GERICHTE MIT GESCHICHTE:
Es waren einmal zwei Brüder aus Italien…
Das Rezept „CAESARS SALAD“ wird dem Italo-Amerikaner Cesare Cardini zugeschrieben. Caesar (Cesare) Cardini wurde 1896 in Italien in der Nähe des Lago Maggiore geboren. Er und sein Bruder Alessandro (Alex) wanderten nach dem 1. Weltkrieg in die USA nach Nordamerika (Kalifornien) aus. Die Cardinis lebten in der Nähe von San Diego, wo sie ein recht populäres Restaurant (Caesars Palace) betrieben.


Es war zur Prohibitionszeit ein gut besuchter Ort. Die „Legende“ sagt, dass 1924 seine Tochter Rosa Cardini (1928–2003) eines Tages, als improvisierte Notlösung – als das Restaurant an diesem US-amerikanischen Feiertag einen unerwarteten Gästeandrang erlebte – in Ermangelung von frischen Zutaten in ihrer Not in der Küche alles zusammengewürfelt habe, was es gerade noch gab. Daraufhin wurde dieser „spezielle“ Salat ein absoluter Hit und für das Lokal eine „Goldgrube“. Seither setzte er seinen Siegeszug fort: 1927 wurde er speziell für die Fliegerstaffel „American-Air-Men“ in San Diego umbenannt in „Aviator’s Salad“. Das war zunächst der neue „Original-Name“, der sich aber nicht lange hielt:
Die meisten Besucher des populären Restaurants sagten häufig: „Let’s go to Caesar’s and have that salad …” Später eröffnete sein Bruder Alex Cardini in Mexiko City ein Restaurant, in dem der Salat auch auf der Menue-Karte stand: Er trug den Namen: „The original Alex Cardini Caesar salad.“
1938 zog Caesare mit seiner Tochter Rosa nach Los Angeles, wo er einen „Gourmet-food-store“ eröffnete und das inzwischen berühmte Caesars-Salad-Dressing in Flaschen abgefüllt gewinnbringend vermarktete. Es war ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das bis heute den von ihm etablierten Markennamen Cardini’s nutzt.

„Three years before Caesare Cardini’s death in 1956: The master chefs of the ‚International Society of Epicures‘ in Paris proclaimed Caesar’s salad as „the greatest recipe to originate from the Americas in 50 years“ . Leider ist die Authentizität hier nicht wirklich sicher belegt… Andere, meist Cardinis Mitarbeiter, machten Caesare erfolglos den Ruhm für die Kreation streitig. Es existieren verschiedene Namen von Personen, die den Anspruch erheben, selbst dieses Rezept erfunden zu haben. (Quelle: Wikipedia)

„CAESARS SALAD“

Caesar Salad ist heute ein international bekannter Salat der US-amerikanischen Küche. Die Hauptzutat ist erfrischender Römersalat, der mit einem speziellen herzhaften Dressing sowie Croûtons und Parmesan serviert wird.

Für das Original-Dressing wird ein Eigelb mit Olivenöl, Knoblauch, frisch gepresstem Zitronensaft, Worcestershiresauce, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer wie bei einer Mayonnaise zu einer Emulsion kräftig mit einem Quirl aufgeschlagen. Die Römersalat-Blätter werden – kurz vor dem Servieren – mit diesem Dressing vermischt und mit den (in Knoblauchöl gerösteten) Croûtons sowie Spänen von Parmesan bestreut. Je nach Rezept kann der Caesar Salad mit Sardellenfilets, Avocado, Tomaten, Garnelen, gebratener Geflügelbrust, Bacon, hartgekochten Eiern usw. – je nach Gusto – ergänzt werden.


Hier in meinem Rezept ist dieser allseits bekannte Caesars Salad jedoch nur eine „ZUTAT“ – die dem „Pasta-Gericht“ mit seinen Fleisch-Zutaten seinen Namen gab:. Man kann dieses Rezept auch gänzlich ohne Fleisch/Fisch zubereiten…die Nudeln mit der wunderbaren Caesar Salad-Sauce schmecken auch solo vorzüglich 😉

Caesar`s Pasta mit Kalbsmedaillons

Abgebildet ist das Gericht (siehe Foto weiter unten) auf einer Servier-Platte für 6 Personen. Man kann die einzelnen Schritte der Zubereitung bestens schon „Stunden“ vorher vorbereiten, so dass man nicht alles „hopplahopp“ in Kürze ruckzuck fertigstellen muss…das war mir sehr wichtig! 😉


Zutaten-TIPP: wahlweise – nach Gusto – lecker auch mit Fischfilets (z.B. Lachs). Hier auf dem Foto gibts Kalbsmedaillons.

DIE ZUBEREITUNG:

Man benötigt für die Zubereitung für 6 Personen:
Zirka 600 g Kalbsfilets (daraus 6 Medaillons schneiden, diese etwas plattieren. Man kann sie in der Mitte mit Küchen-Garn umwickeln, damit sie Form bleiben…muß man aber nicht…) oder aber auch alternativ „Fischfilets“ z.B. Lachs nehmen…

Für die „Pasta-Sauce“ benötigt man:


  • 1 frisches, knuspriges Bäcker–Brötchen (in kl. Stücke gezupft) für die Croûtons
  • 3 El feines Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • 4-6 Scheiben Parmaschinken (ca. 50 g)
  • 400 g dünne Spaghetti (Engelshaar-Barilla No.1 = sind unsere Favoriten)
  • Öl/Buttergemisch zum Kurzbraten der Fleisch – (oder Fisch) Beilage
    Für den Caesars Salad:
  • 1 kleiner Römersalat (= Originalrezept)
  • 1 Biozitrone
  • 3 Sardellenfilets (ca. 15 g)
  • 200 g Schmand (oder saure Sahne)
  • 4 El Kapern (die Hälfte fein gehackt)
  • 2 Knoblauchzehen (frisch gepresst)
  • 1 El Dijon- Senf, einige Spritzer Worcestersauce
  • 60 g Parmesankäse (frisch gerieben), ein paar Basilikumblätter
  • Salz, schwarzer Pfeffer, (Chiliprise nach Gusto)
  • zur Abwandlung kann man auch ein paar Mini-Kirschtomaten und/oder kleine hartgekochte Wachteleier (aufgeschnitten) dazu servieren.

