Es handelt sich hier – bei diesem globalen „Corona“- Update – um eine Momentaufnahme nach bestem Wissen während einer sich rasend schnell entwickelnden Pandemie. Jede Einzelne dieser verfügbaren Informationen zu Covid-19 kann sich ständig mit neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen ändern.


LESEDAUER bei ausführlichem Lesen: Zirka 50-60 min. …

  • TIPP: Es ist wahrscheinlich weniger anstrengend, diesen recht umfangreichen Bericht – der aus sieben (7) unterschiedlichen Corona-Blog-Artikeln besteht – sich auf dem Monitor eines PC`s anzusehen, als auf einem kleinen „Handy“-Display…
  • Navigations-Tipps: OBEN rechts in der Leiste sind alle Themenseiten (einzeln klar gegliedert) aufgelistet:
  • Home – About me – Blog – Corona-Fakten Aktuell (= mit 7 Themen zum Anklicken) – Lullabuy Design – Artwork – Kontakt… 

Der gesamte „Corona-Blog-Artikel“ (Teil 1-7) beleuchtet die derzeitige Situation gründlich von allen Seiten: Es ist mein bisher wichtigster und umfangreichster Blog-Artikel.

HIER FOLGT NUN TEIL 1:

Was interessiert mich am meisten?
Lese-Tipps in mehreren Folgen:

  • WICHTIG: Da dieser „Corona-Blog-Artikel“ recht ausführlich (und dadurch auch länger) ist, gibt es nun aktuell eine wichtige ÄNDERUNG:
  • Nur der gesamte Blog-Artikel „Corona – Fakten aktuell“ (oben in der Leiste) ist hier wie ein kl. HEFT verfasst – mit 7 unterschiedlichen Themen. Man kann also oben in der „Kopf-Leiste“ (bei Corona-Fakten-Aktuell) oder aber unten am Ende jeder Artikel-Seite auf die nächste „Wunsch“-Themen-Seite „weiterblättern“ durch einfaches Anklicken…also direkt ein anderes Thema anwählen (durch Anklicken auf den oben oder unten selbst präferierten Link):

Wer hätte das Anfang 2020 noch gedacht:

Der Tag, an dem der erste Corona-Fall in Deutschland bestätigt wurde, jährt sich bald zum zweiten Mal. 2022 geht das Land ins nunmehr dritte Jahr der Pandemie.

In dieser Zeit haben Wissenschaftler viel über das Corona-Virus in Erfahrung gebracht, die pharmazeutische Industrie hat wirksame Impfstoffe entwickelt und arbeitet weiter auf Hochtouren an Medikamenten gegen Covid-19.
Doch noch immer sind viele Fragen offen:
Nicht ausgeschlossen, dass Omikron sogar dafür sorgt, aus der Pandemie in die Endemie zu gelangen – jener Phase also, in der sich zwar noch immer Menschen anstecken, die Grundimmunität z.B. durch Impfungen der Bevölkerung aber so groß geworden ist, dass die Infektionen in Schach gehalten werden können.

Worauf also darf man hoffen, am Beginn des dritten Corona-Jahres? Diese Frage bleibt offen…Fest steht die „Impf-Immunisierung“ – unser bisher einziger, wenn auch nicht 100 %-iger Schutz – muss unbedingt um jeden Preis weitergehen. Nur so hat die Menschheit eine Chance. (FAZ)


Die Impfung

Was ist der zukünftige Unterschied zwischen einer Optimierung der Grundimmunisierung, einer Drittimpfung, einer Auffrischungsimpfung und einer Booster-Impfung? Näheres hierzu später im Blog-Artikel ausführlicher…

IMPFPLAN:
ZU DEN – VOM ROBERT-KOCH-INSTITUT – EMPFOHLENEN IMPFUNGEN (gegen Sars-CoV-2) gibt es zudem einen ausführlichen IMPF-PLAN zum Schluss am Blog-Artikel-Ende auf dieser Artikel-Seite.


Aktuelles
22.01.2022: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf Werte von 772,7 von 706,3 am Vortag und erreicht damit einen neuen Höchstwert. 179 Menschen starben vor kurzem im Zusammenhang mit diesem Virus in Deutschland.

Die fatale Verharmlosung von Omikron:

„In den USA sehen wir derzeit ein monströses Infektionsgeschehen mit bis zu einer Million neuer Infektionsfälle am Tag“, sagte Prof. Keppler (53), der Vorstand des Max von Pettenkofer-Instituts. „Dort sind mehr Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern als jemals zuvor in der Pandemie, und auch die Todesfallzahlen nehmen in den letzten Wochen wieder deutlich zu. Das ist nun alles andere als „mild“ – als hier behauptet wird.“

Der Virologe vom Max von Pettenkofer-Institut – Prof. Dr. Oliver T. Keppler berichtete kürzlich im Report München: Die Corona-Ausgangslage in Deutschland sehe er wegen des vergleichsweise hohen Durchschnittsalters der Bevölkerung und vieler Ungeimpfter als recht schwierig an.

Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf neuerlich sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten in den nächsten Wochen zu. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers auch in den Kliniken niederschlagen.

„Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als „mild“ zu bezeichnen, halte ich für brandgefährlich“, sagte der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität auch der Deutschen Presse-Agentur. Darüber hinaus gab Keppler zu bedenken, dass die langfristigen Auswirkungen von Omikron-Infektionen noch nicht im Kontext von „Long Covid“ untersucht werden konnten, dafür ist es noch zu früh.

WHO-Chef warnt ebenfalls vor einer Verharmlosung der Omikron-Variante

19.01.2022: Genf – Auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat eindringlich vor einer Verharmlosung der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 gewarnt. „Vertun Sie sich nicht, Omikron führt weiter zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen, und selbst die weniger schweren Fälle überschwemmen die Gesundheitseinrichtungen“, sagte Tedros am 21.01.2022. Die Corona-Pandemie „ist noch lange nicht vorbei“.

  • Omikron mag im Durchschnitt weniger schwerwiegend sein, aber die Erzählungen, dass es sich um eine harmlose Krankheit handelt, ist absolut irreführend und kostet mehr Leben“, sagte der WHO-Chef.
  • Wegen der mangelnden Impfbereitschaft und der starken Virus-Ausbreitung sei es außerdem sehr wahrscheinlich, dass immer weitere stärkere Varianten entstehen. Wir haben unser Schicksal selbst in der Hand.
  • Auch der WHO-Experte Michael Ryan warnte davor, die Gesundheitsrisiken durch COVID-19 zu unterschätzen. „Die Leute stellen Pandemie und Endemie einander gegenüber, aber die endemische Malaria tötet z.B. jährlich hunderttausende Menschen, HIV ist endemisch, die Gewalt in unseren Städten ist endemisch“, sagte er bei einer Onlineveranstaltung des Weltwirtschaftsforum.
  • Endemisch heißt nicht „gut“, endemisch heißt einfach nur, dass es „für immer und ewig“ einfach da ist.“
  • Gegen OMIKRON kann man etwas AKTIV tun… Impfen…impfen…impfen was das Zeug hält.

„Wir werden das Virus in diesem Jahr sicher nicht loswerden“, sagte Ryan weiter. „Wir werden das Virus vielleicht nie ausrotten. Viren, die Pandemien auslösen, neigen dazu, Teil des gesamten Ökosystems zu werden.“

Der öffentliche Gesundheitsnotstand könne durch niedrige Inzidenzzahlen mit zugleich möglichst vielen Impfungen beendet werden, „damit niemand sterben muss“.

„Das werde dann sicher das Ende der Pandemie sein“, versicherte der Mediziner und WHO-Experte Dr. Michael Ryan (*1965): Er ist Exekutivdirektor des Health Emergencies Programme der Weltgesundheitsorganisation und leitet das Team, das für die internationale Eindämmung und Behandlung von COVID-19 verantwortlich ist .
(© afp/aerzteblatt.de)

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 wurde benannt nach seiner Fähigkeit, das schwere akute respiratorische Syndrom auslösen zu können.

SARS-CoV-2: Severe Acute Respiratory Syndrome Corona Virus

Die Virus-Krankheit wird durch Inhalation oder Kontakt mit infizierten Tröpfchen übertragen und weist nach derzeitigem Kenntnisstand eine Inkubationszeit von 2 bis 14 Tagen auf. Das neue Coronavirus verbreitet sich deutlich schneller als seine beiden Vorfahren, das SARS-CoV-1 und das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV). Mittlerweile haben sich weltweit zudem zahlreichen Corona-Varianten (Mutanten) verbreitet. Das Virus SARS-CoV-2 verbreitet sich seit über 2 Jahren wellenförmig über den gesamten Globus. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht.


  • Unstrittig ist, dass das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2) tierischen Urspungs ist und wohl aus einer Fledermaus (Südostasien) stammt – und nicht aus einem Labor in Wuhan. Dasselbe gilt für auch für Ebola- und Nipah-Viren …
  • Fledermäuse sind nachweislich die Wirte von Sars-ähnlichen Coronaviren. Das MERSVirus stammt offenbar aus Kamelen.
  • Wer immer noch glaubt, dass es das Virus gar nicht gibt, kann es in einem Elektronen-Mikroskop sehen oder bei guten Kontakten zu Virologen, die es im Labor – aus Patientenmaterial – vor ihren Augen nachweisen können.

Aus Erfahrung klug werden?…
Vieles wisse man über Covid noch gar nicht…

  • 22.Januar 2022: Weltweit haben sich inzwischen mehr als 346 Millionen Menschen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. In Deutschland sind es bereits mehr 8,7 Millionen Menschen und mehr als 117.000 Todesfälle. Mittlerweile sind nur etwas mehr als 70 Prozent der Bevölkerung hierzulande mindestens zweimal gegen das Virus geimpft, mehr als 40 Prozent sind geboostert. »Das ist eine deutlich schlechtere Impf-Rate im Vergleich zu anderen europäischen Ländern«, informierte Professor Dr. Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main.

Die Medizinerin betonte, dass man bei Omikron auf keinen Fall von einer harmlosen Virusvariante sprechen könne. So wisse man bis dato zum Beispiel noch nicht, wie häufig eine Omikron-Infektion zu Long Covid führe. Zudem schütze sie wohl nicht vor einer Infektion mit der noch kursierenden Delta-Variante von SARS-CoV-2. So hätten ungeimpfte Personen dann keinen Schutz vor einer möglichen neueren Virusvariante, die sich jederzeit auch aus der immer noch kursierenden Delta-Form entwickeln könne.

  • Zurück zur jetzigen Pandemie: Deutschland wird aufgrund seiner schlechten Impfquote und der noch nicht hohen Durchseuchung im Vergleich zu anderen Ländern deutlich länger damit zu kämpfen haben. »Das könnte dann vor allem ab dem Herbst 2022 – nach den Sommerferien – wieder besonders relevant werden«, so Cieseks Einschätzung. (Auszug-Bericht: PZ – Pharmazeutische Zeitung)

Die fünfte Welle ist da…

Januar 2022: Da Omikron bereits auch hierzulande derzeit als neues Virus das Infektionsgeschehen dominiert, wird laut übereinstimmender Expertenprognosen eine neue, dann fünfte, heftigere Corona-Welle nun auch bei uns entstehen, die – gemessen an den Fallzahlen – auch die Delta-Welle aus dem November 2021 wohl deutlich übertreffen werde. Ein Szenario, das in vielen europäischen Ländern, aber auch den USA bereits Realität ist.

„WIR SCHAFFEN DAS…?“
Deutschland geht 2022 in ein herausforderndes drittes Corona-Jahr – nun unter neuer politischer Führung von drei Parteien – die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Es geht es um einen leistungsfähigen Öffentlichen Gesundheitsdienst. Das Robert-Koch-Institut (RKI) leistet an zentraler Stelle zwar entscheidende Arbeit, die Gesundheitsämter brauchen aber derzeit vor allem vor Ort jedoch zeitnah noch mehr deutliche Unterstützung und starke Allianzen im Bund und den Ländern.

22.01.2022: Das RKI zählt seit Beginn der Coronapandemie über 8,7 Millionen in Deutschland nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2.

Der Virologe *Hendrik Streeck zeigte sich zum Jahresanfang 2022 mit Blick auf die drohende fünfte Welle vorsichtig optimistisch: „Deutschland hat Glück, dass die anderen Länder uns voraus sind. Wir können derzeit sehen, was dort passiert und uns darauf einstellen“, erklärte der 44-Jährige Wissenschaftler.
Streeck gehört dem Corona-Expertenrat* an, der die Ampel-Regierung in ihrer Corona-Politik beraten soll. Für 2022 prognostiziert Streek vor allem im Sommer Besserung. Allein schon durch die dann wieder steigenden Temperaturen würde die Anzahl der Neuinfektionen dann wieder deutlich zurückgehen.

(Anm.: Prof. Dr.med. *Hendrik Streeck (*1977) ist ein deutscher Virologe. Der Mediziner ist seit Oktober 2019 Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn und seit Dezember 2021 Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung. Streeck hat seit Oktober 2019 eine W3-Professur für Virologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn inne.)

Es wird nach zwei Jahren „Pandemie“ dringend Zeit, die Corona-Krise stärker in ihren globalen und überdauernden Dimensionen zu verstehen und die Maßnahmen und Strukturen nicht nur für eine aktuelle Welle, sondern nachhaltig – vor allem auch medizinisch gesehen – zu gestalten. Gerade der Corona-Impfschutz ist weltweit noch deutlich unzureichend. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

Der neue Corona-Expertenrat der Bundesregierung

Die Experten traten erstmals virtuell im Dezember 2021 zusammen und tagen seither wöchentlich. Bundeskanzler Scholz (SPD) hatte es Ende November 2021 bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags mit Grünen und FDP angekündigt: Im Kanzleramt werde neben einem ständigen Krisenstab auch eine Expertengruppe eingerichtet.
Teil dieser Gruppe sind insgesamt 19 Wissenschaftler/-Innen unterschiedlicher Fachrichtungen: Virologen, Epidemiologen, Soziologen und Psychologen im Experten-Rat. Diese sollen aktuell die Corona-Lage beurteilen und an die Regierung berichten. Als Impfstoffexperten zum Beispiel beruft die Bundesregierung Leif Erik Sander (Internist und Lungen-Facharzt) in den Expertenrat.
Für Gesundheits-Minister Karl Lauterbach soll dieser „Expertenrat“ zur Grundlage seiner Politik werden – Experten wie zum Beispiel: Drosten, Streek, Mertens, Wieler, Priesemann, Buyx, Brinkmann, Meyer-Herrmann, Karagianidis und andere…
NÄHERES IST ZU FINDEN UNTER: https://de.wikipedia.org/wiki/Corona-Expertenrat_der_Bundesregierung.


Experte Zeeb fordert neues Maßnahmen-Paket der Ampel.

Hajo Zeeb, Experte für Evaluation und Prävention am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, hat in dieser Hinsicht ein ganzes Paket an Vorschlägen: Er attestierte eine nicht mehr länger „tragbare“ Dauerbelastung der Krankenhäuser – und fordert neue, schnell aktivierbare Einrichtungen. Adressat ist hier nun die Ampel-Koalition in Berlin.

Experte Zeeb`s Vorschläge für ein neues Maßnahmen-Paket

  • Insofern müssten zunächst Wege gefunden werden, die Krise aus den Krankenhäusern herauszuhalten, indem die wichtigsten Funktionen der primären gesundheitlichen Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung entschieden gestärkt werden.
  • Eine hohe Kapazität zum Testen und Kontaktnachverfolgen ebenso wie für das schnelle und massenhafte Impfen muss vorhanden und jederzeit abrufbar sein.

Ärztliche Impfpraxen, Impfzentren und weitere Impfanbieter, dabei insbesondere multiprofessionelle mobile Impfteams mit Kenntnis der lokalen Bedingungen, werden im Jahr 2022 und darüber hinaus weiter dringend gebraucht. (Anm.: Prof. Dr. med. Hajo Zeeb (* 1963) ist Leiter des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen.)

  • Ein hoher Immunitätsgrad in der Bevölkerung – besser durch Impfung als in Folge einer Erkrankung – ist der Schlüssel zum Übergang in die Endemie, in der wir ohne Lockdown, sondern – wenn nötig – mit lokalen gezielten Maßnahmen auskommen.

„Vielleicht gibt es schönere Zeiten…aber diese ist die unsere…“. – Zitat: Jean-Paul Sartre (1905-1980) war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph, Religionskritiker und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus.


Die derzeitige Omikron-Vermehrung birgt unkalkulierbare evolutionäre Risiken.

Obwohl sich die Omikron-Variante deutlich schneller ausbreitet, kommen weniger Erkrankte damit auf die Intensivstationen als noch bei der Delta-Variante. Daten aus Großbritannien zeigen, dass es etwa 30 bis 45 Prozent weniger sind.

  • 12.2021: Zwar deutet derzeit also einiges darauf hin, dass aktuell einige der Omikron-Infizierten – erst recht nicht die Geimpften – seltener schwer erkranken, aber wer von den Geimpften in den letzten Wochen geboostert wurde, steckt damit natürlich auch andere seltener an.
  • Aber die Virusgenetiker mahnen auch: Das Mutationspotential und die Gefahr weiterer Varianten wächst mit der Menge zirkulierender Viren – wenn sich nicht gleichzeitig auch die Menge geschützter, immunisierter Menschen erhöht.
  • FLATTING THE CURVE = Aus dem Englischen übersetzt: Die Abflachung der Kurve war immer schon eine Strategie der öffentlichen Gesundheit, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus bereits in den frühen Stadien der COVID-19-Pandemie zu verlangsamen.

Fast 10 Milliarden Impfdosen sind inzwischen weltweit verabreicht worden, 57 Prozent der Erdbevölkerung haben mindestens eine Dosis, aber auf dem afrikanischen Kontinent sind neunzig Prozent und damit Milliarden von Menschen noch ungeimpft und ungeschützt.


10.01.2022: Cichutek: Omikron-Impfstoff erst Juni 2022 verfügbar:

Der Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, geht davon aus, dass ein an Omikron angepasster Corona-Impfstoff bis spätestens Juni 2022 zur Verfügung stehen wird. Die Hersteller der mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus hätten „diesen Prozess bereits in die Wege geleitet“, sagte Cichutek im ZDF. Parallel habe auch der Zulassungsprozess dafür schon begonnen. Das PEI-Institut ist für die Prüfung und Zulassung von Impfstoffen und anderen Medikamenten in Deutschland zuständig und arbeitet dabei eng mit der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zusammen.


SARS-CoV-2: Mit dem Virus unwissentlich infiziert und ohne Symptome – das gibt es häufiger als bekannt ist. Daher sind die AHA-Regeln immens wichtig.

RKI: Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 – Stand: 26.11.2021

Übertragung durch asymptomatische, präsymptomatische und symptomatische Infizierte:

Generell wird unterschieden, ob eine ansteckende Person zum Zeitpunkt der Übertragung bereits erkrankt (symptomatisch) war, ob sie noch gar keine Symptome entwickelt hatte (präsymptomatisches Stadium) oder ob sie auch später nie symptomatisch wurde (asymptomatische Infektion).

Da im Zeitraum vor dem Auftreten von Symptomen schon eine sehr hohe Infektiosität besteht, steckt sich ein relevanter Anteil von Personen innerhalb von 1-2 Tagen bei bereits infektiösen, aber noch nicht symptomatischen Personen an. Schließlich gibt es vermutlich auch Ansteckungen durch Personen, die zwar infiziert und infektiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung) und auch davon von nichts wussten.

DER WICHTIGSTE SCHUTZ: Das (tatsächlich strenge) Abstand halten zu anderen Personen, das Einhalten von Hygieneregeln, das Tragen von (Alltags-) Masken sowie Lüften (AHA + L-Regel) sind beste Maßnahmen, die insbesondere auch die Übertragung von (noch) nicht erkannten Infektionen verhindern helfen.


TEST…TEST…TEST… nicht jeder Test erkennt die Omikron-Variante:

10-01-2022: Welche Corona-Schnelltests schlagen auch tatsächlich gut bei der neuen Omikron-Variante an? Um diese Frage zu beantworten, lässt Gesundheitsminister Lauterbach demnächst eine Liste mit besonders effektiven Produkten erstellen. Damit sollen Nutzer eine bessere Orientierung bei der Test-Auswahl erhalten.

30.12.2021: PAUL-EHRLICH-INSTITUT (PEI): SARS-CoV-2-An­ti­gen­tests für Nach­weis der Omi­kron-In­fek­ti­on ge­eig­net:

Die U.S. Food and Drugs Administration (FDA) hatte mitgeteilt, dass erste Studien in den USA für zumindest einige der SARS-CoV-2-Antigentests eine zu geringe Empfindlichkeit (Sensitivität) beim Nachweis der Omikron-Variante andeuten.
Das Paul-Ehrlich-Institut hatte aktuell nun im Rahmen seiner vergleichenden Evaluierung der Sensitivität von SARS-CoV-2-Antigenschnelltests in Deutschland angebotene Antigentests untersucht. Die große Mehrheit der 245 Antigentests, die bis zum 14.12.2021 untersucht wurden, weisen das Nukleo-Protein (N-Protein) des neuen Coronavirus auch tatsächlich sicher nach.(LINK: https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2021/211230-antigentests-omikron-variante.html)


  • Quarantäne und Isolation?
    • 07.01.2022: Was ist hier eigentlich der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne?
    • Isolation gilt für Menschen, die sich nachweislich per PCR-Test mit dem Coronavirus infiziert haben.
    • Von einer Quarantäne  spricht man, wenn der dringende Verdacht auf eine tatsächlich Infektion besteht, etwa weil eine Person Kontakt mit einem Infizierten hatte. 
    • Möglicherweise liegt das vor allem aber auch daran, dass immer mehr Menschen inzwischen geimpft oder genesen sind. Vor diesem Hintergrund könnte eine verkürzte Quarantäne tatsächlich sinnvoll sein. 
    • Dafür sprechen sich jetzt auch Bund und Länder aus. Die Vereinfachung der Quarantäneregeln sieht vor, die Isolation oder Quarantäne für Infizierte bzw. Kontaktpersonen auf 7 Tage zu verkürzen, sofern ein anschließender PCR-Test oder zertifizierter Antigen-Schnelltest negativ ist. Ohne Test endet die Isolation nach 10 Tagen, statt wie bisher nach 14 Tagen. Personen, die schon eine Booster-Impfung erhalten haben, müssen als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne. 
    • Der Präsident des Verbands der Leitenden Krankenhausärzte (VLK), Michael Weber, sagte: „Genesene und Geimpfte sollten nach sieben Tagen wieder zur Arbeit gehen dürfen, wenn sie am sechsten Tag nach Feststellung einer Omikron-Infektion einen PCR-Test machen und dieser negativ ausfällt.“(Quelle: rnd.de)

    Omikron erhöht aktuell die Sieben-Tage-Inzidenz.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am 13.01.2022 auf 427,6
    13.01.2022: RKI: News zur Corona-Pandemie:
    Zweiter Rekordwert in Folge: RKI meldet über 81.417 Neuinfektionen und 316 Todesfälle.

