Es handelt sich hier in meinem Blog-Artikel – bei diesem globalen „Corona“-Update – um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen – während einer sich rasend schnell entwickelnden Pandemie. Jede Einzelne dieser verfügbaren Informationen zu Covid-19 kann sich ständig mit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ändern.


PANTA RHEI: Alles fließt…

Der Aphorismus „Panta rhei“ (altgriechisch: πάντα ῥεῖ) geht auf den griechischen Naturphilosophen Heraklit von Ephesos (um 520 – um 460 v. Chr.) zurück. Nichts bleibt, wie es ist.

Heraklits berühmtes Flussbeispiel bringt diesen Gedanken gut zum Ausdruck. Nichts bleibt so, wie es ist. Wie das Wasser im Bach immer in Bewegung ist, so sind alle Dinge, Lebewesen und Erscheinungen in der Welt immer in stetiger Veränderung begriffen.

Eine Krise historischer Dimension…

Das Corona-Virus bringt für jeden Einzelnen unserer Gesellschaft nie dagewesene Herausforderungen mit sich. Aufgrund der enormen Dynamik der jetzigen COVID-19-Pandemie sind hier die wichtigsten und medizinisch relevanten Forschungs-Berichte der vergangenen Wochen und Monate aufgeführt. Es handelt sich dabei um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen während einer sich unerwartet rasend schnell entwickelnden Pandemie. Alle verfügbaren Informationen zu COVID-19 können sich – wie oben erwähnt – derzeit von heute auf morgen durch wieder völlig neue wissenschaftliche Erkenntnisse komplett ändern.

Dass das Virus sich so rasend schnell weltweit ausgebreitet hat und die Systeme damit so schnell auch oft überfordert waren – mit all den katastrophalen Konsequenzen… das hätte ich so nicht gedacht. Schließlich kannten wir Ärzte ja alle schon viele Jahre die schweren Grippewellen, die aber alle letztendlich gut kontrollierbar waren.

LESEDAUER: zirka 30-60 min. (je nachdem wie intensiv) )
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Artikel sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem Smartphone oder kleinen „Handy“- Display… 😉


Sind wir alle machtlos – gegenüber einem Pandemie-Virus?

Es gibt derzeit nur eine einzige Therapie-Alternative

Impfen, was das Zeug hält“.


DIE IMPFSTOFFE:
Excellente Forschung…

Die Impfstoffe auf der Grundlage der mRNA-Technik sind ein absoluter Glücksfall in dieser Pandemie. Hätten Unternehmen wie BioNTech in Mainz oder Moderna in Cambridge nicht schon seit Jahren abseits der ganz großen Medienaufmerksamkeit an der Technik gearbeitet, wäre es sicher nicht möglich gewesen, so schnell – so gut ausgereifte und effektive – Impfstoffe gegen das Sars-CoV-2-Virus zu entwickeln. Doch dazu später noch Ausführlicheres…

DIE IMPFUNG… Wissenswertes in Kürze:

Die mRNA des Impfstoffs gelangt keinesfalls in alle Zellen des Körpers, sondern in diejenigen Zellen direkt im Bereich der Impf-Einstichstelle z. B. in der Regel am linken Oberarm-Muskel (beim „Rechtshänder“).

Körpereigene Zellen „lesen“ die mRNA ab:
Die mRNA (engl. Messenger RNA) wird auch Boten-RNA genannt: Verpackt in eine Hülle aus kleinsten Lipidpartikeln wird die Impfstoff-mRNA direkt in den Körper injiziert und zwar ins Muskelgewebe. „Das ist gut durchblutet und dort findet diese wichtige Impf-Botschaft die richtigen Zellen, von denen sie aufgenommen werden soll… “ erklärt der Virologe Alexander Dalpke.

  • Das passiere in unterschiedlichen Zellen unseres Körpers. Aber die wichtigsten Zellen, die vor allem in der Lage seien, solche von außen zugelieferte Informationen in winzigen Lipidpartikeln aufzunehmen, seien die sog, wichtigen „Antigene“ präsentierenden Zellen. Diese Zellen seien speziell in der Lage, die aufgenommene RNA abzulesen. „Und dann stellt sozusagen eine körpereigene Zelle dieses fremde virale Eiweiß – für das die mRNA codiert ist – von selbst her“, erklärt Alexander Dalpke. (Anm.: Professor Dr. Alexander Dalpke, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Institut für Virologie, Dresden)
    Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand ist es absolut rein technisch gar nicht möglich, dass die – über einen Impfstoff transportierte – RNA in der Körperzelle direkt dort in die DNA der Zelle eingebaut wird.

Bei der Corona-Impfung enthält also die mRNA einen „Baubefehl“ für das Spikeprotein vom Coronavirus. Dieses Spikeprotein ist der Schlüssel des SARS-CoV-2 Krankheitserregers zum menschlichen Körper. Wird es frühzeitig vom Immunsystem als fremd erkannt, kann der „Feind“ sofort mit Antikörpern blockiert werden… erklärt Karsten Mäder, Professor für pharmazeutische Technologie und Direktor des Instituts für Pharmazie an der Martin-Luther-Universität in Halle.


Eine Impfung macht sehr wahrscheinlich sogar wesentlich immuner als eine durchgestandene Erkrankung:

  • Es ist mittlerweile schon lange medizinisch bewiesen, dass eine Infektion in unserem Körper zunächst IMMER eine angeborene unspezifische Immunantwort bei Immunkompetenten auslöst. Dabei setzen die weißen Blutkörperchen im Körper sofort eine Entzündung in Gang, die oft schon ausreichen „kann“, um das Virus zu beseitigen.
  • Die Impfung gilt jedoch als wesentlich sicherer, weil man dazu nicht das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes (und evtl. eines Todes) eingehen muss.
  • Möglicherweise sorgt eine Impfung aber auch für eine deutlich bessere Immunantwort (Abwehr) des Körpers und damit für einen wesentlich sichereren Schutz.

DIE DELTA-VARIANTEN

B.1.617.1 mit Subkladen (Subvarianten),  B.1.617.2 (Delta) und B.1.617.3, (alle zuerst in Indien identifiziert) sind durch Mutationen entstandene Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2

16.08.2021
SARS-CoV-2: mRNA-Impfstoffe schützen in Laborstudie nach 6 Monaten auch gegen Varianten (z.B. Delta).

NEWS aus Bethesda/Maryland – Eine 2-fache Impfung mit dem mRNA-Impfstoff mRNA-1273 könnte nach aktuellen in der „Science“ (2021; DOI: 10.1126/science.abj4176) veröffentlichten Labor-Ergebnissen mittelfristig auch vor den zirkulierenden neuen Varianten von SARS-CoV-2 schützen. BioNTech und Moderna-Impfstoffe erzeugten hohe Antikörpertiter über (mindestens) 6 Monate…  (Quelle: Deutsches  Ärzteblatt)

UNTERSCHIEDE BEI IMPFUNGEN – aktiv und passiv – kurz erklärt:

Der Unterschied zu einer aktiven Impfung bestehe darin, dass bei der passiven Impfung fertige Antikörper verabreicht werden, die nach einer gewissen Zeit abgebaut werden. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive. „Dafür ist die Wirkung einer passiven Impfung quasi sofort vorhanden, bei einer aktiven Impfung muss diese sich erst langsam aufbauen“, so heißt es im medizinischen Kontext.

  • Bei einer aktiven Immunisierung wird das Immunsystem zum Beispiel durch die Impfstoff-Gabe von Virusantigenen (z. B. Bestandteile des Erregers oder mRNA, die damit den Bauplan für ein Protein von der Virusoberfläche enthält) zu einer Immunantwort angeregt, um unter anderem – durch die Bildung von Antikörpern – beim Menschen eine schützende Immunantwort aufzubauen.
  • Bei einer passiven Immunisierung wird die Verabreichung von Antikörpern (durch die Impfung) zur Vorbeugung oder Therapie eingesetzt.

  • Im Unterschied zur aktiven Immunisierung, die auch eine Gedächtnisfunktion des Immunsystems auslöst und somit über einen längeren Zeitraum anhält, ist die Wirkung einer passiven Immunisierung an das Vorhandensein einer ausreichenden Menge – der durch die Impfung verabreichten spezifischen Antikörper – gebunden, die keine direkte Gedächtnisfunktion auslösen und daher nur über einen kurzen Zeitraum einen Schutz bieten.

Beispiel Coronavirus SARS-CoV-2: Bei der aktiven Immunisierung rufen hier Antigene des Virus (in der Regel nur das virale Spike-Protein (Oberflächenprotein) oder ein Teil davon) im Impfstoff eine sofortige Immunantwort hervor. Im Falle einer echten Infektion kann das Immunsystem dadurch später auch recht schnell den Erreger erkennen und sofort bekämpfen…. man wird nicht krank.

Es gibt zurzeit sehr viele offene Fragen rund um die Übertragung, Erkrankungsdauer und Schutzmöglichkeiten vor dem Coronavirus SARS-CoV-2, für die es aufgrund der Neuartigkeit des Erregers noch immer noch nicht ausreichend wissenschaftlich gesicherten Daten bzw. Studien gibt. (Quellen: Impfen-Info.de)


DIE IMPFUNG:

Das Erbgut wird nicht verändert

Eine Impfung mit mRNA, und das wird oft verwechselt, ist keine Gentechnik, bei der unser menschliches Erbgut verändert würde. Sondern diese Impfung greift letztlich auf einen ganz natürlichen Mechanismus zurück, der im Körper regelmäßig abläuft“ … sagt Alexander Dalpke. Das sei der große Vorteil dieser RNA-Impfstoffe.  (Anm.: Professor Dr. Alexander Dalpke, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Institut für Virologie, Dresden)


Sind Veränderungen im menschlichen Erbgut durch genbasierte Impfstoffe also tatsächlich unmöglich und sind entsprechende Ängste somit völlig unbegründet?

Die mRNA aus dem Impfstoff kann das Erbgut des Menschen gar nicht verändern. Das menschliche Genom besteht aus „doppelsträngiger“ DNA, in die sich die „einzelsträngige“ Viren-RNA gar nicht einbauen lässt. Damit so etwas passieren könnte, müsste die mRNA in DNA umgeschrieben werden. Doch dafür würden ganz spezielle Enzyme benötigt, die in menschlichen Körperzellen nicht vorkommen. Auch vererbt werden kann diese Information für die Spike-Proteine nicht, da die Impfstoff-mRNA gar nicht – rein technisch – in die Keimbahnzellen gelangen kann“ … so Biochemiker Klaus Cichutek:
Anm.: Prof. Dr. Klaus Cichutek ist seit 2009 Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, wo er seit 1988 als Wissenschaftler arbeitet.


Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

STIKO: Die bisherige Priorisierung wurde bereits zum 7. Juni 2021 aufgehoben. Damit kann jeder und jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden. 

Bereits im April 2021 veröffentlichte die STIKO die vierte Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung: Es gab neuere Regelungen zur Zweitimpfung mit AstraZeneca (Vektor-Impfstoff) – sowie zum Impfabstand bei den mRNA-Impfstoffen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt mittlerweile, den Impfabstand bei mRNA-Impfstoffe auszureizen und die Zweitimpfung künftig immer erst nach sechs Wochen zu verabreichen. Zwei Wochen nach der 2. Impfung sei dann auch tatsächlich der volle Impfschutz durch die mRNA-Impfstoffe gegeben (RKI) .

  • 15.05.2021: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nun auch alle Vektor-Virus-Impfstoffe für Personen ab 18 Jahren ohne Priorisierung freigegeben. Für Minister Jens Spahn ist es „das Gebot der Stunde“, möglichst viele Menschen zu impfen. Das betrifft sowohl das AstraZenca – als auch das Johnson & Johnson-Vakzin. Zudem dürfe nun die 2. Dosis von AstraZeneca bereits auch schon nach 4 Wochen verabreicht werden. Beim Johnson & Johnson-Impfstoff ist sogar – wie bereits bekannt – nur eine Einzel-Dosis erforderlich.

Die Freigabe der Vektor-Impfstoffe war keine medizinische, sondern eine „politische Entscheidung“…[sic!]

  • So sei die Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Politik schwer auflösbar, merkte Prof. Dr. Christian Bogdan von der STIKO an: „Alle Impfstoffe in Deutschland wurden ohne irgend eine Kontraindikation zugelassen.“ Die STIKO-Empfehlungen würden dies nur präzisieren. Außerdem sehe er die Verkürzung auf 4 Wochen sehr kritisch, da dies nachweislich zu einer „Reduktion“ der Schutzwirkung von 82% auf nur 54% führt.“ (Quelle: The lancet)

Die aktuelle „medizinische“ Empfehlung jedoch bleibt bestehen: Die mRNA-Zweitimpfung künftig immer erst nach sechs Wochen zu spritzen



Zu den Sars-CoV-2 Impfstoff-Projekten:

Dieser Artikel ist recht ausführlich, dazu braucht man etwas mehr Zeit… Er stellt – aus dem weltweiten „Feld der wissenschaftlichen Forschung und Hintergründe der Impfstoff-Hersteller“ – einige wenige aktuelle Ergebnisse derzeitiger wichtiger Sars-CoV-2 – Impfstoff-Projekte (jedoch nur ansatzweise „schwerpunktmäßig“) dar. Für „Experten“ sicher viel zu wenig, für medizinische Laien vielleicht manchmal etwas schwierig… Auch neuere, hoffnungsvolle Therapie-Ansätze – die sich derzeit noch im Forschungsbereich befinden – werden hier ebenfalls schon ansatzweise vorgestellt. Siehe hier wesentlich Ausführlicheres im Corona-Fakten-Aktuell-Blog-Artikel: 4.4 Impfstoffe/Zukunft (unten oder oben in der Leiste zum Scrollen)


„Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“,
erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel erst kürzlich nach der Videokonferenz.

Wer hätte noch vor zwölf Monaten gedacht, dass dieses Jahr 2021 erneut im Mai/Juni in einem dritten Lockdown endet… die Zahlen sanken kurz, um dann erneut wieder anzusteigen… ein Auf und Ab.

21.08.2021: Wir leben mit einer Pandemie mit weltweit über 212 Millionen Erkrankungen und mehr als 4,44 Millionen Todesfällen, mit Ärzten und Pflegepersonal am Rande der Erschöpfung, mit Monaten des Streits um die richtigen Rezepte und „Goldstandards“ im Umgang mit der Krise. So blicken wir – ein Jahr später – im „Evidenz-Update“ zurück und ziehen ein Resümee… Was haben wir gut gemacht in der Pandemie? Was lief schlecht? Auch Politiker und Ärzte sind nur Menschen und nicht allwissend… alle lernen wir im Moment täglich dazu und geben unser Bestes… Für Ärzte wird diese Impfung eine ungeheure Mammutaufgabe, zahlreiche Fragen tun sich auf… Die Impfungsraten sind derzeit (21.08.2021) in Deutschland noch völlig ungenügend: Erst etwas mehr als 58,6 Millionen Menschen haben bisher in Deutschland zwei Corona-Impfdosen erhalten.

  • Eine Modellierung des Robert-Koch-Instituts geht im Moment davon aus, dass mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen gegen Covid-19 geimpft sein müssen, um eine schlimme vierte Welle zu vermeiden. Bei den über 60-Jährigen müssten es sogar mehr als 90 Prozent sein

Wieso ging das eigentlich alles plötzlich doch so schnell mit den Impf-Stoffen?

Ganz einfach: „Zu vielen Impfstoffkandidaten gab es bereits schon lange VOR der COVID-19-Pandemie (nach Mers und der SARS-Pandemie 2002/2003) ausreichend wissenschaftliche „Grundlagenforschung“. Zudem seien viele Entwicklungsphasen parallel abgelaufen und die Produktion des Impfstoffes bereits schon während der Entwicklung angelaufen“ erklärt Prof. Dr. rer. nat. Carsten Watzl (*1971). Er ist Biologe und leitet seit 2011 als wissenschaftlicher Direktor die Abteilung Immunologie am Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). Seit 2013 ist er als Generalsekretär „Mitglied des Vorstands“ der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.


Welche Impfstoffe gibt es?

Die unterschiedlichen, derzeitigen Ansätze der Impfstoff-Entwicklung beruhen auf folgenden Strategien:

  • Genbasierte Impfstoffe (RNA-Impfstoffe und DNA-Impfstoffe)
  • Vektorimpfstoffe
  • Protein-Untereinheiten-Impfstoffe (Subunit-Impfstoffe)
  • Abgeschwächte Lebendimpfstoffe und inaktivierte Impfstoffe.

Forscher entwickeln derzeit völlig neue Verfahren:
Neuer Super-Impfstoff könnte jahrelang gegen Corona schützen…

Mit einer sog. T-Zell-Impfung wird ein lang anhaltender Schutz vor Corona und neuen Mutanten versprochen. Doch das Verfahren birgt evtl. Risiken… Das Virus könnte immun gegen Impfstoffe werden…Derzeit ist hier vieles noch nicht geklärt bzw. ausgereift.
Siehe hierzu (unten oder oben in der Leiste): Ausführlicheres und Wissenswertes beim neuen Blog-Artikel: Corona – Fakten aktuell // 4.4 Impfstoffe / Zukunft


vfa.de:

Entwicklungsprojekte für Covid-19-Impfstoffe

Weltweit werden mindestens 308 Impfstoffprojekte vorangetrieben (die für bereits zugelassene Impfstoffe eingeschlossen): Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 296 (Stand 20.08.2021). Dazu kommen noch mindestens zwölf weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet.
(QUELLE: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov)

Zukunft

Viele weitere Projekte zu RNA-Impfstoffen befanden sich – laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – schon zum Jahresanfang 2021 – noch in der Präklinik, darunter auch z.B. ein intranasal zu applizierender mRNA-Impfstoff der Firma ETheRNA aus Belgien. Zeitlich liegt sie wohl weit zurück…wie man hört… es wurde seither nichts mehr darüber publiziert…


Die „neuesten“ Corona-Virus-Mutationen legen aktuell nun nahe, dass das Virus ständig weitere signifikante Varianten produzieren kann und der Verlauf des Ausbruchs durch immer neuere Mutationen sich gefährlich – auch hinsichtlich der Wirksamkeit von Impfstoffen – verändern könnte. Die möglichst schnelle Unterdrückung der Pandemie durch neuere Impfstoffe (die vor allem auch gegen Mutanten sicher wirken) ist daher zu einer noch wesentlich dringlicheren Aufgabe geworden.

Siehe hierzu Interessantes & wesentlich Ausführlicheres (unten oder oben auf der Leiste) bei: 4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

Wissenschaftler warnen:
Die seit 2020 immer neueren Corona-Mutanten aus Großbritannien, Brasilien, Indien und Südafrika hatten sich seither weltweit immer weiter – auch in Europa – ausgebreitet – und mit ihnen die absolut große Sorge, wie viele weitere gefährliche Mutationen es in Zukunft noch geben wird. Dazu weiter unten (gegen Blog-Artikel-Ende) mehr.


DIE NEUE DELTA VARIANTE
derzeit weltweit aktuell aktiv:
B.1.617.2 (Delta)

ISRAEL

  • Trotz der „Vorbild-Funktion“ in Sachen „Corona-Schutz-Impfungen“ – wo Israel bisher Spitzenreiter war – überschreitet ISRAEL derzeit seit Juli 2021 wieder die 1000er-Marke an Neu-Infektionen... TROTZ IMPFUNGEN und höchstwahrscheinlich wegen Delta (B.1617.2) .

18.07.202 waren es noch 76,4 – Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)
22.08.2021: Aktuell sind dies 584 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) (!)
ISRAEL: knapp 63 % – Impfquote (vollständig)

  • Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte bei einer Beratung kürzlich gesagt, die Delta-Variante sorge zu einem weltweiten Anstieg der Corona-Fälle: „Auch in geimpften Ländern wie Großbritannien, den USA und Israel“. Gegenwärtig setze sich die Einschätzung durch, „dass die Wirksamkeit der derzeit vorhandenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante (B.1.6.17.2) doch schwächer ist, als wir gehofft hatten“. Es zeige sich, dass das Problem nicht allein nur durch Impfungen gelöst werden könne…. Die AHA-Regelungen werden oft auch hier im Land leider vernachlässigt…

Gleichzeitig stellt sich die Frage: Können uns die bisherigen Corona-Impfstoffe denn – auch gegen die neuen Virus-Varianten – wirklich schützen? Oder gehört dazu nicht doch immer noch unverändert die uns alle schützende AHA-Regel? Darüber braucht man eigentlich nicht lange nachdenken… einfach HANDELN…AHA (!)


  • Die positiven Erkenntnisse über die Wirksamkeit der bislang zugelassenen mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer gegen einige der neuen Coronavirus-Varianten aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika lassen zwar aufatmen, doch Wissenschaftler warnen: Denn die Zulassung der neuen Impfstoffe bedeutet noch nicht, dass die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist. Immer weitere, neuere Corona-Mutationen – so wie es sie auch schon immer beim „Grippe-Virus“ gibt – sind bereits auch hier zu erwarten... wie z.B. die jetzige DELTA-Variante (B.1.617.2)… Dazu später mehr…

Ein Blick auf die bisherigen Studienresultate und Praxiserfahrungen zeigt: An die hohen generellen Wirksamkeitsgrade, wie sie für die beiden mRNA-basierten Impfstoffe von BioNTech und Moderna ermittelt wurden, scheinen die beiden „vektorbasierten“ Impfstoffe von Johnson&Johnson (Janssen) und Astra-Zeneca oder Sputnik V nicht heran zu kommen. Dazu später mehr… (Quellen: Harding Zentrum für Risikokompetenz – RKI)

  • Bei dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer weisen erste Studien aus dem Vereinigten Königreich darauf hin, dass schon bereits mit der „ersten“ Impfung doch eine relevante Immunität besteht. Das lässt aufatmen…


04.2021: EMA-Eilverfahren:
Ein neuerer Impfstoff gegen „Mutationen“…

Die US-Arzneimittelbehörde FDA plant aktuell, abgewandelte Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 nun doch wesentlich schneller zuzulassen. Auch die EMA hat dies nun aktuell ebenfalls beschlossen, dass – vor allem die – an die Varianten angepassten – Impfstoffe deutlich schneller auf den Markt kommen dürften. Das dürfte dennoch sicher erst 2022 soweit sein.

Anm.: Zum Eilverfahren der EMA generell allgemeine Information:

  • Eilverfahren – Rolling review = Während die Impfstoff-Prüf-Phase III des Herstellers noch läuft, arbeitet die EMA immer schon bereits alle Forschungsergebnisse aus den Phase II -Studien noch einmal durch. Es ist die letzte Etappe vor dem eigentlichen Zulassungsverfahren. Die Zeit drängt…

BRANDNEW – NEWS FIRST
AUFFRISCH-IMPFUNG… die dritte Dosis –
mRNA-Impfstoff gegen Mutanten/Varianten

  • BIONTECH … DIE DRITTE DOSIS?
    17.08.2021: New York und Mainz – Der US-Hersteller Pfizer plant aktuell zusammen mit dem Impfstoffentwickler BioNTech, in den USA die Zulassung einer 3. Dosis des mRNA-Impfstoffs BNT162b2 zu beantragen. Es soll hier die Immunität gegenüber der 2. Dosis deutlich verstärkt werden.
  • Die 3. Dosis wurde den Angaben der Firma zufolge von den Probanden gut vertragen. Die neutralisierende Wirkung der Seren soll gegenüber dem Wildtyp um den Faktor 5 bis 8 gestiegen sein.
  • „Im Hinblick auf die anhaltende Bedrohung durch die Delta-Variante sowie das mögliche Auftreten weiterer Varianten müssen wir jedoch weiterhin wachsam bleiben. Die Daten weisen darauf hin, dass die Antikörperlevel deutlich über dem bis jetzt verwendeten Zwei-Dosis-Schema liegen“… sagte Albert Bourla, Chairman und CEO von Pfizer.

BIONTECH: Gegenüber der Delta-Variante, die inzwischen auch in den USA dominiert, wurde durch die Impfstoffänderung eine stärkere Immunität erzielt. Die neutralisierenden Antikörpertiter stiegen in der Altersgruppe von 18 bis 55 Jahren um mehr als das 5-fache und bei den 65- bis 85-Jährigen sogar um mehr als das 11-fache. Die Firmen gaben heute die Einreichung von Phase-1-Daten bei der U.S.-amerikanischen Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, „FDA“) bekannt.

  • Der Hersteller rechnet aber erst für Januar 2022 mit einer Entscheidung der FDA. Eine frühere Zulassung erscheint jedoch nicht ausgeschlossen. Die FDA (USA) hatte in der vergangenen Woche eine 3. Impfdosis für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zugelassen. (Quelle: AERZTEBLATT.DE / BioNTech SE – Amy Rose)

Einen VEKTOR als „Shuttle“…

J&J = Johnson & Johnson (Janssen)

In den USA hatte also zuerst der Single-Shot-Impfstoff von Johnson & Johnson (Janssen) nur eine Notfall-Zulassung erhalten. Die FDA und nun später auch die EMA stellten dem Vektor-Impfstoff ein gutes Zeugnis aus. Eine Schutzwirkung von 67 Prozent wurde angegeben…

Das Vakzin von Johnson & Johnson war danach Mitte März 2021 zwar auch in der EU zugelassen worden, war aber in Europa – im Gegensatz zu den USA – noch damals nicht im Einsatz. Das hat sich erst im Mai 2021 geändert:

Der vierte Impfstoff…

  • Mai 2021: Der letzte bisher zugelassene VEKTOR-Impfstoff für Deutschlands Corona-Impfkampagne: Mit Janssen® von Johnson &Johnson ging nun das vierte Vakzin gegen das Coronavirus an den Start. Das Besondere: Für den vollständigen Impfschutz ist nur eine einzige Impfung notwendig – und die Priorisierung entfällt. Aufgrund mehrerer Fälle von Hirnvenenthrombosen in den USA empfiehlt die Ständige Impfkommission diesen Impfstoff jedoch zunächst für Personen ab einem Alter von 60 Jahren. Unter 60-Jährige können damit nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz geimpft werden… ähnlich wie bei AstraZeneca.

Die Fälle von Sinusvenenthrombosen (CVT) – die auch bei dem Vektor-Impfstoff J&J aufgetreten können- seien insgesamt „sehr selten“ und der Nutzen des Impfstoffs sei nach wie vor deutlich größer als die Risiken, sagte in den USA die kommissarische FDA-Chefin Janet Woodcock nun. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Medizinische Einrichtungen und Menschen, die sich impfen lassen wollen, sollen künftig aktualisierte Informationen über den Wirkstoff enthalten, die auch Hinweise auf diese seltene Sonder-Art von Thrombosen enthalten. (www.aerzteblatt.de)

Die EMA bestätigt, dass bei J&J das Nutzen-Risiko-Verhältnis insgesamt aber trotzdem positiv bleibt.

In seiner Sitzung vom 20. April 2021 kam das EMA-SicherheitskomiteePRAC ) zu dem Schluss, dass die Produktinformationen für den COVID-19-Impfstoff Janssen um eine Warnung vor ungewöhnlichen Blutgerinnseln mit niedrigen Blutplättchen ergänzt werden sollten . PRAC kam auch zu dem Schluss, dass diese Ereignisse als sehr seltene Nebenwirkungen des Impfstoffs aufgeführt werden sollten. (Quelle: EMA)



  • WICHTIGE INFORMATION: Die schwere AUSWIRKUNG einer CVT-Erkrankung gibt es vor allem durch das „Corona -Virus“ selbst (bei einer Sars-CoV-2 – Erkrankung): Das Risiko von Sinusvenenthrombosen (CVT) sei durch eine „erworbene“ Virus-Infektion doch wesentlich höher als nach einer Impfung. (www. aerzteblatt.de vom 15.04.2021)

Nebenwirkung: HIT Typ II
Astrazeneca – der Vektor-Impfstoff – und andere…

30.03.2021: Zu den seltenen Nebenwirkungen – wie „Blutgerinnungsstörungen“ bzw. Sinusvenenthrombosen – folgt im weiteren Verlauf dieses Berichtes noch – durch „Deutschlands neuen Astra-Sonderweg“ hierzu Ausführlicheres.

Zumindest in Deutschland handelt es sich bei den nach bei Astra-Impfungen beobachteten sog. Sinusvenen-Thrombosen um eine spezielle – eher sehr seltene – Form der Blutgerinnsel im Gehirn und nicht um gewöhnliche venöse Thrombosen. In welchem Ausmaß es speziell solche Fälle auch in anderen Ländern gab, ist derzeit noch nicht ganz klar bzw. noch nicht ausreichend publiziert.

Die Thromboseforscherin „Alice Assinger“ von der medizinischen Universität Wien betont, dass die Vektorimpfung „nicht allgemein mit einem höheren allgemeinen Thromboserisiko einhergeht. Bedenkt man die große Zahl an abermillionen- fachen Impfungen wird anschaulich, wie selten Sinusthrombosen wirklich auftreten und wie gering doch das Risiko dafür auch ist.“ Aber wenn es einen selbst trifft…denkt man natürlich völlig anders…

AKTUELLES:

19.07.2021: Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) weist daraufhin, dass ein Forscherteam aus Greifswald zuvor bei Patientinnen und Patienten mit postvakzinalen (Hirnvenen) – Thrombosen einen speziellen immunologischen Pathomechanismus nachgewiesen hat, der die Thrombosen erklären kann. (NEJM 2021; DOI: 10.1056/NEJMoa2104840)

Er ähnelt dem Mechanismus einer bekannten immunologischen Koagulopathie, die als seltene Komplikation einer Heparingabe auftreten kann, der „HIT Typ II“ (heparininduzierte Thrombozytopenie).

„Wenn in den 2 Wochen nach der Impfung mit einem Vektorimpfstoff anhaltende Kopfschmerzen oder Durchblutungsstörungen auftreten, sollte die Thrombozytenzahl gemessen werden. Wenn eine Thrombozytopenie vorliegt, müssen die PF4-Antikörper bestimmt werden“, erläuterte der DGN-Generalsekretär Peter Berlit. „Zum Glück wissen wir nun, wie diese seltene Komplikation erfolgreich behandelt werden kann“, betonte er. (Quelle: © hil/aerzteblatt.de)


Neuere NEBENWIRKUNG – sehr selten:

14.07.2021 – ASTRAZENECA (Vaxzevria): Warnung auch zusätzlich vor dem Guillain-Barré-Syndrom (GBS). Es handelt sich um eine sehr seltene Störung des Immunsystems, die eine Nervenentzündung hervorruft und zu Schmerzen, Taubheit, Muskelschwäche und Gehbehinderung führen kann. Das GBS wurde schon während des Zulassungsverfahrens als mögliches sehr seltenes unerwünschtes Ereignis identifiziert.


»Wir wissen nicht, was wir nicht wissen. Wir haben keine Ahnung, welche Überraschungen ein Virus für uns noch parat haben könnte, ein Virus, das wir gerade erst seit einem Jahr kennen«, sagte Gregory Poland. Er ist Impfspezialist an der Mayo Clinic – einem US-amerikanischen Non-Profit-Medizin-Forschungszentrum – Die gute Nachricht ist aber, dass Forscher an der Entwicklung von Impfstoffen der »zweiten Generation« mit Hochdruck arbeiten. (www.spektrum.de)


DIE ZUKUNFT

Hunderte weiterer Covid-Impfstoffe befinden sich derzeit in der Entwicklung mit teils neuen, raffinierten Ansätzen. Sie könnten viele Lücken schließen und könnten uns Menschen helfen, den Albtraum dieser jetzigen Pandemie zu beenden.


WAS HABEN WIR BEREITS AN IMPFSTOFFEN IN EUROPA ZUR VERFÜGUNG?

THE VERY BEST – HOFFNUNG?
BIONTECH, MODERNA: Diese beiden mRNA-Pioniere eroberten nun – im ersten Quartal 2021 – den Pharmamarkt… BioNTech und Moderna hängen mit ihrer Impfstoff-Technologie derzeit alle anderen Konkurrenten (Vektor-Impfstoffe) ab.


Die Covid-19-Pandemie verläuft bisher mit einer enormen Dynamik.

  • Am Mittwoch, den 17. März 2021 waren 100 Tage seit dem Start des britischen Impfprogramms vergangen. Mehr als 25 Millionen Briten hatten damals schon eine erste Dosis des ersten Coronavirus-Impfstoffs erhalten, fast die Hälfte der erwachsenen britischen Bevölkerung im Gegensatz zu Deutschland. (!)

AKTUELLE IMPFSTOFF-ÜBERSICHT:
Drei RNA-Impfstoffe sind derzeit die vielversprechendsten…
BioNTech ModernaCurevac (nicht zugelassen)
Vektor-Impfstoffe:
Astrazeneca Johnson&Johnson (Janssen)
(Neuere Impfstoffe in Deutschland derzeit noch in Erprobung von UKT/IDT/: Näheres hierzu unten bei: 4.4 Impfstoffe/ZUKUNFT...)


  • Bei SARS-CoV-2 ist vieles anders. Nicht alles ist neu: Einiges konnten sich die Wissenschaftler auch schon vor vielen Jahren von SARS und MERS abschauen, hier wurden sogar schon Impfstoffe entwickelt, die sich noch in klinischen Studien befanden.
  • Man wusste zum Beispiel auch schon, dass sich das Spike-Protein als Antigen eignet und wie man es designt.

„SPIKEVAX“ – MODERNA (mRNA-1273)

  • Nach den Phase-III-Studiendaten der Corona-Vakzine von MODERNA soll dieser Impfstoff auch bei „älteren“ Menschen sehr effektiv wirksam sein. Alle Phase-III-Studiendaten sind nun veröffentlicht: Der Moderna-Impfstoff ist ähnlich wirksam und verträglich wie die mRNA-BioNTech/Pfizer-Vakzine – aber vor allem viel „einfacher zu lagern“.

Im Vergleich zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer braucht MODERNA (mRNA-1273) – wie schon erwähnt – „keine ultratiefe Kühlung“. Die neue Vakzine kann nach Herstellerangaben bis zu 12 Stunden bei Raumtemperatur, 30 Tage im Kühlschrank (2-8°C) und bis zu vier Monate im Gefrierschrank (−20°C) gelagert werden. (Quellen: NEJM 2020; online 30. Dezember (COVE-Studie, Kommentar); Meldung von Moderna. (Quelle: ÄRZTEZEITUNG Januar 2021)

Laut dem „FDA-Briefing Document Moderna COVID-19 Vaccine“ lag die Wirksamkeit von MODERNA (mRNA-1273) nach nur einer Dosis bei 80,2% .

USA: Die Ergebnisse der Coronavirus Efficacy (COVE) Studie zum Moderna Impfstoff mRNA-1273 sind jetzt Anfang 2021 im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Die Vakzine wurde vom Unternehmen Moderna und dem US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) gemeinsam entwickelt.

Ähnlich wie bei der mRNA-Pfizer/BioNTech-Vakzine setze der volle Schutz bei „MODERNA“ ebenfalls etwa 10 Tage nach der ersten Dosis ein, mit einem „maximalen“ Effekt erst nach der zweiten Dosis im Abstand von ca. 6 Wochen.


Nebenwirkungen

Nach einer Impfung – mit dem Moderna Vakzin – scheint es sehr selten zu späten lokalen Hautreaktionen kommen zu können. Eine Gruppe von Ärzten aus den USA berichtet von ihren Fällen: Die Allergologin und Forscherin K. Blumenthal, die auch an der Harvard Medical School unterrichtet, teilte ihre Ergebnisse auch auf Twitter. Als Reaktion berichteten einige Menschen, dass es ihnen ähnlich ergangen war. Als Therapie rät sie eine anschließende Behandlung mit oralen Antihistaminika wie Fexofenadin, sowie NSARs oder Paracetamol und eine Kühlung mit Eis… Kaum allergische Reaktionen gebe es dagegen nach zweiter Impfung.


14. 07. 2021: Sehr selten Myokarditis und Perikarditis nach Impfungen mit mRNA-Vakzinen

Der PRAC ist zu dem Schluss gekommen, dass Myokarditis und Perikarditis in sehr seltenen Fällen nach der Impfung mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) auftreten können. Grundlage der Empfehlung sind nun Daten von 145 Patienten mit Myokarditis im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die Comirnaty erhalten hatten. (Anm.: PRAC=Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz ist ein wissenschaftlicher Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur).

Experten empfehlen deshalb, beide Krankheitsbilder als neue Nebenwirkungen in Produktinformationen aufzuführen. Ärzte und Patienten sollten sensibilisiert werden, auf Symptome zu achten. Dazu zählen Atemnot, ein unregelmäßiger, starker Herzschlag und Schmerzen in der Brust. (Quelle: DAE@aerzteblatt.de).


23. Juli 2021:
EMA empfiehlt nun auch den mRNA-Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche

Ende Mai 2021 schon war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent. Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA nun auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ab sofort gespritzt werden.

Das Präparat von Moderna «Spikevax» wäre damit also der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf.


1… 2… 3… 4…


DIE ERSTEN IMPFSTOFFE im Einzelnen…

Das Mainzer Unternehmen BioNTech hatte in dem „US-Konzern Pfizer“ einen renommierten Partner gefunden, der viele Millionen Vakzine herstellen kann. Das Mainzer-Unternehmen „BIONTECH“ und sein US-Partner PFIZER sowie der US-Konzern „MODERNA“ – gefolgt vom britischen Pharma-Konzern ASTRAZENECA (der mit der Uni Oxford zusammenarbeitet) waren 2021 die „ERSTEN“.


Der mRNA – BioNTech – PFIZER – Impfstoff:
Namen „Comirnaty® (vorher: BNT162b2)

Er war als Erster da: Der Wirkstoff heißt: Tozinameran.

Das Mainzer Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer wollen in diesem Jahr 2021 unter bestimmten Voraussetzungen noch mindestens zwei Milliarden Dosen ihres Corona-Impfstoffs herstellen.

mRNA-Hersteller/Entwickler: BioNTechFosun Pharma und Pfizer:
Auch der BioNTechImpfstoff wurde am 21. Dezember 2020 von der EMA auch für Europa zugelassen. Seit 27.12.2020 wird nun auch in Deutschland (2x) damit geimpft. Der Impfstoff ist ein mRNA Impfstoff (eingebettet in Lipid-Nanopartikel) dazu später mehr Ausführlicheres.


NEBENWIRKUNGEN? Eine vorläufige Studie habe „Dutzende von Fällen” von Myokarditis bei mehr als 5 Millionen Geimpften gezeigt, hauptsächlich nach der 2. Dosis und vor allem bei jungen Männern in ISRAEL, wie es in dem (an die Medien geleakten) Bericht heißt.

ISRAEL:

April/Mai 2021: Israel untersucht derzeit einige Myokarditisfälle bei jungen Männern nach Impfung mit BioNTech/Pfizer-Impfstoff:

Das Unternehmen Pfizer erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters, dass es sich zwar der israelischen Beobachtungen der Erkrankung bewusst sei, die überwiegend bei jungen Männern aufgetreten sei, die den Impfstoff von Pfizer/Biontech erhalten hätten: Eine vorläufige Studie habe ein paar „Dutzende von Fällen” von Myokarditis bei mehr als 5 Millionen Geimpften gezeigt, hauptsächlich seien diese nach der 2. Dosis und vor allem bei jungen Männern aufgetreten,
„Es gibt aber derzeit keinerlei Hinweise darauf, dass Myokarditis ein Risiko im Zusammenhang mit der Anwendung des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer/BioNTech darstellt“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Impfstoffhersteller. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Allergische Reaktionen auf mRNA-Impfstoffe bleiben aber insgesamt sehr selten.


Wichtiger Hinweis: Die zweite Impfung NICHT verschieben!

INFO der STIKO: Zweite Dosis des Corona-Impfstoffes „nicht“ aufschieben: Der Hersteller BioNTech hatte explizit darauf hingewiesen, dass in der Phase-III-Studie die „Sicherheit und Wirksamkeit“ des Impfstoffs nur für den Fall untersucht wurde, dass auch die zweite Dosis 6 Wochen nach der ersten Impfung „zuverlässig“ erfolgt (!)

Mai 2021: Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, den Impfabstand bei mRNA-Impfstoffe auszureizen und die Zweitimpfung künftig immer erst nach sechs Wochen zu spritzen. Das geht aus ihrer neuen Covid-19-Impfempfehlung hervor. Diese hat das unabhängige Expertengremium nun zum vierten Mal aktualisiert und einen entsprechenden Entwurf vorgelegt.

Die Effektivität von mRNA-Impfstoffen wird derzeit weltweit nicht infrage gestellt. Auch die Hoffnung auf eine längere Wirksamkeit erscheint vielen Experten berechtigt zu sein. Inwieweit derzeit aber die Labortests die klinische Schutzwirkung abbilden, ist noch nicht ganz sicher. Moderna hinkt hier auch etwas hinter Pfizer/Biontech her. (www.aerzteblatt.de)

Nachdem der Hersteller BioNTech/Pfizer zeigen konnte, dass die Schutz­wirkung seines Impfstoffs BNT162b2 über mindestens 6 Monate anhält, kann auch „Moderna“, der Hersteller der 2. zugelassenen mRNA-Vakzine, in einer Studie belegen, dass die Impfung mit mRNA-1273 anhaltend hohe Antikörpertiter erzeugt. (NEJM, 2021; DOI: 10.1056/NEJMc2103916).
Anm.: NEJM = The New England Journal of Medicine – ist weltweit eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften.


NEWS

17.05.2021: Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist jetzt einfacher zu lagern:
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Bedingungen für die Lagerung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech und Pfizer erleichtert.

Der aufgetaute, unverdünnte Impfstoff kann bei Kühlschranktemperaturen von 2 Grad bis 8 Grad für 31 Tage gelagert werden, statt wie bisher 5 Tage, wie die EMA mitteilte.

Ende Mai 2021 schon war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für Jugendliche (12- bis 17-Jährige) zugelassen worden.


Anders als in den USA hatte die EMA hier keine Notfall­zulassung, sondern eine „ordentliche“ Zulassung ausgesprochen. „Damit ist ein wichtiger Unterschied für die Menschen verbunden, die sich impfen lassen möchten“, sagt Professor Glaeske, „weil nur in diesem Fall der Hersteller für Impf­zwischenfälle und unerwünschte Ereig­nisse haftet.“ Der Experte vermutet, dass es viele Monate dauern wird, bevor alle, die sich impfen lassen wollen, ihre Impfung auch bekommen haben. Anm.: Professor Dr. Gerd Glaeske (*1945) ist Impfexperte, Pharmazeut und Gesundheitswissenschaftler an der Uni Bremen. (Quelle: www.aerztezeitung.de.


BioNTech kann nun auch in Marburg den Impfstoff ausliefern:

Die EMA hat zwei Produktionsstandorten von Corona-Impftsoffen in Deutschland und den Niederlanden nun die Zulassung erteilt. Das Werk in Marburg PRODUZIERT den Impfstoff von BioNTech und die Firma Halix In niederländischen Leiden stellt das Präparat von AstraZeneca her. „Wir erwarten… sagte die EU-Gesundheitskommisarin Stella Kyriakides – dass diese Impfstoffe, die in diesem Werk nun ausreichend dort hergestellt werden, auch umgehend an die EU ausgeliefert werden, als Teil der vertraglichen Verpflichtungen und festen Zusagen von AstraZeneca. Von den enttäuschenden Lieferkürzungen der letzten Monate seien viele Länder betroffen“…


Auf die einzelnen neuen Impfstoffe wird noch im weiteren Verlauf genauer einzeln eingegangen.


Mutationen sind absolut keine Besonderheit bei allen VIREN- Gattungen – wie auch bei SARS-CoV-2 – sie finden seit vielen Millionen Jahren ständig statt. Dabei verändert sich auch ständig das Erbgut des Erregers, um sich an seine Umwelt besser anpassen zu können….

Survival of the Fittest…


Neuere Mutationen: Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern führender US-Universitäten…

Mutationen deuten darauf hin, dass die Impfungen von Moderna, Johnson&Johnson, Astrazeneca/Pfizer und Sinovac auch gegen die zuerst in Südafrika gefundene Variante, namens B.1.351 (Beta) deutlich weniger wirksam sind.

Corona-Neuinfektionen:
Juli 2021: Allerdings hat nun die ursprünglich in Indien beschriebene Delta-Variante (B.1.6.17.2) von SARS-CoV-2 hat in Sachen COVID-19 weitgehend die Weltherrschaft übernommen:

Studien haben ergeben, dass die frühere englische B.1.1.7-Variante (Alpha) – die in 94 Ländern, darunter auch in den USA, nachgewiesen wurde – langsam verschwindet. Neuere Erkenntnisse deuten auch darauf hin, dass Menschen, die mit der neuen Delta-Variante (B.1.6.17.2) infiziert sind, ein „höheres Sterberisiko“ haben als bei anderen Virusvarianten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Varianten eine sog. „Escape-Mutation“ besitzen, die verhindert, dass die Antikörper, die als Reaktion auf das ursprüngliche Virus gebildet werden, diesen auch tatsächlich erkennen (sog. Flucht-Mutanten).

Das bedeute, dass evtl. auch für bereits geimpfte Personen möglicherweise später im Jahr nochmals eine dritte Folgeimpfung (Booster) hinzukommt.

Allerdings sind Menschen, die bereits geimpft wurden oder an COVID-19 erkrankt sind, bis dahin immer noch dem Risiko einer „erneuten“ Infektion – unter anderem – neuerer Virus-Varianten ausgesetzt. Damit bietet eine einzige Dosis gegen die Variante noch nicht wirklich ausreichenden Schutz, und selbst vollständig Geimpfte könnten sich – wenn auch selten – erneut infizieren und möglicherweise das Virus weitergeben. Dazu später mehr…


August 2021: Obwohl also jetzt über 56 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz genießt, könnten die Neuinfektionen auch in Deutschland im Herbst wieder gefährliche Höhen erreichen, da die Delta-Variante (B.1.6.17.2) nun weltweit das Zepter übernommen hat.

Die erstmals (Anfang 2021) in Großbritannien entdeckte, ansteckendere Variante ALPHA B.1.1.7 machte damals früh schon etwa sechs Prozent aller neuen Corona-Fälle in Deutschland aus, so Lothar Wieler. In 13 von 16 Bundesländern war sie schon früh nachgewiesen worden. „Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle“, sagte Wieler schon damals. (Anm.: Lothar Heinz Wieler (*1961) ist ein deutscher Tierarzt und Fachtierarzt für Mikrobiologie. Seit März 2015 ist er Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI).

Man kann sich also > auch wenn zweimal geimpft < mit einem der neuen Corona-Virus „Mutanten“ z.B. derzeit der DELTA-Variante – anstecken.

Es gibt also keinen hundertprozentigen Schutz: Es gilt weiter, Kontakte zu beschränken und die AHA+L+A (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften und Corona-Warn-App nutzen!) einzuhalten – nur das ist wichtig zu wissen!


MUTATIONEN

Hierzu gibt es (unten und oben in der Leiste) bei „4.3. Mutanten-Varianten“ Ausführlicheres…


„Survival of the Fittest“

Dies bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der „am besten angepassten“ (!) Individuen. Dieser Ausdruck wurde im Jahr 1864 durch den britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägtWikipedia (link)

>>> Das ist quasi das Erfolgs-Rezept der erfolgreichsten Virus-Mutanten! <<<

NEWS – Hintergrund-Informationen…kurz zurück zum AstraZeneca-Impfstoff – zunächst wie alles begann:

Der für Aufregung sorgende Astra-Zeneca-Impfstoff ist eigentlich gar kein Astra-Zeneca-Impfstoff. Entwickelt wurde er von Experten der Universität Oxford und deren Ausgliederung die Firma „Vaccitech“: Diese Start-Up-Firma Vaccitech wurde 2016 gegründet von den Impfstoffforschern Sarah Gilbert und Adrian Hill, Professoren an der Universität Oxford.
Der Pharmariese Astra-Zeneca wurde dann auserkoren, diese Impfstoff-Massenproduktion zu organisieren, Dem ursprünglichen Start-Up Vaccitech brachte die Weitergabe der Technologie später dann 2,5 Millionen Dollar ein.

ASTRAZENECA
Er war DER 1. VEKTOR-IMPFSTOFF in Europa:
Impfstoff AZD1222 (ChAdOx1 nCoV-19)

VEKTOR: Diese Art Impfstoffe, die mit Hilfe eines Trägervirus funktionieren, nennt man Vektorimpfstoffe. Das Wirkprinzip ist recht neu, aber es existieren bereits andere, ältere Vek­torimpfstoffe, zum Beispiel gegen den Ebolaerreger.

Wie bei allen anderen Vektor-Impfstoffen wird auch bei dem Astrazeneca-Impfstoff der Bauplan für Erreger-Antigene in das Genmaterial von harmlosen Viren eingebracht, den sog. Vektoren. Diese Viren können ihre genetischen Informationen – inklusive dem Antigen-Bauplan – in menschliche Zellen einbringen und diese dazu befähigen, das gewünsch­te Antigen zu produzieren. Das von den körpereigenen Zellen erzeugte Antigen ruft das Immun­­system auf den Plan und induziert die Immunität.



Die Impfgeschichte hat in Deutschland nun seit diesem Jahr schon mehrere Kapitel.

Zunächst galt der Vektor-Impfstoff als guter Impfstoff für Jüngere. Dann folgte eine Impfpause, weil es einige wenige Todesfälle (durch Thrombosen) nach der Impfung gegeben hatte. Danach hieß es von Seiten der Ständigen Impfkommission (STIKO), einer 18-köpfigen Expertengruppe: Der Impfstoff sei hauptsächlich für Leute über 60 Jahre geeignet.

Astrazeneca nimmt für seinen Vektor-Impfstoff ein verändertes Schimpansenvirus, Johnson & Jonson ein humanes Schnupfenvirus. „Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der „Vektor“ selbst die Ursache für die Nebenwirkungen ist“, sagte Prof. Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn.

Bedenklich… ein Hin- und Her…?

