LESEDAUER bei ausführlichem Lesen: Zirka 50-60 min. … Der Artikel beleuchtet die derzeitige Situation gründlich von allen Seiten: Es ist mein bisher wichtigster d.h. auch längster Blog-Artikel 😉

WICHTIG: Da dieser Blog-Artikel recht ausführlich (und dadurch auch länger) ist, gibt es nun aktuell eine wichtige, sinnvolle ÄNDERUNG im fortlaufenden Text: Der Blog-Artikel ist nun wie ein kl. HEFT verfasst, man kann also unten nach jeder Seite ganz einfach auf die nächste Seite „weiterblättern“ einfach durch Anklicken…
TIPP: Auf allen 7 diversen Corona–Themen-Seiten befindet sich also auch – immer am Ende einer jeden Seite – ein LINK, bei dem man entweder sofort weiter auf die „nächste“ Themen-Text-Seite blättern oder aber nach unten im blauen „Inhaltsverzeichnis“ direkt zur Auswahl zu einer anderen „Corona-Artikel-Seite“ – nach seiner Wahl – navigieren kann.


WIE ALLES BEGANN…

Wir befanden uns alle gerade auf dem Weg in den Frühling … als alles begann…
Es geschah im März 2020: Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Vögel singen fröhlich, bunte Sommerblumen sprießen und die Bäume haben verlässlich ihr grünes Kleid an...
Die Natur steht heute – 6 Monate nach dem Corona-Beginn – eher in herbstlicher Blüte … diese Szenerie sollten wir – trotz aller Widrigkeiten durch Corona – alle zusammen „sorgsam“ genießen – in diesen noch oft schönen, sonnigen Herbsttagen – auch trotz der vielen immer noch bestehenden Ängste und Unsicherheiten des Lebens durch Corona …

Alles ist ganz sicher völlig anders als sonst, aber wir leben auch bewusster, achtsamer ... trotz Corona – das Virus, das sich wie ein dichter Nebel über alle Länder legt, die Terra incognita, die uns zurückwirft auf ein eingeschränktes Weltverständnis. Es ist eine sehr schlimme Zeit für alle Menschen auf unserer Erde, ganz besonders derzeit in den sog. „Hotspots“ wie u.a. USA, Indien, Brasilien…Die Zeiten bleiben seltsam, es wird wohl kein „Zurück“ mehr geben, der Aufbruch ist da, wohin, wird sich zeigen… Passen Sie alle gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!


Wir dachten bisher wohl alle, weitgehend unverwundbar zu sein.… Aber das Leben kann sich plötzlich von heute auf morgen durch unerwartete Gesundheitskatastrophen total verändern. Der anhaltende Ausnahmezustand – der sich zwar kurz etwas gelockert hatte – und nun im Herbst wieder deutlich ansteigt – ist für uns alle immer noch eine absolute Herausforderung.

„Spätestens jetzt gerät unsere Hybris gemäß dem bisherigen Slogan „Alles ist machbar“ aus den Fugen: Trotz aller technischer Fortschritte bleiben wir doch alle verwundbare Wesen“… resümiert der Medizinethiker Professor Dr. Giovanni Maio (*1964), er ist ein deutscher Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Bioethik in Freiburg im Breisgau. (Quelle: DocCheck)


Wissenschaft ist immer Wissen auf Zeit.

„Wir befinden uns in einem dauerhaften Lernprozess im Wissen um Corona. Anfang des Jahres wussten wir nicht, um welche Art von Infektion es sich handelt. Wir dachten damals, das Virus – wie bei SARS – repliziert in der unteren Lunge, wodurch es weniger Übertragungen gibt. Später hat sich herausgestellt, dass sich das Virus im Rachen repliziert und leichter übertragbar ist.
Der Herbst steht nun bevor, und da ist aufgrund verschiedener Faktoren mit massiven Erkrankungs-Zahlen – auch aufgrund u.a. von Grippe – zu rechnen…Ich bin Impf-Fan, aber man kann nicht drauf bauen, dass der erste Impfstoff gegen Sars-CoV-2 auch tatsächlich ein goldener Treffer sein wird….“. Zitat: Virologe Hendrik Streek (Interview: 08.09.2020)


Als Ende Dezember 2019 über die ersten Coronavirusinfektionen in China berichtet wurde, war – wie wir heute wissen – kaum absehbar, dass sich hieraus eine weltweite Pandemie entwickeln würde.
Anfänglich bestand die Vorstellung, die Ausbreitung des SARS-CoV-2 durch Isolierung der Erkrankten und Quarantänemaßnahmen für Verdachtsfälle stoppen zu können. Das war aus damaliger Sicht auch richtig so.

Inzwischen ist klar, dass das Virus weltweit mit über 40 Millionen Erkrankunegn (und über 1 Mio Toten) enorm verbreitet ist und die Menschheit sich wahrscheinlich dauerhaft mit seiner Existenz auseinandersetzen muss, ähnlich dem Grippe-Virus.

