LESEDAUER: Zirka 30-30 min. je nachdem wie ausführlich 😉

Ist uns der Glaube verloren gegangen?

„Die Botschaft hör´ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“? Genauer gesagt, lässt schon vor über 200 Jahren „J.W. Goethe“ (1749–1832) seinen „Faust“ diesen Satz sprechen: Dieser sitzt in seinem Studierzimmer, grübelt über den Sinn seines Lebens nach und als er „den Chor der Engel“ hört, kommt er schließlich zu der resignierenden Erkenntnis, mit der angenommenen Sinnleere nicht mehr weiter leben zu wollen…er lässt sich schließlich aber dann doch noch einmal überzeugen…
Wie war das noch mit der Gretchenfrage? Goethes Faust – der Tragödie erster Teil ist nicht umsonst eines der bedeutendsten Werke der Literaturgeschichte. Schon Faust verfällt seinem Mephisto. Hinter der Tragödie verbirgt sich ein völlig anderes Welt- und Menschenbild: „Die Gelehrten – und die Gretchentragödie“.
»Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?« Interessant übrigens ist es, dieses Werk einmal wieder zu lesen…sicher mit ganz anderen Augen, als noch damals zu unserer Schulzeit.

Wir dürfen uns absolut nicht wundern, wenn in unserer heutigen Zeit „andere Religionen“ in diese – für viele Christen – „zunehmend vorherrschende Sinn-Lücke“ vieler Menschen nun vorstoßen.


Die große Krise?

Nicht nur das „katholische“ Christentum als Religion ist heute unstrittig in eine schwere Krise geraten, auch durch die digitalbasierende Kultur und Kommunikation. Die beiden großen Kirchen, die „evangelische“ und die „katholische“ Kirche in Deutschland haben seit einigen Jahren beide immer mehr Mitglieder verloren: In einer individuelleren Glaubens- und Lebenswelt sehen sie sich mit einem zunehmenden Mitgliederschwund und Bedeutungsverlust konfrontiert.
Die „Netz-Gemeinde“ aber vergrößert sich unaufhaltsam.
Zur Zeit der einschlägigen „apps“ (snapchat, whatsapp, twitter, instagram, facebook) sind christliche Hauskreise, gemeinsames Singen und Beten einfach nicht mehr gefragt, um es vorsichtig auszudrücken.

ZIGTAUSENDE besuchen dagegen häufig „Kirchentage“… (Zitat: Ruhrnachrichten.de)
Ein Widerspruch in sich?
Dass Kirchentage bestens besucht sind, die Kirchen aber oft leer stehen, ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch, sagt Prof. Dr. Detlef Pollack (64, evangelisch). Er ist Religionssoziologe und lehrt an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster. Dort ist er „Stellvertretender Sprecher des Exzellenzclusters Religion und Politik“. Kirchentage sind ein großes Glaubensfest mit Gleichgesinnten. Frieden, politische sowie religiöse Themen, Bewahrung der Schöpfung kommen zur Sprache. Man erlebt schöne Gottesdienste mit Festcharakter, erbauliche Predigten, Talkshows, Prominente, die vielleicht einen Bibeltext auslegen, gute Moderatoren und Musik etc. (Quelle: Ruhr-Nachrichten). Man bekommt das gute Gefühl, dass der Glaube nicht so ganz lebensfern ist. Es bildet sich oft ein Netzwerk von Gleichgesinnten, in dem man ökumenische Gemeinschaft erlebt. Das ist schön.
Auch an „Weihnachten“ sind neuerdings „DIE KIRCHEN“ wieder gut gefüllt, gerade zur Christmesse mussten dieses Jahr in einigen Kirchen hier in NRW schon „Tickets“ für die Sitzplätze vergeben werden,... und das war noch VOR Corona-Zeiten… Ist das nur ein „Trend“…?


ZUNÄCHST „HISTORISCHES“ über das „katholische“ Christentum: Es ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging. „Jesus“ selbst war Jude. Er wurde als Erlöser, als Messias angesehen. Das Judentum erkannte ihn jedoch nicht als den prophezeiten Messias an. Pontius Pilatus war der Statthalter der Römer in Jerusalem. Jesus, unser Religionsstifter, wurde als „Unruhestifter“ von den Römern vor rund 2000 Jahren gekreuzigt, Danach entwickelte sich – Jahre später – erst das Christentum.
Das geschah also vor über 2000 Jahren im Gebiet um Jerusalem. Das grundlegende Buch für den christlichen Glauben ist die Bibel. In dieser schildern z.B. die vier Evangelisten unter anderem das Leben und Wirken von „Jesus“. Die Bibel besteht aus dem Ersten und dem Zweiten Testament und umfasst eigentlich mehr als 66 einzelne Bücher. Ausführlicheres ist zu lesen bei „Wikipedia“ .
Die römisch-katholische Kirche, die heute größte Kirche des Christentums, besteht aus mehreren Teilkirchen, welche die Vorrangstellung des Papstes in der Kirche anerkennen. (Jurisdiktionsprimat).
Näheres über den frühen „Werdegang“ des Christentums wäre hier im Blog zu umfangreich: Interessant wäre es sicher auch, einmal wieder die BIBEL zu lesen: Die Bibel ist mit ihren 3000 Jahren eine der ältesten Texte überhaupt und mit vielen einzelnen „Büchern“ sicher sehr spannend. Sie ist unterteilt in das alte und das neue Testament und beinhaltet Geschichten und Erfahrungen, die alle zunächst mündlich überliefert worden sind. Später wurden sie dann schriftlich festgehalten und geordnet. Die „Entstehungsgeschichte der Bibel“ reicht bis ins 1. Jahrtausend vor Christi Geburt“ zurück. Die Bibel ist die Geschichte Gottes mit den Menschen und erzählt, wie Menschen „Gott“ begegnet sind und wie diese Erfahrung ihr Leben verändert hat. (Quelle: www.katholisch.de)

Achte auf deine Gedanken,, denn sie werden Worte,
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen,
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten,
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter,
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
TALMUD-Weisheit

Der „Talmud“ (der die bedeutendsten Schriftwerke des Judentums enthält) ist seinem Wesen nach die „Auslegung“ der Heiligen Schrift, das heißt der hebräischen Bibel. Der „Tanach“ ist eine Sammlung Heiliger Schriften des Judentums. Obwohl der „Tanach“ (Hebräische Bibel) die Schrift primär als Weisung für das tägliche Leben auslegt (denn jeder fromme Jude will sein ganzes Leben nach den Weisungen der Schrift leben), so finden sich doch auch Passagen zu fast allen Themen, die in der hebräischen Bibel, dem „Alten Testament“, behandelt werden. 
Die ganze hebräische Bibel ist also das, was Christen „Altes Testament“ nennen und die Juden als „Tanach“ bezeichnen.
(Wikipedia u.a.)

Wenn Du am Abend schlafen gehst, so nimm noch etwas aus der Heiligen Schrift mit Dir zu Bett, um es im Herzen zu erwägen und damit sanft einzuschlafen. Es soll aber nicht viel sein, eher ganz wenig, aber gut durchdacht und verstanden. Und wenn Du am Morgen aufstehst, sollst Du es als den Ertrag des gestrigen Tages vorfinden.
ZItat: Martin Luther, 1483-1546, deutscher Augustinermönch, Reformator

Gott wieder finden?

Wie bzw. wo finden wir heute zusätzlich Wege zu Gott oder zum Glauben? So sind der „Jakobsweg“ mit seinen Pilgerwegen, an dem alle Pilger das (angebliche) Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien besuchen und auch die „Pilgerwege“ zu dem berühmten „Taizé“ bekannte Wege zur inneren „Einkehr“. Seit den 1950er Jahren reisen zudem zahlreiche junge Menschen aus aller Welt nach Taizé. In den Sommermonaten sind es tausende.

Taizé

Der kleine, wunderbare Ort „Taizé“, den ich schon als junger Mensch besuchen durfte, liegt nahe dem ostfranzösischen Kloster „Cluny“ (Abtei) und nördlich von Lyon bei Mâcon im Burgund. Der Ort ist nicht nur für junge Christen immer wieder eine besondere Erfahrung des Christentums. Taizé gilt als Symbol der „ökumenischen“ Bewegung. Es gibt das ganze Jahr über dort für jeden Menschen Besuchsmöglichkeiten bei der Bruderschaft. „Frère Roger“ (1915-2005) war Protestant und (anno 1949) der Gründer der Glaubensgemeinschaft von Taizé. Schon als Jugendlicher war Frère Roger zur Überzeugung gelangt, dass eine lebendige Gemeinschaft ein Zeichen der Versöhnung sein kann und dass „ein konkretes Leben hier in einer Bruderschaft“ zu einem Zeichen werden kann. Deshalb wollte er mit Menschen zusammenleben, deren vorrangiges Anliegen „die Versöhnung“ war: Es liegt die ursprüngliche Berufung von Taizé darin – wie er es ausdrückte – ein „Gleichnis der Gemeinschaft“ zu sein, als kleines, sichtbares Zeichen.

Der Bruderschaft in Taizé gehören heute über 100 Männer an, die aus allen Erdteilen und „unterschiedlichen christlichen Konfessionen“ stammen. Die Communauté de Taizé nimmt keine Spenden oder Geschenke an, sondern erwirtschaftet ihren Lebensunterhalt ausschließlich mit dem Erlös ihrer Arbeit. Das Besondere, das jeder erlebt, der einmal in Taizé war, den „Geist von Taizé“, kann man allerdings nicht beschreiben – man muss ihn selbst erlebt haben.

ÖKUMENE = Gesamtheit aller Christen und der christlichen Kirchen.

Im Mittelpunkt der „ökumenischen“ Taizé-Treffen ( die alljährlich wichtige Etappen auf dem von Taizé ausgehenden „Pilgerweg des Vertrauens“ sind) stehen im Vordergrund Gebete, Meditationen und Gottesdienste. Die ökumenische „Communauté de Taizé“, die samstäglichen wunderbaren Lichterfeiern und die internationalen Jugendtreffen erfreuen sich (nicht nur bei der Jugend) immer wieder wachsender Beliebtheit. (Näheres für Interessierte unter: http://www.taize.fr ).


„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Wel“. Zitat: Mahatma Gandhi (1869-1948) war ein indischer Gelehrter, Jurist, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist, der zum geistigen und politischen Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung seiner Zeit wurde.

Glauben im digitalen Zeitalter

Religiöse Sinnfindung bzw. Sinnstiftung oder Sinnleere? Ist die Frage nach Religion nicht wieder ganz „aktuell“ in unserem menschlichen Universum? An was glaubt der Mensch eigentlich im heutigen digitalen Zeitalter?

Vor langer Zeit versammelten sich die Menschen um das Feuer oder an ganz besonderen geheimnisvollen Orten in der Natur und befragten die allwissenden Götter und baten um deren Gunst.
Heute fragen wir lieber „Siri“ oder den „Herrn Google“ und sitzen ganz allein mit ihm vor unserem Bildschirm. Wir sind nun anscheinend allwissend, wir sind mächtig, wir sind omnipräsent. „Im Namen des „Internets, der Wifis und der Smartphones, Enter. Der Hashtag # ist unser neues Rauten-Glaubenssymbol, wie uns „Jim Gilliam“ in seinem Buch „The Internet is My Religion“ deutlich machen will.
Einfach alles, was wir hier anpacken, wird zur Community oder „Bewegung“ etc. zu unserer neuen „Religion“. (Quelle: politik-digital.de). 😉


Nein…im Ernst, es geht uns jetzt vielmehr um den „Bestand“ unserer alten, bisher noch immer vorherrschenden Glaubensgemeinschaften in der ganzen Welt. Menschen zu unterstützen in ihrer „SINNSUCHE“ und auch Halt und Orientierung im Leben zu geben, war stets die wichtigste Aufgabe der Religion.

Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, daß ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“Zitat: Bertolt Brecht (Werk: Die Frage, ob es einen Gott gibt)

SINNFRAGE: Sind wir uns denn alle eigentlich noch im Glauben einig und auf der gleichen Wellenlänge mit unserer Religion und unserem Gott?
„Eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und aller Lebewesen gefunden zu wissen, heißt, religiös zu sein. Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig“. ZITAT: Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger.


„Was bin ich? Was soll ich tun? Was kann ich glauben und hoffen. Hierauf reduziert sich alles in der Philosophie“. Zitat: Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) , deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Unsere Zukunft gestalten wir doch selbst, oder?

„Irgendwann stirbt die christliche Kirche lautlos“… Eine Aussage, die ich irgendwann einmal von irgendeinem kirchlichen Würdenträger gehört oder gelesen habe. Das Gestrige oder „ewig“ Vorgestrige uralter Rituale muss neu überdacht werden. Es ist unbestreitbar, dass die Außenwirkung der Kirche von vielen „als nicht mehr hilfreich“ erlebt wird. Dies führt dazu, dass Menschen sich distanzierten.
Wir haben mehr als genug Anlass, einmal intensiv über die christliche Zukunft nachzudenken. Wir brauchen dringend neue Impulse und Mut zur Veränderung. Ob die nächste Generation dies wohl noch vollbringen kann? Das ist sehr, sehr fraglich…alles ist im Wandel…Es steht hier für unsere beiden Glaubensgemeinschaften viel auf dem Spiel.

Gestalten wir unsere Zukunft selbst, oder?
In ganz Deutschland geht die Zahl der Kirchenmitgliedschaften seit Jahren zurück. Viele Kirchen wurden schon geschlossen und einer anderen Bestimmung zugeführt.

Die Kenntnis von religiösen Riten nimmt allgemein – nicht nur in unserer Jugend – ab. Die wenigen sonntäglichen Gottesdienstbesucher sind meistens dieselben, die immer kommen und irgendwann sterben auch diese aus.
Eine Ausnahme gibt es gelegentlich noch – wie ich beobachte – bei den Kindergottesdiensten und an hohen Feiertagen. Hier ist eine doch recht erfreuliche Zunahme zu bemerken. Das steht und fällt natürlich nicht nur mit dem „Charisma“ der Geistlichen, sondern vor allem auch mit dem Eltern-Engagement. Dazu später mehr…

Als „Katholikin“ berichte ich hier über das „Christentum“ nun „überwiegend“ über die katholische Kirche, da sie mir von Kindheit an gut bekannt ist und am nächsten steht, etwas ausführlicher auch über den „Vatikanstaat“ und auch über „die zwei Päpste“zum Schluss folgt noch kurz das Wichtigste über den „Synodalen Weg“ und Maria 2.0.

„Die heilige Kommunion“ nennt man den Hostien-Empfang: Die in einer Eucharistiefeier „geheiligten Gaben von Brot und Wein“, repräsentieren für die „Wandlung“ symbolisch den Leib und das Blut Christi (Transubstantiation)

Priestermangel? Kirchen-Austritte?

Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland haben im Jahr 2019 massiv an Mitgliedern verloren: Insgesamt traten mehr als eine halbe Million Katholiken und Protestanten aus den Glaubensgemeinschaften aus – so viele wie nie zuvor.

Zur Zeit (2019) sind laut Presse, die Kirchenaustritte und zudem auch der „Priestermangel“ wieder auf einem recht hohen Niveau. Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben im Jahr 2019 weiterhin viele Mitglieder verloren:
Das zeigen die jetzt aktuell (26.06.2020) veröffentlichten Kirchenmitgliedszahlen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm erklärte: „Jeder einzelne Austritt schmerzt – nicht zuletzt, weil alle Mitarbeitenden hochmotiviert arbeiten.“
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Limburgs Bischof Georg Bätzing, erklärte, an der Statistik gebe es nichts schön zu reden. Auch beim Empfang der Sakramente wie Taufe, Kommunion und Hochzeiten gebe es einen deutlichen Rückgang. „Der Prozess der Erosion persönlicher Kirchenbindung zeigt sich dort besonders deutlich“, hieß es in einem Bericht der ARD-aktuell / tagesschau.de (26.6.2020).
Damit gehören insgesamt nur noch 52,1 Prozent der Deutschen einer dieser beiden christlichen Konfessionen an. Bis 2060 könnte sich der Anteil der Kirchenmitglieder halbieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Freiburger Finanzwissenschaftlern im vergangenen Jahr 2019.

Diese aktuellen Kirchenaustrittszahlen sind zudem die zweithöchsten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Selbst in Polen fehlt es mittlerweile an jungen Männern, die sich zu Priestern ausbilden lassen wollen.

Weil man in Deutschland seinen Kirchen-Austritt nicht beim Pfarrer, sondern auf einem „Amt“ erklären muss, sind die Behörden die erste Quelle für aktuelle Zahlen. In den letzten Vorjahren stagnierten die Kirchen-Austrittszahlen noch lange auf hohem Niveau… die „Hemmschwelle“ ist nun gefallen.
Im Jahr 2019 gab es in Deutschland nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz noch rund 23 Millionen Katholiken und die evangelische Kirche in Deutschland zählte rund 21,14 Millionen Mitglieder der 20 Gliedkirchen* der EKD. Das geht aus den von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 2019 veröffentlichten Daten hervor.

*Gliedkirchen: Die Evangelische Kirche in Deutschland ist der Zusammenschluss von 20 weithin selbstständigen lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen in der Bundesrepublik Deutschland.

Zirka 6 bis 7 Prozent „Gläubige“ in Deutschland sind Anhänger einer nicht-christlichen Religion wie zum Beispiel dem Islam.


Vorhersage … Prognosen …

Zum Jahr 2060 werden sich – aller vorausicht nach – bei den beiden Großkirchen in Deutschland (gegenüber heute) alle Mitgliedszahlen „mindestens“ halbieren. Das sagt eine aktuelle Prognose von Forschern der Universität Freiburg. Der Grund hierfür sei, so die Forscher, zum einen die demografische Entwicklung – es sterben wesentlich mehr alte Kirchenmitglieder als junge per Taufe aufgenommen werden. – Vor allem ist es aber auch eine Tatsache, dass die Kirche junge Erwachsene einfach nicht mehr an sich „binden“ kann. Der „Funke“ fehlt. Die – einst getauften – „Jungen“ treten aus den Kirchen aus.
Auch Missbrauchs- und Finanzskandale beschleunigen diesen Trend.
Der Kirchenrechtsexperte Thomas Schüller betonte: …“Kirchenaustritte seien
kein Naturphänomen, sondern Ausdruck einer Entfremdung der Gläubigen von der Kirche und einer schwere Glaubwürdigkeitskrise der Kirche selbst“.

Friede-Freude-Götterfunken?…das ist es wohl, was uns fehlt:
„Begeisterung sieht anders aus“…man muss wirklich für etwas „brennen“…sollte es Bestand haben. Initiativen wie „Maria 2.0“ zeigen, „dass die Menschen sich Veränderungen in der Kirche sehnlichst wünschen“, dazu später mehr…


DER VATIKAN-STAAT…


Wissenswertes in Kürze über den „VATIKAN-STAAT“ :
Das Staats-Territorium umfasst das mit einer Mauer umfriedete Gebiet des „vatikanischen Hügels“: Es ist von römischem Stadtgebiet umgeben. Auf dem 0,44 km² großen Areal der Vatikanstadt befinden sich der Papstpalast, der Petersdom mit dem Petersplatz, die Vatikanischen Museen, die Vatikanischen Gärten, der Governatoratspalast, die Kasernen der Schweizergarde und der vatikanische Gendarmerie, die Direktionen des Osservatore Romano und von Radio Vatikan, ein kleiner Teil der Audienzhalle Pauls VI. sowie weitere Verwaltungs-Gebäude.



Gemäß den *Lateran-Verträgen (1929) blieben der Petersdom und der Petersplatz weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Sicherung des letzteren (obwohl Teil vatikanischen Territoriums) übernehmen normalerweise italienische Polizeikräfte.
*Info: Lateran = päpstlicher Palast und Basilika in Rom: Im Wesentlichen erkennt der Papst in den „Lateranverträgen“ die Stadt Rom als Sitz der italienischen Regierung an, während der italienische Staat die politische und territoriale Souveränität des Vatikans garantiert.


Die päpstliche „Sommerresidenz“ in Castel Gandolfo (it: residenza papale):

Der apostolische Palast des Papstes (etwa 55 ha grosses Territorium) ist exterritoriales Gebiet (vergleichbar mit einer „Botschaft“) und erstreckt sich „malerisch“ über eine Länge von etwas über 2 km entlang des Kraterrandes des Albaner Sees in den Bergen südöstlich von Rom. Er wurde im Jahre 1596 von Papst Klemens VIII. erworben und unter Papst Urban VIII. (1624-1629) zum Papstpalast umgebaut. Hier hatten sich die Päpste seit dem 17. Jh. traditionell in den Sommermonaten Juli, August und September aufgehalten. Doch während Papst Benedikt den Rückzugsort rund 25 Kilometer südlich von Rom liebte, lässt Papst Franziskus nun die Pforten des Castels für Touristen öffnen. Papst Benedikt XVI. zog sich nach seinem Amtsverzicht oft nach Castel Gandolfo zurück. Castel Gandolfo ist übrigens der Sterbeort zweier Päpste: Pius XII. (1958) und Paul VI. (1978). (Quelle: Kathpedia)


ES WAR EINMAL …

Wir waren vor vielen Jahren als „Abiturienten“ auf Klassenfahrt das erste Mal in Rom und vor allem in der Vatikanstadt. WIR WAREN BEGEISTERT! Diese Pracht und die Herrlichkeit überall war für uns damals überwältigend und wirklich ganz großartig.
Vatikanstadt“ ist ein (mitten in der italienischen Hauptstadt Rom gelegener) „Stadtstaat“, der Sitz des Papstes und Zentrum der römisch-katholischen Kirche ist und unzählige berühmte Kunstwerke, Museen, Bauwerke, den berühmten „Petersdom“ und die “ Sixtinische Kapelle“ mit Michelangelos Deckengemälden umfasst. Die Stadt liegt auf der rechten Tiber-Seite Roms, auf dem vatikanischen Hügel (der damit die höchste Erhebung des Landes darstellt) und ist zum großen Teil von einer Stadtmauer umgeben.

ROM IST EINE REISE WERT

DER PETERSDOM: Die Basilika“ Sankt Peter“ im Vatikan in Rom, im deutschsprachigen Raum meist Petersdom genannt, ist die Memorialkirche des Apostels Simon Petrus. Sie ist auf dem Territorium des unabhängigen Staates der Vatikanstadt gelegen und eine der sieben Pilgerkirchen von Rom. (Wikipedia)

„VATIKANSTADT“ ist sowohl nach Fläche als auch nach Bevölkerungszahl der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt und der einzige „mit Latein“ als Amtssprache. (Wikipedia)


HISTORISCHES – Wissenswertes…

Seit wann gibt es eigentlich das Christentum? Hier kann man unendlich viele Fakten/Tatsachen im weltweiten „Netz“ nachlesen.

HISTORISCHES daher nur in Kürze: Die römisch-katholische Kirche versteht sich gemeinsam mit den orthodoxen Kirchen als die Kirche Jesu Christi nach der Auferstehung (Pfingsttag), an dem gemäß dem Neuen Testament „der Heilige Geist über die Apostel kam“ (Apg 2,1ff.).