Impfstoffe schützen nur vor einer Sache: Der Infektion oder der Infektion plus Krankheit“, sagte Susan Ellenberg, Biostatistikerin an der University of Pennsylvania, die einst die „Nebenwirkungen“ von Impfstoffen bei der FDA verfolgte. „Sie schützen dich nicht vor allem anderen, was dir möglicherweise noch alles passieren könnte“:


Ausführlicheres zur seltenen Nebenwirkung der COVID⁠-⁠19⁠-⁠Impfung – wie oben schon erwähnt:

Juni 2021: Aktueller Impfstatus – Die COVID-19-Impfkampagne läuft in Deutschland seit nun 6 Monaten.

SELTENE NEBENWIRKUNG – TTS: Thrombosen und Todesfälle

  • „Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom“ [TTS]
  • bzw. einer „Vakzine-induzierten immunthrombotischen Thrombozytopenie“ [=VITT]: 

Sehr seltene Fälle nach einer Impfung:

Nunmehr ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass die Covid-19 Erkrankung wohl keine ausschließliche Lungenerkrankung ist – es ist wohl eher eine Gefäßerkrankung. Damit werden die häufig auftretenden Gefäßkomplikationen nach Infektion und auch nach Impfung, die bisher nur klinisch diskutiert wurden, auch biologisch erklärt.


Die meisten TTS-Meldungen beziehen sich auf Hirn-/Sinusvenenthrombosen.

Bis zum 01.06.2021 wurde dem Paul-Ehrlich-Institut wie folgt gemeldet:

102 Fälle einer TTS nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) gemeldet.

67 Meldungen betrafen Frauen. In 44 Fällen lag das Alter zwischen 20 bis 59 Jahren. In 16 Fällen lag das Alter zwischen 60 und 69 Jahren. In sechs Fällen zwischen 70 und 79 Jahren. In einem Fall gab es keine Information zum Alter.
35 Meldungen betrafen Männer. In 20 Fällen lag das Alter zwischen 20 und 59 Jahren. In neun Fällen lag das Alter zwischen 60 und 69. In zwei Fällen lag das Alter zwischen 70 und 79 Jahren und in einem Fall zwischen 80 und 89 Jahren. In drei Fällen gab es keine Angaben zum Alter.
21 Personen sind an den Folgen des TTS verstorben: 13 Frauen und 8 Männer.

Für mRNA-Impfstoffe besteht kein Signal für TTS. Daher stellt das PEI ausschließlich Meldungen eines TTS nach Vektorimpfstoffen aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht dar.

(Quelle: https://www.pei.de/DE/service/presse/aktuelles/aktuelles-inhalt.html)


ENGLAND:

22.04.2021: London – In Großbritannien sind nach vorläufigen Erkenntnissen nun insg. 168 Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Zusammenhang mit der Coronaimpfung des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca aufgetreten. 32 der Fälle seien tödlich verlaufen.

Das Syndrom nennt man in England auch: „Vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia“ (VITT) – also eine – durch die Impfung verursachte – Erkrankung…


Die „Impfstoffinduzierte“ immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT)… ist sehr selten:

  • 01.06.2021: Einer von 500.000 Impflingen:
  • Bisher aufgetreten sind also 0,0001 Prozent bei bisher 50 Millionen Impflingen d.h. einer von 500.000 Geimpften… Die seltene Störung kann typischerweise 4 bis 16 Tage nach der Impfung auftreten, wenn die Patienten sich von der normalen Impfreaktion schon erholt haben. 

Beispiel- man stelle sich vor: In einer Stadt mit 500.000 Einwohnern gebe es also eine einzige VITT bzw. TTS – Erkrankung… Sehr seltene Fälle des Impfstoffinduzierte“ immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT) könnten also nach einer Impfung auftreten. Bisher war dies also aber auch nur bei den Vektor-Impfstoffen der Fall…

Denver/Colorado ACHTUNG: KEIN HEPARIN GEBEN – Eine impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT), zu der es in seltenen Fällen nach COVID-19-Impfungen mit adenovirusbasierten Vakzinen (Vektor) kommen kann, darf nicht mit Heparin behandelt werden. US-Mediziner haben jetzt gute Erfahrungen z.B. mit dem Thrombin-Inhibitor Bivalirudin gemacht.

Ärztezeitung: Frühzeitige Behandlung verhindere Thrombosen nach Coronaimpfung:
Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung der Impfkomplikation VITT kann Patienten vor schwe­ren Thrombosen schützen. Dies zeigt ein Fallbericht, den Mediziner aus Österreich im Journal of Thrombosis and Haemostasis (2021; DOI: 10.1111/jth.15346) publizierten.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123928/VITT-Fruehzeitige-Behandlung-verhinderte-Thrombosen-nach-Coronaimpfung?fbclid=IwAR1xFpOI04yz-wQ4_FntIbDzC4LuVKhcOSqCKkJS1Glp6Lby_9Pb0jR9jXI

VITT:
Vakzin-induzierte immunthrombotischen Thrombozytopenie

  • Weiteren Untersuchungen wiesen darauf hin, dass die Aktivierung der Blutplättchen (Thrombozyten) durch eine Immunglobulintherapie und Antikoagulation gehemmt werden kann, was für die Behandlung von Patienten mit VITT von großer Bedeutung sein kann.

Die rechtzeitige Diagnose der impfinduzierten Thrombose ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung.
Nach klinischer Erkennung: Sofortige Labordiagnostik in Spezialzentren durchführen lassen. Unter der Ärztlichen Leitung von Professor Dr. Tamam Bakchoul etablierte das Zentrum für Klinische Transfusionsmedizin (ZKT) in Tübingen diese Spezial-Tests in seinem Labor und bietet sie auch bundesweit in anderen Krankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren an. (Quelle: Fachzeitschrift Haematologica  sowie: Journal of Thrombosis and Hemostasis)

14.07.2021: Eine neue Studie analysierte nun umfangreiche Gerinnungsprofile gesunder Personen nach der ersten Gabe eines Vektor- oder mRNA-Impfstoffs. Die Studie lieferte keinen Hinweis darauf, dass die Impfstoffe das generelle Thromboserisiko erhöhen. Das bedeutet, dass die beobachteten Komplikationen wahrscheinlich durch einen seltenen autoimmunologischen Prozess ausgelöst wurden. „Zum Glück wissen wir, wie die seltene Komplikation erfolgreich behandelt werden kann.“ schlussfolgert DGN-Generalsekretär Prof. Peter Berlit (*1950) Neurologe – Professor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. – (Quelle: Coliquio)

Dazu später noch Ausführlicheres.


Thrombosen…Thrombenbildung in Venen…Blutblättchen-Ansammlungen in Gefäßen anschaulich erklärt…

13.04.2021: Diese seltene Nebenwirkung (VITT) ist nun aktuell – wie erwartet – auch bei dem zweiten anderen Vektor-Impfstoff aufgetreten, wie Johnson & Johnson.

Was passiert nun mit den Zweitimpfungen nach AstraZeneca?

Geklärt ist nun auch endlich die wichtige Frage der nötigen zweiten Impfdosis:

HETEROLOGE NACHIMPFUNGEN (!)

06.04.2021: Neue STIKO-Empfehlungen

Kürzlich veröffentlichte die STIKO die vierte Version ihrer Empfehlung zur COVID-19-Impfung. Darin gehen die Experten auch auf die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca ein. „Eine begonnene Grundimmunisierung muss normalerweise auch nach derzeitigem Erkenntnisstand mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden. Eine Ausnahme gilt für Personen im Alter <60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit dem AstraZeneca-COVID-19-Impfstoff erhalten haben. Für diese Personen wird empfohlen, anstelle der zweiten AstraZeneca-Impfdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Die STIKO empfiehlt eine Studie, die derzeit immunologische Effekte nach dem heterologen Impfschema untersucht.“

Mai 2021: Nach AstraZeneca-Debakel: Die Erst- und Zweit-Impfung Lösung?

Anfang Mai 2021 hat nun die Zeitschrift Lancet eine Interimsanalyse der britischen Com-COV-Studie der Corona-Studiengruppe an der Universität Oxford in Form eines Research Letter publiziert.
Diese Com-COV-Studie ist die Studie, auf die all jene Länder gespannt warten, in denen die zuständigen Gremien beschlossen haben, bei einer Erstimpfung mit dem COVID-19 Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) eine so genannte heterologe Booster-Impfung zu empfehlen, also eine Auffrischimpfung mit einem anderen, nämlich mRNA-basierten, Impfstoff z.B. BioNTech oder Moderna.

15.07.2021: Der Wechsel von dem Astrazeneca-Impfstoff „Vaxzevria“ auf einen mRNA-Impfstoff (z.B. BioNTech) führt (nachgewiesen) zu einer deutlich verbesserten Immunreaktion (auch gegen die Mutation „Beta“). Es kommt allerdings auch häufiger zu Nebenwirkungen.(Deutsches Ärzteblatt)


Wann Geimpfte zum Arzt gehen sollten:

26. MÄRZ 2021: Menschen, die nach der Impfung ungewöhnlich starke Kopfschmerzen spüren, sollten demnach umgehend einen Arzt aufsuchen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie sei dabei allerdings die Immunreaktion, die ein bis zwei Tage nach der Impfung auftritt, zu unterscheiden von ECHTEN Komplikationen, die sich in der Regel erst ab Tag vier nach der Impfung bemerkbar machen. Auch im Falle einer Thrombose ist schnelles Handeln erfolgreich: Durch ein intravenöses Immunglobulin (ivIgG), also ein spezielles Eiweißmolekül, das dem Patienten gegeben wird, könnten die Blutplättchen blockiert werden, sodass der – die Thrombose auslösende – Mechanismus im Körper gehemmt würde. Die Blutgerinnsel könnten dann auch durch gerinnungshemmende Medikamente schnell aufgelöst werden. Diese sehr seltene Immunthrombozytopenie ist, im Gegensatz zu COVID-19, eine meist gut behandelbare Erkrankung.

Wissenschaftler der Uni Greifswald

„Ich rate Patientinnen und Patienten dann einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach drei bis vier Tagen noch immer deutliche Symptome haben oder diese nach kurzer Pause immer wieder neu auftreten“, erläutert Mediziner Prof. dr. med. Andreas Greinacher (Wissenschaftler der Uni Greifswald). Da die Thrombosen-Bildung (nach Impfung mit AZ) sehr unwahrscheinlich sei, gebe es aus seiner Sicht keinen Grund, bereits bei leichten Immunreaktionen ein bis zwei Tage nach der Impfung schon eine ärztliche Untersuchung auf eine mögliche Thrombose als Ursache zu beginnen. (Quellen: Deutschesgesundheitsportal.de und Focus online/Wochit)

Die Greifswalder Forscher haben zudem ein „Testverfahren“ entwickelt, das helfen soll, die – nach der Corona-Impfung – auftretenden „Antikörper“ zu erkennen. „Dieses Verfahren testet, ob die speziellen „Abwehrstoffe“ auch im Blut vorhanden sind. Dieser Test kann angewendet werden, wenn es nach der Impfung zu entsprechenden Symptomen z.B. einer Thrombose kommt“, erklärt Greinacher.

12.04.2021: SARS-CoV-2: Was tun bei Verdacht auf VITT (oder VIPIT) nach Impfung mit Vaxzevria? Zur Behandlung empfiehlt das Team um *Greinacher die hochdosierte intravenöse Gabe von Immunglobulinen mit dem Ziel die Thrombozytenaktivierung zu hemmen. Diese Behandlung habe sich in der HIT ( =Heparin-induzierte Thrombozytopenie) schon früher bewährt, wobei es meist rasch zu einem raschen Anstieg der Thrombozytenzahl kommen kann. Anm.: *Prof. Dr. med. Andreas Greinacher (*1992), Facharzt für Transfusionsmedizin – in Greifswald.


Gefährdete Impflinge könnten vorher übrigens mit einem bestimmten „Screeningtest“ erkannt werden und im Falle des einsetzenden Blutplättchenmangels – der Thrombozytopenie – auch sofort gut behandelt werden. „Unter den vorliegenden Rahmenbedingungen, also der Möglichkeit spezifisch zu testen und zu therapieren, „überwiege der Nutzen“ einer Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff bei weitem das Risiko, durch die Impfung schweren Schaden zu erleiden“, urteilte kürzlich noch Prof. Dr. med. Johannes Oldenburg. (Uniklinik Bonn: Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin (IHT)

Greifswald und OsloIm Falle der Sinusvenenthrombosen nach den COVID-19-Impfungen mit dem Astra-Impfstoff AZD1222 ist nun ein sehr ähnlicher „autoimmuner“ Mechanismus beschrieben worden.

Für diese seltene Impfkomplikation, die nach der Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff AZD1222 (Vaxzevria) aufgetreten ist, schlagen nun aktuell 2 Forschergruppen im New England Journal of Medicine (2021; DOI: 10.1056/NEJMoa2104840 und NEJMoa2104882) die neue Bezeichnung: „impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombzytopenie“ (VITT) vor.


Habe ich mich mit dem Corona Virus angesteckt?

Deutsches Ärzteblatt: 30. April 2021: Eine wesentlichere höhere Gefährdung sei – laut US-Kardiologen sei das Thromboserisiko durch das VIRUS (COVID-19) selbst – es ist statistisch „deutlich“ höher als durch die Impfung:

Das von der American Heart Association beauftragte Expertenteam um Karen Furie von der Brown University in Providence/Rhode Island weist darauf hin, dass eine CVST (Sinusvenenthrombose) auch im Rahmen einer Erkran­kung an COVID-19 stets – als Komplikation – auftreten kann. Das Risiko sei sogar 8 bis 10 Mal höher als nach Erhalt eines COVID-19-Impfstoffs. Die US-Kardiologen beziehen sich auf eine Untersuchung der Universität Oxford.

ASTRAZENECAS AKTUELL NEUER NAME… ?

VAXZEVRIAvon ASTRAZENECA – ein neuer Name für einen alten Impfstoff…

Astrazeneca hat seit Wochen ein Imageproblem und nun eine aktuelle Namensänderung: Es gibt nun einen neuen Namen seit dem 25. März 2021… Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca heißt von jetzt an Vaxzevria“...Diese Änderung sei schon länger geplant und nun auch bereits von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.


10.05.2021: Die Kombination aus ungewöhnlichen Thrombosen mit einem Mangel an Thrombozyten (auch als impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombozytopenie VITT bezeichnet), die zuerst mit dem vektorbasierten Impfstoff „Vaxzevria“ von Astrazeneca beobachtet wurde, kann nach Einschätzung der EMA auch nach der Gabe der COVID-19-Vakzine von Johnson und Johnson/Janssen auftreten, die ebenfalls Adenoviren benutzt, um das Gen für die Produktion des Spikeproteins in die Zellen zu transportieren. Was die VITT auslöst, ist weiter noch unbekannt. Da die beiden vektorbasierten Impfstoffe betroffen sind, liegt ein Zusammenhang mit den Adenoviren (im Vektor) nahe. (Quelle: www.aerzteblatt.de)


BioNTec / Moderna – mRNA – NEBENWIRKUNG:
Seltene Impfstoff-Komplikation in Israel:


Eine weitere derzeit von den Arzneimittelbehörden untersuchte mögliche Komplikation sind selten aufgetretene Myokarditiden (= entzündliche Erkrankungen des Herzmuskels), von denen im Anschluss an eine Impfung mit den beiden mRNA-Impfstoffen (BioNTec / Moderna) in Israel berichtet wurde. ((Quelle: www. aerzteblatt.de/nachrichten – 10.05.2021).
Aus Sicht des deutschen Experten sind Berichte aus Israel über einen möglichen Zusammenhang zwischen seltenen Fällen von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Corona-Impfungen wenig überraschend und sollten für Geimpfte kein Grund zur Sorge sein. „Das kommt nicht unerwartet und beunruhigt mich nicht. Es geht um wenige Hundert Fälle einer Erkrankung mit meist mildem, kurzem Verlauf bei insgesamt mehr als fünf Millionen Geimpften“, sagte der Kardiologe und Pharmakologe Thomas Meinertz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Auch von anderen Impfungen sei bekannt, dass danach in sehr seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen auftreten könnten, ausgelöst durch eine überschießende Immunreaktion.
Ob es sich bei den Fällen in Israel um eine solche Reaktion handelt, sei aber noch völlig offen. Meinertz weist auch auf die geschärfte Selbstwahrnehmung vieler Menschen nach einer Impfung hin. „Viele Patienten haben eine Erwartungshaltung und berichten dann zum Beispiel von „Herzrhythmusstörungen“. Dabei handle es sich um das normale Grundrauschen, das nun bemerkt werde“…so der Kardiologe. Eine Myokarditis könne nur mit einer Biopsie des Herzmuskels sicher diagnostiziert werden, sagte er. Bei den meist leichten Fällen in Israel sei sie suggestiv diagnostiziert worden, zum Beispiel anhand von Beschwerden wie Brustschmerz, Echokardiogramm, Laborwerten, mittels MRT oder EKG. So bleibt nur die Vermutung, aber kein handfester Beweis. Etwa die Hälfte der Myokarditis-Patienten litten den Angaben zufolge auch schon länger an Vorerkrankungen. Die Erkrankung betreffe insbesondere jüngere Männer.

Im aktuellsten Sicherheitsbericht zu Covid-19-Impfstoffen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom 7. Mai 2021 heißt es, auf der Basis der vorhandenen Daten aus Deutschland sei bisher „keinerlei Risikosignal“ in Bezug auf Herzmuskelentzündungen (wie in Israel) zu sehen.


Wie entstehen Sinusvenen-Thrombosen?

„Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) sind – wie gesagt – sehr seltene Fälle des „Thrombose-mit-Thrombozytopenie Syndroms“ (TTS) nach Impfung.

08.04.2021 – THROMBOZYTOPENIE: Einer neuen Hypothese zufolge verursachen sog. „Autoimmun-Antikörper“, die sich vor allem gegen den Plättchenfaktor 4 richten, eine Thrombozytenaggregation mit nachfolgendem Blutplättchenmangel.


Thrombosen…Thrombenbildung in Venen…
Die Blutblättchen-Ansammlungen in Gefäßen

Labor-Nachweis: Thrombosen nach den COVID-19-Impfungen:

Eine Diagnose ist in Laboren meist durch den Nachweis von Antikörpern gegen bestimmte PF4/Heparinkomplexe jederzeit möglich.

WICHTIG: Nach der Gabe der beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und „ModeRNA“ ist – im Gegensatz zu Vektor-Impfstoffen – diese Komplikation bisher nicht beschrieben worden.

Es gibt bisher keinen Hinweis darauf, dass das Phänomen auch bei den anderen mRNA-Impfstoffen auftritt, bisher also ausschließlich bei den beiden Vektor-Impfstoffen (Johnson& Johnson und Astrazeneca) – höchstwahrscheinlich auch noch beim russischen Vektor-Impfstoff Sputnik & Co. (??) – Aber dies bleibt wohl dort noch die große Unbekannte… (Quelle: coliquio – Ärztemagazin)

 (Quellen: Fachzeitschrift „Science“ und https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/)


SINUSVENEN-THROMBOSEN – wie oben schon erwähnt:
VITT: Hochsensitiver ELISA-Test nötig

Die impfstoffinduzierte immune thrombotische Thrombozytopenie (VITT) ist – wie gesagt – eine sehr seltene Komplikation, zu der es nach der Impfung gegen SARS-CoV-2 mit adenovirusbasierten Vakzinen kommen kann. 

„Zur Diagnostik bei VITT-Verdacht sind die meisten HIT-Suchtests ungeeignet, und ein negatives Ergebnis schließt nach COVID-19-Impfung PF4-Antikörper nicht aus. Es muss nach Rücksprache mit dem Labor ein hochsensitiver HIT-ELISA-Test durchgeführt werden“, kommentiert DGN-Generalsekretär Prof. Peter Berlit.

THERAPIE- wie oben schon erwähnt: Bei Patienten mit VITT wird zur Behandlung die Gabe hochdosierter intravenöser Immunglobuline (IVIG) kombiniert mit einer Antikoagulation empfohlen. Dabei sollen die Immunglobuline die Autoantikörper neutralisieren und die Antikoagulation eine weitere Thrombenbildung verhindern.

Wenn in den zwei Wochen nach der Impfung mit einem Vektorimpfstoff anhaltende Kopfschmerzen oder Durchblutungsstörungen auftreten, sollte im Labor die Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie?) gemessen werden.


VIREN SIND NUR IM ELEKTRONENMIKROSKOP SICHTBAR:
Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Es handelt sich um winzige Partikelchen… – eigentlich nur um gut verpacktes Erbgut aus DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle (mit Spike-Proteinen) umgeben ist.  Sie atmen nicht, können sich nicht selbstständig vermehren und betreiben keinerlei Stoffwechsel. Sie haben keine eigene Energiegewinnung und keine Möglichkeit zur Proteinsynthese. Deshalb sind sie streng genommen auch keine Lebewesen. Viren sind winzig, nur rund 20 bis 300 Nanometer groß. Sie sind nur im Elektronenmikroskop sichtbar. Einige Viren sehen dort beinahe wie Kaulquappen mit einem langen Schwanz aus, andere sind rund oder auch stäbchenförmig.
Außerdem können sie sich nur mit Hilfe einer „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) vervielfältigen und verbreiten.
Viren dringen in tierische, pflanzliche oder menschliche Zellen ein. Sie verwenden diese lebenden Zellen als „Wirtszellen“. Viren können nicht eigenständig existieren, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen also eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können.

WIR SIND Z.B. DIE LEBEWESEN, DIE SIE SPAZIEREN TRAGEN…

vfa: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland

LINK: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov


Wie ist denn nun bisher der weltweite Status der Impfstoff-Entwicklung?

01.08.2021: Weltweit werden derzeit mindestens 303 neue Impfstoffprojekte vorangetrieben (die bereits zugelassenen Impfstoffe eingeschlossen): Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 292 Projekte (Stand 01.08.2021). Dazu kommen noch mindestens 12 weitere Projekte, die sie noch nicht verzeichnet hat.

Bis vor wenigen Jahren hätte man von der Virusanalyse bis hin zur Zulassung des Impfstoffs für „konventionelle“ Impfstoffe zirka 15 bis 20 Jahre angesetzt. Neueste Technologien und auch viel Vorerfahrung durch die Forschung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren (siehe Erläuterung unten) machen nun endlich eine enorme Beschleunigung möglich.

Laut WHO und VfA befinden sich in den letzten Prüfphasen also weltweit viele Impfstoffe, die auf völlig unterschiedlichen „Wirkprinzipien“ beruhen (z.B. DNA, RNA, Protein Subunit oder der besagte Vektor-Impfstoff).


Abgeschwächte „Lebendimpfstoffe“ mit Vektoren

INAKTIVIERT? Da es sich bei diesen Impfstoffen lediglich um abgeschwächte Versionen natürlicher Krankheitserreger handelt, reagiert das Immunsystem – wie bei jedem anderen Eindringling – und mobilisiert sofort eine Reihe von Abwehrmechanismen, einschließlich Killer-T-Zellen und Helfer-T-Zellen und Antikörper produzierenden B-Zellen (die auf Krankheitserreger abzielen, die an anderer Stelle im Körper lauern könnten, z. B. im Blut).

Diese unsere menschliche Immunantwort setzt sich immer weiter fort, bis das Virus völlig aus dem Körper entfernt ist, was bedeutet, dass unsere Gedächtniszellen gegen das Virus genügend Zeit haben, sich immer wieder neu zu entwickeln. Aus diesem Grund können abgeschwächte Lebendimpfstoffe auch eine sofortige Immunantwort auslösen, die fast so gut ist wie die Exposition gegenüber dem echten Virus... ABER: Ohne jedoch dabei krank zu werden.



Die Suche nach Pandemie-Impfstoffen:

Durch einen geeigneten „Vektor“ kann also sofort die „Immunantwort“ gesteigert werden. Bei der Suche nach Pandemie-Impfstoffen sind „Vektorimpfstoffe“ derzeit prominent vertreten. Die Basis bilden – wie erwähnt – harmlose, schon gut bekannte Viren, deren Genom zusätzlich noch die „Bauanleitung“ für ein Coronavirus-Protein enthält. So wird das „Impfantigen“ von den Zellen des Geimpften selbst produziert. Zwei Impfstoff-Kandidaten (nach diesem Prinzip) sind – wie gesagt – schon in der klinischen Abschluss-Entwicklung III.


Die weltweite Suche geht weiter…

Nach der „englischen“ EMA-Zulassung des Vektorimpfstoffes von AstraZeneca (schwedisch-britischer Pharmakonzern) erfolgte hier nun auch kürzlich für die „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“ die USA-Zulassung. Der Gründer und Namensgeber des Unternehmens war der belgische Forscher und Chemiker Dr. Paul Janssen (1926-2003).


AKTUELLES der „Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen“

COVID-19 Vaccine Janssen (J&J) suspension for injection

JOHNSON UND JOHNSON IMPFSTOFF – sei ebenfalls eine erprobte „AdVac-Impfstoff-Plattform-Technologie“ (z.B. erprobt bereits beim Ebola-Impfstoff). ZIKA,HSV,HIV sind derzeit ebenfalls in der Erprobung. Er wurde als „Game-Changer“ propagiert, da er ein „Single-Shot“-Impfstoff ist.