    In Deutschland hat sich nun die Zahl der – dem Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten –  bestätigten Omikron-Fälle innerhalb einer Woche fast verdreifacht. In die Zahlen fließen – laut RKI – nur diejenigen Omikron-Fälle ein, die über eine vollständige Erbgutanalyse sicher nachgewiesen sind oder bei denen ein variantenspezifischer PCR-Test einen Verdacht auf Omikron ergeben hat. Die Gesundheitsämter registrierten Anfang Januar 2022 rund 58.000 neue Corona-Fälle – 112 Prozent mehr als in der vorherigen Woche.

    Deutschland: Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) konnten aktuell  nachweisen, dass auch milde bis moderate Krankheitsverläufe mit Covid-19 die Funktionen von Herz, Lunge und Nieren mittelfristig beeinträchtigen und mit gehäuften Zeichen einer Beinvenenthrombose einhergehen.

    „Die Erkenntnis, dass selbst ein milder Krankheitsverlauf mittelfristig zur Schädigung diverser Organe führen kann, hat höchste Bedeutsamkeit gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Omikron-Variante, die mehrheitlich mit milderen Symptomen einherzugehen scheint“, so Prof. Dr. Raphael Twerenbold, Wissenschaftlicher Studienzentrumsleiter und Kardiologe im Universitären Herz- und Gefäßzentrum des UKE.


    OMIKRON – die schwere Gesundheitskrise –

    NEWS-FIRST:

    Die neue Coronavirus-Variante Omikron verbreitet sich der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge weitaus schneller als Delta. Die Infektionen mit Omikron verdoppelten sich bisher alle 1,5 bis drei Tage, teilt die WHO mit.

    RKI-Chef: Andere Dimension bei Ausbrüchen mit Omikron

    • Corona-Ausbrüche mit der neuen Omikron-Variante bewegen sich laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts auf einem völlig anderen Level als bisher.
    • „Die Ausbrüche bei Omikron sind beeindruckend. Sehr viele Menschen, die sich mit einem einzigen Infizierten in einem Raum befinden, können sich anstecken.
    • Sehr viele werden auch krank“, sagte Lothar Wieler im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
    • „Das ist eine andere Dimension, als wir sie von der vorherigen Delta-Variante kennen.“

    Die Omikron-Variante ist (in nur wenigen Wochen) mittlerweile in allen Bundesländern angekommen.

    • Es dreht sich weiter das Corona-Karussell – wir drehen uns mit im Kreis… mit ups & downs…

    Bund verschärft nun die Einreiseregeln aus Virusvariantengebiet

    23.12.2021: Wer aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland einreist, braucht künftig einen negativen PCR-Test. Das teilte die Regierung heute nach einem Beschluss des Kabinetts mit. Nachweis- und Testpflichten gelten mit der Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung demnächst für alle ab einem Alter von sechs Jahren.


    OMIKRON:

    Dezember 2021: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde Omikron bereits in mindestens 89 Ländern nachgewiesen, das Risiko für eine weitere Verbreitung wird als hoch bis sehr hoch eingeschätzt. In Südafrika wurden erst Ende November 2021 die allerersten Fälle weltweit publik gemacht.

    „Südafrika war das Epizentrum der neuesten Corona-Welle. Jetzt ist es ein Land, das mit dem Virus leben lernt“ … (https://www.zeit.de/2022/01/corona-suedafrika-omikron-virus-alltag)

    Januar 2022: Weltweite Omikron-Invasion:
    Beispiele:

    • USA: Erstmals mehr als eine Million neue Corona-Fälle an einem Tag.
    • Die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen in den USA hat zu Wochenbeginn erstmals die Schwelle von einer Million überschritten.
    • Mit rund 1,184 Millionen neuen Fällen am Montag erfassten die US-Behörden fast doppelt so viele wie vor genau einer Woche (544 329), wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

    13.01.2022: Kopenhagen – Dänemark beginnt mit der Verabreichung einer vierten Impfdosis gegen das Coronavirus SARS-CoV-2.

    Die wiederholte Impfstoff-Auffrischung werde den „am meisten gefährdeten Bürgern“ angeboten, insbesondere denjenigen, bei denen schwere Krankheiten diagnostiziert wurden, sagte der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke gestern. In Dänemark wurden binnen 24 Stunden 16.164 Coronafälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1621, das ist der weltweit höchste Wert.

    Dänemark und Island melden immer neuere Corona-Höchststände. Vor der Ausbreitung der Omikron-Variante hatten Dänemark und Island eine der niedrigsten Infektions-Raten in Europa aufgewiesen. Inzwischen haben Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) Dänemark als Hochrisikogebiet eingestuft. (Quelle: © afp/aerzteblatt.de)


    Aktuell ist auch Frankreich stark von der Pandemie getroffen. Der Inzidenzwert lag zuletzt bei 2528.

    ENGLAND: Mehrere britische Kliniken haben wegen eklatanter Personalausfälle im Zusammenhang mit der Omikron-Variante den Katastrophenfall ausgerufen – bei einem vor wenigen Tagen registrierten Höchststand von mehr als 200.000 Neuinfektionen.

    Basilien aktuell:
    Der gleitende Durchschnitt liegt derzeit in Brasilien bei 8.386 neuen Fällen pro Tag, was einem Anstieg von 153 % innerhalb von zwei Wochen entspricht, der auf die Verbreitung der Omikron-Variante zurückgeführt wird. Darüber hinaus wurden in den Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro und Ceará – viele Fälle einer gleichzeitigen Infektion mit SARS-CoV-2 und Influenza-Viren bestätigt. Beide sind hochgradig übertragbar und zirkulieren zur gleichen Zeit.

    Japan erwägt aktuell die Verhängung eines Quasi-Notstandes in der Präfektur Okinawa als Reaktion auf die zunehmenden Covid-19-Fälle. Am 4. Januar überschritt die Zahl der täglichen Infektionen in dem Land nach mehr als drei Monaten die 1000er-Marke.

    Israel
    hat eine vierte Dosis des Covid-19-Impfstoffs für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Personen über 60 Jahre angekündigt. Vorläufige Ergebnisse einer israelischen Studie zeigen, dass eine vierte Dosis die Antikörperspiegel um das Fünffache erhöhen kann.

    OMIKRON

    10.12.2021: Weitere Corona-Maßnahmen beschlossen – begrenzte Impfpflicht kommt

    Die neue Ampel-Koalition besserte das aktuelle Infektionsschutzgesetz erneut nach. Auch die Union stimmt zu – obwohl sie eigentlich deutlich mehr will. Der neue Bundesgesundheitsminister Lauterbach macht nun eine klare Ansage: In seiner ersten Bundestagsrede als Gesundheitsminister – sagte Karl Lauterbach, die Ampel-Koalition habe sich Vieles vorgenommen: „Aber das alleroberste Ziel ist für uns der Schutz der Bevölkerung in dieser schweren Gesundheitskrise. Wir werden daher alles tun, um diese Krise so schnell wie möglich zu beenden.

    Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wird es nun 2022 in Deutschland also eine Impfpflicht geben – allerdings zunächst erst einmal begrenzt auf das Gesundheitspersonal.

    „Ich denke, ab Januar 2022 werden wir mit Omikron in Deutschland ein deutliches Problem haben“, sagte Drosten. Die Corona-Pandemie könnte sich nach Einschätzung des Berliner Virologen Christian Drosten noch wesentlich länger hinziehen. Der weitere Verlauf hänge – aus seiner Sicht – stark von der Ausbreitung der neuesten Virusvariante Omikron ab.
    „…Und darum würde ich im Moment auch nicht sagen, bis Ostern ist in Deutschland die Pandemie vorbei, wenn Omikron nun die komplette Führung in unserem Land übernimmt“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Charité und Wissenschaftler Prof. Dr. Christian Drosten  im neuen Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info.


    • 23.12.2021: @Karl_Lauterbach @bmg_bund; erklärte, dass er die Pandemie durch massives Impfen entschleunigen will. Durch die Zulassung von dem neuesten Medikament Novovax hofft er auf noch mehr Erstimpfungen.

    Omikron-Fälle in NRW in vier Tagen verdreifacht •

    • 17.12.2021: Das Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen meldete noch vor Weihnachten – innerhalb von vier Tagen eine Verdreifachung der Infektionen mit der Omikron-Variante des Virus. Die „Rheinischen Post“ berichtete, das Ministerium habe am Freitag in NRW über 607 neue Omikron-Fälle registriert. Am Montag seien es nur 203 Fälle gewesen.

    Wenn sich die Omikron-Variante so schnell derzeit ausbreitet wie befürchtet, könnte die vierte Welle in Deutschland direkt in die fünfte übergehen.

    23.12.2021: Neue USA-Modellrechnung aus dem Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) in Seattle zeigen: Das Team um Chris Murray hat in seinen aktualisierten Projektionen der Covid-19-Pandemie die Omikron-Befunde und Ausbreitungswellen seit Auftauchen der Variante Ende November 2021 untersucht. Die entscheidende zugrunde liegende Annahme: Omikron ist auf Grund seiner Kombination von mehr als fünfzig Mutationen noch sehr viel ansteckender als Delta, wegen der Immunflucht des Virus insbesondere infektiöser auch für unvollständig, ungeboosterte Menschen – allerdings ist die Variante auch weniger gefährlich mit Blick auf die Covid-19-Krankheit. Die Konsequenz: In den nächsten zwei bis drei Wochen seien weltweit gesehen mindestens so viele Infektionen zu erwarten wie schätzungsweise in der gesamten Pandemie bisher: Gut drei Milliarden Ansteckungen, im Januar zum Höhepunkt etwa 35 Millionen täglich.

    Lauterbach: Omikron-Variante wird eine vierte Impfung nötig machen…  

    „Wenn wir zu der Überzeugung kommen, dass wir ohne Impfung nicht aus der Pandemie herauskommen, dürfen wir uns nicht von einer radikalen Minderheit einschüchtern und davon abhalten lassen“, erläuterte die SPD-Politikerin Faeser im „Spiegel“. Bei den massenhaften Protesten von Coronaleugnern u.a. gegen die Corona-Maßnahmen seien in vielen Fällen auch zahlreiche bekannte Rechtsextremisten unterwegs. Diese würden versuchen, die Krise für ihre eigenen Ziele auszunutzen, die nichts mit der Pandemie zu tun hätten.

    • 20. Dezember 2021: HOHE INFEKTIONSZAHLEN vor Weihnachten…
    • Die Impfquote sei immer noch viel zu niedrig, um die beginnende 4. Welle der Pandemie zu stoppen. Fachleute haben frühzeitig gewarnt und wurden nicht gehört.
    • England, Frankreich und Dänemark werden nun aktuell Corona-Hochrisikogebiete.
    • Bis auf Luxemburg sind nun alle Nachbarländer Deutschlands als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft. Für Ungeimpfte und nicht Genesene wird das Reisen immer schwieriger.
    • Auch Kontakte sollte man (geimpft) so weit wie möglich reduzieren. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, rief dazu auf, Weihnachten und Silvester nur im kleinsten Kreis zu feiern.

    HARTE CORONA-MASSNAHME: Solidarität der Geimpften

    Lockdown für Ungeimpfte

    Auch wenn es in manchen Ohren zu pathetisch klingen mag, ist es tatsächlich ein „Akt der nationalen Solidarität“, der sich im Schulterschluss von Bund und Ländern zeigt – über Parteigrenzen hinweg und mit Zumutungen auch für die übergroße Mehrheit der nun über 70 Prozent vollständig Geimpften und damit Vernünftigen in unserem Land.

    Denn die starken Einschränkungen – auch für Geimpfte – tragen dazu bei, Gesundheit und Leben ihrer nichtgeimpften Mitbürger mit zu schützen. Und die Geimpften tragen solidarisch dazu bei, die bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung auf den Intensivstationen arbeitenden Krankenpfleger und Ärzte zu entlasten – die dort oft verzweifelt versuchen, das Leben der meist „ungeimpften“ und schwerst Erkrankten zu retten.

    Für Millionen Impfzauderer, Impffaule und Impfgegner – die derzeit immer noch in Massen-Demos in manchen Städten Deutschlands lautstark demonstrieren – wird es dagegen richtig ungemütlich. Die bundesweite 2-G-Regel, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zum öffentlichen Leben haben, bedeutet de facto einen Lockdown für Ungeimpfte – und hoffentlich die wichtige, richtige Motivation, sich doch noch impfen zu lassen.
    (03.12.2021: Quelle: FAZ.NET › Redaktion – EIN KOMMENTAR VON THOMAS HOLL – Redakteur der FAZ)

    WORLWIDE: The coronavirus COVID-19 is affecting 223 countries and territories… (WHO – 09.2021)

    13-01-2022: RKI: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen 12- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen eine Auffrischimpfung gegen SARS-CoV-2.


    Für die dringend erhoffte Eindämmung der Coronawelle fordern Politik und Mediziner von allen Menschen eine konsequente Umsetzung der vorgesehenen strengeren Beschränkungen in ganz Deutschland.


    • Prognose: Erstmals mehr als eine Million Todesfälle •

    17.12.2021: Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik werden bis Jahresende 2021 mehr als eine Million „Corona- Sterbefälle“ erwartet. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden mitteilte, dürfte den Schätzungen zufolge die Anzahl der Todesfälle (in Zusammenhang mit dem Corona-Virus) in Deutschland bis zum Jahresende zwischen 1,02 Millionen und 1,03 Millionen liegen. Im vergangenen Jahr hatte die amtliche Statistik 985.000 „Corona-Sterbefälle“ registriert, im Jahr 2010 waren es noch 859.000 Todesfälle insgesamt.

    It’s not over yet

    Anfang Dezember 2021: In ganz Deutschland hatte die Corona-Inzidenz erstmals den Wert von 440 überschritten, einige Landkreise lagen bereits schon über 500, manche sogar über 1000. Und es wurden immer mehr… Die 2G-Regeln und auch 2G+/3G und 3G+ sind nun eingeführt…


    Können 2-G-Regeln und eine ehrgeizige Impfkampagne die erwartete 5. Welle noch brechen? Vielleicht haben wir nur noch diese eine CHANCE…


    17.11.2021:
    BUNDESRAT STIMMTE NEUEM INFEKTIONSGESETZ ZU

    02.12.2021: Bund und Länder beschließen schärfere Coronavorgaben

    • Zum Brechen der vierten Coronawelle in Deutschland haben sich Bund und Länder auf bundes­weit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt.
    • Diese reichen von erheblichen, sehr engen Kontakt­beschränkungen für Ungeimpfte und Nichtgenesene bis hin zu 2G-Regelungen (geimpft+genesen) für den Besuch von Res­taurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich kann sogar ein aktueller Test – also 2G+ (plus aktuellem Antigen-Schnelltest)– vorgeschrieben werden.
    • Auch In Bayern ist ab 15. Dezember 2021 für Geboosterte die Testpflicht für alle Veranstaltungen, für die die 2G plus-Regel gilt, bis auf wenige Ausnahmen aufgehoben. Das gilt 15 Tage nach der Boosterimpfung. 
    • Die 3G-Regel besagt, dass Zutritt neben geimpften und genesenen auch für negativ getestete Personen erlaubt ist.
    • Das bedeutet zum Beispiel bei Restaurant- oder Friseur-Besuchen: Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt, muss entweder einen negativen Schnelltest oder meist sogar einen PCR-Test vorlegen.
    • Die 3G plus-Regel besagt, dass der Corona-Test für ungeimpfte Personen ein PCR-Test sein muss. Ein Antigen-Schnelltest aus einem Testzentrum reicht hier nicht aus.
    • In den Bundesländern Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die Testpflicht für Geboosterte bereits aufgehoben worden.
    • Auch in Läden – mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel – kommen jetzt nur noch Geimpfte oder Genesene. Dies gilt unabhängig von den Inzidenzen. Die Geschäfte müssen selbst das Ein­halten der Regel kontrollieren.
    • Die einzelnen Bundesländer sollen sich bei ihrer Entscheidung über neue Maßnahmen an bestimmten Schwellenwerten bei der sogenannten Hospitalisierungsinzidenz orientieren. Als Rechtsgrundlage für die Beschlüsse gilt das neue Infektionsschutzgesetz der Ampel-Parteien, dem Bundestag und Bundesrat zugestimmt haben.

    Die Covid-19-Pandemie verlief bisher mit einer enormen Dynamik: Rückblick

    Wie oben schon erwähnt gab das RKI den Faktor der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch am Mittwoch (1. Dezember) mit 442,9 an (Vorwoche: 404,5; Vormonat: 118,0). RKI: Binnen eines Tages starben bundesweit bereits Anfang Dezember 390 Personen im Zusammenhang mit einer Infektion. Auf den Intensivstationen lagen 4793 Covid-19-Patienten, mehr als die Hälfte von ihnen musste künstlich beatmet werden. (FAZ)

    Der 7-Tage-R-Wert: Laut Situationsbericht des RKI lag die Ansteckungsrate (Reproduktionszahl) mit dem Coronavirus in Deutschland bei 0,95 (7TageRWert, Stand: 3. Dezember 2021). Die Reproduktionszahl R bezeichnet die Anzahl der Personen, die ein Covid-19-Infizierter im Durchschnitt angesteckt. Dieser Wert wird regelmäßig durch das RKI mithilfe eines „Nowcastings“ geschätzt und veröffentlicht.

    Derzeit sei etwas über ein Prozent der gesamten Bevölkerung nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.
    HOHE DUNKELZIFFER: Das RKI geht davon aus, dass die Zahl in Wirklichkeit doppelt oder gar dreifach so hoch ist. Ein Hinweis darauf ist der hohe Positivanteil bei den PCR-Tests in den Testzentren. Der Wert stieg zuletzt immer weiter an, derzeit sind 21,2 Prozent aller PCR-Tests positiv. Bei so vielen Infizierten, so lautet die Rechnung, dürften sich auch viele andere angesteckt haben, die bloß nirgends getestet wurden. (3. DEZ. 2021: FAZ)


    Ministerin Faeser:
    Nicht von radikaler Minderheit einschüchtern lassen…

    17.12.2021: In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus darf der Staat nach Worten von Bundesinnenministerin Nancy Faeser keine Rücksicht auf Extremisten nehmen.

    „Wenn wir zu der Überzeugung kommen, dass wir ohne diesen Impf-Schritt nicht aus der Pandemie herauskommen, dürfen wir uns nicht von einer radikalen Minderheit einschüchtern und davon abhalten lassen“, erläuterte die SPD-Politikerin (Bundesinnenministerin) Nancy Faeser im „Spiegel“. Bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen seien in vielen Fällen zahlreiche bekannte radikale Rechtsextremisten unterwegs.
    Diese würden versuchen mit allen Mitteln versuchen, die Krise für ihre eigenen Ziele auszunutzen, die nichts mit der Pandemie zu tun hätten. „Gegen diese kleine Gruppe müssen wir mit aller Härte vorgehen, mit jedem Mittel des Rechtsstaates“, sagte Faeser: „Da darf man keinen Millimeter weichen.“

    IMPF-PFLICHT?

    Angekündigt wird nun zuerst eine einrichtungsbezogene Impfpflicht, etwa für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Bund und Länder gehen zudem davon aus, dass dann ab Juni/Juli 2022 eine allgemeine Impfpflicht kommen werde. Der Ethikrat hatte bis Jahresende 2021 eine Empfehlung dafür erarbeitet. Begrüßt werde, dass der Bundestag „zeitnah“ nun über das Thema entscheiden wolle. (Quelle: © dpa/bee/aerzteblatt.de)


    Wir kämpfen gegen einen Tod… der unbedingt vermeidbar gewesen wäre…

    RKI-Chef Wieler: Ohne striktes Gegensteuern wie impfen, (boostern) – was das Zeug hält – – bringt uns allen die gerade begonnene vierte Corona-Welle viel Leid, Sorgen und Not…
    CORONA AKTUELL IN DEUTSCHLAND:
    11.01.2021: RKI: Es gibt bisher fast 7,6 Millionen Corona-Erkrankungen in Deutschland. Die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland liegt bei aktuell: 387,9 (7-Tage-Inzidenz) und insgesamt bei 114.351 Todesfällen. Die vollständige Impfquote beträgt immer noch nur 71,89%.

    QUELLE: https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/deutschland/

    03.11.2021: Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) WIELER warnte bereits schon früh vor einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland.

    • „Wenn wir jetzt nicht z.B. durch Impfungen gegensteuern, wird diese kommende Welle wieder viel Leid bringen. Es werden viele Menschen schwer erkranken und sterben, und das Gesundheitswesen wird wieder stark belastet“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler noch im November 2021 in Berlin.
    • Herdenimmunität: Mit Impfungen sich selbst und andere schützen: Impfungen nützen nicht nur den Geimpften. Sie schützen auch deren ungeimpfte Kontaktpersonen und helfen, regionale Ausbrüche zu verhindern oder zu begrenzen. 
    • Ist in einer Region der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung hoch – und werden die Erreger nur von Mensch zu Mensch übertragen –, dann kann sich eine Krankheit dort nicht ausbreiten.
    • Ein einzelner Infizierter steckt vielleicht noch einen zweiten an; aber nach kurzer Zeit verschwindet die Krankheit wieder. Ein solcher Impfschutz für eine ganze Region heißt „Gemeinschaftsschutz“ oder auch Herdenimmunität.

    HERDENSCHUTZ?

    Von Herdenimmunität, auch Herdenschutz oder Gemeinschaftsschutz, spricht man beim Menschen, wenn eine Gruppe davor geschützt ist, dass aus der Infektion von wenigen die Ansteckung von vielen weiteren resultiert. Sie wird erzielt, wenn so viele in der Gruppe durch Impfung (oder frühere Erkrankung) immun gegen die Krankheit geworden sind, dass jede Infektionskette schnell wieder abbricht. So kann sich die Krankheit nicht weiter ausbreiten und auch Nicht-Geimpfte sind geschützt.

    Kernbotschaft:

    Ist ein entsprechend hoher Anteil der Bevölkerung geimpft, können Infektionskrankheiten langfristig sogar komplett ausgerottet werden. Zweimal ist es bereits gelungen, Krankheiten durch Impfungen aus Europa zu vertreiben:

    • Die Pocken konnten bis 1980 ausgerottet werden (sogar weltweit). Die jahrelangen Anstrengungen hätten die Masern fast ausgerottet – aber es gibt immer noch einige wenige Ausbrüche alljährlich.
    • Seit 2002 ist Europa auch offiziell frei von Polio, der Kinderlähmung

    Impfmüdigkeit als die größte Gefahr für den Schutz unserer gesamten Gesellschaft (Herdenschutz)

    • Wenn Impfstoffe nicht nur das Auftreten der vom Erreger verursachten Erkrankung verhinderten, sondern auch die Infektion mit dem Erreger bzw. seine Übertragung – dann sind wir wieder frei
    • Der Vorsitzende des Weltärztebundes Dr. Frank-Ulrich Montgomery (*1952) jedoch, hält diese sog. Herdenimmunität noch für „kurzfristig absolut nicht erreichbar“. Ursache? Nichtwissen, Gleichgültigkeit, falsche Befürchtungen, Bequemlichkeit, falsche Solidarität mit Peergroups?

    • Immunologen sehen daher die Lösung auch zunehmend in der Impfung von Kindern. Kinder übertragen SARS-CoV-2 in Familien nämlich deutlich häufiger als Erwachsene. Dies geht aus einer bekannten be­völkerungsbasierten Studie aus dem kanadischen Bundesstaat Ontario in JAMA Pediatrics (2021; DOI: 10.1001/jamapediatrics.2021.2770) hervor.
    • Die Analyse von Daten deutet darauf hin, dass Kinder das Virus umso häufiger in ihre Familien tragen, je älter sie sind. Aber auch deutlich jüngere Kinder – im Kindergartenalter, können sich anstecken…
    • Die Krankheit verläuft bei Kindern im Wesentlichen meist symptomfrei oder mild – vergleichbar mit einer Erkältung – die aber vor allem auch andere Menschen leicht anstecken kann… daher sind hier „Kinder-Tests“ unerlässlich.
    • Angesichts der stark infektiösen Delta-Variante des Coronavirus sollten eigentlich mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein. Das wird wohl derzeit nicht erreichbar sein:
    • Die Impfmüdigkeit ist unverändert – nicht nur in den neuen Bundesländern – besorgniserregend.
    • Eine nur zehnprozentige Steigerung der Impfquoten bei den über 35-Jährigen sowie den über 60-Jährigen würde schon zu einer erheblich verringerten Intensivbettenbelegung und Todesfällen führen. Das geht aus einer aktuellen Simulation der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor.
    • Dazu später mehr Informationen…

    Nov./Dez.2021: Die neueste Variante/Mutation „Omikron“ hat nun Delta schon fast abgelöst..



    Im Winter 2021/22 sind wir nun erneut in einer der bisher heftigsten Sars-CoV-2-Infektionswellen… wahrscheinlich
    mit auch einhergehender Belastung der Intensivmedizin. © rme/aerzteblatt.de

    • Virologe Prof. Jörg Timm: Wenn nun in den kommenden Wochen (zum neuen Jahr 2022 hin) eine breitere Impfquote (mind. 80 %) erreicht würde, könnte man auch gegen die aktuell immer noch vorhandene gefährliche Delta-Virus-Variante (B.1.6.1.7.) besser geschützt werden: Das ist leider wohl illusorisch – wir liegen derzeit Ende Dezember 2021 beim impfen gerade mal bei etwas über 70%.
    • Es gebe kaum andere Werkzeuge als die Impfung und AHA-Regeln für das Überwinden der Corona-Pandemie. Das Ziel auf einen „normalen“ Zustand sei aber definitiv nur dann zu erreichen, wenn nur die Impfquote ansteigen würde.
    • „Die Problematik der Pandemie wäre dann wahrscheinlich auch im Wesentlichen gelöst. Viele Menschen glauben, das hänge aber wirklich auch entscheidend von dem weiteren Fortschritt der Impfungen ab.“
    • „Kommt es in dieser Phase wieder zu ansteigenden Infektionszahlen, können hier schwere Verläufe bei Geimpften fast immer verhindert werden“, sagte dazu der Virologe Prof. Jörg Timm vom Universitätsklinikum Düsseldorf. (www.rnd.de – Redaktionsnetzwerk Deutschland)

    „Glauben heißt nicht wissen“ –
    Zitat: von Wilhelm Weitling (1808 – 1871)
    (aus: Das Evangelium des armen Sünders, 1845)


    Länder warnen vor dem Glauben eines baldigen Endes der Corona-Notlage: Es gibt bei uns noch immer viele Millionen Ungeimpfte

    GLAUBEN ABER HEISST NICHT WISSEN… Hoffnung ist unser Ziel. Hoffnung braucht keine Gewissheit, dass etwas gut wird. Wer hofft, hat eine grundsätzlich eine positive Einstellung und Gewissheit, dass etwas gut werden kann – und zieht daraus Kraft, Mut und Glauben. 

    Das Robert-Koch-Institut hatte bundesweit bereits im Oktober 2021 mehr als 30.000 Corona-Neuinfektionen registriert, wesentlich mehr als noch in den Vor-Wochen und es ging immer weiter steil bergauf mit den Erkrankungszahlen…. wenn man heute – zum Jahresende 2021 – darüber nachdenkt, dass damals NOCH die Fußballstadien proppevoll waren- ohne Maskenschutz – gebrüllt und gejubelt wurde – und auch in den Einkaufsstraßen sich die Menschmassen drängelten… da braucht man hier keinerlei Erklärungen mehr…

    Der einsame Rufer in der Wüste warnt, ohne Gehör zu finden; (Redewendung…BIBEL – frei nach: Jesaja 40,3 ff. sowie Lukas 1, 76).


    Am 29.11.2021 gab es bereits über 452,3 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) in Deutschland und es werden – nach kurzem Rückzug des Virus – sicherlich nicht viel weniger im kommenden Jahr 2022…wenn die nächste Welle kommt.

    Abgesehen von den „Hotspots“ in Deutschland – wie u.a. Sachsen, Thüringen, Bayern… ist es Tatsache, dass derzeit auch in den anderen Bundesländern noch absolut schwierige Monate vor uns liegen:

    • Der Düsseldorfer Infektiologe Professor Dr. Tom Lüdde, Ph.D. hatte kürzlich noch im Herbst – in der Debatte um eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland – ebenfalls unbedingt zur Vorsicht gemahnt. „Es gebe noch viele Millionen von Ungeimpften, darunter auch leider drei bis vier Millionen Menschen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf“ , sagte der Direktor der Klinik für Infektiologie an der Uniklinik Düsseldorf der „Kölnischen Rundschau“.

    Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil warnte vor einem „vorschnellen Aus“ von Corona-Maßnahmen. „Was keinesfalls passieren darf mit Blick auf den Winter, ist ein ersatzloses Abschwächen der Schutzregeln“, sagte der SPD-Politiker. „Wir haben immer noch sehr schwierige Monate vor uns.“

    • Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), Spahn habe „zu Recht darauf hingewiesen, dass ein formales Ende der epidemischen Lage nicht mit einem Ende der Pandemie gleichzusetzen ist“. Sie forderte angesichts „stark steigender Infektionszahlen“ in Thüringen die Fortführung von strengen Maßnahmen – „bestenfalls bundeseinheitlich“.

    Ebenso mahnte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch im RND:
    „Dass es nach Beendigung „der epidemischen Lage nationaler Tragweite“ nun in Deutschland einen Flickenteppich im Umgang mit der Pandemie gäbe… und das wolle wohl niemand.“ Maßnahmen ab dem 25. November aufzuheben, werde nicht realistisch sein, das wisse auch Spahn. Er wünsche sich vom Bund eine „geordnete, einheitliche Übergangsregelung“. Damals war jedoch noch niemandem klar – wie sich alles dramatisch wenige Wochen später ändern würde…


    DER NACHFOLGER VON DELTA…ist schneller da, als gedacht…

    OMIKRON

    Dezember 2021: EMA: Offenbar erfolgt größtenteils ein „leichterer“ Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der neuen Mutante Omikron. Es könne jedoch derzeit noch keine Aussage gemacht werden zur Wirksamkeit der derzeit gegen das Coronavirus ein­gesetzten Impfstoffe gegen die Omikron-Variante… sagte der Chef der EMA-Impfstrategie, Marco Cavaleri. Seine Behörde werte alle verfügbaren Daten aus, um schnell Aussagen über die Effektivität der Impfstoffe gegen Omikron treffen zu können. Vorläufigen Daten zufolge wird die neue Variante demnach extrem ansteckender sein als die derzeitige Delta-Variante. Die Omikron-Variante war bereits schon Ende 2021 in mindestens 89 Ländern nachgewiesen worden.
    (© afp/dpa/aerzteblatt.de)

    PARALLEL ZU DELTA – NUN OMIKRON

    OMIKRON– Die besorgniserregende Variante B.1.1.529:

    • Bisher dominiert immer noch die Delta-Variante das Infektions-Geschehen in den meisten Ländern, darunter auch in Deutschland. 
    • Seit dem Auftreten der Delta-Variante hatte keine neue Variante des Coronavirus so große Besorgnis – auch wegen der schnelleren Übertragbarkeit – ausgelöst wie nun Omikron.
    • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neue Variante wegen der großen Zahl an Mutationen als deutlich „besorgniserregend“ ein.
    • Am Montag (29.11.) stufte sie auch generell das weltweite Risiko durch Omikron als „sehr hoch“ ein. 

    IMMUNEVASION? FLUCHT-VARIANTE?
    Omikron unterscheide sich an 50 Stellen vom Wildtyp von SARS-CoV-2: Darunter sind 32 Veränderungen im Gen des Spike-Proteins, von denen 15 in der Rezeptorbindungsstelle lokalisiert sind.

    • Mit der Zahl der Mutationen im S-Protein steigt die Gefahr einer Immunevasion (=Fluchtvariante – die sich dem Impfschutz entzieht). Im schlimmsten Fall könnten die – durch eine Impfung oder eine frühere Erkrankung – erzeugten Antikörper Omikron nicht erkennen und abwehren.
    • Die offenbar rasche Ausbreitung deutet jedoch in jedem Fall auf eine erhöhte Infektiosität hin.
    • Sollte Omikron deutlich „fitter“ sein als Delta, könnte sie sich nach den bisherigen Erfahrungen innerhalb weniger Wochen bis Monate weltweit durchsetzen.

    November 2021: Die Corona-Fallzahlen sind im Vorwochenvergleich rapide um über 50 Prozent gestiegen. SPD-Generalsektretär Lars Klingbeil (*1978) ruft angesichts der Entwicklung zur Vorsicht auf. Forderungen nach mehr Tempo bei Drittimpfungen werden nun laut... (Anm.: Klingbeil ist in Nachfolge von Norbert Walter-Borjans als Co-Parteivorsitzender der SPD-Partei nominiert).


    RKI-ZAHLEN ZUR CORONA-LAGE
    Aktuelle Pandemie-Lage erneut stark angespannt

    Das RKI warnte bereits schon im Oktober 2021 vor beschleunigtem neuen Anstieg der Corona-Fallzahlen:

    • «Eine absehbar schwere Herbst- und Winterwelle» mit vielen Covid-19-Patienten, aber auch Erkrankten mit anderen Atemwegsinfektionen wie Grippe könne die Intensivmedizin in Deutschland «erneut an und über ihre Grenzen bringen», wurde Stefan Kluge zitiert, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    An neun von zehn Ansteckungen ist ein Ungeimpfter beteiligt:

    01.12.2021: Wer sind eigentlich die Treibenden des aktuellen Infektionsgeschehens? Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt in seinem Wochenbericht zwar einige Anhaltspunkte — so liegen etwa die Inzidenzkurven der ungeimpften, symptomatisch Erkrankten und Hospitalisierten für alle Altersgruppen immer noch deutlich über denen der Geimpften… und dennoch ist die Häufigkeit der auftretenden Impfdurchbrüche für die Allgemeinheit stark verunsichernd.

    Wissenschaftler der Humboldt-Universität haben die Rolle der Ungeschützten im Infektionsgeschehen untersucht. Demnach ist die Ansteckung innerhalb der Gruppe der Geimpften derzeit doch noch eher gering. (Quelle: https://www.faz.net/redaktion/sibylle-anderl-14960096.html)


    NEWS-AKTUELLES:
    Boosterimpfung laut EMA nun doch schon nach drei Monaten möglich:

    09.12.2021: – Boosterimpfungen gegen SARS-CoV-2 könnten nach Einschätzung der Europäischen Arznei­mittelagentur (EMA) auch schon nach drei Monaten erfolgen. DAZU SPÄTER AUSFÜHRLICHERES.

    Ungeachtet der geltenden Empfehlun­gen, die Auffrischung nach sechs Monaten zu verabreichen, „sprechen die derzeit verfügbaren Daten für eine sichere und wirksame Auffrischungsdosis bereits drei Mona­te nach Abschluss der Grundimmunisierung“, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategie Marco Cavaleri aktuell bei einer Pressekonferenz der Behörde in Amsterdam. Ein so kurzer Abstand wäre möglich, wenn dies „unter dem Gesichtspunkt der öffentlichen Gesundheit derzeit nötig ist“. (© afp/dpa/aerzteblatt.de)


    Die Experten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind sich einig:

    «Die eigentliche 4. Welle nimmt nun immer weiter kräftig Fahrt auf», schrieb Divi-Experte *Christian Karagiannidis bei Twitter. Es gebe noch immer eine sehr enge Korrelation zwischen Inzidenz und Neuaufnahmen auf Intensivstationen. Dort ist die Zahl der Covid-19-Patienten laut Divi-Intensivregister mittlerweile wieder auf rund 4.600 angestiegen, davon werden 51 % invasiv beatmet (Stand: 29.11.2021). https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/downloads
    (Anm.: *Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis ist der Präsident der DGIIN (= Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin) sowie auch der med.-wiss. Leiter des DIVI-Intensivregisters.

    • Anm.: Seit April 2020 erfasst das DIVI-Intensivregister täglich die freien und belegten Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin von etwa 1.300 Akut-Krankenhäusern in Deutschland.
    • Im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie werden zudem auch aktuelle Fallzahlen intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Patient*innen aufgezeichnet.
    • Das Register ermöglicht in der Pandemie, und darüber hinaus, Engpässe in der intensivmedizinischen Versorgung im regionalen und zeitlichen Vergleich zu erkennen.
    • Das DIVI-Intensivregister ist eine Echtzeit-Datenerfassungs- und Analyseumgebung für Intensivbettenkapazitäten und aggregierte Fallzahlen für Deutschland) . (Quelle: https://www.intensivregister.de/#/index)

    Was ist eigentlich ein „VIRUS“?

    • „Virus“ ist ein lateinisches Wort für „Gift“ – bzw. infektiöse organische Strukturen… die sich als „Virionen“ (= winzige Viruspartikelchen außerhalb von Zellen durch Übertragung verbreiten, aber als Viren sich nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle vermehren können… also ein Krankheits-„Erreger“:
    • Ohne einen Wirt sind diese nicht lange lebensfähig, da VIREN selbst keinen eigenen Stoffwechsel haben. Die Virus-Größe ist unvorstellbar winzig: 400 nm  =  0,4 µm. Die größten Viren sind so groß, wie die allerkleinsten Bakterien… also unvorstellbar...
    • Sichtbar machen kann man Viren nur, wenn man statt eines gewöhnlichen Mikroskops ein wesentlich stärker vergrößerndes Elektronenmikroskop benutzt.
    • Anm.: Das Auflösungsvermögen eines guten Lichtmikroskops beträgt 200 nm, das Auflösungsvermögen eines normalen Elektronenmikroskops ist 2.000 mal größer, liegt also bei 0,1 nm. Ein Elektronenmikroskop verwendet statt des sichtbaren Lichts einen Elektronenstrahl.
    • Mit einem Elektronenmikroskop kann man also allerkleinste Strukturen der Zelle sichtbar machen, zum Beispiel den inneren Aufbau eines Mitochondriums, eines Chloroplasten oder sogar eines Zellkerns.

    Wie funktioniert eigentlich unsere Immunantwort?

    ANTIKÖRPER: Durch eine Impfung zum Beispiel wird unser Körper dazu angeregt, eigene Antikörper zu bilden. Sie entstehen innerhalb von Tagen und Wochen durch unsere spezialisierten Blutzellen.
    *Immunologe Carsten Watzl nennt die „Antikörper“ – sog. Kämpfer, also eine ganze „Armée“, die durch (immer wieder erneute) „Zellteilungen“ möglichst schnell heranwachsen könne.

    Wenn der echte Erreger später dann wieder in den Körper eindringt, sei der Körper (durch unser Immungedächtnis) bzw. durch die Antikörper bereits gewappnet. Diese Antikörper blockierten sogleich die Bindungsstelle des Virus, und dann könne das Virus die Körperzellen auch gar nicht mehr infizieren. (Anm.: *Prof. Dr.rer.nat. Carsten Watzl ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI)) . Er ist ein gefragter Experte zum Thema Corona-Schutzimpfung und als Leiter der Immunologie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund tätig. © Ifado


    Unsere Immunabwehr:

    Die zelluläre Immunantwort mit Hilfe von T-Lymphozyten spielt eine wichtige Rolle für einen dauerhaften Schutz gegen Coronaviren (SARS-CoV-2).

    • T-ZELLEN: Die T-Lymphozyten oder T-Zellen kommen hauptsächlich in der Lymphflüssigkeit vor und reifen im Thymus (daher das T) heran. Bereits infizierte Zellen werden durch T-Zellen, umgangssprachlich auch T-Killerzellen, einfach angriffen und zerstört.
    • Die T-Zellen greifen also diese *Antigene direkt an und vernichten auch eigene Körperzellen, die z.B. von Viren oder Mutationen betroffen sind. Eine Ausbreitung der Krankheit im Körper wird somit in den meisten Fällen (bei ausreichend gutem Immunsystem) verhindert.
    • Anm.: Als *Antigen bezeichnet man eine Substanz oder Struktur – wie z.B. einen VIRUS, der vom Immunsystem als „fremd“ erkannt wird und daraufhin meistens bekämpft wird. Das geschieht – wie erwähnt – insbesondere durch die Bildung von spezifischen Antikörpern sowie von spezialisierten Zellen zur Bekämpfung (T-Lymphozyten).

    Unser Körper vergisst keine Impfung:

    • MEMORY CELLS: Der zweite wichtige Teil der Immunreaktion sind unsere „memory cells(sog. Gedächtniszellen). Solche Gedächtniszellen gibt es sowohl bei den für die Antikörperbildung verantwortlichen *B-Zellen als auch bei den T-Zellen. (Anm.: *BZellen gehören zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Sie schütten die „Antikörper“ aus und  machen mit den T-Zellen (=T-Lymphozyten) den entscheidenden Bestandteil des Immunsystems aus).
    • Nach einer Infektion bildet der Körper also diese unsere wichtigen Gedächtniszellen aus, die z.B. Informationen über einen Erreger (wie z.B. SARS-CoV-2) in sich tragen.
    • Bei einer erneuten Infektion können sie – innerhalb eines Tages – die Immunreaktion starten, Antikörper produzieren und spezifische T-Zellen bilden.
    • So kann das Virus schnell bekämpft werden.
    • Auch bei SARS-CoV-2 scheint das so zu sein, vermuten Forscherinnen und Forscher. Sie konnten zeigen, dass Genesene tatsächlich ausreichend viele „T-Gedächtniszellen“ bilden, die auch lange im Körper verbleiben und uns schützen.


    DIE IMPFUNG und die Nebenwirkungen…

    14.07.2021: Menschen reagieren unterschiedlich auf die Impfung gegen das Coronavirus – die einen liegen tagelang mit Fieber flach, andere haben lediglich leichte Kopfschmerzen. Aber springt das Immunsystem überhaupt an, wenn überhaupt gar nichts spürbar ist?

