nicht mit einer Impfung vergleichbar, die Immunantwort falle nach einer Impfung auf jeden Fall meist doch noch effizienter aus, sagt Watzl, der auch Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie ist. „Die Hoffnung ist also, dass die Immunität durch die Impfstoffkandidaten deutlich länger anhält.


Von „Business as usual“ kann auf absehbare Zeit bisher noch keine Rede sein…

NACHTRAG:

Kurz-Bericht zu Nanopartikeln – sie sind überall – auch in Impfstoffen:

Nanopartikel umgeben uns täglich. Wir atmen sie ein, essen sie oder nehmen sie über die Haut auf.

Unter Nanopartikeln versteht man Teilchen, die außerordentlich klein, kleiner als hundert Nanometer sind und damit die Größe von Makromolekülen haben. Das ist so winzig, dass man sie unter einem normalen Mikroskop nicht erkennen kann. Kohlenstoff-Nanopartikel werden in den Lysosomen hier für diesen Zweck z.B. einer „Fähre“ sicher eingekapselt:

„Die Einkapselung der Nanopartikel in unseren körpereigenen Lysosomen sorgt dafür, dass diese Teilchen – zumindest für einige Tage – sicher verwahrt sind und die Zelle nicht schädigen können. Diese Lysosomen dienen im Körper bekanntlich als eine Art Entsorgungseinheit, in denen Fremdkörper angesammelt und normalerweise dann von unseren Enzymen – an Ort und Stelle – abgebaut werden. Damit ist also die Lebensfähigkeit jeder Zelle – ohne wesentliche Änderung der Genexpression – erhalten“ … wird Professor Dr. Thomas Heinzel vom Institut für Experimentelle Festkörperphysik der HHU in der Mitteilung zitiert. (Anm.: HHU = Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Diese Erkenntnis sei wichtig, wenn man Nanopartikel als Fähren für Medikamente in die Zelle nutzen kann. Sie können also damit gute Vehikel sein, um an sie geheftete Wirkstoffe gezielt in kranke Zellen zu transportieren.
Nanopartikel können aber in der Umwelt auch gesundheitliche Risiken bergen, die zum Beispiel im Kontext mit Feinstaub diskutiert werden. Es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass sich Nanopartikel in „verschmutzter“ Luft negativ auf unsere Gesundheit auswirken können. Da ist das Tragen unserer Masken ja derzeit auch zusätzlich von Nutzen…
 
Langzeitaussagen sind „aufgrund von Labor-Experimenten“ derzeit noch sehr schwierig:
Beim Vergleich der aktiven Gene von Stammzellen aber – mit und ohne Beigabe von Nanopartikeln-  ergab sich, dass lediglich
eine EINZIGE (von insgesamt 20.800 aufgezeichneten) Genexpressionen verändert war. (eb) (Quelle: www.aerztezeitung)

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-04/funktionsweise-corona-impfstoff-mrna-impfung-immunitaet-immunsystem-vektor-proteinbasiert


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1. Einleitung

2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4. Impfstoffe

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung (diese Seite)

4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

4.4 Impfstoffe/Zukunft

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten