GEDANKENGÄNGE – zur Kunst –
Es geht mir nicht darum, dass der Betrachter meiner Bilder alles weiß und alles versteht, wie ich es verstehen will. Ein Bild, ein Kunstwerk muss in meinen Augen etwas sein, was die Fantasie anregt und entflammt in ganz ekstatischer Weise. Der Betrachter darf nicht um seine sinnliche Erfahrung gebracht werden. (Zitat: „Arik Brauer“, geb. 1929 in Wien, Expressionist, er gilt als einer der Hauptvertreter der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“.)
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Meine Ausführungen zu diesem interessanten Thema folgen nun und beginnen zunächst „mit einigen Zitaten“ aus aller Welt und mit dieser Aussage: „Kunst entsteht im Kopf des Betrachters. Der Künstler liefert dafür nur die Voraussetzung“. © Peter von Krusenstern (*1954, Kunstmaler, Maler, Autor).
Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Begabung, Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist. Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. (Wikipedia).

MONA LISA
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Mona Lisa ist ein weltberühmtes Ölgemälde von „Leonardo da Vinci“ aus der Hochphase der italienischen Renaissance Anfang des 16. Jahrhunderts. Das auf Italienisch als „La Gioconda“ – davon abgeleitet ihr französischer Name La Joconde – bekannte Bild wurde vermutlich nach der Florentinerin „Lisa del Giocondo“ benannt. (Wikipedia)

Bei den weltweit bekannten Künstler-Bildern wie Da Vincis «Mona Lisa» (gemalt anno 1503) oder Monets «Seerosen» (gemalt um 1915) sind sich die meisten Menschen einig: „Das ist wirklich Kunst“.
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„Als Kind ist jeder ein Künstler.
Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben“.
Pablo Picasso
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Kinder erleben staunend die Welt, wie sie phantasiebeflügelt alles um sich herum vergessen, eintauchen in die Welt der Farben, den Augenblick genießen. In Lexika ist oft zu lesen: „Kunst ist ein zur Meisterschaft entwickeltes Können“. Dieser Satz dürfte angesichts dessen, was heute mitunter so als Kunst gilt, kaum noch zutreffen, es sei denn, man bewertete auch die Werke von Kleinkindern als Kunst. (Quelle: humanistische-aktion.de)
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Die oben genannten Definitionen von „Kunst“ gelten – nicht nur im europäischen Raum – für wirklich herausragende Werke. Auch für die beeindruckende „Bilderhauer-Kunst“ der alten Griechen und Römer, also für die Gesamtheit der Werke von Künstlern ganzer Epochen und somit für das künstlerische Schaffen generell.

Eine unglaubliche Faszination der in Stein gemeißelten Schönheit alter Skulpturen ergreift den Betrachter.

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Ein kurzer „Ausflug“ zur „europäischen“ Geschichte der Kunst: Es wird allgemein angesehen, dass Kunst eine schöpferische Tätigkeit der Natur im Menschen selbst ist. Kunstgefühl ist einer der Grundtriebe des Menschen und bereits seit Urzeiten (also schon in der Eiszeit bei den sog. „Höhlenmenschen“ z.B. in Lascaux) eines seiner wichtigsten Ausdrucksmittel.
In früheren Zeiten wurde in Europa „Kunst“ ausschließlich von „Autoritäten“ definiert, deren Entscheidung nicht hinterfragt werden durfte. So legte z. B. im Feudalismus ein Fürst fest, was Kunst ist und was nicht – u. a. auch durch die „nur von ihm“ zusammengesetzten und kontrollierten Kunstakademien. Eine weitere Definitionsebene für Kunst war früher auch die Kunstfertigkeit des Künstlers. Dessen gute handwerkliche Fähigkeiten waren hier das wesentliche Kriterium. Dies unterschied den Kunstgegenstand vom Alltagsgegenstand.
In der Renaissance kam es dann zu einer neuen Betrachtungsweise der Kunst. Die reine Natur-Nachahmung mittels großartiger handwerklicher Fähigkeiten war zuvor zur Perfektion getrieben worden. Es begann ein ständiger Kampf gegen die alten Regeln. (Wikipedia)

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Immer „neuere“ Regeln für die Kunst wurden aufgestellt, bis diese wieder von den Avantgardisten der nächsten Generation abgeschafft wurden. Solange ein modernes Kunstwerk noch als solches leicht erkennbar war, also z. B. auf Leinwand gemalt war und einen Rahmen hatte, wurde es von vielen Kunstinteressierten noch mehr oder weniger problemlos als solches akzeptiert.

Die europäische Kunst sollte uns früher die Welt zeigen, verklären und erklären und dabei auch dazu noch moralisch sein. Sie sollte Sinn stiften, die Menschen zusammenführen. Aber das vermochte schon die Religion eines Tages nicht mehr, aus deren Zwängen die Kunst sich in einem jahrhundertelangen Prozess befreit hat. In einer weitgehend agnostischen Welt wird der Kunst allerhand aufgebürdet. (tagesspiegel.de)

Später hatten dann bürgerliche Kreise versucht, „die Definitionsmacht“ für Kunst zu übernehmen. Professoren drängten damals verstärkt in die Kunstakademien. Diese frühen hierarchischen Strukturen bzw. eine einseitige Einflussnahme gibt es heutzutage (in Bezug auf die Kunst) nicht mehr.
Es gibt nirgendwo auf der Welt einen sog. „Kunstpapst“, der als allgemein anerkannte „Jury“ über gute und schlechte Kunst entscheidet. Solch eine Person würde heute wohl auch von niemand mehr ernst genommen.

