LESEDAUER bei ausführlichem Lesen: Zirka 50-60 min. …
TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diese recht umfangreichen Bericht – der aus sieben (7!) Blog-Artikeln besteht – sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“-Display… 


Dieser ausführliche Blog-Artikel (Teil 1-7) beleuchtet die derzeitige Situation gründlich von allen Seiten: Es ist mein bisher wichtigster und umfangreichster Blog-Artikel 😉 – der mit bestem derzeitigem Wissen – aus ärztlicher Sicht – verfasst ist. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.


Einfache Blog-Übersichts-Hauptseite: Navigations-Tipps:

Hier sind (siehe rechts oben) die Themenseiten einzeln klar gegliedert aufgelistet: Home – About me – Blog – Corona-Fakten Aktuell (= mit Themen zum Anklicken) – Lullabuy Design – Artwork – Kontakt –


NEU – Lese-Tipps in mehreren Folgen:

WICHTIG: Da dieser Corona-Blog-Artikel recht ausführlich (und dadurch auch länger) ist, gibt es nun aktuell eine wichtige ÄNDERUNG im fortlaufenden Text:

Der gesamte Blog-Artikel „Corona – Fakten aktuell“ ist nun wie ein kl. HEFT verfasst, man kann also oben in der Kopf-Leiste (nur bei Corona) oder aber unten am Ende jeder Seite auf die nächste „Wunsch“-Seite „weiterblättern“ durch einfaches Anklicken…also direkt ein anderes Kapitel (Thema) anwählen (durch Anklicken auf den oben oder unten selbst präferiert angegebenen Link):


Was interessiert mich am meisten? Auf allen 7 unterschiedlichen Corona-Themen-Seiten befindet sich also – immer am Ende jeder dieser Seiten – ein LINK, bei dem man entweder sofort weiter auf die „nächste“ Themen-Text-Seite blättern oder aber nach unten im „Inhaltsverzeichnis“ direkt zur Auswahl einer anderen „Corona-Artikel-Seite“ – seiner Wahl – sofort leicht navigieren kann.


„Vielleicht gibt es schönere Zeiten…aber diese ist die unsere…“. – Zitat: Jean-Paul Sartre (1905-1980) war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph, Religionskritiker und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus.

Was ist ein „VIRUS“?

„Virus“ ist ein lateinisches Wort für „Gift“ ( bzw. infektiöse organische Strukturen…die sich als „Virionen“ (= winzige Viruspartikelchen) außerhalb von Zellen durch Übertragung verbreiten, aber als Viren sich nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle vermehren können… also ein Krankheits-„Erreger“: Ohne einen Wirt sind diese nicht lange lebensfähig, da sie keinen eigenen Stoffwechsel haben). Virus-Größe: 400 nm  =  0,4 µm
Die größten Viren sind so groß, wie die kleinsten Bakterien… unvorstellbar winzig…Sichtbar machen kann man Viren nur, wenn man statt eines gewöhnlichen Mikroskops ein wesentlich stärker vergrößerndes Elektronenmikroskop benutzt.
Anm.: Das Auflösungsvermögen eines guten Lichtmikroskops beträgt 200 nm, das Auflösungsvermögen eines normalen Elektronenmikroskops ist 2.000 mal größer, liegt also bei 0,1 nm. Mit einem Elektronenmikroskop kann man also allerkleinste Strukturen der Zelle sichtbar machen, zum Beispiel den inneren Aufbau eines Mitochondriums, eines Chloroplasten oder sogar eines Zellkerns.


Wie funktioniert eigentlich unsere Immunantwort?

ANTIKÖRPER: Durch z.B. eine Impfung wird unser Körper dazu angeregt, Antikörper zu bilden. Sie entstehen innerhalb von Tagen und Wochen durch spezialisierte Blutzellen. *Immunologe Carsten Watzl nennt die Antikörper eine „Armee“, die durch (immer wieder erneute) „Zellteilung“ möglichst schnell anwachsen könne. Wenn der echte Erreger später dann wieder in den Körper eindringt, sei der Körper (durch unser Immungedächtnis) bereits gewappnet. Die Antikörper blockierten die Bindestelle des Virus, und dann könne das Virus die Körperzellen nicht mehr infizieren. Anm.: *Prof. Dr.med. Carsten Watzl ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI). Er ist ein gefragter Experte zum Thema Corona-Schutzimpfung und als Leiter der Immunologie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund tätig. © Ifado

T-ZELLEN: Die T-Lymphozyten oder TZellen kommen hauptsächlich in der Lymphflüssigkeit vor und reifen im Thymus (daher das T) heran. Bereits infizierte Zellen werden durch T-Zellen, umgangssprachlich auch T-Killerzellen, einfach angriffen und zerstört. . Sie greifen Antigene direkt an und vernichten auch eigene Körperzellen die z.B. von Viren oder Mutationen betroffen sind. Eine Ausbreitung der Krankheit im Körper wird somit in den meisten Fällen (bei ausreichend gutem Immunsystem) verhindert.

MEMORY CELLS: Der zweite wichtige Teil der Immunreaktion sind unsere Memory cells (sog. Gedächtniszellen). Solche Gedächtniszellen gibt es sowohl bei den für die Antikörperbildung verantwortlichen B-Zellen als auch bei den T-Zellen.
Nach einer Infektion bildet der Körper diese Gedächtniszellen aus, die wichtige Informationen über einen Erreger (wie z.B. SARS-CoV-2) in sich tragen. Bei einer erneuten Infektion können sie innerhalb eines Tages die Immunreaktion starten, Antikörper produzieren und spezifische T-Zellen bilden. So kann das Virus schnell bekämpft werden. Auch bei SARS-CoV-2 scheint das so zu sein, vermuten Forscherinnen und Forscher. Sie konnten zeigen, dass Genesene tatsächlich ausreichend viele „T-Gedächtniszellen“ bilden, die auch lange im Körper verbleiben.


WIE ALLES BEGANN…

Wir befanden uns alle gerade auf dem Weg in den Frühling … als alles begann…
Es geschah im neuen Jahr 2020 – im Monat März – als das erste Bewusstsein aufbrach, dass sich hier etwas Verstörendes und für Teile der Menschheit Zerstörendes anbahnt.
Die Natur ist heute – fast ein Jahr später nach Corona-Beginn – erneut in schon sommerliche Farben getaucht … Diese Szenerie ist – in diesen doch noch gelegentlich sonnig kühlen Tagen – auch trotz der vielen immer noch bestehenden Ängste und Unsicherheiten des Lebens – durch die anfangs erneut wieder explodierenden Corona-Zahlen, realiter für uns Menschen bedrohend. Corona belastet uns alle und unsere Familien. Dahinter stehen Menschenleben, Leid, Trauer – Existenz-Ängste und vieles mehr…WIR, d.h. unsere Generation hat so etwas noch nie erlebt…im Gegensatz zur vorherigen Kriegsgeneration. Es herrscht auch bei uns Krieg… gegen einen unsichtbaren Feind…vor dem wir uns „verstecken“ müssen. Der Funken Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff jedoch steigt… eine neue, bessere Zukunft für 2021 hat vielleicht gerade erst wieder begonnen…durch den erneuten Frühlings-Lockdown sinken nun die Zahlen wieder…und wir werden endlich geimpft…

Alles ist nun ganz sicher völlig anders als sonst, aber wir leben auch bewusster, achtsamer ... trotz Corona – das Virus, das sich wie ein dichter Nebel über alle Länder legt, die Terra incognita, die uns zurückwirft auf ein eingeschränktes Weltverständnis. Es ist eine sehr schlimme Zeit für alle Menschen auf unserer Erde, ganz besonders derzeit in den sog. „Hotspots“ wie u.a. USA, Indien, Brasilien…Die Zeiten bleiben seltsam, es wird wohl kein „Zurück“ mehr geben, der Aufbruch ist da, wohin, wird sich erst irgendwann einmal zeigen…


Wir dachten bisher wohl alle, weitgehend unverwundbar zu sein.… Aber das Leben kann sich plötzlich von heute auf morgen durch unerwartete Gesundheitskatastrophen total verändern. Der anhaltende Ausnahmezustand ist für uns alle immer noch – trotz derzeitiger vorsichtiger „Lockerungen“ noch im Mai 2021 – eine absolute Herausforderung.


FAST PHILOSOPHISCH GESEHEN

Die Coronakrise hat nicht nur virologische Fragen aufgeworfen, sondern auch soziale, politische und kulturelle, die zuvor allzu leicht übersehen wurden. Insofern kann man die Krise auch als eine Lerngeschichte lesen, die für die Zukunft der Demokratie und die Lösung ihrer Zukunftsprobleme von Rassismus bis Ungleichheit äußerst wichtig ist…Hier trennt sich „die Spreu vom Weizen“…hier sieht man was wirklich echt zusammenhält und wer oder was trennt.

Querdenker, Fake News und Co. irritieren uns alle und fördern massiv die Ausbreitung des Virus ganz extrem z.B. bei den deutschlandweiten häufigen Massen-Demos – völlig ohne Schutzmaßnahmen. Siehe auch Blog-Artikel: 3. Fake News oben in der Leiste (unter Corona aktuell) oder im Navigationsfeld unten auf dieser Seite.

LITERATUR – HIERZU – AKTUELL:  „Die Zeitenwende – Der Angriff auf Demokratie und Menschenwürde.
Erleben wir einen „Epochenbruch“? fragen sich die Autoren: Michel Friedman und Harald Welzer in ihrem neuen Buch? – Lesenswerter TIPP. Verlag: Kiepenheuer& Witsch – Erscheinungstermin: 01.10.2020

Erleben wir gerade einen Epochenbruch?

Unsere demokratischen Gesellschaften sind derzeit komplett unter hohem Druck – durch die gewaltbereite Rückkehr der Neinsager, durch die Wiederkehr der Rechtsextremen, Rassisten oder Nationalisten und Antisemiten, welche die enormen Wellen von Hass, Hetze und Terrorismus seit einem Jahr durch massenhafte Groß-Demos in den Großstädten erzeugen. Michel Friedman und Harald Welzer, zwei der bekanntesten Intellektuellen des Landes, suchen in diesem Buch nach den Ursachen dieser extremen, unverständlichen Gewaltbereitschaft und liefern – neben genauesten Analysen – dabei uns Lesern – auch eine Anleitung für viele Menschen zum vernünftigen Bewahren von Haltung und „Contenance“. TIPP: Unbedingt -Lesenswert…


Zeitenwende

Begrifflichkeiten?
Anmerkung: Was ist eine Zeitenwende genau?

= der Übergang/die Wende von einem für wesentlich erachteten Zeitabschnitt (Ära, Epoche, Jahrtausend, Säkulum) zum nächsten…
Eine Zeitwende ist ein oft dramatisches, folgenreiches Ereignis, das in seiner Bedeutung so gewichtig ist, dass sie einen Wendepunkt in der bisherigen Welt-Geschichte darstellt: Der Beginn einer neuen Ära… Wie die römisch-germanische Geschichte der Zeitenwende: Christi Geburt… Beginn der christlichen Zeitrechnung. Oder damals z.B. Martin Luther und die Veränderungen der Religionen, die PEST im Mittelalter…
Eine Zeitenwende (um) 1800, also der Epochenumbruch vom 18. zum 19. Jahrhundert, ist stark geprägt vom Ausbruch der Französischen Revolution 1789, was als Beginn des „langen“ 19. Jahrhunderts angesehen wird, dessen Ende – im Beginn oder Ende – des Ersten Weltkriegs bzw. mit dem Epochenjahr 1917 angenommen wird. Ein Beispiel ist vielleicht auch der Anschlag auf das WTC am 11. September 2001…?

Und nun ist Corona – eine Zeitenwende?

„Die Covid-19-Pandemie hat eine Zeitenwende eingeläutet. In vielen Bereichen werde nichts mehr so sein wie vorher, heißt es.“ …

Zitat: derStandard.at, 12. Mai 2020

„Spätestens jetzt gerät unsere Hybris gemäß dem bisherigen Slogan „Alles ist machbar“ aus den Fugen: Trotz aller technischer Fortschritte bleiben wir doch alle verwundbare Wesen“… resümiert der Medizinethiker Professor Dr. Giovanni Maio (*1964), er ist ein deutscher Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Bioethik in Freiburg im Breisgau. (Quelle: DocCheck)


Wissenschaft… ist immer Wissen auf Zeit.

Wir alle befinden uns in einem dauerhaften Lernprozess im Wissen um Corona. Anfang des Jahres 2020 wussten wir nicht, um welche Art von Infektion es sich handelt. Wir dachten damals, das Virus – wie bei SARS – repliziert in der unteren Lunge, wodurch es weniger Übertragungen gibt. Später hat sich herausgestellt, dass sich das Virus im Rachen repliziert und somit wesentlich leichter übertragbar ist und auch nun vor allem auch zusätzlich als „Gefäß-Erkrankung“ (Thrombosen) bekannt wird…


Historisches

Als Ende Dezember 2019 zuerst über die ersten Coronavirusinfektionen in China berichtet wurde, war – wie wir heute wissen – kaum absehbar bzw. überhaupt vorstellbar, dass sich hieraus eine weltweite Pandemie entwickeln würde.
Anfänglich bestand sogar die Vorstellung, die Ausbreitung des SARS-CoV-2 nur durch Isolierung der Erkrankten und Quarantänemaßnahmen für Verdachtsfälle stoppen zu können. Das war aus damaliger Sicht auch richtig so.
..

COVID-19 ist seit einem Jahr ein weltweiter Notfall.

20.06.2021: Inzwischen ist klar, dass das Virus „weltweit“ mit 180 Millionen Erkrankungen (und über 3,9 Millionen Toten) enorm verbreitet ist und die Menschheit sich wahrscheinlich dauerhaft mit seiner Existenz auseinandersetzen muss, ähnlich u.a. wie bei den Grippe-Viren.

Es stellt sich nun aber auch die Frage nach der „bestmöglichen Strategie“ für ein Leben mit dem Virus, die einerseits der Erkrankung entgegenwirkt und andererseits die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen nicht gefährdet. Noch haben wir hierzu keine Antworten. (Auszug-Bericht: Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk)


Als Abonnent der „Internistischen Praxis“ hatte ich kürzlich in der neuesten Ausgabe Band 23/1 pp. 56-64 gerade einen Übersichtsartikel mit dem Titel „Wie gefährlich ist Covid-19 im Vergleich zur saisonalen Grippe?“ (von K.-D. Kolenda) gelesen. Der sorgsam abwägende Autor kommt zu dem Schluss, dass „die Coronavirus-Infektion wahrscheinlich etwa fünf- bis zehnmal tödlicher verläuft als die Influenza“. Er verweist mehrmals auf die dabei bestehende Altersabhängigkeit, die stärker ausgeprägt als bei der saisonalen Grippe sei.

Man liest und hört derzeit so viel…auch so viel Widersprüchliches: Dieser sehr ausführliche Blog-Artikel möge alle meine Leser hier informativ in die tieferen „medizinischen“ Zusammenhänge der derzeitig uns alle bedrohenden Erkrankung führen, auch um die unsäglichen Fake-News „ad absurdum“ zu führen… wie oben bereits erwähnt … So gibt es z.B. in diesem „Blog-Artikel“ am Schluss sieben verschiedene Themenbereiche… die man auch – über Tage hinweg – immer mal wieder abwechselnd lesen kann… wie ein Buch, welches man ja auch oft aus der Hand legt, um es später weiterzulesen.


So haben sich nun auch einige Philosophen, Dichter und Denker zu Wort gemeldet:

„Soviel Wissen über unser Nichtwissen und über den Zwang, unter Unsicherheit handeln und leben zu müssen, gab es noch nie…“ lautet in etwa das Zitat von Jürgen Habermas (*1929). Er ist ein deutscher Philosoph und Soziologe. Er zählt zur zweiten Generation der Frankfurter Schule und war zuletzt Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main.

„Diese Krise habe zu einem Aufbruch geführt, offen sein … bloß noch wohin?“ meinte Peter Sloterdijk (*1947), er ist ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Buchautor, Sloterdijk lehrte bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe „Philosophie und Ästhetik“.

Wir sind also Zeugen einer Zeitenwende?

Die Welt danach… wird eine andere sein…sagen die Philosophen.


Wie war nochmal der vergangene Corona – Sommer 2020?
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es nach dem amtlichen Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes derzeit 294 Kreise bzw. Landkreise und 107 kreisfreie Städte bzw. Stadtkreise.

Die Zahl der Landkreise und Städte, die keine neuen Covid-19-Fälle meldeten, lag Mitte Juli 2020 noch bei zirka 125. Etwa einen Monat später im August nach RKI-Angaben bei nur noch rund 20 Kreisen. Und es wurden immer weniger…seit Mitte Oktober 2020 aber stiegen dann die neuen Erkrankungs-Zahlen – wie wir heute alle wissen – auch bei uns wieder „exponentiell“ rasant wieder an.

UPS & DOWNS

„Dadurch dass sich die Menschen in den Sommermonaten viel mehr bewegten und in den Urlaub reisten, kam es zu einer erneuten, enormen Streuung des Virus im ganzen Land“, erklärt der Mediziner Max Geraedts, der an der Universität Marburg das Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie leitet.
„Ein Grund sei, dass sich vor allem wesentlich mehr jüngere Menschen mit dem Virus ansteckten, die auch deutlich weniger schwer an Covid-19 erkranken. Außerdem vergingen nach einer Infektion in der Regel bis 14 Tage bis ein Schwerkranker auf einer Intensivstation lande“… sagte noch am 21.08.2020 der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens.

Das ist dann im Oktober/November/Dezember 2020 deutlich dramatischer geworden. Die Intensivbetten wurden erneut knapp... es war ein Auf und Ab…
Ende März 2021 dann…waren die Erkrankungszahlen wieder erneut enorm im Anstieg begriffen, nicht zuletzt wegen der neuen Virus-Mutanten, auch hier waren die Intensivbetten wieder knapp… ein Ende dieser Pandemie ist immer noch nicht in Sicht… der erneute „Corona-Anstieg“ im März 2021 mit drittem Lockdown und Abflachung der „Kurve“ im Mai 2021 bestätigt das Schema „FLATTING THE CURVE“… ein Auf & Ab.

Nun scheint im Juni 2021 wieder Ruhe einzukehren…
DIE INZIDENZEN SIND SO NIEDRIG WIE SCHON LANGE NICHT MEHR… und die Urlaubsreisen in alle Welt sind bereits wieder geplant…


Oktober 2020: Auch dem Intensivmediziner Janssens bereiteten damals schon (im Herbst 2020) die steigenden Fallzahlen eher mit Blick auf den langen Winter 20/21 Sorge. „Wir müssen auch bedenken, es gibt ja nicht nur das Coronavirus. Wir wissen, es kommt der Winter mit der Influenza und dem Norovirus“, erklärt der Chefarzt. Die dann zunehmenden Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege werde es schwer machen, diese auch noch von Covid-19 zu unterscheiden. (Quelle: Coliquio)


COVID-19 – die Erkrankung –

SYMPTOME…SYMPTOME…SYMPTOMESYMPTOME…SYMPTOME…SYMPTOMESYMPTOME…

<<< Influenza gegen Covid-19 >>>
Was sind die entscheidenden Unterschiede bei der „Übertragung“?

Die Geschwindigkeit der Übertragung unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Viren.
1.) Influenza (Grippe) hat eine kürzere Inkubationszeit als SARS-Cov-2 ( 2-3 Tage gegenüber 5-6 Tagen) und beginnt ganz plötzlich – sozusagen aus heiterem Himmel.
2.) Bei Covid-19 dagegen werden zwar auch schon 24-48 Stunden VOR Symptombeginn bereits die Viren ausgeschieden, Erkrankungsgbeginn ist dann aber erst nach 5-6 Tagen.
Die R0 = Basisreproduktionszahl (Zahl der Ansteckungen bei einer infizierten Person) liegt bei Covid-19 zwischen 2 und 2,5 und damit höher als bei Influenzaviren.

Zu den Corona-Erkrankungsmerkmalen und den Unterschieden zu grippalen Infekten folgt später noch Ausführlicheres.


Unterschiede bei Kindern?

Kinder sind von der Covid-19 „weniger“ symptomatisch betroffen als bei der Influenza (Grippeerkrankung), die wiederum Kinder wesentlich härter trifft.
Für Schwangere ist das Risiko – soweit bisher bekannt – wohl nur bei einer Influenza-Infektion erhöht, bei Covid-19 scheint dies nicht der Fall zu sein. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft gefährdet das Leben des Kindes offen­bar nicht. Die Rate von Frühgeburten war in einem britischen und einem amerikanischen Patienten­register jedoch erhöht – laut der Studie in Ultrasound in Obstetrics and Gynecology (2021; DOI: 10.1002/uog.23619)
Während die Art der Symptome sehr, sehr ähnlich ist, ist die Ausprägung und der Anteil schwerer Erkrankungen doch recht unterschiedlich. Für Covid-19 werden bei Jüngeren bis zu 80% milde oder asymptomatische Verläufe gemeldet (hier sind nur „Ältere“ gefährdeter).
Die Zahl schwerer „Krankheits-Verläufe“ ist wiederum bei der „echten“ Influenza immer noch deutlich höher.
Allerdings wird die Mortalität von Covid-19 von Wissenschaftlern (vor allem bei Älteren) bislang doch deutlich höher eingeschätzt als bei der saisonalen Grippewelle, was aber noch im Wesentlichen völlig ungeklärt ist.

JUNI 2021: Die neue Delta-Variante (Mutation) des Coronavirus ist deutlich ansteckender. Auch Kinder infizierten sich nun anfangs offenbar häufiger…was Eltern wissen sollten.


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen immer wieder die Bedeutung von Grippeimpfungen, nicht zuletzt auch als „möglichen“ Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus: Sars-CoV-2 und auch zur „Ausschluss-Diagnostik“.

WICHTIG – DIE GRIPPE-Impfungen (!)

Grippe-Impf-Seren gegen „Influenzaviren“ sind jährlich meist ausreichend vorhanden, gut verträglich und sollten aufgrund der unterschiedlichen Virenstämme nicht nur für Risikogruppen unbedingt jährlich ab Herbst 2020 durchgeführt werden. Je eher- desto besser…(Quelle: Coliquio)

Impfstoffe für Impfungen gegen die Erkrankung mit SARS-Cov-2 sind nun auch schon für das Jahr 2021meist ausreichend verfügbar. Aber ungewiss bzw. unbekannt sind auch noch sowohl die Wirksamkeit bzw. evtl. die Nebenwirkungen dieser neuen Impf-Stoffe. Es ist eben ein ganz neues Virus…das auch eine ganz neue Art von Impfstoffen erfordert…die Forschung arbeitet hier – wie gesagt – auf Hochtouren.

Die Zukunft wird auch immer wieder neuere, innovativere Ansätze bei Impfungen gegen Sars-CoV-2 entwickeln.


Wenn sich Grippeviren mit Coronaviren irgendwann einmal zukünftig paaren sollten…

Vermutlich machen auch kursierende „Grippeviren“ deutlich „anfälliger für Corona“: Dies wurde im Sommer 2020 auch in Laborstudien nachgewiesen: Die Grippeviren bewirken eine vermehrte Herstellung von „Rezeptoren“, die das Coronavirus unweigerlich dringend benötigt, um an die menschlichen Zellen anzudocken. (Zitat: Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin)

Daher ist die zeitige Grippe-Schutz-Impfung so wichtig – danach sollte man selbst auch noch besser gewappnet sein.

„Grippeerkrankungen“ hatten nachweislich im letzten Frühjahr die „Corona-Übertragung“ demnach im Durchschnitt um das 2,5-Fache erhöht. Das Ergebnis der Studie legt nahe, dass auch die kommende „Grippewelle“ wieder einen verstärkenden Einfluss auf die Corona-Pandemie haben wird. – Ein mathematisches Modell kommt zu dem Schluss, dass die „echte“ Grippe (Influenza) die Corona-Übertragungen mehr als verdoppeln könnte:
MAX-PLANCK-INSTITUT: Die Wissenschaftler betonen daher die Bedeutung von „Grippeimpfungen“, auch als möglichen Schutz vor Covid-19:
Zusammen mit Forschern und Forscherinnen aus Paris und Lyon hat dazu Dr. Domenech de Cellès jetzt ein mathematisches Modell der Corona-Übertragung und Sterblichkeit entwickelt, um den Einfluss der „Grippesaison“ auf die Corona-Pandemie zu entschlüsseln. Die Studie wurde auf der Wissenschaftsplattform „medRxiv“ veröffentlicht.  QUELLE:
1. Matthieu Domenech de Cellès, Jean-Sebastien Casalegno, Bruno Lina, Lulla Opatowski: Influenza may facilitate the spread of SARS-CoV-2 medRxiv, 9. September 2020
2. Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin, (14.09.2020: Covid-19: Grippe könnte Ansteckungsgefahr erhöhen).


07.08.2020: Interview-Auszug mit Institutsdirektor Drosten an der Charité in Berlin: „Man habe mittlerweile sehr viel Neues über das Virus gelernt, man sei jedoch – seiner Ansicht nach – viel zu „zögerlich“, was vor allem die Umsetzung in gesellschaftliche Maßnahmen betreffe. Jetzt gelte es, dringend die nötigen „Konsequenzen“ unter anderem aus der Erkenntnis zu ziehen, – dass sich das Virus vor allem über die Luft überträgt – also nicht nur über die klassische Tröpfcheninfektion, sondern vor allem auch über Aerosole“.

„Wann werden wir ALLE konsequent unsere Maske tragen, und zwar auch auf der Nase, nicht nur darunter“, fragt sich der Institutsdirektor Drosten an der Charité in Berlin.

Man sieht dies heutzutage leider immer noch hin und wieder…

Als Medizinerin bzw. in meiner langjährigen Tätigkeit und Erfahrung als Ärztin möchte ich heute „ausführlich“ (und populärwissenschaftlich) mit dem nun folgenden Thema über die sehr gefährliche Corona-Virus-Infektion berichten, die derzeit uns alle stark berührt. Man liest so viel in der „Presse“… Die dargelegten Fakten entstammen hier in meinem Blog meist wissenschaftlichen Arbeiten, welche ein «peer-review» durchlaufen haben und in den besten medizinischen Fach-Zeitschriften publiziert worden sind.

Einem unbekannten Feind kann man draußen ohne Schutz nicht entkommen. „Man hatte sich zu sehr in Sicherheit gewiegt“: Sars, Fukushima und der Tsunami: Hätte Deutschland aus diesen Katastrophen nicht doch lernen müssen? Hinterher ist man wohl immer klüger…


SARS – CORONA: ALTE UND NEUE BEKANNTE…

In den letzten 20 Jahren folgten hintereinander mit – teils schweren Erkrankungsfällen – verschiedene andere „Virus“ Gruppen als „Pandemie“: SARS (2003), Poliomyelitis (Mai 2014), Ebolafieber (August 2014), Zikavirus (Februar 2016) und erneut Ebolafieber (Juli 2019).

So dann und wann zeigt die Natur uns an, wie verletzlich doch der Mensch sein kann. Ein kleines Virus übernimmt die Macht und hat die Menschheit in Aufruhr gebracht.“ Zitat: Kühn-Görg, Monika (*1942, Autorin, Lyrikerin und Aphoristikerin)


DIE SARS-FAMILIE…die ganze Corona…

EINIGE CORONAVIREN SIND SCHON SEIT JAHREN BEKANNT, DAS STIMMT…
DAS neue COV-2 IST HINGEGEN IST BIS JETZT NOCH NICHT BEKANNT GEWESEN...
Das große, gefährlich infektiöse Unbekannte…


Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen den einzelnen Coronaviren auf genetischer Struktur:
Coronaviren sind extrem variabel bzw. anpassbar. Sie befallen sehr viele Tierarten z.B. Fledermäuse, Schweine, Reptilien, Amphibien und viele andere. Die Mehrheit der Coronaviren sind aber speziell zugeschnitten auf die jeweilige Tierart und diese Tierarten leben meist mit diesen Viren als Wirt. Wir nennen das Reservoire. Flughunde und Pangoline beispielsweise zeigen keinerlei Anzeichen, dass die Coronaviren ihnen schaden würden. Auch viele Reptilien, wie beispielsweise Chamäleons, tragen ihre „eigenen“ Coronaviren, angepasst auf die spezifische Genetik der Tiere in sich.