Wissenswertes: Nach dem Todesjahr von Jesus Christus (33 n. Chr.) und der überlieferten Auferstehung bildete sich die erste „christliche“ Gemeinde (Urkirche) mit den Aposteln und den Jüngern (Anhänger). Der Apostel „Petrus“ starb im Jahre 67 n.Chr. Sein ursprünglicher Name war Simon. Er war ein Fischer aus Galiläa, bevor Jesus ihn und seinen Bruder Andreas (der zuerst ein „Jünger“ des jüdischen Bußpredigers „Johannes des Täufers“ war) zu seiner Nachfolge rief. Petrus war also der Sprecher und Anführer der Apostel. (Wikipedia)

Der Begriff „APOSTEL“ (= Gesandter) ist im Verständnis der Tradition des Christentums jemand, der von Jesus Christus direkt mit der Verkündigung des Glaubens beauftragt wurde.

In der römisch-katholischen Kirche und in den orthodoxen Kirchen gelten die „Bischöfe“ als Nachfolger der Apostel. Von den zwölf Aposteln berichtet die Bibel insbesondere in den Evangelien und in der Apostelgeschichte.

Die eucharistischen Fische sind ein verbreitetes Bildmotiv der frühchristlichen Kunst und als Wandmalereien anzutreffen; eines der ersten Werke dieser Art findet sich in den Krypten der Lucina in der römischen Calixtus-Katakombe. (Quelle: Wikipedia)


Das Abendmahl (italienisch: Il Cenacolo bzw. L’Ultima Cena) des italienischen Malers Leonardo da Vinci ist eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt. Es wurde in den Jahren 1494 bis 1497 im Auftrag des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza geschaffen: Maße: 422 cm × 904 cm. (Hier ein „Ausschnitt“ des Gesamt-Gemäldes)

Das letzte Abendmahl

Als Abendmahl Jesu, auch letztes Abendmahl genannt, wird das Mahl bezeichnet, das Jesus Christus mit den zwölf Aposteln (zur Zeit des *Pessachfestes) vor seinem Kreuzestod in Jerusalem feierte. Es wird in die Amtszeit von Pontius Pilatus, der anno 26–36 römischDie päpstliche „Sommerresidenz“ in Castel Gandolfo (it: residenza papale):er Statthalter in Judäa war, datiert. Aus der Erinnerung an jene letzte Mahlzeit, dem ritualisierten Ablauf einer jüdischen Mahlzeit und den gemeinsamen Mahlfeiern der Urgemeinde entwickelten sich christliche Kultformen. Seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. wurde diese Handlung als Eucharistie bezeichnet. Die Bezeichnung Abendmahl stammt aus der Lutherbibel; sie war der Antike noch unbekannt. (Wikipedia).

*Anm.: Das *Pessach-Fest, auch Passah genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Das Fest erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei, von der das 2. Buch Mose im Tanach erzählt: Siehe hier Ausführlicheres in meinem anderen Blogartikel: DER ISLAM und das Christentum


„Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe;
und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“. (1 Johannes 4:16)

Was ist mit der christlichen „Demut“ und Bescheidenheit? Jesus rückt die Demut – und mit ihr Gottes Reich – mit einer einfachen Aussage in der Bibel in unser Blickfeld: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“

UNSER CHRISTENTUM HEUTE …der Vatikan – als Universal-Entscheidungs-Träger

Sehen wir uns doch einmal im Katholizismus die römische Kurie an. Es sind im Vatikanüberwiegend“ alte, oft weltfremde, wohl kaum reformwillige Würdenträger, die dort für sich in einer festen Glaubensgemeinschaft auf einer „Insel“ der Seligen in „Pracht und Herrlichkeit“ sorgenfrei leben. So ist jedenfalls der allgemeine Eindruck in der Bevölkerung, denn man erfährt kaum Informatives. Hier wird die Ignoranz dieses veralteten patriarchalischen Machtgefüges vielen Menschen deutlich vor Augen geführt.

Als Nachteil erweist sich eben immer die Abschottung von der Außenwelt. Man steht in der Gefahr „nur sich selbst für eine Elite zu halten“. Dieser Weg der Abschottung führt letztendlich aber immer irgendwann in die Bedeutungslosigkeit.
Die Institution „Kirche“ muss umdenken, sonst verspielt sie allgemein ihre Akzeptanz, vor allem bei unseren jungen Menschen d.h. in der Welt von MORGEN. Das einsame, elitäre Denken mancher Kirchenfunktionäre mit seiner „Weltblindheit“ ist schon legendär.
Der „Priester-Nachwuchs“ geht seit jahren dramatisch zurück. Priester kommen heute fast nur noch aus den lateinamerikanischen oder afrikanischen Ländern und fehlen in ganz Europa zunehmend.
Da nach der 2019 in Rom abgehaltenen“Amazonas-Synode“ die Hoffnung auf Zulassung „verheirateter“ Priester z.B. im südamerikanischem Amazonas-Gebiet vom Papst Franziskus nicht befürwortet wurde, wird es in Zukunft diesbezüglich sehr düster aussehen.

Priester und Geistliche bei einer Prozession

Priester und Geistliche bei einer Prozession (dpa)

Segnung der Kinder
durch unseren charismatischen Papst Franziskus (*12.1936). Er ist seit dem 13. März 2013 der 266. Bischof von Rom und damit Papst und Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Souverän des Vatikanstaats. Als Argentinier ist Franziskus der erste gebürtige „Nichteuropäer“ im Papstamt seit dem im 8. Jahrhundert amtierenden Gregor III. (Zitat: Wikipedia)

„FRÜHER“ WAR ALLES ANDERS:

Meine Erziehung wurde von den Eltern in die Hände von Klosterfrauen gelegt, dem Orden der „Ursulinen“ mit einer damals noch sehr strengen römisch-katholischen Erziehung. Klosterfrauen gibt es heute immer weniger, sehr viele Klöster haben wegen Nachwuchsmangels schon schließen müssen.
Später wurden auch unsere Kinder noch christlich erzogen und waren schon früh aktiv in der kath. Jugend-Gemeinde am Heimatort. Damals hatte auch ich mich – viele Jahre neben meinem Berufsleben – ehrenamtlich im kath. Pfarrgemeinderat unserer damaligen Heimatstadt engagiert. Es war eine gute und wichtige Zeit in meinem Leben. (Mehr ist dazu (für Interessierte) ist in meinem anderen Blog-Artikel: „Auszeit“ zu finden – ganz am Blog-Artikel-Ende findet man den Schluss-Artikel: „Meine eigene Auszeit“).
https://bienchenhamster.de/warum-wir-einfach-mal-nichts-tun-sollten/


WARUM „HEUTE“ ALLES ANDERS IST…

Der Grund, warum die Christen vor allem in Europa immer weniger werden, hat aber eher weniger mit dem „modernen“ Zeitgeist zu tun, sondern auch damit, dass unsere Kirchen sich einmal dringend komplett von Grund auf reformieren und sich öffnen müssen, um junge Menschen auch zu motivieren, um vor allem auch „sinnstiftend“ für sie da zu sein.
So erscheint uns heute in einem ganz anderen, neuen Licht „die Botschaft“ von Jesus an Petrus: „Fürchte dich nicht! Du wirst jetzt keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen“ . Heute nutzen vor allem der Vatikan und viele Kirchen zur offenen INFORMATION für alle Christen dabei schon länger ein ganz anderes „Netz“ – das „Internet“ – um „die frohe Botschaft“ zu vermitteln. Aber kommt das wirklich bei den Menschen auch an? Die wenigsten wissen überhaupt davon: Die Top-Level-Domain: „.catholic“ ist ganz aktuell…bei google findet man ebenso viele andere interessante kirchliche oder Vatikan-Internet-Domänen.

Auch kirchliche Nachrichtendienste wie “Radio Vatikan” (seit 1931) brachten und bringen schon über viele Jahren kirchliche Nachrichten in alle Welt. Auch heute noch werden über „PapstVatikan-Kirche-Welt“ hochinteressante Artikel in den „Vatikan News“ weltweit im Netz in diversen Sprachen angeboten. Doch die meisten erzkonservativen „Kirchenfürsten“ können sich bei aller Marketingprofessionalität nicht recht mit diesem Medium anfreunden. (Quelle: politik-digital.de: Nachzulesen zum Titel-Thema: Der Vatikan nutzt das Netz für seine Ziele).

Kirchliche Nachrichtendienste wie “Radio Vatikan” berichten nie „neutral“.


Auch haben „Fake News“ hier Einzug gehalten:
VERSCHWÖRUNGS-THEORETIKER in der katholischen Kirche:
Erzbischof Carlo Maria Viganò Nuntius (ehemalige Apostolischer Nuntius) & CO.

Das am 7. Mai 2020 veröffentlichte und auf den 8. Mai datierte sog. „Manifest“ spare nicht an raunendem Alarmismus und Verschwörungsmythen und strukturellem Antisemitismus, welche die freien Völker unter der Knute von ominösen und ungenannten wirtschaftlichen und politischen Interessen sieht. (Bericht: www.katholisch.de).
(Anm.: Peinliche Panne bei der Verschwörungs-Petition von Erzbischof Viganò – durch einen technischen Fehler hat der ehemalige Nuntius mehrere Zehntausend E-Mail-Adressen seiner zahlreichen Unterstützer veröffentlicht…)

Einst war Erzbischof Carlo Maria Viganò sogar „Nuntius“ – nun ist er einer der heftigsten Gegner von Papst Franziskus.
In seinem neuen Manifest sucht er zusammen mit Kardinal Gerhard Ludwig Müller den Schulterschluss mit anderen Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern. Ein anderer Kardinal springt dagegen in letzter Minute ab (Kurien-Kardinal Robert Sarah)….der wußte wohl warum…
8. MAI 2020: Zu den extrem unverständlichen, verwirrenden Äußerungen aus der katholischen Kirche von Kardinal Ludwig Müller, Erzbischof Carlo Maria Vigano (et al.) „distanzierte“ sich sofort der Vorsitzende der deutschen Bischofkonferenz Bischof Georg Bätzing und Bischof Franz-Josef Overbeck. Ganz klar kam umgehend der Widerspruch der katholischen Kirche in Deutschland. Das besagte Manifest stieß weltweit auf Kopfschütteln und deutliche Kritik, zahlreiche Bischöfe gingen auf Distanz zu dem Papier.

Es gäbe mittlerweile in der katholischen Kirche eine wirklich gefährliche Allianz von Pseudowissenschaftlern, Impfgegnern und Esoterikern:
Die Verschwörungs-Angst:
Die Gruppe um Müller & Co. warnte davor, dass die Corona-Pandemie dazu von „Geheim-Mächte“ genutzt werden solle, eine neue „Weltregierung“ zu schaffen, die sich jeder Kontrolle zu entziehen…es gäbe Absichten supranationaler Einheiten. die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgten…christlicher VERFOLGUNGSWAHN?

Diese gefährlichen Theorien kursierten derzeit vor allem in der Gruppe um Erzbischof Viganò. Er ist – wie erwähnt – einer der lautstärksten Gegner von Papst Franziskus. Die meisten dieser Gruppe sind bereits im Ruhestand. Die Liste der „EMERITI“, der Unterzeichner der „Viganò-Manifestes“ liest sich wie ein „Who is Who“ der Kritiker und Gegner des amtierenden Papstes Franziskus...Kardinal Sarah zog seine Unterschrift kurz vor der Veröffentlichung zurück. Inzwischen sollen sich bereits rund 30.000 Menschen diesem Schreiben angeschlossen haben. (Quelle: katholisch.de – Bericht von Von Felix Neumann |  Bonn/Rom – 08.05.2020)

WIR ALLE SIND MENSCHEN…MENSCHEN SIND FEHLBAR…

VORBILD-FUNKTION? Hin oder her… SKANDALE gab und gibt es im Vatikan immer wieder: Finanzskandale, Korruption, Missbrauch...und jede Menge veruntreuter „Spenden“ in Millionenhöhe durch Mitarbeiter des Vatikans:

Wie letztes Jahr im November 2019 bekannt wurde: „Papst Franziskus gesteht Finanzskandal im Vatikan ein“ : Es gebe bereits Ermittlungen im Staatssekretariat und der Finanzaufsicht des Kirchenstaates (Vatikanbank) wegen „Fällen von schwerer Korruption“, so Papst Franziskus. Dabei geht es unter anderem um Gelder aus dem sogenannten „Peterspfennig“ – einer Kollekte, die jedes Jahr in den Kirchen weltweit für den Papst gesammelt wird.

