LESEDAUER: Zirka 50-60 min. je nachdem wie ausführlich 😉

Zeit ist ein hohes Gut… gerade in unserer jetzigen Zeit, scheint niemand mehr Zeit zu haben… das Leben – wie wir es bisher kannten – verändert sich gerade… Dieser Artikel ist sehr ausführlich, er ist wie ein kl. Buch zu lesen, das liest man ja auch schon mal in „Etappen“… Man braucht also etwas Zeit…

  • Zeit, die man sich nimmt, ist Zeit, die einem etwas gibt… Zitat von © Ernst Ferstl (*1955): Er ist ein österreichischer Lehrer und Schriftsteller.

AKTUELLES:
Eine Welt-Synode ist nun geplant: Eine kirchliche Erneuerung?

  • 21.05.2021: Kurz vor Pfingsten kam aus Rom die Nachricht: Ein neuer zweijähriger, synodaler Prozess ist geplant. Ein weltweiter synodaler Weg…

AUF DEM WEG ZU EINER SYNODALEN KIRCHE:
Gemeinschaft – Partizipation und Mission.


Die Bischofssynode gibt ein neues Verfahren bekannt: Papst Franziskus wird Ende dieses Jahres (2021) einen synodalen Weg in drei Schritten eröffnen, der mit breiten, weltkirchlichen Konsultationen und Unterscheidungsprozessen auf die Bischofssynode zum Thema Synodalität im Herbst 2023 zuführt. Das hat der Vatikan nun öffentlich bekannt gegeben.

Die kommende 16. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode (2023) widmet sich dann vor allem dem Haupt-Thema „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“. Sie war ursprünglich für Oktober 2022 einberufen und findet (nach der nun veröffentlichten Vorgabe) gestreckt auf zwei Jahre von Herbst 2021 bis Herbst 2023 statt. Ein umfassender synodaler Prozess werde nur dann „wahrhaft verwirklicht, wenn die Teilkirchen (Ostkirchen) in diesen mit einbezogen werden“, heißt es in dem päpstlichen Dokument.


Juli 2020: Der Malteser Mario Grech wird neuer Generalsekretär der Bischofssynode im Vatikan.

Aus einem Schreiben des Generalsekretärs der Bischofssynode, Kardinal Mario Grech (*1957), an die Bischöfe, geht hervor, dass bereits im Herbst dieses Jahres 2021 die ersten Beratungen in Rom und in den Ortskirchen beginnen sollen. Kardinal Mario Grech ist ein maltesischer Geistlicher und Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.


  • Bericht: Ingo Brüggenjürgen (Chefredakteur DOMRADIO.DE): Der Papst zeigt und präsentiert sich auch in hohem Alter noch sehr lebendig und schickt gleich seine ganze Kirche, also über 2 Milliarden Christen, auf einen weltweiten synodalen Weg. 

Anm.: Der „Synodale Weg“ ist ein besonderes Gesprächsformat für eine gut und ausführlich strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er soll der klaren Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben. Hierüber wird im Anschluss in diesem Blog-Artikel (weiter unten) ausführlicher berichtet… (Quellen: katholisch.de)


Ist uns der Glaube verloren gegangen?

„Die Botschaft hör´ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“? Genauer gesagt, lässt schon vor über 200 Jahren „J.W. Goethe“ (1749–1832) seinen „Faust“ diesen Satz sprechen: Dieser sitzt in seinem Studierzimmer, grübelt über den Sinn seines Lebens nach und als er „den Chor der Engel“ hört, kommt er schließlich zu der resignierenden Erkenntnis, mit der angenommenen Sinnleere nicht mehr weiter leben zu wollen…er lässt sich schließlich aber dann doch noch einmal überzeugen…


  • Wie war das noch mit der Gretchenfrage? Goethes Faust – der Tragödie erster Teil ist nicht umsonst eines der bedeutendsten Werke der Literaturgeschichte. Schon Faust verfällt seinem Mephisto. Hinter der Tragödie verbirgt sich ein völlig anderes Welt- und Menschenbild: „Die Gelehrten – und die Gretchentragödie“.
  • »Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?« Faust-Vers 3415 (Marthens Garten). Doch Faust gibt Gretchen keine eindeutige Antwort…Interessant übrigens ist es, dieses Werk einmal wieder zu lesen…sicher mit ganz anderen Augen, als noch damals zu unserer Schulzeit.
  • Wir dürfen uns absolut nicht wundern, wenn in unserer heutigen Zeit „andere Religionen“ in diese – für viele Christen – „zunehmend vorherrschende Sinn-Lücke“ vieler Menschen nun vorstoßen

Sind die Kirchen selbst an den Kirchenaustritten schuld?

Die Amtsgerichtstermine zum Kirchenaustritt seien in NRW bis Ende April 2021 ausgebucht…so heißt es. Das gabs noch nie…

„Es sei höchste Zeit überkommende Strukturen zu durchbrechen, welche aktuell die „Aufklärung“ von Missbrauch derzeit ausbremsen. Es täte der Kirche gut, die enormen Austrittszahlen als einen warnenden Hinweis darauf auch zu sehen“ … so die Autorin (Protestantin) Claudia Becker im Interview der Welt-Am-Sonntag Zeitung.(28.02.2021- WAMS- Bericht)

  • Der kath. Kirche vorzuwerfen, sie würde nichts tun, ist aber ungerecht. Es gibt neben einer großen, aktuellen Missbrauchsstudie auch Präventionsprogramme, Entschädigungen…Dennoch fehlt es überall an Transparenz. Der Glaubwürdigkeit der Kirche fügt diese schleppende Aufklärung sehr großen Schaden zu.
  • Wenn die kath. Kirche nicht irgendwann eine kleine Minderheit werden will, muss sie Fehler eingestehen und vor allem veraltete Traditionen durchbrechen.
  • Gleichberechtigung von Frauen und Männern gehört in unserer heutigen Zeit ganz selbstverständlich unbedingt dazu und vor allem endlich das Ende des Pflicht-Zölibats.

Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist hier ein Hoffnungsträger, der den Reform-Prozess des „Synodalen Weges“ kräftig unterstützt. Aber seine Handlungsfähigkeit ist absolut begrenzt…nur ROM – als die letzte „Instanz“ – kann hier weiterhelfen, diesen wichtigen Weg zu gehen. Und hier beginnen die Zweifel.

Der Rückgang traditioneller Familienstrukturen – wie sie früher einmal waren – treffe die Kirche ganz besonders empfindlich – ebenso wie der Ansehensverlust moralischer Autoritäten. „Die Kirche ist in keinem guten Zustand. Die Weitergabe des christlichen Glaubens werde aus den Augen verloren… Die Führung ist beschädigt, durch immer neuere Fehltritte im Umgang mit dem Missbrauchsskandal… Die Basis dagegen verzettele sich in Grabenkämpfen um ewig gleiche Reform-Themen“… meint dagegen auch Lucas Wiegelmann (Katholik) im Interview der Welt am Sonntag (WAMS).


„Und wenn Du nichts gibst als das Beispiel…“
Zitat frei nach Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.) römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker;

Es ist schon erstaunlich: Eigentlich gibt es in der katholischen Kirche nur drei Weihestufen – die Weihe zum Diakon, zum Priester und zum Bischof… aber die anderen Würdeträger-Stufen? Da kann man schon manchmal ganz schön durcheinanderkommen… weil das alles ganz schön kompliziert erscheint… (Quelle: Katholisch.de von Tobias Glenz): Daher gibt es im ANHANG am Blog-Artikel-Ende „Wissenswertes“: Die Kirche und ihre Titel – genau erklärt: Katholische Amts- und Funktionsbezeichnung.


Die große Krise?

  • Nicht nur das „katholische“ Christentum als Religion ist heute unstrittig in eine schwere Krise geraten, auch durch die digitalbasierende Kultur und Kommunikation.
  • Die beiden großen Kirchen, die „evangelische“ und die „katholische“ Kirche in Deutschland haben seit einigen Jahren beide immer mehr Mitglieder verloren: In einer individuelleren Glaubens- und Lebenswelt sehen sie sich mit einem zunehmenden Mitgliederschwund und Bedeutungsverlust konfrontiert.
  • Die „Netz-Gemeinde“ aber vergrößert sich unaufhaltsam. Zur Zeit der einschlägigen „apps“ (snapchat, whatsapp, twitter, instagram, facebook) sind christliche Hauskreise, gemeinsames Singen und Beten einfach nicht mehr gefragt, um es vorsichtig auszudrücken.

Kirchentage waren immer wichtig

  • ZIGTAUSENDE besuchten dagegen – vor Corona – in den letzten Jahren noch häufig „Kirchentage“… Ein Widerspruch in sich?
  • Dass Kirchentage bestens besucht wurden, die Kirchen aber oft leer stehen, ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch, sagt Prof. Dr. Detlef Pollack (64, evangelisch).
  • Er ist Religionssoziologe und lehrt an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster. Dort ist er „Stellvertretender Sprecher des Exzellenzclusters Religion und Politik“
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    Kirchentage waren immer schon ein großes Glaubensfest mit Gleichgesinnten. Einheit, Frieden, politische sowie religiöse Themen, Bewahrung der Schöpfung kommen dort zur Sprache. Man erlebt gemeinsam schöne Gottesdienste mit Festcharakter, erbauliche Predigten, Talkshows, Prominente, die vielleicht einen Bibeltext auslegen, gute Moderatoren und Musik etc. Man bekommt das absolut gute Gefühl, dass der Glaube nicht so ganz lebensfern ist. Es bildet sich oft ein Netzwerk von Gleichgesinnten, in dem man ökumenische Gemeinschaft als sehr wohltuend erlebt. Das war einfach schön.
    Auch an „Weihnachten“ waren neuerdings „DIE KIRCHEN“ die letzten Jahre wieder gut besetzt, gerade zur Christmette mussten in einigen Kirchen hier in NRW schon „Tickets“ für die Sitzplätze vergeben werden,... das war allerdings noch VOR Corona-Zeiten… War das nur ein „Trend“…?

2021: Mit rund 2,26 Milliarden Anhängern ist das Christentum heute noch vor dem Islam (über 1,8 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 900 Millionen) die weltweit am weitesten verbreitete Religion. Das Christentum lässt sich in vier Hauptrichtungen unterteilen: Die römisch-katholische Kirche sowie die protestantischen, orthodoxen und anglikanischen Kirchen. (Wikipedia)
Das deutsche Wort „Kristentûm“ ist erstmals übrigens bei Walther von der Vogelweide (1170-1232) belegt. Er gilt als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker des Mittelalters.


ZUNÄCHST „HISTORISCHES“ über das „katholische“ Christentum:

Es ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging. „Jesus“ selbst war Jude. Er wird von den Christen – auch heute noch – als Erlöser, als Messias – als Sohn Gottes angesehen. Das Judentum erkannte ihn jedoch nicht als den prophezeiten Messias an.

  • Pontius Pilatus war damals der Statthalter der Römer (also die römische Besatzungsmacht) in Jerusalem (römische Provinz). Jesus, unser Religionsstifter, wurde damals als „Unruhestifter“ von den Römern – vor rund 2000 Jahren – gekreuzigt, Danach entwickelte sich – einige Jahre später – erst langsam aber stetig das Christentum.
  • Das geschah also vor über 2000 Jahren im Gebiet um Jerusalem.
  • Das grundlegende Buch für den christlichen Glauben ist die Bibel. Die Entstehungsgeschichte der Bibel reicht bis ins 1. Jahrtausend vor Christi Geburt zurück. Es sind die ältesten Texte der Bibel: Ehemals mündliche Traditionen und Überlieferungen, die Schreiber in den Ländern östlich des Mittelmeers schon ab etwa 600 v. Chr. auf Papyrus, Lederrollen oder Tontafeln schrieben. 
  • In dieser Tradition schilderten später z.B. die vier Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) unter anderem das Leben und Wirken von „Jesus“. Es gibt ein Papyrusfragment von etwa 125 n. Chr. – Es ist der älteste Beleg für das Neue Testament. Dieser Beleg handelt vom Prozess gegen Jesus: Die Frage »Bist du der König der Juden?« ist teilweise zu entziffern (© John Rylands Library)
  • Sieben Jahrhunderte lang hatten Theologen um die richtige Anzahl dieser Schriften gerungen. Erst um das Jahr 95 n. Chr. bezeugt der jüdische Historiker Josephus den endgültigen Umfang der Überlieferung des Tanach. Die frühen Christen übernehmen die jüdische Bibel als Heilige Schrift. (Anm.: Tanach oder Tenach ist eine von mehreren Bezeichnungen für die Hebräische Bibel, die Sammlung Heiliger Schriften des Judentums) . (Wikipedia).

Katholisch-Evangelisch?

Es gibt keine „katholische“ Bibel. Die historische Geschichte wurde früh in hebräisch und danach in griechisch von vielen verschiedenen Verfassern aufgeschrieben.

Später wurde DIE BIBEL dann von Martin Luther (1483-1546) ins Deutsche übersetzt. Martin Luther war ein Augustinermönch und Theologieprofessor und einer der Initiatoren der Reformation. Es gibt für Christen nur eine Bibel. Sie wird auch Heilige Schrift genannt. Die Bibel besteht aus dem Ersten und dem Zweiten Testament und umfasst eigentlich mehr als 66 einzelne Bücher. Ausführlicheres hierüber ist zu lesen bei „Wikipedia“ .

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Die römisch-katholische Kirche, die heute größte Kirche des Christentums, besteht aus mehreren Teilkirchen, welche die Vorrangstellung des Papstes in der Kirche anerkennen. (Jurisdiktionsprimat).

Näheres über den frühen „Werdegang“ des Christentums wäre hier im Blog-Artikel zu umfangreich: (Dazu wesentlich Ausführlicheres in meinem anderen Blog-Artikel: „DER ISLAM UND DAS CHRISTENTUM“ ).

  • Interessant wäre es sicher auch, einmal wieder die BIBEL zu lesen: Die Bibel ist mit ihren über 3000 Jahren eine der ältesten Texte überhaupt und mit vielen einzelnen „Büchern“ sicher sehr spannend.
  • Sie ist unterteilt in das alte und das neue Testament und beinhaltet Geschichten und Erfahrungen, die alle zunächst mündlich überliefert worden sind.
  • Später wurden sie dann schriftlich festgehalten und geordnet. Die „Entstehungsgeschichte der Bibel“ reicht bis ins 1. Jahrtausend vor Christi Geburt“ zurück.
  • Die Bibel ist die Geschichte Gottes mit den Menschen und erzählt, wie Menschen „Gott“ begegnet sind und wie diese Erfahrung ihr Leben verändert hat. (Quelle: www.katholisch.de)

Achte auf deine Gedanken – denn sie werden Worte,
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen,
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten,
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter,
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
TALMUD-Weisheit

Der „Talmud“ (der die bedeutendsten Schriftwerke des Judentums enthält) ist seinem Wesen nach die „Auslegung“ der Heiligen Schrift, das heißt der hebräischen Bibel. Der „Tanach“ ist eine Sammlung Heiliger Schriften des Judentums. Obwohl der „Tanach“ (Hebräische Bibel) die Schrift primär als Weisung für das tägliche Leben auslegt (denn jeder fromme Jude will sein ganzes Leben nach den Weisungen der Schrift leben), so finden sich doch auch Passagen zu fast allen Themen, die in der hebräischen Bibel, dem „Alten Testament“, behandelt werden. 
Die ganze hebräische Bibel ist also das, was Christen „Altes Testament“ nennen und die Juden als „Tanach“ bezeichnen.
(Wikipedia u.a.)

Interessantes über die Entstehung des frühen Christentums (Genesis/Gilgamesch/Qumran etc.) steht auch – wie oben schon erwähnt – geschrieben in meinem anderen Blog-Artikel: DER ISLAM UND DAS CHRISTENTUM.

Wenn Du am Abend schlafen gehst, so nimm noch etwas aus der Heiligen Schrift mit Dir zu Bett, um es im Herzen zu erwägen und damit sanft einzuschlafen. Es soll aber nicht viel sein, eher ganz wenig, aber gut durchdacht und verstanden. Und wenn Du am Morgen aufstehst, sollst Du es als den Ertrag des gestrigen Tages vorfinden.
ZItat: © Martin Luther, 1483-1546, deutscher Augustinermönch, Reformator

Gott wieder finden?

Wie bzw. wo finden wir heute zusätzlich Wege zu Gott oder zum Glauben? So sind der „Jakobsweg“ mit seinen Pilgerwegen, an dem alle Pilger das (angebliche) Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien besuchen und auch die „Pilgerwege“ zu dem berühmten „Taizé“ bekannte Wege zur inneren „Einkehr“. Seit den 1950er Jahren reisen zudem zahlreiche junge Menschen aus aller Welt nach Taizé. In den Sommermonaten sind es tausende.

Taizé

Der kleine, wunderbare Ort „Taizé“, den ich schon als junger Mensch besuchen durfte, liegt nahe dem ostfranzösischen Kloster „Cluny“ (Abtei) und nördlich von Lyon bei Mâcon im Burgund. Der Ort ist nicht nur für junge Christen immer wieder eine besondere Erfahrung des Christentums. Taizé gilt als Symbol der „ökumenischen“ Bewegung. Es gibt das ganze Jahr über dort für jeden Menschen Besuchsmöglichkeiten bei der Bruderschaft.
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Frère Roger“ (1915-2005) war Protestant und (anno 1949) der Gründer der Glaubensgemeinschaft von Taizé. Schon als Jugendlicher war Frère Roger zur Überzeugung gelangt, dass eine lebendige Gemeinschaft ein Zeichen der Versöhnung sein kann und dass „ein konkretes Leben hier in einer Bruderschaft“ zu einem Zeichen werden kann. Deshalb wollte er mit Menschen zusammenleben, deren vorrangiges Anliegen „die Versöhnung“ war: Es liegt die ursprüngliche Berufung von Taizé darin – wie er es ausdrückte – ein „Gleichnis der Gemeinschaft“ zu sein, als kleines, sichtbares Zeichen.

Der Bruderschaft in Taizé gehören heute über 100 Männer an, die aus allen Erdteilen und „unterschiedlichen christlichen Konfessionen“ stammen. Die Communauté de Taizé nimmt keine Spenden oder Geschenke an, sondern erwirtschaftet ihren Lebensunterhalt ausschließlich mit dem Erlös ihrer Arbeit. Das Besondere, das jeder erlebt, der einmal in Taizé war, den „Geist von Taizé“, kann man allerdings nicht beschreiben – man muss ihn selbst erlebt haben.

ÖKUMENE = Gesamtheit aller Christen und der christlichen Kirchen.

Im Mittelpunkt der „ökumenischen“ Taizé-Treffen ( die alljährlich wichtige Etappen auf dem von Taizé ausgehenden „Pilgerweg des Vertrauens“ sind) stehen im Vordergrund Gebete, Meditationen und Gottesdienste. Die ökumenische „Communauté de Taizé“, die samstäglichen wunderbaren Lichterfeiern und die internationalen Jugendtreffen erfreuen sich (nicht nur bei der Jugend) immer wieder wachsender Beliebtheit. (Näheres für Interessierte unter: http://www.taize.fr ).


„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Wel“. Zitat: © Mahatma Gandhi (1869-1948) war ein indischer Gelehrter, Jurist, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist, der zum geistigen und politischen Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung seiner Zeit wurde.

Glauben im digitalen Zeitalter

  • Religiöse Sinnfindung bzw. Sinnstiftung oder Sinnleere? Ist die Frage nach Religion nicht wieder ganz „aktuell“ in unserem menschlichen Universum? An was glaubt der Mensch eigentlich im heutigen digitalen Zeitalter?

Vor langer Zeit versammelten sich die Menschen um das Feuer oder an ganz besonderen geheimnisvollen Orten in der Natur und befragten die allwissenden Götter und baten um deren Gunst.
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Heute fragen wir lieber „Siri“ oder den „Herrn Google“ und sitzen ganz allein mit ihm vor unserem Bildschirm. Wir sind nun anscheinend allwissend, wir sind mächtig, wir sind omnipräsent. „Im Namen des „Internets, der Wifis und der Smartphones, Enter. Der Hashtag # ist unser neues Rauten-Glaubenssymbol, wie uns „Jim Gilliam“ in seinem Buch „The Internet is My Religion“ deutlich machen will.

Einfach alles, was wir hier anpacken, wird zur Community oder „Bewegung“ etc. zu unserer neuen „Religion“. (Quelle: politik-digital.de). 😉


Sinnsuche… Reformbedarf?

Nein…im Ernst, es geht uns jetzt vielmehr um den „Bestand“ unserer alten, bisher noch immer vorherrschenden Glaubensgemeinschaften in der ganzen Welt. Menschen zu unterstützen in ihrer „SINNSUCHE“ und auch Halt und Orientierung im Leben zu geben, war stets die wichtigste Aufgabe der Religion.

Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, daß ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“Zitat: © Bertolt Brecht (Werk: Die Frage, ob es einen Gott gibt)

  • SINNFRAGE: Sind wir uns denn alle eigentlich noch im Glauben einig und auf der gleichen Wellenlänge mit unserer Religion und unserem Gott?
  • „Eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und aller Lebewesen gefunden zu wissen, heißt, religiös zu sein. Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern auch kaum lebensfähig“. – ZITAT: © Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger.

„Was bin ich? Was soll ich tun? Was kann ich glauben und hoffen. Hierauf reduziert sich alles in der Philosophie“. Zitat: © Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) , deutscher Physiker und Schriftsteller, Aphoristiker

Unsere Zukunft gestalten wir doch selbst, oder?

  • „Irgendwann stirbt die christliche Kirche lautlos“… Eine Aussage, die ich irgendwann einmal von irgendeinem kirchlichen Würdenträger gehört oder gelesen habe. Das Gestrige oder „ewig“ Vorgestrige uralter Rituale muss neu überdacht werden. Es ist unbestreitbar, dass die Außenwirkung der Kirche von vielen „als nicht mehr hilfreich“ erlebt wird. Dies führt dazu, dass Menschen sich distanzierten.
  • Wir haben mehr als genug Anlass, einmal intensiv über die christliche Zukunft nachzudenken. Wir brauchen dringend neue Impulse und Mut zur Veränderung. Ob die nächste Generation dies wohl noch vollbringen kann? Das ist sehr, sehr fraglich…alles ist im Wandel… Es geht hier um den „gelebten“ Glauben, also auch um unsere „Vorbilder“ – gerade bei der uns nachkommenden Generation. Es steht hier für unsere beiden Glaubensgemeinschaften viel auf dem Spiel.

Gestalten wir unsere Zukunft wirklich selbst?
Warum geht in ganz Deutschland die Zahl der Kirchenmitgliedschaften seit Jahren zurück? Viele Kirchen wurden schon geschlossen und einer anderen Bestimmung zugeführt.

Die Kenntnis von religiösen Riten nimmt allgemein – nicht nur in unserer Jugend – ab. Die wenigen sonntäglichen Gottesdienstbesucher sind meistens dieselben, die immer kommen und irgendwann sterben auch diese aus.
Eine Ausnahme gibt es gelegentlich noch – wie ich beobachte – bei den Kindergottesdiensten und an hohen Feiertagen. Hier ist eine doch recht erfreuliche Zunahme zu bemerken. Das steht und fällt natürlich nicht nur mit dem „Charisma“ der Geistlichen, sondern vor allem auch mit dem Eltern-Engagement. Dazu später mehr…


  • Als „Katholikin“ berichte ich hier über das „Christentum“ nun „überwiegend“ über die katholische Kirche, da sie mir von Kindheit an gut bekannt ist und am nächsten steht, etwas ausführlicher auch über den „Vatikanstaat“ und auch über „die zwei Päpste“zum Schluss folgt noch kurz das Wichtigste über den „Synodalen Weg“ und Maria 2.0.
„Die heilige Kommunion“ nennt man den Hostien-Empfang: Die in einer Eucharistiefeier „geheiligten Gaben von Brot und Wein“, repräsentieren für die „Wandlung“ symbolisch den Leib und das Blut Christi (Transubstantiation)

Ist es der Priestermangel?
Oder sind es die Kirchen-Austritte?

ODER BEIDES? Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland haben im Jahr 2019 massiv an Mitgliedern verloren: Insgesamt traten mehr als eine halbe Million Katholiken und Protestanten aus den Glaubensgemeinschaften aus – so viele wie nie zuvor.


  • Zur Zeit (2019) sind laut Presse, die Kirchenaustritte und zudem auch der „Priestermangel“ wieder auf einem recht hohen Niveau. Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben im Jahr 2019 weiterhin viele Mitglieder verloren:
  • Das zeigen die – im Juni 2020 – veröffentlichten Kirchenmitgliedszahlen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Weil die Mitglieder weniger werden, bleibt manchmal nur die Entscheidung für eine Entwidmung, also die Aufgabe als sakrales Gebäude.
  • In fast allen der 20 Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mussten Kirchen bereits aufgegeben werden, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienst (epd) ergab.
  • Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm erklärte: „Jeder einzelne Austritt schmerzt – nicht zuletzt, weil alle Mitarbeitenden hochmotiviert arbeiten.“
  • (Anm.: Heinrich Bedford-Strohm (*1960) und kündigte kürzlich an, ab Mitte 2021 nicht mehr als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Verfügung zu stehen, er bleibe aber noch bis zum Jahr 2023 Landesbischof in Bayern) .

Martin Luther (1483-1546) war ein Augustinermönch und Theologieprofessor. Er war der Initiator der Reformation und hat die evangelische Kirchengeschichte in Deutschland wesentlich geprägt. Der Augustinermönch und Theologe hat mit der Reformation eine tiefgreifende Veränderung der Gesellschaft angestoßen.


Die Statistik ist nicht schön zu reden…

  • Der Vorsitzende der Katholischen-Deutschen-Bischofskonferenz, Limburgs Bischof Georg Bätzing (seit März 2020 – Nachfolger von Kardinal Reinhard Marx) erklärte, an der Statistik gebe es nichts schön zu reden. Auch beim Empfang der Sakramente wie Taufe, Kommunion und Hochzeiten gebe es einen deutlichen Rückgang. „Der Prozess der Erosion persönlicher Kirchenbindung zeigt sich dort besonders deutlich“, hieß es in einem Bericht der ARD-aktuell / tagesschau.de (26.6.2020).
  • Damit gehören insgesamt nur noch 52,1 Prozent der Deutschen einer dieser beiden christlichen Konfessionen an. Bis 2060 könnte sich der Anteil der Kirchenmitglieder noch halbieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Freiburger Finanzwissenschaftlern im vergangenen Jahr 2019. Diese aktuellen Kirchenaustrittszahlen sind zudem die zweithöchsten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Selbst in Polen fehlt es mittlerweile an jungen Männern, die sich zu Priestern ausbilden lassen wollen.
  • Weil man in Deutschland seinen Kirchen-Austritt nicht beim Pfarrer, sondern auf einem „Amt“ erklären muss, sind die Behörden die erste Quelle für aktuelle Zahlen. In den letzten Vorjahren stagnierten die Kirchen-Austrittszahlen noch lange auf hohem Niveau… die „Hemmschwelle“ ist nun gefallen

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland – nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz – noch rund 23 Millionen Katholiken und die evangelische Kirche in Deutschland zählte rund 21,14 Millionen Mitglieder der 20 Gliedkirchen* der EKD. Das geht aus den – von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) – im Jahre 2019 veröffentlichten Daten hervor.
(Anm.: *Gliedkirchen: Die Evangelische Kirche in Deutschland ist der Zusammenschluss von 20 weithin selbstständigen lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen in der Bundesrepublik Deutschland) .


Zirka 6 bis 7 Prozent „Gläubige“ in Deutschland sind Anhänger einer nicht-christlichen Religion – wie zum Beispiel dem Islam.


Heilige Leere: Wenn Kirchen nicht mehr gebraucht werden…Kirchen haben oft eine besondere Bedeutung im Leben der einzelnen Menschen. Sie sind Schauplatz von Übergangsritualen wie Taufen, Einschulungen, Konfirmationen, Hochzeiten und Begräbnissen. Daher wirken Kirchen auch für Menschen identitätsstiftend, die sonst wenig mit der Kirche zu tun haben. (Quelle: katholisch.de)

Bisherige Vorhersagen … Prognosen …

Zum Jahr 2050 werden sich – aller Voraussicht nach, wie oben erwähnt – bei den beiden Großkirchen in Deutschland (gegenüber heute) alle Mitgliedszahlen „mindestens“ halbieren. Das sagt eine aktuelle Prognose von Forschern der Universität Freiburg. (02.2020: Demografischer Wandel – bpb – )

Der Grund hierfür sei, so die Forscher, zum einen die demografische Entwicklung – es sterben wesentlich mehr alte Kirchenmitglieder als junge per Taufe aufgenommen werden. – Vor allem ist es aber auch eine Tatsache, dass die Kirche junge Erwachsene einfach nicht mehr an sich „binden“ kann. Der „Funke“ fehlt. Die – einst getauften – „Jungen“ treten derzeit zuhauf aus den Kirchen aus.
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Auch Missbrauchs- und Finanzskandale beschleunigen diesen Trend.
Der Kirchenrechtsexperte Prof. Dr. Thomas Schüller (*1961) betonte: „Kirchenaustritte seien kein Naturphänomen, sondern Ausdruck einer Entfremdung der Gläubigen von der Kirche und einer schwere Glaubwürdigkeitskrise der Kirche selbst“.

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  • Wer über den Glauben spricht, kann die „Amts-Kirche“ nicht außen vorlassen. Die katholische Kirche, die sich selbst als den „mystischen Leib Christi“ versteht, ist beileibe nicht frei von Fehlern. Aber eine bessere habe ich bisher noch nicht finden können. Ihre Lehre ist mir von Jugend an vertraut.
  • Als Eltern oder auch Erzieher ist man nur so lange glaubwürdig, wie sich die eigenen Worte mit dem persönlichen Verhalten decken. Junge Menschen sind überaus kritisch und beobachten uns Ältere sehr genau. Sie fordern uns gern heraus und erwarten, dass wir „Farbe“ bekennen.
  • Was wir ihnen an Glauben weitergeben, ist nicht in erster Linie Religion, Regeln und Wissen, sondern das, was und wie wir ES selber leben. Dazu gehören auch unsere Zweifel und Unsicherheiten…
  • „Viel wirst du geben, wenn du auch gar nichts gibst als nur das Beispiel“ .ZITAT: SENECA (Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; ) Wikipedia.

Friede-Freude-Götterfunken?…das ist es wohl, was uns fehlt:

„Begeisterung sieht anders aus“…man muss wirklich für etwas „brennen“…sollte es Bestand haben. Initiativen wie „Maria 2.0“ zeigen, „dass die Menschen sich Veränderungen in der Kirche sehnlichst wünschen… dazu später mehr…


DER VATIKAN-STAAT…


Wissenswertes in aller Kürze über den „VATIKAN-STAAT“ :

Das Staats-Territorium umfasst das mit einer Mauer umfriedete Gebiet des „vatikanischen Hügels“: Es ist von römischem Stadtgebiet umgeben. Auf dem 0,44 km² großen Areal der Vatikanstadt befinden sich der Papstpalast, der Petersdom mit dem Petersplatz, die Vatikanischen Museen, die Vatikanischen Gärten, der Governatorats-Palast, die Kasernen der Schweizergarde und der vatikanische Gendarmerie, die Direktionen des Osservatore Romano und von Radio Vatikan, ein kleiner Teil der Audienzhalle Pauls VI. sowie weitere Verwaltungs-Gebäude.


Lateran-Verträge

Gemäß den *Lateran-Verträgen (1929) blieben der Petersdom und der Petersplatz weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich. Die Sicherung des letzteren (obwohl Teil vatikanischen Territoriums) übernehmen normalerweise italienische Polizeikräfte.
(*Info: Lateran = päpstlicher Palast und Basilika in Rom: Im Wesentlichen erkennt der Papst in den „Lateranverträgen“ die Stadt Rom als Sitz der italienischen Regierung an, während der italienische Staat die politische und territoriale Souveränität des Vatikans garantiert) .


Die prächtige päpstliche „Sommerresidenz“ in Castel Gandolfo ( Residenza papale):

  • Der apostolische Palast des Papstes (etwa 55 ha grosses Territorium) ist exterritoriales Gebiet (vergleichbar mit einer „Botschaft“) und erstreckt sich „malerisch“ über eine Länge von etwas über 2 km entlang des Kraterrandes des Albaner Sees in den nahen Bergen südöstlich von Rom.
  • Er wurde im Jahre 1596 von Papst Klemens VIII. erworben und unter Papst Urban VIII. (1624-1629) zum Papstpalast umgebaut. Hier hatten sich die bisherigen Päpste seit dem 17. Jh. traditionell in den Sommermonaten Juli, August und September zurückgezogen.
  • Doch während Papst Benedikt – schon zu seiner Amtszeit – den Rückzugsort rund 25 Kilometer südlich von Rom liebte, lässt Papst Franziskus nun die Pforten des Castels für die Allgemeinheit (Touristen) öffnen.
  • Nur Papst Benedikt XVI. zieht sich auch heute noch – nach seinem Amtsverzicht – oft auf diesen – seinen behaglichen Altersruhesitz – nach Castel Gandolfo zurück. Castel Gandolfo ist übrigens der Sterbeort zweier Päpste: Pius XII. (*1876 – /+1958) und Paul VI. (*1897 -/+1978). (Quelle: Kathpedia)

ES WAR EINMAL …

Wir waren damals vor vielen Jahren als „Abiturienten“ auf Klassenfahrt das erste Mal in Rom und vor allem ausgiebig in der sehenswerten Vatikanstadt. WIR WAREN BEGEISTERT! Diese Pracht und die Herrlichkeit überall war für uns damals überwältigend und wirklich ganz großartig.
Vatikanstadt“ ist ein (mitten in der italienischen Hauptstadt Rom gelegener) „Stadtstaat“, der Sitz des Papstes und Zentrum der römisch-katholischen Kirche ist und unzählige berühmte Kunstwerke, Museen, Bauwerke, den berühmten „Petersdom“ und die “ Sixtinische Kapelle“ mit Michelangelos Deckengemälden umfasst. Die Stadt liegt auf der rechten Tiber-Seite Roms, auf dem vatikanischen Hügel (der damit die höchste Erhebung des Landes darstellt) und ist zum großen Teil von einer Stadtmauer umgeben.

ROM IST EINE REISE WERT

DER PETERSDOM: Die Basilika „Sankt Peter“ im Vatikan in Rom, im deutschsprachigen Raum meist Petersdom genannt, ist die Memorialkirche des Apostels Simon Petrus. Sie ist auf dem Territorium des unabhängigen Staates der Vatikanstadt gelegen und eine der sieben Pilgerkirchen von Rom. (Wikipedia)

„VATIKANSTADT“ ist sowohl nach Fläche als auch nach Bevölkerungszahl der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt und der einzige „mit Latein“ als Amtssprache. (Wikipedia)


HISTORISCHES – Wissenswertes…

  • Seit wann gibt es eigentlich das Christentum? Hier kann man unendlich viele Fakten/Tatsachen im weltweiten „Netz“ nachlesen. HISTORISCHES daher nur in Kürze: Die römisch-katholische Kirche versteht sich gemeinsam mit den orthodoxen Kirchen als die Kirche Jesu Christi nach der Auferstehung (Pfingsttag), an dem gemäß dem Neuen Testament „der Heilige Geist über die Apostel kam“ (Apg 2,1ff.).

    Wissenswertes: Nach dem Todesjahr von Jesus Christus (30-33 n. Chr.) und der überlieferten Auferstehung bildete sich die erste „christliche“ Gemeinde (Urkirche) mit den Aposteln und den Jüngern (Anhänger). Der Apostel „Petrus“ starb im Jahre 67 n. Chr. Sein ursprünglicher Name war Simon. Er war ein Fischer aus Galiläa, bevor Jesus ihn und seinen Bruder Andreas (der zuerst ein „Jünger“ des jüdischen Bußpredigers „Johannes des Täufers“ war) zu seiner Nachfolge rief. Petrus war also der Sprecher und Anführer der Apostel. Siehe hierzu auch historisch Interessantes zum „Gilgamesh-Epos und den Qumran-Rollen“ in meinem anderen Blog-Artikel: „Der Islam und das Christentum“ (unten im Register am Artikel-Ende).

    Der Begriff „APOSTEL“ (= Gesandter) ist im Verständnis der Tradition des Christentums jemand, der von Jesus Christus direkt mit der Verkündigung des Glaubens beauftragt wurde.
  • In der römisch-katholischen Kirche und in den orthodoxen Kirchen gelten die „Bischöfe“ als Nachfolger der Apostel. Von den zwölf Aposteln berichtet die Bibel insbesondere in den Evangelien und in der Apostelgeschichte.

Die eucharistischen Fische sind ein verbreitetes Bildmotiv der frühchristlichen Kunst und als Wandmalereien anzutreffen; eines der ersten Werke dieser Art findet sich in den Krypten der Lucina in der römischen Calixtus-Katakombe. (Quelle: Wikipedia)


Das Abendmahl (italienisch: Il Cenacolo bzw. L’Ultima Cena) des italienischen Malers Leonardo da Vinci ist eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt. Es wurde in den Jahren 1494 bis 1497 im Auftrag des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza geschaffen: Maße: 422 cm × 904 cm. (Hier ein „Ausschnitt“ des Gesamt-Gemäldes)

Das letzte Abendmahl

  • Als Abendmahl Jesu, auch letztes Abendmahl genannt, wird das Mahl bezeichnet, das Jesus Christus mit den zwölf Aposteln (zur Zeit des *Pessachfestes) vor seinem Kreuzestod in Jerusalem feierte. Es wird in die Amtszeit von Pontius Pilatus, der anno 26–36 n.Chr. römischer Statthalter in Judäa war, datiert.
  • Aus der Erinnerung an jene letzte Mahlzeit, dem ritualisierten Ablauf einer jüdischen Mahlzeit und den gemeinsamen Mahlfeiern der Urgemeinde entwickelten sich christliche Kultformen. Seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. wurde diese Handlung als Eucharistie bezeichnet.
  • Die Bezeichnung „Abendmahl“ stammt aus der Lutherbibel; sie war der Antike noch unbekannt. (Wikipedia).

*Anm.: Das *Pessach-Fest, auch Passah genannt, gehört zu den wichtigsten Festen des Judentums. Das Fest erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei, von der das 2. Buch Mose im Tanach erzählt: Siehe hier Ausführlicheres in meinem anderen Blogartikel: DER ISLAM und das Christentum (unten zum Anklicken im Register am Artikel-Ende).


Wer war eigentlich der erste Papst?

Der erste unter den Päpsten war Simon Petrus. Simon war ein Jünger von Jesus Christus. Genaue Daten sind nicht bekannt. Er stammte aus Bethsaida am See Genezareth und starb irgendwann zwischen 65 und 67 n.Chr. in Rom den Märtyrertod. Er trug den Beinamen „Petrus“, das lateinische Wort für Fels.
Papst nannte sich Simon Petrus jedoch noch nicht. Der erste Papst, der diesen Titel gebrauchte, kam erst sehr viel später. Der Heilige „Siricius“ war Papst von 384 bis 399 n.Chr. und nannte sich als Erster „papa“, was „Vater“ bedeutet. (Wikipedia)

Alle Päpste stehen in der Nachfolge von Simon Petrus, dem ersten „Papst“. Seit dem Jahre 2013 ist unser jetziger Papst Franziskus Papst, das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Das Amt des Papstes, der bischöfliche Stuhl des Bistums Rom, ist als“ Heiliger Stuhl“ bekannt.

„Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe;
und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“. (1 Johannes 4:16)

Was ist mit der christlichen „Demut“ und Bescheidenheit? Jesus rückt die Demut – und mit ihr Gottes Reich – mit einer einfachen Aussage in der Bibel in unser Blickfeld: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“

Beispiele für gegenwärtig existierende streng „absolutistische“ Regierungsformen sind die jeweils aus religiösen Prinzipien abgeleiteten Herrschaften des Königs von Saudi-Arabien und des Papstes im Vatikanstaat in Rom. (Wikipedia)


Wissenswertes:

TIPP: Verwirrend komplizierte, privilegisierte Hierarchien und Begrifflichkeiten: „WHO is WHO“ in der katholischen Kirche: Die Kirche und ihre vielen „Titel“ : Die zahlreichen katholischen Amts- und Funktionsbezeichnungen und ihre Rangordnung werden ganz am „Blog-Artikel- Ende“ noch genauestens erklärt!


UNSER CHRISTENTUM HEUTE
der Vatikan ist DER Universal-Entscheidungs-Träger:

  • Sehen wir uns doch einmal im Katholizismus die römische Kurie an. Es sind im Vatikan „überwiegend“ alte, oft weltfremde, wohl kaum reformwillige Würdenträger, die dort für sich in einer festen Glaubensgemeinschaft auf einer „Insel“ der Seligen in „Pracht und Herrlichkeit“ sorgenfrei leben. So ist jedenfalls der allgemeine Eindruck in der Bevölkerung, denn man erfährt kaum Informatives. Hier wird dieses veraltete patriarchalische Machtgefüge vielen Menschen deutlich vor Augen geführt.
  • Als Nachteil erweist sich eben immer die Abschottung von der Außenwelt. Man steht in der Gefahr „nur sich selbst für eine Elite zu halten“. Dieser Weg der Abschottung führt letztendlich aber immer irgendwann in die Bedeutungslosigkeit.
    Die Institution „Kirche“ muss umdenken, sonst verspielt sie allgemein ihre Akzeptanz, vor allem bei unseren jungen Menschen d.h. in der Welt von MORGEN.
  • Das einsame, elitäre Denken mancher Kirchenfunktionäre mit seiner „Weltblindheit“ ist schon legendär.
    Der „Priester-Nachwuchs“ geht seit Jahren dramatisch zurück. Priester kommen heute fast nur selten noch aus den lateinamerikanischen oder afrikanischen Ländern und fehlen auch schon dort bzw. in ganz Europa zunehmen
  • Da nach der 2019 in Rom abgehaltenen „Amazonas-Synode“ die Hoffnung auf Zulassung „verheirateter“ Priester z.B. im südamerikanischem Amazonas-Gebiet vom Papst Franziskus nicht befürwortet wurde, wird es in Zukunft diesbezüglich auch in Europa mit dem Priester-Nachwuchs eher sehr düster aussehen.
Priester und Geistliche bei einer Prozession

Priester und Geistliche bei einer Prozession (dpa)


Segnung der Kinder
durch unseren charismatischen Papst Franziskus (*12.1936).
Unser Papst: Jorge Mario Bergoglios: Er ist seit dem 13. März 2013 der 266. Bischof von Rom und damit Papst und Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Souverän des Vatikanstaats. Als Argentinier ist Franziskus der erste gebürtige „Nichteuropäer“ im Papstamt seit dem im 8. Jahrhundert amtierenden Gregor III. (Dieser stammte aus Syrien und trug ursprünglich den Namen Johannes. Er wurde am im Jahre 731 n.Chr. zum Papst gewählt. (Quelle: Wikipedia)

„FRÜHER“ WAR ALLES ANDERS:

  • Meine Erziehung wurde von den Eltern in die Hände von Klosterfrauen gelegt, dem Orden der „Ursulinen“ mit einer damals noch sehr strengen römisch-katholischen Erziehung. Klosterfrauen gibt es heute immer weniger, sehr viele Klöster haben wegen Nachwuchsmangels schon schließen müssen.
  • Später wurden auch unsere Kinder – von uns – noch christlich erzogen und waren schon früh aktiv in der kath. Jugend-Gemeinde am Heimatort.
  • Damals hatte auch ich mich – viele Jahre neben meinem eigentlichen Berufsleben – ehrenamtlich im kath. Pfarrgemeinderat unserer damaligen Heimatstadt engagiert. Es war damals eine gute und wichtige Zeit in meinem Leben.
    (Mehr dazu – für Interessierte – ist in meinem anderen Blog-Artikel: „Auszeit“ zu finden – ganz am Blog-Artikel-Ende findet man den Schluss-Artikel: „Meine eigene Auszeit“ .
    https://bienchenhamster.de/warum-wir-einfach-mal-nichts-tun-sollten/

WARUM „HEUTE“ ALLES ANDERS IST…

  • Der Grund, warum die Christen vor allem in Europa immer weniger werden, hat aber eher weniger mit dem „modernen“ Zeitgeist zu tun, sondern auch damit, dass unsere Kirchen sich einmal dringend komplett von Grund auf reformieren und sich öffnen müssen, um junge Menschen auch zu motivieren, um vor allem auch „sinnstiftend“ für sie da zu sein.
  • So erscheint uns heute in einem ganz anderen, neuen Licht „die Botschaft“ von Jesus an Petrus: „Fürchte dich nicht! Du wirst jetzt keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen“ .
  • Heute nutzen vor allem der Vatikan und viele Kirchen zur offenen INFORMATION für alle Christen dabei schon länger ein ganz anderes „Netz“ – das „Internet“ – um „die frohe Botschaft“ zu vermitteln. Aber kommt das wirklich bei den Menschen auch an? Die wenigsten wissen überhaupt davon: Die Top-Level-Domain: „.catholic“ ist ganz aktuell…bei google findet man ebenso viele andere interessante kirchliche oder Vatikan-Internet-Domänen.
  • Auch kirchliche Nachrichtendienste wie “Radio Vatikan” (seit 1931) brachten und bringen schon über viele Jahren kirchliche Nachrichten in alle Welt. Auch heute noch werden über „Papst-Vatikan-Kirche-Welt“ hochinteressante Artikel in den „Vatikan News“ weltweit im Netz in diversen Sprachen angeboten.
  • Doch die meisten – nicht nur die Älteren – erzkonservativen „Kirchenfürsten“ können sich bei aller Marketingprofessionalität nicht recht mit diesem Medium anfreunden.
    (Quelle: politik-digital.de: Nachzulesen zum Titel-Thema: Der Vatikan nutzt das Netz für seine Ziele).
    Kirchliche Nachrichtendienste wie “Radio Vatikan” berichten nie „neutral“.

FAKE NEWS


Auch haben gehäuft „Fake News“ bei manchen „Klerikalen“ Einzug gehalten:
VERSCHWÖRUNGS-THEORETIKER in der katholischen Kirche: Allen voran geht der Erzbischof Carlo Maria Viganò (*1941) – ehemaliger Apostolischer Nuntius.

Das am 8. Mai 2020 von ihm ( et al.) veröffentlichte und datierte sog. „Manifest“ spart nicht an raunendem Alarmismus und Verschwörungsmythen und strukturellem, gezielten „Antisemitismus“, welche die freien Völker unter dem JOCH von ominösen und ungenannten wirtschaftlichen und politischen Interessen sieht. (Bericht: www.katholisch.de).
(Anm.: Peinliche Panne bei der Verschwörungs-Petition von Erzbischof Viganò
– durch einen technischen Fehler hatte der ehemalige Nuntius mehrere Zehntausend E-Mail-Adressen seiner zahlreichen Unterstützer veröffentlicht…

  • Einst war Erzbischof Carlo Maria Viganò (*1941) sogar „Nuntius“ – nun ist er einer der heftigsten Gegner von Papst Franziskus (*1936). In seinem neuen Manifest sucht er zusammen mit dem deutschen Kardinal „Gerhard Ludwig Müller“ (*1947) den Schulterschluss mit anderen Verschwörungstheoretikern und sogar Impfgegnern.
  • Ein anderer Kardinal springt dagegen in letzter Minute ab (Kurien-Kardinal Robert Sarah (*1945) aus Guinea (Schwarz-Afrika) stammend)….der wusste wohl warum..
  • Viele dieser Unterzeichner stünden „OPUS DEI“ sehr nahe, einem 1928 gegründeten „erzkonservativen“ Laienorden, der weltweit nur etwa 80.000 Mitglieder, aber auch weltweit sehr großen Einfluss hat.
  • Im Januar 2016 reichte Erzbischof Carlo Maria Viganò (*1941) seinen Rücktritt nach Bedarf ein, als er 75 Jahre alt wurde. Am 12. April 2016 akzeptierte Papst Franziskus den Rücktritt von Erzbischof Carlo Maria Viganò – sofort. https://de.qaz.wiki/wiki/Carlo_Maria_Vigan%C3%B2
  • 09.2020: – Kardinal Gerhard Ludwig Müller hatte erst kürzlich in einem neuen Buch deutliche Kritik an Reformbestrebungen innerhalb der katholischen Kirche geübt.
    05.10.2020 – Kardinal Gerhard Ludwig Müller hatte sogar US-Katholiken vor einer Wahl des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden gewarnt!!! (Quellen: domradio.de) – Unglaublich…heute sind wir alle heilfroh, diesen und nicht „jenen“ als unseren nächsten US-Präsidenten zu haben.

8. MAI 2020: Zu den extrem unverständlichen, verwirrenden Äußerungen aus der katholischen Kirche von Kardinal Ludwig Müller, Erzbischof Carlo Maria Viganò (et al.) „distanzierten“ sich damals sofort der Vorsitzende der deutschen Bischofkonferenz Bischof Georg Bätzing und Bischof Franz-Josef Overbeck. Ganz klar kam umgehend auch der deutliche Widerspruch der katholischen Kirche in Deutschland. Das besagte Manifest stieß weltweit nur auf Kopfschütteln und massive Kritik, zahlreiche Bischöfe gingen sofort auf Distanz zu dem verwirrenden Papier.

  • Es gäbe mittlerweile in der katholischen Kirche eine wirklich gefährliche Allianz von Pseudowissenschaftlern, radikalen Impfgegnern und Esoterikern.
  • Die große Verschwörungs-Angst: Die Gruppe um Kardinal Gerhard Ludwig Müller & Co. warnte davor, dass die Corona-Pandemie dazu von „Geheim-Mächten“ genutzt werden solle, eine neue „Weltregierung“ zu schaffen, um sich jeder Kontrolle zu entziehen…es gäbe Absichten supranationaler Einheiten. die sehr starke politische und wirtschaftliche Interessen verfolgten…christlicher VERFOLGUNGSWAHN?
  • Diese gefährlichen Theorien kursierten derzeit vor allem in der Gruppe um Erzbischof Viganò. Er ist – wie erwähnt – einer der lautstärksten Gegner von Papst Franziskus. Die meisten dieser Gruppe sind bereits im Ruhestand.
  • Die Liste der „EMERITI“ – der Unterzeichner des „Viganò-Manifestes“ – liest sich wie ein „Who is Who“ der Kritiker und Gegner des amtierenden Papstes Franziskus…. Inzwischen sollen sich bereits rund 30.000 Menschen diesem Schreiben angeschlossen haben. (Quelle: katholisch.de – Bericht von © Felix Neumann |  Bonn/Rom – 08.05.2020)

11.01.2021: Endgültige Entlassung wegen Zerwürfnissen zwischen Papst und sog. dem „Glaubenshüter“: Papst Franziskus hat den Glaubenspräfekten und früheren Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, in seinem Amt nun nicht mehr bestätigt.


GEHEIMBUND: OPUS DEI

  • Der katholische „Orden“ – Opus Dei heißt auf Deutsch „Werk Gottes„. Die internationale Laien-Gemeinschaft, also eine religiöse Gemeinschaft, die nicht aus Mönchen oder Nonnen besteht, hat ihren Hauptsitz in Rom.
  • Unaufhörlich müssen die Mitglieder Gott zugewandt sein, ihrem geistlichen Anführer in allen Lebenslagen blind gehorchen und nichts in Frage stellen. Ein Ausstieg aus der Gemeinschaft kommt der Gotteslästerung gleich und kann für die gläubigen Anhänger nur in die Hölle führen… eine eher zweifelhafte Organisation, die ihre Mitglieder nie wieder los lässt.

Die Laien-Vereinigung OPUS DEI zählt heute circa 100.000 Mitglieder weltweit, in Spanien ist sie am weitesten verbreitet. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge um die 600 Anhänger. Alle Mitglieder folgen den Anweisungen ihres Oberhauptes, des sogenannten Prälaten. Er bestimmt, was der Wille Gottes ist.
Die hierarchischen Strukturen innerhalb des Opus Dei werden mit denen einer Sekte oder gar der Mafia verglichen.

  • Über viele ihrer Riten bewahren die Mitglieder strenges Stillschweigen. Geheime Vorschriften der Gesellschaft sind in dem Buch „Vademecum“ festgehalten: So sollen die Anhänger niemandem kundtun, dass sie dieser geheimen Gemeinschaft angehören. Es gibt aber eine Liste bekannter Opus-Dei-Mitglieder bei Wikipedia: Diese führt Persönlichkeiten auf, deren Mitgliedschaft bei Opus Dei belegt ist.
  • Geheime Instruktionen stehen in einer Sammlung von 50 unter Verschluss gehaltenen, geheimen Briefen des ehemaligen Gründers Josemaría Escrivá (1902-1975) von Opus Dei und einem Heiligen der römisch-katholischen Kirche…Er und sein Werk sind nicht unumstritten. (Quelle: Wikipedia)

WIR ALLE SIND MENSCHEN…MENSCHEN SIND FEHLBAR…

VORBILD-FUNKTION?
Hin oder her… SKANDALE gab und gibt es im Vatikan immer wieder: Finanzskandale, Korruption, Missbrauch…und jede Menge veruntreuter „Spendengelder“ in dreistelliger Millionenhöhe erst kürzlich durch „Mitarbeiter“ des Vatikans:

Finanzskandale

Bereits letztes Jahr im „November 2019“ ging diese Nachricht um die Welt: „Papst Franziskus gesteht Finanzskandale durch mehrere Personen im Vatikan ein“: Es gebe bereits Ermittlungen im Staatssekretariat und der Finanzaufsicht des Kirchenstaates (Vatikanbank) wegen sog. „schwarzer Kassen“ und immer wieder „Fälle von schwerer Korruption“, so Papst Franziskus….das sind leider keine Fake-News.

Dabei geht es unter anderem auch um Gelder aus dem sogenannten „Peterspfennig“ – einer Kollekte, die jedes Jahr in den Kirchen weltweit für den Papst gesammelt wird. Der „Peterspfennig“ wurde anno 1871 von Papst Pius IX. für die Weltkirche eingeführt: Die Spendengelder waren ausschließlich für soziale Zwecke gedacht. (Quelle: Katholisch.de)


  • Auch der Ruf der italienischen *Prälaten im Vatikan war schon früher „verheerend“ – als Papst Franziskus im Jahre 2013 sein neues Amt antrat. Vetternwirtschaft, interne Intrigen und Korruption herrschten schon immer in der römischen Kurie.
    (Anm.: *Prälat = Latein: „Der Vorgezogene“ : Inhaber der Kirchengewalt (z. B. Bischof, Abt), eines hohen [Ehren] – Amtes der römischen Kurie oder Träger eines vom Papst eigens verliehenen Ehrentitels wie z.B. Erzbischof, Bischof, Kardinal, Legat, Ordensgeneral (siehe genaue Titel-Erklärungen am Blog-Artikel-Schluss). „Hochwürden“ ist heute eine völlig veraltende Anrede und Bezeichnung für katholische und höhere evangelische Geistliche: Die Titulierung „Euer oder Eure Hochwürden!“ benutzt heute niemand mehr…
  • Gravierende Finanz-Skandale: Die Spitze des Eisbergs war der sog. „Vatileaks-Skandal“, bei dem bereits im Jahre 2011 vertrauliche Dokumente über Geldwäsche und schwere finanzielle Unregelmäßigkeiten ans Licht kamen.
    Papst Franziskus bemühte sich seit seinem Amtsantritt um Reformen der Vatikanbank (IOR) – bis bald darauf erneut dort ein heftiger Machtkampf um diese Reformen entbrannte. Es gab zu viele Kräfte, die sich um die Beschneidung ihrer „Pfründe“ wehrten. Es schien lange so, als ob Papst Franziskus hier resigniert hätte…man hörte lange nichts mehr diesbezüglich aus Rom. Doch nun ist es 2021 endlich soweit… der Skandal wird nun langsam aufgedeckt… die Verantwortlichen wurden nach und nach vom Pabst Franziskus zur Rechenschaft gezogen… Nichts ist so fein gesponnen…
CRIMINAL MINDS

Heile Welt im Vatikan – Fehlanzeige… Unruhestifter unter den Klerikalen im Heiligen Stuhl?

Wenn man den Heiligen Stuhl erwähnt, denken die meisten Leute an den Vatikan und benutzen die Begriffe irrtümlicherweise synonym.

Der Heilige Stuhl ist der zentrale „Dachverband“ der gesamten römisch-katholischen Kirche in der Vatikanstadt, einem unabhängigen Staat auf dem Hügel des Vatikans in der Landeshauptstadt Italiens in Rom.

  • Der offizieller Name ist „Stato della Città del Vaticano“ (Staat der Vatikanstadt):
    Der Vatikan und das Geld – schon oft war dies eine unheilige Allianz. So hatte Papst Franziskus – wie oben erwähnt – schon letztes Jahr (27.11.2019) bestätigt, dass „Spendengelder der Gläubigen“ von Vatikanmitarbeitern heimlich benutzt wurden und damit unter anderem in Luxusimmobilien in London investiert wurde. Im Kern geht es um eine absolut verlustreiche Investition in Höhe von insgesamt 350 Millionen Euro in eine Londoner Luxusimmobilie.  Die Summe der Aufwendungen – auch bei anderen „Projekten“ bewegte sich laut Medienrecherchen in der Größenordnung von 650 Millionen Euro. Offenbar flossen auch Spenden aus dem Peterspfennig in ein teuer bezahltes Geschäftshaus in der Sloane Avenue im Londoner Stadtteil Chelsea. Seither werde nun durch die Behörden weiter „ermittelt“…

Nun hatten Anfang 2020 – bei einer Großrazzia in den Palazzi des Kirchenstaats – Beamte der „vatikanischen Gendarmerie“ erstmals die Büros der ersten Abteilung des vatikanischen Staatssekretariats sowie die Räumlichkeiten der Finanzaufsichtsbehörde AIF*des Vatikanstaats durchsucht. Fünf wichtige Kurien-Mitarbeiter, darunter AIF- Direktor Tommaso di Ruzza, wurden vom Dienst suspendiert. Anm.: Die Abkürzung AIF* bedeutet «Autorita di informazione finanzaria». (www.zeit.de und www1.wdr.de)

Erst ein Jahr später ist es nun soweit:

  • So erregte nun – 7 Jahre nach Amtsbeginn von Papst Franziskus – durch „weitere“ interne Ermittlungen im Vatikan, erneut der jüngste Skandal über dubiose Machenschaften um den 73- jährigen Kardinal „Giovanni Angelo BECCIU“ weltweit großes Aufsehen. Der Sarde Giovanni Angelo Becciu galt schon immer als gewiefter Taktiker. Doch dann verlor er mit dem Londoner Immobiliengeschäft Millionen an Vatikangeldern – und anschließend alle seine Ämter. Im Juli 2021 musste er sich vor Gericht verantworten. Ihm wurden Veruntreuung, Amtsmissbrauch und Verleitung zu einer Falschaussage vorgeworfen.
  • Mit ihm auf der Anklagebank waren acht Männer und eine Frau, darunter Geistliche, Banker, Anwälte. Die Vorwürfe gegen die restlichen Angeklagten wiegen schwerer: Geldwäsche, Erpressung, Korruption, Unterschlagung und Betrug. (Quelle: katholisch.de)
  • Giovanni Angelo Becciu hatte jahrelang das einflussreiche und hohe Amt des Substituten im Staatssekretariat (der „Regierungszentrale des Papstes) bekleidet, in dem alle Fäden zusammenliefen. Er und seine „Gehilfen“ disponierten verschwenderisch willkürlich mit dem Geld. Kontrollen gab es nicht.  
  • So war er damals lange Zeit der Herr der Finanzströme im Kirchenstaat. Auf Treu und Glauben?
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    Oktober 2020: Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, entzog Papst Franziskus nun endgültig demgesamten „Staatssekretariat“ die Verwaltung des kompletten Kapital- und Immobilienvermögens und ordnete an, sich sofort von der Immobilie in London sowie allen anderen Beteiligungen an Fonds wie z. B. in Malta umgehend zu trennen. (Quellen: Domradio.de)

Anm.: Das Staatssekretariat ist das wichtigste Amt der römischen Kurie. Es pflegt auch die diplomatischen Beziehungen des Heiligen Stuhls zu anderen Staaten und ist für die Politik des Heiligen Stuhls und damit auch der gesamten Vatikanstadt verantwortlich. (www.kathpedia.com) 


KARDINAL BECCIU UNTER ANKLAGE

Bereits am 24. September 2020 – wurde der „Kardinal-Staatssekretär“ Giovanni Angelo BECCIU (*1948) – Chef der Kongregation für Heiligsprechungen – vom erzürnten Papst nicht nur seines Amtes erhoben, sondern auch seiner Rechte als Kardinal. Den Titel aber trägt er weiter…

  • Ex-Kardinal Angelo Becciu ist unter anderem für die riskante Immobilieninvestition in Großbritannien mitverantwortlich. Der Kardinalstaatssekretär verlor nun vor allem auch sein Wächteramt bei der Vatikanbank. Das gab es noch nie… Er war jahrelang einer der mächtigsten Strippenzieher im Vatikan. Giovanni Angelo Becciu – ist nun u.a. auch entlassener Leiter der vatikanischen Heiligsprechungskongregation. – (Quelle: Katholisch.de)
  • 11.2020: Der Vatikan ließ damals auch zeitgleich im Übrigen auch Razzien bei externen Fondsmanagern durchführen. Die „weltlichen“ Ermittler wurden – wie auch bei einer früheren Aktion – auf Bitten der vatikanischen „Staatsanwaltschaft“ tätig. Hier sollte auch ein Exempel statuiert werden:

Die Zeiten der „Vetternwirtschaft“ seien nun vorbei…
(Alle Berichte – Quellen: Domradio.de)

Nun fällt das Gericht sein Urteil

ROM- Juli 2021: ANGELO BECCIU (73) muss sich nun vor dem Gericht des heiligen Stuhls verantworten. Vorsitzender der Richter im Laien-Tribunal ist der ehemalige bekannte Anti-Mafia-Anwalt „Guiseppe Pignatone“ – (als Hardliner bekannt)…

Ex-Kardinal BECCIU wurde nun wegen Amtsmissbrauchs und Veruntreuung von hohen Geldummen angeklagt. Mit ihm sind weitere neun Personen angeklagt… unter anderem der Privatsekretär, italienische Finanzmanager, auch der Schweizer René Brülhart, der Chef der vatikanischen Finanzbehörde war…. Erstmals in der Vatikan-Geschichte muss sich also ein Kardinal der Vatikanjustiz verantworten, Papst Franziskus hatte hierfür eigens die Vorschriften kürzlich geändert…


Bereits am 15. Oktober 2020 ordnete Papst Franziskus den gesamten Kardinalsrat völlig neu.

  • Der Kardinalsrat (auch K9-Rat) ist ein päpstliches Beratergremium zur Reform der Leitung der römisch-katholischen Kirche, das von Papst Franziskus vor einigen Jahren selbst gegründet wurde. Nach der aktuellen „Erneuerung“ des Rats im Vatikan sitzt nun erstmals – seit 26 Jahren – kein Kardinalstaatssekretär mehr in dem „Aufsichtsgremium“ in Rom.

Anm.: Auch die Einrichtung einer neuen Justizkommission, die Fälle von Amtsmissbrauch von Bischöfen im Zusammenhang mit dem Missbrauch Minderjähriger durchführen soll, wurde bereits im Juni 2015 vom damaligen Kardinalsrat gebilligt und an den Papst weitergeleitet. Was daraus wurde, ist öffentlich bisher nicht bekannt gegeben geworden… (!)

August 2021: Corona-Infektion des US-Kardinals Burke…

  • Der Papst-Kritiker und Corona-Leugner „US-Kardinal Raymond Burke“ (73) hat sich aktuell mit dem Covid-19-Erreger infiziert. Nachdem er tagelang künstlich beatmet wurde, befindet sich nun der schwer erkrankte US-Kardinal Raymond Burke offenbar auf dem Weg der Besserung.
  • Der erklärte Impfskeptiker hatte sich an Covid-19 infiziert und wurde auf der Intensivstation behandelt. Das teilte der US-Amerikaner via Twitter mit. Es gehe ihm „blendend“ und er sei in „exzellenter“ medizinischer Behandlung. Burke gilt als dezidierter Kritiker einer restriktiven Corona-Politik.
  • „Es muss klar sein, dass die Impfung den Bürgern nicht auf totalitäre Weise aufgezwungen werden kann“, sagte er noch bei einer Diskussionsveranstaltung vor rund einem Jahr in Rom. Kardinal Burke: »Es gibt finstere Mächte, die Corona für die Weltherrschaft missbrauchen wollen«.

US-Kardinal (und Erzbischof von Washington) Theodore McCarrick

  • Auch der Skandal um den – wegen jahrzehntelangem sexuellen Missbrauchs (Pädophilie) im Jahre 2018 bereits von Papst Franziskus entlassenen US-Kardinal (und Erzbischof von Washington) Theodore McCarrick schlägt bis heute noch hohe Wellen. McCarrick wurde nun komplett aus dem Kardinalskollegium ausgeschlossen und in den Laienstand versetzt.
  • Hinweise gab es schon in den 1990er Jahren, sie wurden von der kath. Kirche damals aber – wie so oft – nicht ernst genommen oder unter Verschluss gehalten. In Dokumenten aus dieser Zeit geht hervor, dass die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI, den Unschuldsbekundungen des heute als Lügner entlarvten US-Kardinals mehr Glauben schenkten, als den schweren Vorwürfen von Beteiligten. (Quelle: Katholisch.de)

So konnte der Kardinal und Erzbischof Theodore McCarrick jahrelang (bis 2017) weltweit – ohne direktes Mandat vom Papst, der hierüber auch nicht informiert wurde – aber in Abstimmung mit dem Staatssekretariat (!) weltweit zudem zahlreiche Reisen mit teils heiklen diplomatische Verhandlungen eigenmächtig unternehmen.

  • Das von Papst Franziskus in Auftrag gegebene juristische Gutachten und das nun erschienene Ergebnis dieses  Vatikan-Berichts über das „Institutionelle Wissen und den Entscheidungsprozess des heiligen Stuhls“ im Falle „McCarrick“ entlastete nun vollständig Papst Franziskus, der immer wahrheitsgemäß behauptete, darüber nie informiert geworden sei. (Quelle: Bericht – Rheinische Post – 27.11.2020)

  • 07.11.2020: PAPST FRANZISKUS ENTMACHTET NUN ENDGÜLTIG DAS STAATSSEKRETARIAT und entzog ihm vor allem die Kontrolle sämtlicher „Privatfonds“:
    Nach Angaben des Vatikansprechers „Mattei Bruni“ wurde nun auch hier die vatikanische Güterverwaltung „APSA“ ab sofort unter der Kontrolle des neuen „WirtschaftsSekretariats“ – damit beauftragt, ab sofort sämtliche Kapital – und Immobilienwerte des Vatikans zu betreuen. (Quelle: domradio.de – KNA / 21.10.2020)

Anm.: Die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (lateinisch Administratio Patrimonii Sedis Apostolicae), kurz APSA genannt – ist eine Behörde der Römischen Kurie, welche die kompletten Aufgaben des Schatzamtes UND der Zentralbank der Vatikanstadt und des Heiligen Stuhls innehat. (Wikipedia)


„Denn die einen sind im Dunkeln…und die andern sind im Licht und man siehet die im Lichte…die im Dunkeln sieht man nicht…“ – Zitat aus der Dreigroschenoper : © Bertolt Brecht – (1898-1956) war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Librettist und Lyriker des 20. Jahrhunderts. 

Reformbedarf

  • 25. NOVEMBER 2020: FAZ-Bericht: Fehlinvestitionen, tägliche Meldungen über geschönte Renditen und eine fremde Staatsanwaltschaft, die dem Vatikan zu Leibe rückt: In den vergangenen Herbst-Wochen mangelte es nicht an horrenden Negativschlagzeilen, die ein schlechtes Licht auf den Umgang mit Geld im Vatikan warfen – und die in einer langen Reihe mit ständig vertuschten Verfehlungen der Vergangenheit stehen.

Papst Franziskus sei damals wohl auch gewählt worden, um als „Aufräumer“ der grassierenden Korruption im Vatikan zu walten... so hieß es…

Der Papst kritisiert den Kapitalismus und will eine ethische Wirtschaft. Doch der Vatikan schlittert von einem Finanzskandal in den nächsten. Jetzt sorgte auch noch die „Dame des Kardinals“ für Schlagzeilen (11. 2020).

  • Die Anklageschrift bei Gericht ging wohl auch auf die Beziehung von Ex-Kardinal Becciu zu der nicht weniger fragwürdigen sog. Sicherheitsberaterin Cecilia Marogna. Ex-Kardinal Becciu und Sarde nahm offenbar auch ihre Dienste in Anspruch – die hierfür 575.000 Euro aus den Fonds – die einfach anders deklariert wurden – für sich behielt. Marogna geriet auch in den Fokus der italienischen und slowenischen Justiz. Die 40-jährige sardische Managerin und selbst erklärte Spionin Cecilia Marogna ist in die vatikanische Finanzaffäre tief verwickelt. 
  • Angelo Becciu beteuerte seine Unschuld und sieht sich als Opfer einer Verschwörung.
  • Das jüngste Beispiel in den italienischen Zeitungen sind immer mehr neue Nachrichten über „die Dame des Kardinals“, Cecilia M. : Angeblich wurde sie mit Spendengeldern alimentiert, die eigentlich für die Armen bestimmt waren. Die Rede ist von mindestens einer halben Million Euro. Sie soll das Geld unter dem Vorwand erhalten haben, sie baue internationale Kontakte für die Sicherheit der Vatikanvertretungen auf.
  • Zeitungsberichten zufolge habe sie aber das Geld bei zahlreichen Einkäufen in Luxusgeschäften ausgegeben. Die Verdächtige kam zwischendurch in Auslieferungshaft für den Vatikan, ist aber nach Medienberichten aktuell wieder – auf Kaution – frei. (11.2020 – Bericht-FAZ: Tobias Piller: Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.)

Skandale, Skandale… gab es in Rom schon immer… nur wurden diese wohl meist geheim gehalten…Doch auch schon früher (unter dem Vorgänger Benedikt XVI.) wurden von Papst Franziskus Vetternwirtschaft und Korruption im Vatikan aufgedeckt. (Quelle: Katholisch.de)


Menschen sind eben fehlbar, so heißt es immer wieder entschuldigend…

Wo bleibt bei manchen so „elitären“ Priestern denn die dringend notwendige Vorbild-Funktion? In der Industrie oder Wirtschaft/Politik wären diese sog. „Vorbilder“ schon längst nicht mehr tragbar…


  • Sowohl der Ausschluss von „Verheirateten“ vom Priester-Amt, die pathologische „Homophobie“, als auch die frühen antijudaistischen „Anwandlungen“ von Benedikt & Co. sind absolut nicht hinnehmbar.
  • Seit den siebziger Jahren treiben zudem die „Piusbrüder“ ihr antisemitisches Unwesen usw.
  • Anm.: Vor 50 Jahren wurde die „Piusbruderschaft“ noch kirchlich errichtet: Die Priesterbruderschaft St. Pius X., gründete der damalige Erzbischof *Lefebvre (1905-1991).
  • Doch wenig später kam es zum endgültigen Bruch mit Rom. Unter Benedikt XVI. begann erneut damals ein zaghafter „Tauwetter“ – Versuch. (Quelle: domradio.de)

Auch Papst Franziskus öffnete der Pius-Bruderschaft zunächst die Tore weit. Doch die Gespräche scheiterten kläglich… bis heute. Trennend bis jetzt – wirken die einschlägig bekannten Lehrfragen – „Ökumene, Versöhnung mit den Juden, interreligiöser Dialog, Liturgiefragen“ – etc. Die Gräben sind nun so tief wie nie zuvor.
Anm.: *Levebvre war ein römisch-katholischer Erzbischof und ein „Hardliner“ als Anführer katholischer strengster Traditionalisten, die u.a. wesentliche Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht anerkannten bzw. komplett ablehnten, darunter u.a. die Ökumene und sämtliche Liturgie-Reformen seit 1965. (Quelle: Katholisch.de)


Auch schlimmste „deutsche Beispiele“ wie der – als verschwenderisch bekannt und als äußerst arrogant angesehene – Bischof „Tebartz van Elst“ (*1959) oder „Gerhard Ludwig Müller“ (*1947) ein erzkonservativer Kurienkardinal, ehemaliger Bischof von Regensburg (von 2002 bis 2012) und herber Papst Franziskus „Kritiker“, sind ja auch bezeichnend und wirklich abschreckend für viele (vor allem junge) Christen auf aller Welt – und gerade diese sind doch unsere Zukunft…

Alle Menschen sind fehlbar? Man möge ja einmal verzeihen…aber es ändert sich dadurch erfahrungsgemäß nichts…


„Von Redlichen redet man nicht. Sie schweigen, während andere von sich reden machen“. Zitat: © Kurt Marti (1921 – 2017) war ein bekannter Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker.

Als „Einzelne“ können wir nichts weiter tun, als zur Zeit nur fassungslos weiter taten- und wortlos zuzusehen, wie christliche Werte von diesen sog. „Vertretern“ der Kirche mit Füßen getreten werden.


„Und wenn Du nichts gibst als das Beispiel…“ (Zitat: © SENECA (* etwa im Jahre 1 in Corduba; † 65 n. Chr. in der Nähe Roms) war ein berühmter römischer Philosoph, Dramatiker.


IHR BRÜDER ALLE…

Im Oktober 2020″ stellte Papst Franziskus nun der Öffentlichkeit seine neue „ENZYKLIKA“ vor, mit dem Namen „FRATELLI TUTTI“ (Ihr Brüder Alle). Sie wurde nach einem Text der heiligen Franziskus benannt.


Er hat in diesem Textbuch seine „SOZIAL-UTOPIE“ entworfen: Ein mahnendes Wort für ein besseres menschliches Zusammenleben. Es ist ein Entwurf für den gesellschaftlichen Wandel der Menschheit. Es geht hier um Menschenwürde und um den Beitrag hierzu von jedem Einzelnen. Was der Papst hier im Kern fordert, ist ein Wandel im Herzen der Menschen. IHR BRÜDER ALLE… Wo bleiben die Schwestern?


DER WANDEL: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von manch liebgewordenen Gewohnheiten. Wir brauchen aber nicht alles Bewährte über Bord zu werfen. Aber „Erneuerung“ tut Not, schon um das Bewährte für die Zukunft zu sichern“. Zitat: © Roman Herzog (1934-2017) war ein deutscher Jurist und Politiker. Er war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Homosexualität? Bisher ein Tabu-Wort in der Kirche?

FÜR VIELE EIN ERFREULICHES NOVUM: Papst Franziskus befürwortet – deutlich wie nie – eingetragene, zivile Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare.

  • 24.10.2020: Was genau ist hier denn nun in Rom eigentlich passiert? In der im Oktober 2020 in Rom vorgestellten Film-Doku des russischen Regisseurs „Jewgeni Afinejewski“ befürwortete Franziskus deutlich eingetragene, zivile Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare.
  • „Homosexuelle haben das Recht, in einer Familie zu leben“, dies sagte das Kirchenoberhaupt in einer Film-Szene. Auch sie seien Kinder Gottes. Und dann folgt der entscheidende Satz:
  • „Was wir benötigen, ist ein Gesetz, das hier eine zivile Partnerschaft ermöglicht.“

Die endgültige Gleichstellung von Homosexuellen ist auch in Deutschland die Geschichte eines langen und mühsamen Kampfes gewesen…


ALLES IST IM WANDEL

„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“… – Zitat: © HERAKLIT (geb. um 520 v. Chr.) Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.


…dass um das Jahr 30 v. Chr. ein Jude namens Jesus von Nazaret am Kreuz hingerichtet wurde, ist historisch gut belegt: Er war ein jüdischer Wanderprediger. Etwa ab dem Jahr 28 trat er öffentlich in Galiläa und Judäa auf. Die vier Evangelien berichten es ausführlich, genauso wie der römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus und etliche andere. Und da die Römer Fachleute im Kreuzigen waren, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass sie Jesus zwar kreuzigten, er aber nur scheinbar starb. Offensichtlich wurde Jesus damals tatsächlich gekreuzigt.

REFORMEN?

Für „Reformen“ müssten „bekennende“ Christen oder „christliche Werte Anstrebende“ ihre Stimmen viel klarer erheben, nur wer sind denn die Ansprechpartner? Ihre „Lobby“ fehlt. Unsere Sorgen und Stimmen verhallen, sie sind wie Schall und Rauch.

Dazu kommen derzeit immer wieder erneut die unsäglichen Missbrauchs-Skandale von Klerikalen (mit hoher Dunkelziffer), die durch die Presse wieder publik geworden sind und die deutlich zu langsam und halbherzig von der Kirche aufgearbeitet werden.

„Nichts ist so fein gesponnen, es kommt alles an das Licht der Sonnen“…sagte schon – frei interpretiert – ein altes deutsches Sprichwort.

Die Amtszeit von Papst Benedikt XVI. (2005-2013): Kein deutscher Papst hielt sich länger im Amt als er: Nach acht Jahren als Kirchenoberhaupt hatte Benedikt XVI. im Jahre 2013 seinen Rücktritt (aus gesundheitlichen Gründen) angekündigt.

SKANDALE?…auch in Deutschland?

VOR ZEHN JAHREN BEREITS (noch zur Amtszeit von Papst Benedikt XVI. alias Joseph Aloisius Ratzinger) hatten uns die Berichte sexuellen Missbrauchs u.a. Minderjähriger durch Geistliche und Kirchenmitarbeiter erschüttert. Am 15. Januar 2010: Die Enthüllungen am Berliner Canisius-Kolleg“ brachten – nach einigen anderen Ländern – auch in Deutschland einen Skandal nach dem anderen – um sexuellen Missbrauch durch katholische Priester ins Rollen.

  • Der Ständige Rat der Deutschen Bischofkonferenz hatte sich doch schon damals (ab 2010) dieser Problematik (in Freiburg bei der DBK- Frühjahrs-Vollversammlung) gestellt, um diese „aufzuarbeiten“.
  • Das war zu dieser Zeit schon mehr als absolut „ungenügend“ gelungen…und „Rom“ schwieg dazu… wie so oft…
  • Entschuldigend wurde dann einfach behauptet: „Damals seien es ja „ach…nur einige Wenige“ gewesen sagte Prälat Dr. Robert Kümpel, Bistum Köln.
  • o würden „heute“ aber alle schuldig gewordenen Priester konsequent zur Verantwortung gezogen und nicht mehr „eingesetzt“ .

2020: Es gebe nun eine Rahmenverordnung „Prävention“: Eine rechtlich bindende Ordnung für die gesamte Kirche in Deutschland. Und eine enge Zusammenarbeit mit den „Strafverfolgungsbehörden“ wären weitere Elemente ihrer Arbeit…Ein Prozess der Aufarbeitung, Intervention und Prävention sei seither im Gange… (Quelle: aktuelle Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln 1/2020).

  • Dezember 2020: Derzeit läuft aktuell eine Missbrauchs-Studie vom Bistum Münster/Westf., die mit 1,3 Millionen finanziert wird. Ein Priester, der bereits wegen Missbrauchs bereits verurteilt worden war, wurde im Bistum Münster an einen anderen Ort versetzt – und beging dort weitere Straftaten. Die Diözese räumte jetzt eine Mitschuld ihres ehemaligen Bischofs Reinhard Lettmann ein.
  • Die damit betrauten Historiker zählten bis heute 300 Betroffene und 200 (!) Beschuldigte. Im Frühjahr 2022 soll die Studie abgeschlossen sein. Es geht auch um das System Kirche, eine Kultur des Verschweigens und Vertuschens auch unter dem damaligen Bischof Reinhard Lettmann (1933-2013), der fast drei Jahrzehnte das Bistum Münster leitete. – Prof. Dr. Klaus Große Kracht . Historiker – (Uni Münster) hält die unzureichende Auseinandersetzung der katholischen Kirche mit Fragen zur Sexualität für eine der Ursachen. (Quelle: katholisch.de)
  • Der tiefgreifende Wertewandel habe die Kirche völlig unerwartet getroffen. Dazu gehöre auch das System DER KATHOLISCHEN GESELLSCHAFTS-ELITE: Ein informelles, geheimes Zusammenwirken der Klerikalen untereinander, führte wohl eben dazu, weiter zu schweigen, nichts aufzuklären und den Missbrauch dadurch weiter möglich zu machen.
    Die Kirche blieb sprachlos… bis eben alles an die Öffentlichkeit kam. Das Bistum Münster ist hier wohl nicht das Einzige bei Missbrauchsfällen dieser Art, auch die Bistümer Aachen und Köln wurden in der Studie benannt. (Quelle: RP 03.12.2020).

„Das Bistum Münster beschreite hier einen neuen und richtigen Weg in der Aufarbeitung der Verbrechen“… sagt Univ.-Prof. Dr. Thomas Schüller (*1961): Er ist ein römisch-katholischer deutscher Theologe und Kirchenrechtler.


Missbrauch…im Geheimen…
„Nichts ist so fein gesponnen, es kommt doch alles ans Licht der Sonnen…“ (Deutsches Sprichwort)


„Und wenn Du nichts gibst, als die Wahrheit…“

Kardinal Rainer Maria Woelki (*1956) ist ein deutscher Theologe,
Kardinal der römisch-katholischen Kirche und seit 2014 Erzbischof von Köln sowie Metropolit der zugehörigen Kirchenprovinz.

RP-Bericht vom 12. Dezember 2020 schlägt aktuell hohe Wellen: Die vor 10 Jahren erfolgte Vertuschung eines Missbrauchsfalls (des ehemaligen – im Jahre 2017 schon verstorbenen – Pfarrers O.) in NRW erregt derzeit immer noch die Gemüter im Erzbistum Köln. Und es tauchten bisher noch einige andere ähnliche Fälle auf…

  • Nach dem früheren Kölner Erzbischof und Kardinal Joachim Meisner (1933-2017) und dessen langjährigem Personalchef, dem heutigen Hamburger Erzbischof Stefan Heße, steht nun auch Meisners Nachfolger „Seine Eminenz“ Rainer Maria Kardinal Woelki im wohlbegründeten Verdacht, es mit den kirchenrechtlichen Normen für den Umgang mit kirchlichen Missbrauchs-Tätern nicht allzu genau genommen zu haben.
  • Bereits 2010 soll es wegen sexueller Gewalt schon damals Vorwürfe gegen diesen (inzwischen verstorbenen) Geistlichen gegeben haben. Diese Vorwürfe seien aber nie offiziell untersucht worden.
  • Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße darf nun nach päpstlicher Anordnung (09.2021) aktuell weiter sein Amt als Erzbischof ausüben…

Februar 2021:
DIÖZÖSANRAT STOPPT NUN AKTUELL DIE ZUSAMMENARBEIT MIT DER BISTUMSLEITUNG KÖLN
(www. kirchzeitung-koeln.de)

Eine Einleitung einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung und eine Meldung des Falles bei der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre hielt bisher jedoch die Kölner Bistumsleitung unter Missachtung aller einschlägigen Normen für entbehrlich. Nun hat sich das grundlegend geändert!

  • Welche Rolle spielte Kardinal Woelki als früherer Kölner Weihbischof? In dieser Funktion erfuhr er zum Beispiel schon sehr früh im Jahre 2011 von Missbrauchsvorwürfen gegen einen befreundeten Pfarrer, der ihn dennoch ein Jahr später sogar zu seiner Kardinalserhebung in Rom begleiten durfte.
  • Im Jahre 2015 wurde dann dem Betroffenen – mittlerweile ein erwachsener Mann – damals eine Leistung „in Anerkennung des materiellen Leids“ in Höhe von 15.000 Euro zugesprochen. Damals war gemeinhin 5000 Euro der Höchstbetrag für die Abfindung von Betroffenen...
  • Kardinal Woelki hat nun aktuell Papst Franziskus gebeten, die kirchenrechtlichen Vorwürfe gegen ihn zu prüfen. So forderte Prof. Dr. Thomas Sternberg – Präsident des Zentralrats der deutschen Katholiken (ZdK) „die vollständige Veröffentlichung aller bisher von Woelki zurückgehaltenen Dokumente – wie etwa auch die bei der Münchner Kanzlei (WSW) in Auftrag gegebenen Studie. Das wurde zunächst von Woelki & Co. strikt abgelehnt, gezwungenermaßen jedoch 2021 von ihm nun doch veröffentlicht.

„Nur vollständige Transparenz kann uns hier weiterhelfen, und sollte es ein Fehlverhalten gegeben haben, ist die Übernahme von Verantwortung hier eine Selbstverständlichkeit“….sagte der Münsteraner Kirchenrechtler und Univ.-Prof. Dr. Thomas Schüller (*1961) Thomas Schüller steht fest: Ein Rücktritt sei dann überfällig.

Im Fall des Kölner Kardinals Woelki war nun auch der „Münsteraner“ Bischof Felix Genn als dienstältester Bischof der Kölner Kirchenprovinz verpflichtet, mögliche Amtspflichtsverletzungen des Kölner Erzbischofs Woelki zu untersuchen. (Quelle: RP-Bericht vom 12.12.2020)


Gutachten zu Missbrauchsfällen:

  • Am 18. März 2021 gab es nun ein neues Missbrauchsgutachten (von Björn Gercke- Kölner Strafrechtler), das aktuell veröffentlicht wurde….sagte der Weihbischof Ansgar Puff.
  • Der Vertuschungsverdacht gegen den Kölner Kardinal Woelki (64) hat sich nicht bestätigt. Das neue Missbrauchsgutachten rückt andere Kirchenmänner in den Fokus.

Der Jurist und Strafrechts-Professor Gercke stellte nun – in seinem Gutachten – Hinweise auf über 200 Beschuldigte im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen fest. Die Opfer waren demnach mehrheitlich Jungen. Bei 63 Prozent der Beschuldigten handele es sich um Kleriker, also Priester... Einzelheiten sind der „Presse“ zu entnehmen, die das nun für ihre Zwecke „ausschlachtet“… Daher wird es hier nicht weiter erwähnt.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung Rörig bezeichnete das Ausmaß der Vorwürfe als erschreckend. Er sei froh, dass die „Zeit des unerträglichen Wartens“ auf diese Untersuchung nun ein Ende habe, erklärte Johannes-Wilhelm Rörig. Das Gutachten sei ein wichtiger von vielen weiteren Mosaiksteinen der Aufarbeitung.  www.tagesschau.de › erzbistum-koeln-gutachten-101

Gutachten zu Missbrauchsfällen: Woelki entlastet, Meisner belastet…

Stand: 18.03.2021: Beim Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln sollen vor allem der 2017 verstorbene Kardinal Meisner und Erzbischof Heße Pflichten verletzt haben. Zu diesem Ergebnis kommt das neue Gutachten. Kardinal Woelki wird dagegen entlastet.

  • Während der Gutachten-Vorstellung beschrieb Gercke am Donnerstag beispielhaft den Umgang Meisners mit unliebsamen Themen: „Jedenfalls führte damals Erzbischof Dr. Meisner – nach Angaben des Erzbistums – zusätzlich einen separaten, geheimen Aktenordner mit dem  Titel  ‚Brüder  im  Nebel‘, in dem er geheimhaltungsbedürftige Unterlagen selbst aufbewahrte.“ (Zitat: Kölner-Stadt-Anzeiger)
  • Nach monatelanger Debatte ist nun endlich DAS Gutachten über den Umgang mit Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln vorgestellt worden. Es belastet unter anderem den heutigen Hamburger Erzbischof Stefan Heße (54), den Kölner Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp (54) und den früheren Kölner Generalvikar Norbert Feldhoff (81).
  • Alle „Beteiligten“ sollen bei der Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe deutlich Pflichten verletzt haben. Zwei Mitarbeiter (Weih-Bischof Schwaderlapp und Offizial Günter Assenmacher) wurden sofort von all ihren Aufgaben entbunden. Über weitere Konsequenzen – „personell und organisatorisch“ – würden der Kölner Generalvikar Markus Hofmann informieren“…so Kardinal Woelki (64) …
  • Als Konsequenz aus dem Gutachten zog nun Weihbischof Dominikus Schwaderlapp unmittelbar selbst Konsequenzen und bot dem Papst seinen Amtsverzicht an. (Quelle: RP-Online)

18.03.2021: Das komplette Gutachten ist auf der Internetseite des Erzbistums Köln veröffentlicht worden.

Oder hier: https://mam.erzbistum-koeln.de/m/2fce82a0f87ee070/original/Gutachten-Pflichtverletzungen-von-Diozesanverantwortlichen-im-Erzbistum-Koln-im-Umgang-mit-Fallen-sexuellen-Missbrauchs-zwischen-1975-und-2018.pdf


„Wer Glauben verkünden will, muss glaubwürdig sein. Diese Glaubwürdigkeit hängt sehr stark daran, dass das, was man sagt oder ankündigt, mit dem übereinstimmt, was man dann tut.“ … sagte Peter Beer, Professor am päpstlichen Kinderschutzzentrum in Rom.

DER SYNODALE WEG? Anfang und schon am Ende?

Februar 2021: Der Reformprozess des Synodalen Weges geht (Corona bedingt) nun ausschließlich „DIGITAL“ in eine neue Runde. Der Prozess soll nun – wie oben erwähnt – bis ins Jahr 2022 gehen.  Die nächste Synodalversammlung wird im Herbst 2021 stattfinden.


Neue Thesen an den Toren…

Vor gut 500 Jahren – im Jahre 1517 nagelt der Augustinerpater Martin Luther „95 Thesen“ gegen den Ablasshandel an die Schlosskirche zu Wittenberg.

Anm.: Neue Thesen an den Toren…titelte am 22.02.2021 die Tageszeitung: Rheinische Post einen ausführlichen Artikel über diese bundesweite, engagierte Aktion von Katholikinnen.


Nach traditioneller Lesart war dies damals der Auftakt der Reformation. Heute haben vor kurzem Katholikinnen von Maria 2.0 dringende Reformen in der katholischen Kirche eingefordert: Sie hefteten am 1. Fastensonntag im Februar 2021 – als Zeichen – „hunderte“ Plakate mit sieben Thesen als Pinnwand an die Kirchentüren (z.B. den Kölner Dom) und richteten ihren Apell an alle Menschen – „die guten Willens sind“ – wie es hieß.

  • SCHWERPUNKT-THEMA:
  • Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung, die Rolle der Frau in der Kirche hierzulande. etc.
  • Der erste Sonntag im Februar 2021 (21.02.2021) sei bewusst von der Frauenbewegung für den bundesweiten Thesenanschlag gewählt worden, da ab 23. Februar 2021 die deutschen Bischöfe auf ihrer Frühjahrsvollversammlung sowohl über die rasant ansteigenden Zahlen der Kirchenaustritte diskutieren wollten, als auch über Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der kath. Kirche.

SYNODALER WEG:

Dabei wollen die deutschen Bischöfe und ihr Vorsitzender Georg Bätzing, sowie das Zentral-Komitee der deutschen Katholiken unter Thomas Sternberg über die Zukunft kirchlichen Lebens beraten. Oberstes Organ ist die Synodalversammlung mit 230 Mitgliedern. Der Synodale Weg hat beratenden Charakter; das letzte Wort haben immer noch die Ortsbischöfe. Dies sollte einen nationalen „Sonderweg“ verhindern und die Einheit mit der kath. Weltkirche gewährleisten.

Der aktuelle „Synodale Weg“ (Beginn: 2.2020) als „Reform-Dialog“ zwischen dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und den Bischöfen wird sich viele Fragen stellen müssen. Die Regeln haben die Deutsche Bischofskonferenz und das ZdK bereits in einem Statut festgelegt. Hierzu folgt weiter unten ein ausführlicher Bericht.

  • Dieser Dialog sei zunächst auf zwei Jahre angelegt„... sagte der charismatische „Reinhard Marx“ (* Sept.1953) Kardinal der römisch-katholischen Kirche. Er ist seit 2007 Erzbischof von München und hatte im Februar 2020 leider angekündigt, aus „Altersgründen“ zurückzutreten.

10.12.2020: Kirchenrechtler Anuth übte Kritik – Sternberg verteidigt das Reformprojekt: Bisheriger Verlauf des Synodalen Wegs stößt auf geteiltes Echo… (Katholisch.de)

  • „Am Ende gebe es gar keine wirkliche Kirchenreform und die Kirche in Deutschland könne von Papst Franziskus auch keine Hilfe erwarten“ … kritisierte der Tübinger „Kirchenrechtler“ Bernhard Sven Anuth den bisherigen Verlauf des Synodalen Wegs.
  • Bei einer online „Zwischenbilanz“ in Freiburg sagte Bernhard Sven Anuth im Dezember 2020, dass das katholische Reformprojekt überhaupt keine konkreten Konsequenzen hat. 
  • Der Wissenschaftler stellte fest, die Kirche in Deutschland könne von Papst Franziskus keine Hilfe erwarten, nachdem dieser vor zwei Wochen nochmal seine deutliche Kritik an dem Projekt wiederholt habe. = LINK (!)

Anm.: Prof. Dr. theol. habil. Lic. iur. can. Bernhard Sven Anuth (*1973) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Lehrstuhlinhaber in Tübingen.

Die berühmte „Eglise du Saint-Pierre“ in Caen, Frankreich.

Dagegen verteidigte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Thomas Sternberg, das Vorhaben: Es sei absolut nicht überflüssig, nicht erfolglos und auch nicht „bereits jetzt im Sande verlaufen“.

Anm.: Thomas Sternberg (*1952) ist ein deutscher Politiker (CDU) und ehemaliger Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen. Er war von 1988 bis 2016 Direktor der Katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus.

  • Scheitert die Reformsynode? Am Synodalen Weg kommt die kath. Kirche nun nicht mehr vorbei…aber er ist sehr viel schwerer als gedacht.
  • Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle gelingt oft nicht wirklich – die „Erzbistümer“ blocken ab. Pflichtwidriges Verhalten einiger Bischöfe wird gedeckt.
  • Das Erzbistum Berlin z.B. gibt eine Studie in Auftrag ohne Verantwortliche zu nennen, im Erzbistum Köln (Woelki) wird das Missbrauchsgutachten seit einem Jahr unter Verschluss gehalten etc. Derzeit laufen der Kirche die Menschen davon, die Kirchenaustritte sind auf Höchstniveau. –
  • Termine hierzu in den „Amtsgerichten“ seien auf Wochen ausgebucht… (04.02.2021: Bericht Rheinische Post von Lothar Schröder)

„Ich träume von einer Kirche, für die ich mich nicht mehr schämen muss“, schrieb kürzlich eine 17 jährige Schülerin. Sie ist jüngstes Mitglied der Synodalversammlung.


Der Weg ist wichtiger…

Der französische Bischof Didier Berthet wünschte dem „Synodalen Weg“ für die weitere Arbeit: „Treue zum Evangelium, Kreativität und Barmherzigkeit“.

  • Der Weg sei wichtiger als dessen Ergebnisse. Berthet, der zu den Beobachtern des Synodalen Weges gehört, bezeichnete die erste Vollversammlung in Frankfurt als „gute Erfahrung“.
  • Beeindruckt haben ihn demnach die Fähigkeit zum ernsthaften Dialog und die bunt gemischte Zusammensetzung der Versammlung.
  • Die Kirche sei vor allem das Volk Gottes, was Gleichberechtigung der Christen und Synodalität bedeute. 
  • Beim Synodalen Weg beraten Bischöfe und Laien auch über die Zukunft kirchlichen Lebens und wollen nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Quelle: (KNA) = Katholische Nachrichten-Agentur, Bonn.

DER SYNODALE WEG?
Dazu folgt später noch ausführlicheres…



Die „Institution Kirche“

  • Die Kirche hat – wie bereits gesagt – seit einiger Zeit ein zunehmendes Glaubwürdigkeits-Problem:
    Aktuelle Quelle „MHG-Studie“ (Thieme Verlagsgruppe, 03.07.2019): Missbrauchs-Vorwürfe gegen Priester sind derzeit nicht rückläufig, sondern „eher ansteigend“.
  • Laut MHGStudie“ gibt es ein interdisziplinäres Forschungsverbundprojekt zur Thematik: „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Quelle: „MHG“-Gruppe = Kürzel der Institutsstandorte der Konsortiums-Mitglieder (Mannheim, Heidelberg, Gießen).

Man weiß und erfährt eben viel zu wenig hierüber. Die „Institution Kirche“ gilt im Allgemeinen als völlig abgeschottet, sie erscheint unnahbar, liegt in Händen der „Klerikalen“ und sie schweigt weitgehend. Doch mancher „Eklat“ kommt durch die Presse gelegentlich doch ans Tageslicht.

„Gefragt sind die »Macher«. Wer sich einmal den Ruf eines solchen erwerben konnte, hat alle Chancen, aufzusteigen in den Kreis jener obersten Macher, die gar nichts machen“. Zitat: © Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker.


SIND SYNODAL ALLE CHANCEN VERSPIELT?

  • Für bestvernetzte „konservativ-traditionalistische“ katholische Gruppierungen ist der „synodale Weg“ in Deutschland ein drohender Versuch, die Kirche zu spalten.
  • Für die große Mehrheit der Hoffenden aber ist er ein -vielleicht wirklich letzter – Versuch, die katholische Kirche zu retten, damit sie wieder glaubwürdig und sprachfähig wird, um den christlichen Glauben bei allen Menschen inspirierend zu festigen.

Januar 2020: Wie später erläuternd noch erwähnt, ist die kleine Hoffnung durch den „Synodalen Weg“, dass vielleicht bald doch wohl „verheiratete Priester“ wieder eine Chance bekämen, nun endgültig (durch die erneute klare Ablehnung von Papst Franziskus) wohl in weite Ferne gerückt… (Quelle: Herder.de /CIG online)

Wenn da nicht in Rom auch noch der emeritierte „Papst Benedikt XVI“ (*1927) wäre. Es gibt sog. „Hardliner“ aus dem erzkonservaten Flügel wie z.B. den Kurien-Kardinal Robert Sarah (*1945) aus Guinea. Dieser soll schon öfters von Papst „Franziskus“ gerügt worden sein, was Sarah aber nicht störte bzw. er dies auch offen ignoriert haben soll…

Kardinal Sarah hat nun im Herbst 2020 ein Buch über die „Befürwortung“ des Zölibats geschrieben, an dem Benedikt mitgewirkt haben soll. Dieses wird aber derzeit von „Papst Benedikt Emeritus“ energisch bestritten, wie sein „Privatsekretär“ Georg Gänswein (*1956) der Presse mitgeteilt hat…Was stimmt hier eigentlich?

Ein „himmlischer Streit“ und christlicher Zankapfel? Gewitterwolken im heiligen Paradies?…so lautete ein Titel der Boulevard-Presse … 🙂 Man kann hier nur den Kopf schütteln.

FLAGGE DER VATIKANSTADT

Im Jahre 2012 „kurz vor“ Benedikts Rücktritt als Papst wurde „Georg Gänswein“ von Papst Benedikt noch schnell zum „Kurien-Erzbischof“ ernannt. „Gänswein“ wurde zudem damals von Benedikt zugleich auch als „Präfekt“ des päpstlichen Hauses unseres heutigen Papstes „Franziskus“ in diese Position befördert. Gänsweins Werdegang ist also untrennbar mit Benedikt XVI. verbunden. Ist GÄNSWEIN heute ein sehr mächtiger Mann hinter den Kulissen? Dies habe sich nun wohl geändert…


EIN KIRCHLICHER EKLAT?

Im Februar 2020 hatte jedoch „Papst Franziskus“ nun den Deutschen „Georg Gänswein“ als „Präfekt“ auf unbestimmte Zeit „beurlaubt“. weil dieser im Vatikan  tief in die Machtspiele der Kurie „verstrickt“ gewesen sei. Offiziell soll er sich nun mehr nur noch um den gebrechlichen emeritierten Papst Benedikt kümmern. Die „Gerüchteküche“ brodelt...

Papst Franziskus hat nun einen neuen Privatsekretär (Gonzalo Aemilius *1980), einen Priester aus Uruguay, 40 Jahre jung, der nicht in piekfeiner Robe, sondern „sympathisch-hemdsärmelig“ mit grobgestricktem Pullover über dem Collarhemd (Priesterhemd) auch öffentlich auftritt… Ganz im Sinne von Pabst Franziskus…. (Quelle: Rheinische Post 6.2.2020)


Papst Benedikt – Papa emeritus –

  • Als im Jahre 2013 die völlig überraschende Nachricht vom Rücktritt des Papstes Benedikt kam, waren viele Gläubige geschockt…Sie setzte eine Zäsur in der Kirchengeschichte, die zuletzt im Jahre 1294 – vor fast 1000 Jahren – den Rücktritt eines Papstes bezeichnet hatte.
  • Es geschah damals nicht ganz freiwillig. Ähnliches vermutete man auch vom plötzlichen Amtsverzicht Benedikts XVI. Vatikan-Insider munkeln, ein ganzes Intrigenbündel habe dem Papst so enorm zugesetzt und ihn zur Aufgabe gezwungen… (Quelle: EWTN -Kirchenzeitung Bistum Köln Nr. 15) 12/02/21

„Benedikt“ – alias Ratzinger – ist knapp 10 Jahre älter als der jetzige Papst Franziskus. Am 16.4.2021 wurde Benedikt 94 Jahre alt und kann auf neun Jahre als „Papa emeritus“ zurückblicken…so lange, wie er davor schon „Papst“ war. Das hat es wohl niemals vorher in der jüngeren Vatikan-Geschichte gegeben!!!

Älteres FOTO (2010?) mit Saturno-Hut: „Papst Benedikt“ mit seinem „Privatsekretär“ und engsten Vertrauten „Georg Gänswein“ in seiner „Amtszeit“. Georg Gänswein (*1956) ist Kurienerzbischof der römisch-katholischen Kirche, Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. und derzeit „beurlaubter“ Präfekt des Päpstlichen Hauses.

  • Der berühmte „Saturno-Hut“ des Papstes ist rot und mit wertvollen goldenen Stickereien verziert. Je nach „Rangstufe“ von Priestern gibt es andere Hut-Farben bzw. goldene Hutschnüre, Stickereien und Quasten und und und…
  • Als Saturno oder „Cappello romano“ (scherzhaft: Don-Camillo-Hut) bezeichnet man eine besonders in Italien übliche Kopfbedeckung katholischer Geistlicher.
  • Benedikt trug auch gerne dazu passend die „päpstlichen roten Schuhe“. Seit dem 15. Jahrhundert trugen Päpste rötliche Schuhe. Die rote Farbe, heißt es, soll an die Kreuzigung und das Blut Christi erinnern.

Papst Franziskus“ dagegen weigerte sich hier von Anfang an: Er trägt lieber schwarze, statt roter Schuhe, weil er sich nicht in den Mittelpunkt stellen möchte: „Christus ist das Zentrum der Kirche, nicht der Nachfolger Petri“, sagt er. Er weigerte sich auch, sein schlichtes Eisenkreuz gegen eines aus Gold zu tauschen.