Bereits 1932 wurde ein Coronavirus bei einer Geflügelart-Infektion entdeckt. Die ersten namentlichen Coronaviren wurden aber erst Mitte der 1960er Jahre deutlicher beschrieben. „Coronaviren“ sind eine große „Virusfamilie“ zu der auch das derzeit (bei uns seit spätestens Januar 2020) weltweit grassierende NEUE Virus „Sars-CoV-2“ nun dazu gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom „neuartigen Coronavirus“.


DAS VIRUS BRAUCHT VOR ALLEM FEUCHTIGKEIT….ohne diese ist es innerhalb kürzester Zeit nicht überlebensfähig…

Ein weiterer Beschleunigungsfaktor für die Ausbreitung des Corona-Virus könnte in der Außentemperatur liegen, da sich das Virus – laut einer chinesischen Studie – bei 4 Grad Celsius und feuchter Luft als besonders persistent (langfristig aktiv) erwiesen hat.


Allerdings auch in Brasilien mit feucht- warmer und schwüler Luft fühlt das Virus sich seit langem sehr wohl, wenn man die enormen Erkrankungszahlen dort sieht. Brasilien liegt schon lange an dritter Stelle weltweit mit den meisten Erkrankungen und Todesfällen. (Quelle: https://de.wikipedia.org › wiki › SARS-CoV-)


15.06.2021 – Ranking:
USA-INDIEN-BRASILIEN-FRANKREICH-TRUTHAHN-RUSSLAND-ENGLAND-ITALIEN…und DEUTSCHLAND: Derzeit an 12. Stelle… https://www.worldometers.info/coronavirus/

NICHTS IST BESTÄNDIGER ALS DER WANDEL…

Coronaviren sind genetisch „hochvariabel“ – erst durch die Überwindung der Artenbarriere sind diese seit Ende des letzten Jahres 2019 (bei uns Menschen) für viele Millionen von Infektionen verantwortlich.

Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Viren können nicht eigenständig leben, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können.

Es gibt nicht DEN VIRUS:
Es handelt sich immer um winzige Virenpartikelchen... eigentlich sind Viren nur gut verpacktes Erbgut: DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle umgeben ist. Viren sind einfach nur infektiöse organische Strukturen, die sich als Virionen außerhalb von Zellen durch Übertragung verbreiten, aber als Viren sich nur innerhalb einer geeigneten „Wirtszelle“ (Mensch/Tier) vermehren können. Sie selbst bestehen nicht aus einer oder mehreren Zellen. Nur mit Hilfe einer „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) können sich Viren also vervielfältigen und verbreiten, sonst können sie alleine nicht existieren: Wir sind es, die sie spazieren fahren…dazu später mehr ausführlicher…

Feindliche Winzlinge

 Fest steht, dass das Sars-CoV-2 zirka 160 Nanometer groß ist – in kleineren Partikeln in der Luft fänden sich also vielleicht 100 Viren. „Wie viele von diesen Viren-Partikeln notwendig sind, um sich zu infizieren, ist noch unklar und auch ganz entscheidend vom Empfänger und seiner Empfänglichkeit (Immunsystem!) abhängig “ . (RKI)

SARS-CoV-2 Virus-Größe: Das Virus ist rund 2000 – mal kleiner als der Punkt am Ende dieses Satzes und somit für uns Menschen völlig unsichtbar ( . ) Das sind molekulare Größen…


Insgesamt sind also bisher „sieben“ verschiedene Coronaviren
schon länger bekannt gewesen:

„Vier“ davon lösen leichte bis schwere „Erkältungen“ aus und zirkulieren jahraus-jahrein ständig in der Bevölkerung. Sie breiten sich nur langsamer aus, wenn eine größere Anzahl Menschen bereits dagegen immun ist. Experten sprechen von „endemischen“ Viren. Die anderen „drei“ Coronaviren beim Menschen, wie das „Mers“-, das „Sars-CoV-1“– und nun dazu noch das „neue“ Coronavirus „Sars-CoV-2″ treten dagegen „pandemisch“ – also weltweit – auf und führen häufiger zu schwereren Atemwegs-Infektionen und wesentlich mehr Todesfällen als die üblichen Corona „Erkältungsviren“.

T-Zell-Immunität?

Antigen-spezifische T-Helferzellen (Th-Zellen) sind – wie schon erwähnt – in unserem menschlichen Körper die zentralen Regulatoren von Immunantworten, die eine uns Menschen schützende Immunität gegen spezifische Pathogene vermitteln können: Schon in früheren Untersuchungen war aufgefallen, dass SARS-CoV-2 bei einem Teil „akut“ infizierter Patienten auf eine deutliche antigen-spezifische T-Zell-Antwort im Körper des Menschen treffen kann.

Kreuz-Immunität? Vier häufige „Coronaviren“ mit schützendem Potenzial?

Vermutet wird heute, es könnte eine Kreuzimmunität mit den anderen „vier“ schon länger bekannten Coronaviren (wie „HCoV-OC43, HcoV-229E, HCoV-NL63, und HcoV-HKU1“) geben. Diese 4 Corona-Erreger harmloser Erkältungskrankheiten zirkulieren schon länger weltweit verbreitet in der Allgemeinbevölkerung. Eine Kreuzreaktivität aktivieren wohl hier vor allem unsere Gedächtniszellen

Manch Immunsystem „könnte“ also – durch unsere Gedächtniszellen („memory-cells“) bereits durchgemachten Corona-Erkältungskrankheiten (die man damals gar nicht als solche erkannt habe), sozusagen bereits „vorgewarnt“ sein, wenn es in Kontakt mit SARS-CoV-2 kommt. So wären durch diese „memory-cells“ ein „leichterer“ Verlauf von Covid-19 bei manchen Menschen erklärbar. Ob die T-Zell-Immunität tatsächlich dafür verantwortlich ist, wird bisher aber nur „vermutet“…und bedarf der weiteren Forschung.

Hintergrundimmunität durch reagierende T-Zellen
(T-Zellen-Kreuzimmunität)

Wissenschaftler stellten fest, dass Genesene zwar nicht mehr so viele Antikörper im Blut hatten wie unmittelbar Erkrankte. Jedoch konnten die Wissenschaftler bei ihnen eine hohe Anzahl auf SARS-CoV-2 spezialisierte T-Effektor-Gedächtniszellen nachweisen. Diese erkennen nicht nur das krönchenartige Spike-Protein, sondern auch weitere Strukturen der Virusoberfläche. Besonders interessant sei diese Kreuzimmunität in Hinblick auf Virusmutationen… erklärte Prof. Eiz-Vesper. (Quelle: Medizinische Hochschule Hannover / www. lungenaerzte-im-netz.de)

Wie oben anfangs erwähnt – nun ausführlicher:
Als immunologisches Gedächtnis verbessern T-Zellen zudem den Schutz bei erneuter Infektion mit demselben Erreger. „Offenbar bleibt die T-Zell-Immunität nach COVID-19 unverändert erhalten, obwohl die Antikörper-Konzentration stark sinkt“, stellt der Transfusionsmediziner fest. Es gibt unterschiedliche Typen von T-Zellen. So gibt es bestimmte T-Zellen, welche nur die körpereigenen Zellen, die von Viren infiziert wurden, erkennen und abtöten können. Andere dagegen aktivieren sofort die B-Zellen, die daraufhin selbst die Antikörper bilden. Die T-Zellen gehören zur Zellgruppe der Lymphozyten. Sie spielen – wie oben erwähnt – eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem.
Sie werden „T-Zellen“ genannt, da sie im „Thymus“ ausreifen. Anm.: Der Thymus oder das Bries ist eine Drüse des lymphatischen Systems des Menschen und Wirbeltieren und somit ein wichtiger Teil des Immunsystems. Das Organ befindet sich beim Menschen und Säugetieren über dem Herzen hinter dem Brustbein. Es bildet sich nach der Pubertät wieder zurück.

Kinder sind  durch die große Zahl der *naiven T-Lymphozyten geschützt, die richtigen davon (gegen Coronaviren) werden hier durch „Cov-2″ aktiviert. Ältere Menschen haben meist nur noch wenige naive T-Zellen und können oft nicht mehr so flexibel reagieren. Ihre Corona-affinen T-Zellen wurden von den harmlosen „Erkältungs-Coronas“ schon „abgelenkt“ und stehen gegen „Cov2“ wohl nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Diese festgelegten T-Zellen bieten im Alter anscheinend nur unzureichenden Schutz.
Anm.: *Naive (= sind nicht aktivierte) TZellen, diese bewegen sich ständig zwischen dem Blut und den lymphatischen Geweben hin und her. Sie sind wichtige Regulatoren unserer Immunantwort.
Deshalb sind Kinder kaum betroffen. Das gealterte Immunsystem kann (trotz der Erfahrung mit anderen Corona-Viren) oft nicht mehr adäquat reagieren. Die „Aktivierung“ der T-Zellen hat sich wohl nicht als Vorteil durch vorhergehende Erkältungen herausgestellt, sondern ist das ( wie man sagt) noch bestehende „Grundrauschen“ der „naiven“ T-Zellen. Alles ist im Übrigen – wie erwähnt – doch noch eher Spekulation der Wissenschaft und kein festgelegtes Basiswissen. Man weiß eben vieles noch nicht so genau.