Es stellt sich die Frage nach der bestmöglichen Strategie für ein Leben mit dem Virus, die einerseits der Erkrankung entgegenwirkt und andererseits die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen nicht gefährdet. Noch haben wir keine Antworten. (Auszug-Bericht: Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk) Berlin, den 08.09.2020


Man liest und hört derzeit so viel…auch so viel Widersprüchliches: Dieser Blog-Artikel möge alle meine Leser hier informativ in die tieferen „medizinischen“ Zusammenhänge der derzeitig uns alle bedrohenden Erkrankung führen, auch um die unsäglichen Fake-News „ad absurdum“ zu führen…


So haben sich nun auch einige Philosophen, Dichter und Denker zu Wort gemeldet:

„Soviel Wissen über unser Nichtwissen und über den Zwang, unter Unsicherheit handeln und leben zu müssen, gab es noch nie…“ lautet in etwa das Zitat von Jürgen Habermas (*1929). Er ist ein deutscher Philosoph und Soziologe. Er zählt zur zweiten Generation der Frankfurter Schule und war zuletzt Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main.

„Diese Krise habe zu einem Aufbruch geführt, offen sein … bloß noch wohin?“ meinte Peter Sloterdijk (*1947), er ist ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Buchautor, Sloterdijk lehrte bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe „Philosophie und Ästhetik“.

Wir sind also Zeugen einer Zeitenwende?

Die Welt danach wird eine andere sein…sagen die Phiosophen.


Aktuelles

21.08.2020: Die Zahl der Landkreise und Städte, die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Covid-19-Fälle meldeten, lag Mitte Juli noch bei 125. Etwa einen Monat später sind es nun nach RKI-Angaben nur noch rund 20 Kreise. Und es werden immer weniger…seit Mitte September steigen aber die neuen Erkrankungs-Zahlen- wie wir alle durch Funk und fernsehen wissen – auch bei uns wieder exponentiell rasant wieder an.

„Dadurch dass sich die Menschen in den letzten Wochen viel mehr bewegen und in den Urlaub reisen, kam es zu einer Streuung des Virus im ganzen Land“, erklärt der Mediziner Max Geraedts, der an der Universität Marburg das Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie leitet.
„Ein Grund sei, dass sich zurzeit vor allem jüngere Menschen mit dem Virus anstecken, die weniger schwer an Covid-19 erkranken. Außerdem vergingen nach einer Infektion in der Regel bis 14 Tage bis ein Schwerkranker auf einer Intensivstation lande“… sagte noch am 21. 08.2020 der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens. Das ist heute im Oktober 2020 dramatischer geworden.


Oktober 2020: Auch dem Intensivmediziner Janssens bereiten die aktuell steigenden Fallzahlen eher mit Blick auf den Herbst und Winter Sorge. „Wir müssen auch bedenken, es gibt ja nicht nur das Coronavirus. Wir wissen, es kommt der Herbst, der Winter mit der Influenza und dem Norovirus“, erklärt der Chefarzt. Die dann zunehmenden Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege werde es schwer machen, diese von Covid-19 zu unterscheiden. (Quelle: Coliquio)


COVID-19 – die Erkrankung –

Influenza gegen Covid-19
Was sind die Unterschiede bei der „Übertragung“?

Die Geschwindigkeit der Übertragung unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Viren.
1.) Influenza (Grippe) hat eine kürzere Inkubationszeit als SARS-Cov-2 ( 2-3 Tage gegenüber 5-6 Tagen) und beginnt ganz plötzlich – sozusagen aus heiterem Himmel.
2.) Bei Covid-19 dagegen werden zwar auch schon 24-48 Stunden VOR Symptombeginn bereits die Viren ausgeschieden, Erkrankungsgbeginn ist dann aber erst nach 5-6 Tagen.
Die R0 = Basisreproduktionszahl (Zahl der Ansteckungen bei einer infizierten Person) liegt bei Covid-19 zwischen 2 und 2,5 und damit höher als bei Influenzaviren.

Zu den Corona-Erkrankungsmerkmalen und den Unterschieden zu grippalen Infekten folgt später noch Ausführlicheres.


Unterschiede

Kinder sind von der Covid-19 „weniger“ symptomatisch betroffen als bei Grippeerkrankungen, die wiederum Kinder härter trifft.
Für Schwangere ist das Risiko nur bei einer Influenza-Infektion erhöht, bei Covid-19 scheint dies nicht der Fall zu sein.
Während die Art der Symptome sehr, sehr ähnlich ist, ist die Ausprägung und der Anteil schwerer Erkrankungen doch recht unterschiedlich.
Für Covid-19 werden bis zu 80% milde oder asymptomatische Verläufe gemeldet (hier sind nur „Ältere“ gefährdeter).
Die Zahl schwerer „Krankheits-Verläufe“ ist wiederum bei Influenza immer noch deutlich höher.
Allerdings ist die Mortalität von Covid-19 bislang doch deutlich höher als bei der saisonalen Grippewelle, was noch im Wesentlichen völlig ungeklärt ist.


WICHTIG:

GRIPPE-Impfungen gegen „Influenzaviren“ sind wahrscheinlich jährlich ausreichend vorhanden, gut verträglich und sollten aufgrund der unterschiedlichen Virenstämme nicht nur für Risikogruppen unbedingt JETZT ab Herbst 2020 durchgeführt werden. Je eher- desto besser…(Quelle: Coliquio)

Ein Impfung gegen die Erkrankung mit SARS-Cov-2 ist für nächstes Jahr 2021 dagegen noch nicht sicher verfügbar. Und ungewiss bzw. unbekannt sind auch noch sowohl die Wirksamkeit bzw. evtl. die Nebenwirkungen dieser neuen Impf-Stoffe. Es ist eben ein ganz neues Virus…das auch eine ganz neue Art von Impfstoffen erfordert…die Forschung arbeitet – wie gesagt – auf Hochtouren.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen daher die Bedeutung von Grippeimpfungen, nicht zuletzt auch als möglichen Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus Sars-CoV-2.