„DAS KANN ICH AUCH“
Wer hat das nicht schon mal gedacht, wenn er im Museum vor einem Stapel „Gips-Pappe“ stand. Oder vor einem riesigen Gemälde, das nichts anderes zeigt als eine zart schimmernde Spraywolke. Na ja…denkt da doch mancher, das hätte ich auch machen können: Es gibt auf diesen Spruch die einzig mögliche Antwort: „Und warum hast du es dann nicht gemacht?“

In der Kunst funktioniert es wie im Patentamt: „Erfunden ist erfunden“. Allerdings wurde doch schon seit erdenklichen Zeiten immer wieder gegen dieses „Gebot“ verstoßen: Schon die alten Römer haben die Statuen der Griechen kopiert. Im Mittelalter zeichneten viele alles genau nach dem Vorbild der großen Meister.
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Zurück zur „Geschichte der Kunst“: Zum strengen Klassizismus, der auf Farbigkeit auch verzichten konnte, zählte der bekannteste Vertreter „Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780–1867). Als Gegenpol zu Ingres erschien u.a. Eugène Delacroix (1789–1863). Ihm war die Farbe und nicht die Linie wichtiger. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts (um die Jahre 1820) war Frankreich an der Schwelle zwischen Klassizismus und Romantik. Damals verweigerten ihm „die Klassizisten der Académie Française“ lange Zeit die Zuwahl in dieses höchste Gremium französischer Künstler.
Eugène Delacroix“ wurde danach zum weiteren Vorbild vieler Impressionisten, die sich dann entschieden sowohl von der romantischen Schule (in der Zeit zwischen 1795 und 1830) als auch dem Klassizismus abgewendet hatten.

Schon ein paar Jahre zuvor wurde der Impressionismus vor allem von seine bekanntesten Vertretern mit geprägt wie: Camille Pissarro, Paul Cézanne, Claude Monet, Alfred Sisley, Auguste Renoir und Edouard Manet, Edgar Degas, Rodin und Berthe Morisot: sie war die einzige bedeutende Malerin im französischen Impressionismus.

So erlebte der „Impressionismus“ dann seine volle Blütezeit in den Jahren 1863 – 1883. Die Impressionisten bestanden darauf, dass sich in ihren Augen, die farbige Erscheinung des Lichts, eines Gegenstandes, der Umgebung sowie der Schatten ständig verändere und nur sie diese verschiedenen, dabei entstehenden Farbwelten nachempfinden bzw. malen könnten. Nur das sei für sie absolute Kunst. Sie behaupteten, ihren Zeitgenossen in dieser Hinsicht voraus zu sein. Die Impressionisten malten häufig unter freiem Himmel. So war in den meisten ihrer Bilder die Reflexion des Lichtes sehr wichtig.
Mit „der Treue zur Natur“ war die Haltung realistischer Maler mit ihrem Hauptstreiter „Gustave Courbet“ ebenfalls grundlegend für den Impressionismus. Die Maler dieser Zeit waren Impressionisten in dem Sinn, dass sie nicht eine Landschaft wiedergeben, sondern die von ihr hervorgerufenen Sinneswahrnehmung. Der Künstler Claude Monet hatte der künstlerischen Richtung zu ihrem Namen verholfen: Auf einer Ausstellung wurde er nach dem Titel seines Werkes gefragt, das eine Hafenansicht im Nebel zeigte, und da antwortete der Maler, es handele sich einfach um eine „Impression“, einen Sinneseindruck. Damals entstand auch die Technik des Pointillismus: das Bild bestand „aus winzigen, wie im Raster gesetzten farbigen Punkten“. Sie hatte in den Jahren zwischen 1889 und 1910 ihre Blütezeit. 

Der deutsche „Impressionismus“ (Berliner Sezession mit Wilhelm Leibl, Max Slevogt und Lovis Corinth, Max Liebermann, Adolph Menzel u.a.) wurde später vor allem in den 1890er Jahren auch von der Entwicklung der Freilichtmalerei in Deutschland inspiriert sowie der holländischen Malerei des 19. Jahrhunderts (Haager-Schule (1870-1920): Unter anderem galt damals Vincent van Gogh aber schon als Vorläufer des Expressionismus. Sein Hauptwerk, das stilistisch dem Post-Impressionismus zugeordnet wird, übte starken Einfluss auf viele Künstler aus, vor allem auf die „Fauves“ und die Expressionisten.