DIE SCHWEIZER GARDE

  • ALTE TRADITIONEN…NOCH ZEITGEMÄSS? DIE SCHWEIZER GARDE …PRUNK & GLORIA & HALLELUJA…
  • Insgesamt 21 Schweizer Truppen „in vatikanischen Diensten“ unterstützten bereits seit 1506 die weltliche Politik des Papstes und waren am Ausbau des „Kirchenstaates“ direkt beteiligt.
  • HISTORIE: Diese konnten im Jahre 1870 als Teil und zusammen mit der Kirchenstaat-Armee die Integration in den entstehenden „italienischen Nationalstaat“ jedoch leider nicht verhindern: Sie stellen auch die persönlichen „Leibgarden“ für das Kirchenoberhaupt – den Pabst – und seine Legaten. Die spezielle Leibgarde des Papstes ist als „Päpstliche Schweizergarde“ mit einer Sonderbewilligung des schweizerischen Bundesrates noch heute immer im Einsatz. (Quelle: Wikipedia)

DER FILM: „Die zwei Päpste“: Ein sanft-ironischer Blick hinter die Kulissen…

Als der Argentinier Jorge Mario Bergoglio 2013 Papst wurde, bedeutete das eine Zeitenwende für die Kirche. Der Film „Die zwei Päpste“ beleuchtet das Ringen um den Kurs der Kirche zwischen Franziskus und seinem Vorgänger Benedikt XVI. Dazu leisten beide im Film eine Art Beichte ab. Dichtung und Wahrheit im hochgelobten Kinofilm, der für gleich 3 Oscars nominiert wurde, aber leer ausging…

  • Wer diesen Film nicht sehen kann und/oder gerne Bücher liest: Hier ist auch der aktuelle Buch-Titel-Tipp: „Die zwei Päpste“ (Autor: Anthony Mc Carten) Verlag Diogenes:
  • Es ist eine Art Doppel-Biografie. Dieses spannende Buch bildet die Grundlage für die mit dem „Golden-Globe-Award“ preisgekrönte Netflix-Film-Produktion (mit Antony Hopkins und Jonathan Pryce), die ab 5. 12. 2019 in vielen Kinos oder der TV-Videothek (Mediathek) zu sehen war.
  • FILM-THEMA: „Der argentinische Kardianal „Jorge Mario Bergoglio“ ist ziemlich frustriert über die Entwicklung in der katholischen Kirche und bittet daher um seinen Rücktritt. Aber anstatt ihm diesen zu gewähren, lädt Papst Benedikt XVI. seinen stärksten Kritiker nach Rom ein. Bei diesem Termin möchte Papst Benedikt XVI. seinem Nachfolger ein gut gehütetes Geheimnis anvertrauen“ … ein echt spannendes Thema, das sich lohnt anzuschauen…

Das Wort Eucharistie bedeutet „Danksagung“; griech. „εὐχαριστέω eucharistéo“ . Die Eucharistiefeier als Sakrament ist die Quelle und Zentrum des kirchlichen Lebens. Insbesondere aber der gesamten Christenheit und auch aller Priester und vor allen Dingen auch den Ordensgemeinschaften. (Quelle: © „KATHPEDIA“ – die freie katholische Enzyklopädie)

Der Zölibat aber bleibt bestehen…

  • Unser jetziger 83-jährige „Papst Franziskus“ (ehemaliger Erzbischof von Buenos Aires) hat sich ja die vergangenen Jahre schon um einige wenige Reformen bemüht, aber noch nicht wirklich durchdringend.
  • Zitat (12/19) zum Zölibat: „Papst Franziskus denkt über verheiratete Priester nach“ – (Welt.de). Alles Schall und Rauch…wie wir heute wissen. Alles bleibt wie es ist…
  • Der bekannte „Vatikan-Experte Scaramuzzi“ sieht nun in der aktuellen Debatte um die vorzeitig „ablehnenden“ Äußerungen Benedikts XVI. zum Zölibat auch vor allem einen „Beleg“ für das problematische „Nebeneinander“ eines Papstes und seines Vorgängers…
  • Droht durch Beeinflussung gar der Eindruck eines Gegenpapstes? Oder ein Schisma? (= In der Weigerung, sich dem Papst unterzuordnen, besteht ein kirchenrechtliches Delikt).
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    Damals in der Rücktrittserklärung von „Benedikt“ (Februar 2013) gab es für ihn eine „Nicht-Einmischungs-Klausel“ : So habe „Benediktus“ seinem Nachfolger Papst Franziskus „bedingungslosen Gehorsam und Ehrerbietung“ versichert. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln – Jan. 2020).

Sollte Benedikt doch das Vorwort oder einen Artikel (zu dem Buch von Kurien-Kardinal Robert Sara) tatsächlich verfasst haben, dann hat er wirklich eine „rote Linie“ überschritten. Ob sich das auch alles so in Rom so zugetragen hat – wie es die Presse berichtet?...Zweifel hieran – vor allem, wenn man der „Presse“ blind folgt – dürften durchaus angesagt sein.

  • Dass Benedikt weiterhin auch unter seinem Papstnamen, immer noch im päpstlichen „Weiß“ gekleidet und mit dem Titel „Papst emeritus“ auftritt, führt gegenwärtig weltweit zu „Irritationen“:
  • Setzt man die Bezeichnung aber „analog zur Emeritierung“ von Bischöfen, dann hieße es, dass er mit allen Rechten Papst geblieben ist, aber vor allem von den Leitungsaufgaben entbunden wurde…

Die Tiara (altgriechisch τιάρα tiára, auch triregnum), Papstkrone oder auch gelegentlich römische Krone genannt, ist die früher bei feierlichen Anlässen getragene Krone des Papstes. (Wikipedia)

Bescheidenheit oder Prunk – das ist zur Zeit eine große Frage in der katholischen Kirche. Während Papst Franziskus Bescheidenheit predigt, musste sich Bischof Terbatz van Elst (im Jahre 2013) für seinen extrem teuren Bischofs-Palais-Bau in Rom rechtfertigen.. Bischof Franz-Peter Tebartzvan Elst (*1959) liebt prunkvolle Inszenierungen.

Im säkularen Deutschland ist das immer schwerer den Menschen zu vermitteln – zumal der Widerspruchsgeist gegen kirchliche Bevormundung hierzulande schon immer stärker ausgeprägt war als bei den Nachbarn, was auch mit der protestantischen Prägung des Landes zu tun hat. Franz-Peter Tebartz-van Elst musste – nach rund 6 Jahren – seinen Posten im März 2014 nach dem Skandal um seinen 31-Millionen-Euro-Bau in Mittelhessen räumen. Tebartz-Luxuswohnung ist heute ein Museum, genauer: Ein neuer Teil des Limburger Diözesanmuseums. 


  • Rom – Seit seinem unrühmlichen Abgang in Deutschland ist es still um ihn geworden. Seit März 2015 arbeitet Tebartz-van Elst nun im Vatikan als sog. „Delegat“.
  • Im Päpstlichen Rat für „Neuevangelisierung“ kümmert er sich um die Verkündung des Evangeliums in Ländern, in denen der Glaube zwar stark verwurzelt ist, aber die Unterstützung für die Kirche schwindet.

Wo bleibt die viel gepriesene Demut und Bescheidenheit?

Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ So heißt ein „JESUS ZITAT“ AUS DER BIBEL.


  • Der derzeitige „mediale Tsunami“ gegen den emeritierten Papst Benedikt wird sich allerdings auch wohl bald wieder legen. In seinem fortgeschrittenen Alter mit nun 93 Jahren – ist Papst Benedikt nun doch schon sehr gebrechlich.
  • Der ältere Bruder Georg Ratzinger (kath. Priester und Kirchenmusiker) des emeritierten Papstes Benedikt XVI. war am 1. Juli 2020 im Alter von 96 Jahren in Regensburg gestorben.
  • Der emeritierte Papst Benedikt hatte seinen Bruder kurz zuvor noch Anfang Juni 2020 in Regensburg besuchen können.
  • Der emeritierte Papst wurde von einer kleinen Delegation begleitet: Erzbischof Georg Gänswein (Benedikts Privatsekretär), dazu ein Arzt, ein Krankenpfleger, eine Ordensschwester aus seinem Haushalt und drei Sicherheitskräfte des Vatikan. (domradio.de)
I lift up my eyes to the hills – from where will my help come? (PSALM 121)

DER ZÖLIBAT der Priester

DUDEN: Der Begriff Zölibat, der einen religiös begründeten Verzicht auf die Ehe bezeichnet, entstammt dem lat. caelibatus = Ehelosigkeit. Während es in der Allgemeinsprache das Zölibat heißt, wird in der theologischen Wissenschaftssprache bevorzugt das Maskulinum „der Zölibat“ verwendet.

In der verkrustete Struktur unserer Kirche muss sich (also von Rom aus) schon seit langer Zeit dringend etwas ändern, auch eben im Hinblick auf den „Zölibat“. Der „konservativ-fundamentalistische Kurs“ des verstorbenen Johannes Paul II. wurde von seinen Nachfolgern bisher unverändert fortgesetzt (siehe weiter unten im Text Näheres hierzu).

Fakt ist nun einmal, dass die „katholische Kirche sowie auch der Islam“ beide streng patriarchalische Organisationen sind, die keinen Widerspruch oder Veränderungen in ihren Glaubensrichtlinien dulden.

  • Die zölibatäre, unnatürliche Einsamkeit, zu der ein Priester verdammt ist, steht doch im völligen Gegensatz dazu, dass jeder Mensch innige Zuwendung und Wärme sucht…manchmal läuft es eben in die falsche Richtung.
  • „Das männliche Macht-Gefüge“ in der katholischen Kirche dominiert unverändert..
  • Von einer Änderung diesbezüglich bzw. einer „Öffnung“ ist daher auch die katholische Bischofskonferenz (als stellvertretende Spitzen des kirchlichen Establishments) noch meilenweit entfernt.

Das letzte Wort hat immer Rom.

Johannes der Täufer (* etwa 5 v. Chr.; † um 30 n.Chr.) Bußprediger: Die Anhängerschaft von Johannes war zahlreich, darunter auch Jesus von Nazareth, der sich durch ihn taufen ließ. Das Fest der Geburt des Täufers ist der 24. Juni, der Johannistag, der in fast allen Kirchen begangen wird.
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt“. (1 Johannes 3:1)

Eine Lockerung des Zölibats wird nun sehr wahrscheinlich wieder um Jahrzehnte verschoben…

  • INTERESSANTE HISTORIE:
    Die „spirituelle“ Begründung für die Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit lautete „um des Himmelreiches willen“ und Jesus sei ja auch unverheiratet gewesen.
  • Es gab aber auch handfeste weltliche Gründe: Die Kirchengüter sollten bewahrt und vermehrt werden. Schließlich vererbten verheiratete Priester ihren Besitz ihren Kindern. Das Hab und Gut alleinstehender Kleriker fiel dagegen nach deren Tod der Kirche zu...
  • In den „darauf folgenden Jahrhunderten“ aber konnte bei vielen Klerikern überhaupt „keine Rede mehr von bedingungsloser Keuschheit“ sein: Der Bischof von Basel soll 20 Kinder gezeugt haben, der Bischof Heinrich von Lüttich sogar mehr als 60.
  • Selbst Päpste nahmen das Enthaltsamkeitsversprechen nicht immer ernst: So soll Papst Innozenz VIII. noch im 15. Jahrhundert mindestens 16 Kinder gehabt haben, sein Nachfolger Papst Alexander VI. immerhin fünf...

„Ein Zölibat für Priester ist weder historisch noch theologisch gerechtfertigt“, schrieb in seinem neuen Buch der bekannte Theologe „Hubert Wolf“ über Machtfragen in der katholischen Kirche und das eiserne Beharren auf absurden Zuständen.

Anm.: (Hubert Wolf, geb. 1959, ist Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster/Westf. 1985 wurde er zum Priester geweiht). Das aktuelle Buch von Hubert Wolf (Verlag C. H. Beck) trägt den Titel: „Zölibat. 16 Thesen“, München 2019.

Das Fronleichnamsfest (Mitte Juni): Der Mittelpunkt – des aus dem 13. Jahrhundert vom Papst Urban IV. (anno 1261-1264) eingeführten Feiertages – ist die Monstranz (lat. monstrare – zeigen). Es ist ein sehr prunkvolles, kostbares Gefäß aus Gold und Edelsteinen mit einem Fenster, in dem eine geweihte, besonders große Hostie zur Verehrung und Anbetung der Eucharistie (symbolhaft für den Leib des Herrn) für jeden sichtbar gezeigt wird.

Erst im 12. Jahrhundert n. Chr. wurde der Zölibat Pflicht… = link (!) anklicken

Unter Papst Innozenz II. beschloss man im Jahre 1139 auf dem zweiten Lateran-Konzil, den Zölibat für christliche Priester auf der ganzen Welt zur Pflicht zu machen. Wenn alle Katholiken wüssten, dass es den Zölibat erst seit rund 900 Jahren gibt, würde es eine heftige Diskussion geben, warum er in den ersten tausend Jahren unserer Kirchengeschichte für Priester überhaupt nicht existierte und bis heute u.a. nicht einmal in den anderen z.B. christlich-orthodoxen Kirchen existiert.  (Anm.: Zölibat = abgeleitet vom lateinischen Wort „caelebs“ = „ehelos“) .

  • Absurd seien zudem die „Ausnahme-Regelungen“, die es in der katholischen Kirche für den Zölibat gebe: „Priester“ der mit Rom vereinigten „Ostkirchen“ dürften zum Beispiel heiraten – dort gelte die Ehelosigkeit nur noch für Bischöfe.
  • Auch Männer, die „konvertiert“ sind und zu katholischen Priestern geweiht werden, könnten weiter mit ihren Familien zusammenleben und vieles andere mehr…
  • Das sind wichtige Punkte, um den generellen Zölibat „zu Recht in Zweifel zu ziehen“. Nicht zuletzt sei mit dem Zölibat viel Leid und Heuchelei verbunden, denn viele Priester hätten heimliche Beziehungen und „Nachwuchs“ , verbunden mit enorm viel seelischem Schmerz für alle Beteiligten…so die Kritiker. (Quelle: www. planet-wissen.de)

VERBOTENE LIEBE – Es ist ganz einfach eine Tatsache: Viele Priester leben heute heimlich in einer Beziehung und alle Beteiligten (vor allem deren Kinder) leiden sehr darunter.


Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1 Korinther 13:13)

DER GRUND:

Man habe folgenden „Grund für den Zölibat“ genannt: „Der katholische Priester darf „keine andere Braut“ haben als die Kirche, „keine anderen Kinder“ als die Kirchenkinder, dieser „seiner“ Familie muss sein ganzes Herz gehören …

  • „…Demgegenüber aber lässt sich u. A. geltend machen, dass wohl noch nie ein Volk auf die Idee gekommen ist, sein König oder Fürst würde deshalb weniger ein milder, gütiger Landesvater sein, weil er im Begriffe steht, ein glücklicher Hausvater zu werden“.
  • „Zitat“: Karl von Hase (1800 – 1890) war deutscher evangelischer Theologe, Professor der Theologie an der Universität Jena und großherzoglich sächsischer Geheimrat.
  • EIN SEHR WEISES ZITAT VON KARL VON HASE, DASS BEREITS VOR ÜBER HUNDERT JAHREN GESCHRIEBEN WURDE ... und nicht bis heute „erkannt“ wurde…wie wahr dies schon damals war.

„Die Frankfurter Paulskirche ist ein Ort mutiger Träume. Hier wurden neue Zeiten ausgerufen. Hier haben Menschen die Freiheit beschworen. Und vor allem haben sie daran geglaubt, dass eine Gesellschaft die Fehler der Vergangenheit hinter sich lassen kann und die Kraft zur Erneuerung aufzubringen vermag“. „Zitat“: © Joachim Gauck (*1940) ist ein deutscher parteiloser Politiker und evangelischer Theologe. Er war vom 18. März 2012 bis zum 18. März 2017 der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Historikerin: „Äbtissinnen“ hatten im Mittelalter sogar Priester ernannt!

  • HISTORIE: Bis zu den Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 1965) hatten – laut Historikerin Annalena Müller die Frauen mehr zu sagen in der Kirche.
  • Vor allem „Geistliche Frauen“ hatten bereits schon im Mittelalter wesentlich mehr Macht als heute.
  • „Äbtissinnen“ hatten sogar Priester ernannt – z.B. für „die Pfarreien, die ihrem Kloster unterstanden“ erklärte die Historikerin in einem Interview dem schweizerischen „Online-Portal: kath.ch“ .
  • „Wenn man mit Macht, Einfluss, vor allem Gestaltungs- und Entscheidungs-Vollmachten meint, dann gab es hier sehr viele mächtige Klosterfrauen im Mittelalter, vor allem eben die genannten Äbtissinnen.“
  • Diese seien auch als Politikerinnen aufgetreten, hätten die Klöster nach innen und außen geleitet und hätten teilweise sogar ein Stimmrecht im REICHSTAG“ gehabt.

INFO: Der „Reichstag“ des Heiligen Römischen Reichs wurde zirka 1000 Jahre lang (von anno 754 bis 1806) in teils lockerer Folge an wechselnden Tagungsorten abgehalten.

  • Allerdings war das Mittelalter eine strenge „Ständegesellschaft“. So galt für Frauen wie für Männer: Echte Chancen hatte nur, wer von Geburt an privilegiert war.
  • Wer von niederem Stand war, arm und ohne mächtige Verwandte, dem blieben Aufstiegsmöglichkeiten meist versagt.
  • Die Äbtissinnen herrschten über die dort lebenden abhängigen Bauern und sprachen auch „Recht“. Das Stift Essen zum Beispiel besaß im heutigen Ruhrgebiet Ländereien zwischen Emscher und Ruhr mit rund 3000 Bauernhöfen. Die Siedlung rund um das Stift erhielt im 13. Jahrhundert sogar „Stadtrechte“ und die Äbtissinnen stiegen vor allem zu „Reichsfürstinnen“ auf.

Die „Ständegesellschaft“ betonte damals weiter, dass nur ausschließlich adlige Frauen solche hohen Positionen erreichen konnten. „Eine Bauerntochter hingegen wurde damals weder Nonne noch Äbtissin eines mächtigen Klosters.“ ABER selbst die Messe feiern oder Priester weihen, dies hätten die Frauen natürlich nicht gedurft, „denn die Weihevollmacht war immer schon nur Männern vorbehalten“, sagte die Historikerin. „Das Zweite Vatikanische Konzil“ hat die << juristische Leitungsvollmacht >> an die Weihevollmacht gebunden. Seit den 1960er-Jahren kann also auch nur noch ein „Bischof“ einen Priester ernennen“ so die Historikerin.

ORDENSSCHWESTER IM GEBET

Bei den Frauenorden ist früher schon die Zahl der Gemeinschaften, Niederlassungen und Mitglieder in Deutschland (vor allem in Pflegeberufen, Erziehung und Sozialarbeit) erstaunlicherweise immer um ein Vielfaches größer als gewesen, als bei den Männerorden. (Quelle: DOK -Deutsche Ordensobernkonferenz, Bonn)


ORDENSSCHWESTER HEUTE IM GESPRÄCH MIT RATSUCHENDEN IM GLAUBEN
Knapp 20.000 Nonnen oder Ordensfrauen lebten noch im Jahre 2013 in Deutschland – die Gemeinschaften werden Jahr für Jahr kleiner… (www.spiegel.de – Panorama – Panorama 15.12.2013)

Zurück zum Thema – wie alles in dem vergangenem Jahr 2020 zunächst zögerlich begann:

Der Synodale Weg – wäre er ein Hoffnungsträger gewesen?

  • Er war ursprünglich gedacht, als ein Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er sollte der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

MHG = wie schon oben erwähnt: Ein Kürzel der Institutsstandorte der Konsortiumsmitglieder (Mannheim, Heidelberg, Gießen)

Waren diese einst so mächtigen Äbtissinnen in der Kirche heute Vorbilder für „Maria 2.0“?


Die Gruppe: Maria 2.0.

  • Ein Lichtblick? In dieser Hinsicht sind seit Anfang 2019 sehr „aktive Gruppierungen“ am Werk, wie z.B. die tatkräftig wirkende Gruppe: Maria 2.0. Diese Initiative begann im Bistum Münster/Westfalen.
  • Maria 2.0 ist keine Gruppe einer bestimmten Gemeinde, sondern eine freie Initiative von ausschließlich christlichen Frauen in Deutschland.
  • Die Forderungen der Initiative richten sich gegen althergebrachte, überholte Machtstrukturen in der kath. Kirche. Die Initiative fordert Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Kirche.
  • Die zunächst kleine Gruppe hat mit klar formulierten Forderungen und einer klugen Aktion eines Kirchenstreiks eine europaweite Welle ausgelöst und deutlich folgendes ausgesprochen:

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er soll der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

Der synodale Weg sei vielleicht eine Chance für Deutschland, über die Stärkung der Rechte der Frau in der Kirche nachzudenken und dazu gehörte auch die Weihefrage, die jetzt leider kürzlich wiederholt (aktuell: Februar 2020) von Papst Franziskus – wohl endgültig – ausgeschlossen wurde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.??… Es ist wohl schon so…

Trotzdem ist die Rolle von Frauen in der Kirche in der jüngeren Vergangenheit nun wieder verstärkt Gegenstand der aktuellen Diskussion geworden. Unter anderem wollte sich auch der jetzt 2019 von den „deutschen Bischöfen“ beschlossene „synodale Weg“ mit dem Thema beschäftigen.

Die Reformbewegung „Maria 2.0“ und der synodale Weg

  • Die Forderungen der Initiative richten sich (seit 2 Jahren) gegen Machtstrukturen in der Kirche.
  • Sie fordert Zugang für Frauen zu allen kirchlichen Ämtern, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche.
  • Diese neue Reformbewegung Maria 2.0 (auch Kirchenstreik genannt) fordert schon lange solidarisch auch mehr Beteiligung an ihrer Gruppe, vor allem auch von allen Christinnen.

Die Äbtissinnen, Nonnen und Beginen im Mittelalter könnten doch Vorbilder für die Initiative sein, da sie ganz „selbstverständlich“ Rechte, Verantwortung und auch enormen Einfluss in der Kirche ausgeübt hätten, sagte die Historikerin Annalena Müller.

In einer bundesweiten Protestaktion schlug die Reforminitiative ‚Maria 2.0 nun bundesweit am 21. Februar 2021 sieben Thesen an die Türen katholischer Kirchen an. Dies geschah in Anlehnung an Martin Luther, der laut Legende im Jahr 1517 seine 95 Thesen zur Reformierung der Kirche an die Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben soll.