Schon früher unter seinem Vorgänger Benedikt XVI. wurden Vetternwirtschaft und Korruption im Vatikan aufgedeckt.

Menschen sind eben fehlbar, so heißt es immer wieder entschuldigend….

Wo bleibt bei diesen „elitären“ Priestern denn die dringend notwendige Vorbild-Funktion? In der Industrie oder Wirtschaft/Politik wären diese „Vorbilder“ schon längst nicht mehr tragbar…

Sowohl der Ausschluss von „Verheirateten“ vom Priester-Amt, die pathologische „Homophobie„, als auch die antijudaistischen, unsäglichen „Anwandlungen“ von Benedikt & Co. sind absolut nicht hinnehmbar. Seit den siebziger Jahren treiben zudem die Piusbrüder ihr antisemitisches Unwesen usw.
Schlimmste Beispiele wie „Tebartz van Elst“ oder „Gerhard Ludwig Müller(erzkonservativer Kurienkardinal, ehemaliger Bischof von Regensburg (von 2002 bis 2012) und herber Papst Franziskus „Kritiker“, sind ja auch bezeichnend und wirklich abschreckend.

Menschen sind eben fehlbar? Das ist absolut keine Entschuldigung mehr...man möge ja einmal verzeihen…aber es ändert sich dadurch erfahrungsgemäß nichts…

Als „Einzelne“ können wir nichts weiter tun, als zur Zeit nur fassungslos weiter taten- und wortlos zuzusehen, wie christliche Werte von diesen sog. „Vertretern“ der Kirche mit Füßen getreten werden.


„Und wenn Du nichts gibst als das Beispiel…“ (Zitat: SENECA (* etwa im Jahre 1 in Corduba; † 65 n. Chr. in der Nähe Roms) war ein römischer Philosoph, Dramatiker.


„Von Redlichen redet man nicht. Sie schweigen, während andere von sich reden machen“. Zitat: © Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker

DER WANDEL: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von manch liebgewordenen Gewohnheiten. Wir brauchen aber nicht alles Bewährte über Bord zu werfen. Aber „Erneuerung“ tut Not, schon um das Bewährte für die Zukunft zu sichern“. Zitat: Roman Herzog (1934-2017) war ein deutscher Jurist und Politiker. Er war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

ALLES IST IM WANDEL

„Das einzige Beständige im Leben ist die Veränderung“
(Zitat: frei nach HERAKLIT, geb. um 520 v. Chr.) Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.


…dass um das Jahr 30 v. Chr. ein Jude namens Jesus von Nazaret am Kreuz hingerichtet wurde, ist historisch gut belegt: Er war ein jüdischer Wanderprediger. Etwa ab dem Jahr 28 trat er öffentlich in Galiläa und Judäa auf. Die vier Evangelien berichten es ausführlich, genauso wie der römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus und etliche andere. Und da die Römer Fachleute im Kreuzigen waren, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass sie Jesus zwar kreuzigten, er aber nur scheinbar starb. Offensichtlich wurde Jesus damals tatsächlich gekreuzigt.

REFORMEN?

Für „Reformen“ müssten „bekennende“ Christen oder „christliche Werte Anstrebende“ ihre Stimmen viel klarer erheben, nur wer sind denn die Ansprechpartner? Ihre „Lobby“ fehlt. Unsere Sorgen und Stimmen verhallen, sie sind wie Schall und Rauch.

Dazu kommen derzeit immer wieder erneut die unsäglichen Missbrauchs-Skandale (mit hoher Dunkelziffer), die durch die Presse wieder publik geworden sind und die deutlich zu langsam und halbherzig von der Kirche aufgearbeitet werden. „Nichts ist so fein gesponnen, es kommt alles an das Licht der Sonnen“…sagt schon ein altes deutsches Sprichwort.

Die Amtszeit von Papst Benedikt XVI. (2005-2013): Kein deutscher Papst hielt sich länger im Amt als er: Nach acht Jahren als Kirchenoberhaupt hatte Benedikt XVI. im Jahre 2013 seinen Rücktritt (aus gesundheitlichen Gründen) angekündigt.

SKANDALE?

VOR ZEHN JAHREN BEREITS (noch zur Amtszeit von Papst Benedikt XVI. alias Joseph Aloisius Ratzinger) hatten uns die Enthüllungen sexuellen Missbrauchs u.a. Minderjähriger durch Geistliche und Kirchenmitarbeiter erschüttert. Am 15. Januar 2010: Die Enthüllungen am Berliner Canisius-Kolleg brachten – nach einigen anderen Ländern – auch in Deutschland einen Skandal um sexuellen Missbrauch durch katholische Priester ins Rollen.

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofkonferenz hatte sich doch schon damals (ab 2010) dieser Problematik (in Freiburg bei der DBK- Frühjahrs-Vollversammlung) gestellt, um diese „aufzuarbeiten“ …Das war zu dieser Zeit schon mehr als „ungenügend“ gelungen…und „Rom“ schwieg,…wie so oft…
Entschuldigend wurde dann einfach behauptet: „Damals seien es ja „ach…nur einige Wenige“ gewesen“ sagte Prälat Dr. Robert Kümpel, Köln. So würden „heute“ aber alle schuldig gewordenen Priester konsequent zur Verantwortung gezogen und nicht mehr „eingesetzt“ .

Es gebe nun eine Rahmenverordnung „Prävention“: Eine rechtlich bindende Ordnung für die gesamte Kirche in Deutschland. Und eine enge Zusammenarbeit mit den „Strafverfolgungsbehörden“ wären weitere Elemente ihrer Arbeit…Ein Prozess der Aufarbeitung, Intervention und Prävention sei seither im Gange… (Quelle: aktuelle Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln 1/2020).

Der aktuelle „Synodale Weg“ (ab 2.2020) als „Reform-Dialog“ zwischen dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und den Bischöfen wird sich nun viele Fragen stellen müssen. Die Regeln haben die Deutsche Bischofskonferenz und das ZdK bereits in einem Statut festgelegt. Hierzu folgt weiter unten ein aktueller, ausführlicher Bericht.

Dieser Dialog sei zunächst auf zwei Jahre angelegt„... sagte kürzlich Reinhard Marx (* Sept.1953) Kardinal der römisch-katholischen Kirche. Er ist seit 2007 Erzbischof von München und hatte im Februar 2020 leider angekündigt, demnächst aus „Altersgründen“ zurückzutreten.


Die „Institution Kirche“

Die Kirche hat – wie bereits gesagt – seit einiger Zeit ein zunehmendes Glaubwürdigkeits-Problem:
Aktuelle Quelle „MHG-Studie“ (Thieme Verlagsgruppe, 03.07.2019): Missbrauchs-Vorwürfe gegen Priester sind derzeit nicht rückläufig, sondern „eher ansteigend“.

Laut MHGStudie“ gibt es ein interdisziplinäres Forschungsverbundprojekt zur Thematik: „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Quelle: „MHG“-Gruppe = Kürzel der Institutsstandorte der Konsortiums-Mitglieder (Mannheim, Heidelberg, Gießen).

Man weiß und erfährt eben viel zu wenig hierüber. Die „Institution Kirche“ gilt im Allgemeinen als völlig abgeschottet, sie erscheint unnahbar und sie schweigt weitgehend. Doch mancher „Eklat“ kommt durch die Presse gelegentlich doch ans Tageslicht.

„Gefragt sind die »Macher«. Wer sich einmal den Ruf eines solchen erwerben konnte, hat alle Chancen, aufzusteigen in den Kreis jener obersten Macher, die gar nichts machen“. Zitat: © Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker.


SIND ALLE CHANCEN VERSPIELT?

Januar 2020: Wie später erläuternd noch erwähnt, ist die kleine Hoffnung durch den „Synodalen Weg“, dass vielleicht bald doch wohl „verheiratete Priester“ wieder eine Chance bekämen, nun endgültig (durch die erneute klare Ablehnung des Papstes) wohl in weite Ferne gerückt…
Wenn da nicht auch noch der emeritierte „Papst Benedikt XVI“ (*1927) wäre. Es gibt sog. „Hardliner“ aus dem erzkonservaten Flügel wie z.B. den Kurien-Kardinal Robert Sarah (*1945) aus Guinea. Dieser soll schon öfters von Papst „Franziskus“ gerügt worden sein, was Sarah aber nicht störte bzw. er dies auch offen ignoriert haben soll…Sarah hat nun aktuell ein Buch über die „Befürwortung“ des Zölibats geschrieben, an dem Benedikt (seiner Ansicht nach) mitgewirkt haben soll. Dieses wird aber derzeit von „Papst Benedikt Emeritus“ energisch bestritten, wie sein „Privatsekretär“ Georg Gänswein (*1956) der Presse mitgeteilt hat…Was stimmt hier eigentlich? Ein „himmlischer Streit“ und christlicher Zankapfel? Gwitterwolken im heiligen Paradies?…so könnte ein Titel der Boulevard-Presse aussehen… 🙂 Man kann hier nur den Kopf schütteln.

Im Jahre 2012 „kurz vor“ Benedikts Rücktritt als Papst wurde „Georg Gänswein“ vom Papst Benedikt noch schnell zum „Kurien-Erzbischof“ ernannt. „Gänswein“ wurde zudem damals von Benedikt zugleich auch noch als „Präfekt“ des päpstlichen Hauses unseres heutigen Papstes „Franziskus“ in diese Position befördert. Gänsweins Werdegang ist also untrennbar mit Benedikt XVI. verbunden. GÄNSWEIN: Heute ein sehr mächtiger Mann hinter den Kulissen?

EIN KIRCHLICHER EKLAT?

2/2020 hat „Papst Franziskus“ nun den Deutschen „Georg Gänswein“ als „Präfekt“ auf unbestimmte Zeit „beurlaubt“. Die „Gerüchteküche“ brodelt...
Papst Franziskus hat nun einen neuen Privatsekretär (Gonzalo Aemilius *1980), einen Priester aus Uruguay, 40 Jahre jung, der nicht in piekfeiner Robe, sondern „sympathisch-hemdsärmelig“ mit grobgestricktem Pullover über dem Collarhemd (Priesterhemd) auch öffentlich auftritt. (Quelle: Rheinische Post 6.2.2020)

Benedikt“ alias Ratzinger ist knapp 10 jahre älter als der jetzige Papst Franziskus. Am 16.4.2020 wurde Benedikt 93 Jahre alt und kann auf acht Jahre als „Papa emeritus“ zurückblicken…so lange, wie er davor schon „Papst“ war. Das hat es wohl niemals vorher in der jüngeren Vatikan-Geschichte gegeben!!!

  FOTO mit Saturno-Hut: „Papst Benedikt“ mit seinem „Privatsekretär“ Georg Gänswein in seiner „Amtszeit“. Georg Gänswein (*1956) ist Kurienerzbischof der römisch-katholischen Kirche, Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. und derzeit „beurlaubter“ Präfekt des Päpstlichen Hauses.

Der berühmte „Saturno-Hut“ des Papstes ist rot und mit wertvollen goldenen Stickereien verziert. Je nach „Rangstufe“ von Priestern gibt es andere Hut-Farben bzw. goldene Hutschnüre, Stickereien und Quasten und und und… Als Saturno oder „Cappello romano“ (scherzhaft: Don-Camillo-Hut) bezeichnet man eine besonders in Italien übliche Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. Benedikt trug auch gerne dazu passend die „päpstlichen roten Schuhe“. Seit dem 15. Jahrhundert trugen Päpste rötliche Schuhe. Die rote Farbe, heißt es, soll an die Kreuzigung und das Blut Christi erinnern.

Papst Franziskus“ dagegen weigerte sich von Anfang an: Er trägt lieber schwarze, statt roter Schuhe, weil er sich nicht in den Mittelpunkt stellen möchte: „Christus ist das Zentrum der Kirche, nicht der Nachfolger Petri“, sagt er. Er weigerte sich auch, sein schlichtes Eisenkreuz gegen eines aus Gold zu tauschen.


ALTE TRADITIONEN…NOCH ZEITGEMÄSS? DIE SCHWEIZER GARDE …PRUNK & GLORIA & HALLELUJA…
Insgesamt 21 Schweizer Truppen „in vatikanischen Diensten“ unterstützten bereits seit 1506 die weltliche Politik des Papstes und waren am Ausbau des „Kirchenstaates“ direkt beteiligt.

HISTORIE: Diese konnten im Jahre 1870 als Teil und zusammen mit der Kirchenstaat-Armee die Integration in den entstehenden „italienischen Nationalstaat“ jedoch leider nicht verhindern: Sie stellen auch die persönlichen „Leibgarden“ für das Kirchenoberhaupt – den Pabst – und seine Legaten. Die spezielle Leibgarde des Papstes ist als „Päpstliche Schweizergarde“ mit einer Sonderbewilligung des schweizerischen Bundesrates noch heute immer im Einsatz. (Quelle: Wikipedia)


DER FILM: „Die zwei Päpste“: Ein sanft-ironischer Blick hinter die Kulissen…

Als der Argentinier Jorge Mario Bergoglio 2013 Papst wurde, bedeutete das eine Zeitenwende für die Kirche. Der Film „Die zwei Päpste“ beleuchtet das Ringen um den Kurs der Kirche zwischen Franziskus und seinem Vorgänger Benedikt XVI. Dazu leisten beide im Film eine Art Beichte ab.
Dichtung und Wahrheit im hochgelobten Kinofilm, der für gleich 3 Oscars nominiert wurde, aber leer ausging…

Wer diesen Film nicht sehen kann und/oder gerne Bücher liest: Hier ist auch der aktuelle Buch-Titel-Tipp: „Die zwei Päpste“ (Autor: Anthony Mc Carten) Verlag Diogenes:
Es ist eine Art Doppel-Biografie. Dieses spannende Buch bildet die Grundlage für die mit dem „Golden-Globe-Award“ preisgekrönte Netflix-Film-Produktion (mit Antony Hopkins und Jonathan Pryce), die ab 5. 12. 2019 in vielen Kinos oder der TV-Videothek (Mediathek) zu sehen war.
FILM-THEMA: „Der argentinische Kardianal „Jorge Mario Bergoglio“ ist ziemlich frustriert über die Entwicklung in der katholischen Kirche und bittet daher um seinen Rücktritt. Aber anstatt ihm diesen zu gewähren, lädt Papst Benedikt XVI. seinen stärksten Kritiker nach Rom ein. Bei diesem Termin möchte Papst Benedikt XVI. seinem Nachfolger ein gut gehütetes Geheimnis anvertrauen“ … ein echt spannendes Thema, das sich lohnt anzuschauen…


Das Wort Eucharistie bedeutet „Danksagung“; griech. „εὐχαριστέω eucharistéo“ . Die Eucharistiefeier als Sakrament ist die Quelle und Zentrum des kirchlichen Lebens. Insbesondere aber der gesamten Christenheit und auch aller Priester und vor allen Dingen auch den Ordensgemeinschaften. (Quelle:“KATHPEDIA“ – die freie katholische Enzyklopädie)

Der Zölibat bleibt bestehen…

Unser jetziger 83-jährige „Papst Franziskus“ (ehemaliger Erzbischof von Buenos Aires) hat sich ja die vergangenen Jahre schon um einige wenige Reformen bemüht, aber noch nicht wirklich durchdringend.
Zitat (12/19) zum Zölibat: „Papst Franziskus denkt über verheiratete Priester nach“ – (Welt.de). Alles Schall und Rauch…wie wir heute wissen.
Der bekannte „Vatikan-Experte Scaramuzzi“ sieht nun in der aktuellen Debatte um die vorzeitig „ablehnenden“ Äußerungen Benedikts XVI. zum Zölibat auch vor allem einen „Beleg“ für das problematische „Nebeneinander“ eines Papstes und seines Vorgängers... Droht durch Beeinflußung gar der Eindruck eines Gegenpapstes? Gar ein Schisma? (= In der Weigerung, sich dem Papst unterzuordnen, besteht ein kirchenrechtliches Delikt). Damals in der Rückrtittserklärung von „Benedikt“ (Februar 2013) gab es für ihn eine „Nicht-Einmischungs-Klausel“ : So habe „Benediktus“ seinem Nachfolger „bedingungslosen Gehorsam und Ehrerbietung“ versichert. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln – Jan. 2020).

Sollte Benedikt das Vorwort oder einen Artikel (zu dem Buch von Kurien-Kardinal Robert Sara) tatsächlich verfasst haben, dann hat er wirklich eine „rote Linie“ überschritten. Ob sich das auch alles so in Rom so zugetragen hat – wie es die Presse berichtet?...Zweifel hieran – vor allem, wenn man der „Presse“ blind folgt – dürften durchaus angesagt sein.

Dass Benedikt weiterhin auch unter seinem Papstnamen, immer noch im päpstlichen „Weiß“ gekleidet und mit dem Titel „Papst emeritus“ auftritt, führt gegenwärtig weltweit zu „Irritationen“:
Setzt man die Bezeichnung aber „analog zur Emeritierung“ von Bischöfen, dann hieße es, dass er mit allen Rechten Papst geblieben ist, aber von den Leitungsaufgaben entbunden wurde...

Wo bleibt denn eigentlich in Rom die viel gepriesene Demut und Bescheidenheit?
Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ So heisst ein „JESUS ZITAT“ AUS DER BIBEL.

Der derzeitige „mediale Tsunami“ gegen den emeritierten Papst Benedikt wird sich allerdings auch wohl bald wieder legen. In seinem fortgeschrittenen Alter mit nun 93 Jahren – ist Papst Benedikt nun doch schon sehr gebrechlich. Der ältere Bruder Georg Ratzinger (kath. Priester und Kirchenmusiker) des emeritierten Papstes Benedikt XVI. war am 1. Juli 2020 im Alter von 96 Jahren in Regensburg gestorben. Der emeritierte Papst hatte kurz zuvor ihn noch besuchen können.

I lift up my eyes to the hills – from where will my help come? (PSALM 121)

DER ZÖLIBAT

DUDEN: Der Begriff Zölibat, der einen religiös begründeten Verzicht auf die Ehe bezeichnet, entstammt dem lat. caelibatus = Ehelosigkeit. Während es in der Allgemeinsprache das Zölibat heißt, wird in der theologischen Wissenschaftssprache bevorzugt das Maskulinum „der Zölibat“ verwendet.

In der verkrustete Struktur unserer Kirche muss sich (also von Rom aus) schon seit langer Zeit dringend etwas ändern, auch eben im Hinblick auf den „Zölibat“. Der „konservativ-fundamentalistische Kurs“ des verstorbenen Johannes Paul II. wurde leider von seinen Nachfolgern bisher unverändert fortgesetzt (siehe weiter unten im Text Näheres hierzu).

Die zölibatäre, unnatürliche Einsamkeit, zu der ein Priester verdammt ist, steht doch im völligen Gegensatz dazu, dass jeder Mensch innige Zuwendung und Wärme sucht…manchmal läuft es eben in die falsche Richtung.
Das männliche Macht-Gefüge“ in der katholischen Kirche dominiert unverändert.

Fakt ist nun einmal, dass die „katholische Kirche“ wie auch „der Islam“ streng patriarchalische Organisationen sind.

Von einer Änderung diesbezüglich bzw. einer „Öffnung“ jedoch ist auch die katholische Bischofskonferenz (als stellvertretende Spitzen des kirchlichen Establishments) noch meilenweit entfernt.

Das letzte Wort hat immer Rom.

Johannes der Täufer (* etwa 5 v. Chr.; † um 30 n.Chr.) Bußprediger: Die Anhängerschaft von Johannes war zahlreich, darunter auch Jesus von Nazareth, der sich durch ihn taufen ließ. Das Fest der Geburt des Täufers ist der 24. Juni, der Johannistag, der in fast allen Kirchen begangen wird.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt“. (1 Johannes 3:1)

Die Lockerung des Zölibats

…wird nun sehr wahrscheinlich wieder um Jahrzehnte verschoben…
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INTERESSANTE HISTORIE: Erst „im 12. Jahrhundert“ wurde der Zölibat Pflicht: Unter Papst „Innozenz II.“ beschloss man „anno 1139“ auf dem zweiten Lateran-Konzil, den Zölibat für christliche Priester auf der ganzen Welt zur „Pflicht“ zu machen.
Die „spirituelle“ Begründung für die Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit lautete „um des Himmelreiches willen“ und Jesus sei ja auch unverheiratet gewesen. Es gab aber auch weltliche Gründe: Die Kirchengüter sollten bewahrt und vermehrt werden. Schließlich vererbten verheiratete Priester ihren Besitz ihren Kindern. Das Hab und Gut alleinstehender Kleriker fiel dagegen nach deren Tod der Kirche zu…
In den „darauf folgenden Jahrhunderten“ aber konnte bei vielen Klerikern überhaupt „keine Rede mehr von bedingungsloser Keuschheit“ sein: Der Bischof von Basel soll 20 Kinder gezeugt haben, der Bischof Heinrich von Lüttich sogar mehr als 60.
Selbst Päpste nahmen das Enthaltsamkeitsversprechen nicht immer ernst: So soll Papst Innozenz VIII. im 15. Jahrhundert mindestens 16 Kinder gehabt haben, sein Nachfolger Papst Alexander VI. immerhin fünf..

„Ein Zölibat für Priester ist weder historisch noch theologisch gerechtfertigt“, schrieb in seinem neuen Buch der bekannte Theologe „Hubert Wolf“ über Machtfragen in der katholischen Kirche und das eiserne Beharren auf absurden Zuständen.
(Hubert Wolf, geb. 1959, ist Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster/Westf. 1985 wurde er zum Priester geweiht). Das aktuelle Buch von Hubert Wolf (Verlag C. H. Beck) trägt den Titel: „Zölibat. 16 Thesen“, München 2019.

 Das Fronleichnamsfest (Mitte Juni): Der Mittelpunkt – des aus dem 13. Jahrhundert vom Papst Urban IV. (anno 1261-1264) eingeführten Feiertages – ist die Monstranz (lat. monstrare – zeigen). Es ist ein sehr prunkvolles, kostbares Gefäß aus Gold und Edelsteinen mit einem Fenster, in dem eine geweihte, besonders große Hostie zur Verehrung und Anbetung der Eucharistie (symbolhaft für den Leib des Herrn) für jeden sichtbar gezeigt wird.

Wenn alle Katholiken wüßten, dass es den Zölibat erst seit rund tausend Jahren gibt, würde es eine heftige Diskussion geben, warum er in den ersten tausend Jahren unserer Kirchengeschichte für Priester überhaupt nicht existierte und bis heute u.a. nicht einmal in den anderen z.B. christlich-orthodoxen Kirchen existiert.