( Info „die Fauves“: Der „Fauvismus“ (ab ca. 1905) bildete später die erste Bewegung der klassischen Moderne. Die Hauptvertreter der zunächst geschmähten Bewegung waren z.B. u.a. Henri Matisse. Hier schlossen sich unter anderen „Raoul Dufy“, „Georges Braque“ an). Die Wurzeln des Fauvismus entstammen noch dem Impressionismus, Ziel war aber, der Flüchtigkeit impressionistischer Bilder entgegenzuarbeiten, um dem Werk mehr leuchtende Farbigkeit und Dauer (frz. durée) zu verleihen. (Wikipedia)

Zunächst aber war dann der „Expressionismus“ (1910-1925) als Kunstrichtung (auch vor allem in der Literatur – z.B.: Kafka, Trakl, Döblin!) als eine völlig neue Kunstrichtung entstanden. Die Stilrichtung sollte als Kunst des gesteigerten Ausdrucks (von lat. expressio „Ausdruck“) nicht nur in der Malerei verstanden werden. Er stand deutlich im absolut konträren Gegensatz zu dem Impressionismus, welcher nur „flüchtige ganz lichtstarke Augenblicke“ darzustellen versuchte.

Es wird hier vor allem im Expressionismus der Betrachter eher emotional angesprochen. Bekannteste Vertreter waren hier unter anderem „Franz Marc, Edvard Munch, Paul Gauguin, Henri Matisse, Amedeo Modigliani“. Die „Bilder der Realität“ wurden oft verzerrt als Abstraktion und mit kräftigen, knalligen, fast schrillen Farben gemalt.
 
Im Jahre 1905 bildete sich in Dresden dann eine Künstlergemeinschaft „Die Brücke“ mit berühmten Malern (Kirchner, Heckel, Pechstein, Brückner, Nolde u.a.).
Kurz danach (zirka 1911) schufen dann erneut Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter, Paul Klee u.a. – „wegen deutlicher Meinungsverschiedenheiten“ mit „den Anderen“ – eine ganz „neue Künstlergruppe“, die sie „Der Blaue Reiter“ nannten. Diese mochten keine schrillen Farbdissonanzen, sondern liebten eher die Farbharmonien. Einen absolut großen Einfluss auf die Kunsttheorien des „Blauen Reiters“ hatte das 1910 erschienene Buch Kandinskys „Über das Geistige in der Kunst“ (siehe Literatur bei „google books“ einsehbar).

Vor zirka hundert Jahren kam dann plötzlich jemand „auf die Idee“ und malte einfach nur ein großes schwarzes Quadrat – mit Öl auf Leinwand – (Kasimir Malewitsch (1879-1935) russische Avantgarde). Er wurde beeinflusst damals von den französischen „Spätimpressionisten„, dem Fauvismus und Kubismus. Er brachte mit seinem „Quadrat auf schwarzem Grund“ die Malerei in eine völlig neue Zeit und mit seinen exakt geometrischen Kompositionen war er einer der Väter der Moderne, er wurde hochgelobt auf der einen Seite…
Manch einer bezeichnete dieses Bild aber auch „als absoluten Nullpunkt der bisherigen Kunst“. (kurier.at)
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Hier endet nun mein „kurzer Ausflug in die Kunst“ – überwiegend die der Malerei, er ist leider länger geworden, als ich dachte...Einiges „Wissenswertes“ (Daten /Fakten) hierzu habe ich nachgelesen in meinen „alten Kunstbüchern“ und Wikipedia.
Eigentlich wollte ich früher ja auch einmal unbedingt „Kunst“ studieren, nach dem Veto meines Vaters wurde es dann doch das Medizinstudium. Es blieb mir dann aber doch noch in Muse-Stunden meine eigene Malerei im stillen Kämmerlein…
Die spätere „Geschichte der Kunst“ z.B. dem nach dem Fauvismus beginnenden „Kubismus“ (Pablo Picasso, Georges Braque et al.), Surrealismus, Realismus, Symbolismus, Moderne und anderen mehr… wird hier daher „im Einzelnen“ nicht weiter verfolgt, dies würde in diesem Blog den „Rahmen sprengen“. Über diese weitere spannende Historie der Kunst gibt es unzählig viele Literaturquellen im Netz, die man bei Interesse dort nachlesen kann.
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Eine neue Zeit war also nun um die 19. Jahrhundertwende geboren, d.h. die Kunst war im kompletten Umbruch.
Dazu folgt nun noch eine kurze Beschreibung einiger tatsächlich recht interessanter Kunst-Geschehnisse und vor allem „Events“ der Kunst-Szene, später auch aktuell als kleiner Einblick in den „pekuniären“, interessanten Bereich der „Kunsthandels“.

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Von Marcel Duchamp (1887-1968) stammt später übrigens als „Persiflage“ das „berühmte“ verfremdete „Mona-Lisa“-Gemälde: „L.H.O.O.Q.“ (Die Abkürzung sei ein „Vulgärausdruck“: frz. buchstabiert: „èl ache o o qu“. Dies sei laut Duchamp ein Wortspiel und bedeute so viel wie „Madame habe Feuer im Hintern“.) Oh là là…quelle frivolité!…le scandale… quelle horreur! Nicht nur Paris stand Kopf…Er hat der Mona Lisa einen Bart gemalt und auch sonst neue Wege in der Kunst beschritten: Das Staatliche Museum Schwerin zeigte kürzlich „Das Unmögliche sehen“ – eine Schau über einen der Klassiker der Moderne.