  • Darum geht es ja bei ‚Maria 2.0‘: Dass „weibliche“ Mitsprache, die letztendlich nun allgemein gültige Norm im Christentum wird und nicht nur als selten gestattete „Ausnahme“ angesehen wird.
  • Die „Initiative Maria 2.0“ ist übrigens nicht die erste Initiative von Frauen, welche „die Kirche als Institution“ kritisch sehen und ständig Reformen anmahnen, aber überhaupt nicht gehört werden.

Initiativen wie „Maria 2.0“ zeigen uns, dass die Menschen, die den Kirchen nahe stehen, allgemein „deutliche“ Veränderungen in ihren Kirchen wollen.

  • Wir alle – als Christen – hätten einen guten Grund die 2000 Jahre alte Botschaft überzeugend weiter zu verkünden.
  • Viele dieser „hilflosen“ kirchlichen sog. „Reform-Debatten“ – mit vielen „Ausflüchten“ in der letzten Zeit – wirkten bisher nur wie eine unfähige Reaktion auf den Skandal des priesterlichen Missbrauchs, den Priestermangel und den drängenden Fragen nach der „Stellung“ der Frau in der Kirche:
  • Gerade jetzt, wo die Kirchen immer leerer werden und die „Gläubigen“ immer weniger werden, ist diese päpstliche Ablehnung ein absolut katastrophales Signal für alle Christen in dieser Welt.
Alpha und Omega
Die Buchstaben Alpha und Omega sind ein Christussymbol. Das Alpha (A) ist der erste, das Omega (Ω) der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. So wie die beiden Buchstaben A und Ω das Alphabet einrahmen, so umfasst Jesus Christus das Leben der Welt. Mit seiner Liebe begleitet er das Leben jedes einzelnen Menschen vom Anfang bis zum Ende. Jesus sagt: „Ich bin das A und das Ω, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offenbarung 22,13; vgl. auch Offenbarung 1,8).
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Es ist wie die Reaktion einer „sterbenden“ Kirche, die am Boden liegt. Nach außen hin, wirkt sie zwar immer noch als sehr „reich und mächtig“ (gerade wenn man sich in „ROM“ den Vatikan ansieht) mit all seiner Pracht und Herrlichkeit.

Faktisch aber merkt „DIE KIRCHE“ noch nicht einmal, dass sie schon weitgehend „das Vertrauen“ vieler Mitglieder und der Gesellschaft fast verloren hat: Und das ist doch ihr allerwichtigstes „Kapital“.

Letzte Hoffnung… der Synodale Weg? …“Und so klein die „Katholische Kirche“ hier in Deutschland auch sein mag: Die ganze Welt schaut schon nach Deutschland!“ (Zitat: Münsteraner Kirchenrechtler „Thomas Schüller“).


OKTOBER 2019 – Es war einmal… DIE „AMAZONAS-SYNODE“ war einst ein Hoffnungsschimmer auf dem Synodalen Weg…

  • Es ging mittlerweile nicht mehr nur um den „Priestermangel“ im gesamten „Amazonas-Gebiet“ : Diese Synodemit 200 Bischöfen – wurde im Oktober 2019 in Rom (Vatikan) abgehalten.
  • Das Thema lautete „Amazonas: Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“.
  • Ein „weiteres Thema“ war auch die Rolle der Frau in der Kirche – und insbesondere die Frage, wie neue weibliche „Dienstämter“ aussehen könnten.
  • Von einem stärkeren Mitspracherecht in der Gemeindeleitung über ein „Diakoninnen-Amt“ bis hin zu ordinierten weiblichen „Gemeinde-Leiterinnen“ reichte der Bogen dessen, was diskutiert wurde. (SIC)
  • Weniger spektakulär und fast schon konsensfähig war der Vorschlag, die Möglichkeit der Priesterweihe verheirateter Männer („viri probati“) zur Abstimmung zu stellen.
  • Dem Vernehmen nach sprach sich im Oktober 2019 eine „deutliche“ Mehrheit von „Rednern“ unter den Bischöfen für dieses Modell aus. (Quelle: mk-online, Sankt Michaelsbund). Letztendlich wurde dieses natürlich abgelehnt..d.h. wieder nur in Rom entschieden…Punkt.

Erst 5 Monate später (2.2020) kam von unserem Pabst die „negative“ Antwort aus ROM: Reformhoffnung… Ade...
(ADE: Dieser kurze, aber wichtige Gruß leitet sich ab vom lateinischen „ad deum“ = zu Gott) .

DIE ROLLE DER FRAU SPIELT KEINE ROLLE MEHR

AKTUELL: Papst Franziskus lehnt „Weiheämter“ für Frauen – etwa als „Diakoninnen“ – ab: Gerade erst (Februar 2020) hat Papst Franziskus in seinem jüngsten „Apostolischen Schreiben“ (Querida Amazonia) sämtliche „Reform-Hoffnungen“ gedämpft und in seinem „nachsynodalen Schreiben“ das Weiheamt für Frauen „grundsätzlich“ ausgeschlossen. Im Abschlussdokument der sog. Amazonas-Synode „vermeidet“ er zudem auch jegliche Zusage – in Ausnahmefällen – z.B. verheiratete Männer als Priester zuzulassen.


Der Papst habe „entschieden, nicht zu entscheiden“.


  • Der Wiener Theologe Jan-Heiner „Tück“ wörtlich: „Keine Lockerung des Pflichtzölibats, keine „viri probati“…einfach NICHTS… GAR NICHTS:
  • Papst Franziskus lehne den Abschlussbericht der Synode in diesem Punkt zwar direkt nicht ab, er befürworte ihn aber auch nicht…Tiefe Enttäuschungen auf der ganzen Linie bei allen Beteiligten. Das Thema wird mal wieder totgeschwiegen.
  • Die ewig gestrigen „Reform-Skeptiker“ haben nun wieder „Oberwasser“ bekommen und sind vom Vatikan erneut bestätigt worden, sie haben das WORT des Papstes nun auf ihrer Seite… die deutschen Katholiken – mit ihren Anliegen – allem Augenschein aber nicht….

  • Es war einmal ANNO 1994 … Gut 26 Jahre danach ist die katholische Kirche genau an diesem Punkt wieder angekommen…
  • Ein Schritt vor und zwei zurück.
  • Das damalige päpstliche Schreiben – auch zur Ehelosigkeit von Priestern – wurde auch damals schon im „Codex Iuris Canonici“ (1917) kirchenrechtlich und erstmals mit universaler Gültigkeit eisern „festgeschrieben“.
  • Gezielte päpstliche, strenge „Diskussionsverbote“ – etwa beim Zweiten Vatikanischen Konzil (im Jahre 1962 durch Papst Johannes XXIII)– erhalten diese wohl dauerhaft bis zum heutigen Tag aufrecht. (Quelle: Analysen-Bericht: „Auszug“ : Rheinische Post vom 13.2.2020)
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    Der gerade erst begonnene synodale Weg wird nun deutlich kürzer sein, ob er überhaupt noch Sinn hat, ist aktuell die drängende Frage… da die wichtigsten Fragen, welche die Synodalversammlung offen stellte, nun abrupt vom Vatikan frühzeitig abgeräumt wurden…? Man wird sehen…die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…
    Der Synodale Weg war gedacht, als ein hoffnungsvolles Gesprächsformat für eine strukturierte Debatte innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Er sollte eigentlich der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben.

21.05.2021: Kurz vor Pfingsten kommt aus Rom nun doch die gute Nachricht: Ein neuer zweijähriger, synodaler Prozess ist geplant. Ein weltweiter synodaler Weg… wie oben anfangs schon erwähnt…


„Heillos gesund überlebt der kirchliche Apparat das Verschwinden Gottes aus ihm. Er hat es noch nicht einmal bemerkt“. Zitat: © Kurt Marti (1921 – 2017), Schweizer Pfarrer, Schriftsteller und Lyriker


REFORM-KURS: SYNODIALER WEG? Trotz aller Schwierigkeiten ist ein erneuter Versuch trotzdem sehr, sehr wichtig, diesen fortzusetzen. Man muss eben immer miteinander „im Gespräch bleiben“ .

„DIESER WEG WIRD KEIN LEICHTER SEIN“ sang schon Xavier Naidoo 2005… 😉


  • „Was Maria 2.0 bewegt und fordert, ist nicht nur allein eine Sache der Frauen. Es ist ein heftiges Anliegen aller, die ihre katholische Kirche lieben und als einen Ort ihrer Beheimatung empfinden“, schrieb etwa Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in der „Zeit“-Beilage: „Christ & Welt“ (Juli 2019).

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt „große Sympathie“ für Maria 2.0 : „Jesus hat seine Botschaft allen Menschen gleichermaßen verkündet, unabhängig vom Geschlecht und unabhängig davon, wer wen liebt.“
Ohne das „besondere Engagement von Frauen“ würde das konkrete Gemeindeleben vor Ort in vielen Fällen völlig zum Erliegen kommen – kirchliche Krankenhäuser und Pflegedienste übrigens auch. Spahn betonte: „Das Bestehende zu hinterfragen, sich klug zu erneuern, tut oft gut.“

  • Anfang Februar 2020 wurde jetzt die erste Versammlung des „synodialen Weges“ (voraussichtlich nun weiter halbjährlich) in Frankfurt abgehalten und über diverse Reformen (zwei Jahre lang) beraten: Wie z.B. über die Änderung des Pflicht-Zölibats, die Sexualmoral und das „Weiheamt“ für Frauen: Dieses Thema ist ja nun endgültig „vom Tisch“.

Wie es jetzt in Corona-Zeiten wohl weitergeht? Vieles wird vertagt werden müssen…

  • Für das Zentralkomitee der deutschen Katholiken geht es um einen sehr hohen Einsatz.
  • Aber den höchsten Einsatz hat die Kirche selber eingezahlt: Ohne ein Überwinden des strengen Klerikalismus, eines total überkommenen Verständnisses von Zugängen zum Weiheamt, des Ausschlusses von Frauen, ohne deren – oftmals ehrenamtlichen – Engagement kirchliches Leben in Deutschland gar nicht funktionieren würde, und eine Synchronisierung mit dem heutigen Verständnis von Liebe, Beziehung und Sexualität zwischen Menschen, wird es die Kirche als Institution sehr schwer haben.
  • Sie würde sich selbst abschaffen. (Zitat: Marc Frings (*1981) ist seit Januar 2020 Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken mit Sitz in Bonn.)

Zwei Jahre soll dieser „Synodiale Weg“ nun eigentlich dauern. Aber damit er kein weiterer Meilenstein in der Geschichte gescheiterter Erneuerungsprozesse in der katholischen Kirche in Deutschland bleibt, muss er eine Perspektive haben. Es geht um einen allgemeinen Wandel, der Glaubwürdigkeit und Vertrauen wieder in der Kirche und ihren Vertretern herstellen soll. Die deutschen Bischöfe hatten diesen Reformprozess im Frühjahr 2019 alle mit großer Mehrheit beschlossen. Er soll nun vor allem auch nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen und zugleich nach Wegen für die Zukunft des kirchlichen Lebens insgesamt suchen.
Das Hauptproblem ist aber, dass viele Menschen einfach nicht mehr „glauben“ und daher eine verstärkte „Evangelisierung“ (Missionierung) notwendig sein wird.

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsformat für eine „strukturierte Debatte“ innerhalb der Katholischen Kirche in Deutschland. Er soll eben auch der Aufarbeitung von vielen anderen drängenden Fragen dienen.

  • Der Mainzer Bischof „Peter Kohlgraf“ hat den Aktivistinnen von „Maria 2.0“ versprochen, ihre Anliegen nun erneut im Vatikan vorzubringen.
  • Auch eine Gruppe von Pfarrern und Diakonen aus dem Erzbistum Freiburg hat sich den Forderungen der Initiative „Maria 2.0“ für grundlegende Veränderungen in der katholischen Kirche angeschlossen.
  • Ein entsprechender im Januar 2020 im Internet veröffentlichter Appell wurde inzwischen von knapp 100 Priestern und 40 Diakonen unterzeichnet.
  • Darunter sind etwa der Jesuit „Klaus Mertes“, der Moraltheologe „Eberhard Schockenhoff“ und der Karlsruher Dekan „Hubert Streckert“. (QUELLE: katholisch.de)
  • Das Diakonat der Frau sieht der Stuttgarter BISCHOF „Gebhard Fürst“ nach eigenen Worten sogar weiter als „erstrebenswerte Möglichkeit“ an, für die er sich auch in Zukunft einsetzen werde

Auch der Ruhrbischof „Franz-Josef Overbeck“ bedauert das Festhalten der Papstes am Zölibat.

  • Nach seinen Worten ist das Papst-Dokument „Ausdruck einer 2000 Jahre alten Kirche“… Ähnlich kritisch bewertete damals das Zentral-Komitée der deutschen Katholiken (ZdK) das Papier aus Rom. (Quelle: Analysen-Bericht: „Auszug“ Rheinische Post vom 13.2.2020)

Immerhin soll Papst Franziskus eine weitere Kommission eingesetzt haben, die nun aktuell überprüfen soll, was es mit den „Diakoninnen“ in der frühen christlichen Kirche auf sich hatte…


Initiative Maria 2.0 aus Münster /Westf.

Gläubige wollen nicht warten, bis der Vatikan die maroden, überkommenen Strukturen erneuert. Sie fordern eine schonungslose Aufklärung der Missbrauchsfälle und echte Geschlechtergerechtigkeit bis hin zur Öffnung der Weiheämter für Frauen. Die #MeToo-Bewegung hat das Bewusstsein für Sexismus geschärft. Mit ihrem Kampf für eine geschwisterliche Kirche trifft die Initiative „Maria 2.0“ aus Münster einen Nerv der Zeit.

Protest der Frauen mit breiter Unterstützung

Weltweit wird gefordert, die Macht-Strukturen des exklusiven Männerzirkels aufzubrechen. Was treibt engagierte Katholikinnen um, die trotz der Skandale dieser Kirche treu bleiben? Die Frauen von „Maria 2.0“ sind keine Einzelkämpferinnen. Aus der Bevölkerung und von Katholikinnen-Verbänden erhalten sie bundesweit und auch international immer mehr Zuspruch. Mit ihrer Online-Petition haben sie im August 2020 rund 45.000 Unterschriften von Unterstützer*innen erhalten, die sie dem Papst übergeben wollten. (Quelle: www.br.de)

Die katholische Kirche befindet sich in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte.

Aus Sicht von Maria 2.0 ist es bereits „fünf nach zwölf“ für dringende Veränderungen in der Kirche


Von konservativen Bischöfen war Maria 2.0 natürlich scharf kritisiert worden.


MARIA 1.0 gegen MARIA 2.0:
Die bayrische „Gegenbewegung“ (Maria 1.0) verhält sich absolut ablehnend zur Protestbewegung:

Die resolute Lehrerin „Johanna Stöhr“ aus dem „oberbayerischen“ Schongau rief die neueste „Gegen-Aktion“: „Maria 1.0“ im Mai 2020 als Reaktion auf die Bewegung „Maria 2.0“ ins Leben, die sich ja schon vor einiger Zeit von Münster/Westf, aus zu einer bundesweiten Protestwelle samt „Kirchenstreik“ gegen eine männerdominierte katholische Kirche und für den Zugang von Frauen zu Weiheämtern entwickelt hatte.
Stöhr ist der Ansicht, „Maria braucht kein Update“. Ihre Initiative wolle zeigen, „dass es auch Frauen gibt, die treu zur Lehre der Kirche halten“. Quelle: © Kirche-und-Leben.de

  • Zu Wort kommen hier vor allem die „resolute“ Johanna Stöhr – Initiatorin der erbitterten Gegeninitiative „Maria 1.0“ – und der „Hardliner“ Weihbischof „Schwaderlapp“, beide ganz entschiedene „Gegner der Münsteraner Reformbewegung“. Die Kontroverse wurde (angesichts des schwindenden Gehorsams von Frauen) sehr emotional geführt.

Anm.: Weihbischof Dominikus Schwaderlapp (*1967) ist Domkapitular und Weihbischof im Erzbistum Köln. Wegen seiner Rolle beim Umgang mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln (siehe ausführlicher Bericht oben) wurde er am 18. März 2021 durch Kardinal Rainer Woelki vorläufig suspendiert und von seinen Aufgaben komplett entbunden.


August 2020: Heftige Debatten über die neueste Vatikan-Instruktion – auch in Deutschland – ein Rückschritt?

  • Die Neue „Vatikan-Instruktion“ zu Reformen in katholischen Gemeinden trägt den Titel: „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst der missionarischen Sendung der Kirche“.
  • Sie hebt unter Berufung auf das Kirchenrecht – die wichtige Rolle der „Pfarrers“ hervor. Das Schreiben „widerspricht direkt“ (!!) den aktuellen Bestrebungen „die Pfarrleitung“ evtl. auch in die Hände von „Teams“ aus Priestern, Diakonen und kirchlich Engagierten anzuvertrauen. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln vom 7. 8. 2020)

Ein Schritt vor…zwei zurück…

Während Kardinal Rainer Maria Woelki die von der vatikanischen „Klerus-Kongregation“ (in Rom) veröffentlichte „Instruktion“ direkt verteidigte, übten viele deutsche Bischöfe und Laienvertreter deutlich mutige Kritik an dieser „Vatikan-Instruktion“.

WOHIN FÜHRT UNS DER WEG?

Die umgehende und recht positive Reaktion „einiger“ deutschen Bischöfe:

Aus Sicht des Münchner Kardinals „Reinhard Marx“ habe diese „päpstliche Instruktion“ generelles Misstrauen gesät und alle Gräben vertieft, was zu neuen Spannungen und Spaltungen führe…
Auch der Trierer Bischof „Stephan Ackermann“ war irritiert darüber, dass vom Thema Missbrauch und Prävention keinerlei  Problembewusstsein zum Ausdruck gekommen sei…
Der Würzburger Bischof „Franz Jung“ vermisste innovative Ansätze, er hätte neue Sichtweisen erwartet…
Aus Sicht des Bamberger Erzbischofs „Ludwig Schick“ hätte das Papier besser nicht veröffentlicht werden sollen…
Deutliche Kritik und Befremdung an der „Instruktion“ kam auch vom Essener Bischof „Franz-Josef Overbeck“ ebenso wie von dem Rottenburg-Stuttgarter Bischof „Gebhard Fürst“, dem Osnabrücker Bischof „Franz-Josef Bode“ und vielen anderen ranghohen kirchlichen Würdeträgern. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln vom 7. 8. 2020)


Fenster in der Kathedrale von „St. John the Divine“, Amsterdam Avenue, New York, NY, USA.

22.09.2020 Über Reformen in der katholischen Kirche wird auch derzeit unter den deutschen Bischöfen heftig gestritten. Die Initiative: „Wir sind Kirche“ rief die Bischöfe zu einem mutigen Reformkurs auf. 

  • „Weder die Corona-Krise noch das wiederholte Sperrfeuer aus Rom dürften den dringend notwendigen Reformprozess abbremsen“ , erklärte Bundessprecher Christian Weisner. Ansonsten drohe der Auszug vieler engagierter Katholikinnen und Katholiken aus der Kirche.

Aus Hamburg meinte damals (der inzwischen wegen *Verfehlungen beurlaubte) „Erzbischof Stefan Heße“: „Man sollte offen über die Frauenweihe (z.B. als Diakon) diskutieren… – Auch mit dem 1994 veröffentlichten Schreiben vom damaligen Papst Johannes Paul II zum „Ausschluss“ von Frauenpriestertum sei die Angelegenheit für ihn noch lange nicht erledigt…“

  • „Die Diskussion ist nach wie vor da, sie ist sehr lebendig, und sie ist nicht durch ein Papier zu ersticken!“ Laut Erzbischof Heße gibt es viele gute neue Argumente, die überdacht werden müssten.
  • „Die historische Perspektive ist eine – aber diese sei eben nicht alles.“ Kardinal Heße ist Mitglied des Forums „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ beim „Synodalen Weg“.
  • Mit Blick auf diesen Reformprozess äußerte Heße die Hoffnung: „…dass strittige Fragen“ dort auf „Herz und Nieren“ geprüft werden würden und die Bischöfe das Resultat danach nach Rom brächten.
  • Er sei da aber nicht sehr optimistisch, dass die Fragen dort auch beantwortet bzw. gelöst würden…(Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln )
  • *Abschnitt vom 18.02.2021: Woelki & Co.: Bezüglich „Heßes“ Missbrauchs-Vertuschung … Gutachten zu Missbrauchsfällen: www.tagesschau.de › erzbistum-koeln-gutachten-101 (siehe Abschnitt weiter oben).