Bereits am 27. Februar 2021 erteilte die US-amerikanische Food and Drugs Administration (FDA) die Emergency Use Authorization (EUA) für einen Impfstoff, der von der belgischen Firma Janssen Pharmaceuticals von J & J zur Anwendung bei Personen ab 18 Jahren entwickelt wurde.

AMERICA FIRST: Zuerst erfolgte nur die USA Notfallzulassungnun ist auch durch die EMA im März 2021 für Deutschland die Zulassung erfolgt.

  • 26.05.2021: Die Zahl der Todesopfer in den USA hatte damals deutlich 3,5 Millionen überstiegen: So war recht früh die FDA auch bereit, den Notfalleinsatz eines dritten Impfstoffs für Erwachsene zu genehmigen. Veröffentlicht wurde die wissenschaftliche Bewertung des „Ein-Dosis-Impfstoffs“ von Janssen/Johnson & Johnson. Die Wissenschaftler kamen dabei zu dem Schluss, dass dieser nicht nur das Risiko einer schweren Erkrankung bei den Geimpften reduziert, sondern auch das Risiko einer asymptomatischen Infektion um 74 % verringert.
  • (Quelle: https://www.medscape.com/viewarticle/946401).

15. März 2021:
DER VEKTOR-IMPFSTOFF (Ad26.COV2.S) ist nun auch auf dem Markt:
„Johnson & Johnson“-Tochter: „Janssen-Cilag GmbH“ (produziert wird übrigens in Deutschland teilweise auch in NEUSS – NRW).

Der Impfstoff ist zur aktiven Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 indiziert.

Wirksamkeit in klinischen Studien:

  • Insgesamt zeigt der Impfstoff in der Studie NCT04505722 nach 28 Tagen einen zu 66% wirksamen Schutz vor einer moderaten bis schweren COVID-19-Infektion. Das ist das Ergebnis einer großen Phase-3-Studie, die auf drei Kontinenten mit fast 44.000 Teilnehmer durchgeführt worden ist.
  • Die Wirksamkeit im Hinblick auf Schutz vor schweren COVID-19 betrug bei allen Erwachsenen ab 18 Jahren nach 28 Tagen 85%. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe: Schwerwiegende, unerwünschte Nebenwirkungen seien nicht festgestellt worden, erklärte der Mutterkonzern von Janssen: Die US-Firma Johnson & Johnson. Das jetzt zugelassene Präparat war von der Johnson-Tochter „Janssen in den Niederlanden entwickelt worden.

„Hier geht es – wie bisher bei allenanderen Corona-Impfstoffen – ebenfalls darum, den menschlichen Körper zur Bildung von Antikörpern gegen das „Spike-Protein“ anzuregen. Dies sind jene „Stacheln“ die dem Coronavirus sein besonderes Aussehen verleihen“…so die Hamburger Infektiologin Marylyn Addo (Uniklinik Hamburg/Eppendorf).

So ist die „Wirkungsweise“ von dem nun neu zugelassenene Impfstoff „Johnson & Johnson“ die gleiche, wie die des Impfstoffs von AstraZeneca, nur dass beide unterschiedliche Trägerviren verwenden:
Die Vektorvakzine (J&J): Adenovirus Typ 26, welcher für das SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein * (Ad26.COV2-S) codiert. – und nicht den Adenovirus Typ 5 der kleine Unterschied…

Der „Single-Shot“ mit nur einer Dosis (!): Es werde aber bereits derzeit doch noch über eine zweite spätere „Booster“-Dosis nachgedacht… (Quellen: www.aerzteblatt.de)



Erprobtes?

  • Die Vektor-Vakzine von Janssen bietet also – wie oben schon erwähnt – einige wichtige Vorteile gegenüber den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna: Eine „einzige“ Impfdosis soll erst einmal genügen, um eine ausreichende Immunantwort zu induzieren.

Zudem kann er bei „Kühlschranktemperatur“ aufbewahrt werden. „Günstiger“ ist er auch noch: 8,50 Dollar pro Dosis verlangt J&J – deutlich weniger als BioNTech (14,75 Dollar) und Moderna (18 Dollar).

  • Ob allerdings die Wirksamkeit des Vektorimpfstoffes an die der anderen mRNA-Impfstoffe auch wirklich heranreicht, muss sich erst noch zeigen. Zumindest was die Sicherheit und Immunogenität angeht, kann das Präparat erst schon einmal überzeugen. (Quelle: DocCheck)

J&J: Einschränkung bei älteren Personen mit Komorbiditäten

  • Obwohl der Impfstoff im Vergleich zur Gesamtbevölkerung bei Personen ab 60 Jahren mit Komorbiditäten eine „geringere“ Wirksamkeit aufweist, sind in dieser Altersgruppe bisher noch keine Covid-19-Todesfälle durch Thrombosen etc. und Fälle mit erforderlicher medizinischer Intensivpflege – wie bei AstraZeneca – bisher aufgetreten.

Für Personen ab 75 Jahren sind die Daten laut FDA allerdings nur bedingt aussagekräftig, da sie noch nicht für eine „Wirksamkeitsbewertung“ ausreichen. (Quellen: www.aerzteblatt.de)


EMA – PRÜFUNG abgeschlossen:
„Johnson & Johnson“-Tochter: Janssen-Cilag GmbH

  • 20.04.2021: Die EMA-Prüfung von COVID-19-Impfstoff Janssen (J&J) ist nun abgeschlossen: Die EMA findet auch – wie erwartet – einen möglichen Zusammenhang mit sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel mit niedrigen Blutplättchen. Die EMA bestätigt, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis aber doch insgesamt positiv bleibt. (www. aerzteblatt.de)


Zwischenfälle, Mutanten…. Varianten…

Kein Mutanten-Schutz? Studienergebnisse von ASTRAZENECA hatten ebenfalls offengelegt, dass das Präparat bisher nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der zuerst in Südafrika entdeckten Variante BETA (B.1.351) schützt. Bei jungen Erwachsenen lag die Wirksamkeit demnach nur bei 22 Prozent. Daraufhin hatte Südafrika vorübergehend seine geplanten Impfungen mit dem Wirkstoff Astrazeneca gestoppt und sie anderen afrikanischen Staaten angeboten.
So haben sich nun die meisten europäischen Länder auch hier von AstraZeneca zurückgezogen, es gab hier – wenn auch nur sehr wenige – „Impf-Zwischenfälle“ mit Blutungsneigungen


Wenn man sich mit dem Virus selbst unwissentlich infiziert? WAS TUN?

WIE SIEHT ES DANN MIT DER THROMBOSE-GEFAHR DURCH DAS VIRUS SELBST NACH EINER ANSTECKUNG AUS? Wenn der Mensch also schon „infiziert“ ist?

Wie oben schon erwähnt – bestehe „natürlich“ auch eine GENERELLE hohe Gefahr durch das Corona-Virus selbst – bei Ansteckung…so RKI-Wissenschaftler.

Die „Ansteckung“ durch das Coronavirus selbst bei einer Erkrankung bestehe unverändert – nicht nur bei hospitalisierten COVID-19-Patienten und intensivmedizinisch therapierte Patienten – sondern „bei jeder Infektion“ als recht hohes Risiko für Thromboembolien (wenn auch seltener „Sinusvenen-Thrombosen“ im Gehirn!). Es gibt hierzu immer mehr Erkrankungsfälle, die dies auch bestätigen…

Jemand mit einer „erhöhten“ Thromboseneigung (Faktor-V-Leiden-Mutation oder die Pille...) müsse ja vielleicht nicht unbedingt mit AstraZeneca geimpft werden, aber das sei doch noch lange kein Grund, die AstraZeneca-Impfung ALLEN ANDEREN vorzuenthalten…meinten bisher die EMA und andere Experten (RKI).
Zur Not müsse man im Vorfeld eine individuelle – nicht von Sensationsmedien geprägte – sondern professionelle, medizinische Aufklärung jedem anbieten. Würden die Hausärzte impfen, wäre vieles deutlich einfacher… denn die kennen ja ihre Patienten genau. (Quelle: SPEKTRUM.DE – Lars Fischer und Esther Megbel 17.03. 2021)

(!) Hoher Schutz durch Einnahme von Antikoagulatien (Gerinnungshemmer) (!)

WICHTIG ZU WISSEN: Dagegen scheint eine „vorbestehende“ Antikoagulantien (z.B. DOAK oder NOAK) – Therapie der Entstehung von Thrombosen bei einer COVID-19-Erkrankung von Beginn an tatsächlich entgegenzuwirken.
Anm.: Antikoagulantien sind Medikamente zur Hemmung der „Blutgerinnung“: Dies wird als Antikoagulation bezeichnet.


Die neuen Mutanten… Impfstoff-Wirksamkeit? Kaum vorherzusagen… Impfstoff-Optimierung aktuell bei AstraZeneca geplant?

Impfstoffe neuerer Generation in Sicht? AstraZeneca und die University of Oxford werden – hinsichtlich der neuen Mutationen – nun ihren Impfstoff so optimieren, dass er auch zusätzlich auf Virusvarianten mit Mutationen abzielt, die z.B. der südafrikanischen Version mit dem Namen BETA (B.1.351) ähneln…. und das wird doch wohl noch dauern… (Quelle: FIERCE pharma)


Der Nachteil:

Bei dem Impfstoff von Astra-Zeneca besteht – wie oben schon erwähnt – z. Zt. der Nachteil, dass sich – bei „zwei“ vollen Dosen Impfstoff (im Abstand von mehreren Wochen) bisher doch nur eine recht schwache Wirkung von 62 % sich zeigte…(Biontech/Pfizer zeige zirka 95%).
Wegen eines „Fehlers“ in der Wirksamkeitsstudie ist der Wert – der mit von AstraZeneca noch damals mit 90% angegeben wurde – deutlich unsicherer als bei den anderen beiden mRNA-Impfstoffen (z.B. BioNTech etc.). Fehler…über Fehler?

Diese nicht unerhebliche Diskrepanz wird also – wie berichtet – derzeit noch weiter erforscht… gemeinsam wohl eben mit den russischen Forschungsstellen.

Aufgrund des unterschiedlichen Studiendesigns kann man, meiner Meinung nach, noch gar keine Aussage treffen, welcher Impfstoff hier besser oder schlechter ist

So kann man aber doch schon für AstraZeneca (Vektor-Impfstoff) heute eine Evidenz für die Reduktion der „Infiziertenrate“ und nicht nur wie bei BioNTech und Moderna (mRNA-Impfstoffe) bezüglich der Reduktion von „schweren“ Verläufen einer Infektion konstatieren. Was besser ist? Das ist hier derzeit wirklich die Frage… und wird sich erst in einigen Monaten zeigen…



MODERNA… ist nun seit dem seit 6. Januar 2021 in der EU zugelassener mRNA-Impfstoff

mRNA-Impfstoffe: Moderna wurde bereits 2010 unter dem Namen „ModeRNA“ in den USA gegründet.

Die Hersteller-Firma „ModeRNA“, Inc. ist ein in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts ansässiges Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln auf der Basis von Messenger-RNA (mRNA) konzentriert hat. Schon im Januar 2020 kündigte Moderna die Entwicklung eines Impfstoffs zur Hemmung der COVID-19 Viruserkrankung an…fast ein Jahr harte Forschungsarbeit: Nun ist es endlich soweit.

06/01/2021: Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: „Wir stellen den Menschen in Europa noch mehr COVID-19-Impfstoffe zur Verfügung. Mit dem Moderna-Impfstoff, dem zweiten nun in der EU zugelassenen Impfstoff, bekommen wir weitere 160 Millionen Dosen….Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich aber im Moment noch nicht beantworten“.

Am schnellsten schon im letzten Jahr 2020 mit Erfolgsmeldungen war bisher das amerikanische Biotech-Unternehmen „Moderna“. Mitte März 2020 begann bereits die erste klinische Studie mit dem Impfstoff mRNA-1273 an 45 gesunden Freiwilligen. Zwei Monate später (Mai 2020) meldet das kleine Unternehmen „vielversprechende Ergebnisse“. Das Biotech-Unternehmen, das mit dem „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID) zusammenarbeitet, hatte bereits im Juli 2020 mit der „Phase 3“ der Studie begonnen. Dann sollte mit mindestens 10.000 Teilnehmern die Wirksamkeit nachgewiesen werden.

ACHTUNG-WICHTIG für Impfärzte:
Die MODERNA-Impfung ist strikt intramuskulär (i.m.) und keinesfalls intradermal, subkutan oder intravaskulär zu verabreichen.

MODERNA (mRNA-1273) ist derzeit einer der erfolgversprechenden „genbasierten“ Impfstoffe, die den synthetisch hergestellten Bauplan eines kleinen Teils von Sars-CoV-2 verabreicht. Die Körperzellen selbst bilden dann Proteine, die der Hülle des Virus ähneln. Auf diese reagiert dann wiederum das Immunsystem sofort und produziert entsprechend Antikörper….

Die mRNA-Impfstoffe: Mit der innovativste Ansatz derzeit… MODERNA

Genbasierte Impfstoffe sind die neuen Hoffnungsträger…Die mRNA-Vakzine des US-Unternehmens „Moderna“ schütze sogar zu 94,5 Prozent und wirke gut bei „Älteren“... allerdings bevor sich die neuen Mutationen ausgebreitet hatten…

Das zugelassene Vakzin wirke auch gegen die englische und südafrikanische Mutante, allerdings bei Älteren etwas schwächer.

NEWS – BOOSTER-IMPFSTOFF: Moderna gab Ende Februar 2021 bekannt, dass das Unternehmen die Herstellung eines variantenspezifischen Impfstoffkandidaten mRNA-1273.351 gegen die Variante BETA (B.1.351) abgeschlossen habe und diese nun für eine klinische Phase-I-Studie bereitgestellt werden. Getestet wird derzeit ein variantenspezifischer Booster-Kandidat, mRNA-1273.351, basierend auf der BETA (B.1.351) -Variante (die erstmals in der Republik Südafrika identifiziert wurde) bei einer Dosis von 50 µg und EIN multivalenter Booster-Kandidat, mRNA-1273.211, der mRNA-1273 mit mRNA-1273.351 in einem einzigen Impfstoff mit einer Dosis von 50 µg kombiniert. Das hört sich vielversprechend an…

Aus einer noch nicht begutachteten Studie der Universität Oxford geht hervor, dass sich die südafrikanische Variante BETA (B.1.351) am stärksten der immunisierenden Wirkung von bisher allen derzeitigen Corona-Impfstoffen entzieht.

Zur Sicherheit passe nun „Moderna“ ihren aktuellen Wirkstoff nun an. „Moderna“ starte derzeit ein klinisches Programm zum Bau eines verbesserten (Booster-) Impfstoffs, der als sogenannte Auffrischung dann evtl. später verabreicht werden könnte. 

BOOSTER-Impfstoffe gegen Mutanten – ist das die Zukunft?

26.02.2021: Univadis  from medScape: Aktuell hat Moderna die Herstellung einer neueren Version seines Impfstoffs nun abgeschlossen, die eine Infektion durch die BETA-Virus-Variante B.1.351 verhindert: Eine Variante, die erstmals in Südafrika identifiziert wurde. Das Unternehmen schickte eigenen Angaben zufolge Dosen dieses mRNA1273.351Booster-Impfstoffs zunächst erst einmal an die National Institutes of Health zur Evaluierung in einer klinischen Studie. Noch ist es nicht soweit mit einer Zulassung… das dauert Monate….




Konkurrenz belebt das Geschäft…

Wie funktioniert das?
mRNA-Impfstoffe… unterschiedlicher Firmen…

WIE FUNKTIONIEREN DIESE mRNA- IMPFSTOFFE EIGENTLICH GENAU?
Corona-Viren sind RNA-Viren. Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren. DNA-Impfstoffe gibt es derzeit noch nicht.

mRNA-Impfstoffe: Sie schleusen nicht das Virus, sondern nur den „genetischen Bauplan“ für Erreger-„Antigene“ in menschliche Zellen ein. Antigene sind meistens körperfremde Stoffe, die in unserem Körper eine spezifische Abwehrreaktion auslösen. Der Name „Antigen“ hat also nichts mit Genen zu tun, wie man fälschlicherweise denken könnte. Er stammt aus dem Englischen und bedeutet „antibody generator“. D.h.: Die „Abwehrreaktionen“ des Körpers werden von u.a. „Antikörpern“ (Englisch: antibody) ausgeführt. Das sind Proteine, die unsere körpereigene Immunabwehr gegen die Krankheitserreger sofort einsetzt. 

Näheres noch einmal zum genbasierten Impfstoff mit Messenger RNA (mRNA)

MAINZ – BioNTech/Pfizer:
Offizieller Name des Impfstoffs ist Comirnaty® – (vorher: BNT162b2).
Es ist ein mRNA– impfstoff (eingebettet in Lipid-Nanopartikel)

WIRKUNGSWEISE (kurzgefasst): Comirnaty®: BNT162b2 wird zur aktiven Immunisierung von Personen (schon ab dem Alter von 16 Jahren) zur Vorbeugung von COVID-19 durch das SARS-CoV-2-Virus angewendet. Das Spike-Protein wird von Immunzellen als Fremdantigen erkannt. Dies löst sowohl T-Zell- als auch B-Zell-Reaktionen aus, um neutralisierende Antikörper zu erzeugen, die zum Schutz gegen COVID-19 beitragen können.

Mai 2021: Laut Aussage BioNTech liegt der Impfschutz nach 6 Monaten bei 91 %. Das zeige, so die Studiendaten, die mit dem Sponsor Pfizer erhoben werden, dass der Impfschutz länger anhält, die Frage, wie lange ist jedoch noch nicht final geklärt. 


Standort?

BioNTech ist kein klassisches, bekanntes Pharmaunternehmen. Seinen Sitz hat es nicht in einer amerikanischen Millionenstadt, sondern im beschaulichen Mainz. „An der Goldgrube 12“ (!) …so lautet die Adresse der Firma… 😉 Seit Oktober 2019 ist BioNTech an der Nasdaq notiert. (Anm.: Nasdaq ist DIE Computer-Börse der US-amerikanischen Freiverkehrshändler in New York. An ihr werden besonders wachstumsträchtige, aber auch spekulative Werte gehandelt.)

Genbasierte mRNA-Impfstoffe:
Das Biotechnologieunternehmen „BioNTech“ aus Mainz hatte gemeinsam mit dem amerikanischen Pharma-Riesen „Pfizer“ eine potentielle Vereinbarung mit der Europäischen Kommission über die Lieferung von Impfstoffdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Demnach sollten im Falle eines klinischen Erfolgs der Forschung an einem Impfstoff und der behördlichen Genehmigung von Ende 2020 an: 200 Millionen Impf-Dosen an Mitgliedstaaten der Europäischen Union geliefert werden. Weitere 100 Millionen Dosen kann die EU-Kommission zusätzlich erwerben. Das BNT162-Programm beruht auf BioNTechs Technologie von Messenger RNA (mRNA).

„BioNTech“ Chef Uğur Şahin (*1965) ist ein deutscher Mediziner türkischer Herkunft, der als Mediziner mit Schwerpunkt „Immuntherapie“ bekannt wurde, war damals schon überzeugt davon, dass in einer intensiven „Kooperation mit Pfizer“ – der Impfstoff bis „zum Jahresende“ 2020 in millionenfacher Ausfertigung zur Verfügung gestellt werden könnte…

BioNTech und Pfizer: Am 20. Juli 2020 hatten die beiden Unternehmen schon eine erste Liefervereinbarung zum Jahresende mit der britischen und mit der deutschen Regierung bekanntgegeben.

BioNTech-Impfstoff neutralisiere nun auch die „südafrikanische“ Corona-Mutante BETA (B.1.351)– erzeuge aber dafür weniger Antikörper…

„Anhand der veröffentlichten Zahlen können wir sicher sein, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTec/Pfizer bis zu 6 Monate nach der Impfung hoch bleibt“ … kommentiert Immunologin Prof. Helen Fletcher von der London School of Hygiene & Tropical Medicine die Ergebnisse. (06.04.2021 doc-check)

BioNTech bereitet sich aktuell nun auf einen neuen Boosterimpfstoff vor. Das bedeutet, dass bereits „Geimpfte“ eine weitere Spritze mit dem veränderten Impfstoff später erhalten könnten. „Ein weiterer Boost, also eine Auffrischungsimpfung, würde also auf jeden Fall die Schutzwirkung deutlich steigern“… sagt Biontech-Chef Uğur Şahin (24.02.2021)  

Der Wettlauf bleibt spannend…

Weitere genbasierte mRNA-Impfstoffe werden nun nach und nach im Jahre 2021 mehr auf den Markt kommen: Deutsch-britische Allianzen: BioNTech“ (und vielleicht später auch im nächsten Jahr 2022 „Curevac“) sind also auf dem Weg in die Weltspitze… zusammen in Zukunft vielleicht mit dem weltweit führenden Impfstoffhersteller Glaxo-Smithkline (GSK)


BioNTech und die USA-PFIZER…

Die amerikanische Firma Pfizer Inc. ist heute ein börsennotierter Pharmakonzern mit Sitz in New York City. Er ist – nach Novartis und Rocheeines der größten Pharmaunternehmen der Welt.

Pfizer und BioNTech entwickelten vor einigen Jahren gemeinsam einen Impfstoff gegen COVID-19, zunächst in den USA und Europa und erhöhten die Produktionskapazitäten zur Unterstützung der globalen Versorgung:

So vereinbarte die deutsche Firma „BioNTech“ (die auch zum Beteiligungsportfolio der *Strüngmann-Familie gehört) zudem auch mit der Regierung in London schon im Jahre 2020 die Lieferung von 30 Millionen Einheiten ihres Covid-Impfstoffs BNT162.
„BioNTech“ hatte dann ENDE 2020 schon früh die erste Zulassung für ihren COVID-19Impfstoff – auch für Deutschland – erhalten, seit März 2021 wird hier damit auch weitgehend flächendeckend geimpft.
Anm.: Die Gebrüder *Strüngmann (*1950) sind ursprünglich die Gründer des Pharmaunternehmens Hexal aus Holzkirchen in Oberbayern. Seit dem Verkauf von Hexal hat die Familie Strüngmann sehr viel Kapital in Biotechfirmen gepumpt. Der unternehmerische Mut zahlt sich nun aus.
Das Strüngmann Family Office ist seit geraumer Zeit Mehrheitsaktionär der Mainzer Firma BioNTech in Mainz. Das Geld für die Gründung von „BIONTECH“ kam damals maßgeblich von den Zwillingen Andreas und Thomas Strüngmann. (Wikipedia). Seit Gründung ist Uğur Şahin Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer) von BioNTech.


BioNTech – gebildet aus dem englischen Begriff Biopharmaceutical New Technologies

Die beiden BioNTech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci kamen beide im Alter von vier Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Beide studierten später zunächst Medizin. Die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffes ist der vorläufige Höhepunkt des Ehepaares – vereint für die Forschung.
BioNTech wurde bereits 2008 auf der Grundlage langjähriger Forschungsarbeiten – die unter anderem damals schon – vom Bundesforschungsministerium in der Gründungsoffensive Biotechnologie (GO-Bio) gefördert und von Uğur ŞahinÖzlem Türeci und Christoph Huber als BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH gegründet.

Im Jahr 2019 erfolgte der Börsengang von BioNTech an der Nasdaq.  Biontech ist damit heute eines von acht deutschen Unternehmen, die an der US-Technologiebörse gelistet sind. (Wikipedia)


Der Pharmastandort Deutschland könnte durch neue „Impfstoff-Erfolge“ nun endlich wieder stärker werden.


Das menschliche Genom:

Nur „Gen-Schnipsel“ und keinesfalls das komplette GEN d.h. nicht die komplette virale RNA kann in die Zelle eingebaut werden.

Ein ungelöstes Problem der SARS-CoV-2-Krankheit besteht derzeit noch darin, dass Patienten häufig viele Wochen nach der Erstinfektion immer noch positiv auf „virale RNA“ bleiben, wie durch PCR nachgewiesen, auch wenn keine Hinweise mehr auf eine virale Replikation vorliegen.

Ende letzten Jahres sorgte ein Preprint für Aufsehen: Corona-Forschern war offenbar der Nachweis gelungen, dass sich SARS-CoV-2 – oder zumindest Teile davon – ins menschliche Genom integrieren kann. Das könnte eine Erklärung dafür liefern, warum in sehr seltenen Fällen Menschen, die sich von einer Sars-CoV-2-Infektion bereits erholt hatten, noch Monate später – wie oben erwähnt – immer noch einen positiven PCR-Test aufweisen.