„Marcel Duchamps“ Reproduktion von „Leonardo da Vincis“ weltberühmtem Gemälde MONA LISA ist heute eines der bekanntesten „Ready-mades“ des französisch – amerikanischen Malers und Objektkünstlers aus der Zeit des Dadaismus, das er in verschiedenen Versionen schuf. Die erste Version stammt aus dem Jahr 1919. 
Die Kunstrichtung „Dada“ verachtete völlig alle bürgerliche Ideale und reagierte durch eine strikte Ablehnung „konventioneller“ Kunstformen, die damals von den Künstlern oft parodiert wurden. (Wikipedia). Der Kunst-Begriff „DADA“ soll der „Kindersprache“ entnommen worden sein.
Sexismus Debatten gab es damals schon. Sollte „MeToo“ (und alles, was heute daraus folgt!) revolutionären Charakter haben, dann geht es bei Missbrauch auch um die Existenz der Kunst. Starke Kunst hält es aus, wenn sie mit anderen Augen betrachtet wird. (tagesspiegel.de). Das bedeutet aber auch, dass man sie ernst nimmt.
Gustave Courbet“ (1819-1877) malte damals schon 1866 (im Auftrag eines türkischen Diplomaten) in Paris das Bild „L’origine du monde“. (welt.de). Dargestellt ist ein nackter weiblicher Torso. Das Bild blieb die meiste Zeit der Öffentlichkeit verborgen und wurde verhüllt. Erst seit 1985 hängt dieses außergewöhnliche Werk nun im Musée d`Orsay in Paris: sichtbar für die gesamte Öffentlichkeit.
„Philipp Demandt“ (*1971), Direktor des Städel Museums, des Liebieghauses und der Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main
, hat kürzlich in einem Gespräch mit der „FAZ“ treffend von der „eigenen Autonomie und Wahrheit“ von Kunstwerken gesprochen, die man weder mit dem Dargestellten noch mit dem Künstler gleichsetzen könne: „Kunstwerke werden immer auch im Kontext des Begehrens geschaffen.“ (tagesspiegel.de).
Bei all dem geht es aber auch um Individualität und Menschenwürde, um Werte, die unser Grundgesetz schützt.

„Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen, so hieße es Wunst“. (Zitat: Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph* 15.10.1844, † 25.08.1900) 😉

Und… es war ja auch der Künstler Marcel Duchamp, der einfach so einen Flaschentrockner in eine Kunst-Galerie stellte und die Welt stand Kopf…oder es gibt auch als bekanntes Beispiel den Düsseldorfer Künstler mit seinem Werk: „Joseph Beuys und der Fetthaufen“ und so gab es immer öfter viele andere etablierte, berühmte „Künstler“, die neue Wege gingen…und plötzlich gab es überhaupt keine Regeln mehr.
Weil hier wirklich alles fehlt, von dem man vorher dachte, dass es tatsächlich ein Kunstwerk ausmache, bleibt hier für manche nur noch der Eindruck „ein Kaiser ohne Kleider“ übrig*:

Die Kunst selbst wird für viele Menschen einfach unsichtbar.
*P.S.: Das Märchen: „des Kaisers neue Kleider“ ist sicher allgemein bekannt.
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„Wir wissen alle, dass Kunst nicht Wahrheit ist. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt, wenigstens die Wahrheit, die wir als Menschen begreifen können. Der Künstler muss wissen, auf welche Art er die anderen von der Wahrhaftigkeit seiner Lügen überzeugen kann“. Zitat: „Pablo Picasso“
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Wir haben schon in der Schule gelernt, dass die „abstrakte“ Kunst – also später die Loslösung von festen Strukturen – eine Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts ist: Allgemein gilt der russische Maler „Wassily Kandinsky“ (1866-1944) mit seinen organisch-geometrischen Formen als einer der frühesten Vertreter.

Die später aufkommende, also zunehmend abstrakte und/oder provokante Kunst, die sich durch ihre „schöpferische Freiheit“ stark facettenreich parallel in der Malerei und der Bildhauerei entwickelt hatte (und z. T. bewusst jeglichen Bezug zur klassischen Kunst ablehnte!) hatte es da später doch schon deutlich schwerer.
Es entstanden Bildräume voller Unschärfen und lichten Farben….Die Wirklichkeit verschwimmt hier oft zunehmend, die Formen weisen kaum noch Bezug zur Realität auf. Die „gegenstandslose oder gegenstandsfreie“ Kunst wurde etabliert. Nichts ist mehr so, wie es scheint, ist Kunst denn nur ein schnöder Schein?

An einer Wand im Museum ist zu lesen:
„Der Geschmack ist der Feind der K.u.n.s.t.“
© Marcel Duchamp (1887 – 1968), französischer Maler
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Etwas Gestalterisches zu erschaffen, was nicht jeder zu erschaffen in der Lage ist und was viele Menschen wirklich berührt, das ist in meinen Augen Kunst. Beispielsweise ein tolles Theaterstück zu schreiben, welches die Zuschauer fesselt, ist für mich ebenfalls Kunst.
Kunst beflügelt auch die eigene Fantasie.

Man muss Kunst nicht verstehen, man muss sie „erfahren“…mit allen Sinnen, spüren, ob oder wie sie einen berührt…

Wichtig ist für die meisten Menschen in der Kunst auch die „Ästhetik“:
Diesen Punkt als wichtigen Teil der „Philosophie der Kunst“ hat auch Georg Friedrich Wilhelm HEGEL ( 1770-1831) deutscher Philosoph, (der als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus gilt) besonders herausgestellt. Siehe hierzu auch (bei Wiki o.ä.) die „Hegelsche Ästhetik“: Seine interessanten Vorlesungen hierzu (anno 1826) sind überliefert.