Wir wissen aktuell leider auch immer noch nicht sicher, welche Immunantworten unseres Körpers (humoral, zellulär) eindeutig schützend sind. Selbst bei den Patienten, die eine Infektion durchgemacht haben…sind hier noch viele Fragen offen.
Hierzu folgt noch mehr ausführlich Informatives zum Thema „Immunität“. (nachzulesen am Seiten-Ende unter Kapitel 6. News-Updates)


Das SARS-Virus (SARS-COV-1-Virus) war „damals“ (2002-2003) noch weniger leicht übertragbar als die Grippe (Influenza), dennoch verursachte das Sars-Virus (vor über 17 Jahren) schon sehr große, weltweite Ausbrüche, schreibt das RKI.
Das damalige „SARS-COV-1-Virus“ war „vermutlich“ auch wesentlich tödlicher, als das derzeitige „Coronavirus“ = SARS-COV-2-Virus. (Quelle: doccheck).


Die Evolution der Viren

Mit dem Fortschreiten der permanenten Weiterentwicklung der Viren entstehen immer neuere Varianten, die die Impfimmunität zu umgehen versuchen. Also Viren, bei denen die herkömmlichen Impfungen in Zukunft vielleicht nicht oder kaum noch wirken…„Das Virus macht uns gerade klar, dass es noch eine ganze Menge Mutationen auszuwerfen plant“, warnte Pandemie-Experte Jesse Goodman von der Georgetown-Universität und früherer Chefwissenschaftler der USZulassungsbehörde FDA. Er gehört COVAT an, einer hochkarätig besetzten Gruppe von Wissenschaftlern – die „unabhängige“ Einschätzungen rund um die Pandemie-Impfstoffe anbieten. So lange die meisten Menschen auf der Welt noch nicht geimpft sind, wird sich das Virus weiter verbreiten und immer wieder erneut mutieren.

Während die meisten Menschen noch auf ihre Impfung warten, arbeiten die Hersteller bereits an der nächsten Generation von Vakzinen, die gegen die Covid-Varianten (Mutanten) helfen sollen. Wer ist beim Impfstoff 2.0 wohl vorn? Das weiß man heute leider noch nicht.

Seit dem Auftreten der ersten Covid-19-Fälle – seit Anfang des Jahres 2020 – in China hat sich das neue Corona-Virus „SARS-CoV-2“ bereits mehrfach erneut „genetisch“ immer wieder verändert. Insbesondere schien im Juli 2020 die Mutation „D614G“ im Laufe der Pandemie zunächst an Bedeutung zu gewinnen. Weltweit war dies im Jahre 2020 die am „häufigsten“ nachgewiesene Variante… die nun aber schon wieder abgelöst wurde durch neuere Mutationen.


Genetische Veränderung „D614G“ – die erste Mutation mit höherer Infektiosität

Mai 2021: Die WHO hat nun beschlossen, die verschiedenen Coronavirus-Varianten künftig nach griechischen Buchstaben zu benennen. Die Varianten nach dem Land zu benennen, wo sie entdeckt wurden, sei „stigmatisierend und diskriminierend“. Indien hatte sich wohl „beschwert“…

Nach dem neuen System heißt die sogenannte britische Variante B.1.1.7 nun Alpha, die erstmals in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 wird zu Beta, die brasilianische Variante P.1 zu Gamma. Bei der sogenannten indischen Variante B.1.617 wird unterschieden zwischen der besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Variante B.1.617.1, die derzeit nur als „von Interesse“ eingestuft wird. Sie heißt nun Kappa.


Grippe-Virus (Influenza):
Auch dieser Virus unterliegt – wie üblich – ständigen Mutationen, daher brauchen wir auch jedes Jahr wieder eine erneute „Auffrisch-Impfung“. So wird es wohl auch in Zukunft bei Corona von Experten vermutet. (coliquio). Siehe hierzu den neuen Blog-Artikel: 4.4 Impfstoffe/Zukunft ) ganz oben in der Kopf-Leiste oder unten am Blog-Artikel-Ende.

Doch könnte der Antigen-Shift* zu D614G auch Auswirkungen auf zukünftigen Impfstrategien haben. Impfungen, die z.B. dann gar nicht mehr wirken... So sind die Impfstoffentwickler bereits in der Forschung recht emsig. Leider erst – spätestens Mitte bis Ende des Jahres 2021 – werden hierzu neuere, wirksamere Booster-Impfstoffansätze vorgestellt werden können…
(Anm.: Antigenshift* bezeichnet den „ständigen“ Austausch genetischer Informationen und ständige „Veränderungen“ zwischen verschiedenen Virusarten oder -Subtypen.)

März 2021: Bis zu 70 Prozent ansteckender als die Urform sollen die neuesten Varianten sein. Und bis zu 64 Prozent tödlicher: Um 0,4 bis 0,7 erhöht sich der sogenannte R-Wert, haben Londoner Forscher für B.1.1.7 errechnet. Der R-Wert bemisst, wie schnell sich die Infektion ausbreitet.
Anm.: Die sogenannte Reproduktionszahl – R – beschreibt nach Angaben des Robert Koch-Instituts, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt.

Die Mutationen sind weltweit völlig unabhängig voneinander entstanden! Das Coronavirus lernt also extrem schnell.

Die Wissenschaft hat bei Sars-CoV-2 bislang bereits rund 300.000 Mutationen nachgewiesen, sagt der französische Gen-Forscher Axel Kahn. Die WHO zählt 12.000. Die bislang bekannteste war „Cluster-5“. Sie gilt nun aktuell als ausgestorben. Die Nachfolger sind schon da… Anm.: Forscher Axel Kahn (* 5. September 1944 in Le Petit-Pressigny) ist ein französischer Arzt und Genetiker.

27.05.2021: Vorherrschend bleibt derzeit immer noch – in Deutschland laut RKI – die zuerst in Großbritannien entdeckte ALPHA-Variante B.1.1.7, derzeit mit einem Anteil von 90 Prozent.

Dezember 2020: Die britische Alpha-Variante (B.1.1.7) ist damals bei uns als erste gelandet und weitere folgten schnell. Mutationen gehören zum Leben, sie sind seit jeher die Antreiber der EVOLUTION.

„SURVIVAL OF THE FITTEST“

Der britische Naturforscher Charles Darwin Charles Darwin (1809-1882) prägte schon vor über 100 Jahren diesen berühmten Satz: „SURVIVAL OF THE FITTEST“ – d.h. der am beste angepasste Organismus überlebt…Und wenn dann die neue Mutation sich als „günstig“ erweist, dominiert sie in den folgenden Generationen…So gibt es auch bei Sars-CoV-2 keine Ausnahmen. Es wird ständig diese Mutationen immer wieder geben. Zum Beispiel setzte sich im Frühjahr 2020 die Variante D614 (wie oben berichtet) bei uns durch. Die nun aktuell in England beobachtete neue Variante „B.1.1.7“ habe deutlich mehr genetische Veränderungen aufzuweisen als vergangene Mutationen von Sars-CoV-2. Dazu ausführlich Wissenswertes (unten zum Anklicken) in meinem anderen Corona-Blog-Artikel Nr. 4: 4.2 Impfstoffe/Herstellung

Noch gibt es über die vielen weiteren neueren Virus-Mutationen keine sicheren neueren Erkenntnisse. Fest steht aber: Die neuen Mutationen betreffen immer das „Spike-Protein des Virus“ (die Stacheln der Hülle) um sozusagen – als Virus – vielleicht tatsächlich einfacher und effektiver in die Zellen zu dringen.

ESCAPE- oder Flucht-Mutanten

Diese neuen „Flucht“- Mutanten werden – wie schon erwähnt – auch zunehmend „unsichtbarer“ für unsere Immunabwehr…. So könnte sich hier vor allem auch die virale Übertragungs-Geschwindigkeit deutlich erhöhen.

Wie der Wissenschaftler Biontech-Chef Ugur Sahin schon früh „vermutete“, ist, dass „seine“ neue BioNTech-Impfung auch gegen diese neue Variante ebenfalls wirksam sei… (Quelle: RP-Bericht (Auszug) Regina Hartleb – 23.12.2020)

Genaueres über die derzeit wichtigsten neuesten Mutationen wird in Einzelheiten beschrieben am Ende des nächsten Blog-Artikel: (siehe hier am Seitenende zum Anklicken…) oder aber oben an der Titel -Leiste, wie beschrieben: 4.3 Mutanten-Varianten


Um es noch einmal zu betonen: „Sars-CoV-2“ ist nicht aus einem der vier bereits verbreiteten („Erkältungs“) – Coronaviren (oder den anderen drei) entstanden, sondern Ende 2019 – wie weiter unten berichtet – also ganz NEU – „erstmals von einem Tier“ auf den Menschen übergesprungen und so mutiert. Es ist also – unserem jetzigen Wissen nach – ein wohl absolut ganz „NEUES“ Virus, das unserem Körper noch völlig „fremd“ ist. Und auch zu ihm gehören immer wieder neuere Mutationen…die sich derzeit rasch entwickeln.


Anders“ als etwa z.B. bei Masern ist man (nachweislich) nach einer Coronavirus-Infektion offenbar auch „nicht“ völlig immun. Neue Ansteckungen sind wohl wieder möglich.