Absurd seien zudem die „Ausnahme-Regelungen“, die es in der katholischen Kirche für den Zölibat gebe: „Priester“ der mit Rom vereinigten „Ostkirchen“ dürften zum Beispiel heiraten – dort gelte die Ehelosigkeit nur für Bischöfe. Auch Männer, die „konvertiert“ sind und zu katholischen Priestern geweiht werden, könnten weiter mit ihren Familien zusammenleben und viele andere mehr…

Das sind wichtige Punkte, um den generellen Zölibat „zu Recht in Zweifel zu ziehen“. Nicht zuletzt sei mit dem Zölibat viel Leid und Heuchelei verbunden, denn viele Priester hätten heimliche Beziehungen und „Nachwuchs“ , verbunden mit enorm viel seelischem Schmerz für alle Beteiligten…so die Kritiker. (Quelle: www. planet-wissen.de)

VERBOTENE LIEBE – Es ist eine Tatsache: Viele Priester leben heute heimlich in einer Beziehung und alle Beteiligten (vor allem deren Kinder) leiden sehr darunter.


Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1 Korinther 13:13)

Man habe folgenden „Grund für den Zölibat“ genannt: „Der katholische Priester darf „keine andere Braut“ haben als die Kirche, „keine anderen Kinder“ als die Kirchenkinder, dieser „seiner“ Familie muss sein ganzes Herz gehören …

Demgegenüber aber läßt sich u. A. geltend machen, dass wohl noch nie ein Volk auf die Idee gekommen ist, sein König oder Fürst würde deshalb weniger ein milder, gütiger Landesvater sein, weil er im Begriffe steht, ein glücklicher Hausvater zu werden“. „Zitat“: Karl von Hase (1800 – 1890) war deutscher evangelischer Theologe, Professor der Theologie an der Universität Jena und großherzoglich sächsischer Geheimrat.

EIN WEISES ZITAT, DASS BEREITS VOR ÜBER HUNDERT JAHREN GESCHRIEBEN WURDE.. und nicht bis heute „erkannt“ wurde…


„Die Frankfurter Paulskirche ist ein Ort mutiger Träume. Hier wurden neue Zeiten ausgerufen. Hier haben Menschen die Freiheit beschworen. Und vor allem haben sie daran geglaubt, dass eine Gesellschaft die Fehler der Vergangenheit hinter sich lassen kann und die Kraft zur Erneuerung aufzubringen vermag“. „Zitat“: Joachim Gauck (*1940) ist ein deutscher parteiloser Politiker und evangelischer Theologe. Er war vom 18. März 2012 bis zum 18. März 2017 der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Historikerin: „Äbtissinnen“ hatten im Mittelalter sogar Priester ernannt!

HISTORIE: Bis zu den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 1965) hatten – laut Historikerin Annalena Müller die Frauen mehr zu sagen in der Kirche.
Vor allem „Geistliche Frauen“ hatten bereits schon im Mittelalter wesentlich mehr Macht als heute. „Äbtissinnen“ hatten sogar Priester ernannt – z.B. für „die Pfarreien, die ihrem Kloster unterstanden“ erklärte die Historikerin in einem Interview dem schweizerischen „Online-Portal: kath.ch“ .

„Wenn man mit Macht, Einfluss, vor allem Gestaltungs- und Entscheidungs-Vollmachten meint, dann gab es hier sehr viele mächtige Klosterfrauen im Mittelalter, vor allem eben die genannten Äbtissinnen.“ Diese seien auch als Politikerinnen aufgetreten, hätten die Klöster nach innen und außen geleitet und hätten teilweise sogar ein Stimmrecht im Reichstag gehabt. (Info: Der „Reichstag“ des Heiligen Römischen Reichs wurde von anno 754 bis 1806 in teils lockerer Folge an wechselnden Tagungsorten abgehalten).

Allerdings war das Mittelalter eine strenge Ständegesellschaft. So galt für Frauen wie für Männer: Echte Chancen hatte nur, wer von Geburt an privilegiert war. Wer von niederem Stand war, arm und ohne mächtige Verwandte, dem blieben Aufstiegsmöglichkeiten meist versagt. Die Äbtissinnen herrschten über die dort lebenden abhängigen Bauern und sprachen auch „Recht“. Das Stift Essen zum Beispiel besaß im heutigen Ruhrgebiet Ländereien zwischen Emscher und Ruhr mit rund 3000 Bauernhöfen. Die Siedlung rund um das Stift erhielt im 13. Jahrhundert sogar „Stadtrechte“ und die Äbtissinnen stiegen vor allem zu „Reichsfürstinnen“ auf.
Sie betonte weiter, dass nur ausschließlich adlige Frauen solche hohen Positionen erreichen konnten. „Eine Bauerntochter hingegen wurde damals weder Nonne noch Äbtissin eines mächtigen Klosters.“ ABER selbst die Messe feiern oder Priester weihen, dies hätten die Frauen natürlich nicht gedurft, „denn die Weihevollmacht war immer schon nur Männern vorbehalten“, sagte die Historikerin. „Das Zweite Vatikanische Konzil“ hat die << juristische Leitungsvollmacht >> an die Weihevollmacht gebunden. Seit den 1960er-Jahren kann also auch nur noch ein „Bischof“ einen Priester ernennen“ so die Historikerin.

ORDENSSCHWESTER IM GEBET

Bei den Frauenorden ist die Zahl der Gemeinschaften, Niederlassungen und Mitglieder in Deutschland (vor allem in Pflegeberufen, Erziehung und Sozialarbeit) erstaunlicherweise um ein Vielfaches größer als bei den Männerorden. Quelle: DOK -Deutsche Ordensobernkonferenz, Bonn)


ORDENSSCHWESTER HEUTE IM GESPRÄCH MIT RATSUCHENDEN IM GLAUBEN
Knapp 20.000 Nonnen oder Ordensfrauen lebten noch im Jahre 2013 in Deutschland – die Gemeinschaften werden Jahr für Jahr kleiner… (www.spiegel.de – Panorama – Panorama 15.12.2013)

Der Synodale Weg

Er ist ein Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er soll der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

MHG = wie schon oben erwähnt: Ein Kürzel der Institutsstandorte der Konsortiumsmitglieder (Mannheim, Heidelberg, Gießen)

Waren diese einst so mächtigen Frauen in der Kirche heute Vorbilder für „Maria 2.0“?


Gruppe: Maria 2.0.

Ein Lichtblick? In dieser Hinsicht sind seit Anfang 2019 sehr „aktive Gruppierungen“ am Werk, wie z.B. die tatkräftig wirkende Gruppe: Maria 2.0. Diese Initiative begann im Bistum Münster/Westfalen.
Maria 2.0 ist keine Gruppe einer bestimmten Gemeinde, sondern eine freie Initiative von ausschließlich christlichen Frauen in Deutschland. Die Forderungen der Initiative richten sich gegen althergebrachte, überholte Machtstrukturen in der kath. Kirche. Die Initiative fordert Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Kirche.
Die zunächst kleine Gruppe hat mit klar formulierten Forderungen und einer klugen Aktion eines Kirchenstreiks eine europaweite Welle ausgelöst und deutlich folgendes ausgesprochen:

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er soll der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

Der synodale Weg sei vielleicht eine Chance für Deutschland, über die Stärkung der Rechte der Frau in der Kirche nachzudenken und dazu gehörte auch die Weihefrage, die jetzt leider kürzlich wiederholt (aktuell: Februar 2020) von Papst Franziskus – wohl endgültig – ausgeschlossen wurde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.??… Es ist wohl schon so…

Trotzdem ist die Rolle von Frauen in der Kirche in der jüngeren Vergangenheit nun wieder verstärkt Gegenstand der aktuellen Diskussion geworden. Unter anderem wollte sich auch der jetzt 2019 von den „deutschen Bischöfen“ beschlossene „synodale Weg“ mit dem Thema beschäftigen.

Die Reformbewegung „Maria 2.0“ und der synodale Weg

Diese neue Reformbewegung fordert schon lange solidarisch auch mehr Beteiligung an ihrer Gruppe, vor allem auch von allen Christinnen.

Die Äbtissinnen, Nonnen und Beginen im Mittelalter könnten doch Vorbilder für die Initiative sein, da sie ganz „selbstverständlich“ Rechte, Verantwortung und Einfluss in der Kirche ausgeübt hätten, sagte die Historikerin Annalena Müller.

„Darum geht es ja bei ‚Maria 2.0‘: Dass „weibliche“ Mitsprache die allgemein gültige Norm im Christentum wird und nicht nur als selten gestattete „Ausnahme“ angesehen wird.“ Die „Initiative Maria 2.0“ ist übrigens nicht die erste Initiative von Frauen, welche „die Kirche als Institution“ kritisch sehen und ständig Reformen anmahnen, aber überhaupt nicht gehört werden.

Initiativen wie „Maria 2.0“ zeigen uns, dass die Menschen, die den Kirchen nahe stehen, allgemein „deutliche“ Veränderungen in ihren Kirchen wollen.

Wir alle – als Christen – hätten einen guten Grund die 2000 Jahre alte Botschaft überzeugend weiter zu verkünden. Viele dieser „hilflosen“ kirchlichen sog. „Reform-Debatten“ – mit vielen „Ausflüchten“ in der letzten Zeit – wirkten bisher nur wie eine unfähige Reaktion auf den Skandal des priesterlichen Missbrauchs, den Priestermangel und den drängenden Fragen nach der „Stellung“ der Frau in der Kirche: Gerade jetzt, wo die Kirchen immer leerer werden und die „Gläubigen“ immer weniger werden, ist diese päpstliche Ablehnung ein absolut katastrophales Signal für alle Christen in dieser Welt.

Alpha und Omega
Die Buchstaben Alpha und Omega sind ein Christussymbol. Das Alpha (A) ist der erste, das Omega (Ω) der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. So wie die beiden Buchstaben A und Ω das Alphabet einrahmen, so umfasst Jesus Christus das Leben der Welt. Mit seiner Liebe begleitet er das Leben jedes einzelnen Menschen vom Anfang bis zum Ende. Jesus sagt: „Ich bin das A und das Ω, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offenbarung 22,13; vgl. auch Offenbarung 1,8). Heidi Rose, Copyright Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer

Es ist wie die Reaktion einer „sterbenden“ Kirche, die am Boden liegt. Nach außen hin, wirkt sie zwar immer noch als sehr „reich und mächtig“ (gerade wenn man sich „ROM“ ansieht) mit aller Pracht und Herrlichkeit.
Faktisch aber merkt „DIE KIRCHE“ noch nicht einmal, dass sie schon weitgehend „das Vertrauen“ vieler Mitglieder und der Gesellschaft fast verloren hat: Und das ist doch ihr allerwichtigstes „Kapital“.

…“Und so klein die „Katholische Kirche“ hier in Deutschland auch sein mag: Die Welt schaut schon nach Deutschland!“ (Zitat: Münsteraner Kirchenrechtler „Thomas Schüller“ ).