Sept.2020: Vermutlich machen auch „Grippeviren“ deutlich anfälliger für Corona:
Dies wurde vor kurzem auch in Laborstudien nachgewiesen: Die Grippeviren bewirken eine vermehrte Herstellung von „Rezeptoren“, die das Coronavirus benötigt, um an menschliche Zellen anzudocken. (Zitat: Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin) Daher ist die zeitige Grippe-Impfung so wichtig – danach sollte man selbst besser gewappnet sein.

„Grippeerkrankungen“ haben nachweislich im letzten Frühjahr die „Corona-Übertragung“ demnach im Durchschnitt um das 2,5-Fache erhöht. Das Ergebnis der Studie legt nahe, dass auch die kommende „Grippewelle“ einen verstärkenden Einfluss auf die Corona-Pandemie haben wird. – Ein mathematisches Modell kommt zu dem Schluss, dass die Grippe die Corona-Übertragung mehr als verdoppeln könnte:
MAX-PLANCK-INSTITUT: Die Wissenschaftler betonen daher die Bedeutung von Grippeimpfungen, auch als möglichen Schutz vor Covid-19:
Zusammen mit Forschern und Forscherinnen aus Paris und Lyon hat Dr. Domenech de Cellès jetzt ein mathematisches Modell der Corona-Übertragung und Sterblichkeit entwickelt, um den Einfluss der Grippesaison auf die Corona-Pandemie zu entschlüsseln. Die Studie wurde auf der Wissenschaftsplattform „medRxiv“ vorveröffentlicht und muss noch im sogenannten Peer-Review von Fachkollegen begutachtet werden. (Coliquio-Bericht: 17. September 2020)  
QUELLE:
1. Matthieu Domenech de Cellès, Jean-Sebastien Casalegno, Bruno Lina, Lulla Opatowski: Influenza may facilitate the spread of SARS-CoV-2 medRxiv, 9. September 2020
2. Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin, (14.09.2020: Covid-19: Grippe könnte Ansteckungsgefahr erhöhen).


07.08.2020: Interview-Auszug mit Institutsdirektor Drosten an der Charité in Berlin: „Man habe mittlerweile sehr viel Neues über das Virus gelernt, man sei jedoch – seiner Ansicht nach – viel zu „zögerlich“, was vor allem die Umsetzung in gesellschaftliche Maßnahmen betreffe. Jetzt gelte es, dringend die nötigen „Konsequenzen“ unter anderem aus der Erkenntnis zu ziehen, – dass sich das Virus vor allem über die Luft überträgt – also nicht nur über die klassische Tröpfcheninfektion, sondern auch über Aerosole“.

„Wann werden wir ALLE konsequent unsere Maske tragen, und zwar auch auf der Nase, nicht nur darunter“, fragt sich der Institutsdirektor Drosten an der Charité in Berlin.

Als Medizinerin bzw. in meiner langjährigen Tätigkeit und Erfahrung als Ärztin möchte ich heute „ausführlich“ (und populärwissenschaftlich) mit dem nun folgenden Thema über eine gefährliche Virus-Infektion berichten, die derzeit uns alle stark berührt. Man liest so viel in der „Presse“…Die dargelegten Fakten entstammen hier wissenschaftlichen Arbeiten, welche ein «peer-review» durchlaufen haben und in den besten medizinischen Fach-Zeitschriften publiziert worden sind.

Einem unbekannten Feind kann man draußen ohne Schutz nicht entkommen. „Man hatte sich in Sicherheit gewiegt“: Sars, Fukushima und der Tsunami: Hätte Deutschland aus diesen Katastrophen nicht doch lernen müssen?


SARS – CORONA: ALTE UND NEUE BEKANNTE…

In den letzten 20 Jahren folgten mit – teils schweren Erkrankungsfällen – verschiedene andere „Virus“ Gruppen als „Pandemie“: SARS (2003), Poliomyelitis (Mai 2014), Ebolafieber (August 2014), Zikavirus (Februar 2016) und erneut Ebolafieber (Juli 2019).

So dann und wann zeigt die Natur uns an, wie verletzlich doch der Mensch sein kann. Ein kleines Virus übernimmt die Macht und hat die Menschheit in Aufruhr gebracht.“ Zitat: Kühn-Görg, Monika (*1942, Autorin, Lyrikerin und Aphoristikerin)


DIE SARS-FAMILIE…die ganze Corona…

EINIGE CORONAVIREN SIND SEIT JAHREN BEKANNT, DAS STIMMT…
DAS neue COV-2 IST HINGEGEN BIS JETZT NOCH NICHT BEKANNT GEWESEN.


Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen den einzelnen Coronaviren auf genetischer Struktur:
Coronaviren sind extrem variabel bzw. anpassbar. Sie befallen sehr viele Tierarten z.B. Fledermäuse, Schweine, Reptilien, Amphibien und viele andere. Die Mehrheit der Coronaviren sind aber speziell zugeschnitten auf die jeweilige Tierart und diese Tierarten leben meist mit diesen Viren als Wirt. Wir nennen das Reservoire. Flughunde und Pangoline beispielsweise zeigen keinerlei Anzeichen, dass die Coronaviren ihnen schaden würden. Auch viele Reptilien, wie beispielsweise Chamäleons, tragen ihre „eigenen“ Coronaviren, angepasst auf die spezifische Genetik der Tiere in sich.

Bereits 1932 wurde ein Coronavirus bei einer Geflügelart-Infektion entdeckt. Die ersten namentlichen Coronaviren wurden aber erst Mitte der 1960er Jahre deutlicher beschrieben. „Coronaviren“ sind eine große „Virusfamilie“ zu der auch das derzeit (seit spätestens Januar 2020) weltweit grassierende NEUE Virus „Sars-CoV-2“ bei uns nun dazu gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom „neuartigen Coronavirus“.

NICHTS IST BESTÄNDIGER ALS DER WANDEL…

Coronaviren sind genetisch „hochvariabel“ – erst durch die Überwindung der Artenbarriere sind diese seit Ende des letzten Jahres 2019 (bei uns Menschen) für viele Infektionen verantwortlich.

Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Viren können nicht eigenständig leben, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können. Es handelt sich um winzige Virenpartikeln… eigentlich nur um gut verpacktes Erbgut: DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle umgeben ist. Nur mit Hilfe einer „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) können sich Viren vervielfältigen und verbreiten, dazu später mehr…


Insgesamt sind also bisher „sieben“ verschiedene Coronaviren
schon länger bekannt gewesen:

„Vier“ davon lösen leichte bis schwere Erkältungen aus und zirkulieren ständig in der Bevölkerung. Sie breiten sich nun langsamer aus, wahrscheinlich weil eine größere Anzahl Menschen bereits dagegen immun ist. Experten sprechen von „endemischen“ Viren. Die anderen „drei“ Coronaviren beim Menschen, wie das „Mers“-, das „Sars“- und nun dazu noch das „neue“ Coronavirus „Sars-CoV-2″ treten dagegen „pandemisch“ – also weltweit – auf und führen häufiger zu schwereren Atemwegs-Infektionen und wesentlich mehr Todesfällen als die üblichen Corona „Erkältungsviren“.

T-Zell-Immunität?

Antigen-spezifische T-Helferzellen (Th-Zellen) sind die zentralen Regulatoren von Immunantworten, die eine uns Menschen schützende Immunität gegen spezifische Pathogene vermitteln können:
Schon in früheren Untersuchungen war aufgefallen, dass SARS-CoV-2 bei einem Teil „akut“ infizierter Patienten auf eine deutliche antigen-spezifische T-Zell-Antwort im Körper des Menschen treffen kann.

Kreuz-Immunität? Vier häufige Coronaviren mit schützendem Potenzial?

Vermutet wird heute, es könnte eine Kreuzimmunität mit den anderen vier“ schon länger bekannten Coronaviren (wie „HCoV-OC43, HcoV-229E, HCoV-NL63, und HcoV-HKU1“) geben. Diese 4 Corona-Erreger harmloser Erkältungskrankheiten zirkulieren weit verbreitet in der Allgemeinbevölkerung. Eine Kreuzreaktivität aktiviert wohl unsere Gedächtniszellen

Das Immunsystem „könnte“ also – durch unsere Gedächtniszellen („memory-cells) bereits durchgemachten Corona-Erkältungskrankheiten (die man damals gar nicht als solche erkannt habe), sozusagen bereits „vorgewarnt“ sein, wenn es in Kontakt mit SARS-CoV-2 kommt. So wären durch diese „memory-cells“ ein „leichterer“ Verlauf von Covid-19 erklärbar. Ob die T-Zell-Immunität tatsächlich dafür verantwortlich ist, wird bisher aber nur „vermutet“…und bedarf der weiteren Forschung.

Hintergrundimmunität durch reagierende T-Zellen (T-Zellen-Kreuzimmunität)

Kinder sind  durch die große Zahl der „naiven“ T-Lymphozyten geschützt, die richtigen davon (gegen Coronaviren) werden hierdurch Cov-2 aktiviert. Ältere Menschen haben meist nur noch wenige naive T-Zellen und können oft nicht mehr so flexibel reagieren. Ihre Corona-affinen T-Zellen wurden von den harmlosen „Erkältungs-Coronas“ schon „abgelenkt“ und stehen gegen Cov2 wohl nicht mehr zur Verfügung. Diese festgelegten T-Zellen bieten anscheinend da gerade KEINEN Schutz.
Deshalb sind Kinder kaum betroffen und das gealterte Immunsystem kann trotz der Erfahrung mit anderen Coronas nicht mehr adäquat reagieren. Die „Aktivierung“ der T-Zellen hat sich wohl nicht als Vorteil durch vorhergehende Erkältungen herausgestellt, sondern ist das ( wie man sagt) noch bestehende „Grundrauschen“ der „naiven“ T-Zellen. Alles ist im Übrigen – wie erwähnt – doch noch eher Spekulation und kein festgelegtes Basiswissen.