    • Ein spezifischer Schutz gegen den Sars-CoV-2-Erreger wird – erst mit der Zeit – von den Zellen des sogenannten „erworbenen Immunsystems“ erzeugt.
    • Dabei lernt der Körper, bei einer solchen Infektion auch in Zukunft passgenaue Antikörper zu bilden und etwa mithilfe spezieller T-Zellen, den Killerzellen, infizierte Körperzellen abzutöten. Beide Arten des Immunsystems stehen in einem sehr komplexen, noch nicht komplett erforschten Austausch miteinander.
    • Tatsächlich gibt die Impfreaktion des angeborenen Immunsystems wohl den Anstoß, damit das erworbene System aktiv wird – dieser Impuls ist aber häufig gar nicht oder kaum vom Körper spürbar.
    • „Auch wenn man – wie viele Menschen – gar keine oder nur sehr milde Nebenwirkungen wie leichte Schmerzen an der Injektionsstelle oder Kopfschmerzen bekommt, ist man mit der absolut gleichen Wahrscheinlichkeit voll geschützt wie Menschen, die stärkere Impfreaktionen wie Fieber, Unwohlsein und Gelenkschmerzen aufzeigen“, erklärt Forscherin Peggy Riese, Forscherin und Expertin für Impfungen am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.
    • Die Stärke der Reaktion auf eine Impfung sei absolut „kein Gradmesser für die Stärke des Impfschutzes“, bestätigt auch Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. (Anm.: Prof. Dr. rer. nat. Christine Falk Institut für Transplantationsimmunologie, Medizinische Hochschule Hannover) .

    WIE ALLES BEGANN…

    • Wir befanden uns alle gerade auf dem Weg in den Frühling … als alles begann…
      Es geschah im Jahr 2020 – im Monat März – als das erste Bewusstsein aufbrach, dass sich hier etwas Verstörendes und für Teile der Menschheit Zerstörendes, Leid- und Todbringendes anbahnt.
    • Die Natur ist heute – ein und ein halbes Jahr später nach Corona-Beginn – erneut in noch sommerlich/herbstliche Farben getaucht …
    • Diese Szenerie ist – auch trotz der vielen immer noch bestehenden Ängste und Unsicherheiten des Lebens – durch die 2021 anfangs erneut wieder explodierenden Corona-Zahlen, immer noch realiter für uns Menschen bedrohend. Corona belastet uns alle und unsere Familien.
    • Dahinter stehen Menschenleben, Leid, Trauer – Existenz-Ängste und vieles mehr… WIR, d.h. unsere Generation hat so etwas noch nie erlebt…im Gegensatz zur vorherigen Kriegsgeneration. Es herrscht auch bei uns Krieg… gegen einen unsichtbaren Feind…vor dem wir uns „verstecken“ müssen.
    • Der Funken Hoffnung auf einen länger wirksamen Impfstoff jedoch steigt… und eine Boosterung ist für viele Menschen in Sicht. Eine neue, bessere Zukunft für 2022 wünschen sich alle…und wir sind vielleicht auch endlich alle geimpft. Impfgegner haben das Nachsehen und die tödliche Gefahr – die sie nicht erkennen (woilen).
    • Aber unsere Achtsamkeit…? Die Vorsicht lässt schnell nach und schon bekommt das Virus wieder neuen Antrieb… ein ewiges Auf und Ab? Genau das passierte bereits schon 2020… ein vierter Lockdown droht nun schon wieder zum Herbst/Winter 2021/22… nach Sommer-Sonne-Ferienzeit waren viele Vorsichtsmaßnahmen vergessen… und die Inzidenzen stiegen wieder weltweit…

    Schon historisch?

    Die explosive Lage noch im ersten Corona-Sommer

    • BRASILIENS REGIERUNGS-CHEF BOLSONARO
    • 31. Juli 2020: „Wovor haben Sie Angst? […] Ich bedauere die Todesfälle. Aber Menschen sterben nun mal jeden Tag, an vielen Dingen. So ist das Leben.“ – „Jair Bolsonaro“ (*1955) seit dem 1. Januar 2019 Präsident Brasiliens.
    • Brasiliens rechtextremistischer Präsident wird auch als „Tropen-Trump“ bezeichnet, schließlich leistet er sich in etwa genauso viele peinliche Ausrutscher wie der großmächtige EX-POTUS. Nach seiner überstandenen Covid-19-Infektion gab er sich jedenfalls martialisch. Noch immer verharmlost der 66-jährige Bolsonaro die Corona-Pandemie und ist gegen alle Schutzmaßnahmen.
    • Dabei konnte im Juli 2021 die Situation nicht dramatischer sein. Mit bisher über 600.000 Corona-Toten lag Brasilien direkt hinter den Vereinigten Staaten immer noch auf Platz 3 weltweit. In Brasilien ist auch – nach ihrem Ehemann – First Lady Michelle Bolsonaro positiv auf das Coronavirus getestet worden. Obwohl die Zahlen der Corona-Fälle im Land weiter damals im Sommer 2020/21- explodierten, verharmloste der Staatschef die Pandemie – der selbst angeblich Corona problemlos überstanden hat.
    • Der Rückhalt für Bolsonaros Coronapolitik bröckelt… Der brasilianische Präsident steht unter Druck. Seine Umfragewerte sind auf dem Tiefpunkt. Auf den Straßen häufen sich die Demonstrationen.

    11.2021: Ein Untersuchungssausschuss des brasilianischen Parlaments erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten. Jair Bolsonaro muss mit Konsequenzen für seine Corona-Politik rechnen.

    Bolsonaros sinkende Beliebtheitswerte

    Nach den USA und Indien verzeichnete Brasilien mit über 22 Millionen Fällen schon letztes Jahr die meisten Corona-Infektionen. Zuletzt überschritt das größte Land Lateinamerikas die Marke von über 620.000 Corona-Toten. Angesichts dieser hohen Zahl litten Bolsonaros Beliebtheitswerte in den vergangenen Monaten stark, was auch Auswirkungen auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr haben könnte.

    Oktober 2021: Ein Ausschuss des brasilianischen Senats hat für eine Anklageerhebung gegen Präsident Bolsonaro wegen dessen Corona-Politik gestimmt. Basierend auf einem Untersuchungsbericht wird die Anklage unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verlangt. Wegen wiederholten, eklatanten und potenziell kriminellen Verhaltens des Präsidenten der Republik, erklärte Senator Omar Aziz die Entscheidung – Der politische Schaden ist wohl groß. In der Bevölkerung schmilzt der Rückhalt für den Präsidenten. Nur noch der harte Kern seiner Anhänger steht weiter hinter Bolsonaro.
    Dass Bolsonaro selbst angeklagt wird, oder das Parlament ein Amtsenthebungsverfahren einleiten wird, halten Experten – wie der Jurist „Roberto Días“ von der Getulio Vargas Stiftung – dennoch für unwahrscheinlich (!)
    Über dieses Thema berichtete B24 aktuell am 27. Oktober 2021

    Brasilien hat Schlimmes durchgemacht in der Corona-Pandemie. Jetzt ist endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die Impfquote ist hoch. Und das alles hat auch der Corona-Leugner im Präsidentenpalast nicht verhindern können.


    Vor einem Jahr war das lebhafte Rio de Janeiro noch eine Geisterstadt: Die weltberühmte Arena, das schnurgerade Sambodromo, war menschenleer..

    • Aktueller Sinkflug der Inzidenz nun in Brasilien im dortigen „Frühling“:
    • Der brasilianische Winter dauert von Juni bis August, der brasilianische Sommer von Januar bis Februar – genau umgekehrt zu den Jahreszeiten in Europa und auf der Nordhalbkugel...In Brasilien ist derzeit Frühling…während bei uns der Winter vor der Tür steht.

    11.2021: MIT DEM FRÜHLING IN BRASILIEN…
    sanken nun die Inzidenzwerte auf ein absolutes Rekord-Tief: Dort wird es bald wieder Sommer…

    Wie war das noch im Sommer 2021 in Deutschland? Auch wir hatten damals niedrige Inzidenz-Werte… so um die 20… sind mir erinnerlich…

    • Brasilien hat 214 Millionen Einwohner. Die nüchternen Zahlen lassen derzeit den umgekehrten Schluss zu:
    • Im wegen seiner Corona-Politik gescholtenen Brasilien lag die Inzidenzzahl nun Ende November 2021 bei nur 29.7 Fällen auf 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.
    • Und dies, obwohl die Quote der vollständig Geimpften mit 66 Prozent alles andere als beeindruckend ist.
    • Am 18.12.2021 lag die Inzidenz nur bei 13 (!) und die vollständige Impfquote bei 66,08%, es gab bisher 22.204.941 – Millionen Erkrankungen und 617.395 Todesfälle mit oder an Corona insgesamt.
    • Dem Karneval in Rio steht nun demnächst wohl 2022 nichts mehr entgegen. In Brasilien laufen deswegen die Karnevalsvorbereitungen derzeit auf Hochtouren. Der Karneval in Rio steht im Februar 2022 vor der Tür mit Samba-Umzügen, Straßen-Partys und großartigen Karnevalsbällen.
    • Auch Stockholm bereitet sich bereits entspannt auf Weihnachtsmärkte ohne Maske und Impfausweis vor.
    • Aktuell am 25.12.2021 gibt es 220,7 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)
    • In Schweden liegt also ein ähnliches Bild vor: Die Zahl der durchschnittlichen Neuinfektionen liegt in Schweden am 29.12.2021 bei 220,7 die Impfquote – wie in Deutschland – nur knapp unter 70 Prozent. Wirkt hier die sogenannte Herdenimmunität?
    • Nur in den Großstädten Brasiliens, und darin liegt wohl ein Grund für die niedrigen Inzidenzzahlen, ist die Impfquote sehr hoch: Dem Karneval in Rio steht wohl damit nichts mehr entgegen.

    Die in der Pandemie meistgescholtenen Länder haben momentan im November/Dezember 2021 die niedrigsten Inzidenzwerte…

    (Quellen: FOCUS.DE)


    Unsere Terra Incognita

    Alles ist nun ganz sicher völlig anders als sonst, aber wir leben auch bewusster… trotz Corona – das Virus, das sich wie ein dichter Nebel über alle Länder legt, die Terra incognita, die uns zurückwirft auf ein eingeschränktes Weltverständnis. Es ist eine sehr schlimme Zeit für alle Menschen auf unserer Erde, ganz besonders derzeit in den sog. „Hotspots“ wie u.a. USA, Indien…Die Zeiten bleiben seltsam, es wird wohl kein „Zurück“ mehr geben, der Aufbruch ist da, wohin, wird sich erst irgendwann einmal zeigen…


    Wir dachten bisher wohl alle, weitgehend unverwundbar zu sein.… Aber das Leben kann sich plötzlich von heute auf morgen durch unerwartete Gesundheitskatastrophen total verändern. Der anhaltende Ausnahmezustand ist für uns alle immer noch – trotz vorsichtiger „Lockerungen“ noch im Sommer/Herbst 2021 – eine absolute Herausforderung.


    FAST PHILOSOPHISCH GESEHEN

    • Die Coronakrise hat nicht nur virologische Fragen aufgeworfen, sondern auch soziale, politische und kulturelle, die zuvor allzu leicht übersehen wurden. Insofern kann man die Krise auch als eine Lerngeschichte lesen, die für die Zukunft der Demokratie und die Lösung ihrer Zukunftsprobleme von Rassismus bis Ungleichheit äußerst wichtig ist…Hier trennt sich „die Spreu vom Weizen“…hier sieht man was wirklich echt zusammenhält und wer oder was trennt.
    • Querdenker, Fake News und Co. irritieren uns alle und fördern massiv die Ausbreitung des Virus ganz extrem z.B. bei den deutschlandweiten häufigen Massen-Demos – völlig ohne Schutzmaßnahmen. Siehe auch Blog-Artikel: 3. Fake News oben in der Leiste (unter Corona aktuell) oder im Navigationsfeld unten auf dieser Seite.
    • LITERATUR – HIERZU – AKTUELL:  „Die Zeitenwende – Der Angriff auf Demokratie und Menschenwürde.
      Erleben wir einen „Epochenbruch“? fragen sich die Autoren: Michel Friedman und Harald Welzer in ihrem aktuellen Buch? – Lesenswerter TIPP. Verlag: Kiepenheuer& Witsch – Erscheinungstermin: 01.10.2020

    Erleben wir gerade einen Epochenbruch?

    Unsere demokratischen Gesellschaften sind derzeit komplett unter hohem Druck – durch die gewaltbereite Rückkehr der Neinsager, durch die Wiederkehr der Rechtsextremen, Rassisten oder Nationalisten und Antisemiten, welche die enormen Wellen von Hass, Hetze und Terrorismus seit einem Jahr durch massenhafte Groß-Demos in den vielen Großstädten erzeugen.


    DIE AUTOREN: Michel Friedman und Harald Welzer, zwei der bekanntesten Intellektuellen des Landes, suchen in ihrem neuesten Buch nach den Ursachen dieser extremen, unverständlichen Gewaltbereitschaft und liefern – neben genauesten Analysen – dabei uns Lesern – auch eine Anleitung für viele Menschen zum vernünftigen Bewahren von Haltung und „Contenance“. TIPP: Unbedingt – lesenswert…


    Zeitenwende

    Begrifflichkeiten?
    Anmerkung: Was ist eine Zeitenwende genau?

    ZEITENWENDE= der Umbruch/Übergang/die Wende von einem für wesentlich erachteten Zeitabschnitt (Ära, Epoche, Jahrtausend, Säkulum) zum nächsten…
    Eine Zeitwende ist ein oft dramatisches, folgenreiches Ereignis, das in seiner Bedeutung so gewichtig ist, dass sie einen Wendepunkt in der bisherigen Welt-Geschichte darstellt: Der Beginn einer absolut neuen Ära… Wie die römisch-germanische Geschichte der Zeitenwende: Christi Geburt… Beginn der christlichen Zeitrechnung. Um 1500 erfindet Gutenberg den Buchdruck…Oder damals z.B. Martin Luther und die Veränderungen der Religionen, die PEST im Mittelalter… eine Wende, ein gewaltiger Umschwung im historischen Geschehen.


    Beispiele: Eine bekannte Zeitenwende (um) 1800, also der Epochenumbruch vom 18. zum 19. Jahrhundert, war sehr stark geprägt vom Ausbruch der Französischen Revolution anno 1789, was als Beginn des „langen“ 19. Jahrhunderts angesehen wird, dessen Ende – im Beginn oder Ende – des Ersten Weltkriegs bzw. mit dem Epochenjahr 1917 angenommen wird. Ein Beispiel ist vielleicht auch der Anschlag auf das WTC am 11. September 2001…? Und nun „Corona“…?


    Und nun ist Corona – eine Zeitenwende…

    • „Die Covid-19-Pandemie hat eine Zeitenwende eingeläutet. In vielen Bereichen werde nichts mehr so sein wie vorher, heißt es.“ – Zitat: © derStandard.at .

    „Spätestens jetzt gerät unsere Hybris gemäß dem bisherigen Slogan „Alles ist machbar“ aus den Fugen: Trotz aller technischer Fortschritte bleiben wir doch alle verwundbare Wesen“… resümiert der Medizinethiker Professor Dr. Giovanni Maio (*1964), er ist ein deutscher Mediziner, Philosoph und Universitätsprofessor für Bioethik in Freiburg im Breisgau. (Quelle: DocCheck)


    Wissenschaft… ist immer Wissen auf Zeit.

    Wir alle befinden uns in einem dauerhaften Lernprozess im Wissen um Corona. Anfang des Jahres 2020 wussten wir noch nicht, um welche Art von Infektion es sich handelt. Wir dachten damals, das Virus – wie bei SARS – repliziert in der unteren Lunge, wodurch es weniger Übertragungen gibt. Später hat sich herausgestellt, dass sich das Virus im Rachen repliziert und somit wesentlich leichter übertragbar ist und nun vor allem auch zusätzlich als bedrohliche „Gefäß-Erkrankung“ (Thrombosen) bekannt wird…


    HISTORISCHES

    Als Ende Dezember 2019 zuerst über die ersten Coronavirusinfektionen in China berichtet wurde, war – wie wir heute wissen – kaum absehbar bzw. überhaupt vorstellbar, dass sich hieraus eine weltweite Pandemie entwickeln würde.
    Anfänglich bestand sogar die Vorstellung, die Ausbreitung des SARS-CoV-2 nur durch Isolierung der Erkrankten und Quarantänemaßnahmen für Verdachtsfälle stoppen zu können. Das war aus damaliger Sicht auch richtig so.
    ..


    COVID-19 ist seit über einem Jahr ein weltweiter Notfall.

    • 11.01.2022: Inzwischen ist klar, dass das Virus „weltweit“ mit über 310 Millionen Erkrankungen und über 5.49 Millionen Toten) enorm verbreitet ist und die Menschheit sich wahrscheinlich dauerhaft mit seiner Existenz auseinandersetzen muss, ähnlich u.a. wie bei den Grippe-Viren. Genaue Infos/Zahlen hier mit diesem link:
      https://www.worldometers.info/coronavirus/

    11. Januar 2022: Deutschland: 375,7 Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz)

    • Auch in England (Inzidenz über 1.761,5) steigt derzeit wieder die Zahl der Corona-Infektionen steil an. (2.801,0). Hotspots in Europa sind nun wieder 2022: Frankreich (aktuell: 2.801,0). Montenegro (heute: 2755,4)... hier explodierten auch noch im Sommer die Infektionen und Todesfälle… Die Inzidenzen sind nun im Kosovo (73,8) im Dezember 2021 erfreulicherweise deutlich niedrig geblieben. Mit einer Impfpasspflicht für Restaurants, Kaffeebars, Kinos, Züge und weitere Bereiche wollte die Regierung im Sommer in Italien gegensteuern… Aktuell sind die Inzidenzen in Italien einmal wieder im höchsten Anstieg begriffen (1.918,6) – Für Lehrer gilt hier künftig übrigens eine Impfpflicht.

    Es stellt sich nun aber auch die Frage nach der „bestmöglichen Strategie“ für ein Leben mit dem Virus, eine Strategie, die einerseits der Erkrankung entgegenwirkt und andererseits die Lebensqualität und Gesundheit der „geimpften“ Menschen z.Zt. vielleicht nicht mehr gefährdet. Noch haben wir hierzu keinerlei Antworten. (Auszug-Bericht: Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk)


    Als Abonnent der „Internistischen Praxis“ hatte ich kürzlich in der Ausgabe Band 23/1 pp. 56-64 einen Übersichtsartikel mit dem Titel „Wie gefährlich ist Covid-19 eigentlich im Vergleich zur saisonalen Grippe?“ (von K.-D. Kolenda) gelesen. Der sorgsam abwägende Autor kommt zu dem Schluss, dass „die Coronavirus-Infektion wahrscheinlich etwa fünf- bis zehnmal tödlicher verläuft als die Influenza“. Er verweist mehrmals auf die dabei bestehende Altersabhängigkeit, die stärker ausgeprägt als bei der saisonalen Grippe sei.

    • Man liest und hört derzeit so viel…auch so viel Widersprüchliches: Dieser sehr ausführliche Blog-Artikel möge hier alle meine Leser informativ in die tieferen „medizinischen“ Zusammenhänge der derzeitig uns alle bedrohenden Erkrankung führen, auch um die unsäglichen Fake-News „ad absurdum“ zu führen… wie oben bereits erwähnt.

    So gibt es z.B. in diesem „Blog-Artikel“ am Schluss sieben verschiedene Themenbereiche… die man auch – über Tage hinweg – immer mal wieder abwechselnd lesen kann… so wie ein informatives Buch, welches man ja auch oft aus der Hand legt, um es später weiterzulesen.


    So haben sich nun auch einige Philosophen, Dichter und Denker zu Wort gemeldet:

    „Soviel Wissen über unser Nichtwissen und über den Zwang, unter Unsicherheit handeln und leben zu müssen, gab es noch nie…“ lautet in etwa das Zitat von Jürgen Habermas (*1929). Er ist ein deutscher Philosoph und Soziologe. Er zählt zur zweiten Generation der Frankfurter Schule und war zuletzt Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main.


    „Diese Krise habe zu einem Aufbruch geführt, offen sein … bloß noch wohin?“ meinte Peter Sloterdijk (*1947), er ist ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Buchautor, Sloterdijk lehrte bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe „Philosophie und Ästhetik“.

    Wir sind also Zeugen einer Zeitenwende…

    Die Welt danach… wird eine andere sein…sagen die Philosophen.


    Schon historisch:

    Die Lage im letzten Jahr 2020

    In der Bundesrepublik Deutschland gibt es nach dem amtlichen Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamtes derzeit 294 Kreise bzw. Landkreise und 107 kreisfreie Städte bzw. Stadtkreise. Wie war nochmal der vergangene Corona – Sommer 2020? Schon vergessen?

    • Die Zahl der Landkreise und Städte, die keine neuen Covid-19-Fälle meldeten, lag Mitte Juli 2020 noch bei zirka 125. Etwa einen Monat später im August nach RKI-Angaben bei nur noch rund 20 Kreisen. Hurra – wir leben noch… und können endlich wieder feiern…Und seit Mitte Oktober 2020 aber stiegen dann die neuen Erkrankungs-Zahlen – wie wir heute alle wissen – bei uns wieder „exponentiell“ rasant wieder an. So ist es nun auch dieses Jahr wieder so… der „Delta“-Virus war bereits mitten unter uns und bedrohte auch bereits geimpfte Menschen, die nun auch ansteckend sein könnten und erkranken können, wenn auch nicht so heftig. Über sog. „Impfdurchbrüche“ wird im folgenden Blog-Artikel ausführlich berichtet: Corona – Fakten aktuell // 4.1 Impfstoff / Wissen

    UPS & DOWNS

    • „Dadurch dass sich die Menschen in den Sommermonaten viel mehr bewegten und in den Urlaub reisen, kommt es zu einer erneuten, enormen Streuung des Virus im ganzen Land“, erklärt der Mediziner Max Geraedts, der an der Universität Marburg das Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie leitet.
    • „Ein Grund sei, dass sich nun vor allem wesentlich mehr jüngere Menschen mit dem Virus anstecken, die auch deutlich weniger schwer an Covid-19 erkranken. Außerdem vergingen nach einer Infektion in der Regel bis 14 Tage bis ein Schwerkranker auf einer Intensivstation lande“… sagte noch am 21.08.2021 der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens.