Wir leben in einer Zeit, in der eigentlich alles und jedes Objekt Kunst werden kann. Dies wird von einigen oft als eine Entwertung des Kunstbegriffes angesehen.

(Blog-Text-Quelle s.o.: Kurze Auszüge aus dem sehr zu empfehlenden Büchlein: „Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst“, Dr. Christian Saehrendt (geb. 1968, Kunsthistoriker/Publizist): Köln 2009).

Versunken in die Bild-Betrachtung
in der Galerie der „Uffizien“ in Florenz/Italy
ZITAT:
„Pictura est laicorum literatura“.
<<< Die Malerei ist die Literatur der Laien >>>
Umberto Eco“ (1932-2016)
Schriftsteller, Philosoph.
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Wem gehört denn „die Kunst“? Bei den Museen – die Kunstwerke schon immer aufgekauft hatten, gibt es häufig aber auch „Leihgaben“ namhafter Künstler. Als der Direktor des Krefelder Kaiser Wilhelm Museums 1954 ein „Mobile“ vom Künstler „Alexander Calder“ kaufte, da waren 3000 Mark für sein armes Museum viel Geld. Heute würde er für das gleiche Mobile mehr als 100 000 Mark zahlen müssen. (Quelle: Zeit.de)
Die o. a. Frage stellt sich insbesonders, wenn es um Ankäufe der Jahre 1933 bis 1945 geht. Meist geht es hier um sogenannte Raubkunst, die in der NS-Zeit den Besitzer wechselte – . Seit 1998 sind deutsche Museen verpflichtet, die Herkunft ihrer Bestände zu prüfen und für Kunstwerke, die in der NS-Zeit beschlagnahmt wurden, gerechte Lösungen zu suchen – wie z.B. die Besitzer zu finden. (DIE ZEIT-Archiv)

Es ist klar, dass die zeitgenössische Kunst auch immer als Dokument unserer Zeit betrachtet werden muss. Es ist die Zeit, in der wir leben und in der die Kunst teilweise auf diese oder jene wieder ganz neue Art definiert wird. Das ist nicht besser oder schlechter als in den vergangenen Jahrhunderten, in denen es eben sehr viele festgelegte Reglements gab, was als Kunst zu betrachten sei.

Der französische Begriff „Gravure“ enthüllt die Herkunft des Kupferstichs.
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Bildende Kunst? Für alle „visuell“ gestaltenden Künste („bildend“ bedeutet hier „gestaltend“ als angewandte Kunst) gilt dieser Begriff. Ursprünglich war es die Baukunst, Bildhauerei, Grafik, Zeichnung, Malerei und Fotografie sowie das Kunsthandwerk.
Die bildende Kunst wird unterschieden von den „darstellenden“ Künsten (wie Theater, Tanz und Filmkunst), Literatur und Musik.

Und was sind „Bildende Künstler“? Künstler der „Angewandten Kunst“ oder derDarstellenden Kunst“ werden so bezeichnet. Der Ausbildungsweg für jemanden, der freier Künstler werden will, ist heute klar: die Ausbildung beginnt meist an einer Kunsthochschule (z.B. 3 Jahre Bachelorstudium), FH oder Kunstakademien. Hier sollte man heute eine abgeschlossene Berufs-Ausbildung absolviert haben.

Bildende Künstler/innen drücken ihre gestalterischen Ideen durch Kunstwerke in verschiedenen Kunst-Arten wie Skulptur, Grafik, Malerei, Raum, Installation, Performance, Fotografie und Video, Live-Art oder neue Medien aus.
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„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle“.
Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht.
Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern kann,
der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.

<< ALBERT EINSTEIN >>
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Meine Gedanken“ zur individuellen Beurteilung von Kunst:
Was ist mir persönlich hier eigentlich wirklich wichtig…
Warum spricht uns eigentlich ein Kunstwerk an… Welche Gründe spielen dabei eine Rolle…

Folgende „für mich“ absolut wichtige Begriffe könnten dazu genannt werden:
Die „Schönheit“ bzw. die “ Ästhetik“ des Kunstwerkes? Die „Kunstfertigkeit“, mit der das Kunstwerk geschaffen wurde? Die „Erinnerung“ an erlebte Dinge des Betrachters, die eventuell durch das Kunstwerk ausgelöst wird? Das „Rätselhafte oder Magische oder Geniale“ eines Kunstwerkes? Eine „religiöse Komponente“? Eine bestimmte „Stimmung“ oder „Harmonie“, die das Kunstwerk schafft?

Wenn „eines oder mehrere“ dieser oben angeführten Kriterien erfüllt sind, kann man durchaus guten Gewissens von einem Kunstwerk sprechen und zwar unabhängig von der Reputation des Künstlers oder der Materialbeschaffenheit des Objektes. Wie gesagt…das ist meine ganz persönliche Meinung.


„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“
Walter Gropius, amerikanischer Architekt deutscher Herkunft.
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WAS FUNKTIONIERT EIGENTLICH DER KUNSTHANDEL?