Forschern ist es nun gelungen, Spuren von SARS-CoV-2 in der DNA von Zellen nachzuweisen, deren sogenannte LINE-1-Elemente aktiv waren. Bei den LINE 1-Elementen handelt es sich um Genabschnitte, die ihren Ort auf der DNA verändern können – sie werden deswegen auch als „springende Gene“ bezeichnet. Geschieht der Einbau zufällig an einer Stelle, die häufig abgelesen wird, können auch (nach dem Abklingen einer Infektion) noch einzelne Virus-Gene gebildet werden, die dann zu einem positiven PCR-Test ohne Infektion führen. Das bedeutet auch nicht, dass diese Menschen infektiös sind, da nur „Gen-Schnipsel“ und nicht das komplette GEN d.h. nicht die komplette virale RNA eingebaut wird. Diese Forschungsergebnisse könnten eine Erklärung für positive PCR-Tests nach durchgestandener Infektion liefern.

(https://www.pnas.org/content/118/21/e2105968118)


16. August 2021: Molnupiravir – ein neuer Hoffnungsträger?

Der Wirkmechanismus des potenziellen Corona-Medikaments Molnupiravir wurde aktuell entschlüsselt:
Molnupiravir wird derzeit in der Klinik erprobt. Molnupiravir bremste in vorläufigen Studien das Coronavirus Sars-Cov-2 bei seiner Vermehrung aus.
Forscher am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben jetzt den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus aufgeklärt.


Die mögliche antivirale Wirkung des potenziellen Coronamedikamentes Molnupiravir:

Der antivirale Arzneimittelkandidat Molnupiravir schleust RNA-ähnliche Bausteine in das Erbgut des Coronavirus SARS-COV-2 ein. So entstehen fehlerhafte RNA-Kopien, diese verhindern so dessen Ausbreitung…. berichten Forschende am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Dadurch könne sich der Erreger nicht mehr vermehren, erläuterte Erstautor Florian Kabinger.  „Nach unseren Ergebnissen wirkt Molnupiravir in zwei Phasen“, erklärte Max-Planck-Direktor Patrick Cramer. Der Zwei-Phasen-Wirkmechanismus von Molnupiravir scheint auch bei anderen RNA-Viren Mutationen auszulösen und deren Ausbreitung zu hindern. Zurzeit befindet sich der Wirkstoff, der ursprünglich als Grippemedikament entwickelt wurde, in der letzten Entwicklungsphase, Phase III. Ob Molnupiravir sicher ist und als Medikament zugelassen werden kann, wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte bekannt. Die Ergebnisse wurden aktuell in „Nature structural & molecular biology“ publiziert (DOI: 10.1038/s41594-021-00651-0).


Letztes Jahr gewann der antivirale Wirkstoff Remdesivir an Aufmerksamkeit, als er als erstes Covid-19-Medikament zugelassen wurde. Auch Molnupiravir ist ein antiviraler Wirkstoffkandidat, der ursprünglich – wie gesagt – als Grippemedikament entwickelt wurde. Dieser nun angewendete „Zwei-Phasen-Wirkmechanismus“ von Molnupiravir scheint auch bei anderen RNA-Viren Fehl-Mutationen auszulösen und diese somit an einer weiteren Ausbreitung zu hindern. Ob Molnupiravir wirklich sicher ist und als Medikament zugelassen werden kann, wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte Ende des Jahres 2021 bekannt.


WAS GIBT ES DENN SONST GEGEN SARS-CoV-2 derzeit auf dem Markt?
ZUNÄCHST IMMER NOCH ETWAS GANZ ALTBEKANNTES…


– Remdesivir –

Da wäre da noch ein altbekanntes VIROSTATIKUM – Remdesivir: Es ist ein Stoff, der die „Vermehrung“ von Viren „hemmt“. Virostatika werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von durch Viren verursachten Infektionskrankheiten (durch Virusinfektionen) verwendet.

19.07.2021: Remdesivir galt einst als Hoffnung für die Behandlung schwerer Fälle von Covid-19. Doch das war wohl unbegründet, zeigt nun eine aktuelle Studie aus den USA. Demnach verringert das Medikament das „Sterberisiko“ nicht wie erhofft. (Spektrum.de)

Remdesivir wurde damals schon eingesetzt bei der Ebolafieber-Epidemie in den Jahren 2014 bis 2016 :
Das schon lange bekannte Virostatikum „Remdesivir“ könnte evtl. die Zeit mit Covid-19 verkürzen…Im Durchschnitt wohl 11 statt 15 Tage…Doch war alles wohl nur ein HYPE?… Das Sterberisiko wird jedenfalls nicht verringert, wie man heute weiß…

In den USA hatte der US-Biotechkonzern Gilead 2020 eine Zulassung für das Medikament „Remdesivir“ in Notfällen erhalten. In einer Anhörung vor dem EU-Parlament wurde bescheinigt, dass Experten die bisher vorliegenden Studiendaten als „robust genug“ einstufen. Auch Japan setzte den RNA-Polymerase-Inhibitor „REMDESIVIR“ ein. Der Hersteller von RemdesivirGilead Sciences, entwickelt nun derzeit eine inhalierbare Form des Arzneimittels, die ambulant leichter zu verabreichen sein sollte.

12.05.2021: Die Entwicklung neuerer antiviraler Medikamente:
Veklury = Remdesivir habe nun ein zweites Ass im Ärmel?

GILEAD SCIENCES: Ein neuerer potenzieller Wirkmechanismus von Remdesivir gegen SARS-CoV-2 wurde nun entdeckt. Damit lassen sich womöglich auch andere Viren bekämpfen.

Das Virostatikum Remdesivir wurde ursprünglich zur Störung eines wichtigen Schritts in der Vermehrung von RNA-Viren entwickelt, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört: Nämlich die Vervielfältigung des viruseigenen Erbguts.
Wie jetzt die Wissenschaftler um Prof. Stefan Knapp vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität Frankfurt herausfanden, zielt ein bestimmter Remdesivir-Metabolit genau auf ein bestimmtes Sars-CoV-2-Multifunktionsprotein (nsP3) welches unter anderem die Aufgabe hat, die Abwehrreaktion der Wirtszelle zu unterdrücken.
Diese unsere Zelle ist nämlich eigentlich einer Virenattacke nicht wehrlos ausgeliefert, sondern setzt zum Beispiel bestimmte Entzündungs-Mechanismen in Gang, um Zellen des körpereigenen Immunsystems zur Hilfe zu rufen.
Mithilfe von nsP3 unterdrücken aber die Sars-CoV-2-Viren quasi diese “Hilferufe“ der Zelle. Um die Produktion der Virus-eigenen Proteine zu beschleunigen, sorgen diese RNA-Viren für eine schnelle  Vervielfältigung ihrer RNA-Matrize. Dazu nutzen sie ein bestimmtes, eigenes Protein (eine RNA-Polymerase), die nun aber von dem Medikament Remdesivir aktiv blockiert werden kann: Es ist eine Substanz, (mit dem Namen: GS-441524) die aus dem Medikament Remdesivir gebildet wird, wenn Remdesivir in eine Zelle eindringt.

Prof. Stefan Knapp erläutert: GS-441524 hemmt die Aktivität einer nsP3-Domäne, die für die Vervielfältigung von Viren wichtig ist, und die mit dem menschlichen zellulären Abwehrsystem kommuniziert.“ Die Strukturanalysen würden zeigen, wie diese Hemmung funktioniert und würden damit eine wichtige Grundlage zur Entwicklung neuer und potenterer antiviraler Medikamente bieten – nicht nur gegen SARS-CoV-2. (Quelle: ACS Med. Chem. Lette. 2021, 12, 4, 603–609)


…So wirke bei Erkrankung doch auch unterstützend die Gabe von Remdesivir plus Dexamethason

So stand 2020 das Virostatikum Remdesivir noch in der „Frühphase“ bei nicht beatmeten Patienten mit Pneumonie und Sauerstoffbedarf zur Verfügung.Es war insbesondere bei Patienten in Studien mit einer „signifikanten Verkürzung der Zeit bis zur Genesung“, nicht jedoch einer geringeren Mortalität, assoziiert.

Das Nukleotidanalogon Remdesivir ist als Virostatikum gegen COVID-19 in der stationären Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Real-World-Studienergebnisse bestätigen die Erfahrung von Ärzten, dass sich die Patienten rasch erholen und das Fieber schnell fällt.
Dtsch Arztebl 2021; 118(25): A-1268

04.06.2021: Bei Corona-Patienten mit schwerer Lungenentzündung und einer Sauerstoffsättigung „unter 90 Prozent“ soll z.B. eine immunmodulatorische Therapie mit Cortison (Dexamethason) erfolgen, da hier doch eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit nachweisbar war“, so Prof. Dr. Christoph Sarrazin (Direktor Zentrum Innere Medizin und Medizinische Klinik in Wiesbaden)

Auch Remdesivir selbst, dass für die Behandlung von Patienten mit COVID-19 per Notverordnung vor einem Jahr zugelassen wurde, war zuerst in Zellkulturen durch eine mögliche Wirkung aufgefallen. Doch auch bei diesem Wirkstoff hatten sich leider die hohen „klinischen“ Erwartungen bisher leider nicht erfüllt.


CHLOROQUIN

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) warnt seit Anfang Juni 2021 vor den Risiken bei Anwendung von Hydroxychloroquin und Chloroquin zur Behandlung von COVID-19.

Vor Chloroquin wird also nun sogar gewarnt: Nebenwirkung u.a. Halluzination – aber es wird immer noch eingesetzt:
Die Wirkstoffe Chloroquin und Hydroxychloroquin können schwere psychiatrische Störungen auslösen, warnt die *EMA. Sie wurden bei COVID-19-Patienten off-label trotzdem eingesetzt. Jetzt sollen die Produktinformationen geändert werden. Anm.: Besser wäre wohl die Produktänderung…
Anm.: Die *EMA ist die Europäische Arzneimittel-Agentur und eine Agentur der Europäischen Union.

April 2021Dr. Till Koch: Die größten Studien zu Hydroxychloroquin war die SOLIDARITY-Study der WHO, in der fünf verschiedene Medikamente überprüft wurden, aber auch die britische RECOVERY-Studie. Diese konnten keinerlei Benefit für die die Patienten zeigen, eher doch ein erhöhtes Risiko für Intubationen oder sogar Todesfälle, ebenso eine QT-Zeit-Verlängerung im EKG. Eine Verlängerung der frequenzkorrigierten QT-Zeit geht mit einem erhöhten Herzrythmusstörungs-Risiko aus der Herzhauptkammer einher. 
Anm.: Dr. Till Koch ist Facharzt für Innere Medizin und an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Gastroenterologie mit Sektionen Infektiologie und Tropenmedizin) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig.


INTERESSANTE OPTIONEN:
Medizinische Hilfe durch monoklonale Antikörper („Tocilizumab“ ) bei Erkrankung an ADE (gefährliche Impfreaktionen)

Es gibt hier ein Notfall-Medikament, das vielversprechende Wirkung gegen ein gefährliches ADE-Phänomen verspricht: Tocilizumab“ dockt an Zellen an, um die Entzündungsreaktion zu stoppen. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Tocilizumab, ein Wirkstoff, der einen Zytokinsturm verhindern kann. Tocilizumab blockiert die Zellrezeptoren, die Zytokine im Körper benötigen, um Entzündungen auszulösen. Vor dem Hintergrund, dass die Abwehrzellen von Covid-19-Patienten zu viel Interleukin-6 freisetzen und es so zu schweren entzündlichen Reaktionen kommt, setzen Mediziner aktuell große Hoffnungen in Präparate mit Tocilizumab.
Chinesische Mediziner hatten bereits Anfang Februar 2020 Covid-19-Patienten erfolgreich mit Tocilizumab behandelt und hierüber berichtet. (Quelle: PNAS: Proceedings oft he National Academy of Sciences of the United States of America).

Anm.: Das ADE-Phänomen (= infektionsverstärkende Antikörper!) wird am Blog-Artikel-Ende nochmals gesondert beschrieben!

Bekannt ist aber seit kurzem auch, dass bei der neuen Impfstoff-Produktion nun diese gefährliche Immun-Pathogenese „ADE“ (z.B. bei SARS-CoV-2-Impfstoffen) durch Zugabe eines bestimmten Adjuvans im Impfstoff (ein delta-Inulin-basiertes Polysaccharid) vielleicht doch vermieden werden kann. (!)

Alle Impfstoffe, die das *Spike-Protein verwenden,könnten“wie bei Mers- und Sars-Studien beobachtet, zur Bildung von infektionsverstärkenden Antikörper (ADE) und einer Immunpathogenese führen. Anm.: (Z.B. *Proteinbasierte Impfstoffe und VLP)

Das Prinzip von Proteinbasierten Impfstoffen (z.B. auch die Grippe-Impfung) und den *VLP-Impfstoffen: In Protein-Impfstoffen sind also die Proteine des Erregers, gegen den die Impfung schützen soll, das Impfantigen.

Im Fall von SARS-CoV-2 ist dies hauptsächlich das Spike-Protein. Diese Spike-Proteine werden in speziellen Zellen des Immunsystems, den Antigen-präsentierenden Zellen, aufgenommen und dort auch aufgespalten. Diese Spaltprodukte werden dann dem Immunsystem präsentiert, was dann sofort auch eine Immunantwort auslöst. Die Impfung WIRKT…

Anm.: *VLP-Impfstoffe enthalten Virus-like Particles. Anders als Viren sind die VLP aber „nicht“ vermehrungsfähig. Beispiele für VLP-Impfstoffe sind die Vakzinen gegen Krankheiten, die von humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden. So gibt es u.a. auch einen therapeutischen Impfstoff zur Behandlung der chronischen Hepatitis B (CHB) – (wikipedia)


März 2021: Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln Medikamente mit „monoklonalen antiviralen Antikörpern“ gegen das Coronavirus.
Zwei davon haben schon länger eine Notfallzulassung in den USA.

„Monoklonale Antikörper“:
Manche Medikamente, die gerade gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 entwickelt werden, enthalten nicht nur einen, sondern zwei verschiedene Arten monoklonaler Antikörper; sie binden beide an das Corona-Virus, aber an unterschiedlichen Stellen.
In Europa sind REGN-CoV2 sowie ein weiteres Präparat namens Regdanvimab in einem so genannten Rolling Review Prozess. Das bedeutet, dass die Hersteller fortlaufend Ergebnisse zu ihren Medikamenten an die EMA liefern, um nach und nach alles einzureichen, was dann demnächst im Zulassungsverfahren abzuprüfen ist. (Anm.: MAB = Die Endsilbe „mab“ beim Wirkstoffnamen macht deutlich, dass die Substanz Tocilizumab zur Gruppe der gentechnisch hergestellten monoklonalen Antikörper gehört. „Mab“ steht also für „monoclonal antibody“.)

Die Bundesregierung hatte erst kürzlich 200.000 Dosen Antikörper REGN-CoV2 gekauft und an die deutschen Unikliniken verteilt. Wie in den USA werden auch hier die Mittel an Patienten verabreicht, die erwiesenermaßen eine SARS-CoV-2 Infektion mit milden oder mittelschweren Symptomen haben. 


Tocilizumab – HOFFMANN-LA-ROCHE: ERSTE HOFFNUNGEN mit monoklonalem Antikörper auf schnelle Zulassung wurden zunächst gedämpft…

Bisher wenig Erfolg: „Roche“ beendet zunächst seine „Antikörper-Corona-Studie“ mit einem Rheumamedikament…Laut dem Pharmakonzern Roche ist eine groß angelegte Studie mit dem Medikament „Tocilizumab“ bei Personen mit schwerer Covid-19-Erkrankung zunächst ERST EINMAL fehlgeschlagen...Aber die HOFFNUNG GEHT WEITER.

So hat „Hoffmann-La-Roche“ Chef „Severin Schwan“ nun Hoffnungen auf eine „baldige“ Verfügbarkeit eines „monoklonalen Antikörpers“ ZWAR erst einmal „gedämpft“. Er persönlich halte den Zeithorizont von zwölf bis 18 Monaten angesichts der zu bewältigenden Herausforderungen als für viel zu ehrgeizig. Üblicherweise dauere die Entwicklung eines Impfstoffs einige Jahre. Das wahrscheinlichste Szenario sei leider, dass die Entwicklung mindestens 2021/22 noch andauere… erklärte Schwan. (QUELLE: XING).

MONOKLONALE ANTIKÖRPER BEI SARS-CoV-2:

Nachdem Hoffmann-La- Roche erst im Frühjahr 2021 die Notfall-Zulassung für seinen hochautomatisierten Schnell-„Test“ auf SARS-CoV-2 vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten hat, kündigte das Unternehmen („Severin Schwan“) nun den Start einer Phase-III-Studie mit seinem bereits in der Schweiz zugelassenen neuen monoklonalem Antikörper-Medikament RoActemra® mit dem Wirkstoff „Tocilizumab“ an.


NEUERE RE-MAB-CAP-Studie: „Tocilizumab“ und „Sarilumab“ senken zumindest das Sterberisiko bei schwerem COVID-19.

In der Studie sollen derzeit vor allem die Sicherheit und Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers plus Standardbehandlung (bei stationären erwachsenen Patienten mit schwerer Covid-19-Pneumonie) im Vergleich zu Placebo plus Standardbehandlung untersucht werden.

Auch Interleukin-6 spielt eine wichtige Rolle in der angeborenen Immunabwehr:

08.01.2021: Die beiden Antikörper Tocilizumab und Sarilumab, die die Rezeptoren von Interleukin-6 (IL- 6) neu­trali­sieren und damit einer Hyperinflammation entgegen wirken, haben in einer internationalen Studie die Sterblichkeit von Patienten mit schwerem COVID-19 signifikant gesenkt. Laut den in medRxiv (2021; DOI: 10.1101/2021.01.07.21249390) vorveröffentlichten Ergebnissen könnten die Medikamente die Wirkung von Steroiden verbessern, für die in einer früheren Studie eine lebensverlängernde Wirkung nachgewiesen wurde. Bei schweren Infektionen mit SARS-CoV-2 kommt es zu einer Hyperinflammation, die dem Körper mehr schadet als nutzt. Der Antikörper Tocilizumab, der eigentlich zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis entwickelt wurde, hat sich in solchen Situationen nun doch als hilfreich erwiesen. Bei der Krebsimmuntherapie wird er nun auch zur Behand­lung des „Zytokinsturms“ eingesetzt. Sarilumab hat den gleichen Wirkmechanismus. Eine Überprüfung durch externe Gutachter (Peer-Review) stehe jedoch noch aus.

19.03.2021: Der schweizerische Pharmakonzern Roche startet – wie oben schon erwähnt – derzeit eine Phase-III-Studie bei Covid-19-Patienten mit dem Antikörper Tocilizumab. Das zunächst zur „Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassene Medikament“ soll zusätzlich nun auch zur Corona-Standardtherapie freigegeben werden.

Tocilizumab bindet spezifisch sowohl an lösliche als auch an membrangebundene IL-6-Rezeptoren (=Interleukin-6) . Hierdurch wird die entzündungsfördernde Wirkung von IL-6 gehemmt. Dieser Mechanismus soll nun auch bei schweren Lungenentzündungen durch SARS-CoV-2 zum Tragen kommen. In Deutschland kam das Medikament bereits 2009 für Arthritis-Patienten auf den Markt.

https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19


Ernüchternde Corona-Studie: Auch Novartis erleidet herben Rückschlag bei monoklonalem Antikörper:

06.11.2020: Das entzündungshemmende Medikament „Canakinumab“ zeigt bei Patienten mit schwerem Coronaverlauf nicht die erhoffte Wirkung. (www.luzernerzeitung.ch)

Die pharmazeutische Firma „NOVARTIS“ führte bereits im April 2020 eine klinische Studie mit seinem Immunmodulator Canakinumab (einem Interleukin-1-Beta-Blocker) in vielen Ländern durch, u.a. auch in Deutschland. Das Medikament ist zugelassen zur Behandlung u.a. mehrerer Autoimmunkrankeiten… 

Anm.: Die Schweizer „Novartis AG“ ist ein Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Sitz in Basel. Novartis entstand 1996 aus einer Fusion der beiden Basler Pharma- und Chemieunternehmen Ciba-Geigy und Sandoz.



HILFE NICHT NUR FÜR ERKRANKTE MENSCHEN – auch als vorsorglicher Schutz gedacht: Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten.

Monoklonale Antikörper

PLASMA–ANTIKÖRPER
galten bisher unter anderen als besonders aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten:

Drei der bisher identifizierten Antikörper – für eine klinische Entwicklung – sind laut Charité immer noch besonders vielversprechend. Die Forscher arbeiten mit dem Unternehmen Miltenyi Biotec zusammen. Neben der Behandlung von Erkrankten sei auch der vorsorgliche Schutz von Gesunden, die Kontakt zu Infizierten hatten, eine mögliche Anwendung.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung bereits überstanden hatten. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden diese sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann.

Aktuelles… was hoffnungsvoll begann…war nun doch erst einmal ernüchternd…

Donald Trump war im Oktober 2020 von seiner Antikörper-Therapie gegen Corona damals ganz begeistert.  Sowohl die Pharmafirmen Regeneron als auch Eli Lilly haben seit November 2020 dafür bereits eine US-Notfallzulassung. In der EU war die Behandlungsmethode 2020 noch nicht zugelassen. Wissenschaftler hierzulande waren deutlich skeptischer. Unter anderem – weil sich gezeigt hatte, dass die Antikörper bei einer fortgeschrittenen Covid-19-Erkrankung wohl nicht wirklich helfen können. Die Antikörper sollten eigentlich verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Ein FLOP?

Definition: Monoklonale Antikörper sind von identischen Immunzellen gebildete „Antikörper„, welche aus ein und derselben Mutterzelle stammen. Sie weisen deshalb eine konstante Struktur auf und binden an dieselben Fremd-Marker, die man als „Antigene“ bezeichnet.
Antikörper“ sind also die Eiweißmoleküle, die vom Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (z. B. Fremdkörper, Krankheitserreger) sofort hergestellt werden und diese (als spezifische Abwehr!) unschädlich machen können.

November 2020: So hatte doch auch die US-amerikanische „Food and Drug Administration“ eine Notfallgenehmigung (EUA = Emergency Use Authorization,) für die monoklonale Antikörpertherapie zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem COVID-19 bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten erteilt. Diese spezielle monoklonalen Antikörper-Therapie sei für Patienten mit positiven Ergebnissen direkter SARS-CoV-2-Virustests zugelassen, die 12 Jahre und älter sind, mindestens 40 Kilogramm wiegen und ein hohes Risiko haben, zu schwerem COVID-19 und zu gelangen / oder bei Krankenhausaufenthalt. Dies schließt aber auch diejenigen ein, die 65 Jahre oder älter sind oder an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden.

Zulassung ist derzeit nur in den USA. „Regeneron“ plant aber, gemeinsam mit dem Pharmakonzern Hoffmann-La- Roche als Partner, nun auch in der EU Zulassungen zu beantragen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eli Lilly und andere Firmen dürften bald folgen. Bisher gibt es hier aber noch nichts Neues zu berichten…


Die „TRUMP-MEDIKAMENTE“

  • „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharma-Konzerns Regeneron“ Pharmaceuticals...REGN-COV2: Die Kombination aus zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-COV2 mutiert.

24.01.2021: Aktuell hat nun die Bundesregierung für Deutschland zwei neue Corona-Medikamente auf „Antikörper-Basis“ gekauft, darunter das, mit dem Ex-US-Präsident Trump behandelt wurde. Laut Bundesgesundheitsministerium betragen die Gesamt-Kosten rund 400 Millionen Euro.
Bei den eingekauften Medikamenten handelt es sich – wie oben erwähnt – um „Casirivimab/Imdevimab“ des US-Pharmakonzerns Regeneron Pharmaceuticals, erklärte eine Sprecherin.

EIN FLOP: „Bamlanivimab“ des US-Pharmakonzerns „Eli Lilly“  gilt mittlerweile als wirkungslos…


Corona-Verlauf: Von symptomlos bis schwer erkrankt…

Ein positives Testergebnis auf SARS-CoV-2 mag den Betroffenen zunächst einmal schockieren. Doch Covid-19 kann sehr unterschiedlich verlaufen: Bei einigen Menschen kommt es schon einen Tag nach der Ansteckung zu Symptomen, bei anderen erst nach zwei Wochen (deshalb wird man bei Verdacht auf Corona auch für zwei Wochen in Quarantäne geschickt). In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen. Symptomfreie oder milde Verläufe werden oft teilweise gar nicht erfasst, daher vermuten Experten eine hohe Dunkelziffer bei Covid-19. Und trotzdem können diese Personen – ohne es zu wissen – das Virus weitergeben – das ist das Gefährliche…

Die Schwere der Covid-19-Erkrankung

Bei schwerem COVID-19-Erkrankungsverlauf gibt es auch hier in Deutschland bisher eine gute Evidenz bei bestimmten Medikamenten:
Hier senken z.B. ein humanisierter, monoklonaler Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor „Tocilizumab“ plus Dexamethason die Sterblichkeit bei progredientem Krankheitsverlauf… (21.02.2021 – Quelle: medRxiv; Lancet RespirMed.- von Dr. Nicola Siegmund-Schultze).

  • Potentielle Erkrankungsphasen:
  • Für COVID-19 kann es drei ganz typische Phasen geben:
  • Eine frühe Phase der Infektion mit Virusvermehrung im Mund-Rachen-Raum, bei Progredienz eine zweite Phase mit Virusreplikation in der Lunge und pneumovaskulären Symptomen und eine dritte, schwere Phase, in der systemische inflammatorische Reaktionen dominieren.