    Damals noch im Oktober 2020: Auch dem Intensivmediziner Janssens bereiteten damals schon (im Herbst 2020) die nach dem Sommer steigenden Fallzahlen mit Blick auf den langen Winter 2020/21 Sorge. „Wir müssen auch bedenken, es gibt ja nicht nur das Coronavirus. Wir wissen, es kommt der Winter mit der Influenza und dem Norovirus“, erklärt der Chefarzt. Die dann zunehmenden Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege werde es schwer machen, diese auch noch von Covid-19 zu unterscheiden. Interessanterweise war die „Influenza“ letzten Winter 2020/21 eher rückläufig… waren es die Maskenträger und die AHA-Regeln?? (Quelle: Coliquio)

    „FLATTING THE CURVE“

    • Die Situation war dann im Oktober/November/Dezember 2020 deutlich dramatischer geworden. Die Intensivbetten wurden erneut knapp...
    • Ende März 2021 dann…waren die Erkrankungszahlen schon wieder erneut enorm im Anstieg begriffen, nicht zuletzt wegen der neueren Virus-Mutanten, auch hier wurden die Intensivbetten wieder knapp… ein Ende dieser Pandemie ist immer noch nicht in Sicht… der erneute „Corona-Anstieg“ im März 2021 mit drittem Lockdown und Abflachung der „Kurve“ im Mai 2021 bestätigt das bekannte Schema „FLATTING THE CURVE“... ein Auf & Ab.
    • ANM: Aus dem Englischen übersetzt: Es geht darum: Die Abflachung der Kurve ist eine Strategie für die öffentliche Gesundheit, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus während der COVID-19-Pandemie zu verlangsamen. Daher dauert die Erkrankungswelle zwar länger (flache Kurve), dafür kann man aber einer völligen Überlastung des Gesundheitswesens entgegenwirken.

    Nun schien im Juni 2021 erst einmal wieder kurz bei uns wieder Ruhe einzukehren… Ein kurzes Aufatmen…
    DIE INZIDENZEN WAREN SO NIEDRIG WIE SCHON LANGE NICHT MEHR… und die Urlaubsreisen in alle Welt sind bereits wieder geplant…ohne Masken & Co. das wäre so schön…Trügerische Zeiten… man ahnte schon, was dann wiederkommen wird…


    COVID-19 – die Erkrankung –

    SYMPTOME…SYMPTOME…SYMPTOMESYMPTOME…SYMPTOME…SYMPTOMESYMPTOME…

    <<< Influenza gegen Covid-19 >>>

    • Was sind bei diesen beiden unterschiedlichen Erkrankungen denn die wichtigsten „Unterschiede“ bei der Ansteckung bzw. „Übertragung“?
    • Die Geschwindigkeit der Übertragung unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Viren.
      1.) Influenza (Grippe) hat eine kürzere Inkubationszeit als SARS-Cov-2 ( 2-3 Tage gegenüber 5-6 Tagen) und beginnt ganz plötzlich – sozusagen aus heiterem Himmel. Von heute auf Morgen ist man (mit sehr hohem Fieber) schwer krank (bei der echten (!) Influenza)…. nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt…
      2.) Bei Covid-19 dagegen werden zwar auch schon 24-48 Stunden VOR Symptombeginn bereits die Viren ausgeschieden, Erkrankungs-Beginn ist dann aber erst nach 5-6 Tagen. Die R0 = Basisreproduktionszahl (Zahl der Ansteckungen bei einer infizierten Person) liegt bei Covid-19 zwischen 2 und 2,5 und ist damit höher als bei Influenzaviren.

    Zu den Corona-Erkrankungsmerkmalen und den Unterschieden zu grippalen Infekten folgt später noch Ausführlicheres.


    Unterschiede bei Kindern?

    • Kinder sind von der Covid-19 oft „weniger“ symptomatisch betroffen als bei der Influenza (Grippeerkrankung), die wiederum Kinder wesentlich härter trifft.
    • Für Schwangere ist das Risiko – soweit bisher bekannt – wohl nur bei einer Influenza-Infektion erhöht, bei Covid-19 scheint dies nicht der Fall zu sein. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft gefährdet das Leben des Kindes offen­bar nicht. Die Rate von Frühgeburten war in einem britischen und einem amerikanischen Patienten­register jedoch erhöht – laut der Studie in Ultrasound in Obstetrics and Gynecology (2021; DOI: 10.1002/uog.23619)
    • Während die Art der Symptome sehr, sehr ähnlich ist, ist die Ausprägung und der Anteil schwerer Erkrankungen doch recht unterschiedlich. Für Covid-19 werden bei Jüngeren bis zu 80% milde oder asymptomatische Verläufe gemeldet (hier sind nur „Ältere“ gefährdeter).
      Die Zahl schwerer „Krankheits-Verläufe“ ist wiederum bei der „echten“ Influenza immer noch deutlich höher.
    • Allerdings wird die Mortalität von Covid-19 von Wissenschaftlern (vor allem bei Älteren) bislang – wie gesagt – doch deutlich höher eingeschätzt als bei der saisonalen Grippewelle, was aber noch im Wesentlichen völlig ungeklärt ist.

    Die Delta-Variante (Mutation) des Coronavirus ist deutlich ansteckender – etwa wie „Windpocken“. Auch Kinder infizierten sich nun anfangs offenbar häufiger… was Eltern wissen sollten.

    • Obwohl Kinder seltener erkranken, können Eltern ihren Nachwuchs durch verschiedene Maßnahmen schützen und eine Infektion vorbeugen: Etwa strengere Regeln für die lieben Kleinen mit der AHA-Formel. Dazu müssten Eltern auch beispielhaft vorangehen.
    • Die AHA-Formel fasst die wichtigsten Grundregeln – die wir eigentlich alle kennen: Abstand wahren, auf Hygiene achten, Alltag mit Maske – zusammen. Insgesamt scheinen Kinder aber weniger infektiös zu werden als Erwachsene, sie lernen aber schnell – am Beispiel ihrer Eltern – mit Covid umzugehen.
    • Trotzdem können Kinder aber auch zum Beispiel die Großeltern oder weitere Personen gefährlich anstecken, da hier die Abwehr-/Immunkräfte vielleicht nicht mehr so stark wirken.

    30.11.2021: KINDER…KINDER…

    SARS-CoV-2: Gesundheitsminister wollen aktuell nun schnell grünes Licht für Kinderimpfungen:

    Man begrüße es, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) nun einen Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige (in einer niedrigeren Dosierung) zugelassen habe, sagte Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) noch Ende November 2021 nach einer Schaltkonferenz der Minister von Bund und Ländern in München. Nun werde die EU-Kommission aufgefordert, den Impfstoff schneller zur Verfügung zu stellen – als am 20. Dezember 2021.

    DIE „SIKO“ IST DER STIKO VORAUS…
    Die STIKO braucht immer extrem lange für ihre Entscheidungen…Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt nun aktuell Ende November 2021 bereits die Corona-Schutzimpfung des Herstellers BioNTech für Kinder der Altersgruppe 5 bis 11 Jahre (in deutlich niedrigerer Dosis). Das betreffe insbesondere diejenigen, die einer Risikogruppe angehören oder Kontakt zu Risikopatienten haben. „Dennoch soll aber doch allen Kindern und ihren Sorgeberechtigten, die sich zu einer Impfung entschlossen haben, diese auf keinen Fall verwehrt bleiben“, heißt es im Schreiben in Bezug auf die Übrigen in der Altersgruppe.


    IMPF-PFLICHT:

    November 2021: Die Politiker Kretschmann und Söder argumentierten, grob zusammengefasst, damit, dass sich individuelle Freiheitsrechte letztlich nur durch die Impfpflicht und eine höhere Impfquote zurückgewinnen ließen.

    Das Ergebnis, das der F.A.Z. vorliegt, lautet: „Eine allgemeine Impfpflicht kann verfassungsrechtlich zulässig eingeführt werden. Der Bund hat hierfür die Gesetzgebungskompetenz. Es darf kein Impfzwang eingeführt werden und es muss auch Ausnahmen von der Impfpflicht geben.“

    12.2021: Im Februar tritt in Österreich die Impfpflicht in Kraft, sie soll nun auch für Kinder gelten. Zur Umsetzung möchte die Regierung den Datenschutz einschränken – und es drohen hohe Geldstrafen.

    KINDER-IMPFSTOFF: Die Europäische Arzneimittel-Agentur hatte den mRNA-Kinderimpfstoff von Biontech Mitte November zugelassen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am 1.12.2021, die Lieferung des Impfstoffs an die EU-Mitgliedstaaten werde nun schon am 13. Dezember 2021 bereitstehen. Ursprünglich sollte sie erst am 20. Dezember 2021 erfolgen. Die USA hat bereits Ende Oktober 2021 eine Notfallzulassung des Biontech/Pfizer-Vakzins für Fünf bis Elfjährige erteilt. Der Impfstoff für Jugendliche von zwölf Jahren an ist bereits seit Mai 2021 zugelassen.

    DIE GRIPPE…gibts die noch?

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen immer wieder die Bedeutung von Grippeimpfungen, nicht zuletzt auch als „möglichen“ Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus: Sars-CoV-2 und auch zur „Ausschluss-Diagnostik“.


    • Weltweit sterben an den Folgen einer echten GRIPPE – also einer Influenza-Infektion – im Schnitt immer noch jährlich weltweit über eine halbe Million Menschen. Tausende allein in Deutschland. Die vergangene Grippesaison 2020/21 ist allerdings praktisch ausgefallen, im ganzen Land wurden nur ein paar Hundert Grippefälle gemeldet – nicht wegen einer Restimmunität, sondern wegen der AHA-Regeln, den Corona-Maßnahmen: Masken, Distanz, Hygieneregeln. Der Kampf gegen den Virus hatte sich hier gelohnt: Allerdings “nur“ gegen die Grippe – leider noch lange nicht genug gegen Corona…

    IM HERBST AUCH WICHTIG – DIE GRIPPE-Impfungen (!)

    • Grippe-Impf-Seren gegen „Influenzaviren“ sind jährlich meist ausreichend vorhanden, gut verträglich und sollten aufgrund der unterschiedlichen Virenstämme nicht nur für Risikogruppen unbedingt jährlich – nun ab Herbst 2021 – wieder durchgeführt werden. Je eher- desto besser…(Quelle: Coliquio)

    NEU: 4-facher Grippe-Schutz:

    Weiterhin ist die jährliche Influenza-Impfung im Herbst als Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahren empfohlen. Nach aktueller STIKO-Empfehlung sollen sie fortan aber einen Hochdosis-Grippeimpfstoff erhalten. „Aufgrund einer geringfügigen, aber signifikanten Überlegenheit der Impfeffektivität bei älteren Menschen wird für alle Personen ≥ 60 Jahre ein quadrivalenter Hochdosis-Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination empfohlen.“

    09.2021: Die STIKO begründet ihre Empfehlung mit Verweis auf die aktuelle Studienlage zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit der Hochdosis-Impfstoffe. Konkret handelt es sich hierzulande um das Vakzin „Fluzone® High-Dose Quadrivalent“ bzw. EFLUELDA: Efluelda ist ein tetravalenter Grippeimpfstoff, der die vierfache Antigenmenge des standardisierten Impfstoffes gegen Influenza enthält.

    Er ist der bisher einzige in Europa zugelassene Hochdosis-Impfstoff und enthält die vierfache Antigenmenge. Er wird wohl Mitte Oktober/November 2021 in Deutschland verfügbar sein. (Quelle: Coliquio)


    • Wirksamer Impfschutz – ist die beste Reiseversicherung… Deutsche sind bekanntlich Reise-Weltmeister…
    • Durch Impfungen schützt man sich in erster Linie natürlich selbst vor den ansteckenden Krankheiten. Doch es gibt auch Menschen, die sich nicht impfen lassen können. 
    • Diese darauf angewiesen, dass die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sind und ihnen Schutz vor der Ausbreitung und Ansteckung mit der Krankheit bieten. Man spricht dann von Gemeinschaftsschutz (Herdenimmunität).
    • Der eigene Impfschutz trägt also gleichzeitig zum Schutz der Gemeinschaft bei. Lassen sich ausreichend viele Menschen impfen, so können für einige Menschen Krankheiten sogar völlig verhindert werden, dass sie weiterhin überhaupt auftreten.

    „Es gibt eigentlich keinen Grund, sich nicht impfen zu lassen“

    Der Immunologe Carsten Watzl warnt vor Relativierungen der Impfwirksamkeit: „Wer sich gegen eine Impfung entscheide, entscheidet sich für die Gefahr, früher oder später an Corona zu erkranken“ , sagte Watzl im Dlf. (Anm.: Prof. Dr. rer. nat. Carsten Watzl (*1971) ist seit 2011 Professor für Immunologie (IfADo: Universität Dortmund); 2006 apl. Professor (Universität Heidelberg).


    • Die Zukunft wird auch – in der weltweiten Forschung- immer wieder auch neuere, innovativere Ansätze bei Impfungen gegen Sars-CoV-2 entwickeln.

    Wenn sich Grippeviren mit Coronaviren irgendwann einmal zukünftig paaren sollten…

    Vermutlich machen auch meist in den Herbst-/Wintermonaten kursierende „Grippeviren“ deutlich „anfälliger für Corona“: Dies wurde im Sommer 2020 auch in Laborstudien nachgewiesen: Die Grippeviren bewirken eine vermehrte Herstellung von „Rezeptoren“, die das Coronavirus unweigerlich dringend benötigt, um an die menschlichen Zellen anzudocken. So hätte man schon mit einer frühen „Grippe-Impfung“ auf jeden Fall erst einmal einen ersten, guten Schutz… (Quelle: Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin)

    • So raten Ärzte und Infektiologen im Spät-Herbst (Nov. 2021) dringend zur zeitigen Grippe-Schutz-Impfung (4-fach-Impfstoff) … Die Grippe-Schutz-Impfung … ist so wichtig – danach sollte man selbst auch noch deutlich besser gewappnet sein.

    Grippe könnte Ansteckungsgefahr für Covid-19 erhöhen

    „Grippeerkrankungen“ hatten nachweislich im Spät-Herbst 2019 und Anfang des Jahres 2020 die „Corona-Übertragung“ im Durchschnitt um das 2,5-Fache erhöht. Dabei fiel später letztes Jahr „DIE GRIPPE 2020/21“ fast gänzlich aus…. durch MNS, Abstand und unsere Achtsamkeit? Das Ergebnis der Studie legt nahe, dass eine kommende „Grippewelle“ im Herbst/Winter 21/22 wieder einen deutlich verstärkenden Einfluss auf die Corona-Pandemie haben könnte… AHA-Regeln gehören nun einfach zum Alltag dazu… und werden leider oft viel zu wenig beachtet… (QUELLE: https://www.lungenaerzte-im-netz.de › meldung › article)


    • Ein mathematisches Modell kommt sogar zu dem Schluss, dass eine „echte“ schwere Grippe (Influenza) die Corona-Übertragungen mehr als verdoppeln könnte: MAX-PLANCK-INSTITUT: Die Wissenschaftler betonen daher die Bedeutung von „Grippeimpfungen“, auch als möglichen Schutz vor Covid-19:
    • (Zusammen mit Forschern und Forscherinnen aus Paris und Lyon hatten dazu Dr. Domenech de Cellès vor kurzem ein mathematisches Modell der Corona-Übertragung und Sterblichkeit entwickelt, um den Einfluss der „Grippesaison“ auf die Corona-Pandemie zu entschlüsseln. Die Studie wurde auf der Wissenschaftsplattform „medRxiv“ veröffentlicht) .
    • QUELLE:
      1. Matthieu Domenech de Cellès, Jean-Sebastien Casalegno, Bruno Lina, Lulla Opatowski: Influenza may facilitate the spread of SARS-CoV-2 medRxiv,
      2. Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie Berlin, (Covid-19: Grippe könnte Ansteckungsgefahr erhöhen).

    Aerosole

    • 07.08.2020: Interview-Auszug mit Institutsdirektor Drosten an der Charité in Berlin: „Man habe mittlerweile sehr viel Neues über das Virus gelernt, man sei jedoch – seiner Ansicht nach – viel zu „zögerlich“, was vor allem die Umsetzung in gesellschaftliche Maßnahmen betreffe.
    • Jetzt gelte es, dringend – für sich persönlich – die nötigen „Konsequenzen“ unter anderem aus der Erkenntnis zu ziehen, – dass sich diese Viren vor allem über die Luft übertragen – also nicht nur über die klassische Tröpfcheninfektion, sondern vor allem auch über Aerosole – z.B. an der Decke in Räumen schwebend mit dem Luftstrom weiterwandern. Dazu später mehr…

    „Wann werden wir ALLE konsequent unsere Maske tragen, und zwar auch auf der Nase, nicht nur darunter“, fragt sich der Institutsdirektor Drosten an der Charité in Berlin. Man sieht dies heutzutage leider immer noch hin und wieder… eine hohe Gefahr für sich und alle anderen…

    Als Medizinerin bzw. in meiner langjährigen Tätigkeit und Erfahrung als Ärztin möchte ich hier „ausführlich“ (populärwissenschaftlich) über die Corona-Virus-Infektion berichten, die derzeit uns alle stark berührt. Man liest so viel in der „Presse“… Die dargelegten Fakten entstammen hier in meinem Blog überwiegend wissenschaftlichen Arbeiten, welche meist ein «peer-review» durchlaufen haben und in den besten medizinischen Fach-Zeitschriften publiziert worden sind.


    • Einem unbekannten Feind kann man draußen ohne Schutz nicht entkommen. „Man hatte sich hier zu sehr in Sicherheit gewiegt“: Sars, Fukushima und der Tsunami

    SARS…CORONA? DAS GAB ES DOCH SCHON?

    SARS – CORONA: ALTE UND NEUE BEKANNTE…

    In den letzten 20 Jahren folgten hintereinander mit – teils schwersten Erkrankungsfällen – verschiedene andere „Virus“ Gruppen als „Pandemien“: SARS (2003), Poliomyelitis (Mai 2014), Ebolafieber (August 2014), Zikavirus (Februar 2016) und erneut Ebolafieber (Juli 2019).

    So dann und wann zeigt die Natur uns an, wie verletzlich doch der Mensch sein kann. Ein kleines Virus übernimmt die Macht und hat die Menschheit in Aufruhr gebracht.“ – Zitat: Kühn-Görg, Monika (*1942, Autorin, Lyrikerin und Aphoristikerin)


    DIE SARS-FAMILIE…die ganze Corona…

    • EINIGE CORONAVIREN SIND SCHON SEIT JAHREN BEKANNT, DAS STIMMT…

    DAS neue COV-2 IST HINGEGEN IST BIS JETZT NOCH NICHT BEKANNT GEWESEN...Das große, gefährlich infektiöse Unbekannte…


    • Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen den einzelnen Coronaviren auf genetischer Struktur:
      Coronaviren sind extrem variabel bzw. anpassbar. Sie befallen sehr viele Tierarten z.B. Fledermäuse, Schweine, Reptilien, Amphibien und viele andere.
    • Die Mehrheit der Coronaviren sind aber speziell zugeschnitten auf die jeweilige Tierart und diese Tierarten leben meist mit diesen Viren als Wirt. Man nennt das Reservoire. Flughunde und Pangoline beispielsweise zeigen keinerlei Anzeichen, dass die Coronaviren ihnen schaden würden. Auch viele Reptilien, wie beispielsweise Chamäleons, tragen ihre „eigenen“ Coronaviren, angepasst auf die spezifische Genetik der Tiere in sich.
    • Bereits 1932 wurde ein Coronavirus bei einer Geflügelart-Infektion entdeckt. Die ersten namentlichen Coronaviren wurden aber erst Mitte der 1960er Jahre deutlicher beschrieben. „Coronaviren“ sind eine große „Virusfamilie“ zu der auch das derzeit (bei uns seit spätestens Januar 2020) weltweit grassierende NEUE Virus „Sars-CoV-2“ nun dazu gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom „neuartigen Coronavirus“.

    Viren und Feuchtigkeit?

    • Viren schweben in der Regel nicht einfach selber durch die Luft, sondern verbinden sich mit feinsten Wassertröpfchen (Partikel), welche dann für eine gewisse Zeit in der Luft verbleiben können (Aerosole). In dieser Zeit ist das Risiko einer Infektion sehr hoch. Diese Partikel zeigen bei trockener Luft ein ganz anderes Verhalten als bei feuchter Luft. Während die Virus-Partikel in trockenen Verhältnissen leichter sind und länger in der Luft verbleiben, fallen die feuchten, schweren Partikel viel eher zu Boden oder setzen sich auf Oberflächen fest. Dort ist die Gefahr einer Ansteckung viel geringer

    DAS VIRUS BRAUCHT VOR ALLEM FEUCHTIGKEIT….ohne diese ist es innerhalb kürzester Zeit nicht mehr überlebensfähig… In Aerosolen wird es – wie gesagt – über weite Strecken weitergetragen… Ein weiterer Beschleunigungsfaktor für die Ausbreitung des Corona-Virus könnte auch in der Außentemperatur liegen, da sich das Virus – laut einer chinesischen Studie – bei 4 Grad Celsius und recht feuchter Luft als besonders persistent (langfristig aktiv und resistent) erwiesen hat.