Die Vatikan-Instruktion sollte nun sowohl in Rom, als auch „Anfang“ September 2020 bei der nächsten Runde des „Synodalen Wegs“ und der Vollversammlung der deutschen Bischöfe „Ende“ September 2020 in Fulda weiter diskutiert werden… und nun ist alles Weitere wohl durch „Corona“ ausgebremst? Doch 2021 geht es wohl im Hebst weiter

Die Kirche kann nicht sie selbst sein ohne Frauen und deren Rolle. Die Frau ist für die Kirche unabdingbar. Maria – eine Frau – ist wichtiger als die Bischöfe“. – Zitat: Papst „Franziskus“ (*1936) war früher gelernter argentinischer Chemietechniker, Philosoph und Theologe.

  • Beim Synodalen Weg – dem Reform-Prozess der kath. Kirche – gibt es auch das Forum: „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.
  • Der Münsteraner Bischof Felix Genn (im Synodalforum: „Priesterliche Existenz heute“) wies darauf hin, dass „wir heute eine andere neue Macht-Verteilung brauchen, ganz konkret:
  • Ein neues Verhältnis von sog. Laien und Priestern von Haupt- und Ehrenamtlichen, von Männern UND Frauen in der katholischen Kirche.“
  • Er betonte, dass er die Gruppe Maria 2.0 ernst nehme und mit ihnen im Kontakt und im Gespräch sei. (Quelle: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln)

Die evangelische Kirche hat übrigens viele „Hindernisse“ – wie z.B. den „Zölibat“ nicht, und dennoch verlassen auch sie immer mehr Gläubige. Auch dort werden die Kirchen immer leerer.

Das Zentralproblem – nicht nur in Mitteleuropa – scheint zu sein, dass Gott einfach von vielen Menschen nicht mehr „gebraucht“ wird, dass er im Leben der Menschen nicht mehr vorkommt. Der katholische Glaube spielt vielerorts keine Rolle mehr… Es gibt keine Begeisterung mehr, man „brennt“ nicht mehr für den Glauben, so wie einst.

Es ist kein wirklich „gelebter“ Glaube mehr, wie zum Beispiel der tiefe Glaube der Muslime in den islamischen Ländern, der oft vom strengen Regime gelenkt und gefordert wird.


Corona“ hat auch manche Frauen der Bewegung „Maria 2.0“ ausgebremst. Zum Erliegen gekommen ist ihr Protest gegen Strukturen der katholischen Kirche jedoch nicht…er geht weiter…

In dieser Zeit der Corona-Pandemie zeige sich die Gottesliebe in der Sorge und Verantwortung für den Nächsten. „Und im Moment heißt das für viele von uns, Verzicht zu üben“, heißt es weiter. Der gesamten Gesellschaft werde ein Kraftakt abverlangt, um vor allem Risikogruppen vor einer Ansteckung zu schützen.  (www.katholisch.de)


22. Februar 2021 – EIN NOVUM:
Bischofskonferenz wählt erstmals „Generalsekretärin“:

Erstmals leitet eine Frau das Sekretariat der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Beate Gilles (50) ist nun zugleich auch Geschäftsführerin des Verbandes der Diözösen Deutschlands. Sie tritt die Nachfolge von Pater Hans Langendörfer an, der in den Ruhestand ging. Bischof Georg Bätzing – der Konferenzvorsitzende – bezeichnete die Wahl „als starkes Zeichen… und dass die Bischöfe ihrer Zusage nachkommen und Frauen in Führungspositionen fördern…“
Frau Gilles „sei stark vernetzt und mit besten organisatorischen Fähigkeiten ausgestattet“… so der Bischof. Sie war zuvor Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg und war bereits früher Geschäftsführerin des katholischen Bildungswerks in Stuttgart, (RP)

Maria 2.0 hatte am Sonntag (21.02.2021) in mehreren Regionen Deutschlands Reformforderungen an Kirchentüren befestigt. Vieles davon… sagte sie, sei auch ihr ein wichtiges Anliegen: „Maria 2.0, das ist in der Mitte der Kirche. Das sind auch die Frauen, die unsere Kirche tragen.“

Ein kleiner Funken Hoffnung?

Es ist aber übrigens doch nicht so ganz richtig, dass „alle Christen“ auf unserer gesamten Welt total auf dem Rückzug sind.

In wenigen Teilen von Zentral- und Süd-Afrika, Lateinamerika und manchen Ländern in Asien „blüht ein zartes Pflänzchen“: hier soll die Zahl der Christen sogar nachweislich wieder zunehmen. Doch dort droht derzeit eine andere große Gefahr:


Gefährlich sei das Erstarken radikaler Sekten weltweit:

  • „So gibt es vor allem auf der Südhalbkugel unserer Erde hier auch das gefährliche „Erstarken radikaler protestantischer Sekten“, evangelikaler oder Pfingstkirchen oder stark orthodoxe Formen des römischen Katholizismus“. (Quelle: „Philip Jenkins“, britische Historiker und Religionswissenschaftler).
  • Sein Standardwerk: „The Next Christendom – The Coming of Global Christianity“: Hier prognostiziert Jenkins eine „neue christliche Revolution“ sowie Religionskriege wie im europäischen Mittelalter.)
    Auch sog. Mitglieder von „Pfingstgemeinden“ vertrauen z.B. ausschließlich auf die Wirkung des Heiligen Geistes, auf kommende Wunderheilungen und sog. „Erweckungserlebnisse“ .
  • Die Hl. Bibel wird von ihnen ganz wörtlich ausgelegt. In Afrika kommt dann noch vor allem die Furcht vor Hexen und bösen Dämonen hinzu.
  • Im Kongo etwa wurden noch 2001 mehr als tausend angebliche Hexen getötet. Eine totale Rückkehr der Menschen dort ins tiefste Mittelalter.

Religiöser Fanatismus ist uns selbst fremd.

NULL-TOLERANZ IN VIELEN LÄNDERN GEGEN ANDERSGLÄUBIGE?

  • Die Radikalisierung des Islam und das „Fanatische“ findet sich heute bei Terrorgruppen wie dem „Islamischen Staat“ (IS) und in Afrika/Asien bei radikalen Organisationen wie Boko Haram etc., die nach der alleinigen MACHT streben.
  • Sie sind eine islamistisch-terroristische Gruppierung im Norden Nigerias, die auch in den Anrainerstaaten Tschad, Niger und Kamerun sehr aktiv sind.
  • „Boko Haram“ setzt sich für die Einführung der „Scharia“ in ganz Nigeria und auch das komplette Verbot westlicher Bildung ein; auch die Beteiligung an Wahlen lehnt sie ab.
  • Bekannt ist hier die – auch heute immer noch – erbarmungslose „Christenverfolgung“... (Hierzu mehr Informatives in meinem anderen Blog: „DER ISLAM UND DAS CHRISTENTUM“)
Die ganze Bibel hindurch kündigen Propheten den einen Messias an, der für die Schuld der Welt sich selbst opfern wird und die Menschheit dadurch von dem Fluch befreit. In Jesus haben sich die alten Prophezeiungen erfüllt. Jesus war völlig ohne Schuld, aber er nahm die Dornenkrone auf sich. Er gab sein Leben für alle, die nicht mehr getrennt sein wollten von Gott. So ist die Dornenkrone damit auch ein Symbol für das Wunder von Ostern: Der Wiederauferstehung des Herrn, unseren Gott. (Quelle:livenet.de)

„Die Kirche hat sich weitgehend von der Lebensrealität junger Menschen entfernt“…  Zitat: Gregor Poschun (Bundesvorsitzender BDKJ. Es herrsche zunehmend Distanz zur Kirche bei jungen Menschen. Viel Unverständnis über die Hierarchie und die Machtsysteme, die in der kath. Kirche noch immer herrschen.


OVER AND OUT?

UNSERE KINDER – UNSERE NACHKOMMEN – UNSERE NEUE JUNGE GENERATION:

  • Es gibt in unserer jetzigen Jugend zwar auch einige Ausnahmen, aber nach der Generation Y (1980-2000 Geborene) ist nun für die meisten Kids der „Generation Z“ (ab 2000 Geborene) die christliche Botschaft weitgehend unbekannt und „OUT“...für sie sind aktuell die Video-Plattform „YouTube“ und ihre „Influencer“ das neue „Heilversprechen“, das eine immense Faszination auf sie ausübt. RTL war gestern, ARD vorgestern…
Mit Vertrauen vorwärts in unsere Zukunft?

Eine „Messe“ für die Jugend…

WOHIN IST JESUS VERSCHWUNDEN?

  • Durch die Jugend -„Messe“ von YouTube in Berlin oder aber auch das „YOU-Summer“ Festival in Berlin (Europas größtes Jugendevent für Creator, Influencer & Brands mit über 200 Ausstellern) werden jährlich tausende Jugendliche angelockt.
  • Es sind also gerade solche Dinge, die Experten von der neuen „Generation YouTube“ sprechen lassen. Ihre Vorbilder sind Stars wie Gronkh, Fresh Torge oder LeFloid u.a….die neue „Generation Z“ ist komplett „digital mit dem Netz“ aufgewachsen.
  • Im Netz gibt es keine Hierarchien. „YouTuber“ wie REZO & Co. sind die Idole d.h. die neuen machtvollen, anbetungswürdigen neuen „Götter“ der heutigen Generation.
  • Gleichzeitig hat, wie gewohnt der bekannte Esoterik-Quatsch weiter seinen ständigen, unverständlichen Zulauf. Wer oder wo sind denn dort eigentlich die neuen „Heilsbringer“?

Und wer ist eigentlich überhaupt nochmal „GOTT“? 
FORGOTTEN?


Besteht noch Hoffnung?

  • Manchmal sehe ich jetzt öfters – wie oben schon erwähnt – in jungen Familien wieder, wie kleinere Kinder schon früh – von der Kirche vor Ort und vor allem vom Elternhaus gefördert – sehr gerne den Gottesdienst mit ihren Eltern besuchen. Auch an den meisten hohen Feiertagen besuchen hier wieder mehr Gläubige ihre Kirchen.
  • Das lässt vorsichtig hoffen. Alles steht und fällt im Leben eben immer mit dem eigenen und dem kirchlichen Engagement vor Ort!
  • Der Herr „Pfarrer oder Pastor“ ist immer noch seit jeher die treibende Kraft, ob es ein gut funktionierendes Christenleben in der Gemeinde gibt und der „Nachwuchs“ wieder – durch manch junge, gläubige Familien mit ihren Kindern – neu dazu kommt.
  • Das war schon immer so, auch damals bei unseren Kindern, die sich in der kath. Pfarrgemeinde bei gleichaltrigen Jugendlichen und einem charismatischen „Pfarrer“ sehr wohl fühlten und sich heute hier auch als Erwachsene in der Kirche engagieren.

„Viel wirst du geben, wenn du auch gar nichts gibst als nur das Beispiel „ . Zitat: Lucius Annaeus Seneca lebte ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr. – genannt Seneca der Jüngere, er war römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller.


Kardinal Reinhard Marx (*1953) hat – Anfang 2020 – für seinen Amtsverzicht auf den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz erneut persönliche Gründe genannt. Marx tritt nicht mehr als Vorsitzender der Bischofskonferenz an. Er wolle wieder stärker im Erzbistum München und Freising präsent sein. Die Deutsche Bischofskonferenz wählt im März 2020 überraschend den Limburger Bischof Georg Bätzing (*1961) zu ihrem neuen Vorsitzenden. Rechts im Bild: Kardinal Reinhard Marx (*1953)

NACHTRAG:

Die Kirche und ihre Titel – Katholische Amts- und Funktionsbezeichnungen:

Pastor oder Pfarrer? Monsignore oder Prälat? Die vielen Bezeichnungen für katholische Geistliche können verwirrend sein. Katholisch.de geht durch die Kirchenhierarchie und erklärt die wichtigsten Begriffe.


Die Tiara, mit der in der Regel Petrus' Statue im Vatikan gekrönt wird, wohl die 1845 für Papst Gregor XVI. gefertigte Papstkrone
Die Tiara, mit der in der Regel die Petrus‘ Statue im Vatikan gekrönt wird,
ist wohl die 1845 für Papst Gregor XVI. gefertigte Papstkrone.
Bildquelle: Joachim Schäfer
(Ökumenisches Heiligenlexikon)

Verwirrend komplizierte, privilegisierte Hierarchien und Begrifflichkeiten: „WHO is WHO“ in der katholischen Kirche: Die Kirche und ihre vielen „Titel“ : Alle katholischen Amts- und Funktionsbezeichnungen:

Katholische Amts- und Funktionsbezeichnungen

https://www.katholisch.de/artikel/14331-die-kirche-und-ihre-titel

  • Der Papst, auch Pontifex Maximus – Oberster Brückenbauer – genannt. Seit 2013 hat dieses Amt Papst Franziskus inne.
  • Der „Pontifex“ ist das Oberhaupt der katholischen Weltkirche, der Stellvertreter Jesu Christi auf Erden und Nachfolger des Apostels Petrus, der als erster Papst der Kirchengeschichte gilt.
  • Weil der Papst auch Staatsoberhaupt ist – er ist Souverän des Staates Vatikanstadt –, entsendet er Botschafter in andere Länder. Diese Stellvertreter des Papstes heißen Apostolischer Nuntius.

Das diözesane Gremium

  • Für die politischen und diplomatischen Aktivitäten des Heiligen Stuhls beauftragt der Papst (PONTIFEX) den sogenannten Staatssekretär Seiner Heiligkeit“ oder „Kardinalstaatssekretär„.
  • Er leitet die wichtigste Behörde des Papstes, das Staatssekretariat, und gilt deshalb nach dem Pontifex als die „Nummer 2“ des Vatikan.

  • Gewählt wird der Papst im sogenannten Konklave von den Kardinälen.
  • Der Begriff Kardinal (von lateinisch cardinalis: wichtig, vorzüglich) ist keine Amtsbezeichnung, sondern steht für eine vom Papst verliehene Würde, und zwar die (nach dem Pontifex) höchste Würde der Kirche.
  • Für gewöhnlich sind „Kardinäle“ geweihte Bischöfe und werden mit „Eure Eminenz“ angesprochen.
  • Das Kardinalskollegium, also die Gesamtheit aller Kardinäle, ist beauftragt, den Papst bei der Gesamtleitung der Kirche in besonderer Weise zu unterstützen; an der Spitze des Kollegiums steht der Kardinal-Dekan.
  • Zu unterscheiden sind im Kardinalskollegium sogenannte Kurienkardinäle, die in den römischen Leitungs- und Verwaltungsorganen des Heiligen Stuhls mitarbeiten, und solche Kardinäle, die zugleich auch Diözesan(erz-)bischöfe sind.
  • Der Begriff Diözesanbischof oder Ortsbischof meint einen Bischof, der ein katholisches Bistum – auch Diözese genannt – leitet.


  • Der jeweilige „Erzbischof“ steht einer Kirchenprovinz als Metropolit vor – im Fall Köln ist das derzeit Kardinal Rainer Maria Woelki.
  • Dem Metropoliten beziehungsweise Erzbischof kommen in seiner Kirchenprovinz verschiedene Sonderrechte zu.
  • Er ist jedoch kein „Vorgesetzter“ der anderen Bischöfe: Diese sind allein nur dem Papst unterstellt und leiten ihre Diözesen eigenständig.

Russisch-orthodoxes Habit

  • Vom Diözesan(erz-)bischof zu unterscheiden sind die Titular(erz-)bischöfe.
  • Ein „Titularbischof“ steht keiner eigenen (Erz-)Diözese vor, sondern nimmt andere Aufgaben in der Kirche wahrzum Beispiel an der Römischen Kurie.
  • Auch der „Weihbischof“ – eigentlich Auxiliarbischof (Hilfsbischof) – ist ein Titularbischof, denn er leitet kein eigenes Bistum. Ob Diözesan- oder Titularbischöfe:
  • Die protokollarische Anrede für einen (Erz-)Bischof lautet immer „Eure Exzellenz“. Doch nicht nur der Weihbischof arbeitet im Bistum dem Diözesanbischof zu, sondern viele weitere Priester.
  • Der Stellvertreter eines Ortbischofs wird „Generalvikar“ genannt (vicarius = Stellvertreter, Statthalter). In der Regel sind die Generalvikare in den Bistümern aber Teil des Domkapitels. Der Bischof selbst ist kein Teil des Domkapitels, die Weihbischöfe allerdings schon.

  • Die administrative und liturgische Leitung der jeweiligen Bischofskirche einer Diözese obliegt dem Domkapitel oder Metropolitankapitel mit einem „Dompropst“ und Domdechanten an der Spitze.
  • Das Domkapitel eines Bistums unterstützt den Bischof in Leitung und Verwaltung seiner Diözese. Der Begriff des Domkapitels leitet sich vom lateinischen Wort „capitulum“ – was „Köpfchen“ bedeutet – ab.
  • Ist ein Bistum allerdings ein Metropolitanbistum, also ein Erzbistum, wird das Domkapitel als Metropolitankapitel bezeichnet.
  • Der Begriff „Domkapitulare und Domherren“ sind identisch: Die wichtigste Aufgabe des Domkapitels ist die Wahl eines neuen Bischofs. Sie unterbreiten dem Papst Vorschläge für einen neuen Bischofskandidaten. Weiterhin tragen die Domkapitulare Sorge für die Liturgie und das Chorgebet in der Kathedralkirche des Bistums. Ihre Kleidung, die Kapitels- oder Chorkleidung, kann sich je nach Bistum farblich unterscheiden. Während der Gottesdienste haben sie einen Sonder-Platz im Chorraum des Domes.

Die rangniedrigste Stufe:

  • Es gibt hier noch zahlreiche Auszeichnungen mit „Sondertiteln“ durch den Papst. Die Ehrentitel spalten sich in drei Klassen auf.
  • Die „unterste“ Stufe ist der Päpstliche Ehrenkaplan oder Kaplan Seiner Heiligkeit. Er wird als „Monsignore“ (Hochwürdigster Herr) angesprochen.
  • Auf der „zweiten“ Stufe steht der Päpstliche Ehrenprälat oder Prälat Seiner Heiligkeit.
  • Die gebräuchliche Anrede ist hier „(Hochwürdigster) Herr Prälat“.
 „Beffchen“ heißt der zum Talar getragene weiße, streifenförmige Schmuck am Hals.

Es ist schon erstaunlich: Eigentlich gibt es in der katholischen Kirche doch nur drei Weihestufen – die Weihe zum Diakon, zum Priester und zum Bischof… aber die anderen Würdeträger-Stufen? Da kann man schon mal ganz schön durcheinanderkommen… weil ganz schön kompliziert…
(Quelle: Katholisch.de von Tobias Glenz)



Die größte Herausforderung für das Christentum ist weltweit gegenwärtig zweifellos der ISLAM. Hierzu gibt es von mir hier einen anderen gesonderten, sehr ausführlichen und lesenswerten Blog-Artikel unter: „DER ISLAM und das Christentum“. Neugierig?


Ich wünsche uns allen: Der Friede sei mit uns – und „Salam aleikom“ auch all unseren muslimischen oder andersgläubigen Nachbarn – für die Zukunft für alle Menschen vor allem religiöse Toleranz, für uns alle ein harmonisches Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme. Neid und Egoismus sollten verbannt werden, das Wichtigste sollte sein, immer füreinander da zu sein.


Das erste gemeinsame Blog-Thema „CHRISTENTUM und Islam“ wurde zuerst veröffentlicht am 10.5.2019. Dieser erste Blog-Artikel wurde später im Jahr dann in zwei verschiedene Berichte aufgeteilt und umbenannt in
„Christentum aktuell: Probleme und Chancen“.
Der ehemalige „Islam-Blog-Anhang“ wurde ebenfalls zu einem erweiterten, eigenen, ausführlichen separaten BLOG-Artikel: „Der Islam und das Christentum“ neu verfasst, da diese spannenden Themen doch in einem gemeinsamen Blog zu umfangreich wurden…


URHEBERRECHT: Der größte Teil der veröffentlichten Gedichte, Zitate usw. sind von Dichtern und Autoren, die bereits seit siebzig Jahren verstorben sind und daher in der Regel für den privaten Gebrauch verfügbar. Alle Gedichte sind mit Copyright und Namen versehen.


Veröffentlichung des Blog-Themas:
„CHRISTENTUM aktuell: Probleme und Chancen“ …
am 04.08.2019 – (aktualisiert im Dezember 2020).


Hinweis zum Thema auf den anderen separaten – recht interessanten
BLOG-Artikel: „Der Islam und das Christentum“.


EIN FROHES NEUES JAHR 2021

Das Corona-Jahr…
Machen wir im neuen Jahr das Beste draus… bei allem was zählt…
Corona hat das Jahr 2020 ordentlich aus der Bahn geworfen und auf den Kopf gestellt. Das Jahr 2020 war durch das Coronavirus eine ganz schöne Herausforderung. Grund genug, dem neuen Jahr 2021 hoffnungsvoll entgegenzublicken. Das neue Jahr, das ist uns klar, wird anders als es früher war. Eine schwierige Zeit, doch es gibt wieder Hoffnung. Wir werden einen Blick in eine (weitgehend) coronafreie Zukunft wagen…Was soll man sagen… 2021 kann nur besser werden! Da sind wir uns zum Jahreswechsel auch ziemlich sicher… Zuversichtlich wünsche ich allen ein hoffnungsvolles, frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2021!
Ulla G.