Noch ist völlig unklar, wie lange der Schutz einer Corona-Impfung anhält. Weil belastbare Daten dazu fehlen, müssen selbst Fachleute derzeit raten. Sechs Monate, schätzte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach am 14.06.2021.


HISTORIE…

Der „SARS“-Erreger (2003): Damals – vor 17 Jahren – wurde (wie erwähnt) erstmals ein noch völlig neuer gefährlicher „Corona-Virus“ erstmals als „Auslöser“ für weltweit sich schnell verbreitende tödliche Erkrankungen entdeckt: Er ist dem jetzigen Corona-Virus (COVID-19) sehr ähnlich, aber leider nicht 1:1 verwandt, daher muss die Forschung von Neuem beginnen, um einen neuen Impfstoff zu finden.

Die SARS-Pandemie 2002/2003 (auch damals schon Coronavirus-Pandemie 2002/2003 genannt) war das erste – gleich weltweite – Auftreten des vom SARS-assoziierten „Coronavirus“ hervorgerufenen „Schweren Akuten Atemwegs-Syndroms“ (=SARS), das im November 2002 begann. Dies hat man damals hier in Europa noch nicht so recht wahrgenommen. Ebenfalls auch von Südchina ausgehend, verbreitete dieses neue SARS-Virus sich binnen weniger Wochen über nahezu alle Kontinente mit damals schon über 8000 Erkrankungen und forderte innerhalb eines halben Jahres damals schon 774 Menschenleben. (Wikipedia). Sein NEUER naher Verwandter SARS-COV-2 ist nun heute wesentlich schneller und gefährlicher unterwegs…dazu im Folgenden später Ausführliches.

Sind eigentlich Tiere ansteckend?

„Erkältungsviren“ kennt unser Körper ja bereits unendlich viel. Aber auf dieses „Neue Virus“ war unser Organismus bisher einfach nicht vorbereitet: So kann das neue Virus sich nun – im Gegensatz zu SARS 1 – welches zudem auch nicht so leicht übertragbar ist – vor allem viel schneller und effektiver „weltweit“ – von MENSCH zu MENSCH – ausbreiten. Und zwar auch von Mensch zu Tier (Hund-Katze…) dazu später mehr…. Mit SARS-CoV-2 infizierte Menschen können also auch Tiere wie Hunde und Katzen anstecken. Umgekehrt ist das eher nicht der Fall. Dazu später mehr…
In Norditalien sind mehr als 800 Vierbeiner auf Antikörper gegen das Coronavirus positiv getestet worden. (03.08.2020 – coliquio)


UNSER BISHER EINZIGER SCHUTZ


Noch stehen wir – ohne Impfungen – diesem völlig neuen Corona-Virus nun ganz „jungfräulich“ und – außer Abstand und strenger „Hygiene“ – völlig ohne jeglichen anderen Schutz gegenüber: Das Virus versteckt sich beim Einatmen in der Nase (da gibt es viele „Nebenhöhlen“-Systeme), vermehrt sich dann zuerst im Rachenraum und wandert schnell in die Lunge, die das Virus dann zu zerstören versucht.

DAS NEUE „CORONA“ VIRUS geht nun seit über einem Jahr bisher auf Weltreise…zuerst luxuriös mit den Menschen in Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen… So hat sich dieses Virus mit rasanter Geschwindigkeit ausgebreitet, weil es sich auf den weltweiten Liefer- und Handelswegen über die Körper der Geschäftsreisenden und Massentouristen in Billigfliegern und auf Kreuzfahrtschiffen wunderbar vermehren konnte.

WIR WISSEN NUN HEUTE ALLE, WIE UNGLAUBLICH EXPLOSIONSARTIG SICH (SEIT ENDE FEBRUAR 2020) DAS NEUE „CORONA-VIRUS“ NICHT NUR BEI UNS IN DEUTSCHLAND, SONDERN AUCH WELTWEIT IN DEN LETZTEN MONATEN ENTWICKELT HAT. Und es ist noch immer nicht am Ende… im Gegenteil… so müssen wir alle lernen, damit wohl dauerhaft umzugehen.

Aber Sars-CoV-2 hatte sich auch – in unseren Breitengraden – erstaunlicherweise einen Augenblick (immer wieder nach einem Lockdown) kurz zurückgezogen… war dies nur unsere Achtsamkeit? Mit MNS und Kontaktverboten?

Um dann nun sofort wieder erneut heftig aufzuflammen…wenn frisch infizierte „Urlauber“ aus den einschlägigen Feriengebieten und „Hotspots“ wieder zu massiven Ansteckungen führen…und als dann noch die Corona-Leugner/Querdenken etc. auch noch zuerst im Sommer/Herbst 2020 aktiv anfingen, ihre „Fake News“ -Demos (in Menschen-Massen ohne Mundschutz und Abstand) zu verbreiten und sich vor allem immer massenhaft zu Corona-Parties trafen und so die Pandemie aktiv antrieben… Nachzulesen oben (Leiste) oder am Ende dieser Seite – durch Anklicken: 3. Fake News

In unvorhersehbaren Ausnahmesituationen muss von einer Regierung immer schnell reagiert und gehandelt werden. Sicher sind Fehler passiert, aber im Nachhinein ist es immer leicht zu kritisieren.


Juni 2021: Inzwischen ist klar – wie oben schon erwähnt – dass die Virus- Erkrankung „weltweit“ – nun seit Oktober 2020 sich bis heute mehr als verdoppelt hat – und auch allein in Deutschland mit bisher 3,8 Millionen Erkrankungen (und über 91.000 Toten) somit auch deutlich letaler ist, als die „normale“ jährliche Grippe-Epidemie oder andere Krankheiten es jemals waren… Das stark von Corona betroffene „Sachsen“ verzeichnet eine besonders hohe Erkrankungs- und Übersterblichkeit.

Immerhin ist Deutschland seit Anfang 2021 in der Mortalitätsstatistik „nur“ an Position 43, während UK, USA, Italien, Frankreich, Spanien, Schweden, Ostblock, Schweiz, etc. deutlich mehr Todesfälle haben.


Aktuelle Zahlen gibt es (am Ende dieses Artikels) hier im Blog – unter dem Abschnitt Nr. 6. News-Updates im „Navigator“ unten auf dieser Seite – und wie immer zuverlässig im WORLDOMETER (link) nachlesbar.

TIPP: Die besten aktuellen „Corona“ – Erkrankungs-/Todes-/Gesundungszahlen (WELTWEIT) findet man – unter diesem Zeichen – hier im bekannten „worldometer“ = siehe KAPITEL Nr. 6 „NEWS UPDATE“ hier am Seitenende.


Christine Lambrecht – deutsche Politikerin (SPD) – sagte kürzlich beim Treffen der EU-Justizministerinnen und Justizminister: „Wir wollen ein starkes Europa, das deutlich besser gegen schwere Krisen wie die Corona-Pandemie gewappnet ist. Wir müssen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gerade jetzt in unserem Land stärken. Denn „Populisten“ und „Radikale“ versuchen gerade die Not zu missbrauchen, in die Menschen durch die Corona-Krise geraten sind.“ Siehe hierzu auch den informativen und interessanten Corona-Blog-Artikel: 3. Fake News hier oben auf der Leiste oder am Seitenende zum Anklicken.

„Viren sind die einzigen Rivalen um die Herrschaft über unseren Planeten. Wir müssen auf Draht sein, um mit ihnen Schritt zu halten“ . Zitat: Joshua Lederberg (1925-2008) war ein US-amerikanischer Molekular – Biologe und Genetiker.


Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde zuerst am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt.

URSACHEN-SUCHE – wie alles begann:

Wer suchet, der findet … so heißt es schon in der Bibel.

Die unsichtbare Bedrohung durch ein völlig neues Virus breitete sich – wie wir alle wissen – zu Jahresbeginn 2020 rasend schnell über unsere ganze Erde aus und stellt nun immer noch – auf unabsehbare Zeit – für fast alle Menschen eine tödliche Gefahr dar. Wie kam es dazu?

Der weltweite Handel mit Wildtieren – die als äußerst begehrte „Delikatessen“ gelten – blüht:

„Zoonosen“ sind eine Sammelbezeichnung für Infektionskrankheiten, die gleichermaßen bei Tieren u. Menschen vorkommen und sowohl vom Tier auf den Menschen als auch umgekehrt übertragen werden können: Erst seit 2008 vermehrt publiziert sind Virus-Übertragungen auf den Menschen von „Wild“-Tieren, den sog. Zwischen-Wirten (wie z.B. Zibet-Katzen oder Pangolini (=Schuppentiere z.B. aus China) und „Fledertiere“ (z.B. hier sind Fledermäuse beliebte Brutstellen für Viren).

In diesen Tieren ist das neue „Corona-Virus“ bisher zuhause gewesen und hat sich jetzt erneut „den Menschen“ als „Wirt“ ausgesucht.

22. 05.2021: Woher stammt denn nun das neue Coronavirus? Die Frage nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ist noch immer nicht abschließend geklärt. Nun sorgt ein Bericht im Wall Street Journal über ein US-Geheimpapier für Aufregung, der erneut Hinweise für die China-These geben soll. Darin wird eine schwere Corona-ähnlichen Erkrankung von drei Forschern dieses besagten virologischen Instituts in Wuhan (WIV) im November 2019, also noch vor dem offiziellen China-Corona-Ausbruch, beschrieben. China spricht empört von „kompletter Lüge“ – die drei Wissenschaftler dieses Labors seien an „Influenza“ (Grippe) erkrankt gewesen…

Juni 2021: Oder war die Corona-Entstehung in der russischen Pelz-Industrie? Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über die Pelzindustrie (Marder) als plausibelste an. Beim ersten Sars-Virus seien die Übergangswirte Marderhunde und Schleichkatzen gewesen, sagte Drosten… «Das ist gesichert.» 