    • Allerdings auch in Brasilien mit feucht-warmer und schwüler Luft fühlt das Virus sich seit langem sehr wohl, wenn man die enorm hohen Erkrankungszahlen dort im vergangenen Jahr ansah. Brasilien lag schon früher oft an dritter Stelle weltweit mit den meisten Erkrankungen und Todesfällen. Dies hat sich nun im dortigen Frühling aktuell (hier Dezember 2021) – wie oben erwähnt – deutlich geändert… die Inzidenzen werden dort immer niedriger … der Sommer naht und der Carneval in Rio… (Quelle: https://de.wikipedia.org › wiki › SARS-CoV-)

    23.11.2021 – Ranking: America first…

    USA – INDIEN – BRASILIEN –ENGLAND – RUSSLAND – TÜRKEI – FRANKREICH – DEUTSCHLAND – IRAN -ARGENTINIEN – SPANIEN – KOLUMBIEN – ITALIEN – und weitere Länder
    DEUTSCHLAND … liegt derzeit leider erneut wieder zurückgestuft auf Listenplatz Nr. 8 (!)… weitere Länder sind nachzulesen unter: https://www.worldometers.info/coronavirus/

    NICHTS IST BESTÄNDIGER ALS DER WANDEL…

    Coronaviren sind genetisch „hochvariabel“ – erst durch die Überwindung der Artenbarriere sind diese – seit Ende des letzten Jahres 2019 (bei uns Menschen) für viele Millionen von Infektionen verantwortlich.

    • Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine Lebewesen. Sie können nicht eigenständig leben, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie benötigen sofort eine andere Zelle, eine sogenannte Wirtszelle, um zu leben und sich vermehren zu können.
    • Es gibt also nicht „DAS VIRUS“…
      Es handelt sich immer um winzige Virenpartikelchen... eigentlich sind Viren nur gut verpacktes Erbgut: DNA oder RNA, die von einer proteinbesetzten Hülle umgeben ist. Die DNA wird als solche in die Viruspartikel (Virionengepackt.
    • Viren sind also einfach nur infektiöse organische Strukturen, die sich als sog. Virionen „außerhalb“ von Zellen durch Übertragung verbreiten, aber als Viren sich nur „innerhalb“ einer geeigneten „Wirtszelle“ (Mensch/Tier) vermehren können. Sie selbst bestehen – wie erwähnt – also auch Bruchstückchen und nicht aus einer oder mehreren Zellen.
    • Nur mit Hilfe einer fremden „Wirtszelle“ (Mensch oder Tier) können sich Viren vervielfältigen und verbreiten, sonst können sie alleine nicht existieren:
    • Wir sind es, die sie spazieren fahren…dazu später mehr ausführlicher…

    Feindliche Winzlinge

    Fest steht, dass das << Sars-CoV-2 >> zirka 160 Nanometer groß ist – in kleineren Partikeln in der Luft fänden sich also vielleicht 100 Viren. „Wie viele von diesen Viren-Partikeln notwendig sind, um sich zu infizieren, ist noch unklar und auch ganz entscheidend vom Empfänger und seiner Empfänglichkeit (Immunsystem!) abhängig “ . (RKI)

    SARS-CoV-2 Virus-Größe: Das Virus ist rund 2000 – mal kleiner als der Punkt am Ende dieses Satzes und somit für uns Menschen völlig unsichtbar ( . ) Das sind molekulare Größen…


    Insgesamt sind also bisher „sieben“ verschiedene Coronaviren
    schon länger bekannt gewesen:

    „Vier“ davon lösten leichte bis schwere „Erkältungen“ aus und zirkulieren jahraus-jahrein ständig in der Bevölkerung. Sie breiten sich nur langsamer aus, wenn eine größere Anzahl Menschen bereits dagegen immun ist. Experten sprechen dann von sog. „endemischen“ Viren.

    • Die anderen „drei“ Coronaviren beim Menschen, wie das „Mers“, das Sars-CoV-1“und nun dazu noch das „neue“ Coronavirus „Sars-CoV-2″ treten dagegen „pandemisch“ – also weltweit – auf und führen häufiger zu schwereren Atemwegs-Infektionen und wesentlich mehr Todesfällen als die üblichen Corona „Erkältungsviren“.

    VIELE HELFER in unserem Immunsystem:
    T-Zell-Immunität?

    • Antigen-spezifische T-Helferzellen (Th-Zellen) sind – wie schon erwähnt – in unserem menschlichen Körper die zentralen Regulatoren von Immunantworten, die eine uns Menschen schützende Immunität gegen spezifische Pathogene vermitteln können:
    • Schon in früheren Untersuchungen war aufgefallen, dass SARS-CoV-2 bei einem Teil „akut“ infizierter Patienten auf eine gute, deutliche antigen-spezifische T-Zell-Antwort im Körper des Menschen treffen kann.

    Kreuz-Immunität? Vier häufige „Coronaviren“ mit schützendem Potenzial?

    • Vermutet wird heute – schon eher ganz konkret, es könnte eine Kreuzimmunität mit den anderen „vier“ schon länger bekannten Coronaviren (wie „HCoV-OC43, HcoV-229E, HCoV-NL63, und HcoV-HKU1“) geben. Diese 4 früheren Corona-Erreger harmloser Erkältungskrankheiten zirkulieren schon länger weltweit verbreitet in der Allgemeinbevölkerung. Eine Kreuzreaktivität aktivieren wohl hier vor allem unsere „Gedächtniszellen“ (memory cells).

    Manch Immunsystem „könnte“ also – durch unsere Gedächtniszellen („memory-cells“) bereits durchgemachten Corona-Erkältungskrankheiten (die man damals gar nicht als solche erkannt habe), sozusagen bereits „vorgewarnt“ sein, wenn es in Kontakt mit SARS-CoV-2 kommt. So wären durch diese „memory-cells“ ein „leichterer“ Verlauf von Covid-19 bei manchen Menschen erklärbar. Ob die T-Zell-Immunität tatsächlich dafür verantwortlich ist, wird bisher aber nur „vermutet“… und bedarf der weiteren Forschung.

    Hintergrundimmunität durch reagierende T-Zellen
    (T-Zellen-Kreuzimmunität)

    • Wissenschaftler stellten fest, dass Genesene zwar nicht mehr so viele Antikörper im Blut hatten – wie unmittelbar Erkrankte. Jedoch konnten die Wissenschaftler bei ihnen eine hohe Anzahl auf SARS-CoV-2 spezialisierte T-Effektor-Gedächtniszellen nachweisen.
    • „Diese erkennen nicht nur das „krönchenartige“ Spike-Protein, sondern auch weitere Strukturen der Virusoberfläche. Besonders interessant sei diese Kreuzimmunität in Hinblick auf Virusmutationen“ … erklärte Frau Prof. Dr. rer. nat. Britta Eiz-Vesper. (Quelle: MHH: Medizinische Hochschule Hannover / www. lungenaerzte-im-netz.de) Hier befindet sich übrigens das einzige Register für T-Zell-Spender in Deutschland.

    • T-ZELLEN sind – wie oben anfangs schon erwähnt – recht unterschiedlich in ihrer ganz bestimmten Wirkung:
      Als immunologisches Gedächtnis verbessern unsere T-Zellen zudem den Schutz bei erneuter Infektion mit demselben Erreger. „Offenbar bleibt die T-Zell-Immunität nach COVID-19 vermutlich auch unverändert erhalten, obwohl die Antikörper-Konzentration stark sinkt“, stellte ein Transfusionsmediziner fest.
    • Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Blasczyk, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Transplantat Engineering der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), und Prof. Dr. Britta Eiz-Vesper haben genau diesen Aspekt der Virusabwehr untersucht und nachgewiesen, dass die T-Zell-Immunität eine wichtige Rolle für einen dauerhaften Schutz gegen SARS-CoV-2 spielt (Quelle: Medizinische Hochschule Hannover)
    • Es gibt unterschiedliche Typen von T-Zellen. So gibt es bestimmte T-Zellen, welche nur die körpereigenen Zellen, die von Viren infiziert wurden, erkennen und abtöten können. Andere dagegen aktivieren sofort die B-Zellen, die daraufhin selbst die Antikörper bilden. Die T-Zellen gehören zur Zellgruppe der Lymphozyten. Sie spielen – wie oben erwähnt – eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem.
      Sie werden „T-Zellen“ genannt, da sie im „Thymus“ ausreifen.
    • Anm.: Der Thymus (oder das Bries) ist eine Drüse des lymphatischen Systems des Menschen und Wirbeltieren und somit ein wichtiger Teil des Immunsystems. Das Organ befindet sich beim Menschen und Säugetieren über dem Herzen hinter dem Brustbein. Es bildet sich nach der Pubertät wieder zurück.

    Kinder und ältere Menschen

    • Kinder sind  durch die große Zahl der *naiven T-Lymphozyten geschützt, die richtigen davon (gegen Coronaviren) werden hier durch „Cov-2“ aktiviert. Deshalb sind Kinder von Corona kaum betroffen.

    Ältere Menschen dagegen haben meist nur noch wenige *naive T-Zellen und können oft nicht mehr so flexibel reagieren. Ihre Corona-affinen T-Zellen wurden von den harmlosen „Erkältungs-Coronas“ schon „abgelenkt“ und stehen gegen „Cov2“ wohl nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Diese festgelegten T-Zellen bieten im Alter anscheinend nur unzureichenden Schutz. Das gealterte Immunsystem aber kann (trotz der Erfahrung mit anderen Corona-Viren) oft nicht mehr adäquat reagieren.

    Die „Aktivierung“ der T-Zellen hat sich wohl nicht als Vorteil durch vorhergehende Erkältungen herausgestellt, sondern ist das ( wie man sagt) noch bestehende „Grundrauschen“ der „naiven“ T-Zellen. Alles ist im Übrigen – wie erwähnt – doch noch eher Spekulation der Wissenschaft und kein festgelegtes Basiswissen. Man weiß eben vieles noch nicht so genau.

    Anm.: *Naive (= sind nicht aktivierte) TZellen, diese bewegen sich ständig zwischen dem Blut und den lymphatischen Geweben hin und her. Sie sind wichtige Regulatoren unserer Immunantwort.

    • Wir wissen aktuell leider auch immer noch nicht sicher, welche Immunantworten unseres Körpers (humoral, zellulär) eindeutig schützend sind. Selbst bei den Patienten, die eine Infektion durchgemacht haben…sind hier noch viele Fragen offen.
      Hierzu folgt noch mehr ausführlich Informatives zum Thema „Immunität“. (nachzulesen am Seiten-Ende unter Kapitel 6. News-Updates)

    • Das SARS-Virus (SARS-COV-1) war „damals“ (2002-2003) noch deutlich weniger leicht übertragbar als die Grippe (Influenza), dennoch verursachte das Sars-Virus (vor über 17 Jahren) schon sehr große, weltweite Ausbrüche, schreibt das RKI.
    • Das damalige „SARS-COV-1“ war „vermutlich“ auch wesentlich tödlicher, als das derzeitige „Coronavirus“ = SARS-COV-2-Virus. (Quelle: doccheck).

    Wie alles 2020 bei uns begann…

    Peking – Nach einer neueren Datenmodellierung dürften die ersten Fälle von SARS-CoV-2 beim Menschen schon zwischen etwa Anfang Oktober und Mitte November 2019 in China aufgetreten sein. Das bestätigt eine im Fachjournal „PLOS Pathogens“ vorgestellte Analyse… Ob die „Labor-These“ da heute noch aufrechterhalten werden kann? Wie genau SARS-CoV-2 auf den Menschen überging, ist nach wie vor ungeklärt. Ein Großteil der Experten weltweit geht davon aus, dass das Virus von Fledermäusen ausgehend über einen noch unbekannten Zwischenwirt – etwa Marderhunde in Chinas großer Pelztier-Industrie – auf den Menschen übertragen wurde. Die chinesische „Labor-These“ wird aber auch weiter noch diskutiert.


    Die Evolution der Viren

    • Mit dem Fortschreiten der permanenten Weiterentwicklung der Viren entstehen immer neuere Varianten, die die Impfimmunität zu umgehen versuchen.
    • Also Viren, bei denen die herkömmlichen Impfungen in Zukunft vielleicht nicht oder kaum noch wirken…„Das Virus macht uns gerade klar, dass es noch eine ganze Menge Mutationen auszuwerfen plant“, warnte Pandemie-Experte Jesse Goodman von der Georgetown-Universität und früherer Chefwissenschaftler der USZulassungsbehörde FDA.
    • Er gehört COVAT an, einer hochkarätig besetzten Gruppe von Wissenschaftlern – die „unabhängige“ Einschätzungen rund um die Pandemie-Impfstoffe anbieten.
    • So lange die meisten Menschen auf der Welt noch nicht geimpft sind, wird sich das Virus weiter verbreiten und immer wieder erneut mutieren.

    Während die meisten Menschen gerade erst seit einem 3/4 Jahr geimpft werden und viele noch auf ihre Impfung warten, arbeiten die Hersteller bereits an der nächsten Generation von Vakzinen, die gegen die Covid-Varianten (Mutanten) helfen sollen. Wer ist beim Impfstoff 2.0 wohl vorn? Das weiß man heute leider noch nicht.

    • Seit dem Auftreten der ersten Covid-19-Fälle – seit Anfang des Jahres 2020 – in China hat sich das neue Corona-Virus „SARS-CoV-2“ bereits mehrfach erneut „genetisch“ immer wieder verändert.
    • Insbesondere schien im Juli 2020 die Mutation „D614G“ im Laufe der Pandemie zunächst an Bedeutung zu gewinnen.
    • Weltweit war dies im Jahre 2020 die am „häufigsten“ nachgewiesene Variante… die nun aber schon wieder abgelöst wurde durch neuere Mutationen.

    Genetische Veränderung „D614G“ – die allererste Mutation mit höherer Infektiosität.

    Mai 2021: Die WHO hat beschlossen, die verschiedenen Coronavirus-Varianten ab sofort künftig nach griechischen Buchstaben zu benennen. Die Varianten nach dem Land zu benennen, wo sie entdeckt wurden, sei „stigmatisierend und diskriminierend“. Indien habe sich wohl „beschwert“…

    • Nach dem neuen System heißt die sogenannte britische Variante B.1.1.7 nun Alpha, die erstmals in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 wird zu Beta, die brasilianische Variante P.1 zu Gamma. Bei der sogenannten indischen Variante B.1.617 wird unterschieden zwischen der besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Variante B.1.617.1, die derzeit nur als „von Interesse“ eingestuft wird. Sie heißt nun Kappa.
    • Sommer 2021: EUROPA fest im Griff der DELTA-Variante (B.1.617.2) – Diese recht dominante CORONA-Mutation breitet sich nun weltweit aus…

    Kurzer Rückblick zum Grippe-Virus (Influenza):

    • Auch dieser Virus unterliegt – wie üblich – ständigen Mutationen, daher brauchen wir auch jedes Jahr wieder eine erneute „Auffrisch-Impfung“. So wird es wohl auch in Zukunft bei „Corona“ sein…von Experten vermutet. (coliquio). Siehe hierzu den neuen Blog-Artikel: 4.4 Impfstoffe/Zukunft ) ganz oben in der Kopf-Leiste oder unten am Blog-Artikel-Ende.

    Doch könnte der Antigen-Shift* der ersten Coronavariante „D614G“ auch Auswirkungen auf zukünftigen Impfstrategien haben. Impfungen, die z.B. dann gar nicht mehr wirken... So sind die Impfstoffentwickler bereits in der Forschung recht emsig. Leider erst – spätestens Mitte bis Ende des Jahres 2021 – werden hierzu neuere, wirksamere Booster-Impfstoffansätze vorgestellt werden können…
    (Anm.: Antigenshift* bezeichnet den „ständigen“ Austausch genetischer Informationen und ständige „Veränderungen“ zwischen verschiedenen Virusarten oder -Subtypen.)

    • März 2021: Bis zu 70 Prozent ansteckender als die Urform sollen die neuesten Delta-Varianten sein. Und bis zu 64 Prozent tödlicher: Um 0,4 bis 0,7 erhöht sich der sogenannte R-Wert, haben Londoner Forscher für B.1.1.7 errechnet. Der R-Wert bemisst, wie schnell sich die Infektion ausbreitet.
    • Anm.: Die sogenannte Reproduktionszahl – R – beschreibt nach Angaben des Robert Koch-Instituts, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt.

    Die Mutationen sind weltweit völlig unabhängig voneinander entstanden! Das Coronavirus lernt also extrem schnell.

    Die Wissenschaft hat bei Sars-CoV-2 bislang bereits rund 300.000 Mutationen nachgewiesen, sagt der französische Gen-Forscher Axel Kahn. Die bislang bekannteste war „Cluster-5“. Sie gilt nun aktuell als ausgestorben. Die Nachfolger sind schon da… Anm.: Forscher Axel Kahn (* 5. September 1944 in Le Petit-Pressigny) ist ein französischer Arzt und Genetiker.

    „SURVIVAL OF THE FITTEST“

    Der britische Naturforscher Charles Darwin Charles Darwin (1809-1882) prägte schon vor über 100 Jahren diesen berühmten Satz: „SURVIVAL OF THE FITTEST“ – d.h. der am beste angepasste Organismus überlebt…Und wenn dann die neue Mutation sich als „günstig“ erweist, dominiert sie in den folgenden Generationen…So gibt es auch bei Sars-CoV-2 keine Ausnahmen. Es wird ständig diese Mutationen immer wieder geben. Zum Beispiel setzte sich im Frühjahr 2020 die Variante D614 (wie oben berichtet) bei uns durch. Die nun aktuell in England beobachtete neue Variante „B.1.1.7“ habe deutlich mehr genetische Veränderungen aufzuweisen als vergangene Mutationen von Sars-CoV-2. Dazu ausführlich Wissenswertes (unten zum Anklicken) in meinem anderen Corona-Blog-Artikel Nr. 4: 4.2 Impfstoffe/Herstellung

    Noch gibt es über die vielen weiteren neueren Virus-Mutationen keine sicheren neueren Erkenntnisse. Fest steht aber: Die neuen Mutationen betreffen immer das „Spike-Protein des Virus“ (die Stacheln der Hülle) um sozusagen – als Virus – vielleicht tatsächlich einfacher und effektiver in die Zellen zu dringen.

    ESCAPE- oder Flucht-Mutanten?

    • Die neueren „Flucht“- Mutanten werden – wie schon erwähnt – auch zunehmend „unsichtbarer“ für unsere Immunabwehr…. So könnte sich hier vor allem auch die virale Übertragungs-Geschwindigkeit deutlich erhöhen. Wie der Wissenschaftler Biontech-Chef Ugur Sahin schon früh „vermutete“, ist, dass „seine“ neue BioNTech-Impfung auch gegen diese neue Variante ebenfalls wirksam sei… (Quelle: RP-Bericht (Auszug) Regina Hartleb – 23.12.2020)
    • Genaueres über die derzeit wichtigsten neuesten Mutationen wird in Einzelheiten beschrieben am Ende des nächsten Blog-Artikel: (siehe hier am Seitenende zum Anklicken…) oder aber oben an der Titel -Leiste, wie beschrieben: 4.3 Mutanten-Varianten

    Um es noch einmal zu betonen: „Sars-CoV-2“ ist nicht aus einem der vier bereits verbreiteten („Erkältungs“) – Coronaviren (oder den anderen drei) entstanden, sondern Ende 2019 – wie weiter unten berichtet – also ganz NEU – „erstmals wahrscheinlich von einem Tier“ auf den Menschen übergesprungen und so mutiert. Es ist also – unserem jetzigen Wissen nach – ein wohl absolut ganz „NEUES“ Virus, das unserem Körper noch völlig „fremd“ ist. Und auch zu ihm gehören immer wieder neuere Mutationen…die sich derzeit rasch entwickeln.


    • Anders“ als etwa z.B. bei Masern ist man (nachweislich) nach einer Coronavirus-Infektion offenbar auch „nicht“ völlig immun. Neue Ansteckungen sind wohl wieder möglich. Noch ist völlig unklar, wie lange der Schutz einer Corona-Impfung anhält. Weil belastbare Daten dazu fehlen, müssen selbst Fachleute derzeit raten. Sechs Monate… schätzte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach am 14.06.2021.

    HISTORIE…

    • Der „SARS“-Erreger (2003): Damals – vor 17 Jahren – wurde (wie erwähnt) erstmals ein noch völlig neuer gefährlicher „Corona-Virus“ als „Auslöser“ für weltweit sich schnell verbreitende tödliche Erkrankungen entdeckt: Er ist dem jetzigen Corona-Virus (COVID-19) sehr ähnlich, aber leider nicht 1:1 verwandt, daher muss die Forschung ganz von Neuem beginnen, um einen völlig neuen Impfstoff zu finden.

    Die SARS-Pandemie 2002/2003 (auch damals schon Coronavirus-Pandemie 2002/2003 genannt) war das erste – gleich weltweite – Auftreten des vom SARS-assoziierten „Coronavirus“ hervorgerufenen „Schweren Akuten Atemwegs-Syndroms“ (=SARS), das im November 2002 begann. Dies hat man damals hier in Europa noch nicht so recht wahrgenommen. Ebenfalls auch von Südchina ausgehend, verbreitete dieses neue SARS-Virus sich binnen weniger Wochen über nahezu alle Kontinente mit damals schon über 8000 Erkrankungen und forderte innerhalb eines halben Jahres damals schon 774 Menschenleben. (Wikipedia). Sein NEUER naher Verwandter SARS-COV-2 ist nun heute wesentlich schneller und gefährlicher unterwegs…dazu im Folgenden später Ausführliches.


    Sind eigentlich Tiere ansteckend?