Diese Hyperinflammationsphase ist assoziiert mit einem deutlich erhöhten Risiko für Multiorganschäden und tödlichem Verlauf.


Skepsis und Zustimmung bei Experten für die „Trump“ – Medikation:

NEGATIV (-) : Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, sieht den Kauf dieser „Trump“ Medikamente sehr kritisch. Aus seiner Sicht sei die Wirksamkeit dieser Medikation bei der Behandlung von Covid-19 noch nicht ausreichend durch Studien belegt.

POSITIV (+) : Biochemiker Prof. Patrick Cramer vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie hält den Kauf des Medikaments dagegen für sehr „sinnvoll“. Man schaffe damit zusätzliche wertvolle „Handlungsoptionen“ im Kampf gegen Corona…. sagte er in einem ZDF-Interview.
Anm.: Stand: 26.01.2021: Der Biochemiker Professor Patrick Cramer erhielt aktuell den mit 500.000 Schweizer Franken dotierten Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2021. Die Begründung: Cramers wertvoller Beitrag zur Corona-Forschung.


Casirivimab/Imdevimab
(Donald Trump-Medikamente-Cocktail)
Monoklonale Antikörper als „Ultima Ratio“?

Der Wirkstoff ist eine Kombination aus „zwei „speziell entwickelten monoklonalen Antikörpern, die sich an das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus binden und so dessen Struktur deformieren können.

Was bringt die Wirkstoff-Kombination?

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Coronavirus menschliche Zellen angreifen kann. Die Kombination aus den zwei verschiedenen Antikörpern soll laut Regeneron verhindern, dass der Erregervirus Sars-CoV2 mutiert…. und derzeit ist hier die Gefahr durch Mutationen ja schon ganz konkret bei uns gegeben… (Quelle: ZDFheute)


Wie alles vor zirka einem Jahr begann…

Die ersten Impfstoffstudien – im letzten Corona-Jahr 2020 – Ergebnisse waren oft unbefriedigend:

  • 30. Oktober 2020: Das Covid-19 – „Rekonvaleszenten-Serum“ zeigte auch in neuerer Studie bisher wenig Erfolg!

Große Hoffnungen wurden einst in die Behandlung von Covid-19-Patienten mit Rekonvaleszenten-Serum gesetzt. Eine kontrollierte klinische Studie aus Indien konnte jetzt jedoch keinen wesentlich positiven Effekt auf den Verlauf im Vergleich zur Standardtherapie zeigen – allerdings war die Konzentration an neutralisierenden Antikörpern vielleicht zu gering….daher muss man hier noch die weiteren Forschungsergebnisse abwarten…

  • Januar 2021:
  • Es ist bisher übrigens noch n i c h t erwiesen, dass die „Escapes“ ( = neue Flucht-Mutationen) durch Rekonvaleszenten-Serum in der Zellkultur nicht zu neutralisieren wären. Vielleicht eine neue Hoffnung? daran wird weiter gearbeitet…

12.01.2021 | COVID-19 |

  • Rekonvaleszentenplasma beuge wohl doch vor allem „schweren“ Verläufen vor: Werden Senioren innerhalb von drei Tagen nach dem Auftreten erster, milder COVID-19-Symptome mit Rekonvaleszenten-Plasma mit hoher SARS-CoV-2-Antikörperkonzentration behandelt, hätten sie ein signifikant niedrigeres Risiko für einen schweren Verlauf.
  • Das legt eine Studie mit (älteren) COVID-19-Patienten aus Argentinien nahe. Die Patienten waren 75 Jahre oder älter und teilweise vorerkrankt. (https://www.springermedizin.de/covid-19/infektionserkrankungen-in-der-hausarztpraxis/neue-coronastudien/18126192)

Rekonvaleszentenserum kann nur wirksam sein, wenn es sehr früh gegeben wird, VOR dem Auftreten von Symptomen, die auf eine Generalisation der Infektion hinweisen.



Antikörper – Antigene? Das Schüssel – und Schloss – Prinzip…

Unsere Antikörper (deren genetische Codes im Impfstoff enthalten sind) „kleben“ sich sozusagen von außen an die ANTIGENE (Viren) und bedecken – um es bildlich zu formulieren – eine ganze Region (auf dem Spike Protein), die das Virus zum Andocken an die Zellen benötigt, so ist das Virus „schachmatt“… Nach dem „Schlüssel und Schloss- Prinzip“ müssen sie genau passen…Verändern sich die Viren (durch Mutation), dann passt die Form nicht mehr und das Virus kann den Antikörpern entkommen (Fluchtmutanten).

BionNTech und andere – zum Beispiel der Tübinger Impfstoff 2.0 – haben bereits schon länger in den USA intensiv Studien zu Varianten-Impfstoffen gestartet. So sollen die wichtigsten Evolutionstrends identifiziert und in einem neuen Impfstoff gebunden werden. Vielleicht gelingt es den Entwicklern sogar einen mutationsfeste Immunantwort auszulösen..
DAS WÄRE DANN DER SUPER-IMPFSTOFF, DER DIE PANDEMIE BEENDET. Sicher ist dies nicht.


ANTIKÖRPER…bei Erkrankung? DOCH EINE NEUE HOFFNUNG?

  • Die Behandlung mit „Antikörpern“: „Neuer“, alter Grundstein für eine passive Impfung? Aus dem Blut von Menschen, die eine durch SARS-CoV-2 ausgelöste COVID-19-Erkrankung überstanden hatten, isolierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erneut zunächst fast 600 verschiedene Antikörper. Mit dem Plasma werden dann die Antikörper der Spender übertragen. Die Versuchsreihe geht derzeit weiter…

Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern ist nicht neu, sondern hat eine sehr lange Geschichte. „Idealerweise produziert man gezielt den wirksamsten Antikörper im industriellen Maßstab und in gleichbleibender Qualität. Das ist das Ziel, das wir verfolgen, sagt Dr. Momsen Reincke, der an der Studie beteiligt war und hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus identifiziert hat: Sie berichten über diese Erkenntnisse jetzt im Fachmagazin *Cell* ( = Dies ist eine wissenschaftliche Zeitschrift. Die publizierten Artikel unterliegen einem Peer-Review.) 


  • Berliner Charité: Das Team um Dr. Kreye, Dr. Reincke und Prof. Prüß befasst sich für gewöhnlich mit Erkrankungen des Gehirns und mit „Antikörpern“, die irrtümlicherweise Nervenzellen attackieren. „Angesichts der COVID-19-Pandemie lag es jedoch auf der Hand, unsere Ressourcen auch anderweitig zu nutzen“, sagt Prof. Dr. med. Harald Prüß (Charité Berlin).

Für das aktuelle Vorhaben profitierten die Forschenden von einem Förderprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft, dem „BaoBab Innovation Lab“. In dessen Rahmen entwickeln und verfeinern sie Technologien zur Charakterisierung und Herstellung von Antikörpern, die sie nun anwenden. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit unserem Industriepartner die Voraussetzungen zu schaffen, um die von uns identifizierten Antikörper am effektivsten in großen Mengen herzustellen“, so Prof. Prüß. „Der nun folgende Schritt sind klinische Studien, also die Erprobung am Menschen. Die Planungen dafür haben schon begonnen“ .

„Passive“ Immunisierung mit Antikörpern? Vielleicht auch eine Zukunfts-Option?

Isolation, Selektion und Wirksamkeitstestung von Antikörpern für die Entwicklung einer passiven Immunisierung. Die Behandlung von Infektionserkrankungen mit Antikörpern hat eine lange Geschichte...
„Drei der bisher identifizierten Antikörper sind für eine klinische Entwicklung besonders vielversprechend“, sagt Prof. Dr. Harald Prüß, Forschungsgruppenleiter am DZNE und Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité. „Anhand dieser Antikörper haben wir nun begonnen, eine passive Impfung gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln.“ Das geht nur in Kooperation mit einem Partner aus der Industrie. Deshalb arbeiten die Forschenden mit dem Unternehmen „Miltenyi Biotec“ zusammen. Anm.: Miltenyi Biotec ist ein global agierendes Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen mit deutschem Hauptsitz in Bergisch Gladbach. (Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (Quelle: ntv.de, jaz/AFP)


Ist manch monoklonaler
Antikörper doch wirksam gegen Corona-Mutanten?

NEU: Der Regdanvimab – Antikörper… sei wirksam gegen die derzeit kursierenden „Mutanten“? Er ist ein künstlich entworfener monoklonaler Antikörper, der sich gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 richtet.

  • DIE EMA-Empfehlung: Regdanvimab bei COVID-19 Erkrankten

25.05.2021: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat seine – zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 – Überprüfung des monoklonalen Antikörpers Regdanvimab abgeschlossen, die gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 gerichtet sind. Er kam zu dem Schluss, dass Regdanvimab zur Behandlung von bestätigtem COVID-19 bei Patienten angewendet werden kann, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf besteht.
Quelle: Gelbe Liste – 30.05.2021)


Ist die Gabe von „zwei“ verschiedenen Antikörpern doch sinnvoller ist als eine Monotherapie?
Es gebe viel Rückenwind für Antikörpercocktails:

Der Hersteller „Celltrion“ erklärt außerdem, dass eine „Cocktailtherapie“ aus Regdanvimab und einem anderen monoklonalen Antikörperkandidaten eine bessere neutralisierende Wirkung gegen die britische Variante ALPHA (B.1.1.7) und die südafrikanische Variante BETA (B.1.351) zeige.

16.02.2021 Die Firma *Celltrion hat diesen neueren therapeutischen „monoklonalen Antikörper“ zur Behandlung von SARS-CoV-2-Infizierten entwickelt. Der Regdanvimab – Antikörper soll auch bei der englischen ALPHA (B.1.1.7) Virusvariante wirksam sein, sowie in Kombination mit anderen neutralisierenden Antikörpern, auch bei der Südafrika-Variante BETA (B.1.351). Zugelassen ist er bereits in Südkorea. Die EU soll bald folgen.
Celltrion »verhandle« nach eigener Aussage derzeit mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) über eine bedingte Marktzulassung in der EU. Anm.: *Celltrion ist ein bekanntes biopharmazeutisches Unternehmen in Südkorea.

Wie die Firma mitteilt, sei die Notfallanwendung  in „Südkorea“ bereits nun möglich bei erwachsenen Patienten mit noch leichten Covid-19-Symptomen, die mindestens 60 Jahre alt sind oder mindestens eine Grunderkrankung (kardiovaskuläre Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck) aufweisen.

MONOKLONALER ANTIKÖRPER: Das Arzneimittel liegt als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung vor und muss vor der Anwendung mit 0,9%iger Natriumchloridlösung verdünnt werden. Die Applikation erfolgt als intravenöse Infusion durch medizinisches Fachpersonal. Regdanvimab wird einmalig in einer Dosierung von 40 mg/kg Körpergewicht über 90 Minuten infundiert. Die Behandlung sollte so früh wie möglich nach der COVID-19-Diagnose und nicht später als sieben Tagen nach dem Auftreten der Symptome erfolgen. (Quellen: Gelbe Liste – 30.03.2021)


Wie die „Konkurrenten“ (Trump-Medikation)Casirivimab“ und Imdevimab (REGN-COV2) von Roche und Regeneron und Etesivimab von Lilly richte sich auch das südkoreanische Medikament Regdanvimab ebenfalls gegen die Rezeptor-Binde-Domäne des Spike-Proteins von SARS-CoV-2.
Erste Tests hätten ergeben, dass Regdanvimab auch gegen Mutanten des Virus wirksam sei – die NICHT resistent seien.
Auch habe – wie bereits oben erwähnt – eine Kombinationstherapie – wie oben erwähnt – aus Regdanvimab und einem weiteren monoklonalen Antikörperkandidaten eine gute Wirkung gegen die britische Variante B.1.1.7 sowie auch gegen die südafrikanische Variante B.1.351 gezeigt. Möglicherweise wird sich also auch hier, wie zuvor schon bei „Bamlanivimab“, zeigen, dass die Gabe von „zwei“ verschiedenen Antikörpern sinnvoller ist als eine Monotherapie. (Bericht: XING-news.com)

»Eine Behandlung mit dem Antikörperkandidaten wäre innerhalb von drei bis fünf Tagen nach dem Viruspositiv-Test am sinnvollsten«, sagt Studienleiter Dr. Adrian Streinu-Cercel, Professor für Infektionskrankheiten an der Medizinischen und Pharmazeutischen Universität Carol Davila in Bukarest (Rumänien).


Immunität?

08.03.2021: Nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion entwickeln die meisten Patienten oft in der zweiten Woche nach Symptombeginn spezifische Antikörper, die gegen das N-(Nucleoprotein) oder S-Protein (Spikeprotein) gerichtet sind. Aktuell ist noch unklar, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) deuten jedoch Erfahrungen mit anderen Coronaviren-Infektionen (SARS und MERS) darauf hin, dass die Immunität bis zu drei Jahre anhalten könnte... (Quelle: Gelbe Liste- Pharm-Index)

NEU-ANTIKÖRPER: Auch „Astrazeneca“ habe nun ein neues Ass im Ärmel“ …

Neuere Entwicklung von Antikörper-Präparaten:

Mit ihrem neuen Antikörper-Produkt-Präparat „AZD 7442– das sie gemeinsam mit der britischen Firma: „National Health Trust“ (NHS = britischer Gesundheitsdienst) des University College London Hospitals (UCHL) entwickelt hat – wären diese neueren „Antikörper-Präparate“ eine wertvolle Ergänzung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Es sei eine Mischung „zweier“ Antikörper, die aus dem Blutserum genesener Covid-19-Patienten gewonnen und im Labor aufbereitet und optimiert wurden. Studienzentren seien derzeit noch in den USA und britische Krankenhäuser hier federführend beteiligt.

Das Mittel wäre also als schneller Schutz für die Menschen interessant, die dem Virus schutzlos ausgesetzt seien, sozusagen also eine Art Notfallpräparat etwas für Bewohner, Mitarbeiter in Pflegeheimen oder Krankenhäuser, aber auch chronisch kranke, immungeschwächte oder Großeltern, die in Haushalten leben, in denen sich ein Familienmitglied infiziert habe, könnten so mit diesem Antikörpermix vor einer Erkrankung oder einem schlimmen Verlauf bewahrt werden. Der weitere große Vorteil sei, dass der Patient auch schon sofort geschützt sei! Noch ist nicht alles letztendlich geklärt und bedarf noch der weiteren Forschung.

Auch an deutschen Forschungsprojekten beschäftigen sich Molekularbiologen und andere Wissenschaftler mit diesen Antikörpertherapien. Schon seit längerem. Z.B. haben Wissenschaftler an der Technischen Uni Braunschweig und an der Charité Berlin (Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schon hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus aus dem Blut „Genesender“ isoliert und im Labor nachgebildet… die Forschung ist hier jedoch noch in vollem Gange.

„Die Werkzeugkiste im Kampf gegen das Virus ist noch lange nicht leer…“  schrieb hierzu die Rheinische-Post ihren Bericht bereits am 14.02.2021…

29. Juni 2021: EU-Kommission nennt fünf neuere vielversprechende Corona-Medikamente:

Brüssel – Die EU-Kommission hat fünf Medikamente vorgestellt, mit denen bald COVID-19-Erkrankungen behandelt werden könnten. Die Kandidaten seien bereits weit in der Entwicklung und könnten schon im Oktober zugelassen werden, teilte die Brüsseler Behörde heute mit. Bei der Europäischen Arzneimittel­behörde EMA laufen derzeit entsprechende Verfahren für die Medikamente.
Vier der Mittel enthalten sogenannte monoklonale Antikörper. Diese werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen.

Jens Spahn bestellte Antikörper-Präparate schon im Januar 2021:

200.000 Dosen der Trumpschen Antikörper-Präparate im Wert von rund 400 Millionen Euro hatte Jens Spahn bereits Ende Januar 2021 bestellt. Bei den beiden Präparaten handelt es sich um Bamlavinimab von Eli Lilly und um Casirivimab/Imdevimab (REGN-COV2) von Regeneron Pharmaceuticals.

Vor allem Risikopatienten sollen von den Präparaten in der Frühphase der Erkrankung profitieren, um sie vor einem schweren Verlauf zu schützen.


Die Gabe von hochdosierten Antikörpern (hier in Form z.B. von Rekonvaleszentenplasma) innerhalb von 72 Stunden nach Symptombeginn reduziere bei älteren COVID-Patienten das relative Risiko eines schweren Verlaufs um ganze 48 Prozent. So die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Rekonvaleszentenplasma im NEJM (=The New England Journal of Medicine ist eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften). 


  • Never give up:
  • Erst wenn Du aufgibst, hast Du wirklich verloren. Doch solange Du Deiner Sache treu bleibst, wirst Du erfolgreich sein. Deshalb gib niemals Deine Träume auf. Gib niemals Dich selbst auf. Bewahre Deinen Glauben – auch an Wunder. Denn solange Du lebst, ist alles möglich… (Songtext von Sia mit Lyrics…)

TOP ODER FLOP? Von Chloroquin bis *Ritonavin – viele Behandlungsansätze gegen COVID-19 werden derzeit vielfach mit Hochdruck getestet, leider bisher bei den meisten Forschungsprojekten noch „ohne“ bewiesenen durchdringenden Erfolg.


Auch Kreuzreaktionen und Rest-Immunitäten können die Effektivität eines Impfstoffs erheblich reduzieren.

EIN BEKANNTES SELTENES PROBLEM...
Immunverstärkende Antikörper (ADE) GEFAHR gegen das eigene Immunsystem?

Es gibt bei einigen Impfungen allerdings auch eine sehr seltene, schon lange bekannte und gefürchtete Nebenwirkung: Es handelt sich um eine Reaktion des Immunsystems, die praktisch „unvorhersehbar“ ganz plötzlich bei einigen Infektionen auftreten kann, aber eben auch hervorgerufen wird durch die (zwar stark abgemilderten), künstlichen Entzündungsprozesse, die eine Impfung nun einmal auslöst.
Noch nicht restlos geklärt ist diese Wirkung von ADE: ADE – zu Deutsch „Immunverstärkende Antikörper“ – Dies ist ein ganz komplexes medizinisches Geschehen.
ADE könnten die Immunantwort so extrem verändern, sodass es zu einer verstärkten Entzündung, Lymphopenie oder einem sog. Zytokinsturm kommt. Immunverstärkende Antikörper „könnten“ bei „wiederholtem“ echten Viruskontakt von unserem Immunsystem selbst gebildet werden.
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Der kanadische Forscher für Biowissenschaften, Jason *Tetro, gab in seiner Publikation den Anstoß für die öffentliche Diskussion über ADE bei SARS-CoV-2. Er stellte die „Hypothese“ auf, dass die schweren Verläufe bei Menschen auftreten könnten, die bereits ein „wiederholtes“ Mal mit dem Virus infiziert sind.
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Die erste Infektion könnte hingegen auch „unentdeckt“ geblieben sein, da sich keine oder nur sehr milde Symptome zeigten. Es gibt aber noch bisher – vielleicht wegen der noch zu kurzen Zeitdauer – keinerlei Anzeichen dafür, dass dieser ADE-Effekt auch wirklich häufig bei einer natürlichen Infektion mit Sars-CoV-2 auftritt – bei Sars und Mers allerdings beobachtete man bereits (damals) schon mehrfach dieses gefährliche Phänomen bei „natürlichen“ Infektionen.

Anm.: Jason *Tetro ist ein US-amerikanischer Mikrobiologe mit über 25 Jahren Erfahrung in der Forschung, Er schreibt für „The Huffington Post Canada“, „Popular Science“ und andere nationale und internationale Medien. Sein wissenschaftlicher Bestseller ist aktueller denn je: „The Germ Code“. = der „Keim-Code“: Seit Beginn der Menschheit haben uns Keime krank gemacht. Ob es sich bei der Krankheit um eine Erkältung, Grippe, Diabetes oder bestimmte Krebsarten handelt, die wahrscheinliche Ursache sind Keime. Unsere alten Feinde haben vier Familien – Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen – und viele Namen: Ebola, E. coli, Salmonellen, Norovirus, Gonorrhoe. . .und nun Corona… Menschen sind in einen „Krieg gegen Keime“ verwickelt… (Erhältlich im Buchhandel)


NEWS…NEWS…NEWS...

Selbst als die Eskalation des Coronavirus in den USA – in der Golfregion – auf dem Weg zur Stabilität zu sein schien, haben die Vereinigten Staaten nun doch am Montag (22.02.2021) einen weiteren, traurigen Meilenstein überschritten: Nachweislich seien 512.000 Todesfälle – durch Corona zu beklagen, berichtete die Johns Hopkins University – fast 1 von 800 Amerikanern. (www.newssplinter.com).

Siehe auch ausführlicher alle Daten beim WORLDOMETER: Zu finden hier am Ende dieser Seite zum weiterblättern unter: 6. News-Updates einfach anklicken…


Kleiner Ausflug in die Immunologie?

Killerzellen: Die primäre T-Zell-Antwort (einfach erklärt) auf im Blut zirkulierende Antigene wird ganz wesentlich im Knochenmark geprägt.

Unsere T-Lymphozyten können Tumorzellen, fremde Zellen oder virusinfizierte Zellen – in einem gesunden Immunsystem – gezielt abtöten. So entwickeln sich naive T-Zellen zu aktiven Killerzellen (zytotoxische Zellen) oder sog. Gedächtniszellen. Die T-Zell-Immunität bleibt derzeit weiterhin robust:
Eine Anfang des Monats auf dem Preprint-Server bioRxiv veröffentlichte Studie liefert erste Erkenntnisse zur T-Zell-immunität, die Hoffnung machen.

25.03.2021:„Es ist schon mehrfach gezeigt worden dass die Antikörperantwort bei den Corona-Varianten nicht mehr so gut ist, die T-Zell-Antwort scheint aber nach wie vor robust zu sein“, schreibt der Biochemiker Dr. Emanuel Wyler auf Twitter. Der Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin fasst die Ergebnisse in seinem Thread zusammen. „Das könnte eine Erklärung sein, warum die Impfstoffe auch bei den Varianten immer noch wirken, bzw. vor allem schwere Krankheitsverläufe, durch die nach wie vor funktionierende T-Zell-Antwort, verhindern.“ Derzeit wird bereits zu Impfstoffen der nächsten Generation geforscht. Sie sollen T-Zellen effektiver stimulieren können. Ein Team der Biotechnologie-Firma Gritstone Oncology aus Emeryville, Kalifornien, soll bereits an einem experimentellen Impfstoff arbeiten, der zusätzlich den genetischen Code für Fragmente mehrerer Coronavirus-Proteine enthält, von denen bekannt ist, dass sie T-Zell-Antworten auslösen. Die klinischen Versuche hierzu haben bereits im ersten Quartal 2021 begonnen.


MUTANTEN-VARIANTEN…

VIRUS-VARIANTEN VERÄNDERN SICH STÄNDIG SELBST – DURCH IMMER WIEDER NEUERE MUTATIONEN…

25.02.2021 – Derzeit bereiten vier neue Coronavirus-Varianten Experten Sorge: Sie scheinen noch ansteckender zu sein als der ursprüngliche Wildtyp von Sars-CoV-2. Interessant ist, dass sich diese Veränderung unabhängig voneinander in verschiedenen Regionen des Erdballs entwickelt und durchgesetzt hat. Experten sprechen von einer konvergenten Mutation.

Folgende drei „Variants of Concern“ stehen gegenwärtig unter genauer Beobachtung:

  • Die ALPHA B.1.1.7-Linie verbreitet sich ausgehend von Großbritannien. (mit der Mutation: N501Y und E484K).
  • Die BETA B.1.351-Linie verbreitet sich ausgehend von Südafrika.
  • Die GAMMA P.1 – Linie verbreitet sich ausgehend von Brasilien.
  • Die KAPPA B.1.617 – Linie verbreitet sich ausgehend von Indien (NEU ab April 2021)

Eine recht detaillierte Darstellung einzelner Mutanten (farblich differenziert und ständig aktualisiert) folgt in dem neuen separaten Blog-Artikel (4.3 – Mutanten-Varianten) im Anhang unten (zum Anklicken) oder oben auf der Leiste (Scrollen).


Experten machen Mut: Corona-Impfstoffe können recht schnell an Mutationen angepasst werden…

SARS-CoV-2 verändert sich wohl immer wieder, aber Experten machen Mut: Die schon verfügbaren COVID-19-Impfstoffe können relativ schnell auf neue Coronavirus-Mutanten umgestellt werden. Auch die Zulassung für solche Varianten-Vakzinen sei einfach zu gestalten. 
Siehe link: https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/SARS-CoV-2-Varianten-Die-Impfstoffentwicklung-haelt-Schritt-417369.html

BioNTech

WICHTIG: Erste Entwarnung gab eine Studie diesbezüglich bereits Anfang Januar 2021: Das Immunsystem von Menschen, die mit „BioNTechs BNT162b2-Impfstoff“ geimpft wurden, ist dazu derzeit noch sicher in der Lage, ein von Forschern entwickeltes Pseudovirus mit einer der relevanten „Punktmutationen“ im Spike-Protein (N501Y.V2) zu neutralisieren. (!) Diese Mutation soll für eine gesteigerte Infektiosität des Virus verantwortlich sein. Immunschutz gibt es hier auch (noch) derzeit gegen die Variante B.1.1.7. Die Forscher (um Muik et al.) schließen daraus, dass der durch den BNT162b2 Impfstoff vermittelte Immunschutz „vermutlich“ auch bei der neuen B.1.1.7-Linie derzeit noch wirksam ist.