David Asher, ein ehemaliger US-Beamter, der eine Task Force des US-Außenministeriums zur Entstehung des Virus für den damaligen Außenminister Mike Pompeo leitete, bezweifelte schon damals stark diesen einen „Zufall“… Die Erkenntnisse sollten bei einem Treffen des höchsten Entscheidungsgremiums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erörtert worden, das für den 24. Mai 2021 geplant war. (Quelle: Merkur.de)

Auch Joe Biden (der 46. Präsident der Vereinigten Staaten) ordnete deswegen jetzt verstärkte Bemühungen bei der Untersuchung der Frage und einen neuen Bericht binnen drei Monaten an. Das umfasse auch mögliche „spezifische Fragen an China“. (AFP)

Der Markt, auf dem (wahrscheinlich) das Coronavirus auf den Menschen sprang, wurde am 1. Januar 2020 (nach Angaben der chinesischen Behörden) sofort geschlossen: Auf diesem Markt in Wuhan, der seither als Epizentrum der Krise gilt, gab es alles: Von Fledermäusen und Schuppentieren über Schlangen, Igeln, Ottern, Schildkröten bis hin zu Wolfswelpen und Pfauen. Es war ein sog. „wet-market“, ein sog. feuchter oder nasser traditioneller Markt, wo die Tiere frisch geschlachtet wurden.
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Der „Boden“ dort ist immer „nass“: Die Schlacht-Tiere werden ständig abgespritzt, damit alles „frisch“ aussieht…Eis zum Kühlen tropft auch ständig auf den Boden…wenn die Luft sehr warm ist, dampft alles…wir haben dies selbst auf einer China-Rundreise vor einigen Jahren dort beobachten können. Natürlich erhöhen solche schlechten Hygiene-Zustände die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten.


Die Ursache solcher Ansteckungen liegt fast immer in der großen Nähe des Menschen zum Tier, ganz gleich in welcher Region der Erde. Schon bei der gefährlichen Schweinegrippe im Jahre 2009 sprang ein Virus vom Schwein auf den Menschen über.

Unfassbare Zahlen:

Ebenso damals (vor über hundert Jahren) bei der spanischen Grippe (1918) war es das Influenza-Virus (Subtyp A/H1N1) – Hühnervögel als Überträger – das sich in drei Wellen weltweit verbreitete und dem schätzungsweise bis zu unfassbare 50 Millionen Menschen erlagen. Damit starben an der sog. „Spanischen Grippe“ mehr Menschen, welche die Pandemie zwischen 1918 und 1920 weltweit forderte – als im Ersten Weltkrieg (17 Millionen). (Quelle: Wikipedia)


Chinesische Behörden

Die chinesischen Behörden hielten zunächst Dachs und Ratte zu den Verdächtigen. Auch bei SARS und MERS hatten bestimmte Tiere das Virus übertragen: SARS ging 2002 von Zirbelkatzen auf den Menschen über, ebenfalls in China. Bei MERS waren es zehn Jahre später die Kamele als Ausgangstiere, das Ursprungsland war Saudi-Arabien.

Wie oben schon erwähnt… hält sich in den USA seither – damals auch schon durch Donald Trump geschürt – hartnäckig die These, dass SARS-CoV-2 aus einem Forschungslabor in Wuhan stammen könnte…das wird seither dort heftig bestritten…Es gibt es natürlich auch keine Beweise… aber die Wahrscheinlich ist nicht von der Hand zu weisen…

Die neue Covid-19 – die Lungenkrankheit (die gleichzeitig auch eine Gefäßkrankheit (Thrombosen) ist – die also durch das Virus Sars-Cov-2 ausgelöst wird, ist – wie oben schon erwähnt – ursprünglich eine „ZOONOSE“ . Diese ist also eine von „Tier zu Mensch“ und von „Mensch zu Tier“ übertragbare Krankheit. Das bedeutet ursprünglich, dass das Virus in Tieren „schlummerte“ und dann irgendwann durch „Mutation“ des Virus auf den Menschen übertragen wurde.

ZOONOSE: Hund-Mensch?

„Theoretisch“ könnten infektiöse Hunde das Virus auf den Menschen übertragen… dies sei aber erst einmal rein hypothetisch: Das „Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit“ weist daher auf grundlegende Hygiene hin, auch im Kontakt mit Tieren. (RP-online)

Erst kürzlich ist erneut ein Hund nachweislich an Covid-19 gestorben: Ein in den USA positiv auf das Coronavirus getesteter Hund ist tot. Bei dem Tier handelt es sich um einen siebenjährigen Schäferhund namens Buddy. Auch sein Herrchen, Robert Mahoney, war positiv auf Covid-19 getestet worden. (01.08.2020 – Original-Bericht: National Grafic) Laut National Geographic wurden in den USA bislang zwölf Hunde und zehn Katzen positiv auf das Virus getestet.

Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sind sich einig, dass in den bisher bekanntesten Fällen die Tiere weder infiziert noch erkrankt waren, sondern das Virus über mit Sars-CoV-2 infizierten Menschen an das Tier gelangte.

Wissenschaftliche Einschätzung: Hund und Katzen spielen also keine große Rolle bei der Krankheits-Verbreitung… Aber:

Die Studie bestätige zwar die bisherige Einschätzung des FLI* – dass Hunde oder Katzen bisher keine Rolle bei der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus spielen: Ausschlaggebend aber sei nur die Übertragung von Mensch zu Mensch. Der Kontakt gesunder Menschen zu Haustieren muss aus derzeitiger Sicht des FLI nicht eingeschränkt werden.
Nur „infizierte“ Menschen sollten den Kontakt zu Haustieren meiden, da sie selbst die Tiere anstecken könnten.
(FLI * = Friedrich-Loeffler-Institut für Risikobewertung -17493 Greifswald – Insel Riems)

08.2020: Ein Forscherteam unter der Leitung der Stiftung „Tierärztliche“ Hochschule Hannover (TiHo) veröffentlichte in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachmagazin BMC Infectious Diseases eine „Studie über Hunde, die mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Menschen erschnüffeln können. Das geht natürlich nur nach entsprechendem „Training“ der Hunde durch Experten…

ANDERE „GENE“ SEIEN NOCH WESENTLICH RELEVANTER ALS DIE BLUTGRUPPEN

ES GIBT VIELE URSACHEN UND ERKRANKUNGS-UNTERSCHIEDE BEI DEM NEUEN VIRUS…

„VERMUTETE“ RISIKOFAKTOREN LIEGEN VIELLEICHT IN DEN GENEN? ANDERE „GENE“ SEIEN NOCH WESENTLICH RELEVANTER ALS DIE BLUTGRUPPEN…heißt es aus der wissenschaftlichen Forschung…Ein genetisches Risiko liege gelegentlich – wenn auch selten – z.B. auf zwei bestimmten Chromosomen…

Es spielen also „außer“ den Blutgruppen wohl auch noch einige andere „genetische“ Risikofaktoren auf „bestimmten“ Chromosomen (9) aktuell nachweisbar!) eine deutliche Rolle…die Forschung steckt hier jedoch noch ganz am Anfang…und das Wissen hierüber basiert in diesem Falle auf der Publikation von Ellinghaus et al. (2020), die im New England Journal of Medicine (NEJM) erschienen ist.
In der *NEJM-Publikation heißt es jedoch, dass eine kausative Zuordnung auf eines der 6 Gene noch „nicht“ sicher aus den bisher vorliegenden Daten geschlossen werden könne…Bisher sind dies alles nur erst Vermutungen.
Anm.: Die Zeitschrift *NEJM: = The New England Journal of Medicine ist eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften.

DIE BLUTGRUPPEN

Welche Blutgruppen sind häufig?

37 Prozent der Menschen in Deutschland haben die Blutgruppe „A+“. Etwa 35 Prozent tragen die Blutgruppe „0+“.  Die Blutgruppe „B+“ kommt bei 9 Prozent der Menschen in Deutschland vor, die Blutgruppe „A-“ und „0-“ bei jeweils 6 Prozent. Am seltensten findet man die Blutgruppen „AB+“ mit 4 Prozent, „B-“ mit 2 Prozent  und „AB-“ mit 1 Prozent.  


08.07.2020: AKTUELL stellt sich die Frage: „Beeinflussen überhaupt Blutgruppen ein Krankeitsgeschehen“? Es gibt nur eine „Vermutung“: Die COVID-19 Empfänglichkeit „scheint“ mit der Blutgruppe assoziiert zu sein:

Unter der Blutgruppe versteht man die spezifische Beschaffenheit des Blutes bei Menschen und Tieren. Beim Menschen werden vier verschiedene Blut-Hauptgruppen unterschieden: A, AB, B und 0 (positiver oder negativer Rhesus-Faktor).

Schon länger gibt es „Vermutungen“, dass bei der Immunabwehr gegen Corona „genetische Faktoren“ eine sehr wichtige Rolle spielen könnten: Es ist eines der großen Mysterien des neuen Coronavirus: Warum endet manche Infektion trotz Intensiv-medizinischer Hilfe tödlich, während andere Erkrankte nicht einmal Symptome zeigen?

Hier gibt es auch die womöglich ewige Frage nach der Höhe der Dunkelziffer. Viele Unsicherheiten prägen folglich immer noch diese Corona-Pandemie.