    „Erkältungsviren“ kennt unser Körper ja bereits unendlich viel. Aber auf dieses „Neue Virus“ war unser Organismus bisher einfach nicht vorbereitet: So kann das neue Virus sich nun – im Gegensatz zu SARS 1 – welches zudem auch nicht so leicht übertragbar ist – vor allem viel schneller und effektiver „weltweit“ – von MENSCH zu MENSCH – ausbreiten. Und zwar auch von Mensch zu Tier (Hund-Katze…) dazu später mehr…. Mit SARS-CoV-2 infizierte Menschen können also auch Tiere wie Hunde und Katzen anstecken. Umgekehrt ist das eher nicht der Fall. Dazu später mehr…
    In Norditalien sind mehr als 800 Vierbeiner auf Antikörper gegen das Coronavirus positiv getestet worden. (03.08.2020 – coliquio)


    UNSER BISHER EINZIGER SCHUTZ


    Noch stehen wir – ohne Impfungen – diesem völlig neuen Corona-Virus nun ganz „jungfräulich“ und – außer Abstand und strenger „Hygiene“ – völlig ohne jeglichen anderen Schutz gegenüber: Das Virus versteckt sich beim Einatmen in der Nase (da gibt es viele „Nebenhöhlen“-Systeme), vermehrt sich dann zuerst im Rachenraum und wandert schnell in die Lunge, die das Virus dann zu zerstören versucht.

    DAS NEUE „CORONA“ VIRUS geht nun seit über einem Jahr bisher auf Weltreise…zuerst luxuriös mit den Menschen in Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen… So hat sich dieses Virus mit rasanter Geschwindigkeit ausgebreitet, weil es sich auf den weltweiten Liefer- und Handelswegen über die Körper der Geschäftsreisenden und Massentouristen in Billigfliegern und auf Kreuzfahrtschiffen wunderbar vermehren konnte.

    • WIR WISSEN NUN HEUTE ALLE, WIE UNGLAUBLICH EXPLOSIONSARTIG SICH (SEIT ENDE FEBRUAR 2020) DAS NEUE „CORONA-VIRUS“ NICHT NUR BEI UNS IN DEUTSCHLAND, SONDERN AUCH WELTWEIT IN DEN LETZTEN MONATEN ENTWICKELT HAT. Und es ist noch immer nicht zu Ende… im Gegenteil… so müssen wir alle lernen, damit wohl dauerhaft umzugehen.

    Aber Sars-CoV-2 hatte sich auch – in unseren Breitengraden – erstaunlicherweise im Früh-Sommer einen Augenblick (immer wieder nach einem Lockdown) kurz zurückgezogen… war dies nur unsere Achtsamkeit? Mit MNS und Kontaktverboten?

    • Um dann nun sofort wieder erneut heftig aufzuflammen…wenn frisch infizierte „Urlauber“ aus den einschlägigen Feriengebieten und „Hotspots“ wieder zu massiven Ansteckungen führen…und als dann noch die Corona-Leugner/Querdenken etc. auch noch zuerst im Sommer/Herbst 2020 aktiv anfingen, ihre „Fake News“ -Demos (in Menschen-Massen ohne Mundschutz und Abstand) deutschlandweite und nicht nur in Sachsen (!) zu verbreiten und sich vor allem immer massenhaft zu Corona-Parties trafen und so die Pandemie aktiv antrieben… Nachzulesen oben (Leiste) oder am Ende dieser Seite – durch Anklicken dieses lesenswerten, ausführlichen Artikel über : 3. Fake News

    In unvorhersehbaren Ausnahmesituationen muss von einer Regierung immer schnell reagiert und gehandelt werden. Sicher sind hier massenhaft auch erhebliche Fehler passiert, aber im Nachhinein ist es immer leicht zu kritisieren.


    • Inzwischen ist klar – wie oben schon erwähnt – dass die Virus- Erkrankung „weltweit“ – nun seit 2020 sich bis heute mehr als verdoppelt hat.
    • 05.09.2021: Allein in Deutschland ist das Virus bereits weit verbreitet und ist somit auch deutlich letaler, als die „normale“ jährliche Grippe-Epidemie oder andere Krankheiten es jemals waren… 
    • Immerhin ist Deutschland seit Anfang 2021 in der Mortalitätsstatistik „nur“ an Position 43, während UK, USA, Italien, Frankreich, Spanien, Schweden, Ostblock, Schweiz… u.a. leider deutlich mehr Todesfälle haben.

    INTERESSANT ist aber auch, dass in Deutschland und weltweit in der Saison 2020/2021 über eine erstaunlich äußerst niedrige Aktivität aller anderen Atemwegs-­Erkrankungen – wie beispielsweise der Influenza – berichtet wurde – war dies nur unsere Achtsamkeit mit MNS und Abstand?


    Aktuelle Zahlen gibt es (am Ende dieses Artikels) hier im Blog – unter dem Abschnitt Nr. 6. News-Updates im „Navigator“ unten auf dieser Seite – und wie immer zuverlässig im WORLDOMETER (link) nachlesbar.

    TIPP: Die besten aktuellen „Corona“ – Erkrankungs-/Todes-/Gesundungszahlen (WELTWEIT) findet man – unter diesem Zeichen – hier im bekannten „worldometer“ = siehe KAPITEL Nr. 6 „NEWS UPDATE“ hier am Blog-Artikel-Seiten-Ende.


    • Christine Lambrecht (*1965) – deutsche Politikerin (SPD neue Verteidigungsministerin ) – sagte früher einmal beim Treffen der EU-Justizministerinnen und Justizminister: „Wir wollen ein starkes Europa, das deutlich besser gegen schwere Krisen wie die Corona-Pandemie gewappnet ist. Wir müssen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gerade jetzt in unserem Land stärken. Denn „Populisten“ und „Radikale“ versuchen gerade die Not zu missbrauchen, in die Menschen durch die Corona-Krise geraten sind.“ Siehe hierzu auch den informativen und interessanten Corona-Blog-Artikel: 3. Fake News hier oben auf der Leiste oder am Seitenende zum Anklicken.

    „Viren sind die einzigen Rivalen um die Herrschaft über unseren Planeten. Wir müssen auf Draht sein, um mit ihnen Schritt zu halten“ . Zitat: Joshua Lederberg (1925-2008) war ein US-amerikanischer Molekular – Biologe und Genetiker.


    Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde zuerst am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt.

    URSACHEN-SUCHE – wie alles begann:

    • Wer suchet, der findet … so heißt es schon in der Bibel.

    Die unsichtbare Bedrohung durch ein völlig neues Virus breitete sich – wie wir alle wissen – zu Jahresbeginn 2020 rasend schnell über unsere ganze Erde aus und stellt nun immer noch – auf unabsehbare Zeit – für fast alle Menschen eine tödliche Gefahr dar. Wie kam es dazu?


    Der weltweite Handel mit Wildtieren – die als äußerst begehrte „Delikatessen“ gelten – blüht:

    • „Zoonosen“ sind eine Sammelbezeichnung für Infektionskrankheiten, die gleichermaßen bei Tieren u. Menschen vorkommen und sowohl vom Tier auf den Menschen als auch umgekehrt übertragen werden können: Erst seit 2008 vermehrt publiziert sind Virus-Übertragungen auf den Menschen von „Wild“-Tieren, den sog. Zwischen-Wirten (wie z.B. Zibet-Katzen oder Pangolini (=Schuppentiere z.B. aus China) und „Fledertiere“ (z.B. hier sind Fledermäuse beliebte Brutstellen für Viren).
    • In diesen Tieren ist das neue „Corona-Virus“ bisher zuhause gewesen und hat sich jetzt erneut „den Menschen“ als „Wirt“ ausgesucht.

    22. 05.2021: Woher stammte denn nun das neue Coronavirus? Die Frage nach dem Ursprung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ist noch immer nicht abschließend geklärt. Nun sorgt ein Bericht im Wall Street Journal über ein US-Geheimpapier für Aufregung, der erneut Hinweise für die China-These geben soll. Darin wird eine schwere Corona-ähnlichen Erkrankung von drei Forschern eines virologischen Instituts in Wuhan (WIV) im November 2019, also noch vor dem offiziellen China-Corona-Ausbruch, beschrieben. China spricht empört von „kompletter Lüge“ – die drei Wissenschaftler dieses Labors seien an „Influenza“ (Grippe) erkrankt gewesen…


    • David Asher, ein ehemaliger US-Beamter, der eine Task Force des US-Außenministeriums zur Entstehung des Virus für den damaligen Außenminister Mike Pompeo leitete, bezweifelte schon damals stark diesen einen „Zufall“… Die Erkenntnisse sollten bei einem Treffen des höchsten Entscheidungsgremiums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erörtert worden, das für den 24. Mai 2021 geplant war. (Quelle: Merkur.de)

    Auch Joe Biden (der 46. Präsident der Vereinigten Staaten) ordnete deswegen jetzt verstärkte Bemühungen bei der Untersuchung der Frage nach dem Ursprung des Virus und einen neuen Bericht binnen drei Monaten an. Das umfasse auch mögliche „spezifische Fragen an China“. (AFP)

    Anm.: AFP ist eine führende Nachrichtenagentur, die eine schnelle, vollständige und überprüfte Berichterstattung von Ereignissen und Themen aus aller Welt liefert.


    Die Pelztier-Industrie oder das Labor bzw. virologisches Institut in Wuhan (WIV) ?

    Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über die Pelzindustrie (Marder) als plausibelste an. Beim ersten Sars-Virus seien die Übergangswirte Marderhunde und Schleichkatzen gewesen, sagte Drosten… «Das ist gesichert.» 

    Juni 2021: Peking – Nach einer neueren Datenmodellierung dürften die ersten Fälle von SARS-CoV-2 beim Menschen schon zwischen etwa Anfang Oktober und Mitte November 2019 in China aufgetreten sein. Das bestätigt eine im Fachjournal „PLOS Pathogens“ vorgestellte Analyse…


    • Ob die „Labor-These“ da noch aufrechterhalten werden kann? Wie genau SARS-CoV-2 auf den Menschen überging, ist nach wie vor ungeklärt. Ein Großteil der Experten weltweit geht davon aus, dass das Virus von Fledermäusen ausgehend über einen noch unbekannten Zwischenwirt – etwa Marderhunde in Chinas großer Pelztier-Industrie – auf den Menschen übertragen wurde. Doch die zahlreichen Stimmen zur „LABOR-THEORIE“ verstummen nicht…

    Der Markt, auf dem (wahrscheinlich) das Coronavirus auf den Menschen sprang, wurde am 1. Januar 2020 (nach Angaben der chinesischen Behörden) sofort geschlossen: Auf diesem Markt in Wuhan, der seither als Epizentrum der Krise gilt, gab es alles: Von Fledermäusen und Schuppentieren über Schlangen, Igeln, Ottern, Schildkröten bis hin zu Wolfswelpen und Pfauen. Es war ein sog. „wet-market“, ein sog. feuchter oder nasser traditioneller Markt, wo die Tiere frisch geschlachtet wurden.
    Der „Boden“ dort ist immer „nass“: Die Schlacht-Tiere werden ständig abgespritzt, damit alles „frisch“ aussieht…Eis zum Kühlen tropft auch ständig auf den Boden…wenn die Luft sehr warm ist, dampft alles…wir haben dies selbst auf einer China-Rundreise vor einigen Jahren dort beobachten können. Natürlich erhöhen solche schlechten Hygiene-Zustände die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten.


    • Die Ursache solcher Ansteckungen liegt fast immer in der großen Nähe des Menschen zum Tier, ganz gleich in welcher Region der Erde. Schon bei der gefährlichen Schweinegrippe im Jahre 2009 sprang ein Virus vom Schwein auf den Menschen über.

    Unfassbare Zahlen:

    1. Weltkrieg: Im Frühjahr 1918 erreichte das Virus A/H1N1 die Schlachtfelder. Hunderttausende deutsche Soldaten wurden krank. Insgesamt forderte die Pandemie bis 1920 weltweit bis zu 50 Millionen Todes-Opfer.

    Ebenso damals (vor über hundert Jahren) bei der spanischen Grippe (1918) war es also das Influenza-Virus (Subtyp A/H1N1) – Hühnervögel als Überträger – das sich in drei Wellen weltweit verbreitete und dem schätzungsweise – wie erwähnt – bis zu – unfassbare – 50 Millionen Menschen erlagen. Damit starben an der sog. „Spanischen Grippe“ mehr Menschen, welche die Pandemie zwischen 1918 und 1920 weltweit forderte – als im Ersten Weltkrieg (17 Millionen Todesfälle). (Quelle: Wikipedia)
    08.09.2021: So gab es schon bis September 2021 rund 222 Millionen CoV-19 Erkrankungen und 4,6 Millionen Todesfällen weltweit betroffen. heute im November 2021 sind es bereits fast 260 Millionen und 5,2 Millionen Tote…


    Chinesische Behörden

    Die chinesischen Behörden hielten zunächst Dachs und Ratte zu den Verdächtigen. Auch bei SARS und MERS hatten bestimmte Tiere das Virus übertragen: SARS ging 2002 von Zirbelkatzen auf den Menschen über, ebenfalls in China. Bei MERS waren es zehn Jahre später die Kamele als Ausgangstiere, das Ursprungsland war Saudi-Arabien.

    Wie oben schon erwähnt… hält sich in den USA seither – damals auch schon durch Donald Trump geschürt – hartnäckig die These, dass SARS-CoV-2 aus einem virologischen Forschungslabor in Wuhan stammen könnte…das wird seither dort heftig bestritten…Es gibt es natürlich auch keinerlei Beweise… aber eine Wahrscheinlich ist nicht von der Hand zu weisen…

    • Die neue Covid-19 – die Lungenkrankheit (die gleichzeitig auch eine Gefäßkrankheit (Thrombosen) ist – die also durch das Virus Sars-Cov-2 ausgelöst wird, ist – wie oben schon erwähnt – ursprünglich eine „ZOONOSE“ . Diese ist also eine von „Tier zu Mensch“ und von „Mensch zu Tier“ übertragbare Krankheit. Das bedeutet ursprünglich, dass das Virus in Tieren „schlummerte“ und dann irgendwann durch „Mutation“ des Virus auf den Menschen übertragen wurde.

    ZOONOSE: Hund-Mensch?

    • „Theoretisch“ könnten auch infektiöse Hunde das Virus auf den Menschen übertragen… dies sei aber erst einmal rein hypothetisch: Das „Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit“ weist daher auf grundlegende Hygiene hin, auch im Kontakt mit Tieren. (RP-online)

    Erst kürzlich ist erneut ein Hund nachweislich an Covid-19 gestorben: Ein in den USA positiv auf das Coronavirus getesteter Hund ist tot. Bei dem Tier handelt es sich um einen siebenjährigen Schäferhund namens Buddy. Auch sein Herrchen, Robert Mahoney, war positiv auf Covid-19 getestet worden. (01.08.2020 – Original-Bericht: National Grafic) Laut National Geographic wurden in den USA bislang zwölf Hunde und zehn Katzen positiv auf das Virus getestet.


    • Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sind sich einig, dass in den bisher bekanntesten Fällen die Tiere weder infiziert noch erkrankt waren, sondern das Virus über mit Sars-CoV-2 infizierten Menschen an das Tier gelangte.
    • Wissenschaftliche Einschätzung: Hund und Katzen spielen also keine große Rolle bei der Krankheits-Verbreitung… Aber: Die Studie bestätige zwar die bisherige Einschätzung des FLI* – dass Hunde oder Katzen bisher keine Rolle bei der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus spielen: Ausschlaggebend aber sei nur die Übertragung von Mensch zu Mensch.
    • Der Kontakt gesunder Menschen zu Haustieren muss aus derzeitiger Sicht des FLI nicht eingeschränkt werden.
      Nur „infizierte“ Menschen sollten den Kontakt zu Haustieren meiden, da sie selbst die Tiere anstecken könnten.
      (FLI * = Friedrich-Loeffler-Institut für Risikobewertung -17493 Greifswald – Insel Riems)
    • 08.2020: Ein Forscherteam unter der Leitung der Stiftung „Tierärztliche“ Hochschule Hannover (TiHo) veröffentlichte in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachmagazin BMC Infectious Diseases eine „Studie über Hunde, die mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierte Menschen erschnüffeln können. Das geht natürlich nur nach entsprechendem „Training“ der Hunde durch Experten…
    ANDERE „GENE“ SEIEN NOCH WESENTLICH RELEVANTER ALS DIE BLUTGRUPPEN

    ES GIBT VIELE URSACHEN UND ERKRANKUNGS-UNTERSCHIEDE BEI DEM NEUEN VIRUS…

    • „VERMUTETE“ RISIKOFAKTOREN LIEGEN VIELLEICHT IN DEN GENEN? ANDERE „GENE“ SEIEN NOCH WESENTLICH RELEVANTER ALS DIE BLUTGRUPPEN…heißt es aus der wissenschaftlichen Forschung…Ein genetisches Risiko liege gelegentlich – wenn auch selten – z.B. auf zwei bestimmten Chromosomen…

    Es spielen also „außer“ den Blutgruppen wohl auch noch einige andere „genetische“ Risikofaktoren auf „bestimmten“ Chromosomen (9) aktuell nachweisbar!) eine deutliche Rolle…die Forschung steckt hier jedoch noch ganz am Anfang…und das Wissen hierüber basiert in diesem Falle auf der Publikation von Ellinghaus et al. (2020), die im New England Journal of Medicine (NEJM) erschienen ist. In der *NEJM-Publikation heißt es jedoch, dass eine kausative Zuordnung auf eines der 6 Gene noch „nicht“ sicher aus den bisher vorliegenden Daten geschlossen werden könne…Bisher sind dies alles nur erst Vermutungen.
    Anm.: Die Zeitschrift *NEJM: = The New England Journal of Medicine ist eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften.

    DIE BLUTGRUPPEN

    Welche Blutgruppen sind häufig?

    37 Prozent der Menschen in Deutschland haben die Blutgruppe „A+“. Etwa 35 Prozent tragen die Blutgruppe „0+“.  Die Blutgruppe „B+“ kommt bei 9 Prozent der Menschen in Deutschland vor, die Blutgruppe „A-“ und „0-“ bei jeweils 6 Prozent. Am seltensten findet man die Blutgruppen „AB+“ mit 4 Prozent, „B-“ mit 2 Prozent  und „AB-“ mit 1 Prozent.  


    • 08.07.2020: AKTUELL stellt sich die Frage: „Beeinflussen überhaupt Blutgruppen ein Krankeitsgeschehen“? Es gibt bisher nur eine „Vermutung“: Die COVID-19 Empfänglichkeit „scheint“ mit der Blutgruppe assoziiert zu sein:
    • Schon länger gibt es „Vermutungen“, dass bei der Immunabwehr gegen Corona „genetische Faktoren“ eine sehr wichtige Rolle spielen könnten: Es ist eines der großen Mysterien des neuen Coronavirus: Warum endet manche Infektion trotz Intensiv-medizinischer Hilfe tödlich, während andere Erkrankte nicht einmal Symptome zeigen?

    Hier gibt es auch die womöglich ewige Frage nach der Höhe der Dunkelziffer. Viele Unsicherheiten prägen folglich immer noch diese Corona-Pandemie.

    Wir stehen mit unserem Wissen noch am Anfang…

    08.07.2020: Wie vorher schon in China durch Forschungslabore in Wuhan et. al. berichtet, haben auch nun Forscherteams um Dr.Tom Karlsen vom Osloer Universitätsklinikum und Forscher aus Deutschland aktuell „Blutgruppen“ auf das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs untersucht – und recht große Unterschiede festgestellt:

    Die eigene Blutgruppe beeinflusse wohl die „individuelle“ Anfälligkeit für einen schweren Covid-19-Verlauf doch stark. Dies sei zwar bisher nur eine Vermutung (!) …der Molekularbiologen der Uni Kiel.

    So wird also ein gewisser Zusammenhang zwischen dem AB0-Blutgruppensystem und dem Krankheitsverlauf von COVID-19 bisher also nur „vermutet“:

    A, AB, B und 0 (positiver oder negativer Rhesus-Faktor).

    Juli 2020: Das Ergebnis der Untersuchung von Forscherteams um Dr.Tom Karlsen vom Osloer Universitätsklinikum:
    Menschen mit der „Blutgruppe A“ seien wesentlich empfänglicher für das Coronavirus.
    Sie wiesen wohl ein bis zu 50% höheres, also signifikant höheres Risiko für einen besonders schweren Krankheitsverlauf für ausgeprägte Atemwegssymptome.
    Menschen mit dem „Typ-0-Blut“ wären hingegen besser vor dem Virus geschützt.
    Die B-Blutgruppen (AB und B) liegen vermutlich dabei in der Mitte

    • Eine gewisse Rolle scheint aber der Rhesus-Faktor zu spielen: Unter den positiv Getesteten waren etwas mehr Menschen mit Rhesus-positivem Blut-Nachweis.

    August 2020: Nach neueren Untersuchungen am Bostoner Massachusetts General Hospital als auch am Columbia Presbyterian Hospital in New York ist der Zusammenhang weit weniger eindeutig: Bostoner Wissenschaftler fanden nur für die Blutgruppen B und AB eine Korrelation. Aber ein positiver Rhesusfaktor war in ihrer Stichprobe mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von positiven Tests verbunden.


    Kurzum: Laut den Studienautoren erkranken Menschen mit der Blutgruppe 0 weniger häufig an Covid-19 und haben auch seltener einen schweren Krankheitsverlauf.

    • Professor „Andre Franke“ vom Institut für klinische Molekularbiologie der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und Professor „Tom Hemming Karlsen“ vom Universitätsklinikum in Oslo: Die beiden Studienautoren weisen in ihrer Vor-Veröffentlichung der Studie darauf hin, dass es noch keine sogenannte „Peer Review“ – d.h. noch bisher „keine“ fachliche Prüfung von Experten – gegeben habe.…[sic]

    Diese Studie wurde im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

    Die o.a. deutsche Studie befindet sich demnach noch – wie gesagt – nach wie vor im Preprint-Stadium und zeige zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich lediglich einen wahrscheinlichen Trend. (Quelle: DAZ).