Der vor allem in Europa und den USA (z.B. „Art Miami“) konzentrierte „Kunsthandel“ wird seit den 1990er Jahren nun zunehmend durch Schwellenländer wie z. B. Brasilien, Südafrika, Korea oder die Golfstaaten erweitert, „die zum Beispiel eigene Biennalen“ veranstalten.
Was wird denn nun eigentlich so an Kunst alles verkauft z.B. auf der „Art Basel“: DER weltweit berühmtesten Kunst-Messe?
Welcher Unterschied besteht hier zur „Biennale“ (Venedig) oder zur „Documenta“ (Kassel)?
Es sind in Basel (oder auf der „Art Basel in Hongkong“) die „Blue Chips“ des Kunstmarkts zu sehen, die dort „sofort“ gekauft und mitgenommen werden können (im Gegensatz zum Beispiel zur Biennale oder Documenta als große weltbekannte Ausstellungen).
Von „Gerhard Richter“ (geb. 1932) zum Beispiel wurde ein Bild (ein „zwei auf zwei Meter“ messendes Quadrat) im Jahre 1994 gemalt, das in warmen Karmintönen gehalten ist. Es war jetzt zum Preis von 19 Millionen US-Dollar erhältlich!
Und „Roy Lichtensteins“ (1923-1997) Riesenformat-Werk «Cosmology» ist der Blickfang in NY bei „Lévy Gorvy“ (Diese Galerie ist in New York eine ganz neue Größe auf dem internationalen Parkett).«Cosmology»: Dieses kapitale Werk von 1978 kostet hier 18 Millionen Dollar.

So wird ein „Sammler“ oft zum Investor, zum Spekulanten. Und: „Wie die Großsammler sind auch die Spitzengalerien mit ihren weltweiten Verbindungen und Partnerunternehmen machtbewusste Spieler im lukrativen Kunstbetrieb.“ (Quelle: Literaturkritik.de)
Wie ich finde, werden all diese Künstler, meiner Meinung nach, oft „ikonisiert“, wenn solch horrende Summen fließen. Das ist rational oft einfach nicht mehr zu erklären…

Zum Beispiel gibt es ein Werk des berühmten Fotokünstlers Andreas Gursky (geb. 1955): Für dieses Oeuvre d`art: „Paris. Montparnasse“ (1993 – ein Plattenbau) wurden vor kurzem in London 1,75 Millionen Euro erzielt. Man kann vor diesen monumentalen Bildern (mit einer Länge bis zu 5 Metern!) andächtig verharren, sie bieten wirklich Ehrfurcht gebietende Ausmaße. Man staunt über das vermeintlich völlig Unspektakuläre…(und manch einer schüttelt nur den Kopf).
Bei „White Cube“ – dem Platzhirschen der Londoner Galerienszene fand ein Werk von „Georg Baselitz“ (geb.1938 in „Deutschbaselitz“ in Sachsen, eigentlicher Name: Hans-Georg Kern) für 575 000 Euro einen Käufer. (www.nzz.ch). Georg Baselitz ist weltweit bekannt durch seine wild figurativen, expressiven Gemälde und vor allem ist er auch ein Begriff, weil seine Motive oft auf dem Kopf stehen – sein unverwechselbares Markenzeichen seit Anfang der 1970er-Jahre. Bei seiner Suche nach „dem Bild hinter dem Bild“ (Baselitz) schafft er damit eine völlig neue Sehweise in der Kunst.

Die Geschäfte in diesem Preissegment laufen alle sehr gut: Und die Welt sieht erstaunt zu, wie weltweit bzw. international diese „Kunstwerke“ zu absurden Höchstpreisen gehandelt werden.

Es ist ein Markt, der sich mit Absicht sehr bedeckt und für sehr elitär hält.
Ist das ein Zeichen der Wertschätzung des Objekts? Oder doch eher ein Symptom für einen immer gieriger werdenden Markt?

Diese Prestige-Objekte bzw. hochpreisigen Kunstwerke werden meistens nur als Wertanlage ersteigert und finden sich dann einsam wieder in dunklen Tresoren oder in von der Securité bewachten Räumen. Die Öffentlichkeit wird ausgesperrt.

So lockt der Kunstmarkt seine Opfer“.
Kritischer, ausführlicher Artikel hier nachzulesen über:
https://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-9260051.html

Eigentlich ist es in der Kunst ähnlich wie im „Fußball“. Es gibt ein paar Welt-Berühmte, die sehr, sehr viel Geld damit verdienen und die große Masse der Anderen...

Einen schlichte Erkenntnis aber bleibt:
„Geld ist rund und rollt weg… Kunst (Bildung) aber bleibt“…
(Zitat „frei nach“ Heinrich Heine ((1797 – 1856) deutscher Dichter und Romancier, Begründer des modernen Feuilletons).
ALLES IST BEZAHLBAR. Wirklich Alles?______________________________________________________________________________________________________

IMAGINE
„Ein „Maler“ ist ein Mann, der das malt, was er verkauft.
Ein „Künstler“ dagegen ist ein Mann, der das verkauft, was er malt“.