Goldgelb gebräunte, knusprige Croûtons…hmmm 😉

VORBEREITUNG: Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Die Brötchenstückchen (Croûtons) auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit 2 El Öl beträufeln, gut mischen und salzen. Auf mittlerer Schiene ca. 4-5 Minuten goldbraun rösten. Diese Croûtons auf einem Teller abkühlen lassen. Parma-Schinken in Stücke zupfen oder schneiden und auf demselben Blech verteilen. Auf mittlerer Schiene 2 Minuten knusprig backen. Vorsicht: Er darf nicht zu trocken werden. Beides beiseitestellen. Vor dem Servieren: Den vorgeheizten Ofen auf 50 Grad abkühlen, die Teller darin warmhalten.


Vorbereitung:
Den „Römer-Salat“ waschen, gut trocknen, gut putzen und in kleine Streifen schneiden. Tomaten waschen (evtl. häuten, entkernen) und vierteln. Basilikumblättchen in kl. Stücke zupfen. Alles zusammen in einer großen Schüssel schichten (Tomaten unten, Salat etc. oben), der Inhalt wird dann erst kurz vor dem Servieren (siehe unten) mit der Soße vermischt. Evtl. mit Folie abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Römersalat ist kein „MUSS“ : Man kann auch Frisée, Rucola oder nach Gusto andere Salatsorten nehmen

Für die Caesars-Pasta-Sauce:
Die vorher gewaschene und abgetrocknete Schale der Zitrone (Zesten) fein abreiben, Saft auspressen. „Sardellenfilets“ sehr gut mit viel Wasser abspülen, trockentupfen und fein hacken. Den Schmand mit gehackten und ganzen Kapern, Sardellen, Knoblauch, Zitronenschale und 3 El Zitronensaft, dem Senf, der „Hälfte des Parmesans“ und 1 El Olivenöl verrühren. Danach wie oben angegeben würzen. Dies alles lässt sich auch schon gut Stunden vorher vorbereiten.

WICHTIG: Erst ganz kurz vor dem Servieren die kleingeschnittenen Zutaten (s.o.) wie Salat-Tomaten-Basilikum behutsam unter die Pasta untermengen.


10 min. vor dem Servieren: Die Pasta in kochendem Salzwasser garen, gut abtropfen lassen.

FRISCH wird also – bevor die Gäste kommen – dann nur noch die Pasta nach Packungsanleitung (6-8 min.) gekocht und die fertig gewürzten und parierten Medaillons gebraten.
Kurz vor dem Servieren“ die noch warmen Nudeln mit der kalten Sauce (siehe oben) und dem Römer-Salat-Tomaten-Basilikum in einer großen Schüssel sanft mischen. Diese Nudel-Salat-Mischung kurz abschmecken, eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Dann die Nudel-Mischung „sofort“ mit einer Gabel/Löffel-Kombi zu „Nestern“ drehen und auf die jeweiligen vorgewärmten Teller „drapieren“. Den Rest separat in einer kl. Schüssel dazu servieren. Die bereitgestellten knusprigen Roggen-Croutons, etwas geriebenen Parmesans und die krossen Parmaschinkenstückchen portionsweise ganz zuletzt darüber streuen. FERTIG!
Nun noch schnell zu guter Letzt:
Braten à la minute: Die Kalbsfilet-Scheibchen würzen, ein wenig bemehlen und schnell bei voller Hitze in heißem Butterschmalz von jeder Seite höchstens 2-3 min. braten. Der Kern sollte noch zartrosa sein.

Die gebratenen Kalbsmedaillons oder Fischfilets (je nach Gusto) sogleich auf den fertigen Pasta-Tellern hübsch mittig oder neben den Spaghetti-Nestchen drapieren oder separat auf einer Servier-Platte dazu reichen. Dazu passt ein gutes Glas Weißwein oder Rotwein…je nach Geschmack!

Restlichen Parmesan (zum evtl. „Nachstreuen“) in kleinem Schälchen dazu reichen.

Bon appétit!


Eh voilá: CAESARS PASTA mit Kalbs-Medaillons – hier auf einer Servierplatte für 6 Personen –

EINKAUF (was man nicht zuhause hat) : Z.B. Parmaschinken, Römersalat, Tomaten, Basilikum, Schmand, Parmesan, Brötchen, Zitrone, Sardellenfilets, Kapern, Fisch oder Fleisch zum Kurzbraten.


ALTERNATIV IST FRISCHES LACHSFILET ZU EMPFEHLEN, welches (portioniert) genau so wie oben bei den Medaillons beschrieben zubereitet wird.

🙂 PASTA AT ITS BEST 😉
Wer genießen kann, trinkt keinen Wein, sondern kostet Geheimnisse. – Zitat: Salvador Dalí (1904-1989): Als einer der Hauptvertreter des Surrealismus zählt er zu den bekanntesten Malern des 20. Jahrhunderts.

QUELLE: Rezept „Caesars Pasta“ wurde abgewandelt übernommen aus der Zeitschrift: „Living at Home“ 4/2012