Wir wissen aktuell leider immer noch nicht sicher, welche Immunantworten unseres Körpers (humoral, zellulär) eindeutig schützend sind. Selbst bei den Patienten, die eine Infektion durchgemacht haben…sind noch viele Fragen offen.
Hierzu folgt noch mehr Informatives zum Thema „Immunität“. (nachzulesen am Seiten-Ende unter Kapitel 6)


Das SARS-Virus (SARS-COV-1-Virus) war „damals“ (2002-2003) schon weniger leicht übertragbar als die Grippe (Influenza), dennoch verursachte das Virus (vor über 15 Jahren) schon sehr große, weltweite Ausbrüche, schreibt das RKI. Das damalige „SARS-COV-1-Virus“ ist „vermutlich“ auch wesentlich tödlicher als das derzeitige „Coronavirus“ = SARS-COV-2-Virus. (Quelle: doccheck).

Genetische Veränderung „D614G“ – NEU – Mutation mit höherer Infektiosität

Seit dem Auftreten der ersten Covid-19-Fälle – seit Anfang des Jahres 2020 – in China hat sich das neue Corona-Virus „SARS-CoV-2“ bereits kürzlich erneut „genetisch“ wieder verändert. Insbesondere scheint aktuell (Juli 2020) die Mutation „D614G“ nun im Laufe der Pandemie an Bedeutung zu gewinnen. Weltweit ist dies inzwischen die am „häufigsten“ nachgewiesene Variante. Auf die Schwere des Krankheitsverlaufs und die Hospitalisierungsrate scheint die aktuelle Mutation dagegen aber keinen Einfluss zu haben. (coliquio)

Doch könnte der Shift* zu D614G auch Auswirkungen auf zukünftigen Impfstrategien haben.
(Anm.: Antigenshift* bezeichnet den „ständigen“ Austausch genetischer Informationen und ständige „Veränderungen“ zwischen verschiedenen Virusarten oder -Subtypen.)

Um es noch einmal zu betonen: „Sars-CoV-2“ ist nicht aus einem der vier bereits verbreiteten („Erkältungs“) – Coronaviren (oder den anderen drei) entstanden, sondern Ende 2019 – wie weiter unten berichtet – ganz NEU – also „erstmals von einem Tier“ auf den Menschen übergesprungen und so mutiert. Es ist also – unserem jetzigen Wissen nach – ein wohl absolut ganz „NEUES“ Virus, das unserem Körper noch völlig „fremd“ ist.

Anders als etwa z.B. bei Masern ist man (nachweislich) nach einer Coronavirus-Infektion offenbar auch „nicht“ völlig immun. Neue Ansteckungen sind wohl wieder möglich.


HISTORIE…

Der „SARS“-Erreger (2003): Damals – vor 17 Jahren – wurde (wie erwähnt) ein noch völlig neuer gefährlicher „Corona-Virus“ erstmals als „Auslöser“ für weltweit sich schnell verbreitende tödliche Erkrankungen entdeckt: Er ist dem jetzigen Corona-Virus (COVID-19) sehr ähnlich, aber leider nicht 1:1 verwandt, daher muss die Forschung von Neuem beginnen, um einen neuen Impfstoff zu finden.

Die SARS-Pandemie 2002/2003 (auch damals Coronavirus-Pandemie 2002/2003 genannt) war das erste – gleich weltweite – Auftreten des vom SARS-assoziierten „Coronavirus“ hervorgerufenen „Schweren Akuten Atemwegs-Syndroms“ (=SARS), das im November 2002 begann. Ebenfalls auch von Südchina ausgehend, verbreitete es sich binnen weniger Wochen über nahezu alle Kontinente mit über 8000 Erkrankungen und forderte innerhalb eines halben Jahres damals schon 774 Menschenleben. (Wikipedia). Sein NEUER naher Verwandter SARS-COV-2 ist nun heute wesentlich schneller und gefährlicher unterwegs…dazu im Folgenden Ausführliches:

„Erkältungsviren“ kennt unser Körper ja bereits unendlich viel. Aber auf dieses „Neue Virus“ war unser Organismus bisher einfach nicht vorbereitet: So kann das neue Virus sich nun – im Gegensatz zu SARS 1 – welches zudem auch nicht so leicht übertragbar ist – vor allem viel schneller und effektiver „weltweit“ – von MENSCH zu MENSCH – ausbreiten. Und zwar auch von Mensch zu Tier (Hund-Katze…) dazu später mehr…. Mit SARS-CoV-2 infizierte Menschen können also auch Tiere wie Hunde und Katzen anstecken. Umgekehrt ist das eher nicht der Fall. In Norditalien sind mehr als 800 Vierbeiner auf Antikörper gegen das Coronavirus positiv getestet worden. (03.08.2020 – coliquio)

UNSER BISHER EINZIGER SCHUTZ


Noch stehen wir diesem völlig neuen Corona-Virus nun ganz „jungfräulich“ und – außer strenger „Hygiene“ – völlig ohne jeglichen anderen Schutz gegenüber: Das Virus versteckt sich beim Einatmen in der Nase (da gibt es viele „Nebenhöhlen“-Systeme), vermehrt sich dann zuerst im Rachenraum und wandert schnell in die Lunge, die das Virus dann zu zerstören versucht.
Erst durch eine Erkrankung können wir – sofern wir diese überstehen – vielleicht immun werden, aber für wie lange? Das weiß man alles noch nicht. Vermutlich würde dies durch eine generelle Impfung – in 1-2 Jahren vielleicht – erst möglich gemacht werden…………

DAS NEUE „CORONA“ VIRUS geht nun seit Monaten auf Weltreise…luxuriös mit den Menschen in Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen… So hat sich dieses Virus mit rasanter Geschwindigkeit ausgebreitet, weil es sich auf den weltweiten Liefer- und Handelswegen über die Körper der Geschäftsreisenden und Massentouristen in Billigfliegern und auf Kreuzfahrtschiffen wunderbar vermehren konnte.