OKTOBER 2019 -DIE „AMAZONAS-SYNODE“ :

Es ging mittlerweile nicht mehr nur um den „Priestermangel“ im gesamten „Amazonas-Gebiet“ : Diese Synodemit 200 Bischöfen – wurde im Oktober 2019 in Rom (Vatikan) abgehalten.
Das Thema lautete „Amazonas: Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“.
Ein „weiteres Thema“ war auch die Rolle der Frau in der Kirche – und insbesondere die Frage, wie neue weibliche „Dienstämter“ aussehen könnten. Von einem stärkeren Mitspracherecht in der Gemeindeleitung über ein „Diakoninnen-Amt“ bis hin zu ordinierten weiblichen „Gemeinde-Leiterinnen“ reichte der Bogen dessen, was diskutiert wurde. (SIC)

Weniger spektakulär und fast schon konsensfähig war der Vorschlag, die Möglichkeit der Priesterweihe verheirateter Männer („viri probati“) zur Abstimmung zu stellen. Dem Vernehmen nach sprach sich im Oktober 2019 eine „deutliche“ Mehrheit von „Rednern“ unter den Bischöfen für dieses Modell aus. (Quelle: mk-online, Sankt Miachaelsbund). Letztendlich wurde dieses natürlich wieder nur in Rom entschieden…Punkt.
Erst 5 Monate später (2.2020) kam von unserem Pabst die „negative“ Antwort aus ROM: Reformhoffnung… ADÈ.

DIE ROLLE DER FRAU SPIELT KEINE ROLLE MEHR

AKTUELL: Papst Franziskus lehnt „Weiheämter“ für Frauen – etwa als „Diakoninnen“ – ab: Gerade erst (Februar 2020) hat Papst Franziskus in seinem jüngsten „Apostolischen Schreiben“ (Querida Amazonia) sämtliche „Reform-Hoffnungen“ gedämpft und in seinem „nachsynodalen Schreiben“ das Weiheamt für Frauen „grundsätzlich“ ausgeschlossen. Im Abschlussdokument der sog. Amazonas-Synode „vermeidet“ er zudem auch jegliche Zusage – in Ausnahmefällen – z.B. verheiratete Männer als Priester zuzulassen.

Der Papst habe „entschieden, nicht zu entscheiden“.

Der Wiener Theologe Jan-Heiner „Tück“ wörtlich: „Keine Lockerung des Pflichtzölibats, keine „viri probati“…einfach NICHTS: Franziskus lehne den Abschlussbericht der Synode in diesem Punkt nicht ab, er befürworte ihn aber auch nicht...
Enttäuschungen auf der ganzen Linie bei allen Beteiligten. Das Thema wird mal wieder totgeschwiegen.

Die ewig gestrigen „Reform-Skeptiker“ haben nun wieder „Oberwasser“ bekommen und sind vom Vatikan erneut bestätigt worden, sie haben das WORT des Papstes nun auf ihrer Seite… die deutschen Katholiken allem Augenschein aber nicht….

ANNO 1994 … Gut 25 Jahre danach ist die katholische Kirche genau an diesem Punkt wieder angekommen
Ein Schritt vor und zwei zurück.
Dieses päpstliche Schreiben – auch zur Ehelosigkeit von Priestern – wurde damals auch schon im Codex Iuris Canonici (1917) kirchenrechtlich und erstmals mit universaler Gültigkeitfestgeschrieben„. Gezielte päpstliche, strenge „Diskussionsverbote“ – etwa beim Zweiten Vatikanischen Konzil (im Jahre 1962 –  Papst Johannes XXIII)– erhalten diese bis zum heutigen Tag aufrecht. (Quelle: Analysen-Bericht: „Auszug“ : Rheinische Post vom 13.2.2020)

Der gerade erst begonnene synodale Weg wird nun deutlich kürzer sein, ob er überhaupt noch Sinn hat, ist aktuell die Frage… da die wichtigsten Fragen, welche die Synodalversammlung offen stellte, nun abrupt vom Vatikan frühzeitig abgeräumt wurden…? Man wird sehen…die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…
Der Synodale Weg war ein hoffnungsvolles Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er sollte eigentlich der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

Dies hat nun deutlich „Auswirkungen“ über künftige Debatten der katholischen Kirche in Deutschland:
Das aktuelle päpstliche Schreiben untermauert nun erneut das einstige „Apostolische Schreiben“ von 1994 („Ordinatio Sacerdotalis“) vom damaligen Papst „Johannes Paul II“ : „...dass die Kirche keinerlei Vollmacht habe, Frauen die Priesterweihe zu spenden und dass sich ENDGÜLTIG alle Gläubigen der Kirche an diese Entscheidung zu halten haben“.
Für immer und ewig…?


„Heillos gesund überlebt der kirchliche Apparat das Verschwinden Gottes aus ihm. Er hat es noch nicht einmal bemerkt“. Zitat: © Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker


?? REFORM-KURS: SYNODIALER WEG? Trotz aller Schwierigkeiten ist ein erneuter Versuch trotzdem sehr, sehr wichtig, diesen fortzusetzen. Man muss eben immer miteinander „im Gespräch bleiben“ .

„DIESER WEG WIRD KEIN LEICHTER SEIN“ sang schon Xavier Naidoo 2005… 😉


„Was Maria 2.0 bewegt und fordert, ist nicht nur allein eine Sache der Frauen. Es ist ein heftiges Anliegen aller, die ihre katholische Kirche lieben und als einen Ort ihrer Beheimatung empfinden“, schreibt etwa Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ (Juli 2019).
Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt „große Sympathie“ für Maria 2.0 : „Jesus hat seine Botschaft allen Menschen gleichermaßen verkündet, unabhängig vom Geschlecht und unabhängig davon, wer wen liebt.“
Ohne das „besondere Engagement von Frauen“ würde das konkrete Gemeindeleben vor Ort in vielen Fällen völlig zum Erliegen kommen – kirchliche Krankenhäuser und Pflegedienste übrigens auch. Spahn betonte: „Das Bestehende zu hinterfragen, sich klug zu erneuern, tut oft gut.“

Anfang Februar 2020 wurde jetzt die erste Versammlung des „synodialen Weges“ (voraussichtlich nun weiter halbjährlich) in Frankfurt abgehalten und über diverse Reformen (zwei Jahre lang) beraten: Wie z.B. über die Änderung des Pflicht-Zölibats, die Sexualmoral und das „Weiheamt“ für Frauen: Dieses Thema ist ja nun endgültig „vom Tisch“.

Wie es jetzt in Corona-Zeiten wohl weitergeht?

Zwei Jahre soll dieser „Synodiale Weg“ dauern. Es geht um einen allgemeinen Wandel, der Glaubwürdigkeit und Vertrauen wieder in der Kirche und ihren Vertretern herstellen soll. Die deutschen Bischöfe hatten diesen Reformprozess im Frühjahr 2019 alle mit großer Mehrheit beschlossen. Er soll nun vor allem auch nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen und zugleich nach Wegen für die Zukunft des kirchlichen Lebens insgesamt suchen.
Das Hauptproblem ist aber, dass viele Menschen einfach nicht mehr „glauben“ und daher eine verstärkte „Evangelisierung“ (Missionierung) notwendig sein wird.
Der Synodale Weg ist ein Gesprächsformat für eine „strukturierte Debatte“ innerhalb der Katholischen Kirche in Deutschland. Er soll eben auch der Aufarbeitung von vielen anderen drängenden Fragen dienen.

Der Mainzer Bischof „Peter Kohlgraf“ hat den Aktivistinnen von „Maria 2.0“ versprochen, ihre Anliegen nun erneut im Vatikan vorzubringen. Auch eine Gruppe von Pfarrern und Diakonen aus dem Erzbistum Freiburg hat sich den Forderungen der Initiative „Maria 2.0“ für grundlegende Veränderungen in der katholischen Kirche angeschlossen. Ein entsprechender im Januar 2020 im Internet veröffentlichter Appell wurde inzwischen von knapp 100 Priestern und 40 Diakonen unterzeichnet. Darunter sind etwa der Jesuit Klaus Mertes, der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff und der Karlsruher Dekan Hubert Streckert. (QUELLE: katholisch.de)

Den Diakonat der Frau sieht der Stuttgarter BISCHOF Gebhard Fürst nach eigenen Worten weiter als „erstrebenswerte Möglichkeit“ an, für die er sich auch in Zukunft einsetzen werde.

Auch der Ruhrbischof „Franz-Josef Overbeck“ bedauert das Festhalten der Papstes am Zölibat. Nach seinen Worten ist das Papst-Dokument „Ausdruck einer 2000 jahre alten Kirche“… Ähnlich kritisch bewertet das Zentral-Komitée der deutschen Katholiken (ZdK) das jüngste Papier aus Rom. (Quelle: Analysen-Bericht: „Auszug“ Rheinische Post vom 13.2.2020)


Immerhin soll Papst Franziskus eine weitere Kommission eingesetzt haben, die überprüfen soll, was es mit den „Diakoninnen“ in der frühen christlichen Kirche auf sich hatte…


Initiative Maria 2.0 aus Münster /Westf.

Gläubige wollen nicht warten, bis der Vatikan die maroden Strukturen erneuert. Sie fordern eine schonungslose Aufklärung der Missbrauchsfälle und echte Geschlechtergerechtigkeit bis hin zur Öffnung der Weiheämter für Frauen.Die #MeToo-Bewegung hat das Bewusstsein für Sexismus geschärft. Mit ihrem Kampf für eine geschwisterliche Kirche trifft die Initiative „Maria 2.0“ aus Münster einen Nerv der Zeit.

Protest der Frauen mit breiter Unterstützung

Die katholische Kirche befindet sich in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte. Weltweit wird gefordert, die Machtstrukturen des exklusiven Männerzirkels aufzubrechen. Was treibt engagierte Katholikinnen um, die trotz der Skandale dieser Kirche treu bleiben? Die Frauen von „Maria 2.0“ sind keine Einzelkämpferinnen. Aus der Bevölkerung und von Katholikinnenverbänden erhalten sie bundesweit und auch international immer mehr Zuspruch. Mit ihrer Online-Petition haben sie rund 45.000 Unterschriften von Unterstützer*innen erhalten, die sie dem Papst übergeben wollen.

Aus Sicht von Maria 2.0 ist es bereits „fünf nach zwölf für dringende Veränderungen in der Kirche“


MARIA 1.0 gegen MARIA 2.0: Die Gegenbewegung zur Protestbewegung:

Die Lehrerin Johanna Stöhr aus dem „oberbayerischen“ Schongau rief die neueste Aktion „Maria 1.0“ im Mai 2020 als Reaktion auf die Bewegung „Maria 2.0“ ins Leben, die sich ja schon vor einiger Zeit von Münster/Westf, aus zu einer bundesweiten Protestwelle samt „Kirchenstreik“ gegen eine männerdominierte katholische Kirche und für den Zugang von Frauen zu Weiheämtern entwickelt hatte.
Stöhr ist der Ansicht, „Maria braucht kein Update“. Ihre Initiative wolle zeigen, „dass es auch Frauen gibt, die treu zur Lehre der Kirche halten“. Quelle: Kirche-und-Leben.de

Zu Wort kommen vor allem Johanna Stöhr, Initiatorin der Gegeninitiative „Maria 1.0“, und der Weihbischof Schwaderlapp, beide erbitterte Gegner der Münsteraner Reformbewegung. Die Kontroverse wird angesichts des schwindenden Gehorsams von Frauen sehr emotional geführt.


Die Kirchenrebellinnen – Maria 2.0
am Sonntag, 9. August 2020, 17:30 bis 18 Uhr im Ersten

Die Sendung ist ab Samstag, 8.8.2020, 16 Uhr, ein Jahr lang in der ARD Mediathek unter ARDmediathek.de verfügbar.


August 2020: Heftige Debatten auch über die neueste Vatikan-Instruktion – auch in Deutschland:

Die Neue „Vatikan-Instruktion“ zu Reformen in katholischen Gemeinden trägt den Titel: „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst der missionarischen Sendung der Kirche“. Sie hebt unter Berufung auf das Kirchenrecht – die wichtige Rolle der „Pfarrers“ hervor. Das Schreiben „widerspricht direkt“ (!!) Bestrebungen „die Pfarrleitung“ in die Hände von Teams aus Priestern und kirchlich Engagierten anzuvertrauen. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln vom 7. 8. 2020)

Während Kardinal Rainer Maria Woelki die von der vatikanischen „Kleruskongregation“ veröffentlichte „Instruktion“ direkt verteidigte, übten viele deutsche Bischöfe und Laienvertreter deutliche Kritik an dieser„Vatikan-Instruktion“.