    Normalerweise ist ein „Peer Review“ ein recht zeitaufwändiger Prozess, da mindestens zwei Experten aus dem Bereich das eingereichte Papier kritisch lesen und kommentieren müssen.

    UNSERE BLUTGRUPPEN spielen vielleicht doch eine Rolle?…

    Das ABO-Blutgruppensystem ist der erste *Polymorphismus, den man beim Menschen nachweisen konnte. In der Corona-Pandemie hat sich die Blutgruppe A als einer der stärksten genetischen Prädiktoren (VORHERSAGEVARIABLEN) für eine SARS-CoV-2-Infektion erwiesen.
    Zum Beispiel „könnten“ A – Antigene dem Virus den Weg in die Zelle ebnen. (Anm.: *Polymorphismus = Gestaltungsvielfalt der Mutanten )

    • Entscheidend für die Infektion mit SARS-CoV-2 ist bekanntlich die Interaktion zwischen der Rezeptor-bindenden Domäne (RBD) des Virus und dem ACE-2-Rezeptor. Dies scheint aber nicht der einzige mögliche Weg des Virus in die Zelle zu sein, wie die Wissenschaftler jetzt zeigen konnten. Offenbar kann die RBD von SARS-CoV-2 auch bestimmte Strukturen des Blutgruppenantigens A selbst erkennen und daran binden. Das wäre dann die Eintrittspforte…
    • (Anm.: Diese ACE-2-Rezeptoren braucht das Coronavirus zwingend als Eingangspforte in die Zellen. ACE2: Es ist DER Rezeptor für das schon beschriebene S-Protein des SARS-CoV-2-Virus) … Das Coronavirus „entert“ sozusagen z.B. auch die Lungenzellen über den ACE2-Rezeptor.

    „So sei mit diesen Untersuchungen aber noch nicht abschließend geklärt, ob die Blutgruppe A tatsächlich direkt an einer SARS-CoV-Infektion beteiligt ist„… schreiben die Autoren. Um den genauen Stellenwert der Blutgruppenantigene abzuklären, sind noch viele weitere Studien erforderlich. (Quelle: Publikation von David Ellinghaus et al. (2020), die im New England Journal of Medicine  (NEJM) erschienen ist.

    • Die Forscher konnten wohl nachweisen, dass sich die Antigene bei Blutgruppe A auch in der Lunge befinden. Die etwas anders strukturierten A-Antigene, die auf dem respiratorischen Epithel der Lunge präsentiert werden, können von der RBD von SARS-CoV-2 gut erkannt werden und so den Weg in die Zelle ebnen. Dies „könnte theoretisch“ erklären, warum Patienten mit Blutgruppe A verstärkt zu schwereren Covid-19-Verläufen mit respiratorischem Versagen neigen. (Quelle: www. lungenaezte -im- netz.de)
    • Anm.: Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2) ist ein Membranrezeptor, der auf der Oberfläche von Atemwegsepithelzellen exprimiert wird. ACE2 wurde bereits Anfang der 2000er Jahre intensiv untersucht, da schon bekannt war, dass es an das Spike-Protein der Coronaviren SARS-CoV und HCoV-NL63 bindet.

    Der biologische Hintergrund einer Blutgruppen-Assoziation bei COVID-19 ist bisher noch nicht vollständig entschlüsselt. Bisher seien einfach noch viel zu wenige Menschen daraufhin getestet worden.
    Es gibt unverändert noch deutlich widersprüchliche Forschungsergebnisse dazu, ob die Blutgruppe eines Menschen den Verlauf der Krankheit Covid-19 auch tatsächlich beeinflusst.

    »Blut ist ein ganz besonderer Saft.«

    • So lässt Goethe seinen Mephistopheles sprechen, als er Faust in dessen Studierzimmer aufsucht und auffordert, den Pakt mit einem Tröpfchen Blut zu unterzeichnen…

    Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war eine Bluttransfusion ein lebensgefährliches Lotteriespiel. Das änderte sich erst, als bei uns Menschen – mithilfe des AB0-Systems – unser Blut in verschiedene Blutgruppen eingeteilt werden konnte. Im Blutplasma befinden sich spezielle Eiweiße: die BlutgruppenAntikörper. Diese Antikörper sind in der Lage, Blut einer körperfremden Blutgruppe zu erkennen. Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat zum Beispiel in seinem Blut „Antigene A“ auf den roten Blutkörperchen und „Antikörper B“ im Blutplasma.


    GEGENMEINUNG:
    Blutgruppen spielen gar keine Rolle…

    Forscher der *Harvard Medical School (USA) gehen dagegen in einer neuen Studie davon aus, dass die Blutgruppe gar „keine“ entscheidende Rolle spielt, wie sie im Fachjournal „Annals of Hematology“ schreiben. Die Mediziner hatten für ihre Studie die Daten von mehr als 70. 000 Patienten analysiert, die im Krankenhaus lagen und positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden waren. So bleibt die Frage nach weiteren eventuellen Risikofaktoren noch offen…
    Anm.: *Die Harvard Medical School (HMS) ist die medizinische Fakultät der Harvard University. Anders als der Hauptcampus von Harvard, der sich in Cambridge, Massachusetts befindet, gehört die HMS zum Longwood Medical and Academic Area, einem medizinischen Campus in Boston. 


    Wenn es da nur nicht eine Studie aus den USA gäbe, die vermutet, dass sich das Coronavirus bei Menschen mit Blutgruppe A sich evtl. doch anders verhält als bei Menschen mit anderen Blutgruppen. Noch ist dies wissenschaftlich nicht belegt.


    Kleiner Ausflug in die Welt der Blutkörperchen…

    Die Blutgruppe spielt eine entscheidende Rolle für die eigene Gesundheit und kann sogar manchmal überlebenswichtig sein- Sogar in Bezug auf die Anfälligkeit für Covid-19 scheint es einen Zusammenhang zu geben. Die wenigsten Deutschen kennen ihre eigene Blutgruppe. Irgendwann hatten wir dieses Thema ja alle einmal im Biologie-Unterricht besprochen… aber wieder alles vergessen, oder?
    Im AB0-Blutgruppensystem werden die „Antigene“ auf der Hülle der roten Blutkörperchen in vier Gruppen unterteilt: A, B, AB und 0 stellen die vier Blutgruppen dar.

    • DAS ABO-SYSTEM (= Antigene): Die vier Phänotypen A, B, AB und 0
    • Wie kommt es in unserem Körper zu diesem AB0-System? Also wir alle haben rote Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten. Diese sind von einer Hülle umgeben. Auf dieser Hülle befinden sich ganz charakteristische Strukturen, sogenannte Antigene.
    • Den Begriff „Antigene“ haben wir sicher schon häufiger gehört. Die Antigene unterscheiden sich zwischen uns Menschen. Zum Beispiel kann man die Antigene in vier Gruppen einteilen, nämlich die Blutgruppen: A, B, AB und 0.
    • Und wenn man sich jetzt also diese Antigene genauer anschaut, dann hat die Blutgruppe A das Antigen A auf der Oberfläche, während Blutgruppe B das Antigen B auf der Oberfläche hat. Die Blutgruppe 0 hat gar keine Antigene. Und die Blutgruppe AB hat nun gleich alle beiden Antigene (Eiweiße) in der Erythrozyten-Membran. , nämlich A und B sind in der Erythrozytenmembran enthalten.

    Es gibt aber nicht nur die Antigene, sondern (wie bei anderen infektiologischen Dingen auch) so gibt es hier vor allem auch die Blutgruppen-Antikörper. Also genau das Entgegengesetzte, dies sind nämlich ganz spezielle Eiweißstoffe.

    • Diese bestimmten Blutgruppen „Antikörper“ sind also genau anders: Also das heißt, bei Blutgruppe A haben wir ein Antigen A auf den Blutkörperchen“, aber auch den Antikörper B im Blutplasma“.
    • Und genauso umgekehrt, bei Blutgruppe B haben wir Antigene gegen B, aber auch den Antikörper gegen A. Das erklärt auch ein bisschen, warum zum Beispiel die Blutgruppe 0 dann alle beiden Antikörper hat, nämlich A und B, weil es gar keine Antigene hat.
    • Und die dritte Blutgruppe AB hat überhaupt gar keine Antikörper im „Blutplasma“. Eigentlich ganz einfach…oder? 😉
    • Wer kennt seine eigene Blutgruppe nicht? Warum ist das so wichtig zu wissen? Es kann oft lebensrettend sein… Das ist vor allen Dingen von Bedeutung z.B. bei Unfällen. In einer Klinik, wenn man z.B. für eine OP da ist oder aber eine Bluttransfusion oder eine Organtransplantation bekommen muss – wird diese in der Regel dort im Labor überprüft.. Man sollte aber doch seine eigene Blutgruppe unbedingt kennen oder diese ggfs. beim Hausarzt bzw. im Labor bestimmen lassen..
    • (Quelle: Fachzeitschrift: „Blood Advances“ – Prof. Dr. Sandra Ciesek (*1978): Deutsche Medizinerin und Virologin und Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Professorin für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main).

    Die Blutgruppe A kommt in Deutschland am häufigsten vor.

    INFO: Die weltweite Verteilung der Blutgruppen A – B -_0: Nicht alle Blutgruppen kommen beim Menschen gleich häufig vor. Das medizinische Lexikon „Pschyrembel“ gibt für Mitteleuropa folgende Verteilung an: Gruppe A: 44,5 Prozent, Gruppe 0: 40 Prozent, Gruppe B: 10,5 Prozent. Gruppe AB: 4,5 Prozent.
    Die Verteilung der Blutgruppen unterscheidet sich zudem – je nach Kontinent – zum Teil erheblich. So kommt etwa die Blutgruppe „0“ bei den Ureinwohnern Amerikas zu über 90 Prozent vor, während in Asien deutlich die Gruppe „B“ dominiert.


    Universalspender und Universal-Empfänger:

    • Alle Patienten vertragen die Blutgruppe „NULL“…
      Menschen mit Null negativ “ dagegen vertragen nur ihre eigene Blutgruppe und sind daher auf Null Rhesus negatives Spenderblut angewiesen. Demgegenüber vertragen Menschen mit der Blutgruppe AB und dem Rhesusfaktor positiv auch allen anderen Blutgruppen.

    Als Universalspender gelten also die Menschen mit der Blutgruppe 0. Ihr Blut kann von allen anderen Gruppen empfangen werden. Sie selbst aber bedürfen ausschließlich der Blutgruppe Null.
    Universalempfänger sind nun dementsprechend nur die Menschen der Gruppe AB, da ihnen – zur Not – auch Blut der Gruppen A, B und 0 übertragen werden kann. In beiden Fällen gilt aber, dass in der Regel Blut der gleichen Gruppe – wie hier Blutgruppe AB – als Spende immer vorzuziehen ist.

    Rh-Faktor: Der Rhesusfaktor ist Merkmal im Rhesussystem für Blutgruppen. Dabei handelt es sich um das – neben dem AB0-System – wichtigste Blutgruppensystem. Trägt ein Mensch diesen Rhesus-Faktor (bestimmte Eiweißstruktur) auf der Oberfläche seiner roten Blutkörperchen, ist er Rh-positiv. Fehlt der Faktor, ist er Rh-negativ. In Deutschland sind etwa 85 Prozent der Bevölkerung Rhesusfaktor-positiv, die anderen 15 Prozent Rhesusfaktor-negativ.

    Wie war das eigentlich noch im Juli/August 2021: MIT SOMMER-SONNE-PARTY-LAUNE rein in die Vierte Welle?

    • Die Corona-Zahlen in Deutschland stiegen im Sommer wieder leicht an. Das liege an mangelnder Impfbereitschaft. Auch eine größere Sorglosigkeit der Menschen spiele ein Rolle. Das RKI sieht nun schon eine vierte Welle heranrollen.
    • Als Grund für den Anstieg gilt die Delta-Variante, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde und die besonders ansteckend ist. Aber auch die wachsende Mobilität und Feierfreude in der Sommer-Ferienzeit werden für die zunehmenden Fallzahlen verantwortlich gemacht, desgleichen die wachsende Sorglosigkeit vieler Bürger sowie die Aufweichung und Vernachlässigung von Schutz- und Abstandsgeboten.
    • Auffällig ist, dass sich immer mehr junge Leute anstecken, was auch mit den geringeren Impfquoten in diesen Altersgruppen zusammenhängt. Allerdings zeigen junge Leute seltener Symptome und erkranken seltener schwer.
    • Zusammen mit der zunehmenden Immunisierung erklärt das, warum trotz stark steigender Inzidenz die Hospitalisierung von Covid-19-Fällen in dieser Altersgruppe weniger deutlich zunimmt.

    Wenn ich mich mit „Corona“ infiziere…

    Bekannte Nebenwirkung einer „Erkrankung durch das Corona-Virus selbst“: Das Risiko von Sinusvenenthrombosen (CVT) nach einer durchgemachten COVID-19 sei wesentlich höher als nach einer Impfung:

    15. April 2021 – Oxford – Das Risiko, eine Sinusvenenthrombose (CVT) zu entwickeln, ist nach einer SARS-CoV-2 Infektion rund 100 Mal höher als in der Allgemeinbevölkerung und um ein Mehrfaches höher als nach einer COVID-19-Impfung oder einer Influenzaerkrankung. Dies zeigt eine auf der Publikationsplattform „OSF“ veröffentlichte Studie der Universität Oxford.

    Die Arbeitsgruppe um Paul Harrison (Universität Oxford) und Maxime Taquet von der Oxford Health NHS Foundation) untersuchten das Auftreten von CVTs:

    • Erstens: 2 Wochen nach einer COVID-19-Diagnose (n= 513.284),
    • Zweitens: Nach einer Influenzaerkrankung (n=172.742)
    • Drittens: Nach der 1. Dosis eines mRNA-Vakzins (Biontech oder Moderna; n=489.871).

    (Als Vergleichswert diente außerdem die CVT-Hintergrundinzidenz in der Allgemeinbevölkerung.)

    Die Autoren ergänzten, dass das CVT-Risiko nach einer durchgemachten „COVID-19“ auch deutlich höher gewesen sei. als die aktuellste Schätzung der EMA für die CVT-Inzidenz nach Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca (5,0 pro Million). Verglichen mit den aktuell verfügbaren COVID-19-Impfstoffen sei das CVT-Risiko nach einer Infektion durch SARS-VoV-2 hier etwa um das 8- bis 10-fache höher

    Im Vergleich (!) zur Hintergrundinzidenz in der Allgemein­bevölkerung sei das CVT-Risiko nach COVID-19 doch etwa 100 Mal höher. „Das Signal, dass COVID-19 selbst mit CVT verbunden sein kann – ist also absolut eindeutig bewiesen und ein Signal, dem wir unbedingt mehr Beachtung schenken sollten.“ © nec/aerzteblatt.de (15.04.2021)


    Unterstützt uns im Kampf gegen Corona

    Die Corona-Warn-App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können wir Infektionsketten schneller unterbrechen. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im App Store und bei Google Play zum Download erhältlich. https://apps.apple.com/de/app/corona-warn-app/id1512595757


    • 29. Juni 2021: Offizieller EU-Impfzertifikat-Start:
    • Am 1. Juli 2021 startete das EU-Impfzertifikat offiziell.
    • Damit wird nun vieles im Urlaub für Geimpfte einfacher.

    … und es funktioniert… 😉


    Für Städte und Landkreise, die auf der landeseigenen Corona-Warnampel die dritte von vier Warnstufen erreichen, gilt die 2GRegel. Ausgenommen von 2G sind Kinder unter 12 Jahren; für 12- bis 17-Jährige gilt das bis Jahresende. 7- bis 17-Jährige müssen aber einen tagesaktuellen Test vorlegen.

    Europa

    Großbritannien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Bisher wurden mehr als elf Millionen Infektionsfälle registriert, mehr als 147.500 Menschen starben an dem Virus. Inzwischen ist Omikron auch dort die dominierende Virusvariante im Land.

    • In Nachbarländern wie Frankreich, Italien oder Österreich existiert diese Corona-Maßnahme bereits in ähnlicher Form. Es gibt den Pass Sanitaire in Frankreich und den Grünen Pass in Österreich: Hier wurde die 3G-Regel sogar verschärft: Hier wird zukünftig auch eine Zweitimpfung nötig sein, um als „geimpft“ zu gelten.
    • In Italien gilt seit dem 6. August schon die Greenpass-Pflicht. Der „Grüne Pass“ ist ein Zertifikat der Europäischen Union, welches bestätigt, dass der Besitzer mindestens einmal geimpft ist, sich kürzlich von einer Covid-19-Infektion erholt hat oder einen negativen Test vorlegen kann.

    Dezember 2021:
    DEN HAAG (dpa-AFX) – Die Niederlande stehen vor einem neuen harten Corona-Lockdown noch vor Weihnachten. Ministerpräsident Mark Rutte will nun am 18.12.2021 neue Verschärfungen ankündigen, wie die Regierung in Den Haag mitteilte. Das Beratergremium der Regierung hat wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu einem strengen Lockdown geraten

    USA

    • 23.12.2021: Neue USA-Modellrechnung aus dem Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) in Seattle:
    • Das Team um Chris Murray hat in seinen aktualisierten Projektionen der Covid-19-Pandemie die Omikron-Befunde und Ausbreitungswellen seit Auftauchen der Variante Ende November 2021 untersucht.
    • Die entscheidende zugrunde liegende Annahme: Omikron ist dank seiner Kombination von mehr als fünfzig Mutationen noch sehr viel ansteckender als Delta, wegen der Immunflucht des Virus insbesondere infektiöser auch für unvollständig, ungeboosterte Menschen – allerdings ist die Variante auch weniger gefährlich mit Blick auf die Covid-19-Krankheit.
    • Die Konsequenz: In den nächsten zwei bis drei Wochen seien weltweit gesehen mindestens so viele Infektionen zu erwarten wie schätzungsweise in der gesamten Pandemie bisher:
    • Gut drei Milliarden Ansteckungen, im Januar zum Höhepunkt etwa 35 Millionen täglich.

    IMPF-PLAN:

    Unter einer Grundimmunisierung allgemein versteht man zum Beispiel die Immunisierung gegen COVID-19, durch eine (Janssen® von Johnson & Johnson) beziehungsweise zwei Impfungen (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Vaxzevria® von AstraZeneca) gemäß der aktuellen Zulassung.

    Vollständige Impfung (=Grundimmunisierung)

    • Ab wann liegt die Grundimmunisierung vor? Nach zwei Impfdosen liegt diese vor:
    • Bei einer vollständigen Grundimmunisierung muss der Impfstoff 2 x mit den derzeit üblichen Impfstoffen verabreicht werden.
    • Optimierung der Grundimmunisierung: Wenn die Grundimmunisierung z. B. durch Labor-Kontrolle nicht ausreichend ist, d. h. nicht genügend Antikörper gebildet wurden – wird eine Drittimpfung beziehungsweise eine weitere Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung empfohlen:

    Die erneute Auffrischungsimpfung wird auch Booster-Impfung genannt: Dies ist also eine dritte Impfung, um eine nachlassende Immunantwort (Nachweis: Labor-Test) wieder zu erhöhen.

    • Grob gesagt: Die dritte Impfung („Booster“), erhöht den Schutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung und bietet – ersten Erkenntnissen zufolge – eine verbesserte Schutzwirkung gegen die Omikron-Variante des Coronavirus.
    • Im Fall der Corona-Schutzimpfung bezeichnet diese 3. Auffrischungsimpfung die erneute Verabreichung einer Dosis z.B. eines mRNA-Impfstoffs nach einer vollständigen Grundimmunisierung. Sie dient dazu, den Impfschutz langfristiger aufrecht zu erhalten. Diese 3. COVID-19-Impfung kann später dann (als Booster) – ab drei Monaten nach der vollständigen Grundimmunisierung – aufgefrischt werden.

    Wie lange wird die Covid-19 Impfung ab dem 1. Februar 2022 gültig sein?

    Deutschland: Die EU-Kommission hat jetzt entschieden: Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate für Einreisen in EU-Länder ab 1. Februar 2022 statt bislang 12 nur noch 9 Monate nach der Grundimmunisierung gültig.

    Die Zertifikate von Menschen, die bereits eine dritte Impfung (Booster) bekommen haben, gelten ab dem Tag der Auffrischungsimpfung derzeit für zwölf Monate, wie das in CovPass- und Corona-Warn-App hinterlegte technische Ablaufdatum zeigt.


    SARS-CoV-2 wird bleiben… in allen Schattierungen

    • Professor Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie der Berliner Charité, schätzte die Lage im „Deutschlandfunk“ folgendermaßen ein: „Wir werden natürlich infektionsmedizinisch, epidemiologisch Nachwirkungen der Pandemie noch jahrelang haben.“
    • Weltweit sind Wissenschaftler davon überzeugt, dass SARS-CoV-2 langfristig bleiben und endemisch werden wird. Zukünftig wird also das Coronavirus – wie die Grippe ( Influenza-Viren) – in der Bevölkerung zirkulieren und saisonale Ausbrüche verursachen.
    • Da die meisten Menschen dann aber eine Grundimmunität gegen das Virus aufgebaut haben – sei es durch eine vorherige Infektion oder Coronaschutzimpfung – ist in der Regel nicht mehr mit allzu schweren Krankheitsverläufen zu rechnen.
    • VORAUSGESETZT: Es kommen nicht noch andere gefährlichere Mutanten/Varianten auf uns zu…

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    1. Einleitung

    2. Unterschiedlicher Erkrankungsverlauf

    3. Fake News

    4. Impfstoffe

    4.1 Impfstoffe/Wissen

    4.2 Impfstoffe/Herstellung

    4.3 Impfstoffe/Mutanten-Varianten

    4.4 Impfstoffe/Zukunft

    5. Gegenmittelsuche

    6. News-Updates

    7. Aussichten