WIR WISSEN NUN HEUTE ALLE, WIE UNGLAUBLICH EXPLOSIONSARTIG SICH (SEIT ENDE FEBRUAR) DAS NEUE „CORONA-VIRUS“ NICHT NUR BEI UNS IN DEUTSCHLAND SONDERN AUCH WELTWEIT IN DEN LETZTEN MONATEN ENTWICKELT HAT. Und es ist noch immer nicht am Ende..im Gegenteil…damit müssen wir lernen umzugehen.

Aber es hatte sich auch – in unseren Breitengraden – erstaunlicherweise einen Augenblick (nach dem Lockdown) kurz wieder zurückgezogen… war dies nur unsere Achtsamkeit? Mit MNS und Kontaktverboten?
Um dann nun sofort wieder erneut aufzuflammen…wenn neu infizierte „Urlauber“ aus den einschlägigen Feriengebieten und „Hotspots“ wieder zu massiven Ansteckungen führen können…und als die Corona-Leugner aktiv anfingen ihre Fake News zu verbreiten. und sich massenhaft zu Coronaparties trafen…

Aktueller STAND (22. 10. 2020) : Allein in „Deutschland“ gab es bisher (von NULL auf HUNDERT, d.h. in nur gut 8 Monaten) über „380.000“ Corona-Erkrankungen und fast „10.000“ Todesfälle durch das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2). Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen in Deutschland steigt derzeit wieder auf den höchsten Wert seit April 2020 … Nach Angaben des Robert-Koch Instituts stieg die Zahl im Oktober bei uns binnen eines Tages um weit über 11.000  neue Infektionsfälle … Auch in mehreren europäischen Staaten sind die Neuinfektionen mit dem Coronavirus derzeit erneut deutlich „explodiert“. (Quelle: dpa)

10.2020: Dieses Corona-Virus (Sars-Cov-2) ist (bei allein fast 10.000 Corona-Toten in Deutschland und weltweit über 1,1 Mio.) somit auch deutlich letaler als die „normale“ jährliche Grippe-Epidemie…


Aktuelle Zahlen gibt es (zum Schluss) hier – unter diesem Symbol – „Covid-19“- (Mess-Scala rot +) – täglich neu – unter dem Abschnitt Nr. 6. News-Updates im Navigator:

TIPP: Die aktuellen „Corona“ – Erkrankungs-/Todes-/Gesundungszahlen (WELTWEIT) findet man gegen Blog-Artikel-Ende im bekannten „worldometer“.


Christine Lambrecht sagte beim Treffen der EU-Justizministerinnen und Justizminister: „Wir wollen ein starkes Europa, das besser gegen schwere Krisen wie die Corona-Pandemie gewappnet ist. Wir müssen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gerade jetzt in unserem Land stärken. Denn „Populisten“ und „Radikale“ versuchen gerade die Not zu missbrauchen, in die Menschen durch die Corona-Krise geraten sind.“

„Viren sind die einzigen Rivalen um die Herrschaft über unseren Planeten. Wir müssen auf Draht sein, um mit ihnen Schritt zu halten“ . Zitat: Joshua Lederberg (1925-2008) war ein US-amerikanischer Molekular – Biologe und Genetiker.


Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde bereits am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt.

URSACHEN-SUCHE:

Wer suchet, der findet…heißt es schon in der Bibel.

Die unsichtbare Bedrohung durch ein völlig neues Virus breitete sich – wie wir alle wissen – zu Jahresbeginn rasend schnell über unsere ganze Erde aus und stellt nun immer noch – auf unabsehbare Zeit – für fast alle Menschen eine tödliche Gefahr dar. Wie kam es dazu?

Der weltweite Handel mit Wildtieren – die als äußerst begehrte „Delikatessen“ gelten – blüht:

„Zoonosen“ sind eine Sammelbezeichnung für Infektionskrankheiten, die gleichermaßen bei Tieren u. Menschen vorkommen und sowohl vom Tier auf den Menschen als auch umgekehrt übertragen werden können:

Erst seit 2008 vermehrt publiziert sind Virus-Übertragungen auf den Menschen von „Wild“-Tieren, den sog. Zwischen-Wirten (wie z.B. Zibet-Katzen oder Pangolini (=Schuppentiere z.B. aus China) und „Fledertiere“ (z.B. hier sind Fledermäuse beliebte Brutstellen für Viren).

In diesen Tieren ist das neue „Corona-Virus“ bisher zuhause gewesen und hat sich jetzt erneut „den Menschen“ als „Wirt“ ausgesucht.