Zitat: Pablo Picasso
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KUNST ALS WARE ODER WAHRE KUNST?
„Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. 
Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz 
einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln“.
Pablo Picasso (1881-1973)
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Nehmen wir einmal ein großes, schwarzes Quadrat, das auf edle Leinwand gemalt wurde:
Ich habe noch deutlich in Erinnerung, dass ich vor einiger Zeit in einem Feuilleton einen Artikel gelesen habe, in dem über ein „Kunstbild mit einem schwarzen Kubus“ in folgender Weise berichtet wurde: In der Bild-Beschreibung wurden recht „geschraubte und erhabene“ Text-Formulierungen („Worthülsen der Kunstkritiker-Szene“) verwendet, die mich doch etwas irritierten…
Übrigens war hier in dieser Beschreibung NICHT das berühmte schwarzes Quadrat von Kasimir Malewitsch (1879-1935) – dem russischen Avantgardist – gemeint, sondern wohl ein ähnliches, derzeitiges Werk, irgendeines Künstlers unserer Zeit.
Habe den „Laudatio-Text“ jetzt zufällig wiedergefunden, leider ohne genauere Angaben über den Namen des Künstlers und des Mäzens oder Museumskurators. So dient der Text hier eben als Beispiel für diese Art der Kunst-Beschreibung:
Der schwarze Kubus“ auf seinem Bild besticht, obwohl seine ebenso minimalistischen wie raumgreifenden, auf ganz wenige, stets wiederkehrende, ausschließlich schwarze Farbtöne reduzierte Werke genau das haben, was diese scheinbar perfektionistischen Strenge, aber eben auch ein, den formalen Konventionen verhaftetes Prinzip „aufbrechen“ lässt, bevor es in steril-dekorativer Langeweile zu ersticken droht. Mit diesen schlichten Eingriffen bereichert der Künstler genial die Bildwelten der Kunst unserer Zeit. Wie treffend ist hier doch die Wirklichkeit abgebildet und wie virtuos wurde der schwarze Farbauftrag gehandhabt…“!
Unser Gedanken-Labyrinth arbeitet…und arbeitet…

Diese „Bild-Hymne“ über den schwarzen Kubus stammte bestimmt von einem recht kunstbeflissenen, berühmten „Kunst-Lektor“ oder wohlgesinnten Mäzen. WOW… Hier findet sich nun wieder ein Kunstobjekt und zwar hochgelobt in „den Augen eines Betrachters“. Aber ist dieses „subjektive“ Element einer Beschreibung wirklich ganz entscheidend bei der Bewertung eines Kunstobjektes?
Diese „beeindruckende“ Beschreibung über dieses Werk ist nur als Beispiel gedacht für die – meiner Meinung nach – oft überbordende, stark ikonisierende Kunst-Huldigung so manchen Lektors oder Mäzens.

Warum hört sich das Gerede über Kunst eigentlich immer so geschwollen an? Man kann sich danach über solch „hochgestochene“, aber leere Kunst-Erklärungen oder -Artikel nur noch wundern.
Ein derart „extrem gehypter“ Künstler wird vielleicht erst durch eine öffentliche Ausstellung bekannt werden, um seinen Wert zu steigern.

„Man merkt die Absicht und ist verstimmt“: Man verwendet dieses Zitat, wenn man schlecht verborgene persönliche Interessen deutlich erkennt. „Rezensionen“ dürfen wohl so sein…, aber manchmal im Gegenteil auch durchaus kritisch – in geeigneten Einzelfällen auch „vernichtend“.
<<<Sie sollten aber immer dem Gebot der Redlichkeit entsprechen.>>>

Das Mäzenatentum in der Förderung von Kunst ist auch in unserer heutigen Zeit bei Künstlern sehr gefragt, lieb und teuer!

Wandbild (1967): „Shot Orange Marilyn“
„Andy Warhol“ (1928-1987)

US-amerikanischer Pop-Art-Künstler
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Als Andy Warhol in den 60er-Jahren auf einem Flohmarkt einen Fotoabzug des Filmstars und Sexsymbols Marilyn Monroe entdeckte, wusste er noch nicht, dass er damit einen Meilenstein der Kunstgeschichte vor sich hatte.

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Andy Warhol“ experimentierte damals mit „Serienverfremdungen im Siebdruck“ und sollte kurze Zeit später eine Ikone der Moderne geschaffen haben. „Ohne das Mäzenatentum vergangener Zeiten hätten Malerei, Musik und Literatur nicht das heutige Level erreicht. Mit „Ethik“ hatten edle Spender und Investoren „heute wie damals wenig am Hut“. Kunst war und ist ein Geschäft und ein Jahrmarkt der Eitelkeiten.“ ( Quelle: RT Deutsch, 04. April 2019)

Manche Menschen würden vielleicht eher wohl nur verständnislos den Kopf schütteln. Wahrscheinlich hat jeder schon einmal vor einem Kunstwerk gestanden, mit dem er rein gar nichts anfangen konnte.

Meist fehlt hier aber auch ganz einfach die Bereitschaft,
sich „mit dieser Art Kunst“ ernsthaft auseinanderzusetzen.

Und das müssen wir aber unbedingt immer und immer wieder in jeden Falle tun: UNS MIT KUNST AUSEINANDER SETZEN.