Wir stehen mit unserem Wissen noch am Anfang…

08.07.2020: Wie vorher schon in China durch Forschungslabore in Wuhan et. al. berichtet, haben auch nun Forscherteams um Dr.Tom Karlsen vom Osloer Universitätsklinikum und Forscher aus Deutschland aktuell „Blutgruppen“ auf das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs untersucht – und sehr große Unterschiede festgestellt:

Die eigene Blutgruppe beeinflusse wohl die „individuelle“ Anfälligkeit für einen schweren Covid-19-Verlauf sehr stark. Dies sei zwar bisher nur eine Vermutung (!) …der Molekularbiologen der Uni Kiel.

So wird also ein gewisser Zusammenhang zwischen dem AB0-Blutgruppensystem und dem Krankheitsverlauf von COVID-19 bisher nur „vermutet“:

A, AB, B und 0 (positiver oder negativer Rhesus-Faktor).

Juli 2020: Das Ergebnis der Untersuchung von Forscherteams um Dr.Tom Karlsen vom Osloer Universitätsklinikum:
Menschen mit der „Blutgruppe A“ seien wesentlich empfänglicher für das Coronavirus.
Sie wiesen wohl ein bis zu 50% höheres, also signifikant höheres Risiko für einen besonders schweren Krankheitsverlauf für ausgeprägte Atemwegssymptome.
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Menschen mit dem „Typ-0-Blut“ wären hingegen besser vor dem Virus geschützt.
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Die B-Blutgruppen (AB und B) liegen vermutlich dabei in der Mitte.

Eine gewisse Rolle scheint aber der Rhesus-Faktor zu spielen: Unter den positiv Getesteten waren etwas mehr Menschen mit Rhesus-positivem Blut-Nachweis.

August 2020: Nach neueren Untersuchungen am Bostoner Massachusetts General Hospital als auch am Columbia Presbyterian Hospital in New York ist der Zusammenhang weit weniger eindeutig: Bostoner Wissenschaftler fanden nur für die Blutgruppen B und AB eine Korrelation. Aber ein positiver Rhesusfaktor war in ihrer Stichprobe mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von positiven Tests verbunden.


Kurzum: Laut den Studienautoren erkranken Menschen mit der Blutgruppe 0 weniger häufig an Covid-19 und haben auch seltener einen schweren Krankheitsverlauf.

Professor „Andre Franke“ vom Institut für klinische Molekularbiologie der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und Professor „Tom Hemming Karlsen“ vom Universitätsklinikum in Oslo: Die beiden Studienautoren weisen in ihrer Vor-Veröffentlichung der Studie darauf hin, dass es noch keine sogenannte „Peer Review“ – d.h. noch bisher „keine“ fachliche Prüfung von Experten – gegeben habe.…[sic]

Diese Studie wurde im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Die o.a. deutsche Studie befindet sich demnach noch – wie gesagt – nach wie vor im Preprint-Stadium und zeige zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich lediglich einen wahrscheinlichen Trend. (Quelle: DAZ).

Normalerweise ist ein „Peer Review“ ein recht zeitaufwändiger Prozess, da mindestens zwei Experten aus dem Bereich das eingereichte Papier kritisch lesen und kommentieren müssen.

UNSERE BLUTGRUPPEN spielen vielleicht doch eine Rolle?…

Das ABO-Blutgruppensystem ist der erste Polymorphismus, den man beim Menschen nachweisen konnte. In der Corona-Pandemie hat sich die Blutgruppe A als einer der stärksten genetischen Prädiktoren (VORHERSAGEVARIABLEN) für eine SARS-CoV-2-Infektion erwiesen.
Zum Beispiel „könnten“ A – Antigene dem Virus den Weg in die Zelle ebnen. (Anm.: Polymorphismus = Gestaltungsvielfalt der Mutanten )

Entscheidend für die Infektion mit SARS-CoV-2 ist bekanntlich die Interaktion zwischen der Rezeptor-bindenden Domäne (RBD) des Virus und dem ACE-2-Rezeptor. Dies scheint aber nicht der einzige mögliche Weg des Virus in die Zelle zu sein, wie die Wissenschaftler jetzt zeigen konnten. Offenbar kann die RBD von SARS-CoV-2 auch bestimmte Strukturen des Blutgruppenantigens A selbst erkennen und daran binden.
(Anm.: Diese ACE-2-Rezeptoren braucht das Coronavirus zwingend als Eingangspforte in die Zellen. ACE2: Es ist DER Rezeptor für das schon beschriebene S-Protein des SARS-CoV-2-Virus) … Das Coronavirus „entert“ sozusagen z.B. auch die Lungenzellen über den ACE2-Rezeptor.

„So sei mit diesen Untersuchungen aber noch nicht abschließend geklärt, ob die Blutgruppe A tatsächlich direkt an einer SARS-CoV-Infektion beteiligt ist„… schreiben die Autoren. Um den genauen Stellenwert der Blutgruppenantigene abzuklären, sind noch viele weitere Studien erforderlich. (Quelle: Publikation von David Ellinghaus et al. (2020), die im New England Journal of Medicine  (NEJM) erschienen ist.

Die Forscher konnten wohl nachweisen, dass sich die Antigene der Blutgruppe A auch in der Lunge befinden. Die etwas anders strukturierten A-Antigene, die auf dem respiratorischen Epithel der Lunge präsentiert werden, können von der RBD von SARS-CoV-2 gut erkannt werden und den Weg in die Zelle ebnen. Dies könnte nun theoretisch erklären, warum Patienten mit Blutgruppe A verstärkt zu schwereren Covid-19-Verläufen mit respiratorischem Versagen neigen. (Quelle: www. lungenaezte -im- netz.de)

Anm.: Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2) ist ein Membranrezeptor, der auf der Oberfläche von Atemwegsepithelzellen exprimiert wird. ACE2 wurde bereits Anfang der 2000er Jahre intensiv untersucht, da schon bekannt war, dass es an das Spike-Protein der Coronaviren SARS-CoV und HCoV-NL63 bindet.


Der biologische Hintergrund einer Blutgruppen-Assoziation bei COVID-19 ist bisher noch nicht vollständig entschlüsselt. Bisher seien einfach noch viel zu wenige Menschen daraufhin getestet worden.

Es gibt unverändert noch widersprüchliche Forschungsergebnisse dazu, ob die Blutgruppe eines Menschen den Verlauf der Krankheit Covid-19 tatsächlich beeinflusst.

GEGENMEINUNG: Blutgruppen spielen keine Rolle…

Forscher der *Harvard Medical School (USA) gehen dagegen in einer neuen Studie davon aus, dass die Blutgruppe gar „keine“ entscheidende Rolle spielt, wie sie im Fachjournal „Annals of Hematology“ schreiben. Die Mediziner hatten für ihre Studie die Daten von mehr als 70. 000 Patienten analysiert, die im Krankenhaus lagen und positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden waren. So bleibt die Frage nach weiteren eventuellen Risikofaktoren noch offen…
Anm.: *Die Harvard Medical School (HMS) ist die medizinische Fakultät der Harvard University. Anders als der Hauptcampus von Harvard, der sich in Cambridge, Massachusetts befindet, gehört die HMS zum Longwood Medical and Academic Area, einem medizinischen Campus in Boston. 


Wenn ich mich mit „Corona“ infiziere…

Bekannte NEBENWIRKUNG einer Erkrankung durch das Corona-Virus selbst: Das Risiko von Sinusvenenthrombosen (CVT) nach COVID-19
sei viel höher als nach einer Impfung:

Oxford – Das Risiko, eine Sinusvenenthrombose (CVT) zu entwickeln, ist nach einer COVID-19-Infektion rund 100 Mal höher als in der Allgemeinbevölkerung und um ein Mehrfaches höher als nach einer COVID-19-Impfung oder einer Influenzaerkrankung. Dies zeigt eine auf der Publikationsplattform „OSF“ veröffentlichte Studie der Universität Oxford.

Die Arbeitsgruppe um Paul Harrison (Universität Oxford) und Maxime Taquet von der Oxford Health NHS Foundation) untersuchten das Auftreten von CVTs 2 Wochen nach einer COVID-19-Diagnose (n= 513.284), nach einer Influenzaerkrankung (n=172.742) und nach der 1. Dosis eines mRNA-Vakzins (Biontech oder Moderna; n=489.871). Als Vergleichswert diente außerdem die CVT-Hintergrundinzidenz in der Allgemeinbevölkerung.) 15. April 2021.

Die Autoren ergänzen, dass das CVT-Risiko nach einer COVID-19-Infektion auch deutlich höher gewesen sei als die aktuellste Schätzung der EMA für die CVT-Inzidenz nach Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca (5,0 pro Million). Verglichen mit den aktuell verfügbaren COVID-19-Impfstoffen sei das CVT-Risiko nach einer COVID-19-Infektion somit um das 8- bis 10-fache höher. Im Vergleich zur Hintergrundinzidenz in der Allgemein­bevölkerung sei das CVT-Risiko nach einer COVID-19-Infektion etwa 100 Mal höher.

„Das Signal, dass COVID-19 selbst mit CVT verbunden sein kann – ist absolut eindeutig bewiesen und eines, dem wir unbedingt mehr Beachtung schenken sollten.“ © nec/aerzteblatt.de (15.04.2021)


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4. Impfstoffe

4.1 Impfstoffe/Wissen

4.2 Impfstoffe/Herstellung

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