Die umgehende Reaktion einiger deutschen Bischöfe:
Aus Sicht des Münchner Kardinals „Reinhard Marx“ habe diese „Instruktion“ Misstrauen gesät und Gräben vertieft, was zu neuen Spannungen und Spaltungen führe…
Auch der Trierer Bischof „Stephan Ackermann“ war irritiert darüber, dass vom Thema Missbrauch und Prävention keinerlei  Problembewusstsein zum Ausdruck gekommen sei…
Der Würzburger Bischof „Franz Jung“ vermisste innovative Ansätze, er hätte neue Sichtweisen erwartet…
Aus Sicht des Bamberger Erzbischofs „Ludwig Schick“ hätte das Papier besser nicht veröffentlicht werden sollen…
Deutliche Kritik und Befremdung kam auch vom Essener Bischof „Franz-Josef Overbeck“ ebenso wie von dem Rottenburg-Stuttgarter Bischof „Gebhard Fürst“, dem Osnabrücker Bischof „Franz-Josef Bode“ und vielen anderen ranghohen kirchlichen Würdeträgern. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln vom 7. 8. 2020)

Aus Hamburg meint „Erzbischof Stefan Heße“: „Man sollte offen über die Frauenweihe diskutieren… – Auch mit dem 1994 veröffentlichten Schreiben vom damaligen Papst Johannes Paul II zum „Ausschluss“ von Frauenpriestertum sei die Angelegenheit für ihn noch nicht erledigt…“
„Die Diskussion ist nach wie vor da, sie ist sehr lebendig, und sie ist nicht durch ein Papier zu ersticken!“ Laut Heße gibt es viele neue Argumente, die überdacht werden müssten. „Die historische Perspektive ist eine – aber die sei nicht alles.“ Heße ist Mitglied des Forums „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ beim „Synodalen Weg“. Mit Blick auf diesen Refomprozess äußerte er die Hoffnung: „…dass strittige Fragen“ dort auf „Herz und Nieren“ geprüft werden würden und die Bischöfe das Resultat danach nach Rom brächten. Er sei da aber nicht sehr optimistisch, dass die Fragen dort auch beantwortet bzw. gelöst würden…(Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln )

Die Vatikan-Instruktion wird nun sowohl in Rom, als auch „Anfang“ September 2020 bei de nächsten Runde des „Synodalen Wegs“ und der Vollversammlung der deutschen Bischöfe „Ende“ September 2020 in Fulda weiter diskutiert werden…

Die Kirche kann nicht sie selbst sein ohne Frauen und deren Rolle. Die Frau ist für die Kirche unabdingbar. Maria – eine Frau – ist wichtiger als die Bischöfe“. Zitat: Papst „Franziskus“ (*1936) war früher gelernter argentinischer Chemietechniker, Philosoph und Theologe.

Aktuell (Juli 2020) warf die Kölner Kabarettistin „Carolin Kebekus“ dem „ältesten!“ Männerverein der Welt  – in ihrer ARD-Schau (in einem „Rap“) – „Frauenfeindlichkeit und Sexismus“ vor:

Kritik übte umgehend die katholischen Bischofskonferenz: „Bei aller Liebe zur Satire wären wohl ihre blasphemischen Äußerungen auch verletzend“.
Neben der Kritik gab es aber auch aus den Reihen der kath. Fraueninitiative Maria 2.0 recht positive Reaktionen.

Die alte Forderung nach einem Weihe-Amt für Frauen hatte Kebekus erwähnt. „Der Rap sei pointiert, zielgruppengerecht, hartnäckig und frech“, sagte Barbara Krug von der Maria 2.0 Gruppe in Düsseldorf der Rheinischen Post: „Manchmal helfe eben nur noch Satire, denn wir wollen unsere Kirche nicht verlassen und die Deutungshoheit einigen machtbewussten Männern überlassen.“

Beim Synodalen Weg – dem Reform-Prozess der kath. Kirche – gibt es auch das Forum: „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Der Münsteraner Bischof Felix Genn (im Synodalforum: Priesterliche Existenz heute) äußerte sich zwar nicht zu dem Lied – wies aber darauf hin, dass „wir heute eine andere neue Machtverteilung brauchen, ganz konkret: Ein neues Verhältnis von sog. Laien und Priestern von Haupt- und Ehrenamtlichen, von Männern UND Frauen in der katholischen Kirche.“ Er betonte, dass er die Gruppe Maria 2.0 ernst nehme und mit ihnen im Kontakt und im Gespräch sei. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln)


Die evangelische Kirche hat übrigens viele „Hindernisse“ – wie z.B. den „Zölibat“ nicht, und dennoch verlassen auch sie immer mehr Gläubige. Auch dort werden die Kirchen immer leerer.

Das Zentralproblem – nicht nur in Mitteleuropa – scheint zu sein, dass Gott einfach von vielen Menschen nicht mehr „gebraucht“ wird, dass er im Leben der Menschen nicht mehr vorkommt. Es gibt keine Begeisterung mehr, man „brennt“ nicht mehr für den Glauben, so wie einst.

Es ist kein wirklich „gelebter“ Glaube mehr, wie zum Beispiel der tiefe Glaube der Muslime in den islamischen Ländern.


Ein kleiner Funken Hoffnung?

Es ist aber übrigens doch nicht so ganz richtig, dass „alle Christen“ auf unserer gesamten Welt total auf dem Rückzug sind.
In wenigen Teilen von Zentral- und Süd-Afrika, Lateinamerika und manchen Ländern in Asien „blüht ein zartes Pflänzchen“: hier soll die Zahl der Christen sogar nachweislich wieder zunehmen. Doch dort droht derzeit eine andere große Gefahr:

Das Erstarken radikaler Sekten

„So gibt es auf der Südhalbkugel unserer Erde hier auch das gefährliche „Erstarken radikaler protestantischer Sekten“, evangelikaler oder Pfingstkirchen oder stark orthodoxe Formen des römischen Katholizismus„. (Quelle: „Philip Jenkins“, britische Historiker und Religionswissenschaftler).
Sein Standardwerk: „The Next Christendom – The Coming of Global Christianity“: Hier prognostiziert Jenkins eine „neue christliche Revolution“ sowie Religionskriege wie im europäischen Mittelalter.
Mitglieder von „Pfingstgemeinden“ vertrauen z.B. auf die Wirkung des Heiligen Geistes, auf Wunderheilungen und sog. „Erweckungserlebnisse“ .Die Bibel wird ganz wörtlich ausgelegt. In Afrika kommt vor allem die Furcht vor Hexen und bösen Dämonen hinzu. Im Kongo etwa wurden noch 2001 mehr als tausend angebliche Hexen getötet.
Ein Rückkehr ins tiefste Mittelalter.

Religiöser Fanatismus ist uns selbst fremd.

Die ganze Bibel hindurch kündigen Propheten den einen Messias an, der für die Schuld der Welt sich selbst opfern wird und die Menschheit dadurch von dem Fluch befreit. In Jesus haben sich die alten Prophezeiungen erfüllt. Jesus war völlig ohne Schuld, aber er nahm die Dornenkrone auf sich. Er gab sein Leben für alle, die nicht mehr getrennt sein wollten von Gott. So ist die Dornenkrone damit auch ein Symbol für das Wunder von Ostern: Der Wiederauferstehung des Herrn, unseren Gott. (Quelle: livenet.de)

UNSERE NACHKOMMEN – UNSERE NEUE JUNGE GENERATION:

Es gibt in unserer jetzigen Jugend zwar auch einige Ausnahmen, aber nach der Generation Y (1980-2000 Geborene) ist nun für die meisten Kids der „Generation Z“ (ab 2000 Geborene) die christliche Botschaft weitgehend unbekannt und „OUT“...für sie sind aktuell die Video-Plattform „YouTube“ und ihre „Influencer“ das neue „Heilversprechen“, das eine immense Faszination auf sie ausübt. RTL war gestern, ARD vorgestern…

Mit Vertrauen vorwärts in unsere Zukunft?

Durch die Jugend -„Messe“ YouTube in Berlin oder aber auch das „YOU-Summer“ Festival in Berlin (Europas größtes Jugendevent für Creator, Influencer & Brands mit über 200 Ausstellern) werden jährlich tausende Jugendliche angelockt. Es sind also gerade solche Dinge, die Experten von der neuen „Generation YouTube“ sprechen lassen. Ihre Vorbilder sind Stars wie Gronkh, Fresh Torge oder LeFloid u.a….die neue „Generation Z“ ist komplett „digital mit dem Netz“ aufgewachsen. Im Netz gibt es keine Hierarchien. „YouTuber“ wie REZO & Co. sind die Idole d.h. die neuen machtvollen, anbetungswürdigen „Götter“ der heutigen Generation.
Gleichzeitig hat, wie gewohnt der bekannte Esoterik-Quatsch weiter seinen ständigen, unverständlichen Zulauf.
Wer oder wo sind denn dort eigentlich die neuen „Heilsbringer“?
WOHIN IST JESUS VERSCHWUNDEN?

Und wer ist eigentlich überhaupt nochmal „GOTT“? 
FORGOTTEN?


Besteht noch Hoffnung?

Manchmal sehe ich jetzt öfters – wie oben schon erwähnt – in jungen Familien wieder, wie kleinere Kinder schon früh – von der Kirche vor Ort und vor allem vom Elternhaus gefördert – sehr gerne den Gottesdienst mit ihren Eltern besuchen. Auch an den meisten hohen Feiertagen besuchen hier wieder mehr Gläubige ihre Kirchen.
Das lässt vorsichtig hoffen. Alles steht und fällt im Leben eben immer mit dem eigenen und dem kirchlichen Engagement vor Ort! Der Herr „Pfarrer oder Pastor“ ist immer noch seit jeher die treibende Kraft, ob es ein gut funktionierendes Christenleben in der Gemeinde gibt und der „Nachwuchs“ wieder – durch manch junge, gläubige Familien mit ihren Kindern – neu dazu kommt.
Das war schon immer so, auch damals bei unseren Kindern, die sich in der kath. Pfarrgemeinde bei gleichaltrigen Jugendlichen und einem charismatischen „Pfarrer“ sehr wohl fühlten und sich heute hier auch als Erwachsene in der Kirche engagieren.

„Viel wirst du geben, wenn du auch gar nichts gibst als nur das Beispiel „ . Zitat: Lucius Annaeus Seneca lebte ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr. – genannt Seneca der Jüngere, er war römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller.

Die größte Herausforderung für das Christentum ist weltweit gegenwärtig zweifellos der ISLAM. Hierzu gibt es von mir einen gesonderten, ausführlichen Blog unter: „DER ISLAM und das Christentum“ .

Ich wünsche uns allen – „Salam aleikomauch all unseren muslimischen oder andersgläubigen Nachbarn – für die Zukunft religiöse Toleranz, Frieden, für uns alle ein harmonisches Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme. Neid und Egoismus sollten verbannt werden, das Wichtigste sollte sein, immer füreinander da zu sein.


Blog-Thema „CHRISTENTUM und islam“ wurde veröffentlicht zuerst am 10.5.2019 – bearbeitet im Januar 2020: Der erste Blog wurde in zwei Blogs aufgeteilt und umgenannt in „Christentum aktuell: Probleme und Chancen“. Der ehemalige „Islam-Blog-Anhang“ , wurde ebenfalls zu einem erweiterten, eigenen separaten BLOG: „Der Islam und das Christentum“ neu verfasst.