ART-EXHIBITION-GALLERY
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Das Wichtigste hat „Duchamp“ nämlich uns dann doch ganz einfach „mit seinem Flaschentrockner “ gezeigt:

WAS KUNST IST, entscheidet der Künstler“:

Er erhebt ganz einfach das durch ihn designierte „simple Massenprodukt“ zum Kunstwerk. (Mancher denkt vielleicht, weil er dem „Kunstmarkt“ mit seiner Ironie den Spiegel vorhält?).
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…Diese Worte beruhen auf einer Übersetzung des französischen Wahlspruchs des Hosenbandordens: »Honi soit qui mal y pense.«

Warum kann eigentlich nicht jeder moderne Kunst machen?
SEIN UND SCHEIN: Da stellt sich natürlich die wichtigste Frage, wer entscheidet das eigentlich „wer“ überhaupt ein Künstler ist?

Das tun dann vor allem die sog. „Kunstexperten“ in den Museen. Warum können sie das entscheiden? Weil sie die fachliche Expertise haben (sollten). Außerdem entscheidet natürlich der (Kunst-)Markt, wer als Künstler anzusehen ist und entsprechende Preise für seine Werke verlangen darf.
So mancher vertritt heutzutage vielleicht die Auffassung:
Ein Maler, Bildhauer oder Fotograf, der alle seine Werke vom ersten bis zum letzten Stück verschenken würde, wäre überhaupt gar kein Künstler: Kunst muss also teuer sein, es muss also ordentlich etwas kosten, sonst ist es keine Kunst…???

Wer konnte diese Frage wohl am allerbesten beantworten:
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PICASSO (1881-1973) soll am 2.Mai 1952 in Madrid eine sensationelle Rede gehalten haben, in der er sagte: „Seit die Kunst nicht mehr die Nahrung der Besten ist, kann der Künstler seine Talente für alle Wandlungen und Launen seiner Phantasie verwenden. Alle Wege stehen einem intellektuellen Scharlatanismus offen. Das Volk findet in der Kunst weder Trost noch Erhebung. Aber die Raffinierten, die Reichen, die Nichtstuer und die Effekthascher suchen in ihr eine Neuheit, Seltsamkeit, Originalität, Verstiegenheit und Anstößigkeit. Seit dem Kubismus, ja schon früher, habe ich selbst alle diese Kritiker mit zahllosen Scherzen zufriedengestellt, die mir so einfielen und die sie umso mehr bewunderten, je weniger sie ihnen verständlich waren. Durch diese Spielereien, diese Rätsel und Arabesken habe ich mich schnell berühmt gemacht. Und der Ruhm bedeutet für den Künstler: Verkauf, Vermögen, Reichtum. Ich bin heute nicht nur berühmt, sondern auch reich. Wenn ich aber allein mit mir bin, kann ich mich nicht als Künstler betrachten im großen Sinne des Wortes: Große Maler waren Tizian, Rembrandt, Giotto und Goya. Ich bin nur ein Spaßmacher, der seine Zeit verstanden hat und alles, was er konnte, herausgeholt hat aus der Dummheit, der Lüsternheit und Eitelkeit seiner Zeitgenossen.

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ÜBER DEN KÜNSTLER PABLO PICASSO:
>>> Jeder Versuch, Picasso zu verstehen, bleibt hoffnungslos, wenn wir nicht davon ausgehen, dass er niemals einen Menschen so nah an sich heranließ, dass dieser hätte erahnen können, welch immense Unruhe in ihm lauerte. Eine seiner beachtlichsten Leistungen während der mehr als neunzig Jahre seines Lebens bestand darin, diese große innere Angst soweit zu beherrschen, dass sie ihn zum Arbeiten anregte – und wie er arbeitete! Arbeit war sein Zaubertrank gegen die Angst. <<<
Norman Mailer (1923-1007) US-amerikanischer Schriftsteller, Regisseur

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Kunst wollte schon immer, dass wir die Welt mit anderen Augen sehen. Ob sie das tatsächlich auch fertig bringt, hängt nicht allein vom Können des Künstlers ab, sondern auch von unserem Können als Betrachter. Denn nachdem sich moderne Kunst von allen traditionellen Formen der Gestaltung befreit hat, bekommt man immer wieder zu hören, ob denn das noch Kunst sei? Bilder tauchen auf...in uns selbst, wir können sie uns schaffen, jeder in sich selbst. Schön, dass jeder Mensch für sich selbst entscheiden kann, was für ihn Kunst ist.

WE SEE WHAT WE WANT. Unser Leben ist ein weißes Blatt, die Farben sind in uns. Malt es unbedingt schön bunt und leuchtend…
Hier hoffe ich, als recht kunstinteressierter Laie, allen meinen Blog-Lesern gegenüber einen kleinen Beitrag zu diesem interessanten Thema geleistet zu haben.

Als Abschluss habe ich eine kleine bunt-gemischte Bilder-Reihe mit „Impressionen“ zum Thema „Ist das Kunst?“ zusammengestellt, sie ist sicher nicht repräsentativ bzw. weit davon entfernt für den derzeitigen Kunstmarkt, jedoch passend als „Bilder-Potpourri“ mit unterschiedlichen Techniken und Motiven gemalt. Nur der schwarze Kubus, der fehlt…

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“.
Zitat von „Thukydides“ (um 455 – 396 v. Chr.),

(griechischer Flottenkommandant im Peloponnesischen Krieg und Historiker)

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Blog-Thema: „KUNST“ veröffentlicht am 16. 8. 2019