Molekulare Surveillance in Deutschland

Die Surveillance wird aktuell weiter ausgebaut: Zirkulierende SARS-CoV-2-Viren werden in Deutschland zunehmend auf der Ebene der Genombestimmung molekularbiologisch mit Hochdruck untersucht.

QUELLEN:
WHO und Robert-Koch-Institut (RKI)

Weitere Informationen und Empfehlungen des RKI zu besorgniserregenden Varianten finden sie dort ausführlicher.


Die Forscher sind am meisten besorgt über die mittlerweile nun schon ACHT (8!) dieser B.1.1.7– Mutationen, welche die Form des Coronavirus (vor allem die „Spikes“) verändern, die das Virus verwendet, um sich an Zellen zu binden, um möglichst schnell hinein in die Zellen zu kommen.

WICHTIG! Unser Umgang untereinander:

Das Potenzial für Virusmutationen steigt mit der Häufigkeit von Infektionen bei Menschen und Tieren. Daher ist die Verringerung der Übertragung von SARS-CoV-2 durch Verwendung etablierter Methoden zur Krankheitsbekämpfung ein kritischer Aspekt der „globalen“ Strategie zur Verringerung des Auftretens von Mutationen, die negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben.

Passen Sie gut auf sich auf… der Umgang untereinander ist entscheidend…

Die Politik ist gefragt: Die Aktivitäten zur Kommunikation und zum Engagement im eigenen Umfeld – der Stadt oder der Gemeinde – müssten derzeit erweitert werden, um der Öffentlichkeit die Auswirkungen von SARS-CoV-2-Varianten auf die öffentliche Gesundheit nochmals zu erläutern… und die Bedeutung fortlaufender vorbeugender Maßnahmen zur Verringerung der Übertragung wie das Tragen von Gesichtsbedeckungen, das Üben von Händehygiene und Hustenetikette (sowie das sich streng daran Halten) zu betonen: Physische Entfernung, gute Belüftung und totale Vermeidung überfüllter Orte.


NEU – Kassenleistung:
Neue SARS-CoV-2-Varianten-Labortestung bei positivem PCR-Test nun möglich…

18. Februar 2021: Corona-Virus- Mutationen – Eine labormedizinische Mutanten – Abklärung bei positivem PCR-Test ist jetzt möglich: Das Bundesgesundheitsministerium hat die Coronavirus-Testverordnung zum 16. Januar und erneut zum 25. Januar 2021 angepasst. Das sind die wesentlichen Neuerungen und Klarstellungen:

Bei einem positiven PCR-Test besteht „Anspruch“ auf eine variantenspezifische PCR-Testung, um eine Virusvariante frühzeitig zu erkennen und zu erfassen.
Anspruchsberechtigt sind alle Personen mit einem positivem PCR-Testergebnis – auch symptomatische Patienten, die im Rahmen der Krankenbehandlung getestet wurden. Ziel ist es, die sich hier derzeit ausbreitenden „SARS-CoV-2-Varianten“: ALPHA B.1.1.7,  BETA B.1.351 und B1.1.28 (Japan) schnellstens zu erkennen.


05.03.2021: Die Analyse der Genomsequenzdaten zeige, dass die Variante ALPHA (B.1.1.7) bereits schon sehr früh die zweithäufigste in Deutschland detektierte Variante von SARS-CoV-2 war, berichtet das RKI.

Impfstoffprobleme durch Virusmutation?

Während die Corona-Impfstoffe offenbar bei der ALPHA (B.1.1.7) -Variante weiterhin wirksam sind, zeigt sich bei der mutierten Version ein anderes Bild: Erste Laboruntersuchungen haben ergeben, dass Antikörper aus dem Blut von Menschen, die mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin geimpft wurden, diese neue Variante mit der zusätzlichen E484K-Mutation weniger gut neutralisieren können. Das war auch schon bei Experimenten mit der südafrikanischen Variante festgestellt worden.

Die neue Mutation (E484K) sorgt in derzeitigen „Forschungsobjekten“ auch für Probleme bei den beiden Moderna und BionTechImpfstoffen:

Chinesische Forscher (Wang et al.) haben aktuell keine guten Neuigkeiten über die Wirksamkeit der Impfung bei anderen Mutationen (Varianten) zu berichten. Sie untersuchten die Immunantworten auf verschiedene Pseudoviren von 20 Probanden, die entweder den Moderna (mRNA-1273)- oder den BioNTech (BNT162b2)-Impfstoff erhalten haben. Eine relevante Mutation war dabei unter anderem die E484K-Mutation. Das ist – wie gesagt – eine der Hauptmutationen der „südafrikanischen“ Virus-Mutations-Varianten BETA (1.3.5.1) Auch hier gab es schon erste Untersuchungen, die etwas größere Probleme beim neuen Impfstoff erwarten ließen.

Was Wissenschaftler hier deutlich beunruhigt ist, dass die neueste Mutation (E484K) eine gefährliche *Immun-Evasion des Virus und auch „Reinfektionen“ zu ermöglichen scheint. Untersuchungen haben gezeigt, dass „Antikörper“, die normalerweise gegen andere Corona-Virus-Varianten gebildet wurden, gegen diese E484KMutation weniger wirksam sind.

Anm.: Als *Immun-Evasion (von lateinisch evadere „entkommen, entrinnen“) bezeichnet man einen Vorgang, bei dem pathogene Keime – wie VIREN – mithilfe von Mutation oder spezifischen Mechanismen „einer Abwehr durch das Immunsystem entgehen“ also „unsichtbar“ werden können. (Quelle: Doc-Check-News – 20.01.2021)


  • Dass die Schutzwirkung der neuen Impfstoffe vor moderaten bis schweren Verläufen bei Probanden in Südafrika nur bei 57 Prozent lag, zeigt in jedem Fall, wie „robust“ und gefährlich die südafrikanische Mutante BETA (B.1.351) im Vergleich zu der ursprünglichen Mutante von SARS-CoV-2 („D614G-Mutation“) ist.
  • Das hatte auch die derzeitige Novavax-Studie deutlich gezeigt. Dennoch kann der Impfstoff auch in Südafrika vor schweren Verläufen schützen und Todesfälle vermeiden.
  • Bei den mRNA-Impfstoffen ist das bislang noch nicht ganz so eindeutig. Zwar haben sowohl Moderna als auch BioNTech neutralisierende Aktivität gegen die Südafrika-Variante nachgewiesen. Reale Daten aus einer randomisierten Studie gibt es aber bisher hier nur für die neuen, sich noch nicht auf dem Markt befindlichen Impfstoffe von „Novavax“ und „Johnson & Johnson“ (J&J).

MODERNA…neuerer Booster Impfstoff geplant

26.02.2021: Univadis  from medScape: Aktuell hat Moderna die Herstellung einer Version seines Impfstoffs abgeschlossen, die eine Infektion durch die Virus-Variante BETA (B.1.351) verhindert, eine Variante, die erstmals in Südafrika identifiziert wurde. Das Unternehmen schickt eigenen Angaben zufolge Dosen dieses mRNA-1273.351-Booster-Impfstoffs an die National Institutes of Health zur Evaluierung in einer klinischen Studie.

Neuere Impfstoff-Optimierung auch bei anderen Herstellern

  • AstraZeneca und die University of Oxford werden ihren Impfstoff nun ebenfalls so optimieren, dass er auf Virusvarianten mit Mutationen abzielt, die der südafrikanischen Version mit dem Namen BETA (B.1.351) ähneln. Im Herbst 2021 könnte es dann erst vielleicht soweit sein...

„Es werden Anstrengungen unternommen, um eine neue Generation von Impfstoffen zu entwickeln, mit denen der Schutz auf neuere Varianten als „Booster Jabs“ umgeleitet werden kann, wenn sich herausstellt, dass dies erforderlich ist“ , sagte Sarah Gilbert , Ph.D., aus Oxford. Der Impfstoff war bisher deutlich weniger wirksam durch die Variante BETA (B.1.351). (Quelle: FIERCE pharma)


  • So bemerkten Forscher bei der südafrikanischen BETA (B.1.351) und brasilianischen Variante (P.1) neben den veränderten Greifarmen die weitere Mutation im Erbgut, genannt E484K. Sie scheint der Knackpunkt bei der Immunabwehr zu sein. ForscherInnen schätzen, dass sich die Ansteckungsgefahr um 50 bis 75 Prozent erhöht hat.
  • So zeigt Untersuchungen, dass die Mutation E484K dem Virus helfen könnte, den schützenden Effekten von bereits gebildeten Antikörpern gegen SARS-CoV-2 teilweise zu entgehen: Das nennt man „Immun-Escape-Mutation“ (Flucht-Mutation).
  • NOCH im Februar 2021 sah es danach aus, als ob die neuen langen Lockdown-Wochen zum Jahresanfang sich gelohnt hätten: Der R-Wert lag zuletzt bei etwa 0,9. Zehn Infizierte steckten also im Durchschnitt nur neun andere an, die Fallzahlen sanken. Ist die Ansteckungsgefahr der Mutante allerdings wirklich um 35 Prozent höher, dann bedeutet das auch, dass ihr R-Wert höher ist.

März 2021: Das RKI schätzte damals die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt noch im März 21 als damals sehr hoch ein:

Und es kam wie es kommen musste:

  • Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) stiegen im März 2021 die Fallzahlen in Deutschland wieder weiter extrem stark an (18.03.2021)
  • Auch die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter deutlich.

Mitte März 2021: Der R-Wert lag über der kritischen Schwelle von eins – was durchaus – durch die Mutationen – erklärbar ist, dann könnte das exponentielle Wachstum von vorne beginnen und eine neue, dritte Infektionswelle anschwellen. Wie gut der gerade verlängerte Lockdown ausreicht, um auch die Ansteckungen mit der englischen Variante ALPHA (B.1.1.7) & Co. zu bremsen, war noch völlig unklar…. hat sich aber nun Ende Mai 2021 als positiv erwiesen…


KI sagt Mutationen „voraussichtlich“ VORAUS…?

ACH JA… Die Zukunftsmusik: Mutationen von Viren voraussagen lassen – und zwar mit künstlicher Intelligenz: Offenbar funktioniert das aber schon ganz gut. Eine KI, die normalerweise Sprache analysiert, scheint dafür bestens geeignet zu sein. Wen es interessiert, findet hier Wissenswertes u. a. bei:
https://healthcare-in-europe.com/de/adv_search/index.html?term=Infektion


Prädiktoren – COVID-19:
Neuer klinischer „Score“ soll auch frühzeitig den Krankheitsverlauf voraussagen können:

15. Januar 2021: Damit COVID-19-Patienten mit voraussichtlich „mildem“ Verlauf früher aus dem Krankenhaus entlassen werden können, haben Wissenschaftler ein mathematisches Modell entwickelt. Es benötige ausschließlich Routinedaten und keine aufwendige Zusatzdiagnostik, heißt es in der Vorveröffentlichung der MedUni Wien

LABOR-BESTIMMUNG: Das Modell könne anhand des Verlaufs von 3 Laborwertendem C-reaktiven Protein (CRP), dem Kreatinin und der Thrombozytenzahl im Blut – in Kombination mit dem Patientenalter und der Körper­temperatur am Aufnahmetag (über oder unter 38°C) „günstigere Krankheitsverläufe von hospitalisierten COVID-19-Patienten mit hoher Treffsicherheit prognostizieren“, schrieben die Autoren. (DOI: 10.1101/2020.12.20.20248563v1). Die Arbeit wurde noch keinem Peer-Review Verfahren unterzogen.

Als Prädiktoren des klinischen Verlaufs wurden ausschließlich die Laborwerte untersucht, die in Österreich wie auch Deutschland innerhalb der ersten vier Krankenhaustage als Routine-Infektionsdiagnostik erfasst werden.

Studien-Erstautor Stefan Heber vom Institut für Physiologie am Zentrum für Physiologie und Pharma­kologie der MedUni Wien konnte bereits die Routinelabordaten von 363 COVID-19-Überlebenden und 78 mit COVID-19 verstorbenen Krankenhauspatienten aus 3 österreichischen Kliniken in seine Analyse einbeziehen. Ihre SARS-CoV-2-Infektionen waren zuvor per PCR-Test gesichert worden. (Quelle: www. aerzteblatt.de)


NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…NEWS…

Warten auf Evidenz: Ein Update zur weltweiten Forschung an COVID-19-Therapeutika…

Auch wenn die Entwicklung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus mit bisher noch nie gekannter Geschwindigkeit vorangeht, richten sich doch die Hoffnungen darauf, dass es auch gelingt, schnell andere Medikamente zur Behandlung bereits Infizierter zu finden. Im Fokus stehen da insbesondere Arzneimittel, die schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. Denn diese umzufunktionieren kann wesentlich schneller gelingen als eine grundständige Neuentwicklung. – die oft Jahre beansprucht…

Die weltweite Forschungstätigkeit ist immens und wird immer unübersichtlicher. Dieser Beitrag wirft einige Schlaglichter auf den aktuellen Stand der Entwicklung von COVID-19-Therapeutika. (EINE DER BESTEN: Quellen-Angaben nachzulesen bei: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19.)



Bin ich nun bei Covid-19 schwer krank?

Corona – Frühphase: Wichtige Symptome…

In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 bisher mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen.

Nein, nicht jeder mit einem positiven Test wird zwangsläufig krank! Ist jemand infiziert („angesteckt“), bedeutet das zunächst einmal nur: Das Virus hat es geschafft, in den Körper zu gelangen und sich dort zu vermehren.

Dauer der Corona-Erkrankung: Es variiert stark von Mensch zu Mensch, wie lange Covid-19 andauert. Wer mild betroffen ist, erholt sich meist innerhalb von zwei Wochen wieder. Schon etwa eine Woche nach der Ansteckung bildet der Körper Abwehrstoffe („Antikörper“), die die Viren mithilfe weiterer Abwehrzellen unschädlich machen. Bei vielen Menschen funktioniert das offenbar so gut, dass sie keine oder nur geringe Symptome bekommen.

Bei mildem Verlauf: Viele Infizierte entwickeln Symptome, die einer schwereren Erkältung oder Grippe ähneln. Dazu zählen etwa Fieber, Husten, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, seltener auch Übelkeit und Durchfall. Auch ein Verlust des Geruch- und Geschmacksinns kann auftreten. Im Mittel dauert es fünf bis sechs Tage, bis (nach der Ansteckung) diese Symptome auftreten.

Bei einigen Menschen kommt es schon einen Tag nach der Ansteckung zu Symptomen, bei anderen erst nach zwei Wochen (deshalb wird man bei Verdacht auf Corona auch für zwei Wochen in Quarantäne geschickt). In vier von fünf Fällen (81 Prozent) verläuft Covid-19 mild bis mäßig, vor allem bei Kindern und jüngeren, gesunden Erwachsenen. Ob sich dies durch die nun erwartete Zunahme an gefährlicheren MUTANTEN ändert, bleibt abzuwarten…


MUTANTEN… aktuell hierzu gibt es hierzu einen gesonderten, sehr informativen Bericht unter: 4.3 Mutanten-Varianten (siehe unten auf der Seite zum Anklicken oder oben in der Blog-Leiste zum Scrollen…)

24.01.2021: Der Berliner Virologe Christian Drosten warnte damals schon vor der Verbreitung der britischen Corona-Mutation ALPHA (B.1.1.7): „Das ist leider gefährlicher, als wenn es tödlicher geworden wäre; denn jeder neue Infizierte wird dadurch mehr Menschen anstecken und jeder dieser Menschen wiederum mehr Menschen, sodass die Zahl der Infizierten exponentiell wächst.“

Auch die andere gefährliche Coronavirus-Variante (Mutante) 501Y.V2 – auch als BETA (B.1.351) bekannt – wurde in Südafrika – wie oben erwähnt – zuerst entdeckt und ist mittlerweile in zahlreichen Ländern, nun auch in Deutschland, bereits nachgewiesen.

Neuere aktuelle Mutation DELTA (B.1.617):
Frisch aus Indien importiert?

22-04-2021: NEUERE CORONA- VARIANTE – die DELTA (B.1.617) – ist derzeit weltweit auf dem Vormarsch:
Mit Sorge blicken derzeit RKI-Experten nach Indien. Dort verbreitet sich offenbar sehr schnell schon wieder eine neuere Mutation des Corona-Virus.

„Diese indische Variante DELTA (B.1.617) wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra gefunden und verbreitet sich dort sehr stark. Sie zirkuliert aber auch in anderen indischen Bundestaaten und wurde bereits in Großbritannien ebenso wie in Deutschland vereinzelt nachgewiesen“, heißt es in einer aktuellen RKI-Veröffentlichung.
22.04.2021:  Die indische Corona-Virus-Mutation DELTA (B.1.617) tritt nun auch in Deutschland auf, häufiger als zunächst angenommen. Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) am 19.04.2021 noch von erst acht Fällen der Mutation DELTA (B.1.617) in Deutschland (Sachsen) gesprochen hatte, sind es nun schon 21 Fälle, wie das RKI mitteilte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst in Indien auftretende Variante des Coronavirus am 11. Mai 2021 in die höchste Kategorie „besorgniserregend“ (variant of concern, VOC) eingestuft. WHO-Wissenschaftlerin Maria van Kerkhove begründete die Warnung damit, dass DELTA (B.1.617) deutlich ansteckender sei als andere Varianten. Zudem gebe es Hinweise, dass eine durch bisherige Corona-Impfungen oder -Infektionen erworbene Immunabwehr auf DELTA (B.1.617) schlechter reagiere. Dadurch könnte sich die Wirkung von Impfstoffen verringern und bereits genesene Covid-19-Patienten könnten sich erneut anstecken und auch erkranken.


DATEN – weltweit:

08.07.2021: Das zugrunde liegende Coronavirus hat sich mittlerweile in mehr als 190 Ländern ausgebreitet. Derzeit werden aus den USA, Indien, Brasilien, und Russland die höchsten Fallzahlen gemeldet.

In Europa verzeichnen der Reihenfolge nach: FrankreichEngland, ItalienSpanien…etc. und Deutschland (derzeit Platz 12) die meisten Corona-Infektionen.

15.07.2021:
SARS-CoV-2 Infektionen/-Todesfälle:
Deutschland: Aktuell gibt es bei uns (nach ca. 1,5 Jahren) über 3,8 Millionen Corona-Erkrankungen (bei über 83 Millionen Einwohnern) bestätigt und 92.000 Todesfälle (in Verbindung mit oder an dem Virus) registriert.

15.07.2021:
USA: Über 35 Millionen bestätigte Infektionen (EK) gibt es aktuell in dem Land (mit knapp 330 Millionen Einwohnern). In absoluten Zahlen gemessen, gibt es hier die meisten Corona-Infektionsfälle „weltweit“ (ohne die Dunkelziffern) und über 624.000 Todesfälle im Zusammenhang mit oder an dem Corona-Virus…
Weltweit finden sich insgesamt 189 Millionen Corona-Erkrankungen und über 4,1 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Genaue, ständig aktualisierte Daten täglich nachzulesen bei: https://www.worldometers.info/coronavirus/


ERSTE ZULASSUNG IN JAPAN

20.07.2021: Die japanischen Aufsichtsbehörden haben „Ronapreve“ – der Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von Roche und Regeneron die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Covid-19 erteilt.

Hoffnungsträger – Antikörper… in früher Erkrankungs-Phase?

Casirivimab, Etesevimab, Regdanvimab, Imdevimab und wie sie alle heißen…

Präparate mit monoklonalen Antikörpern gegen SARS-CoV-2 durchlaufen derzeit – seit Februar 2021 – bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA ein Rolling-Review-Verfahren: 1. REGN-COV2 von Roche und Regeneron: das Casirivimab und Imdevimab enthält; 2. Bamlanivimab/Etesevimab von Eli Lilly und 3. das Monopräparat Regdanvimab von Celltrion
Auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) stockt das BMG (=Bundesministerium für Gesundheit)  außerdem die Antikörpervorräte der Bundesrepublik derzeit noch einmal auf

Das Institut empfiehlt aufgrund eventueller Resistenzen neuer Virus-­Varianten prioritär früh die Anwendung einer Kombination von Antikörpern.
Bei dem Präparat von „REGENERON“ mit den beiden monoklonalen Antikörpern Casirivimab und Imdevimab ist dies bereits gegeben.

Zu den Patientengruppen zählen laut der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegenden Stellungnahme – ausschließlich „Pa­tienten“ in einer frühen Phase der Erkrankung im leichten oder moderaten Stadium – die mindestens einen Risikofaktor“ für einen schweren Verlauf aufweisen.

Orientierende Laborparameter für den Einsatz monoklonaler Antikörper seien der fehlende Nachweis von SARS-CoV-2-„Antikörpern und hohe Virustiter“. 

März 2021: Wenn ein Patient wegen einer COVID-19-Erkrankung in die Klinik schon schwerkrank ankommt, ist er dafür gar nicht mehr geeig­net“, erklärte kürzlich Leif Erik Sander (Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie). der an der Berliner Charité die Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung leitet.
Diejenigen, die wirklich von den Antikörpermedikamenten profitieren würden, sind Sander zufolge „Pa­tienten mit einem Risikoprofil, etwa einem Alter über 70 Jahre, die noch nicht geimpft sind und jetzt in der dritten Welle positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, möglicherweise sogar mit der britischen Vari­ante des Virus“. Das Medikament muss intravenös verabreicht werden…dies sei alles gar nicht so einfach...

Antikörperlieferung per Rettungsdienst?

Um diese Herausforderung zu bewältigen, liefen derzeit Gespräche mit dem Bundesgesundheitsminis­te­rium, berichtete er. Eine Möglichkeit sei beispielsweise die Gabe über den KV-Dienst oder auch den Rettungsdienst. „Sie könnten die Antikörpermedikamente zu den Patienten nach Hause bringen, sie dort intravenös verabreichen und den Patienten anschließend überwachen“, so der Mediziner Leif Sander… © nec/aerzteblatt.de

Berlin: Charité eröffnet Ambulanz für COVID-19-Therapie mit monoklonalen Antikörpern. An der Berliner Charité hat eine Antikörperambulanz mit dem Testbetrieb begonnen. Seit 19. April 2021 können dort COVID-19-Patienten mit den im Januar vom Bund angeschafften Antikörpermedikamenten behandelt werden.

„Wir rechnen mit einer hohen Nachfrage. Versorgt werden in der Ambulanz Menschen im frühen Stadium der Infektion, die die Therapie wegen Risikofaktoren am dringendsten brauchen“, sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor der Charité, Joachim Seybold. Als großes Problem hatte sich nach der Beschaffung der Präparate (im Januar 2021)schnell die Logistik der Behandlung herausgestellt: Die Antikörpermedikamente helfen Patienten vor allem in der Frühphase der Erkrankung, sprich ambulanten Patienten, werden aber nur an Krankenhäuser ausgeliefert. Die Infusion dauere eine Stunde, hinzu komme eine einstündige Nachbeobachtungszeit.

Die Ambulanz löste nun das Logistikproblem:
Die neue Antikörperambulanz auf dem Charité-Campus im Berliner Bezirk Mitte soll die Lücke zwischen ambulanten Patienten und Krankenhaus schließen. Einen Termin für die einmalige Infusionstherapie in der Ambulanz können nur die behandelnden Haus- oder Fachärzte vereinbaren, nicht Patienten selbst.
Die Charité betont, dass Patienten ausführlich aufgeklärt würden; es handle sich jedoch nicht um eine Arzneimittelstudie. Für den Besuch der Ambulanz unterbrechen die frisch an Corona erkrankten Patienten kurz ihre häusliche Isolation.
Die Antikörperpräparate haben in Europa noch keine Zulassung. Wie Seybold erklärte, werden die Präparate einer Reihe von Klinikapotheken kostenfrei zur Verfügung gestellt.


Antikörper-Cocktails…. frühe Hoffnung?

  • NEUE ERKENNTNISSE – COVID-19: Ist man *seropositiv oder seronegativ“?
  • Seropositivität begünstigt deutlich die erneute Antikörperantwort auf mRNA-Impfstoffe: Bei den seropositiven, aber „asymptomatischen“ Patienten, die bereits körpereigene Antikörper gegen das Virus gebildet hatten, hatte die Behandlung mit einem „Antikörpercocktail“ bisher sehr gute Erfolge erzielt:

USA: Die Forschungsgruppe (Institutional Review Board der Universität von North Carolina) untersuchte longitudinale SARS-CoV-2-spezifische Antikörper-Antworten vor und nach der Impfung bei Personen mit und ohne vorherige Infektion.
Die Antikörperantwort auf die erste Impfstoffdosis war bei Personen, die vor der Impfung seropositiv waren, fast „doppelt so hoch“, wie bei Personen, die seronegativ waren, was darauf hindeutet, dass eine „vorherige“ SARS-CoV-2-Infektion eine gute Immunantwort auf die erste Dosis eines Impfstoffs auf mRNA-Basis auslöst.