Der Markt, auf dem (wahrscheinlich) das Coronavirus auf den Menschen sprang, wurde am 1. Januar 2020 (nach Angaben der chinesischen Behörden) sofort geschlossen: Auf diesem Markt in Wuhan, der seither als Epizentrum der Krise gilt, gab es alles: Von Fledermäusen und Schuppentieren über Schlangen, Igeln, Ottern, Schildkröten bis hin zu Wolfswelpen und Pfauen. Es war ein sog. „wet-market“, ein sog. feuchter oder nasser traditioneller Markt, wo die Tiere frisch geschlachtet wurden.

Der „Boden“ dort ist immer „nass“: Die Schlacht-Tiere werden ständig abgespritzt, damit alles „frisch“ aussieht…Eis zum Kühlen tropft auch ständig auf den Boden…wenn die Luft sehr warm ist, dampft alles…wir haben dies selbst auf einer China-Rundreise vor einigen Jahren beobachten können. Natürlich erhöhen solche schlechten Hygiene-Zustände die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten.

Die Ursache solcher Ansteckungen liegt fast immer in der großen Nähe des Menschen zum Tier, ganz gleich in welcher Region der Erde. Schon bei der gefährlichen Schweinegrippe im Jahre 2009 sprang ein Virus vom Schwein auf den Menschen über.

Ebenso damals (vor über hundert Jahren) bei der spanischen Grippe (1918) war es das Influenza-Virus (Subtyp A/H1N1) – Hühnervögel als Überträger – das sich in drei Wellen weltweit verbreitete und dem schätzungsweise bis 50 Millionen Menschen erlagen. Damit starben an der Spanischen Grippe mehr Menschen als im Ersten Weltkrieg (17 Millionen). (Wikipedia)

Die chinesischen Behörden hielten zunächst Dachs und Ratte zu den Verdächtigen. Auch bei SARS und MERS hatten bestimmte Tiere das Virus übertragen: SARS ging 2002 von Zirbelkatzen auf den Menschen über, ebenfalls in China. Bei MERS waren es zehn Jahre später die Kamele als Ausgangstiere, das Ursprungsland war Saudi-Arabien.

In den USA hält sich – durch Donald Trump geschürt – auch hartnäckig die These, dass SARS-CoV-2 aus einem Forschungslabor in Wuhan stammen könnte…das wird natürlich dort heftig bestritten…Es gibt es natürlich auch keine Beweise…

Die neue Covid-19 – die Lungenkrankheit – die durch das Virus Sars-Cov-2 ausgelöst wird, ist – wie oben schon erwähnt – ursprünglich eine „ZOONOSE“ . Diese ist also eine von „Tier zu Mensch“ und von Mensch zu Tier übertragbare Krankheit. Das bedeutet ursprünglich, dass das Virus in Tieren „schlummerte“ und dann irgendwann durch „Mutation“ des Virus auf den Menschen übertragen wurde.

ZOONOSE: Hund-Mensch?

„Theoretisch“ könnten infektiöse Hunde das Virus auf den Menschen übertragen… dies sei aber erst einmal rein hypothetisch: Das „Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit“ weist daher auf grundlegende Hygiene hin, auch im Kontakt mit Tieren. (RP-online)

Erst kürzlich ist erneut ein Hund nachweislich an Covid-19 gestorben: Ein in den USA positiv auf das Coronavirus getesteter Hund ist tot. Bei dem Tier handelt es sich um einen siebenjährigen Schäferhund namens Buddy. Auch sein Herrchen, Robert Mahoney, war positiv auf Covid-19 getestet worden. (01.08.2020 – Original-Bericht: National Grafic) Laut National Geographic wurden in den USA bislang zwölf Hunde und zehn Katzen positiv auf das Virus getestet.

Einschätzung: Hund und Katzen spielen keine Rolle bei der Krankheits-Verbreitung…Aber:

Die Studie bestätige zwar die bisherige Einschätzung des FLI* – dass Hunde oder Katzen bisher keine Rolle bei der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus spielen: Ausschlaggebend aber sei nur die Übertragung von Mensch zu Mensch. Der Kontakt gesunder Menschen zu Haustieren muss aus derzeitiger Sicht des FLI nicht eingeschränkt werden.
Nur „infizierte“ Menschen sollten den Kontakt zu Haustieren meiden, da sie Tiere anstecken könnten.
(FLI * = Friedrich-Loeffler-Institut für Risikobewertung -17493 Greifswald – Insel Riems)

08.2020: Ein Forscherteam unter der Leitung der Stiftung „Tierärztliche“ Hochschule Hannover (TiHo) veröffentlichte in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachmagazin BMC Infectious Diseases eine „Studie über Hunde, die mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Menschen erschnüffeln können. Das geht natürlich nur nach entsprechendem „Training“ der Hunde durch Experten…

ANDERE „GENE“ SEIEN NOCH WESENTLICH RELEVANTER ALS DIE BLUTGRUPPEN

ES GIBT VIELE URSACHEN UND ERKRANKUNGS-UNTERSCHIEDE BEI DEM NEUEN VIRUS…

VERMUTETE RISIKOFAKTOREN LIEGEN IN DEN GENEN:

ANDERE „GENE“ SEIEN NOCH WESENTLICH RELEVANTER ALS DIE BLUTGRUPPEN…heißt es aus der wissenschaftlichen Forschung…Ein genetisches Risiko liege z.B. auf zwei bestimmten Chromosomen…

Es spielen also „außer“ den Blutgruppen wohl auch noch einige andere „genetische“ Risikofaktoren (auf „bestimmten“ Chromosomen (9) aktuell nachweisbar!) eine deutliche Rolle…die Forschung steckt hier jedoch noch ganz am Anfang…und das Wissen hierüber basiert in diesem Falle auf der Publikation von Ellinghaus et al. (2020), die im New England Journal of Medicine (NEJM) erschienen ist. In der NEJM-Publikation heißt es jedoch, dass eine kausative Zuordnung auf eines der 6 Gene noch nicht sicher aus den bisher vorliegenden Daten geschlossen werden könne…

DIE BLUTGRUPPEN

08.07.2020: AKTUELL stellt sich die Frage: „Wie beeinflussen überhaupt Blutgruppen ein Krankeitsgeschehen“? Es gibt eine „Vermutung“: Die COVID-19-Empfänglichkeit „scheint“ mit der Blutgruppe assoziiert zu sein: Unter der Blutgruppe versteht man die spezifische Beschaffenheit des Blutes bei Menschen und Tieren. Beim Menschen werden vier verschiedene Blut-Hauptgruppen unterschieden: A, AB, B und 0 (positiver oder negativer Rhesus-Faktor).

Schon länger gibt es „Vermutungen“, dass bei der Immunabwehr gegen Corona „genetische Faktoren“ eine sehr wichtige Rolle spielen könnten: Es ist eines der großen Mysterien des neuen Coronavirus: Warum endet manche Infektion trotz Intensiv-medizinischer Hilfe tödlich, während andere Erkrankte nicht einmal Symptome zeigen?

Hier gibt es auch die womöglich ewige Frage nach der Höhe der Dunkelziffer. Viele Unsicherheiten prägen folglich immer noch diese Corona-Pandemie.

Wir stehen mit unserem Wissen noch am Anfang…

08.07.2020: Wie vorher schon in China durch Forschungslabore in Wuhan et. al. berichtet, haben auch nun Forscherteams um Dr.Tom Karlsen vom Osloer Universitätsklinikum und Forscher aus Deutschland aktuell „Blutgruppen“ auf das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs untersucht – und sehr große Unterschiede festgestellt:

Die eigene Blutgruppe beeinflusse wohl die „individuelle“ Anfälligkeit für einen schweren Covid-19-Verlauf sehr stark. Dies sei bisher nur eine Vermutung (!) …der Molekularbiologen der Uni Kiel.

Bereits seit Wochen wird also ein gewisser Zusammenhang zwischen dem AB0-Blutgruppensystem und dem Krankheitsverlauf von COVID-19 „vermutet“:

A, AB, B und 0 (positiver oder negativer Rhesus-Faktor).

Das Ergebnis der Untersuchung:
Menschen mit der „Blutgruppe A“ seien wesentlich empfänglicher für das Coronavirus.
Sie wiesen wohl ein bis zu 50% höheres, also signifikant höheres Risiko für einen besonders schweren Krankheitsverlauf für ausgeprägte Atemwegssymptome.

Menschen mit dem „Typ-0-Blut“ wären hingegen besser vor dem Virus geschützt.

Die B-Blutgruppen (AB und B) liegen vermutlich dabei in der Mitte.


Professor „Andre Franke“ vom Institut für klinische Molekularbiologie der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und Professor „Tom Hemming Karlsen“ vom Universitätsklinikum in Oslo: Die beiden Studienautoren weisen in ihrer Vor-Veröffentlichung der Studie darauf hin, dass es noch keine sogenannte „Peer Review“ – d.h. noch bisher „keine“ fachliche Prüfung von Experten – gegeben habe.…[sic]

Diese Studie wurde hier im Fachmagazin New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Die o.a. deutsche Studie befindet sich demnach noch – wie gesagt – nach wie vor im Preprint-Stadium und zeige zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich lediglich einen wahrscheinlichen Trend. (Quelle: DAZ).

Der biologische Hintergrund einer Blutgruppen-Assoziation bei COVID-19 ist bisher noch nicht vollständig entschlüsselt. Bisher seien einfach noch viel zu wenige Menschen daraufhin getestet worden.

8.2020: Coronavirus: Neuere Erkenntnisse aus den USA durch Studien zu Blutgruppen und Covid-19:

Es gibt unverändert sehr widersprüchliche Forschungsergebnisse dazu, ob die Blutgruppe eines Menschen den Verlauf der Krankheit Covid-19 beeinflusst. Eine gewisse Rolle scheint aber der Rhesus-Faktor zu spielen: Unter den positiv Getesteten waren etwas mehr Menschen mit Rhesus-positivem Blut-Nachweis.

Forscher der Harvard Medical School gehen in einer neuen Studie davon aus, dass die Blutgruppe „keine“ entscheidende Rolle spielt, wie sie im Fachjournal „Annals of Hematology“ schreiben. Die Mediziner hatten für ihre Studie die Daten von mehr als 70. 000 Patienten analysiert, die im Krankenhaus lagen und positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden waren. So bleibt die Frage nach weiteren eventuellen Risikofaktoren noch offen…

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