Erkenntnis: Eine vorausgegangene SARS-CoV-2-Infektion scheint also eine ausreichende Immunantwort auf eine erste mRNA-Impfstoffdosis zu begünstigen. Man hat Antikörper gebildet. Warum das so wichtig ist: Eine einzelne mRNA-Impfstoffdosis könnte bei seropositiven Personen einen schon tatsächlich ausreichenden Erkrankungs-Schutz gegen SARS-CoV-2 bieten.

Anm.: Als *seropositiv bezeichnet man „erkrankte“ Personen, bei denen im LABOR mit Hilfe serologischer Untersuchungsmethoden „ANTIKÖRPER“ schon gegen spezifische „ANTIGENE“ nachweisbar sind.

Studiendesign – RE-INFEKTIONEN?

Longitudinale Beobachtungs-Kohortenstudie zur Untersuchung der Auswirkung von SARS-CoV-2 auf die Antikörperantwort auf mRNA-basierte Impfstoffe bei medizinischem Personal mit/ohne Nachweis einer vorausgegangenen Infektion.

Anm.: Dieser Artikel ist ein Preprint und wurde noch nicht von Experten begutachtet [was bedeutet das?]. Er berichtet über neue medizinische Forschungsergebnisse, die noch evaluiert werden müssen und daher noch nicht als Leitfaden für die klinische Praxis dienen sollten. (Quelle: Ciccone EJ & al – medRxiv  23.02.2021) Auszug: Bericht von Liz Scherer Clinical Essentials  01.03.2021 in UNIVADIS.

Es gibt viel häufiger – als man annimmt sog. Reinfektionen mit deutlich schwererem Verlauf – also nach überstandener Corona-Infektion, die leicht verlief bzw. auch bei unerkannt gebliebenen Infektionen – wie sie gehäuft z.B. in Krankenhäusern beim „Personal“ auftreten könnten.


Antikörpergabe (Infusionen) ambulant? Man hörte bisher leider kaum etwas davon…

  • Erst nur 1.300 der 200.000 (!!) eingekauften Antikörper-Dosen kamen bisher gegen COVID-19 zum Einsatz. Jetzt wurde erneut von der Regierung wieder dazu eingekauft. Sind sie ein Hoffnungs-Schimmer in der Früh-Phase?
  • Das Problem mit dem exakt richtigen Verabreichungszeitpunkt soll nun demnächst endlich gelöst werden – durch ambulante Ärzte. Schon im Januar 2021 wurden – wie oben schon erwähnt – bereits drei Antikörper-Medikamente gekauft, jetzt wird mit Etesevimab ein vierter beschafft.
  • Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) stockt seinen Bestand an SARS-CoV-2-Antikörpern auf, die zur Frühtherapie bei COVID-19 in Risikokonstellationen genutzt werden sollen. Das Medikament Etesevimab soll voraussichtlich ab Ende April 2021 nun zur Verfügung stehen, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Ein Grund dafür, warum es bisher schwierig war, diese bereits vorhandenenAntikörper in die Anwendung zu bringen, ist, dass sie bisher fast nur in Krankenhäusern zum Einsatz kommen.
  • De facto sind es aber Frühmedikamente, die möglichst rasch nach Infektion gegeben werden sollten und das ist wohl schiwerig…. Minister Spahn bringt derzeit aber auch eine neue Vergütungsverordnung auf den Weg, die- ganz aktuell – nun die Anwendung dieser (bisher noch nicht definitiv zugelassenen) Arzneimittel nach individueller Nutzen-Risiko-Einschätzung durch den behandelnden, ambulanten Arzt ermöglicht. Bisherige Daten sprechen bei frühem (!!) Einsatz für weniger Krankenhauseinweisungen und eine deutlich geringere Sterblichkeit.

TEST…TEST…TEST…

PCR-Tests bleiben derzeit weiterhin der Goldstandard
bei der Detektion von Sars-CoV-2

Das gilt auch für den Nachweis von „mutierten“ Coronaviren: Bei der mobilen Point-of-Care-Lösung von „Medsan“ können auch Infektionen mit Mutationen weiterhin zuverlässig detektiert werden. Mit dem Ultra-RT-PCR Gerät „BioeXsen“ wird das RdRp-Gen (ORF1ab-Region) detektiert. (www.apotheke-adhoc.de)
Im Gegensatz zum Antigenschnelltest wird hier auch der sogenannte Ct-Wert ermittelt, mithilfe dieses Wertes können Aussagen darüber getätigt werden, wie ansteckend eine Person ist.

Siehe hierzu Ausführlicheres zum Ct-Wert unter: 6. News-Updates (Am Ende dieser Seite den Blog-Artikel anklicken)


Schnelltests sind unwirksam bei Mutanten:

„Schnelltests“ im engeren Sinne sind die Antigen-Tests: Wie bekannt, bleiben diese beim Nachweis der neuen Mutanten (Varianten) tatsächlich völlig unbeeinflusst, da sie nicht das Spike-Protein nachweisen, sondern nur das Nukleokapsid (N) – also das „Nukleo-Protein“, das durch diese Virus-Mutation nicht betroffen ist.

S-Protein und N-Protein beim Spike- Protein:

Die neuen Mutationen treten bislang u.a. in den Haupt-Domänen des S-Proteins auf. Sollte es jedoch auch zu Mutationen im N-Protein kommen, so tangiert dies dann vielleicht doch diese Antigen-Tests und erfordert vielleicht eine vielleicht erneute Evaluation (Erforschung)?
Anm.: Das SARS-CoV-2 wird aus vier Strukturproteinsorten aufgebaut: S (Spike), M (Membrane), E (Envelope) und N (Nucleocapsid).


NEUER – Mutanten-Test:

  • 10.02.2021: Bei einem „positiven“ PCR-Test können niedergelassene Ärzte nun aktuell also auch im Labor direkt eine Untersuchung auf eine „Virusvariante“ veranlassen: Eine wesentliche Neuerungen der Coronavirus-Testverordnung (!) Die Coronavirus-Testverordnung (TestV) wurde vom Bundesge­sundheitsminis­terium (BMG) erneut angepasst.


Der dritte Lockdown ab Sonntag, 28.03.2021

Wie war das noch?

In der Corona-Pandemie stieg im März 2021 die bundesweite 7-Tage-Inzidenz weiter und lag bei 129,7.
Die Intensivbetten waren erneut so stark ausgelastet wie zu den Spitzenzeiten im Frühjahr 2020. Über 3000 Patienten werden dort behandelt. Es konnten aber weniger Todesfälle verzeichnet werden. (Quelle: FOCUS Online)

Zum Beginn der Osterferien waren – trotz aller Appelle zum Reiseverzicht – Tausende Urlauber sind nach Mallorca geflogen. Der bayerische Ministerpräsident Söder forderte die strikte Umsetzung der Notbremse. 

Forderungen nach einem erneuten Bund-Länder-Treffen sieht er kritisch. „Es braucht nicht ständig immer wieder neuere Gespräche, sondern allein die exakt konsequente Umsetzung der Notbremse“, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“.

21.05.2021: Dänemark hatte schon früh einen Öffnungsplan für den Tourismus. Schon ab Mai konnten geimpfte Urlauber aus bestimmten EU-Ländern trotz Corona wieder einreisen.
Ab 26.06.2021 wurde dann die Einreise über den neuen Corona-Pass der EU geregelt.

Macht Dänemark uns nun vor, wie es richtig funktioniert?

Nach einem Inzidenzwert über 600 (!) wurde in Dänemark ein harter Lockdown verhängt… nur die Grundschulen waren noch offen. Die Zahlen sanken so schnell und erfreulich, dass dänische Epidemiologen nun davon ausgehen, endlich die Lage im Griff zu haben, nämlich: Mit hoher Eigenverantwortung, gepaart mit konsequenter Nachverfolgung und strenger Quarantäne von Infizierten soll dies möglich machen, dass bald wieder gelockert werden kann. Hat Dänemark gelernt, mit Corona umzugehen?

Muss Deutschland nicht auch diesen Weg gehen? Der Virologe Prof. Timm von der Uniklinik Düsseldorf ist hier skeptisch: “ Vergleiche mit anderen Ländern sind schwierig“.., sagte er. „In Deutschland diskutieren wir sehr viel über alle möglichen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und weniger die strikte Eigenverantwortung von uns Menschen. Werden neue Regeln verkündet, ging es bisher darum, was denn jetzt überhaupt noch erlaubt sei? Und nicht darum, wie wir unser eigenes Verhalten hinterfragen. Vom Verhalten jedes Einzelnen und zügigen Impfungen nämlich wird in den kommenden Wochen und Monaten alles Weitere abhängen.

In Dänemark steigen im August 2021 die Corona-Zahlen – trotzdem werden die Regeln für Reisende und Einheimische gelockert. Was ist in unserem Nachbarland aktuell möglich? Und welche Lockerungen treten denn nun zum 1. September in Kraft? Die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt derzeit bei 107,7  – (Stand: 3. August, Quelle: Johns Hopkins University). –  Momentan gilt für dieses Land NOCH keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Einreisende Personen benötigen aber einen negativen PCR- oder Schnelltest. (Quelle: https://www.adac.de/news/daenemark-urlaub-corona/)

Ganz Dänemark galt aus Sicht deutscher Behörden damals lange als Risikogebiet (Stand 26.03.2021). * Die Einreise nach Dänemark zu touristischen Zwecken war nach Plan dänischer Behörden bis voraussichtlich Ende April nicht erlaubt. Nach der Einreise mit triftigem Grund besteht in Dänemark in der Regel Quarantänepflicht. 

Dänemark wollte die Corona-Beschränkungen nach und nach weitgehend aufheben, sobald alle Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind, geimpft sind. Die dänische Regierung ging davon aus, dass dieses Ziel bis Ende Mai 2021 erreicht sein wird. Mit weiteren Impfungen und einem Corona-Pass soll auch öffentliches Leben schnell wieder möglich werden. Für die Lockerungen erhöht Dänemark seine ohnehin guten Testkapazitäten, um maximal 400.000 PCR- oder Coronaschnelltests pro Tag machen zu können. Andere Maßnahmen bleiben dagegen bis auf Weiteres bestehen – darunter auch die strengen Einreisebeschränkungen. (Quelle: www.aerzteblatt.de)

Für Gesundheitsminister Spahn war ein abermaliger, harter Lockdown mittlerweile auch bei uns wieder unvermeidlich. Erst nach dem Brechen der dritten Welle dürfe man über Öffnungsschritte reden. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete noch am 27.03.2021 eine Sieben-Tage-Inzidenz von 124,9. Damit war damals der Wert so hoch wie seit dem 19. Januar 2021 (131,5) nicht mehr…

  • hat sich der dritte Lockdown gelohnt? … Er wurde zunächst weitgehend aufgehoben, wie wir heute im Juli 2021 wissen…So lag am 08. Juli 2021 die Sieben-Tage-Inzidenz immer noch niedrig bei 5,1 (!)…und weiter geht es 2 Wochen später wieder BERGAUF…am 24.07. 2021 immerhin schon wieder bei 40,7 (!) in Düsseldorf.

CORONA IN DEUTSCHLAND?
Langsam steigt die Kurve wieder… unaufhaltsam?


IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…IMPFEN…

26.06.2021: Das RKI registrierte im Juni 2021 noch täglich rund 600 Neuinfektionen: Die meisten Ansteckungen gab es gemessen an der Bevölkerungsgröße im Saarland und in Baden-Württemberg.

30.03.2021 – DOC CHECK-Beitrag:

ZUM SCHLUSS NOCH DAS LETZTE…das Allerletzte…

Der vermeidbare ständige Impf-Ärger:
Ein offensichtlicher Fehler nur in Deutschland?

Der wichtigste Weg aus der Pandemie aber ist das Impfen. Genau gesagt, begehen wir in Deutschland derzeit einen ganz gravierenden Fehler, der sich leicht beheben ließe:

  • „Hauptsache korrekt“: Ein typisch deutsches Prinzip mit Schwächen. Es gibt Therapiealternativen, die in anderen Ländern wie die USA, Israel und Großbritannien ihre Wirksamkeit immer deutlicher zeigen:
  • Die Länder impfen, impfen… impfen.., und zwar ganz unbürokratisch…was das Zeug hält. Die Hoffnung, dass die Impfstoffe – auch gegen die immer neueren Virus-Varianten – uns schützen, bleibt trügerisch…

Was läuft denn in den anderen Ländern eigentlich anders?
Es wird dort oft sehr pragmatisch geimpft. Möglichst viele in möglichst kurzer Zeit. Und wenn noch was übrig ist, wird im Notfall draußen gefragt, wer noch keine Impfung hatte, bevor der Impfstoff verfällt. Das wäre doch die Lösung auch bei uns…
Das heißt: Im Gegensatz zum deutschen „Hauptsache korrekt“, gilt dort „Hauptsache schnell und viele“. Und dieser „Therapieansatz“ funktioniert, in Israel fallen die Infektionsfälle – mehr oder weniger rasant – exponentiell.
Es hilft doch allen, wenn möglichst schnell geimpft wird. Im Endeffekt geht es ja vor allem auch um den Unterschied zwischen individuellem Schutz („möglichst korrekt die richtigen Impflinge identifzieren“) und Gemeinschaftsschutz („wenn ich möglichst viele in kurzer Zeit impfe, schütze ich damit doch auch die Schwachen“).

EU: Digitale Impfnachweise sind nun ab Juni/Juli 2021 endlich da… Hierüber hat die Presse ausführlich informiert…

picture alliance, Flashpic, Jens Krick

www.aerzteblatt.de: Brüssel – Das Grundgerüst der Europäischen Union (EU) für einen europaweit gültigen, digitalen Coronaimpfnachweis ist nun ab 1. Juni einsatzbereit.
Es soll die nationalen Impfzertifikate der Mitgliedsländer miteinander vernetzen, beispielsweise um Reisen innerhalb Europas wieder zu erleichtern. Spätestens ab dem 30. Juni standen den EU-Bürgern digitale Impfzertifikate in allen Mitgliedstaaten zur Verfügung, hieß es aus Kommissionskreisen. Wer kein Smartphone besitzt, bekommt dies schriftlich… dafür wurde schon gesorgt…

Digitaler Impfpass: QR-Code nach dem Pieks…?

Natürlich sollte eine gewisse Priorisierung sein, die ja in diesen Ländern auch praktiziert wird (wenn auch deutlich grober als in Deutschland).

Wir machen alle Fehler…Fehler sind keine Katastrophe, wohl aber, aus ihnen nicht zu lernen.

  • Die Neid-und-Bürokratie-Debatte, die hier gerade in Deutschland geführt wird, lähmt uns mehr, als sie nutzt. Sobald eine Gruppe die Impfung zugesagt bekommt, schimpft schon die nächste, dass sie doch viel wichtiger sei.

Impfpriorisierungen endeten am 7. Juni 2021 bundesweit:

GUTE IDEEN…
Hausärztechef Weigelt auch für Aufgabe der Impfreihenfolge…

Bei einer Zunahme der Impfstoffliefermenge hatte der Hausärzte-Chef „Ulrich Weigeldt“ schon länger für eine allmähliche Aufgabe der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus:
„Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist“, sagte der Bundesvorsitzende des deutschen Hausärzteverbands der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (03.04.2021).


CORONA? Ein schier unlösbares Problem, oder?
WIR SCHAFFEN DAS…!

Der Lauf der Zeit: Es ist so, wie es ist, die Welt dreht sich weiter und wird sich immer weiter verändern.

„Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung“… Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit (*um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.) hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.

  • Optimistisch…positiv denken: Wer in Veränderungen Chancen sieht und der Vergangenheit nicht nachtrauert, der lebt im Hier und Jetzt und freut sich auf die Zukunft…oder hofft in Coronazeiten doch wenigstens guten Mutes auf eine bessere…


ZUKUNFTSMUSIK?
Eine Pandemie zähmen

Ein Jahr nach seinem Auftreten ist das schwere Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) mit akutem respiratorischem Syndrom so weit verbreitet, dass wenig Hoffnung auf eine komplette Eliminierung besteht. Es gibt jedoch mehrere andere endemische humane Coronaviren, die auch mehrere Reinfektionen verursachen und eine ausreichende Immunität zum Schutz vor schweren Erkrankungen bei Erwachsenen erzeugen. Lavine et al. entwickelten ein Modell zur Analyse der Flugbahn von SARS-CoV-2 in die Endemizität. Hier ein kurzer Auszug;

SARS-CoV-2 konnte sich aus zwei Gründen so schnell über den ganzen Erdball verbreiten: Die Viren haben eine sehr hohe Reproduktionszahl, d.h. sie sind sehr ansteckend und zu Beginn einer Infektion besteht oft eine asymptomatische Phase, in der die Betroffenen unwissentlich ansteckend sind. Vor allem letzteres unterscheidet die neuen Coronaviren von Infektionen mit SARS-CoV-1 und MERS, die deutlich schwerer und häufiger tödlich verlaufen.

Auch ohne hohe Impfquoten und Herdenimmunität könnte SARS-CoV-2 irgendwann seinen Schrecken verlieren. Darauf deutet das „Modell“ von US-amerikanischen Infektiologen, welches vor allem auf der Epidemiologie der weltweit endemischen Coronaviren beruht, die meist nur harmlose Erkältungen auslösen.

Klinisch Immun? Eine Modell – Vorhersage

Ein Modell zeigte, dass eine hohe Infektionssrate der Bevölkerung im Allgemeinen – aus einer Kombination von hoher Übertragbarkeit durch Primärinfektionen (d.h. hohem R0), nachlassender Immunität und erheblicher erneuter Übertragung durch häufige Reinfektionen – vor allem bei älteren Personen – direkt gefahrvoll – resultieren kann.

Das rasche Nachlassen dieser sog. „klinischen“ Immunität wird auch bei experimentellen Covid-19 Infektionen des Menschen berichtet, die zeigten, dass eine Reinfektion zirka 1 Jahr nach einer früheren Infektion immer noch möglich ist, wenn auch mit milderen Symptomen und einer kürzeren Dauer…aber möglich!
Von einer vermutetensterilen“ (lebenslangen) Schutzwirkung durch die Impfstoffe könne derzeit jedoch nicht ausgegangen werden. Vielleicht wird es so – wie mit dem Grippe-Impfstoff… jedes Jahr erneut eine Impfung schützt.

Die Verlangsamung der Epidemie durch soziale Distanzierungsmaßnahmen, die R 0 auf nahe 1 reduzieren, verzögere jedoch absolut deutlich Infektionen und verhindert, dass die meisten Todesfälle frühzeitig eintreten.

AUTOREN: *Jennie S. Lavine, Ottar N. Björnstad, Rustom Antia (Institut für Biologie, Emory University, Atlanta, GA 30322, USA.) QUELLE: Science 12 Feb 2021: Vol. 371, Ausgabe 6530, S. 741-745 – DOI: 10.1126 / science.abe 6522.


Anm.: „Sterile“ Immunität bedeutet einen wichtigen Schutz vor Weitergabe (Transmission) des Erregers an Dritte und damit ist diese sterile Immunität einer der Faktoren, die über das Erreichen einer Herden-Immunität entscheiden. Dagegen bedeutet eine Klinische“ Immunität – den (mehr oder weniger umfassenden) Schutz der geimpften Person vor „Symptomen“ einer Erkrankung… ABER: Eine solche klinische Immunität würde dafür sorgen, dass Erkrankte beispielsweise nur Erkältungssymptome wie bei harmloseren Coronaviren bekämen. (Wikipedia)


Dritte Impfung?

Nach Expertenmeinung wird durch Vektor-Impfstoffe wie AstraZeneca besonders die zelluläre Abwehr stimuliert, während mRNA (BioNTech) die humorale Antikörperbildung steigert … So könnte ein Ak-Test dazu beitragen, ob die Impfung erfolgreich war…
Sind Antikörper dabei ausreichend hoch, kann man sich entspannen, falls nicht, wäre eine 3. Impfung analog den bekannten Nonrespondern bei Hep.B evtl. diskutabel…Die STIKO hat sich hierzu derzeit jedoch noch nicht geäußert… Noch wäre eine 3. Impfung durch einen Arzt hier aber wohl noch „*off-label“ (strafbar laut BSG-Entscheidung im Dezember 2016).
Die einzigen Instanzen, die in Deutschland einen solchen boost empfehlen könnten, wären die StIKO und die Landesgesundheitsbehörden. Die ImpfV BMG (momentan) sieht derzeit eine solche Dritt-Impfung (noch) nicht vor. Es wird aber derzeit durchaus diskutiert (z.B. von der Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie: Prof. Dr. rer. nat. Christine Falk), Menschen mit schwachem Immunsystem, Organtransplantierte u.ä. ein drittes Mal mit einem mRNA-Impfstoff zu impfen. Aber dazu gibt es derzeit noch keine offizielle Ansage.

Anm.: Der englische Begriff *Off-Label-Use beschreibt den zulassungsüberschreitenden Gebrauch von Arzneimitteln.


Prof. Dr. Carsten Watzl, Immunologe am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung der Technischen Universität Dortmund, weist darauf hin, dass man früher bei anderen Coronaviren, die normale Erkältungen auslösten, im Mittel ein bis anderthalb Jahre vor einer erneuten Infektion geschützt sei. Eine natürliche Infektion sei allerdings nicht mit einer Impfung vergleichbar, die Immunantwort falle nach einer Impfung auf jeden Fall wesentlich effizienter aus, sagt Watzl, der auch Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie ist. „Die Hoffnung ist also, dass die Immunität durch die Impfstoffkandidaten deutlich länger anhält.

„Panta rhei… alles ist noch zu neu – auch für die Wissenschaft… Alles ist also noch im Fluss. Das soll heißen, dass Dinge sich verändern und dass man vielleicht noch nicht weiß, wohin sich das alles derzeit noch verändert. Es kann aber auch heißen, dass alles gut ist, harmonisch ist, dass alles gut fließt und alles gut ist oder wird….dies zu glauben, tut derzeit gut…


Von „Business as usual“ kann auf absehbare Zeit bisher noch keine Rede sein…

NACHTRAG:

Kurz-Bericht zu Nanopartikeln – sie sind überall – auch in Impfstoffen:

Nanopartikel umgeben uns täglich. Wir atmen sie ein, essen sie oder nehmen sie über die Haut auf.

Unter Nanopartikeln versteht man Teilchen, die außerordentlich klein, kleiner als hundert Nanometer sind und damit die Größe von Makromolekülen haben. Das ist so winzig, dass man sie unter einem normalen Mikroskop nicht erkennen kann. Kohlenstoff-Nanopartikel werden in den Lysosomen hier für diesen Zweck z.B. einer „Fähre“ sicher eingekapselt:

„Die Einkapslung der Nanopartikel in unseren körpereigenen Lysosomen sorgt dafür, dass diese Teilchen – zumindest für einige Tage – sicher verwahrt sind und die Zelle nicht schädigen können. Diese Lysosomen dienen im Körper bekanntlich als eine Art Entsorgungseinheit, in denen Fremdkörper angesammelt und normalerweise dann von unseren Enzymen – an Ort und Stelle – abgebaut werden. Damit ist also die Lebensfähigkeit jeder Zelle – ohne wesentliche Änderung der Genexpression – erhalten“ … wird Professor Dr. Thomas Heinzel vom Institut für Experimentelle Festkörperphysik der HHU in der Mitteilung zitiert. (Anm.: HHU = Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Diese Erkenntnis sei wichtig, wenn man Nanopartikel als Fähren für Medikamente in die Zelle nutzen kann. Sie können also damit gute Vehikel sein, um an sie geheftete Wirkstoffe gezielt in kranke Zellen zu transportieren.
Nanopartikel können aber in der Umwelt auch gesundheitliche Risiken bergen, die zum Beispiel im Kontext mit Feinstaub diskutiert werden. Es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass sich Nanopartikel in „verschmutzter“ Luft negativ auf unsere Gesundheit auswirken können. Da ist das Tragen unserer Masken ja derzeit auch zusätzlich von Nutzen…
 
Langzeitaussagen sind „aufgrund von Labor-Experimenten“ derzeit noch sehr schwierig:
Beim Vergleich der aktiven Gene von Stammzellen aber – mit und ohne Beigabe von Nanopartikeln-  ergab sich, dass lediglich
eine EINZIGE (von insgesamt 20.800 aufgezeichneten) Genexpressionen verändert war. (eb) (Quelle: www.aerztezeitung)

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-04/funktionsweise-corona-impfstoff-mrna-impfung-immunitaet-immunsystem-vektor-proteinbasiert


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1. Einleitung

2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

3. Fake News

4. Impfstoffe

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung (diese Seite)

4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

4.4 Impfstoffe/Zukunft

5. Gegenmittelsuche

6. News-Updates

7. Aussichten